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70 Bibliotheken, 13 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

juden, winterberg, judenverfolgung, kinderverschickung, kriegsgesschichte

Solange die Hoffnung uns gehört

Linda Winterberg
Flexibler Einband: 471 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 14.06.2017
ISBN 9783746632896
Genre: Romane

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17 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 7 Rezensionen

münchen, down syndrom, weibliche leiche, selbstmord, forstenrieder park

Sieh nichts Böses

Inge Löhnig
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 16.06.2017
ISBN 9783548613192
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Bei ihrer Prüfung spürt die künftige Leichenspürhündin Ronja tatsächlich eine Leiche auf, die etwa zwei Jahre unentdeckt im Wald vergraben lag. Mit diesem Fall wird der Münchner Kommissar Konstantin Dühnfort unmittelbar nach seiner Rückkehr aus den Flitterwochen konfrontiert. Da die junge Frau nicht vermisst  gemeldet wurde, ist es zunächst nicht ganz leicht ihre Identität zu klären. Doch Dühnfort stellt sich mit seinem Team der Herausforderung und nach einem Aufruf in den Medien kommt langsam Fahrt in die Ermittlungen....

"Sieh nichts Böses" ist bereits der achte Fall der Krimireihe um den Münchner Kommissar Konstantin Dühnfort. Da die Handlungen in sich abgeschlossen sind, können die Bände unabhängig voneinander gelesen werden. Zum besseren Verständnis der privaten und beruflichen Nebenhandlungen, und der Weiterentwicklung der Charaktere, empfiehlt sich allerdings, wie bei jeder anderen Bücherserie auch, die Einhaltung der vorgesehenen Reihenfolge. Den aktuellen Ermittlungen kann man allerdings mühelos ohne diese Vorkenntnisse folgen. 

Der Einstieg in die Ermittlungen gelingt mühelos. Denn Inge Löhnig versteht es hervorragend, das Interesse an diesem Fall von Anfang an zu wecken. Man möchte unbedingt erfahren, was es mit dem geheimnisvollen Mordfall auf sich hat und warum die junge Frau nicht vermisst wurde. Der Krimi besteht aus verschiedenen Erzählsträngen, die zunächst kaum Gemeinsamkeiten zu haben scheinen. Man stellt deshalb beim Lesen eigene Ermittlungen an und versucht Verbindungen zu knüpfen. Die Autorin legt dabei Spuren aus, denen man nur allzu bereitwillig folgt. Allerdings muss man feststellen, dass nichts so ist, wie es auf den ersten Blick scheint und die eigenen Ermittlungen deshalb über den Haufen werfen und neu ansetzen. Dadurch bleibt der Krimi durchgehend spannend und kaum vorhersehbar. Der Schreibstil ist gewohnt flüssig, sodass man regelrecht durch die Seiten fliegt und sich ganz auf das spannende Geschehen einlassen kann.

Das Privatleben des Kommissars und seiner Ehefrau Gina nehmen auch in diesem Band einigen Raum ein. Dieser Teil drängt sich allerdings nicht zu sehr in den Vordergrund, sondern sorgt dafür, dass die Charaktere noch sympathischer und lebendiger wirken. Die eigentliche Ermittlungsarbeit kommt deshalb nicht zu kurz.

Ich habe bisher alle Bände dieser Reihe gelesen und auch dieser Fall konnte mich durch spannende Ermittlungsarbeit, interessante Nebenhandlungen und facettenreiche Charaktere wieder voll und ganz begeistern. Ich vergebe deshalb alle fünf Bewertungssternchen und freue mich bereits jetzt auf den nächsten Band.

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

An der Arche um Acht

Ulrich Hub
Flexibler Einband: 96 Seiten
Erschienen bei FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch, 22.06.2017
ISBN 9783733504373
Genre: Kinderbuch

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37 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 6 Rezensionen

papagei, cambridge, mor, graupapagei, krimi

Gray

Leonie Swann
E-Buch Text: 380 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 15.05.2017
ISBN 9783641194307
Genre: Krimi und Thriller

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106 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

magersucht, familie, briefroman, nachdenklich, lilly lindne

Was fehlt, wenn ich verschwunden bin

Lilly Lindner
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch, 23.02.2017
ISBN 9783733500405
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die kleine Phoebe ist verzweifelt, denn ihre große Schwester April ist nicht mehr da. Sie ist in einer Klinik und soll dort ihre Magersucht überwinden. Phoebe schreibt ihr Briefe, auf die sie nie eine Antwort bekommt. Dennoch kann Phoebe einfach nicht aufhören an ihre Schwester zu denken und ihr in den Briefen zu zeigen, wie sehr sie sie vermisst. Phoebe versteht nicht, was mit April los ist und die Eltern sind mit der Situation vollkommen überfordert. Deshalb gibt Phoebe auch nicht auf, sondern versucht ihre Schwester mit ihren Briefen zu erreichen......


Dieser Jugendroman ist in Briefform geschrieben. Zunächst liest man die Briefe, die die jüngere Schwester Phoebe an ihre große Schwester April schreibt. Da April nicht antwortet, hat man  das Gefühl, das Tagebuch von Phoebe zu lesen. Die kleine Schwester schreibt über alles, was ihr auf dem Herzen liegt und findet dabei stets wunderbare Worte, die mitten ins Herz treffen und zum Nachdenken anregen. Denn, obwohl Phoebe erst im Grundschulalter ist, hat sie eine einzigartige Sicht auf die Dinge und begreift, was wirklich wichtig ist.

Im zweiten Teil des Buchs liest man die Briefe von April. Sie liest die Briefe von Phoebe mit Begeisterung und freut sich stets darüber. Sie antwortet auch, doch die Eltern erlauben nicht, dass sie ihre Briefe auch an Phoebe schickt. Man bekommt beim Lesen einen guten Einblick in Aprils Gedanken, ihren Umgang mit der Magersucht und der Stille,die sie in sich trägt und die nur Phoebe durchbrechen kann. April wirkt sehr sympathisch und man leidet beim Lesen förmlich mit ihr mit.

