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167 Bibliotheken, 25 Leser, 1 Gruppe, 47 Rezensionen

fantasy, jugendbuch, dark fantasy, scherben der dunkelheit, zirkus

Scherben der Dunkelheit

Gesa Schwartz
Fester Einband: 500 Seiten
Erschienen bei cbt, 25.09.2017
ISBN 9783570164853
Genre: Jugendbuch

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88 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 32 Rezensionen

fantasy, berun, magie, krieg, blaustein

Die Blausteinkriege - Sturm aus dem Süden

T.S. Orgel
Flexibler Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Heyne, 11.10.2016
ISBN 9783453317062
Genre: Fantasy

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1 Bibliothek, 1 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Götterdunkel: Der Pakt des Toten Gottes

Alexander Naumann
E-Buch Text: 298 Seiten
Erschienen bei null, 17.06.2016
ISBN B01H90GU7A
Genre: Sonstiges

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27 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

j.r.r. tolkien, high fantasy, heldenreise, fantas, abenteuer

Die Halblinge

Mel Odom , Hans Link
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Taschenbuch Verlag, 21.10.2013
ISBN 9783442269648
Genre: Fantasy

Rezension:

FigurenDer Hauptprotagonist in „Die Halblinge“ ist Tocht, ein verschüchterter, aber engagierter Bibliothekar, der sein Leben in Watte gepackt zwischen Büchern genießt. Aus dieser Ruhe wird er jedoch abrupt herausgerissen und schlittert Hals über Kopf in ein Abenteuer, von dem er gar nicht wusste, dass er es nötig hat.- Denn endlich kann er sich beweisen.Währen dem Verlauf der Handlung wird er eher unfreiwillig Pirat, Sklave, Maler, Dieb und vieles mehr. Und seine Wege dorthin sind genauso wechselhaft wie die Rollen, die er spielt, jedoch ohne dabei auf irgendeine Art hektisch zu werden.Jede Figur, auf die Tocht dabei stößt, ist völlig eigen und ganz ohne Grauzonen. Sie alle werden genug beleuchtet, um ihnen Charakter zu geben und ihnen Leben einzuhauchen, jedoch ohne mich als Leser mit Informationen zu überladen.
HandlungEigentlich soll Tocht nur für seinen Herren einen Brief wegbringen, gerät dabei jedoch in einen Angriff von Beinbrandern (koboldartige Fledermaus-Zombie-Mutanten-Viecher...). Durch eine Verkettung von verschiedenen Zufällen gerät er dabei jedoch an Bord der „Einäugigen Peggie“ und gerät schnell in verschiedene gefährliche Situationen, an denen man ihm des Öfteren die Schuld geben will. Was mir an dem Ganzen gefällt ist, dass er nicht plötzlich vom Halbling zu einem Helden mutiert, wie es sonst oft im High Fantasy der Fall ist.- Tocht bleibt im Kern immer ein Bibliothekar und lernt eher, Mut zu haben und sich den Situationen anzupassen. Auch erklärt er gern Kleinigkeiten sehr ausschweifend, indem er Legenden oder historisches Wissen auspackt, um seinen Standpunkt zu verdeutlichen.- Eine nette Idee, das ganze Land dem Leser näherzubringen, ohne einzuschläfern oder vom Kontext abzuweichen.Außerdem ist es mir mehr als positiv aufgefallen, dass hier der Fokus auf Intelligenz liegt und Tocht es schafft, sich mit Grips, statt mit roher Waffengewalt, aus Problemen zu winden. Nichtsdestotrotz gibt es mehrere Kämpfe und handgreifliche Auseinandersetzungen, die jedoch meistens eher von den Zwergen ausgehen, die Tocht begleiten. (Die übrigens überraschenderweise mal keine Krieger oder im Bergbau tätig sind, sondern tatsächlich auf einem Schiff über die Meere schippern!)Sicherlich kommt dem einen oder anderen hier vieles bekannt vor. Wer „Der kleine Hobbit“ oder eben die dazugehörigen Filme kennt, wird so einiges wiedererkennen. Hier jedoch ein großes ABER: „Die Halblinge“ ist trotz allem absolut keine Kopie von Tolkiens Werken. Wenn schon etwas, dann eher eine Hommage, denn dieses Buch liest sich sehr eigenständig und auch mit einem ganz anderen Fluss.
SchreibstilDadurch, dass Mel Odom einen sehr flüssigen und süchtig machenden Schreibstil hat, habe ich „die Halbinge“ in wenigen Tagen durchlesen können und ich kann es kaum erwarten, die Fortsetzungen in die Hände zu bekommen!Alles in dieser Welt ist liebevoll und genau beschrieben und jede gelesene Seite bringt Neues mit sich, das die gesamte Story wieder auffrischt, sodass absolut keine Eintönigkeit entstehen kann. Außerdem nimmt der Autor hin und wieder durch Tocht Buchliebhaber und ihre häufigen Denk- und Verhaltensweisen aufs Korn, in welchen ich mich teilweise doch stark wiedererkannt habe. 
mehr auf: http://a-bookdemon.blogspot.de/2017/10/rezension-die-halblinge.html

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27 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

venedig, vampir, 17. jahrhundert, der todeskuss, todeskuss

Der Todeskuss

Marcus Sedgwick , Renate Weitbrecht
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.08.2010
ISBN 9783423248075
Genre: Jugendbuch

Rezension:


↠ Figuren ↞
Marko lebt mit seinen Eltern und seinen acht Geschwistern in einem kleinen Haus auf dem Lande. Sein Vater ist Arzt und befindet sich auf einem Einsatz in Venedig, um dort einen alten Bekannten zu heilen, der seit langer Zeit unter Anderem an Schlafstörungen leidet. Als eines Tages jedoch ein Brief bei seiner Familie eintrifft, in dem steht, dass er vermisst wird, macht sich Marko auf die Suche nach ihm.
Zu Beginn noch sehr unsicher in der großen, wüsten Stadt auf dem Wasser, gewinnt Marko nach und nach und mit jeder Herausforderung an Kontur, wobei seine Charakterentwicklung noch stärker hätte sein können.
In Venedig trifft Marko auf Sorrel, die Tochter des Patienten von Markos Vater. Sie ist mir bis zum Ende sehr unsympathisch gewesen.- Eine verzogene, vorlaute Göre, die sich oft laut und einfältig benimmt. Sie wirkt die gesamte Zeit wie eine merkwürdige, venezianische Kreuzung aus Hardcore-Emo und Besserwisserin. Zwar passt sie selbst ganz gut in die Geschichte, doch bleibt sie sehr stumpfsinnig und ich hätte mir wenigstens am Ende einen kleinen Wandel ihrer Art gewünscht.


↠ Schreibstil ↞
Nach „Das Buch der toten Tage“ und „Der Gesang der Klinge“ habe ich eine wahre Schwäche für Marcus Sedgwick entwickelt. Er hat ein Talent dafür, abrupt in Welten zu entführen und ohne viel Drumherum ein wunderbaren Gesamtbild zu erschaffen.
In „Der Todeskuss“ gibt er Venedig einen ganz eigenen, düsteren und verführerischen Zauber, der mich gleich in seinen Bann gezogen hat, auch, wenn sein Schreibstil in diesem Buch sehr simpel gehalten ist.


↠ Handlung ↞
Bis auf den letzten Abschnitt passiert in „der Todeskuss“ relativ wenig, die spannenden Stellen sind spärlich verteilt und auch im Allgemeinen ist die Handlung eher flach gehalten. Hinzu kommt, dass Marko und Sorrel kaum wirklich etwas tun. Sie bewegen sich von A nach B, während sie über einiges spekulieren und hin und wieder über zwielichtige Gestalten stolpern, aber das war es dann auch schon. Außerdem ist es mehr als ärgerlich, dass der Klappentext bereits 90% der Geschichte spoilert und mehr als irreführend ist. So ist „der Todeskuss“ beispielsweose gar keine Geschichte über Liebe und der „Verlust“ hält sich ebenfalls in Grenzen. Zwar gibt es zum Ende hin noch eine kleine Überraschung, die dieses Buch sogar in Verbindung mit „der Gesang der Klinge“ bringt, aber wirklich trösten konnte mich dieser Umstand auch nicht. Letztendlich war die gesamte Handlung wie lauwarmes Bier.- Irgendwie war es etwas, was wirklich Potential hatte, aber letztendlich konnte ich es gar nicht abwarten bis es vorbei war.


Mehr auf: http://a-bookdemon.blogspot.de/2017/09/rezension-der-todeskuss.html

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52 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

schattenreiter, fantasy, marc turner, nekromanten, dunkle magier

Schattenreiter

Marc Turner , Kirsten Borchardt
Flexibler Einband: 800 Seiten
Erschienen bei Heyne, 11.07.2016
ISBN 9783453534124
Genre: Fantasy

Rezension:

