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liebe, england, stolz, klassiker, jane austen

Stolz und Vorurteil

Jane Austen
Fester Einband: 467 Seiten
Erschienen bei Artemis & Winkler, 01.01.1999
ISBN 9783538054066
Genre: Klassiker

Rezension:  
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englisch, englische literatur, geschrieben im 19. jahrhundert, humor, jane austen

Sense and Sensibility. Sinn und Sinnlichkeit, englische Ausgabe

Jane Austen
Fester Einband
Erschienen bei Worth Press, 27.01.2010
ISBN 9781903025932
Genre: Historische Romane

Rezension:

Wenn man sich für den Kosmos der feinen englischen Gesellschaft des 18./19. Jahrhunderts begeistern kann, ist man bei Austen genau richtig. Ich bin jedenfalls eine schwer verbesserliche Anhängerin ihrer Romane: bevölkert von stolzen Gentlemen und noch stolzeren Ladies, albernen alten Schachteln, die nichts anderes als Kabale und Kuppelei im Sinn haben und gespickt mit mindestens einer Heldin, für die sich mein Leserherz begeistern kann.

Elinor Dashwood ist mir vielleicht nicht die liebste von Austens Heldinnen, doch ich mag die Standhaftigkeit, mit der sie gegen die eigenen Emotionen anzukämpfen versucht. Marianne macht es sich so viel einfacher, sie lässt sich vom Liebesstrudel treiben und landet hart mit Willoughby. In einer Welt, in der jeder "nach oben" und niemand nach Liebe heiraten will, haben beide Dashwood-Schwestern das Nachsehen. Willoughby entpuppt sich als so etwas wie ein Glücksritter, der sein Handeln auch noch zu rechtfertigen versucht; Edward, Elinors Herzblatt, will eine andere heiraten, weil er sich dazu verpflichtet fühlt. Letztlich rückt Austen wie üblich alle Herzensangelegenheiten gerade und jeder Charakter bekommt das, was er verdient. 

Wenn man sich an Detailgenauigkeit erfreut und in menschlichen Schwächen schwelgen will, ist Austen ein Genuss. Andernfalls ist sie eine Autorin, die laut meinem Freund "eine Sache auf 20 Seiten beschreibt, wo wirklich 2 genug gewesen wären". Jane Austen lesen ist wie in einem englischen Salon des 19. Jahrhunderts zu sitzen: sittsame Betrieb- und Vergnügsamkeit, während draußen der Regen gegen die Fenster tänzelt.

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Tags: england, englisch, englische literatur, geschrieben im 19. jahrhundert, humor, jane austen, sinn und sinnlichkeit   (7)
 

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31 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

satire, roman, brd, ehen, 1950er jahre

Ehen in Philippsburg

Martin Walser
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 23.10.1985
ISBN 9783518377093
Genre: Romane

Rezension:

Walsers "Ehen" habe ich kurz nach Bölls "Clown" und Koeppens "Treibhaus" gelesen: was sie gemeinsam haben, ist eine unerschütterliche Abrechnung mit der deutschen Restaurationsrepublik, in der dem Einzelnen nur drei Optionen zur Verfügung stehen: Opportunismus oder zahnloser Widerstand oder ein Sprung von der Brücke. 

Anders als "der Clown" Hans Schnier erkennt Walsers Hans Beumann früh, wie man sich erfolgreich durch die Gänge und Kanäle der Philipsburger Elite buddeln kann. Das Zauberwort heißt Ehe, doch im Grunde bedeutet sie nichts anderes, als sich legal in die Creme de la Creme hineinzuprostituieren. Die Ehen in Philipsburg sind faul, löchrig und bar jeder Liebe, Leidenschaft und Zuneigung; diese holt Mann sich im Sebastianum, einer Kreuzung aus Bordell und Burschenschaft, in welcher Hans Beumann gegen Ende des Romans zum Ritter geschlagen wird.

Es scheint, als ob in Walsers "Ehen" nur Fieslinge und Karikaturen überleben. Echte, weil leidensfähige und liebensfähige Menschen geraten unter die Räder; für Nischen, in denen Menschlichkeit praktiziert werden könnte, ist kein Platz. Wenn Walsers Humor nicht so über den Geschehnissen thronen würde, könnte man an der Unerbittlichkeit des Philipsburger Kosmos geradezu verzweifeln.

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Tags: 50-er jahre, brd, ehen, gesellschaftskritik, humor, philipsburg, restaurationsrepublik, satire, walser   (9)
 

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klassiker, clown, liebe, deutschland, nachkriegszeit

Ansichten eines Clowns

Heinrich Böll
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.01.1967
ISBN 9783423004008
Genre: Klassiker

Rezension:

Nach einem verpatzten Auftritt kehrt der Clown Hans Schnier nach Bonn zurück, doch in seinem Leben ist mehr schiefgegangen als sein kaputtes Knie: seine Eltern haben seine geliebte Schwester noch in den letzten Tagen des Krieges an die Front geschickt; als Clown lacht er vergeblich gegen die Bonner Restaurationsrepublik und ihre Bonzen an; er ist pleite; seine wilde, romantische Ehe mit Marie ist zu Ende, denn sie ist zu den Katholiken übergegangen. In seiner rostfarbenen Wohnung telefoniert sich der Clown durch ganz Bonn und wettert gegen eine Mentalität, die ihn als Mensch nicht sein lässt: Opportunisten, Vergangenheitsvertuscher, scheinheilige Katholiken, heimliche Nazis. Vergeblich sucht Schnier nach einem Menschen mit Seele, nach Mitgefühl, Trost und Barmherzigkeit. Mehr als sein kaputtes Knie schmerzt ihn die Melancholie, das Symptom eines Menschen, der mahnt und an der Welt verzweifelt. Freilich: das Bild, das Schier von Bonn zeichnet, ist von boshafter Satire, es ist just dieser Humor, der Bölls Roman ungeheuer unterhaltend und zu einem meiner Lieblingsromane macht. 

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