Aleshanee

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55 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

science fiction, thriller, blake crouch, usa, gegenwartsliteratur

Dark Matter. Der Zeitenläufer

Blake Crouch , Klaus Berr
Flexibler Einband: 408 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 27.03.2017
ISBN 9783442205127
Genre: Romane

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23 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

normannen, cumbria, historischer roman, england, liebe

Die Eroberung des Normannen

Lisa McAbbey
E-Buch Text: 391 Seiten
Erschienen bei Bastei Entertainment, 11.06.2016
ISBN 9783732517022
Genre: Historische Romane

Rezension:  
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1.682 Bibliotheken, 61 Leser, 5 Gruppen, 267 Rezensionen

thriller, sebastian fitzek, psychothriller, das paket, fitzek

Das Paket

Sebastian Fitzek
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Droemer, 26.10.2016
ISBN 9783426199206
Genre: Krimi und Thriller

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34 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

fantasy, david hair, magie, antiopia, gezeiten

Die Brücke der Gezeiten - Der Zorn des Propheten

David Hair , Michael Pfingstl
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 16.05.2016
ISBN 9783734160752
Genre: Fantasy

Rezension:  
Tags: fantasy, reihe, verlag blanvalet   (3)
 

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114 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 12 Rezensionen

götter, fantasy, american gods, mythologie, neil gaiman

American Gods

Neil Gaiman , Hannes Riffel
Flexibler Einband: 624 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 15.05.2015
ISBN 9783847905875
Genre: Fantasy

Rezension:  
Tags: verlag eichborn   (1)
 

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55 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 1 Rezension

krimi, england, 20. jahrhundert, buch, elite internat

Auf Ehre und Gewissen

Elizabeth George , Mechtild Sandberg-Ciletti
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 27.08.2012
ISBN 9783442478651
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags: krimi, reihe, verlag goldman   (3)
 

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39 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

das erbe der macht, urban fantasy, andreas suchanek, lichtkämpfer, fantasy

Schattenzeit

Andreas Suchanek
E-Buch Text: 153 Seiten
Erschienen bei Greenlight Press, 10.04.2017
ISBN 9783958342590
Genre: Fantasy

Rezension:

So viele tolle Ideen, aber irgendwie geht mir das in der Kürze zu sehr verloren ...

ACHTUNG! SPOILER ZU DEN VORGÄNGERN!

Es geht mit hohem Tempo weiter und ich muss gestehen, dass ich das mittlerweile als etwas störend empfinde. Natürlich ist es super, das es spannend bleibt, keine Langeweile aufkommt - aber dadurch bleiben Gefühle oder Momente, die ich miterleben könnte, auf der Strecke. Einfach weil es viel zu schnell schon wieder vorbei ist; mit ein paar Worten abgehakt.

In diesem Teil geht es primär um den großen Kampf innerhalb des Castillos, in das die Schattenkrieger mithilfe einer List eindringen konnten. Außerdem um das Geheimnis aus der Vergangenheit um Alex und die Zwillinge und ein wildes Sigil - und natürlich um die Schattenfrau; wie sie zu dem wurde, was sie heute ist.
Dass Clara hinter alldem steckt war eine riesengroße Überraschung und ich fand es gut, dass in einer Art Rückblende gezeigt wurde, was ihr in der Vergangenheit passiert ist und warum so ein immenser Hass in ihr entstehen konnte. Da war viel Potenzial da und einige interessante Augenblicke, aber durch die kurzen Momentaufnahmen konnte ich eigentlich kaum wirklich das ganze Ausmaß aufnehmen, was sie gemacht und was sie alles durchlebt hat. Auch hab ich ihr nicht alles abgenommen; ich fand einiges unglaubwürdig. Das kann aber damit zusammenhängen, dass zu viele Details nur kurz angeschnitten wurden.

Die Geschichte insgesamt ist ja sehr komplex und da kommt mir jetzt leider auch die Art der Serie in die Quere: ich weiß einfach nicht mehr alles so genau und auch wenn die Bände ja sehr kontinuierlich nacheinander erscheinen, verschwindet doch das ein oder andere aus meiner Erinnerung. Wären sie länger, könnte ich besser in das ganze eintauchen, aber durch das schnelle Tempo und die damit einhergehende Oberflächlichkeit vieler Szenen fehlt mir der Bezug zur Handlung und den Figuren. Dabei bringt der Autor immer wieder wichtige Details in Erinnerung, was mir aber im großen und ganzen für den Überblick nicht weiter geholfen hat.

Das finde ich ein bisschen schade, denn da wäre so viel Potenzial, was man noch besser ausschöpfen könnte! Die Ideen um die Magie, die Essenzen und die unglaubliche Vielzahl an Möglichkeiten und Zauber ist total klasse, genauso wie die Charakter, die jeder für sich sehr individuell und besonders ist - aber zuviel in zu kleinem Rahmen sprengt für mich einfach die Möglichkeit, mich in die Geschichte richtig einzufinden.

Die Szenen wechseln ebenso flott und gerade bei den Erinnerungen der Zwillinge hatte ich immer das Gefühl, grade, wenn ich etwas mehr zu verstehen beginne und ... kommt das nächste Kapitel. Mit den Cliffhangern immer super gemacht, aber es reißt mich halt auch permanent aus der momentanen Szene raus, über die ich gerne noch mehr gewusst hätte ...

© Aleshanee
Weltenwanderer

Das Erbe der Macht

1 - Aurafeuer
2 - Essenzstab
3 - Wechselbalg
4 - Feuerblut
5 - Silberregen
6 - Schattenfrau
7 - Schattenzeit
8-12 kommen noch

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Tags: fantasy, jugendroman, reihe   (3)
 

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42 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

fantasy, steampunk, steam punk, abenteuer, steampunkt

Die Wedernoch

Stefan Bachmann ,
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 28.10.2015
ISBN 9783257243321
Genre: Jugendbuch

Rezension:

4.5 Sterne für den Abschluss der Dilogie - etwas schwächer als Band 1, aber die originellen Ideen und der Schreibstil sind wirklich großartig! ♥

Spoiler zu Band 1!

Mit dem ersten Band hat mich der noch sehr junge Autor total begeistern können und ich war gespannt, wie es mit Bartholomew und Mr. Jelliby weitergeht. Ich war im ersten Moment ein bisschen enttäuscht, dass dieses Mal anfangs andere Protagonisten im Mittelpunkt stehen. Das war mutig gemacht und auch überraschend, ist aber nach kurzer Gewöhnung auf jeden Fall

Im Fokus steht hier Pikey, ein Waisenjunge aus London, der eine extrem unschöne Begegnung mit einer mächtigen Fee hatte. Seine Erinnungen daran sind allerdings verblasst, aber die Fee hat ihm etwas gestohlen, das noch eine sehr wichtige Rolle spielen wird. Hier muss ich wirklich nochmal betonen, auf was für grandiose Ideen Stefan Bachmann gekommen ist, denn wie auch im ersten Band gibt es wieder eine Menge origineller und verblüffender Details. Sie machen diese Welt grausam und brutal, aber auch lebendig und zu einer abgefahrenen und realistischen Bühne, auf welcher die Figuren immer wieder um ihr Überleben kämpfen müssen.

Bartholomew taucht leider erst ab der Hälfte des Bandes auf und die Suche nach seiner Schwester hat ihn mit der Zeit doch sehr überspannt und ja, besessen gemacht. Seine Angst, zu spät zu kommen, ist aber durchaus berechtigt, denn Hettie hat keinen einfachen Weg vor sich.
Durch das Portal ins Feenland verbannt muss sie mit gehässigen, gruseligen Kreaturen zurechtkommen - und das Bild, das der Autor hier von den Feen zeichnet, ist unglaublich eindringlich und alles andere als zart und verspielt. Bzw. verspielt könnte man es nennen, wenn man noch Grausamkeit und Tücke dazu packt. Auch das Aussehen und die Beschreibungen bestechen mit treffenden Metaphern, die mir völlig neu waren und die das ganze auf allen Ebenen anschaulich gemacht haben.
Ich kann da nicht genug davon schwärmen, weil wie er das beschreibt, grade wenn man auch sein Alter berücksichtigt, ist wirklich bewundernswert!

Die Botschaften hier klingen auch wieder gut verständlich durch, gerade auch für junge Leser: Pickey, den Waisenjungen, bringt seine Hilfsbereitschaft von einem Schlamassel ins andere, und auch wenn er selbst nur endlich einfach einmal etwas mehr haben möchte als nichts, hat er immer auch das Gute für andere im Blick. Nicht aufgeben, die Hoffnung nicht verlieren - auch Hettie ist davon geprägt und man sieht hier sehr schön: wie viel Schlimmes auch im Leben passiert, alles hat seine Gründe und führt uns meist auf einen Weg, der vielleicht auch etwas positives bringt. Zumindest macht es uns zu dem Menschen, der wir heute sind.

© Aleshanee
Weltenwanderer

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Tags: fantasy, jugendroman, reihe, steampunkt, verlag diogenes   (5)
 

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21 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

thriller, krimi, reihe, verlag festa

Bleiche Knochen

Graham Masterton
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Festa Verlag, 27.05.2016
ISBN 9783865524515
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags: reihe, thriller, verlag festa   (3)
 

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213 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

fantasy, philip pullman, das magische messer, trilogie, magie

Das Magische Messer

Philip Pullman ,
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 30.10.2015
ISBN 9783551583413
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Dass es hier im zweiten Band nicht gleich mit Lyra weitergeht hat für viele wohl den Ausschlag gegeben, die Reihe nicht mehr weiterzulesen - was wirklich sehr schade ist, denn der Band ist genauso voll bepackt mit einzigartigen Ideen und großartig wie der erste!

