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Marit Rolfsdóttir: Drei Monate (Marit Rolfsdóttir, Nordic Mystery Krimi 1)

Marita Sydow Hamann
E-Buch Text
Erschienen bei null, 04.06.2018
ISBN B07DJ8QKB2
Genre: Sonstiges

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52 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

debüt 2018, fantasy, verlag blanvalet

Najaden - Das Siegel des Meeres

Heike Knauber
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 21.05.2018
ISBN 9783734161438
Genre: Fantasy

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Tags: fantasy, verlag blanvalet   (2)
 

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64 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 3 Rezensionen

familie, fantasy, fledermäuse, freundschaft, gregor, kakerlaken, kinder, liebe, luxa, new york, prophezeihung, ratten, reihe, ripred, unterland

Gregor und der Spiegel der Wahrheit

Suzanne Collins , Sylke Hachmeister , Joachim Knappe
Fester Einband: 335 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 01.02.2007
ISBN 9783789132124
Genre: Kinderbuch

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Tags: fantasy, jugendroman, kinder, reihe, verlag oetinger   (5)
 

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17. jahrhundert, abenteuer, frankreich, französischer autor, freundschaft, historischer roman, historisches, kampf, klassiker, liebe, paris, reise, spionage, verfilmt, verlag: atb;

Die drei Musketiere

Alexandre Dumas , Christine Wolter , Herbert Bräuning
Flexibler Einband: 703 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 15.04.2013
ISBN 9783746629292
Genre: Klassiker

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Tags: abenteuer, klassiker, verlag: atb;   (3)
 

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druden, fantasy, märchen, mord, mystery, ordnungsamt, verlag südost, volksmythen, zeitsprünge

Drudenherz

Hubertus Hinse
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei SüdOst, 18.10.2017
ISBN 9783866467958
Genre: Fantasy

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Adam - Eine Königsfreunde-Geschichte

Isabell Schmitt-Egner
E-Buch Text: 126 Seiten
Erschienen bei null, 18.11.2015
ISBN B01882AVO6
Genre: Sonstiges

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fantasy, lodrik, lorin, markus heitz, norina, pashtak, reihe, stoiko, tarpol, tokario, ulldart, ulldart-zeit des neuen, ulsar, verlag piper, verschwörung

Trügerischer Friede

Markus Heitz
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.08.2005
ISBN 9783492265782
Genre: Fantasy

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fantasy, jugendroman, reihe, verlag ivi

Aqua - Im Zeichen des Meeres

Anne Buchberger
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.06.2018
ISBN 9783492704717
Genre: Jugendbuch

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Tags: fantasy, jugendroman, reihe, verlag ivi   (4)
 

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67 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

bauern, clara, familie, freunde, freundschaft, hoffnung, intrige, intrigen, isabell schmitt-egner, könig, königsfreunde, königssohn, liebe, mittelalter, verrat

Königsfreunde

Isabell Schmitt-Egner
E-Buch Text: 370 Seiten
Erschienen bei null, 15.01.2014
ISBN B00HWCDAWO
Genre: Sonstiges

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Tags: eigenverlag, liebe   (2)
 

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80 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 7 Rezensionen

boots, familie, fantasy, fledermäuse, freundschaft, gregor, kinder, new york, prophezeiung, ratten, reihe, ripred, suzanne collins, unterland, unterwelt

Gregor und der Schlüssel zur Macht

Suzanne Collins , Joachim Knappe , Sylke Hachmeister
Fester Einband: 301 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 01.02.2006
ISBN 9783789132117
Genre: Kinderbuch

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Tags: all age, fantasy, kinder, reihe, verlag oetinger   (5)
 

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135 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

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Bienensterben

Lisa O'Donnell , Stefanie Jacobs
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 06.12.2013
ISBN 9783832197285
Genre: Romane

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Tags: drama, roman, verlag dumont   (3)
 

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21. jahrhundert, buch, einwanderer, england, großbritannien, krimi, mord, rassismus, reihe, reread, scotland yard, verlag goldmann

Denn sie betrügt man nicht

Elizabeth George , Mechtild Sandberg-Ciletti
Flexibler Einband: 720 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 16.03.2015
ISBN 9783442481842
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags: krimi, reihe, reread, verlag goldmann   (4)
 

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Höllenkönig

James Abbott , Ole Johan Christiansen
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 23.04.2018
ISBN 9783764531997
Genre: Fantasy

Rezension:

Als ich mich entschieden habe dieses Buch zu lesen waren die ersten Meinungen dazu ja nicht so richtig begeistert. Der Klappentext suggeriert auch eher, dass es um das Gefängnis geht und wie der "Höllenkönig" darin regiert - allerdings zeigt der letzte Satz ja auch, dass er seine Gefangenschaft hinter sich lässt.
Gut, dass ich mir einige Rezensionen vorher dazu durchgelesen hatte und jetzt, nach dem Lesen, finde ich den Teaser sehr gut, denn oftmals wird in den Klappentexten viel zu viel verraten und im Grunde finde ich ihn passend gewählt.

Da ich nun schon wusste, worauf ich mich einlasse, konnte ich mich recht schnell zurechtfinden und war auch sofort begeistert von dem Schreibstil. Sehr flüssig zu lesen, aber doch mit einem gewissen etwas. Da es um Häftlinge bzw. Krieger geht ist der Umgangston natürlich etwas rau und sie haben teilweise auch eine derbe Sprache, aber nichts was außer den Rahmen fällt. Auch die Gewalt sehe ich jetzt nicht zu übertrieben oder brutal, wie manche geschrieben haben, eigentlich ganz normal dafür, wenn gekämpft wird und Schlachten geschlagen werden. Eher war es zu wenig, denn Kämpfe gab es nicht wirklich viele - und wenn dann recht kurz bzw. nüchtern beschrieben.

Im Mittelpunkt steht ja Xavir Argentum. Er musste schon recht früh in seinem Leben Mauern um sich bauen, an denen Trauer und Schmerz abprallen können. Dafür gab es keinen Platz in seinem Leben, dass aus Kampf, Ruhm und Ehre bestand. Dadurch hat er sich auch einen Sinn für Gerechtigkeit bewahrt. Im Laufe der Geschichte hat er meine Sympathie ein bisschen verloren, woran es genau lag, kann ich gar nicht sagen. Vielleicht weil so viel Gefühlskälte dann doch unglaubwürdig war - immerhin begleitet man ihn ja auf einem längerem Weg. Natürlich muss man seine Vergangenheit bedenken, aber es wirkte auch insgesamt auf die Dauer recht "kalt" erzählt: bei einer Horde Männer erwarte ich zwar keine romantischen Einlagen, aber doch auch andere Gefühlsregungen als nur Rache.
Die anderen Charaktere, auf die ich wirklich neugierig war wie sie sich entwickeln, haben mich etwas enttäuscht. Es fehlte einfach der Bezug, der sich hätte aufbauen sollen und keiner ist mir so wirklich nahe gekommen.

