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12 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

Marock`n Roll

Fritz Schneider
Flexibler Einband: 290 Seiten
Erschienen bei Fritzschneider.org, 17.08.2018
ISBN 9783982008707
Genre: Romane

Rezension:

"Marock`n Roll: Sex, Drugs, Art and a Surfing Soul" von dem Autor Fritz Schneider ist ein sehr lebendiges Buch mit ungewöhnlichen und sehr unterschiedlichen Charakteren.

Hanno hat schon einiges durch gemacht und versucht in Marokko zu sich zu finden. Seine Exfreundin Lena befindet sich in Nordkalifornien und versucht sich in einer offenen Beziehung mit Kevin zurechtzufinden. Elli ist Hannos neue Freundin, ziemlich abgedreht und offen für alles. Rob – ein Freund von Hanno – ist leidenschaftlicher Kletterer und Bergführer. Die Beziehung zu seiner Freundin Biene ist seine große Liebe. Alle Charaktere werden sehr facettenreich und authentisch beschrieben und jeder für sich ist irgendwie liebenswert.

Der Schreibstil ist ungewöhnlich und hat mir großen Spaß gemacht. Im Wechsel steht immer ein anderer der Charaktere im Mittelpunkt. Der Text ist in Deutsch und die Dialoge in Englisch. Dadurch gelingt es dem Autor eine ganz besondere Atmosphäre zu vermitteln. Die Handlung wirkt sehr lebendig und lebensnah, ist aber auch emotional und mitreißend, was sich in den zahlreichen alltäglichen Themen wie Verlust, Liebe, Freundschaft wiederfindet.     

Am Ende des Buches findet man einen hilfreichen Glossar mit Surf-, Kletter- und Gangster-Vokabeln, die dem Buch eine besondere Authentizität verliehen haben.

Ich kann dieses ungewöhnliche Buch nur empfehlen und würde mich auch gerne weitere Erlebnisse von Hanno und seinen Freunden lesen.

 

 

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14 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

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Ich, Santa

Jay Kay
E-Buch Text: 324 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 03.09.2018
ISBN 9783752874426
Genre: Sonstiges

Rezension:

„Ich, Santa“ ist ein zauberhaftes und fantasievolles Buch des Autors Jay Kay.

Nach dem Tod seiner Mutter lebt der 16-jährige Protagonist bei seinem Onkel Franz und seinen beiden Cousins Sebastian und Tobias. Besonders wohl fühlt er sich dort nicht, da er sich den Regeln seines Onkels anpassen muss und recht wenig selbstbestimmt ist. Auf einem Jahrmarktbesuch lernt er den Künstler und Motorradfahrer Jules kennen. Dieser entführt ihn in eine unbekannte magische und phantastische Welt und verändert dadurch sein Leben.  

Der Schreibstil von Jay Kay ist angenehm und lässt sich flüssig lesen. Recht schnell wird man in eine magische Welt hineinversetzt, die Verwebung von Realität und Fantasie ist fließend, so dass man langsam in das Geschehen hineingleitet. Geschrieben wurde die Geschichte aus der Ich-Perspektive des Protagonisten wodurch sich seine Gedanken recht gut nachvollziehen kann. Er war mir ebenso sympathisch wie die anderen teils magischen und zauberhaften Charaktere.

Wer Märchen und Fantasie, Elfen, Feen und Kobolde mag und davon überzeugt ist, dass es Santa gibt, liegt mit diesem Buch genau richtig.
Ich habe das Buch gerne gelesen und mag diese Mischung aus U- und E-Literatur.

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21 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

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Bullshit Jobs

David Graeber , Sebastian Vogel
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 09.09.2018
ISBN 9783608981087
Genre: Sachbücher

Rezension:

„Bullshit Jobs“ ist ein Sachbuch von David Graeber in dem es um unnötige und sinnlose Jobs geht.

Vermutlich kennt das jeder, dass er in seinem Job Arbeiten machen muss, die er für sinnlos und überflüssig hält und die eigentlich vollkommen überflüssig sind. Genau darum geht es in diesem Buch – unnötige  Jobs und die Konsequenzen, die diese für den Arbeitnehmer mit sich bringen.

In sieben Kapiteln auf über 400 Seiten berichtet der Autor sehr sachlich über die verschiedenen Typen von Bullshit Jobs und den gesundheitlichen Konsequenzen. Verschiedene Interviews von Betroffenen lockern das Ganze ein wenig auf. Verschiedene Thesen werden mehrfach wiederholt, sind aber trotzdem nur schwer zu greifen, da in dem Buch die Struktur fehlt. Es gibt keine Übersichten oder Zusammenfassungen. Die Zahlen im Text verschwinden mangels Tabellen oder einer anderen übersichtlichen Darstellung sofort wieder aus dem Gedächtnis (zumindest ging es mir so).   

Die Thematik ist durchaus interessant und von  David Graeber gut recherchiert worden. Mir sagte leider die Umsetzung nicht zu, so dass ich aus dem Buch nur wenig für mich mitnehmen konnte.

 

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183 Bibliotheken, 10 Leser, 3 Gruppen, 90 Rezensionen

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Die Festung am Rhein

Maria W. Peter
Flexibler Einband: 607 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.03.2017
ISBN 9783404175192
Genre: Historische Romane

Rezension:

"Die Festung am Rhein" ist wieder einmal ein ausgesprochen gut recherchierter und spannender historischer Roman der Autorin Maria W. Peters.

Die Handlung beginnt im Juni 1822 in Coblenz. Franziska trifft sich mit ihrem Bruder Christian und noch bevor sie sich austauschen können, wird Christian wegen Landesverrats verhaftet. Da ihr Vater ein  Offizier von Napoleon war und geheime Baupläne verschwunden sind, war es naheliegend, dass er diese an die Franzosen verkauft hat. Franziska ist von Christians Unschuld überzeugt und will diese beweisen. Dafür benötigt sie die Hilfe von Leutnant Rudolph Harten, der für den Bau der Festung verantwortlich und ein Preuße ist. Während ihrer gemeinsamen Recherchen kommen sie sich langsam näher.

Der Schreibstil von  Maria W. Peter ist flüssig und lässt sich angenehm lesen.  Neben Franziska, die eine ausgesprochen mutige und sympathische Protagonistin ist, gib es zahlreiche andere Charaktere, die alle authentisch und detailliert beschrieben werden. Auch die Beschreibung der Landschaft ist durchweg gelungen. Ich hatte stets klare Bilder vor Augen und konnte mir alles gut vorstellen. Neben der Liebesgeschichte zwischen Franziska und Rudolph wird es richtig spannend, so dass auch Krimifans auf ihre Kosten kommen. Die Spannung wird durchgehend gehalten, so dass es mir schwer fiel, das Buch zwischendurch wegzulegen. Außerdem erfährt man ganz nebenbei eine Menger historischer Details, die das Buch zusätzlich interessant und lesenswert machen.

