Aleshanee

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comic, privatdetektiv, blacksad, carlsen, aquarelltechnik

Blacksad 1: Irgendwo zwischen den Schatten

Juanjo Guarnido , Juan Díaz Canales , Juan Díaz Canales
Fester Einband: 48 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 15.02.2001
ISBN 9783551747617
Genre: Comics

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Tags: comic, verlag carlsen   (2)
 

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... und morgen werde ich dich vermissen

Heine Bakkeid , Ursel Allenstein
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 23.06.2017
ISBN 9783499290558
Genre: Krimi und Thriller

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fantasy, kai meyer, venedig, merle, jugendbuch

Die Merle Trilogie

Kai Meyer
Flexibler Einband
Erschienen bei Loewe, 01.06.2003
ISBN 9783785539286
Genre: Fantasy

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horror, angstexperiment, amazoncrossing, j. a. konrath

Das Angstexperiment

J.A. Konrath
E-Buch Text: 322 Seiten
Erschienen bei AmazonCrossing, 06.06.2017
ISBN 9781477809242
Genre: Sonstiges

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Tags: horror   (1)
 

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28 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

claa, antonia michaeli, lovis, arz, hun

Paradies für alle

Antonia Michaelis
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 03.08.2015
ISBN 9783426512708
Genre: Romane

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Tags: knaur, roman   (2)
 

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307 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 52 Rezensionen

historischer roman, waringham, england, freibeuter, rebecca gablé

Der Palast der Meere

Rebecca Gablé ,
Fester Einband: 960 Seiten
Erschienen bei Ehrenwirth, 10.09.2015
ISBN 9783431039269
Genre: Historische Romane

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Tags: reihe, verlag lübbe   (2)
 

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3 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

romantasy, fantas, eigenverlag, reihe, marita sydow hamann

Das Vermächtnis der Lil`Lu (4): Danniella - Engelsflügel

Marita Sydow Hamann
E-Buch Text: 310 Seiten
Erschienen bei null, 01.06.2017
ISBN B071FVDRPH
Genre: Sonstiges

Rezension:

Es ist der mittlerweile vierte Band der Reihe und auch wenn man im Prinzip die Bände einzeln lesen kann, würde ich doch empfehlen, die Reihenfolge einzuhalten. Es wird zwar alles gut erklärt und man kommt sicher rein - aber die Protagonistin Danniella hat hier doch immer wieder Kontakt zu Emilie, die man aus dem 3. Teil kennt und auch Lovisa aus den ersten beiden Teilen ist im Gespräch. Um die Zusammenhänge besser zu verstehen, wäre es also von Vorteil.

Es ist schon eine Weile her, dass ich die ersten drei gelesen hatte, aber ich hab mich recht schnell wieder zurechtgefunden. Am Anfang lernt man Daniella in ihrer Welt kennen - sie ist eine Nephilim, eine Kreuzung aus Engel und Menschen, und hat eine besondere Aufgabe. Aber die Pläne ihres Vaters sind ihr zuwider und ihr gelingt tatsächlich die Flucht; allerdings landet sie dabei in einer völlig anderen Welt, in einem Paralleluniversum und sie ahnt nicht, dass das alles mit einer uralten Prophezeiung zusammenhängt.

Auf den ersten Seiten war ich noch nicht so gefesselt, aber mit Danniellas Ankunft auf der Erde hat sich das dann recht schnell gewandelt. Sie lernt die Freunde von Lovisa und Emilie kennen und entwickelt eine verheerende Anziehungskraft auf den mysteriösen Declan. Die Handlung gestaltet sich abwechslungsreich und spannend, auch wenn mir die Gefühlskonflikte manchmal zu oft wiederholt wurden.

Erzählt wird das ganze abwechselnd aus Danniellas Sicht in der Ich-Perspektive und Declans Sichtweise als personaler Erzähler. So konnte man immer gleich erkennen, mit wem man es gerade zu tun hat und hatte einen guten Einblick in ihre Gefühlswelt!

Daniella ist sehr selbstbewusst und versucht alles, um mit der neuen Situation klarzukommen. Ihre Herkunft und ihr Schicksal machen es ihr dabei nicht leicht, aber sie erhält unverhoffte Unterstützung - aber auch neue Gegenspieler, die ihre Mission aus der Prophezeiung gefährden. Sie ist zum Glück nicht naiv und erkennt sehr schnell, was sie zu tun hat; auch wenn ihr natürlich alles äußerst fremd erscheint. Das Zurechtkommen in unserer Welt ist nicht einfach für sie und die Autorin weiß mit dezenten Anspielungen auf einiges hinzuweisen, was in unserer Gesellschaft oft falsch läuft. Aber wirklich nur am Rande, denn im Mittelpunkt steht auch Declan, der eine ganz besondere Rolle hat, mit der er sich auch erst einmal anfreunden muss.
Die Beziehung zwischen den beiden hat zum Glück nichts von der Blauäugigkeit, die ich sonst oft in Liebesgeschichten begegne - sie wirken echt und authentisch auf mich und ich hab ihr konfliktbeladenes Verhältnis mit Spannung verfolgt!

Es gibt auch ein bisschen Romantik, ein bisschen Magie, aber auch brutale Momente, denn die Gegner der Prophezeiung schrecken vor nichts zurück. Die Ereignisse schaukeln sich hoch und gipfeln in einem Showdown, dessen Ausgang die ganze Mission gefährden kann. Die Welten sind noch immer in Gefahr, solange sich nicht alle Elemente vereinen: Lovisa, das Feuer; Emilie, die Erde und Danniella, die Luft können ihre Aufgabe erst vollenden, wenn auch noch das Wasser zu ihnen gefunden hat ...

Ich bin jetzt sehr gespannt auf den fünften und letzten Band - und Kristin, die letzte im Bunde, und damit die letzte Hoffnung auf Rettung!

© Aleshanee
Weltenwanderer

Das Vermächtnis der Lil´Lu

1 ~ Lovisa - Der Riss im Universum
2 ~ Lovisa - Im Zeichen des Feuers
3 ~ Emilie - Traumbegegnungen
4 ~ Danniella - Engelsflügel
5 ~ In Vorbereitung

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Tags: eigenverlag, fantasy, reihe, romantasy   (4)
 

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thriller, harper collins, buchreihe

Orphan X

Gregg Hurwitz , Mirga Nekvedavicius
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 10.04.2017
ISBN 9783959671026
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags: harper collins, thriller   (2)
 

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alan bradley, krimi, verlag penhaligon, familie, flavia de luce

Flavia de Luce 8 - Mord ist nicht das letzte Wort

Alan Bradley
E-Buch Text: 352 Seiten
Erschienen bei Penhaligon Verlag, 25.04.2017
ISBN 9783641203627
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Flavia ist zurück - und nachdem sie im letzten Band an dem misslungenen Experiment teilnehmen musste, sich auf einer kanadischen Mädchenschule zu etablieren, kehrt sie endlich ins heimatliche Buckshaw zurück. Dem verschuldeten, aber dennoch, wenn auch auf skurrile Art Geborgenheit ausstrahlenden, Anwesen in England.

Der Empfang war allerdings alles andere, als wie Flavia es sich erhofft hatte. Niemand steht zur Begrüßung bereit und scheint froh zu sein, dass sie wieder da ist. Trotz dem Humor, der ja in dieser Reihe immer wieder durchklingt, ist die 13jährige doch ein sehr einsames Mädchen, das ich gerne mal in den Arm nehmen würde. Die Gefühle zu zeigen ist ja in der Familie de Luce nicht gern gesehen und irgendwie muss die Kleine damit klarkommen. Zumindest Dogger ist immer für sie da und auf ihrer Seite, jemand, auf den sie sich verlassen kann. Genauso wie ihr Hobby, die Chemie, in dass sie sich jedesmal flüchtet, wenn alles über ihr zusammenzubrechen droht.

Aber auch ihr zweites liebstes Hobby lässt sie aufblühen: natürlich entdeckt sie recht schnell wieder eine Leiche und die Aufklärung dieses Mordes erweist sich als recht verstrickt. Doch die Mädchenschule hatte durchaus eine positive "Hinterlassenschaft", die Flavia in einigen Situationen sehr weiterhilft; auf verschiedene Art und Weise.
Für ihr Alter ist äußerst klug und scharfsinnig, aber diese Abgegrenzheit kompensiert sie gekonnt mit ihren vielen Fähigkeiten. Andererseits zeigt sie trotz allem auch mal ihre kindlichen Saiten, ihre Wünsche und Träume, während sie langsam beginnt, erwachsen zu werden. Zweifel an sich selbst kommen auf und sie beginnt zu suchen, um sich selbst zu finden.