Obwohl Xavir ein klares Ziel vor Augen hat weiß man nicht, welcher Weg ihn dorthin führen wird. Überraschungen sind dadurch vorprogrammiert und auch die Verbindung zu den anderen Figuren verspricht Spannung! Man weiß nicht, wie sich alles entwickeln wird und auch die Zusammenhänge werden nur nach und nach aufgedeckt, was einen großen Reiz ausgemacht hat. Leider hat dann ab der Hälfte all das positive stetig abgenommen. Das war wirklich seltsam, denn plötzlich plätscherte alles vor sich hin, ich wusste im Grunde worauf alles hinauslaufen wird und das ganze verlor sich dadurch in zu vielen Umwegen.
Die Magie der Hexen wäre auch interessant gewesen, aber hier wurde auch nur an der Oberfläche gekratzt.

Positiv aufgefallen sind mir hier tatsächlich mal die Namen der Figuren, der Ländereien und überhaupt von allem, denn sie sind wirklich klasse gewählt und haben einen schönen Klang!
Aber auch die Botschaften, die in der Handlung verstreut sind, sind wichtig und vermitteln einen guten Zugang: Andersartigkeit und Vorurteile, Morde im Namen des Glaubens und die Machtgier, die dahinter steht - ich denke, das kennen wir alle. In solchen Fantasyschinken werden so wichtige Themen oft übersehen, was ich schade finde, dabei hat gerade auch dieses Genre viel mit tieferem Sinn zu bieten, was gerade in den Dialogen öfters zum Tragen kam.

"Die Menschen treffen ihr Urteil über dich anhand deiner Andersartigkeit. Anhand deiner
vermeintlichen Taten. Ganz gleich, wie unwahrscheinlich diese Taten auch sein mögen.
Sie verleumden dich, weil sie es nicht besser wissen. Und sie haben Angst." S. 126

"Du brauchst Wasser, Nahrung und Schlaf. Alles andere ist Überfluss. [...]
Diese Denkweise erleichtert es dir, die Vorgänge in der Welt klarer zu sehen." S. 182

Der Schluss war, wie gesagt, vorauszusehen, obwohl es dann doch noch eine Überraschung gab und das Ende hört sich sehr nach einer Fortsetzung an. Leider hab ich dazu keine Info gefunden.
Die Bewertung fällt mir echt schwer, weil ich am Anfang so begeistert und am Ende doch enttäuscht war - ich hab mich für einen Mittelwert entschieden.

© Aleshanee
Weltenwanderer

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Tags: fantasy, verlag penhaligon   (2)
 

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fantasy, gregor, kakerlaken, kampf, kinder, kinderbuch, krieg, new york, prophezeiung, ratten, reread, rettung, suzanne collins, unterland, unterwelt

Gregor und die graue Prophezeiung

Suzanne Collins , Sylke Hachmeister , Joachim Knappe
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Oetinger Taschenbuch, 01.06.2015
ISBN 9783841503770
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Ich hab diese Reihe vor vielen Jahren meinen Kindern vorgelesen und schon damals waren wir alle durchweg begeistert! Jetzt endlich komme ich dazu, diese Geschichte nochmal zu lesen und meine Begeisterung hat sich tatsächlich über all die Jahre gehalten!

Das Erzähltempo ist wirklich gut gewählt, denn es geht zügig voran und ich war keinen Moment gelangweilt. Trotzdem schafft es die Autorin, die Szenen mit kleinen Details sehr lebendig zu machen und mir alles bildhaft vor Augen zu führen.

Der 11jährige Gregor lebt mit seiner Mutter, seiner Großmutter und seinen zwei kleineren Schwestern in New York. Seit sein Vater vor über 2 Jahren über Nacht einfach verschwunden ist, hat sich sein Leben völlig geändert. Nicht nur, dass das Geld immer knapp ist, spürt er die ständigen Zweifel seiner Mutter und erlaubt sich selbst keinen Gedanken an Hoffnung. Die Hoffnung seinen Vater jemals wiederzusehen, denn der Schmerz wäre zu groß, wenn sein Traum nicht in Erfüllung gehen würde. Dieser Zwang weiterzumachen und den Schmerz nicht an sich ranzulassen, hat mich sehr berührt! Denn er will damit nicht nur sich selbst, sondern auch seine Mutter schützen und die Familie zusammenhalten.

Als Gregor mit seiner 2jährigen Schwester Boots dann im Unterland landet, wird er vor schwierige Aufgaben gestellt, die ihn immer mehr herausfordern. Eigentlich will er nur so schnell es geht wieder nach oben zurück, doch eine alte Prophezeiung weist seinem Schicksal einen anderen Weg.

Die Stimmung ist teilweise recht düster und es geht rau zu zwischen den Bewohnern des Unterlandes, denn es leben nicht nur Menschen dort, sondern auch große, wirklich monströse Tiere, die ihre Reviere zu verteidigen wissen. Riesenkakerlaken, sogenannte Krabbler, was sich wirklich eklig anhört, die aber einnehmende Züge aufweisen und mir total ans Herz gewachsen sind.
Dann wären da noch die Fledermäuse, die eine ganz besondere Verbindung zu den Menschen haben und die bösen Nager, menschengroße Ratten, die immer wieder gegen die Unterländer in den Krieg ziehen.
Besonders mag ich ja Ripred, über den ich hier nicht viel verraten möchte, der aber im Laufe der Reihe einen sehr wichtigen Platz einnimmt und dessen tiefgründige Figur mich sehr bewegt hat. Überhaupt gab es einige Momente, die mich zu Tränen gerührt haben, was ja bei mir nicht so oft vorkommt beim Lesen.

Es gibt verschiedene wichtige Themen die mit eingeflochten wurden, wie Rücksichtnahme auf fremde Völker, ihre Sitten, Gebräuche und ihre Ängste. Auf der einen Seite die Verfechter des Friedens, die in Toleranz mit allen anderen leben wollen, und natürlich die Kriegstreiber, die nach Macht streben und alle anderen unterwerfen wollen. Aber auch kleine Feinheiten zwischen den Charakteren, über Mut, Vertrauen und Freundschaft.

Der Schauplatz an sich ist nicht sehr detailreich, aber doch bildhaft dargestellt und ich hatte die Stadt Regalia, die die Unterland-Menschen über Jahrhunderte aufgebaut haben, sehr gut vor Augen. Auch wie sie sich an das Leben unter Tage angepasst haben wird sehr schön erklärt. Hier lernt Gregor Freunde kennen, die ihm nicht alle von Anfang an wohlgesonnen sind und es fällt ihm nicht leicht, sich den Regeln und Weisungen unterzuordnen.
Da ich die Reihe ja schon einmal gelesen hatte weiß ich, wie sich die Figuren entwickeln und ich freu mich schon so sehr auf die Fortsetzungen!