Der Hauptcharakter ist dieses Mal der 12jährige Will.
Schon seit einigen Jahren muss er sich um seine Mutter kümmern - scheinbar ist sie verrückt, doch das Verstecken vor den "Feinden" war für den Jungen zuerst immer nur ein lustiges Spiel. Als dann jedoch tatsächlich fremde Männer auftauchen und nach John Parry fragen, Wills Vater, der schon seit langem verschwunden ist, ahnt Will, dass seine Mutter zurecht all die Jahre solche Angst gehabt hatte.
Auf seiner Flucht entdeckt er einen Riss in der Luft, eine Art Spalt im Gefüge des Universums und betritt damit eine völlig andere Welt.

Aber auch Lyra ist bald wieder mit von der Partie und die beiden haben es abermals mit gefährlichen Widersachern zu tun! Nicht nur Mrs Coulter ist noch immer hinter dem Mädchen her, sondern auch andere Risiken stellen sich ihnen in den Weg. Aber natürlich können sie sich auf ihre Verbündeten verlassen: Die Hexe Serafina Pekkala weiß um die entscheidende Bedeutung von Lyra und versucht unermüdlich ihr zu helfen. Sie ist noch in Lyras "alter" Welt, in der sich seit Lord Asriels Experiment alles zu verändern scheint. Die Auswirkungen durch die gewaltsame Öffnung der Grenze zu der anderen Welt bringt das komplette Gleichgewicht durcheinander und es ist nicht einfach, hinter die Geheimnisse des Magisteriums zu kommen.
Lee Scoresby, der Aeronaut, ist allerdings ebenfalls auf der Suche - sie führt ihn auf die Spur des ermordeten Wissenschaftlers Grumman, dessen Forschungen für Lyra und Will noch sehr wichtig sein werden!
Noch erwähnen möchte ich unbedingt Dr. Mary Malone - sie ist eine Wissenschaftlerin aus Wills (also aus unserer) Welt und sie experimentiert und forscht mit "dunkler Materie", nichts anderes als Staub. Sie wird im letzten Band noch eine wichtige Rolle spielen, aber schon jetzt werden dem Leser durch sie einige aufschlussreiche Details gezeigt, die im Bezug auf den Staub wichtige Anspielungen liefern!

Auch jetzt oder gerade beim zweiten Lesen des Buches bin ich wieder völlig baff, wie genial diese Geschichte aufgebaut ist! Natürlich ist es immer schwierig, nach so einem starken Charakter wie Lyra jetzt Will, einer neuen Figur, diesen Part zuzuschreiben. Aber der Autor macht das so geschickt, wie er auch die unzähligen Zusammenhänge verknüpft, die ein immer klareres Muster ergeben. Man muss schon viel mitdenken und ob man als junger Leser alles so hinterfragt, kann ich gar nicht so beurteilen - für mich war es jedenfalls grandios!
Die Meinung von Philip Pullman zur Kirche ist ja allgemein bekannt - er steht ja eher auf das Streben nach Wissen als auf die Gehorsamkeit des Glaubens und das dringt hier natürlich immer wieder durch. Schon im ersten Band, dieses Wechseln vom unschuldigen Kind zum Erwachsenen, der Bruch, den die Bibel als Sündenfall bezeichnet, das alles spielt (noch) eine wichtige Rolle.

Doch auch wenn dieser Band eine Vorbereitung zum großen Showdown im Abschlussband ist, passiert hier wieder so unglaublich viel, dass man beim Lesen kaum zum Verschnaufen kommt! Unentwegt gibt es Spannung, Überraschungen, Neuigkeiten und es werden auch einige Rätsel gelöst; dabei aber gleichzeitig wieder neue aufgegeben; die Verbindungen zwischen den Figuren und der ganzen Struktur ist verblüffend gelöst und beeindruckt mich wieder aufs Neue. Vor allem dass er alles auch so kompakt halten kann und dadurch nie Langeweile aufkommt! Eine Idee jagt die nächste und alles ergibt insgesamt auch noch einen tieferen Sinn.
Ich bin einfach nur begeistert und liebe diese philosophischen Hintergedanken die hier aufgewühlt werden und ich freu mich sehr auf den dritten Teil, denn ich weiß, dass hier noch einiges auf mich zukommen wird. Ich hab ja die komplette Reihe schon vor vielen Jahren mal gelesen, kann mich aber (zum Glück) nicht mehr an alles erinnern. Das ist wie ein Heimkommen und Neuentdecken zugleich und ich frage mich immer noch, warum dieser zweite Teil von so vielen negativ aufgenommen wird - ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen!

© Aleshanee
Weltenwanderer

His Dark Materials

1 - Der goldene Kompass
2 - Das magische Messer
3 - Das Bernsteinteleskop

  (5)
Tags: fantasy, highlight, jugendroman, reihe, re-read, verlag carlsen   (6)
 

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68 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 5 Rezensionen

steampunk, fantasy, jugendbuch, diogenes, fantasieroman

Die Seltsamen

Stefan Bachmann ,
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 28.10.2015
ISBN 9783257243314
Genre: Jugendbuch

Rezension:

4.5 Sterne für eine wirklich originelle und abenteuerliche Steam-Fantasy Geschichte von einem sehr jungen Autor!

In der Nacht vom 23. September, Mitte des 19. Jahrhunderts, schneit es in Bath, in der Nähe von London, schwarze Federn - bis zum Morgengrauen hinterlassen sie nur noch Ruinen. Alle Menschen im Umkreis sterben und schnell wachsen die Gerüchte: Monster gehen um! Doch tatsächlich hat sich ein Portal zur Feenwelt geöffnet und Kobolde, Gnome, Satyre und die hochgeborenen Sidhe strömen aus den Hügeln in die Städte - und sie kommen nicht in friedlicher Absicht ...

Die magischen Wesen wurden jedoch von den englischen Soldaten überrannt, versklavt und fristen nun in Elendsvierteln in "New Bath" ihr Dasein. Doch die Zeit heilt alle Wunden und so kommt es, dass die Menschen und Feen Seite an Seite friedlich miteinander zu leben lernen - doch dieser Frieden trügt. Vor allem die Mischlingskinder haben darunter zu leiden. Sie werden geächtet, müssen sich verstecken, damit sie nicht am Galgen landen, und werden von allen nur "die Seltsamen" genannt.

Also wenn ich das Alter bedenke, in dem Autor das geschrieben hat, muss ich wirklich meinen Hut ziehen! Ich fands wirklich großartig - ein wunderbares Abenteuer spannend von der ersten bis zur letzten Seite und für jedes Alter ein großes Lesevergnügen!

Bartholomew Kettle, ein Mischling, der mit seiner Schwester Hettie nur selten die Wohnung ihrer Mutter verlassen darf, beobachtet aus seinem Versteck auf dem Dachboden gerne die Nachbarschaft. Das Auftauchen der ominösen Dame im plaumenblauen Kleid bleibt nicht ohne Folgen, denn Barthy verwickelt sich immer mehr in eine Verschwörung aus höchsten Kreisen. Ein liebenswerter und zu Herzen gehender Charakter, dem das Schicksal übel mitgespielt hat.

Als sich schließlich die Morde an Mischlingskindern häufen, schaltet sich auch die Regierung ein, der Staatsrat - dessen Mitglied auch der unscheinbare Mr Jelliby ist. Eigentlich mag er keine Sitzungen und ihn interessieren auch nicht die großen Dramen, die sich in der Stadt abspielen, doch wie es der Zufall will, gerät auch er in den Bann der mysteriösen Dame. Und damit mitten hinein in ein gefährliches Abenteuer.
Natürlich gibt es auch einen bösen Gegenspieler. Hier hat der Autor schon recht strikt alles in gut und böse getrennt, was mich in dem Fall nicht gestört hat, da er es trotzdem schafft, die Figuren vielschichtig und entwicklungsfähig zu machen. Es ist nicht großartig anspruchsvoll oder tiefgründig, sondern zeigt eher offen und verständlich, auch für jüngere Leser, was alles möglich ist, wenn man sich nur traut.

Es ist flüssig geschrieben mit vielen verspielten Details und vor allem auch mit ungewöhnlichen und stimmigen Metaphern und Umschreibungen, die die Geschichte auflockern und viel Lesespaß bieten. Gerade durch den Schreibstil hab ich mich wunderbar unterhalten gefühlt und es war durchweg spannend bis zum Schluss. Gerade das Rätseln, was es mit der Dame, den Morden und den mechanischen Vögeln auf sich hat, blieb sehr lange geheimnisvoll und die vielen kleinen Steampunk Elemente des "Qualmzeitalters" haben die Geschichte wunderbar abgerundet.

Vor allem aber auch die Entwicklung der beiden Hauptfiguren hat mir hier sehr gut gefallen, genauso wie die unerschöpflichen, originellen Ideen, die die Geschichte sehr lebendig gemacht haben!

