Aleshanee

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1.461 Bibliotheken, 68 Leser, 4 Gruppen, 237 Rezensionen

thriller, psychothriller, sebastian fitzek, fitzek, das paket

Das Paket

Sebastian Fitzek
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Droemer, 26.10.2016
ISBN 9783426199206
Genre: Krimi und Thriller

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705 Bibliotheken, 2 Leser, 5 Gruppen, 59 Rezensionen

liebe, märchen, hexe, die schöne und das biest, fluch

Beastly

Alex Flinn , Sonja Häußler
Flexibler Einband: 333 Seiten
Erschienen bei Baumhaus Verlag ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 16.03.2012
ISBN 9783843200691
Genre: Jugendbuch

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59 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

verlag script5, jugendroman, reihe, fantasy

Wo das Dunkel schläft

Maggie Stiefvater , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Loewe, 13.03.2017
ISBN 9783785583319
Genre: Jugendbuch

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Tags: fantasy, jugendroman, reihe, verlag script5   (4)
 

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

mystery, eigenverlag, reihe

Vakkerville-Mysteries - Teil 2: Nebelgrenze (Vakkerville Mysteries)

Anton Serkalow
E-Buch Text: 372 Seiten
Erschienen bei Anton Serkalow, 27.01.2017
ISBN B01MDTS5VL
Genre: Sonstiges

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Tags: eigenverlag, mystery, reihe   (3)
 

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25 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

gesellschaft, dystopie, thriller, verlag arctis, politik

Epidemie

Åsa Ericsdotter , Ulla Ackermann
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Arctis Verlag, 10.02.2017
ISBN 9783038800026
Genre: Krimi und Thriller

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Tags: dystopie, gesellschaft, politik, thriller, verlag arctis   (5)
 

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255 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 48 Rezensionen

wales, historischer roman, england, normannen, mittelalter

Die Tochter des letzten Königs

Sabrina Qunaj
Flexibler Einband: 750 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 19.05.2014
ISBN 9783442479887
Genre: Historische Romane

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Tags: reihe, verlag goldmann   (2)
 

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176 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 59 Rezensionen

thriller, psychothriller, spannung, saving grace, ehe

Saving Grace - Bis dein Tod uns scheidet

B.A. Paris , Wulf Bergner
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 21.11.2016
ISBN 9783734102639
Genre: Krimi und Thriller

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Tags: thriller, verlag blanvalet   (2)
 

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67 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

krimi, inspector lynley, england, mord, lynley

Gott schütze dieses Haus

Elizabeth George , Mechtild Sandberg-Ciletti
Flexibler Einband: 381 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 19.03.2012
ISBN 9783442478255
Genre: Krimi und Thriller

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62 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

bipolare störung, gavin extence, libellen im kopf, limes, psychiatrie

Libellen im Kopf

Gavin Extence , Alexandra Ernst
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Limes, 14.11.2016
ISBN 9783809026341
Genre: Romane

Rezension:

Die Geschichte steigt sofort in dem Moment ein, in dem Abby ihren Nachbarn tot in seinem Sessel findet. Auch wenn sie ihn kaum kennt wundert so manchen sicher ihre gelassene Reaktion und das völlige Fehlen von Emotionen, die sie dabei an den Tag legt. Man merkt also sofort, dass bei ihr irgendetwas anders läuft bzw. sie zumindest ein bisschen anders tickt als andere Menschen.

Aus der Ich Perspektive erzählt gelingt es dem Autor sehr gut, die intensiven Gedankengänge von Abby anschaulich zu machen, auch wenn man sich oft nicht so recht reinversetzen kann. Denn obwohl sie sehr in ihrer Gefühlswelt lebt, sind ihre Aktionen manchmal oder vielleicht gerade deshalb fragwürdig. Allerdings konnte ich vieles sehr gut nachvollziehen, denn wie oft hat man selber total kuriose Gedanken, die man jedoch recht schnell verwirft und erst recht keinem anderen direkt anvertrauen würde - weil es nicht "normal" erscheint.
Aber was ist schon normal? Diese Frage beschäftigt mich oft und diese Geschichte hat dieses Thema bei mir wieder aufgeworfen. Denn prinzipiell ist ja alles normal, sonst würde es ja gar nicht "existieren" oder vorkommen. Nur weil eine Mehrheit es anders macht und eine Norm daraus entsteht, muss man sich ja nicht in ein Muster pressen lassen. Anders sieht es natürlich mit Krankheiten aus, bei denen die Menschen drunter leiden und aus ihrem Schema nicht mehr alleine rauskomkmen.

Gavin Extence leidet selbst unter eine bipolaren Störung, was das ganze für mich nochmal interessanter gemacht hat: denn jemand mit eigener Erfahrung kann doch reeller darüber schreiben als jemand, der sich "nur" damit beschäftigt hat.

Abby steht also vorerst mal ständig unter Hochspannung und sprudelt regelrecht über vor Gedanken und Aktionen. Sie eckt damit natürlich an, kann nicht einschätzen, wie andere auf bestimmte Dinge reagieren und ist mit ihrer quirligen Art sicher kein einfacher Charakter. Das merkt sie selbst schon und ihr ist es bewusst, aber sie kann das sehr gut verdrängen und besticht auch irgendwie mit ihrer "Leichtigkeit". Ihre Besuche bei der Therapeutin zeigen aber auch deutlich, wie schwierig es für sie manchmal ist, die einfachsten Entscheidungen zu treffen und auch zu beurteilen.
Das Finden der Leiche ihres Nachbarn hat bei ihr einen Schub ausgelöst - sie setzt sich damit sehr vehement wenn auch unorthodox auseinander und steigert sich dabei immer mehr in eine Manie.

"Ich bin nicht länger Abby, ich bin Alice, die in das Kaninchenloch purzelt
und nicht mehr weiß, wo oben und unten ist, oder rechts und links."
S. 156

Ich hab es als sehr faszinierend empfunden, so nah an diesem Empfinden dran zu sein, dieser völlig fehlenden Impulskontrolle - teilweise ist es mir aber auch nicht leichtgefallen aufgrund einiger persönlicher einschneidender Erfahrungen in den letzten Jahren. Vor allem in dem Moment, in dem sich alles ins Gegenteil verkehrt, denn natürlich bleibt diese Hochstimmung nicht endlos vorhanden.
Vor allem auch das Problem mit Ärzten, mit Diagnosen und Behandlungen ist mir bis zu einem gewissen Grad vertraut, auch wenn hier alles zwar anschaulich, aber eben für die Allgemeinheit annehmbar dargestellt wird. Zumindest was meine Sicht auf diese Dinge betrifft.

"Je länger ich darüber nachdachte, desto klarer wurde mir,
dass geistige Gesundheit nichts weiter war als eine Frage des Benehmens.
Sie konnte gemessen werden anhand der Sauberkeit von Haaren,
an der Mimik und wie man auf eine Reihe von gesellschaftlichen
und sozialen Stichworten reagierte."
S. 210

Mit Beck hat Abby einen wunderbaren Freund, der ihr so gut er kann beisteht. Wie schwierig es gerade für ihn oder Angehörige ist, konnte ich sehr gut nachempfinden und es gehört schon eine Menge Mut und Durchhaltevermögen und Liebe dazu, um mit Menschen mit einer psychischen Krankheit irgendwie auszukommen und vor allem zusammenzuleben.

Diese Geschichte gibt einen sehr intensiven und ehrlichen Einblick in das Gefühlschaos und den außergewöhnlichen Verlauf dieser Krankheit, die so gegensätzliche Phasen durchläuft. Dabei sieht man sehr deutlich, wie schwer es zu verstehen und nachzuvollziehen ist.

Mutig fand ich auch, dass der Autor am Ende zwar sehr kurz, aber auch sehr offen über seine eigene Erfahrung mit Manie und Depression erzählt und ich kann ihm nur wünschen, dass er in Zukunft mit seinem Leben gut klarkommt und dass er glücklich ist.

"Sie können niemanden glücklich machen, genauso wenig, wie jemand Sie glücklich machen kann. Echtes Glück funktioniert anders. Man muss lernen, alleine glücklich zu sein.
Dann kann man anfangen zu überlegen, wie man mit jemand anderem glücklich ist." S. 293

© Aleshanee
Weltenwanderer

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Tags: roman, verlag limes   (2)
 

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mystery, jugendroman, reihe, verlag bloomoon

Sunshine Girl - Das Erwachen

Paige McKenzie , Alyssa Sheinmel
E-Buch Text: 336 Seiten
Erschienen bei bloomoon, 15.02.2017
ISBN 9783845821924
Genre: Sonstiges

Rezension:

ACHTUNG! SPOILER ZU BAND 1

Band 1 hatte mich ja positiv überrascht durch die lockere, jugendliche Schreibweise, mit der Sunshine hier ihre Geschichte erzählt. Jetzt im zweiten Band war das manchmal etwas zuviel des guten und ich empfand auch ihr Gedankenkarussell und ihre damit einhergehenden Wiederholungen doch etwas ermüdend.

