Aleshanee

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1.085 Bücher, 543 Rezensionen

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474 Bibliotheken, 77 Leser, 1 Gruppe, 34 Rezensionen

thriller, sebastian fitzek, achtnacht, fitzek, the purge

AchtNacht

Sebastian Fitzek
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 14.03.2017
ISBN 9783426521083
Genre: Krimi und Thriller

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89 Bibliotheken, 11 Leser, 2 Gruppen, 25 Rezensionen

thriller, daniel cole, serienmörder, spannung, london

Ragdoll - Dein letzter Tag

Daniel Cole , Conny Lösch
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 27.03.2017
ISBN 9783548289199
Genre: Krimi und Thriller

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62 Bibliotheken, 1 Leser, 10 Gruppen, 7 Rezensionen

tarean, hexenmeister, fantasy, werbär, irrlicht

Erbe der Kristalldrachen

Bernd Perplies
Flexibler Einband: 510 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 14.04.2009
ISBN 9783802581847
Genre: Fantasy

Rezension:  
Tags: fantasy, jugendroman, reihe, verlag lyx   (4)
 

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26 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

scheibenwelt, fantasy, terry pratchett, reihe, verlag piper

Die Farben der Magie: Ein Roman von der bizarren Scheibenwelt (Terry Pratchetts Scheibenwelt)

Terry Pratchett
E-Buch Text: 288 Seiten
Erschienen bei Piper ebooks, 08.06.2015
ISBN 9783492972222
Genre: Sonstiges

Rezension:  
Tags: fantasy, reihe, re-read, verlag piper   (4)
 

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132 Bibliotheken, 34 Leser, 1 Gruppe, 18 Rezensionen

london, rauch, mystery, fantasy, 19. jahrhundert

Smoke

Dan Vyleta , Katrin Segerer
Flexibler Einband: 624 Seiten
Erschienen bei carl's books, 13.03.2017
ISBN 9783570585689
Genre: Fantasy

Rezension:  
Tags: mystery, verlag carlsbooks   (2)
 

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142 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 43 Rezensionen

wales, liebe, rebellen, krieg, historischer roman

Das Blut der Rebellin

Sabrina Qunaj
Flexibler Einband: 650 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 16.03.2015
ISBN 9783442479894
Genre: Historische Romane

Rezension:  
Tags: reihe, verlag goldmann   (2)
 

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14 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

verlag pro-talk

Das Geheimnis der Madame Yin

Nathan Winters
Buch: 400 Seiten
Erschienen bei Pro-Talk , 15.03.2017
ISBN 9783939990345
Genre: Historische Romane

Rezension:  
Tags: verlag pro-talk   (1)
 

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51 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 9 Rezensionen

fantasy, high fantasy, waffen der wahrhei, fantas, mehrteiler

Die Brücke der Gezeiten - Die Waffen der Wahrheit

David Hair ,
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 19.10.2015
ISBN 9783734160585
Genre: Fantasy

Rezension:

Wow! Der vierte Band war wirklich großartig!

Auf die Hintergründe der Geschichte einzugehen wäre zu umfangreich und ich möchte euch ja nicht spoilern! Aber es ist eine sehr detailliert durchdachte Welt mit vielen Auswirkungen aus der Vergangenheit und Verstrickungen in der Gegenwart - die Gezeitenbrücke, die zwei verfeindete Kontinente miteinander verbindet und die Protagonisten, die alle irgendwie in das Spiel um Macht und Intrigen hineingezogen wurden.
Deshalb ist es auch so super, dass David Hair bei jedem Teil anfangs kurz umreißt, wie die Welt auf Urte beschaffen ist und auch auf den vorherigen Band eingeht, damit man schnell wieder den Faden aufnehmen kann.

Der Autor schafft es, seine Protagonisten, die überall auf der Welt verteilt sind, perfekt ins Spiel zu bringen. Die Handlung verlagert sich ja immer mehr ins südliche Anitiopia, jetzt, nachdem die Gezeitenbrücke sich aus dem Meer erhoben hat und der Krieg "endlich" beginnt.

Die ganzen verstrickten Fäden ziehen sich immer mehr zusammen und es hat einfach immens viel Spaß gemacht beim Lesen! Das Tempo ist auch hier wieder eher bedächtig und trotzdem war ich total gefesselt. Das liegt vor allem auch an den Charakteren, die ich so faszinierend finde. Jeder für sich entspricht weder dem Standard noch sind sie an den Haaren herbeigezogen - sie alle sind Getriebene auf irgendeine Art und Weise, weil sie in die Intrigen und Machtspielchen der Großen hineingezogen wurden. Trotzdem haben sie gewisse Ziele bzw. Überzeugungen, die sie durchsetzen und leben wollen und so ergibt sich ein immerwährender Kampf.

Der Schreibstil zieht mich jedes Mal völlig in den Bann und man ist wirklich mitten im Geschehen. Egal wo auf der weiten Welt von Urte die Charaktere gerade in Schwierigkeiten stecken, man spürt den Fahrtwind, wenn sie mit einem Skiff durch die Lüfte schweben, man schmeckt die salzige Gischt, wenn sie an den Klippen des Gezeitenmeeres stehen und man schmeckt die Angst, wenn sich die Magi gefährliche Kämpfe liefern. Schlachten im großen und kleinen werden ausgetragen - dabei geht es hart und brutal zu, aber auch zarte Gefühle finden in der Geschichte ihren Platz. Natürlich nicht geprägt von ausschweifenden, romantischen Liebesbeziehungen, aber gerade genug, dass es dem ganzem nochmal einen feinfühligen Touch gibt.

Durch die Perspektiven- und Ortswechsel hat man auch einen sehr guten Überblick, denn jedes Kapitel gibt die Ereignisse aus der Sicht eines anderen Charakters wider. Dadurch lernt man natürlich auch die Protagonisten immer besser kennen und macht total Spaß, ihre Entwicklung zu verfolgen. Besonders ans Herz gewachsen sind mir dieses Mal Elena und Kazim - und auch mit Justina konnte ich mich etwas besser arrangieren. Aber auch die Ereignisse bei den Dorobonen um Cera und Gyle werden ganz schön verstrickt und es gibt einige Überraschungen!

Es sind ja recht viele Figuren, Titel und Orte, aber ich finde mich sehr gut zurecht. Gerade die Details hierzu mitsamt den Landschaften und auch der Natur und vor allem der Religion lassen das ganze total realistisch wirken und ich finde sogar, dass es in der Hinsicht ein bisschen an Game of Thrones hinkommt. Nur nicht ganz so weitschweifig in den Einzelheiten ;)

Die Hintergründe zur Magie mit den Elementen ist sehr fundiert und es kommen immer wieder neue Aspekte dazu, die sehr gut ins Gesamtbild passen. Dabei bleibt alles in sich schlüssig wie auch die ganze Lage bzw. die Geschichte an sich; es ist ja doch sehr umfangreich und vielfältig, da ist es schon eindrucksvoll, dass alles so schön ineinandergreift.

Ich hab mich jedenfalls zu jederzeit super unterhalten gefühlt und gegen Ende häufen sich auch die Cliffhanger an den Kapitelenden und es wartet ein mega geniales Ende mit viel Potenzial für den nächsten Band!

© Aleshanee
Weltenwanderer

Die Brücke der Gezeiten

1 ~ Ein Sturm zieht auf
2 ~ Am Ende des Friedens
3 ~ Die scharlachrote Armee
4 ~ Die Waffen der Wahrheit
5 ~ Der Zorn des Propheten
6 ~ Der unheilige Krieg

  (4)
Tags: fantasy, reihe, verlag blanvalet   (3)
 

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222 Bibliotheken, 18 Leser, 1 Gruppe, 17 Rezensionen

reihe, rhapsodie in schwarz, dystopie, sophie jordan, infernale

Infernale – Rhapsodie in Schwarz

Sophie Jordan , Ulrike Brauns
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Loewe, 13.03.2017
ISBN 9783785583692
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Achtung! Spoiler zu Band 1!

Meine Meinung

Lange hab ich auf die Fortsetzung gewartet und ich war so gespannt, wie es mit Davy weitergeht. So ganz überzeugend fand ich den ersten Band ja nicht. Mit der Protagonistin bin ich nicht so recht warm geworden und stellenweise hatte es sich etwas gezogen - deshalb hatte ich jetzt viele Erwartungen in einen rasanten und spannenden Abschlussband.

Leider hat mir auch hier ein bisschen die Begeisterung gefehlt ...
Davy musste ja jemanden töten, um ihren Freund Sean zu retten. Ich weiß ja nicht, wie andere das sehen oder ob es (sehr wahrscheinlich) am Alter der Protagonistin liegt, aber in dieser Situation war diese Handlung für mich absolut nachvollziehbar. Im Gegensatz zu Davy, die damit überhaupt nicht klarkommt.
Die Geschichte startet in einer Art sicherem Unterschlupf kurz vor der mexikanischen Grenze, wo Davy mit Sean, Gil und Sabine auf Nachricht warten, um den Fluss nach Mexiko in eine geschützte Zone zu überqueren. Die Behörden sind ihnen auf den Fersen und die Angst um Entdeckung allgegenwärtig.
Bis sie dann endlich aufbrechen zieht sich ewig hin - das ganze erste Drittel des Buches - und wird geprägt durch Davys Gedankenkarussell um den Mann, den sie erschossen hat. Natürlich hängt einem das nach und natürlich kann man das alles nicht so einfach wegstecken. Aber für mich war es einfach zu viel und mit ständigen Wiederholungen.