Gut gefallen hat mir auch die Gestaltung des Buches. Es gibt zu Beginn zwei Karten, die den Handlungsort noch einmal eingängiger machen und am Ende des Buches eine Auflistung der historischen Persönlichkeiten, der fiktiven Figuren sowie ein hilfreiches Glossar.

Mir hat dieser historische Roman ausgesprochen gut gefallen und Maria W. Peters hat es geschafft mich direkt in das 19. Jahrhundert zu entführen.


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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

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Die Allergie-Bibel. Ursachen - Symptome - Behandlung

Dr. Earl Mindell , Dr. Pamela Wartian Smith , Theresia Übelhör
Fester Einband: 318 Seiten
Erschienen bei Mankau Verlag, 14.05.2018
ISBN 9783863744618
Genre: Sachbücher

Rezension:

„Die Allergie-Bibel -> Ursachen -> Symptome -> Behandlung“ ist ein sehr detaillierter und übersichtlicher Ratgeber von Dr. Earl Mindell und Dr. Pamela Wartian Smith.

Jeder, der schon einmal mit Allergien zu tun gehabt hat, weiß wie schwierig und langwierig es sein kann herauszubekommen woran es liegt, wie man dagegen vorgehen kann und was alles damit zusammenhängt.  Für mich hätte ich mir gewünscht, diesen Ratgeber schon früher gelesen zu haben, um zielgerichteter dagegen angehen zu können.

Das Buch ist in drei Abschnitte eingeteilt:

1.      Das  Allergieproblem

Hier werden die Auslöser, Symptome und Ursachen erläutert. Es werden Möglichkeiten Auslöser zu umgehen und zu erkennen aufgezeigt. Gleichzeitig gibt es zahlreiche Tipps, wie man besser damit zurechtkommt in dem die Zusammenhänge zwischen Umwelt, Ernährung und Lebensstil verdeutlicht werden.

2.      Veränderung der Lebensgewohnheiten

Im zweiten Teil sind zahlreiche Tipps zu finden, wie man vorgehen kann, um Arbeitsplatz, sein Zuhause und auch auf Reisen möglichst unbeschwert zu leben. Die Möglichkeiten seine Lebensgewohnheiten zu verändern sind sehr vielfältig und praktikabel.

3.      Allergiebehandlungen

In diesem Abschnitt erfährt man alles über die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten. Neben verschreibungspflichtigen Medikamenten gibt es eine Vielzahl an Nahrungsergänzungsmitteln, die zur Linderung von Allergiesymptomen beitragen können. Des Weiteren werden alternative Behandlungsmöglichkeiten wie z.B. Akupunktur, Atemtherapie und Yoga erläutert.

Jedes Kapitel endet mit einer kurzen Zusammenfassung, die einem einen kompakten Überblick auf die zuvor dargelegten umfangreichen Informationen gibt. Sehr hilfreich ist auch das umfangreiche Stichwortregister, das eine schnelle Suche  zu allen wichtigen Themen ermöglicht.

Angenehm fand ich den Schreibstil. Obwohl es sich um ein Sachbuch handelt, ist das Buch keineswegs trocken, sondern durchweg interessant und informativ. Ich kann diesen Ratgeber jedem der unter Allergien leidet und nach Linderung sucht, nur empfehlen.     

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54 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

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Befreit

Tara Westover , Eike Schönfeld
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 07.09.2018
ISBN 9783462050127
Genre: Biografien

Rezension:

„Befreit“ ist der eindrucksvolle biografische Debütroman der Autorin Tara Westover.

Tara ist gemeinsam mit ihren sechs Geschwistern im ländlichen Idaho aufgewachsen. Ihr Vater ist Mormone und steht dem Staat sehr skeptisch gegenüber. Seine Kinder lässt er nicht zur Schule und  medizinische Hilfe wird auch nicht in Anspruch genommen. Stattdessen greift die Familie auf die Kräuterheilkünste der Mutter zurück, die als Hebamme arbeitet. Während sich Taras Eltern auf den Weltuntergang vorbereiten, wächst in ihr der Wunsch nach Wissen und Bildung. Mit 17 Jahren beginnt sie sich auf den Aufnahmetest für eine Universität vorzubereiten.

Das Buch ist in drei Teile gegliedert und beginnt in Taras Kindheit. Sie beschreibt die Umgebung, in der sie aufwuchs, die einfachen Bedingungen und den strenggläubigen Vater. Im zweiten Teil steht ihre Collegezeit im Mittelpunkt, in der sie sich langsam von ihrer Familie distanziert und die Welt um sich herum neu wahrnimmt. Im letzten Drittel erhält sie ein Stipendium und nabelt sich endgültig von ihrer Familie ab.

Es ist einfach unglaublich, wie es Tara Westcover aus eigener Kraft gelungen ist, sich aus den Fängen ihrer Familie zu befreien und ein Leben aufzubauen, das nichts mehr mit dem zu tun hat, in dem sie aufgewachsen ist.  Man spürt ihre Zerrissenheit und ihre Gefühle wirken einfach authentisch,  sind aber auch erschreckend und ihr daraus resultierendes Handeln beeindruckend. Mich hat die Autorin wirklich beeindruckt, zum einen durch ihren Mut und ihre Entscheidung sich gegen ihre Familie zu stellen und zum anderen durch ihre Kraft ihr Leben umzukrempeln und die Wertevorstellungen unter denen sie aufgewachsen ist, hinter sich zu lassen.

„Befreit“ ist ein eindrucksvoller und beeindruckender Roman über eine bemerkenswerte, starke Frau, den ich nur empfehlen kann. 

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12 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 10 Rezensionen

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L.i.o.S. Hinter der Welt

JoMu Art
Flexibler Einband: 170 Seiten
Erschienen bei Independently published, 16.03.2018
ISBN 9781980566502
Genre: Sonstiges

Rezension:

„L.i.o.S. Hinter der Welt“  ist ein eindrucksvoller und absolut einzigartiger Kunst-Roman von JoMu Art.

 Es ist ein Tagebuch, in dem Illustrationen und Worte gleichermaßen die Handlung wiedergeben und perfekt zusammen harmonieren. Es wird eine Welt zwischen Leben und Tod aus Sicht eines Patienten beschrieben.  Jede Seite ist sehr detailliert gestaltet und je länger man hinschaut, desto mehr kann man entdecken. Obwohl alle Zeichnungen in schwarz-weiß-grau gestaltet sind, werden sie durch die Gedanken des Erzählers nicht nur lebendig, sondern sogar bunt.

 Ich habe noch nie ein Buch in der Hand gehalten, dass mich dermaßen fasziniert hat und in dem ich so viel entdecken konnte. Die Texte gestalten die Zeichnungen, die Schrift folgt ihnen und umgekehrt.

Die Zeichnungen sind einfach nur wunderschön und die Botschaft zwischen Traum und Wirklichkeit oder Leben und Tod sehr emotional und berührend.