Die Handlung hat eine Wendung genommen, die ich nicht so gelungen fand. Es ist natürlich eine logische Konsequenz, dass Sunshine sich mit ihren Kräften beschäftigen und alles lernen muss, der Rahmen dazu hat mir aber nicht so gefallen. Auch zog sich das ganze etwas hin, bis mal etwas passiert ist und die "Lernmethoden" waren mir zu schlicht und haben den Zweck total verfehlt. Für das, was ihr tatsächlich bevorsteht und wohin ihr Mentor sie führen will, hätte man sich ruhig noch etwas originelleres einfallen lassen können.

Sunshine wirkt dieses Mal viel naiver auf mich. Sie hat Zusammenhänge nicht gesehen, die mir als Leser sofort ins Auge gesprungen sind und auch die anderen Figuren haben mich in ihrem Handeln und Denken manchmal etwas genervt. Relevante Tatsachen werden nicht angesprochen und damit rausgezögert, was die Geschichte eigentlich nicht nötig gehabt hätte.
Sehr seltsam fand ich ja schon zu Beginn die fast gleichgültige Reaktion von Sunshines Mutter auf die Neuigkeit, eine Art "Geisterbeschwörerin" zur Tochter zu haben. Vieles wird einfach hingenommen und Aussprachen aufgeschoben, einfach weil es der Handlung dient.
Die mit ins Spiel gebrachte Dreiecksgeschichte fand ich auch nicht unbedingt nötig.

Und ich hab Nolan vermisst! Seine Rolle schrumpft hier auf ein paar winzige Auftritte. Das fand ich echt schade, denn er ist mir sehr ans Herz gewachsen. Er hat zwar einen wichtigen Part übernommen, bei dem sich recht schnell heraus kristallisiert, welche Gefahr Sunshine tatsächlich droht - dadurch wird einiges aber auch vorhersehbar.

Ich muss zugeben, dass ich ein bisschen enttäuscht war und eher einen (leider) typischen Mittelteil á la Lückenfüller bekommen habe, dem die vielen Gruselelemente gefehlt haben, die mir gerade beim Auftakt so gut gefallen haben. Meine Erwartungen, wie es weitergeht waren einfach völlig anders und ich hatte mir mehr unheimliche Momente erhofft. Das ganze Geisterthema gehört schon der Normalität an und die ganzen Aktionen zielten vor allem darauf ab, irgendwie zur nächsten großen Enthüllung zu kommen.
Dafür erfährt man aber viele Details aus der Vergangenheit und kann die Zusammenhänge erkennen. und der Schluss zieht dann sehr am Tempo an und es wird auch richtig spannend.

Auf den Abschlussband bin ich trotzdem gespannt, denn das Ende von Band 2 hält viele Enthüllungen bereit, die mich neugierig gemacht haben. Ich hoffe, dass es mich dann mehr überraschen kann und die Handlung wieder etwas schlüssiger wird.

© Aleshanee
Weltenwanderer

Sunshine Girl

1 - Die Heimsuchung
2 - Das Erwachen
3 - The Sacrifice of Sunshine Girl (erscheint im Original im April 2017)

  (9)
Tags: jugendroman, mystery, reihe, verlag bloomoon   (4)
 

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124 Bibliotheken, 2 Leser, 9 Gruppen, 20 Rezensionen

fantasy, tarean, hexenmeister, irrlicht, calvas

Sohn des Fluchbringers

Bernd Perplies
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 18.08.2008
ISBN 9783802581809
Genre: Fantasy

Rezension:

4.5 Sterne

Das war mal wieder ein großartiger Auftakt zu einem typischen High Fantasy Abenteuer, wie man es sich wünscht! Auch wenn es als Jugendbuch ausgelegt ist, ist es genauso für Erwachsene gedacht, denn es hat alles, was man in dem Genre erwartet!

Schon der Einstieg im Prolog hat mir sehr gut gefallen: eine Rückschau zur großen Schlacht, in dem der Ordenskrieger Agialon durch eine böse Täuschung den Verteidigern der freien Länder in den Rücken fällt und damit den Sieg des bösen Hexenmeisters Calvas begünstigt. Diese Schmach wird auch durch seinen Tod lange nicht vergessen, denn auch 16 Jahre später muss sich sein Sohn, Tarjean, noch immer Häme und Spott anhören. "Sohn des Fluchbringers" wird er genannt, doch den Mut hat er ebenfalls geerbt und so begibt er sich bald auf einen ungewissen Weg. Sein Ziel ist nichts geringeres als Calvas zu töten und den guten Namen seines Vaters wieder reinzuwaschen.

Ich war sofort in den Bann gezogen durch die charmante Atmosphäre der Welt Endar, aber vor allem auch durch die illustren Verbündeten, die sich Tarean während seiner Reise anschließen. Der Schreibstil ist anspruchsvoll und sehr schön angepasst und lässt einen direkt durch die Seiten fliegen. Stimmige Übergänge und teils witzige Dialoge führen durch eine gut durchdachte Handlung, in die der Autor viele originelle Ideen einfließen lässt. Manch kleine Details haben mich an Herr der Ringe erinnert, was aber nicht gestört hat sondern eher eine Verbundenheit hevorgerufen hat.
Die Welt Endar ist außer mit den bekannten Alben mit vielen außergewöhnlichen Kreaturen bevölkert, und ich bin ein großer Fan von dem Irrlicht Moosbeere und dem muskulösen Bromm geworden!
Aber auch all die anderen Figuren wurden mit liebevollen Eigenheiten ausgestattet, die mich fasziniert haben. Die allgegenwärtige Magie bleibt dabei eher am Rande, es wird also nicht mit Zaubersprüchen oder ähnlichem um sich geschleudert, aber trotzdem hat es einen immer wieder einen schönen Nebeneffekt.

Auch fand ich den Grundgedanken dieser Last der Generationen schön, denn die Übertragung dessen, was Tareans Vater getan hat, bleibt über die Jahre an dem Jungen hängen, obwohl er ja im Grunde nichts damit zu tun hatte. Dass er sich da wieder herauskämpfen und zeigen wollte, wie falsch diese Vorurteile sind, war ein schöner Gedanke :)

Kleine Spannungsbögen haben sich mit ruhigeren Phasen abgewechselt, wobei es immer wieder neues zu entdecken gab. Am Ende hat das Tempo nochmal angezogen und eine dramatische Schlacht geliefert, die das ganze perfekt abgerundet hat. Ich freu mich jetzt jedenfalls schon sehr auf die Fortsetzung!

© Aleshanee
Weltenwanderer

Tarean Trilogie

1 - Sohn des Fluchbringers
2 - Erbe der Kristalldrachen
3 - Ritter des Ersten Lichts

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Tags: fantasy, jugendroman, reihe, verlag lyx   (4)
 

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126 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 53 Rezensionen

geister, paige mckenzie, mystery, grusel, haus

Sunshine Girl - Die Heimsuchung

Paige McKenzie , Alyssa Sheinmel , Doris Hummel
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei bloomoon, 18.08.2016
ISBN 9783845814032
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die 16jährige Sunshine hat einen lockeren Ton und erzählt aus der Ich-Perspektive in ihrem jugendlichen Stil die sonderbaren Ereignisse, die ihre Mutter und sie in dem neu bezogenen Haus in Ridgemont erwarten.
Sie ist eigentlich ein gewöhnlicher Teenager und hat mit den typischen Problemen zu kämpfen, wenn man etwas anders ist als alle anderen. Second-Hand Klamotten sind ihr Markenzeichen, ihr Faible für altmodische Fotografien aus der Dunkelkammer und ihre Mutter als beste Freundin machen sie speziell, aber auch sehr liebenswert.
Doch wie sehr anders merkt sie erst, als sie mit ihrer Mutter in das verregnete Ridgemont zieht. Das Haus kommt ihr von Anfang an gruselig vor - sie liebt das Wort gruselig wirklich sehr - und es fängt auch recht schnell damit an, dass seltsame und unerklärliche Dinge passieren.
Sunshine geht damit aber sehr gut um, ist kein verschrecktes Hühnchen, sondern nimmt sich dem Problem an und sammelt Beweise dafür, wovon sie fest überzeugt ist: ein Geist geht in ihrem Haus um. Ihre Mutter glaub ihr natürlich kein Wort, denn sie hört nicht das ferne Kinderlachen aus dem ersten Stock, die geheimnisvollen Schritte oder sieht die vielen anderen Kleinigkeiten, die Sunshine einen Schauer nach dem anderen über den Rücken jagen.

Nolan, er ist mir sehr ans Herz gewachsen! Mit ihm kann Sunshine über alles sprechen und er hilft ihr, sich dem Problem zu stellen, dass ihr langsam über den Kopf wächst.
Ich mag ja diese kleinen Zwistigkeiten zwischen zwei Protas gerne, aber es war hier sehr angenehm, dass Nolan einfach mal ein wirklich netter Kerl ist, auf den man sich verlassen kann. Der sich nicht einschüchtern lässt und der ganzen Geschichte einen ganz leicht romantisch angehauchten Beigeschmack gegeben hat.

