Ann-KathrinSpeckmann

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alltag, ex-diplomat, länderporträt, indien, verlag: links

Indien

Bernard Imhasly
Flexibler Einband: 200 Seiten
Erschienen bei Links, Ch, 03.08.2016
ISBN 9783861538226
Genre: Sonstiges

Rezension:

Meine Meinung:

Dies ist ein Buch, wo die durch das Cover und den Klappentext geweckten Erwartungen eine große Rolle spiele. Es gibt viele verschiedene Gründe ein Buch über ein Land zu lesen: Vielleicht möchte man sich fortbilden oder für sein Studium wissen sammeln. Ich wollte einfach nur mein Grundwissen über Indien erweitern, bevor ich im September nach Bangalore fliege. Auf dieses Buch bin ich in der Bibliothek gestoßen. Der Untertitel "Ein Länderporträt" klang für mich nach einem guten Überblick. Auch die Bezeichnung "Die besondere Reiseführerreihe" verstärkte den Eindruck. Und nach der Lektüre des Buches bin ich mir ziemlich sicher, dass der Autor genau dies als Ziel hatte. Leider ist er (meiner Meinung nach) weit über das Ziel hinausgeschossen.


Das Buch ist in ein Vorwort, einen Prolog, einem Epilog und in zwölf Kapitel unterteilt. Letztere befassen sich mit den größten Themen, die den meisten Menschen zu Indien einfallen. Dazu gehören beispielsweise die Ehe, Mythologie und Umwelt. So weit so gut. Beim Lesen hatte ich jedoch nicht das Gefühl einer Ordnung oder einem roten Faden zu folgen. Schon im Vorwort wird unsystematisch von all den Dingen berichtet, die es nicht in das Buch geschafft haben. Die im Prolog und Epilog aufgegriffenen Themen wirken bereits recht chaotisch. Und genau so geht es weiter. Ich sehe ein, dass es sehr schwer ist, sich für bestimmte Themen zu entscheiden und diese systematisch aufzuschreiben. Der Autor hat ohne Zweifel recht, dass dieses Länderporträt (und vermutlich auch jedes andere Buch über ein ganzes Land) sehr subjektiv und bruchstückhaft ist. Dies darf aber nicht als Ausrede dafür herhalten die Bruchstücke aneinander zu Reihen, wie sie dem Autor gerade einfallen.


Leider ist mir diese Vorgehensweise ständig aufgefallen. Die meisten Kapitel beginnen mit irgendeiner konkreten Geschichte oder Momentaufnahme. Vermutlich soll dadurch das Interesse geweckt werden. Das  könnte auch funktionieren, aber danach muss es dann systematisch weitergehen. Stattdessen folgen häufig Sätze im Sinne von "Da fällt mir gerade ein ...". Das hatte zur Folge, dass ich nur an jenen Stellen gut mitgekommen bin, mit denen ich mich schon ein wenig auskannte und an denen wenig bis gar keine fremden Namen genannt worden sind. Auf fast allen anderen Seiten geht vieles durcheinander. Das sorgt für Verwirrungen und nimmt die Lust am Lesen.


Ich möchte dem Autor auf keinen Fall sein Fachwissen absprechen. Er kennt sich mit Sicherheit hervorragend mit Indien aus und hat weit mehr zu sagen, als er in diesem Buch unterbringen kann. Er scheint dabei nur leider zu vergessen, dass der Leser möglicherweise noch kaum etwas über Indien weiß. Das hat auch zur Folge, dass der Leser nicht so leicht mit indischen Namen und Orten jonglieren kann. Natürlich kann der Autor nicht dafür sorgen, dass mir die Namen bekannter vorkommen, aber er und der Verlag hätten deutlich mehr Arbeit in die Leserfreundlichkeit stecken können und müssen. Warum werden keine Infokästen eingebaut, in denen Stammbäume schematisch dargestellt werden? Warum wird keine Karte mit Markierungen abgedruckt, wenn es um Orte geht? Warum gibt es keine grafisch hervorgehobenen Bereiche, wenn eine weiterführende Geschichte zwischen den eigentlich Text geschoben wird? Und was wäre so schlimm daran gewesen hin und wieder eine einfach Zeichnung einer beschriebenen Gottheit einzufügen? Schwarz-weiße, kleine Skizzen hätten vollkommen genügt. All das hätte helfen können. Stattdessen gibt es lediglich ein kleines Glossar und eine Karte am Ende, die aber ohne direkten Bezug zum Text kaum beim Verstehen oder Merken helfen.


Insgesamt denke ich, dass dem Autor und dem Verlag Testleser mit nur geringen Kenntnissen über Indien gut tuen würden. Es sollte mehr Wert auf eine gute Struktur und auf Leserfreundlichkeit gelegt werden. Deswegen gebe ich leider nur zwei Katzen.

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Wo der Mond auf dem Rücken schläft

Mareike Schuldt , Mark Hobert , Mareike Schuldt
Flexibler Einband: 364 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 24.11.2010
ISBN 9783931989576
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt:
Mareike ist Mitte 20, hat sich zu spät auf einen Arbeitsplatz beworben und sich deshalb für eine Rucksackreise durch Indien entschieden. In 6 Monaten bereist sie sowohl den Norden als auch den Süden, macht gute und schlechte Erfahrungen und gelangt zu vollkommen neuen Ansichten.



Meine Meinung:
Ich bin in der Göttinger Stadtbibliothek auf das Buch gestoßen. Eigentlich wollte ich als Vorbereitung auf meine eigene Indienreise ein Sachbuch über Indiens Geschichte und Kultur lesen. Stattdessen hielt ich am Ende diesen Reisebericht in den Händen.


Das Buch besteht aus Reiseberichten, die Mareike für ihre Verwandten und Bekannten in Deutschland schrieb. Doch schon während der ersten Wochen der Reise hat sich Mareike für eine Buch-Veröffentlichung entschieden. Die Idee finde ich gut - allerdings denke ich, dass es besser gewesen wäre die Reiseberichte umzuformen. Ich habe das Buch innerhalb weniger Tage gelesen - du die Eindrücke sind extrem auf mich eingeprasselt. Die ursprünglichen Leser hatten viel mehr Zeit zum verarbeiten des Gelesenen.


Genervt haben mich die vielen Fußnoten. Ich sehe es so: Entweder ist eine Information so wichtig oder interessant, dass sie in den Text gehört oder man lässt sie weg. Den Inhalt der Fußnoten kann man sich vor lauter Informationen sowieso nicht merken. Außerdem lernt der Leser ja nicht nur die Reise und das Land kennen, sondern auch die Autorin. Die Freunde und Bekannte werden da keine großen Schwierigkeiten gehabt haben, aber Leser des Buches müssen noch mehr kennenlernen.


Das wird dadurch erschwert, das Mareike zunächst nur wenig über sich selbst und ihr Leben in Deutschland preisgibt. Natürlich muss niemand, der einen Erfahrungsbericht schreibt, alle Details über sich selbst verraten. Aber es wäre schon schön gewesen, zu erfahren, ob sie vor Indien auch meditiert hat, ob sie bereits Motorrad fahren konnte und ob sie nun verheiratet ist oder nicht. Das alles wurde im Text vorausgesetzt, ging aber erst spät aus ihm hervor. Im Fazit, also auf den letzten zwei Seiten, hat sie dann all das verraten. Da war es jedoch schon zu spät.


Abgesehen von diesen Mankos, gefällt mir das Buch gut. Während des Lesens vieler Szenen fühlte es sich an, als wäre ich dabei. Der Stil der Autorin spricht alle Sinne an und lässt den Leser Indien riechen und schmecken. Besonders spannend finde ich die vielen Treffen mit anderen Reisenden. Dieser Austausch mit eigentlich vollkommen fremden Personen, die einen für einige Tage oder Wochen total vertraut werden, ist etwas Besonderes. Schade ist nur, dass man die meisten Personen nie wieder sehen wird - aber vermutlich würde man sich im Alltag nicht halb so gut verstehen ...


Mareike lernt nicht nur zahlreiche Menschen kennen, sie kommt auch viel herum. Damit der Leser einigermaßen mithalten kann, stehen über jedem Reisebericht die besuchten Orte und der Zeitraum. Außerdem gibt es vorne im Buch eine handgezeichnete Karte von Indien, auf der die bekanntesten Stationen eingezeichnet worden sind. Sie ist wunderschön, aber ich habe eine Anmerkung (nur für den Fall, dass jemand vom Drachenmondverlag das hier liest und gerade an der Neuauflage arbeitet): Druckt die Karte auf die erste Seite, das heißt vor das Impressum und allem anderen. Wenn möglich auf die Innenseite des Buchdeckels. So, wie es jetzt ist, dauert das hin und her blättern zu lange und reißt den Leser aus dem Lesefluss.


Jetzt kritisiere ich schon wieder, sodass die positiven Seiten zu kurz kommen. Ich nehme aus dem Buch vieles mit. Zunächst einmal bin ich sehr froh, dass mein freiwilliges halbes soziales Jahr in Bangalore (und damit im Süden) stattfindet. Der Norden (beziehungsweise die dort lebende Männerwelt) scheint doch arg anstrengend zu sein - jedenfalls für indienunerfahrene Frauen. Außerdem werde ich auf keinen Fall während des Monsuns nach Aureville fahren. Auf schimmelnde Blasen und Pilzen an den Füßen habe ich nämlich keine Lust. Wo ich dagegen einen Abstecher machen möchte, ist Mysore. Allerdings weiß ich gerade nicht mehr so genau, was ich da so toll fand. Wie gesagt, viel zu viele Eindrücke, sodass ich kaum etwas zuordnen kann. Aber ein Blick in den Reiseführer wird meine Erinnerung mir Sicherheit auffrischen.


Insgesamt finde ich es toll, dass dieses Buch über eine "normale Rucksackreise" überhaupt veröffentlicht wurde. Vor allem die großen Verlage scheinen das langweilig zu finden und sind immer auf der Suche nach Leuten, die etwas vollkommen schräges erlebt haben. Das ist natürlich auch interessant, aber ich suche nach Berichten von Austauschjahren und Rucksackreisen und finde sie meistens nur zufällig und nie bei google oder amazon. Deswegen gebe ich auch - trotz der oben beschriebenen Fehler - vier Sterne. Bei einer Neuauflage würde ich mir jedoch wünschen, das an den ein oder anderen Problemen gearbeitet wird.

