Leserpreis 2018

AnnaMagaretas Bibliothek

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12 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

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Der Berg, der nie bestiegen wurde

Gabor Laczko
Fester Einband: 200 Seiten
Erschienen bei Buch&Media, 21.11.2018
ISBN 9783957801302
Genre: Romane

Rezension:

„Der Berg, der nie bestiegen wurde“ ist ein berührender und tiefgründiger Roman von dem Autor Gabor Laczko in dem er die Lebensgeschichte von Béla berichtet – einer fiktiven Geschichte, die auf wahren Erlebnissen des Autors beruht.

 

Bélas Leben beginnt in Ungarn mitten im zweiten Weltkrieg.  Als die Situation zu gefährlich wird, begibt sich seine Mutter mit ihm und seinen Bruder auf die Flucht Richtung Westen. Mit gerade mal vier Jahren erlebt er bereits traumatische Situationen, die ihn sein ganzes Leben lang verfolgen. Auf der Suche nach dem Sinn des Lebens wendet er sich einem Kloster zu und tritt in den Orden ein. Aber auch dort findet er nicht, was er sucht.

 

Der Schreibstil von Gabor Laczko ist sehr ruhig. Die Sprache ist schön und angenehm zu lesen. Mir gefielen die detaillierten Beschreibungen, die direkt Bilder in meinem Kopf entstehen ließen.

 

Von  Béla bekommt man schnell ein klares Bild und kann seine Zerrissenheit und seine Suche nachvollziehen. Bei allem was er tut ist er sehr zielstrebig und konsequent. Man durchlebt mit ihm seine Höhen und Tiefen und es ist beeindruckend wie er mit den Belastungen und den Herausforderungen in seinem Leben umgeht.

 

Mir hat das Buch gut gefallen, es hat mich berührt und nachdenklich gemacht.

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31 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

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Lange Beine, kurze Lügen

Michael Buchinger
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 09.11.2018
ISBN 9783548377780
Genre: Humor

Rezension:

Schon lange habe ich nicht mehr so viel gelacht wie beim Lesen des Buches „Lange Beine , kurze Lügen“ von dem Autor und YouTuber Michael Buchinger.

Das Buch besteht aus humorvollen Anekdoten in denen der Autor sehr unterhaltsam die verschiedensten Lügengeschichten beschreibt. Sein Schreibstil ist so locker und leicht, dass man  das Buch wirklich schnell gelesen hat. Die kurzen Kapitel lassen sich gut mal eben zwischendurch als Aufmunterung oder Ablenkung aus dem schnöden Alltagstrott lesen.

Trotz seiner Lügen – oder vielleicht auch gerade deshalb – wirkt Michael Buchinger sehr sympathisch, da er nicht nur lügt um sich einen Vorteil zu verschaffen, sondern auch um andere nicht zu verletzen. Seine Vergleiche und sein Einfallsreichtum haben mich immer wieder zum Lachen gebracht auch wenn ich mir nicht immer wirklich sicher war, ob der Autor das wirklich erlebt hat oder ob es auch hier gerade um eine Lüge handelt.

Obwohl ich eigentlich lieber bei der Wahrheit bleibe, konnte ich die Lügen des Autors durchaus nachvollziehen und seiner Argumentation folgen.

Wer Ironie und schwarzen Humor mag, das Leben nicht zu ernst nimmt, macht mit diesem Buch nichts verkehrt.

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41 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 32 Rezensionen

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Dunkelgelb

Eva Altjohann
Flexibler Einband: 285 Seiten
Erschienen bei Bühel Verlag, 01.10.2018
ISBN 9783981728835
Genre: Romane

Rezension:

„Dunkelgelb“ ist nach „Leere im Spiegel“ der zweite Roman von der Autorin Eva Altjohann.

Von der ersten Begegnung an ist Benedikt von Sophia begeistert, fühlt sich zu ihr hingezogen und macht ihr schon bei ihrem ersten Treffen einen Heiratsantrag. Wenn Benedikt an Sophia denkt, bringt er mit ihr ein dunkles Gelb in Verbindung. Auch Sophia mag Benedikt, lehnt aber seinen Antrag, den er immer wieder macht, ab. Beide heiraten andere Partner und haben eine Familie. Als sie sich nach Jahren wieder sehen, sind sie noch immer Gefühle füreinander da.   

Der Schreibstil von Eva Altjohann ist sehr angenehm zu lesen und wirkt durch die viele direkte Rede locker und lebendig. Die Charaktere werden authentisch beschrieben, man leidet mit ihnen und ich fand es sehr interessant, wie Benedikt seine Emotionen als Farben sieht und empfindet und jedes Gefühl mit einer anderen Farbe verbindet.

Diese wundervolle, leicht melancholische Liebesgeschichte hat mich emotional angesprochen, zum Nachdenken angeregt. Es ist keineswegs nur einfach eine leichte Liebesgeschichte, sondern ein Roman mit Tiefgang bei dem man auch zwischen den Zeilen lesen kann.

Romantisch, traurig, intensiv, fesselnd und außergewöhnlich wurde hier auf unterhaltsame Weise die volle Bandbreite von Emotionen unterhaltsam verpackt angesprochen.

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11 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

EDELFA UND DER TEUFEL

Caroline Sesta
Fester Einband: 492 Seiten
Erschienen bei ediZioni, 15.11.2018
ISBN 9783963920042
Genre: Romane

Rezension:

„Edelfa und derTeufel II – Verworrene Wege“ ist der zweite Teil der Piemont-Saga der Autorin Caroline Sesta.

 

Nachdem der erste Band im Jahre 1557 in Piemont begann, befindet sich Edelfa nun im Sommer 2012. Sie hat sich 450 Jahre vor Cortemilia versteckt, ist einsam, vermisst Lauro schmerzlich und hat zahlreiche Kenntnisse über Pflanzenheilkunde und Kräuter erworben. Als sie die Möglichkeit bekommt an eine Universität zu gehen, zögert sie zuerst, ergreift diese aber dann und zieht dadurch erneut Emanueles Aufmerksamkeit auf sich.

 

Caroline Sesta ist es mit einer unglaublichen Leichtigkeit gelungen ihre Charaktere aus dem Jahre 1557 in das Jahr 2012 zu bringen, ohne dass man das Gefühl hat, das hier etwas fehlt. Edelfas Leben in der Gegenwart ist fesselnd und ereignisreich und mir gefiel es noch einmal besser als im ersten Band. Durch das Auftauchen altbekannter Charaktere und Rückblicke in die Vergangenheit ist die gesamte Handlung sehr stimmig.  Mit viel Liebe zum Detail und facettenreicher Beschreibung der Charaktere hat es die Autorin geschafft mich in die Handlung mitzunehmen. Obwohl es ein modernes Märchen ist, wirkt alles authentisch und man erfährt ein wirklich intensives Leseerlebnis.

