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107 Bibliotheken, 14 Leser, 1 Gruppe, 49 Rezensionen

thriller, spannung, mord, abenteuer, mystery

Der Kreidemann

C.J. Tudor , Werner Schmitz
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 29.05.2018
ISBN 9783442314645
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Der Kreidemann“ ist der gelungene Debütroman von der Autorin C.J. Tudor mit dem sie mich von der ersten bis zur letzten Seite fesseln konnte.

Es geht um fünf Freunde – Eddie,  Fat Gav, Metal Micky, Hoppo und Nicky – die in den 80-er Jahren in einer englischen Kleinstadt leben und sich mittels Kreidestrichen geheime Botschaften zukommen lassen.   Die Idee dazu stammt von einem ihrer Lehrer, den sie wegen seiner blassen Hautfarbe Kreidemann nennen. Diese Zeichnungen bringen die Kinder zu einer Leiche im Wald und von da an, ist nichts mehr so wie es einmal war, da es zu weiteren  mysteriösen Ereignissen kommt, die niemals aufgeklärt werden..
30 Jahre später  erhält Eddie - der inzwischen Lehrer ist und immer noch in der Kleinstadt lebt – einen Brief mit einem Stück Kreide und einer Zeichnung eines Strichmännchens.

Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen von dem 12- und dem 42-jährigen Ed erzählt. Der Wechsel ist der Autorin gut gelungen und macht es schwer das Buch aus der Hand zu legen. Die Charaktere wirken authentisch. Ihre Entwicklung ist passend und fast ein wenig vorhersehbar.

Bereits auf den ersten Seiten wird eine Spannung aufgebaut, von der es die Autorin versteht sie durchgehend aufrecht zu erhalten. Ich habe permanent mit dem Schlimmsten gerechnet, wurde immer wieder überrascht und bin auf einige falsche Fährten hereingefallen.

Neben Nervenkitzel und Spannung hat die Autorin aber auch ihren ganz besonderen – zum Teil ein wenig schwarzen – Humor eingebaut, der mir besonders gut gefiel.  Obwohl es sich um einen Thriller handelt, wurde es niemals extrem grausam oder blutig, es war eher die unterschwellige Spannung und die Schock-Momente, die diesen Thriller ausmachen.

Obwohl es immer wieder Parallelen zu „Es“ von Stephen King gab, ist dieser Roman keine Kopie und einzigartig.

Ich war von diesem Buch begeistert und möchte unbedingt mehr von C.J. Tudor lesen. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für Fans von Stephen King und denen der sanften Thriller.

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(49)

69 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 37 Rezensionen

thriller, alexander hartung, auf zerbrochenem glas, mord, nik pohl

Auf zerbrochenem Glas

Alexander Hartung
Flexibler Einband: 284 Seiten
Erschienen bei Edition M, 24.04.2018
ISBN 9781503901155
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Auf zerbrochenem Glas“ ist der erste Band einer neuen Thriller-Serie von dem Autor Alexander Hartung mit dem Kripobeamten Nik Pohl.

Die Arbeitsweise und das Vorgehen von Kriminalkommissar Nik Pohl sind recht ungewöhnlich und unkonventionell. Sein Erfolg auf dem Weg zum Ziel ist ihm wichtiger als das Gesetz. Als er von einem Mann angesprochen wird, der will, dass er sich auf die Suche nach einer verschwundenen Frau macht, deren Fall die Polizei längst beendet hat, findet er das Ganze etwas ungewöhnlich, beginnt aber zu ermitteln. Als er dann auch noch suspendiert wird und seine Möglichkeiten dadurch eingeschränkt sind, wird es nicht einfacher. Schnell muss Nik feststellen, dass sein Gegner mächtiger und skrupelloser ist als erwartet und gerät bei seinen Recherchen selbst in Gefahr.

Der Fall beginnt unspektakulär, aber es dauert nicht lange, bis sich Spannung aufbaut und immer mehr unerwartete Wendungen auftauchen, die einen das Buch nicht mehr aus der Hand legen lassen.
Mit Nik Pohl hat Alexander Hartung einen ungewöhnlichen Protagonisten geschaffen, der mir nicht auf Anhieb sympathisch war, aber im Laufe der Handlung eine Menge Pluspunkte sammeln konnte. Er ist ein echter Einzelgänger, legt keinen Wert auf die Meinung von Anderen und Vorschriften gibt es für ihn ebenfalls nicht, wenn sie seinen Weg zum Ziel blockieren. Außerdem trinkt er zu viel und gibt auch sonst nichts auf eine gesunde Lebeweise.  Die übrigen Charaktere werden detailliert beschrieben und haben Wiedererkennungswert.

Der Schreibstil  des Autors ist flüssig und leicht zu lesen. Neben Spannung gab es immer wieder humorvolle Stellen, die gut in die Handlung integriert waren. Interessant waren  auch die Einzelheiten zu der polizeilichen Arbeit, die durchweg sehr authentisch wirkte.

Ich würde beim Lesen direkt von der Handlung mitgenommen und habe mich nicht nur gut unterhalten gefühlt, sondern auch mit gerätselt.

Mich hat der erste Fall von Nik Pohl gefesselt und ich habe ihn mit Spannung gelesen, so dass ich mich schon jetzt auf weitere freue.

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121 Bibliotheken, 17 Leser, 1 Gruppe, 70 Rezensionen

bretagne, liebe, paris, frauen, frankreich

Die Schönheit der Nacht

Nina George
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Knaur, 02.05.2018
ISBN 9783426654064
Genre: Romane

Rezension:

„Die Schönheit der Nacht“ ist ein poetischer und gefühlvoller Roman der Autorin Nina George.


Claire steht mitten im Leben, ist Mutter und erfolgreiche Verhaltensbiologin, aber dennoch fehlt ihr etwas in ihrem Leben. Julie – die neunzehnjährige Freundin von Claires Sohn -  ist noch jung, unsicher und neugierig auf das Leben ist. Sie verbringen den Sommer gemeinsam in der Bretagne, sind fasziniert voneinander und entdecken dabei völlig neue Gefühle.  


Der Schreibstil von Nina George ist einfach wundervoll. Poetisch und detailliert beschreibt sie ihre Charaktere und die Begebenheiten vor Ort. Ihre bildhafte Sprache hat mir direkt Bilder vor die Augen gezaubert und ich musste während des Lesens immer wieder inne halten um sie auf mich wirken zu lassen. Das Buch besteht aus so viel mehr als nur den Worten, die in ihm stehen.

Das Flair der Bretagne wird so authentisch beschrieben, dass man die Atmosphäre regelrecht spüren kann.

Die Mischung aus Poesie, Melancholie und der leicht sarkastischen Art von Claire fand ich sehr gelungen.

Die hochwertige Aufmachung des Buches mit der rauen Rückseite, der glatten Front und den geprägten Buchstaben, dem blauen Leseband haben das Leseerlebnis für mich perfekt abgerundet. Die unterschiedliche Haptik hat die Zerrissenheit der Charaktere eindrucksvoll widergespiegelt.

Mich hat das Buch durch seine intensive und wortgewaltige Sprache gefesselt. Schonungslos und ehrlich berichtet die Autorin von zwei vollkommen unterschiedlichen Freuen auf der Suche nach sich selbst. Ihre Gefühle, Wünsche, Bedürfnisse und Empfindungen werden schonungslos und ehrlich dargestellt.


Für mich war das Buch ein echtes Lesehighlight, das nicht einfach zu lesen war, aber absolut empfehlenswert ist.