Als Davy dann endlich auf Caden trifft hab ich gehofft, dass jetzt endlich etwas mehr Action in die ganze Sache kommt, aber der richtige Schwung hat mir immer noch gefehlt. Es gibt zwar schon das ein oder andere, das Spannung reinbringt, aber richtig mitreißen konnte es mich nicht.
Mit Davy kam ich auch immer noch nicht so recht klar, auch wenn ich ihre Handlungen und Gedanken teilweise nachvollziehen kann.
Ein großer Lichtblick war Caden, der sich in dieser wirklich grausamen und verqueren Welt einen Ort geschaffen hat - und nicht nur physisch - in dem er noch sieht, was im Leben wichtig ist.
Davys Gedanken kreisen immer nur um dieses Gen und dass sie damit "böse" ist. Sie erwartet Vertrauen ist aber nicht bereit, welches zu geben. Und jede Handlung, die eigentlich ganz normal erscheint, schiebt sie auf das Gen und zeigt auch immer demonstrativ auf ihren Hals mit der Tätowierung. Sie definiert sich völlig darüber und das ist auch das, was mich schon im ersten Band etwas genervt hat: Sie lässt sich völlig von diesem Stempel vereinnahmen und denkt nur noch total unlogisch, was ihr Verhalten betrifft. Obwohl ihr genug Beispiele vor Augen geführt werden und die schon der gesunde Menschenverstand eigentlich in sich trägt, die ihr das Gegenteil beweisen.

Der Schreibstil war sehr angenehm und flüssig zu lesen, auch wenn es wie gesagt sehr langsam voranging und erst im letzten Drittel wirklich Tempo und Action aufgekommen ist.
Vor jedem Kapitel gibt es Statements zur aktuellen Lage über die Entwicklung des HTS Gens, den bedrohlichen Situationen in den verschiedenen Staaten oder auch kleinen Nachrichten, die zum Verständnis der Handlung beitragen. Sowas mag ich sehr gerne!

Bei manchen Jugendbüchern kann ich mitfiebern und mitfühlen ohne dass ich merke, dass eine bestimmte Altersgruppe angesprochen wird - hier hab ich mich definitiv zu alt gefühlt für dieses pupertäre Gehabe. Auch wenn ich natürlich die Hintergründe dazu super interessant finde, grade weil man weiß, dass sich die Gen Forschung in unserer Zeit ja ebenfalls in dieser Richtung entwickelt, ist die Vorstellung von diesem Szenario mehr als gruselig; aber mit dieser übertriebenen Charaktervorstellung kann ich mich einfach nicht anfreunden. Auch das überdramatisierte Ende war nicht so meins.

Fazit: 2.5 Sterne

© Aleshanee
Weltenwanderer

  (5)
Tags: dystopie, jugendroman, reihe, verlag loewe   (4)
 

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305 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 10 Rezensionen

fantasy, lyra, der goldene kompass, kompass, kinder

Der Goldene Kompass

Philip Pullman , Wolfram Ströle , Andrea Kann
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 30.10.2015
ISBN 9783551583406
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Eins meiner absoluten Lieblingsbücher!

Zum Inhalt


Der erste Band der Trilogie spielt in einer Parallelwelt, die der unseren sehr ähnlich ist.
Lyra wächst in Oxford im Jordan College auf und zählt die Wissenschaftler zu ihrer Familie. Ihre Eltern leben nicht mehr und ihr einziger Verwandter, Onkel Asriel, schaut nur mal sporadisch vorbei. Als er jedoch an diesem verhängnisvollen Abend von einer Expedition aus dem Norden zurückkehrt, erfährt Lyra zum ersten Mal von dem mysteriösen "Staub" und von der ketzerischen Annahme, dass es außer ihrer Welt auch noch andere geben könnte.
Gleichzeitig verschwinden allerorts Kinder, scheinbar von den "Gobblern" entführt, doch niemand weiß, wer dahintersteckt noch was mit den Kindern passiert. Doch Lyra hat gar keine Zeit, sich damit zu befassen, denn die geheimnisvolle Mrs Coulter taucht im Jordan College auf und damit beginnt für das Mädchen eine unglaubliche Reise, die voller gefährlicher Abenteuer steckt ...

Meine Meinung

Wie hab ich dieses Buch geliebt! Es ist schon ewig her, seit ich es zum ersten Mal gelesen hab und es hat mich wieder von der ersten Seite an total in seinen Bann gezogen!

Schon der Schreibstil lässt einen sofort in diese Welt eintauchen, die im Grunde genauso wie unsere ist, sich aber in einigen Dingen unterscheidet. Ein bisschen Steampunk könnte man sogar sagen mit den fliegenden Zeppelinen und den anbarischen Lampen, aber der Hauptunterschied sind die Daemonen. Keine bösartigen Wesen sondern die menschliche Seele, sozusagen, die Gestalt annimmt in Form von Tieren. Jeder Mensch, und so auch Lyra, hat einen Daemon, der sie von Geburt an begleitet. Sie sind sich zugetan, spenden Trost und können sich nicht räumlich trennen und geben dem anderen somit immer das Gefühl, nie einsam zu sein!
Diese Vorstellung hab ich jedes Mal geliebt, wenn ich das Buch gelesen hab.

Dann gibt es noch diesen geheimnisvollen "Staub", den das Magisterium für gefährlich hält und über den Lyras Onkel Asriel unbedingt mehr herausfinden möchte. Was es damit auf sich hat, erfährt man nach und nach, genauso wie Lyras Rolle in der ganzen Geschichte.
Aber da ist noch so viel mehr! Denn es gibt Hexen, die mehr über das Schicksal von Lyra zu wissen scheinen, oder den Panzerbären Iorek Byrnison, der nicht nur zufällig ihren Weg kreuzt und natürlich das Aletiomether, den goldenen Kompass. Es ist ein Wahrheitsfinder und niemand weiß mehr genau, wie man ihn lesen kann; bis er in die richtigen Hände kommt.

"Lyra wird bei alldem eine große Rolle spielen, und zwar eine entscheidende.
Die Ironie ist nur, dass sie diese Rolle spielen muss, ohne dass sie weiß, was sie tut."
S. 37

Das Buch ist wirklich voll bepackt mit so vielen originellen Ideen, das man kaum zu einer Verschnaufpause kommt. Ständig gibt es etwas neues und selbst die ruhigeren Passagen faszinieren, weil sie zum Nachdenken anregen. Die Macht der Kirche, die hier hinter dem Wirken des Magisteriums steckt, ist durchweg latent vorhanden und auch viele Kleinigkeiten, hinter denen Tiefgründiges verborgen liegt, sind immer wieder zu finden.

Die Charaktere sind großartig, ob Haupt- oder Nebencharaktere, auch wenn sie nur kurz in Erscheinung treten, sie alle haben etwas besonderes, durch das sie einem im Gedächtnis bleiben. Vor allem auch die Gypter, ein fahrendes Volk das auf dem Wasser zu Hause ist, sind mir sehr ans Herz gewachsen!

Es gibt einige Spannungsbögen aber zum Schluss hin geht es nochmal richtig zur Sache und die Überraschung am Ende ... die lass ich euch selber lesen ;) Ich freu mich jetzt jedenfalls schon sehr auf den nächsten Band denn ich weiß, dass ich wieder genauso begeistert sein werde!

© Aleshanee
Weltenwanderer

His Dark Materials

1 - Der goldene Kompass
2 - Das magische Messer
3 - Das Bernsteinteleskop

  (5)
Tags: fantasy, jugendroman, kinder, reihe, reread, verlag carlsen   (6)
 

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47 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

schattenfrau, lichtkämpfer, das erbe der macht, magie, erbe der macht

Das Erbe der Macht - Schattenfrau

Andreas Suchanek
E-Buch Text
Erschienen bei Greenlight Press, 27.02.2017
ISBN 9783958342477
Genre: Sonstiges

Rezension:

Achtung! Spoiler zu den vorherigen Bänden!

Meine Meinung zu Silberregen und Schattenfrau

Besonders schön find ich ja, das immer anfangs ein kurzer Rückblick auf die bisherigen Ereignisse alles wieder gut in Erinnerung ruft.

Mittlerweile wissen wir ja, dass Max derjenige war, der durch den Wechselbalg ausgetauscht worden ist. Seine Genesung lässt allerdings auf sich warten und es fällt ihm nicht leicht, wieder in das "normale Leben" im Castillo einzusteigen. Die Wut und das Misstrauen sind nicht so leicht abzuschalten, aber auch Kevin, sein Freund, leidet mindestens ebenso sehr darunter. Wie Max sich verändert, da konnte ich sehr gut mitempfinden, obwohl ich den Hass auf seine Freunde nicht so nachvollziehen konnte - sie können ja nichts dafür. Aber da reagiert eben jeder anders.

Im Fokus standen in "Silberregen" vor allem aber auch Jen, Alex und Clara, die einen weiteren Splitter in einer Dimensionsfalte vermuten. Den zweiten also, den sie vor der Schattenfrau dringend finden müssen. Dabei gab es wieder einige neue Details über die Magie, die ich nach wie vor spannend finde.
Allerdings war mir das Tempo teilweise fast zu schnell. Durch die kurzen Kapitel und die prägnanten Sätze hat die Stimmung gelitten - ich kam mir eher wie ein Zuschauer vor, als wäre ich mit dabei. Um die Atmosphäre wirklich zu spüren hätte es in dem ein oder anderen Moment doch etwas mehr Tiefgang gebraucht.
Oftmals fehlten mir auch die Gefühle, gerade in Situationen, wo allein schon der körperliche Schmerz zumindest irgendeine Reaktion hervorrufen müsste. Das wurde mir alles etwas zu abrupt abgehandelt. Auch Jens Verhalten hat mir nicht so gefallen, sie fällt immer wieder ins Kindische, obwohl sie mir vom am Anfang der Reihe erwachsener in Erinnerung ist.

