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Die Kunst, einfache Lösungen zu finden

Christian Ankowitsch
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Rowohlt Berlin, 24.07.2018
ISBN 9783737100106
Genre: Sachbücher

Rezension:

 Rezension zu "Die Kunst einfache Lösungen zu finden" von Christian Ankowitsch

Zum Autor:
Ich muss eingangs zugeben schon vor dem Lesen begeistert gewesen zu sein, da ich den Autor dieses Buchs großartig finde und bis dato jedes seiner Werke kurz nach Erscheinen regelrecht verschlungen habe. Vor allem sein Buch "Mach´s falsch, und du machst es richtig" sollte in jedem Bücherregal stehen und nicht nur gelesen, sondern vor allen Dingen auch gelebt werden. Seine Art zu schreiben ist gleichzeitig seriös und wissenschaftlich sowie auch heiter und unkompliziert. Eine seltene Gabe wie ich finde.

Zum Inhalt und dem Buch selbst:
Es handelt sich um ein Sachbuch, welches in der Einleitung verspricht dem/der LeserIn dabei zu helfen einfache und oft auch unkonventionelle Lösungen für alltägliche Probleme zu finden, wobei sich der Autor hier auf zwischenmenschliche Schwierigkeiten spezialisiert. Sei es im Job, bei der Kindererziehung, im Liebesleben oder in Freundschaften. Überall wo Menschen aufeinander treffen können Konflikte entstehen und sich daraus Probleme ergeben.
Mit unkonventionellen Ratschlägen versucht Christian Ankowitsch den/die LeserIn dazu zu bringen "out of the box" zu denken und neue Lösungswege zu suchen/gehen.
Dabei will der Autor nicht für jede Situation konkrete Handlungsanleitungen liefern (was aufgrund der Komplexität des Lebens und der Welt auch nicht möglich wär), sondern Grundsteine für eine neue Art zu denken und Probleme anzugehen legen.

Kritik:
Ich war (wie immer wenn ich ein Werk von Christian Ankowitsch lesen darf) sehr angetan vom Stil und der Schreibweise des Autors. Jedes Mal wenn man beim Lesen das Gefühl hat von der Ernsthaftigkeit der Thematik erdrückt zu werden (immerhin geht es hier um sehr emotionale Themen wie Beziehungen, Kinder, Sex und Existenzängste) baut der Autor ein kleines Augenzwinkern, eine lustige Anekdote oder eine Prise Ironie mit ein, sodass ich an der einen oder anderen Stelle sogar herzhaft Lachen musste.
"Die Kunst einfache Lösungen zu finden" ist wissenschaftlich fundiert, was die zahlreichen Verweise und Fußnoten im Buch belegen, welche auch zum Nachschlagen in anderen Werken anregen. Das finde ich sehr wichtig und macht das Buch authentischer, da ich nichts schlimmer finde als Autoren, die denken (gerade im psychologischen Bereich) die ultimative "Lösung" erfunden zu haben. Wer seine Theorien allerdings auf Größen wie Paul Watzlawick, Steve De Shazer oder Nassim Nicholas Taleb stützt, hat Aufmerksamkeit verdient.

Zusammengefasst handelt es sich um ein tolles, informatives Buch, das zum Nachdenken über die eigene Lebensführung anregt und ermutigt sich nicht immer alles so schwer zu machen, sonder simplere Lösungen für noch so komplexe Probleme zu finden!

Leseempfehlung hoch 1000! 
        

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59 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 60 Rezensionen

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Naturnahes Kochen – einfach, gut, gesund

Erwin Seitz , Jens Gyarmaty
Fester Einband: 223 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 11.06.2018
ISBN 9783458177456
Genre: Sachbücher

Rezension:

Rezension zum Kochbuch "Naturnahes Kochen" von "Erwin Seitz"


Cover, Umschlag und Haptik:

Dieses Buch hält sich wundervoll in Händen. Es ist recht groß aber auch groß geschrieben und somit perfekt zum Auflegen in der Küche und Lesen von Rezepten. Es wirkt sehr hochwertig verarbeitet und hat dicke Seiten, die sicher langlebig sind. Soein Kochbuch verwendet man ja öfter als einmal und daher ist mir das sehr wichtig.


Worum geht´s?

Erwin Seitz hat sich offensichtlich lange damit beschäftigt wie richtige Ernährung sein muss. Eingangs geht er kurz auf die unzähligen momentan in unserer Gesellschaft präsenten Ernährungsformen und damit verbundenen Weltanschauungen ein. Erfrischenderweise lässt der Autor aber den ermahnenden Finger sinken und will seinen LeserInnen keine Vorschriften machen, ob sie nun Fleisch essen, vegetarisch oder vegan leben wollen, gerade in einer Diät stecken oder nur beim Greissler um die Ecke einkaufen. Er stellt keine strikten Regeln auf, sondern verfolgt nur die Philosophie, dass Essen im Einklang mit der Natur stattfinden soll und möglichst kein Studium erfordern, sprich leicht zu bewerkstelligen sein muss. Damit geht einher, dass seine Ratschläge und Rezepte keine Verbote erteilen, sonder der Autor zum Nachdenken anregen möchte, wo die Lebensmittel herkommen, wie sie erzeugt wurden, welche Auswirkungen sie auf unseren Körper haben und schlussendlich wie man sie dann so einfach und gleichzeitig köstlich wie möglich zubereitet.


