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18 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

schirmer

Hinter den Augen der Welt

Tess Schirmer
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Querverlag, 27.02.2017
ISBN 9783896562524
Genre: Historische Romane

Rezension:

 Mit ihrem historischen Roman „Hinter den Augen der Welt“ nimmt die Autorin Tess Schirmer den Leser direkt mit in das England des 17. Jahrhunderts.

Mary Grosvener - Tochter des Baronet Richard Grosvenor - soll baldmöglichst angemessen verheiratet werden. Währen der Earl Marlborough aus eigenem Interesse seinen Sohn als Heiratskandidaten ins Spiel bringt, fühlt sich Mary zu dem Stallknecht Flynn hingezogen und umgekehrt. Nachdem herauskommt, dass Flynn eine Frau ist und sie versuchen sich heimlich zu treffen, eskaliert die Situation. Aber dies ist nicht das einzige Geheimnis, auch alle anderen Familienmitglieder haben Geheimnisse…..
Durch den poetischen Schreibstil der Autorin, wird man direkt in die Zeit des Geschehens versetzt und die Atmosphäre und die Stimmung der Handlung wird überzeugend transportiert. Da der Adel damals französisch sprach, findet man immer wieder französische Sätze. Auch die Kapitelüberschriften sind in französisch. Im Anhang findet man die dazugehörigen Übersetzungen, so dass man das Buch auch problemlos ohne Kenntnisse in der französischen Sprache lesen kann. Die Sprache macht die Unterschiede zwischen dem Adel und den Bauern, Knechten und Mägden deutlich. Dadurch werden die Atmosphäre und die Stimmung gut übertragen. Auch wenn es ein wenig gewöhnungsbedürftig ist, man fühlt sich beim Lesen wirklich in das 17. Jahrhundert hineinversetzt.
Die Charaktere werden detailreich – teils sympathisch, teils weniger sympathisch – und authentisch beschrieben. Die gleichgeschlechtliche Liebe war zu dieser Zeit eine absolute Unmöglichkeit, die nicht toleriert wurde. Es lässt sich gut nachvollziehen und nachfühlen wie schwer es Mary und Flynn hatten. Aber es sind nicht nur Mary und Fynn, die die Emotionen beim Lesen wecken. Auch die anderen Charaktere haben ihre Geschichten mit Heimlichkeiten und es sind auch nicht nur Mary und Flynn, die mit ihrer verboten Liebe ein schweres Los gezogen haben…
Zum Ende hat mich das Buch nochmals sehr überrascht, aber ich fand es stimmig, passend und auch sehr traurig.

„Hinter den Augen der Welt“ ist kein Buch zum „weg lesen“, sondern eines bei dem ich ganz bewusst jede Zeile gelesen und mitgefühlt habe, das bei mir noch lange nachwirken und mir in Erinnerung bleiben wird.

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51 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

irland, geister, vergangenheit, dorfgemeinschaft, dorf

Der Freund der Toten

Jess Kidd , Klaus Timmermann , Ulrike Wasel
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 19.05.2017
ISBN 9783832198367
Genre: Romane

Rezension:

Mich hat das Cover des Romans „Der Freund der Toten“ magisch angezogen, da es dunkel und gleichzeitig lebendig ist. Aus dem schwarzen Hintergrund heraus schauen vereinzelt beobachtende Augen zwischen Pflanzenblättern und Blüten hervor. Nachdem ich es in den Händen hielt, gefiel es mir noch besser, da es durch den Schutzumschlag und das Lesebändchen sehr hochwertig wirkt. Der Roman ist das gelungene Debüt der Autorin Jess Kidd.  

Der Protagonist des Buches ist der Gelegenheitsdieb Mahony, der in einem Dubliner Waisenhaus aufgewachsen ist. Bisher dachte er, dass seine Mutter ihn nicht wollte und aus Bequemlichkeit abgeschoben hat. Aber mit 26 Jahren erhält er einen Brief, der ihm etwas Anderes offenbart und er beschließt herauszufinden, was damals geschehen ist. Mit dem wenigen Wissen aus dem Brief begibt er sich in seinen Geburtsort – das ruhige Dorf Mulderigg. Dort trifft er auf eine alte Dame, die ihn unerschrocken unterstützt. Aber nicht nur sie hilft dem charmanten Dieb, auch die Toten von Mulderigg  sind Zeugen der vergangen Zeit und lassen sich befragen. Was ist damals in Mulderigg wirklich passiert ?

Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm und flüssig zu lesen. Sie schreibt aus der  Sichtweise von verschiedenen Charakteren, wodurch man der Handlung sehr gut folgen kann. Neben dem Haupthandlungsstrang gibt es einen zweiten Strang, der einen immer wieder in die Vergangenheit führt. Langsam setzen sich die Puzzlestückchen zusammen und die Spannung bleibt durchgehend erhalten.
Die Charaktere werden detailreich beschrieben, ebenso ausführlich sind die Umgebungsbeschreibungen. Beides macht das Buch sehr lebendig und lässt unweigerlich Bilder vor dem inneren Auge des Lesers entstehen in denen zusätzlic zu Menschen und Tieren auch Elfen und Trolle erscheinen.  

Neben einer poetischen fast märchenhaften Erzählweise, Spannung und schwarzem Humor bietet das Buch eine tolle Story mit ungewöhnlichen Charakteren und ausgiebigen Landschaftsbeschreibungen. Ich habe schon lange kein Buch mehr gelesen, dass so viel Abwechslung zu bieten hatte.   

Diese ungewöhnliche Mischung aus Spannung, Fantasy und Märchen ist einfach einmal anders und absolut lesenswert.

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82 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 39 Rezensionen

schicksal, frauen, zurückweisung, london, 19. jahrhundert

Die zwei Leben der Florence Grace

Tracy Rees , Elfriede Peschel
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 07.04.2017
ISBN 9783471351567
Genre: Romane

Rezension:

Mit ihrem Buch „Die zwei Leben der Florence Grace“ entführt die Autorin Tracy Rees ihre Leser für eine kurze Weile in eine andere Welt in das 19. Jahrhundert.

Florrie Buckely wächst bei ihrem Vater und ihrer Großmutter in den Mooren von Cornwall auf, da sie schon früh ihre Mutter gestorben ist. Als sie 13 Jahre alt ist, verliert sie ihren Vater und ihre Großmutter erkrankt schwer. Damit hat das unbeschwerte Leben in der freien Natur für sie ein Ende. Ihre Großmutter schickt sie nach London zu dem Vater ihrer Mutter - Hawkes Grace. Das Leben der Familie Grace ist so ganz anders als Florries bisheriges Leben. Die Familie Grace ist wohlhabend und einflussreich. Florrie lernt dort ihre Wurzeln kennen und muss sich ändern, ihre Umgangsformen anpassen und erfährt, dass ihr zuvor liebesvolles Zuhause keine Selbstverständlichkeit war.

Der Schreibstil von Tracy Rees ist flüssig und lässt sich leicht lesen. Sie schreibt aus der Ich-Perspektive der Florrie und ich fand die Sicht des 13-jährigen Mädchens erfrischend und interessant. Die Entwicklung des kleinen lebenslustigen Mädchens Florrie Buckely zu der stolzen und anmutigen Florence Grace war grandios beschrieben. Ich konnte gut nachvollziehen, wie es für sie sein muss aus ihrer liebevollen Umgebung herausgerissen zu werden und in das kalte London zu ihrer bisher ihr unbekannten Familie zu kommen. Florrie wird erwachsen und erkennt schnell, dass es manchmal besser für sie ist, sich anzupassen. Sie ist eine starke Protagonistin, deren Lebensgeschichte wirklich wundervoll erzählt wurde.

Die übrigen Charaktere werden ebenfalls recht detailreich beschrieben, passen gut in die Zeit und ich konnte sie mir gut vorstellen. Die Familie Grace spiegelt eine typische reiche Familie im 19. Jahrhundert mit sympathischen und unsympathischen Familienmitgliedern wider.