© Aleshanee
Weltenwanderer

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Tags: fantasy, jugendroman, kinder, reread, verlag oetinger   (5)
 

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

30er jahre, england, historischer krimi, jugendbuch, kinder, krimi, reihe, verlag knesebeck

Feuerwerk mit Todesfolge

Robin Stevens , Nadine Mannchen
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Knesebeck, 15.03.2018
ISBN 9783957280541
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Auch das vierte Abenteuer der beiden jungen Detektivinnen hat mich wieder super unterhalten! Nach dem aufregenden Fall im Orientexpress gehts wieder zurück ins Internat Deepdean und natürlich haben die beiden wieder einen Mord aufzuklären.
Hazel erzählt wieder aus ihrer Sichtweise in ihrer ruhigen und besonnenen Art, während Daisy wie üblich das Kommando übernimmt. Dabei gehen ihnen dieses Mal Assistentinnen zur Hand, denn vor ihren Zimmerkameradinnen können sie ihre detektivischen Unternehmungen kaum geheim halten.

Geheim ist hier das Stichwort, denn auch Hazel hat jetzt ein Geheimnis, dass sie vor Daisy versteckt. Das wirkt sich nicht sehr gut auf ihre Beziehung aus und ihre Freundschaft droht zu bröckeln.

Überhaupt ist das Thema Freundschaft hier stark im Vordergrund und mir hat richtig gut gefallen, wie mit viel Sensibilität aber auch Deutlichkeit gezeigt wurde, wie schwierig der Umgang miteinander sein kann, aber auch wie leicht es doch sein könnte.
Das Thema Mobbing wird hier ebenfalls aufgegriffen, denn die Aufsichtsschülerinnen drangsalieren die Kleineren wo es ihnen gerade passt. Gerüchte werden geschürt und dabei gezeigt, dass Worte, die einmal "in die Welt gesetzt" werden, kaum mehr zurückzunehmen sind - egal ob dahinter die Wahrheit oder eine Lüge steckt.
Dabei bleibt die Autorin aber für das empfohlene Lesealter im Rahmen und schafft es trotzdem, mehr Feingefühl dafür zu wecken.

Ebenfalls geht es um Geheimnisse zwischen Freundinnen. Jeder von uns hat Gefühle und Gedanken, die er für sich behalten möchte und niemand wird je ALLES über einen anderen Menschen wissen. Jeder hat auch das Recht darauf, nicht alles preisgeben zu müssen, denn jeder darf selbst entscheiden, wie sehr er sich anderen gegenüber öffnet.
Oftmals resultiert das ja aus der Angst vor der Reaktion des anderen und auch in Bezug darauf zeigt die Autorin, wie befreiend es sein kann, darüber zu sprechen. Wirklich zu sagen was man fühlt und wie schön es ist, trotz kleinen Streitigkeiten angenommen zu werden und die Freundschaft damit sogar zu stärken, weil man ein schwieriges Problem gemeinsam gelöst hat.

Dabei spielt natürlich auch Vertrauen eine große Rolle, denn wie sicher kann man sich sein, dass ein Geheimnis sicher bewahrt bleibt. Selbst in einer Gruppe, einer Klasse oder sonstwie verbandelten Freund- oder Gemeinschaften ist der Zusammenhalt wichtig und neben diesen ganzen Themen kommt auch noch die erste Verliebtheit ins Spiel, die auch oder gerade unter Freundinnen zu Eifersucht führen kann. Missverständnisse sind da oft vorprogrammiert. Aber auch, dass es ganz natürlich ist dass man anders denkt und anders fühlt als andere und dass man gerade dadurch etwas Besonderes ist.

Das alles spielte mehr oder weniger eine große Rolle, wurde aber sehr geschickt in die Handlung mit eingeflochten, die natürlich vor allem auch um die Mörderjagd ging - und hier war wieder ein großes Rätselraten bis zum Schluss angesagt, was viel Spannung erzeugt hat. Insgesamt also wieder wunderbar gelungen und ich hatte absolut nichts auszusetzen.

Übrigens gibt es vorne im Buch wieder eine Übersichtskarte sämtlicher Räumlichkeiten des Deepdean Internats und eine Aufstellung aller relevanten Personen. Auch wenn jedes Buch bzw. jeder Fall für sich alleine steht würde ich raten, sie der Reihe nach zu lesen, denn auch hier kommen immer wieder kleine Hinweise oder Bemerkungen zu den Vorgeschichten, die man ansonsten kaum einordnen kann.

© Aleshanee
Weltenwanderer

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Tags: historischer krimi, kinder, reihe, verlag knesebeck   (4)
 

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163 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 24 Rezensionen

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Die drei Sonnen

Cixin Liu , Martina Hasse
Flexibler Einband: 450 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.12.2016
ISBN 9783453317161
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Für Wissenschaftsfreaks definitiv spannend, da ich aber nur die Hälfte verstanden habe leider recht zäh ...

Diesen Buchtipp hab ich von einer ebenfalls großen Lesebegeisterten auf Facbebook aufgeschnappt und nachdem sie so davon geschwärmt und mir der Klappentext zugesagt hatte, wollte ich unbedingt wissen was es damit auf sich hat.
Die Erwartungen, die die Buchinfo in mir geschürt hat und die Vorfreude durch die Begeisterung anderer von der Geschichte sind leider nicht wirklich erfüllt worden. Kontakt mit Außerirdischen aufnehmen und die Konsequenzen zu erfahren, das hab ich für mich rausgelesen - allerdings passiert das ganze erst am Ende des Buches. Der Anfang ist zwar an sich wichtig und schlägt eine lange Brücke bis es tatsächlich soweit ist, hätte aber um einiges sehr gekürzt werden können.

Science Fiction = wissenschaftliche Fiktion, und zwar volle Kanone ohne Punkt und Komma mit dem Hauptaugenmerkt auf Wissenschaft und Technik.
Während ich auf den ersten Seiten noch gerätselt habe, was diese "Kulturrevolution" in China mit dem Thema zu tun hat, wurde ich dann mit naturwissenschaftlichen und technischen Fragen und Begriffen nur so bombardiert. Ich interessiere mich sehr für physikalische Fragen, denn sie erklären mir das Leben und können tatsächlich auch ein wenig Licht hinter den Sinn der Dinge bringen, aber hier hatte ich immer das Gefühl, nicht auf den Punkt zu kommen. Mit wissenschaftlichen Wörtern wird nicht gegeizt, von der Erzählweise her aber eher umständlich und auch sehr trocken und vor allem: ohne mir tatsächlich Klarheit zu bringen über das was ich da grade momentan lese, aber auch darüber, wohin das führen soll.
Natürlich muss nicht immer alles von vornherein deutlich sein, man mag ja auch Spannung und Überraschungen erleben, aber da ich oft keine Ahnung hatte, worum es da genau geht, war das sehr schwierig für mich. Ich fühlte mich dann auch oft richtig "doof", weil ich so viel nicht verstanden habe und der Drang, einige Seiten zu überblättern war groß.

Ich war zuerst wirklich lange enthusiastisch weil ich einfach wollte, dass mir diese Geschichte gefällt und ich immer darauf gewartet hatte, dass es JETZT soweit ist und der Knoten bei mir platzt. Es ist auch nicht so, dass ich es total schlecht fand, aber die gewisse Würze fehlte einfach - und vor allem das Verständnis.
Gefühle oder ähnliches bleiben völlig außen vor, auch wenn mal Tränen (im Buch, nicht bei mir) vergossen werden, hat selbst mein empathisches Herz kaum Regung gezeigt. Das fand ich zwar gar nicht mal so schlimm und auch mit den Zeitsprüngen kam ich gut klar, wenn einfach alles etwas schneller vorangegangen wäre. Dadurch wirkte es sehr zäh und langatmig.