Kritik:
Dieses Kochbuch hat mich sofort angesprochen. Schon die Optik wirkt unglaublich ruhig, aufgeräumt und natürlich, was durch die vielen wunderschönen Naturaufnahmen verstärkt wird. Die Bilder sind, genauso wie die Zeilen des Autors, nicht geschmückt, gekünstelt oder aufgesetzt, sondern authentisch, ehrlich und so wie sie eben sind.

Auch der Inhalt hat meine Erwartungen nicht enttäuscht. Nach einer kurzen Einleitung, die den/die LeserIn mit der Philosophie des Autors vertraut macht, folgen gut 70 Seiten "Warenkunde", was somit einen Großteil des Buches ausmacht. Das ist auch gut so, denn ich beschäftige mich schon länger mit Ernährung, Kochen und Lebensmitteln und bin zu der Erkenntnis gekommen, dass die meisten Menschen den Bezug zu ihrem Essen völlig verloren haben. Die Meisten nutzen industriell verarbeitete Fertigprodukte und -gerichte bzw. lassen sich ihr Essen von Anderen zubereiten. Diese Unart führt aus meiner Sicht zu schlimmen Trugschlüssen, wie zum Beispiel zu dem, dass Fleisch ein Hauptnahrungsmittel sein soll/kann/muss. In Wahrheit ist es weder ethisch, ökologisch noch gesundheitlich vertretbar jeden Tag (vielleicht sogar mehrmals) Fleisch zu konsumieren. Alles mit Maß und Ziel! Genau dieses leider verloren gegangene Wissen vermittelt Erwin Seitz über dieses Buch wieder. Fantastisch!
Obwohl ich mit einer gewissen Vorbildung zu lesen begonnen habe, haben mich einige Stellen im Kapitel über Warenkunde auch noch überraschen und bereichern können. Zum Beispiel bin ich wieder viel sensibilisierter darauf auch auf alte Getreidesorten zurückzugreifen, mir einen Milch-Abhofverkauf in meiner Nähe zu suchen und bei der Verwendung von Kräutern und Gewürzen wieder mehr auf deren Heilkräfte zu achten und bewusst einzusetzen.

Der Rezeptteil im Buch hat mich schließlich vollends begeistert. So kreativ, so divers, so vielfältig und mutig. Ganz toll.
Ich denke aber auch, dass dieses Kochbuch eher für Menschen geeignet sind, die schon viel gekocht und experimentiert haben. AnfängerInnen sind bestimmt schnell überfordert und dann vielleicht entmutigt. Doch für mich als leidenschaftliche Köchin ist es perfekt. Vor allem die Art und Weise wie Erwin Seitz total bodenständige Zutaten wie Schweinebauch, Huhn, Kohlrabi, Sauerkraut und Co. mit orientalischen Gewürzen und Zubereitungsideen mischt, fasziniert mich.
Als erstes möchte ich "Himmel & Erde" nachkochen - Apfelspalten, Kartoffelpüree, Blutwurst und Haselnuss - das hört sich einfach so verrückt an, dass es nur köstlich sein kann. Als nächstes muss ich dann die Meeresfrüchte in Safran-Curry mit Mango und Pistazie probieren.

Fazit: Ich kann es kaum erwarten diese neuartigen Gerichte nachzukochen und bedanke mich beim Autor für die Auffrischung und Bereicherung meiner Warenkunde. Ein tolles, mutiges Kochbuch, das nicht nur zum Genießen, sondern auch zum Nachdenken und vor allem Umsetzen anregt! Deshalb gibt es 5 Sterne von mir!

       

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277 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 171 Rezensionen

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Der Kreidemann

C.J. Tudor , Werner Schmitz
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 29.05.2018
ISBN 9783442314645
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Rezension zum Thriller "Der Kreidemann" von C. J. Tudor

Zum Buch:
Ich möchte gleich zu Anfang die Verarbeitung des Buches loben! Es hat eine tolle Haptik, weil bei der Papierstärke nicht gespart wurde. Außerdem ist es ein Hardcover- Buch und wirkt alles in allem sehr hochwertig verarbeitet. Darauf lege ich großen Wert und möchte es deshalb hervorheben, weil das heutzutage nicht mehr selbstverständlich ist.

Zum Inhalt:
1986: Ein Dorf, eine Jugend-Clique, ein neuer Lehrer an der Schule - C. J. Tudor vermittelt einem eingangs das Gefühl einer ganz typischen Kleinstadtidylle. Doch sofort darauf geht es los - ein Jahrmarkt kommt in die Stadt, ein tragischer Unfall passiert dort und plötzlich ist für Eddie, einer der Hauptprotagonisten, nichts mehr wie es war.
Seltsame Kreidezeichnungen erscheinen und jedes Mal, wenn Eddie eine dieser gruseligen Zeichnungen sieht, führt sie ihn und seine Freunde zu einer Leiche. Menschlich oder tierisch - da macht der Kreidemann, wie der vermeintliche Serienmörder genannt wird, keinen Unterschied.
Die Freundschaft der vier jugendlichen Hauptprotagonisten wird auf harte Proben gestellt, vor allem weil sie sich nicht selten auch gegenseitig, beziehungsweise deren Familienmitglieder, verdächtigen.
2016: Eddie ist mittlerweile erwachsen und lebt ein recht eintöniges Leben als kinderloser Einsiedler. Nur seine Mitbewohnerin Chloe macht seinen Alltag auf ihre ganz spezielle Art ein wenig bunter.
Doch plötzlich scheint alles wieder los zu gehen - Ed bekommt einen Brief, der ein Stück Kreide und die Zeichnung eines Strichmännchens enthält.
Die alte Clique von damals hat sich im Lauf der Jahre sehr verändert und auseinander gelebt, doch nun wird es Zeit sich wieder zu treffen und der Vergangenheit zu stellen. Denn die Morde gehen wieder los...

