Leserpreis 2018

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Wenn Liebe eine Sünde ist

Màili Cavanagh
E-Buch Text
Erschienen bei Weibsbilder-Verlag, 24.11.2018
ISBN 9783961920990
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ruadhán wirkte auf mich von Anbeginn als sympathischer Charakter, mit dem ich mich gut identifizieren konnte. Er kümmert sich – auch durch seine Rolle als Arzt – sehr um die Menschen in seiner Umgebung, nimmt diese in Schutz, wenn es sein muss und vertritt mutig seine Standpunkte, mitunter auch gegen Widerstand von anderen.

Ungefähr das erste Drittel des Romans befasst sich mit Ruadháns Leben in Irland und dem Elend dort, welches durch die große Hungersnot ausbricht. Gegen diese ist Ruadhán selbst mit seinen medizinischen Kenntnisse machtlos.
Der Autorin gelingt es sehr gut, diese Gegebenheiten eindringlich und anschaulich zu schildern, auch passt ihr sprachlicher Stil sehr gut für das historische Setting. Auch bringt sie irisches Gälisch und die irische Mythologie mit ins Spiel, so träumt Ruadhán einmal von der gefürchteten Bean Sidhe (oder Banshee). Als ihn schließlich nichts mehr in Irland hält, bricht er auf zu einer gefahrvollen Reise bis in den Westen der USA.


Die Reise mit dem Schiff gestaltet sich bereits schwierig, denn hier leben sehr viele Menschen wochenlang auf engstem Raum und manch einer überlebt die damit verbundenen Anstrengungen nicht, zumal die Verhältnisse in den unteren Decks sehr schlecht sind. Auch dies wird von der Autorin realistisch und eindrücklich geschildert, so dass man sich alles sehr gut vorstellen kann. Auf der Überfahrt kann Ruadhán seine medizinischen Kenntnisse unter Beweis stellen, unter anderem hilft er auch einem Offizier und kommt diesem näher als erwartet.

Später muss Ruadhán schon bei seiner Ankunft in Amerika erkennen, dass es kein Paradies ist, noch dazu sind die irischen Einwanderer dort unerwünscht. Aber trotz allem Leid ist er kein Mensch, der einfach aufgibt. Dennoch schlägt er sich tapfer weiter durch bis in den Westen und muss auf dem Weg dorthin viele Gefahren überwinden. Auch hier zeigt sich wieder, dass die Autorin gründlich recherchiert hat, ihre Darstellung eines Trecks in den „Wilden Westen“ liest sich sehr realistisch und ungeschönt. Unterwegs gibt es immer wieder Anlass zu Konflikten, die teilweise auch unter den Treck-Reisenden ausbrechen, oder aber durch äußere Gefahrensituationen entstehen, so dass Ruadhán und die anderen Treck-Reisenden einiges durchmachen.



Achtung, es folgen einige Spoiler…


Unterwegs verliebt sich Ruadhán in einen Mann namens Jim, der in vielerlei Hinsicht ganz anders ist als er, so dass hier ein interessanter Kontrast entsteht. Hierbei wird außerdem immer wieder deutlich, wie schwierig die gesellschaftlichen Verhältnisse für Homosexuelle Mitte des 19. Jh. waren – auch in dem damals noch kaum erschlossenen Westen der USA. Aber letztendlich gelingt es Ruadhán gemeinsam mit Jim, eine ganze Menge Hindernisse zu überwinden und der Roman endet mit einem sehr schönen und kitschfreien Happy End.


- Ende der Spoiler -


Der Titel des Romans erschien mir zu Beginn ein bisschen allgemein, doch am Ende wird darauf deutlich Bezug genommen und es wird deutlich, warum das Buch so heißt.


Fazit: Ein realistischer, ungeschönter, aber auch romantischer historischer Gay Roman, der auch einige explizite Szenen enthält. Wer sich für die Geschichte der USA und Irland Mitte des 19. Jh. zur Zeit der Hungersnot und der Trecks gen Westen interessiert, dem sei dieses Buch sehr empfohlen.

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16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

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Alles zum Schein

Vincent Voss
Flexibler Einband: 280 Seiten
Erschienen bei Feder & Schwert, 20.09.2018
ISBN 9783867623292
Genre: Fantasy

Rezension:

Zunächst möchte ich vorweg schicken, dass ich die Welt von Splittermond nicht kenne. Ich hatte jedoch keinerlei Schwierigkeiten, mich in dieser Fantasywelt zurecht zufinden, außerdem gibt es am Ende ein Glossar, in dem noch einige Begriffe erklärt werden.

Die Handlung an sich ist durchaus spannend, und natürlich wollte ich als Leserin angesichts des Klappentext gern wissen, was in der Akademie vor sich geht.

Allerdings fiel es mir bei diesem Roman sehr schwer, mich mit irgendeiner der Figuren zu identifizieren und entsprechend mit ihm oder ihr mitzufiebern, mitzuleiden etc.
Alle Hauptfiguren bleiben in ihrer Charakterisierung eher flach und auch ihre Motivationen werden oft nicht deutlich (was natürlich bei einigen Absicht ist). Nun kann man natürlich argumentieren, dass dies kein personenzentrierter Roman ist, sondern dass es eher um das Abenteuer geht, das die Figuren erleben, wie in einem klassischen Pen & Paper Rollenspiel. Dennoch hätte ich mir bei den Hauptfiguren oder zumindest bei einigen davon mehr Tiefe, mehr Hintergrund gewünscht. Auch der Alltag in der Akademie und was dort gelehrt wird, kam praktisch kaum vor.
Außerdem gibt es mehrere Handlungsstränge mit unterschiedlichen Hauptfiguren, darunter eine Bardin und ein Fischermädchen, was das Ganze recht komplex werden lässt. Allerdings hatte ich teilweise Schwierigkeiten, all diesen Handlungssträngen zu folgen, zumal die einzelnen handelnden Personen zunächst mit den anderen kaum oder nur wenig zu tun haben.

Der sprachliche Stil des Autors passt sehr gut in das Fantasy-Setting, auch die Art, wie die Charaktere sprechen. Die Beschreibungen von Räumlichkeiten, Orten, Landschaften etc. sind anschaulich, ich konnte mir alles gut vorstellen.

Gewöhnungsbedürftig fand ich, dass der gesamte Text (267 Seiten) nicht in Kapitel unterteilt ist. Auch der Perspektivwechsel zwischen den einzelnen Hauptfiguren wird nicht weiter optisch abgesetzt, nur jeweils durch eine Leerzeile kenntlich gemacht.
Hier weiß ich nicht, ob das eine Eigenheit aller Splittermond-Romane ist, die also vom Verlag festgelegt wurde, oder ob der Autor das so entschieden hat.

Im letzten Drittel wird der Roman dann sehr spannend und auch schon vorher stellenweise sehr düster und unheimlich. Zugleich wird es hier auch sehr blutig, also nichts für schwache Nerven.

