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gay romance, historical gay romance, abenteuerliche geschichte, piraten

Bruderschaft der Küste - Sammelband 1-3: Gay Historical Romance

Chris P. Rolls
E-Buch Text: 628 Seiten
Erschienen bei null, 11.08.2017
ISBN B074RQ1KW8
Genre: Sonstiges

Rezension:

Das besondere an dieser Trilogie ist die Spannung, die sich aus der Anziehungskraft zwischen den Protagonisten ergibt. Denn Simon betrachtet seine homosexuellen Neigungen als widernatürliches Teufelswerk, welches ihn in die Hölle bringen wird. Dementsprechend häufig kreisen seine Gedanken darum, so dass man ihn am liebsten beiseite nehmen möchte, um ihm zu erklären, wie er sich irrt. Seine Seelenqual passt allerdings hervorragend in diese Zeit, daher macht es Sinn, sie so ausführlich darzustellen.

Simon ist also sehr hin und her gerissen zwischen dem, was er fühlt und dem was er fühlen sollte. Der Piratenkapitän Jean legt ein völlig unberechenbares, obsessives Verhalten an den Tag, während Miguel (der erst in Band 2 in Erscheinung tritt) eher ein liebenswertes Schlitzohr und zugleich auch romantisch und idealistisch ist. Beide üben eine starke Anziehungskraft auf Simon aus, und entsprechend kann man hier ein Dreiecksdrama vermuten, aber mehr sei an dieser Stelle nicht verraten.

Den romantischen und erotischen stehen die abenteuerlichen Aspekte dieser Geschichte gegenüber – zum Beispiel Seekämpfe und andere Gefechte – die aber nicht den Schwerpunkt bilden, sondern eher dazu dienen, die Liebesgeschichte weiter voran zu treiben.

Übrigens wird an keiner Stelle erwähnt, in welchem Jahr die Geschichte spielt. Man kann hier nur grob die Zeit ins Auge fassen, in welcher die Bukaniere aktiv waren (ca. 1630 – 1700). Tatsächlich gab es zu dieser Zeit Gemeinschaften, die sich „Bruderschaft der Küste“ nannten und schon ein Jahrhundert vor der Französischen Revolution Ideale wie Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit vertraten - was auch in dieser Trilogie eine Rolle spielt.

Wer dabei an „Fluch der Karibik“ denkt, liegt durchaus richtig, denn in dieser Zeit und Gegend spielt auch „Die Bruderschaft der Küste“.

Ein weiteres Plus der Trilogie: Dank der anschaulichen Worte der Autorin kann man alles, was der Protagonist erlebt, förmlich sehen, schmecken, riechen, hören etc.

Am Ende gibt es so manche Überraschung und ein abenteuerliches Finale, welches in einen ruhigeren Epilog überleitet.

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kirche, gott, dystopie, unbändige kraft, wahrheit oder lüge

Anno Salvatio 423 - Der gefallene Prophet

Tom Daut
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 17.03.2016
ISBN 9783959623025
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Klappentext:
Das Gelobte Land – eine finstere Zukunft aus gigantischen Städten und gewaltigen Kathedralen, beherrscht vom unsterblichen Papst Innozenz XIV.
Mit seiner Gefolgschaft aus Engeln, übersinnlich begabten Inquisitoren, Exorzisten und Priestern predigt er seit 423 Jahren die neuen Zwölf Gebote und merzt jeden Widerstand unter seinen Gläubigen gnadenlos aus.
Der Straßenpriester Desmond Sorofraugh ist mit weit mehr Heiligem Geist, der magischen Kraft Gottes, gesegnet als seine Brüder. Von Geburt an gezwungen, diese verbotenen Talente zu verbergen, lockt ihn eines Tages eine geheimnisvolle Nachricht in den Untergrund seiner Heimatstadt. Dort bietet sich ihm Veneno Fate, gefallener Prophet und meistgesuchter Aufrührer des Landes, als Mentor an.
Ein Bündnis würde Desmond zur Hoffnung der Unterdrückten werden lassen, könnte jedoch auch Entdeckung, Folter und Tod bedeuten.
Aber kann er den Untergrund an der Seite des Propheten wirklich vor den Intrigen der Kirche schützen? Und was hat es mit dem geheimnisvollen Iskariot auf sich?
⛪⛪⛪
Eigene Meinung:
Dieser dystopische Roman entwirft eine düstere Welt in der Zukunft, in der eine alternative Version einer Katholisch geprägten Kirche die absolute Macht hat, angeführt von einem als unsterblich geltendem Papst und einer ausgeklügelten Hierarchie, in der viele Priester auch wie Polizisten bzw. militärisch eingesetzt werden. Andersgläubige und Sünder werden streng bestraft. Doch weder dem Papst noch seinen Gefolgsleuten ist daran gelegen, dass es den einfachen Gläubigen gut geht. So ist es nicht verwunderlich, dass sich im Geheimen eine Gemeinschaft aus „Ketzern“ gebildet hat, die in einem Höhlensystem Zuflucht findet.
Die Hauptfigur Desmond ist eigentlich ein gläubiger Priester, doch ein Kontakt mit den Rebellen aus dem Untergrund bringt sein Weltbild nach und nach immer mehr zum Schwanken. Desmond ist mit besonderen Talenten gesegnet, die hier nicht auf Magie basieren, sondern dem „Heiligen Geist“ - welche Talente das genau sind, werde ich hier mal nicht verraten. Desmond steht schon bald vor mehr als einem moralischen Dilemma, und versucht dabei stets, seinen Prinzipien treu zu bleiben.

Der Roman besticht durch eine Fülle an originellen Einzelheiten, unter anderem im technischen Bereich. Außerdem hat sich der Autor zahlreiche Redewendungen und Schimpfworte oder Flüche ausgedacht, welche direkt mit dem Glauben oder der Religion zu tun haben.

Und wie in jeder guten Dystopie wird in diesem Roman Gesellschafts- und Sozialkritik deutlich - nicht nur bezogen auf (über-)mächtige religiöse Institutionen und deren Tendenz zum Fundamentalismus, sondern auch auf Sexismus, Homophobie, Intoleranz, Verschwendung von Ressourcen und andere Problematiken.

Der Stil ist sehr anschaulich und lebendig, so dass die Actionszenen spannend sind, die Gefühle und Empfindungen der handelnden Personen stets deutlich werden und man sich auch die beschriebenen Räumlichkeiten sehr gut vorstellen kann. Treffende Metaphern und Symbole verstärken dies noch zusätzlich. Es gibt zum Beispiel eine Szene, in der Desmond fast Mitleid mit einem Gegner bekommt, den er auf Leben und Tod bekämpft. Doch dann fällt sein Blick auf die Zerstörung, welche dieser angerichtet hat,und er sieht eine zerrissene Kinderpuppe – ein sehr gelungenes Symbol für die Grausamkeit seines Gegners.

Ich bin gespannt auf die Fortsetzung.

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biedermeier, hamburg, außerhalb der zeit, zeitreiseroman, marit schalk

Spiegelreihe / Außerhalb der Zeit

Marit Schalk
Flexibler Einband: 692 Seiten
Erschienen bei epubli, 19.07.2017
ISBN 9783745004311
Genre: Sonstiges

Rezension:

Dieser umfangreiche Roman erzählt von einem Abenteuer: Lena gerät versehentlich ins Jahr 1841 und hat zunächst keine Ahnung, wie sie wieder in ihre eigene Zeit zurückreisen kann. Aber da enden die Probleme noch lange nicht ...

Man merkt dem Roman an, dass die Autorin die historische Epoche gründlich recherchiert hat, denn diese wird anschaulich geschildert. Und sogar einige historische Persönlichkeiten tauchen auf.

Der Roman ist flüssig zu lesen und wechselt von der Perspektive her zwischen Lena (in der Vergangenheit) und ihrem Bruder und weiteren Personen, die in der Gegenwart versuchen, Lena zurückzuholen.

Besonderes Vergnügen hat mir die Gegensätzlichkeit von Lena und Henry bereitet, denn ihre unterschiedlichen Ansichten sorgen immer wieder für komische Momente und sie liefern sich gelegentlich auch Wortgefechte. Doch es kommt auch zu einigen anrührenden Momenten, denn zwischen Lena und Henry entwickelt sich schon bald eine starke Anziehungskraft.

