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23 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

buchreihe, fantasy, magie, victoria schwab

A Conjuring of Light

Victoria Schwab
E-Buch Text: 624 Seiten
Erschienen bei Titan Books, 21.02.2017
ISBN 9781785652455
Genre: Sonstiges

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18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

darkfantasy, fantasy, läuferin, magie, nornennetz, unstern, wildemagie

Unstern

Katrin Ils
Flexibler Einband: 308 Seiten
Erschienen bei Sprohar, Katrin, 11.05.2017
ISBN 9783950446104
Genre: Fantasy

Rezension:

Schon direkt beim ersten Blick auf's Cover war mir klar: das Buch will ich lesen! Dunkel ist es, und spannend. Ein richtiger Blickfang. Dabei ist mir erstmal gar nicht aufgefallen, dass der sonst bei meinen Büchern doch noch allzu gegenwärtige Verlagsstempel darauf fehlt.

Katrin Ils hat ihr Erstlingswerk im Selfpublishing herausgebracht - eine bewusste Entscheidung, die wohlüberlebt war. Das hatte so rein gar nichts damit zu tun, dass ihr Buch nicht gut genug war, um bei einem Verlag unterzukommen. Und leicht machen wollte es sich die Autorin auch nicht, denn wer sich schon einmal auch nur im Ansatz mit dem Thema Selfpublishing beschäftigt hat, dem sollte klar geworden sein wieviel Arbeit dahintersteckt ein Buch im Alleingang zu veröffentlichen. 

Aber zurück zum Buch: 

Kerra ist einer jener titelgebenden Unsterne: sie entstammt einer magiebegabten Reihe, den Bahnu, doch sie selbst besitzt keine magischen Kräfte. Denkbar schlechte Vorraussetzungen um in Alat zu überleben, einer Stadt, unter der wilde Magie versiegelt wurde, und in der heftige Bandenkriege toben. Als Kerras bester Freund verhaftet wird, verstrickt sie sich bei ihrem Rettungsversuch immer tiefer in ein Netz aus politischen Intrigen und magischen Machtkämpfen. Dabei will Kerra letztendlich nur eines: sich und ihre Freunde am Leben zu erhalten.

"Unstern" erzählt eine coole Geschichte in einer spannenden High Fantasy Welt. Vieles bleibt offen in diesem ersten Band, die Welt in der Kerra und ihre Freunde leben scheint sehr viel komplexer zu sein, als nur durch den kleinen Ausschnitt deutlich wird den sie erlebt. Das ist natürlich super, wirkt aber ab und an auch etwas frustrierend. Lust auf mehr macht es allemal, und der zweite Band "Flammendunkel" wird definitiv nicht lange auf meinem virtuellen SuB liegen.

Ein kleines Manko gab es aber doch für mich: leider ähneln sich einige der Namen für Menschen, Orte, Götter und magische Begriffe so sehr, dass ich teilweise etwas durcheinander kam. Aber naja, ich hab "Unstern" auch als Ebook gelesen, und da ist mir das Glossar dann erst aufgefallen, als ich schon fast auch war. Ups!

Eine klare Leseempfehlung gibt es von mir aber auf jeden Fall - und wer noch nie ein Buch aus dem Selfpublishing gelesen hat, warum dann nicht mit diesem anfangen?

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Mortal Engines

Philip Reeve
Flexibler Einband: 373 Seiten
Erschienen bei Harpercollins Childrens Books, 01.09.2004
ISBN 0060082097
Genre: Sonstiges

Rezension:

Dieses Buch stand schon länger auf meiner Noch-lesen Liste. Mein SUB (für alle, die es nicht wissen: SUB steht für  Stapel ungelesener Bücher. Bei manchen ist das dann gerne auch mal ein RUB, ein  Regal ungelesener Bücher) ist leider seit Weihnachten noch um den virtuellen Teil in Form diverser gekaufter, aber noch ungelesener E-Books gewachsen. Zu diesen gehörte auch „Mortal Engines“ – bis vor einigen Tagen. 

Spätestens seit die ersten Artikel darüber erschienen, dass Peter Jackson sich diesem Material annehmen und es verfilmen wird, war für mich klar: erstmal Buch lesen, dann Film schauen. Gesagt, getan.

Wie eigentlich inzwischen immer wenn der Autor das Buch im Original auf Englisch geschrieben hat, habe ich das Buch auch in dieser Sprache gelesen. Ich habe versucht, möglichst viele der Übersetzungen für die Spezialbegriffe in „Mortal Engines“ zu finden, da aber bisher wohl nur das erste Buch übersetzt wurde, fiel mir das etwas schwer. Verständlich ist es hoffentlich trotzdem. 

Worum geht’s also?

Schon vor langer Zeit wurde die Zivilisation wie wir sie kennen durch den atomaren Sechzig-Minuten-Krieg zerstört. Der Krieg hatte enorme geologische Katastrophen wie Vulkanausbrüche und Plattenverschiebungen zur Folge. 

