Leserpreis 2018

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

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Eine Frau am Telefon

Carole Fives , Anne Braun
Fester Einband: 128 Seiten
Erschienen bei Zsolnay, Paul, 19.02.2018
ISBN 9783552063624
Genre: Romane

Rezension:

Die 62jährige Charlene ist verwitwet, trinkt und raucht, und ruft ihre Tochter mindestens dreimal am Tag an.

Bei diesen Telefonaten erzählt sie – beleidigt, fröhlich, oder in hinterhältige Vorwürfe verpackt - von ihrem Hund, von den Männern, die sie im Internet kennenlernt, und von den Spitalsaufenthalten während ihrer Krebserkrankung. Die Antworten der Tochter müssen selbst dazugedacht werden, und am Ende des Buches hat man die Biografie einer lebenslustigen Frau gelesen, die im Alter einsam ist und von ihren Kindern etwas für ihren Einsatz als Alleinerziehende zurückhaben will.


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63 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

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Auslöschung

Thomas Bernhard
Flexibler Einband: 651 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 28.08.1988
ISBN 9783518380635
Genre: Romane

Rezension:

Die ersten hundert Seiten ziehen sich ermüdend in die Länge: Der Protagonist Franz-Josef Murau, ein Literaturprofesser, erzählt seinem Schüler Gambetti von sich und den Mitgliedern seiner Familie - und geht bei jedem Vergleich haushoch als Sieger hervor.

Interessant liest sich Seite 112 des bereits 1986 geschriebenen Romans, wo der Autor hellseherische Fähigkeiten beweist:

„Was für scheußliche Kreaturen in diesem Österreich heute die Macht haben! Die Niedrigsten sitzen jetzt oben. Die Widerwärtigsten und die Gemeinsten haben alles in der Hand und sind drauf und daran, alles, das etwas ist, zu zerstören….. Die Regierung betreibt eine ungeheuerliche Vernichtungsmaschine, in welcher tagtäglich alles vernichtet wird, das mir lieb ist.“

Oder auf Seite 118:
„Wir haben heute keinen tatsächlichen Sozialismus, nirgendwo auf der Welt, nur diesen verlogenen, geheuchelten, vorgetäuschten, das sollten Sie wissen. Wie diese heutigen Sozialisten keine tatsächlichen sind, sondern geheuchelte, verlogene, vorgetäuschte. Dieses Jahrhundert hat es zustande gebracht, das Ehrenwort Sozialismus in einer Weise in den Schmutz zu ziehen, daß es geradezu zum Erbrechen ist….“

Trotzdem bin ich diesmal von Thomas Bernhard – den ich nach wie vor sehr schätze – enttäuscht und habe die durchgehende Misanthropie und den konstanten Kulturpessimismus auf Seite 166 beendet. Den zweiten Stern vergebe ich für den Fleiß des Schriftstellers bzw. für die insgesamt 650 Seiten dieses Romans.

*) Zitat Thomas Bernhard


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55 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

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Über den Anstand in schwierigen Zeiten und die Frage, wie wir miteinander umgehen

Axel Hacke
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Kunstmann, A, 30.08.2017
ISBN 9783956142000
Genre: Sachbücher

Rezension:

Der Text des Buches handelt vom Zusammenleben der Menschen und der immer wieder auftretenden Frage „Wie wollen wir miteinander umgehen?“ Gerade in Zeiten, die immer rauer werden, sollte sich jeder mit dem Begriff „Anstand“ auseinandersetzen. Und weil es für „Anstand“ viele Definitionen gibt, ein paar Zitate aus diesem absolut lesenswerten Buch:

Es geht, wenn es um Anstand geht, um eine grundsätzliche Solidarität mit anderen Menschen, ein Empfinden dafür, dass wir alle das Leben teilen, ein Gefühl, das für die großen und grundsätzlichen Fragen ganz genauso gilt wie für die kleinen, alltäglichen Situationen.

