Aleshanee

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169 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

zwillinge, gewalt, religiöser fanatismus, missbrauch, jugendbuch

In deinem Licht und Schatten

Louisa Reid , Alexandra Ernst
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 25.09.2014
ISBN 9783841421524
Genre: Jugendbuch

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82 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

anonymus, bourbon kid, das buch des todes, kid, vampir

Das Buch des Todes

Anonymus , Alexandra Hinrichsen , Thomas Schichtel , Anonymus null
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 14.11.2014
ISBN 9783404170876
Genre: Krimi und Thriller

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27 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

thriller, heyne, jenny milewski, japa, horror

Angstmädchen

Jenny Milewski , Maximilian Stadler
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.01.2017
ISBN 9783453438804
Genre: Krimi und Thriller

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54 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 14 Rezensionen

fantasy, david hair, reihe, mehrteiler, fantasi

Die Brücke der Gezeiten - Die scharlachrote Armee

David Hair , Michael Pfingstl
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 29.06.2015
ISBN 9783764531393
Genre: Fantasy

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Tags: fantasy, reihe, verlag penhaligon   (3)
 

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23 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

erwachsene, dystopie, science fiction, thriller, sci-fi

Company Town - Niemand ist mehr sicher

Madeline Ashby , Kerstin Fricke
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Arctis Verlag, 13.01.2017
ISBN 9783038800002
Genre: Krimi und Thriller

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Tags: science fiction, verlag arctis   (2)
 

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74 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

fantasy

Die Krone der Sterne

Kai Meyer , Jens Maria Weber
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 26.01.2017
ISBN 9783596035854
Genre: Fantasy

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180 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 3 Rezensionen

krimi, england, cornwall, howenstow, verlobung

Mein ist die Rache

Elizabeth George , Mechtild Sandberg-Ciletti
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 19.03.2012
ISBN 9783442478248
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags: krimi, reihe, verlag goldmann   (3)
 

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215 Bibliotheken, 21 Leser, 1 Gruppe, 32 Rezensionen

magie, wald, fantasy, drache, hexe

Das dunkle Herz des Waldes

Naomi Novik , Marianne Schmidt , Carolin Liepins
Fester Einband
Erschienen bei cbj, 21.11.2016
ISBN 9783570172681
Genre: Jugendbuch

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Tags: fantasy, verlag cbj   (2)
 

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118 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 37 Rezensionen

hexen, antwerpen, magie, susanne gerdom, liebe

Haus der tausend Spiegel

Susanne Gerdom
Flexibler Einband: 450 Seiten
Erschienen bei cbt, 12.09.2016
ISBN 9783570310748
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Wow! Also dieses Buch hat mich wirklich sehr beeindruckt! Vor allem, da ich nach den ersten Seiten noch mit etwas lockerem, unverfänglichen gerechnet hatte.
Ein Hexenviertel in Antwerpen, ein Ferienjob als Kindermädchen, bevor das Studium anfängt und die gut gelaunte Annik, deren Vater einen antiquarischen Buchhandel betreibt ... diese noch relativ unverfängliche Kulisse hat mich getäuscht, genauso, wie der Spruch auf dem Klappentext von "Spieglein, Spieglein, an der Wand", denn mit Schneewittchen hat diese Märchenadaption nichts zu tun, sondern mit dem ebenso großartigen

Die Schöne und das Biest

Und lest bitte NICHT den Klappentext, denn ich finde, dass da schon zu viel verraten wird!


Ihr solltet unbedarft an diese Geschichte herangehen, genauso wie die Protagonistin Annik, als sie zu dem Anwesen kommt. Ein richtiges Schloss, das sich inmitten der Stadthäuser von Antwerpen verbirgt, mitsamt einem weitläuftigen und blühenden Park. Die Stelle als Kindermädchen ist nur ein Vorwand, denn Annik hat hier eine Aufgabe zu meistern, damit sie zum Studium zugelassen wird. Was für eine Aufgabe das ist, muss sie allerdings erst noch herausfinden und das gestaltet sich schwieriger, als sie gehofft hat.

Schon die etwas steife Hausdame Wouters ist alles andere als liebenswürdig, von dem Hausherrn Gabriel von Leuven ganz zu schweigen. Er zeigt Annik sehr deutlich, dass er nichts von ihr hält und verhält sich ihr gegenüber extrem schroff und unnahbar. Eine Situation, der sie gerne entfliehen würde, wäre da nicht der kleine Elias, Gabriels Sohn, um den sie sich kümmern soll. Ein extrem schreckhaftes Kind, das niemanden an sich heranlässt - doch Annik nimmt sich der Herausforderung an.

Außerdem gibt es (natürlich) eine riesige Bibliothek innerhalb der düsteren Schlossmauern und Annik lernt dort noch andere Bewohner kennen, wobei sie sich auch desöfteren beobachtet fühlt. Zwischen den Büchern fühlt sie sich wohl, aber ihre Neugier treibt sie durch die vielen Gänge und verlassenen Flügel des großen Anwesens und durch den beeindruckenden Park, wo es scheinbar nicht mit rechten Dingen zugeht. Genauso wie sie war ich ständig am rätseln, was wohl genau hinter allem steckt und manchmal hätte ich ihr auch gerne einen Stubs in die richtige Richtung gegeben, denn sie braucht an manchen Stellen etwas, um die "logischen" Schlüsse zu ziehen - einfach zu sagen, wenn man das Märchen schon kennt :D

Mit Annik bin ich jedenfalls schnell warm geworden, denn sie ist mit ihren 19 ein eigenständiges und nach vorne schauendes Mädel, dass sich nicht so einfach alles verbieten oder andere auf der Nase herumtanzen lässt. Auch ihren Vertrauen "Ybbas" hab ich ins Herz geschlossen, der mich stark an die Daemonen aus der "His Dark Materials" Trilogie erinnert hat.
Alle anderen im Schloss waren wunderbar skizziert mit einer großen Liebe zu jeder einzelnen der Figuren, die gerade das Verborgene umso interessanter gemacht hat. Und auch die Liebesgeschichte ist auf so eine zarte und romantische Weise mit eingeflochten, dass sie sogar mir gefallen hat.

Man steigt auf den ersten Seiten sofort in die Geschichte ein, als Annik sich im Schloss vorstellt und die Autorin webt diese unglaublich fesselnde Atmosphäre so perfekt immer dichter, dass ich mich kaum entziehen konnte. Diese düstere, mystische Stimmung hat mich total gefangen genommen und ich wollte es gar nicht aus der Hand legen und hätte es auch in einem Rutsch durchgelesen, wenn nicht das wahre Leben dazwischen gefunkt hätte.

Bis auf den Schluss, der sich etwas hingezogen hat - was aber auch an meiner Ungeduld liegen könnte - war es einfach großartig und deshalb bekommt es auch die volle Punktzahl!

Das wäre übrigens eine Geschichte, die man sehr gut verfilmen könnte ♥

© Aleshanee
Weltenwanderer

  (5)
Tags: fantasy, jugendroman, märchen, mystery, verlag cbt   (5)
 

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378 Bibliotheken, 35 Leser, 1 Gruppe, 53 Rezensionen

fantasy, jugendbuch, marie lu, young elites, die gemeinschaft der dolche

Young Elites - Die Gemeinschaft der Dolche

Marie Lu , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Loewe, 16.01.2017
ISBN 9783785583531
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zum Inhalt

Kenettra, eine abgelegene Insel der Sonnenlande, hatte jahrzehntelang mit dem Blutfieber zu kämpfen. Ein Drittel der Bevölkerung hat es nicht überlebt und andere, die sich durch die Krankheit gekämpft haben, sind für immer gezeichnet. Malfettos werden sie genannt und bemitleidet, denn das Blutfieber hat ihnen einen Makel hinterlassen: bei manchen ist es nur eine unnatürliche Augen- oder Haarfarbe - andere tragen seither ein Feuermal oder auch körperliche Missbildungen.