© Aleshanee
Weltenwanderer

1 - Die Seltsamen
2 - Die Wedernoch

  (6)
Tags: fantasy, jugendroman, reihe, steampunkt, verlag diogenes   (5)
 

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8 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

science fiction, generationsraumschiff, verlag knaur, krimi, reihe

The Ark - Die letzte Reise der Menschheit

Patrick S. Tomlinson , Markus Mäurer
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 03.04.2017
ISBN 9783426520482
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Ich hatte mal wieder richtig Lust auf spacige Science Fiction und da springt einem das Cover ja direkt ins Auge! So richtig war das dann zwar nicht so, wie ich erwartet hatte; aber: es hat mir trotzdem total gut gefallen.

The Ark ist ein gewaltiges, ja monströses Raumschiff mit den letzten 50.000 überlebenden Menschen. Sie mussten von der zerstörten Erde fliehen und sind jetzt auf dem Weg nach Tau Ceti G, einem Planeten mit erdähnlicher Atmosphäre und ihrer letzten Chance für die Zukunft.
Soweit so gut. Es gibt natürlich auch einige technische Details und Momente in der Schwerelosigkeit, aber die meiste Zeit wirkt es eher wie ein spannender Krimi in relativ gewohntem Umfeld, auch wenn man auf jeden Fall ein Gefühl für dieses riesige Raumschiff bekommt, das eher einer schwebenden Stadt ähnelt - nur ohne Himmel.

Im Fokus steht Detective Bryan Benson, ein ehemaliger Star unter den "Zero" Spielern, der mittlerweile eine eher ruhige Kugel in der wenig geforderten Polizeistation auf der Ark schiebt - bis zu dem Tag, an dem ein wichtiger Wissenschaftler verschwindet.
Das ganze ist höchst mysteriös, denn das Verschwinden ist viel zu spät zur Kenntnis genommen worden! Alle Menschen auf der Ark haben nämlich ein Plantat im Kopf, mit dem sie ununterbrochen "überwacht" werden bzw. sich darüber mit Informationen austauschen und kommunizieren können. Warum also wurde nicht früher etwas bemerkt?
Der erste Mord auf der Ark und Benson tut wirklich alles, um hinter das Geheimnis zu kommen.
Die ganzen Ermittlungen sind recht locker und unterhaltsam, denn keiner kennt sich so wirklich damit aus - gab es bisher doch immer nur kleinere Delikte. Was bei der ganzen Überwachung nicht verwundert.

Der Aufbau des Systems auf der Ark ist strikt geregelt, um das Überleben zu sichern. Alles ist rationiert und neben den 50.000 Menschen des Volkes gibts noch die "Besatzung", die die Regierung und die Forscher ausmachen. Höher gestellte Persönlichkeiten, die auch das Sagen haben. Dass sie die anderen als "das Vieh" bezeichnen fand ich etwas unpassend, das wurde vielleicht auch etwas unglücklich übersetzt.
Jedenfalls hat Detective Benson einiges zu tun, denn von manchen der Besatzern scheinen ihm bei der Ermittlung Steine in den Weg gelegt zu werden. Dadurch hat er recht schnell die Ahnung, dass von höchster Ebene jemand dahintersteckt. Seine Kollegin Theresa, mit der er ein Verhältnis hat, ist ebenso mit von der Partie wie der Russe Korolev, ein noch junger Mann in den 20ern, der mir mit seiner nüchternen, pedantischen Art irgendwie total sympathisch war.

Man kommt schnell in die Geschichte rein! Der Schreibstil ist nicht unbedingt anspruchsvoll, aber unterhält sehr gut, auch wenn manche Szenen nicht so sehr ins Detail hätten gehen müssen. Die Dialoge sind einfach gehalten; man merkt jetzt keinen großen Unterschied zu heute, wobei mir hier besonders einige witzige Stellen gefallen haben. Super getroffen war der Ausdruck "der verrückte Hutmacher" den sie benutzen, wenn sich jemand der Überwachung seines Plantats entziehen will und sich Alufolie um den Kopf wickelt :D

Der Verlauf ist spannend gehalten, es gibt einige Überraschungen und ein großes Finale, dass mir fast ein bisschen zu überzogen wirkte. Aber trotzdem hat es gepasst und es vermittelt auch noch eine kleine philosophische Botschaft, die ich aber durch die eher leichtgängige Handlung nicht ganz so ernst nehmen konnte.

Insgesamt hat es mir aber wirklich gut gefallen - allerdings hab ich jetzt gesehen, dass es noch einen zweiten Band auf englisch gibt und ich hoffe sehr, dass der auch noch übersetzt wird. Ob noch weitere Bände geplant sind, hab ich bisher nicht herausgefunden - aber mich würde jetzt brennend interessieren, wie es mit den Figuren weitergeht!

© Aleshanee
Weltenwanderer

Children of a dead earth

1 - The Ark - Die letzte Reise der Menschheit
2 - Trident´s Forge (2016 im Original erschienen)

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Tags: krimi, reihe, science fiction, verlag knaur   (4)
 

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122 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 41 Rezensionen

gefühle, herz, parallelwelt, dunkelherz, neidwald

Dunkelherz - Welt in Scherben

Sarah Nisse
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 18.12.2015
ISBN 9783959910897
Genre: Fantasy

Rezension:

Mich haben ja sofort die beiden Cover der Dilogie verzaubert ... und dieser märchenhafte Klappentext, der genau das hält, was er verspricht!

Es ist tatsächlich eher ein Märchen, vom Stil und von der Handlung her; denn in der Fantasy müssen logische Zusammenhänge vorhanden sein, im Märchen nicht. Zumindest für mich. Was aber nicht heißt, dass hier alles irgendwie an den Haaren herbeigezogen wird, aber hinterfragen sollte man bei dieser Geschichte nicht jedes Detail.

Auch der Schreibstil erinnert mich an verwunschene Zauber, denn Sarah Nisse hat eine wirklich wunderschöne Art, mit den Worten zu spielen! Die Welt des Herzens, in der die Gefühle leben, beschreibt sie mit so vielen liebevollen Details, spricht alle Sinne an und lässt das Lesen tatsächlich zum Erlebnis werden. Ungewöhnlich und außergewöhnlich mit ganz neuen Wortspielereien und einer Unmenge an Ideen, die mich fasziniert haben. Davon vor allem natürlich die Gefühle, die ein Leben ähnlich der Menschen führen.

Das Herzland ist buchstäblich das "Herz der Menschen", nicht das eines einzigen, sondern das von allen - und damit leben hier eben auch die unterschiedlichsten Gefühle in Angstland, Neidland, Glücksland oder dem Land der Liebe ... dazu gibt es übrigens vorne im Buch auch eine Karte, wo man Avas Weg genau verfolgen kann.

Ava - mit ihr bin ich ja bis zum Schluss noch nicht so richtig warm geworden. Sie entwickelt sich zwar und zeigt auch einige gute Wesenszüge, aber insgesamt kann ich mit ihrer Art nicht so viel anfangen.
Gerade zu Anfang kam sie mir etwas zu unbekümmert und ja, selbstsüchtig vor. Sie ist sehr leichtsinnig in allem, was sie tut und denkt dabei einzig und allein an ihr eigenes Ziel. Was natürlich nicht verwerflich ist, aber so ganz ohne Rücksicht hatte es für mich einen fragwürdigen Beigeschmack. Aber wie gesagt, sie macht eine Entwicklung durch, die sie auch anderen Gefühlen näherbringt, in mehrfacher Hinsicht und so ändert sich auch ihr Herz.
Diese Idee mit dem Herzen der Gefühle, der aus einem Edelstein besteht, ist auch wunderschön! In ihm wachsen Blumen, die die Empfindung widerspiegeln, und sogar ihr Geruch und ihr Geschmack gleich sich ihrem Gemüt an. Klingt jetzt vielleicht etwas verwirrend, aber das ist es nicht und man kann sich diese Welt wunderbar vorstellen!
Von den Gefühlen gibt es wirklich viele, nicht nur die, die einem spontan einfallen wie Liebe und Hass, Freude und Trauer, sondern auch Vertrauen, Mitleid, Verzweiflung, Bessesenheit, Sehnsucht, Mut, Neugier und einige mehr.

Was dann natürlich aber auch wie immer zu dem Problem führt, dass das eine sich als besser erachtet als das andere und gerade in der Hauptstadt, dem "Kessel", brodelt es gewaltig.

Macht ist immer wieder ein Antrieb für die Unterdrückten, denn gerade die "schlechten" Gefühle (Hass, Wut, Trauer) haben keinen guten Stand. Bei dem Geheimnis, dem Ava also auf der Spur ist und das sie in den mysteriösen Neidwald führt, geht es um Kontrolle und Herrschaft.
Gerade hier diese Anspielung auf "unterdrückte" Gefühle fand ich sehr schön, denn sowas funktioniert eigentlich nie. Wir haben nunmal die verschiedensten Empfindungen und sie alle muss man annehmen und zulassen, damit sie einen nicht innerlich zerstören.

Ava will also einem Geheimnis auf die Spur kommen - und ist dabei eigentlich auf der Suche nach sich selbst. Dabei trifft sie auf Karim, den sie so gar nicht ausstehen kann. Allerdings ist er von ihrer ruppigen, vorlauten Art auch nicht sehr angetan, doch die beiden entwickeln so eine wunderschöne Verbindung - nicht zu aufdringlich oder erdrückend romantisch - sondern zart und wachsam, was mich total berührt hat. Eine Liebe die gibt und dem anderen den Freiraum lässt, den er braucht. Mit einer gewissen Melancholie, die eine unstillbare Sehnsucht in sich trägt. Bei dieser Konstellation ist mir Karim sehr ans Herz gewachsen, aber wie gesagt: Ava lernt dazu ...

