Leserpreis 2018

Amilyns Bibliothek

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

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Hope 3-7 (Zeit des Wandels 1)

Jo Hallberg
E-Buch Text: 350 Seiten
Erschienen bei null, 18.10.2018
ISBN B07HFDTKNS
Genre: Science-Fiction

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159 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

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Unser Himmel in tausend Farben

Amy Harmon , Corinna Wieja
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei INK , 04.05.2016
ISBN 9783863960933
Genre: Romane

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92 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

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Mein Himmel in deinen Händen

Amy Harmon , Corinna Wieja
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei INK , 14.10.2016
ISBN 9783863960995
Genre: Liebesromane

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36 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

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Basar der bösen Träume

Stephen King , Ulrich Blumenbach , Bernhard Kleinschmidt , Karl-Heinz Ebnet
Flexibler Einband: 816 Seiten
Erschienen bei Heyne, 10.04.2017
ISBN 9783453438927
Genre: Krimi und Thriller

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144 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

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Die Schöne und das Biest

Gabrielle-Suzanne Barbot de Villeneuve , Sonja Häußler
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Coppenrath, 02.03.2017
ISBN 9783649624745
Genre: Jugendbuch

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12 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

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Weiße Magie – direkt ins Schwarze

Steve Hockensmith , Britta Mümmler
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 09.02.2018
ISBN 9783423217149
Genre: Romane

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

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This Lonely Planet 06

Mika Yamamori
E-Buch Text: 176 Seiten
Erschienen bei Kazé Manga, 06.09.2018
ISBN 9782889407163
Genre: Comics

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164 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

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Gemina

Amie Kaufman , Jay Kristoff , Gerald Jung , Katharina Orgaß
Fester Einband: 672 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 21.09.2018
ISBN 9783423762328
Genre: Jugendbuch

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(386)

631 Bibliotheken, 16 Leser, 0 Gruppen, 264 Rezensionen

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Redwood Love – Es beginnt mit einem Blick

Kelly Moran , Vanessa Lamatsch
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 19.09.2018
ISBN 9783499275388
Genre: Liebesromane

Rezension:

Nach ihrer Scheidung zieht Avery mit ihrer Tochter ins beschauliche Redwood. Dort lernt sie den attraktiven Cade kennen, der mit seinen beiden Brüdern die örtliche Tierklinik leitet.

Ja, und die verlieben sich natürlich, und irgendwann ist das Buch dann auch schon vorbei.

Redwood Love – Es beginnt mit einem Blick ist ein Liebesroman, der derzeit die unterschiedlichsten Leser begeistert und von absolut jedem geliebt wird. Außer von mir. Was ist denn da schon wieder passiert?

Ich habe ziemlich früh bemerkt, dass der Schreibstil nicht für mich gemacht ist. Der liest sich so zwar ganz nett und hebt sich nicht unbedingt vom üblichen, oberflächlichen Liebesroman-mit-Sex-Genre ab, fällt aber durch unzählige Wortwiederholungen und ab und zu sehr plumpe Formulierungen auf.

"Innerhalb einer Sekunde war er nicht mehr einfach hart, sondern eher ... verdammt hart." (S. 256)

Viele Begriffe liegen in der Endlosschleife. Um eine besonders emotionale Textstelle hervorzuheben, wird gerne und häufig ein „Himmel“, „Gott“, „zur Hölle“, „zum Teufel“ und „Verdammt“ vorgestellt, damit man auch weiß, dass der nächste Satz für die Figuren besonders wichtig ist. Dazu sagen Katzen aktiv „Miau“, der Praxiseigene Kakadu sagt „Krächz“, und wenn etwas besonders Ergriffenes passiert, steht im Text „Seufz“, als hätte man es mit einem Comic zu tun.

Nicht nur die Begrifflichkeiten wiederholen sich ständig, auch die Handlung erinnert an den Murmeltiertag. Kaum sind sich Avery und Cade nähergekommen, wiederholt sich derselbe Handlungsstrang immer und immer wieder mit immer denselben Beschreibungen, als hätte die Autorin eine Wette laufen, wie oft sie genau denselben Ablauf in 364 Seiten unterbringen kann (vielleicht hat sie ja mit E.L. James gewettet …).

Cade als männliche Hauptfigur ist genau der Typ Mann, mit dem man es in jedem Liebesroman/New Adult/Contemporary-Reihenauftakt zu tun hat: unverschämt attraktiv, muskulös, kann jede haben und nutzt das auch aus, bis … ja, bis die Mauerblümchen-Protagonistin um die Ecke kommt, die ganz anders ist als alle anderen Frauen auf der Welt und mit ihrem Alltagscharme sofort sein Herz erobert. Fortan hat er keinerlei Interesse mehr an jeglicher One-Night-Vergnügung, sondern mutiert – ganz aus der Frauen-erschaffen-ihren-Traumtyp-Fabrik entsprungen – zu einem Musterbeispiel an Geduld und Kinderliebe. Avery bleibt dagegen, bis auf eine rotes-Kleid-Begebenheit, das Normalo-Mädchen von nebenan, das auch mal was auf den Rippen haben darf und bis zuletzt passiv bleibt.

