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30 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

gruselig

Mein schönes falsches Leben

Hilary Freeman , Ulrike Köbele
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Loewe, 13.03.2017
ISBN 9783785584484
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Stell dir folgendes vor: Du wachst morgens auf. Du weißt, du befindest dich in deinem Bett, in deinem Zimmer, aber das war es schon mit den Vertrautheiten. Denn alles hat sich über Nacht verändert. Dein Zimmer ist anders gestrichen und die Möbel sind umgestellt. Dort liegen Dinge aus deiner Kindheit, die du vor Jahren längst weggeworfen hast. Du schaust in den Spiegel und siehst dass dein Haar um einiges länger geworden ist, und eine andere Farbe hat es außerdem. In der Schule geht es mit den Merkwürdigkeiten weiter. Du bist plötzlich eine Einser-Schülerin, aber in Kurse die du nie belegt hast. Deine beste Freundin erkennt dich nicht wieder, dafür scheinst du einen anderen Freundeskreis zu haben. Nur, mit diesen Leuten hast du nie ein Wort gewechselt. 
Genauso ergeht es der 17 jährigen Ella, und sie versteht die Welt nicht mehr. Ist sie plötzlich verrückt geworden?

Etwas stimmt nicht.
Ich habe die Augen gerade mal zur Hälfte geöffnet und kann trotzdem schon erkennen, dass ich nicht da bin, wo ich sein sollte. Das Licht, das ins Zimmer sickert, ist zu warm, zu rosa, und als ich mich auf die rechte Seite drehe, stoße ich gegen eine massive Wand. Eine Wand, die dort nicht hingehört.
Zitat aus "Mein schönes falsches Leben von Hilary Freeman. Seite 12


Schon immer habe ich ein Faible für Jugendbücher gehabt. Und dieses hier hat mir sehr gut gefallen weil es ein besonderes Thema hat. Welches das ist darf ich leider nicht verraten, sonst würde ich die Überraschung verderben. Dieses Thema ist mir in diesem Genre jedenfalls noch nie untergekommen.
Die Geschichte beginnt gleich mit dem was ich oben beschrieben habe. Ella wacht in einen fremden Pyjama auf und fällt aus allen Wolken. Man kann ihre Ratlosigkeit, und dann ihre Verzweiflung quasi fühlen. Da nur aus Ellas Sicht in der Ich-Perspektive erzählt wird, nimmt der Leser an ihren verschiedensten Gefühlen teil. Ihre Ängste und Hoffnungen werden sehr gut zur Geltung gebracht. Der Leser weiß immer nur soviel wie Ella gerade herausgefunden hat und das facht die Neugier an.
Die anderen Figuren bleiben eher oberflächlich, was aber auch okay ist, denn der Hauptaugenmerk gilt nun mal Ella. 
Vielleicht gibt es ein, zwei Längen. Ella muss sich erst mal zurecht finden, sie weiß nicht was passiert ist und so weiter, das nimmt schon ein paar Seiten in Anspruch.
Es wurden ein paar gruselige Details eingefügt die richtig gut kommen. Dieses Gruselige hat mich jedenfalls immer bei der Stange gehalten, unbedingt wollte ich hinter das große Geheimnis kommen.
Das aber allergenialste an dem Buch war für mich das Ende. Erst war ich da etwas verwirrt, dann aber fand ich es eigentlich total logisch und von der Autorin super gelöst. Anders hätte es gar nicht enden dürfen. 

Fazit: Spannende Geschichte mit besonderem Thema und richtig coolem Ende.