In der Ich-Form erzählt lässt uns Alan Bradley wieder gekonnt und glasklar an Flavias Gedanken und Gefühlen teilhaben. Die trockene und nüchterne Art hat allerdings auch etwas liebenswertes und zeigt, dass sie sich jeder Situation tapfer zu stellen weiß und nicht aufgeben wird.
So ermittelt sie natürlich auch wieder auf eigene Faust und es hat wieder immens Spaß gemacht, sie dabei zu verfolgen - ob mit ihrem Fahrrad Gladys, zu Fuß oder mit dem Zug nach London; jedes Detail setzt sie wie ein Puzzle zusammen, um es am Ende ihrem geliebten Inspector Hewitt präsentieren zu können.

Auch schön sind jedes Mal die Details aus der damaligen Zeit; ich fühle mich jedesmal um einige Jahrzehnte zurückversetzt. Die Umgangsformen, die Sprichwörter oder auch bekannte Persönlichkeiten, die damals "in Mode" waren. Klasse ist auch für jüngere Leser die älteren Ausdrucksweisen wie "Gusto", "Abort" oder "Galan", die vielen in der heutigen Zeit wahrscheinlich gar kein Begriff mehr sind!

Ich verfolge die Reihe sehr gerne und muss gestehen, dass mir dieser Band bisher am besten gefallen hat! Leider wurde ja der Stil des Covers geändert, was ich wirklich extrem schade finde, die vorherigen waren wunderschön und hatten mit ihrer Art perfekt zu Flavias Geschichten gepasst!

© Aleshanee
Weltenwanderer

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Tags: historischer-krimi, jugendroman, reihe, verlag penhaligon   (4)
 

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pilgrim, magie, hatori, fantasy, science fiction

Pilgrim - Rebellion

Joshua Tree
E-Buch Text: 446 Seiten
Erschienen bei www.weltenblume.de, 04.04.2017
ISBN B06Y1ZWLQD
Genre: Fantasy

Rezension:

Im ersten Moment hatte mich das Cover ja ein bisschen abgeschreckt - aber je öfter ich es anschaue, desto genialer finde ich es - und es passt perfekt zur Geschichte!

Die Geschichte, ja, wo fange ich da an. Die ist wieder mal genau auf meiner Wellenlänge und tatsächlich etwas neues, etwas, dass ich so in der Art noch nie gelesen oder gehört habe und dadurch auch völlig unberechenbar! Der Prolog macht einen im ersten Moment noch stutzig, da wir hier Zeuge eines Experimentes mit einem Teilchenbeschleuniger werden - ihr wisst schon, diese Kilometer lange Röhre, in denen Atome aufeinander abgeschossen werden, um ihre Reaktionen zu testen. Glaub ich zumindest :)
Allerdings wird das Experiment gestört, von einer Art allumfassenden Bewusstsein, welches durch das All schwirrt ... hört sich kurios an? Oh ja, aber damit braucht man sich gar nicht groß aufhalten, denn im Verlauf der Geschichte bekommt man schon eine Ahnung, was es wohl damit auf sich hat!

Der Anfang jedenfalls ist super gemacht: Die Stadt Pilgrim bevölkert einen einsamen Felsen im Meer, ohne je Kontakt zu anderen Völkern zu haben. Ihr Leben ist strikt durchstrukturiert, mit Lehrjahren, Arbeitsjahren und schließlich dem Weg zum Nimbus, der Verschmelzung, den man mit 40 Jahren erreicht haben muss. Jetzt näher darauf einzugehen, würde den Rahmen sprengen, aber das ganze ist gut durchdacht und anschaulich beschrieben. Es gibt auch eine Art Magie, das Hatori, auf das man durch Meditation Zugriff erhält. Aber es ist auch gefährlich, denn das Hatori hat seinen Ursprung in der Weltenblume. Schon die kleinen Kinder lernen, ihren psychischen Einfluss abzuschirmen, doch immer wieder gelingt es dieser seltsamen Macht, einzelne Pilgrim in den Wahnsinn zu treiben.

Jeder in Pilgrim ist darin bestrebt, diesen Zustand der Verschmelzung zu erreichen, ich würde es am ehesten vielleicht mit dem Buddhismus vergleichen, der Meditation und der "Erleuchtung".

Doch das System bekommt Risse, denn der junge Magnus, ausgerechnet der Sohn des Protektors von Pilgrim, fängt an, Fragen zu stellen. Er und seine Freunde entdecken das Geheimnis, das Magnus Vater seit Jahrtausenden hütet und verändert dadurch alles, was sie bisher geglaubt hatten.

Magnus war mir von Anfang an sympathisch. Er ist zwar ein etwas selbstgefälliger junger Mann, der sehr von sich und seinem Können überzeugt ist und auch bei den Frauen gut ankommt. Trotzdem hat er eine einnehmende Art, die einfach charmant ist. Dann gibt es noch Felix, seinen besten Freund, der das Leben genießt und immer einen lustigen Spruch auf den Lippen hat. Ganz anders dagegen Tomm, eine Hüne von einem Kerl, der aber eher ruhig und besonnen daherkommt und die taffe Tzunai, die nie auf den Mund gefallen ist und sich jeder Situation entschlossen stellt.

Das ganze System der Welt ist wie gesagt detailliert und bildhaft beschrieben - dabei bleibt es sehr flüssig zu lesen mit einem aufgeweckten und anspruchsvollen Stil, der einfach Spaß macht! Das Tempo ist jetzt nicht das schnellste, aber man muss einfach sehen, dass da noch fünf Bände folgen und es war trotz allem nie langweilig. Ich hab wirklich jeden Moment genossen und die Kulissen und die Abwechslung sind sehr gelungen. Ab der Hälfte gibt es nämlich eine große Wende, die mich total überrascht und fasziniert hat! Mehr mag ich dazu nicht verraten: lest es selbst!

Das Buch hat mich so mitgerissen und begeistert, dass ich es viel zu schnell durchhatte und ich freu mich, dass zumindest der zweite Band schon erschienen ist. Keine typischen Muster, auch wenn einige Klischees vorhanden sind, die aber mit so viel Frische rübergebracht, dass man sich einfach nur zurücklehnen und genießen kann.

Es gibt aber auch einige tiefsinnige Gedanken, die sich um dieses System auf Pilgrim drehen, die aber immer nur am Rande angesprochen und wahrgenommen werden. Trotzdem sind tolle Ansätze dabei und ich bin mega gespannt, wie die Geschichte weitergeht: böser Cliffhanger am Ende!

Fazit

Ein skurriler Prolog, dann ein intensives Eintauchen in eine fremde, faszinierende Welt - und plötzlich ein eiskalter Guß, der einen aus der Versenkung auftauchen lässt und mitreißt: Großartig! Ich bin total begeistert von diesem Reihenauftakt, der mich nur positiv überrascht hat: vielseitige Ideen, ein geschickter Schreibstil und überzeugende Charaktere ... absolutes Highlight!

© Aleshanee
Weltenwanderer

Pilgrim

1 - Die Rebellen
2 - Die Verlorenen
3 - Die Geächteten

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Tags: eigenverlag, reihe, science fantasy   (3)
 

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394 Bibliotheken, 3 Leser, 4 Gruppen, 1 Rezension

fantasy, der herr der ringe, hobbits, mittelerde, j. r. r. tolkien

Der Herr der Ringe - Die Rückkehr des Königs

J. R. R. Tolkien , Wolfgang Krege
Flexibler Einband: 444 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 11.09.2015
ISBN 9783608939835
Genre: Fantasy

Rezension:  
Tags: fantasy, klassiker, reihe, verlag klett-cotta   (4)
 

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

horror, kurzgeschichten, teufel, moor, gruseln

Von Kastanien und Knochen

Daniel Mosmann
Flexibler Einband: 252 Seiten
Erschienen bei epubli, 14.12.2016
ISBN 9783865827654
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

4.5 Sterne, die ich gerne aufgerundet hab!
Ich bin ja eigentlich kein Kurzgeschichten Fan, aber hier wurde ich sehr positiv überrascht! Sehr fesselnder Schreibstil und raffinierte Ideen!