Denn das Handeln übernimmt die Dorfgemeinschaft für sie – diese unerträglich aufdringlichen Einwohner von Redwood, die sich überall einmischen, jede Neuigkeit sofort twittern, heimlich geschossene Fotos auf Pinterest veröffentlichen und offenbar das Wort „Nein“ nicht kennen. So organisieren sie Avery vom neuen Job über die Kinderbetreuung und Freizeitgestaltung bis hin zum Eigenheim einfach alles, ohne auch nur zu fragen, ob es ihr überhaupt recht wäre. Man liest da durchaus heraus, dass eine gewisse gewollte Überzogenheit darin ist, und wenn mir die Geschichte insgesamt besser gefallen hätte, hätte das für mich sicherlich einen Witz gehabt, doch so war es einfach nur unendlich nervig.

Weil das Buch von so gut wie jedem begeistert aufgenommen wurde, dachte ich, Redwood Love sei eine sichere Nummer, und so habe ich Idiot mir natürlich auch gleich Teil 2 gekauft, hauptsächlich, weil sich die Geschichte um Bruder Nr. 2 noch interessanter anhört, der gehörlos ist. Doch dafür sehe ich auch eher schwarz, weil der einzige Hinweis auf des gehörlosen Bruders Einschränkung seine wörtliche Rede in Kursivschrift ist. Ansonsten gibt es da keinerlei Sprachbarriere, da (Brüder, Mutter und Assistentin: ok) natürlich die ganze Mannschaft Gebärdensprache spricht, und Avery und ihre Tochter selbstverständlich auch. Auch die Ausdrucksweise des Bruders ist nicht anders, der Mann kennt sogar Füllwörter, und wenn dann doch mal jemand die Zeichensprache nicht beherrscht, ja, dann liest er einfach von den Lippen.

Das ist eins der Dinge, die aufgeworfen werden, die aber überhaupt keinen Effekt auf die Handlung haben. Einzig, dass Averys Tochter autistisch ist, wird genutzt, doch ihre Mutter, zu der sie zieht, taucht kaum auf. Dass einer der Brüder gehörlos ist, macht, wie gesagt, keinen Unterschied. Aufgaben, die sie im Ort übernimmt, werden nur am Rand erwähnt und gehen ihr mühelos von der Hand. Den neuen (und nach vielen Jahren ersten) Job wuppt sie genauso einfach. Kelly Moran wirft so viel Potential für Konflikte und Spannung auf, aber nichts davon wird je genutzt. Dafür denkt sie sich irgendwelche fadenscheinigen Gründe aus, warum zwei junge Menschen nie (wieder) eine feste Beziehung eingehen wollen und reitet die ganze Zeit nur darauf herum.

Fazit: Ich kann kaum glauben, dass ein Buch, in dem Tiere „Miau“ und „Krächz“ sagen und ergreifende Szenen mit „Seufz“ unterstützt werden; in dem sich ein und derselbe Handlungsstrang immer und immer wieder mit immer denselben Beschreibungen wiederholt und in dem die Hauptfiguren am Frauenwunschkonzerts-Reißbrett erstellt wurden, in so hohen Tönen gelobt wird. Von mir gibt es dafür allenfalls 1,5*.

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Tags: autismus, liebe, oregon, redwood love trilogie, sex, tierarzt   (6)
 

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261 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 68 Rezensionen

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Redwood Love – Es beginnt mit einem Kuss

Kelly Moran , Vanessa Lamatsch
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 19.09.2018
ISBN 9783499275395
Genre: Liebesromane

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216 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 39 Rezensionen

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Böse Seelen

Linda Castillo , Helga Augustin
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 27.07.2017
ISBN 9783596298013
Genre: Krimi und Thriller

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43 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

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Die Würde ist antastbar

Ferdinand von Schirach
Flexibler Einband: 144 Seiten
Erschienen bei btb, 13.02.2017
ISBN 9783442715008
Genre: Sachbücher

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(357)

775 Bibliotheken, 9 Leser, 3 Gruppen, 64 Rezensionen

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Grischa - Goldene Flammen

Leigh Bardugo , Henning Ahrens
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 22.07.2014
ISBN 9783551313263
Genre: Jugendbuch

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459 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 38 Rezensionen

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Grischa - Lodernde Schwingen

Leigh Bardugo , Henning Ahrens
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 22.08.2014
ISBN 9783551582973
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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20 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

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Silber – Das zweite Buch der Träume

Kerstin Gier , Simona Pahl
Audio CD
Erschienen bei Argon Sauerländer Audio ein Imprint von Argon Verlag, 22.02.2018
ISBN 9783839841754
Genre: Romane

Rezension:

Liv Silber, das Mädchen, das eine Art Parallelwelt in den Träume entdeckt hat, muss herausfinden, warum ihre kleine Schwester plötzlich auf gefährliche Art und Weise zu schlafwandeln anfängt. Leider hat sie nebenbei allerhand Alltagsprobleme zu bewältigen.


