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144 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

kernstaub, ngaja, a'en, science fiction, marie graßhoff

Kernstaub

Marie Graßhoff
E-Buch Text: 1.098 Seiten
Erschienen bei null, 13.05.2014
ISBN B00KASLHA4
Genre: Science-Fiction

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(24)

59 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 8 Rezensionen

shaun mason, rebecca, georgia mason, 2041, hörbuch

Deadline - Tödliche Wahrheit

Mira Grant , Jakob Schmidt
Flexibler Einband: 500 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 12.07.2012
ISBN 9783802584176
Genre: Fantasy

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548 Bibliotheken, 10 Leser, 2 Gruppen, 69 Rezensionen

engel, liebe, fantasy, clara, tod

Unearthly - Heiliges Feuer

Cynthia Hand , Isabell Lorenz , ,
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.10.2012
ISBN 9783499256998
Genre: Fantasy

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(1.081)

1.856 Bibliotheken, 21 Leser, 7 Gruppen, 160 Rezensionen

götter, liebe, griechische mythologie, helen, fantasy

Göttlich verliebt

Josephine Angelini ,
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Dressler, 01.03.2013
ISBN 9783791526270
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Das Cover ist wie immer überwältigend. Die Farbkombination passt super zueinander und auch der Bildausschnitt ist gut gewählt. Vor allem die Schriftarten passen zum Inhalt des Buches, allerdings stelle ich mir Helen ein wenig anders vor.
Dadurch, dass der Klappentext relativ nichtssagend ist, war ich sehr gespannt auf den Einstieg ... und fand mich sofort in der Unterwelt wieder. Die Spannung wird durch witzige Dialoge aufgelockert, trotzdem oder gerade deswegen baut sich keine richtige Spannungskurve auf, sondern die Spannung bleibt immer auf dem gleichen Level.
Durch Helens Visionen erfährt der Leser sehr viel über den Trojanischen Krieg, sozusagen Geschichtsunterricht verpackt in einer dramatischen Liebesgeschichte.
Der lockere Schreibstil ist sehr leicht und gut zu lesen, einzig die Er-Perspektive ist nicht so wirklich passend, da ich mir oftmals mehr gewünscht hätte, dass die Gefühle offenliegen. Für Helens „jugendlichen Gedanken“ ist der Schreibstil aber mehr als passend.



Die Macht von Helen wird gerne leicht übertrieben dargestellt und verdeckt damit oft den wahren Charakter von ihr. Dadurch, dass sie Lucas und Orion beide liebt, vergisst sie immer mehr ihr Umfeld und dementsprechend wird das Umfeld auch beschrieben. Der Fokus liegt also auf den Hauptpersonen, das drumherum kommt dabei leider zu kurz.
Der Leser lernt neue Seiten von Lucas kennen, er ist immer noch unsterblich verliebt. Meiner Meinung nach ist die Autorin zu fokussiert auf dieses Detail und somit gibt es keine richtige Entwicklung des Charakters.
Die Unvorhersehbarkeit von Orions Entscheidungen sind ein Grund, weshalb ich ihn viel lieber mag als Helen oder auch Lucas. Er wirkt als einziger der dreien noch etwas menschlich und macht im Laufe des Buches eine Entwicklung durch – was sehr authentisch wirkt.

Die Handlungsschauplätze sind an einer Hand abzuzählen, trotzdem werden mit jeder Szene neue Details bekannt und somit wird es nicht langweilig. Das Bild der Orte setzt sich, wie Teile eines Puzzles, Stück für Stück zusammen und erst im letzten Band habe ich die komplette Übersicht.
Leider ist der Endkampf – das Finale – sehr langgezogen und es mischen sich immer wieder Leute ein. Ich hätte mir mehr Abwechslung und „Epicness“ gewünscht, der Kampf hat leider keinen wirklich bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen.
Trotz allem ist das Ende sehr spannend und alle Fäden und somit auch offene Fragen wurden zusammengeführt, sodass die Leser zufrieden sein können.


Trotz einer etwas übertrieben mächtigen Protagonistin ist das Finale der Trilogie gut gelungen und ersetzt so manchen Geschichtsunterricht. Über kleine Makel, wie das mehr oder weniger langweilige Finale, kann ich hinwegsehen, da mich die Handlung trotzdem gefesselt hat.

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(748)

1.539 Bibliotheken, 15 Leser, 7 Gruppen, 134 Rezensionen

wölfe, liebe, grace, fantasy, sam

In deinen Augen

Maggie Stiefvater , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei script5, 15.08.2012
ISBN 9783839001264
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die Komposition der drei Titel, der drei Cover und des finalen Spruches „Nach dem Sommer ruht das Licht in deinen Augen“ ist einfach fantastisch und schafft schon vor dem Lesen eine einzigartige Atmosphäre.
Die Handlung spielt im Frühling und dazu passt die grüne Farbe des Covers, die Hoffnung ausdrückt.
Das erste Kapitel, das man durchaus als Prolog bezeichnen kann, ist aus der Sicht von Shelby geschrieben. Für mich ist es sehr interessant, mir die Beweggründe, Gedanken und Gefühle von Charakteren anzuschauen, die nicht im Hauptfokus der Handlung stehen.
Von Anfang an ist es sehr ungewohnt, sich Grace als Wolf vorzustellen. Ihre Empfindungen und auch ihre Denkweise ist vollkommen anders gestaltet, auch der Schreibstil hat sich in diesen Szenen verändert. Es ist eine hohe Kunst, dem Leser das Wesen des Wolfes zu beschreiben und diese Kunst beherrscht die Autorin sehr gut.
Neu ist auch, dass der Roman erstmals aus vier Perspektiven geschrieben ist, also bekommt jede Hauptperson ein eigenes Kapitel. Zuerst habe ich gedacht, dass dies zu sehr viel Verwirrung führt, doch jeder Charakter hat eigene Gedanken, Gefühle und deswegen kann man sehr gut erkennen, zu wem das Kapitel gehört.
Der Schreibstil ist erneut sehr detailliert und bildlich, mir sind sehr viele Vergleiche aufgefallen. Nicht nur die Songtexte sind erneut zu finden, dieses Mal gibt es sogar Gedichte von Sam und ich habe mich in diese Texte verliebt.



Die Entwicklung der Personen ist diese Mal unglaublich. Die Unterschiede zwischen den Charakteren werden durch die verschiedenen Kapitelsichten sehr deutlich.
Grace verändert sich, sie wirkt noch hilfloser als im vorherigen Band. Allerdings ist ihre Sicht als Wolf sehr hilfreich, um ihre Gefühle für Sam noch besser zu verstehen.
Ich habe mich immer noch nicht daran gewöhnt, Sam als Mensch zu begegnen, doch allmählich empfinde ich Gefallen daran. Er strahlt so viel Zuversicht aus, ist so positiv, dass man ihn als Leser einfach mögen muss.
Cole entwickelt sich am meisten von allen. Sein Wesen verändert sich von Grund auf, die Verbittertheit und der Zorn verschwinden und er beginnt sogar eine Beziehung. Diese Beziehung kommt meiner Meinung nach immer ein wenig zu kurz und entwickelt sich nicht wirklich, was aber offensichtlich gewollt ist.
Auch Isabels Entwicklung ist erstaunlich: Von der verwöhnten Zicke wird sie zu einer netten Freundin, die einfach die alte Grace wiederhaben möchte.

Von Seite zu Seite steigert sich die Dramatik und ich wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Leider wirkt die Beziehung zwischen Sam und Grace mehr aufgesetzt als real, sie hat irgendwie zwischen den zwei Bänden ihre Natürlichkeit verloren.
In allen drei Bänden ist Mercy Falls sehr gut beschrieben, auch die Umgebung passt sich dem Dorf an. Durch unerwartete Wendungen gelingt es der Autorin, den Leser zu fesseln.
Einen Kritikpunkt gibt es allerdings: Das Ende war sehr vorhersehbar, auch wenn die Umsetzung unerwartet war.