Adeline ist eine davon. Während ihre Mutter starb und ihre kleine Schwester das Fieber unbeschadet überstanden hat, ist sie für immer entstellt. Und das Mitleid, das die Bevölkerung anfangs diesen gezeichneten Kindern entgegen gebracht hat, ist gewichen. Denn einige der Malfettos haben besondere Begabungen, die sogar die Inquisition auf den Plan rufen.
Adeline hat sehr unter ihrem gewalttätigen Vater zu leiden. Schon immer hat er die kleine Schwester Violetta bevorzugt und als er sie schließlich an einen reichen Kaufmann als Mätresse verscherbeln will, bricht sich ihre außergewöhliche Fähigkeit Bahn und treibt sie direkt in die Arme der Gemeinschaft der Dolche - und damit zu einer Entscheidung, die ihr ganzes Leben verändern wird ...

Meine Meinung

Ein für mich wirklich großartiger Auftakt und setzt sogar der Legend Trilogie der Autorin noch einen drauf! Ich war ja alleine schon von dem Cover fasziniert, obwohl ich Gesichter ja nicht so gerne mag, aber das hier mit den Farben sieht schon sehr edel aus!

Der Schreibstil ist ebenso faszinierend, denn ich war von der ersten Seite an sofort mit der intensiven Stimmung und der düsteren Atmosphäre vertraut, die in Kenettra herrscht. Ein unzufriedenes Volk, ein unfähiger König und die Inquisition, die bei jedem Verdacht eines Begabten kurzen Prozess macht. Und mittendrin Adeline, die gerade erst entdeckt hat, dass auch sie über besondere Fähigkeiten verfügt.

Adeline ist kein typischer Heldencharakter, wahrlich nicht, und ich fand sie extrem interessant! Sie hat jahrelang unter der Quälerei ihres Vaters leiden müssen, der sie entweder mit Nichtachtung gestraft oder ihr körperliche Schmerzen zugefügt hat. Sie hat gelernt, dass sie nichts wert ist, keinem Zweck dient und vor allem, dass ihre kleine Schwester immer besser, schöner und der Sonnenschein aller ist. Das hat natürlich seine Spuren hinterlassen und so brodelt unter der Oberfläche eine kalte Wut, eine bodenlose Dunkelheit, die sie nach der Flucht immer öfter an Rache denken lässt. Während sie manchmal noch wie das Mädchen wirkt, zudem sie erzogen wurde, steigt dieser Hass immer mehr an die Oberfläche und das Gefühl, endlich auch Macht über andere ausüben zu können, nachdem sie selbst so lange darunter gelitten hat, hilflos zu sein. Genauso wie der Neid auf diejenigen, die akzeptiert und geliebt werden so, wie sie sind.

Gerade dieser Anti-Helden Charakter hat es mir sehr angetan und Marie Lu hat hier sehr schön angedeutet, wie sehr die Vergangenheit prägend sein kann und dass nicht jeder Mensch immer die Stärke und den Mut besitzt, und die Hoffnung, aus diesem Kokon von negativen Einflüssen auszubrechen.

Aber auch die anderen aus der Gemeinschaft der Dolche wie Raffael, die Spinne oder die Windfängerin sind außergewöhnlich und haben mich fasziniert. Vor allem aber der Schnitter, der eine ganz besondere Rolle spielt und der ebenso gefangen ist in seiner Gnadenlosigkeit, die ihm die Erfahrungen aufgezwungen haben. Er trägt diesen Panzer der Kaltblütigkeit, um seine Ziele zu verfolgen - das genaue Gegenteil von Adeline, deren Dunkelheit und Härte sich nach und nach von innen heraus Bahn brechen.

Die Idee der Magie gefällt mir sehr gut, denn trotz dem Status der Besonderheit kam es mir total natürlich vor; genauso wie auch die Fähigkeiten, mit denen die Begabten die Elemente oder die Sinne beeinflussen können. Dafür müssen sie auf ihre eigene, innere Energie zugreifen, die durch bestimmte Gefühle verstärkt werden können.
Mehr möchte ich dazu nicht verraten: Lest es selbst! Es ist alles super beschrieben - dabei geht die Autorin nicht viel auf das drumherum ein, obwohl ich mir auch mit wenigen Details das Land und die Menschen darin gut vorstellen konnte. Die Charaktere stehen hier im Vordergrund und die Fähigkeiten, und vor allem das, was sie fordern. Was Adelina und die anderen in sich entfesseln müssen, um auf diese Macht zuzugreifen und wie sie das schließlich verändert.
Die Handlung wirkt zwar manchmal etwas zu offensichtlich in eine bestimmte Richtung gedrängt, aber am Ende hat mich das ganze doch immer wieder überrascht und super unterhalten und vor allem: ich konnte es kaum aus der Hand legen!

Fazit: 5 Sterne!

© Aleshanee
Weltenwanderer

Young Elites

1 - Die Gemeinschaft der Dolche
2 - Das Bündnis der Rosen (ET Herbst 2017)
3 - ???

  (14)
Tags: fantasy, jugendroman, reihe, verlag loewe   (4)
 

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(163)

295 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 73 Rezensionen

thriller, mord, melanie raabe, falle, die falle

Die Falle

Melanie Raabe
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei btb, 11.04.2016
ISBN 9783442714179
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags: thriller, verlag btb   (2)
 

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243 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 59 Rezensionen

island, thriller, erziehungsheim, mord, yrsa sigurdardottir

Seelen im Eis

Yrsa Sigurdardottir , Tina Flecken
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 23.10.2013
ISBN 9783596195336
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Nachdem gelungenen "Geisterfjord" wollte ich unbedingt mehr von der Autorin lesen - hatte mir hier aber definitiv mehr erwartet.

Die Spannung hat leider oft gefehlt und es war auch nicht gruselig oder nervenaufreibend! Die beiden Handlungsstränge aus der Gegenwart und der Vergangenheit waren allerdings gekonnt aufeinander aufgebaut und ich hab doch mitgefiebert, wie diese beiden Geschichten zusammenhängen könnten.

Óðinn war für mich ein eher unspektakulärer Charakter. Er arbeitet in einer staatlichen Kontrollbehörde in Island und kümmert sich erst seit kurzem um seine 11jährige Tochter Rún. Schon kurz nach ihrer Geburt hatten Óðinn und seine damalige Frau Lárá gemerkt, dass sie nicht zusammenpassen. Er hat es sich nach der Trennung recht einfach gemacht und ist sich seiner Vaterrolle nur ab und zu an den Wochenenden für kurze Eisdielenbesuche oder ähnlichem nicht wirklich gerecht geworden.
Jetzt jedoch, nachdem Lárá zu Tode kam, bleibt ihm nichts anderes übrig und er hat sich mit seiner neuen Rolle arrangiert. Ich würde sogar sagen, dass er sich sehr große Mühe gibt und er damit einige Pluspunkte bei mir gesammelt hat. Ansonsten ist er aber nicht so ganz zu durchschauen - ein recht einfach gestrickter Mann, der ein einfaches Leben ohne große Schwierigkeiten allem anderen vorzieht. Trotzdem haben seine Passagen oft die Neugier geweckt, weil einige überraschende Wendungen eingetreten sind, mit denen ich nicht gerechnet hatte.

