Ani

Anis Bibliothek

1.412 Bücher, 482 Rezensionen

Zu Anis Profil
Filtern nach
1412 Ergebnisse
Wähle einen Buchstaben, um nur die Titel anzuzeigen, die mit diesem beginnen.



LOVELYBOOKS-Statistik

(7)

166 Bibliotheken, 68 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

barcelona, zafón, carlos ruiz zafón, friedhof der vergessenen bücher, spanien

Das Labyrinth der Lichter

Carlos Ruiz Zafón , Peter Schwaar
Fester Einband: 944 Seiten
Erschienen bei S. FISCHER, 16.03.2017
ISBN 9783100022837
Genre: Romane

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(5)

23 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

horror, fantasy

Uns geht's allen total gut

Daryl Gregory
E-Buch Text
Erschienen bei FISCHER digiBook, 26.01.2017
ISBN 9783104902555
Genre: Fantasy

Rezension:

Die Psychologin Jan hat eine ungewöhnliche Therapiegruppe zusammengestellt: Fünf Menschen, die außergewöhnliche Erfahrungen gemacht haben, die normale Menschen ganz sicher  nicht nachvollziehen können oder wollen. In dieser Gruppe sollen sich der Geisterjäger Harrison, Barbara, die einst dem Scrimshander zum Opfer fiel und der ihr dabei eine geheimnisvolle Botschaft in die Knochen ritzte, Martin, der seine Brille niemals absetzt, Stan, dem einige Körperteile fehlen, da diese von Kannibalen verspeist wurden, und Greta, die niemand richtig einschätzen kann, austauschen und von ihrer Vergangenheit berichten. Bald stellt sich heraus, dass das Zusammentreffen genau dieser Leute kein Zufall ist....

Es handelt sich bei dieser Erzählung um einen relativ kurzen Horror-Roman, der 11 Kapitel umfasst. Diese haben es allerdings in sich, sodass die kurze Geschichte lange nachwirkt. Zunächst lernt man die unterschiedlichen Menschen der Therapiegruppe kennen. Dabei wechseln die Perspektiven häufig, sodass es am Anfang nicht ganz einfach ist, die Übersicht zu behalten. Das legt sich allerdings nach kurzer Zeit. Denn dann gerät man förmlich in den Sog der Geschichte und kann kaum glauben, was sich nach und nach enthüllt.

Die Charaktere wirken ziemlich speziell, da sie unglaubliche Sachen erlebt haben. Der Autor beschreibt die Protagonisten und ihre jeweiligen Geschichten allerdings so lebendig, dass man ganz in die Handlung eintauchen und die düstere und mysteriöse Grundstimmung genießen kann. Stellenweise blitzt sogar etwas Humor auf, der die Geschichte auflockert und noch authentischer wirken lässt. Man kann sich also ganz darauf einlassen und wird am Ende damit belohnt, dass wirklich keine Frage offen bleibt.

Ich habe mich beim Lesen dieses kurzen Romans sehr gut unterhalten und konnte mich ganz auf die spannende und leicht abgefahrene Handlung einlassen. Obwohl die Charaktere keine wirklichen Sympathieträger sind, habe ich mit ihnen mitgefiebert und das kleine Büchlein in einem Rutsch durchgelesen. Ich vergebe deshalb alle fünf Bewertungssternchen und eine klare Leseempfehlung.

  (16)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(30)

52 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 29 Rezensionen

thriller, cia, agenten, flucht, james rayburn

Sie werden dich finden

James Rayburn , Ulrike Wasel , Klaus Timmermann
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Tropen, 11.03.2017
ISBN 9783608503784
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Nach dem Tod ihres Mannes hat die ehemalige CIA-Agentin Kate Swift die korrupten Machenschaften ihres Arbeitgebers ans Licht der Öffentlichkeit gezerrt. Deshalb ist sie mit ihrer Tochter Suzie untergetaucht. Durch einen Zufall fliegt ihre Tarnung auf. Kate und Suzie müssen erneut fliehen. Dieses Mal setzen ihre Verfolger alles daran, Kate auch zu erwischen. Tot oder lebendig....

Der Einstieg in diesen Thriller gelingt mühelos. Er startet bereits mit hohem Tempo. Denn man befindet sich sofort mitten im Geschehen und beobachtet, wie Kate und Suzies sorgfältig aufgebaute Tarnung auffliegt. Die beiden müssen schnell handeln und erneut untertauchen. Damit ist das Interesse sofort geweckt und man verfolgt gespannt den weiteren Verlauf.

Unterschiedliche Handlungsschauplätze und wechselnde Perspektiven, in denen man der jeweiligen Hauptperson über die Schulter schaut, sorgen dafür, dass das hohe Tempo durchgehend gehalten wird. Man fliegt förmlich durch die Seiten und gerät in den Sog der Ereignisse. Relativ kurze Kapitel und geschickte Szenenwechsel unterstützen die Sogwirkung. Allzu zartbesaitet darf man allerdings nicht sein, denn es gibt einige blutige und brutale Szenen. Nach und nach verknüpfen sich die unterschiedlichen Handlungsstränge schlüssig miteinander, sodass man immer mehr über Hintergründe und Motive der Protagonisten erfährt. Das Ende selbst überrascht und ist nicht unbedingt vorhersehbar.

Der Schreibstil ist flüssig und leicht zu lesen. Man kann sich die beschriebenen Szenen mühelos vorstellen und dadurch die actionreiche Handlung auf sich wirken lassen. Obwohl die Charaktere der actionreichen Erzählung entsprechend handeln und man auch Kates Flucht durchaus interessiert verfolgt, fällt es schwer, richtig mit den Personen mitzufiebern. Denn sie wirken unnahbar und man betrachtet sie eher distanziert.

In meiner Bewertung bin ich nun hin- und hergerissen. Denn ich muss zugeben, dass ich den Thriller in nur einem Tag verschlungen habe, da mich das hohe Tempo einfach mitgerissen hat. Die Charaktere konnten mich leider nur bedingt begeistern, da ich nicht richtig mit ihnen mitfiebern konnte. Da ist bei mir anscheinend der berühmte Funke einfach nicht übergesprungen. Ich schwanke zwischen drei und vier Sternchen, da aber die relativ kurze Zeit, die ich zum Lesen benötigt habe, dafür spricht, dass ich mich spannend unterhalten habe, runde ich auf und vergebe auf meiner persönlichen Bewertungsskala vier Sternchen.

  (22)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(32)

221 Bibliotheken, 18 Leser, 1 Gruppe, 17 Rezensionen

reihe, rhapsodie in schwarz, dystopie, sophie jordan, infernale

Infernale – Rhapsodie in Schwarz

Sophie Jordan , Ulrike Brauns
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Loewe, 13.03.2017
ISBN 9783785583692
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Davy Hamiltons Leben verläuft noch immer ganz anders, als sich das musikalische Ausnahmetalent früher erhofft hatte. Denn das positive Ergebnis des DNA-Tests hat gezeigt, dass Davy Trägerin des Mördergens ist. Gemeinsam mit ihren Freunden Sean, Sabine und Gil, die ebenfalls zu den Trägern gehören, gelingt Davy die Flucht aus dem Lager Mount Haven. Dort ist Davy zu dem geworden, was sie nie sein wollte: zur Mörderin! Damit wird Davy einfach nicht fertig und zieht sich sogar von Sean zurück. Die Flucht nach Mexiko soll nun aber alles ändern und Davy neue Perspektiven eröffnen. Doch alles läuft ganz anders als gedacht. Denn Davy wird angeschossen und von ihren Freunden getrennt. Caden, der Anführer einer Widerstandsbewegung, rettet sie im letzten Moment. Er nimmt sie mit zu seiner Gruppe, doch dort ist Davy einigen Anfeindungen ausgesetzt. Davy hat deshalb das Ziel, so schnell wie möglich ihre Freunde wiederzufinden....

