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liebe, drogen, brittainy c. cherry, wie das feuer zwischen uns, liebesroman

Wie das Feuer zwischen uns

Brittainy C. Cherry
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 21.07.2017
ISBN 9783736303560
Genre: Liebesromane

Rezension:

Erscheinungsdatum: 21.07.2017

Autor: Brittainy C. Cherry

Seitenzahl: 383 Seiten

ISBN: 978-3-7363-0356-0

Erhältlich: hier

Klappentext: Es gab einmal einen Jungen, den ich liebte.

Logan Francis Silverstone und ich waren das komplette Gegenteil. Ich tanzte, er stand still. Er brachte kein Wort heraus, ich hörte nie auf zu reden. Er konnte sich kaum ein Lächeln abringen, während ich zu keinem einzigen finsteren Blick fähig war.

Doch in der Nacht, als er mir die Dunkelheit zeigte, die in ihm tobte, konnte ich nicht wegsehen.

Wir waren beide zerbrochen und zusammen doch irgendwie ganz. Alles an uns war falsch, und doch fühlte es sich irgendwie richtig an.
Bis zu dem Tag, als ich ihn verlor.

Es gab einmal einen Jungen, den ich liebte.

Und ich glaube, ein paar Atemzüge lang, für einige wenige Momente liebte er mich auch.
(Cover, Klappentext by Lyx-Verlag)

Rezension:
Ein Leben geprägt von Hilflosigkeit, Angst und Hass.
Ein Leben beeinflusst durch Arroganz, Missachtung und Einsamkeit.
Eine unsichere Zukunft mit Versprechen auf Hoffnung, Vertrauen und Liebe.

Nach "Wie die Luft zum Atmen" erscheint mit "Wie das Feuer zwischen uns" nun auch der zweite Band der Autorin Brittainy C. Cherry in Deutschland.
Der Roman ist in zwei Teile eingeteilt, wobei der Erste in der Vergangenheit spielt und der Zweite die damaligen Ereignisse in der Gegenwart aufarbeitet. Dazu sollte gesagt sein, so "böse" es auch klingen mag, der erste Abschnitt des Romans strotzt nur so vor Klischees und vorhersehbarer Story.
Nachdem man dies aber überwunden hat, beginnt sich die Handlung kontinuierlich aufzubauen und spannender zu werden. Cherry nutzt unerwartete "Hiobsbotschaften" um den Leser aus seinem Gefühl der Geborgenheit zu reißen und ihn, um das Leben der Charaktere bangen zu lassen. Dennoch hat man hier und da das Gefühl, als würde man eine Szene mehrfach wiederholen und verschiedene Enden ausprobieren. Wer viele Wendungen erwartet ist hier also falsch. Ein kleines Highlight des Stils der Autorin ist, wie sie es schafft, durch Textnachrichten Geschehnisse und Zeitabstände kurz aber informativ zu überbrücken.

Alyssa ist das typische Goodgirl aus gutem Hause, welches auf seine Mutter hört, sich nach der Aufmerksamkeit ihres Vaters sehnt und sich bloß von dem Badboy fernhalten soll! ... Zumindest, wenn es nach ihrer karrieresüchtigen Mutter ginge. Doch als Alyssa Logan kennenlernt und die Zeit miteinander verbringen, entwickelt sich eine Tiefe Freundschaft, aus der mehr werden soll.
Naiv ist im Bezug auf die Protagonistin gar kein Ausdruck (zumindest im 1. Teil). Man hat durchgängig das Gefühl eingreifen zu müssen, um Alyssa zur Vernunft zu bringen. Doch auch diese Lebensphase hat einmal ein Ende und aus dem unsicheren und naiven Teenager wird eine selbstbewusste und immer noch leicht naive junge Frau. Von ihrem gesamten Charakteraufbau aus gesehen, hat Alyssa kaum einen Fehler, abgesehen von ihrer Sturköpfigkeit, was die zu einer künstlichen Protagonisten werden lässt, mit der man nur sehr mitfühlen kann.

Logan ist im Gegensatz der typische Badboy mit Vorliebe für Drogen, Alkohol und nicht genutzter Intelligenz. Von klein auf an die Drogen heran geführt, ist es sein Schicksal denselben Weg, wie seine Mutter einzuschlagen. Und obwohl ihm die Gefahr bewusst ist und Alyssa durch ihren guten Einfluss sein Fixpunkt wird, ziehen ihn seine Mutter, Selbstzweifel und Leichtsinnigkeit immer tiefer in den dunklen Abgrund der Abhängigkeit hinein.
Durch seine Freundschaft mit Alyssa wird der junge Mann maßgeblich beeinflusst. Man merkt, wie er ohne seinen Anker, sein High, verbrechen und den Kummer in Drogen ertränken würde. Als es nach gewissen Umständen jedoch genau dazu kommt, erkennt Logan, dass es noch viel tiefer gehen kann und er den Fehler seines Lebens begangen hat. Nun setzt er alles daran, um nicht so zu enden, wie es ihm seine Mutter im Vollrausch prophezeit hat. Doch ist Logan wirklich in der Lage dazu, seine Dämonen zu bekämpfen? Und kann er auch ohne Alyssa überleben?

Eng an Alyssas und Logans Seite sind Kellan und Erika, die Geschwister der Protagonisten. Dieses ungleiche Paar lockert die Stimmung des Romans besser auf, als es die Hauptcharaktere je könnten. Obwohl auch diese beiden eine schwere Zeit mit ungewissen Ausgang durchstehen müssen, schaffen sie es doch immer wieder die Stimmung aufleben zu lassen, ohne dabei -wie Logan an einigen Stellen- wie Clowns aufzutreten.
Doch es gibt nicht nur gute Nebencharaktere. Besonders im Hinblick auf Ricky und Alyssas Mutter wird dies klar. Sie erdienen wirklich eine Nominierung für die Kategorie "Charaktere, die man zu hassen lernt". Aber genug von Schwarz und Weiß, Grau ist doch auch eine sehr schöne Farbe! Im Verlauf der Handlung muss man sich auch schnell eingestehen, dass man nicht alle Charaktere für ewig hassen kann, und man ihrer Veränderung Anerkennung zollen muss.

Bewertung:
Fans von emotionalen Liebesromanen wird bei diesem Buch der Taschentuchvorrat ausgehen!
Viel Drama und ein ewiges "Er liebt mich, er liebt mich nicht; ich sollte mich von ihm fernhalten, kann es aber nicht" ist also vorprogrammiert. In vielen Punkten ist der Roman stark klischeebehaftet und sehr vorhersehbar, sodass man kaum noch überrascht wird. Wenn dies aber dann doch einmal der Fall ist, dann richtig!

Mir persönlich war der Roman zu handlungsarm und klischeereich, als dass ich ihn noch einmal lesen würde. Diejenigen, die mich kennen, wissen, dass ich gern etwas Leichtes und auch Klischeebehaftetes zwischendurch lese und auch meinen Spaß daran habe. Doch in diesem Fall bin ich einfach nicht mit den Protagonisten warm geworden. Zudem hat es mir eindeutig an Spannung und Action gefehlt.

Mein persönliches Highlight aus "Wie das Feuer zwischen uns" waren jedoch Kellan und Erika, die mit ihrer Sidestory mein Interesse geweckt haben.

6/10 bzw. 3/5 Sterne
★★★★★★☆☆☆☆

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Tags: brittainy c. cherry, lyx, wie das feuer zwischen uns   (3)
 

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thailand, liebe, jo watson, lyx verlag, sommer

Kopf aus, Herz an

Jo Watson , Barbara Först , Hannah Brosch
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 28.06.2017
ISBN 9783736304215
Genre: Liebesromane

Rezension:

Erscheinungsdatum: 28.06.2017

Autor: Jo Watson

Seitenzahl: 316 Seiten

ISBN: 978-3-7363-0421-5

Erhältlich: hier

Klappentext: Hör auf dein Herz und tanz unter den Sternen!
Lillys schlimmster Albtraum wird wahr, als ihr Verlobter sie vor dem Traualtar stehen lässt. Doch anstatt den Kopf in den Sand zu stecken, beschließt sie, die Hochzeitsreise nach Thailand trotzdem anzutreten – und zwar allein. Noch im Flugzeug lernt sie den attraktiven Damien kennen, der mit seinen Tattoos und der spontanen Art eigentlich genau die Art Mann ist, um die Lilly sonst einen großen Bogen machen würde. Doch jetzt, wo es nichts gibt, was sie zurückhält, lässt sie es zu, dass er sie auf eine Reise entführt – eine Reise, die ihr zeigt, was es bedeutet, auf sein Herz und nicht auf seinen Kopf zu hören … (Cover, Klappentext by Lyx Verlag)


Rezension:
Ist es wirklich möglich, dass ein Leben verflucht sein kann? Ist es möglich, dass all diese schlimmen Zufälle ein Ziel haben? Und wenn ja, wer zum Teufel steckt dahinter und denkt sich so einen Mist für das Schicksal eines Menschen aus?!

Fragen, die sich die Protagonistin Lilly in Jo Watsons Buch "Kopf aus, Herz an" vermutlich mehr als nur einmal stellt. Bei dem Roman handelt es sich um den ersten Band aus der zurzeit dreiteiligen Destination Love Reihe. Jedes der Bücher hat eine in sich abgeschlossene Handlung, weshalb ein Einstieg jederzeit möglich ist.
Doch nun um Buch an sich. Wenn "Kopf aus, Herz an" in einem Punkt besonders heraussticht, dann ist es der ganz eigene und humorgespickte Schreibstil von Watson. Die Tatsache, dass sie immer wieder den Leser mit einbezieht und mit sarkastischen Bemerkungen zum mit machen auffordert, sorgt für eine lockere Hintergrundatmosphäre der Handlung.
Die eben angesprochene Handlung sticht allein betrachtet jedoch nicht besonders hervor, geschweige denn bleibt sie noch lange Zeit in den Köpfen der Leser. Ein Grund dafür, ist der strickte und extrem zufallslastige Ablauf der Ereignisse, der besonders im Mittelpart gekünstelt und steif wirkt. Man weiß einfach das gleich etwas "Undenkbares" passiert und die Protagonisten ins nächste Abenteuer geworfen werden.

Lilly Swansons Leben könnte nicht besser sein. Sie hat einen liebevollen Verlobten, plant mit ihm Kinder, ein Haus und Hund... und wird von ihm 5 Minuten vor der geplanten Hochzeit vor 500 Gästen sitzen gelassen. Gut, Letzteres ist nicht geplant gewesen; aber Lilly wäre nicht Lilly, wenn sie sich nicht bald wieder fangen würde. Also beschließt die verlassene Braut die Flitterwochen allein anzutreten. Ein paar ruhige Tage im Spa bei Gourmetessen, können schließlich Wunder auf die Nerven wirken, nicht? Leider nein, denn bereits der Flug wird zur totalen Katastrophe und ist erst der Anfang eines unvergesslichen Trips.
Unsere Protagonistin stellt sich bereits in den ersten Kapiteln als eine recht prüde Persönlichkeit heraus, die außerhalb ihres geregelten Tagesablaufs sehr schnell jedes verfügbare Fettnäpfchen mitnimmt. Doch an der Seite von Damien muss sie sich in unbekannte Situation stürzen und ich anpassen. Dabei entdeckt sie eine bisher "tote" Seite ihres Charakters, die sie nicht mehr missen möchte. Aus dem kleinen Feigling wird also im Verlauf der Handlung ein wagemutiger Draufgänger.

Damien Bishop, äußerlich ein Badboy, wie er im Buche steht. Obwohl er aus einer sehr wohlhabenden Familie stammt, bevorzugt er es als Bagbagger durch die Welt zu reisen und von der Hand in den Mund zu leben. Doch als er auf seinem Weg zu Burning Moon Festival auf eine scheinbar Verrückte trifft, ändern sich seine Pläne schlagartig und unwiderruflich.
Damien ist eine sehr lebensfrohe und flüchtige Person. Für ihn ist es ein Leichtes, sich von seinen Wurzeln zu lösen und durch die Welt zu streifen. Aber trotz allem ist er auch ein waschechter Nerd. Kein wunder also, dass er durch Lilly seine weiche Seite nach außen kehren kann und Schützwälle fallen lässt.

Obwohl Lillys Familie eine enorme Größe hat und anhand der gegebenen Umstände auftreten könnte, ist deren Einsatz im Roman gleich null. Sicher gibt es ein/zwei Stellen, an denen auch sie sich die Ehre geben, doch dabei sagt jeder dieser Nebencharaktere im Schnitt drei Sätze.
Anders sieht es dabei bei Lillys "Urlaubsbekanntschaften" aus. Von zwei homosexuellen Pärchen bis zu einigen anderen Bekannten, ist alles, wenn auch wenig, vertreten. Diese ca. 5 Personen sind es damit auch, die die Nebencharakterriege vertreten.

Bewertung:
Ich mag ja nicht immer auf Titel und Cover von Büchern eingehen, dennoch schaue ich immer Mal bei der original Version vorbei. Und ehrlich: Ich finde sowohl original den Titel (Burning Moon) als auch das Cover bei diesem Roman sehr viel besser. Wie einige von euch vielleicht wissen, bin die niemand, der reine "Kitschromane" sehr ansprechend findet, weshalb ich "Kopf aus, Herz an" beim besten Willen nicht auf dem Schirm hatte, sondern eher abgeschreckt war.
Aber gut, das ist Geschmackssache; weiter im Text:
Der humorvolle Stil und die Idee des Romans finde ich wirklich gut. Und auch die Ausgestaltung der Charaktere finde ich in Ordnung. Doch die Handlung war mir einfach zu gekünstelt und platt, weshalb ich immer wieder kleine Flauten beim Lesen hatte. Ich gehe voll und ganz mit, dass es sich hierbei um Genrevorlieben handelt, die ich akzeptiere. Dennoch kann objektiv betrachtet noch Einiges besser gemacht werden, was hoffentlich in den Folgebänden auch passiert. Ich bin auf jeden Fall gespannt.

6/10 bzw. 3/5 Sterne
★★★★★★☆☆☆☆

PS: Bei "Kopf aus, Herz an" handelt es sich um ein vom Lyx-Verlag bereitgestelltes Rezensionsexemplar. Ich möchte mich für Bereitstellung des Romans und die daraus folgende Unterstützung für meinen Blog bedanken. Dennoch gilt wie immer: Diese beeinflusst keineswegs meine persönliche Meinung über das Buch.

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magie, spiel, caraval, fantasy, liebe

Caraval

Stephanie Garber , Diana Bürgel
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Piper, 20.03.2017
ISBN 9783492704168
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Erscheinungsdatum: 20.03.2017

Autor: Stephanie Garber

Seitenzahl: ca. 400 Seiten

ISBN: 978-3-492-70416-8

Erhältlich: hier

Klappentext:
Tritt ein in das gefährlichste Spiel der Welt!

