Amy-Maus87s Bibliothek

287 Bücher, 118 Rezensionen

Zu Amy-Maus87s Profil
Filtern nach
287 Ergebnisse
Wähle einen Buchstaben, um nur die Titel anzuzeigen, die mit diesem beginnen.



LOVELYBOOKS-Statistik

(88)

160 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 77 Rezensionen

selbstmord, jugendbuch, tod, liebe, peter bognanni

Mein Leben oder ein Haufen unvollkommener Momente

Peter Bognanni , Anja Hansen-Schmidt
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 29.01.2018
ISBN 9783446258631
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Jonathan und Tess haben sich nur einmal in ihrem Leben gesehen und doch pflegten beide über 7 Monate eine intensive „Internetbeziehung“. Bis Tess aus dem Internet erfahren muss, dass ihr Freund sich das Leben genommen hat.
Tess weiss sich nicht anders zu helfen, als immer wieder an ihn zu schreiben, obwohl er Tod ist. Doch eines Tages erhält Tessa eine Antwort auf ihre Nachrichten...

Meine Meinung:
So ungewöhnlich das Cover und der Titel sein mag, so anders ist auch diese ganze Geschichte.
Diese Geschichte über das Social Network, die „Internetliebe“, das Thema Depression und weitere aktuelle Trends empfand ich als sehr modern für die jetzige Zeit, sodass ich es einfach näher kennenlernen musste.

Die Erzählung selbst ist sehr flüssig und leicht geschrieben und wir folgen direkt zu Anfang der 16 jährigen Tess, die ihre große Internetliebe verlor, mit der sie 7 Monate eine intensive Zeit pflegte.
Tess ist ein typischer Teenager mit einer sehr sarkastischen Ader, die nicht immer bei mir Anklang fand. Ich bin auch kein Mensch, der zum Lachen in den Keller verschwindet, und es ist auf der einen Seite auch sehr positiv zu sehen, dass solche eine schwere Thematik anders aufgearbeitet wird und dem Buch eine gewisse Lockerheit verleiht. Jedoch empfand ich Tess in einigen Situation sehr schwermütig, als würde sie teilweise den Ernst der Lage nicht begreifen.
Gerade auch, als sie erfuhr, dass sie nicht nur mit ihrem geliebten Jonathan über die ganze Zeit schrieb, sondern mit seinem besten Freund. Ihre Reaktion, dass sie nicht heraus finden wollte, wie viel davon tatsächlich er war, störte mich und ließ mich gedanklich keine Ruhe.

Überhaupt wird das Thema Tod und die Aufarbeitung dessen, ganz anders systematisiert, als ich dies angenommen hatte. Jeder Mensch geht mit dem Thema Tod und dem Verlust einen geliebsten Menschen anders um aber Tess kam mir von Anfang an so vor, als würde sie nicht wirklich hinter der Sache stehen.Dazu kam die skurrile Geschichte über den Vater und sein ungewöhnliches Bestattungsinstitut, welches sich durch die ganze Geschichte zog und einige ungewöhnliche Auftritte zur Folge hatte. Hierbei hätte ich mir auch gewünscht, dass die Mutter und auch der Vater nicht nur Randfiguren geblieben wären und Tessa Halt gegeben hätten. Halt der über die Geschäftsidee und das Vorantreiben dieses Bestattungsinstitutes hinaus gegangen wäre.

Zum Ende hin, hatte ich die Hoffnung, dass die Geschichte noch einmal Schwung aufnehmen würde, als sich Daniel und Tess näher kamen aber er blieb als Protagonist sehr blass an ihrere Seite und seine Rolle verfestigte sich nicht mehr. An dieser Stelle hätte dem Buch ein paar Seiten mehr nicht geschadet.

Mein Fazit:
„Mein Leben und ein Haufen unvollkommener Momente“ ist ein ungewöhnliches Buch über das Thema Trauerbewältigung 2.0 in den Zeiten des Internets. Die Grundidee selbst gefiel mir sehr gut aber die Geschichte blieb in meinen Augen einfach zu farblos und ohne hinreichenden Tiefgang. Ich vergebe 3 von 5 Sternen.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(72)

271 Bibliotheken, 16 Leser, 0 Gruppen, 39 Rezensionen

wie die stille unter wasser, brittainy c. cherry, trauma, roman, lyx verlag

Wie die Stille unter Wasser

Brittainy C. Cherry , Katja Bendels
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei LYX, 26.01.2018
ISBN 9783736305502
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt:
Nach einem traumatischen Erlebnis in jungen Jahren verliert Maggie ihre Stimme und lebt fortan in einer sehr stillen Welt, die nur durch ihren Sandkastenfreund Brooker in wenigen Momenten des Tages durchbrochen wird. Er wird zu ihrem Halt, ihrem persönlichen Anker, den Maggie nie mehr loslassen möchte. Doch beiden werden älter und Brooker verlässt das Nest und Maggie bleibt zurück. Kann es trotz allem eine Zukunft für die beiden geben?

Meine Meinung:
Dies ist der dritte Teil aus der Romance Elements Serie von Brittany C. Cherry, die aber alle in sich abgeschlossen sind und sich unabhängig voneinander lesen lassen.
Ich gebe zu, dass mich die ersten beiden Bände bisher nicht so gereizt haben, wie Band drei, der direkt mein Herz gewinnen konnte.

Die Autorin erzählt abwechselnd aus der Sicht von Maggie und Brook, die wir als Leser über ein halbes Leben begleiten werden.
Maggie und Brooks Geschichte ist sehr emotional geschrieben und hat mich somit auf eine Achterbahnfahrt der unterschiedlichsten Gefühle geschickt. Die innerliche Traurigkeit, die Zerissenheit und natürlich auch das Glück, das Brooks und Maggie empfanden, waren fast greifbar, so klar formulierte Brittany diese Gefühle.

Auch wenn ich Momente innerhalb des Buches hatte, die mich immer wieder über die Frage grübeln ließ, wieso man nicht mehr unternahm, um Maggie dieses Trauma vergessen zu lassen, hat mich diese Geschichte sehr überrascht und emotional an das Buch gefesselt.
Brooks und Maggie waren beides Charaktere, die ich sehr in mein Herz geschlossen habe und die ich sicherlich nicht so schnell vergessen werde.

Fazit:
„Wie die Stille unter Wasser“, Ist eine herzerwärmende Geschichte, die den Leser auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle schicken wird. Ich kann nur meine absolute Leseempfehlung aussprechen und vergebe gerne 5 Sterne.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(5)

11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

Solange du lügst

Kimberly Belle , Kathrin Bielfeldt
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 16.02.2018
ISBN 9783746634142
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt:
Iris und ihr Mann Will führen 7 Jahren eine harmonische glückliche Ehe, bis ein Flugzeugabsturz die beiden gewaltsam trennt und Will stirbt.
Doch, was hatte ihr Mann in einer Maschine nach Seatlle zu suchen, wenn er doch in eine ganz andere Richtung wollte? Und so entdeckt Iris nach dem Absturz, dass ihre Ehe auf einem Lügenkonstrukt aufgebaut war. Doch, wer war ihr Mann wirklich?

Meine Meinung:
Ich muss zugeben, dass ich schon lange kein Buch mehr in einem Durchgang durchgelesen habe und ich habe es auch nicht bei diesem Buch vermutet. Jedoch hatte dieser Thriller eine starke Wirkung für mich, sodass ich das Buch in wenigen Stunden beendet habe und mich die Geschichte fast ein wenig Atem los zurückgelassen.
Denn die Frage, die die Autorin in diesem Buch stellt, ist eigentlich ganz einfach:
„Was machst du, wenn du nach all den Ehejahren erfährst, dass alles eine große Lüge war?

Kimberly Belle erzählt in einer lockeren und leicht verständlichen Weise von Iris in der Ich-Perspektive und gibt dem Leser auf den ersten Seiten einen kurzen ersten Einblick der gemeinsamen Zeit mit ihrem Mann Will. Einer Ehe, die so harmonisch erscheint und im Endeffekt nur eine Farce ist. Eine Farce, der Iris langsam aber sicher nach dem Tod ihres Mannes auf die Sprünge kommt und sich immer mehr Wahrheiten über ihren Will ausbreiten, die sie nie so für möglich gehalten hatte.
Denn wer war der Mann tatsächlich, den sie sieben Jahre an ihrer Seite hatte?

Iris als Protagonisten hat mir sehr gut gefallen, denn sie folgt den Spuren mit ihrem analytischen Denken als Psychologin. Dabei empfand ich es nicht als zu hochgesteckt oder übertrieben. Denn iris hinterfragt sich immer wieder selbst, wie der Mann, den sie so sehr liebte, sie so hinters Licht führen könnte. Hätte ihr die Erfahrung aus der Praxis nicht ein ganz anderes Gefühl geben müssen? Oder versagte dies, aufgrund der emotionalen Nähe zu ihrem Ehemann? Kann Liebe tatsächlich blind machen? Fragen über Fragen, die ich mir selbst immer wieder gestellt habe und die in mir tatsächlich auch den Eifer geweckt haben, hinter dieses „Geheimnis“ zu gelangen und der Handlung weiter zu folgen.