"Rhapsodie in Schwarz" ist der finale Band des Jugendbuch-Zweiteilers Infernale. Auch in diesem Band schlüpft man in die Haut der Hauptprotagonistin Davy und erlebt das Geschehen in der Ich-Form, aus ihrer Perspektive. Davy wirkt nach wie vor sehr sympathisch und die Selbstzweifel und Gewissensbisse, die sie nach der Zeit in Mount Haven plagen, wirken zunächst nachvollziehbar.

Der erneute Einstieg in die Reihe gelingt allerdings nicht ganz so problemlos wie erhofft, da die Autorin kaum Rückblicke in die Ereignisse des ersten Bandes gewährt. Es empfiehlt sich deshalb, die Bände kurz hintereinander zu lesen oder noch einmal im ersten Teil zu stöbern, um die Erinnerungen aufzufrischen. Der Schreistil von Sophie Jordan ist gewohnt flüssig zu lesen, sodass man förmlich durch die Seiten fliegen kann.

Auf die drei Freunde Sean, Sabine und Gil muss man in diesem Teil der Handlung weitestgehend verzichten. Denn durch die verwendete Erzählperspektive hat man eine ziemlich eingeschränkte Sicht auf die Gesamthandlung. Denn man erfährt fast nur das, was Davy erlebt. Ausnahmen bilden kurze Einschübe, wie z.B. Zeitungsnotizen, SMS-Nachrichten oder Briefe, die einen kurzen Einblick in die Welt außerhalb von Davys Umgebung gewähren. Diese sind zwar nur kurz, aber hilfreich, um wenigstens ein paar Informationen zu erhalten.

Auf Davy kommt in diesem Band einiges zu. Obwohl sie eigentlich sehr sympathisch wirkt, gibt es aber auch Szenen, in denen man einige ihrer Ansichten und Handlungen nicht nachvollziehen kann und sie einfach nur schütteln möchte. Die eingeflochtene Liebesgeschichte entwickelt sich nicht ganz so vorhersehbar wie gedacht und fügt sich gut in die Gesamthandlung ein. Es gibt außerdem einige spannende Momente, in denen man mit den Charakteren mitfiebern kann. Leider gibt es allerdings auch Wendungen, die nicht ganz logisch erscheinen. Die Auflösung ist zwar schlüssig, aber nicht so spannend, wie man das, durch die Ereignisse des ersten Bandes, erhofft hatte. Insgesamt gesehen wirkt das Ende auch eher überhastet und schnell abgeschlossen.

Mir hat der erste Band sehr gut gefallen und ich habe sehnsüchtig auf die Fortsetzung gewartet. Die hat mich nun leider aber etwas enttäuscht. Denn für mich gab es einige Wendungen, die mir nicht ganz logisch erschienen und das Ende wirkte auf mich zu abrupt. Da hatte ich mir einfach mehr erhofft. Deshalb fällt meine Bewertung dieses Mal auch etwas verhaltener aus, denn auf meiner persönlichen Bewertungsskala vergebe ich drei von fünf Bewertungssternen. 

  (46)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(8)

22 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

mord, nord-ost-see-kanal, mörder, geheimniss, kindsmissbrauch

Wassersarg

Angelika Svensson
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.03.2017
ISBN 9783426518991
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Am Nord-Ostsee-Kanal wird die grausam zugerichtete Leiche eines Mannes gefunden. Kommissarin Lisa Sanders nimmt mit ihren Kollegen die Ermittlungen auf. Dabei stellt sich heraus, dass es sich bei dem Getöteten um Carsten Hunold, einen kürzlich entlassenen Sexualstraftäter, der vor siebzehn Jahren zwei Jungen missbraucht und danach ermordet hatte, handelt. Ist der Mord an Hunold ein Fall von Selbstjustiz? Lisa Sanders beginnt im Umfeld der damals betroffenen Familien zu ermitteln. Als ein weiterer Mann ermordet aufgefunden wird, stehen Polizei und Staatsanwaltschaft vor einem Rätsel. Es hat den Anschein, als ob viel mehr hinter den Morden stecken könnte....

"Wassersarg" ist nach "Kiellinie" und "Kielgang" der dritte Fall für Kommissarin Lisa Sanders. Da die Bände in sich abgeschlossen sind, kann man den aktuellen Ermittlungen auch ohne Vorkenntnisse aus den ersten beiden Fällen folgen. Zum besseren Verständnis der privaten und beruflichen Nebenhandlungen empfiehlt sich allerdings, wie bei jeder anderen Bücherserie auch, die Einhaltung der vorgesehenen Reihenfolge.

Der erneute Einstieg in die Reihe gelingt mühelos, da ein spannender Prolog, in dem man den Mord an Carsten Hunold beobachtet, dafür sorgt, dass man sofort mitten im Geschehen ist. Man stellt sich die Frage, wer den Mann mit unglaublicher Brutalität umgebracht hat.

Der Fall ist nicht nur für die Ermittler rätselhaft, denn auch als Leser bleibt man lange im Ungewissen und zieht verschiedene Möglichkeiten in Betracht.  Doch nichts scheint so zu sein, wie es auf den ersten Blick scheint. Durch überraschende Wendungen muss man die eigenen Ermittlungen und Spekulationen über den Haufen werfen und ganz neu ansetzen. Dadurch bleibt die aufgebaute Spannung bis kurz vor Schluss erhalten. Denn diese Auflösung ist überraschend und kaum vorhersehbar.

Das Thema regt außerdem zum Nachdenken an, da man einen Einblick in die Gefühlswelt der Eltern bekommt, die ihre Kinder durch Carsten Hunold verloren haben. Trauer, Schmerz und Wut der Hinterbliebenen werden einfühlsam vermittelt, sodass man die Brisanz des Themas auf sich wirken lassen kann.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und sehr angenehm lesbar. Man kann sich die beschriebenen Szenen mühelos vorstellen und ganz in die Handlung eintauchen. Es gelingt Angelika Svensson hervorragend, die besondere Stimmung der Küstenregion einzufangen und zu vermitteln. Man ist sich stets bewusst, dass sich die Handlung im Winter zuträgt, denn die Schilderungen der Witterung sind so glaubhaft, dass man beim Lesen schon beinahe zu frösteln anfängt.

Die Protagonisten wirken ebenfalls authentisch und ihre Handlungen glaubhaft und lebendig. Man kann sich gut in sie hineinversetzen. Es gibt auch in diesem Band wieder einige Einblicke in das Privatleben von Lisa Sanders und Oberstaatsanwalt Thomas von Fehrbach. Die beruflichen und privaten Nebenhandlungen nehmen allerdings nicht zu viel Raum ein, sondern sorgen dafür, dass man sich ganz auf die Charaktere einlassen und mit ihnen mitfiebern kann.

Ich habe mich beim Lesen wieder sehr gut  unterhalten und gebannt den Kriminalfall und die Nebenhandlungen verfolgt. Das Ende war für mich überraschend und kaum vorhersehbar. Außerdem hat mich das Thema zum Nachdenken angeregt, sodass mir dieser Kriminalfall sicher lange in Erinnerung bleiben wird. Ich vergebe deshalb begeisterte fünf Bewertungssterne und freue mich schon jetzt auf weitere Ermittlungen.

  (56)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(5)

28 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

bäckerei, geheimnisse

Die Zitronenschwestern

Valentina Cebeni , Sylvia Spatz , Brigitte Lindecke
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Penguin, 13.03.2017
ISBN 9783328100409
Genre: Romane

Rezension:

Elettras Mutter Edda war das Herz der kleinen Familienbäckerei. Doch nun liegt Edda im Koma. Ob sie daraus erwachen wird, scheint mehr als ungewiss. Die Bäckerei steuert in den finanziellen Ruin und Elettra weiß nicht, wie es weitergehen soll. Da Edda stets darüber geschwiegen hat, wer Elletras Vater ist, fühlt Elletra sich in der schwierigen Situation allein gelassen und überfordert. Ein Hinweis darauf, dass Edda vor vielen Jahren eine überaus glückliche Zeit auf einer kleinen Mittelmeerinsel verbracht hat, veranlasst Elettra dazu, die Insel zu besuchen. Sie hofft darauf, mehr über ihre verschwiegene Mutter zu erfahren und sie besser zu verstehen. Ein baufälliges Kloster, umgeben von duftenden Zitronenhainen, scheint der Schlüssel zu Eddas Vergangenheit zu sein....