Im übrigen finde ich es interessant, dass hier keine Zeitreise-Maschine, sondern ein Spiegel für die Zeitreise zuständig ist.

Bei diesem Buch musste ich ein wenig an den Film "Kate und Leopold" denken sowie an den Roman "Der Funke des Chronos" von Thomas Finn, bei dem es auch um eine Zeitreise (ins Hamburg des Jahres 1842) geht.

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Tags: biedermeier, hamburg, romantisc, zeitreiseroman   (4)
 

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erotik, vernissage, romantisch, erotisch, tessa tscherny

Der Künstler und seine Musen

Lonna Haden
E-Buch Text: 94 Seiten
Erschienen bei LUST AND LOVE, 03.09.2015
ISBN 9783959629997
Genre: Erotische Literatur

Rezension:


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Tags: erotisch, romantisch   (2)
 

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feuer, schiffsunglück, strand, novelle, liebe

Gestrandet und gefunden

Amalia Zeichnerin
E-Buch Text
Erschienen bei Independently Published, 19.08.2017
ISBN B074YM79GD
Genre: Erotische Literatur

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tipp, fremde welt, fantasie, märchenhaft, deutscher autor

Herbstlande

Fabienne Siegmund , Stephanie Kempin , Vanessa Kaiser , Thomas Lohwasser
Flexibler Einband: 362 Seiten
Erschienen bei Low, Torsten, 22.10.2016
ISBN 9783940036407
Genre: Fantasy

Rezension:

„Herbstlande“ ist einer der märchenhaftesten, originellsten Fantasy-Romane, die ich je gelesen habe. Die Grundidee – Protagonistin wird in eine märchenhafte Welt verschlagen voller ungewöhnlicher oder auch bizarrer Kreaturen – erinnert an „Alice im Wunderland“, und es ist gewiss kein Zufall, dass eben dieses Buch auch erwähnt wird.
Die Motivation der Heldin ist hier allerdings eine ganz andere. Am Anfang fragte ich mich angesichts der deutlich ungesunden Beziehung von Scarlett und Nathan (der über sie bestimmt, ihr vieles verbietet und sie ständig kontrollieren will) was das hier werden würde – zu oft habe ich Romantasy-Klappentexte gelesen, in denen sich die Heldin in einen „Bad Boy“ verliebt, dem sie aus Liebe alles, wirklich alles verzeiht, was er ihr antut.

Dankenswerterweise ist dieser Roman keineswegs nach diesem Muster gestrickt, und auch wenn es anfangs Scarletts größter Wunsch ist, ihren Liebsten zu retten, macht sie während ihrer Reise durch die Herbstlande eine wichtige Entwicklung durch, die ich an dieser Stelle natürlich nicht genauer verraten möchte.

Scarletts Reise teilt sich auf in drei Länder: September, Oktober und November, die jeweils ungefähr ein Drittel des Buches einnehmen. Am märchenhaftesten ist der September, und Fabienne Siegmunds Sprachstil verstärkt diesen Eindruck mit sehr viel Poesie und tollen Metaphern.
Ich musste mich ein wenig an den leichten Stilwechsel im nächsten Teil gewöhnen. Der war allerdings nicht so gravierend, dass es mich aus der Geschichte gerissen hätte. Auch der Oktober (geschrieben von Stephanie Kempin) ist noch recht freundlich, auch wenn es hier bereits die ersten unheimlichen Begegnungen gibt.

Deutlich düsterer wird es im November, den Vanessa Kaiser und Thomas Lohwasser zum Leben erweckt haben. Die Kreaturen, gegen die Scarlett sich hier zur Wehr setzen muss, sind wirklich furchterregend, so dass man sich wunderbar gruseln kann. Aber das ist längst nicht alles, und am Ende geht es keineswegs allein darum, die „Bösewichte“ zu besiegen, wie es ja sonst in Fantasyromanen oft der Fall ist.

„Herbstlande“ erzählt vielmehr davon, wie wichtig es ist, Träume zu haben und diese nicht aufzugeben. Und das auf eine sehr berührende und unkitschige Weise. Es ist also ein Buch mit einer Moral, aber es ist eine, die nicht belehrend daher kommt.
Ich wünsche diesem Roman und seinen vier AutorInnen viele Leserinnen und Leser. Vielleicht auch gerade solche, die sonst gern Romantasygeschichten mit Bad Boys lesen, deren Heldinnen diese für ihre große Liebe halten...

Das Extra:
Der Verlag hat zu „Herbstlande“ eine Art durchgehend illustrierten „Reiseführer“ bzw. ein broschiertes Reisejournal mit 54 Seiten veröffentlicht, welches die verschiedenen Länder und die vielen verschiedenen darin lebenden Kreaturen noch einmal genauer beschreibt. Eine schöne und kreativ umgesetzte Ergänzung, finde ich, zumal ein Glossar dieser Größenordnung den Romans vermutlich gesprengt hätte. Das Reisejournal gibt es seperat zu kaufen.

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Tags: märchenhaft   (1)
 

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gay romance, krähe, bejran, werwölfe, gay fantasy

Der Krähenwolf

Lonna Haden
Flexibler Einband: 144 Seiten
Erschienen bei Dead Soft Verlag, 15.12.2014
ISBN 9783944737850
Genre: Fantasy

Rezension:

Klappentext
Auf dem Nachhauseweg werden der junge Bejran und seine Mutter von einem Wolf angefallen. Schwer verletzt überlebt Bejran den Angriff. Doch irgendetwas hat sich verändert. Während er im Fieber liegt, quälen ihn Träume und die Erinnerungen an den Angriff. Und was hat es mit der Krähe auf sich, die ihn verfolgt? Ist sie ein Todesbote oder hat er ihr gar sein Leben zu verdanken?

Eigene Meinung
Achtung: Diese Rezi enthält leichte Spoiler.
Bejran ist ein aus meiner Sicht sympathischer Held, der allerdings zu Beginn ziemlich unselbständig wirkt, oft unentschlossen und nicht besonders mutig. Auf jeden Fall hat er so Entwicklungspotential.
Der geheimnisvolle Fremde, der ihm später begegnet, nimmt ihm viele Entscheidungen einfach aus der Hand, was ihn mir nicht gerade sympathisch macht, weil sein Verhalten mitunter etwas übergriffig wirkt. Angesichts der Tatsache, dass Bejran nach seiner Verletzung lange krank ist und ziemlich zu leiden hat, scheint er dem anderen diese Behandlung allerdings nicht übel zu nehmen, sondern wirkt im Gegenteil froh, dass sich jemand um ihn kümmert.

Die Liebesgeschichte, die sich hier entwickelt, ist gefühlvoll und romantisch beschrieben. In der Novelle gibt es immer wieder schöne Metaphern, Vergleiche oder andere Stilmittel, die sehr gut zu den jeweiligen Szenen passen. Am Ende muss sich Bejran einer wichtigen Herausforderung stellen, was für Spannung und eine Überraschung sorgt.

Manches wird von der Autorin nur angerissen oder bleibt bis zum Schluss rätselhaft. Das eine oder andere hätte ich mir etwas ausführlicher gewünscht, aber ich weiß natürlich nicht, was noch für die Fortsetzung geplant ist und dort vielleicht aufgelöst wird.
Die Fantasywelt dieser Geschichte wird nicht allzu detailiert beschrieben. Ein Dorf wird beschrieben, eine Stadt erwähnt, aber Namen werden nicht genannt, auch nicht für das Land. Die Religion der Dorfbewohner, zu denen Bejran zählt, erinnert sehr ans Christentum, wird aber auch nicht näher beschrieben. Das kann man nun kritisieren oder sogar als Pluspunkt sehen, weil die Geschichte dadurch recht zeitlos und ortsunabhängig wird. Sie könnte überall spielen.

