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111 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 46 Rezensionen

schottland, liebe, claudia winter, glückssterne, hochzeit

Glückssterne

Claudia Winter
Flexibler Einband: 420 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 12.12.2016
ISBN 9783442485437
Genre: Liebesromane

Rezension:

Mich hat das Buch „Glückssterne“ von Claudia Winter als Hörbuch gelesen von Jessica Schwarz ausgesprochen gut unterhalten.

Die erfolgreiche Anwältin Josefine weiß genau, was sie vom Leben erwartet: Karriere, Heirat, Kinder. Nachdem ihre Cousine Charly vor ihrer Hochzeit mit einem Straßenmusiker nach Schottland durchbrennt und den Familienring mitnimmt, verweigert Josefines Großmutter ihre Zustimmung zu Josefines Hochzeit, da alle Ehen, die ohne diesen Ring geschlossen wurden, innerhalb kurzer Zeit scheiterten. Kurzentschlossen reist Josefine mit ihren beiden Zwillingstanten Charly hinterher. Es beginnt ein ungewöhnlicher und amüsanter Roadmovie quer durch Schottland, bei dem Josefine den Schotten Aidan kennenlernt der ihr Leben total auf den Kopf stellt.

Die Charaktere des Buches werden wundervoll beschrieben. Sie wirken authentisch und sympathisch. Josefine durchlebt eine tolle Entwicklung weg von der durchstrukturierten Anwältin zur verliebten, lebenslustigen jungen Frau, die auf ihr Herz hört. Ihre starrköpfigen Zwillingstanten sind einfach amüsant und witzig.

Durch die detailreiche Beschreibung von Schottland konnte ich mir alles gut vorstellen und fand es einfach alles bildhaft vor Augen zu haben. Ich hatte zwischendurch schon fast den Eindruck den Regen zu riechen.

Ich mag Jessica Schwarz als Hörbuchsprecherin ausgesprochen gerne und es ist ihr wieder einmal gelungen mich durchgehend zu fesseln ohne das meine Gedanken weggewandert sind (und das bei 567 Minuten Hörvergnügen). Sie hat ihre Stimme für die unterschiedlichen Charaktere wunderbar verändert, so dass jeder sein eigenes „Gesicht“ bekam.

Mir hat das Hörbuch von der ersten bis zur letzten Minute ausgesprochen gut gefallen, ein leichter und humorvoller Roman, bei dem man sich so richtig schön wegträumen kann.

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40 Bibliotheken, 14 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

erziehung, kinder, ratgeber, trias, bindung;

Erziehen ohne auszurasten

Sheila McCraith
Flexibler Einband: 212 Seiten
Erschienen bei TRIAS, 22.02.2017
ISBN 9783432101699
Genre: Sachbücher

Rezension:

Den Aufdruck „30 Tage, die Ihr Leben – und das Ihrer Kinder – verändern!“  auf dem Buch „Erziehen ohne auszurasten“ der Autorin Sheila Mccraith fand ich sehr ansprechend und ich war sehr gespannt auf das „Orange Rhino-Programm“. Da die Autorin selbst Mutter von vier Söhnen ist, konnte ich zumindest sicher sein, dass sie weiß, wovon sie spricht und ihr klar ist, wie schwierig es sein kann ruhig und gelassen zu bleiben.

Sehr angenehm fand ich, dass das Buch ist in 30 Tage eingeteilt sind. Ein Abschnitt ist also zeitlich gut neben Kinder, Job und Haushalt lesbar, ohne dass man das Gefühl hat, dass einem Zeit fehlt, was dann wieder leicht dazu führt, dass man nervös und gereizt zum grauen Nashorn wird.  

In dem 30-Tage-Programm erfährt man, um welche Auslöser es sich handeln kann, die einen dazu bringen gereizt zu reagieren und wie man am besten damit umgeht. Es wird einem bewußt, warum man schreit / ausrastet und was man machen kann, um dies zu vermeiden. Ein Perspektivwechsel kann beispielsweise die Situation ganz anders erscheinen lassen.

Für jeden Tag gibt es tolle Tipps und interessante und schöne Sprüche. Überhaupt ist das Buch sehr ansprechend und übersichtlich gestaltet. Die vielen orangen und pinken Abbildungen haben bei mir für ein gute Laune und dafür, dass ich das Buch immer wieder gerne zur Hand genommen habe, gesorgt.

Sehr gut gefallen hat mit auch das Orange Rhino Trigger-Arbeitsblatt, mit dem man sich die Situation bewusst machen kann, was ist passiert, was war der Grund, wie ging es mir, was habe ich gemacht, was haben die Kinder gemacht und was hätte ich anders machen können  .

Auch die Zusammenfassung am Ende des Buches finde ich sehr gelungen, um sich das Wichtigste noch einmal ins Gedächtnis zu rufen.

Der Ratgeber enthält viele hilfreiche Hinweise, lässt sich leicht lesen und konzentriert sich auf das Wesentliche. Ich kann ihn nur empfehlen, da ich viele interessante Informationen für mich und den Alltag mit meinen Kids mitnehmen konnte.


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21 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 20 Rezensionen

lebensweisheiten, japan, glück, hundertjährige, héctor garcía

Ikigai: Gesund und glücklich hundert werden

Francesc Miralles , Héctor García (Kirai)
E-Buch Text: 224 Seiten
Erschienen bei Ullstein eBooks, 10.03.2017
ISBN 9783843715607
Genre: Sonstiges

Rezension:

In dem Buch „Ikigai: Gesund und glücklich hundert werden“ der Autoren Francesc Miralles  und Hector Gracia geht es – wie der Titel bereits sagt - um das Ikigai, das jeder Mensch hat.

Das Ikigai ist gleichbedeutend mit dem Sinn des Lebens, den es zu erforschen gilt, um ein ausgeglichenes und zufriedenes Leben führen zu können.

Das Buch besteht aus Ratschlägen zum Thema Achtsamkeit, Tipps, wie man Stress reduzieren kann, diversen Therapieformen, netten Anekdoten und vielen interessanten Interviews mit Einwohnern der japanischen Insel Okinawa, auf der die meisten Hundertjährigen leben.  Darin kann man eine Menge Inspirationen finden, wie man sein eigenes Leben ändern und sein Bewusstsein für das Wesentliche schärfen kann.  Es gibt viele unterschiedliche Informationen und Anregungen, von denen ich nicht alle überzeugend fand und auch nicht wirklich alle neu waren. Aber ich denke, dass es auch nicht darauf ankommt, dass man mit jedem Ansatz 100%ig übereinstimmt, sondern vielmehr einen Weg zu finden, sein eigenes Ikigai zu entdecken.  

Durch den Extraeinband und ein Lesebändchen wirkt Gestaltung des Buches sehr hochwertig. Die beiden Fische auf dem Cover finde ich passend gewählt, da sie direkt einen Hinweis auf den japanischen Ursprung des Ikigais geben.

Insgesamt fand ich dieses interessant geschriebene Sachbuch durchaus unterhaltsam und leicht zu lesen. Wer gesund und glücklich alt werden möchte, wird sicherlich einige interessante Ratschläge für sich entdecken können.

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105 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 57 Rezensionen

marmelade, trauer, familie, einkochen, anne töpfer

Das Brombeerzimmer

Anne Töpfer
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 10.03.2017
ISBN 9783548613178
Genre: Romane

Rezension:

Bei dem Buch „Das Brombeerzimmer“ von Anne Töpfer ist mir zuerst das Cover ist Auge gefallen. Die Farben sind toll aufeinander abgestimmt und Titel und Cover passen gut zusammen. Fruchtige Brombeeren und hübsche Macarons sind abwechselnd in matten und glänzenden Elementen abgebildet.