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53 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 35 Rezensionen

sizilien, urlaub, familie, italien, alltag

Die Lichter unter uns

Verena Carl
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei S. FISCHER, 25.04.2018
ISBN 9783103973631
Genre: Romane

Rezension:

„Die Lichter unter uns“ ist ein sprachlich brillant erzählter Roman über Träume, Lebensvorstellungen, Krisen und Neuanfang.


Anna und ihr Mann Jo verbringen mit ihren beiden gemeinsamen Kindern – der zehnjährigen Judith und dem sechsjährigen Bruno – einen zweiwöchigen Urlaub in Taormina auf Sizilien. Zuletzt waren sie während ihrer Hochzeitsreise dort. Damals erschien ihr die Umgebung romantisch, nun – mit Geldsorgen im Kopf – erscheint ihr alles eher düster und bedrohlich.

Als Anna Alexander begegnet, hat sie den Eindruck, dass dieser das Leben führt, das sie sich immer gewünscht hat – sorglos, erfolgreich und ohne Geldsorgen. Sie sieht nicht, dass es auch bei ihm und in seiner Familie große, existentielle Probleme gibt.  


Die Sprache von Verena Carl ist ruhig, klar und ausdrucksstark. Sie beschreibt die Atmosphäre so intensiv, dass man direkt das Gefühl hat sich ebenfalls am Ende des Sommers auf der Taomina zu befinden.


Die Charaktere wirken authentisch, aber ich habe sie als wenig zugänglich empfunden. Die Kommunikation zwischen ihnen war schwierig, sie lebten nebeneinander her und haben sich gegenseitig das Leben schwer gemacht. Die einzelnen Kapitel sind aus verschiedenen Perspektiven der Protagonisten geschrieben.


„Die Lichter unter uns“ ist ein Buch, das zum Nachdenken anregt, über das Leben, was Glück bedeutet und was uns glücklich macht. Es ist tiefgründig und durchweg leicht melancholisch, so dass es sich nicht als leichte Lektüre nebenher eignet. 


Eigentlich mag ich keine offenen Enden, aber in diesem Fall fand ich es stimmig, dass nicht alle Probleme gelöst wurden und Platz für eigene Gedanken blieb.

Insgesamt habe ich das Buch gerne gelesen, da

die Autorin die Stimmungen sehr gut transportiert hat. Inhaltlich hätte ich mir allerdings ein wenig mehr gewünscht.

 

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50 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 31 Rezensionen

barbarentage, william finnegan, autobiographie, biografie, barbarian days: a surfer's life

Barbarentage

William Finnegan , Tanja Handels
Flexibler Einband: 566 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 07.05.2018
ISBN 9783518468739
Genre: Biografien

Rezension:

Das Buch "Barbarentage" ist die Autobiografie  des Journalisten William Finnegan, für das er mit dem Pulitzer Preis ausgezeichnet wurde.

William Finnegan beginnt mit elf Jahren zu surfen und entdeckt dabei seine große Leidenschaft für diesen Sport. Sein Surfbrett bietet ihm aber weit mehr als nur den Spaß am Sport, es gibt ihm Sicherheit und die Möglichkeit seinen Platz in der Welt zu finden. Das Wellenreiten ist für ihn  wichtiger als Menschen, Beziehungen und soziale Kontakte. Er stellt alles hinten an und reist an die ungewöhnlichsten Orte auf der Suche nach der perfekten Welle. Dabei lernt er eine Menge über die Welt, Länder und Menschen anderer Kulturen kennen.

Die Erlebnisse von William Finnegan sind interessant und sein Schreibstil ist angenehm. Allerdings verwendet er eine Menge Surf-Begriffe, mit denen sich Leser, die zu diesem Sport bisher wenig Verbindung haben, vermutlich schwer tun. Aber am Ende des Buches befindet sich ein sehr nützlicher Glossar, der diese Begriffe erklärt.

Nebenbei erfährt man noch einiges über die Zeit des Wirtschaftswunders, über den Vietnamkrieg und die Zeit des Flower Powers. Schwerpunkt des Buches ist jedoch eindeutig das Surfen und ich denke, dass jeder Surfer das Buch lieben wird.

Mich hat das Buch begeistert und ich finde es fast schade, dass ich es jetzt und nicht im Sommer in der Surfsaison gelesen habe. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für Surfer und alle, die sich mit diesem Sport verbunden fühlen und/oder dafür begeistern können.

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66 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 44 Rezensionen

provence, krimi, frankreich, kloster, nonne

Madame le Commissaire und die tote Nonne

Pierre Martin
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 03.04.2018
ISBN 9783426521977
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Madame le Commissaire und die tote Nonne!“ ist der fünfte Band mit der Ermittlerin Isabelle Bonnet von Pierre Martin. Die Bände können problemlos unabhängig voneinander gelesen werden.

Als an einer Klippe am Strand eine Nonne tot aufgefunden wird, glaubt Kommissarin Isabelle Bonnet im Gegensatz zu ihren Kollegen nicht an einen Unfall. Obwohl sie eigentlich nicht zuständig ist, beginnt sie zu ermitteln. Dabei stößt auf eine gläubige Familie, die das Klosters unterstützt in dem es in kurzen Abständen mehrere Todesfälle gab und einen Abt, der zuvor als hochrangiger Offizier in der Fremdenlegion gedient hat. Auch die Autopsie spricht nicht für einen Unfall und schon bald gibt es mehr als nur einen Verdächtigen.

Der Schreibstil von Pierre Martin ist flüssig, klar und bildhaft. Durch die landschaftlichen Beschreibungen, konnte man das Flair der Provence spüren. Die Handlung wirkte durch die vielfach eingesetzte direkte Rede sehr lebendig und durch die recht kurzen Kapitel wurde ich  immer wieder zum Weiterlesen verleitet.

Madame le Commissaire ist eine sympathische Protagonistin und ihr Vorgehen ist logisch und strukturiert. Ihr Kriminalassistent Appollinaire ist sehr charmant, ein wenig tollpatschig aber liebenswert. Ein Mensch, den man einfach gern haben muß und der dem Buch eine Menge Leben verliehen hat. Dank ihm gab es immer wieder Gründe zum Schmunzeln.

Ich fand den Fall und die Ermittlungsarbeiten spannend und interessant und fühlte mich gut unterhalten. Das Buch ließ sich sehr angenehm lesen. Ich würde es als lesenswerten Wohlfühlkrimi mit Urlaubsstimmung bezeichnen und freue mich schon auf weitere Fälle mit Isabelle Bonnet und ihrem Assistenten Appollinaire.

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53 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 50 Rezensionen

krimi, flüchtlinge, london, flüchtling, dänemark

Das Meer löscht alle Spuren

Lone Theils , Ulrike Brauns
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 24.04.2018
ISBN 9783499273155
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Das Meer löscht alle Spuren“ ist nach "Das Mädchen von der Englandfähre" der zweite Fall für die Journalistin Nora Sand von der Autorin Lone Theils. Das Buch ist problemlos ohne Vorkenntnisse aus dem ersten Band zu lesen.

Der bekannte Dichter Manash Ishmail und seine Frau Amina flüchten wegen politischer Verfolgung  gemeinsam aus dem Irak nach England. Bei der Flucht werden die beiden getrennt. Manash kommt in ein dänisches Auffanglager, von seiner Frau fehlt jede Spur. Der Schriftsteller ist bereit der Reporterin Nora Sand ein exklusives Interview zu geben, wenn diese ihm im Gegenzug hilft, seine Frau zu finden. Nora begibt sich auf Spurensuche und gerät damit höchste Gefahr.    