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Tags: gruselig   (1)
 

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689 Bibliotheken, 30 Leser, 1 Gruppe, 206 Rezensionen

liebe, erin watt, paper princess, new adult, erotik

Paper Princess

Erin Watt , Lene Kubis
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.03.2017
ISBN 9783492060714
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Ella hatte es bisher nicht einfach in ihrem Leben. Seit dem Tod ihrer Mutter, schlägt sie sich alleine durch. Trotz ihren 17 Jahren, schreckt sie auch nicht davor zurück ihr Geld als Tänzerin in einem Stripplokal zu verdienen.
Eines Tages dann steht Callum Royal vor ihr und behauptet ihr Vormund zu sein. Und so kommt es dann, dass sie eben erst noch am Hungertuch nagte, im nächsten Moment schon wie eine Prinzessin in einem Palast wohnt. Denn die Royals sind unverschämt reich. Sie hat jetzt zwar alles, wovon sie bisher nur träumen konnte, aber sie fühlt sich schrecklich einsam. Denn alle behandeln sie wie ein mieser Eindringling.

Ganz ehrlich? Diese Art Geschichte habe ich schon hunderte male gelesen oder im Fernsehen gesehen. Und trotzdem hatte mich das Autorenduo von der ersten Seite an am Hacken.
Ella verkörpert in diesem Roman das typische Aschenputtel: Armes, einsames Mädchen landet in reicher Familie und wird von allen gehasst. Callum Royal hat 5 Söhne und einer sieht besser aus als der andere. Und die Brüder sind erst mal richtig ekelhaft zu Ella und machen auch schnell klar dass sie nichts mit Ella zu tun haben wollen.
Sie kommt, genau wie die Royal-Brüder, auf dieser Highschool für privilegierte Kids. Eigentlich reihen sich spätestens ab da Klischee an Klischee: Es gibt die Oberguru-Highschool-Oberzicke und deren Entourage aus hirnlosen, verwöhnten Gören. Die Royal-Brüder stellen die sexy Bad Boys dar deren ungeschriebene Gesetze heilig sind und für alle an der Schule gelten. Ständig werden bei den reichen Kids Partys gefeiert an denen es nicht gerade sehr unschuldig zugeht.
Zuhause gibt es den Vater der immer einen Drink in der Hand spazieren führt und die böse Stiefmutter ohne Schamgefühl. Und klischeemäßig geht es ständig weiter. Aber, na und? Klischees sind nun mal Klischees weil sie funktionieren. Ich jedenfalls hatte das Buch an anderthalb Tagen ausgelesen.
Mich erinnerte der Roman oft an die ersten Folgen von Beverly Hills 90210, und genauso süchtig machend wie die Serie damals, ist auch das Buch.
Ella ist ein toller Charakter. Sie ist es gewohnt sich durchs Leben zu kämpfen. Sie lässt sich nichts gefallen und ist auch wunderbar schlagfertig. Gerade beim letzten Punkt entstanden tolle Streitgespräche zwischen den Brüdern und ihr.
Vielleicht gibt es ein paar Punkte wo man Ella schwer verstehen kann. Es wird schon ziemlich früh klar dass sie total auf Reed steht. Und trotzdem macht sie mit einem der anderen Brüder rum obwohl der vorher richtig ekelhaft zu ihr war? So einsam kann sich doch keiner fühlen. Und nur weil die Brüder es nicht immer einfach hatten, muss man ihnen doch nicht alles verzeihen.
Auch die ständige Erinnerung wie schön und stark und gut gebaut die Brüder doch sind, fand ich etwas überflüssig.
Man vergisst auch leicht wie jung die Protagonisten eigentlich sind, weil es zwischen ihnen doch manchmal sehr heiß zugeht.
Konflikte gibt es also genug in dem Buch: Durchgeknallte Brüder die sich nichts sagen lassen, ein Vater der nichts zu sagen hat, Schüler die sich alles vorsagen lassen und mittendrin Ella, die nur versucht ihren Abschluss über die Bühne zu bringen.
Insgesamt ist die Geschichte zwar sehr vorhersehbar aber das störte mich nicht eine Sekunde lang.
Am Ende gibt es einen ordentlichen Cliffhanger sodass ich mich richtig auf die Fortsetzung freue.
Fazit: Eine süchtig machende Mischung aus Beverly Hills 90210 und Aschenputtel, die nicht nur für jugendliche Leser geeignet ist.