144 Seiten, Deadsoft Verlag

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Tags: gay fantasy, gay romance, werwölfe und andere gestaltwanderer   (3)
 

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harmis, alix, dark fantasy, söhne der schande, bruderschaft

FAAR 1: Die Aschestadt

Christian Günther
Flexibler Einband: 388 Seiten
Erschienen bei Amrun Verlag, 13.11.2016
ISBN 9783958692565
Genre: Fantasy

Rezension:

Mit diesen drei Adjektiven lässt sich dieser Dark Fantasy umschreiben. Der Autor selbst sagt dazu auch gern „Cthulhu mit Äxten“ und nennt als Vorbilder Fantasy wie zum Beispiel Ron E. Howards „Conan der Barbar“ (aus den 1930ern und später).


Eigene Meinung:

Die eigentliche Handlung lässt sich mit einem (Fantasy-)Krimi vergleichen. Im Zentrum stehen zum einen die im Klappentext genannten Leute, zum anderen die Söldnertruppe „Söhne der Schande“ mit ihrem Anführer Hyron, der für seine Männer (und eine Frau) stets einsteht. Im gesamten Buch tauchen übrigens nur fünf Frauen auf, von denen man drei als Nebenfiguren betrachten kann. Vor allem ab der Mitte des Buches wird deutlich, dass die Welt und die Geschichte auch den Monstern H.P. Lovecrafts inspiriert ist, und die Umsetzung wirkt sehr atmosphärisch-gruselig. Das Buch enthält übrigens nicht nur eine Landkarte, sondern auch eine der Stadt Alaris, so dass man sich gut orientieren kann.


Düster: Die Atmosphäre im gesamten Buch wirkt zunehmend bedrohlich, was die Spannung entsprechend steigert.

Dreckig: Ich schätze, ich habe noch nie in einem Buch so häufig die Begriffe „Unrat“ und „Gestank“ gelesen. Diese passen allerdings sehr gut, da man sich so in eine ziemlich elende, abgerissene Umgebung versetzt fühlt.


Dystopisch: Aus einem alten Text erfährt der Leser etwas zum Hintergrund des Königreichs Faar und den gesellschaftlichen Verhältnissen früherer Zeiten: Eine Zwei-Klassengesellschaft, in der die Reichen (aus der Oberstadt) die Armen (aus der Unterstadt) unterdrückten und versklavten. Das ließ mich an den dystopischen Stummfilmklassiker „Metropolis“ denken.
Zur Zeit der Handlung gibt es eine Unterdrückung der anderen Art: Die Bruderschaft regiert die Stadt mit eiserner Hand.


Der Stil des Autors hat mir gut gefallen, er verwendet sehr treffende Metaphern und anschauliche Beschreibungen, die Handlung wird mitunter sehr episch. Die Perspektive wechselt kapitelweise, vor allem zwischen Hyron, Gor, Harmis, und Alix, aber auch (seltener) anderen Personen. Manche der Kapitel sind sehr gut, was aber gerade in den spannungsgeladenen Abschnitten Sinn macht aus meiner Sicht.


Hier und da gibt es sexistische Witze, was allerdings zu den Söldnern gut passt, zumal diese Antihelden sind. Und dass Political correctness in einem so düsteren Szenario und mit Vorbildern wie Conan eher unwahrscheinlich ist, muss ich wohl nicht erwähnen. Diese Witze halten sich dennoch dankenswerterweise in Grenzen.


Das Buch endet mit einem an einem Schauplatz in sich abgeschlossen, im letzten Kapitel (an einem anderen Schauplatz) mit einem perfekt getimten Cliffhanger.


Band 2 erscheint voraussichtlich im Herbst diesen Jahres, darauf freue ich mich jetzt schon.


Link zur Verlagsseite:

http://www.amrun-verlag.de/veroeffentlichungen/fantasy/faar1/



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Tags: dark fantasy   (1)
 

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mecklenburg, organist, rollstuhlfahrer, verbitterung, peer wesendon

Erntedank in Vertikow

Frank Friedrichs
Flexibler Einband: 302 Seiten
Erschienen bei DichtFest, 26.11.2016
ISBN 9783946937203
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Eigene Meinung
Dieser Auftakt einer Krimireihe ist dem Autor in meinen Augen sehr gut gelungen. Peer Wesendonk beginnt eher unfreiwillig zu ermitteln und hat zu Beginn weder von Detektivarbeit noch von Krimis auch nur den Hauch einer Ahnung. Außerdem hadert er seit seiner unfallbedingten Querschnittslähmung mit seinem Schicksal, schwankt immer wieder zwischen Verzweiflung und Optimismus. Dies zieht letztendlich auch seine Ehe in Mitleidenschaft, so dass man sich fragt, ob sie trotz aller Schwierigkeiten bestehen kann, zumal es im Verlauf der Handlung auch noch einigen Grund zur Eifersucht gibt … Dass detektivische Untersuchungen auf dem Land per Rollstuhl alles andere als einfach sind, kann man sich gewiss gut vorstellen. Dennoch stellt sich der Protagonist diesen Herausforderungen und bewahrt sich trotz aller Schwierigkeiten seinen sarkastisch-trockenen Humor. Das ist eine der Stärken dieses Romans. Die Einwohner des fiktiven Dorfes Vertikow wirken sympathisch oder auch teilweise ganz wie nervige Nachbarn, in jedem Fall aber typisch norddeutsch, was sich auch am Dialekt zeigt, der hier und da auftaucht.
Das Buch dürfte darüber hinaus auch für Fans klassischer Musik interessant sein, da Peers Kenntnisse von Musik an einigen Stellen sehr ausführlich geschildert werden. Auf der letzten Seite findet sich sogar eine Komposition von ihm, die zugleich einen schönen Gag bietet.

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Tags: cosy crime, krim, mecklenburg-vorpommern   (3)
 

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gay romance, usa

Destination Love: Break the Rules (German Edition)

Kaiden Emerald
E-Buch Text: 172 Seiten
Erschienen bei Create Space, 01.07.2017
ISBN 9781548178963
Genre: Sonstiges

Rezension:

Dieser Kurzroman lebt von seinen sympathischen Hauptcharakteren, deren Gefühlswelt sehr lebendig geschildert wird. Was angesichts von Logans Geheimnis gegenüber Casey auch zu einiger dramatischer Ironie führt, so dass man mit diesem Charakter mitfiebern kann. Dabei wechselt die Perspektive immer wieder relativ schnell zwischen Casey und Logan - manchmal so schnell, dass ich etwas Schwierigkeiten hatte, den Überblick zu behalten, aus wessen Sicht ein Abschnitt gerade erzählt wird. Eine Szene blieb etwas unklar – Logan stellt sich darin vor, Casey etwas bestimmtes zu sagen, doch die Szene ist so dargestellt, als würde er es ihm tatsächlich sagen. Erst einige Zeit später wurde mir als Leserin deutlich, dass er es sich nur vorgestellt hatte.
Davon einmal abgesehen fand ich diesen Roman angenehm zu lesen und schön romantisch, zumal die Geschichte aus meiner Sicht aus nirgends kitschig wird. Dafür gibt es einige dramatische und viele berührende Momente, und der Autor versteht es, diese anschaulich zu beschreiben.
Da es hier um einen sommerlichen Roadtrip geht, ist das Buch auch eine ideale Urlaubslektüre.

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Tags: gay romance, usa   (2)
 

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zeitreiseroman, zeitreise

Der Funke des Chronos: Ein Zeitreise-Roman

Thomas Finn
E-Buch Text: 418 Seiten
Erschienen bei Piper ebooks, 14.07.2014
ISBN 9783492968331
Genre: Fantasy

Rezension:

Hier eine Rezension von mir, die heute auch im Steampunk Magazin "Clockworker" erschienen ist.

Zum Inhalt
Der Medizinstudent Tobias gelangt mithilfe einer Zeitmaschine aus dem 21. Jahrhundert ins Jahr 1842. Im alten Hamburg kommt er einer teuflischen Verschwörung auf die Spur, und ein Serienmörder geht um in der Hansestadt. Freimaurer, Alchimisten und Erfinder knüpfen ein bedrohliches Netz um den jungen Mann aus der Zukunft. Tobias’ Suche nach seiner verlorenen Zeitmaschine wird zu einer Achterbahnfahrt voll tödlicher Überraschungen – bis sich mit einem gewaltigen Feuer in Hamburg die Pforten der Hölle öffnen. Wird Tobias den Verlauf der Geschichte ändern können?