„Die zwei Leben der Florence Grace“ ist ein emotionaler historischer Roman mit einer starken und faszinierenden Protagonistin. Aus meiner Sicht ist das Buch ein wahres Lesevergnügen und von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

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17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

cherringham, britisch, whodunit, reihe, lübbe

Cherringham - Folge 1 & 2

Matthew Costello , Neil Richards , Sabine Schilasky , Sabina Godec
Audio CD
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.03.2017
ISBN 9783785753569
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das Hörbuch umfasst die ersten beiden Teile „Mord an der Themse“ und „Das Geheimnis von Mogdon Manor“ der Cherringham Serie der beiden Autoren Matthew Costello und Neil Richards. Gelesen wird das Buch von Sabina Godec.

 Im ersten Fall „Mord an der Themse“ wird eine junge Frau tot in der Themse aufgefunden.  Die Polizei vermutet einen Unfall. Sarah glaubt nicht an einen Unfall und beginnt gemeinsam mit Jack – der früher Detective bei der Mordkommission in New York war - zu ermitteln.

 Im zweiten Fall  „Das Geheimnis von Mogdon Manor“ kommt der Eigentümer von Mogdon Manor bei einem Brand ums Leben. War es ein Unfall oder Mord ? Wieder beginnen Jack und Sarah zu ermitteln.

 Die beiden Protagonisten Jack und Sarah ergänzen sich bei ihren Ermittlungsarbeiten ausgesprochen gut, sind aber kein Paar. Sarah ist eine starke Frau, die sich neben ihren Ermittlungsarbeiten auch noch um ihre Kinder kümmern muss. Sowohl Jack als auch Sarah wirken ausgesprochen sympathisch und authentisch. Die anderen Charaktere sind ebenfalls gut und abwechslungsreich beschrieben, von sympathisch bis zum netten Nachbarn ist alles dabei. In beiden Fällen war die Anzahl der Personen überschaubar und ich hatte keine Mühe der Handlung zu folgen.

 Cherringham ist eine britische Kleinstadt deren Charme durch Beschreibungen der Landschaft und die Einwohner gut vermittelt wird. Ich fand es sehr angenehm, dass die Krimis ohne gewaltreiche und blutige Szenen auskommen. Die Dialoge haben - neben der Spannung des Falls - einen erfrischendem Humor, der mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht hat, vermittelt.

 Die Stimme der Sprecherin Sabina Godec hat mir gefallen. Ihre Stimmveränderung und die Betonung haben das Buch lebendig gemacht. Ich konnte gut miträtseln und war gefesselt.  

 Mir haben die beiden Episoden gut gefallen. Die Ermittlungsarbeiten waren spannend und authentisch, ich könnte gut miträtseln und habe mich gut unterhalten gefühlt.

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161 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 48 Rezensionen

entführung, familie, thriller, spannung, amy gentry

Good as Gone

Amy Gentry , Astrid Arz
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei C. Bertelsmann, 27.02.2017
ISBN 9783570103234
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das Hörbuch „GOOD AS GONE“ der Autorin Amy Gentry wird von den beiden Sprecherinnen Anna und Nellie Thalbach gelesen.

Das Cover ist sehr dunkel und einfach  gestaltet, der Titel in hellen Buchstabe, der Name der Autorin und lediglich beim genauen Hinschauen erkennt man ein kleines Mädchen, dass geradewegs im Cover verschwindet.

 
Die 13-jährige Julie verschwindet, wird vor den Augen ihrer jüngeren Schwester Jane, aus ihrem Elternhaus in Houston entführt. Ein Alptraum beginnt. Acht Jahre später steht sie plötzlich vor der Tür. Zuerst ist die Familie erleichtert, doch schon bald machen sich erste Zweifel breit und der Alptraum ist noch lange nicht zu Ende. Ist das wirklich Julie ? Ihre Mutter Anna und auch ihre Schwester sind misstrauisch und da sich die Beweise gegen Julie häufen, beginnt Anna in Julies Vergangenheit nachzuforschen. Wer ist die junge Frau, die nach acht Jahren bei der Familie aufgetaucht ist ?

 Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt.  Ein Handlungsstrang wird aus der Sicht von Anna erzählt und er andere aus Julies Sicht.  Die Ereignisse aus der Sicht von Julie werden chronologisch von hinten nach vorn erzählt, was zunächst ein wenig verwirrend ist, gelichzeitig aber auch sehr interessant. Dadurch, dass die beiden Erzählstränge von zwei unterschiedlichen Sprecherinnen gelesen werden, wusste man immer direkt, wo man sich in der Handlung befand, das fand ich ausgesprochen gut gemacht. Während Annas teil immer ziemlich hektisch wirkte, ging es bei Julie eher ruhig zu.

Die Story selbst ist spannend und bedrückend. Sie enthält einige überraschende Wendungen. Dabei wird alles detail- und bildreich beschrieben, so dass ich mir alles gut vorstellen konnte. Auch die unterschiedlichen Charaktere bekamen beim Hören ein Gesicht und werden gut beschrieben. Die Familie Whitaker hat auf mich einen sympathischen Eindruck gemacht. Ihre Sorge und ihre Angst sind deutlich spürbar, berührend und glaubwürdig.

 Insgesamt habe ich mich gut unterhalten gefühlt, fand die Story stimmig und gut gelöst,  ein ungewöhnlicher, leicht verwirrender Thriller, den ich gerne weiterempfehle.

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40 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

sachbuch, liebe, friedemann karig, polygamie, 2017

Wie wir lieben

Friedemann Karig
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Blumenbar, 17.02.2017
ISBN 9783351050382
Genre: Sachbücher

Rezension:

Das Buch „Wie wir lieben – Vom Ende der Monogamie“    von Friedemann Karig ist ein dieses unkonventionelles und informatives Sachbuch über die Themen Liebe und Sex.

Es handelt sich nicht um einen Ratgeber, der Autor regt vielmehr dazu an, Dinge zu überdenken und toleranter an andere Beziehungsformen heranzugehen. Dabei hat er eine Menge recherchiert und hinterlegt seine Thesen immer mit einer Menge Zitate aus verschiedensten Bereichen.  Neben diesen zum Teil sehr theoretischen Abschnitten gibt es immer wieder  Geschichten einzelner Paare, die anders leben als der Mainstream. Ihre kurze Vorstellungen und Ansichten gemischt mit den sachlichen Abschnitten finde ich sehr gelungen, da sich das Buch dadurch sehr angenehm und interessant lesen ließ. 

Für mich gab es eine Menge Denkanstöße aber zum Teil weiß ich noch nicht so richtig, was ich damit machen werde. Es fehl mir fehlte die Alternative. Ich lese immer wieder aus diesem Buch heraus, dass Monogamie nicht funktioniert, dass wir irgendwann nach einer längeren Beziehung unglücklich werden, aufgrund der Routine und dass wir uns deswegen früher oder später nach etwas Neuem umschauen werden. Mit seinen Beispielen und Zitaten untermauert der Autor diese These und ging mir dabei zu wenig darauf ein, dass es eine Menge Paare gibt, die mit diesem klassischen Lebensmodell glücklich sind und sich dies auch nicht absprechen lassen möchten.

Das Buch ist interessant und informativ, grenzt aber das klassische Lebens- bzw. Beziehungsmodell eher aus, öffnet dafür aber die Sichtweise und das Verständnis für Paare die polygam leben. Aber egal ob polygam oder monogam, Liebe ist kompliziert.


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176 Bibliotheken, 5 Leser, 3 Gruppen, 115 Rezensionen

hamburg, sturmflut, liebe, usa, flut

Sturmherz

Corina Bomann
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 10.02.2017
ISBN 9783548288390
Genre: Romane

Rezension:

Die Gestaltung des Covers des  Buches „Sturmherz“  der Autorin Corinna Bomann hat mich direkt angesprochen und passt wunderbar zum Inhalt.