In dem Buch geht es um Nora. Sie liebt es Marmelade für ihren Ehemann Julian zu kochen. Als Julian plötzlich und für Nora vollkommen unerwartet stirbt, ist sie verzweifelt. Nachdem sie einen Brief von Julians Großtante Klara findet, indem er sich nach einem Familienrezept für Brombeermarmelade erkundigt hat, nutzt Nora die Gelegenheit dem Alltag zu entfliehen und macht sich auf den Weg zu Klara. Dort findet sie einen Marmeladenkeller voller Geheimnisse und erfährt, wer Julians Großtante wirklich ist…

Die Charaktere sind liebvoll und einprägsam beschrieben. Man spürt die Verzweiflung und Trauer der Protagonistin Nora und kann mit ihr mitfühlen. Ihre Freundin Katharina, ihre Mutter und auch Julians Eltern sind stets für sie da und versuchen zu helfen. Mit der Großtante lernen wir ein echtes Unikat kennen und Noras neue Freundin Mandy bringt noch einmal frischen Schwung in die Geschichte.   

Der Schreibstil von Anne Töpfer ist flüssig und lässt sich angenehm leicht lesen. Schon nach den ersten Seiten ist man mitten im Geschehen.

Im Buch findet man passend zur Handlung sieben wunderbare Rezepte, wie z.B. „Brombeerkonfitüre mit Lavendelblüten“ und „Holunderblütengeele“,  die ich am liebsten direkt ausprobiert hätte.

Die Geschichte ist sehr berührend und emotional mit Charakteren, die mir von Anfang an sympathisch waren und authentisch dargestellt wurden. Es geht um Liebe, Freundschaft, Familie und Verlust.

„Das Brombeerzimmer“ ist ein zauberhaftes Buch mit liebenswerten Charakteren, das mich zum Lachen und zum Weinen gebracht hat und bis zum Schluss Überraschungen parat hält.

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57 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 38 Rezensionen

scheidung, liebe, schwangerschaft, 2017, franka bloom

Anfang 40 - Ende offen

Franka Bloom
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 17.02.2017
ISBN 9783499272929
Genre: Liebesromane

Rezension:

Amüsant !

Der Roman “Anfang 40 - Ende offen” von der Autorin Franka Bloom ist kurzweiliger und unterhaltsamer Lesestoff.

Die 46-jährige Vera ist so gut wie geschieden und ihre 18-jährige Tochter Greta steht kurz vor dem Abitur. Sie freut sich auf ein neues Leben, in dem sie frei und ungebunden ist. Aber wie so oft im Leben, kommt alles anders als geplant. Ihr Noch-Ehemann Sven will nicht loslassen, Greta möchte noch nicht ausziehen und dann lernt Vera auch noch den 14 Jahre jüngeren Paul kennen…

Die Geschichte lebt von ihren sehr unterschiedlichen und extremen Charakteren. Vera ist ziemlich überdreht aber liebenswert und teilweise sehr unschlüssig, während ihre Tochter für ihr Alter sehr ausgeglichen und cool wirkt. Veras Freunde sind Freunde, wie man sie sich wünscht. Im Notfall immer zur Stelle.
Sven durchlebt im Laufe der Handlung eine erstaunliche Wandlung und Paul bringt einfach nur eine Menge Chaos mit sich.
Alle Personen haben ihre Stärken und Schwächen und wirken dadurch durchaus authentisch.

Der Schreibstil von Franka Bloom ist locker und leicht zu lesen. Vieles ist stark übertrieben und dabei ausgesprochen amüsant. In dem Buch werden viele verschiedene Themen angesprochen und man kann sich überlegen, ob man die Suche nach seinen eigenen Zielen und Träumen und das Älter werden noch einmal überdenkt. Deutlich wird auch, dass jedes Alter seine eigenen Herausforderungen mit sich bringt.

Aber in erste Linie ist der Roman kurzweilige und abwechslungsreiche Unterhaltung, die mich mehrfach hat schmunzeln lassen und die man einfach so „weglesen“ kann.

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125 Bibliotheken, 13 Leser, 0 Gruppen, 42 Rezensionen

glühbirne, edison, westinghouse, stromkrieg, erfinder

Die letzten Tage der Nacht

Graham Moore , Kirsten Riesselmann
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.02.2017
ISBN 9783847906247
Genre: Romane

Rezension:

„Die letzten Tage der Nacht“ des Autoren Graham Moore ist ein gut recherchiertes, interessantes und unterhaltsames Buch über die Erfindung der Glühbirne.

Der Roman beginnt 1888 in New York. Der junge Rechtsanwalt Paul Gravath bekommt sein erstes eigenes Mandat. Dabei geht es um eine Auseinandersetzung zwischen George Westinghouse und Thomas Edison. Für Paul ist dieser Fall die Chance sich einen Namen zu machen. Sein Klient George Westinghouse befindet sich mit Thomas Edison im Patentrechtsstreit um die Erfindung der Glühbirne. Es geht um Milliarden Dollar und die Existenz von Westinghouse. Edison scheint übermächtig zu sein und überall Verbündetet zu haben. Festentschlossen beginnt Paul mit seiner Verteidigung auf deren Weg er mehrfach moralisch fragwürdige Aktionen begeht. Dabei erlebt man seine Entwicklung vom naiven jungen Anwalt zu einem echten Kämpfer.  

Jedes Kapitel des Buches beginnt mit einer treffenden Überschrift und einem dazu passendem Zitat einer bekannten Persönlichkeit aus dem Bereich der Erfinder und Wissenschaftler.  

Der Schreibstil des Autoren ist sehr sachlich und wenig emotional. Dennoch gelingt es ihm seine Charaktere so gut zu beschreiben, dass man ihr Handeln nachvollziehen und sich in sie hineinversetzen kann. Viele der Figuren sind  bedeutende historische Persönlichkeiten, die sich in der Geschichte um die Elektrizität einen Namen gemacht haben. Neben Westinghouse und Edison erfährt man auch eine Menge über  Nikola Tesla, dessen Ideenreichtum unerschöpflich zu sein scheint.

Bei der Handlung des Buches hat sich Graham Moore an realen Ereignissen orientiert. In seinem Nachwort erhält man ausführliche Informationen dazu, an welcher Stelle er diese ein wenig abgewandelt bzw. die zeitliche Reihenfolge ein wenig verändert hat. Diese Mischung aus Fakten und Fiktion fand ich ausgesprochen unterhaltsam und spannend.

Sehr gut gefallen hat mir auch die verständliche Darstellung von wissenschaftlichen Grundlagen der Elektrizität. Auch ohne  Vorkenntnisse werden hier z.B. die Unterschiede zwischen Gleich- und Wechselstrom einfach und verständlich vermittelt.

Für mich war das Buch ein echtes Highlight. Interessant und spannend liest sich die Geschichte um den Patentrechtsstreit und vermittelt unterhaltsam Fakten aus der Geschichte und der Wissenschaft.

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63 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 51 Rezensionen

abenteuer, fantasy, freundschaft, magie, jugendbuch

Saint Lupin´s Academy 1: Zutritt nur für echte Abenteurer!

Wade Albert White , Ulrike Köbele , Timo Grubing
Fester Einband
Erschienen bei Planet! ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 16.02.2017
ISBN 9783522505437
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Ich habe das Buch „Saint Lupin`s Academy – Zutritt nur für echte Abenteurer!“ von Wade Albert White gemeinsam mit meinen drei Kindern gelesen. Das Cover hat uns direkt angesprochen.  Magisch und bunt sieht man die Protagonisten und es wird direkt deutlich, dass sie in so einige brenzlige Situationen kommen könnten. Toll fanden wir auch die reliefartige Schrift, in der sich der Titel von dem Cover abhebt. Sehr gespannt haben wir mit dem phantasievollen Debütroman des Autoren begonnen.

