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503 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 107 Rezensionen

liebe, hamburg, petra hülsmann, hummeln im herzen, lena

Hummeln im Herzen

Petra Hülsmann
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.09.2014
ISBN 9783404171682
Genre: Liebesromane

Rezension:

Ein Roman für den Frühling, den Sommer, Herbst oder Winter, zu lesen am Strand, auf dem Sofa oder wo auch immer ihr euch wohlfühlt. Also ein Roman für jede Jahreszeit und für jede Situation. Mir war vorher klar, das diese Story keine neue Erfindung ist. (Kidders, ich weiß nicht einmal, warum wir darauf immer wieder hinweisen.) Es war mir aber egal und tauchte somit in die Welt von Lena ein. Das Ziel war mir bekannt, nun machte mich der Weg dorthin neugierig. Lena ist eine bezaubernde irgendwie auch chaotische Person. Es machte Spaß mit ihr durch die Seiten zu ziehen und das Leben zu leben, zu welches sie sich entschlossen hatte. Das sie ein Leben lebte, welches sie gar nicht selbst plante, wird ihr erst nach einigen Katastrophen klar. Endlich versucht sie sich selbst zu finden und schlägt ganz ungeplante Schritte dabei ein. Schön fand ich dabei auch, das ein Traum oder Wunsch nicht immer das Richtige sein muss, und man sich schlussendlich dann doch für das Richtige entscheidet, weil man seinem Herzen folgt. Petra Hülsmann schreibt in einen leicht, sogar manchmal beschwingten Schreibstil. Viel zu schnell liest man weiter und mag die Welt von Lena gar nicht verlassen. Charme und Humor wechseln sich hier gekonnt ab, denn Frau Hülsmann schafft eine wirklich gekonnte Umsetzung des Themas. Die Dialoge haben es mir dabei besonders angetan, denn sie sprühen gerade zu vor Witz. Eine Situationskomik nach der anderen ist hier nicht von der hand zu weisen. Wer hier nicht lacht ... ja dann weiß ich auch nicht. Die Pointen sind gezielt, nichts ist irgendwie platt. Nicht nur das: Die Autorin schafft es mir die Emotionen zu vermitteln. Lachen, weinen, traurig sein. Flirten, lieben und nachdenken. Ich denke, diese Liste lässt sich beliebig weit fortsetzen. Denn das Leben ist nun mal nicht rosarot. Dazu gehören Schicksale, die auch hier in diesen Roman nicht vergessen wurden. Familie, Krankheit, Karierre, alles ist vorhanden. Sehr authentisch der Mord an Klaus Dieter, der so überaus ehrlich war, das man selbst schon Lena anfeuerte, draufzuhauen. Spätestens da hatte die Autorin mich. Sollte sie da auch euch noch nicht erreichen, dann verspreche ich euch: Ein paar Sätze weiter hat auch sie euch. Knut ist eine wirklich fabelhafte Figur. Den mag man sofort. Er scheint jemand zu sein, den man auf der Straße trifft, der echter Hamburger ist und mit seinem hamburger Dialekt sprücheklopfende Weisheiten von sich gibt.  Ja, er war mir sofort sympatisch. Und nicht nur er. Otto, den das Leben von allen am meisten gebeutelt hat, ist mindestens genauso ein Sympatieträger. Auch er wird eine wichtige Person im Leben unserer Lena. Die Figuren sind aus dem Leben. Zu schnell wünscht man sich, selbst Teil dieser Geschichte zu sein. Man mag sie oder man kann sie nicht leiden, aber allesamt sind sie realistisch gezeichnet. Alle haben ihre Ecken und Kanten und alle lernt man kennen. Vielleicht sind es auch ihre kleinen Eigenheiten, die man lieben muss. Vielleicht sind es doch die Menschen, die man treffen könnte, weil sie so aus den Leben gegriffen wurden. Natürlich darf ich die Beziehung zwischen Lena und Ben nicht vergessen. Hier aber nicht zu viele Worte, denn ich möchte ja auch nichts vorweg nehmen. Ein Schlagabtausch folgt dem anderen, eine witzige Situation folgt der nächsten. Knisternde Gefühle, Wut, um mal zwei Gefühle zu benennen. Ein Wechselbad, was sich die zwei da antun. Aber, es sind diese Dinge, die das Buch ausmachen. Es sind diese Situationen, die man lesen möchte. Ich kann nur jedem raten, sie auch beim Lesen zu geniessen. Klar könnte ich nun noch auf jede einzelne weitere Person eingehen, aber dann würdet ihr zu viele schon kennen. Ihr sollt sie natürlich alle selbst kennen und lieben lernen. 
Ja und das Cover darf hier auf alle Fälle nicht fehlen. Es ist witzig und ein richtiger Hingucker. Das mag an der Farbwahl oder am Schriftzug liegen, vielleicht auch an der Titelwahl. Denn bisher hatten wir doch alle Hummeln im Hintern und noch nicht im Herzen ;-) Sehr zeitgemäß finde ich die gestrickte Hummel auf dem Cover. Momentan scheinen ja wirklich viele Leute so kleine Anhänger zu stricken, häkeln und nähen. Deswegen dürft ihr euch darauf freuen, am Ende des Buches einen Code vorzufinden, den ihr euch kostenlos zum nachhäkeln runterladen dürft. Bald gibt es viele viele Hummeln.
Euch erwarten viele Gefühle und Emotionen, sehr guter Humor mit wortgewaltigen Dialogen, Charme und Liebe in all seinen Facetten.

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639 Bibliotheken, 11 Leser, 0 Gruppen, 70 Rezensionen

fantasy, victoria schwab, tod, archiv, jugendbuch

Das Mädchen, das Geschichten fängt

Victoria Schwab , Julia Walther
Flexibler Einband: 430 Seiten
Erschienen bei Heyne, 14.07.2014
ISBN 9783453410336
Genre: Fantasy

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111 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 50 Rezensionen

judenverfolgung, juden, roman, frankreich, enteignung

Das Haus am Himmelsrand

Bettina Storks
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Berlin Verlag, 15.09.2014
ISBN 9783827012395
Genre: Romane

Rezension:  
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(181)

380 Bibliotheken, 4 Leser, 3 Gruppen, 105 Rezensionen

fantasy, superhelden, wild cards, helden, george r. r. martin

Wild Cards - Das Spiel der Spiele

George R. R. Martin , Simon Weinert
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 25.08.2014
ISBN 9783764531270
Genre: Science-Fiction

Rezension:

So, das war ein wirkliches Buch nach meinen Geschmack. Ich gebe zu, ich war sehr skeptisch, als ich angeschrieben wurde und ich überlegte, ob  ich es lesen wollen würde. Ich entschied mich dafür, weil es mich neugierig machte, wie viele Autoren gleichzeitig einen Roman schreiben können, ohne an Qualität zu verlieren. Und ehrlich, viele lesen diesen großartigen Namen des aufgedruckten Autors. Ich nicht. Mich hat das Cover angeregt, neugierig zu werden. Was hat es auf sich? Was bedeutet dieses Bild? Ritter? Karten? Schon etwas merkwürdiges Cover. Aber, und nun komm´s : ES PASST PERFEKT! Das Cover finde ich sehr gelungen. Es war gar nicht nötig, den Autor so hervorzuheben, denn es sagt ausreichend aus und passt super zur Story. Der klassische schwarze Hintergrund hebt die Gestaltung unmerklich hervor. man schaut dieses Buch an und Fragen kommen auf. So war es bei mir. Schlussendlich ist es ein passendes Cover, das mir sehr gefällt. Vor allem da hier der deutsche Superhero Lohengrin abgebildet wurde ;-) Neun Autoren schaffen ein Buch, nein eine Reihe, zusammen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dies sonderlich einfach war. Nun gut, dadurch, dass George R.R. Martin das Lektorat übernommen hatte, dürfen wir schon von einer Qualität ausgehen, die lesbar sein sollte. Und ja, sie war es. Ich habe nicht wirklich Unebenheiten beim Lesen gespürt, weil ein anderer Autor schrieb. Das Gute hier in der Planung war, das jeder Autor hier aus der Sicht einer Figur geschrieben hat. Vielleicht fiel es dadurch nicht auf. Nicht, das mich das viel gestört hätte. Ich fand die Übergänge durchaus gelungen. Ein fabelhaftes Buch mit einer tollen aufregenden Story. Superheros. Ein Thema, welches hier mal so anders gestaltet worden ist. Ein Virus macht menschen zu Heros, zu Superhelden, ob sie es nun wollen oder nicht. Nicht immer sind sie mit der Gabe glücklich. Entweder, weil sie nicht besonders ist oder weil sie sie noch gar nicht vollständig entdeckt haben. Die Umsetzung finde ich voll gelungen. So ganz andere Superheros mit teilweise sehr skurilen Gaben, die ich sehr kreativ und interessant finde. was ich am liebsten mochte? Ich weiss es nicht. Sie waren alle so interessant und ungewöhnlich, das man sie einzelnd ebenso mochte, wie die gemeinsame Verwendung. Jaaa, es gibt jetzt nicht nur Marvel-Helden! Hier ist die neue Generation. Die Figuren lernt man erst nach und nach kennen. dadurch, das wir die Geschichte aus verschiedenen Sichten lesen dürfen, bekommen wir auch Einblicke in die ein oder andere Gestalt. Nicht schlecht umgesetzt, wobei man hier sehr aufpassen musste, nicht zu oberflächlich zu erscheinen. Nach und nach wurde ich aber überzeugt und lernte tolle Protagonisten kennen, die alle ein richtiger Held sein wollten. Wobei hier die Vorstellungen auseinander gehen, wie so einer aussehen sollte. Die unterschiedlichen Meinungen finde ich gut umgesetzt. Das ausgerechnet ein deutscher Hero hier den wahren Helden darstellen darf, mag uns Deutschen gefallen. Lohengrin ist ein interessanter Chara mit deutschen Werten und Vorstellungen. Mag uns manchmal etwas steif rüberkommen, aber schlussendlich gefällt er mir. Mein Lieblingschara bleibt allerdings Jonathan Hive. Am Anfang ä0sserst blassiert und oberflächlich lernen wir ihn hier noch ganz anders kennen. Nicht nur das er ungewöhnlich Freundschaft schliesst, will er doch nur helfen. Er kann nicht über seinen Schatten springen und NUR sein Ziel, ein toller Schriftsteller zu werden, verfolgen. Moralische Werte ändern seine Meinung und das mag ich. Oft gibt er sich als Scheusal, aber er zeigt auch, das es anders geht. Ich habe mir am Anfang nicht die Mühe gemacht, mir alle Charas zu merken. Es wäre zu schwierig geworden mir diese vorzustellen. Ich habe darauf gewartet von ihnen selbst zu lesen, um mein Bild im Kopf nzu bilden. das war eine gute Entscheidung, denn so ergaben sie beim Finale auch ein wirklich gutes Bild. Nicht gemocht habe ich Drummer Boy, denn er hat bis zum Schluß seine Einstellungen nicht geändert. Er ist nicht nach Ägypten geflogen, um nicht wirklich zu helfen, sondern um Kate zu bekommen. Für ihn war es eine Konsequenz, sich den anderen Heros anzuschliessen, auch wenn er zum Kampfende ordentlich beiträgt. Da fand ich Rustbelt authentischer, dessen Gedankengänge nachvollziehbar waren. Ebenso Stuntman, auch wenn er nicht so glänzend dasteht, weil ihn ihn ganz andere Motive antreiben. Als Lohengrin zur Halbzeit des Buches auftaucht und in die Geschichte vollständig integriert wird, ändert sich der Schauplatz. Von einer überzogenen Fernsehshow zur Realität, der Schauplatz der Krieg in Ägypten. Ein Kalif, der alle Heros vernichtet sehen möchte. Auch die Einstellungen ändern sich dort erheblich, eine wirklich gelungene Wendung. Ein richtig gelungenes neues Abenteuer mit tollen Helden, die alle so eigen sind. Ich bin sowas von bereit die Fortsetzung zu lesen. ja und die Verfilmung kann ich nicht erwarten. darauf freu ich mich wirklich.