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Tags: dark fantasy, fantasy, grusel   (3)
 

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Eine besondere Begabung

Chris P. Rolls
Flexibler Einband: 268 Seiten
Erschienen bei Main Verlag, 24.11.2018
ISBN 9783959492515
Genre: Fantasy

Rezension:


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17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

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Stille Rache

Laura Landon , Antje Althans
Flexibler Einband: 396 Seiten
Erschienen bei Montlake Romance, 11.11.2014
ISBN 9781477826928
Genre: Liebesromane

Rezension:

Diesen Roman habe ich sehr gern gelesen. Das liegt zum einen an der spannenden und gewissermaßen doppelbödigen Handlung, die noch um einiges komplexer ist, als man nach dem Klappentext vermuten würde. Außerdem hat mir die starke Dynamik, die sich zwischen den beiden völlig gegensätzlichen Hauptcharakteren entwickelt, sehr gefallen. Diese sind sehr gut ausgearbeitet und haben beide so ihre Ecken und Kanten – Simon z.B. wirkt nach außen hin erst mal arrogant und herrisch, hat aber auch andere, weichere Seiten. Jessica wiederum hat ein Geheimnis, das dankenswerterweise nicht gleich auf den ersten Seiten enthüllt wird. Sie ist außerdem eine sehr starke Persönlichkeit. Dass sie einen Ehemann braucht, der ihrem intriganten Stiefbruder Paroli bieten kann, ist den historischen Umständen und der Rolle der Frau in dieser Zeit geschuldet. Doch in ihrem Zusammensein mit Simon wird immer wieder deutlich, dass sie „ihrer Frau“ steht und ihm gegenüber Durchsetzungsvermögen an den Tag legt, wenn es ihren Interessen dient.

Der Sprachstil der Autorin trägt wunderbar dazu bei, sich in ein historisches Setting versetzt zu fühlen.

Was mir weniger gefallen hat: An keiner Stelle wird eine Jahreszahl oder zumindest das Jahrzehnt erwähnt, und auch aus den sonstigen Beschreibungen geht nicht hervor, wann die Handlung spielt. Erst im letzten Drittel gibt es einmal einen Hinweis auf ein historisches Ereignis, aber auch hier dürften nur Leute mit guten Geschichtskenntnissen etwas damit anfangen können. Nicht einmal die Schilderungen der Mode, die hier einen wichtigen Raum einnehmen (was ebenfalls mit der Handlung zu tun hat), machen dies wirklich deutlich, dabei hat sich die viktorianische Mode im Laufe der Jahrzehnte stark verändert, so dass man hier zumindest für Leser, die sich damit auskennen, Anhaltspunkte hätte schaffen können. Ich habe mich allerdings gefragt, ob dieses Fehlen einer Zeitangabe eventuell Absicht ist, damit die Geschichte zeitloser wirkt. Beschreibungen der Stadt London wird man hier ebenfalls vergeblich suchen, nicht einmal Straßennamen werden genannt, und abgesehen von einer kurzen Szene in einem Park sind sämtliche Schauplätze verschiedene Häuser.

An einer Stelle wird ein Park in London erwähnt, den es gar nicht gibt. Warum in einem historischen Roman ein fiktiver Park vorkommt, ist mir unverständlich, zumal es in London auch schon im 19. Jh. bereits mehrere Parks in verschiedenen Stadtteilen gab, viele davon sind bis heute erhalten.

Zum Ende hin gibt es eine kleine Plotlücke, die aber vermutlich zugunsten der Dramaturgie absichtlich in Kauf genommen wurde.

Ausgerechnet der einzige nicht-weiße Charakter in diesem Roman, der indische Diener Sanjay, wird zwar sympathisch, aber auch sehr klischeehaft dargestellt.

Von diesen Kritikpunkten einmal abgesehen, hat mir „Stille Rache“ sehr gut gefallen.

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

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Unantastbar

Sibel Hodge , Claudia Hahn
Flexibler Einband: 460 Seiten
Erschienen bei Edition M, 09.10.2018
ISBN 9782919803309
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Dieser Roman wirkte auf mich anfangs nicht unbedingt besonders spannend, dafür aber umso beklemmender. Es ist bedrückend, von Mayas tiefer Trauer zu lesen und nur schwer verdaulich, was Jamie durchmachen musste. Insofern ist auch die Triggerwarnung im Klappentext („explizite Gewaltdarstellung“) sehr begrüßenswert. Der Roman wird übrigens auf zwei Ebenen erzählt – in Rückblenden berichtet Jamie aus seinem Leben, was sich abwechselt mit dem, was Maya in der Gegenwart durchmacht. Aber natürlich wird durch die Rückblenden nicht gleich verraten, wie es zu Jamies Tod kam. Das Grauen jedenfalls nimmt immer mehr zu.

Dass diese beiden Ebenen jeweils in der Ich-Perspektive geschildert werden, ließ mich als Leserin den Protagonisten noch näher kommen und auch die anschauliche, eindringliche Sprache der Autorin trägt dazu bei.

Ungefähr ab der Hälfte des Buches wird Maya durch bestimmte Ereignisse aus ihrer Trauer gerissen und selbst aktiv, damit Jamie Gerechtigkeit wiederfährt. Zugleich verspürt sie immer wieder große Wut über das was geschehen ist, und überträgt diese gelegentlich innerlich auch auf unbeteiligte Personen.
Hier nimmt die Spannung deutlich zu. In der zweiten Hälfte bringt die Autorin außerdem einiges an Kritik an Politik und Wirtschaft unter und das hebt den Roman von reiner Unterhaltungsliteratur ab. Dazu zitiert sie auch George Orwell (auf S. 294): „›Die Menschen glauben, was die Medien ihnen erzählen.‹“ Weiter sagt einer ihrer Charaktere dazu: „Und wenn man die Medien kontrolliert, das Geld, die Politik und das Militär, dann kontrolliert man das ganze System.«

Gegen Ende des Buches gibt es eine unerwartete Wende, auf die ich in dieser Form nie gekommen wäre. Außerdem bleibt es spannend bis ganz zum Schluss.

Fazit: Einer der besten und zugleich beklemmendsten Thriller, die ich je gelesen habe – auch angesichts dessen, dass er an echte Kriminalfälle angelehnt ist.

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Tags: kindesmissbrauch, spannung, thriller   (3)
 

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

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Rache Lieferung frei Haus: Hamburg Krimi

Alexandra Krebs
E-Buch Text: 226 Seiten
Erschienen bei BookRix, 23.02.2017
ISBN 9783739683805
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Dieser Krimi wird ausschließlich aus Sicht von Thomas Eickhoff geschildert, der hier als Ich-Erzähler in Erscheinung tritt. Auf diese Weise kann man an Leser sehr gut in dessen Gefühlswelt eintauchen und lernt den Protagonisten gut kennen. Mich hat das auch ein bisschen an ältere Noir-Krimis erinnert, in der ebenfalls die Ich-Perspektive verwendet wird.

Bei Eickhoff verzichtet die Autorin zum Glück auf die typischen Klischees, die es oft in Krimis bei den Ermittlern gibt (z.B. Alkoholismus, getrennt oder in Scheidung lebend oder ähnliches). Der Fall um die Pakete mit den Körperteilen ist ungewöhnlich, er sorgt für einige Rätsel und liest sich spannend, auch die Auflösung ist dann am Ende recht überraschend.

Was mir ein bisschen gefehlt hat, waren Beschreibungen der städtischen Schauplätze. Zwar werden hier und da Straßen oder Ortsteile genannt, aber wenn man diese nicht kennt, ist es gelegentlich schwer, sich diese vorzustellen.