Daniel Mosmann hat mich hier recht schnell mit seinem Schreibstil überzeugt! Er skizziert sehr klar und anschaulich auf wenigen Seiten die Figuren, die Atmosphäre und die Thematik, die sich hinter den Geschichten verbirgt, wobei er nicht zu zielgerichtet vorgeht. Man kommt schnell rein, aber rätselt und lässt sich mitziehen, ohne dass die Spannung oder der Überraschungseffekt vorweg genommen wird. Dabei fabuliert er auch gerne und spielt mit den Worten, was mir sehr gut gefällt, wenns auch manchmal einen Tick zu viel wurde.
Die Schrift ist übrigens relativ klein und die Seiten dadurch großzügig gefüllt, also durchaus mehr Lesestunden und -unterhaltung, als man bei 250 Seiten denkt ;)

11 Geschichten erwarten euch, die unterschiedlich lang sind und auch jede für sich einen ganz eigenen Stil hat. Auf jeden Fall viele originelle Ideen, die mich fasziniert oder auch entsetzt haben, denn der Autor schreckt vor nichts zurück! Geistiger Wahnsinn, mystische Vergangenheit oder horrende Zukunftsversionen - alle möglichen Arten von gruseligen Szenarien, die mir zwar keine Gänsehaut bereitet, mich aber doch sehr gefesselt haben.

Besonders gefallen haben mir "Mein Vermächtnis", ein Brief eines Paters an seinen Nachfolger, der viel über Gläubigkeit, Leichtgläubigkeit und Vorurteile aussagt.
"Im Zug der Zeit", eine scheinbar düster phantastische Geschichte, die aber eine sehr wichtige Aussage enthält, die gerade in unserer heutigen Zeit bedeutend, ja essenziell ist.
Und "Wie der Staub im Wind", ein sehr makaberes und subtiles Episode, die mit viel unspektakulärer Spannung umgesetzt wurde.

Irgendwie hatten alle Geschichten tiefgründige Hintergedanken über unsere Gesellschaft, über unser Leben - manchmal nur als Hauch, manchmal auch sehr offen und direkt. Einmal gab es sogar einen Bezug zu einer vorhergehenden Geschichte, was mir richtig gut gefiel. Bei einigen hätte ich mir gewünscht, dass man noch ein bisschen später auf die Lösung kommt. Insgesamt aber alle mit viel Rafinesse konstruiert und mit einem intensiven Schreibstil verfeinert.

Die schwarz-weiß Bilder, die jede Geschichte stimmungsvoll einleiten, haben mir übrigens sehr gut gefallen!

Gesellschaft im Moor ✮✮✮✮
Der Narrenbrunnen ✮✮✮✮
Das biologische Wunder Fleisch ✮✮✮✮✰
Regentage ✮✮✮✮
Mein Vermächtnis ✮✮✮✮✮
Familienbande ✮✮✮✰
Der Mann auf dem Dach ✮✮✮
Crosse 517 ✮✮✮✮✰
Im Zug der Zeit ✮✮✮✮✮
Wie der Staub im Wind ✮✮✮✮✮
Von Kastanien und Knochen ✮✮✮✮✰

© Aleshanee
Weltenwanderer

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Tags: eigenverlag, horror, kurzgeschichten   (3)
 

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57 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 32 Rezensionen

steampunk, plasma, steamtown, wiedergänger, mord

Steamtown - Die Fabrik

Carsten Steenbergen , T. S. Orgel ,
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 14.05.2015
ISBN 9783944544342
Genre: Fantasy

Rezension:

Auf das Buch war ich richtig neugierig, weil ich schon die Fantasyreihe der Autorenbrüder T. S. Orgel über die Blausteinkriege kennen- und lieben gelernt habe. Der Ausflug ins Steampunk Genre war ein großer Anreiz, den in dem Bereich hab ich noch viel zu wenig gelesen.

Den Anfang empfand ich ehrlich gesagt etwas schleppend - aber vielleicht war ich auch zu ungeduldig. Die Vorstellung zwei der Protagonisten zog sich irgendwie, obwohl ich dann festgestellt hatte, dass es gar nicht so viele Seiten waren, aber es war auch nötig, um ihr Verhalten im Verlauf zu verstehen.
Die große Schrift im Buch ist super - dafür waren die Zeilenabstände sehr eng, das erste Mal, das mir sowas auffällt. Das war zuerst etwas anstrengend, aber ich hab mich sehr schnell dran gewöhnt.

So, jetzt hab ich ein bisschen gemeckert, aber ich fand das Buch wirklich toll! Als ich nach dem etwas plätschernden Einstieg in die Geschichte reingekommen bin, konnte ich gar nicht mehr aufhören! Die drei Hauptcharaktere sind in ihrer eigenwilligen Art so toll beschrieben und mir auch ans Herz gewachsen, auch wenn sie jetzt keine wirklichen Sympathieträger sind.

Agent Eric von Valen ist noch am "nettesten". Ein junger Agent des Ministeriums, der seinen ersten Mordfall zu klären hat. Natürlich ist er noch unerfahren und unsicher in seinem Tun, aber entschlossen, dem Täter auf die Spur zu kommen. Er gibt sich immer korrekt, aber er hat tief in seiner Erinnerung ein Geheimnis vergraben, das

Pater Siberius Grand - ein Mann der Kirche, aber ein gefallener Mann. Warum - darauf möchte ich hier nicht eingehen, das müsst ihr selbst herausfinden! Aber ich fand ihn einfach herrlich! Entgegen der Vorstellung eines "Gottesmannes" wirkt er vom Aussehen her eher wie ein Schläger und ist auch mit seinen knapp über 50 Jahren noch top in Form. Er sagt was er denkt und ist dabei auch mit seiner Wortwahl nicht zimperlich und handelt sich damit regelmäßig Ärger ein. Mit seinem Auftreten schafft er sich seinen "Platz" und seinen Respekt, hat aber auch eine vortreffliche sarkastische Ader.

Der dritte im Bunde, der den Mordfall aufklären soll ist der Forensiker Mister Ferret. Er kommt sehr unscheinbar und unauffällig daher, ist aber auch nicht auf den Mund gefallen und glänzt mit einem gleichgültigen, trockenen Humor, der im Zusammenspiel mit Siberius Grand äußerst amüsant ist! Mister Ferret hat einige verborgene Talente, die das Team aus einigen bösen Überraschungen retten wird.

Man merkt recht schnell, dass der Mord prekäre, politische Bedeutung hat und es hier einiges zu vertuschen gilt. Doch die drei lassen sich nicht unterkriegen und jeder auf seine Art

Der Schreibstil ist erfrischend locker, teilweise flapsig gerade in den Dialogen und beim wörtlichen Schlagabtausch, was die doch recht düstere Atmosphäre zu einem unterhaltsamen Schauspiel macht; aber dabei nicht den Ernst der Lage außer Acht lässt. Bei den Männern geht es nunmal in einem etwas raueren Ton zu und Handgreiflichkeiten und Brutalität sind öfters vonnöten. Denn es ist gefährlich im fiktiven Steamtown und der viktorianische Einschlag wird sehr schön mit den typischen Elementen aus dem Genre verbunden: Plasmalichter, Ikonographen, Aetheromanten und viele kleine Details - dazu Ausflüge in die von Unrat überschwemmte Kanalisation und das düstere Sanatorium.
Und! Die Geschichte kommt wunderbar ohne den unnötigen Zusatz einer Romanze aus!

Die Handlung entwickelt sich dabei mit einem guten Tempo und die Spannung wird auch immer wieder angetrieben. Die Zusammenhänge formen sich langsam zu einem Bild, lassen aber noch genug Spielraum zum Rätselraten - vor allem auch durch überraschende Wendungen.
Der Epilog hält dann auch noch einen bösen Zug bereit, wodurch sich noch Stoff für eine Fortsetzung ergeben würde. Ich würd mich jedenfalls darüber freuen!

Fazit: 4.5 Sterne gerne aufgerundet!

© Aleshanee
Weltenwanderer

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Tags: krimi, steampunk, verlag papierverzierer   (3)
 

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septimus heap, fantasy, magie, reihe, verlag hanser

TodHunter Moon - FährtenFinder

Angie Sage , Reiner Pfleiderer , Mark Zug
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 20.02.2017
ISBN 9783446254886
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Ein neues magisches Abenteuer, eine zauberhafte Heldin und ein Wiedersehen mit Septimus Heap!

Die junge Todi steht vor einem aufregenden Ereignis: Mit 12 Jahren wird sie endlich von ihrem Vater in die Rituale der FährtenFinder eingeweiht. Kurz darauf ist Todis Vater spurlos verschwunden. Gemeinsam mit ihrem Freund Oskar begibt sich Todi zum Zaubererturm, weil sie sich Hilfe vom Außergewöhnlichen Zauberer erhofft. Dieser ist niemand anderes als Septimus Heap. Und er hat es gerade mit einem mächtigen Feind zu tun: dem Hexer Oraton-Marr, der den Palast der Schneeprinzessin in seine Gewalt gebracht hat. Im Palast aber ist der magische Lapislazuli versteckt, und der darf auf keinen Fall in die falschen Hände geraten …

Meine Meinung

Obwohl ich Septimus Heap nicht gelesen hab, war ich neugierig auf die neue Reihe und habe eine spannende und unterhaltsame Geschichte erlebt.