Dieses Buch ist ein Kunstwerk in Wort und Schrift, das man sich nicht entgehen lassen sollte.

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37 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

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Miss Olivia und der Geschmack von Gin

Catherine Miller , Barbara Steckhan , Katharina Förs
Flexibler Einband: 326 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 13.08.2018
ISBN 9783458363491
Genre: Romane

Rezension:

„Miss Olivia und der Geschmack von Gin“ ist ein äußerst unterhaltsamer Roman der Autorin Catherine Miller.

 

Olivia Turner ist bereits 84 Jahre alt und liebt ihr eigenständiges Leben und ihre Strandhütte. Auf Drängen ihres Sohnes Richard gibt sie ihre Wohnung auf und zieht in eine Seniorenresidenz. Dort macht ihr die kontrollsüchtige Hausmutter das Leben schwer, die ihr ihre Ausflüge zum Strand in ihre Strandhütte untersagen will. Schnell findet sie im Seniorenheim in Randolph und Victoria zwei Verbündete, die ebenso freiheitsliebend sind wie sie und gründet mit ihnen den Ginhütten-Club, dessen Aufgabe es ist den perfekten Gin zu finden.

 

Der Schreibstil von Catherine Miller ist angehen, locker und leicht, so dass man nur so durch die Seiten fliegt. Allerdings ist die Geschichte nicht nur locker und leicht, sondern hat auch noch einiges mehr zu bieten. Der Umgang mit den Senioren und wie sie unnötigerweise eingeschränkt werden, wird erschreckend authentisch und berührend beschrieben. Gleichzeitig ist die Story auch packend und spannend, da sich neben den Problemen des Ginclubs ein kleiner Kriminalfall entwickelt.   

 

Olivia ist eine tolle Protagonistin und war mir von Anfang an sympathisch. Ihre Gedanken und Handlungen sind nachvollziehbar  und sie steht trotz ihres Alters noch mitten im Leben. Ebenso gut gefielen mir ihre Freunde Victoria und Randy, die wie auch Olivias Sohn und die Hausmutter detailliert dargestellt werden. Auch die angenehme Atmosphäre des Strandes und der Hütte sowie das abschreckende Leben im Heim werden gut vermittelt.

 

Mit dem Roman ist es der Autorin gelungen mich gut zu unterhalten und gleichzeitig auf eine Problematik aufmerksam zu machen unter der immer mehr alte Menschen in unserer Gesellschaft leiden. Ich freue mich schon jetzt auf weitere Erlebnisse mit Olivia in ihrer Ginhütte.

 

 

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26 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

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Der lächelnde Gott

Joseph Fink , Jeffrey Cranor , Birgit Herden
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 30.08.2018
ISBN 9783608962635
Genre: Fantasy

Rezension:

„Der lächelnde Gott“ ist der zweite Roman aus Night Vale von den Autoren Joseph Fink und Jeffrey Cranor. Er lässt sich aber problemlos ohne Vorkenntnisse des ersten Romans  „Willkommen in Night Vale“ lesen.

Night Vale ist eine Stadt im Südwesten Amerikas mitten in der Wüste. Dort ist alles ein wenig anders. Durch ein Erdbeben wurden ganze Häuser samt Bewohner verschlungen und nun hat die Wissenschaftlerin Nilanjana die Aufgabe herauszufinden, ob die merkwürdigen Geräusche aus der Wüste etwas damit zu tun haben. Dabei stößt sie auf eine religiöse Sekte und es beginnt ein Kampf zwischen Religion und Wissenschaft.

Der Schreibstil ist ungewöhnlich und ich habe ein wenig gebraucht, um in die Geschichte hineinzufinden und mich auf sie einzulassen.  Wenn einem das gelungen ist, ist die Mischung aus absurden und verrückten Ideen, die mich zwischenzeitlich immer wieder ein wenig verwirrt haben und zu keiner Zeit auch nur im Geringsten vorhersehbar waren, ausgesprochen unterhaltsam. Über den Einfallsreichtum der Autoren konnte ich nur immer wieder den Kopf schütteln und genau das ist es, was dieses Buch ausmacht. Das große Thema des Buches ist die Widersprüchlichkeit von Wissenschaft und Religion, die spannend und mit einer Liebesgeschichte am Rande verpackt wurde. Durch zahlreiche Symbole, Andeutungen und sprachliche Bilder rätselt man immer wieder, was dahinter steckt. Vielleicht das ein oder andere Mal mehr als die Autoren es im Sinn hatten.     

Insgesamt hat mich „Der lächelnde Gott“ ausgesprochen gut unterhalten. Mir hat dieses skurrile und ungewöhnliche Buch großen Spaß gemacht. Allerdings war es an einigen Stellen auch ein wenig zu ausführlich, aber trotzdem absolut lesenswert.

 

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60 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

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Die Liebesbriefe von Montmartre

Nicolas Barreau , Sophie Scherrer
Fester Einband
Erschienen bei Thiele & Brandstätter Verlag , 04.09.2018
ISBN 9783851794106
Genre: Romane

Rezension:

„Die Liebesbriefe von Montmartre“  ist ein weiteres romantisches Buch des Autors Nicolas Barreau, in dem er seine Leser dieses Mal mit nach Paris nimmt.

Julien und sein vierjähriger Sohn Arthur müssen gerade einen schweren Schicksalsschlag verkraften. Hélène – die Frau von Julien und Mutter von Arthur – ist mit nur dreiunddreißig Jahren an Krebs gestorben. Zuvor hat sie aber Julien noch ein Versprechen abgenommen. Er soll für jedes ihrer Lebensjahre einen Brief schreiben. Schnell merkt Julien, dass ihm dies gut tut und berichtet ihr in seinen Briefen von seinem Leben und von Arthur. Die Briefe legt er in ein Geheimfach an Hélènes Grab, die auf einem Friedhof am Monmartre begraben wurde. Obwohl Julien nie jemanden von dem Briefen erzählt hat, sind sie eines Tages verschwunden und er findet stattdessen kleine Antworten in Form von  ganz unterschiedlichen Dingen.

 Der Schreibstil von Nicolas Barreau ist sehr angenehm zu lesen, er ist unaufgeregt aber lebendig und die Charaktere wirken authentisch.

Nach dem Prolog wechselt der Autor in die Ich-Perspektive von Julien wodurch sich seine Gefühle und seine Trauer gut nachvollziehen lassen.

Julien war mir direkt sympathisch, der Verlust seiner Frau hat in schwer getroffen aber er versucht für seinen Sohn so normal wie möglich zu leben. Auch die übrigen Charaktere gefielen mir gut. Sie lassen Julien mit seiner Trauer nicht allein und kümmern sich um ihn, versuchen ihm aus seiner Trauer herauszuhelfen.  Obwohl die Themen Abschied, Verlust und Trauer im Vordergrund stehen, schafft es der Autor durch weitere Charaktere und Ereignisse Julien wieder ins Leben zurückzuholen. 