Die zweite Perspektive, aus der erzählt wird, ist die von Aldís. Sie hat 1974 in dem besagten Erziehungsheim gearbeitet und so erfährt man Parallel zu Óðinn Nachforschungen, was wirklich damals passiert ist. Gerade hier gibt es spannende Momente und den Versuch, eine gruselige Atmosphäre zu erzeugen - bei mir kam sie nur dieses Mal leider gar nicht an. Mag sein, dass das an meiner momentanen Stimmung liegt ... aber der Nervenkitzel hat mir hier einfach komplett gefehlt.

Dazu kommt, dass hier die Handlung oft konstruiert aufgebaut war und einiges durchschaubar bzw. nicht so ganz schlüssig. Darüber hab ich zwar hinweggesehen, da ich mich einfach von der Spannung treiben lassen wollte - die aber leider zwischendurch eben auch nachgelassen hat. Soweit, dass ich manche Stellen gerne überflogen hätte, ABER trotzdem so fesselnd, dass ich auf jeden Fall wissen wollte, was dahintersteckt. Ja ich weiß, das widerspricht sich, aber so war mein Gefühl beim Lesen.
Daran ist auch der Prolog am Anfang schuld, denn hier erfährt man, wie die Geschichte endet - natürlich ohne viel zu verraten, wie es dazu kam und das hatte ich beim Lesen doch immer wieder im Hinterkopf und hat die Neugierde hoch gehalten.
Der Schreibstil an sich war flüssig und detailliert, so dass man sich alles super vorstellen konnte, ohne sich zu sehr in unwichtigem zu verlieren.

Zum Ende hin hats mich dann aber doch wieder so richtig gepackt, auch wenn einige Auflösungen schon vorher offensichtlich waren. Dafür gabs am Schluss nochmal eine sehr bittere Überraschung, mit der ich nicht gerechnet hatte.

Fazit 3.5 Sterne

© Aleshanee
Weltenwanderer

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Tags: mystery, thriller, verlag fischer   (3)
 

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56 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

verlag fischer, abenteuer, jugendroman, science fiction, steampunk

Weltenriss

S.E. Grove , Christian Dreller
Fester Einband: 576 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 22.09.2016
ISBN 9783841422217
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Das ganze ist etwas schwierig zu beschreiben und verlangt etwas Gedankenakrobatik, denn im Juli 1799 wurde unsere Welt gespalten: seitdem herrschen auf den Kontinenten bzw. auch Ländern verschiedene Zeitalter, die sogar bis in die prähistorische Geschichte zurückreichen. Sich das ganze vorzustellen war nicht so leicht, wobei ich denke, dass gerade Kinder und Jugendliche noch ein etwas anderes Verständnis in ihrer Fantasie dafür haben, als wir Erwachsene.

Allerdings ist der Schreibstil hier sehr anspruchsvoll finde ich und für 12jährige vielleicht nicht immer einfach, gerade die komplexen Zusammenhänge. Ich fands super erklärt, auch wenn eben auch noch etwas offen bleibt, um sich seine eigenen Vorstellungen zu machen und vor allem hat mich die Geschichte einfach mitgerissen. Das Tempo ist eigentlich recht geruhsam, trotzdem geschieht so viel und ich war so fasziniert von den vielen originellen Ideen, dass ich nur so durch die Seiten geflogen bin! Allerdings muss man sich schon etwas Zeit lassen und genau lesen, damit man alles versteht - zumindest ging es mir so.

Den Klappentext bzw. die Verlagsinfo würde ich nicht lesen, denn da gibts kleine Spoiler, die man nicht unbedingt vorher wissen muss.

Sophia Tims ist 13 und lebt mit ihrem Onkel Shadrack Elli in Boston im dortigen Jahr 1891. Es deutet sich ein sehr einschneidender Umschwung an, denn die Grenzen zu den anderen Zeitaltern sollen geschlossen werden. Alle Menschen, die sich ohne Papiere in der Zeitzone aufhalten, sollen abgeschoben werden und selbst das ausreisen für Einheimische soll verboten werden.
Eine Katastrophe für Sophia, denn ihre Eltern sind seit langer Zeit bei einer Expedition irgendwo verschollen und der Plan, zusammen mit ihrem Onkel auf die Suche zu gehen, wird dadurch ....

Shadrack Elli ist einer der berühmtesten Kartologen und Forschungsreisenden und hat einige neue, sehr spezielle Arten entdeckt, Karten anderer Länder anzulegen. Er hat ein breit gefächertes Wissen angesammelt, was er in liebevoller Art und Weise an seine Nichte weitergibt. Sophia ist zwar erst 13, hat aber durch den Umgang mit den hauptsächlich älteren Kommilitonen und Kollegen des Professors oft schon eine sehr erwachsene Sicht der Dinge.

Die Ideen hier sind wirklich genial, aber nicht nur, was die Karten und das verquere Gefüge der Welt betrifft, sondern auch der Handlungsverlauf, der viel offen lässt, Überraschungen bereit hält und völlig neue Gedankengänge bietet, auf die man sich erstmal einlassen muss. Aber eben auch die Charaktere, wobei ich hier hoffe, in den Fortsetzungen noch etwas tiefer hinter die Fassaden blicken zu können.

Neben Sophia und ihrem Onkel Shadrack gibt es noch den Burschen Theo, ein sehr charmanter und scheinbar unbekümmerter Geheimnisträger und die Piraten Geschwister Calixta und Burr, die mir alle ans Herz gewachsen sind. Aber natürlich lauern auch an jeder Ecke Gefahren und eine böse Widersacherin, gegen deren makaberes Ziel unsere jungen Helden alles in ihrer Macht stehende tun müssen.
Sie alle hätten vielleicht noch etwas mehr ausgearbeitet werden können, aber es hat mir eigentlich nicht gefehlt, denn die Geschichte ist so voller Staunen und Wunder, dass das gar nicht so ins Gewicht fällt. Viele der Andeutungen und Skizzen reichen schon, um ein Gefühl für die Figuren zu bekommen.

Die einzelnen Kapitel werden jeweils mit kleinen Erläuterungen oder Ausschnitten eingeleitet, die für ein besseres Verständnis sorgen und damit den Leser immer mehr in diese komplexe Welt eintauchen lassen.
Sehr erfrischend war auch das stetige Vorankommen der Handlung, ohne sich mit unnützem Zeug aufzuhalten, genauso wie die Charaktere keine unnötigen Spielchen oder dummen Aktionen gebracht haben, was ja leider oft als Stilmittel gebraucht wird. Dadurch wirkt es echt, lebendig und ist insgesamt sehr gut durchdacht. Ein großartiges Abenteuer, dass auch Jules Verne sicher gefallen hätte!

© Aleshanee
Weltenwanderer

  (41)
Tags: abenteuer, jugendroman, science fiction, steampunk, verlag fischer   (5)
 

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(689)

1.274 Bibliotheken, 67 Leser, 1 Gruppe, 149 Rezensionen

harry potter, fantasy, hogwarts, theaterstück, magie

Harry Potter und das verwunschene Kind

Joanne K. Rowling , John Tiffany , Jack Thorne
Fester Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 24.09.2016
ISBN 9783551559159
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Theaterskript
Fortsetzung der Harry Potter Geschichte: 18 Jahre später

Ich war von vornherein etwas skeptisch. Solche Skripte können ganz gut gemacht zum Lesen sein, oder auch nicht.
Jede Szene wird hier eingeleitet mit einigen Sätzen zum Schauplatz, wo man sich als Potter Fan natürlich sofort auskennt und ich auch sofort eine gute Orientierung hatte. An die Art der Dialoge gewöhnt man sich recht schnell, allerdings hat mir der Stil der wörtlichen Rede nicht gefallen.