Es ist eine typische Geistergeschichte, hat aber viele neue originelle Ideen, die mich begeistert haben. Das Tempo geht gut voran, auch wenn Sunshine auch etwas weniger Selbstgespräche hätte führen können, da wiederholt sie sich manchmal schon, war aber noch im Rahmen. Gegruselt hat es mich mal wieder nicht, auch wenn die vielen kleinen Elemente dafür prädestiniert waren. Trotzdem hab ich sehr mit den Figuren mitgefiebert! Auch gibt es noch einen außenstehenden Beobachter, der eine ganz besondere Rolle einnehmen wird und man erstmal rätselt, was es wohl mit ihm auf sich hat. Einiges wirkte etwas konstruiert aber die Zufälle ließen sich auch ganz gut erklären.

Der Schluss war mir dann etwas zu dramatisch, hat aber zu dem ganzen Aufbau gepasst und ich hab immer mitgefiebert, auch wenn klar war, wie es enden wird. Eine Überraschung wartet dann aber doch noch und ich bin total gespannt, wie es im zweiten Band weitergeht.
Eine frische, originelle und vor allem unterhaltsame Geschichte, die mir viel Spaß gemacht hat!

Und bei der Hardcoverausgabe lohnt es sich auch mal, unter den Schutzumschlag zu schauen ;)

© Aleshanee
Weltenwanderer

Sunshine Girl

1 - Die Heimsuchung
2 - Das Erwachen
3 - The Sacrifice of Sunshine Girl (erscheint im Original im April 2017)

  (11)
Tags: grusel, jugendroman, mystery, reihe, verlag bloomoon   (5)
 

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218 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

fantasy, nina blazon, liebe, der dunkle kuss der sterne, cbt verlag

Der dunkle Kuss der Sterne

Nina Blazon
Flexibler Einband: 420 Seiten
Erschienen bei cbt, 09.11.2015
ISBN 9783570310366
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Es ist der dritte Band der Autorin der in der Faunblutwelt spielt und ich bin wie jedes Mal total begeistert, mit welcher Vielfalt und welchem Geschick sie ihre Ideen zu einer so fein gesponnenen Wirklichkeit verstrickt und dabei eine bezaubernde Atmosphäre schafft!

Der Schreibstil ist wie immer wunderschön zu lesen, flüssig und mit vielen Metaphern gespickt. Dabei geht es mit einem guten Tempo voran, ohne sich in Details zu verlieren aber mit genügend Eindringlichkeit, um mich als Leser mitten hinein zu versetzen. Es hat regelrecht einen Sog entwickelt, dem ich mich kaum entziehen konnte!

Die Charaktere sind zwar aus dem typischen Muster, erhalten aber ihre ganz eigenen Note und die vielen leisen Zwischentöne haben mir besonders gut gefallen. Canda verändert sich auf ihrer Reise und macht eine erstaunliche Entwicklung durch, während die anderen Figuren durch ihr prägnantes Wesen überzeugt haben.

Hinter der Handlung steckt auch hier wieder eine tiefergehende Frage: nach dem Glück des Einzelnen und ob er es tatsächlich für sich gepachtet hat. Wir Menschen haben viele Gaben und erfreuen uns am Erfolg, gleich ob es um den zwischenmenschlichen, den beruflichen oder persönlichen Bereich geht. Aber darf man daran festhalten und sich über andere stellen und ihnen damit jegliche Chancen nehmen? Und wie sehr lassen wir uns davon täuschen und einschüchtern, von der Macht, dem Reichtum oder der Arroganz der vermeintlich "Besseren"?
Mit offenen Augen durch die Welt zu gehen und hinter die Masken zu schauen ist nicht leicht, zeigt uns aber eine Schönheit, die reiner und ehrlicher ist als alles andere und die unser Herz berühren kann.

Das alles wird raffiniert und mit vielen phantastischen Elementen in die Geschichte eingebracht, die auch einige Überraschungen und gegen Ende eine gute Portion Spannung bereit hält. Ein wunderschönes und zu Herzen gehendes Lesevergnügen!

© Aleshanee
Weltenwanderer

Geschichten aus der Faunblutwelt

1 - Faunblut
2 - Ascheherz
3 - Der dunkle Kuss der Sterne
4 - Der Winter der schwarzen Rosen

  (12)
Tags: fantasy, jugendroman, reihe, verlag cbt   (4)
 

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61 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

kernstaub, dystopie, verlag drachenmond, science fiction, 2017

Weltasche

Marie Graßhoff
Flexibler Einband: 756 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 15.10.2016
ISBN 9783959917025
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Ich versuche mal kurz zusammen zu basteln, worum es hier im Groben überhaupt geht

Mara ist der Fixpunkt in dem monumentalen System des Universums, denn sie ist der letzte Störfaktor, den der "Kern" aus dem Weg schaffen will. Seit Jahrhunderten sind die Wächter auf der Jagd nach ihr, doch sie selbst ist sich dessen gar nicht bewusst. Um allen Seelen den Weg zur Perfektion zu ebnen, muss sie sterben, doch die Welt in der Zukunft kämpft auf einer vom vierten Weltkrieg zerstörten Erde ums nackte Überleben und die Hoffnung wandelt mit den Kräften von Mara auf einem schmalen Grad.

Die Überlebenden kämpfen um Bündnisse, ohne denen das Weiterleben kaum möglich ist; dabei müssen alte Feindschaften begraben und Vertrauen auf die Probe gestellt werden. Mara ist währenddessen auf der Suche nach ihrem einzigen Halt und lernt ein völlig neues Leben kennen.
Gleichzeitig erwacht eine uralte Macht, deren Einfluss immer mehr auf die Ereignisse zugreift und deren Absicht lange im Dunkeln bleibt ...

Meine Meinung

Der Anfang war mal wieder etwas verwirrend, denn es gibt zwei Handlungsstränge mit Mara, die parallel und in verschiedenen Welten aber im selben Jahr 2639 n. Chr. laufen. Lasst euch davon aber nicht beirren, denn die Autorin schafft es hier perfekt, das Zusammenspiel nach und nach aufzuklären.

Ein neuer Charakter taucht mit Leo auf, einer Anomalie in den Himmelsstädten, die von Theia regiert werden. Im ersten Teil hatte man noch sehr wenig Einblick auf dieses System und wie alle Ideen war es auch hier wieder faszinierend, welche abstrakten Impulse Marie Graßhoff entstehen lässt. Man kann sich alles super vorstellen und ich hatte auch immer das Gefühl, mitten drin zu sein. Dass diese Welten genau so existieren und ich jede Regung mitempfinden kann!

Dann gab es auch einen Sprung in die Vergangenheit vor 515 Jahren: Liesa wächst in der zerstörten und verstrahlten Welt auf und hat mich sich und ihrem Leben zu kämpfen. Doch das Schicksal ebnet ihr einen Weg, der sie untrennbar mit den zukünftigen Ereignissen verbindet und enthüllt einige Rätsel aus der Vergangenheit.

Jeder der Charaktere, ob Protagonist oder Nebenfigur ist großartig ausgearbeitet, hat seinen Platz erfüllt seine Rolle. Der Kreativität sind hier wirklich keine Grenzen gesetzt und trotzdem sind sie alle durchweg authentisch und spiegeln genau wider, was an Wissen und Emotionen wichtig ist.

Der Schreibstil ist der Hammer! Hier kann man sosehr in den Worten und Sätzen versinken, dass das Auftauchen in die ferne Realität echt nicht einfach ist! Es gibt so unendlich viele philosophische Hintergedanken, die teilweise direkt, in Bildern, Stimmungen oder zwischen den Teilen fokussiert werden, dass das Gefühl beim Lesen sehr in die Tiefe geht! Es ist dadurch natürlich keine Geschichte, die man schnell weg liest (alleine natürlich auch schon durch den Umfang), aber man sollte sich diese Zeit wirklich nehmen, denn es macht so viel Spaß, sich mit den essentiellen Gedanken zu beschäftigen.

Außerdem schafft Marie es, auch ohne ständige Spannungssprünge und eher ruhigerem Tempo, den Leser so sehr zu fesseln und mitzureißen, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte! Kleine Aha-Effekte, neue Fragen, wichtige Details, Überraschungen und die welchsenden Perspektiven mit den kleinen Cliffhangern machen das ganze an sich schon spannend genug, so dass es auf keiner Seite langweilig ist oder sich hinzieht! Dazu diese großartige Schreibweise, bei der man sich einfach fallenlassen kann.

Trotz der Komplexität ist alles super genial ineinander gegliedert und aufgebaut! Und logisch! Auch wenn natürlich noch nicht alles aufgeklärt wird - es kommen ja noch einige Fortsetzungen - wird einiges aufgedeckt und neu aufgeworfen, was die Neugier weckt! Gerade bei der Vielschichtigkeit der Dimensionen hier hab ich größten Respekt vor der Autorin, und vor allem auch vor ihren hintergründigen Gedankenspielen, die sie so anschaulich in vielerlei Art an den Leser heranträgt.