Den Aufbau fand ich etwas ungewöhnlich, denn manche Ereignisse, die anfangs dazwischengeschoben wurden, ergeben im Verlauf der Geschichte zwar ein stimmiges Gesamtbild und wecken natürlich auch die Neugier, was es damit auf sich hat. Trotzdem fand ich es etwas unglücklich gewählt und hat mich etwas verwirrt.

Insgesamt kommt man aber sehr gut mit und auch der Schreibstil ist für ein Kinderbuch ansprechend und sehr anschaulich geschrieben. Man kann sich die Welt und die verschiedenen Orte sehr gut vorstellen, genauso wie die Charaktere - hier gibt es eine ganze Menge, aber man behält gut den Überblick, weil es auf einige wenige fokussiert wird.
Etwas schade fand ich (für mich), dass es doch viele Anspielungen auf die Familie Heap gibt und sicher auch einige andere kleine Momente aus der Vergangenheit angesprochen werden - was natürlich für Fans der Bücher super ist, aber wenn man die Septimus Reihe nicht gelesen hat, kann man damit leider wenig anfangen. Deshalb werde ich wohl diese Reihe erstmal lesen, bevor ich mit Todhunter weitermache.

Todi, die 12jährige Fährtenfinderin, muss sich von einen Tag auf den anderen auf ein ganz neues Leben einstellen. Grausame Garmins entführen ihre Freunde, es gibt spannende Fluchten und Rettungsmissionen und Entscheidungen, die nicht leicht für sie zu treffen sind.

Aber auch die anderen Figuren spielen eine große Rolle, wie ihr bester Freund Oskar, seine Schwester Ferdie, natürlich der Außergewöhnliche Zauberer Septimus Heap und seine Geschwister und Marcia, die sich sehr für Todi einsetzt.

Es gibt viele überraschende Wendungen und immer wieder spannende Momente, so dass man gut unterhalten wird. Vor allem die Fülle an originellen Ideen hat mir hier sehr viel Spaß gemacht!

Das Cover finde ich übrigens wirklich gelungen und im Buch gibt es auch wunderschöne Zeichnungen, die jeden der 12 Teile, in die das Buch gegliedert ist, sehr gut einstimmen. Die beiden Karten vorne im Buch haben mich die Wege von Todi sehr gut verfolgen lassen und geben der Geschichte auch noch einen optischen Rahmen.

© Aleshanee
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TodHunter Moon

1 - Fährtenfinder
2 - SandReiter (erscheint im Herbst 2017)
3 - SternenJäger

  (6)
Tags: fantasy, kinder, reihe, verlag hanser   (4)
 

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204 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

fantasy, philip pullman, jugendbuch, liebe, das bernstein-teleskop

Das Bernstein-Teleskop

Philip Pullman , ,
Fester Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 30.10.2015
ISBN 9783551583420
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Eine Rezension für diesen wunderbaren Abschluss einer meiner Lieblingstrilogien fällt mir grade wirklich nicht leicht - es ist so voll gepackt mit bewegenden, philosophischen und spannenden Ideen und Eindrücken, dass ich gar nicht weiß, wie ich das alles in Worte fassen soll ...

Lyra und Will haben ja in "Das magische Messer" zusammengefunden und schon einige Abenteuer überstanden, aber sie sind noch lange nicht am Ende angelangt. Aber auch Dr. Mary Malone hat hier eine sehr wichtige Aufgabe zu bewältigen - ebenfalls Iorek Byrnison, die Hexe Serafina Pekkala und Lord Asriel sind involviert, wie noch viele andere Geschöpfe, die in dieser Geschichte zwischen den Welten eine kleine und dennoch große Rolle spielen.

Viele Entscheidungen führen hier zu überraschenden Wendungen. Die Frage nach dem Staub, der schon im ersten Band im Mittelpunkt steht und den Lyra zu ergründen sucht; was hinter dem Magischen Messer steckt, das Türen zu anderen Welten öffnet, das alles hängt zusammen und wird hier zu einem runden Abschluss gebracht. Philip Pullman hat hier auch viele religiöse und glaubensabhängige Meinungen mit reingebracht, die einigen Leuten nicht in ihr Weltbild passen werden und es gab ja damals einige Diskussionen deswegen. Ich finde, dass dieses Thema zwar immer präsent ist aber sich doch im Hintergrund hält und erst gegen Ende viele Fragen aufwirft, die aber auch zum Teil sehr schön beantwortet werden. Nicht alle, denn ein bisschen lässt er uns auch noch zur Selbstreflexion übrig.

Er hat eine fast schon trockene Schreibweise, mit der er es aber dennoch schafft, große Bilder im Kopf entstehen zu lassen und mit den vielen kleinen Details wirkte alles sehr anschaulich und lebendig auf mich. Die Perspektiven wechseln immer wieder, wodurch man einen Überblick erhält - denn es passiert wirklich unglaublich viel: Lord Asriel rüstet zum Kampf gegen die höchste Instanz, Lyra will um jeden Preis ein Versprechen einlösen, Will muss sich seiner Rolle in dem ganzen bewusst werden und Mary Malone hat auf einer ganz anderen Welt eine wichtige Aufgabe, die die entscheidende Wendung bringen wird.

Die Ideen, die Pullman hier hat sind einfach grandios! Ob es die Charaktere sind, die fremdartigen Wesen, die anderen Welten bevölkern und auch die Gesellschaft der "Mulefa" und wie sie leben ist ein Ideal, bei dem ich mich gedanklich und gefühlsmäßig unheimlich wohl gefühlt habe!
Nicht der Mensch steht hier im Mittelpunkt, denn auch in anderen Welten gibt es intelligente Wesen, die anders und eben weitaus besser gelernt haben, mit sich und ihrer Umgebung zu leben.

Der "Staub", die Bewusstwerdung des Selbst und die sich daraus entwickelnde Beziehung zu anderen ist die Essenz, die in dieser Trilogie nach und nach aufgedeckt wird. Die Liebe, die Hoffnung und das Gute an sich sind die Dinge, die zählen und das hat mir diese Geschichte wieder nähergebracht. Das alles während einer spannenden Reise zwischen den Welten auf Flucht vor Gespenstern, durch das unheimliche Totenreich und mit immerwährenden Zweifeln, die durch Mut und den Glauben an sich selbst bezwungen werden. Die Vielschichtigkeit und die Chance auf Veränderungen sind gerade für die Figuren hier bezeichnend ...

Simpel ist diese Geschichte jedenfalls auch nicht und ich denke, junge Jugendliche kommen nicht ganz zu dem Kern der Aussagen des Autors vor, aber durch das spannende Abenteuer haben sie trotzdem eine wundervolle Geschichte - meine Kinder haben diese Bücher jedenfalls geliebt!
Toll fand ich auch, dass Pullman kleine naturwissenschaftliche Details mit eingebaut, die damals, soweit ich weiß, noch nicht so publikumsvertraut waren.

Es ist und bleibt eine meiner Lieblingsreihen, da sie rundum ein perfekt zusammenspielendes Werk ergibt - mit all ihren facettenreichen Figuren, den originellen Ideen, dem substantiellen Hintergrund und den vielen Fragen, die es aufwirft und mich fordert, wieder etwas mehr über mich und das Leben nachzudenken.

© Aleshanee
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His Dark Material

1 - Der goldene Kompass
2 - Das magische Messer
3 - Das Bernsteinteleskop

  (7)
Tags: fantasy, jugendbuch, reihe, steampunk, verlag carlsen   (5)
 

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(43)

94 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 2 Rezensionen

krimi, mord, linley/havers-reihe, verlag goldmann, regen

Denn bitter ist der Tod

Elizabeth George , Mechtild Sandberg-Ciletti
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 19.08.2013
ISBN 9783442479245
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags: krimi, reihe, verlag goldmann   (3)
 

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173 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 90 Rezensionen

historischer roman, otto der große, ottonen, mittelalter, deutsche geschichte

Die fremde Königin

Rebecca Gablé , Jürgen Speh
Fester Einband: 768 Seiten
Erschienen bei Ehrenwirth, 27.04.2017
ISBN 9783431039771
Genre: Historische Romane

Rezension:

Zum Inhalt

Anno Domini 951
Die italienische Königin Adelheit ist in Gefangenschaft geraten. Nachdem ihr die Flucht gelungen ist, nimmt sie gerne das Heiratsangebot von König Otto an und versucht, die vielen Zwistigkeiten innerhalb der Königsfamilie zu bereinigen - doch das ist wahrlich nicht leicht. Vor allem, da sie selbst auch immer wieder an ihre Gefangenschaft erinnert wird und mit der argwöhnischen Missgunst beäugt wird, dass ihre kommenden Kinder anderen den Königstitel streitig machen könnten.