Etwas irritiert war ich, dass die ersten Schuljahre von Albus Potter, dem zweiten Sohn von Harry, auf den ersten Seiten im Schnelldurchlauf ablaufen. Albus landet im Haus Slytherin, zusammen mit Scorpius, dem Sohn von Harrys damaligem Erzfeind Draco Malfoy. Man erfährt nur durch kurze Sequenzen, was passiert und wie sich Harry von seinem Sohn immer mehr entfernt und sich Albus umso mehr an Scorpius annähert.

Dann verdichten sich aber die Ereignisse, aber die Handlung konnte mich leider nicht wirklich überzeugen, genauso wenig wie die Charaktere - die erwachsenen Helden aus der Vergangenheit waren mir nicht unbedingt sympathisch, ebensowenig wie die Kinder, die allerdings durch den Stil des "Theater Skripts" für mich nicht so richtig zur Geltung kamen. Gerade die Dialoge ... also die waren teilweise so gestelzt und unecht - was wahrscheinlich an der Theaterfassung liegt, aber das ist eben einfach nicht meins. Ein Gefühl für die Geschichte ist bei mir nicht aufgekommen und die schöne Botschaft ist dabei auch total untergegangen.

Vor allem auch die konstruierten und teilweise nicht stimmigen Details haben mir gar nicht gefallen, die einzigen Lichtblicke waren der Auftritt von Snape und eine Szene mit Ron.

Harry hat es sich hier bei mir total verscherzt: welcher Vater verbietet seinem 15jährigen (!) Sohn den Umgang mit seinem Freund und erwartet, dass er das einhält! Auch solche Momente, wenn ein Schüler im vierten Jahr der Hogwartsschule sich wundert, dass ein Buch sprechen kann oder der Zeitumkehrer mal 5 Minuten in der Vergangenheit hält, im nächsten Moment aber tagelang, wirkte nicht unbedingt glaubhaft.

Insgesamt für mich also leider eher enttäuschend, auch wenn es ein paar kleine Momente gab, die mir gefallen haben. Ich als wirklich großer Potter Fan wollte das Buch natürlich auf jeden Fall lesen, aber an die Begeisterung, die ich für diese großartige Geschichte verspüre, reicht es lange nicht ran.

© Aleshanee
Weltenwanderer

  (34)
Tags: fantasy, skript, verlag carlsen   (3)
 

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205 Bibliotheken, 5 Leser, 4 Gruppen, 9 Rezensionen

anonymus, zombies, bourbon kid, fantasy, bastei lübbe

Das Buch ohne Gnade

Anonymus , Michael Kubiak
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 11.01.2013
ISBN 9783404206926
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

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(282)

683 Bibliotheken, 8 Leser, 5 Gruppen, 33 Rezensionen

fantasy, liebe, tod, summer, nina blazon

Ascheherz

Nina Blazon
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei cbt, 10.09.2012
ISBN 9783570308233
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
Tags: fantasy, jugendroman, reihe, verlag cbt   (4)
 

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(237)

404 Bibliotheken, 16 Leser, 3 Gruppen, 7 Rezensionen

fantasy, der herr der ringe, elben, hobbits, die gefährten

Der Herr der Ringe - Die Gefährten

J. R. R. Tolkien , Wolfgang Krege
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 20.07.2015
ISBN 9783608939811
Genre: Fantasy

Rezension:

Vor 20 Jahren hab ich diese Geschichte zum ersten Mal gelesen und seither auch die Filme zahlreich oft angeschaut - und ich bin ein so großer Fan von Tolkien und Mittelerde, dass ich jetzt endlich auch nochmal die Bücher lesen musste!

Was für ein großartiges Werk!

Schon der Anfang, das Eintauchen ins Auenland und das Leben der Hobbits, dem kleinen Volk mit den großen Füßen, die nur Frieden, Lachen und ein blühendes Land sich erhoffen, hat wieder diese Faszination hervorgerufen!

Aber da ist natürlich der eine, Bilbo Beutlin, der vor langer Zeit mit dem Zauberer Gandalf und den Zwergen auszog, um den Drachen im Einsamen Berg zu besiegen. Bei diesem Abenteuer fand er den Ring, den Einen Ring, geschmiedet im Feuer des Schicksalsberges von Sauron, dem mächtigen Bösen, der seit einer lange vergangenen Schlacht im Schatten haust.
An Bilbos 111. Geburtstag schließlich übergibt er seinem Neffen Frodo den Ring, den er so lange bewahrt hat. Leicht fällt es ihm nicht, aber erst, als er ihn los ist spürt er tatsächlich die Bürde, die er über Jahre getragen hat.

Frodos Reise beginnt dann allerdings erst 17 Jahre später. Während Gandalf nach dem Ring geforscht hat, ziehen immer mehr Schatten über das Land, Kriege brechen aus und die Elben machen sich auf, diese Welt zu verlassen. Der Weg des kleinen Hobbits wird düster, doch es stehen im Freunde zur Seite, die ihm helfen, sicher nach Bruchtal zu den Elben zu gelangen und einen kühnen Entschluss zu fassen.

Wer kennt sie nicht, die neun Gefährten, die versuchen, endlich den Einen Ring zu vernichten, damit Saurons Macht nicht wiederauferstehen kann:

Frodo Beutlin, den Hobbit, der die Bürde tragen muss
den treuen Sam Gamdschie
den bedächtigen Meriadoc Brandybook
und den tollpatschigen Peregrin Tuk
Dazu natürlich Aragorn, der Waldläufer, genannte Streicher
Der leichtfüßige Elb Legolas aus dem Düsterwald
Der grimmige Zwerg Gimli, Sohn des Gloin
Der zweifelnde Mensch Boromir aus Gondor
und der Zauberer Gandalf, der ihnen den Weg weist

Unerwähnt bleiben darf auch nicht Smeágol, der als "Gollum" sein Dasein fristet und noch eine tragende Rolle spielen wird!

Aus jedem Satz liest man die Liebe zum Erzählen heraus, die Tolkien hier angetrieben hat und vor allem auch zu dieser phantastischen Welt Mittelerde, die er bis ins Detail der Vergangenheit, der Völker und der Sprachen ausgearbeitet hat. Wunderschön beschrieben und jetzt, da ich die Filme kenne, natürlich auch bildlich ein großartiges Lesevergnügen, denn jedes Detail hab ich vor mir gesehen, als wäre ich direkt dabei! Frauen in einer wichtigen Rolle sucht man hier allerdings vergeblich, bis auf die Elbenkönigin Galadriel und ein bisschen vermisst man auch die Gefühle, die hier sehr kurz gehalten wurden. Aber das stört mich nicht, denn die Gefühle kommen hier von ganz alleine, weil ich einfach so viel mit dieser Geschichte verbinde: das Böse, das verführt, ebenso die Macht, an die man glauben möchte und wie doch der Kleinste unter allen mehr zu schaffen vermag, als man glauben möchte.

Einige Szenen, die es im Film nicht gibt wie der Alte Wald, in dem Tom Bombadil (ein sehr außergewöhnlicher und faszinierender Charakter) und Goldbeere wohnen, die Hügelgräberhöhen und auch einige Kleinigkeiten, die einfach anders sind, haben mir die ursprüngliche Fassung wieder näher gebracht und ich freu mich jetzt schon sehr auf den zweiten Band!