 Die Gegend und die Atmosphäre um den Montmartre werden sehr schön und bildhaft beschrieben, so dass ich mir alles gut vorstellen konnte.

Das Ende ist nicht wirklich überraschend, aber stimmig und rund, so dass ich mit dem Buch durchweg ein schönes, berührendes und emotionales Leseerlebnis hatte.

 

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125 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 79 Rezensionen

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Königskinder

Alex Capus
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 20.08.2018
ISBN 9783446260092
Genre: Romane

Rezension:

„Königskinder“ ist eine wunderschöne Liebesgeschichte des Autors Alex Capus.

 Max und Tina sind seit 26 Jahren ein Paar und nun in ihrem Auto in den Schweizer Bergen eingeschneit. Um die Zeit zu überbrücken beginnt Max Tina eine Geschichte zu erzählen, die  genau dort wo sie sich befinden zur Zeit der Französischen Revolution beginnt. In dieser geht es um Jakob und Marie. Marie ist die Tochter eines reichen Bauer und  Jakob ein mittelloser Knecht. Als sie sich ineinander verlieben, tut Maries Vater alles dafür diese Liebe zu verhindern….

 Alex Capus beschreibt eine Geschichte in einer Geschichte. Während die von Max und Tina sehr authentisch und durch kleinere Sticheleien und amüsante Dialoge sehr lebendig wie aus dem Leben gegriffen wirkt, entführt einen die von Jakob und Marie in die Vergangenheit. Durch die historischen Informationen aus der Zeit von Jakob und Marie und den Bezug zu der Französischen Revolution und dem Frauenmarsch auf Versailles fand ich auch diesen Erzählstrang authentisch.

Ich mag den Schreibstil von Alex Capus, er versteht es die innige Verbundenheit seiner Charaktere zu vermitteln. Seine detaillierten Beschreibungen haben Bilder vor meinem inneren Auge hervorgerufen und ich hatte fast das Gefühl mit Max und Tina in dem verschneiten Auto zu sitzen.  Die märchenhafte Geschichte, die Max seiner Tina erzählt um ihr die Zeit im eingeschneiten Wagen zu verkürzen, hat mich ebenso entführt – in eine Welt zur Zeit der Französischen Revolution, in der Marie Obst und Gemüse verkauft und Jakob als Hirte Tiere hütet .

 Insgesamt ist „Königskinder“ ein wundervoller Roman, der von dem Autor einfühlsam und humorvoll erzählt wird. Historische Ereignisse und überraschende Details machen dieses Büchlein einzigartig und lesenswert.   

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249 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 129 Rezensionen

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Der Schatten

Melanie Raabe
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei btb, 23.07.2018
ISBN 9783442757527
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Der Schatten“ ist ein spannender und überraschender Thriller der Autorin und Journalistin Melanie Raabe.

Norah ist Journalistin und gerade von Berlin nach Wien gezogen um einen Neuanfang zu machen. Dort begegnet sie einer Bettlerin, die ihr vorhersagt, dass sie einen Mann namens Arthur Grimm umbringen wird. Dies soll am 11. Februar am Prater in Wien geschehen. Mit diesem Datum wird Norah von ihrer Vergangenheit eingeholt, da sie damit fürchterliche Erinnerungen verbindet.

Der Schreibstil der Autorin ist fesselnd und leicht zu lesen. Durch die kurzen Kapitel konnte ich gar nicht aufhören zu lesen – eines geht da immer noch schnell.
Die Beschreibungen von Wien sind authentisch und bildhaft und auch die winterliche Atmosphäre und die Kälte kommen beim Lesen gut durch.
Norah fand ich anfangs ein wenig undurchsichtig aber sie scheint sehr konsequent zu sein, auch wenn ich ihr Verhalten nicht immer so ganz nachvollziehen konnte.

Es dauert ein wenig bis man den Zusammenhang zwischen den einzelnen Erzählsträngen bekommt. Aber letztendlich fügt sich alles schlüssig zusammen. Mich hat das Buch durchweg gefesselt, es konnte mich Buch überraschen und das Ende war ungewöhnlich und stimmig.

Insgesamt ist „Der Schatten“ ein lesenswerter Thriller, der ohne blutige Szenen auskommt – für mich ein klarer Pluspunkt.

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35 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

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Das Flimmern der Wahrheit über der Wüste

Philipp Schwenke
Fester Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 07.09.2018
ISBN 9783462051070
Genre: Romane

Rezension:

„Das Flimmern der Wahrheit über der Wüste“ von dem Autor Philipp Schwenke ist ein Roman über einen der meistgelesenen Schriftsteller der deutschen Sprache und einen der am häufigsten übersetzten deutschen Schriftsteller – über Karl May.

Karl May ist einer der größten bekannten Abenteurer, der in seinen Büchern immer wieder von seinen Erlebnissen berichtet hat. Er behauptet 800 Sprachen zu sprechen und alle Kontinente zu kennen. Aber es kommen Zweifel auf und um diese zu widerlegen, bricht er zu seiner ersten großen Reise in den Orient auf. Des Weiteren erhält man Einblicke in Karl Mays Kindheit und seine Beziehungen zu seinen Frauen.

Der Schreibstil von Philipp Schwenke ist humorvoll, flüssig und lässt sich angenehm lesen. Dabei passt er sich der Sprache Karl Mays an, was ich amüsant und gut gelungen fand. Er berichtet aus verschiedenen Zeitebnen wodurch es durchgehend abwechslungsreich und spannend bleibt. Die einzelnen Kapitel sind jeweils mit dem Handlungsort und der Handlungszeit betitelt, so dass man immer weiß wo und in welcher Zeit man sich gerade befindet. Die Gestaltung des Buches mit Landkarte und Foto in den Innencovern, fand ich ebenfalls sehr gelungen.

Im Grunde ist das Buch eine Reisegeschichte mit historischem Hintergrund, die ich ausgesprochen interessant und spannend zu lesen fand. Von daher kann ich das Buch nicht nur Karl-May-Fans empfehlen.

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34 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

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Das rote Adressbuch

Sofia Lundberg , Kerstin Schöps , Beate Himmelstoß , Susanne Schroeder
Audio CD
Erschienen bei Der Hörverlag, 20.08.2018
ISBN 9783844530209
Genre: Romane

Rezension:

„Das rote Adressbuch“ ist ein sehr intensiver, emotionaler und Mitreißender Roman und das Debüt der schwedischen Autorin und Journalistin Sofia Lundberg.  Durch die Schwester ihrer Großmutter - Doris - und dem Onkel ihres Großvaters - Gösta – wurde sie zu ihrem Roman inspiriert.

