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11 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

berlin, erde, humor zeitreisen außerirdische, raumschiff, science fiction

Alles außer irdisch

Horst Evers
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 24.03.2017
ISBN 9783499271144
Genre: Romane

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

fantasy, phantom of the opera, retelling

RoseBlood

A. G. Howard
E-Buch Text: 432 Seiten
Erschienen bei Amulet Books, 10.01.2017
ISBN 9781613121412
Genre: Sonstiges

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(205)

504 Bibliotheken, 23 Leser, 2 Gruppen, 142 Rezensionen

fantasy, liebe, feuer, eis, elly blake

Fire & Frost - Vom Eis berührt

Elly Blake , Yvonne Hergane
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 14.02.2018
ISBN 9783473401574
Genre: Jugendbuch

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Heart of Dread - Frozen

Melissa de la Cruz , Michael Johnston , Melissa de la Cruz
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Hachette Children's Books, 28.08.2014
ISBN 9781408334669
Genre: Kinderbuch

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945 Bibliotheken, 13 Leser, 5 Gruppen, 45 Rezensionen

fantasy, kristin cashore, die beschenkte, gabe, jugendbuch

Die Beschenkte

Kristin Cashore
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.09.2011
ISBN 9783492267830
Genre: Jugendbuch

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1.569 Bibliotheken, 15 Leser, 4 Gruppen, 73 Rezensionen

fantasy, liebe, kristin cashore, fire, monster

Die Flammende

Kristin Cashore , Katharina Diestelmeier
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 24.01.2013
ISBN 9783551312044
Genre: Jugendbuch

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23 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

My Dear Sherlock - Weil es enden muss

Heather Petty , Catrin Frischer
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei cbj, 30.10.2017
ISBN 9783570172520
Genre: Jugendbuch

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459 Bibliotheken, 25 Leser, 0 Gruppen, 95 Rezensionen

fantasy, palace of glass, london, magdalenen, ce bernard

Palace of Glass - Die Wächterin

C. E. Bernard , Charlotte Lungstrass-Kapfer
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 19.03.2018
ISBN 9783764531959
Genre: Fantasy

Rezension:

London, 2054: Seit bekannt ist, dass einige Menschen die Gabe haben, Gedanken und Erinnerungen zu lesen und zu manipulieren, ist in einigen Teilen der Welt ein neues Gesetz in Kraft getreten. Die Menschen müssen sich möglichst komplett verhüllen und nur unter verheirateten Paaren sind Berührungen gestattet, denn die sogenannten Magdalenen steuern ihre Gabe durch Hautkontakt. Rea ist eine Magdalena und muss ihre Fähigkeiten verbergen, denn diese stehen unter Strafe. Weil sie trotzdem auf Berührungen angewiesen ist, nimmt sie an illegalen Kämpfen teil, bei der sie als Bodyguard für den Kronprinzen von England entdeckt wird, auf den kürzlich ein Anschlag verübt wurde. Rea muss nun ein Mitglied der Familie beschützen, die sie töten lassen würde, wenn sie von ihrem Geheimnis wüsste.

Was passiert, kann man sich ja an zwei Fingern abzählen. Trotzdem hatte ich mal Lust auf so eine Geschichte, auch wenn sie relativ vorhersehbar ist. Allerdings ist sie nicht nur vorhersehbar, sondern erinnert eben auch an so manch andere Jugendfantasy- oder dystopie-Geschichte, am meisten an das schon vom Titel her sehr ähnliche Throne of Glass: Mädchen mit Kampferfahrung kommt an den Königshof, wird mit schönen Kleidern ausstaffiert, kriegt ein tolles Zimmer und wird einem Training unterzogen. Warum die Protagonisten in Jugendbüchern immer unbedingt ein Training absolvieren müssen, ist mir ein einziges Rätsel. Gerade hier habe ich es schon gar nicht verstanden, denn kämpfen konnte Rea schließlich schon vorher. Deshalb wurde sie ja überhaupt erst angeheuert. Aber gut, seit Panem muss jeder trainieren, das scheint wohl ein Jugendbuch-Gesetz zu sein.

Es gibt noch ein paar Dinge, die ich ebenfalls nicht logisch fand. Mit Logik ist das ja so eine Sache. Die einen Logiklücken fallen einem nicht auf, die anderen überliest man großzügig, und dann gibt es solche, an denen man sich unheimlich lange aufhängen kann und an denen man dann das ganze Buch über Freude hat. Denn was zieht man an, wenn man im Jahr 2054 möglichst keine Haut zeigen darf? Richtig: Renaissance-Klamotten! Keine lange Hose mit Rollkragenpulli und Sturmmaske, kein Jumpsuit, keine Burka, nein, man zieht unpraktische Renaissance-Klamotten an mit Röcken und Unterröcken und Unterunterröcken und haste-nicht-gesehen. Hier kam es mir so vor, als sei genau das die erste Idee der Autorin gewesen: die altertümliche Kleidung in Verbindung mit moderner Technik (wobei allerdings immer nur Tablet und Smartphone erwähnt werden) und als habe sie dann erst überlegt, was wohl der Grund dafür sein könnte. Als sei sie nicht davon abgerückt, egal, ob ihr Grund nun zur Idee gepasst hat oder nicht. 

