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99 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

dämonen, dämonenzyklus, fantasy, band 5

Das Leuchten der Magie

Peter V. Brett , Ingrid Herrmann-Nytko
Flexibler Einband: 950 Seiten
Erschienen bei Heyne, 11.12.2017
ISBN 9783453315747
Genre: Fantasy

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Die Geheimnisse der Alaburg

Greg Walters
Fester Einband: 396 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 13.10.2017
ISBN 9783744830454
Genre: Jugendbuch

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166 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 11 Rezensionen

werwolf, rotkäppchen, liebe, märchen, fantasy

Red Riding Hood - Unter dem Wolfsmond

Sarah Blakley-Cartwright , David Leslie Johnson , Reiner Pfleiderer
Flexibler Einband: 296 Seiten
Erschienen bei cbt, 10.12.2012
ISBN 9783570308455
Genre: Jugendbuch

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233 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 41 Rezensionen

märchen, jugendbuch, mara lang, fantasy, magie

Almost a Fairy Tale - Verwunschen

Mara Lang , Alexander Kopainski
Fester Einband
Erschienen bei Ueberreuter Verlag, 15.09.2017
ISBN 9783764170684
Genre: Jugendbuch

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8.354 Bibliotheken, 72 Leser, 13 Gruppen, 148 Rezensionen

fantasy, bücher, jugendbuch, cornelia funke, tintenwelt

Tintenherz

Cornelia Funke ,
Buch: 567 Seiten
Erschienen bei Oetinger Taschenbuch, 01.11.2010
ISBN 9783841500120
Genre: Jugendbuch

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Tags: fantasy, jugendroman, reihe, verlag dressler   (4)
 

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80 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

kinderbuch, drache, fantasy, drachen, george r. r. martin

Das Lied des Eisdrachen

George R. R. Martin ,
Fester Einband: 128 Seiten
Erschienen bei cbj, 02.11.2015
ISBN 9783570172605
Genre: Kinderbuch

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Tags: fantasy, george r. r. martin, kinder, verlag cbj, weihnachten   (5)
 

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161 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 50 Rezensionen

fantasy, märchen, liebe, prinz, verlag oetinger

Schattenthron - Das Mädchen mit den goldenen Augen

Angelika Diem
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Oetinger Taschenbuch, 01.07.2017
ISBN 9783841500915
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Märchenhafte, bezaubernde Geschichte, die zwar nicht immer stimmig ist, aber nach dem etwas holprigen Anfang unterhaltsam und spannend wird ...

Über dieses Buch bin ich mal wieder auf dem Blog von Insi Eule gestolpert. Ihr hatte das Buch sehr gefallen und mich hat auch der Klappentext angesprochen. Wenn diese Empfehlung nicht gewesen wäre, hätte ich es vielleicht gar nicht ganz gelesen.
Gerade der Anfang erschien mir vom Schreibstil her recht holprig und ich hab nicht so wirklich reingefunden, aber das ändert sich im Laufe der Seiten und es wird flüssiger und entwickelt auch mit der Zeit eine schöne, märchenhafte Atmosphäre. Vor allem durch die vielen, liebevoll inszenierten Details, die aus verschiedenen Märchen mit eingebaut wurden.

Das Buch wird in zwei Zeitebenen erzählt, was man im ersten Moment gar nicht so bewusst wahrnimmt. Ich kam aber recht schnell dahinter, vor allem weil die Gegenwart aus der Ich-Perspektive von Rahel im Präsens erzählt wird und die Rückblicke in der Vergangenheitsform. Dadurch konnte man die beiden Ebenen sehr schön auseinanderhalten.

Rahel ist die Tochter eines Holzfällers und lebt in bescheidenen Verhältnissen in einem Dorf. Als der Moment droht, dass ihr Geheimnis gelüftet wird, muss sie flüchten und findet sich recht schnell auf dem Königshof wieder, wo eine Brautschau für den Prinzen ausgerufen wurde.
Gleichzeitig erfährt man einiges über die Umstände, die das Leben auf dem Königshof beeinflusst haben, was interessante Aspekte aufwirft, über die man schön miträtseln kann.

Der Aufbau ist dadurch abwechslungsreich gestaltet und mit vielen originellen Ideen geschmückt, die sich nach und nach zu einem einleuchtenden Ganzen zusammenfügen. Trotzdem gab es zwischendurch kleine Ungereimtheiten, die ich dem "Märchenfaktor" zugeschrieben habe; aber das hätte man sicher auch noch etwas anders lösen können. Manches ist einfach nicht unbedingt sinnvoll, aber gerade das macht auch ein bisschen diese verzauberte Charakteristik eines Märchens aus. Genauso wie einige beabsichtigte Zufälle, dafür aber auch wirklich schöne Momente und Szenen, die mir richtig gut gefallen haben.

Gegen Ende wurde es dann auch nochmal richtig spannend und auch wenn es einen schöner Abschluss hat, freue ich mich auf den zweiten Band, in dem sicher noch einiges aufgeklärt wird.
Wenn man das ganze als Märchen sieht, das in eine magische Welt entführt und unterhalten soll, ist man hier genau richtig.

© Aleshanee
Weltenwanderer

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Tags: fantasy, jugendroman, märchen, reihe, verlag oetinger   (5)
 

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229 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 28 Rezensionen

science fiction, aliens, weltraum, der lange weg zu einem kleinen zornigen planeten, becky chambers

Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten

Becky Chambers , Karin Will
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 27.10.2016
ISBN 9783596035687
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Anfangs war ich zwar noch nicht so überzeugt, wahrscheinlich weil ich nicht so genau wusste, was da jetzt auf mich zukommt. Es geht nämlich nicht um ein abenteuerlich kriegerisches Weltraumspektakel, sondern beginnt eher gemächlich mit der Vorstellung der Crew, den Einblicken in die GU (Galaktische Union) und den Hintergründen, wie die verschiedenen Spezies in dieser fiktiven Zukunft überleben.
Nachdem ich mich darauf eingelassen hatte, war ich sehr begeistert von den vielen Nuancen, die Becky Chambers hier wunderbar zu transportieren versteht. Denn der Titel ist hier Programm: es ist ein langer Weg, den die Charaktere zurücklegen müssen und dabei erfährt man viel über ihr (das) Leben und die verschiedenen Motive, die jeder von ihnen in sich trägt.

Rosemary zum Beispiel begibt sich mit einer neuen Identität auf die Wayfarer, um dort mit einem neuen Job ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen.
Ashby Santoso, der Captain des Raumschiffs, ist ein großartiger und toleranter Mensch, der auch seine Geheimnisse hat, aber sich immer für seine Crew einsetzt. Das muss er auch, denn die unterschiedlichen Spezies, die sich bei ihm tummeln, stellen ihn oft vor eine Herausforderung.
Die zwei Techniker Jenks und Kizzy sind der humorvolle Part, die immer einen witzigen Spruch auf den Lippen haben, Arbis Corbin ist dagegen die Spaßbremse, ein eher zurückgezogener, pedantischer Mensch, den keiner von ihnen so wirklich gut leiden kann.
Die Pilotin Sissix ähnelt einer Echse und ihre Rasse hat außergewöhnliche Eigenheiten, die teilweise höchst seltsam scheinen und vielleicht auch Unerständnis hervorrufen können, aber auch ganz besonders berührend wirken.
Dr. Koch ist, ja, der Koch der Crew und versiert in Heilung und Kräuterkunde, der ein sehr schweres Schicksal zu tragen hat - ebenso wie der Navigator Ohan, der ebenfalls aus einer sehr kuriosen Spezies entstammt.
Und nicht zu vergessen die KI des Schiffes, Lovey, die mit einem eigenen Bewusstsein ausgestattet ist und ein besonders Verhältnis zu einem der Crewmitglieder entwickelt.

Ihr seht, die Geschichte ist mit einer Fülle von fremdartigen Lebensarten gespickt, die man aber alle auf eine höchst anschauliche und unterhaltsame Art vor Augen geführt bekommt. Dabei schafft es die Autorin, jeden von ihnen auf besondere Weise darzustellen und zu zeigen wie es möglich ist, trotz unterschiedlicher Lebensauffassungen zusammenzuwachsen. Die intensive Arbeit auf der Wayfarer entwickelt ein symbiotisches Verhältnis und zeigt im Kleinen wie auch im großen Ganzen, wie mit Toleranz und Rücksichtnahme eine verständnisvolle Einheit möglich sein kann.

"Die menschliche Besessenheit von "Glück" hatte er nie richtig verstanden.
Kein Wesen konnte ständig glücklich sein, genauso wenig wie jemand dauerhaft
im Zorn, in Langeweile oder in Trauer verharren konnte."
S. 277

Gerade diese Einblicke in andere Spezies durch die Rasse Mensch und andersherum zeigt, wie wichtig Akzeptanz ist, dabei hat mich ganz besonders ein Gespräch zwischen Dr. Koch und Rosemary über Schuld und Vertrauen berührt.

"Die Erinnerungen griffen nach Dr. Koch und versuchten, ihn von seinem sicheren
Beobachtungsposten wegzuziehen. Sie zerrten an ihm, flehten ihn an, nachzugeben.
Doch das würde er nicht tun. Er war nicht der Gefangene dieser Erinnerungen.
Er war ihr Wärter."
S. 279

Aber natürlich lernt man auch einige Hintergründe kennen, wie die Bündnisse in den Galaxien entstanden sind, wie sich der Handel und die Bündnisse entwickelt haben und wie die Arbeit der Wayfarer vonstatten geht, die auf ihrem Weg durchs All sozusagen "Zeittunnel graben", um ein schnelleres Fortbewegen zwischen den Planetensystemen zu gewährleisten. Dabei wird es manchmal auch ein bisschen technisch, wobei ich aber immer ganz gut mitgekommen bin.