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Tags: aschenputtel, erste liebe, highschool   (3)
 

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pasta, nudeln, kochen, vegetarisch, tortellini

Mia liebt Pasta

Mirja Hoechst
E-Buch Text: 136 Seiten
Erschienen bei Thorbecke, 13.02.2017
ISBN 9783799510776
Genre: Sachbücher

Rezension:

Nudeln mag doch jeder, und wenn sie auch noch hausgemacht sind, kann ihnen doch praktisch keiner widerstehen. In "Mia liebt Pasta" zeigt uns die Autorin Mirja Hoechst, auch Mia genannt, wie man diese zu Hause ganz leicht selber machen kann. Und dazu braucht man noch nicht mal teure Küchenutensilien. Ein Nudelholz und ein Paar kräftige Arme genügen.
Schön finde ich hier, dass die Autorin in ihren Rezepten nicht immer unbedingt auf die hausgemachten Nudeln besteht. Wenn es einmal schnell gehen soll, kann man auch auf die Pasta aus dem Supermarkt zurück greifen. Dafür gibt es nämlich auch genügend Rezepte.
Ihre Kompositionen kommen ohne großen Chichi aus. Die Angaben sind in einfachen, kurzen Schritten erklärt und sind vor allem idiotensicher. Da kann eigentlich nichts schief laufen beim kochen.
Die Rezepte sind meistens auf vier Personen ausgerichtet. Dazu rechnet sie oft um die 100 g. Nudeln pro Person was ich doch ziemlich knapp finde, vor allem wenn man ausgehungert von der Arbeit kommt. Ich empfehle hier einfach etwas mehr zu kochen.
Richtig gut finde ich das alle Zutaten in jedem Supermarkt zu kriegen sind. Bei meinem letzten Kochbuch war das nämlich nicht so, und was nutzt mir das tollste Kochbuch wenn ich die Zutaten dafür nicht bekomme.
Ich habe schon einige Rezepte ausprobiert. Der Knaller sind für mich die Linguine mit Süßkartoffel-Kokos-Creme. Die habe ich sogar schon zwei mal gemacht. Das klingt erst mal ungewöhnlich, aber das passt einfach super zusammen.
Dann habe ich auch noch die Pasta mit Tomatenpesto und Kichererbsen ausprobiert. Ich übertreibe nicht wenn ich sage dass ich nie ein besseres Pesto probiert habe. Die Kichererbsen hätten aber nicht sein müssen.
Dann gab es bei mir noch die Thai-Style Nudelsuppe. Und die Erdnusspasta habe ich auch gemacht. Alles sehr lecker und außergewöhnlich. Und das beste: alle diese Gerichte waren ohne viel Stress innerhalb von 30 Minuten fertig gekocht. 
Erwähnenswert ist noch das alle Gerichte in dem Buch ohne Fisch und Fleisch auskommen. 
Die Rezepte sind insgesamt sehr abwechslungsreich. Es gibt ein Kapitel für süße Nudeln, eins für Ofengerichte. Es gibt, was mich besonders freut, ein ganzes Kapitel nur für Nudelsalate (es lebe die Grillsaison). Da sind ein paar richtig pfiffige Ideen dabei. Es gibt auch Rezepte für die zurzeit ziemlich trendigen Gemüsenudeln. 
Ganz am Anfang gibt es natürlich noch die Grundrezepte: Verschiedene Nudelteige, mit und ohne Gluten oder Ei. Bunte Nudeln, einfache und schnelle Grundsaucen, und vier verschiedene Pestos.
Jedes Rezept wird durch ein appetitanregendes Photo der Speisen und sehr sympatische und hilfreiche Tipps und Kommentare der Autorin begleitet.
Das Buch ist einfach super nützlich um seinen Speiseplan ein wenig aufzupeppen.