Fazit

Der erste Band hatte mich ja trotz großem Respekt vor dem Weltenaufbau noch ein bisschen zurückhaltend sein lassen, weil es mir da eben doch manchmal etwas zu ausufernd war mit den vielen Gedanken usw. Das war dieses Mal gar nicht der Fall und alles hat perfekt gepasst! Ich hoffe, ihr könnt meine Begeisterung spüren, denn das alles in Worte zu fassen ist echt nicht einfach ;)

- Durchwegs fesselnd durch die verschiedenen Handlungsstränge und kleinen Cliffhanger;
- ein grandioser Schreibstil mit tiefsinnigen Gedanken in einem philosophischen Spiegelkabinett,
- ein überdimensionaler, logisch in sich aufbauender Weltenentwurf und
- so viele großartige Ideen und kleine Details, die alles echt und realitätsnah wirken lassen.

Ich war total geflasht und ich LIEBE dieses Buch!

© Aleshanee
Weltenwanderer


Die Kernstaub Reihe

1 ~ Kernstaub
Über den Staub an Schmetterlingsflügeln

2 ~ Weltasche
2.1 Über das Gift an Quallenmembranen
2.2 Über das Öl in Wolkengebirgen

3 ~ Nebelecho
3.1 Über das Blut an Falkengefieder
3.2 Über das Licht in Stahluniversen
3.3 Über das All in Splittergedanken

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Tags: highlight, reihe, science fiction, verlag drachenmond   (4)
 

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45 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

thriller, horror, ring, japa, jenny milewski

Angstmädchen

Jenny Milewski , Maximilian Stadler
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.01.2017
ISBN 9783453438804
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ja, wo fange ich da jetzt an ... ich weiß ehrlich gesagt nicht, wer den Büchern den Genre-Stempel aufdrückt und gerade "Thriller" sieht man sehr oft, die sich dann als etwas völlig anderes entpuppen. Thrill steht für mich für atemlose Spannung, eine fesselnden Handlung, Schockmomente! Das alles hat hier gefehlt und leider auch noch mehr. Ich hab schon einige begeistere Rezensionen zu dem Buch gelesen und kann leider nichts davon nachvollziehen.

Schon der Schreibstil war für mich von der ersten Seite an sehr gewöhnungsbedürftig. Malin erzählt ihre Geschichte mit sehr einfachen, ja fast schon spröden Worten, die mich eher an einen Schulaufsatz erinnern. Liegts an der Übersetzung? Ich weiß es nicht und ich konnte mir auch nicht vorstellen, wie man das in dieser Art überhaupt veröffentlichen konnte. Das ganze wirkte so aufgesetzt und holprig, dass es für mich keine Freude zu lesen war.

Die Handlung beginnt langsam und steigert das Tempo leider auch nicht. Während Malin, die frisch in ein Zimmer eines Studentenwohnheims in Schweden eingezogen ist, immer mehr seltsame Vorkommnisse bemerkt, die mit dem Selbstmord der vorherigen Studentin zusammenhängen, schweift die Autorin immer wieder ab. Unwichtige Details über das Campusleben, Ausflüge in einen Club oder in Beziehungstreitigkeiten bremsen immer wieder den Fluss und haben eher genervt, als neugierig zu machen.

Malin selber ist mir auch nicht wirklich sympathisch geworden - ihr Selbstmitleid ist ermüdend und ihre verkorksten Gefühle kann selbst ich nicht nachvollziehen. Ihre Mitbewohner, ein sehr bunt gemischter Haufen, bleibt leider durchweg relativ blass.

Grusel, Horror, Spannung? Fehlanzeige! Ich war oft nah dran, Seiten zu überblättern, weil es einfach nicht vorwärts ging, aber ich habe immer noch gehofft, dass sich noch was rührt, dass noch ein Gänsehauteffekt kommt. Es gab einige typische und das Klischee bedienende Elemente aus der asiatischen Horrorecke, die aber leider so schlecht in Szene gesetzt wurden bzw. so kurz und unbeteiligt dargestellt wurden, dass es mich nicht packen konnte. Da hatte ich bei jedem Horror-College-C-Movie mehr Angst.

Ich hatte mich auf ein unheimliches und spannendes Leseerlebnis gefreut und leider nur ein paar zähe Stunden bekommen, wo das einzig gruselige der Schreibstil war.

© Aleshanee
Weltenwanderer

  (17)
Tags: horror, jugendroman, thriller, verlag heyne   (4)
 

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56 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 15 Rezensionen

fantasy, david hair, reihe, mehrteiler, fantasi

Die Brücke der Gezeiten - Die scharlachrote Armee

David Hair , Michael Pfingstl
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 29.06.2015
ISBN 9783764531393
Genre: Fantasy

Rezension:

4.5 Sterne für eine großartige Fortsetzung!

Worum gehts?

Die Welt Urte hat sich vor langer Zeit auf zwei Kontinente gespalten: das nördliche Yuros mit einem kalten Klima und das südliche Antiopia. Getrennt von einem wilden Ozean hat sich die Bevölkerung auf beiden Seiten unterschiedlich entwickelt und auch im Glauben trennen sie wortwörtlich Welten.

Vor 500 Jahren jedoch entdeckte eine Sekte die Gnosis, eine Art Magie; doch deren Trank forderte viele Tote und nur dreihundert haben überlebt.
Ein Drittel davon berauschte sich an der neu gewonnen Macht, eroberte den nördlichen Kontinent und gründete das neue Reich Rondelmar. Das zweite Drittel zog sich in friedlichen Absichten unter Antonin Meiros zurück und bildete den Ordo Costruo.
Das restliche Drittel konnte nur dann über Magie verfügen, wenn es von einem sterbenden Magi die Seele trank. Von den anderen verabscheut zogen sich diese in den Schutz der Verborgenheit zurück.

Antonin Meiros schuf schließlich gemeinsam mit seinem Ordo Costruo die Gezeitenbrücke, die die beiden Kontinente miteinander verbindet, um einen friedlichen Handel der beiden Völker voranzutreiben. Doch Macht und Neid ließ den rondelmarischen Kaiser Legionen nach Süden treiben, wo es zu erbitterten Schlachten und Plünderungen kam.
Doch die Brücke ist nur alle 12 Jahre während der Mondflut passierbar und beim zweiten Kriegszug fielen dem Kaiser seine eigenen Vasallenstaaten in den Rücken.

928 steht die nächste Mondflut bevor und die Leviathan Brücke erhebt sich aus dem Meer - der Norden rüstet sich zum Krieg und der Süden tut alles, um ein erneutes Blutvergießen zu verhindern.

Meine Meinung

Die ersten beiden Bände waren mehr eine Vorbereitung auf das, was jetzt ins Rollen gekommen ist. Der Entwurf dieser Welt ist wirklich sehr gekonnt durchdacht, auch wenn er sich unserer Welt, unserem Denken und Glauben angleicht. David Hair hat so viele brillante Ideen, die diese fremden Länder anschaulich und echt wirken lassen und denkt dabei in großen Dimensionen: je mehr ich darüber lese und erfahre, desto mehr hab ich den Eindruck, dass ich noch sehr lange nicht alles davon kennen werde.

Der Schreibstil ist relativ einfach, manchmal etwas ausschweifend, aber durwegs fesselnd und auch wenn die Intrigen und Machtkämpfe immer im Vordergrund stehen, sind es doch die Protagonisten, die mich besonders faszinieren.

Dabei geht es um einen jungen Magus, der gegen die Ungerechtigkeit kämpft, eine kaltblütige Intrigantin, die plötzlich die Seiten wechselt und eine junge, einfach gestrickte Südländerin, deren Leben von einem Tag auf den anderen völlig auf den Kopf gestellt wird. Sie alle beeinflussen den Lauf der Dinge mehr, als ihnen bewusst ist - doch es gibt noch einige andere Nebenfiguren, die im Lauf der Geschichte eine immer größere und präsentere Rolle spielen.
Der Autor verknüpft hier sehr gekonnt die Schicksalsfäden der Protagonisten und überrascht immer wieder mit verblüffenden Wendungen.
Vor allem die Cliffhanger am Ende der Kapitel sind bestens gewählt. Es wird abwechselnd aus verschiedenen Perspektiven erzählt, so dass man einen guten Überblick über die Lage auf beiden Kontinenten behält. Dabei erhält man auch einen guten Einblick in die Figuren, die sehr vielschichtig und ganz besondere Persönlichkeiten sind. Das Tempo geht gleichbleibend gut voran und die verschiedenen Sichtweisen bieten viel Abwechslung.

Das Wesen der Magie, die Entwicklungen der Charaktere, die vielen kleinen Details, das alles zeichnet eine beeindruckende Welt, die der unseren gar nicht so unähnlich ist und die mich mittlerweile total in den Bann gezogen hat. Hier sollte man sich nicht vom ersten Teil abschrecken lassen, der noch nicht ganz diese Wirkung entfalten kann, weil sich das alles erst entwickeln muss und ich bin wirklich froh, den Rat befolgt und einfach weitergelesen zu haben!

