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31 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 16 Rezensionen

überleben, natur, pflanzensterben, science-fiction, endzeit

Chlorophyll

M. J. Herberth
Flexibler Einband: 688 Seiten
Erschienen bei epubli, 16.11.2016
ISBN 9783741867712
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Chlorophyll - das ist ein allgegenwärtiger Stoff. Wir alle haben davon in der Schule gehört. Wer sich nicht gerade mit Biologie beschäftigt, denkt jedoch kaum darüber nach. Chlorophyll - der grüne Farbstoff, den Pflanzen während der Fotosynthese bilden, aber ist unabdingbar für das Leben. Nur leider vergessen wir das gern. Hier setzt M. J. Herberth an. Er skizziert ein Endzeitszenario, das scheinbar harmlos in Finnland beginnt. Immergrüne Bäume färben sich in der eisigkalten Schneelandschaft des Nordens plötzlich orange. Der Schnee auf ihren Ästen schmilzt, Tiere scheuen, knurren, sowie sie in die Nähe dieser seltsam anmutenden Bäume kommen. Seltsame Wesen wachsen in den großen Seen der Erde. In Ufernähe brechen sämtliche Funknetze zusammen. Was harmlos beginnt, breitet sich innerhalb eines knappen Jahres auf dem ganzen Erdball aus. Und plötzlich wissen wir wieder: Wir brauchen das Chlorophyll, um zu überleben. Anschaulich beschreibt der Autor, wie die Katastrophe ihren Lauf nimmt. Ganz nebenbei zeichnet er den Weg des Lebens auf der Erde, wie und warum es begann. Komplexe biologische Zusammenhänge werden im leichten Plauderton erklärt. Und unweigerlich drängt sich dem Leser die Bedeutung des grünen Farbstoffes für das Überleben von Mensch und Tier auf.  Je weiter die Seuche fortschreitet, umso mehr wird klar, auf welch wackligen Füßen unsere Zivilisation steht. Dem Kampf ums nackte Überleben werden alle Werte und Normen geopfert. Einer Elite soll das Überleben ermöglicht werden, aber wer gehört dazu und zu welchem Preis. Interessant ist die Verknüpfung von Wissenschaft und Spiritualität. So wissen die Ureinwohner Australiens lange vor allen anderen, dass es Zeit ist, die große Reise anzutreten.

Nicht immer sind die Formulierungen gelungen. Und auch auf die fortwährende Wiederholung wichtiger Fakten könnte man getrost verzichten. Manchmal gerät ein Dialog etwas zu holprig, da sich die Protagonisten gegenseitig wissenschaftliche Zusammenhänge erklären. Das ändert aber nichts an den Fakten: „Chlorophyll“ ist ein Buch zum Nachdenken über die scheinbaren Selbstverständlichkeiten des Lebens. Spätestens nach der Lektüre dieses Romans sieht man das Abholzen tropischer Regenwälder – das anders als die Story des Buches traurige Realität ist – mit anderen Augen. Das Ende ist offen und lässt Spielraum für eine Fortsetzung. 

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Tags: chlorophyll - quell des lebens, eine welt ohne grün, ende der zivilisation, endzeitszenario   (4)
 

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423 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 190 Rezensionen

thriller, psychothriller, hamburg, entführung, spannung

Die Wahrheit

Melanie Raabe
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei btb, 29.08.2016
ISBN 9783442754922
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich gebe zu: Am Anfang war ich nicht so begeistert. Lange Schilderungen der Natur, ihres Tagesablaufes. Und ich dachte mir, was soll der Hype um das Buch, um eine Frau, die gerade anfängt, endlich wieder ihr eigenes Leben zu leben und plötzlich der Tatsache ins Auge sehen muss, dass ihr mehr oder weniger tot geglaubter Mann befreit wurde und in wenigen Stunden auf dem Hamburger Flughafen landet. Und dann ist er es nicht und niemand will ihr das glauben.
Je tiefer ich allerdings in die Geschichte um die alleinerziehende Frau eintauchte, die ihren Mann vor sieben Jahren durch eine Entführung verloren hat, umso mehr war ich gefesselt. Und auch der Titel des Buches „Die Wahrheit“ gewinnt eine ganz andere Bedeutung, je mehr man sich auf die Geschichte einlässt. Denn sie wechselt, von Kapitel zu Kapitel entwickeln sich neue Facetten der Wirklichkeit.
Geradezu atemlos habe ich die Seiten dieses unglaublichen Kammer- und Verwirrspiels verschlungen. Melanie Raabe führt unbeirrt durch das Buch und nimmt den Leser mit auf eine Reise des Unglaubens, der Verzweiflung, aber auch der Überraschungen und erschreckender Perspektiven. Denn die Wahrheit liegt immer im Auge des Betrachters. Es ist kaum möglich, sich dem zu entziehen. Und irgendwann bin ich froh, dass Melanie Raabe des Nachts nicht so wie wir anderen schläft, sondern an ihren Büchern feilt.
Langsam aber stetig kristallisiert sich heraus, dass die Beziehung des jungen Paares vor der Entführung nicht so harmonisch war, wie es den Anschein hatte. Er, ein gutsituierter junger Mann aus ehrwürdiger Hamburger Familie, sie eine junge Lehrerin aus unbedeutenden Verhältnissen und ohne jeden Esprit, glaubt man ihrer Schwiegermutter, welche die junge Frau nach all den Jahren noch immer siezt. Immer mehr wird deutlich, dass das Miteinander vor der Entführung von zermürbendem Streit, von Frustration und Unverständnis des Anderen geprägt war. Melanie Raabe zeichnet das Bild des glücklichen jungen Paares immer klarer und schonungsloser, je mehr man sich der erschreckenden Wahrheit nähert. Und doch hat sie auf den letzten Seiten noch eine große Überraschung parat. Am Ende ist da Betroffenheit und Mitleid – vor allem mit dem Fremden, bei mir sogar eine leichte Abscheu gegenüber der Frau – ein Buch voller Tragik, fesselnd und mitreißend, aber auch ein Buch über das Nichtverstehen, über psychologische Sackgassen, in denen die Protagonisten gefangen zu sein scheinen. Erschüttert bleibe ich zurück. Ein Buch über den ganz persönlichen Kosmos, in dem jeder von uns gefangen ist. Das aber auch dazu animiert, Dinge in Frage zu stellen und die eigene Sicht auf die Welt zu überprüfen.
„Die Wahrheit“ gehört zu den Büchern, die man nicht einfach so weglegt, sondern einen tiefen Eindruck hinterlassen.

