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Lady Almina und das wahre Downton Abbey

Gräfin von Carnarvon
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei mvg, 04.10.2013
ISBN 9783868824766
Genre: Biografien

Rezension:  
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The Wild Hunt: Horror

M.H. Steinmetz
E-Buch Text: 222 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 28.04.2016
ISBN 9783959623193
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ein Serienkiller treibt in Louisiana sein Unwesen. Er überfällt Reisende und verschleppt sie in das Sumpfland des Atchafalaya Wildlife Refuge.
Als Sues Familie in die Fänge des Killers gerät, muss sie mit ansehen, wie ihre Familie brutal ermordet wird. Sie selbst kann in ihrer Not gerade noch in die Sümpfe entkommen.
Die Jagd auf den Serienkiller beginnt, dessen Morde mit einer Blutfehde zusammenhängen, die bis in die Zeit der amerikanischen Revolution zurückreicht.
Doch in den Sümpfen lauert noch etwas weitaus gefährlicheres als der Killer. Es ist kompromisslos, tödlich und absolut böse!...(Klappentext)

☠☠☠☠☠

"Leichen hatte man bisher keine gefunden, aber das viele Blut hinterließ eine eindeutige Botschaft:
Es waren Menschen gestorben. Abgeschlachtet, weil sie zur falschen Zeit auf der falschen Straße unterwegs gewesen waren."
(S. 22)

Bereits auf der ersten Seite stößt man auf den Serienkiller und es ist offensichtlich, dass er ein Psychopath der übelsten Sorte ist. Dieser tötet anscheinend aus reinem Spaß an der Freude, indem er ahnungslose Reisende von der Straße drängt, deren Leben auslöscht und anschließend die Leichen verschleppt.
Nachdem er mit seinem Pick-Up-Truck eine Familie von der Straße gedrängt hat, tötet er einen nach dem anderen. Nur die 15-jährige Sue konnte sich retten, indem sie sich in die Sümpfe flüchtete. Doch die tiefen Sümpfe sind nicht nur das Jagdrevier des Serienkillers. Neben bewaffneten Hillbillys treibt sich noch etwas anderes darin herum - groß, gefährlich und mit spitzen Reißzähnen.

Mason: ein 25-jähriger Journalist  ist ebenfalls in dieser Gegend unterwegs. Er ist auf der Suche nach einer genialen Story, um auf die Titelseite zu gelangen. Und was für eine Story könnte besser dafür geeignet sein, als die eines Serienkillers der auf der Interstate 10 wütet und noch immer nicht gefasst wurde? Dafür begibt er sich in das Atchafalaya National Wildlife Refuge - ein Labyrinth aus Wäldern, Sümpfen und unzähligen nicht verzeichneten Wegen.

The Hunting Company: hier ist der Name Programm, denn es ist eine zusammengewürfelte Gruppe von ehemaligen Navy Seals. Abgebrühte Männer, bis auf die Zähne bewaffnet und bereit alles zu jagen und zu töten was Geld einbringt - wirklich ALLES. Doch diesmal sind sie auf einer ganz speziellen Jagd - einer Jagd die schon Jahrhunderte andauert und nun endlich für alle Zeiten beendet werden soll. Das Blut kocht, die Büchsen sind geladen und die Männer bereit.

"Der Geist des Krieges war erwacht.
Er hatte nur geschlummert und auf den richtigen Augenblick gewartet,
um mit seiner kompromisslosen Zerstörungswut an die Oberfläche zu brechen.
Die Hunting Company würde ihn in die Sümpfe tragen und entfesseln,
denn das war es, wofür sie lebten."
(S. 33)

Eric und Nina: die beiden sind beruflich auf dem Weg nach New Orleans und haben dafür den Weg durch die Pampa gewählt. Tja, das hätten sie wohl besser lassen sollen.
Nachdem sie ein Mädchen fast überfahren hätten und dieses nun nach Hause bringen, ist ihnen nicht klar in was für eine Gefahr sie sich damit begeben. Sie landen nämlich somit in der Höhle des Löwen aus der es kein Entkommen zu geben scheint.

Während man Sue nur anfangs und gegen Ende antrifft, begleitet man die anderen Figuren durch die Story und somit den ein oder anderen durch die wahr gewordene Hölle. Jeder dieser Handlungsstränge ist für sich spannend, interessant und endet immer wieder mit einem bombastischen Cliffhanger.

"Direkt neben ihrem strampelnden Freund kam ein zweiter Kopf nach oben,
teilte mit seinem schwarzen Schopf das Wasser,
die Augen in tödlichem Weiß,
die Haut aufgequollen und grau."
(S. 130)

Auch diesmal bin ich wieder vom Schreib- und Erzählstil des Autors begeistert.
Während so manche Dialoge, entsprechend der Charaktere, derb, großkotzig und auch manchmal gruselig sind, so ist die Settingbeschreibung atmosphärisch dicht mit nahezu literarischen Zügen und doch herrlich flüssig.
Mit diesem Thriller taucht man in ein Setting mit typischen Südstaatenflair ein. Man bewegt sich durch typisch amerikanische Kleinstadt-Kaffs, die man aus Roadmovies oder diversen Horrorfilmen kennt. Hillbillys mit ihren Gewehren und Cowboystiefeln kreuzen genauso unseren Weg, wie auch heruntergekommene Häuser mit ihren ebenso heruntergekommenen Veranden. Man spürt die schwüle und drückende Hitze der Sümpfe, die von Regengüssen unterbrochen werden.
Kopfkino erzeugen kann M.H. Steinmetz und dies macht beim Setting nicht Halt. Es geht hier nämlich keineswegs idyllisch zu, im Gegenteil. Die unheimliche und leicht gruselige Spannung durchzieht die gesamte Story und wird nur durch Blut und Gemetzel unterbrochen. Hier fliegen Gliedmaßen genauso durch die Gegend wie Gedärme und Schädel, während sich die Handlungsstränge aneinander nähern und schließlich miteinander verwoben werden.

"Die Knochen zerfielen in ihrem Fleisch zu Staub, in dem ihre Zähne wie in einem dicken Brei haltlos herumschwammen,
nur von schmerzhaft pulsierenden Nerven gehalten.
Anstatt gänzlich Form und Halt zu verlieren, erwuchs daraus etwas Neues."
(S. 196)

Am Ende nimmt die Story nochmals ordentlich an Fahrt und Spannung zu und enthält einen actiongeladenen und brutalen Showdown.
Happy End sucht man bei M.H. Steinmetz vergebens und genau das mach das Ganze um einiges authentischer und interessanter. Der Autor killt nämlich auch schon mal seine Protagonisten und ist daher immer für eine Überraschung gut. So auch in diesem Horror-Thriller.

Fazit:
"The Wild Hunt" ist ein literarischer Horror-Splatter par excellence und somit eines meiner Lesehighlights. Wer die amerikanischen Horrorfilme aus den 80ern mag, wird dieses Buch lieben. Also haltet Eure Schlüppis fest, hier wird es spannend, brutal und vor allem blutig.

© Pink Anemone

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Requiem - Der Vampirritter 1 - Auferstehung (Hardcover, Kult Editionen)


Sonstige Formate
Erschienen bei null, 01.01.2010
ISBN B004H0LPKS
Genre: Sonstiges

Rezension:

Als Heinrich im Zweiten Weltkrieg an der russischen Front fällt, glaubt er, endlich Friede zu finden. Doch er kommt auf dem albtraumhaften Planeten "Auferstehung" zu sich, wo die Zeit rückwärts läuft.
Dort wird er zu dem Vampirritter namens Requiem geschlagen. Auf der Suche nach seiner verschollenen Geliebten Rebecca gerät er in einen kosmischen Kampf zwischen verfeindeten Göttern, denn er besitzt das Schwert, das ihn entweder zum Sieg oder in die ewige Verdammnis führt...
(Klappentext)

☠☠☠☠☠

"Ich war auf dem Schlachtfeld.
Und dann stürzte ich in einen Abgrund."

Die Story beginnt auf den Schlachtfeldern des Zweiten Weltkriegs und mit dem Tod des Soldaten Heinrich Augsburg. Sein letzter Gedanke gilt der Geliebten, einer Jüdin, deren Abtransport durch die Gestapo er miterlebte und es nicht wagte einzugreifen. Dann erwacht Heinrich erneut - noch immer das Bild Rebeccas in der Hand - und glaubt sich in der Hölle. Eine Hölle die sich als spiegelbildliche Erde erweist, auf der die Zeit rückwärts läuft und die bevölkert ist durch Horden von Untoten. Die hier herrschende Klasse ist die der Vampirritter, der Heinrich schon bald angehört. Doch um endgültig zum Vampirritter zu werden, muss er seine Vergangenheit abstreifen - inklusive der Erinnerung an Rebecca.

Dieser Comic lebt von den Zeichnungen von Olivier Ledroit. Die Story besticht nämlich weniger durch Dialoge, als viel mehr durch die Illustrationen. Dadurch sticht dieser Comic auf jeden Fall aus der Masse heraus. Es braucht also keine ausgefeilten Dialoge und ausführlichen Eck-Infos, um eine Geschichte atmosphärisch zu erzählen - manchmal sagen Zeichnungen mehr als Worte und das ist hier der Fall.

"Wir sind zu Beginn bereits tot.
Wir können nur mit bestimmten Wafen vernichet werden.
Andernfalls werden wir zu Kindern und verschwinden eines Tages."

Die Story selbst ist ebenfalls fern von 08/15 - eine Mischung aus SciFi und Horror, Mystik und klassischen Vampirelementen. Mitten drin ein Anti-Held, hin und hergereissen zwischen Gut und Böse, Blutdurst und Erlösung.
Die Zeichnungen sind äußerst detailreich, opulent und atmosphärisch und nur zu gerne verweilt man länger auf den Seiten, um diese auf sich wirken zu lassen. Dieser Comic konnte mich also durchaus begeistern und fesseln.

Leider ist die Story nicht sehr lang, umfassst gerade einmal 47 Seiten und ist nicht in sich abgeschlossen, sondern endet mit einem riesigen Cliffhanger.

"Fortsetzung folgt"

Kaum ist man in der Geschichte angekommen und darin eingetaucht, ist sie schon wieder zu Ende. Genau hier liegt auch das große Manko, denn die einzelnen Teile dieser Reihe haben einen stolzen Preis und sind für mich persönlich zu teuer.

Fazit:
So gerne ich diese Reihe weiterverfolgen würde, werde ich es wohl bei diesem einen und somit den 1. Teil dieser Requiem-Reihe belassen. Auch wenn die Story absolut meinen Geschmack getroffen hat, ganz zu schweigen von den Zeichnungen, so ist mir der Preis für nicht einmal 50 Seiten eindeutig zu hoch.

© Pink Anemone (inkl. Bilder und Autoren-Info)

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Tags: britische autoren, comics, französische autoren, graphic novels, olivier ledroit, pat mills   (6)
 

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V for Vendetta

Alan Moore , David Lloyd , Steve Whitaker
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Sos Free Stock, 07.05.2010
ISBN 140120841X
Genre: Comics

Rezension:

Set in a futurist totalitarian England, a country without freedom or faith, a mysterious man in a white porcelain mask strikes back against the oppressive overlords on behalf of the voiceless. Armed with only knives and his wits, V, as he’s called, aims to bring about change in this horrific new world. His only ally? A young woman named Evey Hammond. And she is in for much more than she ever bargained for…
A visionary graphic novel that defines sophisticated storytelling, this powerful tale detailing the loss and fight for individuality has become a cultural touchstone and an enduring allegory for current events. Master storytellers Alan Moore and David Lloyd are at the top of their craft in this terrifying portrait of totalitarianism and resistance....(Klappentext)

❃❃❃❃❃

"There aren't many cheeky, cheery charakters in 'V FOR VENDETTA' either;
and it's for people who don't switch off the news."
(David Lloydm Jan. 1990)

"V for Vendetta" ist eine Dystopie, welche im London der 1990er spielt.
Nach einem Atomkrieg herrscht in England ein totalitäres und faschistisches Regime. Propaganda und Kontrolle beherrschen die Bevölkerung. Es werden nur Bücher, Musik und Nachrichten erlaubt und gesendet, welche vom "Führer" und seinem Überwachungsstaat erlaubt werden. Die Überwachungs- und Propagandaorganisation setzt sich zusammen aus der Geheimpolizei "Finger", dem Regierungssender "Mund", der Videoüberwachung "Auge", der Lauschattacke "Ohr" und der Ermittlungsbehörde "Nase". Keine Bücher, keine Musik, keine Individualität. Jeder der anders ist und gegen die strenge Regelungen verstößt, wird "entfernt" (kommt einem doch irgendwie bekannt vor, oder?).
Doch es gibt einen, der sich gegen dieses Regime stellt und das im ganz großen Stil. "V" operiert aus dem Untergrund und trägt eine Guy Fawkes-Maske. Dieser war übrigens ein katholischer Offizier aus dem 17. Jahrhundert, der am 5. November 1605 das englische Parlament sprengen und König Jakob I. töten wollte. Grund - die Verfolgung katholisch Gläubiger durch die damaligen Machthaber. Wie dieser stellt sich auch "V" gegen das Regime und sprengt am 5. November das Parlament in die Luft. Dieser jedoch mit Erfolg, im Gegensatz zu Guy Fawkes. "V" ist geheimnisvoll, intelligent und dadurch schwer zu schnappen, denn er scheint immer einen Schritt voraus zu sein. Mit von der Partie ist ein 16-jähriges Mädchen namens Evey, welche er vor einer Vergewaltigung rettet und derer er sich annimmt. Und zusammen wollen sie dieses Regime zu Fall bringen (persönliche Inhaltsangabe).

">>Me? I'm the King of the twentieth century.
I'm the Bogeyman. The Villain....the black sheep of the family.<<"
(S. 13)

Der Comic erschien erstmals 1982 und Alan Moore zeichnet hier eine Dystopie vom Feinsten, in der die Unterdrückung von Freiheit und Individualität der gesamten Gesellschaft das zentrale Thema ist.
Während die Graphic Novel ursprünglich in Fortsetzungen und in schwarz-weiß veröffentlicht wurde, hält man hier die colorierte Gesamtausgabe  in den Händen. Diese ist in 3 Teile aufgeteilt, in denen die Pläne von "V" bezüglich der Zerstörung des Systems, sowie sein Motiv erörtert werden. Dabei wird aus mehreren Perspektiven erzählt und man erhält tiefe Einblicke in das System, sowie in die Hintergründe des geheimnisvollen Protagonisten selbst.

Es gibt hier einige Abweichungen zum Film, welche ich jedoch sogar um einiges interessanter und stimmungsvoller finde. Aufgrund dessen gestaltet sich die Story sehr spannend. Diese besticht zusätzlich durch die Liebe zum Detail und die düsteren Zeichnungen von David Lloyd einfach nur fantastisch und fangen die Atmosphäre gekonnt ein.
Die Zitate aus diversen Litereatur- und Musikklassikern runden das Werk ab und tragen zusätzlich zu der bedrückenden Stimmung bei.