An einigen Stellen gibt es mitten im Absatz Zeitsprünge. Hier hätte ich mir gewünscht, dass der Zeitsprung durch einen neuen Absatz deutlich gemacht wird, da es ansonsten ein bisschen verwirrend wirkt.

Der Krimi hat mich neugierig gemacht auf weitere Fälle dieses Ermittlers.

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Tags: hamburg, krimi   (2)
 

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23 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

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Das Geheimnis von Kestrel Hall (Historisch, Liebesroman)

Dorothea Stiller
E-Buch Text
Erschienen bei dp DIGITAL PUBLISHERS, 15.11.2018
ISBN 9783960874942
Genre: Liebesromane

Rezension:

Die Geschichte um Marguerite hat mich stellenweise gut fesseln können. Die recht kurzen Kapitel animieren dazu, immer weiter zu lesen. Da die Handlung sich über mehrere Jahre erstreckt, gibt es einige Zeitsprünge, auch wird die Handlung manchmal zusammengefasst, in Briefen oder Tagebucheinträgen. Das fand ich gut gelöst und es hat mich hier und da an Briefromane erinnert.

Stil und Sprache der Autorin tragen gut dazu bei, dass ich mich in vergangene Zeiten versetzt gefühlt habe und auch die Beschreibung von Landschaften, Räumen und Orten sowie den Gefühlen und Handlungen der Protagonisten sind schön anschaulich. Stellenweise wird es auch wunderbar schaurig und ich habe mich an alte Gothic-Horror-Geschichten erinnert gefühlt.


Es folgt ein leichter Spoiler…


Was mir persönlich leider überhaupt nicht gefallen hat, war die überraschende Wendung am Ende. Zwar passt diese in den Gesamtzusammenhang und ist entsprechend stimmig umgesetzt, aber leider reiht sich das Buch damit ein in eine ziemlich alte, unrühmliche Tradition von Geschichten, die für bestimmte Charaktere grundsätzlich sehr schlecht ausgehen. Natürlich kann man entsprechende Handlungsmuster verwenden, aber da dies in der Vergangenheit recht häufig vorgekommen ist, fand ich es in diesem Fall sehr schade, auch weil mir das Buch bis dahin sehr gut gefallen hat.


- Spoiler Ende -


Fazit: Ein historischer Liebesroman mit Schauer-Elementen, der mich leider nicht vollends überzeugen konnte. Ich vergebe trotzdem vier Sterne, da man über das problematische Handlungsmuster (was ich in dem leichten Spoiler andeute), geteilter Meinung sein kann.

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Tags: geister, historisch, liebesroman, regency, schauergeschichte   (5)
 

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30 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

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Die sieben Meere der Mutigen

Nicole Chisholm
E-Buch Text: 279 Seiten
Erschienen bei Independently Published, 09.10.2017
ISBN B076BPRXX9
Genre: Historische Romane

Rezension:

Schon länger habe ich keinen historischen Roman so gern gelesen wie diesen. Der Autorin ist es auf hervorragende Weise gelungen, eine zur Regency-Ära passende Atmosphäre in ihrem Roman zu kreiieren. Der Gegensatz zwischen der High Society und den Schattenseiten Londons erzeugt
interessante, lebendig beschriebene Kontraste und immer wieder finden sich passende Metaphern oder sprachliche Bilder, die dazu beitragen.
Die mitreißenden Abenteuer, die Frances erlebt, und ihr sozialer Abstieg haben mich zum Teil an Werke von Charles Dickens denken lassen, auch wenn dieser zeitlich um einige Jahrzehnte später anzusiedeln ist.
Frances zur Seite gestellt ist ein imaginärer Charakter, den nur sie selbst sehen und hören kann und der ein wenig wie ein Sidekick wirkt. Dieser macht ihr regelmäßig Mut und bildet durch seine raue Art einen interessanten Gegensatz zu ihr. Gleichzeitig sorgt er immer mal wieder für humorvolle Momente. Die Handlung wird ergänzt durch Auszüge aus einer (fiktiven) alten dänischen Legende, aus der dieser Charakter stammt und die auch dem Roman seinen Titel gibt.
Das Buch ist für mich ein richtiger „Pageturner“ und ich freue mich schon darauf, die Fortsetzung zu lesen.

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Tags: abenteuer, historisch, regency   (3)
 

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27 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

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London Love - Herz über Kopf (Liebesroman)

Dorothea Stiller
E-Buch Text: 225 Seiten
Erschienen bei dp DIGITAL PUBLISHERS, 01.11.2018
ISBN 9783960874430
Genre: Liebesromane

Rezension:

Der Beginn des Romans wirkt auf mich leider arg konstruiert. Dass Sarina sich als 13jährige eine Wunschliste für ihren zukünftigen Traummann anlegt, das konnte ich mir noch ganz gut vorstellen, aber dass sie zehn Jahre später dieser Liste immer noch eine starke Bedeutung beimisst, das fand ich weniger glaubwürdig. Und auch als sie Hals über Kopf nach London aufbricht, um Leo zu finden, obwohl sie kaum Anhaltspunkte hat, wo er sich aufhalten könnte ... da war ich eher auf der Seite ihrer Freundin, die das für reichlich unlogisch hält.

Im Verlauf der Handlung gibt es hier und da glückliche Zufälle, die allerdings ebenfalls etwas unglaubwürdig wirken. Dass die beiden Ausländerinnen in London einfach so Jobs bekommen, ist vermutlich auch nicht so ganz realistisch, da sie keine Arbeitserlaubnis haben. Zumindest wird nie erwähnt, dass sie sich um entsprechende Papiere kümmern müssen oder die bereits vor ihrer Anreise getan haben. Und dann sind es auch noch teilweise hippe Jobs, die sehr begehrt sein müssten, und es klappt trotzdem wie am Schnürchen, ja Sarina wird von ihrem Vorgesetzten sogar gesagt, dass sie (obwohl sie noch nicht mal ihr Studium beendet hat und abgesehen von einigen Praktika keine Berufserfahrung hat) für einen anvisierten Job eigentlich überqualifiziert sei. Das fand ich wenig glaubhaft.

Mir ist aufgefallen, dass zwar viele Straßennahmen und auch Sehenswürdigkeiten der Stadt genannt werden, es aber nur wenig Beschreibungen gibt, wie es dort genau aussieht. Das finde ich schade.


Positiv dagegen fand ich die Begegnung von Sarina mit Päivi, mit der sie sich bald zusammentut, um gemeinsam auf die Suche zu gehen. Päivi ist vom Wesen her anders als Sarina, so dass die beiden ein ungleiches, interessantes Gespann abgeben. Auch die WG-Bewohner, die sie später kennenlernen und Sarina selbst machen einen sympathischen Eindruck. Auf jeden Fall liest sich der Roman leicht und unterhaltsam.