Alle populistischen Führer unserer Zeit finden ihren Anhang nicht nur unter denen, die den Anschluss an ein wirtschaftlich auskömmliches Leben schon verloren haben, sondern es gibt auch halbwegs gut Situierte, die Angst haben, dass sie schon bald nicht mehr so gut situiert sein könnten. Es geht um die Angst vor dem Absturz und das Gefühl, dass diese Angst nicht wahrgenommen wird.

2017 hat man untersucht, wie zu diesem Zeitpunkt die AfD ihre Anhänger rekrutierten: Die AfD fand Unterstützer aus der Mitte der Gesellschaft. Sie sei „die Partei der sich ausgeliefert fühlenden Durchschnittsverdiener“. Der Menschen, die große Angst vor Katastrophen und vor dem Gefühl, auf die gegenwärtige Politik einen Einfluss nehmen zu können. Und diese Zukunftsangst konzentriert sich auf einen Punkt: die Zuwanderer aus anderen Ländern.

Wenn man Angst hat, ist es sehr nützlich, sich diese Angst einzugestehen. Weil sie durch Unterdrücken nämlich noch viel größer wird. Das heißt auch, sie nicht für sich behalten, sondern sie mit anderen zu teilen. Zu erfahren, dass man damit nicht alleine ist. Zweitens hilft es, den Verstand einzuschalten, soferne das möglich ist. Das bedeutet, Realität ins Spiel zu bringen und vernünftig mit dieser Angst umzugehen, damit diese Angst nicht zu Hass wird.

Wir leben in Frieden, in Freiheit und zu einem großen Teil auch in Wohlstand. Wenn es um unser Zusammenleben geht, kann ein wenig Interesse für die, mit denen man zusammenleben muss oder sogar will, nicht schaden.

Wem die allgemeine Wirklichkeit zu unüberschaubar und unkontrollierbar ist, wer das Gefühl hat, in dieser Wirklichkeit ein Niemand zu sein, einer, der nicht gefragt wird und der nichts zu sagen hat und ohne Zugriff ist auf die Entwicklung des Lebens im Großen und im Kleinen, der baut sich seine eigene Wirklichkeit. Weil der Mensch sich selbst nicht aushält, wenn er sich als komplett bedeutungslos empfindet.

Die Selbstradikalisierung vieler Menschen: ihre Flucht in einen Hass auf alles Fremde und Ungewohnte; in Ernährungsweisen, von denen man sich am Ende nichts anderes als die Rettung der Welt erhofft; in einen Fitnesswahn, der in die komplette Ich-Fixierung führt; in den Wahn einer politischen Korrektheit, in der jeder umstellt ist von Sprachgesetzen, die es um jeden Preis einzuhalten gilt; das alles ist Ausdruck jener großen Suche nach Sicherheit und Selbstwertgefühl in einer zutiefst verunsichernden Zeit. Am Ende führt es (und hat natürlich schon geführt) zu Fanatismus, zur Verschließung gegenüber dem anderen und Neuen, zur Unfähigkeit, was die Auseinandersetzung mit anderen angeht.

Es geht darum: Was will ich eigentlich selbst? Man muss eine Haltung haben, man muss sie sich erarbeiten. Und es hilft reden. Es hilft der Versuch, zu überzeugen. Das hört nie auf. Und vielleicht heißt, seinen Verstand zu gebrauchen: zu verstehen, dass der andere seine Gründe hat, warum er sich verhält, wie er sich verhält, und versuchen, diese Gründe zu verstehen. Reden hilft immer.

Wir müssen gewisse Kompliziertheiten in unserer Welt aushalten und verstehen, dass sie nicht lösbar sind, obwohl man versuchen muss, sie zu lösen. Und dass man sich die Flucht ins Simple verbietet.

Die Dummheit als Gefühlsfehler, die ihren Ursprung in Furcht vor dem Leben, in Angst vor der Zukunft, ja in Panik hat. Und in der Unfähigkeit, damit auf andere Art als hassend umzugehen.