Rückblickend bemerke ich, dass ich mich kaum noch an etwas aus diesem Buch erinnere. Nun ist eigentlich nur ein bisschen Zeit vergangen, seit ich „Schattenreiter“ gelesen habe aber wirklich hängen geblieben sind eigentlich nur die groben Umrisse von drei Figuren und das Finale. Und das beschreibt meinen Eindruck von der ganzen Geschichte schon ganz gut.
Schon zu Beginn geht die Handlung in einem eher schwermütigen Schreibstil voran, wobei das noch nicht gezwungenermaßen ein negativer Punkt ist. Nur wird dies auf Dauer doch anstrengend und vielleicht ist gerade deswegen wenig vom ersten Teil der Handlung bei mir hängengeblieben. Dabei ist es gar nicht so, dass nichts wichtiges passiert.- Tatsächlich sind Kämpfe und ruhigere Szenen ausgewogen verteilt.Der Klappentext ist für meinen Geschmack ganz schön irreführend. Während er mich auf Kämpfe und Abenteuer hoffen lies, liegt der Fokus im Buch doch mehr auf der Reise der einzelnen Figuren zum Nekromanten. Die Handlung büßt dabei zwar nichts an Spannung und Inhalt ein, doch hat der Autor mit verschiedenen großen und kleinen Gefechten das Rad nicht gerade neu erfunden.Außerdem bin ich mir bis zum Ende nicht zu hundert Prozent sicher gewesen, wer denn nun eigentlich der „Schattenreiter“ sein soll. Luker ist für mich dabei jedoch der stärkste Kandidat, wobei ich mich nicht daran erinnern kann, dass jemals überhaupt das Wort „Schattenreiter“ fällt.
Es ist trotz vieler auftretender Figuren leicht, sie alle zu sortieren. (Denn glücklicherweise gibt es ein Personenverzeichnis (oder „Dramatis Personae“), was jedoch nicht gerade untypisch für Bücher aus dem High Fantasy ist.)Allerdings gibt es keinen wirklich festen Hauptcharakter im Buch, auch, wenn man aufgrund des Klappentextes und Buchtitels den besagten „Schattenreiter“, also wahrscheinlich Luker, für diesen halten könnte. Viel mehr verzweigt sich die Handlung auf verschiedene Personen. Daran gestört hat mich lediglich, dass die (für mich) wichtigsten erst nach einer langen Zeit aufeinandertreffen.Auch sind mir die Hintergedanken und Motivationen zu manchen Taten der Figuren des öfteren schleierhaft geblieben oder offenbaren sich erst weit am Ende wirklich. Natürlich muss man nicht sofort alles verraten, doch hat der Autor für meinen Geschmack teilweise zu sehr an Informationen gespart. Ähnlich verhält es sich auch mit der Magie einiger Charaktere: Während die der einen Figur ausführlich beschrieben und ihre Funktionsweise erklärt wird, bleibt die einer anderen doch sehr im Dunkeln. So passiert dann eben einfach nur irgendwas und die Figur kann das dann eben jetzt. Gewünscht hätte ich mir hier wenigstens einen Abriss einer kleinen „Vorgeschichte“.Auch den Nekromanten, der groß angekündigt wird, habe ich mir ganz anders vorgestellt, als er tatsächlich ist.- Ein verrückter, machtgieriger Tattergreis, der immerhin auf eine merkwürdige Art und Weise seinen gewissen Charme besitzt. Der Knoten ist bei mir auch erst geplatzt, als er seinen ersten großen Auftritt hatte. Denn dann stieg immerhin die Spannung an und irgendwie fand ich Gefallen an der Figur, die eigentlich „der Böse“ sein soll.
(mehr auf: http://a-bookdemon.blogspot.de/2017/08/in-den-landen-des-exils-steht-der-alte.html)

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51 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

hexen, magie, frauen, gerechtigkeit, unkonventionell

Hexenherz - Eisiger Zorn

Monika Loerchner
Flexibler Einband: 420 Seiten
Erschienen bei Acabus Verlag, 13.02.2017
ISBN 9783862824564
Genre: Fantasy

Rezension:

Es ist immer wieder interessant zu sehen, wie eine alternative Gegenwart (Kann man das überhaupt so nennen, wenn Magie im Spiel ist?) aussehen könnte. In der, die Monika Loerchner in ihrem Buch „Hexenherz – Eisiger Zorn“ beschreibt, sind die klassischen Geschlechterrollen vertauscht und Hexen haben das Sagen über die Gesellschaft.
Ich muss zugeben, nach wenigen Seiten bekam meine anfängliche Faszination einen kleinen Knick, da ich für einen Moment befürchtete, dies würde eine „Mädchen schließt sich Rebellen an und es entwickelt sich eine tragische Romanze“-Geschichte werden.- Weit gefehlt! In Wirklichkeit steckt viel mehr dahinter. Liebesschmalz ist so gar nicht vorhanden und die verschiedenen Hintergründe und Taten der Figuren verknüpfen sich letztendlich zu einer sehr durchdachten Handlung, die man nicht stereotypisch mit irgendwelchen Klischees besetzen könnte.
Helena, die Hauptprotagonistin, ist nicht die typische Heldin. Nachdem ihrer Freundin etwas Schreckliches zustößt, formt sie sich immer mehr und mehr zu einer charakterlich ziemlich schwierigen Person, die sich nicht wirklich einfügen kann und in ihren Ansichten doch sehr verbohrt ist. Sie ist standfest, widerspenstig und besetzt - in meinen Augen - für eine ganze Weile die Rolle der „Bösen“. (Tatsächlich sah ich die Rebellen eher auf der „guten Seite“. Aber ich denke, jeder Leser kann in diesem Buch für sich entscheiden, für welche Seite er eher Partei ergreifen will, da alle so ihre Stärken und Schwächen, Sympathien und Antipathien haben.)Manchmal hat mich Helena mit ihrem Verhalten und ihrer unglaublichen Dickköpfigkeit fast zur Weißglut getrieben. Immerhin waren eigentlich alle sehr gut zu ihr. Selbst die Rebellen haben sie überwiegend gut behandelt und es hat mich richtig aufgeregt, dass sich in ihr dabei nichts gerüttelt hat.- Aber das bedeutet immerhin, dass ich wirklich mitgefiebert habe. Helena hält  etwas zu viel auf sich, ist sehr stolz und doch passen diese Charakterzüge gut zu ihrer Rolle als Gardistin. Außerdem ist es dadurch umso bedeutender, wenn sie ehrliche Emotionen fühlt und auch zeigt.Da sie relativ viel umherreist, betritt Helena verschiedene Gegenden und ich konnte genau beobachten, wie diese einzelnen Welten - also Wald, Stadt, Dorf, Verließt etc.- auf sie wirken und irgendwie auch formen. Sie verändert sich nie so gänzlich, bleibt ihrem Muster immer treu, aber die Feinheiten ihrer Person selbst variieren stark, weshalb sie nie zu einer langweiligen Figur wird.Von den anderen Charakteren ist keiner so penibel ausgearbeitet wie sie.- Aber das ist gut so. Denn da es so einige Menschen gibt, denen Helena begegnet, wären zu komplexe Charaktere verwirrend gewesen. Die Autorin hat zwar jedem Protagonisten eigene Wesenszüge gegeben, aber eben nur gerade so viele, damit man sie gut voneinander trennen kann, ohne in Verwirrung zu geraten.Auch die Welt, in der die Menschen und Hexen miteinander leben ist gut ausgearbeitet und voller Details, ohne zu überfordern. Der Gedanke, dass in dieser alternativen Gegenwart die Magie der Hexen so funktioniert wie die Technik, die wir in „unserer Welt“ haben, hat mich teilweise zum Grinsen gebracht. Denn auch in Helenas Universum gibt es Rolltreppen und künstliches Licht. Und der Gedanke daran, dass Hexen auf sich bewegenden Bürgersteigen durch die Stadt bummeln, war schon ganz witzig.Mit jedem Kapitelbeginn kann man außerdem einen Blick in die Annalen werfen. Das heißt, man kann ohne viel verwirrendes Hin und Her die Geschichte der Hexen nachvollziehen. Das halte ich persönlich für einen sehr cleveren Schachzug der Autorin, da sie so die eigentliche Handlung recht linear halten konnte. Ich finde es selbst nämlich recht anstrengend, wenn man neben einer neuen Welt, auch eine neue Historie lernen soll. So etwas kann schnell ermüdend werden.Was mich fasziniert, ist, dass die Autorin mir immer wieder ein gewisses Gefühl von Realität gegeben hat. Keine magische Handlung war zu abgedreht, um unglaubwürdig zu wirken und tatsächlich fiel es mir manchmal schwer, Reales von Fiktion zu trennen. Monika Loerchner schreibt sehr geübt, leicht und absolut ungezwungen, weshalb es mir sehr leicht fiel, mich in der Geschichte völlig fallen zu lassen. So konnten sich die verschiedenen Emotionen der einzelnen Figuren sehr einfach auf mich übertragen und mich noch stärker fesseln.  
mehr auf:http://a-bookdemon.blogspot.de/2017/06/rezension-hexenherz-eisiger-zorn.html

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30 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 7 Rezensionen

zombies, jugendbuch, kleinstadt, highschool, zombies. cheerleader

Zombie Blond

Brian James , Vanessa Walder
Flexibler Einband: 255 Seiten
Erschienen bei cbt, 06.08.2009
ISBN 9783570305836
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Nachdem Hannah mit ihrem Vater in die kleine Stadt Maplecrest zieht, fällt sie schnell in den typischen Teenageralltag: Cliquen, merkwürdige Lehrer und Schwärmereien. Da sie jedoch „die Neue“ ist, findet sie kaum Anschluss. Lediglich Lukas versucht ihr Freund zu werden. Dem ist sie jedoch nicht besonders angetan, da er ihr dauerhaft weiß machen will, die beliebtesten Mädchen, die Cheerleader der Schule, seien Zombies.– Und zu genau denen will sie gehören, auch, wenn sie sie anfangs mobben und kein nettes Wort für sie übrig haben.


Hannah hat einen eigenen Kopf. Sie gibt sich keine Mühe, besonders sympathisch zu wirken, ist mürrisch und trotzig, wirkt allerdings leicht beeinflussbar und ist trotz ihrer Eigenarten eine Figur, mit der sich sicherlich viele junge Leserinnen identifizieren können. Und dass sie eben eine so launische Person ist, liegt vor allem daran, dass ihr Vater sie immer und immer wieder zu Umzügen zwingt, da er stark verschuldet ist.
Mit ihr und ihren Emotionen ist es ein heiß und kalt, ein auf und ab. Anders sieht es dabei auch nicht mit den „Zombies“ aus. Mit der Zeit werden ihre Aktionen gegen Hannah immer krasser, einige von ihnen wollen sie aber auch unbedingt im Team haben.
Die Handlung in „Zombie Blond“ ist nicht besonders tiefgreifend, die Stimmung hingegen sehr intensiv und steigert sich sogar, als Hannah immer mehr zur Marionette der blonden, perfekten Cheerleader wird. 
Alles in allem liegt in diesem Buch der Fokus auf typischen Teenagerproblemen und darauf, wie verzweifelt Hannah dazugehören will. Die Handlung läppert sich zusammen und auch, wenn es zum Ende hin tatsächlich ein blutiges und schauriges Finale gibt, ist es zusammengefasst eher so la-la.