Die beiden Freundinnen Anne und Penelope sind Waisenkinder und leben im  Saint Lupin's Waisenhaus, in dem das Leben alles andere als angenehm ist. Mit 13 Jahren können die Kinder das Waisenhaus verlassen. Aber als Anne 13 wird, will die Oberin sie nicht gehen lassen und ab da beginnen die Ereignisse sich zu überschlagen…. Es stellt sich heraus, dass Anne auserwählt ist innerhalb kürzester Zeit eine Prophezeiung zu lösen, von der eine Menge abhängt und das nicht nur für Anne. Gemeinsam mit ihrer Freundin Penelope und dem Zauberer Hiro begeben sie sich in dieses Abenteuer und erleben gefährliche und bedrohliche Situationen….   

Der Schreibstil des Autoren ist sehr lebendig, phantasievoll, bunt und magisch, man lernt vollkommen neue Orte und Kreaturen kennen. Beim Lesen entstehen unweigerlich die tollsten Bilder im Kopf der Leser. Oft überschlagen sich die Ereignisse und wir mussten nochmals zurückblättern damit uns keine wichtige Einzelheit entging.

Neben Anne, Penelope und Hiro, die ein tolles Team bilden, gab es viele weitere interessante Charaktere, die allerdings eher im Hintergrund blieben.  Auch über Hiro hätten wir gerne mehr erfahren.

Für Fans von magischen Fantasy-Geschichten mit kreativen Ideen und Figuren ist dieses Buch genau der richtige Lesestoff. Die Spannung wird durchgehend gehalten und man legt das Buch nur ungern aus der Hand. Neben Spannung gibt es aber auch zahlreiche Stellen an denen man lachen kann. Von mir und meinen drei Mitlesern gibt es eine Leseempfehlung. Wir waren von der Geschichte begeistert  und wir würden gerne weitere Abenteuer aus der  Saint Lupin`s Academy lesen.

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48 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 27 Rezensionen

wörter, worte, kinderbuch, sprache, kinder

Die Händlerin der Worte

Thomas Lange , Claude Theil , Sanna Wandtke
Fester Einband: 128 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 24.01.2017
ISBN 9783473369508
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Das Buch „Die Händlerin der Worte“ von den Autoren Thomas Lange und Claude Theil ist ein wundervolles Kinderbuch zum Thema Wörter.

Mich hat das Cover des Buches direkt angesprochen. Der feste Einband ist stabil, es fühlt sich  hochwertig an und ist mit vielen bunten Details liebevoll gestaltet.  So bekommt man direkt eine gute Vorstellung von den Protagonisten des Buches.

Auf dem Markt wurde der Händlerin der Worte eine Kiste mit wichtigen Wörtern gestohlen.  Sie handelt mit liebevollen, charmanten und freundlichen Wörtern, die das Leben miteinander netter machen. Die beiden Geschwister Jonas und Leonie, die dies mitbekommen habe, versuchen der Händlerin bei der Suche nach den gestohlenen Worten zu helfen.  Es beginnt eine aufregende Suche, bei der ein Mann, der ebenfalls mit Wörtern handelt unter Verdacht gerät. Seine Wörter sind im Gegensatz zu denen der Händlerin nicht nett, lieb und freundlich, sondern verletzend. Schon bald macht sich das Fehlen der Worte bemerkbar und der Umgang der Menschen untereinander wird verletzend und beleidigend.

In diesem Buch wird deutlich wie wichtig nette Wörter sind und wie unfreundlich der Umgang untereinander wird, wenn diese fehlen.  Auf kindgerechte Weise wird die Macht der Worte deutlich und die Folgen, wenn wir nicht achtsam damit umgehen.
In dem Buch sind viele liebevoll gestaltete Illustrationen zu finden, die das Geschriebene auflockern.

Empfohlen wird das Buch ab 10 Jahren. Aber ich denke, dass es auch durchaus schon für jüngere Leser geeignet ist, da der Schreibstil flüssig und unkompliziert ist und die Botschaft auch schon für Kinder im Grundschulalter wichtig ist.

Mein Fazit:

„Die Händlerin der Worte“ ist ein wundervolles Kinderbuch, das eine wichtige Botschaft einfach und unterhaltsam verpackt, da den Kindern kindgerecht vermittelt wird, wie das Zusammenleben auf einfache Art und Weise besser funktioniert.



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80 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 48 Rezensionen

holocaust, 2. weltkrieg, konzentrationslager, geschichte, polen

Der letzte Überlebende

Sam Pivnik , Ulrike Strerath-Bolz
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Theiss, Konrad, 01.03.2017
ISBN 9783806234787
Genre: Biografien

Rezension:

In dem Buch „Der letzte Überlebende“ schildert der Autor Sam Pivnik seine eigene Lebensgeschichte.

Auf dem Cover sieht man einen kleinen Jungen in einem gestreiften Häftlingsanzug vor einem düsteren Hintergrund. Im Zusammenhang mit dem Titel, ist einem eigentlich sofort klar, worum es in diesem Buch geht.

Aufgewachsen ist Sam als Szlamek gemeinsam mit seinen Geschwistern in dem kleinen oberschlesischen Städtchen Bedzin.
Mit 13 Jahren erlebt er, wie die Nazis in Polen einmarschieren. Dadurch ändert sich sein Leben grundlegend.
Nachdem seine Familie anfangs noch versucht, sich zu verstecken, geben sie dies irgendwann auf, werden nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.
Er selber entgeht dem Tod immer wieder, muss zunächst in Auschwitz später in Fürstengrube arbeiten und erlebt Unvorstellbares und Unmenschliches.

Obwohl man weiß, was damals passiert ist, ist die aus der Ich-Perspektive geschriebene Geschichte von Sam schockierend, ergreifend und zutiefst berührend.  Man fragt sich unweigerlich wie ein Mensch das ertragen kann und es schafft damit weiterzuleben.  Der Autor schreibt, dass ihn die Erinnerungen an die schönen Erlebnisse vor dieser Zeit die Kraft gegeben haben,  dies durchzustehen.

Der flüssige Erzählstil und die Neugierde  wie es in Sams Leben weitergeht, lässt einen immer weiterlesen. Die vielen Fakten machen einem durchgehend  bewusst, dass es sich um ein authentisches Buch handelt. Die Fotos in der Mitte des Buches verdeutlichen dem Leser nochmals, dass es sich um die Geschichte unseres Landes handelt und nicht um Fiktion.

Sams Autobiografie ist wirklich sehr ergreifend geschrieben und lässt einen auch nach Ende der Lektüre nicht so schnell wieder los.

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254 Bibliotheken, 10 Leser, 1 Gruppe, 133 Rezensionen

mord, psychologie, krimi, roman, erinnerungen

Das Buch der Spiegel

E.O. Chirovici , Werner Schmitz , Silvia Morawetz
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 27.02.2017
ISBN 9783442314492
Genre: Romane

Rezension:

Das Buch „Das Buch der Spiegel“ des Autoren E. O. Chirovici wird aus drei unterschiedlichen Perspektiven erzählt.

Im ersten Teil erhält der Literaturagent Peter Katz einen Ausschnitt aus einem Manuskript von Richard Flynn. In diesem geht es um die Ermordung des Professors Joseph Wieder in Princeton. Der Fall wurde niemals aufgeklärt. Fasziniert möchte Katz mehr erfahren und das ganze Manuskript lesen.  Zu diesem Zeitpunkt ist Flynn bereits tot und das Manuskript nicht mehr auffindbar. Katz beauftragt den Journalisten John Keller weitere Nachforschungen anzustellen. Aus dessen Sicht ist der zweite Teil des Buches geschrieben. Da alles bereits 27 Jahre zurückliegt, sind die Ermittlungen nicht ganz einfach. Nachdem der Journalist nicht mehr weiter kommt, erfolgt ein weiterer Sichtwechsel und im dritten Teil übernimmt der inzwischen pensionierte Polizist Roy Freeman die Nachforschungen, der damals schon an dem Fall des ermordeten Professors gearbeitet hatte.

