AnnaMagareta

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42 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

krimi, frankreich, madame le commissaire, matisse, gemälde

Madame le Commissaire und das geheimnisvolle Bild

Pierre Martin
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.05.2017
ISBN 9783426520321
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Madame le Commissaire und das geheimnisvolle Bild“ ist der vierte Fall für Kommissarin Isabelle Bonnet des Autoren Pierre Martin.

 Eigentlich möchte die Kommissarin Isabelle Bonnet im idyllischen Fragolin ihren Urlaub genießen. Doch das Verbrechen kennt keinen Urlaub. In der von Isabelle besuchten Galerie entpuppt sich ein ausgestelltes Werk des Künstlers Matisse als Fälschung.  Damit aber nicht genug, unter der Farbschicht des Bildes befindet sich ein Hilferuf und Madame le Commissaire beginnt zu ermitteln…

 Sehr strukturiert und sachlich beginnt Isabelle Bonnet mit ihren Ermittlungen. Ihr Vorgehen ist logisch, sie wirkt kompetent, teilweise fast schon ein wenig zu perfekt. Ihr Kriminalassistent Appollinaire ist sehr charmant, ein wenig tollpatschig und liebenswert. Ein Mensch, den man einfach gern haben muß und der dem Buch eine Menge Leben verliehen hat. Dank ihm gab es immer wieder Gründe zum Schmunzeln.

Der Schreibstil von Pierre Martin ist flüssig, klar und sehr bildhaft.  Ich fühlte mich direkt in das idyllische Örtchen Fragolin hineinversetzt  und fand, dass das Flair der Provence durch die Landschaftsbeschreibungen und die verschiedenen Charaktere gut vermittelt wurde.

Der Fall sowie die Ermittlungsarbeiten waren interessant. Allerdings hätte ich mir ein wenig mehr Spannung gewünscht. Stellenweise plätscherte die Handlung ein wenig vor sich hin. Trotzdem ließ sich das Buch sehr angenehm lesen und ich würde es als Wohlfühlkrimi mit Urlaubsstimmung und gute Unterhaltung bezeichnen.  

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15 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 12 Rezensionen

italien, kurzgeschichten, liebe

Liebe wird überschätzt

Valeria Parrella , Annette Kopetzki
Fester Einband
Erschienen bei Hanser, Carl, 24.07.2017
ISBN 9783446256507
Genre: Romane

Rezension:

Das Buch „Liebe wird überschätzt“ von Valerie Parrella beinhaltet 8 kurze Liebesgeschichten auf nur 144 Seiten. Erschienen ist es im Carl Hanser Verlag.

 "Liebe wird überschätzt"
"Der Tag nach dem Fest"
"Die Ausgesetzen"
"Behave"
"Respekt vor dem, der es weiß"
"Das Kastell" und
"Das letzte Leben"

sind sehr unterschiedliche, berührende und authentische Geschichten.  Der Schreibstil der Autorin ist frisch und lebendig. Sie versteht es das Thema Liebe von allen Seiten zu beleuchten, schreibt über verschiedenen Lebensvorstellungen, Familie, Enttäuschungen und vieles mehr.  

In jeder Geschichte wird eine andere Art der Liebe beschrieben und bietet viel Stoff zum Nachdenken und philosophieren. Dabei versteht es Valerie Parrella einen mitzunehmen und in das fremde Leben eintauchen zu lassen, so dass man die Gedanken und Gefühle sehr gut nachvollziehen kann.

 Insgesamt ist das Buch unterhaltsam, kurzweilig, lässt sich gut lesen und hat mich auch noch lange nach dem Lesen beschäftigt. Auch wenn die Geschichten teilweise einfach alltägliches auf den Punkt bringen, sind die Geschichten trotzdem in seiner Art wie sie geschrieben sind, außergewöhnlich und lesenswert.

Das abstrakte und bunte Bild des hochwertig aussehenden Hardcovers finde ich eher ungewöhnlich, aber nach dem Lesen nun doch passend.

 Allerdings fand ich die Übersetzung von Annette Kopetzki nicht an allen Stellen gelungen, da einige Satzstellen ein wenig umständlich klangen, holprig zu lesen waren und meinen Lesefluss ins Stocken brachten. Das wäre sicherlich auch anders möglich gewesen. Von daher vergebe ich nur 4 Sterne.

 

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181 Bibliotheken, 51 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

gesichtsblindheit, leserunde, mobbing, leserund, prosopagnosie

Stell dir vor, dass ich dich liebe

Jennifer Niven , Maren Illinger
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 22.06.2017
ISBN 9783737355100
Genre: Jugendbuch

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18 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

liebe, loki, asen, vanen, edda

Götterkind 1 (Edda Reloaded)

T.S. Elin
E-Buch Text
Erschienen bei Selfpublisher, 22.04.2017
ISBN B07112YB1Z
Genre: Fantasy

Rezension:

„Götterkind“ ist ein fesselnder Auftakt in eine neue Reihe der Autorin T.S. Elin. Die Mischung aus nordischer Mythologie, Fantasy und Historie aus der Zeit der Wikinger ist ungewöhnlich und einfach mal etwas Anderes aber rundherum gelungen und lesenswert.

 Odins sechs Kinder - halb Mensch, halb Wolf – gehorchen ihm bedingungslos. Doch als einer seiner Söhne – Arawn - erfährt, dass er eine unbekannte Vanin – Annora - heiraten soll, will er sich Odins Zugriff entziehen.

Annora weiß nichts davon und wird gut behütet bei ihren Eltern in England groß. Als Arawn auftaucht ändert sich alles….

Im zweiten Handlungsstrang geht es um die Anderwelt und die Dunkelalben. Ihr Herrscher interpretiert eine alte Weisung auf seine eigene Art und Weise und verändert damit auch so einiges…

 Mit vielen Nebensätzen und Klammertexten ist der Schreibstil von T.S. Elin ungewöhnlich, passt aber perfekt zum Buch und trägt dazu bei, dass man viel besser und tiefer in die Geschichte eintaucht. Dabei erinnert er stark an die Legenden der Edda, ist aber trotzdem leicht und flüssig zu lesen.

 Die Charaktere und Welten werden detailreich beschrieben. Auch die Emotionen und Gedanken sind lebendig beschrieben. Vor meinen Augen haben sich beim Lesen Bilder der verschiedenen Geschöpfe und ihrer Welten aufgebaut. Die Beschreibung der Götterwelt war wunderschön zu lesen und die Eisriesen wirkten so unsympathisch, dass man ihnen nun wirklich nicht begegnen möchte. Ebenso die Welt der Dunkelalben, deren Atmosphäre ich regelrecht spüren konnte – kalt, feucht und dunkel -  da hat es mich beim Lesen wirklich gefröstelt. 

„Götterkind“ ist eine tolle Mischung aus Fantasy, Mythologie und Historie, von der Fantsyfans sowie Fans der nordischen Mythologie gleichermaßen gefesselt werden dürften.

Mich hat das Buch gefesselt und das Ende von Band 1 fand ich sehr passend und rund. Trotzdem bleiben an anderen Stellen genügend Gründe, aus denen ich mich schon jetzt auf den folgenden Band freue.

 

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40 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

thriller, wissenschaftliches experiement, mord, religio, religiöse morde

Totenengel

Mark Roberts , Angela Koonen
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 26.05.2017
ISBN 9783404175444
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Totenengel“ ist nach „Totenprediger“ das zweite Buch des Autors Mark Roberts mit der Ermittlerin Eve Clay.