Beide Seiten schreiben wunderbare Briefe, die einen mitten ins Herz treffen. Man fliegt förmlich über die Seiten und genießt die Worte der beiden. Der Schreibstil ist leicht und sehr gefühlvoll, sodass man ganz in das Schicksal der beiden Mädchen eintauchen kann. Ganz nebenbei lernt man auch etwas über die Magersucht, sie sie sich langsam anschleicht und sich dann nur schwer, wenn überhaupt, vertreiben lässt.

Ich habe das Lesen dieses Jugendromans sehr genossen und konnte mich kaum vom Gelesenen lösen. Beide Schwestern sind mir ans Herz gewachsen, sodass ich gerne mit ihnen gelacht, gelitten und mitgefiebert habe. Das Buch hat mich tief berührt und zum Nachdenken angeregt. Deshalb vergebe ich auch alle fünf Bewertungssterne und eine begeisterte Leseempfehlung!

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76 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 6 Rezensionen

Göttertochter - Royal Blood

Eleanor Herman , Anna Julia Strüh
Fester Einband: 560 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 27.04.2017
ISBN 9783841422316
Genre: Jugendbuch

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(30)

83 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

sowjetunion, kgb, massenmörder, thriller, mord

Kind 44

Tom Rob Smith , Armin Gontermann
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 18.05.2015
ISBN 9783442481859
Genre: Krimi und Thriller

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26 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

lawhon

Flug der Träume

Ariel Lawhon , Annette Hahn
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 23.03.2017
ISBN 9783596296743
Genre: Romane

Rezension:

Im Mai 1937 gehen 97 Menschen an Bord des luxuriösen Luftschiffs "Hindenburg" und ahnen nicht, dass dieser Flug in einer Katastrophe enden wird. Doch zunächst verbringen sie drei Tage in der komfortablen Umgebung und können den einmaligen Ausblick, den der Flug von Frankfurt nach Lakehurst bietet, genießen. Das Schicksal ganz unterschiedlicher Menschen verknüpft sich miteinander...

In diesem Roman vermischt die Autorin geschickt Fakten und Fiktion miteinander. Denn bei den Protagonisten handelt es sich um Passagiere und Crewmitglieder, die diesen Flug damals tatsächlich angetreten und die Katastrophe miterlebt haben. Ariel Lawhon erzählt eine Geschichte, wie sie sich damals tatsächlich zugetragen haben könnte. Man merkt, dass sie sich vorm Schreiben genau über das Luftschiff, seine Passagiere und die Besatzung informiert hat.

Vom ersten Moment an, hat man das Gefühl, selbst mit an Bord zu sein. Die Protagonisten wirken so lebendig, dass man sie spontan vor Augen hat. Die Geschichte wird aus wechselnden Perspektiven erzählt. Man beobachtet Passagiere und Crewmitglieder und bekommt so einen guten Eindruck vom Leben der Passagiere, als auch von der Arbeit hinter den Kulissen. Die Autorin lässt viele Details in die Handlung einfließen, sodass man ganz nebenbei auch noch etwas über die Luftschifffahrt lernt.

Die verschiedenen Handlungsstränge sind durchweg interessant, sodass man sich zurücklehnen und die Geschichte genießen kann. Man taucht in die damalige Zeit ein und beobachtet gespannt, wie die unterschiedlichen Schicksale sich miteinander verknüpfen und unaufhaltsam auf die Katastrophe zusteuern. Die Charaktere wirken dabei so lebendig, dass man mühelos mit ihnen mitfiebert.

Ich habe mich beim Lesen dieses Romans sehr, sehr gut unterhalten, denn ich konnte vom ersten Moment an in die Vergangenheit eintauchen und die Geschichte auf mich wirken lassen. Ich habe gestaunt, gebangt und gehofft, obwohl ich ja wusste, wie der Flug enden wird. Ariel Lawhons Geschichte hat mich von der ersten Seite an beeindruckt und in ihren Bann gezogen. Sie wird mir deshalb lange im Gedächtnis bleiben. Deshalb vergebe ich auch begeisterte fünf Bewertungssterne und eine klare Leseempfehlung. 

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70 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

london, landleben, frag nicht nach sonnenschein, sophie kinsella, lustig

Frag nicht nach Sonnenschein

Sophie Kinsella , Jörn Ingwersen
Flexibler Einband: 600 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 15.05.2017
ISBN 9783442485505
Genre: Romane

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180 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 87 Rezensionen

entführung, thriller, baby, kindesentführung, lügen

The Couple Next Door

Shari Lapena , Rainer Schumacher
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.03.2017
ISBN 9783785725856
Genre: Krimi und Thriller

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123 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 30 Rezensionen

als, hoffnung, familie, erinnerungen, liebe

So groß wie deine Träume

Viola Shipman , Anita Nirschl
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER Krüger, 23.02.2017
ISBN 9783810530394
Genre: Romane

Rezension:

Mattie ist an ALS erkrankt. Lange Zeit hat sie versucht, sich gegen die Krankheit zu wehren. Doch nun ist der Zeitpunkt gekommen, an dem die Krankheit sie dazu zwingt, aus ihrem geliebten Haus auszuziehen. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Don, der sie innig liebt und seit Jahrzehnten an ihrer Seite steht, geht sie diesen schweren Schritt. Beim Umzug finden Helfer Matties alte Truhe, die mit Erinnerungsstücken aus ihrem Leben gefüllt ist. Gemeinsam mit der Pflegerin Rose macht Mattie sich auf eine Reise in die Vergangenheit und teilt ihre Erinnerungen....

Der Einstieg in Viola Shipmans Roman gelingt mühelos. Denn sie versteht es hervorragend, ihre Charaktere so sympathisch und lebendig zu schildern, dass man sie sofort ins Herz schließt. Man lehnt sich entspannt zurück und beginnt die wunderbare und emotionale Geschichte, die sich zwischen den Buchdeckeln befindet, von der ersten Seite an zu genießen.