Der junge Gaidemar, ein Bastard vornehmer, aber unbekannter Herkunft und Panzerreiter in König Ottos Reiterlegion, war maßgeblich an der Flucht von Adelheid beteiligt. Seine aufkeimenden Gefühle für sie sind jedoch von Anfang an zum Scheitern verurteilt - und auch andere, große Steine werden ihm in den Weg gelegt

(Achtung vor dem Klapptentext bzw. Inhaltsangabe auf der Verlagsseite - Spoiler!)

Meine Meinung

Bei der Autorin weiß man halt einfach, dass man wieder mal eine großartige Geschichte erwarten darf! Schon der Einstieg hat mich sofort in die historische Zeit versetzt, Spannung erzeugt und ich war mitten im Geschehen!

Der Schreibstil ist wie immer flüssig und passt wunderbar zur Epoche, ohne übertrieben zu wirken. Erzählt wird aus der auktorialen Perspektive und wechselt dabei zwischen Sichtweisen der Charaktere - hauptsächlich der Königin Adelheid und Gaidemar.

Mit Adelheid bin ich nicht so richtig warm geworden. Was vielleicht auch beabsichtigt war, zumindest wirkt sie auf mich sehr authentisch. Sie ist eben nicht aus dem "einfachen Volk" sondern hat eine gewisse Erziehung genossen, die sie auf ihr "Amt" vorbereitet hat. Dass sie dadurch vieles nicht versteht, was die Sorgen und Nöte der einfachen Menschen betrifft ist also normal, auch wenn sie sie deshalb nicht völlig ignoriert. Aber es ist eben eine ganz andere Welt, als Königin zu leben und ganz andere Verantwortungen zu tragen, da fallen gewisse Entscheidungen nunmal nicht leicht bzw. fallen sie manchmal lieblos aus, weil sie immer "nur" das große Ganze im Auge hat - gefühlskalt könnte man sagen, aber sie hat eben ein ganz anderes Denken aus ihrer Erziehung geprägt. Trotzdem war es nicht so, dass ich sie nicht leiden konnte, sie war eben perfekt in ihrer Position und vor allem immer auf der Seite ihrer Familie.
König Otto mochte ich irgendwie tatsächlich mehr, denn trotz vieler erbarmungsloser Urteile und Vorgehensweisen, hatte er doch das Herz auf dem rechten Fleck.

Gaidemar, er war hier schon der Held der Geschichte, denn trotz zahlreicher Fehlschläge gibt er nicht auf. Sein Ehrgefühl ist ihm heilig und er ist ein typischer Vertreter seines Geschlechts, aber er hat auch weiche Seiten, wenn man es denn so nennen kann und ein für damals ungewohntes Feingefühl.
So schwierig das Leben damals auch war, ich kann mir gut vorstellen, dass die Menschen eben gerade deshalb so wie hier beschrieben oft eben nicht mit dem Schicksal gehadert haben. Sie haben es angenommen - sei es durch ihren Glauben oder innerer Stärke - und haben sich durchgekämpft. Nach vorne zu schauen und nach jedem hinfallen wieder aufzustehen, seine "Ehre" nicht zu vernachlässigen und gleichzeitig auch Empathie zu zeigen, trotzdem aber konsequent zu sein ... ein schweres Los, mit dem wir wohl auch heute noch zu kämpfen haben.

Überhaupt kreiert die Autorin die Charaktere wieder sehr prägnant, was die Handlung sehr lebendig gestaltet. Genauso wie die geschlichtlichen Hintergründe, die gekonnt und anschaulich in Szene gesetzt werden. Ich war keinen Moment gelangweilt und habe jeden Moment mit Spannung verfolgt - es ist sehr abwechslungsreich mit den Entwicklungen der Figuren sowie den Intrigen und Kriegsschauplätzen der damaligen Zeit. Hier gibts dazu natürlich wieder im Nachwort die Infos, aus welchen wahren Überlieferungen Rebecca Gablé ihre Geschichte kreiert hat, was ich immer besonders interessant finde - und es jedes Mal wieder bewundere, wie sie aus diesen wenigen Daten so eine oppulente Geschichte zusammenbasteln kann. Vor allem auch die vielen kleinen Details, die alles authentisch und lebendig wirken lassen.

Besonders interessant ist für mich, wie die Menschen damals gelebt und geliebt haben, denn mit der heutigen Zeit kann man es überhaupt nicht mehr vergleichen. Die Gefühle blieben bei "Die fremde Königin" weitgehend außen vor, wie es damals ja auch üblich war - gerade wenn man ständig den Krieg im Nacken sitzen hat. Aber die Autorin zeigt deutlich, wie sie trotz allem mit ihren Gefühlen umgehen konnten und mussten. Mir kommt es immer so vor, als würde auch in jeder Epoche die Definition von Liebe auf ihre Art neu erfunden bzw. ist sie sowieso für jeden Menschen ganz individuell, auch heute. Und selbst mit ihrer verschlossenen, ruppigen und standesmäßig verbundenen Weise waren es trotz allem tiefe und innige Gefühle, die nur anders gezeigt und ausgelebt wurden. Gerade das wurde hier wieder mal äußerst anschaulich und nachvollziehbar geschrieben.

Vorne im Buch findet man eine wunderschöne Karte des Reiches von König Otto um 962 in Farbe, sowie hinten eine Ahnentafel des Königshauses.

© Aleshanee
Weltenwanderer

Otto der Große

1 - Das Haupt der Welt
2 - Die fremde Königin

  (9)
Tags: historischer roman, reihe, verlag lübbe   (3)
 

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(22)

53 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

fantasy, liebe, gefühle, verrat, ava

Dunkelherz

Sarah Nisse
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 30.05.2016
ISBN 9783959910903
Genre: Fantasy

Rezension:

--- Was bisher geschah ---
wird zur Einleitung super zusammengefasst, so dass man direkt in die Fortsetzung von "Welt in Scherben" einsteigen kann.

Ava und Karim sind Gefühle und leben im Herzen, einer Parallelwelt oder besser gesagt, einer Welt, die in jedem von uns wohnt. Doch die Gefühle sind im Aufruhr, denn ein mächtiges Artefakt ist wieder aufgetaucht, das dem Besitzer uneingeschränkte Macht verleihen kann. Damit niemand diese Energie missbrauchen kann, möchten Ava und Karim mithilfe ihrer Freunde versuchen, das Artefakt zu zerstören - doch die Zeit drängt, denn natürlich sind auch machtgierige Gefühle hinter dem Kristall her; und auch die Widerstandsbewegung stellt sich ihnen in den Weg ...

--- Die Welt des Herzens ---
Also die Idee ist ja wirklich bezaubernd! Sarah Nisse hat hier wirklich einen grandiosen Schauplatz geschaffen: das Herz, mit all unseren Gefühlen, die mit soviel Liebe beschrieben werden und in dem jedes davon seinen Platz erhält. Denn jede Empfindung, egal ob positiv oder negativ, hat ihre Daseinsberechtigung und ist wichtig für ein lebendiges Lebensgefühl!

--- Im Schreibstil ---
zeigt sich das auch sehr schön, denn alles wird sehr lebendig und anschaulich erzählt und alle Lesersinne angesprochen. Dabei hält sich das Tempo sehr ausgewogen und wechselt zwischen ruhigeren Phasen und Spannung, die gerade am Ende sehr hoch gehalten wird. Wobei mir hier der Schluss fast etwas zu sehr in die Länge gezogen wurde. Einen schönen Überblick und einen Einblick in die "Gefühle" erhält man durch die Perspektivenwechsel.