Scarlett Dragna fürchtet sich vor ihrem Vater, dem grausamen Governor der Insel Trisda. Sie träumt davon, ihrem Dasein zu entfliehen und Caraval zu besuchen, wo ein verzaubertes Spiel stattfindet. Doch ihr Wunsch erscheint unerreichbar – bis Scarlett von ihrer Schwester Donatella und dem geheimnisvollen Julian entführt wird, die ihr den Eintritt zu Caraval ermöglichen. Aber ist Caraval wirklich das, was Scarlett sich erhofft hat? Sobald das Spiel beginnt, kommen Scarlett Zweifel. Räume verändern auf magische Weise ihre Größe, Brücken führen plötzlich an andere Orte und verborgene Falltüren zeigen Scarlett den Weg in finstere Tunnel, in denen Realität und Zauber nicht mehr voneinander zu unterscheiden sind. Und als ihre Schwester verschwindet, muss Scarlett feststellen, dass sich ein furchtbares Geheimnis hinter Caraval verbirgt ...


Rezension:
Willkommen,Willkommen in der Welt von Caraval!
Eine Insel beherrscht von Magie und Wunder, in einer Welt, die sonst so fad und trostlos erscheint. Löse die Rätsel und gewinne das Spiel, doch wie weit wirst du gehen auf deinem Weg zum Ziel?
REMEMBER, IT'S ONLY A GAME...

Mit "Caraval" entführt Stephanie Garber in eine Welt voller Magie, Rätsel und Intrigen. Alles ist möglich während des fünftägigen Spiels, das so realistisch wie möglich sein soll. Einige Teilnehmer bringen ihre dunkelste Seite währenddessen zum Vorschein in dem Wissen "Es ist nur ein Spiel". Doch stimmt das wirklich? Was ist wahr und was ist Magie? Wem kannst du vertrauen und wer ist dein größter Feind?
Obwohl Caraval ein magisches Spiel zur Freude ist, gelingt es Stephanie Garber eine sowohl magische und faszinierende, aber auch gleichzeitig düstere und bedrückende Welt zu erschaffen. Die Atmosphäre, die während des Lesens entsteht, ist unbeschreiblich gut und nicht in Worte zu fassen. Ähnliches gilt auch für die Handlung an sich. Immer wieder kommt Garber mit neuen Ideen und Wendungen um die Ecke und überrascht den Leser. Mit jeder Seite wird es schwerer zwischen richtig und falsch, Gut und Böse zu unterscheiden, sodass man schließlich an sich selbst zu zweifeln beginnt.
Diese Unvorhersehbarkeit, mit der "Caraval" gespickt ist, baut eine unwahrscheinlich große Spannung auf, die bis zur letzten Seite anhält.

Und damit weiter zu der Person, wegen der Caraval überhaupt so spannend wird:
Scarlett Dragna! Seit Scarletts Mutter plötzlich verschwunden ist, wurde ihr Vater zu einem wahren Tyrannen, der es liebt, seine zwei Töchter zu misshandeln. Aber Scar unternimmt alles, was in ihrer Macht steht, um ihre jüngere Schwester Donatella zu schützen, auch wenn sie dafür einen fremden Lord heiraten müsste. Doch plötzlich erreichen sie nach vielen Jahren des Bittens Einladungen für Caraval und Scarlett sieht ihrer Chance auf ein besseres Leben. Gemeinsam mit ihrer Schwester und mit der Hilfe des Seemanns Julian macht sie sich also auf den Weg nach Caraval.
Doch sehr schnell verliert das magische Spiel seinen Glanz - als Donatelle entführt wird und dunkle Geheimnisse offenbart werden.
Für Scarlett ist Caraval zu Beginn noch eineinfaches Spiel, welches als Preis mit einem Wunsch wirbt. Doch schnell wird aus Spaß bittere Realität. Anfangs ist unsere Protagonistin noch sehr hoffnungsvoll um nicht zu sagen naiv. Sie vertraut vielen Darstellern und anderen Teilnehmern zu leicht, indem sie Rückschlüsse auf ihre eigenen Absichten zieht und diese auf ihr Umfeld projiziert. Doch nach einigen herben Endtäuschungen lernt Scarlett schnell, wie eine Spielerin zu denken und in fast jedem einen Feind zu sehen. Sie wird ähnlich wie der Leser immer weiter in die Irre geführt und weiß bald nicht mehr, wem sie trauen kann.
Diese Ereignisse und Intrigen führen schließlich dazu, dass Scarlett die Schatten der Unterdrückung ihres Vaters ablegt und immer stärker und selbstsicherer wird. Es ist eine wahre Freude mitzuerleben, wie sie immer weiter aus sich herauskommt und an stärke gewinnt.

Ob Julian, Donatelle oder Legend...Caraval ist voll von Darstellern und Spielern, die in Scarletts Abenteuer mit mischen. Jeder verfolgt seine eigenen Ziele und benötigt aber dafür meist die "Hilfe" eines anderen. Viele verlieren sich in der Magie und tun schreckliche Dinge. Man weiß nie wer mit guten oder schlechten Absichten handelt, wer Freund oder Feind ist. Doch ganz ohne Hilfe kann Scarlett nicht gewinnen und so muss sie lernen die Absichten der Menschen zu erkennen...denn nichts ist, wie es zu sein scheint.
Diese Unberechenbarkeit der Charaktere und deren Vielfalt an Zielen lassen die Welt von Caraval dynamisch und realistisch erscheinen. Man hat somit oftmals das Gefühl, dass jeder einzelne Charakter eine reelle Geschichte hinter sich stehen hat, die noch erzählt werden will. Und eines kann ich versprechen: Jeder Verrat in diesem Buch schmerzt!

Bewertung:
Ob Atmospähre, Charaktere oder Handlung...Stephanie Garber ist mit Caraval ein wahres Meisterwerk gelungen! Die Geschichte ist abwechslungsreich, unvorhersehbar und zum Verlieben schön. Auch die Charaktere sind interessant gestaltet und haben eine angenehme Tiefe erhalten, was das Gesamtwerk komplett macht.
Bis zum jetzigen Zeitpunkt ist Caraval ganz klar mein Jahreshighlight und ganz stark in Richtung 2. Platz meiner "All time favorit". Eine ganz klare Leseempfehlung.

10/10 bzw. 5/5 Sterne
★★★★★★★★★★

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schattenwandler, dämonen, liebe, gideon, fantasy

Gideon - Schattenwandler

Jacquelyn Frank , Karina Schwarz
Flexibler Einband: 351 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 07.12.2009
ISBN 9783802582370
Genre: Fantasy

Rezension:

Erscheinungsdatum: 07.12.2010

Autor: Jacquelyn Frank

Seitenzahl: 352 Seiten

ISBN: 978-3-8025-8237-0

Erhältlich: hier

Klappentext:
Seit über tausend Jahren dient der unsterbliche Gideon seinem Volk als Heiler. Als ältester männlicher Schattenwandler ist er für seine Weisheit und Besonnenheit bekannt. Doch selbst er ist empfänglich für die alles verzehrende Begierde, welche die Schattenwandler bei Vollmond erfasst – wie er vor neun Jahren erfahren musste, als er sich in Magdalegna verliebte, die schöne Tochter des Dämonenkönigs. Entsetzt über seinen Mangel an Selbstbeherrschung versteckte sich Gideon vor seiner Geliebten. Doch nun bedrohen Nekromanten Magdalegnas Leben, und Gideon muss ihr Vertrauen zurückgewinnen, um sie und sein Volk zu retten. (Klappentext, Cover by Lyx Verlag)


Rezension:
Die Wesen der Unterwelt - die Schattenwandler... es gibt viele Legenden über sie, doch was ist Wahrheit und was ist Fiktion? Wenn es nach Jacquelyn Frank geht, dann haben ihre liebenswürdigen "Kreaturen" einen besonderen Stil.

Nach Jacob ist nun Gideon, der zweite Teil der Schattenwandler Reihe aus den Fingern der Bestseller-Autorin Jacquelyn Frank, an der Reihe. Und wie der Titel bereits verrät, dreht sich dieses Mal alles um den geheimnisvollen Dämonenheiler Gideon, der auf eine harte Probe gestellt werden wird. Bereits der Auftakt des Romans verspricht viel. Nach einem brutalen Angriff auf die Vollstreckerin ist die "Schattenwelt" in Aufruhr und auf der Suche nach dem Feind. Mitten im Geschehen muss der Dämonenälteste jedoch seine Lieben schützen.
Durch diesen Umstand ist die Handlung anfangs noch sehr interessant und spannend, doch ab ca. der Hälfte des Buches zieht sich das Geschehen arg. Die Handlung fühlt sich wie in Dauerschleife an und hat lange Zeit keinen "Wow-Effekt". Auch der Grundablauf der Geschichte ist im Hinblick auf Band eins nicht wirklich neu. Mal wieder gibt es eine -wenn auch etwas andere- Entführung und einen "unbekannten" Feind. Dies hat leider zur Folge, dass keine fesselnde Spannung mit unerwarteten Wendungen aufkommt. Ein großer Pluspunkt sind hingegen die Charaktere, welche aufgrund ihrer kleinen Fehler sehr sympathische erscheinen.

Megdalegna ist die jüngste Schwester des Dämonenkönigs Noah und kennt damit beinahe jeden am Hof ihres Bruders - darunter auch den Ältesten Gideon, der die junge Dämonin vor langer Zeit tief verletzt hat. Ihr damit beschlossenes Ziel, dem Heiler aus dem Weg zu gehen, ist jedoch alles andere, als einfach... besonders wenn man bedenkt, dass sie sich seit einiger Zeit stark verändert und somit wie eine rote Alarmleuchte wirkt. Es kann also nur zur Konfrontation und ungeahnten Folgen kommen.
Aus der sehr ruhigen und besonnenen Geistdämonin wird -unteranderem durch Gideons Einwirken- eine kleine Kämpfernatur mit sehr viel Mut und Temperament im richtigen Moment. Legna entwickelt durch ihre Veränderung ihr selbst völlig unbekannte Charakterzüge, denen sie sich wohl oder übel stellen muss. Es fällt ihr dabei schwer sich den Ängsten und Unsicherheiten zu stellen, was jeden noch so kleinen Fortschritt umso wichtiger Macht. Diese Schwächen und Veränderungen, die die Protagonistin durchlaufen muss, sorgen für eine gute Prise Verständnis und Sympathie, welche die Handlung dringend nötig hat.
Gideon, der älteste noch lebende Dämon, ist das komplette Gegenstück zu Legna und somit ein perfekter Ausgleich für die Charaktervielfalt des Romans. Während es Magdalagna aufgrund ihrer empathischen Fähigkeiten sehr leicht fällt mit Gefühlen umzugehen, ist Gideon in vielerlei Hinsicht ein Stein. Er mag zwar um einiges mächtiger, weiser und älter sein als die junge Geistdämonin, doch dafür haben ihn die Erlebnisse und Taten der vergangenen Jahrhunderte nicht folgenlos zurückgelassen. Zu ernst, zu verschlossen, zu pragmatisch... wenn es nach Legna geht, muss sich da Einiges zum besseren ändern.
Und genau das passiert auch. Die bereits erwähnte Gegensätzlichkeit des Protagonistenpaares bietet beiden die notige Unterstützung und Hilfe. Legna bringt Gideon auf sozialer Ebene wieder auf die Beine, während er der jungen Dämonin zu Selbstsicherheit und Beherrschung ihrer Kräfte verhilft. Es ist also umso erfreulicher für den Leser, dass aus dem toughen Ältesten in Bezug auf Legna ein gefühlvoller Softie wird, der sich seinen Ängsten und Geheimnissen stellt.

Auch Charaktere aus Band eins haben ihren Weg ihn die Fortsetzung der Reihe gefunden. Sowohl altbekannte Nebencharaktere wie Noah, Ruth und Hannah als auch die Ex-Protagonisten Jacob und Isabella besiedeln Franks Welt. Während die Gelegenheit für die Weitererzählung von Jacobs Geschichte genutzt wird, kommt aber auch viel Neues über die anderen Charaktere sowie Voraussichten auf weiter Bände ans Licht. Doch auch "Debütanten" aus anderen Spezies haben viel Potenzial im Gepäck, welches hoffentlich genutzt wird. Rückblickend muss damit gesagt werden, dass Protagonisten und Nebencharaktere den Mangel an Handlung glücklicherweise abgefangen haben.

Bewertung:
Vor einigen Jahren bin ich durch ein anderes Buch der Autorin über Band eins der Reihe "Jacob" gestolpert. Dieser wahr zwar ganz in Ordnung, hat mich aber nicht sonderlich neugierig auf "Gideon" gemacht. Doch nun habe ich mich auch an den Nachfolger gewagt und muss sagen, dass dieser sogar ein kleines Bisschen besser war, als erwartet.
Jedoch wurden meiner Meinung nach die Stärken und Schwächen dieses Mal vertauscht. Die Handlung hat mich nicht gerade von sich überzeugt und war einfach zu vorhersehbar bzw. eintönig. Dies wirkt sich leider auch auf die vielversprechenden und sympathischen Charaktere aus, die eindeutig bessere Möglichkeiten der Entfaltung verdient hätten.
Ich bin daher in meiner Meinung etwas zwiegespalten. Ich mag die Idee und die Charaktere sehr und hoffe, dass die Folgebände mehr von sich überzeugen.
Fans der Autorin und der Reihe werden mit "Gideon" ihr Lesevergnügen haben, doch ich glaube nicht, dass die jeztige Taktik noch lange funktionieren wird. Doch vielleicht ist ja ein Wandel in Sicht?


7/10 bzw. 3,5/5 Sterne

★★★★★★★☆☆☆

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Tags: jacquelyn frank, lyx verlag, rezension, schattenwandler   (4)
 

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liebe, vermont, cider, true north, sarina bowen

True North - Wo auch immer du bist

Sarina Bowen , Nina Restemeier , Wiebke Pilz
Flexibler Einband: 378 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 24.04.2017
ISBN 9783736305601
Genre: Liebesromane

Rezension:

Erscheinungsdatum: 24.04.2017

Autor: Sarina Browen

Seitenzahl: 379 Seiten

ISBN: 978-3-7363-0560-1

Erhältlich: hier

Klappentext: Sie ist die Süße zu meiner Bitterkeit, die Balance, die meinem Leben immer fehlte, und die sinnlichste Versuchung, die ich jemals gekostet habe

Als Audrey Kidder der finstere Blick von Griffin Shipley trifft, weiß sie sofort, dass ihr Auftrag in Vermont schwieriger wird als gedacht. Doch sie hat keine Wahl: Wenn sie ihren Job behalten will, muss sie Griff davon überzeugen, seinen preisgekrönten Cider zum halben Preis zu verkaufen. Eine harte Nuss, denn der Bio-Farmer ist nicht nur ausgesprochen stur – und unheimlich attraktiv –, sondern seit ihrer heißen Affäre am College auch nicht besonders gut auf Audrey zu sprechen. Und dass sich Audrey in Griffs Nähe augenblicklich so zu Hause fühlt wie nirgends sonst auf der Welt, macht die Sache alles andere als einfach … (Cover, Klappentext by Lyx Verlag)


Rezension:
Sie will nur ein...naja oder vielleicht auch zwei..drei Dinge. Und zwar kochen und glücklich sein, es ist ja nicht so schwer dieses Ziel zu erreichen, nicht wahr? Das dachte Audrey Kidder auch...

