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21 Bibliotheken, 7 Leser, 2 Gruppen, 8 Rezensionen

oliver bottini, ackerland, securitate, der tod in den stillen winkeln des lebens, korruption

Der Tod in den stillen Winkeln des Lebens

Oliver Bottini
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 08.11.2017
ISBN 9783832197766
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Der Tod in den stillen Winkeln des Lebens“ ist ein sehr komplexer und ausgesprochen gut recherchierter Krimi des Autoren Oliver Bottini, der durch seine Louise Bonì-Reihe bekannt geworden ist .

 

Die 18-jährige Lisa Marthen wird erstochen aufgefunden und die Ermittlungen in dem Mordfall sollen Cippo und Cozma übernehmen. Die Beiden sind ein eingespieltes Team,  stehen kurz vor der Pensionierung  und wollen nicht mehr auffallen, da sie so einiges in ihrer Vergangenheit zu verbergen haben.  Warum wird ausgerechnet ihnen der Mordfall übertragen ? Zufall ?

 

Die Handlung beginnt 2011 und springt dann in das Jahr 2014. Durch den Wechsel der Schauplätze und Zeiten und die vielen verschiedenen Charaktere muss man sich beim Lesen ein wenig konzentrieren.  Über das Personenregister am Ende des Buches war im dementsprechend dankbar.

Durch den angenehmen, zum Teil poetischen Schreibstil  kann man den Ereignissen gut folgen.

Die Protagonisten werden sehr authentisch und sympathisch – mit Stärken und Schwächen - dargestellt und die Atmosphäre des Handlungsortes in Rumänien ist zum Greifen nahe.

Die Dialoge zwischen den beiden Ermittlern haben mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht und haben die ansonsten sehr düstere Stimmung ein wenig aufgelockert.

 

Gesellschaftskritische Themen, Korruption, Betrug  und Bestechung sowie die Themen Agrarwirtschaft, Monokulturen und Landraub wurden ausgesprochen gutrecherchiert und sind erschreckend authentisch in dem Kriminalroman aufgegriffen worden.

 

Die Spannung wird durchgehend gehalten und das Geschehen endet actionreich, emotional  und erschreckend.  

Insgesamt ist das Buch ein ungewöhnlich komplexer und eher anspruchsvoller politischer Wirtschaftskrimi, den ich gerne weiterempfehle.

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29 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

türkei, liebesroman, verlust, sehnsucht, hannover

Die Farben im Spiegel

Deniz Selek
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Droemer Taschenbuch, 01.08.2017
ISBN 9783426305751
Genre: Liebesromane

Rezension:

Der Roman „Die Farben im Spiegel“ von der deutsch-türkischen Autorin Deniz Selek ist eine unglaublich intensive und berührende Liebesgeschichte.

 

Alev und Koray kennen sich schon seit frühster Kindheit, stammen beide aus einer deutsch-türkischen Familie und fühlen sich eng miteinander verbunden.  Während Alev in eher beengten Verhältnissen aufwächst, genießt Korays Familie einen gewissen Wohlstand.  Nachdem ihre Wege sich trennen, hat jeder seinen eigenen Partner und eigene Kinder. Trotzdem hat Alev Koray nicht vergessen und als sie ihn mit 45 Jahren wiedersieht, steht sie zwischen zwei Männern…

 

Erzählt wird die Geschichte  aus der Ich-Perspektive von Alev. Ihre Gefühle gegenüber Koray, ihrem Mann, ihrer Familie und auch gegenüber den unterschiedlichen Kulturen, dem Ortswechsel von Istanbul nach Deutschland werden authentisch und nachvollziehbar beschrieben.

Die anderen Charaktere werden ebenfalls jeder für sich sehr  detailreich beschrieben, jeder Charakter hat seine ganz eigene Persönlichkeit.

 

Die Beschreibungen von Istanbul, den türkischen Bräuchen und dem Familienleben sind interessant und informativ. Poetische Wörter und Sätze haben die Szenen bildhaft vor meinen inneren Augen entstehen lassen.  Die Atmosphäre der Stadt und auf den Märkten konnte ich regelrecht spüren. Auch die übrigen Schauplätze wie Bodrum, Berlin, Hamburg, Hannover und Thailand lernt man im Laufe der Geschichte kennen.

Es ist aber nicht nur Alevs Geschichte, auch ihre Familie spielt eine große Rolle, in der jeder sein eigenes Schicksal hat.

 

Alevs Geschichte, ihr Leben, ihre erste große Liebe, die niemals aufgehört hat, die permanente unterschwellige Sehnsucht nach Koray, das alles ergibt eine außergewöhnliche und  intensive Liebesgeschichte, die mich berührt und mir wundervolle Lesestunden bereitet hat.

Ich kann das Buch nur empfehlen !

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9 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

Biker gegen Reiter: Nora auf dem Mühlenhof

Ingrid Heppe
Flexibler Einband: 160 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 05.10.2017
ISBN 9781978007888
Genre: Jugendbuch

Rezension:

"Biker gegen Reiter“ ist der zweite Band in der Buchreihe „Nora auf dem Mühlenhof“ der Autorin Ingrid Heppe, der sich auch ohne Vorkenntnisse aus Band 1 problemlos lesen lässt.

 

Nora möchte erneut Reiterferien auf dem Mühlenhof machen. Leider können ihre Eltern dies nicht bezahlen, aber Nora gelingt es,  sich diesen Traum mit vielen Ideen und dem entsprechendem Einsatz zu ermöglichen.

Auf dem Mühlenhof angekommen, stellt sich heraus, dass die Ausritte in den Wald bald verboten werden sollen, da der Bereich den Mountainbikern zur Verfügung gestellt werden soll. Aber Nora und ihre Freundinnen wollen sich ihre Ausritte nicht so leicht verbieten lassen und kämpfen für ihr Ziel.

 

„Biker gegen Reiter“ ist ein spannendes Buch, das mehr als nur das Thema Reiten bietet. Es befasst sich mit ebenso mit den Themen Freundschaft, Mobbing, Engagement und wie lohnenswert es sein kann für seine Ziele zu kämpfen.

                                                              

Der Schreibstil der Autorin ist locker und sehr lebendig. Die Ausritte der Reiterinnen machen direkt Lust auf einen Ritt durch den Wald und man kann gut nachvollziehen, warum den Freundinnen so viel daran liegt und sie das Verbot nicht einfach hinnehmen möchten.

Nora ist eine sehr sympathische Protagonistin, sie weiß, was sie will und sie kämpft mit vielen guten Ideen für ihre Ziele. Dabei wirkt sie – ebenso wie ihre Freundinnen - durchweg authentisch.

 

Ich habe das Buch mit meinen beiden pferdebegeisterten Töchtern gelesen und wir waren alle drei begeistert.  Spannung und hintergründige, ernste Themen haben bei uns für Gesprächsstoff gesorgt. Von uns gibt es eine Leseempfehlung und das nicht nur für Pferdefans.

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74 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 40 Rezensionen

köln, gold, historischer roman, mord, geheimnis

Das Gold des Lombarden

Petra Schier
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 20.10.2017
ISBN 9783499270888
Genre: Historische Romane

Rezension:

„Das Gold des Lombarden“ ist ein gut recherchierter historischer Roman, welcher der Beginn einer neuen Reihe der Autorin Petra Schier ist.

 

Die Handlung beginnt im August im Jahre 1423 in Köln.  Aleydis de Bruinker ist mit dem Lombarden Nicolai Golatti glücklich verheiratet. Als dieses erhängt aufgefunden wird, sieht alles nach einem Selbstmord aus, aber Aleydis glaubt dies nicht und will, dass die Todesumstände näher untersucht werden. Dazu muß sie mit dem Gewaltrichter Vinzenz van Cleve – dessen Vater Nicolais größer Konkurrent war – zusammenarbeiten. Nach und nach kommen einige unangenehme Dinge über Nicolai ans Tageslicht…

 

Der Schreibstil von Petra Schier ist – wie auch schon bei der Adelina-Reihe – sehr  angenehm, unkompliziert und flüssig zu lesen. Die vielfach verwendete wörtliche Rede macht alles sehr lebendig und auch authentisch, so dass man beim Lesen direkt in die Zeit und die Geschichte eintauchen kann.