Ein Gegenspieler ist selbstverständlich auch mit von der Partie, und auch Menschen, wie man schon im Prolog erfährt und viele philosophische Ansätze, die einen innehalten lassen. Allerdings zieht es sich mittig auch ein bisschen und obwohl der Schreibstil wirklich wunderschön ist, ging es mir teilweise etwas zu langsam voran. Insgesamt aber ein wunderschönes Eintauchen in das eigene Herz voller Gefühle und ich freu mich schon sehr auf den zweiten Band!

© Aleshanee
Weltenwanderer

Welt der Gefühle / Dunkelherz

1 - Welt in Scherben
2 - Nacht aus Schatten

  (10)
Tags: fantasy, märchen, reihe, verlag drachenmond   (4)
 

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779 Bibliotheken, 77 Leser, 5 Gruppen, 110 Rezensionen

thriller, sebastian fitzek, achtnacht, berlin, fitzek

AchtNacht

Sebastian Fitzek
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 14.03.2017
ISBN 9783426521083
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

4.5 Sterne für eine spannende Idee nach dem bizarren Szenario aus dem Film "The Purge"

Nachdem ich die Idee vom Film "The Purge" total faszinierend fand war ich natürlich gespannt, was Sebastian Fitzek aus diesem Szenario zusammenbastelt. In seiner Geschichte geht es nicht darum, dass eine Nacht lang komplett alle vogelfrei sind, sondern nur zwei Personen, die aus dem Lostopf der Webside "AchtNacht" gezogen wurden.

Es ist ein sehr gefährliches Experiment, denn wie viele Menschen glauben tatsächlich, dass die Regierung keine Strafmaßnahmen verhängen wird, sollten diese beiden Unglücksraben in dieser Nacht den Tod finden. Denn natürlich ist die Anzeige im Internet ein Fake - ein Fake, der aber von so vielen tatsächlich für wahr gehalten und unterstützt wird. Man mag ja immer gar nicht daran denken, wie viel "Verrückte" und potenzielle Mörder frei herumlaufen, aber ich denke, dass wie auch hier im Beispiel der Geschichte es mit Sicherheit viele geben würde, die sich dieser Jagd anschließen. Vor allem, wenn auch noch eine Belohnung winkt.

Der Autor hat das hier sehr gut ins Licht gerückt: Wenn heutzutage etwas im Internet steht, wird es ja meist als wahr hingenommen - auch wenn man merkt, dass die Menschen sich nicht mehr so leicht täuschen lassen; zumindest die meisten. Wie beeinflussbar sind wir wirklich?
Dabei ist mir auch aufgefallen, auch im privaten oder beruflichen Umfeld, dass recht schnell irgendeiner Behauptung geglaubt wird, ohne sie zu hinterfragen. Da wird dann erstaunt geschaut und hinter vorgehaltener Hand darüber gesprochen; ohne auch die zweite Seite anzuhören. Ich persönlich glaube nicht immer alles sofort, was weitergetratscht wird, aus dem einfachen Grund, weil Gerüchte sich sehr oft verselbständigen. Und oft viel mehr bzw. etwas anderes dahintersteckt, als man zuerst vermuten würde.
Die Vernetzung stand ebenfalls im Fokus, denn es ist eigentlich unglaublich, wie gläsern der Mensch durch das Internet und die Daten geworden ist, an die so viele Menschen mit Leichtigkeit kommen können.

Als Thriller hat mir das Buch jedenfalls super gefallen, denn ich war total gefesselt. Am Anfang hab ich ein bisschen gebraucht, um reinzukommen, aber dann konnte ich es kaum weglegen. Der Schreibstil ist angenehm flüssig und während zu Beginn sich alles noch aufbaut, geht es dann in einem rasanten Tempo Schlag auf Schlag weiter. Dabei werden einige menschliche Abgründe ans Licht gezerrt, die einem an der Menschheit zweifeln lassen ...

Der Protagonist Ben, der auf der Todesliste steht, ist ein abgehalfteter Musiker, dem ein großer Fehler seit Jahren nachhängt und woran auch seine Ehe gescheitert ist. Ob er mir jetzt sympathisch ist, darüber hab ich beim Lesen gar nicht groß nachgedacht, weil ich einfach nur mitgefiebert hab. Jetzt im Nachhinein mag ich ihn aber, auch wenn er viele Fehler gemacht hat, ist er auch nur ein Mensch mit Stärken und Schwächen - und so wie er hat jeder von uns sein Päckchen zu tragen. Auch wenn seins schon recht groß ist.

Manches an der Handlung war durchaus etwas konstruiert, aber im Großen und Ganzen stört mich das in dem Genre nicht, wenn es nicht zu sehr ins Gewicht fällt und ich vor allem so sehr gefesselt bin, dass ich einfach nur weiterlesen möchte.
In einigen Rezensionen hab ich gelesen: das ist leider nicht der übliche Fitzek, den ich gewohnt bin. Dazu kann ich nur sagen: Ich kenne nur wenige Bücher von Fitzek, bisher, und mir hat das Buch wirklich sehr gut gefallen!

© Aleshanee
Weltenwanderer

  (8)
Tags: thriller, verlag knaur   (2)
 

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309 Bibliotheken, 33 Leser, 2 Gruppen, 133 Rezensionen

thriller, serienmörder, london, ragdoll, daniel cole

Ragdoll - Dein letzter Tag

Daniel Cole , Conny Lösch
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 27.03.2017
ISBN 9783548289199
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das Buch beginnt mit einem kurzen Rückblick auf die Verhandlung eines Serienmörders, dem Detective William Layton-Fawkes, kurz "Wolf" genannt, seine Suspendierung zu verdanken hat. Die Zusammenhänge werden nach und nach aufgedeckt und obwohl man den Verlauf immer schon ein bisschen ahnt, war es trotzdem sehr spannend zu verfolgen, wie der Mörder die Polizei an der Nase herumführt.

Der Schreibstil war mir etwas ungleichmäßig und unnahbar ... ich weiß nicht, wie ich es anders nennen soll. Manches wurde recht schnell abgehandelt, wo ich auf etwas mehr Gefühle gehofft hätte, andererseits hätte man bei den Ermittlungen zum Beispiel nicht ganz so ausführlich ins Detail gehen müssen. Auch das Verhalten der Figuren, das "Geschrei" - irgendwie schreien die sich oft an - was situationsbedingt aber nicht so gepasst hat, war an manchen Stellen unangebracht. Überhaupt die Reaktionen, die ich nicht immer nachvollziehen konnte. Vielleicht liegt das auch ein bisschen an der Übersetzung, aber das kann ich nicht beurteilen - jedenfalls ging es mit gutem Tempo voran, wobei es oft auch abrupte Szenenwechsel gab, die mich ein bisschen irritiert haben.

Ab und zu hätte ich mir mehr zu den Figuren gewünscht. Sie werden zwar sehr gut rübergebracht, aber richtig nahe gekommen bin ich ihnen nicht - was bei einem spannungsgeladenen Thriller jetzt nicht so ein Problem für mich wäre, aber es ging hier auch viel um Ermittlerarbeit und die Charaktere, die in den Fokus gerückt wurden - und da entstand eine Dynamik, die mich zu sehr auf Abstand gehalten hat.

Wolf zum Beispiel, der Hauptprotagonist, ist ein sehr eigenwilliger Charakter, was man aber durch seine jüngste Vergangenheit sehr gut nachvollziehen kann. Durch die ständige Konfrontation mit seiner Exfrau Andrea und seiner etwas undurchschaubaren Beziehung zu seiner Kollegin Baxter konnte ich zwar einiges herauslesen, aber mir hat insgesamt bei allen ein bisschen die Tiefe gefehlt. Allerdings soll es ja eine Reihe werden, also kann das ja auch durchaus noch kommen.
Besonders angetan hat es mir ja der Praktikant Edmund, der vom Betrugsdezernat zur Mordkomission wecheln will und die Ermittlungen unterstützt. Auch wenn er mir nicht direkt sympathisch war, hat er doch mehr und mehr versucht, seinen Standpunkt durchzusetzen und alles getan, um seinen Verdacht zu bestätigen. Dadurch hat er bei mir einige Pluspunkte gesammelt.

Insgesamt hat die Geschichte viele kleine Aufhänger, die sie interessant machen. Gleichzeitig aber auch kleine philosophische Ansätze, die nicht so recht reinpassen und irgendwie so wirken, als wären sie unbedingt irgendwie mit reingepresst worden.

Wichtig war mir aber vor allem natürlich die Aufklärung der Morde und die Spannung, die hier super aufrecht erhalten wurde und viele Phasen einfach nur fesselnd waren. Durch die "Todesliste" gibt es immer jemanden, den man retten muss und natürlich auch die "Ragdoll", von der die Ermittler erstmal die verschiedenen Körperteile identifizieren müssen. Damit entsteht nach und nach ein Bild, dessen Auflösung am Ende verblüffend war, mir aber einen Tick zu früh offenbart wurde. Es war jetzt nicht unbedingt etwas neues und ich bin gespannt, wie sich hieraus eine Fortsetzung basteln lässt.

Ich bin etwas unschlüssig, denn es gab durchaus einige Kleinigkeiten, die mir nicht so gefallen haben - die Spannung und das Tempo waren aber überwiegend vorhanden, deshalb gibt es hier auf jeden Fall 4 Sterne von mir.