 

Neben Spannung gibt es auch immer wieder humorvolle Stellen und Dialoge,  die für ein abwechslungsreiches Leseerlebnis sorgen.

 

Die hochwertige Gestaltung des Buches, die Abbildungen und die dunklen Farbtöne wirken genau wie beim ersten Band stimmig, haben einen hohen Wiedererkennungswert und ich habe das Buch schon deswegen immer gerne zur Hand genommen.

 

Insgesamt war diese Fortsetzung eine tolle märchenhafte Geschichte mit eigenwilligen Charakteren über die ich gerne noch mehr erfahren möchte. Nach diesem unglaublichen aber perfekt gelungenen Zeitsprung, bin ich nun sehr gespannt auf Band drei der Saga.

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49 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

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Mädelsabend

Anne Gesthuysen
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 08.11.2018
ISBN 9783462051506
Genre: Romane

Rezension:

„Mädelsabend“ ist ein unterhaltsamer aber auch tiefgreifender Roman von der Autorin Anne Gesthuysen, in dem die Veränderung der Frauenrolle in der Gesellschaft in den letzten Jahrzehnten deutlich wird.

Ruth und Walter sind seit über 60 Jahren verheiratet. Nachdem Ruth gestürzt ist, leben sie im Seniorenheim Burg Winnenthal. Während Ruth die Gesellschaft und die Lebensfreude der Mitbewohner genießt, will Walter schnellstmöglich wieder nach Hause, da er mit den neu gewonnen Freiräumen seiner Frau nicht zurechtkommt. Ruths Enkelin Sara ist Ärztin und Mutter eines kleinen Sohnes. Als sie ein Stipendium in Cambridge angeboten bekommt, sucht sie Rat bei Ruth zu der sie immer ein enges Verhältnis hatte. Durch die Entscheidung zwischen Familie und Karriere wird ihre Beziehung zu Lars auf eine harte Probe gestellt.    

Durch Rückblenden bis zum zweiten Weltkrieg erfährt man eine Menge Einzelheiten aus dem Leben von Ruth und Walter. Gekonnt verbindet Anne Gesthuysen die Vergangenheit und die Gegenwart. Ihr Schreibstil lässt sich angenehm lesen und sie schafft es - trotz der teils recht ernsten Umstände und Situationen - immer wieder eine Menge Humorvolles einzubauen und geschichtliche Hintergrundinformationen zu vermitteln.

Sowohl Ruth als auch Sara sind starke Protagonistinnen, die jeweils durch ihre Zeit und die Gesellschaft geprägt wurden aber beide auf der Suche nach eigenem Weg zu Freiheit und Glück sind. Insbesondere von Sara hätte ich gerne ein wenig mehr gelesen, deren Entscheidungen und Entwicklung mir teilweise ein wenig zu schnell ging. Durch die Erinnerungen von Ruth wird die Wandlung des Frauenbildes der letzten Jahrzehnte deutlich.

Durch viele regionale Ausdrücke und entsprechenden Beschreibungen hat die Autorin dem Buch ein besonderes Flair verliehen und den Lokalkolorit des Niederrheins einfließen lassen.

„Mädelsabend“ liefert interessante Denkanstöße und versteckt einiges zwischen den Zeilen, das dafür sorgt, dass man es nach dem Lesen noch lange in Erinnerung behält.

 

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16 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

Was Jungs mit 15 wollen und warum ich das weiß

Heike Abidi
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Oetinger Taschenbuch, 01.12.2018
ISBN 9783841505774
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Was Jungs mit 15 wollen und warum ich das weiß“ ist ein humorvolles Jugendbuch der Autorin Heike Abidi, das mich genauso gut unterhalten hat wie meine beiden 14-jährigen Töchter.

Für Justine ändert sich gerade alles. Sie muss ihr Internat verlassen und zu ihrer Mutter Lola nach Hause in die Stadt ziehen, da diese das Schulgeld sparen möchte, um eine Liebesschule zu eröffnen. Das neue Haus, das durch ein peinliches Schild „Lolas Liebesschule“ auffällt, sagt Justine überhaupt nicht zu. Aber damit ist es noch nicht genug, im Garten wird Justine von einem Kugelblitz getroffen und fühlt sich danach richtig krank. Im Anschluss stellt sie in der Schule fest, dass sie die Gedanken von Jungs lesen kann.

Der Schreibstil von Heike Abidi lässt sich locker und leicht lesen. Humorvoll und lebendig beschreibt die Autorin Justines Leben und ihre Gefühle. Justine ist eine starke Protagonistin, die ausgesprochen authentisch wirkt und uns direkt ans Herz gewachsen ist. Ihr Gefühlschaos war nachvollziehbar und man konnte mit ihr leiden, lachen und hoffen. Aber auch die anderen Charaktere, wie ihre neu gewonnene Freundin Giulia, ihre Mutter Lola und Lenny werden detailliert und lebensnah beschrieben. Lola ist für eine Mutter mit einer 15-jährigen Tochter ziemlich durchgeknallt und Justine hat es nicht immer leicht mit ihr. Trotzdem muss man auch sie mögen.

Besonders gut gefallen hat uns der Bezug zu aktuellen Kinofilmen und Büchern, da wir quasi zeitgleich mit Justine hätten ins Kino gehen können.

Meine Töchter waren von Justine so begeistert, dass sie gerne noch mehr Bücher mit ihr als Protagonistin lesen würde - von uns gibt es für dieses Buch 5 Sterne.

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19 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 14 Rezensionen

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Nachtlicht: Entscheidungen

Alexandra Demmer-Bracke
Flexibler Einband: 308 Seiten
Erschienen bei Independently published, 21.10.2018
ISBN 9781728909028
Genre: Fantasy

Rezension:

„Nachtlicht 3 Entscheidungen“ ist das gelungene Finale der Romantic Fantasy Trilogie der Autorin Alexandra Demmer-Bracke.

Da ich die ersten beiden Teile gerade erst beendet hatte, war ich schnell wieder mitten im Geschehen und gefesselt von der Handlung.  Heaven ist wieder in Silversun und will mehr über Sari und herausfinden. Seit der Vereinigung mit Aidan sieht sie viele Dinge klarer. Für Mayra, Linda und Connor ist es völlig unklar, warum sie ihre beste Freundin Kristin getötet hat und nun in Silversun bleibt.