Bei der Schattenfrau hingegen - und ja, die Identität wird endlich enthüllt! - konnte ich wieder besser in die Geschichte eintauchen. Der Wortwitz war lockerer, die Atmosphäre dichter und ich war viel näher mit dabei.
Vor allem die vielen Cliffhanger am Ende der Kapitel sind schon super gesetzt, die treiben einen regelrecht weiter und die Spannung erhöht sich ständig. Während nämlich Alex, Jen und Clara der Schattenfrau hinterher jagen, werden andere Geheimnisse enthüllt, die teils eine akute Bedrohung darstellen und andererseits weit in die Vergangenheit reichen.

Natürlich wird dabei noch nicht alles aufgeklärt und das Ende verspricht wieder einige neue Abenteuer und ich hoffe, dass in den nächsten Bänden wieder mit dieser guten Mischung aus den Charakteren, der Magie und der Spannung weitergeht.

Fazit:
Silberregen 3.5 Sterne
Schattenfrau 4.5 Sterne


© Aleshanee
Weltenwanderer

Das Erbe der Macht

1 - Aurafeuer
2 - Essenzstab
3 - Wechselbalg
4 - Feuerblut
5 - Silberregen
6 - Schattenfrau
7 - 12 in Planung

  (5)
Tags: eigenverlag, fantasy, reihe   (3)
 

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56 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 40 Rezensionen

fantasy, magie, das erbe der macht, erbe der macht, urban fantasy

Das Erbe der Macht - Silberregen

Andreas Suchanek
E-Buch Text
Erschienen bei Greenlight Press, 30.01.2017
ISBN 9783958342460
Genre: Sonstiges

Rezension:

Achtung! Spoiler zu den vorherigen Bänden!

Meine Meinung zu Silberregen und Schattenfrau

Besonders schön find ich ja, das immer anfangs ein kurzer Rückblick auf die bisherigen Ereignisse alles wieder gut in Erinnerung ruft.

Mittlerweile wissen wir ja, dass Max derjenige war, der durch den Wechselbalg ausgetauscht worden ist. Seine Genesung lässt allerdings auf sich warten und es fällt ihm nicht leicht, wieder in das "normale Leben" im Castillo einzusteigen. Die Wut und das Misstrauen sind nicht so leicht abzuschalten, aber auch Kevin, sein Freund, leidet mindestens ebenso sehr darunter. Wie Max sich verändert, da konnte ich sehr gut mitempfinden, obwohl ich den Hass auf seine Freunde nicht so nachvollziehen konnte - sie können ja nichts dafür. Aber da reagiert eben jeder anders.

Im Fokus standen in "Silberregen" vor allem aber auch Jen, Alex und Clara, die einen weiteren Splitter in einer Dimensionsfalte vermuten. Den zweiten also, den sie vor der Schattenfrau dringend finden müssen. Dabei gab es wieder einige neue Details über die Magie, die ich nach wie vor spannend finde.
Allerdings war mir das Tempo teilweise fast zu schnell. Durch die kurzen Kapitel und die prägnanten Sätze hat die Stimmung gelitten - ich kam mir eher wie ein Zuschauer vor, als wäre ich mit dabei. Um die Atmosphäre wirklich zu spüren hätte es in dem ein oder anderen Moment doch etwas mehr Tiefgang gebraucht.
Oftmals fehlten mir auch die Gefühle, gerade in Situationen, wo allein schon der körperliche Schmerz zumindest irgendeine Reaktion hervorrufen müsste. Das wurde mir alles etwas zu abrupt abgehandelt. Auch Jens Verhalten hat mir nicht so gefallen, sie fällt immer wieder ins Kindische, obwohl sie mir vom am Anfang der Reihe erwachsener in Erinnerung ist.

Bei der Schattenfrau hingegen - und ja, die Identität wird endlich enthüllt! - konnte ich wieder besser in die Geschichte eintauchen. Der Wortwitz war lockerer, die Atmosphäre dichter und ich war viel näher mit dabei.
Vor allem die vielen Cliffhanger am Ende der Kapitel sind schon super gesetzt, die treiben einen regelrecht weiter und die Spannung erhöht sich ständig. Während nämlich Alex, Jen und Clara der Schattenfrau hinterher jagen, werden andere Geheimnisse enthüllt, die teils eine akute Bedrohung darstellen und andererseits weit in die Vergangenheit reichen.

Natürlich wird dabei noch nicht alles aufgeklärt und das Ende verspricht wieder einige neue Abenteuer und ich hoffe, dass in den nächsten Bänden wieder mit dieser guten Mischung aus den Charakteren, der Magie und der Spannung weitergeht.

Fazit:
Silberregen 3.5 Sterne
Schattenfrau 4.5 Sterne


© Aleshanee
Weltenwanderer

Das Erbe der Macht

1 - Aurafeuer
2 - Essenzstab
3 - Wechselbalg
4 - Feuerblut
5 - Silberregen
6 - Schattenfrau
7 - 12 in Planung

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Tags: eigenverlag, fantasy, reihe   (3)
 

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139 Bibliotheken, 1 Leser, 5 Gruppen, 4 Rezensionen

krimi, reihe, inspector lynley, linley/havers-reihe, reihe: inspector linley

Keiner werfe den ersten Stein

Elizabeth George , Mechtild Sandberg-Ciletti
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 19.03.2012
ISBN 9783442478262
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Da diese Reihe schon ewig her ist, seit ich sie gelesen habe, kann ich mich wirklich an nichts mehr erinnern! Umso schöner weil ich das Gefühl habe, die Geschichten nochmal ganz neu zu erleben!

So konnte ich auch super miträtseln, denn in diesem Mordfall gibt es wirklich viele Verwicklungen und auch viele Charktere, die eine Rolle spielen. Das war anfangs etwas wirr bzw. unübersichtlich, aber im Laufe der Handlung konnte man dann doch jeden ganz gut einordnen. Vor allem, da die Autorin wirklich eine großartige Figurenzeichnerin ist, die jeden so prägnant und treffend beschreibt.

Inspector Thomas Lynley hat also einiges zu tun - und dieses Mal ist er auch noch abgelenkt durch seine bohrende Eifersucht. So kenne ich ihn eigentlich nicht, bzw. hatte ich ihn gar nicht mehr in Erinnerung, denn dass er sich so von seinen Gefühlen überrollen lässt und dabei die Ermittlungen beeinträchtigt, hätte ich gar nicht von ihm erwartet.
Aber zum Glück ist ja noch Havers bei ihm, die sich durch die vielen konventionellen Einschränkungen nicht von ihrem Spürsinn abbringen lässt. Natürlich geht sie dabei auch mal wieder zu weit und sie kann ihren Mund nicht halten; was zu Äußerungen führt die sie für den Moment unsympathisch erscheinen lassen. Ihre Vorurteile gegenüber der "Oberschicht" sind einfach nicht zu leugnen. Aber man merkt auch, dass sie sich durch die Zusammenarbeit mit Lynley mehr Gedanken macht.
Helen ist ja auch wieder mit von der Partie und hat einen sehr schwierigen Stand; aber ich mag sie total gerne, weil sie so eine offene und liebenswerte Art hat!

Es gibt wirklich immens viel Ermittlungsarbeit mit Befragungen und komplizierten Verbindungen zwischen den Figuren, aber gerade das hat mich total fasziniert. Natürlich auch der Schauplatz in dem verschneiten Hotel in Schottland, weitab vom nächsten Dorf, ist ja geradezu prädestiniert für einen englischen Krimi.

An den Schreibstil hab ich mich mittlerweile wieder gewöhnt, denn er wirkt schon etwas "veraltet", wenn man hauptsächlich neuere Bücher liest und gerade diese ganzen gesellschaftlichen Spielchen aus der Oberschicht fühlen sich für mich völlig antiquiert an - aber wie gesagt: Wenn man sich da mal reingelesen hat merkt man das gar nicht mehr so arg.

Gegen Ende zieht die Spannung dann richtig an, und die Autorin schafft es wieder, viele Möglichkeiten offen zu lassen und mich als Leser von einem Aha-Erlebnis zum anderen zu führen. Die Aufklärung war schlüssig und hat keine Fragen offengelassen.

Fazit: 4.5 Sterne

© Aleshanee
Weltenwanderer

  (4)
Tags: krimi, reihe, verlag goldmann   (3)
 

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(32)

157 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

dystopie, laura kneidl, verlag carlsen, jugendroman, water and air

Water & Air

Laura Kneidl
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 03.03.2017
ISBN 9783551315441
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Darum gehts:

Die Erde in der Zukunft ist fast ausschließlich von Wasser bedeckt. Die Klimaveränderungen haben viele Überschwemmungen hervorgerufen und die Absenkung der Erdplatten lässt kaum mehr Land übrig, auf dem die Menschen überleben können.
Die meisten haben sich deshalb unter den Meeresspiegel zurückgezogen und leben unter riesigen Kuppeln in ihrem eigenen Gesellschaftssystem.
Kenzie ist eine davon.
In ihrer "Heimat" herrscht eine strikte Ordnung, denn das Überleben der 3000 Bewohner hängt davon ab, dass sich alle den Regeln für das Kollektiv unterordnen. Die Geburtenkontrolle zwingt die Frauen zu einem konservativen Dasein, funktioniert aber sehr solidarisch mit dem Tauschsystem des Gebens und Nehmens.
Kenzie ist 18 und hat ihre letzten Prüfungen abgelegt. Natürlich erwartet man von ihr, sich eine Tätigkeit zu suchen, die dem Gemeinwohl beiträgt, doch das Meer hat sie schon immer fasziniert und die Neugier, die Welt über Wasser zu sehen. Aber es scheint keine Chance zu geben, diesem Schicksal zu entfliehen ...

