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501 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 109 Rezensionen

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Hummeln im Herzen

Petra Hülsmann
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.09.2014
ISBN 9783404171682
Genre: Liebesromane

Rezension:

Ein Roman für den Frühling, den Sommer, Herbst oder Winter, zu lesen am Strand, auf dem Sofa oder wo auch immer ihr euch wohlfühlt. Also ein Roman für jede Jahreszeit und für jede Situation. Mir war vorher klar, das diese Story keine neue Erfindung ist. (Kidders, ich weiß nicht einmal, warum wir darauf immer wieder hinweisen.) Es war mir aber egal und tauchte somit in die Welt von Lena ein. Das Ziel war mir bekannt, nun machte mich der Weg dorthin neugierig. Lena ist eine bezaubernde irgendwie auch chaotische Person. Es machte Spaß mit ihr durch die Seiten zu ziehen und das Leben zu leben, zu welches sie sich entschlossen hatte. Das sie ein Leben lebte, welches sie gar nicht selbst plante, wird ihr erst nach einigen Katastrophen klar. Endlich versucht sie sich selbst zu finden und schlägt ganz ungeplante Schritte dabei ein. Schön fand ich dabei auch, das ein Traum oder Wunsch nicht immer das Richtige sein muss, und man sich schlussendlich dann doch für das Richtige entscheidet, weil man seinem Herzen folgt. Petra Hülsmann schreibt in einen leicht, sogar manchmal beschwingten Schreibstil. Viel zu schnell liest man weiter und mag die Welt von Lena gar nicht verlassen. Charme und Humor wechseln sich hier gekonnt ab, denn Frau Hülsmann schafft eine wirklich gekonnte Umsetzung des Themas. Die Dialoge haben es mir dabei besonders angetan, denn sie sprühen gerade zu vor Witz. Eine Situationskomik nach der anderen ist hier nicht von der hand zu weisen. Wer hier nicht lacht ... ja dann weiß ich auch nicht. Die Pointen sind gezielt, nichts ist irgendwie platt. Nicht nur das: Die Autorin schafft es mir die Emotionen zu vermitteln. Lachen, weinen, traurig sein. Flirten, lieben und nachdenken. Ich denke, diese Liste lässt sich beliebig weit fortsetzen. Denn das Leben ist nun mal nicht rosarot. Dazu gehören Schicksale, die auch hier in diesen Roman nicht vergessen wurden. Familie, Krankheit, Karierre, alles ist vorhanden. Sehr authentisch der Mord an Klaus Dieter, der so überaus ehrlich war, das man selbst schon Lena anfeuerte, draufzuhauen. Spätestens da hatte die Autorin mich. Sollte sie da auch euch noch nicht erreichen, dann verspreche ich euch: Ein paar Sätze weiter hat auch sie euch. Knut ist eine wirklich fabelhafte Figur. Den mag man sofort. Er scheint jemand zu sein, den man auf der Straße trifft, der echter Hamburger ist und mit seinem hamburger Dialekt sprücheklopfende Weisheiten von sich gibt.  Ja, er war mir sofort sympatisch. Und nicht nur er. Otto, den das Leben von allen am meisten gebeutelt hat, ist mindestens genauso ein Sympatieträger. Auch er wird eine wichtige Person im Leben unserer Lena. Die Figuren sind aus dem Leben. Zu schnell wünscht man sich, selbst Teil dieser Geschichte zu sein. Man mag sie oder man kann sie nicht leiden, aber allesamt sind sie realistisch gezeichnet. Alle haben ihre Ecken und Kanten und alle lernt man kennen. Vielleicht sind es auch ihre kleinen Eigenheiten, die man lieben muss. Vielleicht sind es doch die Menschen, die man treffen könnte, weil sie so aus den Leben gegriffen wurden. Natürlich darf ich die Beziehung zwischen Lena und Ben nicht vergessen. Hier aber nicht zu viele Worte, denn ich möchte ja auch nichts vorweg nehmen. Ein Schlagabtausch folgt dem anderen, eine witzige Situation folgt der nächsten. Knisternde Gefühle, Wut, um mal zwei Gefühle zu benennen. Ein Wechselbad, was sich die zwei da antun. Aber, es sind diese Dinge, die das Buch ausmachen. Es sind diese Situationen, die man lesen möchte. Ich kann nur jedem raten, sie auch beim Lesen zu geniessen. Klar könnte ich nun noch auf jede einzelne weitere Person eingehen, aber dann würdet ihr zu viele schon kennen. Ihr sollt sie natürlich alle selbst kennen und lieben lernen. 
Ja und das Cover darf hier auf alle Fälle nicht fehlen. Es ist witzig und ein richtiger Hingucker. Das mag an der Farbwahl oder am Schriftzug liegen, vielleicht auch an der Titelwahl. Denn bisher hatten wir doch alle Hummeln im Hintern und noch nicht im Herzen ;-) Sehr zeitgemäß finde ich die gestrickte Hummel auf dem Cover. Momentan scheinen ja wirklich viele Leute so kleine Anhänger zu stricken, häkeln und nähen. Deswegen dürft ihr euch darauf freuen, am Ende des Buches einen Code vorzufinden, den ihr euch kostenlos zum nachhäkeln runterladen dürft. Bald gibt es viele viele Hummeln.
Euch erwarten viele Gefühle und Emotionen, sehr guter Humor mit wortgewaltigen Dialogen, Charme und Liebe in all seinen Facetten.

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424 Bibliotheken, 6 Leser, 2 Gruppen, 109 Rezensionen

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Wild Cards - Das Spiel der Spiele

George R. R. Martin , Simon Weinert
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 25.08.2014
ISBN 9783764531270
Genre: Science-Fiction

Rezension:

So, das war ein wirkliches Buch nach meinen Geschmack. Ich gebe zu, ich war sehr skeptisch, als ich angeschrieben wurde und ich überlegte, ob  ich es lesen wollen würde. Ich entschied mich dafür, weil es mich neugierig machte, wie viele Autoren gleichzeitig einen Roman schreiben können, ohne an Qualität zu verlieren. Und ehrlich, viele lesen diesen großartigen Namen des aufgedruckten Autors. Ich nicht. Mich hat das Cover angeregt, neugierig zu werden. Was hat es auf sich? Was bedeutet dieses Bild? Ritter? Karten? Schon etwas merkwürdiges Cover. Aber, und nun komm´s : ES PASST PERFEKT! Das Cover finde ich sehr gelungen. Es war gar nicht nötig, den Autor so hervorzuheben, denn es sagt ausreichend aus und passt super zur Story. Der klassische schwarze Hintergrund hebt die Gestaltung unmerklich hervor. man schaut dieses Buch an und Fragen kommen auf. So war es bei mir. Schlussendlich ist es ein passendes Cover, das mir sehr gefällt. Vor allem da hier der deutsche Superhero Lohengrin abgebildet wurde ;-) Neun Autoren schaffen ein Buch, nein eine Reihe, zusammen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dies sonderlich einfach war. Nun gut, dadurch, dass George R.R. Martin das Lektorat übernommen hatte, dürfen wir schon von einer Qualität ausgehen, die lesbar sein sollte. Und ja, sie war es. Ich habe nicht wirklich Unebenheiten beim Lesen gespürt, weil ein anderer Autor schrieb. Das Gute hier in der Planung war, das jeder Autor hier aus der Sicht einer Figur geschrieben hat. Vielleicht fiel es dadurch nicht auf. Nicht, das mich das viel gestört hätte. Ich fand die Übergänge durchaus gelungen. Ein fabelhaftes Buch mit einer tollen aufregenden Story. Superheros. Ein Thema, welches hier mal so anders gestaltet worden ist. Ein Virus macht menschen zu Heros, zu Superhelden, ob sie es nun wollen oder nicht. Nicht immer sind sie mit der Gabe glücklich. Entweder, weil sie nicht besonders ist oder weil sie sie noch gar nicht vollständig entdeckt haben. Die Umsetzung finde ich voll gelungen. So ganz andere Superheros mit teilweise sehr skurilen Gaben, die ich sehr kreativ und interessant finde. was ich am liebsten mochte? Ich weiss es nicht. Sie waren alle so interessant und ungewöhnlich, das man sie einzelnd ebenso mochte, wie die gemeinsame Verwendung. Jaaa, es gibt jetzt nicht nur Marvel-Helden! Hier ist die neue Generation. Die Figuren lernt man erst nach und nach kennen. dadurch, das wir die Geschichte aus verschiedenen Sichten lesen dürfen, bekommen wir auch Einblicke in die ein oder andere Gestalt. Nicht schlecht umgesetzt, wobei man hier sehr aufpassen musste, nicht zu oberflächlich zu erscheinen. Nach und nach wurde ich aber überzeugt und lernte tolle Protagonisten kennen, die alle ein richtiger Held sein wollten. Wobei hier die Vorstellungen auseinander gehen, wie so einer aussehen sollte. Die unterschiedlichen Meinungen finde ich gut umgesetzt. Das ausgerechnet ein deutscher Hero hier den wahren Helden darstellen darf, mag uns Deutschen gefallen. Lohengrin ist ein interessanter Chara mit deutschen Werten und Vorstellungen. Mag uns manchmal etwas steif rüberkommen, aber schlussendlich gefällt er mir. Mein Lieblingschara bleibt allerdings Jonathan Hive. Am Anfang ä0sserst blassiert und oberflächlich lernen wir ihn hier noch ganz anders kennen. Nicht nur das er ungewöhnlich Freundschaft schliesst, will er doch nur helfen. Er kann nicht über seinen Schatten springen und NUR sein Ziel, ein toller Schriftsteller zu werden, verfolgen. Moralische Werte ändern seine Meinung und das mag ich. Oft gibt er sich als Scheusal, aber er zeigt auch, das es anders geht. Ich habe mir am Anfang nicht die Mühe gemacht, mir alle Charas zu merken. Es wäre zu schwierig geworden mir diese vorzustellen. Ich habe darauf gewartet von ihnen selbst zu lesen, um mein Bild im Kopf nzu bilden. das war eine gute Entscheidung, denn so ergaben sie beim Finale auch ein wirklich gutes Bild. Nicht gemocht habe ich Drummer Boy, denn er hat bis zum Schluß seine Einstellungen nicht geändert. Er ist nicht nach Ägypten geflogen, um nicht wirklich zu helfen, sondern um Kate zu bekommen. Für ihn war es eine Konsequenz, sich den anderen Heros anzuschliessen, auch wenn er zum Kampfende ordentlich beiträgt. Da fand ich Rustbelt authentischer, dessen Gedankengänge nachvollziehbar waren. Ebenso Stuntman, auch wenn er nicht so glänzend dasteht, weil ihn ihn ganz andere Motive antreiben. Als Lohengrin zur Halbzeit des Buches auftaucht und in die Geschichte vollständig integriert wird, ändert sich der Schauplatz. Von einer überzogenen Fernsehshow zur Realität, der Schauplatz der Krieg in Ägypten. Ein Kalif, der alle Heros vernichtet sehen möchte. Auch die Einstellungen ändern sich dort erheblich, eine wirklich gelungene Wendung. Ein richtig gelungenes neues Abenteuer mit tollen Helden, die alle so eigen sind. Ich bin sowas von bereit die Fortsetzung zu lesen. ja und die Verfilmung kann ich nicht erwarten. darauf freu ich mich wirklich.

