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kochen, englische küche, diana henry, kochbuch, diverse gerichte

Simple

Diana Henry , Margot Fischer
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei ars vivendi, 13.01.2017
ISBN 9783869137599
Genre: Sachbücher

Rezension:

Die Autorin verspricht mit ihrem Kochbuch Rezepte die ohne viel Aufwand schnell zubereitet werden können. Oder zumindest sollen die Zutaten für ihre Kreationen eh schon Zuhause rumstehen, und wenn auch dies nicht der Fall ist, schnell mal eben auf dem Heimweg von der Arbeit besorgt werden können.
Nun ja, in einem hat die Autorin vermutlich Recht: Ein Großteil der Rezepte klingen in der Zubereitung recht einfach. Ohne viel Schnibbelei, man werfe dieses in den Topf oder jenes, rühren und ab in den Ofen oder einfach kochen lassen bis es gut aussieht.
Wenn man die Garzeiten nicht mitrechnet, steckt wirklich nicht viel Arbeit und Zubereitungszeit dahinter, es kocht sich quasi von alleine.
Wenn ich mir jetzt aber anschaue welchen Aufwand ich betreiben muss um an diese Zutaten ranzukommen sieht die Sache schon anders aus:
Zuerst einmal muss ich googlen, damit ich überhaupt weiß was das ist was da demnächst auf meinem Teller landen soll. 
Demerarazucker? Nie gehört. 
Mooli? Hilf mir Google. 
Wassermelonenrettich? So was gibt es?
Orzo? Pul Biber? Burrata? Fregola? Ach komm, ihr erfindet doch jetzt Wörter.
Dann braucht man Flaschen über Flaschen von irgendwelchen Alkoholika, Ölen und Essigen. 
Ich dachte, ich besitze schon viele Gewürze. Wenn ich aber so in das Buch reinschaue weiß ich: Nichts habe ich, schämen sollte sich mein Gewürzschrank. Noch nicht mal olles Pimenton habe ich.
Und bei den asiatischen Gerichten ist es noch schlimmer. Tigelchen, Töpfchen, Döschen mit tollen Pasten und Gewürzen und Sößchen in allen Formen und Farben. Nichts davon habe ich zuhause. So! 
Ja, und wenn ich dann mal weiß was ich essen soll, muss ich nur noch herausfinden wo ich das herbekomme. 
Die Autorin wohnt wohl in London. Schön für sie. Sie hat bestimmt auch voll die tollen Geschäfte auf ihrem Nachhauseweg. Ich nicht! Hier gibt es nur einen winzigen Lebensmittelladen mit dem ich bisher auch immer zufrieden war. Ich habe den Besitzer aus Spaß gefragt ob er heute "Cavolo Nero" da hat. Er hat mir ein Taschentuch für meinen Schnupfen gereicht.
Nein, im Ernst. Wenn ich vorhabe etwas von diesen, wirklich sehr ausgefallenen Rezepten ausprobieren will, muss ich lange im voraus planen, denn ich muss ja auch in die weite, große Stadt. 
Gut, ja, ich gebe es zu: Nicht alle Rezepte haben so unaussprechliche Zutaten. Es gibt auch Rezepte mit normalen Zutaten, und die werde ich auch alle der Reihe nach ausprobieren. 
Und ja, ab und zu wird auch ein anderes Lebensmittel vorgeschlagen wenn man das andere nicht findet. Aber auch nicht immer und immer die Alternative kochen ist auch doof.
Abwechslungsreich ist sie ja, Diana Henrys Küche. Und positiv finde ich dass sie Lebensmittel miteinander kombiniert, auf die Idee wäre ich ja nie gekommen.
Das meiste davon ist für Familien mit Kindern allerdings ungeeignet. Meine Kinder würden nichts davon essen, was da im Buch gezeigt wird: zuviel Gewürz, zuviel Alkohol, zu extravagante Lebensmittel (Lamm, Dorsch, Kaviar, Krabbe..)
Die Bohnengerichte gefallen mir am besten. Die sind alle sehr ausgefallen und Eintopf mit Bohnen liebe ich. Auch die Eierspeisen finde ich ganz interessant. Die Dessert-Auswahl finde ich nicht so gelungen denn fast alle sind mit eingekochten oder gebackenen Früchten und Alkohol. 
Jeder wird in der Fülle an Rezepten bestimmt sein Lieblingsgericht finden. Aber alltagstauglich oder SIMPLE ist das Buch bestimmt nicht.
Wer das Glück hat in der Stadt Tür an Tür mit Fischhändler, Asialaden und Feinkostladen zu wohnen, wird seine Freude mit dem Buch haben. Alle anderen werden sich eher ärgern.