Im Zentrum der Handlung steht Elletra, die sich auf die Suche der Vergangenheit ihrer Mutter macht. Dabei kommt sie nicht nur einem alten Geheimnis auf die Spur, sondern findet außerdem heraus, wer sie selbst ist. Der Einstieg in diesen Roman gelingt mühelos, da man sich die beschriebenen Orte sehr gut vorstellen kann und sie deshalb beim Lesen ganz spontan vor Augen hat.

Elettra entdeckt auf der Insel ihr Interesse am Backen wieder. Die Düfte und Gerüche kann man regelrecht zwischen den Zeilen spüren, sodass einem beim Lesen das Wasser im Mund zusammenläuft. Der Roman weckt spontan die Lust, selbst zur Rührschüssel zu greifen und ebenfalls tätig zu werden. Unterstützt wird dieses Verlangen durch Elletras, bzw. Eddas Rezepte, die den Text nicht nur auflockern, sondern ihn durch die Backanleitungen noch authentischer wirken lassen.

Die Inselbewohner sind ein seltsames Völkchen. Sie leben nach ihren eigenen Regeln und wirken sehr verschlossen. Elettra hat es schwer, mit ihnen in Kontakt zu kommen. Im Kloster scheint es ihr leichter zu fallen. Denn die Bewohnerinnen nehmen Elettra in ihre Gemeinschaft auf. Doch auch dort hat sie das Gefühl, dass ihr irgendwas verschwiegen wird. Trotz all dieser Probleme, die man durchaus nachvollziehen kann, wirkt die Hauptprotagonistin zwar sympathisch, doch irgendwie nicht richtig greifbar. Man beobachtet zwar interessiert die Handlung, doch richtig nahe geht es einem nicht. Das ist wirklich schade, da die Leidenschaft fürs Backen und die wunderbaren Düfte förmlich durch das Buch ziehen und zeigen, dass die Autorin eigentlich eine Meisterin der Beschreibung ist. Doch für die Protagonisten gilt das leider nur bedingt. Die eingeflochtene Liebesgeschichte wirkt auch eher belanglos. Man nimmt sie zwar zur Kenntnis, doch sie lädt nicht zum Mitfiebern ein, da man sie eher distanziert beobachtet.

Ich habe mich beim Lesen recht gut unterhalten. Nicht weniger - doch leider auch nicht mehr! Denn eigentlich hatte ich mir einen zu Herzen gehenden Roman erhofft, in dem ein altes Familiengeheimnis geklärt wird und der ganz nebenbei die Sinne anspricht. Die Beschreibungen der Insel fand ich sehr gelungen und auch die Leidenschaft fürs Backen konnte ich zwischen den Zeilen spüren. Doch die Protagonisten konnten mich nicht in ihren Bann ziehen. Sie wirkten auf mich zu blass, sodass ich ihr Handeln ziemlich distanziert betrachtet habe und mich die Geschichte selbst kaum berührt hat. Ich vergebe deshalb nur drei von fünf Bewertungssternchen. Da man über Geschmack ja bekanntlich streiten kann, ist es sicher gut, sich selbst ein Bild zu machen und dieser Geschichte trotzdem eine Chance zu geben. 

  (40)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(95)

225 Bibliotheken, 17 Leser, 1 Gruppe, 88 Rezensionen

alexander der große, fantasy, magie, makedonien, jugendbuch

Schattenkrone - Royal Blood

Eleanor Herman , Christine Strüh , Anna Julia Strüh
Fester Einband: 592 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 23.02.2017
ISBN 9783841422309
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kronprinz Alexander hofft darauf, endlich in die Fußstapfen seines mächtigen Vaters zu treten. Als der König eine Reise antritt, wird Alexander zum Prinzregenten benannt. Es stellt sich allerdings schnell heraus, dass der Rat Alexanders Ansichten nicht ernst nimmt und die Entscheidungen ohne ihn trifft. Alexander will sich und sein Können endlich beweisen und plant mit seinem engsten Vertrauten Heph eine Reise, die für ihn alles ändern soll. Am Tag des  Blutturniers trifft er auf Kat, die mit  ihrem Freund Jacob extra zu diesem Anlass an den Königshof gereist ist. Zwischen Kat und Alexander herrscht sofort eine seltsame Verbundenheit, die Alexander dazu veranlasst Kat als Gast einzuladen. Kat ist darüber hocherfreut, da sie am Hof den Tod ihrer Mutter rächen will. Jacob beobachtet die Vertrautheit zwischen dem Königssohn und Kat mit gemischten Gefühlen und auch Cyn, die Schwester des Kronprinzen, versucht ihre eigenen Ziele durchzusetzen.....

"Schattenkrone" ist der Auftaktband der Royal-Blood-Reihe von Eleanor Herman. Die Autorin erzählt in einem Mix aus Fantasy, Magie und historischem Roman die Geschichte von Alexander dem Großen. Dazu verwendet sie verschiedene Perspektiven, bei denen man abwechselnd den Hauptcharakteren Alex, Heph, Kat, Jacob, Cyn, Königin Olympias und der persischen Prinzessin Zofia über die Schulter schaut. Da man sich zunächst erstmal mit den verschiedenen Protagonisten vertraut machen muss, und dabei natürlich jede Menge Charaktere kennenlernt, die man ja nicht sofort zuordnen und untereinander ins richtige Verhältnis setzen kann, muss man beim Einstieg in die Handlung aufmerksam lesen, um nichts durcheinander zu bringen.

Da alle sieben Hauptprotagonisten einen eigenen Handlungsstrang haben, in dem sie ihre Ziele verfolgen, verläuft der Einstieg in die Geschichte zunächst ziemlich gemächlich. Die Charaktere wirken zwar meist lebendig, und bis auf wenige Ausnahmen auch sympathisch, doch richtig einschätzen kann man durch die ständigen Perspektivenwechseln niemanden. Man lernt zwar alle Charaktere und ihre Ziele kennen, doch sie bleiben dabei leider recht oberflächlich und blass. Außerdem handeln sie manchmal unlogisch und kaum nachvollziehbar.

Der Schreibstil wirkt allerdings locker und leicht zu lesen. Man kann sich die beschriebenen Szenen gut vorstellen und merkt, dass die Autorin sehr gut recherchiert hat, um den Leser in die Vergangenheit zu versetzen. Denn die Handlung trägt sich etwa 340 v.Chr. zu. Durch kleine Details, die in die Handlung einfließen, ist man sich dessen auch stets bewusst und kann die historische, magische Kulisse genießen. Man darf sich allerdings nicht daran stören, dass der größte Teil der Handlung im Präsens erzählt wird. Denn dadurch wirkt die Erzählung manchmal etwas holprig und unrund.

Insgesamt gesehen habe ich mich beim Lesen des Auftaktbandes aber recht gut unterhalten. Obwohl ich die vielen verschiedenen Protagonisten eher distanziert betrachtet habe, und zu keinem eine echte Beziehung aufbauen konnte, wirkte der Plot auf mich farbenprächtig und interessant. Da die Handlung zum Ende hin auch deutlich an Fahrt aufgenommen hat, werde ich zum nächsten Band greifen und schauen, was die Charaktere dort erwartet. Auf meiner persönlichen Bewertungsskala bekommt das Buch drei von fünf Bewertungssternchen. Ich hoffe sehr, dass ich beim Folgeband etwas höher bewerten kann. 

