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8 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

deutsch, schule, fünfte klasse, übergang, gymnasiu

Fit fürs Gymnasium: Übergang 4 / 5 Englisch

Julia Käufler
Flexibler Einband: 112 Seiten
Erschienen bei Schroedel Verlag GmbH, 06.01.2016
ISBN 9783507232716
Genre: Sachbücher

Rezension:

Ich musste bei meinen drei Kindern feststellen, dass der Übergang von der Grundschule zum Gymnasium insbesondere im Fach Englisch einiges an Schwierigkeiten mit sich bringen kann, da alle Kinder auf einem unterschiedlichen Stand sind. Die Lücken zu Hause zu schließen ist nicht einfach, da ich zum Einen nicht fließend Englisch spreche und zum Anderen auch nicht das optimale Lernmaterial zur Hand hatte.

Das DIN A 4-große Buch „Fit fürs Gymnasium – Für den sicheren Übergang von der 4. In die 5. Klasse“ aus dem Schroedel Verlag bietet eine tolle Möglichkeit die grundlegenden Kenntnisse, die die Kinder in der Grundschule erworben haben (sollten) zu wiederholen und zu vertiefen.  

Das Buch beginnt mit einem kurzen Einstiegstest, mit dem man sich einen Überblick über den aktuellen Wissensstand in den verschiedenen Themenbereichen des Kindes verschaffen kann. Dementsprechend kann man dann mit den Themenbereichen starten, bei denen man am dringendsten Wissen benötigt.

Zu allen Aufgaben befinden sich am Buchenende die Lösungen zur Überprüfung.

Die Aufgaben selbst sind sehr unterschiedlich und abwechslungsreich gestaltet. Es gibt Rätsel, Aufgaben zum Ankreuzen, Nachzeichnen, Ausmalen, Hören u.s.w.. Da kommt keine Langeweile auf. Die bunten Illustrationen, die sich auf jeder Seite befinden, lockern das Buch auf und sie haben dafür gesorgt haben, dass meine Tochter nicht das Gefühl hatte Schulaufgaben zu machen, sondern einfach mit Spaß Englisch zu lernen.
Ausgesprochen hilfreich fand ich die QR-Codes die es zu verschiedenen Aufgaben gab, so konnte man Englisch in korrekter Aussprache hören. Alternativ zu den QR-Codes kann man die Hörtexte auch am PC über die Seite des Verlags abrufen.

Fazit:
Ich finde dieses Buch für Kinder, die ihre ersten Englischkenntnisse vertiefen wollen perfekt, da es neben Lerntipps, Vertiefung der Vokabeln und grundlegenden Regeln auch den Spaß an der Sprache vermittelt.

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33 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 24 Rezensionen

südfrankreich, krimi, mord, wein, flüchtlinge

Gefährliche Ernte

Yann Sola
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 16.02.2017
ISBN 9783462048698
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Gefährliche Ernte“ ist der zweite Krimi des Autors Yann Sola um den Hobbyermittler, Lebemann und Kleinganoven Perez und problemlos ohne Kenntnis des ersten Bandes zu lesen.

Die farbigen Karten auf Innenteil des Covers machen direkt anschaulich deutlich, wo man sich befindet. Perez lebt in der Kleinstadt Banyul in Südfrankreich. Mit dem Verkauf von Wein verdient er auf nicht ganz legale Weise sein Geld. Nachdem ein Toter in dem Weinberg seines Vaters gefunden wird, möchte er die Ermittler schnellstmöglich wieder loswerden und beginnt selbst zu ermitteln.

Dier ersten Seiten beschreibt der Autor sehr detailliert seine Protagonisten und somit dauert es ein wenig bis der Krimi richtig in Gang kommt. Dafür kommt anschließend umso mehr Action auf. Durch verschiedene Handlungsstränge – die später schlüssig zusammengeführt werden – ist das  Geschehen abwechslungsreich und spannend, so dass man gerne weiterließt. Unerwartete Wendungen und humorvolle Beschreibungen machend das Buch lebendig.

Perez ist ein sehr gewöhnungsbedürftiger Protagonist, der trotz seiner Eigenheiten und Schlitzohrigkeiten sympathisch wirkt.

Der Autor versteht es den Flair Südfrankreichs zu vermitteln. Außerdem hat er aktuelle Ereignisse wie die Flüchtlingskrise erfolgreich untergebracht.

Insgesamt hat mir das Buch „Gefährliche Ernte“ gut gefallen und ich werde bei einen weiteren Krimi mit dem Protagonisten Perez gerne wieder zugreifen.

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37 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 20 Rezensionen

husum, alter, lusti, selbstbestimmtes leben, berlin

Weit weg ist anders

Sarah Schmidt
Flexibler Einband: 261 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 06.03.2017
ISBN 9783458362562
Genre: Romane

Rezension:

In dem Roman „Weit weg ist anders“  von Sarah Schmidt beschreibt die Autorin zwei Protagonisten , die unterschiedlicher kaum sein könnten. Die Autorin beschreibt auf sehr einfühlsame Art und Weise wie das Leben, das individuelle Schicksal einen Menschen prägt und verändert.

Edith Scholz ist eine typische Berlinerin, sie weiß, was sie will, ist sehr direkt und hat am liebsten ihre Ruhe. Nachdem sie sich die Hüfte gebrochen hat, fährt sie zu einer Kur bei der sie auf die ein wenig zart beseitete Christel Jacobi trifft.  Christel ist schwer krank und kann nicht gut allein. Die beiden 70-jährigen verbindet nichts außer ihrem Alter und dem Drang noch einmal etwas zu erleben.  Trotz der anfänglichen Abneigung machen sich die beiden gemeinsam auf den Weg und finden zueinander.

Die Autorin versteht es mit ihrem humorvollen leichten Schreibstil  zu zeigen, dass man auch im Alter noch Träume verwirklichen kann. Obwohl es Edith und Christel sich gegenseitig nicht leicht machen, wirken sie beide sympathisch und man muss sie einfach mögen, da sie sowohl mit ihren Stärken als auch mit ihren Schwächen sehr authentisch dargestellt werden. Ihre anfängliche Abneigung wandelt sich nach und nach in Zuneigung und die Geschichte der beiden enthält mehrfach unerwartete Wendungen.

Das Buch ist berührend und emotional mit einer guten Portion Humor und Spannung, die das Lesen kurzweilig und interessant machen. Von mir gibt es eine Leseempfehlung für Menschen die gerne einmal eine ungewöhnliche Geschichte lesen.

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66 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 50 Rezensionen

luxemburg, krimi, paris, 1939, 2. weltkrieg

Gefährliche Empfehlungen

Tom Hillenbrand
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 12.01.2017
ISBN 9783462049220
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Gefährliche Empfehlungen“ ist der 5. Band des Autoren Tom Hillenbrand in der Reihe des luxemburgischen Kochs Xavier Kieffer.  Für mich war es das erste Buch aus dieser Reihe, was aber beim Lesen für das Verständnis des Geschehens kein Problem darstellte.

Bei einer Feier in einem Pariser Museum des bekannten Gastroführer "Guide Gabin" verschwindet während  eines Stromausfalles  ein seltenes Exemplar eines Restaurantführers von 1939. Der anwesende Luxemburger Koch Xavier Kieffer beginnt  – durch den Präsidenten  Francois Allégret  aufgefordert -  nachzuforschen. Es entstehen nach und nach immer mehr und Fragen und die erste Leiche taucht auf.

Die Handlung besteht aus zwei Strängen von denen einer in der Gegenwart spielt und der andere in der Vergangenheit um 1939 wie der verschwundene  Restaurantführer aus diesem Jahre.

