Anna_Weininger

Anna_Weiningers Bibliothek

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philosophie, moderne, ästhetik, klassiker

Ästhetische Theorie

Theodor W. Adorno
Flexibler Einband: 568 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 13.12.2005
ISBN 9783518276020
Genre: Klassiker

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spekulation, auktion, christies, sammler, spekulationsblase

Sieben Tage in der Kunstwelt

Sarah Thornton , Rita Seuß , Rita Seuss
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Fischer, S, 05.05.2009
ISBN 9783100780225
Genre: Sachbücher

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weltausstellung, berlin, möbeldesigner, 20. jahrhundert, architektur

Mies van der Rohe

Claire Zimmerman , Peter Gössel , Claire Zimmerman
Buch: 96 Seiten
Erschienen bei TASCHEN, 31.08.2011
ISBN 9783822828571
Genre: Sachbücher

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Kompaktwissen: Geschichte der modernen Architektur

Jürgen Tietz
Flexibler Einband: 127 Seiten
Erschienen bei 7Hill, 04.06.2008
ISBN 9783833147692
Genre: Sachbücher

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kunst, sachbuch

Kunst verstehen

Maria Carla Prette
Fester Einband: 382 Seiten
Erschienen bei Naumann & Göbel, 02.10.2009
ISBN 9783625126508
Genre: Sachbücher

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Tatort Kunst

Susanna Partsch
Flexibler Einband: 236 Seiten
Erschienen bei Beck, C H, 17.09.2010
ISBN 9783406606212
Genre: Sachbücher

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$ 100.000.000?

Jacqueline Nowikovsky
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Czernin, 12.05.2011
ISBN 9783707603552
Genre: Sachbücher

Rezension:

Dieses Buch bietet einen großartigen Überblick über die Geschichte und neuere Entwicklung des Kunstmarktes, für all jene, die gerne die Zusammenhänge zwischen Ästhetik und Preisgestaltung verstehen möchten. Es werden sehr interessante Fragen aufgeworfen: wie unser Kunstverständnis durch den Handel mit der "Ware" Kunst gestaltet wird und wer diese Ware in der Öffentlichkeit inszeniert. Außerdem zeigt das Buch auch ein Bild unserer Gegenwart als eine von Geld und Ziffern durch und durch gestaltete Welt.
Es ist ein Schwerpunkt des Buches zu zeigen, dass hohe Preise oft als Synonym für gute Qualität gelten, und dass man vergisst, wie viele Strippen erst gezogen werden müssen, um diese Rekordpreise zu erschaffen.
Die astronomischen Auktionsergebnisse, die in den Zeitungen kolportiert werden, also Summen, die jenseits der 10 Millionen Euro Marke liegen, sind keine Seltenheit und jagen einander an die Spitze der Rekordtabellen. Im Buch der „Wert der Kunst“ geht Jacqueline Nowikovsky der Frage nach, wie Preise in der Höhe von 69 Millionen Dollar für das Porträt einer Römerin von Modigliani oder 23,6 Millionen Dollar für ein hängendes Metallherz von Jeff Koons überhaupt entstehen konnten.
Dabei schildert sie in farbenreichen Anekdoten Szenen aus dem Paris des 19. Jahrhunderts, beschreibt die gesellschaftlichen Gesetze der feinen Upper Class im New York des frühen 20.Jahrhunderts, sowie die Prestigegier von Hegdefonds Managern im heutigen London, um uns begreiflich zu machen, wie die Märkte sich derart aufheizen konnten, dass der Kunstmarkt heute solche Preise hervorbringen konnte - oder aber auch wie Märkte zusammenbrechen und manche Spitzenreiter einfach von der Bildoberfläche verschwanden.
So gewinnt man langsam ein Gefühl dafür, wie viele verschiedene Kräfte daran beteiligt sind, diese „Stars“ des Kunstbetriebes zu schaffen, öffentlich bekannt zu machen und im Grunde wie Lifestyle Marken zu promoten. Wenn man einmal durchblickt, wie prominente Sammler ihre soziale Anerkennung durch Kunstsammlungen aufbauen, erkennt man auch langsam, dass sie damit auch die ehemalige Rolle der öffentlichen Hand einnehmen. Denn wenn der Kunstmarkt so „unbezahlbar“ wird, dass der Staat oder die Museen nicht so aktiv mitkaufen können wie die kapitalstarken Privatiers, verlagert sich auch die Bildungsaufgabe zugunsten der Privatsammler. Durch Leihgaben und durch das Stiften ihrer Sammlungen, übernehmen die Mäzene natürlich auch die Verantwortung, die letztlich zur Frage führt: Wessen Geschmack ist denn der Maßstab für die Kunst, die sich über die Zeit durchsetzt und unser Kunstverständnis definiert?
Weil aber am Kunstmarkt nicht nur ästhetische Inhalte ausschlaggebend sind, sondern das Kunstwerk auch als eine Ware gehandelt wird, schildert Jacqueline Nowikovsky den Kreislauf der Kunst als Anlage- und Spekulationsobjekt. Neben einer für Laien höchst interessanten Erklärung darüber, wie man am Kunstmarkt Strategien entwickelte um das Investment zu einem gewinnbringenden Erfolg zu treiben und gar mit Kunst Wirtschaftskrisen zu überstehen, überlegt Jacqueline Nowikovsky in einem nächsten Schritt, welche Symbolkraft diese Zahlen in unserer heutigen Zeit überhaupt haben, welche gesellschaftlichen Hierarchien sie ausdrücken, wie wir in ihnen versuchen etwas so schwer zu Fassendes wie die Wertschätzung dingfest zu machen und was sie uns über uns selber erzählen. Bedenken wir wie oft das eigene Selbstwertgefühl durch Zahlen aufgewertet wird? Man kann am Beispiel von Investoren sehen, wie diese in Ziffern ablesen oder einen Kick daraus erhalten, zu sehen, dass sie den richtigen Riecher hatten, auf einen unbekannten Künstler zu setzen.
Ich fand es sehr spannend aus philosophischer Sicht zu beleuchten, was diese Umstände für eine Gesellschaft bedeuten: Wenn sie nur noch fähig ist, ihre wertvollen Schätze anhand von Bankauszügen und Profitability Charts zu bewerten, stimmt das nachdenklich. Man bekommt durch dieses Buch ein Gespür dafür, wie unheimlich kräftige Mächte ihre Interessen durchsetzen müssen, um diese Auktionsergebnisse erst möglich zu machen. Teilweise wird mit Methoden gehandelt, die an Insiderhandel an Börsen oder Kartellartige Zusammenschlüsse erinnern. Das Buch sagt klar, dass man natürlich durch die Gesetze des Kunstmarktes nicht erklären kann, wieso ein Bild von atemberaubender Schönheit uns tief bewegt. Aber man sollte sich dennoch vor Augen führen, dass wir was unsere moderne Kunst betrifft zahlreiche ästhetische Vorgaben einfach vorgesetzt bekommen, gefiltert durch Galeristen, Kunstmessen, Museumsausstellungen und medialer Berichterstattung. Diese Mechanismen versteht man durch das Buch besser – und wer will nicht begreifen, wie die Maßstäbe für „schöne“, „provokante, „spannende“, „neue“ Kunst gebildet werden?

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$ 100.000.000?

Jacqueline Nowikovsky
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Czernin, 12.05.2011
ISBN 9783707603552
Genre: Sachbücher

Rezension:

Dieses Buch bietet einen großartigen Überblick über die Geschichte und neuere Entwicklung des Kunstmarktes, für all jene, die gerne die Zusammenhänge zwischen Ästhetik und Preisgestaltung verstehen möchten. Es werden sehr interessante Fragen aufgeworfen: wie unser Kunstverständnis durch den Handel mit der "Ware" Kunst gestaltet wird und wer diese Ware in der Öffentlichkeit inszeniert. Außerdem zeigt das Buch auch ein Bild unserer Gegenwart als eine von Geld und Ziffern durch und durch gestaltete Welt.
Es ist ein Schwerpunkt des Buches zu zeigen, dass hohe Preise oft als Synonym für gute Qualität gelten, und dass man vergisst, wie viele Strippen erst gezogen werden müssen, um diese Rekordpreise zu erschaffen.
Die astronomischen Auktionsergebnisse, die in den Zeitungen kolportiert werden, also Summen, die jenseits der 10 Millionen Euro Marke liegen, sind keine Seltenheit und jagen einander an die Spitze der Rekordtabellen. Im Buch der „Wert der Kunst“ geht Jacqueline Nowikovsky der Frage nach, wie Preise in der Höhe von 69 Millionen Dollar für das Porträt einer Römerin von Modigliani oder 23,6 Millionen Dollar für ein hängendes Metallherz von Jeff Koons überhaupt entstehen konnten.
Dabei schildert sie in farbenreichen Anekdoten Szenen aus dem Paris des 19. Jahrhunderts, beschreibt die gesellschaftlichen Gesetze der feinen Upper Class im New York des frühen 20.Jahrhunderts, sowie die Prestigegier von Hegdefonds Managern im heutigen London, um uns begreiflich zu machen, wie die Märkte sich derart aufheizen konnten, dass der Kunstmarkt heute solche Preise hervorbringen konnte - oder aber auch wie Märkte zusammenbrechen und manche Spitzenreiter einfach von der Bildoberfläche verschwanden.
So gewinnt man langsam ein Gefühl dafür, wie viele verschiedene Kräfte daran beteiligt sind, diese „Stars“ des Kunstbetriebes zu schaffen, öffentlich bekannt zu machen und im Grunde wie Lifestyle Marken zu promoten. Wenn man einmal durchblickt, wie prominente Sammler ihre soziale Anerkennung durch Kunstsammlungen aufbauen, erkennt man auch langsam, dass sie damit auch die ehemalige Rolle der öffentlichen Hand einnehmen. Denn wenn der Kunstmarkt so „unbezahlbar“ wird, dass der Staat oder die Museen nicht so aktiv mitkaufen können wie die kapitalstarken Privatiers, verlagert sich auch die Bildungsaufgabe zugunsten der Privatsammler. Durch Leihgaben und durch das Stiften ihrer Sammlungen, übernehmen die Mäzene natürlich auch die Verantwortung, die letztlich zur Frage führt: Wessen Geschmack ist denn der Maßstab für die Kunst, die sich über die Zeit durchsetzt und unser Kunstverständnis definiert?
Weil aber am Kunstmarkt nicht nur ästhetische Inhalte ausschlaggebend sind, sondern das Kunstwerk auch als eine Ware gehandelt wird, schildert Jacqueline Nowikovsky den Kreislauf der Kunst als Anlage- und Spekulationsobjekt. Neben einer für Laien höchst interessanten Erklärung darüber, wie man am Kunstmarkt Strategien entwickelte um das Investment zu einem gewinnbringenden Erfolg zu treiben und gar mit Kunst Wirtschaftskrisen zu überstehen, überlegt Jacqueline Nowikovsky in einem nächsten Schritt, welche Symbolkraft diese Zahlen in unserer heutigen Zeit überhaupt haben, welche gesellschaftlichen Hierarchien sie ausdrücken, wie wir in ihnen versuchen etwas so schwer zu Fassendes wie die Wertschätzung dingfest zu machen und was sie uns über uns selber erzählen. Bedenken wir wie oft das eigene Selbstwertgefühl durch Zahlen aufgewertet wird? Man kann am Beispiel von Investoren sehen, wie diese in Ziffern ablesen oder einen Kick daraus erhalten, zu sehen, dass sie den richtigen Riecher hatten, auf einen unbekannten Künstler zu setzen.
Ich fand es sehr spannend aus philosophischer Sicht zu beleuchten, was diese Umstände für eine Gesellschaft bedeuten: Wenn sie nur noch fähig ist, ihre wertvollen Schätze anhand von Bankauszügen und Profitability Charts zu bewerten, stimmt das nachdenklich. Man bekommt durch dieses Buch ein Gespür dafür, wie unheimlich kräftige Mächte ihre Interessen durchsetzen müssen, um diese Auktionsergebnisse erst möglich zu machen. Teilweise wird mit Methoden gehandelt, die an Insiderhandel an Börsen oder Kartellartige Zusammenschlüsse erinnern. Das Buch sagt klar, dass man natürlich durch die Gesetze des Kunstmarktes nicht erklären kann, wieso ein Bild von atemberaubender Schönheit uns tief bewegt. Aber man sollte sich dennoch vor Augen führen, dass wir was unsere moderne Kunst betrifft zahlreiche ästhetische Vorgaben einfach vorgesetzt bekommen, gefiltert durch Galeristen, Kunstmessen, Museumsausstellungen und medialer Berichterstattung. Diese Mechanismen versteht man durch das Buch besser – und wer will nicht begreifen, wie die Maßstäbe für „schöne“, „provokante, „spannende“, „neue“ Kunst gebildet werden?

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