Der Schreibstil des Autoren ist flüssig und die Sprache sachlich und nüchtern. Die Charaktere werden sehr detailliert beschrieben, lebensnah und authentisch. Mir gefiel es sehr gut, dass man zu allen Personen einen kurzen Überblick über deren Leben bekommt. So konnte ich sie mir gut vorstellen und trotz der Menge der Charaktere problemlos auseinanderhalten. Oft fand ich es schwierig zu unterscheiden, welche Informationen echt sind und welche nur Fiktion, denke aber, dass genau das die Absicht des Autoren war. Bei den Recherchearbeiten gab es viele widersprüchliche Punkte. Die Sichtweise der Befragten war unterschiedlich und stimmte keineswegs überein, trotzdem schien jeder die Wahrheit zu sagen. Dadurch erstellt man beim Lesen ständig neue Theorien und Ideen wie es weitergehen könnte, die sich im nächsten Moment wieder zerschlagen. Es ergeben sich immer wieder neue Fragen und man mag als Leser das Buch gar nicht aus der Hand legen, da man einfach wissen möchte, wie es weitergeht und was denn nun wahr ist.

Mit jedem Perspektivwechsel wird die Spannung größer und mit jedem neuen Detail tauchen auch neue Widersprüche auf. Mich hat das Buch gefesselt und ich fand es faszinierend wie unterschiedlich Erinnerungen sein können.  

Das Buch basiert auf einer ungewöhnlichen Idee, die der Autor E. O. Chirovici  gut umsetzt. Die Auflösung war schlüssig gelöst und plausibel.

Von mir gibt es für diesen fesselnden und ungewöhnlichen Roman, den ich durchaus als Thriller bezeichnen möchte 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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10 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

deutsch, schule, fünfte klasse, übergang, gymnasiu

Fit fürs Gymnasium: Übergang 4 / 5 Englisch

Julia Käufler
Flexibler Einband: 112 Seiten
Erschienen bei Schroedel Verlag GmbH, 06.01.2016
ISBN 9783507232716
Genre: Sachbücher

Rezension:

Ich musste bei meinen drei Kindern feststellen, dass der Übergang von der Grundschule zum Gymnasium insbesondere im Fach Englisch einiges an Schwierigkeiten mit sich bringen kann, da alle Kinder auf einem unterschiedlichen Stand sind. Die Lücken zu Hause zu schließen ist nicht einfach, da ich zum Einen nicht fließend Englisch spreche und zum Anderen auch nicht das optimale Lernmaterial zur Hand hatte.

Das DIN A 4-große Buch „Fit fürs Gymnasium – Für den sicheren Übergang von der 4. In die 5. Klasse“ aus dem Schroedel Verlag bietet eine tolle Möglichkeit die grundlegenden Kenntnisse, die die Kinder in der Grundschule erworben haben (sollten) zu wiederholen und zu vertiefen.  

Das Buch beginnt mit einem kurzen Einstiegstest, mit dem man sich einen Überblick über den aktuellen Wissensstand in den verschiedenen Themenbereichen des Kindes verschaffen kann. Dementsprechend kann man dann mit den Themenbereichen starten, bei denen man am dringendsten Wissen benötigt.

Zu allen Aufgaben befinden sich am Buchenende die Lösungen zur Überprüfung.

Die Aufgaben selbst sind sehr unterschiedlich und abwechslungsreich gestaltet. Es gibt Rätsel, Aufgaben zum Ankreuzen, Nachzeichnen, Ausmalen, Hören u.s.w.. Da kommt keine Langeweile auf. Die bunten Illustrationen, die sich auf jeder Seite befinden, lockern das Buch auf und sie haben dafür gesorgt haben, dass meine Tochter nicht das Gefühl hatte Schulaufgaben zu machen, sondern einfach mit Spaß Englisch zu lernen.
Ausgesprochen hilfreich fand ich die QR-Codes die es zu verschiedenen Aufgaben gab, so konnte man Englisch in korrekter Aussprache hören. Alternativ zu den QR-Codes kann man die Hörtexte auch am PC über die Seite des Verlags abrufen.

Fazit:
Ich finde dieses Buch für Kinder, die ihre ersten Englischkenntnisse vertiefen wollen perfekt, da es neben Lerntipps, Vertiefung der Vokabeln und grundlegenden Regeln auch den Spaß an der Sprache vermittelt.

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45 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 39 Rezensionen

südfrankreich, krimi, flüchtlinge, wein, weinberg

Gefährliche Ernte

Yann Sola
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 16.02.2017
ISBN 9783462048698
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Gefährliche Ernte“ ist der zweite Krimi des Autors Yann Sola um den Hobbyermittler, Lebemann und Kleinganoven Perez und problemlos ohne Kenntnis des ersten Bandes zu lesen.

Die farbigen Karten auf Innenteil des Covers machen direkt anschaulich deutlich, wo man sich befindet. Perez lebt in der Kleinstadt Banyul in Südfrankreich. Mit dem Verkauf von Wein verdient er auf nicht ganz legale Weise sein Geld. Nachdem ein Toter in dem Weinberg seines Vaters gefunden wird, möchte er die Ermittler schnellstmöglich wieder loswerden und beginnt selbst zu ermitteln.

Dier ersten Seiten beschreibt der Autor sehr detailliert seine Protagonisten und somit dauert es ein wenig bis der Krimi richtig in Gang kommt. Dafür kommt anschließend umso mehr Action auf. Durch verschiedene Handlungsstränge – die später schlüssig zusammengeführt werden – ist das  Geschehen abwechslungsreich und spannend, so dass man gerne weiterließt. Unerwartete Wendungen und humorvolle Beschreibungen machend das Buch lebendig.

Perez ist ein sehr gewöhnungsbedürftiger Protagonist, der trotz seiner Eigenheiten und Schlitzohrigkeiten sympathisch wirkt.

Der Autor versteht es den Flair Südfrankreichs zu vermitteln. Außerdem hat er aktuelle Ereignisse wie die Flüchtlingskrise erfolgreich untergebracht.

Insgesamt hat mir das Buch „Gefährliche Ernte“ gut gefallen und ich werde bei einen weiteren Krimi mit dem Protagonisten Perez gerne wieder zugreifen.

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83 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 47 Rezensionen

husum, reise, berlin, lustig, frauen

Weit weg ist anders

Sarah Schmidt
Flexibler Einband: 261 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 06.03.2017
ISBN 9783458362562
Genre: Romane

Rezension:

In dem Roman „Weit weg ist anders“  von Sarah Schmidt beschreibt die Autorin zwei Protagonisten , die unterschiedlicher kaum sein könnten. Die Autorin beschreibt auf sehr einfühlsame Art und Weise wie das Leben, das individuelle Schicksal einen Menschen prägt und verändert.

Edith Scholz ist eine typische Berlinerin, sie weiß, was sie will, ist sehr direkt und hat am liebsten ihre Ruhe. Nachdem sie sich die Hüfte gebrochen hat, fährt sie zu einer Kur bei der sie auf die ein wenig zart beseitete Christel Jacobi trifft.  Christel ist schwer krank und kann nicht gut allein. Die beiden 70-jährigen verbindet nichts außer ihrem Alter und dem Drang noch einmal etwas zu erleben.  Trotz der anfänglichen Abneigung machen sich die beiden gemeinsam auf den Weg und finden zueinander.