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Tags: einfache rezepte, einfach erklärt, nudeln, schnell gemacht   (4)
 

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kinderbuch, vorlesen, zeitreisen, zeitreise, fantasy

Zeitreise mit Hamster

Ross Welford , Petra Knese
Fester Einband
Erschienen bei Coppenrath, 31.01.2017
ISBN 9783649622376
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Albert, auch Al genannt, ist nicht gerade ein glückliches Kind. Sein Vater starb vor vier Jahren, und als die Mutter einen neuen Mann kennen lernte, mussten sie auch noch umziehen. Nun lebt er mit seiner Mutter, Steve und Carly (die Welt-schlimmste-Stiefschwester) unter einem Dach.
An Als zwölften Geburtstag überreicht die Mutter ihm einen Brief von seinem Vater. Darin bittet er ihn um einen großen Gefallen. Mit seiner Zeitmaschine, die der Vater heimlich im alten Haus gebaut und versteckt hat, soll er in die Zeit zurückreisen und ihm das Leben retten.

Das Buch habe ich zusammen mit meinen Kindern (9 und fast 11) gelesen. 
Da die Kapitel ziemlich kurz gehalten sind, eignet sich das Buch prima zum vorlesen: "Och, bitte noch ein Kapitel...".
Die Kinder waren wirklich begeistert, auch wenn sie fanden das die "Einleitung" etwas lang war.
Es hat nämlich gedauert bis die eigentlichen Zeitreisen losgehen, denn vorher musste Al noch einiges erledigen und er erzählt auch vieles über die Menschen die ihm wichtig sind, und das nimmt einige Kapitel in Anspruch.
Ab dem Moment aber wo die Zeitreisen losgehen, wird es irre spannend und unvorhersehbar. Selbst ich als Erwachsene konnte nie vorhersehen welche "Zeit-Katastrophe" sich als nächstes anbahnt. 
Es wird nur aus Als Sicht in der Ich-Form erzählt. Die Kinder mochten ihn direkt weil er so eine fesselnde und witzige Art hat. Sie hörten ihm gerne zu, denn er redet auch so wie ein Zwölfjähriger in "echt" reden würde. Manchmal spricht er auch seine Leser direkt an: "Was würdet ihr tun wenn..."
Der Stil des Autors ist für Kinder in dem empfohlenem Alter genau richtig. Zwar einfach gestrickt, aber doch mit einem ordentlichen Wortschatz. Meine Kinder hatten nur Schwierigkeiten zu folgen wenn es um die Fachbegriffe in Sachen Zeitreisen ging. Da wurde es aber wirklich etwas kompliziert. Einstein und seine Relativitätstheorie, Raum-Zeit-Kontinuum und solche Sachen sind ja nicht gerade leichte Kost. Der Autor hält sich aber damit zum Glück nicht lange auf.
Unlogisch wurde es auch nie, was ja öfter mal vorkommt in Zeitreise-Geschichten.
Meine Kinder fanden das Buch insgesamt toll. Die Große war hinterher am überlegen was man mit einer Zeitmaschine alles anstellen könnte. Die Kleine hatte es etwas schwerer sich die Konsequenzen beim manipulieren der Zeit vorzustellen. Es ist aber auch ein komplexes Thema. Auf jeden Fall regt das Buch die Phantasie an.

Fazit: Ein spannendes Abenteuer für Jungen und Mädchen und alle ab 10 Jahre. 