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117 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 41 Rezensionen

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Nr. 13

Laura Wulff
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 10.02.2014
ISBN 9783862788705
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

 Dann mal los, zuerst das Cover. Ich finde es wirklich anziehend, trotz der Grausamkeit, die es schlussendlich ja ausstrahlt. Es ist ein Thriller, da wäre Friede, Freude, Eierkuchen fehl am Platz. Ich mag es sehr. Die kurze Titelwahl wird bestens platziert, was die Mauerfragmente mit dem Efeu und den Blut noch besser in Szene setzen. Es wird schnell klar, das das Cover einen Bezug zum Buch findet. Welchen müsst ihr natürlich selbst lesen. Am Anfang wirst du gleich mit den Grausamkeiten konfrontiert, um der es in diesen Buch geht. Pädophilie. Schon fast geschockt, habe ich die ersten Seiten gelesen. Der Anfang ist mehr als brutal und verstörend. Die Autorin nimmt keine Rücksicht und führt den Leser ohne Abschweifungen sofort in die Geschichte ein. Ich muss schon sagen, Hut ab, vor der Themenwahl. Uns allen sollte klar sein, das Kindesmissbrauch immer wieder geschieht, und oftmals totgeschwiegen wird. Laura Wulff setzt sich gekonnt damit auseinander und zeigt die grausame Wirklichkeit. Es ist ein Thriller, das sollte jedem kalr sein. Also nichts für zartbesaitete. Und ehrlich? So spannend ich dieses Buch fand, ich brauchte jetzt für meine Verhältnisse echt ziemlich lange zum Lesen. Es ist teilweise harte Kost, aber das wusste ich, bevor ich es gelesen habe. Und das meine ich hier nicht negativ. Für mich zeichnet es den Roman aus, das er so realistisch wirkt. man merkt sehr gut, das die Autorin nicht ohne Recherche an diesem Buch gearbeitet hat. Ich habe nicht den ersten Zuckerteil gelesen (Leiden sollst du). Aber man stellt schnell fest, das man das gar nicht muss, um den Ermittlerpaar Zucker zu folgen, zu verstehen und beide sympatisch zu finden. Wirklich kreativ die beiden, wie sie an die Arbeit gehen, um den Fall aufzudecken. Und das auch noch mit ihren eigenen privaten Problemen. Ich mochte sie. Marie, Benjamin und natürlich den Hauptkommissar, der eine beeindruckende Denkweise hat, und so viele beeindruckt. Nicht das er um seinen Status kämpft, sondern er gibt nicht auf, die Fäden des Falles so lange zu verfolgen, bis die Lösung vor ihm liegt. Ein kämpfender Ermittler mit Handycap. Ein Lob an die Autorin, denn die Figuren sind sehr liebvoll gezeichnet. Egal, ob es sich hier um die Guten oder eben die Bösen handelt. Sie wirft Fragen auf und gräbt ausdauernd in den Gedanken ihrer Figuren. Beeindruckend. Die medizinische Einleitung eines Furunkels war das einzigste Störkriterium. Auch wenn mir klar war, warum die Autorin dies einfügt, war es in meinen Augen nicht nachvollziehbar.  Durch ihre detailierte und gekonnt fesselnde Schreibweise konnte mich die Autorin fesseln und mich dem Geschehen weiter folgen lassen. Schockierend, leidenschaftlich und brutal nimmt sie kein Blatt vor dem Mund. Mit Umgangssprache und dem Kölner Dialekt ist die Story schon realistisch genug. Die wirklich fasettenreichen Sichtweisen der unterschiedlichen Charas fand ich sehr beeindruckend. So bekommt man nicht nur Einblick in unseren sympatischen Kommissar, sondern auch in die Pädophilen, schuldig oder nicht, in die, die sich bessern wollen und die, die ihre Natur brutal leben, die, die beeinflusst worden sind und die, die unglücklich falsch bestraft worden sind, die, die mit ihrer Natur kämpfen und die, die eigene Vorurteile ausräumen müssen. Wir erleben Alltag mit Handycap, Alltag mit anderen Neigungen und Alltag mit seinem eigenen Gewissen. Ein wirklich sehr detailreicher und umfangreicher Thriller. Ein Buch über Pädophilie, Schwulsein, über Tod und Leben.

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413 Bibliotheken, 6 Leser, 2 Gruppen, 60 Rezensionen

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Sternenseelen - Wenn die Nacht beginnt

Kerstin Pflieger
Flexibler Einband: 420 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 15.04.2013
ISBN 9783442477074
Genre: Fantasy

Rezension:

Jetzt kam ich auch endlich mal dazu, dieses Buch zu lesen. Ja, bereut habe ich es überhaupt nicht, denn dies ist ein wirklich gelungener Auftakt zu einer lesenswerten Reihe.
Mich hatte Kerstin Pflieger sofort mit den ersten Seiten. Ich wollte gar nicht mehr aufhören zu lesen, was ja nur wieder heißt, das hier kurze Nächte garantiert sind.
Mit einem fesselnden und wirklich sehr gut zu folgenden jugendlichen Schreibstil wird man in eine reale Fantasywelt entführt. Da sieht man mal, wie sehr ein "Kaff" doch begeistern kann. Klar haben wir es hier mit Außenseitern zu tun, die sich erst in eine für sie neue Welt integrieren müssen. Es fällt ihnen nicht leicht und dennoch finden sie sehr schnell Freunde. Das dort nicht alles normal ist, wird Lilly, unsere Hauptprotagonistin, schnell klar.
Mich haben die Protagonisten gleich gefallen. Ob nun der eine sympatischer war, als der andere, würde ich euch lieber selbst entdecken lassen. Ich kann euch allerdings versichern, es gibt sie, und hier macht es die Story aus. Ohne dem Guten und dem Bösen fehlt etwas. Also würde etwas fehlen :-)
Raphael und seinesgleichen bleiben am Anfang sehr geheimnisvoll. Nach und nach dürfen wir aber entdecken, warum sie so sind. Das fand ich sehr faszinierend, auch die Idee, sie so darzustellen. Feststellen dürfte ich, das die Nebencharas teilweise besser ausgearbeitet waren, wie die Hauptpersonen. Ich glaube Ansgar war einer der interessantensten Personen.
Lilly bleibt doch immer etwas unnahbar. Das ist etwas, was ich kritisieren muss. Auch wenn sie ein sympatisches junges Mädchen ist, nimmt sie mir doch für die Liebe zuviel in Kauf. Andererseits kämpft sie um das Leben ihres Stiefbruders Samuel und opfert sich sogar für ihn, nur um ihre Familie nicht zu zerstören. Dennoch versucht sie, ihre Liebe zu halten und ein Leben mit ihm zu führen, auch wenn es nur Nachts ist. Durch die manchmal etwas widersprüchlichen Handlungsstränge, kann ich nicht immer Lilly folgen geschweige denn verstehen. Sie nimmt zuviel hin und bedient sicher ein viel zu großes Klischee. Samuel ist ein etwas spannender Charakter, denn ihn muss man als lieben netten Bruder kennenlernen und auch als etwas abgrundtief böses. Die Kurve ist der Autorin in meinen Augen gelungen. Das Gesamtpaket der Figuren allerdings finde ich gut gelungen. Gewünscht hätte ich mir allerdings viel mehr Gefühle.
Ich glaube, hier dürfen wir die Kulisse nicht vergessen. Wäre diese nicht so, wie die Autorin sie hier schildert, würde mir tatsächlich das Kopfkino fehlen. So aber stecke ich von Anfang an in dieser Geschichte fest, weil meine Vorstellungskraft hier komplett aufgehen darf. Kopfkino sagt hier Hallo.
Details werden hier liebevoll beschrieben.
Das Cover ist natürlich ein Hingucker, auch wenn es nicht besonders ist. Durch die Farbwahl und der Platzierung des Schriftzuges (Titel) aber umso liebevoller gestaltet. Gefällt mir.

Ja, ich kann diese Reihe sehr gut für unsere Jugendlichen empfehlen. Klar diese Story muss man nicht neu erfinden, sie wiederholt sich immer wieder in neuen Büchern. Aber hier finde ich eine gelungene Idee umgesetzt.

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45 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

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Projekt Armageddon

Susanne Gerdom
E-Buch Text: 488 Seiten
Erschienen bei edition nusquam, 05.08.2012
ISBN B008TFGB2O
Genre: Sonstiges

Rezension:

 Hier bin ich komplett neugierig rangegangen, denn der Klappentext verwirrt ersteinmal. Eine Geschichte voller Mythologie, Liebe und Tod, um gleich mal das Fazit vorweg zu nehmen. Ich war sowas von begeistert und fasziniert.
Susanne Gerdom schafft es hier mit einer wortgewaltigen Stimme einen spannenden Roman zu schaffen. Auch wenn man am Anfang viele Personen hat, die so gar nichts gemeinsam zu haben scheinen, fügt sich am Ende doch alles zusammen. Um ganz genau zu sein, schon viel früher. Hier finde ich es mal gar nicht so schlimm, denn man rätselt aufgeregt mit, wie wer mit wem und so. Dadurch, das die Figuren alle ein Eigenleben führen und in meinen Kopf reinstes Kino auslösen, konnte ich (wollte ich übrigens auch nicht) aufhören zu lesen. Die nordische Mythologie ist schon immer für mich ein spannendes Thema gewesen, auch wenn ich diesbezüglich über wenig Wissen verfüge. Die Autorin schafft es dennoch mich nicht wie ein wissenlosen Volltrottel stehen zu lassen. Alles war durchaus nachvollziehbar und super ohne die Grundlagen zu verfolgen. Das fand ich neben den tollen Bildern sehr gut umgesetzt.
Ihr Schreibstil ist flüssig zu verfolgen und begleiten dich humorvoll durch die Seiten. Es macht hier richtig Spaß mitzulesen, mitzureisen, mitzuerleben und das konnte hier noch endlos weitergehen. Wenn nicht schon vorher, aber hier hat sie mich zum Fan bekommen. Altes und Modernes, ja ich glaube so kann man es wirklich ausdrücken. Du hast zum einen die Geschichte und zum anderen die reale Welt. Ein super Kontrast und dazu bestens in diesem Roman gelöst. Zumindest verwirrte mich dieser Wechsel nicht.
Manches mal geht es hier aber auch durchaus ernst zu. Manches mal gab es traurige Szenen, dann wieder konnte man schmunzeln. Die Spannung auf den Schlachtfeld, die Ungewissheit des Endes und die Dramatik des ganzen haben mich gefangen. Das ganze Buch hat Magie, und das nicht nur im Text.
Bei dem Cover kann ich mich nicht so ganz aufraffen. Einserseits passt es, aber andererseits weiss ich nicht, ob es mir gefällt. Es ist nicht schlecht oder so, aber es überzeugt mich nicht, was im totalen Gegenzug zum Text selbst steht, der überzeugt mich 100prozentig.

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17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

4, erotik, indie, qindie, rezension, thriller, tilly

Calendar Girl

Franziska Hille
E-Buch Text
Erschienen bei null, 03.01.2013
ISBN B00AWJ8B7I
Genre: Sonstiges

Rezension:

 Das war doch mal ein Buch, ganz für meinen anderen Geschmack. Uuuunnnndd ... dieses konnte ich in einem Rutsch lesen. Mal so viel Zeit zu haben, passte hier perfekt.
Hier haben wir einen Erotik-Thriller. Bisher hatte ich entweder das eine oder das andere gelesen. Diese Kombination, war für mich neu. Eine gewisse Aufregung mag hier gern einhergehen, gerade weil es spannend wird, zu sehen, ob die Autorin die Gratwanderung schafft, der Erotik und dem Krimi ihre volle Aufmerksamkeit zu schenken. Denn beides braucht hier die volle Aufmerksamkeit und keine Vernachlässigungen.
Um es euch nicht zu spannend zu machen: Ja sie schafft beides. Die erotischen Szenen sind schön detailiert beschrieben. Auch wenn man sich wünscht, mehr Erotik zu lesen, tut es hier keinen Abbruch. Ich finde sie passend und ausreichend. Der Thrilleranteil ist hier schon viel größer. Sehr spannend geschrieben und ohne miträtseln geht es hier gar nicht. Teilweise kann es sogar richtig unheimlich und gruselig werden, was Gänsehaut bedeutet.
Die Autorin schreibt hier einen richtig flotten Tempo. Das erleichtert natürlich das Lesen, lässt die Seiten aber viel zu schnell enden. Sie schreibt flüssig und man kommt gut mit. Stolpersteine konnte ich keine entdecken. Gut in dieser Geschichte sind die unterschiedlichen Sichtweisen ihrer Protagonisten. Ich für meinen Teil dürfte so den ein oder anderen immer sympatischer finden. Es macht Spaß ihnen zu folgen, trotz der Spannung.
Nicht so schön fand ich teilweise die Ausführungen ihrer Protas. Das ließ mich doch immer wieder den Kopf schütteln, weil es nicht immer logisch war, was sie taten. Allerdings tut es hier keinen Abbruch, denn die Spannung bleibt über das ganze Buch bestehen.
Ich mochte die Charaktere sehr. Sie waren sehr gut umrissen und gaben mir Bilder im Kopf wieder. Wie ihr ja wisst, für mich ein wichtiger Bestandteil einen guten Buches. Hier brauchte ich gar keine wirklich Kulisse, die Personen sprachen hier für sich.