Dazu kommt, dass zwar sehr ausschweifend erzählt wird, was die Magdalenen so alles können, wie welche Art von Magdalena heißt und wie davon dann noch die Abkürzung ist und was einem angetan wird, wenn man erwischt wird, aber die - für mich - wichtigsten Fragen werden bis zum Schluss nicht beantwortet: wie kommt es, dass eine ganze Bevölkerung in so kurzer Zeit (26 Jahre) einen solch krassen Gesellschaftswandel durch- und vor allem mitmacht und wieso gibt es plötzlich wieder in jedem Land die Monarchie (hier hoffe ich, dass sich die Autorin die Beantwortung für wenigstens diese Frage für Teil 2 aufgehoben hat)? Ich kann auf jeden Fall nur sagen, dass es mich in meinem Leseerlebnis nicht besonders bestärkt hat, dass ich die Namen von sämtlichen Magdalenen-Arten wusste, die anderen Dinge hätte ich aber schon ganz wichtig zu wissen gefunden.

So bekommt der Leser aber mit, wie es in einigen anderen Teilen der Welt zugeht. Das hat mir einerseits wirklich sehr gut gefallen, andererseits jedoch erfährt man, dass England zwar ziemlich Zoff mit dem liberalen Frankreich hat, gleichzeitig jedoch zwei Abgesandte aus eben diesem Land im Palast beherbergt, den einen auch noch als Erst-Bodyguard des Prinzen. Was der andere Franzose da so machte, weiß ich leider nicht. Muss man das verstehen? Ich weiß es nicht.

Ein Problem sehe ich auch bei der Protagonistin, die man als toughes Mädchen kennenlernt, die mit bloßen Fäusten kämpft, sich abseits davon aber als sehr prüde herausstellt und "so viel Haut" noch nie gesehen hat, als mal jemand ein bisschen Bein zeigt (wir erinnern uns: sie kämpft mit bloßen Fäusten gegen verschwitzte Typen in Jeans und T-Shirt) und immer mal wieder einen derartigen Entwicklungsschub durchmacht, dass man von einem auf den anderen Absatz glaubt, es mit einer ganz anderen Person zu tun zu haben. So konnte ich leider bis zuletzt mit Rea nicht warm werden. 

Aber ich mochte den Prinzen! Der hat zwar, wie alle anderen auch, sein Fähnchen immer schön nach dem Wind gerichtet, aber irgendwie hatte der was. Nein, auch er kann nichts gegen seinen übermächtigen Vater, den König, ausrichten, dafür ist er ja auch ein Jugendbuch-Prinz, aber ganz so ein Weichkeks wie der ein oder andere seiner Kollegen ist er dann auch nicht. Außerdem bringt er die Handlung voran und sorgt dafür, dass nicht alles in Erklärungen und Trainingseinheiten untergeht. Danke, Herr Prinz.

Überhaupt, wenn man einmal drin ist in der Handlung, dann ist man drin, und dann unterhält es auch echt gut. Dass Reas Gabe es ihr praktisch aufzwingt, Hautkontakt zu haben, sie aber genau das per Gesetz nicht darf, ist zudem auch noch richtig gut umgesetzt. Dass sie unter Entzugserscheinungen leidet, wenn sie lange Zeit niemanden berührt hat, kommt sehr gut rüber. Natürlich gibt es auch da eine Sache, die mir sehr unlogisch vorkam, da unbehandelte Seide die so genannte Hautgier lindern kann, und da musste ein Seidentuch natürlich immer genau da platziert werden, wo es gerade am einfachsten entdeckt werden kann (dabei hätte man doch so einfach mit Seidenfutter genähte Handschuhe anziehen können ...), aber das brachte ja auch ein bisschen Spannung und Nervenkitzel hier und da.

Fazit: Gute 150 Seiten braucht es, bis die Handlung in Fahrt kommt, dann läuft es aber auch. Davor bekommt man einige Informationen zu Land und Leute geliefert, aber die für mich wichtigsten Fragen werden nicht beantwortet. Außerdem ist vor allem der Weltenbau, aber auch einige andere Dinge äußerst unlogisch und werfen weitere unbeantwortete Fragen auf. Die Protagonistin durchlebt keine Entwicklung sondern regelrechte Persönlichkeitsumschwünge, was sie mir leider sehr unzugänglich machte, dafür mochte ich den Prinzen und den stocksteifen Typ, der Rea rekrutiert hat. Insgesamt bin ich schon ganz neugierig, wie es im zweiten Teil der Reihe weitergeht und vergebe 3***.

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Tags: berührungen, hautkontakt, london, monarchie, zukunft   (5)
 

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

A Frozen Heart

Disney Book Group null , Elizabeth Rudnick , Disney Storybook Art Team null
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei DISNEY PR, 25.08.2015
ISBN 9781484730515
Genre: Kinderbuch

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587 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 100 Rezensionen

fantasy, liebe, die gabe der auserwählten, jugendbuch, kaden

Die Chroniken der Verbliebenen - Die Gabe der Auserwählten

Mary E. Pearson , Barbara Imgrund
Fester Einband: 350 Seiten
Erschienen bei ONE, 26.10.2017
ISBN 9783846600528
Genre: Jugendbuch

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47 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

london, sherlock holmes, mord, my dear sherlock

My Dear Sherlock - Nichts ist, wie es scheint

Heather Petty , Anne Brauner
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei cbj, 03.10.2016
ISBN 9783570172513
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Nachdem James "Mori" Moriarty ihren Vater als Serienmörder überführt hat und dieser verhaftet wurde, sorgt sie sich um ihre jüngeren Brüder, für die sie als Minderjährige nicht offiziell sorgen darf. Als sie dann auch noch Drohbriefe von einem Unbekannten erhält, der ihr die Morde ihres Vaters anhängen will, ist ihr Freund, Sherlock Holmes, wild entschlossen, das Rätsel mit ihr zu lösen. Doch für ihre eigenen Pläne, steht ihr Sherlock im Weg.