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121 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 25 Rezensionen

england, rosenkriege, historischer roman, bogenschütze, bauernaufstand;

Die Rosenkriege - Sturmvogel

Conn Iggulden , Christine Naegele
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Heyne, 11.08.2014
ISBN 9783453417960
Genre: Historische Romane

Rezension:

Ihr denkt bestimmt wieder, boah, schon wieder ein historischer Roman. Und wieder ein Thema, das schon so ausgelutscht zu sein scheint. Aber nichts da. Conn Iggulden schafft es, alles neu zu erfinden und mitreissend zu schreiben.
Nicht ganz bleibt er bei den zeitlichen Fakten, weshalb wohl auch bewusst in dem Buch auf Zeitangaben verzichtet wird. Nicht immer hilfreich, denn die Handlung springt schon mal weit in die Zukunft. Mich hat es oft etwas verwirrt, nicht zu wissen, wieviel Zeit wirklich vergangen ist. Schön umgesetzt finde ich das Thema "Rosenkriege" allerdings schon. Um eine runde Geschichte zu kreieren musste das ein oder andere verändert werden, wie der Autor am Schluss sehr gut erklärt. Die Angabe, was historisch belegt wird, ist ebenso lesenswert. Gerade für mich, die eigentlich eher 15. Jahrhundert oder drüber lese, war es mal eine Herausforderung einen Roman um diese Zeit zu lesen und auch dabei zu bleiben.
Der Roman ist gut recherchiert und liest sich eigentlich recht rund. Dadurch das den Charakteren hier ein wenig Leben, der ein oder andere Charakterzug, eingehaucht wurde, haben wir nicht nur trockene Fakten, sondern auch ein bisschen Dasein. Natürlich darf hierbei nicht der Meisterspion fehlen, der das ganze einfädelt und so manche Lücke füllt. Ihn mochte ich irgendwie leiden, auch wenn er sehr gewieft war. Oft bekam er dadurch angenehme Züge. Er ist übrigens fiktiv und bestens gelungen. Allerdings muss ich dazu sagen, das ich am Anfang mit ihm meine Schwierigkeiten hatte und ich ihn erst so richtig mit dem Fortgang der Geschichte mögen gelernt habe. Er zeigte seinem Gegenüber keine Schwäche und verstand zu manipulieren, in seinem Inneren allerdings, sah es oft genug anders aus. Sehr gut gelungener Protagonist.
Auch die anderen Figuren, die diesen Roman gelingen lassen, sind durchaus gelungen und menschlich. Das macht das Lesen viel angenehmer und die Seiten blättern nur so dahin. Gerade, wenn man Bilder sieht (ich hab ein bisschen gegoogelt), fragt man sich oft, was dachten und fühlten diese Menschen, und da freut man sich doch, wenn es einem Autor gelingt, Charakterzüge zu gestalten. Eine Liebesgeschichte erwartet uns hier nicht, was zu dem manchmal schon grausamen Beschreibungen Conn Iggulden auch nicht passen würde. Die Zeit war damals rau und kriegerisch, politisch, um es nicht noch besser zu beschreiben. da wurden keine Hochzeiten gefeiert, die aus Liebe entstanden, auch wenn man Liebe entdecken konnte (wie hier an der Schwester von Margaret zu sehen).
Ich finde diesen Auftakt der Triologie sehr gelungen. Die Ereignisse spitzen sich zum Ende hin zu und lassen auf eine tolle Fortsetzung hoffen. Wer es historisch mag, sollte dieses Epos lesen. wirklich gelungen und eine klare Leseempfehlung.

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102 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 40 Rezensionen

köln, laura wulff, daniel zucker, thriller, kinder

Nr. 13

Laura Wulff
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 10.02.2014
ISBN 9783862788705
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

 Dann mal los, zuerst das Cover. Ich finde es wirklich anziehend, trotz der Grausamkeit, die es schlussendlich ja ausstrahlt. Es ist ein Thriller, da wäre Friede, Freude, Eierkuchen fehl am Platz. Ich mag es sehr. Die kurze Titelwahl wird bestens platziert, was die Mauerfragmente mit dem Efeu und den Blut noch besser in Szene setzen. Es wird schnell klar, das das Cover einen Bezug zum Buch findet. Welchen müsst ihr natürlich selbst lesen. Am Anfang wirst du gleich mit den Grausamkeiten konfrontiert, um der es in diesen Buch geht. Pädophilie. Schon fast geschockt, habe ich die ersten Seiten gelesen. Der Anfang ist mehr als brutal und verstörend. Die Autorin nimmt keine Rücksicht und führt den Leser ohne Abschweifungen sofort in die Geschichte ein. Ich muss schon sagen, Hut ab, vor der Themenwahl. Uns allen sollte klar sein, das Kindesmissbrauch immer wieder geschieht, und oftmals totgeschwiegen wird. Laura Wulff setzt sich gekonnt damit auseinander und zeigt die grausame Wirklichkeit. Es ist ein Thriller, das sollte jedem kalr sein. Also nichts für zartbesaitete. Und ehrlich? So spannend ich dieses Buch fand, ich brauchte jetzt für meine Verhältnisse echt ziemlich lange zum Lesen. Es ist teilweise harte Kost, aber das wusste ich, bevor ich es gelesen habe. Und das meine ich hier nicht negativ. Für mich zeichnet es den Roman aus, das er so realistisch wirkt. man merkt sehr gut, das die Autorin nicht ohne Recherche an diesem Buch gearbeitet hat. Ich habe nicht den ersten Zuckerteil gelesen (Leiden sollst du). Aber man stellt schnell fest, das man das gar nicht muss, um den Ermittlerpaar Zucker zu folgen, zu verstehen und beide sympatisch zu finden. Wirklich kreativ die beiden, wie sie an die Arbeit gehen, um den Fall aufzudecken. Und das auch noch mit ihren eigenen privaten Problemen. Ich mochte sie. Marie, Benjamin und natürlich den Hauptkommissar, der eine beeindruckende Denkweise hat, und so viele beeindruckt. Nicht das er um seinen Status kämpft, sondern er gibt nicht auf, die Fäden des Falles so lange zu verfolgen, bis die Lösung vor ihm liegt. Ein kämpfender Ermittler mit Handycap. Ein Lob an die Autorin, denn die Figuren sind sehr liebvoll gezeichnet. Egal, ob es sich hier um die Guten oder eben die Bösen handelt. Sie wirft Fragen auf und gräbt ausdauernd in den Gedanken ihrer Figuren. Beeindruckend. Die medizinische Einleitung eines Furunkels war das einzigste Störkriterium. Auch wenn mir klar war, warum die Autorin dies einfügt, war es in meinen Augen nicht nachvollziehbar.  Durch ihre detailierte und gekonnt fesselnde Schreibweise konnte mich die Autorin fesseln und mich dem Geschehen weiter folgen lassen. Schockierend, leidenschaftlich und brutal nimmt sie kein Blatt vor dem Mund. Mit Umgangssprache und dem Kölner Dialekt ist die Story schon realistisch genug. Die wirklich fasettenreichen Sichtweisen der unterschiedlichen Charas fand ich sehr beeindruckend. So bekommt man nicht nur Einblick in unseren sympatischen Kommissar, sondern auch in die Pädophilen, schuldig oder nicht, in die, die sich bessern wollen und die, die ihre Natur brutal leben, die, die beeinflusst worden sind und die, die unglücklich falsch bestraft worden sind, die, die mit ihrer Natur kämpfen und die, die eigene Vorurteile ausräumen müssen. Wir erleben Alltag mit Handycap, Alltag mit anderen Neigungen und Alltag mit seinem eigenen Gewissen. Ein wirklich sehr detailreicher und umfangreicher Thriller. Ein Buch über Pädophilie, Schwulsein, über Tod und Leben.