So weiter die Erzählung fortschritt, umso faszinierter war ich auch von der Frage, ob Will tatsächlich überlebt haben könnte. Denn dies ist ein Punkt, der immer wieder aufgegriffen wird. Iris kann ihren Mann Will nicht loslassen und steht vielen Anhaltspunkten kritisch gegenüber. Und so langsam keimte der Samen, den sie streute, auch in mir auf und ich fragte mich immer wieder, kann dies nur ein Spiel gewesen sein? Kann Will überlebt haben? Und so entwickelte sich ein perfekt inszeniertes Katz und Maus Spiel, ohne langatmige und konstruiert wirkende Abschnitte, die mich durchweg sehr gut unterhalten haben.

Das Ende war noch mal sehr spannend und auch emotional und reihte sich perfekt in die vorherigen Geschehnisse ein. In meinen Augen, hätte es nicht besser gewählt sein können und macht das Buch für mich zu einem perfekten Leseerlebenis.

Mein Fazit:
„Solange du lügst“ ist ein spannender Psychothriller, der mich von der ersten bis zur letzten Seite sehr gefesselt und mir einige spannende Lesestunden beschert hat.
Ich kann jedem Fan, der solche Thriller mag, diesen wärmstens ans Herz legen.
Ich vergebe gerne 5 Sterne.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(532)

1.227 Bibliotheken, 55 Leser, 0 Gruppen, 237 Rezensionen

liebe, laura kneidl, missbrauch, berühre mich. nicht., new-adult

Berühre mich. Nicht.

Laura Kneidl
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei LYX, 26.10.2017
ISBN 9783736305274
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt:
Sage ist eine junge Frau, die ein College weit ab ihrer Heimatstadt aufsucht und erreicht diesen Ort ohne einen Pfennig auf dem Konto. Auch wenn Sage nun sehr schlecht gestellt ist, ist sie froh ihr Elternhaus verlassen zu haben, in dem eine Vergangenheit auf sie wartet, die sie zu gerne vergessen will.
Denn Sage möchte ein neues Leben beginnen, ein freies Leben ohne Zwischenfälle.
Bis ihr Luca begegnet und ihr Leben auf den Kopf stellen wird....

Meine Meinung:
Ich muss zugeben, dass ich mich bisher noch nicht oft im Genre New Adult verirrt habe und ich oft einen Bogen um Romane gemacht habe, die mir allzu „kischtig“ erschienen aber bei „Berühre mich nicht“ hatte ich einfach ein Gefühl, dass es sich von den anderen abheben würde, sodass auch ich mich diesem Hype nicht entziehen konnte.

Das Buch ist aus der Sicht der jungen Sage geschrieben , in einer sehr lockeren und angenehmen Weise, sodass ich selbst direkt das Gefühl hatte, ich würde mit ihr zusammen den Campus besuchen und wieder das typische Studentenleben leben.
Die Erzählung selbst ist recht ruhig gehalten und hatte einen langsameren Verlauf aber das hat mich gerade auch in Bezug auf Sage und ihre Angststörungen nicht gestört. Ein Durchrasen durch die Geschichte hätte Sage Entwicklung zerstört, die in den Zeilen deutlich zu erfassen war und mich spüren ließ, wie sehr sie an ihren Aufgaben gewachsen ist.

Sage war in meinen Augen ein Charakter, den ich gleich von Anfang an sehr mochte und Laura Kneidl schaffte es, mir das Thema Angstörungen sehr nahe zu bringen, um für Sages Verhalten ein besseres Gefühl zu entwickeln Ich gebe an dieser Stelle zu, dass mir die Erwähnungen der Panikattacken am Anfang der Geschichte ein wenig zu gehäuft und besonders zu ausführlich beschrieben waren, sodass ich ab dieser Stelle hoffte, dass sich dies noch regulieren würde und das tat es dann schlussendlich auch. Denn an dieser Stelle muss ich einfach sagen, dass weniger manchmal auch mehr sein kann, ohne diese Attacken von Sage herunter spielen zu wollen.
Neben Sage, ist dort natürlich Luca, der im ersten Moment das typische Klischee eines Bad Boys erfüllt. Heißbegehrt, schön anzusehen und ein Mann, der vor kaum einer Frau halten machen kann. Ab hier hätte also die Geschichte den typischen Verlauf „Badboy trifft auf armes Mädchen“ Schiene laufen können, tat es aber nicht.
Die Autorin schafft es hier, Luca zwar von außen so wirken so lassen, innerlich ist er jedoch ein sensibler junger intelligenter Mann, hinter deren Handlung eine tiefgründigere Geschichte steckt, die ihn in meinen Augen sehr symphatisch gemacht hat.
Natürlich gibt es noch einige andere Charaktere, die die Handlung erst so richtig gut gemacht haben. Dabei möchte ich gerne noch April erwähnen, die Sage im Laufe des Buches eine richtig gute Freundin geworden ist.

Das Buch lebt mehr von Gedanken und Gefühlen, als von romantischen, bis hin zu erotischen Elementen. Das hat mich aber an dieser Stelle auch nicht gestört und wäre in meinen Augen auch deplatziert gewesen. Es sind die sanften Momente zwischen Sage und Lauca, die mich berührt und mein Herz für einen kurzen Moment erwärmt haben.

Der Schluss dieses Buches ist hochemotional und endet in einem ganz ganz fiesen Cliffhänger, was mich direkt dazu gebracht hat, auch noch den zweiten Band zu bestellen. Wer also nun in die Geschichte starten möchte als zukünftiger Leser, muss keine lange Wartezeit in Kauf nehmen.

Mein Fazit:
„Berühre mich nicht“ ist ein berührender und mitreißender Roman, der mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistern konnte. Wer tiefgründige Geschichten mag, sollte an dieser Liebesgeschichte nicht vorübergehen.
Ich vergebe sehr gerne 5 Sterne.

  (3)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(5)

10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

folkens

Küstenträume

Marlies Folkens
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 25.05.2018
ISBN 9783404176885
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt:
Tanja und Judith könnten nicht verschiedener sein und doch treffen sich beide auf einem einsamen verlassenen Bauernhof wieder, den sie von ihrem verstorbenen Onkel Henry geerbt haben. Doch bei all der schönen Atmosphäre hat keiner der beiden Ahnung, wie man einen Hof bewirtschaftet. Noch wie man notwenige Reparaturen vornimmt, um diesen wieder bewohnbar zu machen. Können zwei junge „Stadtfrauen“ diese Aufgabe meistern?

Meine Meinung:
Marlies Folkens erzählt mit viel charm und Wortwitz von den beiden jungen Frauen, Judith und Tanja, die sehr gegensätzliche Charaktere haben und doch im Laufe der Geschichte schnell einen gemeinsamen Nenner finden werden.
Ich war bereits von den ersten Zeilen dieses Buch sehr angetan, weil es so erfrischend leicht und locker geschrieben war und ich mich gut in beide Protagonisten anhand ihrer Beschreibungen hineinversetzen konnte. Ich habe innerhalb der Geschichte viel gelacht aber hatte auch besorgte Momente, ob die beiden es tatsächlich schaffen, einen Hof zu bewirten. Natürlich darf auch hier etwas fürs Herz nicht zu kurz kommen und kleine Liebesgeschichten entwickeln sich hinter der Nordseekulisse, die mit mit vielen Zeilen deutlich spürbar war.

Ich kann für mich sagen, dass ich mich sehr gerne mit den beiden Frauen dort aufgehalten habe und mich beim Lesen der Zeilen eine große Sehnsucht nach dem Meer überkommen hat und nach all den liebenvollen Charakteren, die von der Autorin sehr gut in die Geschichte eingebunden worden sind.

Dieser Roman ist nicht nur für die frühlingshaften Tage geeignet, sondern eignet sich auch besonders schön, um abzuschalten und sich auf die baldigen sonnigen Tage einzustellen. Ich habe mich sehr wohl bei den beiden gefühlt und würde gerne noch einen zweiten Teil über die beiden Frauen lesen, denn das Buch hat zwar ein geschlossenes Ende, aber es ließe sich noch sehr gut ausbauen.

Fazit:
„Küstenträume“ ist ein liebevoll erzählter Roman fürs Herz, der mich begeistern konnte und die Sehnsucht nach dem Meer weckt. Ich spreche sehr gerne eine Leseempfehlung aus.

  (3)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(39)

109 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 37 Rezensionen

finsterirdische, fantasy, liebe, luna, jugendbuch

Königreich der Schatten - Rückkehr des Lichts

Sophie Jordan , Barbara Imgrund
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 05.02.2018
ISBN 9783959671729
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Luna, die wahre Königin, hat die Flucht vor ihrem Mörder mithilfe Ihres Waldläufers Fowler geschafft, bis Fowler lebensbedrohlich vergiftet wird. Es bleibt nicht viel Zeit und das Leben schwindet bereits aus Fowler, bis sie auf Soldaten treffen, die versprechen, Fowler zu helfen. Doch, kann sie ihnen trauen?

Meine Meinung:
Der zweite Band der Dilogie knüpft nahlos an den ersten an, sodass ich keinen Blick mehr in das erste Buch werfen musste, um der Geschichte folgen zu können. Die Erzählung beginnt direkt sehr spannend und brachte mich gedanklich wieder direkt in den finsteren Wald zu Fowler und Luna, wo ich den beiden atemlos gefolgt bin.
Der Schreibstil ist in diesem Band, wie im Ersten, sehr flüssig und erzählt wieder abwechselnd in zwei Perspektiven, sodass ich mich als Leser wieder sehr gut mit beiden Charakteren identifizieren konnte.