Der Abschied von Mercy Falls fällt schwer. Durch authentische Charaktere, die im Laufe der Buchreihe eine erstaunliche Entwicklung durchmachen schafft es die Autorin, den Leser in ihren Bann zu ziehen. Weiter so, Maggie Stiefvater!

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(1.057)

2.047 Bibliotheken, 23 Leser, 13 Gruppen, 217 Rezensionen

liebe, wölfe, grace, sam, fantasy

Ruht das Licht

Maggie Stiefvater , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei script5, 01.09.2011
ISBN 9783839001189
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich liebe diese Cover – die Schlichtheit des Covers konnte mich dieses Mal wieder überzeugen und nicht nur dass sich der Stil nicht geändert hat ist toll, sondern auch, dass sich mit jedem Band die Farben und Gestaltung – passend zum Roman – ändert.
Damit ist das Buch klar einer Reihe einzuordnen.
Als Leser wird man sofort wieder in die Handlung hineingeworfen, trotzdem kommen von den Personen immer wieder kleine Rückblenden, sodass sich der Leser einen Überblick verschaffen kann. Der Schreibstil ist sehr jugendlich gehalten und passt somit super zu den jeweiligen Charakteren.
Der rote Faden durchzieht das Buch sehr zuverlässig und nie geht er verloren, was auch dazu beiträgt, dass die Spannung durchgehend erhalten bleibt.



Bei den Personen gibt es klare Veränderungen: Grace wird als schwach dargestellt und versucht nur für Sam stark zu sein; dafür setzt sie sich eine Art Maske auf.
Die Autorin hat mit sehr viel Liebe zum Detail die Veränderung von Grace dokumentiert und immer wieder Dinge eingebaut, die diese bestätigen.
In diesem Band wird mehr mit dem Wesen von Sam gespielt, sodass man sich ein besseres Bild von ihm machen kann. Dadurch, dass er überwiegend menschlich ist, werden seine Interessen und Vorlieben gezeigt, was ihn mir sehr viel sympatischer macht. Ein wunderschönes Feature dieses Bandes sind die Songtexte von Sam: Allein vom lesen bekomme ich Gänsehaut und ich habe mir oft vorgestellt, wie die Melodie zu den Texten gehen könnte.
Der neue Charakter Cole war anfangs sehr unsympatisch: Da er ein kompletter Gegensatz zu den bisherigen Charakteren ist, konnte ich mit ihm nicht wirklich etwas anfangen. Die depressiven Phasen und seine Fahrlässigkeit passt sich sehr schnell super der Handlung an und entwickelt sich im Laufe des Romans weiter, sodass immer mehr Hintergrundinformationen geklärt werden können.
Die Beziehung von Sam und Grace ist weiterhin authentisch dargestellt und ihre Gefühle sind nachzuvollziehen, durch die veränderte Situation im Buch kann die Autorin auf ganz neue Sichtweisen eingehen.

Das leicht veränderte Kapiteldesign hat mir besser gefallen, da es viel übersichtlicher ist. Im zweiten Band habe ich auch viel mehr auf kleine Details oder Handlungen geachtet, wobei die bildhafte Sprache sehr hilfreich ist. Die Dramatik und Spannung des ersten Bandes ist nicht verlorengegangen und steigert sich sogar noch, der Cliffhanger am Ende lässt auf ein spannendes Finale hoffen.



Der Nachfolger von „Nach dem Sommer“ ist genauso bildgewaltig und sogar noch dramatischer. Eine Leseempfehlung für alle, die sich einfach nur zurücklehnen wollen und die Eindrücke auf sich einprasseln lassen wollen.

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(1.149)

2.136 Bibliotheken, 31 Leser, 20 Gruppen, 329 Rezensionen

liebe, wölfe, sam, fantasy, grace

Nach dem Sommer

Maggie Stiefvater , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 423 Seiten
Erschienen bei script5, 01.09.2010
ISBN 9783839001080
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Auf die Empfehlung einer Freundin musste ich mich einfach an dieses Buch heranwagen. Das schlichte Cover ist großartig, vor allem der Zeichenstil hat mich sehr angesprochen. Der Titel passt wie die Faust aufs Auge, auch wenn ich zuerst sehr wenig damit anfangen konnte. Die Botschaft, die das Cover ausdrückt, ist überwältigend und ich kann mich nur wiederholen, wie passend das Cover ist.
Der bildhafte Schreibstil der Autorin hat mich sofort gefesselt und ich war mitten im Geschehen, trotz leichter Irritationen. Am Anfang habe ich einfach nicht verstanden, dass das Buch aus zwei Perspektiven geschrieben ist.
Die Idee ist einfach wunderbar, erinnert teilweise vom Grundprinzip leider an Twilight. Trotzdem ist „Nach dem Sommer“ vollkommen anders umgesetzt und sowohl die Themen Freundschaft, als auch Liebe gemixt mit der nötigen Prise Übernatürlichkeit sind ein wahres Spektakel.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr gut, die Szenen sind alle nachvollziehbar und anschaulich beschrieben. Die Ich-Perspektive passt zu Grace und da er ihrem Alter angepasst ist, wirkt alles noch viel authentischer.

Grace als die Schüchterne darzustellen war eine gute Entscheidung. So hatte die Autorin die Möglichkeit, ihre Wandlung darzustellen. Sie sehnt sich immer wieder nach Sam, der ein Wolf und damit unerreichbar ist. Diese Verzweiflung ist sehr authentisch dargestellt und sie zeigt immer wieder ihre wahren Gedanken und Gefühle. Grace ist aber ebenso eine Person, die sehr überstürzt und ohne nachzudenken handelt, was den Leser sowohl aufregt als auch amüsiert.
Sam ist das genaue Gegenteil zu ihr. Die Wildheit des Wolfes steckt das gesamte Buch über in ihm und ist sehr anschaulich dargestellt. Die Sichtweise seines Lebens als Wolf gefällt mir sehr gut, sodass immer Abwechslung herrscht. Er ist wie eine Blume, die sich erst nach und nach öffnet. Am Anfang das unbeschriebene Blatt, am Ende ergibt sich eine Fülle an Informationen über seine Kindheit und sein Leben bei dem Rudel.
Die Beziehung zwischen den beiden entwickelt sich sehr langsam, die Unterschiede der beiden sind immer wieder spürbar. Trotzdem passen sie perfekt zueinander!
Es ist bekannt, dass ich schnulzige Romane nicht sehr mag, doch diese Liebe wird sehr authentisch dargestellt. Nichts ist zu übertrieben, allerdings ging alles manchmal zu schnell und einige Erklärungen haben gefehlt.

Ein wundervoller Jugendroman mit einer herrlich romantischen Liebesgeschichte und einem gigantischen Schreibstil. Die offenen Fragen am Ende werden sicherlich im zweiten Band geklärt, auf den ich mich riesig freue.




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(43)

136 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 18 Rezensionen

zombies, virus, georgia mason, blogger, amerika

Feed - Viruszone

Mira Grant , Jakob Schmidt
Flexibler Einband: 506 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 12.01.2012
ISBN 9783802584169
Genre: Fantasy

Rezension:

Zuerst fiel mir der zweideutige Titel ins Auge, dann das einfache, aber passende und ausdrucksstarke Cover. Ich schlug den Roman auf und begann zu lesen ... und konnte nicht mehr aufhören.
Vom ersten Moment an war ich wie gefesselt in dieser Zukunft, in dieser Welt, in der es keine Krankheiten außer des Virus‘ gibt.
Ich habe noch kein Buch gelesen, das die Thematik der Blogger in sich aufgenommen hat und das hat mir sehr gut gefallen. Durch den bildhaften Schreibstil ist man mitten im Geschehen und kann sich die Handlungen vorstellen, er ist passend zu Georgias Charakter.

Die lebhaften Charaktere sind alle anders, unterscheiden sich in vielen Details, die Schwächen und Stärken kristallisieren sich nach und nach heraus.
Georgia und Shaun sind die totalen Gegensätze: Geschwister oder nicht, sie passen zusammen wie die Faust aufs Auge. Der Humor und ihr gegenseitiger Umgang ist so menschlich, dass ich mir die beiden in unserer Zeit vorstellen kann.
Das Team, das die beiden leiten, wird immer weiter vorgestellt und die neuen Charaktere besitzen wiedererkennungswert.