Der Schreibstil von Alexandra Demmer-Bracke ist auch in diesem Teil wieder angenehm, fesselnd und flüssig zu lesen, aber die Story ist komplex und ein wenig Konzentration ist erforderlich. Die Charaktere haben sich durch die drei Bände hinweg weiterentwickelt und werden facettenreich und glaubwürdig dargestellt.  Die bildhaften Beschreibungen haben dazu beigetragen, dass ich beim Lesen direkt Bilder vor Augen hatte. Die Story ist ungewöhnlich und einzigartig mit Wendungen, die mich immer wieder überrascht haben und die ich so niemals vorhergesehen hätte.

Das Ende hat mich überrascht, aber es war stimmig und durch einen Ausblick in die Zukunft habe ich das Buch sehr zufrieden zugeklappt. Für mich ist diese Trilogie rundum gelungen, ein tolles Finale einer fantastischen  Fantasy Trilogie.

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29 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

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Als das Leben vor uns lag

Care Santos , Stefanie Karg
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 30.11.2018
ISBN 9783404177516
Genre: Historische Romane

Rezension:

„Als das Leben vor uns lag“ ist ein packender und bewegender Roman der spanischen Autorin und Journalistin Care Santos.

Die Handlung beginnt 1950. Die fünf Freundinnen Olga, Martha, Julia, Lolita und Nina besuchen gemeinsam eine Klosterschule, in der strenge Regeln herrschen. Für Olga und Martha ist es der letzte Abend im Internat, da ihre Mutter sie wieder nach Hause holen möchte. Bei einem selbst ausgedachten Spiel, bei dem wie immer Olga das Sagen hat, läuft eine der dazugehörenden Mutproben schief, woraufhin sich das Leben für alle fünft verändert. Die Freundinnen verlieren sich aus den Augen. Dreißig Jahre später ist ein gemeinsames Treffen geplant, bei dem die unterschiedliche Entwicklung der Freundinnen schnell deutlich wird.

Im Grunde spielt das gesamte Geschehen des Romans an zwei Abenden, dem Unglücksabend 1950 und an dem Abend des gemeinsamen Treffens dreißig Jahre später. Jede Protagonistin wird in einem Abschnitt detailliert beschrieben und durch Rückblicke erfährt man eine Menge Einzelheiten über die Entwicklung ihres Lebens. Sie wirken dabei authentisch und lebendig. Während Olga von Beginn an durch ihre sehr bestimmende und neugierige Art kaum Sympathiepunkte bei mir sammeln konnte, war mir Julia von Anfang an sympathisch. Auch dreißig Jahre später in denen die beiden – und natürlich auch die drei anderen Freundinnen – eine erstaunliche Entwicklung durchgemacht haben, ändert sich daran nichts. Der letzte Abend im Internat ist für alle fünf unvergessen und im Hintergrund steht durchweg die Themen von Schuld und Vergebung.

Der Schreibstil von Care Santos ist fesselnd und lässt sich angenehm flüssig lesen. Bereits von der ersten Seite an ist es ihr gelungen mich mitten in das Geschehen hineinzubringen und ich konnte die beklemmende Atmosphäre des Internats direkt spüren. Durch aktuelle Ereignisse der damaligen Zeit kann man die Atmosphäre und den Zeitgeist gut nachfühlen.

Mich hat das Buch gefesselt. Es ist spannend und bewegend, das Ende ist in sich stimmig, aber es werden nicht alle Fragen bis ins kleinste Detail geklärt, so dass Raum für eigene Gedanken bleibt.

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53 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 22 Rezensionen

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Die Ballade von Max und Amelie

David Safier
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Kindler, 27.11.2018
ISBN 9783463407098
Genre: Romane

Rezension:

„Die Ballade von Max und Amelie“ ist ein emotionaler und packender Roman des deutschen Bestsellerautors David Safier. In seinem Buch erzählt er eine wundervolle Liebesgeschichte aus der Sicht eines Hundes.

Wegen ihres herausgerissenen Auges wird die Hündin Amelie Narbe genannt. Sie lebt in ihrem Rudel auf einer Müllkippe und ist eine echte Kämpferin, die sich selbst für wenig liebenswert hält. Als sie dem ausgesetzten Haushund Max, der sich auf die Müllkippe verirrt hat, begegnet und dieser ihr von seinem Zuhause erzählt, beschließt sie ihn zu begleiten. Zusammen machen sie sich auf den Weg und schnell wird klar, dass Max ohne Narbe vollkommen aufgeschmissen wäre und keinen Tag überleben würde.

Der Schreibstil von David Safier ist sehr angenehm und lässt sich flüssig lesen. Allerdings musste ich mich erst daran gewöhnen, dass das Buch aus der Perspektive eines Hundes geschrieben wurde. Durch die relativ kurzen Kapitel wurde ich stets dazu verleitet immer schnell noch eines zu lesen, da ich einfach wissen wollte, wie es mit Max und Amelie weitergeht und hatte das Buch in kürzester Zeit durch. Aufgrund ihrer Vergangenheit könnten die beiden Hunde kaum unterschiedlicher sein, wodurch sie mich mehrfach zum Schmunzeln gebracht haben. Während ihres gemeinsamen Weges, auf dem sie eine Menge erleben, machen sie eine erstaunliche Wandlung durch und es ist einfach schön zu lesen, wie die beiden füreinander da sind.

Ich habe diese tierische Liebesgeschichte über Freundschaft, Liebe und Verlust sehr gerne gelesen. Es ist ein ungewöhnliches Buch mit versteckten Botschaften mit fantastischen Charakteren. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.    

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27 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

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Die Rückkehr der Apfelfrauen

Tania Krätschmar
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 17.09.2018
ISBN 9783734106286
Genre: Romane

Rezension:

„Die Rückkehr der Apfelfrauen“ ist nach „Eva und die Apfelfrauen“ das zweite Buch um die fünf Freundinnen Eva, Nele, Julika, Marion und Dorothee von der Autorin Tania Krätschmar.

 Nachdem die Freundinnen überraschend ein Haus mit riesigem Apfelgarten in Wannsee geerbt hatten und dessen Verwaltung an Dani übertragen hatten, muss diese kurzfristig verreisen. Für ihren Plan ein Baumhaushotel zu eröffnen hatte Dani bereits alles in die Wege geleitet und neben der anstehenden Apfelernte, war sie auch als Ansprechpartner für die Behörden wegen der Fördergelder unabkömmlich. Damit sie fahren kann, verspricht Eva ihr zu helfen. Da dies für sie alleine unmöglich ist, kommen ihr die Nele, Julika, Marion und Dorothee zur Hilfe. Es ist aber nicht nur die Apfelernte, die viel Arbeit bedeutet, gleichzeitig gerät Danis Traum vom Baumhaushotel in Gefahr.