Im Gegensatz zum ersten Band spielt der zweite Band am Könighof und viele Intrigen werden aufgedeckt, die nicht minder spannend waren, als die Erzählung in Band 1 aus dem Wald. Ich habe innerhalb dieser Zeilen oft mit den beiden mitgelitten und hatte lange Zeit keine Ahnung, ob es für die beiden ein gemeinsames Happy End geben würde.
Die Zeilen sind also nur so verflogen vor meinem inneren Auge. Neben all der Spannung und dem schnellen Ablauf ist auch die zarte Liebesgeschichte zwischen Luna und Fowler Gegenstand der Geschichte, die sich nicht in den Vordergrund drängte aber ihre Daseinsberechtigung hatte und dem Buch gleich einen Hauch Romantik einflößte.

Ich muss jedoch zugeben, dass ich im letzten Drittel der Erzählung doch das Gefühl hatte, dass das Buch Potenzial für einen dritten Band hat und Sophie Jordan innerhalb der wenigen übrig gebliebenen Seiten nicht alles zu meiner Zufriedenheit beenden könnte. Tatsächlich war der Schluss ein wenig rasant und alles löste sich aber schlussendlich zu meiner Zufriedenheit in einem Happy End auf. Ich bin nicht unbedingt ein Fan von Triologien aber diese Geschichte wäre durchaus noch ausbauerfähiger gewesen in diesem Punkt.

Mein Fazit:
„Die Rückkehr des Lichts“ ist ein nahtlos anschließender spannender zweiter Band, der mich wieder sehr begeistern konnte. Auch wenn das Ende recht schnell erzählt war und noch genug Stoff für einen dritten Band übrig gewesen wäre, habe ich mich wieder sehr gut unterhalten gefühlt. Wer den ersten Teil gelesen hat, sollte sich diesen nicht entgehen lassen.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(68)

119 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 59 Rezensionen

koma, lily oliver, träume die ich uns stehle, hoffnung, krankenhaus

Träume, die ich uns stehle

Lily Oliver
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.11.2017
ISBN 9783426518977
Genre: Liebesromane

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(53)

90 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 48 Rezensionen

dystopie, tyrell johnson, wie wölfe im winter, winter, schnee

Wie Wölfe im Winter

Tyrell Johnson
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 02.01.2018
ISBN 9783959671323
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt:
7 Jahre ist es her, als die Welt von einem grippeähnlichen Virus überfallen worden ist und viele Menschen in den Tod riss. Lynn und ein Teil ihrer Familie konnten jedoch diesem Inferno entgehen und flohen in die eisige Kälte Alaskas. Beschützt nun vor der Grippe, kämpfen sie dort täglich um ihr nacktes Überleben.

Meine Meinung:
Der Schreibstil der Erzählung ist sehr flüssig und gut zu lesen und als Leser verfolgen wir die junge Lynn aus der Ich-Perspektive, wie sie ihr Leben in der Wildnis Alaskas meistert. Die Vergangenheit, in der es ihren Dad noch an ihrer Seite gab, wechselten sich mit der Gegenwart ab und geben dem Leser ein umfangreiches Bild beider Zeitebenen, in dem es um das nackte Überleben in der Wildnis geht und die immerwährende Angst von Fremden entdeckt zu werden.
Bildgewaltig beschreibt der Autor das eisige Gefängnis in denen sie leben und Lynn, wie sie von einer jungen doch schüchternen Frau zu einer Kämpferin und guten Jägerin heranwächst, die sich dem Schicksal fügen musste. Es war durchaus interessant Lynns Verwandlung mitzuerleben, aber leider muss ich an dieser auch Stelle sagen, hat es bis fast zur Hälfte des Buches gedauert, bis wirklich etwas Interessantes passiert ist und sich der Spannungsbogen erhöht hat.

Ab dieser Mitte hat mich die Geschichte dann so gefesselt, dass ich das Buch nicht mehr beiseitegelegt habe, was auch dem unbekannten Mann namens Jax geschuldet ist, der plötzlich eine zentrale Rolle einnimmt. Es werden durch ihn Geheimnisse aufgedeckt, von denen ich überhaupt nichts geahnt habe. Immer wieder begleitete mich die Frage im Laufe der Handlung, wer hier tatsächlich zu den Guten oder den Bösen zählt, wem kann ich trauen und wem nicht. Ein geschickt erzähltes Verwirrspiel begann und erzeugte eine hohe Spannung, die bis zum Ende präsent war.

Das Ende selbst hat einen Cliffhänger und es ist entweder der Fantasie des Lesers überlassen, was sich weiter zugetragen haben könnte oder es wird noch einen zweiten Teil geben. Genug Stoff bietet dieses Ende auf jeden Fall für einen zweiten Band und ich wäre zu neugierig zu erfahren, was aus den Protagonisten geworden ist und ob es eine Rettung für die verbliebene Menschheit geben könnte.

Mein Fazit:
„Wie Wölfe im Winter“ ist eine Dystopie, die zwar am Anfang seine Längen aufwies, aber zur Mitte hin sehr an Fahrt aufnahm und mich gefesselt hat. Wer bildgewaltige spannende Geschichten mag mit gut ausgearbeiteten Charakteren, wird auch von dieser Geschichte begeistert sein. Ich vergebe gerne 4 Sterne und spreche eine Empfehlung aus.

  (4)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(76)

125 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 64 Rezensionen

hamburg, liebe, 2. weltkrieg, kaffee, familiengeheimnis

Die Oleanderfrauen

Teresa Simon
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.01.2018
ISBN 9783453421158
Genre: Romane

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(62)

164 Bibliotheken, 17 Leser, 0 Gruppen, 57 Rezensionen

fantasy, mären, bernhard hennen, die chroniken von azuhr, azuhr

Die Chroniken von Azuhr - Der Verfluchte

Bernhard Hennen
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 29.12.2017
ISBN 9783596297269
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:
Der Herr der Elfen Bernhard Hennen startet mit einem ganz neuen Fantasy Auftakt über den jungen Milan, der seinen Vater auf den Thron des Erzpristers folgen soll. Doch Milan ist anders als seine Brüder und strebt nicht nach dieser bitterbösen Macht.
Er rebelliert, möchte aussbrechen und trifft auf die junge Meisterdiebin Felicia, die ihn in seinen Bann zieht und auf einen ganz anderen Weg lenkt. Ein Weg, der gepflastert ist mit einer sehr alten Prophezoehung und die das Ende der Welt bedeutet könnte.

Meine Meinung:
Der Schreibstil des Buches ist sehr fesselnd und auch sprachlich dieser Zeit angepasst. Als Leser werden wir direkt in die Geschehnisse der Zeit eingebunden, sodass ich mich als Leser erst auf den ersten Seiten zurecht finden musste, was auch den vielen Charakteren und deren italienischen Namen geschuldet war. Es ergab sich aber recht schnell ein geheimnisvolles Bild, sodass ich der Geschichte sehr gut folgen konnte.

In diesem Buch tauchen sehr viele vielschichtige Charaktere auf, um die sich immer wieder neue Geheimnisse ranken und ich als Leser nie gänzlich wusste, an welcher Stelle ich nun stehen sollte. Allen voran ist natürlich Milan, der als Hauptprotagonist einen sehr großen Teil der Handlung einnimmt. Mir hat in diesem Zusammenhang sehr gut gefallen, dass seine Entwicklung gut beobachtbar war, wie er sich von einem jungen naiven Mann, zu einem Kämpfer entwickelte, der für sein Recht einstand, auch wenn es ihn sein Leben gekostet hätte. Und natürlich Nandus der Vater, der Azuhr, genau wie seine Söhne mit einer strengen Hand führt und unerbittlich zu sein scheint. Auch wenn er für mich fast ein durchweg schlechter Charakter war, wird auch er eine Veränderung durchmachen, die ich ihm nicht zugetraut habe.

Zum Mittelteil hin, treten auch die bereits angesprochenen Prohezeiungen in den Vordergrund und es wird magisch. Nachdem sich der Anfang noch recht bedeckt hielt mit Fantasy Elementen, war ich doch verwundert, wie viele Märengestalten in diesem Buch ihren Platz einfordern werden. Hie treten die unterschiedlichsten Schauergestalten auf und werden perfekt in die Erzählung mit eingewoben. Auf wen die Leser hier aber genau treffen werden, möchte ich nicht vorwegnehmen. Ich kann nur so viel sagen, dass es sehr spannend wird und sich immer wieder neue Wendungen herausstellen werden, die mich schlichtweg sehr begeistert haben.

Auch das Ende wird wieder einige Fragen aufwerfen, die ich zu gerne direkt ergründen möchte, aber damit werde ich mich noch bis zum Herbst 2018 gedulden müssen.

Fazit:
„Die Chroniken von Azuhr“ ist ein spannender und abwechslungsreich erzählter neuer Fantasy-Auftakt, der mich sehr in seinen Bann ziehen konnte. Ich bin sehr gespannt auf den Folgeband und empfehle das Buch gerne Fantasy begeisterten Lesern.

  (5)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(14)

14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

hunde, leckerli, schnappschüsse, bilder, lustig

Schnappschüsse

Christian Vieler
Fester Einband: 144 Seiten
Erschienen bei riva, 11.10.2017
ISBN 9783742302489
Genre: Sonstiges

Rezension:

„Schnappschüsse“ ist eine Sammlung von Hundebildern, die einen ganz besonderen Moment festhalten. Nämlich den erwartungsvollen Blick des Hundes, wenn ein besonderer Leckerbissen angeflogen kommt und die Tatsache, dass leider nicht jeder Fang von Erfolg gekrönt sein kann.