Meine Meinung

Auf diesen Entwurf unserer Zukunft war ich sehr gespannt und ich finde, dass Laura Kneidl das ganze gut umrissen hat. Während man anfangs noch das ganze System kennenlernt, wie das Überleben in den Kuppeln unter Wasser funktioniert, entwickelt sich im Lauf der Geschichte aber der Fokus stark auf Kenzie.
Ich hätte mir schon noch mehr Details gewünscht, denn die Idee mit den Kuppeln ist zwar nicht neu aber immer noch faszinierend, aber für ein Jugendbuch war es okay und teilweise auch anschaulich beschrieben.
Besonders schön fand ich das Gesellschaftssystem in Kenzies Unterwasserwelt. Alles, was angebaut oder produziert wird, ist für alle da und wird gleichberechtigt vergeben. Jeder muss natürlich seinen Beitrag dazu leisten, aber man sieht hier sehr schön, dass das funktionieren kann. Demgegenüber steht natürlich die Kontrolle über die Geburten und damit die Rechte der Frauen. Sie sind hoch angesehen da sie den Fortbestand sichern, trotzdem haben sie dadurch auch Einschränkungen, die zwar logisch klingen, aber dennoch die Selbstbestimmung beschneiden.

Damit kommt Kenzie überhaupt nicht klar. Sie ist 18 und alle erwarten von ihr, sich dem Gemeinwohl unterzuordnen und eine für Frauen geregelte Arbeit anzunehmen. Allerdings hat sie ein Geheimnis das ihr schwer zu schaffen macht und ein Leben in der Kolonie nahezu unmöglich macht.
Kenzie erscheint mir tough und überzeugt davon, ihren eigenen Weg gehen zu können. Allerdings zeigt sie sich später auch etwas sehr naiv, bzw. zieht sie schnell die falschen Schlüsse und erinnert in den Momenten an einen unreifen Teenager. Das erwartet man einfach nicht von ihr, dass sie jedes Wort für bare Münze nimmt, ohne darüber nachzudenken. Aber die Gedanken, die dann auftauchen, sind doch sehr kindisch und nur für den Zweck der Handlung. Das war ein bisschen schade.
Die anderen Charaktere sind gut getroffen und passen schön ins Bild. Nichts außergewöhnliches, aber trotzdem interessant - auch wenn man leider schon früh ahnt, wie sich alles entwickeln wird.

Der Schreibstil ist einfach und flüssig zu lesen, dabei sehr unterhaltsam und es geht in einem guten Tempo voran. Insgesamt wirkt es dadurch doch etwas zu oberflächlich, aber man muss ja dabei die Zielgruppe im Auge behalten.

Der Prolog, wenn auch nur wenige Zeilen, hätte meiner Meinung nach nicht sein müssen, weil er schon eine Überraschung vorwegnimmt, die ich nicht unbedingt vorher hätte wissen müssen - auch wenn es klar erscheint, dass es darauf hinausläuft.
Insgesamt waren einige Dinge vorhersehbar, aber trotzdem gab es auch die ein oder andere Überraschung. Am Ende gab es ein spannendes Finale, das mir in manchen Punkten zu dramatisch-romantisch war, aber das ist einfach allgemein nicht so mein Ding.

Fazit: 3.5 Sterne

© Aleshanee
Weltenwanderer

  (4)
Tags: dystopie, jugendroman, verlag carlsen   (3)
 

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(205)

368 Bibliotheken, 6 Leser, 4 Gruppen, 3 Rezensionen

fantasy, hobbits, der herr der ringe, j.r.r. tolkien, die zwei türme

Der Herr der Ringe - Die zwei Türme

J. R. R. Tolkien , Wolfgang Krege
Flexibler Einband: 510 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 09.09.2016
ISBN 9783608939828
Genre: Fantasy

Rezension:  
Tags: fantasy, klassiker, reihe, verlag klett-cotta   (4)
 

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(13)

94 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 8 Rezensionen

markus heitz, des teufels gebetbuch, kartenspiel, hexerei, verlag knaur

Des Teufels Gebetbuch

Markus Heitz
Flexibler Einband: 672 Seiten
Erschienen bei Knaur, 01.03.2017
ISBN 9783426654194
Genre: Fantasy

Rezension:

Großartig! Viel Spannung, Tempo und Action - mit ebenso viel subtiler Mystik und teuflischer Mächte ;)

Ich wollte ja schon lange endlich mehr von dem Autor lesen - und da kam mir das neue Buch von ihm gerade recht - Titel, Cover und Klappentext haben mich sofort angesprungen, denn in uns allen wohnt ja irgendwie so eine kleine Spielerseele ... oder?

Es geht tatsächlich viel ums Zocken in der Geschichte, primär um das Kartenspiel und wir erfahren hier einiges zu den Hintergründen, wie dieses Spiel entstanden ist und welche Arbeit damals tatsächlich in der Herstellung der Karten gesteckt hat. "Des Teufels Gebetbuch" war früher wirklich ein Ausdruck für Spielkarten, da es viele Menschen um Haus und Hof gebracht hat und sie sich mit Geld um Kopf und Kragen gespielt haben. Mehr zu interessanten Details aus der Recherche erfährt man dann auch noch im Anhang.

Aber hat hier tatsächlich der Teufel seine Hände im Spiel?

Es gibt tatsächlich eine Figur, die dem gehörnten Unterweltler sehr nahe kommt - allerdings fungiert er scheinbar eher als Bote. Man weiß lange nicht, was genau er bezweckt und warum er so hinter den Karten her ist und ich hab gerne gerätselt, was es mit ihm auf sich hat. Nach und nach taucht man immer mehr ein und wird auch desöfteren überrascht!

Charaktere gibt es eine ganze Menge, aber Markus Heitz jongliert wirklich großartige mit den unterschiedlichen Zeiten und Ereignissen. Dabei reist man zwischen Monte Carlo, Rom, Baden-Baden, dem südamerikanischen Dschungel und einigen anderen Städten hin und her. Aber keine Sorge, der rote Faden führt dabei zu keinen Verwirrungen und selbst der Zeitsprung ins 18. Jahrhundert zu den antiken Kartenmachern bringt immer mehr Licht hinter all die düsteren Geheimnisse.

Tadeus Boch ist ein ehemaliger Zocker und hat sich damit einen riesigen Berg Schulden angehäuft. Um zu widerstehen begibt er sich tagtäglich in die Höhle des Löwen: er arbeitet nämlich in einem Spielcasino und wähnt sich dabei in Sicherheit, denn schließlich widersagt er dem Verlangen, auch wenn er es ständig vor Augen hat. Doch eine Spielerseele kann man nicht immer so einfach verleugnen und auch er wird recht schnell in Versuchung geführt. Ich mochte ihn sehr gerne, denn ich kann als ebenfalls ehemalige Zockerin das Verlangen danach sehr gut nachvollziehen.
Eine weitere, sehr sympahtische Figur ist Hyun. Eine Ärztin, die durch unglückliche Umstände in die Sache verwickelt wird.
Aber auch alle anderen Charaktere sind sehr anschaulich und eigenwillig und fügen sich perfekt in die Geschichte ein. Bei manchen weiß man nicht so recht, was man von ihnen halten soll und es gibt einige Überraschungen.

Es geht hierbei aber nicht nur um die Verlockungen des Spiels an sich, die Verführung zu Macht und Geld, sondern um ein ganz bestimmtes Kartendeck. Welche magische Bewandtnis es damit auf sich hat, wird recht schnell klar, zumindest ahnt man etwas, aber der Autor lässt den Leser geschickt noch soweit im Dunkeln, dass es die Spannung immer höher treibt. Trotz der sehr guten Beschreibungen wird es nicht langweilig, denn das Tempo geht immer gut voran und es gibt nur wenig ruhigere Verschnaufpausen. Jeder Schauplatz wird gut in Szene gesetzt und ist wichtig, dabei geht es teilweise auch brutal und bösartig zu - eine Art teuflischer Macht, die sich ihren Weg sucht.

Eine Besonderheit ist das erfundene Spiel "Supérieur", das eine wichtige Rolle spielt und dessen Regeln man in der Klappenbroschur nachlesen kann.

Fazit

Ein rasanter, mit allen Regeln der Kunst verstrickter Thriller mit immens viel Spannung, Action und Verfolgungsjagden durch die ganze Welt. Der Hintergrund zum Kartenspielen und Spielen an sich hat mir sehr gut gefallen und natürlich auch die mysthisch-magischen Facetten, die perfekt eingeflochten worden sind.

© Aleshanee
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Tags: mystery, thriller, verlag knaur   (3)
 

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72 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 24 Rezensionen

mord, england, internat, ermittlungen, krimi

Mord ist nichts für junge Damen

Robin Stevens , Nadine Mannchen
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Knesebeck, 18.08.2016
ISBN 9783868739046
Genre: Jugendbuch

Rezension:

4.5 Sterne für einen spannenden Mordfall im historischen England!

Meine Meinung

Ich bin durch Zufall über diese Reihe gestolpert, da ich etwas in der Richtung gesucht habe. Mich hat ja schon die Flavia Reihe sehr begeistert und auch der Einzelband "Lasst uns schweigen wie ein Grab" - junge Mädels, die Mordfälle aufklären vor dem Schauplatz des historischen Englands - das klingt einfach toll und wird auch hier bezaubernd umgesetzt!