 Das Verhältnis zwischen der 38-jährigen Alexa und ihrer Mutter Cornelia ist schon immer schwierig und sehr distanziert gewesen.  Nun liegt Cornelia als Folge eines Schlaganfalls im Koma und Alexa erklärt sich trotz aller Diskrepanzen bereit, ihre Vormundschaft zu übernehmen. Dort trifft sie den Amerikaner Rick, der ihr von dem gemeinsamen Leben mit ihrer Mutter um 1962 berichtet. Dadurch bekommt sie überraschende Informationen über ihre Mutter und sieht diese aus einem ganz anderen Blickwinkel.

 Der Schreibstil von Corina Bomann ist angenehm und flüssig zu lesen. Sie wechselt gekonnt und unterhaltsam zwischen der Vergangenheit um 1962 und der Gegenwart 2014. Die Ereignisse aus  den beiden Zeitebnen fügen sich nach und nach zusammen und man fragt sich immer wieder, was dazu geführt hat, dass Cornelia ein so distanziertes Verhältnis zu ihrer Tochter entwickelt hat und warum sie ihr so wenig Liebe entgegenbringen konnte.  

 Die Charaktere wurden von der Autorin sehr detailreich beschrieben und wirkten authentisch.

 Es werden viele verschiedene und interessante Themen angesprochen, wie  die Flut 1962, schwierige Familienverhältnisse und die Folgen für die Kinder und die Pflege von Familienangehörigen.

Insgesamt ist „Sturmherz“ ein schöner, unterhaltsamer Roman mit einer komplizierten Familiengeschichte,  der die Vergangenheit und die Gegenwart miteinander verbindet und Mutter und Tochter wieder einander annähert. Allerdings habe ich bis zum Ende eine nachvollziehbare Erklärung für Cornelias fehlende Mutterliebe  und ihrer Distanz zu Alexa vermisst.

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19 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

geist, ermittlungen, mord, eifersucht, flüchtlinge

Kinderseelen-Hölle

Karin Franke
E-Buch Text: 252 Seiten
Erschienen bei null, 17.01.2017
ISBN B01MS8SJYQ
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Kindersseelen-Hölle“ ist der 6. Fall des Geistes Richie, der bereits seit vier Jahren nicht mehr zu den  Lebenden zählt. Für mich war es der erste Fall mit Richie, aber Dank  einer gelungenen Einführung  und Vorstellung des Geistes und seinen Eigenschaften und Eigenarten, war dies kein Problem. 

 Nur wenige Menschen können Geister wie Richie sehen. Katharina – Frau eines Pfarrers – ist einer von diesen Menschen und hat schon mehrfach gemeinsam mit Richie erfolgreich ermittelt.

 In diesem Buch wurde die Freundin einer Bekannten ermordet und die Polizei  hat noch keine Spur. Deswegen bittet diese Katharina um Hilfe. Diese beginnt mit Unterstützung ihres unsichtbaren Freundes mit den Ermittlungen. Die Ermordete war Psychologin für Kinder und Kathi und Richie suchen in ihrem privaten Umfeld und in ihren Arbeitsunterlagen nach Hinweisen, wer Anita ermordet haben könnte. Dabei stoßen sie auf Entsetzliches….

 Der Schreibstil der Autorin Karin Franke ist leicht und angenehm zu lesen. Neben dem eigentlichen Mordfall tauchen einige weitere interessante und aktuelle Themen auf, die in dem Buch eine Menge Raum einnehmen. Da ist zum Einen ein zweiter Fall bei dem es um Kindesmissbrauch geht und zum Anderen das Thema Flüchtlinge, das sehr ausgiebig diskutiert wird.


Das Buch beginnt aus der Sicht des Opfers und in den folgenden Kapiteln wird mal aus dem Blickwinkel von Richie und mal aus Katharinas Sicht erzählt. Mir gefiel es, dass jedes Kapitel mit der Überschrift aus wessen Sichtweise es geschrieben ist, anfängt.  

 Die Idee bei den Ermittlungen eine Geist einzusetzen fand ich ausgesprochen interessant und war bei den Ermittlungsarbeiten sehr hilfreich. Richie konnte immer wieder unbemerkt ermitteln und so Informationen besorgen, an die normalerweise kein Herankommen gewesen wäre.  

Sowohl Richie als auch Katharina fand ich ausgesprochen sympathisch und ihre Zusammenarbeit und ihr Umgang miteinander wirkte harmonisch.

Mich hat das Buch ausgesprochen gut unterhalten und ich werde gerne noch mehr Fälle von Richie und Katharina lesen. Einen Stern ziehe ich bei meiner Bewertung ab, da mir die Nebenhandlungen teilweise ein wenig zu ausführlich waren.

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65 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 31 Rezensionen

italien, mailand, kinderemigration, familie, gefängnis

Das Leben wartet nicht

Marco Balzano , Maja Pflug
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 22.02.2017
ISBN 9783257069839
Genre: Romane

Rezension:

In dem Buch „Das Leben wartet nicht“ erzählt  Marco Balzano die Lebensgeschichte von Ninetto.

 Als Kind muß Ninetto - um seine Familie zu unterstützen - auf dem Feld mitarbeiten. Nachdem seine Mutter durch einen Schlaganfall stirbt und sein Vater mit der Situation total überfordert ist, machte Ninetto sich allein auf den Weg von Sizilien nach Mailand. Mit nur 10 Jahren bricht er von zu Hause auf in der Hoffnung auf Arbeit und ein besseres Leben. Er scheint sich in seiner Situation gut zurechtzufinden und sie gar nicht mal als so ausweglos anzusehen, wie es im ersten Moment erscheint.

 Der erzählende - zum Teil recht nüchterne - Schreibstil von Marco Balzano ist sehr angenehm zu lesen.  Er wechselt dabei zwischen verschiedenen Zeitebenen – Ninettos Kindheit und Ninettos Gegenwart.  Diesen  Wechsel zwischen den Zeitebenen finde ich sehr gelungen. Mich fesselt das, da ich immer wissen möchte, wie es in dem anderen Erzählstrang weitergeht.

Der Autor berichtet aus der Ich-Perspektive von Ninetto und so erhält man einen tiefen Einblick in seine Gedanken, seine Seele,  sein Herz und seine gesamte Lebensgeschichte.  Das alles ist sehr berührend und auf eine sachliche Art und Weise ganz unaufgeregt schön erzählt.

In dem Buch wird ein aktuelles Thema aufgegriffen, die Flüchtlinge der heutigen Zeit, die ähnliche Träume haben wie damals der kleine Ninetto. In seinem Anhang greift der Autor dieses Thema noch einmal auf und man erfährt, dass sich der Autor ausgiebig mit der Emigration von Kindern beschäftigt hat.

Insgesamt fand ich das Buch sehr stimmig. Das Ende war für mich rund, auch wenn ich sehr nachdenklich zurückbleibe.

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60 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 44 Rezensionen

familie, paris, simon van booy, chancen, liebevoll gezeichnet

Mit jedem Jahr

Simon Van Booy , Claudia Feldmann
Fester Einband: 310 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 26.03.2017
ISBN 9783458176992
Genre: Romane

Rezension:

In seinem Buch “Mit jedem Jahr“ beschreibt der Autors Simon Van Booy eine wundervolle Geschichte über die Entwicklung einer Beziehung zwischen zwei Menschen.

Die 6-jährige Harvey verliert durch einen Unfall ihre Eltern. Sie hat niemanden außer Jason – ihren Onkel - der seit 10 Jahren keinen Kontakt mehr zu seiner Familie gehabt hat. Aufgrund seiner Vorgeschichte und dem Verlauf seines bisherigen Lebens – in dem er zu Gewalttätigkeiten neigte und auch schon eine Gefängnisstrafe verbüßt hat - scheint er nicht unbedingt die geeignete Person für ein kleines Mädchen zu sein. Dennoch bringt Jasons Sozialarbeitern Harvey mit ihm zusammen….