© Aleshanee
Weltenwanderer

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Tags: krimi, reihe, thriller, verlag ullstein   (4)
 

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62 Bibliotheken, 1 Leser, 10 Gruppen, 7 Rezensionen

tarean, hexenmeister, fantasy, werbär, irrlicht

Erbe der Kristalldrachen

Bernd Perplies
Flexibler Einband: 510 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 14.04.2009
ISBN 9783802581847
Genre: Fantasy

Rezension:  
Tags: fantasy, jugendroman, reihe, verlag lyx   (4)
 

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26 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

scheibenwelt, fantasy, terry pratchett, reihe, verlag piper

Die Farben der Magie: Ein Roman von der bizarren Scheibenwelt (Terry Pratchetts Scheibenwelt)

Terry Pratchett
E-Buch Text: 288 Seiten
Erschienen bei Piper ebooks, 08.06.2015
ISBN 9783492972222
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ich hab sie ja schon alle gelesen, die Scheibenweltromane! Aber ich bin einfach ein Riesenfan und möchte jetzt alle Revue passieren lassen und nochmal lesen.

Die Farben der Magie war auch mein erstes Buch überhaupt von Terry Pratchett und ich war damals etwas verwirrt von dem Buch *lach* Wenn man sich in bzw. mit der Scheibenwelt nicht auskennt, kann es schon etwas irritierend sein, denn da kommt soviel zusammen, dass man sich da erstmal reinfinden muss.

Die Schildkröte Groß A´Tuin schwimmt durch das All, auf ihrem Rücken stehen vier Elefanten, die die Scheibenwelt tragen - alleine das Szenario ist schon genial! Überhaupt die Welt als Scheibe und wie Pratchett das ganze Prinzip erklärt ist einfach super! Und mittendrin die Hauptstadt Ankh Morpork, in der die Verbrechergilden ihr Unheil treiben und alles unter der strengen Ordnung des "Patriziers" liegt - der allerdings seine eigene Vorstellung davon hat, wie er die Gesellschaft am Laufen hält.

Hier im ersten Band bekommt Ankh Morpork Besuch vom Gegenkontinent, dem Achatenen Reich. Der Kontakt besteht eigentlich nur aus wenigen schriftlichen Floskeln, doch als der Tourist Zweiblum nun den Hafen betritt, gerät die ganze Stadt aus den Fugen. Denn Zweiblum kommt nicht alleine: mit ihm reist eine Truhe, in der er all sein Hab und Gut befördert - und noch einiges mehr. Die Truhe ist alles andere als gewöhnlich, denn sie ist aus intelligentem Birnbaumholz gefertigt. Das übersteigt alle magischen Künste, die man auf dem Kontinent kennt und die ersten Diebe stehen schnell auf dem Plan - aber auch Rincewind, der Zauberer! Ein gescheiterter Zauberer wohl gemerkt, der nur einen einzigen Zauberspruch kann. Doch nicht mal den hat er in aller Regel gelernt, sondern durch eine unbedachte Wette gestohlen; und das auch noch aus einem sehr gefährlichen Buch ...
Jedenfalls erkennt Rincewind sofort, um was es sich bei der Truhe handelt und nimmt sich Zeiblum als Reisebegleiter an - wodurch natürlich alles schief geht, was nur schief gehen kann. Dabei ist Zweiblum ja gerade auf Abenteuer aus, denn er möchte natürlich zuhause etwas aufregendes von seiner Reise berichten können!

Die Charaktere sind allesamt sehr kurios, aber auch treffend, nicht alltäglich, aber man kann sich immer wieder mit ihnen identifizieren; auf die ein oder andere makabere Art. Ich hab ja im Laufe der Zeit einige Figuren aus der Scheibenwelt sehr ins Herz geschlossen; Rincewind steht da leider etwas hinten an, aber trotzdem hat auch er etwas reizvolles.

Wir begegnen bei der abenteuerlichen Mission aber auch Hrun, dem Barbaren, den Göttern der Scheibenwelt, die um das Schicksal der Menschen würfeln und natürlich auch dem TOD, der immer wieder in den Scheibenweltbüchern auftaucht und ein ganz besonders reizendes Gemüt an den Tag legt *g*

Der Schreibstil, den Pratchetts Bücher auszeichnen, ist total genial! Auf verschlungenen Pfaden, mit einem ins Auge springenden Humor (wobei er sich dabei manchmal festkrallt als würde ihn das irgendwie helfen, unentdeckt zu bleiben), mit einer unendlichen Vielzahl an kuriosen Ideen und kleinen philosophischen Hintertürchen, die man zwischen den Zeilen finden kann.

Ich war damals von dem ersten Besuch auf der Scheibenwelt wie gesagt total verwirrt und bin heute zwar sehr begeistert, aber ich weiß, dass es noch einige Geschichten gibt, die mich noch einen Tick mehr in den Bann gezogen haben. Deshalb nicht die volle Punktzahl, aber trotzdem ein tolles Buch! Für den Einstieg in die Scheibenwelt aber vielleicht etwas kompliziert ...

© Aleshanee
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Tags: fantasy, reihe, re-read, verlag piper   (4)
 

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191 Bibliotheken, 18 Leser, 1 Gruppe, 61 Rezensionen

smoke, london, rauch, fantasy, 19. jahrhundert

Smoke

Dan Vyleta , Katrin Segerer
Flexibler Einband: 624 Seiten
Erschienen bei carl's books, 13.03.2017
ISBN 9783570585689
Genre: Fantasy

Rezension:

Das ganze war völlig anders als erwartet, denn ich hatte nach dem Klappentext ein Abenteuer erwartet, ein unterhaltsames, viktorianisches Abenteuer mit einem Hauch Mystik. Doch es ist so viel mehr!

Schon der Anfang hat sehr gut die Atmosphäre eingefangen, die zurzeit der Geschichte in England herrscht, bzw. vom Rauch beherrscht wird. Jeder böse Gedanke, jede böse Tat wird durch den Rauch offenbar, der den Menschen aus den Poren strömt und so für jeden sichtbar gemacht wird. Doch es gibt Ausnahmen, wie immer und vor allem gibt es die Adeligen, die Reichen: die Reinen. Anhand ihrer Kleidung schnell zu erkennen, denn sie ist nicht rußgeschwärzt vom Rauch der Sünde, sondern blütenweiß.

Thomas und Charlie sind beide auf einem Eliteinternat, denn auch ihre Eltern zählen zur Oberschicht. Dort geht es aber auch eher zu wie in einem Gefängnis, denn es gibt strikte Regeln und harte Konsequenzen. Ihr Leben dreht sich einzig um Kontrolle und Disziplin - was natürlich auch unter den jungen Männern selbst zu Rivalitäten führt. Aber die Angst sitzt viel zu tief und so folgen sie den Doktrinen, die ihnen von Geburt an aufgezwungen wurden.

Thomas aber ist anders. Und mit ihm sein bester Freund Charlie, die auf ihrer Suche nach der Wahrheit hinter dem Rauch auf ungeahnte Geheimnisse stoßen, die ihre Sichtweise auf die Welt völlig verändern.
Dabei setzt der Autor geschickt Perspektivenwechsel ein, aber nicht nur von den beiden Jungen, sondern auch andere relevante Figuren kommen zu Wort - und so erfährt man ihre Gedanken und Gefühle, die nach außen hin alle im Verborgenen bleiben. Die Atmosphäre ist sehr düster, das Tempo eher ruhig und der Schreibstil großartig mit vielen anschaulichen Details und stilgerechten Metaphern. Mir hat er jedenfalls sehr gefallen, aber dieses langsame Anschleichen und Erzählen muss man mögen. Es wird jedenfalls nie langweilig, weil immer wieder etwas passiert oder neue Entdeckungen über den Rauch gemacht werden, die einen zum Nachdenken bringen. Denn ist es wirklich das Böse, das der Rauch so offen zeigt? Und für welches Leben entscheiden sich diejenigen wirklich, die dem Rauch vollkommen abgeschworen haben?

Das Böse, die Sünde, alles Schlechte offenbart sich hier in den rußgeschwärzten Atemzügen der Menschheit - aber wie tugendhaft kann man sein, während man gleichzeitig noch ein lebenswertes Leben lebt. Ein stetes Rinnsal nichtssagender Momente wäre es doch ohne die Leidenschaft, egal aus welchem Anlaß sie geboren wird. Denn was macht den Menschen, was macht das Leben denn aus, wenn man nichts erlebt, was tiefer geht. Was die Gefühle aufleben lässt, wenn sie uns überrollen und eintauchen lassen in eine Welle der Unvernunft; ein berauschendes Gefühl ohne Scham und Schuld, ein Moment, der ein einfaches Verlangen stillt und uns mit Glück erfüllt.
Geht das? Oder haben wir es verlernt, im Laufe der Jahre, die wir uns anpassen und uns in einer Welt aus Korruption und Macht einer Scheinheiligkeit unterwerfen, die uns glauben machen soll, dass andere immer besser sein werden als wir selbst?

In jedem von uns steckt Menschlichkeit, stecken Gefühle, die ein wahres Kaleidoskop von der Vielfältigkeit zum Besten geben, die unser Leben so erfüllt und ja, faszinierend macht.