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61 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

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Ronin. Das Buch der Vergeltung

David Kirk , Jochen Schwarzer , ,
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 02.09.2013
ISBN 9783499253294
Genre: Historische Romane

Rezension:

 Mir hat das Buch sehr gefallen.
Gleich zu Anfang kann ich sagen, das mich die Recherche schwer beeindruckt hat. Samurai sein, diese Lebenseinstellung in Buchstaben zu verwandeln, hat der Autor hier in seinem Debütroman gemeistert.
Ich glaube, die damalige Zeit war für niemanden einfach. Man wollte Samurei sein und lebte mit den Konsequenzen, die da mit einher gingen. Ruhm erlangen oder immerzu der Knecht bleiben. grausam sein und seine Familie nicht mehr sehen. Stark beiendruckt hat es mich, wie David Kirk hier die Umsetzung gelungen ist.
Das Buch ist in vier Teile geteilt und ist der Auftakt einer Reihe. Sie findet in einer der blutigen Zeiten Japans am Ende des 16. Jahrhunderts statt. Konfrontiert werden wir mit Traditionen, Religionen und Brauchtümer der damaligen Bevölkerung. Wir werden entführt in die Gesellschaft der Samurai und lernen kennen, wie es war und wo ein Samurai stehen konnte.
Mit einem flüssigen wirklich leicht zu folgenden Schreibstil wirst du gleich zu Anfang in die Geschichte eingesogen. Für mich war diese Thematik neu zu lesen. In diese Richtung ging bei mir noch kein Buch. Die mediale Welt allerdings, war mir ein wenig bekannt, auch wenn ich nicht sonderlich viel Wissen für dieses Thema aufbringen kann. Dennoch bleibt es für mich interessant zu verfolgen und deises Buch gibt uns ein wenig Einblick in die grausame aber ehrenvolle Welt. Mich überraschte dieser Konflikt. Einerseits grausam, andererseits die höchste Ehre.
Viele der mir neuen Begriffe werden hier beschrieben, andere wiederum nicht, was nicht in jedem Fall schlecht war. Manches erschloss sich einfach. Ronin ist eine dieser bezeichnungen, die ich mir lieber erklärt gewünscht hätte, denn immerhin ist auch der Titel dort involvuiert.
Die Figuren sind interessant ausgearbeitet und bergen eine gewisse Tiefe. Auch wenn die Nebencharaktere nicht so sehr an bedeutung haben, lernt man sie doch sehr gut kennen. Soweit ich es jetzt beurteilen kann, beruhen einige Informationen auf wahre Fakten, andere weiederum sind rein erfunden. Ich mochte diese Mischung.
Da dies eine Reihe mehrerer Teile werden soll, dürfen wir bestimmt noch mehr von Bennosuke alias Musashi Miyamoto lesen. Es ist schon erstaunlich wie sich dieser Junge entwickelt. Was Hass nicht alles auslösen kann, aber er scheint seinen Weg zu gehen, auch wenn ich die ein oder andere Stelle sehr grausam finde. Dazu erwähne ich erneut, das die Zeit und diese Art der Lebensumstände der Menschen einfach so war. Wir im modernen Westen kommen vielleicht damit nicht klar. Wer sich aber auf diese Geschichte einlässt und den Helden versucht zu verstehen, hat ein großartiges Buch vor sich, auch wenn manche Stellen sicher auch ein wenig weniger Worte abgekonnt hätten.
Im Großen und Ganzen empfehle ich das Buch, die die japanische Kultur interessant finden. Ein wenig zwischenmenschliche Beziehungen, ein wenig brutaler Kampf und ein wenig Ehre machen dieses Buch zu dem, was es ist. Lesenswert. Ich fand ihn spannend und gefühlvoll.

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

Die Pralinenkur

Marian Mudder , Mirjam Madlung
Flexibler Einband: 250 Seiten
Erschienen bei btb, 13.01.2014
ISBN 9783442746897
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Ich bin mir noch etwas unschlüssig, ob das Buch meine Erwartungen erfüllt. Eigentlich mag ich Eva in ihrer manchmal schon sehr direkten und frivolen Art zu denken. Die Autorin erzählt uns eine Geschichte von einer Frau, die sich selbst verloren hat und wiederfindet. Und das auf eine, nun ja, sehr direkte Art.
Anfang und Ende schliessen sich hier. Die Einleitung liest man, aber denkt erst wieder am Schluss daran. Nicht unbedingt schlecht, denn so bildet alles ein Kreis und Fragen werden nicht unnötig aufgeworfen. Mich selbst hätte es beim Lesen unruhig gemacht, wenn ich immer einen Zusammenhang mit dem Anfang gesucht hätte. So brauchte ich das nicht und konnte mich voll und ganz in Eva reinfühlen.
Eva sucht Liebe. Berührungen und Geborgenheit ist etwas, was sie nicht immer bekam. Als sich ihre große Liebe aus Liebe zu ihr trennt, bricht sie zusammen. Nach und nach erfahren wir hier Geschichten ihrer Liebhaber. Ihre Art, es ihnen recht zu machen. Sie begreift, wie sehr sie ausgenutzt worden war und dann weggeworfen wurde. Sie verbiegt sich selbst für den Mann. Will ihm alles recht machen und vergißt sich dabei.
Wir gehen hier auf eine Reise, die mit Vergangenheit und der Gegenwart verschmilzt. Auch wenn die Art nicht die Feine ist, aber Rache kann so schön sein. Ich weiß, meine Art wäre es nicht. Aber Eva hilft es in ihrem Schmerz um Damien. Nach und nach kommt ein alter Schmerz zutage, der ihr zeigt, wieso sie so ist, wie sie ist.
Eva finde ich interessant. Sie ist sehr gut gezeichnet, obwohl mir immer ein Gesicht vor den Augen gefehlt hat. Allerdings kommt sie hier sehr egoistisch rüber, wo ich mich frage, ob das so gewollt ist. Desiree allerdings lebte vor meinen Augen und ist so ganz anders gestrickt.
Dieses Buch konnte ich nicht in einem Flutsch lesen. Dabei fand ich den Schreibstil nicht schlimm. Vielleicht lag es an der wechselnden Kost. Durch die Aufteilung des Buches, wurde es mir erleichtert, in Etappen zu lesen. Die Frechheit in der Gedankenwelt von Eva und der lockere Bezug zum Sex sind manches Mal sehr direkt. Aber schlimm fand ich es jetzt nicht.
Ja, leider fand ich hier nicht sonderlich viele Rezepte vor. Da hätte ich mir doch das ein oder andere mehr gewünscht, die mich reizen nachzukochen. Den Schokokuchen kannte ich schon, da hab ich selbst ein wirklich ähnliches Rezept. Und der ist Hammer. Ja schön wäre wirklich die Mayonaise gewesen, die hier ja auch immer wieder erwähnt wird. Aber nun gut.
Schlussendlich ist es dennoch ein lesenswertes Buch. Es haut mich nicht um, erfrischt aber mit einer frivolen Direktheit.

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320 Bibliotheken, 2 Leser, 3 Gruppen, 65 Rezensionen

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Die Jasminschwestern

Corina Bomann
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 09.05.2014
ISBN 9783548285276
Genre: Romane

Rezension:

Im ersten Moment glaubt man, es gehe um Melanie, welche momentan eine Gefühlsreise auf der Achterbahn erlebt. Ihr Verlobter liegt im Koma und sie selbst braucht mehr als eine Auszeit. Das sieht auch ihre Urgroßmutter, die Melanie ihre eigene Geschichte erzählt uns selbst mit ihren Gefühlen und Geheimnissen klar kommen muss.
Ich selbst war sehr fasziniert und konnte das Buch kaum aus der Hand legen.
Diese Geschichte erzählt von Hoffnungen und Enttäuschungen, von Tragik, Leid und Liebe, vom nicht Aufgeben und Loslassen.
Corinna Bomann schreibt in einem flüssigen Scheibstil, das dir das Verfolgen von Hanna und Than erleichtert. Auch wenn man gar nicht soviel von Melanie liest, was man in manchen Momenten denkt zu brauchen, erfährt man auch von ihr viel mehr. Die Autorin schafft es, auch sie nicht zu vergessen und ihre Entwicklung aufzuzweigen. Auf das was sie will und findet. Zudem geht es hier auch eigentlich um Hanna, deren geschichte mich sehr fasziniert. Ihr liegt eine Willenskraft und Stärke zu Grunde, die das Buch förmlich ausstrahlt.
Sie erzählt uns die Geschichte in mehrern Etappaen, was hier eine gewisse Neugier produziert. Man möchte so viel mehr von Hanna erfahren. So bleibt es immer spannend.
Mich hat die Autorin sofort erwischt, denn bisher hatte ich nur Ihren "Mondscheingarten" gehört. Sie schreibt gefühlvoll und fliessend, sie erreicht den Leser sofort. Hier wird man nicht mit unnötigen Details belastet. Dennoch fehlt mir hier nicht die Vorstellungskraft, mir jeden Moment vor Augen zu führen. Bildlich sicher ein Highlight.
Eine Familiengeschichte mit geschichtlichen Aspekten zu bestücken fand ich sehr interessant. Es war nicht zu viel, man stöhnt nicht innerlich auf, weil der Abschnitt vielleicht zu lang erscheint, weil zu viele Informationen gar nicht benötigt werden, denn Corinna Bomann zielt auf die Familie in einer sehr interessanten Zeit. Frankreich, Deitschland und Vietnam als Schauplätze, die hier sehr gut harmonieren.
Und dann erst das Cover. Traumhaft gestaltet. Auch das Seitenlayout ist erwähnenswert. Denn das geschlossene Buch birgt ebenfalls gezeichnete Blüten. Das Cover passt perfekt zur geschichte und bevor man das Buch liest, wird man schon auf eine Reise geschickt. Das gefällt mir besonders gut.

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159 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

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Dracyr - Das Herz der Schatten

Susanne Gerdom
Flexibler Einband: 500 Seiten
Erschienen bei cbj, 17.03.2014
ISBN 9783570402245
Genre: Jugendbuch

Rezension:

 Eine phantastische Geschichte und eine wundervolle Schreibkunst. Ich bin geflasht.