Dieses Buch umfasst insgesamt 60 verschiedene Fotografien und meist eine Doppelseite einer Fellnase, die ihre Künste im Fangen unter Beweis stellt. Der Hintergrund ist immerzu schlicht gehalten, sodass der Fokus nur auf dem einzelnen Tier liegt und besonders gut die Emotionen in den Augen widerspiegelt und deutlich den Unterschied jedes einzelnen Individiuum aufzeigt. Hier finden wir zum Beispiel einen flinken Terrier vor, eine tollpatschige Bulldogge oder einfach nur den Familienhund schlecht hin – den Labrador.
Ich habe mich beim Anschauen der Bilder mit meiner Schwester sehr gut amüsiert und über viele Bilder konnten wir einfach nur herzhaft lachen, das begeisterte Gesicht, wenn das Leckerli tatsächlich gefangen wurde oder auch die enttäuschte Schnute, wenn es leider sein Ziel verfehlt hat.

Dieser Bildband bietet Gelegenheit, um die Zeit für einen kurzen Moment anzuhalten und ganz in die Welt der Hunde hinab tauchen zu können. Denn jeder der Hunde ist auf seine Art einmalig und ich fand sogar, dass die verschiedenen Ausdrucksweisen der Hunde, direkt die Rasse widerspiegelten.
Schön ist auch, dass ganz am Ende noch mal alle Hunde mit dem jeweiligen Namen auftauchen. Ich muss ganz ehrlich gestehen, dass ich nicht nur bei den Bildern herzhaft lachen musste, sondern auch bei den teilweise sehr lustigen gewählten Hundenamen.

Fazit:
Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und werde den Bildband sicherlch noch öfters durchblättern. Gerade wenn man einfach einen schlechten Tag hat, erwärmen die Bilder einem das Herz. Ein Buch für Hundefreunde und alle, die es werden wollen. Aktivierung der Lachmuskulatur garantiert. 

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(52)

100 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 43 Rezensionen

kuba, juden, judenverfolgung, zweiter weltkrieg, flucht

Das Erbe der Rosenthals

Armando Lucas Correa , Ute Leibmann
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 21.12.2017
ISBN 9783785726020
Genre: Romane

Rezension:

nhalt:
Berlin 1939, das Land ist in Aufruhr und das Leben wird für die jüdische Familie Rosenthal dort zum Albtraum. Es scheint keinen anderen Ausweg mehr zu geben als eine Flucht in ein fremdes Land. Das Schiff St. Loius soll sie nach Kuba bringen, endlich in eine lang ersehnte Sicherheit, doch es kommt zu Komplikationen und vielen der 900 Passagieren wird die Einreise verwährt. Nicht so einen Teil der Familie Rosenthal, die für diese Einreise einen schmerzlich hohen Preis bezahlen müssen.
New York 2014: Die elfjährige Anna sucht nach Spuren ihres Vaters, der 2011 sein Leben verlor und erhält kurz darauf einen Brief ihrer Großtante aus Kuba mit den ersten richtigen Hinweisen. Kurzerhand reisen Mutter und Tochter nach Kuba, um den Spuren zu folgen....

Meine Meinung:
Die Geschichte ist sehr feinfühlig und flüssig geschrieben und findet jeweils auf zwei Zeitebenen statt, die das Leben von Hannah und Anna aufzeigen.
Als Leser lernen wir Hannah kurz vor ihrer Abreise nach Kuba kennen und den großen Komplikationen, die sich auf dem Schiff ereignen und die Passagiere betroffen zurück ließen. Hannah wirkt in ihren Erzählungen sehr reif und distanzierter, als man es für eine elfjährige annehmen würde, was aber vermutlich auch dem damaligen schweren Leben geschuldet ist, an das sie sich schnell anpassen musste. Besonders gut hat mir gefallen, wie der Autor, die Vergangenheit von Hannah mit der Gegenwart von Anna verwoben hat, sodass leicht verständliche Übergänge geschaffen wurden und ich nie das Gefühl hatte, etwas doppelt zu lesen oder gar etwas in der Erzählung über die letzten 60 Jahre verpasst zu haben.

Das Schicksal der Rosenthals, hat mich sehr berührt. Gerade auch unter dem Aspekt, dass die Reise des Schiffes St. Louis nach Kuba historisch belegt ist. Die Rosenthals sind hingegen fiktiv, was es nicht weniger bewegend und emotional darstellt.
Ich hatte manches Mal einen Kloß im Hals und war tief betroffen, als ich mehr über das Schicksal der Passgiere erfuhr und wie unterschiedlich sie alle damit umgingen. Der Tod schien manchen die beste aller Lösungen zu sein. Die Verzweiflung und die Angst waren deutlich in den Zeilen zu spüren und haben mich tief in einen emotionalen Sog gerissen, dem ich mich nicht so schnell entziehen konnte.
Ich habe das Buch nicht einmal beiseitegelegt, sondern war so gefesselt, was mit den Rosenthals noch weiter passieren würde. Denn auch nach der strapaziösen Reise und den vielen Entbehrungen wurde es dort erst kein einfaches Leben voller Glückseligkeit, denn die kubanische Revolution ließ nicht lange auf sich warten.

Fazit:
Das Erbe der Rosenthals ist ein tief bewegender Roman über zwei junge Frauen, die, trotz der Trennung von mehr als sechs Jahrzehnten, ein gemeinsames Schicksal teilen, was sie bis in die Gegenwart miteinander verbindet. Historische Fakten unterstreichen die authentische Geschichte und machen es zu einer sehr lesenswerten Erzählung. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.Inhalt:
Berlin 1939, das Land ist in Aufruhr und das Leben wird für die jüdische Familie Rosenthal dort zum Albtraum. Es scheint keinen anderen Ausweg mehr zu geben als eine Flucht in ein fremdes Land. Das Schiff St. Loius soll sie nach Kuba bringen, endlich in eine lang ersehnte Sicherheit doch es kommt zu Komplikationen und vielen der 900 Passiegieren wird die Einreise verwährt. Nicht so einen Teil der Familie Rosenthal, die für diese Einreise einen schmerzlich hohen Preis bezahlen müssen.
New York 2014: Die elfjährige Anna sucht nach Spuren ihres Vaters, der 2011 sein Leben verlor und erhält kurz darauf einen Brief ihrer Großtante aus Kuba mit den ersten richtigen Hinweisen. Kurzerhand reisen Mutter und Tochter nach Kuba, um den Spuren zu folgen....

Meine Meinung:
Die Geschichte ist sehr feinfühlig und flüssig geschrieben und findet jeweils auf zwei Zeitebenen statt, die das Leben von Hannah und Anna aufzeigen.
Als Leser lernen wir Hannah kurz vor ihrer Abreise nach Kuba kennen und den großen Komplikationen, die sich auf dem Schiff ereignen und die Passagiere betroffen zurück ließen. Hannah wirkt in ihren Erzählungen sehr reif und distanzierter, als man für eine elfjährige annehmen würde, was aber vermutlich auch dem damaligen schweren Leben geschuldet ist, an das sie sich schnell anpassen musste. Besonders gut hat mir gefallen, wie der Autor, die Vergangenheit von Hannah mit der Gegenwart von Anna verwoben hat, sodass leicht verständliche Übergänge geschaffen wurden und ich nie das Gefühl hatte, etwas doppelt zu lesen oder gar etwas in der Erzählung über die letzten 60 Jahre verpasst zu haben.

Das Schicksal der Rosenthals, hat mich sehr berührt. Gerade auch unter dem Aspekt, dass die Reise des Schiffes St. Louis nach Kuba historisch belegt ist, die Rosenthals sind hingegen fiktiv, was es nicht weniger bewegend und emotional darstellt.
Ich hatte manches Mal einen Kloß im Hals und war tief betroffen, als ich mehr über das Schicksal der Passgiere erfuhr und wie unterschiedlich sie alle damit umgingen. Der Tod schien manchen die beste aller Lösungen sein. Die Verzweiflung und die Angst waren deutlich in den Zeilen zu spüren und haben mich tief in einen emotionalen Sog gerissen, dem ich mich nicht so schnell entfliehen konnte.
Ich habe das Buch nicht einmal beiseitegelegt, sondern war so gefesselt, was mit den Rosenthals noch weiter passieren würde. Denn auch nach der strapaziösen Reise und den vielen Entbehrungen wurde es dort erst kein einfaches Leben voller Glückseligkeit, denn die kubanische Revolution ließ nicht lange auf sich warten.

Fazit:
Das Erbe der Rosenthals ist ein tief bewegender Roman über zwei junge Frauen, die, trotz der Trennung von mehr als sechs Jahrzehnten, ein gemeinsames Schicksal teilen, was sie bis in die Gegenwart miteinander verbindet.
Historische Fakten unterstreichen die authentische Geschichte und machen es zu einer sehr lesenswerten Erzählung. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

Meinem Dank gilt dem Verlag Bastei Lübbe, der mir das Buch über Netgally kostenfrei zur Verfügung gestellt hat.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(47)

100 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 44 Rezensionen

organspende, leben, liebe, wunschliste, glück

Zehn Wünsche bis zum Horizont

Emma Heatherington , Claudia Geng
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 13.11.2017
ISBN 9783959671514
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt:
Maggie ist 33 und steckt in einer tiefen Lebenskrise. Ihr Mann hat sie verlassen, sie fühlt sich alleine und findet den einzigen Trost nur noch im Alkohol. Eine Spirale, aus der sie keinen Ausweg mehr zu finden scheint. Bis sie einen Brief erhält von einem jungen Mann namens Simon, der der Bruder des Mädchens ist, wovon Maggie vor 17 Jahren ihr Spenderherz erhielt. Ihr Leben nimmt von nun an eine Wendung an, mit der sie nicht gerechnet hätte, denn Lucy, das junge Mädchen, deren sie das Herz verdankt, hatte so viele Träume in ihrem Leben. Träume, die Maggie ihr erfüllen möchte.