Bestimmten Leuten bringt man natürlich nie Anstand bei. Man muss nur zusehen, dass sie nirgendwo Oberhand gewinnen und den Ton bestimmen dürfen.

Menschen, die gar nicht unanständig sind, werden manchmal von den Unanständigen einfach mitgezogen.

Der Mensch ist ein Herdentier. Er passt sich dem an, was in seiner Herde gilt, an Normen und Standards des Verhaltens, ob man das gut findet oder nicht – und deswegen muss man aufpassen auf das, was gilt.

Zu den wirklichen Fähigkeiten des Menschen gehört: hinter sich zu lassen, was in anderen Jahrtausenden wichtig war für sein Überleben, jetzt aber nicht mehr wichtig ist. Hinauszuwachsen über seine Instinkte, seine unmittelbaren Gefühle, seine Bequemlichkeit und Faulheit und Neigung zur Seelendummheit, über seine Standardeinstellungen und default settings. Zu dem zu finden, was ihm auch gegeben ist, was er aber bisweilen erst einmal in sich suchen muss: das Verstehen und den Verstand, alles, was er an Größe in sich trägt.

Und dabei ist nicht nur von denen die Rede, die wir verstehen, die uns ähnlich sind, die wir mögen, mit denen wir sympathisieren, die unsere Ziele teilen, die ein Leben führen, das aussieht wie unseres. Sondern auch von den Feigen, den Verängstigten, den Unverschämten, den Dummen, den Lauten, den Leisen, den Störrischen, den Fremden, denen wir etwas schulden. Was schulden wir ihnen? Jedenfalls Respekt und den Versuch, zu verstehen. Anerkennung, Rücksicht, Wohlwollen, Freundlichkeit und jene Solidarität, die Grundlage dessen ist, was wir den menschlichen Anstand nennen könnten.

Der eine Sache jedes Einzelnen ist und damit eine Sache von uns allen.

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25 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 15 Rezensionen

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Der Lügenpresser

Livia Klingl
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Kremayr & Scheriau, 08.03.2018
ISBN 9783218011075
Genre: Romane

Rezension:

Dr. Schmied ist Außenpolitik-Redakteur der größten österreichischen Boulevardzeitung „Die Zeitung“.

Das Buch beschreibt eine Woche im Leben des studierten Historikers, der aus kleinen Verhältnissen stammt und mit vielen Veränderungen in seinem Land durchaus zufrieden ist.

Bis zwei unerwartete Nachrichten seine Welt zum Einsturz bringen und er zum Aktionisten wird.

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Tags: österreichische politik   (1)
 

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163 Bibliotheken, 10 Leser, 3 Gruppen, 36 Rezensionen

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Die Hauptstadt

Robert Menasse
Fester Einband: 459 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 11.09.2017
ISBN 9783518427583
Genre: Romane

Rezension:

Ich habe mich durch ca. 75 Seiten des E-Books gequält (normalerweise sind es nicht mehr als höchstens 30) und dachte lange, es läge an mir. Als jedoch der Referent Martin Susman  umständlich deutsche Unterwäsche für Auschwitz gekauft hat, war für mich endgültig Schluss.

Das Leben ist zu kurz für öde Literatur

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Tags: brüssel   (1)
 

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19 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 5 Rezensionen

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Zwischen ihnen

Richard Ford , Frank Heibert
Fester Einband: 144 Seiten
Erschienen bei Hanser Berlin in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG, 09.08.2017
ISBN 9783446256804
Genre: Biografien

Rezension:

Über das Leben der eigenen Eltern (eine Buchempfehlung von Denis Scheck)

Ein sich liebendes Elternpaar und ein Sohn, der von den beiden geliebt wird: Macht drei Menschen, die mit ihrem Leben zufrieden sind. Und das wiederum macht diese Lektüre unaufregend bis langweilig.