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sirrah: eine rebellion aus liebe gegen das system, petra gugel

Sirrah: Eine Rebellion aus Liebe gegen das System

Petra Gugel
E-Buch Text: 213 Seiten
Erschienen bei null, 09.06.2017
ISBN B071GGGJHD
Genre: Sonstiges

Rezension:

Sirrah von Petra Gugel



Veröffentlicht in: 2017
Preis: 2,99
Seitenzahl: 215 (ebook)
ASIN: B071GGGJHD


Klappentext:
In ferner Zukunft leben zwei junge Menschen auf einer matriarchalen Welt: Sirrah, Tochter einer Gutsbesitzerin, und Tihal, Sohn eines Landarbeiters. Während Sirrah alle Wege offen stehen, bleibt Tihal nur das Leben auf den Feldern. Tihal umgibt ein Geheimnis, das Sirrahs Interesse weckt. Die beiden kommen sich näher, ihre Liebe zerbricht jedoch an Sirrahs Zukunftsplänen. Als Sirrah eine Karriere bei der Raumflotte anstrebt, verlässt Tihal seine Heimat und schließt sich einer Rebellengruppe an. Zunächst verdrängt Sirrah die Ungerechtigkeit des Gesellschaftssystems und stürzt sich mit Eifer in ihre Ausbildung. Als sie jedoch herausfindet, dass Tihal die Zwangsarbeit auf einem unwirtlichen Planeten droht, schmiedet sie einen waghalsigen Fluchtplan.





Meine Meinung:

Worum es in dem Buch geht, fasst der Klappentext sehr gut zusammen. Sirrah strebt eine steile Karriere an. Den gleichen Wunsch hat auch ihr Kindheitsfreund Tihal. Da er ein Mann ist, darf er jedoch weder zur Schule gehen noch studieren. Der Grundkonflikt zwischen den Hauptpersonen ist sehr aktuell. Zwar darf in Deutschland (fast) jeder jeden Beruf anstreben, allerdings sind die Karriereziele und finanziellen Möglichkeiten trotz allem sehr unterschiedlich und stellen manch eine Beziehung auf die Probe. Diese Situation wird in dem Buch sehr schön dargestellt. Es macht Spaß mit Sirrah ihre Ziele zu verfolgen und zu schauen, wie sie mit allem umgeht. Auch ihre Familie und Freunde wirken sehr authentisch. Das alles hat bei mir genug Interesse geweckt, um mich das Buch in zwei Tagen durchlesen zu lassen.

Allerdings war ich ein oder zwei Mal kurz davor es wegzulegen, weil die Spannung in der Geschichte gefehlt hat. Das lag vor allem am Klappentext. Ich habe ihn extra wortwörtlich übernommen, damit es später nicht heißt, ich hätte etwas gespoilert. Allerdings ist das kaum möglich, denn in dem Klappentext wird alles beschrieben, bis auf das letzte Kapitels, in dem der Ausgang des Fluchtplans beschrieben wird. (Der Klappentext ist demnach eine Zusammenfassung von den ersten 200 Seiten!)Mich stören Spoiler nur selten. Ich gehöre zu den Menschen, die hin und wieder gerne mit der letzten Seite beginnen. Ich lese ein Buch nicht wegen des Endes, sondern wegen des Wegs dorthin. Das Problem ist jedoch, dass ich aufgrund des Klappentexts das Gefühl hatte, dass beispielsweise die ganze Ausbildung von Sirrah nur ein Zwischenschritt ist, der eigentlich nicht wichtig ist. Ich dachte, die richtige Geschichte beginnt erst, wenn Tihal in der Zwangsarbeit landet. Dabei passierte das erst gegen Ende. Das ist sehr schade, denn so macht der Klappentext wirklich schöne und gut durchdachte Szenen kaputt, die für den Verlauf der Handlung sehr wichtig sind. Dabei steckt in ihnen so viel Arbeit. Das ist vor allem jetzt im Nachhinein unheimlich schade, denn das Buch ist wirklich gut.

Insgesamt erscheint es mir so, als würde es entgegen des Spruchs auf dem Cover ("Eine Rebellion aus Liebe gegen das System") weder um die Liebe, noch um die Rebellion zu gehen. Stattdessen beschäftigt sich jedenfalls dieser erste Band vielmehr mit der Entwicklung einer jungen Frau, die Liebe, Karriere und ihre eigene, sich wandelnde Moral unter einem Hut bringen muss. Ihre Liebe zu Tilhal kommt dagegen nur am Anfang und Ende vor und wird als gegeben angesehen. Die Rebellion wird immer nur so weit gestreift, wie sie für Sirrahs persönliche Entwicklung wichtig ist. Die dargestellten Schnipsel der Aufstände sind stimmig und könnten sich in einem möglichen zweiten Teil weiterentwickeln. Allerdings weiß ich nicht, warum die Rebellion wegen der Liebe stattfinden soll. Im Großen scheint jeder Mann für seine eigenen Rechte zu kämpfen. (Von unterstützenden Frauen habe ich jedenfalls nichts gelesen.) Und Sirrah rebelliert überhaupt nicht. Sie versucht lediglich die Person zu retten, die sie liebt. Das tut sie aber (noch) nicht, um etwas im System zu ändern. Das finde ich absolut nicht schlimm. Die Geschichte ist toll, wie sie ist. Es muss nicht immer um die Anführer der Rebellion, Action und Gewalt gehen. Im Gegenteil: Ich finde diese Sichtweise wahnsinnig spannend. Sie passt nur nicht so ganz zu diesem Spruch auf dem Cover.

Weg vom Cover und zurück zu Sirrahs Umgebung. Sirrahs Welt könnt ihr euch wie eine Mischung aus historischer Fantasy und Science Fiction vorstellen. Das hat einen gewissen Charme, obwohl es mir manchmal nicht ganz logisch erscheint. Das kann ich jedoch nicht Beurteilen, weil zu wenig über die Entwicklung der Menschen auf diesem Planeten bekannt ist. Dadurch komme ich jetzt allerdings auf die einzige Sache, die mir gar nicht gefallen hat: die Begründung für die Herrschaft der Frauen. Im Buch wird es erstmal so dargestellt, als wäre alles umgekehrt. Die größten Klischees über Frauen, treffen hier also auf die Männer zu und umgekehrt. Begründet wird das mit von Männern provozierten Unruhen, die einst auf den Raumschiffen stattfanden, die die Menschen nach einigen Jahrhunderten Fahrtzeit auf den Planeten gebracht haben. Ich weiß nicht, wie ihr das seht, aber mich überzeugt das einfach nicht. So eine Unterdrückung braucht normalerweise einen etwas besseren Grund. Damit will ich nicht sagen, dass beispielsweise die Unterdrückung von Frauen in vielen Religionen und Kulturen gerecht oder richtig ist. Allerdings hat sich das aus einer Zeit (Steinzeit etc.) heraus entwickelt, in der diese Rollenverteilung nun mal notwendig war. Das ist keine Rechtfertigung an veralteten und mittlerweile sinnlosen Modellen festzuhalten, aber eine Erklärung dafür, wie dieses Denken über viele Jahrhunderte entstanden ist. Natürlich kann das auch schneller gehen, aber da braucht es, meiner Meinung nach, einfach mehr für.
Außerdem finde ich es auch nicht so spannend, wenn einfach alles umgedreht ist. Die Geschichte bleibt dann schließlich die gleiche. Ich hätte es viel interessanter gefunden, wenn sich etwas mehr geändert hätte. Vielleicht hätten die Menschen nach der Ankunft auf dem Planeten viele körperliche Arbeiter gebraucht, um die Wälder zu fällen und Felder zu bauen. Und da Männer dafür körperlich besser geeignet sind, war das ihre Aufgabe, während sich die Frauen, um die Verwaltung und alle anderen Kopfaufgaben gekümmert haben. Als dann die körperliche Arbeit dank der Technologien teilweise wegfiel, haben sich die Männer um den Haushalt und die Kinder gekümmert.
Das ist jetzt nur so eine spontane Idee, die einigermaßen in die Welt passt, aber mit Sicherheit auch ihre Probleme und Logikfehler mit sich bringt. Ich hätte mir jedenfalls mehr Informationen und einen etwas logischeren Hintergrund gewünscht. Außerdem hätte mit einer paar mehr Ecken und Kanten einfach viel mehr aus dieser Idee gemacht werden können.

Letzen Endes spielt dieser Hintergrund jedoch bis jetzt noch keine eigene Rolle. Das könnte aber natürlich im Verlauf der Rebellion noch wichtig werden. Ich bin wirklich neugierig, wie Petra Gugel das umsetzt und ob sie vielleicht noch mehr Ideen für einen möglichen zweiten Teil aufgehoben hat.

Weg von der Kritik zu einem weiteren positiven Punkt: Von der ersten bis zur letzten Seite lässt sich das Buch gut lesen. Der Stil ist gleichmäßig und enthält so gut wie keine Stolperfallen. Auch Tippfehler sind mir nur zwei oder drei aufgefallen. Die Worte bringen immer klar auf den Punkt, worum es geht, sodass man beispielsweise sehr schnell einen guten Überblick über die relevanten Räumlichkeiten und Personen bekommt.

Insgesamt gefallen mir die Charaktere und die Welt ebenso gut wie die etwas ruhigere Sicht auf die Rebellion von Sirrah. Lediglich die Begründung für den Ist-Zustand der Welt, war nicht mein Fall. Da der allerdings nicht allzu wichtig ist, gebe ich gerade noch 4 von 5 Katzen.