Die Hintergründe zu einer der Hauptfiguren, Ye Wenjie und wie das ganze zusammenhängt, kommen erst sehr spät - die haben mich zwar überraschen können, mehr oder weniger, und das ganze hatte dann tatsächlich seinen Reiz, aber eben viel zu spät.
Einen wichtigen Ansatz fand ich bei dem ganzen Thema diejenigen Menschen, die eine Hoffnung, einen positiven Glauben in sich tragen, die stets versuchen, dass sich die Menschheit wieder auf einen "besseren" Pfad besinnt und nachdem sie aber erkennen, oder glauben zu erkennen, dass das nicht eintreffen wird, in ein hoffnungsloses Tief fallen. Und daraus dann Entscheidungen resultieren, die weitreichende Folgen haben können.

Trotz vieler Versuche, mich positiv mit dem vielen Wissen auseinanderzusetzen, dass mir hier zuhauf präsentiert wird, bin ich wohl an meinem eigenen Verstand gescheitert, weil ich die Hälfte schlicht und ergreifend nicht kapiert hab. Sehr schade, denn viele der Ansätze hatte ich schon gehört und hätte gerne auf meinem Niveau mehr darüber gelernt.

Wen das Buch interessiert sollte sich im Klaren darüber sein, dass es eine lange Entwicklung ist (die am Ende aber viel Potenzial für die Fortsetzungen verspricht) und keine typische, actionreiche Alieninvasion oder ähnliches, was man aus dem Genre so kennt und man mit viel technischem und physikalischem Kenntnissen konfrontiert wird.

© Aleshanee
Weltenwanderer

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Tags: reihe, science fiction, verlag heyne   (3)
 

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124 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 42 Rezensionen

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Spiegel des Bösen

Björn Springorum , Maximilian Meinzold
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Thienemann in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 16.02.2017
ISBN 9783522202305
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
Tags: grusel, jugendroman, mystery, verlag thienemann   (4)
 

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23 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 9 Rezensionen

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Stella Montgomery und die bedauerliche Verwandlung des Mr Filbert

Judith Rossell , Cornelia Panzacchi , Nina Dulleck
Fester Einband
Erschienen bei Thienemann in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 16.01.2018
ISBN 9783522184892
Genre: Kinderbuch

Rezension:

3.5 Sterne

Ab und an lese ich solche Kinderbücher auch sehr gerne zwischendurch, wobei ich hier sagen muss, dass ich nicht ganz das bekommen habe, was ich erwartet hatte.

Den Einstieg fand ich richtig klasse, denn man lernt sofort Stella kennen und sie war mir als Kind sofort total sympathisch, weil sie so eine wundervolle, lebhafte Fantasie besitzt! Sie lebt ja mit ihren Tanten im "Hotel Majestic" - das muss irgendwo in der Nähe von London sein - und hat außer französisch und Klavierspielen zu lernen, zu sticken und anständig zu sein nicht viel Freiraum. Fragen sind absolut nicht erlaubt und Neugier etwas "vulgäres".
Ihre kleinen Freiheiten schafft sie sich trotz aller Gegenwehr mit kleinen Tricks und so entführt sie sich selbst mithilfe eines alten Atlanten weit weg in fremde Länder. Nein, das ist nicht die Magie in dieser Geschichte, denn auf diese Reisen geht das junge Mädchen in Gedanken. Ich konnte sie dabei direkt vor mir sehen, wie sie mit dem Finger die Landkarte entlangfährt und sich Geschichten zu den erklärenden Texten ausdenkt, die neben den fernen Ländern abgedruckt sind. Das fand ich schon richtig toll weil ich finde, das vielen Kindern genau diese Fantasie heutzutage fehlt.

Mr Filbert, der ja im Titel erwähnt wird, kommt etwas kurz, hat aber eine entscheidende Rolle in Stellas Leben - denn nach der Begegnung mit ihm geht aus auf einmal drunter und drüber. Erzählt wird immer aus Stellas Sichtweise, wobei man nicht viel zum Hintergrund über sie oder um das ganze drumherum erfährt. Einen wirklichen Rahmen zur Handlung hatte ich nicht und auch von der Gefühlswelt der Figuren hat man nicht viel gespürt.
Dadurch war es für mich stellenweise leider auch nicht wirklich spannend, dazu kamen viele Beschreibungen, die ich zwar teils wirklich interessant fand, aber teils einfach auch für mich nicht lebendig genug erzählt wurden.
Toll fand ich dafür einige Erwähnungen von Mythen und Aberglauben, die viele Kinder in der heutigen Zeit gar nicht mehr kennen. Die Stelle hat mir besonders gut gefallen! Und ich mag es auch, wenn Wörter in Kinderbüchern vorkommen, durch die sie auch etwas lernen können. Dabei ist es insgesamt flüssig geschrieben und gut zu lesen, nur hatte ich einfach öfters das Gefühl, dass ich nicht so gebannt bei der Geschichte dabei war.

Stella entwickelt sich aber in der Geschichte, fasst Mut und Vertrauen und lernt auch Menschen kennen, die ihr beistehen und ihr zuhören, was ich sehr schön fand. Gegen Ende nimmt es auch an Spannung zu und es gibt auch einige für Kinder vielleicht unheimliche Momente, die man aber vielleicht noch etwas besser rausarbeiten hätte können.

Für mich war es eine gute Geschichte, der noch etwas der Pfiff gefehlt hat. Viele der Ideen waren nicht wirklich neu und man hätte noch etwas mehr herausholen können. Wobei ich jetzt nicht so gut einschätzen kann, ob es für Kinder anders wirkt und sie noch etwas mehr Spaß daran haben als ich.

© Aleshanee
Weltenwanderer

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Tags: fantasy, kinder, mystery, reihe   (4)
 

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china, drachen, fantasy, freundschaft, jugendroman, kai meyer, kampf, leben, liebe, magie, mondkind, niccolo, tod, wolkenvolk, wolkenvolk-trilogie

Drache und Diamant

Kai Meyer
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 27.06.2011
ISBN 9783551359155
Genre: Fantasy

Rezension:

Schon das grandiose Setting in China mit dem Mythos der Drachen und zahlreichen anderen Details, die man damit verbindet, geben einen grandiosen Schauplatz ab. Ob es um Unsterbliche Krieger geht, die auf Kranichen reisen, um geheime Händlergilden die in Luftschiffen ihre Segel setzen oder eben die Drachen, die ein immer währender Sommerregen begleitet: Wie immer sind die unerschöpflichen Ideen aus der Feder des Autors ein sprudelnder, nicht enden wollender Quell aus phantastischen Elementen und Legenden, die er zu einer neuen Geschichte verknüpft.
Die Figuren strudeln dabei von einem Abenteuer ins nächste und auch mich überrascht Kai Meyer immer wieder mit unerwarteten Wendungen. Auch wenn einiges vorhersehbar war: die Spannung hat sich wunderbar aufgebaut!