Bewundernswert, wie konsequent in diesem ganzen Buch bis kurz vor Schluss absolut nichts passiert. Dass Kerstin Gier einen schönen und wirklich unterhaltsamen Schreibstil hat (zumindest im Jugendbuchbereich) und Simona Pahl, bis auf die seltsame Intonation der männlichen Figuren, das Hörbuch hervorragend eingesprochen hat, ändert leider nichts an der Tatsache, dass es keine - aber auch gar keine - Handlung gibt. Ich würde es nicht mal als "typischen Zwischenband" bezeichnen, der die Geschichte einer Trilogie auf das Finale vorbereitet, denn wie auch im ersten Teil ist die Bedrohung, die sich latent über die Ereignisse legt, mit dem Showdown abgeschlossen.

Schon während ich den ersten Teil der Silber-Trilogie gelesen hatte, hatte ich den Verdacht, dass die gesamte Handlung gut in ein Buch von vier- bis fünfhundert Seiten passen würde. Schon im ersten Teil wurden viele Nebenhandlungen aufgeworfen, die weder etwas mit Träumen und streng genommen nicht mal etwas mit Liv, der Hauptperson, zu tun hatten. Nachdem ich mir nun den zweiten Teil als Hörbuch angehört habe, reduziere ich die geschätzte Seitenzahl des möglichen Silber-Einzelbandes, der nur das wirklich Wichtige erzählt hätte, auf etwa 300. Im zweiten Teil passiert halt einfach mal nix.

Dass sich um das Hauptthema "Träume" eigentlich keiner so wirklich schert, sondern man sich lieber über Wochen hinweg um die Befindlichkeiten eines Buchsbaums sorgt, sowie ständig von irgendeinem Typen schwadroniert wird, der selbst überhaupt nicht auftaucht, macht Das zweite Buch der Träume nahezu überflüssig. Schließlich gibt es am Ende doch noch Handlung, die fix abgefrühstückt wird, bevor man sich wieder Vorgartengewächsen widmet. So intensiv, wie das behandelt wird, hätte das Buch eigentlich Der Buchsbaum heißen müssen.

Fazit: Ein Buchsbaum, der über Wochen hinweg die Gemüter erhitzt; ein ehemaliger Schüler, der nie auftaucht und über den trotzdem ständig im unsäglichen Tittle-Tattle-Blog geschrieben wird, ob es nun einen interessiert oder nicht; dazu ein bisschen Traum, ein bisschen Schlafwandlerei und ganz viel deutsches Essen. Kerstin Gier schreibt gut und unterhaltsam und bewundernswert konsequent über (fast) nichts. Aufgrund des tollen Schreibstils und der sehr guten Sprecherin des Hörbuchs gibt es von mir noch 2**.

  (33)
Tags: buchsbaum, schlafwandeln, silber-trilogie, träume   (4)
 

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67 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 24 Rezensionen

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Schattenmond

Nora Roberts , Heinz Tophinke
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.08.2018
ISBN 9783453422506
Genre: Liebesromane

Rezension:

Innerhalb weniger Wochen fordert ein Virus über zwei Milliarden Leben. Einige der Überlebenden entwickeln erstaunliche Fähigkeiten, so auch Max und Lana, die Teil einer ganz besonderen Prophezeiung werden. 

Dass ein Buch oder einige Textstellen einer Geschichte nicht optimal übersetzt wurden, bekommt man als Leser ja im Normalfall erst dann mit, wenn man den Originaltext kennt. Auch ich habe schon einmal ein englisches Buch gelesen und beim Nachschauen in der deutschen Ausgabe gedacht, dass das nicht gerade das Gelbe vom Ei ist, aber im umgekehrten Fall wäre es mir sicher nie aufgefallen.

Das ist bei Schattenmond tatsächlich anders. Stellenweise kann man genau herauslesen, wie der Originalsatz lauten muss, weil die englische Grammatik einfach übernommen oder ein Ausdruck, der im Englischen geläufig ist, als deutsches Wort übersetzt wurde. Einige Passagen habe ich schlichtweg nicht verstanden. Die Krönung war eines der bekanntesten Filmzitate, das ungeachtet der deutschen Synchronisation eins zu eins übersetzt wurde.

"(...) ihr kennt doch Dirty Dancing, mit den Hütten und so?' - "'Niemand stellt Baby in die Ecke.'" - "Ja, genau der. (...)" - S. 159

Äh, ja, genau der. Klar. Niemand stellt Baby in die Ecke. Hoffentlich muss sie in die Ecke nicht auch noch eine Wassermelone tragen. Äh ...

Aber mal im Ernst: Im Film sagt Patrick Swayze tatsächlich an besagter Stelle "Nobody puts Baby in a corner". Fällt dem Übersetzer da nicht ein, nachzuprüfen, ob das Zitat in der deutschen Filmfassung möglicherweise ein wenig anders ist? Abgesehen davon, dass der Satz "Niemand stellt Baby in die Ecke" im Deutschen wenig Sinn ergibt. Und gibt es beim Heyne-Verlag denn keinen, der die übersetzte Version des Buches noch einmal gegenliest und gegebenenfalls die ein oder andere Anmerkung zur Verständlichkeit hat?