Die Geschichte wird nicht chronologisch erzählt, sondern beginnt mit der erwachsenen Harvey. Die Entwicklung der Beziehung zwischen ihr und Jason wird durch Rückblenden erzählt. Harley schenkt Jason eine Kiste mit Gegenständen. Hinter jedem Teil steckt eine Erinnerung und so erfährt man nach und nach viele Details aus der Vergangenheit. Es wird klar, was in Jasons Leben schief gelaufen ist.
Dabei beschreibt der Autor dies so berührend und gefühlvoll, dass ich mehrfach schwer schlucken musste. Während der Entwicklung der Beziehung und der Annäherung der beiden Protagonisten zueinander, verändert sich Jasons Leben komplett. Er wächst mit seinen Aufgaben und es ist rührend zu erleben, wie die beiden zueinander finden.

Das Buch ist eine wundervolle Erzählung über Beziehungen, Familie, Vertrauen und Veränderung. Ich fand die Geschichte um Jason und Harvey sehr ergreifend.

Der Schreibstil von Simon Van Booy ist flüssig, detailliert und man kann ihm gut folgen. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für diese emotionsvolle Geschichte, bei der ich auch so manches Mal lachen und schmunzeln konnte.

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23 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

Alles, was Mädchen wissen sollten, bevor sie 13 werden

Heike Abidi , David B. Hauptmann , Heike Herold
Flexibler Einband
Erschienen bei PINK!, 07.03.2017
ISBN 9783864300622
Genre: Jugendbuch

Rezension:

In dem  Buch „Alles, was Mädchen wissen sollten, bevor sie 13 werden“  schildert die Autorin Heike Abidi durch ihre Romanheldin Henriette die Probleme, die Mädchen in diesem Alter haben.

Henriette sieht sich als Wissenschaftlerin und geht die wichtigen Themen unvoreingenommen und objektiv an. Unverblümt und frei heraus sagt sie ihre Meinung und kennt kein Tabu.

Der Ratgeber ist in fünf Abschnitte unterteilt:  
1. „Alles wächst“  oder „ Hilfe, mein Körper spielt verrückt!“
2. „Neu verschaltet “  oder „ auch Denken ist (manchmal) Hormonsache§
3. „Nervt nicht! “  oder „- Meine Familie macht mich echt fertig ...“
4. „Typisch Mädchen? “  oder „ Mädchenhaft isr, was Mädchen cool finden!“
5. „Gefühle und so“  oder „Warum ist Liebe so kompliziert?“

In jedem Abschnitt schildert Henriette ihre Erfahrungen und liefert interessante Hintergrundfakten. Dabei geht sie sehr sachlich vor, dennoch bringt sie einen durch ihre frische Art und ihre Erlebnisse immer wieder zum Lachen.

Neben den Tipps von Henriette findet man auch zahlreiche Links zu den verschiedenen Themen, die meine Töchter und ich gerne genutzt haben, um weitere Interessante Informationen zu sammeln und als Gesprächsgrundlage zu nutzen.    

Der Schreibstil von Heike Abidi ist locker und leicht. Schwierige Wörter erklärt Henriette direkt sachlich und einfach.  

Optisch ist das Buch sehr schön und ansprechend gestaltet. Klare Überschriften, kurze Abschnitte, verschiedene Schriftarten, Illustrationen, farblich abgesetzte Kästchen und Checklisten zum selbst ausfüllen sorgen für ein abwechslungsreiches Lesevergnügen.

Ich habe das Buch mit meinen beiden zwölfjährigen Töchtern gelesen und fand es unheimlich schön, dass wir durch dieses Buch so problemlos über Themen sprechen konnten, die ansonsten eher schwierig anzugehen sind. Alles war so schon auf Augenhöhe meiner Töchter geschrieben und gleichzeitig durch Jettes wissenschaftlichen Ansatz wissenserweiternd.

Das Buch ist lehrreich ohne zu belehren, unterhaltsam und  mit viel Humor geschrieben, das ist eine tolle Mischung.

Ich kann diesen Ratgeber nur empfehlen und meine Töchter und ich waren uns einig, dass er 5 Sterne bekommen muss.

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27 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

kinderbuch, hexe, vorlesebuch

Die kleine Schusselhexe greift ein

Anu Stohner , Henrike Wilson
Fester Einband: 80 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 10.03.2017
ISBN 9783423640305
Genre: Kinderbuch

Rezension:

"Die kleine Schusselhexe greift ein“ der Autorin Anu Stohner ist das vierte Buch über die kleine Schusselhexe.

 In diesem Buch bekommt die kleine Hexe Besuch von dem Igel Dieter, der sie um Hilfe bittet. Sie soll den Wald von den lauten Brummkisten befreien mit denen die Menschen rücksichtslos durch ihn hindurch knattern. Natürlich möchte die kleine Hexe gerne helfen, wenn die Zaubersprüche nur nicht immer so schwierig wären…   

Die kleine Schusselhexe ist eine sehr sympathische und fröhliche Hexe. Meine Kinder mochten sie und ihre kreativen Zaubersprüche direkt. Sie hat nämlich so ihre Schwierigkeiten sich diese zu merken und durch ihre Abwandlungen verändert sich so manches Mal ein wenig das Ergebnis.

Auch die anderen Charaktere sind durchaus liebenswert beschrieben und wir hatten an dem motzigen Igel eine Menge Spaß und konnten die Sorgen von dem Hasen gut nachvollziehen, wenn die Hexe wieder einen Zauber ausprobieren wollte.

Das Buch besteht aus 15 Kapiteln und ist durch zahlreiche süße, bunte Illustrationen von Henrike Wilson wunderbar aufgelockert. Da kann man zwischen dem Text so einiges entdecken. Die kurzen knackigen Kapitelüberschriften haben uns immer neugierig auf das kommende Kapitel gemacht und da sie farblich vom übrigen Text abgehoben waren, wirkte das gesamte Buch dadurch und durch die Bilder optisch sehr ansprechend.

Das Buch war aber nicht nur unterhaltsam, sondern gleichzeitig auch lehrreich, da deutlich wurde welche Auswirkungen der Autoverkehr auf die Natur und die Tiere hat.

 Der Schreibstil ist flüssig und gut geeignet für Kinder im Grundschulalter.

Insgesamt hat uns das Buch sehr gut gefallen, da die Charaktere liebenswert sind und es jede Menge Stellen gibt, an denen man einfach lachen muss. Wir werden gerne mehr Geschichten der kleinen Schusselhexe lesen.

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(30)

56 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

berlin, anna basener, ruhrgebiet, prostitution, berlin-kreuzberg

Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte

Anna Basener
Flexibler Einband
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.03.2017
ISBN 9783847906254
Genre: Romane

Rezension:

Das Cover des Buches „Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte“ von Anna Basener ist ein echter Eyecatcher und ausgesprochen gut ausgesucht. Es zeigt eine Zigarettenschachtel der Marke Eve, die Lieblingssorte der Omma.

Das Buch wird aus der Perspektive der 26-jährigen Bianca erzählt. Sie lebt in Berlin und designt – bisher leider recht erfolglos - Seiden-Schlüpfer. Ihre Familie lebt eigentlich im Ruhrpott. Aber nach dem Tod von Mitzi einer guten Freundin von Biancas Omma taucht diese plötzlich bei Bianca in Berlin auf und zieht bei ihrer Enkelin ein. Bianca' s Omma war früher Wirtschafterin in einem Puff und hat sich mit einer Pension zusammen mit der Mitzi in Essen-Rellinghausen selbstständig gemacht. Bianca hat die Mitzi auch sehr gemocht und ist mit der Situation – dem plötzlichen Tod der Mitzi und dem Einzug der Omma - total überfordert. Außerdem stellt sich die Frage, woran die Mitzi überhaupt gestorben ist und warum die Omma sich dazu nicht äußert.