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Tags: liebesroman, london   (2)
 

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Maskiert

Amalia Zeichnerin
E-Buch Text: 114 Seiten
Erschienen bei null, 15.11.2018
ISBN B07JLRNCWX
Genre: Sonstiges

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

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Kolonien - Welt unter Dampf

Anja Bagus , Stefan Cernohuby , André Geist , Peter Hohmann
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Amrun Verlag, 13.10.2018
ISBN 9783958693678
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Diese Anthologie befasst sich, wie auch schon durch den Klappentext angedeutet wird, mit kontroversen Themen, die oftmals im Steampunk-Genre weniger oder nur am Rande in Erscheinung treten.
Da gibt es beispielsweise Rassismus (in „Das Wüstenschiff“ – Stefan Cernohuby), die grausame Ausbeutung von Einheimischen, die durch alternative Fakten vertuscht wird, wie in Ann-Kathrin Karschnicks „Der Brief des Lord Protektors“, Unabhängigkeitskämpfe in Indien („Die letzte Vorstellung“ von André Geist) oder Umweltzerstörung und menschliches Elend („Der Harvester“ von Chris Schlicht). Eine beklemmende Geschichte, die mithilfe von Aufzeichnungen erzählt wird, ist „Der Klang des Himmels“ von Vanessa Kaiser & Thomas Lohwasser. Die Geschichte „Shogun“ befasst sich mit dem klassisch-historischen japanischen Gesellschaftssystem, in welcher der Shogun sich mit einer außergewöhnlichen Erfindung konfrontiert sieht, die sein Weltbild auf den Kopf stellt. Und wie die unterschiedlichen Mentalitäten und Lebensanschauungen verschiedener Völker aufeinanderprallen können, das zeigt vor allem „Die flüsternde Sonne“ von Kristina Lohfeldt eindrucksvoll.

Aber auch typische Themen, wie zum Beispiel außergewöhnliche Erfindungen und Piraten, treten hier in Erscheinung, etwa in Anja Bagus‘ „Piraten!“. Außerdem gibt es abenteuerliche Expeditionen („Der Gott und die Maschine“ von Vincent Voss), Fantasy-Elemente („Der Harvester“ von Chris Schlicht) und in einigen der Geschichten tauchen auch reale historische Persönlichkeiten auf oder werden zumindest erwähnt. Dann gibt es den Äther als geheimnisvolle Energiequelle („Die flüsternde Sonne“ von Kristina Lohfeldt). Marco Ansing schickt seinen Reporter Johann Alexander Krieger, der bereits in mehreren Steampunk-Anthologien vertreten ist, ein weiteres Mal in ein turbulentes Abenteuer, in „Der Metall-Drache Chinas“.

Eine der längeren Geschichten in diesem Buch, „Vom Aufstieg der Lurche“ von Niklas Peinecke, erzählt von der Begegnung mit einer außergewöhnlichen Spezies. Und ganz ähnlich ergeht es auch den Protagonisten in Peter Lohmanns actionlastiger und gruseliger Geschichte „Das Blut der Welt“. In „Tee auf Taniwha“ von Thorsten Küper möchte ein Maori am liebsten alle Kriege abschaffen.

Oftmals, wenn auch nicht immer, sind die Hauptcharaktere Europäer, was ich in dieser Anthologie angesichts des Themas weniger erwartet hatte. Auf der anderen Seite macht es Sinn, weil diese meistens in Konflikte mit den Einheimischen einer Kolonie geraten.

Fazit: Eine multikuturell ausgerichtete Anthologie mit ganz unterschiedlichen, abwechslungsreichen Geschichten. Eine Sammlung, welche die deutschsprachige Steampunk-Literatur-Szene aus meiner Sicht sehr bereichert, da sie sich eingehend und kritisch mit den negativen Seiten der Geschichte des 19. Jahrhunderts befasst, insbesondere eben dem Imperalismus und Kolonialismus.


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Tags: anthologie, geschichte, imperialismus, kolonialismus, steampunk   (5)
 

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

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Winterzauber an der Alster

Esther Grace
E-Buch Text: 214 Seiten
Erschienen bei books2read, 15.11.2017
ISBN 9783733710927
Genre: Sonstiges

Rezension:

Wie der Klappentext schon andeutet, geraten Anna und noch andere Personen in dieser Geschichte in allerhand Verwicklungen, es gibt Verwechslungen, Lügen und Geheimnisse - ein turbulenter Plot, der mich gut unterhalten hat.

Bei den Figuren hätte ich mir an einigen Stellen etwas mehr Tiefe gewünscht, aber insgesamt konnte ich mich gut in sie hineinversetzen und ihre Gefühle und Motivationen nachvollziehen.

Wer Hamburg kennt, wird bei diesem Roman außerdem seine Freude daran haben, einzelne Orte, Gebäude und Schauplätze anhand der anschaulichen Beschreibungen wiederzuerkennen.

Übrigens verzichtet die Autorin komplett auf erotische Szenen, dafür gibt es einiges an Romantik, die aber nie in Kitsch abgleitet.

Das Ende fand ich etwas abrupt, aber es passt dennoch sehr gut zur Geschichte.

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Tags: hamburg, liebe, liebesroman, romantik, winter   (5)
 

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

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Wolfswahn

Melanie Vogltanz
E-Buch Text: 422 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 23.10.2018
ISBN 9783959623360
Genre: Fantasy

Rezension:

Dies ist der sechste Band einer Reihe. Alle Bände können laut Buchbeschreibung unabhängig voneinander gelesen werden und genau das konnte ich beim Lesen auch feststellen, da ich die bisherigen Teile (noch) nicht kenne. Hier und da wird natürlich auch die vergangenen Bände Bezug genommen.
Der Roman beginnt nach einem kurzen Prolog recht ungewöhnlich, mit Aufzeichnungen eines Arztes aus einer Nervenheilanstalt, der den mysteriösen Patienten Nummer 62 untersucht. Allerdings gibt es bereits in diesen Aufzeichnungen allerhand Rätselhaftes, das mich als Leserin neugierig machte.

Danach wechselt die Perspektive zur 3. Person Singular und schildert die Handlung aus Alfios Sicht. Dazu gibt es immer wieder Rückblenden ins Jahr 1909, die Alfios Hintergrundgeschichte - oder zumindest einen Teil davon – genauer beleuchten.

Der Roman ist nichts für Zartbesaitete und man kann ihn auch dem (Gothic-)Horror-Genre ohne weiteres zuordnen: Die Autorin schont ihre Charaktere nicht, mehr als einmal wird es ziemlich blutig. Im Finale wartet die Geschichte mit einigen Überraschungen auf und auch das Ende habe ich in dieser Form nicht erwartet, fand es aber passend.

Sehr interessant zu lesen fand ich, was für Gedanken sich Melanie Vogltanz über ihre unsterblichen Wesen gemacht hat. In manchen Fantasyromanen werden Unsterbliche ja gern als allmächtig hingestellt oder es wird wenig bis gar nicht darauf eingegangen, was die Unsterblichkeit eigentlich für Nachteile mit sich bringen mag. In diesem Roman dagegen kommt beispielsweise die Frage auf, was unter Umständen bei der Zeugung von unsterblichen Kindern passieren kann. Oder wie sich die Unsterblichkeit auf lange Sicht geistig und körperlich auswirken kann. Und auch wissenschaftliche Aspekte spielen in dieser Geschichte eine Rolle, darunter die Forschungen eines gewissen Iwan Pawlow.

Ein weiteres Plus liegt im Sprachstil der Autorin, die oft mit sehr bildhaften Metaphern oder Vergleichen arbeitet, so dass eine Menge Anschaulichkeit und Atmosphäre erzeugt wird.