 Der Schreibstil von Tania Krätschmar ist flüssig, angenehm und lässt sich leicht lesen. Durch die 26 kurzen Kapitel ist man immer verleitet schnell noch eines zu lesen und durch den bildhaften Schreibstil hatte ich alles genau vor Augen.

 Neben der Geschichte um die Problematik des Baues des Baumhotels erhält man noch eine Menge interessanter Informationen über die Natur, alte Apfelsorten, Bäume, Pilze und vieles mehr. Auf so unterhaltsame Art eigne ich mir immer gerne neues Wissen an.

 Außerdem gab es auch kritische Aspekte auf Alltägliches wie die permanente Smartphone Nutzung und zu hohen Alkoholkonsum.

 Die fünf sehr unterschiedlichen Protagonistinnen werden detailliert und liebevoll beschrieben, dabei ist ihre Verbundenheit gut zu spüren.

 Jedes Kapitel beginnt mit einem Zitat oder Spruch, das einfach gut in die Stimmung des Buches passt und mit Äpfeln zusammenhängt. Am Ende befinden sich noch einige Apfelrezepte, die das gesamte Leseerlebnis wunderbar abrunden.

 Für mich war das ein Buch zum Wohlfühlen, interessant, humorvoll, fesselnd aber nicht aufregend mit sympathischen Protagonisten, die man gerne kennenlernen würde. Bei einer Fortsetzung im Baumhaushotel wäre ich in jedem Fall dabei.

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77 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 36 Rezensionen

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Gut Greifenau - Abendglanz

Hanna Caspian
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.11.2018
ISBN 9783426521502
Genre: Historische Romane

Rezension:

„Gut Greifenau – Abendglanz“ ist der erste Band der Gut-Greifenau-Trilogie von der Autorin Hanna Caspian.

Die Handlung beginnt im Mai 1913 in Hinterpommern auf dem Landgut Greifenau auf dem die Grafenfamilie von Auwitz-Aarhayn mit ihren zahlreichen Bediensteten lebt. Nachdem der alte Graf gestorben ist, erbt sein Sohn Adolphis das Gut. Dieser ist aber nicht wirklich an der Bewirtschaftung interessiert und deshalb übernimmt sein Sohn Konstatin diese Aufgabe. Adolphis Ehefrau Feodora ist nichts wichtiger als ihr Stand in der Gesellschaft und ihre Kinder standesgemäß zu verheiraten.

Zu Beginn des Buches findet man eine hilfreiche Personenübersicht über die Herrschaft, ihre Bediensteten, sonstige Charaktere und Karten der Umgebung von Ort und Gut Greifenau. Dank dieser übersichtlichen Informationen wird einem der Einstieg in die Geschichte leicht gemacht.  

Der Schreibstil von Hanna Caspian ist angenehm, lebendig, bildhaft und vermittelt gut die Atmosphäre der damaligen Zeit. Die Lebensumstände werden gut und umfassend beschrieben und man erhält schnell einen intensiven Einblick in das Familienleben und in die Standesunterschiede zwischen der Herrschaft und den Bediensteten. Nach und nach lernt man die sehr unterschiedlichen und facettenreichen Charaktere kennen, die zum Teil sympathisch aber teilweise auch sehr unsympathisch sind. Durch den Perspektivwechsel der Personen erhält man einen sehr umfassenden Blick auf die gesamte Situation. Im Hintergrund der Geschichte stehen die historischen Ereignisse der Zeit kurz vor dem Ersten Weltkrieg.  Dabei ist deutlich zu merken, dass die Autorin ausgiebig recherchiert hat und ich fand es sehr angenehm auf so unterhaltsame Art und Weise wissenswerte Fakten vermittelt zu bekommen.

In diesem Band werden mehrere Handlungsstränge eröffnet, die eine gewissen Spannung in das Buch gebracht haben und dafür sorgen, dass ich mich schon jetzt gespannt auf die Fortsetzung bin.   

Ich habe das Buch gerne gelesen. Es war spannend und unterhaltsam und ich kann es Liebhabern historischer Romane, die fiktive Geschichten mit historischem Hintergrund mögen nur empfehlen.

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57 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 25 Rezensionen

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Liebe ist die beste Therapie

John Jay Osborn , Jenny Merling
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 24.10.2018
ISBN 9783257070439
Genre: Romane

Rezension:

„Liebe ist die beste Therapie“ ist ein eindrucksvoller Roman über die Probleme einer Ehe und deren Entwicklung durch therapeutische Methoden des US-amerikanischen Autors, Anwalts und Jura-Professor John Jay Ossborn.

Steve und Charlotte sind verheiratet, haben zwei Kinder und leben aber inzwischen getrennt. Um ihre Ehe zu retten, beschließen sie die Beziehungspsychologin Sandy aufzusuchen. Diese gibt ihrer Ehe eine Chance von 1:1000. Alles spielt sich in einem Raum ab, in dem es neben den Sitzmöglichkeiten für die Therapeutin, Steve und Charlotte einen weiteren Sessel gibt, der durchgehend leer bleibt und dessen Bedeutung erst im Verlauf der Gespräche deutlich wird.

Jede Therapiestunde hat ein eigenes Kapitel und nach und nach durch Nachfragen und Denkanstöße von Sandy wird klar warum die Ehe gescheitert ist. Als Leser bekommt man schnell mit, dass sich die beiden - trotz der vielen gegenseitigen Verletzungen in den letzten Monaten - noch immer lieben

Der Schreibstil von John Jay Ossborn ist eingängig und das Buch besteht größtenteils aus Dialogen. Sandys Methoden sind ungewöhnlich, aber machen sehr deutlich wie wichtig es ist miteinander zu reden und ehrlich miteinander umzugehen. Es geht nicht darum, dass Steve und Charlotte sich schnellst möglich versöhnen, sondern darum, dass die beiden Lösungen für ihre Probleme finden und einen Neuanfang starten können.

Ich fand das Buch sehr interessant, gleichzeitig unterhaltsam und konnte daraus einiges für mich mitnehmen.

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

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Schlaf ein, träum fein!