Gestört hat mich, dass der Autor im Kapitel über die Mutter vieles wiederholt hat, was er bereits vorher im Kapitel über den Vater berichtet hatte.

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Tags: eltern-kind-beziehungen   (1)
 

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452 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 189 Rezensionen

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Das Buch der Spiegel

E.O. Chirovici , Werner Schmitz , Silvia Morawetz
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 27.02.2017
ISBN 9783442314492
Genre: Romane

Rezension:

Durch das Fragment eines Manuskriptes, in dem über einen realen, nicht aufgeklärten Mord geschrieben wird, kann man den Mörder 28 Jahre nach der Tat doch noch ausfindig machen.

Der Beginn des Buches liest sich spannend, doch der Wechsel der Perspektiven tut der Handlung nicht gut, und ab ca. der Mitte des Buches wollte ich es nur noch hinter mich bringen.

Dafür war dann aber die Auflösung ebenso überraschend wie an den Haaren herbeigezogen...

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Tags: krimi   (1)
 

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

hypochondrie

Nur weil ich Hypochonder bin, heißt das ja nicht, dass ich nichts habe

Andreas Wenderoth
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 27.04.2017
ISBN 9783596296187
Genre: Biografien

Rezension:

Ich habe das Buch gelesen, weil ich in der Bekanntschaft einen Hypochonder habe, den ich besser verstehen wollte.

Der Anfang des Buches hat mich begeistert, weil sich der Autor so wohltuend von diesem Bekannten unterscheidet, indem er viel Selbstreflexion und Humor hat.

Leider hat diese Begeisterung nicht lange angehalten, ab Seite 128 „Selbstdiagnose“ habe ich die Lektüre beendet, weil mich der Inhalt immer mehr gelangweilt hat und ich nichts Neues mehr über das Wesen eines Hypochonders erfahren habe – daher nur drei Sterne.

Anderswo habe ich gelesen, dass Hypochonder mit ihrem Leben insgesamt unzufrieden sind. Aber anstatt ihr Leben zu ändern, flüchten sie in ihre eingebildeten Krankheiten.

Dieses Resümee scheint mir – wenn ich besagten Bekannten vor Augen habe – plausibel.

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Tags: hypochondrie   (1)
 

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23 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 7 Rezensionen

20er jahre, btb, frauenfreundschaft, krimi, thriller

Die Frau an der Schreibmaschine

Suzanne Rindell , Beate Brammertz
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei btb, 11.10.2016
ISBN 9783442748877
Genre: Romane

Rezension:

Die ernsthafte, prüde Rose ist im Waisenhaus aufgewachsen, lebt in einfachen Verhältnissen und arbeitet in den 20er Jahren als Schreibkraft in einem New Yorker Police Department.

Dort lernt sie eine weitere Schreibkraft - ihr Pendant - kennen: Odalie ist eine wohlhabende, aufsehenerregende, unternehmungslustige junge Frau.

Aus den beiden Kolleginnen werden beste Freundinnen: Die vom glamourösen Leben Odalies faszinierte Rose gibt innerhalb kurzer Zeit alle ihre Grundsätze auf und verwandelt sich vom unscheinbaren Entlein zum Ebenbild ihrer schönen Gefährtin.

Und dann wird es unübersichtlich: Ein ungeklärter Todesfall sowie der Verrat ihrer Freundin bringt Rose hinter Gitter und den Roman zu einem überraschenden Ende.

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Tags: frauenfreundschaft   (1)
 

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286 Bibliotheken, 10 Leser, 2 Gruppen, 23 Rezensionen

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Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war

Joachim Meyerhoff
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 08.01.2015
ISBN 9783462046816
Genre: Romane

Rezension:

Ich kann mich nicht erinnern, mit einem Buch jemals so viel gelacht zu haben.