Überhaupt ist der Schreibstil einnehmend und trotz vieler Details flüssig zu lesen. Es gibt keinen Durchhänger oder langatmige Stellen; es geht konstant und mit gutem Tempo voran, wobei jetzt nicht unbedingt große Spannungsmomente zu erwarten sind, aber dafür viele originelle, berührende und bedeutende Momente. Dafür gibts gegen Ende noch eine dramatische Wendung, die mir sehr nahe gegangen ist. Überhaupt sind mir all die Figuren total ans Herz gewachsen und ich hoffe sehr, dass mir der ein oder andere auch im zweiten Band aus der Reihe über den Weg laufen wird!

© Aleshanee
Weltenwanderer

Wayfarers

1 - Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten
2 - Zwischen zwei Sternen (ET Januar 2018)
3 - Im Original: Record of a Spaceborn

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Tags: reihe, science fiction, verlag fischer   (3)
 

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18 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 1 Rezension

kinderbuch, weihnachten, kinder, fantasy, ellen weiss

Polarexpress

Ellen Weiss , Gabriele Haefs
Flexibler Einband: 137 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 01.11.2004
ISBN 9783551354655
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Als ich den Film vor einigen Jahren gesehen habe war ich enttäuscht. Viele sind ja davon begeistert, aber mir persönlich war er für einen Weihnachtsfilm für Kinder viel zu düster, auch wenn er eine schöne Botschaft hat. Deshalb wollte ich diese Geschichte gerne in der schriftlichen Form kennenlernen, die mich aber leider auch nicht überzeugen konnte.

Der Schreibstil ist für ein Kinderbuch okay und einfach gehalten. Der Junge, der im ganzen Buch keinen Namen bekommt, zweifelt an der Echtheit des Weihnachtsmanns und dem Zauber der Weihnacht - doch plötzlich steht mitten in der Nacht, genau um 23.55 Uhr, der Polarexpress vor seiner Tür. Natürlich steigt er ein und erlebt eine abenteuerliche Fahrt zum Nordpol, auf der einige wichtige Botschaften übermittelt werden. Leider war für mich weder eine schöne, weihnachtliche Stimmung vorhanden, noch konnte man irgendwie die Gefühle der Kinder nachvollziehen.

Es geht zwar alles in einem guten Tempo voran und es geht einiges schief auf der Fahrt, aber es wirkte sehr plump, einfach eine Anneinanderreihung von Ereignissen ohne etwas besonderes für mich rüberzubringen. Gerade für ein Kinderbuch eine eher triste Art und Weise, etwas zu erzählen und auch für mich als Erwachsenen war es ziemlich langweilig.

Das einzig schöne daran waren die kleinen Botschaften, die aber meist nur zwischen den Zeilen zu lesen waren:

- Der zweifelnde Junge, der seinen Glauben an den Zauber der Weihnacht wiederfindet
- Das unsichere Mädchen, das Selbstvertrauen lernt
- Und der einsame Junge, der endlich Freunde findet


Ich kann hier leider nur 1 Stern vergeben für zwei Zitate die etwas schönes aussagen, die aber in einer zu farblosen und lanweiligen Geschichte keinen Raum gefunden haben.

"Manchmal", sagte der Schaffner, "ist Sehen das Gleiche wie Glauben.
"Und manchmal", er kam ganz dicht an sie heran, um die Sache besonders zu betonen,
"sind die wirklichsten Dinge auf der Welt gerade die, die wir nicht sehen können."
S. 72

"Es gibt kein größeres Geschenk als die Freundschaft." S. 120

© Aleshanee
Weltenwanderer

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Tags: kinder, verlag carlsen, weihnachten   (3)
 

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191 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 41 Rezensionen

fantasy, liebe, katharina seck, bastei lübbe, familie

Tochter des dunklen Waldes

Katharina Seck
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 24.11.2017
ISBN 9783404208807
Genre: Fantasy

Rezension:

Nachdem mich letztes Jahr schon "Die silberne Königin" aus der Feder der Autorin so begeistern konnte, war ich natürlich sehr gespannt auf eine neue Geschichte von ihr. Der Klappentext allein hätte mich jetzt nicht so neugierig gemacht, da er ähnlich wie viele andere klingt: aber im dunklen Wald erwartet den Leser ein außergewöhnliches Geheimnis!

Vom Schreibstil war ich anfangs total verzaubert. Katharina Seck versteht es wirklich, auf eine sanfte Art zu erzählen, so dass man meint, tatsächlich in eine verzauberte Welt einzutreten. Mit ihrem ruhigen Tempo und in gefühlvoller Weise stellt sie die Protagonistin Lilah vor, das Dorf, in dem sie lebt und den bedrohlichen Schatten des Waldes und die Ängste, die seit jeher mit den Legenden und Sagen die Menschen in Schrecken versetzen.
Leider hat sich das dann ein bisschen in einen Nachteil verwandelt, denn manches wiederholte sich in den Aussagen und ab der Hälfte hatte ich das Gefühl, dass sich alles zu sehr hinzieht. Hier hätte das Tempo etwas angehoben werden können, denn ich hatte dann doch öfters den Drang, die Sätze nur noch zu überfliegen.

Die Ideen und die Handlung an sich war aber gut aufgebaut. Lilah ist eine starke Frau, die zu ihrer Überzeugung steht und sich durchzusetzen lernt. Ihre Gefühle sind aufrichtig und zart, mitfühlend und ernsthaft - und auch wenn das für mich teilweise etwas zu romantisch war, hat es perfekt für diese Geschichte gepasst. Es gab zwar mal einen Moment, in dem ich mich über sie geärgert habe, denn ich mag es gar nicht, wenn man andere nicht aussprechen lässt, bzw. aufgrund der Handlung eine Art Missverstehen aufgebaut wird, das auch leichter geklärt werden hätte können. Aber da es sich trotzdem gut eingefügt hat, war es okay für mich.
Allerdings gab es auch insgesamt ein paar logische Unstimmigkeiten, die man sicher noch anders lösen könnte.

Es wird durchgehend aus Lilahs Sicht erzählt, aber an den Kapitelanfängen gibt es immer ein paar Gedanken von jemand anderem: bittere, tragische Gedanken, bei denen man anfangs noch rätselt, aber dann doch recht schnell dahinterkommt, von wem sie wohl stammen könnten. Doch das war nicht schlimm, denn die ganzen Hintergründe dazu kommen erst nach und nach ans Licht und gerade gegen Ende gibt es noch einige Überraschungen. Gerade zum Schluss hat mich das ganze zu Tränen gerührt und das passiert wirklich nicht oft bei mir.

Eine Bewertung fällt mir hier schwer, denn ist wirklich zauberhaft geschrieben, hat einen seltenen in Büchern zu findenden magischen Aspekt der mir sehr gut gefallen hat und weiß mit Gefühlen zu überzeugen. Vor allem auch die Thematik sich dem Fremden, dem Unbekannten und sich somit der Angst zu stellen, ist hier sehr schön rübergekommen.
Andererseits gab es eben doch kleine Unstimmigkeiten und ich konnte mich dem langsamen Tempo auf Dauer nicht so anpassen. Wobei ich denke, dass es andere sicher anders empfinden werden.

© Aleshanee
Weltenwanderer

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Tags: fantasy, jugendroman, liebe, verlag lübbe   (4)
 

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21 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

vampire, fantasy, paris, historischer roman, 19. jahrhundert

Lilienblut

Ascan von Bargen
Flexibler Einband: 188 Seiten
Erschienen bei Ubooks, 21.05.2007
ISBN 9783866080775
Genre: Fantasy

Rezension:

Von dem Autor hab ich vor einiger Zeit "Die Legenden des Abendsterns"
gelesen; ebenfalls eine düstere, historische Geschichte, die mich durch
ihre Wortgewalt beeindruckt hat. In Lilienblut besticht der Autor
ebenfalls mit einer unheilschwangeren Atmosphäre und einer
ausdrucksvollen Sprache.

Dieses Mal entführt er den Leser ins
Paris des 19. Jahrhunderts. Schon während des Prologs wird klar, dass es
ein dunkles, unerbittliches Geheimnis gibt. Auf dieser Spur sind der
Arzt Dr. Joaquin Ferrier, der zu einer todkranken Patientin gerufen wird
und der junge Frédéric Morean, der von heimtückischen Träumen
heimgesucht wird.
Der Autor wechselt beim Erzählen die Perspektiven
hauptsächlich zwischen den beiden Protagonisten, und hält die Kapitel
sehr kurz aber intensiv. Überhaupt ist die ganze Szenerie sehr
bildgewaltig ... eine finstere, unheimliche Fassade, die erst am Ende
offenbart, welche Grauen hinter all den bösen Vorzeichen stecken.

Es
geht um Vampire, klassisch, aber auch mit einigen neuen Eigenschaften,
die die Bösartigkeit noch unterstreichen. Ich hab mich die ganze Zeit
wie in einem Film gefühlt, ähnlich wie in Bram Stokers Dracula oder auch
Vidoq. Es gibt viele Hinweise, falsche Fährten und eine bizarre
Täuschung von Umständen, die mich immer wieder in verschiedene
Richtungen geführt haben.

Obwohl die Figuren dabei alle eher
unnahbar geblieben sind, waren sie greifbar und mit den wenigen Akzenten
anschaulich getroffen. Ich konnte von der ersten bis zur letzten Seite
direkt in diese alte Zeit eintauchen, mit Kutschen auf
Kopfsteinpflaster, den gesitteten Herren mit Gehröcken, der salonfähigen
Pariser Gesellschaft und der erschreckenden Seuche, der Krankheit,
durch die in dieser Stadt viele einem mysteriöses Siechtum anheim
gefallen sind.