(mehr Infos und Rezensionen auf: 
http://a-bookdemon.blogspot.de/2017/03/kurzrezension-zombie-blond.html)

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23 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

parallelwelt, magie, fantasy, krieg

Der verwaiste Thron

Raymond Feist , Dagmar Hartmann
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 20.06.2016
ISBN 9783734160981
Genre: Fantasy

Rezension:


Gleich zu Beginn ist mir positiv aufgefallen, dass alle offenen Probleme des ersten Bandes im zweiten wieder aufgegriffen werden und es sogar noch einmal unterschwellige Erklärungen gibt, weshalb ich keine Probleme hatte, mich wieder in die Geschichte einzufinden. Und selbst, wenn ich eine Figur bereits vergessen hatte, ergab sich ihre Rolle schnell wieder im Kontext. Trotzdem habe ich schnell gemerkt, dass „Der verwaiste Thron“ in einer ganz anderen Atmosphäre startet.- Selbstverständlich, denn die Welt ist auch eine vollkommen andere.Und selbst die Charaktere, die aus dem ersten Band geblieben sind, haben sich verändert, was in diesem Fall keineswegs etwas Schlechtes ist. Sie sind schlichtweg reifer und erwachsener geworden, teilweise jedoch auch reservierter und trockener.
Im Vergleich zu „Der Lehrling des Magiers“ gibt es in diesem Band von allem mehr: Mehr Liebe, mehr Gefühl, längere Kämpfe, ausgeweitete politische Gespräche und Handlungen und eine Menge neuer Figuren. Vor allem liegt das daran, dass der Großteil dieses Buchs in der feindlichen Welt, nämlich in der der Tsuranis, spielt. Und da der Leser auch diese Welt genauso gut wie Midkemia kennen soll, hat der Autor die meisten Kapitel ihr gewidmet. Spannend war es auf jeden Fall, eine neue Kultur zu entdecken und gleichzeitig verfolgen zu können, wie es in Midkemia weiterging. Denn während Pug durch seine Gefangenschaft in dem fremden Land sein Leben vollkommen umlenkt, bekommen die ehemaligen Nebencharaktere aus Band 1 mehr Aufmerksamkeit. Vor allem die Mitglieder der Königsfamilie und ihre Verbündeten konnte ich viel besser kennenlernen und auch zu ihnen Beziehungen aufbauen. Da dies aber nur langsam und Figur für Figur passiert ist, war es nie anstrengend, all diese neuen Verknüpfungen und Abenteuer beibehalten zu können.
Aber ich muss gestehen, dass ich streckenweise doch daran gezweifelt habe, ob mir der zweite Band der Midkemia-Saga gefallen würde. Nicht, weil er schlechter geschrieben ist, doch war die Handlung teilweise einfach nicht fesselnd. Viele Gespräche über Politik füllen die erste Hälfte und lange Zeit passiert gefühlt nichts und gleichzeitig doch eine Menge. Auch ist Pug, der Hauptcharakter aus dem ersten Band, an dem ich mir damals so einen Narren gefressen hatte, nicht mehr der Selbe.- Zumindest für sehr lange Zeit. Auch habe ich mich mit dem ersten Viertel des Buches schwergetan, weil einfach viele langatmige Vorgänge thematisiert werden und Pugs weiterer Werdegang lange Zeit nur ein tristes Hin und Her war, weshalb manchmal der Rote Faden verloren ging. Es war manchmal einfach schwer, zu differenzieren, was wichtig ist und was nicht.
Glücklicherweise hat Raymond Feist das Ruder an einem bestimmten und sehr passenden Punkt herumgerissen und die Geschichte wieder auf das Niveau des ersten Bands gebracht. Und auch der seichte Humor, den er hin und wieder gekonnt in Szene gesetzt hat, kam wieder auf. Letztendlich hat alles zu einem sehr spannenden und mehr als zufriedenstellenden Ende voller Aufregung geführt.


(mehr auf:  http://a-bookdemon.blogspot.com/2017/02/rezension-die-midkemia-saga-2-der.html)

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203 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 44 Rezensionen

dämonen, fantasy, magie, freundschaft, elfen

Die Dämonenakademie - Der Erwählte

Taran Matharu , Michael Pfingstl
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Heyne, 31.10.2016
ISBN 9783453269842
Genre: Fantasy

Rezension:


„Ein Waisenjunge mit besonderen Fähigkeiten, von denen er bis kürzlich noch nichts wusste, kommt an eine Schule, an der genau diese Fähigkeiten gelehrt werden. Dort lernt er zwei Freunde kennen, einen Jungen und ein Mädchen, die selbst beide Außenseiter sind.“- Klingt ein bisschen zu offensichtlich nach einem Abklatsch von Harry Potter, nicht wahr? Mir sind diese Parallelen allerdings erst aufgefallen, als eine Freundin mich drauf ansprach, nachdem ich ihr was vom Inhalt erzählt hatte. Im Grundgerüst mögen sich beide Bücher(-Reihen) vielleicht ähneln, im Prinzip sind sie aber doch von Grund auf verschieden.
„Die Dämonenakademie“ vereint typische Elemente aus dem High-Fantasy (wie beispielsweise Orks, Elfen, alte Burgen und Kriege) mit neuen Ideen und einem sehr erfrischenden, leichten Schreibstil. An und für sich konnte ich sogar während des Lesen verfolgen, wie der Autor immer besser geworden ist und sich immer mehr in das Schreiben und die Geschichte einarbeitete. Fortschritte sind also deutlich bemerkbar, auch wenn der Schreibstil zu Beginn noch etwas unbeholfen wirkt. Auch sind einige Dinge etwas zu utopisch.- Beispielsweise die Tatsache, dass die Schüler nur drei oder vier Tage Schule haben, viel Freizeit und auch eine Menge Geld bekommen, das sie in der nächstgelegenen Stadt auf den Kopf hauen können. Ich selbst fand das etwas unrealistisch, kann mir aber vorstellen, dass das für das jüngere Publikum ansprechender ist. Der Autor hat aber auch thematisch Fortschritte gemacht. Zwar wirkt, wie bereits gesagt, der Beginn des Buches noch recht kindlich, doch gewinnt „Die Dämonenakademie“ auf den letzten hundert Seiten noch einmal sehr an Tiefe, neuen Ebenen und auch reiferen und düsteren Themen (Folter, Kämpfe, Rassismus, Klassengesellschaften etc.). Die Figuren machen also auch eine kleine Verwandlung durch, wenn auch nicht allzu krass. Fletcher hört aber beispielsweise auf, zu geschwollen für sein Alter zu reden, was für meinen Geschmack schon ein riesiger Schritt in die richtige Richtung war.

Einen Hauptprotagonisten wie Fletcher habe ich selten in Jugend-/Fantasyromanen getroffen. Er ist (anfangs) sehr schmutzig, durchschnittlich begabt, hat mehr Schwächen als Stärken und tritt immer wieder in Fettnäpfchen. Aber das macht ihn so sympathisch, denn er ist kein Alleskönner, der von jetzt auf gleich die Welt erobert, sondern ein einfacher Junge, der unter wirren Umständen an einen Dämon geraten und nun an einer Akademie gelandet ist, an der er auch mehr Feinde als Freunde hat.

Das Verzeichnis, beziehungsweise das Kapitel zur „Dämonologie“ hat mich besonders fasziniert. Es gibt Skizzen von den verschiedenen Dämonen, zusammen mit einem Steckbrief zu ihren Fähigkeiten, ihrer Manastufe, ihren Besitzern und und und. Zeitweise hatte ich deshalb auch das Gefühl, ein Pen&Paper-Rollenspiel in Buchform zu lesen, da es für die Dämonen und ihre Bändiger eben besondere Entwicklungsstufen gibt, man Dämonen gewissermaßen „freischalten“ kann und man Mana hat, das sich aufladen muss und das man für Magie einsetzen kann. Ein bisschen schade finde ich es dabei, dass die Dämonen, die meiner Meinung nach eigentlich Gefährten für die Beschwörer sein sollten, eher als Werkzeuge betrachtet werden. Man riskiert ihre Leben aus recht unwichtigen Gründen, kommandiert sie barsch herum und legt in großen Teilen nur Wert auf ihre Stärke. Fletcher und seine Freunde behandeln ihre Dämonen zwar nicht derart schlecht, allerdings tun das viele andere Schüler und auch Erwachsene.