 

Die Protagonistin Aleydis war mir von Anfang an sympathisch. Sie weiß, was sie will und kann sich ausgesprochen gut behaupten. Zugang zu Vinzenz zu finden, fand ich ein wenig schwieriger, aber letztendlich mochte ich ihn ebenso gerne wie Alesydis. Auch die Nebencharaktere werden  detailreich beschrieben, so dass man ein gutes Bild von ihnen bekommt.

 

Der Perspektivwechsel zwischen Aleydis und Vinzenz sorgt dafür, dass man immer weiterlesen muss, da man immer wissen möchte, wie es in der anderen Perspektive weitergeht. Außerdem kann man sich dadurch gut in die Charaktere und deren Gefühlswelt hineinversetzen.

 

Zu Beginn des Buches findet man eine Karte der Umgebung, durch die man sich sehr gut orientieren kann. Der Dom, der Rhein,  so weiß man, wo sich alles abspielt.

Auch das vorweggestellte Personenverzeichnis fand ich sehr hilfreich, da es man sich so einen guten Überblick über die Charaktere verschaffen konnte.

 

Von mir gibt es eine uneingeschränkte Leseempfehlung für diesen gut recherchierten und spannenden Roman. Ich bin schon sehr gespannt auf die Fortsetzung.

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6 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Die Elementarsturm-Chroniken: Die Kinder des Windes: Fantasy Roman

Kieran L. McLeod
E-Buch Text
Erschienen bei independently published
ISBN 978-3-7393-9515-9
Genre: Fantasy

Rezension:

Der Roman „Die Elementarsturm-Chroniken: Die Kinder des Windes“ des Autoren Kieran L. McLeod ist ein High-Fantasy-Abenteuer, das die ersten drei Episoden der Elementarsturm-Chroniken  umfasst. 

Selten habe ich so ein komplexes und bis ins kleinste Detail durchdachtes Fantasy-Abenteuer gelesen. Dank des flüssigen Schreibstils und des Personenregisters, dass man zu Beginn des Buches findet, bin ich gut in die Geschichte hineingekommen.
Die Verknüpfung zwischen den verschiedenen Zeiten und Orten – dem heutigen Gaetan und dem vor 600 Jahren – und die zahlreichen Charaktere fordern beim Lesen ein gewisses Maß an Konzentration. Gleichzeitig bringt gerade das eine Menge Abwechslung und man fragt sich permanent, wie es an der anderen Stelle weitergeht. Zu Beginn der einzelnen Kapitel findet man immer einen kurzen Hinweis wo und zu welcher Zeit sich die Ereignisse zutragen.
Faszinierende Gestalten, schier unbegreifliche Magie und fremde Kulturen begleiten einen durch die rasante Geschichte. Dabei werden die Landschaften und magischen Ereignisse so detailliert und bildlich beschrieben, dass man das Gefühl hat direkt dabei zu sein und alles bildhaft vor Augen hat. Es dauert eine Weile, bis man sich in diese Welt eingelesen hat, aber wenn man einmal drin ist, muss man weiterlesen.

Man sollte schon zu Beginn wissen, dass man Ende des Buches ein hilfreiches Glossar findet, das so einige Begrifflichkeiten gut verständlich erklärt und das Lesen erleichtert.
Mich hat das Buch und die Welt auf Gaetan fasziniert. Viele Fragen wurden beantwortet und zahlreiche Handlungsstränge zueinander geführt, aber längst nicht alle und das Verlangen nach der Fortsetzung geweckt.

Übernommene Inhaltsangabe:
Auf Gaetan wandelten einst Götter unter den Sterblichen, mit ihnen verschwand die Magie aus der Welt. Ein 600 Jahre altes Geheimnis bringt den junge Waliser Stuart nach Gaetan, der dort gegen seinen Willen zum Mittelpunkt eines magischen Krieges wird. Seine Ankunft setzt eine Kettenreaktion in Gang: Eine uralte Gefahr erwacht , ein längst vergessenes Volk kehrt ans Tageslicht zurück – und eine Prophezeiung aus alter Zeit stellt Stuart vor die Entscheidung seines Lebens.

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231 Bibliotheken, 29 Leser, 2 Gruppen, 43 Rezensionen

freundschaft, jugendbuch, zwangsneurosen, john green, anspruchsvolle literatur

Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken

John Green , Sophie Zeitz
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 10.11.2017
ISBN 9783446259034
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Schlaft gut ihr fiesen Gedanken“ ist das neuste Jugendbuch des Bestseller-Autors John Green.

 

Der Milliardär Russel Pickett ist verschwunden und auf ihn wird eine hohe Belohnung ausgesetzt.

Aza kennt seinen Sohn Davis und ihre beste Freundin Daisy ist - im Gegensatz zu Ava, die mit reichlich eigenen Problemen beschäftigt ist -  ganz heiß darauf den Milliardär zu suchen. Avas Leben wird von absurde Ängste und Zwänge beherrscht. Als sie nun nach Jahren Davis wiedertrifft,  verlieben sich die beiden ineinander.

 

Sehr einfühlsam und authentisch beschreibt John Green die Gefühle und Gedanken der 16-jährigen Protagonistin Ava aus deren Sicht das Buch geschrieben ist. Ihre Zwangstörung, die Angst mit Bakterien in Berührung zu kommen und zu sterben wird im Laufe der Handlung immer größer. Ihre Hilflosigkeit kann man als Leser nachvollziehen und regelrecht spüren.

 

Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich angenehm leicht lesen. Neben amüsanten Stellen zum Schmunzeln,  gibt es auch zahlreiche poetische Formulierungen, die zum Nachdenken anregen und bei denen man einfach einmal kurz mit dem Lesen inne halten muss, um die Worte auf sich wirken zu lassen.

 

Die Anzahl der Charaktere ist übersichtlich, aber jeder wird detailreich und mit liebenswerten Eigenschaften überzeugend beschrieben.

Die 24 Kapitel des Buches beinhalten viel mehr Botschaft, als man beim ersten Lesen erfassen kann. Es wird sehr einfühlsam vermittelt, wie es sich anfühlt mit einer psychischen Erkrankung zu leben und welche Auswirkungen diese auf das familiäre Umfeld und die Freunde haben kann.  

 

„Schlaft gut ihr fiesen Gedanken“ ist wieder einmal ein sehr berührender und emotionaler Roman von John Green, der nicht nur die Zielgruppe der 13- bis 16-jährigen Leser begeistern wird.

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85 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 61 Rezensionen

mexiko, hollywood, abenteuer, b. traven, geheimnis

Wer ist B. Traven?

Torsten Seifert
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Tropen, 14.10.2017
ISBN 9783608503470
Genre: Romane

Rezension:

Der Roman „Wer ist B. Traven“ des Autors Torsten Seifert basiert auf dem Mysterium einer Legende dessen Hintergründe bis heute nicht vollends geklärt werden konnten.

 

In den 1940-er Jahren bekommt der junge Journalist Leon Borenstein den Auftrag den Bestseller-Autor  B.Traven zu entlarven. Über diesen gibt es viele unterschiedliche Informationen und Spuren, aber niemand weiß, wer wirklich hinter dem Pseudonym steckt. Leon wird für seinen Auftrag nach Mexico geschickt, wo er bei dem Dreh des Films „Der Schatz der Sierra Madre“ – dessen Romanvorlage von B. Traven stammt -  mit der Recherche beginnen soll, da der Agent von Traven – Hal Croves – am Set ist. Als Vorwand für seine Anwesenheit soll Leon Humphrey Bogart interviewen.