Der Schreibstil von Lone Theils lässt sich leicht und flüssig lesen. Die Thematik ist aktuell und spannend. Man merkt, dass die Autorin selbst als Korrespondentin tätig war, da die Handlung nicht nur unterhaltsam ist, sondern insgesamt auch ausgesprochen authentisch geschildert wird.

Die Charaktere werden gut beschrieben. Nora ist eine unerschrockene Protagonistin, die für ihre journalistischen Tätigkeiten, auch nachdem ihr Computer gehackt wurde, keiner Gefahr aus dem Weg geht. Man erfährt zu dem noch einiges aus ihrem Privatleben, in dem es auch nicht gerade gut läuft und sie zeitweise ein wenig unorganisiert erscheint. Die Mischung zwischen ihren Ermittlungen und ihrem privaten Problemen ist ausgesprochen gut gelungen und machen sie authentisch und sympathisch.     

 Das aktuelle Thema, die brisanten Hintergründe, die Skrupellosigkeit mit der die Menschen vorgehen, um für sich selbst einen Vorteil aus der Not anderer herauszuholen, sind erschreckend und sorgen beim Lesen für Spannung.  Das Ende ist stimmig und schlüssig. Lediglich der Bezug zum Titel fehlte mir bei diesem Buch.

Insgesamt kann ich diesen fesselnden und spannenden Krimi, der ein brisantes und aktuelles Thema interessant beleuchtet, durchaus empfehlen.   

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99 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 78 Rezensionen

fantasy, trilogie: vakouja, liebe, irina grabow, freundschaft

Vakouja - Ränkespiele

Irina Grabow
Flexibler Einband: 452 Seiten
Erschienen bei Lysandra Books Verlag, 31.08.2017
ISBN 9783946376323
Genre: Fantasy

Rezension:

„Vakouja – Ränkespiele“ ist der spannende, fantasievolle und düstere Debütroman der Autorin Irina Grabow.

Lian ist Fischer und lebt ein einfaches Leben. Wegen einer Steuerschuld wird er von Zaron – dem Königdes Reiches – auf dessen Burg gebracht. Zaron ist ein grausamer Mensch und als Lian durch Zarons Bruder Rako in eine missliche Situation gerät, muss er einiges über sich ergehen lassen. Es folgen Schlachten und Intrigen, die einst so friedliche mittelalterliche Welt der Menschen, Grelven und Drachen ist aus den Fugen geraten. Wie wird es gelingen diese wieder ins Gleichgewicht zu bringen ?

Der Schreibstil von Irina Grabow ist flüssig, bildhaft und lässt sich angenehm lesen. Bereits nach den ersten Seiten haben sich vor meinen inneren Augen Bilder gemalt, die mich tief mit in diese fantastische Welt genommen haben.

Die Charaktere werden liebevoll und facettenreich beschrieben. Während mir Lian von Anfang an sympathisch war, fand ich Zaron einfach nur grausam und abstoßend. Aber nicht alle Figuren ließen sich so einfach zuordnen und bei einigen habe ich lange gerätselt, was es mit ihnen auf sich hat.

Die Bräuche und Sitten sind teilweise recht sonderbar und spiegeln die Atmosphäre der mittelalterlichen Welt gut wider.

Das Cover ist zudem ein toller Eyecatcher – ein wenig düster und magisch -  mir gefallen die Farben und die Mystik, die es ausstrahlt. Im Innencover findet man eine Karte, in der alle Ortsnamen gut zu erkennen sind, dadurch kann man sich alles noch einmal besser vorstellen. Ebenso hilfreich und gelungen fand ich den Stamm der Königshäuser.

Ich bin mit diesem ersten Band der Trilogie in eine vollkommen neue Welt abgetaucht und möchte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Fantasievoll, spannend aber auch brutal und grausam ist dieses Buch ein gelungenes Debüt, das ich jedem Fantasieliebhaber empfehlen kann.

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145 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 49 Rezensionen

hexe, zwillinge, apfelmännchen, petronella apfelmus, apfelkuchen

Petronella Apfelmus - Verhext und festgeklebt

Sabine Städing
Fester Einband: 207 Seiten
Erschienen bei Boje, 18.07.2014
ISBN 9783414823991
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Die Sonderausgabe des Buches „Petronella Apfelmus Verhext und festgeklebt“ ist der erste Band um die kleine Apfelhexe Petronella. In dieser Paperbackausgabe gibt es einen zusätzlichen Aktivteil mit tollen Ideen zum Basteln und Gärtnern. Für Letzteres befinden sich im Buchcover Samen und passende Pflanzensticks. Petronellas Apfelkuchenrezept und eines für leckere Limonade wird ebenfalls im Anhang verraten.

Die kleine Apfelhexe wohnt in einem Apfel. Als die Zwillinge Lea und Luis in die Nachbarschaft ziehen, passt ihr das so gar nicht und sie versucht diese mit ein wenig Hexenspuk zu vergraulen. Doch als Petronella die Kinder näher kennenlernt, merkt sie, dass diese richtig nett sind und sie freunden sich an.

Der Schreibstil der Autorin Sabine Ständig ist locker, leicht, mitreißend und amüsant. Durch die große Schrift und die kurzen Kapitel ist das Buch angenehm zu lesen und eignet sich wunderbar für Kinder im Grundschulalter.

Die liebevoll gezeichneten Illustrationen von SaBine Büchner runden das Buch wunderbar ab, da kann man so einiges entdecken.

Die Geschichte ist lustig und fantasievoll und die vielen verschiedenen Charaktere machen einfach Spaß. Mit Petronella hat Sabine Ständig eine Protagonistin erschaffen, die man einfach lieben muss.

Meinen Kindern hat die Geschichte total gut gefallen und sie freuen sich schon auf weitere Geschichten um die kleine Apfelhexe.

Mein Fazit:

„Petronella Apfelmus Verhext und festgeklebt“ ist ein gelungenes, fröhliches Buch für kleine Leser ab 8 Jahren, das sich aber auch genauso gut zum Vorlesen eignet. Von meinen Kindern und mir gibt es eine Leseempfehlung und 5 Sterne.

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25 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

indien, london, kolonialzeit, england, pauline peters

Das Zedernhaus

Pauline Peters
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 27.04.2018
ISBN 9783404176755
Genre: Historische Romane

Rezension:

„Das Zedernhaus“ ist der dritte Band der Victoria Brendon-Reihe der Autorin Pauline Peters, der sich problemlos ohne Vorkenntnisse aus den beiden vorherigen Büchern lesen lässt.


Der Roman beginnt im Jahre 1908 und Victoria Bredon und ihr Verlobter Jeremy Ryder planen ihre Hochzeit. Als ein Attentat auf den indischen Vizekönig verübt wird, reist Jeremy - der offiziell als Journalist und inoffiziell bei einer Abteilung des Geheimdienstes arbeitet - zur Aufklärung nach Indien. Nachdem in London bei einem ermordeten indischen Matrosen ein Medaillon mit einem Bild von Victorias verstorbenen Vater gefunden und Jeremy in Indien als vermisst gemeldet wird, beschließt Victoria - gemeinsam mit ihrem Butler Hopkins - selbst nach Indien zu reisen, um ihn zu suchen.