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kinderbuch, geschichte, geheimnis, detektive, jugendbuch

Die Zeitdetektive - Francis Drake, Pirat der Königin

Fabian Lenk , Almud Kunert
Fester Einband: 157 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 13.01.2009
ISBN 9783473345335
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Die Zeitdetektive (Kim, Leon und Julian) fragen sich, wie der Pirat Francis Drake eines seiner berühmtesten Abenteuer meistern konnte. Kurzerhand entscheiden sie sich selbst auf dem Schiff vorbeizuschauen. Dort wartet bereits ein neuer Fall auf sie.


Meine Meinung:
Ich habe keine Kinder und bin, obwohl ich derzeit die jüngste Lesekatze bin, mit meinen 21 Jahren eigentlich ein wenig zu alt für Kinderbücher, die Lesern ab 9 Jahren empfohlen werden. Diese Serie ist jedoch etwas Besonderes. Ich habe sie als Kind nahezu verschlungen. Ab Band zwölf habe ich jedoch aufgehört sie zu sammeln, weil ich dann doch die lieber die historischen Romane für Erwachsenen gelesen habe. Als ich vor einigen Wochen bei einem Bücherverkauf der Bibliothek war, habe ich die Serie neu entdeckt, und musste mir einfach ein paar Fortsetzungen kaufen.

So, jetzt wisst ihr, warum ich das Buch gelesen habe und rezensiere. Natürlich ist es etwas schwierig für mich herauszufinden, ob das Buch wirklich kindgerecht ist etc., aber ich gebe mein Bestes. Deswegen fange ich jetzt direkt mit dem Inhalt an. Wie immer bei den Zeitdetektiven beginnt die Geschichte in der Gegenwart. Eine Ruderbootfahrt bringt die drei Kinder auf das Thema Piraten und zu der Frage, wie Francis Drake, die Cacafuego überfallen konnte, ohne jemanden ernsthaft zu verletzen. Das Thema hat Fabian Lenk sehr geschickt gewählt. Viele Kinder lieben Piratengeschichten und er hat es geschafft eines der wenigen historischen Ereignisse auszusuchen, das mit sehr wenig Blutvergießen auskam. Außerdem war tatsächlich ein Teenager mit an Bord, sodass sich Fabian Lenk keinen Freund ausdenken musste, sondern auf eine historische Person zurückgreifen konnte. Man merkt auf jeden Fall, das hinter der Geschichte eine gute Recherche und viele Überlegungen stehen.

Sprachlich finde ich das Buch nicht ganz so gelungen wie die Story an sich. Die Sätze sind - dem Alter entsprechend - sehr einfach gehalten. Es gibt auch immer mal wieder Einwürfe aus der Jugendsprache. Das wirkt auf einem Piratenschiff ein wenig komisch, stört mich aber nicht. Junge Leser sollen sich schließlich auch mit der Sprache identifizieren können. Ein wenig anstrengend ist es jedoch, dass recht viele Begriffe eingestreut werden, die Kinder nicht kennen können. Und auch mich haben sie immer ein wenig aus den Lesefluss gerissen, obwohl ich die Bedeutungen kannte. Sie werden ausnahmslos hinten im Glossar erklärt. Es ist also nicht so, dass man erst ein Wörterbuch raussuchen oder einen PC anmachen muss, aber trotzdem finde ich das recht nervig. Und ich erinnere mich daran, dass mich das früher auch schon gestört hat. Es wäre einfach schön, wenn ein paar mehr von diesen Begriffen, direkt im Text erklärt werden würden.

Deutlich besser gelungen sind aus meiner Sicht die Charaktere, die sich seit dem ersten Band treu bleiben. Sie sind ein wenig klischeehaft (ein dickköpfiges bzw. starkes Mädchen, ein schlauer Junge als Anführer und ein sportlicher/ geschickter Junge), aber da gibt es schlimmeres. So werden jedenfalls die meisten Kinder angesprochen. Was diesmal ein Problem dargestellt hat, ist die Tatsache, dass Kim ein Mädchen ist. Natürlich möchte ich Mädchen nicht aus solchen Abenteuern aussperren, aber auf sein Schiff hätte Drake bestimmt kein Mädchen mit genommen - und schon gar nicht ohne Diskussionen. Ich hätte es nicht schlimm gefunden, wenn schnell eine einfache (und nicht unbedingt historisch korrekte) Lösung gefunden worden wäre. Allerdings wurde die Problematik vollkommen ignoriert, was ich etwas zu einfach finde.
Die anderen Charaktere wurden alle auf ihr Wesentliches (und auf ihre kinderfreundlichste Seite) beschränkt. Drake ist sehr bestimmend, aber auch fair. Er verlässt sich vollkommen auf Diego, der immer hinter ihm steht, wie es möglicherweise auch wirklich war. Dadurch gewinnen Kinder einen Eindruck von den historischen Personen, ohne dass sie überfordert und mit Informationen erschlagen werden.

Genau dieses Ziel wurde auch mit dem kleinen Geschichtsabschnitt ganz am Ende des Buches verfolgt. Der liest sich naturgemäß etwas schwerer. Allerdings hat Fabian Lenk sich hier auf die wichtigsten Fakten und größtenteils auf den Inhalt des Buches beschränkt, sodass Kinder die ganze Zeit etwas wiederfinden, dass sie schon wissen. Außerdem können sie am Ende feststellen, was sich der Autor ausgedacht hat und was Realität war. Das verspricht gut Geschichtsnoten. ;)

Insgesamt hat mir der Band sehr gut gefallen. Ich wünsche mir, dass noch sehr viele Kinder diese Serie für sich entdecken. Von mir gibt es 4 von 5 Lesekatzen.

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SO SEIN WIE SIE

Juliane Ungaenz
Fester Einband: 200 Seiten
Erschienen bei Juliane Ungaenz, 01.01.2015
ISBN 9783000494734
Genre: Sonstiges

Rezension:

Verlag: Selbstverlag
Preis: 9,99 €
Seiten: 200 (Taschenbuch)
ISBN: 978-3-00-049473-4


Inhalt:
In dem Roman "So sein wie sie" geht es um Klara. Sie ist Mitte 30 und unzufrieden mit ihrem Leben. Eine Freundin zeigt ihr Experimore. Dabei handelt es sich um eine Erfindung, mit der eine Frau eine Zeit lang den Körper einer anderen Frau steuern kann. Am Anfang klingt das nach einem tollen Zeitvertreib. Doch nach und nach tauchen immer mehr Probleme, Ungereimtheiten und unmoralische Verhaltensweisen auf.

Meine Meinung:
Ich habe dieses Buch schon vor einigen Wochen bei einer Buchverlosung auf Lovelybooks gewonnen. Beworben hatte ich mich, weil ich das Thema spannend klang. Aufgrund des Werbetextes auf Lovelybooks und den Verweis auf die "moderne Wissenschaft" bin ich eher davon ausgegangen, es ging um ein "Leben im PC". Und nicht, um den echten Austausch von Körpern gegen Geld. Außerdem dachte ich, dass es um die wissenschaftlichen Möglichkeiten, verschiedene Lebensweise und die moralischen Konsequenzen gehen würde.


So viel zu meinen Erwartungen. Leider wurden sie kaum erfüllt. Wenn ich nicht irgendwas ganz wesentliches in den Nachrichten übersehen habe, geht es nicht um Wissenschaft, sondern um reine Fiktion. Ich mag Fantasy und Science Fiction, wenn sie von Autoren geschrieben werden, die wirklich Ahnung von den angesprochenen Themen haben und es trotzdem schaffen ihre Idee für technisch Unbegabte zu erklären. Das ist hier aber nicht der Fall. Der Hintergrund wird mit der Begründung ignoriert, dass Klara es selbst nicht weiß.


Inhaltlich geht es beim Körpertausch vor allem um Sex. Bin ich naiv, wenn ich denke, dass man auch viele andere Dinge im Körper einer anderen erleben könnte? Die Idee, dass dieses Verhalten eventuell alles andere als treu oder den Partnern gegenüber fair ist, kommt Klara erst sehr spät. Aber was soll's, ihren Freund mag sie ja nicht wirklich, obwohl er sie über alles liebt.


Nach und nach nimmt die Geschichte an Fahrt auf. Klara wird immer neugieriger, versucht immer mehr herauszufinden. Nur leider verstehe die ganzen Zusammenhänge nicht so richtig. Das Verhalten der meisten Charaktere erscheint mir unlogisch. Irgendwann hatte ich keine Lust mehr. Das Buch lag viel zu lange nur herum. Jetzt habe ich es endlich zu Ende gelesen, wobei ich  recht viele Passagen nur überflogen habe. Auch der Schreibstil konnte mich nicht fesseln.


Es tut mir sehr leid, dass das Buch nicht mein Fall ist, da ich die Autorin sehr sympathisch finde. Sie hat beispielsweise die Bücher auf eine wirklich schöne Art signiert. Aber hier geht es nun mal, um die Bewertung des Buches und nicht der Autorin ...


Eine Szene, die mir ganz gut gefallen hat, ist das Ende. Allerdings möchte ich dazu natürlich nichts verraten.


Insgesamt:
Die Grundidee gefällt mir ebenso wie das Ende. Die Umsetzung ist jedoch nicht meins. Deswegen gebe ich leider nur zwei Katzen.

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cedric

Retrum

Francesc Miralles , Esther Fischer
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Beltz, J, 08.07.2013
ISBN 9783407744241
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext:
Vier Freunde verbindet eine Leidenschaft:
Das Spiel mit dem Tod.
Doch das Spiel wird zur Gefahr …
und dann holt der Tod sie ein.
Was als Spaß begann, endet tödlich.

Inhalt:
Christian ist nach dem Tod seines Bruders zum Einzelgänger geworden. In der Schule interessiert ihn keiner seiner Mitschüler. Doch auf einem Friedhof begegnet er einem jungen und zwei Mädchen, die ihn zunächst nur anpöbeln, dann aber eine Mutprobe vorschlagen.