Die Charaktere - hier treffen wirklich ganz besondere Eigenschaften aufeinander, gerade die Figur von Feiqing find ich absolut grandios, genauso wie die Schwertkämpferin Wisperwind, den Drachenkönig Yaozi oder das geheimnisvolle Mondkind ... sie alle stellen sich den Herausforderungen so gut sie können. Dabei müssen sie gegen sich selbst kämpfen, gegen Erfahrungen aus der Vergangenheit, die Angst vor der Zukunft und vor allem das Drachenmädchen Nugua hat es in all den Chaos, das über sie hereinbricht nicht leicht, sich der Wahrheit zu stellen.

"Manchmal will man Dingen ausweichen, die man insgeheim längst weiß.
Weil man sie nicht wahrhaben will. Weil man Angst hat, sie könnten einem ...
sie könnten einem wehtun." S. 167

Aber auch die vertrackte Liebesgeschichte, die mit einem Bann herbeigeführt wurde, hat einen Einfluss auf die Macht des Gegners und entwickelt sich zu einem spektakulären Finale!
Aufgelockert wird die Handlung immer wieder durch teilweise witzige aber auch bedeutsame Dialoge, die mich wunderbar unterhalten, stellenweise aber auch zum Nachdenken gebracht haben.

Der letzte Band dieser wundervollen Trilogie zieht die Handlung rund um die Heiligen Grotten der Himmelsberge zusammen. Die letzte Chance, gegen den übermächtigen Feind zu bestehen schaukelt sich zu einem spannenden Finale hoch, das mehr und mehr an Tempo zunimmt und ein sehr passendes Ende findet.
Ich kann die Trilogie jedem empfehlen der phantastische Jugendbücher mag!

© Aleshanee
Weltenwanderer

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Tags: fantasy, jugendroman, reihe, reread, verlag carlsen   (5)
 

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35 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

12. jahrhundert, 4. band, band 4, historisch, historischer roman, intrigen, irland, liebe, qunaj, reihe, roman, sabrina qunaj, serie, verlag goldmann, wales

Die fremde Prinzessin

Sabrina Qunaj
Flexibler Einband: 700 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 16.04.2018
ISBN 9783442485925
Genre: Historische Romane

Rezension:

Ich fange mal kurz mit dem Nachwort der Autorin an, denn hier zeigt sich wieder, wie gut sie recherchiert hat und versucht, die wenigen Informationen, die es aus der damaligen Zeit gibt, zu einer stimmigen und realitätsnahen Geschichte auf unterhaltsame Weise zusammen zu fügen. Das ist auf jeden Fall gelungen!

Am Anfang gibt es natürlich eine Übersicht aller wichtigen Personen, bei der die historisch realen Persönlichkeiten extra gekennzeichnet sind. Ebenfalls einen Stammbaum der Geraldines, sowie eine Karte vom Schauplatz der Ländereien.

"Mein Name ist Basilia de Clare. Ich war eine Feder im Sturm, wurde von einer Seite
zur anderen gezerrt, aber sind wir das nicht alle, bis wir die Wahrheit
tief in unserem Inneren entdecken?" Prolog S. 15

Basilia ist ein sehr starker Charakter - natürlich kann man nicht wirklich wissen, wie die Mädchen und Frauen aus der damaligen Zeit gefühlt und gedacht haben, aber ich kann mir sehr gut vorstellen, dass sich vieles so oder so ähnlich zugetragen hat. Wir können uns ja heute gar nicht mehr vorstellen, wie so ein Leben war: die Unmündigkeit als "Bastard", verheiratet werden mit Fremden, als Frau beschränkt auf die Rolle als Mutter und "Gebärmaschine" - und ja ich weiß natürlich, dass es auf ähnliche Weise natürlich auch heute noch in Zügen ähnliche Muster gibt.

Trotzdem muss man hier bedenken, dass die Gesellschaft damals diese Dogmen anerzogen hat und diese Menschen in diesem Bewusstsein aufgewachsen sind und das ganze dadurch anders erlebt haben und auch anders damit umgehen konnte. Diese Stärke gerade bei den Frauen bewundere ich sehr, denn auch wenn sie sich in ihr Schicksal fügen mussten, gab es immer wieder unbeugsame Persönlichkeiten, die sich durchsetzen konnten. Die sich nicht haben unterkriegen lassen und die wahre Martyrien überlebt haben und nach jeder Unterdrückung aber wieder aufgestanden sind und sich von ihren Zielen nicht haben abbringen lassen.
Es heißt ja heutzutage oft es fehlen starke Frauen in der Literatur, da kann ich nur sagen: lest historische Romane und nehmt euch ein Beispiel!

Ich empfand die Geschichte von der ersten bis zur letzten Seite durchwegs unterhaltsam und fesselnd: es kamen verschiedene Charaktere ins Spiel, manche drängten sich in den Vordergrund, andere blieben eher zurück, aber alle haben ein rundes und prägnantes Bild abgegeben. Besonders ins Herz geschlossen hab ich ja Gildas! Überhaupt gibt es dieses Mal einige Figuren aus dem Vorgänger, die mir zwar nicht mehr deutlich in Erinnerung sind, ich aber durch die Beschreibungen und den Namen einen Bezug herstellen konnte. Schöner wäre es für mich gewesen sie zeitnaher zu lesen, da ich sie dann noch besser hätte einschätzen können.
Dazu kamen natürlich die Hintergründe der Kriege, der Schlachten, die Streitereien in England und Wales um Land und Herrschaft, was in mir ein sehr lebendiges Bild der damaligen Zeit heraufbeschworen hat.
Gerade auch der Versuch, trotz unterschiedlichem Glauben, Sprachen und Gebräuchen ein Zusammenleben zu erzielen, dass ohne Kriege auskommt und das Ziel einer großen Gemeinsamkeit, etwas neuem, vor Augen hat, fand ich sehr schön mit eingeflochten.

Ab und an haben sich mir die zufälligen Zufälle etwas gehäuft, wobei manches durch geschichtliche Überlieferung wohl tatsächlich so passiert ist und es dadurch auch keinen negativen Aspekt entwickelt hat.
Insgesamt auf jeden Fall wieder eine großartige Geschichte aus der Feder der Autorin, die mich bisher mit jedem ihrer Bücher überzeugen und begeistern konnte!

© Aleshanee
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Tags: historischer roman, reihe, verlag goldmann   (3)
 

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eigenverlag, fantasy, novelle

Tränen des Mondes

Vivka Wynter
Flexibler Einband: 142 Seiten
Erschienen bei Independently published, 11.09.2017
ISBN 9781522042433
Genre: Sonstiges

Rezension:

Eine schöne, romantische und spannende Kurzgeschichte für zwischenduch.
Aufmerksam darauf geworden bin ich über den Blog der Autorin, in dem sie über ihr Leben erzählt und Bücher rezensiert. Natürlich war ich neugierig, wie sie selbst eine Geschichte umsetzt und das ist ihr wirklich schön gelungen, vor allem wenn man bedenkt, dass sie alles in Eigenverantwortung durchgezogen hat!