Besonders schön finde ich auch hier wieder wie gezeigt wird, dass jeder der Figuren glaubt, im Recht zu sein. Jeder von ihnen hat eine Vergangenheit, die ihn geprägt hat und auf deren Wahrnehmung er handelt bzw. glaubt, nicht anders handeln zu können: sei es aus Pflichtgefühl, Verzweiflung oder der inneren Überzeugung heraus. Auch wenn man immer eine Wahl hat, ist die Entscheidung, sie zu treffen, doch niemals leicht.

Band 4 wird sicher bald bei mir einziehen und ich bin schon mega gespannt, wie die Saga weitergeht!

---> Lest bitte nicht den vorderen Klappen-Innentext, der spoilert ziemlich heftig, bei jedem Band!

© Aleshanee
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Die Brücke der Gezeiten

1 ~ Ein Sturm zieht auf
2 ~ Am Ende des Friedens
3 ~ Die scharlachrote Armee
4 ~ Die Waffen der Wahrheit
5 ~ Der Zorn des Propheten
6 ~ Der unheilige Krieg

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Tags: fantasy, reihe, verlag penhaligon   (3)
 

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40 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

dystopie, thriller, geheimnisse, science-fiction, weibliche protagonistin

Company Town - Niemand ist mehr sicher

Madeline Ashby , Kerstin Fricke
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Arctis Verlag, 13.01.2017
ISBN 9783038800002
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Also das Cover ist schon sehr genial gemacht und das war es auch, was mich auf dieses Buch aufmerksam werden ließ. Der Klappentext klang nach einer guten Mischung aus Science Fiction und Krimi - und auch ein bisschen Cyber-Moral und ich war sehr gespannt, wie die Autorin das alles umsetzen konnte.

Der Anfang war ehrlich gesagt sehr verwirrend für mich und ich konnte mich nur langsam in dieser kleinen Welt auf der Bohrinsel in Kanada zurechtfinden. Dabei hat mir auch immer ein bisschen der visuelle Eindruck der Stadt gefehlt, die auf dieser Bohrinsel hauptsächlich in Türmen errichtet wurde, denn es fahren hier auch Züge und das kann ich mir auf einer Bohrinsel so gar nicht vorstellen. Auch wenn sie sehr groß ist.

Erzählt wird aus Hwas Perspektive. Sie ist 22 und Bodyguard von Prostituierten, während sie ihrem Geschäft nachgehen. Hwa hatte es nie leicht in ihrem Leben: eine Mutter, die sie ständig herabsetzt und demütigt, ein Makel, den sie durch technische Hilfsmittel nicht beseitigen können, weil sie zu arm sind und auch das Milieu in dem sie aufwächst. Das schlägt sich auch in ihrem Umgangston nieder, denn der ist eher rau und hart, wie ihr ganzes Wesen. Ein Panzer, den sie sich im Laufe der Jahre angelegt hat.

Joel, den 15jährigen Sohn von Zacharias Lynch, dem die Stadt New Arcadia gehört, war mir sehr sympathisch. Genauso wie Hwas Vorgesetzter Daniel, hier haben mir vor allem die witzigen und subtilen Dialoge der beiden gefallen. Die meisten Figuren waren greifbar, auch wenn sie da noch etwas tiefer hätte gehen können.

Nachdem ich mich in der Geschichte etwas zurechtgefunden hatte, war ich sehr fasziniert von den ganzen Ideen und war gespannt auf die Aufklärung des Mordes. Es gab viele Andeutungen und Hinweise - auf Hwas Vergangenheit, auf die Rolle von Daniel und wie das Unternehmen Lynch damit zusammenhängen könnte. Dazu kamen auch andere Tipps bzw. Ermittlungswege, die leider nicht weiter beschritten wurden - hier hat mir doch noch etwas mehr Tiefe gefehlt und das Potenzial wurde nicht richtig ausgeschöpft.
Manchmal hab ich mich etwas schwer getan, denn es gab oft und gerne technische Details und Fremdwörter, mit denen ich nichts anfangen konnte, was teilweise schon frustrierend war. Manchmal gab es auch Sätze die mir völlig aus dem Zusammenhang gerissen vorkamen und die ich nicht einordnen konnte. So als hätte ich etwas überlesen, übersehen oder nicht verstanden. Vor allem gegen Ende springt die Autorin von Szene zu Szene ohne direkten Bezug zueinander, bzw. muss man sich das alles irgendwie zusammenreimen - als ob der Schluss einfach mal schnell zu Ende gebracht werden sollte.
Hier hätte man ebenfalls noch etwas mehr ausbauen und erklären können, denn so wirklich verstanden hab ich die letzten Szenen nicht!

Die technischen Möglichkeiten in dieser fiktiven Zukunft waren teilweise ziemlich interessant und hatten gute Ansätze, faszinierend und abstoßend zugleich und haben auf jeden Fall zum Nachdenken angeregt. Gerade die Frage, inwieweit man einen Menschen gentechnisch verändern kann oder sollte und ob das überhaupt sinnvoll ist. Das große Streben, perfekt und ohne Makel zu sein und was das den Menschen im Endeffekt kostet - womit ich nicht den Geldwert meine.
Hier hat mir die Autorin am Ende leider einen nicht schönen Abschluss geliefert, über den ich immer noch nachgrüble, was sie damit wohl aussagen wollte.

Insgesamt eine außergewöhnliche Idee mit interessanten Charakteren und spannenden Ansätzen, die mir aber zu wirr und unverständlich umgesetzt wurden.

© Aleshanee
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Tags: science fiction, verlag arctis   (2)
 

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299 Bibliotheken, 41 Leser, 2 Gruppen, 97 Rezensionen

weltraum, science fiction, hexen, raumschiff, kai meyer

Die Krone der Sterne

Kai Meyer , Jens Maria Weber
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 26.01.2017
ISBN 9783596035854
Genre: Fantasy

Rezension:

Ein intergalaktisches, temporeiches Abenteuer, das mir sehr viel Spaß gemacht hat!
Großartige Ideen wieder mal perfekt umgesetzt!


Zum Inhalt

Die 25jährige Baroness Iniza lebt weit abseits des Ordensreiches Tiamande in den Äußeren Baronien der Galaxie, die von der allmächtigen Gottkaiserin und ihrem Hexenorden beherrscht wird.
Alle fünf Jahre werden Mädchen als Tribut an die Kaiserin überführt, doch als die Wahl auf Iniza fällt, gelingt ihr eine waghalsige Flucht, die sie einem unverhofften Glücksfall zu verdanken hat. Doch so leicht lässt sich der Orden nicht um seinen Tribut bringen ...

Gleichzeitig kann sich die 37jährige Shara nach 2 1/2 Jahren endlich aus dem Strafgefangenenlager der Minen in den Nurdenmarks freikaufen und während sie versucht, ihr Schiff "Nachtwärts" wieder zu bekommen, nimmt ihr Schicksal einen völlig unerwarteten Weg.

Meine Meinung

Darauf hab ich mich schon extrem gefreut! Ich bin ein großer Fan von Kai Meyer und war total neugierig, wie er mit diesem neuen Genre umgehen kann: und es ist ihm wunderbar gelungen!

Ich war schon nach den ersten Sätzen völlig in der Handlung drin, die mit einer dramatischen Flucht, galaktischem Kreuzfeuer und einer rasanten Verfolgungsjagd beginnt! Während man die Charaktere gleich etwas besser kennenlernt, werden die Hintergründe zur Welt und die Zusammenhänge gekonnt in die Handlung eingeflochten, so dass sich alles ganz von alleine zu erklären scheint. Bei den ersten Seiten musste ich noch etwas konzentrierter lesen, da viele fremde Begriffe und Systeme vorkommen, aber das legt sich recht schnell und ich hab mich super zurecht gefunden.

Der Autor hat hier mal wieder was ganz besonderes erschaffen, denn die Ideen zur Herrschaft der Galaxie über die Gottkaiserin, den Aberglauben über die Mystik der Hexen, der undurchschaubare Kult der STILLE oder das Reich der Ikonoklasten, das alles wird mit viel Liebe zum Detail entworfen, sodass man einen sehr greifbaren Eindruck der Struktur gewinnt. Alleine schon die ungewöhnlichen Namen und die vielfältigen technischen Details, von denen man manche typischen Bezeichnungen kennt, zu denen er aber viele neue Ideen und vor allem kuriose Ideen hinzugefügt hat, zeichnen sehr anschaulich eine völlig neue Welt! Dabei bleibt er aber immer im logischen Rahmen, so dass sich alles wunderbar zusammenfügt, ohne konstruiert zu wirken.

Dabei geht es in einem guten Tempo voran und ich war ständig gefesselt, weil dauernd etwas passiert, auch wenn es mal ruhigere Momente gibt - aber da sind ja auch noch die Figuren, die ebenfalls ein komplexes Gespann ergeben, bei dem Konflikte vorprogrammiert sind!
Jeder von ihnen hat etwas besonderes an sich und das beschränkt sich nicht nur auf die Hauptcharaktere - auch die Nebenfiguren sind originell und prägnant gezeichnet und wirkten auf mich immer authentisch.