Meine Meinung:
Das Buch ist in der Ich-Form aus der Sicht von Christian geschrieben. Leider habe ich trotzdem sehr viele Seiten gebraucht, um wirklich zu verstehen, in wessen Kopf ich mich gerade befinde. Das liegt unter anderem an dem langen Rückblick am Anfang. Bis zum Ende des Buches verstehe ich Christian nicht. Das gleiche gilt leider auch für alle anderen Charaktere. Für mich sind alle nur Schatten, die das machen, was sie für den Verlauf der Geschichte nun einmal tuen müssen. Richtige Charaktere zum Mitfühlen habe ich (für mich) keine entdeckt. Dadurch konnte ich auch die meisten Entscheidungen nicht nachvollziehen.
Trotzdem ist der Schreibstil ganz gut, sodass ich die meiste Zeit neugierig auf weitere Informationen war. Am Ende wird es sogar richtig spannend. Allerdings las sich die Geschichte von dort an eher wie ein Krimi. Auf dessen Verlauf bekommt der Leser durch die Zitate vor jedem Kapitel schon kleine Hinweise. Die Zitate sind teilweise wirklich schön ausgewählt. Aber sie sind viel zu viel. Jedes Kapitel endet nach 3 bis 5 Seiten und das nächste wird mit einem neuen Zitat eingeleitet. Das hat mich aus meinem Lesefluss gerissen.
Das Cover des Buches finde ich wirklich schön gemacht. Es ist auch mal etwas anderes, dass die Seitenränder schwarz sind. So wird das Thema Tod nochmal aufgegriffen. Aber leider gab es auch hiervon zu viel des Guten. Ich habe vor der Entscheidung für das Buch eine Inhaltsangabe gelesen, die meiner selbst geschriebenen oben ähnelt. Auf der Rückseite des Buches steht aber der ganz oben zitierte Klappentext. Von da an hatte ich das Gefühl der Autor will einen Weltrekord aufstellen: die häufigste Verwendung der Worte Tod, tot und sterben in einem Buch. Ich habe nichts gegen das Thema, aber manchmal ist weniger einfach mehr. Denn so konnte ich es sehr früh nicht mehr ernst nehmen.
Insgesamt:
Das Buch war leider nicht mein Fall. Allerdings muss ich sowohl dem Autor als auch dem Verlag zu Gute halten, dass das Buch sehr aufwendig geschrieben und gestaltet worden ist. Tipp-Fehler habe ich keine gefunden und die Idee ist auch mal etwas anderes. Außerdem habe ich trotz der genannten Kritikpunkte gespannt auf die weiteren Geschehnisse gewartet. Deswegegen vergebe ich ganz knapp:

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endgame, james frey, dystopie, die auserwählten, aliens

Endgame. Die Auserwählten

James Frey , Katrin Steigenberger
Flexibler Einband: 592 Seiten
Erschienen bei Oetinger Taschenbuch, 14.10.2016
ISBN 9783841504531
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:Endgame beginnt mit dem Einschlag von 12 Meteoriten, woraufhin 12 auserwählte Spieler einen Kampf auf Leben und Tod starten. Jeder von Ihnen möchte sich selbst und sein Geschlecht vor dem Weltuntergang bewahren. Welche der 12 vollkommen verschiedenen Persönlichkeiten wird sich durchsetzen? Und was steckt wirklich hinter Endgame?








Meine Meinung:
Ich habe dieses Buch schon ziemlich lange im Blick, es aber trotzdem bis jetzt nicht gelesen, weil so viel für das Rätsel und die App geworben worden ist. Vom Inhalt habe ich dagegen kaum etwas erfahren. Deswegen habe ich diesem nicht besonders viel zugetraut.
Nun habe ich es endlich gelesen – und bin begeistert. Schon das Vorwort baut Spannung auf. Mich hat es ein bisschen an Hungergames erinnert. Allerdings schreibt James Frey abwechselnd aus der Sicht aller Spieler. Das sorgt dafür, dass man bei sehr vielen Begegnungen nicht weiß, zu wem man halten soll. Eine Hauptperson kristallisiert sich trotzdem nach und nach heraus. Mal sehen, ob sich der Blickwinkel in den Folgebänden noch einmal verschiebt.
In erster Linie begeistert mich jedoch die Sprache. Das Buch hat zwar über 500 Seiten, ist aber groß geschrieben und beinhaltet viele freie Seiten und Zeilen. James Frey braucht nur sehr wenige Worte, um eine Szene, eine Person, einen Gedanken niederzuschreiben. Das liegt zweifellos an seinem sehr klaren Sprachstil. Er kommt mit wenigen Worten genau auf dem Punkt. Außerdem sind alle Charaktere und Handlungsorte sehr gut ausgearbeitet und recherchiert. Ich habe das Gefühl alle 13 Personen zu kennen und auch die Zusammenhänge der Handlungen verstanden zu haben. Ich musste nur sehr selten kurz zurückblättern, sodass mein Lesefluss weitestgehend ungestört blieb.
Das einzige, was mich ein wenig genervt hat, sind die Zahlen: Eine Person ist beispielsweise „seit 7,23456“ Tagen 13 Jahre alt. Außerdem wird ständig zwischen Meter, Fuß und anderen Maßeinheiten hin und her gewechselt. Ich vermute, dass diese Zahlen zum Rätsel gehören. Sicher bin ich jedoch nicht, da ich nicht versucht habe, es zu lösen. Vielleicht habe ich irgendwann in der Zukunft Lust darauf. Man merkt dem Buch jedoch an, dass sich die Hersteller sehr viel Mühe mit den Hinweisen gegeben haben. Die Bilder passen zwar meistens nicht direkt zum Text, tragen aber dennoch zur Spannung und Atmosphäre bei. Überhaupt ist das Buch sehr schön gestaltet. So hat beispielsweise jeder Spieler ein eigenes Symbol, das über jedem Kapitel, in dem er vorkommt, abgedruckt worden ist.
Trotz allem bin ich etwas skeptisch, was das Ende angeht. Schon in Band 1 gab es einige Stellen, an denen die Logik ein klein wenig überstrapaziert worden ist. Und Geschichten aufzulösen, in denen philosophische Fragen, wie der Beginn der Menschheit, eine Rolle spielen, ist bekanntlich schwer bis unmöglich. Ich werde mir Band 2 und 3 aber trotzdem durchlesen, denn ich möchte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Vielleicht überrascht mich James Frey ja erneut so positiv wie in Band 1.
Insgesamt:
Wenn Du das Prinzip von Hungergames und ähnlichen Geschichten magst, mit relativ brutalen Szenen umgehen kannst und vielleicht sogar ein Fan von Mysterien und der Frage nach dem Anfang und Ende der Welt bist, ist Endgame genau das richtige Buch für Dich.

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japan, geisha, liebe, kultur, schicksal

Die Geisha

Arthur Golden ,
Flexibler Einband: 572 Seiten
Erschienen bei btb Verlag (TB), 05.12.2005
ISBN 9783442735228
Genre: Historische Romane

Rezension:



Inhalt:

Chiyo wächst in einfachen Verhältnissen in Japan auf. Trotzdem ist sie glücklich. Das ändert sich schlagartig, als ihre Mutter schwer erkrankt. Da ihr Vater schon sehr alt ist und sich nicht um Chiyo und ihre ältere Schwester kümmern kann, verkauft er sie an ein Geisha-Haus in der Stadt Kyoto. Dort muss das kleine Mädchen so einiges verkraften: Sie wird von ihrer gesamten Familie getrennt, lebt zum ersten Mal in einer Stadt mit Autos und nun soll sie auch noch eine Geisha werden. Die Tatsache, dass die einzige ausgebildete Geisha des Hauses sie quält, verschlimmert ihr Unglück noch weiter.



Meine Meinung:

Ich bin auf dieses Hörbuch gestoßen, weil ich mich für asiatische Kulturen interessiere. Über Japan weiß ich trotzdem fast nichts. Das Hörbuch kam mir beim Kauf deshalb ideal vor, um in eine vollkommen neue und spannende Welt einzutauchen. Und genau diese Erwartung hat es auch erfüllt.

Die Geschichte wird aus der Sicht von Chiyo im mittleren Alter erzählt. Das ist eine kluge Entscheidung des Autors gewesen: Auf der einen Seite sorgt der personale Erzähler dafür, dass der Hörer wunderbar mit dem heranwachsenden Mädchen mitfühlen kann. Andererseits kann das spätere Ich aber auch Dinge erklären, die die junge Chiyo noch nicht weiß. Ohne diese Hinweise wäre es für einen Zuhörer, der sich nicht mit japanischen Traditionen auskennt, sehr schwer irgendetwas zu verstehen. Meiner Meinung nach ist die Mischung sehr gut gelungen. Die gleichmäßig eingestreuten Informationen wirken außergewöhnlich real und authentisch. Beim Hören dachte ich, dass es sich tatsächlich um eine japanische Autorin oder wenigstens um eine wahre Geschichte handelt. Ich war ziemlich erstaunt, als ich im Nachhinein erfahren habe, dass dem nicht so ist. Lediglich eine eigentlich sehr unwichtige und nur am Ende vorkommende Person gab es in der Realität. Sie war vermutlich die Inspiration für den ganzen Roman. Unbestreitbar ist jedoch, dass Arthur Golden sehr viel Energie in die Recherche gesteckt hat, um einen überzeugenden Plot mit vielen Details zu erarbeiten.

Aber worum geht es genau? Das ist schwer zusammenzufassen, da die Geschichte beinahe Chiyos gesamtes Leben abdeckt. Ich versuche mal die wichtigsten Themen zu erwähnen ohne zu viel zu verraten: Am Anfang geht es um ein kleines Mädchen, um ihr Leben, ihre Wünsche, ihre Hoffnungen und ihren Blick auf die Welt. Später geht es um die verzweifelte Sehnsucht nach Vertrautem. Doch Chiyo entwickelt sich, beginnt zu wissen, was sie will. Von da an bildet die Ausbildung zur Geisha den Mittelpunkt der Geschichte. Auch der zweite Weltkrieg wird thematisiert, wobei sich an dieser Stelle Chiyos Blickwinkel (und damit auch der des Lesers) von ihrer eigenen kleinen Welt auf die gesamte Geisha-Tradition und weitere Japaner erweitert. Und natürlich handelt der Roman auch von einer Liebesgeschichte. Diese hat mir nicht so gut gefallen. Allerdings passt sie sowohl zu Chiyo als auch zu der Umgebung.