"Nobody you'd have heard of a German gentleman named Dr. John Faust.
He made a deal, too."
(S. 44)

Schon vor der Story selbst erhält man Informationen von Alan Moore und David Lloyd bezüglich der Entstehung der Graphic Novel. Am Ende lässt uns Alan Moore noch einen Blick hinter die Kulissen werfen und es sind auch noch zwei Kurzgeschichten mit unserem mysteriösen "V" enthalten.

Fazit:
Eine rundum gelungene Graphic Novel die dystopischer nicht sein könnte - spannend, atmosphärisch, bedrückend und von der Thematik her aktueller denn je.
Trotzdem ich den Film kenne, und von dem ich auch weiterhin schwer begeistert bin, empfand ich die Story als spannend, da sie wesentlich mehr in die Tiefe geht.
Dies war mein erster Comic von Alan Moore und definitiv nicht mein letzter.

© Pink Anemone (inkl. Bilder und Autoren-Info)




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Tags: alan moore, britische autoren, comic, dystopie, englischsprachig, graphic novels   (6)
 

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Pride and Prejudice

Nancy Butler , Hugo Petrus , Jane Austen , Hugo Petrus
Flexibler Einband: 120 Seiten
Erschienen bei Marvel Comics, 03.05.2011
ISBN 9780785139164
Genre: Comics

Rezension:

Tailored from the adored Jane Austen classic, Marvel Comics is proud to present PRIDE AND PREJUDICE! Two-time Rita Award-Winner Nancy Butler and fan-favorite Hugo Petrus fathfully adapt the whimsical tale ofLizzy Bennet and her loveable-if-eccentric family, as they navigate through tricky British social circles. Will Lizzy's father manage to marry off his five daughters, despite his wife's incessant nagging? And will Lizzy's beautiful sister Jane marry the handsome, wealthy Mr. Bingley, or will his brooding friend Mr. Darcy stand between their happiness?... (Klappentext)

ღღღღღ

In der Einführung erklärt die Autorin, dass sie diesen Klassiker aufgrund dessen im Comic-Format adaptiert hat, da nur Jungs und Männer in Comicläden fündig werden und deswegen fast keine Mädchen diese Läden betreten. Alle Comics wären fast ausschließlich für das männliche Geschlecht geeignet.

"'Treasur Island' and 'Man in the Iron Mask' are great books, but they are boy books."

Also bei diesem Satz zog sich meine rechte Augenbraue ganz von selbst in die Höhe und in Gedanken warf ich noch ein "Das habe ich jetzt nicht wirklich gelesen" hinterher. Nancy Butler konzentrierte sich dabei zwar nur auf die Klassik-Adaptionen von Marvel, aber Mädchen, bzw. Frauen, lesen trotzdem nicht nur Comics, wenn darin eine kitschige Liebesgeschichte oder Glitter furzende Einhörner darin vorkommen. Wir Frauen lesen, welch Überraschung, ebenso "Boy Books", genauso wie auch das männliche Geschlecht gefühlsbetonte "Girl Books" lesen. Ebenso kann ich ihr nicht beipflichten, dass sich nur Jungs in Comicläden rumtreiben und schon gar nicht aus dem Grund weil in diesen nur "Boy Books" angeboten werden.
Aufgrund dieser geschlechtsspezifischen Differenzierung hatte ich von der Autorin dann natürlich eine gewisse persönliche Meinung, die ich jetzt lieber nicht näher erörtern möchte. Bevor ich mich dann dem Comic selbst widmete also paar Mal tief durchgeatmet und den etwas herben Beigeschmack verdrängt, denn als Liebhaberin der Jane Austen-Romane, habe ich mich auf diese ungewöhnliche Adaption schon sehr gefreut.

Tja, leider wurde diese Vorfreude relativ rasch im Keim erstickt, denn dieser Comic ist wirklich, wie soll ich sagen..., teeniehaft. Natürlich wurde der Klassiker drastisch gekürzt, etwas anderes habe ich mir bei 120 Seiten auch gar nicht erwartet, aber leider wurde an den falschen Stellen gekürzt, sodass der typische Flair des Jane Austen-Romans gänzlich verloren ging. Lizzy ist hier nicht die junge Frau mit frechem Mundwerk und schwarzen Humor, sondern wirkt hier eher wie eine unsympathische, arrogante Bit** (sorry für die Wortwahl, aber anders kann man sie hier nicht beschreiben). Auch die weiteren Charaktere haben nicht das, was sie im Roman von Jane Austen haben.

Es sind durchaus Zitate aus dem Roman enthalten, die Sprache selbst wurde jedoch stark modernisiert. Was mich jedoch am meisten störte (neben der Bitch Lizzy), waren die Zeichnungen. Diese erinnerten mich stark an die "Wendy"-Comics (ich glaube so hießen diese Pferde-Comics?) und konnten somit auch in der Hinsicht nicht die gewünschte Atmosphäre einfangen. Des Weiteren sahen alle Charaktere irgendwie gleich aus, wenn sie nicht unterschiedliche Frisuren gehabt hätten.
Ich hatte also permanent das Gefühl einen Teenie-Comic zu lesen und nicht die Adaption eines Klassikers aus dem frühen 19. Jahrhundert. Meine Erwartungen waren für diesen Comic mit Sicherheit viel  zu hoch geschraubt, dementsprechend tief fielen diese dann.

Die Aufmachung selbst ist durchaus hochwertig und ohne den Schutzumschlag gefällt mir dieses HC fast besser. Lederoptik mit eingestanzten Lettern in Grün-Metallic. Das hat schon was.

Fazit:
Jane Austen-Liebhaber kann ich von dieser Comic-Adaption nur abraten. Junge Mädchen/Jungs könnten diesem Comic aber durchaus etwas abgewinnen. Vor allem, wenn sie kurz in diesen Klassiker reinschnuppern wollen. Für mehr eignet sich dieser leider nicht und mehr will ich dazu auch nicht sagen.

© Pink Anemone (mit Bilder und Autoren-Info)

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15 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 9 Rezensionen

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MEG

Steve Alten , Bernhard Kleinschmidt
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.07.2018
ISBN 9783453439016
Genre: Romane

Rezension:  
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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

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Gequälte Engel

Graham Masterton
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Festa Verlag, 12.12.2017
ISBN 9783865525758
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Welches Geheimnis verbirgt die katholische Kirche von Irland?
An einem kalten Frühlingsmorgen in der Grafschaft Cork finden zwei Fischer im Blackwater River den aufgeblähten Körper von Father Heaney. Hände und Füße sind gefesselt und um den Hals trägt er die Würgemale einer Garrotte. Zudem ist er kastriert worden.
Kurz darauf wird ein zweiter Priester auf die gleiche Weise zu Tode gefoltert.
Katie Maguire befürchtet, dass ein Serienmörder gerade erst mit seinen Taten begonnen hat … (Klappentext)

✞✞✞✞✞

"Je weiter er sich dem Müllsack näherte,
desto offensichtlicher wurde, dass er gar kein Plastiksack war.
Als er ihn erreichte, erkannte er, dass es sich um einen Mann handelte,
der von Kopf bis Fuß schwarz gekleidet war -
in die Soutane eines Priesters, wie es aussah."
(S. 7)

Bei Graham Masterton ist man bereits ab der ersten Seite mitten drin, statt nur dabei, denn genau hier stößt man bereits auf die erste Leiche.
Im 2. Band der Katie Maguire-Reihe stolpert man nicht auf einem Acker über das erste Opfer, sondern es wird einem vor die Füße geschwemmt. Besser gesagt dem Fischer Denis, der viel lieber einen Lachs, anstatt eine Leiche aus dem Fluß gefischt hätte.
Bei der Leiche handelt es sich um den örtlichen Pfarrer Father Heaney. Da dieser nicht bei einem andächtigen Gebets-Spaziergang in den Fluß gefallen ist, sondern es augenscheinlich Mord war, ist dies ein Fall für Katie Maguire, der erste weibliche Detective Superintendent in Cork.
Der Geistliche ist wie ein Truthahn verschnürt, wurde erdrosselt und unter seiner Soutane grausam verstümmelt. Da bekommt die Bezeichnung "Overkill" doch gleich eine ganz andere Bedeutung. Father Heaney war jedoch kein gütiger und rechtschaffener Pfarrer, dem das Wohl seiner Schäfchen am Herzen lag, sondern mächtig Dreck am Stecken hat. Er wurde 2005 des sexuellen Mißbrauchs von Schutzbefohlenen beschuldigt, jedoch nie angeklagt. Schon toll, wenn die Kirche die schützende Hand über einen hält.
Bald darauf wird eine weitere Leiche entdeckt - wieder ein Pfarrer und wieder einer mit einer düsteren Mißbrauchs-Vergangenheit.
Ist hier ein abtrünniges Schäfchen auf Rachefeldzug, oder steckt hier viel mehr dahinter? (Persönl. Inhaltsangabe)

Wie schon erwähnt, ist dies der 2. Teil der Katie Maguire-Reihe und spielt 18 Monate nach dem 1. Teil "Bleiche Knochen". Trotzdem kann dieser unabhängig vom 1. Teil gelesen werden. Wichtige Informationen bezüglich des 1. Teils sind mit der Story gut verwoben. Somit erhalten Neuleser genug Informationen, um Zusammenhänge zu verstehen, ohne das es jedoch für Katie Maguiere-Kenner langweilig wird.

Auch hier erhält man zusätzlich auch Einblick in die Sicht der Opfer. Das ist nicht gerade ohne, denn Masterton hat sich auch hier wieder ganz besondere Folter-Schmankerln ausgedacht. Diesmal haben diese Bezüge zur spanischen Inquisition und die waren ja äußerst erfinderisch bei Foltermethoden.
Der sehr bildhafte und plastische Schreibstil lässt einem fast selbst die Schmerzen spüren und wenn nicht das, dann hat man ordentliches Kopfkino.

Wirklich Mitleid empfindet man für die gequälten Pfaffen trotzdem nur bedingt, denn sie haben ordentlich Schuld und Sünde auf sich geladen und scheinen immer noch von ihren Taten überzeugt zu sein, da diese ja im Namen des Herrn geschahen.
Hier kommt die Kirche allgemein nicht wirklich gut weg, denn es scheint die gesamte Diözese die Finger im Spiel zu haben. Diese versucht weiterhin so viel wie möglich zu vertuschen. Es wird gelogen, gedroht und geleugnet und das im ganz großen Stil.

">>Sie glauben, die kriminellen Gangs in Cork hätten fiese Schläger?
Sie sollten mal sehen, was für Schwergewichte die Kirche beschäftigt.
Alles natürlich völlig diskret:
Heilige Maria, voll der Gnaden. Gott, der Herr, ist mit dir - BUM!<<"
(S. 356)

Obwohl schnell klar ist, dass sich hier frühere Opfer auf Rachefeldzug befinden und einen Pfarrer nach dem anderen auf bestialische Weise foltern und abmurksen, konnte mich Masterton beim Showdown doch noch etwas überraschen. Irgendwie hätte ich mir trotzdem gewünscht, dass es zu einer völlig neuen Wendung kommt. Es war also schon etwas sehr vorhersehbar. Der Fall konnte mich jedoch trotzdem durchaus unterhalten und es war spannend und temporeich.
Dieser Thriller war, von dem Standpunkt aus betrachtet, also ziemlich solide, wenn dieses private Gesülze nicht gewesen wäre.

Die Hälfte des Buches wird von den privaten Problemen Katies eingenommen, welche nicht mal wirklich interessant sind. Im 1. Teil fand ich den Handlungsstrang der privaten Katie interessant und fesselnd, da es fast ein eigener kleiner Fall mit Action war, doch diesmal...einfach nur nerviges Privat-Mimimi.
Und dann hat Masterton auch noch "Erotik" einfließen lassen. Also das hätte ich nun wirklich am allerwenigsten gebraucht, vor allem da es alles andere als erotisch war.

"Seine Eichel war tiefrot angeschwollen und ein klarer Tropfen der freudigen Erwartung zwinkerte ihr bereits aus der Öffnung zu.
Sie nahm seinen straffen, faltigen Hoden in ihre linke Handfläche und wickelte sein dunkles Schamhaar um ihren rechten Zeigefinger."
(S. 141 -  ja was is denn der Sack nun? Straff oder faltig?)

What the hell!! Ich will in keinem Buch und schon gar nicht in einem Thriller weder von einem Penis, noch von einem Lusttröpfchen angezwinkert werden. Und mir vorzustellen, wie lange ein Schamhaar sein muss, um es sich um den Zeigefinger zu wickeln hilft mir bei einem Thriller auch nicht wirklich weiter und will ich daher erst recht nicht. Nein, nein, nein!
Zudem scheint Katie ja ein mächtig heißes Gerät mit dicken Titten zu sein (laut Beschreibung des Autors, also nicht auf meinem Mist gewachsen), denn ständig steht jemand auf sie, von ihrem Freund mal abgesehen. Angefangen beim Feuerwehrmann, bis hin zur lesbischen Pathologin.
Also echt mal, muss das denn sein? Ich will einen Thriller mit Spannung, Blut und Leichen und keinen Schnulzen-Erotik-Roman.
Das war aber noch nicht alles, denn ein 2. privates Problem taucht auf, als Katies Schwester in Katies Haus niedergeschlagen wurde. Also wieder eine Handlungsunterbrechung mehr, bei der sich Katie anstellt, als wäre sie eine Ermittlerin, welche auf der Nudelsuppe dahergeschwommen ist. "Nö, Forensik und Beweisführung brauch' ma ned. Ich glaub dem Typen einfach mal...des passt scho." Argh!! Die Auflösung dazu, wird dem Leser also als Tatsache vor die Füße geworfen, nach dem Motto: "Wenn ich das jetzt so sag', ist es auch so, basta!"
Wenn man diesen ganzen Unsinn weggelassen hätte, wäre das Buch dann zwar um die Hälfte dünner gewesen, der Thriller hätte jedoch im Gegenzug ordentlich Biss und Spannung gehabt, wenn schon kein völlig überraschendes Ende.

Fazit:
Mit diesem Teil hat mich Masterton ordentlich enttäuscht (von dem Blinzelpenis und dem überlangen Schamhaar bin ich immer noch leicht traumatisiert).
In einem blutigen Thriller brauche ich weder privates Mimimi und schon gar keine Erotik. Da will ich Spannung, Tempo, Blut und das alles in einer Story fern von 08/15.
Normalerweise wäre dies für mich ein Zeichen eine Reihe nicht mehr weiterzuverfolgen. Da ich jedoch weiß, dass Masterton auch anders kann, ich seinen plastischen, kopfkinoerzeugenden Schreibstil liebe und er auch immer viel Fantasie bei seinen Stories beweist, werde ich ihm für den 3. Teil dieser Reihe noch eine Chance geben. Schlimmer kann es ja eigentlich nicht mehr werden.