Robin Stevens setzt das ganze ein bisschen im Stil von Sherlock Holmes fort.
Hazel Wong ist 13 Jahre alt und noch nicht so lange auf dem Internat. Ihre Herkunft aus Hongkong hat ihr den Einstieg nicht leicht gemacht, und nach und nach erfährt man, wie sich ihre Freundschaft zu Daisy entwickelt hat. Hazel erzählt das ganze aus ihrer Sichtweise (wie Watson) und Daisy Wells ist der treibende, alles im Dunkeln aufdecken wollende Kraft ihrer kleinen Detektivgemeinschaft.

Während Hazel eher ruhig und vorsichtig ist, lässt sie sich sehr sehr leicht von Daisys unbeschwerter Art mitreißen. Die beiden Mädels sind eigentlich wie Feuer und Wasser, vor allem, da Daisy ein sehr beliebtes und angesehenes Mitglied des Internats ist, zu dem die Jüngeren aufsehen - und das lässt sie sich auch gerne anmerken! Aber es steckt doch noch etws mehr dahinter. Die forsche, unerschrockene Art ist Hazel oft nicht ganz geheuer, aber die beiden entwickeln ein tolles Gespür.
Sie finden recht schnell Verdächtige, die hinter dem Mord an Mrs Bell stecken könnten und ermitteln auf eigene Faust auf eine ihnen ganz eigenwillige und geschickte Weise.
Dabei sind sie nicht immer einer Meinung und ich muss gestehen, dass mir Daisy anfangs nicht unbedingt sympathisch war. Anfangs ;)

Ich konnte jedenfalls super selber miträtseln, denn es gibt viele Spuren, denen man folgen kann, aber auch Hinweise, die gut gestreut sind und auch zu dem empfohlenen Lesealter passen. Das könnte an manchen Stellen auch ein bisschen unheimlich für jüngere Gemüter sein.

Die Schreibweise ist an die historische Zeit angepasst, aber trotzdem noch so gehalten, dass es Kindern und Jugendlichen leicht fallen wird; es ist durchweg flüssig und spannend und ich wollte es nicht mehr aus der Hand legen.

Hinten im Buch gibt es dann noch ein kurzes Glossar (von Daisy) über ein paar der Begriffe, von denen der ein oder andere vielleicht nicht so geläufig ist, in ihrer Art auf witzige Weise präsentiert.
Ich freue mich jedenfalls schon sehr auf den zweiten Band und hoffe, dass auch die anderen Teile bald ins Deutsche übersetzt werden.

Der zweite Fall "Teestunde mit Todesfall" erschien am 16. Februar 2017
(im Original sind bereits 5 Bände der Reihe erschienen)

© Aleshanee
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Tags: historischer krimi, jugendroman, kinder, reihe, verlag knesebeck   (5)
 

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103 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

mystery, fantasyreihe, verlag script5, jugendroman, reihe

Wo das Dunkel schläft

Maggie Stiefvater , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Loewe, 13.03.2017
ISBN 9783785583319
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Blue hat sich ja mit einigen der Raven Boys angefreundet bzw. mehr als das, und sich ihrer Suche nach dem verstorbenen König Glendower begeben. Dabei sind ihr Gansey, Adam, Ronan und Noah sehr ans Herz gewachsen und sie alle zeigen im Laufe der Reihe immer mehr, was in ihnen steckt: und dabei wird es sehr mysteriös und magisch!

Ich finde ja, dass man die Bücher dieser Reihe sehr zeitnah hintereinander lesen sollte, denn ich merke schon, dass ich vieles vergessen habe oder es einfach nicht mehr so präsent ist. Maggie Stiefvater flicht zwar immer wieder Erinnerungen an vergangene Ereignisse ein, aber es war manchmal schon etwas schwierig für mich, wieder alles "an seinen Platz zu rücken". Die Geschichte entwickelt ja wahnsinnig viel Potenzial mit den vielen magischen Hintergedanken, die Fähigkeiten der Jugendlichen, die nach und nach zum Vorschein kommen und auch die ganzen anderen Figuren, die nach und nach auftauchen.
Der Schreibstil ist in diesem Teil etwas anders, zumindest von meinem Gefühl her. Einerseits bleibt er schon auf der Linie wie in den vorherigen Bänden, hat aber noch so ein paar kleine pfiffige Details, die mir sehr gut gefallen haben. Es gibt keine rasante Action oder ein großes Tempo, denn ich finde, diese Geschichte lebt vor allem von den Charakteren, ihren Beziehungen zueinander und der Entwicklung, die sie alle durchmachen!
Ich hab sie alle ins Herz geschlossen, auch die Nebenfiguren die nicht so oft auftauchen, und hier hat die Autorin wirklich ganz spezielle und liebenswerte Charaktere geschaffen.

Aber auch die Magie ist etwas besonderes - vor allem die Ley-Linien haben es mir angetan, auch wenn sie eher nur am Rande Erwähnung finden. Sie erinnern natürlich an die Traumpfade der Aborigines und liegen mir deshalb besonders am Herzen; auf jeden Fall eine schöne Idee!
Das Geheimnis um den magischen Wald Cabeswater wird ja jetzt auch gelüftet und das war auf jeden Fall (für mich) eine große Überraschung, obwohl es vielleicht sogar hätte absehen können. Dafür waren mir aber eben einige Details nicht mehr so gut im Gedächtnis.
Was es mit Glendower auf sich hat, dazu verrate ich natürlich nichts, aber ich hätte mir das ganze etwas anders vorgestellt und mir noch ein bisschen mehr erhofft.

Spannung kam aber gegen Ende auf jeden Fall auf und man fiebert sehr mit, wie die ganzen Schwierigkeiten denn bloß enden oder bewerkstelligt werden können! Ein bisschen unzufrieden war ich mit ein-zwei Entwicklungen, aber da möchte ich euch die Überraschung nicht vorneweg nehmen ;)

Insgesamt auf jeden Fall eine sehr ungewöhnliche und außergewöhnliche Reihe, die vielleicht nicht jeden mitreißen wird und auf die man sich einlassen können muss. Dann hat sie aber auf jeden Fall Suchtcharakter!

© Aleshanee
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The Raven Boys

1 - Wen der Rabe ruft
2 - Wer die Lilie träumt
3 - Was die Spiegel wissen
4 - Wo das Dunkel schläft

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Tags: fantasy, jugendroman, mystery, reihe, verlag script5   (5)
 

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mystery, eigenverlag, reihe, thriller

Vakkerville-Mysteries - Teil 2: Nebelgrenze (Vakkerville Mysteries)

Anton Serkalow
E-Buch Text: 372 Seiten
Erschienen bei Anton Serkalow, 27.01.2017
ISBN B01MDTS5VL
Genre: Sonstiges

Rezension:

"Gleichwohl war keine Finsternis so schwarz wie die menschliche Seele." Pos 3805

Und in diese Abgründe führt uns der Autor in dem immer dichter werdenden Nebel, der das Küstenstädchen Vakkerville heimsucht. Während im ersten Band noch einige witzige Zufälligkeiten und der bunt zusammengewürfelte Haufen an Protagonisten zum Schmunzeln eingeladen hat, wird es jetzt düsterer und zwilichter. Das voluminöse Vorspiel, die Einführung aller Charaktere, die vielen besonderen Begebenheiten und Umstände, die mich im ersten Teil noch etwas verwirrt haben, führen uns hier endlich in die Welt hinter den Spiegeln. Einer grotesken, verzerrten, verkehrten Welt, aus der das Grauen immer weiter in die Köpfe der Menschen vordringt ...

Es ist wirklich schwierig zu beschreiben, um was es genau geht; denn wie so viele Charaktere, die hier miteinander auf irgendeine Art und Weise verbunden sind, gibt es auch lose Fäden, die sich schließlich alle an einem einzigen Ort zusammenziehen.

Besonders schön ist hier die kurze Zusammenfassung zu Beginn, bei der man sich alle vorherigen Ereignisse nochmal in Erinnerung rufen kann. So fällt der Einstieg recht leicht, wenn auch auf den ersten Seiten noch ein bisschen holprig, bzw. umständlich formuliert - aber das legt sich recht schnell. Anfangs ist man vielleicht noch etwas skeptisch, denn man muss sich an den (scheinbar) einfachen, mundgerechten Schreibstil gewöhnen. Aber wenn man sich da mal reingelesen hat, kann man einfach nicht mehr aufhören! Plötzlich ist alles im Fluss und die Seiten rauschen nur so dahin, denn man steigt immer mehr in die Story ein, entdeckt Verbindungen und Hintergründe, die einen alles klarer sehen lassen, während der Nebel einen tiefer und tiefer in das Grauen eintauchen lässt.

"Es gibt Geister und Dämonen. Aber glaube mir, Eliane, es gibt Menschen und Taten von Menschen, die sind schlimmer als das, was einem die Gestalten aus der anderen Welt antun können." Pos 4227

Sehr genial sind hier vor allem auch die Charaktere, von denen es wirklich viele gibt. Lasst euch aber davon nicht abschrecken, denn sie sind alle so facettenreich und gleichzeitig prägnant, dass man da überhaupt nicht durcheinander kommt. Auch ihre Rolle in diesem ganzen Verwirrspiel von grausamen Mördern, Auftragskillern, politischen Intrigen und machthungrigen Medizinern inmitten einer gruseligen Parallelwelt wird sehr deutlich, und langsam findet auch jede ihren Platz; hangelt sich an ihrem Schicksalsfaden entlang, der von ihrer verhängnisvoll geprägten Vergangenheit in eine ungewisse Zukunft führt.
Dabei werden dem Leser sämtliche menschlichen Abgründe und Vorurteile vor Augen geführt, die vor nichts halt machen - auch wenn man manche Szenen mit einem Augenzwinkern verfolgt, bleibt doch eine gewisse Anspannung des Ernstes der Lage und der Traurigkeit all der Schicksale, die je abstruser umso wahrer sind.