Die Idee mit dem Virus ist nicht neu, die Umsetzung allerdings schon. Durch unerwartete Wendungen, Todesfälle und Schockmomente wird die Spannung angeheizt und bleibt immer bestehen. Die vielen Szenenwechsel haben mir sehr gut gefallen, sodass mehr von dem Zustand im Jahre 2040 preisgegeben wird.
Obwohl es leicht zu lesen ist, regt es an vielen Stellen trotzdem zum Nachdenken an, da so viele relevante Themen behandelt werden.
Mein einziger Kritikpunkt ist, dass einzelne Szenen z.B. im Pferdestall zu wenig beschrieben werden.

Einfach überwältigend. Lebhafte Charaktere und ein Virus machen dieses Buch zu etwas ganz Besonderem, inklusive vieler unerwarteter Todesfälle.

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(208)

353 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

gott, glaube, jesus, liebe, familie

Die Hütte

William Paul Young , Thomas Görden
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 30.09.2011
ISBN 9783548284033
Genre: Romane

Rezension:

Ich habe mich nun an ein etwas anderes Buch gewagt.
Das Cover hat mich sofort angesprochen: Die Hütte im Schnee, die schlichte Atmosphäre. Es macht neugierig und im Nachhinein fielen mir Kleinigkeiten wie der Marienkäfer auf, die im Roman wichtig sind.
Der Einstieg nach dem Vorwort, das jeder lesen sollte, war sehr zäh. Ich musste mich sehr konzentrieren, um nicht immer abzuschweifen. Erst nach 15 Seiten kommt die eigentliche Handlung und mir fiel es schwer, mich auf die Personen und Gedanken einzulassen. Der Schreibstil ist zwar detailliert, aber nicht wirklich bildlich und nach dem Vorowort wird der Protagonist sehr lange vorgestellt. Familie, Gedanken, Handlungen.
Erst nach dem Vorgeplänkel nimmt die Geschichte an Fahrt auf und es entwickelt sich in die Richtung eines Krimis. Trotz der religiösen Handlung passt Krimi und Religion sehr gut zusammen, nach anfänglicher Skepsis hat es mir sogar Spaß gemacht, das Ganze zu lesen.
Der rote Faden ist immer erkennbar und trotz langen Rückblenden, die gut versteckt sind, wird es immer emotionaler.

Der Protagonist ist sehr interessant, aber fehlende Gedanken lassen schwer Sympathie zu. Mack stelle ich mir nicht als Erwachsenen, sondern in vielen Situationen wie ein kleines Kind vor. Allerdings werden seine Handlungen authentisch und die Überraschung gut dargestellt. Gott als mehrere Personen auftauchen zu lassen hat mich zunächst überrascht, aber dadurch, dass Raum für eigene Interpretation gegeben ist, ist es wieder gut gemacht.

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Der Roman ist klar in drei Teile aufgeteilt und der Klappentext verrät viel, was schade ist. Die ganzen Überraschungen werden vorweg genommen und eigentlich ist der Ausgang schon klar, bevor man angefangen hat zu lesen. Trotzdem ist es eine sich lohnende Handlung, die zum Nachdenken anregt.

Die Hütte ist ein Roman, der zum Nachdenken anregt, den Leser auffordert, sich Gedanken zu machen. Die Idee, einen Mord und die religiöse Handlung zu verknüpfen, ist ungewöhnlich, aber interessant ausgearbeitet. Der schwache Protagonist ist leider ein großer Makel bei dem ansonsten gut umgesetzten Roman.

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(222)

453 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 80 Rezensionen

dystopie, liebe, tahereh mafi, rette mich vor dir, juliette

Rette mich vor dir

Tahereh H. Mafi ,
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 30.09.2013
ISBN 9783442313044
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Omega Point – das Rebellenlager ist das neue Zuhause von Juliette und Adam, denen die Flucht vor dem Regime gelungen ist. Juliette ist mit ihren magischen Kräften nicht mehr allein und fühlt sich zum ersten Mal sicher. Und doch ist nicht alles so, wie es scheint. Adam scheint nicht mehr immun gegen ihre Gabe zu sein und ihre Liebe hängt am seidenen Faden.

Das Cover hat mir sofort gefallen. Wie auch das des ersten Bandes ist es sehr eindrucksvoll gestaltet und besitzt sofort einen Wiedererkennungswert. Die unterschiedlichen Schriftarten passen sich dem Cover an und vermitteln dem Leser die Einzigartigkeit des Romans.
Da ich begeistert vom ersten Band war, musste ich dieses Buch unbedingt lesen. Die Handlung an sich ist klar strukturiert, trotz den vielen Nebenhandlungen bleibt sie immer übersichtlich.
Durch unerwartete Wendungen schafft es die Autorin, den Leser in seinen Bann zu ziehen und ihn immer wieder zu überraschen. Der Schreibstil ist sehr bildlich, ich konnte mir die beschriebenen Handlungen sehr gut vorstellen, da er Juliettes Situation angepasst war. Die Idee mit den durchgestrichenen Sätzen ist neu und ich war zuerst ein wenig irritiert, im Nachhinein finde ich es sehr passend, sowohl im ersten als auch im zweiten Band.

Ich kann das Buch in den höchsten Tönen loben, doch leider hat sich Juliette überhaupt nicht weiterentwickelt. Am Anfang bemitleidet sie sich selbst, ist ständig traurig und das ändert sich nur langsam.
Von Adam ist leider viel zu wenig zu lesen, der Leser muss sich das Meiste über ihn hinzudenken. Der Fokus lag natürlich auf der Protagonistin – Juliette – aber ich hätte mir trotzdem mehr Informationen über Adam gewünscht.
Von Warner war ich positiv überrascht: es werden neue Details ans Licht gebracht, was sowohl seine Familie, als auch seine Beweggründe betrifft. Man sieht ihn nach dem Lesen von einer ganz anderen Seiten und er ist einer meiner Lieblingscharaktere geworden.
Im zweiten Band bekommen auch Nebencharaktere wichtige Rollen: Kenji oder auch Adams kleiner Bruder sind von Bedeutung, was mir sehr gefallen hat.
Durch die überraschenden Handlungen und auch Beweggründe bleibt die Spannung immer erhalten.

Leider ist das Setting, vor allem am Anfang, wenig abwechslungsreich. Der Roman spielt immer nur im Rebellenlager, das ich nun fast auswendig kenne. Mehrere Szenen wurden unnötig in die Länge gezogen, manchmal hätte alles knapper geschildert werden können.
Der Cliffhänger am Ende des Romans ist sehr gut gewählt und ich bin gespannt, wie es nun weitergeht.

Ich bin vom Vorgänger begeistert, dieser Band konnte mich leider nicht vollständig überzeugen. Durch monotone Handlungen und wenig abwechslungsreiche Dialoge wird die wunderschön dramatische Handlung leider in den Hintergrund gerückt.

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(194)

330 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 117 Rezensionen

fantasy, wolf, liebe, frost, dämon

Frostblüte

Zoë Marriott , Claudia Max
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 02.10.2013
ISBN 9783551312709
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Das Cover des Romans ist sehr speziell und von beeindruckender Einfachheit, trotzdem passt es wie die Faust aufs Auge.
Der Einstieg ist spannend, Frosts Erinnerung verstört den Leser, macht ihn aber auch neugierig.
Durch die komplexe Handlung wird die Spannung langsam gesteigert und es kommen nach und nach immer neue Personen hinzu, die ganzen Umgebungen und Gebiete werden beschrieben. Der Roman ist klar durchstrukturiert, besitzt leider eine Spannungsflaute in der Mitte, weil in besagtem Teil nichts wirklich Interessantes passiert.
Der Schreibstil ist leicht zu lesen und passt zu Frosts Charakter.