Louise Lawson, Tochter des berühmten Historikprofessor Leonard Lawson, bricht verwirrt auf einer Straße in Liverpool zusammen und wiederholt immer wieder: „Er ist abgeschlachtet worden.“ DCI Eve Clay und ihr Team werden herbeigerufen. Während die Frau medizinisch versorgt wird gelingt es Eve herauszubekommen wo Louise Lawson wohnt und macht in dem Haus eine grausige Entdeckung. Leonard Lawson wurde grausam ermordet und verunstaltet zur Schau gestellt. Eve Clay und ihr Team arbeiten mit Hochdruck an den Ermittlungen und stoßen dabei auf immer mehr Ungereimtheiten und weitere Tote.

 

Der Schreibstil von Mark Roberts ist eingängig, aber auch sehr detailreich, grausam und brutal. Durch kurze Kapitel – deren Überschrift jeweils eine Zeitangabe ist – wird eine enorme Spannung aufgebaut und ich war immer wieder überrascht, wieviel innerhalb kürzester Zeit passiert und wie viele Handlungen fast parallel verlaufen. Durch zahlreiche überraschende Wendungen bleibt es bis zum Schluss spannend.  Lange bleibt unklar, was und wer hinter den Morden steckt. Ist es religiöser Fanatismus, sexuelle Perversion oder andere menschliche Abgründe ?  

Insgesamt gab es in dem Buch viele Opfer, viele Täter und viele verschiedene Themen, aber alles wurde schlüssig erklärt und aufgelöst.

Die Charaktere wurden authentisch beschrieben und insbesondere Eve Clay fand ich ausgesprochen sympathisch und menschlich. Zwischendurch gab es immer wieder kurze Informationen über ihr Familienleben, ihren Sohn und ihren Mann. Die Zusammenarbeit des Ermittlerteams verlief sehr harmonisch und ich fand es ausgesprochen angenehm, dass es dort keine überflüssigen Kriegsnebenschauplätze gab.

Die Anzahl der Personen erschien mir zwischenzeitlich etwas unüberschaubar, aber letztendlich hat sich alles gefügt und es gab dadurch kein Verständnisproblem.

 Mein Fazit:

„Totenengel“ ist ein rasanter und spannender Thriller, der nichts für schwache Nerven ist, den ich aber jedem Thriller-Fan empfehlen kann.

 

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37 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

krimi, roger blanc, fischer, umweltschutz, mord

Gefährliche Côte Bleue

Cay Rademacher
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 18.05.2017
ISBN 9783832198282
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Gefährliche Côte Bleue“ ist der vierte Fall von Capitaine Roger Blanc in dem der Autor Cay Rademacher seine Leser in die Provence entführt. Kenntnisse aus den ersten drei Bänden sind zum Verständnis dieses Bandes nicht notwendig.

Capitaine Roger Blanc und sein Kollege sollen Taucharbeiten überwachen. Dabei entdecken sie im Wasser einen toten Taucher, in dessen rechten Auge eine Harpune steckt. Nachdem eine Politikerin und Umweltaktivistin, die mit dem toten Taucher in Kontakt stand ebenfalls tot aufgefunden wird, ist  schnell klar, dass es sich nicht um einen Unfall handelt. Es finden sich Hinweise, dass Umweltaktivisten, Fischer, Wracktaucher und Schatzsucher in die Sache verwickelt sind.

Auf dem Cover ist die Küste der Provence abgebildet, so dass man direkt wunderbar vorstellen kann wo sich die Handlung des Buches abspielt. Die Idylle ist allerdings ein wenig trügerisch….

Cay Rademacher beschreibt seine Charaktere lebendig und authentisch, wie im wahren Leben haben auch sie ihre Probleme und sind Menschen mit Ecken und Kanten.

Der Schreibstil ist angenehm flüssig und lässt sich mühelos lesen. Die Spannung ist ebenso spürbar wie die Atmosphäre der Provence. Der Fall ist verzwickt und das Thema brisant, da deutlich wird, dass so mancher Politiker nicht nur politische Interessen vertritt. Gleichzeitig fand ich es auch sehr erschreckend, was so alles unauffällig „unter den Teppich gekehrt“ werden soll.

„Gefährliche Côte Bleue“ ist ein spannender und atmosphärischer Provence-Krimi, der jeden Fan der Reihe und/oder frankreichliebenden Krimileser begeistern dürfte.

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109 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 43 Rezensionen

thriller, mannheim, julia corbin, mord, freundschaft

Die Bestimmung des Bösen

Julia Corbin
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Diana, 09.05.2017
ISBN 9783453359345
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Die Bestimmung des Bösen“ ist das gelungene Thrillerdebüt der Autorin Julia Corbin, in dem an Spannung und interessanten wissenschaftlichen Informationen nicht gespart wird.

Nachdem in einem abgelegenen Waldstück am Rhein zwei entstellte Frauenleichen gefunden werden, übernimmt die junge Kommissarin Alexis Hall die Ermittlungen. Wegen des fortgeschrittenen Verwesungsprozeß sind die Ermittlungen als ausgesprochen schwierig.  Die Kriminalbiologin Karen Hellstern versucht anhand der Insekten erste Informationen über die Morde zu liefern. Schnell kommt es zu weiteren Morden, Alexis erkennt das Schema des Mörders und fühlt sich von ihrer Vergangenheit eingeholt….

Der Schreibstil von Julia Corbin ist flüssig und lässt sich angenehm lesen. Herausstechend sind die vielen fachlichen Begriffe und wissenschaftlichen Erklärungen, die tiefe Einblicke in die komplexe Arbeit eines Kriminalbiologen gegeben haben und stets so verpackt waren, dass sie auch von einem unwissenden Leser gut verstanden werden konnten.

Die Charaktere werden detailreich und authentisch beschrieben. Die Protagonistin Alexis hat in ihrem Leben schon einiges durchgemacht und ihre Angst und Panikattacken sind fühlbar. Auch die Schauplätze in Heidelberg und Mannheim hat man beim Lesen direkt vor Augen.

Der Spannungsbogen steigt stetig wozu auch der Wechsel der zeitlichen Ebenen beiträgt. Temporeich und mit einigen überraschenden Wendungen hat mich das Finale überrascht und zugleich entsetzt.     

Mir hat der Thriller wirklich gut gefallen, reichlich Spannung, tolle Charaktere, überraschende Wendungen und am Ende alles gut gelöst und erklärt.

 

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39 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 33 Rezensionen

liebe, roofer, freundschaft, freiheit, roofing

Roofer

Jutta Wilke
E-Buch Text: 208 Seiten
Erschienen bei Coppenrath Verlag, 01.06.2017
ISBN 9783649627036
Genre: Sonstiges

Rezension:

„Roofer“ ist ein genial erzählter Jugendroman der Autorin Jutta Wilke. Das Cover-Layout ist mir direkt ins Auge gesprungen, ich fand es toll gemacht, wie der Titel, der Name der Autorin und der Verlag in das Bild hineingearbeitet wurden und kann im Nachhinein sagen, dass es passender nicht hätte sein können.

 Durch ihre Freundin Nasti gelangt Alice in eine Clique von Roofern. Die Roofer klettern auf hohe Gebäude und Baustellen. Dabei nehmen sie ihre gefährlichen Aktionen auf, um diese im Internet darzustellen. Alice muß zusehen, wie Nasti  immer weiter in diese gefährliche Szene der Roofer hineingezogen wird….

Die Charaktere  werden sehr authentisch beschrieben. Jutta Wilke gelingt es ausgesprochen gut, den Wunsch nach Freiheit und die unterschiedlichen Gefühle darzustellen. Besonders die Zerrissenheit zwischen der Faszination, dem Reiz der Gefahr und der Vernunft der Protagonistin Alice kann man beim Lesen spüren.  

Der Schreibstil ist flüssig, lässt sich angenehm leicht lesen. Der größte Teil ist in der Ich-Perspektive von Alice geschrieben. In einzelnen Kapiteln wechselt die Perspektive zu Nik. Das führt dazu, dass man noch scheller weiterlesen möchte, um zu erfahren, wie es in der anderen Perspektive weitergeht.