  (53)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(36)

50 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 33 Rezensionen

journalist, spanking, thriller, schweden, demut

Demut

Mats Olsson , Leena Flegler
Flexibler Einband: 736 Seiten
Erschienen bei btb, 27.02.2017
ISBN 9783442714643
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der ehemalige Reporter Harry Svensson muss nach einem Date, bei dem er die Wünsche der Frau offenbar falsch gedeutet hat, die Notaufnahme im Krankenhaus aufsuchen. Nach der Versorgung seiner lädierte Nase kehrt er allein in sein Hotel zurück. Da die Tür des Nachbarzimmers nur angelehnt ist, kann Harry seine Neugier  nicht bezwingen und wirft einen Blick ins Zimmer. Dort entdeckt er einen bekannten Musiker, der nahezu bewusstlos seinen Rausch ausschläft. Neben ihm liegt eine tote Frau. Harry ruft die Polizei und verfasst für seine ehemalige Zeitung Exklusivberichte. Als es nur kurze Zeit später zu einem ähnlichen Fall kommt, bei dem Harry die dort ermordete Frau näher kennt, als er die Polizei wissen lassen möchte, stellt er auf eigene Faust Ermittlungen an, die ihn auf die Spur eines Serienmörders mit ganz speziellen Neigungen führen....

Die Ermittlungen im Fall des "Spanking-Mörders" werden zum größten Teil in der Ich-Form, aus der Sicht von Harry Svensson, geschildert. Es gibt allerdings auch Szenen, bei dem man dem Mörder direkt über die Schulter schaut und Einblicke in seine Gedanken bekommt.

Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm lesbar. Man kann sich die beschriebenen Szenen mühelos vorstellen und deshalb problemlos in die Handlung eintauchen.

Harry ist ein recht gewöhnungsbedürftiger Ermittler. Er wirkt sehr sympathisch, doch er neigt dazu, gerne ausschweifend zu berichten und dadurch kommt es leider manchmal zu einigen Längen, die den Spannungsaufbau  hemmen. Der Fall selbst ist durchaus interessant und der Zeitraum, den die Nachforschungen einnehmen,  wirkt sehr realistisch. Harry kann auch mal über sich selbst lachen und deshalb blitzt zwischen den Zeilen hin und wieder auch etwas Humor auf. Dadurch wirkt die Erzählung sehr lebendig, denn man hat manchmal das Gefühl, Harry direkt gegenüber zu sitzen und seinen Worten zu lauschen. Harrys Suche nach dem Täter steht im Zentrum der Handlung. Von den polizeilichen Ermittlungen erfährt man leider wenig. Deshalb hat man beim Lesen auch das Gefühl, dass dort wenig unternommen wird.

Am Anfang plätschert die Geschichte ziemlich vor sich hin, was sicher mit daran liegt, dass Harry alles und jeden detailliert und ausschweifend beschreibt. Dadurch bekommt man zwar einen guten Überblick über die Gesamthandlung und Harrys Vorlieben, doch die Spannung bleibt auf der Strecke. Im letzten Drittel ändert sich das allerdings, denn dann zieht das Tempo ziemlich an, sodass sich doch noch das Gefühl einstellt, dass man einen Thriller liest.

Ich habe mich beim Lesen dieses recht umfangreichen Buchs gut unterhalten. Denn Harry ist zwar gewöhnungsbedürftig, aber dennoch sympathisch. Der Plot ist spannend, aber leider zu ausschweifend erzählt. Hier wären, meiner Meinung nach, ein paar Seiten weniger deutlich mehr gewesen. Denn das hätte der gedrosselten Spannung sicher gutgetan. Auf meiner persönlichen Bewertungsskala ziehe ich deshalb auch ein Sternchen ab und vergebe vier von fünf Bewertungssternen.

  (67)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(129)

175 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 117 Rezensionen

thriller, psychothriller, schweden, stockholm, krimi

Glücksmädchen

Mikaela Bley , Katrin Frey
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 10.02.2017
ISBN 9783548288444
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Die achtjährige Lycke verschwindet mitten in Stockholm spurlos. Kriminalreporterin Ellen Tamm bekommt von ihrem Chef den Auftrag in diesem Fall genau zu recherchieren, da er hier eine große Story wittert. Doch Ellen geht das Schicksal des Mädchens sehr nahe, da sie selbst ihre Zwillingsschwester in ihrer Kindheit durch einen Unfall verloren hat. Der Tod der Schwester macht ihr noch immer
schwer zu schaffen. Nun sucht sie verzweifelt nach der vermissten Lycke, um wenigstens sie zu retten.....


Mikaela Bley erzählt die Geschichte um das Verschwinden der kleinen Lycke aus verschiedenen Perspektiven. Man beobachtet abwechselnd die Hauptprotagonistin Ellen, Lyckes Vater Harald, Lyckes Mutter Helena, die Stiefmutter Chloe und die Nanny Mona. Dabei bekommt man einen interessanten Einblick, wer wie mit der nervenaufreibenden Situation umgeht und wem Lyckes Schicksal überhaupt am Herzen liegt. Das Buch ist in Kapitel unterteilt, die mit dem jeweiligen Tag, der Uhrzeit und der Person, der man beim Lesen gerade über die Schulter schaut, bezeichnet sind.


Der Einstieg in die Handlung gelingt relativ mühelos. Denn man möchte unbedingt erfahren, was mit Lycke passiert ist. Nach und nach stellt sich dabei heraus, dass Lyckes Leben alles andere als harmonisch und glücklich verlaufen ist. Die verschiedenen Perspektiven sind da äußerst aufschlussreich. Man fühlt mit dem verschwundenen Mädchen mit und hofft, dass sich bald alles aufklären und zum Guten wenden wird. Da man lange Zeit im Dunkeln tappt, und nicht weiß, in welche Richtung sich die Geschichte entwickeln wird, gerät man förmlich in den Sog der Ereignisse.


Der Schreibstil ist sehr flüssig und angenehm lesbar. Man kann sich die beschriebenen Handlungsorte und Personen lebhaft vorstellen und deshalb mühelos in die Handlung eintauchen. Die Charaktere sind nur schwer einzuschätzen. Nur die Nanny Mona scheint ein wenig Liebe für das verschwundene Kind übrig gehabt zu haben und wirkt deshalb wie ein Sonnenstrahl in einer ziemlich unterkühlten Umgebung. Auch die Hauptprotagonistin Ellen wirkt ziemlich distanziert und gibt erst nach und nach ihre Geheimnisse preis.
Die Spannung lebt von der Ungewissheit, was mit Lycke passiert sein könnte und zieht sich deshalb durch das gesamte Buch. Zum Ende hin überschlagen sich die Ereignisse und gipfeln in einem Paukenschlag, der zum Nachdenken anregt.


Ich habe mich beim Lesen recht gut unterhalten, da ich durchgehend mit Lycke mitgefiebert habe und unbedingt erfahren wollte, was mit ihr passiert ist. Durch den flüssigen Schreibstil bin ich förmlich über die Seiten geflogen und konnte das Buch dann erst aus der Hand legen, als ich alle Zusammenhänge kannte. Deshalb bekommt "Glücksmädchen" auf meiner persönlichen Bewertungsskala auch vier von fünf möglichen Sternchen. Das eine ziehe ich ab, da ich die Protagonisten eher distanziert beobachtet habe und mich nicht richtig auf sie einlassen konnte.

  (74)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(53)

151 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

thriller, düsseldorf, mord, psychopath, strobel

Im Kopf des Mörders - Tiefe Narbe

Arno Strobel
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 26.01.2017
ISBN 9783596296163
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Oberkommissar Max Bischoff ist neu bei der Mordkommission in Düsseldorf. Als der stadtbekannte Journalist Harry Passeck im Polizeipräsidium auftaucht, bekommt Max Bischoff, gemeinsam mit seinem Partner Horst Böhmer, den ersten Fall zugeteilt. Passeck hat keine Erinnerungen mehr an die vergangene Nacht, ist aber von oben bis unten mit Blut beschmiert. Er kann den beiden Ermittlern lediglich die Adresse der Wohnung nennen, zu der er ein Informant ihn bestellt hatte. In der Wohnung entdecken die Ermittler ein Schlafzimmer, in dem ebenfalls alles voller Blut ist. Von einer Leiche fehlt allerdings jede Spur. Schon bald stellt sich heraus, dass das Blut von einer Frau stammt, die bereits vor zwei Jahren spurlos verschwand. Hat Passeck die Frau umgebracht und ihre Leiche verschwinden lassen? Kurz darauf wird eine weitere Frauenleiche gefunden. Der Fall wird immer rätselhafter. Max Bischoff und Horst Böhmer scheinen auf der Stelle zu treten, denn nichts ist so, wie es auf Anhieb erscheint.......