Nun, wie dem auch sei. Ich las das Buch ja aufgrund des Themas. Eine verheerende Pandemie, wenige Überlebende, Tod und Zerstörung, das Übliche eben. Obwohl im Klappentext etwas von einer Auserwählten steht, hatte mich der recht hohe Fantasyanteil zugegebenermaßen völlig auf dem falschen Fuß erwischt, und mit dem wurde ich bis zum Schluss nicht warm. Nicht nur, dass alle sich mit ihrem neuen Dasein als Hexenmeister, Magier oder Fee erstaunlich schnell arrangiert hatten, ich empfand diese Entwicklung auch noch als vollkommen unnötig. Immerhin haben wir Tod und Zerstörung! Die Leute plündern, morden und vergewaltigen. Ist das nicht Stoff genug für einen Endzeitroman? Es gibt nicht einmal ein Ungleichgewicht der Kräfte, so dass man mit den unterlegenen Helden mitfiebern könnte. Die sind einfach genauso stark oder schwach wie die Bösen auch.

Überhaupt hat mich die Schwarz-Weiß-Malerei sehr gestört. Die Guten sind so unglaublich gut, da gibt es keine Ecken und Kanten, die sind einfach großartig und schön und bunt, wohingegen die Bösen vor Bösartigkeit nur so triefen, dunkel und vernarbt sind und immer von einem Krähenschwarm angekündigt werden.

Es ist zwar erst das zweite Buch, das ich von Nora Roberts gelesen habe, trotzdem meine ich eine generelle Schwäche in ihrem Spannungsbogen zu erkennen. Weder die Flucht der Figuren aus ihrem alten Leben, noch der Wiederaufbau oder die Liebesgeschichten sind spannend. Es gibt eine latente Bedrohung durch randalierende Gruppen (ach, die waren letzte Woche mal hier, aber jetzt ist alles wieder gut) und durch die Regierung (ich habe gehört, die wollen an den Leuten, die immun sind, herumexperimentieren, also gehen wir mal weg), und wenn sich zwei Menschen anhimmeln, dann kriegen sie sich völlig ohne Hindernis irgendwann auch noch. Selbst die Action- und Kampfszenen waren meiner Meinung nach dramaturgisch einfach nicht gut gemacht … sofern man sie denn verstanden hat, denn da war ja noch was mit der Übersetzung …

Trotzdem hatte ich keine ganz schlechte Zeit mit dem Buch, denn trotz der Eindimensionalität waren mir die meisten Figuren sehr sympathisch und gerade der Anfang, als die Krankheit ausbrach, hat mir sehr gut gefallen. Auch wie der Wiederaufbau geschildert wurde, war gut durchdacht und interessant. Aber eben nicht spannend. Und dadurch, dass man im Wesentlichen zwei verschiedenen Gruppen folgt, hatte ich oft das Gefühl, dass die coolen Sachen gerade immer der anderen Gruppe passiert sind.

Fazit: Der Auftakt der Schatten-Trilogie hat unglaublich viel Potential verschenkt. Bis zu einem gewissen Punkt habe ich überlegt, die Reihe auf jeden Fall weiterzuverfolgen, wenn der zweite Teil von einem anderen Übersetzer bearbeitet wird, denn dieser hat leider keine gute Arbeit geleistet. Oft las es sich, als habe er ein paarmal zu oft den Google-Übersetzer angeworfen. Doch die Spannung lässt in jeglicher Hinsicht zu Wünschen übrig, und für die Frage, ob ich die Geschichte weiterlese, kann ich mir nun ein Jahr bis zum Erscheinen von Teil 2 Zeit lassen. Für Teil 1 vergebe ich 2,5**.

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Tags: krankheit, new york, pandemie, prophezeiung, schatten-trilogie, seuche   (6)
 

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(165)

543 Bibliotheken, 42 Leser, 1 Gruppe, 67 Rezensionen

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Das Gold der Krähen

Leigh Bardugo , Michelle Gyo
Flexibler Einband: 592 Seiten
Erschienen bei Knaur, 03.09.2018
ISBN 9783426654491
Genre: Fantasy

Rezension:  
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(32)

75 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 19 Rezensionen

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Bleib bei mir

Ayobami Adebayo , Maria Hummitzsch
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.08.2018
ISBN 9783492058902
Genre: Romane

Rezension:

Nigera, 1985: Yejibe ist auch vier Jahre nach ihrer Heirat mit Akin noch nicht schwanger. Weder moderne Medizin noch die alten Rituale, mit denen ihre Schwiegermutter die junge Frau wöchentlich behelligt, haben eine Lösung. Schließlich wird Yejibe vor vollendete Tatsachen gestellt.


Im August habe ich mich auf das riskante Experiment "Buchbox" eingelassen, indem man zu einem bestimmten Thema und für einen recht hohen Betrag eine Überraschungsbox mit einem unbekannten Buch und diversen themenbezogenen Gegenständen kaufen kann. Bleib bei mir war das Buch, das darin enthalten war, und zugegebenermaßen hätte ich es mir selbst wohl nicht ausgesucht. Trotzdem wollte ich es zeitnah lesen, hatte hohe Erwartungen ...