Die Charaktere sind ausgesprochen speziell und extrem aber dennoch authentisch und nicht nur die Protagonisten werden ausführlich beschrieben, auch die Charakterzüge der Nebenrollen sind lebendig und einfallsreich. Die Vorgehensweise der verschiedenen Personen und ihre Motive werden nachvollziehbar erklärt.

Die Handlungsplätze werden detailreich dargestellt und ich habe während des Lesens eine gute Vorstellung von Luxemburg bekommen.

Der Krimi ist ausgesprochen gut recherchiert. Ich habe viel Neues über die gehobene Luxemburger Restaurantküche und die Entstehung des Guide Michelin erfahren. Auch die politischen Hintergründe, Verschwörungen und Intrigen während des Krieges waren interessant geschildert.

Für alle die sich in der französischen Küche nicht so auskennen, befindet sich im Anhang ein Glossar: Küchenlatein, den ich ausgesprochen hilfreich fand.

Der Schreibstil  von Tom Hillenbrand ist flüssig und lässt sich leicht lesen. Die diversen Wendungen in der Handlung halten die Spannung aufrecht und das Ende ist überraschend.

Insgesamt ist der Krimi unterhaltsam und informativ. Der eigenwillige Charakter des Protagonisten gefiel mir so gut, dass ich nun neugierig auf weitere Fälle des  luxemburgischen Kochs und Hobbyermittler Xavier Kieffer geworden bin und das Buch empfehlen kann.

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(90)

131 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 84 Rezensionen

drogen, baby, schnee, winter, flucht

Sweetgirl

Travis Mulhauser , Sophie Zeitz-Ventura
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 13.01.2017
ISBN 9783423261265
Genre: Romane

Rezension:

„Sweetgirl“  ist ein gelungener Debütroman des in North Carolina lebenden Autoren Travis Mulhauser.

Die 16-jährige Percy  ist auf der Suche nach ihrer drogenabhängigen Mutter. Dabei findet sie im Haus des Drogendealers Shelton ein verwahrlostes Baby, das sie an sich nimmt, um es in Sicherheit zu bringen. Es folgt eine gefährliche Flucht durch das verschneite Michigan…

Der Autor beschreibt seine Charaktere sehr detailreich und absolut glaubwürdig. Man bekommt ein klares Bild von ihnen und sie könnten kaum verschiedenartiger sein. Das unterschiedliche Schicksal und ihr Umgang damit macht ihre Einzigartigkeit deutlich. Dabei gelingt es Travis Mulhauser sehr gut auch für die Charaktere Mitgefühl zu empfinden, die man zu Beginn eher in der Rolle des Antagonisten gesehen hat. Die Protagonistin war mir von Anfang an sympathisch und ist für ihr Alter erstaunlich überlegt und verantwortungsbewusst.

Die Beschreibungen der winterlichen Landschaften von Michigan sind wunderschön, aber es wird auch deutlich, dass sie nicht ungefährlich sind.

Obwohl die Handlung  zum Teil sehr grausam und traurig ist, gab es auch viele Stellen an denen ich Schmunzeln musste.  Die Dialoge zwischen Percy und Portis finde ich einfach großartig. Ich mag die beiden, sie bringen eine Menge Leben in das Buch und geben immer wieder Anlaß zum Lachen.

Durch den lockeren Schreibstil und die sich aufbauende Spannung bin ich nur so durch die Seiten geflogen.

Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen. Es ist lebendig, spannend, humorvoll und emotional mit vielfältigen Charakteren und tollen Landschaftsbeschreibungen.

Kurz: Ein kurzweiliges und abwechslungsreiches Lesevergnügen, das ich empfehlen kann.

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50 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 39 Rezensionen

krimi, nordirland, irland, adrian mckinty, mord

Rain Dogs

Adrian McKinty , Peter Torberg
Flexibler Einband: 404 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 06.02.2017
ISBN 9783518467473
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Rain Dogs“ ist das fünfte Buch der  Sean Duffy-Reihe des nordirischer Krimischriftstellers Adrian McKinty. Die ersten vier Bände habe ich mit Begeisterung gelesen, von daher war ich sehr gespannt auf den neuen Band.

Nachdem die Journalistin Lily Bigelow tot Innenhof von Carrickfergus Castle aufgefunden wird, deutet alles auf einen Selbstmord hin.  Sie soll vom Burgfried der zu diesem Zeitpunkt verschlossenen Burg gesprungen sein. Aber  der katholische Bulle Sean Duffy glaubt nicht an einen Selbstmord und die Obduktion lässt ebenfalls Zweifel aufkommen. Duffy beginnt zu ermitteln und stößt auf Informationen der Journalistin, die auf Bestechung und Intrigen in den höchsten politischen Kreisen hindeuten. Was sollte mit dem Mord an Lily Bigelow vertuscht werden ?       

Der Schreibstil des Autors ist flüssig und lässt sich gut lesen. Durch kurze knappe Sätze werden alle wesentlichen Informationen vermittelt. Die Spannung des Buches ist spürbar und die Grundstimmung – die auch sehr passend vom Buchcover vermittelt wird - grau und trüb.

Der Protagonist Sean Duffy, ist im Laufe der Reihe älter und ruhiger geworden, ist deswegen aber nicht weniger hartnäckig, zynisch und dickköpfig als zuvor und  hat auch noch dieselben Angewohnheiten.  

In seinem Kriminalroman hat  Adrian McKinty Fiktion und wahre Begebenheiten miteinander kombiniert. Um seine Anspielungen zu verstehen ist ein wenig politisches Hintergrundwissen über Nordirland von Vorteil. Der Terror der IRA  ist permanent spürbar und es wird immer wieder unter Autos nach Bomben gesucht.

Die Landschaftsbeschreibungen und Wetterverhältnisse schaffen die perfekte Atmosphäre für den Fall. Durch die Erwähnung verschiedener Songtitel und diverser  realer Personen, wirkt das Buch ausgesprochen lebendig und greifbar. Die verschiedenen fiktionalen Charaktere werden ebenfalls authentisch beschrieben.

Die Spannung die in dem Buch aufgebaut wird, hat es mir schwergemacht, dass Buch aus der Hand zu legen. Die Lösung des Falls ist stimmig und ich habe mich gewundert wie schnell ich mit den über 400 Seiten  fertig war.

„Rain Dogs“  ist ein fesselnder atmosphärischer Kriminalroman, den ich auch empfehlen kann, wenn man die ersten vier Bände noch nicht gelesen hat.



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40 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

thriller, trauma, krimi, wahn, psychogramm

Mysterium

Federico Axat , Matthias Strobel
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Atrium Zürich, 10.02.2017
ISBN 9783855350063
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Bei dem Buch "Mysterium" des argentinischen Autoren Federico Axat handelt es sich um einen sehr ungewöhnlichen Psychothriller.

Ted McKay ist ein erfolgreicher Geschäftsmann. Da er todkrank ist, will er sich umbringen. Bevor er dies umsetzen kann, bekommt er Besuch von einem Fremden, der ihn dazu überredet einen Mord zu begehen. Ted nimmt den Auftrag an und stellt fest, dass sein Auftraggeber ihm etwas verschwiegen hat. Die wenige Zeit, die Ted bleibt, versucht er hinter das Geheimnis seines Auftraggebers zu kommen. Dabei wird es zunehmend schwieriger zu unterscheiden, was real und was Fiktion ist.

In der ersten Hälfte des Buches war es mir unmöglich zu unterscheiden, was von dem Geschehen real passiert ist und welcher Teil nur in Teds Kopf stattfindet.

Danach wechselt der Erzählstil des Autors, eine Psychologin beginnt zu analysieren.

Anschließend folgt ein weiterer Wechsel mit Rückblenden in Teds Vergangenheit, in denen es dem Autoren gelingt, Teds Verzweiflung überzeugend darzustellen.