"Im Kopf des Mörders - Tiefe Narbe" ist der erste Band einer Thriller-Trilogie um den Oberkommissar Max Bischoff. Auch dieser Strobel startet ohne langatmiges Vorgeplänkel, denn man befindet sich sofort mitten im spannenden Geschehen, da der Prolog einen Einblick in den Kopf Mörders gewährt. Dadurch wird das Interesse vom ersten Moment an geweckt, da man unbedingt erfahren möchte, wer der Mörder ist und was genau ihn antreibt.


Danach lernt man Max Bischoff näher kennen. Der Oberkommissar wirkt sehr sympathisch und auch sein Partner Horst Böhmer hinterlässt einen angenehmen Eindruck. Den beiden Ermittlern schaut man bei ihrer Arbeit gerne über die Schulter und auch die privaten Hintergründe, die man von beiden erfährt, fließen so interessant in die Handlung ein, dass  sie nicht zu sehr vom Fall  ablenken, sondern ein lebendiges Bild der beiden Protagonisten liefern. Die Ermittlungen selbst geben von Anfang an Rätsel auf, sodass man gemeinsam mit Max Bischoff und Horst Böhmer lange Zeit im Dunkeln tappt. Arno Strobel legt auch in diesem Thriller geschickt Spuren aus, denen man nur allzu bereitwillig folgt. Allerdings ist in diesem Fall nichts so, wie es auf Anhieb scheint und deshalb muss man die eigenen Ermittlungen oft über den Haufen werfen und ganz neu ansetzen. Die aufgebaute Spannung wird dadurch durchgehend gehalten und kann sich zum Ende hin sogar noch steigern. Thrillerfans dürften hier voll auf ihre Kosten kommen. Allerdings darf man nicht zu zartbesaitet sein, denn der Mörder geht mit seinen Opfern nicht gerade zimperlich um.


Thriller sind ja meine absoluten Favoriten und die von Arno Strobel haben mich eigentlich noch nie enttäuscht. So war es auch bei diesem Fall, denn mein Interesse war von Anfang an da, die aufgebaute Spannung wurde durchgehend gehalten und die Charaktere wirkten auf mich so lebendig, dass ich mit ihnen mitfiebern konnte. Deshalb habe ich das Buch auch beinahe in einem Rutsch durchgelesen und freue mich bereits jetzt auf den nächsten Max-Bischoff-Fall. Ich vergebe begeisterte fünf Bewertungssterne und ein klare Leseempfehlung. 

  (84)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(67)

94 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 64 Rezensionen

krimi, schweden, flüchtlinge, organhandel, tom stilton

Schlaflied

Cilla Börjlind , Rolf Börjlind , Christel Hildebrandt
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei btb, 20.02.2017
ISBN 9783442757169
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Am Stockholmer Hauptbahnhof kommen unzählige Asylsuchende an. Das Chaos, das dort herrscht, nutzt ein kleines Mädchen dazu, sich ganz alleine durchzuschlagen und nach Möglichkeit den Kontakt zu  Behörden zu vermeiden. Bei ihrem Leben auf den Straßen der schwedischen Hauptstadt fällt sie der Obdachlosen Muriel auf. Muriel nimmt das Mädchen mit in eine einsame Waldhütte und kümmert sich dort um sie. Die beiden freunden sich an und geben  sich gegenseitig Halt. Sie ahnen nicht, dass ihre friedlichen Tage bereits gezählt sind.


Zur gleichen Zeit bietet der ehemalige Kriminalkommissar Tom Stilton seinen früheren Kollegen an,  als Berater mit im Team zu arbeiten und so langsam wieder Fuß im Job zu fassen. Mette Olsäter nimmt das Angebot gerne an. Denn das Team versucht den Mord an einem unbekannten Jungen aufzuklären, dessen Leiche im Wald verscharrt wurde,  und tritt damit noch ziemlich auf der Stelle. Im Verlauf der Ermittlungen nimmt auch Muriel Kontakt zu Tom auf, denn sie hat den Verdacht, dass das Flüchtlingsmädchen in großer Gefahr schwebt....


Nach "Die Springflut" , "Die dritte Stimme" und "Die Strömung" liegt mit "Schlaflied" nun der vierte Band um die Polizistin Olivia Rönning und den ehemaligen Kriminalkommissar Tom Stilton vor. Da die Fälle in sich abgeschlossen sind, können sie durchaus unabhängig voneinander gelesen werden. Den aktuellen Ermittlungen kann man auch ohne Vorkenntnisse aus den vorherigen Bänden folgen. Allerdings haben die Protagonisten im Lauf der Reihe bereits einige Weiterentwicklungen durchgemacht, die man einfach besser nachvollziehen und genießen kann, wenn man die Bücher in der richtigen Reihenfolge liest.


Auch dieser Fall zeichnet sich dadurch aus, dass das Autorenpaar brandaktuelle Themen in die Handlung einfließen lässt. Dadurch wirken die Ermittlungen sehr lebendig, sodass man sich direkt in den Fall und seine Hintergründe hineinversetzen kann. Dennoch weiß man zunächst nicht genau, in welche Richtung sich alles entwickeln wird. Unterschiedliche Handlungsschauplätze und wechselnde Perspektiven sorgen für ein hohes Tempo. Man verfolgt gebannt die unterschiedlichen Handlungsstränge und beobachtet fasziniert, wie sie sich nach und nach miteinander verknüpfen. Trotz der recht hohen Seitenanzahl liest sich dieser skandinavische Krimi beinahe von selbst, denn die Handlung ist durchgehend interessant und die Spannung steigert sich kontinuierlich. Die Charaktere wirken außerdem sehr authentisch und lebendig, sodass nicht nur die eigentlichen Ermittlungen, sondern auch die privaten Nebenhandlungen ein durchgehend spannendes Lesevergnügen garantieren.


Ich habe mich beim Lesen dieses Kriminalromans von der ersten bis zur letzten Seite durchgehend spannend unterhalten gefühlt. Das Buch hat eine regelrechte Sogwirkung auf mich ausgeübt, sodass ich es nur ungern aus der Hand legen mochte. Manchmal ist  mir die Stimmung in skandinavischen Krimis zu düster und schwermütig.  Das war bei diesem Exemplar allerdings keinen Moment der Fall. Ich habe mit den Charakteren mitgefiebert und jede einzelne Seite genossen. Besonders gelungen fand ich den Prolog, den man eigentlich die gesamte Handlung über nicht einordnen kann, der dann auf den letzten Seiten allerdings noch so in die Handlung eingebunden wird, dass alle Puzzleteile an die richtige Stelle rutschen. Ich vergebe deshalb begeisterte fünf Bewertungssterne und eine ganz klare Leseempfehlung!