Der Schreibstil der Autorin Anna Basener ist flüssig und im Ruhrpott-Dialekt geschrieben, woran man sich erst einmal gewöhnen muss. Nachdem ich mich eingelesen hatte, fand ich ihn umso amüsanter, da er wunderbar zu der Geschichte und ihren Protagonisten passt.

Im Laufe des Buches erfährt man so einiges über die Hintergründe der Charaktere und während die Erlebnisse in der Gegenwart mich größtenteils zum Schmunzeln gebracht haben, musste ich bei den Rückblenden einige Male ganz schön schlucken. So richtig warm geworden bin ich mit den Protagonisten nicht. Ich fand ihr turbulentes Leben unterhaltsam, würde aber lieber ein wenig Abstand wahren.

Ich kann mich nicht erinnern jemals ein Buch mit derart vielen verschiedenen Ansätzen gelesen zu haben. Da war irgendwie alles enthalten Humor, Tragik, Emotionen, Schräges, Ergreifendes, Spannung, Liebe, Sex und ein überraschendes Ende. Eine sehr unterhaltsame und ungewöhnliche Mischung an der ich Spaß beim Lesen hatte.

Insgesamt ist das Buch „Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte“ ausgesprochen ungewöhnlich und erfrischend, ein Roman der einfach einmal anders ist als andere Bücher. Von mir gibt es eine Leseempfehlung für alle, die gerne Außergewöhnliches und Unterhaltsames mögen.

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124 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 86 Rezensionen

fantasy, magie, andreas suchanek, lichtkämpfer, wechselbalg

Das Erbe der Macht - Schattenchronik 1: Das Erwachen (Bände 1-3)

Andreas Suchanek
Fester Einband: 334 Seiten
Erschienen bei Greenlight Press, 16.11.2016
ISBN 9783958342262
Genre: Fantasy

Rezension:

Das Hardcoverbuch „Das Erbe der Macht, Schattenchronik 1, Das Erwachen“ von Andreas Suchanek umfasst die Romane 1 bis 3 – mit den Titeln „Aurafeuer“, „Essenzstab“ und „Wechselbalg“ - der monatlich erscheinenden E-Book-Reihe.

Vor den Menschen verborgen, befindet sich hinter der Wall eine magische Gesellschaft. Dort kämpfen die Lichtkämpfer und die Schattenkämpfer um die Macht. Bei dem Versuch der beiden Lichtkämpfer Jen und Mark ein Artefakt der Macht  zu sichern, stirbt Mark und seine Magie geht auf den nächsten Träger über. Dies ist ausgerechnet der Aufreißer Alex. Er lernt die Welt der Magie kennen und steht damit noch nie dagewesenen, völlig neuen gefährlichen Problemen gegenüber….

Im Laufe der Handlung lernt man die einzelnen Charaktere durch Rückblenden in deren Vergangenheit gut kennen und mir wurden sie nach und nach immer sympathischer.

Ausgesprochen interessant fand ich die historischen Persönlichkeiten – wie und Albert Einstein, Johanna von Orleans und Leonardo da Vinci - die der Autor ausgesprochen unterhaltsam in der Handlung untergebracht hat.

Der Schreibstil von Andreas Suchanek ist flüssig, lebendig und spannend. Unzählige unerwartete Wendungen und Cliffhänger am Ende der einzelnen Kapitel sorgen dafür, dass man das Buch nicht so schnell aus der Hand legen mag.

Die insgesamt recht düstere Grundstimmung des Romans, die sich auch in dem recht tristen – aber dennoch detailreichen - Buchcover widerspiegelt, wird durch zahlreiche schlagfertige und humorvolle Dialoge der Protogonisten  perfekt abgemildert.

Am Ende des Buches befindet sich ein Glossar mit den wichtigsten Personen, welches ich zwischendurch als sehr hilfreich empfunden habe.

Mit diesem Buch bin ich in eine ganz neue Welt abgetaucht, magisch, spannend und mitreißend. Da am Ende noch einige Fragen offen bleiben, werde ich auf jeden Fall die nächsten Bände der Schattenchronik lesen und kann sie jedem Fantasyfan empfehlen.

 

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81 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 59 Rezensionen

thriller, nur ein kleiner gefallen, darcey bell, blog, freundinnen

Nur ein kleiner Gefallen - A Simple Favor

Darcey Bell , Juliane Pahnke
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 10.04.2017
ISBN 9783959671019
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Nur ein kleiner Gefallen - A simple favor" ist der erste Thriller der Autorin Darcey Bell.

Emily ist eine erfolgreiche PR-Chefin eines New Yorker Modedesigners. Ihre beste Freundin und Mom-Bloggerin Stephanie hilft ihr gerne, wenn sie darum gebeten wird und nimmt – als Emily länger arbeiten muss - ihren Sohn Nicky nach der Schule mit zu sich nach Hause. Aber Emily erscheint nicht um ihren Sohn abzuholen und bleibt verschwunden. Stephanie kümmert sich gemeinsam mit Emilys Mann Sean um Nicky und entdeckt für sich die Möglichkeit ein neues Leben als kleine Patchwork Familie zu beginnen….

Den Einstieg in das Buch fand ich sehr gelungen. Es wird direkt Spannung aufgebaut. Die Idee das Buch zum Teil über den Blog von Stephanie zu schreiben fand ich ungewöhnlich, aber gut gemacht, zeitgemäß und authentisch.   

Durch viele Perspektivwechsel bleibt es durchweg spannend. Die drei sehr unterschiedlichen Protagonisten werden gut beschrieben und ich konnte sie mir gut vorstellen. Emily ist sehr egoistisch und Stephanie wirkt oft sehr naiv und leichtgläubig. Emilys Mann Sean fand ich noch am sympathischsten und mochte ihn in diesem Buch am liebsten. Seine Liebe zu Emily ist einfach süß, aber leider sehr einseitig. Letztendlich hatte jeder seine kleinen und großen Geheimnisse.   

Den Schreibstil der Autorin fand ich sehr angenehm, flüssig und leicht zu lesen. Allerdings hatte ich zwischenzeitlich das Gefühl, dass zu viele Einzelheiten und Kleinigkeiten am Rande auftauchten, was mich ein wenig verwirrt hat.

Die Geschichte ist ungewöhnlich, spannend und unterhaltsam. Es wird deutlich wie einfach es ist, jemanden zu manipulieren und auch zu erpressen. Das Ende des Buches ist nicht vorhersehbar, es gibt immer wieder Wendungen und bleibt bis zum Ende überraschend. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ich werde mir die Autorin merken.

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124 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 50 Rezensionen

schottland, liebe, claudia winter, glückssterne, hochzeit

Glückssterne

Claudia Winter
Flexibler Einband: 420 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 12.12.2016
ISBN 9783442485437
Genre: Liebesromane

Rezension:

Mich hat das Buch „Glückssterne“ von Claudia Winter als Hörbuch gelesen von Jessica Schwarz ausgesprochen gut unterhalten.

Die erfolgreiche Anwältin Josefine weiß genau, was sie vom Leben erwartet: Karriere, Heirat, Kinder. Nachdem ihre Cousine Charly vor ihrer Hochzeit mit einem Straßenmusiker nach Schottland durchbrennt und den Familienring mitnimmt, verweigert Josefines Großmutter ihre Zustimmung zu Josefines Hochzeit, da alle Ehen, die ohne diesen Ring geschlossen wurden, innerhalb kurzer Zeit scheiterten. Kurzentschlossen reist Josefine mit ihren beiden Zwillingstanten Charly hinterher. Es beginnt ein ungewöhnlicher und amüsanter Roadmovie quer durch Schottland, bei dem Josefine den Schotten Aidan kennenlernt der ihr Leben total auf den Kopf stellt.