Der Schreibstil von Pauline Peters ist flüssig und der gesamte Roman lässt sich leicht lesen. Durch die detaillierten Beschreibungen der Personen und Handlungsorte kann man sich alles gut vorstellen und bekommt schnell ein klares Bild der damaligen Zeit und des gesamten Geschehens. Der Ortswechsel zwischen London und Indien macht die Unterschiede zwischen den beiden Kulturen deutlich und es ist erschreckend, wie die Inder von den Briten unterdrückt wurden. Die Armut der indischen Bevölkerung, die Schönheit des Landes und die Blasiertheit der Briten werden gekonnt vermittelt.

 

Historische Details und das Leben in der damaligen Gesellschaft wurden gut recherchiert und in die Geschichte eingebunden. Durch unerwartete Wendungen bleibt es bis zur letzten Seite spannend.

 

Die Charaktere werden facettenreich dargestellt. Victoria ist eine selbstbewusste junge Frau, die sich bei den Suffragetten einsetzt, als Fotografin arbeitet und – seit dem Tod ihres Vaters - mit ihrem Butler Hopkins zusammenlebt. Hopkins ist ein wundervoller Mensch, der sich um Viktoria kümmert und das Herz am rechten Fleck hat. Seine gemeinsame Ermittlungsarbeit mit Viktoria ist clever und zielgerichtet und es macht einfach Spaß zu lesen, wie die beiden Vorgehen. Auch mit den übrigen Personen trifft man auf interessante und sehr unterschiedliche Persönlichkeiten.

 

Mir hat die Mischung aus historischen Begebenheiten, Krimi, Liebe und unterschiedlichen Kulturen gut gefallen. Durch unerwartete Wendungen blieb das Buch bis zum Ende spannend. Ich habe es gerne gelesen und kann es Liebhabern von historischen Krimis mit leichter Liebesgeschichte nur empfehlen.  

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(62)

110 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 60 Rezensionen

thriller, psychothriller, jenny blackhurst, pflegekind, unheimliches

Das Böse in deinen Augen

Jenny Blackhurst , Sabine Schilasky
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 27.04.2018
ISBN 9783404176892
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Das Böse in Deinen Augen“ ist ein weiterer spannender Psychothriller der Autorin Jenny Blackhurst.

Die Kinderpsychologin Imogen Reid zieht mit ihrem Mann in das Haus, in dem sie ihre Kindheit verbracht hat. Diese war nicht schön und die Erlebnisse verfolgen sie bis heute.

Als sie ihren neuen Job annimmt, übernimmt sie den Fall des elfjährigen Waisenkindes Ellie Aktinson. Ellie benötigt – nachdem sie ihre Familie bei einem Brand verloren hat – dringend Hilfe.  Sie lebt seitdem in Pflegefamilien und im Dorf wird erzählt, dass sie übernatürliche Kräfte hat. Die Leute haben Angst vor ihr und überall wird sie ausgeschlossen und gemobbt. Imogen will die Gerüchte nicht glauben und versucht Ellie zu helfen. Aber als dann merkwürdige Dinge passieren, kommen auch Imogen Zweifel…

Der Schreibstil von Jenny Blackhurst lässt sich angenehm leicht und flüssig lesen. Durch die kurzen Kapitel und die wechselnde Perspektive wird man zum Lesen angehalten, da man immer wissen möchte, wie es aus der anderen Sicht weitergeht.

Die Charaktere waren gut und detailliert beschrieben.

Imogen fand ich anfangs ganz sympathisch, auch wenn ich ihr Verhalten – insbesondere gegenüber ihrem Mann – nicht immer ganz nachvollziehen konnte und war gespannt auf die Geheimnisse ihrer Vergangenheit, die immer wieder angedeutet wurden.

Ellie war mir eher ein wenig unheimlich und ich konnte ihr Verhalten gar nicht so richtig einordnen. Ständig wurde sie irgendwie in die Ecke gedrängt, sowohl in der Pflegefamilie als auch in der Schule. Sowohl ihre Mitschüler als auch die Lehrerin verhalten sich ihr gegenüber einfach nur grausam.

Mehrfach hatte ich den Eindruck, dass es sich um einen Mysterythriller handelt, aber letztendlich gab es für fast alles eine rationale Erklärung.

Zwischendurch hatte ich mehrfach Zweifel, ob es der Autorin gelingen wird, dem Buch ein Ende zu geben, das alle offenen Fragen erklärt. Letztendlich ist es ihr gelungen, für mich war das Ende rund, aber der Epilog hat dann noch einmal alles herumgerissen und ich blieb ein wenig ratlos zurück. Das Ende bietet Raum für Interpretationen.

Trotzdem hat mir das Buch gut gefallen. Es war spannend, mitreißend und ließ sich flüssig lesen von daher kann ich es Thrillerliebhabern empfehlen.

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103 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 45 Rezensionen

bücher, roman, buch, christine féret-fleury, books

Das Mädchen, das in der Metro las

Christine Féret-Fleury , Sylvia Spatz
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 22.05.2018
ISBN 9783832198862
Genre: Romane

Rezension:

„Das Mädchen, das in der Metro las“ von Christine Fèret-Fleury ist ein Buch für Buchliebhaber.

Juliette fährt jeden Tag mit der Metro zur Arbeit und auf dem Weg dorthin taucht sie ab in die Welt der Bücher. Ihre Arbeit ist eintönig und bringt ihr wenig Freude, aber mit ihren Büchern hat sie etwas gefunden, das sie erfüllt. Als sie eines Tages einige Stationen früher aussteigt, trifft sie auf Solimann, der der Auffassung ist, dass Bücher die Macht haben, das Leben eines Menschen zu verändern. Deswegen lässt er den Menschen die passenden Büchern per Boten zukommen. Juliette beginnt ihm zu helfen und erfährt dabei eine Menge über den Einfluss, den Bücher haben können.

Der Schreibstil von Christine Fèret-Fleury ist einfach zauberhaft, bildhaft und poetisch. Es macht Spaß ihre Zeilen zu lesen, in denen man die Magie der Worte spürt und wundervolle Zitate findet, die man auch nach dem Lesen nicht so schnell wieder vergisst.

Juliette ist eine sympathische Protagonistin, die durch die Liebe zu den Büchern zu sich findet und die ihr Leben verändert. Das Buch ist eine wundervolle Geschichte für Buchliebhaber, die den Leser ohne viel Action auf zauberhafte Weise für sich einnimmt.  

Das Cover ist eher farblos, könnte aber nicht passender sein. Die unzähligen Buchstapel sprechen für sich.

Mir hat die Geschichte um Juliette und die Bücher unglaublich gut gefallen und ich kann sie jedem Buchliebhaber nur empfehlen.

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(114)

137 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 112 Rezensionen

thriller, spionage, agenten, russland, cia

Wahrheit gegen Wahrheit

Karen Cleveland , Stefanie Retterbush
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei btb, 10.04.2018
ISBN 9783442716746
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das Buch „Wahrheit gegen Wahrheit“ ist ein gelungener Debütthriller von Karen Cleveland.

Vivian und Matt führen eine ganz normale Ehe mit vier gemeinsamen Kindern. Vivian arbeitet als IT Spezialistin bei der CIA und gehört zum russischen Spionageteam des SWR und Matt ist Software Entwickler. Während Vivien in ihrem Job sehr eingebunden ist, bleibt Matt wesentlich mehr Zeit sich um die Kindern und den Haushalt zu kümmern, so dass die Kinder mehr auf ihn als auf Vivien fixiert sind. Als Vivien bei ihren Recherchen herausfindet, dass Matt ein russischer Spion ist und er dies auch noch zugibt, weiß sie nicht, was sie tun soll.  Matt wurde schon in seiner Kindheit in die USA geschleust und hat sie über Jahre belogen. Soll sie Matt ausliefern ? Aber dadurch würde sie ihren Kindern den Vater nehmen und die Familie zerstören. Vivien ist ratlos.