© Aleshanee
Weltenwanderer

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Tags: fantasy, reihe, verlag klett-cotta   (3)
 

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(9)

25 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

verlag lübbe, thriller

Die Kinder von Eden

Ken Follett , Till R. Lohmeyer , Wolfgang Neuhaus , Guido Klütsch
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 11.11.2016
ISBN 9783404174973
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das war leider nicht wirklich meins ... viel zu wenig Spannung und für mich total unsympathische Charaktere

Der Klappentext hatte mich neugierig gemacht, vor allem durch die Hippie Kommune, da mich so ein Leben sehr interessiert: fernab von Strom, Stress und unerfüllbaren Erwartungen.

Erzählt wird das ganze aus den Perspektiven von Priest, der schon seit den Anfängen der Kommune dabei war. Als er und seine Leute erfahren, dass das Gebiet bald nicht mehr bewohnbar sein wird und ihr ganzes Leben mehr oder weniger zusammenbricht, fassen sie einen sehr bitteren Entschluss.
Der Gegenpart ist die FBI Agentin Judy Maddox, die zuerst nicht wirklich an eine ernst zu nehmende Drohung glaubt. Sie ist ein ziemlich klischeehaftes Bild einer nicht für voll genommenen Frau, die in der beruflichen Männerwelt unterzugehen scheint.

Ken Follett zeichnet ein sehr gutes und überschaubares Bild der Lebens- und Denkensweise der Charaktere, allerdings waren sie mir alle nicht so wirklich sympathisch, auch wenn ich ihre Motivationen nachvollziehen konnte. Leider wird das auch im Verlauf der Handlung nicht besser und alles dreht sich immer wieder im Kreis, ohne dass viel Spannung aufkommt.
Zusätzlich schweift der Autor immer wieder ein bisschen vom Thema ab, was das ganze unnötig in die Länge zieht.

Den Schreibstil empfand ich leider als relativ einfach und teilweise auch plump, natürlich hab ich bei dem Thema nichts außergewöhnliches erwartet, aber doch etwas anspruchsvolleres.

Besondere Momente in den verschiedensten Situationen wirkten auf mich nicht echt - ich hatte immer eher das Gefühl, ich lese einen Aufsatz oder eine oberflächliche Abhandlung einer Geschichte, die mich nicht wirklich berühren kann. Das Leben in der Kommune hat mich auch teilweise sehr irritiert: die Klischees was Sex und Drogen betrifft wurden erfüllt, aber ansonsten blieb alles sehr flach und ja, irgendwie abstoßend.
Vor allem Priest und sein Machtbedürfnis, alles und jeden unter Kontrolle zu haben und seine berechnende Art haben mir gar nicht gefallen.

Von Ken Follett hab ich bisher nur "Die Säulen der Erde" und "Der Winter der Welt" gelesen, von denen ich absolut begeistert war. Umso mehr war ich enttäuscht, hier nichts von diesem besonderen Gefühl wiedergefunden zu haben.

© Aleshanee
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Tags: thriller, verlag lübbe   (2)
 

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kinderbuch, janine wilk, märchen, kinder, leid

Das Reich der Tränen

Janine Wilk , Karin Lindermann
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Thienemann ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 14.02.2014
ISBN 9783522183895
Genre: Kinderbuch

Rezension:

"Obwohl die Flucht in die Fantasie keine Lösung für reale Probleme ist, so kann die Fantasie das wichtigste bewahren, was es für einen Menschen in schweren Zeiten geben kann: Hoffnung."
Letzter Satz im Nachwort von Janine Wilk

Ich musste diesen Satz vorausschicken, weil gerade diese Aussage der Grundgedanken dieses Buches ist, das in all seinen Facetten zwar Mut verleiht, aber doch oft sehr traurig ist und gerade mich als Mutter sehr betroffen macht.

