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betrachtungen, essays, poetische prosa

Liebe Dinge

Karl Heinrich Waggerl , Karl Heinrich Waggerl
Flexibler Einband: 96 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.12.2005
ISBN 9783423252416
Genre: Romane

Rezension:

Es ist ein besinnliches, ruhiges Buch. Es geht um die unscheinbaren, ganz alltäglichen Dinge, die einem an Herz wachsen können und nicht so einfach zu ersetzen sind, auch wenn sie keinen großen materiellen Wert haben. Meist sind es alte Dinge. Dinge voller Vergangenheit und Spuren langen Gebrauchs. Dinge, die dem Autor ein Fenster in die eigene Vergangenheit eröffnen. So ist es auch immer wieder ein Stück Lebenserinnerung und ruhige, unaufgeregte Rückschau auf ein einfaches Leben, das aber reich ist an Erinnenswertem.

Die literarische Form bezeichnet Waggerl als Miniaturen und es ist ein gut gewählter Begriff. Es sind Kabinettstückchen der Sprachkunst, anzusiedeln zwischen Erzählung und den Essays von Montaigne. Es sind Betrachtungen über das Wesen der Dinge und des Lebens – auch des eigenen. Ihr Ton ist stets ruhig, fast betulich, die Sprache wirkt einfach und schlicht, ein Eindruck, der jedoch spätestens beim Vorlesen revidiert werden muss. Bei näherem Hinsehen entpuppen sich die Sätze oft als überraschend lange und dennoch flüssig zu lesende Zeilenfresser, voller kleiner, aber feiner Wendungen und vollendeter Wortwahl, aus der immer wieder wahre Poesie aufblitzt. So verbirgt sich unter im schlichten Sprachkleid eine sehr ausgefeilte und feine Wortkunst.

Karl Heinz Waggerl auf alpenländischen Humoristen zu verbuchen, ist eine einseitig verkürzte Wahrnehmung. Ja ... das Buch ist auch durchdrungen von feinem, beinahe augenzwinkerndem Humor. Doch der Witz entsteht nicht aus inszenierten Pointen. Es ist immer der stille, unaufdringliche Witz, der plötzlich mit einem unerwarteten Wort dem Leser neue und unverhoffte Perspektiven eröffnet, der das Buch durchdringt und prägt.

Als Leser habe ich das Buch genossen. Als Autor werde ich vor diesem Bändchen immer wieder demütig und ein wenig neidisch.

Ein feines Büchlein.

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Tags: betrachtungen, essays, poetische prosa   (3)
 

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Für Licht und Vollkommenheit - Mini-Buch

Alexander Bálly
Flexibler Einband: 545 Seiten
Erschienen bei AAVAA Verlag UG, 17.11.2010
ISBN 9783862540914
Genre: Krimi und Thriller

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Für Licht und Vollkommenheit - Großdruck

Alexander Bálly
Flexibler Einband: 545 Seiten
Erschienen bei AAVAA Verlag UG, 16.11.2010
ISBN 9783862540907
Genre: Krimi und Thriller

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Für Licht und Vollkommenheit

Alexander Bálly
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei AAVAA Verlag, 10.10.2010
ISBN 9783862540891
Genre: Krimi und Thriller

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Halbling unter Huren und Halunken

Alexander Bálly
Flexibler Einband: 535 Seiten
Erschienen bei AAVAA Verlag UG, 17.11.2010
ISBN 9783862540877
Genre: Krimi und Thriller

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Halbling unter Huren und Halunken

Alexander Bálly
Flexibler Einband: 535 Seiten
Erschienen bei AAVAA Verlag UG, 16.11.2010
ISBN 9783862540860
Genre: Krimi und Thriller

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halblin, ork, vielleicht ein wunsc

Halbling unter Huren und Halunken

Alexander Bálly
Flexibler Einband: 360 Seiten
Erschienen bei AAVAA Verlag, 10.10.2010
ISBN 9783862540853
Genre: Krimi und Thriller

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Früchte des Zorns

John Steinbeck , Klaus Lambrecht
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.10.1985
ISBN 9783423104746
Genre: Klassiker

Rezension:

Früchte des Zorns gehört ohne Zweifel zu den Meisterwerken der Literatur des 20. Jahrhunderts. Es ist ein bewegendes Buch, verstörend, beunruhigend, vor allem, weil es bei aller fiktionalen Überarbeitung stets unerfunden und wahr erscheint, als ein Destillat authentischer Geschichten. Nebenbei ist es auch noch ein erzählerisches Meisterstück.

Die Geschichte beginnt in der Dustbowl Oklahomas um 1930, wo die Farmer reihenweise in Folge der Wirtschaftskrise Haus und Hof an Banken beziehungsweise große Agrarunternehmen verlieren. Eine Landflucht immensen Ausmaßes ist die Folge. So packten auch die drei Generationen der Familie Joad ihr Hab und Gut auf einen kleinen, klapprigen Lastwagen und folgt den Verheißungen eines Werbeplakates, das angenehme Arbeit als Erntehelfer in den Obstplantagen des fernen Kalifornien verspricht.