Meine Meinung:
Der Schreibstil der Autorin ist sehr leicht und locker, sodass ich direkt einen guten Draht zu Maggie aufbauen konnte. Ich war allerdings, noch bevor ich das Buch überhaupt anfing, fest der Meinung, dass sich Maggie erst im Teenageralter befinden würde, was sich aber innerhalb der ersten Zeilen verflüchtigte, weil ihr Alter von 33 Jahren bekannt wurde. Ein Grund mehr, mich Maggie näher zu fühlen, weil wir beide in der gleichen Altersklasse angesiedelt sind.
Maggie war mir durchaus sehr sympathisch und ich habe sie sehr gerne auf ihrer Reise begleitet. Auf der emotionalen Achterbahnfahrt, wie sie den Bruder Simon kennenlernte und eine zweite Familie fand und natürlich fand ich es schön, dass auch Lucy eine Rolle in dem Buch in Form von Tagebucheinträgen spielte, sodass ich auch das kleine Mädchen besser kennenlernen konnte und auch sehr viel besser verstand, welche Wünsche Lucy in ihrem jungen Leben noch verfolgen wollte. Ein Leben, welches viel zu früh beendet wurde. Zusammen mit Maggie reiste ich also als Leser an die unterschiedlichen Orten und manches Mal hatte ich das Gefühl durch die bildhafte Sprache selbst an diesem Ort gerade zu verweilen.

Es ist nicht das erste Buch, was ich über Organspende lese aber es ist anders und hat einen offeneren Bezug dazu, was mir sehr gut gefiel. Weniger gut gefiel mit in dem Zusammenhang Maggies starkes Alkoholproblem unter der Sachlage, dass sie ja ein Spenderherz erhalten habe. Mir stieß dies durchweg auf, weil ich es als sehr veranwortungslos empfand, mit einem Spenderherz so umzugehen. Ein Spenderorgan zu erhalten ist immer noch ein großes Geschenk, welches man nicht so leichtfertig behandeln sollte. Ich hatte innerhalb des Buches immer wieder gehofft, dass dies sicherlich nur kurzzeitige Episoden sein würden, die sich dann aber doch durch das ganze Buch zogen und meinem Missmut nach sich zogen. Sehr schade kann ich dazu nur an dieser Stelle sagen.

Das Ende des Buches ist noch mal sehr dramatisch und fügt sich gut in das Gesamtbild ein und hat mich mit einem Kloß im Hals zurückgelassen. In diesem Zusammenhang gab es auch zum Stichwort Organspender wieder einen Punkt, der mich nicht ganz glücklich stimmte und mich nachdenklich zurück ließ. Diesen möchte ich aber den zukünftigen Lesern nicht vorwegnehmen, weil es zu viel verraten würde.

Mein Fazit:
Zehn Wünsche bis zum Horizont ist ein bewegendes Buch über das Thema Organspende, das nicht nur die Gefühlslage des Empfängers einfühlsam beschreibt, sondern auch das damalige Leben des Spenders, und dem Leser somit einen Einblick in diese Gefühlswelt gewährt.
Trotz kleinerer Schwächen, über die ich beim Lesen selbst nicht hinweg sehen konnte, gebe ich diesem Buch gerne 4 Sterne und spreche eine Leseempfehlung aus, für alle, die sich für das Thema interessieren.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(23)

40 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

trauer, familie, australien, verlust, vater

Nur zusammen ist man nicht allein

Mike Gayle , Katja Bendels
Flexibler Einband: 377 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 12.12.2017
ISBN 9783458363163
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt:
Eine kleine Familie wird plötzlich durch einen tödlichen Autounfall der Mutter auseinandergerissen. Plötzlich stand Tom, der Vater und seine beiden jüngeren Mädchen ganz alleine dar und müssen das Leben ohne ihren vierten Part meistern. Doch wie lebt man nach dem Tod eines geliebten Menschen weiter?

Meine Meinung:
Mike Gayle hat das Rad in dieser Geschichte sicherlich nicht neu erfunden und der Klappentext sagt zum Anfang schon bereits sehr viel über den Verlauf auf, aber nichtsdesto trotz gefällt mir in diesem Buch seine Art, wie gefühlvoll und behutsam er all die Szenen beschreibt.
Schön ist hier der stetige Wechsel zwischen Tom, dem Vater und seiner Schwiegermutter Linda, die wir als Leser nach dem Unfall der geliebten Tochter begleiten. Hier ist mir besonders in Auge gefallen, dass die Übergänge zwischen den beiden Protagonisten sehr fließend waren. Ich hatte in keiner Zeile das Gefühl, dass ich etwas doppelt lesen musste.
Beide Erzählstränge schmiegten sich perfekt ineinander und erzählen abwechselnd das Leben nach dem tragischen Ereignis.

So traurig der Anlass auch sein mag, es gibt in diesem Buch auch sehr viele schöne Momente, in denen mir das Herz aufgegangen ist. Das betrifft sowohl Tom und die Mädchen, sowie Linda als Schwiegermutter deren Bürde nicht kleiner ist, als die der Familie selbst. Auch werden im Laufe kleine Geheimnisse vorkommen, die die Spannung zusätzlich erhöhen und mir in diesem Zusammenhang Rätsel aufgegeben haben, die es natürlich galt zu erkunden.

Das Ende würde ich nicht als reines Happy End beschreiben und lässt es auch noch Fantasie für den Leser offen aber genau dieses Ende passt zu diesem Buch. Das Leben von Tom, den Mädchen und Linda war nach dem Tod, der alles geliebten Mutter ein stetiges Auf und Ab und so ist auch das Ende, denn das Leben folgt keinem geradlinigen Verlauf.In meinen Augen hätte es gar nicht passender gewählt werden können und hat die Geschichte sehr gut abgerundet.

Fazit:
„Zusammen ist man nicht allein“ ist ein warmherziger und emotionaler Roman über eine junge Familie, die den Verlust eines geliebten Menschen verkraften muss und so aufzeigt, dass man nur zusammen stark sein kann.
Mir hat dieser Roman gerade wegen seiner Vielschichtigkeit sehr gut gefallen, sodass ich gerne eine Leseempfehlung ausspreche.

  (3)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(14)

17 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

britta orlowski, leidenschaft, hippieleben, st. elwine 5, reverend

Spätsommersprossen - St. Elwine 5

Britta Orlowski
Flexibler Einband: 419 Seiten
Erschienen bei bookshouse, 25.09.2017
ISBN 9789963537822
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt:
Eine bekannte damalige Band soll sich zum ersten Mal nach zwanzig Jahren wieder in St. Ewline zu einem Revival Konzert wiedertreffen. Zu dieser Band, den Singers, gehörten auch Baylee , die in all den Jahren versucht hat, die Dämonen aus der damaligen Zeit weit von sich fernzuhalten. Doch jetzt wird sie wieder damit konfrontiert und Gedanken an den damaligen schrecklichen Unfall steigen in ihr auf. Zudem würde sie dort auch ihre Jugendliebe Joel wiedertreffen, der ebenfalls Sänger der Band war. Wird Baylee den Schritt wagen und sich ihrer Vergangenheit stellen?

Meine Meinung:
Nach St. Elwine zu reisen ist fast schon ein wenig Heimat geworden. Mitlerweile sind wir bereits bei Band 5 und die Hauptprotagonisten sind diesmsal die lebenslustige Baylee und Joel, der sich von einem Sänger einer Hippie Band zu einem verschlossenen Reverend verändert hat. Brittas Orlowskis Geschichten haben allesamt auf jeden Fall eine Sache gemeinsam: Sie sind sehr locker und leicht geschrieben, sodass es immer wieder Freude bereit die Protagonisten einen Teil ihres Lebens zu begleiten.

In diesem Band erleben wir Balyee und Joel in der Gegenwart, sowie auch immer wieder in der Vergangenheit. Ich muss sagen, dass es am Anfang ein wenig ungewohnt war, dass es keine sichtbaren Abgrenzungen zu den Zeiten gab. Ich hatte am gerade am Anfang manches Mal einen kurzen Moment, indem ich erst wieder umdenken musste, in welcher Zeit wir uns denn nun befinden. Aber das legte sich auch relativ schnell wieder, sodass einem unbeschwerten Lesegenuss nichts im Wege stand.

Die Protagonisten des Buches sind allesamt sehr liebevoll und detalliert beschrieben. Allen voran natürlich Baylee, die eine kecke junge Frau ist und selten ein Blatt vor den Mund nahm. Baylee hat mir mit dieser Art besonders gut gefallen, weil sie so unverblümt war und auch vielen Gepflogenheiten gerne trotze. Ich habe mich herrlich unterhalten gefühlt.
Joel war ein sehr gegensätzlicher Part und man kann sich vorstellen, dass es Momente gab, indem die beiden aneinander geraten sind. Meist eher liebevoll aber auch mal zänkisch wie ein altes Ehepaar.
Auch die Bandkollegen, die Singers erhielten detaillierte beschriebene Charaktere, sodass ich mir jeden Einzelnen sehr gut vorstellen konnte und mich wieder rundum wohlgefühlt habe in St. Elwine.