Auch die übrigen Charaktere sind gut ausgearbeitet

Die Rückblenden fand ich sehr interessant geschrieben, da sie einen weiteren (ganz anderen) Blickwinkel eröffnet haben. Allerdings hätte ich mir vorher schon einmal einen Hinweis darauf gewünscht, dann wäre die erste Hälfte des Buches nicht ganz so undurchsichtig gewesen.

Die anfängliche Verwirrung in der Handlung, die es nicht offensichtlich macht, was Realität ist und wobei es sich um Fiktion handelt, fand ich ein wenig anstrengend. Der Protagonist ist ein interessanter Charakter, zu dem ich aber keinen Zugang gefunden habe.

Obwohl ich mich anfangs mit dem Buch ein wenig schwer getan habe, wurden im letzten Teil alle Fragen überzeugend erklärt und gelöst. Den Ansatz und die Ideen des Autoren fand ich ausgesprochen interessant und die Auflösung überzeugend. Allerdings hätte ich mir zu Beginn ein wenig mehr Klarheit gewünscht und vergebe deshalb „nur“ 4 Sterne.

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144 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 81 Rezensionen

thriller, psychothriller, stockholm, schweden, kindermädchen

Glücksmädchen

Mikaela Bley , Katrin Frey
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 10.02.2017
ISBN 9783548288444
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Glücksmädchen“ ist das Debüt der schwedischen Autorin Mikaela Bley.

Die Blautöne des Covers vermitteln eine kühle Atmosphäre und das kleine Mädchen wirkt einsam und verloren. Dieser Widerspruch zum Titel hat mich neugierig gemacht.

 Ellen Tamm hat den Tod ihrer Zwillingsschwester, die als Kind gestorben ist nie überwunden. Sie arbeitet als Kriminalreporterin bei einem schwedischen Fernsehsender und versucht ihr Trauma durch ihre Arbeit zu verdrängen. Als die 8-jährige Lycke währen ihres Tennisunterrichtes spurlos verschwindet, soll Ellen über den Fall berichten, was sie schwer belastet, da ihre Zwillingsschwester im gleichen Alter verschwand. Sie beginnt zu recherchieren und setzt alles daran Lycke zu finden.     

Das Buch beginnt mit dem Verschwinden der kleinen Lycke direkt spannend und man ist mitten im Geschehen.  Als Ellen mit ihren Recherchen beginnt, kann man beim Lesen regelrecht spüren, wie sehr die Zeit drängt und wieviel Ellen - durch ihre eigene Geschichte - an der Aufklärung des Falls liegt.

Das Schreibstil der Autorin ist flüssig und die unterschiedlichen Erzählperspektiven, die sie nutzt, lassen  machen das geschehen spannend und vielschichtig.

Die einzelnen Charaktere werden detailreich und authentisch dargestellt. Dabei kann man sich gut in sie hineinversetzen und spürt ihre Anspannung, Verzweiflung und Angst.

Neben der Suche nach Lycke werden auch andere Themen wie die Problematik von Scheidungskindern, die von Alleinerziehenden und Mobbing  angerissen.

Insgesamt ist die Handlung sehr  düster und trostlos aber durchweg spannend und fesselnd mit einem überraschendem  Ende.

„Glückmädchen“ ist ein gelungenes Debut  und ich werde die Fortsetzung auf jedem Fall lesen.

 

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(43)

80 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 38 Rezensionen

thriller, london, psychothriller, stalking, verfolgung

Alleine bist du nie

Clare Mackintosh , Sabine Schilasky
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 13.01.2017
ISBN 9783404174706
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Alleine bist du nie“ ist nach „Meine Seele so kalt“ der zweite Thriller von der britischen Autorin Clare Mackintosh. 

Zoe Walker – Mutter von zwei fast erwachsenen Kindern, geschieden und nun mit dem 15 Jahre älteren Journalisten Simon Thornton zusammenlebend – arbeitet bei einem Immobilienmakler und führt ein recht durchschnittliches Leben.

Auf dem Weg von ihrer Arbeit nach Hause liest sie in der U-Bahn Zeitung und entdeckt in einer der Kleinanzeigen ihr Bild, mit dem für eine Partnervermittlung geworben wird. Beunruhigt versucht sie Näheres herauszubekommen und stellt fest, dass andere Frauen mit denen zuvor in der gleichen Anzeige geworben wurde, verschiedenen Verbrechen zum Opfer gefallen sind.

Anfangs wird Zoe weder von ihrer Familie noch von der Polizei ernst genommen.

Kelly Swift arbeitet als Ermittlerin an der Aufklärung von Delikten in der U-Bahn und erkennt als erstes die Zusammenhänge zwischen den Angriffen, auf die in der Zeitung abgebildeten Frauen und den Verbrechen. Obwohl es nicht in ihre Zuständigkeit fällt, setzt sie alles dran, um an der Aufklärung der Mordfälle mitarbeiten zu dürfen.

Im ersten Teil des Buches werden nach und nach alle Charaktere eingeführt. Diese werden ausgesprochen detailliert beschreiben, so dass man sie sich gut vorstellen kann, was auch notwendig ist, da die Anzahl der Charaktere recht umfangreich ist. Die Handlung kommt dadurch allerdings ein wenig langsam ins Rollen. Die beiden Protagonistinnen Zoe und Kelly machten auf mich einen sehr sympathischen Eindruck während man sich bei Zoes Lebensgefährten Simon, dem neuen Freund ihrer Tochter, ihrem Chef  und zahlreichen anderen Personen permanent fragt, ob man ihnen wirklich trauen kann. Die Spannung des Buches baut sich eher langsam auf, aber man spürt permanent die latente Gefahr.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und detailreich. Es ist ihr gut gelungen mich mit Zoes Paranoia anzustecken und es gab kaum noch einen Charakter, den ich nicht verdächtigt habe. 

Man konnte beim Lesen merken, dass Clare Mackintosh selbst zwölf Jahre bei der britischen Polizei gearbeitet hat,  was sich in ihrer authentischen Beschreibung der Arbeitsweise der britischen Polizei widerspiegelt. Oft stießen die Ermittler an ihre Grenzen, wurden von Vorschriften gehemmt und die Arbeit war langwierig und anstrengend.

Bis zum Ende habe ich gerätselt, wer hinter der Website steckt, konnte keinen der vielen Verdächtigen wirklich ausschließen und das Buch auch gar nicht mehr aus der Hand legen.  Zum Schluss hat mich die Autorin dann noch einmal richtig überrascht. 

Meiner Meinung nach handelt es sich hier um einen ungewöhnlichen Thriller, der durch die Darstellung der latenten Gefahren, denen man tagtäglich ausgesetzt sein könnte, eine unterschwellige Spannung aufbaut und genau dadurch fesselt. Auch wenn ich zu Beginn des Buches ein wenig gebraucht habe, um hineinzufinden, bietet der Thriller Spannung auf hohem Niveau und ist absolut lesenswert.

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(92)

155 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 71 Rezensionen

taste of love, liebe, kochen, maine, roman

Taste of Love - Geheimzutat Liebe

Poppy J. Anderson
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 13.01.2017
ISBN 9783404174683
Genre: Liebesromane

Rezension:

Das Buch „Taste of Love: Geheimzutat Liebe“ von Poppy J. Anderson ein gelungener Start in eine Reihe rund um die Liebe zum Kochen.

Das Leben der beiden Protagonisten Brooke Knight und Drew Day könnten kaum unterschiedlicher sein. Drew ist ein bekannter Starkoch, der in seinem Nobelrestaurant ausgefallene Köstlichkeiten zaubert . Er hat Geld und keine enge Bindung zu seiner Familie.  Brooke kocht mit Hingabe traditionelle Gerichte der Küche Neuenglands im Restaurant ihrer Eltern in Maine, um das Überleben des Restaurants zu sichern. Als die Beiden aufeinander treffen fliegen die Fetzen und es sprühen die Funken.  Aber beide haben sie eine Leidenschaft für `s Kochen, die sie verbindet.