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2 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

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Ghost Stories of Flesh and Blood

Faye Hell , M. H. Steinmetz
E-Buch Text: 420 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 13.10.2018
ISBN 9783959626330
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich habe ein Rezensionsexemplar vom Verlag erhalten. Meine Meinung ist davon unabhängig. Im Vorwort erklären die beiden Herausgeber, dass sie sich am Horrorsubgenre New American Gothic orientiert haben. Der rote Faden dieser Anthologie sind Spukhäuser, die allerdings nicht in jeder Geschichte eine wichtige Rolle spielen. Als Ergänzung gibt es jeweils eine kurze Vorstellung der AutorInnen.
Ausnahmsweise schreibe ich das Fazit schon hier, wer gern mehr zu den einzelnen Geschichten erfahren möchte, kann unten weiterlesen.
Die Anthologie bietet eine interessante Mischung aus recht unterschiedlichen, gruseligen, schaurigen und spannenden Geschichten, wobei der Gruselfaktor nicht immer, aber meistens durch etwas Übernatürliches bestimmt wird und aus meiner Sicht unterschiedlich stark ausgeprägt ist. In jedem Fall ist die Anthologie insgesamt nichts für Zartbesaitete.


Zu den einzelnen Geschichten:

Das Haus am Friedhof – Jana Oltersdorff
Eine ungewöhnliche Beerdigung gibt der Protagonistin Jacky Rätsel auf. Doch das ist erst der Anfang und schon bald gibt es verstörende, unerklärliche Ereignisse, so dass Jacky an ihrem Verstand zweifelt - ist es nur Einbildung oder steckt mehr dahinter? Ein guter Auftakt für diese Anthologie.


Ausflug ins Moor – Karin Elisabeth
Diese Geschichte wird aus zwei verschiedenen Ich-Perspektiven erzählt und mutet zunächst wie eine Liebesgeschichte an. Allerdings hat das Paar einige Probleme, darunter auch einen möglicherweise von Drogen vernebelten Geist. Eine Geschichte, die Rätsel aufgibt und die man genauestens lesen sollte, um den Horror zwischen den Zeilen zu ergründen


Novemberblut – Vanessa Kaiser, Thomas Lohwasser, Thomas Karg
Ganz langsam schleicht sich der Horror hier ein in einer Familie, die von etwas Übernatürlichem bedroht wird. Oder ist am Ende alles ganz anders, als es scheint?

Das Flüstern im Feuer – Michael Harich
Hier beginnt alles mit einem schon fast klassischen Ansatz – ein abgerissener Schriftsteller will ein Buch über Lost Places und Spukhäuser schreiben und sucht ein Hotel auf, dem man nachsagt, es würde von Geistern heimgesucht. Sein Aufenthalt dort wird zu seinem schlimmsten Albtraum.


End of the Road – Torsten Scheib
Eine lesbische, amerikanische Hauptfigur, die allerdings nicht gerade eine Sympathieträgerin ist, wird in allerhand Probleme und Gewaltätigkeiten verwickelt. Die Geschichte spielt sich auf mehreren Zeitebenen ab, was mich zunehmend verwirrt hat. Es fiel mir schwer, diese Geschichte zu verstehen.


Nachbarschaft – M. M. Vogltanz

Die Protagonistin hat sich von ihrem Mann getrennt und ist umgezogen. Nachts kommen merkwürdige Geräusche aus dem Nachbarhaus, die ihr den Schlaf rauben. Also geht sie der Sache nach … und ab da bricht der Horror in ihr Leben ein, der übrigens nicht nur durch das Nachbarhaus verursacht wird. Eine mitreißende Geschichte.

Klopf Klopf – Vincent Voss

Die Studentin Emma beginnt in Kiel einen Job als Nachtwächterin in einem Parkhaus. Ich musste schmunzeln über eine Nebenfigur namens Vincent (!), die von Emma als Freak bezeichnet wird. Zunächst wird in dieser Geschichte die Routine beschrieben, die nun jede Nacht vor ihr liegt. Doch dann benimmt Vincent sich rätselhaft und bleibt der Arbeit fern, was Emma auf seinen Cannabiskonsum schiebt. Bei einem zufälligen Treffen warnt er sie vor dem Parkhaus, was sie als Spinnerei abtut. Doch nur wenig später wird ihre Arbeitsroutine durch merkwürdige Klopfgeräusche unterbrochen… eine spannende Geschichte, die von dem Horror verlassener nächtlicher Gebäude erzählt.


Imaginarium – Faye Hell

Zum Inhalt dieser originellen Geschichte, die von einem Zitat von Novalis eingeleitet wird,
schreibe ich absichtlich nichts, da dies ohne Spoiler kaum möglich ist.

Stattdessen sei nur so viel gesagt, dass es sich um eine recht harte Geschichte mit einem stellenweise hohen Ekel-Faktor handelt, deren Ende sehr passend gewählt.


0900666 – Marc Heitkamp

Ein Fernsehabend zweier Freunde wird zu einem gräßlichem Albtraum – eine vergleichsweise kurze, blutige Geschichte.


Spiel um dein Leben – Jacqueline Mayerhofer

Einige Studenten brechen in Neuseeland zu einem exklusiven Wochenende in einem Haus auf, das mit Escape-Room-artigen Spielen aufwartet. Doch schon bald wird aus dem Spiel blutiger Ernst.

Wicked Game – M.H. Steinmetz

Wer sich bei dem Titel an den gleichnamigen Song von Chris Isaak erinnert fühlt, liegt insofern richtig, als aus diesem Song zitiert wird. Ein kriminelles Paar übernachtet in einem unheimlichen Haus und erlebt dort merkwürdiges. Eine verstörende, erotische Geschichte.

New Port, Rhode Island – Simona Turini

Die einzige Geschichte in dieser Anthologie mit einem Kind als Protagonisten. Der junge Atticus ist es leid, dass seine Eltern und er ständig umziehen. Er freundet sich mit einem Mädchen an. Diese Geschichte beginnt recht ruhig, doch der Horror gegen Ende wird dadurch umso wirkungsvoller.


Haus aus Lust und Schmerz – Anja Hansen

Eine Familie zieht neu in ein altes Haus ein. Die volljährige Tochter merkt schon bald, dass hier etwas nicht stimmt und zieht Erkundigungen ein. Eine schaurige und blutige Geschichte.


Tohagwasa, der Silberreiher – Claudia Rapp
Diese Geschichte ist in USA angesiedelt und befasst sich unter anderem mit der Mythologie der Native Americans. Auffallend ist hier, dass die Psyche und die Motivationen einiger Personen eine wichtige Rolle spielt und entsprechend genau beleuchtet wird.


Am Anfang vom Ende – Thomas Williams
In dieser Geschichte gibt es ein Endzeit-Setting, in der die Welt nicht gerade von Zombies, aber von Monstern heimgesucht wird. Warum das so ist, findet die Protagonistin im Laufe der Handlung heraus.


Heteronomie – Benjamin Verwold (eine Bonusgeschichte)
Diese Geschichte unterscheidet sich von allen anderen insofern, dass sie im 14. und im 17. Jahrhundert angesiedelt ist und die Handlung anhand historischer Aufzeichnungen erzählt wird.

Eine spannende und verstörende Geschichte.