Das Buch ist spannend, authentisch, sehr temporeich und versetzt den Leser glaubhaft in die Szene der Roofer.

 Mein Fazit: Ein rundherum gelungener Jugendroman, um ein interessantes und aktuelles Thema, das auch Erwachsene begeistern kann und einfach großartig erzählt ist.

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28 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

spannung, serie, streitgespräche, loft, vorabendroman

Codename E.L.I.A.S.: Spur aus dem Nichts

Mila Roth , Petra Schier
E-Buch Text
Erschienen bei null, 22.04.2017
ISBN B072KYQXCG
Genre: Sonstiges

Rezension:

"Spur aus dem Nichts" ist nach „Kaltgestellt“ der zweite Band der Reihe Codename E.L.I.A.S der Autorin Mila Roth.  

Dank des Personenregisters vorab und dem Einstieg "Was bisher geschah" ist es nicht zwingend erforderlich den ersten Band zu kennen, da auch ohne Vorkenntnisse  alles Folgende verständlich ist.

Trotzdem kann ich den ersten Band nur empfehlen, da auch dieser spannende und rasante Unterhaltung bietet. Die Bände sind als Serie zu sehen, in der die jeweiligen Fälle in sich abgeschlossen sind. Das gewählte Format, das einer Fernsehserie entspricht, ist einfach einmal anders und ich finde es erfrischend und ansprechend.

 Michael Cavenaugh befindet sich nach seinem Identitätsdiebstahl in Los Angeles. Dort versucht er – gemeinsam mit seinen beiden Freunden Brianna Wagner und Luke Tanner - Tricia Bloomberg zu helfen. Diese wurde von ihrem Chef genötigt zu stehlen. Gleichzeitig taucht ein totgeglaubter Kollege in Michaels Wohnung auf und fordert diesen auf, für die geheime Organisation E.L.I.A.S zu arbeiten. Das Trio Michael, Brianna und Luke entwickelt einen gefährlichen Plan um Tricia zu schützen und begibt sich dabei in eine brenzlige Lage….

 Hauptpunkt, der sich durch die verschiedenen Buchbände zieht, ist Michael mit dem Problem seines Identitätsdiebstahls und der Organisation E.L.I.A.S. Nebenschauplätze sind die unterschiedlichen Aufträge die Michael mit Brianna und Luke mit unglaublichen Erfindungsreichtum aufdecken, um anderen zu helfen.

 Der Schreibstil der Autorin ist angenehm flüssig und lässt sich leicht lesen. Die Handlung ist rasant und spannend.

Die Protagonisten sind sympathisch und wirken authentisch. Nebenbei erfährt man so einiges über Michaels Kindheit und über Briannas Familienleben. Diese Einschübe runden das Bild der verschiedenen Charaktere gut ab.

Neben spannenden und actionreichen Szenen, gibt es ebenso emotionale und humorvolle Momente wie auch witzige Wortgefechte. Dieser Wechsel macht das Gelesene lebendig und  kontrastreich.

 Mein Fazit:

Die Serie ist ein spannendes Lesevergnügen, in dem die einzelnen Fälle in sich abgeschlossen sind. Kleine Cliffhänger, die neugierig auf den nächsten Band machen, fehlen aber auch nicht und ich finde, dass die Mischung aus Spannung und Unterhaltung in diesem Band perfekt gelungen ist.

 

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168 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 94 Rezensionen

paris, brief, parallelwelt, hamburg, hagebölling

Der Brief

Carolin Hagebölling
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 09.06.2017
ISBN 9783423261463
Genre: Romane

Rezension:

Das Buch „Der Brief“ ist der gelungene Debütroman der Autorin Carolin Hagebölling.

Mich hatte bei diesem Buch das Cover neugierig gemacht, auf dem man eine Brücke sieht, die auf der einen Seite Hamburg und auf der anderen Paris zeigt. Auf beiden Hälften befindet sich die gleiche Person, die aufeinander zugeht. Damit ist auch schon das Thema  - die Verwirrung der Realität -  gut getroffen.

 Die in Hamburg lebende Journalistin Marie Kluge erhält, nachdem sie 15 Jahren keinen Kontakt mehr zu ihrer in Paris lebenden Jugendfreundin Christine hatte, einen Brief von dieser. Adressiert ist der Brief an sie, allerdings mit einer ihr unbekannten Adresse in Paris. In diesem liest sie Dinge über sich, die ihr bisher vollkommen unbekannt waren.  Es geht um einen Mann, mit dem sie in Paris zusammenleben soll, den sie nicht kennt und um ihr Kind, von dem sie ebenfalls nichts weiß.

Total verwirrt beschließt Marie nach Paris zu gehen und die Adresse aufzusuchen, an der sie sich laut Brief befinden müsste. Dort trifft sie auf ein vertrautes und gleichzeitig völlig fremdes Leben und ihr bisheriges erfolgreiches und intaktes leben gerät total durcheinander.

 Die Charaktere des Buches werden toll beschrieben und während Marie auf mich einen sehr sympathischen Eindruck machte, gefiel mir ihre Lebensgefährtin Johanna weniger.  Immer wenn es schwierig wurde, zog sie sich zurück und hatte nur Zweifel für ihre Freundin. Die Personen wirken authentisch und man kann mit ihnen mitfühlen und miträtseln.

Der Autorin ist es mit Ortsbeschreibungen und den Erlebnissen gut gelungen, dass ich mich direkt an den Ort versetzt fühlte. Obwohl ich z.B. die Katakomben von Paris nicht kenne, konnte ich sie mir gut vorstellen und hatte das Gefühl sie schon einmal gesehen zu haben.

Den temporeichen Erzählstil fand ich sehr angenehm, so dass sich das Buch schnell und leicht lesen ließ.

Die beiden Leben von Marie hatten für mich etwas Faszinierendes und ihre Geschichte ist spannend und emotional zugleich. Allerdings hofft man hier vergeblich auf ein erklärendes oder logisches Ende. Vielmehr beliebt am Schluss eine Menge Platz um sich Gedanken über das eigene Leben zu machen und man muss es einfach unter einem philosophischen Gesichtspunkt betrachten, um nach der Lektüre nicht von dem Ende allein gelassen zu werden. Es bleiben eine Menge Fragen offen.

Mein Fazit: „Der Brief“ ist ein interessantes Buch, in dem es der Autorin erfolgreich gelungen ist Spannung aufzubauen, Gefühle zu vermitteln und zum Nachdenken anzuregen. Ich habe es gerne gelesen, auch wenn ich mit dem Ende nicht 100%ig glücklich war. Von daher vergebe ich 4 von 5 Sternen.

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53 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 42 Rezensionen

kinderbuch, geburtstag, apfelhexe, geschenke, hexe

Petronella Apfelmus - Überraschungsfest für Lucius

Sabine Städing , Sabine Büchner
Fester Einband: 64 Seiten
Erschienen bei Boje ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 24.04.2017
ISBN 9783414824752
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Das Buch „Petronella Apfelmus Überraschungsfest für Lucius“ von Sabine Ständig ist ein tolles Buch für Leseanfänger, das durch seine durchgängig fröhlich bunt gestalteten Seiten der Illustratorin SaBine Büchner eine echter Blickfang ist.

Die kleine Hexe Petronella Apfelmus plant für ihren Freund Lucius ein Geburtstagsüberraschungsfest im Garten.  Voller Begeisterung versendet sie zahlreiche Einladungen und da zu einem Geburtstag auch Geschenke gehören, beginnt sie diese zu zaubern. Leider geht das nicht ganz glatt und sie benötigt dringend Hilfe….

 Durch die große Schrift und die kurzen Kapitel ist das Buch angenehm zu lesen und eignet sich wunderbar für Leseanfänger. Auch der Satzbau ist dem empfohlenen Alter von 6 bis 8 Jahren entsprechend einfach gestaltet und die Wortwahl ist ebenfalls altersgerecht.