Trotz der "nur" 188 Seiten war es genau richtig,
denn zum einen sind sie dicht beschrieben und geben dem ganzen ohne
unnötige Ausschmückungen genug Raum, um immer auf den Punkt zu kommen.
Ich war jedenfalls wieder sehr fasziniert von der gehaltvollen, fast
schon poetischen Schreibweise und der Stimmung, die mich voll und ganz
eingenommen hat.

Fazit: 4.5 Sterne

© Aleshanee
Weltenwanderer

  (7)
Tags: fantasy, historischer roman, vampire   (3)
 

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96 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

fantasy, königin, magie, geister, akademie

Die Blutkönigin

Sarah Beth Durst , Michaela Link
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 30.10.2017
ISBN 9783764531881
Genre: Fantasy

Rezension:

Das Cover ist genial! Als ich das gesehen habe wusste ich sofort, dass ich das Buch lesen möchte, ganz egal um was es geht! Fantasy, Elementargeister, das klang auf jeden Fall vielversprechend - leider wie oben erwähnt ist im Klappentext ein kleiner Spoiler, der sich erst später in der Handlung entwickelt. Das ist immer etwas ärgerlich, denn so wusste ich schon die ganze Zeit, wohin bestimmte Ereignisse rauslaufen.

Ansonsten aber: eine wirklich großartige Geschichte! Die Idee mit den Elementargeistern ist natürlich nicht neu, aber erfrischend originell umgesetzt. Zu Beginn dachte ich noch, dass es eher ein Jugendbuch ist, denn die Protagonistin Daleina ist 10 Jahre alt, als ihr Dorf von den Geistern verwüstet wird und sie ihre Gabe entdeckt. Von diesem Moment an ist ihr einziger Wunsch, das so etwas nie wieder passiert und sie lernt, ihre Fähigkeit auszubilden und die Menschen zu beschützen - allerdings ahnt sie natürlich nicht, welch hohen Preis das fordern wird.
Dabei begleitet man sie in ihrer Entwicklung bis sie erwachsen ist, was ich sehr spannend umgesetzt fand - vor allem weil es sich auch ingesamt trotz leichtem Lesefluss anspruchsvoll ausbaut.

Gleichzeitig geht es aber auch um Meister Ven. Er ist bei der Königin in Ungnade gefallen und bleibt deshalb der Hauptstadt Mittriel fern. Trotz aller Unstimmigkeiten möchte er dennoch sein Möglichstes tun und unterstützt die verstreuten Dörfer in ganz Aratay, die immer wieder von mysteriösen Angriffen der Geister heimgesucht werden.

Diese beiden Figuren wechseln sich in der Erzählperspektive ab und so bekommt man einen guten Rundumblick über die Ereignisse, aber auch einen tieferen Einblick in die Figuren.

Die Handlung ist sehr gut aufgebaut, auch wenn jetzt erstmal keine großartigen Spannungsmomente auftauchen, war ich total gefesselt und neugierig, wie sich das alles weiterentwickelt. Es gibt immer wieder Details bzw. Hinweise auf Hintergründe, die das Land befallen und auch wenn man schon eine Ahnung hat, wo das ganze hinführt, überrascht die Autorin immer wieder mit unerwarteten Wendungen.
Die Amtosphäre ist wunderbar getroffen und ich bin total in diese Welt eingetaucht! Die Menschen haben sich der Situation angepasst und leben in den Dörfern meist in den Baumkronen. Sehr anschaulich wird auch darauf eingegangen, wie sie mithilfe der Geister leben und diese ihre Lebensart beeinflussen - weshalb sie auch so sehr auf das Gleichgewicht durch die Königin angewiesen sind.
Die Elementargeister selbst sind großartig beschrieben und haben der Geschichte sehr anschaulich das magische Potenzial eingehaucht. Die Geister haben natürlich entsprechende Eigenschaften, die sie zum guten oder zum schlechten anwenden können, sehen aber auch alle individuell aus und sind auch sehr unterschiedlich, was ihre Instinkte und Motive anbelangt.
Wie Daleine damit umzugehen lernt, die Geister zu beeinflussen, fand ich auch sehr interessant - hierbei hat sie ein schwerwiegender Schicksalsschlag stark getroffen und sie extrem herausgefordert, der ihr alles an Mut und Entschlossenheit abverlangt hat.

Ab der zweiten Hälfte nimmt die Spannung zu, auch wenn das Tempo an sich gleichbleibend abwartend bleibt. Es ist eine perfekte Mischung, die einen beim Lesen immer wieder vorwärts treibt und ich konnte das Buch kaum einen Moment aus der Hand legen. Gerade im letzten Drittel zieht es nochmal richtig an und es passieren einige unerwartete Dinge, die mich völlig überrumpelt haben.

Ich bin total begeistert von der ganzen Geschichte: ein schön verflochtener Handlungsaufbau, lebendige Charaktere in einer faszinierenden Welt voller Magie und einem fesselnden Verlauf mit einigen Überraschungen, der an Spannung immer mehr zunimmt. Ich hoffe sehr dass die Fortsetzung nicht lange auf sich warten lässt!

© Aleshanee
Weltenwanderer

Die Königinnen von Renthia

1 - Die Blutkönigin
2 - Im Original: The Reluctant Queen
3 - Im Original: The Queen of Sorrow

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Tags: fantasy, jugendroman, reihe, verlag penhaligon   (4)
 

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266 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

fantasy, jugendbuch, venedig, freundschaft, ägypten

Das Gläserne Wort

Kai Meyer
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 20.12.2011
ISBN 9783551359124
Genre: Fantasy

Rezension:  
Tags: fantasy, jugendroman, reihe, verlag carlsen   (4)
 

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

reihe, fantasy

Der Fourfold-Clan: Der Ruf der Tiden (Fourfold-Saga 1) (German Edition)

Melanie Meier
E-Buch Text
Erschienen bei null, 21.11.2017
ISBN B077B56F3M
Genre: Sonstiges

Rezension:

Es geht um Zeitreisen, alte Legenden und Magie, verpackt in eine sehr reale und brutale Welt, in der sich so viele abgefahrene Ideen tummeln, dass ich völlig fasziniert eingetaucht bin.

Also ehrlich gesagt konnte ich mit dem Klappentext nicht so viel anfangen, ABER das Buch ist von Melanie Meier und ich bin von ihren Geschichten bisher immer sehr begeistert gewesen: weil sie etwas neues kreiert, originelle Ideen hat und das Außergewöhnliche schafft. Und das ist ihr auch mit dem Auftakt zur Fourfold Reihe gelungen!

Es ist nichts, was man nebenbei locker weglesen kann. Das Lesetempo passt sich automatisch an den allmählichen Aufbau der Handlung an und die sorgfältige, ja intensive Wahrnehmung dieser abstrusen Welt! Das ganze ist wirklicht total abgefahren und auch wenn man etwas braucht, bis man es versteht, lohnt es sich auf jeden Fall!

Genial war vor allem der Einstieg, denn die Autorin hatte hier anscheinend einen mysteriösen Besuch, durch den dieses Manuskript in ihre Hände gelangt ist. Lasst euch überraschen ;)

Es ist nicht ganz einfach euch diese Geschichte zu beschreiben, ohne zuviel zu verraten ... im Mittelpunkt steht vor allem Carl Weniger. Er ist Einer der Vier aus dem Fourfold-Clan, der Gelehrte, der Denker, der immer etwas außerhalb der anderen steht. Als Collem, ihr Captn, tödlich verwundet bei ihm auftaucht muss er durch die Tiden reisen, um ihn wieder ins Leben zurückzuholen - obwohl er überzeugt ist, dass da nicht möglich ist. Dabei landet er in anderen Welten und anderen Zeiten, in einer Geschichte die ihn an die Anfänge ihres Clans bringt und die das Weltengefüge aus den Angeln heben könnte.

"Doch dahinter steckten immerhin die Tiden, und die folgten einem größeren Plan, der im Einklang mit der Welchenachse zu stehen schien." Pos 1983

Eine sehr abgefahrene Idee, bei der Melanie es aber schafft, mich als Leser immer mehr Eintauchen zu lassen. Die Sichtweisen wechseln immer wieder, denn auch Collem und Shane, der Dritte im Bunde, spielen natürlich eine wichtige Rolle.
Der Schreibstil ist sehr dicht gestrickt und ich musste an manchen Stellen konzentriert lesen, um alles in mich aufnehmen zu können; was aber nicht abschreckend gewirkt hat, sondern vielmehr eine ganz besondere Intesität hervorgerufen hat. Zwischendurch hätte das Tempo etwas mehr anziehen können, aber die Beschreibungen waren einfach grandios, sodass das kaum ins Gewicht fiel.
Auch wenn der Rahmen eine große Rolle spielt, sind vor allem die Charaktere im Fokus und da die Autorin wieder mal außergewöhnliche Figuren geschaffen, von denen mich Shane am meisten begeistert hat. Aber sie sind alle etwas besonderes und jeder auf seine Weise wichtig. Man kann mit jedem von ihnen mitfühlen und nachvollziehen, was ihn antreibt und entwickelt eine sehr gute Vorstellung über ihre Verbindung zu ihrem Clan.

Vier aus Eins, Eins in Vier

Carl Weniger, der Gelehrte und Denker
Nick Moran, der Diplomat und Interpret
Shane O´Reilley, der Draufgänger und die "Infanterie"
Collem S. Byre, der Captn der alles zusammenhält

Einige Einblicke gibt es, wie alles zusammenhängt: das Weltengefüge, die Clans, ihre Macht und ihre besonderen Fähigkeiten. Aber natürlich wird noch nicht alles verraten, denn es wird ja noch Fortsetzungen geben und ich bin schon mega gespannt, wie es weitergehen wird!
Gerade dieses Unerwartete macht das ganze so spannend, denn die Handlung ähnelt nichts was ich bisher gelesen hab und so liest man Seite um Seite ohne zu wissen, was auf einen zukommt. Die meisten Geschichten laufen ja nach einem üblichen Muster ab - darauf könnt ihr hier vergeblich warten.