Ja, James Moriarty ist in dieser Sherlock Holmes-Adaption für Jugendliche natürlich immer noch ein Mädchen. Schon während des ersten Teils hatte ich mir gewünscht, die Figur wäre männlich geblieben, gerade auch im Hinblick auf die Liebesgeschichte mit Sherlock, und auch hier hätte ich es wieder nicht schlecht gefunden. Trotzdem funktioniert Mori wirklich großartig als Mädchen und macht auch nicht den Eindruck, als sei ihr Geschlecht im Nachhinein umgeschrieben worden. Tatsächlich sei Moriarty im urspünglichen Manuskript männlich gewesen, wie die Autorin in einem Interview erzählt, habe sich aber immer weiblich angefühlt. Figuren, die sich selbständig machen - welcher Autor kennt das nicht? Vielleicht sind das auch wirklich die besten.

Aber auch Pettys Sherlock Holmes hat mir sehr gut gefallen. Der schlussfolgert zwar schon genauso erfolgreich wie sein Original, ist aber nicht ganz so sozial inkompetent und arrogant wie die derzeit wohl beliebteste Variante, dem, wie hier, ebenfalls modernen Sherlock aus der gleichnamigen BBC-Serie. "Lock" darf auch mal aus dem Tritt kommen, wenn Mori ihm in die Augen schaut oder sich nach einem Kuss sehnt. 

Doch genau wie im ersten Teil drängt sich diese wunderschöne Liebesgeschichte nicht in den Vordergrund, bleibt sogar fast versteckt irgendwo in den Eingeweiden der Handlung. Heather Petty hat sich auf ihren Plot konzentriert und eine sehr zarte und gleichzeitig tragische und melancholische Beziehung zwischen den beiden Hauptfiguren aufgebaut, die ich wahnsinnig gerne gelesen habe, sogar trotz dieses typischen Jugendbuch-Wir-dürfen-nicht-zusammen-sein-weil-(hier total bekloppten und aufgesetzten Grund einfügen)-Gedöns. In 99 % der Fälle wirkt das auf mich unsinnig, konstruiert und nur zu dem Zweck eingebracht, damit halt noch ein bisschen mehr künstliches Drama zum Seitenfüllen eingefügt werden kann. Hier macht es einen nachvollziehbaren und vor allem für die Handlung sinnvollen Eindruck auf mich. Worauf Heather Petty im dritten und letzten Teil wohl hinaus will, kann man sich bereits jetzt denken, und die Chemie zwischen Lock und Mori ist so auf den Punkt, dass es mir jetzt schon das Herz bricht.

Einzig die Auflösung des zweiten Teils hat etwas geschwächelt. Nach alter Krimi- und Thriller-Tradition gibt sich der Täter zu erkennen und erzählt erstmal 'ne Runde, worum's ihm eigentlich die ganze Zeit ging. Das liest man so schon seit Jahren, und ich mag es einfach nicht mehr, weiß aber auch, dass es schwierig ist, die Auflösung anders zu präsentieren. Ich muss hier allerdings auch sagen, dass ich trotz der Erklärung nicht so ganz verstanden habe, warum der Täter nun tat, was er tat. 

Fazit: Eine schön nerdige Lach-Variante für ebensolche Jugendliche ist diese Sherlock Holmes-Version nicht, vielmehr eine düstere und melancholische Vorgeschichte zu Holmes' und Moriartys Vergangenheit, was auch der Grund sein dürfte, warum sich die Reihe keiner großen Beliebtheit erfreut. Mir jedoch gefällt sie zumindest bis hierher sehr gut, und wenn die Autorin das Ende so gestaltet hat, wie ich es erwarte, werde ich auch den dritten Teil wieder sehr mögen. Der Schreibstil ist leicht zu lesen aber nicht anspruchslos, die beiden Hauptfiguren haben Charakter und die Stimmung schwankt zwischen Melancholie und heimlicher Hoffnung. Steh ich drauf. Gibt 4****.

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Tags: london, mord, my dear sherlock, sherlock holmes   (4)
 

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142 Bibliotheken, 5 Leser, 2 Gruppen, 12 Rezensionen

assassinen, heißer sexy cop

Spinnentanz

Jennifer Estep , Vanessa Lamatsch
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Piper, 04.10.2016
ISBN 9783492280945
Genre: Fantasy

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175 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 37 Rezensionen

horror, hexe, hexen, hex, fluch

Hex

Thomas Olde Heuvelt , Julian Haefs
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Heyne, 16.10.2017
ISBN 9783453319066
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das Städtchen Black Spring im Hudson Valley wird seit über 300 Jahren von einer blinden Hexe heimgesucht. Schon lange haben die Einwohner gelernt, damit zu leben und ihr Schicksal vor Außenstehenden für sich zu behalten, denn würde ihr Geheimnis entdeckt werden, würde man versuchen, der Hexe die Augen zu öffnen - und damit die Stadt und all ihre Bewohner ins Verderben stürzen. Doch ein paar Jugendliche rebellieren. Und der Wahnsinn beginnt.