  (66)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(17)

30 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

frankfurt, norman jacobi, frackin, wahlkampf, fortsetzung

Du hast keine Wahl

Frank Uhlmann
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 09.12.2016
ISBN 9783423216586
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Die "Freien Bürger" scheinen mit Roland Forster den richtigen Kandidaten im Wahlkampf um das Amt des Oberbürgermeisters ins Rennen geschickt zu haben. Der charismatische Politiker kommt bei den Bürgern ausgesprochen gut an. Bei einer Wahlkampfveranstaltung nimmt sein Aufstieg allerdings ein abruptes Ende: Forster wird mir drei Schüssen regelrecht hingerichtet. Am Tatort entdeckt die Polizei eine mit Blut geschriebene Botschaft. Hauptkommissar Bruno Demandt informiert den Polizeireporter Norman Jacobi sofort darüber, denn er hat den Eindruck, dass der Mord an eine Serie erinnert, in der Norman Jacobi und die Historikerin Katharina Beck vor zwei Monaten entscheidend zur Aufklärung beigetragen haben. Normans Ermittlerinstinkte werden sofort geweckt und schon bald macht er erste Entdeckungen. Doch dadurch bringt Norman nicht nur sich selbst, sondern auch Katharina, in größte Gefahr.....


"Du hast keine Wahl" ist nach "Brennen sollst du" der zweite Fall Polizeireporter Norman Jacobi und Historikerin Katharina Beck. Der Einstieg in den aktuellen Fall gelingt auch dann recht mühelos, wenn man den ersten Band nicht gelesen hat. Denn der Autor streut wichtige Hintergrundinformationen aus dem Auftaktband in die Handlung ein. Dabei werden allerdings entscheidende Details verraten, sodass man, wenn man sich nicht die Spannung verderben möchte, die Fälle doch lieber in der empfohlenen Reihenfolge lesen sollte.


Der Schreibstil ist flüssig und sehr gut lesbar. Man kann sich die beschriebenen Szenen und Protagonisten problemlos vorstellen und dadurch ganz in die Handlung eintauchen. Katharina Beck und Norman Jacobi wirken recht sympathisch. Man beobachtet deshalb interessiert, in welche gefährlichen Situationen sie durch ihre eigenmächtigen Ermittlungen geraten. Nachvollziehen kann man ihre Handlungen allerdings nicht immer und deshalb bleibt man immer ein wenig auf Distanz zu den beiden Hauptakteuren. Die Spannung baut sich früh auf und steigert sich zur Mitte hin enorm. Man weiß einfach nicht, was man glauben soll und wem Katharina und Norman eigentlich noch trauen können. Dadurch ist man hin- und hergerissen und möchte unbedingt erfahren, was oder wer hinter dem Ganzen steckt. Leider kann die aufgebaute Spannung nicht durchgehend gehalten werden, sondern flacht zum Ende hin etwas ab. Im großen Finale überschlagen sich die Ereignisse dann allerdings und es gibt jede Menge Action. Leider kommt Kommissar Zufall dann auch ein wenig zu oft zum Einsatz, sodass das Ende einen ziemlich konstruierten Eindruck macht. Dennoch macht der Epilog neugierig auf die Fortsetzung.


Thriller sind ja meine absoluten Favoriten und die Idee, mehrere in sich abgeschlossene Bände, mit einem roten Faden zu verbinden, der sich durch alle Fälle zieht und erst ganz zum Schluss den Zusammenhang erkennen lässt, finde ich ziemlich reizvoll. Deshalb stürzte ich mich auch mit hohen Erwartungen in das Geschehen. Ich habe zwar den ersten Fall nicht gelesen, doch das hat mich nicht einen Moment gestört. Obwohl ich zugeben muss, dass ich, durch die vielen eingestreuten Details des ersten Bandes, nun wohl auch nicht mehr zum ersten Teil greifen werde, da ich die entscheidenden Szenen nun schon kenne. Für mich war die Spannung im aktuellen Fall früh gegeben und ich habe zunächst auch mit den beiden Hauptakteuren mitgefiebert. Doch leider wurde ich nicht richtig warm mit den beiden, da ich manche ihrer Handlungen nicht nachvollziehen konnte. Zum Ende hin flachte die Spannung für mich deutlich ab und einige der Finalszenen waren für meinen Geschmack zu konstruiert und schon fast unglaubwürdig. Dennoch macht mich der Epilog neugierig auf die Fortsetzung, denn ich möchte den roten Faden, der sich durch alle Handlungen zieht, gerne weiterverfolgen. Da mich die Spannung auch über weite Teile in ihren Bann ziehen konnte, vergebe ich auf meiner persönlichen Bewertungsskala dennoch vier von fünf Bewertungssternchen. 

  (82)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(158)

342 Bibliotheken, 22 Leser, 2 Gruppen, 134 Rezensionen

weltraum, hexen, kai meyer, raumschiff, science fiction

Die Krone der Sterne

Kai Meyer , Jens Maria Weber
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 26.01.2017
ISBN 9783596035854
Genre: Fantasy

Rezension:


Die Gottkaiserin und ihr Hexenorden herrschen unerbittlich über das galaktische Reich Tiamande. In regelmäßigen Abständen werden junge Mädchen als Bräute für die Gottkaiserin und ihren Orden auserwählt. Umfangreiche Tests haben ergeben, dass auch die junge Adelige Iniza als Braut geeignet ist. Deshalb soll  sie an Bord einer riesigen Raumkathedrale zur Gottkaiserin und ihrem Gefolge reisen. Doch Iniza hat andere Pläne für ihr Leben und deshalb ist sie nicht besonders böse, dass der Kopfgeldjäger Kranit sie im Auftrag eines Barons direkt aus der Raumkathedrale entführt. Gemeinsam mit Inizas Geliebten Glanis wagen sie die riskante Flucht. Nicht ahnend, was diese Flucht auslösen wird. Denn der Hexenorden braucht Iniza unbedingt und wird nicht eher Ruhe geben, bis Iniza sich wieder in den Händen der Gottkaiserin befindet. Und dazu ist jedes Mittel recht.....


Der Einstieg in Kai Meyers Weltraumabenteuer gelingt überraschend mühelos. Ohne langatmiges Vorgeplänkel befindet man sich gleich mitten im Geschehen und verfolgt gebannt die Flucht. Zunächst fällt es zwar nicht ganz leicht, sich die fremden Namen zu merken und den Personen richtig zuzuordnen. Doch das gibt sich nach einer kurzen Eingewöhnungszeit recht schnell.


Bis auf eine Ausnahme, wirken die Personen alle lebendig und interessant. Dadurch kann man mit ihnen mitfiebern und sich ganz auf die spannende Geschichte einlassen. Es fällt nicht immer leicht, die Personen richtig einzuschätzen, da man erst nach und nach mit Hintergrundinformationen versorgt wird. Aber gerade das macht die Zweckgemeinschaft wider Willen, in der sich die Protagonisten auf der Flucht zusammenschließen, so interessant. Man weiß nie, was als nächstes passieren wird und ist hin- und hergerissen, wie man alles und jeden einschätzen soll.


Trotz der fremden Welt, in der man sich ja erst zurechtfinden muss, liest sich die Geschichte fast von selbst. Denn Kai Meyer beschreibt Charaktere und Umgebung so lebendig, dass man sich alles mühelos vorstellen kann. Sciene Fiction, Fantasy, Abenteuer und Magie sorgen für rasante Abwechslung, sodass man das Buch nur ungern aus der Hand legen mag. Langatmige Beschreibungen der fremden Welt braucht man nicht zu befürchten, denn der Autor lässt diese Details gekonnt in die Handlung einfließen, ohne dass der Lesefluss gehemmt wird. Spannende Weltraumschlachten und überraschende Wendungen lassen keine Langeweile aufkommen.


Normalerweise mache ich einen großen Bogen um Bücher, in denen es um Science-Fiction oder Magie geht, da mich diese Geschichten eigentlich nicht in ihren Bann ziehen können. Doch Kai Meyer ist es vom ersten Moment an gelungen, mich mit seiner Space-Fantasy voller Action und Magie zu begeistern. Deshalb bekommt das Buch auf meiner persönlichen Bewertungsskala auch vier von fünf Bewertungssternchen. Das eine ziehe ich ab, da für meinen Geschmack zu viele Fragen offen blieben. Obwohl ich zugeben muss, dass diese losen Handlungsfäden Lust auf die Fortsetzung machen. 