Eigene Meinung
Das Hamburg des Jahres 1842 wird sehr detailliert beschrieben, und hier wird deutlich, dass der Autor die historischen Begebenheiten intensiv recherchiert hat. Das ist eine große Stärke des Romans. Nicht nur die Zeitmaschine (die deutlich angelehnt ist an jene aus dem Roman von H.G. Wells) ist hier ein Steampunk-Element, denn unter den Nebenfiguren gibt es einen Erfinder, der selbst auch Erfindungen aller Art sammelt, und darüber hinaus werden auch die Wissenschaften jener Zeit thematisiert – bis hin zu einer fragwürdigen Forschung der eher okkulten Art, was dann entsprechend auch an verrückte Wissenschaftler erinnert, die ja in Steampunkromanen häufig anzutreffen sind. Man könnte das Buch aber auch ohne weiteres als historischen Krimi mit Science-Fiction-Elementen betrachten.
Die Hauptfigur ist mit zahlreichen Eigenschaften ausgestattet, die sich für die Handlung als hilfreich erweisen: Tobias verfügt durch sein Studium über medizinische Kenntnisse, hat in seiner eigenen Zeit Fechten gelernt und interessiert sich darüber hinaus auch für Geschichte.
Gelegentlich wird dieses Wissen ein wenig übertrieben, z.B. weiß Tobias ohne vorherige Anleitung, wie man Pferde lenkt, die eine Kutsche ziehen. Auch kommt es kaum zu einer Reflektion über seine bizarre Situation. Er denkt zwar über die Zeitmaschine nach, macht sich aber so gut wie keine Sorgen, ob er jemals wieder in seine eigene Zeit kommen wird.
Was allerdings das Lesevergnügen nicht schmälert aus meiner Sicht, denn die Handlung ist von Beginn an spannend und dies wird zum einen durch die Geschichte um den Serienmörder, zum anderen durch den großen Brand in Hamburg noch intensiviert.
Die Nebenfiguren, darunter der Polizeiaktuar Kettenburg (das historische Pendant zu einem Kommissar), der Wachmann Borchert und Professor Lewald sind mit sehr viel Liebe zum Detail und anschaulich ausgearbeitet. Im Roman wird übrigens teilweise auch Hamburger Plattdeutsch, Französisch, Hessisch und Jiddisch gesprochen, aber der Autor hat die entsprechenden Dialoge so geschickt geschrieben, dass man das Gesagte auch ohne entsprechende Kenntnisse aus dem Zusammenhang erschließen kann, z.B. durch die hochdeutschen Antworten anderer Figuren.
Einige historische Persönlichkeiten tauchen ebenfalls auf und greifen teilweise auch an wichtiger Stelle in die Handlung ein. Auch hier hat der Autor intensiv recherchiert. Wer sich für die historischen Hintergründe interessiert, sollte das Dramatis Personae und das Nachwort lesen.
Einen schönen Gag gibt es übrigens im letzten Kapitel des Buches, der wiederum H.G. Wells Fans freuen dürfte.

Fazit: Ein spannender, sehr gut recherchierter historischer Roman mit Steampunk/Sci-Fi Elementen und viel Hamburger Lokalkolorit. Fans historischer Krimis und LeserInnen, die sich für die Hamburger Geschichte im 19. Jh. interessieren, dürften an diesem Roman besonderes Vergnügen finden. Zeitreisen findet man in deutschsprachigen Steampunk-Büchern bisher eher selten, und hier wird dieses Thema gelungen umgesetzt.

Der Roman (420 Seiten) ist aktuell überall als E-Book erhältlich, die Printausgabe wird nicht mehr aufgelegt, kann aber als Sammlerstück
oder Second-Hand-Ausgabe noch gefunden werden.

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Tags: zeitreise, zeitreiseroman   (2)
 

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steampunk, archibald leac, sarah goldberg, abenteuer, steampun

Archibald Leach und die Monstrositäten des Marquis de Mortemarte

Markus Cremer , Martin Schlierkamp , Katharina Fiona Bode
Flexibler Einband: 600 Seiten
Erschienen bei Art Skript Phantastik, 31.05.2017
ISBN 9783945045091
Genre: Fantasy

Rezension:

Klappentext:
Jeder exzentrische Held braucht eine starke Frau an seiner Seite ... mit geladenem Schusseisen und ohne Skrupel!
Der eigensinnige Archibald Leach und die waffenvernarrte Tüftlerin Sarah Goldberg werden in die Machenschaften des skrupellosen Marquis de Mortemarte hineingezogen. Der Schurke verwendet Okkultismus, Voodookult und Ätherkraft, um die Welt mit seinen Monstrositäten ins Chaos zu stürzen. Mit Hilfe skurriler Verbündeter, dubioser Artefakte und Erfindungsgeist versuchen die Abenteurer den drohenden Krieg zu verhindern. Dabei führt ihr Weg sie über vier Kontinente und die eigenen Grenzen hinaus.

Eigene Meinung:
Markus Cremer hat in diesem Roman auf rund 580 Seiten einen sehr komplexen Plot geschaffen mit viel Liebe zum Detail, was sich nicht nur in zahlreichen steampunkigen Erfindungen zeigt, sondern auch dem historischen Hintergrund bis hin zu interessanten Begegnungen mit realen historischen Persönlichkeiten, die hier natürlich fiktionalisiert sind. Außerdem gibt es hier mehrere Geheimorganisationen, die jeweils ganz eigene Interessen verfolgen. Archibald Leach und Sarah Goldberg begegnen darüber hinaus auch einigen Luftschiff-Piraten.

Der Roman besticht auch durch eine Vielzahl an detailliert ausgearbeiteten Nebenfiguren, die aus ganz unterschiedlichen Ländern und Kulturen stammen. Und auch andere Minderheiten sind vertreten, außerdem hat die Protagonistin ein Handicap – was ihr teilweise Probleme beschert, sie aber nicht daran hindert, sich als wahre Heldin zu erweisen.
Eine Jahreszahl taucht übrigens nirgends auf, doch der amerikanische Bürgerkrieg wird erwähnt, welcher offensichtlich bereits einige Jahre zurück liegt.

Der Stil des Autors ist trotz der Komplexität und der Detail-Fülle flüssig zu lesen, außerdem sind die einzelnen Kapitel angenehm kurz. Jedes Kapitel wird eingeleitet von einem kurzen „Vorwort“ von Sarah Goldberg, aus deren Sicht die Handlung größtenteils erzählt wird. Diese Vorworte dienen dazu, die Handlung zu kommentieren, einiges daraus zusammenzufassen und man erhält hier zusätzlich zum eigentlichen Text einen weiteren Einblick in Sarahs Gedanken- und Gefühlswelt. Darüber hinaus werden einige Kapitel aus der Sicht des Antagonisten geschildert.

Der Roman erinnert an klassische Abenteuergeschichten, die um ein okkult-übernatürliches Element bereichert werden. Wer da an Indiana Jones denkt, liegt nicht falsch – auch das Buchcover-Motiv von Illustrator Martin Schlierkamp scheint von einem der entsprechenden Filmplakate ein wenig inspiriert zu sein. Allerdings ist der Held Archibald Leach ein ganz eigener Charakter, der zum einen exzentrische Ansichten pflegt, zum anderen häufig etwas „verplant“ wirkt. Da macht das Motto des Romans Sinn: „Jeder exzentrische Held braucht eine starke Frau an seiner Seite … mit geladenem Schusseisen und ohne Skrupel“. Denn Sarah Goldberg ist tatsächlich eine pragmatische, starke Ergänzung für Leach, die sehr praktisch denkt.
Die Freundschaft der beiden wird vom Autor mit einem feinen Humor gezeichnet, und man darf sich fragen, ob sie eigentlich noch mehr verbindet als der gemeinsame Kampf gegen die Monstrositäten des Marquis…

Den Roman kann man als in sich abgeschlossen lesen, allerdings wird auch deutlich, dass hier eine Fortsetzung geplant ist, an der Markus Cremer bereits arbeitet.