Die Charaktere sind ein Meisterstück. Die Autorin erschafft authentische Personen, die ihre Gefühle überzeugend darstellen.
Frost – oder Saram – muss vor allem am Anfang und in den Rückblenden sehr viel durchmachen und durch ihre Angst wirkt sie wie ein normales Mädchen. Die Rückblenden beleuchten immer mehr von ihrer Vergangenheit, sodass der Leser am Ende einen fast vollständigen Lebenslauf erstellen könnte.
Natürlich gibt es auch in diesem Buch wieder zwei Männer, zwischen denen sich Frost entscheiden muss. Mir waren Luca und Arian am Anfang beide unsympathisch, Luca mit seiner übertrieben freundlichen, Arian mit seiner abstoßenden Art. Die Dramatik der Beziehung zwischen Frost und Luca wird immer wieder gesteigert, wenn sich die beiden eine Zeit lang nicht sehen oder auch wenn Arian ihr den Schwertkampf beibringen soll. Auch das Ende hält noch eine gehörige Portion Spannung und Dramatik bereit.
Jede einzelne Person wird beschrieben, sowohl das Aussehen als auch Teile der Vergangenheit.

Die Idee mit dem Wolf ist nicht neu, wurde von Frau Marriott aber komplett neu umgesetzt. Ohne viele Beschreibungen setzt sie große Emotionen frei und punktet mit nachvollziehbaren Handlungssträngen.
Durch die Kämpfe am Anfang hätte ich mir in der Mitte einen Angriff erwartet, die Spannungsflaute hat mich dann etwas enttäuscht.

Eine Liebesgeschichte mit Wiedererkennungsfaktor, authentischen Charakteren und einer gut ausgearbeiteten Handlung. Die Autorin schafft es, den Spagat zwischen Kampf und Liebe neu zu definieren und lässt den Leser an der Entwicklung ihrer Charaktere teilhaben.

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(32)

62 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

orks, zwerge, könig, high fantasy, fantasy

Die Könige - Orknacht

Michael Peinkofer
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.10.2013
ISBN 9783492702096
Genre: Fantasy

Rezension:

Passend zum Titel besitzt der Roman ein sehr imposantes Cover, es schürt an den Leser hohe Erwartungen.
Durch einen großartigen Einstieg schafft es der Autor, den Leser in seinen Bann zu ziehen. König Winmar sucht nach der Stimme, seinem Herrscher. Somit passen Prolog und Epilog wieder zusammen.
Schon nach den ersten Seiten kamen mir die Charaktere vor wie alte Bekannte, da sie genau beschrieben werden. Die Welt mit all seinen Rassen, Herrschaftssystemen und Städten ist dem Leser bald sehr gut bekannt und durch unerwartete Wendungen wird Spannung aufgebaut.
Obwohl der Roman aus mehreren Perspektiven geschrieben ist, sind diese immer miteinander verknüpft und klar voneinander abgetrennt. Der Schreibstil ist sehr leb- und bildhaft, erläutert alles sehr genau und lässt kein Detail aus.

Dags Charakter ist interessant: Er ist nicht der typische Protagonist, kein Held. Er ist ein normaler Mensch mit all seinen Schwächen, Ängsten. Die Tatsache, dass Dag außerdem blind ist, gibt dem Buch eine ganz besondere Note, da sich dem Autor neue Möglichkeiten eröffnen.
Aryawen ist das genaue Gegenteil von ihm. Sie ist stark, kämpferisch und trotzdem zeigt sie manchmal Schwäche. Ihre Gefühle werden authentisch geschildert, ohne übertrieben zu wirken und auch die Verzweiflung der Unterdrückung von Lavan wirkt echt.
Die Bösen Charaktere sind typisch hinterhältig, fies und schmieden finstere Pläne. Sehr beeindruckend wird dem Leser die Entwicklung der Gefühle geschildert, auch Gedanken fließen immer mit ein.

Die Handlung ist sehr komplex, aber auch immer wieder überrascht der Autor mit unerwarteten Änderungen. Es wird sehr deutlich, wie kleine Entscheidungen die ganze Handlung beeinflussen können.
Durch die gut ausgearbeitete Idee gibt es eine Identifikation mit den Charakteren.

Ein Roman, der mit vielen neuen Wesen und einer genialen Welt punktet. Der blinde Protagonist verleiht dem Roman eine atemberaubende Spannung.

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(21)

60 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

meerman, fi, mondlich, zauberer, gargyl

Die Chroniken der Nebelkriege 4: Der silberne Traum

Thomas Finn
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 01.02.2013
ISBN 9783473400881
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich habe mich sofort in das Cover verliebt, als ich das Buch gesehen habe. Der Baum mit den silbernen Blättern sieht einfach nur fantastisch aus, der Vollmond unterstreicht das Mystische.
Der Einstieg kam etwas abrupt, trotzdem war ich sofort in der Handlung und es war Spannung vorhanden. Der Leser wird sehr langsam an die Personen herangeführt, Fis und Nikks Charaktere bzw. Wesen werden langsam offenbart.
Die Handlung steigert sich stetig und der Autor lässt sich immer wieder neue Wendungen einfallen, um den Leser zu überraschen.
Trotz allem ist die Handlung klar strukturiert und es wird alles aus Fis Sicht geschrieben, passend zum Schreibstil.

Die Charaktere waren mir von der ersten Seite an sympatisch und sind einzigartig. Die Vergangenheit jeder einzelnen Person wird durchleuchtet, jedes noch so kleine Detail wird beschrieben und das hat zur Folge, dass sich der Leser die Personen sehr genau vorstellen kann.
Fis Charakter ist wunderbar und ich mag ihr Wesen, was auch daran liegt, dass sie sich an ihre Vergangenheit zunächst nicht erinnert.
Nikk ist das komplette Gegenteil, aber auf seine Art sehr sympatisch.
Der silberne Traum ist ein Prequel der vorherigen Bänder der Nebelchronik-Saga und dementsprechend kommen auch Personen aus den vorherigen drei Bändern wieder vor, was mich sehr gefreut hat.

Obwohl die Idee beinahe nahtlos an die vorherigen drei Bände anknüpft, müssen sich die Personen mit ihren ganz eigenen, teilweise persönlichen Problemen herumschlagen und es werden neue Handlungsorte vorgestellt. Der Zauber der Welt ist erhalten geblieben und auch das überraschende und offene Ende hat mich sehr „geflashed“.

Der silberne Traum ist ein gelungenes Prequel. Mit Fi und Nikk gelingt es Thomas Finn, zwei völlig unterschiedliche Personen zu erschaffen und in die Welt zu integrieren. Ich hoffe auf eine baldige Fortsetzung der Saga.

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160 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 11 Rezensionen

ägyptische mythologie, rick riordan, götter, ägypten, die kane-chroniken - die rote pyramide

Die Kane-Chroniken - Die rote Pyramide

Rick Riordan , Claudia Max
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 24.01.2014
ISBN 9783551312846
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Carter und Sadie Kane – zwei Geschwister, die getrennt aufwachsen und doch gleich sind.
Als ihr Vater mit den beiden an Heiligabend ins Museum geht, verändert sich ihr Leben. Ihr Vater wird von einem glutroten, unheimlichen Typen entführt und plötzlich werden die beiden von Göttern und Dämonen gejagt.
Auf einer waghalsigen Rettungsmission finden sie mehr über ihre Eltern heraus und die Geschwister scheinen auch das ein oder andere Geheimnis zu haben.

Das Cover ist sehr überladen, trotzdem drückt diese Szene die Handlung am besten aus und deswegen ist die Wahl des Covermotives gut gelungen.
Am Anfang musste ich erst einmal schmunzeln: Der Autor gibt Hinweise, dass die vorliegende Geschichte nur eine Tondatei ist – parallelen zu dem Anfang der Percy Jackson Reihe sind nicht von der Hand zu weisen.
Trotzdem war ich begeistert von dem rasanten Einstieg und auch die Kommentare der beiden Geschwister, die im Buch in eckige Klammern gesetzt wurden, sind einfach nur göttlich.