Carla Häfner , Joëlle Tourlonias
Pappbuch: 16 Seiten
Erschienen bei Habermaass, 01.09.2018
ISBN 9783869142463
Genre: Kinderbuch

Rezension:

„Schlaf ein, träum fein!“ ist ein süßes Pappbilderbuch er von Carla Häfner mit liebevoll gestalteten Illustrationen von Joëlle Tourlonias.

Die sanften bunten Farben sind genau das Richtige um abends zur Ruhe zu kommen. Auf jeder Seite lässt sich einiges Entdecken und man erfährt in einem schönen Reim, was sich die Tiere wünschen. Auf der rechten Buchseite befindet sich jeweils eine Klappe, die das Buch besonders interessant macht. Die eingängigen Vierzeiler können auch die Kleinsten schon bald mitsprechen.

Die Verarbeitung des Buches ist stabil und darauf ausgelegt in ein abendliches Ritual miteingebunden zu werden.

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Was wirklich zählt im Leben

Kathrin Emely Springer
Flexibler Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Mankau Verlag, 26.11.2018
ISBN 9783863744847
Genre: Sachbücher

Rezension:

„Was wirklich zählt im Leben“ ist ein Ratgeber der Diplom-Psychologin und Kinesiologin Kathrin Emely Springer, in dem sie anschaulich beschreibt, wie jeder Mensch seinen Weg zum Erfolg und zu seinem persönlichen Glück finden kann.

Das Buch besteht aus zwei Teilen: „Der Weg zum Erfolg“ und „Mentale Übungen, um glücklich und erfolgreich zu werden“.
Im ersten Teil erläutert die Autorin den Begriff Erfolg, wie wir ihn definieren, was Erfolg für die Gesellschaft bedeutet, den Zusammenhang zwischen Erfolg und Glück und den Weg zum Erfolg.

Im zweiten Teil wird es praktisch und es gibt konkrete Übungen, die hilfreich sind um zur Ruhe zu kommen und Kraft zu tanken, um dann herauszufinden, was wirklich wichtig ist, Entscheidungen zu treffen und diese auch umzusetzen, um Veränderungen zuzulassen. Die Übungen sind einfach, alltagsnah und lassen sich gut ins alltägliche Leben integrieren.

Der Schreibstil der Autorin ist ansprechend, gut verständlich und keineswegs belehrend.  In zahlreichen Beispielen wird verdeutlicht, was uns im Alltag vom Erfolg trennt, wo wir uns selbst blockieren und wie wir damit umgehen können. Durch die kurzen Kapitel lässt sich das Gelesene gut verinnerlichen, wozu auch die optisch schöne und übersichtliche Gestaltung des Buches beiträgt.   

Ich fand das Buch hilfreich, um mir bewusst zu machen, was für mich im Leben wichtig ist und was wirklich zählt. Es macht deutlich, dass der erste Schritt ist, eine andere Sichtweise einzunehmen und bisherige Denkansätze kritisch zu hinterfragen.

Insgesamt ist der Ratgeber interessant, praxisnah und hilfreich, so dass ihn noch des Öfteren zur Hand nehmen werde und gerne empfehle, um seinen Weg zum Glück zu finden und seine Potentiale zu entdecken.

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Familienstellen mit Symbolen. Optimale systemische Lösungen auf dem Papier entwickeln

Roswitha Stark
Flexibler Einband: 206 Seiten
Erschienen bei Mankau Verlag, 17.10.2018
ISBN 9783863744717
Genre: Sachbücher

Rezension:

„Familienstellen mit Symbolen“ ist ein praxisnaher Ratgeber der Autorin Roswitha Stark, die auch Erfahrungen als Heilpraktikerin, Schwingungs- und Klangtherapeutin, Expertin für Symbolmedizin und als Homöopathin besitzt.

In ihrem Buch erklärt sie eingängig wie es möglich ist für jedes Problem eine Lösung zu finden. Nachdem ich ihrem Eingangssatz „Jedes Problem birgt schon die Lösung in sich.“ anfangs sehr kritisch gegenüber stand, konnte ich über ihre aufschlussreichen Erklärungen und Beispiele nur staunen. Es ist wirklich so, mit der richtigen Vorgehensweise kann man dies erkennen und die Probleme lösen.

Das Buch ist in vier Teile unterteilt
-    Familienstellen und systemisches Gestalten
-    Die neue Zeit
-    Praxisanleitungen
-    Testsysteme und praktische Arbeitshilfen

Die ersten beiden Teile haben mir erst einmal sehr eingängig klar gemacht worum es geht, wie die Zusammenhänge  sind, was das Ziel ist, wie man dort hingelangen kann und erklärt die wissenschaftlichen Hintergründe. Durch persönliche Erfahrungen und praxisnahe Beispiele liest sich das Geschriebene sehr interessant und mühelos.

Durch die Praxisanleitungen wird die Umsetzung einfach. Dabei fand ich die Seiten „Kurz und Knapp: Die wichtigsten Schritte zur Heilbilderstellung“ besonders hilfreich und werde sie bestimmt noch des Öfteren zur Hilfe heranziehen.

Im letzten Teil werden verschiedene Testsysteme, die sich einfach umsetzen lassen erklärt. Im Anschluss folgen Listen mit Symbolen und Wörtern für das systematische Arbeiten.

Obwohl ich bisher noch keinerlei Erfahrungen mit dem Entwickeln von systematischen Lösungen hatte, konnte ich den Ausführungen von Roswitha Stark gut folgen. Für mich ist das Buch ein Gewinn, mit dem ich gerne in Zukunft arbeiten werde.

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139 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 74 Rezensionen

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Die Schwestern vom Ku'damm

Brigitte Riebe
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Wunderlich, 23.10.2018
ISBN 9783805203371
Genre: Historische Romane

Rezension:

„Die Schwestern vom Ku`damm“ Jahre des Aufbaus“ ist der erste Band der 50-er Jahre Trilogie von der Historikerin und Autorin Brigitte Riebe.

Nachdem 1932 das luxuriöse Modehaus Thalheim und Weisgerber eröffnet wurde, ist nach dem zweiten Weltkrieg nichts mehr davon übrig, da es durch einen Bombenangriff zerstört wurde. Rike, die älteste der drei Thalheim Schwestern, hat schon immer davon geträumt, das Kaufhaus zuführen und beginnt entschlossen und tatkräftig mit dem Wiederaufbau. Während sich ihr Vater in russischer Gefangenschaft befindet, wird ihr Bruder Oskar vermisst und ihre Mutter ist ums Leben gekommen. An ihrer Seite sind ihre beiden Schwestern Silvie und Florence, ihre Stiefmutter Claire und Miri, deren Mutter eine Schneiderei geleitet hat. Mit viel Enthusiasmus, Kreativität  und Optimismus beginnen die Frauen den Schicksalsschlägen zu trotzen.