Hach ja, das war doch mal wieder richtig schön unheimlich. Zu Beginn zeigt sich die Geschichte von seiner lustigen Seite. Thomas Olde Heuvelt hat sich zum Einen eine sehr originelle und skurrile Art und Weise einfallen lassen, wie die Hexe in diesem Ort stattfindet und zum Anderen seinen Figuren ein paar flotte Sprüche in den Mund gelegt. Die ersten 90 bis 100 Seiten könnte man denken, man habe sich im Genre geirrt: "Der beste Horror-Roman, den ich seit Jahren gelesen habe!", wird George R. R. Martin auf dem Cover zitiert und auch der Meister himself, Stephen King, kann nur von HEX schwärmen, aber Horror ...? Nein, schon fast eher Slapstick.

Aber dann wird es so langsam gruselig, und zwar in dem Sinne, dass ich das Buch abends ohne Festtagsbeleuchtung im ganzen Haus nicht mehr lesen konnte. Trotzdem hauen die Figuren immer noch mal den ein oder anderen Spruch raus, und bis man dann wirklich wie festgetackert auf der Couch herumsitzt und mit sich diskutiert, ob man den Gang über den dunklen Flur wagen soll, hat man kaum mitbekommen, dass der Horror schon längst begonnen hat. Natürlich wird jeder von anderen Dingen geängstigt. Gerade, was Horror angeht, kauert der Eine schon längst unterm Bett, während der Andere sich noch gähnend fragt, was eigentlich gerade so spannend sein soll. Für mich jedoch war es genau das Richtige (horrormäßig natürlich).

Der gebürtige Niederländer Thomas Olde Heuvelt hat HEX bereits in seinem Heimatland herausgebracht und sich dazu entschieden, seine Geschichte für den amerikanischen Markt umzuschreiben. Das wirkt jedoch nicht unpassend. Ich hatte nicht das Gefühl, dass sich die Figuren besonders "holländisch" verhalten, muss aber natürlich sagen, dass ich nicht wirklich weiß, was genau ein typisch holländisches Verhalten ist. Ich kann aber nach vielen Büchern von Amerikanern sagen, dass es sich nicht falsch angefühlt hat. Der holländische Einfluss ist jedoch zu erkennen, wurde der Ort vor über 300 Jahren, als der Fluch der Hexe ihren Ursprung nahm, von niederländischen Siedlern gegründet und zumindest den Nachnamen war das anzumerken, was mir sehr gut gefallen hat. Das einzige Problem hatte ich damit, dass etwa ab der Mitte Black Spring immer als Dorf bezeichnet wurde und sich viel auf dem Dorfplatz abgespielt hat, was für mich den Eindruck einer amerikanischen Kleinstadt, die (für deutsche und sicher auch holländische Verhältnisse) trotz allem noch sehr groß ist, in ein kleines gedrungenes Dorf mit Kopfsteinpflaster verwandelt hat. Hat aber gut zur Entwicklung des Romans gepasst. Wer weiß? Vielleicht war es Absicht.

Heuvelts Schreibstil, seine Figuren (man folgt hauptsächlich der amerikanischen Durchschnittsfamilie Grant) und das Setting haben mir sehr gut gefallen, die Atmosphäre natürlich sowieso. Das Schicksal der Familie Grant und auch das der Nebencharaktere hat mich entsprechend auch nicht kalt gelassen, als die Geschichte eine sehr abrupte Wendung nahm, die konsequent war, aber gerade durch den doch immer noch mal wieder auftretenden Witz doch recht unerwartet.

Ebenfalls konsequent waren die Ereignisse kurz vor Schluss, mir jedoch trotzdem an einigen Stellen ein bisschen drüber. Heuvelt schafft es aber, kurz vor dem "Was soll das denn jetzt?"-Gedanken die Kurve noch zu kriegen. An einer Stelle hatte ich noch die Befürchtung, es laufe doch wieder darauf hinaus, wie alle solche Geschichten enden lassen, doch auch da hat der Autor einen richtig schönen Haken geschlagen. Das Ende selbst fand ich großartig.

Fazit: Wer auf einen Hororschocker hofft und sich am Anfang etwas veräppelt vorkommt, sollte auf jeden Fall dranbleiben! Mich hat die Geschichte jedenfalls eiskalt erwischt, Pastewka-Folgen schauen zum Runterkommen inklusive. Wie Thomas Olde Heuvelt die Hexe in diese Geschichte integriert hat, ist so originell, dass man es unbedingt selbst lesen muss. Obwohl mir der Schluss an manchen Stellen etwas zu abgespaced war, mochte ich dieses Buch unheimlich (hö hö) gerne und vergebe 4,5****.

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Tags: hexe, horror, hudson valley, mord, selbstmord   (5)
 

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216 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 31 Rezensionen

new-adult, off campus, elle kennedy, harvard, eishockey

The Goal – Jetzt oder nie

Elle Kennedy , Christina Kagerer
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.12.2017
ISBN 9783492312004
Genre: Liebesromane

Rezension:

Nach einem One Night Stand lernen sich John Tucker und Sabrina James erst richtig kennen. Tucker scheint endlich die Richtige gefunden zu haben, und auch die ehrgeizige und vielbeschäftigte Sabrina kann sich mehr und mehr für eine feste Beziehung erwärmen. Doch das Schicksal hat andere Pläne für die beiden.

Wer Teil 3 der Off Campus-Reihe von Elle Kennedy gelesen hat, weiß auch schon, was das ist, denn dieser läuft teilweise parallel zu The Goal, dem vierten und letzten Teil über den vierten und letzten Mitbewohner unserer liebgewonnen, super-potenten Eishockeyspieler-WG. Aber dazu später mehr.