Die Geschichte an sich enthält nicht nur humorvolle Szenen, sondern auch viele bewegende Momente, die mich berührt haben. Ich konnte so oft mit Joel und Baylee mitfühlen, dass ich mich manches Mal fast selbst im Geschehen wägte. Und man darf auch nicht vergessen, dass es auch einige Szenen gab, mit denen ich so überhaupt nicht gerechnet hatte. Der Spannungsbogen war also somit konstant hochgehalten. Ich habe das Buch ungern zu Seite gelegt, weil es mich so gut unterhalten hat.
Das Ende ist wirklich mehr als passend zu dieser Erzählung gewählt und es hat mich mit einem sehr guten Gefühl aus dem Buch entlassen.

Fazit:
„Spätsommersprossen“ ist wieder ein Roman aus der St. Elwine Reihe, der eine schöne Mischung aus Spannung, Dramatik und viel Humor bereithält. Wer die Reihe bereits kennt, sollte auch hier wieder zuschlagen. Aber auch für Neuentdecker bestens geeignet. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

  (5)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(9)

14 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

horror, halloween, schreibmeer, anthologie, zombies

Gruselmeer: schaurig schöne Kurzgeschichten

Tinka Beere , Myna Kaltschnee , Sabi Lianne , Florian Waldner
E-Buch Text
Erschienen bei Independently published, 17.10.2017
ISBN B076JJP34G
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt:
In dieser Anthologie sind neun Grusel-Geschichten von unterschiedlichen Autoren verfasst wurden, die perfekt für kalte Winterabendesind, um sich mit schaurig schönen Gedanken einzudecken.

Meine Meinung:
Die Geschichten sind so unterschiedlich wie die Autoren selbst. Mal schaurig schön, mystisch oder mit Horror Elementen gespickt. Das ist auch gerade das Schöne daran, denn so war ich bei jeder neuen Geschichte sehr gespannt, was mich denn nun erwarten würde.

Natürlich ist das alles eine Frage des eigenen Geschmacks, sodass meine Favoriten, wie „Am Salzmarkt“ von Katrin Scheiding und „Ein Traum“ von Katherina Ushachov noch lange nicht die der anderen Leser sein müssen. Ich kann nur so viel sagen, dass diese beiden Geschichten nicht gegensätzlicher hätten sein können, mich aber von der Handlung und den unterschiedlichen Charakteren sehr angesprochen haben. Sicherlich gab es aber auch Geschichten, die mich eher ratlos zurück gelassen zu haben und ich mir eine stimmigere Auflösung gewünscht hätte. Jedoch hat mir das Buch im Großen und Ganzen einige Stunden beschert, in denen ich auch manches Mal eine Gänsehaut beim Lesen hatte.

Fazit:
„Gruselmeer“ ist eine interessante Anthologie mit den unterschiedlichsten Geschichten, die mal mehr und mal weniger gruselige Elemente enthalten. Hier ist für jeden Geschmack und Fan von Gruselgeschichten etwas dabei.  

  (4)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(104)

250 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 71 Rezensionen

märchen, drachenmond verlag, christian handel, märchenadaption, schneeweißchen und rosenrot

Rosen & Knochen

Christian Handel
Flexibler Einband: 200 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 06.09.2017
ISBN 9783959915120
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:
Rose und Murieann sind Dämonenjägerinnen, die bösen Trollen Jungfrauen, Hexen und anderen düsteren Gestalten den Gar aus machen. Ihr neuster Auftrag befasst sich mit einer Hexe, die schon lange ihr Unwesen in den dunklen Wäldern treibt und die Dorfbewohner nicht zu Ruhe kommen lässt.
Die beiden toughen jungen Frauen begeben sich auf ihre Spuren, um sie gnadenlos zu jagen. Nichts ahnend, was sie dort alles erleben werden.

Meine Meinung:
Der Schreibstil von Rosen und Knochen ist herrlich leicht und locker und lässt einen als Leser direkt in die Geschichte eintauchen. Beide Charaktere waren mir von Anfang an sehr sympathisch mit ihren doch sehr unterschiedlichen Naturellen. Rose ist eher die mutigere Person von beiden, während Murieann eher zu den sanfteren Geschöpfen zählt. Besonders gut gefallen hat mit hierbei, dass zwischen beiden eine liebevoll erzählte Liebegeschichte bestand, die mich schlichtweg in ihren Bann zog und mich bis zum Schluss begeistern konnte.

Die Erzählung ist keine klassische harmlose Märchenadaption. Vielmehr geht es teilweise sehr düster zu, was das Buch eher für Erwachsene lesenswert macht. Die Handlung ist durchweg spannend und packend erzählt und ich habe mich selbst sehr schwer damit getan, das Buch überhaupt mal an die Seite zu legen.
Besonders gut hat mir der Verlauf der Geschichte gefallen und die falsche Fährte, auf die der Autor mich innerhalb der Erzählung gelenkt hat. Als endlich die Auflösung kam, habe ich nicht schlecht gestaunt. Aber mehr möchte ich auch nicht verraten.
Der einzige Wermutstropfen ist, dass die Geschichte recht kurz gehalten ist und ich doch noch so gerne weiter im Märchenwald verweilt hätte. Das macht das Warten auf ein weiteres Buch mit den beiden Dämonenjägerinnen nicht gerade leichter.

Als kleinen Bonus gibt es auch noch die Kurzgeschichte, der „Flötenspieler“.
Eine bitterböse sehr unterhaltsame Erzählung.

Mein Fazit:
„Rosen und Knochen“ ist keine Märchenadaption im klassischen Sinne, sondern eine fesselnde und unterhaltsame Erzählung, die in einem neuen düsteren Gewand gekleidet ist.
Wer Märchenadaptionen mag oder sie gerne kennenlernen möchte, sollte an diesem Buch nicht vorbei gehen.
Von mir gibt es wohlverdiente 5 Sterne und eine Leseempfehlung. 

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(284)

574 Bibliotheken, 23 Leser, 3 Gruppen, 149 Rezensionen

john green, schlaft gut, ihr fiesen gedanken, freundschaft, johngreen, gedankenspirale

Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken

John Green , Sophie Zeitz
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 10.11.2017
ISBN 9783446259034
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Aza ist eine junge 16 jährige Frau, die von neurotischen Zwangsstörungen geplagt wird und sich ständig in einer Spirale aus Gedanken verliert. Wäre ihre beste Freundin Daisy nicht an ihrer Seite, wäre sie vermutlich schon lange in einer Welt aus Gedanken schlichtweg versunken. Als sich eine Gelegenheit ergibt, einen flüchtigen Milliardär zu suchen, auf dem 10.000 Dollar ausgesetzt sind, begeben sich beide auf Spurensuche. Doch kann dies gut gehen? Und wird Aza einen Weg aus ihren Zwangsstörungen finden? 

Meine Meinung:
Wer bereits ein Buch von John Green gelesen hat, wird sicherlich bereits wissen, dass seine Art zu schreiben doch recht ungewöhnlich ist. Verschachtelte Sätze wechseln sich mit philosophischen Einschüben ab, die seinen ganz eigenen Schreibstil ausmachen. Eben ganz typisch John Green. Ich muss sagen, ich mag diese Art persönlich sehr und würde ihn wohl auch ohne Benennung des Autors sofort wieder erkennen.
Dieses Buch wird diesmal aus der Sicht der 16 jährigen Aza erzählt, die seit Jahren unter schlimmen Zwangsstörungen in Form von Gedankenspiralen leidet.
John Greens Art dem Leser Azas Zwangsstörungen näher zu bringen hat mir sehr gut gefallen. Es ist verständlich aber auch gefühlvoll beschrieben, sodass ich einen viel besseren Einblick ins Azas Gedankenwelt - die von solchen Zwangsgedanken beherrscht wurden, erhaschen konnte. Aza ist im Buch ein sensibler und feinfühliger Charakter mit dem ich mich gut identifizieren konnte und ich Zeile um Zeile gespannt war, wie sie sich entwickeln wird.
Ganz allgemein, sind alle Charaktere sehr liebevoll beschrieben wurden. Hier ist besonders Daisy, Azas beste Freundin zu benennen aber auch ihre Mutter. Daisy hat mir besonders mit ihrem Humor gefallen und hat manche melancholischen Momente im Buch merklich aufgehellt. Daisy´s und Azas Freundschaft ist ein wichtiges Thema im Buch und wird immer wieder thematisiert. Es ist eben auch nicht leicht, eine junge Freundin zu haben, die unter solchen Ängsten leidet und somit immer wieder an ihre Grenzen stößt. Denn ohne Daisy wäre Aza wohl in einer Flut aus Gedanken versunken.

So mehr ich las, umso mehr konnte ich Aza und ihr Gedanken verstehen, ohne das ihnen ein schräger Gedanke anheften würde. Schade fand ich aber, dass innerhalb des Buches mehrere Handlungen angesprochen werden aber diese nicht detailliert ausgearbeitet wurden. Da ist zum Beispiel die besondere Beziehung zwischen Aza und David zu nennen, die nur oberflächig behandelt wird. David war somit für mich ein Charakter, den ich nicht greifen konnte, weil auch so wenig von ihm selbst bekannt wurde. David trat öfters in Form von Zitaten im Buch auf, die ich zwar passend und gut gewählt fand, es gab mir aber trotzdem zu wenig Grifffläche, um David schlussendlich richtig zu charakterisieren. Dazu kommt auch noch die Suche nach dem verlorenen Vater, der wie es am Anfang im Buch scheint, einen großen Teil der Handlung einnehmen soll , die aber dann doch lange Zeit nur an der Oberfläche dümpelte und dann ein sehr plötzliches jähes Ende fand.