Die Charaktere des Buches werden wundervoll beschrieben. Sie wirken authentisch und sympathisch. Josefine durchlebt eine tolle Entwicklung weg von der durchstrukturierten Anwältin zur verliebten, lebenslustigen jungen Frau, die auf ihr Herz hört. Ihre starrköpfigen Zwillingstanten sind einfach amüsant und witzig.

Durch die detailreiche Beschreibung von Schottland konnte ich mir alles gut vorstellen und fand es einfach alles bildhaft vor Augen zu haben. Ich hatte zwischendurch schon fast den Eindruck den Regen zu riechen.

Ich mag Jessica Schwarz als Hörbuchsprecherin ausgesprochen gerne und es ist ihr wieder einmal gelungen mich durchgehend zu fesseln ohne das meine Gedanken weggewandert sind (und das bei 567 Minuten Hörvergnügen). Sie hat ihre Stimme für die unterschiedlichen Charaktere wunderbar verändert, so dass jeder sein eigenes „Gesicht“ bekam.

Mir hat das Hörbuch von der ersten bis zur letzten Minute ausgesprochen gut gefallen, ein leichter und humorvoller Roman, bei dem man sich so richtig schön wegträumen kann.

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47 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

erziehung, ratgeber, kinder, schreien, rhino

Erziehen ohne auszurasten

Sheila McCraith
Flexibler Einband: 212 Seiten
Erschienen bei TRIAS, 22.02.2017
ISBN 9783432101699
Genre: Sachbücher

Rezension:

Den Aufdruck „30 Tage, die Ihr Leben – und das Ihrer Kinder – verändern!“  auf dem Buch „Erziehen ohne auszurasten“ der Autorin Sheila Mccraith fand ich sehr ansprechend und ich war sehr gespannt auf das „Orange Rhino-Programm“. Da die Autorin selbst Mutter von vier Söhnen ist, konnte ich zumindest sicher sein, dass sie weiß, wovon sie spricht und ihr klar ist, wie schwierig es sein kann ruhig und gelassen zu bleiben.

Sehr angenehm fand ich, dass das Buch ist in 30 Tage eingeteilt sind. Ein Abschnitt ist also zeitlich gut neben Kinder, Job und Haushalt lesbar, ohne dass man das Gefühl hat, dass einem Zeit fehlt, was dann wieder leicht dazu führt, dass man nervös und gereizt zum grauen Nashorn wird.  

In dem 30-Tage-Programm erfährt man, um welche Auslöser es sich handeln kann, die einen dazu bringen gereizt zu reagieren und wie man am besten damit umgeht. Es wird einem bewußt, warum man schreit / ausrastet und was man machen kann, um dies zu vermeiden. Ein Perspektivwechsel kann beispielsweise die Situation ganz anders erscheinen lassen.

Für jeden Tag gibt es tolle Tipps und interessante und schöne Sprüche. Überhaupt ist das Buch sehr ansprechend und übersichtlich gestaltet. Die vielen orangen und pinken Abbildungen haben bei mir für ein gute Laune und dafür, dass ich das Buch immer wieder gerne zur Hand genommen habe, gesorgt.

Sehr gut gefallen hat mit auch das Orange Rhino Trigger-Arbeitsblatt, mit dem man sich die Situation bewusst machen kann, was ist passiert, was war der Grund, wie ging es mir, was habe ich gemacht, was haben die Kinder gemacht und was hätte ich anders machen können  .

Auch die Zusammenfassung am Ende des Buches finde ich sehr gelungen, um sich das Wichtigste noch einmal ins Gedächtnis zu rufen.

Der Ratgeber enthält viele hilfreiche Hinweise, lässt sich leicht lesen und konzentriert sich auf das Wesentliche. Ich kann ihn nur empfehlen, da ich viele interessante Informationen für mich und den Alltag mit meinen Kids mitnehmen konnte.


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36 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 35 Rezensionen

glück, leben, japan, familie, lebensweisheiten

Ikigai: Gesund und glücklich hundert werden

Francesc Miralles , Héctor García (Kirai)
E-Buch Text: 224 Seiten
Erschienen bei Ullstein eBooks, 10.03.2017
ISBN 9783843715607
Genre: Sonstiges

Rezension:

In dem Buch „Ikigai: Gesund und glücklich hundert werden“ der Autoren Francesc Miralles  und Hector Gracia geht es – wie der Titel bereits sagt - um das Ikigai, das jeder Mensch hat.

Das Ikigai ist gleichbedeutend mit dem Sinn des Lebens, den es zu erforschen gilt, um ein ausgeglichenes und zufriedenes Leben führen zu können.

Das Buch besteht aus Ratschlägen zum Thema Achtsamkeit, Tipps, wie man Stress reduzieren kann, diversen Therapieformen, netten Anekdoten und vielen interessanten Interviews mit Einwohnern der japanischen Insel Okinawa, auf der die meisten Hundertjährigen leben.  Darin kann man eine Menge Inspirationen finden, wie man sein eigenes Leben ändern und sein Bewusstsein für das Wesentliche schärfen kann.  Es gibt viele unterschiedliche Informationen und Anregungen, von denen ich nicht alle überzeugend fand und auch nicht wirklich alle neu waren. Aber ich denke, dass es auch nicht darauf ankommt, dass man mit jedem Ansatz 100%ig übereinstimmt, sondern vielmehr einen Weg zu finden, sein eigenes Ikigai zu entdecken.  

Durch den Extraeinband und ein Lesebändchen wirkt Gestaltung des Buches sehr hochwertig. Die beiden Fische auf dem Cover finde ich passend gewählt, da sie direkt einen Hinweis auf den japanischen Ursprung des Ikigais geben.

Insgesamt fand ich dieses interessant geschriebene Sachbuch durchaus unterhaltsam und leicht zu lesen. Wer gesund und glücklich alt werden möchte, wird sicherlich einige interessante Ratschläge für sich entdecken können.

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154 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 91 Rezensionen

marmelade, trauer, familiengeheimnis, boddenlandschaft, freundschaft

Das Brombeerzimmer

Anne Töpfer
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 10.03.2017
ISBN 9783548613178
Genre: Romane

Rezension:

Bei dem Buch „Das Brombeerzimmer“ von Anne Töpfer ist mir zuerst das Cover ist Auge gefallen. Die Farben sind toll aufeinander abgestimmt und Titel und Cover passen gut zusammen. Fruchtige Brombeeren und hübsche Macarons sind abwechselnd in matten und glänzenden Elementen abgebildet.

In dem Buch geht es um Nora. Sie liebt es Marmelade für ihren Ehemann Julian zu kochen. Als Julian plötzlich und für Nora vollkommen unerwartet stirbt, ist sie verzweifelt. Nachdem sie einen Brief von Julians Großtante Klara findet, indem er sich nach einem Familienrezept für Brombeermarmelade erkundigt hat, nutzt Nora die Gelegenheit dem Alltag zu entfliehen und macht sich auf den Weg zu Klara. Dort findet sie einen Marmeladenkeller voller Geheimnisse und erfährt, wer Julians Großtante wirklich ist…

Die Charaktere sind liebvoll und einprägsam beschrieben. Man spürt die Verzweiflung und Trauer der Protagonistin Nora und kann mit ihr mitfühlen. Ihre Freundin Katharina, ihre Mutter und auch Julians Eltern sind stets für sie da und versuchen zu helfen. Mit der Großtante lernen wir ein echtes Unikat kennen und Noras neue Freundin Mandy bringt noch einmal frischen Schwung in die Geschichte.   

Der Schreibstil von Anne Töpfer ist flüssig und lässt sich angenehm leicht lesen. Schon nach den ersten Seiten ist man mitten im Geschehen.

Im Buch findet man passend zur Handlung sieben wunderbare Rezepte, wie z.B. „Brombeerkonfitüre mit Lavendelblüten“ und „Holunderblütengeele“,  die ich am liebsten direkt ausprobiert hätte.

Die Geschichte ist sehr berührend und emotional mit Charakteren, die mir von Anfang an sympathisch waren und authentisch dargestellt wurden. Es geht um Liebe, Freundschaft, Familie und Verlust.