Mit "True North - Wo auch immer du bist" erscheint beim Lyx Verlag der erste Teil von Sarina Bowens "True North" Reihe. Und anders als in den meisten 'Frauenromanen', die heutzutage so kursieren, landet der Leser mit der Handlung nicht in den Fängen eines seelisch angeschlagenen Milliardärs oder auf einem mittelalterlichen Schloss in England. Nein, es verschlägt uns gemeinsam mit der Protagonistin nach Vermont - genauer gesagt auf eine alte Obstplantage.
Browen erzählt dabei ihre Geschichte aus den Perepektiven von Audrey Kidder und Griffin Shipley, die sich mit jedem Kapitel abwechseln und ihre Sicht der Dinge wiedergeben. Man erfährt daher viel über die Gefühle und Gedanken der beiden sowie über ihre Beziehungen zu ihren Mitmenschen. Dieser Coup macht die Protagonisten zu zwei sehr sympathischen Wesen, die man gern durch das Buch begleitet.
Die Handlung des Romans wird nicht durch einen penetranten roten Faden befehligt, sondern nur hintergründig von einer dünnen Schnur in die richtige Richtung geschubst, wodurch man ein recht "natürliches" und "reelles" Gefühl beim Lesen erhält. Dies wirkt sich natürlich auch positiv auf den sehr angenehmen und spannenden Schreibstil der Autorin aus.

Audrey Kidder hatte es nie sehr leicht. Das Einzige, was sie wollte, war die Aufmerksamkeit und Anerkennung ihrer Mutter, die sie nie bekam. Als Versagerin in den Augen ihrer Mutter widmet sich die junge Frau dem Kochen, was sich als ihre Passion herausstellt. Um den großen Sprung zum eigenen Restaurant -oder zumindest zur Köchin- zu schaffen, nimmt Audrey also eine Stelle bei BPG an. Doch nach einigen kleineren "Unfällen" steht sie kurz vor der Kündigung und muss ihre letzte Chance mit einem Posten als Einkäuferin nutzen. Dieses eigentlich sehr einfache Unterfangen stellt sich jedoch durch einen gewissen Griffin Shipley als weitaus komplizierter heraus, als es anfangs zu sein schien.
Mit viel Humor und einem goldenen Charakter ist Audrey die geborene Protagonistin für diesen Roman. Doch auch sie hat kleine Narben und Blessuren aus ihrer Vergangenheit, die sie auf ihrem Weg zum eigenen Restaurant überwinden muss. Besonders ihr neues Umfeld auf der Farm der Shipleys bringt sie dabei aber aus dem Gleichgewicht, als sie mit deren herzlicher und familiärer Art konfrontiert wird. Doch mit einem gewissen Farmer an ihrer Seite wagt sich Audrey ihren Schwächen und Ängsten entgegen.

Auch Griffin Shipley hat kaum ein besseres Los gezogen. Während seines Weges in die Karrierewelt starb sein Vater, weshalb Griff die Plantage bedeuten früher als erwartet übernehmen musste. Die damit auf ihm lastenden Aufgaben sind jedoch alles andere als einfach zu bewältigen und bringen immer neue Probleme mit sich. Und als dann auch noch eine langbeinige Schönheit aus seiner Vergangenheit in seiner Auffahrt auftaucht, steht seine Welt auf dem Kopf. Doch kann er seine Probleme mit der Farm und Audrey Anliegen so einfach miteinander verknüpfen?
Anfangs erlebt man Griffin als einen rauen, grummeligen und verschlossenen Typ, dem das Wohl seiner Familie sehr am Herzen liegt. Doch bereits nach wenigen Kapiteln aus seiner Sicht kann man sich gut in seine Situation hineinversetzen und ihn verstehen. Durch wachsende Zusammenarbeit mit Audrey kommt schließlich auch seine charmante Seite voll und ganz zum Vorschein. Es macht großen Spaß diese Veränderung während des Lesens miterleben zu dürfen.

Auch die Farm wimmelt nur so von Leben. Ob Familie Shipley, die Arbeiter Zach und Jude oder die vielen Besucher und Kunden. Die Plantage erscheint im Roman als ein lebendiger Dreh- und Angelpunkt der Handlung, welcher viele neue Gesichter und Geschichten bereithält. Durch viele unterschiedliche und teils gegensätzliche Charaktere, welche die beiden Protagonisten unterstützen, entstehen unterhaltsame und liebevolle Begegnungen, die dem ganzen Konzept die Krone aufsetzen und auf mehr hoffen lassen.

Bewertung:
"True North"s ungewöhnliche Kulisse und die besonderen Charaktere sind seine Stärke. Man fühlt sich in der familiären und natürlichen Atmosphäre, die der Roman erschafft sofort wohl. Durch die lockere und ungezwungene Handlung fliegen die Seiten nur so dahin, was mich persönlich sehr überrascht hat, da eigentlich kaum ein Grund für die herrschende Spannung zu finden ist. Dennoch ist sie da und treibt die Handlung an. Auch der kleine Schuss an Drama ist sehr gut eingesetzt und verhindert, dass das Buch von Klischee und Kitsch überschwemmt wird.
Es war mir eine wahre Freude dieses Buch zu lesen. Umso gespannter bin daher, die es mit Judes Geschichte weiter geht.

10/10 bzw. 5/5 Sterne
★★★★★★★★★★

Ich möchte mich hiermit für das von Bastei Lübbe und dem Lyx-Verlag bereitgestellte Rezensionsexemplar und die Tatsache, dass sie auch kleinere Blogger unterstützen, herzlich bedanken. Jedoch soll erwähnt sein, dass dies keinerlei Einfluss auf meine persönliche Meinung zum Buch nimmt. Danke!

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Tags: lyx verlag, rezensio, sarina bowen, true north   (4)
 

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schattenwelt, trace, liebe, ashla, erotik

Shadowdwellers - Trace

Jacquelyn Frank , ,
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 08.03.2012
ISBN 9783802586187
Genre: Fantasy

Rezension:

Erscheinungsdatum: 08.03.2012

Autor: Jacquelyn Frank

Seitenzahl: 384 Seiten

ISBN: 978-3-8025-8618-7

Erhältlich: hier

Klappentext: Der Krieger Trace lebt in der Schattenwelt, verborgen vor den Augen der Menschen. Doch als er bei einem Schwertkampf mit einem Auftragsmörder tödlich verwundet wird, ist es eine Menschenfrau, die ihn rettet. Ashla Townsend verfügt über besondere Heilkräfte und ist durch einen Unfall in die Schattenwelt gelangt. Wider besseren Wissens fühlt sich Trace zu der sinnlichen und mutigen Ashla hingezogen. Doch kann ein Bewohner der Schattenwelt eine Menschenfrau lieben? Da wird erneut ein Anschlag auf Traces Leben verübt. Trace muss den Schuldigen finden, bevor auch Ashla in Gefahr gerät. (Cover, Klappentext by Lyx Verlag)
Rezension:
Weg von den Dämonen und hin zu einer anderen "Schattenspezies"! Mit diesen "Schattenwandlern" stellt Jacquelyn Frank die zweite Rasse ihrer Schattenbewohner vor.

Trace ist der erste Band von Jacquelyn Franks "Shadowdweller" Reihe, die im selben Universum wie ihre "Schattenwandler-Reihe" spielt. Doch wer denkt, dass es so weiter geht, wie zuvor, hat sich geschnitten. Durch diese neue Rasse der Schattenbewohner kommen viele neue Rituale, Kriege und Kulturaspekte zum Vorschein, die es bisher noch nicht gegeben hat. Diese neuen Informationen und Handlungsstränge sind anfänglich ein wenig verwirrend, bringen aber damit die nötige Spannung, um einen guten Einstieg in die Reihe zu ermöglichen. Auch Franks Stil ist wieder sehr präsent und eine nette Vertrautheit im Hinblick auf die Veränderungen.
Jedoch kommen mit dem Stil auch einige altbekannte Schwächen auf. Während der Spannungsbogen den Leser in der ersten Hälfte des Romans noch mit spannenden Kämpfen und Drama packen kann, lässt die zweite Hälfte lange Zeit stark nach (von einem kleinen Push gegen Ende hin einmal abgesehen). Die Geschehnisse in dieser Flaute sind - wie beinahe immer in Franks Büchern - von inhaltslosen Erotikszenen und ewigen Wiederholungen geprägt. Doch zumindest ist die Fülle an neuen Charakteren vielversprechend...

Mit Ashla Townsend ist schnell eine interessante Protagonistin gefunden. Die junge Frau findet sich eines Tages in einer menschenleeren und von Dunkelheit beherrschten Kopie unserer Welt wieder, ohne zu wissen, wie sie dort hingelangt ist. Ashla erkennt schnell, dass sie keine andere Wahl hat, als sich mit der Situation zu angagieren und zu hoffen, dass alles nur ein böser Traum ist. Doch die endlose Einsamkeit gräbt langsam ihre Zähne in den Geist der jungen Frau. Hatte ihre Mutter vielleicht recht und sie ist eine Ausgeburt des Teufels, die nun für ihre Sünden büßen muss? Als Ashla schließlich auch noch Zeugin eines tödlichen Schwertkampfes in dieser unbewohnten Welt wird, steht ihre Welt völlig Kopf.
Das Faszinierende an unsere Protagonistin ist wohl mit Abstand ihre Verschwiegenheit. Abgesehen davon, dass sie selbst nicht weiß, was passiert und man alles mit ihr zusammen "lüftet", hat man auch keine Ahnung von ihrer Vergangenheit. Nun nach und nach schimmert in Gesprächen durch, wie es ihr in ihrer Kindheit und Jugend ergangen ist. Ihre Lebensgeschichte fasziniert und erschreckt in Hinblick auf ihre Stärke gleichermaßen. Dadurch wird jeder kleine Fortschritt und jedes Quäntchen Mut umso bedeutsamer.

Der "starke und furchtlose" Krieger Trace ist ebenso ein Mysterium. Als Wesir des Kanzlers gilt er als hoch angesehenes Mitglied der Gesellschaft. Doch in den Zeiten des Krieges ist ihm Schreckliches wiederfahren. Bis heute wird der sonst so starke junge Mann von seinen Erinnerungen in die Knie gezwungen und muss sich seinen Weg in ein normales Leben zurück erkämpfen. Was jedoch nicht so einfach ist, wenn man bedenkt, dass sein Ehr- und Pflichtgefühl an erster Stelle steht.
Man erkennt nicht gleich, dass auch Trace in mancherlei Hinsicht eine gebrochene Seele ist. Doch je mehr er sich auf Ashla einlässt, umso näherkommt er den verdrängten Erinnerungen. Doch sobald er kleine Fortschritte macht und sich auf Ashla einlässt, überrascht der Krieger immer wieder mit ungeahnten Seiten seiner Persönlichkeit. Doch seine Gefühle kommen in Konflikt mit seinen Pflichten und Trace wird gezwungen zu wählen.

Da es sich um eine komplett neue Reihe handelt, kommen viele interessante Persönlichkeiten ins Spiel. Ob Magnus, Tristan, Guin, ... Die Nebencharaktere des Romans haben einen ganz eigenen Flair, der sie unglaublich interessant macht. Jeder von ihnen scheint sein eigenes Los gezogen zu haben und bietet viel Potenzial für seine eigene Geschichte. Leider erfährt man jedoch nicht wirklich viel über die Welt und ihre Strukutrierung selbst. Alles wird nur kurz angerissen und bietet kaum genug Material für ein Gesamtbild.

Bewertung:
Trace zeigt, dass die neue Reihe von Jacquelyn Frank sehr viel Potenzial hat und wirklich interessant werden kann, wenn die vorhandenen Schwächen ausgebessert werden. Besonders die Charaktere und die Idee der Handlung haben mir sehr gut gefallen. Jedoch muss ich anmerken - ohne gezielt Spoilern zu wollen - dass die Enden von Franks Büchern beinahe immer gleich sind und damit langweilig werden. Trace ist nun bereits das fünfte Buch der Autorin, welches ich gelesen habe und schon wieder kommt es zu einer Schwangerschaft... Gibt es denn nicht noch so viele andere interessante und neue Möglichkeiten, wie Franks Welt bereithält?

8/10 bzw. 4/5 Sterne
★★★★★★★★☆☆

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Tags: jacquelyn frank, rezension, shadowdwellers, trace   (4)
 

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liebe, traumreich, verrat, magnus, trace

Shadowdwellers - Magnus

Jacquelyn Frank , Beate Bauer
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 08.06.2012
ISBN 9783802586194
Genre: Fantasy

Rezension:

Erscheinungsdatum: 08.06.2012

Autor: Jacquelyn Frank

Seitenzahl: 448 Seiten

ISBN: 978-3-8025-8619-4

Erhältlich: hier
Klappentext:
Magnus ist ein Mann voller Widersprüche – ein Priester im Leib eines Kriegers. Eines Tages hat er eine Vision, in der ihm eine junge Frau erscheint, die von ihrer Familie als Sklavin gehalten wird. Magnus befreit die schöne Daenaira und macht sie zur Dienerin in seinem Tempel. Doch unter den Reihen seiner Anhänger lauert Verrat. Ein unbekannter Feind will die Shadowdweller ins Verderben stürzen, und Magnus und Daenaira sind die Einzigen, die das noch verhindern können. (Cover, Klappentext by Lyx Verlag)


Rezension:
Nachdem Magnus tragisches Schicksal in Band 1 der Reihe begann, nimmt es nun seinen unaufhaltsamen Lauf! Ein Priester braucht eine Dienerin und so sehr sich der Krieger auch sträuben mag, selbst seine Göttin zwingt ihn zum Handeln.