Fazit:
„Schlaf gut ihr fiesen Gedanken“, ist vom Schreibstil ein typischer John Green mit einem einfühlsamen und bewegenden Plot über eine junge Frau mit Zwangsstörungen, der mich aufgrund des Schreibstils mitreißen konnte. Leider fehlte es mir dennoch einfach an Tiefe, sodass es nur für 4 Sterne reicht.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(39)

65 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 37 Rezensionen

alkohol, linda winterberg, verlust, einsamkeit, erste liebe

Unsere Tage am Ende des Sees

Linda Winterberg
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 06.11.2017
ISBN 9783746633541
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt:
Hannah fällt nach dem Tod ihres geliebten Mannes in eine tiefes Loch der Trauer und scheint darin fast unterzugehen. Bis sie einen Anruf ihrer Mutter erhält. Ihrer Mutter, mit der sie seit 25 Jahre nicht mehr gesprochen hatten und die einen Sturm von Gedanken in Hannah loslöst. Gedanken über die schreckliche damalige Zeit und über ihre Jugendliebe Alex, die sie zurücklassen musste.

Meine Meinung:
Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen, aufgrund des angenehmen und fesselnden Schreibstils und der direkten Konfrontation mit Hannah und ihrer unsagbaren Trauer über ihren verstorbenen Mann.
Das Buch spielt in der Gegenwart, teilt sich aber auch in Handlungsstränge, indenen die Vergangenheit von Hannah von vor 25 Jahren beleuchtet wird und wir Hannah als siebzehn jähriges Mädchen kennenlernen dürfen, die unter der Alkoholsucht Ihrer Mutter stark zu leiden hat.
Geschickt verbindet die Autorin immer wieder die Gegenwart, mit der Vergangenheit, sodass man als Leser Hannah noch ein Stück weit besser verstehen kann und wieso sie sich im Laufe der Jahre in diese Richtung verändert hat.
Der Kummer und den Druck, den Hannah auszuhalten hatte, hatte mir manches mal einen Kloß in der Kehle versetzt, weil ich es so authentisch und beklemmend erzählt fand. Auch die zarte Liebesgeschichte zwischen Alex und Hannah, die sich in der Vergangenheit abspielt, hat mich sehr berührt und ich habe jede Zeile über ihre zarte Liebe genossen. Besonders die Liebesbriefe, die so voller Hoffnung waren, haben mir es sehr angetan.

Der einzige Wermutstropfen in diesem Zusammenhang für mich war, dass ich aufgrund des Klappentextes und der dabei angegebenen tragischen Liebesgeschichte davon ausging, dass wir als Leser Alex und Hannah noch ein Stück in der Gegendwart begleiten könnten. Dem ist aber nicht so. Das Buch zielt auf die tragische Mutter-Tochter Beziehung ab und rückt die Liebesgeschichte in den Hintergrund. Das macht es nicht schlechter aber anders, als ich es mir persönlich vorgestellt habe und lässt mich aus diesem Grund nicht ganz zufrieden zurück.

Mein Fazit:
„Unsere Tage am Ende des Sees“ ist ein emotionaler und authentischer Roman über eine schwierige Mutter-Tochter Beziehung, der mich in seinen Bann gezogen. Auch wenn das Ende für mich nicht ganz stimmig war, vergebe ich gerne 4 Sterne und spreche eine Leseempfehlung aus.

  (4)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(11)

14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

hunde, hundepension, selbstständigkeit, hund, geschäftsidee

Dogilli

Ilka Sommer
Flexibler Einband: 196 Seiten
Erschienen bei Sommer, Ilka, 23.09.2017
ISBN 9783981913002
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt:
Die Autorin Ilka Sommer beschreibt in diesem Buch ihren Werdegang in die Selbstständigkeit mit ihrer eigenen kleinen Hundepension. Das dies nicht immer alles so leicht zu bewerkstelligen ist und auch die deutsche Bürokratie ihren Teil dazu beiträgt, lässt sich hier sehr detailliert über das erste Geschäftsjahr nachlesen.

Meine Meinung:
Der Schreibstil des Buches ist locker und leicht, sodass ich dem Buch direkt von Anfang an sehr gut folgen konnte. Mit Wortwitz beschreibt Ilka Sommer, den Bürokratie Wahnsinn und manches Mal, musste ich einfach nur den Kopf schütteln, welche Steine einem tatsächlich in den Weg gelegt werden können. Natürlich dürfen auch die Hunde nicht zu kurz kommen, denen sich die Autorin im Buch im Einzelnen genau widmet und wir als Leser so einige unterschiedliche Charaktere kennenlernen. Und das diese nicht immer alle soo brav und lieb sind, wie es im ersten Moment erscheinen mag, ist ja schließlich klar. Hier sind also viele schöne aber zum Teil auch weniger gute Erlebnisse vertreten, die der Handlung des Buches eine interessante Abwechslung bieten.

In dieser Erzählung hat mir besonders gut die Ehrlichkeit der Autorin gefallen. Sich in eine Selbstständigkeit nach einem festen Arbeitsverhältnis zu wagen, hat immer Hürden und es ist schön das wir dies als Leser genau mitverfolgen können. Es gibt eben nicht nur gute Tage, sondern auch die schlechten, in denen einfach die Selbstzweifel überwiegen. Das hat die Autorin in meinen Augen sehr sympathisch gemacht und ihr ehrliche menschliche Züge verliehen und es zeigt ganz deutlich, das Träume gelebt werden können.

Mein Fazit:
Ich kann das Buch jedem empfehlen, der selbst über eine Selbstständigkeit in diesem Bereich nachdenkt, und sich so einige nützliche Tipps zu eigen machen möchte. Auch hundebegeisterte Menschen, die gerne Geschichten über unsere felligen Freunde lesen, kann ich das Buch empfehlen.

  (7)
Tags: hund, hunde, ratgeber, selbstständigkeit, witzig   (5)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(72)

97 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 68 Rezensionen

liebe, schottland, wale, isabel morland, gefühle

Die Rückkehr der Wale

Isabel Morland
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.11.2017
ISBN 9783426521809
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt:
Kayla lebt mir ihrem Mann auf einer beschaulichen Hybriden Insel und ist in ihrer Ehe alles andere als glücklich. Oft ist es sogar die Angst vor ihrem eigenen Mann, die sie nach draußen in die Einsamkeit treibt. Bis eines Tages ein fremder Mann auf der Insel auftaucht, der auf Kayla eine magische Anziehungskraft hat, der sie sich bald nicht mehr entziehen kann.

Meine Meinung:
„Die Rückkehr der Wale“ fiel mir zunächst durch dieses wunderschöne Cover und den Klappentext auf, welches mich vom ersten Moment an nicht mehr losließ und in mir schnell den Wunsch entstehen ließ, das ich es unbedingt lesen müsste.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und leicht, sodass ich gleich einen sehr guten Einstieg in die Geschichte gefunden habe. Die Beschreibungen der Landschaften rund um die Hebrid Inseln ist sehr anschaulich, sodass ich manches Mal selbst den kalten Wind um die Nase spüren konnte, der vom Meer herüber getragen wurde. Sehr gut haben mir in diesem Zusammenhang auch die Mythen und Legenden um Teile der Insel gefallen, die im Buch erzählt werden. Das Buch hat also durchaus auch eine mystische Seite an sich. Weniger passend fand ich dagegen, das auch immer wieder die gälische Ausdrucksweise, neben der deutschen genutzt wurde, was meinen Lesefluss störte.

Kayla empfand ich von Anfang an als eine sehr sympathische Protagonisten und man konnte als Leser deutlch spüren, wie sehr sie die Ehe zu Daziel verändert hatte zu einer eingeschüchterten jungen Frau. Als jedoch der geheimnisvolle Fremde auftauchte und sich für Kayla zu interessieren began, gewann sie nach und nach von ihrer eigenen Stärke zurück, die so tief vergraben zu sein schien. Neben Kayla und dem fremden Brennan tauchen noch weitere Nebencharaktere auf, die die Geschichte ausfüllen und ein sehr detailliertes Bild von Kayla und ihrem ganzen Umfeld geben.

Mit dem Ende des Buches habe ich zwar so nicht gerechnet aber es lässt Raum für ganz eigene Gedanken und Interpretationen zu dieser Geschichte, was es wiederrum zu einem passenden rührenden Schluss führt.

Mein Fazit:
Ein schöne Liebesgeschichte hinter einer traumhaften Kulisse, dem ich gerne eine Leseempfehlung ausspreche. Von mir gibt es 4 von Sternen.

  (4)
Tags: liebe, mystisch   (2)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(41)

78 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

zweiter weltkrieg, polen, verhaftung, suche, juden

Karolinas Töchter

Ronald H. Balson , Max Stadler
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 18.08.2017
ISBN 9783746632971
Genre: Romane

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(10)

15 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 8 Rezensionen

hund, gassi, erziehung, welpe, liebe

Hilde

Ildikó von Kürthy , Nicole Iwanov
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Wunderlich, 15.12.2017
ISBN 9783805200134
Genre: Humor

Rezension:

Als langjähriger Hundebesitzer konnte ich einfach nicht an dem neuen Buch der Autorin Ildikó von Kürthy vorbei ziehen, ohne es direkt auf meine Wunschliste zu setzen. Geschuldet ist dies zum einen dem Schreibstil der Autorin, der mir bereits aus anderen Werken sehr positiv in Erinnerung geblieben ist und natürlich dem Hauptthema, dass der süße Hund Hilde in ihr Leben getreten ist und ich zu gespannt auf die ersten erlebte Monate mit Hilde war.