„Das Brombeerzimmer“ ist ein zauberhaftes Buch mit liebenswerten Charakteren, das mich zum Lachen und zum Weinen gebracht hat und bis zum Schluss Überraschungen parat hält.

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58 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 41 Rezensionen

scheidung, liebe, schwangerschaft, 2017, franka bloom

Anfang 40 - Ende offen

Franka Bloom
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 17.02.2017
ISBN 9783499272929
Genre: Liebesromane

Rezension:

Amüsant !

Der Roman “Anfang 40 - Ende offen” von der Autorin Franka Bloom ist kurzweiliger und unterhaltsamer Lesestoff.

Die 46-jährige Vera ist so gut wie geschieden und ihre 18-jährige Tochter Greta steht kurz vor dem Abitur. Sie freut sich auf ein neues Leben, in dem sie frei und ungebunden ist. Aber wie so oft im Leben, kommt alles anders als geplant. Ihr Noch-Ehemann Sven will nicht loslassen, Greta möchte noch nicht ausziehen und dann lernt Vera auch noch den 14 Jahre jüngeren Paul kennen…

Die Geschichte lebt von ihren sehr unterschiedlichen und extremen Charakteren. Vera ist ziemlich überdreht aber liebenswert und teilweise sehr unschlüssig, während ihre Tochter für ihr Alter sehr ausgeglichen und cool wirkt. Veras Freunde sind Freunde, wie man sie sich wünscht. Im Notfall immer zur Stelle.
Sven durchlebt im Laufe der Handlung eine erstaunliche Wandlung und Paul bringt einfach nur eine Menge Chaos mit sich.
Alle Personen haben ihre Stärken und Schwächen und wirken dadurch durchaus authentisch.

Der Schreibstil von Franka Bloom ist locker und leicht zu lesen. Vieles ist stark übertrieben und dabei ausgesprochen amüsant. In dem Buch werden viele verschiedene Themen angesprochen und man kann sich überlegen, ob man die Suche nach seinen eigenen Zielen und Träumen und das Älter werden noch einmal überdenkt. Deutlich wird auch, dass jedes Alter seine eigenen Herausforderungen mit sich bringt.

Aber in erste Linie ist der Roman kurzweilige und abwechslungsreiche Unterhaltung, die mich mehrfach hat schmunzeln lassen und die man einfach so „weglesen“ kann.

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154 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 61 Rezensionen

glühbirne, stromkrieg, edison, erfinder, westinghouse

Die letzten Tage der Nacht

Graham Moore , Kirsten Riesselmann
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.02.2017
ISBN 9783847906247
Genre: Romane

Rezension:

„Die letzten Tage der Nacht“ des Autoren Graham Moore ist ein gut recherchiertes, interessantes und unterhaltsames Buch über die Erfindung der Glühbirne.

Der Roman beginnt 1888 in New York. Der junge Rechtsanwalt Paul Gravath bekommt sein erstes eigenes Mandat. Dabei geht es um eine Auseinandersetzung zwischen George Westinghouse und Thomas Edison. Für Paul ist dieser Fall die Chance sich einen Namen zu machen. Sein Klient George Westinghouse befindet sich mit Thomas Edison im Patentrechtsstreit um die Erfindung der Glühbirne. Es geht um Milliarden Dollar und die Existenz von Westinghouse. Edison scheint übermächtig zu sein und überall Verbündetet zu haben. Festentschlossen beginnt Paul mit seiner Verteidigung auf deren Weg er mehrfach moralisch fragwürdige Aktionen begeht. Dabei erlebt man seine Entwicklung vom naiven jungen Anwalt zu einem echten Kämpfer.  

Jedes Kapitel des Buches beginnt mit einer treffenden Überschrift und einem dazu passendem Zitat einer bekannten Persönlichkeit aus dem Bereich der Erfinder und Wissenschaftler.  

Der Schreibstil des Autoren ist sehr sachlich und wenig emotional. Dennoch gelingt es ihm seine Charaktere so gut zu beschreiben, dass man ihr Handeln nachvollziehen und sich in sie hineinversetzen kann. Viele der Figuren sind  bedeutende historische Persönlichkeiten, die sich in der Geschichte um die Elektrizität einen Namen gemacht haben. Neben Westinghouse und Edison erfährt man auch eine Menge über  Nikola Tesla, dessen Ideenreichtum unerschöpflich zu sein scheint.

Bei der Handlung des Buches hat sich Graham Moore an realen Ereignissen orientiert. In seinem Nachwort erhält man ausführliche Informationen dazu, an welcher Stelle er diese ein wenig abgewandelt bzw. die zeitliche Reihenfolge ein wenig verändert hat. Diese Mischung aus Fakten und Fiktion fand ich ausgesprochen unterhaltsam und spannend.

Sehr gut gefallen hat mir auch die verständliche Darstellung von wissenschaftlichen Grundlagen der Elektrizität. Auch ohne  Vorkenntnisse werden hier z.B. die Unterschiede zwischen Gleich- und Wechselstrom einfach und verständlich vermittelt.

Für mich war das Buch ein echtes Highlight. Interessant und spannend liest sich die Geschichte um den Patentrechtsstreit und vermittelt unterhaltsam Fakten aus der Geschichte und der Wissenschaft.

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77 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 61 Rezensionen

abenteuer, fantasy, freundschaft, akademie, jugendbuch

Saint Lupin´s Academy 1: Zutritt nur für echte Abenteurer!

Wade Albert White , Ulrike Köbele , Timo Grubing
Fester Einband
Erschienen bei Planet! ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 16.02.2017
ISBN 9783522505437
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Ich habe das Buch „Saint Lupin`s Academy – Zutritt nur für echte Abenteurer!“ von Wade Albert White gemeinsam mit meinen drei Kindern gelesen. Das Cover hat uns direkt angesprochen.  Magisch und bunt sieht man die Protagonisten und es wird direkt deutlich, dass sie in so einige brenzlige Situationen kommen könnten. Toll fanden wir auch die reliefartige Schrift, in der sich der Titel von dem Cover abhebt. Sehr gespannt haben wir mit dem phantasievollen Debütroman des Autoren begonnen.

Die beiden Freundinnen Anne und Penelope sind Waisenkinder und leben im  Saint Lupin's Waisenhaus, in dem das Leben alles andere als angenehm ist. Mit 13 Jahren können die Kinder das Waisenhaus verlassen. Aber als Anne 13 wird, will die Oberin sie nicht gehen lassen und ab da beginnen die Ereignisse sich zu überschlagen…. Es stellt sich heraus, dass Anne auserwählt ist innerhalb kürzester Zeit eine Prophezeiung zu lösen, von der eine Menge abhängt und das nicht nur für Anne. Gemeinsam mit ihrer Freundin Penelope und dem Zauberer Hiro begeben sie sich in dieses Abenteuer und erleben gefährliche und bedrohliche Situationen….   

Der Schreibstil des Autoren ist sehr lebendig, phantasievoll, bunt und magisch, man lernt vollkommen neue Orte und Kreaturen kennen. Beim Lesen entstehen unweigerlich die tollsten Bilder im Kopf der Leser. Oft überschlagen sich die Ereignisse und wir mussten nochmals zurückblättern damit uns keine wichtige Einzelheit entging.

Neben Anne, Penelope und Hiro, die ein tolles Team bilden, gab es viele weitere interessante Charaktere, die allerdings eher im Hintergrund blieben.  Auch über Hiro hätten wir gerne mehr erfahren.

Für Fans von magischen Fantasy-Geschichten mit kreativen Ideen und Figuren ist dieses Buch genau der richtige Lesestoff. Die Spannung wird durchgehend gehalten und man legt das Buch nur ungern aus der Hand. Neben Spannung gibt es aber auch zahlreiche Stellen an denen man lachen kann. Von mir und meinen drei Mitlesern gibt es eine Leseempfehlung. Wir waren von der Geschichte begeistert  und wir würden gerne weitere Abenteuer aus der  Saint Lupin`s Academy lesen.