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Tags: horror   (1)
 

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

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Die mysteriösen Fälle der Miss Murray: Theatergeist

Amalia Zeichnerin
Flexibler Einband: 152 Seiten
Erschienen bei Independently published, 15.10.2018
ISBN 9781728825229
Genre: Sonstiges

Rezension:  
Tags:  
 

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32 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

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Rache um jeden Preis

Nika S. Daveron
E-Buch Text
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 15.05.2018
ISBN 9783959623520
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich habe ein Rezensionsexemplar vom Verlag erhalten. Meine Meinung ist davon unabhängig. Dieser Roman wirft einen direkt in die Handlung: Leo Walker heuert einen kaltblütigen Auftragskiller an, um an den Männern Rache zu nehmen, die seine Tochter Serena auf dem Gewissen haben. Das ungleiche Gespann wird von der ungewöhnlichen „Ghost“ begleitet, eine Frau, die in der Gothic-Szene heimisch ist.


Keiner der drei Hauptcharakter ist ein Sympathieträger, aber das muss ja in einem Thriller auch nicht unbedingt sein, zumal die Figuren hier deutlich als Antihelden daherkommen. Und auch wenn ich Leos Wunsch nach Rache verstehen konnte, war für mich das Ausmaß derselben nicht mehr nachvollziehbar. Dieser Charakter zeigt sich im Laufe der Handlungals regelrecht besessen davon.

Ansonsten bringt die Autorin einiges an Klischees in Spiel: Leo ist der typische heruntergekommene ehemalige Cop, der kurz vor der Scheidung steht und einen schweren Verlust zu verarbeiten hat. Der Auftragskiller Hale bleibt als Person größtenteils undurchsichtig, aber es wird immer wieder deutlich, dass er sichtlich Spaß an seiner blutigen Arbeit hat.

Die verschiedenen Personen, die die beiden im Laufe der Handlung zur Strecke bringen, bleiben relativ blass, allerdings sind viele von ihnen auch kaum mehr als Handlanger bei dem Verbrechen gewesen.


Passend zu dem Rachefeldzug gliedern sich auch die Kapitel auf – jedes ist mit dem Namen eines der Übeltäter überschrieben, den Leo und der Auftragskiller zur Strecke bringen wollen. Anders als in vielen Thrillers geht es hier also nicht um klassische Verbrechensbekämpfung, sondern vielmehr Lynchjustiz. Wer nun allerdings denkt, die Handlung sei damit ja ziemlich vorhersehbar, der irrt sich, denn schon bald läuft einiges gewaltig schief… und mehr sei an dieser Stelle nicht verraten.

Nur so viel, dass das Buch zunehmend spannender wird, je mehr es an unerwarteten Wendungen gibt.

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Tags: thriller, thriller-roman   (2)
 

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47 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

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Cyrus Doyle und die Kunst des Todes

Jan Lucas
Flexibler Einband: 377 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 15.06.2018
ISBN 9783746634180
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Dieses Buch habe ich in einer Verlosung hier bei Lovelybooks gewonnen. Meine Meinung ist davon unabhängig.

Dies ist der dritte Fall für Cyrus Doyle. Ich habe die bisherigen zwei Bände (noch) nicht gelesen, das Buch kann aber auch unabhängig von diesen ohne Verständnisschwierigkeiten gelesen werden.

Die Handlung spielt auf der englischen Kanal-Insel Guernsey und es wird schnell deutlich, dass der Autor sich hier bestens auskennt. Positiv fand ich, dass es zwei Karten im Buch gibt, sowohl von Guernsey insgesamt wie auch dem Ort der Handlung, St. Peter Port.

Anhand der gut gewählten Beschreibungen konnte ich mich schnell zurechtfinden, sowohl was die Örtlichkeiten, als auch die Personen betrifft, und konnte entsprechend schnell in die Handlung einsteigen und bei den Ermittlern „mitfiebern“. Denn schon bald gibt es mehrere Tatverdächtige und zusammen mit den Ermittlungen von Doyle und seinem Team sorgt dies für einen guten Spannungsbogen, der auch durch den eloquenten Schreibstil des Autors unterstützt wird. Außerdem kommt es an einigen Stellen zu überraschenden Wendungen.

Die Handlung verteilt sich übrigens „nur“ auf drei Tage, wobei jeder Tag ungefähr 100 Seiten einnimmt. Der Epilog spielt dann einige Tage später. Im Nachwort geht der Autor außerdem noch auf reale Schauplätze und eine Künstlerin ein und erklärt, inwieweit ihn diese inspiriert haben.

Die Perspektive wechselt zwischen verschiedenen Personen, in erster Linie den Ermittlern, aber auch noch anderen Personen, wobei Cyrus Doyle den größten Anteil hat.

Der Roman hat mich neugierig gemacht auf weitere Teile dieser Reihe und ich habe ihn als einen richtigen „Pageturner“ empfunden, da ich ihn innerhalb von 2 Tagen verschlungen habe.


Fazit: Wer einen spannenden Krimi mit reichlich Lokal-Kolorit einer englischen Insel schätzt, der sollte sich dieses Buch einmal genauer anschauen, z.B. die Leseprobe.

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Tags: guernsey, krimi   (2)
 

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

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Sand & Wind: Die Legende der Roten Wüste

Elea Brandt
E-Buch Text: 480 Seiten
Erschienen bei Verlag ohneohren, 24.06.2018
ISBN 9783903006430
Genre: Sonstiges

Rezension:

Das Setting dieses Roman ist vom Orient inspiriert, und der Weltenbau überzeugt durch zahlreiche interessante Details, was durch den gelungenen Schreibstil der Autorin noch verfeinert wird, die ihre Welt und die Gefühle und Gedanken ihrer Protagonisten sehr anschaulich beschreibt.
In diesem Roman geht es nicht um einen großen „Wir müssen die Welt retten“-Plot, aber die politischen Intrigen, um die es hier geht, stehen dem in Nichts nach.
Die Charaktere haben Ecken und Kanten, vor allem Quiro ist eher ein Antiheld, der aber sympathisch wirkt.
Angenehm aufgefallen ist mir, dass es mehrere queere Charaktere gibt und dass es offenbar in dieser Welt gleichgeschlechtliche Beziehungen als etwas Selbstverständliches angesehen werden.
Hier und da habe ich ein wenig Spannung vermisst, die wird aber im letzten Drittel deutlich mehr.
Im Verlauf der Handlung gibt es auch eine (Hetero-)Liebesgeschichte, die allerdings nicht im Vordergrund steht. Am Ende wird übrigens deutlich, dass eine Fortsetzung geplant ist.

Kritikpunkte von mir:
Was mir etwas unpassend erschien, war dass in diesem Setting, in dem man ja eher People of colour erwartet, ausgerechnet die Hauptfiguren blaue Augen und dunkelblondes Haar haben, was allerdings nirgends erklärt wird. Andererseits ist das hier Fantasy und vielleicht habe ich einfach eine falsche Erwartungshaltung an den Tag gelegt angesichts des orientalisch inspirierten Settings.

Ein wichtiger Nebencharakter stirbt, doch es wird nur gesagt, dieser sei „friedlich gegangen“. Keiner der anderen Charaktere macht sich Gedanken um eine Beerdigung, so dass man tatsächlich den Eindruck bekommt, der Verstorbene sei einfach weg. Aber auch das wird nicht näher erklärt.