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Tags: angeberrezepte, exotische küche   (2)
 

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jugendliche, teenager, freundschaft, überleben, jugendbuch

Echt mieser Zufall oder Wie ich einen Kuss wollte und beinahe dabei draufging

Kathy Parks
E-Buch Text
Erschienen bei Arena Verlag, 02.01.2017
ISBN 9783401806600
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich glaube, jeder der in die Schule gegangen ist, kennt diese Rangordnung die unter den Teenagern herrscht.
Es gibt die unterschiedlichsten Cliquen, und ganz oben stehen die "coolen Kids", die, die das sagen an der Schule haben.
Denver befindet sich in der untersten der unteren Schichten. Sie hat überhaupt keine Freunde mehr seit ihre ehemals beste Freundin Abigail sie fallen gelassen hat. Schlimmer noch: Sie wird gemieden. Wie eine Krankheit. Der Grund dafür liegt bei Abigail.
Und dass war auch das was mir an dem Buch so gefallen hatte. Es geht nämlich nicht nur um die Situation wie 5 Teenager versuchen auf der offenen See zu überleben. Es geht auch darum wie es zum Bruch zwischen Denver und Abigail kommen konnte. Wie aus "best friends", fast schon Schwestern, verbitterte Feinde wurden.
Der Roman wird aus Denvers Sicht in der Ich-Form erzählt. Und für mich ist es spannend gewesen Denver beim erzählen "zuzuhören". Sie hat einen wunderbar bissigen Humor sodass ich trotz der Tragödie doch öfter lachen musste. Es lockerte die Stimmung auf. Sie hält sich bei ihrer Erzählung nicht zurück und ist schonungslos ehrlich. Vor allem verschont sie sich nicht selbst bei ihren Rückblenden, wenn sie von ihrer Vergangenheit erzählt.
Immer öfter rückt dann der andere Teil des Buches in den Vordergrund. Wie es für Denver ist mit den anderen im Boot zu sitzen. Zusammen mit zwei der arrogantesten Zicken der Schule, die verhasste Abigail und Trevor, der coole Surfer.
Wie all die kleinen Probleme die jeder Jugendlicher hat, unwichtig werden. Die Rangordnung, die in diesem Boot keinen Wert und keinen Platz haben.
Die Angst und Verzweiflung und die Hoffnung und Träume der Teenager gingen mir beim lesen richtig nahe. Es kam sehr authentisch rüber. Vor allem die beiden Hauptfiguren Denver und Abigail sind mir ans Herz gewachsen und ich habe richtig mit ihnen gebangt.
Fazit: Eine wunderschöne, aber auch traurige Geschichte über die Freundschaft und das Leben und über das was am Ende überhaupt wichtig ist.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

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Tags: freundschaft, jugendliche, überleben   (3)
 

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schottland, liebe, claudia winter, hochzeit, glückssterne

Glückssterne

Claudia Winter
Flexibler Einband: 420 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 12.12.2016
ISBN 9783442485437
Genre: Liebesromane

Rezension:

Josefine ist zufrieden. Ihr Leben ist von vorne bis hinten durchgeplant und alles läuft reibungslos auf geordnete Bahnen. In drei Wochen wird sie ihren Anwaltskollegen Julius heiraten. Fehlt nur noch der legendäre Brautring ihrer Familie. Ohne diesen kann sie unmöglich heiraten, denn eine Legende besagt dass die Ehe nur glücklich verlaufen wird wenn der Ring bei der Trauung dabei war. Alle Frauen der Familie glauben mehr oder weniger daran. Josefines Großmutter besteht jedenfalls darauf das Josefine nur heiratet wenn sie den Ring auch trägt. Und ohne diesen Ring will sie dem Brautpaar ihren Segen, der Josefine sehr wichtig ist, nicht erteilen.
Da gibt es nur ein Problem: Charlie, Josefines nervige Cousine alias "das kleine Monster", ist mit ihren neuen Freund, einen Straßenmusiker, nach Schottland durchgebrannt, und sie hat den Ring mitgenommen. Da bleibt Josefine nicht viel anderes übrig als Charlie hinterher zu reisen um den Ring zurück zu holen.
Und das Abenteuer beginnt...

Also, mein neues Lesejahr konnte mit diesem Buch nicht besser anfangen.
Die Geschichte um Josefine und den Ring ist einfach nur schön.
Josefine ist eine tolle Hauptfigur. Sie ist in ihren Ansichten ziemlich festgefahren und ständig handelt sie sich neue Schwierigkeiten ein. Eigentlich möchte sie so schnell wie möglich wieder nach Hause und muss erst mal lernen sich auf das Abenteuer einzulassen.
Noch besser als Josefine, gefielen mir ihre durchgeknallten Großtanten. Sie sind über 70, sie sind zwar Zwillinge aber grundverschieden. Und sie zanken sich bei jeder Gelegenheit wie die Kesselflicker. Die beiden sind mir richtig schnell ans Herz gewachsen.
Aber auch alle anderen Charaktere muss man einfach gerne haben. Alle, bis auf einen vielleicht.
Aber das alleine macht das Buch noch nicht zu einem kleinen Juwel.
Die Autorin hat ein Händchen dafür Schottlands wilde Schönheit in Worte zu fassen. Überm lesen bekam ich so ein Fernweh dass ich mich am liebsten in den nächsten Flieger gesetzt hätte.

Den Mond zum Beispiel, der eine milchige Lichtbahn in das Wasser goss, die sich von der Mitte des Sees bis zum Steg zog. Der makellose Sternenhimmel, der sich dort auftat, wo die tintenschwarzen Wipfel der Cairngorms die Wolkendecke aufgerissen hatten. Die süßlich torfige Heideluft, die in meine Lunge strömte und Erinnerungen an frisch gemähtes Gras und Bris Stockbrotfeuer weckte, das sie jeden Sommer für uns Kinder im Garten angezündet hatte, obwohl Li jedes Mal Todesängste ausstand, dass sie dabei versehentlich den Schuppen in Brand setzte. Die Kiefern, die im Wind knarrten und wisperten. Im Dickicht glommen die wachsamen Augen eines Tieres auf, ehe es sich in den Schatten duckte und lautlos verschwand. Es war eine Nacht, in der Märchen zu wahren Geschichten wurden, sofern man gewillt war an Feen zu glauben.
Zitat aus: "Glückssterne" von Claudia Winter, Seite 264



Auch die besondere Gastfreundlichkeit der Landsleute kommt hier gut zur Geltung. Diese typische, schottische, heimelige und muckelige Atmosphäre, die eine ganz besondere Stimmung hervorruft, wenn man in so ein Guesthouse einkehrt. Das alles hat die Autorin sehr schön eingefangen.
Das Buch ist witzig und romantisch. Manchmal auch ein klitzekleines bisschen kitschig. Es ist aber die gute Art Kitsch, die, wo man immerzu aufseufzen möchte beim lesen.
Es ist aber auch spannend, denn immerhin befindet sich Josefine auf Verfolgungsjagd. Sie möchte das Glück ihrer zukünftigen Ehe "retten".
Es stimmt, ein bisschen vorhersehbar ist es auch. Aber sind diese Art Bücher das nicht immer? Natürlich gibt es ein Happy End, das ist der Sinn, wenn man zu solchen Büchern greift.
Fazit: Ein ganz besonderes Wohlfühlbuch mit ganz viel "Seufz".