Bisherige Abenteuer von Archibald Leach und Sarah Goldberg sind als Kurzgeschichten in mehreren Steampunk-Anthologien zu finden (eine genaue Auflistung findet man im Buch). Es ist aber zum Verständnis des Romans nicht notwendig, alle diese Kurzgeschichten zu kennen.

Das Vorwort zum Roman befasst sich mit einem anderen Charakter: Katharina Fiona Bode hat hier etwas über ihren Helden Erasmus Emmerich geschrieben, natürlich mit direktem Bezug zum Roman, so wie Markus Cremer wiederum für ihren Roman „Erasmus Emmerich und die Maskerade der Madame Mallarmé“ ein Vorwort mit Szenen um Archibald Leach verfasst hat. Also kann man hier von einem „Shared universe“ sprechen. Am Rande sei noch erwähnt: Wem der Name Archibald Leach bekannt vorkommt – so heißt auch einer der Hauptcharaktere in der britischen Komödie „Ein Fisch namens Wanda“ aus dem Jahr 1988.

Mein Fazit: Ein detailverliebter, komplexer Steampunk-Roman mit vielfältigen, sympathischen, teilweise auch etwas skurrilen Charakteren, die allerhand turbulente und bisweilen unheimliche Abenteuer erleben. Bitte mehr davon!

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Tags: abenteuer, markus cremer, steampunk   (3)
 

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gay romance

Liebe in fünfzehn Lektionen

Celia Jansson
E-Buch Text
Erschienen bei null, 23.05.2017
ISBN B071VTMX31
Genre: Sonstiges

Rezension:

Klappentext:
Als Levi Aaron begegnet, ist er hin und weg. Aaron ist sein absoluter Traummann. Heiß, charmant … und unerreichbar. Denn Levi ist zu schüchtern, um Aaron auch nur anzusprechen.
Ausgerechnet Levis Kumpel Jannik bietet seine Hilfe an. Der selbstbewusste Player stylt Levi nicht nur um, sondern gibt ihm auch Nachhilfe im Bett. Aus diesem Deal entwickelt sich bald eine Affäre. Denn beide wollen nicht mehr auf ihre Abenteuer im Bett verzichten. Ganz unkompliziert - bis unerwartete Gefühle ins Spiel kommen.

Eigene Meinung:
Mir hat diese Lovestory gut gefallen, vor allem da ich die beiden sehr unterschiedlichen Hauptcharaktere Levi und Jannik beide sympathisch fand und mit ihnen "mitfiebern" konnte. Levi ist sehr schüchtern und leidet darunter, während Jannik im Grunde das komplette Gegenteil ist, auch wenn er selbst ebenfalls einige Probleme hat.
Die Ausgangsidee, also dass jemand sozusagen Nachhilfe in Sachen Liebe bekommt, ist nicht neu, aber zumindest im Gay Romance Genre habe ich sie noch nicht sooo häufig gefunden, und ich finde, dass die Autorin sie gut umgesetzt hat.
Vom Aufbau her ist es eine ganz klassische Romance, würde ich sagen, so dass es keine großen Überraschungen (sondern eher hier und da kleinere) gibt, aber das hat mich hier nicht gestört. Die Autorin verwendet auch dramatische Ironie - wenn der Leser mehr über die Charaktere weiß, als sie selbst wissen oder begreifen, und am liebsten mal ein ernstes Wort mit ihnen reden würde.
Dieses Stilmittel passt hier sehr gut.
Einige Dinge aus den Hintergrundgeschichten der Charaktere hätten noch stärker vertieft werden können, aber für die Geschichte an sich oder das Verständnis derselben ist das aus meiner Sicht nicht notwendig.
Übrigens, wer eine tiefgründige Geschichte erwartet, der sucht an der falschen Stelle. Es gibt hier zwar einiges an Konflikten, aber eher wenig "Drama" - im Grunde ist es ein eher leichter, unterhaltsamer Roman, der dankenswerter Weise an keiner Stelle kitschig oder seicht wird.

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einhorn, einhörner, the u-files, anthologie, fantasy

The U-Files

Jörg Fuchs Alameda , Tina Alba , Valerie Gaber , Tanja Hammer
Flexibler Einband: 360 Seiten
Erschienen bei Talawah Verlag, 23.04.2017
ISBN 9783981782967
Genre: Fantasy

Rezension:


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5, zombie, rezension

Frischfleisch

Vincent Voss
Flexibler Einband: 410 Seiten
Erschienen bei Low, Torsten, 15.07.2016
ISBN 9783940036384
Genre: Fantasy

Rezension:

"Frischfleisch - Nullpersonen" von Vincent Voss ist ein
Zombie-Horror-Roman und  Preisträger des Horror Awards Vincent Preis 2017

Klappentext:
Lasst euch doch BRDigen! Zombies in Deutschland! Das Ende der Zivilgesellschaft!

Ein kannibalistischer Gerichtsmediziner aus dem norddeutschen Wakendorf II geht auf einem zurückgezogenen Resthof seiner Leidenschaft nach und wird zum allerersten Untoten. Von dort aus greift das Phänomen um sich und überrollt Deutschland. Lediglich Tim Fabian, ein Journalist und Professor Dr. Robert Jäger, ein Ethnologe, kämpfen gegen das Unmögliche, warnen die Bevölkerung, die gezielt im Unklaren gelassen wird und schmieden einen Plan, der sie zurück nach Wakendorf II bringt.
Dort nehmen sie den Kampf gegen die Untoten auf.

Vincent Voss erweckt in »Frischfleisch – Nullpersonen« Untote in Deutschland zum Leben, legt die Zivilgesellschaft in Schutt und Asche und zeigt wie Politik und Medien versagen. Zu jeder Zeit hat der Leser das Gefühl, es könne wirklich so passieren.
Direkt in der Nachbarschaft.
Jetzt!
Hier!

Eigene Meinung:
Bei diesem Horror-Roman ist mir als erstes aufgefallen, dass der Autor viele kurze Episoden schildert, in denen das Grauen in ganz alltägliche, realistisch geschilderte Situationen hereinbricht, an realen Schauplätzen, z.B. in Kiel, einem schleswig-holsteinischen Dorf und in Hamburg. Insofern kann ich der Ansicht im Klappentext: "Zu jeder Zeit hat der Leser das Gefühl, es könne wirklich so passieren. Direkt in der Nachbarschaft. Jetzt! Hier!" zustimmen.
Diese schnellen, kurzen Kapitel vermitteln vom Gefühl her ein atemberaubendes Tempo, vieles passiert mehr oder weniger gleichzeitig an verschiedenen Orten, und das verstärkt den Eindruck der Bedrohung und Aussichtslosigkeit immer mehr. Jedes der Kapitel wird übrigens von einem passenden Zitat eingeleitet, was mir gut gefallen hat.
Schnell wird deutlich, dass die Zombies (die hier auch "Nullpersonen" genannt werden) extrem gefährlich sind und niemand, wirklich niemand vor ihnen sicher ist. Was dann natürlich entsprechend für Spannung sorgt, so dass ich das Buch in sehr kurzer Zeit durchgelesen habe.
Doch nicht nur die Zombies sorgten bei mir als Leserin für Grusel- und Schockmomente, sondern auch Entscheidungen auf höchster politischer Ebene, denn die Regierung muss sich natürlich früher oder später fragen, ob sie den allgemeinen Notstand ausrufen sollte.
Außerdem arbeitet der Autor mit viel dramatischer Ironie, denn im Gegensatz zu den von der Zombie-Seuche überraschten Figuren im Buch weiß der Leser natürlich von Anfang so einiges über Zombies. Aber auch nicht alles, denn Vincent Voss hat sich eine ganz eigene Erklärung für die Zombie-Seuche einfallen lassen.
Interessant fand ich auch, wie der Autor die Kommunikation in sozialen Netzwerke, einen Internet-Blog und einen Radiosender in die Handlung mit eingebunden hat.
Die Hauptfiguren machen im Laufe des Romans zwar keine spezielle Charakterentwicklung durch, doch sie fällen einige mutige Entscheidungen, welche die Handlung dann entscheidend vorantreiben.
Ich kenne übrigens den Vorgänger "Faulfleisch" noch nicht, es ist aber zum Verständnis der Geschichte nicht notwendig, diesen Roman gelesen zu haben.