... und wurde erst einmal ziemlich enttäuscht. Der Schreibstil gefiel mir nicht besonders, und in den ersten 100 bis 150 Seiten ist es oftmals nicht mehr als ein - nachvollziehbares, aber trotzdem für mich recht nerviges - Eifersuchtsdrama. Dazu kommt eine psychisch sehr interessante Thematik, die für mich nicht zufriedenstellend beleuchtet wurde.

Immer mal wieder greift die Autorin die politische Situation zu dieser Zeit in Nigeria auf, schafft es aber nicht, diese geschickt mit der Story zu verweben. Wenn es mal wieder einen Regierungssturz gibt, wirkt es genauso reingepappt wie aktuelle Themen in der Lindenstraße. Das hält sich auch bis kurz vor Schluss.

Dann löste sich plötzlich ein Knoten, und die Geschichte nahm Fahrt auf. Je mehr ich las, desto mehr tauchte ich förmlich in die Geschichte ein (auch, wenn ich diese Formulierung nicht mag, es war im wahrsten Sinne ein Eintauchen). Mit jeder Seite ging mir das Schicksal von Yejibe und Akin, die beide als Ich-Erzähler zu Wort kommen, immer mehr ans Herz. Die schweren Schläge, die beide hinnehmen müssen, wirkten zunächst noch etwas übertrieben auf mich, doch es kam der Punkt, an dem alles Sinn machte und darüber hinaus auch weiterhin sinnvoll war. Yejibes Handlungen empfand ich zudem - anders als zu Anfang - immer nachvollziehbar.

Auch, wenn die Autorin hauptsächlich aus der Sicht von Yejibe erzählt, schafft sie es, in den wenigen Szenen auch Akins Standpunkt nachvollziehbar zu machen. Auch er ist stark, doch auch er handelt aus Verzweiflung. Es war zudem sehr interessant zu sehen, was es in Nigeria sowohl für einen (Ehe)Mann als auch für eine (Ehe)Frau bedeutet, kein Kind bekommen zu können und welchen Stellenwert ein eigenes Kind für beide Seiten hat.

Fazit: Eine sehr lange Zeit konnte ich mit Bleib bei mir nicht viel anfangen. So habe ich die ersten 150 Seiten mit wenig Begeisterung gelesen, bis sich plötzlich der Knoten gelöst hat und mich die restlichen 200 Seiten nicht mehr losgelassen hatten. Selbst der Schreibstil, den ich anfangs nur mäßig fand, hatte eine regelrechte Sogwirkung, und am Ende ergibt alles einen Sinn. So entpuppt sich Bleib bei mir zu einem wirklich besonderen Buch, das berührt und interessant zugleich ist und von mir 4,5**** bekommt.

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Tags: ehe, ehepaar, nigeria, schwangerschaft   (4)
 

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25 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

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Geschürte Angst

Anna Snoekstra , Dorothea Traupe
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 03.09.2018
ISBN 9783959672061
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Rose Blakely träumt von einer Karriere als erfolgreiche Journalistin, kann mit ihrem Aushilfsjob in einer Kneipe aber nicht einmal ein eigenständiges Leben finanzieren. Als jemand Porzellanpuppen vor die Türen verschiedener Einwohner ihres Heimatortes legt, die deren Töchter auf unheimliche Art und Weise ähnlich sehen, schreibt sie einen Artikel darüber, der prompt gedruckt wird. Doch damit löst sie eine verheerende Kettenreaktion aus.

Vorneweg: der Plot ist großartig. All die verschiedenen Handlungsstränge, die Anna Snoekstra aufwirft und am Ende wieder zusammenführt, meistert sie mühelos und erzählt so eine richtig gute Geschichte, an deren Ende man kleine Dinge vom Anfang wiederfindet und das taktische Können der Autorin einfach nur bewundern kann.

Auch die Atmosphäre in der von der Wirtschaftskrise geplagten australischen Kleinstadt, in der es permanent zu heiß ist, zu staubig und zu trostlos, ist sehr gut eingefangen. Man wünscht sich einerseits für Rose den Absprung in die Großstadt, andererseits versteht man ihre Freundin, die gerne dort bleiben möchte, um ein ruhiges Leben zu führen.

Am besten hat mir jedoch die Charakterzeichnung der Figuren gefallen, die bis in die kleinsten Nebenrollen sehr gut gelungen ist. Man könnte es auch mit echten Menschen zu tun haben, die Stärken und Schwächen haben und nicht immer sympathisch sind.

Zudem spielt die Autorin mit den Erwartungen der Leser. Als recht erfahrene Thrillerleserin habe ich hier und da ein Muster erkannt, habe wissend mit dem Kopf genickt und gedacht: „Ja ja, mit dem passiert gleich dies und jenes, und der ist ja auch nur dafür da, dass ...“ Doch Snoekstra geht den Weg nicht, bricht mit dem Erwartungen und lässt trotzdem eine logische Entwicklung folgen.

Keine Frage: Anna Snoekstra kann eine Geschichte konstruieren.

Doch leider hapert es gewaltig bei der Erzählweise.