Jede einzelne Seite ist liebevoll, witzig und sehr detailreich gestaltet. Es gibt eine Menge zu entdecken.  

Die Geschichte ist lustig und fantasievoll. Die kleine Hexe muss man einfach lieben und meinen Kindern hat die Geschichte total gut gefallen.

 Mein Fazit:

„Petronella Apfelmus Überraschungsfest für Lucius“ ist ein gelungenes, fröhliches Buch für Leseanfänger, dass sich aber auch genauso gut zum Vorlesen eignet. Von meinen Kindern und mir gibt es eine Leseempfehlung und 5 Sterne.

 

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66 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 52 Rezensionen

toskana, krimi, italien, todsünden, mord

Die Morde von Morcone

Stefan Ulrich
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 12.05.2017
ISBN 9783548289243
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Die Morde von Mocrone“ ist ein gelungener  Krimi-Debüt des Autoren Stefan Ulrich.

Nachdem der Münchener Strafverteidiger Robert Lichtenwald von seiner Frau verlassen wurde, will er über sein Leben nachdenken und nimmt sich dazu eine Auszeit, die er in einem Rustico in der Maremma im Süden der Toskana verbringen möchte. Bei einem Spaziergang mit seinem Vermieter findet er eine Leiche, auf deren Brust Buchstaben eingeritzt sind.

Giadi Bianchi ist Lokalreporterin und Zeitungsverkäuferin. Zunächst ist sie nicht daran interessiert über den Fall zu berichten und möchte lieber Robert Italienischunterricht geben. Nachdem es zu weiteren Morden kommt, ist es in dem kleinen friedlichen Dorf vorbei mit der Ruhe und Giadis Interesse geweckt. Es stehen eine Menge Fragen im Raum und gemeinsam mit Robert Lichtenberg sucht sie nach Hinweisen. Dabei begeben sich die beiden in höchste Gefahr….

Die unterschiedlichen Charaktere werden authentisch, lebensnah, mit Eigenarten aber trotzdem sympathisch beschrieben. Das italienische Temperament ist zu spüren und passt perfekt.

Die Landschaft der Toskana hatte ich beim Lesen direkt vor Augen und konnte mir das Flair und die Lebenssituation sowie die unterbrochene Idylle gut vorstellen. Die zahlreichen italienische Begriffe und Redewendungen, die der Autor verwendet, tragen ebenfalls dazu bei, dass man bei der Lektüre sich direkt an den Ort des Geschehens versetzt fühlt.

Der Schreibstil des Autors ist unkompliziert, leicht und flüssig zu lesen und man ist direkt mitten in der Handlung. Der aufgebaute Spannungsbogen wird bis zuletzt aufrechterhalten und es gibt eine Menge Wendungen, die das Buch zu einem spannenden Lesevergnügen machen.

 Mein Fazit: „Die Morde von Mocrone“  ist ein spannender, schlüssiger und solider Krimi, der das Flair der Gegend wunderbar vermittelt und bei dem Krimi- und/oder Italienliebhaber gut unterhalten werden.  

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48 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 40 Rezensionen

geheimnis, panama, freundschaft, amakunasaga, amakuna saga

Das Panama-Erbe

Susanne Aernecke
Fester Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Europa Verlag , 28.04.2017
ISBN 9783958900530
Genre: Romane

Rezension:

„Das Panama-Erbe“ ist nach „Tochter des Drachenbaums“ der 2. Band der Amakuna-Saga von der Autorin Susanne Aernecke. Mich hat der erste Band begeistert und ich fand die Verbindung zwischen den verschiedenen Zeitebenen genial und mir gefiel es, dass viele Charaktere ein Pendant in der Vergangenheit haben und sich der Gegenwart wieder treffen. Da die Veröffentlichung des zweiten Bandes immer weiter nach hinten verschoben wurde, waren meine Erwartungen dementsprechend hoch.

Das Buch beginnt mit einem sehr emotionalen Prolog. Nachdem ihre Eltern umgekommen sind, wächst Sina bei ihrem Großvater in Panama auf.   Sie studiert an der Eliteuniversität „Harvard Business School“und soll das Bankenimperium ihres Großvaters übernehmen. Nachdem sie einen Nervenzusammenbruch erleidet, an Amnesie leidet, sucht sie Hilfe bei den Kuna-Indianern an der Karibikküste und verliebt sich in den Heiler Neri. Durch das Heilmittel Amakuna kommen bei Sina die Erinnerungen wieder, sie erinnert sich an ihre Kindheit und findet heraus, dass schon ihre Mutter über Amakuna Forschungen angestellt hat.  

In der Vergangenheit befinden wir uns im Jahr 1517. Der junge Medico Tamanca wandert mit seinem Vater nach Panama aus und erhält von einer alten Medizinfrau das Heilmittel Amakuna. Durch das Heilmittel Amakuna sind die Seelen von Sina und Tamanca verbunden.

 Der Autorin gelingt der Wechsel zwischen den Zeitebenen ausgesprochen gut und immer genau zum richtigen Zeitpunkt, so dass es spannend bleibt und man einfach weiterlesen muss.

 Der Handlungsort Panama und das ursprüngliche Leben der Ureinwohner werden detailreich und überzeugend beschrieben. Zentrale und wichtige Themen des Buches sind der Naturschutz und,

dass der Mensch auf Profit und Gewinn aus ist. Andere Kulturen wollen Traditionen bewahren. Die profitgierigen Menschen zerstören jedoch alles, was das Leben lebenswert macht.

Die unterschiedlichen Charaktere sind interessant, allerdings konnte ich ihre Handlungen nicht immer nachvollziehen.

 Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, spannend, ereignisreich und immer wieder überraschend.

Für mich kam das Ende ein wenig zu überraschend und plötzlich.

 Insgesamt fand ich das Buch spannend und gut recherchiert. Allerdings hätte ich mir mehr Neues gegenüber dem ersten Band gewünscht und vergebe daher „nur“ 4 Sterne.

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(48)

55 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 46 Rezensionen

stockholm, oper, liebe, schweden, eifersucht

Mittsommerleuchten

Åsa Hellberg , Katrin Frey
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 12.05.2017
ISBN 9783548613420
Genre: Romane

Rezension:

Das Buch "Mittsommerleuchten" von Asa Hellberg ist ein gut recherchiertes und unterhaltsames Buch in dem auch an Spannung nicht gespart wird.

 Gloria und Agnes sind zwei sehr unterschiedliche Schwestern um die 50, Gloria ist eigensinnig mit viel Temperament und Agnes ist die Ruhe selbst .

Die Operndiva Gloria möchte sich eigentlich gerne zur Ruhe setzten, bekommt aber dann eine tolle Rolle angeboten. Allerdings haben die beiden Hauptdarsteller zuvor auch schon eine Hauptrolle in ihrem Leben gehabt und lösen bei Gloria ein Chaos der Gefühle aus.

Agnes ist seit Jahren in einer stabilen Beziehung, deren Langeweile sie nicht mehr ertragen kann, so dass sie aus ihrem Eheleben heraus will   und sich nach 33 Jahren von ihrem Mann trennt.

 Die beiden Protagonistinnen werden lebendig und authentisch beschrieben. Dabei wirken beide ausgesprochen sympathisch.

Auch die Ortbeschreibungen der Autorin sind so bildhaft, dass ich Stockholm direkt vor Augen hatte, obwohl ich noch nie dagewesen bin.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und lebendig. Immer wieder blitzt ein Humor durch, der mich zum Schmunzeln gebracht hat.  

 In diesem Buch findet man alles was ein guter Unterhaltungsroman benötigt.

Gefühle, Freundschaft, Liebe aber auch Enttäuschungen, Niederlagen, Hass und Neid kommen zum Vorschein. Dabei ist das Buch aber auch spannend, zum Lachen und die vielen überraschenden Wendungen haben bis zum Ende keine Längen aufkommen lassen.