--- Die Charaktere ---
sind mir sehr ans Herz gewachsen. Auch Ava, die mir zwar im echten Leben wahrscheinlich nicht so sympathisch wäre, aber mich hier doch mehr überzeugen konnte als noch im ersten Band. Sie handelt immer lieber nach ihrem Kopf, ist gerne tonangebend und eine ungeheure Neugier treibt sie ständig voran - ist aber auch schnell mit einem Urteil zur Hand und weiß immer alles besser.
Karim dagegen trägt die Sehnsucht im Herzen und ist der Ruhepol der Gemeinschaft. Er hat es nicht leicht und verliert trotzdem nie die Hoffnung und kämpft mit allem, was er geben kann.
Aber auch die anderen Figuren sind interessant; zwar entsprechen sie alle einem typischen Muster, haben aber trotzdem ihre individuelle Seite und tragen damit zu einem abwechslungsreichen und überraschenden Verlauf bei.

--- Die Handlung ---
ist sehr verstrickt und bringt originelle Ideen und viele Wendungen mit sich. Eine gefahrvolle Reise durch das Land des Herzens die zeigt, dass das Veränderungen möglich sind und man die Macht der Gefühle nicht unterschätzen sollte. Manches war vielleicht etwas vorhersehbar oder auch konstruiert, im Großen und Ganzen aber unterhaltsam und mit Parallelen zur unserer Welt: jeder Mensch und jedes Gefühl hat seinen Platz und seine Daseinsberechtigung und gerade die Vielfalt gibt dem ganzen diese besondere Schönheit, die auch jeder von uns in sich trägt.

--- Mein Fazit ---
Eine wunderschöne Geschichte mit außergewöhnlichen Ideen, in der die Gefühle im Mittelpunkt stehen und uns in ein spannendes und hintergründiges Abenteuer entführen. Liebevolle Charaktere und ein intensives Eintauchen in all unsere menschlichen Facetten macht es zu etwas besonderem!

Besonders schön gelungen finde ich auch die beiden Cover - und die Karte des Herzlandes vorne im Buch, durch die ich die Reise immer gut verfolgen konnte.

4.5 Sterne

© Aleshanee
Weltenwanderer

Welt der Gefühle
1 - Welt in Scherben
2 - Nacht aus Schatten

  (10)
Tags: fantasy, märchen, reihe, verlag drachenmond   (4)
 

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(38)

289 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 26 Rezensionen

verlag fischer, romantasy, jugendroman, liebe, venedig

Pearl - Liebe macht sterblich

Julie Heiland
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 24.05.2017
ISBN 9783841440174
Genre: Fantasy

Rezension:

Ein Buch über die Liebe? Sehr ungewöhnlich für mich, aber mich hat der Aspekt der Unsterblichkeit gereizt und ich muss zugeben, vor allem auch das wunderschöne Cover - und ich wurde nicht enttäuscht!

Anfangs war ich noch etwas skeptisch, denn die Protagonistin Pearl, die ja schon seit 200 Jahren nach ihrer wahren Liebe sucht, schien mir schon sehr naiv zu sein. Trotz ihrem Alter von 18 Jahren, in dem sie gestorben und wiedergeboren wurde, sollte die lange Zeit auf Erden doch etwas mehr Reife mitbringen.
Aber ich hab mich davon nicht abschrecken lassen und muss gestehen, dass ich es nach dem etwas seichten Anfang das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte!

Die Geschichte spielt, wie sollte es anders sein, in Venedig, der Stadt der Liebe. Der Schauplatz ist natürlich perfekt gewählt und hat der Suche eine ganz besondere Atmosphäre geboten. Pearl ist als Suchende nicht die einzige - sie hat sich mit Damien und Alexa zusammengeschlossen, die ebenfalls ihre wahre Liebe finden wollen. In Venedig doch leicht, sollte man meinen, aber eben auch sehr schwer, wenn man die vielen verliebten Pärchen beobachtet, während man selbst so lange Zeit alleine ist.

Julie Heiland spielt hier sehr intensiv mit der Sehnsucht, die wohl jeder Mensch in sich trägt: den einen Menschen zu finden, den man wirklich liebt und der diese Gefühle auch zurückgibt. Diesen einen Seelenpartner, mit dem das Schicksal uns zusammenführt und der perfekt zu uns passt. Ich hatte da ein bisschen Bedenken, denn diese Vorstellung, wenn sie auch jeder von uns in sich trägt, wird doch zu oft nicht erfüllt. Es weckt schon eine gewisse Wehmut und ich hatte desöfteren Tränen in den Augen beim Lesen, da die Hoffnungslosigkeit dabei schon sehr deutlich gemacht wird.
Das ganze löst die Autorin aber sehr geschickt auf, was ich natürlich hier nicht verraten werde. Der Aspekt der Freundschaft hat mir hier aber noch ein bisschen gefehlt (wenn auch unterschwellig vorhanden), denn eben auch die Liebe zu anderen Menschen in all ihren Facetten zählt hier für mich sehr wohl dazu. Auch das kann einen stärken und das Leben genießen lassen, manchmal war es doch etwas deprimierend, dass das Leben ohne den richtigen Partner nur trostlos erscheinen "soll".
Auch die Aussage, dass man das Leben bzw. die Schönheit des Lebens gar nicht wirklich wahrnehmen kann, wenn man nicht verliebt ist, fand ich doch etwas grenzwertig.
Ebenfalls wird die Sicht etwas verklärt, denn diese Verliebtheit, mit der ja alles seinen Anfang nimmt, ist für mich noch keine Liebe - die erwächst erst aus dem Zusammenleben - wobei ich schon daran glaube, dass man "den Einen / die Eine" tatsächlich auf den ersten Blick voll und ganz in sein Herz schließen und erkennen kann. Das wird ja oft bemängelt bei Liebesgeschichten, aber ja, sowas gibts.

Ein wichtiger Punkt war dabei auch die Einsamkeit und der Neid, die hier immer wieder mitspielen. Wie man sich fühlt, wenn man diese ganzen Pärchen um sich rum hat, das Glück der anderen sieht und selbst diese Momente des Alleinseins kaum noch aushalten kann.

Pearl ist, wie gesagt, schon etwas naiv, was sich aber im Verlauf der Handlung legt. Ihre beiden Mit-Suchenden sind ebenfalls wichtige Charaktere - gerade Damien, der seine positive Ausstrahlung immer beibehält und die Hoffnung nicht verliert, im Gegensatz zu Alexa, die dazu tendiert, die Hoffnung aufzugeben.
Hier kommen jetzt die Jäger ins Spiel. Denn die Suchenden werden ja vom Kuss der wahren Liebe erlöst. Doch das hat einen Haken: Küssen sie jemanden, der nicht ihre wahre Liebe ist, stehlen sie demjenigen alle Gefühle. Hier gabs ein paar logische Ungereimtheiten, die ich aber mal beiseite geschoben habe.
Jedenfalls sind die Jäger auf der Suche nach "bösen" Suchenden, die gar nicht mehr nach ihrem Seelenpartner Ausschau halten, sondern nur noch den kurzen Kick suchen, sich ein paar Stunden das Gefühl der Liebe zu holen - und somit andere Menschen zu gefühllosen Wesen machen, deren Leben von da an nur noch von Leere bestimmt ist.

Die beiden Jäger, die in Venedig unterwegs sind, sind sehr unterschiedlich. Der eine ist zerfressen von Hass und Wut und wünscht deshalb jedem Suchenden den Tod, ohne ihnen eine Chance auf Erlösung lassen zu wollen. Ein unsympathischer Kerl, der aber auch sein Päckchen zu tragen hat, denn er kompensiert damit nur den eigenen Schmerz, den er in sich trägt. Die Sichtweisen wechseln zwischen Pearl und ihm und werden aus der Ich-Perspektive erzählt.
Der andere Jäger hat sich die Wärme im Herzen bewahrt und glaubt daran, dass es noch Hoffnung gibt. Seine direkte Art, gleichzeitig abwartend und immer ein Lächeln auf den Lippen, gleichzeitig verspielt und aufmerksam und mitfühlend ist schon ein wahrer Traum.

Mich hat die Geschichte jedenfalls sehr berührt, da ich mich mit Pearl direkt verbunden gefühlt habe - ich konnte alles was sie durchmacht sehr gut nachempfinden. Ein paar Aspekte sehe ich zwar in der Aussage etwas kritisch, aber ich war während dem Lesen so sehr in diese Gefühlswelt eingebunden, dass ich meist einfach darüber hinweggesehen habe. Liebe ist für jeden anders und es gibt so viele Facetten in der Familie, im Freundeskreis und in der Partnerschaft, dass sich jeder vielleicht auch die Menschen in Erinnerung rufen sollte, die ihm außerhalb einer Beziehung auch das Gefühl des Geliebtwerdens geben können.