Ich denke, ich habe verstanden worauf Dan Vyleta hinauswollte, was ihn bewegt hat zu zeigen, dass das leidenschaftliche Gefühl nichts schlechtes ist, die Unbefangenheit, mit der wir noch als Kinder in den Tag hinein lebten, und die wir immer mehr unterdrücken, je älter wir werden.
Wir leben nur einmal und da sollte doch eins unserer ersten Ziele sein, glückliche und erfüllte Tage zu leben und sie nicht mit Einschränkungen und Dogmen zu beschneiden.

© Aleshanee
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Tags: historischer-roman, mystery, verlag carlsbooks   (3)
 

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143 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 44 Rezensionen

wales, liebe, historischer roman, krieg, rebellen

Das Blut der Rebellin

Sabrina Qunaj
Flexibler Einband: 650 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 16.03.2015
ISBN 9783442479894
Genre: Historische Romane

Rezension:

Wir sind in Wales im 12. Jahrhundert und die junge Isabel gerät wie ihre Großmutter Nesta zwischen die Fronten der Normannen und Briten. Nesta haben wir ja im ersten Band der Trilogie kennengelernt und ich fand es sehr schön, sie auch in diesem Teil noch ab und an zu treffen. Ihr Verhältnis zu ihrer Enkeltochter Isabel ist sehr innig, aber leider werden auch sie durch die kriegerischen Unruhen auseinander gerissen.

Das ganze Dilemma mit den "Walisern", wie die Briten genannt werden und was ja nichts anderes als "Fremde" bedeutet und ihre kleinen und großen Schlachten gegen die Normannen bestimmt die Zeit und auch die Handlung dieser Geschichte. Wieder mal großartig recherchiert, wobei es mir dann doch manchmal ein bisschen zu sehr ins Detail ging. So im Einzelnen und so genau muss ich es bei so einer Geschichte dann doch nicht wissen und dadurch war es mir auch dieses Mal stellenweise etwas zu langatmig.

Großartig war allerdings wieder Isabel. Sie steht ja zwischen den Fronten da sie das Blut von beiden Seiten in den Adern hat und man sieht ja schon am Titel des Buches, auf welche Seite sie sich schlagen wird. Einfach hat sie es nicht - wie alle Frauen zu dieser Zeit. Dass man damals (und auch manchmal heute noch) einfach verheiratet wird um die Verbindungen zwischen einzelnen Bündnissen zu stärken war den Frauen klar und ich bewundere die Klarheit, mit der sie damals dieser Tradition ins Auge geblickt haben. Man konnte Glück mit einem guten Mann haben; oder eben Pech ... im Prinzip wie heute auch ;) Aber Isabel ist hier wirklich ein sehr starker und innerlich stolzer Charakter, die ihr Schicksal zwar hinnimmt, sich aber nicht scheut, die Gelegenheit zu ergreifen, wenn sie sich bietet. Denn als braves Hausmütterchen hat sie sich noch nie gesehen und ihr Schicksal führt sie auf sehr verschlungene Pfade, bis sie endlich den Weg findet, der zu ihrem Glück führt.

Der Schreibstil ist hier wie gewohnt sehr flüssig und angenehm zu lesen. Sehr gut angepasst an die Zeit, aber eben nicht ganz so packend, wie ich es gewohnt bin. Es gibt viele Einzelheiten, die ich total interessant fand - der Umgang mit Waffen, die Rolle der Frau, die Traditionen und Brauchtümer; aber eben auch Ausschweifungen und Wiederholungen, die das Tempo sehr gebremst haben.

Jetzt bin ich jedenfalls sehr gespannt, mit welchem Nachkommen es im dritten und letzten Band aus der Geraldines Reihe weitergehen wird!

© Aleshanee
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Die Geraldines

1 - Die Tochter des letzten Königs
2 - Das Blut der Rebellin
3 - Der Ritter der Könige

  (11)
Tags: historischer roman, reihe, verlag goldmann   (3)
 

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28 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

viktorianische krimis, scotland yard, london, historischer krimi, tierkämpfe

Das Geheimnis der Madame Yin

Nathan Winters
Buch: 400 Seiten
Erschienen bei Pro-Talk , 15.03.2017
ISBN 9783939990345
Genre: Historische Romane

Rezension:

Ich bin ja in Büchern gerne in der Vergangenheit unterwegs und gerade London fasziniert mich in der Hinsicht sehr. Ich konnte recht leicht in die damalige Zeit eintauchen, denn der Stil passt sehr gut zu der Zeit. Allerdings empfand ich es oft sehr gezwungen - meistens waren die Sätze recht kurz gehalten, manchmal auch umständlich. Dadurch bin ich nicht so richtig in den Lesefluss gekommen, weil ich immer wieder an Formulierungen hängen geblieben bin. Es wirkte noch nicht so ganz ausgereift.

Die beiden Protagonisten sind sehr eigenwillige Persönlichkeiten.
Celeste arbeitet bei Pinkerton in Amerika, was ich etwas seltsam fand. Soweit ich weiß ist die Rolle der Frau ja damals sehr untergeordnet gewesen und ihr Arbeitgeber behandelt sie auch eher wie eine Sekretärin als eine Detektivin. Aber sie kann ihren Dickkopf durchsetzen und führt das ganze auch geschickt in London weiter, wo sie hinter dem Mörder von Madame Yin her ist. Ihr Denken ist sehr weit würde ich sagen, denn was sie über die damals normalen Gepflogenheiten denkt, war für eine Frau sicher nicht typisch.
Die Zusammenarbeit mit Inspector Edwards gestaltet sich natürlich als extrem schwierig. Sie als Frau hat auch bei ihm keine guten Chancen, ernst genommen zu werden und ich muss auch sagen, dass mir Edwards nicht wirklich sympathisch werden konnte. Vor allem durch seinen ständigen Wutausbrüche und den schnell aufbrausenden Zorn, den er nach außen trägt.

Das Tempo ist eher ruhig, geht aber gut voran. Vor allem der Fall um die Morde hat mir gut getan, auch wenn man immer einen Schritt voraus war. Hier hätte man den Leser vielleicht noch etwas mehr im dunkeln lassen können. London wird toll beschrieben und es tauchen eine Menge typischer Klischees auf, die man aus dieser historischen Zeit kennt. Mir war das fast ein bisschen zuviel, als müsste das einfach alles in die Geschichte irgendwie mit rein - es fühlte sich manchmal nicht so recht passend an.
Dafür war aber alles in sich stimmig und ich hab vor allem die Mörderjagd mit Spannung verfolgt. Die große Überraschung am Ende ist ein bisschen aus geblieben, da man schon kurz vorher einen deutlichen Hinweis bekommen hat.
Im allgemeinen kein schlechter Krimi, aber man hätte meiner Meinung schon noch etwas mehr rausholen können. Vor allem der Schreibstil war mir einfach zu hölzern.

© Aleshanee
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  (7)
Tags: historischer krimi, verlag pro-talk   (2)
 

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53 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 9 Rezensionen

fantasy, high fantasy, waffen der wahrhei, fantas, mehrteiler

Die Brücke der Gezeiten - Die Waffen der Wahrheit

David Hair ,
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 19.10.2015
ISBN 9783734160585
Genre: Fantasy

Rezension:

Wow! Der vierte Band war wirklich großartig!

Auf die Hintergründe der Geschichte einzugehen wäre zu umfangreich und ich möchte euch ja nicht spoilern! Aber es ist eine sehr detailliert durchdachte Welt mit vielen Auswirkungen aus der Vergangenheit und Verstrickungen in der Gegenwart - die Gezeitenbrücke, die zwei verfeindete Kontinente miteinander verbindet und die Protagonisten, die alle irgendwie in das Spiel um Macht und Intrigen hineingezogen wurden.
Deshalb ist es auch so super, dass David Hair bei jedem Teil anfangs kurz umreißt, wie die Welt auf Urte beschaffen ist und auch auf den vorherigen Band eingeht, damit man schnell wieder den Faden aufnehmen kann.

Der Autor schafft es, seine Protagonisten, die überall auf der Welt verteilt sind, perfekt ins Spiel zu bringen. Die Handlung verlagert sich ja immer mehr ins südliche Anitiopia, jetzt, nachdem die Gezeitenbrücke sich aus dem Meer erhoben hat und der Krieg "endlich" beginnt.

Die ganzen verstrickten Fäden ziehen sich immer mehr zusammen und es hat einfach immens viel Spaß gemacht beim Lesen! Das Tempo ist auch hier wieder eher bedächtig und trotzdem war ich total gefesselt. Das liegt vor allem auch an den Charakteren, die ich so faszinierend finde. Jeder für sich entspricht weder dem Standard noch sind sie an den Haaren herbeigezogen - sie alle sind Getriebene auf irgendeine Art und Weise, weil sie in die Intrigen und Machtspielchen der Großen hineingezogen wurden. Trotzdem haben sie gewisse Ziele bzw. Überzeugungen, die sie durchsetzen und leben wollen und so ergibt sich ein immerwährender Kampf.

Der Schreibstil zieht mich jedes Mal völlig in den Bann und man ist wirklich mitten im Geschehen. Egal wo auf der weiten Welt von Urte die Charaktere gerade in Schwierigkeiten stecken, man spürt den Fahrtwind, wenn sie mit einem Skiff durch die Lüfte schweben, man schmeckt die salzige Gischt, wenn sie an den Klippen des Gezeitenmeeres stehen und man schmeckt die Angst, wenn sich die Magi gefährliche Kämpfe liefern. Schlachten im großen und kleinen werden ausgetragen - dabei geht es hart und brutal zu, aber auch zarte Gefühle finden in der Geschichte ihren Platz. Natürlich nicht geprägt von ausschweifenden, romantischen Liebesbeziehungen, aber gerade genug, dass es dem ganzem nochmal einen feinfühligen Touch gibt.