Brooke ist ausgesprochen lebhaft, impulsiv und schlagfertig. Es kommt zu vielen amüsanten Dialogen. Brookes quirlige und Drews charmante Art machen die beiden Protagonisten ausgesprochen sympathisch.

Die übrigen Charaktere sind ebenfalls toll beschrieben und auch wenn sie nur am Rande auftauchen, erfährt man immer so viele Details über ihre Eigenarten, dass man sie sich gut vorstellen kann und ein Bild vor Augen hat. Auch die Atmosphäre von Maine mit dem dörflichen Flair wird wunderbar vermittelt.

Die Szenen in der Küche, die Liebe von Brooke und Drew zum Kochen hat die Autorin authentisch beschrieben. Die Beschreibung der Gerichte und deren Zubereitung lassen einem beim Lesen den Duft in die Nase steigen und man bekommt zwangsläufig Appetit.

Der Schreibstil der Autorin ist locker, leicht und flüssig. Die Handlung ist nicht überraschend, sondern eher ziemlich vorhersehbar. Darauf kommt es bei diesem Buch aber auch nicht an. Es sind vielmehr die vielen amüsanten Dialoge aber auch die emotionalen Momente und wunderbaren Szenen rund ums Kochen, die das Buch zu einem Lesegenuss machen und für unterhaltsame Lesestunden sorgen.

Wer leichte Unterhaltung sucht, liegt mit „Taste of Love: Geheimzutat Liebe“ genau richtig. Ich freue mich auf weitere Bände der Reihe, die ich auf jeden Fall lesen muss.

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(170)

185 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 166 Rezensionen

liebe, rocky mountains, wilderer, virginia fox, independence

Rocky Mountain Lion

Virginia Fox
Flexibler Einband: 332 Seiten
Erschienen bei Dragonbooks, 02.12.2016
ISBN 9783906882048
Genre: Romane

Rezension:

Das Buch „Rocky Mountain Lion„ der Autorin Virginia Fox ist der 9. Band aus der Rocky Mountain Serie.

In diesem Band sind Quinn und Archer die Hauptpersonen. Quinn ist Ethologin und arbeitet auf der Wildtierstation Lone Wolf Ranch. Leider ist nicht alles so perfekt, wie es sein könnte, da diese von Wilderern bedroht wird. Anfangs ermittelt Archer undercover und Quinn auf eigene Faust, um den Wilderern auf die Spur zu kommen. Als die Lage sich zuspitzt überwinden sie ihr Misstrauen gegeneinander und die Anziehungskraft zwischen den beiden steigt…..

Die beiden Protagonisten Quinn und Archer waren mir von Anfang an sympathisch. Auch die übrigen Charaktere – die Bewohner des kleinen Ortes Independence - die man im Laufe der Handlung kennenlernt, sind liebenswert. Ihr harmonisches Miteinander im Dorf vermittelt wunderbar die gesamte Atmosphäre von Independence. Die Wilderer bilden einen krassen Gegensatz und ihre Grausamkeit hat mich mehrfach entsetzt.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und lässt sich sehr leicht lesen. Mal ist die Atmosphäre des Dorfes wundervoll beschrieben und ich hatte das Gefühl mittendrin zu sein, mal sind die detailreichen Landschaftsbeschreibungen einfach nur wunderschön zu lesen und mal ist das Buch total spannend gewesen. Das ist eine tolle Mischung die mir viel Spaß macht hat. Neben der Haupthandlung gab es viele kleine Nebengeschichten, die einen guten Einblick in das Leben des Dorfes gegeben haben. Gut gefiel mir auch, dass die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven geschrieben wurde und man somit einen umfassenden Überblick über die Ereignisse bekam.

Am Ende des Buches findet man einige Rezepte von denen man gelesen hat und die damit das gesamte Buch stimmig abrunden.

Ich fand die Mischung aus Spannung, humorvollen Dialogen, Romantik und detailreichen Landschaftsbeschreibungen sehr gelungen und hatte mit dem Buch viele schöne Lesestunden.

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74 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 41 Rezensionen

thriller, afrika, frankreich, mord, paris

Purpurne Rache

Jean-Christophe Grangé , Ulrike Werner-Richter
Fester Einband: 944 Seiten
Erschienen bei Ehrenwirth, 11.11.2016
ISBN 9783431039641
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das Buch „Purpurne Rache“ von Jean-Christophe Grange ist eine Mischung aus Thriller und Familien-Saga.

In der Bretagne beim Militär kommt ein Pilot ums Leben. Verschiedene Anzeichen weisen darauf hin, dass es sich um einen Mord handelt.  Weitere Morde bieten Grund zu der Annahme, dass diese in Zusammenhang mit dem berüchtigten Killer Homme-Clou  stehen, der im Kongo in den Siebzigerjahren mehrere Menschen auf grausame Weise getötet hat. Gefasst wurde er von Grégoire Morvan dessen Sohn Erwan nun in dem Fall ermittelt. Neben den Ermittlungen erfährt man einiges über die Familie  Morvan, die eine sehr ungewöhnliche und selbstzerstörerische Familie ist.

Insgesamt ist das Buch spannend, aber ich habe mich zu Beginn wirklich schwer getan in die Handlung hineinzukommen. Die vielen fremd klingenden Namen und Orte  erfordern ein wenig Konzentration.

Durch unerwartete Wendungen wird die Spannung wird über 760 aufrechterhalten. Neben dem Kriminalfall fließen mehrere Nebenhandlungen ein, die nichts direkt mit den Morden zu tun haben und lediglich die einzelnen Charaktere ein wenig anschaulicher und greifbarer machen.

Die Familie Morvan ist sehr undurchsichtig und jeder in ihr hat einiges an Problemen zu bewältigen. Die Charaktere werden dabei überzeugend dargestellt und auch die verschiedenen Schauplätze waren so detailreich beschrieben, dass ich sie mir gut vorstellen konnte.

Leider wurden am Ende des Buches nicht alle offenen Fragen beantwortet und bei mir bleiben einige Ungereimtheiten zurück, die eine Fortsetzung erforderlich machen würden.

Mein Fazit:
Das Buch ist ein actionreicher und spannender Thriller mit einer komplexen Handlung,  der einige überraschende Wendungen bietet, so dass ich mich insgesamt gut unterhalten gefühlt habe.

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22 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

thriller, organspende, guido m. breuer, organhandel, organmaffia

Das Lazarus-Syndrom

Guido M. Breuer
E-Buch Text: 277 Seiten
Erschienen bei beTHRILLED by Bastei Entertainment, 09.12.2016
ISBN 9783732527939
Genre: Sonstiges

Rezension:

Mit seinem Buch „Das Lazarus-Syndrom“ ist es dem Autoren Guido M. Breuer gelungen, ein schwieriges und brisantes Thema spannend und unterhaltsam zu verarbeiten. Seitdem der allseits anerkannte Chirurg Johannes Krafft seine Frau und sein ungeborenes Kind bei einem Autounfall verloren hat,  kommt er mit seinem Leben nicht mehr zurecht.
Er trinkt zu viel und arbeitet nur noch als Springer bei Organentnahmen. Dennoch bemerkt er, dass seine Einsätze als Transplantationschirurg immer weiter ansteigen.
Als er dann auch noch einen Kollegen – der in der Transplantationsforschung arbeitet – tot  auffindet, sucht er nach Erklärungen und stellt auf eigene Faust Nachforschungen an.
Dabei verstrickt er sich immer tiefer in das Netz der organisierten und skrupellosen Organmafia bis schließlich sogar sein Leben auf dem Spiel steht
Der Protagonist Joe ist kein Charakter, der einem auf Anhieb sympathisch ist. Im Gegenteil, sein Alkoholkonsum und seine soziale Inkompetenz machen ihn eher unsympathisch. Ohne einen Gewissen Alkoholpegel ist er nicht in der Lage zu arbeiten und das Thema Whisky und Wodka ist durchgehend präsent. Im Verlauf der Handlung lernt man Joe ein wenig besser kennen und kann seine Situation zumindest ansatzweise verstehen. Das Thema Organhandel, die Kriminalität der Beteiligten der Organmafia und die Bredouille, in die die Angehörigen geraten, wenn sie auf ein Spenderorgan für einen geliebten Menschen hoffen, wird gut und nachvollziehbar herausgearbeitet. Ich habe selten einen Thriller mit einem so genialen Schreibstil gelesen. Durch die kurzen Kapitel und Perspektivwechsel konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen, da ich immer wissen wollte, wie es weitergeht. Gleichzeitig gibt es viele humorvolle Anekdoten und Wortwechsel, bei denen ich trotz der ernsten Thematik lachen musste. Diese Mischung aus Spannung und Humor haben das Buch zu einem tollem Leseerlebnis gemacht. Deshalb empfehle ich es gerne und vergebe 5 Sterne.

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(65)

80 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 63 Rezensionen

humor, liebe, liebeskummer, die netten schlafen allein, steffen weinert

Die Netten schlafen allein

Steffen Weinert
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 25.11.2016
ISBN 9783499272646
Genre: Humor

Rezension:

"Die Netten schlafen allein“ ist ein unterhaltsamer und amüsanter Roman des Autoren Steffen Weinert.
Den Angriff auf die Lachmuskeln kann man schon nach einem Blick auf das Cover vermuten.

Der 33-jährige Erzieher Christoph ist ein netter Kerl, hat aber einfach noch nicht die richtige Frau für das Leben gefunden.
Als ihm bewusst wird, dass er inzwischen der einzige Single in seinem Freundeskreis ist, beginnt seine Suche.
Dabei bekommt er Tipps und Ratschläge von seinem 11-jährigen Nachbarsjungen Emil.
Dieser hat einiges an Flirtübungen und -tricks auf Lager.
Die beiden sind ein tolles Team und Emils Ideen und deren Umsetzung sind witzig bis schräg und auch ein wenig obskur.

Der Protagonist Christoph macht einen ausgesprochen sympathischen Eindruck.
Im Laufe der Geschichte wird er von einem einfach immer viel zu netten Menschen, zu einem mit Selbstbewusstsein,
der weiß was er will
Auch mit den anderen Charakteren des Buches wird man schnell vertraut.

Der Schreibstil ist locker, flüssig und läßt sich leicht lesen.
Der Humor des Autors, die vielen Fettnäpfe, die bedienten Klischees und schrägen Ideen sorgen für ein amüsantes Leseerlebnis,
auch wenn die Geschichte selbst an vielen Stellen leicht zu durchschauen ist.

Ich fand das Buch ausgesprochen unterhaltsam und empfehle es als amüsante, leichte Lektüre gerne weiter.

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22 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

manche engel sterben früh, neid, kleiner engel, flucht mit dem freund, familie

Manche Engel sterben früh

Margarete van Marvik
Flexibler Einband: 260 Seiten
Erschienen bei epubli, 01.08.2016
ISBN 9783741834097
Genre: Romane

Rezension:

"Manche Engel sterben früh“ ist ein sehr emotionaler und bewegender Roman der Autorin Margarete van Marvik.

Es geht um das Leben und das Schicksal von Ruth.
Das Buch beginnt 1964. Die 21jährige Ruth hält das Tagebuch ihrer Halbschwester Christin in den Händen und fragt sich, ob sie an Christins Tod Schuld ist. Als Ruth sieben Jahre alt ist, kommt ihre Halbschwester Christin zur Welt. Ab diesem Tag ist alles anders. Ihre Mutter und ihr Stiefvater kümmern sich nur noch um Christin. Ruth wird ignoriert und muss ohne elterliche Liebe groß werden.

Durch den flüssigen Schreibstil der Autorin lässt sich das Buch trotz der berührenden Thematik leicht lesen. Die Charaktere sind detailliert beschrieben und sie wirken authentisch, auch wenn man es manchmal gar nicht fassen kann, wozu Menschen - insbesondere Ruths Mutter - fähig sind. Die einzelnen Lebensabschnitte von Ruth und ihre Entwicklung ist nachvollziehbar, man kann mit Ruth fühlen und leidet mit ihr.

Neben Ruth erfahren wir auch einiges in Tagebuchform über ihre Halbschwester Christin. Diese Sichtweise fand ich sehr gelungen und hat mich ebenso wie das Schicksal von Ruth beim Lesen mehrfach schlucken lassen.

Mit „Manche Engel sterben früh“ ist es der Autorin überzeugend gelungen emotionale Themen glaubhaft zu vermitteln. Mich haben die Gefühle, die die Protagonistin durch die ungerechte Behandlung, die Ignoranz und den Liebesentzug ihrer Mutter erfahren musste sehr berührt. Es ist erschütternd zu lesen wie grausam eine Mutter sein kann und wie sie damit das Leben ihres Kindes zerstört.

Ein aufwühlender, lebensnaher, emotionaler und ergreifender Bericht über das Leben eines ungeliebten Kindes. Ein Thema, das nicht übersehen werden darf und dem durch dieses Buch Raum gegeben wird. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

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85 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 66 Rezensionen

rom, thriller, serienmörder, mord, krebs

Schattenkiller

Mirko Zilahy , Katharina Schmidt , Barbara Neeb
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 09.12.2016
ISBN 9783404174201
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Thriller „Schattenkiller“ ist ein gelungenes Debüt von Mirko Zilahy und spielt im verregneten Rom.

Enrico Mancini ist Experte für Serienmorde, möchte aber aufgrund seiner derzeitigen privaten Lage am liebsten seinen Dienst quittieren. Seit dem Krebstod seiner Frau leidet er an Depressionen und möchte lediglich das Verschwinden des Onkologen, der seine Frau behandelt hat aufklären. Als eine Reihe von brutal zugerichteten Leichen aufgefunden wird, bekommt er vom Polizeipräsidenten den Auftrag zu ermitteln. Widerwillig beginnt er mit seinem Team  nachzuforschen und muss bald feststellen, dass es eine Verbindung zwischen den Mordfällen und dem vermissten Arzt gibt.

Der Profiler Enrico Mancini hat eine Menge Marotten und Macken, die es mir schwer gemacht haben ihn sympathisch zu finden.  Gleichzeitig fand ich diesen sehr eigenwilligen Protagonisten, der einiges durchgemacht hat und seine eigen Ziele verfolgt, sehr interessant. Er wirkte – ebenso wie die übrigen Charaktere – sehr authentisch und ich bin durchaus daran interessiert wie es in seinem Leben weitergeht.

Auch der Täter und seine Lebensumstände werden sehr eingehend und ausführlich beschrieben, so dass man seine Gefühlslage und sein Handeln durchaus nachvollziehen kann. Seine ausgefeilten Pläne, deren Umsetzung und wie sich alles Stück für Stück zusammensetzt, sind spannend und gut veranschaulicht. Auch wenn schon recht früh zu erkennen ist, wer der Täter ist, bleibt es durchaus spannend.

Die Schauplätze werden sehr ausgiebig und detailreich beschrieben. Ich konnte mir die Gegebenheiten gut bildhaft vorstellen und auch die düstere Atmosphäre, die durch den permanenten Regen hervorgerufen wird, konnte ich regelrecht spüren.