Ich kann nur jedem raten, LEST ES!
Meine Gefühle bei diesem Buch fuhren Achterbahn. Ich kann nicht genau sagen, was mich so faszinierte und mitriss. Die Figuren sind authentisch, sie fühlen und man kann gar nicht anders, man mag sie, man reist mit ihnen und man fühlt jeden einzelnen Gedanken.
Aber ich möchte noch nicht vorgreifen:-)
Susanne Gerdom schafft für ihre Leser eine sehr schöne High Fantasy Welt. Drachen haben die Menschen schon immer fasziniert. Diese Welt geht von einer besonderen Rasse aus. Drachen die fühlen und verstehen, Drachen, die gerne frei währen, aber es nicht sind, Drachen, die eine besondere Beziehung zu den Menschen entwickeln und ebenso einen freien Willen besitzen, wie der Mensch auch selbst.
Die Figuren sind so unterschiedlich, wie die Worte auf jeder neuen Seite. Man musste sie mögen oder eben auch nicht mögen, man musste sie verstehen oder eben auch nicht. Die Unterschiedlichkeit der Protas fand ich sehr faszinierend. Es gab starke und schwache Persönlichkeiten, die alle für sich selbst zur Geltung kamen. Kay und Damien konnten nicht unterschiedlicher sein. Schön ist ebenso, mit den einzelnen Figuren mitzuleiden. Sich zu freuen oder traurig zu sein, zu lieben und zu hassen.
Ich kann gar nicht beschreiben, wie sehr ich in die Welt versunken war. Susanne Gerdom schreibt in einem flüssigen und fesselnden, an sich bindenden, Schreibstil, der mich nicht loslies. Das kombiniert mit der Handlung selbst, war und ist es immer noch, genau meins. Oft kam der Wunsch auf, selbst Teil dieser Welt zu sein. Nicht nur weil sie so phantastisch ist, sondern weil auch die Menschen sowie die Wesen eine große Sympatie entwickeln, der man sich nicht entziehen kann. Allein der Zwispalt in Damien war faszinierend. Die bösen Seiten lassen sich so sehr viel besser verstehen. Ihm selbst kann sicher nichts besseres passieren, als die starke Kay an seiner Seite zu haben. Auch wenn Kay oft genug handelt, ohne darüber nachzudenken. Da hätte ich so manches Mal doch eine Schelöle verteilen wollen. ;-)
Nicht zu vergessen, natürlich die Dracyr. Denn schliesslich gehören sich zu der Geschichte. Die Autorin zeichnet sie genauso interessant, wie den Menschen. Die Bindungen mit dem Menschen kann man sehr gut nachvollziehen. Erstaunlich war meine Vorstellungskraft bei der jeweiligen Gestalt der Dracyr. Es viel mir nicht schwer, sie schwerelos am Himmel zu sehen, wie ihre unterschiedlichen Farben im Sonnenlicht schimmerten oder wie sie selbst unter dem Menschen litten, wie sie sie beschützten und wie sie fühlten. Einfach nur toll, auch wenn ich hier gerne mehr gedankenspiel zwischen den Dracyr und ihren Reitern gelesen hätte. Man kann eben nicht alles haben.
"Das Herz der Schatten" bietet euch auch eine Liebesgeschichte. Und wenn ihr denkt, sie plänkelt nur vor sich hin, dann kann ich euch sagen, das dem nicht so ist. Immer noch jugendgerecht geht sie sehr wohl auch ins Detail und lässt uns die Höhen und Tiefen miterleben. Wir erfahren wie nah Liebe und Hass doch beieinander liegen, das unterwerfen nicht Liebe bedeutet und das Hass den Menschen mehr verletzt, als man glauben mag.
Das Buch hat überraschend viele Wendungen, an die man nicht denken wollte. Immer erst zuim Konfliktende klärte sie uns auf, wie die Geschichte weiter geht. Auch wenn die Autorin hier des öfteren weit ausholt, stört es dem Textfluss nicht. Auch die Spannung oder die handlung wird dadurch nicht beeinträchtigt. Für mich gehörte es dazu, mein Kopfkino noch farbiger, noch düsterer und noch lauter zu gestalten.
Wir werden in eine Welt entführt, in der es um Drachen geht, ohne sie zu favorisieren. Hier geht es um Damien und Kay, aus deren wir die Geschichte erzählt bekommen. Auch wenn die Perspektiven wechseln, bleibt man im Geschehen, ohne hinausgeworfen zu werden.
Es war mir eine Freude dieses Buch lesen zu dürfen. Die Stunden vergingen zu schnell und ich hoffe sehr bald auf die Fortsetzung. Die ist wieder eins solcher Reihen, wo man sich ärgert, wenn die letzte Seite umgeschlagen wird, wenn man wissen möchte, wie es weiter geht, wenn man nicht möchte, das diese Geschichte endet.
Vielen lieben Dank!

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Versunkene Gräber

Elisabeth Herrmann
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 16.12.2013
ISBN 9783442479955
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

 Nicht immer ist es für mich leicht, mich in Krimis zu versenken. Auch hier ist es mir nicht gelungen, das Buch in einem Zug durchzulesen. Dabei war es sehr interessant, aber für mich vielleicht auch starke Kost.
Ich muss schon sagen, das die Autorin hier ein doch manchmal totgeschwiegenes thema aufnimmt und sehr gut verarbeitet. Deutsch- Polnisch. Eine gemeinsame Vergangenheit nicht nur hier im deutschen Land, sondern ebenso auch im polnischen. Sehr faszinierend irgendwie, auch wenn Geschichte nicht so meins ist, zumindest nicht in diese Richtung.
Die Autorin schreibt in einem sehr gut lesbaren Schreibstil. Durch die Ausschweifungen erfährt man nicht nur die geschichtlichen Hintergründe, sondern auch die Verganenheit ihrer Protagonisten wird hervorragend beschrieben. Ihre Charaktere sind gut gezeichnet. Das ein oder andere Mal hätte ich auch gerne ein bisschen mehr Farbe gehabt, um mir Situationen auch vorstellen zu können.
Ansonsten war es ein sehr unterhaltsamer Krimi, der doch recht spannend war und meine Neugierde auf das Ende gefördert hat. Die Zwischenmenschlichen Beziehungen und auch die Handlung selbst fand ich unterhaltsam. Denn das ein oder andere Mal fand ich die Situation amüsant, was die Ernsthaftigkeit allerdings überhaupt nicht geschadet hat. Hervorheben möchte ich auch, das Deutschland so wie auch Polen als Handlungsort gewählt worden ist, was aufgrund der handlung natürlich auch etwas mit sich bringt.
Ich mochte den Krimi.

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3.077 Bibliotheken, 39 Leser, 14 Gruppen, 401 Rezensionen

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Obsidian - Schattendunkel

Jennifer L. Armentrout , Anja Malich
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 25.04.2014
ISBN 9783551583314
Genre: Jugendbuch

Rezension:

 Klar, an diesem Buch darf man gar nicht vorbeigehen. Nachdem ich auf der Messe dabei sein dürfte, als der Carlsen Verlag das Buch vorstellte, musste ich es mir selbst kaufen. Das tat ich dann auch, denn neugierig war ich schon. Und gar nicht mal deswegen, weil es hier um eine Bloggerin wie ich selbst gehe, sondern weil allein schon die Romanze und das außergewöhnliche Geschehen reizt. Und, weil das Buch in Amerika gleich an der Spitze stand. Ja, da muss man es doch lesen. Jugendbücher sind schon was tolles.
Hier treffen wir auf eine stinknormale Welt. Glaubt man, doch hier wird es paranormal. Außerirdische, um genau zu sein. Sie sind pures Licht und somit wunderschön. Und sie dürfen nicht auffallen. Sie sind wie wir. Menschen.
So ganz entscheiden, worin es in diesem Buch am meisten geht, kann ich mich nicht. Ich mag diesen wirklich sehr amüsanten Schlagabtausch zwischen Katy und Daemon sehr. Keiner gibt nach, auch wenn sie sich des Öfteren mal unter der Gürtellinie treffen. So richtig schön bissig und sehr unterhaltsam. Ich mag Katy, die so richtig bodenständig ist. Sie merkt schon, das etwas nicht so ist, wie es sollte. Die Autorin setzt diese Situationen richtig gut in Szene. Die Reaktionen bleiben dabei durchaus realistisch. Deide Protagonisten machen sich das Leben zur Hölle. Sie finden sich anziehend und dann auch wieder nicht. Daemon ist ein richtiges Arschloch, ein Macho, wie er im Buche steht. Aber, und das setzt die Autorin sehr gut um, bekommt nicht nur Katy einen Einblick hinter dieser Fassade, sondern auch der Leser. Diese Fetzen des anderen Daemon machen diese Romanze zu einer. Sie machen neugierig und immer wenn Katy ihn findet, verliert sie ihn auch schon wieder. Sehr faszinierend ist auch Daemons Beschützerinstinkt. Und das nicht nur bei seiner Schwester Dee, sondern auch bei Katy. das bringt nicht nur ihn in Schwierigkeiten, sondern auch Katy in Lebensgefahr.
Die Autorin schreibt in einem sehr leichten Schreibstil, was mir persönlich den Einstieg erleichterte. Ohne lange drum herum zu reden, kommt sie auf den Punkt. Die Geschichte ist nicht neu erfunden, aber durch den prägnanten Satzbau macht sie diese zu ihrer. Es wird nicht langweilig, allein schon, weil sie die Protagonisten sehr gut gewählt hat. Beide sind für sich starke Charaktere und ohne die Nebenspieler, wären sie sicher nicht das, was sie sind.
Das Geheimnis, was Dee und Daemon umgibt, wird etwas hinausgezögert. Immer wieder streut die Autorin winzige Fetzen in die Geschichte ein, die uns dem näher bringen. Ich fand das mal gar nicht schlecht gelöst, denn es wird ja noch Folgebände geben. Hier im ersten Band, werden wir Allen vorgestellt. Wir bekommen Einblick in ihr Leben, auch dem bereits vergangenen.
Dennoch bin ich der Meinung, das man dieses Buch auch ohne dem lesen könnte, denn es birgt keinen Cliffhanger. Jedenfalls keinen, der plötzlich endet. Wir bekommen schon das Gefühl, das uns diese beiden noch etwas erhalten bleiben, was allein schon auf die Dialoge zwischen ihnen, Spannung pur ist.

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336 Bibliotheken, 5 Leser, 3 Gruppen, 18 Rezensionen

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Dein für immer

Becca Fitzpatrick , Sigrun Zühlke
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Page & Turner, 03.03.2014
ISBN 9783442204083
Genre: Fantasy

Rezension:

 Ja das war nun der vierte Teil dieses grandiosen Geschichte um Nora und Patsch. Der Vierte und auch Letzte. Und nach meiner Meinung auch der beste Teil.
Ohne lang herum zu reden, gelingt es der Autorin, einen grandiosen Einstieg in die Geschichte zu verfassen. Es wird nicht lange nacherzählt, was wir schon in den drei Bänden erfahren haben. Sie erzählt uns wo wir uns mit Nora und Patch befinden. Mich hat der Start nicht überrascht. Im dritten Band war der Cliffhanger eindeutig und so konnte ich voll einsteigen. Ich muss sagen, die Umsetzung ist Becca Fitzpatrick super gelungen. Von Grund auf ein Spannungsbogen. Und das nicht bei der Story selbst, sondern auch bei der Beziehung zwischen Nora und Patch.
In einem einfachen Schreibstil, ohne lange Texte die erklären, wühlen wir uns durch die Seiten. und auch schon wir dem dritten Teil war es schwer, das Buch überhaupt wegzulegen. Und auch wie bei den Vorgängern erzählt uns Nora die geschichte aus ihrer Sicht. Klar wussten wir, das das Ende ein Happy End hielt. Doch immer wenn man dachte, ja, so wird es weiter gehen, war es dann doch nicht. Eine sicht so leicht zu durchschauende Wendung nach der anderen, was es sehr spannend gemacht hat. Manchmal zog sich die Handlung oder war etwas unnötig, aber im grossen und ganzen konnte mich das Buch wieder an sich fesseln.
Die Figuren waren wieder reinstes Kopfkino. Auch der Handlungsort oder eben Orte waren schön gestaltete Bilder. Personen, die nicht so leicht durchschaubar sein mussten, haben es uns wirklich nicht leicht gehabt. zum Schluss verstand man sogar deren Gründe und taten mir dann doch etwas leid. Nora hat mir einen Tick zuviel Arroganz erhalten, auch wenn sie sehr mutig war. Scott war mir irgendwie dann doch am sympatischsten. ja und Patch. Immer noch sehr sexy. Aber: viel zu wenig anwesend. das was er tat, stand immer im dunkeln.
Das Cover ist natürlich auch hier wieder ein Hingucker. Das dunkle Blau mit dem Engel ist gelungen. Keine Chance daran vorbeizukommen, ohne es in der Hand zu halten.
Mich hat es nicht hundertprozentig überzeugt, aber es konnte mich fesseln. Vielleicht wären drei Teile ausreichend gewesen. Trotz gut ausgearbeiteten Spannungsbogen fehlte mir ein bisschen mehr Action, ein bisschen weniger Egoismus von Seiten Noras wäre schön gewesen. Ein bisschen mehr Patch hätte mich auch gefreut.