 

Doris lebt mit ihren Eltern und ihrer Schwester Agnes in einfachen Verhältnissen in Stockholm. Zu ihrem zehnten Geburtstag bekommt sie von ihrem Vater ein rotes Adressbuch geschenkt, in dem sie die Namen aller wichtigen und für sie bedeutsamen Menschen niederschreibt.  Als sie bereits über 90 Jahre ist, nimmt sie dieses Büchlein als Grundlage, um sich an ihre Lebensgeschichte zurückzuerinnern und diese aufzuschreiben.  Gemeinsam mit Doris reist man so von Stockholm über Paris, New York, England und wieder zurück nach Stockholm.

 

Ich habe das Buch als Hörbuch gehört und fand die Idee, dass zwei Sprecherinnen für die unterschiedlichen Lebensabschnitte – einmal für die junge und einmal für die alte Doris – gewählt wurden, sehr  gelungen.

 

Der Schreibstil von Sofia Lundberg ist klar, angenehm und unkompliziert, so dass man der Handlung durchweg gut folgen kann. Immer wieder reist man mit Doris in ihre Vergangenheit und erfährt nach und nach immer mehr über ihr Leben. Ein Leben, das voller Schicksalsschläge steckt und nicht immer einfach war.   

 

Die Charaktere – insbesondere Doris – werden sehr facettenreich und authentisch beschrieben.  Sie ist eine liebenswerte und sympathische Protagonistin, die mir im Laufe des Buches richtig ans Herz gewachsen ist, so dass ich sehr mit ihr gelitten habe.

Auch die Beschreibungen der Landschaft und der Umgebung war sehr detailliert, so dass ich stets alles gut vor meinem inneren Auge sehen konnte.

 

Insgesamt ist „Das rote Adressbuch“ ein sehr emotionaler Roman, bei dem man die Protagonistin durch ihr Leben begleitet. Mich hat das Buch sehr berührt und ich bin schon jetzt gespannt auf weitere Bücher der Autorin.

 

 

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79 Bibliotheken, 12 Leser, 1 Gruppe, 36 Rezensionen

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Mit der Faust in die Welt schlagen

Lukas Rietzschel
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 07.09.2018
ISBN 9783550050664
Genre: Romane

Rezension:

In seinem Buch „Mit der Faust in die Welt schlagen“ beschreibt der Autor Lukas Rietzschel das Leben und die Probleme von zwei Brüdern im Osten Deutschlands von 2000 bis 2015.

Die beiden Brüder Philipp und Tobias werden in einer Provinz Sachsens in Neschwitz an der Grenze zu Polen groß. Die Mauer ist gefallen und die Eltern der Brüder wollen raus aus ihrem Plattenbaublock und ein Haus bauen. Leider gestaltet sich die Zukunft längst nicht für jeden so einfach und positiv wie gedacht. Die Wirtschaft stagniert und nicht jedem gelingt der Absprung in die neue veränderte Welt. Die Perspektiven fehlen und es kommen Frust und Aggressionen auf.

Der Schreibstil von Lukas Rietzschel ist teils poetisch, teils eher nüchtern und gut verständlich. Die Umgebung in der Philipp und Tobias aufwachsen, wirkt trist und grau. Der Zusammenhalt in der Familie fehlt und in der Schule bekommen erleben sie die Perspektivlosigkeit, die die Schulabgänger erwartet und erschreckenden Fremdenhass. Es ist ein Alltag, der den Lebensmut schwinden lässt.

Das Buch schildert nachdrücklich die Enttäuschung und den Frust über die hoffnungslosen Zukunftsaussichten und die daraus resultierende Suche nach  etwas, gegen das man seine Wut richten kann.

Die Probleme sind nicht wirklich neu, aber die Geschichte von Philipp und Tobias regt zum Nachdenken an und rüttelt auf.

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60 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 29 Rezensionen

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Die Hochhausspringerin

Julia von Lucadou
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Hanser Berlin in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG, 23.07.2018
ISBN 9783446260399
Genre: Romane

Rezension:

„Die Hochhausspringern“ ist ein beeindruckender, fesselnder und beängstigender Roman von Julia von Lucadous.

Riva ist Hochhausspringerin und lebt in einer nicht allzu weit entfernten Zukunft. Sie ist perfekt, springt mit größter Präzision elegant von den höchsten Gebäuden und funktioniert wie eine Maschine.  Aber nun ist ihr alles zu viel geworden, sie will nicht mehr springen und weigert sich zu trainieren. Da ihre Sponsoren Einbußen ihrer Einnahmen befürchten, soll Hitomi – eine andere junge Frau und Angestellte einer Überwachungsfirma – Riva ohne ihr Wissen wieder zu ihrer alten Form zurückbringen. Sollte ihr dies nicht gelingen, droht ihr die Ausweisung in die Peripherie, in der die Menschen abgeschoben werden, die der optimierten Gesellschaft zu nichts mehr nütze sind. Hitomi ist sehr zielstrebig und erhält durch unzählige Kameras intimste Einblicke in Rivas Leben.

Der Schreibstil von Julia von Lucadous ist sehr detailliert, so dass man sich alles gut vorstellen kann, aber auch sehr nüchtern. Das passt hervorragend zu der kalten und trostlosen Welt, in der die Menschen kein Recht auf Privatsphäre haben und permanent überwacht werden.

Hitomis Überwachung über Riva wird stetig überprüft. Jeder Fehler wird bestraft und jeder Erfolg belohnt und sie wird genau wie Riva 24 Stunden am Tag überwacht. Auch der Austausch der Menschen ist stark reduziert, es werden nur noch Informationen weitergegeben, es ist kein Platz für Emotionen oder Empathie.
Es war weniger die Spannung der Geschichte, die mich an das Buch gefesselt hat, sondern viel mehr das Entsetzen, dass die geschilderte Welt keine reine Fantasie der Autorin ist, sondern unsere Gesellschaft durch ihr leistungsbezogenes Denken und ihren permanenten Drang zur Perfektion genau auf dieses Szenario zusteuert – alles wirkt erschreckend realistisch.

Das dargestellte Szenario ist eine Dystopie, die auf einer aktuellen Thematik basiert und das die Autorin großartig umgesetzt hat – ein wirklich gelungenes und absolut lesenswertes Debüt.

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79 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 46 Rezensionen

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Manhattan Beach

Jennifer Egan , Henning Ahrens
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei S. FISCHER, 29.08.2018
ISBN 9783103973587
Genre: Romane

Rezension:

„Manhattan Beach“ ist ein vielschichtiger und spannender Roman um die Zeit des Zweiten Weltkrieges  der Autorin Jennifer Egan.