Durch die Perspektiven- und Ortswechsel hat man auch einen sehr guten Überblick, denn jedes Kapitel gibt die Ereignisse aus der Sicht eines anderen Charakters wider. Dadurch lernt man natürlich auch die Protagonisten immer besser kennen und macht total Spaß, ihre Entwicklung zu verfolgen. Besonders ans Herz gewachsen sind mir dieses Mal Elena und Kazim - und auch mit Justina konnte ich mich etwas besser arrangieren. Aber auch die Ereignisse bei den Dorobonen um Cera und Gyle werden ganz schön verstrickt und es gibt einige Überraschungen!

Es sind ja recht viele Figuren, Titel und Orte, aber ich finde mich sehr gut zurecht. Gerade die Details hierzu mitsamt den Landschaften und auch der Natur und vor allem der Religion lassen das ganze total realistisch wirken und ich finde sogar, dass es in der Hinsicht ein bisschen an Game of Thrones hinkommt. Nur nicht ganz so weitschweifig in den Einzelheiten ;)

Die Hintergründe zur Magie mit den Elementen ist sehr fundiert und es kommen immer wieder neue Aspekte dazu, die sehr gut ins Gesamtbild passen. Dabei bleibt alles in sich schlüssig wie auch die ganze Lage bzw. die Geschichte an sich; es ist ja doch sehr umfangreich und vielfältig, da ist es schon eindrucksvoll, dass alles so schön ineinandergreift.

Ich hab mich jedenfalls zu jederzeit super unterhalten gefühlt und gegen Ende häufen sich auch die Cliffhanger an den Kapitelenden und es wartet ein mega geniales Ende mit viel Potenzial für den nächsten Band!

© Aleshanee
Weltenwanderer

Die Brücke der Gezeiten

1 ~ Ein Sturm zieht auf
2 ~ Am Ende des Friedens
3 ~ Die scharlachrote Armee
4 ~ Die Waffen der Wahrheit
5 ~ Der Zorn des Propheten
6 ~ Der unheilige Krieg

  (10)
Tags: fantasy, reihe, verlag blanvalet   (3)
 

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277 Bibliotheken, 11 Leser, 1 Gruppe, 34 Rezensionen

dystopie, infernale, liebe, sophie jordan, mördergen

Infernale – Rhapsodie in Schwarz

Sophie Jordan , Ulrike Brauns
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Loewe, 13.03.2017
ISBN 9783785583692
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Achtung! Spoiler zu Band 1!

Meine Meinung

Lange hab ich auf die Fortsetzung gewartet und ich war so gespannt, wie es mit Davy weitergeht. So ganz überzeugend fand ich den ersten Band ja nicht. Mit der Protagonistin bin ich nicht so recht warm geworden und stellenweise hatte es sich etwas gezogen - deshalb hatte ich jetzt viele Erwartungen in einen rasanten und spannenden Abschlussband.

Leider hat mir auch hier ein bisschen die Begeisterung gefehlt ...
Davy musste ja jemanden töten, um ihren Freund Sean zu retten. Ich weiß ja nicht, wie andere das sehen oder ob es (sehr wahrscheinlich) am Alter der Protagonistin liegt, aber in dieser Situation war diese Handlung für mich absolut nachvollziehbar. Im Gegensatz zu Davy, die damit überhaupt nicht klarkommt.
Die Geschichte startet in einer Art sicherem Unterschlupf kurz vor der mexikanischen Grenze, wo Davy mit Sean, Gil und Sabine auf Nachricht warten, um den Fluss nach Mexiko in eine geschützte Zone zu überqueren. Die Behörden sind ihnen auf den Fersen und die Angst um Entdeckung allgegenwärtig.
Bis sie dann endlich aufbrechen zieht sich ewig hin - das ganze erste Drittel des Buches - und wird geprägt durch Davys Gedankenkarussell um den Mann, den sie erschossen hat. Natürlich hängt einem das nach und natürlich kann man das alles nicht so einfach wegstecken. Aber für mich war es einfach zu viel und mit ständigen Wiederholungen.

Als Davy dann endlich auf Caden trifft hab ich gehofft, dass jetzt endlich etwas mehr Action in die ganze Sache kommt, aber der richtige Schwung hat mir immer noch gefehlt. Es gibt zwar schon das ein oder andere, das Spannung reinbringt, aber richtig mitreißen konnte es mich nicht.
Mit Davy kam ich auch immer noch nicht so recht klar, auch wenn ich ihre Handlungen und Gedanken teilweise nachvollziehen kann.
Ein großer Lichtblick war Caden, der sich in dieser wirklich grausamen und verqueren Welt einen Ort geschaffen hat - und nicht nur physisch - in dem er noch sieht, was im Leben wichtig ist.
Davys Gedanken kreisen immer nur um dieses Gen und dass sie damit "böse" ist. Sie erwartet Vertrauen ist aber nicht bereit, welches zu geben. Und jede Handlung, die eigentlich ganz normal erscheint, schiebt sie auf das Gen und zeigt auch immer demonstrativ auf ihren Hals mit der Tätowierung. Sie definiert sich völlig darüber und das ist auch das, was mich schon im ersten Band etwas genervt hat: Sie lässt sich völlig von diesem Stempel vereinnahmen und denkt nur noch total unlogisch, was ihr Verhalten betrifft. Obwohl ihr genug Beispiele vor Augen geführt werden und die schon der gesunde Menschenverstand eigentlich in sich trägt, die ihr das Gegenteil beweisen.

Der Schreibstil war sehr angenehm und flüssig zu lesen, auch wenn es wie gesagt sehr langsam voranging und erst im letzten Drittel wirklich Tempo und Action aufgekommen ist.
Vor jedem Kapitel gibt es Statements zur aktuellen Lage über die Entwicklung des HTS Gens, den bedrohlichen Situationen in den verschiedenen Staaten oder auch kleinen Nachrichten, die zum Verständnis der Handlung beitragen. Sowas mag ich sehr gerne!

Bei manchen Jugendbüchern kann ich mitfiebern und mitfühlen ohne dass ich merke, dass eine bestimmte Altersgruppe angesprochen wird - hier hab ich mich definitiv zu alt gefühlt für dieses pupertäre Gehabe. Auch wenn ich natürlich die Hintergründe dazu super interessant finde, grade weil man weiß, dass sich die Gen Forschung in unserer Zeit ja ebenfalls in dieser Richtung entwickelt, ist die Vorstellung von diesem Szenario mehr als gruselig; aber mit dieser übertriebenen Charaktervorstellung kann ich mich einfach nicht anfreunden. Auch das überdramatisierte Ende war nicht so meins.

Fazit: 2.5 Sterne

© Aleshanee
Weltenwanderer

  (5)
Tags: dystopie, jugendroman, reihe, verlag loewe   (4)
 

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321 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 10 Rezensionen

fantasy, lyra, der goldene kompass, kompass, kinder

Der Goldene Kompass

Philip Pullman , Wolfram Ströle , Andrea Kann
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 30.10.2015
ISBN 9783551583406
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Eins meiner absoluten Lieblingsbücher!

Zum Inhalt


Der erste Band der Trilogie spielt in einer Parallelwelt, die der unseren sehr ähnlich ist.
Lyra wächst in Oxford im Jordan College auf und zählt die Wissenschaftler zu ihrer Familie. Ihre Eltern leben nicht mehr und ihr einziger Verwandter, Onkel Asriel, schaut nur mal sporadisch vorbei. Als er jedoch an diesem verhängnisvollen Abend von einer Expedition aus dem Norden zurückkehrt, erfährt Lyra zum ersten Mal von dem mysteriösen "Staub" und von der ketzerischen Annahme, dass es außer ihrer Welt auch noch andere geben könnte.
Gleichzeitig verschwinden allerorts Kinder, scheinbar von den "Gobblern" entführt, doch niemand weiß, wer dahintersteckt noch was mit den Kindern passiert. Doch Lyra hat gar keine Zeit, sich damit zu befassen, denn die geheimnisvolle Mrs Coulter taucht im Jordan College auf und damit beginnt für das Mädchen eine unglaubliche Reise, die voller gefährlicher Abenteuer steckt ...

Meine Meinung

Wie hab ich dieses Buch geliebt! Es ist schon ewig her, seit ich es zum ersten Mal gelesen hab und es hat mich wieder von der ersten Seite an total in seinen Bann gezogen!

Schon der Schreibstil lässt einen sofort in diese Welt eintauchen, die im Grunde genauso wie unsere ist, sich aber in einigen Dingen unterscheidet. Ein bisschen Steampunk könnte man sogar sagen mit den fliegenden Zeppelinen und den anbarischen Lampen, aber der Hauptunterschied sind die Daemonen. Keine bösartigen Wesen sondern die menschliche Seele, sozusagen, die Gestalt annimmt in Form von Tieren. Jeder Mensch, und so auch Lyra, hat einen Daemon, der sie von Geburt an begleitet. Sie sind sich zugetan, spenden Trost und können sich nicht räumlich trennen und geben dem anderen somit immer das Gefühl, nie einsam zu sein!
Diese Vorstellung hab ich jedes Mal geliebt, wenn ich das Buch gelesen hab.