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63 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 20 Rezensionen

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Flammenwüste - Das Geheimnis der goldenen Stadt

Akram El-Bahay
E-Buch Text
Erschienen bei Bastei Entertainment, 16.05.2014
ISBN 9783838759845
Genre: Fantasy

Rezension:

Eine Geschichte, die uns Sheherazade in 1001 Nacht erzählt haben könnte. Wir werden in die Wüste entführt, wo Magie, Sagen und Unglaubliches schneller war werden, als wir in die Hände klatschen könnten. Ja schön wärs, ha. Diese Kurzgeschichte ist eine Vorgeschichte, damit man einen Einstieg in die Folgebände bekommt (am 15. August erscheint der Roman "Flammenwüste). Wir wissen was passiert ist und mit wem wir es zu tun bekommen könnten. Für mich überzeugend sind hier die Figuren, die noch nicht alles von sich preisgeben, sondern uns noch Potential lassen, sie mehr kennenzulernen. Ich finde die Sprache wie auch den Schreibstil sehr einfach. Nicht jede Situation kann ich genauso schnell verfolgen, wie es uns der Autor hier bietet. Ein bisschen Stirnrunzeln ist sozusagen mit inklusive. So sehr störend fand ich es allerdings nicht, denn die Geschichte könnte wirklich sehr spannend werden. Der Cliffhanger lässt hier auch gar nichts anderes zu. Es macht Lust auf mehr und ja, wir bekommen mehr. Die bildlich gut ausgearbeiteten Umschreibungen lassen Bilder entstehen, als würde man selbst in einem Sandsturm stehen. Klar kann man in eine so kurzen geschichte nicht zuviel erwarten. Aber im kommenden Roman dürfen wir uns sicher auf noch detailierte Bilder im Kopf freuen. Für mich war die Geschichte mal wieder ein wenig Abwechslung. Mal wieder orientalische Magie zu lesen, fand ich toll und ich freu mich sicher auf mehr. Ein bisschen Magie, ein bisschen Dschinn, ein bisschen Drachen und alles gespickt mit viel Abenteuer. Also ich denke, wir dürfen uns hier auf einen tollen Roman freuen.

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15 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

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Die Rebellin von Koron

Susanne Esch
Buch: 315 Seiten
Erschienen bei Titus Verlag, 10.03.2014
ISBN 9783944935089
Genre: Fantasy

Rezension:

Hier habe ich mich sehr gefreut, den dritten Roman von Susanne Esch zu lesen. Der Schreibstil im ersten Roman fand ich sehr emotional und machte mich neugierig auf die nächste Geschichte der deutschen Autorin.
Ich würde nicht enttäuscht. Klar waren hier ganz andere Emotionen am Spiel, es ging um ein anderes Thema. Die Frau in einer hart umkämpften Zeit, die um ihren Stand kämpfen muss. Anerkannt zu werden und nicht liegen gelassen zu werden, wie ein Stück Dreck. Es ist mutig und wunderbar umgesetzt. Ein Kampf einer Frau.
Der Schreibstil von Susanne Esch mag ich. Ohne zuviel zu werden ist sie sehr detailgetreu und umschreibt uns ihre neue Welt. Ich finde sie mal so gar nicht fremd und fühl mich sehr schnell wohl. Landschaften und Orte entstehen klar vor deinem Auge. Und da kommen wir auch gleich zu unseren Protagonisten. Man merkt schnell, wen man mag und wen nicht. Manches Mal ist mir die Rebellin Kayana etwas zu aufbrausend und gab ihren Begleitern viel zu oft die Gelegenheit, sie als Frau zu entlarven, was bei denen allerdings keine auffällige Reaktion auslöste. Da hätte ich mir gerne etwas mehr Zurückhaltung gewünscht. Das war es dann aber auch schon. Wir finden hier liebvoll gezeichnete Charas vor, mit denen man einfach lachen und weinen, zornig, wütend oder auch glücklich sein möchte.
Dier Reise durch das Land fand ich sehr abwechslungsreich. Mit den Männern zu reisen und dann auch noch einige wirklich sehr liebenswerte Menschen kennenzulernen fand ich für die dargestellte Zeit interessant. Denn man stellt sie sich doch recht burschikos vor. Wild, dreckig und stinkend. Sorry haha. Nein, mir hat es sehr gefallen, das so ganz andere Seiten vorgestellt wurden.
Mir viel der Einstieg etwas schwer, fand mich aber sehr schnell rein und flog formlich durch die Seiten. Man mag das Buch nicht gern aus der Hand legen, was dich natürlich zu schnell dem Ende entgegen bringt.
Das Cover ist im Vergleich zu den Vorromanen von Susanne Esch mal grün gehalten und sprach mich sofort an. Auch das Motiv passt irgendwie gut zu der Story und wird durch die Titelschrift sehr gut unterstützt.

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56 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

änderunge, hochzeit, lebenswandel, liebe, liebesroman, mit verzögerung ins glüc, mit verzögerung ins glück, nadys-bücherwelt, roman, sarah saxx, vergangenheit, verlobung, verstrickunge, wellness, zufall

Mit Verzögerung ins Glück

Sarah Saxx
E-Buch Text: 230 Seiten
Erschienen bei null, 18.06.2014
ISBN 9783950366549
Genre: Liebesromane

Rezension:

Ich gebe es ja zu, so ein bisschen habe ich ja schon darauf gewartet. Ich stelle immer fest, wie sehr man sich des Öfteren mal wünscht, ein Buch sollte nie enden. Aber würde es das nicht tun, dann würden uns so viele andere tolle Geschichten entgehen. Also nimmt man sich die Zeit und lässt das Buch sacken, um sich dann nach einer kleinen Erholung einer anderen Story zu widmen.
Das erste Buch von Sarah Saxx drehte sich um Jana. Es ging um ihr Liebesleben. Um ihr Jugendliebe Julian. Unterstützung bekam sie von ihren Freunden Isa und Marco, die beide immer für sie da waren und an ihrer Seite waren. Und soviel kann ich schon verraten: Der dritte Teil dreht sich um den Herrn der Runde.
Im zweiten Teil war Isa dran. Ich freute mich schon sehr drauf, denn Isa machte mich neugierig. Und jetzt, hier im zweiten Band lernen wir sie endlich kennen. Taff kam sie uns vor, selbstbewusst und Männer verschlingend. Tja, wer glaubt, so wird es in diesem Buch weiter gehen, wird ordentlich enttäuscht sein. Wir lernen eine verletzbare Isa kennen, jemand, der eine Reihe von Schutzhüllen um sich errichtet hat, um nicht wieder verletzt zu werden. Dennoch möchte sie dieses Leben als Vamp aufgeben und endlich das Richtige finden. Ein Leben, dass ihr Geborgenheit gibt, Liebe schenkt und tiefe Gefühle. Kurz gesagt ein Leben, dass sie glücklich macht.
Auch hier haben wir eine seichte Liebesgeschichte, die keine großen Ansprüche hat. Wunderbar jetzt im Sommer lesbar, oder bei Regen auf der Couch oder einfach mal zwischendurch. Wieder schreibt sie an den richtigen Stellen emotional und mitreißend
Sarah Saxx stellt uns eine andere Isa vor, als man im ersten Teil noch zu glauben weiß. Und das finde ich gut. Isa hat mehr hinter ihrer Maske versteckt als man denkt. So gestaltet sich dann auch das erste Treffen mit DEM Mann.
"Ich hab...ein Horn... auf meiner Stirn...", meine Stimme war nur ein Hauchen. "Sie... Sie haben ein Einhorn aus mir gemacht!" Nun klang ich leicht hysterisch. Einer meiner liebsten Stellen in diesem Buch. Obwohl sie Männern aus dem Weg gehen wollte, kommt sie nicht wirklich dazu, was sich doch einen wirklich sehr tollen Schlagabtausch äußert. Amüsant zu lesen, kann ich euch nur zu raten.
Sebastian selbst mag ich. Charmant, offen und ebenso schlagfertig. Er gibt nicht auf und er ist eine total ehrlich Haut. Ein Sympathieträger schlechthin. Tja, und ihr könnt euch ja denken, das es nicht so einfach mit den beiden wird.
Der Schreibstil ist auch hier wieder leicht gewählt. Isa erzählt uns ihre Geschichte. Und auch wie schon im ersten Teil, würde ich so gerne den ein oder anderen Gedanken der anderen Protas erhaschen. Allerdings bleiben sie uns verwehrt. Anmerken möchte ich auch, das ich Jana nicht ganz wiedererkannt habe, was hier nicht tragisch war, denn es ging ja um Isa. Sie selbst tat mir manchmal leid, weil sie sich oft genug selbst strafte und manch eine Reaktion nicht zu erwarten war.
Das Cover ist ähnlich, wie das erste. Nur statt Rosa finden wir blau vor, was auch viel besser zu Isa passt. Blau ist eine bodenständige Farbe und ich denke, auch Isa ist bodenständig.

Und noch ganz zum Schluss ein Lieblingszitat aus diesem Buch.

 "Nimm dir die Zeit, dein Leben mit Liebe zu füllen, dann wird das Glück unvergänglich." seeeeuuuuuffffzzzzzzz.............

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100 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

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Das Reich der Tränen

Janine Wilk , Karin Lindermann
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Thienemann in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 14.02.2014
ISBN 9783522183895
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Das Cover bezaubert sofort. Auch wenn es für mich ein wenig melancholisch rüberkommt, mag ich es mit den Mohnblumen, die übrigens zu meinen Lieblingsblumen gehören. Die Zeichnung ist kindergerecht und passt bestens zum Buch selbst.
Der Titel lässt schon vermuten, das wir hier trotz Kinderlektüre schwere Kost bekommen. Wir Erwachsene sehen die Dinge der häuslichen Kindergewalt ganz anders, als das betroffene oder unbetroffene Kind selbst. Wenn ich nun darüber nachdenke, ob 11 Jahre das richtige Alter für dieses Buch ist, würde ich dem zustimmen. Denn hier hat die Autorin wirklich gute Arbeit geleistet. Ohne Schnörkel oder langen Umschreibungen schreibt sie in einem einfachen aber poetischen Schreibstil aus der Sicht der kleinen Mia. Sie denkt, sie sei selbst Schuld für die Probleme, die sie hat. Nein, es wird ihr geradezu eingeredet. Ist es also nicht auch psychische Gewalt? Ist es im wahren Leben nicht auch so? Kind wird geschlagen und mit Vorwürfen schuldig für die eigene Situation gemacht. Schuldgefühle werden ihr eingeredet und. Und sind die Kinder nicht oft alleine mit ihren Problemen? Auch hier in diesem Buch wird Mia allein gelassen. Vom Vater, weil er selbst Angst hat, dann das Opfer zu sein. Die Oma, die sich hinter Entschuldigungen versteckt und auch nichts tut, die Schule, die machtlos zu sein scheint, weil Mia ja nichts erzählt.
Ohne Probleme stellt uns Janine Wilk das Thema vor und gibt Mia ein Zufluchtsort, der sie unterstützt. Sie flüchtet in eine Traumwelt, die sie "Das Reich der Tränen" nennt. Dort gibt es gut und Böse, die immer nach und nach sehen lassen, welche Situationen und Personen Parallelen mit den realen Leben haben. Es ist wie eine Verarbeitungssituationen, die Mia Kraft geben. Aber schützen kann sie nicht. Sie muss selbst versuchen, stark zu werden.
Schlussendlich wissen wir nicht, wie Mia es schafft, ihre Seelenblume zu beschützen. Wir wissen nur, das sie selbst Kinder bekommen hat und noch immer ins Reich der Tränen reist. Inzwischen kann sie sogar Kinder mitnehmen. Das ist ein Kritikpunkt. Denn wir sehen, was Mia erleiden muss, wir haben ein Kind, das Hilfe braucht und wir können nicht erkennen, wie sie die Probleme löst oder wer ihr hilft. Das ist ein wenig schade.
Der Aufbau finde ich sehr gelungen. Die Autorin teilt es in nicht so lange Kapitel, die sich sehr gut lesen lassen. Zudem schmückt sie jeden Kapitelanfang mit einem Zitat aus berühmten Kinderbüchern wie die "Unendliche Geschichte" oder "Momo". Schöne Idee. Auch das Hinübergleiten in die Traumwelt, mit der helleren Schriftfarbe zu Anfang ist eine tolle Idee.
Nicht zu vergessen, die Liste von Hilfsorganisationen, an die man  sich wenden kann.