Ja, auch Tucker hat so einiges an sexuellen Abenteuern hinter sich, aber im Gegensatz zu seinen Freunden spricht er nicht pausenlos darüber, und das war immerhin mal was anderes. Falls er sich für den Größten hält, teilt er es dankenswerterweise dem Leser nicht mit. Die überzogenen Selbsteinschätzungen der anderen drei jungen Männer waren witzig, keine Frage, und wenn es denn so gewesen wäre, hätte ich es auch ein viertes Mal in Folge gelesen, aber ich bin durchaus froh, dass sich die Autorin für einen anderen Weg entschieden hat. Auch die weibliche Hauptperson ist mal ganz anders. Wo die vorherigen Drei doch sehr austauschbar sind, hat Sabrina ein bisschen mehr vom Kuchen abbekommen. Erfrischenderweise stammt sie aus einer richtigen "Asi-Familie" und sieht nach ihrer Schicht im Strip-Club aus wie eine Professionelle. 

Außerdem merkt man schon nach den ersten Seiten, dass der Ton in The Goal deutlich ernster ist als in den Vorgängern. Keiner schwärmt in den höchsten Tönen von sich selbst, niemand ist total tollpatschig oder vergesslich und besonders schlagfertig ist eigentlich auch keiner. Dafür ist es - hach - total romantisch, und das hat mir so richtig gut gefallen. Wenn der große, muskelbepackte Kerl da steht und den Atem anhält, bis das Mädchen, das eigentlich gar keine Zeit für so was hat, die Antwort auf ein Date parat hat; wenn er denkt, dass sie möglicherweise denkt, dass er vielleicht könnte ... Mein Gott, es war so schön. Die Chemie zwischen den beiden hat gestimmt, die Funken sprühten nur so aus den Buchseiten heraus, es hat gekribbelt, und das lag nicht mal an den Sexszenen.

Bis das Schicksal zuschlägt, war The Goal für mich das beste Buch mit dem besten Paar der Reihe.

(Kurzer Einwand zum Thema Stalking, denn das Wort fiel im Zusammenhang mit diesem Buch das ein oder andere Mal (und für meinem Geschmack insgesamt einfach zu oft an zu unpassenden Stellen): ein Hinterherfahren, um zu gucken, wo der andere wohnt und sich bei Freunden über denjenigen zu informieren, weil man neugierig und vielleicht schon ein bisschen verknallt ist, ist kein Stalking. Stalker haben psychische Probleme, Verliebte sind einfach nur verliebt.)

Dann schlägt also das Schicksal zu, und die Geschichte gerät in einen Leerlauf. Es zieht sich. Es wiederholt sich einiges. Untypisch für die Reihe fangen die Protagonisten an, nach herrlichster New Adult-Manier herumzueiern. Der eine denkt A, macht B, überlegt sich C, denkt wieder an A, während der andere alles genauso macht aber nichts sagt. Keiner redet miteinander, und wenn man die Probleme, die man hat, schon so aufgebauscht hat, dass es nicht mehr größer geht, dann werden halt noch welche gemacht, wo keine sind. Der Beziehungsstatus hängt in der Luft, und keiner kommt auf das, was der Leser schon nach zwei Seiten kapiert hat. Es ist zum Verrücktwerden. Aber komischerweise ist es nachvollziehbar. Scheinbar hat die Autorin Ahnung von dem, was sie schreibt. Jeder, der schon einmal halbwegs in dieser Situation war, merkt das und weiß, dass es manchmal vielleicht alles gar nicht so einfach ist, wie es von außen aussieht.

Fazit zum Buch: Zwischen Tucker und Sabrina stimmt einfach die Chemie. Die Geschichte ist so herzlich und zuckersüß, dass mir das ein oder andere "Ach, wie schön" herausgerutscht ist. Trotzdem führt der Plottwist zu einem Leerlauf, die Story stockt und kommt über weite Teile nicht so richtig aus dem Quark. Was das Schicksal für unser Pärchen bereithält, weiß man, wenn man den vorangegangen Teil gelesen hat und kann so natürlich auch nicht überraschen, bleibt aber realistisch und trotz allem nachvollziehbar. Von mir gibt es auch hier wieder 4****.



Fazit zur Reihe: Alle vier Bücher der Off Campus-Reihe ( The Deal, The Mistake, The Score und The Goal) von Elle Kennedy sind gleich aufgebaut, von einem schnell herbeigeführten sexuellen Kennenlernen über die Beziehungszweifel bis hin zur Berufs-Frage. Dabei sind drei von vier Paarungen komplett austauschbar. Aber die Autorin hat genau die richtige Dosis Drama und Probleme gefunden, die für mich als Leserin funktioniert hat. Auch wenn sich die Protagonisten im vierten Teil selbst im Weg stehen und man das Gefühl hat, sie brauchen nur mal eine ordentliche Ohrfeige, hält sich das Verhältnis zwischen Ursache und Wirkung fast perfekt. Wer das Genre gerne liest, aber genug von überdramatisierten Problemchen oder Schicksalsschlägen hat, die kein Bär aushalten würde, sollte sich die Geschichten dieser vier sexy Eishockey-Jungs in ihrer College-WG anschauen. Das ist keine Weltliteratur und wird keine wichtigen Preise gewinnen, aber es unterhält, wenn man sich darauf einlässt und nicht allzu ernst nimmt, und es lohnt sich.