 Während des Lesens kann man vom schwedischen Sommer träumen und ich habe mehrfach gedacht, dass das Cover hätte nicht treffender gestaltet werden können. Die leuchtenden Farben und die traumhafte Kulisse passen perfekt.

 

Von mir gibt es für dieses Lesevergnügen 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

 

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(27)

47 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

roman, jennydownham, jenny downham, rezensio, obwohl es dir das herz zerreißt

Obwohl es dir das Herz zerreißt

Jenny Downham , Astrid Arz
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei cbt, 03.04.2017
ISBN 9783570164488
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Das Buch "Obwohl es Dir das Herz zerreißt" der Autorin Jenny Downham ist ein bewegender Roman, den man nicht so schnell vergisst und der mich beim Lesen gefesselt hat.

 Nach dem Tod ihres Lebensgefährten Jack wird die demente Mary von ihrer Tochter Caroline aufgenommen. Das Verhältnis zwischen Caroline und Mary ist angespannt und  sehr distanziert. Mary bekam Caroline bereits in sehr jungen Jahren und hat sie zu ihrer Schwester Pat und deren Mann gegeben.

Carolines Kinder Katie und Chris müssen nun irgendwie mit der ihnen bisher unbekannten Großmutter klarkommen. Dabei ist Katie sehr interessiert an ihrer Großmutter und kümmert sich rührend um sie. Sie beginnt die lichten Momente Marys zu nutzen, um ein Erinnerungsbuch anzulegen. Dabei findet sie immer mehr über ihre Familie heraus, in der in der Vergangenheit so einiges passiert ist….

 Die einzelnen Charaktere werden detailreich beschrieben und wirken authentisch und lebendig. Ihre Empfindungen und Gefühle lassen sich gut nachvollziehen.

 Durch die unterschiedliche Perspektiven der Protagonistinnen und zahlreiche Rückblenden kann man sich gut in die verschiedenen Familienmitglieder hineinversetzen.

Der Schreibstil der Autorin ist angenehm flüssig und es lässt sich durch die vielen wörtlichen Reden leicht und schnell lesen. Dadurch ist es auch sehr emotional und berührend.

 Die Geschichte ist bewegend, ein wenig traurig, insgesamt stimmig und keine, die man schnell vergisst.  Es geht um  viele verschiedene Themen wie Familienzusammenhalt, die Schwierigkeiten in jungen Jahren ein uneheliches Kind zu bekommen, Demenz und andere Tabuthemen.

 Mich hat das Buch sehr nachdenklich zurückgelassen und ich finde, dass  es der Autorin Jenny Downham wirklich gelungen ist einen bewegenden Roman über schwierige Themen zu schreiben, der sich ausgesprochen leicht und unterhaltsam lesen lässt. Dafür gibt es von mir 5 Sterne und eine Leseempfehlung.      

 

  (5)
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(75)

299 Bibliotheken, 14 Leser, 1 Gruppe, 50 Rezensionen

magie, london, fantasy, diebin, weltenwandler

Vier Farben der Magie

V. E. Schwab , Petra Huber
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 27.04.2017
ISBN 9783596296323
Genre: Fantasy

Rezension:

„Vier Farben der Magie“ ist der erste Band der Weltenwanderer-Trilogie der Autorin  Victoria E. Schwab.

Es existierend vier verschiedene London – das graue, das weiße, das rote und das schwarze London – in dem es unterschiedliche Ausprägungen von Magie gibt.

Kell ist einer der letzten beiden Antari und kann somit zwischen den parallel existierenden Welten wandern. Er führt ein Doppelleben und ist als Botschafter des Königs und als Schmuggler unterwegs. Bei einem seiner Aufträge nimmt er ein magisches Artefakt mit und gerät er in ein gefährliches Abenteuer bei dem ihm Lila - eine junge freche Diebin - zur Seite steht…

Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm, so dass ich gut in das Buch bzw. die Geschichte hineingekommen bin.

Die vier verschiedenen London werden nacheinander vorgestellt und dabei ausgesprochen detailreich beschrieben. So konnte ich mir von mir jede Stadt mit ihren Besonderheiten gut vorstellen.

Auch die unterschiedlichen Charaktere sind ausführlich herausgearbeitet.  Kell ist sehr vielseitig, einerseits sehr mächtig mit vielen Fähigkeiten und gleichzeitig auch unvernünftig und unüberlegt. Sehr interessant fand ich seinen Mantel mit dem er in jeder Situation perfekt ausgestatte ist.

Lila fand ich sympathisch. Sie ist selbstbewusst und hat ein Ziel, wirkt stark, taff,  energisch und  total authentisch. Nur ihren Drang immer mal wieder etwas zu stehlen konnte ich nicht so ganz nachvollziehen

Insgesamt hat mir dieses magische Fantasybuch sehr gut gefallen und ich habe es gerne gelesen.   Allerdings wurde mir ein wenig zu viel unnötig gestorben  und niedergemetzelt, da ich von einigen interessanten Charakteren gerne mehr gelesen hätte.

Schön fand ich auch, dass dieser erste Teil der Trilogie in sich abgeschlossen ist und gleichzeitig trotzdem  ausreichend Raum mit offenen Fragen für eine Fortsetzung bleibt.

Mein Fazit:

„Vier Farben der Magie“ ist ein toller Auftakt zu einer magischen Geschichte mit Entwicklungspotential. Ich habe das Buch gerne gelesen bin gespannt auf die Fortsetzung.

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52 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 40 Rezensionen

schattenfrau, magie, feuerblut, fantasy, lichtkämpfer

Das Erbe der Macht - Schattenchronik: Feuerblut

Andreas Suchanek
Fester Einband: 334 Seiten
Erschienen bei Greenlight Press, 27.03.2017
ISBN 9783958342392
Genre: Fantasy

Rezension:

Das Hardcoverbuch „Das Erbe der Macht, Schattenchronik 2, Feuerblut“ von Andreas Suchanek umfasst die Romane 4 bis 6 – mit den Titeln „Feuerblut“, „Silberregen“ und „Schattenfrau“ - der monatlich erscheinenden E-Book-Reihe.

Mich hat bereits der erste Band „Das Erwachen“ begeistert und ich war sehr gespannt auf die Fortsetzung, da noch einige Fragen offen waren. Wie erwartet geht der Kampf um den Wall von Licht- und Schwertkämpfern weiter und man trifft aus die altbekannten Charaktere der ersten Bände.

Neben Jen, Alex, Max steht nun Clara mehr im Vordergrund und man erfährt einiges über ihre Familie. Auch um die Schattenfrau bleibt es weiter geheimnisvoll und ich habe von Seite zu Seite auf eine Enthüllung gewartet.

Schon in den Vorgängerbänden hatten es mir die Unsterblichen, die aus berühmten Personen der Vergangenheit bestehen - wie z.B. Johanna von Orleans, Einstein und, Leonardo da Vinci -  besonders angetan und ich fand es genial, dass die historischen Figuren wieder einen großen Anteil an der Geschichte haben.

Auf der Reise durch die verschiedenen Ebenen konnte ich wieder komplett in diese eigene Welt aus Magie, Kampf, Freundschaft und Spannung abtauchen und der Autor führt seine Leser von einem Spannungsbogen zum nächsten.

Der Schreibstil von Andreas Suchanek ist einfach faszinierend, flüssig, lebendig und spannend. Unzählige unerwartete Wendungen und Cliffhänger am Ende der einzelnen Kapitel sorgen wieder dafür, dass man das Buch nicht so schnell aus der Hand legen mag und immer weiter lesen muss.