Ob das nun die Story mit der Blutsbrüderschaft oder das Ritual mit dem Zubettgehen während eines Fernsehfilmes ist: Der Autor hatte es als Jüngster von drei Brüdern sicher nicht leicht. Was ihn jedoch von anderen Leidensgenossen in dieser Konstellation unterscheidet: Er konnte auf „die Verrückten“ - die Psychiatriepatienten seines Vaters - ausweichen.

Die Handlung beginnt mit dem 7jährigen Joachim und endet in seinen Zwanzigern, mit dem Tod und der Entzauberung seines Vaters.

Meyerhoff schreibt so, dass man das Gefühl hat, dabei gewesen zu sein, und auch das ist große Kunst.

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Tags: humor, jugendjahre   (2)
 

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

briefträger, stammtischrunde

Zur Entlastung der Briefträger

Alois Brandstetter
E-Buch Text: 350 Seiten
Erschienen bei Residenz Verlag, 11.09.2012
ISBN 9783701743018
Genre: Romane

Rezension:

Im oberösterreichischen Innviertel trifft eine Stammtischrunde, die aus drei pensionierten Briefträgern besteht, beim Kirchenwirt zusammen. Dabei wird diskutiert, in Erinnerungen geschwelgt und vor allem “gescheitelt”.
Wobei ich der Runde die Klugscheißerei nicht abgenommen habe und die jeweiligen Übersetzungen vom Lateinischen ins Deutsche sowie die “linguistischen Betrachtungen” störend bis öde gefunden habe.

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Tags: briefträger, stammtischrunde   (2)
 

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72 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

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Die Strudlhofstiege

Heimito von Doderer
Flexibler Einband: 912 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.08.1976
ISBN 9783423012546
Genre: Romane

Rezension:  
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322 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 24 Rezensionen

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Ruhm

Daniel Kehlmann , any.way , Walter Hellmann
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.11.2010
ISBN 9783499249266
Genre: Romane

Rezension:

Ein Roman in neun Episoden über moderne Kommunikationstechniken. Wirklich gefallen hat mir nur die vorletzte Geschichte des adipösen Muttersöhnchens Mollwitz.

Den Film hatte ich bereits vor Lektüre des Buches gesehen und bin unschlüssig, welche Fassung nun die bessere ist.

*Ralph Waldo Emerson

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Tags: episoden   (1)
 

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

beziehungskiste, die große liebe, humor, liebe auf den ersten blick, scheidung, sorgerechtstreit, trennun, vater&sohn, vater und sohn

Oberkante Unterlippe

Stefan Schwarz
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 21.07.2017
ISBN 9783499266966
Genre: Romane

Rezension:

Die tragisch-komische Familiengeschichte des nicht besonders erfolgreichen Schauspielers Jannek, der sich nach der Trennung von seiner Frau um das Sorgerecht für seinen fünfjährigen Sohn bemüht. Im Zuge dessen entdeckt Jannek ganz nebenbei, wer sein Erzeuger ist, dass magische Momente oft nur fauler Zauber sind und dass es auch Liebe ohne faule Tricks gibt.

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Tags: humor, vater&sohn   (2)
 

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47 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 7 Rezensionen

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Eros

Helmut Krausser
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei btb, 04.02.2008
ISBN 9783442736751
Genre: Romane

Rezension:

Die abenteuerliche Lebensbeichte eines todkranken Millionärs, ohne Erotik und mit dauerndem Wechsel der Perspektive. Spannend wird das Ganze allerdings erst ganz zum Schluss, auf den letzten 20 Seiten.

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Tags: liebeswahn   (1)
 

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111 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

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Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke

Joachim Meyerhoff
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 09.03.2017
ISBN 9783462050349
Genre: Romane

Rezension:

Joachim studiert in München an der Otto-Falckenberg-Schauspielschule und wohnt während des Studiums im „rosa Zimmer“ der Villa seiner Großeltern, vis-à-vis dem Nymphenburger Schloss.