Wir alle wissen, dass es viele Kinder auf der Welt gibt, denen es zwar von außen her gut zu gehen scheint, die sich aber innerlich mit Problemen und Ängsten auseinandersetzen müssen, die so einer zarten Kinderseele schwere Schäden zufügen können.

~~~

Mia, die Hauptfigur der Geschichte, ist ein starkes Mädchen, dass sehr unter der grausamen Mutter und dem ohnmächtigen Vater leiden muss. Es gibt auch einige handgreifliche Strafen, aber noch mehr bewegt haben mich die vielen und beständigen seelischen Demütigungen, denen sie hilflos ausgeliefert ist. Ich darf mich dabei gar nicht zu sehr in die Rolle dieser Mutter einfühlen, weil mir da regelrecht schlecht wird wenn ich daran denke, wie sehr ein Kind dabei zu leiden hat. Deshalb ist das für mich nicht (nur) ein Kinderbuch, sondern ein Elternbuch, das sehr deutlich aufzeigt, wie stark der Einfluss der Eltern und wie leicht diese Macht zu missbrauchen ist.

Die Phantasiewelt, in die Mia "verschwindet" sobald ihr die Tränen kommen, sobald es einfach zuviel ist für ihre Kinderseele, ist eine Zuflucht. Dort hat sie keine fordernde Mutter, die beständig zu viel von ihr verlangt und der sie doch nichts recht machen kann - und für alles nur schlecht gemacht wird. Auf eine sehr anschauliche Weise verarbeitet sie hier all ihre schlimmen Erfahrungen und die Unsicherheit, die ihre Kindheit prägt.
Dabei geht es um Einfühlungsvermögen, den Respekt voreinander, das Verständnis anderen gegenüber und den Mut, gegen die Hoffnungslosigkeit vorzugehen und sich nicht davon völlig überrollen zu lassen. Gerade Kinder verstehen die Alltagswelt der Erwachsenen einfach noch nicht - sie können die Probleme und die Zusammenhänge nicht erfassen, die Reaktionen begreifen und den Sinn dahinter verstehen. Da laufen so viele unbewusste Prozesse ab, die sich tief in ihre Herzen graben und die Entwicklung in eine verstörende Richtung beeinflussen können.

Mia entdeckt dabei aber auch, dass man sich kleine Momente des Glücks bewahren kann, dass Lachen befreiend wirkt und man die Hoffnung nicht verlieren darf! Ein langer Weg, dessen Ende gerade ein Kind kaum überblicken kann und mich immer wieder bewundern lässt, wie stark diese jungen Seelen sind und sein müssen.

Janine Wilk hat dafür einen kindgerechten, aber trotzdem anspruchsvollen Stil eingesetzt, der bildhaft und aussdruckstark viele philosophische und metaphorische Ansätze deutlich macht. Ob das so junge Menschen alles wirklich verstehen und nachvollziehen können weiß ich nicht, aber wie in den Märchen werden auch sie den Kern der Aussagen unbewusst sehr wohl entdecken und verinnerlichen können.
Die verschiedenen Abschnitte werden mit kleinen Zitaten aus Kinderbüchern eingeleitet, die auch mich durch meine Kindheit begleitet haben und man merkt auch, dass die Geschichte von Mia von einigen inspiriert ist.

Der Wechsel zwischen Mias realem Leben und ihre Flucht in ihre Traumwelt hat in die bedrückende Atmosphäre immer wieder etwas Licht gebracht - zum Glück, denn das Schicksal des kleinen Mädchens ist mir schon sehr zu Herzen gegangen. Wie es sich für ein Kinderbuch gehört hat es natürlich ein positives Ende und ich würde mir wünschen, dass sich all die Kinder auf der Welt, denen es ähnlich geht, auch einen Traum schaffen können, an dem sie festhalten oder Hilfe finden, die sie in ihrer ausweglosen Lage unterstützt.

Fazit: 4.5 Sterne

© Aleshanee
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Tags: erziehung, jugendroman, kinder, märchen, philosophie, verlag thienemann   (6)
 

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new york, diebe, kinderbuch, maggie, 1870

Maggie und die Stadt der Diebe

Patrick Hertweck ,
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Thienemann ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 13.07.2015
ISBN 9783522184038
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Sehr atmosphärisch geschriebenes Kinderbuch mit spannenden Abenteuern und dem Charme des historischen New Yorks!

"Trau deinen Augen nicht. Sie gaukeln dir etwas vor.
Was sie zeigen, ist nur ein Ausschnitt dessen, was uns umgibt.
Die Welt ist abgründig und die Vergangenheit allgegenwärtig.
Wie eine tieferliegende Hautschicht ist sie mit allem Sein auf Erden verbunden."
S. 49

Genau das erlebt Maggie in der historischen Metropole New Yorks, in der es für Kinder damals alles andere als ein einfaches Leben war. Vor allem für Waisenkinder! Die Geschichte beginnt mit Maggies Flucht und nur langsam erfährt man, vor wem und warum sie flüchten musste.

Kinderbanden, die von Erwachsenen auf Diebstahl getrimmt wurden, gab es ja zu der damaligen Zeit recht viele, und an genau eine solche gerät Maggie. Zum Glück, denn der Anführer, ein recht hässlicher und undurchschaubarer Zwerg, der von allen nur "Goblin" genannt wird, ist bereit, sie vor ihren Verfolgern zu verstecken. Die anderen Kinder der Gang nehmen sie bereitwillig auf und man erlebt recht hautnah, in welchem Sumpf sie leben müssen.

"An was für einem fremdartigen Ort war sie nur gestrandet?
Ein Ort, an dem Verbrecher Jagd auf ein Mädchen machten
und Kinder von einem Zwerg das Stehlen lernten.
Ein Ort, der voller Legenden war."
S. 62

Dabei erfährt Maggie auch die Legende des Bowery Boy. Dazu gibt es übrigens auch einen realen Hintergrund, denn die Bowery Boys waren Mitte des 19. Jahrhunderts eine der berüchtigsten Straßengangs Manhattans bei den Five Points, einem Viertel, dass sich vor allem durch Verbrechen und Korruption seinen Namen gemacht hat.
Hier handelt es sich jedoch um einen einzelnen Mann, den König der Unterwelt, der scheinbar wieder seinen Thron besteigen möchte, den er vor einigen Jahren aufgegeben hatte ... aber es gibt noch einige andere fiese Gegner, den sich Maggie und ihre vier neu gewonnenen Freunde stellen müssen.

Der Schreibstil ist angenehm flüssig und für Kinder in dem Alter ansprechend. Trotzdem passt er perfekt in die Zeit und lässt einen tief in die trostlose Atmosphäre eintauchen. Die alles überschattende Armut, die herrschenden Gangs, die korrupte Polizei, der all gegenwärtige Dreck und Gestank - umso wichtiger ist es für Maggie, Freunde zu haben, auf die man sich verlassen kann.

Und da hat sie wirklich Glück, denn die vier anderen Kids halten zu ihr und mit ihrer Hilfe gelingt es ihr auch, mehr über ihre Vergangenheit zu erfahren. Während sie auf Diebeszügen sind, Ratten für verbotene Kämpfe fangen und Schmiere stehen müssen, nähert sie sich einem Geheimnis, dass sie tief in ihrem Unterbewusstsein verborgen hat.
Gegen Ende wird es dann auch richtig spannend und man erlebt einige Überraschungen! Ich würde mich freuen, wenn es noch eine Fortsetzung geben würde :)

Bewertung: 4.5 Sterne

© Aleshanee
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Tags: jugendroman, kinder, verlag thienemann   (3)
 

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verlag amrun, reihe, fantasy

Feuerjäger 3: Das Schwert der Königin

Susanne Pavlovic
Flexibler Einband: 750 Seiten
Erschienen bei Amrun Verlag, 08.01.2017
ISBN 9783958692060
Genre: Fantasy

Rezension:

Der dritte und letzte Band ist endlich da! Weiter geht es mit der revolutionären Protagonistin Krona Karagin, die alle Klischeeketten sprengt und so eine geniale raubeinige, ruppige und dennoch total sympathische Art hat, dass man sie einfach gernhaben muss!

Mit dabei sind natürlich auch wieder einige aus der Truppe, die man schon aus den ersten beiden Bänden kennt und sie haben wieder einiges vor sich: Zuerst mit einem Auftrag einer Adligen, der scheinbar undurchführbar scheint und sie alle schließlich dazu führt, das Land Abrantes vor dem neuen König zu retten, der seine Willkür spielen lassen und die Zwerge endgültig ausrotten will.

"Meridias nackter Arsch!" Mit diesem Fluch in typischer Manier unserer liebreizenden Krona beginnt das neue Abenteuer und wieder einmal führt es sie quer über den Kontinent und weit darüber hinaus, um die Hilfe zu finden, die in den alten Mythen verborgen liegt. Immer an ihrer Seite ihre treuen Gefährten wie der tapfere Händlerzwerg Lomir, die Gestaltwandler Fenrir und die sture Zigeunertochter Lianna.