Der Schreibstil lässt sich sehr locker und angenehm lesen. Man kann sich die beschriebenen Szenen mühelos vorstellen und damit ganz in die Handlung eintauchen. Die Charaktere wirken sehr authentisch, sodass man sich gerne auf sie einlässt und beobachtet, wie Mattie und Don mit der ausweglosen Situation umgehen und wie es ihnen trotzdem gelingt, die Hoffnung nicht aufzugeben. Man beobachtet das Geschehen in der Gegenwart und bekommt durch die Erinnerungsstücke, die ihre Geschichten zu erzählen haben, einen guten Einblick in Matties und Dons Vergangenheit. Die Atmosphäre, die zwischen den Zeilen schwebt, ist gefühlvoll und regt zum Nachdenken an. Man fühlt sich beim Lesen einfach wohl und kann die Erzählung ganz auf sich wirken lassen.

Ich habe mich beim Lesen dieses Romans sehr gut unterhalten. Bereits nach kurzer Zeit war ich so gefangen, dass ich das Buch nur ungern aus der Hand legen mochte. Matties Schicksal hat mich tief berührt und zum Nachdenken angeregt. Ich vergebe deshalb begeisterte fünf Bewertungssternchen und eine klare Leseempfehlung!

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179 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 88 Rezensionen

spinnen, thriller, horror, ezekiel boone, die brut

Die Brut - Sie sind da

Ezekiel Boone , Rainer Schmidt
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 24.05.2017
ISBN 9783596035533
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Am Amazonas verschwindet eine Reisegruppe spurlos. In Indien zeichnen die Seismographen merkwürdige Bewegungen auf, ohne dass die Erde zu beben scheint. In China wird versehentlich eine Atombombe gezündet. In Minneapolis stürzt ein Flugzeug ab. Im Wrack macht Agent Rich eine schockierende Beobachtung und in Washington erhält die Biologin Melanie Guyer eine Sendung, in der sich ein uralter Kokon befindet. Zunächst ahnt niemand, wie das alles zusammenhängen könnte, doch schon bald wird klar, dass etwas Unvorstellbares auf die gesamte Menschheit zukommt. Und es verbreitet sich rasend schnell....


"Die Brut - Sie sind da" ist der Auftaktband einer Thriller-Trilogie. Der Autor versteht es von der ersten Seite an, die Geschichte so flüssig und anschaulich zu beschreiben, dass man sofort mitten im Geschehen ist und das Grauen, das sich langsam anschleicht, genießen kann. Dabei darf man allerdings nicht zu zartbesaitet sein, denn es gibt einige Szenen, die man sich eigentlich nicht zu lebhaft vorstellen möchte. Dennoch kann man sich einfach nicht vom Gelesenen lösen und verfolgt gebannt den Verlauf.

Die Geschichte wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Gerade am Anfang sollte man deshalb konzentriert lesen, um die verschiedenen Handlungsorte und die jeweils agierenden Protagonisten richtig zuzuordnen. Denn zunächst ist nicht klar, wie sich die vollkommen unterschiedlichen Ereignisse miteinander verbinden und welche Akteure letztendlich wichtig für die Gesamthandlung werden. Die recht schnell wechselnden Perspektiven sorgen allerdings dafür, dass man schnell in den Sog der Geschichte gerät und unbedingt erfahren möchte, ob und wie sich die einzelnen Schicksale miteinander verbinden und ob die Gefahr gebannt werden kann.

Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm lesbar. Man kann sich die beschriebenen Szenen mühelos vorstellen und in die Handlung eintauchen. Da die Charaktere sehr lebendig wirken, fiebert man schnell mit ihnen mit und beginnt zu hoffen und zu bangen, dass alles ein gutes Ende nehmen wird.

Mir hat der Auftakt dieser Reihe sehr gut gefallen. Denn das Buch hat mich vom ersten Moment an begeistert und ich konnte es deshalb kaum aus der Hand legen. Das ziemlich offene Ende lässt mich allerdings etwas in der Luft hängen. Hier hätte ich mir einen etwas runderen Abschluss gewünscht. Dennoch kann ich es kaum erwarten, die Fortsetzung zu lesen, denn ich möchte unbedingt erfahren, wie es weitergeht. Ich vergebe deshalb begeisterte vier Bewertungssterne und freue mich auf den nächsten Band. 

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162 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 84 Rezensionen

paris, brief, parallelwelt, hagebölling, freundschaft

Der Brief

Carolin Hagebölling
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 09.06.2017
ISBN 9783423261463
Genre: Romane

Rezension:

Marie Kluge ist Journalistin und wohnt mit ihrer Lebensgefährtin, der Architektin Johanna, in Hamburg. Eines Tages bekommt sie einen Brief von ihrer ehemaligen Schulfreundin Christine. Darin nimmt Christine Anteil an Maries schwerer Krankheit und schreibt so, als ob Marie in Paris mit ihrem Mann Viktor eine Galerie führen würde. Marie fährt zu Christine und stellt sie zur Rede. Marie kann sich nicht erklären, was Christine mit diesem Brief bezwecken will, denn sie  erfreut sich bester Gesundheit und lebt glücklich in ihrer Beziehung in Hamburg. Doch der Besuch bei der ehemaligen Schulfreundin bringt auch keine Klarheit. Der mysteriöse Brief drängt sich immer mehr in das Leben von Marie und deshalb reist sie schließlich nach Paris, um der Sache auf den Grund zu gehen....

Die Geschichte wird hauptsächlich in der Ich-Form, aus der Sicht der Hauptprotagonistin Marie, erzählt. Man schlüpft also quasi in ihre Haut und kann ihre Verwirrung, was es mit dem geheimnisvollen Brief wohl auf sich haben mag, glaubhaft nachvollziehen. Dadurch ist man sofort mitten im Geschehen und möchte unbedingt mehr über die Hintergründe erfahren. Schon bald ist man hin- und hergerissen und weiß nicht was man glauben soll. Ist das alles tatsächlich Wirklichkeit oder findet es nur in Maries Kopf statt? Die Spannung, endlich mehr zu erfahren, steigt anfangs mit jeder Seite. Deshalb gerät man förmlich in den Sog der Geschichte und mag das Buch  nur ungern aus der Hand legen.

Der Schreibstil ist flüssig und sehr leicht lesbar. Die Charaktere wirken sympathisch und lebendig, sodass man mühelos mit ihnen mitfiebern kann. Das klingt alles ganz wunderbar. Doch leider beginnt die Geschichte sich irgendwann zu verzetteln und durch zu viele Zufälle unglaubwürdig zu wirken. Das Ende wirkt dann schon fast gehetzt. Hier wären ein paar Seiten mehr wünschenswert gewesen.