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922 Bibliotheken, 24 Leser, 5 Gruppen, 114 Rezensionen

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Krähenmädchen

Erik Axl Sund , Wibke Kuhn
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 21.07.2014
ISBN 9783442481170
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das Cover ist Hammer. Allein die Aufmachung mit der Folie in den Schwedenfarben, fand ich schon toll. Aber das Cover selbst verspricht schon mal Spannung pur. Man wird neugierig. Mit dem lesen des Klappentextes wird deine Neugier nur noch angekurbelt.
Ein Psychothriller, gar keine Frage. Das Autorenteam hat hier fabelhafte Arbeit geleistet. Langsam führt sie uns zum Ziel und baut zum Schluss einen bösen Cliffhanger ein. Klar, am Anfang wird man mit vielen Charakteren konfrontiert, aber alle entwickeln sich erst mit der Geschichte selbst. Unheimlich viel Psychologie dürfen wir erleben. Mich hat das Buch gefesselt. ich fand keine einzige Stelle, die mich gelangweilt hat oder sich unendlich zog. Durch die vielen Wendungen und Spannungsspitzen schaffen die beiden Autoren es, mich zu halten. Man möchte weiterlesen, man möchte wissen, was nun passieren wird.
Der Schreibstil ist flüssig zu lesen. Keine unnötigen Beschreibungen, sehr gute Dialoge und ein spannender Aufbau. Manchmal denkt man schon, boah so viele Sichtweisen. Aber ohne geht es nicht, du brauchst sie, um an Informationen zu kommen. Auch wenn diese nur häppchenweise kommen. das gute, es liest sich spannend durch.
Die Umsetzung, auch private Dinge mit einzubauen, ist sehr gut. zum einem lockert es ein wenig auf, zum anderen lernt man dem Menschen besser kennen. Wir erkennen Zusammenhänge schneller und fragen nicht ständig, wieso das nun so und nicht so gelöst wurde. das gibt dem Buch eine persönliche Note. das Thema selbst ist düster, um nicht zu sagen grausam. Nicht nur, das die Kinder umgebracht und missbraucht werden, sondern auch, das sie Gewalt erleben, das sie psychologisch fertig gemacht werden. Und dazu dann gespaltene Persönlichkeiten, die selbst eine grausame Kindheit hatten. Alles wird brutal erzählt, ohne zu beschönigen. Oft kommt man über seine Wut auf diese Grausamkeit nicht nach.

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252 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 69 Rezensionen

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Das wirst du bereuen

Amanda Maciel , Christa Prummer-Lehmair , Katharina Förs
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Boje, 18.07.2014
ISBN 9783414824066
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mal ehrlich, das Cover macht neugierig, nicht wahr? Ich hab mich gleich darin verliebt, kann aber auch an der Farbwahl liegen. Oder das schlichte, was die Story eigentlich nur noch schlimmer macht. Der Klappentext verspricht einiges, sagt aber vieles nicht aus. Allein schon deswegen muss es gelesen werden. Ich hatte mir nun etwas Zeit lassen müssen, dieses Buch zu lesen. Sehr schade, wie ich dann fand, denn es ist eins von dieser Sorte, wo man nicht aufhören kann. Es ist trotz des sehr heiklen Themas wirklich toll geschrieben. Ein flüssiger Schreibstil, der dich durch die Seiten gleiten lässt. Einfach und modern. Das gefällt mir hier sehr. Das Buch teilt sich in zwei Hälften. Immer im Wechsel erzählt uns die Autorin aus der Sicht der Protagonistin Sara. Zum einen die Gegenwart und zum anderen die Vergangenheit. dadurch wird uns schnell klar, worum es geht. Auch wenn ich manchmal gerne mehr Details gesehen hätte, wurde klar, das Sara nicht nur Täter, sondern auch Opfer ist. Das fand ich tragisch. Die Autorin schafft es hier aber, uns eine realistische Person zu zeigen und vorzustellen. Ich denke, es ist nicht einfach, einen Mobber darzustellen, denn die meisten Bücher mit diesem Thema handeln vom opfer selbst. Wie es gemobbt wird, wie es Hilfe bekommt und wie es endlich leben darf. Hier haben wir mal eine ganz andere Sichtweise. Auch wenn wir hier eine Täterin sehen, sehen wir gleichzeitig auch ein Opfer. Klar wird das erst mit dem Buch mit der Geschichte selbst. Wir erleben Sara als Mobberin, die doch selbst dort ein bisschen reinschlittert und wir sehen sie als zweierlei Opfer. Zum einen wird sie selbst eine Ausgestossene, was sie selbst verändert, und zum anderen war sie es bereits in der Vergangenheit. Durch den Zwang, was in der Schule zu sein, angesagt und mit schillernden Figuren umgeben zu sein, merkt sie nicht, wie falsch alles ist. Und dennoch wird im Buch auch klar, das sie nicht immer so ein Biest war. Durch ihre Freundschaft mit Brielle wird alles nicht einfacher. Brielle finde ich schwierig als Person und bemitleidenswert einsam. Und auch wenn Sara auch zum Schluss immer noch ihre Freundin irgendwie liebt, sieht sie ein, was ihr Einfluss auf ihr Wesen ausgeübt hat. Gleichzeitig wird uns auch eine liebevolle Sara gezeigt, die sich sehr um ihre Brüder kümmert. Sie liebt die beiden, und gibt den beiden irgendwie halt. Denn hier haben wir eine zerrüttelte Familie, was sicher ebenso Einfluss auf das Handeln von Sara hatte. Nicht das ihr denkt, ich beführworte Saras Handeln, denn das tue ich nicht. Gemobbt zu werden und andere soweit zu treiben, das sie sich das Leben nehmen, ist nicht mal ansatzweise zu befürworten. Ich fand es nur interessant, aus welcher Sicht wir dieses Buch lesen dürften und wie vielschichtig Sara dagestellt wurde. Vielleicht hätte ich gern mehr Farbe gehabt, ein bisschen mehr Gefühl oder Reue, aber im nachhinein weiß ich nicht, ob es hier passt.

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156 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 65 Rezensionen

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Dark Elements - Steinerne Schwingen

Jennifer L. Armentrout
E-Buch Text
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 11.08.2014
ISBN 9783956493485
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Jennifer Armentrout schreibt in einem leicht lockerem Schreibstil, der an vielen Stellen sehr guten Humor aufweist. der Schlagabtausch in den Dialogen finde ich amüsant. Da fühlt man sich gleich noch besser unterhalten. Wir erleben aus der Sicht der 17jährigen Layla eine Story über Dämonen und Gargoyles. Die Dämonen das Böse und die Wächter das Gute. So meint man zumindest. Layla steckt dazwischen weil zur Hälfte Wächterin und zur anderen Hälfte Dämonin ist. Es fällt ihr schwer ein normales Leben als Teenager zu führen. So richtig passt sie nirgens rein. Ich mochte die Art und Weise der Autorin layla darzustellen. Manchmal denkt man schon, wie naiv sie ist, aber das ist sie nicht. Auf eine Art und Weise ist mutiger, als man es lesen kann. Man mag sie sofort, auch wenn mir das ein oder andere Mal die Konturen der Figur verloren gehen. Die Beschreibung ist etwas dürftig und das trifft auf jede einzige Figur zu. Bei den hoten Jungs kann man sich allerdings vieles zusammenreimen und ja, da sagt niemand nein zu ;-) Hier erleben wir eine andere Art der Fantasy. Nicht nur Engel oder Vampire. Jennifer Armentrout schafft neue Sphären, wie bei Obsdian auch. Na gut, eigentlich ist es egal. Mir zumindest, denn die Story stimmt ja auch so. Gut und Böse verteilen sich sehr gut.  Hach, warum zieht uns das Böse und Geheimnisvolle mehr an, als das Richtige und Gute? Ja, ich weiß darauf auch keine Antwort. Klar das Roth hier viel mehr punktet als Zayne, auch wenn ich zum Schluss selbst auch ihn irgendwie mochte. Und das hatte nicht mit dem Extra im Buch zu tun, wo wir eine Szene aus Roth seiner Sicht lesen dürften. Klar steht für Zayne seine Loyalität zu seinem Vater und Tun im Vordergrund, aber ich wurde nie schlau aus seinen Gefühlen für Layla. bei Roth konnte man da eine viel bessere Entwicklung entdecken, die uns gern Layla schütteln lassen wollten. Aber wir müssen ja bedenken, dass noch mindestens zwei teile folgen werden, wo wir eine Steigerung erwarten. Hier im ersten Teil baut sich die Geschichte langsam auf. Für uns bleibt einiges offen und schon jetzt wünscht man sich ein saumässig gutes Ende. An den Figuren kann durchaus noch gearbeitet werden, ich wünsche mir ein bisschen mehr Tiefgründigkeit, ein bisschen mehr Farbe für mein Kopfkino. Denn es ist so schade, so eine schöne Story zu lesen und sie sich nicht 100prozentig vorstellen zu dürfen. Das war auch nicht ganz das einzige Kreterium, welches mir nicht gefiel. Nicht nur die Wächter, Layla oder die Dämonen leben in ihren eigenen Welten. Dazu müssen ein paar Informationen her, die uns damit füttern, wie sie leben. Das fehlte hier gänzlig. Trotz das Layla in einem Haus voller Wächter aufwächst, sich schlussendlich auch mit Dämonen abgibt, bekommen wir wenig Infos. Aber, keine Sorge, mich persönlich stört es nur jetzt, wo ich diese besprechung schreibe. Für mich war es ein Buch voll nach meinem Geschmack. Dämonen, Engel, Teufel, Gargoyles ... ganz genau meins. Die Autorin setzt es wirklich Klasse um, uns die Figuren schmackhaft zu machen. Eine andere Welt, so wie es sich gehört. Ich wollte das Buch nicht zu Seite legen. Aber das blöde reale Leben war auch noch da. das hat dem schnell einen Schnitt durch die eigene Rechnung gemacht. Dennoch hatte ich es recht schnell gelesen und kann den zweiten Teil gar nicht erwarten. Die Charas bekommen sicher ein bisschen mehr Farbe, die Story bekommt noch weitere Höhepunkte, ja und die Liebe wird sich sicher für einen Weg entscheiden, mit dem wir hoffentlich klar kommen. bereitet mir ein bisschen Sorge, in welche Richtung es hinauslaufen wird. das Cover finde ich eigentlich schon gelungen. Ein wenig düster und der Ring bezieht sich tatsächlich auf die Geschichte selbst. Allerdings finde ich das Paar im Ring unpassend, da es auch mit keinem der Charas etwas gemeinsam hat. Ansonsten finde ich hier eine tolle athmosphärische Gestaltung vor, die gut zum Buch passt. Das beinhaltet den Schriftzug ebenso, wie auch die Farbgestaltung. Ach und was ich noch sagen wollte, der kleine Seher hat es mir doch auch angetan, so altklug wie er daherkam, war es erfrischend anders. Ich hoffe, er bekommt noch eine weitere Rolle in den Folgebänden. Schön wäre es. Ansonsten auch noch ein kleines Nachwort. "Bittersüße Tränen" werde ich sicher auch lesen, sobald es erscheint. Eine kleine Kurzgeschichte, bei der es um Jasmine geht. Eine Vorgeschichte, die hoffentlich genauso lesenswert ist.