© Pink Anemone

  (5)
Tags: festa verlag, graham masterton, irische autoren, katie maguire-reihe, thriller-reihe   (5)
 

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57 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 7 Rezensionen

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Das Graveyard-Buch

Neil Gaiman ,
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Eichborn , 08.10.2015
ISBN 9783847905943
Genre: Comics

Rezension:

In einer finsteren Nacht ermordet ein Mann eine Familie in ihrem Haus. Nur das jüngste Kind kann bis zum Friedhof fliehen. Hier gehen gute Geister um, die den Waisenjungen prompt adoptieren. Sie taufen ihn Nobody und verbieten ihm, den Friedhof zu verlassen. Über die Jahre sind die Geister, ein Vampir und eine Werwölfin seine Lehrmeister. Sie bereiten ihn auf einen Kampf vor. Denn der Mörder seiner Eltern hatte es auf Nobody abgesehen, und der Junge schwebt nach wie vor in Lebensgefahr ....(Klappentext)

✞✞✞✞✞

"Das Messer hatte einen Griff aus poliertem schwarzem Knochen und eine Scheide,
die feiner und schärfer war als jede Rasierklinge.
Schnitt es jemanden, merkte der vielleicht gar nicht,
dass er verletzt war; nicht sofort.
Das Messer hatte beinahe alles erledigt, wozu es ins Haus gebracht worden war,
und Klinge und Griff waren feucht."
(S. 7 - Anfang)

Dieses Buch ist eine neue und illustrierte Adaption des Romans "Das Graveyard-Buch" von Neil Gaiman. Ich selbst kenne den Roman nicht, kann daher keinen Vergleich ziehen. Diese Graphic Novel konnte mich jedoch durchwegs begeistern.

In einer verhängnisvollen Nacht wird fast eine ganze Familie ermordet. Mutter, Vater und Tochter...nur der kleine Junge überlebte. Er tappte in seiner Abenteuerlust mitten in der Nacht aus dem Haus und gelangte so zum benachbarten Friedhof. Sehr zur Überraschung der dort lebenden Geister. Da der Junge immer noch in Gefahr schwebt vom Mörder seiner Familie entdeckt zu werden, nehmen sich die Geister seiner an - die Geister und Silas. Obwohl Silas kein Geist ist, ist er Ehrenbürger des Friedhofes. Silas ist weder tot noch lebendig und etwas Geheimnisvolles umgibt ihn. Obwohl die wirklich angesprochen wird was Silas ist, ist dem Leser von Anfang an klar, dass es sich bei ihm um einen Vampir handelt. Er erklärt sich selbst zum Vormund und Beschützer von dem Jungen, welcher nun den Namen "Nobody" trägt.
Mit Bod erlebt man allerhand Abenteuer. Man entdeckt ein uraltes Hügelgrab, das vom Indigomann und dem Sleer bewacht wird, man wird vom Herzog von Westminster, dem Erzbischof von Bath und Wells und dem ehrenwerten Archibald Fitzhugh entführt und macht dabei die Bekanntschaft vom 33. Präsidenten der Vereinigten Staaten und dem Schriftsteller Victor Hugo - übrigens alle nun Ghule. Man bekommt eine alte Schachtel als Aufpasserin aufs Auge gedrückt, die jedoch nicht das zu sein scheint was sie ist und begibt sich in Gefahr, weil man das Friedhofsgelände verlässt.
Doch die wirkliche Gefahr ist der Mörder seiner Familie, der noch immer auf der Suche nach Bod ist und immer näher kommt.

 

"Die tote Sonne ging unter, und zwei Monde stiegen auf.
Einer von ihnen hatte die gleiche blaugrüne Farbe wie verschimmelter Käse.
Das Ghulvolk hielt an und schlug ein Lager auf.
'Der berühmte Schriftsteller Victor Hugo' holte einen Sack mit Sargbrettern hervor,
und bald brannte ein Feuer."
(S. 92)

Jedes Kapitel wurde von einem anderen Illustrator gezeichnet. Alles Illustratoren, die dem ein oder anderen Comic-Liebhaber mit Sicherheit ein Begriff sind, da diese sich in der Szene schon einen Namen gemacht haben:

Kapitel 1 + Kapitel 8
Illustriert von Kevin Nowlan; Comicautor, Colorist und Illustrator aus Nebraska; bekannt durch diverse Marvel-Comics.

Kapitel 2 
Illustriert von P. Craig Russel - Comicautor, Künstler und Illustrator aus Ohio; bekannt durch z.B. "Sandman" und "American Gods" (beide ebenfalls gemeinsam mit Neil Gaiman), aber auch durch diverse Thriller

Kapitel 3
Illustriert von Tony Harris - amerikanischer Comic-Künstler, bekannt durch Comic-Serien, wie z.B.: "Iron Man", "Starman" und "Ex Machina".
Scott Hampton - US-amerikanischer Comiczeichner, bekannt durch Comic-Serien wie z.B.: "Batman", "Sandman" (gemeinsam m. Neil Gaiman) und "Star Trek".
Galen Showman - Illustrator von  Comics und Kinderbüchern; bekannt durch z.B.: "Renfield - A Tale of Madness".

Kapitel 5
Jill Thompson - US-amerikanische Comiczeichnerin, Autorin und Illustratorin; bekannt durch z.B.: ihre eigene Scary-Godmother-Serie und auch bei Nei Neil Gaimans "Sandman" hat sie mitgearbeitet.

Zwischenkapitel
Stephen B. Scott - Illustrator vieler Maverl-Comics

Kapitel 6
David Lafuente - Spanischer Illustrator (nun in London lebend), bekannt durch z.B.: "Sandman"

Kapitel 7
wurde wieder von Scott Hampton illustriert

Kapitel 8
wurde wieder von Galen Showman, gmeinsam mit Kevin Nowlan illustriert

Alle davon sind durchwegs gelungen und fangen die Story und auch deren Atmosphäre gekonnt ein. Ich persönlich, als Comic-Neuling, bin vor allem von den Illustrationen von Kevin Nowlan und Scott Hampton schwer begeistert. Galen Showman richtet sich sogar manchmal bei Zeichnungen von Grabsteinen über die Grabinschrift direkt an den Leser.

Dieser Comic besticht also nicht nur durch die spannende, fesselnde und auch witzige Story, sondern vor allem auch durch die Liebe zum Detail.
In der Mitte des Buches kommt es stellenweise zu ein paar langatmigen Stellen. Durch die stimmungsvollen Illustrationen werden diese jedoch abgeschwächt. Ich wäre neugierig, ob diese Längen auch beim Kinderbuch selbst bestehen und wie ausgeprägt diese darin sind.
Die Altersbeschränkung für diesen Comic lautet ab 16 Jahren. Dem kann ich nicht vollends zustimmen. Da die Story doch etwas Kindliches an sich hat, wäre es für mich schon ab 13/14 Jahren geeignet (ich habe mit 13 Jahren Stephen King gelesen und aus mir ist auch was geworden und zwar keine Psychopathin).

Die Ausgabe ist ein Hardcover in qualitativer Aufmachung. Ohne Schutzumschlag ist dieses Buch zwar schlicht, macht jedoch trotzdem eine gute Figur im Regal.


Fazit:
Mit "Das Graveyard-Buch" hält man eine wunderschöne und stimmungsvolle illustrierte Adaption des gleichnamigen Kinderbuches in den Händen. Eine Graphic Novel nicht nur für Kinder ab 13/14 Jahren (persönliche Altersempfehlung), sondern durchaus auch für Erwachsene, ergo eine tolle Gruselgeschichte für groß und klein.

© Pink Anemone (mit Bilder, Autoren-Info und Leseprobe)

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Tags: comic, eichborn verlag, graphic novel, neil gaiman   (4)
 

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Don Quixote

Rob Davis , Frank Neubauer
Fester Einband: 296 Seiten
Erschienen bei Egmont Comic Collection, 02.04.2015
ISBN 9783770455188
Genre: Comics

Rezension:

Don Quixote ist Weltliteratur. Jeder kennt den Ritter von der traurigen Gestalt und seinen Gefolgsmann Sancho Panza. Wer den Klassiker schon immer einmal lesen wollte, aufgrund des Seitenumfangs aber gezögert hat, der bekommt jetzt eine Alternative. Die Graphic Novel von Rob Davis hält sich eng an die Vorlage von Miguel de Cervantes. Kapitel für Kapitel wird die Geschichte des Adligen Alonso Quexana erzählt, der zu viele Ritterromane gelesen hat. Fortan nennt er sich Don Quixote de la Mancha. Auf seinem treuen Pferd Rosinante zieht er aus in ein witziges, sympathisches und verrücktes Abenteuer... (Klappentext)

♘♘♘♘♘

"Aus seinem verfallenen Verstand entwuchs die kurioseste Idee,
der je ein Narr anheimgefallen war.
Statt ein Buch zu schreiben, wie er es liebte,
würde er selbst zu einem werden."
(S. 11)

Don Quijote (Don Quixote in alter Schreibweise) ist ein Klassiker aus dem Jahr 1605 des Spaniers Miguel de Cervantes. Wie bei Klassikern üblich, gibt es bereits einige Adaptionen im Bereich Film und Fernsehen und als Kind sah ich mir immer wieder gerne die Zeichentrickserie aus den 80ern an (jessas, bei Filmen und Serien ist es wie mit Kindern - an ihnen merkt man wie alt man eigentlich schon ist).
Dies ist eine ganz neue Art der Klassiker-Adaption und zwar im Comic-Format und ich muss sagen, ich bin begeistert. Aber erstmal kurz zum Inhalt für diejenigen, die diesen Klassiker nicht kennen, bzw. eine kleine Auffrischung benötigen.

In Spanien, in einem Ort in La Mancha, lebt ein verarmter Edelmann namens Alonso Quexana und seine Leidenschaft waren Bücher über Ritter und deren Abenteuer. Er las von morgens bis abends und kämpfte so Seite an Seite mit ritterlichen Helden gegen Drachen, Riesen und Unholde. Durch dieses intensive Eintauchen in literarische Abenteuer lockerte sich eine Schraube in Alonsos Gehirn und er schnappte über. Er wollte nämlich nun selbst zu einem Ritter werden, Abenteuer erleben und gegen Drachen und Unholde kämpfen.
Gesagt, getan - er legte sich die verrostete Rüstung seines Großvaters an, schnappte sich den alten Gaul aus dem Stall, taufte diesen kurzerhand auf den Namen "Rosinante" um und er selbst nannte sich ab nun Don Quixote de La Mancha. Und so beginnen die Abenteuer von Alonso...öhm..ich meine natürlich Don Quixote.
In seinem Wahn wird diese Reise durch die Umgebung seines Heimatdorfes wirklich zu einem Abenteuer. Ein Wirtshaus ist in seinen Augen ein Schloß mit silbernen Turmspitzen, der Furz seines Pferdes wird zum Begrüßungshorn der Schloßritter, er lässt sich vom Wirt, in seinen Augen der Burgvogt, zum Ritter schlagen und legt sich schließlich auch einen Knappen namens Sancho Pansa zu, der natürlich nur ein kleiner einfältiger Bauer aus dem Dorf ist.
Auf seinen Abenteuern zeigt unser Don Quixote durchaus Mut und er stürzt sich nur allzu gerne in den Kampf. Natürlich bekommt er dabei auch immer wieder eins auf die Mütze, aber dadurch lässt sich ein Ritter natürlich nicht aufhalten, und so zieht dieses Gespann durch Spanien, um es vor dem Bösen zu retten.

">>Himmel, hilf! Ich hab's Euer Gnaden doch gesagt!
Herrje, es sind Windmühlen...
Das kann auch jeder sehen, der nicht selbst welche im Kopf hat!<<"
(S. 11)

In diesem Klassiker wird der Konflikt zwischen Realität und Ideal und das Spiel mit Illusionen hervorragend porträtiert und auf sehr unterhaltsame Weise an den Leser gebracht. Ob das Original auch so unterhaltsam ist kann ich leider nicht beurteilen, doch diese Comic-Ausgabe ist es definitiv.
Der Originial-Klassiker erschien in zwei Teilen, der 2. Teil erschien 10 Jahre nach dem 1. Teil. In dieser Comic-Adaption sind beide Teile enthalten.

Hier sind nicht nur die Abenteuer unseres Protagonisten Don Quixote skurril und witzig, sondern ebenso die Randfiguren, wie z.B. Sancho Pansa, eigentlich Bauer und mit einem wahren Mannweib verheiratet, wird durch Don Quixote zum Knappen befördert und glaubt am Ende selbst an all diese Abenteuer; ein Pfarrer, der sich in Frauenkleider schmeißt, um Don Quixote zu täuschen und ihn gemeinsam mit dem Barbier nach Hause zu holen, und viele mehr.

">>...natürlich gibt es Riesen, ich hab davon gelesen.
Steht es geschrieben, ist es auch wahr, oder nicht?<<"
(S. 123)

Die Sprache wurde leicht modernisiert und angepasst und dadurch sind die Dialoge zum Schreien komisch. Dies alles wird durch die stimmungsvollen Zeichnungen im Old-School-Stil bereichert, welche einem in die Geschichte eintauchen und zusätzlich schmunzeln lassen. Ein besonderes Schmankerl hat sich Rob David einfallen lassen, um den Klassiker zusätzlich unterhaltsamer zu machen. Er lässt nämlich den ursprünglichen Schriftsteller dieses Klassikers, Miguel de Cervantes, zu Wort kommen. Dies sorgt zusätzlich für witzige Unterhalten, denn dieser ist nicht immer mit allem einverstanden.

Fazit:
Gegenüber Klassiker-Adaptionen bin ich immer äußerst skeptisch, aber diese ließ mich wirklich begeistert zurück. Ich habe mich köstlich amüsiert und dieser Comic hat mich darin bestärkt, mich doch einmal über das Original zu trauen. Bei diesem hat mich bisher der Umfang ziemlich abgeschreckt. Wenn dieser jedoch auch nur halb so amüsant ist wie diese Comic-Adaption, ist er vermutlich spannender und leichter zu lesen als gedacht.
Mit diesem modernisierten Klassiker hält man also eine tolle illustrierte Adaption in den Händen, welche nicht nur durch die Story, sondern vor allem auch durch die Zeichnungen besticht.

© Pink Anemone (inkl. Bilder und Autoren-Info)


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Tags: britische autoren, comic, egmont verlag, graphic novel, klassiker-adaption, literaturklassiker, rob davis, spanische autoren   (8)
 

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Was Maisie wusste

Henry James , Gottfried Röckelein
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 22.06.2018
ISBN 9783423146395
Genre: Klassiker

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arkham, batman, comic, düster, falle, graphic novel, horror, irrenanstalt, joker, psychiatrie

Batman: Arkham Asylum

Grant Morrison , Dave McKean
Flexibler Einband
Erschienen bei Panini, 12.03.2009
ISBN 9783866078246
Genre: Comics

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chris king, englischsprachig, graphic novels, penny dreadful

Penny Dreadful - The Awakening

Chris King
E-Buch Text: 112 Seiten
Erschienen bei Titan, 13.09.2017
ISBN 9781785856426
Genre: Sonstiges

Rezension:

Set six months after the shocking events of the Penny Dreadful season three TV finale. In the void left behind by Vanessa's death, Ethan and Sir Malcolm must search for a new meaning in life. But the demimonde isn't done with them yet, as decisions from the past come screaming back to haunt them... (Klappentext)

☠☠☠☠☠

"It means life, death and rebirth. We are entering the realm of the dead."
(S. 6)

Als eingefleischter Fan der TV-Serie "Penny Dreadful", war ich mehr als nur enttäuscht als Jon Logan bekannt gab, dass die 3. Staffel gleichzeitig auch die letzte Staffel dieser Serie war. In gewisser Weise war das natürlich die richtige Entscheidung, denn ohne Miss Vanessa Ives wäre die Serie sowieso nicht mehr das gewesen was sie war. Dadurch wäre die Gefahr groß gewesen, dass sich eine Fortsetzung als Flop erweisen würde.