Es ist ungewöhnlich, abgefahren, mystisch und fesselnd und ich bin während dem Lesen komplett in dieses sensationelle Abenteuer eingetaucht. Carl, Collem und Shane wird hier einiges abverlangt und es geht brutal zu; denn das Schicksal, was sie verbindet, macht es ihnen nicht leicht und fordert schwerwiegende Entscheidungen, so dass sie selbst Götter herausfordern müssen.

Lest es!

© Aleshanee
Weltenwanderer

Band 2 der Trilogie erscheint im Frühjahr/Sommer 2018

  (7)
Tags: fantasy, reihe   (2)
 

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35 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

drachen, verlag crosscult, drache, memoiren, reihe

Lady Trents Memoiren: Die Naturgeschichte der Drachen

Marie Brennan , Andrea Blendl
Flexibler Einband: 360 Seiten
Erschienen bei Cross Cult, 06.11.2017
ISBN 9783959815031
Genre: Fantasy

Rezension:

Ungewöhnlich und ungewohnt für mich, trotzdem war ich positiv überrascht!

Ein großartiges Buch, aber wirklich nicht einfach zu beschreiben.
Es geht um Drachen, ja, aber eigentlich geht es um Isabelle, die spätere Lady Trent, die in einer fiktiven Welt aufwächst, ähnlich der unseren angesiedelt im historischen Zeitalter um 1900. Es ist der Beginn ihrer Lebensgeschichte, der Beginn ihrer Leidenschaft für die Natur der Drachen und ihr unstillbarer Hunger nach dem Verstehen.

Zu Beginn beschreibt sie sehr schön, wie sie schon als einziges Mädchen zwischen 5 Brüdern ihre Mutter zur Verzweiflung brachte - denn für die "feine Gesellschaft" stand ihr nie der Sinn. Es war jedoch nicht leicht, das durchzusetzen und erst als sie erwachsen wurde kam eine Chance, endlich ihren tiefsten Wunsch zu erfüllen. Und natürlich hat sie diese ergriffen, ja sie hat wirklich alles daran gesetzt und so begann ihre Reise nach Vystrana. Eine Forschungsreise, die sie den Drachen und ihren Geheimnissen näher bringen sollte, als sie je für möglich hielt.

An die Schreibweise musste ich mich erst gewöhnen. Erzählt aus der Ich-Perspektive hat man sehr gut verfolgen können, wie sehr das Herz von Isabella für Drachen und die Wissenschaft schlägt; aber dabei bleibt sie doch immer distanziert. Sie ist kein Gefühlsmensch sondern durch und durch an Fakten und Pragmatik interessiert, trotzdem wohnt ihr eine gewisse Leidenschaft inne, die sie mir sympathisch gemacht hat. Der Stil ist sehr klassisch an die Zeit angepasst und wirkt dadurch auf mich manchmal etwas aufgesetzt, was aber nicht negativ zu werten ist. Es ist ein ruhiger, stetiger Rhythmus, manchmal amüsant, meist fesselnd, aber es geht stetig vorwärts. Auch wenn es in manchen Momenten etwas auf der Stelle tritt.

Die Forschungsreise führt sie ja nach Vystrana, dass mich von den Gegebenheiten her an Russland erinnert hat. Vorne im Buch findet man eine Karte der fiktiven Welt und im Buch sind auch einige, wirklich wunderschöne Zeichnungen - natürlich auch von Drachen. Obwohl diese seltsamen Wesen und die Erschlüsselung ihres Daseins immer im Fokus stehen, sind es vor allem auch die Widrigkeiten, mit denen Lady Trent und ihre Begleiter in dem kleinen Dorf dort zu kämpfen haben. Sie sind keine willkommenen Gäste und müssen sich gegen allerlei Misstrauen und Aberglauben durchsetzen und decken schließlich einen großen Frevel auf, der weitreichende Folgen haben wird.

Es war ein sehr ungewöhnliches Gefühl, in diese Welt einzutauchen, in der Drachen zwar allgemein bekannt, aber eben noch nicht wirklich erforscht worden sind. Alles im Rahmen einer Gesellschaft des 19. Jahrhunderts, in der die Stellung der Frau eine sehr untergeordnete Rolle gespielt, die Protagonistin sich aber gekonnt herausgewunden bzw. sich darüber hinweggesetzt hat.

Es hat mir beim Lesen viel Spaß gemacht, auch wenn ich kleine Abstriche machen muss weil es ein bisschen an Spannung gefehlt hat und ich einfach mehr über die geflügelten, mythischen Wesen erwartet hatte. Trotzdem ein sehr lesenswertes Buch wenn man weiß, auf was man sich einlässt. Ich freu mich jedenfalls schon auf die Fortsetzung und wie es mit dem Leben von Lady Trent weitergehen wird. Denn ihre Forschungen sind noch lange nicht zu Ende.

© Aleshanee
Weltenwanderer

Der zweite Band der Reihe "Der Wendekreis der Schlangen" erscheint im März 2018

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Tags: reihe, verlag crosscult   (2)
 

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krimi, weihnachten, england, klassiker, krimi;

Geheimnis in Rot

Mavis Doriel Hay , Barbara Heller
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 14.10.2017
ISBN 9783608961898
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Strukturiert aufgebauter Krimi mit dem Flair der 40er Jahre - spannend und unterhaltsam!

Letztes Jahr um die Weihnachtszeit kam ebenfalls eine Neuauflage eines Krimiklassikers heraus mit "Geheimnis in weiß", das mir richtig gut gefallen hatte. Natürlich war ich jetzt neugierig, ob mich diese Neuauflage genauso begeistern kann.

Die Aufmachung mit dem bedruckten Leineneinband sieht wirklich toll aus und fühlt sich auch schön an! Es ist sogar biegsam, das ist echt was besonderes und sehr handlich beim lesen.

Das Buch ist kapitelweise aus der Sichtweise der verschiedenen involvierten Personen geschrieben. Zu Anfang wird sehr expliziet auf die Charaktere eingegangen und das ist auch gut so. Denn die Verwandtschaft des reichen und ermordeten Sir Osmond ist zahlreich zu Weihnachten angereist - wie jedes Jahr - und man merkt hier schon gewisse Spannungen, die unter den potenziellen Erben herrschen.
Ich bin trotzdem manchmal etwas durcheinander gekommen, denn manchmal werden die Personen mit Vornamen, manchmal mit Nachnamen erwähnt, was für mich etwas Verwirrung gestiftet hat.

Aber dennoch kommt man gut mit und die Handlung entwickelt eine sehr eigenwillige und durchaus fesselnde Atmsophäre. Es ist wirklich durch und durch Krimi, denn alles bezieht sich auf die Ermittlung des Mörders innerhalb der Familie und den anwesenden Personen auf dem Anwesen in Flaxmere. Dabei gibt es immer wieder Hinweise und ich war lange am miträtseln, welche Indizien nun mit dem Verbrechen zusammenhängen und welches die falschen Fährten sind.
Man erfährt zwar viel über alle Betroffenen, bleibt aber doch außen vor, denn die hauptsächliche Perspektive übernimmt Colonel Halstock, der ermittelnde Kommissar. Er geht dabei sehr akribisch und strukturiert vor und entwickelt einige Verdachtsmomente, die aber immer wieder verworfen werden müssen. Irgendwie scheint das alles nicht so recht zusammenzupassen, aber am Ende ergibt alles ein logisches und gut durchdachtes Bild.

Mir hat dieser "alte" Krimi jedenfalls sehr viel Spaß gemacht, vor allem auch durch den Charme der 40er Jahre. Einziges Manko ist wirklich die Vielfalt an Figuren, durch die ich nicht immer alles so gut durchblicken konnte. Man muss sich hier beim Lesen schon konzentrieren und gut aufpassen.

© Aleshanee
Weltenwanderer

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Tags: historischer krimi, klassiker, verlag klett-cotta   (3)
 

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46 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

fantasy, skulduggery pleasant, spx, verlag loewe, darquise

Skulduggery Pleasant - Auferstehung

Derek Landy , Ursula Höfker
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Loewe, 13.11.2017
ISBN 9783785588871
Genre: Jugendbuch

Rezension:

BÄMM. Was für ein Neustart!

Nach dem abschließenden, sehr genialen neunten Teil der Skulduggery Reihe dachte ja jeder, jetzt ist Schluss. Sehr schade, aber es war so ein mega tolles Reihenfinale - und wie sehr hab ich mich gefreut, dass Derek Landy doch wieder die geliebten Charaktere "auferstehen" lässt! :D

In der Verlagsinfo steht ja, dass Neueinsteiger problemlos ohne Vorkenntnisse mit diesem Band starten können und dass es auch eher eine "neue Reihe" ist - dem kann ich mich allerdings nicht anschließen. Es wird zwar alles gut erklärt und ich denke mir, dass man mit der Handlung gut mitkommt - aber es wird sich doch immer wieder auf die vorherigen Ereignisse bezogen, so dass man da vieles nicht verstehen wird, wenn man die Vorgeschichte nicht kennt.

Es beginnt wie man es gewohnt ist: actionreich, brutal und mit viel Sarkasmus! Natürlich sind
Walküre Unruh und Skulduggery Pleasant wieder mit von der Partie, aber ebenfalls eine wichtige Rolle nimmt der 14jährige Omen Darkley ein.
Omen ist der jüngere Zwilling von Auger Darkley, dem Auserwählten, der in naher Zukunft die Welt retten soll. In dessen Schatten aufgewachsen fühlt Omen sich immer zweitrangig, unwichtig und unerwünscht. Dabei hat er sich eigentlich ganz gut mit seinem Leben arrangiert, denn trotz der hohen Stellung seines Bruders liebt er ihn und sie haben ein gutes Verhältnis zueinander. Als Omen jedoch den Geschmack von Abenteuer und Geltung kennenlernt, kann er nicht einfach wieder zurück in sein Schneckenhaus kriechen.