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Tags: kinderbuch, vorlesen, zeitreise   (3)
 

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47 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 47 Rezensionen

kochen, englische küche, diana henry, kochbuch, diverse gerichte

Simple

Diana Henry , Margot Fischer
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei ars vivendi, 13.01.2017
ISBN 9783869137599
Genre: Sachbücher

Rezension:

Die Autorin verspricht mit ihrem Kochbuch Rezepte die ohne viel Aufwand schnell zubereitet werden können. Oder zumindest sollen die Zutaten für ihre Kreationen eh schon Zuhause rumstehen, und wenn auch dies nicht der Fall ist, schnell mal eben auf dem Heimweg von der Arbeit besorgt werden können.
Nun ja, in einem hat die Autorin vermutlich Recht: Ein Großteil der Rezepte klingen in der Zubereitung recht einfach. Ohne viel Schnibbelei, man werfe dieses in den Topf oder jenes, rühren und ab in den Ofen oder einfach kochen lassen bis es gut aussieht.
Wenn man die Garzeiten nicht mitrechnet, steckt wirklich nicht viel Arbeit und Zubereitungszeit dahinter, es kocht sich quasi von alleine.
Wenn ich mir jetzt aber anschaue welchen Aufwand ich betreiben muss um an diese Zutaten ranzukommen sieht die Sache schon anders aus:
Zuerst einmal muss ich googlen, damit ich überhaupt weiß was das ist was da demnächst auf meinem Teller landen soll. 
Demerarazucker? Nie gehört. 
Mooli? Hilf mir Google. 
Wassermelonenrettich? So was gibt es?
Orzo? Pul Biber? Burrata? Fregola? Ach komm, ihr erfindet doch jetzt Wörter.
Dann braucht man Flaschen über Flaschen von irgendwelchen Alkoholika, Ölen und Essigen. 
Ich dachte, ich besitze schon viele Gewürze. Wenn ich aber so in das Buch reinschaue weiß ich: Nichts habe ich, schämen sollte sich mein Gewürzschrank. Noch nicht mal olles Pimenton habe ich.
Und bei den asiatischen Gerichten ist es noch schlimmer. Tigelchen, Töpfchen, Döschen mit tollen Pasten und Gewürzen und Sößchen in allen Formen und Farben. Nichts davon habe ich zuhause. So! 
Ja, und wenn ich dann mal weiß was ich essen soll, muss ich nur noch herausfinden wo ich das herbekomme. 
Die Autorin wohnt wohl in London. Schön für sie. Sie hat bestimmt auch voll die tollen Geschäfte auf ihrem Nachhauseweg. Ich nicht! Hier gibt es nur einen winzigen Lebensmittelladen mit dem ich bisher auch immer zufrieden war. Ich habe den Besitzer aus Spaß gefragt ob er heute "Cavolo Nero" da hat. Er hat mir ein Taschentuch für meinen Schnupfen gereicht.
Nein, im Ernst. Wenn ich vorhabe etwas von diesen, wirklich sehr ausgefallenen Rezepten ausprobieren will, muss ich lange im voraus planen, denn ich muss ja auch in die weite, große Stadt. 
Gut, ja, ich gebe es zu: Nicht alle Rezepte haben so unaussprechliche Zutaten. Es gibt auch Rezepte mit normalen Zutaten, und die werde ich auch alle der Reihe nach ausprobieren. 
Und ja, ab und zu wird auch ein anderes Lebensmittel vorgeschlagen wenn man das andere nicht findet. Aber auch nicht immer und immer die Alternative kochen ist auch doof.
Abwechslungsreich ist sie ja, Diana Henrys Küche. Und positiv finde ich dass sie Lebensmittel miteinander kombiniert, auf die Idee wäre ich ja nie gekommen.
Das meiste davon ist für Familien mit Kindern allerdings ungeeignet. Meine Kinder würden nichts davon essen, was da im Buch gezeigt wird: zuviel Gewürz, zuviel Alkohol, zu extravagante Lebensmittel (Lamm, Dorsch, Kaviar, Krabbe..)
Die Bohnengerichte gefallen mir am besten. Die sind alle sehr ausgefallen und Eintopf mit Bohnen liebe ich. Auch die Eierspeisen finde ich ganz interessant. Die Dessert-Auswahl finde ich nicht so gelungen denn fast alle sind mit eingekochten oder gebackenen Früchten und Alkohol. 
Jeder wird in der Fülle an Rezepten bestimmt sein Lieblingsgericht finden. Aber alltagstauglich oder SIMPLE ist das Buch bestimmt nicht.
Wer das Glück hat in der Stadt Tür an Tür mit Fischhändler, Asialaden und Feinkostladen zu wohnen, wird seine Freude mit dem Buch haben. Alle anderen werden sich eher ärgern.