Wer die Fernsehserie noch nicht, bzw. nicht bis zum Ende der 3. Staffel gesehen hat, sollte nun aufhören zu lesen. Es ist möglich das ich spoilern muss.

In dieser Graphic Novel trifft man auf alte Bekannte wie Sir Malcolm, Mr. Chandler, Lily und natürlich den unvergesslichen Ferdinand Lyle, der auch hier wieder mit seinem Sarkasmus und schrägen Humor für schmunzelnde Unterhaltung sorgt.

"It's just a flesh wound. Not the first time my neck has been nibbled on.
Just not by someone with his flesh falling off."

Miss Hartdegen, die junge und unkonventionelle Thanatologin, hat hier nun auch eine Hauptrolle und auch auf Dr. Seward treffen wir wieder, welche sich dem "Wolfsproblem" von Mr. Chandler annimmt. Wer sich nun wundert und eventuell auch enttäuscht ist, dass hier keine Rede von Miss Vanessa Ives ist, tja - sie ist tot oder nicht? Ich würde sagen, lasst Euch überraschen, denn sie hat sehr wohl noch einen Auftritt, wenn auch gänzlich anders als man vermuten mag.
Diese ungewöhnliche Gruppe kämpft auch hier wieder gegen die Mächte der Unterwelt, welche die Weltherrschaft an sich reißen und die Menschheit auslöschen möchten. Diesmal ist ihr Gegner niemand geringeres als Luzifer höchstpersönlich.

Chris King, der Co-Executive Producer der Serie, entschloß sich also auf eine ganz andere Art die Serie weiterzuführen und zwar mittels dieser Graphic-Novel-Serie. Während in den Serien bereits die typischen Themen der Gothic Novels wie Dracula, Hexen und Frankenstein behandelt wurden, handelt es sich hier um eine Art Adaption der Geschichte "Die Mumie". Chris King blieb also seiner Linie treu und holte sich dafür namhafte Illustratoren ins Boot, die da wären:

Jesús Hervás: ein spanischer Illustratior, bekannt für z.B. "Hellraiser" und "Sons of Anarchy".
Die Illustrationen werden der Serie gerecht, indem hier keine neuen "Gesichter" erschaffen werden, sondern Hervás sich an denen der Serie orientiert und das erstaunlich treffend. Jason Wordie: ein kanadischer Comic-Künstler, der für die Farbgebung zuständig ist.
Dadurch erhält diese Graphic Novel den notwendigen und äußerst gelungenen atmosphärisch-düsteren Touch, der typisch für die Serie ist. Rob Steen: dieser ist selbst für mich Comic-Neuling ein Begriff. Er ist ein Veteran unter den Illustratoren und bekannt für z.B. "Warhammer 40.000" und "Jimmy's Bastards".

Gemeinsam erschufen sie eine gelungene Fortsetzung der beliebten Serie - genauso spannend, genauso düster und genauso atmosphärisch.

Am Ende bekommt man noch einen Einblick in die Entstehung der Fernsehserie und den Cast.

"You might not believe this, but 'Penny Dreadful', the extremely dark and teffifying drama,
was born on a bright, sunny day in 'The Happiest Place on Earth'."

Auch eine kleine Covergalerie ist enthalten.

Fazit:
Für Fans von der TV-Serie "Penny Dreadful" ist diese Graphic Novel-Serie nahezu ein Must-Read. Ich bin begeistert von dieser Art von Fortsetzung, wobei ich es doch schade finde, dass die Fernsehserie nicht in diesem Sinne auch fortgeführt wird. An Ideen scheint es ja immerhin von Seiten Chris King nicht zu mangeln. Ich bleibe dieser Reihe auf jeden Fall treu und freue mich schon darauf den 2. Teil zu lesen.

© Pink Anemone (mit Bildern und Autoren- und Illustratoren-Info)

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butterfly, corc, cormac, dennis frey, element, elemente, erde, fantasy, feuer, jugendbuch, jugendfantasy, luft, magi, magie, papierverzierer verlag

Fremdes Leben

Dennis Frey
E-Buch Text: 256 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 30.06.2016
ISBN 9783959622998
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Cormac Flynn entschließt sich, seinem Leben ein Ende zu setzen. Doch statt zu sterben, wird er von einem Fremden zurückversetzt, um seinem Leben eine bessere Richtung zu geben.
Als er in einem Versteck auf versiegelte Magie stößt und sie befreit, ändert sich alles, und für Cormac beginnt ein verzweifelter Kampf um das Gleichgewicht der Welt. Zu allem Übel, mischt sich auch noch der Fremde ein, der ihn ständig zu beobachten und mehr Gründe für sein Einmischen zu haben scheint, als er zugeben möchte...(Klappentext)

☯☯☯☯☯☯☯☯☯☯

"Manchmal ist das Schicksal bereit, dem Gefühl nachzugeben und dir einen Neuanfang zu gewähren,
doch manchmal nutzt es die Gelegenheit auch, um noch einmal kräftig nachzutreten."
(Kapitel 3 / Pos. 1054)

Stellt Euch vor, Ihr könntet Euer Leben nochmals leben, die Weichen der Eisenbahn des Lebens neu stellen und einen anderen, einen besseren Weg einschlagen. Nochmals 15 sein, nochmals in die Schule gehen, neue Entscheidungen treffen und mit anderen Freunden abhängen.
Wer denkt nicht hin und wieder zurück und wünscht sich, man hätte so manches anders gemacht. "Hätt' i, tät' i, war i", wie wir Österreicher dazu sagen würden, oder im Deutschen: "Hätte, hätte, Fahrradkette".
Würdet Ihr diese Möglichkeit als Fluch oder Segen ansehen?

Diese Entscheidung wird Cormac Flynn abgenommen. In einem Moment stürzt er sich in suizidaler Absicht über die Klippen, im nächsten liegt er mit Fieber in seinem Kinderzimmer und ist wieder 15. Ermöglicht wurde ihm dies von einer mysteriösen Gestalt, die er spontan "Mephisto" nennt. Doch so toll und einfach ist dieses ganze Unterfangen, sein Leben neu zu leben ganz und gar nicht. Noch immer bringt er bei Mädchen keinen Ton raus, noch immer ist er der Fußabtreter für die Schulrowdies und noch immer, oder besser gesagt schon wieder, ist er ein fauler Sack. Zudem taucht, wie aus dem Nichts, ständig dieser Mephisto auf, der ihn immerzu Feuer unterm HIntern macht und ihn daran erinnert etwas aus seinem Leben zu machen und ihn auch immer wieder ins Leben zurückholt, wenn er, aus welchem Grund auch immer, wieder einmal gestorben ist. Bis er in eine Welt voller Magie "wiedergeboren" wird und diese Welt ist alles andere als schön.
Doch was bezweckt dieses Wesen ohne Augen wirklich?

Mit diesem Buch hält man einen tollen und vor allem spannenden Urban-Fantasy in den Händen. Dieser lebt hier vor allem von seinen Charakteren und deren Entwicklung.
Da hätten wir Mephisto, eine mysteriöse Gestalt die Cormic immer wieder nach dem Tod zurückholt und alles auf Anfang setzt. Man vertraut ihm nicht wirklich und doch hat er etwas Sympathisches an sich. Dies liegt vor allem an seiner coolen Art und seinem schwarzen Humor. Er ist quasi ein Schlitzohr, welches man trotzdem irgendwie mag.

">>Ich will dich gar nicht lange aufhalten, Cormac.
Aber es ist Frühling, du besitzt eine Jacke gegen den frischen Wind
und ich kann wirklich nicht in Worte fassen, wie langweilig es ist, deine Stubenhockerei zu beobachten.
Ich habe dir dieses Leben gegeben, damit du etwas damit anfängst.<<"
(Kapitel 2 / Pos. 370)

Cormic macht hier die größte Entwicklung durch. Ist er Anfangs noch ein schüchterner Junge, der absolut nicht in die Puschen kommt und sein Glück an sich vorbeiziehen lässt, so entwickelt er sich im Verlauf der Story gehörig weiter. Mit jedem neuen Leben wird er selbstbewusster, nimmt sein Leben selbst in die Hand und verändert so den Lauf seiner eigenen Lebensgeschichte.
Vom Loser zum Helden.

Die Magie selbst kommt erst später ins Spiel, denn mit jedem Ableben und neuerlichem Reborn, befindet sich Cormic zwar in seiner Welt, aber doch ist sie jedes Mal irgendwie anders. Zum Einen verhalten sich die Nebencharaktere anders und zum Anderen wird sie durch Cormic selbst beeinflusst.
Als er in einem Leben elementare Magie entfesselt und dabei, wieder einmal, draufgeht, hat er damit das Gleichgewicht der Welt zerstört...und ab dem Zeitpunkt beginnt die Story erst so richtig.

"Manchmal kommt man an einen Punkt, an dem eine einzige Erkenntnis wirkt, wie das Herausziehen der untersten Karten aus einem Kartenhaus.
All die kleinen Lügen, die man um sich herum gebaut hat, um sich einzureden, das alles gar nicht so schlimm sei,
fallen nacheinander in sich zusammen und man weiß, dass es an der Zeit ist, etwas zu tun."
(Kapitel 4 / Pos. 1694)

Der Schreibstil ist klar und flüssig, Die Erzählweise packend und die Charaktere hervorragend gezeichnet.
Die Story nimmt zunehmend immer mehr an Spannung und Tempo zu, vor allem ab dem Punkt, an dem die Magie Einzug hält. Bis dahin dauert es jedoch. 1-2 Tode, bzw. Leben, weniger, wären hier eventuell nicht verkehrt gewesen.

Was mich ebenso beeindruckte, waren die Themen die in diesem Urban-Fantasy behandelt werden, die da z.B. wären: Cliquenbildung, Ausgrenzung, Mobbing, Trauma, Courage, Schuld und Hoffnungslosigkeit. Zugleich enthält die Geschichte aber auch eine ganz wichtige Message, nicht nur für betroffene Jugendliche.

Der schwierigste Weg führt oft zum schönsten Ziel. Geht hinaus, kämpft und findet diesen Weg.

Fazit:
Ein toller Urban-Fantasy für Jugendliche ab 12 Jahren. Unheimlich spannend und mit unglaublich viel Message.
Ein Debüt, dass sich sehen lassen kann und den Autor auf meinem Radar bleiben lässt.
Und vergesst nie:

Man kann jedes Leben führen, das man führen möchte. Man muss sich nur entscheiden, wie es aussehen soll!

© Pink Anemone (mit Leseprobe und Autoren-Info)

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Tags: ab 12j., dennis frey, jugendfantasy, papierverzierer verlag, urban fanstay   (5)
 

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Drecksspiel

Martin Krist
Flexibler Einband: 348 Seiten
Erschienen bei epubli, 01.03.2018
ISBN 9783746704265
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

David Gross, ehemaliger Polizist und nun als Problemlöser für einen Anwalt tätig, ermittelt im Fall einer entführten Tochter aus gutem Hause. Doch es ist nicht alles Gold, was glänzt. Denn Berlin wartet mit finsteren Ecken, zwielichtigen Typen, bösen Gedanken und blutigen Taten....(Klappentext)

♟♟♟♟♟

"Caro sieht dem Tod in die Augen.
Der Anblick ist kaum zu ertragen,
doch kräftige Hände umfangen ihren Kopf wie ein Schraubstock
und zwingen ihren Blick direkt in die Augen der verzweifelten Frau,
aus deren aufgeschlitzter Kehle das Blut spritzt."
(S. 2 - Anfang)

Dies ist der Auftakt für die David Cross-Reihe, der es wirklich in sich hat.

Der Autor fackelt hier nicht lange. Bereits auf der ersten Seite spritzt das Blut und ab diesem Zeitpunkt befindet man sich in einem Thriller der sich gewaschen hat.
Man begleitet abwechselnd verschiedene Figuren und Handlungsstränge, welche scheinbar nichts miteinander zu tun haben.

David Cross: Privatdetektiv für einen Anwalt, der die ganz Großen vertritt. Sein derzeitiger Auftrag ist die Tochter eines großen Firmenmoguls zu finden, welche spurlos verschwunden ist

Hannah: welche mit ihrem Mann und ihrem gemeinsamen Baby endlich mal wieder in einem Ferienhaus entspannen will, findet sich in diesem gefesselt auf einem Stuhl wieder

Toni: Ermittler bei der Mordkommission, bei dem die Kacke ordentlich am dampfen ist. Koks, Nutten und Geschäfte mit dem Paten von Berlin sind sein Alltag. Seine Stammprostituierte wird nach einem gemeinsamen Streit abgeschlachtet im Bordell aufgefunden. Nun muss Toni zusehen, wie er sich aus dieser Misere herauswinden kann und vor allem den Täter finden kann, bevor seine Kollegen Spuren finden, die zu ihm führen könnten.

Im Verlauf kommen vereinzelt noch weitere Handlungsstränge und Perspektiven hinzu.

Langweilig wird es hier also definitiv nicht und mit jeder Seite steigt die Spannung und die Frage, wie das alles zusammenhängen könnte und wie der Autor dies stimmig miteinander verweben will.
Im Zuge der Story nähern sich diese Handlungsstränge langsam aneinander an, beginnen sich teils zu überschneiden, um sich am Ende zu einem stimmigen Ganzen zu verbinden.
Die Auflösung selbst ist durchaus überraschend, mich konnte jedoch vor allem das Ende begeistern, welches kein Happy End im eigentlichen Sinne beinhaltet, sondern genauso rau und direkt wie die Story selbst ist. Dafür endet es mit einem verdammt fiesen Cliffhanger *g*.

"Sie kämpfte gegen den Schmerz und die Panik, die sie zu überwältigen drohte.
Schnaufend atmete sie durch, schluckte noch einmal. Und noch einmal.
Immer wieder, bis sie gleichmäßig durch die Nase Luft holen konnte.
Sie blinzelte den Schweiß aus den Augen.
Eine Gestalt schob sich in ihr Blickfeld."
(S. 41)

Ich habe aber bezüglich der verschiedenen Handlungsstränge auch etwas zu bemängeln. Diese sind gleichzeitig die Stärke, aber leider auch die Schwäche dieses Thrillers.
Die Schwäche liegt, für mich persönlich, am sehr raschen Wechsel zwischen der verschiedenen Perspektiven und Handlungen. Jeder Strang dauert gerade mal zwei kurze Seiten, oder weniger. Kaum ist man im Geschehen, wird man schon wieder in ein anderes geschleudert. Aufgrund dessen konnte ich mich nie vollends auf einen Charakter einlassen, in keine Handlung so richtig eintauchen.
Gegen Ende, als sich die verschiedenen Handlungen beginnen zu überschneiden, fand ich diesen rasanten Wechsel wiederum durchaus angebracht und gelungen, da dadurch zusätzlich Spannung und Tempo erzeugt wurden. Ich hatte das Gefühl, wie in einem Actionfilm, von einer Szene zur nächsten zu springen, bis die Story mit einem Showdown endete. Diese rasanten Sprünge den ganzen Thriller hindurch fand ich jedoch etwas störend und manchmal sogar nervig. Das Positive an den vielen Szenarien ist aber, dass es keineswegs verwirrend ist und jeder Handlungsstrang mit einem genialen Cliffhanger endet. Außerdem wurden dadurch, wie schon erwähnt, permanent Spannung und Tempo erzeugt, welche während der ganzen Story beibehalten wurden. Paar Seiten mehr wären jedoch nicht ganz verkehrt gewesen und hätten den selben Effekt erzielt.