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54 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 27 Rezensionen

wörter, worte, kinderbuch, sprache, kinder

Die Händlerin der Worte

Thomas Lange , Claude Theil , Sanna Wandtke
Fester Einband: 128 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 24.01.2017
ISBN 9783473369508
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Das Buch „Die Händlerin der Worte“ von den Autoren Thomas Lange und Claude Theil ist ein wundervolles Kinderbuch zum Thema Wörter.

Mich hat das Cover des Buches direkt angesprochen. Der feste Einband ist stabil, es fühlt sich  hochwertig an und ist mit vielen bunten Details liebevoll gestaltet.  So bekommt man direkt eine gute Vorstellung von den Protagonisten des Buches.

Auf dem Markt wurde der Händlerin der Worte eine Kiste mit wichtigen Wörtern gestohlen.  Sie handelt mit liebevollen, charmanten und freundlichen Wörtern, die das Leben miteinander netter machen. Die beiden Geschwister Jonas und Leonie, die dies mitbekommen habe, versuchen der Händlerin bei der Suche nach den gestohlenen Worten zu helfen.  Es beginnt eine aufregende Suche, bei der ein Mann, der ebenfalls mit Wörtern handelt unter Verdacht gerät. Seine Wörter sind im Gegensatz zu denen der Händlerin nicht nett, lieb und freundlich, sondern verletzend. Schon bald macht sich das Fehlen der Worte bemerkbar und der Umgang der Menschen untereinander wird verletzend und beleidigend.

In diesem Buch wird deutlich wie wichtig nette Wörter sind und wie unfreundlich der Umgang untereinander wird, wenn diese fehlen.  Auf kindgerechte Weise wird die Macht der Worte deutlich und die Folgen, wenn wir nicht achtsam damit umgehen.
In dem Buch sind viele liebevoll gestaltete Illustrationen zu finden, die das Geschriebene auflockern.

Empfohlen wird das Buch ab 10 Jahren. Aber ich denke, dass es auch durchaus schon für jüngere Leser geeignet ist, da der Schreibstil flüssig und unkompliziert ist und die Botschaft auch schon für Kinder im Grundschulalter wichtig ist.

Mein Fazit:

„Die Händlerin der Worte“ ist ein wundervolles Kinderbuch, das eine wichtige Botschaft einfach und unterhaltsam verpackt, da den Kindern kindgerecht vermittelt wird, wie das Zusammenleben auf einfache Art und Weise besser funktioniert.



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111 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 77 Rezensionen

holocaust, auschwitz, konzentrationslager, polen, 2. weltkrieg

Der letzte Überlebende

Sam Pivnik , Ulrike Strerath-Bolz
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Theiss, Konrad, 01.03.2017
ISBN 9783806234787
Genre: Biografien

Rezension:

In dem Buch „Der letzte Überlebende“ schildert der Autor Sam Pivnik seine eigene Lebensgeschichte.

Auf dem Cover sieht man einen kleinen Jungen in einem gestreiften Häftlingsanzug vor einem düsteren Hintergrund. Im Zusammenhang mit dem Titel, ist einem eigentlich sofort klar, worum es in diesem Buch geht.

Aufgewachsen ist Sam als Szlamek gemeinsam mit seinen Geschwistern in dem kleinen oberschlesischen Städtchen Bedzin.
Mit 13 Jahren erlebt er, wie die Nazis in Polen einmarschieren. Dadurch ändert sich sein Leben grundlegend.
Nachdem seine Familie anfangs noch versucht, sich zu verstecken, geben sie dies irgendwann auf, werden nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.
Er selber entgeht dem Tod immer wieder, muss zunächst in Auschwitz später in Fürstengrube arbeiten und erlebt Unvorstellbares und Unmenschliches.

Obwohl man weiß, was damals passiert ist, ist die aus der Ich-Perspektive geschriebene Geschichte von Sam schockierend, ergreifend und zutiefst berührend.  Man fragt sich unweigerlich wie ein Mensch das ertragen kann und es schafft damit weiterzuleben.  Der Autor schreibt, dass ihn die Erinnerungen an die schönen Erlebnisse vor dieser Zeit die Kraft gegeben haben,  dies durchzustehen.

Der flüssige Erzählstil und die Neugierde  wie es in Sams Leben weitergeht, lässt einen immer weiterlesen. Die vielen Fakten machen einem durchgehend  bewusst, dass es sich um ein authentisches Buch handelt. Die Fotos in der Mitte des Buches verdeutlichen dem Leser nochmals, dass es sich um die Geschichte unseres Landes handelt und nicht um Fiktion.

Sams Autobiografie ist wirklich sehr ergreifend geschrieben und lässt einen auch nach Ende der Lektüre nicht so schnell wieder los.

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290 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 150 Rezensionen

mord, psychologie, krimi, roman, manuskript

Das Buch der Spiegel

E.O. Chirovici , Werner Schmitz , Silvia Morawetz
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 27.02.2017
ISBN 9783442314492
Genre: Romane

Rezension:

Das Buch „Das Buch der Spiegel“ des Autoren E. O. Chirovici wird aus drei unterschiedlichen Perspektiven erzählt.

Im ersten Teil erhält der Literaturagent Peter Katz einen Ausschnitt aus einem Manuskript von Richard Flynn. In diesem geht es um die Ermordung des Professors Joseph Wieder in Princeton. Der Fall wurde niemals aufgeklärt. Fasziniert möchte Katz mehr erfahren und das ganze Manuskript lesen.  Zu diesem Zeitpunkt ist Flynn bereits tot und das Manuskript nicht mehr auffindbar. Katz beauftragt den Journalisten John Keller weitere Nachforschungen anzustellen. Aus dessen Sicht ist der zweite Teil des Buches geschrieben. Da alles bereits 27 Jahre zurückliegt, sind die Ermittlungen nicht ganz einfach. Nachdem der Journalist nicht mehr weiter kommt, erfolgt ein weiterer Sichtwechsel und im dritten Teil übernimmt der inzwischen pensionierte Polizist Roy Freeman die Nachforschungen, der damals schon an dem Fall des ermordeten Professors gearbeitet hatte.

Der Schreibstil des Autoren ist flüssig und die Sprache sachlich und nüchtern. Die Charaktere werden sehr detailliert beschrieben, lebensnah und authentisch. Mir gefiel es sehr gut, dass man zu allen Personen einen kurzen Überblick über deren Leben bekommt. So konnte ich sie mir gut vorstellen und trotz der Menge der Charaktere problemlos auseinanderhalten. Oft fand ich es schwierig zu unterscheiden, welche Informationen echt sind und welche nur Fiktion, denke aber, dass genau das die Absicht des Autoren war. Bei den Recherchearbeiten gab es viele widersprüchliche Punkte. Die Sichtweise der Befragten war unterschiedlich und stimmte keineswegs überein, trotzdem schien jeder die Wahrheit zu sagen. Dadurch erstellt man beim Lesen ständig neue Theorien und Ideen wie es weitergehen könnte, die sich im nächsten Moment wieder zerschlagen. Es ergeben sich immer wieder neue Fragen und man mag als Leser das Buch gar nicht aus der Hand legen, da man einfach wissen möchte, wie es weitergeht und was denn nun wahr ist.

Mit jedem Perspektivwechsel wird die Spannung größer und mit jedem neuen Detail tauchen auch neue Widersprüche auf. Mich hat das Buch gefesselt und ich fand es faszinierend wie unterschiedlich Erinnerungen sein können.  

Das Buch basiert auf einer ungewöhnlichen Idee, die der Autor E. O. Chirovici  gut umsetzt. Die Auflösung war schlüssig gelöst und plausibel.

Von mir gibt es für diesen fesselnden und ungewöhnlichen Roman, den ich durchaus als Thriller bezeichnen möchte 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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