Dann gibt es noch diesen geheimnisvollen "Staub", den das Magisterium für gefährlich hält und über den Lyras Onkel Asriel unbedingt mehr herausfinden möchte. Was es damit auf sich hat, erfährt man nach und nach, genauso wie Lyras Rolle in der ganzen Geschichte.
Aber da ist noch so viel mehr! Denn es gibt Hexen, die mehr über das Schicksal von Lyra zu wissen scheinen, oder den Panzerbären Iorek Byrnison, der nicht nur zufällig ihren Weg kreuzt und natürlich das Aletiomether, den goldenen Kompass. Es ist ein Wahrheitsfinder und niemand weiß mehr genau, wie man ihn lesen kann; bis er in die richtigen Hände kommt.

"Lyra wird bei alldem eine große Rolle spielen, und zwar eine entscheidende.
Die Ironie ist nur, dass sie diese Rolle spielen muss, ohne dass sie weiß, was sie tut."
S. 37

Das Buch ist wirklich voll bepackt mit so vielen originellen Ideen, das man kaum zu einer Verschnaufpause kommt. Ständig gibt es etwas neues und selbst die ruhigeren Passagen faszinieren, weil sie zum Nachdenken anregen. Die Macht der Kirche, die hier hinter dem Wirken des Magisteriums steckt, ist durchweg latent vorhanden und auch viele Kleinigkeiten, hinter denen Tiefgründiges verborgen liegt, sind immer wieder zu finden.

Die Charaktere sind großartig, ob Haupt- oder Nebencharaktere, auch wenn sie nur kurz in Erscheinung treten, sie alle haben etwas besonderes, durch das sie einem im Gedächtnis bleiben. Vor allem auch die Gypter, ein fahrendes Volk das auf dem Wasser zu Hause ist, sind mir sehr ans Herz gewachsen!

Es gibt einige Spannungsbögen aber zum Schluss hin geht es nochmal richtig zur Sache und die Überraschung am Ende ... die lass ich euch selber lesen ;) Ich freu mich jetzt jedenfalls schon sehr auf den nächsten Band denn ich weiß, dass ich wieder genauso begeistert sein werde!

© Aleshanee
Weltenwanderer

His Dark Materials

1 - Der goldene Kompass
2 - Das magische Messer
3 - Das Bernsteinteleskop

  (6)
Tags: fantasy, jugendroman, kinder, reihe, reread, verlag carlsen   (6)
 

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(41)

58 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 40 Rezensionen

schattenfrau, lichtkämpfer, das erbe der macht, andreas suchanek, erbe der macht

Das Erbe der Macht - Schattenfrau

Andreas Suchanek
E-Buch Text
Erschienen bei Greenlight Press, 27.02.2017
ISBN 9783958342477
Genre: Sonstiges

Rezension:

Achtung! Spoiler zu den vorherigen Bänden!

Meine Meinung zu Silberregen und Schattenfrau

Besonders schön find ich ja, das immer anfangs ein kurzer Rückblick auf die bisherigen Ereignisse alles wieder gut in Erinnerung ruft.

Mittlerweile wissen wir ja, dass Max derjenige war, der durch den Wechselbalg ausgetauscht worden ist. Seine Genesung lässt allerdings auf sich warten und es fällt ihm nicht leicht, wieder in das "normale Leben" im Castillo einzusteigen. Die Wut und das Misstrauen sind nicht so leicht abzuschalten, aber auch Kevin, sein Freund, leidet mindestens ebenso sehr darunter. Wie Max sich verändert, da konnte ich sehr gut mitempfinden, obwohl ich den Hass auf seine Freunde nicht so nachvollziehen konnte - sie können ja nichts dafür. Aber da reagiert eben jeder anders.

Im Fokus standen in "Silberregen" vor allem aber auch Jen, Alex und Clara, die einen weiteren Splitter in einer Dimensionsfalte vermuten. Den zweiten also, den sie vor der Schattenfrau dringend finden müssen. Dabei gab es wieder einige neue Details über die Magie, die ich nach wie vor spannend finde.
Allerdings war mir das Tempo teilweise fast zu schnell. Durch die kurzen Kapitel und die prägnanten Sätze hat die Stimmung gelitten - ich kam mir eher wie ein Zuschauer vor, als wäre ich mit dabei. Um die Atmosphäre wirklich zu spüren hätte es in dem ein oder anderen Moment doch etwas mehr Tiefgang gebraucht.
Oftmals fehlten mir auch die Gefühle, gerade in Situationen, wo allein schon der körperliche Schmerz zumindest irgendeine Reaktion hervorrufen müsste. Das wurde mir alles etwas zu abrupt abgehandelt. Auch Jens Verhalten hat mir nicht so gefallen, sie fällt immer wieder ins Kindische, obwohl sie mir vom am Anfang der Reihe erwachsener in Erinnerung ist.

Bei der Schattenfrau hingegen - und ja, die Identität wird endlich enthüllt! - konnte ich wieder besser in die Geschichte eintauchen. Der Wortwitz war lockerer, die Atmosphäre dichter und ich war viel näher mit dabei.
Vor allem die vielen Cliffhanger am Ende der Kapitel sind schon super gesetzt, die treiben einen regelrecht weiter und die Spannung erhöht sich ständig. Während nämlich Alex, Jen und Clara der Schattenfrau hinterher jagen, werden andere Geheimnisse enthüllt, die teils eine akute Bedrohung darstellen und andererseits weit in die Vergangenheit reichen.

Natürlich wird dabei noch nicht alles aufgeklärt und das Ende verspricht wieder einige neue Abenteuer und ich hoffe, dass in den nächsten Bänden wieder mit dieser guten Mischung aus den Charakteren, der Magie und der Spannung weitergeht.

Fazit:
Silberregen 3.5 Sterne
Schattenfrau 4.5 Sterne


© Aleshanee
Weltenwanderer

Das Erbe der Macht

1 - Aurafeuer
2 - Essenzstab
3 - Wechselbalg
4 - Feuerblut
5 - Silberregen
6 - Schattenfrau
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fantasy, magie, das erbe der macht, andreas suchanek, urban fantasy

Das Erbe der Macht - Silberregen

Andreas Suchanek
E-Buch Text
Erschienen bei Greenlight Press, 30.01.2017
ISBN 9783958342460
Genre: Sonstiges

Rezension:

Achtung! Spoiler zu den vorherigen Bänden!

Meine Meinung zu Silberregen und Schattenfrau

Besonders schön find ich ja, das immer anfangs ein kurzer Rückblick auf die bisherigen Ereignisse alles wieder gut in Erinnerung ruft.

Mittlerweile wissen wir ja, dass Max derjenige war, der durch den Wechselbalg ausgetauscht worden ist. Seine Genesung lässt allerdings auf sich warten und es fällt ihm nicht leicht, wieder in das "normale Leben" im Castillo einzusteigen. Die Wut und das Misstrauen sind nicht so leicht abzuschalten, aber auch Kevin, sein Freund, leidet mindestens ebenso sehr darunter. Wie Max sich verändert, da konnte ich sehr gut mitempfinden, obwohl ich den Hass auf seine Freunde nicht so nachvollziehen konnte - sie können ja nichts dafür. Aber da reagiert eben jeder anders.

Im Fokus standen in "Silberregen" vor allem aber auch Jen, Alex und Clara, die einen weiteren Splitter in einer Dimensionsfalte vermuten. Den zweiten also, den sie vor der Schattenfrau dringend finden müssen. Dabei gab es wieder einige neue Details über die Magie, die ich nach wie vor spannend finde.
Allerdings war mir das Tempo teilweise fast zu schnell. Durch die kurzen Kapitel und die prägnanten Sätze hat die Stimmung gelitten - ich kam mir eher wie ein Zuschauer vor, als wäre ich mit dabei. Um die Atmosphäre wirklich zu spüren hätte es in dem ein oder anderen Moment doch etwas mehr Tiefgang gebraucht.
Oftmals fehlten mir auch die Gefühle, gerade in Situationen, wo allein schon der körperliche Schmerz zumindest irgendeine Reaktion hervorrufen müsste. Das wurde mir alles etwas zu abrupt abgehandelt. Auch Jens Verhalten hat mir nicht so gefallen, sie fällt immer wieder ins Kindische, obwohl sie mir vom am Anfang der Reihe erwachsener in Erinnerung ist.

Bei der Schattenfrau hingegen - und ja, die Identität wird endlich enthüllt! - konnte ich wieder besser in die Geschichte eintauchen. Der Wortwitz war lockerer, die Atmosphäre dichter und ich war viel näher mit dabei.
Vor allem die vielen Cliffhanger am Ende der Kapitel sind schon super gesetzt, die treiben einen regelrecht weiter und die Spannung erhöht sich ständig. Während nämlich Alex, Jen und Clara der Schattenfrau hinterher jagen, werden andere Geheimnisse enthüllt, die teils eine akute Bedrohung darstellen und andererseits weit in die Vergangenheit reichen.

Natürlich wird dabei noch nicht alles aufgeklärt und das Ende verspricht wieder einige neue Abenteuer und ich hoffe, dass in den nächsten Bänden wieder mit dieser guten Mischung aus den Charakteren, der Magie und der Spannung weitergeht.

Fazit:
Silberregen 3.5 Sterne
Schattenfrau 4.5 Sterne


© Aleshanee
Weltenwanderer

Das Erbe der Macht

1 - Aurafeuer
2 - Essenzstab
3 - Wechselbalg
4 - Feuerblut
5 - Silberregen
6 - Schattenfrau
7 - 12 in Planung

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