 

Leon ist ein interessanter und vielfältiger Protagonist. Er selbst ist mit seinen jüdischen Eltern vor dem 2. Weltkrieg  von  Braunschweig nach Amerika ausgewandert und fühlt sich durch und durch als Amerikaner.

Sein Interview mit Humphrey Bogart  liest sich genauso interessant und unterhaltsam wie seine Reise durch Mexico und nach Wien, wo er sich auf die Spurensuche des Schriftstellers begibt. Während seine Bemühungen nach der Wahrheit anfangs wenig ambitioniert wirken,  ändert sich dies im Laufe der Geschichte durch die ein wenig geheimnisvoll wirkende Maria, in die er sich ein bisschen verguckt hat. 

In Wien trifft Leon auf Konstantyn einen verarmten ungarischen Adeligen und Buchliebhaber, der eine Unmenge von Büchern vor den Nazis gerettet hat. Von da aus geht es zurück nach Acapulco.

 

Die Mischung aus Fiktion und Realität ist Torsten Seifert ausgesprochen gut gelungen. Die Atmosphäre der Schauplätze in Mexico und Wien wirken authentisch und ich hatte sowohl das bunte Treiben in Mexico als auch das Wien der Nachkriegszeit bildhaft vor Augen.  Das Ende kam für mich unerwartet, aber ich fand es schlüssig.

 

Die Geschichte um B. Traven fand ich interessant und sie hat mich in jedem Fall auch neugierig auf seine Werke gemacht.  Insgesamt gab es eine Menge unterschiedlicher Themen, die stimmig miteinander verbunden wurden. Die Verflechtung von realen Personen, dem Hollywood der Schwarz-Weiß-Filme, dem rauen Mexico und den biografischen Details von B. Traven und der Suche danach waren spannend und unterhaltsam. Insgesamt hat mich der Roman ausgesprochen gut unterhalten.

 

 

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37 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

herbst, hexe, kinderbuch, abenteuer, entführung

Petronella Apfelmus - Hexenbuch und Schnüffelnase

Sabine Städing , Sabine Büchner
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Boje ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 29.09.2017
ISBN 9783414824882
Genre: Kinderbuch

Rezension:

„Petronella Apfelmus – Hexenbuch und Schnüffelnase“ ist der 5. Band der Petronella-Apfelmus-Reihe der Autorin Sabine Städing. Die Bände können unabhängig voneinander gelesen werden und für diesen ist kein Wissen aus den vorherigen Bänden erforderlich.

 

Es ist Herbst und für Petronella, die Zwillinge Lea und Luis, den Hirschkäfer Lucius und die Apfelmännchen ist es Bastelzeit und sie ritzen gemeinsam lustige Fratzen in große Kürbisslaternen. Nachdem die Apfelmännchen auf unerklärliche Weise verschwunden sind, begeben sich Petronella und ihre Freunde auf die Suche. Dank Hund Bello - der bei ihnen zur Pflege ist -  und seiner Spürnase kommen sie bald auf die richtige Fährte.

 

Die vielen detailreichen und liebevoll gestalteten Illustrationen von Sabine Büchner sind wieder einmal total gelungen und passend. Auch die geschwungenen Kapitelüberschriften sind ein toller Blickfand. Die Kapitel haben eine gute Länge zum Vorlesen und durch die recht große Schrift ist das Buch auch für ungeübte Leser optimal geeignet.

 

Die Thematik, der Bastelnachmittag passt wunderbar in die Jahreszeit.  Ich fand es schön, wieviel die Kinder draußen unterwegs sind und auch, dass sie gemeinsam basteln. Der Schreibstil  ist locker und leicht zu lesen, aber eine gewisse Spannung und Sorge kam beim Lesen schon auf, nachdem die Apfelmännchen verschwunden sind. Da konnten wir sehr gut mit Petronella, Luis und Lea mitfühlen.

Hexobine Höckerbein ist ja schon ein wenig gemein, hat uns aber auch zum Lachen gebracht.

 

Genau wie die vorherigen Bände von Petronella Apfelmus ist auch dieser wieder ganz zauberhaft, spannend und witzig zugleich, zum Lachen und mitzittern, ob alles gut geht.

 

Die Illustrationen und die Geschichte passen so schön zusammen, dass es einfach Spaß macht das Buch gemeinsam zu lesen und die Details auf den Bildern zu entdecken. Von uns gibt es für dieses schöne Leseerlebnis eine klare Leseempfehlung.

 

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56 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 36 Rezensionen

sinclair, schottland, kinderbuch, geister, sabine städing

Johnny Sinclair - Beruf: Geisterjäger

Sabine Städing
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Baumhaus Verlag ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 16.03.2017
ISBN 9783833904677
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Mit „Johnny Sinclair – Beruf: Geisterjäger“ ist der Autorin Sabine Städing einen überzeugender Reihenauftakt zu iner coolen Jugendbuchserie für Leser ab 10 Jahren  gelungen.

 

Johnny Sinclair ist zwölf Jahre alt und träumt davon Geisterjäger zu werden. Sein großes Vorbild ist John Sinclair. Er lebt zusammen mit seinem Kindermädchen Cècile  auf einer schottischen Burg und dort gibt es natürlich auch Geister, die aber niemand außer Johnny sehen kann. Leider sind die Geister nicht ganz ungefährlich und Johnny muss dringend etwas unternehmen. Im Moor begegnet er dem sprechendem Totenschädel Erasmus von Rothenburg, der ihm  mit seinen Erfahrungen im Kampf gegen die Geister hilfreich zur Seite steht.  

 

Zu Beginn des Buches lernt man  erst einmal Johnny  kennen, dem erst nach und nach bewusst wird, was es bedeutet ein Geisterjäger zu sein. Bis es dann mit der Geisterjagd losgeht, hat man bestimmt schon ein Drittel des Buches gelesen. 

 

Die Beschreibung der alten Burg und der Moorlandschaft sind schon irgendwie unheimlich, da kann man sich so richtig schön gruseln. Johnny, der von seinen Mitschülern und auch von seiner Nanny schon ein wenig kritisch angeschaut wird, da er Geister sieht, machte von Anfang an einen sehr sympathischen Eindruck. Er ist ein toller, mutiger, neugieriger und aufgeschlossener  Protagonist und Erasmus, der sprechende Totenkopf, ist ein echter Knaller.  

 

Die Gestaltung des Buches finde ich super. Die leuchtend gelbe Schrift, deren Farbe sich auf den Seitenrändern wiederfindet, das hat etwas ganz Besonderes und ist ein toller Eyecatcher im Buchregal.

 

Überhaupt ist die gesamte Gestaltung toll gemacht, erst eine Bildergalerie, die einen direkt in die richtige Stimmung versetzt und anschließend eine Spinne, die von oben auf die Seite hinabkrabbelt. Außerdem gibt es noch viele unheimliche Illustrationen im Buch, das ist einfach klasse gemacht. Die Seitenzahlen in den kleinen Häuschen zu „verstecken“, war ein nettes i-Tüpfelchen, das die gesamte Gestaltung wunderbar abgerundet hat.

 

Den Schreibstil fand ich durch die viele direkte Rede sehr lebendig. Gruselig und spannend ist das Buch eine tolle Lektüre für Kinder, die beim Lesen gerne einen Nervenkitzel verspüren.  Neben unheimlichen und gespenstischen Begebenheiten gibt es auch viele humorvolle Stellen, so dass man ein wirklich abwechslungsreiches Leseerlebnis hat.

 

Ich habe das Buch mit meinen drei Kindern gelesen und hatte beim Lesen genauso viel Spaß wie meine Kids. Von uns gibt es eine Leseempfehlung für Kinder die Grusel und Spannung mögen und auch für erwachsene John Sinclair Fans. Auf den zweiten band sind wir schon sehr gespannt.