Der Prolog war schon ein schöner Einstieg und hat eingestimmt auf die sehr sanfte Erzählweise. Zwischen den Zeilen war immer eine leichte Melancholie zu spüren, die den Zauber einer fremden Welt in sich trägt. Allerdings waren mir die Wortwiederholungen zu auffällig, wobei ich nicht weiß, ob sie als Stilmittel extra gewählt wurden oder sich eher zufällig ergeben haben - ich hätte mir da manchmal etwas mehr Abwechslung gewünscht. Zu lesen war es aber durchweg flüssig und in einer schönen, tragenden Weise.

Die Geschichte enthält eine wichtige Botschaft, die (leider) in der heutigen Zeit immer noch Menschen zum Umdenken bewegen sollte: Toleranz gegenüber Minderheiten, Akzeptanz für diejenigen, die anders sind. Egal ob anders als man selbst oder anders als die Gesellschaft, in der man aufgewachsen ist: jeder hat ein Recht auf ein Leben in Freiheit und Frieden.
Warum es so schwer ist zu akzeptieren, dass andere Menschen anders denken und fühlen weiß ich nicht, denn jeder ist einzigartig und hat das Recht anders zu sein. Das heißt ja auch nicht, dass ich mich deshalb ändern oder anpassen müsste: man kann doch andere Meinungen einfach akzeptieren, ohne die Angst, sich selbst dabei aufzugeben.

Leandriis ist ja eine der magiebegabten Wesen, doch sie wächst auf ohne es zu wissen. Sie soll laut einer Prophezeiung eine wichtige Rolle spielen, eine zentrale Kraft sein, damit die letzten Feach endlich in einer Welt leben können, ohne Angst vor Verfolgung und Tod. Denn die Menschen fürchten und jagen sie - aber auch andere Wesen, die ein uralter Hass blind für Mitgefühl gemacht hat.
Leandriis Weg dorthin ist einsam und rastlos, wird aber sehr schön beschrieben. Dabei wird es manchmal romantisch, aber auch spannend - insgesamt geht es allerdings recht schnell voran. Bei so kurzen Geschichten ist das natürlich nötig, je nachdem wo der Fokus liegt. Deshalb lese ich eigentlich auch selten "kurze" Bücher, weil mir oft die Tiefe oder die Hintergründe zu den einzelnen Charakteren fehlen.

Um die Hintergründe besser zu verstehen wurde hier öfters auf Träume und Erinnerungen zurückgegriffen, um mir als Leser die Ursachen zu vermitteln, die die Figuren letztendlich zusammengeführt haben. Viele blieben aber eher blass und tauchten nur am Rande auf, was ich etwas schade fand. Ich bin halt doch eher ein Wälzer-Liebhaber :) Trotzdem hatte das ganze einen gewissen Tiefgang, der vor allem durch die Feinheiten zur Thematik gewonnen hat.
Das Ende war überraschend und hat mir dadurch sehr gut gefallen! Insgesamt war es auf jeden Fall schön zu lesen.

© Aleshanee
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drogen, ein plötzlicher todesfall, england, familien, gemeinderat, gesellschaft, ghetto, harry potter, intrigen, j k rowling, j. k. rowling, kleinstadt, krimi, roman, tod

Ein plötzlicher Todesfall

Joanne K. Rowling , Susanne Aeckerle , Marion Balkenhol
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 02.12.2013
ISBN 9783548285283
Genre: Romane

Rezension:

Jeder kennt den Namen der Autorin und verbindet damit natürlich die Harry Potter Reihe, von der ich ein riesengroßer Fan bin. Natürlich wollte ich, als der neue Roman rauskam, sofort loslegen und wissen, wie Joanne K. Rowling sich in einem völlig anderen Genre macht. Leider ein Genre, mit dem ich mich an sich wenig beschäftige, weshalb ich es damals auch nach wenigen Seiten recht schnell beiseite gelegt hatte.

Endlich hatte jetzt aber ich Lust, es nochmal damit zu versuchen und ich bin schockiert! Begeistert und schockiert von der schonungslosen Offenheit und den genialen Charakterstudien, die hier brillant und ohne jede Scheu ans Licht gebracht wurden. Die dunkelsten Abgründe sämtlicher Schichten und Ebenen der Menschlichkeit treffen hier in einer Kleinstadt nahe London zusammen, wie es sie wahrscheinlich überall auf der Welt gibt. Leider!

Wenn man mal Mäuschen spielen und hinter die Fassaden menschlicher Katastrophen blicken will, dann hat man hier die Gelegenheit dazu, denn wirklich nichts wird hier ausgelassen. Es geht um Frustration, Einsamkeit und Trauer, geplatzte Träume, Scham und Heuchelei, um erste Liebe, ersten Sex, Vorurteile, Ausgrenzung und Gesellschaftsschichten, die einfach keinen Weg zueinander finden.

Der Tod von Barry Fairbrother hat in der Kleinstadt Pagford hat eine große Lücke hinterlassen, doch sie füllt sich nicht mit liebevoller Wehmut und verbindender Erinnerung; in den Vordergrund rückt hier der leere Platz, den er im Gemeinderat hinterlassen hat. Genau die Chance für seine Gegner, um das verhasste Ghetto der "Fields" endlich loszuwerden, genauso wie die Entzugsklinik, die einen ebenso großen Makel auf das idyllische Städtchen wirft.

Dieser Rahmen alleine hat mich natürlich noch nicht so wirklich neugierig gemacht, aber die Familien, die alle hier mit drin hängen und die durch Barrys Ableben sozusagen in "Mitleidenschaft" gezogen werden, sind ein perfektes Abbild, ein Ausschnitt aus unserer Gesellschaft, wie er deutlicher kaum sein kann. Schamlos und offen zeigt die Autorin, was die Menschen tatsächlich denken, natürlich fast schon in einer Art Karikatur mag man meinen, einer Übertreibung, um die Wirkung hervorzuheben, aber solche Menschen gibt es tatsächlich!
Es geht hier nämlich nicht nur um den Gemeinderat und die Wahl, die für einige nur Prestige und Ansehen bedeutet, es gibt auch die Kinder, die Jugendlichen, mit ihren eigenen Ängsten und Sorgen, Probleme mit Drogen und Mobbing, falsche Hoffnungen die immer wieder enttäuscht werden und die Hilflosigkeit und Ohnmacht, die viele zu unüberlegten Handlungen zwingen.

Es sind viele kleine Steinchen, die der Tod von Barry Fairbrother ins Rollen bringt, und sie lösen eine wahrhafte Lawine aus, die von einer Tragödie zur nächsten führt.
Erzählt wird aus immer wieder wechselnden Perspektiven und man kann ganz genau in die zerrütteten Gedanken der einzelnen Figuren schlüpfen - ich kam mir ständig vor wie ein Voyeur, der durchs Schlüsselloch schaut - und trotz der vielen Charaktere hatte ich einen perfekten Überblick über das perfide Zusammenspiel der Beziehungen aller Beteiligten, das in einer unerwarteten Katastrophe endet.