Der Thriller ist nur bedingt für schwache Nerven und sensible Mägen geeignet, denn hier spritzt das Blut und es wird gefoltert und gesäbelt. Der flüssige und äußerst bildhafte Schreibstil sorgt zusätzlich für blutiges Kopfkino und das Setting wird ebenso atmosphärisch eingefangen.
Auch die Charaktere agieren für ihre Verhältnisse authentisch. Man muss bei Martin Krist aber darauf achten in keine Falle zu tappen, denn hier sind die bösen Buben zwar durchwegs böse, jedoch nicht nur und nicht jeder Gute nur gut. Hier spielt wirklich jeder sein eigenen Drecksspiel und das fern von 08/15.

"David verbarg sich in der Menschenmenge, die wie eine Welle dem Ausgang entgegenschwappte.
Ein zahnloser Zottelbart bettelte um gültige Tickets.
Draußen auf der Straße brodelte der Verkehr.
Benzingeruch hin in der heißen Luft.
(S. 158)

Fazit:
Bis auf das rasche Herumspringen zwischen den Handlungssträngen wie ein Jo-Jo, ist das ein 1A Thriller, der sich fern von 08/15 bewegt und es herrlich blutig und brutal zugeht.
Spannung und Tempo sind permanent vorhanden und man schafft es nicht, diesen Thriller vor Ende aus der Hand zu legen. Dieser Thriller hat es also definitiv in sich und ließ mein Thrillerherz höher schlagen.

© Pink Anemone (inkl. Bilder, Leseprobe, Personenregister, Steckbrief von David Cross und Autoren-Info)

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irland, kochbuch, teneues-verlag, united kingdom

Irische Landküche


Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei teNeues Media, 09.08.2016
ISBN 9783832734237
Genre: Sachbücher

Rezension:

Kulinarische Einblicke in eine der ursprünglichsten Regionen Irlands. Mit lokalen Produkten hochwertig und gesund kochen. Ein Leckerbissen für Gaumen und Augen. In Zeiten hochverarbeiteter Lebensmittel und steigender Unverträglichkeiten erfreuen sich regional und biologisch angebaute Nahrungsmittel und gesundes Essen einer immer größeren Beliebtheit. An diesem Punkt setzt Was das Land uns schenkt Rezepte aus Irland an. Das irische Connemara zählt zu den natürlichsten Regionen des Landes, Oscar Wilde bezeichnete es einst als eine wilde Schönheit . Mit seinen schroffen Hügeln, malerischen Heide- und Moorgebieten und zerklüfteten Küsten im Westen ist es landschaftlich so abwechslungsreich wie beeindruckend. Hier ist es noch möglich, im Einklang mit der Natur zu leben und die natürlichen Ressourcen und landwirtschaftlichen Erzeugnisse, die das Land bietet, zu nutzen. Dieser Band besucht das Screebe House, ein historisches Anwesen im Westen Irlands, das für seine Gastfreundlichkeit, seinen Komfort und die feine Küche bekannt ist, und zeigt, wie man mit lokalen Produkten und etwas Kochtalent qualitativ hervorragende Gerichte kreieren kann. Neben Klassikern wie dem Full Irish Breakfast und Nachmittags-Scones enthält er auch Muscheln aller Art, Lammkarree oder eine irische Käsekunde. Wunderschöne Landschaftsaufnahmen der Region runden das Buch perfekt ab und nehmen uns mit auf eine Traumreise an die irische Westküste....(Klappentext)

☘☘☘☘☘

"In der sogenannten Slow-Food-Bewegung wird ein Gedanke aufgegriffen,
der der armen Bevölkerung im Westen Irlands durch ihre tägliche Lebenssituation eingegeben war:
Bewahrung des traditionellen Lebensmittelhandwerks, Rückbesinnung auf regionale Produkte,
artgerechte Tierhaltung und die Erhaltung einer großen Geschmacksvielfalt."
(S. 3)

Mit diesem ungewöhnlichen Kochbuch reist der Leser an Connemaras Küste im Westen Irlands. Sieben Tage mietet man sich im Screeb House ein und lernt auf diese Weise Land, Leute und vor allem die Küche kennen.

Fischfang, Jagd und Gemüseanbau haben in Irland einen großen Stellenwert, dementsprechend gestalten sich auch die Rezepte, die vielfältiger nicht sein könnten, wie z.B.:

Venusmuscheln in Weisswein-Sahne-Sauce Roastbeef an Estragon-Rotwein-Sauce Hirschragout Full Irish Breakfast Eingelegtes Gemüse Irish Coffee Irischer Apfelkuchen Apfelcrumble, etc.
Das Buch enthält eine bunte Mischung aus aufwendigen und einfachen Rezepten, von deftigen bis himmlisch leichten, traditionellen, sowie neu interpretierten Gerichten, von pikant bis süß. Es ist für jeden Geschmack etwas dabei. Ich habe bereits ein paar Rezepte nachgekocht und war bisher von jedem einzelnen begeistert.
Die Zutaten sind im Großen und Ganzen leicht erhältlich (bis auf bestimmte Meeresfrüchte und Fischarten) und die Zubereitung ist gut und einfach beschrieben. Zusätzlich erhält man nützliche und interessante Tips für die Küchenpraxis, wie z.B.: wie man Fische entschuppt und ausnimmt, über typisch irische Käsespezialitäten oder Informationen zu Garnelen, Austern und Seeigel.

Das Besondere an diesem Buch ist, dass es eine Mischung aus einem Kochbuch und Bildband ist. Hier werden nicht nur die Rezepte schön in Szene gesetzt, sodass einem schon beim bloßen Durchblättern das Wasser im Mund zusammenläuft und der Magen zu grummeln beginnt. Auch Bilder von Land und Leuten sind darin enthalten, viele davon mit kurzer Information dazu.

"In kaum einer anderen Region Irlands zeigt sich die Landschaft der grünen Insel so kontrastreich wie in Connemara:
weitläufige grüne Täler wechseln sich ab mit Moorlandschaften und einer zerklüfteten Küstenlandschaft mit vielen kleinen Halbinseln."
(S. 69)

Die Aufmachung und Verarbeitung ist zudem qualitativ hochwertig und lädt zum Schmökern ein und das immer und immer wieder.

Fazit:
Eine wunderschöne und stimmungsvolle Mischung aus Kochbuch und Bildband und somit ein Buch zum Kochen, Träumen und Genießen. Ich bin noch immer ganz hin und weg und werde mit Sicherheit noch viele Rezepte ausprobieren und/oder nochmals nachkochen.
Wer Irland und dessen Küche mag, wird dieses Buch lieben.

© Pink Anemone (mit vielen Bildern und zwei nachgekochten Rezepten)


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Tags: irland, kochbuch, teneues-verlag, united kingdom   (4)
 

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Timmy Quinn - Der Schildkrötenjunge & Die Häute

Kealan Patrick Burke , Martin Weber
Buch: 280 Seiten
Erschienen bei Voodoo Press, 30.10.2015
ISBN 9783902802736
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Dies ist der erste Teil der "Timmy Quinn"-Reihe und enthält sogleich zwei Kurzgeschichten: "Der Schildkrötenjunge" & "Die Häute"

Dieses Buch beginnt mit einer interessanter und ebenso lesenswerten Einleitung von Norman Partridge (Autor von "Die Dunkle Saat) über den Werdegang von Kealan Patrick Burke und allgemein über das Horror-Genre. Dieses Vorwort dürfte sicherlich nicht nur für Leser, sondern auch für Autoren interessant sein, denn Burke hat wirklich Mut an den Tag gelegt, um sich als bekannter Autor zu etablieren.

✹✹✹✹✹

"Der Schildkrötenjunge"

Ein wohliger Gruselroman für den Sommer

1979, Delaware, Ohio, Sommerferien. Timmy Quinn und sein bester Freund Pete Marshall treffen am Myers-Teich auf einen seltsamen Jungen namens Darryl. Als sie ihren Eltern von dieser Begegnung erzählen, treten sie damit etwas in Gang, das seinen Ursprung in einer schrecklichen, bösartigen und brutalen Vergangenheit hat – und das Timmy Quinns Leben fort an verändern wird....(Klappentext)

"Es war ein erfreulicher Anblick, während sich die beiden ihren Weg durch das Gras kämpften,
das in ihrer Abwesenheit kräftig in die Höhe geschossen war.
Der Junge, der bereits am Wasser saß, war hingegen alles andere als ein erfreulicher Anblick.
(S. 23)

Sommer, zwei Jungs und unheimliche Geschehnisse sind von der Thematik her im Bereich des Horror-Genre nichts Neues, in gewisser Weise sogar klassisch amerikanisch.
Es erinnerte mich anfangs in gewisser Weise an die Novelle von Stephen King "Die Leiche" (Film: "Stand by me") und "Der Schildkrötenjunge" enthält auch durchaus Züge eines Coming of Age-Romans. Es werden Themen wie die erste kleine Liebe, Mißhandlung, Angst, Mut und Tod behandelt. Hier kommt aber noch die Konfrontation mit dem Übernatürlichen hinzu und das hat es ganz schön in sich.

Erzählt wird aus der Sicht des 11-jährigen Timmy. Dabei wird die kindliche Sicht und Wahrnehmung vom Autor hervorragend eingefangen.
Der Schreibsil ist flüssig und die Erzählweise bildhaft und atmosphärisch. Man spürt die Sommerhitze auf der Haut, riecht den Sommerregen und hört den Wind um die Ohren sausen. Für Kopfkino ist hier also gesorgt und daher stellt sich auch nach nur wenigen Seiten der Gruseleffekt mit Gänsehaut ein, der bis zum Ende hin anhält.
Diese unheimlich und düstere Atmosphäre steigert sich im Verlauf der Story zunehmend - bis sich die Ereignisse überschlagen und es zu einem schaurigen Showdown kommt.

"Blitze zuckten, gefräßiger Donner im Schlepptau, das Zischen des Regens wie eine zornige Schlange,
die darum kämpfte, durch die Türspalten ins Haus zu gelangen.
Es war die Art von Wetter, bei der schlimme Dinge geschahen...."
(S. 61)

✹✹✹✹✹

"Die Häute"

Aus kindlichem Schauder wird erwachsener Grusel

Sieben Jahre sind seit den Ereignissen am Myers-Teich vergangen. Timmy Quinn ist auf der Suche nach einem Ort des Friedens, und das führt ihn zu seiner trauernden Großmutter in eine kleine Hafenstadt an der Südküste Irlands. Doch schnell verwandelt sich der Hafen in einen Käfig, in dessen Grundfesten sich die Toten in einer alten zerfallenden Fabrik versammeln.
Um sein Leben und das derer, die er liebt, zu beschützen, muss Timmy Quinn einen Schritt hinter den Vorhang treten, in das Reich der Toten, um dort noch etwas viel grauenhafteres zu entdecken – eine riesige Gruppe, bekannt als 'Die Häute'....(Klappentext)

"Doch die Wahrheit war, dass er nichts fühlte. Rein gar nichts.
Wenn die Toten erschienen, war's das, nichts sonst passierte.
Nur einige ruhelose tote Leute, die hinter
dem Vorhang hervortraten,
wie es ein verstorbener Junge namens Darryl Gaines einst genannt hatte,
kurz bevor er demonstrierte, warum sie zurückkehrten."
(S. 118)

Während "Der Schildkrötenjunge" in Ohio, USA angesiedelt ist, befindet sich das Setting von "Die Häute" in Dungarven. Dies ist eine kleine Hafenstadt im Süden Irlands und ist der Heimatort des Autors. Inzwischen ist Timmy 17 Jahre alt und hat sich mit der Gabe mit Toten sprechen zu können abgefunden, mehr oder weniger.

Der Schreib- und Erzählstil sind, wie im vorherigen Teil auch schon, sehr visuell und atmosphärisch und doch unterscheiden sie sich voneinander. Der Autor hat die Erzählweise nämlich gekonnt an das Alter von Timmy angepasst und dadurch wirkt alles viel erwachsener. Vor allem auch in Bezug auf die Schauder- und Grusel-Effekte. Es ist hier alles viel beklemmender, düsterer, die Geister bösartiger, sehr viel präsenter und um einiges hässlicher. Auch die Spannung wird nochmals um einen Tick erhöht.

"Ihre Augen wiesen nur mehr einen kleinen Rest von Augäpfeln auf.
Zerfranste Höhlenränder umschlossen murmelartige weiße Kugeln.
Unter ihrem rechten Wangenknochen befand sich ein klaffendes Loch, das groß genug war, um eine perverse Karikatur aus ihrem Mund zu machen."
(S. 173)

Die Story ist zwar abgeschlossen, aber es wird vom Autor ein kleiner unheimlicher Cliffhanger eingebaut, der dazu führt, dass man am liebsten mit dem zweiten Buch direkt weiterlesen möchte.

✹✹✹

Fazit:
Mit diesem Buch habe ich für mich eine neue Lieblings-Grusel-Horror-Reihe entdeckt.
Es bescherte mir schauderhafte Stunden und ich konnte das Buch nicht aus den Händen legen.
Mich konnte vor allem die Entwicklung des Protagonisten und mit ihm die des Grusel und Horrors begeistern -> vom Teenie-Schauder-Roman zu einem Grusel-Roman für Erwachsene. Das muss man erstmal als Autor hinbekommen. Was ich so von anderen Lesern gehört habe, steigert sich dies mit jedem Teil dieser Reihe. Wohooo, dann freue ich mich schon auf die nächsten zwei Teile.