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33 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

frauen, merkwürdige schreibweise.!!, gegenwart, schlechtes buch, roman

Ein Sommer und ein Tag

Allison Winn Scotch , Sabine Maier-Längsfeld , ,
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 02.04.2013
ISBN 9783499259623
Genre: Romane

Rezension:

Ein wirklich gut gewähltes Thema. Flugzeugabsturz und dann auch noch Überlebende. Ein Wunder, um genau zu sein.
Hier geht es um eine der Überlebenden. Nell, sie hat ihr Gedächnis verloren und versucht ihr Leben wiederzufinden. Kann daran aber nichts tolles mehr finden und lebt die neue Nell. Dabei unterstützt sie auch der zweite Überlebende, Anderson. Beide scheinen eine Verbindung zueinander zu haben und stützen sich im weiterlaufenden Leben.
Nell glaubt nicht die zu sein, die ihr vorgehalten wird. Sie glaubt, das ihr Vater eine große Bedeutung hat. Ihre Familie und ihr Ehemann erzählen ihr geschichten, ohne alles zu erzählen. Um dem auf dem grund zu gehen, hilft ihr Jamie. Er will hoch kommen und sie ihre Geschichte kennen und wiederfinden.
Ich fand den Roman sehr interessant. Sehr oft fragt man sich selbst, was wäre, wenn du dein bissheriges Leben vergessen könntest? Was würdest du tun? Ist es wirklich eine Lüge, wenn man Teile einer Geschichte nicht erzählt? Möchte die Familie sie wirklich nur schützen oder geschieht es zu ihrem eigenen Schutz?
Die Autorin schafft es, diesen schmalen Grad zwischen Lüge und der halben Wahrheit zu gehen, und dennoch wird alles aufgedeckt. Mit einem flüssigen Schreibstil, tollen Dialogen und fragwürdigen Geschehnissen, konnte sie mich an ihren Roman binden. Oft genug fragt man sich, was die gründe sind, warum bestimmte Reaktionen stattfinden. Es macht Spaß auf Entdeckungsreise zu gehen, zu sehen, wie sich das Leben von Nell und auch Anderson verändert. Wir sehen, wie sich das Leben ändert.

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404 Bibliotheken, 8 Leser, 2 Gruppen, 60 Rezensionen

liebe, sternenseelen, fantasy, seele, sterne

Sternenseelen - Wenn die Nacht beginnt

Kerstin Pflieger
Flexibler Einband: 420 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 15.04.2013
ISBN 9783442477074
Genre: Fantasy

Rezension:

Jetzt kam ich auch endlich mal dazu, dieses Buch zu lesen. Ja, bereut habe ich es überhaupt nicht, denn dies ist ein wirklich gelungener Auftakt zu einer lesenswerten Reihe.
Mich hatte Kerstin Pflieger sofort mit den ersten Seiten. Ich wollte gar nicht mehr aufhören zu lesen, was ja nur wieder heißt, das hier kurze Nächte garantiert sind.
Mit einem fesselnden und wirklich sehr gut zu folgenden jugendlichen Schreibstil wird man in eine reale Fantasywelt entführt. Da sieht man mal, wie sehr ein "Kaff" doch begeistern kann. Klar haben wir es hier mit Außenseitern zu tun, die sich erst in eine für sie neue Welt integrieren müssen. Es fällt ihnen nicht leicht und dennoch finden sie sehr schnell Freunde. Das dort nicht alles normal ist, wird Lilly, unsere Hauptprotagonistin, schnell klar.
Mich haben die Protagonisten gleich gefallen. Ob nun der eine sympatischer war, als der andere, würde ich euch lieber selbst entdecken lassen. Ich kann euch allerdings versichern, es gibt sie, und hier macht es die Story aus. Ohne dem Guten und dem Bösen fehlt etwas. Also würde etwas fehlen :-)
Raphael und seinesgleichen bleiben am Anfang sehr geheimnisvoll. Nach und nach dürfen wir aber entdecken, warum sie so sind. Das fand ich sehr faszinierend, auch die Idee, sie so darzustellen. Feststellen dürfte ich, das die Nebencharas teilweise besser ausgearbeitet waren, wie die Hauptpersonen. Ich glaube Ansgar war einer der interessantensten Personen.
Lilly bleibt doch immer etwas unnahbar. Das ist etwas, was ich kritisieren muss. Auch wenn sie ein sympatisches junges Mädchen ist, nimmt sie mir doch für die Liebe zuviel in Kauf. Andererseits kämpft sie um das Leben ihres Stiefbruders Samuel und opfert sich sogar für ihn, nur um ihre Familie nicht zu zerstören. Dennoch versucht sie, ihre Liebe zu halten und ein Leben mit ihm zu führen, auch wenn es nur Nachts ist. Durch die manchmal etwas widersprüchlichen Handlungsstränge, kann ich nicht immer Lilly folgen geschweige denn verstehen. Sie nimmt zuviel hin und bedient sicher ein viel zu großes Klischee. Samuel ist ein etwas spannender Charakter, denn ihn muss man als lieben netten Bruder kennenlernen und auch als etwas abgrundtief böses. Die Kurve ist der Autorin in meinen Augen gelungen. Das Gesamtpaket der Figuren allerdings finde ich gut gelungen. Gewünscht hätte ich mir allerdings viel mehr Gefühle.
Ich glaube, hier dürfen wir die Kulisse nicht vergessen. Wäre diese nicht so, wie die Autorin sie hier schildert, würde mir tatsächlich das Kopfkino fehlen. So aber stecke ich von Anfang an in dieser Geschichte fest, weil meine Vorstellungskraft hier komplett aufgehen darf. Kopfkino sagt hier Hallo.
Details werden hier liebevoll beschrieben.
Das Cover ist natürlich ein Hingucker, auch wenn es nicht besonders ist. Durch die Farbwahl und der Platzierung des Schriftzuges (Titel) aber umso liebevoller gestaltet. Gefällt mir.

Ja, ich kann diese Reihe sehr gut für unsere Jugendlichen empfehlen. Klar diese Story muss man nicht neu erfinden, sie wiederholt sich immer wieder in neuen Büchern. Aber hier finde ich eine gelungene Idee umgesetzt.

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41 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

götter, engel, odin, teufel, limbus

Projekt Armageddon

Susanne Gerdom
E-Buch Text: 488 Seiten
Erschienen bei edition nusquam, 05.08.2012
ISBN B008TFGB2O
Genre: Sonstiges

Rezension:

 Hier bin ich komplett neugierig rangegangen, denn der Klappentext verwirrt ersteinmal. Eine Geschichte voller Mythologie, Liebe und Tod, um gleich mal das Fazit vorweg zu nehmen. Ich war sowas von begeistert und fasziniert.
Susanne Gerdom schafft es hier mit einer wortgewaltigen Stimme einen spannenden Roman zu schaffen. Auch wenn man am Anfang viele Personen hat, die so gar nichts gemeinsam zu haben scheinen, fügt sich am Ende doch alles zusammen. Um ganz genau zu sein, schon viel früher. Hier finde ich es mal gar nicht so schlimm, denn man rätselt aufgeregt mit, wie wer mit wem und so. Dadurch, das die Figuren alle ein Eigenleben führen und in meinen Kopf reinstes Kino auslösen, konnte ich (wollte ich übrigens auch nicht) aufhören zu lesen. Die nordische Mythologie ist schon immer für mich ein spannendes Thema gewesen, auch wenn ich diesbezüglich über wenig Wissen verfüge. Die Autorin schafft es dennoch mich nicht wie ein wissenlosen Volltrottel stehen zu lassen. Alles war durchaus nachvollziehbar und super ohne die Grundlagen zu verfolgen. Das fand ich neben den tollen Bildern sehr gut umgesetzt.
Ihr Schreibstil ist flüssig zu verfolgen und begleiten dich humorvoll durch die Seiten. Es macht hier richtig Spaß mitzulesen, mitzureisen, mitzuerleben und das konnte hier noch endlos weitergehen. Wenn nicht schon vorher, aber hier hat sie mich zum Fan bekommen. Altes und Modernes, ja ich glaube so kann man es wirklich ausdrücken. Du hast zum einen die Geschichte und zum anderen die reale Welt. Ein super Kontrast und dazu bestens in diesem Roman gelöst. Zumindest verwirrte mich dieser Wechsel nicht.
Manches mal geht es hier aber auch durchaus ernst zu. Manches mal gab es traurige Szenen, dann wieder konnte man schmunzeln. Die Spannung auf den Schlachtfeld, die Ungewissheit des Endes und die Dramatik des ganzen haben mich gefangen. Das ganze Buch hat Magie, und das nicht nur im Text.
Bei dem Cover kann ich mich nicht so ganz aufraffen. Einserseits passt es, aber andererseits weiss ich nicht, ob es mir gefällt. Es ist nicht schlecht oder so, aber es überzeugt mich nicht, was im totalen Gegenzug zum Text selbst steht, der überzeugt mich 100prozentig.