Die Kapitel im Buch sind recht kurz, haben meist so um die 10 Seiten und alles ist in recht großer Schrift geschrieben. Außerdem sind die Konversationen der Figuren größtenteils relativ simpel und kurz gehalten, doch hatte ich beim Lesen nicht das Gefühl, für das Buch „zu alt“ zu sein. Da aktuell sowieso nur Stress um mich herum ist, hat mir „Die Dämonenakademie“ jeden Tag geholfen, für eine Weile den Kopf freizubekommen. Und da das Ende schon deutlich eher in die Richtung „erwachsene Jugend“ geht, habe ich die Hoffnung, dass sich das im zweiten Band fortsetzt, denn den möchte ich auch auf jeden Fall lesen.
(mehr auf: http://a-bookdemon.blogspot.de/2017/01/rezension-die-damonenakademie-1-der.html)

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61 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

fantasy, steampunk, archäologie, ebook, wächter

Der Schatz der gläsernen Wächter

Dane Rahlmeyer
E-Buch Text: 438 Seiten
Erschienen bei null, 29.09.2011
ISBN B005R0S5WS
Genre: Fantasy

Rezension:


Der Autor, Dane Rahlmeyer, fackelt wirklich nicht lange und schickt seine Figuren Hals über Kopf in ein großes Abenteuer. 
Schon von den ersten Seiten an ist klar, dass die Welt in „Der Schatz der gläsernen Wächter“ eine sehr eigentümliche ist.- Mit absonderlichen Wesen (Meine persönlichen Favoriten sind die Moosäffchen und mechanischen Vögel.), faszinierenden Legenden, wunderlichen Leuten und einer ganz eigenen Magie. Während des Lesens wurde mir außerdem immer wieder bewusst, was mich damals so in Ägypten begeistert hat: Das Kennenlernen und Entdecken einer vollkommen fremden Kultur, so als sei man in einer anderen Welt. Und ich fand es ganz wundervoll, dass Kriss, die Hauptprotagonistin, mich wieder mit diesem „Entdeckerfieber“ angesteckt hat. 
Kriss, mit ganzem Namen „Krisstenja Tilena Odwin“ ist eine Figur, die man so leider eher selten oder nur als Nebencharakter in Büchern findet. Sie ist hoch intelligent, dafür nicht besonders hübsch und übergewichtig dazu. Vielleicht macht sie gerade das sympatisch, denn so steht nicht im Fokus, wie toll ihre Haare im Wind wehen (was ich leider meines Erachtens nach viel zu oft in Büchern lesen muss), sondern wie talentiert sie ist und wie scharf ihr Verstand ist, der sie und ihre Begleiter des Öfteren aus der ein oder anderen Misere rettet. Außerdem ist sie nicht nur auf der Suche nach einer Insel, um die sich tausende von Legenden ranken, sondern auch nach ihrer Mutter, die seit Jahren als vermisst gilt. Denn während andere der festen Überzeugung sind, dass sie bereits tot ist, gibt Kriss die Hoffnung nicht auf. Und ich muss eingestehen, dass ich bis zum Ende keiner einzigen Figur, außer Kriss, wirklich getraut habe. Vielleicht waren es die vielen Geheimnisse, die sich um jede von ihnen ranken, aber irgendetwas hat mich davon abgehalten.
Die ganze Geschichte ist an sich schon sehr spannend, doch kam für mich nochmal eine Schippe Nervenkitzel dazu, da ich Bücher über Schatzsuchen und wilde Abenteuer liebe.- Und die kommen hier wirklich nicht zu kurz. Mit Kriss und Lian, ihrem Helfer, habe ich viele gefährliche Orte erkundet, Kontinente entdeckt und Rätsel gelöst. 

Der Autor hat wirklich eine sehr markante Handschrift, die mir allerdings gefällt. Er zelebriert die Intelligenz und die Schönheit am Verborgenen und Verbotenen auf ganz unterschiedliche Weisen. Und er hat es geschafft, den Stoff in ein Buch zu bringen, für den andere wohl eine ganze Trilogie gebraucht hätten. Dabei habe ich jedoch nie das Gefühl gehabt, etwas verpasst oder nicht gut genug erklärt bekommen zu haben. „Der Schatz der gläsernen Wächter“ ist also auch etwas für ungeduldige Leser und ich kenne kein vergleichbares Buch, das inhaltlich auch nur annähernd an dieses herankommt. 

(mehr auf: http://a-bookdemon.blogspot.de/2016/12/rezension-der-schatz-der-glasernen.html)

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197 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 132 Rezensionen

freundschaft, liebe, abenteuer, fantasy, raukland

Rauklands Sohn

Jordis Lank
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Verlagshaus el Gato, 07.03.2013
ISBN 9783943596045
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Dieses Buch hat mich wirklich gänzlich in seinen Bann gezogen. Faszinierend fand ich vor allem, auf was für klitzekleine Details Jordis Lank beim Schreiben achtet. Und doch verstreut sie diese gerade so, dass es nicht zu viele und nicht zu wenige sind. Sie schafft damit eine exzellent ausgedachte Welt, die auf einer winzigen Insel Platz findet und gibt ihr eine fantastische Atmosphäre.
Vielleicht kam es mir auch nur so vor, aber beim Lesen hatte ich immer wieder den Eindruck, die Welt würde sich den Emotionen Ronans anpassen. Zuerst erscheint die rau und kalt, doch je mehr Nähe Ronan zwischen sich und den verschiedenen Dorfbewohnern zulässt, desto freundlicher wirkt sie. Sobald etwas Schlechtes passiert, oder seine Stimmung schwankt, wirkt aber auch die Insel mit ihrer Natur wieder unfreundlicher.

Ronan ist eine wundervolle Hauptfigur. Anfänglich noch forsch und berechnend wirkend, zeigt er mit der Zeit doch, dass er eine gute Seele hat. Es ist witzig, wie unbeholfen er sich im Umgang mit anderen Leuten gibt und so auch noch einen Freund zu finden versucht. Was mir besonders an ihm gefällt, ist, dass er eine gewisse Individualität von der Autorin bekommen hat, die ich mittlerweile oftmals an männlichen Hauptfiguren vermisse. Er ist nicht der typische abgeklärte Alleskönner, sondern eine sehr gefühlvolle Person, die viele Schwächen hat. Auch seine entstehende Freundschaft mit Liam ist nicht die „typische schwerfällige Männerfreundschaft“, die aus groben Sprüchen und Schulterklopfern besteht,  auf die man immer wieder in Büchern trifft. Stattdessen ist das, was die beiden verbindet emotional und wirkt auf vielen Ebenen. Es ist schön zu lesen, wie beide nach und nach lernen, was eine wahre Freundschaft für sie ausmacht. Allerdings sind sie davor noch eine ganze Weile damit beschäftigt, auseinander schlau zu werden.
Trotzdem ist „Rauklans Sohn“ kein Buch, in dem alle singend Ringelreihe tanzen, denn immer wieder trudeln Probleme für Liam und Ronan auf der Insel ein und dazu kommen noch die Aufgaben, die die beiden zusammen zu bewältigen haben. Es gibt einige Kämpfe, allerdings keine Verstümmelungen oder Schlachten, was mich ebenfalls im Positiven überrascht hat, da ich es mittlerweile wohl irgendwie gewohnt bin, von solchen Themen zu lesen. Und auch, wenn ich Auseinandersetzungen mit Schwert und Schild unglaublich spannend finde, ist es doch eine schöne Abwechslung, die inneren Kämpfe der Protagonisten ebenfalls beobachten zu können.
Außerdem spinnt sich im Hintergrund voll all dem eine sehr zarte und unbeholfene Liebesgeschichte zwischen Ronan und der Prinzessin Lannochs zusammen, die letztendlich die Kirsche auf dem Sahnehäubchen ist.

Und das Ende... Was soll ich sagen? Es ist der Wahnsinn. Ich habe mit jedem Wort mitgefiebert, habe an jeder Seite gehangen und jede Wendung, jede Überraschung hat mich mitgerissen und noch tiefer in die Geschichte gesogen, sodass es mir doch etwas das Herz gebrochen hat, als ich die letzten Seiten hinter mir hatte. 
Ohne Mist. 
Ich hatte Gänsehaut.

(mehr auf: http://a-bookdemon.blogspot.de/2016/11/rezension-rauklands-sohn.html)

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56 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

krieg, ritter, midkemi, schlacht, magier

Der Lehrling des Magiers

Raymond Feist , Dagmar Hartmann
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 20.06.2016
ISBN 9783734160950
Genre: Fantasy

Rezension:


Wie in den meisten High Fantasy Romanen wird man auch in „Der Lehrling des Magiers“ auf den ersten 50 Seiten mit der Welt und den wichtigsten Charakteren bekanntgemacht.
Zunächst lernt man Pug kennen, der gerade mal 13 ist, als er zum Lehrling des Magiers Kulgan ernannt wird. Er ist ein Hänfling, nicht besonders stark, aber geschickt. Seine Neugier und sein Mut sorgen dafür, dass er des öfteren teils durch Zufall, teils durch Eigeninitiative zum Helden wird. Schnell geht es mit ihm und seinem Ruf am Hof bergauf und er wird ein talentierter Magier, wenn auch kein guter Schüler an sich. Außerdem merkt Kulgan, sein Lehrer, bald, dass etwas Geheimnisvolles in Pug schlummert.
Kulgan selbst wird als dicker, kleiner Magier bezeichnet. Sympathiepunkt meinerseits: Er hat einen kleinen Drachen, der ihn und Pug überallhin mit begleitet. Alle Beteiligten werden letztendlich sogar nur wegen Kulgan mit auf die folgende Reise gehen, da der Magier sehr stark in die politischen Angelegenheiten der Fürsten involviert wird. Er ist ein gutherziger Mann und hat sogar diesen leicht witzigen Gandalf-Charme.
Mit den beiden reist Tomas, Pugs bester Freund und ein sehr treuer Gefährte. Für Pug ist er mehr ein Bruder, da die beiden zusammen aufgewachsen sind und er immer an Pugs Seite ist. 
Die einzige weibliche Figur, die wirklich Aufmerksamkeit bekommt, ist Carline (scheußlicher Name, oder?). Sie ist eine arrogante Ziege, die Prinzessin des Hofes und hat eine nervtötende Schwäche für Dramen. Trotzdem ist es irgendwie ganz süß, wie sie sich immer wieder aufspielt. Am Ende mochte ich sie sogar ein kleines Bisschen.
Obwohl die meisten wirklich handelnden Personen in dieser Geschichte noch Jugendliche sind, werden sie nicht so überreif dargestellt, wie ich es eigentlich von vielen Büchern gewohnt bin. Natürlich altern sie im Verlauf des Buches, doch beginnen sie als relativ gewöhnliche Halbwüchsige, die sich hin und wieder prügeln und ihre ersten Verliebtheiten überwinden müssen.