"Die Angst ist wie kaltes Wasser, das durch deine Adern rauscht -
wenn du dich nicht bewegst, wird das Wasser zu Eis."
S. 23

Stephenie bzw. Walküre hat sich ja auch zurückgezogen, lebt geradezu isoliert und ist nicht wirklich glücklich darüber, dass sie wieder in ihre früheren Fußstapfen treten soll. Doch Skulduggery hat ganz andere Pläne und die setzt er auch durch - andere Optionen gibt es für ihn nicht; wer sollte sich auch seinen Wünschen widersetzen?
Der Schlagabtausch der beiden ist wieder mal sowas von genial, triefend vor Ironie und schwarzem Humor, witzig, spritzig und super amüsant! Auch wenn Walküre eher ruhigere Töne anschlägt, geprägt durch ihre Erfahrungen und sie jetzt mit 24 wohl auch einfach erwachsen geworden, macht es Spaß das wortspielerische Tauziehen der beiden zu verfolgen!

"Es kommt immer etwas Großes und Schlimmes auf uns zu", konterte Walküre.
"Manchmal bist du es und manchmal bin ich es."
S. 24

Natürlich begegnet man auch bekannten Charakteren aus den Vorbänden, aber es sind auch wieder neue dabei und wie immer absolut originell und außergewöhnlich. Auch die Gegenspieler des Sanktuariums haben mal wieder nichts geringeres als die Weltherrschaft im Blick und haben dafür abstruse und wirklich finstere Aktionen auf dem Plan, die einige Überraschungen bereithalten.

Das alles wird wie gewohnt äußerst unterhaltsam beschrieben, wobei sich der Autor hier verschiedenen Perspektiven bedient. Die Kapitelübergänge sind kreativ gewählt und haben immer irgendwie einen Bezug zueinander, ein super Bonuspunkt! Ich liebe ja mittlerweile seine Schreibweise, die flott und erfrischend ist, voll gepackt mit Sarkasmus und einer komplexen Handlung, die gut durchdacht ist und bei der man den roten Faden nicht verliert. Wie oben schon erwähnt wäre es aber wirklich besser, die Vorgeschichte zu kennen, da man sonst vielleicht nicht immer den Durchblick hat.

Insgesamt wieder eine "klassische Derek Landy" Mischung mit viel Action, Wortwitz, Spannung, extremen Charakteren und neuen Eigenheiten, die wieder frischen Wind in die Geschichte bringen. Einfach nur großartig, ich bin absolut begeistert!

Am Ende gibts noch ein kleines Glossar zur Magie und eine Kurzbeschreibung der wichtigsten Personen.

© Aleshanee
Weltenwanderer

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Tags: fantasy, jugendroman, reihe, verlag loewe   (4)
 

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79 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 19 Rezensionen

kinder, verlag ivi, akademie des meeres, mondvogel, kinderbuch

Luna - Im Zeichen des Mondes

Anne Buchberger
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.10.2017
ISBN 9783492704526
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Ganz klare Coverentscheidung - als ich das gesehen hab war klar, dass ich dieses Buch lesen will! So ungewöhnlich und wunderschön und mit so vielen Details, das sieht einfach traumhaft aus!
Ich hatte also keine Ahnung, worauf ich mich da einlasse, hab mich auch nicht groß informiert und mich einfach überraschen lassen.

Auf den ersten Seiten war ich dann noch etwas skeptich, da es schon den Eindruck einer sehr kindlichen Geschichte gemacht hat, alleine schon durch die Namen mit Schloss Funkelstein, Fürstin von Winterruh oder das Wolkental - was aber natürlich schon zu einer schönen Atmosphäre beisteuert. Natürlich ist es ja auch ein Kinder-/Jugendbuch, aber das hat sich dann doch sehr schnell gewandelt. Denn der Schreibstil entwickelt sich ausdrucksstark und anschaulich, die Handlung ist eine typische Heldenreise mit allen Fantasywesen, die man aus den klassischen Geschichten kennt und es tummeln sich einige signifikante Charaktere.

Zum einen haben wir die 13jährige Hauptprotagonistin Analina. Sie hatte kein wirklich einfaches Leben, obwohl sie als Königstochter aufgewachsen ist. Doch die Prophezeiung über ihre Fähigkeiten hat ihr ein hartes Los beschert und ihre Mutter hält sie von sich distanziert, ist zurückhaltend und reserviert wie zu allen anderen im Haushalt.
Ihre Begleiter auf der gefährlichen Reise sind eine Waldelfe, ein Gnom und ein Schneeriese, die alle etwas sehr besonderes an sich haben; die Beschreibungen fand ich treffend und jeder von ihnen hat die klassischen Eigenschaften wie auch andere Besonderheiten.
Aber es gibt auch Wassernymphen, Drachen und andere Wesen, was ich wirklich schön finde, eine Art traditionelle High Fantasy Heldenreise, aber für Kinder. Wobei wie gesagt, erwachsene Fans des Genres dürften hier auch ihre Freude haben!

Mir hat es jedenfalls sehr viel Spaß gemacht! Es gibt jede Menge Abwechslungen, Wendungen und Überraschungen, die die Geschichte in einem guten Tempo voranbringen. Ein paar kleine Logikfehler hab ich entdeckt, aber die sind für den Verlauf eher unbedeutend und haben mich nicht wirklich gestört. Die Spannung zieht jedenfalls gerade in der zweiten Hälfte gut an und gipfelt gegen Ende immer wieder in aufreibenden Enthüllungen und packenden Kämpfen.

Der Schreibstil ist wie oben angemerkt passend für das empfohlene Alter, aber hat schon einen originellen und anspruchsvollen Stil, der sehr mitreißend und kurzweilig ist. Die Sichtweisen wechseln, damit man über alles den Überblick behält, auch wenn hauptsächlich aus Analinas Perspektive erzählt wird. Dabei hat sich die Autorin mit nervigen Klischees sehr zurückgehalten und auf eine eigenständige, erfrischende Handlung gesetzt.

Die Namen sind ja alle etwas speziell, passen aber perfekt für so eine phantastische Geschichte und geben dem ganzen nochmal zusätzlich einen besonderen Charme. Übrigens ist auch die Magie schön erklärt, auch wenn da noch viele Lücken sind, die man als Leser noch nicht weiß, aber es kommen ja noch zwei Bände und ich freu mich schon sehr auf die Fortsetzung!

© Aleshanee
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Die Mondvogel Saga

1 ~ Luna - Im Zeichen des Mondes
2 ~ Aqua - Im Zeichen des Wassers (ET Juni 2018)
3 ~ noch nicht bekannt

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Tags: fantasy, kinder, reihe, verlag ivi   (4)
 

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114 Bibliotheken, 22 Leser, 2 Gruppen, 40 Rezensionen

fantasy, his dark materials, alethiometer, prequel, über den wilden fluss

Über den wilden Fluss

Philip Pullman , Antoinette Gittinger
Fester Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 17.11.2017
ISBN 9783551583932
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Viele wissen, dass ich ein großer Fan der His Materials Trilogie bin, den meisten bekannt durch den ersten Band, der auch verfilmt wurde "Der goldene Kompass". Eine wirklich großartige und tiefsinnige Geschichte und ich hab mich sowas von gefreut als ich gehört habe, dass Philip Pullman jetzt die Vorgeschichte dazu geschrieben hat!

Lyra Belaqua ist ja die Hauptprotagonistin in der Trilogie - hier ist sie noch ein Baby und muss schon jetzt vor den skrupellosen Machthabern in ihrer Welt beschützt werden.

Diese Welt ist prinzipiell ähnlich wie unsere, eine Parallelwelt sozusagen, in der die Länder und Kontinente wie auf der Erde verteilt sind, teilweise aber andere Namen haben. Ansonsten ist die Atmosphäre eher steampunkmäßig: es gibt anbarische Lampen, Naphtalampen oder auch Gyrokopter - alles Begriffe, die sich aber durch den Text von selbst erklären.
Etwas schwieriger wird es da mit den politischen Verwicklungen, die schon etwas komplex sind und deren Erklärungen man beim Lesen genau folgen muss.
Das Magisterium z. B. hat eine hohe Stellung, es ist sozusagen die Legislative der Kirche, der eine große Macht innewohnt. Vergleichbar schon fast mit der Inquisition, jedoch immerhin ohne Hexenverbrennungen oder Folterinstrumenten. Das Vorgehen ist eher perfide und ziemlich hinterhältig und aus irgendeinem, noch unbekannten, Grund, sind sie hinter Lyra her.

Die wichtigste Figur ist allerdings der 11jährige Malcolm. Ein etwas ernsthafter Junge, der viele Freunde hat, sich aber auch gut allein unterhalten kann. Er ist sehr wissbegierig, pragmatisch und hinterfragt sehr viele Dinge. Dadurch dass er im Gasthaus seiner Eltern mitarbeitet, schnappt er durch die Unterhaltungen seiner Gäste eine Menge an Informationen auf - gerade was die Diskussionen der Wissenschaftler anbelangt, die hier auch immer wieder einkehren.

Obwohl, alleine ist Malcolm ja eigentlich nie. Denn das Hauptmerkmal, was diese Parallelwelt von unserer unterscheidet, sind die Daemonen. Darunter versteht man aber nichts höllisches oder teuflisches. Jeder Mensch hat einen Daemon, eine Art "Seelentier", das von Geburt an bei einem ist. Diese Vorstellung hab ich schon in der Trilogie um Lyra so geliebt ... diese Seelenverbindung mit einem Wesen, dass sich in sämtliche Tiere verwandeln kann, mit dem man reden und alles anvertrauen kann und der einen bis ins Innerste versteht.