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17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

4, tilly, rezension, erotik, indie

Calendar Girl

Franziska Hille
E-Buch Text
Erschienen bei null, 03.01.2013
ISBN B00AWJ8B7I
Genre: Sonstiges

Rezension:

 Das war doch mal ein Buch, ganz für meinen anderen Geschmack. Uuuunnnndd ... dieses konnte ich in einem Rutsch lesen. Mal so viel Zeit zu haben, passte hier perfekt.
Hier haben wir einen Erotik-Thriller. Bisher hatte ich entweder das eine oder das andere gelesen. Diese Kombination, war für mich neu. Eine gewisse Aufregung mag hier gern einhergehen, gerade weil es spannend wird, zu sehen, ob die Autorin die Gratwanderung schafft, der Erotik und dem Krimi ihre volle Aufmerksamkeit zu schenken. Denn beides braucht hier die volle Aufmerksamkeit und keine Vernachlässigungen.
Um es euch nicht zu spannend zu machen: Ja sie schafft beides. Die erotischen Szenen sind schön detailiert beschrieben. Auch wenn man sich wünscht, mehr Erotik zu lesen, tut es hier keinen Abbruch. Ich finde sie passend und ausreichend. Der Thrilleranteil ist hier schon viel größer. Sehr spannend geschrieben und ohne miträtseln geht es hier gar nicht. Teilweise kann es sogar richtig unheimlich und gruselig werden, was Gänsehaut bedeutet.
Die Autorin schreibt hier einen richtig flotten Tempo. Das erleichtert natürlich das Lesen, lässt die Seiten aber viel zu schnell enden. Sie schreibt flüssig und man kommt gut mit. Stolpersteine konnte ich keine entdecken. Gut in dieser Geschichte sind die unterschiedlichen Sichtweisen ihrer Protagonisten. Ich für meinen Teil dürfte so den ein oder anderen immer sympatischer finden. Es macht Spaß ihnen zu folgen, trotz der Spannung.
Nicht so schön fand ich teilweise die Ausführungen ihrer Protas. Das ließ mich doch immer wieder den Kopf schütteln, weil es nicht immer logisch war, was sie taten. Allerdings tut es hier keinen Abbruch, denn die Spannung bleibt über das ganze Buch bestehen.
Ich mochte die Charaktere sehr. Sie waren sehr gut umrissen und gaben mir Bilder im Kopf wieder. Wie ihr ja wisst, für mich ein wichtiger Bestandteil einen guten Buches. Hier brauchte ich gar keine wirklich Kulisse, die Personen sprachen hier für sich.

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221 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 20 Rezensionen

liebe, s. quinn, sex, sophia, paparazzi

Devoted - Verbotene Leidenschaft

S. Quinn , Andrea Brandl
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 16.12.2013
ISBN 9783442480401
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

 Wie auch schon bei dem ersten Teil dieser Triologie konnte ich aufgrund der Story das Buch nicht aus der Hand legen. Dieser zweite Teil überzeugt mich mehr als der erste, auch wenn noch immer dieser Schreibstil sehr störend ist, mit dem man aber klar kommt, je weiter man sich in die Geschichte vertieft.
Die Protagonisten bekommen hier viel mehr Tiefe. Man erfährt viel mehr über ihre Wünsche und Träume und dennoch? Leider ist der Schreibstil wieder einmal etwas, was mich tierisch stört. Die Story selbst ist so mitreissend, so bindend, da frag ich mich, wieso der Text so viele unlogische Teile aufweisen muss. Warum die Dialoge und sogar die Reaktionen so falsch klingen? Mal Hüh und dann wieder hott, heute so morgen so.
Eigentlich finde ich es sehr schade, denn die Triologie könnte es mit einer besseren Umsetzung voll mit anderen sehr guten Reihen aufnehmen. Die Story ist fabelhaft, gerade wenn man bedenkt, wie verboten das ist. Also im Grundsatz. Die dialoge könnten mehr Pfeffer haben, besseren Schlagabtausch, Der Aufbau etwas genauer und nachvollziehbar.
Ich möchte gar nicht so viel dazu sagen, denn trotz dieser Dinge ist es ein lesenswertes Buch, weil die Geschichte mitreisst. Schreibstil und Aufbau bleibt auch hier bei diesem Teil ein Naja. Das Cover allerdings finde ich immer noch sehr anziehend. Es gefällt mir.

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31 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

blindheit, romantic suspense, 4 sterne, rezension, special agent

Hauchnah

Virna De Paul , Elisabeth Hartmann
Flexibler Einband
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 10.07.2013
ISBN 9783862787425
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

eine erotische Krimigeschichte zu schreiben. Ich möchte nicht so gemein sein und dies hier als einen Versuch beschreiben, aber ein wenig hat mir hier schon die Erotik gefehlt. Es war ein toller Thriller/ Krimi, der einen klasse Aufbau hatte und richtig ordentlich Spannung produzierte. Und das, obwohl der Anteil recht klein war. Die Liebesgeschichte, der grösste Teil des Buches, allerdings war ein wenig zu sehr an den Haaren herbeigezogen. Und nun führ ich das mal näher aus. Die Idee, eine blinde Frau in den Vordergrund zu stellen, ist sehr gut. Die Autorin geht hier auch immer wieder sehr genau darauf ein. Wir sehen eine starke Frau, die sich darauf einstellen konnte und dennoch nicht damit klar zu kommen scheint. Sie kapselt sich ab. Auch, weil sie ihr liebstes Hobby, fotografieren, nicht mehr so ausüben kann, wie sie es davor tat. Sie ist ein interessante Frau, die man einfach sympatisch finden muss. Virna DePaul schafft eine schöne Figur. Auch Mac ist ein interessanter Charakter, den ich selbst gleich mochte. Ein wenig brummig, aber durchaus aktraktiv. Die Liebesgeschichte selbst, hätte ich ein wenig mehr Zeit gegeben. Die Idee, das sie sich sofort körperlich anziehend finden mag ich. Wer möchte nicht auch mal so fühlen, das sich der Mensch vor einem auf allen Ebenen richtig anfühlt. ;-) Nur es ging zu schnell. Die Erotik selbst, die hier zu kurz kam, war an diesen Stellen aber durchaus prickelnd. Dadurch, das die Autorin hier schon sehr schwierige zwischenmenschliche Beziehungen beschreibt, kommt auch selbst der Krimi zu kurz, auch wenn am Ende das noch mal richtig knallt und Spannung pur erzeugt. Die Idee war gut ausgebaut, aber alles zu kurz umschrieben. Eigentlich haben wir hier zwei tolle Geschichten, die sich sicher auch einzelnd bestens hätten lesen können. Zusammen allerdings, musste einfach eine zu kurz kommen. Der Schreibstil war flüssig zu lesen und auch wenn ich am Anfang Schwierigkeiten hatte am Buch zu bleiben, kam ich nach den ersten Seiten schnell hinein. Das Buch ließ sich dann nur noch schlecht weglegen. das Cover der deutschen Umsetzung mag ich viel lieber. Es erzeugt eine gewisse magie zur Geschichte. das etwas zurückhaltende, aber dennoch sehr anregende Schwarz verspricht ein Hauch von Erotik und Gefahr. Im Nachhinein fand ich sogar die Regentropfen passend. Schmerz und Trauer kommen hier sehr wohl vor, auch wenn ich hier von nicht körperlichen Schmerzen spreche. Das Loslassen und Aufgeben von Dingen, die einem am Herzen liegen, oder einfach ein Sinnesorgan verlieren zu müssen, können beides ebenso erzeugen. Also passt mir lieber, als des Originalcover.
Empfehlen kann ich dieses Buch trotzdem, denn es birgt vielleicht nicht das was man erwartet, aber es hat eine solide spannende Story, die sich lohnt, gelesen zu werden.

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samurai, japan, historischer roman, rache, krieg

Ronin. Das Buch der Vergeltung

David Kirk , Jochen Schwarzer , ,
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 02.09.2013
ISBN 9783499253294
Genre: Historische Romane

Rezension:

 Mir hat das Buch sehr gefallen.
Gleich zu Anfang kann ich sagen, das mich die Recherche schwer beeindruckt hat. Samurai sein, diese Lebenseinstellung in Buchstaben zu verwandeln, hat der Autor hier in seinem Debütroman gemeistert.
Ich glaube, die damalige Zeit war für niemanden einfach. Man wollte Samurei sein und lebte mit den Konsequenzen, die da mit einher gingen. Ruhm erlangen oder immerzu der Knecht bleiben. grausam sein und seine Familie nicht mehr sehen. Stark beiendruckt hat es mich, wie David Kirk hier die Umsetzung gelungen ist.
Das Buch ist in vier Teile geteilt und ist der Auftakt einer Reihe. Sie findet in einer der blutigen Zeiten Japans am Ende des 16. Jahrhunderts statt. Konfrontiert werden wir mit Traditionen, Religionen und Brauchtümer der damaligen Bevölkerung. Wir werden entführt in die Gesellschaft der Samurai und lernen kennen, wie es war und wo ein Samurai stehen konnte.
Mit einem flüssigen wirklich leicht zu folgenden Schreibstil wirst du gleich zu Anfang in die Geschichte eingesogen. Für mich war diese Thematik neu zu lesen. In diese Richtung ging bei mir noch kein Buch. Die mediale Welt allerdings, war mir ein wenig bekannt, auch wenn ich nicht sonderlich viel Wissen für dieses Thema aufbringen kann. Dennoch bleibt es für mich interessant zu verfolgen und deises Buch gibt uns ein wenig Einblick in die grausame aber ehrenvolle Welt. Mich überraschte dieser Konflikt. Einerseits grausam, andererseits die höchste Ehre.
Viele der mir neuen Begriffe werden hier beschrieben, andere wiederum nicht, was nicht in jedem Fall schlecht war. Manches erschloss sich einfach. Ronin ist eine dieser bezeichnungen, die ich mir lieber erklärt gewünscht hätte, denn immerhin ist auch der Titel dort involvuiert.
Die Figuren sind interessant ausgearbeitet und bergen eine gewisse Tiefe. Auch wenn die Nebencharaktere nicht so sehr an bedeutung haben, lernt man sie doch sehr gut kennen. Soweit ich es jetzt beurteilen kann, beruhen einige Informationen auf wahre Fakten, andere weiederum sind rein erfunden. Ich mochte diese Mischung.
Da dies eine Reihe mehrerer Teile werden soll, dürfen wir bestimmt noch mehr von Bennosuke alias Musashi Miyamoto lesen. Es ist schon erstaunlich wie sich dieser Junge entwickelt. Was Hass nicht alles auslösen kann, aber er scheint seinen Weg zu gehen, auch wenn ich die ein oder andere Stelle sehr grausam finde. Dazu erwähne ich erneut, das die Zeit und diese Art der Lebensumstände der Menschen einfach so war. Wir im modernen Westen kommen vielleicht damit nicht klar. Wer sich aber auf diese Geschichte einlässt und den Helden versucht zu verstehen, hat ein großartiges Buch vor sich, auch wenn manche Stellen sicher auch ein wenig weniger Worte abgekonnt hätten.
Im Großen und Ganzen empfehle ich das Buch, die die japanische Kultur interessant finden. Ein wenig zwischenmenschliche Beziehungen, ein wenig brutaler Kampf und ein wenig Ehre machen dieses Buch zu dem, was es ist. Lesenswert. Ich fand ihn spannend und gefühlvoll.