Raymond Feist hat einen sehr jugendlichen und leicht bekömmlichen Schreibstil, der mir beim Lesen aber nicht das Gefühl gegeben hat, ich sei unterfordert. Ich bin nur wahrlich auf einer Wolke aus ausgezeichnetem High Fantasy geschwebt und konnte mich wunderbar in der Geschichte fallen lassen. Nach nur wenigen Sätzen war ich immer wieder vollkommen im Geschehen und die Stunden sind nur so davongelaufen. Es handelt sich hier wirklich nicht um schweren High Fantasy, für den ich trotz allem aber auch eine Schwäche habe. Die Figuren sind anfangs fast alle eher fröhlich dargestellt, die Orte werden kurz und bündig aber detailliert genug beschrieben und die Handlung geht recht fix voran, ohne, dass zu viel auf einmal passiert. Auch gibt es hier weniger Kämpfe, die sich zum Ende hin zwar immer mehr verdichten, aber nie wirklich lang sind.
Beim Lesen habe ich jedoch mit jedem Kapitel immer mehr gemerkt, wie sich etwas Düsteres über der anfangs so fröhlichen Welt ausbreitet. Denn mit dem Aufbruch der Helden nach Krondor, um Verbündete zu finden, kommen auch immer mehr Probleme, Angriffe und Blut. Ein fremdartiges Volk aus einer anderen Welt fällt nämlich in Midkemia ein und raubt und mordet, wo es hinkommt. Die Handlung und Figuren werden immer ernster und alles entlädt sich am Ende in Schlachten und einem gewissen Grad an Brutalität.
Ich freue mich außerdem schon wahnsinnig auf den zweiten Teil, der bereits auf dem Weg zu mir ist, da das Ende ziemlich offen bleibt und es einen gemeinen Cliffhanger gibt.

Fazit:
Hervorragender High Fantasy mit einer spannenden Handlung, einem lockeren Schreibstil und einem fiesen Cliffhanger.

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24 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

western, steampunk, indianer, wilder westen, horror

Deadlands - Ghostwalkers

Jonathan Maberry
E-Buch Text: 466 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 25.08.2016
ISBN 9783959620017
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Grey, einer der Hauptprotagonisten schlittert schon auf den ersten Seiten selbstverschuldet in eine Menge Probleme, die sich nach und nach immer weiter aufbauschen und ihn so erst in sein neues Abenteuer bringen. Er ist genau so, wie ich mir einen „Lonely Cowboy“ vorstelle: Abgebrüht, kurz angebunden, unglaublich mutig und mit einer gewaltigen Portion trockenem Humor. Jemand zum Liebhaben eben.
Ganz so „lonely“ ist er allerdings nicht lange, denn Tomas-Schaut-Weg-Von-Den-Oglala-Tiyospaye, kurz: Schaut-Weg, heuert ihn an. Der englische Indianer, der allzu gern auf die Söckchen und Unterhosen der Queen zusprechen kommt, ist so ziemlich das komplette Gegenteil von Grey und bringt dadurch eine Menge Humor mit in die Story, ohne ihr den Ernst zu nehmen.
Beide Männer habe ich von Anfang an sehr gemocht, denn sie sind trotz ihrer Eigenschaften nicht nur zum Lachen gut, sondern auch in düstere Machenschaften um den „Geisterstein“ verstrickt. Dieses Gestein ist nicht nur sehr selten und eine gefährliche Waffe in den falschen Händen, sie erweckt auch Tote wieder zum Leben. Allerdings hat „Deadlands“ mehr zu bieten, als nur wankende Untote, die langsam vor sich hin verwesen: Auf ihrem Weg durch die Wüste geraten Grey und Schaut-Weg an übernatürliche Kreaturen und kommen in Kontakt mit Schwarzer Magie und Wahrsagerei. Und gerade unter Letzterem leidet vor allem Grey, denn er hat eine sehr düstere Vergangenheit, die jedoch nur nach und nach aufgedeckt wird.
Das Grey und der Sioux sich so sehr gleichen wie Schwarz und Weiß bringt, wie bereits erwähnt, eine humoristische Nuance mit sich, allerdings überwiegen in diesem Buch Brutalität und blutige Kämpfe. Dennoch würde ich „Deadlands“ nicht als „Wilde Action“ bezeichnen. Es passiert viel. Es passiert vor allem viel, was nichts für schwache Nerven ist. Aber durch gemächlichere Stellen bin ich beim Lesen nie wirklich aus der Ruhe geraten.- Ganz im Gegenteil. Zwar möchte ich es nicht „entspannend“ nennen. Aber dieses Buch hat so etwas an sich, das mich sehr gut aus dem Alltagsstress holen konnte.

Jonathan Maberry hat einen wirklich tollen Schreibstil. Er ist vollkommen schnörkelfrei und treibt die Handlung recht schnell voran. Zwar werden immer wieder über einige Seiten hinweg Geschichten aus der Vergangenheit der beiden Männer in längeren Dialogen erzählt, allerdings sind diese sehr bildhaft und keinesfalls träge. Es war eher spannend zu erfahren, was für Dinge die beiden zu dem gemacht haben, was sie geworden sind. So macht der Autor selbst die Wüste von Nevada lebendig.

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37 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 28 Rezensionen

könig, bunker, brutal, kämpfe, entführung

Auf Leben und Tod

Martin S. Burkhardt
Flexibler Einband: 284 Seiten
Erschienen bei Luzifer-Verlag, 29.12.2015
ISBN 9783958351141
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Dieses Buch beginnt bereits sehr grausam. Henry ist noch ein Kind, wird regelmäßig von seiner Mutter missbraucht, von seinem Vater auch nicht besser behandelt. Dadurch bekommt er schon in seiner Jugend einen gewaltigen Knacks in seiner Psyche und zeigt erste Ansätze seiner späteren Persönlichkeit. 
Da die einzelnen Kapitel immer zwischen den Zeiten wechseln - Also seiner Jugend und seiner Regentschaft als „König“- kann man genaue Bezüge sehen, wie sich Erlebnisse in der Vergangenheit auf sein selbstgeschaffenes Königreich ausgewirkt haben. Und deswegen wirkt auch diese Welt, die er mit seinen irren Regeln beherrscht, wie die kranke Fantasie eines gestörten Kindes. 
Ich muss dazusagen, dass dieses Buch eher eine sehr krasse Was-Wäre-Wenn-Situation beschreibt und keinen realen Horror. Man sollte die Idee, eine eigene Welt unter der Erde zu erschaffen, nicht allzu ernst nehmen, sondern es eher als einen skurrilen und abstrusen Einfall auffassen. Zwar haben in der Geschichte der Menschheit grausame Leute ähnliche Taten vollbracht, aber „Auf Leben und Tod“ spitzt das Ganze nochmal auf eine ganz eigene Art sehr zu. 

Henry ist meiner Meinung nach nie wirklich erwachsen geworden. Es wird beim Lesen sehr deutlich, wie er sich von einem gequälten Jungen in ein krankes und gefährliches Schwein verwandelt, geistig aber nie über maximal 13 Jahre hinauswächst. Es tut mir sogar richtig leid um den lieben Jungen, der er anfangs noch ist. Allerdings werden nach und nach immer schlimmere und ekelhaftere Themen angeschlagen und ich, als absolute Tierliebhaberin, habe mir größte Mühe gegeben, über einige Stellen schnell hinwegzulesen. So habe ich auch aus der Zuneigung, zu dem kleinen unschuldigen Jungen eine starke Abneigung gegen das entwickelt, was er geworden ist.
Die Bewohner, also die „Untertanen“ Henrys sind bunt gemischt. Manche von ihnen hat er viele Jahre zuvor auf der Erdoberfläche gefangen, andere sind dort unten geboren und haben nie Tageslicht gesehen. Aber sie alle wissen ganz genau, wo sie leben. Jedoch haben die Kinder nie erfahren, wie es „dort oben“ aussieht und dass sie eigentlich Gefangene sind. Aufgefallen ist mir, dass sie alle so ziemlich das gleiche Vokabular haben: Nicht besonders weit entwickelt und anstandslos. Worauf das zurückzuführen ist, kann man sich denken.
Zwar klingt das alles bisher sehr schlimm, doch hat der Autor auch dafür gesorgt, sympathische Figuren in die Geschichte einzubinden: Aldiana und Alona. Die beiden Kinder führen den Leser durch die spätere Welt, die Henry erschaffen hat und bringen immerhin hin und wieder Lichtblicke. Die beiden scheinen die Einzigen zu sein, die nicht vollkommene Freaks geworden sind.

Da ich bereits „Ausradiert“ von Martin S. Burkhardt kenne, war ich etwas enttäuscht, da ich dieses Buch wirklich super fand. Natürlich habe ich eine ganz andere Geschichte erwartet, aber auch sein fesselnder Schreibstil fehlt in „Auf Leben und Tod“ irgendwie. Es lässt sich trotzdem leicht und schnell lesen, doch hat es auf mich immer so gewirkt, als wäre er als Autor nicht ganz bei der Sache gewesen. Erschwerend kam hinzu, dass es nie wirklich spannend wurde. Als Leserin habe ich kein Ziel gesehen, auf das das Buch hinarbeitet und nie wirklich mitfiebern können. Vielleicht lag hier der Fehler aber auch an mir, da ich durch die Leseprobe auf Amazon bereits unfreiwillig das Ende kannte. Ich muss aber zugeben, dass ich die Geschichte auch nicht aufregender gefunden hätte, wenn ich das Ende nicht bereits gewusst hätte.
Aus dem Finale hätte man auch mehr machen können. Es plätschert eher unaufregend dahin, als in einem großen Knall zu enden, wie es eher gepasst hätte.

Fazit:

Das Grundgerüst hat viel geniales Potential, allerdings hat mir die Umsetzung gar nicht gefallen.
Vielleicht bin ich einfach nicht für diese Art von Buch gemacht.