"Magnus" ist der zweite Band von Jacquelyn Franks "Shadowdwellers" Reihe. Der Roman knüpft nahtlos an die Geschehnisse seines "Vorgängers "Trace" an und zeigt dem Leser, wie Magnus, der oberste Buspriester des Sanktuariums, mit dem Verrat an ihm und seinen Lieben umgeht.
Nachdem man bereits erste Eindrücke von Magnus sammeln konnte, war es umso erfreulicher, dass ihm nun ein Buch gewidmet wird. Doch leider hält diese Euphorie nicht sehr lange an. Obwohl die Handlung sehr viel Potenzial aufweist und mit vielen Überraschungen punkten könnte, werden diese Möglichkeiten nicht genutzt und öfters als einmal von erzwungenen, lieblosen und völlig überflüssigen "Erotikszenen" -wenn man das denn so nennen kann- zerstört. Dies hat zur Folge, dass ein guter und kontinuierlich ansteigender Spannungsbogen nur schwer zustande kommt und die Sympathie für die Charaktere leidet.

Daenaira kurz "Dae" ist eine Schattenwandlerin, die seit ihrer Kindheit von ihren unliebsamen Verwandten als Sklavin gehalten wurde, ohne jemals sich selbst aus den Augen zu verlieren. Als sie schließlich von Fremden gekauft und weggebracht wird, scheint ihr Leben endlich eine Wendung zu nehmen... Doch ist das wirklich der Fall oder hat ihr neues "Gefängnis" nur einen schöneren Anstrich?
Trotz ihrer anfänglichen Lage hat Dae einen starken und kämpferischen Charakter, der sie zu einer sehr sympathischen Persönlichkeit macht. Jedoch passiert es, dass diese Züge im Zuge der Handlung verloren gehen und unterdrückt werden. Es kommt beinahe so vor, als würde Dae sich langsam aufgeben und zwanghaft versuchen, sich nach Magnus "Wünschen" zu entwickeln.
Magnus - der oberste Bußpriester des Sanktuariums - ist sowohl Krieger als auch Gläubiger. Nach einem unfasslichen Verrat an ihm und seinem Amt ist sein Vertrauen jedoch zu tiefst erschüttert. Aber sich von allen Bedrohungen abzuschotten ist schwerer als gedacht. Denn seine Göttin führt ihn zu seiner neuen Dienerin, die anders sein wird, als alles bisher gesehene.
Sobald der mächtige Krieger mit seiner neuen Dienerin in Konflikt gerät, weiß er nicht mehr, wo ihm der Kopf steht. Sein bisheriger Lebensstil scheint eine Sache der Unmöglichkeit geworden zu sein und alle gut antrainierten Gefühlsregungen gehorchen nicht mehr seinem Willen. Magnus muss also akzeptieren, dass er sich für bzw. mit Dae angagieren muss. Aus dem kalten und beherrschten Mann wird daher schnell ein ungeduldiger und impulsiver Jungspund.

Eine große Stärke des Romans sind die unbekannten und vor allem unscheinbaren Feinde, die sich überall verbergen. Sie sind getarnt zwischen den vielen Nebencharakteren und besitzen viele unterschiedliche Fähigkeiten und Beweggründe die Monarchie zu verraten. Man wird gut überrascht und kann seinen Spaß an den neuen Offenbarungen haben. Die anderen Nebencharaktere sind dafür aber kaum ausgestaltet. Man erfährt nicht viel über ihre Eigenschaften oder Verhaltensweisen und vergisst diese somit schnell wieder.

Bewertung:
Die kreative Idee der Handlung bietet viele Möglichkeiten und eine gute Story. Jedoch wird sämtliche Spannung durch unangebrachte und erzwungen Erotikszenen zunichte gemacht. Ich musste mich zwingen weiter zu lesen, in der Hoffnung es wird besser. Und das wurde es gegen Ende auch wieder. Eine actionreiche Abfolge von Geschehnissen bringt noch einmal einen frischen Wind in das Buch und retten es vor dem totalen Untergang.
Kurz gesagt: Anfang und Ende haben mir sehr gut gefallen, jedoch war der Mittelteil einfach viel zu schwach und inhaltslos aufgebaut.

6/10 bzw. 3/5 Sterne
★★★★★★☆☆☆☆

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roman, gail honeyman, freundschaft, ich eleanor oliphant, liebe

Ich, Eleanor Oliphant

Gail Honeyman , Alexandra Kranefeld
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Ehrenwirth, 24.04.2017
ISBN 9783431039788
Genre: Romane

Rezension:

Erscheinungsdatum: 24.04.2017

Autor: Gail Honeyman

Seitenzahl: 528 Seiten

ISBN: 978-3-431-03978-8

Erhältlich: hier

Klappentext:
Wie Eleanor Oliphant die Liebe suchte und sich selbst dabei fand
Eleanor Oliphant ist anders als andere Menschen. Eine Pizza bestellen, mit Freunden einen schönen Tag verbringen, einfach so in den Pub gehen? Für Eleanor undenkbar! Und das macht ihr Leben auf Dauer unerträglich einsam. Erst als sie sich verliebt, wagt sie sich zaghaft aus ihrem Schneckenhaus – und lernt dabei nicht nur die Welt, sondern auch sich selbst noch einmal neu kennen.

Mit ihrem Debüt "Ich, Eleanor Oliphant" ist Gail Honeyman ein anrührender Roman mit einer unvergesslichen Hauptfigur gelungen. Ihre erfrischend schräge Sicht auf die Dinge zeigt uns, was im Leben wirklich zählt. Liebe. Hoffung. Ehrlichkeit. Und vor allen Dingen die Freundschaft.

Rezension:
Eleanor ist nicht wie die anderen Menschen. Nein, sie ist auf ihre ganz eigene Art besonders. Aber ist es wirklich immer gut sich aus der Masse hervor zu tun? Und wer sagt, was "Normal" ist und was nicht?

Gail Honeyman gestaltet mit ihrem Debüt-Roman "Ich, Eleanor Oliphant" eine ganz besondere Protagonistin mit keinem ganz so normalen Leben.
Honeyman erzählt das Leben der Eleanor Oliphant und lässt den Leser den Alltag der jungen Frau miterleben. Zu Beginn ist Eleanors Andersartigkeit sehr unterhaltsam und es ist beeindruckend, wie die Autorin ganz normale Dinge, wie eine Pizza zu bestellen, verkompliziert. Dadurch erkennt man sehr gut, dass wir Menschen so selbstverständlich mit unseren Gegebenheiten umgehen. Doch recht schnell verliert dieser Coup seine stärke und man wird nach den ersten schockierenden Handlungen der Protagonistin lange Zeit nicht mehr wirklich überrascht. Die Handlung wird infolgedessen sehr eintönig und fad. Erst ab dem letzten Viertel scheint der kaum vorhandene Spannungsbogen wieder bergauf zu gehen, ab diesem Moment wird Eleanor mir persönlich etwas nahbarer und menschlicher. Der letzte Teil inklusive dem Ende war es, der das Buch noch einmal wirklich interessant machten und die Handlung retten.

Unsere Protagonistin Eleanor Oliphant ist auf den ersten Blick ganz normal. Sie arbeitet in einer Designagentur als Büroangestellte, ist sehr fleißig und ruhig und telefoniert wöchentlich mit ihrer Mutter. Doch das war es dann auch schon mit "normal", das ist schließlich "langweilig".
Essen, Arbeiten, hier und da mal eine Flasche Wodka trinken und Schlafen. Das ist Eleanors Leben - beinahe jeden Tag. Soziale Kontakte oder Aktivität? Fehlanzeige! Doch dieses ruhige Leben ändert sich von jetzt auf gleich... Verliebt in einen Rockstar, ein alter Mann kippt vor ihrern Füßen um und ein ungepflegter, aufdringlicher Nerd, der sie nicht mehr in Ruhe lassen will. Alles eindeutig ungeplante Hindernisse im Leben der jungen Frau, die dazu führen, dass sie ihren gewohnten Rhythmus verlassen muss.

Eleanors Leben verändert sich im Lauf der Handlung drastisch. Dies merkt man nicht nur an ihrem Handeln, sondern auch an den eigenem Empfinden, während des Lesens.
Anfangs fand ich die Protagonistin noch sehr unterhaltsam und besonders, was sich dann aber schnell in Mitleid änderte, als ich merkte, wie unbeholfen sie doch wirklich ist. Später wurde es dann zu Unverständnis und Abneigung gemischt mit Desinteresse. Und schließlich -nach dem großen Knall- zu schwacher Sympathie.
Mit jeder dieser Gefühlsfasen kommt fast immer eine Änderung im Leben der Eleanor Oliphant einher. Aber egal was geschieht, es bleibt dieses beklemmende Gefühl einer "geistigen Schwäche" allgegenwärtig.
Es ist auch unverkennbar, dass in Eleanors Vergangenheit etwas Schlimmes passiert sein wird. Besonders die Gespräche mit ihrer "Mommy" und ihr besonders starkes Verhalten darauf, regen zum Rätseln an.

Aber jetzt genug mit Eleanor, wie sieht es mit den Nebencharakteren aus? - Schwach...
Wenn man am Ende des Romans auf die Figuren zurückblickt, denn bleibt einem kaum eine von ihnen wirklich im Gedächtnis. Um ein Beispiel zu nennen: Raymond spielt eine größere Rolle, aber viel Charaktertiefe erhält man nicht. Selbiges gilt für Sammy und die wenigen anderen wichtigeren Charaktere. Einzig "Mommy" hinterlässt, wenn auch negativ, starken Eindruck auf den Leser und rettet den Leser aus einer stumpfen Welt.

Bewertung:
Wie man vielleicht schon gemerkt hat, viel es mir sehr schwer, diese Rezension zu schreiben. Die meiner Meinung nach recht schwachen und teils dünn ausgearbeiteten Charaktere gepaart mit der doch sehr uninteressanten Handlung stehen im Kontrast zu den wenigen aber dafür sehr guten Momenten des Romans. Mehr als einmal was der Wunsch ganze Kapitel einfach quer zu Lesen beinahe übermächtig. Lediglich das letzte Viertel hat das Buch "Ich, Eleanor Oliphant" noch gerettet.
Aber ich möchte nicht nur das Negative nennen. Besonders das wirklich sehr besondere Ende und die schön dargestellten "Twitterbotschaften" sind kleine Highlights des Romans.

5/10 bzw. 2,5/5 Sterne (runde ich gern auf 3 auf, wenn nötig)
★★★★★☆☆☆☆☆

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wikinger, zeitreise, jen, gin, island

Feuer und Wind

Larissa Brown , Susanne Gerold
Flexibler Einband: 750 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 14.10.2016
ISBN 9783736302310
Genre: Romane

Rezension:

Erscheinungsdatum: 14.10.2016

Autor: Larissa Brown

Seitenzahl: 672 Seiten

ISBN: 978-3-7363-0231-0

Erhältlich: hier

Klappentext: Jen lebt in einer nicht allzu fernen Zukunft in einer kühlen Welt aus Glas und Stahl, der sie nur durch das Eintauchen in virtuelle Realitäten entfliehen kann.
Beim Test einer historischen Simulation geschieht das Unglaubliche: Jen wird in das Island des 10. Jahrhunderts katapultiert, wo sie von einer Gruppe Wikinger aufgefunden wird. Deren Anführer Heirik ist zugleich geachtet und gefürchtet – wegen eines Blutmals gilt er als unberührbar. Für Jen jedoch ist er Sehnsucht, Glück, Verlangen und erfüllt ihre Seele mit der Macht eines Sommersturms. Doch kann sie das Tabu durchbrechen, das den einsamen Nordmann umgibt und die Vergangenheit zu ihrer Zukunft machen? (Klappentext, Cover by LYX Verlag)



Rezension:
Mit ihrem Debütroman "Feuer und Wind" entführt Larissa Brown ihre Leser in eine Welt voller Intrigen, Wikinger, großem Gefühl und unfassbarer Schönheit!

Dieses unglaublich schöne Cover ist ein wahres Meisterwerk und passt voll und ganz zum Buch. Bereits ab den ersten Seiten merkt man schnell, dass Browns Stil etwas Besonderes ist. Druch die schon fast malerische Art und Weise, wie die Autorin ihre Welt wiedergibt und beschreibt fühlt sich der Leser sofort ins Island des 10. Jahrhunderts und fühlt und leidet mit den Charakteren mit. Der Roman wird ausschließlich aus der Sicht der Protagonistin wieder gegeben, und vermittelt somit sehr nachvollziehbar die Verwirrungen, Fragen und Ängste der handelnden Person.
Durch die recht realistische Handlung, die fiktive Sprache und stimmige Wendungen entsteht ein spannendes Buch mit vielen wunderbar fein gearbeiteten Charakteren.

Jen - eine Sprachforscherin des 22. Jhd. - hilft bei der Entwicklung einer virtuellen Wikingersimulation. Immer wieder betritt sie für Tests die verschiedensten Szenarien - bis eines Tages etwas völlig schief geht. Sie erwacht in einer Welt gegerbt von Wind und Eis. Dem Tode nah, wird Jen von düsteren Kriegern gefunden und aufgenommen. Als sie erkennt, dass etwas schrecklich schief gegangen ist, muss sie sich eingestehen, dass sie keine andere Wahl hat, als sich dem Leben in dieser Zeit anzupassen.
Es ist unübersehbar, wie fremd alles für die Protagonistin ist. Alltägliche Arbeiten enden oft in einem einzigen Chaos und die "normalsten" Dinge sind für Jen Neuland. Diese unbeholfene Art macht die Protagonistin zu einem sehr sympathischen und tiefen Charakter, der den Leser durch eine längst vergangene Welt führt. Im Laufe der Zeit legt Jen immer mehr ihr altes Leben ab und wird zu einer waschechten Wikingerfrau. Diese Entwicklung zeigt deutlich ihre Schwächen auf und untermalt die Willenskraft und Sturheit der jungen Frau.
Eigentlich ist diese Welt gar nicht so schlecht - wäre da nicht der verfluchte und gefürchtete Häuptling Heirik. Er stellt von der ersten Sekunde an Jens Gedankenwelt auf den Kopf. Doch das zarte Bande, das zwischen ihnen wächst, scheint verflucht. Immer wieder passieren Jen mehr oder minder schlimme Dinge - die den Häuptling in einer Vermutung nur bestärken - er muss sich von der seltsamen und zugleich faszinierenden Frau - die sich nicht vor ihm fürchtet, fernhalten. In seiner Angst um seine Geliebte trifft der junge Mann immer wieder fragwürdige Entscheidungen, durch die er lernen muss, sich seinen Ängsten zu stellen und sich selbst zu lieben.
Die Nebencharaktere des Romans sind vielseitig und geheimnisvoll gestaltet. Viele ihrer Charakterzüge erkennt man erst, wenn es zu spät ist und sie ihr wahres Gesicht offenbaren. Durch ihre Nähe zu den Protagonisten erzählen viele ihre ganz eigene und berührende Geschichte, wodurch eine starre und einseitige Fixierung auf die Protagonisten verhindert wird.