Die Handlung ist sehr wandelbar, es gibt immer wieder Szenen, die so fantastisch beschrieben werden, dass ich einfach nur staunen kann. Der Autor schafft es, dem Leser unsere Erde nahezubringen, wie sie mit Magie wäre.
Der Schreibstil ist wirklich wunderbar und der Humor geht nie verloren. Es sind immer nur kleine Sätze, eingeschobene Gedanken oder auch eine ironische Frage. Beim Lesen hat man das Gefühl, neben den Protagonisten zu stehen und sie schmunzelnd anzuschauen.

Die Charaktere sind einfach super. Da wäre einmal Sadie, ein Mädchen, das zu größerem geboren wurde. Dann Carter, der nach dem Entdecker von Tutanchamun benannt wurde. Bastet, Osiris, Isis, Horus …
Die Charaktere sind sehr unterschiedlich, jeder hat sein eigenes Merkmal und niemand ist perfekt. Macken und Schönheitsfehler gehören zu diesem Buch wie ein ruhiger Platz zum Lesen.
Obwohl es wenig Beschreibungen gibt, hat der Leser schon nach wenigen Seiten eine genaue Vorstellung, wie Sadie und Carter aussehen. Ihr Wesen wird auch durch den Erzählstil (es ist eine Tonaufnahme!) wiedergespiegelt und so kann sich der Leser seine eigenen Gedanken dazu machen.

Die Idee mit den Göttern weist natürlich Parallelen zu Percy Jackson auf. Trotzdem liebe ich es, wie der Autor genau recherchiert hat, jedem Gott Leben eingehaucht und ihre Geschichte erzählt hat.
Auch, dass der Roman in der heutigen Welt spielt und einige bedeutenden Schauplätze darin vorkommen, stellt einen Bezug zur Realität her.

Mir hat der Auftakt der Kane-Chroniken sehr gefallen. Nicht nur, dass der Autor seinem humorvollen Schreibstil treu geblieben ist. Er schafft es, die Protagonisten zum Leben zu erwecken und den Leser zu begeistern.

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Der Seelenfänger

Chris Moriarty
E-Buch Text: 351 Seiten
Erschienen bei Dressler Verlag, 30.09.2013
ISBN 9783862725618
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Das Cover des Romans ist sehr aufwendig gestaltet und hat mich einfach magisch angezogen. Die Farben, das Auge und die Schrift passen so gut zusammen und lassen auf einen guten Fantasy Schmöker hoffen.
Der Anfang ist etwas verwirrend.
Der Leser wird sofort in das Geschehen hineingeworfen und benötigt einige Zeit, um sich an den Schreibstil der Autorin zu gewöhnen. Die vielen jüdischen Worte und Ausrufe am Anfang verwirren etwas, beim Weiterlesen stören sie allerdings überhaupt nicht mehr.

Die Handlung an sich ist klar strukturiert, es gibt einen roten Faden, der nie verloren geht.
Auch Überraschungsmomente kommen im Roman nicht zu kurz, auch wenn sie manchmal etwas besser ausgearbeitet hätten sein können.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr locker. Sie spricht von den Hauptpersonen, als ob sie sie im realen Leben kennen würde und das macht das Buch sehr sympathisch.

Die Charaktere an sich sind sehr gut ausgearbeitet. Sascha ist erst dreizehn und kann schon Magie sehen, bei Inspector Wolf trifft er auf Lilly, die aus einer anderen Welt zu kommen scheint.
Die witzigen Dialoge zwischen den beiden lockern die Stimmung immer wieder auf und ermuntern zum Weiterlesen. Die Beschreibungen allerdings kommen manchmal zu kurz. Es werden szenenweise die Kleidungsstücke der Protagonisten beschrieben, leider ist das aber nicht sehr aussagekräftig über das Aussehen der beiden.
Ihre Entwicklung während der Handlung hingegen ist sehr gut gemacht.

Die Idee mit dem Dibbuk und den eingearbeiteten jüdischen Elementen hat mir sehr gut gefallen. Das Buch an sich ist aber harte Kost und eher etwas für erfahrene Leser geeignet, da es an manchen Stellen seine Längen hat.
Die Schlüsselszenen am Anfang und Ende sind etwas zu wenig beschrieben, wohingegen andere Szenen wieder zu viel beschrieben werden.

Trotzdem hat mir das Buch sehr gefallen. Die Charaktere sind sehr sympathisch und die Autorin schafft es, dem Leser das jüdische Leben nahezubringen.

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(26)

96 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 7 Rezensionen

fantasy, drachen, jugendfantasy, jugendbuch

Drachenschwester - Thubans Vermächtnis

Licia Troisi
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei cbj, 01.09.2010
ISBN 9783570139707
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die dreizehnjährige Sofia wacht jede Nacht auf, geweckt von einer schwebenden Stadt, die immer wieder in ihren Träumen erscheint. Ihre Hoffnung, das Waisenhaus zu verlassen, schwindet immer mehr.
Bis ein Professor auftaucht und sie zu sich nimmt.
Von da geht es Schlag auf Schlag: Geflügelte Kreaturen greifen sie an und Sofia muss um ihr Leben fürchten. Denn sie trägt das Erbe des Drachen Thuban in sich und muss dessen Macht freisetzen, um den Wächter der Dunkelheit – den Lindwurm Nidhoggr – endgültig zu besiegen.


Licia Troisi – allein der Name verspricht hochkarätige Fantasy.
Das Cover ihres neuen Romans ist sehr ausdrucksstark und farbenfroh, besitzt einen einprägsamen Schriftzug.
Der Prolog erzählt die Vorgeschichte des Buches und der Leser wird so langsam mit den Drachen vertraut gemacht.
Dann kommt die Umstellung auf Sofias Sicht und man merkt, wie sich der Schreibstil ein wenig verändert – er wird auf ihr Alter angepasst.

Der Handlungsverlauf ist sehr zäh. Bis zur Mitte des Buches gibt es nur wenige Höhepunkte und es werden immer mehr Fragen aufgeworfen – jedoch keine beantwortet.
Auch Details, die für den Handlungsverlauf wichtig gewesen wären oder die in manchen Situationen angebracht wären, haben gefehlt.
Der Schreibstil ist gewohnt leicht zu lesen.

Die Protagonistin Sofia ist noch relativ jung und ich konnte mich mit ihr sehr gut identifizieren. Trotz allem ist sie sehr negativ eingestellt, denkt nichts Positives und ist sehr leicht eingeschnappt. Diese Einstellung ist am Anfang noch ganz okay, aber das ganze Buch über nervt es.
Lydia ist die nächste Figur, die ich nicht wirklich mag. Sie ist zu nett, dann wieder hochnäsig und schließlich wieder für jeden Spaß zu haben. Aus ihr wird man nicht wirklich schlau.
Die Charaktere zeigen allgemein zu wenig Gefühle und Gedanken, einzig die Szenen mit den Drachen sind interessant und von Gefühlen nur so gespickt.
Einige Passagen aus der Sicht der Bösen zu erleben ist sehr interessant und mir gefällt der Junge Mattia, der zum Werkzeug der Bösen wird.

Die Idee unterscheidet sich sehr von den Drachen-/Schatten-/Feuerkämpferin Reihen. Es scheint so, als ob die Autorin fast zwingend etwas in der realen Welt spielen lassen will.
Leider gibt es im gesamten Roman nur vier oder fünf Settings, die immer und immer wieder genannt werden, aber nie gut beschrieben.
Das Buch ist sehr vorhersehbar und konnte mich an manchen Stellen überhaupt nicht überzeugen.

Ein weiterer Roman des Fantasy-Shootingstars Licia Troisi, von dem ich leider zu viel erwartet habe. Die Umsetzung war mit Fehlern gespickt, zu wenig Beschreibungen und eine nicht ganz ausgereifte Handlung lassen das Buch plump wirken.