Die Bilder dazu entstehen wie von selbst mit vielen wirksamen und plastischen Gleichnissen. Das Hin- und Herspringen zwischen den Figuren und was sie gerade erleben mag verwirrend klingen, war aber einfach nötig, um all die Ereignisse im Blick zu behalten, die teilweise gleichzeitig passieren und zum Verständnis des ganzen nötig sind. Man wird richtiggehend hineingezogen in diesen Nebel des Grauens, der einen mit seinen klebrigen Fäden nicht mehr loslässt und eine hohe Spannung erzeugt. Ich hab jeden Moment genau gewusst, um was es geht und hab in jedem Abschnitt mitgefiebert, die alle auf sehr unterschiedliche Weise zum mitfiebern anregen.

Noch ist natürlich nicht alles aufgelöst, denn ein dritter und letzter Teil wird noch folgen und ich bin mega neugierig, was noch alles passieren wird. Einige Details haben sich gelüftet, aber einige Überraschungen hat der Autor sicher noch parat und ich hoffe, dass ich nicht mehr allzu lange darauf warten muss!

Am Ende zeigt der Autor noch, welche Bücher und Filme ihn zu bestimmten Details inspiriert haben; was ich immer sehr schön finde beim lesen, denn die meisten sind allgemein bekannt.

© Aleshanee
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Vakkerville Mysteries

1 - Dämmerlicht
2 - Nebelgrenze
3 - Spiegelgrund

  (3)
Tags: eigenverlag, mystery, reihe, thriller   (4)
 

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56 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 23 Rezensionen

schweden, dystopie, thriller, politthriller, hunger

Epidemie

Åsa Ericsdotter , Ulla Ackermann
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Arctis Verlag, 10.02.2017
ISBN 9783038800026
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

4.5 Sterne - ein kleiner Abzug für den etwas wirren Anfang - ansonsten super! Sehr brisante Themen äußerst spannend umgesetzt!

Seit knapp vier Jahren ist der Ministerpräsident Johan Svärg in Schweden mit seinem Gesundheitsprogramm gut gefahren. Er hat der Bevölkerung Gesundheit versprochen. Gesundheit für alle - wenn sie schlank sind und sich an sein Programm halten.

Zu diesem Zeitpunkt steigt man in die Thematik ein, die aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird:

- Johan Svräg, der sich einen perfiden Plan überlegt, damit er in 6 Monaten wiedergewählt wird.
- Landon, der zwar übergewichtig ist, aber noch nicht zu denen zählt, die von der Regierung als sehr gefährdet eingestuft werden
- und Gloria, die mit ihren 150 Kilo schon ziemlich mit dem Umschwung in der Gesellschaft zu kämpfen hat.

Die Autorin nimmt hier kein Blatt vor den Mund und zeigt sehr offen und direkt, welche Ausmaße politische Handlungen nehmen können, vor allem, wenn sie zwar nach außen hin eine gut gemeinte Verbesserung darstellen sollen, es indirekt aber wie immer nur ums Geld (und um Macht) geht.

Seit Jahren sprießen in Schweden Fitnesscenter aus dem Boden, Fachkliniken für Fettabsaugung oder Magendband OPs, Koch Shows mit Ernährungsberatern und die Pharmaindustrie boomt natürlich! Aber selbst vor Kindern und Säuglingen macht die Politik hier nicht halt, denn gute Menschen sind nur schlanke Menschen - alles unter dem Deckmantel der Gesundheit. Denn je dicker, desto anfälliger für Krankheiten und somit schlecht für die Staatskasse und ergo auch für die Bevölkerung.

Ich hab die ganze Zeit beim Lesen immer überlegt, ob das alles tatsächlich möglich ist, ob sich auch heute noch die Menschen(massen) so einer Gehirnwäsche unterziehen lassen könnten. Einige Methoden des Ministers erinnern stark an Hitlers Zeiten und man ist ja immer so bestürzt/fasziniert, wie sehr man eine ganze Gesellschaft so lenken konnte, ohne dass es anscheinend jemandem auffällt. Zumindest die Presse müsste doch Wind davon kriegen, denn sie stecken ja überall ihre Nase rein - aber wieviel Einfluss und Macht hat so eine Behörde tatsächlich, um alles zu verschleiern?

Anfangs wirkte das ganze noch etwas konfus, denn nach den ersten Seiten war nicht klar, an welcher Stelle man gerade steht. Ich dachte, dass das alles grade erst seinen Anfang nimmt, das war etwas ungeschickt aufgebaut. Trotzdem war ich sofort gefesselt, denn der Einstieg ist schon sehr extrem:
Die krankhafte Fixierung auf das Äußere, auf das Gewicht, auf Kalorien, die unzähligen Versuche, noch mehr abzunehmen und auch die Scham, Lebensmittel einzukaufen oder in der Öffentlichkeit zu essen, prägt das Gesellschaftsbild. Magen OPs werden zu Schleuderpreisen angeboten und auch vor Kindern wird nicht Halt gemacht: man will ihnen ja einen guten Start ins Leben nicht durch unnötige Gewichtszunahme versauen ... Aber selbst als die ersten Toten registriert werden, gibt es keinen Aufschrei aus der Bevölkerung.

Die wenigen Einzelnen, die sich dem ganzen Wahn entziehen wollen, haben es nicht leicht mit dem ganzen Druck von außen; vor allem da es gegenüber der Öffentlichkeit entweder totgeschwiegen oder bagatellisiert wird. Johan Svärg wird immer radikaler und schreckt vor nichts mehr zurück. Es ist richtig gruselig zu verfolgen, wie er mehr und mehr Menschlichkeit verliert, weil er sich schlicht und einfach in seine Idee verrannt hat.

Lustigerweise steht hier auf dem Cover "Roman", obwohl diese Geschichte tatsächlich mal den Stempel "Thriller" verdient hat! Wie gesagt war der Anfang noch etwas wirr, aber als ich mich dann zurechtgefunden hatte, konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen und hatte eine schlaflose Nacht! Es ist so fesselnd geschrieben und baut eine immense Spannung auf, gleichzeitig ist es so erschütternd und wirkt so erschreckend real, dass ich beim Lesen desöfteren ein ganz ungutes Gefühl im Magen hatte.
Asa Ericsdotter hat hier das Thema größenwahnsinniger Politiker, die gekonnt die Gesellschaft manipulieren, mit dem sehr aktuellen Thema Schönheitswahn verbunden. Doch man kann hier alle möglichen Themen einsetzen und nur hoffen, dass sowas niemals wieder funktioniert: die Ausgrenzung bestimmter Menschen durch irgendein Merkmal, das jemanden nicht in sein Ideal passt. Dabei überlegt man sich schon, ob diese schleichende Bevormundung nicht grade schon geschieht und ob wir es tatsächlich merken würden ...

Ein dringend lesenswertes Buch, das mit seiner Thematik aufrüttelt und den Menschen die Augen öffnen soll. Sehr aktuell, sehr offen und sehr erschütternd!

© Aleshanee
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  (9)
Tags: dystopie, gesellschaft, politik, thriller, verlag arctis   (5)
 

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261 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 50 Rezensionen

wales, historischer roman, england, normannen, mittelalter

Die Tochter des letzten Königs

Sabrina Qunaj
Flexibler Einband: 750 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 19.05.2014
ISBN 9783442479887
Genre: Historische Romane

Rezension:

Zum Inhalt

Wales, 1093 n. Chr.

Nesta ist die Tochter eines mächtigen Fürsten in Cymru (Wales). Im Alter von 8 Jahren muss sie die brutale Ermordung ihrer Familie durch einen kriegerischen Feldzug der Normannen mit ansehen und wird auf ein Anwesen in Shrewsbury verschleppt. In Gefangenschaft unter den Feinden wächst sie in der Lordschaft des grausamen de Montgomery auf, doch sie lässt sich nicht unterkriegen. Als sie schließlich an den Hof des Königs kommt, entwickelt sie eine innige Leidenschaft zu einem besonderen Mann, der bald das Schicksal der britisch/normannischen Insel in Händen halten wird - doch ihr eigenes Schicksal hält noch einige böse Überraschungen bereit. Sie muss sich mehr als einmal mit den machthaberischen Konflikten auseinandersetzen, die ihre Heimat und vor allem ihr Volk bedrohen.

Meine Meinung

Einfach nur großartig! Ein historischer Roman mit all seinen spannenden und bewegenden Facetten!

"Freude und Schmerz hielten sich die Waage - das eine war unwiderruflich mit dem anderen verbunden, das hatte sie in all den Jahren gelernt." S. 622

Das Zitat steht schon fast am Ende des Buches und beschreibt so treffend das Leben der jungen Nesta, die schon sehr früh im Leben lernen musste, was Krieg und Gefangenschaft bedeuten!

Die Autorin schafft es großartig, die damalige Zeit wieder aufleben zu lassen. Natürlich mit etwas mehr Romantik, denn vieles war sicher weitaus schlimmer, als hier dargestellt, aber mit genug Authentizität, dass ich mich sofort ins 11. Jahrhundert zurückversetzt gefühlt hab!
Das Leben der jungen Protagonistin Nesta ist von soviel Unglück geprägt und dennoch glüht dieser unverlöschbare Funke in ihr, der sie immer wieder vorwärts treibt. Ein Kampfgeist, der unbändige Wille zu überleben, aber sich nicht hinter der Falschheit zu verstecken, die sooft an den Höfen des Königs gang und gäbe waren. Sie steht hinter ihren Entscheidungen und dabei hat sie es wahrlich nicht einfach ... hin- und hergerissen zwischen ihren Wurzeln, der Heimat, der sie entrissen wurde und den Normannen, die sie hassen sollte. Die wahre Stärke von Nesta ist es, diesen Hass und ihre Rachegefühle hinanzustellen und dafür den Frieden für das Land an ihre Stelle zu setzen. Aber auch den Frieden für sich selbst, denn durch Kriege kann niemals etwas gutes entstehen.
Sie ist so ein bezauberndes Geschöpf! Anfangs noch naiv und unbedarft, einfach herzerwärmend in ihrer Offenheit; doch all ihre Entscheidungen, die sie mit dem Herzen trifft muss sie auch mit dem Herzen bezahlen.