Berwertung:
Larissa Brown entführt mit "Feuer und Wind" in eine wunderschöne und zugleich recht komplexe Welt. Durch die wunderbar gestalteten Charaktere erwacht das Buch zum Leben und nimmt den Leser gefangen. Überwiegend ist das Buch und die Handlung insgesamt sehr verständlich - abgesehen von ein paar Stellen, an denen die Folgen der Geschehnisse erst später richtig bewusst werden. Ein kleines Manko ist für mich das doch recht schnelle und "wortlose" Ende. Hier hätte ich mir dann doch mehr Dialog zwischen den Protagonisten gewünscht. Alles in allem kann ich aber besten Gewissens eine Leseempfehlung für dieses malerische Meisterwerk der Schreibkunst aussprechen.

9/10 bzw. 4,5/5 Sterne (...,die man aber getrost auf 5 aufrunden kann)
★★★★★★★★★☆

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perfect gentlemen, verschwörung, liebesroman, liebe, shayla black

Perfect Gentlemen - Ein Bodyguard für gewisse Stunden

Lexi Blake , Shayla Black , Nele Quegwer , Sophie Wölbling
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 16.02.2017
ISBN 9783736303324
Genre: Liebesromane

Rezension:

Erscheinungsdatum: 16.02.2017

Autor: Shayla Black, Lexi Blake

Seitenzahl: 496 Seiten

ISBN: 978-3-7363-0332-4

Erhältlich: hier

Klappentext:



ATTRAKTIV, MÄCHTIG UND ERFOLGREICH - DIE PERFECT GENTLEMEN
Auf der Suche nach dem Mörder ihres Freundes kommen die Perfect Gentlemen einer ungeheuerlichen Verschwörung auf die Spur. Mittendrin steckt Senatorentochter Lara Armstrong, die in Kontakt zu den Drahtziehern zu stehen scheint und Morddrohungen erhält. Kurzentschlossen nimmt der geheimnisvollste der Perfect Gentlemen, CIA-Agent Connor Sparks, die Sache selbst in die Hand und heuert bei der eigenwilligen Lara als Bodyguard an. Obwohl sie für ihn nur Mittel zum Zweck sein sollte, kann Connor die leidenschaftlichen Gefühle, die die elfenhafte Lara in ihm auslöst, nicht lange leugnen... (Quelle: LYX Klappentext, LYX Cover)


Rezension:
Durch ihren Blog "Capitol Scandals" ist Lara Armstrong ins Visier von Conner Sparks - einen der sechs Perfect Gentlemen - geraten. Mit dem Ziel seine Freunde vor lästigen Paparazzi und Verschwörungstheoretikern zu schützen, ist es Conners Plan, Laras lästigen Klatschblog unschädlich zu machen. Er ergreift eine sich plötzlich bietende Gelegenheit und schleust sich als Bodyguard an Laras Seite. Bei ihren Nachforschungen und Ermittlungen geraten beide in ein Geflecht aus Lügen und Intrigen, dem sie nur schwer entkommen können.

Als aller Erstes - ich muss es einfach los werden - möchte ich sagen, dass dieses Cover um einiges besser aussieht, als sein Vorgänger. Das Layout ist gleich geblieben, was auch keines Falls ein Problem ist, aber nun ist ENDLICH dieses penetrante und unschöne pink/rosa weg. Danke LYX Verlag!

Aber nun zur eigentlichen Bewertung:
Schon ab den ersten Seiten war ich wieder mitten im Geschehen um Maddox' Tod und der damit verbundenen Verschwörung. Der Schreibstil ist wie beim ersten Teil sehr flüssig und mitreißend. Man kann sich die beschriebene Welt und die Handlung wunderbar vorstellen, wodurch das Gelesene schon fast wie ein Film vor dem geistigen Auge ablaufen kann. Beide Autorinnen harmonieren wunderbar miteinander, sodass man keinen Bruch beim Lesen ihres Werkes bemerkt. Schon nach den ersten Kapiteln konnte ich nicht anders und musste wieder anfangen meine Theorien zusammen zu puzzeln. Durch viele überraschende und unerwartete Wendungen und neue Charaktere spinnt sich das Netz der Intrigen und Verschwörungen immer weiter und wird immer komplexer. Selbst gegen Ende gelingt es Black und Blake den Leser noch einmal mit neuen Erkenntnissen zu schocken und die Spannung aufrechtzuerhalten.

Mit Lara Armstrong wurde eine sehr interessante aber leider auch etwas lästige Protagonistin geschaffen. Trotz ihrer Position als Tochter eines Senators hat Lara kein Problem damit, die Machenschaften anderer Politiker und soziale Missstände zu entlarven und an die Öffentlichkeit zutragen. Als Ventil für diese Skandale betreibt sie anonym den Blog "Capitol Scandals", welcher sich an wachsender Berühmtheit erfreut. Schlagworte wie Pazifistin, Veganerin, Umweltaktivistin, ... sind für diese sturköpfige und mutige Frau mehr als nur zutreffend. Diese Eigenschaften in Verbindung mit ihren Ambitionen machen Lara Armstrong zu einem sehr interessanten und vielschichtigen Charakter. Bei ihren Handlungen merkt man jedoch auch sehr schnell, dass sie in den unpassendsten Momenten extrem naiv und leichtsinnig sein kann. Dies geht so weit, dass man sich beim Lesen einfach nur an den Kopf greift und am liebsten ins Buch springen möchte, um Lara die Meinung zu sagen.
Doch mit diesen "Macken" muss sich ja schließlich Connor Sparks herumschlagen. Als CIA-Agent ist er es gewohnt, alles unter Kontrolle zu haben. Doch bei der stoischen und quirligen Lara beißt selbst er auf Granit. Während er versucht das Runder in die Hand zu nehmen - wie man so schön sagt - und dabei auch noch die benötigten Informationen von Lara zu beschaffen, kommen ihm auch noch seine todgeglaubten Gefühle in die Quere. Und als währe das alles noch nicht genug, wird er von Lara auch noch zum Teilzeitveganer degradiert und darf mit Lincoln Gassie gehen. Und sind wir mal ehrlich, Männer auf Fleischentzug sind nicht gerade die freundlichsten.
Dabei darf man auch Gabe und Everly sowie die anderen Perfect Gentlemen nicht vergessen, denn auch sie sind wieder mit von der Partie und suchen nach den Mördern. Durch die Freunde kommt der wunderbare Humor, der bereits im ersten Band anzutreffen war, wieder vor und verantwortet so einige peinlich und witzige Situationen, die das Lesen aufheitern und Abwechslung zur Spannung geben. Natürlich gibt es auch neue Gesichter, die frischen Wind mit sich bringen und neue Möglichkeiten in die Handlung geben. Die Nebencharaktere haben eine angenehme Charaktertiefe und Vielfalt erhalten, ohne dabei in zu großer Anzahl vorhanden zu sein.

Bewertung:
Der zweite Teil von Perfect Gentlemen knüpft nahtlos an seinen Vorgänger an und steht diesem in Nichts nach. Ein hohes Maß an Spannung, Unvorhersehbarkeit und Gefühl inkluseve. Durch Laras Naivität haben sich die Seiten an einigen Stellen doch sehr langatmig und zäh angefühlt, was aber im Vergleich zum Gesamtpakt ein sehr kleines Übel ist. Ich kann das Buch nur weiter empfehlen und sagen, dass ich mich auf den dritten Teil sehr freue.

9/10 bzw. 4,5/5 Sterne
★★★★★★★★★☆

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liebe, perfect gentlemen, erbe, liebesroman, shayla black

Perfect Gentlemen - Ein One-Night-Stand ist nicht genug

Lexi Blake , Shayla Black , Nele Quegwer , Sophie Wölbling
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 14.10.2016
ISBN 9783736302914
Genre: Liebesromane

Rezension:

EErscheinungsdatum: 14.10.2016
Autor: Shayla Black, Lexi Blake


Seitenzahl: 512 Seiten

ISBN: 978-3-7363-0291-4

Erhältlich: hier

Klappentext:
Der Tod seines besten Freundes Maddox wirft Gabriel Bond völlig aus der Bahn. Auf einmal muss er als Alleinerbe die Geschicke von Mads Firma lenken. Als er auf die attraktive Everly trifft, findet er bei ihr die Zerstreuung, die er nach den letzten Tagen sucht. Doch kurz danach treffen sie sich als IT-Chefin und neuer CEO desselben Unternehmens wieder. Während Everly mit dem Gerücht kämpft, bereits mit Maddox das Bett geteilt zu haben, gerät Gabriel unter Mordverdacht, seinen besten Freund getötet zu haben. Zusammen machen sie auf die Suche nach dem wahren Täter und kommen dabei einer ungeheuren Verschwörung auf die Spur. (Quelle: Egmont-LYX Klappentext, Egmont-LYX Cover)

Rezension:
Zugegebenen, ich war dem Buch, aufgrund des Covers und zum Teil auch wegen des Titels, am Anfang etwas abgeneigt. Für mich ein klarer Minuspunkt, da das Cover, sowie der Beititel nicht recht zum Inhalt passen. Da hätte sich Egmont-LYX besser an die englische Originalausgabe halten sollen. Aber wie man sieht, habe ich es - zum Glück - doch noch gekauft.

Anders als von mir erwartet, wird das Buch zu einem beträchtlichen Teil von Maddox Tod und der Täterjagd beherrscht. Die Autorinnen haben einen sehr angenehmen und flüssigen Schreibstil, welcher ein tolles Bild beim Lesen entstehen lässt. Die Umgebung sowie die Handlungen sind schön geschildert und wirken dabei nicht erdrücken oder aufdringlich, sodass das Lesen ein reiner Genuss ist.

Die Story bringt den Leser schon fast von selbst dazu mit zu rätseln und Vermutungen anzustellen - auch wenn es nicht immer ganz einfach ist. Kaum dankt man auf dem richtigen Weg zu sein, kommt eine neue Plotwendung auf oder ein weiteres Puzzlestück wird freigelegt, welches jede Theorie zunichtemachen kann.

Zugleich kommen aber auch die verschiedenen Beziehungen und Gefühle zwischen den Protagonisten nicht zu kurz. Während Gabriel und Everly manchmal wie ein "offenes Buch" erscheinen, kann man die anderen Mitglieder der Perfect Gentlemen, sowie die Mitarbeiter von Crawford schwer einschätzen. Leider sind einige von Everlys Entscheidungen für mich etwas schwierig nachzuvollziehen, aber hierbei handelt es sich nur um kleine Nichtigkeiten, welche die Handlung nicht stören oder beeinflussen. Es gibt zudem Momente, in denen die Charaktere aufgrund der spannenden Handlung nebensächlich erscheinen aber auch gegenteilige Momente / Situationen, in denen die Charakterbeziehungen die Story verblassen lassen.

Genau dieses ausgewogene Zusammenspiel zwischen Charaktertiefe und Storyplot macht den Roman so unglaublich spannend. Entgegen meiner negativen Erwartung, einen typischen ChickLit/Erotikroman vorzufinden, wurde ich mit einer interessanten und ausgeklügelten Handlung, humorvollen Momenten und sympathischen Charakteren überrascht.

Bewertung:
Eine wunderbar spannende Lektüre zum mit rätseln und genießen. Sie kann ebenso wie die anderen Teile von Perfect Gentlemen allein gelesen werden. Die zukünftigen Bücher der Reihe sind auf jeden Fall vorgemerkt!

9/10 bzw. 4,5/5 Sterne
★★★★★★★★★☆

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nalini singh, liebe, musik, erotik, rockstar

Rock Kiss - Eine Nacht ist nicht genug

Nalini Singh ,
Flexibler Einband: 500 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 05.11.2015
ISBN 9783802599255
Genre: Liebesromane

Rezension:

Erscheinungsdatum: 05.11.2015

Autor: Nalini Singh

Seitenzahl: 448 Seiten

ISBN: 978-3-8025-9925-5

Erhältlich: hier

Klappentext:
Als der attraktive Rockstar Zachary Fox Molly Webster nach einer Aftershow-Party in den Fahrstuhl zur Tiefgarage folgt, weiß sie, dass ihr Plan, ihn nur von Weitem zu begehren, fehlgeschlagen ist. Die schüchterne Bibliothekarin hatte sich geschworen, sich von allem fernzuhalten, was sie in die Medien bringen könnte. Doch Fox' Stimme ist wie Whiskey, und seine Küsse brennen wie Feuer auf ihrer Haut. Eine einzige Nacht - länger darf sie sich nicht in seinen grünen Augen verlieren. Doch sie hat nicht mit Fox' Hartnäckigkeit gerechnet, und ihm ist eine Nacht mit Molly auf keinen Fall genug. (Klappentext und Cover by LYX-Verlag)


Rezension:
Mollys neu gefundene Halbschwester Thea ist niemand geringeres, als die PR-Managerin der Rockband Schoolboy Choir. Als die Band in Mollys Heimatstadt haltmacht, lernt diese über ihre Schwester natürlich auch die Band - und den Leadsänger Fox - kennen. Warum sollte sie sich also nicht auf einen kleinen One-Night-Stand mit dem Rockstar einlassen? Ganz einfach, Molly Webster hütet ein Geheimnis, dass sie zerstören könnte, wenn die Paparazzi sie ins Visier nehmen und in ihrer Vergangenheit wühlen. Ist eine wilde Nacht es also wert, ihr bisheriges Leben in Gefahr zu bringen?

Mit 'Rock Kiss - Eine Nacht ist nicht genug' beginnt eine vierteilige Reihe von der Autorin Nalini Singh über die Band Schoolboy Choir und ihre Mitglieder. Man wird angenehm in die Welt der Rockstars und ihre Verbindungen untereinander angeführt, sodass man beim Lesen sehr gut mit der Handlung mithalten kann. Der fließende Schreibstil im Zusammenhang mit dem Perspektivenwechsel zwischen den beiden Protagonisten ermöglicht ein leichtes und flüssiges Leseerlebnis, das sowohl die Umgebung und Handlung, als auch die Gefühle und Ängste der handelnden Personen gut wiedergibt. Den Roman teilt Singh in zwei Parts bzw. Teile auf, die auch als diese gekennzeichnet sind. Durch diesen "Bruch" trennt sie gut erkenntlich die Ereignisse in Australien von denen in LA, gleichzeitig wird so ein kleiner Zeitsprung eingebaut, ohne den Leser das Gefühl zu vermitteln etwas verpasst zu haben.