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(1)

3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

The Bad Tuesdays. Fremde Energie

Benjamin J Myers , Alexandra Ernst
Fester Einband: 360 Seiten
Erschienen bei Freies Geistesleben , 03.03.2010
ISBN 9783772525025
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ab durch den Schlingschlund!
Chess, Box und Splinter werden der Verbogenen Symmetrie hinterhergeschickt, um nach den verschwundenen Kindern zu suchen.
Immer wieder kommt es zu Spannungen zwischen Chess und ihrem Bruder Splinter. Der zeigt ein auffälliges Interesse an der Technologie des Feindes, während sie herauszufinden versucht, wieso die Symmetrie hinter ihr her ist. Eine atemberaubende Verfolgungsjagd beginnt.

Das Cover des Romans ist sehr schlicht gehalten, trotzdem drücken die Farben sehr viel aus. Auch die Schriftart ist gut gewählt und die Ziegelsteine im Hintergrund geben dem ganzen ein gewisses Etwas.
The Bad Tuesdays 2 hat einen ganz eigenen Anfang, einen, der mit dem ersten Teil nicht viel gemein zu haben scheint. Die drei Geschwister Chess, Box und Splinter werden nochmals beschrieben und der Leser wird durch deren Gedanken und Erinnerungsfetzen an das herangeführt, was im ersten Teil passiert ist.
Während dieser, ich nenne es mal Einführung, ist dennoch Spannung vorhanden.

Der Handlungsverlauf ist sehr wirr, es ist keine klare Linie zu erkennen. Immer wieder wird die Handlung durch ein Ereignis komplett durcheinander geworfen. Die vielen Überraschungsmomente sorgen für ständige Abwechslung, sorgen aber auch dafür, dass die Handlung etwas planlos und sehr spontan wirkt.
Der Schreibstil von Herrn Myors ist sehr bildlich und dem Alter der Protagonisten und der Zielgruppe angepasst.

Die Protagonisten Chess, Box und Splinter sind dem Leser aus dem ersten Teil bekannt. Trotzdem werden sie noch einmal genau beschrieben.
Ihr Charakter verändert sich in diesem Band sehr, die Geschwister gehen in ihren Gedanken und Auffassungen auseinander und sind nie einer Meinung. Bei Splinter ist die Entwicklung am deutlichsten.
Durch Zankereien und Streitsituationen wirkt die Atmosphäre angespannt, allerdings gibt es den Dreien etwas von Normalität.
Obwohl die Nebenpersonen nur am Rande beschrieben werden, kann der Leser sich sein eigenes Bild machen. Auf die vom Autor neu erschaffenen Wesen z.B. die Hundemenschen wird sehr oft detailliert eingegangen.

Die Idee des zweiten Teiles ist fantastisch. Eine Verbogene Symmetrie, die Kinder raubt, Hundemenschen und fremde Planeten. Und dann natürlich noch die Zeitreisen.
Das Buch beinhaltet so viele fantastische Elemente, dass ich aus dem Schwärmen gar nicht mehr herauskomme.
Die Erwartungen, die ich seit dem ersten Teil und auch wegen des Klappentextes hatte, waren sehr hoch. Sie wurden allerdings mehr als übertroffen.

Ein Roman, der von Überraschungsmomenten lebt. Die Umsetzung der Idee ist sehr gut gelungen und die Charakterentwicklung ist deutlich zu sehen. Eindeutig eines meiner Lieblingsbücher. 

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(59)

163 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 25 Rezensionen

london, themenpark, phantom, pastworld, eve

Pastworld

Ian Beck , Barbara Abedi
Flexibler Einband: 393 Seiten
Erschienen bei Loewe, 01.06.2010
ISBN 9783785571569
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Das Cover von Pastworld ist einfach genial. Die düsteren Farben passen sehr gut zum Inhalt des Buches und der Leser ist gespannt, was ihn erwartet.

Der Einstieg in das Geschehen kommt plötzlich, ohne dass die Personen groß vorgestellt werden. Der Roman ist sofort aus zwei Sichten geschrieben, was am Anfang etwas verwirrend ist.
Die Handlung ist klar strukturiert aufgebaut, es wird immer das eine Ziel verfolgt. Trotzdem haben mir einige Nebenhandlungen gefehlt, die das Geschehen aufgelockert hätten.
Der Schreibstil ist leicht zu lesen und passt auch gut zu diesem Buch.
Der Autor beschreibt den Themenpark Pastworld sehr detailliert, fast das ganze Geschehen spielt sich schließlich darin ab.
Die normale Welt – das Jahr 2048 – wird dabei leider außen vor gelassen. Es gibt keien Informationen darüber, wie sich die Welt verändert hat.

Die Protagonisten sind Caleb und Eve – das Alter der beiden kann ich nur schwer bestimmen. Sie sind nur als grober Umriss beschrieben, Gefühle und vor allem Gedanken fehlen völlig. In dem Roman werden sehr viele Personen und auch Gruppen behandelt, leider werden diese nicht beschrieben.
Als Leser konnte ich mir also kein Bild davon machen, wie die Personen aussehen oder wieso sie dementsprechend handeln.

Die Idee des Themenparks hat mir sehr gut gefallen, ich kann mir das alte London sehr gut vorstellen.
Die Auflösung der Problematik am Ende ist relativ lang und ausführlich. Das finde ich aber gut, denn das Buch nimmt einige unerwartete Wendungen und dementsprechend lang muss das Ende sein.

Ein Roman mit spannender Idee, an der Umsetzung hapert es leider ein wenig.
Trotzdem gebe ich drei Federn, da mich das Buch gefesselt hat und ich immer wieder überrascht war.

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(1.041)

1.757 Bibliotheken, 32 Leser, 14 Gruppen, 174 Rezensionen

liebe, götter, halbgötter, unterwelt, helen

Göttlich verloren

Josephine Angelini , Simone Wiemken
Fester Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Dressler, 01.01.2012
ISBN 9783791526263
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Nachdem ich mich mit dem ersten Band sehr abmühen musste, beginne ich jetzt den zweiten. Das Cover gefällt mir sehr gut, die Farben sind sehr stimmungsvoll und passen auch zum Inhalt des Buches. Auch, dass auf kleine Einzelheiten wie die Emblems an den Seitenrändern geachtet wurde, gefällt mir sehr.

Der Einstieg kommt sehr plötzlich, das Buch bindet fast nahtlos an den vorgerigen Band an. Da es schon eine Weile her ist, seit ich den ersten Band gelesen habe, hätte ich mir am Anfang eine Zusammenfassung gewünscht.
Der Schreibstil ist wie gewohnt sehr leicht zu lesen und in der Jugendsprache verfasst.
Trotzdem fällt eine deutliche Veränderung zum ersten Band auf, aber dazu später mehr.

Die Handlung ist klar strukturiert, allerdings fehlen mir ab und zu kleine Nebenhandlungen, die sich nicht mit der Haupthandlungen beschäftigen.
Das Buch ist sehr unvorhersehbar, der Leser ist immer wieder überrascht, wie viele verschiedenen Szenen und Facetten die Autorin in dieses Buch eingebracht hat.

Die Charaktere haben sich in diesem Band sehr verändert.
Helen als Protagonistin ist mir ans Herz gewachsen, denn sie erscheint so viel menschlicher als im ersten Band. Auch ihre Beziehung zu Lukas wird viel authentischer dargestellt.
Orion dagegen ist mir ein Rätsel. Er wird sehr detailliert beschrieben, seine Hintergrundgeschichte erläutert, und trotzdem weiß ich nur sehr wenig über ihn.
Die einzelnen Hintergrundgeschichten aller Charaktere werden sehr genau beschrieben und sind auch sehr genau überlegt. Mir haben aber die Gefühle und Gedanken der Personen gefehlt, ihre Verwirrtheit.

Die Idee mit den Halbgöttern wurde sehr gut weitergeführt und ich finde es gut, dass das Buch sehr viel in der Unterwelt spielt.
Das Buch ist sehr gut recherchiert, alle Geschichten der Götter wurden miteingebaut.
Auch das Ende ist sehr gut, allerdings ein wenig zu kurz.

Was mir an dem zweiten Teil der Göttlich-Trilogie nicht gefällt, sind die Beschreibungen der Umgebungen. Und auch Helens Handlungen werden viel zu wenig beschrieben.
Es sind noch viele Fragen offen, die hoffentlich im letzten Band geklärt werden.