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

Die Pralinenkur

Marian Mudder , Mirjam Madlung
Flexibler Einband: 250 Seiten
Erschienen bei btb, 13.01.2014
ISBN 9783442746897
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Ich bin mir noch etwas unschlüssig, ob das Buch meine Erwartungen erfüllt. Eigentlich mag ich Eva in ihrer manchmal schon sehr direkten und frivolen Art zu denken. Die Autorin erzählt uns eine Geschichte von einer Frau, die sich selbst verloren hat und wiederfindet. Und das auf eine, nun ja, sehr direkte Art.
Anfang und Ende schliessen sich hier. Die Einleitung liest man, aber denkt erst wieder am Schluss daran. Nicht unbedingt schlecht, denn so bildet alles ein Kreis und Fragen werden nicht unnötig aufgeworfen. Mich selbst hätte es beim Lesen unruhig gemacht, wenn ich immer einen Zusammenhang mit dem Anfang gesucht hätte. So brauchte ich das nicht und konnte mich voll und ganz in Eva reinfühlen.
Eva sucht Liebe. Berührungen und Geborgenheit ist etwas, was sie nicht immer bekam. Als sich ihre große Liebe aus Liebe zu ihr trennt, bricht sie zusammen. Nach und nach erfahren wir hier Geschichten ihrer Liebhaber. Ihre Art, es ihnen recht zu machen. Sie begreift, wie sehr sie ausgenutzt worden war und dann weggeworfen wurde. Sie verbiegt sich selbst für den Mann. Will ihm alles recht machen und vergißt sich dabei.
Wir gehen hier auf eine Reise, die mit Vergangenheit und der Gegenwart verschmilzt. Auch wenn die Art nicht die Feine ist, aber Rache kann so schön sein. Ich weiß, meine Art wäre es nicht. Aber Eva hilft es in ihrem Schmerz um Damien. Nach und nach kommt ein alter Schmerz zutage, der ihr zeigt, wieso sie so ist, wie sie ist.
Eva finde ich interessant. Sie ist sehr gut gezeichnet, obwohl mir immer ein Gesicht vor den Augen gefehlt hat. Allerdings kommt sie hier sehr egoistisch rüber, wo ich mich frage, ob das so gewollt ist. Desiree allerdings lebte vor meinen Augen und ist so ganz anders gestrickt.
Dieses Buch konnte ich nicht in einem Flutsch lesen. Dabei fand ich den Schreibstil nicht schlimm. Vielleicht lag es an der wechselnden Kost. Durch die Aufteilung des Buches, wurde es mir erleichtert, in Etappen zu lesen. Die Frechheit in der Gedankenwelt von Eva und der lockere Bezug zum Sex sind manches Mal sehr direkt. Aber schlimm fand ich es jetzt nicht.
Ja, leider fand ich hier nicht sonderlich viele Rezepte vor. Da hätte ich mir doch das ein oder andere mehr gewünscht, die mich reizen nachzukochen. Den Schokokuchen kannte ich schon, da hab ich selbst ein wirklich ähnliches Rezept. Und der ist Hammer. Ja schön wäre wirklich die Mayonaise gewesen, die hier ja auch immer wieder erwähnt wird. Aber nun gut.
Schlussendlich ist es dennoch ein lesenswertes Buch. Es haut mich nicht um, erfrischt aber mit einer frivolen Direktheit.

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Hilfe, wir sind umsingelt

Helene Wolf
Flexibler Einband: 244 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Taschenbuch Verlag, 16.09.2013
ISBN 9783442381173
Genre: Sachbücher

Rezension:

Hier gehts darum, Singles richtig auf die Schippe zu nehmen. Das ganze klingt hier etwas nervig, so wahr die ein oder andere Situation auch ist. Klar darf man der Autorin nicht vorwerfen, dieses Thema gewählt zu haben. Sicher sieht das ein oder andere Pärchen das ähnlich, aber in diesem Buch wird kein gutes haar am Single gelassen.
Klar gibt es Dinge, die dem paar an seinen Singlefreunden stört, aber es gibt 100% auch Dinge, die widerum beneidet werden. Ich kann mir keinen vorstellen, der nicht in der ein oder anderen Sache seinen Singledasein nachtrauert. Genauso auch bei Singels. Sie suchen sicher auch etwas besonderes. Dabei finde ich Singlesein meist viel besser. Man ist offener, abenteuerlustiger und besonders freier. Beziehungen können doch auch einschränken. Man wird müsiger und fauler.
Im Ganzen fand ich den Schreibstil schon sehr schön und fesselnd. Die Autorin konnte hier einen wunderbaren Humor einarbeiten, der dich immer wieder schmunzeln lässt. Auch wenn ich selbst nicht mit der Thematik übereinstimme, ist das Buch wunderbar zu lesen. In diesem Fall sollte man erst lesen. Einiges mag darin sicher wahr sein, anderes wieder nicht. Zu dem einen mag es passen und der andere ist das Gegenteil. man merkt sehr wohl, das die Autorin hier keinen Vergleiche anstellt, sondern sich auf den Single stürzt und ihn fertig macht. Und das mit Studien im Hintergrund, Wer weiss warum das so ist.
Wem das alles nicht stört oder voreingenommen an dieses Buch geht, wird gefallen daran finden. Der Humor ist Klasse!

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267 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 58 Rezensionen

vietnam, berlin, saigon, corina bomann, liebe

Die Jasminschwestern

Corina Bomann
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 09.05.2014
ISBN 9783548285276
Genre: Romane

Rezension:

Im ersten Moment glaubt man, es gehe um Melanie, welche momentan eine Gefühlsreise auf der Achterbahn erlebt. Ihr Verlobter liegt im Koma und sie selbst braucht mehr als eine Auszeit. Das sieht auch ihre Urgroßmutter, die Melanie ihre eigene Geschichte erzählt uns selbst mit ihren Gefühlen und Geheimnissen klar kommen muss.
Ich selbst war sehr fasziniert und konnte das Buch kaum aus der Hand legen.
Diese Geschichte erzählt von Hoffnungen und Enttäuschungen, von Tragik, Leid und Liebe, vom nicht Aufgeben und Loslassen.
Corinna Bomann schreibt in einem flüssigen Scheibstil, das dir das Verfolgen von Hanna und Than erleichtert. Auch wenn man gar nicht soviel von Melanie liest, was man in manchen Momenten denkt zu brauchen, erfährt man auch von ihr viel mehr. Die Autorin schafft es, auch sie nicht zu vergessen und ihre Entwicklung aufzuzweigen. Auf das was sie will und findet. Zudem geht es hier auch eigentlich um Hanna, deren geschichte mich sehr fasziniert. Ihr liegt eine Willenskraft und Stärke zu Grunde, die das Buch förmlich ausstrahlt.
Sie erzählt uns die Geschichte in mehrern Etappaen, was hier eine gewisse Neugier produziert. Man möchte so viel mehr von Hanna erfahren. So bleibt es immer spannend.
Mich hat die Autorin sofort erwischt, denn bisher hatte ich nur Ihren "Mondscheingarten" gehört. Sie schreibt gefühlvoll und fliessend, sie erreicht den Leser sofort. Hier wird man nicht mit unnötigen Details belastet. Dennoch fehlt mir hier nicht die Vorstellungskraft, mir jeden Moment vor Augen zu führen. Bildlich sicher ein Highlight.
Eine Familiengeschichte mit geschichtlichen Aspekten zu bestücken fand ich sehr interessant. Es war nicht zu viel, man stöhnt nicht innerlich auf, weil der Abschnitt vielleicht zu lang erscheint, weil zu viele Informationen gar nicht benötigt werden, denn Corinna Bomann zielt auf die Familie in einer sehr interessanten Zeit. Frankreich, Deitschland und Vietnam als Schauplätze, die hier sehr gut harmonieren.
Und dann erst das Cover. Traumhaft gestaltet. Auch das Seitenlayout ist erwähnenswert. Denn das geschlossene Buch birgt ebenfalls gezeichnete Blüten. Das Cover passt perfekt zur geschichte und bevor man das Buch liest, wird man schon auf eine Reise geschickt. Das gefällt mir besonders gut.