Sabrina Qunaj hat eine großartige und packende Geschichte erzählt, die einige reale Fakten enthält (wie man im Nachwort lesen kann), aber eben auch eine Geschichte ist, die mit viel Herz und sehr viel Spannung geschrieben ist! Die Sprache passt wunderschön zu der Zeit die kleinen Details lassen jede Szene lebendig und ursprünglich wirken.

Aber auch die Charaktere sind wunderbar gezeichnet. Von jedem erhält man ein sehr treffendes Bild und die Autorin beweist einen guten Blick für kleine Gesten, Gedanken und Gefühle, die mich als Leser total mitgenommen haben! Ihre Empfindungen und Beweggründe sind so vielfältig wie die Menschen selbst und für andere (fast) immer undurchschaubar - und trotzdem, oder gerade deshalb, nachvollziehbar. Es waren einige dabei, die ich ins Herz geschlossen habe, aber gerade Nesta, die trotz der vielen, scheinbar unüberbrückbaren Widrigkeiten es immer wieder schafft, das Gute zu sehen und sich mit ihrem Leben zu arrangieren ist einfach nur bewundernswert!

Damit wird eine ganz wichtige Eigenschaft gezeigt, die viel zu sehr untergeht: nämlich nicht mit seinem Schicksal zu hadern, sondern es anzunehmen und das Beste daraus zu machen! Genauso, sich Veränderungen offen gegenüber zu stellen.
Genauso die Liebe, die wachsen kann - ein sehr unterschätzter Wert in der heutigen Zeit. Ich mag auch keine arrangierten Ehen und ich weiß nicht, ob das alles so stimmt, wie wir uns das heutzutage zusammenreimen. Aber ich weiß, dass Verliebtheit und Liebe etwas anderes ist und die Tiefe, die wahre Liebe ausmacht, nur mit der Zeit wachsen kann.

Freundschaft, Liebe, Vertrauen, Angst, Verrat und Mord, ein ständiges Auf und Ab, durch das die vielen Seiten niemals langweilig werden! Es gibt Überraschungen, Veränderungen und vor allem den ständigen Drang, weiterzulesen! Zum Glück gibts noch zwei Bände, auf die ich mich schon mega freute.

Der Klappentext spoilert - wieder mal - und vor allem auch der Klappeninnentext: also bitte nicht lesen!
Vorne im Buch ist eine Karte von England, auf der man sich sehr gut orientieren kann und auch die Dramatis Personae sind wie immer im historischen Genre vorne aufgeführt. Die würde ich aber auch nicht lesen, denn dadurch spoilert man sich teilweise auch selber ;)

© Aleshanee
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Geraldine Trilogie

1 - Die Tochter des letzten Königs
2 - Das Blut der Rebellin
3 - Der Ritter der Könige

  (5)
Tags: historischer-roman, reihe, verlag goldmann   (3)
 

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212 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 68 Rezensionen

thriller, psychothriller, spannung, saving grace, erpressung

Saving Grace - Bis dein Tod uns scheidet

B.A. Paris , Wulf Bergner
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 21.11.2016
ISBN 9783734102639
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich tendiere fast ein bisschen zu 5 Sternen, weil es echt super spannend war und sehr fesselnd. Allerdings hat es für mich anfangs doch etwas gebraucht, um in Schwung zu kommen ...

Ich muss zugeben, dass ich zu Beginn, also bei den ersten rund 100 Seiten, noch etwas gelangweilt war. Man lernt Grace kennen, Grace und ihren Mann Jack. Man bemerkt sofort die feinen Nuancen, die das Paar seltsam erscheinen lassen. Zu perfekt, zu harmonisch und man weiß sofort, dass da etwas nicht stimmt.

Grace erzählt aus der Ich Perspektive abwechselnd in der Gegenwart und in der Vergangenheit. Die ganzen Erinnerungen, wie sie Jack kennengelernt hat, fand ich etwas mühsam, denn die Kurzfassung erfährt man eigentlich schon auf den ersten Seiten. Das alles nochmal durchzukauen fand ich nicht nötig, auch wenn die Autorin versucht, hier genau zu zeigen, wie Grace in die Falle tappen konnte.

Dann zieht die Spannung aber an und da hat sich B. A. Paris wirklich ein sehr perfides Spiel ausgedacht. Immer größere Abgründe tun sich auf und ich war mir auch nicht sicher, wie das ganze wohl enden wird; denn es gibt Tendenzen in beide Richtungen.

Die Protagonisten sind ja schon um die 40 und deshalb kam mir Grace Verhalten ehrlich gesagt etwas seltsam vor. Auch wenn ich mich nach einem Mann, einer Familie sehne und Angst habe, ich krieg keinen mehr ab, bin ich doch nicht so blauäugig! Da hätte ihr einiges am Anfang ihrer Beziehung auffallen müssen - aber manchmal lässt man sich wohl gerne blenden. Allerdings entwickelt sie dann doch einen ziemlichen Kampfgeist und sehr lieb gewonnen hab ich auch ihre Schwester Millie!
Jack selbst, ein Psychopath schlechthin ... der spielt seine Rolle schon sehr perfekt. Er war mir ein bisschen zu glatt, aber das hat einfach super in die Geschichte gepasst und ich möchte nicht wissen, wie viele solcher Gruselgestalten tatsächlich unbemerkt durch die Welt laufen ...

Die Freunde von Grace und Jack - oberflächliche Leute aus der Oberschicht die gerne Dinnerpartys geben, sind jetzt nicht so meine Welt und ich konnte mich da auch gar nicht so einfinden in diese Gesellschaft. Vor allem natürlich, da es ja keiner zu merken scheint. Bis eine neue Familie in der Nachbarschaft auftaucht; diesen Zug fand ich im Endeffekt ziemlich genial gemacht.

Der Anfang war also etwas mau mit viel Beziehungsgerede, dass langsam aber stetig auf die subtilen und mehr als grausamen Psychospielchen eingestimmt hat. Dann aber wie gesagt extrem spannend und steigerte sich auch bis zum Schluss. Nur zwischendurch gabs ab und an Passagen, die mir ein bisschen das Tempo rausgenommen haben. Für Thriller Liebhaber auf jeden Fall zu empfehlen!

© Aleshanee
Weltenwanderer

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Tags: thriller, verlag blanvalet   (2)
 

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69 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

krimi, inspector lynley, england, mord, lynley

Gott schütze dieses Haus

Elizabeth George , Mechtild Sandberg-Ciletti
Flexibler Einband: 381 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 19.03.2012
ISBN 9783442478255
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

4.5 Sterne für den zweiten Band der Lynley Reihe!

Weiter gehts mit dem re-read der Inspektor Lynley Reihe :)
Der erste Band war ja noch ein bisschen verhalten und viel mit persönlichen Konflikten gespickt - jetzt im zweiten stand der Mordfall schon sehr viel mehr im Vordergrund.

Natürlich ist auch Thomas Lynleys Beziehung zu seiner Ex-Verlobten und seinen Freunden immer präsent, aber endlich tritt auch Barbara Havers auf den Plan. Sie wurde im Dienst zurückgestuft, weil sie mit keinem der anderen zusammenarbeiten konnte; der Plan, sie mit Lynley zu dem Mord nach Keldale zu schicken, steht also unter keinem guten Stern.

Erzählt wird aus verschiedenen Perspektiven und ich muss zugeben, dass sie anfangs sowas von unsympathisch ist. Was sie denkt und wie sie die Umgebung wahrnimmt, wie sie aneckt und ohne Rücksicht auf Verluste ihre kleinen Sticheleien und Bosheiten rauslässt, ist wahrlich nicht einfach zu ertragen. Aber Lynley spürt, dass da noch mehr dahintersteckt und ein bisschen erfährt man schon, was es damit auf sich hat. So ganz kann ich mich ja nicht mehr an alles erinnern und ich bin gespannt, wie sich das in den Folgebänden noch entwickeln wird.

Die Ermittlungen empfand ich sehr fesselnd. Viele Verwicklungen haben zum miträtseln eingeladen und obwohl ich schon leichte Ahnungen hatte, war es spannend bis zum Schluss! Der Aufbau war wirklich gut, denn man bekommt viele kleine Hinweise, mit denen man sich das Puzzle zusammen setzen kann, ohne aber noch das große Ganze zu sehen. Die Aufklärung war jedenfalls schlüssig und war schon ziemlich heftig.

Der Sprachstil und die ganzen Umgangsformen aus der Zeit, in der das Buch geschrieben wurde, ist etwas ungewöhnlich - 1989 ist ja eigentlich noch nicht so lange her, aber man merkt es eben doch, wobei ich mich da recht schnell reingelesen hab. Vor allem Thomas Lynleys Stellung im englischen Adel ist ja immer wieder Thema und dieses ganze Drumherum ist ja nicht so mein Fall; aber wie schon gesagt, im ersten Band war das alles viel umfassender. Obwohl ja Helen z. B., eine sehr gute Freundin von Lynley, auch zu dieser Oberschicht gehört und ich ja mit diesem ganzen "Gehabe" nicht viel anfangen kann, ist sie mir in ihrer spontanen, empathischen und fröhlichen Art total ans Herz gewachsen!