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69 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 36 Rezensionen

aprikosen, aprikosenküsse, berlin, claudia winter, dorfpolizist, familie, gutsbesitzer, happy end, italien, liebe, liebesgeschichte, roman, toskana, urne, winter

Aprikosenküsse

Claudia Winter
E-Buch Text: 346 Seiten
Erschienen bei null, 19.07.2014
ISBN B00LZ6GW82
Genre: Liebesromane

Rezension:

 Ich muss euch ja nicht erzählen, das ich mich auf dieses Angebot von Claudia Winter sehr gefreut habe. Es klang so romantisch, Fernweh erzeugend und nicht zu vergessen, kulinarisch. das ist schon so ein Charakteristika der Autorin, ohne dem mir was fehlen würde.
Das Cover selbst habe ich erst nach dem Buch gegoogelt. Klar, ich war neugierig. Wie passste das zum Buch? Findet die Geschichte einen Bezug dazu? Tja, und ich würde belohnt. Allein die Farben klingen nach Toscana und ja die Aprikosen mussten da sein. Wäre ja auch was, wenn nicht. Es hat was schlichtes und doch was appetitliches. Als Buch sicher sehr reizvoll, es in die Hand zu nehmen. Es macht Lust auf Aprikosen. Wobei ich dazu sagen muss, das ich bisher noch keine italienischen gegessen habe. Bisher versuche ich immer die französischen zu bekommen. Aber vielleicht wäre es ja eine Möglichkeit, mal die italienische Sonne zu probieren. Nach Florenz wollte ich sowieso schon immer mal.
Schade, schade, schade ... . Man möchte doch meinen, solch einen Ort gibt es wirklich in Italien. Er weckt Abenteuerlust, die Liebe zur Familie, die Liebe zum Essen und zur Natur. Er weckt das Erlebnis des Zusammenhaltes. Auch wenn dieser Ort so fiktiv ist, wie er nur sein könnte, wurde man in das Land Italien gespült. Man konnte sich dieses alte Gut vorstellen, man konnte sich die Landschaft mit diesem traumhaften Sonnenuntergang und den riesigen Aprikosenfeldern vorstellen. Land und Leute, die nur Fernweh auslösten. Wer diese Zeichnungen nicht mochte, diesen Ort oder auch die Leute selbst nicht leiden kann, der versteht nichts von der Liebe selbst, die Liebe zu seinen Träumen, die Liebe zur Familie und die Liebe zu seinem Land. man mag vielleicht das ein oder andere nicht haben oder fühlen, aber mit diesem Buch kann man davon träumen.
Dieses temperamentvolle Werk war nun mein drittes Werk der Autorin. Und ja, ich wurde nicht enttäuscht. Während man irgendwie darauf wartet, kulinarisch verwöhnt zu werden, lässt sie ein Gedanken nach dem anderen der beiden Protagonisten los. Wir erleben die Gedankenwelt von Hannah und Fabrizio, was das ganze Abenteuer sehr interessant macht. Manches mal liest man ein Buch und würde so gerne wissen, was denn der andere denkt. Hier dürfen wir es lesen und es macht beide Personen richtig sympatisch. Auch wenn viele vielleicht denken, was Hannah für ein Biest ist, sieht man sehr oft hinter der Fassade der Halbitalienerin oder Halbdeutschen. Das dürft ihr euch selbst aussuchen ;-) Ein wenig unnahbar, aber allein durch ihre Kolleginnen Claire und Sasha sehen wir doch eine andere Hannah. Eine einsame Hannah. Man merkt es nicht sofort, aber durch diese zwei habe ich sehr schnell gemerkt, das diese Person eine andere sein sollte. Fabrizio ist bei vielen sicher sofortiger Sympathieträger, gerade seine unwirsche Art gespickt mit seinen Träumen.
Ihr werdet beide mögen, früher oder später, das ist versprochen.´Aber vergesst die anderen nicht. In diesem Roman sind sie wichtig und ich empfinde sie mal gar nicht als Nebencharas. Ohne sie wäre das Buch nicht das, was es schlussendlich ist. Alle haben ihre Eigenheiten. Vielleicht klischeehaft italienisch, aber zum Knuddeln liebenswert.
Der Schreibstil ist in einem Rutsch flüssig wegzulesen. Wieder Suchtfaktor! Mir gefallen die witzigen Schlagabtausche von Hannah und Fabrizio, nein eigentlich alle. Mir gefällt die romantische Landschaftsgestaltung, in der man sich sofort wohlfühlt. Ohne zu viele Worte, ohne unnötige Abschweifungen. Claudia Winter verliert sich hier nicht in Träumereien. Sie schafft eine fiktive aber doch reale Welt, voller Ideale und Wünsche, voller Liebe und Wünsche.
Die Liebesgeschichte selbst ist keine Neuheit. Allerdings schafft es die Autorin sie neu zu erfinden. Super war die Art und Weise, die mich nie an das Ende denken lies. Klar wissen wir, wie solche Geschichten ausgehen. Wir wünschen uns doch ein Happyend. Aber dieser Roman versucht gar nicht erst zu beschönigen, wie es ausgehen wird. Man bekommt keine Lust, ans Ende zu blättern, um schon vorher zu sehen, wohin die reise gehen wird. Ich hatte das Bedürfnis Satz für Satz mit dieser Familie zu reisen. Egal wohin, da wäre ich gerne dabeigewesen. Gut gelöst war ebenso die Suche nach Hannahs Wurzeln. Eher nebensächlich und doch wichtig, sprenkelt Claudia Winter die Happen ein. Man merkt gar nicht, wie die Lösung näher rückt. Wobei beim Likör mir doch schon die Ahnung kam, sie war sogar richtig.

Ich kann eigentlich jedem dieses Buch empfehlen. Zusichern kann ich euch auch, dass das Buch keine lange Lebensdauer aufweisen wird. Und das mir in Claudia Winters Romanen oft die Emotionen durchbrennen. Am Schluss darf geheult werden und mit Tränen in den Augen unbedingt die Lacher nicht vergessen. Die waren gut. Und zum Schluß auch nicht zu vergessen, zumindest hat es mich einen Freudenlaut entlocken lassen, die Rezepte. Das wird nachgekocht, versprochen!

Ein temperamentvolles Liebesabenteuer, mit einer fernweherzeugenden Kulisse, italienischer Familienbande und soviel Herz in jede erdenkliche Richtung.
Unbedingte Leseempfehlung!

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64 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 39 Rezensionen

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Freitags in der Faulen Kobra

Stefan Nink
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Limes, 17.03.2014
ISBN 9783809026365
Genre: Humor

Rezension:

Zuerst einmal, nein, ich habe den Vorgänger "Donnerstags im fetten Hecht" nicht gelesen. Das gute ist, man kann diesen Roman auch ohne den ersten Teil lesen, das schlechte, mir ist da wohl ein Lesehighlight entgangen, das es gilt, schnell nachzuholen und ebenfalls zu lesen.
Stefan Nink ist ein überaus sympatischer Autor, den ich auf der Buchmesse in Leipzig bei dem Bloggertreffen vom Randomhousetreffen kennenlernen dürfte. Und er schreibt ebenso sympatisch. Mit einem fliessenden, wirklich leicht zu folgendem Schreibstil, der eine gewisse Komik nicht verhindern kann, blättert man viel zu schnell durch die Seiten.
Ein Schreibstil mit einer manchmal schon sarkastischen Komik, die dich das ein oder andere Mal auflachen lassen. Man kann gar nicht anders, und leidet immer wieder mit Siebeneisen mit.
Da ich den ersten Teil nicht kenne, kann ich keinen Vergleich mit der Zeichnung der Charaktere anstellen. Hier in diesem Roman allerdings, fehlte mir nichts zum Kopfkino. Ich mochte sie und jeder einzelne hatte einen seltsamen Spleen, den man sich wirklich vorstellen konnte und jeden somit sympatisch rüberkommen lässt. Siebeneisen begibt sich erneut auf eine Reise um die Welt, mehr oder weniger freiwillig :-))
Klar, wenn man so viele Orte in einen Buch unterbringen muss, ist es nicht so leicht, sich nur auf ganz bestimmte zu konzentrieren. Deswegen fand ich es eine wirklich fabelhafte Idee des Autors, hier James Cook einzubauen. Somit bekommen wir nicht nur unseren Reisefieber in den griff, sondern auch gleichzeitig eine ordentliche Portion Geschichte. Sehr interessant, wie ich feststellen dürfte. Nicht nur der fremden Länder Willen, sondern auch einem wichtigen Ereignis in der Menschengeschichte, dürften wir näher betrachten.
Was mir immer wieder Spaß gemacht hat zu lesen, waren natürlich die Aufenthalte in der "Faulen Kobra". Diese wiedersinnigen Dialoge von Wippenfürth und Schatten waren urkomisch, selbst der Besitzer, dessen Sohn und die "Hauskobra", die auf Gitarrensolos steht, lassen Bilder in deinem Kopf entstehen. Es ist so leicht sich in diesem Roman die Figuren vorzustellen, mit ihnen zu leiden oder sie einfach nur auszulachen.
Erwähnenswert ist ganz sicher auch die beziehung zu Lawn. Am Anfang fehlte mir so ein bisschen der Pep zwischen den Beiden. Aber schlussendlich muss ich sagen, dass es nicht zu ihnen passt, leidenschaftlich zu sein. Beide sind zurückhaltend, lieben sich aber wirklich, was auch gerade zum Ende sehr deutlich wird. Die Beziehung scheint so selbstverständlich zu sein.
Das nachher die Geschichte so eine andere Wendung bekommt, merkt man in seinem Leseeifer nicht. Man ist zwar immerzu wieder frustriert, wenn es nicht so lief, wie gewünscht, aber das Ende befriedigt dennoch die Gemüter aller.
Ich kann euch dieses Buch wirklich ans Herz legen. Sicher auch "Donnerstags im fetten Hecht", auch wenn ich ihn noch nicht gelesen habe. Es ist eine tolle Reise um die Welt, mit einem sparsamen Planer, auf den man sicher selbst verzichten kann. Tagelang unterwegs zu sein, grenzt wirklich an Zumutung, vor allem wenn man bedenkt, wie kurz die Strecke wirklich gewesen wäre. Wippenfürth hat da wirklich talent, die kuriosesten Strecken und Unterkünfte zu finden. Herrlich komisch.