Kritik:
Am Beginn muss der/die LeserIn sich sehr konzentrieren, weil die Autorin mit verschiedenen Zeitsprüngen spielt, die sehr rasch aufeinander folgen. Ich musste sehr oft zurück blättern und noch einmal nachlesen, um den Überblick nicht zu verlieren. Allerdings war dieser Umstand keineswegs störend, da ich anspruchsvolle Bücher sehr schätze.
Ich konnte mich sehr rasch und gut in die Protagonisten einfühlen, was mir gerade bei Thrillern, in denen es unter anderem darum geht den Mörder zu entlarven, sehr wichtig ist. Dafür nimmt sich die Autorin auch sehr viel Zeit und Seiten, was auch den Spannungsaufbau verstärkt.
Man kommt nicht umhin vom Zeitpunkt des ersten Mordes an zu versuchen herauszufinden wer es getan hat. Wer ist der Kreidemann? Wer spielt in dieser hübschen Kleinstadt sein makabres Spiel? Ist es 30 Jahre später noch immer der gleiche Mörder? Oder möchte jemand in die Fußstapfen des Kreidemanns treten? Es gibt plötzlich so viele Verdächtige, dass der/die LeserIn schnell dem eigenen Urteilsvermögen nicht mehr trauen kann.
Alles in allem ein sehr spannendes kurzweiliges Buch mit guter Charakterzeichnung und interessanten Plot-Twists.
Der einzige Grund warum ich nur 4 Sterne statt 5 vergebe ist der, dass im Nachhinein betrachtet alles auf einen mega Showdown hinaus läuft. Mit Wald und Axtmörder und allem was dazu gehört - aber nicht allem, denn es ist der Autorin leider nicht gelungen gerade diese wichtige Szene, den Höhepunkt des Buches ausreichend auszubauen. Nach 2 Seiten ist die "Party" vorbei und man hat irgendwie das Gefühl, dass etwas fehlt. Ich war außerdem enttäuscht, denn aus dieser Szene hätte man eine halbe Stunde purer Spannung herausholen können, die dem/der LeserIn den Atem raubt! Schade drum.
Dennoch gibt's von mir eine Leseempfehlung für alle, die gerne spannende Thriller lesen. Nur: ein Stephen King ist es bei Weitem nicht! Da kann der Meister persönlich noch so gute Rezensionen abgeben - dafür muss die Autorin noch ein bisschen üben ;-)
       

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71 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 40 Rezensionen

gesundheit, heilung, hirnforschung, hoffnung, krankheit, krankheiten, limbisches system, märz 2018, medizin, mosaik verlag, psyche, psychologie, sachbuch, seele, trauma

Das geheime Leben der Seele

Sabine Wery von Limont
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Mosaik , 12.03.2018
ISBN 9783442393299
Genre: Sachbücher

Rezension:

"Das geheime Leben der Seele" von Sabine Wery von Limont

Das Buch verspricht im Untertitel dem/der LeserIn alles über unser unsichtbares Organ zu erzählen. Und tatsächlich ist es für den/die interessierte/n LeserIn eine Offenbarung an neuem Wissen über die Seele - ein Mysterium unseres Körpers - nicht nur für die Wissenschaft.

Zum Inhalt:

Im ersten Kapitel erfährt man wo die Seele "wohnt", also wo in unserem Körper sie sich eigentlich versteckt. Romantiker unter uns werden an dieser Stelle etwas enttäuscht sein, aber ich will nicht zuviel verraten.
Das zweite Kapitel widmet sich dem Konsistenzprinzip, das heißt den Strategien der Seele, mit denen sie versucht ihr Gleichgewicht zu behalten bzw. wieder herzustellen.
Im dritten Kapitel dreht sich alles darum, wie und warum die Seele krank wird. Von Panikattacken über Depressionen bis hin zu Zwangsstörungen wird hier alles verständlich erklärt.
Das vierte Kapitel versucht den Bogen zwischen der Psyche und vermeintlich rein körperlichen Erkrankungen zu spannen - in Wahrheit hängt nämlich alles zusammen.
Im fünften Kapitel geht es schlussendlich um die Lösung der Probleme, die eine kaputte Seele so schaffen kann und stellt auch ein Plädoyer für die Psychotherapie als anerkannte medizinische Behandlung dar.

Kritik:

Obwohl es sich notwendigerweise um ein Sachbuch handelt, ist es auf keiner Seite theoretisch, langatmig oder gar langweilig - ganz im Gegenteil! Die Autorin beschreibt komplexe körperliche Vorgänge in einer Sprache, die jede/r versteht und untermalt die Theorie mit vielen praktischen Beispielen. Nicht zuletzt stammen diese aus den Erfahrungen, die Sabine Wery von Limont in ihrer eigenen psychotherapeutischen Praxis gesammelt hat.