Wenn man Erwachsen wird erhalten die Daemonen allerdings eine feste Gestalt bzw. eine Tierform, die sich dann nicht mehr ändert. Diese entspricht dem Charakter des Menschen, wodurch man manchmal recht schnell erkennen kann, mit was für einer Art Mensch man es zu tun hat. Trotzdem darf man sich dadurch auch nicht täuschen lassen!

Der Einstieg zur Geschichte war leicht. Man lernt Malcolm in seinem Umfeld kennen, das Kloster am Fluss gegenüber mit den Nonnen, die der Junge oft besucht, aber auch noch einige andere Figuren, die der ein oder andere aus His Dark Materials noch kennen wird. Es ist ein einfacher, klarer Schreibstil ohne große Schnörkel, wirkt aber dennoch anschaulich und entwickelt eine Atmosphäre, die mich sehr gefesselt hat. Philip Pullman bleibt dabei eher im ruhigeren Fahrwasser, weiß aber auch immer wieder Spannungsmomente einzubauen.
Malcolm hat wirklich einiges zu leisten und wird oftmals an seine Grenzen gebracht, aber sein Beschützerinstikt für das kleine Baby Lyra sind ein guter Antrieb, um ihm immer wieder Mut zu geben. Ich hab ihn sehr mit ins Herz geschlossen, wie auch einige andere.

Natürlich hat Pullman auch wieder ein bisschen religiöse Philisophie mit eingestreut - meist sehr versteckt, aber dafür umso konzentrierter. Sowas liebe ich ja immer sehr!

Gegen Ende wurde es dann auch ein wenig mystisch und auch wenn die Handlung dabei oft so vor sich hin fließt war ich immer am Ball und eingenommen von den Ideen, die er sich wieder mal hat einfallen lassen. Ich freu mich jedenfalls schon sehr auf den nächten Band, der in der Zeit nach der Trilogie spielen wird!

© Aleshanee
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science fiction, planet exo, leviathan, locust, behemoth

Behemoth 2333 - Der Flug des Leviathan

Joshua Tree
E-Buch Text: 187 Seiten
Erschienen bei Independently published, 28.09.2017
ISBN B0761SF8Y3
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Weltraumabenteuer - irgendwie reizen sie mich, aber irgendwie scheine ich nicht so wirklich dafür geschaffen zu sein. Bisher konnte es mich noch faszinieren und vor allem meine Neugier wecken, aber je mehr ich in die Tiefen des Alls und der technischen Raffinessen abtauche, desto widerspenstiger ist mein Verständnis für das Ganze. Gerade die vielen Begriffe um die Details der Technologie nehmen mir nehmen mir das Gespür für die Entwicklungen und auch die Hintergründe entgleiten mir immer mehr. Ich blicke an manchen Stellen leider nicht wirklich durch.

Dabei hält die Geschichte weiterhin an ihrem roten Faden fest! Pascal und Jeremy treffen aufeinander, Alexander Moreau offenbart zumindest zum Teil seine Pläne und es kommt zu spannenden Diskussionen mit der KI. Gerade das hat mir hier besonders gefallen, denn eine KI (künstliche Intelligenz) ist ja keine so weit hergeholte Weiterentwicklung. Zu dem Thema gibt es übrigens ein interessantes Interview am Ende des Buches mit Europas führendem Forscher Prof. Dr. Schmidhuber.

Die zentrale Rolle der KI hier hat natürlich, wie immer, mit Macht zu tun. Aber auch sie scheint ihre Grenzen zu haben und kann nicht alles berechnen, denn Menschen sind und bleiben unberechenbar. Gerade was die Empathie und die Moralvorstellungen betrifft, ist ein "Computer" und sei er noch so fortschrittlich, einfach nicht in der Lage zu empfinden.

Witzigerweise hilft aber den Menschen in dieser Zukunft gerade das SenseNet, mehr zu empfinden - zumindest kommt es mir so vor - denn sie sind damit mit allen anderen Menschen verbunden. Nicht nur wie ein überdimensioniertes Google zum Informationsaustausch, sondern eben auch auf der Gefühlsebene. Sie können sich austauschen, nehmen die Regungen von Millionen von Menschen wahr und können darüber auch selbst beeinflusst werden. Einerseits eine etwas gruselige Vorstellung, dass jeder mein mir eigenes Gefühl wahrnehmen kann, aber man merkt auch, dass dadurch ein sehr intensives Verbundenheitsgefühl entsteht.
Vor allem, als bei einigen das SenseNet abgeschaltet wird. Die gefühlte Einsamkeit, wenn sie nun mit ihren Gedanken und Empfindungen "alleine" sind, ist eine große Umstellung. Das wurde sehr schön beschrieben, wie auch die ganzen Spielereien, die das Leben einfacher gemacht haben durch die Kontrolle mit Naniten, die durch die Abtrennung nicht mehr funktionieren - zumindest hab ich das so verstanden ... die Körpertemperatur oder auch andere Funktionen werden dadurch geregelt, Lautstärken gedämpft, das Herz-Kreislauf-System gestärkt oder auch schmerzstillende Mittel injiziert, ohne selbst etwas dafür tun zu müssen. Ich kann mir sehr gut vorstellen, wie ausgeliefert man sich fühlt, wenn man das alles gewohnt ist und von einem Moment auf den anderen tatsächlich auf sich allein gestellt ist.

"Es war frustrierend, vom SenseNet abgeschnitten zu sein und es war beängstigend. Nicht zum ersten Mal wünschte sie sich dieser Tage die Wärme des SenseFeldes zurück.
Die Nähe und Geborgenheit, die durch die Anwesenheit der allgegenwärtigen Emotionen und Gedanken ihrer Mitmenschen durch das Konfluenzsystem waberten."
Pos 1895

Die Handlung an sich geht zügig weiter, es passieren viele Überraschungen und Wendungen, mit denen man nicht rechnet, aber wie oben erwähnt konnte es mich nicht mehr so richtig mitreißen. Anscheinend ist das ganze für meinen Kopf zu abstrakt und ich kann mich da einfach nicht so reindenken, wie ich es gerne möchte.
Der Aufbau ist gleich geblieben, indem sich die Passagen aus Sicht von Jeremy und Pascal abwechseln und man so einen guten Überblick über die Entwicklungen beibehält. Und es gibt immer wieder Momentaufnahmen im "Zwischenspiel" über die politische Lage und den Ereignissen außerhalb.

Für Science Fiction Fans kann ich die Reihe auf jeden Fall empfehlen, kurzweilig geschrieben mit vielen ausgefallenen Ideen, die logisch aufeinander aufbauen - ich kann dem ganzen mit meinen Kenntnissen nur leider nicht immer so ganz folgen.

Fazit: 3.5 Sterne

© Aleshanee
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Behemoth 2333

Band 1: Das Jupiter Ereignis
Band 2: Der Hyperraum Krieg
Band 3: Der Flug des Leviathan
Band 4: --- in Vorbereitung ---

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Tags: eigenverlag, reihe, science fiction   (3)
 

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35 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 7 Rezensionen

weihnachten, all age, kinder, 2017, verlag dtv

Das Mädchen, das Weihnachten rettete

Matt Haig , Sophie Zeitz-Ventura , Chris Mould
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 13.10.2017
ISBN 9783423281287
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Viel Abwechslung, etwas Humor und der Flair von Charles Dickens runden diese Weihnachtsgeschichte ganz toll ab!

Eine Reise in die Vergangenheit von Charles Dickens mit dem jungen Mädchen Amelia, das in die Hände eines bösen Tyrannen fällt und dabei alle Hoffnung verliert. Mit dem Flair des 19. Jahrhunderts beschreibt Matt Haig wieder einmal wie ungerecht und trostlos diese Zeit gerade gegenüber Kindern war und schafft es aber dennoch, die Geschichte nicht nur durch ihre Melancholie zu bestimmen, sondern setzt witzige Akzente und zeigt vor allem wie wichtig es ist, den Mut zu haben an Wunder zu glauben.

Dabei wechselt er in einem schönen Tempo zwischen den beiden Erzählsträngen, denn es geht nicht nur um Amelia, deren Leben eine wirklich tragische Wendung nimmt, sondern auch um Nikolas, den Weihnachtsmann, den man aus dem ersten Band dieser Reihe kennt.
Ich würde auch jedem raten, erst diesen zu lesen, da hier viele Figuren wieder eine Rolle spielen. Sei es der griesgrämige Wichtel Toppo, die neugierige Nusch und natürlich auch die Rentiere, allen voran der unverzichtbare "Blitz".
Gerade die Szenen im Wichteldorf lockern die etwas triste Atmosphäre in London mit Amelia auf, denn Nikolas hat viel zu tun damit der Zauber der Weihnacht überhaupt bestehen bleibt! Eine große Aufregung mit den einfältigen Trollen sorgt dafür, dass das Hoffnungsbarometer immer weiter fällt und damit auch die Möglichkeit, alle Kinder auf der Welt zu beschenken - und ihnen damit ein Zeichen der Güte und Hoffnung zu geben.

Der Schreibstil ist kindgerecht und zeigt auch hier wieder eine Menge Humor, aber wie auch im ersten Teil gibt es schlimme Dinge, die der Autor zwar spielerisch aber doch mit einem gewissen Ernst zum Tragen bringt. Gerade Amelia muss sehr viel Leid erfahren, aber gerade der stetige Wechsel zum Wichteldorf und den quirligen Abenteuer, die dort warten, bieten viel Abwechslung und Spannung.