Dabei habe ich immer wieder über die Komplexität gestaunt. Kleine versteckte Details zu Beginn lieferten Erklärungen und haben das Buch rundum stimmig gemacht. Einiges hat mich total umgehauen und ich denke, dass ich die Bände noch einmal lesen werde und dann bewusst  auf alle Hinweise achten muss.

Der Autor hat mit seiner Schattenchronik eine einzigartige Welt erschaffen, die jeden Fantasy-Fan begeistern wird. Ich warte schon gespannt auf die Fortsetzung, da zwar einige Rätsel gelöst sind und gleichzeitig viele neue Fragen aufgetaucht sind.

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62 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

humor, krimi, tatjana kruse, mord, pension

Der Gärtner war's nicht!

Tatjana Kruse
Flexibler Einband: 316 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 10.04.2017
ISBN 9783458362654
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das Buch "Der Gärtner war's nicht" von der Autorin Tatjana Kruse ist ein spannender und unterhaltsamer Krimi, der meine Lachmuskeln auf das äußerste strapaziert hat.
Die beiden Schwestern Konny und Kriemhild führen ihre beschauliche Bed & Breakfast Pension mehr oder weniger erfolglos. Außerdem lebt noch der an Aphasie leidende Gärtner Friedrich-Maximilian Hirsch in der Pension. Als die Band Cordt mit ihren fünf Mitgliedern bei den Schwestern Zimmer bucht, ist es vorbei mit der Ruhe. Abgesehen von dem Wirbel, für den die Truppe durch ihre Sonderwünsche sorgt, wird der junge Bandleader Leon Cordt tot vor der Tür aufgefunden.
War es Mord ? Oder war es ein Unfall ?
Die beiden Schwestern beginnen auf eine höchst amüsante und ungewöhnliche Art und Weise zu ermitteln….

Obwohl die Protagonistinnen Konny und Kriemhild Zwillinge sind, sind sie komplett unterschiedlich und ergänzen sich dadurch perfekt. Während Kriemhild ruhig, groß und hager ist , wirkt Konny quirlig und aufgedreht und wird klein und rund beschrieben. Beide haben ihre Stärken und Schwächen und wirken dadurch authentisch und sympathisch. Kriemhild sorgt in der Pension für das leibliche Wohl der Gäste und Konny schreibt als selbständige Journalistin eine Kolumne und allein schon ihre Kolumne-Beiträge sind ein guter Grund das Buch zu lesen.

Der Schreibstil von Tatjana Kruse ist einfach grandios, locker, leicht und äußerst amüsant. Die skurrilen Charaktere und die unglaublichen Ideen in diesem Buch haben mich mehrfach zum Lachen gebracht. Ich habe nur selten ein Buch gelesen, das bis zum Ende spannend blieb und bei dem ich mich gleichzeitig so gut amüsiert habe.
Die Ermittlungen der Protagonistinnen, bei denen es jede Menge Situationskomik gab und insbesondere die Sprüche die von Konny kommen, machen das Buch einfach einmalig und lassen die kriminelle Handlung fast nebensächlich erscheinen. Trotzdem gibt es eine stimmige Auflösung, so dass das Buch eine rundum runde Sache ist.

Auch das Cover ist ein toller Eyecatcher. Auf den ersten Blick wirkt es so friedlich und idyllisch und bei näherem Hinsehen entdeckt man dann die Blutflecken passend zum Titel.

Von mir gibt es für dieses amüsante Lesevergnügen 5 Sterne und ich möchte gerne mehr von den beiden Schwestern Konny und Kriemhild und auch von Konnys Kolumne lesen.

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262 Bibliotheken, 11 Leser, 0 Gruppen, 103 Rezensionen

lara adrian, erotik, for 100 days, liebe, täuschung

For 100 Days - Täuschung

Lara Adrian , Firouzeh Akhavan-Zandjani
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 24.04.2017
ISBN 9783802598210
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

„For 100 Days – Täuschung“ ist der erste Band der „100-Reihe“ der amerikanischen Autorin Lara Adrian.

Avery Ross ist eine erfolglose Künstlerin, die sich mit Kellnerjobs ihr Leben finanziert. Als sie die Gelegenheit bekommt in Manhattan in einem Luxus-Apartment das Housesitting zu übernehmen, nutzt sie diese und betritt damit eine neue Welt. Dort begegnet sie Nick Baine und zwischen den beiden beginnt es direkt heftig zu prickeln…

Die beiden Protagonisten werden sehr gut beschrieben. Nick ist  reich, arrogant, kontrollsüchtig aber gleichzeitig auch unwiderstehlich. Probleme versucht er gerne mit Geld aus der Welt zu schaffen. Avery hat schon so einiges durchgemacht und hat ihre dunklen Geheimnisse in der Vergangenheit.  Anfangs wirkt sie willensstark und taff aber das ändert sich leider recht schnell unter Nicks Einfluss.

Das Buch wird aus Averys Sicht erzählt. Dadurch erfährt man leider nicht so viel über Nick, wie ich mir gewünscht hätte und er bleibt durchgehend ein wenig geheimnisvoll und mysteriös. Die Schreibweise der Autorin ist angenehm flüssig, so dass ich nur so durch die Seiten durchgeflogen bin. Die erotischen Szenen an den verschiedensten Orten in den unterschiedlichsten Situation  sind angenehm beschrieben und man kann das Prickeln zwischen den beiden Protagonisten spüren. Lara Adrian gelingt es gut Gefühle zu vermitteln. Die Story selbst ist allerdings sehr überschaubar und nicht wirklich neu, sondern eher das, was man bei einem Erotikroman erwartet und ein wenig klischeehaft.

Mir hat das Buch insgesamt gut gefallen und ich finde, dass es eine perfekte Urlaubslektüre ist. Allerdings denke ich, dass es bei mir keinen bleibenden Eindruck hinterlassen wird. Dafür ist einfach zu wenig passiert.
Zum Ende wurden Fragen geklärt und gleichzeitig tauchen neue auf, so dass Raum für eine Fortsetzung bleibt, in der man wohl einigen Charakteren wiederbegegnen wird.

Mein Fazit: „For 100 Days – Täuschung“ ist ein Buch, durch das man durchfliegt, das man lesen und genießen kann, wenn man keine tiefgreifende Handlung erwartet. Da ich mich gut unterhalten gefühlt habe, runde ich auf 4 Sterne auf.

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177 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 91 Rezensionen

historischer roman, ottonen, otto der große, rebecca gablé, mittelalter

Die fremde Königin

Rebecca Gablé , Jürgen Speh
Fester Einband: 768 Seiten
Erschienen bei Ehrenwirth, 27.04.2017
ISBN 9783431039771
Genre: Historische Romane

Rezension:

"Die fremde Königin" ist ein weiterer historischer Roman der Autorin Rebecca Gable.

Er beginnt im Jahr 951 und schließt mit einem kleinen Zeitsprung an „Das Haupt der Welt“ an, aus dem man einige Protagonisten wiedertrifft. Es ist aber nicht notwendig dem Vorgängerband zu lesen, da das Vorwissen zum Verständnis nicht erforderlich ist.

Nachdem Adelheids Ehemann vergiftet wurde, ist diese rechtmäßige Königin von Italien und wird seit einiger Zeit von Berengar in einem Verließ festgehalten. Er ist der Meinung, dass ihm der Thron zusteht und möchte sie außerdem mit seinem Sohn vermählen.

 König Otto I schickt einen seiner Panzerreiter – Gaidemar – zu Adelheid, um diese zu befreien. Nach der gelungenen Flucht bringt Gaidemar Adelheid zu Otto und sie wird seine Frau. Obwohl Gaidemar nur ein Bastard ist, entstand durch die gemeinsame schwierige Flucht zwischen der Königin und ihm eine Freundschaft und er ist in den nächsten Jahren ihr ständiger Begleiter.  

Otto und Adelheid sind ein Königspaar, dem viel daran liegt, dass das Volk in Frieden leben kann und das permanent darum bemüht ist, die Bande zwischen den Ländereien zu festigen und zu stärken.