Ich habe dieses Buch in Rekordzeit verschlungen, da die Geschichte mich in ihren Bann gezogen hat. Doch leider hat meine anfängliche Faszination nicht bis zum Ende gehalten. Denn es gab für mich einige Szenen, die mir zu konstruiert und unglaubwürdig erschienen. Außerdem wirkte das Ende auf mich zu gehetzt und ließ mich mit zu vielen Fragen zurück. Auf meiner persönlichen Bewertungsskala bekommt das Buch deshalb auch "nur" drei von fünf möglichen Sternen. 

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26 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

thriller, gift, katastroph, detective, morde

Lügenfalle

Linwood Barclay , Silvia Visintini
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 03.04.2017
ISBN 9783426518700
Genre: Krimi und Thriller

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(74)

169 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 73 Rezensionen

münchen, familiengeschichte, geschichte, starke frauen, judenverfolgung

Das Haus der schönen Dinge

Heidi Rehn
Flexibler Einband: 656 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.05.2017
ISBN 9783426519370
Genre: Historische Romane

Rezension:

Der jüdische Kaufmann Jacob Hirschvogl eröffnet 1897 mit seiner Frau Thea in München ein großes Kaufhaus. Die beiden erfüllen sich damit einen großen Traum. Ihr Ziel ist es, ganz besondere Dinge vorrätig zu haben und damit die Leute zum Staunen zu bringen. Jeder Kunde, egal ob arm oder reich, soll sich hier geschätzt fühlen. Besonders Thea hat immer neue Ideen, sodass das Kaufhaus schon bald zu den führendsten Adressen Münchens gehört und sich ständig weiterentwickelt. Das Glück scheint also mit der Kaufmannsfamilie zu sein. Doch leider müssen die Hischvogls feststellen, wie zerbrechlich es ist, als die Nazis die Macht ergreifen....

Der Roman um die fiktive Münchner Kaufmannsfamilie begeistert von der ersten Seite an. Denn Heidi Rehn versteht es hervorragend, Handlungsorte und Protagonisten so lebendig zu beschreiben, dass man alles mühelos vor Augen hat. Man hat schon beinahe das Gefühl, selbst im Kaufhaus zu sein und all die wunderbaren Dinge zu bestaunen. Die Charaktere wirken ebenfalls sehr sympathisch, sodass man sich gut mit ihnen identifizieren und mit ihnen mitfiebern kann. Das Schicksal hält einiges für die Familie bereit, sodass die Erzählung nie langweilig oder gar vorhersehbar wirkt.

Heidi Rehn webt geschichtliche Hintergründe gekonnt in die Handlung ein. Dadurch hat man  das Gefühl, dass diese fiktive Geschichte sich tatsächlich so zugetragen haben könnte. Man taucht förmlich in die Vergangenheit ein und mag sich kaum vom Gelesenen lösen. Obwohl das Buch recht umfangreich ist, liest es sich quasi von selbst. Denn der Schreibstil ist sehr flüssig und angenehm lesbar.

Ich habe mich beim Lesen dieses Romans sehr, sehr gut unterhalten. Die Geschichte der Hirschvogls hat mich vom ersten Moment an in ihren Bann gezogen, da Heidi Rehn sie lebendig und geradezu packend erzählt. Ich konnte mich kaum von der Geschichte lösen, die, außer zu unterhalten, zum Nachdenken anregt. Deshalb bekommt das Buch auf meiner persönlichen Leseskala auch alle fünf Bewertungssternchen. 

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(98)

169 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 90 Rezensionen

krimi, polizeiseelsorger, mord, liebe, selbstmord

Glaube Liebe Tod

Peter Gallert , Jörg Reiter
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 12.05.2017
ISBN 9783548288918
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Polizei-Seelsorger Martin Bauer wird zur Duisburger Rheinbrücke gerufen. Auf dieser Brücke steht ein Polizist, der offensichtlich Selbstmord begehen will. Bauer geht ein großes Risiko ein, kann den Polizisten durch seinen waghalsigen Einsatz allerdings davon abhalten, sich das Leben zu nehmen. Doch wenige Stunden später erfährt der Seelsorger, dass der Polizist nach einem Sturz von einem Parkdeck gestorben ist. Hat er sein Vorhaben dort beendet? Bauer kann das nicht glauben und beginnt auf eigene Faust Ermittlungen anzustellen.....

Der Einstieg in den Krimi gelingt mühelos, da man sich, ohne langatmiges Vorgeplänkel,  sofort mitten im spannenden Geschehen befindet. Die Szenen werden so lebendig beschrieben, dass man sie vom ersten Moment an vor Augen hat und problemlos in die Handlung eintauchen kann.

Diese besteht aus unterschiedlichen Handlungssträngen, die man zunächst nicht miteinander in Verbindung bringen kann. Im Verlauf der Erzählung beginnen sie sich aber zu verknüpfen, um schließlich in einem schlüssigen Finale zu gipfeln. Bis dahin tappt man allerdings lange Zeit im Dunkeln, denn die Autoren verstehen es hervorragend, Spannung aufzubauen, die durchgehend gehalten werden kann und dafür sorgt, dass man in den Sog der Ereignisse gerät. Der Krimi entwickelt sich zu einem echten Pageturner, den man nur ungern aus der Hand legen mag. Der flüssige und angenehm lesbare Schreibstil trägt außerdem dazu bei, dass sich das Buch fast von alleine liest.

Die Charaktere wirken glaubhaft und lebendig. Sie sind nicht perfekt, sondern haben auch Schwächen. Diese wirken auch nicht zu dick aufgetragen, sodass man sich wirklich gut mit ihnen identifizieren und mit ihnen mitfiebern kann.

Ich habe mich beim Lesen dieses Kriminalromans sehr gut unterhalten. Einmal angefangen, konnte ich ihn kaum noch aus der Hand legen. Denn die gut durchdachte Handlung und das Kopfkino, das beim Lesen anspringt, konnten mich voll und ganz begeistern. Ich vergebe deshalb alle fünf Bewertungssterne und eine klare Leseempfehlung. 