Die Reihe sollte man allerdings unbedingt in der richtigen Reihenfolge lesen, da man die ganzen Zusammenhänge sonst wahrscheinlich nicht so ganz nachvollziehen kann.

© Aleshanee
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bipolare störung, gavin extence, libellen im kopf, roman, psychiatrie

Libellen im Kopf

Gavin Extence , Alexandra Ernst
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Limes, 14.11.2016
ISBN 9783809026341
Genre: Romane

Rezension:

Die Geschichte steigt sofort in dem Moment ein, in dem Abby ihren Nachbarn tot in seinem Sessel findet. Auch wenn sie ihn kaum kennt wundert so manchen sicher ihre gelassene Reaktion und das völlige Fehlen von Emotionen, die sie dabei an den Tag legt. Man merkt also sofort, dass bei ihr irgendetwas anders läuft bzw. sie zumindest ein bisschen anders tickt als andere Menschen.

Aus der Ich Perspektive erzählt gelingt es dem Autor sehr gut, die intensiven Gedankengänge von Abby anschaulich zu machen, auch wenn man sich oft nicht so recht reinversetzen kann. Denn obwohl sie sehr in ihrer Gefühlswelt lebt, sind ihre Aktionen manchmal oder vielleicht gerade deshalb fragwürdig. Allerdings konnte ich vieles sehr gut nachvollziehen, denn wie oft hat man selber total kuriose Gedanken, die man jedoch recht schnell verwirft und erst recht keinem anderen direkt anvertrauen würde - weil es nicht "normal" erscheint.
Aber was ist schon normal? Diese Frage beschäftigt mich oft und diese Geschichte hat dieses Thema bei mir wieder aufgeworfen. Denn prinzipiell ist ja alles normal, sonst würde es ja gar nicht "existieren" oder vorkommen. Nur weil eine Mehrheit es anders macht und eine Norm daraus entsteht, muss man sich ja nicht in ein Muster pressen lassen. Anders sieht es natürlich mit Krankheiten aus, bei denen die Menschen drunter leiden und aus ihrem Schema nicht mehr alleine rauskomkmen.

Gavin Extence leidet selbst unter eine bipolaren Störung, was das ganze für mich nochmal interessanter gemacht hat: denn jemand mit eigener Erfahrung kann doch reeller darüber schreiben als jemand, der sich "nur" damit beschäftigt hat.

Abby steht also vorerst mal ständig unter Hochspannung und sprudelt regelrecht über vor Gedanken und Aktionen. Sie eckt damit natürlich an, kann nicht einschätzen, wie andere auf bestimmte Dinge reagieren und ist mit ihrer quirligen Art sicher kein einfacher Charakter. Das merkt sie selbst schon und ihr ist es bewusst, aber sie kann das sehr gut verdrängen und besticht auch irgendwie mit ihrer "Leichtigkeit". Ihre Besuche bei der Therapeutin zeigen aber auch deutlich, wie schwierig es für sie manchmal ist, die einfachsten Entscheidungen zu treffen und auch zu beurteilen.
Das Finden der Leiche ihres Nachbarn hat bei ihr einen Schub ausgelöst - sie setzt sich damit sehr vehement wenn auch unorthodox auseinander und steigert sich dabei immer mehr in eine Manie.

"Ich bin nicht länger Abby, ich bin Alice, die in das Kaninchenloch purzelt
und nicht mehr weiß, wo oben und unten ist, oder rechts und links."
S. 156

Ich hab es als sehr faszinierend empfunden, so nah an diesem Empfinden dran zu sein, dieser völlig fehlenden Impulskontrolle - teilweise ist es mir aber auch nicht leichtgefallen aufgrund einiger persönlicher einschneidender Erfahrungen in den letzten Jahren. Vor allem in dem Moment, in dem sich alles ins Gegenteil verkehrt, denn natürlich bleibt diese Hochstimmung nicht endlos vorhanden.
Vor allem auch das Problem mit Ärzten, mit Diagnosen und Behandlungen ist mir bis zu einem gewissen Grad vertraut, auch wenn hier alles zwar anschaulich, aber eben für die Allgemeinheit annehmbar dargestellt wird. Zumindest was meine Sicht auf diese Dinge betrifft.

"Je länger ich darüber nachdachte, desto klarer wurde mir,
dass geistige Gesundheit nichts weiter war als eine Frage des Benehmens.
Sie konnte gemessen werden anhand der Sauberkeit von Haaren,
an der Mimik und wie man auf eine Reihe von gesellschaftlichen
und sozialen Stichworten reagierte."
S. 210

Mit Beck hat Abby einen wunderbaren Freund, der ihr so gut er kann beisteht. Wie schwierig es gerade für ihn oder Angehörige ist, konnte ich sehr gut nachempfinden und es gehört schon eine Menge Mut und Durchhaltevermögen und Liebe dazu, um mit Menschen mit einer psychischen Krankheit irgendwie auszukommen und vor allem zusammenzuleben.

Diese Geschichte gibt einen sehr intensiven und ehrlichen Einblick in das Gefühlschaos und den außergewöhnlichen Verlauf dieser Krankheit, die so gegensätzliche Phasen durchläuft. Dabei sieht man sehr deutlich, wie schwer es zu verstehen und nachzuvollziehen ist.

Mutig fand ich auch, dass der Autor am Ende zwar sehr kurz, aber auch sehr offen über seine eigene Erfahrung mit Manie und Depression erzählt und ich kann ihm nur wünschen, dass er in Zukunft mit seinem Leben gut klarkommt und dass er glücklich ist.

"Sie können niemanden glücklich machen, genauso wenig, wie jemand Sie glücklich machen kann. Echtes Glück funktioniert anders. Man muss lernen, alleine glücklich zu sein.
Dann kann man anfangen zu überlegen, wie man mit jemand anderem glücklich ist." S. 293

© Aleshanee
Weltenwanderer

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mystery, jugendroman, paige mckenzie, reihe, verlag bloomoon

Sunshine Girl - Das Erwachen

Paige McKenzie , Alyssa Sheinmel
E-Buch Text: 336 Seiten
Erschienen bei bloomoon, 15.02.2017
ISBN 9783845821924
Genre: Sonstiges

Rezension:

ACHTUNG! SPOILER ZU BAND 1

Band 1 hatte mich ja positiv überrascht durch die lockere, jugendliche Schreibweise, mit der Sunshine hier ihre Geschichte erzählt. Jetzt im zweiten Band war das manchmal etwas zuviel des guten und ich empfand auch ihr Gedankenkarussell und ihre damit einhergehenden Wiederholungen doch etwas ermüdend.

Die Handlung hat eine Wendung genommen, die ich nicht so gelungen fand. Es ist natürlich eine logische Konsequenz, dass Sunshine sich mit ihren Kräften beschäftigen und alles lernen muss, der Rahmen dazu hat mir aber nicht so gefallen. Auch zog sich das ganze etwas hin, bis mal etwas passiert ist und die "Lernmethoden" waren mir zu schlicht und haben den Zweck total verfehlt. Für das, was ihr tatsächlich bevorsteht und wohin ihr Mentor sie führen will, hätte man sich ruhig noch etwas originelleres einfallen lassen können.

Sunshine wirkt dieses Mal viel naiver auf mich. Sie hat Zusammenhänge nicht gesehen, die mir als Leser sofort ins Auge gesprungen sind und auch die anderen Figuren haben mich in ihrem Handeln und Denken manchmal etwas genervt. Relevante Tatsachen werden nicht angesprochen und damit rausgezögert, was die Geschichte eigentlich nicht nötig gehabt hätte.
Sehr seltsam fand ich ja schon zu Beginn die fast gleichgültige Reaktion von Sunshines Mutter auf die Neuigkeit, eine Art "Geisterbeschwörerin" zur Tochter zu haben. Vieles wird einfach hingenommen und Aussprachen aufgeschoben, einfach weil es der Handlung dient.
Die mit ins Spiel gebrachte Dreiecksgeschichte fand ich auch nicht unbedingt nötig.

Und ich hab Nolan vermisst! Seine Rolle schrumpft hier auf ein paar winzige Auftritte. Das fand ich echt schade, denn er ist mir sehr ans Herz gewachsen. Er hat zwar einen wichtigen Part übernommen, bei dem sich recht schnell heraus kristallisiert, welche Gefahr Sunshine tatsächlich droht - dadurch wird einiges aber auch vorhersehbar.

Ich muss zugeben, dass ich ein bisschen enttäuscht war und eher einen (leider) typischen Mittelteil á la Lückenfüller bekommen habe, dem die vielen Gruselelemente gefehlt haben, die mir gerade beim Auftakt so gut gefallen haben. Meine Erwartungen, wie es weitergeht waren einfach völlig anders und ich hatte mir mehr unheimliche Momente erhofft. Das ganze Geisterthema gehört schon der Normalität an und die ganzen Aktionen zielten vor allem darauf ab, irgendwie zur nächsten großen Enthüllung zu kommen.
Dafür erfährt man aber viele Details aus der Vergangenheit und kann die Zusammenhänge erkennen. und der Schluss zieht dann sehr am Tempo an und es wird auch richtig spannend.

Auf den Abschlussband bin ich trotzdem gespannt, denn das Ende von Band 2 hält viele Enthüllungen bereit, die mich neugierig gemacht haben. Ich hoffe, dass es mich dann mehr überraschen kann und die Handlung wieder etwas schlüssiger wird.

© Aleshanee
Weltenwanderer

Sunshine Girl

1 - Die Heimsuchung
2 - Das Erwachen
3 - The Sacrifice of Sunshine Girl (erscheint im Original im April 2017)

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