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183 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 120 Rezensionen

freundschaft, liebe, abenteuer, könig, raukland

Rauklands Sohn

Jordis Lank
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Verlagshaus el Gato, 07.03.2013
ISBN 9783943596045
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Dieses Buch hat mich wirklich gänzlich in seinen Bann gezogen. Faszinierend fand ich vor allem, auf was für klitzekleine Details Jordis Lank beim Schreiben achtet. Und doch verstreut sie diese gerade so, dass es nicht zu viele und nicht zu wenige sind. Sie schafft damit eine exzellent ausgedachte Welt, die auf einer winzigen Insel Platz findet und gibt ihr eine fantastische Atmosphäre.
Vielleicht kam es mir auch nur so vor, aber beim Lesen hatte ich immer wieder den Eindruck, die Welt würde sich den Emotionen Ronans anpassen. Zuerst erscheint die rau und kalt, doch je mehr Nähe Ronan zwischen sich und den verschiedenen Dorfbewohnern zulässt, desto freundlicher wirkt sie. Sobald etwas Schlechtes passiert, oder seine Stimmung schwankt, wirkt aber auch die Insel mit ihrer Natur wieder unfreundlicher.

Ronan ist eine wundervolle Hauptfigur. Anfänglich noch forsch und berechnend wirkend, zeigt er mit der Zeit doch, dass er eine gute Seele hat. Es ist witzig, wie unbeholfen er sich im Umgang mit anderen Leuten gibt und so auch noch einen Freund zu finden versucht. Was mir besonders an ihm gefällt, ist, dass er eine gewisse Individualität von der Autorin bekommen hat, die ich mittlerweile oftmals an männlichen Hauptfiguren vermisse. Er ist nicht der typische abgeklärte Alleskönner, sondern eine sehr gefühlvolle Person, die viele Schwächen hat. Auch seine entstehende Freundschaft mit Liam ist nicht die „typische schwerfällige Männerfreundschaft“, die aus groben Sprüchen und Schulterklopfern besteht,  auf die man immer wieder in Büchern trifft. Stattdessen ist das, was die beiden verbindet emotional und wirkt auf vielen Ebenen. Es ist schön zu lesen, wie beide nach und nach lernen, was eine wahre Freundschaft für sie ausmacht. Allerdings sind sie davor noch eine ganze Weile damit beschäftigt, auseinander schlau zu werden.
Trotzdem ist „Rauklans Sohn“ kein Buch, in dem alle singend Ringelreihe tanzen, denn immer wieder trudeln Probleme für Liam und Ronan auf der Insel ein und dazu kommen noch die Aufgaben, die die beiden zusammen zu bewältigen haben. Es gibt einige Kämpfe, allerdings keine Verstümmelungen oder Schlachten, was mich ebenfalls im Positiven überrascht hat, da ich es mittlerweile wohl irgendwie gewohnt bin, von solchen Themen zu lesen. Und auch, wenn ich Auseinandersetzungen mit Schwert und Schild unglaublich spannend finde, ist es doch eine schöne Abwechslung, die inneren Kämpfe der Protagonisten ebenfalls beobachten zu können.
Außerdem spinnt sich im Hintergrund voll all dem eine sehr zarte und unbeholfene Liebesgeschichte zwischen Ronan und der Prinzessin Lannochs zusammen, die letztendlich die Kirsche auf dem Sahnehäubchen ist.

Und das Ende... Was soll ich sagen? Es ist der Wahnsinn. Ich habe mit jedem Wort mitgefiebert, habe an jeder Seite gehangen und jede Wendung, jede Überraschung hat mich mitgerissen und noch tiefer in die Geschichte gesogen, sodass es mir doch etwas das Herz gebrochen hat, als ich die letzten Seiten hinter mir hatte. 
Ohne Mist. 
Ich hatte Gänsehaut.

(mehr auf: http://a-bookdemon.blogspot.de/2016/11/rezension-rauklands-sohn.html)

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35 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

midkemi, schlacht, krieg

Der Lehrling des Magiers

Raymond Feist , Dagmar Hartmann
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 20.06.2016
ISBN 9783734160950
Genre: Fantasy

Rezension:


Wie in den meisten High Fantasy Romanen wird man auch in „Der Lehrling des Magiers“ auf den ersten 50 Seiten mit der Welt und den wichtigsten Charakteren bekanntgemacht.
Zunächst lernt man Pug kennen, der gerade mal 13 ist, als er zum Lehrling des Magiers Kulgan ernannt wird. Er ist ein Hänfling, nicht besonders stark, aber geschickt. Seine Neugier und sein Mut sorgen dafür, dass er des öfteren teils durch Zufall, teils durch Eigeninitiative zum Helden wird. Schnell geht es mit ihm und seinem Ruf am Hof bergauf und er wird ein talentierter Magier, wenn auch kein guter Schüler an sich. Außerdem merkt Kulgan, sein Lehrer, bald, dass etwas Geheimnisvolles in Pug schlummert.
Kulgan selbst wird als dicker, kleiner Magier bezeichnet. Sympathiepunkt meinerseits: Er hat einen kleinen Drachen, der ihn und Pug überallhin mit begleitet. Alle Beteiligten werden letztendlich sogar nur wegen Kulgan mit auf die folgende Reise gehen, da der Magier sehr stark in die politischen Angelegenheiten der Fürsten involviert wird. Er ist ein gutherziger Mann und hat sogar diesen leicht witzigen Gandalf-Charme.
Mit den beiden reist Tomas, Pugs bester Freund und ein sehr treuer Gefährte. Für Pug ist er mehr ein Bruder, da die beiden zusammen aufgewachsen sind und er immer an Pugs Seite ist. 
Die einzige weibliche Figur, die wirklich Aufmerksamkeit bekommt, ist Carline (scheußlicher Name, oder?). Sie ist eine arrogante Ziege, die Prinzessin des Hofes und hat eine nervtötende Schwäche für Dramen. Trotzdem ist es irgendwie ganz süß, wie sie sich immer wieder aufspielt. Am Ende mochte ich sie sogar ein kleines Bisschen.
Obwohl die meisten wirklich handelnden Personen in dieser Geschichte noch Jugendliche sind, werden sie nicht so überreif dargestellt, wie ich es eigentlich von vielen Büchern gewohnt bin. Natürlich altern sie im Verlauf des Buches, doch beginnen sie als relativ gewöhnliche Halbwüchsige, die sich hin und wieder prügeln und ihre ersten Verliebtheiten überwinden müssen.

Raymond Feist hat einen sehr jugendlichen und leicht bekömmlichen Schreibstil, der mir beim Lesen aber nicht das Gefühl gegeben hat, ich sei unterfordert. Ich bin nur wahrlich auf einer Wolke aus ausgezeichnetem High Fantasy geschwebt und konnte mich wunderbar in der Geschichte fallen lassen. Nach nur wenigen Sätzen war ich immer wieder vollkommen im Geschehen und die Stunden sind nur so davongelaufen. Es handelt sich hier wirklich nicht um schweren High Fantasy, für den ich trotz allem aber auch eine Schwäche habe. Die Figuren sind anfangs fast alle eher fröhlich dargestellt, die Orte werden kurz und bündig aber detailliert genug beschrieben und die Handlung geht recht fix voran, ohne, dass zu viel auf einmal passiert. Auch gibt es hier weniger Kämpfe, die sich zum Ende hin zwar immer mehr verdichten, aber nie wirklich lang sind.
Beim Lesen habe ich jedoch mit jedem Kapitel immer mehr gemerkt, wie sich etwas Düsteres über der anfangs so fröhlichen Welt ausbreitet. Denn mit dem Aufbruch der Helden nach Krondor, um Verbündete zu finden, kommen auch immer mehr Probleme, Angriffe und Blut. Ein fremdartiges Volk aus einer anderen Welt fällt nämlich in Midkemia ein und raubt und mordet, wo es hinkommt. Die Handlung und Figuren werden immer ernster und alles entlädt sich am Ende in Schlachten und einem gewissen Grad an Brutalität.
Ich freue mich außerdem schon wahnsinnig auf den zweiten Teil, der bereits auf dem Weg zu mir ist, da das Ende ziemlich offen bleibt und es einen gemeinen Cliffhanger gibt.

Fazit:
Hervorragender High Fantasy mit einer spannenden Handlung, einem lockeren Schreibstil und einem fiesen Cliffhanger.

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21 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

steampunk, western, luftschiff, cowboy, zombies

Deadlands - Ghostwalkers: Horrorthriller von New York Times Bestseller Autor Jonathan Maberry

Jonathan Maberry
E-Buch Text: 466 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 25.08.2016
ISBN 9783959620017
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Grey, einer der Hauptprotagonisten schlittert schon auf den ersten Seiten selbstverschuldet in eine Menge Probleme, die sich nach und nach immer weiter aufbauschen und ihn so erst in sein neues Abenteuer bringen. Er ist genau so, wie ich mir einen „Lonely Cowboy“ vorstelle: Abgebrüht, kurz angebunden, unglaublich mutig und mit einer gewaltigen Portion trockenem Humor. Jemand zum Liebhaben eben.
Ganz so „lonely“ ist er allerdings nicht lange, denn Tomas-Schaut-Weg-Von-Den-Oglala-Tiyospaye, kurz: Schaut-Weg, heuert ihn an. Der englische Indianer, der allzu gern auf die Söckchen und Unterhosen der Queen zusprechen kommt, ist so ziemlich das komplette Gegenteil von Grey und bringt dadurch eine Menge Humor mit in die Story, ohne ihr den Ernst zu nehmen.
Beide Männer habe ich von Anfang an sehr gemocht, denn sie sind trotz ihrer Eigenschaften nicht nur zum Lachen gut, sondern auch in düstere Machenschaften um den „Geisterstein“ verstrickt. Dieses Gestein ist nicht nur sehr selten und eine gefährliche Waffe in den falschen Händen, sie erweckt auch Tote wieder zum Leben. Allerdings hat „Deadlands“ mehr zu bieten, als nur wankende Untote, die langsam vor sich hin verwesen: Auf ihrem Weg durch die Wüste geraten Grey und Schaut-Weg an übernatürliche Kreaturen und kommen in Kontakt mit Schwarzer Magie und Wahrsagerei. Und gerade unter Letzterem leidet vor allem Grey, denn er hat eine sehr düstere Vergangenheit, die jedoch nur nach und nach aufgedeckt wird.
Das Grey und der Sioux sich so sehr gleichen wie Schwarz und Weiß bringt, wie bereits erwähnt, eine humoristische Nuance mit sich, allerdings überwiegen in diesem Buch Brutalität und blutige Kämpfe. Dennoch würde ich „Deadlands“ nicht als „Wilde Action“ bezeichnen. Es passiert viel. Es passiert vor allem viel, was nichts für schwache Nerven ist. Aber durch gemächlichere Stellen bin ich beim Lesen nie wirklich aus der Ruhe geraten.- Ganz im Gegenteil. Zwar möchte ich es nicht „entspannend“ nennen. Aber dieses Buch hat so etwas an sich, das mich sehr gut aus dem Alltagsstress holen konnte.