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(50)

109 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 37 Rezensionen

thriller, interpol, band 3, post mortem, profikiller

Post Mortem - Tage des Zorns

Mark Roderick
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 16.03.2017
ISBN 9783596297078
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Interpol-Agentin Emilia Ness ist auf der Jagd nach dem Serienkiller Dante, der Ehepaare ermordet und am Tatort Zitate zurücklässt, die er mit dem Blut seiner Opfer schreibt. Es hat beinahe den Anschein, als ob er Emilia Ness damit herausfordern würde. Emilia erhält ein hübsch verpacktes Päckchen, in dem sich ein abgeschnittenes Ohr befindet. Schon bald trifft ein neues Geschenk für die Interpol-Agentin ein. Als dann noch ihre Tochter Becky aus dem Internat entführt wird, beginnt für Emilia ein perfides Katz- und Mausspiel. Profikiller Avram Kuyper ahnt nicht, dass auch er eine wichtige Rolle in diesem Spiel einnehmen wird.....


"Post Mortem - Tage des Zorns" ist, nach "Post Mortem - Tränen aus Blut" und "Post Mortem - Zeit der Asche",  mittlerweile der dritte Band der Reihe.  Da es in diesem Teil einige Rückblicke auf frühere Ereignisse gibt, kann man dem aktuellen Fall sicher auch problemlos folgen, wenn man die ersten Bände nicht gelesen hat. Allerdings ist es gerade bei diesen Büchern empfehlenswert die vorgesehene Reihenfolge einzuhalten, da die Handlung aufeinander aufbaut und man sich sonst eventuell die Spannung verdirbt. Ein Quereinstieg ist sicher möglich, doch nicht unbedingt empfehlenswert.

Auch in diesem dritten Teil gelingt der Einstieg in die Handlung mühelos. Man beobachtet das Geschehen aus ständig wechselnden Perspektiven und schaut dabei sowohl Emilia Ness, als auch Avram Kuyper über die Schulter. Die Handlungsstränge scheinen zunächst keine Verbindung zu haben, sind allerdings, jeder auf seine Weise, durchgehend interessant. Die Kapitel sind recht kurz und wechseln oft an entscheidenden Stellen, sodass man früh in den Sog der Handlung gerät und das Buch kaum aus der Hand legen mag. Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm lesbar, sodass sich auch dieser Teil der Reihe quasi von selbst liest.

Allzu zartbesaitet darf man allerdings nicht sein, wenn man zu diesem Thriller greift. Denn hier schaut man in tiefste menschliche Abgründe und Mark Roderick beschreibt entscheidende Szenen mal wieder so lebendig, dass man das Grauen entsetzt und doch gleichermaßen fasziniert, vor Augen hat. Die Spannung baut sich früh auf und gipfelt in einem atemberaubenden Finale, das mit einer Überraschung punktet, die einen mit offenem Mund zurücklässt. Es gibt zwar durchaus Stellen, die etwas unglaubwürdig und arg konstruiert wirken, doch bei diesem Thriller kann man darüber hinwegsehen.

Thriller sind ja meine absoluten Favoriten und deshalb habe ich bereits die Vorgänger mit Begeisterung gelesen. Auch diesen Band konnte ich, einmal angefangen, kaum noch aus der Hand legen. Manchmal habe ich zwar gedacht, dass es dieses Mal an einigen Stellen etwas übertrieben und dadurch ziemlich konstruiert wirkt, doch wirklich gestört habe ich mich daran nicht. Denn ich habe die Handlung gebannt verfolgt und konnte mich kaum davon lösen. Ich vergebe vier von fünf Bewertungssternchen und freue mich bereits jetzt auf den nächsten Teil der Reihe. 

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(73)

156 Bibliotheken, 12 Leser, 1 Gruppe, 46 Rezensionen

thriller, spannung, haus, psychothriller, london

The Girl Before

JP Delaney , Karin Dufner
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Penguin, 25.04.2017
ISBN 9783328100997
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Jane wird durch einen Schicksalsschlag aus ihrem bisherigen Leben gerissen. Nichts läuft mehr so, wie sie es eigentlich geplant hatte. Um das zu verarbeiten, beschließt Jane, vollkommen neu durchzustarten. Sie sucht sich eine neue Wohnung und kann ihr Glück kaum fassen, als sie tatsächlich die Möglichkeit bekommt, ein hochmodernes Haus, das noch dazu in einem angenehmen Wohnviertel liegt, zu mieten. Der Architekt und Eigentümer stellt allerdings strenge Regeln auf, die bei der Nutzung unbedingt einzuhalten und nicht verhandelbar sind. Jane ergreift trotzdem die Gelegenheit hier einzuziehen, da ihr die Bedingungen zumutbar erscheinen. Außerdem kann sie nicht verleugnen, dass ihr der Vermieter äußerst sympathisch ist. Bald findet Jane allerdings heraus, dass die Frau, die vor ihr in dem Haus gelebt hat, unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommen ist. Als Jane dann auch noch feststellt, dass die Frau ihr nicht nur unheimlich ähnlich sah, sondern den gleichen Mann wie sie geliebt hat, beginnt sie auf eigene Faust Nachforschungen anzustellen. Jane ahnt nicht, in welche Gefahr sie sich dadurch begibt....

Die Geschichte wird in der Ich-Form erzählt. Einmal aus der Sicht von Emma, der damaligen Mieterin, und aus der Perspektive von Jane, der Frau, die das Haus in der Gegenwart bewohnt. Man springt also zwischen den beiden Hauptprotagonistinnen und Gegenwart und Vergangenheit hin und her. Da die Kapitel allerdings mit dem Namen der Person, die gerade ihren Teil der Geschichte erzählt, und der entsprechenden Zeitform gekennzeichnet sind, fällt es leicht, die Übersicht zu behalten.