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Tags: boston, college, eishockey, harvard, off campus-reihe, schwangerschaft, sex   (7)
 

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296 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 76 Rezensionen

superhelden, karma girl, jennifer estep, bigtime, piper verlag

Karma Girl

Jennifer Estep , Vanessa Lamatsch
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Piper, 03.04.2017
ISBN 9783492280372
Genre: Fantasy

Rezension:  
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1.946 Bibliotheken, 41 Leser, 3 Gruppen, 179 Rezensionen

fantasy, jennifer estep, mythos academy, frostkuss, götter

Frostkuss

Jennifer Estep , Vanessa Lamatsch
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Piper, 11.05.2015
ISBN 9783492280310
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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1.504 Bibliotheken, 7 Leser, 15 Gruppen, 112 Rezensionen

gestaltwandler, liebe, mediale, fantasy, erotik

Leopardenblut

Nalini Singh , Nora Lachmann
Flexibler Einband: 378 Seiten
Erschienen bei LYX, 14.05.2008
ISBN 9783802581526
Genre: Fantasy

Rezension:

San Francisco, 2079: Um die ungewöhnlich hohe Zahl der Geisteskranken und Serienmörder einzudämmen, haben sich die telepathisch begabten Medialen eine absolute Gefühlslosigkeit auferlegt. Mit Erfolg. Trotzdem ist Sascha Duncan anders. Die junge Mediale ist sehr wohl zu Gefühlen fähig und immer auf der Hut, um nicht aufzufliegen. Als der Gestaltwandler Lucas Hunter von den DarkRiver-Leoparden ein Geschäft mit ihr abschließt, fühlt sie sich schon bald zu ihm hingezogen. Doch der hofft, durch den Kontakt zu Sascha, einem Mörder unter den Medialen auf die Spur zu kommen, der es auf Gestaltwandler-Frauen abgesehen hat.

Nach Beendigung dieses Romans spüre ich nun deutlich das Tier in mir! Nur ist es leider kein Leopard, eher eins von diesen kleinen Äffchen, die immer so entsetzt aussehen ... Immerhin kann ich jetzt mit Fug und Recht behaupten: so etwas habe ich wirklich noch nicht gelesen. 

***Mögliche Spoiler im Verlauf der Rezension***
​​​​​​​
Zugegebenermaßen war ich von Anfang an skeptisch, was dieses Gestaltwandler-Ding anging. Gerade, weil das Buchcover mit diesem halbnackten Mann mit Leopardenmuster auf der gestählten Brust in meinen Augen doch sehr nach Trash aussieht, konnte ich mir nicht vorstellen, dass der Inhalt mich irgendwie ansprechen könnte. Da das Buch und auch die ganze Reihe aber ganz überschwängliche Kritiken hat und ich bei der Leseprobe den Prolog wirklich richtig gut fand, habe ich mich auf den Rest des Romans auch noch eingelassen. 

Zwischenfazit: Wen das Cover stutzig macht und der Gedanke aufkommt: "Beurteile nie ein Buch nach seinem Einband.", dem kann ich nur sagen: "Dieses schon!"

Der Inhalt ist genauso wie man ihn sich aufgrund dieses netten Herrn mit dem Leoprint vorstellt. Wer auf so etwas steht, wird sicher bestens unterhalten, doch alle anderen sollten lieber Abstand nehmen.

Doch das erste Problem hatte ich nicht mit dem Alphamännchen Lucas, sondern mit dem Business-Setting. Auf so was stehe ich einfach nicht. Blöd gelaufen, dafür kann ja nun mal keiner was, und da hätte ich mich wohl selbst besser informieren müssen. Trotzdem habe ich leider bis heute keine Ahnung, welchen Beruf die Protagonistin eigentlich ausübt. Sie und ihr Leopard wollen ein Gebäude errichten, doch wo arbeitet sie? In einer Baufirma? Ist es ein Architekturbüro? Vielleicht ist sie Maklerin, Vermittlerin, besitzt einfach nur ein paar Bauplätze? Keine Ahnung, es wird nicht einmal erwähnt. Auch Lucas Hunter ist ... ja was eigentlich? Zwar zeigt Nalini Singh ihn ab und zu im "Büro der DarkRiver-Leoparden", aber mit was er nun sein Geld verdient, dass er mal eben ein paar Millionen für so ein Bauprojekt springen lassen kann, das sowieso nur als Tarnung für die Suche nach einem Serienmörder dient, sagt sie dem Leser leider nicht. Ist halt das Alphatier dieses Leopardenrudels. Da kriegt man wohl Geld für ... oder so.

Ach ja, Serienmörder. Da war ja noch was. Aber keine Angst, wer zwar auf wuchtige Liebesgeschichten steht aber nicht auf Thriller, braucht den Kauf von Leopardenblut nicht zu scheuen: um die Suche nach dem Mörder geht es nur bedingt. Eigentlich ist es wie 24, nur ohne Jack Bauer: es gilt, eine riesige Bedrohung abzuwenden, und darüber muss erst einmal lang und breit diskutiert werden. Leider tut nur keiner was dagegen. Wieder ist eine Frau der Gestaltwandler in den Fängen des Serienmörders, man könnte sie noch retten, doch man trifft lieber Vorkehrungen für das, was passiert, wenn sie demnächst mal tot aufgefunden wird. Weil dann ist nämlich Polen offen. Dann rappelt's im Karton, aber mal so richtig. Dann wollen sie was tun. Vorher komischerweise nicht.