Jonathan Maberry hat einen wirklich tollen Schreibstil. Er ist vollkommen schnörkelfrei und treibt die Handlung recht schnell voran. Zwar werden immer wieder über einige Seiten hinweg Geschichten aus der Vergangenheit der beiden Männer in längeren Dialogen erzählt, allerdings sind diese sehr bildhaft und keinesfalls träge. Es war eher spannend zu erfahren, was für Dinge die beiden zu dem gemacht haben, was sie geworden sind. So macht der Autor selbst die Wüste von Nevada lebendig.

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34 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 26 Rezensionen

könig, bunker, brutal, kämpfe, entführung

Auf Leben und Tod

Martin S. Burkhardt
Flexibler Einband: 284 Seiten
Erschienen bei Luzifer-Verlag, 29.12.2015
ISBN 9783958351141
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Dieses Buch beginnt bereits sehr grausam. Henry ist noch ein Kind, wird regelmäßig von seiner Mutter missbraucht, von seinem Vater auch nicht besser behandelt. Dadurch bekommt er schon in seiner Jugend einen gewaltigen Knacks in seiner Psyche und zeigt erste Ansätze seiner späteren Persönlichkeit. 
Da die einzelnen Kapitel immer zwischen den Zeiten wechseln - Also seiner Jugend und seiner Regentschaft als „König“- kann man genaue Bezüge sehen, wie sich Erlebnisse in der Vergangenheit auf sein selbstgeschaffenes Königreich ausgewirkt haben. Und deswegen wirkt auch diese Welt, die er mit seinen irren Regeln beherrscht, wie die kranke Fantasie eines gestörten Kindes. 
Ich muss dazusagen, dass dieses Buch eher eine sehr krasse Was-Wäre-Wenn-Situation beschreibt und keinen realen Horror. Man sollte die Idee, eine eigene Welt unter der Erde zu erschaffen, nicht allzu ernst nehmen, sondern es eher als einen skurrilen und abstrusen Einfall auffassen. Zwar haben in der Geschichte der Menschheit grausame Leute ähnliche Taten vollbracht, aber „Auf Leben und Tod“ spitzt das Ganze nochmal auf eine ganz eigene Art sehr zu. 

Henry ist meiner Meinung nach nie wirklich erwachsen geworden. Es wird beim Lesen sehr deutlich, wie er sich von einem gequälten Jungen in ein krankes und gefährliches Schwein verwandelt, geistig aber nie über maximal 13 Jahre hinauswächst. Es tut mir sogar richtig leid um den lieben Jungen, der er anfangs noch ist. Allerdings werden nach und nach immer schlimmere und ekelhaftere Themen angeschlagen und ich, als absolute Tierliebhaberin, habe mir größte Mühe gegeben, über einige Stellen schnell hinwegzulesen. So habe ich auch aus der Zuneigung, zu dem kleinen unschuldigen Jungen eine starke Abneigung gegen das entwickelt, was er geworden ist.
Die Bewohner, also die „Untertanen“ Henrys sind bunt gemischt. Manche von ihnen hat er viele Jahre zuvor auf der Erdoberfläche gefangen, andere sind dort unten geboren und haben nie Tageslicht gesehen. Aber sie alle wissen ganz genau, wo sie leben. Jedoch haben die Kinder nie erfahren, wie es „dort oben“ aussieht und dass sie eigentlich Gefangene sind. Aufgefallen ist mir, dass sie alle so ziemlich das gleiche Vokabular haben: Nicht besonders weit entwickelt und anstandslos. Worauf das zurückzuführen ist, kann man sich denken.
Zwar klingt das alles bisher sehr schlimm, doch hat der Autor auch dafür gesorgt, sympathische Figuren in die Geschichte einzubinden: Aldiana und Alona. Die beiden Kinder führen den Leser durch die spätere Welt, die Henry erschaffen hat und bringen immerhin hin und wieder Lichtblicke. Die beiden scheinen die Einzigen zu sein, die nicht vollkommene Freaks geworden sind.

Da ich bereits „Ausradiert“ von Martin S. Burkhardt kenne, war ich etwas enttäuscht, da ich dieses Buch wirklich super fand. Natürlich habe ich eine ganz andere Geschichte erwartet, aber auch sein fesselnder Schreibstil fehlt in „Auf Leben und Tod“ irgendwie. Es lässt sich trotzdem leicht und schnell lesen, doch hat es auf mich immer so gewirkt, als wäre er als Autor nicht ganz bei der Sache gewesen. Erschwerend kam hinzu, dass es nie wirklich spannend wurde. Als Leserin habe ich kein Ziel gesehen, auf das das Buch hinarbeitet und nie wirklich mitfiebern können. Vielleicht lag hier der Fehler aber auch an mir, da ich durch die Leseprobe auf Amazon bereits unfreiwillig das Ende kannte. Ich muss aber zugeben, dass ich die Geschichte auch nicht aufregender gefunden hätte, wenn ich das Ende nicht bereits gewusst hätte.
Aus dem Finale hätte man auch mehr machen können. Es plätschert eher unaufregend dahin, als in einem großen Knall zu enden, wie es eher gepasst hätte.

Fazit:

Das Grundgerüst hat viel geniales Potential, allerdings hat mir die Umsetzung gar nicht gefallen.
Vielleicht bin ich einfach nicht für diese Art von Buch gemacht.

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19 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

königskrone, könig, brand, königsschwur, dorn

Königskrone

Joe Abercrombie , Kirsten Borchardt
Flexibler Einband: 460 Seiten
Erschienen bei Heyne, 11.04.2016
ISBN 9783453316010
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Die ersten Kapitel ist es mir doch recht schwer gefallen, Sympathie für die Hauptfiguren zu entwickeln. Ich war einfach nicht wieder gleich in diesem Strom gefangen, der mich im vorhergehendem Band so von der ersten Seite an gepackt hatte. Nach und nach tauchen aber immer mehr alte bekannte Figuren aus „Königsjäger“ auf und nach einer ganzen Weile sogar meine heiß geliebte Dorn Bathu, mit der auch wieder Biss in die Geschichte kommt.
Trotzdem bleiben die anfänglichen politischen Gespräche doch sehr anstrengend und ich war froh, dass sie immerhin zum Ende hin abebbten und es wieder ans Eingemachte ging. Trotzdem hatte ich auch hier bei den ersten Kämpfen Probleme, dem Verlauf zu folgen und war des Öfteren verwirrt. Diesem Buch fehlt es einfach an dem Kick-Ass-Charme, den „Königsjäger“ hat und wodurch dieses Buch auch so besonders gemacht wird. 
Nichtsdestotrotz hat auch „Königskrone“ Besonderheiten, die ich hier gern hervorheben möchte, da es sie so nicht oft gibt: In fast jeder wichtigen und höheren Position steht eine Frau. In dieser Geschichte haben sie das Sagen, leiten Erkundungstrupps, überfallen Städte und führen Kriege an. Ich finde es durchaus schön, auch hier auf starke Frauen zu treffen, die, abgesehen von Skara, nicht nur in wallenden Kleidern im Schatten der breitschultrigen Männer stehen. 

Der dritte Band dieser Reihe unterscheidet sich einfach sehr deutlich von dem zweiten Band. Das liegt nicht zuletzt an den doch sehr verschiedenen Hauptprotagonistinnen. Im Gegensatz zu der kämpferischen Dorn Bathu ähnelt Skara eher einem ängstlichen Kind, dass sich mit dem Verlauf der Geschichte zu einem kleinen Biest entpuppt. Es ist sehr schwer, sie wirklich einzuschätzen, da sie merkwürdige Entscheidungen trifft, ihre Art sich oft wandelt und sie jeder Person im Buch ein anderes Gesicht zeigt. Durch das Finale gewann sie bei mir an einigen Sympathiepunkten, doch ist mir Dorn immer noch sehr viel lieber als sie. Es fallen mehr Worte als Köpfe und das Drama um Skara spielt sich mehr auf, als es eigentlich nötig ist.
Als die männliche Hauptfigur hätten wir da dann noch Raith. Auch er ist eine sehr komplizierte Person und beim Lesen und dem Vergleich zu Band 2 (Band 1 habe ich ja nie gelesen.) ist mir aufgefallen, dass Joe Abercrombie eine Schwäche für schwierige Charaktere zu haben scheint. 
Raith war mir ebenfalls lange Zeit nicht geheuer. Er ist einer von den Typen, die immer Probleme machen, nichts überdenken und kaum Feingefühl haben. Und natürlich ist er scharf auf Skara... Das Positive: Er macht ebenfalls eine große Verwandlung durch, die ihn aber einfacher zu verstehen macht und am Ende war ich sogar etwas traurig, dass es nicht mehr von ihm zu lesen gab. 

Zum Schreibstil kann ich nicht viel mehr sagen als beim zweiten Band.- Er ist flüssig, packend und lässt nicht mehr los (Wenn man sich erst mal mit dem Hauptfiguren angefreundet hat).

Fazit:
Zwar kommt "Königskrone" nicht an "Königsjäger" ran, hat aber auf seine eigene Weise viele positive Punkte aufzuweisen und ein fesselndes Ende.