Ich war dieses Mal von Anfang an in der Geschichte und man bekommt auch recht bald einen Überblick über die Personen, da jeder sehr gut und prägnant eingeführt wird. Die Entwicklungen nehmen rasant Form an und ich konnte das Buch tatsächlich kaum aus der Hand legen.

Eine großartige Charakterstudie aus verschiedensten Schichten und verschiedensten Ebenen menschlicher Verderbtheit aber eben auch der vielen Hoffnungen und Träume, die jeder von uns in sich trägt. Die zum Teil auch amüsant war, aber eben auch bestürzend ehrlich. Wirklich großartig und mit viel Finesse aufgebaut, ineinander verstrickt und zu einem rundem Abschluss gebracht. Hat mir super gut gefallen!

© Aleshanee
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Tags: drama, j. k. rowling, roman, verlag ullstein   (4)
 

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Die Legenden der besonderen Kinder

Ransom Riggs , Silvia Kinkel , Andrew Davidson
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Knaur, 03.04.2018
ISBN 9783426226568
Genre: Fantasy

Rezension:

Die Trilogie um die besonderen Kinder hab ich sehr gerne gelesen, das hatte so eine besondere, historische Atmosphäre, dabei geheimnisvoll und mit einem leichten, gruseligen Gefühl. Deshalb war ich natürlich sehr gespannt, welche Mythen und Legenden Ransom Riggs aus dem Ärmel zaubert, um auch die Vergangenheit seiner Geschichte aufleben zu lassen.

Nicht jede der Geschichten hier konnte mich vollends überzeugen, aber insgesamt ist es eine wunderschöne Sammlung von Märchen, die auch genau dieses Gefühl vermittelt haben. Märchen mit einem wahren Kern, einer Botschaft, einer Moral, und dabei mit dem leicht trockenen, dafür umso intensiveren Stil von dem Autor erzählt, der wieder einmal außergwöhnliche Ideen auf sehr eigentümliche Weise umgesetzt hat.

Die Aufmachung alleine ist ja schon besonders, selbst der Text vorne, die Worte des Verlegers und die Einleitung durch Millard Nullings, den man schon aus der Trilogie kennt: der unsichtbare Junge. Das alles stimmt sehr gut auf die Erzählungen ein, die jede für sich sehr speziell und anders sind. Auch die schwarz-weiß Zeichnung vor jedem Kapitel passt perfekt und scheint im ersten Augenschein gewöhnlich, verbirgt aber jedesmal etwas, dass man erst bei näherem betrachten entdeckt.
In allen geht es natürlich um die "Besonderen", wie sie schon immer versucht haben, mit den normalen Menschen zu leben und wie schwierig es war, auf Toleranz zu hoffen.
An abstrusen und schaurigen Ideen mangelt es dem Autor hierbei nicht, wobei er es immer wieder schafft, das ganze so nüchtern rüberzubringen, dass man sich nicht wirklich gruselt. Ich schließe mich hier dem Wunsch einer anderen Rezensentin an, dass er tatsächlich mal so eine kleine Horrorgeschichten Sammlung schreibt :)

Die etwas makabere Geschichte um betuchte Kannibalen hat mir dabei am besten gefallen, aber es geht auch um Albträume, Geister oder auch die bedingungslose Liebe, die jeder Mensch braucht, bis hin zur Legende um die erste Ymbryne, jede hatte eine gewisse Faszination ausgelöst. Auch die Botschaft dahinter war jedesmal sehr tiefgehend, ob es um Akzeptanz geht, Kompromisse, Gier, Neid ... aber vor allem eben darum, dass jeder Mensch das Recht hat, so zu sein wie er ist und niemand das Recht hat, auf andere wegen scheinbaren Makeln herabzusehen.

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fantasy, govan, granburg, heitz, high fantasy, kensustria, krieg, krutor, lodrik, lorin, magie, markus heitz, mortwa nestreca, reihe, ulldart

Die Quellen des Bösen

Markus Heitz
Flexibler Einband: 832 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.03.2005
ISBN 9783492285469
Genre: Fantasy

Rezension:

Nach meiner Rezension zu Band 1 wollte ich nicht zu jedem Band explizit meine Meinung schreiben, sondern lieber jetzt, nachdem ich alle gelesen habe, nochmal einen kleinen Rückblick auf die Reihe geben, die mir wirklich sehr gut gefallen hat!

Alles begann mit Lodrik, dem Thronanwärter von Ulldart, der sich zum Erstaunen aller sehr gewandelt hatte. Sein Berater Stoiko, sein Waffenmeister Waljakov und seine große Liebe Norina, sie alle spielen eine tragende Rolle in einem Land, in der Magie etwas außergewöhnliches ist. Eigentlich nur den Cerélern vorbehalten, den Heilern, taucht sie scheinbar plötzlich auch bei anderen auf und mit ihr ein Intrigenspinner, der nur auf die Rückkehr des rachsüchtigen Gottes Tzulan wartet.

Der sechste und letzte Band aus der Dunklen Zeit ist geprägt von den Vorbereitungen zur letzten Schlacht, die sich an vielen Ecken Ulldarts zusammenbraut, um sich am Ende in ein großes Finale zu steigern. Markus Heitz hat durchweg einen fesselnden Schreibstil und verbindet gekonnt jede der wichtigen Figuren und ihre Handlungen zu einem verstrickten Netz, dass sich immer mehr zusammen zieht. Trotz dem komplexen Aufbau hatte ich keinerlei Schwierigkeiten, denn die Hauptprotagonisten sind sehr prägnant, scheuen sich aber nicht, sich weiter zu entwickeln und zu überraschen!
Veränderungen sind hier das Stichwort, auf vielen verschiedenen Ebenen und sie prägen das Bild von Ulldart und den Nachbarinseln, die viel unter den Machtkämpfen der Gierigen zu leiden haben.

Nicht jeder Band hat mich gleichermaßen mitgerissen, aber jeder hat mir wirklich gut gefallen und gerade dieser vorläufige Abschluss war von der ersten bis zur letzten Seite packend. (Es gibt ja noch eine Nachfolge Trilogie, auf die ich mich schon sehr freue!)
Es gab immer wieder einige große Überraschungen, in anderen Momenten war der Verlauf klar und es ging nicht immer unbedingt um große Spannungsbögen - aber dennoch war der Drang weiterzulesen immer vorhanden. Die Charaktere müssen viele Stolpersteine überwinden und ich hab mit Begeisterung verfolgt, wie sie versuchen ihren Weg zu finden, der sich seit Band 1 über Jahrzehnte hingezogen hat.