Überwiegend wird die Handlung aus der Sicht von Molly und Fox wiedergegeben, wobei Molly immer noch im Mittelpunkt der Handlung steht.
Molly Anne Webster hat ihre Halbschwester Thea erst vor einiger Zeit über Nachforschungen ausfindig gemacht. Sie ist vermutlich ihre einzige nahe Verwandte, da Mollys Familie, als sie 15 Jahre alt war, von einer Katastrophe heimgesucht wurde, welche die Familie zerrissen hat. Seitdem ist die junge Frau sehr vorsichtig und versucht weitestgehend unter dem Radar der Öffentlichkeit zu bleiben, zu groß ist die Angst das Erlebte wieder aufleben zu lassen. Als sie Fox kennen lernt, begreift Molly langsam, dass sie mit ihrem eintönigen aber sicheren Leben als Bibliothekarin nicht wirklich glücklich ist. Sie beschließt sich dem Abenteuer "Zachary Fox" zu stellen und wenn auch nur für einen kurzen Moment das Leben zu genießen. Im Laufe dieser Zeit wird sie wagemutiger und selbstsicherer, sodass sie sich vielleicht auch den Dämonen ihrer Kindheit stellen kann.
Zachary Fox, von jedem Fox genannt, ist der Leadsänger der Band Schoolboy Choir. Als er Molly zum ersten Mal sieht, weiß er sofort, dass er sie haben muss. Fest entschlossen, Molly an sich zu binden, lässt er sie in sein Leben und seine unschöne Vergangenheit blicken. Für einen Rockstar, der immer auf der Hut sein muss, ist es eine völlig neue und berauschende Erfarhung, die er mit seiner Geliebten machen darf. Doch um sie halten, ist es unabdinglich, dass Fox beginnt, auch seine negativen Seiten gemeinsam mit Molly zu bewältigen, und sich nicht immer abwendet, wenn er mit sich ringt.
Die anderen drei Mitglieder der Band und Fox beste Freunde David, Noah und Abe sowie Mollys beste Freundin Charlotte "Charlie" sind dem Paar eine große Stütze und die besten Ratgeber, den es für sie geben kann. Dennoch bringen sie auch ihre eigenen kleinen und großen Probleme mit sich, die die anderen auf Trapp halten. Durch diese und einige andere Charaktere wird die Handlung dynamisch und gibt einen interessanten Ansatz für die folgenden Bücher.

Bewertung:
Rock Kiss - Eine Nacht ist nicht genug ist ein guter Start in eine vielversprechende Reihe. Die Autorin hat sehr interessante und vor allem vielseitige Charaktere geschaffen, die mit Charm und Humor mein Herz erobert haben. Die Handlung ist gut beschrieben, aber für meinen Geschmack etwas zu eintönig, sodass mir an einigen Stellen das "Ziel des Buches" nicht ganz klar war.
Abgesehen von diesem kleinen Manko ist das Buch aber durchaus empfehlenswert.


8/10 bzw. 4/5 Sterne
★★★★★★☆☆☆☆

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nalini singh, vergangenheit, rockstar, kiss, familie

Rock Kiss - Bis der letzte Takt verklingt

Nalini Singh , Patricia Woitynek
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 16.02.2017
ISBN 9783736303690
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Erscheinungsdatum: 16.02.2017

Autor: Nalini Singh

Seitenzahl: 399 Seiten

ISBN: 978-3-7363-0369-0

Erhältlich: hier

Klappentext:
ALLES VON MIR FÜR DICH


Rockstar Abe Bellamy steht vor den Scherben seines Lebens. Nachdem seine kleine Schwester an Krebs gestorben ist, droht ihm alles zu entgleiten. Seiner Band schenkt er kaum noch Beachtung, und seine junge Frau Sarah verlässt ihn. Erst da bemerkt Abe, dass er zu weit gegangen ist und dass er mit Sara den einzigen Menschen von sich gestoßen hat, der sein Herz tief im Inneren noch berühren konnte. Er setzt alles daran, sie zurückzugewinnen, auch wenn er weiß, dass er eine zweite Chance eigentlich nicht verdient hat … (Quelle: LYX Klappentext, LYX Cover)


Rezension:
Um Schmerz und Trauer zu betäuben, gibt es für Abe Bellamy nur eine Lösung: Drogen, Alkohol und Partys. Immer mehr und mehr, bis er schließlich in den Abgrund fällt und den größten Fehler seines Lebens begeht. In seinem Rausch zerstört er Stück für Stück die einzige Person die Abe vor sich selbst bewahren könnte, bis diese schließlich nur noch ein Schatten ihrer Selbst ist und sich verstoßen von ihm abwendet. Als er seinen Fehler schließlich erkennt; ist es für hin zu spät.
Sarah versucht nach ihrer schrecklichen Ehe mit einem Rockstar, ein neues Leben zu beginnen. Nach einer hässlichen Scheidungsschlacht kann sie es endlich wagen und ihre Träume verwirklichen. Mithilfe neuer Freunde und einem neuen Lebensgefährten wird sie in wenigen Jahren zu einer angesehenen Unternehmerin in LA. Wohlstand, Liebe und schließlich eine Schwangerschaft runden ihr Glück ab... Doch Sarah ahnt nicht, welche üblen Machenschaften das Schicksal noch führ sie bereithält.

Nachdem im dritten Band von Rock Kiss die Handlung für den Nachfolger ins Rollen gebracht wurde, musste ich einfach wissen, was aus Abe und Sarah wird. Im Roman wird kurz angerissen, was in Teil 3 geschah, aber wenn man diesen nicht gelesen hat, wird es sehr schwer, die Anspielungen zu verstehen. Ähnlich wie in Band 1 der Reihe bedient sich Singh an Teilen, in die das Buch zerlegt wurde, um die lange und ereignisreiche Ehe der beiden Protagonisten darzustellen. Der Schreibstil ist ähnlich wie in allen Rock Kiss Bänden sehr fließend und angenehm, aber wenig bildlich, wenn es um die Umgebung geht. Die Autorin wechselt zwischen den Sichten von Abe und Sarah, um so einen guten Schauplatz für die Gefühle und die innere Zerrissenheit der beiden zu schaffen. Anders als erwartet ist die Handlung weniger Aktion reich und spannend, beinhaltet dafür aber mehr Gefühl und Drama. Es geht inhaltlich hauptsächlich um den Konflikt zwischen dem zerstrittenen Ehepaar, was zu einer sehr eintönigen Handlungsgestaltung. Dies finde ich sehr schade, da mir somit ein klarer Roter Faden, ein Ziel und der große Knall in der kaum vorhandenen Spannungskurve der Handlung fehlt.

Mit Sarah Bellamy wurde von der Autorin eine anfangs sehr schüchterne und augenscheinlich schwache Protagonistin geschaffen, die von Ereignissen aus ihrer Vergangenheit heimgesucht wird. Ihr daraus resultierender Drang nach Zugehörigkeit und Akzepanz geht so weit, dass sie sich in der Welt der Schönen und Reichen verbiegt, um jeden gerecht zu werden, das schließlich zu ihrer eigenen Zerstörung beiträgt. Nach ihrer Trennung von Abe erkennt sie ihre Fehler und beginnt ein neues Selbstvertrauen zu entwickeln. Dennoch bleibt sie vor allem Männern gegenüber recht verschlossen und misstrauisch, um sich selbst zu schützen.
Abe Bellamy, der Keyboarder von Scoolboy Choir, ist ein Arsch. Zumindest, wenn er mal wieder einen Cocktail aus Drogen und Alkohol intus hat. Nach seinem Entzug begreift er jedoch endlich, dass sein Leben einem Scherbenhaufen gleicht und er dringend etwas ändern muss. Punkt eins auf seiner Liste: Seine Frau zurückerobern. In Sarahs Gegenwart entwickelt er sich in einen fürsorglichen Softie, der alles andere als dem Rockstarimage entsprechend ist. Diese Fürsorge und Aufmerksamkeit bringt den Leser mehr als einmal zum Schmunzeln.
Endlich ist es so weit! Wir erleben die Hochzeiten von zwei der Romanpaare aus den vorangegangenen Teilen mit! Alle versammeln sich noch ein letztes Mal im finalen Band von Rock Kiss und geben sich die Ehre. Es ist schön die lieb gewonnen (Ex-)Protagonisten noch einmal zu treffen. Ihre Auftritte sind zwar, durch die starke Fixierung auf Sarah und Abe begrenzt, aber sie sind da. Hier und da geben sie ihren Freunden einen Tritt in die richtige Richtung und sorgen dabei auch noch für gute Unterhaltung.

Bewertung:
Leider hat mich dieser Teil nicht so gepackt, wie ich es von der Reihe kenne. Die fehlende Spannung hat dazu geführt, dass ich das Buch hätte weglegen können, ohne zwingend wissen zu wollen, wie es denn endet. Und so sollte es eigentlich nicht sein. Die Charaktere sind liebevoll und vielseitig ausgearbeitet und haben ihren eigenen Charme, aber vor allem diese ewige Unsicherheit und Angst vor dem Verletztwerden wird ab einem gewissen Punkt einfach zu viel.
An für sich ist es ein recht gutes Buch und seinen Preis durchaus wert. Für sie Fans der Reihe ein klares Muss. Quereinsteiger könnten aber ihre Probleme mit der teils weit zuzückliegenden Handlung haben.

6/10 bzw. 3/5 Sterne
★★★★★★☆☆☆☆

PS Im Klappentext und im Seitenbanner der deutschen Erstausgabe ist der Name der Protagonistin falsch geschrieben, das sollte einem derart großen Verlag eigentlich nicht passieren.

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lara adrian, erotik, liebe, for 100 days, täuschung

For 100 Days - Täuschung

Lara Adrian , Firouzeh Akhavan-Zandjani
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 24.04.2017
ISBN 9783802598210
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Erscheinungsdatum: 24.04.2017

Autor: Lara Adrian

Seitenzahl: 381 Seiten

ISBN: 978-3-8025-9821-0

Klappentext: Jede Täuschung hat ihren Preis ...
Drei Monate Housesitting in einem Luxus-Apartment in Manhattan – die Künstlerin Avery Ross kann ihr Glück kaum fassen, schlägt sie sich doch gerade so mit ihrem Kellnerjob durch. Avery betritt eine Welt der Dekadenz, die ihr den Atem raubt – die Welt von Dominic Baine: reich, arrogant und absolut unwiderstehlich. Der Milliardär, der das Penthouse im selben Gebäude bewohnt, erweckt ungeahnte geheime Sehnsüchte in ihr. Doch die Schatten ihrer Vergangenheit drohen Avery schon bald einzuholen und jegliche Hoffnung auf eine Zukunft mit Nick zu zerstören ... (Cover und Klappentext by Lyx-Verlag)


Rezension:
Die neue Reihe der Bestseller-Autorin Lara Adrian findet 2017 ihren Weg in die deutschen Buchhandlungen!

Mit "For 100 Days-Täuschung" erscheint am 24.04.2017 der erste Band der "For 100"-Triologie aus der Feder von Lara Adrian. Dieses Mal geht es aber nicht um atemberaubende Stammesvampire, edle Ritter oder sexy Gestaltwandler. Nein, Adrian entführt uns in die Luxuswelt Manhattans.

Der Roman über Avery Ross und Dominic Baine wird aus Sicht der jungen Avery wiedergegeben und lässt die Seiten, durch düstere Geheimnisse und gefährliche Intrigen, gewohnt flüssig durch die Finger fließen. Avery lässt den Leser dabei ihren beschwerlichen und alles andere als normalen Weg in die Kunstwelt New Yorks miterleben und zeigt nebenbei ihr alltägliches Leben auf. Besonders der Beginn der Handlung führt mit einem hohen Spannungsbogen die Geschichte an und man erkennt den typischen Stil von Lara Adrian -mit bedeutend mehr Erotik versetzt- wieder. Leider hat man besonders im weiteren Verlauf der Geschichte häufig den Eindruck, dass die Zeit, die Adrian in die erotischen Szenen investiert hat, bezüglich der Charaktertiefe und deren Ausgestaltung gefehlt zu haben scheint.
Dies hat ab der Hälfte des Romans ein Handlungs- und Spannungstief zur Folge, welches jedoch zum Ende hin durch viel Action und Drama ausgebessert wird.

Aber jetzt zu einen der Stars des Romans:
Avery Ross, eine junge ambitionierte Künstlerin, die in New York City den Sprung zu den Großen des Business schaffen will. Doch seit ihrem ersten und auch einzigen Verkauf in einer der bedeutendsten Galerien der Stadt steht es schlecht um ihre Karriere. Erst verliert Avery ihren Platz in der Galerie, dann muss sie ihre Wohnung räumen und schließlich fehlt das Geld an allen Ecken. Doch wie durch einen Wink des Schicksals bietet sich der ambitionierten Künstlerin/Teilzeitkellnerin eine letzte Möglichkeit, sich und ihrem drohenden Scheitern einen Aufschub von 100 Tagen zu gewähren.
Ab der ersten Seite lastet auf Averys Schultern ein dunkles Geheimnis, welches viele Fragen und Probleme mit sich bringt. Immer wieder schränkt dieses Damokles Schwert über Averys Kopf ihr Leben ein und zerstört sie Stück für Stück. Doch unsere Protagonistin ist nicht so schwach und hilflos, wie es anfangs den Anschein hat. Nein, durch die immerwährende Angst und dem Wissen um die Vergangenheit wurde Avery zu einer wahren Kämpfernatur, die nicht so einfach klein beigibt. Mit der Zeit kommt die junge Frau immer mehr aus ihrem Schutzpanzer hervor und beginnt sich immer stärker für ihre Ideale und Ziele einzustehen und zu kämpfen.

Dominic Baine, ein reicher Firmenbesitzer und Kunstliebhaber, nimmt sich was er will, wann er es will. Wie ein Phantom schleicht der „Schattenmogul“ seinen Pfad in der Welt der Reichen und Schönen Manhattans entlang. Doch dann rennt Avery in seinen Pfad und bringt den reichen Schönling unfreiwillig von seinem Weg ab. Auch Nick scheint nicht der glückliche und unbedarfte Mann zu sein, wie man erst vermutet. Immer wieder versteckt er sich hinter Schutzwällen und stößt Menschen, die ihm zu nahe kommen, von sich. Egal ob mit Worten oder Taten. Doch was ist der Grund dafür? Dinge, die Avery unbedingt über ihren neuen „(Teilzeit-)Nachbarn“ herausfinden will.
Nick ist und bleibt während des Romans der stoische und dominante Geschäftsmann, der das Sagen hat. Doch mit der Zeit wird er auch immer wieder mit Averys Sturkopf konfrontiert, was ihm sehr missfällt. Doch auch er muss sich eingestehen, dass sich der große Dominic Baine von der jungen Künstlerin erweichen lässt und sie ihn verändert –wenn auch nur ein ganz Kleines bisschen, versteht sich.
Kurzum: Nick bleibt der überlegene und selbstsichere Part der beiden Protagonisten und wirkt durch diese „Perfektion“ künstlich und vorhersehbar.

Die Nebencharaktere in „For 100 Days“ sind zwar vielseitig vorhanden, kommen aber leider kaum zum Zug. Beinahe die gesamte Handlung liegt auf Avery und Nick, wodurch alles sehr einseitig und gestellt wirkt. Das ist eine große Verschwendung von Potenzial, da die Nabencharaktere sehr interessant und abwechslungsreich ausgearbeitet und gestaltet wurden. Besonders Averys beste Freundin und ihr schmieriger Boss sind sehr ausdrucksstark und könnten somit großen Einfluss auf die Handlung nehmen – was jedoch nicht der Fall ist. Ich wurde mich deswegen sehr freuen, wenn in „For 100 Nights“ diese und auch andere Charaktere mehr Platz zum Agieren erhalten würden.