(mehr auf: http://a-bookdemon.blogspot.com/2016/10/rezension-konigskrone.html)

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24 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 17 Rezensionen

der dämon von naruel, dämon, dämonen, janine prediger, abenteuer

Der Dämon von Naruel - Das nördliche Königreich

Janine Prediger
Flexibler Einband: 332 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 17.02.2016
ISBN 9783739231945
Genre: Fantasy

Rezension:


Der erste Band „Der Berg der Elemente“ ist ja bereits ein Buch, das ich jedem ohne zu zögern immer wieder empfehle und das ich gern immer wieder als eines meiner liebsten Bücher erwähne. Mit dem zweiten Band „Das nördliche Königreich“ hat sich Janine Prediger aber selbst noch einmal übertrumpft. Ich habe dieses Buch immer gelesen. IMMER. Ich hatte es beim Herumlaufen in den Händen, beim Filme schauen, in der Badewanne, im Bett... Ich habe gar nicht genug bekommen. Am liebsten wäre ich in die Geschichte hereingekrochen.

Der zweite Band knüpft direkt an Band eins an und auch im Verlauf der Geschichte merkt man immer wieder, wie gut beide Bücher ineinandergreifen.
Von Beginn an ist mir aufgefallen, dass die Punkte, die ich in „Der Berg der Elemente“ noch zu bemängeln hatte, in diesem Teil verschwunden sind. Tatsächlich scheint der Schreibstil der Autorin sehr aufgeblüht zu sein. Sie schreibt frischer und weniger angestrengt als im vorhergehenden Band, die Sätze sind sicherer und in sich rund. Außerdem ist die ganze Story viel orientierter und geordneter geworden. 
Im Verlauf der Handlung habe ich auch sehr viel Neues über die Welt Naruel und die Wesen, die in ihr leben, gelernt. Auch wird mehr über die verfluchten Früchte, die Cyrale und Dämonen bekanntgegeben, womit auch besseres Verständnis meinerseits einherging.
Für mich persönlich kann ich das Buch in zwei Hälften teilen:
In der ersten Hälfte stürzt sich Pan in ein weiteres Abenteuer, lernt neue Menschen kennen, erkundet neue Teile der Welt und schlittert immer wieder in brenzlige Situationen. In der zweiten Hälfte bin ich dann wieder auf das bekannte Gemetzel gestoßen: Blutige und grausame Kämpfe, schwere Verletzungen, Ungerechtigkeit und das Zerschlagen von (fast) allem Positiven, was Pan bis dahin passiert ist. Dieses doch sehr krasse Auf- und Ab hat den Spannungsbogen immer wieder bis zum Anschlag gespannt, denn wer den ersten Teil kennt, weiß: Nie und nimmer darf Pan so (für ihre Verhältnisse) glücklich bleiben.
Ich finde es toll, das Pan nun auch Gefühlsregungen zeigt, wenn auch keine großen. Es macht sie ein Stück menschlicher und rückt die Bestie, die eigentlich in ihr steckt, ein bisschen in den Hintergrund. Janine Prediger hat ihrer Hauptprotagonistin ein neues Gesicht geschenkt, das ich kennenlernen durfte und von dem ich vollkommen hin und weg bin. Pan an sich ist eine liebenswürdige Anti-Heldin geblieben, ist aber feinfühliger und emotionaler geworden. Ihre gesamte Einstellung wirkt, wenn auch nur einen Hauch, positiver.- Woran zuletzt sicher ihr neuer Freund Thor nicht unschuldig ist. Außerdem ist sie ein wenig sarkastischer geworden, was ihre Wortwahl betrifft, wodurch ich sogar manchmal ein bisschen grinsen musste. Überhaupt die Art und Weise, wie sie und Thor miteinander umgehen, hat das ganze Schreckliche um die beiden aufgelockert. Thor ist immerhin eine sehr leichtsinnige und manchmal unbedachte Person und somit das perfekte Gegenstück zu Pan. Ich habe mir schon, als Thor das erste Mal auftrat, gedacht, dass das mit den beiden noch ganz witzig werden kann.
Aber eines muss ich hier gestehen: Auch, wenn ich von Anfang an wusste, dass das hier kein Liebesroman werden wird und ich sowas auch eigentlich nicht mag... Verdammt, ich habe so oft immer wieder gedacht „Jetzt küsst euch endlich, verdammt!“. 



Fazit:
Für den zweiten gilt genauso wie für den ersten Band: Absolute Leseempfehlung. 
Lesebegeisterte, die auf der Suche nach Spannung, Fantasy und spektakulären Kämpfen sind, kommen hier definitiv auf ihre Kosten!

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24 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

hund, pudel, wahlkampf, liebe, leben

Provinzpudel: Liebe auf vier Pfoten

Kirsten Brox
E-Buch Text: 157 Seiten
Erschienen bei null, 26.08.2016
ISBN B01J5F45RY
Genre: Sonstiges

Rezension:


Caro ist eines dieser eifrigen Bienchen, die jeder im Leben mal trifft. Sie denkt zu 99% am Tag nur an ihre Arbeit als aufstrebende Politikerin und kann diesen Job nicht einmal vergessen, wenn sie mit ihrem Freund im Bett zugange ist. Es wird beim Lesen schnell offensichtlich, dass sie entweder verlernt hat, wie man Spaß in der Freizeit hat, oder sie einfach keine Gedanken an derartiges verschwendet. Während Caro wieder auf Streifzug ist, um ihre Wählerschaft zu vergrößern und wieder vorgeführt bekommt, wie schwer dies doch ist, wird ihr auch noch ein Hund mehr oder weniger aufgeschwatzt. Pablo Picasso de la maison fleurie tritt nun in ihr Leben und stellt eine Menge Unsinn an. Caro behält den scheinbaren Störenfried trotzdem, da sie darauf hofft, durch ihn Sympathiepunkte in der Bevölkerung zu sammeln. Aus dieser Zweckbeziehung wird jedoch schnell Liebe, auch wenn dies nur Pablo gleich akzeptiert.
Ich selbst habe schon immer Hunde in meinem Leben gehabt. Vom Schäferhund, mit dem ich als Kleinkind gekuschelt habe, bis hin zu meinem mopsigen Beagle und einer Riesenschnauzerdame mit Aufmerksamkeitsproblemen, welche bis heute noch unseren Pferdestall regelmäßig verwüsten. Und trotzdem habe ich beim Lesen noch etwas dazugelernt. Beispielsweise, was man einem Hund füttern muss, damit er nicht die Hälfte des Tages nur am Pupsen ist. Ich habe in jedem Wort wirklich deutlich gemerkt, wie viel Ahnung Kirsten Brox von Hunden hat und auch an ihrem sehr fröhlichen und ausgeglichenem Schreibstil konnte ich förmlich fühlen, wie ihre Liebe zu diesen Tieren immer wieder durchkommt.
Auch das Landleben, in das Caro sich Hals über Kopf stürzt, beschreibt die Autorin genau so, wie ich es sehe und hebt auch einige der kleinen Dinge hervor, die ich so daran liebe. Sie zeigt das Schöne in Nebensächlichkeiten und macht auch dadurch „Provinzpudel“ zu einem absoluten Gute-Laune-Buch. Ich habe mich selbst jedes Mal nach dem Lesen ein bisschen glücklicher und ruhiger gefühlt, was mir durchaus gutgetan hat. 
In diesem Buch ist nichts aufgesetzt komisch, so als würde die Autorin alles daran setzen, ihre Leser zum Lachen zu bringen. Allein durch die Beschreibung urkomischer Szenen erreicht sie für „Provinzpudel“ einen gewissen Pegel an Humor, der nicht eine Sekunde absinkt. Zwar handelt es sich hier auch um eine Liebesgeschichte, doch steht die Romanze zwischen der mittlerweile leidlichen Caro und Tobi, ihrem "Katalogmodel", nicht zwangsweise im absoluten Vordergrund, sondern läuft als sehr süßes Liebesabenteuer neben dem Roten Faden her.

Fazit:
Ein Buch, das selbst Stimmung die im Keller ist wieder bis oben anhebt und das ich jedem Hundeliebhaber hiermit unbedingt ans Herz legen möchte.

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12 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

Sturm auf Amber: Väter und Söhne (Nebelländer)

Thea Perleth
Flexibler Einband: 420 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 03.07.2016
ISBN 9781534783911
Genre: Sonstiges

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14 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

das böse, inkarnation, fantasie, wüste, feuer

Shai'lanhal

Susanne Gavénis
E-Buch Text: 603 Seiten
Erschienen bei Susanne Gavénis, 07.04.2016
ISBN B01DZSC5RY
Genre: Sonstiges

Rezension:


Ich habe für dieses Buch wirklich beschämend lange gebraucht. Warum, erkläre ich euch.

Der Einstieg in die Geschichte findet bei einem fürchterlichen Gewitter statt, in dem eine wahre Tragödie seinen Lauf nimmt und man die Umstände um Shaans späteres Leben kennelernt. Die Spannung steigt dabei stetig und mit Shaan kommt zu einem super Ansatz auch ein sehr interessanter Charakter hinzu. Susanne Gavénis hat jeder Figur eine gewisse Aura geschenkt, die ich beim Lesen immer sofort bemerkt habe. Und gerade Shaan ist von seinem ersten Auftritt an eine angenehme Figur.
Doch schon hier ist mir aufgefallen, dass die Autorin eine Schwäche für lange Sätze zu haben scheint, die mich erst durch die ersten Seiten stolpern ließen, aber irgendwann doch nach und nach etwas kürzer wurden. Trotzdem war es ermüdend, viele Seiten hintereinanderweg zu lesen, weshalb ich auch so lange für diese Geschichte gebraucht habe. Ich halte es nicht für nötig, derart viele Details zu beschreiben. In meiner Fassung vom Buch wurde beispielsweise ganze sieben Seiten lang ein einziges Gebäude beschrieben, und wo die Räume in ihm liegen. In solchen Fällen, finde ich, sollte man schon dem Leser eine gewisse Kreativität überlassen, da man sich all das sowieso nicht merken kann. So war es doch sehr anstrengend, durch manche Kapitel zu kommen.
Leider muss ich auch sagen, dass mit Deleja, einer weiteren Hauptfigur, immer wieder die Langeweile einhergeht. Dafür, dass sie eine so wichtige Rolle spielt, ist sie eine unglaublich triste und einschläfernde Person. An ihr ist nicht Aufregendes. Ich meine, sie freut sich wie verrückt darüber, dass jemand so gerne wie sie Wasser trinkt... Ich verstehe schon den Sinn dahinter, warum sie das positiv überrascht, aber ich halte ihre Reaktion doch für sehr übertrieben. Zwar habe ich gemerkt, dass die Autorin immer wieder eine gewisse Action um Deleja herum erschaffen wollte, doch hat das in meinen Augen nicht geklappt, weil Deleja selbst wie ein schwarzes Loch ist. Anders kann ich es nicht beschreiben. Sie nimmt sogar Shaan die Lebendigkeit, die ich anfangs so sehr an ihm mochte.
Mit den plötzlichen Morden an verschiedenen Mädchen in der Stadt kommt zwar wieder die anfängliche Spannung auf, jedoch hat sie mich nicht mehr wirklich mitreißen können. Und das finde ich sehr schade. Die Autorin hat einen schön leserlichen Schreibstil, doch hat mir in diesem Buch einfach gefehlt, dass irgendetwas passiert. Selbst die Kämpfe, die später stattfinden, sind lang nicht so mitreißend, wie ich gehofft habe. Die Ansätze für soliden, tollen Fantasy waren zwar hier und da zu finden, allerdings wurde ich als Lesern nicht wirklich gefesselt.
Vielleicht hätte die Autorin auch eine Art kleines Register im Buch anlegen sollen, damit man immer wieder nach bestimmten Begriffen und Personen blättern kann, denn ich konnte leider erst nach einem Drittel des Buches alles zuordnen und bin selbst da noch zwischen Shai'lanhal, Yinyal und verschiedenen Namen durcheinander geraten.