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Tags: er kommt zurüc, mann entführt, sie darf ihn nicht verraten, und ist ein anderer   (4)
 

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150 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 34 Rezensionen

nachkriegszeit, 2. weltkrieg, krimi, hamburg, findelkind

Trümmerkind

Mechtild Borrmann
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Droemer, 02.11.2016
ISBN 9783426281376
Genre: Krimi und Thriller

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59 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 33 Rezensionen

kinderbuch, liebe, freundschaft, sternenkind, jugendbuch

Das Sternenkind und der Rabe

Andreas Herteux
Flexibler Einband: 68 Seiten
Erschienen bei Erich von Werner Verlag, 12.10.2016
ISBN 9783981838824
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Zuallererst herzlichen Dank an den Verlag, dass ich das Buch als Ebook lesen durfte. Darüber freue ich mich sehr. Es war eine seltsame Erfahrung, ein Kinderbuch über den kindle zu lesen - der Wechsel zwischen Illustrationen und Text. Deshalb habe ich mir das Buch erst einmal allein vorgenommen. Mein Sohn (6) kommt in den nächsten Tagen in den Genuss. Gleich vorweg: Der Plot erscheint mir nicht schlüssig. Ein Sternenkind landet auf der Erde und läuft ziellos umher, bis es auf einen Raben trifft, der ihm erklärt, dass es ein Mensch sein muss, da es so aussieht. Der Rabe schickt es nicht auf die Suche nach anderen Menschen und versucht auch nicht, ihm zurück in den Himmel zu helfen. Stattdessen schickt er das Kind auf die Suche nach der Liebe, die das Mädchen kommentarlos antritt. Der Rabe begleitet es und sie treffen auf viele Menschen und hören von ihren Erfahrungen mit der Liebe.  Ich kann nicht nachvollziehen, warum das Kind ausgerechnet die Liebe sucht. Hier fehlt mir eine schlüssige Argumentation. Das Ganze wirkt auf mich sehr konstruiert. Sprachlich wechselt das Buch zwischen märchenhaften Beschreibungen und modernen Erzählmomenten. Geht man davon aus, dass das Buch für Kinder zwischen 6 und 8 Jahren empfohlen wird, denn Ältere werden sich kaum an dem teilweise sehr naiven Erzählstil erfreuen, erscheint die Verwendung von Wörtern wie "irritiert", "kaschieren", Kräfte regenerieren", "Missbrauch" und "Abhängigkeit", um nur einige zu nennen, sehr unpassend. Denn diese Worte werden Kinder nicht verstehen, zumindest nicht im Alter von 8 Jahren. Auf mich wirkt das Buch so, als wäre es von der Idee her eher an Erwachsene gerichtet, nicht an Kinder. Leider erfüllt es weder die Ansprüche der einen noch der anderen Zielgruppe. Und auch der Schluss wirkt schnell geschrieben und wenig durchdacht.
Die Illustrationen sind schön, eine inhaltliche Überarbeitung der Story hätte dem Buch gut getan. Ich werde es unabhängig von meiner Meinung auch noch mit meinem Sohn lesen und dann wieder berichten.

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Tags: sternenkind auf der suche nac hder menschlichen liebe;   (1)
 

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(24)

60 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 1 Rezension

london, spionage, uhr, fiktion, 1968

Himmel über London

Hakan Nesser , Christel Hildebrandt
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei btb, 14.04.2015
ISBN 9783442743810
Genre: Krimi und Thriller

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(68)

168 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 13 Rezensionen

usa, klassiker, rassismus, südstaaten, vergewaltigung

Wer die Nachtigall stört ...

Harper Lee , Claire Malignon , Nikolaus Stingl , any.way
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 22.07.2016
ISBN 9783499217548
Genre: Jugendbuch

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(988)

2.041 Bibliotheken, 31 Leser, 11 Gruppen, 199 Rezensionen

dystopie, verrat, zukunft, ursula poznanski, jugendbuch

Die Verratenen

Ursula Poznanski
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Loewe, 09.10.2012
ISBN 9783785575468
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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(41)

93 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 8 Rezensionen

dystopie, genmanipulation, gentechnik, pandemie, trilogie

Oryx und Crake

Margaret Atwood , Barbara Lüdemann
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Berlin Verlag Taschenbuch, 10.03.2014
ISBN 9783833309632
Genre: Romane

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(1.286)

2.345 Bibliotheken, 70 Leser, 18 Gruppen, 104 Rezensionen

fantasy, winterfell, westeros, krieg, game of thrones

Das Erbe von Winterfell

George R. R. Martin , Jörn Ingwersen , Sigrun Zühlke , Thomas Gießl
Flexibler Einband: 542 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 14.03.2011
ISBN 9783442267811
Genre: Fantasy

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