Die Autorin versteht es mit ihrem humorvollen leichten Schreibstil  zu zeigen, dass man auch im Alter noch Träume verwirklichen kann. Obwohl es Edith und Christel sich gegenseitig nicht leicht machen, wirken sie beide sympathisch und man muss sie einfach mögen, da sie sowohl mit ihren Stärken als auch mit ihren Schwächen sehr authentisch dargestellt werden. Ihre anfängliche Abneigung wandelt sich nach und nach in Zuneigung und die Geschichte der beiden enthält mehrfach unerwartete Wendungen.

Das Buch ist berührend und emotional mit einer guten Portion Humor und Spannung, die das Lesen kurzweilig und interessant machen. Von mir gibt es eine Leseempfehlung für Menschen die gerne einmal eine ungewöhnliche Geschichte lesen.

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(59)

71 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 55 Rezensionen

luxemburg, krimi, 2. weltkrieg, frankreich, xavier kieffer

Gefährliche Empfehlungen

Tom Hillenbrand
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 12.01.2017
ISBN 9783462049220
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Gefährliche Empfehlungen“ ist der 5. Band des Autoren Tom Hillenbrand in der Reihe des luxemburgischen Kochs Xavier Kieffer.  Für mich war es das erste Buch aus dieser Reihe, was aber beim Lesen für das Verständnis des Geschehens kein Problem darstellte.

Bei einer Feier in einem Pariser Museum des bekannten Gastroführer "Guide Gabin" verschwindet während  eines Stromausfalles  ein seltenes Exemplar eines Restaurantführers von 1939. Der anwesende Luxemburger Koch Xavier Kieffer beginnt  – durch den Präsidenten  Francois Allégret  aufgefordert -  nachzuforschen. Es entstehen nach und nach immer mehr und Fragen und die erste Leiche taucht auf.

Die Handlung besteht aus zwei Strängen von denen einer in der Gegenwart spielt und der andere in der Vergangenheit um 1939 wie der verschwundene  Restaurantführer aus diesem Jahre.

Die Charaktere sind ausgesprochen speziell und extrem aber dennoch authentisch und nicht nur die Protagonisten werden ausführlich beschrieben, auch die Charakterzüge der Nebenrollen sind lebendig und einfallsreich. Die Vorgehensweise der verschiedenen Personen und ihre Motive werden nachvollziehbar erklärt.

Die Handlungsplätze werden detailreich dargestellt und ich habe während des Lesens eine gute Vorstellung von Luxemburg bekommen.

Der Krimi ist ausgesprochen gut recherchiert. Ich habe viel Neues über die gehobene Luxemburger Restaurantküche und die Entstehung des Guide Michelin erfahren. Auch die politischen Hintergründe, Verschwörungen und Intrigen während des Krieges waren interessant geschildert.

Für alle die sich in der französischen Küche nicht so auskennen, befindet sich im Anhang ein Glossar: Küchenlatein, den ich ausgesprochen hilfreich fand.

Der Schreibstil  von Tom Hillenbrand ist flüssig und lässt sich leicht lesen. Die diversen Wendungen in der Handlung halten die Spannung aufrecht und das Ende ist überraschend.

Insgesamt ist der Krimi unterhaltsam und informativ. Der eigenwillige Charakter des Protagonisten gefiel mir so gut, dass ich nun neugierig auf weitere Fälle des  luxemburgischen Kochs und Hobbyermittler Xavier Kieffer geworden bin und das Buch empfehlen kann.

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(97)

140 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 92 Rezensionen

drogen, baby, schnee, winter, flucht

Sweetgirl

Travis Mulhauser , Sophie Zeitz-Ventura
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 13.01.2017
ISBN 9783423261265
Genre: Romane

Rezension:

„Sweetgirl“  ist ein gelungener Debütroman des in North Carolina lebenden Autoren Travis Mulhauser.

Die 16-jährige Percy  ist auf der Suche nach ihrer drogenabhängigen Mutter. Dabei findet sie im Haus des Drogendealers Shelton ein verwahrlostes Baby, das sie an sich nimmt, um es in Sicherheit zu bringen. Es folgt eine gefährliche Flucht durch das verschneite Michigan…

Der Autor beschreibt seine Charaktere sehr detailreich und absolut glaubwürdig. Man bekommt ein klares Bild von ihnen und sie könnten kaum verschiedenartiger sein. Das unterschiedliche Schicksal und ihr Umgang damit macht ihre Einzigartigkeit deutlich. Dabei gelingt es Travis Mulhauser sehr gut auch für die Charaktere Mitgefühl zu empfinden, die man zu Beginn eher in der Rolle des Antagonisten gesehen hat. Die Protagonistin war mir von Anfang an sympathisch und ist für ihr Alter erstaunlich überlegt und verantwortungsbewusst.

Die Beschreibungen der winterlichen Landschaften von Michigan sind wunderschön, aber es wird auch deutlich, dass sie nicht ungefährlich sind.

Obwohl die Handlung  zum Teil sehr grausam und traurig ist, gab es auch viele Stellen an denen ich Schmunzeln musste.  Die Dialoge zwischen Percy und Portis finde ich einfach großartig. Ich mag die beiden, sie bringen eine Menge Leben in das Buch und geben immer wieder Anlaß zum Lachen.

Durch den lockeren Schreibstil und die sich aufbauende Spannung bin ich nur so durch die Seiten geflogen.

Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen. Es ist lebendig, spannend, humorvoll und emotional mit vielfältigen Charakteren und tollen Landschaftsbeschreibungen.

Kurz: Ein kurzweiliges und abwechslungsreiches Lesevergnügen, das ich empfehlen kann.

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60 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 48 Rezensionen

krimi, nordirland, irland, adrian mckinty, mord

Rain Dogs

Adrian McKinty , Peter Torberg
Flexibler Einband: 404 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 06.02.2017
ISBN 9783518467473
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Rain Dogs“ ist das fünfte Buch der  Sean Duffy-Reihe des nordirischer Krimischriftstellers Adrian McKinty. Die ersten vier Bände habe ich mit Begeisterung gelesen, von daher war ich sehr gespannt auf den neuen Band.

Nachdem die Journalistin Lily Bigelow tot Innenhof von Carrickfergus Castle aufgefunden wird, deutet alles auf einen Selbstmord hin.  Sie soll vom Burgfried der zu diesem Zeitpunkt verschlossenen Burg gesprungen sein. Aber  der katholische Bulle Sean Duffy glaubt nicht an einen Selbstmord und die Obduktion lässt ebenfalls Zweifel aufkommen. Duffy beginnt zu ermitteln und stößt auf Informationen der Journalistin, die auf Bestechung und Intrigen in den höchsten politischen Kreisen hindeuten. Was sollte mit dem Mord an Lily Bigelow vertuscht werden ?       

Der Schreibstil des Autors ist flüssig und lässt sich gut lesen. Durch kurze knappe Sätze werden alle wesentlichen Informationen vermittelt. Die Spannung des Buches ist spürbar und die Grundstimmung – die auch sehr passend vom Buchcover vermittelt wird - grau und trüb.

Der Protagonist Sean Duffy, ist im Laufe der Reihe älter und ruhiger geworden, ist deswegen aber nicht weniger hartnäckig, zynisch und dickköpfig als zuvor und  hat auch noch dieselben Angewohnheiten.  

In seinem Kriminalroman hat  Adrian McKinty Fiktion und wahre Begebenheiten miteinander kombiniert. Um seine Anspielungen zu verstehen ist ein wenig politisches Hintergrundwissen über Nordirland von Vorteil. Der Terror der IRA  ist permanent spürbar und es wird immer wieder unter Autos nach Bomben gesucht.