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17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

dystopie, liebesrebellion, mord, liebe, dytopie

Die Macht der Clans: LiebesRebellion

Gabi Büttner
E-Buch Text: 234 Seiten
Erschienen bei null, 22.04.2016
ISBN B01EOMUYPU
Genre: Sonstiges

Rezension:


Larissa, eine der Hauptfiguren und diejenige, um die sich die Story am meisten dreht, gehört dem Adelsstand an. Die Autorin hat eine beliebte Kombination für sie und Chris, den Rebellen, gefunden. Reich und Arm, unschuldig und Straftäter.- Wie auch immer man es nennen möchte, es ist eine Zusammensetzung, die immer in der Welt der Charaktere für Probleme sorgt.- Also auch hier auf „Terra Zwei“, einer Welt, auf die die Menschen umsiedeln mussten, da die Erde unbewohnbar geworden ist. Gerade bei so einem interessanten Szenario hätte ich mir gewünscht, dass die Autorin mehr Worte über diese Welt und ihr Aussehen oder ihre Funktion verliert. Das ist meine subjektive Meinung, aber ich würde auch gern wissen, in welcher Welt die Menschen leben, die immerhin sehr genau beschrieben werden, auch wenn viele von ihnen nur eine Nebenrolle darstellen.

Das Buch selbst wird als eine Art Tagebuch, oder auch Logbuch, gehalten. Es werden oft zu Beginn eines neuen Kapitels Ort und Zeit genannt. Das hat dem Ganzen für mich eine exotische und ernstere Atmosphäre gegeben, was ich bei Dystopien ganz gern mag.

Gabi Büttners Schreibstil ist geübt und lässt sich sehr schön lesen. Er holpert nicht und wird nicht zu ausschweifend. Die Handlungen selbst wirken des Öfteren sprunghaft. Daran ist nicht zuletzt aber auch Larissas Talent Schuld, Dinge plötzlich und ohne Nachdenken zu tun. Somit vergeht die Zeit in der Handlung selbst schnell und ich persönlich konnte dadurch keine wirkliche Bindung aufbauen.- Weder zur Welt, noch zu den Figuren. Nur Chris blieb für mich immer ein bisschen wichtiger als die anderen.

Larissa (Komplett: Larissa Mc Ingless) ist ein sehr naives und hitzköpfiges Mädchen. Sie ist blind vor Liebe und entscheidet vieles in Kurzschlussreaktionen. Damit bringt sie nicht nur sich, sondern auch viele Andere in Gefahr. Da das immer wieder passiert, erscheint sie mir doch äußerst rücksichtslos. Sie denkt nicht viel über das nach, was sie tut und wirkt daher auf mich auch nicht gerade helle. Larissa ist eine unglaublich theatralische Person und reagiert immer wieder über. Außerdem rennt sie gern einfach weg, sobald sie auf Widerstand, bzw. Probleme, trifft. Auch dauert es eine ganze Weile, bis sie selbst endlich mehr tut, als emotional überzureagieren.
Ich muss ehrlich sagen, dass ich sie nicht gerade mag und ich immer wieder die Augen verdreht habe, wenn ihr großes Theater an der Reihe war.
Immerhin steht ihr Gegenstück Chris sehr viel besser in der Reihe. Den Namen „Christopher Bishop“ trägt er jedoch nur als Tarnung, denn gegen ihn laufen Ermittlungen auf oberster Schiene. Er selbst ist das perfekte Beispiel für den düsteren Helden in einer Liebesgeschichte: Seine Vergangenheit dunkel, seine Absichten anfangs fragwürdig und doch verlieben er und Larissa sich unsterblich ineinander.
Chris ist das Gegenteil von Larissa. Er ist clever und geht meist logisch und präzise vor. Er hat Führungsqualitäten und setzt diese ein. Außerdem, und das schätze ich am meisten an ihm, ist er der Einzige, der Larissa irgendwie in Zaum halten kann, bzw. ihr Paroli bietet und sie auch mal auf den Boden der Tatsachen zurückholt. Trotzdem habe ich mich immer wieder gefragt, was er eigentlich an ihr findet. So wirklich wird da nämlich auch kein Wort drüber verloren. Dazu kommt, dass es immer wieder Streit und Zickereien zwischen den beiden gibt und das immer wieder im Zentrum von Allem steht.
Darüber hinaus finden sich im ganzen Buch verteilt ein paar erotische Szenen, in denen es zwischen Larissa und Chris nicht nur knistert, sondern wirklich ordentlich zur Sache geht.

Fazit:
"Die Macht der Clans: Liebesrebellion" hat mich gut unterhalten, allerdings keine prägenden Erinnerungen gelassen. Das mag vor allem daran liegen, dass ich mit der Hauptprotagonistin nicht zurechtkam.

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28 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 20 Rezensionen

horror, thriller, mystery, fantasy, hamburg

Ausradiert

Martin S. Burkhardt
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Luzifer-Verlag, 11.02.2016
ISBN 9783958351103
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Moritz, die Hauptfigur, ist Kameramann... Bzw. er war es, bis er aus dieser Welt gelöscht wurde. Er ist eine sympathische Figur, allerdings auch in seinem Wesen recht einfach gestrickt und nie so wirklich ehrlich fröhlich. 
Ein eigenartiger Einbrecher wirft außerdem viele Fragen auf, da es sich dabei um keinen Menschen gehandelt hat, Moritz aber auch felsenfest davon überzeugt ist, dass er sich die Kreatur aus Rauch und mit glühenden Augen nicht eingebildet hat. Er baut eine fragwürdige Beziehung zu Alkohol auf und steht nun hilflos allein in der Welt da, in der ihn weder seine Kollegen oder Freunde, noch seine Partnerin Amy, wiedererkennen und in der ihm seltsame grausame Wesen nach dem Leben trachten.
Um Nachforschungen anstellen zu können wirft sich Moritz also in ein Abenteuer, das schwer an Matrix erinnert, genauso das Hirn strapaziert und auf die gleiche Art und Weise mitreißt. Dabei verbündet er sich mit ein paar Menschen, deren Leben, genauso wie seines, am seidenen Faden hängen. Und wie spröde und dünn dieser Faden ist, wird immer wieder deutlich, wenn sich die Kreaturen ein weiteres Opfer holen... Überraschenderweise hat es Martin S. Burkhardt geschafft, einen Thriller voller Horror zu schreiben, ohne literweise Blut fließen zu lassen. (Wie ich es zumindest von den meisten Thrillern kenne.) Er hat seiner Kreativität offenbar einiges abverlangt, wenn nicht sogar alles, um dieses  Buch zu schreiben, denn nahezu kein Schritt ist vorhersehbar in dieser abgedrehten Geschichte. Lediglich eine Sache, die ich von Beginn an fragwürdig fand, hat sich tatsächlich auf das Ende ausgewirkt. Diesen Punkt möchte ich hier aber nicht verraten, da es sich auch um einen Zufall handeln könnte.

Die Story beginnt recht einfach und in einer simpel gestrickten Welt, in der jedoch mehr und mehr steckt, je weiter man liest. Die letzten Kapitel waren bemerkenswert fantasylastig im Vergleich zu den vorhergehenden, was ich persönlich allerdings weder als störend noch unpassend empfand.
Etwas am Ende hat mich trotzdem gestört. Ich kann es nicht genau benennen, das ich sonst zu viel verraten würde, aber so viel kann ich sagen: Die Handlung tröpfelt erst nur noch dahin, dann überschlägt sich alles auf einmal und schon ist es vorbei. 
Letztendlich habe ich dieses Buch aber nicht mehr aus der Hand legen können, bis es zu ende war.
Der Autor eröffnet das Buch mit einer packenden Szene, und zieht alle Register, damit die Spannung ebenso erhalten bleibt, wie der Drang danach, endlich alles aufzuklären. Trotz der aufgewirbelten Fragen bleibt der Schreibstil des Autors jedoch immer ruhig, überschlägt sich nie und hetzt auch nicht voran, obwohl die Kapitel nur so dahinfliegen.


Fazit

Eine fulminante Story, die den Verstand anregt und eine Menge Inhalt bietet. Einen solchen Thriller hatte ich schon eine ganze Weile nicht mehr in den Händen. 
Für das Ende hätte sich der Autor zwar noch etwas Zeit nehmen können, aber das ist wohl Geschmackssache.

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23 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

aurora, 3 sterne, superheldin, traumhaft geil, fabian

Lexi Littera (1.1) - Macht der Tinte (Aurora 3)

Lucia S. Wiemer
E-Buch Text
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 18.07.2016
ISBN 9783959624107
Genre: Fantasy

Rezension:


Es ist wirklich schade, dass mir dieser Band der Reihe nicht besonders gefallen hat, denn die Autorin hat einen ganz sympathischen und lockeren Schreibstil, der sich super lesen lässt. Und hätte ich mich nicht derart über die Handlung an sich aufgeregt, hätte ich an jeder Seite gehangen.