Gerade die Mischung hat mir sehr gut gefallen und durch die Perspektivenwechsel kommt eine kurzweilige Unterhaltung zustande, ohne dass man lange bei den bedrückenden Momenten verweilen muss. Und natürlich gibt es ein Happy End, denn es geht um Kinder und es ist Weihnachten - also stürzt euch in die Vergangenheit und lasst euch den Zauber der Weihnacht zeigen, die Hoffnung auf ein Wunder, die Hoffnung darauf, dass das Gute trotz allem immer wieder an die Oberfläche kommt.

"Das Leben ist wie ein Schornstein.
Manchmal musst du dich durchs Dunkel mühen,
um ans Licht zu gelangen."
S. 327

© Aleshanee
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Der Vorgänger: Ein Junge namens Weihnacht

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Tags: all age, kinder, reihe, verlag dtv, weihnachten   (5)
 

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76 Bibliotheken, 5 Leser, 2 Gruppen, 18 Rezensionen

wichtel, weihnachten, weihnachtsbuch, warmherzig, schenken

Ein Junge namens Weihnacht

Matt Haig , Sophie Zeitz-Ventura , Chris Mould
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 14.10.2016
ISBN 9783423280884
Genre: Kinderbuch

Rezension:

4.5 Sterne für eine abenteuerliche, bewegende, aber auch lustige Geschichte wie der Weihnachtsmann zu seiner Bestimmung kam

Von Matt Haig hatte ich bisher ja nur "Ich und die Menschen" gelesen, das ich richtig gut fand. Wie sehr hab ich mich dann über diesen Buchtipp gefreut, denn als ich das Cover gesehen habe wars sofort um mich geschehen! So eine bezaubernde Gestaltung und sogar mit silbernem Glitzer, der sofort Weihnachtsstimmung aufkommen lässt.
Aber auch innen ist es mit total süßen schwarz-weiß Bildern illustriert, die die ganze Geschichte wunderschön unterstreichen.

Der Einstieg ist gerade für Kinder gelungen, denn Matt Haig spricht den Leser direkt an und vermittelt ein Gefühl für den Zauber, das Unmögliche möglich zu machen.

Die Geschichte um Nikolas ist ein bisschen traurig, denn der 11jährige lebt alleine mit seinem Vater Joel, einem Holzfäller, in Finnland. Sie haben zwar sehr wenig Geld, aber auch wenn es nie für etwas besonderes reicht und erst recht nicht für Weihnachtsgeschenke, ist Nikolas glücklich. Sein Vater erzählt ihm zum Einschlafen immer Geschichten, die sich hauptsächlich um die Wichtel drehen - jene geheimnisvollen Wesen, die irgendwo weiter im Norden leben sollen.

"Ich habe sie zwar nie gesehen", sagte sein Vater aufrichtig, "aber ich glaube an sie.
Und manchmal ist Glauben genauso gut wie wissen."
S. 28

Doch das Glück wendet sich und Nikolas muss Schreckliches durchmachen - trotzdem schafft es der Autor, immer wieder den Mut und die Hoffnung durchschimmern zu lassen, die den Jungen antreiben, sein Glück selbst in die Hand zu nehmen. Selbst mit der schrecklichen Tante Carlotta.

"Tante Carlotta tut mir leid", flüsterte Nikolas.
"Es kann nicht schön sein, so gemein zu sein. Oder?"
S. 50

Er ist oft traurig, aber er versucht immer sein bestes und gibt nicht auf. Sein Mitgefühl und sein Bedürfnis gutes zu tun zahlt sich aber immer mehr aus, denn er findet Freunde, wo er sie nicht vermutet hätte und bekommt Hilfe, wo er sie nicht erwartet hat. Die Wichtel spielen dabei natürlich eine große Rolle, aber auch eine Wahrheitsfee, eine Entführung und schließlich die Hoffnung, einen Wunsch in Erfüllung gehen zu lassen, wenn man nur fest daran glaubt.

Bis Nikolas schließlich seine Bestimmung findet ist es ein weiter Weg und es hat sehr viel Spaß gemacht zu verfolgen, wie aus ihm schließlich doch noch der Weihnachtsmann geworden ist, denn einige skurrile Details lockern das ganze immer wieder auf. Die vielen kleinen Symbole die man seit Kindertagen mit "dem Weihnachtsmann" verbindet hat Matt Haig wunderbar in die Geschichte mit eingebunden und zeigt wie wichtig es ist, immer an das Gute im Herzen zu glauben.

"In so einer Welt ist es ganz leicht, böse zu sein. Aber wenn jemand gütig ist oder freundlich,
ist es ein Wunder. Güte schenkt den Menschen Hoffnung.
Und Hoffnung ist das größte Wunder, dass es gibt."
S. 140

Nikolas passiert wirklich viel Schlimmes und er begegnet Menschen und Wesen, die nichts gutes im Sinn haben. Aber der Autor zeigt hier auch auf, dass man sich ändern kann, das man Fehler machen und sie wieder gut machen kann. Manches davon fällt mir als Erwachsene etwas schwer einzuschätzen, wie diese Situationen auf Kinder wirken. Aber oft kommt es uns ja viel schlimmer vor, da wir unsere Erfahrungen damit schon gemacht haben - für junge Menschen ist das oft alles lang nicht so tiefgründig, wie wir das empfinden.

Insgesamt auf jeden Fall ein wunderschönes Buch zum Einstimmen auf die Weihnachtszeit - egal ob für jung oder alt. Und die Botschaft ist klar: Herzensgüte ist das was zählt; und zwar gegenüber jedem, dem wir begegnen.

© Aleshanee
Weltenwanderer

Die Fortsetzung dazu ist gerade erschienen "Das Mädchen, das Weihnachten rettete"

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Tags: kinder, reihe, verlag dtv, weihnachten   (4)
 

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46 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

horror, christopher golden, styx, buchheim verlag, der fährmann

Der Fährmann

Christopher Golden , Bernhard Kleinschmidt , John Howe
Fester Einband: 372 Seiten
Erschienen bei Buchheim Verlag, 20.03.2017
ISBN 9783946330011
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Also der Klappentext hätte mich jetzt nicht wirklich angesprochen, da er irgendwie nicht wirklich etwas aussagt - aber das Cover, der schwarze Buchschnitt und auch die Zeichnungen, das alles sieht so toll aus, dass es mich mal wieder neugierig gemacht hatte.
Außerdem hab ich ja vor kurzem "Snowblind" von Christopher Golden gelesen, das mir richtig gut gefallen hatte; da probiert man dann gerne noch mehr aus!

Der Fährmann ist ja eine Figur aus der griechischen Mythologie. Er bringt die Verstorbenen über den Fluss Acheron bzw. Styx gegen einen Obolus (Silbermünzen) in die Unterwelt (Hades). Ich denke, das sind alles Begriffe, die man irgendwie irendwo schon einmal gehört hat. Alte Legenden find ich ja immer total spannend und genau deshalb war ich auch sehr auf die Umsetzung gespannt.

Der Prolog war ein sehr schöner Einstieg: die erste Begegnung mit dem Fährmann, der genau dem Bild auf dem Cover entspricht.
Aber dann ... geht es um eine Liebesgeschichte. An sich hab ich ja nichts gegen Liebesgeschichten, vor allem, wenn noch ein anderer Aspekt mit dabei ist, so wie hier eine mythologische Sagengestalt, die in die Realität der Protagonisten eindringt; hier hat die Liebe in einer viel zu überladenen Form überwogen.

Die wichtigen Figuren sind hier Janine und David - ich denke nicht, dass ich hier spoilere wenn ich sage, dass das getrennte Paar wieder aufeinander zugeht, denn das war von Anfang an klar. Aber es zog sich dahin und die ganzen Gefühle wurden sehr detailliert beschrieben. Sowas kann richtig gut sein, mich hat es aber leider nicht erreicht.
Annette, eine sehr sehr gute Freundin der beiden, spielte ebenfalls eine wichtige Rolle, genauso wie Father Charles - die beiden moche ich recht gerne, aber bei allen Beteiligen war diese "Rolle" sehr typisch. Jeder von ihnen war perfekt, in seinen Stärken UND seinen Fehlern und wirkte mir dabei viel zu glatt. Selbst die Ecken und Kanten wurden noch abgerundet und deshalb kam ich auch an keinen von ihnen so wirklich ran.
Die Entwicklung der Beziehung von Janine und David fand ich wie gesagt vorhersehbar und dabei teilweise kitschig und nach einiger Zeit auch etwas nervig. Wie sie miteinander umgegangen sind und die Dialoge wie auch die Reaktionen wirkten oft einfach nicht echt und zu überzogen.

Bei der Hälfte kam endlich etwas mehr Fahrt in die Geschichte und auch der Part des Fährmanns bekam etwas mehr Gewicht. Für mich leider viel zu spät, um mich in der Stimmung festhalten zu können, aber zumindest wurde es spannender und interessanter.

Gegen Ende wurde dann nochmal an Dramatik aufgebaut, die mir dann wieder zu überspitzt war, vor allem manche Formulierungen haben mich richtig aus dem Moment des Geschehens herausgeholt, wodurch ich gar nicht richtig mitfiebern konnte. Gruselfaktor = Null.

Da es um den Fährmann, alte Sagen und Mythen geht, spielte hier auch der Glaube eine entsprechende Rolle. Hier hat der Autor bekannte Ideen mit neuen vermischt - Themen, die mich wirklich interessiert hätten, aber gerade die gingen zwischen all dem anderen zu sehr unter.