Der/die aufmerksame LeserIn kommt während des Genusses dieses Buchs nicht drum herum regelmäßige Aha-Momente zu erleben, was die eigene Lebenserfahrung und persönliche Handlungsweisen angeht. Man wird ermuntert an sich selbst zu arbeiten und die Wunden der Seele zu heilen bzw. ihr zu helfen stabil zu bleiben.

Ein Buch, welches den Weg zu mehr Achtsamkeit im eigenen Leben ebnet!

Uneingeschränkte Lese-Empfehlung meinerseits. Dieses Buch pflegt ihre Seele und kann nur gut tun!
        

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29 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 28 Rezensionen

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Hafenkino

Steffi von Wolff
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Delius Klasing, 22.01.2018
ISBN 9783667112743
Genre: Sachbücher

Rezension:

"Hafenkino - Mein Mann, seine Alte und ich" von Steffi von Wolff

Aufbau und Hintergrund des Buches
Es handelt sich eine autobiographische Sammlung diverser Erlebnisse aus dem Leben der Autorin mit ihrem segelbegeisterten Mann. Angeblich wurden die verschiedenen Kapitel so oder so ähnlich bereits früher in einem Yacht-Magazin veröffentlicht für welches Steffi von Wolff schreibt.

Inhalt
Das Buch ist eine Sammlung von Erlebnissen, Abenteuern und Anekdoten aus dem Leben der Autorin, welches sie nicht nur mit ihrem Mann, sondern auch mit dessen Boot teilt, der "Alten". Vom Kennenlernen angefangen, über die ersten Jahre der Beziehung, bis hin zum darauf folgenden Alltag begleitet man das Pärchen in ihrem Leben, welches sich offensichtlich mehr um die Segelleidenschaft ihres Mannes dreht als sonst irgendetwas.

Kritik
Das Buch hat mich vom Cover und dem Klappentext her total angesprochen und ich habe mich auf lustige Anekdoten aus der Welt der SeglerInnen und auf Abenteuer der Autorin gefreut, die ihr innerhalb der Dreiecksbeziehung "Mann-Boot-Frau" widerfahren sind.
Obwohl die beschriebenen Situation und Geschichten durchaus großes Potenzial für ein Feuerwerk an Komik bieten, wurden meine Erwartungen leider weitgehend enttäuscht. Vor allem auch dahingehend was ich von der Autorin, Steffi von Wolff, schon gelesen habe. Normalerweise schreibt sie frisch, frei, überraschend und locker. Diesen Stil konnte die Autorin in dieses Buch leider nicht einbringen.Die eingebauten "Lachmomente" sind bei mir nicht wirklich angekommen, da sie auf mich erzwungen und aufgesetzt wirkten. Der Fairness halber möchte ich an dieser Stelle aber anmerken, dass ich Österreicherin bin und daher in diesem Zusammenhang die bekannte "deutsch-österreichische Humorbarriere" zu berücksichtigen ist.Zudem hatte ich das Gefühl, dass die Autorin versucht hat kurze Geschichten durch, für das Verständnis und den Erzählfluss, nicht notwendige Details und Ausschmückungen künstlich in die Länge zu ziehen. Das hat dem Buch leider nicht gut getan - eventuell ist dieser Effekt der Tatsache geschuldet, dass es sich um eine Sammlung von einzelnen (wahrscheinlich ursprünglich kürzer gehaltenen) Kolumnen handelt.
In manchen Momenten wurde ich beim Lesen mitgenommen auf das Abenteuer Segeln und konnte mich in die jeweilige Situation und ihre Protagonisten hinein versetzen. Unglücklicherweise waren diese Momente so spärlich gesät, dass mich dieses Buch nie richtig "packen" konnte.Vielleicht muss der/die LeserIn dieses Buchs aber auch selbst wirklich passionierte/r SeglerIn sein, um sich in den Erzählungen richtig wiederzufinden.
Zusammengefasst hat das Buch meinen persönlichen Geschmack nicht getroffen und ich habe es nur aus Respekt der eigentlich sehr talentierten und erfolgreichen Autorin gegenüber zumindest bis zur Hälfte gelesen.        

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142 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 74 Rezensionen

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Der Reisende

Ulrich Alexander Boschwitz , Peter Graf
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 18.03.2018
ISBN 9783608981230
Genre: Historische Romane

Rezension:

Ulrich Alexander Boschwitz (Hrsg. Peter Graf) - Der Reisende

Zu den Hintergründen dieses Werks:
Ich möchte zu Beginn meiner Rezension auf die Umstände hinter diesem Roman eingehen, da diese aus meiner Sicht einzigartig sind und dieses Buch neben einem großartigen Werk auch zu einem sehr wichtigen Zeitdokument macht.
Ulrich Alexander Boschwitz verfasste diesen Roman im Jahr 1938, nachdem er aufgrund der Tatsache, dass er Jude war der zunehmenden gesellschaftlichen Stigmatisierung und schließlich der Verfolgung durch das NS-Regime ausgesetzt war. Boschwitz gelang es zum Glück schon im Jahr 1935 gemeinsam mit seiner Mutter nach Schweden zu fliehen - kurz nach Verkündung der Nürnberger Rassegesetze.
Das Originaltyopskript seines nun hier vorliegenden Romans lag bis zu seiner Entdeckung durch Peter Graf im Deutschen Exilarchiv der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt.
Der Autor selbst starb am 29. Oktober 1942 bei einem deutschen Angriff auf ein von den Briten gechartertes Passagierschiff, in welchem sich Ulrich Alexander Boschwitz auf dem Rückweg von einem australischen Internierungslager.