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142 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

drachen, fantasy, jugendbuch, dracyr, liebe

Dracyr - Das Herz der Schatten

Susanne Gerdom
Flexibler Einband: 500 Seiten
Erschienen bei cbj, 17.03.2014
ISBN 9783570402245
Genre: Jugendbuch

Rezension:

 Eine phantastische Geschichte und eine wundervolle Schreibkunst. Ich bin geflasht.

Ich kann nur jedem raten, LEST ES!
Meine Gefühle bei diesem Buch fuhren Achterbahn. Ich kann nicht genau sagen, was mich so faszinierte und mitriss. Die Figuren sind authentisch, sie fühlen und man kann gar nicht anders, man mag sie, man reist mit ihnen und man fühlt jeden einzelnen Gedanken.
Aber ich möchte noch nicht vorgreifen:-)
Susanne Gerdom schafft für ihre Leser eine sehr schöne High Fantasy Welt. Drachen haben die Menschen schon immer fasziniert. Diese Welt geht von einer besonderen Rasse aus. Drachen die fühlen und verstehen, Drachen, die gerne frei währen, aber es nicht sind, Drachen, die eine besondere Beziehung zu den Menschen entwickeln und ebenso einen freien Willen besitzen, wie der Mensch auch selbst.
Die Figuren sind so unterschiedlich, wie die Worte auf jeder neuen Seite. Man musste sie mögen oder eben auch nicht mögen, man musste sie verstehen oder eben auch nicht. Die Unterschiedlichkeit der Protas fand ich sehr faszinierend. Es gab starke und schwache Persönlichkeiten, die alle für sich selbst zur Geltung kamen. Kay und Damien konnten nicht unterschiedlicher sein. Schön ist ebenso, mit den einzelnen Figuren mitzuleiden. Sich zu freuen oder traurig zu sein, zu lieben und zu hassen.
Ich kann gar nicht beschreiben, wie sehr ich in die Welt versunken war. Susanne Gerdom schreibt in einem flüssigen und fesselnden, an sich bindenden, Schreibstil, der mich nicht loslies. Das kombiniert mit der Handlung selbst, war und ist es immer noch, genau meins. Oft kam der Wunsch auf, selbst Teil dieser Welt zu sein. Nicht nur weil sie so phantastisch ist, sondern weil auch die Menschen sowie die Wesen eine große Sympatie entwickeln, der man sich nicht entziehen kann. Allein der Zwispalt in Damien war faszinierend. Die bösen Seiten lassen sich so sehr viel besser verstehen. Ihm selbst kann sicher nichts besseres passieren, als die starke Kay an seiner Seite zu haben. Auch wenn Kay oft genug handelt, ohne darüber nachzudenken. Da hätte ich so manches Mal doch eine Schelöle verteilen wollen. ;-)
Nicht zu vergessen, natürlich die Dracyr. Denn schliesslich gehören sich zu der Geschichte. Die Autorin zeichnet sie genauso interessant, wie den Menschen. Die Bindungen mit dem Menschen kann man sehr gut nachvollziehen. Erstaunlich war meine Vorstellungskraft bei der jeweiligen Gestalt der Dracyr. Es viel mir nicht schwer, sie schwerelos am Himmel zu sehen, wie ihre unterschiedlichen Farben im Sonnenlicht schimmerten oder wie sie selbst unter dem Menschen litten, wie sie sie beschützten und wie sie fühlten. Einfach nur toll, auch wenn ich hier gerne mehr gedankenspiel zwischen den Dracyr und ihren Reitern gelesen hätte. Man kann eben nicht alles haben.
"Das Herz der Schatten" bietet euch auch eine Liebesgeschichte. Und wenn ihr denkt, sie plänkelt nur vor sich hin, dann kann ich euch sagen, das dem nicht so ist. Immer noch jugendgerecht geht sie sehr wohl auch ins Detail und lässt uns die Höhen und Tiefen miterleben. Wir erfahren wie nah Liebe und Hass doch beieinander liegen, das unterwerfen nicht Liebe bedeutet und das Hass den Menschen mehr verletzt, als man glauben mag.
Das Buch hat überraschend viele Wendungen, an die man nicht denken wollte. Immer erst zuim Konfliktende klärte sie uns auf, wie die Geschichte weiter geht. Auch wenn die Autorin hier des öfteren weit ausholt, stört es dem Textfluss nicht. Auch die Spannung oder die handlung wird dadurch nicht beeinträchtigt. Für mich gehörte es dazu, mein Kopfkino noch farbiger, noch düsterer und noch lauter zu gestalten.
Wir werden in eine Welt entführt, in der es um Drachen geht, ohne sie zu favorisieren. Hier geht es um Damien und Kay, aus deren wir die Geschichte erzählt bekommen. Auch wenn die Perspektiven wechseln, bleibt man im Geschehen, ohne hinausgeworfen zu werden.
Es war mir eine Freude dieses Buch lesen zu dürfen. Die Stunden vergingen zu schnell und ich hoffe sehr bald auf die Fortsetzung. Die ist wieder eins solcher Reihen, wo man sich ärgert, wenn die letzte Seite umgeschlagen wird, wenn man wissen möchte, wie es weiter geht, wenn man nicht möchte, das diese Geschichte endet.
Vielen lieben Dank!

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181 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 26 Rezensionen

krimi, berlin, polen, joachim vernau, 2. weltkrieg

Versunkene Gräber

Elisabeth Herrmann
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 16.12.2013
ISBN 9783442479955
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

 Nicht immer ist es für mich leicht, mich in Krimis zu versenken. Auch hier ist es mir nicht gelungen, das Buch in einem Zug durchzulesen. Dabei war es sehr interessant, aber für mich vielleicht auch starke Kost.
Ich muss schon sagen, das die Autorin hier ein doch manchmal totgeschwiegenes thema aufnimmt und sehr gut verarbeitet. Deutsch- Polnisch. Eine gemeinsame Vergangenheit nicht nur hier im deutschen Land, sondern ebenso auch im polnischen. Sehr faszinierend irgendwie, auch wenn Geschichte nicht so meins ist, zumindest nicht in diese Richtung.
Die Autorin schreibt in einem sehr gut lesbaren Schreibstil. Durch die Ausschweifungen erfährt man nicht nur die geschichtlichen Hintergründe, sondern auch die Verganenheit ihrer Protagonisten wird hervorragend beschrieben. Ihre Charaktere sind gut gezeichnet. Das ein oder andere Mal hätte ich auch gerne ein bisschen mehr Farbe gehabt, um mir Situationen auch vorstellen zu können.
Ansonsten war es ein sehr unterhaltsamer Krimi, der doch recht spannend war und meine Neugierde auf das Ende gefördert hat. Die Zwischenmenschlichen Beziehungen und auch die Handlung selbst fand ich unterhaltsam. Denn das ein oder andere Mal fand ich die Situation amüsant, was die Ernsthaftigkeit allerdings überhaupt nicht geschadet hat. Hervorheben möchte ich auch, das Deutschland so wie auch Polen als Handlungsort gewählt worden ist, was aufgrund der handlung natürlich auch etwas mit sich bringt.
Ich mochte den Krimi.

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3.015 Bibliotheken, 37 Leser, 14 Gruppen, 399 Rezensionen

obsidian, liebe, fantasy, aliens, lux

Obsidian - Schattendunkel

Jennifer L. Armentrout , Anja Malich
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 25.04.2014
ISBN 9783551583314
Genre: Jugendbuch

Rezension:

 Klar, an diesem Buch darf man gar nicht vorbeigehen. Nachdem ich auf der Messe dabei sein dürfte, als der Carlsen Verlag das Buch vorstellte, musste ich es mir selbst kaufen. Das tat ich dann auch, denn neugierig war ich schon. Und gar nicht mal deswegen, weil es hier um eine Bloggerin wie ich selbst gehe, sondern weil allein schon die Romanze und das außergewöhnliche Geschehen reizt. Und, weil das Buch in Amerika gleich an der Spitze stand. Ja, da muss man es doch lesen. Jugendbücher sind schon was tolles.
Hier treffen wir auf eine stinknormale Welt. Glaubt man, doch hier wird es paranormal. Außerirdische, um genau zu sein. Sie sind pures Licht und somit wunderschön. Und sie dürfen nicht auffallen. Sie sind wie wir. Menschen.
So ganz entscheiden, worin es in diesem Buch am meisten geht, kann ich mich nicht. Ich mag diesen wirklich sehr amüsanten Schlagabtausch zwischen Katy und Daemon sehr. Keiner gibt nach, auch wenn sie sich des Öfteren mal unter der Gürtellinie treffen. So richtig schön bissig und sehr unterhaltsam. Ich mag Katy, die so richtig bodenständig ist. Sie merkt schon, das etwas nicht so ist, wie es sollte. Die Autorin setzt diese Situationen richtig gut in Szene. Die Reaktionen bleiben dabei durchaus realistisch. Deide Protagonisten machen sich das Leben zur Hölle. Sie finden sich anziehend und dann auch wieder nicht. Daemon ist ein richtiges Arschloch, ein Macho, wie er im Buche steht. Aber, und das setzt die Autorin sehr gut um, bekommt nicht nur Katy einen Einblick hinter dieser Fassade, sondern auch der Leser. Diese Fetzen des anderen Daemon machen diese Romanze zu einer. Sie machen neugierig und immer wenn Katy ihn findet, verliert sie ihn auch schon wieder. Sehr faszinierend ist auch Daemons Beschützerinstinkt. Und das nicht nur bei seiner Schwester Dee, sondern auch bei Katy. das bringt nicht nur ihn in Schwierigkeiten, sondern auch Katy in Lebensgefahr.
Die Autorin schreibt in einem sehr leichten Schreibstil, was mir persönlich den Einstieg erleichterte. Ohne lange drum herum zu reden, kommt sie auf den Punkt. Die Geschichte ist nicht neu erfunden, aber durch den prägnanten Satzbau macht sie diese zu ihrer. Es wird nicht langweilig, allein schon, weil sie die Protagonisten sehr gut gewählt hat. Beide sind für sich starke Charaktere und ohne die Nebenspieler, wären sie sicher nicht das, was sie sind.
Das Geheimnis, was Dee und Daemon umgibt, wird etwas hinausgezögert. Immer wieder streut die Autorin winzige Fetzen in die Geschichte ein, die uns dem näher bringen. Ich fand das mal gar nicht schlecht gelöst, denn es wird ja noch Folgebände geben. Hier im ersten Band, werden wir Allen vorgestellt. Wir bekommen Einblick in ihr Leben, auch dem bereits vergangenen.
Dennoch bin ich der Meinung, das man dieses Buch auch ohne dem lesen könnte, denn es birgt keinen Cliffhanger. Jedenfalls keinen, der plötzlich endet. Wir bekommen schon das Gefühl, das uns diese beiden noch etwas erhalten bleiben, was allein schon auf die Dialoge zwischen ihnen, Spannung pur ist.