Der Großvater, ein pensionierter Philosophieprofessor und die Großmutter, eine ehemalige Schauspielerin, sind nicht nur Exzentriker, sondern auch „zelebrierende Alkoholiker“. Und wenn „Lieberling“ das volle Programm mitmacht, kann es vorkommen, dass er abends nur noch mit dem Treppenlift in sein Bett findet.

Der Kontrast zwischen der unbedingten Zuneigung der Großeltern und der Brutalität des Schauspielstudiums ist groß. Aber obwohl sich Meyerhoff in seiner Rolle als Student als absoluter Loser fühlt, spielt er als Erster seiner Klasse eine Rolle in einem Film ...

„Ach, diese Lücke, ...“ hat das gleiche literarische Genre wie Knausgards „Träumen“ - allerdings mit dem himmelhohen Unterschied, dass Meyerhoff witzig und geistreich schreibt.

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Tags: humor, schauspielkunst   (2)
 

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16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

20. jahrhundert, exil, journalist, judentum, jüdische auswanderer, jüdischer humor, jüdisches leben, liebe, new york, orthodoxes judentum, weiterleben

Meschugge

Isaac Bashevis Singer , Gertrud Baruch
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 01.02.1996
ISBN 9783446185449
Genre: Romane

Rezension:

Nachdem „Gojs“ kaum Zutritt zur jüdischen Community bekommen, sind sie – um dieses Volk kennen zu lernen – hauptsächlich auf Filme und Bücher angewiesen.

„Meschugge“ eignet sich gut für einen ersten Einblick in die Parallelwelt des orthodoxen Judentums, in der sich livestylemäßig in den letzten 100 Jahren wahrscheinlich nicht viel geändert hat.

Und wer den jüdischen Humor mag, liegt mit diesem Buch ebenfalls genau richtig.


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Tags: jüdischer humor, orthodoxes judentum   (2)
 

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

familienroman, istanbul

Cevdet und seine Söhne

Orhan Pamuk , Gerhard Meier , Orhan Pamuk
Flexibler Einband: 672 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 25.05.2016
ISBN 9783596177646
Genre: Romane

Rezension:

Pamuks Erstlingswerk aus dem Jahr 1982 liest sich ungefähr wie Thomas Manns „Zauberberg“: Man kann das 663-Seiten-Buch irgendwo aufschlagen und hat beim Lesen keine Verständnisschwierigkeiten oder das Gefühl, etwas versäumt zu haben.

Empfehlenswert für alle, die sich für die Gründerjahre der Türkei interessieren und eine Bestätigung, dass das Land unter Atatürk – im Gegensatz zu heute – intellektuell lebendig und aufgeschlossen war.

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Tags: familienroman, istanbul   (2)
 

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67 Bibliotheken, 3 Leser, 3 Gruppen, 16 Rezensionen

1. weltkrieg, amerika, blind, blindheit, brüder, einsamkeit, e. l. doctorow, e.l. doctorow, erster weltkrieg, erzählung, exzentrisch, fifth avenue, gangster, new york, usa

Homer & Langley

E.L. Doctorow , Gertraude Krueger
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 30.12.2010
ISBN 9783462042986
Genre: Romane

Rezension:

Die „Collyer-Brüder” Homer und Langley sind zwei Söhne einer wohlhabenden, gebildeten Familie und leben in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Manhattan.

Homer ist als Jugendlicher erblindet, Langley muss in den Ersten Weltkrieg.

Als die Eltern kurz hintereinander an der Spanischen Grippe sterben, nimmt sich der kriegstraumatisierte Langley seines Bruders an und führt mit ihm einen Juggesellenhaushalt. Im Laufe der Jahre müllen die beiden das Haus zu und schotten sich von der Außenwelt ab.

Historisch wird Langley 1947 von einer Mülllawine verschüttet, in der Folge verhungert Homer.
Zum Gedenken an die beiden Brüder findet sich heute anstelle des ehemaligen Prachtbaus an der 5th Avenue der “Collyer Brothers Park”.