Der Schreibstil von Brigitte Riebe ist fesselnd, lebendig und lässt sich leicht und flüssig lesen. Ihre sehr unterschiedlichen Charaktere werden authentisch und glaubhaft beschrieben, man fühlt, hofft, bangt und leidet mit ihnen. Rike ist eine starke Persönlichkeit, die sehr pflichtbewusst ist und sich immer für ihre Familie und andere einsetzt. Ihre Schwester Silvie ist ganz anders und lebt viel unbeschwerter. Ihr Vater ist sehr konservativ und sein Verhalten typisch für die Zeit. Auch die übrigen Charaktere werden facettenreich und interessant beschrieben.

Durch die Beschreibungen hatte ich Bilder vor Augen, konnte die Not und die Kälte in dieser Zeit spüren. Zahlreiche historische Details vermitteln auf äußerst unterhaltsame Weise viele wissenswerte Fakten. Die Kombination aus Fiktion und Geschichtlichem ist gut gelungen und man merkt, dass die Autorin ausgesprochen gut recherchiert hat.     

Am Ende des Buches findet man eine Zeittafel, die ich als sehr hilfreich empfunden habe und die eine gute Übersicht über die historischen Ereignisse bietet.

Für mich war das Buch ein großartiger historischer Roman, den ich sehr gerne gelesen habe. Ich bin schon sehr gespannt auf die Fortsetzung, um mehr über die Thalheim Schwestern zu erfahren und kann das Buch nur empfehlen.

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59 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 41 Rezensionen

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Black Hand

Stephan Talty , Jan Schönherr
Flexibler Einband: 318 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 12.11.2018
ISBN 9783518469248
Genre: Sachbücher

Rezension:

In „Black Hand“ beschreibt der Autor Stephan Talty ein Stück amerikanische Kriminalgeschichte. Es ist als Sachbuch im Verlag Suhrkamp erschienen und liest sich so spannend wie ein Krimi.

Anfang des 20. Jahrhunderts herrscht in New York Chaos. Verbrechen wie Entführungen, Erpressung, Bombenanschläge u.s.w. stehen an der Tagesordnung. Dahinter steckt „Black Hand“, die erste Mafia New Yorks. Joseph Petrosino, der Protagonist der Handlung ist als Kind mit seinen italienischen Eltern aus Italien nach Amerika eingewandert. Er, der als Schuhputzer begann und sich hocharbeitet, sagt dem Verbrechen den Kampf an. Dabei ist er nicht zimperlich. Seine Methoden sind knallhart.

Der Schreibstil des Autors ist unglaublich fesselnd und mitreißend. Nachdem man zuerst einiges über das skrupellose Vorgehen der Organisation „Black Hand“ erfährt, erhält man als Kontrast einige Informationen über Joseph Petrosino und seine Familie. Mit dem kleinen Jungen, der sich als Kind wirklich durchkämpfen musste, kann man gut mitfühlen und seine Entwicklung zum knallharten Detective ist einfach beeindruckend und lesenswert.

Während des Lesens musste ich mir immer wieder ins Gedächtnis rufen, dass es sich um wahre Begebenheiten handelt und das Buch auf Tatsachen beruht.

Mich hat das Buch gefesselt und ich kann es jedem, der Krimis mag und / oder sich für das Leben und die Verbrechen in New York zu Beginn des 20. Jahrhunderts interessiert nur empfehlen. Ich habe das Buch als echtes Highlight empfunden.

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130 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 64 Rezensionen

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Die Unsterblichen

Chloe Benjamin , Norbert Möllemann , Charlotte Breuer
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei btb, 29.10.2018
ISBN 9783442758197
Genre: Romane

Rezension:


 

„Die Unsterblichen“ ist eine ungewöhnliche Familiengeschichte der Autorin Chloe Benjamin.

In der New Yorker East Side ist im Sommer 1969 eine Wahrsagerin eingetroffen, die den Menschen ihr Todesdatum voraussagen kann. Auch die vier Gold Geschwister Simon, Daniel, Klara und Varya begeben sich neugierig zu ihr und lassen sich nacheinander ihr Todesdatum verkünden. Dieser Tag verändert ihr Leben.  

Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm zu lesen, so dass es mir schwer fiel, das Buch aus der Hand zu legen. In vier Handlungssträngen erzählt sie das Leben und die Entwicklung der vier Geschwister. Jeder von ihnen wird in einer anderen Zeit dargestellt und die gesamte Handlung erstreckt sich von 1969 bis 2010. Dabei werden die einzelnen Charaktere sehr gut und interessant dargestellt.  Sie haben alle ihre Eigenarten, sind nicht perfekt aber sympathisch und entwickeln sich in vollkommen unterschiedliche Richtungen, legen ihren Fokus auf komplett verschiedene Dinge. Auch wenn die einzelnen Handlungsstränge jeweils einem der Geschwister gewidmet sind, gibt es immer wieder Überschneidungen und durch Rückblenden erhält man ein gutes Bild der ganzen Familie Gold.

Zwischendurch wird man als Leser immer wieder mit der Frage konfrontiert, wie man leben und was man machen würde, wenn man seinen Todestag wissen würde.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, es ist ein ungewöhnliches Buch, mit Höhen und Tiefen, das mich sehr nachdenklich gemacht hat und über das ich mir auch noch dem Lesen noch gerne Gedanken gemacht habe.

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17 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

Die PaarProbleme

Angelika Kaddik
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Königsfurt-Urania Verlag, 19.03.2018
ISBN 9783868261653
Genre: Sachbücher

Rezension:

„Die PaarProbleme“ ist ein interessantes und hilfreiches Sachbuch der Heilpraktikerin und Paartherapeutin Angelika Kaddik.

Der Schreibstil der Autorin ist einfach gelungen. Die kurzen Kapitel machen das Lesen und das Verinnerlichen des Gelesenen einfach.

Unterhaltsam und alltagsnah stellt Angelika Kaddik Beziehungsprobleme da, die wohl jeder schon einmal so oder in ähnlicher Form kennengelernt hat. Dabei geht es nicht immer um große unüberwindbare Probleme, sondern auch um alltägliche Kleinigkeiten, die nicht zu solchen werden sollen. In Praxisbeispielen werden diese Situationen unterhaltsam und auch amüsant dargelegt. Es gibt zahlreiche Tipps und Übungsbeispiele, wie man den Blickwinkel verändern kann, eine bessere Einsicht in die Situation seines Partners / seiner Partnerin bekommt, auch das eigene Denken und Handeln hinterfragen kann um aus festgetretenen Mustern auszubrechen.   