Der Schreibstil von Karen Cleveland ist flüssig, angenehm zu lesen und baut Spannung auf. In  ausführlichen Rückblicken in die vergangenen zehn Ehejahre der Millers stellt man mehrfach fest, dass die Dinge nicht immer so waren, wie es schien. Vieles konnte im Nachhinein ganz anders gesehen werden. Viviens Emotionen für ihre Kinder, die Angst sie zu verlieren und ihr innerer Kampf über das Unwissen was wahr ist und was nicht,  werden authentisch und nachvollziehbar geschildert. Ihre Zerrissenheit über die neuen Erkenntnisse und der Wunsch Matt weiterhin zu vertrauen, tut beim Lesen regelrecht weh. Allerdings wirkt sie dafür, dass sie als IT Spezialistin bei der CIA zwischenzeitlich ein wenig zu naiv.

Dieser Thriller ist weder brutal noch blutig, aber die unterschwellige Gefahr ist permanent vorhanden.
Durch viele unerwartete Wendungen hat mich das Buch gefesselt, mehrfach überrascht und das bis zur letzten Seite.

Mich hat das Buch gepackt und gefesselt aber es ist kein Thriller im herkömmlichen Sinne, sondern eher ein spannendes Familiendrama.

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(30)

35 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

eis, sommer, magie, familie, disziplin

Der zauberhafte Eisladen

Heike Eva Schmidt
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Boje, 27.04.2018
ISBN 9783414825025
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Das Buch „Der zauberhafte Eisladen: Vanille, Erdbeer und Magie“ ist das Kinderbuchdebüt der Autorin Heike Eva Schmidt.

Elli ist mit ihren Eltern und Brüdern samt Familienhühnern in eine neue Stadt gezogen. Nun ist erst einmal alles neu und bei dem Gedanken an den ersten Schultag meldet sich ein kleiner Angstteufel in Ellis Bauch. Glücklicherweise kommt sie auf dem Weg in die Schule an dem Eiscafé ihres Großvaters Leonardo vorbei.  Mit einem Eis gestärkt fühlt sie sich direkt viel besser und der erste Schultag verläuft wunderbar. In den kommenden Tagen stellt Elli fest, dass es immer wieder zu ungewöhnlichen Ereignissen in Zusammenhang mit dem Eis ihres Großvaters kommt. Außerdem entdeckt sie noch ein Geheimfach unter der Eistheke und Elli möchte natürlich unbedingt wissen, was es damit auf sich hat.

Der Schreibstil von Heike Eva Schmidt lässt sich leicht und flüssig lesen. Elli ist eine sehr sympathische Protagonistin. Ihre Gefühle werden authentisch dargestellt und man kann sich gut in sie hineinversetzen.

Beim gemeinsamen Lesen mit meinen Kindern hatte ich eine Menge Spaß und wir konnten wunderbar gemeinsam lachen. Aber das Buch beinhaltet auch eine gewisse Spannung, so dass man gerne weiterliest. Die drei verrückten Familienhühner waren dabei ein tolles Highlight, das uns viel Spaß gemacht habt und das uns durch Illustrationen durch das ganze Buch begleitet hat.

Das gesamte Buch ist wundervoll gestaltet. Auf jeder Seite findet man passende Illustrationen, die das Geschriebene verdeutlichen.  Das rote Lesebändchen passt farblich wunderbar zum Innencover und macht die gesamte Erscheinung des Buches rund und stimmig.

Während des Lesens bekommt man zwangsläufig Lust auf Eis, da die Variationen aus  Leonardos Eiscafé einfach zu verlockend klingen. Um dem Verlangen Abhilfe zu schaffen, befindet sich am Ende des Buches noch ein leckeres Rezept für „Knusp-Erdnuss-Eis“, das wir nur empfehlen können.

Insgesamt hat uns das Buch um Freundschaft und Magie ausgesprochen gut gefallen. Die Geschichte und die Gestaltung sind stimmig und wir freuen uns schon jetzt auf weitere magische Erlebnisse mit Elli.

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(22)

26 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

tagebuch, schule, mädchen, träume, gedanken

Ellas Welt - Das verflixte neue Schuljahr

Meredith Costain , Meredith Costain , Ann Lecker , Danielle McDonald
Fester Einband: 144 Seiten
Erschienen bei Boje, 24.04.2017
ISBN 9783414824769
Genre: Kinderbuch

Rezension:

„Ellas Welt – Das verflixte neue Schuljahr“ ist der erste Band einer Tagebuchreihe um die Viertklässlerin Ella von der australischen Kinderbuchautorin Meredith Costain.

Ella freut sich auf das neue Schuljahr und ist gespannt auf ihre neue Klassenlehrerin. Endlich sieht sie ihre Freunde wieder. Sie begibt sich extra früh in die Klasse, damit sie einen guten Platz für sich und ihre beste Freundin Zoe sichern kann. Aber schon die erste Schulstunde läuft nicht wie gewünscht.  Zoe kommt nicht und neben Ella setzt sich auch noch ein Mädchen, das permanent für Ärger sorgt – Penny Parker. Eigentlich sollte Penny in die Parallelklasse wechseln und nun sitzt sie neben Ella und macht ihr das Leben schwer. Aber Ella lässt sich nicht unterkriegen….

Der Text ist in Tagebuchform geschrieben und  Ella hat ihr Tagebuch total süß und detailverliebt gestaltet. Neben zahlreichen Illustrationen von der Illustratorin Danielle Mc Donald, die das geschriebene bildlich verdeutlichen, springen einem die schnörkelige Schrift und die herzchenförmigen Pünktchen direkt ins Auge. So macht das Lesen einfach Spaß. Die Art wie Ella ihr Leben beschreibt hat meine Töchter und mich mehrfach zum Lachen gebracht. Außerdem wird in dem Buch deutlich, dass man nicht jeden Unsinn mitmachen muss.

Die Handlung ist allerdings insgesamt recht überschaubar. Handlungsort war fast ausschließlich die Schule und  es wird der Schulalltag mit den typischen „Kleinkriegen“ wie sie wohl in jeder Klasse stattfinden beschrieben.  Dabei wird – da es sich um Ellas Tagebuch handelt – nur Ellas Sicht beschrieben, so dass Penny immer die Böse und Ella die Gute ist. Das fand ich ein wenig einseitig, hat aber die Lesefreude meiner Töchter nicht getrübt. Sie hatten großen Spaß an dem Buch und wollen unbedingt weitere Bände lesen.

Ich denke „Ellas Welt“ ist ein unterhaltsames Buch für zwischendurch, das – aufgrund seiner zauberhaften Gestaltung - auch weniger leseaffine Grundschülerinnen mögen werden, von daher kann ich es nur empfehlen.

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141 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 91 Rezensionen

kopenhagen, mord, thriller, krimi, manuskript

Krokodilwächter

Katrine Engberg , Ulrich Sonnenberg
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 28.03.2018
ISBN 9783257070286
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Der Krokodilwächter“ ist das Debüt der dänischen Autorin Katrine Engberg und ein gelungener Auftakt für eine neue Serie mit einem interessanten Protagonistenduo.


Die junge Literaturstudentin Julie wird erstochen und mit Schnittwunden in einem Mehrfamilienhaus in der Innenstadt von Kopenhagen aufgefunden. Die Kommissare Jeppe Korner und Anette Werner beginnen mit ihrer Arbeit. Verdächtige gibt es viele und dann entdecken die beiden Ermittler bei der Vermieterin des Hauses - Esther de Laurenti - auch noch ein Manuskript, in dem der Mord  geschildert wird.