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41 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 33 Rezensionen

liebe, the romantics, roman, leah kohen, scheidung

The Romantics, oder wie Gael das mit der Liebe lernte

Leah Konen , Frauke Lengermann
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 25.08.2017
ISBN 9783736304956
Genre: Romane

Rezension:

„The Romantics, oder wie Gael das mit der Liebe lernte“ ist eine süße Liebesgeschichte der Autorin Leah Konen.

 

Bei dem 17-jährigen Gael läuft es gerade nicht ganz rund. Seine Eltern lassen sich scheiden und dann muss er auch noch zusehen, wie ihn seine Freundin mit seinem besten Freund betrügt.

 

Das ungewöhnliche und interessante an dem Buch ist, dass es aus der Sicht der Liebe erzählt wird.

Diese Perspektive hat Leah Konen ausgesprochen originell und sehr erfrischend umgesetzt.

Dabei ist die Liebe alles andere als perfekt und es  unterlaufen ihre immer wieder kleine Fehler. Über ihre sarkastischen Kommentare habe ich mich sehr amüsiert.

 

Das Buch beginnt mit dem kurzen Leitfaden, den Regeln der Liebe Diesen Einstieg in die Geschichte fand ich amüsant und sehr gelungen.

 

Der Schreibstil der Autorin ist locker und flüssig und führte dazu, dass ich durch die kurzen Kapitel nur so durchgeflogen bin.

 

Die vielen Charaktere der Geschichte werden gut gezeichnet und sind komplett unterschiedlich und von naiv über nerdig bis zu niedlich und frech war irgendwie alles dabei.  Sie wirken alle authentisch und handeln ihrem Alter entsprechend.  

 

Auch wenn die Liebesgeschichte nichts wirklich Neues war, hat mich die Geschichte überrascht, das Ende hatte ich so nicht vorhergesehen.

 

Mein Fazit:

Kurzweilige Unterhaltung, über die ich schmunzeln konnte und die mir beim Lesen Spaß gemacht hat. Allerdings ist es keines der Bücher aus denen ich viel mitnehme außer einen kurzweiligen Nachmittag, was ja auch schon eine Menge wert ist.

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49 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

4 sterne, naiv und unerfahren, hacker, erste liebe mit happy end, geheimbund

Soul Hunters

Gerd Ruebenstrunk
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Planet! ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 19.09.2017
ISBN 9783522505499
Genre: Jugendbuch

Rezension:

 „Soul Hunters“ ist ein spannender Jugendthriller von dem Autoren Gerd Ruebenstrunk.


Die 16-jährige Hannah hat ein Programm entwickelt, mit dessen Hilfe sie über das Internet den perfekten Partner beziehungsweise Seelenverwandten zu jeder Person finden kann.  Deshalb wird sie von einer undurchsichtigen Geheimorganisation verfolgt und befindet sich plötzlich in großer Gefahr. Der einzige, der ihr helfen kann ist Jona, ein Internatsschüler aus Brügge. Dieser wurde von dem Programm als Hannahs Gegenstück identifiziert. Schon bald befinden sich beide unter der Beobachtung  der  Geheimorganisation und es wird immer unklarer, wem sie trauen können und wem nicht….

 

Der Schreibstil von Gerd Ruebenstrunk ist flüssig und lässt sich leicht lesen. Ohne lange Vorreden war man direkt mitten im Geschehen und es wurde Spannung aufgebaut, die bis zum Ende anhielt. Das Buch ist in acht Tage und „Danach“ eingeteilt, so behält man zeitlich einen sehr guten Überblick. Die Protagonisten und ihre Gefühlswelt werden gut beschrieben. Jona erscheint anfangs ein wenig naiv, aber trotzdem sehr sympathisch.  Geschrieben wird im Wechsel aus Jonas und aus Hannahs Sicht, wobei Jonas einen deutlich größeren Anteil hat. Dadurch hatte man einen recht guten Einblick in die Gefühlswelt der Beiden. Es werden falsche Fährten gelegt und auch bei den Charakteren weiß man nie so genau, wem man nun trauen kann und wem nicht.

 

Den Handlungsort Brügge fand ich interessant. Eigentlich verbinde ich damit eher Romantik, Ruhe und ein überschaubares Treiben, da ist die Thematik ein krasser Kontrast. Die Beschreibungen der Stadt waren sehr detailliert und ich konnte mir alles gut vorstellen.

Die Ideen der Geschichte und die Mythen machen den Thriller zu einem spannenden Jugendbuch, das bis zum Ende rätseln lässt und überraschen kann. Das Ende kam ein wenig plötzlich und hätte aus  meiner auch noch ein paar Seiten mehr vertragen können.

 

Insgesamt war das Buch spannend, hatte eine interessante Thematik und hat meine drei Kinder – mit denen ich das Buch gemeinsam gelesen habe – gefesselt. Es wurden interessante Themen angesprochen, die sich wunderbar während und nach dem Lesen als Gesprächsgrundlage geeignet haben. Von daher empfehle ich das Buch gerne weiter.

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42 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 32 Rezensionen

krimi, drogen, witzig, humor, undercover

Mieze Undercover

Mina Teichert , Daniela Katzenberger
Geheftet: 320 Seiten
Erschienen bei Eden Books - Ein Verlag der Edel Germany GmbH, 03.11.2017
ISBN 9783959101394
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Mieze Undercover“ ist der erste Fall für Mieze Moll der Daniela Katzenberger Krimi-Edition von Mina Teichert.

 

Michaela Moll ist von ihrem Hausfrauenleben gelangweilt. Sie möchte mehr als nur Familie, Haushalt und Elternabende. Sie bewirbt sich bei der Polizei und wird als Bürokraft eingestellt. Schnell  mit Zufall, Glück und Können wird sie befördert und arbeitet als verdeckte Ermittlerin. Ihr erster Fall führt sie ins Rotlichtviertel. Mit viel Witz und Charme beginnt für Michaela – genannt Mieze – ein neues Leben zwischen Alltag und ihrem neuen Job, den es geheim zu halten gilt.

 

Der Schreibstil von Mina Teichert ist locker und leicht zu lesen. Die vielfach verwendete wörtliche Rede macht das Buch lebendig und – auch wenn es ein wenig überzogen ist – authentisch. Die Mischung aus Humor und Spannung ist gelungen. Ich habe während des Lesens mehrfach gelacht und mich gut amüsiert, fand die Geschichte zugleich aber auch spannend und war neugierig, was als nächstes passiert.

Sehr nett und treffend fand ich auch die 17 knackigen Kapitelüberschriften. Allein diese haben mich zum Schmunzeln veranlasst und zum Rätseln, was damit gemeint sein wird.

 

Das Cover des Buches – in rosa gehalten und mit Daniela Katzenberger – passt auch wunderbar. Daniela Katzenberger und Mieze  passen gut zusammen, das wirkt einfach stimmig.

 

Dieser humorvolle Krimi ist gute Unterhaltung, die sich schnell einfach so weg lesen lässt – flüssig. witzig, unkompliziert.

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291 Bibliotheken, 15 Leser, 0 Gruppen, 68 Rezensionen

fantasy, worte, magie, liebe, amy harmon

Bird and Sword

Amy Harmon , Corinna Wieja
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 26.10.2017
ISBN 9783736305489
Genre: Fantasy

Rezension:

„Bird and Sword“ ist der erste Band der Bird-and-Sword-Reihe der Autorin Amy Hamon.

 

Als kleines Mädchen muss Lark mitansehen, wie ihre vom König Mutter getötet wird, da diese angeblich Magie ausgeübt hat.  Eigentlich war es Lark, die mit ihren Worten auf ganz zauberhafte Weise Puppen lebendig gemacht hat. Mit letzter Kraft nimmt Larks Mutter ihr - um sie zu schützen - die Worte und Lark verstummt. Ziemlich einsam und von ihrem Vater ignoriert aber wohl behütet durch den Zwerg Boojohni wächst Lark in Covyn auf.