Gaidemars Geschichte zieht sich durch das gesamte Buch und ist sehr berührend. Als Panzerreiter der königlichen Garde zieht er den Neid und den Unwillen einiger unsympathischer Zeitgenossen auf sich. Er kennt die Namen seiner Eltern nicht und weiß lediglich, dass er königliches Blut in sich hat. Dennoch besitzt er nichts, keinen Namen und kein zu Hause, in das er nach seinen Feldzügen zurückkehren kann.    

Wie alle Bücher, die ich von Rebecca Gable bisher gelesen habe, war auch dieses wieder hervorragend recherchiert. Die historischen Ereignisse werden interessant und spannend vermittelt. Fiktive und historische Charaktere werden detailreich beschrieben und  wunderbar miteinander verwoben. Die Atmosphäre des Romans versetzt einen direkt in das damalige Jahrhundert und so kann man, die zum Teil recht rauen Sitten und grausamen Handlungen der handelnden Personen, nachvollziehen.

Man erfährt eine Menge über die deutsche Geschichte und im Nachwort gibt es dann auch noch Anmerkungen der Autorin, was fiktiv und was historisch belegt ist.

Der Schreibstil ist flüssig, bildgewaltig und angenehm zu lesen. Obwohl die damalige Gesellschaft im Umgang miteinander nicht zimperlich war, gibt es auch amüsante Stellen. Mir gefielen die Dialoge, in denen trotz der schwierigen und angespannten Situationen der Humor durchblitzt immer wieder ausgesprochen gut.

Das gesamte Buch war spannend geschrieben und obwohl ich die immer wiederkehrenden Schlachten und Feldzüge als sehr grausam empfand und mir diesbezüglich ein Ende gewünscht habe, konnte ich das Buch immer nur schwer aus der Hand legen konnte. Der Drang zu erfahren wie es im Schicksal der Protagonisten weitergeht und meine Neugierde, waren einfach größer.

 Mein Fazit:

Das Buch hat mich ausgesprochen gut unterhalten und ich hätte sehr gerne noch weitergelesen. Gleichzeitig habe ich wieder einiges Wissenswertes an historischen Ereignissen erfahren. Aus meiner Sicht ist es ein absolutes Highlight für Fans historischer Romane und ich vergebe gerne 5 Sterne.   

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45 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 42 Rezensionen

weltreise, honeymoon, reise, flitterwochen, abenteuer

Honeymoon XXL

Julia Richter , Stefan Richter
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Delius Klasing, 10.04.2017
ISBN 9783667109156
Genre: Sachbücher

Rezension:

Das Buch "Honeymoon XXL" von Julia und Stefan Richter bietet auf 224 Seiten einen tollen Einblick in eine außergewöhnliche und interessante Hochzeitsreise.

Ein Jahr nach ihrer Hochzeit beginnt das junge Paar seine Reise. Sie beenden ihre Jobs und es geht los. Da ihre Vorstellungen sehr unterschiedlich sind, ist es eine Herausforderung alle Wünsche und Ideen miteinander zu verbinden.

Auf der Rückseite des Covers erfährt man bereits interessante Fakten, wie dass sie in 433 Tagen 15 Länder bereist und dabei eine Gesamtstrecke von 92.967 km zurückgelegt haben.

In dem Buch gibt es zahlreiche faszinierende Illustrationen, die den Leser mit in die fremden Länder nehmen. Die bunten Naturaufnahmen und die ungewöhnlichen Momentaufnahmen vermitteln  einfach Spaß und machen Lust auf `s Reisen. Außerdem liefert das Buch viele interessante Fakten und  lädt zum Träumen ein.

Julia und Stefan sammeln in den Ländern zahlreiche neue Eindrücke und lernen Traditionen, Land und Leute kennen. Genauso interessant sind aber auch ihre Erfahrungen, die sie durch das Ausprobieren neuer Outdoorsportarten erleben.

Mich hat das Buch begeistert. Ich habe dadurch Ecken in dieser Welt gesehen, die ich vermutlich niemals bereisen werde und gleichzeitig Anregungen für mögliche Reiseziele erhalten. Ihre Reiseroute hat sie durch gänzlich unterschiedliche Gebiete geführt, so dass sie sowohl Hitze als auch Kälte erlebt haben. Ebenso interessant wie das Buch finde ich den Blog der Autoren, der unter www.lookfornewhorizons.com zu finden ist. An einigen Stellen hätte ich sehr gerne detailreichere Berichte gelesen.

Während man in anderen Reiseführern nur Fakten über die wichtigsten Sehenswürdigkeiten mit ihren historischen Hintergründen erhält, bekommt man hier persönliche Erfahrungen und Erlebnisse aus erster Hand.

Mein Fazit: Ein tolles Buch für Menschen, die neugierig auf die Welt sind und Wissenswertes aus erster Hand erfahren wollen.

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26 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

17.jh. hist. roman, 30jähriger krieg, hist. roman, englan, schirmer

Hinter den Augen der Welt

Tess Schirmer
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Querverlag, 27.02.2017
ISBN 9783896562524
Genre: Historische Romane

Rezension:

 Mit ihrem historischen Roman „Hinter den Augen der Welt“ nimmt die Autorin Tess Schirmer den Leser direkt mit in das England des 17. Jahrhunderts.

Mary Grosvener - Tochter des Baronet Richard Grosvenor - soll baldmöglichst angemessen verheiratet werden. Währen der Earl Marlborough aus eigenem Interesse seinen Sohn als Heiratskandidaten ins Spiel bringt, fühlt sich Mary zu dem Stallknecht Flynn hingezogen und umgekehrt. Nachdem herauskommt, dass Flynn eine Frau ist und sie versuchen sich heimlich zu treffen, eskaliert die Situation. Aber dies ist nicht das einzige Geheimnis, auch alle anderen Familienmitglieder haben Geheimnisse…..
Durch den poetischen Schreibstil der Autorin, wird man direkt in die Zeit des Geschehens versetzt und die Atmosphäre und die Stimmung der Handlung wird überzeugend transportiert. Da der Adel damals französisch sprach, findet man immer wieder französische Sätze. Auch die Kapitelüberschriften sind in französisch. Im Anhang findet man die dazugehörigen Übersetzungen, so dass man das Buch auch problemlos ohne Kenntnisse in der französischen Sprache lesen kann. Die Sprache macht die Unterschiede zwischen dem Adel und den Bauern, Knechten und Mägden deutlich. Dadurch werden die Atmosphäre und die Stimmung gut übertragen. Auch wenn es ein wenig gewöhnungsbedürftig ist, man fühlt sich beim Lesen wirklich in das 17. Jahrhundert hineinversetzt.
Die Charaktere werden detailreich – teils sympathisch, teils weniger sympathisch – und authentisch beschrieben. Die gleichgeschlechtliche Liebe war zu dieser Zeit eine absolute Unmöglichkeit, die nicht toleriert wurde. Es lässt sich gut nachvollziehen und nachfühlen wie schwer es Mary und Flynn hatten. Aber es sind nicht nur Mary und Fynn, die die Emotionen beim Lesen wecken. Auch die anderen Charaktere haben ihre Geschichten mit Heimlichkeiten und es sind auch nicht nur Mary und Flynn, die mit ihrer verboten Liebe ein schweres Los gezogen haben…
Zum Ende hat mich das Buch nochmals sehr überrascht, aber ich fand es stimmig, passend und auch sehr traurig.

„Hinter den Augen der Welt“ ist kein Buch zum „weg lesen“, sondern eines bei dem ich ganz bewusst jede Zeile gelesen und mitgefühlt habe, das bei mir noch lange nachwirken und mir in Erinnerung bleiben wird.