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Tags: high fantasy, orient   (2)
 

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

Die Rolle seines Lebens

Amalia Zeichnerin
E-Buch Text
Erschienen bei null, 28.09.2018
ISBN B07HLBWZ6N
Genre: Sonstiges

Rezension:  
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16 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

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Keine Helden - Piraten des Mahlstroms

Nils Krebber
Flexibler Einband: 301 Seiten
Erschienen bei Amrun Verlag, 05.09.2017
ISBN 9783958692961
Genre: Fantasy

Rezension:

Als erstes ist mir an diesem Roman sein Humor aufgefallen, der durchgängig vorhanden ist, ohne dass es sich direkt um humoristische Fantasy handelt. Auch gibt es durchaus auch einiges an Tiefgang (kein Wortspiel beabsichtigt), zum Beispiel als einer der Charaktere von seiner Kindheit berichtet.

„Keine Helden“, das ist hier wirklich Programm, denn Aurelia, Eberhart und noch andere Charaktere kann man nur als Antihelden bezeichnen. Bei Eberhart ist mir außerdem positiv aufgefallen, dass er auch figurmäßig nicht in das übliche Heldenschema passt, sondern mehr als einmal mit seiner Leibesfülle zu kämpfen hat. Außerdem wird angedeutet, dass er Männer anziehender als Frauen findet. Wir haben es hier also mit einem queeren Hauptcharakter zu tun, was in Fantasy-Romanen, die nicht explizit das Label „Gay Fantasy“ tragen, eher selten zu finden ist. In einer Nebenhandlung gibt es auch eine kleine Romanze um diesen und einen weiteren Charakter, die sich aber nie in den Vordergrund drängt.

Die Handlung hat der Autor mal beschrieben als „Fluch der Karibik trifft auf Oceans Eleven“ und das passt tatsächlich sehr gut, denn was seine Antihelden hier vorhaben, ist ziemlich knifflig.


Der Weltenbau in diesem Roman liest sich interessant, ohne dass man an irgendeiner Stelle von „Infodumps“ erschlagen wird, und an einigen Stellen wird es richtig schön gruselig, zum Beispiel bei einer Geisterbeschwörung und später im Zusammenhang mit dem Mahlstrom. Auch gibt es hier einige interessante Ungeheuer, die mir in dieser Form noch nicht in anderen Phantastik-Romanen begegnet sind.

Auch der Schreibstil hat mir gut gefallen, bisweilen gibt es hier auch sehr schöne, passend gewählte Metaphern oder Vergleiche, die für Anschaulichkeit sorgen.

Auch mit der einen oder anderen überraschenden Wendung vermag dieser Roman aufzuwarten.

Am Ende deutet sich an, dass eine Fortsetzung geplant ist, denn einige Handlungsfäden dürften wohl noch weiter gesponnen werden.

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Tags: anti-helden, high fantasy, piraten, seefahrt   (4)
 

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32 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

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Zärtliche Klagen

Yoko Ogawa , Sabine Mangold
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 17.08.2018
ISBN 9783746634371
Genre: Romane

Rezension:

Dieses Buch ist nach einem klassischen Musikstück benannt. Der Autorin bzw. der Übersetzerin ist hier ein interessanter, bisweilen poetischer Schreibstil gelungen, der sich sehr angenehm liest. In der Handlung gibt es nur wenig Drama, das Buch liest sich eher ruhig.
Wer hier allerdings eine romantische Liebesgeschichte erwartet, der dürfte eventuell enttäuscht werden. Denn obwohl Rurikos Sicht aus der Ich-Perspektive erzählt wird, hält die Autorin eine gewisse Distanz, so dass Rurikos Gefühle oftmals nicht wirklich deutlich werden. Auch wird nicht ganz klar, warum sie sich so stark zu Herrn Nitta hingezogen fühlt, denn dieser Charakter bleibt leider eher blass, obwohl er ja für Ruriko zunehmend wichtiger wird.
Von der im Klappentext angedeuteten Dreiecksbeziehung ist ebenfalls nichts zu spüren, da sie nicht mit Nittas Assistentin anbandelt.
Irritiert hat mich auch, dass sie Herrn Nitta selbst dann weiter siezt, als sie bereits miteinander intim geworden sind.
An ein, zwei Stellen war mir Rurikos Verhalten völlig unverständlich, weil die sonst eher ruhige Frau hier plötzlich überdramatisch reagierte.
Trotz dieser Kritikpunkte hat mir das Buch insgesamt gut gefallen und ich habe mich trotz der ruhigen, unaufgeregten Handlung keinesfalls gelangweilt. Wer sich für klassische Musik und Instrumentenbau interessiert, der dürfte hier einiges Interessantes erfahren.

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Tags: japan, musik   (2)
 

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

"gay romance":w=1

Christophs Street Day: GayRomance

Chris P. Rolls
E-Buch Text: 266 Seiten
Erschienen bei null, 02.09.2018
ISBN B07GT6J9XT
Genre: Sonstiges

Rezension:

Der Autorin sind hier eine ganze Reihe sehr liebenswerter Charaktere gelungen, angefangen bei Christoph und Fernando bis hin zu den Nebenfiguren, darunter seine Schwester und die eher schroffe Jenna, die mitten in der Pubertät ist und Christoph indirekt zu seinem Glück verhilft, als sie ihn mitsamt ihrer Freunde zum CSD mitnimmt.

Wer angesichts des Klappentextes denkt, der Protagonist würde sich im Laufe der Handlung in einen Bruce-Willis-Doppelgänger vergucken, der liegt falsch, denn Fernando ist ein ganz anderer Typ.

Ich war ein wenig überrumpelt, dass Christoph trotz seiner Gefühlsverwirrungen und der Frage, ob er nun hetero oder doch bisexuell sei, schon bei dem ersten Treffen mit Fernando ziemlich hemmungslos wird, kaum dass er die Wohnung betreten hat. Aber immerhin findet er dafür eine Erklärung und nimmt sich anschließend die Zeit, Fernando besser kennenzulernen.

Insgesamt gibt es hier einige heiße Szenen, und da sowohl Christoph als auch Fernando experimentiertfreudig sind, sind diese Szenen abwechslungsreich.


Angenehm aufgefallen ist mir, dass Christoph sich selbst als eher durchschnittlich aussehend betrachtet und keinen von diesen als hip geltenden Berufen hat, sondern etwas ganz bodenständiges – er ist Busfahrer und mag diesen Job.

Angesichts von vielen perfekt aussehenden Protagonisten in anderen Romanen, die dann vielleicht sogar Millionär sind oder zumindest irgendeinen hoch prestigeträchtigen Job haben, hat mir das sehr gut gefallen.

Der CSD wird sehr schön in die Handlung mit eingebunden, ohne dass er einen großen Teil einnimmt.

Das wenige Drama, was es in dieser Geschichte gibt, ergibt sich nicht aus Beziehungsproblemen, sondern einem äußerem Problem, das ich hier nicht verraten möchte.

Ein weiterer positiver Punkt für mich: Wie die Autorin mit dem Thema Bisexualität umgeht und dabei auch gleich mit einigen Vorurteilen aufräumt, die leider immer noch mancherorts in der Literatur und anderen Medien kursieren.

Das Ende fand ich sehr schön, aus meiner Sicht ist es rührend ohne rührselig zu sein.