Aus irgendeinem Grund schafft es die Autorin nicht, sich klar auszudrücken und das, obwohl ihr Schreibstil nicht gerade von verschwurbelter Poesie strotzt. So passiert es, dass Rose' kleine Schwester auf dem Nachhauseweg die Orientierung verliert, im nächsten Satz aber plötzlich schon daheim angekommen ist. Oder man redet in der Kneipe über's Dartspielen und ist im nächsten Satz auch schon tatkräftig dabei. Das ist sicher nicht ungewöhnlich, doch hier leider so ungeschickt formuliert, dass man die Übergänge nicht mitbekommt. Ich habe oft sogar geglaubt, dem E-Book-Format hätte es einige Absätze zerschossen, die hätten drin sein müssen, doch je weiter ich gelesen habe, desto überzeugter war ich davon, dass es nicht am Format liegt, sondern schlichtweg am Erzählstil der Autorin. Immer wieder gibt es einfache Dinge, die ich so nicht kapiert habe.

Fazit: Ich will Anna Snoekstra nicht zu nahe treten, doch ich glaube, wenn ein anderer Autor die Geschichte geschrieben hätte, wäre sie ein richtiges Highlight mit Sternchen, Ausrufezeichen und Fleißbienchen geworden. Der Plot und die Zusammenhänge sind top, Atmosphäre und Charakterzeichnung erste Sahne. Anna Snoekstra kann was, sie muss es nur noch formulieren lernen. Von mir gibt aufgrund der stellenweise sehr unklaren Erzählweise für diese 5-Sterne-Geschichte leider nur 3,5***.

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Tags: australien, porzellanpuppen, wirtschaftskrise, zeitungsartikel   (4)
 

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59 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 36 Rezensionen

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Bonfire – Sie gehörte nie dazu

Krysten Ritter , Charlotte Breuer , Norbert Möllemann
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Diana, 13.08.2018
ISBN 9783453292130
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Zehn Jahre nach ihrem Highschoolabschluss kommt Abby Williams erstmals zurück in ihre Heimatstadt. Als Anwältin einer Umweltschutzorganisation ermittelt sie gegen einen großen, hier ansässigen Konzern und wird mit ihren eigenen Dämonen konfrontiert.


Der deutsche Untertitel "Sie gehörte nie dazu" spoilert im Prinzip die komplette Geschichte. Kaum in ihrem Heimatort angekommen, beginnt Abby Williams, darüber zu lamentieren, wie gemein doch alle in der Highschool zu ihr waren und hört bis zur letzten Seite nicht mehr damit auf. Sobald auch nur der Hauch einer Handlung aufkommt, ergeht sie sich auch schon darüber, dass sie früher nie mit den coolen Kids abhängen durfte und zu keiner Party eingeladen wurde, wenn das nicht sowieso schon Dreh- und Angelpunkt der Szene gewesen ist. Es vergeht keine einzige Szene in diesem Buch, in der sie nicht irgendwann darauf zu sprechen kommt, dass sie bestenfalls ignoriert, schlimmstenfalls gemobbt wurde.

Dass das nicht schön ist, kann sicher jeder nachvollziehen. Warum die Protagonistin aber auch noch zehn Jahre später regelrecht verbittert darüber ist, wollte mir nicht so recht verständlich werden, zumal sie selbst von anderen Jugendlichen erzählt, die es wesentlich schlimmer erwischt haben als sie. So greift Krysten Ritter zwar das durchaus ernste Thema Mobbing auf, lässt ihre Protagonistin aber so lange auf den vergleichsweise harmlosen Aktionen gegen sie selbst herumreiten, dass es sich wie ein einziges großes "Mimimi" liest.

Auch andere ernste Themen, wie den Umweltskandal, Drogen- und Alkoholprobleme oder Gewalt innerhalb der Familie behandelt die Autorin, doch die gehen - wie sollte es anders sein - vollkommen im Leid der Protagonistin unter, die sich lieber darüber auslässt, dass ihr im Chemieunterricht die Reagenzgläser ausgeschüttet wurden.

Eine Sache, die für mich überhaupt nicht zusammenpassen wollte, waren die Schilderungen der handelnden Personen und deren Alter. Zehn Jahre nach dem Highschoolabschluss - da wären die Jugendlichen von damals mittlerweile Mitte bis Ende zwanzig. Warum weder Abby anfangs von keinem erkannt wird, noch sie andere erkennt, habe ich daher nicht wirklich verstanden. Auch die Berufe - Juniorpartnerin einer Anwaltskanzlei, stellvertretende Schuldirektorin, hohes Tier beim Konzern, gegen den ermittelt wird - empfand ich als unglaubwürdig für 26-/28-Jährige. Natürlich kenne ich mich nicht wahnsinnig gut damit aus, wie lange man in den USA studieren muss, um überhaupt Lehrerin, geschweige denn (stellvertretende) Direktorin zu werden, aber hey ... mit 28? Dazu kam eine Szene, in der Abby über "die ganzen Halbglatzen und Bierbäuche" spricht, die ihre ehemaligen Schulkameraden in so jungen Jahren schon an den Tag legen, dass es mir vorkam, als müssten nicht nur 10, sondern mindestens gute 20 Jahre vergangen sein.