Insgesamt ist der Schreibstil flüssig und sehr detailliert.

Mein Fazit:

„Schattenkiller“ ist ein spannender und gruseliger Thriller, der mich beim Lesen gefesselt hat. Leider konnte der Protagonist bei mir bis zum Schluss keine Sympathiepunkte sammeln, was ich ein wenig schade fand. Eine Fortsetzung wurde ich aber auf jeden Fall lesen, um zu erfahren wie es mit Mancini und seinem Team weitergeht.

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21 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

#1001, #dieb, fantasy jugenbuch, fantasy magie diebe, fantasieroman

Der Dieb von Maraka

Richard Marbel
Flexibler Einband: 502 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 20.03.2016
ISBN 9781530648993
Genre: Fantasy

Rezension:

Schon das Cover des Buches „Der Dieb von Maraka“ von Richard Marbel hat mich und neugierig gemacht.  Insgesamt ist es recht dunkel, aber der Himmel mit den vielen Sternen lässt es nicht düster erscheinen und es passt perfekt zu einem Fantasy-Abenteuer.

Das Buch beginnt aufregend mit einer Verfolgungsjagd in Maraka und man ist direkt mitten in der Geschichte, über die ich hier nicht zuviel verraten möchte.

Die Charaktere sind sehr interessant und vollkommen unterschiedlich. Jede Figur wird detailreich beschrieben und hat etwas Besonderes an sich.

Genauso umfangreich wie die Charaktere werden auch die Handlungsplätze beschrieben und man kann sich alles gut vorstellen. Dadurch kann man beim Lesen direkt mit in die Fantasywelt eintauchen.

Der Schreibstil  von Richard Marbel  ist flüssig und angenehm.   Die Mischung aus Magie, Action, Spannung, Romantik und Fantasy gibt der Geschichte ein zauberhaftes Flair und entführt einen direkt  in die orientalische Welt des Geschehens.   

Mein Fazit:

Ich kann  das Buch jedem Fantasy-Fan, der in eine andere Welt abtauchen möchte nur empfehlen und würde sehr gerne eine Fortsetzung   dieses orientalischen und magischen Abenteuerromans lesen.

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47 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 39 Rezensionen

90er, beziehung, lustig, starke frauen, beste freunde

Beziehungsstatus: kompliziert!

Lina Labert
E-Buch Text: 292 Seiten
Erschienen bei null, 13.09.2016
ISBN B01LWJDDWO
Genre: Romane

Rezension:

Das Buch „Beziehungsstatus: Kompliziert!“ von Lina Labert handelt von den Erlebnissen einer jungen Frau in den neunziger Jahren.

Die Autorin hat ihre Erlebnisse aus dieser Zeit aufgeschrieben und damit ein authentisches, chaotisches, turbulentes und witziges Buch geschaffen, das meine Lachmuskeln so einige Male strapaziert hat.

Die 21-jährige Juliane arbeitet als PTA  und wohnt mit ihrem Freund Diddel  zusammen. Diddel ist arbeitslos und schraubt an Autos mit Vorliebe an seinem eigenen einem – wie sich das für die 90iger gehört - Golf GT herum. Julie ist genervt von Diddel und ihrer Beziehung und beginnt, sich nach anderen Männern umzuschauen.

Der Schreibstil des Buches ist amüsant, flüssig und lässt sich ausgesprochen gut lesen. Die Atmosphäre und das Lebensgefühl der 90iger Jahre wird überzeugend vermittelt und man fühlt sich beim Lesen in ein anderes Jahrzehnt versetzt.  

Obwohl das Buch sehr leichte unterhaltsame Lektüre ist, merkt man, dass bei Julie  eine deutliche Entwicklung stattfindet. Während ich anfangs dachte, dass Julie eine Portion mehr Selbstbewusstsein vertragen könnte und ihrem Diddel endlich einmal eine klare Ansage machen sollte, da er sich unmöglich benimmt und dringend einen Weckruf benötigt, wird Julie im Laufe der Zeit immer bestimmter.

Neben kuriosen Stories liefert sich die Protagonistin Wortgefechte, die einem die Lachtränen in die Augen treiben.  

Mein Fazit:

Ich habe das Buch ausgesprochen gerne gelesen und fühlte mich gut unterhalten. Deswegen empfehle ich es auch jedem, der die neunziger Jahre und locker-leichte Unterhaltung mag gerne weiter.

 

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263 Bibliotheken, 13 Leser, 1 Gruppe, 80 Rezensionen

thriller, ethan cross, gefängnis, ich bin der zorn, serienkiller

Ich bin der Zorn

Ethan Cross , Dietmar Schmidt
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 11.11.2016
ISBN 9783404174218
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Ich bin der Zorn“ von Ethan Cross ist der vierte Band einer Serie über die Shepard-Organisation. Die Sheperd Organisation ist eine Geheimorganisation, die sich mit dem Aufspüren und vernichten von Serienkillern befasst.  

In diesem Buch geht es um ein Gefängnis. Foxbury gilt als das Gefängnis der Zukunft und die Häftlinge werden permanent durch die Messungen ihrer Vitalwerte überwacht. Sobald einer der Insassen Ansätze von Gewalt zeigt, bekommt er einen Stromschlag und wird so außer Gefecht gesetzt. Nachdem ein Wärter mehrere Menschen erschossen hat, scheint das Experiment außer Kontrolle zu geraten und Agent Marcus Williams übernimmt mit Hilfe seines Bruders und Serienkiller Francis Ackermann Jr. die Ermittlungen.

Ethan Cross versteht es durch seinen Schreibstil den Leser in den Bann zu ziehen. Immer wieder wechseln die Schauplätze und man möchte einfach wissen, wie es an der anderen Stelle weiterging. Die Charaktere werden detailliert beschrieben und auch die aus den Vorgängerbänden werden nochmal kurz erläutert, so dass man sich alles was gewesen ist schnell wieder in Erinnerung rufen kann, da das Erscheinen des letzten Bandes nun auch schon einige Zeit zurückliegt. 

Neben dem Psychopaten Francis Ackermann, der in diesem Band trotz seiner kranken Vergangenheit und seiner manipulativen Art fast schon sympathisch wirkt, tauchen einige weitere schwer gestörte Charaktere auf, deren Zusammenspiel bis zum Ende unklar bleibt. Durch Decknamen und Auszüge aus dem Tagebuch einer der Protagonisten bleibt die vielschichtige Story durchgehend spannend und nervenaufreibend.   

Der Fall ist spannend geschrieben und ich habe bis zum Ende mitgerätselt, was wie und mit wem zusammenhängt. Dabei war mir unklar wer falsch und wer richtig spielt, wem man trauen kann und wem nicht.

„Ich bin der Zorn“ ist überraschend und actionreich bis zum Ende. Es ist in sich abgeschlossen, aber dennoch bleiben einige Fragen offen, die mich ungeduldig auf den nächsten Band der Serie über die Shepard-Organisation warten lassen.

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für Thriller-Fans mit starken Nerven.

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96 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 45 Rezensionen

australien, dürre, thriller, hitze, mord

The Dry

Jane Harper , Ulrike Wasel , Klaus Timmermann
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 21.10.2016
ISBN 9783499290268
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„The Dry“ ist der Debütroman der in Melbourne lebenden Journalistin Jane Harper.

Mich hat das Cover direkt angesprochen, da ich es so stimmig zum Titel fand, ein Wassertropfen an einem rostigen Wasserhahn. Außerdem gefielen mir der glänzende Umschlag und die Struktur in der Schrift „The Dry“, dies nicht nur gut aussieht, sondern sich auch noch toll anfühlt.