© Pink Anemone (mit Bilder und Autoren-Info)

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Tags: horror-reihe, irische autoren, kealan patrick burke, voodoopress-verlag   (4)
 

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929 Bibliotheken, 8 Leser, 5 Gruppen, 78 Rezensionen

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Skulduggery Pleasant - Der Gentleman mit der Feuerhand

Derek Landy , Ursula Höfker
Flexibler Einband: 343 Seiten
Erschienen bei Loewe, 01.02.2011
ISBN 9783785572689
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Er ist kein gewöhnlicher Detektiv.Er ist Zauberer und Meister der kleinen schmutzigen Tricks, und wenn die Umstände es erfordern, nimmt er es mit dem Gesetz nicht so genau.Er ist ein echter Gentleman.Und. er ist ein Skelett.Als Stephanie Skulduggery Pleasant das erste Mal sieht, ahnt sie noch nicht, dass sie ausgerechnet mit ihm eines ihrer größten Abenteuer erleben wird. Denn um den mysteriösen Tod ihres Onkels aufzuklären, muss sie Skulduggery in eine Welt voller Magie begleiten – eine Welt, in der mächtige Zauberer gegeneinander kämpfen, Legenden plötzlich zum Leben erwachen und in der das Böse schon auf Stephanie wartet...(Klappentext)

☠☠☠☠☠☠☠☠

"Ihr ganzes Leben lang hatte sie sich nach etwas gesehnt, nach etwas, das sie aus ihrem eintönigen Leben hinauskatapultierte.
Doch jetzt, wo es so aussah, als könnte genau das passieren, hatte sie keinen Schimmer, wie sie sich verhalten sollte."
(S. 49)

Stephanie ist ein intelligentes 12-jähriges Mädchen - willensstark, scharfzüngig und kann Dummköpfe nicht ausstehen, außerdem ist sie ein Bücherwurm und meistens lieber alleine. Da ihr Onkel diese Charakterzüge mit ihr teilte und auch sonst ein etwas komischer Kauz war, ist sie besonders traurig, als er unerwartet verstarb. Zu ihrer Überraschung vermacht er ihr seine Villa, sein Vermögen und anscheinend auch den ein oder anderen schrägen Freund. Mit dem Tod ihres Onkels tritt nämlich Skulduggery Pleasant in ihr Leben und was ist bitte schön schräger als ein Skelett, das gleichzeitig Detektiv und Magier ist?
Ab diesem Zeitpunkt tritt Stephanie in die Welt der Magie ein - gemeinsam mit dem coolen Skelett-Detektiv, der ein enorm großes Ego hat und es manchmal mit dem Gesetz nicht allzu genau nimmt. In der Welt der Magie brodelt es gewaltig, denn ein Krieg zwischen Alchemisten und Zauberern steht kurz bevor. Der Tod ihres Onkels scheint der Auslöser zu sein und es besteht der Verdacht, dass er auf gar nicht so natürliche Weise verstarb wie alle denken.
Und somit beginnen die Abenteuer von Stephanie und Skulduggery....(persönliche Inhaltsangabe)

Ich war noch nie, oder zumindest schon sehr lange nicht mehr, von einem Kinderbuch so begeistert und gefesselt wie von diesem hier.
Hier geben sich die skurrilen Figuren die Klinke in die Hand und dabei begegnet man Guten, Bösen und auch einer Mischung aus beidem. Alle Charaktere sind jedoch durchwegs liebevoll und gut gezeichnet. Zudem entwickeln sich hier die Charaktere im Verlauf der Geschichte weiter - Stephanie wird selbstbewusster und mutiger, Skulduggery...nun ja, ein kleines bisschen verantwortungsbewusster.
Auch die Dialoge, vor allem diejenigen zwischen Stephanie und Skulduggery haben es in sich. Diese sind witzig und lassen einen schmunzeln, manchmal sogar laut lachen. Dies lockert die Story auf und man lernt die Charaktere auch auf diese Weise kennen und lieben.

">>Um ganz ehrlich zu sein - was du da siehst, ist nicht einmal MEIN Kopf.<<
>>Was?<<
>>Es ist nicht mein eigener. Sie sind abgehauen mit meinem.
Den hier habe ich beim Poker gewonnen.<<"
(S. 54)

Mir hat es vor allem der herrlich skurrile und ebenso clevere Skulduggery angetan, der es faustdick hinter den Ohren hat und gleichzeitig so liebenswert ist. Auch Stephanie konnte mich sofort von sich einnehmen - eine kleine Außenseiterin, die alles andere als auf den Kopf gefallen ist und sich den trockenen Humor mit Skulduggery teilt.
Man stürzt mit beiden in ein Abenteuer voller Magie und Zauber, lernt Schritt für Schritt diese neue Welt kennen und versucht dabei die Welt vor dem Bösen zu retten. Dies erfolgt auf eine so bildhafte Art und Weise, sodass herrliches Kopfkino entsteht und man aus dieser Welt überhaupt nicht mehr auftauchen möchte. Diese Geschichte ist nämlich mit unglaublich vielen liebevollen Details geschmückt, welche nicht nur die Charaktere betreffen.
Zudem enthält die Story Spannung und Action - man begegnet Alchimisten, Zauberern, Vampiren, Papiermännern und vielen mehr.

"Sie spürte Skulduggerys Hand auf ihrer Schulter.
Er zog sie ein Stück zurück, sehr vorsichtig, und genau einen Augenblick, bevor der Vampir herüberschaute.
Der ging nun in die andere Richtung weiter, entfernte sich auf der Suche nach Beute."
(S. 161)

Bei einem Kinderbuch besteht natürlich auch immer die Frage, was für eine Moral dahintersteckt. Nun, zum Einen ist Loyalität und Zusammenhalt ein großes Thema. Zudem ist es hier okay und sogar toll anders zu sein und wichtig ist hier auch seine eigene Meinung zu haben und diese auch zu vertreten.
Vor allem aber ist es herrlich spannend und unglaublich witzig dieses Buch zu lesen und was gibt es Schöneres, als wenn ein Kind mittels Buch in eine tolle Fantasiewelt reist, dort Abenteuer erlebt und somit die normale Welt ein bisschen ausblenden kann?

Fazit:
Dieses Buch ist der Auftakt der berühmt-berüchtigten Skulduggery-Reihe und nun kann ich die Begeisterung vieler junger und erwachsener Leser auch nachvollziehen. Es ist nämlich ein absolut spannendes Kinderbuch mit liebevollen Details, skurrilen Figuren und viel Humor. Ich tauchte mit Neugierde und Spannung in diese Welt ein und erst am Ende wieder daraus auf und das äußerst ungern.
Stephanie und Skulduggery haben nun einen Fan mehr! Ich freue mich jetzt schon den 2. Teil dieser Reihe zu lesen, um mit den beiden wieder in eine Welt voller Magie und Witz abtauchen zu können.

© Pink Anemone (inkl. Leseprobe, Buchtrailer, Anführung der Zwischenbände, Autoren-Info)  

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Tags: ab 10-12 jahren, derek landy, kinderbuch-reihe, loewe verlag, skulduggery pleasant-reihe   (5)
 

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Mörderische Teatime

Ivy Paul
Flexibler Einband: 246 Seiten
Erschienen bei Dryas Verlag, 20.02.2018
ISBN 9783940258830
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Anne Cleary, Moderatorin der berühmten Vorabendshow „Teatime with Annie“, wird bei der Vorbereitung der Dreharbeiten im B&B „Tae agus Ceapaire“ ermordet. Am Abend zuvor hatte sie sich mit ihrer Jugendfreundin Mae Pennywether gestritten, worauf diese ihr wutentbrannt einen qualvollen Tod gewünscht hatte. Mae gerät daher unter Tatverdacht und beginnt zu ermitteln, um den wahren Täter zu finden.
Als kurz darauf jemand versucht, Annes Co-Moderator zu vergiften, verdichten sich die Hinweise, dass die Tearoom-Besitzerin Clarissa Nelson nicht nur Gelegenheit, sondern auch Motive für beide Verbrechen hatte. Schließlich kannte auch sie Anne aus Jugendtagen und war von ihr für eine Karriere beim Fernsehen aufs Übelste im Stich gelassen worden.
Doch wie soll Mae Clarissas und ihre eigene Unschuld beweisen?...(Klappentext)

☘☘☘☘☘☘☘☘☘☘

"Der Täter hatte sicher einen guten Grund gehabt, die alte Gewitterziege zu ermorden.
Streng rief sie sich zur Ordnung.
Was auch immer Anne getan hatte, sie hatte es nicht verdient, so zu sterben."
(S. 72)

Dies ist der 2. Teil der Mae Pennywether-Reihe, dieser kann jedoch ohne Vorkenntnisse zum 1. Teil "Der Tote im Whiskey-Fass" gelesen werden. Ich persönlich kenne den 1. Teil nicht und hatte keinerlei Probleme der Handlung zu folgen.

Mae Pennywether, ehemals als Ethnologin durch die Welt gereist und nun Bestseller-Autorin Irlands. Sie ist eine ältliche Dame die schon alles gesehen und erlebt hat, wie ein Whiskey-Kutscher fluchen kann und mit ihrem Leben im beschaulichen irischen Dörfchen Badger's Burrow mehr als zufrieden ist.
Diese Ruhe und Zufriedenheit wird durch ein vom Verlag organisiertes Interview gestört, welches ausgerechnet von dieser Kuh Anne Cleary geführt werden soll. Auf diese ist Mae nämlich alles andere als gut zu sprechen. Ebenso ergeht es auch Clarissa Nelson, eine alte Freundin von Mae, in deren Tearoom das Interview stattfinden soll. Einst waren diese Frauen Jugendfreundinnen, doch nach einem Verrat seitens Anne in diesen Jugendtagen, verbindet sie nur noch Wut und Hass miteinander.
Mit den Jahren ist Anne nicht wirklich netter geworden, rührt in alten Wunden und bringt Mae dazu ihr den Tod an den Hals zu wünschen. Dieser Wunsch geht schneller in Erfüllung als gedacht. Anne wird ermordet und Mae zur Hauptverdächtigen. Die resolute Dame lässt das natürlich nicht auf sich sitzen und ermittelt auf eigene Faust - sehr zum Missfallen von Detective Inspector Andrew O'Malley...(persönliche Inhaltsangabe)

">>Granny Mae geht auf Mörderjagd, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.
Du musst etwas unternehmen!<<"
(S. 47)

Dieser Cosy-Krimi lebt vom gemütlichen irischen Ambiente und seinen Charakteren. Diese sind gut skizziert und vor allem Mae Pennywether mit ihrer dickköpfigen und liebevollen Schrulligkeit sticht hier hervor. Diese alte Dame muss man einfach lieben.
Man liest auch hauptsächlich aus ihrer Sicht, man erhält aber auch Einblick in die Perspektive von Detective Inspector Andrew O'Malley.

Auch wenn es alles andere als authentisch ist, dass ein Detective sich von einer alten Dame bei seinen Ermittlungen helfen lässt und sie z.B. zu Befragungen mitnimmt, ist dieses Ermittler-Duo erfrischend anders. Es macht Spaß diese beiden zu begleiten, vor allem da Mae eine ganz eigene Art hat Fragen zu stellen und an Information zu kommen. Das führt zu humorvollen Szenen, die einen oftmals schmunzeln lassen.

Wie der Titel des Krimis schon verrät, spielt Tee hier eine wichtige Rolle und verleiht dadurch diesem Krimi das gewisse Etwas. Die Kapitel werden z.B. immer durch ein Tee-Sprichwort eingeleitet und da Mae eine passionierte Teetrinkern ist, trinkt sie natürlich auch zu jeder Gelegenheit ein Tässchen. Man bekommt während des Lesens nicht nur Lust sich ebenfalls eine gute Tasse Tee zu genehmigen, sondern lernt nebenbei auch so ein bisschen etwas über die verschiedenen Teesorten. Des Weiteren befindet sich im Anhang noch ein Glossar, falls man mit den vielen verschiedenen Tees und irischen Bezeichnung überfordert sein sollte.

"Um ihre Gedanken zu ordnen, bereitete sie sich einen Chai zu.
Die Gewürze des Tees wirkten beruhigend auf sie.
Ein Whiskey hätte sicher einen ähnlichen Effekt gehabt,
aber in ihrem Alter sollte sie langsam ein wenig zurückhaltender mit ihrem Alkoholkonsum sein."
(S. 105)

Manchmal waren mir jedoch so manche Beschreibungen und Nebenhandlungen etwas zu ausschweifend und der Krimi selbst für meinen Geschmack zu ruhig. Spannung suchte ich hier vergebens. Ich muss aber auch zugeben, dass dies mein erster Cosy-Krimi ist und es Geschmackssache ist. Es war für mich quasi ein Versuch meinerseits, ob mir diese Art von Krimi gefällt. Ein weiteres Manko ist der Klappentext, welcher leider schon die Hälfte des Buches verrät und dies ist eindeutig zu viel. Vielleicht ist auch das mitunter ein Grund, weshalb mich manches nicht mehr überraschen konnte.

Fazit:
Wer ruhige und gemütliche Krimis mit ländlich-irischen Flair mag, wird diesen Krimi lieben!
Trotzdem dieser Cosy-Krimi für mich etwas zu ruhig war, habe ich mich aufgrund der schrulligen Protagonistin köstlich amüsiert. Es macht Freude diesen Krimi in gemütlicher Atmosphäre bei ein oder zwei Tässchen Tee zu genießen und dabei die Seele baumeln zu lassen. Ich persönlich habe noch nie so viel Tee getrunken wie beim Lesen dieses Cosy-Krimis *g*.

© Pink Anemone (mit Gewinnspiel, Bilde, Leseprobe und Autoren-Info)

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Tags: cosy krimi, dryas verlag, ivy paul, krimi-reihe, setting irland, united kingdom   (6)
 

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

festa verlag, graham masterton, irland, katie maguire-reihe, thriller, thriller-reihe

Bleiche Knochen

Graham Masterton
Buch: 448 Seiten
Erschienen bei Festa Verlag, 26.09.2017
ISBN 9783865525581
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Skelette von elf Frauen werden bei Bauarbeiten auf einer Farm im ländlichen Irland gefunden, grausam verstümmelt und bei lebendigem Leib gehäutet. Die Ermittlerin Katie Maguire erfährt nach den ersten Untersuchungen, dass die Toten schon seit vielen Jahrzehnten unter der Erde liegen. Ihr Vorgesetzter will den Fall bereits zu den Akten legen, da taucht ein frisches Opfer auf.
Welche Verbindung besteht zwischen dem Killer der Gegenwart und den Toten aus der Vergangenheit? Und warum sind merkwürdige Stoffpuppen an die Oberschenkelknochen sämtlicher Leichen gebunden?
Katie Maguire stößt auf ein uraltes Ritual und muss den Mörder stoppen, bevor er erneut zuschlägt...(Klappentext)

☠☠☠☠☠☠☠☠☠☠

"John hatte noch nie so viele Nebelkrähen über der Farm kreisen sehen wie an diesem nassen Novembermorgen.
Sein Vater hatte immer gesagt, wenn sich mehr als sieben Nebelkrähen versammelten, dann waren sie gekommen,
um sich an einer menschlichen Tragödie zu ergötzen."
(S. 7 - Anfang)

Katie Maguire ist in einer ländlichen Stadt Irlands namens Cork der erste und einzige weibliche Detective Superintendent. Sie ist eine starke Frau mit Hirn und durch nicht so schnell aus der Ruhe zu bringen...bis bei einer Farm ein Grab mit menschlichen Knochen von 11 Frauen gefunden wurde. Diese wurden augenscheinlich gefoltert, zerstückelt und das Fleisch sorgfältigst von den Knochen geschabt. Das wirklich Seltsame daran sind jedoch die Stoffpuppen, welche an den Oberschenkelknochen der Toten angebracht wurden.
Laut dem Pathologen weisen die Spuren auf ein rituelles Massaker hin, dieses liegt jedoch schon ein Dreivierteljahrhundert zurück. Es ist daher unmöglich, dass der Täter noch lebt. Aufgrund dessen soll der Fall zu den Akten gelegt werden. Kurz darauf wird auf dieser Farm wieder eine Leiche entdeckt. Diesmal sind die Knochen jedoch keine 80 Jahre alt, weisen aber trotzdem die gleichen Merkmale auf. Es scheint als ob jemand dieses alte Ritual wiederholen möchte...und die Zeit läuft und die Krähen kommen. (Persönliche Inhaltsangabe)

Nicht nur beruflich geht es bei Katie hoch her. Privat ist bei ihr nämlich auch ordentlich die Kacke am dampfen.
Normalerweise habe ich wirklich schon genug von privat durchgebeutelten Ermittlern, bei Katie jedoch war dieser Teil fast genauso interessant und packend. Diese privaten Probleme sind nämlich,  überraschenderweise, ebenso fern von 08/15 wie der eigentliche Fall selbst. Also nichts mit Ermittler-Alki, Scheidung oder sonst irgendwelchen Thriller-/Krimi-Klischees, die einem schon bei den Ohren rauskommen.