Der Einstieg in den Thriller gelingt mühelos, obwohl die Spannung zunächst etwas auf sich warten lässt. Dennoch ist das Interesse von Anfang an da, da man schnell feststellt, dass die beiden Frauen sich sehr ähnlich sind und deshalb gespannt ist, was es mit dem mysteriösen Tod von Emma auf sich hat und was das für Jane bedeutet. Durch die ständig wechselnden Perspektiven und die relativ kurzen Kapitel gerät man, fast ohne es zu merken, in den Sog der Handlung. Man spürt zwischen den Zeilen förmlich, dass irgendwas mit dem merkwürdigen Haus nicht stimmen kann und verfolgt deshalb gebannt die beiden Handlungsstränge. Das Grauen schleicht sich also beim Lesen eher langsam an. Man ist hin- und hergerissen, was man nun eigentlich glauben soll und wem man noch vertrauen kann. Überraschende Wendungen sorgen außerdem dafür, dass keine Langeweile aufkommt.

Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm lesbar. Man kann sich die beschriebenen Szenen mühelos vorstellen und deshalb ganz in die Handlung eintauchen und die bedrohliche Atmosphäre, die im Verlauf der Handlung immer mehr zunimmt, genießen. Die beiden Hauptprotagonistinnen wirken glaubhaft und lebendig, sodass man schnell mit ihnen mitfiebert und gebannt ihr Leben in dem merkwürdigen Haus verfolgt.

Ich habe mich beim Lesen sehr gut unterhalten und diesen Thriller innerhalb kürzester Zeit verschlungen. Einmal angefangen, konnte ich das Buch erst aus der Hand legen, als ich am Ende angekommen war und alle Zusammenhänge kannte. Auf meiner persönlichen Bewertungsskala bekommt das Buch deshalb begeisterte fünf Bewertungssternchen.

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(94)

229 Bibliotheken, 14 Leser, 0 Gruppen, 31 Rezensionen

thriller, dänemark, kopenhagen, sonderdezernat q, krimi

Selfies

Jussi Adler-Olsen , Hannes Thiess
Fester Einband: 576 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 10.03.2017
ISBN 9783423281072
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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(85)

346 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 61 Rezensionen

physik, jugendbuch, verlust, trauer, liebe

Ein bisschen wie Unendlichkeit

Harriet Reuter Hapgood , Susanne Hornfeck
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER KJB, 23.02.2017
ISBN 9783737340335
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der Tod ihres Großvaters hat Gottie völlig aus der Bahn geworfen. Niemand scheint zu verstehen, was in ihr vorgeht und wie tief ihre Trauer ist. Ihre erste große Liebe zerbricht, bevor sie richtig angefangen hat und der Kontakt zur besten Freundin wird immer lockerer, sodass Gottie sich zurückzieht und sich langsam in ihrer Trauer verliert. Gottie ist sehr intelligent und kennt sich mit Formeln zu Raum und Zeit bestens aus. Doch warum sie nun, wo ihr alter Sandkastenfreund Thomas zurückgekehrt ist, immer wieder Flashbacks hat, die sie in die Vergangenheit katapultieren, kann sie sich nicht erklären. Wird sie langsam verrückt oder was hat das alles zu bedeuten?


"Ein bisschen wie Unendlichkeit" ist ein Jugendbuch, das sich an junge Leser ab etwa 14 Jahren richtet. Das Buch hat ein wundervolles Cover, das sofort ins Auge sticht und es begeistert auch im Innern durch liebevoll gestaltete Zahlen und Formeln. Zahlen und Formeln nehmen in Gotties Leben einen hohen Stellenwert ein. Sie ist ein kleines Genie und versteht alles mühelos. Wenn man selbst nicht ganz so interessiert an Mathe und Physik ist, können ihre Berechnungen manchmal schon dafür sorgen, dass man die Handlung etwas verwirrend oder gar zäh und langweilig findet und die entsprechenden Szenen deshalb eher überfliegt.

Gottie selbst wirkt recht sympathisch. Man spürt förmlich, wie sehr ihr der Tod des Großvaters zu schaffen macht. Ihre Traurigkeit ist zwischen den Zeilen zu spüren und wirkt sehr authentisch. Dennoch fällt es nicht immer leicht, sich mit Gottie zu identifizieren. Manchmal betrachtet man sie eher distanziert und kann ihre Handlungen nicht immer nachvollziehen.

Die Sprünge in  Zeit und Raum, bei denen Gottie sich plötzlich in der Vergangenheit wiederfindet und feststellt, dass ihr Zeit in der Gegenwart fehlt, sind auch nicht immer sofort nachzuvollziehen und richtig zuzuordnen. Deshalb gelingt der Einstieg in die Handlung auch nicht ganz mühelos.

Der Schreibstil ist allerdings leicht und angenehm zu lesen. Er wirkt sehr locker, sodass er gut für ein Jugendbuch geeignet ist. Es gibt immer wieder wundervolle Formulierungen, die schon fast poetisch wirken. Dabei hat man aber nie das Gefühl, dass zu dick aufgetragen wird, sondern kann die Leichtigkeit, die trotz Gotties Trauer zu spüren ist, genießen.

Obwohl ich das Jugendbuchalter schon ein wenig überschritten habe, konnte mich der Schreibstil der Autorin begeistern. Die Geschichte hat spontan mein Interesse geweckt, nur leider hat mir die Umsetzung nicht ganz so gut gefallen. Für meinen Geschmack war die Handlung teilweise einfach zu verwirrend und die Formeln und Berechnungen haben das Ganze für mich nicht interessanter gemacht. Auf meiner persönlichen Bewertungsskala bekommt das Buch deshalb auch "nur" drei von fünf Bewertungssternchen. Da man über Geschmack ja aber bekanntlich streiten kann, lohnt es sich sicher, sich selbst ein Bild zu machen. 

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(64)

131 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 55 Rezensionen

krimi, entführung, spanien, kriminalroman, monteperdido

Monteperdido – Das Dorf der verschwundenen Mädchen

Agustín Martínez , Lisa Grüneisen
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 23.02.2017
ISBN 9783596036585
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Vor fünf Jahren sind die beiden elfjährigen Mädchen Ana und Lucia spurlos aus ihrem Heimatdorf Monteperdido verschwunden. Was mit ihnen geschah oder wer sie entführt hat, wurde nie geklärt. Vollkommen unerwartet taucht nun die sechszehnjährige Ana bewusstlos in einem Wagen wieder auf, der in der Nähe des Ortes in eine Schlucht gestürzt ist. Ist auch Lucia noch am Leben? Kann der mysteriöse Fall nach all den Jahren endlich aufgeklärt werden? Kommissarin Sara Campos nimmt die Ermittlungen auf und versucht Licht ins Dunkle zu bringen. War es ein Fremder oder ein Dorfbewohner? Plötzlich ist in Monteperdido jeder verdächtig...