Den Spielmann Wolfram führt es allerdings in die Gefilde vom Winterfeld, wo er einem alten und guten Freund zur Seite stehen muss.

Die Charaktere sind mir so sehr ans Herz gewachsen und Susanne Pavlovic versteht es großartig, die Schwingungen zwischen den Figuren in den Dialogen und auch zwischen den Zeilen rüber zu bringen. Es gab einige bewegende Momente in diesem letzten Teil, die mich zutiefst berührt haben und ich hoffe wirklich sehr, dass es vielleicht doch noch weitere Geschichten über Krona geben wird. Gerade sie hat hier sehr gelitten und auch Gefühle gezeigt, die man gar nicht von ihr kennt. Sie ist wirklich ein ganz besonderer Charakter, den man nicht so schnell vergisst!

"Vergebung gibt´s nicht", sagte Krona und kämpfte gewaltsam gegen ein Gefühl, das sie nicht benennen konnte. "Man sagt das so, ich vergebe dir, aber man merkt sich, was war, und die erletzungen heilen nicht, und irgendwann kommt der Punkt, an dem es weniger weh tut, zu gehen, als zu bleiben." Pos 1143

Dazu gleich mal ein Hinweis, dass man einiges zur Vorgeschichte in diesen beiden Bänden erfahren kann:
1 - Das Spielmannslied
2 - Der Sternenritter

Bekannte Mythen über Zwerge und Elfen werden hier sehr originell mit neuen Ideen vermischt und ich bin total begeistert über die Abwechslung, die sich hier in zahlreichen Überraschungen und Wendungen bietet. Bei den sehr detaillierten Landschaftsbeschreibungen, Kämpfen und der Magie dieser fremden Welt fühlt man sich mitten drin und ich hab bei jeder Entscheidung und jedem Zwist mitgelitten!
Das ist allerdings auch ein bisschen ein Grund für meine einzige - aber wirklich kleine - Kritik, denn zwischendurch zieht es sich auch bisschen, aber das fällt nicht groß ins Gewicht, weil es einfach ein Vergnügen zu lesen ist!

Der Weg ist das Ziel ist die Essenz dieser Geschichte und ich hab jeden Einzelnen der Helden ins Herz geschlossen, denn das sind sie alle etwas besonderes!

© Aleshanee
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Feuerjäger

1 - Die Rückkehr der Kriegerin
2 - Herz aus Stein
3 - Das Schwert der Königin

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Tags: fantasy, reihe, verlag amrun   (3)
 

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53 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 40 Rezensionen

feuerblut, schattenfrau, andreas suchanek, erbe der macht, urban fantasy

Das Erbe der Macht - Feuerblut

Andreas Suchanek
E-Buch Text: 159 Seiten
Erschienen bei Greenlight Press, 09.12.2016
ISBN 9783958342453
Genre: Fantasy

Rezension:

Rezension zu Band 3 und 4 --- ohne Spoiler!

Um was gehts?

Alexander Kent ist mitten in die magische Welt gestolpert, die seit über 100 Jahren hinter einem verzauberten Wall verborgen liegt. Nach dem ersten Schrecken erkennt er sehr schnell, welche Möglichkeiten sich ihm bieten, aber auch, welchen Gefahren er sich mit seinem Team stellen muss.
Während die Lichtkämpfer und Schattenkrieger ein instabiles Gleichgewicht wahren, sinnt die Schattenfrau auf Rache und entwickelt einen perfiden Plan. Sie schleust ein Wechselbalg in das Castillo, den Stützpunkt der Lichtkämpfer, und niemand ahnt, welchen Zweck sie damit verfolgt.

Meine Meinung

Großartig finde ich, dass es bei jedem Buch anfangs einen kurzen Rückblick auf die vergangenen Ereignisse gibt - perfekt, um die Erinnerung wachzurufen und sofort wieder in die aktuellen Ereignisse einzusteigen.

Im "Wechselbalg" landen Alex und seine Partnerin Jen durch das Portal nicht dort, wo sie zu hoffen glaubten und müssen sich einem uralten und mächtigen Zauber stellen. Währenddessen sind im Castillo alle fieberhaft auf der Suche nach dem Wechselbalg und das Misstrauen steigt: denn jeder könnte potenziell hinter der Maske stecken.
Nach dem großen Finale und der Enttarnung forschen in "Feuerblut" alle nach den Beweggründen der Schattenfrau und entdecken dabei einige Überraschungen. Auch gibt es einen Ausflug nach Indien, bei dem Alex eine weitreichende Erfahrung macht.

Es wird wieder aus abwechselnden Perspektiven erzählt, denn Alex und Jen sind zusammen unterwegs, während das restliche Team sich den Angriffen stellen und Nachforschungen betreiben muss. Andreas Suchanek macht das sehr gekonnt, denn die Cliffhanger am Ende der Kapitel haben mich die Bücher kaum aus der Hand legen lassen. Der Schreibstil ist lässig, manchmal etwas bündig, um das Tempo zu erhöhen und dann auch wieder ruhiger, um etwas mehr in die Atmosphäre eintauchen zu können.

Die Charaktere verdienen noch etwas mehr Tiefe, da ich sie trotz gutem Rahmen noch nicht so ganz fassen kann. Das liegt aber evtl auch an mir und der für mich ungewohnten Kürze der Bücher, weshalb ich jetzt auch die beiden Bände direkt hintereinander gelesen hab. In Feuerblut erfährt man dann auch mehr über Claras Vergangenheit und ihre Familienverhältnisse, was mich sehr gefreut hat! Und wie es aussieht, werden auch die anderen in den Folgebänden etwas mehr ins Rampenlicht kommen.
Besonders gefreut hab ich mich über den Auftritt von Aleister Crowley - der mich durch den Namen sofort an meinen Liebling "Crowley" aus Supernatural erinnert hat :D

Überraschend gelungen sind auch die vielen neuen Details, mit der der Autor die Welt der Magie lebendig erscheinen lässt und man mit jedem Band tiefer in die Materie eindringt; genauso wie in die Verwicklungen um die Schattenfrau und ihre Beweggründe.
Es wird auch nie langweilig, denn die Entwicklungen nehmen ständig neue Formen an und man weiß nie, wo sie hinführen werden. Gerade gegen Ende des vierten Bandes gab es großen Nervenkitzel und einen Abschluss, der auf die Fortsetzung sehr neugierig macht!

Am Ende gibt es auch jedes Mal eine kleine Vorschau und ein paar persönliche Worte des Autors - find ich klasse! Außerdem ein Glossar über die Personen und magischen Begriffe.

© Aleshanee
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Die Serie

Die Reihe "Das Erbe der Macht" erscheint monatlich als E-Book mit ca. 120 bis 150 Seiten
und alle drei Monate als Hardcover-Sammelband. Die Hardcover fassen jeweils drei Romane zusammen und haben etwa 350 Seiten.

Das Erbe der Macht

1 - Aurafeuer
2 - Essenzstab
3 - Wechselbalg
4 - Feuerblut
5 - Silberregen
6 - Schattenfrau

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Tags: fantasy, reihe, verlag greenlight   (3)
 

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72 Bibliotheken, 2 Leser, 3 Gruppen, 23 Rezensionen

england, krimi, klassiker, mord, schneesturm

Geheimnis in Weiß

J. Jefferson Farjeon , Eike Schönfeld , Martin Edwards
Fester Einband: 282 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 19.12.2016
ISBN 9783608961027
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Also das Buch passt einfach hervorragend in die (Vor)Weihnachtszeit oder eisige Winterabende! Ein Krimi, der mich sehr an Agatha Christie erinnert und den Charme der alten schwarz-weiß Filme ♥ Vor allem das Cover verstärkt diesen Eindruck noch und passt wirklich perfekt zur Geschichte!

Die Charaktere lernt man im Zug kennen, der in einem starken Schneetreiben feststeckt. Ein sehr bunt zusammengewürfelter Haufen, der sich ein Abteil teilt:

Ein alter Nörgler, der hauptsächlich eine große Klappe hat
Eine Revuetänzerin, die zuwenig Selbstvertrauen hat
Ein blasser, junger Mann, der das typische Klischee eines Buchhalters vertritt
Ein Geschwisterpaar, das für frischen Wind sorgt
und ein Abgesandter der Königlich-Parapsychologischen Gesellschaft

Da der Zug scheinbar länger feststecken wird, beschließt die kleine Entourage gemeinsam zum nächsten Bahnhof aufzubrechen und verläuft sich im Sturm. Zum Glück treffen sie auf ein Haus, das zwar offen, aber niemand vorzufinden ist. Dabei flackert das Kaminfeuer und der Tisch im Salon ist gedeckt. Und natürlich merken die ungebetenen Gäste recht schnell, das mit dem Haus bzw. dessen Bewohnern, etwas nicht mit rechten Dingen zugeht.