Dreizehn Jahre später taucht König Tiras dort auf und fordert Larks Vater auf ihm als Unterstützung im Kampf gegen die Volgar und zur Verteidigung des Reichs Jeru Soldaten zu schicken. Um dies sicherzustellen nimmt er Lark als Geisel mit. Schon bald entdeckt Lark, dass Tiras ein Geheimnis in sich trägt….

 

Der Schreibstil der Autorin ist leicht, einfach und gleichzeitig unglaublich poetisch. Berührt  und gespannt fliegt man durch die Seiten. Die Macht der Worte ist nicht nur ein Teil der Geschichte, sondern auch ein gut gewähltes Stilmittel von Amy Hamon.

 

Die Charaktere sind ungewöhnlich, jeder hat etwas Einmaliges mit liebenswerten und fragwürdigen Seiten. Lark ist trotz ihres Schicksals unglaublich stark und wirkt von Anfang an sympathisch. Tiras ist anfangs eher wortkarg und mürrisch, sein Verhalten rätselhaft, aber auch er ist im Laufe der Geschichte zu einem meiner Lieblingscharaktere geworden. Die Beziehung, die zarte Liebe, die sich zwischen den beiden entwickelt, hat etwas Zauberhaftes und Magisches.  

Gleichzeitig herrscht der Krieg gegen die Volgar, vor denen Jeru verteidigt werden muss und es kommt immer wieder zu spannenden und blutigen Szenen und Kämpfen. Neben der Verteidigung gegen die Volgar herrscht in Jeru großes Misstrauen gegenüber den Magischen, mit deren Ausrottung  Tiras Vater begonnen hat und das die Bevölkerung gerne fortgesetzt sehen möchte.

 Einige Szenen sind leider nur kurz angerissen worden und ich hätte gerne mehr Informationen gehabt, aber die wichtigen Dinge wurden alle zufriedenstellend aufgelöst und erklärt.

Besonders gut hat mir der Epilog gefallen, der dem Buch wirklich ein ganz zauberhaftes Ende verliehen hat und die Geschichte perfekt abgerundet hat.


Mein Fazit:

„Bird and Sword“ ist ein magisches Fantasybuch, das es versteht durch seine Worte zu fesseln und zu verzaubern. Ich bin gespannt auf Band zwei.

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(30)

37 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 32 Rezensionen

kalter krieg, agenten, spionage, spione, george smiley

Das Vermächtnis der Spione

John le Carré , Peter Torberg
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 13.10.2017
ISBN 9783550050121
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Das Vermächtnis der Spione“  ist der 9. Band der George-Smiley-Reihe von John leCarrè. Dieses Mal steht allerdings der ehemalige Assistent von dem bekannten  britischen Agent George Smiley im Mittelpunkt -  Peter Guillam.

 

Das Buch ist in sich abgeschlossen und kann auch ohne Vorkenntnisse der anderen gelesen werden. Aber ich denke man findet sich wesentlich schneller in die Geschichte hinein, wenn diese bekannt sind, da es immer wieder Bezüge zu vorherigen Handlungen gibt und bekannte Charaktere auftauchen.

 

1961 kamen zwei Agenten an der Berliner Mauer ums Leben. Über 50 Jahre später wollen die Kinder der Toten die Regierung verklagen, da sie der Meinung sind, das der britische Geheimdienst zu leichtfertig mit dem Leben ihrer Eltern umgegangen ist.

Peter Guillam lebt auf einem Bauernhof in der Bretagne und ist längst im Ruhestand. Dort erhält er - George Smiley nicht auffindbar ist - nun eine Vorladung nach London und soll sich zu der damaligen Operation Windfall äußern. Wird es nach so langer Zeit möglich sein, die wahren Hintergründe dessen, was geschehen ist, aufzudecken ?

 

Der Roman ist aus der Ich-Perspektive von Peter Guillam geschrieben und diese wird durch Briefe, Akten und Berichte aus der Vergangenheit ergänzt.

 

Wie auch in seinen vorherigen Büchern beschreibt der Autor komplexe Zusammenhänge authentisch und realitätsnah. Die Hintergründe der Geschichte werden schlüssig erklärt und die Charaktere werden sachlich und klar beschrieben. Ihre Handlungen sind nachvollziehbar.

 

Mich hat das Buch gefesselt und es ist für mich ein gelungenes Finale der  der George-Smiley-Reihe von John leCarrè.

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57 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 39 Rezensionen

krimi, tirol, joe fischler, alpenkrimi, bergthriller

Veilchens Rausch

Joe Fischler
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Haymon Verlag, 19.10.2017
ISBN 9783709978894
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Veilchens Rauch“ ist der vierte Alpenkrimi mit der LKA-Kommissarin Valerie Mauser von dem Autoren  Joe Fischer. Zum Verständnis der Handlung, sind keine Vorkenntnisse aus den vorherigen Bänden notwendig,  allerdings lassen sich dann teilweise die Handlungen und Verhältnisse zwischen den Charakteren besser einordnen.

 

Nach einem großen Fest der Immobilienfirma Tyrovalue auf der Innsbrucker Umbrüggler Alm wird die Bedienung Viktoria nach der Arbeit tot im Wald aufgefunden. Nachdem es zuerst nach einem Unfall aussah, wird schnell klar, dass mehr dahintersteckt und die Kommissarin Valerie Mauser  - genannt Veilchen - nimmt die Ermittlungen auf.

 

Veilchen ist eine Polizistin mit Ecken und Kanten. Mit ihrem blonden Afro-Look fällt sie auf, nimmt kein Blatt vor den Mund und tritt dadurch oft mitten ins nächste Fettnäpfchen.   Klug, mutig und mit unglaublichen Einfällen geht sie mit voller Überzeugung ihrer Arbeit nach.

 

Der Schreibstil von Joe Fischer ist locker und lässt sich angenehm leicht lesen. Die Kapitel sind kurz, so dass man immer versucht ist, noch schnell das nächste zu lesen und sich das Buch nur schwer aus der Hand legen lässt. Durch das Lokalkolorit entsteht ein ganz eigenes Flair, was mir gut gefällt.  Das Buch ist von Beginn an spannend und konnte mich bis zum Schluss überraschen, da sich das Ende nicht vorhersehen ließ. Trotz der Spannung und der ernsten Untertöne gibt es immer wieder Stellen zum Schmunzeln und Lachen. Besonders gut gefällt mir die „Souffleuse“, das kleine Teufelchen, das auf Valeries Schulter sitzt.

 

Insgesamt ist der vierte Band wieder ein rundum gelungener, spannender und unterhaltsamer Regionalkrimi, der den Vorgängerbänden in keiner Weise nachsteht. Ich freue mich schon jetzt auf den nächsten Band mit Valerie Mauser und gebe eine klare Leseempfehlung.

 

 

 

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274 Bibliotheken, 19 Leser, 1 Gruppe, 83 Rezensionen

snow, danielle paige, fantasy, schnee, magie

Snow

Danielle Paige , Anne Brauner , Eva Schöffmann-Davidov
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Thienemann ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 19.09.2017
ISBN 9783522202374
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Snow – Die Prophezeiung von Feuer und Eis“ ist eine fantasievolle, magische und auch überraschende Geschichte um die Protagonistin Snow von der amerikanischen Autorin DaniellePaige.

 

Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive von Snow als Ich-Erzählerin. Sie lebt seit ihrer Kindheit in einer Psychiatrie und wird gemeinsam mit anderen Kindern tagtäglich mit bunten Pillen versorgt, die sie ruhig stellen sollen. Ihr einziger Lichtblick ist Bale, ein Mitpatient für den sie starke Gefühle entwickelt. Nachdem Bale verschwunden ist, bricht für Snow eine Welt zusammen. Als dann des Nachts auch noch ein Junge zu ihr ans Bett tritt und ihr verkündet, dass sie die Eisprinzessin ist und die Psychatrie nicht der richtige Ort für sie ist, flieht Snow und begibt sich in die Welt von Algid – eine Welt voller Magie, unvorstellbaren Kräften und fantasievollen Wesen.  