Aber egal, darum geht's ja auch eigentlich gar nicht. Eigentlich geht es ja um die Beziehung zwischen Sascha Duncan und Lucas Hunter. Und was Mediale so alles können und Gestaltwandler sowieso. Und wie das sogenannte Medialnet eigentlich funktioniert. Und wie ein Rudel so aufgebaut ist. Ach, und was man als Alphatier so zu tun hat. Das wird alles ganz oft erwähnt und oft eben auch doppelt und mehrfach. Dabei werden die Wörter und Begriffe Mediale, Medialnet, Kardinalmediale, Rasse, Alphatier, der Panther/das Tier in ihm und Körperprivilegien so oft erwähnt, dass, würde man diese aus dem Buch streichen, es schätzungsweise nur noch knapp 50 Seiten hätte. 

Logisch ist es auch nicht immer, und Nalini Singh verwickelt sich mehrfach in Widersprüche. So sind z.B. die Gefühle der Medialen absichtlich quasi abgeschafft worden, um die Mordrate auf null zu kriegen, was auch erfolgreich war, später wird jedoch erklärt, dass Mord "ein anerkanntes Mittel bei den Medialen" ist (S. 79). Außerdem haben die Medialen "das größte Drogenproblem auf diesem Planeten" (S. 77), aber wozu Drogen nehmen, wenn man sowieso keine Gefühle hat, die man betäuben will? 

Die Figuren reißen es leider auch nicht aus. Sascha Duncan ist schlichtweg langweilig und Lucas Hunter ein Macho hoch zehn und gefährlich noch dazu:

"Zur Hölle mit Freiheit und Selbstbestimmung - er würde seine Frau jede Minute ihres Lebens beschützen." (S. 63) und 
"Er war so wütend auf sie, dass er sie am liebsten auf sein Lager gezogen und seinen primitiven Trieben freien Lauf gelassen hätte." (S. 238)

Das freut die moderne Frau von 2079. Trotzdem schwärmt Sascha von seinem lässigen Charme und seiner eisernen Willenskraft und findet, er sei ein sehr sinnlicher Mann und einer der klügsten und nüchternsten Verhandlungspartner, der ihr je begegnet sei. Kann ich so nicht bestätigen. Eigentlich hat er ihr während ihrer geschäftlichen Treffen immer nur ungefragt am Zopf gezogen und sie "Schätzchen" genannt, als sei er eine alternde Puffmutti. Irgendwann fängt er auch noch an, sie permanent zu begrabbeln, was außer mir jedoch keiner wirklich merkwürdig fand. Vom telepathischen Traum-Sex will ich gar nicht erst anfangen. Der war nicht nur genauso platt und plump geschrieben wie der Rest des Buches, der war auch noch an manchen Stellen richtig eklig.

Hinzu kommt in der Figurenzeichnung eine sehr unpassende Namensvergabe seitens der Autorin. Von einer Asiatin mit russischem Männernamen bis hin zu einem schwedisch aussehenden Mann namens Santiago Enrique war alles dabei. Dass ein Leopard ausgerechnet Hunter (Jäger) mit Nachnamen heißt, ist ja irgendwie schon fast wieder lustig.

Fazit: Ein platt geschriebener Liebesschnulz, der zwar in der Zunkunft spielt, aber kaum futuristische Elemente hat, dafür aber einen Serienmörder, um den sich keiner so wirklich kümmert und ein sehr eingeschränktes Vokabular der Autorin. Dazu kommen schlecht gezeichnete Figuren, die dazu auch noch unsympathisch und/oder hochgefährlich im Umgang sind. Wer sich vom Cover abgeschreckt fühlt, sollte das ernst nehmen. Ich vergebe 1*.

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Tags: 2079, gefühle, gestaltwandler, san francisco, serienmörder, zukunft   (6)
 

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121 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 8 Rezensionen

fantasy, scheibenwelt, tod, humor, leben

Alles Sense

Terry Pratchett , Regina Rawlinson
Flexibler Einband: 317 Seiten
Erschienen bei Manhattan, 03.10.2011
ISBN 9783442546961
Genre: Romane

Rezension:

Der Tod geht in Rente und fortan kann auf der Scheibenwelt nicht mehr ordentlich gestorben werden. Das muss auch der Zauberer Windle Poons am eigenen Leib erfahren. Dessen Kollegen versuchen verzweifelt, den eigentlich Verstorbenen zur letzten Ruhe zu schicken und stolpern dabei von einem Unglück ins nächste, denn die angestaute Lebensenergie stürzt die ganze Hauptstadt ins Chaos.

Was nun eigentlich passiert ist? Fragt mich nicht, ich habe es nicht verstanden.

Was habe ich mich kurz vor Beginn des Buches gefreut: endlich wieder zurück in die Scheibenwelt! Endlich wieder Tod! Nach fast einer Ewigkeit der Abstinenz hatte ich nun endlich wieder Lust auf Skurrilität, Schrulligkeit und einen ordentlichen Haufen Schwachsinn. Aber am Ende ... was soll ich sagen. Keine Ahnung ...

Aus welchen Gründen kann man nun ein Buch nicht mögen? Es gefallen einem die Figuren nicht, es ist unlogisch, der Schreibstil passt nicht, man hat Probleme mit der Moral und und und. Das war jedoch hier alles nicht der Fall. Ich mochte dieses Buch nicht, weil ich es schlicht und ergreifend nicht verstanden habe. Ich hab's nicht gerallt. Ich hatte keine Ahnung, nicht mal ein kleines bisschen, nichts, absolut null.

Es begann schon mal mit der Grundahnungslosigkeit: warum wurde der Tod eigentlich in Rente geschickt? Keine Ahnung! Ist es möglich, dass es erklärt wurde und ich es einfach nicht mitbekommen habe? Ja, klar! Oder auch nicht. Ich weiß es nicht! Plötzlich war der Tod pensioniert und los ging die Geschichte. So war ich direkt zu Beginn nicht so wirklich drin.