Der Schreibstil liest sich angenehm flüssig und ich hatte keinerlei Schwierigkeiten, das Buch innerhalb eines Tages durchzulesen.


Fazit: Eine tolle Liebesgeschichte mit wenig Drama und viel Zucker, allerdings ohne Kariesalarm und ohne Kitsch.


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Tags: gay romance   (1)
 

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16 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 10 Rezensionen

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Maschinenwahn

Carmen Capiti
E-Buch Text: 200 Seiten
Erschienen bei books2read, 15.06.2016
ISBN 9783733785734
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Der Roman entführt den Leser nach Zürich, in eine nahe Zukunft, in der es K.I.s gibt, weitere technische Innovationen. Zwar ist es verboten, gesunde Körperteile durch Cyberware zu ersetzen, doch den Antihelden Sam kümmert das wenig. Allerdings fängt er sich einen Haufen Ärger ein und wird schon bald verfolgt.

Im Roman gibt es eine Menge Action, was für viel Spannung sorgt. Immer wieder geraten Sam und seine Mitstreiterin in Gefahr und müssen um ihr Leben kämpfen. Wer sich für Technik interessiert, dürfte hier ebenfalls seinen Spaß haben.

Der Schreibstil der Autorin passt sehr gut zu den abenteuerlichen und gefährlichen Vorfällen, und der Roman liest sich streckenweise wie ein Thriller.

Am Ende wird deutlich, dass eine Fortsetzung geplant ist, ohne dass es einen krassen Cliffhanger gibt.

Obwohl man anhand der lebendigen Beschreibungen Sams Gefühle und Handlungen immer gut nachvollziehen kann, bleibt er selbst etwas blass, was damit zusammenhängt, dass man nur sehr wenig über seine Vergangenheit erfährt – was auch für seine Mitstreiterin gilt. Bei dieser macht es allerdings aus aufgrund des Handlungsverlaufes Sinn, dass sie erst gegen Ende mehr über sich erzählt. Es gibt nur wenige Nebencharaktere, die leider auch etwas blass bleiben.

Ganz am Ende gibt es ein kleines Extra, an dem Fans von Kryptographie ihre Freude haben dürften. Und damit es nicht ganz so schwer ist, hat die Autorin auch einen kleinen Tipp da gelassen.

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Tags: cyberpunk, thriller   (2)
 

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

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Geistkrieger

Sonja Rüther , Konrad Hollenstein
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Edition Roter Drache, 01.03.2018
ISBN 9783946425380
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das ungewöhnliche Setting dieses Romans mit seiner alternativen Geschichte hat mich neugierig gemacht. Die Welt, die Sonja Rüther hier entwirft, erinnert teilweise an eine Utopie – durch ihre große Naturverbundenheit leben die Powtankaner praktisch ohne Umweltverschmutzung. Allerdings gibt es dennoch Probleme, was in dieser Geschichte die „Geistkrieger“ auf den Plan ruft – eine Art Einsatztruppe für übernatürliche Kriminalfälle. Hier verbindet die Autorin die Elemente eines Krimis bzw. Thrillers mit einer Fantasy-Variante des Schamanismus, in der zum Beispiel Totemtiere eine wichtige Rolle spielen.
Das Buch widmet sich auch dem Thema Rassismus – die einheimischen Powtankaner sind Eingewanderten gegenüber misstrauisch oder lehnen diese offen ab, was mit ihrer historischen Angst vor Invasoren erklärt wird. Die Landessprache ist übrigens Lakota, die Sprache der (realen) Sioux. Wie weit sich die Autorin darüber hinaus an den Sioux oder einem anderen Native American Stamm orientiert hat als Vorbild für ihre Powtankaner, kann ich nicht beurteilen, da mir die Feinheiten und Unterschiede der verschiedenen Stämme nicht bekannt sind.
Das Team der Geistkrieger besteht aus sehr unterschiedlichen Leuten, darunter auch dem schottischen Einwanderer Finnley, der ein Geheimnis hat und dem einige der anderen zu Beginn sehr abweisend, wenn nicht sogar feindselig gegenüberstehen. Jeder von ihnen hat eine spezielle Gabe, die im Verlauf der Handlung wichtig wird.
Der Schreibstil der Autorin lässt sich gut lesen, allerdings hatte ich bei einigen der übernatürlichen Vorfällen teilweise Probleme, mir diese vorzustellen. Ich hätte mir mir hier plastischere Beschreibungen gewünscht.
Im letzten Drittel des Buches gibt es eine Nebenhandlung um die Charaktere Finnley und Chenoa, die mir weniger gefallen hat, aber das ist wohl Geschmackssache.
Das Buch endet zwar nicht mit einem Cliffhanger, aber da die Handlung nicht vollends zu einem Ende geführt wird, gehe ich davon aus, dass eine Fortsetzung geplant ist.

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Tags: alternatives universum, phantastik, urban fantasy   (3)
 

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45 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

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Liebe - lieber nicht

Andy Jones , Teja Schwaner , Iris Hansen
Flexibler Einband: 442 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 13.07.2018
ISBN 9783746633831
Genre: Liebesromane

Rezension:

Dieser Roman erzählt, wie schon im Klappentext angedeutet wird, längst nicht nur Henrys und Zoes gemeinsame Geschichte, sondern auch in aller Ausführlichkeit von den vergangenen Beziehungen der beiden. Das gerät leider langatmig, da der Autor hier allerhand Einzelheiten beleuchtet, die die eigentliche Handlung nicht voranbringen.

Im zweiten Teil des Buches ab S. 99 gibt es plötzlich einen Perspektivwechsel, sowohl Henry als auch Zoe werden zu Ich-Erzählern, während bis dahin für beide ebenfalls die 3. Person Singular genutzt wurde.

Warum der Autor diesen Perspektivwechsel gewählt hat, erschließt sich mir nicht ganz, möglicherweise liegt es daran, dass im ersten Teil des Buches vor allem vergangenen Ereignisse geschildert werden.

Gewöhnungsbedürftig fand ich auch die (durchgehend verwendete) Gegenwartsform in der Erzählung, da es in den meisten Bücher die Vergangenheitsform gibt. Aber daran habe ich mich nach kurzer Zeit dann doch gewöhnt.

Im ersten Teil des Buches hält der Autor eine deutliche Distanz zu seinen Hauptfiguren, die durch die Ich-Perspektive im zweiten Teil schließlich weniger wird, so dass mehr mit den beiden Charakteren mitfühlen kann.

Allerdings gibt es auch im zweiten Teil des Buches oft Beschreibungen von Alltagsereignissen der beiden Hauptfiguren, bis hin zu Briefen, die die Mutter von Zoes Exfreund an diesen schreibt. Das liest sich zwar durchaus unterhaltsam, hat aber mit der Liebesgeschichte der beiden oft nur wenig bis gar nichts zu tun und gerät an manchen Stellen wieder recht langatmig. Der dritte Teil des Buches besteht lediglich aus einem kurzen Epilog.


Pluspunkte des Romans sind der leicht zu lesende, angenehme Schreibstil und die sympathischen Hauptcharaktere, die durch ihre Ecken und Kanten menschlich und realistisch wirken.


Mein Fazit: Die Idee zu dieser Geschichte hat viel Potential, leider hat mich die Umsetzung nicht vollends überzeugen können.

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