Die Landschaftsbeschreibungen und Wetterverhältnisse schaffen die perfekte Atmosphäre für den Fall. Durch die Erwähnung verschiedener Songtitel und diverser  realer Personen, wirkt das Buch ausgesprochen lebendig und greifbar. Die verschiedenen fiktionalen Charaktere werden ebenfalls authentisch beschrieben.

Die Spannung die in dem Buch aufgebaut wird, hat es mir schwergemacht, dass Buch aus der Hand zu legen. Die Lösung des Falls ist stimmig und ich habe mich gewundert wie schnell ich mit den über 400 Seiten  fertig war.

„Rain Dogs“  ist ein fesselnder atmosphärischer Kriminalroman, den ich auch empfehlen kann, wenn man die ersten vier Bände noch nicht gelesen hat.



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45 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

thriller, trauma, krimi, wahn, psychogramm

Mysterium

Federico Axat , Matthias Strobel
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Atrium Zürich, 10.02.2017
ISBN 9783855350063
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Bei dem Buch "Mysterium" des argentinischen Autoren Federico Axat handelt es sich um einen sehr ungewöhnlichen Psychothriller.

Ted McKay ist ein erfolgreicher Geschäftsmann. Da er todkrank ist, will er sich umbringen. Bevor er dies umsetzen kann, bekommt er Besuch von einem Fremden, der ihn dazu überredet einen Mord zu begehen. Ted nimmt den Auftrag an und stellt fest, dass sein Auftraggeber ihm etwas verschwiegen hat. Die wenige Zeit, die Ted bleibt, versucht er hinter das Geheimnis seines Auftraggebers zu kommen. Dabei wird es zunehmend schwieriger zu unterscheiden, was real und was Fiktion ist.

In der ersten Hälfte des Buches war es mir unmöglich zu unterscheiden, was von dem Geschehen real passiert ist und welcher Teil nur in Teds Kopf stattfindet.

Danach wechselt der Erzählstil des Autors, eine Psychologin beginnt zu analysieren.

Anschließend folgt ein weiterer Wechsel mit Rückblenden in Teds Vergangenheit, in denen es dem Autoren gelingt, Teds Verzweiflung überzeugend darzustellen.

Auch die übrigen Charaktere sind gut ausgearbeitet

Die Rückblenden fand ich sehr interessant geschrieben, da sie einen weiteren (ganz anderen) Blickwinkel eröffnet haben. Allerdings hätte ich mir vorher schon einmal einen Hinweis darauf gewünscht, dann wäre die erste Hälfte des Buches nicht ganz so undurchsichtig gewesen.

Die anfängliche Verwirrung in der Handlung, die es nicht offensichtlich macht, was Realität ist und wobei es sich um Fiktion handelt, fand ich ein wenig anstrengend. Der Protagonist ist ein interessanter Charakter, zu dem ich aber keinen Zugang gefunden habe.

Obwohl ich mich anfangs mit dem Buch ein wenig schwer getan habe, wurden im letzten Teil alle Fragen überzeugend erklärt und gelöst. Den Ansatz und die Ideen des Autoren fand ich ausgesprochen interessant und die Auflösung überzeugend. Allerdings hätte ich mir zu Beginn ein wenig mehr Klarheit gewünscht und vergebe deshalb „nur“ 4 Sterne.

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175 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 117 Rezensionen

thriller, psychothriller, schweden, stockholm, krimi

Glücksmädchen

Mikaela Bley , Katrin Frey
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 10.02.2017
ISBN 9783548288444
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Glücksmädchen“ ist das Debüt der schwedischen Autorin Mikaela Bley.

Die Blautöne des Covers vermitteln eine kühle Atmosphäre und das kleine Mädchen wirkt einsam und verloren. Dieser Widerspruch zum Titel hat mich neugierig gemacht.

 Ellen Tamm hat den Tod ihrer Zwillingsschwester, die als Kind gestorben ist nie überwunden. Sie arbeitet als Kriminalreporterin bei einem schwedischen Fernsehsender und versucht ihr Trauma durch ihre Arbeit zu verdrängen. Als die 8-jährige Lycke währen ihres Tennisunterrichtes spurlos verschwindet, soll Ellen über den Fall berichten, was sie schwer belastet, da ihre Zwillingsschwester im gleichen Alter verschwand. Sie beginnt zu recherchieren und setzt alles daran Lycke zu finden.     

Das Buch beginnt mit dem Verschwinden der kleinen Lycke direkt spannend und man ist mitten im Geschehen.  Als Ellen mit ihren Recherchen beginnt, kann man beim Lesen regelrecht spüren, wie sehr die Zeit drängt und wieviel Ellen - durch ihre eigene Geschichte - an der Aufklärung des Falls liegt.

Das Schreibstil der Autorin ist flüssig und die unterschiedlichen Erzählperspektiven, die sie nutzt, lassen  machen das geschehen spannend und vielschichtig.

Die einzelnen Charaktere werden detailreich und authentisch dargestellt. Dabei kann man sich gut in sie hineinversetzen und spürt ihre Anspannung, Verzweiflung und Angst.

Neben der Suche nach Lycke werden auch andere Themen wie die Problematik von Scheidungskindern, die von Alleinerziehenden und Mobbing  angerissen.

Insgesamt ist die Handlung sehr  düster und trostlos aber durchweg spannend und fesselnd mit einem überraschendem  Ende.

„Glückmädchen“ ist ein gelungenes Debut  und ich werde die Fortsetzung auf jedem Fall lesen.

 

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85 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 40 Rezensionen

thriller, london, psychothriller, stalking, verfolgung

Alleine bist du nie

Clare Mackintosh , Sabine Schilasky
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 13.01.2017
ISBN 9783404174706
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Alleine bist du nie“ ist nach „Meine Seele so kalt“ der zweite Thriller von der britischen Autorin Clare Mackintosh. 

Zoe Walker – Mutter von zwei fast erwachsenen Kindern, geschieden und nun mit dem 15 Jahre älteren Journalisten Simon Thornton zusammenlebend – arbeitet bei einem Immobilienmakler und führt ein recht durchschnittliches Leben.

Auf dem Weg von ihrer Arbeit nach Hause liest sie in der U-Bahn Zeitung und entdeckt in einer der Kleinanzeigen ihr Bild, mit dem für eine Partnervermittlung geworben wird. Beunruhigt versucht sie Näheres herauszubekommen und stellt fest, dass andere Frauen mit denen zuvor in der gleichen Anzeige geworben wurde, verschiedenen Verbrechen zum Opfer gefallen sind.

Anfangs wird Zoe weder von ihrer Familie noch von der Polizei ernst genommen.

Kelly Swift arbeitet als Ermittlerin an der Aufklärung von Delikten in der U-Bahn und erkennt als erstes die Zusammenhänge zwischen den Angriffen, auf die in der Zeitung abgebildeten Frauen und den Verbrechen. Obwohl es nicht in ihre Zuständigkeit fällt, setzt sie alles dran, um an der Aufklärung der Mordfälle mitarbeiten zu dürfen.

Im ersten Teil des Buches werden nach und nach alle Charaktere eingeführt. Diese werden ausgesprochen detailliert beschreiben, so dass man sie sich gut vorstellen kann, was auch notwendig ist, da die Anzahl der Charaktere recht umfangreich ist. Die Handlung kommt dadurch allerdings ein wenig langsam ins Rollen. Die beiden Protagonistinnen Zoe und Kelly machten auf mich einen sehr sympathischen Eindruck während man sich bei Zoes Lebensgefährten Simon, dem neuen Freund ihrer Tochter, ihrem Chef  und zahlreichen anderen Personen permanent fragt, ob man ihnen wirklich trauen kann. Die Spannung des Buches baut sich eher langsam auf, aber man spürt permanent die latente Gefahr.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und detailreich. Es ist ihr gut gelungen mich mit Zoes Paranoia anzustecken und es gab kaum noch einen Charakter, den ich nicht verdächtigt habe. 