Wenn man es schafft, bis zum Schluss noch etwas mehr als höfliches Interesse an der Handlung zu haben, wird es auch noch mal spannend, allerdings sehr vorhersehbar. Was gerade gegen Ende jedoch auch immer wieder vorkam, waren Dinge, die zum Weiterkommen der Handlung beitrugen und völlig aus dem Nichts kamen, Krysten Ritter dann aber noch schnell ein "Das war ja schon immer so" hinterher schob und eine kurze Anekdote von früher, die das beweisen soll. 

Ach ja, da war ja noch so etwas wie ein Umweltskandal. Doch dieser Handlungsstrang wird irgendwann auf die denkbar einfachste und schnellste Art und Weise abgefrühstückt, und anschließend darf vollkommen ungehemmt weiter "Mimimi" gemacht werden.

Fazit: Deutsche Untertitel sind schon was feines. "Sie gehörte nie dazu" gelesen, und schon kann man sich viele Seiten ersparen, in der die Protagonistin in  j e d e r  Szene darüber jammert, wie fies doch in der Schule alle zu ihr waren und dass sie nie auf Partys eingeladen wurde. So gehen die wirklich wichtigen Themen unter, und so etwas Unwichtiges wie eine Handlung sucht man vergebens. Schade, denn der Schreibstil ist wirklich ordentlich. 

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Tags: alkohol, highschool, mobbing, umweltskandal, umweltverschmutzung   (5)
 

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Die stille Kammer

Jenny Blackhurst , Anke Angela Grube
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 15.05.2015
ISBN 9783404172191
Genre: Krimi und Thriller

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Nur eine böse Tat

Elizabeth George , Charlotte Breuer , Norbert Möllemann
Flexibler Einband: 880 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 17.08.2015
ISBN 9783442476176
Genre: Krimi und Thriller

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499 Bibliotheken, 11 Leser, 1 Gruppe, 96 Rezensionen

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Ich bin der Zorn

Ethan Cross , Dietmar Schmidt
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 11.11.2016
ISBN 9783404174218
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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Sauerkrautkoma

Rita Falk
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.12.2014
ISBN 9783423215619
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Weil der Franz verbrechenstechnisch die höchste Aufklärungsrate in ganz Bayern hat, wird er direkt mal zwangsbefördert und kommt zur Kripo in die Hauptstadt - also, nach München, gell. Da kriegt der Franz direkt einmal einen Stress, vor allem nach Feierabend, wenn er den ganzen Weg bis nach Hause zur Oma fährt und da der Leopold schon sitzt, die alte Schleimsau. Als dann auch noch beim ersten Besuch vom Papa in München der alte Opel geklaut wird und später mit einer Leich' im Kofferraum wieder auftaucht, geht das Ermitteln auch schon wieder los. Und die Susi will derweil auch noch geheiratet werden.


Ja, da kommt der Franz aus dem Stress gar nicht mehr raus, gell. Diesmal nimmt der Kriminalfall mit derer Leich' im Kofferraum vom Papa seinem Admiral sogar einen recht ordentlichen Bestandteil der Geschichte ein. Obwohl, das muss man jetzt mal ganz deutlich sagen, man da schon merkt, dass das wie immer trotzdem noch recht nebensächlich ist. Für den Franz so das kleinste Problem, sozusagen. 

Viel ernster ist da doch die Sache mit der Susi. Die besorgt sich nämlich plötzlich ein Brautkleid und Pipapo. Ja, da hab ich mich schon gefragt, warum die beiden denn noch nie darüber gesprochen haben zusammenzuziehen. Ist ja ein klein bisschen unlogisch, gell. Aber machen tut das nichts bei der sonst so tollen Geschichte, die wo ich immer so gerne lese. Also eigentlich alle vom Eberhofer-Franz. Obwohl der mit der Susi auch hier wieder so moralisch nicht ganz akkurat umgeht. Aber das ist halt der Franz. Da hat die Falknerin halt einen echten Charakter erschaffen und nicht nur so einen Dreamboy, wo austauschbar ist und Hauptsache sympathisch.

Ein bisschen was über dem Franz seine Vergangenheit mit der Mama und auch mit der Susi erfahren wir im Sauerkrautkoma. Das hat dann nicht nur den Franz sehr mitgenommen, sondern mich auch. Das hat mir direkt so richtig gut gefallen, auch wenn's nur kurz war. 

Dass das Buch jetzt gerade genau das war von der Reihe um den Kommissar Eberhofer, das ich noch nicht gekannt hab, war jetzt wirklich ein Zufall, wo das jetzt auch noch ins Kino kommt. Aber weil ich da neulich ein Filmplakat gesehen hab, hab ich mal total Lust drauf gekriegt weiterzulesen, gell. Gut, dass das jetzt so gut zusammengepasst hat, weil ich ja direkt total begeistert war vom Buch und so weiter. Und der Franz und die Susi gucken im Buch sogar auch einen schönen Film, gell.