Fazit: 4.5 Sterne

© Aleshanee
Weltenwanderer

  (8)
Tags: fantasy, jugendroman, liebe, romantasy, verlag fischer   (5)
 

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591 Bibliotheken, 8 Leser, 8 Gruppen, 34 Rezensionen

werwölfe, fantasy, werwolf, rom, markus heitz

Sanctum

Markus Heitz
Flexibler Einband: 606 Seiten
Erschienen bei Droemer/Knaur, 01.09.2006
ISBN 9783426631317
Genre: Fantasy

Rezension:  
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(218)

408 Bibliotheken, 3 Leser, 6 Gruppen, 14 Rezensionen

fantasy, werwölfe, werwolf, frankreich, markus heitz

Ritus

Markus Heitz
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.06.2008
ISBN 9783426639788
Genre: Fantasy

Rezension:

Zum Inhalt

1764 - Südfrankreich
Der Wildhüter Jean Chastel gerät mit seinen beiden Söhnen auf die Fährte eines grauenhaften Wesens. Den Kampf können sie für sich entscheiden, doch die weitreichenden Folgen und die grausame Rache der Bestie folgt ihnen in ihre Heimat und zieht eine blutige Spur in den tiefen Wäldern des Gévaudan ...

2004 - Europa
Eric von Kastell ist ein Jäger - zum einen macht er gerne Jagd auf schöne Frauen und schnell Abenteuer, aber er hat auch einen speziellen Familienauftrag: die Verfolgung und Ausrottung der Lycantropen, der Werwölfe. Während sein Vater nach einem Heilmittel forscht, ist Eric besessen von der Verfolgung der Gestaltwandler, die sich überall unter uns zu verbergen wissen.
Doch es steckt noch viel mehr dahinter und er muss mehr als einmal über seinen eigenen Schatten springen ...

Meine Meinung

Diese Dilogie mit Ritus und Sanctum hat mich wirklich wunderbar unterhalten! Ein Ausflug ins historische Frankreich, nach Rom und quer durch Europa in der Gegenwart - voll dunkler Geheimnisse und brutalen Bestien und Jägern, die alles tun um sie zur Strecke zu bringen.

Der Aufbau ist wirklich großartig gemacht! Die Kapitel wechseln sich immer ab und erzählen uns die Geschichten, die zum einen im historischen Südfrankreich spielen und zum anderen in der Gegenwart. Sie wirken beide authentisch und man fühlt sich sofort in die Zeit versetzt, die vom Autor beabsichtigt ist. Diese beiden Stränge sind sehr gut miteinander verflochten und miteinander abgestimmt und lassen den Leser nach und nach immer mehr in die Geheimnisse eintauchen.

Dabei gilt es nicht nur hinter die Identität der einen gefährlichsten Bestie zu kommen - auch jeder der Protagonisten schein ein besonderes Geheimnis zu hüten. Überhaupt sind die Figuren hier sehr vielschichtig und jeder auf seine Art speziell. Durch ihre Verbindungen müssen sie aber Zugeständnisse machen, ohne aus ihren Rollen zu fallen, was nicht immer leicht ist.
Auch die Liebe kommt hier nicht zu kurz und so wie die Charaktere unterschiedlich sind, gibt es auch hier viele Facetten, die alle das besondere und die Vielfältigkeit der Gefühle hervorheben. Das fand ich wirklich sehr schön mit eingebracht.

Das Tempo geht gut voran und auch wenn hier nicht zu sehr ins Detail gegangen wird, entsteht eine besondere Atmosphäre, die mich total in die Geschichte versinken ließ. Ich hatte immer eine klare Vorstellung und konnte mir jede Szene genau vorstellen. Dabei geht es auch manchmal recht brachial zu, denn die Werwölfe sind hier hauptsächlich darauf aus, ihre Gier und Lust am Blutrausch zu befriedigen.

Die vielen Verdächtigen und die Vermutungen sind spannend zum miträtseln und werden am Ende vom ersten Band teilweise aufgeklärt. Auch die Zusammenhänge lichten sich, aber natürlich gibts noch genug neue Rätsel für die Fortsetzung.

Fazit: 4.5 Sterne

© Aleshanee
Weltenwanderer

Die Bestie

1 - Ritus
2 - Sanctum


  (8)
Tags: fantasy, horror, reihe, verlag knaur   (4)
 

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79 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 60 Rezensionen

physik, einstein, iran, albert einstein, gott

Das Einstein Enigma

J.R. Dos Santos , Paula Porter
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei luzar publishing, 23.03.2017
ISBN 9783946621003
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Auf der Spur für den "wissenschaftlichen Beweis für die Existenz Gottes" - das klingt wie ein Widerspruch in sich, aber wie alles auf der Welt und im Universum hängt auch die Wissenschaft mit der Philosphie eng zusammen. Ist schwer zu glauben, aber diesen Spagat schafft der Autor hier perfekt zusammenzuknüpfen!

Mich hat ja das Thema sofort angesprungen, denn ich liebe solche Diskussionen. Einmal den Aspekt vom Leben an sich und dem Sinn, zum anderen aber auch die Physik, denn wie sie hier mit (relativ) einfachen Worten erklärt wird, erfährt man einen völlig anderen Blick auf alles, was uns umgibt!

Vom Schreibstil her finde ich es relativ einfach gehalten und manche Dialoge wirken sehr gestelzt. Dann gilt aber nur für die Rahmenhandlung des "Thrillers", die für mich jetzt nicht unbedingt spannend war. Anfangs gings viel um Politik und die Angst, dass der Iran eine einfache Anleitung zum Bau einer Atombombe in die Hände bekommen hätte. Dabei bleiben einem nicht viele Klischees erspart und auch die kleine Liebesgeschichte hat bei mir jetzt keine Herzklopfen ausgelöst - aber das alles war mir hier ehrlich gesagt vollkommen egal, denn die vielen Gespräche mit den Menschen, auf die Tomás Noronha auf seiner Reise trifft, sind absolut genial!

Wer sich ein bisschen für die Welt und die vielen Theorien interessiert, wie sich alles zusammensetzt und ein bisschen Ahnung von Physik bekommen will, der sollte sich dieses Werk wirklich nicht entgehen lassen! Der Autor greift hier vielfältige Themen auf wie natürlich Einsteins Relativitätstheorie, den freien Willen, die Chaostheorie, Ursache und Wirkung, die Quantenmechanik, der Glaube etc. und verbindet das alles zu einem großen ganzen, das einen nur noch Staunen lässt! Vor allem, da die wissenschaftlichen Angaben alle wahr sind, bzw. nach dem heutigen Stand von den Wissenschaftlern als wahr vertreten werden.

Ich interessiere mich ja schon länger dafür und hab mir auch schon mal ein Buch von Stephen Hawking zu dem Thema angeschaut. Weit gekommen bin ich allerdings nicht, da ich mit den vielen Fachbegriffen einfach überfordert bin. Auch J. R. Dos Santos hat einiges an speziellen Bezeichnungen verwendet, aber immer so, dass man es als Laie auch nachvollziehen kann. Natürlich muss man sich dabei teilweise schon etwas anstrengen, denn ganz so einfach ist das ganze nicht. Aber wenn man sich diesen Theorien ein bisschen öffnet, dann sieht man eine völlig neue Welt vor sich!

Einiges wusste ich also wie gesagt schon, aber es gab sehr viele Aha-Momente, die mich überrascht und total fasziniert haben!

Das Ende, ja, es gibt tatsächlich eine Auflösung zu dieser "Gottesformel", die den Beweis eines Gottes erbringt. Wobei hier gesagt werden muss, dass "Gott" eine subjektive Vorstellung ist und hier keiner erwarten darf, eine Erklärung für die typische religiöse Anschauung zu bekommen.
Es ist eine ziemlich abgefahrene Idee, die wirklich originell und unglaublich und im wahrsten Sinne des Wortes "schöpferisch" ist. Aber auch eine Idee, mit der ich nicht so recht konform gehe. Alles andere konnte ich mit meinem Glauben an die Welt um uns herum sehr gut vereinbaren, aber diese Vorstellung hatte für mich und meine Überzeugungen einfach ein paar Haken, bzw. Gegenargumente, die ich gerne mal mit Physikern diskutieren würde ;)
Der Sinn des Lebens (der Menschen) hatte zwar eine wahrhaft göttliche Fügung als Anlass, trotzdem hats mich nicht so recht überzeugt. Aber als Idee wirklich grandios! Und davon leben wir Menschen ja: neue Ideen, die unsere Phantasie anregen und die sich bestätigen oder widerlegen lassen.