Ich kann das Buch nur empfehlen, da es zahlreiche Denkanstöße enthält und sich auch wunderbar als Gesprächsgrundlage anbietet.

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27 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

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Sommernachtstränen

Bärbel Götz
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 18.06.2018
ISBN 9783746078298
Genre: Romane

Rezension:

„Sommernachtstränen“ ist ein Roman der Autorin Bärbel Götz in dem sie eine Vielfalt an Themen aufgreift. Es geht um die Schicksale der Bewohner der Lessingstraße, um Integration, um die Verarbeitung traumatischer Erlebnisse, Liebe, Mord, gesellschaftskritische Themen und vieles mehr.

Isabell begibt sich nach Stuttgart um nach langer Zeit wieder Kontakt zu ihrem Bruder Teddy zu finden. Zuvor lernt sie Renate Feldmann – eine alte Dame, die ihre Nachbarn ausspioniert und erpresst – Emre – einen jungen Türken, der ihre Unterstützung und die von Renate gut gebrauchen kann – und Valentin – einen jungen Mann, zu dem sie sich sehr hingezogen fühlt – kennen. Bisher war Isabell der Meinung sehr gut alleine zurechtzukommen und entdeckt nun, wie schön es ist Menschen, um sich zu haben und sich ihnen anvertrauen zu können.

Neben der Protagonistin Isabell, ihrem Bruder, Valentin, Emre und Renate lernt man zahleiche weitere Charaktere kennen. Alle haben ihr eigenes Schicksal und man erfährt viele traurige Einzelheiten. Dabei werden diverse Themen angeschnitten, von der Nachkriegszeit, Alkoholismus,  häusliche Gewalt, Integration, Kaufsucht, traumatische Kindheitserlebnisse und sogar die Nibelungensage hat es in die Handlung geschafft. Für Abwechslung und Spannung durch einen Mord ist gesorgt. Mit Isabell hat die Autorin eine sehr sympathische Protagonistin erschaffen, deren Verhalten ich gut nachvollziehen konnte. Ihr Bruder, sowie Valentin und Emre gefielen mir ebenso gut. Obwohl das Buch nur knapp über 200 Seiten hat, werden menschliche Abgründe, Schicksale, Vergangenheit und Gegenwart der Charaktere dargestellt. Dabei kann man eine Menge Ungesagtes zwischen den Zeilen entdecken und gleichzeitig wird deutlich, dass Ungesagtes der Vergangenheit nicht nachgeholt werden kann.

Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, hätte mir aber noch mehr Details und eine Vertiefung der einzelnen Charaktere gewünscht.    

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92 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 40 Rezensionen

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Schnee in Amsterdam

Bernard MacLaverty , Hans-Christian Oeser
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei C.H.Beck, 09.11.2018
ISBN 9783406727009
Genre: Romane

Rezension:

"Schnee in Amsterdam" ist ein bewegender Roman des nordirischen Autors Bernard MacLaverty.

Gerry und Stella – ein katholisches, irisches seit vielen Jahren verheiratete Ehepaar - verleben ihren Ruhestand in Glasgow. Der Alltag hat die beiden eingeholt, sie lieben sich, gehen respektvoll miteinander um, aber sie haben sich voneinander entfernt. Zu Weihnachten schenkt Stella Gerry ein verlängertes Wochenende in Amsterdam. Dabei wird beiden klar, dass in ihrer Beziehung längst nicht mehr alles stimmt. Gerry trinkt viel zu viel, was für Stella nur schwer zu ertragen ist und Stellas Religiosität rückt stark in den Vordergrund.

Der Schreibstil des Autors ist ruhig und einfach. Er vermittelt sehr direkt die Probleme der Protagonisten. Alltägliche Situationen werden authentisch und glaubwürdig dargestellt. Trotz der Probleme des Ehepaares, die zum Teil in der gemeinsamen Vergangenheit liegen, gehen die beiden respektvoll miteinander um und in ihren Dialogen gibt es viele liebevolle Neckereien. Gerade in alltäglichen Gesprächen, in denen es oft um Belanglosigkeiten ging, verstecken sich eine Menge Emotionen. Wiederholende Situationen und Gespräche weisen dezent und sehr deutlich auf  die Probleme hin. Während Gerry durchweg eher passiv wirkt, ist Stella deutlich aktiver und möchte eine Änderung der Situation. Leider erfährt man nur recht wenig aus der Vergangenheit des Paares.  

Tiefgründig und berührend beschreibt der Autor die Situation von Stella und Gerry, dabei steckt zwischen den Zeilen weit mehr als man auf den ersten Blick erkennt, da es um eine Beziehung, ein Ende und einen Neuanfang geht.  Es ist ein tiefgründiges Buch, das nachklingt.

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17 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

Nachtlicht (Aufbruch, Band 1)

Alexandra Demmer-Bracke
E-Buch Text: 350 Seiten
Erschienen bei epubli, 20.10.2017
ISBN 9783745033014
Genre: Science-Fiction

Rezension:

„Nachtlicht (Aufbruch)“ ist ein genialer Romantic Fantasy Roman der Autorin Alexandra Demmer-Bracke.

Selten hat mich ein Fantasyroman dermaßen gepackt wie dieser. Nachdem ich einmal angefangen hatte, konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen, wozu der angenehme und flüssige  Schreibstil ebenso wie die fesselnde Story beiträgt.

Die 29-jährige Heaven liebt Bücher und geht nur selten mit ihren Freundinnen feiern. Als diese sie dann zum Mitkommen überreden, begegnet sie Connor und fühlt sie sich trotz seiner dunklen Seite direkt zu ihm hingezogen. Als sie auf Aiden trifft, ist auch dieser  Heaven interessiert, aber seine weiße Seite ist nicht nur weiß. Beide gehören zu einem Vampirclan und schon bald weiß Heaven nicht mehr wem sie eigentlich trauen kann.

Als Leser weiß man nicht direkt worum es geht und erfährt erst nach und nach immer mehr, wodurch eine unglaubliche Spannung erzeugt wird. Die Mischung aus Romantik, Magie, Geheimnissen und Spannung ist einfach gelungen. Die Charaktere werden facettenreich und glaubhaft dargestellt und die bildhaften Beschreibungen haben dazu beigetragen, dass ich beim Lesen direkt Bilder vor Augen hatte. Die Story ist ungewöhnlich und einzigartig mit Wendungen, die mich immer wieder überrascht haben.