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27 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

königskrone, könig, brand, königsschwur, dorn

Königskrone

Joe Abercrombie , Kirsten Borchardt
Flexibler Einband: 460 Seiten
Erschienen bei Heyne, 11.04.2016
ISBN 9783453316010
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Die ersten Kapitel ist es mir doch recht schwer gefallen, Sympathie für die Hauptfiguren zu entwickeln. Ich war einfach nicht wieder gleich in diesem Strom gefangen, der mich im vorhergehendem Band so von der ersten Seite an gepackt hatte. Nach und nach tauchen aber immer mehr alte bekannte Figuren aus „Königsjäger“ auf und nach einer ganzen Weile sogar meine heiß geliebte Dorn Bathu, mit der auch wieder Biss in die Geschichte kommt.
Trotzdem bleiben die anfänglichen politischen Gespräche doch sehr anstrengend und ich war froh, dass sie immerhin zum Ende hin abebbten und es wieder ans Eingemachte ging. Trotzdem hatte ich auch hier bei den ersten Kämpfen Probleme, dem Verlauf zu folgen und war des Öfteren verwirrt. Diesem Buch fehlt es einfach an dem Kick-Ass-Charme, den „Königsjäger“ hat und wodurch dieses Buch auch so besonders gemacht wird. 
Nichtsdestotrotz hat auch „Königskrone“ Besonderheiten, die ich hier gern hervorheben möchte, da es sie so nicht oft gibt: In fast jeder wichtigen und höheren Position steht eine Frau. In dieser Geschichte haben sie das Sagen, leiten Erkundungstrupps, überfallen Städte und führen Kriege an. Ich finde es durchaus schön, auch hier auf starke Frauen zu treffen, die, abgesehen von Skara, nicht nur in wallenden Kleidern im Schatten der breitschultrigen Männer stehen. 

Der dritte Band dieser Reihe unterscheidet sich einfach sehr deutlich von dem zweiten Band. Das liegt nicht zuletzt an den doch sehr verschiedenen Hauptprotagonistinnen. Im Gegensatz zu der kämpferischen Dorn Bathu ähnelt Skara eher einem ängstlichen Kind, dass sich mit dem Verlauf der Geschichte zu einem kleinen Biest entpuppt. Es ist sehr schwer, sie wirklich einzuschätzen, da sie merkwürdige Entscheidungen trifft, ihre Art sich oft wandelt und sie jeder Person im Buch ein anderes Gesicht zeigt. Durch das Finale gewann sie bei mir an einigen Sympathiepunkten, doch ist mir Dorn immer noch sehr viel lieber als sie. Es fallen mehr Worte als Köpfe und das Drama um Skara spielt sich mehr auf, als es eigentlich nötig ist.
Als die männliche Hauptfigur hätten wir da dann noch Raith. Auch er ist eine sehr komplizierte Person und beim Lesen und dem Vergleich zu Band 2 (Band 1 habe ich ja nie gelesen.) ist mir aufgefallen, dass Joe Abercrombie eine Schwäche für schwierige Charaktere zu haben scheint. 
Raith war mir ebenfalls lange Zeit nicht geheuer. Er ist einer von den Typen, die immer Probleme machen, nichts überdenken und kaum Feingefühl haben. Und natürlich ist er scharf auf Skara... Das Positive: Er macht ebenfalls eine große Verwandlung durch, die ihn aber einfacher zu verstehen macht und am Ende war ich sogar etwas traurig, dass es nicht mehr von ihm zu lesen gab. 

Zum Schreibstil kann ich nicht viel mehr sagen als beim zweiten Band.- Er ist flüssig, packend und lässt nicht mehr los (Wenn man sich erst mal mit dem Hauptfiguren angefreundet hat).

Fazit:
Zwar kommt "Königskrone" nicht an "Königsjäger" ran, hat aber auf seine eigene Weise viele positive Punkte aufzuweisen und ein fesselndes Ende.


(mehr auf: http://a-bookdemon.blogspot.com/2016/10/rezension-konigskrone.html)

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25 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 18 Rezensionen

dämon, pan, dämonen, kampf, der dämon von naruel

Der Dämon von Naruel - Das nördliche Königreich

Janine Prediger
Flexibler Einband: 332 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 17.02.2016
ISBN 9783739231945
Genre: Fantasy

Rezension:


Der erste Band „Der Berg der Elemente“ ist ja bereits ein Buch, das ich jedem ohne zu zögern immer wieder empfehle und das ich gern immer wieder als eines meiner liebsten Bücher erwähne. Mit dem zweiten Band „Das nördliche Königreich“ hat sich Janine Prediger aber selbst noch einmal übertrumpft. Ich habe dieses Buch immer gelesen. IMMER. Ich hatte es beim Herumlaufen in den Händen, beim Filme schauen, in der Badewanne, im Bett... Ich habe gar nicht genug bekommen. Am liebsten wäre ich in die Geschichte hereingekrochen.

Der zweite Band knüpft direkt an Band eins an und auch im Verlauf der Geschichte merkt man immer wieder, wie gut beide Bücher ineinandergreifen.
Von Beginn an ist mir aufgefallen, dass die Punkte, die ich in „Der Berg der Elemente“ noch zu bemängeln hatte, in diesem Teil verschwunden sind. Tatsächlich scheint der Schreibstil der Autorin sehr aufgeblüht zu sein. Sie schreibt frischer und weniger angestrengt als im vorhergehenden Band, die Sätze sind sicherer und in sich rund. Außerdem ist die ganze Story viel orientierter und geordneter geworden. 
Im Verlauf der Handlung habe ich auch sehr viel Neues über die Welt Naruel und die Wesen, die in ihr leben, gelernt. Auch wird mehr über die verfluchten Früchte, die Cyrale und Dämonen bekanntgegeben, womit auch besseres Verständnis meinerseits einherging.
Für mich persönlich kann ich das Buch in zwei Hälften teilen:
In der ersten Hälfte stürzt sich Pan in ein weiteres Abenteuer, lernt neue Menschen kennen, erkundet neue Teile der Welt und schlittert immer wieder in brenzlige Situationen. In der zweiten Hälfte bin ich dann wieder auf das bekannte Gemetzel gestoßen: Blutige und grausame Kämpfe, schwere Verletzungen, Ungerechtigkeit und das Zerschlagen von (fast) allem Positiven, was Pan bis dahin passiert ist. Dieses doch sehr krasse Auf- und Ab hat den Spannungsbogen immer wieder bis zum Anschlag gespannt, denn wer den ersten Teil kennt, weiß: Nie und nimmer darf Pan so (für ihre Verhältnisse) glücklich bleiben.
Ich finde es toll, das Pan nun auch Gefühlsregungen zeigt, wenn auch keine großen. Es macht sie ein Stück menschlicher und rückt die Bestie, die eigentlich in ihr steckt, ein bisschen in den Hintergrund. Janine Prediger hat ihrer Hauptprotagonistin ein neues Gesicht geschenkt, das ich kennenlernen durfte und von dem ich vollkommen hin und weg bin. Pan an sich ist eine liebenswürdige Anti-Heldin geblieben, ist aber feinfühliger und emotionaler geworden. Ihre gesamte Einstellung wirkt, wenn auch nur einen Hauch, positiver.- Woran zuletzt sicher ihr neuer Freund Thor nicht unschuldig ist. Außerdem ist sie ein wenig sarkastischer geworden, was ihre Wortwahl betrifft, wodurch ich sogar manchmal ein bisschen grinsen musste. Überhaupt die Art und Weise, wie sie und Thor miteinander umgehen, hat das ganze Schreckliche um die beiden aufgelockert. Thor ist immerhin eine sehr leichtsinnige und manchmal unbedachte Person und somit das perfekte Gegenstück zu Pan. Ich habe mir schon, als Thor das erste Mal auftrat, gedacht, dass das mit den beiden noch ganz witzig werden kann.
Aber eines muss ich hier gestehen: Auch, wenn ich von Anfang an wusste, dass das hier kein Liebesroman werden wird und ich sowas auch eigentlich nicht mag... Verdammt, ich habe so oft immer wieder gedacht „Jetzt küsst euch endlich, verdammt!“. 



Fazit:
Für den zweiten gilt genauso wie für den ersten Band: Absolute Leseempfehlung. 
Lesebegeisterte, die auf der Suche nach Spannung, Fantasy und spektakulären Kämpfen sind, kommen hier definitiv auf ihre Kosten!

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25 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

pudel, hund, wahlkampf, land, liebe

Provinzpudel: Liebe auf vier Pfoten

Kirsten Brox
E-Buch Text: 157 Seiten
Erschienen bei null, 26.08.2016
ISBN B01J5F45RY
Genre: Sonstiges

Rezension:


Caro ist eines dieser eifrigen Bienchen, die jeder im Leben mal trifft. Sie denkt zu 99% am Tag nur an ihre Arbeit als aufstrebende Politikerin und kann diesen Job nicht einmal vergessen, wenn sie mit ihrem Freund im Bett zugange ist. Es wird beim Lesen schnell offensichtlich, dass sie entweder verlernt hat, wie man Spaß in der Freizeit hat, oder sie einfach keine Gedanken an derartiges verschwendet. Während Caro wieder auf Streifzug ist, um ihre Wählerschaft zu vergrößern und wieder vorgeführt bekommt, wie schwer dies doch ist, wird ihr auch noch ein Hund mehr oder weniger aufgeschwatzt. Pablo Picasso de la maison fleurie tritt nun in ihr Leben und stellt eine Menge Unsinn an. Caro behält den scheinbaren Störenfried trotzdem, da sie darauf hofft, durch ihn Sympathiepunkte in der Bevölkerung zu sammeln. Aus dieser Zweckbeziehung wird jedoch schnell Liebe, auch wenn dies nur Pablo gleich akzeptiert.
Ich selbst habe schon immer Hunde in meinem Leben gehabt. Vom Schäferhund, mit dem ich als Kleinkind gekuschelt habe, bis hin zu meinem mopsigen Beagle und einer Riesenschnauzerdame mit Aufmerksamkeitsproblemen, welche bis heute noch unseren Pferdestall regelmäßig verwüsten. Und trotzdem habe ich beim Lesen noch etwas dazugelernt. Beispielsweise, was man einem Hund füttern muss, damit er nicht die Hälfte des Tages nur am Pupsen ist. Ich habe in jedem Wort wirklich deutlich gemerkt, wie viel Ahnung Kirsten Brox von Hunden hat und auch an ihrem sehr fröhlichen und ausgeglichenem Schreibstil konnte ich förmlich fühlen, wie ihre Liebe zu diesen Tieren immer wieder durchkommt.
Auch das Landleben, in das Caro sich Hals über Kopf stürzt, beschreibt die Autorin genau so, wie ich es sehe und hebt auch einige der kleinen Dinge hervor, die ich so daran liebe. Sie zeigt das Schöne in Nebensächlichkeiten und macht auch dadurch „Provinzpudel“ zu einem absoluten Gute-Laune-Buch. Ich habe mich selbst jedes Mal nach dem Lesen ein bisschen glücklicher und ruhiger gefühlt, was mir durchaus gutgetan hat. 
In diesem Buch ist nichts aufgesetzt komisch, so als würde die Autorin alles daran setzen, ihre Leser zum Lachen zu bringen. Allein durch die Beschreibung urkomischer Szenen erreicht sie für „Provinzpudel“ einen gewissen Pegel an Humor, der nicht eine Sekunde absinkt. Zwar handelt es sich hier auch um eine Liebesgeschichte, doch steht die Romanze zwischen der mittlerweile leidlichen Caro und Tobi, ihrem "Katalogmodel", nicht zwangsweise im absoluten Vordergrund, sondern läuft als sehr süßes Liebesabenteuer neben dem Roten Faden her.