In der Dorfgemeinschaft von Monteperdido hat jeder Bewohner seinen ganz besonderen Platz. Man kennt sich Ewigkeiten und meint, alles übereinander zu wissen. Nach und nach werden die Dorfbewohner in die Erzählung eingeführt. Hier sollte man aufmerksam lesen, um Namen und Beziehungen untereinander richtig zu- und einzuordnen, damit man nicht die Übersicht über die Handlung verliert. Denn die Geschichte der verschwundenen Mädchen wird aus unterschiedlichen Perspektiven geschildert, die oft wechseln.

Die Grundstimmung ist eher düster und beklemmend. Genau wie die Ermittlerin tappt man im Dunkeln und erfährt erst nach und nach von alten Begebenheiten und versucht Zusammenhänge zu sehen. Er hat den Anschein, als ob jeder Dorfbewohner etwas mit dem Verschwinden der Mädchen zu tun haben könnte, denn es gibt viele Geheimnisse zu ergründen. Das Interesse an der Handlung wird dadurch durchgehend gehalten. Es gibt verschiedene Spuren, denen man bereitwillig folgt, um dann festzustellen, dass sich alles doch ganz anders zugetragen haben könnte. Die Auflösung selbst ist überraschend und durch Wendungen kaum vorhersehbar.

Der Schreibstil ist ruhig und recht angenehm lesbar. Man kann sich die entsprechenden Szenen sehr gut vorstellen und dadurch ganz in die Suche nach Lucia eintauchen. Leider gerät die eigentliche Suche nach dem zweiten verschwundenen Mädchen etwas in den Hintergrund. Man hat beim Lesen das Gefühl, dass in dieser Hinsicht nicht viel passiert und das Geschehen auf der Stelle tritt. Die Kommissarin ist wirklich engagiert bei der Sache, dennoch hat man das Gefühl, dass sich die Handlung in Details verliert, die die Spannung hemmen.

Ich habe mich beim Lesen recht gut unterhalten. Nicht weniger - aber leider auch nicht mehr! Die düstere und eher beklemmende Atmosphäre hat mir gut gefallen, denn sie passte hervorragend zu dem Entführungsfall. Die Auflösung hat mich überrascht, da sie durch Wendungen kaum vorhersehbar war. Doch leider muss ich gestehen, dass mir die Spannung für einen Krimi einfach viel zu mager war und dass mich die Gesamthandlung einfach nicht richtig fesseln konnte. Deshalb bekommt das Buch auf meiner persönlichen Bewertungsskala auch "nur" drei von fünf Sternchen.

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234 Bibliotheken, 11 Leser, 1 Gruppe, 93 Rezensionen

italien, liebe, sommer, leonie lastella, brausepulverherz

Brausepulverherz

Leonie Lastella
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 27.04.2017
ISBN 9783596035465
Genre: Liebesromane

Rezension:

Jiara lebt eigentlich in Hamburg. Dort studiert sie und wohnt mit ihrem Freund Jonas zusammen. Die beiden sind schon ewig ein Paar und die Heirat ist fest eingeplant. Den Sommer verbringt Jiara, wie jedes Jahr,  bei ihrem besten Freund Dario an der italienischen Riviera. Er führt dort eine Trattoria und Jiara hilft ihm. Dort trifft sie Milo. Und damit ist nichts mehr, wie es vorher war. Denn Milo löst Gefühle in Jiara aus, die einfach nicht sein dürfen. Denn schließlich wartet Jonas in Hamburg auf sie. Doch das Kribbeln und Bitzeln hört einfach nicht auf....

Das Buch wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Man betrachtet das Geschehen immer in der Ich-Form, allerdings abwechselnd aus Jiaras und Milos Sicht. Dadurch bekommt man einen guten Einblick in die Gefühle der beiden Hauptprotagonisten und erfährt, wie sie sich gegenseitig wahrnehmen und aufeinander wirken. Da die Kapitel immer mit dem Namen des Protagonisten gekennzeichnet sind, in dessen Haut man quasi gerade steckt, ist es leicht die Übersicht zu behalten.

Der Einstieg in die Handlung gelingt ebenso mühelos. Denn die Autorin hat einen wunderbar lockeren Schreibstil, der einen sofort mitreißt. Das Urlaubsgefühl, das an der italienischen Riviera herrscht, ist stets spürbar, sodass sich ein sonnig-leichtes Gefühl beim Lesen einstellt. Durch die gelungenen Beschreibungen hat man die entsprechenden Szenen vor Augen und kann ganz in die Geschichte von Jiara und Milo eintauchen.

Die beiden wirken meistens sehr sympathisch. Dennoch gibt es natürlich auch Szenen, in denen man ihre Handlungen nicht unbedingt nachvollziehen kann und sie einfach nur schütteln möchte. Doch das spricht ja für das Buch, denn man fiebert mit den beiden mit und ist erst zufrieden, wenn man weiß, wie es endet. Das Sommergefühl, die interessante Liebesgeschichte der beiden und das Brausepulverbitzeln, das man zwischen den Zeilen spürt, sorgen dafür, dass man regelrecht an den Seiten klebt und sich nur schwer von der Handlung lösen mag. Allzu romantische und kitschige Verwicklungen, bei denen die Heldin auf rosaroten Wolken schwebt und dem Helden ziemlich vorhersehbar und laut seufzend in die Arme sinkt, braucht man auch nicht zu befürchten. Denn Leonie Lastellas Geschichte ist locker, leicht und abwechslungsreich.

Obwohl ich sonst nur unter Protest und mit äußerstem Widerwillen zu Liebesromanen greife, da mit solche Handlungen meist zu vorhersehbar und zuckersüß sind, konnte mich dieses Buch von der ersten bis zur letzten Seite begeistern. Es ist locker und leicht geschrieben, hat Charaktere mit denen man mitfiebern kann und das ganz besondere Brausepulverbitzeln! 