Allein durch diese kurze Beschreibung wird schon deutlich, in wie viele Themen sich der Autor intensiv einarbeiten musste. Dieses ganze Wissen hat mit Sicherheit dazu beigetragen, dass das Hörbuch so lang geworden ist. Die Geschichte wurde jedoch nie langweilig, sodass ich sie sehr schnell durchgehört habe. Das lag mit Sicherheit auch an Elena Wilms, die fantastisch vorliest. Ich habe ihr die Rolle zu 100 % abgenommen.

Insgesamt bin ich von diesem Hörbuch begeistert. Ich würde es jedoch nicht jedem empfehlen. Du solltest auf jeden Fall Interesse für die neuere japanische Geschichte und für japanische Traditionen mitbringen. Ansonsten wirst Du Dich vermutlich langweilen. Und Du solltest Dich für die Lebensgeschichte und den Charakter einer Person begeistern können und dich nicht daran stören, dass sehr früh klar wird, wie der Roman weitergeht und endet. Wenn diese Punkte auf Dich zutreffen, solltest Du Dir das Hörbuch auf jeden Fall anhören (oder das Buch lesen).

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472 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 36 Rezensionen

magersucht, essstörung, essen, jugendbuch, freundschaft

Dann bin ich eben weg

Christine Fehér
Flexibler Einband: 186 Seiten
Erschienen bei cbt, 05.10.2005
ISBN 9783570301708
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Sina ist ein ganz normales Mädchen, das ein glückliches Leben führt. So lange bis sie plötzlich nicht mehr in die enge Jeans ihrer besten Freundin passt. Gleichzeitig beginnen Verwandte sich über sie lustig zu machen. Sina beschließt abzunehmen. Am Anfang klappt alles nach Plan - sogar ihr Schwarm beachtet sie plötzlich. Doch dann gerät das Kalorienzählen außer Kontrolle. Schließlich ist sogar ihr Leben in Gefahr.


Spoiler-Warnung:

Ich verrate in dieser Rezension das grobe Ende des Buches (ohne Details). Ich denke nicht, dass dieses Wissen, irgendetwas beim Lesen kaputt macht, zumal man sich die Richtung, in die das Buch geht, sehr schnell denken kann. Es geht um die einzelnen Szenen und die Entwicklung an sich und nicht um die letzten Sätzen. Wer trotzdem lieber im ungewissen bleiben möchte, sollte diese Rezension lieber nicht lesen.

Meine Meinung:

Themenbücher wie dieses hier sind, meiner Meinung nach, wirklich schwer zu bewerten. Es spielt hier noch stärker als sonst hinein, was man eigentlich gesucht hat: Einfach nur einen Roman, der in der Realität spielt, ein Selbsthilfebuch in Romanform, eine Hauptfigur zum identifizieren ... Ich habe keinen Bezug zu Magersucht. Stattdessen wollte ich einfach mal in dieses Genre reinschnuppern. In der Bibliothek habe ich dann dieses Buch entdeckt, dessen Schreibstil mir beim reinlesen gefallen hat.

Neben dem Schreibstil ist mir beim ersten Durchblättern noch etwas anderes aufgefallen: Jedes Kapitel beginnt mit einer List aller an diesem Tag gegessenen Lebensmittel. Jeder Tag ein Beispiel für viele Tage, die Sina zu dieser Zeit durchmacht. Dadurch enthält jede Liste eine wichtige Aussage. Teilweise wird auf die einzelnen Lebensmittel auch nochmal in den Kapiteln selbst eingegangen. Die nüchterne Aussage, dass Sina eine Pizza gegessen  hat, wirkt auf den ersten Blick wie ein gutes Zeichen. Interessant ist jedoch, wie sie sie gegessen hat und wie sie psychisch damit umging. Diese Idee gefällt mir sehr gut.

Schön ist ebenfalls Sinas Charakterentwicklung. Das Buch beginnt mit Sinas Idee abzunehmen und endet mit ihrer Genesung von der Magersucht. Am Ende ist sie ein anderer Mensch. Im Laufe der Magersucht wird deutlich, dass gewisse Veranlagungen zu einer solchen Krankheit die ganze Zeit da waren. Diese sind jedoch nicht in Stein gemeißelt. Sina arbeitet daran und zeigt dadurch, dass es auch andere Mädchen (und Jungen!) schaffen können.
Die anderen Charaktere verändern sich dagegen kaum. Nur ihre Beziehung zu Sina ändert sich. Das finde ich einen interessanten Ansatz, der auch zur Aussage des Buches passt. Sinas Therapeutin sagt an einer Stelle sinngemäß, dass Sina nicht ihre Mutter, aber ihre eigenen Reaktionen verändern könnte. Wer das wirklich erkennt und umsetzt, wird vermutlich nicht nur gegen die Magersucht gewinnen, sondern auch insgesamt ein glücklicheres Leben führen. Aber das schreibt sich leider nur so einfach ...

Eine Gefahr bei solchen Themenbüchern ist natürlich, dass jugendliche Leser genau die falsche Aussage mitnehmen. Das heißt, dass sie keine Hilfe, sondern eine Anleitung in die Magersucht finden. Wer nur den Anfang liest, dem könnte genau das passieren. Es ist unheimlich gut beschrieben, wie Sina ihre ersten Erfolge beim Abnehmen "feiert" (wirklich glücklich ist sie nicht) und wie sie sie erreicht. So nimmt sie das Hungergefühl schnell als Erfolg war. Hunger bedeutet, sie ist stark geblieben. Das könnte man auf den ersten Blick möglicherweise wirklich als "vorbildlich" empfinden.

Aber dann tauchen die schrecklichen Seiten der Magersucht auf. Und während Sina noch zu krank ist, um das zu begreifen, bemerkt der Leser zwangsweise in was für eine Lage sie sich selbst gebracht hat. Magersucht ist lebensgefährlich. Gleichzeitig kann sich der Leser sehr gut mit Sina identifizieren und möchte selbstverständlich nicht das sie stirbt. Und ich glaube, dass diese doppelte Sicht (Sinas Perspektive, in die man sich hineinversetzen kann, und der eigene gesunde Menschenverstand, mit dem man die Geschichte liest) dafür sorgt, dass betroffene Leser/Innen Motivation und einen Weg hinaus finden. Aber sicher weiß ich das natürlich nicht.

Was ich jedoch sicher weiß, ist das die Autorin sehr einfühlsam und geschickt mit den Gefühlen von Sina umgeht. Ich konnte Magersucht nie nachvollziehen. Und kann es auch jetzt nicht wirklich. Wenn ich ehrlich bin, fehlt mir vermutlich auch die Geduld. Dennoch hatte ich dank diesem Buch zum ersten Mal das Gefühl wenigstens ein klein wenig Ahnung zu bekommen und mit einer betroffenen Person mitfühlen zu können. Natürlich ist das in einem Roman einfacher als in der echten Welt. Aber vielleicht helfen solche Bücher, das ich (und andere Leser) generell ein klein wenig mehr Verständnis für die Mitmenschen bekommen und ein bisschen einfühlsamer werde. Wenn ein Buch das schafft, erreicht es meiner Meinung nach sehr viel.

Insgesamt:
Das Buch ist wirklich schön geschrieben und für jeden geeignet, der entweder ein konkretes Interesse an Magersucht hat oder gerne Romane liest, die auf wahren Tatsachen beruhen. Aus meiner Sicht verdient "Dann bin ich eben weg" 5 von 5 Katzen.

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225 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 116 Rezensionen

liebe, autor, verlag, lesereise, lyx

Wer weiß schon, wie man Liebe schreibt

Kristina Günak
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 24.04.2017
ISBN 9783736304659
Genre: Liebesromane

Rezension:


Vorweg:
Ich habe das Buch für eine Leserunde gewonnen, was aber natürlich nicht meine Meinung beeinflusst.


Inhalt:
Ein Verlag steht kurz vor dem finanziellen Ruin. Retten kann ihn nur ein ziemlich anstrengender Beststeller-Autor, indem er einen Preis gewinnt. Die Verlagsmitarbeiterin Bea muss dafür sorgen, dass genug Leser ihn und sein Buch ins Herz schließen und für ihn abstimmen.


Meine Meinung:
Ich fange ausnahmsweise mal mit den Sternen an. Ich habe nach der Lektüre des Buches lange hin und her überlegt ob ich 4 oder 5 Sterne gebe. Inhaltlich gab es kaum eine Wendung, die mich überrascht hat. Und große Literatur kann man dieses Büchlein auch nicht nennen. Aber das habe ich ja auch nicht gewollt. Das Buch ist eine lockere Lektüre für den Strand oder für einen freien Tag. Es ist (meiner Ansicht nach) genau das, was Cover und Inhaltsangabe vermuten lassen. Und ich habe es sehr gerne gelesen. Ich habe gelacht und geweint. Ich mag die Protagonistin sehr und finde es schön, dass sich die Feinheiten von dem unterscheiden, was ich sonst so in dieser Richtung lese. Außerdem mag ich die Welt in der die Geschichte spielt. Und deshalb gebe ich 5 Sterne. 


Für wen ist das Buch geeignet:
Wenn Du eine lockere Liebesgeschichte lesen möchtest, die auch einige ernste Hintergründe zu bieten hat, dann ist dieser Roman der richtige für Dich. Der Schreibstil ist sehr locker und die kleinen Sprüche sorgen immer wieder für einen Lachanfall. Das muss man mögen. Spannung solltest Du dagegen nicht erwarten. (Was nicht negativ gemeint ist. Aber auch das muss man halt mögen.)


Ich selbst habe das Buch schon vor etwas mehr als zwei Wochen bekommen. Ich habe es aber erst jetzt gelesen, obwohl die Leserunde schon begonnen hatte. Für so eine Geschichte brauche ich einfach den richtigen Moment. Ich muss Lust dazu haben. Ansonsten hätte sie mich vermutlich gelangweilt. Aber jetzt, ist die Geschichte für mich perfekt und ich empfehle sie sehr gerne weiter.