Der Schreibstil ist klar und flüssig und die Erzählweise packend und äußerst plastisch. Für schwache Nerven und sensible Mägen ist dieser Thriller daher definitiv nichts. Das liegt auch daran, da hier nicht nur aus Katies Sicht erzählt wird, sondern man auch Einblicke in die Perspektive von Opfer und Täter erhält. Das ist nicht ganz ohne, denn hier geht es äußerst brutal, morbid und blutig zur Sache.

"Er griff nach einem kleinen Ausbeinmesser und begann vorsichtig das Fleisch vom Oberschenkelknochen abzutrennen.
Fiona lag nun vollkommen still da, ihr Gesicht ganz grau, während sie sich mit den Händen am Kopfteil des Bettes festklammerte, der Körper völlig steif und schweißglänzend.
Abgesehen vom Knarren der Bettfedern war alles, was sie hören konnte, das Geräusch des nassen Fleisches.
Es klang, als ob sich jemand leise, aber ununterbrochen die Lippen leckte."
(S. 108)

Die Charakterzeichnungen sind ausgereift und authentisch. Bei diesen gibt es nicht nur Gut oder nur Böse. Alle Charaktere bewegen sich hier im Graubereich.
Auch die Nebencharaktere spielen hier eine wichtige Rolle. Mit Detective Inspector Liam Fennessy, einem Kollegen von Katie, hat der Autor z. B. eine Nebenfigur erschaffen, welche mit äußerst morbiden und sarkastischem Humor so manche Szenerie auflockert und einen schmunzeln lässt - sofernt man, wie ich, dieser Art von Humor etwas abgewinnen kann.

">>Bei diesen abgelegten Farmen muss ich irgendwie immer an 'Texas Chainsaw Massacre' denken.
Der Regen, der Matsch und niemand, bei dem man sich seinen Kummer von der Seele reden könnte, nur die Schweine und die Kühe.
Es ist gar nicht gut für die geistige Gesundheit eines Menschen, wenn er den ganzen Tag nur Schweinisch und Viehisch redet.<<"
(S. 26)

Obwohl es kein Mystery-Thriller ist, wird die Story von einem gewissen mystischen Touch begleitet. Jeder, der sich mit nordischer Mythologie etwas auskennt weiß was es mit Krähen auf sich hat. Dadurch wird diesem Thriller das gewisse Etwas verliehen, ohne dabei jedoch ins Unglaubwürdige abzudriften.

Ab dem letzten Drittel hatte ich bezüglich des Täters schon so eine gewisse Vorahnung, die sich auch bestätigte. Trotzdem verlief es anders als gedacht und der Autor konnte mich mit dem Ende noch gehörig überraschen.

Fazit:
"Bleiche Knochen" ist ein wahrer Pageturner der einem ekelhaft-tolles Kopfkino beschert und sich einem dadurch die Nackenhaare aufstellen und man bei gewissen Szenarien vergisst zu atmen. So muss das und daher ist dieser Thriller ein fantastischer Auftakt einer Thriller-Reihe, welcher ich mit Sicherheit weiter folgen werde.

© Pink Anemone (mit Leseprobe und Autoren-Info)   

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emma donoghue, fasten, fastenmädchen, florence nightingale (1820-1910), frauenbild, glaubensfrage, historischer roman, irische autoren, irland, united kingdom, wunderraum verlag

Das Wunder

Emma Donoghue , Thomas Mohr
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Wunderraum, 13.11.2017
ISBN 9783336547883
Genre: Romane

Rezension:

Irland Mitte des 19. Jahrhunderts: In einem kleinen Dorf, dessen Bewohner tief im katholischen Glauben verwurzelt sind, staunt man über ein leibhaftiges Wunder. Seit vier Monaten hat die kleine Anna O'Donnell keine Nahrung zu sich genommen und ist doch durch Gottes Gnade gesund und munter. Die unglaubliche Geschichte lockt viele Gläubige an, aber es gibt auch Zweifler. Schließlich beauftragt man die resolute englische Krankenschwester Lib Wright, das elfjährige Mädchen zu überwachen. Auch ein Journalist reist an, um über den Fall zu berichten. Werden sie Zeugen eines ausgeklügelten Schwindels oder einer Offenbarung göttlicher Macht?...(Klappentext)

✽✽✽✽✽✽✽✽✽✽

"Im Hinausgehen warf jeder Besucher ein Almosen hinein.
Das Balg war offenbar eine ebenso erträgliche Attraktion wie Menhire oder Keltenkreuze."
(S. 47)

Es wird hier ausschließlich aus der Sicht der Krankenschwester Lib Wright erzählt.
Lib ist ein Charakter der keineswegs (von Anfang an) sympathisch ist. Ein überhebliches Frauenzimmer aus der Großstadt mit Vorurteilen gegenüber der ländlichen Bevölkerung und den Iren im Allgemeinen. Des Weiteren ist sie eine Nightingale-Schwester und fühlte sich schon an ihrem vorherigen Arbeitsplatz, einem Londoner Krankenhaus, den anderen Schwestern überlegen. Sie wurde aufgrund dessen auch nicht wirklich gemocht. Dementsprechend überqualifiziert fühlt sie sich, als sie erst bei der Ankunft im Dorf erfährt, dass sie einfach nur als Wärterin für ein kleines Mädchen fungieren soll. Diese Arbeit soll sie sich mit einer zweiten Wärterin teilen und diese ist ausgerechnet eine katholische Nonne.
Beide wurden sie von einem Komitee einberufen, um diesen Schwindel, bzw. dieses göttliche Mirakel, aufzudecken. Für Lib ist von Anfang an klar, dass es sich hier nur um lächerlichen und fanatisch katholischen Firlefanz handelt, den sie schnell aus der Welt schaffen würde. Doch das erweist sich wesentlich schwieriger als gedacht.

"Wie kamen sie bloß darauf, ein junges Mädchen zur Heiligen zu erklären, nur weil sie sich einbildeten, es sei über gewöhnliche menschliche Bedürfnisse erhaben?
Der Zirkus erinnerte Lib an Karnevalsumzüge auf dem Kontinent, wo maskierte und kostümierte Statuen durch die stinkenden Gassen paradierten."
(S. 46)

Dieser historische Roman stützt sich auf dokumentierte Fälle der sogenannten "Fasting Girls" (Fastenmädchen). Diese fand man vor allem vom 16. bis 20. Jahrhundert sowohl in Amerika als auch in Europa. Heute würde man es als Anorexie (Magersucht) bezeichnen, doch der Grund dieses Fastens war früher meist von katholischem Fanatismus geprägt. Der Kampf zwischen Agnostikern und Mystikern durchzieht diesen Roman wie einen roten Faden.

Dadurch das man hier in ein erzkatholisch irisches Dorf in der Mitte des 19. Jahrhunderts reist, erhält man tiefe Einblicke in das Leben und die Denkweise der damaligen streng katholischen Bevölkerung. Thematisiert werden hier vor allem Fundamentalismus und Extremismus. Es ist befremdlich und vor allem bedrückend mit anzusehen, wie sich ein 11-jähriges Mädchen diesem Dogma unterwirft und sich dadurch selbst zerstört - unter den Augen der Familie, welche sie auch noch darin unterstützen, da sie selbst diesem Glauben ganz und gar verfallen sind.
Die Auflösung dieses Wunders ist schockierend und überhaupt nicht mehr so "historisch". Dies ist vor allem vom psychologischen Standpunkt her interessant.
Für mich als Krankenschwester war es ebenso interessant in die Sicht-, Denk- und Arbeitsweise einer Schwester der damaligen Zeit und vor allem einer Nightingale zu blicken. Dabei hat es mir nicht selten vor Entsetzen die Haare aufgestellt.

"Es gehörte nicht zu ihren Aufgaben nett zu sein."
(S. 55)

Die Charakterzeichnung ist mehr als nur gelungen und vor allem mit Lib und Anna hat die Autorin zwei äußerst interessante Protagonisten erschaffen. Sympathieträger sucht man hier anfangs vergebens - jeden einzelnen möchte man am liebsten durchschütteln und anbrüllen. Dies macht diesen historischen Roman jedoch umso lesenswerter, da dadurch die Charakterentwicklung der beiden Protagonistinnen etwas ganz besonderes ist und ins Auge sticht.

Der Schreibstil selbst ist flüssig und der Erzählstil passt sich in gewisser Weise der damaligen Zeit an, ohne jedoch vertrocknet und altbacken zu klingen. Im Gegenteil! Dies erhöht die Atmosphäre und man fühlt sich als Leser in das 19. Jahrhundert zurückversetzt.

Es ist durchaus spannend mit der Nightingale-Schwester Lib dieses sogenannte Wunder zu enttarnen. Dabei rollt man gemeinsam mit ihr über so viel heiligen Fanatismus, welcher das gesamte Dorf betrifft, genervt die Augen. Hin und wieder kommt es jedoch zu kleinen langatmigen Stellen, wobei das Meckern auf hohem Niveau ist und dies vermutlich auch meiner Ungeduld geschuldet war dieses Wunder endlich als Humbug aufzulösen und dem Mädchen zu helfen.

Zusätzlich möchte ich noch die wundervolle und hochqualitative Aufmachung dieses Buches erwähnen. Das Buch verrät eine Liebe zum Detail und ist alleine für sich schon ein Hingucker.

Fazit:
Ein außergewöhnlicher historischer Roman mit interessanter und vor allem ungewöhnlicher Thematik, die sich auf reale Fälle stützt. Zudem kann man die Themen wie Anorexie, Fanatismus und Fundamentalismus auch sehr gut in unsere Zeit übertragen, da sie derzeit aktueller sind denn je sind.
Mich konnte jedoch nicht nur die Thematik begeistern, sondern vor allem auch die Charaktere und deren Entwicklung. Dieses Buch ist der Beweis, dass ein Roman auch ohne (anfängliche) Sympathieträger funktionieren kann. Dies hat dem Roman, meiner Meinung nach, noch die gewisse Würze verliehen. Trotz weniger Längen konnte mich dieser Roman begeistern und ließ mich gleichzeitig auch nachdenklich zurück.
Es ist ein historischer Roman der sich einem einprägt und nicht mehr so schnell loslässt.

© Pink Anemone (mit Bilder, Infos zur Geschichte und Autorin, Leseprobe) 

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bildband, irland, sachbuch, united kingdom

Das Irland Buch

KUNTH Verlag GmbH & Co. KG
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Kunth Verlag, 14.07.2016
ISBN 9783899446319
Genre: Sonstiges

Rezension:

Irland der Inselstaat auf der gleichnamigen Insel grenzt im Norden an das Vereinigte Königreich und ist im Osten von der Irischen See und im Westen und Süden vom Atlantik umgeben. Das kulturelle Leben spielt sich hauptsächlich in den wenigen großen Zentren (Dublin, Cork, Galway und Limerick) ab. Typisch für die Landschaft Irlands sind das fruchtbare, seenreiche Tiefland im Inneren und die felsigen Erhebungen an den Küsten. Weiden und Hügel, Felsküsten und schroffe Gebirge kennzeichnen das Land. Atemberaubende Nationalparks, verwunschene Seenlandschaften, Heide und Hochmoore, bizarr geformte Klippen, herrliche Ausblicke, schöne Strände, Burgruinen und Naturgewalten sind nur einige der Highlights, die sich dem Besucher Irlands anbieten. Natürlich nicht zu vergessen das kontaktfreudige irische Volk, das man am besten in den traditionsreichen Pubs kennenlernt. DAS IRLAND BUCH präsentiert dieses wildromantische und grüne Land in fantastischen Bildern und informativen Texten. Zusätzliche ausklappbare Panoramaseiten im Posterformat bieten einzigartige Ansichten ausgewählter Highlights. (mit ausklappbaren Panoramaseiten)....(Klappentext)

☘☘☘☘☘

"Mögest du die kleinen Wegweiser des Tages nie übersehen;
den Tau auf den Grasspitzen, den Sonnenschein auf deiner Tür,
die Regentropfen im Blumenbeet, das behagliche Buckeln der Katze,
das Wiederkäuen der Kuh, das Lachen aus Kinderkehlen,
die schwielige Hand des Nachbarn, der dir einen Gruß über die Hecke schickt.
Möge dein Tag durch die vielen kleinen Dinge groß werden.
(Irischer Segenswunsch)

 Dem oben angeführten Klappentext ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen, denn danach sprechen die Bilder für sich. Diese fangen gekonnt die Atmosphäre und Schönheit Irlands ein. Man reist damit direkt in das geschäftige Dublin, i historische und malerische Provinzen wie Leinster, Munster, Connacht und Ulster und in das bunte und mystische Nordirland.

Dieser Bildband enthält jedoch nicht nur Bilder, sondern auch kurze und knappe Grundinformationen zu dem jeweiligen Ort und der Abbildung. Diese beinhalten z.B.: Klimaverhältnisse, Historisches, bekannte und weniger bekannte Sehenswürdigkeiten und auch Unterhaltung (z.B.:  Theater und Pubs).

Daher kann dieses Buch auch hervorragend zu Reisevorbereitungen, bzw. zur Einstimmung auf den nächsten Irland-Besuch, herangezogen werden.

"Wo auch immer ich mich aufhielt in Irland - dies war das Geheimnis seines Zaubers, dass das Land lächelte unter Wolken von Schwermut" (Alfred E. Johann - deutscher Journalist und Schriftsteller / S. 12)

Begeistern konnten mich vor allem die aufklappbaren 4-seitigen Panoramabilder und egal wie oft man sich durch dieses Buch schmökert, man entdeckt immer wieder Neues.

Die Aufmachung und Verarbeitung ist durchwegs qualitativ hochwertig, sodass es auch nach vielen Malen durchblättern nicht auseinander fallen kann. Daher kann es ohne Bedenken immer wieder geschmökert werden.

Fazit:
Ein Buch, welches bei mir Fernweh weckt und mich gleichzeitig gedanklich nach Irland reisen lässt. Es lädt ein zum Träumen, Planen und immer wieder darin Schmökern. Es holt einem aus dem Alltag und lässt einem bei wundervollen Bildern entspannen.
Es ist schlicht ein Traum von Irland in Buchform, welches man am besten mit einer Tasse Tee genießt.