Viele Dinge passieren einfach zu schnell, zu hopplahopp aufeinander. Ich selbst würde dieses Buch eher einem jüngeren und ungeduldigeren Publikum empfehlen. Auch die Scherze, die die Autorin in ihre Geschichte gebracht hat, sind eher anspruchslos.

Lexis beste Freundin Odette hat einen starken Dialekt, was ganz lustig an und für sich ist, da es super zu ihrer hibbeligen und abgedrehten Art passt. Nervig empfand ich es nur, dass dieser Dialekt immer wechselt. Mal spricht Odette in perfektem Hochdeutsch und dann verfällt sie wieder, für meinen Geschmack etwas zu krass, in ihren Dialekt. Deswegen musste ich manche Konversationen zwei- dreimal lesen, bis ich überhaupt wieder im Kontext war.
Lexi selbst wird sehr heftig gemobbt, wobei ich sagen muss, dass sich jeder mit einem gewissen IQ gegen Beleidigungen wie „Fetti-Bumm-Bumm“ wehren kann. Solche Leute hätte ich schon mit 10 Jahren mundtot bekommen.
Ich muss eingestehen, für mich hat es sich zwischen Lexi und Odette ähnlich verhalten, wie zwischen Sam und Frodo. Die eine ist zwar die Hauptfigur, aber die andere macht die ganze Arbeit und ist auch viel präsenter und sympathischer. Mir ist Lexi die ganze Zeit viel zu passiv in ihrer Opferrolle liegen geblieben. Hoffnung schöpfen lässt mich aber die Tatsache, dass sie immerhin zum Ende hin endlich die Initiative ergreift und aus ihrem Schneckenhaus herauskommt.

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18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

krimi, thriller, band 1

Bleiche Knochen

Graham Masterton
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Festa Verlag, 27.05.2016
ISBN 9783865524515
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


„Bleiche Knochen“ war das erste Buch seiner Art, das ich gelesen habe und da war es für mich natürlich nochmal ein anderes Leseerlebnis als für jene, die regelmäßig Krimis verschlingen. Daher mag es sein, dass ich manches für sehr erwähnenswert halte, was manch anderer wohl als „normal“ für dieses Genre abtun würde.

Ich hätte nie gedacht, dass mich ein Buch vom Festa Verlag entspannen würde.
Der Autor redet nicht lange um den heißen Brei, denn der Leser bekommt seine ersten Leichen schon gleich zu Beginn, ohne unnötiges Vorgeplänkel.
Trotz allem würde ich das, was in diesem Buch passiert nicht als besonders angsteinflößend oder gruselig bezeichnen. Es ist schrecklich und sehr genau beschrieben, was so alles passiert und wie Eingeweide aus Körpern fallen, Menschen gehäutet werden... Na ihr wisst schon. Aber dadurch, dass Katie so emotionslos auf alles reagiert, hatte auch ich nie den Anstoß bekommen, mich vor etwas zu fürchten. Ihre Gleichgültigkeit hat mich in dieser Angelegenheit wohl auch abgestumpft.

Katie Maguire ist die Hauptfigur in „Bleiche Knochen“. Sie wird als „Typische Irin“ bezeichnet und ist die erste Frau in ihrer Stellung als Superintendent, setzt sich daher auch selbst unglaublich unter Druck. Mit ihr konnte ich leider nicht wirklich warm werden. Sie hat keinen richtigen Charakter, keine Art, die man beschreiben könnte. Für mich war sie nicht mehr als die Handlungsträgerin, der ich gefolgt bin, um mehr zu erfahren. Der Autor hätte meiner Meinung nach jede mögliche Frau an ihre Stelle setzen können und die Geschichte wäre trotzdem gleich gewesen.
Dafür hat Graham Masterton sich aber ordentlich ins Zeug geschmissen, wenn es um die Atmosphäre ging. Wie bereits erwähnt, ist es nicht unbedingt gruselig gewesen, dieses Buch zu lesen. Allerdings habe ich mich trotzdem immer direkt vor Ort gefühlt, als wäre ich wirklich in diesem verregnetem, dreckigen Städtchen oder auf dem matschigen Acker gewesen.

Da es nur wenige Szenen mit dem Mörder gibt und diese meistens mehr mit den Opfern in Zusammenhang stehen als mit ihm, lernt man auch ihn nie so richtig kennen, was ich etwas schade finde. Alles, was man erfährt ist, dass er sich immer freundlich und höflich verhält, wenn auch auf eine irre Art. Und auch, wenn ein riesiges Geheimnis um seine Identität gemacht wurde, konnte ich mir nach und nach immer mehr denken, wer er ist.
Allgemein fand ich das Finale doch recht enttäuschend. Es war wie Schluckauf, kam nach und nach und war dann einfach auf einmal da und zu Ende. Fertig. Ich hätte nach all dem Spannungsaufbau viel mehr erwartet.

Mit einer sehr geradlinigen Story, nicht gerade viel Action aber einer sehr intensiven Stimmung zählt „Bleiche Knochen“ für mich eher zu den „entspannenden Krimis“ (wenn es sowas denn gibt). Ich hätte mir außerdem eine Hauptfigur gewünscht, die innerlich weniger tot ist. Und auch am Ende hätte der Autor nochmal einiges rausreißen können, was aber leider nicht passiert ist.

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27 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

blutig, horror, jagd, m.h. steinmetz, gruselig

The Wild Hunt: Horror

M.H. Steinmetz
E-Buch Text: 222 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 28.04.2016
ISBN 9783959623193
Genre: Krimi und Thriller

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22 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

Firstborn

Filip Alexanderson , Nike Karen Müller
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 16.05.2016
ISBN 9783442484003
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Mir gefällt die Idee, dass unter uns unentdeckt fremde Wesen leben, ja sowieso sehr. Und Filip Alexanderson hat diese Wesen, zu denen auch Jonas und Eldh gehören, sehr lebendig gemacht. Es gibt sogar verschiedene „Unterarten“ dieser besonderen Menschen. Unter anderem die Scheuen, die Außerhalben und die Halbblüter. Unter all diesen „Arten“ herrscht eine große Spannung, die sich immer wieder, und auch im Buch, in Kämpfen und sogar Morden entlädt. Was diese Nicht-Menschen so besonders macht ist die Tatsache, dass sie übermenschlich stark sind, ihre Wunden schnell heilen und manche von ihnen sogar ihr Aussehen verändern und neue Orte schaffen können. 
All das findet in einer tristen und grauen Welt statt, was auch auf die Stimmung schlägt. Ich konnte mich sehr gut in dieses verregnete und farblose Stockholm versetzen, auch wenn ich bisher noch nie da gewesen bin, denn der Autor beschreibt die Orte gerade so detailliert, dass man sich vorstellen kann, wo sich die Handlung gerade abspielt. Allgemein hält sich Filip Alexanderson nicht gerade mit Details auf. Die Ereignisse, die Jonas immer mehr in Konflikte und Gefahren treiben, die ihn offenbar doch mehr betreffen, als er zu Beginn glaubt, passieren nicht gerade eng aufeinander folgend und wickeln sich auch nicht schnell ab. Das sorgt zwar dafür, dass alles eher langsam von statten geht, hat mich aber auch nur noch mehr auf die Folter gespannt. Wirklich aufregend und rasant war das Ganze trotzdem nicht.- Das werte ich jedoch nicht als negativ. Die Geschichte besteht tatsächlich aus einer Hetzjagd und ich war in kürzester Zeit mit den fast 450 Seiten durch, trotzdem kam mir nichts wirklich „schnell“ vor. Erst zum Ende hin rast die Story von einer Sekunde auf die andere los und entfaltet sich zu einem richtig actionreichen Finale, das nochmal einiges an Potenzial ausgeschöpft hat.
Die Figuren selbst werden nicht weiter beschrieben. Man lernt sie durch das kennen, was sie tun und wie sie sich geben.
Jonas ist Student, finanziert sich die Uni durch Schwarzarbeiten auf verschiedenen Baustellen. Er ist krank, hat regelmäßig schreckliche Migräneanfälle und muss dazu noch seine Mutter versorgen, die etwas eigenartig ist, sehr still und geistig krank wirkt. Er selbst ist eine energische Person, wirkt hin und wieder sehr gereizt und unausgeglichen, was sicher mit seinem Leben zusammenhängt. 
Nachdem ihm eine Kapsel aus dem Kopf operiert wird, ist er nur noch auf der Flucht, wird verfolgt und entwickelt gewissermaßen Kräfte, die wir wohl eher einem Superhelden aus einem Comic zutrauen würden. Und plötzlichen Appetit auf Putz und Zement, Fensterkit und ähnliches bekommt er auch in manchen Situationen.
Eldh, schon einige Jahrzehnte älter, aber immer noch zurecht „Die Walküre“ genannt, ist vollkommen anders. Sie ist nicht direkt Jonas' Gegnerin, doch ist sie eine jener, die ihn jagen. Sie gehört einer zwielichtigen Organisation an, trägt immer einen Schlagring bei sich und scheut sich auch nicht davor, ihn einzusetzen. Andererseits ist sie aber auch eine Art „Beschützerin“ für die Obdachlosen und trauert jedem nach, der stirbt.
Was man vielleicht noch erwähnen sollte: Dem Leser kommt es zugute, wenn man bereits ein großes Wortvokabular besitzt, bzw. eine gewisse Allgemeinbildung, denn es werden viele Fachworte verwendet, wenn es um Strom, Schiffe und andere Dinge geht. Außerdem trifft man auf fast jeder zweiten Seite auf mindestens ein schwedisches Wort, meistens Ortsnamen. Das behinderte mich zwar nicht beim Lesen, hat aber manchmal dazu geführt, dass ich ein entsprechendes Wort vier- oder fünfmal lesen musste.