Es ist das Licht. Dieses besondere magische Licht zwischen Nacht und Tag, das Schottland zu einem Ort macht, wie es ihn nirgendwo sonst auf der Welt gibt.
Zitat aus: "Glückssterne" von Claudia Winter, Seite 115



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Tags: romantik, schottland, wohlfühlbuch   (3)
 

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assistentinnen, new york, spesenabrechnung, assistentin, frauen

Die Assistentinnen

Camille Perri , Stefanie Zeller
Flexibler Einband
Erschienen bei INK ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 11.11.2016
ISBN 9783863960957
Genre: Romane

Rezension:

Tina Fontana ist die persönliche Assistentin des einflussreichen Medienmogul Robert Barlow. Bisher hat sie immer alles richtig gemacht: Sie arbeitet gewissenhaft, ist eine ehrliche Haut, sie erahnt die Wünsche ihres Chefs bevor der selber weiß was er will.
Privat muss sie jeden Cent dreimal umdrehen. Was soll sie zuerst bezahlen? Die Miete oder die Stromrechnung? Und dann ist da noch ihr Studienkredit der ihr regelrecht den Hals zuschnürt.
Als dann der Spesenabteilung ihrer Firma ein Fehler unterläuft und ihr fälschlicherweise einen Scheck von über 20.000 Dollar zustellt, steht Tina vor einem Dilemma. Soll sie das Geld nehmen oder nicht? Mit einem Schlag wäre sie schuldenfrei.
Und ehe Tina weiß wie ihr geschieht steckt sie mittendrin im Strudel aus Betrug und Täuschung.

Die Autorin hat sich nicht lange aufgehalten mit langen Einführungen oder unnötigen Floskeln. Der Leser wird gleich zu Beginn mitten ins Geschehen geworfen. Die Handlung wird von Tina in der Ich-Form erzählt.
Tina ist toll. Sie ist zwar sehr unscheinbar, fast schon die graue Maus der Firma, aber sie hat einen tollen selbstironischen Humor der das Buch zum Vergnügen werden lässt. Überhaupt musste ich ständig über Tinas Äußerungen lachen, obwohl es doch um ein relativ ernstes Thema geht.
Mit ihrem handeln tritt sie eine Sache los in der immer mehr Menschen hineingezogen werden und obwohl Tina etwas verbotenes tut, muss man sie einfach gern haben. Ich als Leserin konnte ihr Handeln voll und ganz nachvollziehen. Denn wie läuft es ab in der Arbeitswelt (und nicht nur in den U.S.A): Da hat man endlich seinen hart erarbeiteten Abschluss in der Tasche, steht aber dadurch gleichzeitig vor einen Berg voll Schulden. Dann nimmt man die Arbeit die man kriegen kann obwohl man völlig überqualifiziert ist, und unterbezahlt ist die Stelle obendrein. Und obwohl man sich für den Chef quasi den Allerwertesten aufreißt wird man ja doch nie befördert, und eine Gehaltserhöhung kriegt man leider auch nie. Da versteht man Tina einfach die ihr Leben etwas besser machen will. Dass das ganze dann aus dem Ruder läuft und das ganz gehörig, war nicht geplant.
Der Stil der Autorin an sich ist flott und locker. Ich mochte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen weil es mich so mitreißen konnte. Ein sehr gelungener Debütroman wie ich finde und die Autorin werde ich jedenfalls im Auge behalten. Ich hoffe sie schreibt noch mehr solche Bücher.
Ein tolles Buch über Recht und Unrecht, witzig wie ernst gleichermaßen. Klare Leseempfehlung!

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