Inhalt:
Otto Silbermann ist erfolgreicher Kaufmann, Ehemann, Familienvater und gut situierter deutscher Bürger. Doch sein Leben ändert sich schlagartig als im November 1938 die sogenannten Novemberpogrome verabschiedet werden. Anfangs hält er es nicht für möglich, dass all sein Geld, seine beruflichen Erfolge und seine Kontakte zu wichtigen Persönlichkeiten plötzlich nichts mehr wert sein sollen. Erst als die "Partei" vor seiner Haustür steht und verlangt, dass der "Jude" sich dem deutschen Reich ausliefern soll, wird Otto der Ernst der Lage bewusst.
Er flieht.
Da seine Versuche ins benachbarte Ausland zu kommen scheitern, entschließt sich Otto gezwungenermaßen mit der Bahn permanent quer durch Deutschland zu reisen. Dabei kommt ihm sehr zugute, dass er, im Gegensatz zu vielen anderen Juden, nicht "typisch jüdisch" aussieht und daher relativ unbemerkt von einem Zug in den nächsten gelangt.
Den körperlichen und psychischen Strapazen der Flucht vor der Regierung nicht gewachsen, wird Otto Silbermann von Seite zu Seite unsicherer und verliert immer mehr an Zuversicht und Hoffnung.
Als ihm Zuguterletzt in einem der Züge auch noch sein Geld (und damit alles was ihn in seiner Vorstellung noch an sein altes Leben, seine frühere Existenz als angesehenen Unternehmer bindet) gestohlen wird, verliert er offenbar sukzessive seinen Verstand.
Otto Silbermann gibt sich auf. Er gibt den Kampf gegen das Regime und eine Zukunft im Konzentrationslager auf.
Obwohl ihm kurz vor Ende des Buches vom Schicksal noch drei "Chancen" gewährt sind, die seinem Weg eine andere Richtung geben hätten können, ist es leider zu spät. Otto gelingt es nicht mehr selbige wahrzunehmen. Seine psychische Konstitution ist bereits zu schlecht. Er liefert sich praktisch selber den Nationalsozialisten aus.
Das Buch endet mit einer grotesken Szene zwischen ihm und seinem Zellengenossen. Otto Silbermann hat es nicht geschafft. Er endet im Gefängnis. Weil in seinem Pass ein rotes "J" steht.


Kritik:
Die eingangs erwähnten Hintergründe zu diesem Roman machten ihn für mich schon zu einem ganz besonderen Werk, noch bevor ich die erste Zeile gelesen habe. Das Zeitdokument eines bereits vor Langem verstorbenen Autors in Händen halten zu dürfen, der uns an seinen höchstpersönlichen Eindrücken und Erlebnissen zur Zeit der Novemberpogrome teilhaben lässt, erfüllt mich mit Ehrfurcht und Respekt. Tatsächlich ist es viel mehr als ein Roman, eine für viele Juden wahre Geschichte und ein wichtiges zeitgeschichtliches Dokument - es ist auch ein Tagebuch des Autor. Eine Verarbeitung seines Schmerzes, seines Schocks, seiner tiefen Verzweiflung und Planlosigkeit angesichts der politischen und gesellschaftlichen Ereignisse.

Dieser "Tagebuchcharakter" den ich von Anfang an beim Lesen gespürt habe, bestätigte sich, als ich das Nachwort des Herausgebers am Ende des Buches las. Es ist tatsächlich gefüllt von Parallelen zu Boschwitz´s Leben und seinen Erfahrungen mit dem NS-Regime, die er in diesem Buch verarbeitet.

Die absolute Sinnlosigkeit der Verfolgung einer bestimmten Menschengruppe aufgrund ihrer Religion bzw. ethnischen Herkunft wird in diesem Roman noch gesteigert. Es ist Ulrich Alexander Boschwitz gelungen mich total in seinen Bann zu ziehen. Es war leicht mich mit dem Hauptakteur Otto Silbermann zu identifizieren. Der/die LeserIn kommt nicht umhin sich die Frage zu stellen, wie er/sie selbst reagieren würde, wenn man ohne eigenes Zutun, schuldlos plötzlich geächtet, enteignet, verfolgt und mit dem Tod bedroht wird. Wohin soll man gehen? An wen kann man sich noch wenden? Aus Freunden werden Feinde. Aus Polizisten werden Handlager einer Regierung, die dich entsorgen will.
Das beklemmende Gefühl in der Brust, welches man beim Lesen bekommt, lässt nur langsam nach. Dieses Buch geht tief. Nicht zuletzt aufgrund der aktuellen politischen Entwicklungen, die einen Rechtsruck in der gesamten westlichen Welt zur Folge haben und uns mit Furcht in eine Zukunft schauen lassen, die von Fremdenhass geprägt ist.