Anna Kerrington lebt mit ihren Eltern und ihrer Behinderten Schwester Lydia in New York. Da sich die USA mitten in der Wirtschaftskriese befindet, ist es für ihren Vater Eddie schwierig seiner Familie das zu bieten, was er möchte. Auf der Suche nach Arbeit geht er gemeinsam mit Anna zu Dexter Styles. Wenig später verschwindet er spurlos und Anna fühlt sich für ihre Mutter Agnes und Lydia verantwortlich und möchte sie bestmöglich unterstützen.  Sie arbeitet in einer Marinewerft, träumt davon Taucherin zu werden und Rümpfe von Schiffen und Pipelines zu reparieren. Ein zu dieser Zeit sehr ungewöhnlicher Beruf für Frauen, in dem sie es nicht leicht haben. Als sie ihr Weg erneut zu Dexter Styles führt, erinnert sie sich an ihr erstes Zusammentreffen und da sie noch immer auf der Suche nach Antworten über das Schicksal ihres Vaters ist, erkennt sie bald, dass Zusammenhänge bestehen….

Die Geschichte spielt zur Zeit des Zweiten Weltkrieges, ist aber keineswegs eine Kriegsgeschichte, da es vordergründig um das Leben von Anna geht. Anna ist eine starke Protagonistin, die genau weiß, was sie will und die entschlossen für ihre Ziele kämpft. Gleichzeitigt kümmert sie sich hingabe- und liebevoll um ihre pflegebedürftige Schwester. Neben Anna spielen ihr Vater und Dexter eine wesentliche Rolle.
Der Schreibstil ist sehr detailliert und teilweise ein wenig ausschweifend. Dabei fällt immer wieder auf, wie gut Jennifer Egan Einzelheiten recherchiert hat. Diese Mischung aus Informationen, Spannung aber auf Emotionalen, fand ich sehr gelungen und fühlte mich bis zum Schluss gut unterhalten.

Wegen einiger Längen, an denen mir die Handlung zu detailliert war, ziehe ich einen Stern ab, finde das Buch aber trotzdem sehr gelungen und lesenswert.

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134 Bibliotheken, 13 Leser, 1 Gruppe, 73 Rezensionen

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Der Abgrund in dir

Dennis Lehane , Steffen Jacobs , Peter Torberg
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 29.08.2018
ISBN 9783257070392
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Der Abgrund in Dir“ ist ein facettenreicher und tiefgründiger Thriller von dem Autor Dennis Lehane.

Es geht um Rachel Childs, die von außen betrachtet ein angenehmes und sorgenfreies Leben führt. Allerdings wurde sie von einer sehr dominanten Mutter großgezogen, die ihr deutlich machte, dass Männer nicht notwendig sind und die als Rachel keine drei Jahre alt war von ihrem Mann verlassen wurde. Nach dem Tod der Mutter versucht Rachel mit Hilfe eines Privatdetektives ihren Vater zu finden. Nach einer gescheiterten Ehe und einer zu Beginn erfolgreichen Karriere, die durch einen psychischen Zusammenbruch dazu führt, dass sie sich komplett zurückzieht, heiratet sie erneut. Alles scheint perfekt zu sein, bis Rachel dahinterkommt, dass ihr Mann sie belügt….

Das Buch beginnt mit der Beschreibung von Rachels Leben und hat mich durch den flüssigen Schreibstil direkt gefesselt. Spannend und tiefgründig erzählt der Autor über das Leben einer erfolgreichen Reporterin, die durch heftige Erlebnisse in ihrem Leben vollkommen aus der Bahn gerät. Bei dem Versuch wieder ins Leben zurückzufinden, deckt sie die Lügen ihres Mannes auf.

Rachels Verhalten und ihre Gedanken sind nachvollziehbar, sie wirkt authentisch, man leidet mit ihr und erlebt ihre Höhen und Tiefen.
Das Buch besteht aus sehr unterschiedlichen Teilen, die wenig Zusammenhang haben und bei denen ich bis zum Ende auf mehr Zusammenhang gewartet hatte. Aber mich konnte das Buch bis zum Ende überraschen und ich habe gerätselt wie es ausgeht.

Von mir gibt es für diesen spannenden Thriller eine klare Leseempfehlung.

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52 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

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Das Erbe der Macht - Die Chronik der Archivarin: Der verschollene Mentiglobus

Andreas Suchanek
Fester Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Greenlight Press, 16.07.2018
ISBN 9783958342927
Genre: Fantasy

Rezension:

“Das Erbe der Macht - Die Chronik der Archivarin: Der verschollene Mentiglobus” ist der gelungene Spin-Off zu der ersten 12-teiligen Staffel von „Das Erbe der Macht“ des Autors Andreas Suchanek.

Die Handlung beginnt kurz nach dem Band „Allmacht“. Die Lichtkämpfer müssen nach dem Sieg über die Schattenfrau erst einmal Ordnung in das Chaos bringen. Dieses Mal stehen Johanna von Orleans und Leonardo da Vinci  im Vordergrund. Sie finden in den Ruinen von Iria Kon  einen Mentiglobus, an den sich keiner der Unsterblichen erinnern kann. Durch Rückblicke in ihre Vergangenheit lernt man weitere interessante Charaktere kennen. Aber auch dieses Mal trifft man wieder auf alt bekannte Charaktere, die mir im Laufe der Zeit ans Herz gewachsen sind.

Wie auch in den vorherigen Bänden war auch der Spin-off fesselnd, spannend und voll mit unglaublichen Ideen und Wendungen, die ich so niemals erwartet hätte. Insgesamt habe ich diesen Band als ein wenig düsterer empfunden als die vorherigen. Neu war die Darstellung der emotionalen Beziehung zwischen Johanna und Leonardo.  Die Zeitsprünge aus der Vergangenheit von Leonardo und Johanna und der Gegenwart sind fließend gestaltet und man fiebert in beiden Handlungssträngen mit.

Wie nicht anders erwartet, enthält die Geschichte unglaubliche Ideen und zahlreiche überraschende Wendungen. Man begegnet alten Bekannten und trifft auf neue Schwierigkeiten. Was für mich neu war, war die ausführliche und einfühlsame Beschreibung der Liebe zwischen Johanna und Leonardo.

Das Buch endet wieder einmal mit vielen ungelösten Fragen.

Der Schreibstil von Andreas Suchanek ist faszinierend, flüssig, lebendig und spannend – eine unglaublich fesselnde Kombination.

Unzählige unerwartete Wendungen und Cliffhänger sorgen  dafür, dass man das Buch nicht so schnell aus der Hand legen mag und immer weiter lesen muss, so dass ich bereits jetzt sehnsüchtig auf eine Fortsetzung warte.

Die Welt, die Andreas Suchanek erschaffen hat, ist einzigartig und wird jeden Fantasy-Fan begeistern und macht regelrecht süchtig.

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32 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

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Als die Kirche den Fluss überquerte

Didi Drobna
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.08.2018
ISBN 9783492059206
Genre: Romane

Rezension:

In dem Buch "Als die Kirche den Fluss überquerte" der Autorin Didi Drobna geht es um den 20-jährigen Daniel und seine Familie.