Gegen Ende geht es nochmal richtig hoch her und die Spannung wird durch kürzere Kapitel und welchsende Perspektiven nochmal ganz schön angezogen! Dabei wird vieles aufgeklärt, aber manches bleibt auch im Dunkeln, was sehr für eine Fortsetzung spricht.
Ich freu mich ja immer über jeden Einzelband, da man als Leser mit Reihen erschlagen wird - aber hier MUSS es unbedingt einen weiteren Teil geben!!!

Erwähnen möchte ich auch noch die tolle Aufmachung der Taschenbuchausgabe: Die Schrift und das Bild haben einen wunderschönen Goldschimmer, wenn man es gegen das Licht hält und im Inneren sind in der Klappenbroschur eine farbige Zeichnung der Galaxie sowie auf den ersten Seiten ganz tolle schwarz-weiß Zeichnungen einiger Szenen aus der Geschichte.

© Aleshanee
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Tags: kai meyer, science fiction, verlag fischer   (3)
 

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178 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

krimi, england, cornwall, howenstow, verlobung

Mein ist die Rache

Elizabeth George , Mechtild Sandberg-Ciletti
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 19.03.2012
ISBN 9783442478248
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Es ist wirklich schon ewig her, seit ich diese Reihe gelesen hab - ich glaube, ich bin damals bis zu Band 11 gekommen ... und ich war wirklich begeistert! Aber dann hat sich mein Interesse am Genre etwas verschoben und ich hab sie nicht mehr weitergelesen.
Umso schöner, jetzt wieder ganz frisch einzusteigen, denn ich hab beim Lesen gemerkt, dass mir zwar die Figuren alle einigermaßen bekannt sind, aber an die Handlung konnte ich mich nicht mehr erinnern!

Der Einstieg ist eigentlich sehr ungewöhnlich, denn der erwartete Mord passiert erst relativ spät. Die Autorin zeichnet erstmal ein sehr genaues Charakterbild aller Figuren und vor allem auch die Familienkonstellation vom Protagonisten Thomas Lynley und seinen Freunden. Das war aber keineswegs langweilig sondern eher faszinierend, denn jeder von ihnen hat sein Päckchen zu tragen und die Beziehungen untereinander sind mehr als verstrickt.

Die Ermittlungen selber und die Zusammenhänge wirkten manchmal etwas konstruiert, aber die Autorin hat sich die überraschende Aufklärung bis ganz zum Schluss aufgehoben. Man konnte gut miträtseln, denn es waren viele Figuren involviert und auch das Motiv war nicht einfach herauszufinden.

Vom Stil her merkt man, dass es doch schon einige Jahre her ist, gerade was die Charaktere betrifft, erinnert das Verhalten und Denken doch eher an "früher" - was aber jetzt nicht negativ zu bewerten ist - es war für mich nur etwas ungewohnt. Ich weiß ja noch ungefähr, wie sich die Beziehungen untereinander entwickeln werden, deshalb war es für mich keine Überraschung am Ende, aber mit diesem ersten Band setzt Elizabeth George eine gute Grundlage für die folgenden Bände. Auf die bin ich jetzt schon sehr gespannt, denn soweit ich mich erinnere, stehen da die Ermittlungen mehr im Vordergrund und vor allem auch Lynleys zukünftige Partnerin beim Scotland Yard, die hier nur einen kurzen Auftritt hatte.

Ich war nicht ganz so begeistert wie vor 20 Jahren aber ich hab mich gleich wieder in der Geschichte wohl gefühlt und bin jetzt gespannt auf den nächsten Teil.

© Aleshanee
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Tags: krimi, reihe, verlag goldmann   (3)
 

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310 Bibliotheken, 27 Leser, 1 Gruppe, 53 Rezensionen

magie, fantasy, wald, zauberer, hexe

Das dunkle Herz des Waldes

Naomi Novik , Marianne Schmidt , Carolin Liepins
Fester Einband
Erschienen bei cbj, 21.11.2016
ISBN 9783570172681
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Hier hatte mich auf jeden Fall das Cover gereizt, natürlich die Magie des Dunklen Waldes und was es mit den Mädchen auf sich hat, die der Zauberer alle 10 Jahre zu sich holt. Das hat sich mal nach etwas völlig anderem angehört als das übliche Schema und die Geschichte wartet auch mit vielen unerwarteten Möglichkeiten auf.

Agnieszka erzählt aus der Ich-Perspektive, und sie erzählt wirklich gerne. Mir waren hier die Details und Ausführungen oftmals zu ausufernd, so dass es doch einige langwierige Strecken gab. Das Tempo wurde dadurch sehr gebremst und da hätte man meiner Meinung nach einiges kürzen können. Der Stil war für mich auch sehr ungewohnt, teilweise kindlich naiv, aber dann auch wieder anspruchsvoll und sehr anschaulich, was mir gut gefallen hat. Ob da das Lesealter ab 13 passend ist, da bin ich mir allerdings nicht so sicher.

Agnieszka ist 17 und ein sehr eigenwilliger Charakter. Ihre Tollpatschigkeit war mir anfangs etwas zu viel des guten, aber das legt sich zum Glück mit der Zeit. Ihr Zusammentreffen mit dem "Drachen", dem Zauberer der das Tal vor dem Dunklen Wald beschützt, gestaltete sich etwas merkwürdig. Er ist von Anfang an total unsympathisch, überheblich und gemein zu ihr, beschimpft sie ständig und ich weiß nicht mehr, wie oft er sie grob "an den Handgelenken packt". Ich wusste lange nicht, was das soll, warum sie bei ihm ist und vor allem, was dieses Verhalten bezweckt. So ganz stimmig waren mir die Erklärungen dann auch nicht, die einerseits mit dem Zauber des Waldes zu tun haben und anderseits aber die Handlungsweisen nicht vollständig erklären. Für mich waren viele Reaktionen einfach nur überzogen und wirkten damit unecht. Vielleicht wäre es anders rübergekommen, wenn der Drache (und auch einige andere Charaktere) noch etwas mehr beleuchtet gewesen wären, aber so bleiben sie mir zu blass und nicht nachvollziehbar.
Auch ist mir aufgefallen dass es im ersten Drittel extrem wenige Dialoge gibt, was sich durch die einseitige Erzählperspektive etwas monoton angefühlt hat.

Die Ideen sind dafür wirklich großartig was das Setting, die Magie und letztendlich auch die Hintergründe betrifft. Ich wusste nie, was als nächstes passiert und war vor allem von dem Dunklen Wald und seinem grausamen Zauber fasziniert - hier gab es ganz außergewöhnliche Impulse, die es aber im Endeffekt durch die Umsetzung nicht mehr herausgerissen haben.

Übrigens fand ich die - wenn auch sehr kurz angeschnittene - Sexszene in ihren Details jetzt nicht unbedingt nötig für ein Buch ab 13 Jahren ;)

Es war eine etwas unbefriedigende Leseerfahrung: zu Beginn die Neugier, dann einen Moment der Faszination, dann eine längere Durststrecke und im letzten Drittel, dass Spannung erzeugen wollte, eher eine monologe Anneinanderreihung der Ereignisse. Die Botschaft am Ende war zwar schön, hat mich dann aber nicht mehr erwärmen können, nachdem ich mich teilweise doch ganz schön durchbeißen musste.

© Aleshanee
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Tags: fantasy, jugendroman, verlag cbj   (3)
 

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hexen, antwerpen, magie, susanne gerdom, haus der tausend spiegel

Haus der tausend Spiegel

Susanne Gerdom
Flexibler Einband: 450 Seiten
Erschienen bei cbt, 12.09.2016
ISBN 9783570310748
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Wow! Also dieses Buch hat mich wirklich sehr beeindruckt! Vor allem, da ich nach den ersten Seiten noch mit etwas lockerem, unverfänglichen gerechnet hatte.
Ein Hexenviertel in Antwerpen, ein Ferienjob als Kindermädchen, bevor das Studium anfängt und die gut gelaunte Annik, deren Vater einen antiquarischen Buchhandel betreibt ... diese noch relativ unverfängliche Kulisse hat mich getäuscht, genauso, wie der Spruch auf dem Klappentext von "Spieglein, Spieglein, an der Wand", denn mit Schneewittchen hat diese Märchenadaption nichts zu tun, sondern mit dem ebenso großartigen

Die Schöne und das Biest

Und lest bitte NICHT den Klappentext, denn ich finde, dass da schon zu viel verraten wird!


Ihr solltet unbedarft an diese Geschichte herangehen, genauso wie die Protagonistin Annik, als sie zu dem Anwesen kommt. Ein richtiges Schloss, das sich inmitten der Stadthäuser von Antwerpen verbirgt, mitsamt einem weitläuftigen und blühenden Park. Die Stelle als Kindermädchen ist nur ein Vorwand, denn Annik hat hier eine Aufgabe zu meistern, damit sie zum Studium zugelassen wird. Was für eine Aufgabe das ist, muss sie allerdings erst noch herausfinden und das gestaltet sich schwieriger, als sie gehofft hat.