Auch wenn man sich dieses Buch in eine eigene Vitrine stellen könnte, um seinem Wert gerecht zu werden, sollte dieser Roman so oft wie möglich gelesen werden. Von sovielen Menschen wie möglich. Damit sich die Vergangenheit auf keinen Fall wiederholt! Denn diese Geschichte von Otto Silbermann ist nicht "erfunden", sondern ein Mahnmal, welches beispielhaft für ein entsprechendes Schicksal zigtausender Juden steht.
       

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165 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 123 Rezensionen

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Böses Kind

Martin Krist
Flexibler Einband: 324 Seiten
Erschienen bei epubli, 26.10.2017
ISBN 9783745035292
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

 "Alanna - Böses Kind" von Martin Krist
Kurz zum Inhalt:Hauptkommissar Frei und seine Kollegin Albers´ können erstmals nicht nur ihr Talent im Aufklären von Morden, sondern im Verhindern derselben beweisen. Jaqueline ist verschwunden. An sich noch kein Fall für die Mordkommission, hätte man nicht ihren Rucksack bei der grotesk zugerichteten Leiche eines Bekannten von Jaqueline gefunden und gleich daneben auch noch ihren aufgeschlitzten Hund. Schnell wird klar, dass sich das Mädchen wahrscheinlich in großer Gefahr befindet. Als dann auch noch die abgetrennten Hände ihres Vaters in der Wohnung von Suse (Jaquelines Mutter) auftauchen, ist sprichwörtlich "Feuer am Dach". Frei und Albers setzen alles daran den Mörder zu finden, der vermutlich auch Jaqueline in seiner Gewalt hat. Am Ende kommt alles ganz anders als der/die LeserIn am Anfang (oder sogar kurz vor den letzten Seiten) denkt!
Ein fantastischer intelligenter Krimi!Dieses Buch habe ich mir sofort notiert, um keine Fortsetzung davon zu verpassen (die nächste kommt übrigens laut Autor schon im Frühjahr 2018!).
Martin Krist versteht es die Protagonisten in seinem Werk so authentisch und natürlich darzustellen, dass man sich die chaotische Wohnung von Suse, die mit ihren 3 Kindern heillos überfordert ist, richtig bildlich vorstellen kann und regelrecht mit Suse mitfühlt, als ihr ohnehin schon verzweifelter Kampf ums finanzielle und seelische Überleben, durch das Verschwinden ihrer Tochter abermals härter wird. Vor allem Suses Charakter ist so genial gezeichnet, dass ich beim Lesen förmlich spüren konnte wie verzweifelt, hoffnungslos und gestresst sich diese Frau fühlt. Als dann auch noch ihr alkoholkranker Vater auf der Bildfläche erscheint, der Suse offenbar jahrelang misshandelt hat, wird die dramatische Stimmung immer greifbarer.Aber auch die Figuren des Kommissars Frei und seiner Assistentin Albers sind dem Autor bestens gelungen. Die kleinen Sidesteps in deren Privatleben sowie zahlreiche Nebengeschichten und zwischenmenschliche Interaktionen innerhalb der Geschichte lassen auf späteres Anknüpfen in den Fortsetzungen der "Alanna-Reihe" schließen. Obwohl viele Informationen für den 1. Teil nicht wichtig waren, sind sie dennoch interessant und das Buch wird in keiner Zeile langweilig!
Spoiler:Am meisten fasziniert hat mich das Spiel mit der Zeit - als am Ende des Buches herauskam, dass es Suse selbst war, die seit der ersten Seite in dem schrecklichen Verlies ihres Ex-Lovers und Peinigers saß, war ich sehr überrascht. Ich war mir sicher, dass da immer von Jaqueline die Rede war und es nun ein Wettlauf gegen die Zeit wird, ob der Kommissar sie vor ihrem sicheren Tod retten kann. Dass man aber über das gesamte Buch immer wieder sozusagen Ausschnitte aus der Zukunft zu lesen bekam, war für mich sehr überraschend und hat mich regelrecht verdutzt zurück gelassen - in der positivsten Art und Weise wie das ein Krimi tun kann wohl gemerkt!
100% Empfehlung für dieses Buch! Ich freue mich auf Martin Krists Fortsetzung mit "Alanna - Stille Schwester"!

        

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60 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 58 Rezensionen

deutscher herbst (raf), drachenfliegen, familie, frauen, frauenzeitschrif, geheimnis, hamburg, herbst, im auge des betrachters, ineinemanderenlicht, katrin burseg, raf, schuld, trauer, vergangenheit

In einem anderen Licht

Katrin Burseg
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 08.09.2017
ISBN 9783471351406
Genre: Romane

Rezension:

"In einem anderen Licht" von Katrin Burseg

Ein schöner, intelligenter Roman!