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doctor who, science fiction, k-9, fernsehserie, der piratenplane

Doctor Who

Douglas Adams
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Cross Cult, 30.01.2017
ISBN 9783959811804
Genre: Science-Fiction

Rezension:


Inhalt:
Dr. Who und seine neue Assistentin Romana müssen den zweiten Schlüssel der Zeit finden. Dabei landen sie versehentlich auf einem falschen Planet. Zum Glück für seinen Bewohner - und wie sich bald herausstellt auch für viele weitere Menschen. Denn auf diesem Planeten gibt es zwar einerseits viel Wohlstand andererseits aber auch wenig zu Essen und einen skrupellosen Regenten.


Meine Meinung:
Vor diesem Buch hatte ich keine Ahnung von Dr. Who. Ich wollte diese Wissenslücke aber schon länger schließen, weshalb mit die Leserunde zu diesem Buch sehr entgegenkam. Das Problem ist allerdings, dass ich noch immer nicht wirklich etwas von der Welt des Doktors verstehe - weder von jener in den Geschichten, noch die Vielfalt der Bücher und Serien. Aber okay. Das muss ja nicht nach einem Roman klar werden. ;)


Insgesamt erscheint mir das ganze Buch eher wie eine Parodie auf Science Fiction auf typische Fantasy-Welten. Der Doktor und auch der Bösewicht sind dermaßen überzogen, dass es einfach nur noch komisch ist. Das hat mich mehrfach schmunzeln lassen, aber auch dafür gesorgt, dass sich die Spannung in Grenzen hielt. Denn wenn der Doktor alles auf die leichte Schulter nimmt, warum sollte ich dann angespannt sein?


Stilistisch fällt das Buch auf jeden Fall auf. Ich habe meinem Freund eine lustige Stelle vorgelesen und er meinte nur "Oh man, ist das alles so anstrengend und unverständlich geschrieben." Ich dagegen mochte den Schreibstil sehr gern, auch wenn er mich an einigen Stellen etwas irritiert hat.


Die Welt habe ich - wie eingangs schon erwähnt - nicht durchblickt. Ich frage mich, ob der Leser das alles gar nicht verstehen soll, ich zu blöd bin (was in Sachen Naturwissenschaften gut möglich ist) oder ob der Autor selbst nicht so genau weiß, worum es eigentlich geht. Ich setze auf ersteres. Aber eigentlich ist das auch egal, da technische Beschreibungen nur begrenzt vorkommen. 


Die Charaktere sind wichtiger. Sie sind alles klischeehaft und überzogen und dann noch mit irgendwas außergewöhnlichen garniert. Manche Beschreibungen waren mit zu lang oder mit zu wenig Stoff gefüllt, da die Sichtweise wechselt. Aber es war wirklich auch sehr lustig und interessant, die Welt aus verschiedenen Augen zu sehen.


Insgesamt: 
Wer an Comedy und Science Fiction interessiert ist, sollte sich das Buch anschauen. Aber am wichtigsten ist, dass euch der Stil gefällt. Am besten lest ihr euch vor dem Kauf ein wenig in das Buch rein. Gefällt euch der Anfang, mögt ihr das ganze Buch.

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piraten, kämpfe, pirat, historisches, mädchen

Beginn eines Piratenlebens (Anne Bonny)

Ann-Kathrin Speckmann
E-Buch Text
Erschienen bei neobooks, 30.04.2017
ISBN 9783742788573
Genre: Sonstiges

Rezension:  
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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

The New Companion to English Texts

Hermann Bendl
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Manz Verlag, 01.04.2006
ISBN 9783786321101
Genre: Sachbücher

Rezension:


Ich habe ein Buch gesucht, mit dem ich meine Englisch verbessern kann. Dafür habe ich in der Stadtbibliothek bei den Schulbüchern geguckt. Ich studiere zwar schon, hatte aber seit 2 1/2 Jahren kaum noch etwas mit Englisch zu tun. Deshalb dachte ich, dass ich mit diesem Buch die gängigsten Themen Rund um Texte wiederholen und gleich ein wenig das Lesen und vielleicht auch das Schreiben üben könnte. Weit gefehlt. Mir sind viele verschiedene Probleme aufgefallen.

Zunächst einmal scheint die Zielgruppe nicht klar zu sein. Die Texte unterscheiden sich beispielsweise extrem im Schwierigkeitsgrad. Teilweise wird Humbug erzählt. Das ist mir beispielsweise bei den Lesetechniken aufgefallen, da ich mich mit dem Thema schon recht intensiv beschäftigt habe. Selbst wenn es rein theoretisch nicht falsch ist, so ist es trotzdem weit entfernt von der Praxis. Tipps die auf "Lesen sie nicht zu schnell und nicht zu langsam!" oder "Nutzen Sie das Wörterbuch nicht zu oft und nicht zu selten!" herauslaufen, bringen kaum etwas. Es gibt keine richtigen Übungen, Wissensüberprüfungen o.ä. wie ich es von einem Buch u.a. für Schüler erwartet hätte.
Insgesamt glaube ich kaum, dass sich jemand hierdurch verbessert. Ich habe das BUch ungefähr bei Seite 100 abgebrochen.

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

handbuch, drachen, humor, drachentöter, fantasy

Handbuch für Drachentöter

Manuel Timm
Flexibler Einband: 280 Seiten
Erschienen bei TWENTYSIX, 31.03.2017
ISBN 9783740728465
Genre: Science-Fiction

Rezension:


Vorweg:
Ich habe das ebook bei einer Leserunde auf Lovelybooks gewonnen. Das beeinflusst natürlich nicht meine Bewertung. Allerdings möchte ich trotzdem kurz erwähnen, dass der Autor während der Leserunde sehr aktiv war und zum Zeitpunkt der Rezension immer noch ist, was ich sehr schön finde.


Inhalt:
Es geht um Noob, der aufgrund eines schlimmen Erlebnisses in seiner Kindheit, Drachentöter wird. Da er gehört hat, dass nur einer von acht einen Drachenangriff überlebt, sucht er sich entsprechend viele Gefährten, die alle mehr oder weniger begabt sind.


Meine Meinung:
Wie auch vom Autor angekündigt lebt das Buch zu einem großen Teil von seinem Humor. Das Problem ist nur, dass ich in diesem Fall wenig damit anfangen kann. Ich lese gerne lustige Bücher, aber hier musste ich nicht ein Mal lachen. Das kann man mit Sicherheit auch anders sehen. In der Leserunde hat ein Leser beispielsweise geschrieben, dass er bei den Namen lauthals lachen musste. Nur bei mir funktioniert es leider nicht.
Leider konnte ich aber auch nichts anderes in der Geschichte finden, an dem ich mit festhalten konnte. Der Stil ist grundsätzlich nicht schlecht, begeistert mich aber auch nicht. Es gibt viele Beschreibungen, die eigentlich nur das allgemein Bekannte aufwärmen und wenig Neues bringen.
Das gleiche gilt für die Charaktere. Keiner ist mir vollkommen (un-)sympathisch. Keiner entwickelt sich oder hält Überraschungen bereit, die man sich nach der ersten Beschreibungen nicht auch hätte denken können.


Es tut mir sehr leid, so negativ zu schreiben und ich habe lange überlegt, ob ich nicht doch drei Sterne gebe. Aber im Vergleich zu meinen Bewertungen von anderen Büchern wäre das einfach nicht fair.


Insgesamt:
Ich persönlich mag das Buch nicht sonderlich, ABER ich bin mir in diesem Fall sicher, dass die Bewertung sehr unterschiedlich ausfallen kann. Wenn Du also auf Fantasy und Humor stehst, gib dem Buch eine Chance. Aber obwohl ich sonst Leseproben nicht leiden kann, empfehle ich ausnahmsweise in das Buch reinzulesen. Ist der Humor etwas für Dich, wird Dir das ganze Buch gefallen.

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54 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 33 Rezensionen

rock, liebe, musik, rockmusik, selbstfindung

Rockherz

Alexandra Fischer
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 15.03.2017
ISBN 9783959913737
Genre: Liebesromane

Rezension:


Vorweg:
Ich habe das Buch auf Lovelybooks für eine Leserunde gewonnen. Das beeinflusst natürlich nicht meine Bewertung. Trotzdem möchte ich es kurz anmerken, wie engagiert, nahbar und offen die Autorin ist. Das finde ich super!


Inhalt:
Almond lebt in zwei Welten: Ihren Alltag verbringt sie bei ihrer strengen Mutter und im Internat. Die Ferien erlebt sie dagegen bei ihrem Vater, der ein Rockband Musiker in Amerika ist. Eine Band (und vor allem ein Liedsänger) fällt ihr besonders auf. Es fäll ihr jedoch schwer Entscheidungen zu treffen, die ihr ganzes Leben verändern.


Meine Erwartungen:
Als ich mich für das Buch beworben habe, habe ich mit einem klassischen Teenager-Liebesroman gerechnet, bei dem es nebenbei, um die eine oder andere Entscheidung der Protagonistin geht. Damit lag ich falsch: Es ist eher umgekehrt. Der Leser beobachtet die zunächst 17-jährige Al in ihrer Entwicklung, zu der auch eine Liebesgeschichte gehört. Diese Variante finde ich viel besser und außergewöhnlicher als meine vorherige Vorstellung.


Die Geschichte:
Zur Geschichte möchte ich nicht allzu viel verraten, da ich ziemlich oft von Kapitel 2 an ziemlich oft überrascht worden bin und zukünftigen Lesern diese Momente nicht nehmen möchte. Nur so viel: Das Buch deckt einen recht langen Zeitraum ab. Manchmal fallen dadurch einige Dinge unter dem Tisch und vor allem am Anfang wird recht viel zusammengefasst berichtet, was auch lebendiger hätte geschrieben werden können. Allerdings hat sich die Autorin hier auch ein sehr hohes Ziel gesetzt und ich denke, das jedem Leser andere Stellen wichtig gewesen wären. Deswegen ziehe ich hierfür auch nur so wenige "Punkte" für ab, dass alle Sterne bleiben. An sich finde ich die Idee und Umsetzung, wie oben schon erwähnt, einfach super.