Meine Meinung:
Dieses Buch ist, wie viele ihrer anderen Werke wieder sehr locker geschrieben und lässt sich wunderbar leicht lesen.Ich empfinde dieses humorvolle Art auch keinesfalls als zu künstlich oder aufgesetzt, wie ich es bereits in vielen Büchern gelesen habe. Es ist in meinen Augen authentisch und ehrlich verfasst und keineswegs zu überzogen. Denn das Leben mit einem Hund gestaltet sich nicht immer gänzlich ohne Komplikationen.

Hilde begleiten wir als Leser also die ersten zehn Lebensmonate in einer Art „Hundetagebuch“ und ich muss sagen, dass mir die Autorin bei vielen Sachen einfach auch aus der Seele gesprochen hat. Plötzlich sieht man sich als Hundehalter mit vielen neuen Sachen konfrontiert, die man vorher gar nicht bedacht hat und die zwar auch zu unangenehmen Konsequenzen führen können, wie Frau Kürthy sehr eindrucksvoll schildert aber auch zu vielen lustigen Begegnungen. Hier mag ich gerne die Erfahrungen mit einem Seminar über Tierkommunikation benennen oder die ersten Versuche in einer Hundeschule, die mich oft zum Schmunzeln gebracht haben.
Gut gefallen hat mir zudem, dass es in diesem Buch nicht nur um all die schönen gemeinsamen Momente ging, sondern dass auch ernstere Themen im Zusammenhang mit der Hundehaltung angesprochen, die mich zum Nachdenken angeregt haben.
Nicht zu vergessen sind hier auch die wunderschönen Illustrationen von Nicole Iwanov, die das „Tagebuch“ abrunden. In der Inhaltsbeschreibung des Buches wurde es gar nicht erwähnt, was bei diesen tollen Zeichnungen wirklich sehr schade es. Es hebt es so sehr schön von der breiten Masse ab.

Fazit:
Hilde ist ein amüsantes Buch über das erste Lebensjahr mit einem Hund, dass mich sehr gut unterhalten konnte. Ich kann das Buch allen Hundefreunden ans Herz legen und selbstverständlich auch denen, die es noch werden wollen. 

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(108)

211 Bibliotheken, 10 Leser, 1 Gruppe, 85 Rezensionen

liebe, bücher, roman, leben, ich treffe dich zwischen den zeilen

Ich treffe dich zwischen den Zeilen

Stephanie Butland , Maria Hochsieder-Belschner
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.10.2017
ISBN 9783426520758
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt:
So außergewöhnlich ihr Name im ersten Moment erscheint - so ungewöhnlich ist Loveday auch von ihrem Äußeren her. Eine junge rebellische Frau, die ihr Leben gänzlich auf ihrem Job im Antiquariat ausgerichtet zu haben scheint und nichts und niemanden zu Nahe an sich heranlässt  - bis dort eines Tages Nathan auftaucht und beide ins Gespräch geraten. Kann Nathan sie aus ihrer selbst gewählten Einsamkeit befreien?

Meine Meinung.
Stephanie Butland war mir bisher kein Begriff und das Buch sprach mich im ersten Moment auch nur wegen dieses schönen Titels an und nicht wegen des Covers selbst, was bei mir wirklich eher eine Seltenheit darstellt. Im Gegensatz zu vielen anderen Büchern, die ich je gelesen habe, gibt dieser Buchtitel bereits einiges über die Art des Buches preis.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und bildhaft aus der Sicht von Loveday beschrieben. Als Bücherliebhaber konnte ich mich gut in die Protagonisten und ihre Zeilen über ihre Leidenschaft zu Büchern hineinversetzen. Sie war mir auf Anhieb sehr sympathisch mit ihrer nach außen wirkenden rebellischen unnahbaren Art, hinter der sich eine verletzte Seele verbarg. 

Frau Butland schlägt in diesem Buch sehr sanfte und leise Töne über eine junge Frau an, die im Laufe der Handlung durch Nathan und die Kraft der Worte der Poesie erlernt, sich einem anderen Menschen zu öffnen. Es folgen keine großen Liebesszenen zwischen beiden. Diese würden auch gar nicht zu diesem Buch passen. 
Gut gefallen haben mir hierbei die zwei parallel laufenden Handlungsstränge, die durch die Kapitelüberschriften deutlich hervorgehoben werden und dem Leser einen direkten Einblick in die damaligen Geschehnisse rund um das Thema häusliche Gewalt gaben, die Loveday so sehr prägten und letztendlich zu diesem Menschen formten.

Das Buch lebt selbst von leisen einfühlsamen Zeilen, die dem Leser die Möglichkeit geben, Loveday Schritt für Schritt in ein neues Leben zu begleiten. Ein Leben, in dem die Vergangenheit endlich ruhen kann.

Ein einfühlsamer Roman über eine junge starke Frau, dem ich gerne 4,5 Sterne vergebe.

  (12)
Tags: bücherliebe, liebe, poesie   (3)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(134)

217 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 116 Rezensionen

liebe, isabelle ronin, du bist mein feuer, wattpad, feuer

Du bist mein Feuer

Isabelle Ronin , Sabine Schilasky
Flexibler Einband: 752 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 09.10.2017
ISBN 9783956497728
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Inhalt:
Caleb trifft in einem Club auf eine fremde junge Frau in einem aufreizenden roten Kleid. Eine Frau, die für ihn auf den ersten Blick so faszinierend zu sein scheint, dass er sie unbedingt für sich erobern möchte. Doch da hat er die Rechnung ohne Veronica gemacht. Denn sie ist nicht nur hübsch anzusehen, sondern hat auch ihren ganz eigenen Kopf und wirkt sehr verschlossen trotz seiner Bemühungen. Kann Caleb sie trotz allem für sich gewinnen?

Meine Meinung:
Der Schreibstil der Autorin ist leicht und locker. Die zwei Hauptprotagonisten Veronica und Caleb erzählen abwechselnd aus ihrer Perspektive die Geschichte.
Das Buch wirkt im ersten Moment recht klischeehaft. Er der reiche junge Mann, dem die Welt zu Füßen zu liegen scheint und sie das arme junge Mädchen aus schlechten Verhältnissen, die sich zufälligerweise in einem Club begegnen und dies der Anfang einer großen Liebegeschichte zu sein scheint.

Das Buch weist eine Seitenzahl von über 600 Seiten und ich habe mich bereits schon vor dem Beginn gefragt, ob die Autorin das Buch wirklich mit viel Handlung füllen kann. Ich muss sagen, das ihr dies nur bedingt gelungen ist. Leider weist das Buch Längen auf, die sich gerade um das gemeinsame Begehren von Ver. und Cal drehen. Ein ewiges Hin und Her zwischen wollen und nicht wollen, was sich über Seiten zieht. Mir war das teilweise einfach zu wenig Handlung und zu viel Geplänkel. Für mich wirkte es zudem oft so, als wären in der Geschichte erst Tage vergangen, jedoch sind es teilweise Monate, die zwischen verschiedenen Szenen liegen, was plötzlich mitten im Abschnitt erwähnt wird. Auch etwas mit dem ich mich nicht so recht anfreunden könnte und in mir unweigerlich die Frage aufkam, was denn in der Zwischenzeit passiert ist.
Ver. ist am Anfang des Buches eine sehr toughe junge Frau, die sich wenig vorzuschreiben zu lassen scheint. Cal ist eher der typische Macho, der doch innerhalb der Erzählung auch eine weiche verletzliche Seite zeigt, die mir gut gefiel. Sie hingegen verändert sich eher zu einer verängstigten jungen Frau, was wohl auch ihrer Vergangenheit zuzuschreiben ist, das ändert sich aber zum Ende wieder und sie findet wieder zu ihrer alten Stärke zurück.
Im Buch treten auch immer wieder Nebencharaktere auf, die die Erzählung erst richtig interessant gestalteten. Leider bleiben einige dieser Protagonisten im Laufe der Geschichte auf der Strecke zurück, was wohl einem eventuellen Folgeband geschuldet zu sein scheint.

Auf den letzten Seiten überschlagen sich die Ereignisse und werden zu meinem Bedauern sehr schnell abgehandelt. Hier hätte ich mir detaillierte Beschreibung gewünscht und weniger wiederholendes Geplänkel zwischen Ver. Und Cal.

Obwohl das Buch teilweise langatmig erschien, war ich doch so neugierig zu erfahren, welche Überraschungen die Geschichte noch für den Leser bereithält. Denn das muss ich der Autorin lassen: Sie hatte teilweise recht ausgefallene Wendungen in der Handlung verbaut, die den Spannungsbogen wieder nach oben trieben und mich doch immer wieder zum Weiterlesen animiert haben und mir ein schönes passendes Happy End bescherten.

Mein Fazit:
Eine leidenschaftliche Liebesgeschichte zweier junger Menschen gepaart mit vielen Emotionen, Dramatik und leider teilweise langatmigen Szenen. Ich vergebe nichtsdesto trotz 3,5 Sterne, weil mich die teils ausgefallenen Wendungen innerhalb der Geschichte wieder begeistern konnten.

  (5)
Tags: leidenschaft, liebe, spannung   (3)
 
287 Ergebnisse

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach!

Hol dir mehr von LovelyBooks