Besonders schön waren auch die witzigen Dialoge zwischen König Perdor und seinem ewigen Begleiter, dem Hofnarren Fiorell, die sich gegenseitig nie was schuldig geblieben sind und sich in ihrem Schabernack immer zu übertreffen suchten. Ganz gleich wie ernst die Lage war.
Auch die anderen Figuren sind mir ans Herz gewachsen und jeder für sich hatte etwas besonderes an sich, das sich ins Gedächtnis und ins Herz gebrannt hat. Man reist ja mit ihnen über sämtliche Ländereien und Kontinente hinweg, über Land, übers Wasser und lernt dadurch Land und Leute kennen womit der Autor ein wirklich gutes Händchen hatte. Von der Gesellschaft, von den Eigenheiten, der Landschaft, ich hatte immer ein detailliertes Bild vor Augen.

Vorne im Buch findet man wie in jedem Band eine Karte der Königreiche von Ulldart und hinten ein übersichtliches Namensverzeichnis aller relevanten Personen, was ich immer ein schönes Beiwerk finde.

Eine absolut großartige Reihe, in der die Magie zwar eine wichtige Rolle spielt, aber nicht ständig im Vordergrund steht und die vor allem mit ihren Charakteren und der unterhaltsamen Handlung bestens überzeugen kann!

© Aleshanee
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Ulldart - Die dunkle Zeit
1 - Schatten über Ulldart
2 - Der Orden der Schwerter
3 - Das Zeichen des dunklen Gottes
4 - Unter den Augen Tzulans
5 - Die Magie des Herrschers
6 - Die Quellen des Bösen

Ulldart - Zeit des Neuen
1 - Trügerischer Friede
2 - Brennende Kontinente
3 - Fatales Vermächtnis

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befleckte, bürgerlicher und poetischer realismus, düstere geheimnisse, eliana, fantasy, highlight, insel, leiden, liebe, poetische traumgestalt, rat, spinnennetze, spinnerin, träume, traumseher

Die Stadt der verbotenen Träume

Emmi Itäranta , Gabriele Schrey-Vasara
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Arctis Verlag, 08.09.2017
ISBN 9783038800071
Genre: Fantasy

Rezension:

Ich bin jetzt ehrlich gesagt ein bisschen ratlos, wie ich dieses Buch, diese Geschichte, beschreiben und vor allem vermitteln soll, was ich beim Lesen empfunden habe.
Schon nach den ersten Zeilen wusste ich, dass es etwas besonderes ist und dass es mir gefallen wird. Bei manchen Büchern ist das so und ich wurde komplett in die Handlung eingesogen, während ich alles andere um mich herum vergessen hab!

Es hat mich ein bisschen an "Der Report der Magd" von Margaret Atwood erinnert - fragt mich nicht warum, denn diese beiden Bücher haben eigentlich nichts gemein, bis auf das System: eine Gesellschaft, die die Menschen mit ihren Ängsten unterdrückt. Eine Thema, dass sich bei uns über Jahrhunderte immer widerspiegelt, hier aber auf so einer "un-fassbaren" Weise an den Leser herangetragen, im Laufe der Seiten aber immer konkreter wird.

Der Schreibstil ... wie gesagt hat er mich nach den ersten Sätzen schon so beeindruckt, dass ich alleine dadurch schon völlig fasziniert weiterlesen wollte. Die Protagonistin Eliana erzählt ja aus der Ich-Perspektive und führt einen mit ruhiger und bedächtiger Weise durch die Ereignisse, die ihr ganzes Leben auf den Kopf stellen. Es ist ein sanfter Rhythmus, dem man sich anpassen muss; er trägt einen weiter wie Wellen, mit einer wunderbar berührenden, stilsicheren Poesie. Dabei beschreibt sie auf ganz ungewöhnliche und äußerst bildhafte Weise, ohne sich abgenutzter Metaphern zu bedienen. Sowas liebe ich ja sehr, denn es wirkt erfrischend anders, komplett neu und man sieht wieder, was man alles mit Wörtern und der Sprache anstellen kann!

Eliana lebt auf einer abgeschotteten Insel im Haus der Spinnweben mit anderen Weberinnen zusammen. Es gibt mehrere Häuser der "Kunstfertigkeiten", wie das Haus der Worte oder der Tintenschreiber. Was es damit auf sich hat wird nur angekratzt, trotzdem hat eine gute Vorstellung, bei der gerade das, was nicht ausgesprochen wird, besonders nachwirkt!
Eliana hat kaum Kontakt zur Außenwelt, denn die "Häuser" bleiben unter sich, nur mit ihrem Bruder trifft sie sich einmal im Monat.
Die Stimmung wirkt immer gedämpft, denn das ganze Leben basiert auf der Kontrolle des Rates, der in einem alles überragenden Turm inmitten der Insel sitzt. Es ist eine gesichtslose Macht, denn die acht Ratsmitglieder sind immer unter Masken verborgen. Kontrolle ist hier an der Tagesordnung, Kontrolle über das Leben, aber auch über die Träume - denn Träume sind hier verboten, da sie als Krankheit angesehen wird, die zum Sterben führt und ja, auch ansteckend ist! Faszinierend sind hier auch die bildlich übertragenen Motive; der alles überragende Turm ist hier nur eins von vielen Beispielen! Ein sehr prägnantes ist natürlich auch das Thema der Geschichte: die Träume.

Für diesen Hintergrund bzw. das Verbot hätte die Autorin auch andere Möglichkeiten gehabt, doch ich fand es genial, hier die Träume zu nehmen. Mit Träumen assoziiert man ja nicht nur die vielen Gedanken im Schlaf, mit denen man seine Gefühle und Erlebnisse ordnet, sondern auch die Träume die man für sich und für seine Zukunft hat. Die positiven Hoffnungen und Wünsche, die einem das Leben lebenswert machen und ein Ziel geben, auf das man zuschreiten kann.
Und das alles wird den Menschen genommen, Gerüchte gestreut und Angst geschürt - denn wie soll man sich verstecken, im Schlaf, wenn man am verletzlichsten ist und keinen Einfluss nehmen kann auf das, was mit einem passiert?

"Die Bereiche sind immer in Bewegung. Nur die Schlafsäle und Kammern bleiben.
Sie sind aus Stein gemauert, denn der Schlaf muss in feste Räume verbannt werden,
er darf nicht frei herumwandern. Doch um die steinernen Gemäuer herum entstehen
und verschwinden Räume, Mauern und Straßen, denn nach dem Willen der Weberfrauen
soll nichts von Dauer sein." S. 63

Was genau es mit dem Weben im Haus der Spinnweben auf sich hat, wird nicht explizit definiert. Es ist eher eine Ahnung, ein Hauch, eine Anspielung, wie vieles was auf der Insel passiert. Nicht alles wird bis ins kleinste Detail erklärt und doch gewinnt man einen sehr intensiven und drastischen Eindruck, der auf so unbefangene Weise erzählt wird.

Eine großartige Geschichte, die vor allem durch ihre tiefgreifende Bedeutung und die wunderschöne tragende Schreibweise etwas ganz besonderes ist. Man fühlt sich Eliana immer ganz nah, während man mit ihr lebt, leidet und zu begreifen lernt, wie wichtig es ist, zu hinterfragen und sich selbst treu zu bleiben.

© Aleshanee
Weltenwanderer

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Tags: fantasy, highlight, verlag arctis   (3)
 
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