Weitab von allem werden in der Kleinstadt Kiewarra während einer Dürreperiode der Farmer Luke Hadler und seine Familie tot aufgefunden. Während es anfangs nach einem erweitertem Suizid des Farmers aussieht, kommen bald erste Zweifel und weder Lukes Mutter noch der ermittelnde  Sergeant Raco glauben an diese Version. Sie bitten - Aaron Falk der zur Beerdigung seines Freudes erstmalig nach 20 Jahren nach Kiewarra zurückgekehrt ist und Melbourne als Polizist arbeitet - um Unterstützung. Diesem schlägt noch immer der Haß der Dorfbewohner entgegen, da er wegen eines bis heute unaufgeklärten Mordes an Ellie Kiewarra verlassen hatte.

Der Schreibstil von Jane Harper ist flüssig und durch Rückblenden in die Vergangenheit versteht sie es den Leser zu fesseln. Ihre detaillierten Schilderungen lassen einen die Dürre und die Trockenheit immer wieder spüren. Die Atmosphäre des Dorfes und die Voreingenommenheit der Dorfbewohner kommen gut rüber, so dass man sich immer wieder fragt, welches dunkle Geheimnis sich hinter sich Dorf verbirgt und was sich dort vor 20 Jahren abgespielt hat.

Die verschiedenen Charaktere – zum Teil sympathisch, zum Teil unsympathisch – wirken alle authentisch, allerdings hätte ich mir zu einigen ausführlichere Informationen gewünscht. Die beiden Ermittler Raco und Falk ergeben ein tolles Duo, dessen Zusammenarbeit ausgesprochen gut harmoniert. Während ihrer Ermittlungsarbeiten läßt es sich wunderbar miträtseln wie die Zusammenhänge zwischen dem Geschehen in der Vergangenheit in der Gegenwart sein könnten.

Mein Fazit:

„The Dry“ ist ein fesselnd geschriebenes Buch, das sich durch seinen angenehmen und flüssigen Schreibstil leicht lesen läßt und mit seinem Ende überrascht. Nach diesem spannenden Debütroman werde ich gerne weitere Bücher der Autorin lesen.

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21 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

hörbuch, buch zum film, fantasy

Die Insel der besonderen Kinder

Ransom Riggs , Silvia Kinkel , Simon Jäger
Audio CD
Erschienen bei Der Audio Verlag, 14.10.2016
ISBN 9783862315871
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Passend zum Filmstart im Oktober 2016 erschien das Hörbuch „Die Insel der besonderen Kinder" von Ransom Riggs gelesen von Simon Jäger. Die gekürzte Lesung des Fantasy-Abenteuerromans beträgt über sieben Stunden.

Das Cover zeigt die Charaktere der aktuellen Kinoverfilmung und stellt die besonderen Kinder mit ihren Eigenheiten dar.

Jacob bekam als Kind von seinem Großvater Geschichten von besonderen Kindern erzählt. Nach dem Tod des Großvaters begibt Jacob sich auf die Suche nach diesen Kindern und entdeckt mit ihnen eine neue Welt. Damit steckt er bereits mitten in einer fantasievollen Abenteuerstory.

Die Stimme des Sprechers von Simon Jäger gefällt ausgesprochen gut. Sehr ruhig und eingängig liest er die Abenteuer des Jungen Jakob und hat mich dabei gefesselt. Besonders klasse fand ich wie er den einzelnen besonderen Kindern jedem eine eigene Stimme verleiht.
Die Beschreibung der Kinder war doch zum Teil unheimlich, obwohl sie gleichzeitig auch alle etwas Liebenswertes an sich hatten.

Ein Hörbuch für Kinder ist dies keineswegs, da die Schilderungen zum Teil sehr brutal sind, aber auch sehr phantasievoll und stets so detailreich, dass ich mir alles gut vorstellen konnte und sich entsprechende Bilder in meinem Kopf gebildet habe. Der Stoff ist eher für Teenager und Erwachsene geeignet, die gerne Fantasy-Abenteuer mögen. Simon Jäger gelingt es gut die gruselige Grundstimmung zu vermitteln.

Überrascht haben mich die geschichtlichen Hintergründe, die sehr gut rüberkamen und mit denen ich in einem schillernden Fantasy-Abenteuerroman überhaupt nicht gerechnet hatte.

Mein Fazit:
Die Geschichte um die besonderen Kinder war spannend, bunt, fantasievoll und gruselig zugleich. Dadurch hat sie mich gefesselt und die mehr als 7 Stunden Hörvergnügen vergingen wie im Fluge. Liebhabern von Fantasy-Abenteuern kommen hier voll auf ihre Kosten und werden fasziniert sein. Ich vergebe gerne 5 Sterne für eine wundervoll gelesene Geschichte.

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487 Bibliotheken, 27 Leser, 0 Gruppen, 146 Rezensionen

thriller, cody mcfadyen, smoky barrett, die stille vor dem tod, mord

Die Stille vor dem Tod

Cody McFadyen , Axel Merz
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 26.09.2016
ISBN 9783785725665
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Die Stille vor dem Tod“ ist der 5. Band in der Smoky Barrett-Reihe von Cody McFadyen.

Da mich die vier Vorgängerbände in ihren Bann gezogen hatten, konnte ich es kaum erwarten diesen Thriller in den Händen zu halten. Vielleicht waren meine Erwartungen zu hoch, denn ich wurde leider enttäuscht und für mich konnte dieser Band nicht mit den ersten vieren aus der Reihe mithalten. 

 Zusammen mit ihrem Team wird Smoky Barrett nach Colorado gerufen. Dort wurden in einem Straßenzug zeitgleich drei Familien hingerichtet. In Blut geschrieben hinterlässt der Täter eine Nachricht für Smoky. Die folgenden Ereignisse scheinen sich zu überschlagen und man ist direkt mitten in der Handlung.

 Angenehm und gut in die Story eingearbeitet fand ich das Vorstellen der Hauptcharaktere, da  der letzte Fall von Smoky und ihrem Team ja nun schon einige Zeit zurückliegt.

Wie gewohnt beschreibt der Autor detailliert die verschiedenen Szenarien und Handlungen sehr bildhaft, grausam und blutig. Allerdings hatte ich den Eindruck, dass McFadyen sich selbst übertreffen wollte und überall noch eine Schippe an Ungeheuerlichkeiten draufgelegt hat. Vieles erschien mir überzogen und zum Teil auch unausgegoren, da es sich rein logisch nicht erklären ließ.  Träume von Smoky und Nebenhandlungen die mit dem eigentlichen Geschehen nichts zu tun hatten, sorgten dafür, dass mein Lesevergnügen deutlich gemindert wurde und ich die Handlung als sehr langatmig empfand. Erst im letzten Drittel nimmt Smoky die Ermittlungen auf und es setzen sich so langsam einige Puzzleteile zusammen.

Mein Fazit:

Ich bin von diesem 5. Smoky Barrett-Fall restlos enttäuscht und mußte mich durch das Buch durchkämpfen, da ich die Handlung als verwirrend, teilweise unlogisch und langatmig empfunden habe. Lesespaß sieht anders aus.

Deswegen kann ich leider auch nur zwei Sterne vergeben. Die zwei Sternchen vergebe ich deshalb, da mich der Einstieg in das Buch gefesselt und mir McFaydens bildhafte Sprache ein bombastisches Kopfkino beschert hat.   

 

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33 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

krimi, cosy, reihe, band , bastei entertainment

Tiefer Grund

Matthew Costello , Neil Richards
E-Buch Text: 302 Seiten
Erschienen bei beTHRILLED by Bastei Entertainment, 14.10.2016
ISBN 9783732531448
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Tiefer Grund“ ist ein weiterer Krimi aus der Cherringham-Reihe der Autoren Matthew Costello und Neil Richards.