Fazit:
Ein Buch, das selbst Stimmung die im Keller ist wieder bis oben anhebt und das ich jedem Hundeliebhaber hiermit unbedingt ans Herz legen möchte.

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28 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

fantasy, wundervoll, historischer roman, thea perleth, fantasie

Sturm auf Amber - Väter und Söhne

Thea Perleth
Flexibler Einband: 420 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 03.07.2016
ISBN 9781534783911
Genre: Sonstiges

Rezension:  
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15 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

das böse, inkarnation, fantasie, wüste, feuer

Shai'lanhal

Susanne Gavénis
E-Buch Text: 603 Seiten
Erschienen bei Susanne Gavénis, 07.04.2016
ISBN B01DZSC5RY
Genre: Sonstiges

Rezension:


Ich habe für dieses Buch wirklich beschämend lange gebraucht. Warum, erkläre ich euch.

Der Einstieg in die Geschichte findet bei einem fürchterlichen Gewitter statt, in dem eine wahre Tragödie seinen Lauf nimmt und man die Umstände um Shaans späteres Leben kennelernt. Die Spannung steigt dabei stetig und mit Shaan kommt zu einem super Ansatz auch ein sehr interessanter Charakter hinzu. Susanne Gavénis hat jeder Figur eine gewisse Aura geschenkt, die ich beim Lesen immer sofort bemerkt habe. Und gerade Shaan ist von seinem ersten Auftritt an eine angenehme Figur.
Doch schon hier ist mir aufgefallen, dass die Autorin eine Schwäche für lange Sätze zu haben scheint, die mich erst durch die ersten Seiten stolpern ließen, aber irgendwann doch nach und nach etwas kürzer wurden. Trotzdem war es ermüdend, viele Seiten hintereinanderweg zu lesen, weshalb ich auch so lange für diese Geschichte gebraucht habe. Ich halte es nicht für nötig, derart viele Details zu beschreiben. In meiner Fassung vom Buch wurde beispielsweise ganze sieben Seiten lang ein einziges Gebäude beschrieben, und wo die Räume in ihm liegen. In solchen Fällen, finde ich, sollte man schon dem Leser eine gewisse Kreativität überlassen, da man sich all das sowieso nicht merken kann. So war es doch sehr anstrengend, durch manche Kapitel zu kommen.
Leider muss ich auch sagen, dass mit Deleja, einer weiteren Hauptfigur, immer wieder die Langeweile einhergeht. Dafür, dass sie eine so wichtige Rolle spielt, ist sie eine unglaublich triste und einschläfernde Person. An ihr ist nicht Aufregendes. Ich meine, sie freut sich wie verrückt darüber, dass jemand so gerne wie sie Wasser trinkt... Ich verstehe schon den Sinn dahinter, warum sie das positiv überrascht, aber ich halte ihre Reaktion doch für sehr übertrieben. Zwar habe ich gemerkt, dass die Autorin immer wieder eine gewisse Action um Deleja herum erschaffen wollte, doch hat das in meinen Augen nicht geklappt, weil Deleja selbst wie ein schwarzes Loch ist. Anders kann ich es nicht beschreiben. Sie nimmt sogar Shaan die Lebendigkeit, die ich anfangs so sehr an ihm mochte.
Mit den plötzlichen Morden an verschiedenen Mädchen in der Stadt kommt zwar wieder die anfängliche Spannung auf, jedoch hat sie mich nicht mehr wirklich mitreißen können. Und das finde ich sehr schade. Die Autorin hat einen schön leserlichen Schreibstil, doch hat mir in diesem Buch einfach gefehlt, dass irgendetwas passiert. Selbst die Kämpfe, die später stattfinden, sind lang nicht so mitreißend, wie ich gehofft habe. Die Ansätze für soliden, tollen Fantasy waren zwar hier und da zu finden, allerdings wurde ich als Lesern nicht wirklich gefesselt.
Vielleicht hätte die Autorin auch eine Art kleines Register im Buch anlegen sollen, damit man immer wieder nach bestimmten Begriffen und Personen blättern kann, denn ich konnte leider erst nach einem Drittel des Buches alles zuordnen und bin selbst da noch zwischen Shai'lanhal, Yinyal und verschiedenen Namen durcheinander geraten.

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20 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 14 Rezensionen

dystopie, liebesrebellion, mord, liebe, dytopie

Die Macht der Clans: LiebesRebellion

Gabi Büttner
E-Buch Text: 234 Seiten
Erschienen bei null, 22.04.2016
ISBN B01EOMUYPU
Genre: Sonstiges

Rezension:


Larissa, eine der Hauptfiguren und diejenige, um die sich die Story am meisten dreht, gehört dem Adelsstand an. Die Autorin hat eine beliebte Kombination für sie und Chris, den Rebellen, gefunden. Reich und Arm, unschuldig und Straftäter.- Wie auch immer man es nennen möchte, es ist eine Zusammensetzung, die immer in der Welt der Charaktere für Probleme sorgt.- Also auch hier auf „Terra Zwei“, einer Welt, auf die die Menschen umsiedeln mussten, da die Erde unbewohnbar geworden ist. Gerade bei so einem interessanten Szenario hätte ich mir gewünscht, dass die Autorin mehr Worte über diese Welt und ihr Aussehen oder ihre Funktion verliert. Das ist meine subjektive Meinung, aber ich würde auch gern wissen, in welcher Welt die Menschen leben, die immerhin sehr genau beschrieben werden, auch wenn viele von ihnen nur eine Nebenrolle darstellen.

Das Buch selbst wird als eine Art Tagebuch, oder auch Logbuch, gehalten. Es werden oft zu Beginn eines neuen Kapitels Ort und Zeit genannt. Das hat dem Ganzen für mich eine exotische und ernstere Atmosphäre gegeben, was ich bei Dystopien ganz gern mag.

Gabi Büttners Schreibstil ist geübt und lässt sich sehr schön lesen. Er holpert nicht und wird nicht zu ausschweifend. Die Handlungen selbst wirken des Öfteren sprunghaft. Daran ist nicht zuletzt aber auch Larissas Talent Schuld, Dinge plötzlich und ohne Nachdenken zu tun. Somit vergeht die Zeit in der Handlung selbst schnell und ich persönlich konnte dadurch keine wirkliche Bindung aufbauen.- Weder zur Welt, noch zu den Figuren. Nur Chris blieb für mich immer ein bisschen wichtiger als die anderen.

Larissa (Komplett: Larissa Mc Ingless) ist ein sehr naives und hitzköpfiges Mädchen. Sie ist blind vor Liebe und entscheidet vieles in Kurzschlussreaktionen. Damit bringt sie nicht nur sich, sondern auch viele Andere in Gefahr. Da das immer wieder passiert, erscheint sie mir doch äußerst rücksichtslos. Sie denkt nicht viel über das nach, was sie tut und wirkt daher auf mich auch nicht gerade helle. Larissa ist eine unglaublich theatralische Person und reagiert immer wieder über. Außerdem rennt sie gern einfach weg, sobald sie auf Widerstand, bzw. Probleme, trifft. Auch dauert es eine ganze Weile, bis sie selbst endlich mehr tut, als emotional überzureagieren.
Ich muss ehrlich sagen, dass ich sie nicht gerade mag und ich immer wieder die Augen verdreht habe, wenn ihr großes Theater an der Reihe war.
Immerhin steht ihr Gegenstück Chris sehr viel besser in der Reihe. Den Namen „Christopher Bishop“ trägt er jedoch nur als Tarnung, denn gegen ihn laufen Ermittlungen auf oberster Schiene. Er selbst ist das perfekte Beispiel für den düsteren Helden in einer Liebesgeschichte: Seine Vergangenheit dunkel, seine Absichten anfangs fragwürdig und doch verlieben er und Larissa sich unsterblich ineinander.
Chris ist das Gegenteil von Larissa. Er ist clever und geht meist logisch und präzise vor. Er hat Führungsqualitäten und setzt diese ein. Außerdem, und das schätze ich am meisten an ihm, ist er der Einzige, der Larissa irgendwie in Zaum halten kann, bzw. ihr Paroli bietet und sie auch mal auf den Boden der Tatsachen zurückholt. Trotzdem habe ich mich immer wieder gefragt, was er eigentlich an ihr findet. So wirklich wird da nämlich auch kein Wort drüber verloren. Dazu kommt, dass es immer wieder Streit und Zickereien zwischen den beiden gibt und das immer wieder im Zentrum von Allem steht.
Darüber hinaus finden sich im ganzen Buch verteilt ein paar erotische Szenen, in denen es zwischen Larissa und Chris nicht nur knistert, sondern wirklich ordentlich zur Sache geht.