Schon die etwas steife Hausdame Wouters ist alles andere als liebenswürdig, von dem Hausherrn Gabriel von Leuven ganz zu schweigen. Er zeigt Annik sehr deutlich, dass er nichts von ihr hält und verhält sich ihr gegenüber extrem schroff und unnahbar. Eine Situation, der sie gerne entfliehen würde, wäre da nicht der kleine Elias, Gabriels Sohn, um den sie sich kümmern soll. Ein extrem schreckhaftes Kind, das niemanden an sich heranlässt - doch Annik nimmt sich der Herausforderung an.

Außerdem gibt es (natürlich) eine riesige Bibliothek innerhalb der düsteren Schlossmauern und Annik lernt dort noch andere Bewohner kennen, wobei sie sich auch desöfteren beobachtet fühlt. Zwischen den Büchern fühlt sie sich wohl, aber ihre Neugier treibt sie durch die vielen Gänge und verlassenen Flügel des großen Anwesens und durch den beeindruckenden Park, wo es scheinbar nicht mit rechten Dingen zugeht. Genauso wie sie war ich ständig am rätseln, was wohl genau hinter allem steckt und manchmal hätte ich ihr auch gerne einen Stubs in die richtige Richtung gegeben, denn sie braucht an manchen Stellen etwas, um die "logischen" Schlüsse zu ziehen - einfach zu sagen, wenn man das Märchen schon kennt :D

Mit Annik bin ich jedenfalls schnell warm geworden, denn sie ist mit ihren 19 ein eigenständiges und nach vorne schauendes Mädel, dass sich nicht so einfach alles verbieten oder andere auf der Nase herumtanzen lässt. Auch ihren Vertrauen "Ybbas" hab ich ins Herz geschlossen, der mich stark an die Daemonen aus der "His Dark Materials" Trilogie erinnert hat.
Alle anderen im Schloss waren wunderbar skizziert mit einer großen Liebe zu jeder einzelnen der Figuren, die gerade das Verborgene umso interessanter gemacht hat. Und auch die Liebesgeschichte ist auf so eine zarte und romantische Weise mit eingeflochten, dass sie sogar mir gefallen hat.

Man steigt auf den ersten Seiten sofort in die Geschichte ein, als Annik sich im Schloss vorstellt und die Autorin webt diese unglaublich fesselnde Atmosphäre so perfekt immer dichter, dass ich mich kaum entziehen konnte. Diese düstere, mystische Stimmung hat mich total gefangen genommen und ich wollte es gar nicht aus der Hand legen und hätte es auch in einem Rutsch durchgelesen, wenn nicht das wahre Leben dazwischen gefunkt hätte.

Bis auf den Schluss, der sich etwas hingezogen hat - was aber auch an meiner Ungeduld liegen könnte - war es einfach großartig und deshalb bekommt es auch die volle Punktzahl!

Das wäre übrigens eine Geschichte, die man sehr gut verfilmen könnte ♥

© Aleshanee
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Tags: fantasy, jugendroman, märchen, mystery, verlag cbt   (5)
 

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532 Bibliotheken, 18 Leser, 1 Gruppe, 114 Rezensionen

fantasy, marie lu, young elites, jugendbuch, verrat

Young Elites - Die Gemeinschaft der Dolche

Marie Lu , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Loewe, 16.01.2017
ISBN 9783785583531
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zum Inhalt

Kenettra, eine abgelegene Insel der Sonnenlande, hatte jahrzehntelang mit dem Blutfieber zu kämpfen. Ein Drittel der Bevölkerung hat es nicht überlebt und andere, die sich durch die Krankheit gekämpft haben, sind für immer gezeichnet. Malfettos werden sie genannt und bemitleidet, denn das Blutfieber hat ihnen einen Makel hinterlassen: bei manchen ist es nur eine unnatürliche Augen- oder Haarfarbe - andere tragen seither ein Feuermal oder auch körperliche Missbildungen.

Adeline ist eine davon. Während ihre Mutter starb und ihre kleine Schwester das Fieber unbeschadet überstanden hat, ist sie für immer entstellt. Und das Mitleid, das die Bevölkerung anfangs diesen gezeichneten Kindern entgegen gebracht hat, ist gewichen. Denn einige der Malfettos haben besondere Begabungen, die sogar die Inquisition auf den Plan rufen.
Adeline hat sehr unter ihrem gewalttätigen Vater zu leiden. Schon immer hat er die kleine Schwester Violetta bevorzugt und als er sie schließlich an einen reichen Kaufmann als Mätresse verscherbeln will, bricht sich ihre außergewöhliche Fähigkeit Bahn und treibt sie direkt in die Arme der Gemeinschaft der Dolche - und damit zu einer Entscheidung, die ihr ganzes Leben verändern wird ...

Meine Meinung

Ein für mich wirklich großartiger Auftakt und setzt sogar der Legend Trilogie der Autorin noch einen drauf! Ich war ja alleine schon von dem Cover fasziniert, obwohl ich Gesichter ja nicht so gerne mag, aber das hier mit den Farben sieht schon sehr edel aus!

Der Schreibstil ist ebenso faszinierend, denn ich war von der ersten Seite an sofort mit der intensiven Stimmung und der düsteren Atmosphäre vertraut, die in Kenettra herrscht. Ein unzufriedenes Volk, ein unfähiger König und die Inquisition, die bei jedem Verdacht eines Begabten kurzen Prozess macht. Und mittendrin Adeline, die gerade erst entdeckt hat, dass auch sie über besondere Fähigkeiten verfügt.

Adeline ist kein typischer Heldencharakter, wahrlich nicht, und ich fand sie extrem interessant! Sie hat jahrelang unter der Quälerei ihres Vaters leiden müssen, der sie entweder mit Nichtachtung gestraft oder ihr körperliche Schmerzen zugefügt hat. Sie hat gelernt, dass sie nichts wert ist, keinem Zweck dient und vor allem, dass ihre kleine Schwester immer besser, schöner und der Sonnenschein aller ist. Das hat natürlich seine Spuren hinterlassen und so brodelt unter der Oberfläche eine kalte Wut, eine bodenlose Dunkelheit, die sie nach der Flucht immer öfter an Rache denken lässt. Während sie manchmal noch wie das Mädchen wirkt, zudem sie erzogen wurde, steigt dieser Hass immer mehr an die Oberfläche und das Gefühl, endlich auch Macht über andere ausüben zu können, nachdem sie selbst so lange darunter gelitten hat, hilflos zu sein. Genauso wie der Neid auf diejenigen, die akzeptiert und geliebt werden so, wie sie sind.

Gerade dieser Anti-Helden Charakter hat es mir sehr angetan und Marie Lu hat hier sehr schön angedeutet, wie sehr die Vergangenheit prägend sein kann und dass nicht jeder Mensch immer die Stärke und den Mut besitzt, und die Hoffnung, aus diesem Kokon von negativen Einflüssen auszubrechen.

Aber auch die anderen aus der Gemeinschaft der Dolche wie Raffael, die Spinne oder die Windfängerin sind außergewöhnlich und haben mich fasziniert. Vor allem aber der Schnitter, der eine ganz besondere Rolle spielt und der ebenso gefangen ist in seiner Gnadenlosigkeit, die ihm die Erfahrungen aufgezwungen haben. Er trägt diesen Panzer der Kaltblütigkeit, um seine Ziele zu verfolgen - das genaue Gegenteil von Adeline, deren Dunkelheit und Härte sich nach und nach von innen heraus Bahn brechen.

Die Idee der Magie gefällt mir sehr gut, denn trotz dem Status der Besonderheit kam es mir total natürlich vor; genauso wie auch die Fähigkeiten, mit denen die Begabten die Elemente oder die Sinne beeinflussen können. Dafür müssen sie auf ihre eigene, innere Energie zugreifen, die durch bestimmte Gefühle verstärkt werden können.
Mehr möchte ich dazu nicht verraten: Lest es selbst! Es ist alles super beschrieben - dabei geht die Autorin nicht viel auf das drumherum ein, obwohl ich mir auch mit wenigen Details das Land und die Menschen darin gut vorstellen konnte. Die Charaktere stehen hier im Vordergrund und die Fähigkeiten, und vor allem das, was sie fordern. Was Adelina und die anderen in sich entfesseln müssen, um auf diese Macht zuzugreifen und wie sie das schließlich verändert.
Die Handlung wirkt zwar manchmal etwas zu offensichtlich in eine bestimmte Richtung gedrängt, aber am Ende hat mich das ganze doch immer wieder überrascht und super unterhalten und vor allem: ich konnte es kaum aus der Hand legen!

Fazit: 5 Sterne!

© Aleshanee
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Young Elites

1 - Die Gemeinschaft der Dolche
2 - Das Bündnis der Rosen (ET Herbst 2017)
3 - ???