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Tags: blindheit, brüder, messie   (3)
 

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63 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

amsterdam, britische literatur, egoismus, england, euthanasie, freundschaft, ian mcewan, intrigen, liebe, literaturpreis 1998, macht, manipulation, männerfreundschaft, medien, moral

Amsterdam

Ian McEwan
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Distribooks Inc, 01.06.2001
ISBN 3257232845
Genre: Romane

Rezension:

Clive und Vernon sind alte Freunde: Der eine ist Komponist, der andere Chefredakteur einer Londoner Tageszeitung. Die beiden treffen einander auf dem Friedhof anlässlich der Einäscherung von Molly, deren Liebhaber beide einmal waren.

Weil die zwei bei dieser Gelegenheit an ihre eigene Endlichkeit erinnert werden, treffen sie eine Vereinbarung: Sobald einer von ihnen an einem geistigen Verfall leidet, wird ihm der andere Sterbehilfe leisten.

Doch als diese Freundschaft zerbricht, bringen sich die beiden gegenseitig um.

(Für den konstruierten Schluss gibt es Punkteabzug.)

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Tags: männerfreundschaft   (1)
 

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

alkohol, sex

Leben: Roman (Das autobiographische Projekt 4) (German Edition)

Karl Ove Knausgård
E-Buch Text: 625 Seiten
Erschienen bei Luchterhand Literaturverlag, 23.06.2014
ISBN 9783641102074
Genre: Sonstiges

Rezension:

Nachdem ich dem Hype um den Schriftsteller Knausgard erlegen bin und „Spielen“, „Leben“ und „Träumen“ gelesen habe, habe ich in allen drei Büchern schöne Landschaftsbeschreibungen Norwegens gefunden, doch ist für mich „Spielen“ eindeutig das beste.

Hingegen ist „Leben“ mE das Schwächste in dieser Reihe:
Karl Ove debütiert mit 18 Jahren als Lehrer (wofür er wahrscheinlich ganz begabt ist), aber hauptsächlich geht es um Alkohol und darum, dass er zu schnell zum Orgasmus kommt.
Insofern lassen die vielen Tippfehler im E-Book den Schluss zu, dass sogar das Lektorat des Komasaufens bereits überdrüssig war...

Knausgard sieht sich als Kreuzung von Bukowski und Hamsun. Während er jedoch - zumindest was den Alkoholkonsum betrifft - Bukowski ziemlich nahe kommt, verfehlt er Hamsun (auf alle drei Bücher bezogen) um ca. 1.500 Seiten.

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Träumen

Karl Ove Knausgård , Paul Berf
Flexibler Einband: 800 Seiten
Erschienen bei btb, 10.07.2017
ISBN 9783442715268
Genre: Romane

Rezension:

Nachdem ich dem Hype um den Schriftsteller Knausgard erlegen bin und „Spielen“, „Leben“ und „Träumen“ gelesen habe, habe ich in allen drei Büchern schöne Landschaftsbeschreibungen Norwegens gefunden, doch ist für mich „Spielen“ eindeutig das beste.

In „Träumen“ geht es um den Zeitabschnitt des frühen Erwachsenenlebens des Autors, um sein Stipendium in der Schreibakademie Bergen und seinen beschwerlichen Weg zum Schriftsteller.

Den Großteil des Buches nehmen jedoch sexuelle (Nicht-)Erlebnisse und Alkohol-Missbrauch ein. Wie bereits in „Leben“ beschreibt der Autor minutiös jeden Rausch, den er hatte, und 100 Räusche unterscheiden sich nun einmal nicht gravierend voneinander.

Schließlich sei dem Lektorat zur Kenntnis gebracht, dass sich durch die Bezeichnung „Mongoloid“ mongolische Menschen diskriminiert fühlen (können) und stattdessen schon seit vielen Jahren die Begriffe „Trisomie“ und „Down-Syndrom“ gelten.