Der Schreibstil von Katrine Engberg  ist angenehm, ruhig und für einen Thriller ungewöhnlich unaufgeregt. Die Grundstimmung ist dabei düster und leicht melancholisch, aber zwischendurch kommt auch ein wenig Sarkasmus durch. Die Ermittlungsarbeiten werden ebenso detailliert beschrieben wie die Tatorte. Durch die Auszüge aus dem Manuskript von Esthers Roman ist der Autorin eine interessante Mischung aus Fiktion und Realität gelungen. Die unterschiedlichen Perspektiveen aus denen die einzelnen Kapitel geschrieben sind, sorgen dafür, dass man das Buch gar nicht aus der Hand legen mag, da man immer wissen möchte, wies es an der anderen Stelle weitergeht.

Die Charaktere werden facettenreich und authentisch beschrieben. Jeppe und Anette sind zwei sehr unterschiedlicher Persönlichkeiten, die sich gut ergänzen. Während man über Jeppes Privatleben in diesem Buch recht viel erfährt, bleibt Anette ein wenig blass.  

Verschiedene Fährten und überraschende Wendungen sorgen für Spannung und fesseln. Das Ende hat mich überrascht, war aber schlüssig und stimmig.

 

Insgesamt hat mir das Buch ausgesprochen gut gefallen, das sprachliche Niveau war hoch und die Spannung wurde ohne unnötige Grausamkeiten erreicht. Ich bin gespannt auf weitere Fälle mit Jeppe und Anette.

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

Schwarzer Halbmond

Sarah Samuel
Fester Einband: 270 Seiten
Erschienen bei novum premium ein Imprint von novum publishing , 10.10.2017
ISBN 9783903155640
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Schwarzer Halbmond“ ist nach „Das Lazarettkind“ der zweite Roman von Sarah Samuel. Sarah Samuel ist das Pseudonym des Salzburger Autorenpaares Gerlinde  und Harald Niederreiter.

In Frankreich in der Region von Marseille verbreitet die islamistische Terrororganisation Schwarzer Halbmond Unruhe. Immer häufiger kommt es zu Angriffen auf jüdische Einrichtungen, denen die Polizei vor Ort nicht mehr gewachsen ist. Durch den wachsenden Druck des Oberrabbiners über die Medien auf die Regierung wird eine  Sonderabteilung des französischen Geheimdienstes abgestellt. Ihr oberstes Ziel ist es die in Marseille ansässige Basis für Schleppertätigkeiten und Drogenhandel zu bekämpfen. Dazu soll die Spezialagentin Sihem Laurent in die Terrororganisation eingeschleust werden. Des Weiteren spielen noch der Ex-Agenten des israelischen Geheimdienstes und die kalabrische Mafia eine brisante Rolle.

Der Einstieg in das Geschehen ist erschreckend brutal, dramatisch und man erfährt direkt einiges über die muslimische Welt, Extremismus und die Schlepperbanden.

Durch die Aktualität der Thematik fand ich das Buch nicht nur spannend, sondern war viel mehr entsetzt über die Machtlosigkeit mit der man den Extremisten gegenübersteht.

Der Schreibstil ist flüssig und fesselnd. Die Wortgewandtheit und der Sarkasmus zwischen den Zeilen machen das Buch trotz des beängstigenden Hintergrundes zu einem Lesegenuss.   

Die Charaktere werden authentisch und facettenreich beschrieben, so dass man schnell ein gutes Bild von ihnen bekommen hat.

In diesem Buch wurde ein hochaktuelles Thema spannend umgesetzt, das man mit dem Ende des Buches nicht einfach zu Seite schieben kann. Von mir gibt es für diesen brisanten politischer Thriller eine klare Leseempfehlung.

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42 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

täter, psychiatrie, forensik, mord, opfer

Der Augenblick

Irene Matt
Flexibler Einband: 249 Seiten
Erschienen bei Schardt, M, 01.12.2017
ISBN 9783961521241
Genre: Romane

Rezension:

„Der Augenblick“ ist ein regionaler Krimi aus dem Südschwarzwald der Autorin Irene Matt.

Renates Leben scheint vollkommen normal zu verlaufen. Sie hat wenig Freizeit, ist in ihrem Job erfolgreich und scheint glücklich zu sein. Bis sie eines Tages bei ihrer Joggingrunde einen Kinderwagen mit einem schlafenden Säugling entdeckt dessen Mutter unweit entfernt ebenfalls schläft. Völlig grundlos erstickt Renate das Baby und vergräbt es im Wald.  

Alexandra Keller leitet die Ermittlungen zu diesem Mord und muss ihn - mangels verwertbarer Spuren - nach einem Jahr als ungelöst zu den Akten legen.

Renate wird von Gewissensbissen geplagt und gesteht die Tat. Alexandras Ausbilder Hermann Rau der ähnliche Fälle bearbeitet, hat eine Therapiegruppe ins Leben gerufen, in der er sich mit dem Schicksal und dem bisherigen Leben der Täter befasst. In Gruppen- und Einzelsitzungen werden bestehende Traumata aufgearbeitet und werden ein ganz anderes Licht auf die Täter.

Anhand dieses Buches zeigt Irene Matts eine ganz andere Seite der Täter und das Verbrechen wird aus einer vollkommen anderen Perspektive geschildert als in herkömmlichen Krimis. Als Leser weiß man direkt zu Beginn, wer das Verbrechen begangen hat und es muss kein Fall gelöst werden. Trotzdem ist die Geschichte spannend, in der das Schicksal der Täter im Vordergrund steht und beleuchtet wird.  

Der Schreibstil der Autorin ist leicht verständlich und lässt sich gut lesen. Sie versteht es die Emotionen und Gefühle überzeugend darzulegen.   

Das Buch ist kein Krimi im klassischen Sinne. Ermittlungsarbeiten sind ebenso unnötig wie Actionszenen. Trotzdem ist es spannend und fesselnd und eröffnet eine Sichtweise auf menschliche Schicksale, die man ansonsten nicht erhält. In wie weit kann man für ein Verbrechen Verständnis aufbringen ? Der Blick in die Psyche der Täter und ihre Schicksale regen in jedem Fall zum Nachdenken an und sorgen dafür, dass man das Buch nach dem lesen nicht so schnell wieder vergisst.

Ich kann das Buch jedem, der einen Krimi von einer anderen Seite kennenlernen und etwas über die psychologischen Hintergründe erfahren möchte nur empfehlen.

 

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245 Bibliotheken, 13 Leser, 1 Gruppe, 94 Rezensionen

zeit, matt haig, liebe, roman, leben

Wie man die Zeit anhält

Matt Haig , Sophie Zeitz
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 20.04.2018
ISBN 9783423281676
Genre: Romane

Rezension:

„Wie man die Zeit anhält“ ist eine wirklich außergewöhnliche Geschichte von dem britischen Schriftsteller und Journalisten Matt Haig, die mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat.

Tom Hazard ist inzwischen über 400 Jahre alt und sieht aus wie vierzig. Geboren wurde er im 16. Jahrhundert auf einem französischen Schloss. Seine Mutter wurde wegen Hexerei zum Tode verurteilt.  Alle acht Jahre muss er für Hendrich eine Aufgabe erledigen und eine neue Existenz aufbauen. Gerade hat er wieder eine neue Identität angenommen und arbeitet als Lehrer für Geschichte in London. Dort begegnet er Camille zu der er sich hingezogen fühlt. Aber zu große Nähe zu anderen Personen bedeutet Gefahr. Nur einmal hat er sich verliebt, in Rose, mit der er eine Tochter hat, die er nie wieder gesehen hat.