Aber ich hab schon gesehen, dass die meisten ganz anderer Meinung sind als ich :)

Fazit: 2.5 Sterne

© Aleshanee
Weltenwanderer

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Tags: horror, liebe, verlag buchheim   (3)
 

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124 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

horror, thomas olde heuvelt, heyne, kultwerke des horrors, hexe

Hex

Thomas Olde Heuvelt , Julian Haefs
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Heyne, 16.10.2017
ISBN 9783453319066
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Eine Hexe, ein uralter Fluch und ein Städtchen, dass seit Jahrhunderten damit leben muss. Eine ziemlich coole Idee vor allem auch, weil es sowas an sich ja tatsächlich geben könnte ... wenn man an so etwas glaubt - aber da nie etwas an die Außenwelt dringt, wer weiß? :)

Der Anfang ist noch relativ harmlos, fast wirkt es, als wäre es für die Bewohner von Black Spring ein kleiner Makel, mit dem man sich arrangiert hat, etwas, das man sogar belächelt, wohl auch, um der grauenvollen Situation irgendwie Herr zu werden. Denn sie alle müssen irgendwie damit Leben. Es dauert auch ein bisschen, bis das Ganze an Fahrt aufnimmt, wobei der gruselige Aspekt allerdings immer wie ein Damoklesschwert über dem Dorf schwebt.
Aber im Laufe der Handlung kristallisiert sich immer mehr raus, wie sehr dieser Fluch die Menschen beeinflusst. Schon seit jeher gibt es eine Notverordnung und strikte Regeln, an die sich alle Bewohner zu halten haben: zu niemandem außerhalb ein Wort über die Hexe, kein Kontakt zur Hexe selbst und noch einiges mehr. Natürlich ist das für die Jugendlichen in der heutigen Zeit der weltweiten Verbindungen eine schwierige Gratwanderung und es ist wohl nur eine Frage der Zeit gewesen, wann in den Köpfen der jungen Leute Ideen auftauchen, die endlich aus diesem verhängnisvollen Fluch ausbrechen wollen.

Eigentlich scheint die Hexe tatsächlich relativ ungefährlich zu sein, was daran liegt, dass ihre Augen und ihr Mund irgendwann in der Vergangenheit zugenäht wurden - und sie so keine Möglichkeit hat, ihr Verderben mit Verwünschungen oder dem bösen Blick zu verbreiten. Allerdings wirkt es schon recht unheimlich, da sie immer und überall und jederzeit auftauchen kann. Obwohl sie nichts tut und meistens einfach nur da steht, kann ich mir gut vorstellen dass es bei dem Anblick nicht einfach ist, nebenher seine gewohnten Alltagstätigkeiten zu verrichten. Vor allem, wenn sie plötzlich im Hausflur oder im Keller steht wenn man so gar nicht damit rechnet. Oder im Schlafzimmer.

Natürlich bedeutet das ganze auch eine organisatorische Meisterleistung der Geheimhaltung, wofür die sieben Mitarbeiter von "HEX" zuständig sind. Denn natürlich verirren sich auch Wanderer in die Gegend, Besucher von außerhalb etc., die nichts davon mitkriegen dürfen. Der Fluch beinhaltet nämlich noch einiges mehr, aber darauf möchte ich nicht näher eingehen: lest es selbst ;)

Wichtige Charaktere sind vor allem
Katherine von Wyler, die Hexe
Tyler Grant, ein jugendlicher Freigeist mit einem YouTubeKanal
Jocelyn und Steve, seine Eltern
Robert Grim, der Sicherheitschef von HEX
Jaydon Holst, ein Draufgänger, dem man nicht trauen kann
Griselda, seine Mutter

Sie alle spielen eine wichtige Rolle bei den Ereignissen und während anfangs alles noch recht unverfänglich erscheint, baut der Autor immer mehr Spannung auf. Die Hexe ist dabei nicht immer im Mittelpunkt, denn vor allem das unberechenbare Verhalten der Menschen aus Black Spring macht einen Großteil der erschreckenden Entwicklungen aus. Die ständigen Einschränkungen, die Traditionen, das "Eingesperrtsein", der Zwang, sich allen Regeln unterzuordnen und die ewige Präsenz des Aberglaubens bringt das Fass irgendwann zum Überlaufen und die Ereignisse überstürzen sich.

"Hast du eine Ahnung, womit ihr euch anlegt?
Wir sind eh schon ziemlich angeschissen, aber die Größe dieses Scheißhaufens
ist noch mal ´ne ganz andere Hausnummer." S. 167

Ich war jedenfalls von Anfang an gefesselt; der Schreibstil tut sein übriges, denn der Autor schafft es hervorragend, die Stimmungen rüberzubringen und dabei alles bildlich im Kopf entstehen zu lassen. Besonders schön auch die Sprache bzw. Dialoge der Jugendlichen. Die Atmosphäre ist durchweg düster, auch wenn immer mal wieder eine kleine Verschnaufpause eingelegt wird oder eine witzige Situation entsteht: das Grauen ist hier immer präsent. Vor allem am Ende gipfelt das Ganze in einem schrecklichen Fiasko, das man so sicher nicht erwartet hatte.
Hierzu sollte man übrigens das Nachwort lesen, da stehen einige interessante Details ;)

Ein paar Kleinigkeiten waren logisch nicht ganz so stimmig, aber vielleicht hab ich es auch anders aufgefasst - wobei man bei dem Thema ja auch nicht immer alles so theoretisch betrachten darf ... im Endeffekt hat es an meiner Meinung auch nichts geändert.

@Aleshanee
Weltenwanderer

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fantasy, intrigen, schlachten, tod dem kaiser, leserunde

Die Blausteinkriege - Der verborgene Turm

T. S. Orgel
Flexibler Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.10.2017
ISBN 9783453317079
Genre: Fantasy

Rezension:

Es ist viel passiert im Kampf um den Blaustein und ich war sehr froh, dass es zuerst eine kleine Einführung mit "Was bisher geschah" gab. Es gibt viele Figuren, die eine Rolle spielen und die Handlung ist geprägt durch Komplexität und intriganten Entwicklungen, so dass ich mir dadurch alles relativ gut in Erinnerungen rufen konnte.

Trotzdem hat es etwas gedauert, bis ich mich wieder zurecht gefunden hatte, was echt schade war! Gerade am Anfang hab ich mich noch nicht so richtig zurecht gefunden und dadurch sicher das ein oder andere Schmankerl an Zusammenhängen oder Wortwitzen verpasst.

Die Handlung setzt dort ein, wo der zweite Band aufgehört hat und es geht auch direkt zur Sache.

Der Schreibstil ist jedenfalls wieder perfekt abgestimmt und flüssig zu lesen, mit kleineren Spielereien und passendem Humor an den richtigen Stellen. Das macht einfach Spaß und durch die wechselnden Perspektiven erhält man nach und nach den Überblick, was überall auf der Welt von Tertys passiert und das ist nicht gerade wenig!

Der Krieger Cunrat ist mit Xari unterwegs, einer Metis. Ein interessantes und originelles Volk, die Idee dazu fand ich wirklich toll - leider werden die Metis unterdrückt und versklavt, aber sie lassen sich dadurch nicht unterkriegen. Die beiden decken einen Verrat nach dem anderen auf, was sie in immer prekärere Situationen bringen: ein ganz tolles Gespannt!
Aber auch Sara, die eine besondere Gabe hat, steht einem lang geplanten Komplott gegenüber, das die Stadt Berun für immer verändern könnte. Sie hat ja eine große Entwicklung durchgemacht und sie hat einige schwerwiegende Entscheidungen zu treffen.
Danils Part kommt erst relativ spät in den Fokus - ich mag ihn ja echt gerne auch wenn er zuvor ein unmöglich arroganter Kerl war, aber seine Veränderung ist ziemlich einschneidend; vor allem im Hinblick auf seinen Aufenthalt im Norden im Zusammenhang mit der Rolle der Waldvölker. Auch hier wieder großartige Ideen und den Charakter Bogk hab ich ja sehr ins Herz geschlossen!
Aber auch "Messer", der Meuchelmörder, ist wieder mit von der Partie und auch wenn sein Anteil an dem Geschehen relativ klein erscheint, ist er doch ein wichtiger Bestandteil und ich find die Figur an sich einfach total klasse!

Veränderungen, Intrigen, Hochverrat, in den Ländern brodelt es nur so von hinterhältigen Treuebrüchen und die Charaktere haben alle Hände voll zu tun, um das Schlimmste zu verhindern. Denn das Schlimmste ist schon auf dem Weg, aus dem Süden. Mit den geheimnisvollen Huacoun, die alle für eine Art Legende gehalten haben. Es gibt zahlreiche Scharmützel und größere Schlachten mit viel Brutalität und Kampfszenen. Dabei bleibt es aber immer spannend und auch der Wortwitz fehlt nicht. Dazu kommen die überraschenden Wendungen, die erfrischende Abwechslung bringen.

Das ganze ist wirklich sehr komplex und auch wenn ich etwas gebraucht habe, um wieder reinzukommen, hat es großen Spaß gemacht, in dieser Welt unterwegs zu sein. Zum einen durch die vielen originellen Ideen für die Charaktere und der Magie aber auch dem Aufbau der Handlung. Auch die einzelnen Länder und die Völker sind super herausgearbeitet und ich habe mir immer alles sehr gut vorstellen können. Dazu kommt das logische Zusammenspiel, die Verknüpfung der vielen Fäden, die die Autoren von Anfang an gezogen und schließlich zu einem gut durchdachten Gesamtbild zusammengefügt haben.

Wenn ihr kein so gutes Gedächtnis für Einzelheiten habt würde ich euch hier raten, zwischen den Bänden der Reihe keine allzulangen Pausen zu lassen.

© Aleshanee
Weltenwanderer

Die Blausteinkriege

1 - Das Erbe von Berun
2 - Sturm aus dem Süden
3 - Der verborgene Turm

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Tags: fantasy, reihe, verlag heyne   (3)
 
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