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

die reise der blauen perle nach kambodscha, mo anders

Die Reise der blauen Perle nach Kambodscha

Mo Anders
Flexibler Einband
Erschienen bei Mo Anders, 01.01.2014
ISBN 9783000406768
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Hier kommen wir zum dritten Teil, der weltweiten Reise der blauen Perle. Kambodscha heisst das Land und wir treffen hier auf einen kleinen Jungen und zwei Gibbonaffen.
Wieder schildert die Autorin kindergerecht verschiedene landestypische Besonderheiten über die Natur und Kultur, Fauna und Flora, und natürlich auch den Bräuchen der Menschen. In einem flüssigen und leichten Schreibstil sollte es jedem leicht fallen, der Geschichte zu folgen und einen kleinen Einblick in das Land Kambodscha erhalten. Kurze knappe Sätze erleichtern es dem kleinen Leser dem Text zu folgen. Durch die kurze Kapitelwahl lässt sich auch schnell eine Pause einlegen, um die gewonnenen Eindrücke zu verarbeiten. Auch wenn Heng manches Mal mehr über das Leben der Gibbons wusste, wie sie selbst, bekommt man einige Fakten zu lesen, die nie ausufernd belehren oder den Text langweilig machen. Es bleibt immer spannend und informativ zugleich.
Bilder und auch die bildliche Sprache unterstützen die Geschichte, wenn wir mit Heng auf Entdeckungstour und Rettungsaktion gehen. Sehr schön gemalt übrigens :-)
Die Vokabelliste und der kleine Einblick in die Sprache am Ende des Buches ist wieder eine Bereicherung der Geschichte. Hier kann man kleine Vokabeln lernen und sehen, was das ein oder andere bedeutet.
Das Cover ist auch hier wieder passend gestaltet und bietet auch die Zugehörigkeit zu der Reise der blauen Perle. Wie auch schon in den Bänden davor find ich die Gestaltung kindgerecht und macht neugierig. Dabei helfen auch die handgemalten Zeichnungen sich die Geschichte besser vorzustellen.
Dieses Mal muss ich allerdings kritisieren. Die Gibbons waren mir zu vermenschlicht. Allein die Geschichte mit dem "Müssen" würden freilebende Affen ja nicht berücksichtigen. Ein bisschen mehr Wildheit hätte ich mir gerne gewünscht.
Da ich das Buch allerdings aus der Sicht eines Erwachsenen lese, kann es gut sein, das Kinder das nicht so sehr stört. Deswegen kann ich dieses Buch wieder ohne schlechtes Gewissen empfehlen.

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278 Bibliotheken, 7 Leser, 3 Gruppen, 18 Rezensionen

engel, liebe, fantasy, patch, nephilim

Dein für immer

Becca Fitzpatrick , Sigrun Zühlke
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Page & Turner, 03.03.2014
ISBN 9783442204083
Genre: Fantasy

Rezension:

 Ja das war nun der vierte Teil dieses grandiosen Geschichte um Nora und Patsch. Der Vierte und auch Letzte. Und nach meiner Meinung auch der beste Teil.
Ohne lang herum zu reden, gelingt es der Autorin, einen grandiosen Einstieg in die Geschichte zu verfassen. Es wird nicht lange nacherzählt, was wir schon in den drei Bänden erfahren haben. Sie erzählt uns wo wir uns mit Nora und Patch befinden. Mich hat der Start nicht überrascht. Im dritten Band war der Cliffhanger eindeutig und so konnte ich voll einsteigen. Ich muss sagen, die Umsetzung ist Becca Fitzpatrick super gelungen. Von Grund auf ein Spannungsbogen. Und das nicht bei der Story selbst, sondern auch bei der Beziehung zwischen Nora und Patch.
In einem einfachen Schreibstil, ohne lange Texte die erklären, wühlen wir uns durch die Seiten. und auch schon wir dem dritten Teil war es schwer, das Buch überhaupt wegzulegen. Und auch wie bei den Vorgängern erzählt uns Nora die geschichte aus ihrer Sicht. Klar wussten wir, das das Ende ein Happy End hielt. Doch immer wenn man dachte, ja, so wird es weiter gehen, war es dann doch nicht. Eine sicht so leicht zu durchschauende Wendung nach der anderen, was es sehr spannend gemacht hat. Manchmal zog sich die Handlung oder war etwas unnötig, aber im grossen und ganzen konnte mich das Buch wieder an sich fesseln.
Die Figuren waren wieder reinstes Kopfkino. Auch der Handlungsort oder eben Orte waren schön gestaltete Bilder. Personen, die nicht so leicht durchschaubar sein mussten, haben es uns wirklich nicht leicht gehabt. zum Schluss verstand man sogar deren Gründe und taten mir dann doch etwas leid. Nora hat mir einen Tick zuviel Arroganz erhalten, auch wenn sie sehr mutig war. Scott war mir irgendwie dann doch am sympatischsten. ja und Patch. Immer noch sehr sexy. Aber: viel zu wenig anwesend. das was er tat, stand immer im dunkeln.
Das Cover ist natürlich auch hier wieder ein Hingucker. Das dunkle Blau mit dem Engel ist gelungen. Keine Chance daran vorbeizukommen, ohne es in der Hand zu halten.
Mich hat es nicht hundertprozentig überzeugt, aber es konnte mich fesseln. Vielleicht wären drei Teile ausreichend gewesen. Trotz gut ausgearbeiteten Spannungsbogen fehlte mir ein bisschen mehr Action, ein bisschen weniger Egoismus von Seiten Noras wäre schön gewesen. Ein bisschen mehr Patch hätte mich auch gefreut.

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59 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 19 Rezensionen

drachen, 1001 nacht, fantasy, flammenwüste, wüste

Flammenwüste - Das Geheimnis der goldenen Stadt

Akram El-Bahay
E-Buch Text
Erschienen bei Bastei Entertainment, 16.05.2014
ISBN 9783838759845
Genre: Fantasy

Rezension:

Eine Geschichte, die uns Sheherazade in 1001 Nacht erzählt haben könnte. Wir werden in die Wüste entführt, wo Magie, Sagen und Unglaubliches schneller war werden, als wir in die Hände klatschen könnten. Ja schön wärs, ha. Diese Kurzgeschichte ist eine Vorgeschichte, damit man einen Einstieg in die Folgebände bekommt (am 15. August erscheint der Roman "Flammenwüste). Wir wissen was passiert ist und mit wem wir es zu tun bekommen könnten. Für mich überzeugend sind hier die Figuren, die noch nicht alles von sich preisgeben, sondern uns noch Potential lassen, sie mehr kennenzulernen. Ich finde die Sprache wie auch den Schreibstil sehr einfach. Nicht jede Situation kann ich genauso schnell verfolgen, wie es uns der Autor hier bietet. Ein bisschen Stirnrunzeln ist sozusagen mit inklusive. So sehr störend fand ich es allerdings nicht, denn die Geschichte könnte wirklich sehr spannend werden. Der Cliffhanger lässt hier auch gar nichts anderes zu. Es macht Lust auf mehr und ja, wir bekommen mehr. Die bildlich gut ausgearbeiteten Umschreibungen lassen Bilder entstehen, als würde man selbst in einem Sandsturm stehen. Klar kann man in eine so kurzen geschichte nicht zuviel erwarten. Aber im kommenden Roman dürfen wir uns sicher auf noch detailierte Bilder im Kopf freuen. Für mich war die Geschichte mal wieder ein wenig Abwechslung. Mal wieder orientalische Magie zu lesen, fand ich toll und ich freu mich sicher auf mehr. Ein bisschen Magie, ein bisschen Dschinn, ein bisschen Drachen und alles gespickt mit viel Abenteuer. Also ich denke, wir dürfen uns hier auf einen tollen Roman freuen.