Bereits nach den ersten Seiten kommen einem sehr viele Fragen. Warum muss Tom regelmäßig seine Identität wechseln und weshalb denkt er immer wieder an den Mord seiner Mutter ? Wieso ist er so alt ? Welche Rolle spielen Marion, Rose und Omai ?

Der Schreibstil von Matt Haig ist einfach und lässt sich leicht und flüssig lesen. Es gelingt ihm, den Leser von der ersten Seite an mit in die Geschichte hineinzunehmen. Mit Tom Hazard hat er einen sympathischen Protagonisten erschaffen, der sehr einsam aber auch gewissenhaft ist. Er kann sich niemals näher auf andere Menschen einlassen, da  er immer aufpassen muss, was er sagt und nichts aus seiner Vergangenheit erzählen kann. Alle acht Jahre reist er von Person zu Person und entwickelt sich dadurch immer weiter. Er trifft im Laufe der Jahre immer wieder auf interessante Persönlichkeiten und erlebt eine Menge Katastrophen.

Die Geschichte wird in mehreren Zeitebenen erzählt. Der fernen Vergangenheit, der Vergangenheit und der Gegenwart. Die Wechsel machen das Buch spannend und interessant. Die Story ist fiktiv, aber dennoch berührend, spannend und magisch zugleich.

Mir hat das Buch gut gefallen und ich kann es jedem, der einmal der Realität entkommen möchte nur empfehlen.

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29 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

astrid korte, bewältigung, einfluß, psychopathen, psychothriller

LILITH - EISKALTER ENGEL

Astrid Korten
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 04.01.2018
ISBN 9783746059440
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Lilith – Eiskalter Engel“ ist die Fortsetzung von „Eiskalte Umarmung“, der dritte Band mit Anna Gavaldo und wieder ein weiterer durchweg gelungener Psychothriller von der Autorin Astrid Korten.


Anna und Max Gavaldo erwarten ihr zweites Kind. Gemeinsam mit ihrer 16-jährigen Tochter Katharina leben sie in ihrem Haus am Starnberger See und eigentlich ist alles perfekt. Doch nachdem Anna auf einer Benefizveranstaltung bedroht wird und ein gruseliges Verbrechen geschieht, scheint Katharina etwas zu wissen. Wiederkehrende Visionen in denen sie einem Mann begegnet, der schließlich in der Realität auftaucht, führen sie in die Vergangenheit.

Der Schreibstil der Autorin ist durchweg fesselnd und spannend. Sie holt einen direkt auf den ersten Seiten ab und die Geschichte lässt einen bis zum Ende nicht mehr los.


Durch die wechselnden Erzählperspektiven konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen, da ich stets wissen musste, wie es an der anderen Stelle weitergeht. Die kurzen Kapitel, von denen man immer schnell noch einen lesen kann, sorgten für Tempo. Der Aufbau, der Verlauf und das Ende sind stimmig und logisch, da passt alles.


Die Charaktere werden detailliert und authentisch dargestellt. Auch die Schauplätze werden so plastisch beschrieben, dass sich mein Kopfkino direkt in Bewegung gesetzt hat.


Man bekommt langsam immer wieder neue Details, was die Spannung fast unerträglich macht. Die Abgründe der menschlichen Psyche sorgen für Gänsehaut und haben mich schockiert.


Insgesamt ist  „Lilith – Eiskalter Engel“ ein spannender und faszinierender Psychothriller über Machtlosigkeit, Rache und Wut, der ohne Blutvergießen auskommt. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für Thrillerfans

 

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37 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

piemont, sarazene, italien, liebe, asti

SOFIAN Der Sarazene

Sesta Caroline
Flexibler Einband: 210 Seiten
Erschienen bei ediZioni, 16.04.2018
ISBN 9783963920004
Genre: Romane

Rezension:

„Sofian der Saranzene“ von der Autorin Caroline Sesta ist ein ungewöhnlicher Roman über eine außergewöhnliche Liebe.

Das Buch beginnt in der Gegenwart im Jahr 2012. Federica ist auf dem Weg ins Theater, um ihre Freundin Maria zu treffen. Auf dem Weg dorthin sieht sie einen mit einem Turban bekleideten Angler im Fluß, den niemand außer ihr zu sehen scheint. Von nun an erlebt Federica immer wieder den gleichen Alptraum von einem Sarazenenüberfall.

In einer zweiten Zeitebene, die im Jahr 933 beginnt, geht es um Sofian, einen jungen Sarazenen.  Er ist Krieger im Dienst der arabischen Herrschaft. Auch in dieser Zeit gibt es eine Frau mit dem Namen Federica, die von Sofian gerettet wird.

Der Schreibstil von Caroline Sesta ist ungewöhnlich, lässt sich aber dennoch angenehm lesen. Zu Beginn gibt es eine hilfreiche Einführung über die Sarazenen, wer sie waren, woher der Name kommt und über ihr Reich. Weitere Details im Roman vermitteln, dass die Autorin gut recherchiert hat.

Sofian ist ein sehr sympathischer und interessanter Protagonist, der lebendig und authentisch wirkt.

Federica fand ich in ihrer Verzweiflung, ihrer depressiven und labilen Art ein wenig anstrengend. Zum Glück hat sie Maria, die humorvoll und empathisch ist und sich wunderbar um Federica kümmert.

Die Unterschiede zwischen dem Leben in den beiden Zeitebenen in der Kultur, der Religion und der Lebensart sind interessant und werden neben der Geschichte gut vermittelt.

Die Geschichte von Sofian und Federica hat etwas Esoterisches und ich fand  die Liebesgeschichte zwischen ihnen einfach wundervoll erzählt.

Insgesamt ist „Sofian der Saranzene“ ein ungewöhnliches, spannendes, emotionsgeladenes und mitreißendes Buch.

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72 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 54 Rezensionen

verona, liebe, shakespeare, italien, romeo und julia

Wie ich dank Shakespeare in Verona die große Liebe fand

Glenn Dixon , Lars Bauer
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 08.03.2018
ISBN 9783462051148
Genre: Liebesromane

Rezension:

In seinem Buch "Wie ich dank Shakespeare in Verona die große Liebe fand" hat der Autor Glenn Dixon sehr einfühlsam, mit einem Mix aus spannenden und bewegenden Geschichten, eine wahre Geschichte erzählt.


Glenn Dixon lebt in Kanada, ist Lehrer an einer Highschool und nimmt mit seiner Abschlussklasse in jedem Jahr "Romeo und Julia" durch. Er hat so seine Tricks um seine Schüler für diese alte Geschichte zu begeistern.
Als seine Liebe in die Brüche geht, reist er in das italienische Verona, wo er auf den Club der Julias trifft. Diese beantworten als Sekretärin von Julia die unzähligen Briefe zu Liebesdingen, die von Menschen aus aller Welt eintreffen. Glenn schließt sich als erster Mann dem Club an. Er merkt, dass es den Menschen darum geht ihre Geschichte aufzuschreiben und dass die Briefe ein Leben verändern können.
 
Glenn Dixon muss ein wunderbarer Lehrer gewesen sein. Die Schulszenen und die Gedanken der Jugendlichen, denen er die Geschichte von "Romeo und Julia" näherbringt sind beeindruckend.
Der Schreibstil des Autors lässt sich leicht und flüssig lesen.