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(84)

205 Bibliotheken, 11 Leser, 1 Gruppe, 74 Rezensionen

irland, historischer roman, krieg, kiera brennan, 12. jahrhundert

Die Herren der Grünen Insel

Kiera Brennan
Fester Einband: 960 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 15.02.2016
ISBN 9783764505592
Genre: Historische Romane

Rezension:


Kiera Brennan entführt mit „Die Herren der Grünen Insel“ in das verregnete und düstere Irland des Mittelalters. Ihr Schreibstil ist erfrischend, nicht träge und eingestaubt, wie ich es aus vielen anderen historischen Romanen kenne. Es gibt gerade so genug Details, dass man eine grobe Schablone für die Welt hat, der Rest wird dem Leser selbst überlassen. Das ist auch gut so, denn mit den vielen Personen, die im Buch vorkommen, war ich hin und wieder schon genug überfordert. Immerhin bleiben die Hauptcharaktere (Die auch auf dem Lesezeichen zum Buch mit einer kurzen Vorstellung zu finden sind) die gleichen, sodass ich nicht zu verwirrt war, wenn man von einem Handlungsort zu einem anderen sprang. Nichtsdestotrotz bleibt das Personenverzeichnis auf den letzten Seiten des Buches wichtig. Denn all die Persönlichkeiten kann man sich nunmal einfach nicht merken. Der Lesefluss kam mir trotzdem nicht abhanden, da ich nicht permanent nach hinten blättern musste. Denn nach rund 1000 Seiten kann man sich an die wichtigsten Figuren erinnern.- Und auch vage an die kleinen Nebenrollen. Grund dafür ist vor allem die Tatsache, dass keine Figur einer anderen gleicht. Alle Charaktere haben ihre eigenen Ziele und Interessen, Eigenschaften und Markenzeichen.
Mit diesen Charakteren verfolgt man chronologisch die Jahre 1151 bis 1171. Dabei kommt so gut wie keine Langeweile auf, denn es passiert regelmäßig irgendetwas. Die Handlungen wechseln zwischen stressig und entspannt und keine Szene wird unnötig in die Länge gezogen.
Als Besonderheit möchte ich hier unbedingt hervorheben, dass viele der im Buch genannten Personen tatsächlich einst gelebt haben. Das, was in „Die Herren der Grünen Insel“ passiert, ist also nicht reine Fiktion. Außerdem existiert im Anhang noch einmal eine kurze Zeittafel, in der man nachschlagen kann, was so an wichtigen Dingen im Verlaufe der Jahre passiert ist.

Fazit
Ein wortgewandt und spannend geschriebenes Werk, dass jeder Fan von historischen Geschichten lesen sollte. Ich glaube sogar, dass dieses Buch wunderbar für die geeignet ist, die sich nur langsam an Historisches trauen.- Ja, auch trotz der vielen Seiten.

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(116)

227 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 60 Rezensionen

magie, fantasy, masken, liebe, unterdrückung

Masken - Unter magischer Herrschaft

Mara Lang
Flexibler Einband: 602 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.03.2012
ISBN 9783426510094
Genre: Fantasy

Rezension:


Während des Lesens hatte ich die ganze Zeit Indien vor Augen. Dschungel, Tiger, gebräunte Haut, Wüsten und Steppen... Die Autorin hat ihre Figuren in eine wirklich wunderschöne Welt gesetzt und lässt auch ihre Leser diese Welt sehen. Sie schreibt sehr detailliert, behält aber einen flüssigen Schreibstil bei, weshalb sich die rund 600 Seiten schnell lesen lassen. Nur zum Ende hin hatte ich so meine Probleme.
Schon ab den ersten Seiten an war ich begeistert von dieser vollkommen neuen Idee mit den Masken, der Vereinheitlichung der Bevölkerung und den vielen Geheimnissen, die nach und nach auftauchen. Ich mochte Ferin von Anfang an, habe aber gerade im letzten Viertel gemerkt, dass sie mir doch sehr fremd geworden ist. Viele ihrer Entscheidungen konnte ich nicht wirklich verstehen; Sie wirkte zusehends immer verwirrter und egoistischer. Ihre Gefühlsausbrüche sind manchmal viel zu übertrieben und die Art und Weise, wie sie sich entwickelte sagte mir absolut nicht mehr zu. Aus der starken, schüchternen Tochter eines Spiegelmachers ist eine aufgesetzte Nervensäge geworden. Und dann kommt da auch noch diese Dreiecksbeziehung ins Spiel, von der ich lange dachte, ich hätte in diesem Buch meine Ruhe davor...
Die Story an sich, wie sie sich entfaltet und die Charaktere haben mir sehr gefallen. Nur das ausgerechnet die Hauptfigur, mit der man nun einmal am meisten Zeit verbringt, so debil und kindisch wird, hat mir am Ende die Freude am Lesen genommen.
Leider wurde auch nicht alles aufgeklärt. Manche Fragen, die gleich zu Beginn des Buches aufkommen, bleiben unbeantwortet oder werden nur sporadisch beantwortet.
Und die Höhe war das Finale... Es war gut, aber ein Umstand hat mich doch sehr geärgert. Irgendwie war er vorhersehbar, denn nur so konnte Ferin am leichtesten und bequemsten aus einer gewissen Sache herauskommen. Ihr ist vieles einfach zu leicht gefallen. Die Herausforderung war einfach nicht mehr da. Sehr schade, denn an sich hätte das Buch echt das Zeug dazu gehabt, die volle Punktzahl zu bekommen.

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(31)

37 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

japan, romantasy, samurai, geliebter samurai, an lin

Geliebter Samurai (Yuna und Yoshi)

An Lin
Flexibler Einband: 276 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 24.04.2016
ISBN 9781532904189
Genre: Sonstiges

Rezension:


„Geliebter Samurai“ beginnt als eine sehr verrückte und lustige Geschichte. Yuna, die erwachsene Geschäftsfrau und Yoshi, der 17-jährige Schüler treffen auf eine doch recht lustige Art und Weise aufeinander. Ich muss sagen, in den ersten Kapiteln hatte ich auch noch nichts zu meckern. Die Autorin beschreibt bunt und durchgedreht Yunas Persönlichkeit und ihre Gedanken. Sie weiht den Leser während der Geschichte außerdem in das doch ziemlich nerdige Japan und einen Teil der japanischen Geschichte ein. Es gibt viele Anspielungen auf diverse Mangas, bzw. Animes, was sicher auch ein Leckerbissen für Fans ist.
Leider verlor sich nach und nach jedoch meine Begeisterung für die Story, denn Yuna wird zu einer, für mich, sehr naiven und manchmal dümmlich wirkenden Figur. Da ist ihre Flamme, die eigentlich noch die Schule besucht, reifer als sie.
Außerdem kaufen die Freunde der beiden die Geschichte von Wiedergeburt, Prinzessinnen und verbotener Liebe den beiden meiner Meinung nach viel zu schnell ab. Es entstehen erst gar keine richtigen Zweifel. Niemand muss irgendwen davon überzeugen, dass diese abgedrehten Dinge wirklich wahr sind. Auch sind die Reaktionen der Haupt- und Nebencharaktere manchmal zu übertrieben, bzw. ausartend. So ist mir in dieser Geschichte die Realität zu sehr abhanden gekommen. Natürlich, es ist Fantasy, aber trotzdem sind die Figuren auch nur Menschen.
Auch der Plot entwickelt sich sehr geradlinig. Es gibt einen Roten Faden, aber auch leider nur diesen. Dadurch wird vieles schnell vorhersehbar und die Spannung verschwindet.
Trotzdem muss ich An Lin lassen, dass ich beim Lesen wirklich gemerkt habe, wie viel Spaß und Herz sie in das Schreiben gesteckt haben muss. Manchmal vielleicht etwas zu viel, denn Alltagssprache unter den Dialogen und permanente „!?“ an den Satzenden haben sie doch sehr ungeübt erscheinen lassen.

Fazit:

Ich bin sicher, mit der Zeit wird sich auch die Autorin mehr und mehr im Schreiben einfinden. Das Potenzial ist auf jeden Fall da.
"Geliebter Samurai" bleibt eine nette, leichte Liebes-Story, die allerdings ausbaufähig gewesen wäre.

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15 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Mozarts letzte Arie

Matt Beynon Rees , Klaus Modick
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.01.2015
ISBN 9783423215657
Genre: Historische Romane

Rezension:


Mit einem atmosphärischen und zarten Schreibstil entführt Matt Beynon Rees in das Wien von 1791, wo Nannerl (Mozarts Schwester) sich in ein gefährliches Spiel der Freimaurer einmischt um herauszufinden, warum ihr Bruder wirklich gestorben ist.
Nannerl, im Buch meist „Madame de Mozart“ genannt, ist eine interessante Figur. Sie ist fröhlich und sanftmütig, aber auch stark und energisch. Außerdem hat sie einige Fehler an sich, deren sie sich durchaus bewusst ist. Ihr Gedankenspiel zeigt immer wieder, dass sie mit sich nicht im Reinen ist, was sogar bis zum Ende des Buchs anhält. Das macht sie – mir zumindest – sehr sympathisch, da sie mal kein rundgelutschter, perfektionierter Charakter ist, sondern sich auch selbst manchmal im Weg steht und sehr real ist. (Ja, ich weiß, dass sie wirklich gelebt hat. Aber das hier ist immerhin ein Buch. Der Autor hatte jegliche kreative Freiheit.) Außerdem hebt sie sich als außergewöhnliche Figur für ein Buch hervor, da für sie eine Romanze noch etwas ganz Besonderes ist. Es wird kein großes Tamtam gemacht, oder sofort in die Kiste gesprungen. Die Gefühle, die sie für eine gewisse Person entwickelt kommen nur zaghaft und leicht und Nannerl kämpft lange mit sich selbst, diese für sich auch einzugestehen. (Wobei hier zu bemerken ist, dass diese Liebe nie eine tragende Rolle übernimmt.)
Die Geschichte selbst ist erst ab den letzten Kapiteln anspruchsvoll. Vorher wirkt „Mozarts letzte Arie“ mehr wie leichte Lektüre, in der man für einige Stunden in eine andere Welt abtauchen kann. Als sich aber alles immer mehr verstrickt und Nannerl der Antwort immer näher kommt, tauchen auch die Elemente auf, die ich in einem Krimi erwarten würde: Mord, Angst, Angriffe. Trotzdem wird die Geschichte nie wirklich gruselig, nur spannender.
Das Ende war nicht wirklich überraschend. Das Ergebnis wird immer wieder angedeutet und wenn man gut aufpasst, weiß man schon recht früh, was passieren wird.