Man konnte beim Lesen merken, dass Clare Mackintosh selbst zwölf Jahre bei der britischen Polizei gearbeitet hat,  was sich in ihrer authentischen Beschreibung der Arbeitsweise der britischen Polizei widerspiegelt. Oft stießen die Ermittler an ihre Grenzen, wurden von Vorschriften gehemmt und die Arbeit war langwierig und anstrengend.

Bis zum Ende habe ich gerätselt, wer hinter der Website steckt, konnte keinen der vielen Verdächtigen wirklich ausschließen und das Buch auch gar nicht mehr aus der Hand legen.  Zum Schluss hat mich die Autorin dann noch einmal richtig überrascht. 

Meiner Meinung nach handelt es sich hier um einen ungewöhnlichen Thriller, der durch die Darstellung der latenten Gefahren, denen man tagtäglich ausgesetzt sein könnte, eine unterschwellige Spannung aufbaut und genau dadurch fesselt. Auch wenn ich zu Beginn des Buches ein wenig gebraucht habe, um hineinzufinden, bietet der Thriller Spannung auf hohem Niveau und ist absolut lesenswert.

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186 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 81 Rezensionen

liebe, kochen, taste of love, maine, restaurant

Taste of Love - Geheimzutat Liebe

Poppy J. Anderson
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 13.01.2017
ISBN 9783404174683
Genre: Liebesromane

Rezension:

Das Buch „Taste of Love: Geheimzutat Liebe“ von Poppy J. Anderson ein gelungener Start in eine Reihe rund um die Liebe zum Kochen.

Das Leben der beiden Protagonisten Brooke Knight und Drew Day könnten kaum unterschiedlicher sein. Drew ist ein bekannter Starkoch, der in seinem Nobelrestaurant ausgefallene Köstlichkeiten zaubert . Er hat Geld und keine enge Bindung zu seiner Familie.  Brooke kocht mit Hingabe traditionelle Gerichte der Küche Neuenglands im Restaurant ihrer Eltern in Maine, um das Überleben des Restaurants zu sichern. Als die Beiden aufeinander treffen fliegen die Fetzen und es sprühen die Funken.  Aber beide haben sie eine Leidenschaft für `s Kochen, die sie verbindet.

Brooke ist ausgesprochen lebhaft, impulsiv und schlagfertig. Es kommt zu vielen amüsanten Dialogen. Brookes quirlige und Drews charmante Art machen die beiden Protagonisten ausgesprochen sympathisch.

Die übrigen Charaktere sind ebenfalls toll beschrieben und auch wenn sie nur am Rande auftauchen, erfährt man immer so viele Details über ihre Eigenarten, dass man sie sich gut vorstellen kann und ein Bild vor Augen hat. Auch die Atmosphäre von Maine mit dem dörflichen Flair wird wunderbar vermittelt.

Die Szenen in der Küche, die Liebe von Brooke und Drew zum Kochen hat die Autorin authentisch beschrieben. Die Beschreibung der Gerichte und deren Zubereitung lassen einem beim Lesen den Duft in die Nase steigen und man bekommt zwangsläufig Appetit.

Der Schreibstil der Autorin ist locker, leicht und flüssig. Die Handlung ist nicht überraschend, sondern eher ziemlich vorhersehbar. Darauf kommt es bei diesem Buch aber auch nicht an. Es sind vielmehr die vielen amüsanten Dialoge aber auch die emotionalen Momente und wunderbaren Szenen rund ums Kochen, die das Buch zu einem Lesegenuss machen und für unterhaltsame Lesestunden sorgen.

Wer leichte Unterhaltung sucht, liegt mit „Taste of Love: Geheimzutat Liebe“ genau richtig. Ich freue mich auf weitere Bände der Reihe, die ich auf jeden Fall lesen muss.

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190 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 175 Rezensionen

liebe, rocky mountains, wilderer, virginia fox, mord

Rocky Mountain Lion

Virginia Fox
Flexibler Einband: 332 Seiten
Erschienen bei Dragonbooks, 02.12.2016
ISBN 9783906882048
Genre: Romane

Rezension:

Das Buch „Rocky Mountain Lion„ der Autorin Virginia Fox ist der 9. Band aus der Rocky Mountain Serie.

In diesem Band sind Quinn und Archer die Hauptpersonen. Quinn ist Ethologin und arbeitet auf der Wildtierstation Lone Wolf Ranch. Leider ist nicht alles so perfekt, wie es sein könnte, da diese von Wilderern bedroht wird. Anfangs ermittelt Archer undercover und Quinn auf eigene Faust, um den Wilderern auf die Spur zu kommen. Als die Lage sich zuspitzt überwinden sie ihr Misstrauen gegeneinander und die Anziehungskraft zwischen den beiden steigt…..

Die beiden Protagonisten Quinn und Archer waren mir von Anfang an sympathisch. Auch die übrigen Charaktere – die Bewohner des kleinen Ortes Independence - die man im Laufe der Handlung kennenlernt, sind liebenswert. Ihr harmonisches Miteinander im Dorf vermittelt wunderbar die gesamte Atmosphäre von Independence. Die Wilderer bilden einen krassen Gegensatz und ihre Grausamkeit hat mich mehrfach entsetzt.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und lässt sich sehr leicht lesen. Mal ist die Atmosphäre des Dorfes wundervoll beschrieben und ich hatte das Gefühl mittendrin zu sein, mal sind die detailreichen Landschaftsbeschreibungen einfach nur wunderschön zu lesen und mal ist das Buch total spannend gewesen. Das ist eine tolle Mischung die mir viel Spaß macht hat. Neben der Haupthandlung gab es viele kleine Nebengeschichten, die einen guten Einblick in das Leben des Dorfes gegeben haben. Gut gefiel mir auch, dass die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven geschrieben wurde und man somit einen umfassenden Überblick über die Ereignisse bekam.

Am Ende des Buches findet man einige Rezepte von denen man gelesen hat und die damit das gesamte Buch stimmig abrunden.

Ich fand die Mischung aus Spannung, humorvollen Dialogen, Romantik und detailreichen Landschaftsbeschreibungen sehr gelungen und hatte mit dem Buch viele schöne Lesestunden.

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75 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 41 Rezensionen

thriller, afrika, frankreich, mord, paris

Purpurne Rache

Jean-Christophe Grangé , Ulrike Werner-Richter
Fester Einband: 944 Seiten
Erschienen bei Ehrenwirth, 11.11.2016
ISBN 9783431039641
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das Buch „Purpurne Rache“ von Jean-Christophe Grange ist eine Mischung aus Thriller und Familien-Saga.

In der Bretagne beim Militär kommt ein Pilot ums Leben. Verschiedene Anzeichen weisen darauf hin, dass es sich um einen Mord handelt.  Weitere Morde bieten Grund zu der Annahme, dass diese in Zusammenhang mit dem berüchtigten Killer Homme-Clou  stehen, der im Kongo in den Siebzigerjahren mehrere Menschen auf grausame Weise getötet hat. Gefasst wurde er von Grégoire Morvan dessen Sohn Erwan nun in dem Fall ermittelt. Neben den Ermittlungen erfährt man einiges über die Familie  Morvan, die eine sehr ungewöhnliche und selbstzerstörerische Familie ist.

Insgesamt ist das Buch spannend, aber ich habe mich zu Beginn wirklich schwer getan in die Handlung hineinzukommen. Die vielen fremd klingenden Namen und Orte  erfordern ein wenig Konzentration.