  (87)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(9)

25 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

gefahr, tiere, exmann, junge, castillo

Schrei im Morgengrauen

Linda Castillo , Miriam Höllings
Flexibler Einband
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 10.07.2014
ISBN 9783956490392
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(28)

43 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 24 Rezensionen

berlin, mord, thriller, thrlle, psychothriller

Kalte Haut

Martin Krist
E-Buch Text: 497 Seiten
Erschienen bei Midnight, 07.01.2015
ISBN 9783958190238
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(5)

29 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

barclay

Lügennacht

Linwood Barclay , Silvia Visintini
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.12.2016
ISBN 9783426518694
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(2)

17 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

sadismus

Die Farben des Bösen

Anja Berger
Flexibler Einband: 418 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 03.12.2015
ISBN 9783426215548
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(92)

199 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 36 Rezensionen

thriller, kate burkholder, amisch, ohio, usa

Grausame Nacht

Linda Castillo , Helga Augustin
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 28.07.2016
ISBN 9783596032631
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(65)

85 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 61 Rezensionen

humor, schule, schüler, witzig, lena greiner

Nenne drei Hochkulturen: Römer, Ägypter, Imker

Lena Greiner , Carola Padtberg-Kruse
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 18.11.2016
ISBN 9783548376653
Genre: Humor

Rezension:


Nach "Nenne drei Nadelbäume: Tanne, Fichte, Oberkiefer" ist "Nenne drei Hochkulturen: Römer, Ägypter, Imker" der zweite Band, in dem man in von Lehrern eingeschickten Anekdoten aus dem ganz normalen Schulalltag stöbern kann. Die beiden Spiegel-Online Redakteurinnen Lena Greiner und Carola Padtberg-Kruse haben die eingeschickten Einblicke in verschiedene Fachbereiche eingeteilt.
Zunächst wird man mit einer lockeren und sehr humorvoll geschriebenen Einleitung auf die dann folgenden Geschichten eingestimmt. In den Fachbereichen Englisch, Geschichte, Politik, Biologie, Religion, Erdkunde, Deutsch, Chemie, Physik und Mathe darf man sich auf Blackouts, Schreibfehler, Ausreden oder einfach bloßen Nicht-Wissen freuen. Auch die fehlende Allgemeinbildung, Patzer im Abitur, nervige Eltern oder Einblicke ins geheimnisvolle Lehrerzimmer kommen nicht zu kurz. Hier ist also für jeden Geschmack etwas dabei und da die eigene Schulzeit ja auch schon etwas her sein könnte und man  auch nicht immer alles ganz genau weiß, gibt es außerdem richtige Erklärungen, die dafür sorgen, dass man in jedem Fall den Witz der Sache verstehen kann. Lustige Cartoons lockern das Ganze zusätzlich auf.

Die Abschnitte sind nicht zu lang und lassen sich locker und flott lesen. In den meisten Fällen steht unter der jeweiligen Begebenheit auch noch, in welcher Klasse und welcher Schulform der Lehrer diese Antwort bekommen hat. Bei den jüngeren Grundschulkinder kann man  noch unbefangen lachen, doch bei den höheren Klassen, gerade aus dem Gymnasium, kann einem das Lachen auch schon mal im Halse stecken bleiben. Man muss allerdings oft ganz unverhofft schmunzeln und kann kaum glauben, was für irre Ausreden und Antworten da manchmal auf die Lehrer einprasseln.

Mir haben die Geschichten sehr gut gefallen. Ich konnte dabei oft ganz unverhofft lachen und musste mir die ein oder andere Lachträne aus den Augenwinkeln wischen. Zur kurzweiligen Unterhaltung für zwischendurch ist dieses Buch definitiv bestens geeignet. Auf meiner persönlichen Bewertungsskala gibt es dafür alle fünf Bewertungssterne und die dringende Empfehlung, sich ruhig selbst ein Bild zu machen!

  (70)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(59)

71 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 55 Rezensionen

altötting, krimi, bayern, anton leiss-huber, novizin

Fastenopfer

Anton Leiss-Huber
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 13.01.2017
ISBN 9783548288314
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Kommissar Max Kramer wacht am Aschermittwoch mit einem  beachtlichen Kater auf. Dass er lieber auf das ein oder andere alkoholische Getränk verzichtet hätte, wird ihm klar, als er die  attraktive Staatsanwältin in seinem Bett vorfindet. Max Kramer kann sich noch nicht einmal mehr richtig erinnern, was in der Nacht vorgefallen ist. Bevor er sich genauer mit der Situation auseinandersetzen kann, fordert allerdings ein Einsatz seine Aufmerksamkeit: Rainer Schutt-Novotny, der Verwalter des "Tilly-Benefiziums",  liegt ermordet in der Kapelladministration....

Nach "Gnadenort" ist "Fastenzeit" der zweite Fall für Kommissar Max Kramer und die Nonne Maria Evita. Da die Bände in sich abgeschlossen sind, kann man sie auch unabhängig voneinander lesen. Der Einstieg in die aktuellen Ermittlungen gelingt auch ohne Vorkenntnisse aus dem ersten Fall mühelos.

Anton Leiss-Huber beschreibt Handlungsorte und Protagonisten so lebendig, dass man sofort alles vor Augen hat. Durch den bayrischen Dialekt, der zuweilen von einigen Personen verwendet wird, wirkt der Handlungsort Altötting außerdem sehr authentisch. Auch als Nicht-Bayer kann man den Dialogen folgen und braucht nicht zu befürchten, dass man irgendwie den Anschluss verpasst. Die Charaktere überzeugen durch ihre Eigenarten und einige sind einfach herrlich schräg, sodass man mühelos in den kleinen Ort und die Ermittlungen eintauchen kann. Das Interesse am Mordfall wird von Anfang an geweckt und durchgehend gehalten. Denn gemeinsam mit den Ermittlern tappt man lange Zeit im Dunkeln und ahnt nicht, was hinter dem Mord und den anderen geheimnisvollen Vorgängen stecken könnte. Der Humor kommt ebenfalls nicht zu kurz, denn es gibt einige Situationen, in denen man unverhofft schmunzeln muss. Der Schreibstil ist locker und sehr flüssig, sodass sich das Ganze fast von selbst liest. Das klingt schon fast zu schön um wahr zu sein. Doch leider gibt es auch ein kleines Manko, denn richtige Spannung stellt sich leider beim Lesen nicht an. Die Handlung plätschert eher gemächlich, ohne nennenswerte Höhen oder Tiefen, vor sich hin, bleibt dabei aber, zugegebenermaßen immer lesenswert und interessant.

Ich habe mich beim Lesen dieses Krimis gut unterhalten und mich keinen Moment gelangweilt. Zwar habe ich die Spannung schon etwas vermisst, wurde dafür aber mit liebenswert, schrägen Charakteren und einer durchgehend interessanten Handlung entschädigt. Deshalb bekommt das recht dünne Büchlein auf meiner persönlichen Bewertungsskala dennoch vier von fünf Bewertungssternen.

  (69)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(13)

36 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

thriller, ermittlungen, mord, mark sennen, vergewaltigung

Der Frauensammler

Mark Sennen , Fred Kinzel
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 15.08.2016
ISBN 9783734103131
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(218)

605 Bibliotheken, 20 Leser, 1 Gruppe, 131 Rezensionen

fantasy, marie lu, young elites, jugendbuch, verrat

Young Elites - Die Gemeinschaft der Dolche

Marie Lu , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Loewe, 16.01.2017
ISBN 9783785583531
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Adelina Amouteru hat das Blutfieber überlebt. Doch sie zahlt dafür einen hohen Preis. Denn nun gehört sie zu den sogenannten Malfettos. Sie ist von der Krankheit gezeichnet. Ihr ehemals schwarzes Haar hat sich plötzlich silbern gefärbt und ein Auge musste entfernt werden. Malfettos werden von der Gesellschaft nur geduldet und wie Aussätzige behandelt. Adelinas Vater ist alles andere als begeistert von der entstellten Tochter. Er macht ihr das Leben zur Hölle und versucht die erste Gelegenheit zu ergreifen, sich ihrer zu entledigen. Doch es heißt, dass einige Malfettos starke übernatürliche Kräfte haben. Auch bei Adelina brechen ungeahnt mächtige Fähigkeiten durch, als sie vor dem Vater flieht. Dadurch wird die Elite der Malfettos, die Gemeinschaft der Dolche, auf Adelina aufmerksam....