Charaktere:
In einigen Jahren kommen auch einige Charaktere vor. Al selbst ist einfach fantastisch dargestellt. Ich habe nur eine Stelle gefunden, die ich nicht hundertprozentig passend fand. Ansonsten war ihr ganzes Verhalten sie stimmig, wie ich es selten in anderen Büchern gelesen haben.
Die Nebenfiguren werden meistens nur so weit eingebracht, wie sie für Al wichtig sind. Bei Morris und Als Mum hatte es manchmal etwas mehr sein dürfen. Aber im Großen und Ganzen sind auch sie sehr gut gelungen. Besonders schön gestaltet ist Als Vater. Auch Matt, die Großmutter und Babara gefallen. Aber die vier müsst ihr beim Lesen selbst kennenlernen. ;)


Stil:
Weder die Charaktere noch die Handlung können richtig rübergebracht werden, wenn der Stil schlecht ist. Und da ich bisher begeistert bin, könnt ihr schon ahnen, wie gut sich das Buch lesen lässt. Es gibt auch keine Fehler oder Formulierungen, die den Leser aus dem Fluss reißen.


Insgesamt:
Wenn ihr gern die Entwicklung einer jungen Frau miterleben wollt, dann seit ihr hier genau richtig. Liebe und Rock kommen dabei natürlich auch nicht zu kurz.

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91 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 50 Rezensionen

selbstmord, liebe, freundschaft, island, mobbing

Das Licht und die Geräusche

Jan Schomburg
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 10.03.2017
ISBN 9783423281089
Genre: Romane

Rezension:


Vorweg:
Ich habe das Buch auf Lovelybooks für eine leserunde gewonnen. Das beeinflusst aber selbstverständlich nicht meine Meinung.


Worum geht es:
Das Buch ist aus der Sicht des Teenagers Johanna geschrieben. Im Verlauf des Romans erlebt sie eine gemeinsame Zeit mit der Freundin ihres besten Freundes, in den sie verliebt ist. Außerdem muss sie sich mit Problemen auf der Klassenfahrt und mit dem Verschwinden ihres Freund auseinandersetzen.


Meine Meinung zum Inhalt:
Meine Inhaltsangabe könnte deutlich besser sein, da ich sie nur schnell getippt habe. Aber sie setzt einen ganz anderen Akzent als der Klappentext (zu mind. habe ich das versucht). Ich finde es nämlich sehr schade, dass das Verschwinden von Boris so betont wird, obwohl er erst in der Mitte verschwindet. Vorher geht es um tausend andere Sachen. Auch Ana-Klara taucht bis zur Suchaktion nur kurz auf.
Allerdings scheint der Klappentext sehr mit dem Ziel des Autors zu übereinstimmen. Ihm ging es wohl vornehmlich darum und der Rest sollte Johannas Sicht auf die Dinge erklären. Allerdings ist es doch eher unpassend, wenn die eigentliche Geschichte deutlich kürzer als jene kleinen Geschichten sind, die das Große und Ganze erklären sollen.
Dabei fehlte mir auch immer wieder der rote Faden. Ja, irgendwie lässt sich am Ende alles zusammensetzen. Das Buch ist also ideal für eine ausführliche Analyse im Deutschunterricht. Aber es ist doch ein Roman, den ich auch beim Lesen genießen will. Und wenn man sich ständig fragt, was das jetzt alles soll, ist das nicht ideal.


Die Charaktere:
Wie der Klappentext schon vermuten lässt gibt es vor allem drei wichtige Charaktere.

Johanna ist die Protagonistin und Ich-Erzähler. Ich bin mir nicht sicher, wie alt sie genau ist. Aber sie ist sehr gut charakterisiert. Sie ist nicht immer sympatisch und keine Heldin. Aber ihre Gedanken sind unfassbar authentisch wiedergegeben. Das ist zusammen mit dem Schreibstil die größte Stärke an dem Buch. Boris ist Johannas bester Freund. Die meisten Szenen erklären sein Verschwinden. Aber was er für ein Mensch ist, geht aus dem Buch nicht hervor. Durch die ersten Szenen habe ich einen völlig falschen Eindruck bekommen. Mehr weiß ich über ihn nicht. Das sit sehr schade, da ich mir sicher bin, dass Johanna mehr wissen müsste. Anna-Clara ist Boris Freundin aus Portugal. Auch sie ist nicht besonders gut charakterisiert. Das kann aber tatsächlich an Johannas Perspektive liegen, da sie (jedenfalls unterbewusst) gar nicht nett von ihr denken will.
Zusätzlich sind Timo und Marcel für die erste Hälfte ziemlich wichtig. Timo wird überraschend gut dargestellt. Marcels Verhalten ist eher merkwürdig und nicht nachvollziehbar. Ich glaube zwar schon, dass es zu so einer Situation kommen kann. Aber der Grund dafür wurde hier einfach nicht besonders gut dargestellt.


Die Stimmung:
Insgesamt finde ich, dass Johannas Sicht sehr gut dargestellt worden ist. Aber dafür, dass sie eigentlich eine Teenagerin ist und ein unbekümmertes Leben hat, ist das Buch sehr Trist. Insbesondere in der ersten Hälfte hätten auch ein paar schöne Momente dazukommen dürfen.


Der Stil:
Der Schreibstil ist der Wahnsinn und macht das ganze Buch und vor allem Johannas sich authentisch. Der Lesefluss wird nicht einmal von Rechtschreibfehlern oder unpassenden Worten unterbrochen. Respekt! Dabei wird die Umgebung sehr plastisch und auf den Punkt beschrieben, was ich als sehr gelungen empfinde.


Aufbau:
Dafür ist der Aufbau des Buches leider nicht so gut gelungen. Der Autor springt ständig zwischen den Szenen hin und her. Ich weiß nicht, ob das mal ein anderer Ansatz sein sollte oder ob Johannas Gedankensprünge damit aufgezeigt werden sollen. Jedenfalls sind nur sehr wenige Sprünge wirklich ideal. So etwas sollte zur Geschichte beitragen und zur Figur passen. Manchmal ist das der Fall. Und manchmal wird dadurch nur künstlich Spannung aufgebaut. Sobald dann endlich das ausgelassene dastand, hat es mich kaum noch interessiert.


Insgesamt:
Das Buch hat etwas für sich: Es ist der authentische Blickwinkel eines Mädchens, der mit viel Mühe gezeigt wird. Autor und Verlag haben viel Arbeit in die Buchproduktion gesteckt. Trotzdem finde ich das der Aufbau des Romans und die Charakterisierungen der Personen besser gemacht werden könnten. Deswegen gebe ich nach langem hin und her 3 Sterne.

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

literatur, anekdoten

Der Roman ohne E


Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei wissenmedia, 01.04.2012
ISBN 9783577091152
Genre: Comics

Rezension:

Ich habe dieses Büchlein zufällig in der Bibliothek entdeckt und es spontan mitgenommen. Die Auswahl der Anekdoten ist okay. Allerdings wurden sie lieblos hintereinander weg geschrieben. Einige davon sind durch die Daten und Namen schlecht zu lesen und noch schlechter zu merken. Ein roter Faden, der von Geschichte zu Geschichte führt (beispielsweise durch eine Sortierung nach Themen oder ähnliches) hätte sehr viel dazu beitragen können. So wurde aus meiner Sicht viel Potenzial verschenkt.

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30 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

satire, kurzgeschichten, israel, judentum, kishon

Paradies neu zu vermieten

Ephraim Kishon
Fester Einband: 359 Seiten
Erschienen bei Langen/Müller, 01.12.1988
ISBN 9783784417608
Genre: Humor

Rezension:


Mein Papa hat dieses Buch und die restlichen der Reihe schon so lange ich denken kann im Wohnzimmer stehen. Hin und wieder hat er mal eine Geschichte vorgelesen oder ich habe mir selbst eine angeschaut. Als ich neulich zu Besuch und dann auch noch krank war, habe ich eines herausgegriffen und endlich mal von vorne bis hinten gelesen.


Ich habe viel gelacht. Manche Geschichten sind einfach nur lustig (die Geschichte vom rohen Ei ist mir am besten in Erinnerung geblieben). Für andere braucht man ein wenig mehr Lebenserfahrungen, um sie zu verstehen (beispielsweise die Geschichte über die Entstehung eines neuen Wortes). Besonders am Ende geht es aber auch sehr viel um Israel und bekannte Persönlichkeiten. Die Auflage des Buches ist von 1999. Ich bin 1999 und muss zugeben, dass ich nicht allzu viel über Isreal etc. weiß. Das macht die Geschichten logischerweise schwer verständlich. Außerdem ist mir immer wieder aufgefallen, dass eine Anekdote von "den Juden" handelte. Natürlich macht man hier Witze über alle möglichen Länder und Religionen. Aber aufgrund unserer Geschichte höre ich nie jemanden einen über Juden machen. Kishon darf das, denn wenn ich das richtig verstanden habe, ist er selbst einer und er lebt in Israel. Aber trotzdem folgt darauf bei mir immer eine Schrecksekunde. Schon komisch wie beeinflusst wir doch alles von unserer Gesellschaft sind.


Insgesamt empfehle ich das Buch jedem, der Lachen, aber auch ein wenig ernst sein will (es sind halt Satiren). Und wenn Du dann noch Interesse an Israel hast, ist das Buch perfekt.

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525 Bibliotheken, 14 Leser, 2 Gruppen, 112 Rezensionen

stefanie hasse, fantasy, bücher, book elements, bookelements

BookElements - Die Magie zwischen den Zeilen

Stefanie Hasse
Flexibler Einband: 232 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 24.09.2015
ISBN 9783551300423
Genre: Fantasy

Rezension:


Ich habe dieses Buch schon lange im Blick, konnte mich aber nie zu einem Kauf entschließen. Vor ein paar Tagen habe ich einen Spruch auf Facebook gesehen. Irgendwas in der Richtung: Lese die Charaktere nicht heraus, denn ich bin diejenige, die sie wieder einfangen muss. Da habe ich mir das ebook spontan zugelegt.