Eine wunderbare Kulisse mit dem eingeschneiten Haus, von dem es für die nächsten Stunden kein Entkommen gibt. Wirklich gruselig wird es nicht, aber diese mysteriöse Grundstimmung und die lauernde Gefahr wird schon sehr gut umgesetzt und weckt eine angenehme, schaurige Atmosphäre.

Die Charaktere werden alle sehr unterschiedlich beschrieben und zeigen auch völlig andere Charaktermerkmale, was die Situation desöferteren verschärft. Der ältere Mr. Maltby stellt sich als Ermittler heraus, der seinen scharfen Verstand immer wieder unter Beweis stellt, ohne mich als Leser zu früh über alles aufzuklären. Nur langsam kommt man hinter das Geheimnis, das sehr verschlungene Pfade geht. Manchmal war es mir etwas zu konfus und ich musste schon sehr genau lesen, um alles nachvollziehen zu können.

Der Schreibstil ist wunderbar originell, was natürlich auch an der Zeit liegt, in der das Buch entstanden ist und der Umgang der Personen untereinander wirkt amüsant und echt; zeigt sich sehr passend in den Gesprächen und Dialogen und entwirft ein genaues Bild jedes einzelnen.
Die Hintergründe zu dem Haus und dem Mord, ja - natürlich wird auch ein Mord aufzuklären sein, wecken die Neugier und haben mich mit der besonderen Atmosphäre wie die kuriosen Gäste regelrecht (im Schnee) versinken lassen.

© Aleshanee
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50 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 5 Rezensionen

weihnachten, weihnachtsmann, tolkien, nordpol, kinderbuch

Briefe vom Weihnachtsmann

J.R.R. Tolkien , Baillie Tolkien , Anja Hegemann , Hannes Riffel
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 15.10.2016
ISBN 9783608960365
Genre: Fantasy

Rezension:

Auch dieses Jahr war ich wieder auf der Suche nach einem schönen Weihnachtsbuch und ich hab mich sehr gefreut, über dieses wunderschöne Büchlein gestolpert zu sein! Ich bin ja ein großer Tolkien Fan und als ich gesehen hab, dass er seinen Kindern über 20 Jahre lang "Briefe vom Weihnachtsmann" geschrieben hab, war ich sofort neugierig!

Der erste Brief stammt von 1920, als das älteste seiner Kinder, John, gerade mal 3 Jahre alt ist. Der Brief fällt auch noch relativ kurz aus, aber das ändert sich im Laufe der Jahre. Sie werden länger und füllen sich mehr und mehr mit den Geschichten am Nordpol, der sprühenden und liebevoll erzählten Phantasie, die man von Tolkien kennt. Dabei geht es oft um den Polarbären, dem Helfer des "Father Christmas", der auch gerne mal einen Schabernack anstellt. Aber es gesellen sich auch recht bald Schneeelben dazu, garstige Kobolde, Schneemänner, rote Wichtel und Höhlenbären und schließlich sein Sekretär, ein Elbchen namens Ilbereth, ein wertvoller Helfer bei der wachsenden Kinderzahl! Aber auch gegen die Kobolde, die immer wieder versuchen, die vielen Geschenke und Päckchen zu stehlen, die der Weihnachtsmann mit viel Mühe und Liebe zusammenstellt.

Aus jedem der Briefe spricht sehr viel Wärme und die Lust, Geschichten zu erzählen, die Tolkien jedes Jahr an alle seine Kinder weitergibt, bis endlich auch die jüngste Tochter im Jahr 1943 14 Jahre alt ist. In den letzten Briefen merkt man schon den Einfluss des Krieges und wie er versucht, den Kindern in wenigen Worten zu zeigen, wie sehr andere Menschen leiden und "Geschenke" nötiger haben.

Witzige, phantastische und bewegende Briefe, die eine wunderschöne Einstimmung in der Vorweihnachtszeit und auch zum Vorlesen bestens geeignet sind.

Besonders schön fand ich, dass die Briefe, Umschläge und die zahlreichen Bilder abgedruckt sind bei denen man spürt, mit wie viel Liebe sie geschrieben und gezeichnet worden sind. Schon alleine die Briefmarke vom Nordpol auf dem Kuvert ist klassisch, aber auch die zittrige Schrift, weil es im Norden so kalt ist und die wunderschöne Gestaltung der Briefe und der detaillierten Zeichnungen - das alleine war für die Kleinen sicher schon ein ganz besonderes Weihnachtsgeschenk!

4.5 Sterne
© Aleshanee
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52 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 35 Rezensionen

wechselbalg, das erbe der macht, urban fantasy, fantasy, erbe der macht

Wechselbalg

Andreas Suchanek
E-Buch Text
Erschienen bei Greenlight Press, 01.12.2016
ISBN 9783958342286
Genre: Fantasy

Rezension:

Rezension zu Band 3 und 4 --- ohne Spoiler!

Um was gehts?

Alexander Kent ist mitten in die magische Welt gestolpert, die seit über 100 Jahren hinter einem verzauberten Wall verborgen liegt. Nach dem ersten Schrecken erkennt er sehr schnell, welche Möglichkeiten sich ihm bieten, aber auch, welchen Gefahren er sich mit seinem Team stellen muss.
Während die Lichtkämpfer und Schattenkrieger ein instabiles Gleichgewicht wahren, sinnt die Schattenfrau auf Rache und entwickelt einen perfiden Plan. Sie schleust ein Wechselbalg in das Castillo, den Stützpunkt der Lichtkämpfer, und niemand ahnt, welchen Zweck sie damit verfolgt.

Meine Meinung

Großartig finde ich, dass es bei jedem Buch anfangs einen kurzen Rückblick auf die vergangenen Ereignisse gibt - perfekt, um die Erinnerung wachzurufen und sofort wieder in die aktuellen Ereignisse einzusteigen.

Im "Wechselbalg" landen Alex und seine Partnerin Jen durch das Portal nicht dort, wo sie zu hoffen glaubten und müssen sich einem uralten und mächtigen Zauber stellen. Währenddessen sind im Castillo alle fieberhaft auf der Suche nach dem Wechselbalg und das Misstrauen steigt: denn jeder könnte potenziell hinter der Maske stecken.
Nach dem großen Finale und der Enttarnung forschen in "Feuerblut" alle nach den Beweggründen der Schattenfrau und entdecken dabei einige Überraschungen. Auch gibt es einen Ausflug nach Indien, bei dem Alex eine weitreichende Erfahrung macht.

Es wird wieder aus abwechselnden Perspektiven erzählt, denn Alex und Jen sind zusammen unterwegs, während das restliche Team sich den Angriffen stellen und Nachforschungen betreiben muss. Andreas Suchanek macht das sehr gekonnt, denn die Cliffhanger am Ende der Kapitel haben mich die Bücher kaum aus der Hand legen lassen. Der Schreibstil ist lässig, manchmal etwas bündig, um das Tempo zu erhöhen und dann auch wieder ruhiger, um etwas mehr in die Atmosphäre eintauchen zu können.

Die Charaktere verdienen noch etwas mehr Tiefe, da ich sie trotz gutem Rahmen noch nicht so ganz fassen kann. Das liegt aber evtl auch an mir und der für mich ungewohnten Kürze der Bücher, weshalb ich jetzt auch die beiden Bände direkt hintereinander gelesen hab. In Feuerblut erfährt man dann auch mehr über Claras Vergangenheit und ihre Familienverhältnisse, was mich sehr gefreut hat! Und wie es aussieht, werden auch die anderen in den Folgebänden etwas mehr ins Rampenlicht kommen.
Besonders gefreut hab ich mich über den Auftritt von Aleister Crowley - der mich durch den Namen sofort an meinen Liebling "Crowley" aus Supernatural erinnert hat :D

Überraschend gelungen sind auch die vielen neuen Details, mit der der Autor die Welt der Magie lebendig erscheinen lässt und man mit jedem Band tiefer in die Materie eindringt; genauso wie in die Verwicklungen um die Schattenfrau und ihre Beweggründe.
Es wird auch nie langweilig, denn die Entwicklungen nehmen ständig neue Formen an und man weiß nie, wo sie hinführen werden. Gerade gegen Ende des vierten Bandes gab es großen Nervenkitzel und einen Abschluss, der auf die Fortsetzung sehr neugierig macht!

Am Ende gibt es auch jedes Mal eine kleine Vorschau und ein paar persönliche Worte des Autors - find ich klasse! Außerdem ein Glossar über die Personen und magischen Begriffe.

© Aleshanee
Weltenwanderer

Die Serie

Die Reihe "Das Erbe der Macht" erscheint monatlich als E-Book mit ca. 120 bis 150 Seiten
und alle drei Monate als Hardcover-Sammelband. Die Hardcover fassen jeweils drei Romane zusammen und haben etwa 350 Seiten.

Das Erbe der Macht (bisher erschienen)

1 - Aurafeuer
2 - Essenzstab
3 - Wechselbalg
4 - Feuerblut
5 - Silberregen
6 - Schattenfrau

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Tags: fantasy, reihe, verlag greenlight   (3)
 
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