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(64)

180 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

dystopie, trilogie, usa, psi-kräfte, übersinnliche fähigkeiten

Die Überlebenden - Blut und Feuer

Alexandra Bracken ,
Flexibler Einband: 605 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 15.02.2016
ISBN 9783442479108
Genre: Science-Fiction

Rezension:


Nach meinem Empfinden ist der dritte Band der „Die Überlebenden“-Trilogie anspruchsvoller als seine Vorgänger. Nicht im Schreibstil, sondern in dem, was das Buch dem Leser an Mitdenken abverlangt. Das muss nicht unbedingt etwas Schlechtes sein, wenn man das eigene Gehirn auch anstrengen muss, allerdings gestaltet sich das teilweise schwierig, wenn man keine wirkliche Zusammenfassung von Band 1 und Band 2 bekommt. Ich habe nämlich alle drei Teile so ziemlich direkt nach ihren Erscheinungsterminen gelesen und nach knapp einem Jahr und vielen anderen Büchern ist es schwer, sich wieder richtig einzufinden. Im 2. Band hatte ich das Problem noch nicht, doch in „Blut und Feuer“ hätte ich mir eine Art Vorwort oder etwas in der Art gewünscht.- Nur, um noch einmal das Wichtigste wieder im Kopf zu haben.
Allgemein hebt sich das Finale dieser Trilogie von seinen Vorgängern ab: Ruby ist nicht mehr das harte, unverwundbare Mädchen. Klar hat sie ihre Schwächen, aber sie wirkt doch in den ersten Kapiteln noch sehr weich und emotionsgesteuert. Sie ist einfach nicht mehr so hart im Nehmen. Auch Liam hat sich verändert. Er ist mal so und mal so. Zuerst liebevoll und fürsorglich, dann wieder abweisend und kühl. Die Ursachen werden zwar teilweise geklärt, doch sind mir die Kontraste seiner Persönlichkeiten zu stark geworden. Irgendwie hat er mich bis zu einem bestimmten Wendepunkt nur genervt.
Dieses Wort, „genervt“ wird hier wohl noch öfter auftauchen. Denn bei so einigen Dingen habe ich regelmäßig die Augen verdreht. Da hätten wir als Erstes die Spitznamen: Ruby wird permanent nur „Schätzchen“ oder „Zuckerschnecke“ genannt. Wann ist das in diesem Jahrhundert modern geworden? Einmal ist das ok. Zweimal auch. Von mir aus auch zehnmal. Aber dass es kaum jemand hinbekommt, sie bei ihrem richtigen Namen zu nennen, hat mich fast zur Weißglut getrieben. Außerdem wird sie fast nur an der Taille gepackt. 
Liam fasst sie an. - Wo? - An der Taille.
Jemand hält sie fest. - Wo? - An der Taille natürlich.
Eine Person hält sie zurück. - Wo? - Na wo wohl.

Und trotzdem liebe ich dieses Buch. 
Ich kann es nicht richtig erklären. Es ist einfach der Schreibstil der Autorin, der mich gleich wieder gepackt hat. Und obwohl nicht viel passiert, passiert gleichzeitig alles auf einmal. Alexandra Bracken vermittelt durch Ruby Gefühle beim Lesen, die mich mitreißen – Von der ersten Seite an. 
Alles ist in eine graue Depression gepackt. Die Leute sind unglücklich und etwas Gutes passiert so gut wie gar nicht. Jeder ist kühl, geschwächt und trotzdem unfassbar kampfbereit. Ich habe die anderen Gesichter aller Figuren kennengelernt. Dadurch habe ich erst viele Handlungen verstanden und verhasste Personen lieben gelernt. Andersherum natürlich genauso.
Das Pläne schmieden im Untergrund hat vieles umgekrempelt und kleine Dinge, die erst nicht besonders wichtig erscheinen, beeinflussen das ganze Netz der Geschehnisse und Gefühle bis zum Ende hin.
Und das Ende ist phänomenal. Etwas anderes fällt mir dazu nicht ein. Es kommt schnell und rasend und trotzdem ganz vorsichtig und sanft. Der Schluss ist gleichzeitig der Beginn von etwas Neuem, dessen Verlauf der Leser sich selbst ausmalen kann.

mehr auf:
http://a-bookdemon.blogspot.com/2016/04/rezension-die-uberlebenden-3-blut-und.html

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Tags: dystopi   (1)
 

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(1)

2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Raven - Der Berg der Gefahren

Wendy Orr , Sigrid Ruschmeier
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Aladin Verlag, 29.01.2016
ISBN 9783848920587
Genre: Kinderbuch

Rezension:


Was in „Raven – Der Berg der Gefahren“ als süßer Familienausflug beginnt, wird schnell zu einem bitteren Kampf ums Überleben.

Mit Raven können sich sicherlich viele junge Mädchen identifizieren. Denn sie hat ihre Schwächen und ihre Stärken, zwei beste Freundinnen und eine ältere zickige Schwester. Als eben jene Schwester mit ihrem Stiefvater unter einer Steinlawine verschüttet wird, nimmt die 11-Jährige einiges auf sich, um ihnen das Leben zu retten, während sogar ihr eigenes am seidenen Faden hängt. 
Raven durchläuft in den 3 Tagen, die sie allein der Wildnis ausgesetzt ist, eine Verwandlung, wenn auch keine große die sie komplett umkrempelt. Sie wird selbstsicherer und mutiger, bleibt dabei aber trotzdem das 11-jährige Mädchen, als das sie den Berg betreten hat und wird nicht von jetzt auf gleich unrealistisch erwachsen. Ich habe es beim Lesen bewundert, dass sie trotz der gafärhlichen Umstände ihre kindlichen Züge und ihre Liebe zur Natur behalten hat.
Die Geschichte erinnert mich sehr an „das Mädchen“ von Stephen King – Allerdings in der kinderfreundlichen und sehr viel bunteren Version. Denn trotz der Angst um ihre Familie erlebt Raven auch schöne Momente.
Es war spannend, wie ihre besten Freundinnen und ihre Familie sie bei ihrem Überlebenstrip durch die Natur begleiten, sie beeinflussen und stärken, ohne, dass diese Personen wirklich dabei sind, sondern nur in ihren Erinnerungen immer wieder auftauchen.
Die Autorin hat einen Schreibstil, der eine schöne, natürliche Leichtigkeit besitzt. Sie nutzt kurze, prägnante Sätze, was gerade für das junge Publikum super zum Lesen ist. Außerdem gibt sie der ganzen Geschichte eine gewisse Magie, die alles in ein leichtes Licht hüllt, ohne zu blumig zu werden. Auch von Ravens kindlicher Vorstellung profitiert das Buch, denn sie malt sich in ihrer Fantasie aus, wie die Natur ihr bewusst hilft und Tiere mit ihr reden.

Fazit:
Alles in Allem bietet „Raven“ ein aufregendes Abenteuer für junge Leser und eine spannende Geschichte zum Entspannen für die „Großen“. Hätte ich dieses Buch mit 11 Jahren gelesen, wäre es sicher eines meiner Lieblinge geworden.

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35 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

666, dämon, m.h. steinmetz, gothic, lucy

666

M.H. Steinmetz
E-Buch Text: 235 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 27.08.2015
ISBN 9783959623131
Genre: Fantasy

Rezension:


Lucy ist ein leidenschaftliches Miststück, nicht besonders charismatisch und in ihrer Bitterkeit trotzdem irgendwie liebenswürdig. Hinter all dem Pessimismus und der Negativität gegenüber fast allem und jedem ist sie jedoch schwach, was es irgendwie schwer macht, sie nicht zu mögen. Interessant finde ich, dass der Autor auf der Leipziger Buchmesse selbst sagte, sie soll kein Charakter zum liebhaben sein. Irgendwie hat mich das doch etwas beruhigt, denn ich habe zu ihr eine gesunde Hassliebe entwickelt. Ohne sie wäre die Geschichte einfach nicht dieselbe. Sie passt in ihrer Unvollkommenheit wunderbar in all den Horror.
An der Stelle sollte ich auch erwähnen, dass man hier von vornherein auf viele Klischees über Goths & Metaler trifft. Satanismus, Sexsucht, ausartende Orgien, Kaltschnäuzigkeit. Zugegebenermaßen hat mich das anfangs die Nase rümpfen lassen, da sowas dünnes Eis ist, wenn man selbst zu dieser „Szene“ gehört. Nach und nach häufen sich eben diese Klischees aber so sehr, dass meine Meinung umgepolt wurde. Ich war fasziniert davon, wie viele abgefahrene und kranke Eigenschaften Lucy hatte oder noch entwickelte. Es machte Spaß, über sie zu lesen. Bei Lucy weiß man einfach nicht, was sie als nächstes tut.
Am Schreibstil des Autors habe ich so gut wie nichts auszusetzen. Er schafft eine kalte, schwarze Welt, die atmosphärisch an eine Gruft tief unter der Erde erinnert, aus welcher man erst wieder herauskommt, wenn man die Geschichte beendet hat. Und ich muss sagen, dass der Geist der „Schwarzen Szene“ trotz den großzügig verteilten Stereotypen doch sehr gut eingefangen wurde. Dieses dick Auftragen schafft nämlich erst die Spannung und die Absurdität der Geschehnisse reißt den Leser förmlich mit.
Das einzige Manko: Manche Phrasen wiederholen sich einfach zu häufig. Einmal in einer Szene zu schreiben, dass jemand „Schönheit im Dunkel“ findet, klingt sehr gut. Jene Worte so oder so ähnlich dreimal hintereinander zu lesen, hat mich hin und wieder ins Stolpern gebracht. Ähnlich hält es sich mit „Haut, die sich in Streifen abzieht“.