Trotz der seichten Rahmenhandlung muss ich hier auf jeden Fall die volle Punktzahl geben, denn die Themen sind einfach atemberaubend und werden mich sicher noch lange beschäftigen. Es hat mich wieder animiert, mich mehr mit diesen Themen zu beschäftigen und ich hoffe, dass auch die anderen Bände der Reihe übersetzt werden.

Wer hier allerdings einen spannungsgeladenen Actionthriller á la Dan Brown erwartet, wird enttäuscht werden - dafür bekommt ihr eine völlig neue Sicht auf "unsere" Welt!

© Aleshanee
Weltenwanderer

Thomas Noronha Reihe im Original

1 ~ Codex 632
2 ~ A Formula de Deus (Das Einstein Enigma)
3 ~ O Setimo Selo
4 ~ Furia Divina
5 ~ O Último Segredo
6 ~ A Mão do Diabo
7 ~ A Chave de Salomão (Der Schlüssel des Salomon)
8 ~ Vaticanum

  (6)
Tags: reihe, thriller, verlag luzar, wissenschaft   (4)
 

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129 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

fantasy, jugendbuch, lovestory, auf immer gejagt, hauptmann omar

Auf immer gejagt (Königreich der Wälder 1)

Erin Summerill , Nadine Püschel
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 28.04.2017
ISBN 9783551583536
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Hier hat mich ehrlich gesagt im ersten Moment einfach das Cover total angesprochen - und auch wenn ich momentan mich ein bisschen aus dem "Jugendbuchsektor" zurückziehe, gibts ja immer wieder mal Ausnahmen :)

Der Anfang gelingt der Autorin sehr gut! Man lernt die 17jährige Tessa Flannery kennen, deren Leben gerade eine üble und unaufhaltsame Wendung nimmt. Ihr Leben lang musste sie auf das hohe Ansehen ihres Vaters vertrauen, der ein Kopfgeldjäger im Namen des Königs war - doch seit seinem Tod ist ihr Leben nicht mehr viel wert. Ihre Mutter stammte nämlich aus Shaerdan, einem Land mit Animisten, Magiern, und nach langer Zeit des Friedens steht nun ein Krieg bevor. Den Animisten wird misstraut und sie werden unerbittlich gejagt.
Tessa erzählt im Präsenz aus der Ich-Perspektive und während die Handlung langsam an Fahrt aufnimmt, werden geschickt alle Hintergrundinfos zum Land und den Figuren eingeflochten.
Tessa muss sich auf einen schwerwiegenden Handel mit dem König einlassen, um ihren Kopf aus der Schlinge zu ziehen - und wird dabei auf eine harte Probe gestellt. Denn dass ihre Jugendliebe Cohen hinter der Ermodung ihres Vaters steckt scheint ihr absolut unmöglich zu sein. Sie kämpft innerlich sehr mit ihren Gefühlen und zweifelt oft; es ist nicht leicht für sie, Vertrauen zu finden. Alles, woran sie bisher geglaubt hat, scheint nach und nach auseinander zu brechen.
Aber ihre besondere Gabe kann ihr dabei desöfteren sehr gut weiterhelfen - ich hätte die übrigens auch in manchen Augenblicken sehr gerne! Besonders schön fand ich, dass sie immer hinter dem steht, was sie glaubt und vieles hinterfragt, was ihr nicht sicher erscheint.
Natürlich ist ihre Beziehung zu Cohen kompliziert und das typische Jugendbuchszenario einer unerfüllten Liebe bedient wieder viele Klischees - während beide versuchen, einen Ausweg zu finden, kommen sie sich immer wieder näher, aber ihr Ziel, den Krieg noch zu verhindern, macht es ihnen nicht leicht.
Cohen war mir total sympathisch, auch wenn er in die typische "männlicher Held" Schablone passt.

Auch die Nebenfiguren haben mir gefallen, auch wenn sie oft nur am Rande auftauchen, hat man sofort eine genaue Vorstellung.

Die Handlung geht gut voran, wobei eigentlich grade in der ersten Hälfte gar nicht so wirklich viel passiert. Aber das hab ich nur am Rande wahrgenommen, denn der Schreibstil ist flüssig und äußerst anschaulich. Obwohl die Autorin nicht so ins Detail geht, konnte ich meine Phantasie dabei sehr gut spielen lassen und hatte ein tolles Kopfkino während dem Lesen. In der zweiten Hälfte nimmt dann auch die Spannung zu und auch wenn ich einiges geahnt hatte, gab es doch einige Überraschungen.
Die Magie wird in den Fortsetzungen hoffentlich noch etwas vertieft, denn die Ideen dazu sind zwar nicht neu, aber haben gerade am Ende eine unverhoffte Wendung gebracht; ein wirklich böser Cliffhanger, der mich jetzt noch neugieriger gemacht hat, wie es wohl weitergehen wird.

Zum Schluss muss ich noch kurz die tolle Aufmachung erwähnen! Zum einen glänzen die Ranken auf dem Cover golden, wenn man es gegen das Licht hält - was man auf dem Foto leider nicht so gut sieht Und zum anderen ist auch das Innere Cover unter dem Schutzumschlag mit einem Wald gezeichnet, so dass man jedes Mal, wenn man es zur Hand nimmt und aufschlägt das Gefühl hat, in diesen Wald einzutauchen!

Fazit: 4.5 Sterne

© Aleshanee
Weltenwanderer

Königreich der Wälder

1 ~ Auf immer gejagt
2 ~ ET im Herbst 2017
3 ~

  (6)
Tags: fantasy, jugendroman, reihe, verlag carlsen   (4)
 

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8 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

horror, novelle, eigenverlag, märchen

Wolfssucht

Nora Bendzko
Flexibler Einband: 124 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 14.05.2016
ISBN 9781530278640
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ich bin ja kein großer Fan von "kurzen" Büchern oder Novellen, aber ich probiere gerne aus und an Märchen-Adaptionen komme ich sehr schwer vorbei ...

Nora Bendzko hat sich hier das Märchen "Rotkäppchen" der Gebrüder Grimm vorgenommen und hat es auf den wenigen Seiten geschafft, mich für ihre Geschichte zu begeistern! Das Schicksal von Irina ist grausam und die Szenen sind trotz oder gerade wegen der kurzen Momentaufnahmen sehr prägend: Der Krieg und die Flucht aus dem Dorf, der Abschied von den Eltern und der Tod von Leonore lassen das Mädchen auch über die Jahre nicht mehr los. Das Vergessen oder auch Verdrängen wollen ihrer Gefühle verwandeln das Mädchen in eine andere, in eine junge Frau, die zwischen den Forderungen und der Glaubensbessenheit des Dorfes steht.

Es hat mich positiv überrascht, wie sehr ich in die Handlung eintauchen konnte, wie klar die Figuren skizziert waren und vor allem auch, welche überraschenden Wendungen eingebaut waren! Teilweise fast schon verstörend, aber auch sehr einfühlsam gibt es hier keine klare Linie wie im Märchen, sondern zwischen dem Dunkel und dem Licht wandeln viele Schattierungen, die man erst nach und nach erahnt.
Gerade Irina, die mit ihrer Vergangenheit nie wirklich abgeschlossen hat, findet ihren Frieden auf eine scheinbar schändliche Weise, die aber gerade ihre Sehnsucht zum Ausdruck bringt, ihre Angst und ihre Gefühllosigkeit endlich hinter sich zu lassen.

Der Schreibstil ist dabei sehr eindrucksvoll und lässt mit wenigen Worten die Bilder und Gefühle entstehen, die mich wie gebannt an die Seiten gefesselt haben. Genauso hat mich die trostlose Atmosphäre gefangen genommen, die die Einsamkeit von Irina unterstreicht. Es gibt nur wenige Augenblicke, die sie sehr intensiv und mit Gewalt aus dieser Isolation ausbrechen lassen und die zum großen Finale führen, das die Geschichte mit einem passenden Ende ausklingen lassen.

Durch die heftigen Szenen nicht für jeden was, aber wenn man den Sinn dahinter sucht, hinterlässt es einen tiefgreifenden Eindruck!

Ich werde auf jeden Fall auch das zweite "Galgenmärchen" lesen (Der Kindsräuber)

© Aleshanee
Weltenwanderer

  (6)
Tags: eigenverlag, horror, märchen, novelle   (4)
 

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(10)

17 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

seele, seelenwanderer, science fiction, licht, eigenverlag

BEN HEART

Klaus Klingler
Fester Einband: 505 Seiten
Erschienen bei Ben Heart, 06.03.2017
ISBN 9783000564574
Genre: Fantasy

Rezension:  
Tags: eigenverlag, fantasy, science fiction   (3)
 
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