 

Die Charaktere werden detailreich und liebevoll beschrieben. Leider bleibt Snow trotzdem schwer zugänglich und ich konnte ihr Verhalten nicht immer nachvollziehen. Mir fehlte die Entwicklung ihres Charakters im Laufe der Geschichte.

 

Die Welt von Algid mit ihren schillernden Bewohnern hat mir sehr gut gefallen. Hier steckten viele tolle Ideen der Autorin, aber ich hätte mir oft einfach noch ein wenig mehr gewünscht und mir ging es oft ein wenig zu schnell.  Insgesamt ist die Stimmung des Buches eher düster.

Leider sind mir die Charaktere durchweg ein wenig fremd geblieben und ich hätte mir ein wenig mehr Nähe und Tiefe gewünscht, damit ich den Roman nicht nur zu lesen, sondern ihn auch  erleben kann.

 

Das Cover ist einfach wundervoll und passend gestaltet.  Die Farben sind kühl und winterlich und das zarte blasse Gesicht mit den strahlenden blauen Augen und den roten Lippen, das sieht einfach wunderschön aus und entspricht dem Bild, das ich beim Lesen von Snow bekommen habe.

Auch die Kapitelanfänge mit den Ornamenten passen gut zu der Mischung aus Märchen, Fantasy und Magie.

 

Trotz der kleinen Kritikpunkte hat mich die Geschichte gefesselt und konnte mich überraschen.

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70 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 37 Rezensionen

meer, nordsee, liebe, trauma, ängste

Die Stille zwischen Himmel und Meer

Kati Seck
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 26.10.2017
ISBN 9783404175901
Genre: Romane

Rezension:

„Die Stille zwischen Himmel und Meer“ ist ein sehr emotionaler und berührender Roman von der Autorin Kati Seck.

 Edda kämpft mit ihrer Vergangenheit. Als Kind wurde sie entführt und über Jahre gefangen gehalten. Durch dieses Ereignis ist sie traumatisiert und hat Ängste. Sie fürchtet sich vor den Naturgewalten, dem Meer und dem endlosen Himmel. Mutig beschließt sie, sich dieser Angst zu stellen und fährt an die Nordsee. Durch einen Buchungsfehler der Vermieterin  ihrer Ferienunterkunft muss sie sich mit einem anderen Touristen – Sebastian - das Häuschen teilen. Auch Sebastian ist dem Leben nicht nur von der positiven Seite begegnet.

 Unglaublich einfühlsam und berührend schildert Kati Seck die Gefühle von Edda. Die Protagonisten Edda und Sebastian haben beide schon einiges durchgemacht. Beide kämpfen mit ihrer Vergangenheit auf ganz unterschiedliche Art und Weise.

 Die Beschreibungen der Umgebung und des Ferienhauses sind der detailreich und bildhaft, so dass man sich alles gut vorstellen kann. Aber auch das Meer, das Rauschen, die salzige Luft… ich hatte beim Lesen das Gefühl, als ob ich direkt dabei wäre.

Durch Rückblenden in die Vergangenheit erfährt man nach und nach mehr von Eddas Schicksal.

Es ist erschreckend und erschütternd zu lesen, was Edda passiert ist. Ihr Handeln und ihre Fahrt an das Meer, um sich von den Ängsten ihrer Vergangenheit zu stellen, ist unglaublich mutig und man spürt, dass Edda eine starke Persönlichkeit ist, die sich trotz ihrer Erfahrungen nicht unterkriegen lassen möchte und einfach nur leben möchte.

 Der Schreibstil der Autorin ist einfach nur wunderschön. Die Sätze sind poetisch und zwischen den Zeilen lassen sich eine Menge Botschaften entdecken.

 Das war eines der emotionalsten Bücher, die ich gelesen habe.

Die Gefühle von Edda sind so intensiv und ihre Probleme so authentisch dargestellt, dass ich mehr als einmal schwer schlucken musste und Mühe hatte weiterzulesen.

Das Buch enthält Höhen und Tiefen, ist spannend, traurig und faszinierend zugleich. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und fünf wohlverdiente Sterne.

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311 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 88 Rezensionen

psychothriller, mord, thriller, bruderschaft, jenny blackhurst

Die stille Kammer

Jenny Blackhurst , Anke Angela Grube
Flexibler Einband: 446 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 15.05.2015
ISBN 9783404172191
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Die stille Kammer“  ist das Debüt der Engländerin Jenny Blackhurst.

 Als Emma Cartwright beginnt Susan Weber nach drei Jahre Jahren in einer Psychiatrie ein neues Leben, da sie ihren drei Monate alten Sohn Dylon umgebracht hat. Kurz nach ihrer Entlassung erhält sie ein Foto eines kleinen Jungen und auf der Rückseite ist der Name ihres Sohnes vermerkt. Bei Susan kommen alle Erinnerungen wieder hoch und Susans Gedanken kreisen nur noch um eine Frage: Lebt Dylon noch ?

Der Schreibstil der Autorin ist angenehm flüssig und lässt sich leicht lesen. Die Geschichte hat zwei Handlungsebenen. Es wird im Wechsel aus Susans Sicht in der Ich-Perspektive und kurzen Flashbacks aus eine Eliteuniversität in England aus der Vergangenheit vor 25 Jahren geschrieben. Nach und nach kann man die Puzzleteile aus Vergangenheit und Gegenwart zusammensetzen. Die Verstrickungen und Manipulationen sind erschreckend.

 Susan wird sehr ausführlich beschrieben und macht im Laufe der Handlung eine erstaunliche Entwicklung durch. Anfangs wirkt sie sehr naiv, leichtgläubig und zurückhaltend, entwickelt aber einen erstaunlichen Kampfgeist.  Einige der Charaktere wirken ein wenig blass und ich hätte mir mehr Details und Tiefe gewünscht.

 Die einzelnen Kapitel sind kurz und so ist man immer versucht noch schnell das nächste Kapitel zu lesen, um mehr zu erfahren. Der Spannungsaufbau, der sich durch das Buch zieht und in der zweiten Hälfte richtig anzieht, ist gelungen.  Mehrfach hat mich die Autorin auf eine falsche Fährte geführt und das Ende hat mich überrascht.

 Insgesamt ist „Die stille Kammer“ eine spannender Psychothriller, den ich innerhalb kurzer Zeit gelesen habe und empfehlen kann.

 Lediglich der Titel ist ein wenig irreführend und hat sich mir bis zum Ende nicht erschlossen. Der Originaltitel  - „How I lost you“- wäre treffender gewesen.

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30 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

krieg, chor, singen, england, tagebuch

Der Frauenchor von Chilbury

Jennifer Ryan , Andrea O'Brien , Andrea Sawatzki , Elena Wilms
Audio CD
Erschienen bei Argon, 07.09.2017
ISBN 9783839815762
Genre: Romane

Rezension:

Die englische Autorin Jennifer Ryan beschreibt in  „Der Frauenchor von Chilbury“  eine bewegende Geschichte der Frauen zur Zeit des zweiten Weltkrieges in der Grafschaft Kent in England.

Das Buch besteht aus Briefen und Tagebucheinträgen der unterschiedlichen Charaktere.

 Nachdem die Auflösung des Kirchenchors bekannt gegeben wurde, da die männlichen Stimmen im Krieg sind, beschließen die Frauen einen Frauenchor zu gründen. In diesem treffen sehr unterschiedliche Charaktere aufeinander, die sich gegenseitig Halt geben und Mut machen. Die Musik und das gemeinsame Singen machen den Kriegsalltag und die Katastrophen, die sie Tag für Tag ertragen müssen erträglich.    