Als die Eltern von Daniel und Laura am Ende des Urlaubs ihre Trennung bekannt geben, bricht für die Geschwister eine Welt zusammen. Bisher waren sie in einer glücklichen Familie groß geworden. Während Laura sich immer mehr in sich selbst zurückzieht, versucht Daniel die Rolle des Vaters einzunehmen, bei dem er die Schuld für die Trennung sieht. Dabei verliebt er sich in seine Schwester, möchte Künstler werden und muss dann auch noch mit der sehr früh einsetzenden Parkinson-Demenz seiner Mutter zurechtkommen.

Sprachlich ist das Buch unglaublich schön, poetisch und ein wenig nostalgisch. Die Autorin beschreibt, wie die Familie langsam zerbricht und wie sie wieder zusammenfindet. Dabei erfährt man  
in Anekdoten aus der Vergangenheit von gemeinsamen Erlebnissen, was diese Familie ausgemacht hat. Neben den Kindern und Eltern spielen die Großcousine Miriam, die ebenfalls Künstlerin war und Onkel Billy, der einen sehr skurrilen Eindruck macht, eine große Rolle.

Das Buch ist eine emotionale Reise durch alle Gefühlslagen.

Mich hat die Geschichte dieser ungewöhnlichen Familie sehr berührt und auch erschüttert.
Ein vielschichtiger Roman der  langsam gelesen werden möchte, da er viele Botschaften zwischen den Zeilen enthält.

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74 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 69 Rezensionen

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Bülent Rambichler und die fliegende Sau

Anja Bogner
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei btb, 14.05.2018
ISBN 9783442716760
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Bülent Rambichler und die fliegende Sau“ ist ein äußerst humorvoller Krimi von der Autorin Anja Bogner mit einer Menge fränkischem Lokalkolorit.

Bülent Rambichler - ein Kriminalbeamter aus Nürnberg und Sohn eines Türken und der Fränkin -  verschlägt es gemeinsam mit seiner Kollegin Astrid zum Ermitteln in seinen Heimatort Strunzheim.   Nachdem dort die Fleischfachverkäuferin Kerstin tot aufgefunden wurde, ist es vorbei mit der Ruhe in dem idyllischen Dorf.

Der lockere, humorvolle und lebendige Schreibstil von Anja Bogener ist äußerst unterhaltsam. Durch fränkische Redewendungen und einer Menge Wortwitz nimmt sie einen direkt mit in das fränkische Dorf. In dem Glossar „Fränkisch für den Hausgebrauch“ im hinteren Teil des Buches findet man eine Erklärung der wichtigsten  Wörter. Auf sehr unterhaltsame Weise werden hier eine Menge Klischees bedient, aber gleichzeitig werden auch gesellschaftskritisch Vorurteile aufgezeigt.

Weder Bülent noch Astrid sind typische Polizisten. Bülent ermittelt am liebsten vom Schreibtisch aus und Astrid ist leicht esoterisch angehaucht.
Auch die Beschreibung der übrigen Charaktere ist einfach einmalig. Jeder für sich ist ein Original und somit ergibt sich eine total skurrile Dorfgemeinschaft in der es eine Menge Geheimnisse gibt und jeder irgendetwas auf dem Kerbholz hat.

Die Gestaltung der Innencover fand ich ebenfalls sehr gelungen und hilfreich. So findet man zu Beginn ein „Who is who in Strunzheim“ und am Ende eine Skizze des Dorfes.

Obwohl mich das Buch zum Ende überrascht hat, stehen der Fall und die Spannung bei diesem Krimi nicht im Vordergrund. Es hat einfach durch seinen Sprachwitz und die liebenswerten abgedrehten Charaktere großen Unterhaltungswert.

Ein wirklich toller Serienauftakt mit viel Potential für Bülent und Astrid. Ich freue mich schon jetzt auf weitere Fälle.

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35 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

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Blogstar Opa - Mit Herz und Schere

Aygen-Sibel Çelik , Carolin Liepins
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Kosmos, 05.07.2018
ISBN 9783440159309
Genre: Kinderbuch

Rezension:

„Blogstar Opa - Mit Herz und Schere“ von der Autorin Aygen-Sibel Celik  ist ein unterhaltsames Jugendbuch für 10 bis 14-jährige mit vielen tollen  Illustrationen von Carolin Liepins.

Greta träumt davon mit ihrem eigenen Youtube-Kanal berühmt zu werden. Sie möchte ihren Abonnenten das Nähen näher bringen, aber ihre Mutter ist gegen Gretas Vlog. Da ihr Opa  früher Kostümschneider an einem Theater war und sich mit Nähen und Mode auskennt, kommt Greta die Idee diesen miteinzubeziehen und hofft so ihren Traum ein Stück näher zu kommen.  

Das Buch beginnt mit einem Traum von Greta und bringt einen so direkt mitten in die Handlung.  Alles ist sehr lebendig beschrieben, da beginnt das Kopfkino mit der ersten Seite. Die Charaktere werden sehr lebendig und authentisch beschrieben. Schnell bekommt man eine gute Vorstellung von Greta, die eine tolle Protagonistin ist und weiß, was sie will, ihrem Opa, ihrer Mutter und auch von Mimi – Gretas Freundin – und Chiara mit ihren Anhängerinnen.  Gretas Opa ist einfach cool und man muss auch ihn einfach mögen.

Der Schreibstil der Autorin ist leicht, locker und lebendig, so dass er auch weniger leseaffine Kids schnell begeistern wird. Durch die liebevoll gestalteten Illustrationen hat man beim Lesen auch noch etwas zum Anschauen und das Buch eignet sich genauso gut zum selber Lesen wie zum Vorlesen.

In dem Buch werden zahlreiche Themen wie Freundschaft, Mobbing, Zusammenhalt und Familienwerte aufgegriffen. Gretas Gefühle und die Emotionen, die sie durchlebt – sowohl positive durch ihre Freundin Mimi und ihren Opa als auch negative durch Chiara und ihre Anhängerinnen -  sind nachvollziehbar und man freut und leidet mit ihr.

Am Ende des Buches man zwei DIY-Anleitungen – zu einem Rock und einer Tasche – die im Anschluss an die Lektüre direkt zum Ausprobieren verleiten.

Meinen Töchtern und mir hat die Geschichte um Greta und ihren coolen Opa ausgesprochen gut gefallen und wir hoffen auf eine zeitnahe Fortsetzung.

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48 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 33 Rezensionen

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Beim Ruf der Eule

Emma Claire Sweeney , Ulrike Werner-Richter
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 27.07.2018
ISBN 9783404177134
Genre: Liebesromane

Rezension:

„Beim Ruf der Eule“ ist der Debütroman der Autorin Emma Claire Sweeney zu dem sie von ihrer autistischen und an Zerebralparese erkrankten Schwester inspiriert wurde.