Bei „666“ handelt es sich um ein sehr blutiges und schmerzerfülltes Werk, von dem ich nie gedacht hätte, dass es so sexlastig sein würde. Es entwickelt sich recht schnell eine sehr komplexe Handlung, die eine gewisse Offenheit für Außergewöhnliches vom Leser fordert.
Man merkt auch, dass der Autor entweder selbst sehr bewandert auf den Gebieten, die er im Buch beschreibt, ist. Sei es nun, weil er fleißig recherchiert hat, oder weil selbst die Erfahrungen gemacht hat. 

mehr auf: http://a-bookdemon.blogspot.com/2016/04/rezension-666-hells-abyss.html

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(7)

25 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 3 Rezensionen

horror, personifiziertes böse, atomkrieg, endzeit, wunder

Swans Song: Nach dem Ende der Welt

Robert R. McCammon , Manfred Sanders
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Festa Verlag, 16.05.2015
ISBN 9783865523532
Genre: Science-Fiction

Rezension:


Wie es typisch für eine Geschichte mit mehreren Hauptcharakteren ist, wird auch hier jeder wichtigen Figur ein eigenes Kapitel zum Anfang gewidmet. Sie alle leben unter nicht gerade guten Bedingungen und haben vollkommen unterschiedliche Hintergründe. Ihre einzige Gemeinsamkeit ist, dass sie allesamt einen an der Waffel haben. Der eine vielleicht etwas mehr als der andere. Möglicherweise sind sie gerade deswegen so zäh im Nehmen. 
Ich denk mal, der Klappentext von Band 1 bezieht sich auch auf die folgenden Bücher, denn weder kommt es zu einer „ultimativen Schlacht zwischen Gut und Böse“, noch ist Swan die Hauptperson (wie es der Klappentext meiner Meinung nach wirken lässt). Eher sind alle Personen damit beschäftigt, sich zu ordnen und in verschiedenen kleinen Gruppen zusammenzuschließen, während alles, was ihren Weg kreuzt, sie zu töten versucht. Das bedeutet jedoch nicht, dass alle wegsterben wie die Fliegen. 

Ich würde auch nicht unbedingt sagen, dass Swans Song mit „epischer Wucht erzählt“ wird, wie es im Klappentext heißt. „Düster“ und „Brutal“ treffen es jedoch. Ich würde eher sagen, dass der Schreibstil des Autors sogar als angenehm bezeichnet werden kann, würde er nicht derart schreckliche Dinge beschreiben. Die Geschichte liest sich schnell und stolperfrei, wobei es trotzdem genug Details gibt, um sich in dieser schrecklichen und tödlichen Welt verlieren zu können. Somit wird der Leser von jetzt auf gleich von absoluter Panik mitgerissen, als die ersten Bomben fallen.
Erfrischend finde ich auf jeden Fall die Tatsache, dass man bei der Katastrophe ganz nah dran ist. Meist beginnen die Bücher erst dann, wenn bereits alles kaputt und tot ist. Hier erlebt man den Fall der Bomben, das Sterben und Erkranken mit. Zwar hat es ein Weilchen gedauert, bis das Chaos ausbrach und damit die Spannung kam, aber das Warten hat sich gelohnt.

Bei diesem Buch überkam mich ein eigenartiges Gefühl, das ich vorher noch nie beim Lesen hatte. Und ich bin mir sicher, dass es daran lag, dass es sich bei „Swans Song“ zum großen Teil nicht nur um irgendwelche Hirngespinste eines Autors handelt (abgesehen von dem übernatürlichem Horror, der vor allem eine Person verfolgt), sondern weil Menschen wirklich zu solchem kranken Scheiß fähig sind. Diese permanente Bedrohung einer plötzlichen Katastrophe existiert auch in dieser Welt und das macht das Ganze erst so gruselig.

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34 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

maja loewe, debüt, geheimnis, debütroman, fantasievoll

Die Augen des Iriden

Maja Loewe , Timo Kümmel
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 01.10.2015
ISBN 9783944544960
Genre: Fantasy

Rezension:


Dieses Buch ist wirklich eine riesige Überraschung gewesen. Ich habe zwar gewisse Erwartungen gehabt, aber die hat „Die Augen des Iriden“ weit hinter sich gelassen.
Der wortgewandte Schreibstil der Autorin hat mir gleich zugesagt. Er wird nie eintönig oder einschläfernd. Manchmal habe ich sogar zum Buch gegriffen, um wach zu bleiben.
Man lernt sogar einiges beim Lesen, was ein netter Nebeneffekt ist. Ich hatte wirklich teilweise das Gefühl, ich hätte was für die Uni getan.:D Zusätzlich werden manche (eigentlich ausgedachte Fakten) derart glaubwürdig rübergebracht, dass ich es zeitweise in meiner Lesetrance geglaubt habe. Ohne Scheiß. Ich wollte mal fast googlen, ob Reisen durch Bilder Schäden verursacht!:D
Zwischen übernatürlichen Reisen und versteckten Gaben, David Bowie, Mengele, Jerusalem und verspritztem Hirn finden sich also Henry und Valeska wieder.
Weder er noch sie führen ein normales Leben. Sie werden beide von Schwermut und schlechten Erfahrungen aus der Vergangenheit verfolgt. Allerdings ist Henry trotzdem irgendwie der positiver gestimmte Charakter von den beiden. Dabei geht es ihm im Prinzip sogar schlechter. 
Anfangs habe ich noch nicht ganz verstanden, was die beiden miteinander verbindet.- Abgesehen vom Chatten. Nach und nach, so ungefähr nach einem Drittel ergibt jedoch vieles erst Sinn, wobei es Spaß gemacht hat, auf jeden Vorfall neue Vermutungen anstellen zu können. So ziemlich das gesamte Buch baut auf Rätseln auf. Man bekommt immer mehr Puzzleteile, von denen man niemals erwarten würde, dass sie sich am Ende dann SO zusammensetzen. Es ergibt sich ein wirklich weit gespanntes Netz zwischen Menschen, die eigentlich nicht besonders viel, bzw. gar nichts miteinander zu tun haben. Dass diese ganze Heimlichtuerei und Rätselei die Geschichte sogar bereichert, statt sie verwirrend gemacht haben, sollte man der Autorin wirklich hoch anrechnen. Denn in vielen anderen Storys hat so etwas schon zum Verlust des Lesevergnügens geführt. Hier wurde meins hingegen immer mehr geschürt. Es war unglaublich spannend, immer mehr und mehr zu erfahren, um am Ende einen absoluten Mindfuck zu erleben. Das alles war wirklich Professor Layton würdig.
Gespickt mit dezenten Grausamkeiten und viel, viel Düsternis und Schatten und einer Handlung, die sich einmal quer durch die ganze Welt erstreckt, hat dieses Buch mich voll und ganz von sich überzeugen können. Ich bin definitiv ein Fan geworden!

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165 Bibliotheken, 0 Leser, 3 Gruppen, 52 Rezensionen

dystopie, jugendbuch, krieg, liebe, berlin

Wir waren hier

Nana Rademacher
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 18.01.2016
ISBN 9783473401390
Genre: Jugendbuch

Rezension:


In Annas Welt gibt es nur Sommer und Winter. Es herrschen Armut, Hunger und die Landschaft wird geprägt durch zerstörte Städte und Leichen. Kontrolliert werden die Menschen von der Militärregierung, welche regelmäßig Soldaten durch die Straßen Berlins schickt, auf denen Anna lebt. Zusätzlich begibt sie sich immer wieder in Gefahr, wenn sie auf ihrem Blog schreibt, denn das Internet wird von der WePo streng beobachtet.
Anna ist unter diesen Lebensumständen groß geworden, weswegen es auch eher ihre Eltern sind, die von früher reden und davon, wie es war, frei zu leben. 
Ich habe zu Beginn auch noch nicht verstanden, warum die Welt überhaupt so ist, wie sie ist. Denn es wird ja von ganz Europa gesagt, dass es den Bach runter gegangen ist. Später habe ich es erfahren, aber ich finde, es würde zu sehr spoilern, wenn ich die Gründe jetzt hier schon verrate.
Da der erste Teil des Buchs nur aus Blogeinträgen von Anna und einer Art Chatverlauf zwischen ihr und Ben besteht, musste ich mich erst einmal daran gewöhnen, nicht viele Details zu erfahren und die Schreibweise einer 15-Jährigen zu lesen. Anna  beschreibt jedoch nach und nach immer genauer und der zweite Teil hat ja dann auch den Charakter eines geschriebenen Buchs. Außerdem wird Anna auch reifer und erwachsener, je mehr sie erlebt. (Das merkt man allein schon daran, dass sie nicht mehr auf jeder dritten Seite ihr komisches „finalbescheuert“ benutzt.) 
Eigentlich war ich mir auf den ersten Seiten noch nicht so sicher, ob ich sie mögen werde, aber letztendlich habe ich mich an ihre etwas spitze und vorlaute Art gewöhnt.
Ich finde es auch gut, dass sie nicht gleich eins von diesen Ich-verknall-mich-mal-eben-einfach-in-den-nächstbesten-Typen-Weibern ist. Ben ist aber eins. Dass sie sich in ihn verknallt, geht zwar auch recht schnell, aber nicht so unglaubwürdig schnell, wie das von seiner Seite aus. Manchmal habe ich Anna trotzdem nicht in dem verstanden, was sie getan hat. Sie will sich beispielsweise in jede Gefahr stürzen und provoziert auch gern, aber sobald eine Ratte in der Nähe ist, vergisst sie sich vollkommen und rastet aus. Das gibt ihr zwar einen Teil Menschlichkeit, aber hat mir auch ein kleinen Stück Respekt vor ihr genommen.
Trotz der kleinen Liebesgeschichte, die der Rote Faden in diesem Buch ist, stehen wichtigere Dinge oft im Vordergrund. Weiterer Pluspunkt. Es folgt ein Tief dem anderen und Anna passiert eigentlich nichts wirklich Gutes. Keiner bricht jemals aus Freude mal aus. - Außer vielleicht die kleine Santje, die ich sehr liebgewonnen habe. Sie begleitet Anna in einem Großteil des Buchs und obwohl sie nicht viel sagt und lieber Flöte spielt, finde ich sie am emotionalsten.
Ich behaupte jetzt mal nach meiner Erfahrung, man findet in diesem Buch keinen einzigen langen Schachtelsatz. Das ist kein Makel, nur war es anfangs komisch, nur recht kurze Sätze zu lesen. Da bin ich immer mal drübergestolpert. 
Außerdem muss ich hier auch mal etwas loswerden. Anna und Ben, Fatma und Santje sind ja eigentlich recht normale Namen. Und klar, mag sein, dass in der Zukunft andere Namen wie Zalda oder so beliebter sind... Aber ehrlich... Ich musste mir schon ziemlich das Lachen verkneifen, als auf einmal von einer Pregnanta die Rede war. Pregnanta. Wie pregnant ( engl. = „schwanger“). WTF. WELCHE MUTTER sieht ihr Baby nach der Geburt an und denkt sich „Mensch, das sieht doch mal stark nach einer Pregnanta aus.“... Holy Shit. Das arme Ding.

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