Bewertung:
Das deutsche Cover des Buches ist mit seiner Schlichtheit und Eleganz ein wahrer Blickfang und ein Lob wert. I love it!
Der Inhalt von „For 100 Days“ wirkt aber im Gegensatz dazu lediglich wie die Einleitung eines großen Buchs, dass in drei Teile zerstückelt und schließlich in Einzelbänden verkauft wurde.
Die Idee und die Charaktere sind an für sich gut gemacht, wirken aber im Großen und Ganzen unvollständig und nicht richtig ausgearbeitet. Wenn ich also auf den Roman zurückblicke, gab es sehr viel Witz, Klischee, Drama, Spannung und Erotik, aber wenig vorantreibende Handlung.
„For 100 Days“ ist damit ein Muss für Fans der Autorin und Liebhaber des Genres, hat aber noch Luft nach oben, die hoffentlich im zweiten Band der Trilogie noch ausgefüllt wird. Leser, die keine großen Fans des Buchgenres sind, werden vermutlich ihre Probleme mit der recht vorhersehbaren und teils klischeehaften Handlung haben. Die Fortsetzung „For 100 Nights“ wird auf jeden Fall auch ihren Platz in meine Regale finden – ich freue mich schon!

8/10 bzw. 4/5 Sterne

★★★★★★★★☆☆

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teufel, hölle, liebe, benne schröder, in der liebe ist die hölle los

In der Liebe ist die Hölle los

Benne Schröder
Flexibler Einband: 450 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 24.04.2017
ISBN 9783736304499
Genre: Fantasy

Rezension:

Erscheinungsdatum: 24.04.2017

Autor: Benne Schröder

Seitenzahl: 399 Seiten

ISBN: 978-3-7363-0449-9

Klappentext:
Catalea Morgenstern will eigentlich nur eins: so wenig wie möglich mit ihrer Familie zu tun haben. Denn ihr Vater ist der Teufel und die Hölle seine Firma. Als dann aber ihr Freund wegen ihrer ständigen Geheimniskrämerei Schluss macht, muss Catalea einsehen, dass sie sich ihrer Bestimmung vielleicht doch nicht entziehen kann. Widerwillig steigt sie in das Familienunternehmen ein, doch schon ihr erster Auftrag geht gewaltig schief – und sofort ist die halbe Hölle hinter ihr her. Mithilfe des teuflisch gutaussehenden Totenanwalts Timur gelingt ihr die Flucht, und plötzlich ist nicht nur Cataleas Leben, sondern auch ihr Herz in Gefahr … (Cover, Klappentext, Steckbrief by Lyx-Verlag)


Autorensteckbrief:
Benne Schröder moderiert seit 2012 bei 1LIVE, Europas einflussreichster jungen Radiomarke mit täglich über 4 Millionen Hörern. Bücher mag er am liebsten, wenn sie jemand vorliest, aber für seinen Debütroman hat er selbst zur Feder gegriffen. Der gebürtige Bochumer lebt mit Hund Matti und ohne Führerschein im Herzen von Köln.
Für weitere Infos und ein Interview zum neuen Buch "In der Liebe ist die Hölle los" mit dem Autor Benne Schröder könnt ihr HIER auf der Verlags-Website des LYX-Verlags vorbeischauen.

Rezension:
Was ist für einen Dämon schlimmer als einen Mord? So gesehen sehr viele Dinge, es sei denn, man wird des Mordes, an einem Erben der sieben Häuser, bezichtigt. Das ist dann wirklich dumm gelaufen, besonders, wenn man nichts dergleichen getan hat. Denn dann ist wortwörtlich die Hölle los.

Benne Schröder gewährt uns mit seinem Debüt-Roman "In der Liebe ist die Hölle los" einen Einblick in die wunderbar chaotische Welt der Teufelstochter Catalea Morgenstern, die des Mordes bezichtigt wird.
Mit sehr viel Witz und Humor wird dem Leser der Ablauf im "Dunkel" näher gebracht und Cataleas alles andere als normale Geschichte erzählt. Mithilfe des Handbuches "Ratgeber für die Toten - 783. Auflage aus dem Verlag der Finsternis" lockert der Autor die Stimmung immer wieder auf und erklärt somit zwischendurch das Leben nach dem Tod. Da die Handlung beinahe durchgängig aus der Sicht der Protagonistin wiedergegeben wird, entsteht eine lockere und gleichzeitig spannende und süchtig machende Atmosphäre währende des Lesens. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, dass die Kapitel nur so durch die Finger fliegen und der Epilog leider viel zu schnell erreicht ist.

Catalea Morgenstern - Halbblut, Tochter des Teufels, des Herrschers des Hauses Luzifer und Leiter der "Firma" - will eigentlich nur eines: in aller Ruhe ihr menschliches Leben leben und glücklich sein. Doch bei einem teuflischen Vater und einem dämonischen Bruder ist das nicht so einfach. Als Catalea schließlich "freundlich gebeten" wird, in der Firma ihres Vaters zu arbeiten, ist das normale Leben ein für alle Mal dahin. Von nun an ist es ihre Aufgabe Seelen ins Dunkel zu führen und ähnliche Angelegenheiten zu erledigen. Aber plötzlich wird sie des Mordes an Alexander Weiß beschuldigt und die ganze Hölle ist hinter ihr her. Völlig aus sich allein gestellt und ohne Kenntnisse über ihre dämonischen Fähigkeiten heißt es nun: Überleben!
Man merkt sehr schnell, dass Catalea wirklich gar nichts mit ihrer nichtmenschlichen Seite zuschaffen haben möchte. Als sie anfängt in der Firma zu arbeiten, wird daher das Defizit ihrer Fähigkeiten deutlich bemerkbar. Dies und die Tatsache, dass unsere Protagonistin sich schwer an das luxuriöse Leben der Dunklen anpassen möchte, machen Cataea zur Außenseiterin - ein weiterer guter Grund ihr einen Mord anzuhängen. Aber Catalea währe nicht Catalea, wenn wie nicht alles tun würde, um ihre Unschuld zu beweisen. Gemeinsam mit dem Totenanwalt Timur beginnt sie ihre dunkle Seite herauszulocken.
Im Verlauf der Handlung wird unsere Protagonistin also immer mutiger, stärker und dominanter - alles, was eine Teufelin braucht.
Es ist schön mitzuerleben, wie sich Catalea immer weiter verändert und über sich hinauswächst. Man leidet und freut sich mit der jungen Halbdämonin, sodass Catalea dem Leser sehr schnell mit ihrer großen Klappe ans Herz wächst.

Neben Catalea gibt es natürlich noch sehr viele Nebencharaktere wie Timur, Judas, Kitty oder der Teufel persönlich. Das Buch ist mit derart vielen und verrückten Charakteren ausgestattet, dass man eigentlich allen eine kurze Passage in dieser Rezension widmen müsste. Es macht Spaß zu sehen (oder zu lesen) wie die vielen Charaktere Catalea immer wieder an den Rand der Verzweiflung treiben und ihre Nerven stark strapazieren. Fast jeder dieser Nebencharaktere verflogt eigene Ziele. Dies führt zu einer sehr dynamischen und abwechslungsreichen Welt. Man hat sozusagen das Gefühl, während des Lesens von Cataleas Erlebnissen die Geschichte eines anderen Charakters zu verpassen.

Bewertung:
Ich hatte keine Ahnung, was mich bei diesem Roman erwarten würde, da der Klappentext und das Cover nicht sehr viel über den "Stil" der Handlung aussagen. Daher war ich bereits umso überraschter und begeisterter, als ich das erste Kapitel gelesen hatte. Benne Schröder wirft mit Witz und Chaos nur so um sich und brachte mich mehr als nur einmal zum Grinsen. Die verrückten und zugleich leibenswürdigen Charaktere waren mir sofort sympathisch, weshalb mich der Tod von einigen umso mehr getroffen hat...
Um es treffend zu sagen: "In der Liebe ist die Hölle los" hielt mich von der ersten bis zur letzten Seite in seinen teuflischen Pranken gefangen. Ich kann euch das Buch nur wärmstens empfehlen.


10/10 bzw. 5/5 Sterne
★★★★★★★★★★

PS Ich möchte anmerken, dass es sich bei dem Roman um ein vom LYX Verlag bereitgestelltes Leseexemplar handelt, wofür ich mich aufrichtig bedanken möchte. Dieser Umstand beeinflusst aber keineswegs mein persönliches Urteil über dieses Buch. :)

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bücher, bibliothek, drachen, fantasy, elfen

Die flammende Welt

Genevieve Cogman , André Taggeselle
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.03.2017
ISBN 9783404208449
Genre: Fantasy

Rezension:

Erscheinungsdatum: 16.03.2017

Autor: Genevieve Cogman

Seitenzahl: 445 Seiten

ISBN: 978-3-404-20844-9

Erhältlich: hier

Klappentext: Irene Winters ist Agentin der unsichtbaren Bibliothek, in der es Zugänge zu den unterschiedlichsten Welten – und damit auch zu den seltensten Büchern – gibt. Als Bibliothekarin ist es ihr Job, diese Bücher zu beschaffen. Ihr neuester Auftrag führt sie in eine Welt, die Frankreich zu Revolutionszeiten ähnelt. Ein gefährlicher Ort, um Bücher zu stehlen. Besonders, wenn plötzlich der magische Rückweg in die Bibliothek versperrt ist. Was erst wie ein Zufall erscheint, stellt sich als heimtückischer Angriff heraus. Ein Angriff, der die ganze Bibliothek zerstören könnte …
Ein Muss für alle Fans von Ben Aaronovitch und Kai Meyer


Rezension:
Verschlungen von der Dunkelheit, zerstört vom Chaos, nichts mehr als Schall und Rauch. Dies scheint die finstere Zukunft der Bibliothek zu sein. Doch nicht solange die Bibliothekarin Irene Winters da noch ein Wörtchen mitzureden hat! Kann sie auch dieses Mal die Machenschaften von Alberich verhindern und ihr womöglich ein für alle Mal vernichten?

Die flammende Welt ist der dritte Teil von Genevieve Cogmans Reihe der Unsichtbaren Bibliothek. Der neue Band spielt einige Monate nach seinem Vorgänger, was zur Folge hat, dass die Protagonistin noch immer mit den Konsequenzen ihres letzten großen Abenteuers kämpft.
Trotz seine Position als Teil einer Reihe lässt sich der Roman auch wunderbar für Neueinsteiger -wie mich- lesen. Der Schreib-/und Erzählstil Cogmans ist überwiegend flüssig und sehr anschaulich gestaltet. Jedoch kommt es vor allem in der ersten Hälfte zu sehr rauen Sprüngen zwischen verschiedenen Szenen ebenso wie zu Momenten, die sich doch sehr in die Länge ziehen und ein wenig langweilen. Danach geht es aber mit der Action richtig los! Eine interessante Handlung folgt auf die Nächste, wobei man immer wieder von der Ideenvielfalt der Autorin überrascht wird. Ab diesem Moment möchte man das Buch gar nicht mehr aus den Händen legen.

Mit der Bibliothekarin Irene "Ray" Winters hat die Autorin eine sehr charmante und liebenswerte Protagonistin erschaffen. Man merkt deutlich, dass Irene alles andere als allwissend ist und demzufolge häufig in die Bredouille gerät. Diese nahbare und realistische Unperfektheit sind Auslöser für viele alternative und unglaublich unterhaltsame "Problemlösungen" und Herangehensweisen, die dem ganzen Konzept eine erfrischende und humorvollle Note verabreichen.
Ihre Aufgabe als Bibliothekarin (mithilfe einer magischen Sprache einzigartige Bücher stehlen, um diese in Sicherheit zu bringen) wird gegen Ende in ein großes Hindernis verwandelt, was die Protagonistin in einen Gewissenskonflikt zwingt. Dieser innere Konflikt zwischen ihrer Pflicht und dem richtigen, rechtschaffenen Handeln sorgt noch einmal für zusätzliche Wendungen und Handlungsstränge auf dem Weg zum großen Finale des Romans.
Immer an Irenes Seite ist ihr Lehrling Kai -ein Drache- anzutreffen. Er bildet eine gute Ergänzung zu seiner kühlen und vielleicht auch ein bisschen chaotischen Mentorin. Mittels seiner Drachenkräfte, die nebenbei erwähnt sehr beeindruckend sind, bietet er neue und erfrischende Talente an, die dem Team mehr als einmal das Leben gerettet haben. Nach gewissen Vorkommnissen im zweiten Teil der Reihe hat es sich der junge Drachenprinz zur Aufgabe gemacht Irene vor sich selbst und vor anderen -wenn nötig mit seinem Leben- zu beschützen. Diese schon fast heroische Ader macht Kai in diesem Roman schon beinahe zum strahlenden Ritter in goldener Rüstung.
Neben Kai und Irene gibt es verständlicher Weise noch sehr viele andere Charaktere, die zum Teil aus den Vorgängern bekannt sind. Dazu gehören zum Beispiel Vale und Zayanna. Aber auch neue Gesichter sind erschienen und übernahmen die unterschiedlichsten Rollen, um eine interessante und abwechslungsreiche Handlung zu kreieren. Da ich euch die Spannung nicht nehmen möchte und vielleicht noch ausversehen etwas spoilere, werde ich nicht näher auf die Nebencharaktere eingehen. Nur so viel soll euch gesagt sein: Keiner der Charaktere existiert, ohne nicht ein Teil des Rätsels zu werden.

Bewertung:
Die flammende Welt ist ein sehr unterhaltsamer und unvorhersehbarer Fantasy-Roman, der auch für Neueinsteiger der Reihe größtenteils verständlich ist. Vor allem der hintere Teil des Buches hat mich gepackt und nicht mehr los gelassen, während man zu Beginn noch ganz schön an den Kapiteln zu kauen hat. Im Großen in Ganzen betrachtet kommen mir daher auch die ersten 100 bis 200 Seiten recht inhaltslos, im Vergleich zum Rest des Buches, vor. Als Grund dafür sehe ich einen sehr langsam aufgebauten Spannungsbogen, der aber später noch einmal richtig an Fahrt gewinnt. Trotz kleiner Schwächen erhält Die flammende Welt von Genevieve Cogman eine klare Leseempfehlung.