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geschichten unter dem weltenbaum, fantasy, fantasy anthologie, hardebusch, kurzgeschichtensammlung

Geschichten unter dem Weltenbaum

Lothar Mischke , Christoph Hardebusch
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Low, Torsten, 28.02.2010
ISBN 9783940036049
Genre: Fantasy

Rezension:

2011 gewann diese Anthologie zweifach den ersten Platz beim Deutschen Phantastik Preis in den Kategorien Anthologie und Kurzgeschichte (letzteres für die Kurzgeschichte "Das Herz des Jägers" von Vanessa Kaiser & Thomas Lohwasser)

Die 19 Geschichten der Anthologien beziehen sich größtenteils, aber nicht nur auf Mythologien, die sich mit dem Weltenbaum befassen, z.B. die nordische mit „Yggdrasil“, der Weltenesche.
Dabei sind sie noch einmal unterteilt in die Bereiche „die Wurzeln“, „der Stamm“ und „die Krone“. Ganz zum Abschluss gibt es dann noch eine einzelne Geschichte zum Thema Ragnarök – eine Art Weltuntergang aus der nordischen Mythologie, bei der die Götter selbst gegeneinander kämpfen.

Hier eine Übersicht der Geschichten und Autoren:
Die silberne Rose - Johannes Harstick
Schabernack - Kira Licht
Orúthirs Pfad - Tilmann Wederich
Der Herr der Verzweiflung - Wassilios Dimtsos
Das Herz des Jägers - Vanessa Kaiser und Thomas Lohwasser
Die Wurzel allen Übels - Mark Stefan Tänzer
Mimirs Haupt - Bettina Ferbus
Das Elixier des Lebens - Christiane Gref
Ein Tropfen Weisheit - Ruth M. Fuchs
Marimba - Marlies Aurig
Schwalbensommer - Miriam Kraft
Heldengarten - Nathalie Gnann
Der mieseste Job der Welt - Thomas Matterne
Von toten und lebenden Helden - Mark Stefan Tänzer
Unaussprechliche Freuden - Karl Plepelits
Des Himmels Chronisten - Moira Frank
Dunkle Asche - Heike Pauckner
Das Wintermädchen - Franziska Kopka
Wiedergänger - Astrid Rauner

Meine Meinung:
Die einzelnen Geschichten sind sehr abwechslungsreich und reichen von High Fantasy bis hin zu Urban Fantasy, die in der Gegenwart angesiedelt ist (z.B. „Der mieseste Job der Welt“ von Thomas Matterne und „Unaussprechliche Freuden“ von Karl Plepelits).
Manche der Geschichte sind schön-schaurig („Das Herz des Jägers“ und „Heldengarten“), andere beweisen eher trockenen Humor wie z.B. „Die Wurzel allen Übels“ von Mark Stefan Tänzer, welche von den Niedergang eines einstigen Tyrannen aus dessen eigener Sicht schildert. „Wiedergänger“ wirkt auf angenehme Weise mystisch, finde ich, und bisweilen wird es auch romantisch – ohne Kitsch – , z.B. in „Marimba“ und „Das Wintermädchen“. In der eher humorvollen Geschichte „Von toten und lebenden Helden“ werden gar Helden wie Siegfried der Drachentöter und Hagen von Tronje durch den Kakao gezogen – oder vielleicht eher durch den Met.

Fazit:
Mir hat diese Anthologie sehr gut gefallen und ich habe sie in recht kurzer Zeit durchgelesen. Zu meinen persönlichen Favoriten unter den Geschichten zählen die bereits erwähnten „Das Herz des Jägers“, „Wintermädchen“, „Von toten und lebenden Helden“ und „Die Wurzel allen Übels“.
Übrigens spielt der Weltenbaum nicht in jeder Geschichte eine tragende Rolle, aber jede bezieht sich in irgendeiner Form auf die damit verbundene Mythologie der drei (oder mehr) Welten: die Unterwelt als Reich der Toten, die mittlere, irdische Welt und die obere, himmlische Welt.

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thriller, netzwerk, krimi, twitter, it-girl

Die Gästeliste

Sanne Averbeck
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 16.02.2017
ISBN 9783736302402
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Klappentext:
Die Welt ist ein Dorf und Facebook sein schwarzes Brett.
Carola Martins hat die Menschen und sozialen Netzwerke fest im Griff. Regelmäßig veranstaltet sie Partys, zu denen sie wichtige Persönlichkeiten einlädt, und erschleicht sich subtil Vorteile. Ihrer Karriere im Rampenlicht scheint nichts mehr im Weg zu stehen. Doch gerade, als sie den bedeutendsten Erfolgen entgegensieht, werden Menschen aus ihrem Bekanntenkreis brutal ermordet. Alles deutet auf Carola als Täterin hin. Offenbar will jemand ihr Leben vollkommen zerstören. Um das zu verhindern, muss sie ihren kostbarsten Besitz aus der Hand geben: die Gästeliste!


Rezension:
"Die Gästeliste" ist ein sehr spannender Thriller. Ich habe diesen innerhalb von nur drei Tagen im Rahmen einer Leserunde verschlungen,
was mir als Langsam-Leserin zeigt, dass mich das 417-Seiten Buch ziemlich gefesselt hat.
Die Protagonistin Carola, eine toughe Karrierefrau wirkte auf mich anfangs wenig sympathisch, da sie sehr berechnend ist, was sich
auch auf ihr Privatleben erstreckt. Allerdings ist es interessant, ihre Schachzüge und Aktivitäten zu verfolgen, und ihre Freundin
Bianca bildet einen angenehmen, menschlicher wirkenden Ausgleich zu Carolas häufig zu beobachtender Gefühlskälte.
Bereits relativ früh tauchen Charaktere auf, die recht undurchschaubar sind und bald sorgen einige wohlplatzierte Plot-Twists für Überraschungen, die wiederum die Spannung steigern. Die beiden Hauptcharaktere machen im Laufe des Buches eine interessante Entwicklung durch, die besonders bei Bianca deutlich wird.
Im Buch gibt es außerdem zahlreiche Anspielungen speziell auf Facebook, z.B. gibt es darin immer wieder Facebook-Diskussionen, die dann
auch passend mit "Kommentieren", dem Like-Däumchen und Zeitangaben versehen sind. Das ist hier auch nicht einfach Effekthascherei, sondern passt hervorragend zur sonstigen Handlung und erklärt diese auch teilweise.

Fazit: Ich habe schon lange kein so spannendes Buch mehr gelesen und werde mir die Autorin gewiss merken.
Sanne Averbeck ist übrigens das Pseudonym der Autorin Sonja Rüther (was auch kein Geheimnis ist).

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fantasy, krieg, feuer, high fantasy, elfen

Sihon - Sohn des Feuers

Lena Knodt
Flexibler Einband: 239 Seiten
Erschienen bei AAVAA Verlag, 01.05.2016
ISBN 9783845918648
Genre: Fantasy

Rezension:

Rezension zu „Sihon – Sohn des Feuers“ von Lena Knodt


Klappentext
„Kurz durchströmte ihn die Macht – kurz, aber trotzdem mit solcher Wucht, dass er zusammenzuckte und sich die Finger an der Truhenwand stieß. Da hörte er es. Das Knistern einer Flamme, das sich in Sekundenschnelle mit den verwunderten und entsetzten Ausrufen der beiden Männer vermischte." Sihon macht eines Tages einen eigenartigen Fund: Eine Kiste mit einem Schwert, einem Armreif und einem Brief, der von einer geheimnisvollen Prophezeiung handelt. Doch als er den Armreif überstreift, scheint eine seltsame Macht von Sihon Besitz zu ergreifen. Nichts ist mehr wie zuvor. Auf der Suche nach Antworten wird er in eine magische Welt voller Elfen, Dämonen und einer uralten Feindschaft gesogen.