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Tags: fantasy, jugendroman, reihe, verlag loewe   (4)
 

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318 Bibliotheken, 11 Leser, 1 Gruppe, 75 Rezensionen

thriller, mord, melanie raabe, die falle, falle

Die Falle

Melanie Raabe
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei btb, 11.04.2016
ISBN 9783442714179
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags: thriller, verlag btb   (2)
 

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246 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 59 Rezensionen

island, thriller, erziehungsheim, mord, yrsa sigurdardottir

Seelen im Eis

Yrsa Sigurdardottir , Tina Flecken
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 23.10.2013
ISBN 9783596195336
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Nachdem gelungenen "Geisterfjord" wollte ich unbedingt mehr von der Autorin lesen - hatte mir hier aber definitiv mehr erwartet.

Die Spannung hat leider oft gefehlt und es war auch nicht gruselig oder nervenaufreibend! Die beiden Handlungsstränge aus der Gegenwart und der Vergangenheit waren allerdings gekonnt aufeinander aufgebaut und ich hab doch mitgefiebert, wie diese beiden Geschichten zusammenhängen könnten.

Óðinn war für mich ein eher unspektakulärer Charakter. Er arbeitet in einer staatlichen Kontrollbehörde in Island und kümmert sich erst seit kurzem um seine 11jährige Tochter Rún. Schon kurz nach ihrer Geburt hatten Óðinn und seine damalige Frau Lárá gemerkt, dass sie nicht zusammenpassen. Er hat es sich nach der Trennung recht einfach gemacht und ist sich seiner Vaterrolle nur ab und zu an den Wochenenden für kurze Eisdielenbesuche oder ähnlichem nicht wirklich gerecht geworden.
Jetzt jedoch, nachdem Lárá zu Tode kam, bleibt ihm nichts anderes übrig und er hat sich mit seiner neuen Rolle arrangiert. Ich würde sogar sagen, dass er sich sehr große Mühe gibt und er damit einige Pluspunkte bei mir gesammelt hat. Ansonsten ist er aber nicht so ganz zu durchschauen - ein recht einfach gestrickter Mann, der ein einfaches Leben ohne große Schwierigkeiten allem anderen vorzieht. Trotzdem haben seine Passagen oft die Neugier geweckt, weil einige überraschende Wendungen eingetreten sind, mit denen ich nicht gerechnet hatte.

Die zweite Perspektive, aus der erzählt wird, ist die von Aldís. Sie hat 1974 in dem besagten Erziehungsheim gearbeitet und so erfährt man Parallel zu Óðinn Nachforschungen, was wirklich damals passiert ist. Gerade hier gibt es spannende Momente und den Versuch, eine gruselige Atmosphäre zu erzeugen - bei mir kam sie nur dieses Mal leider gar nicht an. Mag sein, dass das an meiner momentanen Stimmung liegt ... aber der Nervenkitzel hat mir hier einfach komplett gefehlt.

Dazu kommt, dass hier die Handlung oft konstruiert aufgebaut war und einiges durchschaubar bzw. nicht so ganz schlüssig. Darüber hab ich zwar hinweggesehen, da ich mich einfach von der Spannung treiben lassen wollte - die aber leider zwischendurch eben auch nachgelassen hat. Soweit, dass ich manche Stellen gerne überflogen hätte, ABER trotzdem so fesselnd, dass ich auf jeden Fall wissen wollte, was dahintersteckt. Ja ich weiß, das widerspricht sich, aber so war mein Gefühl beim Lesen.
Daran ist auch der Prolog am Anfang schuld, denn hier erfährt man, wie die Geschichte endet - natürlich ohne viel zu verraten, wie es dazu kam und das hatte ich beim Lesen doch immer wieder im Hinterkopf und hat die Neugierde hoch gehalten.
Der Schreibstil an sich war flüssig und detailliert, so dass man sich alles super vorstellen konnte, ohne sich zu sehr in unwichtigem zu verlieren.

Zum Ende hin hats mich dann aber doch wieder so richtig gepackt, auch wenn einige Auflösungen schon vorher offensichtlich waren. Dafür gabs am Schluss nochmal eine sehr bittere Überraschung, mit der ich nicht gerechnet hatte.

Fazit 3.5 Sterne

© Aleshanee
Weltenwanderer

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60 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

verlag fischer, abenteuer, jugendroman, science fiction, steampunk

Weltenriss

S.E. Grove , Christian Dreller
Fester Einband: 576 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 22.09.2016
ISBN 9783841422217
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Das ganze ist etwas schwierig zu beschreiben und verlangt etwas Gedankenakrobatik, denn im Juli 1799 wurde unsere Welt gespalten: seitdem herrschen auf den Kontinenten bzw. auch Ländern verschiedene Zeitalter, die sogar bis in die prähistorische Geschichte zurückreichen. Sich das ganze vorzustellen war nicht so leicht, wobei ich denke, dass gerade Kinder und Jugendliche noch ein etwas anderes Verständnis in ihrer Fantasie dafür haben, als wir Erwachsene.

Allerdings ist der Schreibstil hier sehr anspruchsvoll finde ich und für 12jährige vielleicht nicht immer einfach, gerade die komplexen Zusammenhänge. Ich fands super erklärt, auch wenn eben auch noch etwas offen bleibt, um sich seine eigenen Vorstellungen zu machen und vor allem hat mich die Geschichte einfach mitgerissen. Das Tempo ist eigentlich recht geruhsam, trotzdem geschieht so viel und ich war so fasziniert von den vielen originellen Ideen, dass ich nur so durch die Seiten geflogen bin! Allerdings muss man sich schon etwas Zeit lassen und genau lesen, damit man alles versteht - zumindest ging es mir so.

Den Klappentext bzw. die Verlagsinfo würde ich nicht lesen, denn da gibts kleine Spoiler, die man nicht unbedingt vorher wissen muss.

Sophia Tims ist 13 und lebt mit ihrem Onkel Shadrack Elli in Boston im dortigen Jahr 1891. Es deutet sich ein sehr einschneidender Umschwung an, denn die Grenzen zu den anderen Zeitaltern sollen geschlossen werden. Alle Menschen, die sich ohne Papiere in der Zeitzone aufhalten, sollen abgeschoben werden und selbst das ausreisen für Einheimische soll verboten werden.
Eine Katastrophe für Sophia, denn ihre Eltern sind seit langer Zeit bei einer Expedition irgendwo verschollen und der Plan, zusammen mit ihrem Onkel auf die Suche zu gehen, wird dadurch ....

Shadrack Elli ist einer der berühmtesten Kartologen und Forschungsreisenden und hat einige neue, sehr spezielle Arten entdeckt, Karten anderer Länder anzulegen. Er hat ein breit gefächertes Wissen angesammelt, was er in liebevoller Art und Weise an seine Nichte weitergibt. Sophia ist zwar erst 13, hat aber durch den Umgang mit den hauptsächlich älteren Kommilitonen und Kollegen des Professors oft schon eine sehr erwachsene Sicht der Dinge.

Die Ideen hier sind wirklich genial, aber nicht nur, was die Karten und das verquere Gefüge der Welt betrifft, sondern auch der Handlungsverlauf, der viel offen lässt, Überraschungen bereit hält und völlig neue Gedankengänge bietet, auf die man sich erstmal einlassen muss. Aber eben auch die Charaktere, wobei ich hier hoffe, in den Fortsetzungen noch etwas tiefer hinter die Fassaden blicken zu können.

Neben Sophia und ihrem Onkel Shadrack gibt es noch den Burschen Theo, ein sehr charmanter und scheinbar unbekümmerter Geheimnisträger und die Piraten Geschwister Calixta und Burr, die mir alle ans Herz gewachsen sind. Aber natürlich lauern auch an jeder Ecke Gefahren und eine böse Widersacherin, gegen deren makaberes Ziel unsere jungen Helden alles in ihrer Macht stehende tun müssen.
Sie alle hätten vielleicht noch etwas mehr ausgearbeitet werden können, aber es hat mir eigentlich nicht gefehlt, denn die Geschichte ist so voller Staunen und Wunder, dass das gar nicht so ins Gewicht fällt. Viele der Andeutungen und Skizzen reichen schon, um ein Gefühl für die Figuren zu bekommen.

Die einzelnen Kapitel werden jeweils mit kleinen Erläuterungen oder Ausschnitten eingeleitet, die für ein besseres Verständnis sorgen und damit den Leser immer mehr in diese komplexe Welt eintauchen lassen.
Sehr erfrischend war auch das stetige Vorankommen der Handlung, ohne sich mit unnützem Zeug aufzuhalten, genauso wie die Charaktere keine unnötigen Spielchen oder dummen Aktionen gebracht haben, was ja leider oft als Stilmittel gebraucht wird. Dadurch wirkt es echt, lebendig und ist insgesamt sehr gut durchdacht. Ein großartiges Abenteuer, dass auch Jules Verne sicher gefallen hätte!

© Aleshanee
Weltenwanderer

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Tags: abenteuer, jugendroman, science fiction, steampunk, verlag fischer   (5)
 
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