„Nachtlicht (Aufbruch)“ ist ein toller Auftakt und ich bin schon wahnsinnig gespannt auf den nächsten Band und die Entwicklung der Charaktere.

 

 

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34 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

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Verschieben wir es auf morgen

Miriam Maertens
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Ullstein Leben, 12.10.2018
ISBN 9783963660023
Genre: Biografien

Rezension:

„Verschieben wir es auf morgen“ ist ein autobiografisches Buch der Schauspielerin Miriam Maertens in dem sie ihre Lebensgeschichte erzählt.

Miriam Maertens ist seit ihrer Kindheit an Mukoviszidose erkrankt, wodurch sie immer wieder im Leben eingeschränkt wird. Aber sie will sich nicht einschränken lassen, will ein normales Leben leben und andere möglichst wenig an ihrer Krankheit teilhaben lassen. Sie will ein Leben nach ihren Vorstellungen und nimmt selbst stets mutig und entschlossen wenig Rücksicht auf sich.

Es ist unglaublich zu lesen, wieviel Energie die Autorin hat. Trotz der negativen Prognosen der Ärzte verliert sie nicht den Mut und kämpft, kämpft für ein Leben nach ihren Vorstellungen. Lange Zeit hat sie sich aus Angst vor den Folgen gegen eine Lungentransplantation gewehrt und lässt sich erst als es gar nicht mehr anders geht auf die Liste für ein Spenderorgan setzten. Nachdem die Operation gut verlaufen ist, beschließt sie endlich den Anschein ihres normalen Lebens aufzugeben und stattdessen anderen Erkrankten Mut zu machen.

Ich fand es beeindruckend zu lesen mit welchem Kampfgeist die Autorin gegen ihre Krankheit vorgegangen ist. Sie lässt den Leser an ihrem gesamten Leben und ihrer Krankheit teilhaben, gibt dabei intime Einblicke. Mit einem eisernen Willen und dem Rückhalt ihrer Familie gelingt ihr Unglaubliches und sie schafft es sogar ein gesundes Kind auf die Welt zu bringen.

„Verschieben wir es auf morgen“ ist ein sehr intensives und mutiges Buch, das zeigt, was man alles schaffen kann, wenn man es wirklich will.

 

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26 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 19 Rezensionen

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Honolulu King

Anne-Gine Goemans , Andreas Ecke
Fester Einband: 460 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 10.09.2018
ISBN 9783458177623
Genre: Romane

Rezension:

„Honolulu King“ ist der dritte Roman der Autorin Anne-Gine Goemans in dem man eine Vielzahl von Fakten über hawaiianische Musik, indonesische Geschichte und andere Themen erhält.  

 

Hardy Hardy ist fast 80 Jahre und betreibt mit seinen beiden Freunden Cok und George einen indonesischen Imbiss in Harlem. Auch seine Enkelin Synne hilft ihm dort. Seine Frau Christina leidet an Demenz und während sie immer mehr vergisst, tritt Hardys Vergangenheit immer mehr in den Vordergrund. Er musste als Kind mitansehen, wie seine Familie auf Java brutal ermordet wurde und gibt daran den Japanern die Schuld. Hardy fühlt sich einsam und sucht nach Anschluss und Zugehörigkeit. Er entschließt sich den Freimaurern beizutreten und erzählt dort seine Lebensgeschichte, mit der er ein furchtbares Geheimnis offenbart und dadurch alle in Gewissenskonflikte stürzt.

 

Neben zahlreichen historischen Fakten über die Geschichte Indonesiens im zweiten Weltkrieg erfährt man eine Menge über hawaiianische Musik, da Hardy in jungen Jahren mit seinen Freunden eine Band „Honolulu King“ gegründet hatte. Die Musik gab ihm Halt, seinem Leben eine positive Wendung und begleitet ihn durch sein Leben.

 

Der Schreibstil von Anne-Gine Goemans lässt sich trotz der schwierigen Themen angenehm lesen. Hardys Lebensgeschichte enthält Grausamkeiten, die verdeutlichen, warum Hardy so geworden ist, wie er ist – ein wenig starrsinnig und voreingenommen, aber im Grunde trotz allem ein fröhlicher Mensch. Auch die übrigen Charaktere wie Cok und George und Hardys Enkelin Synne, in deren Leben auch nicht alles glatt läuft,  werden gut dargestellt.  

 

Das Buch ist keines, das man einfach so nebenbei weglesen kann, da es so viele tiefgreifende Themen anschneidet. Die politischen Ereignisse der Vergangenheit reichen bis in die Gegenwart und die daraus entstandenen Vorurteile, die Ausgrenzung, fehlende Toleranz, der Wunsch nach Zugehörigkeit sowie die Freimaurerei und Demenz bilden eine große Themenbandbreite, die es mir zeitweise schwermachte,  dem Buch zu folgen. Dennoch fand ich das Buch ausgesprochen interessant und lesenswert.

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16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

Whangara, der Hafen der Sonne

Sigrun Peller
Flexibler Einband: 324 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 15.08.2018
ISBN 9781724395771
Genre: Romane

Rezension:

„Whangara, der Hafen der Sonne“ ist der Debütroman der Autorin Sigrun Peller, in dem sie den Leser gemeinsam mit Anthea auf eine Reise nach Neuseeland mitnimmt.

Anthea ist Künstlerin und lebt sehr zurückgezogen. Durch ihre schwierige Kindheit hat sie die Fähigkeit erlangt, sich in Fantasiewelten zu träumen und ist sehr kreativ. Mit dem Beginn ihrer Reise nach Neuseeland, beginnt auch für sie ein neues Leben. Sie reist damit auch in ihre Vergangenheit um diese aufzuarbeiten.

Der Schreibstil von Sigrun Peller lässt sich angenehm flüssig und leicht lesen und mir gefielen ihre blumigen Beschreibungen. Der Wechsel zwischen Fantasie und Realität ist fließend und einfach wunderschön beschrieben. Beeindruckend fand ich auch die Schilderungen Neuseelands, der Natur und der Menschen, ich habe mich richtig gut in die Geschichte hineinfühlen können.  Die Charaktere werden liebevoll und detailliert beschrieben. Man erlebt die Wandlung und Entwicklung von Anthea und kann ihre Emotionen nachvollziehen.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, da es eine ungewöhnliche und emotionale Reise schildert von der ich meine Gedanken erst einmal gar nicht lösen konnte. Die Mischung aus Phantasie, ernsten Themen, Erlebnissen und Emotionen und Humor ist einfach gelungen.

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