Rezension

Die Geschichte liest sich flüssig und mit Sihon und Aran hat die Autorin zwei sympathische Charakter kreiiert, wenn auch in ersterem Fall ein wenig nach dem typischen Fantasymuster: junger Mann mit sehr einfachem Hintergrund entdeckt erstaunliche Fähigkeiten an sich und erfährt, dass er zu Großem berufen ist.

Das geht dann teilweise leider ein bisschen schnell und auch der Widerstand einiger andere Charaktere gegen ihn hätte etwas stärker sein können, um noch mehr Konflikt in die Geschichte hineinzubringen und die entsprechenden Schwierigkeiten etwas mehr auszuweiten.

Auch andere Teile der Geschichte geraten etwas kurz. Es gibt eine Nebenhandlung mit einem Prinzen und dessen ganz eigenen Schwierigkeiten, allerdings steht diese in keinem erkennbaren Zusammenhang mit Sihons Handlungsstrang, was mich etwas irritiert hat.

Insgesamt gesehen fand ich den Roman unterhaltsam und spannend. Das Ende ist ein wenig überraschend. Dabei gibt es unter anderem eine edelmütige Tat, die in meinen Augen jedoch nicht 100%ig verständlich ist, aber mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten.


Mir sind einige Ungereimtheiten aufgefallen:

In einer Szene hat Sihon eine wichtige Besprechung, bricht diese aber ab mit dem berechtigten Hinweis, dass er müde sei, und lieber zu einem späteren Zeitpunkt die Besprechung abhalten möchte. Im darauf folgenden Kapitel sind dann aber plötzlich bereits mehrere Tage vergangen und die Besprechung wird mit keinem Wort mehr erwähnt. Ich dachte erst, vielleicht sei dies ein Mittel, um Spannung zu erzeugen, allerdings folgt hier auch später keine Auflösung.

Ein wenig unrealistisch ist auch die Tatsache, dass der unerfahrene Sihon nach nur wenigen Tagen Schwertkampftraining in den Kampf zieht, während seine Lehrerin, eine langlebige Elfe, schon seit vielen Jahrzehnten oder gar Jahrhunderten Schwertkampf trainiert. Um wirklich gut mit einem Schwert kämpfen zu können, bräuchte man zumindest ein paar Wochen, besser noch Monate, alles andere ist wenig glaubwürdig. Dieses Klischee vom unbedarften jungen Helden, der schon nach wenigen Tagen Kampftraining bereit ist, in die Schlacht zu ziehen, findet man in ziemlich vielen Fantasy-Geschichten. Auf der anderen Seite kommt hier allerdings ein magisches Schwert zum Einsatz, was sicherlich für ihn hilfreich ist.

Schwierig fand ich auch die Tatsache, dass sich Sihon zu einer Frau hingezogen fühlt, die eigentlich seine Feindin ist, aber nicht ganz klar wird, warum er sie eigentlich so anziehend findet. Er kennt sie kaum und sie wollte ihn sogar töten. Das einzige, was in diesem Zusammenhang immer wieder erwähnt wird, sind ihre besonderen Augen. Wenn mich jemand beinahe getötet hätte, wären mir dessen Augen vermutlich relativ egal, ganz gleichgültig, wie schön diese sind.

Warum in einem Fantasyroman, der in keinerlei Bezug zu England steht und in dem auch sonst keine englischen Ausdrücke verwendet werden, hochstehende Persönlichkeiten mit Mylord und Lady angesprochen werden, bleibt unklar.

Als Sihon das erste Mal in einen Kampf verwickelt wird – gemeinsam mit seinen Gefährten und mit mehreren Gegnern – hält er kurz inne und schmunzelt über die Situation, weil seine Gegner auf ihn ein wenig komisch wirken. Das fand ich wenig glaubwürdig, da man in einem Kampf auf Leben und Tod sicherlich ganz andere Gedanken hat, die eher mit Angst, Wut oder ähnlichem zu tun haben. Anders wäre es sicher, wenn er ein unbeteiligter Beobachter wäre.


Auf jeden Fall wird mit diesem Debütroman der erst 19jährigen Autorin trotz einiger Schwächen deutlich, dass diese über erzählerisches Talent und einiges Potential verfügt. Ich für meinen Teil bin gespannt auf weitere Bücher.

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Tags: eis, elfen, feuer, high fantasy   (4)
 

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

earl, wette, novelle, steampunk, mondlandung

Der Earl von Gaudibert

M. W. Ludwig
Flexibler Einband: 200 Seiten
Erschienen bei Art Skript Phantastik, 05.01.2017
ISBN 9783945045084
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Klappentext:
Der englische Gentleman Graham McPherson liebt es, in seinem Club von angeblichen Abenteuern auf dem Mond zu erzählen. Niemand zweifelt an seinen Ausführungen, bis ein neues Clubmitglied ihn der Lüge bezichtigt und zu einer folgenschweren Wette herausfordert: Bis zum nächsten Vollmond soll McPherson seine Behauptungen beweisen. Keine leichte Aufgabe, immerhin schreiben wir das Jahr 1895. Doch mit der Unterstützung des Profibetrügers Suggs und der schlagkräftigen Thailänderin Gann Li-Pen, ersinnt er einen ebenso verzweifelten wie tollkühnen Plan.

Meine Meinung:
Die in London angesiedelte Geschichte erinnert von ihrer Ausgangsidee her ein wenig an "In 80 Tagen um die Welt" von Jules Verne.
Wie sich die Mondreise darin gestaltet, verrate ich an dieser Stelle nicht wegen Spoilergefahr. Auf jeden Fall gelingt es dem Autor,
eine spannende und kurzweilige Geschichte zu erzählen, bei der außerdem auf elegante Weise einige
berühmte Persönlichkeiten (zum Teil auch aus der viktorianischen Literatur) nebenbei mit eingebunden werden,
darunter der Film-Pionier Georges Méliès und ein sehr junger Charlie Chaplin.
Eine der Hauptfiguren stammt aus Thailand, was insofern bemerkenswert ist, da zumindest im deutschsprachigen Steampunk
multikulturelle Einflüsse zwar durchaus vorhanden sind, sich das allerdings selten auf wichtige Charaktere ausweitet.
Nach dieser unterhaltsamen Geschichte bin ich gespannt auf weitere Werke des Autors.

Link zur Verlagsseite:
http://artskriptphantastik.de/DerEarlvonGaudibert.html

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zauberer, magier, magie, fantasy, high fantasy

Rodinia - Die Rückkehr des Zauberers

Laurence Horn
Flexibler Einband: 420 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 10.11.2016
ISBN 9783959622929
Genre: Fantasy

Rezension:

Schon lange habe ich keinen Roman mehr so rasch durchgelesen wie diesen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht.
Die Hauptcharaktere in dieser Geschichte, in der Magier und Zauberer seit tausend Jahren miteinander verfeindet sind, sind durch die Bank weg sympathisch. Was mir besonders positiv aufgefallen ist, dass es hier viele Grautöne gibt - die "Guten" sind nicht nur gut, und die "Bösen" nicht nur böse.
Lange Zeit fragt man sich, welche Motivation der Zauberer Kyrian eigentlich hat, um ausgerechnet in die Welt der verfeindeten Magier aufzubrechen. Er hat also mehr als ein Geheimnis... Mehr verrate ich dazu aber nicht, um nicht zu spoilern.
Auch ansonsten gibt es in diesem alles, was das Fantasy-Herz begehrt - zum Beispiel verschiedene Kreaturen (darunter Feen, Trolle, Zentauren und noch andere), actionreiche magische Gefechte, List & Tücke, finstere Gegner, viel Spannung, unvorhergesehene Wendungen und eine bunt zusammengewürfelte Truppe aus Helden bzw. Antihelden, die sich nach und nach anfreunden.
Was die Herrschaft der Magier angeht, so hat der Autor auch ein wenig aktuelle Gesellschaftskritik eingebaut, z.B. was den Raubbau an der Umwelt angeht.
Fazit: Macht definitiv Lust auf mehr und ich freue mich auf Teil 2.