 Sehr bewegend und mit viel Einfühlungsvermögen beschreibt Jennifer Ryan die Situation der Frauen. Man erfährt einiges über die Frauenposition zur damaligen Zeit. Die Schicksale der Charaktere werden glaubhaft beschrieben, sie wirken authentisch und sind erschreckend. Die Verluste, den die Frauen durch den Krieg erfahren mussten, die Freundschaft die durch die gemeinsamen Nöte entstehen und die Stärke, die die Charaktere aufbringen werden nachvollziehbar dargestellt.

 Gelesen wird das Hörbuch von vier Sprecherinnen – Jasana Fritzi Bauer, Monika Oschek, Elena Wilms und Andrea Sawatzki – die die Protagonistinnen überzeugend wiedergeben. Zwischendurch werden auch immer wieder Szenen eines echten Chores eingespielt, was dieses Hörbuch wirklich zu einem besonderen Erlebnis macht und Gänsehaut hervorruft. Leider sind die Chorsequenzen sehr kurz und hätten für mich gerne länger sein dürfen

Das Hörbuch war ein Auszug aus dem Leben der Frauen. Es endet ein wenig plötzlich, was es einerseits authentisch macht, das Leben der Frauen geht weiter, aber auch einige Fragen offen lässt.

 Trotz des düsteren Themas ist es der Autorin gelungen die Lichtblicke der Frauen, den Trost und die Hoffnung, die sie im Singen finden gut zu vermitteln.

Ich kann das Hörbuch allen, die sich für das Leben der Menschen im zweiten Weltkrieg interessieren nur empfehlen.

  (7)
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122 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 71 Rezensionen

paris, die lichter von paris, eleanor brown, liebe, generationen

Die Lichter von Paris

Eleanor Brown , Christel Dormagen , Brigitte Heinrich
Flexibler Einband: 387 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 23.10.2017
ISBN 9783458363040
Genre: Romane

Rezension:

„Die Lichter von Paris“ ist ein historischer Roman in den 1920er Jahren der Autorin Eleanor Brown.

 Augenscheinlich führt Madeleine ein sorgenfreies Leben ohne finanzielle Probleme und mit einem erfolgreichen Geschäftsmann an ihrer Seite. Dennoch ist sie nicht glücklich. Neben gesellschaftlichen Verpflichtungen bleibt kein Platz für ihre Träume, Wünsche und Sehnsüchte, die sie in ihrer Ehe komplett zurückgestellt hat.

Als Madeleine auf dem Dachboden des Hauses ihrer Eltern die Tagebücher ihrer Großmutter Margie entdeckt, erfährt sie, dass sich als junge Frau ebenso eingeengt fühlte wie sie.  Während Madeleine sich gerne als Künstlerin verwirklichen möchte, war es Margies Traum zu schreiben und sie war um dies zu verwirklichen in den 1920er Jahren nach Paris gegangen. Durch die Tagebucheinträge von Margie ermutigt, beginnt Madelaine ihr Leben in die Hand zu nehmen.

 Die Geschichte wird  im Wechsel aus der Sicht von Margie und Madelaine beschrieben. Durch den Perspektivwechsel bleibt es durchweg interessant, da man immer wissen möchte, wie es an der anderen Stelle weitergeht.

 Die Charaktere werden sehr einfühlsam, authentisch und detailliert beschrieben. Madeleine ist selbstbewusst und liebenswürdig, wirkt aber  ein wenig schwerfällig, wenn es darum geht etwas zu verändern. Margie hat sich von ihrer – für Frauen in dieser Zeit – typischen  Zurückhaltung zu einer selbstbewussten emanzipierten Frau entwickelt.  

Der Schreibstil von Eleanor Brown ist flüssig und man kann sich alles gut vorstellen. Das Flair der 20-er Jahre in Paris und der dortigen Künstlerszene kam beim Lesen bei mir an.  Madelaines Suche nach sich selbst und die Parallelen zu Margie waren ebenso interessant wie die Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

 Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Sowohl die Thematik über Träume und Selbstverwirklichung als auch das Paris der 1920-er Jahre fand ich überzeugend dargestellt.

 

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31 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 25 Rezensionen

musik, liliane susewind, tiere, lieder, elefant

Liliane Susewind – Meine Songs

Tanya Stewner , Guido Frommelt , Tanya Stewner
Audio CD
Erschienen bei Argon Sauerländer Audio ein Imprint von Argon Verlag, 21.09.2017
ISBN 9783839841518
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Die CD „Liliane Susewind – Meine Songs“ ist ein tolles Musikalbum mit 15 Songs passend zu den 13 bisher erschienen Liliane Susewind Bänden und drei zusätzlichen Bonus-Tracks.

Die Autorin Tanya Stewner hat die Songs gemeinsam mit ihrem Mann Guido Frommelt geschrieben.

Gesungen werden die Tracks von namenhaften Musikern wie Yvonne Catterfield, Jasmin Tabatabai, Guildo Horn, Tom Beck und vielen mehr. Einer der Songs – Tigerdisco- wird sogar von Tanya Stewner selbst begleitet.

Wenn man die Lilli-Bücher kennt, ist die CD eine schöne Reise durch vergangene Lesestunden. Kein Song ähnelt dem anderen und von Rock, Pop, Reggae, Swing bis zur Ballade ist alles dabei. Einige der Melodien sind mitreißend und eingängig und gehen direkt vom Ohr bis in die Füße. Aber auch die ruhigen Songs sind einfach wundervoll. Berührend und gefühlvoll treffen sind sie einfach nur wunderschön.

 Das Cover der CD ist einfach typisch Lilli. Die Farben sind frisch und machen gute Laune. Die bunten Sterne auf dem gelben Hintergrund passen einfach gut und wirken stimmig.

Auch das Textbuch ist wundervoll gestaltet und mit dessen Hilfe kann man direkt mitsingen. Aber auch ohne sind die klaren Stimmen der Sänger gut zu verstehen.

Hier ist wirklich für jeden Geschmack und jede Stimmung etwas dabei und es ist ein wundervolles Album für kleine Musikfans.

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25 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 22 Rezensionen

kinderbuch, hilflos, freundschaft, ab 8 jahre, mädchenbuch

Bluma und das Gummischlangengeheimnis

Silke Schlichtmann , Ulrike Möltgen
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 24.07.2017
ISBN 9783446257016
Genre: Kinderbuch

Rezension:

„Bluma und das Gummischlangengeheimnis“ ist ein wundervolles Kinderbuch über wichtige Themen wie Freundschaft, Familie, Vertrauen und Verrat der Autorin Silke Schlichtmann.

Auf dem freundlich hell gestaltetem Cover, sieht man eine nachdenkliche Bluma und in rot die im Titel benannte Gummischlänge. In dem Buch  gibt es zahlreiche liebevoll gestallte Illustrationen von Ulrike Möttgen, die das Leseerlebnis perfekt abrunden.

 In 17 kurzen Kapiteln erfährt man einiges über Blumas Leben, ihren Alltag, ihre Nöte, Ängste und Hoffnungen.

Bisher war in Blumas Leben alles wunderbar. Sie hat in Rosa eine tolle Freundin und versteht sich wunderbar mit ihrer Nachbarin Alice. Aber dann bekommt sie eine fünf in Mathe und muss feststellen, dass Rosa, den Hund Flocki, den sie furchtbar gerne haben möchte, diesen ebenso genauso gerne haben möchte. Außerdem verreist dann noch ihre Mama und Bluma begeht eine Dummheit, die ihr keine Ruhe mehr lässt…    

Geschrieben ist die Geschichte aus der Perspektive von Bluma. Das macht es sehr einfach siech direkt in Blumas Situation hineinzuversetzen. Der Schreibstil ist flüssig und einfach gehalten, also perfekt für die Zielgruppe. Die Charaktere werden auf sehr und lebendig beschrieben. Man muss Bluma mit ihren Ängsten und Nöten einfach mögen. Sie war uns von Anfang an sympathisch. Ihre Gedanken und Gefühle lassen sich gut nachvollziehen und man kann ihr schlechtes Gewissen spüren. Sie sucht nach Lösungen und entdeckt nicht, dass es am einfachsten wäre einfach einmal miteinander zu reden.