Dass nicht mehr richtig gestorben werden kann, wird anhand eines Zauberers aus der Unsichtbaren Universität gezeigt, der nach seiner rauschenden Abschiedsparty zwar tot ist, aber immer noch umherirrt. Seine Kollegen versuchen verzweifelt, den Armen zu verschachern, und die haben auch alle einen Titel (Dekan, Erzkanzler, Bibliothekar, etc) sowie einen Vor- und einen Nachnamen. Und Terry Pratchett nutzt das schamlos aus. Jedesmal, wenn die Zauberer-Gang auftaucht, wirft er mit so vielen Namen und Berufsbezeichnungen um sich, dass man meinen könnte, es handelten zwanzig Mann, wo in Wirklichkeit vielleicht drei oder vier Personen sind. Oder auch nicht? Weiß ich nicht, kann ich nicht sagen, ich habe es ja nicht herauslesen können. Man möchte dem Autor zurufen: "Wenn du ihnen Namen gibst, dann benutze sie!!" Es nutzt ja nichts. Gedruckt ist gedruckt ...

Hinzu kommt, dass die Zauberer sich natürlich über alles unterhalten, nur nicht über das, was gerade Sache ist, und allgemein war ich mir nie sicher, wo sie sich eigentlich befinden, bis auf die eine Szene, in der sie den unglückseligen Windle Poons an einer Straßenkreuzung begraben wollen. Ansonsten kann ich leider nicht mit Sicherheit sagen, wie oft und ob sie überhaupt ihren Standort gewechselt haben. 

Das hatte sicherlich auch damit zu tun, dass die Szenen alle sehr kurz und sehr hektisch gehalten wurden. Ich schätze, es gab im ganzen Buch vielleicht zwei oder drei längere Szenen, in denen man mal etwas zur Ruhe kommen und versuchen konnte, das Geschehene wirklich zu verstehen. Alles andere war ein einziger großer Orts-, Personen- und Handlungswechsel. Es hatte ja nicht mal jede Personengruppe mit derselben Sache zu kämpfen, sondern jeder machte eben irgend etwas. Während man in Ankh-Morpork, der Hauptstadt, mit der überschüssigen Lebensenergie zu kämpfen hat, ist auf dem Land, wo sich der Tod einen Job als Aushilfe auf einer Farm gesucht hat, eigentlich kaum was los, und der untote Zauberer hat sowieso anderes im Kopf.

Außerdem ist die Konsequenz auf ein Nicht-Sterben in Alles Sense! eine komplett andere als in seinem Vorgänger Gevatter Tod. Na ja, muss man nicht verstehen. Ich verstehe ja schon lange nichts mehr, zumindest nicht hier.

Fazit: Ich bin ein großer Scheibenwelt-Fan ... allerdings nicht in diesem Buch. Die Szenen sind kurz und hektisch, die Figuren reden wirres Zeug, das Grundkonzept hat sich mir schon gar nicht erschlossen. Was will uns der Autor hier sagen? Möglicherweise etwas total tiefgründiges, ich konnte es aber nicht entziffern, und deshalb gibt es von mir großzügige 2,5**, weil ich die Idee hinter der Geschichte großartig finde und die Sympathie für die Scherbenwelt und deren Tod einfach da ist. Also: schnell einen anderen Teil der Reihe lesen, das kann man ja nicht auf sich sitzen lassen ...

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Tags: ankh-morpork, lebensenergie, scheibenwelt, tod, unsichtbare universität, zauberer   (6)
 

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assassinen, bria, bria coolidge, bücherliebe, ashland

Spinnengift

Jennifer Estep , Vanessa Lamatsch
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.03.2017
ISBN 9783492280723
Genre: Fantasy

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24 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

usa, fassungslos, feuer, feuerundzorn, buecherseele79, usa, trump, achdudickesei, krieg, mauer, erschrecken, donald trump

Feuer und Zorn

Michael Wolff , Isabel Bogdan , Thomas Gunkel , Dirk van Gunsteren
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Rowohlt , 16.02.2018
ISBN 9783498094652
Genre: Sachbücher

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anna shinoda, bruder, diebstahl, drogen, alpträume

Die Mitte von allem

Anna Shinoda , Petra Koob-Pawis
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Magellan, 20.01.2015
ISBN 9783734856044
Genre: Jugendbuch

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Der große Gatsby: Roman Neu übersetzt von Lutz-W. Wolff

F. Scott Fitzgerald
E-Buch Text: 257 Seiten
Erschienen bei Deutscher Taschenbuch Verlag, 01.04.2011
ISBN 9783423407182
Genre: Sonstiges

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thriller, stephen king, horror, jagd, big brother

Menschenjagd

Richard Bachman , Stephen King
Flexibler Einband: 253 Seiten
Erschienen bei Heyne, 01.01.1999
ISBN 9783453157712
Genre: Fantasy

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10 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Golden House

Salman Rushdie , Sabine Herting , Simon Jäger
Sonstiges Audio-Format
Erschienen bei Der Hörverlag, 05.09.2017
ISBN 9783844527353
Genre: Romane

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357 Bibliotheken, 23 Leser, 0 Gruppen, 77 Rezensionen

jugendbuch, lügen, liebe, highschool, one of us is lying

One of Us Is Lying

Karen M. McManus , Anja Galić
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei cbj, 26.02.2018
ISBN 9783570165126
Genre: Jugendbuch

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