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Tags: angeberrezepte, exotische küche   (2)
 

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

jugendliche, teenager, freundschaft, überleben, jugendbuch

Echt mieser Zufall oder Wie ich einen Kuss wollte und beinahe dabei draufging

Kathy Parks
E-Buch Text
Erschienen bei Arena Verlag, 02.01.2017
ISBN 9783401806600
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich glaube, jeder der in die Schule gegangen ist, kennt diese Rangordnung die unter den Teenagern herrscht.
Es gibt die unterschiedlichsten Cliquen, und ganz oben stehen die "coolen Kids", die, die das sagen an der Schule haben.
Denver befindet sich in der untersten der unteren Schichten. Sie hat überhaupt keine Freunde mehr seit ihre ehemals beste Freundin Abigail sie fallen gelassen hat. Schlimmer noch: Sie wird gemieden. Wie eine Krankheit. Der Grund dafür liegt bei Abigail.
Und dass war auch das was mir an dem Buch so gefallen hatte. Es geht nämlich nicht nur um die Situation wie 5 Teenager versuchen auf der offenen See zu überleben. Es geht auch darum wie es zum Bruch zwischen Denver und Abigail kommen konnte. Wie aus "best friends", fast schon Schwestern, verbitterte Feinde wurden.
Der Roman wird aus Denvers Sicht in der Ich-Form erzählt. Und für mich ist es spannend gewesen Denver beim erzählen "zuzuhören". Sie hat einen wunderbar bissigen Humor sodass ich trotz der Tragödie doch öfter lachen musste. Es lockerte die Stimmung auf. Sie hält sich bei ihrer Erzählung nicht zurück und ist schonungslos ehrlich. Vor allem verschont sie sich nicht selbst bei ihren Rückblenden, wenn sie von ihrer Vergangenheit erzählt.
Immer öfter rückt dann der andere Teil des Buches in den Vordergrund. Wie es für Denver ist mit den anderen im Boot zu sitzen. Zusammen mit zwei der arrogantesten Zicken der Schule, die verhasste Abigail und Trevor, der coole Surfer.
Wie all die kleinen Probleme die jeder Jugendlicher hat, unwichtig werden. Die Rangordnung, die in diesem Boot keinen Wert und keinen Platz haben.
Die Angst und Verzweiflung und die Hoffnung und Träume der Teenager gingen mir beim lesen richtig nahe. Es kam sehr authentisch rüber. Vor allem die beiden Hauptfiguren Denver und Abigail sind mir ans Herz gewachsen und ich habe richtig mit ihnen gebangt.
Fazit: Eine wunderschöne, aber auch traurige Geschichte über die Freundschaft und das Leben und über das was am Ende überhaupt wichtig ist.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

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Tags: freundschaft, jugendliche, überleben   (3)
 

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schottland, liebe, claudia winter, glückssterne, hochzeit

Glückssterne

Claudia Winter
Flexibler Einband: 420 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 12.12.2016
ISBN 9783442485437
Genre: Liebesromane

Rezension:

Josefine ist zufrieden. Ihr Leben ist von vorne bis hinten durchgeplant und alles läuft reibungslos auf geordnete Bahnen. In drei Wochen wird sie ihren Anwaltskollegen Julius heiraten. Fehlt nur noch der legendäre Brautring ihrer Familie. Ohne diesen kann sie unmöglich heiraten, denn eine Legende besagt dass die Ehe nur glücklich verlaufen wird wenn der Ring bei der Trauung dabei war. Alle Frauen der Familie glauben mehr oder weniger daran. Josefines Großmutter besteht jedenfalls darauf das Josefine nur heiratet wenn sie den Ring auch trägt. Und ohne diesen Ring will sie dem Brautpaar ihren Segen, der Josefine sehr wichtig ist, nicht erteilen.
Da gibt es nur ein Problem: Charlie, Josefines nervige Cousine alias "das kleine Monster", ist mit ihren neuen Freund, einen Straßenmusiker, nach Schottland durchgebrannt, und sie hat den Ring mitgenommen. Da bleibt Josefine nicht viel anderes übrig als Charlie hinterher zu reisen um den Ring zurück zu holen.
Und das Abenteuer beginnt...

Also, mein neues Lesejahr konnte mit diesem Buch nicht besser anfangen.
Die Geschichte um Josefine und den Ring ist einfach nur schön.
Josefine ist eine tolle Hauptfigur. Sie ist in ihren Ansichten ziemlich festgefahren und ständig handelt sie sich neue Schwierigkeiten ein. Eigentlich möchte sie so schnell wie möglich wieder nach Hause und muss erst mal lernen sich auf das Abenteuer einzulassen.
Noch besser als Josefine, gefielen mir ihre durchgeknallten Großtanten. Sie sind über 70, sie sind zwar Zwillinge aber grundverschieden. Und sie zanken sich bei jeder Gelegenheit wie die Kesselflicker. Die beiden sind mir richtig schnell ans Herz gewachsen.
Aber auch alle anderen Charaktere muss man einfach gerne haben. Alle, bis auf einen vielleicht.
Aber das alleine macht das Buch noch nicht zu einem kleinen Juwel.
Die Autorin hat ein Händchen dafür Schottlands wilde Schönheit in Worte zu fassen. Überm lesen bekam ich so ein Fernweh dass ich mich am liebsten in den nächsten Flieger gesetzt hätte.

Den Mond zum Beispiel, der eine milchige Lichtbahn in das Wasser goss, die sich von der Mitte des Sees bis zum Steg zog. Der makellose Sternenhimmel, der sich dort auftat, wo die tintenschwarzen Wipfel der Cairngorms die Wolkendecke aufgerissen hatten. Die süßlich torfige Heideluft, die in meine Lunge strömte und Erinnerungen an frisch gemähtes Gras und Bris Stockbrotfeuer weckte, das sie jeden Sommer für uns Kinder im Garten angezündet hatte, obwohl Li jedes Mal Todesängste ausstand, dass sie dabei versehentlich den Schuppen in Brand setzte. Die Kiefern, die im Wind knarrten und wisperten. Im Dickicht glommen die wachsamen Augen eines Tieres auf, ehe es sich in den Schatten duckte und lautlos verschwand. Es war eine Nacht, in der Märchen zu wahren Geschichten wurden, sofern man gewillt war an Feen zu glauben.
Zitat aus: "Glückssterne" von Claudia Winter, Seite 264



Auch die besondere Gastfreundlichkeit der Landsleute kommt hier gut zur Geltung. Diese typische, schottische, heimelige und muckelige Atmosphäre, die eine ganz besondere Stimmung hervorruft, wenn man in so ein Guesthouse einkehrt. Das alles hat die Autorin sehr schön eingefangen.
Das Buch ist witzig und romantisch. Manchmal auch ein klitzekleines bisschen kitschig. Es ist aber die gute Art Kitsch, die, wo man immerzu aufseufzen möchte beim lesen.
Es ist aber auch spannend, denn immerhin befindet sich Josefine auf Verfolgungsjagd. Sie möchte das Glück ihrer zukünftigen Ehe "retten".
Es stimmt, ein bisschen vorhersehbar ist es auch. Aber sind diese Art Bücher das nicht immer? Natürlich gibt es ein Happy End, das ist der Sinn, wenn man zu solchen Büchern greift.
Fazit: Ein ganz besonderes Wohlfühlbuch mit ganz viel "Seufz".