Das Thema Liebe wurde in diesem Buch auf eine ungewöhnliche Art und Weise ganz zauberhaft umgesetzt. Die Briefe sind abwechslungsreich – einige berührend und bewegend andere richtig spannend.

Beim Lesen des Buches bekommt man direkt Lust nach Verona zu reisen. Die Stadt, die Sehenswürdigkeiten und die Lokale werden so anschaulich beschrieben, dass man eine gute Vorstellung von der Umgebung bekommt und auch die Atmosphäre wird wunderbar vermittelt.


Alles in Allem ist "Wie ich dank Shakespeare in Verona die große Liebe fand“ ein ungewöhnliches, hinreißendes und zauberhaftes Buch, das mich gefesselt hat. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

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31 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 28 Rezensionen

sachbuch, ratgeber, hilfe, beziehung, stress

Goodbye Beziehungsstress

Elena-Katharina Sohn
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 06.04.2018
ISBN 9783548377148
Genre: Sachbücher

Rezension:

„Goodbye Beziehungsstress“ ist ein einfühlsamer Ratgeber der Autorin Elena-Katharina Sohn. In ihrem Buch gibt sie keine undurchführbaren Patentrezepte, sondern regt viel mehr zum Nachdenken darüber an, was einen in einer Partnerschaft glücklich machen würde.

Das Buch teilt sich in drei Abschnitte:

I.                 Wie wir unser Beziehungsgluck verhindern, ohne es zu bemerken

II.               Was glückliche Beziehungen ausmacht

III.             Deine Anleitung zum Zusammen-Glücklichsein

Die optische Gestaltung durch kleine Illustrationen, Fetttgedrucktes, Texten in Kästen, kurze Übungen und den diversen Selbst-Checks macht einfach Spaß und führt dazu, dass man das Buch gerne in die Hand nimmt.

Der Schreibstil von Elena-Katharina Sohn ist flott und eingängig und ich hatte niemals das Gefühl ein Sachbuch zu lesen.

Natürlich ist nicht alles neu, was die Autorin hier zusammengetragen hat, aber sie macht einem die Erwartungshaltung, die man oft gegenüber seinem Partner hat und Fehler, die man kennt und trotzdem begeht, bewusst. Ihre Tipps und Ideen, wie man dagegen angehen kann sind nachvollziehbar und praktikabel. Dabei geht es nicht nur um die Partnerschaft, sondern auch um Selbstakzeptanz. Die geschilderten Situationen sind lebensnah und die Ansätze zum Arbeiten an sich selbst hilfreich.

Das Buch ist ein guter Ratgeber um zu lernen, wie man gezielt und überlegt mit Beziehungsproblemen umgehen kann. Ich finde, dass sich das Lesen gelohnt hat.

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63 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 36 Rezensionen

russland, moskau, 90er jahre, korruption, literatur

Blasse Helden

Arthur Isarin
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Knaus, 12.03.2018
ISBN 9783813507775
Genre: Romane

Rezension:

„Blasse Helden“ von Arthur Isarin gibt einen Einblick in die russische Gesellschaft der 1990er Jahre.

 

Der 32-jährige Anton begibt sich aus Deutschland nach Russland um sich dort für den Unternehmer Paul Ehrenthal um das Kohlegeschäft zu kümmern. Er erhofft sich ein lockeres und entspanntes Leben. Als Ausländer ohne politische Meinung und moralische Bedenken wird nicht viel von ihm erwartet und er kann sich treiben lassen. Schnell kann er seine neue Freiheit und den Luxus dort genießen. Das Russland der 90-er Jahre ist dekadent und die Diskrepanz zwischen der Oberschicht und dem Volk riesig. Aber die Zeiten ändern sich, Anton muss sich entscheiden, was eine Änderung seines Lebens bedeutet..

 

In dem Buch begleitet man den Protagonisten in der schnelllebigen Zeit, in der in Russland Bestechung und Korruption Alltag ist. Dem Autor gelingt es gut einen authentischen Einblick  in das Leben der russischen Bevölkerung zu geben. Die negativen Begleiterscheinungen des Kapitalismus, die Armut der Bevölkerung, Partys, aber auch die russische Literatur, Filme und Kunst werden authentisch und überzeugend geschildert.

 

Der Schreibstil von Arthur Isarin ist temporeich, flüssig und zeitweise sarkastisch und ironisch.

 

„Blasse Helden“ ist ein beeindruckender Debüt-Roman in dem der Autor den Umbruch Russlands faszinierend und erschreckend zugleich schildert. Es ist kein leicht zu lesendes Buch, aber eines das man in Erinnerung behalten wird und das mich nachdenklich zurückgelassen hat.

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86 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 62 Rezensionen

zons, thriller, eingemauert, lebendig eingemauert, schwangerschaft

Knochenschrei

Catherine Shepherd
Flexibler Einband: 335 Seiten
Erschienen bei Kafel Verlag, 01.04.2018
ISBN 9783944676104
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Knochenschrei“ ist der achte Thriller in der Zons-Reihe der Autorin Catherine Shepherd, die selbst mit ihrer Familie in Zons am Rhein lebt. Das Buch ist problemlos ohne Kenntnisse aus den vorherigen Bänden zu lesen.

 

Oliver Bergmann und sein Kollege werden zu einem grausigen Leichenfund gerufen, der durch Erweiterungsarbeiten in einem Kellerraum entdeckt wurde. Dabei handelt es sich um eine 500 Jahre alte Nonne.  Es bleibt jedoch nicht bei dieser einen Leiche, in einem weiteren Raum finden sie eine zweite Leiche, die noch nicht so lange dort liegt. Die Leichen wurden lebendig in dem Kellergewölbe eingemauert.

In einem zweiten Handlungsstrang geht es um die Ereignisse 500 Jahre zuvor, in dem in einem Kloster junge Nonnen verschwinden, die angeblich zuvor vom Teufel aufgesucht wurden. Hier sucht der Stadtsoldat Bastian Mühlenberg nach der verschwundenen Nonne Brunhilde, die nach einem Ausflug nicht ins Kloster zurückgekehrt ist.

 

Der Schreibstil von Catherine Shepherd ist flüssig und lässt sich leicht lesen. Durch detaillierte Beschreibungen der Umgebung entstanden beim Lesen zahlreiche Bilder in meinem Kopf. Auch die Charaktere werden gut und facettenreich dargestellt. Die düstere und beklemmende Atmosphäre war spürbar und ich habe beim Lesen eine Gänsehaut bekommen.

 

Die Handlung wird in zwei Strängen erzählt, in der Gegenwart und 500 Jahre zuvor in der Vergangenheit. Der Perspektivwechsel sorgt für zusätzliche Spannung, da man immer erfahren möchte, wie es  in der anderen Zeit weitergeht. Permanent fragt man sich, wie die beiden Handlungsstränge zusammenhängen und wer zu so grausamen Taten fähig ist.

 

Mich hat die Geschichte vom Anfang bis zum Ende gefesselt. Die Reise in die Vergangenheit ist faszinierend und bis zum Schluss hatte ich keine Idee, wer hinter den Grausamkeiten steckt und war sowohl von der Auflösung in der Gegenwart als auch in der Vergangenheit überrascht.

 

Neben einer spannenden Geschichte erhält man zahlreiche interessante historische Hintergrundinformationen.

 

Das Nachwort der Autorin und die Informationen zu der Stadt Zons runden den Roman wunderbar ab.

 

Für diesen Thriller gebe ich eine klare Leseempfehlung, da er mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat.

 

 

 

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