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gay romanc, keltische mythologie, steampunk, fantasy, berlington

Berlingtons Geisterjäger 1 - Anderswelt

Amalia Zeichnerin
E-Buch Text: 273 Seiten
Erschienen bei null, 12.12.2016
ISBN B01N5BZPJK
Genre: Sonstiges

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

mythologie, sagen und mythen, steampunk, aetherwelt, sehr spannende geschichte

Rheingold

Anja Bagus
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Edition Roter Drache, 24.10.2015
ISBN 9783939459989
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Das recht gruselige Coverbild fasst die verschiedenen Elemente dieses Romans gut zusammen: Technik, die ein Eigenleben entwickelt hat, steht Naturgewalten und den Aetherwesen gegenüber, was hier durch die Schwanenflügel angedeutet wird – die aber auch einen mythologischen Bezug haben.

Im Abschlussband der „Glasberg“-Trilogie müssen sich Falk und Minerva gleich gegen mehrere sehr unterschiedliche Gegner behaupten, erhalten aber auch Hilfe von mehreren Wesen, die durch den magischen Aether verändert wurden. Die Autorin taucht hier tief ein in alte Mythologien und Legenden, welche sie auf orginelle Weise ihrer Aetherwelt anpasst. Auch hier wechselt die Perspektive wieder, vor allem zwischen der von Falk und Minerva, aber auch anderen Figuren, darunter auch den Antagonisten. So entsteht ein vielfältiges Bild der Handlung und man kann als Leser sehr gut mit den einzelnen Charakteren mitempfinden und mitfiebern.

Glas spielt eine entscheidende Rolle in der gesamten Trilogie – ein Werkstoff, der im Steampunk-Genre sonst eher nur am Rande Beachtung findet. Und auch in „Rheingold“ setzt Anja Bagus Glas wieder auf interessante Weise ein.

Zwei Charaktere aus der Annabelle-Rosenherz Trilogie tauchen hier übrigens wieder auf und spielen eine entscheidende Rolle. Und auch ein wichtiger Charakter aus „Waldesruh“ tritt wieder in Erscheinung. Falk erfährt ein erstaunliches Geheimnis über sich selbst, doch mehr soll an dieser Stelle nicht verraten werden, um das Lesevergnügen nicht zu mindern ;)

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Tags: aetherwelt, mythologie, sagen und mythen, sehr spannende geschichte, steampunk   (5)
 

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13 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

steampunk, schwarzwald, spannend, eigenverlag, aether

Glasberg

Anja Bagus
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Edition Roter Drache, 30.04.2015
ISBN 9783939459897
Genre: Fantasy

Rezension:

Glasberg erzählt die Geschichte von "Waldesruh" weiter.
Und hier bekommen es Minerva und Falk nun mit einem Gegner zu tun, der fast übermächtig erscheint und der sogar ihre Beziehung gefährdet, welche ohnehin schon konfliktreich ist. Das interessante an diesem Roman finde ich, dass hier die Steampunk/Fantasy-Elemente genau so wichtig sind wie die wechselhafte Beziehung der beiden Hauptcharaktere. Deren Hintergrund wird hier näher beleuchtet, ihre schicksalshaften Erlebnisse in der Vergangenheit werden deutlich gemacht, so dass man beide noch besser kennenlernt und versteht, warum sie jetzt so sind, wie sie sind.
Sonst ist es ja in Steampunk/Steam Fantasy oder ähnliches Geschichten doch eher meistens so, dass die phantastischen oder Sci-Fi/Steampunk-Elemente die Handlung deutlich dominieren, aber da dies ja auch eine Liebesgeschichte ist, gibt es hier eine schöne Mischung aus beidem, so dass mir die Charakter noch stärker ans Herz gewachsen sind als im ersten Teil der Trilogie.
Schön fand ich auch die komplizierten Familienverhältnisse und war am Ende von einigen Dingen überrascht, die ich so nicht erwartet hatte.

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Tags: spannend, steampunk   (2)
 

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

steampunk, steam, anthologie

Voll Dampf

André Skora , Ingo Schulze , Frank Hebben , Thorsten Küper
Geklebt: 180 Seiten
Erschienen bei Amrun Verlag, 21.06.2014
ISBN 9783944729152
Genre: Sonstiges

Rezension:

Die Anthologie „Voll Dampf“ ist insgesamt betrachtet sehr actionlastig und spannend. Außerdem stecken die einzelnen Geschichten voller unerwarteter Wendungen.

Das Vorwort stammt von der Raum-Zeit-Kapelle Drachenflug (eine Steampunk-Band) und wirft einen generellen Blick auf die Steampunk Szene, bevor es sich den Autoren zuwendet, die von allen Künstlern die meiste Freiheit haben, wie der " Drachenflieger" Freiherr von Dunkelfels feststellt.

Den Auftakt der Anthologie bildet eine ungewöhnlichen Geschichte von einem Bühnenmagier und seinem ganz besonderen Kraken: „Valerius von Arbogast und sein fabelhafter Krakun“ von Thorsten Küper. Hierin taucht nicht nur Charles Darwin, Begründer der Evolutionstheorie, in einem völlig unerwarteten Zusammenhang auch, sondern auch eine andere historische Persönlichkeit, aus der Zunft der Schriftsteller – mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, weil ich sonst spoilern würde.

„Die spektakuläre und heldenmütige Entführung der originalgetreuen Lokomotive Emma“ (Matthias Falke) handelt von einer ganz besonderen Lokomotive in einem Science-Fiction-Setting.

„Mach mal Dampf“ von André Wiesler spielt in einem Kriegszenario, welches an den 1. Weltkrieg erinnert. Der Protagonist, ein deutscher Soldat, wird Zeuge, wie ein gewaltiger französischer Kampfroboter (eine Art Mech, wie man ihn aus „Battletech“ und ähnlichen Szenarien kennt) in die Schlacht eingreift.

„Träum weiter“ (Peter Hohmann) handelt von Preußen im deutschen Kaiserreich, die gegen Rebellen kämpfen und ein mehrstöckiges, monströses Luftschiff gebaut haben. Doch dann kommt alles anders als erwartet, wie der Anti-Held, ein Journalist, am eigenen Leib erfahren muss.

Auch in „Volldampf zu den Sternen“ (Marco Ansing) ist ein Reporter der Protagonist. In Form von Zeitungsberichten, in denen er sich auch direkt an seine Leserinnen und Leser wendet, beschreibt er turbulente eigene Erlebnisse in Hamburg im Jahr 1899, bei denen er es mit seltsamen „Metallmännern“ zu tun bekommt. Und das ist erst der Anfang…

Die Geschichte „Schwarzfall“ von Frank Hebben beschreibt eine Gesellschaft, die völlig abhängig geworden ist von der Elektrizität des Herrn Tesla. Diese Geschichte wird nicht aus der Perspektive eines oder zweier Protagonisten geschildert, sondern eher aus der Vogelperspektive eines unbeteiligten Beobachters, was sie aber nicht minder dystopisch macht.

In „Ein Gott über den Wolken“ (Achim Zien) erkundet eine Expeditionsgesellschaft im Auftrag ihres Kaisers (eines fiktiven Reiches) einen Gebirgszug auf der Suche nach Rohstoffen und finden ein gestrandetes Luftschiff. Was sie darin finden, verschlägt ihnen den Atem – und macht Lust auf ein längeres Abenteuer in dieser fiktiven Welt.

„Blechschicksal“ (Jan-Tobias Kitzel) erzählt einen überraschenden Steampunk Krimi in London mit mechanischen Tieren, anderen automatischen Wesen und einem Helden der etwas anderen Art.

„Natürliche Auslese“ von Peer Bieber beschreibt eine Alternative Reality in den 1900er Jahren, in der die politischen und religiösen Verhältnisse in Großbritannien, aber vor allem auch in Südamerika etwas anders sind, als wir es aus der Geschichte kennen. Diese Story wird aus der Sicht eines Polarforschers beschrieben. Auch hier tauchen historische Persönlichkeiten ein, z.B. der norwegische Polarforscher Fridtjof Nansen.

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steampunk

Der Stern des Seth

Amalia Zeichnerin
Flexibler Einband: 296 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 28.12.2015
ISBN 9783739220338
Genre: Science-Fiction

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