Die 80-jährige Maeve Maloney führt die kleine Pension Sea View Lodge in Morecambe in der sie Menschen mit geistigen Behinderungen aufnimmt und auch ein zu Hause bietet. Als eines Tages ein alter Bekannter - Vicent Roper - vor der Tür steht, wird sie von ihrer Vergangenheit eingeholt.
Vor vielen Jahren hatte sie ihn weggeschickt und die Erinnerungen schmerzen sie heute noch ebenso wie damals, so dass sie ihn am liebsten direkt wieder wegschicken möchte. Kaum jemand außer ihm weiß, dass sie eine Zwillingsschwester hatte, deren Verlust sie bis heute nicht verarbeitet hat.
Neben Maeve erfährt man noch eine Menge über Len und Steph, zwei jungen Menschen mit Down-Syndrom, die Maeve in der Pension zur Hand gehen und die trotz aller Schwierigkeiten langsam in ihr eignes Leben starten wollen.

Der Schreibstil von Emma Claire Sweeney ist sehr ungewöhnlich und dadurch nicht einfach zu lesen. Sie springt ohne Übergang zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit hin und her, so dass man gut aufpassen muss, ob man gerade von den aktuellen Ereignissen liest oder Maeve ihren Gedanken an Edie und deren Leben nachhängt.  Dadurch zwingt sie einen zum langsamen Lesen, was ich zu der Geschichte und der Thematik durchaus passend fand.
Zwischendurch gibt es immer wieder Arztberichte über Edie aus denen deutlich hervorgeht wie schwer es die Familie Maloney gehabt hat und mit wieviel Liebe sie sich um ihre kranke und lebensfrohe Tochter gekümmert haben.

Neben dem Leben von Maeve und Edie beschreibt die Autorin sehr einfühlsam das Leben und die Probleme und Träume von Len und Steph. Die beiden sind mir mit ihrer Lebensfreude und ihren Plänen wirklich ans Herz gewachsen.
Maeves Verhalten konnte ich oft nur schwer verstehen. Auch wenn sie es in jungen Jahren nicht immer leicht gehabt hat, waren ihre Handlungen zum Teil schwer nachvollziehbar und ihre so lang anhaltenden Schuldgefühle taten beim Lesen regelrecht weh.

Nachdem ich das erste Drittel des Buches gelesen und mich an den Schreibstil gewöhnt habe, hat es mich wirklich gepackt. Es ist keine Geschichte zum schnellen Lesen, sondern eine die langsam gelesen werden möchte und die – zumindest bei mir – lange nachklingen wird.

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Mit TCM gelassen durch die Wechseljahre

Prof. TCM (Univ. Yunnan) Li Wu , Dr. Natalie Lauer
Flexibler Einband: 239 Seiten
Erschienen bei Mankau Verlag, 20.08.2018
ISBN 9783863744656
Genre: Sachbücher

Rezension:

Bei dem Buch „Mit TCM gelassen durch die Wechseljahre“ von den Autoren Prof. TCM Li Wu und Dr. Natalie Auer handelt es sich keineswegs um einen Ratgeber, bei dem sich alles um die Wechseljahre dreht. Auch wenn diese im Mittelpunkt stehen, erhält man viele interessante Informationen über die Grundlagen der Traditionellen Chinesischen Medizin und z.B. auch Rezepte aus der 5-Elemente-Küche.

Da ich mich zuvor noch nicht mit TCM beschäftigt hatte, fand ich den Beginn des Buches in dem die Grundlagen der chinesischen Heilkunst erklärt wurden, ausgesprochen informativ. Der ganzheitliche Ansatz und die Zusammenhänge werden leicht verständlich erklärt.

Nach einer kurzen Erklärung über die Wechseljahre aus der Sichtweise der TCM folgen Maßnahmen zur Gesunderhaltung und Heilung, die auf verschiedenen Bereichen der TCM basieren. Die Möglichkeiten sind vielfältig und umfassen u.A. Massagetechniken, Körperübungen, Gymnastik, Heiltees, Akupunktur und Akupressurtechniken. Hilfreich sind dabei die Abbildungen auf dem vorderen und hinteren Innencover, auf dem man eine Übersicht der wichtigsten Reiz- und Akupressurpunkte findet. Für alle Beschwerden werden mehr als eine Möglichkeit diese zu lindern aufgezeigt, so dass jeder den richtigen Weg für sich finden kann.

Durch die übersichtliche Gestaltung, Tabellen, Abbildungen und Verweise innerhalb des Buches findet man sich gut zurecht und mir viel es dadurch leicht die neuen Informationen aufzunehmen. Die TCM stellt sanfte Methoden vor, wie man ohne Hormonbehandlungen durch die Wechseljahre kommt.

Ich fand diesen Ratgeber informativ und hilfreich und es hat dazu geführt, dass ich mehr über den ganzheitlichen Ansatz der TCM wissen möchte.

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122 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 78 Rezensionen

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Ein Teil von ihr

Karin Slaughter , Fred Kinzel
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 01.08.2018
ISBN 9783959672146
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Ein Teil von ihr“ ist wieder einmal ein gelungener und spannender Thriller der amerikanischen Schriftstellerin Karin Slaughter.

Laura geht an dem 31. Geburstag ihrer Tochter Andrea gemeinsam mit dieser essen. Dabei geraten sie in eine Schießerei und Laura bringt den Täter – bevor dieser Andrea tötet – um. Da die Schießerei gefilmt und ins Internet gestellt wurde, zieht Laura die Aufmerksamkeit einiger Menschen auf sich, die sie längst vergessen wollte und wird bedroht. Andrea muss fliehen und bekommt  dabei von Laura genaue Anweisungen. Sie ist fassungslos  über das Verhalten ihrer Mutter und beginnt sich zu fragen, ob sie ihre Mutter eigentlich wirklich kennt. In einem zweiten Erzählstrang geht es um eine Gruppe von sehr radikalen jungen Menschen im Jahr 1986.

 

Der Thriller beginnt spannend und temporeich, so dass man direkt mitten ins Geschehen einsteigt. Der Schreibstil von Karin Slaughter ist flüssig und mitreißend. Es gelingt ihr perfekt jedem ihrer Charaktere lebendig und authentisch darzustellen.

Die Spannung steigt stetig und der Wechsel zwischen den Zeitebenen in der Gegenwart und 1986 ist brillant gelungen. Immer wieder konnte mich die Autorin durch Wendungen überraschen und dadurch in Atem halten. Der Perspektivwechsel baut zusätzliche Spannung auf und man muss immer wieder feststellen, dass nichts so ist, wie es zuvor zu sein schien. Alles wird erst einmal immer undurchsichtiger und man mag das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen bis die ganzen Puzzlestückchen endlich einen Zusammenhang bekommen . 

Wieder einmal ist es Karin Slaughter gelungen einen brillanten, gut durchdachten Thriller zu schreiben, bei dem man aufgrund seiner Spannung nicht aufhören mag zu lesen.  Von mir gibt es für alle Thrillerfans eine klare Leseempfehlung.

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