Knausgard sieht sich als Kreuzung von Bukowski und Hamsun. Während er - zumindest was den Alkoholkonsum betrifft - Bukowski ziemlich nahe kommt, verfehlt er Hamsun jedoch (auf alle drei Bücher bezogen) um ca. 1.500 Seiten.

Damit beende ich das „Projekt Knausgard“ und wende mich wieder Hamsun zu.

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Spielen

Karl Ove Knausgård , Paul Berf
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei btb, 11.05.2015
ISBN 9783442749324
Genre: Romane

Rezension:

Nachdem ich dem Hype um den Schriftsteller Knausgard erlegen bin und „Spielen“, „Leben“ und „Träumen“ gelesen habe, habe ich in allen drei Büchern schöne Landschaftsbeschreibungen Norwegens gefunden, doch ist für mich „Spielen“ eindeutig das beste, und die vier Sterne vergebe ich, indem ich „Träumen“ und „Leben“ völlig ausblende.

Bei „Spielen“ handelt es sich um die Kindheit des Autors: Karl Oves Familie besteht aus seinem älteren Bruder, einer schwachen Mutter und einem „allmächtigen“ Vater, einen bei der Dorfbevölkerung hochgeschätzten Lehrer, der seine Kinder in Abwesenheit deren Mutter misshandelt.

Karl Ove empfindet sich als Außenseiter, ist bis ins Erwachsenenalter „nahe am Wasser gebaut“ und verbringt einen großen Teil seiner Kindheit mit „Heulen“.

Knausgard sieht sich als Kreuzung von Bukowski und Hamsun. „Spielen“ ist - postiv vermerkt - von den späteren Lieblingsthemen des Autors (Alkohol und Sex) frei, aber Hamsun verfehlt er (auf alle drei Bücher bezogen) um ca. 1.500 Seiten.

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alleinerziehend

Adieu, Fortpflanz

Polly Adler
Fester Einband: 239 Seiten
Erschienen bei Amalthea Signum, 19.04.2013
ISBN 9783850028349
Genre: Humor

Rezension:

Das Buch besteht aus einer Sammlung von Zeitgeist-Kolumnen, welche Polly Adler über Jahre hinweg für eine österreichische Tageszeitung geschrieben hat.

Darin erzählt die Alleinerzieherin von ihren Abenteuern mit Kind, Beruf und Liebhabern.

Was sich auf den ersten Seiten vielleicht noch originell liest, wird durch den begrenzten Wortschatz der Autorin bzw. durch dauernde Wiederholungen - „(auf)pinseln“ kommt zB gefühlte Tausend Male vor - schnell langweilig.

Der Untertitel lautet (keineswegs ernst gemeint) „Wie man als Mutter richtig versagt“.
„Fortpflanz“ dieser Autorin zu sein, stelle ich mir allerdings ziemlich anstrengend vor.


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Gefühlte Nähe

Harald Martenstein
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei btb, 09.05.2012
ISBN 9783442744145
Genre: Romane

Rezension:

Frau N ist eine ganz Schlimme, das wird bereits klar, als sie sich ihrem ersten Opfer aufdrängt. Zu dieser Zeit ist sie noch Jungfrau, das Opfer ist ihr Lehrer.

Doch ihr wahres Dilemma kristallisiert sich bald heraus: Sie kann sich nicht entscheiden. Die einzige Konstante ihrer 22 weiteren Männer-Beziehungen ist eine Musikkassette, die sie für ihren jeweiligen Liebhaber aufnimmt.

Aber weil sie so vielen Männern das Herz gebrochen hat, muss auch sie selbst tragisch enden: Sie kauft sich – nachdem ihr auch schon Zähne gefehlt hatten und sie aus der Gosse gerettet wurde - als 60jährige im Hormonrausch(?!) einen Afrikaner, den sie nach Europa exportiert.

Das Ganze liest sich gut und ist auch von der Idee her nicht schlecht, klingt für mich aber zu sehr nach persönlicher Abrechnung des Herrn M mit seiner eigenen „N“.

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