Kurz zum Inhalt:
Anfangs dreht sich alles um die junge alleinerziehende Witwe Miriam, die nach dem Tod ihres Mannes und ebenfalls erfolgreichem Journalisten versucht, wieder in ihr Leben zurückzufinden. Um vor den gemeinsamen Erinnerungen zu flüchten wechselte sie sogar vom Aufdeckungsjournalismus in die Redaktionsabteilung eines Frauenmagazins. Doch die zunächst so unscheinbar wirkende Aufgabe eine Preisverleihung für gemeinnützige Projekte zu organisieren, stellt sich als Reise in die Vergangenheit heraus, auf der Miriam nicht nur mit beruflichen, sondern auch persönlichen Schwierigkeiten zu kämpfen hat. Denn Dorothea Sartorius, bekannte Reeders-Witwe und Stifterin als Schirmherrin dieser Preisverleihung, verbirgt eine dunkle Vergangenheit während des sogenannten "deutschen Herbstes" und stand in Verbindung mit Mitgliedern des RAF-Terrorismus.
Nun liegt es an Miriam die Wahrheit über Dorothea herauszufinden und so Ruf und Ehre des Magazins, für das sie arbeitet, zu retten.
Ganz "nebenbei" bringt sie ein Wochenend-Ausflug mit ihrem Sohn ganz anderweitig ins strudeln, als sie sich plötzlich zwischen zwei Männern entscheiden muss, obwohl sie über ihren verstorbenen Mann noch gar nicht hinweg ist.

Dieser Roman hat sehr viele Facetten - einerseits ist es interessant mehr über den damaligen Linksterrorismus und die RAF zu erfahren. Diese Thematik wurde seitens der Autorin außerordentlich gut recherchiert und im Romanstil aufbereitet.
Andererseits finden sich in diesem Buch sehr viele Einzelschicksale und Charaktere, die liebevoll und mit Hingabe "gezeichnet" wurden und Zeit bekommen sich zu entwickeln, sodass der/die LeserIn ungefähr in der Mitte des Buches mit Spannung weiterlesen möchte, um zu erfahren, wie jede einzelne Geschichte wohl endet.
Dass am Ende des Tages (bzw. Buches) alle Charaktere und deren Geschichten irgendwie miteinander verstrickt sind, kommt angenehm überraschend.
Das Happy End wirkt nicht aufgesetzt, sondern authentisch. Obwohl die Autorin am Ende darauf hinweist, dass alle Charaktere und Szenen frei erfunden sind, bleibt das Gefühl zurück, dass es genau so gewesen sein könnte!

Was es nun mit dem Huhn "Frida" auf sich hat, möchte ich nicht verraten, da das für mich persönlich der entzückendste Part des Romans ist, der einem das Herz erwärmt und den Jede/r für sich auskosten soll :-)
       

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154 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 91 Rezensionen

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Morgen ist es Liebe

Monika Maifeld
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Knaur, 01.09.2017
ISBN 9783426654323
Genre: Liebesromane

Rezension:

"Morgen ist es Liebe" dreht sich um die Liebesgeschichte von Martin und Alexandra, die nach vielen Irrwegen, persönlichen Schicksalen, Missverständnissen und Verkettungen schließlich doch noch zueinander finden. Nachdem auf dem Weg zu ihrem Glück nicht nur eine Menge Hindernisse zu bewältigen sind, sondern die beiden sich auch permanent selbst im Weg stehen, ist es nicht zuletzt der Verdienst von Alexandras Mutter, dass die beiden am Ende doch noch zusammen kommen.

Kurz zur Storyline:
Der erfolgreiche Anwalt Martin retttet die beliebte Ärztin Alexandra nach ihrem Autounfall vor dem sicheren Verbrennungstod, zieht es allerdings vor sich nicht zu erkennen zu geben, da er eigentlich gerade dabei war vor seinem eigenen Leben zu fliehen und sich mit Schlaftabletten das Leben zu nehmen. Martin gibt sich nämlich die Schuld am Tod seiner Ex-Frau. Ein Irrtum, wie sich erst viel später herausstellt.
Da er sich schon beim ersten Anblick von Alexandra in sie verliebt, kann er nicht von ihr lassen und gibt seine Selbstmordpläne erstmal auf. Nachdem er Alexandra dann ein wenig gestalkt hat und eine gefühlte Ewigkeit herum druckst, ob er sich als Retter zu erkennen geben soll oder nicht, kommt es über Umwege dazu, dass Martin der Mutter von Alexandra, Martha, bei diversen Haushaltstätigkeiten zur Hand geht, sich dabei als armer Bettler ausgibt und so sogar zu einer Wohngelegenheit bei Martha kommt. In Wahrheit ist sein Motiv aber, dass er in der Nähe von Alexandra sein möchte, die die Weihnachtsfeiertage ebenfalls bei ihrer Mutter verbringt.
Während Martins Aufenthalt in Marthas Haus lernen sich die Protagonisten besser kennen und auch Alexandra kann vor sich selbst bald nicht mehr leugnen, dass sie Gefühle für Martin hat, tut das allerdings als Spinnerei ab, da eine Beziehung mit einem Bettler für sie nicht in Frage kommt.
Zu guter Letzt tauchen dann auch noch der vermeintliche Retter Simon (der sich selbstverständlich nur als solcher ausgibt um an Geld zu kommen) und Gerd, der Ex von Alexandra der sie zurückgewinnen will, auf.
Das Chaos ist perfekt und löst sich in einem mehr oder weniger kitschigen Finale auf, an dessen Ende ein relativ unrealistisches, aber zum Stil des Buchs passendes, Happy End steht.