Eine würdige Fortsetzung mit einer authentischen Protagonistin und eine genialen Idee.

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(36)

65 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

jugendbuch, schwarze magie, die fünf tore, horror, mystery

Teufelsstern

Anthony Horowitz , Simone Wiemken
Flexibler Einband: 364 Seiten
Erschienen bei Loewe, 12.06.2009
ISBN 9783785566398
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Am Anfang gibt es einen kurzen Rückblick zum vorherigen Band, damit der Leser besser einsteigen kann.
Dann beginnt der Prolog – mit einer Szene, die eigentlich nicht so richtig zum Buch passt. Trotzdem wird die Neugier des Lesers geweckt und man möchte weiterlesen.

Das erste Kapitel ist dann aus der Sicht von Matts Tante.
Ein Kapitel aus ihrer Sicht habe ich mir schon im ersten Band gewünscht und die Umsetzung ist einfach grandios gelungen. Auch die Macht der Alten wird in diesem Kapitel demonstriert und als Leser fragt man sich, wie es wohl weitergehen wird.
Es werden, als Nebeninformationen eingeschleust, die Ereignisse zwischen den zwei Bänden geschildert, was sehr gut gelungen ist.

Der Schreibstil des Autors hat sich sehr verbessert. Alles Unwichtige wurde weggelassen, die spannenden Szenen waren nicht zu detailliert beschrieben und der Autor hat sich wirklich auf das Wichtigste konzentriert.
Auch die historischen Ereignisse, die immer wieder eingebaut waren, wurden genau recherchiert und bringen so Abwechslung in die Handlung.

Matts Charakter hat sich sehr verändert. Er zeigt mehr Gefühle und seine Handlungen werden mehr beschrieben.
Pedro – der zweite Torwächter – ist sehr still und wird wenig beschrieben.
Das kann auch daran liegen, dass er und Matt sich nur wenig verständigen können, trotzdem hätte der Autor Pedro etwas mehr beschreiben können. Aber das wird sich sicher noch ändern.

Die Handlung hat sich weiterentwickelt und es werden immer wieder Szenen aus dem ersten Band aufgegriffen.
Dieser Band glänzt durch seine vielen Ortswechsel und sehr gute Ortsbeschreibungen.
Durch viele unerwartete Wendungen wird der Leser immer wieder überrascht und zum Weiterlesen angeregt.

Eine sehr starke Fortsetzung mit guter Idee und sehr genauem Schreibstil. Unbedingt empfehlenswert.

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(95)

160 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

jugendbuch, fantasy, anthony horowitz, horror, matt

Todeskreis

Anthony Horowitz , Simone Wiemken
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Loewe, 06.06.2008
ISBN 9783785564431
Genre: Fantasy

Rezension:

Das Cover ist sehr schlicht und ausdruckslos und auch der Klappentext verrät wenig.
Nach den ersten Seiten ist dem Leser vermeintlich klar, in welche Richtung das Buch geht: Hexengeschichte.
Die radikale Wende am Ende des Buches kommt daher noch überraschender.

Die am Anfang relativ harmlosen Ereignisse steigern sich mit jeder Seite und der lockere und leicht zu lesende Schreibstil unterstützt die Spannung hervorragend.
Die Handlung ist sehr komplex und dennoch genau durchdacht. Der rote Faden geht nie verloren. Allerdings finden die Geschehnisse an immer denselben Orten statt. Einige Ortswechsel und unerwartete Wendungen wären nicht schlecht gewesen.

Matt als Protagonist ist sehr schwer zu durchschauen. Seine Gedanken und Gefühle werden nur am Rande erwähnt, trotz detaillierter Beschreibung des Aussehens ist es nicht leicht, ihn einzuschätzen.
Die Hintergrundinformationen des Buches sind sehr genau und bis ins kleinste Detail beschrieben, um jede Person wird eine eigene, kleine Geschichte aufgebaut.

Die Idee mit den fünf Toren und Torhütern ist einzigartig. Mir hat es Spaß gemacht zu lesen, wie Matt immer mehr von den Alten und dem Nexus erfährt und seine Gabe einsetzt.
Trotzdem finde ich, dass die Geheimnisse der Tore viel zu knapp beschrieben sind.
Man erfährt zwar die grundlegenden Informationen, dennoch sind viele Sachen noch ungeklärt und werden zu wenig beschrieben.

Auch das Ende kommt sehr plötzlich und ist sehr distanziert beschrieben. Matts Gefühle fehlen, seine Überraschung.
Auch die Spannung geht hier leider etwas verloren.

Trotzdem ein gelungener Auftakt der Reihe trotz einiger Schwächen. Mit sehr viel Liebe zum Detail.

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(60)

129 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 13 Rezensionen

sherlock holmes, amerika, krimi, england, holmes

Young Sherlock Holmes - Das Leben ist tödlich

Andrew Lane , Christian Dreller
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei FISCHER KJB, 23.08.2012
ISBN 9783596193011
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der markante Schriftzug des Titels lässt sofort erkennen, dass es sich bei dem Buch um den Teil einer Reihe handelt.
Der Einstieg ist spannend, hat nicht sofort etwas mit der Haupthandlung oder dem Klappentext zu tun und verwirrt den Leser.

Dann jedoch wird die Geschichte mit dem jungen Sherlock Holmes fortgeführt und der Leser befindet sich sofort in dessen Welt.
Der Schreibstil des Autors ist sehr detailliert, alles wurde sehr genau recherchiert (was auch im Nachwort noch einmal angesprochen wird).
Was mir allerdings aufgefallen ist, ist, dass der Klappentext fehlerhaft ist.
Dort wird Mycroft, Sherlocks Bruder, als Verräter beziehungsweise Mitwisser betitelt, was er im Buch allerdings gar nicht ist.

Die Charaktere haben sich im Gegensatz zum ersten Band sehr entwickelt, Sherlock ist erwachsener geworden und er denkt logischer und kombiniert schneller.
Leider rücken dabei seine Freunde Virginia und Matty vollkommen in den Hintergrund, sie sind zwar immer dabei, ihre Handlungen werden allerdings nur selten beschrieben.

Der rote Faden der Handlung ist klar erkennbar und trotz relativ vieler Nebenhandlungen/–infos werden diese immer wieder aufgegriffen und weiter mit der Geschichte verknüpft.
Die verschiedenen Szenen, die der Autor beschreibt, sind sehr gut miteinander verbunden und es kommt immer wieder zu unerwarteten Wendungen in der Geschichte.

Allerdings sind manche spannenden Stellen zu knapp, andere – langweiligere – Stellen zu viel beschrieben.
Außerdem muss für die Haupthandlung sehr weit ausgeholt werden und sie ist nicht immer authentisch.

Trotzdem ein sehr gelungener Roman, der spannend geschrieben ist aber dessen Charaktere meist sehr oberflächlich sind. Die gut recherchierte Handlung stellt den Bezug zu den späteren Sherlock Holmes Romanen her.

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(31)

51 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

fantasy, schlangenschwert, star wars ähnlich, richtig und falsch, weltraum

Das Schlangenschwert

Sergej Lukianenko , Ines Worms , Init.Büro Init.Büro für Gestaltung
Flexibler Einband: 639 Seiten
Erschienen bei Beltz, J, 04.06.2010
ISBN 9783407740854
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Das Cover ist sehr unscheinbar, sehr schlicht und ich denke, das Buch findet nur wenig Beachtung.
Die Geschichte steigt nicht zu schnell ein, der Leser bekommt zuerst einen Überblick über die Situation in dem Buch und die Welt.
Der Anfang ist traurig, trotzdem sehr interessant, denn der Autor schreibt etwas über Tikkis Vergangenheit und damit kann sich der Leser die späteren Handlungen des Hauptcharakters besser vorstellen und auch verstehen.

Der Schreibstil ist sehr detailliert, die Beschreibungen sehr präzise. Trotz der Lockerheit ist immer Spannung vorhanden.
Die Handlung ist übersichtlich aufgebaut und das eigentliche Ziel wird nicht aus den Augen verloren. Sie entwickelt sich sehr langsam und trotzdem ist man immer wieder überrascht, was als nächstes kommt.