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(15)

47 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

drachen, fantasy, kai meye, kai mayer, drachenreigen

Drachenreigen: E-Only

Kai Meyer
E-Buch Text
Erschienen bei FISCHER digiBook, 26.01.2017
ISBN 9783104904191
Genre: Fantasy

Rezension:

Obwohl es in dieser Nacht verboten ist, treffen sich ein Junge und ein Mädchen außerhalb der Stadt, um den atemberaubenden Paarungstanz der Drachen am Himmel zu verfolgen. Dabei kommen sich die beiden im Schein des Drachenfeuers immer näher....

Kai Meyers fantastische Kurzgeschichte wird in der Ich-Form, aus der Sicht des verliebten Jungen, erzählt. Man schlüpft also quasi in seine Haut und erlebt seine Gedanken und Gefühle. Man merkt, dass diese Nacht schon länger her ist und dass der Junge in wunderbaren Erinnerungen schwelgt. Kai Meyer gelingt es hervorragend, die besonderen Gefühle und die damit verbundene Unsicherheit einzufangen und zu vermitteln. Zwischen den Zeilen kann man den Zauber dieser einzigartigen Nacht spüren und sich so ganz auf die Geschichte einlassen.

Der Schreibstil ist sehr angenehm lesbar und die Geschichte wirkt zauberhaft und leicht. Man kann sich alles bildlich vorstellen und die besondere Atmosphäre auf sich wirken lassen. Leider ist die Geschichte ein wenig knapp, obwohl Kurzgeschichten das ja bekanntlich so an sich haben.

Normalerweise mache ich ja einen großen Bogen um Kurzgeschichten, da mir diese einfach zu knapp gehalten sind und mir damit zu wenig Lesefreude liefern. Denn kaum habe ich mich eingelesen, bin ich ja schon wieder am Ende angekommen. So war es auch hier, auch wenn ich gestehen muss, dass ich beim Lesen jede Seite genossen habe. Denn der Schreibstil und die wunderbare Geschichte haben mir sehr gut gefallen. Deshalb hätte ich gerne noch wenig mehr gelesen.

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161 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 45 Rezensionen

jugendbuch, amnesie, liebe, young adult, familie

Jeder Tag kann der schönste in deinem Leben werden

Emily Barr , Maria Poets
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 23.03.2017
ISBN 9783841440075
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Flora Banks ist siebzehn Jahre alt.  Doch nichts, was sich seit ihrem 10. Lebensjahr ereignet hat, bleibt ihr im Gedächtnis. Mit ihrem Handy, einem Notizbuch und Gekritzel auf Armen und Handrücken, versucht Flora sich die wichtigsten Dinge zu merken und so irgendwie ein halbwegs normales Leben zu führen. Doch plötzlich spürt Flora eine große Veränderung, denn sie kann sich an ein aufregendes Erlebnis erinnern: ihren ersten Kuss! Da der Junge mittlerweile nicht mehr am Ort lebt, begibt Flora sich auf eine aufregende Reise.....


Floras Geschichte wird in der Ich-Perspektive, aus ihrer Sicht, geschildert. Man taucht quasi in ihre Gedanken und Gefühle ein und bekommt dadurch einen Einblick, wie ihr Leben ohne Gedächtnis abläuft. Dass das alles andere als einfach ist, wird schnell klar. Ständig muss Flora sich selbst die wichtigsten Dinge mit Hilfsmitteln in Erinnerung rufen. Deshalb kommt es im Verlauf der Erzählung zu einigen Wiederholungen. Denn man bekommt kontinuierlich mit, wenn ihre Erinnerungen sie verlassen und sie sich erneut orientieren muss.  Dadurch kann man zwar glaubhaft nachvollziehen, was Flora durchmacht, aber durch die wortwörtlichen Wiederholungen wirkt die Handlung zuweilen sehr zäh und langweilig. Man gerät schon fast in Versuchung, die entsprechenden Szenen nur zu überfliegen, da man das Gefühl hat, in einer Schleife festzustecken.

Flora wirkt dennoch sehr sympathisch. Auch wenn man selbst nicht mit dieser furchtbaren Krankheit belastet ist, kann man sich mit ihr identifizieren und ihre Gefühle nachvollziehen. Sie ist unheimlich mutig und wächst über sich selbst hinaus. Diesen Fortschritt beobachtet man voller Interesse. Die anderen Charaktere nehmen allerdings nicht allzu viel Raum ein. Das liegt sicher auch mit an der eingeschränkten Perspektive, da man ja quasi in Floras Haut steckt und diese ständig Informationen zu den Personen vergisst und sich alles neu aneignen muss.

Der Schreibstil ist, bis auf die vielen Wiederholungen, angenehm lesbar und zeichnet sich durch recht kurze Sätze aus. Dennoch kann man sich die beschriebenen Szenen mühelos vorstellen. Die Handlung ist durchaus interessant und die Umsetzung sicher auch der Krankheit angepasst. Dennoch passiert gerade am Anfang nicht viel, sodass wirklich durchhalten angesagt ist. Denn im weiteren Verlauf wird die Handlung lebendiger und abwechslungsreicher. Das Ende überrascht und regt zum Nachdenken an.

Obwohl ich nachvollziehen kann, dass die vielen Wiederholungen nötig sind, um Floras Krankheit glaubhaft darzustellen, haben sie mich ziemlich in meinem Lesefluss gebremst. Ich hatte das Gefühl, in einer Dauerschleife festzustecken, aus der ich nicht entkommen kann. Deshalb war ich auch mehrere Male kurz davor das Buch abzubrechen. Floras sympathische Art und das Interesse an ihrem Schicksal haben mich dann aber doch dazu bewogen, das Ganze zu beenden. Das Ende hat mich dann auch überrascht und zum Nachdenken angeregt. Dennoch fällt meine Bewertung nicht euphorisch aus, denn auf meiner persönlichen Skala vergebe ich leider nur zwei von fünf Sternen und die Empfehlung, sich selbst ein Bild zu machen, da Geschmäcker ja verschieden sind.

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237 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 96 Rezensionen

liebe, janet clark, deathline, ewig dein, ranch

Deathline - Ewig dein

Janet Clark
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei cbj, 20.03.2017
ISBN 9783570173664
Genre: Jugendbuch

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