Handlung:

In der britischen Kleinstadt Cherringham ertrinkt in der Nacht der Abschlußfeier der High School der beliebte Lehrer Josh Owen. Nachdem sich herausstellt, dass dieser unter Einfluss von Drogen stand, stellt sich die Frage, ob es ein Unfall war, ein Selbstmord oder sogar Mord.  Die neue Direktorin der High School möchte klären, ob es in der Schule ein Drogenproblem gibt und beauftragt dafür Sarah Edwards mit den Ermittlungen. Sarah hat zusammen mit Jack schon mehrfach erfolgreich in schwierigen Fällen ermittelt, ist zu Beginn des Falls aber ersteinmal auf sich gestellt, da Jack in Amerika ist.

 

Charaktere:

Die beiden Protagonisten Jack und Sarah ergänzen sich bei ihren Ermittlungsarbeiten ausgesprochen gut, sind aber kein Paar. Sarah ist eine starke Frau, deren Interesse an dem Fall allein schon deshalb besteht, da ihre beiden Kinder die High School besuchen und sie diese schützen möchte. Die Charaktere wirken authentisch und sympathisch. Die alleinerziehende Sarah hat neben den Ermittlungsarbeiten noch mit den alltäglichen Problemen ihre beiden Teens und ihrem Job zu kämpfen. Auch die übrigen Personen werden detailreich beschrieben, so dass man sie sich gut vorstellen kann.   

 

Schreibstil:

Mit dem Prolog landet man direkt mitten in der Handlung und das Buch beginnt spannend. Die Ermittlungsarbeiten von Sarah und Jack werden ausführlich und interessant in einem angenehmen und flüssigen Schreibstil geschildert. Cherringham ist eine Kleinstadt deren Charme durch Beschreibungen der Landschaft und Gewohnheiten der Einwohner gut vermittelt wird. Dieser Krimi kommt ohne gewaltreiche und blutige Szenen aus und klingt auch nach der Aufklärung des Falls ausgesprochen ruhig und rund mit einem netten Beisammensein aus.

 

Mein Fazit:

„Tiefer Grund“  ist ein richtiger Wohlfühlkrimi, der durch seinen flüssigen Schreibstil und ansprechende Dialoge fesselt. Krimifans, die es spannend mögen aber gerne auf gewaltsame und blutige Szenen verzichten, können hier wunderbar miträtseln.

 

 

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60 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 29 Rezensionen

wikinger, loki, kinderbuch, mythologie, jugendbuch

Viking Warriors - Der Speer der Götter

Richard Dübell
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 24.08.2016
ISBN 9783473401420
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Bei dem Buch
„Viking Warriors -
Der Speer der Götter”  von
dem Autoren Richard Dübell handelt es sich um ein gut recherchiertes
Jugendbuch, in dem die nordische Mythologie wunderbar in die Handlung eingebaut
wurde.

Viggo lebt
im 21. Jahrhundert bei seinen Pflegeeltern bis der nordische Gott Loki bei ihm
auftaucht und ihm verspricht ihn zu seinen leiblichen Eltern zu bringen. Um zu
ihnen zu gelangen bringt Loki Viggo in das Jahr 999 in die Wikingerzeit. Lokis
Handlung ist aber nicht ganz uneigennützig, er möchte mit Viggos Hilfe den
drohenden Weltuntergang verhindern. Als Sklave auf einem Schiff kämpft sich
Viggo durch diverse Abenteuer bei denen sein Wissen aus dem 21. Jahrhundert als
äußerst hilfreich darstellt.

In kurzen
Kapiteln, plötzlichen Szenenwechseln und einem flüssigen Schreibstil baut der
Autor Spannung auf. Man möchte wissen, wie es in Viggos Abenteuer weitergeht.
Neben der Geschichte um Viggo erfährt der Leser eine Menge interessanter
Fakten. Der historische Hintergrund aus der Wikingerzeit vermittelt einiges an
Wissen aus dieser Zeit, über das damalige Leben und den verschiedenen
Glaubensrichtungen des Christentums und der nordischen Gottheiten. Viggos Reise
ist interessant, spannend und lehrreich. Da das Ende des Buches nicht das Ende
von Viggos Reise ist, bin ich gespannt, wie es für ihn weitergeht und welche
weiteren Abenteuer er noch erleben wird.

Das Cover
des Buches ist mit seiner silbernen Reliefschrift ein echter Blickfang und
vermittelt direkt glaubwürdig den Inhalt. Die stürmische See und das
Wikingerschiff passen perfekt zu dem, was den Leser im Buch erwartet.

  „Viking Warriors - Der Speer der
Götter”  ist ein gut recherchiertes Jugendbuch, das durch seine
spannende Handlung nicht nur Wikingerfans begeistern und fesseln wird.

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316 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 57 Rezensionen

cassandra clare, magisterium, magie, band 3, fantasy

Magisterium - Der Schlüssel aus Bronze

Cassandra Clare , , Holly Black , Anne Brauner
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 14.10.2016
ISBN 9783846600283
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Der Schlüssel aus Bronze“ ist der im Bastei Lübbe Verlag erschiene dritte Band aus der Reihe Magisterium der beiden Autorinnen Cassandra Clare und Holly Black.

 

Inhalt:

Während einer Feier im Magisterium, auf der Call und seine Freunde geehrt werden sollen – da sie erfolgreich den Feind des Todes abgewehrt haben - wird Call von einem Chaosbesessenen angegriffen. Eigentlich sollte dieser sicher unter der Schule festsitzen. Schnell wird klar, dass es jemand auf Call abgesehen hat und dieser in Gefahr ist. Gemeinsam versuchen die Freunde herauszufinden wer dahintersteckt und begeben sich dabei in höchste Gefahr.

 

Schreibstil:

Zu Beginn des Buches haben die Autorinnen mehrfach Rückblenden aus den vorangegangenen Bänden  eingebaut, die den Einstieg in die Welt des Magisteriums auch nach einer längeren Lesepause einfach machen. Der Schreibstil ist wie gewohnt locker, flüssig und zugleich spannend. Neben der Spannung, die sich in der Geschichte aufbaut und die mich das Buch nur ungern aus der Hand legen ließ, gibt es immer wieder humorvolle Abschnitte.   

Einzelne Beschreibungen des unterirdischen Magierpräsidiums sind so detailliert, dass der Leser ein klares Bild der Räume und der Besonderheiten dieser eigenen Welt bekommt. Allein das Essen ist sehr gewöhnungsbedürftig. Auch die Magie und die Energie, die notwendig ist um diese zu beschwören und zu nutzen, kann man regelrecht spüren. Dabei kommt es immer wieder zu Überraschungen und dramatischen Wendungen, die keine Unterbrechung beim Lesen zulassen wollen.  

 

Charaktere:

Neben den bekannten Charakteren, kommen auch einige neue hinzu, über deren Motive und wahren Charaktereigenschaften der Leser erst einmal im Unklaren gelassen wird. Die bekannten Protagonisten sind älter geworden. Ihre Entscheidungen erscheinen rationaler als in den Vorgängerbänden und es entstehen erste Beziehungen. Call versteht es durch seine witzigen Sprüche oder auch nur Gedanken, dem Buch die Ernsthaftigkeit, die in dem Teils sehr düsteren Milieu entsteht, zu nehmen. Bis zum Schluss wird nicht klar wem man vertrauen kann und wer hinter den Angriffen steckt.  

 

Fazit:

„Der Schlüssel aus Bronze“ ist eine gelungene Fortsetzung in der es die beiden Autorinnen Cassandra Clare und Holly Black wieder einmal verstehen den Leser mit in die Welt des Magisteriums zu nehmen.  Da das überraschende Ende des Buches gleichzeitig viele Fragen aufwirft, warte ich nun sehnsüchtig auf den vierten Teil der Reihe.

 

 

 

 

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