Fazit:
"Die Macht der Clans: Liebesrebellion" hat mich gut unterhalten, allerdings keine prägenden Erinnerungen gelassen. Das mag vor allem daran liegen, dass ich mit der Hauptprotagonistin nicht zurechtkam.

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31 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 21 Rezensionen

thriller, horror, mystery, fantasy, hamburg

Ausradiert

Martin S. Burkhardt
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Luzifer-Verlag, 11.02.2016
ISBN 9783958351103
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Moritz, die Hauptfigur, ist Kameramann... Bzw. er war es, bis er aus dieser Welt gelöscht wurde. Er ist eine sympathische Figur, allerdings auch in seinem Wesen recht einfach gestrickt und nie so wirklich ehrlich fröhlich. 
Ein eigenartiger Einbrecher wirft außerdem viele Fragen auf, da es sich dabei um keinen Menschen gehandelt hat, Moritz aber auch felsenfest davon überzeugt ist, dass er sich die Kreatur aus Rauch und mit glühenden Augen nicht eingebildet hat. Er baut eine fragwürdige Beziehung zu Alkohol auf und steht nun hilflos allein in der Welt da, in der ihn weder seine Kollegen oder Freunde, noch seine Partnerin Amy, wiedererkennen und in der ihm seltsame grausame Wesen nach dem Leben trachten.
Um Nachforschungen anstellen zu können wirft sich Moritz also in ein Abenteuer, das schwer an Matrix erinnert, genauso das Hirn strapaziert und auf die gleiche Art und Weise mitreißt. Dabei verbündet er sich mit ein paar Menschen, deren Leben, genauso wie seines, am seidenen Faden hängen. Und wie spröde und dünn dieser Faden ist, wird immer wieder deutlich, wenn sich die Kreaturen ein weiteres Opfer holen... Überraschenderweise hat es Martin S. Burkhardt geschafft, einen Thriller voller Horror zu schreiben, ohne literweise Blut fließen zu lassen. (Wie ich es zumindest von den meisten Thrillern kenne.) Er hat seiner Kreativität offenbar einiges abverlangt, wenn nicht sogar alles, um dieses  Buch zu schreiben, denn nahezu kein Schritt ist vorhersehbar in dieser abgedrehten Geschichte. Lediglich eine Sache, die ich von Beginn an fragwürdig fand, hat sich tatsächlich auf das Ende ausgewirkt. Diesen Punkt möchte ich hier aber nicht verraten, da es sich auch um einen Zufall handeln könnte.

Die Story beginnt recht einfach und in einer simpel gestrickten Welt, in der jedoch mehr und mehr steckt, je weiter man liest. Die letzten Kapitel waren bemerkenswert fantasylastig im Vergleich zu den vorhergehenden, was ich persönlich allerdings weder als störend noch unpassend empfand.
Etwas am Ende hat mich trotzdem gestört. Ich kann es nicht genau benennen, das ich sonst zu viel verraten würde, aber so viel kann ich sagen: Die Handlung tröpfelt erst nur noch dahin, dann überschlägt sich alles auf einmal und schon ist es vorbei. 
Letztendlich habe ich dieses Buch aber nicht mehr aus der Hand legen können, bis es zu ende war.
Der Autor eröffnet das Buch mit einer packenden Szene, und zieht alle Register, damit die Spannung ebenso erhalten bleibt, wie der Drang danach, endlich alles aufzuklären. Trotz der aufgewirbelten Fragen bleibt der Schreibstil des Autors jedoch immer ruhig, überschlägt sich nie und hetzt auch nicht voran, obwohl die Kapitel nur so dahinfliegen.


Fazit

Eine fulminante Story, die den Verstand anregt und eine Menge Inhalt bietet. Einen solchen Thriller hatte ich schon eine ganze Weile nicht mehr in den Händen. 
Für das Ende hätte sich der Autor zwar noch etwas Zeit nehmen können, aber das ist wohl Geschmackssache.

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aurora, 3 sterne, superheldin, traumhaft geil, fabian

Lexi Littera (1.1) - Macht der Tinte (Aurora 3)

Lucia S. Wiemer
E-Buch Text
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 18.07.2016
ISBN 9783959624107
Genre: Fantasy

Rezension:


Es ist wirklich schade, dass mir dieser Band der Reihe nicht besonders gefallen hat, denn die Autorin hat einen ganz sympathischen und lockeren Schreibstil, der sich super lesen lässt. Und hätte ich mich nicht derart über die Handlung an sich aufgeregt, hätte ich an jeder Seite gehangen.

Viele Dinge passieren einfach zu schnell, zu hopplahopp aufeinander. Ich selbst würde dieses Buch eher einem jüngeren und ungeduldigeren Publikum empfehlen. Auch die Scherze, die die Autorin in ihre Geschichte gebracht hat, sind eher anspruchslos.

Lexis beste Freundin Odette hat einen starken Dialekt, was ganz lustig an und für sich ist, da es super zu ihrer hibbeligen und abgedrehten Art passt. Nervig empfand ich es nur, dass dieser Dialekt immer wechselt. Mal spricht Odette in perfektem Hochdeutsch und dann verfällt sie wieder, für meinen Geschmack etwas zu krass, in ihren Dialekt. Deswegen musste ich manche Konversationen zwei- dreimal lesen, bis ich überhaupt wieder im Kontext war.
Lexi selbst wird sehr heftig gemobbt, wobei ich sagen muss, dass sich jeder mit einem gewissen IQ gegen Beleidigungen wie „Fetti-Bumm-Bumm“ wehren kann. Solche Leute hätte ich schon mit 10 Jahren mundtot bekommen.
Ich muss eingestehen, für mich hat es sich zwischen Lexi und Odette ähnlich verhalten, wie zwischen Sam und Frodo. Die eine ist zwar die Hauptfigur, aber die andere macht die ganze Arbeit und ist auch viel präsenter und sympathischer. Mir ist Lexi die ganze Zeit viel zu passiv in ihrer Opferrolle liegen geblieben. Hoffnung schöpfen lässt mich aber die Tatsache, dass sie immerhin zum Ende hin endlich die Initiative ergreift und aus ihrem Schneckenhaus herauskommt.

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thriller, knochen, krimi, festa crime, extrem

Bleiche Knochen

Graham Masterton
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Festa Verlag, 27.05.2016
ISBN 9783865524515
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


„Bleiche Knochen“ war das erste Buch seiner Art, das ich gelesen habe und da war es für mich natürlich nochmal ein anderes Leseerlebnis als für jene, die regelmäßig Krimis verschlingen. Daher mag es sein, dass ich manches für sehr erwähnenswert halte, was manch anderer wohl als „normal“ für dieses Genre abtun würde.

Ich hätte nie gedacht, dass mich ein Buch vom Festa Verlag entspannen würde.
Der Autor redet nicht lange um den heißen Brei, denn der Leser bekommt seine ersten Leichen schon gleich zu Beginn, ohne unnötiges Vorgeplänkel.
Trotz allem würde ich das, was in diesem Buch passiert nicht als besonders angsteinflößend oder gruselig bezeichnen. Es ist schrecklich und sehr genau beschrieben, was so alles passiert und wie Eingeweide aus Körpern fallen, Menschen gehäutet werden... Na ihr wisst schon. Aber dadurch, dass Katie so emotionslos auf alles reagiert, hatte auch ich nie den Anstoß bekommen, mich vor etwas zu fürchten. Ihre Gleichgültigkeit hat mich in dieser Angelegenheit wohl auch abgestumpft.

Katie Maguire ist die Hauptfigur in „Bleiche Knochen“. Sie wird als „Typische Irin“ bezeichnet und ist die erste Frau in ihrer Stellung als Superintendent, setzt sich daher auch selbst unglaublich unter Druck. Mit ihr konnte ich leider nicht wirklich warm werden. Sie hat keinen richtigen Charakter, keine Art, die man beschreiben könnte. Für mich war sie nicht mehr als die Handlungsträgerin, der ich gefolgt bin, um mehr zu erfahren. Der Autor hätte meiner Meinung nach jede mögliche Frau an ihre Stelle setzen können und die Geschichte wäre trotzdem gleich gewesen.
Dafür hat Graham Masterton sich aber ordentlich ins Zeug geschmissen, wenn es um die Atmosphäre ging. Wie bereits erwähnt, ist es nicht unbedingt gruselig gewesen, dieses Buch zu lesen. Allerdings habe ich mich trotzdem immer direkt vor Ort gefühlt, als wäre ich wirklich in diesem verregnetem, dreckigen Städtchen oder auf dem matschigen Acker gewesen.

Da es nur wenige Szenen mit dem Mörder gibt und diese meistens mehr mit den Opfern in Zusammenhang stehen als mit ihm, lernt man auch ihn nie so richtig kennen, was ich etwas schade finde. Alles, was man erfährt ist, dass er sich immer freundlich und höflich verhält, wenn auch auf eine irre Art. Und auch, wenn ein riesiges Geheimnis um seine Identität gemacht wurde, konnte ich mir nach und nach immer mehr denken, wer er ist.
Allgemein fand ich das Finale doch recht enttäuschend. Es war wie Schluckauf, kam nach und nach und war dann einfach auf einmal da und zu Ende. Fertig. Ich hätte nach all dem Spannungsaufbau viel mehr erwartet.

Mit einer sehr geradlinigen Story, nicht gerade viel Action aber einer sehr intensiven Stimmung zählt „Bleiche Knochen“ für mich eher zu den „entspannenden Krimis“ (wenn es sowas denn gibt). Ich hätte mir außerdem eine Hauptfigur gewünscht, die innerlich weniger tot ist. Und auch am Ende hätte der Autor nochmal einiges rausreißen können, was aber leider nicht passiert ist.

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horror, blutig, m.h. steinmetz, jagd, brutal

The Wild Hunt: Horror

M.H. Steinmetz
E-Buch Text: 222 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 28.04.2016
ISBN 9783959623193
Genre: Krimi und Thriller

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