"Die Gemeinschaft der Dolche" ist der erste Band von Marie Lus neuer Jugendbuch-Trilogie "Young Elites". Die Handlung ist in einer historischen Welt, voller Magie und geheimnisvoller Kräfte angesiedelt. Sie wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Der größte Teil allerdings in der Ich-Form, aus der Sicht der Hauptprotagonistin Adelina.  Man schlüpft also quasi in ihre Haut und entdeckt nach und nach die Geheimnisse dieser unbekannten Welt. Adelina ist keine Hauptprotagonistin, die man sofort uneingeschränkt ins Herz schließt, denn man merkt ihr die Dunkelheit, die sie im Herzen trägt an und spürt ihre innere Zerrissenheit, ihre Wut und ihren Zorn. Adelina handelt oft impulsiv und zwar anders, als man das wohl selbst tun würde. Deshalb ist es nicht immer ganz einfach ihre Handlungen nachzuvollziehen.


Dennoch ist man vom ersten Moment an in der Geschichte gefangen und möchte unbedingt erfahren, was hinter allem steckt, wie es der Gemeinschaft der Dolche ergehen  und wie Adelina sich dort einfügen wird. Marie Lu erzählt in einem atemberaubendem Tempo, sodass man das Buch nur ungern aus der Hand legen mag. Denn die fremde Welt übt eine magische Anziehungskraft aus, der man sich nur schwer entziehen kann. Beim Lesen hat man sofort die entsprechenden Bilder im Kopf und verfolgt gebannt das Geschehen.
Die Geschichte ist durchgehend spannend und keinen Moment vorhersehbar. Selbst zum Ende hin kann Marie Lu noch mit einer Wendung überraschen, die man so nicht erwartet hat und die dafür sorgt, dass man so schnell wie möglich weiterlesen möchte.


Auf meiner persönlichen Bewertungsskala bekommt das Buch deshalb vier von fünf Bewertungssternchen. Schreibstil und Plot konnten mich vollkommen überzeugen, sodass ich es am liebsten in einem Rutsch durchgelesen hätte. Das eine Sternchen ziehe ich ab, da ich manchmal Schwierigkeiten hatte, mich auf die Hauptprotagonistin einzulassen. Dennoch freue ich mich bereits jetzt auf die Fortsetzung der Reihe und kann es kaum erwarten, bis es endlich weitergeht.

  (81)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(11)

22 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 9 Rezensionen

dolomiten, geheimnis, verbrechen, bergdorf, in den berge

Der Tod so kalt

Luca D'Andrea , Verena Koskull
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei DVA, 06.03.2017
ISBN 9783421047595
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(128)

204 Bibliotheken, 11 Leser, 1 Gruppe, 110 Rezensionen

schweden, krimi, fabian risk, dänemark, happy slapping

Minus 18 Grad

Stefan Ahnhem , Katrin Frey
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 02.01.2017
ISBN 9783471351246
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Kommissar Fabian Risk und seine Kollegen bekommen es dieses Mal mit einem sehr rätselhaften Fall zu tun: Ein Auto stürzt ins Hafenbecken und der Fahrer wird später tot geborgen. Da es für den vermeintlichen Unfall jede Menge Zeugen gibt, scheint der Fall klar zu sein. Doch dann stellt der Gerichtsmediziner fest, dass der Fahrer des Wagens bereits seit etwa zwei Monaten tot  und die Leiche zwischenzeitlich eingefroren war. Zunächst glaubt das Team, dass der Gerichtsmediziner sich irrt, denn die Vorstellung, dass eine Leiche am Steuer gesessen haben soll, scheint zu unglaublich. Das Team beginnt zu ermitteln und schon bald finden sie eine heiße Spur.

Währenddessen ist auch die dänische Polizistin Dunja Hougaard nicht untätig. Obwohl sie strafversetzt Streife läuft, kommt sie einer brutalen Mordserie an Obdachlosen auf die Spur. Doch niemand hat Interesse daran, sie bei ihren Ermittlungen zu unterstützen. Im Gegenteil, ihr ehemaliger Chef versucht mit allen Mitteln ihr Steine in den Weg zu legen...

"Minus 18 Grad" ist bereits der dritte Fall für Fabian Risk. Da die Bände in sich abgeschlossen sind, kann man den aktuellen Ermittlungen auch problemlos folgen, wenn man noch keinen Teil der Reihe gelesen hat. Da es aber ein paar Rückblicke in die vorherigen Ermittlungen gibt, könnte es sein, dass man sich ein wenig von der Spannung nimmt, wenn man sie nicht in der empfohlenen Reihenfolge "Herzsammler", "Und morgen du" und schließlich "Minus 18 Grad" liest.

Sobald man die ungewohnten skandinavischen Namen alle richtig auf dem Schirm hat und zuordnen kann, liest sich Stefan Ahnhems neuester Krimi eigentlich wie von selbst. Denn der mysteriöse Fall sorgt dafür, dass das Interesse sofort geweckt wird und man ab der ersten Seite miträtselt, welches Geheimnis denn nun eigentlich hinter dem eingefrorenen Toten stecken könnte. Auch wenn sich das bereits früh herausstellt, lässt die Spannung nicht nach, denn der kaltblütige Drahtzieher hält noch einige Überraschungen bereit und stellt das Team vor große Herausforderungen. Er spielt ein abgebrühtes Katz- und Mausspiel mit den Ermittlern und scheint ihnen immer einen Schritt voraus zu sein. Dadurch zieht sich die Spannung durch das gesamte Buch und kann bis zum Schluss gehalten werden.

Dunja Hougaards Ermittlungen in Dänemark sind nicht weniger spannend. Schockiert verfolgt man, was sie bei den Morden an den Obdachlosen ans Tageslicht bringt. Denn offensichtlich handelt es sich um "Happy Slapping", wobei die Obdachlosen hier nicht nur geschlagen und dabei gefilmt, sondern brutal vor laufender Kamera umgebracht werden. Fabian Risk und Dunja Hougaard ermitteln unabhängig voneinander. Es gibt allerdings ein paar kurze Berührungspunkte. Die beiden Fälle sorgen dafür, dass es einige spannende Szenen gibt. Durch den ständigen Wechsel der Perspektiven gerät man förmlich in den Sog der Ermittlungen und möchte unbedingt erfahren, wie alles endet.

Die Charaktere wirken alle sehr lebendig, sodass man sie mühelos vor Augen hat und sich ganz auf die spannende Handlung einlassen kann. Es gibt in diesem Band wieder einige Einblicke in das Privatleben der Ermittler. Diese drängen sich allerdings nicht zu sehr in den Vordergrund, sondern sorgen für ein stimmiges Gesamtbild.

Mir hat dieser Kriminalroman sehr, sehr gut gefallen. Nachdem ich die Namen und die Personen richtig zuordnen konnte, geriet ich förmlich in den Sog der Handlung und konnte mich kaum noch davon lösen. Beide Ermittlungen konnten mich voll und ganz in ihren Bann ziehen und der Cliffhanger am Ende lässt mich auf eine schnelle Fortsetzung hoffen. Ich vergebe deshalb fünf von fünf Bewertungssternen und ein klare Leseempfehlung!

  (70)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(79)

218 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 31 Rezensionen

thriller, florida, bobby dees, hoffman, jilliane hoffman

Insomnia

Jilliane Hoffman , Sophie Zeitz , Stefanie Kremer
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Wunderlich, 27.12.2016
ISBN 9783805250719
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 
1412 Ergebnisse