Aber das Buch besteht nicht nur aus Blumas Problemen. Es gibt auch viele humorvolle und witzige Stellen.

Durch das Buch wurden wir nicht nur gut unterhalten, sondern konnten auch eine Menge mitnehmen. Die Botschaften über Freundschaft und Vertrauen werden für Kinder gekonnt vermittelt und  auch an die Eltern gibt es einen dezenten Hinweis, wie wichtig es ist seinen Kindern zuzuhören und auf ihre Fragen einzugehen.

 „Bluma und das Gummischlangengeheimnis“  ist ein wunderbares Kinderbuch, dass sich hervorragend zum gemeinsamen Lesen und Lachen eignet. Die fantasievollen Ideen und Erlebnisse von Bluma sind spannend  und einfallsreich. Insgesamt ist es eine tolle Geschichte mit einer süßen und sympathischen Protagonisten von der meine Töchter und ich gerne noch weitere Erlebnisse lesen würden.

 

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46 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

freundschaft, japan, insel, ziegen, käse

Die Insel der Freundschaft

Durian Sukegawa , Luise Steggewentz
Fester Einband: 348 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 19.09.2017
ISBN 9783832198619
Genre: Romane

Rezension:

„Die Insel der Freundschaft“ ist – nach Kirschblüten und rote Bohnen“ das zweite Buch, das ich von dem japanischen Autoren Durian Sukegawa gelesen habe.  

 Im Mittelpunkt der Geschichte steht der 28-jährige Ryosuke. Nachdem er seine Arbeit als Koch verloren hat, will er als Bauarbeiter auf der japanischen Insel Aburi  mitten im pazifischen Ozean arbeiten. Auf dem Weg dorthin lernt er Kaoru und Tachikawa kennen, die ebenfalls auf der Insel arbeiten wollen.  Die Einheimischen der Insel blicken ihnen mit Misstrauen entgegen. Die Arbeit ist hart und während es für Kaoru und Tachikawa lediglich ein Übergangsjob ist, hofft Ryosuke etwas über seine Vergangenheit zu erfahren, da er hofft auf den Mann zu treffen, von dem seine Mutter ihm so viel erzählt hat.

Da Ryosuke  - wie sein Vater – mit der Herstellung von Ziegenkäse beginnt, erfährt man neben seiner Geschichte viele interessante Details über die Herstellung von Käse.

 Es sind nur einige wenige Charaktere für dieses Buch notwendig. Letztendlich lebt es von Ryosuke , Kaoru und Tachikawa, Hashi – bei dem die drei unterkommen – den Einheimischen und dem Vorsitzenden der Inselbevölkerung.  Obwohl man im Laufe der Geschichte einiges über sie erfährt, hatte ich leider durchweg ein distanziertes Gefühl zu ihnen.  

Neben dem Zwiespalt d er Inselbewohner zwischen Innovation und Tradition, sind viele Botschaften zwischen den Zeilen versteckt.  Es geht um Freundschaft und den Mut, den man benötigt Altes hinter sich zu lassen, um einen Neubeginn zu wagen und seine Bestimmung zu finden.

 Beeindruckend und poetisch erzählt Durian Sukegawa die Geschichte von Ryosuke. Der Schreibstil des Autoren ist ruhig und er nimmt einen mit auf die Insel, lässt die Bilder vor den Augen des Lesers lebendig werden. Besonders beeindruckt hat mich die Beschreibung des Taifuns, der die Insel heimsucht.

Mir gefiel das Buch. Es ist eine ruhige Geschichte, die zum Nachdenken anregt und wer sich von der Begeisterung für Ziegenkäse anstecken lassen möchte, liegt hier genau richtig.

Das Ende war in sich rund, lässt aber einige Fragen offen. Mich hat das Buch bewegt und ich hätte mir lediglich einige Antworten mehr gewünscht.   

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(23)

31 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 21 Rezensionen

verrat, liebe, trauer, missbrauch, hass

Verrat

Jessica Schulte am Hülse
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Blessing, 18.09.2017
ISBN 9783896675941
Genre: Romane

Rezension:

In ihrem Buch „Verrat. Sieben Verbrechen an der Liebe“   beschreibt die Autorin Jessica Schulte auf erschreckende Weise Schicksale, in denen Menschen verraten, verletzt und/oder zerstört wurden.  

 In jeder der sieben Geschichte geht es um eine Beziehung zwischen zwei oder mehr Menschen. Beziehungen, die nicht funktioniert haben und die kein gutes Ende nehmen.

 Dabei ist es erschreckend, dass einem stückweise Verhaltensmuster ansatzweise bekannt vorkommen und einem wird bewusst, wie nah und alltäglich unglückliche Beziehungen sind.

 Jede Geschichte steht für sich und keine ähnelt der anderen.

Der Schreibstil von Jessica Schulte ist klar und distanziert, weckt aber Emotionen.

Mehrfach war ich einfach nur entsetzt und fassungslos.

Dieses Buch kann man nicht in einem Rutsch durchlesen.

Vielmehr muss man jede Geschichte für sich nehmen und auf sich wirken lassen.

Man bekommt schonungslose Realität, die zum Nachdenken anregt und die man nicht so schnell vergisst. Gerne hätte ich bei einigen Schicksalen noch einen Blick in die Zukunft erhalten, aber diese bleibt den Gedanken des Lesers überlassen.

 Fazit:

Ein Buch zum Nachdenken, das nachwirkt.

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65 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 44 Rezensionen

alkoholsucht, nachtlichter, natur, meer, sucht

Nachtlichter

Amy Liptrot , Bettina Münch
Fester Einband
Erschienen bei btb, 09.10.2017
ISBN 9783442757336
Genre: Biografien

Rezension:

„Nachtlichter“ ist das gelungene Debüt und eine Autobiographie der Journalistin Amy Liptrot.

Mit Anfang 30 kehrt Amy Liptrot zurück auf die Orkney Islands.  Dort - am Rande von Schottland -ist sie aufgewachsen. Das Land ist rau und dünn besiedelt.

Ihre Kindheit war nicht immer einfach. Ihr Vater kam mehrfach in eine Klinik, da er unter einer Depression leidet und so musste sich ihre Mutter alleine um sie, ihren Bruder und den Hof kümmern.  Schon früh verlässt Amy ihre Heimat und geht nach London um dort das Leben einer Großstädterin zu führen. Dabei kommt sie mit Alkohol und Drogen in Kontakt.  Am Ende angekommen, kehrt sie nach einem Entzug  in ihre Heimat zurück und lernt diese neu kennen und schätzen…

 Der Schreibstil der Autorin ist bildgewaltig und regelrecht atemberaubend. Die detailreichen Beschreibungen der Landschaft, der Menschen und der Witterung der Orkney Islands, die Kraft einer einzigartigen mir bisher fremden Landschaft wurde vor meinen Augen lebendig.

Amy begegnet - nach ihrer Rückkehr aus London - dieser Natur mit offenen Augen. Auf sich allein gestellt, findet sie Kräfte in sich, die ihr helfen den Kampf gegen die Alkoholsucht zu gewinnen. Willensstark und mit unglaublich viel Durchhaltevermögen bringt sie ihr Leben wieder unter Kontrolle, findet ihren eigenen Rhythmus und zu neuer Stabilität in ihrem Leben.  Offen und berührend erzählt die Autorin von ihren Gefühlen. Ich habe beim Lesen mit  Amy gelitten.

 Das Buchcover hat meinen Blick sofort gefangen, die Blautöne sind ein toller Eyecatcher und es passt ausgesprochen gut zum Inhalt des Buches.  

 Mich hat die Autobiographie der Journalistin gefesselt und die Natur der Orkney Inseln beeindruckt. „Nachtlichter“ ist ein packendes Leseerlebnis, das ich gerne weiterempfehle.

 

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