© Pink Anemone (mit vielen Bildern)

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Tags: bildband, irland, sachbuch, united kingdom   (4)
 

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26 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

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Dreizehn

M.H. Steinmetz
Buch: 666 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 15.03.2018
ISBN 9783959620666
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags: deutsche autoren, horror, m.h. steinmetz, papierverzierer verlag   (4)
 

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347 Bibliotheken, 9 Leser, 2 Gruppen, 142 Rezensionen

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Wie man die Zeit anhält

Matt Haig , Sophie Zeitz
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 20.04.2018
ISBN 9783423281676
Genre: Romane

Rezension:

Wenn Liebe die Zeit besiegt.

Keiner lehrt Geschichte so lebendig wie er ‒ und das hat einen guten Grund: Tom Hazard, Geschichtslehrer und verschrobener Einzelgänger, sieht aus wie 40, ist aber in Wirklichkeit über 400 Jahre alt. Er hat die Elisabethanische Ära in England, die Expeditionen von Captain Cook in der Südsee, die Literaten und Jazzmusiker der Roaring Twenties in Paris erlebt und alle acht Jahre eine neue Identität angenommen. Eines war er über die Jahrhunderte hinweg immer: einsam. Denn die Nähe zu anderen Menschen wäre höchst gefährlich gewesen. Jetzt aber tritt Camille in sein Leben. Und damit verändert sich alles...(Klappentext)

ღღღღღღღღღღ

">>Wenn wir nur einen Weg fänden, die Zeit anzuhalten<<, sagte ihr Mann.
>>Daran müssen wir arbeiten. Für den kurzen Moment, wenn das Glück vorbeiflattert. Dann schwingen wir unser Netz und fangen es ein wie einen Schmetterling und bewahren den Moment für immer.<<
(S. 212)

Tom Hazard ist alt, sehr alt. Genauer gesagt ist er 439 Jahre alt. Menschen wie er, gehören der Albatros-Gesellschaft an und sie nennen sich selbst "Albas". Ja, es gibt mehrere von ihnen und sie haben sich den Regeln dieser Gesellschaft zu fügen.
Alle 8 Jahre muss ein Alba ein neues Leben beginnen, um keine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Ein neues Leben mit einer neuen Identität an einem neuen Ort. Die wichtigste Regel jedoch ist: sich niemals zu verlieben, geschweige denn irgendeine Bildung zu anderen Menschen einzugehen.
Doch was ist ein Leben ohne Liebe und Freundschaft?

Man reist mit Tom Hazard durch sein Leben und somit gleichzeitig auch durch die Jahrhunderte und die Geschichte.
Man begegnet Shakespeare und tritt mit den Lord Chamberlain's Men im London des 16. Jahrhunderts auf.
Mit Captain Cook begibt man sich auf Südseereise, reist im Jahr 1890 nach New York und sieht die Freiheitsstatue wie sie einst war. Man trinkt 1928 in Paris mit Scott Fitzgerald und Zelda an der Bar eine Bloody Mary und erlebt die "Roaring Twenties".

Nicht unbedingt in dieser Reihenfolge, sondern je nachdem wie die Erinnerungen auf Tom einstürmen und von diesen gibt es viele.
Sein ständiger Begleiter - die Einsamkeit. Seine ständige Angst - die Zeit. Seine Mission - die Suche nach Freiheit und seiner Tochter.

"Ich war Menschen, die ich gehasst habe, und Menschen die ich bewundert habe.
Ich war aufregend und langweilig und glücklich und unendlich traurig.
Ich war auf der richtigen und ich war auf der falschen Seite der Geschichte."

Diesem Buch mit einer Rezension gerecht zu werden fällt mir schwer.
Ich könnte so viel daraus erzählen und zitieren, so viel von der Weisheit weitergeben, die ich für mich entdeckte. Doch jeder wird aus diesem Buch unterschiedliche Dinge für sich mitnehmen, jeder wird es anders empfinden und für jeden bedeutet auch Zeit etwas anderes.

Matt Haig thematisiert in diesem Roman die vielen Facetten des Lebens, erzählt von Einsamkeit und Ängsten, von Freiheit und Mut und natürlich von der Liebe, Gedanken über die Menschlichkeit und das Mensch-Sein, über die Zeit und die Angst davor, die Beschleunigung, welche Bedeutung und Stellung die Zeit für uns einnimmt. Die Zeit im Wandel der Zeit.
Dies alles verpackt in einer wunderschönen Geschichte mit melancholischen Klängen, die wie ein Echo nachhallen und sich in einem verankern.
Während des Lesens erkennt man Nichtigkeiten, die einem wichtig erschienen und die es doch nicht sind und, dass das wirklich Wichtige die ganze Zeit vor einem war und man selbst dem einfach nur blind gegenüber stand.

"Du hast keine Wahl, wo du geboren wirst, du kannst dir nicht aussuchen, wer bei dir bleibt, du kannst über vieles nicht entscheiden.
Das Leben folgt bestimmten Gezeiten, wie die Menschheitsgeschichte auch.
Aber trotzdem gibt es Raum für Entscheidungen. Dinge, bei denen du die Wahl hast."
(S. 181)

Fazit:
Es ist ein Roman voller Gefühl und wunderbarer Zitate, die einem ein Lächeln in das Gesicht zaubern. Darin zu lesen ist ein wachgerüttelt werden und ein sich darin Verlieren gleichzeitig. Es ist ein Buch zum Träumen, Nachdenken und immer wieder Lesen, sowie ein Buch für Suchende und Finder.
Matt Haig hat es geschafft, dass ich die Karten meiner Prioritäten neu mischte und die Augen auf das Schöne und Wichtige öffnete.

© Pink Anemone (mit Bilder, Leseprobe und Autoren-Info) 

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Tags: britische autoren, dtv-verlag, roman, united kingdom   (4)
 

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britische autoren, kochbuch, united kingdom

The British Pub Cookbook (Regional Kitchen)


Fester Einband
Erschienen bei Parragon Book Service Ltd, 07.11.2011
ISBN 9781445444512
Genre: Sonstiges

Rezension:

"Pubs are great places to catch up with friends for a social evening and just as good for winding down before teh commute home after a busy day at work." (S. 6)

....und daher trifft man in britischen Pubs die unterschiedlichsten Charaktere - den Geschäftsmann im Anzug, der bei Pasties seine Mittagspause genießt, den alten Mann, der bei einem Pint über die gute alte Zeit plaudert, eine Mutter, die sich mit ihrem Kind Sandwiches teilt und auch junge Leute, sie sich vor dem Fortgehen treffen. Die Gäste sind so bunt wie England selbst.
Pubs haben in England eine jahrhundertelange Tradition. Selbst das moderne City-Pub mitten in London strahlt diese gewisse Urigkeit aus. So traditionell wie die Pubs, sind auch die Gerichte auf deren Speisekarten - Sandwiches, Pasties, Fish and Chips und Apple Pies. Während man diese genießt den Geruch von altem Holz und Bier in der Nase und plaudernde Menschen und Gläserklirren als Geräuschkulisse. Wenn man mit den Gedanken nun sehnsuchtsvoll auf die große Insel wandert und an den letzten England-Urlaub denkt, kann sich mit diesem Kochbuch diese britische Pub-Atmosphäre zumindest auf den Esstisch holen und das nicht zu knapp.

Alle Rezepte in diesem Buch haben eine genauso lange Tradition wie die Pub-Geschichte selbst. Das Kochbuch selbst ist in vier Kapitel unterteilt:

Light Bites: hier findet man Gerichte für den kleinen Hunger, wie z.B.: Sandwiches, Cornish Pasties, Scotch Eggs, etc.

Classic Pub Grub: klassische Hausmannskost, deftig und herzhaft, wie z.B.: Fish and Chips, Sausage and Mash with Onion Gravy, Beef Stew, etc.

Weekend Wonders: in manchen Pubs gibt es am Wochenende immer etwas besonderes, aber auch hier einfache und traditionelle Gerichte, wie z.B.: Roast Chicken, Beef Wellington oder Sheperd's Pie.

To Finish: Süßes darf natürlich auch nicht fehlen und daher findet man hier Rezepte wie z.B.: Apple Pie, Eton Mess und sogar ein Rezept für typisch englische Cracker ist dabei.

Da dies alles Gerichte der englischen Hausmannskost sind, sind es relativ einfach gehaltene Rezepte ohne viel Schnickschnack.
Jedes Rezept wird von einem stimmungsvollen Bild begleitet, welches einem das Wasser im Mund zusammenfließen lässt.
Ich habe daraus schon einiges nachgekocht und es war jedes Mal lecker und zum Reinknien. Da soll noch jemand sagen die Briten hätten keine Ahnung von gutem Essen.

Fazit:
Für alle die England lieben und sich das typische Pub-Feeling in die eigenen vier Wände, oder zumindest auf den Tisch, holen wollen, sei dieses Kochbuch ans Herz zu legen. Da dieses Kochbuch jedoch nur in England erhältlich ist, unbedingt beim nächsten England-Trip in einen Buchladen huschen und danach fragen (oder beim großen A.uk bestellen).

© Pink Anemone (mit vielen Bildern und zwei nachgekochten Rezepte)  

 

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Tags: britische autoren, kochbuch, united kingdom   (3)
 

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Der Fall Moriarty

Anthony Horowitz , Lutz-W. Wolff
Fester Einband: 341 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 28.10.2014
ISBN 9783458176121
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Londoner Unterwelt ist in Aufruhr: Der gefürchtete amerikanische Gangster Clarence Devereux will seine Geschäfte nach England ausdehnen. Auch Professor Moriarty soll seine Hände im Spiel haben – aber ist er nicht, ebenso wie Sherlock Holmes, an den Reichenbachfällen in den Tod gestürzt? Und welche Rolle spielt der undurchsichtige Detektiv Chase, der plötzlich in London auftaucht? Als der Machtkampf der Giganten des Verbrechens seine Opfer fordert und eine grausam zugerichtete Leiche gefunden wird, macht sich Inspector Jones von Scotland Yard daran, die Machenschaften des Amerikaners aufzudecken. Eine blutige Spur führt von den Docks bis in die Katakomben des Smithfield Meat Market. Kann es sein, dass Moriarty noch lebt?
Ganz in der Tradition seines Sherlock-Holmes-Romans Das Geheimnis des weißen Bandes schickt Anthony Horowitz erneut die Ermittler von Scotland Yard auf Verbrecherjagd – und Athelney Jones beweist, dass er Sherlock Holmes ein würdiger Nachfolger ist...(Klappentext)

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„Glaubt irgendjemand wirklich, was an den Reichenbachfällen passiert ist?
Viele Berichte sind darüber geschrieben worden, aber mir scheint, dass bei allen das Wichtigste fehlt…nämlich die Wahrheit.“
(S. 11 – Anfang)

Es wird aus der Sicht von Frederick Chase erzählt, Chefermittler der New Yorker Detektiv-Argentur Pinkerton.
Seine Geschichte beginnt direkt nach dem Fall „Das letzte Problem“ an den Reichenbachfällen, von dessen Wahrheit er so gar nicht überzeugt zu sein scheint.
Hier macht er die Bekanntschaft mit Inspector Jones von Scotland Yard, der dem Können und der Scharfsinnigkeit von Sherlock Holmes in nichts nachsteht, ist er doch ein wahrer Fan des nun verstorbenen Ermittler-Genies. Dieser möchte sich vom Tod Moriartys überzeugen. Dessen Leiche wird in der Nähe der Reichenbachfälle aus dem Wasser gefischt und mit ihr eine mysteriöse Nachricht.
Frederick Chase ist davon überzeugt, dass der berüchtigte New Yorker Gangsterboss Clarence Devereux gemeinsame Sache mit Moriarty machen wollte und sich dafür nun in London aufhält. Damit dürfte er auch gar nicht so unrecht haben, denn mit dieser Nachricht scheinen New Yorker Gangsterverhältnisse in London Einzug zu halten. Morde und Hinrichtungen sind an der Tagesordnung, Blut tränkt die Straßen Londons. Die Amerikaner scheinen sich in London also sichtlich wohl zu fühlen und an Einfluß zu gewinnen. Alles scheint mit dem Gangsterboss Devereux zu tun zu haben.
Gemeinsam mit Inspector Jones und Scotland Yard macht sich Chase daran diesen amerikanischen Gangstern das Handwerk zu legen und Devereux endlich in die Finger zu kriegen…(persönliche Inhaltsangabe)

„>>Verstehen sie jetzt, warum ich Sie zu warnen versucht habe?
Die Ereignisse hier in Bladeston House sind nur der Anfang, die ersten warnenden Symptome des Gifts, das in den Blutkreislauf Ihres Landes eingedrungen ist.<<“
(S. 108)

Hier eröffnet sich dem Leser ein Krimi im klassisch-britischen Stil der sich an Arthur Conan Doyles Sherlock Holmes-Romanen orientiert. Wie auch in dessen Sherlock-Romanen wird hier aus der Ich-Perspektive erzählt, jedoch nicht aus Dr. Watsons Sicht, sondern eben aus die des Privatermittlers Frederick Chase. Auch dieser richtet sich hier direkt an den Leser und blickt auf vergangene Ereignisse zurück. Schreib- und Erzählstil kommt dem Doyles ziemlich nahe, aber seien wir uns mal ehrlich – es kann nur einen Doyle geben.

Obwohl dies quasi eine Fortsetzung des Sherlock-Krimis „Das letzte Problem“ ist, kann der vorliegende Krimi auch von Sherlock-unkundigen Lesern gelesen und genossen werden. Alle wichtigen Fakten die man müssen muss, werden in die Handlung gekonnt eingebracht, inklusive Rückblick zu vergangenen Sherlock-Fällen und berühmten Zitaten. Das mag bei so manchen Sherlockians zu Langweile geführt haben, ich jedoch habe es genossen an diese erinnert und etwas nostalgisch zu werden.

Der Krimi selbst ist überaus spannend, enthält viele Wendungen und auch die typisch historische Atmosphäre wird gekonnt an den Leser transportiert. Auch an Actionszenen und Cliffhanger am Ende der Kapitel wird hier nicht gespart und mit der Auflösung konnte mich der Autor wirklich überraschen.

Fazit:
Ich habe den 1. und 2. Teil dieser Reihe nicht gelesen und kann daher keine Vergleiche ziehen wie manche anderen Rezensenten. Viele sind enttäuscht da dieser Krimi wie ein Sherlock-Krimi sein will, es aber nicht schafft. Tja Leute, es schreibt eben kein Sir Arthur Conan Doyle, sondern ein Anthony Horowitz. Als Sherlockian muss man dies also schon etwas differenzierter betrachten.
Ich persönlich finde, dass Horowitz es verdammt gut hinbekommen hat. Es war für mich ein Vergnügen in einen Sherlock-Holmes-ähnlichen Krimi einzutauchen und werde mir auch noch die anderen Teile dieser Reihe zulegen.

© Pink Anemone (mit Bilder, Leseprobe und Autoren-Info)

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Tags: anthony horowitz, britische autoren, historischer krimi, insel-verlag, sherlock holmes, united kingdom   (6)
 
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