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

mika, kayana, söldner, susanne esch, verlieben

Die Rebellin von Koron

Susanne Esch
Buch: 315 Seiten
Erschienen bei Titus Verlag, 10.03.2014
ISBN 9783944935089
Genre: Fantasy

Rezension:

Hier habe ich mich sehr gefreut, den dritten Roman von Susanne Esch zu lesen. Der Schreibstil im ersten Roman fand ich sehr emotional und machte mich neugierig auf die nächste Geschichte der deutschen Autorin.
Ich würde nicht enttäuscht. Klar waren hier ganz andere Emotionen am Spiel, es ging um ein anderes Thema. Die Frau in einer hart umkämpften Zeit, die um ihren Stand kämpfen muss. Anerkannt zu werden und nicht liegen gelassen zu werden, wie ein Stück Dreck. Es ist mutig und wunderbar umgesetzt. Ein Kampf einer Frau.
Der Schreibstil von Susanne Esch mag ich. Ohne zuviel zu werden ist sie sehr detailgetreu und umschreibt uns ihre neue Welt. Ich finde sie mal so gar nicht fremd und fühl mich sehr schnell wohl. Landschaften und Orte entstehen klar vor deinem Auge. Und da kommen wir auch gleich zu unseren Protagonisten. Man merkt schnell, wen man mag und wen nicht. Manches Mal ist mir die Rebellin Kayana etwas zu aufbrausend und gab ihren Begleitern viel zu oft die Gelegenheit, sie als Frau zu entlarven, was bei denen allerdings keine auffällige Reaktion auslöste. Da hätte ich mir gerne etwas mehr Zurückhaltung gewünscht. Das war es dann aber auch schon. Wir finden hier liebvoll gezeichnete Charas vor, mit denen man einfach lachen und weinen, zornig, wütend oder auch glücklich sein möchte.
Dier Reise durch das Land fand ich sehr abwechslungsreich. Mit den Männern zu reisen und dann auch noch einige wirklich sehr liebenswerte Menschen kennenzulernen fand ich für die dargestellte Zeit interessant. Denn man stellt sie sich doch recht burschikos vor. Wild, dreckig und stinkend. Sorry haha. Nein, mir hat es sehr gefallen, das so ganz andere Seiten vorgestellt wurden.
Mir viel der Einstieg etwas schwer, fand mich aber sehr schnell rein und flog formlich durch die Seiten. Man mag das Buch nicht gern aus der Hand legen, was dich natürlich zu schnell dem Ende entgegen bringt.
Das Cover ist im Vergleich zu den Vorromanen von Susanne Esch mal grün gehalten und sprach mich sofort an. Auch das Motiv passt irgendwie gut zu der Story und wird durch die Titelschrift sehr gut unterstützt.

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57 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

liebe, sarah saxx, liebesroman, lebenswandel, änderunge

Mit Verzögerung ins Glück

Sarah Saxx
E-Buch Text: 230 Seiten
Erschienen bei null, 18.06.2014
ISBN 9783950366549
Genre: Liebesromane

Rezension:

Ich gebe es ja zu, so ein bisschen habe ich ja schon darauf gewartet. Ich stelle immer fest, wie sehr man sich des Öfteren mal wünscht, ein Buch sollte nie enden. Aber würde es das nicht tun, dann würden uns so viele andere tolle Geschichten entgehen. Also nimmt man sich die Zeit und lässt das Buch sacken, um sich dann nach einer kleinen Erholung einer anderen Story zu widmen.
Das erste Buch von Sarah Saxx drehte sich um Jana. Es ging um ihr Liebesleben. Um ihr Jugendliebe Julian. Unterstützung bekam sie von ihren Freunden Isa und Marco, die beide immer für sie da waren und an ihrer Seite waren. Und soviel kann ich schon verraten: Der dritte Teil dreht sich um den Herrn der Runde.
Im zweiten Teil war Isa dran. Ich freute mich schon sehr drauf, denn Isa machte mich neugierig. Und jetzt, hier im zweiten Band lernen wir sie endlich kennen. Taff kam sie uns vor, selbstbewusst und Männer verschlingend. Tja, wer glaubt, so wird es in diesem Buch weiter gehen, wird ordentlich enttäuscht sein. Wir lernen eine verletzbare Isa kennen, jemand, der eine Reihe von Schutzhüllen um sich errichtet hat, um nicht wieder verletzt zu werden. Dennoch möchte sie dieses Leben als Vamp aufgeben und endlich das Richtige finden. Ein Leben, dass ihr Geborgenheit gibt, Liebe schenkt und tiefe Gefühle. Kurz gesagt ein Leben, dass sie glücklich macht.
Auch hier haben wir eine seichte Liebesgeschichte, die keine großen Ansprüche hat. Wunderbar jetzt im Sommer lesbar, oder bei Regen auf der Couch oder einfach mal zwischendurch. Wieder schreibt sie an den richtigen Stellen emotional und mitreißend
Sarah Saxx stellt uns eine andere Isa vor, als man im ersten Teil noch zu glauben weiß. Und das finde ich gut. Isa hat mehr hinter ihrer Maske versteckt als man denkt. So gestaltet sich dann auch das erste Treffen mit DEM Mann.
"Ich hab...ein Horn... auf meiner Stirn...", meine Stimme war nur ein Hauchen. "Sie... Sie haben ein Einhorn aus mir gemacht!" Nun klang ich leicht hysterisch. Einer meiner liebsten Stellen in diesem Buch. Obwohl sie Männern aus dem Weg gehen wollte, kommt sie nicht wirklich dazu, was sich doch einen wirklich sehr tollen Schlagabtausch äußert. Amüsant zu lesen, kann ich euch nur zu raten.
Sebastian selbst mag ich. Charmant, offen und ebenso schlagfertig. Er gibt nicht auf und er ist eine total ehrlich Haut. Ein Sympathieträger schlechthin. Tja, und ihr könnt euch ja denken, das es nicht so einfach mit den beiden wird.
Der Schreibstil ist auch hier wieder leicht gewählt. Isa erzählt uns ihre Geschichte. Und auch wie schon im ersten Teil, würde ich so gerne den ein oder anderen Gedanken der anderen Protas erhaschen. Allerdings bleiben sie uns verwehrt. Anmerken möchte ich auch, das ich Jana nicht ganz wiedererkannt habe, was hier nicht tragisch war, denn es ging ja um Isa. Sie selbst tat mir manchmal leid, weil sie sich oft genug selbst strafte und manch eine Reaktion nicht zu erwarten war.
Das Cover ist ähnlich, wie das erste. Nur statt Rosa finden wir blau vor, was auch viel besser zu Isa passt. Blau ist eine bodenständige Farbe und ich denke, auch Isa ist bodenständig.

Und noch ganz zum Schluss ein Lieblingszitat aus diesem Buch.

 "Nimm dir die Zeit, dein Leben mit Liebe zu füllen, dann wird das Glück unvergänglich." seeeeuuuuuffffzzzzzzz.............

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kinderbuch, janine wilk, leid, selbstvertrauen, märchen

Das Reich der Tränen

Janine Wilk , Karin Lindermann
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Thienemann ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 14.02.2014
ISBN 9783522183895
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Das Cover bezaubert sofort. Auch wenn es für mich ein wenig melancholisch rüberkommt, mag ich es mit den Mohnblumen, die übrigens zu meinen Lieblingsblumen gehören. Die Zeichnung ist kindergerecht und passt bestens zum Buch selbst.
Der Titel lässt schon vermuten, das wir hier trotz Kinderlektüre schwere Kost bekommen. Wir Erwachsene sehen die Dinge der häuslichen Kindergewalt ganz anders, als das betroffene oder unbetroffene Kind selbst. Wenn ich nun darüber nachdenke, ob 11 Jahre das richtige Alter für dieses Buch ist, würde ich dem zustimmen. Denn hier hat die Autorin wirklich gute Arbeit geleistet. Ohne Schnörkel oder langen Umschreibungen schreibt sie in einem einfachen aber poetischen Schreibstil aus der Sicht der kleinen Mia. Sie denkt, sie sei selbst Schuld für die Probleme, die sie hat. Nein, es wird ihr geradezu eingeredet. Ist es also nicht auch psychische Gewalt? Ist es im wahren Leben nicht auch so? Kind wird geschlagen und mit Vorwürfen schuldig für die eigene Situation gemacht. Schuldgefühle werden ihr eingeredet und. Und sind die Kinder nicht oft alleine mit ihren Problemen? Auch hier in diesem Buch wird Mia allein gelassen. Vom Vater, weil er selbst Angst hat, dann das Opfer zu sein. Die Oma, die sich hinter Entschuldigungen versteckt und auch nichts tut, die Schule, die machtlos zu sein scheint, weil Mia ja nichts erzählt.
Ohne Probleme stellt uns Janine Wilk das Thema vor und gibt Mia ein Zufluchtsort, der sie unterstützt. Sie flüchtet in eine Traumwelt, die sie "Das Reich der Tränen" nennt. Dort gibt es gut und Böse, die immer nach und nach sehen lassen, welche Situationen und Personen Parallelen mit den realen Leben haben. Es ist wie eine Verarbeitungssituationen, die Mia Kraft geben. Aber schützen kann sie nicht. Sie muss selbst versuchen, stark zu werden.
Schlussendlich wissen wir nicht, wie Mia es schafft, ihre Seelenblume zu beschützen. Wir wissen nur, das sie selbst Kinder bekommen hat und noch immer ins Reich der Tränen reist. Inzwischen kann sie sogar Kinder mitnehmen. Das ist ein Kritikpunkt. Denn wir sehen, was Mia erleiden muss, wir haben ein Kind, das Hilfe braucht und wir können nicht erkennen, wie sie die Probleme löst oder wer ihr hilft. Das ist ein wenig schade.
Der Aufbau finde ich sehr gelungen. Die Autorin teilt es in nicht so lange Kapitel, die sich sehr gut lesen lassen. Zudem schmückt sie jeden Kapitelanfang mit einem Zitat aus berühmten Kinderbüchern wie die "Unendliche Geschichte" oder "Momo". Schöne Idee. Auch das Hinübergleiten in die Traumwelt, mit der helleren Schriftfarbe zu Anfang ist eine tolle Idee.
Nicht zu vergessen, die Liste von Hilfsorganisationen, an die man  sich wenden kann.

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