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99 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 49 Rezensionen

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Roter Mond

Benjamin Percy , Michael Pfingstl
Fester Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 24.03.2014
ISBN 9783764531232
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Bevor wir zum eigentlichen Buch kommen, erst einmal zum Cover, denn das ist ja nun wirklich ein richtiger Hingucker, wie ich finde. Das Hardcover ist mit einem roten Mond gestaltet, so wie es auch schon der Titel vorgibt. Man könne glauben, wie einfallslos das sei, aber ich finde in diesem Fall das Offensichtliche passend. Sieht schon toll aus mit seinem tiefroten Mond.
Ich bin ehrlich, am Anfang hatte ich so meine Schwierigkeiten einzusteigen, obwohl es nicht im mindesten langweilig startet. Woran das nun liegen mag, weiss ich nicht. Denn es kommt ganz anders, zum Schluss wollte ich das Buch nicht aus den Händen legen, weil es mitreißt.
Benjamin Percy erzählt uns aus drei Perspektiven und drei unterschiedlichen Leben, die zum Schluss dann zusammenfinden. Man hat Patrick, der ein Mensch ist und aus einem Flugzeug als einziger Überlebender eines Lykaner Terroranschlag aussteigt, dann Claire, die eine Lykanerin ist, aber lieber nicht dieses Leben mit all seinen Einschränkungen leben muss und Chase, der zum wichtigsten Politiker aufsteigt und ein Geheimnis mit sich herumträgt.
Drei verschiedene Leben, drei verschiedene Perspektiven, drei verschiedene Meinungen. Der Autor schafft es sehr spannend zu erzählen und uns die Entwicklungen jeder einzelnen Person entgegenzubringen. Und das meine ich mit all ihren Gedanken und Gefühlen. Die Realität in diesem Buch war so erschreckend, das es genauso hätte sein können. Eine fiktive Geschichte in einer realen Welt, in einer Welt, die so aus den Fugen geraten würde, wäre sie denn war. Menschen und Wolfsmenschen, die Lykaner, leben gemeinsam nebeneinander, wobei die Lykaner deutliche Einschränkungen haben, die sie als Menschen diskriminieren. Sie nehmen "legale" Drogen, um den Wolf in ihnen zu unterdrücken, damit sie niemanden beissen. Nur Blut kann diesen genetischen Defekt weitergeben.
Das Buch selbst ist in drei Abschnitte eingeteilt. Nicht ungeschickt, muss ich feststellen. Mann könnte fast meinen, das jeder Chara hier ein Buch bekommt. Dem ist aber nicht so. Mit einem fesselnden und leicht zu verfolgenden Schreibstil versinkt man sehr schnell in die Geschichte. Auch wenn man ein bisschen zur Eingewöhnung brauchte, weil er doch manches mal direkt auf den kurzesten Weg einiges auf den Punkt brachte. Der Zwang das Buch wegzulegen, ist somit wiederlegt. Gefährlich sag ich euch, wenn man den nächsten Tag früh wieder hoch muss. Aber so eine einzige Nacht, geht das schon mal. Vielleicht wird der ein oder andere Probleme bekommen es zu lesen, aber traut euch dranzubleiben, man findet sehr schnell rein.
Vielleicht ist gerade diese kurze Formulierung daran Schuld, das das Buch so fesselt. Es ist sicher einer der vielen Gründe, das dem so ist. Gewalt wird direkt formuliert, die Drogen angesprochen und Aufstände beschrieben. Sehr gut gelöst, eine fiktive Geschichte zu zaubern, die aktuelle Themen sehr wohl ansprechen und nicht gutheissen. Manches Mal so grausam. Wenn wir uns alle das eingestehen, dann muss auch sowas angesprochen werden. Die Umsetzung ist Klasse.
Die Protagonisten sind sehr detailgetreu gezeichnet und die Vorstellung gefällt mir sehr. Nicht unerheblich finde ich auch die Nebencharaktere, die meist eine Verbindung darstellen. Sie sind Bindungsglieder in der Geschichte, zwischen den Hauptprotas und den einzelnen Abschnitten. Hat mir sehr gefallen, wie gut sie sich einfügen.Wer weiß, ohne sie, würde sicher etwas fehlen.
Dennoch muss ich anmerken, das es zwar ein finales Ende ist, allerdings mir doch zu schnell ging. Es schien mir dennoch etwas offen zu sein, vielleicht dürfen wir uns ja über eine Fortsetzung freuen, denn der Autor hat sehr wohl einen Cliffhanger eingebaut.
Also toll ausgearbeitete Charaktere, eine fiktive zeitnahe Geschichte in einer realen Welt. Tolles Buch! Also lesen.

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66 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

,, angenheit, angs, auf umwegen ins herz, freundschaft, lieb, liebe, liebeskummer, linz, österreich, sarah saxx, vergangenheit, vermisse, vertrauen

Auf Umwegen ins Herz

Sarah Saxx
E-Buch Text: 229 Seiten
Erschienen bei null, 04.10.2013
ISBN 9783950366501
Genre: Liebesromane

Rezension:

Also erst einmal, ich liebe solche Literatur. Auch wenn sie viele als einfach erklären, mag ich romantische Liebesschnulzen, die natürlich immer gut ausgehen. Wäre ja auch schlimm, wenn nicht. Romantisch ans Herz gehen muss es, mit Charakteren, denen man nicht wiederstehen kann.
Sarah Saxx Depütroman hat genau das alles. Romantik, Herzschmerz, Liebe, tragische Vergangenheiten oder Gegenwarten, liebenswerte Figuren und eine schöne Story zum dahinschmelzen und versinken.
Sie macht es einem hier nicht leicht, das Buch wegzulegen. Ihr wirklich mitreißender Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen. An vielen Stellen sogar richtig mitreißend und an den richtigen Stellen emotional. Gerade am Ende war es dann mit meiner Beherrschung auch vorbei, so sehr war ich in der Geschichte eingetaucht.
Die Autorin schreibt hier aus der Sicht von Jana in der Ich-Perspektive. Und hier taucht mein Problem auf. Klar können wir in dieser Story so ziemlich alles nachvollziehen, allerdings fehlen mir hier die Gedankengänge anderer. Zumindest die von Julian oder Isa. Und eins fehlt mir noch. Jana beschreibt viel ihre Gefühle in Bezug auf die Vergangenheit. Wie steht sie zu dem Geschehenen von Damals? Was fühlte und dachte sie? Was wünschte sie sich zu dieser Zeit? Das fand ich sehr schön, weil man so auch vieles nachvollziehen konnte. Aber was ist mit Julian? Er offenbart sich ihr. Mehrmals sogar. Schüttet Jana sein Herz aus, seine Gedanken und Gefühle, die ihn heute genauso überrennen, wie auch bei Jana. Leider erzählt sie ihm nie, was sie damals durchlebt hatte. Und das war irgendwie schade, denn das wäre fair gewesen, auch ihm zu erzählen, was sie damals dachte. Dadurch ist hier nur einseitiges Handeln zu lesen. Alles geht von Julian aus. da kommt man schnell auf den Gedanken, wie leicht er es doch bei Jana hat.
Das war aber schon das, was mich störte, weil hier auch die Sicht der weiteren Charaktere manches Mal hiefreicher gewesen wäre, um Situationen zu verstehen. Gerade am Schluss, wäre ein Aufbruch des Stils vielleicht ratsam gewesen. Oder eben am Anfang, warum jetzt Julian Jana anschreibt, auch wenn wir im Roman, die Gründe noch lesen.
Was mich überaus faszinierte, waren die richtig guten Beschreibungen von Janas Gedanken.
Sein Blick wirkte verträumt, sehnsüchtig, als er sich über die Lippen leckte, als wolle er sie aufwärmen für weitere Zärtlichkeiten. (Seite 114) Mein Lieblingszitat :-))   Das hier ist nur eins der wirklichen Gefühle und Gedanken unserer Jana. Schmetterlinge im Bauch kann man spüren, Traurigkeit mitleiden und an den richtigen Stellen lachen. Nicht jeder schafft es, mich so gut zu unterhalten.
Erwähnenswert finde ich ebenso das Einbinden der heutigen Zeit. Social Media gehört für uns dazu, also finde ich die Umsetzung von Facebook und Co passend, was nicht nur den Roman auflockert, sondern auch moderner macht. Wir können verstehen, wieso Julian kein Fan dergleichen ist, und auch, das Jana so offenherzig alles veröffentlicht. Wir leben ja schliesslich auch damit.
Das Cover finde ich in seinen zarten Farben perfekt gewählt. Für diese Liebesgeschichte, sind die Pastellfarben super, denn die Achterbahn, die hier die Gefühle der Protagonisten durchleben dürfen, kann man sehr schön assoziieren. Die Schlichtheit der drei Farben (weiß, rosa und grau) unterstreichen nach meiner Meinung auch die Story. Hätte man hier eine buntere Wahl gehabt, müsste das Thema Leidenschaft und Erotik deutlich mehr vorkommen ;-)
Zum Schluss möchte ich noch sagen, das mich Situationen in der Geschichte an meine eigenen Erlebnisse mit der Liebe erinnert hat. Ich fand das schön und manches Mal auch wehmütig.

Meine lieben Leser, wer auf leichte romantische Lektüre steht, ob eben mal zwischendurch oder weil er sie genauso gerne liest, wie ich, sollte sich dieses Buch nicht entgehen lassen.

Romantik, Herzschmerz, flatternde Schmetterlinge im Bauch und Gefühle, Gefühle, Gefühle.

Mich hat er überzeugt und ich freue mich sehr, wieder etwas von Sarah Saxx lesen zu dürfen.

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22 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

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Die Frau, die Sterne fing

Amy Brill , Margarete Längsfeld , ,
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Kindler, 07.03.2014
ISBN 9783463406329
Genre: Romane

Rezension:

Fangen wir doch gleich einmal mit dem Cover an. Mich reizte ja sofort die Gestaltung, ohne das ich wusste, was sich dahinter verbarg. Dieses dunkle Blau, der Schriftzug, der Titel selbst. Hier passt alles komplett mit der Geschichte zusammen.
Amy Brills Debütroman brauchte etwas, um mich zu fangen und zu überzeugen. Dabei lag es echt nicht an der Story selbst. Vielleicht war es der Schreibstil, ich kann es nicht genau sagen. Was ich aber sagen kann, bleibt am Ball, denn nach den ersten Seiten wollt ihr Hannah weiter begleiten.
Hannah ist eine faszinierende Figur. Sie lebt in einer Zeit, die Frauen noch einen Platz zuweist, aber dennoch schon gewährt, gehört zu werden. Dabei kommt noch erschwerend hinzu, das auch die Quäkergemeinde sein bestest dazu tut, um sie einzugrenzen und ihr immer wieder vor Augen zu halten, wie wenig Möglichkeiten sie hatte und was sich für eine Frau schickte.
Amy Brill versucht hier das Leben einer Frau einzufangen, die es trotz aller Widrigkeiten geschafft hat, auszubrechen und einer der ersten Frauen zu werden, die berühmt sind. Auch wenn die Gesalt fiktive Elemente hat, finde ich es doch wichtig zu sehen, wie schwer es die Frauen damals hatten. Ich mochte Hannah und zu oft hab ich sie schütteln wollen, weil sie so vieles nur hätte mit den Händen greifen brauchen. Doch ihr Denken hat noch vieles blockiert und sie brauchte Anstöße, um diese zu ändern und ihre Richtigkeit zu erkennen. Hannah ist eine starke frau und lernt langsam ihre Ketten zu sprengen. dabei wird sie auch unterstützt. Vor allem ihr Bruder Edward und ihre große Liebe Isaac versuchen ihr klar zu machen, das sie alles kann, wenn sie es nur zuliesse.
Sich mit dem Thema Astrologie auseinanderzusetzen fand ich mutig, des ist so allumfassend und weitreichend, das man wichtige Dinge aus den Augen verliert. Ich selbst fand die Informationen sehr wohl dosiert und weitgefächert genug, um mich dabei nicht zu langweilen. Nein, ich fand es höchst interessant sogar. Ich nehme an, das es auch nicht so leicht war, aus dieser Zeit zu recherchieren. Mich hat das Thema fasziniert und gefangen genommen. Auch wenn die Berechnungen dazugehören, hätte sie auch fehlen können. Die Beschreibung des Himmels fand ich dagegen zum dahinträumen. Ich konnte die Leidenschaft Hannahs spüren.
Der Schreibstil allerdings brauchte etwas, bis ich dem Fluss folgen konnte und am ball blieb. Zuletzt lohnte es sich sehr, denn ich war gefangen in der Geschichte. Allein die Beschreibung der Autorin, egal ob Mensch, Landschaft oder Gerät, reichten aus, um es mir vorstellen zu können. Ich kam flüssig durch die Seiten und hatte auch keine Probleme mit der Sprache, die ja zu der Zeit, auch etwas anders war. Ich fand es sogar sehr gut, das Amy Brill diese mit eingearbeitet hat.
Ja und nun auch zu der fiktiven Liebesgeschichte. Man bekommt nie das Gefühl, das sie das Hauptthema der Geschichte sei. Ich denke auch, das es so gewollt ist. Sie fädelt sich ein und gibt zugleich noch in anderen Lebensbereichen Einblick, ohne zu stören. Noch immer könnte ich heulen, wie die Geschichte mit Isaac ausging, denn da hätte ich mir so gern ein HappyEnd gewünscht, auch wenn beide mit der Entscheidung leben konnten, die sie gefällt haben. Jedenfalls hatte mich diese sehr berührt und gefangen genommen, so das ich die nacht mich dieser wieder opferte. Seufz.

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