Es sind drei Figuren, die die Geschichte tragen: Tom, der älteste Sohn, der gerade noch rechtzeitig aus dem Gefängnis, wo er für einen Totschlag im Affekt einsaß, entlassen wurde, um seine Familie zu begleiten. Er ist stark, körperlich wie seelisch. Die seelische Stärke teilt er mit seiner Mutter. Ihr Ziel ist es, die Familie zusammenzuhalten, ein Anspruch, an dem sie unter den sich immer widriger darstellenden Umständen wächst und Format gewinnt, auch wenn sie Ihr Ziel letztlich verfehlen muss. Der gescheiterte Wanderprediger Casey ist der dritte. Er zweifelt an Gott und seiner Mission, darf sich aber den Joads anschließen und öffnet immer wieder den Blick auf die moralischen Aspekte und den größeren Zusammenhang.

Die Reise beginnt als Abenteuer, doch schon bald wird klar, dass dieser Eindruck trügerisch ist. Zu groß ist der Exodus der Farmer, zu deutlich ist die Ablehnung, die entlang der Straße den „Oakies“ begegnet. Bald schon gibt es Opfer zu beklagen. Die Großeltern bleiben auf der Strecke - buchstäblich - und müssen, da für eine anständige Beerdigung kein Geld da ist, am Straßenrand verscharrt werden. Ein Zettel in einem Marmeladenglas muss den Grabstein ersetzen.

Als man endlich in Kalifornien ist, entpuppt sich der Traum vom Werbeplakat als Albtraum. Das Überangebot an Erntearbeitern drückt die Löhne. Da aber bei den Joads genau, wie bei fast allen anderen, Geld, Vorräte und Benzin gerade ausgereicht haben, um das Ziel zu erreichen, muss man akzeptieren. So mittel- und wehrlos, stets vom Hungertod bedroht, sind die Wanderarbeiter schamloser Ausbeutung ausgeliefert, die jede Hoffnung auf bessere Zeiten schwinden lässt. Alle Versuche mit Solidartität und Eigeninitiative die Situation zu verbessern, werden von den Plantagenbesitzern und den Behörden rigoros unterbunden. Man duldet die „Oakies“ als billige, sklavenähnliche , Arbeitskräfte für die lokalen Plantagen, doch neue und vor allem arme Siedler will man nicht dulden.

Immer kleiner wird das Häufchen der Joads. Als schließlich Casey von Plantagenwächtern erschlagen wird, muss Tom in den Untergrund und Mama Joad sieht einer ungewissen Zukunft entgegen, die den Menschen nicht mehr lässt, als das nackte Leben. Dennoch verlässt der Leser die Joads mit einem Bild höchster Mitmenschlichkeit.

Die Früchte des Zorns sind – streng genommen – zwei Bücher: Die geraden Kapitel verfolgen die Geschichte der Joads, während die ungeraden Kapitel eine Sammlung kurzer Geschichten präsentieren, die nur lose mit dem Roman verbunden sind. Diese erzählerischen Kabinettstückchen stimmen auf den folgenden Abschnitt der Reise der Joads ein, führen aber oft auch oft ganz nebenbei auch ganz unauffällig in die Symbolik der Erzählung ein.

Auch heute noch ein Buch, das unbedingt als lesenswert zu bewerten ist, nicht nur, aber auch, wegen der gewaltigen Wirkungsgeschichte.

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Tags: amerikanische literatur, moderner klassiker   (2)
 

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antike, hannibal, historischer roman, italien, karthagisches reich, karthago, kathargo, krieg gegen roman, punische kriege, rom, romanbiographie, spanien, spannend, spannung, untergang von karthago

Hannibal

Gisbert Haefs
Flexibler Einband
Erschienen bei Heyne, 01.01.1993
ISBN 9783453061323
Genre: Historische Romane

Rezension:  
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roman, tragikomödie

Pnin

Vladimir Nabokov
Fester Einband: 222 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 01.01.1998
ISBN 9783518222898
Genre: Romane

Rezension:

Ein scheinbar einfaches Buch um einen liebenswerten Sonderling: Einen Exil-Russen in den USA der 50ger Jahre, der sein Leben fristet, indem er an einer kleinen Hochschule "Luxusveranstaltungen" halten darf: Kaum besuchte Russischkurse.

Timofei Pnin ist ein unglücklich veranlagter Mann, einsam und fremd in seiner neuen Heimat und immer wieder neu bedroht von der Tücke des Objekts, von seiner Übervosichtigkeit und von seiner Wehrlosigkeit, wegen der er immer wieder ausgenutzt wird. Dennoch ist er ein ein liebenswerter, schrulliger Gelehrter der sich trotz seinem Hang zu immer neuen Tragödien ein bewundernswerte Heiterkeit des Gemüts bewahrt hat.

Das Buch zeigt Pnin in immer neuen Szenen, die zusammen die langsam und bedächtig zeigen, wie Pnin allmählichen beginnt, in seiner neuen Heimat Wurzeln zu treiben und heimisch zu werden.

Am Ende, das in mehrfacher Art kunstvoll gelungen ist, aber bleibt Pnin, was er ist: Einer, den das Unglück verfolgt, der verliert, was er aufgebaut hat und der dennoch - unerschütterlich optimistisch wie ein Stehaufmännchen - an seinem Verlust nicht zerbricht.

Der Text besticht durch wunderbaren Sprache, exakt, originell und voller Witz, der nie plump wird. Auch wie Nabokov nach und nach Pnins komplette Lebensgeschichte dem Leser nebenbei und mühelos unterjubelt, verdient höchste Bewunderung.

Doch ganz besonders der Plot hat es mir angetan. Hier gelingt es Nabokov, die Geschichte zu einem Ring zu schmieden: Der Anfang entpuppt sich als das Ende ... oder das Ende als Anfang.

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Tags: roman, tragikomödie   (2)
 
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