Dieses Buch ist perfekt für einen gemütlichen verschneiten Ferientag, den man mit unanstrengender Lektüre vor dem Kamin verbringt.
Es regt nicht auf, da das Happy End von der ersten Seite an absolut vorhersehbar ist. Aus diesem Grund kann sich der/die LeserIn entspannt zurücklehnen und die diversen Ereignisse, Verkettungen, Missverständnisse und glücklichen Zufälle ohne Spannung auf sich einprasseln lassen und sich auf den Moment freuen, in dem Alexandra und Martin sich endlich in den Armen liegen dürfen.

Für meinen ganz persönlichen Geschmack hätte dem Buch ein bisschen mehr Knistern und weniger Vorhersehbarkeit gut getan. Für ein "feel-good-reading" ist dieses Buch aber mehr als geeignet.
Vor allem Romantiker kommen voll auf ihre Kosten!
       

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Projekt Orphan

Gregg Hurwitz , Mirga Nekvedavicius
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 07.08.2017
ISBN 9783959671088
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

 Dieses Buch ist der zweite Teil nach "Orphan X". Selbigen habe ich persönlich nicht gelesen und mich glücklicherweise dennoch sofort in das Buch, die Story und den Hauptdarsteller Evan eingefunden!

Evan, ein ehemaliger Orphan, hat sich losgemacht von dem geheimen Regierungsprojekt, welches ihn "erschuf", und verbringt seine Zeit seither damit Kinder und Jugendliche zu retten, die sich in irgendeiner Art von Gefahr befinden. Die meisten seiner Schützlinge sind von Entführung und Ausbeutung durch Menschenhändlerringe bedroht. Dabei macht sich Evan selbstverständlich nicht nur Freunde! Eines tages ist es dann schließlich soweit und eine ihm gestellte Falle schnappt zu... und darin tappt er nun herum und der/die LeserIn erfährt erstmals mehr über Schwächen und "Achillesferse" des sonst so unbesiegbar wirkenden Evans.
Was darauf folgt ist ein Katz-und-Maus-Spiel zwischen Evan und seinem persönlichen Entführer, das einen extrem mitreißt! Vor allem deshalb, weil der ultimative Bösewicht der Geschichte vom Autor dieses Buches wahnsinnig gut gezeichnet wurde. Wobei "wahnsinnig" hier durchaus wörtlich zu nehmen ist! Ich will nicht zuviel verraten, aber man stolpert von einer grausigen Überraschung zur nächsten und ständig ist der Bösewicht Evan einen kleinen Schritt voraus...

Dieses Buch findet schnell in die Handlung und bleibt dann spannend bis zur letzten Seite! Dicke Bücher schrecken mich oft ab und ich befürchte langatmige Seitenfüller - diese Angst war bei diesem Buch vollkommen unbegründet. Ich habe es in 4 Tagen ausgelesen und jede Seite genossen.

Besonders gefallen hat mir auch, dass der Autor sich große Mühe mit Background-Recherchen und technischen Details gegeben hat! Großes Kino im Kopf!
       

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Sieh mich an

Mareike Krügel
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.08.2017
ISBN 9783492058551
Genre: Romane

Rezension:

Dieses Buch handelt von nur einem einzigen Tag im Leben der Hauptdarstellerin. Dabei ist es aber gleichzeitig nicht dünn und schnell abgehandelt, sondern von einer Tiefe, wie ich es persönlich bei Büchern liebe.
Wer schnelle Szenenwechsel und eine rasche Abfolge von Ereignissen bevorzugt ist hier falsch.
Wer sich wirklich auf die Protagonisten einlassen, sie intensiv kennenlernen möchte, dem kann ich dieses Buch nur empfehlen!

Seite für Seite taucht man immer tiefer in das Leben der Hauptdarstellerin ein und lernt sie und ihre Familie in allen schönen, faszinierenden, aber auch traurigen und unschönen Facetten kennen. Mitreißend ist dieses "Kennenlernen" einer eigentlich recht normalen Familie deshalb, weil die Hauptakteurin des Buches kürzlich erfahren hat, dass sie wahrscheinlich schwer an Krebs erkrankt ist. Diese Tatsache möchte sie vor ihrer Familie allerdings vorerst verheimlichen. Mit wievielen Ängsten, Zweifeln, Missverständnissen, depressiven Verstimmungen und schwierigen Situationen das verbunden ist, lässt sich erahnen ;-)

Es ist der Autorin gelungen eine Verbindung zwischen LeserIn und Protagonistin herzustellen! Man fühlt sich ein bisschen wie ihre Vertraute. So als ob sie ihr Innerstes mit dem/der LeserIn teilen würde! Gleichzeitig fühlt man sich, bei gewissen Gedankengängen etc. der Hauptakteurin, selbst ertappt.

Ein Buch mit Tiefgang für LeserInnen, die sich gerne "einlassen".

Der einzige Kritikpunkt ist das Ende. Es wirkt ein wenig unrealistisch und überzogen für meinen Geschmack. So realistisch die ersten drei Viertel des Buches sind, so schräg ist der Schluss. Da hätte ich mir mehr Authentizität gewünscht.

Trotzdem 5 Sterne für das Buch und meinen Respekt davor wie humorvoll und gleichzeitig realitätsgetreu man an das Thema "Ich habe vielleicht Krebs !" herangehen kann!
       

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