Es geht in der Geschichte um Lin, deren Job es ist, aus Büchern herausgelesene Charaktere widereinzufangen. Das macht sie zusammen mit ihren Freunden, von denen einer unausstehlich, aber trotzdem attraktiv ist.


Mehr mag ich gar nicht zum Inhalt sagen, da man doch leicht ins Spoilern gerät. Das macht meine Rezension im ganzen ziemlich schwierig.


Die Grundidee der Geschichte gefällt mir sehr, auch wenn sie (wie die meisten Fantasy-Themen) nicht neu ist. Ein Satz hat mich extrem an eine Folge Bibi Blocksberg erinnert. In dieser müssen Bibi und ihre Freunde die Märchengestalten mit Leseaktionen retten.


Größtenteils ist die Geschichte auch sehr gut geschrieben. Die Charaktere und die grundlegende Handlung sind toll. Es gab einige Stellen, an denen ich mitgezittert habe.


Leider gibt es auch sehr viel, das für mich keinen Sinn ergeben hat. Oder Dinge, die zwar aufgebaut, aber nicht zu Ende geführt worden sind. Ich habe nicht richtig verstanden, was eigentlich alle wollten. Vielleicht liegt das teilweise auch an mir, aber einige Gedanken hätten auf jeden Fall besser sortiert werden können.


Weil es mir insgesamt aber trotzdem sehr gut gefallen hat, gebe ich gerade so 4 Sterne.

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44 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

humor, lustig, buch, komödie, computerexperte

Ein Einhorn für alle Fälle: Ein Dirks-Diary-Roman

Caroline Brinkmann
E-Buch Text
Erschienen bei Forever, 06.03.2017
ISBN 9783958181687
Genre: Sonstiges

Rezension:


Inhalt:
Es geht um Rabbit. Sie ist Anfang 20, studiert und muss über die Trennung mir ihrem ersten Freund hinwegkommen. Leider braucht sie dafür auch eine neu Wohnung. Nach einer Reihe von Absagen landet sie bei Dirk, der weder Facebook noch Twitter, aber dafür einen Hygienewahn hat und den ganzen Tag in Computerspielen verbringt.


Meine Meinung:
Ich lese schon seit einer Weile die Dirks Diary Posts auf Facebook mit. Bis heute habe ich, glaube ich, nicht einmal etwas kommentiert, aber die kleinen Geschichten haben mir immer wieder ein Lächeln auf das Gesicht gezaubert. Als das Buch rauskam, wollte ich es unbedingt kaufen. Schon allein weil die Autorin es aufgrund der vielen kleinen Geschichten verdient hat.


Das Buch war anders als erwartet. Mit so viel Comedy zum Thema Internet hatte ich nicht gerechnet. Trotzdem habe ich viel gelacht. Besonders gefreut habe ich mich, wenn ich eine Geschichte von der Facebook-Seite wiedererkannt habe. Aber erschreckender Weise kommen einem auch viele andere Szenen sehr vertraut vor. Und manchmal fragt man sich, ob die Autorin wirklich übertreibt, oder ob die Situation nicht doch genauso vorkommen könnte ...


Insgesamt freue ich mich wirklich sehr, dass ich das Buch gekauft und gelesen habe. Ich kann es jedem empfehlen, der ein schönes Buch für Zwischendurch und zum Lachen haben will. Es ist übrigens auch ein toller Motivator, wenn es bei euch gerade nicht perfekt läuft. Das tut es nämlich bei kaum jemanden - egal wie schön die Selfies sind. ;)

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

historisches, neugier, geburtstag, abenteuer, hafe

Der Traum von New Providence (Anne Bonny Kurzgeschichten)

Ann-Kathrin Speckmann
E-Buch Text: 16 Seiten
Erschienen bei neobooks, 01.03.2017
ISBN 9783742795373
Genre: Sonstiges

Rezension:  
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17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

reisebuch, ohne geld, trampen, weltreise

Zwei um die Welt – in 80 Tagen ohne Geld

Hansen Hoepner , Paul Hoepner , Marie-Sophie Müller
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei MALIK, 17.03.2016
ISBN 9783890294698
Genre: Sachbücher

Rezension:


Dieses Buch kann ich allen empfehlen. Es ist locker und leicht geschrieben. Je nach Situation mal ernst und mal lustig. Gerade am Anfang hatte ich ein paar bedenken. Denn obwohl sie nicht betteln wollten, haben sie Geldspenden bekommen. Und ich dachte die ganze Zeit, dass es genug Arme Menschen gibt, die es besser gebrauchen könnten. Aber auch damit setzen sich die Brüder nach und nach auseinander. Und ich muss dem Mann in Indien recht geben. (Um zu erfahren, was er gesagt hat, müsst ihr das Buch lesen. Sonst ist es auch nicht wirklich zu verstehen.)
Das Projekt ist jedenfalls toll. Ich würde es schon allein wegen des Trampens (für zwei Männer schon nicht ungefährlich und für ein Mädchen lebensmüde) zwar nicht nachmachen, aber an sich eine tolle Sache. Am Ende kam noch richtig Spannung auf. Das hat dem Buch gut getan, einem der Zwillinge dafür nicht so.


Jetzt bin ich gespannt auf die aufgesparten Videos.

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jugendbuch, ony, ungekürzt, science fiction, aliens

Onyx. Schattenschimmer

Jennifer L. Armentrout , Anja Malich , Merete Brettschneider
Audio CD
Erschienen bei Silberfisch, 21.11.2014
ISBN 9783867421928
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Das Hörbuch hat ja schon sehr viele Rezensionen. Deshalb halte ich mich mal kurz. Mir gefällt dieser Teil ähnlich gut wie der zweite. Die Autorin macht mal etwas anderes. Grundsätzlich baut dieses Buch auch gut auf dem nächsten auf. Dass sie so lange so abweisend ist, geht mir ein wenig auf den Keks. Das gleiche gilt für die etwas gezerrte Logik. Stil, Lesung und auch die Geschichte sind aber super. Ich bin gespannt wie es weitergeht.

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Projektmanagement

Hans-D. Litke , Ilonka Kunow
Buch: 128 Seiten
Erschienen bei Haufe, Rudolf, 22.09.2006
ISBN 9783448077452
Genre: Sachbücher

Rezension:


ICh studiere im 5. Semester Jura, jobbe unter anderem als freiberufliche Texterin und Nachhilfelehrerin und versuche mir eine Schriftstellerkarriere aufzubauen. Und ich möchte ein soziales halbes Jahr oder eine ausgedehnte Rucksackreise machen, bevor das Examen losgeht. Wie sich der eine oder andere vielleicht jetzt schon kopfschüttelnd denkt, klappt nichts so richtig. Ich komme überall so durch, mehr aber auch nicht. Vor allem meine eigene Organisation ist ziemlich schlecht. Im Buch "Prädikatsexamen" wurde ein Buch zum Projektmanagement empfohlen, das ich nicht finden konnte. Allerdings wurde dieses Büchlein von einem der Autoren geschrieben, weshalb ich es mir heute morgen spontan als ebook gekauft habe. Ich hätte vielleicht vorher das Inhaltsverzeichnis genauer lesen sollen. Dann wäre mir aufgefallen, wie viele Seiten sich mit Teammitgliedern und Kosten beschäftigen. Die Frage danach, wie man mehrere Projekte miteinander kombiniert, wird dagegen nur gestellt und nicht gelöst. Am Anfang gab es eine Liste zur Selbsteinschätzung, die größtenteils auch für mich brauchbar war. An den Schwächen solle man arbeiten. Das WIE wird dagegen nicht angesprochen. Das ist aber aus meiner Sicht das entscheidende. Auch sonst gab es wenig, das mich umgehauen hat. Ich werde versuchen das Buch wenigstens als Organisationsstütze zu nehmen und mir aus den Listen das Passende herauszusuchen, um einzelne Projekte zu organisieren. Aber die sind teilweise sehr unübersichtlich geraten. Richtige Anregungen, Ideen oder Motivation habe ich nicht erhalten.

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Backpacking weltweit

Jack Harte
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei MANA-Verlag, 26.10.2016
ISBN 9783955030612
Genre: Sachbücher

Rezension:


Dieses Büchlein hat es vermutlich nicht leicht, denn kaum einer kann bei so einem Ratgeber kriegen, was er will, da nun mal jeder etwas anderes will. Wichtig ist, dass Du kaum Ahnung hast und Dich auch noch nicht auf ein Land festgelegt hast, damit es nicht zu langweilig wird, da 80 Prozent des Buches für Sich irrelevant sind.


Die erste Hälfte beschäftigt sich mit allgemeinen Informationen. Diese sind aber wirklich sehr allgemein. Mir persönlich haben sie das Gefühl gegeben einen besseren Überblick für den Start der eigentlichen Recherche und Planung zu haben. Aber oftmals verweist das Buch nur auf die Seite des auswärtigen Amts und macht sehr allgemeine Angaben, die wohl auch ein wenig witzig sein soll. Es sei sinngemäß bsp. doof mit Wüstenstiefeln am thailändischen Strand zu stehen. Blöd nur, dass sich dieser Witz drei Mal wiederholt ...


Die zweite Hälfte besteht aus Erfahrungsberichten bzw. aus allg. Informationen über konkrete Länder. Die Berichte sollen allgemeine Backpackertipps geben und die Highlights des Landes darstellen. Klar, dass man sich bei wenigen Seiten pro Land schnell erschlagen fühlt. Hieraus habe ich an Fakten kaum etwas mitgenommen, außer den Namen der Blogger, die ich mir rausgeschrieben habe, und der Tatsache, dass es viel zu sehen auf der Welt gibt.


Stil und Layout sind durchgehend schön gemacht.


Insgesamt kann ich Anfängern empfehlen das Buch zu lesen. ich habe es nur geliehen und auch kein Bedürfnis danach, es zu kaufen. Es ist nicht allzu Faktenwissen, das man mitnimmt. Trotzdem 4 Sterne, da es wirklich schwer ist, bei so einem Thema den richtigen Rahmen zu finde, und weil ich nach so einem Buch schon eine Weile Ausschau gehalten habe.

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