"Im Fernseher läuft der "Dampfnudelblues", irgend so ein bayerischer Provinzkrimi, und die Susi und ich schenkeln uns vor lauter Lachen." (S. 223)

Fazit: Nicht nur die Susi und der Franz sind begeistert, sondern ich auch. Da kann man kaum genug kriegen von den beiden und der Oma, dem Papa, dem Ludwig, dem Leopold und dem Birkenberger und Pipapo. Kriminaltechnisch war das auch eine akkurate Vorstellung, kann man so sagen. Da hat die Falknerin mal wieder eine gute Arbeit geleistet, die von mir 5***** bekommt, ist doch klar!

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Tags: eberhofer franz, mord, münchen, niederkaltenkirchen, opel-admiral, sauerkraut   (6)
 

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209 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 135 Rezensionen

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Ins Dunkel

Jane Harper , Ulrike Wasel , Klaus Timmermann
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 24.07.2018
ISBN 9783499274732
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Fünf Mitarbeiterinnen des Unternehmens BaileyTennant brechen zu einem Teambuilding-Wochenende in die Wäder des Giralang-Massivs auf. Nur vier von ihnen kehren zurück. Aaron Falk von der Melbourner Steuerfahndung hat gegen BaileyTennant ermittelt und versucht herauszufinden, was in den letzten Tagen vorgefallen ist.

Als ich vor einiger Zeit den Roman The Dry las (der im Zuge der Veröffentlichung von Ins Dunkel als Hitze neu verlegt und dem Folgeroman optisch angepasst wurde – was ich „lustig“ finde, wo man doch den zweiten dem ersten Teil hätte anpassen können, da hätte man auch weniger Leser verwirrt, aber wahrscheinlich weniger Exemplare verkauft, vor allem doppelt), habe ich mir gewünscht, dass aus der Geschichte rund um den Steuerfahnder Aaron Falk eine Reihe würde.

Jane Harper hat mir mit Ins Dunkel diesen Wunsch erfüllt und zeigt auch gleich, was man aus dem eher dröge anmutenden Berufszweig Steuerfahndung so alles machen kann, obwohl es zugegebenermaßen hier um alles andere als um irgendwelche Geldgeschichten geht.

In Rückblenden erzählt die Autorin von dem Wanderwochenende einer Gruppe von Kolleginnen, die sich von Anfang an nicht ganz grün waren und durch den Druck und die drohende Gefahr, als sie vom sicheren Wanderpfad abkommen, die Masken fallen lassen. So hat Jane Harper einen psychologisch sehr guten und interessanten Thriller geschaffen, der sowieso eines meiner Lieblingsthemen aufgreift: eine Gruppe Menschen, die in irgendeiner Form von der Außenwelt abgeschnitten sind und sich selbst überlassen werden.

Dass Frauen generell nicht gerade zimperlich miteinander umgehen, wenn erst einmal alle Hemmungen gefallen sind, ist sicher kein Geheimnis. Für meinen Geschmack hätte es hier sogar noch viel früher zu Sache gehen können zwischen den fünf Kolleginnen, doch man merkt schon gleich zu Beginn, dass einiges im Argen liegt. Mir hat das unglaublich gut gefallen.

Aaron Falk und seine Kollegin von der Steuerfahndung bleiben indes lange Zeit sehr blass und im Grunde bloße Randfiguren, die streng genommen nicht einmal mit der Suchaktion etwas zu tun haben. Dass sie überhaupt ins Giralang-Massiv fahren, um sich an den Ermittlungen zu beteiligen, ist auch nicht selbstverständlich, und so erfährt man mehr und mehr von den Frauen und kaum etwas über die Ermittler, was in sofern okay ist, da der Fokus klar auf den Geschehnissen des Teambuilding-Wochenendes liegt, für mich aber trotzdem seltsam waren, da The Dry bzw. Hitze stark auf Aaron Falk fokussiert war und eine sehr persönliche Geschichte erzählt hat.

Wie Jane Harper die losen Enden, die sie im Laufe der Geschichte aufgeworfen hat, verknüpft, ist schön zu sehen, gelingt aber nicht in jedem Fall. Ein Handlungsstrang ist sogar relativ unnötig und kommt auch nicht zum Abschluss. Mir hätte die Geschichte ohne diesen sogar noch besser gefallen. Trotzdem ist eine Steigerung zum ersten Roman um Aaron Falk zu lesen, obwohl ich diesen schon sehr gut fand, und ich freue mich, wie es mit Teil 3 weitergehen wird.

Fazit: Für wen „Thriller“ gleichbedeutend mit Serienmord, Folter und möglichst vielen abgetrennten Gliedmaßen ist, der wird mit Ins Dunkel nicht ins Schwarze treffen. Doch wer von einer psychologisch interessante Gruppendynamik lesen möchte, die langsam aber sicher buchstäblich ins Dunkel abdriftet, ist mit dieser Geschichte gut bedient. Ich freue mich, dass die Autorin mehr um ihren australischen Ermittler Aaron Falk schreibt und vergebe 4****.

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Tags: australien, giralang, melbourne, teambuilding, wildnis   (5)
 
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