Die Charaktere sind ein Meisterstück. Trotz der wenigen Informationen sind sie dem Leser sofort sympathisch und das bezieht auch die Nebencharaktere mit ein. Denn auch die Nebencharaktere sind mit sehr viel Präzision gefertigt und haben alle ihre eigene Geschichte.
Der Leser bekommt die Entwicklung der einzelnen Charaktere zu sehen, was sehr gelungen ist.

Die Idee ist neu, obwohl es Science Fiction ist. Eine ferne Zukunft, verschiedene Planeten sind bewohnt.
Die Welt, in der die Protagonisten leben, werden sehr präzise beschrieben und die Wirtschaft, die Herrschaftssysteme und allgemein die Planeten werden sehr authentisch dargestellt.
Verschiedene Gegenstände und auch Personen wie die Rasse der Phagen oder auch das Schlangenschwert passen sehr gut zum Setting des Buches.

Der Autor denkt über viele Umwege und es entstehen immer wieder neue Handlungsstränge.
Auch das Ende ist sehr überraschend und auch emotional. Es ist lang genug und die Auflösung der Problematik gefällt mir sehr gut.

Leider sind manche Szenen zu lang beschrieben, da hätte sich der Autor etwas kürzer fassen können. Auch die teilweise fehlenden Gefühle einzelner Personen stören ein wenig.

Das Buch ist ein Geheimtipp für alle Science Fiction Fans, da es sich durch eine seht detaillierte und authentische Handlung auszeichnet.

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(18)

39 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

tunnel, will, london, freundschaft, kolonie

Abgrund

Roderick Gordon , Brian Williams , Franca Fritz , Heinrich Koop
Fester Einband: 693 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.01.2009
ISBN 9783401062754
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Abgrund ist genauso wie Tunnel ein sehr komplexes Buch.
Die Gestaltung ist dieselbe, die metallenen Buchstaben auf dem Cover.
Auch die Farben rot und gelb passen sowohl zum Inhalt als auch zum Titel.

Das Buch beginnt dort, wo der vorherige Band aufgehört hat.
Allerdings ist das erste Kapitel aus der Sicht einer neuen Person, Will und Cals Mutter.
Der zweite Band der Trilogie spielt fast ausschließlich unter der Erde, was ich sehr gut finde. So kann sich der Leser diese zweite Welt sehr genau vorstellen und sich in ihr verliere.

Die Handlung ist, wie schon gesagt, sehr komplex. Die Kapitel werden nicht nur aus Wills sondern auch aus anderen Sichten geschrieben. Da wäre einmal Wills Vater, seine Mutter und Adoptivmutter. Und natürlich auch aus der Sicht der Bösen.
Überraschenderweise konnte ich eine klare Trennlinie ziehen und habe die verschiedenen Handlungen nicht miteinander vermischt.
Auch in diesem Band ist überall Spannung vorhanden, jede einzelne Situation ist energiegeladen. Und obwohl die Handlung einem klaren Verlauf folgt, wurde ich immer wieder mit neuen Handlungssträngen überrascht.
Leider wird oft das eigentliche Ziel, Wills Vater zu retten, aus den Augen verloren.

Die Charaktere sind wie gewohnt sehr gut ausgearbeitet. Will, Cal und Chester, die schon aus dem vorherigen Band bekannt sind, werden zwar hin und wieder beschrieben, aber nicht übermäßig. Die neuen Charaktere dafür umso mehr.
Die Autoren sparen nicht mit Adjektiven oder Verben und bringen die Aussagen der Charaktere immer klar auf den Punkt.
Auch die Unterschiede der vielen Personen werden sehr deutlich.
Elliot und Drake – zwei Ausgestoßene – sind wie Feuer und Wasser, und passen dennoch sehr gut zusammen.
Auch die Entwicklung der Charaktere allgemein war sehr gut. Will verändert sich am meisten, er muss mit vielen Verlusten klarkommen. Aber auch Chester und Cal verändern sich sehr – und damit auch ihre Freundschaft.

Der Schreibstil ist locker und leicht zu lesen.
Zu bemängeln habe ich die Beschreibungen der Umgebungen und die leichte Eintönigkeit, die hin und wieder einkehrt.
Im Großen und Ganzen kann ich mir diese Welt unter London vorstellen, aber gerade bei diesen Killerpflanzen oder der „Hausmilbe“ (Leser wissen, was gemeint ist) hätte ich mir viel mehr Details gewünscht.

Das Ende ist sehr fies, es sterben gleich mehrere Charaktere auf einmal. Und der Cliffhänger macht es natürlich noch spannender. Was passiert also im nächsten und finalen Band? Ich freue mich sehr, wenn ich ihn lesen kann.


Allgemein ein sehr guter Folgeband, der mit seinen starken Charakteren glänzt, dem aber kleine Details fehlen.

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(43)

105 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 9 Rezensionen

tunnel, freundschaft, london, england, styx

Tunnel - Das Licht der Finsternis

Roderick Gordon , Brian Williams , ,
Fester Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.06.2008
ISBN 9783401062747
Genre: Fantasy

Rezension:

Das Cover des Romans ist einzigartig, denn die Buchstaben leuchten im Dunkeln. Die eiserne Schrift des Titels passt zum Inhalt des Buches.
Der Einstieg ist relativ harmlos. Will und sein Vater Dr. Burrows erforschen einen Tunnel.
Der Leser wird langsam in die Handlung eingeführt, nach und nach kommen mehr Personen hinzu, mit denen man sich auseinandersetzen kann.

Der Schreibstil ist sehr flüssig, der weder zu viel, noch zu wenig beschreibt.
Die Nebeninformationen, die es reichlich gibt, wurden von mir gar nicht als solche wahrgenommen, denn sie sind sehr gut in die Handlung eingebaut. Schon nach einigen Seiten war ich fasziniert und wollte unbedingt wissen, wie das Abenteuer weitergeht.

Ich liebe die Charaktere. Der Protagonist Will ist sehr authentisch beschrieben, seine Handlungen und Überzeugungen sind logisch und für den Leser klar verständlich.
Chester, Wills bester Freund, ist das genaue Gegenteil von Will. Trotzdem ergänzen sich die beiden perfekt und sind füreinander da, wenn es hart auf hart kommt.

Die Idee des Romans ist fantastisch. Die Kombination der Archäologie bzw. den Grabungen und dem Volk, das unter der Erde lebt, ist mir neu und wurde sehr gut umgesetzt.
Der Roman spielt sowohl über der Erde, in Übergrund, als auch unter der Erde.
Dass das Buch in London spielt, hat mich überrascht, denn dies wird zwar immer wieder als Nebeninformation gesagt, ich habe dies aber erst nach einigen Malen realisiert.
Die Handlungsorte sind fantastisch, der Fantasie der Autoren war keine Grenzen gesetzt und die beiden haben sie sinnvoll genutzt.
Auch die „Regierung“ in den Tunneln ist sehr gut beschrieben und der Leser kann sich die Unterdrückung sehr gut vorstellen. Trotzdem hätte ich mir mehr Informationen über die Bösen, die sogenannten Styx, gewünscht.

Die Handlung ist klar strukturiert, Spannung ist immer vorhanden.
Trotzdem wird der Leser immer wieder von den Reaktionen oder Handlungen der Charaktere überrascht, da nichts voraussehbar ist.
Die Autoren haben auch einige fiese, unerwartete Überraschungen eingebaut, wo ich gedacht habe: Wie schaffen die das nur?
Denn ich hatte keine Ahnung.

Das Ende ist gut, denn obwohl es einen Folgeband gibt, ist etwas wie ein finaler Kampf eingebaut.
Es lädt zum Weiterlesen ein und ich bin gespannt, wie Wills Abenteuer weitergeht. Denn in diesem Band bleiben sehr viele Fragen offen, die hoffentlich bald geklärt werden.

Ein spannender Roman mit ausgearbeiteten Charakteren und klar strukturierter Handlung. Wer Abenteuerromane mag, ist hier richtig.

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