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117 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 73 Rezensionen

irland, geister, roman, nachforschungen, debüt

Der Freund der Toten

Jess Kidd , Klaus Timmermann , Ulrike Wasel
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 18.05.2017
ISBN 9783832198367
Genre: Romane

Rezension:

Mich hat das Cover des Romans „Der Freund der Toten“ magisch angezogen, da es dunkel und gleichzeitig lebendig ist. Aus dem schwarzen Hintergrund heraus schauen vereinzelt beobachtende Augen zwischen Pflanzenblättern und Blüten hervor. Nachdem ich es in den Händen hielt, gefiel es mir noch besser, da es durch den Schutzumschlag und das Lesebändchen sehr hochwertig wirkt. Der Roman ist das gelungene Debüt der Autorin Jess Kidd.  

Der Protagonist des Buches ist der Gelegenheitsdieb Mahony, der in einem Dubliner Waisenhaus aufgewachsen ist. Bisher dachte er, dass seine Mutter ihn nicht wollte und aus Bequemlichkeit abgeschoben hat. Aber mit 26 Jahren erhält er einen Brief, der ihm etwas Anderes offenbart und er beschließt herauszufinden, was damals geschehen ist. Mit dem wenigen Wissen aus dem Brief begibt er sich in seinen Geburtsort – das ruhige Dorf Mulderigg. Dort trifft er auf eine alte Dame, die ihn unerschrocken unterstützt. Aber nicht nur sie hilft dem charmanten Dieb, auch die Toten von Mulderigg  sind Zeugen der vergangen Zeit und lassen sich befragen. Was ist damals in Mulderigg wirklich passiert ?

Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm und flüssig zu lesen. Sie schreibt aus der  Sichtweise von verschiedenen Charakteren, wodurch man der Handlung sehr gut folgen kann. Neben dem Haupthandlungsstrang gibt es einen zweiten Strang, der einen immer wieder in die Vergangenheit führt. Langsam setzen sich die Puzzlestückchen zusammen und die Spannung bleibt durchgehend erhalten.
Die Charaktere werden detailreich beschrieben, ebenso ausführlich sind die Umgebungsbeschreibungen. Beides macht das Buch sehr lebendig und lässt unweigerlich Bilder vor dem inneren Auge des Lesers entstehen in denen zusätzlic zu Menschen und Tieren auch Elfen und Trolle erscheinen.  

Neben einer poetischen fast märchenhaften Erzählweise, Spannung und schwarzem Humor bietet das Buch eine tolle Story mit ungewöhnlichen Charakteren und ausgiebigen Landschaftsbeschreibungen. Ich habe schon lange kein Buch mehr gelesen, dass so viel Abwechslung zu bieten hatte.   

Diese ungewöhnliche Mischung aus Spannung, Fantasy und Märchen ist einfach einmal anders und absolut lesenswert.

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123 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 66 Rezensionen

tracy rees, liebe, london, schicksal, cornwell

Die zwei Leben der Florence Grace

Tracy Rees , Elfriede Peschel
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 07.04.2017
ISBN 9783471351567
Genre: Romane

Rezension:

Mit ihrem Buch „Die zwei Leben der Florence Grace“ entführt die Autorin Tracy Rees ihre Leser für eine kurze Weile in eine andere Welt in das 19. Jahrhundert.

Florrie Buckely wächst bei ihrem Vater und ihrer Großmutter in den Mooren von Cornwall auf, da sie schon früh ihre Mutter gestorben ist. Als sie 13 Jahre alt ist, verliert sie ihren Vater und ihre Großmutter erkrankt schwer. Damit hat das unbeschwerte Leben in der freien Natur für sie ein Ende. Ihre Großmutter schickt sie nach London zu dem Vater ihrer Mutter - Hawkes Grace. Das Leben der Familie Grace ist so ganz anders als Florries bisheriges Leben. Die Familie Grace ist wohlhabend und einflussreich. Florrie lernt dort ihre Wurzeln kennen und muss sich ändern, ihre Umgangsformen anpassen und erfährt, dass ihr zuvor liebesvolles Zuhause keine Selbstverständlichkeit war.

Der Schreibstil von Tracy Rees ist flüssig und lässt sich leicht lesen. Sie schreibt aus der Ich-Perspektive der Florrie und ich fand die Sicht des 13-jährigen Mädchens erfrischend und interessant. Die Entwicklung des kleinen lebenslustigen Mädchens Florrie Buckely zu der stolzen und anmutigen Florence Grace war grandios beschrieben. Ich konnte gut nachvollziehen, wie es für sie sein muss aus ihrer liebevollen Umgebung herausgerissen zu werden und in das kalte London zu ihrer bisher ihr unbekannten Familie zu kommen. Florrie wird erwachsen und erkennt schnell, dass es manchmal besser für sie ist, sich anzupassen. Sie ist eine starke Protagonistin, deren Lebensgeschichte wirklich wundervoll erzählt wurde.

Die übrigen Charaktere werden ebenfalls recht detailreich beschrieben, passen gut in die Zeit und ich konnte sie mir gut vorstellen. Die Familie Grace spiegelt eine typische reiche Familie im 19. Jahrhundert mit sympathischen und unsympathischen Familienmitgliedern wider.

„Die zwei Leben der Florence Grace“ ist ein emotionaler historischer Roman mit einer starken und faszinierenden Protagonistin. Aus meiner Sicht ist das Buch ein wahres Lesevergnügen und von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

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cherringham, britisch, whodunit, reihe, lübbe

Cherringham - Folge 1 & 2

Matthew Costello , Neil Richards , Sabine Schilasky , Sabina Godec
Audio CD
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.03.2017
ISBN 9783785753569
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das Hörbuch umfasst die ersten beiden Teile „Mord an der Themse“ und „Das Geheimnis von Mogdon Manor“ der Cherringham Serie der beiden Autoren Matthew Costello und Neil Richards. Gelesen wird das Buch von Sabina Godec.

 Im ersten Fall „Mord an der Themse“ wird eine junge Frau tot in der Themse aufgefunden.  Die Polizei vermutet einen Unfall. Sarah glaubt nicht an einen Unfall und beginnt gemeinsam mit Jack – der früher Detective bei der Mordkommission in New York war - zu ermitteln.

 Im zweiten Fall  „Das Geheimnis von Mogdon Manor“ kommt der Eigentümer von Mogdon Manor bei einem Brand ums Leben. War es ein Unfall oder Mord ? Wieder beginnen Jack und Sarah zu ermitteln.

 Die beiden Protagonisten Jack und Sarah ergänzen sich bei ihren Ermittlungsarbeiten ausgesprochen gut, sind aber kein Paar. Sarah ist eine starke Frau, die sich neben ihren Ermittlungsarbeiten auch noch um ihre Kinder kümmern muss. Sowohl Jack als auch Sarah wirken ausgesprochen sympathisch und authentisch. Die anderen Charaktere sind ebenfalls gut und abwechslungsreich beschrieben, von sympathisch bis zum netten Nachbarn ist alles dabei. In beiden Fällen war die Anzahl der Personen überschaubar und ich hatte keine Mühe der Handlung zu folgen.

 Cherringham ist eine britische Kleinstadt deren Charme durch Beschreibungen der Landschaft und die Einwohner gut vermittelt wird. Ich fand es sehr angenehm, dass die Krimis ohne gewaltreiche und blutige Szenen auskommen. Die Dialoge haben - neben der Spannung des Falls - einen erfrischendem Humor, der mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht hat, vermittelt.

 Die Stimme der Sprecherin Sabina Godec hat mir gefallen. Ihre Stimmveränderung und die Betonung haben das Buch lebendig gemacht. Ich konnte gut miträtseln und war gefesselt.  

 Mir haben die beiden Episoden gut gefallen. Die Ermittlungsarbeiten waren spannend und authentisch, ich könnte gut miträtseln und habe mich gut unterhalten gefühlt.

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