8/10 bzw. 4/5 Sterne
★★★★★★★★☆☆

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julianna grohe, die vierte braut, prinzen, brautschau, märchen

Die vierte Braut

Julianna Grohe
Flexibler Einband: 360 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 18.12.2015
ISBN 9783959911214
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Erscheinungsdatum: 15.11.2015


Autor: Julianna Grohe


Seitenzahl: ca.360 Seiten
ISBN: 978-3-95991-121-4

Erhältlich: hier 
Klappentext: In Wahrheit war die Sache mit Cinderella ganz anders …Auf Wondringham Castle findet eine riesige Brautschau mit vielen Prüfungen statt. Unzählige junge Damen aus allen Teilen des Landes kommen zum Schloss, um die Gunst eines der vier Prinzen zu erlangen. Aber die junge Gouvernante Mayrin Barnaby, die durch unglückliche Umstände ebenfalls dorthin gerät, will gar keinen Königssohn heiraten, sondern nur schnellstmöglich zurück nach Hause. Dort warten ihre beiden jüngeren Geschwister auf sie, für die sie verantwortlich ist.Als jedoch der charismatische Hauptmann dafür sorgt, dass Mayrin bleiben kann, beginnt ein aufregendes Abenteuer voller Leidenschaft und Intrigen. (Cover, Klappentext by Drachenmond Verlag)

Rezension: Wer will schon einen verwöhnten Prinzen, wenn man dadurch in einem goldenen Käfig gefangen ist? Genau diese Frage stellt sich Mayrin Barnaby, als sie ihre beste Freundin zur Brautschau eskortiert. Im Gedränge der heiratswilligen Adligen gerät sie jedoch durch einen dummen Zufall selbst unter die Anwärterinnen und muss am Auswahlverfahren teilnehmen. Während sie immer wieder versucht auf ihre Situation hinzuweisen, trifft sie nur auf taube Ohren und wird in die Hauptstadt zum Palast gebracht. Von nun an ist es ihr einziges Ziel nach Hause zurückzukehren, würde sich nicht die einzigartige Möglichkeit auf Wohlstand für ihre Familie auftun. Mayrin muss eine Entscheidung treffen: Soll sie zurückkehren und weiterleben wie bisher oder die Chance auf eine satte Abfindung beim Ausscheiden vom Wettbewerb ergreifen? Mayrins Entscheidung erleichtert ihr der attraktive und fürsorgliche Hauptmann Mr Kane, doch kann er ihr auch helfen, die heimtückischen und gefährlichen Machenschaften der Mitbewerberinnen zu überstehen?

Die wunderbare Idee einer viel besseren Cinderella Story! Bereits das eindrucksvolle Cover spring dem Leser sofort ins Auge, sowohl Vorder- als auch Rückseite sind in diesem angenehmen Blauton gehalten. Durch die zarten Ornamente, die sich hier und da einbringen, wirkt das ganze Buch fröhlich und auf seine eigene Art edel, ohne dabei überfüllt und penetrant zu wirken. Doch nun zum Buch selbst: Die Autorin erschafft mit viel Humor und charmanten Charakteren eine lebendige und faszinierend Welt. Im Zusammenspiel mit dem flüssigen und spannenden Schreibstil und einer intriganten Handlung kann man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, bevor die letzte Seite umgeschlagen ist. Mithilfe von aberwitzigen Handlungen der Protagonisten erhält die ganze Geschichte einen frischen Touch, der viele interessante Wendungen mit sich bringt.

Mit Mayrin Barnaby kreiert Julianna Grohe eine sehr temperamentvolle und ehrliche Protagonistin, die sich mit ihren frechen Sprüchen und ihrem großen Herz problemlos einen Weg ins Herz des Lesers kämpft. Man erkennt sehr schnell, dass sie für den verbleibenden Teil ihrer Familie alles auf sich nehmen würde, diese zu beschützen. Dabei bleibt sie aber auch der Realität treu und wirkt auf den Leser sehr nahbar. Durch ihr einmaliges Talent in unangenehme Situationen zu geraten, verleiht sie dem Roman einen frischen und unterhaltsamen Wind. Trotz der Häufigkeit ihrer Fauxpas kann man Mayrins Handeln und ihre Entscheidungen bis zu einem gewissen Grat sehr gut nachvollziehen - ein weiterer Pluspunkt für die Protagonistin.
Neben Mayrin nimmt auch der Hauptmann der Wachen - Mr Kane - eine bedeutende Rolle ein. Trotz seiner jungen Jahre strahlt er eine große Autorität aus und gibt seiner Position entsprechend häufig Befehle. Als er Mayrin zum ersten Mal begegnet, erklärt er sich bereit ihr zu helfen, wodurch sich die beiden immer Näher kommen. Dennoch wird er im Bezug auf seine Familie und seine Vergangenheit sehr abweisend und herrisch. Kane ist einer der wenigen, mit denen Mayrin offen sprechen kann, ohne beführchten zu müssen, dass ihre Worte gegen sie verwendet werden. Durch seine warmherzige Art ist Kane mir sehr sympathisch, gleichzeitig erwarte ich während des Lesens auch immer wieder einen bösartigen Plan von ihm, wenn seine Verschlossenheit zutage kommt.
Nun zu den eigentlichen Gründen für die Brautschau: die Prinzen Alexander, Byron, Caiden und Darion. Da sich mehrere duzend junge Damen um die vier Königssöhne bemühen, erhält man anfangs immer nur kurze Eindrücke von ihrem Charakter. Später erkennt man jedoch recht schnell, dass sich die Vier nicht nur im Aussehen voneinander unterscheiden. 
Durch die vorhandenen Umstände kommen sehr viele weiter Nebencharaktere, wie zum Beispiel die unzähligen namenlosen Bewerberinnen, Mayrins Freunde und auch Feinde, vor. Durch die Vielzahl von unterschiedlichen Persönlichkeiten und deren direkten und indirekten Einfluss auf die Protagonisten erscheint das Palastleben sehr lebendig und teils unvorhersehbar. Durch immer neue Wendungen und Konflikte zwischen diesen Charakteren wird die Handlung weitergeführt und gibt den Protagonisten neuen Stoff für Handlungen.

Bewertung:
'Die vierte Braut' ist eine sehr unterhaltsame und spannende Geschichte aus der Hand von Julianna Grohe. Die liebenswert gestalteten Charaktere und die schön beschriebene Welt ermöglichen dem Leser ein tiefes Eintauchen in die abwechslungsreiche und besondere Handlung. Es gibt Elemente, deren Wendungen keineswegs überraschend sind, im klaren Gegensatz dazu führt die Autorin den Leser aber auch immer wieder gekonnt in die Irre. Dadurch baut der Roman eine ganz eigene Spannung auf, die dafür sorgt, dass man traurig ist, wenn man die letzte Seite umschlägt. Besser als jedes Grimms Märchen - Eine eindeutige Leseempfehlung! 


10/10  bzw. 5/5 Sterne★★★★★★★★★★

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thriller, liebe, cynthia eden, identität, serienmörder

Bound - Tödliche Erinnerung (Last Option Search Team 1)

Cynthia Eden
E-Buch Text: 315 Seiten
Erschienen bei beHEARTBEAT by Bastei Entertainment, 07.03.2017
ISBN 9783732534364
Genre: Sonstiges

Rezension:

Erscheinungsdatum: 07.03.2017

Autor: Cynthia Eden

Seitenzahl: 353 Seiten

ISBN: 978-3-7325-3436-4

Erhältlich: hier (eBook)

Klappentext:Ein knisterndes Versteckspiel zwischen unwiderstehlicher Leidenschaft und tödlicher Gefahr. Wenn niemand mehr weiterweiß, kommt das „Last Option Search Team“ zum Einsatz. Gabe Spencer, Ex-SEAL und Firmengründer von LOST, hat in seinem Leben schon viel Ungewöhnliches gesehen. Aber als er auf die atemberaubende Eve trifft, bringt ihn das ganz schön aus dem Konzept: Die mysteriöse Frau ist dem letzten Opfer eines Serienmörders wie aus dem Gesicht geschnitten ...

Eve wacht im Krankenhaus in Atlanta auf und kann sich an nichts erinnern. Doch als sie ihr eigenes Gesicht in der Zeitung wiedererkennt, will sie die Wahrheit herausfinden. Niemals hätte sie vermutet, dass Gabe ihr dabei helfen wird. Schon bald werden die beiden von der unglaublichen Anziehungskraft zwischen ihnen überwältigt. Aber sie dürfen sich von ihren Gefühlen nicht ablenken lassen, denn der Ladykiller wird nicht ruhen, bis auch sein letztes Opfer gefallen ist ... (Klappentext und Cover by beHEARTBEAT)

Rezension:Stell dir vor, du wachst in einem Krankenhaus auf, weißt weder wer du bist, noch wie du dort hingekommen bist. Du weißt nur, dass dir von einer unbekannten Person schreckliche Verletzungen zugefügt wurden. Genau in dieser Situation findet sich Eve - so nennt sie sich zumindest - wieder. Sie versucht sich mit der Situation abzufinden und so gut es geht, die Tage zu überstehen. Als sie schließlich ihr Gesicht in der Zeitung wiederfindet, beschließt Eve mit Unterstützung von LOST ihre verlorenen Erinnerungen wiederzufinden. Doch das Ausmaß des Ganzen sind sich weder die Mitarbeiter von LOST noch Eve selbst bewusst. 

Ab der ersten Seite wird man vom angenehmen, flüssigen und gleichzeitig unglaublich spannenden Stil der Autorin gefesselt, sodass man das Buch am liebsten in einem Stück durchlesen möchte. Die Handlung wird aus verschiedenen Perspektiven (der des Mörders eingeschlossen) erzählt, wodurch immer neue Details den Leser erreichen und zunehmend Spannung aufgebaut wird. Durch eine Vielzahl möglicher Verdächtiger entstehen immer neue Handlungsstränge, die unerwartete Wendungen und Verwirrung mit sich bringen. Während man Seite um Seite verschlingt, hat man im Hinterkopf eine Art "Tätertafel" stehen, auf der immer neue Indizien und Handlungen zu den einzelnen Verdächtigen angebracht werden, um schließlich einen Hinweis auf den Serienkiller zu bekommen. Zwar hatte ich bereits nach den ersten Kapiteln eine Vermutung, wer denn der Mörder ist (und ja, ich hatte recht damit :D), doch die Autorin schaffte es mehr als einmal an meiner Theorie zu rütteln, und mich durch spezielle Phrasen in die Irre zu führen. RESPEKT!

Aber ich will ja nicht zu viel verraten, deswegen machen wir am besten mit den Charakteren weiter.

Eve Grey, das ist der Name, den sie sich selbst nach ihrem Erwachen gegeben hat. Doch sie ist fest entschlossen, hinter ihre wahre Identität zu kommen. Als sie um die Hilfe von LOST bittet, wirkt die junge Frau wie ein kleines verängstigtes Kitz im Angesicht der großen bösen Welt. Niemand wollte Eve mit ihrem Verdacht über ihre wahre Herkunft glauben, doch mit der Unterstützung und dem Rückhalt von Gabes Team beginnt sie aus ihrem Schneckenhaus zu kriechen, und sich ihrer Vergangenheit zu stellen. Mit jeder Erinnerung, die zurückkehrt, wird Eve stärker, selbstbewusster und mutiger. Die Kämpferin in ihr kommt zum Vorschein. Doch die Erinnerungsfetzen bringen Eve auch zum Zweifeln - ist sie wirklich das Opfer in der ganzen Sache oder ist ihr eine ganz andere Rolle zuzuschreiben? Kann sie ihren angeblichen Freunden trauen?

Gabe Spencer: Ex-SEAL, Gründer und Besitzer von LOST, kämpft jeden Tag mit der alles verschlingenden Dunkelheit in seinem Inneren und ist alles, nur nicht der Ritter in schimmernder Rüstung. Dennoch kann er nicht anders, als der mittellosen Fremden, die in seine Firma stolpert, zu helfen. Sowohl der Fall als auch die Klientin haben sein Interesse geweckt. Doch schnell gerät auch Gabe ins Zweifeln. Ist Eve vielleicht eine Betrügerin, die auf Geld auf ist? Weiß sie vielleicht mehr, als sie zugibt? Eins ist auf jeden Fall schnell klar, dieser Auftrag fordert Gabes ganzen Spürsinn, sein Vertrauen und seine komplette Selbstbeherrschung heraus.

Viele Nebencharakter bedeuten gleich viele Verdächtige und viele Spuren die im Sand verlaufen. Mithilfe der Inselbewohner, Angehörigen und Freunde spinnt die Autorin gekonnt ein Netz aus falschen Verdächtigungen, Lügen und Leichen, die jeden Einzelnen zum Mörder machen könnten. Durch die Vielseitigkeit und Verschlossenheit der Nebencharaktere wird eine spannende, undurchsichtige und zum Teil auch düstere Welt mit viel Potenzial für Fortsetzungen geschaffen.


Bewertung:

Cynthia Eden ist mit "Bound - Tödliche Erinnerung" eine unglaublich spannende Mischung aus Action, Romantik und einem guten Psycho-Killer gelungen. Sowohl die Protagonisten als auch der Leser werden gekonnt verwirrt, bis sie schließlich an sie selbst zweifeln.

Obwohl ich recht früh wusste, wer der Serienmörder ist (ich kann nichts dafür, solche Rätsel waren schon immer mein Talent), wurde ich an einigen Stellen ins Wanken gebracht und musste mich selbst von meiner Theorie überzeugen. Eine klare Leseemp­feh­lung an alle, die es lieben von Büchern in eine Welt zum Mitdenken entführt zu werden.

9/10  bzw. 4,5/5 Sterne

★★★★★★★★★☆

PS Ich möchte einen großen Dank an vorablesen.de und Bastei Lübbe aussprechen, die mir dieses unglaublich packende eBook zum Vorabrezensieren zur Verfügung gestellt haben.

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Feuer - Verhängsnisvolle Liebe

Coreene Callahan , Ingrid Klein
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Heyne, 08.09.2014
ISBN 9783453315907
Genre: Erotische Literatur

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Feuer - Stürmisches Begehren

Coreene Callahan ,
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Heyne, 08.03.2016
ISBN 9783453317215
Genre: Erotische Literatur

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Feuer - Gefährliche Begierde

Coreene Callahan , Ingrid Klein
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.12.2013
ISBN 9783453314597
Genre: Erotische Literatur

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Feuer - Verborgene Sehnsucht

Coreene Callahan , Kristina Koblischke
Flexibler Einband: 500 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.08.2013
ISBN 9783453314580
Genre: Erotische Literatur

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Feuer - Tödliches Verlangen

Coreene Callahan , Kristina Koblischke
Flexibler Einband: 500 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.05.2013
ISBN 9783453314573
Genre: Erotische Literatur

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Falkenmädchen

Asuka Lionera
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 14.07.2016
ISBN 9783959912228
Genre: Fantasy

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Nemesis

Asuka Lionera
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 30.04.2016
ISBN 9783959912204
Genre: Fantasy

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