Es ist das Licht. Dieses besondere magische Licht zwischen Nacht und Tag, das Schottland zu einem Ort macht, wie es ihn nirgendwo sonst auf der Welt gibt.
Zitat aus: "Glückssterne" von Claudia Winter, Seite 115



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Tags: romantik, schottland, wohlfühlbuch   (3)
 

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assistentinnen, new york, spesenabrechnung, assistentin, frauen

Die Assistentinnen

Camille Perri , Stefanie Zeller
Flexibler Einband
Erschienen bei INK ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 11.11.2016
ISBN 9783863960957
Genre: Romane

Rezension:

Tina Fontana ist die persönliche Assistentin des einflussreichen Medienmogul Robert Barlow. Bisher hat sie immer alles richtig gemacht: Sie arbeitet gewissenhaft, ist eine ehrliche Haut, sie erahnt die Wünsche ihres Chefs bevor der selber weiß was er will.
Privat muss sie jeden Cent dreimal umdrehen. Was soll sie zuerst bezahlen? Die Miete oder die Stromrechnung? Und dann ist da noch ihr Studienkredit der ihr regelrecht den Hals zuschnürt.
Als dann der Spesenabteilung ihrer Firma ein Fehler unterläuft und ihr fälschlicherweise einen Scheck von über 20.000 Dollar zustellt, steht Tina vor einem Dilemma. Soll sie das Geld nehmen oder nicht? Mit einem Schlag wäre sie schuldenfrei.
Und ehe Tina weiß wie ihr geschieht steckt sie mittendrin im Strudel aus Betrug und Täuschung.

Die Autorin hat sich nicht lange aufgehalten mit langen Einführungen oder unnötigen Floskeln. Der Leser wird gleich zu Beginn mitten ins Geschehen geworfen. Die Handlung wird von Tina in der Ich-Form erzählt.
Tina ist toll. Sie ist zwar sehr unscheinbar, fast schon die graue Maus der Firma, aber sie hat einen tollen selbstironischen Humor der das Buch zum Vergnügen werden lässt. Überhaupt musste ich ständig über Tinas Äußerungen lachen, obwohl es doch um ein relativ ernstes Thema geht.
Mit ihrem handeln tritt sie eine Sache los in der immer mehr Menschen hineingezogen werden und obwohl Tina etwas verbotenes tut, muss man sie einfach gern haben. Ich als Leserin konnte ihr Handeln voll und ganz nachvollziehen. Denn wie läuft es ab in der Arbeitswelt (und nicht nur in den U.S.A): Da hat man endlich seinen hart erarbeiteten Abschluss in der Tasche, steht aber dadurch gleichzeitig vor einen Berg voll Schulden. Dann nimmt man die Arbeit die man kriegen kann obwohl man völlig überqualifiziert ist, und unterbezahlt ist die Stelle obendrein. Und obwohl man sich für den Chef quasi den Allerwertesten aufreißt wird man ja doch nie befördert, und eine Gehaltserhöhung kriegt man leider auch nie. Da versteht man Tina einfach die ihr Leben etwas besser machen will. Dass das ganze dann aus dem Ruder läuft und das ganz gehörig, war nicht geplant.
Der Stil der Autorin an sich ist flott und locker. Ich mochte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen weil es mich so mitreißen konnte. Ein sehr gelungener Debütroman wie ich finde und die Autorin werde ich jedenfalls im Auge behalten. Ich hoffe sie schreibt noch mehr solche Bücher.
Ein tolles Buch über Recht und Unrecht, witzig wie ernst gleichermaßen. Klare Leseempfehlung!

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