Durch unerwartete Wendungen wird die Spannung wird über 760 aufrechterhalten. Neben dem Kriminalfall fließen mehrere Nebenhandlungen ein, die nichts direkt mit den Morden zu tun haben und lediglich die einzelnen Charaktere ein wenig anschaulicher und greifbarer machen.

Die Familie Morvan ist sehr undurchsichtig und jeder in ihr hat einiges an Problemen zu bewältigen. Die Charaktere werden dabei überzeugend dargestellt und auch die verschiedenen Schauplätze waren so detailreich beschrieben, dass ich sie mir gut vorstellen konnte.

Leider wurden am Ende des Buches nicht alle offenen Fragen beantwortet und bei mir bleiben einige Ungereimtheiten zurück, die eine Fortsetzung erforderlich machen würden.

Mein Fazit:
Das Buch ist ein actionreicher und spannender Thriller mit einer komplexen Handlung,  der einige überraschende Wendungen bietet, so dass ich mich insgesamt gut unterhalten gefühlt habe.

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24 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

thriller, organspende, guido m. breuer, organhandel, organmaffia

Das Lazarus-Syndrom

Guido M. Breuer
E-Buch Text: 277 Seiten
Erschienen bei beTHRILLED by Bastei Entertainment, 09.12.2016
ISBN 9783732527939
Genre: Sonstiges

Rezension:

Mit seinem Buch „Das Lazarus-Syndrom“ ist es dem Autoren Guido M. Breuer gelungen, ein schwieriges und brisantes Thema spannend und unterhaltsam zu verarbeiten. Seitdem der allseits anerkannte Chirurg Johannes Krafft seine Frau und sein ungeborenes Kind bei einem Autounfall verloren hat,  kommt er mit seinem Leben nicht mehr zurecht.
Er trinkt zu viel und arbeitet nur noch als Springer bei Organentnahmen. Dennoch bemerkt er, dass seine Einsätze als Transplantationschirurg immer weiter ansteigen.
Als er dann auch noch einen Kollegen – der in der Transplantationsforschung arbeitet – tot  auffindet, sucht er nach Erklärungen und stellt auf eigene Faust Nachforschungen an.
Dabei verstrickt er sich immer tiefer in das Netz der organisierten und skrupellosen Organmafia bis schließlich sogar sein Leben auf dem Spiel steht
Der Protagonist Joe ist kein Charakter, der einem auf Anhieb sympathisch ist. Im Gegenteil, sein Alkoholkonsum und seine soziale Inkompetenz machen ihn eher unsympathisch. Ohne einen Gewissen Alkoholpegel ist er nicht in der Lage zu arbeiten und das Thema Whisky und Wodka ist durchgehend präsent. Im Verlauf der Handlung lernt man Joe ein wenig besser kennen und kann seine Situation zumindest ansatzweise verstehen. Das Thema Organhandel, die Kriminalität der Beteiligten der Organmafia und die Bredouille, in die die Angehörigen geraten, wenn sie auf ein Spenderorgan für einen geliebten Menschen hoffen, wird gut und nachvollziehbar herausgearbeitet. Ich habe selten einen Thriller mit einem so genialen Schreibstil gelesen. Durch die kurzen Kapitel und Perspektivwechsel konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen, da ich immer wissen wollte, wie es weitergeht. Gleichzeitig gibt es viele humorvolle Anekdoten und Wortwechsel, bei denen ich trotz der ernsten Thematik lachen musste. Diese Mischung aus Spannung und Humor haben das Buch zu einem tollem Leseerlebnis gemacht. Deshalb empfehle ich es gerne und vergebe 5 Sterne.

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82 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 66 Rezensionen

humor, liebe, liebeskummer, die netten schlafen allein, steffen weinert

Die Netten schlafen allein

Steffen Weinert
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 25.11.2016
ISBN 9783499272646
Genre: Humor

Rezension:

"Die Netten schlafen allein“ ist ein unterhaltsamer und amüsanter Roman des Autoren Steffen Weinert.
Den Angriff auf die Lachmuskeln kann man schon nach einem Blick auf das Cover vermuten.

Der 33-jährige Erzieher Christoph ist ein netter Kerl, hat aber einfach noch nicht die richtige Frau für das Leben gefunden.
Als ihm bewusst wird, dass er inzwischen der einzige Single in seinem Freundeskreis ist, beginnt seine Suche.
Dabei bekommt er Tipps und Ratschläge von seinem 11-jährigen Nachbarsjungen Emil.
Dieser hat einiges an Flirtübungen und -tricks auf Lager.
Die beiden sind ein tolles Team und Emils Ideen und deren Umsetzung sind witzig bis schräg und auch ein wenig obskur.

Der Protagonist Christoph macht einen ausgesprochen sympathischen Eindruck.
Im Laufe der Geschichte wird er von einem einfach immer viel zu netten Menschen, zu einem mit Selbstbewusstsein,
der weiß was er will
Auch mit den anderen Charakteren des Buches wird man schnell vertraut.

Der Schreibstil ist locker, flüssig und läßt sich leicht lesen.
Der Humor des Autors, die vielen Fettnäpfe, die bedienten Klischees und schrägen Ideen sorgen für ein amüsantes Leseerlebnis,
auch wenn die Geschichte selbst an vielen Stellen leicht zu durchschauen ist.

Ich fand das Buch ausgesprochen unterhaltsam und empfehle es als amüsante, leichte Lektüre gerne weiter.

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25 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

manche engel sterben früh, neid, kleiner engel, flucht mit dem freund, familie

Manche Engel sterben früh

Margarete van Marvik
Flexibler Einband: 260 Seiten
Erschienen bei epubli, 01.08.2016
ISBN 9783741834097
Genre: Romane

Rezension:

"Manche Engel sterben früh“ ist ein sehr emotionaler und bewegender Roman der Autorin Margarete van Marvik.

Es geht um das Leben und das Schicksal von Ruth.
Das Buch beginnt 1964. Die 21jährige Ruth hält das Tagebuch ihrer Halbschwester Christin in den Händen und fragt sich, ob sie an Christins Tod Schuld ist. Als Ruth sieben Jahre alt ist, kommt ihre Halbschwester Christin zur Welt. Ab diesem Tag ist alles anders. Ihre Mutter und ihr Stiefvater kümmern sich nur noch um Christin. Ruth wird ignoriert und muss ohne elterliche Liebe groß werden.

Durch den flüssigen Schreibstil der Autorin lässt sich das Buch trotz der berührenden Thematik leicht lesen. Die Charaktere sind detailliert beschrieben und sie wirken authentisch, auch wenn man es manchmal gar nicht fassen kann, wozu Menschen - insbesondere Ruths Mutter - fähig sind. Die einzelnen Lebensabschnitte von Ruth und ihre Entwicklung ist nachvollziehbar, man kann mit Ruth fühlen und leidet mit ihr.

Neben Ruth erfahren wir auch einiges in Tagebuchform über ihre Halbschwester Christin. Diese Sichtweise fand ich sehr gelungen und hat mich ebenso wie das Schicksal von Ruth beim Lesen mehrfach schlucken lassen.

Mit „Manche Engel sterben früh“ ist es der Autorin überzeugend gelungen emotionale Themen glaubhaft zu vermitteln. Mich haben die Gefühle, die die Protagonistin durch die ungerechte Behandlung, die Ignoranz und den Liebesentzug ihrer Mutter erfahren musste sehr berührt. Es ist erschütternd zu lesen wie grausam eine Mutter sein kann und wie sie damit das Leben ihres Kindes zerstört.

Ein aufwühlender, lebensnaher, emotionaler und ergreifender Bericht über das Leben eines ungeliebten Kindes. Ein Thema, das nicht übersehen werden darf und dem durch dieses Buch Raum gegeben wird. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

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