In dieser Post-Apokalyptischen Welt regieren die Traction Cities, Städte, die mobil gemacht wurden und nun auf riesigen Rädern und Raupenketten über das Große Jagdrevier des alten Europa streifen. Aufgrund immer karger werdender Ressourcen entwickelte sich die Philosophie des Municipal Darwinism, eine Art auf die Städte bezogener Sozialdarwinismus. Der Stärkere gewinnt ist das Motto, und so werden kleinere, schwächere Städte von den Größeren geschluckt und recycelt.

Eine dieser Wanderstädte ist London. Der junge Gehilfe Tom Abernathy ist in London aufgewachsen, Municipal Darwinism ist für ihn selbstverständlich. Es heißt fressen oder gefressen werden. Erst als er zufällig einen Mord verhindert und dabei aus der Stadt gestoßen wird, beginnt er sein Weltbild zu hinterfragen. Denn Hester Shaw, das Mädchen mit dem vernarbten Gesicht, das aus Rache auch vor Mord nicht zurückschreckt, zieht ihn mitten hinein in ein explosives Komplott zwischen den Wanderstädten und der Anti-Wander-Liga, die sich schon vor langer Zeit hinter dicken Mauern verschanzte, um ihre unbeweglichen Siedlungen vor den gefräßigen Wanderstädten zu schützen. 

Luftschiffe, Cyborgs, eine Massenvernichtungswaffe die ihresgleichen sucht, Verrat, selbstloser Mut und ein kleiner Hauch von Liebe: all dies macht „Mortal Engines“ zu einem spannenden und actiongeladenen Buch, das sich für eine Verfilmung auf jeden Fall anbietet. Mir persönlich kamen anfangs die Charaktere etwas zu kurz, sodass ich erst kurz vor Ende eine wirkliche Beziehung zu ihnen aufbauen konnte. Allerdings ist die Welt derart interessant und das Tempo der Geschichte so rasant, dass ich das Buch trotzdem in kürzester Zeit beendet hatte. 

Die drei anderen Bändeder Reihe werden auf jeden Fall auf meinem digitalen SUB landen, und auf den Film freue ich mich jetzt noch ein bisschen mehr. 

Die deutsche Übersetzung Großstadtjagd ist leider nur noch gebraucht zu haben, bisher wurde auch nur Band 1 der Reihe übersetzt. Aber das wird sich ja vielleicht bald ändern!

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6 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

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Der Schnee von morgen: 2017 Collection of Climate Fiction Stories

Anja Bagus , Ulf Fildebrandt , Bernhard Kempen , Regine Bott
E-Buch Text: 380 Seiten
Erschienen bei Verlag für Moderne Phantastik Gehrke, 19.01.2018
ISBN B077TR63HC
Genre: Sonstiges

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19 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

antihelden, superhelden, v. e. schwab, vicious, victoria schwab

Vicious

Victoria Schwab
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Titan Books Ltd, 10.01.2014
ISBN 9781783290215
Genre: Fantasy

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

science-fiction

Redshirts: A Novel with Three Codas

John Scalzi
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Tor Books, 15.01.2013
ISBN 9780765334794
Genre: Science-Fiction

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Tags: science-fiction   (1)
 

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29 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

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Gathering of Shadows

Victoria Schwab
E-Buch Text: 513 Seiten
Erschienen bei Titan Books, 23.02.2016
ISBN 9781783295432
Genre: Fantasy

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a darker shade of magic, fantas, fantasy, jugendroman, london, magic, magie, paralellwelte, parallelwelten, royal, spannung, v.e. schwab, ve schwab, victoria schwab, ya

A Darker Shade of Magic

Victoria Schwab
Flexibler Einband: 513 Seiten
Erschienen bei Titan Books, 27.02.2015
ISBN B011T7AAT8
Genre: Fantasy

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66 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

abenteuer, anders, anthologie, einhorn, einhörner, einhorn geschichten, einzigartig, erschreckend, erzählungen, fantasy, jörg fuchs alameda, märchen, talawah verlag, the u-files, zauber

The U-Files

Jörg Fuchs Alameda , Tina Alba , Valerie Gaber , Tanja Hammer
Flexibler Einband: 360 Seiten
Erschienen bei Talawah Verlag, 23.04.2017
ISBN 9783981782967
Genre: Fantasy

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

künstliche intelligenz, science fiction, science-fiction

Ancillary Justice

Ann Leckie
Flexibler Einband
Erschienen bei Orbit, 01.01.1862
ISBN B01FEK33YU
Genre: Sonstiges

Rezension:

Bevor ich wirklich in die Rezension dieses wirklich beeindruckenden Buches eintauche, bitte ich folgendes zu beachten. Ich habe Ancillary Justice auf Englisch gelesen. Von daher habe ich mich entschlossen, in dieser Rezension auch die englischen Begriffe zu verwenden – vor allem deswegen, weil es schwierig ist die deutschen herauszufinden wenn man das Buch nicht vorliegen hat. :)
Mit ihrem Erstlingswerk ist Ann Leckie ein bemerkenswerter Einstieg in die Science-Fiction gelungen. Ancillary Justice ist auf vielen Ebenen ein Buch, wie ich es noch nie gelesen habe. Zugegeben, ich lese eher wenig Science-Fiction. Trotzdem glaube ich, dass die spezielle Erzählkunst dieses Romans auch für versierte Sci-Fi Leser etwas ganz Neues ist.
Zwar ist die Grundidee, ihre Geschichte aus der Sicht einer Künstlichen Intelligenz erzählen zu lassen nicht ganz neu, aber mit Breq hat die Autorin einen wahrhaft einzigartigen Charakter geschaffen. Denn Breq ist nicht einfach nur eine KI. Breq ist eigentlich die KI des Kriegsraumschiffes Justice of Toren – genauer gesagt ist sie ein Teil von One Esk, einer Unterabteilung der Gesamt-KI. Und noch genauer gesagt ist Breq ein Ancillary, also ein menschlicher Körper der der KI einverleibt wurde und nun als One Esk zusammen mit 19 anderen Ancillaries ausführendes Element der Justice of Toren ist.
Klingt spannend, oder?
Damit aber nicht genug der Besonderheiten von Ancillary Justice. Die Justice of Toren ist ein Kampfschiff der Radchai, einer stetig expandierenden Weltenmacht, die sich im Universum ausbreitet. Anführerin der Radchai ist Anaander Mianaai, ein Wesen, das sich selbst in eine Art KI verwandelt hat und nun mit ihren vielen Körpern ihr Reich verwaltet.
Auch die Religionen in diesem Roman sind erwähnenswert. Die Radch annektieren die sie umgebenden Welten und ähnlich wie die alten Römer übernehmen sie deren Götter dann in ihr eigenes Pantheon. In Ancillary Justice geschieht das gerade mit den Gottheiten des Planeten Shis’urna, dessen Annektierung in Rückblicken erzählt wird und an der Breq als Ancillary beteiligt war.
Die Radchai haben keine Geschlechterunterscheidung. Das hat zur Folge, dass Breq für alle Personen denen sie begegnet die weibliche Form wählt, und dann gerne Fehler macht, wenn sie eine andere Sprache sprechen muss. Das interessante dabei ist, dass eigentlich nur aus der Begegnung mit Nicht-Radchai geschlossen werden kann, welches Geschlecht ein Charakter nun wirklich hat. Ich allerdings habe schnell gemerkt, dass es überhaupt keine Rolle spielt ob ein Charakter nun ein Mann oder eine Frau ist. Und alleine das war eine völlig neue Erfahrung.
Die eigentliche Story des Romans rückt ob dieser einzigartigen Erzählweise teilweise etwas in den Hintergrund. Aber gerade sie hat es in sich. Breq nämlich ist die einzige Überlebende ihres Schiffes, der Justice of Toren. Als einzelner Ancillary hat sie die letzten zwanzig Jahre damit verbracht, einen Racheplan zu schmieden. Denn es war die Anführerin der Radch selbst die damals die Zerstörung ihres Schiffes bewirkte, und all die Jahre über hatte Breq nur ein Ziel - Anaander Minaai zu töten. Erst als sie zufällig auf Seivander trifft, die vor tausend Jahren einer ihrer Lieutenants war und seitdem im Kryoschlaf lag, rückt Breqs Plan in greifbare Nähe.
Wem es noch nicht klar geworden ist, dem sei es hier noch einmal gesagt: Ancillary Justice ist kein Buch, das vor sich hinplätschert. Ich habe lange gebraucht um es zu lesen – nicht aber, weil es langweilig ist, oh nein. Im Gegenteil. Trotz der Zeit die sich die Autorin nimmt um Breqs Werdegang zu zeigen, habe ich nie das Interesse verloren. 
Einzig das viele Denken hat mich davon abgehalten, das Buch in wenigen Tagen zu verschlingen. Neben vielem anderen ist dieser Roman nämlich auch noch schlau. Philosophische Denkansätze sind so geschickt in die Handlung eingebaut, dass man erst danach merkt in welche neue Richtung man eben geschubst wurde. Alleine die Tatsache, dass Breq so sehr ein Teil ihrer Gesellschaft ist, wirft interessante Fragen auf. Ist es ethisch akzeptabel, Menschen zu Ancillaries zu machen, auch, wenn sie selbst keinerlei Nachteil darin sieht? Und was passiert, wenn ein menschlicher Geist, der in vielen Körpern lebt, beginnt, sich mit dieser Frage auseinander zu setzen…?
Wer also Lust auf einen beachtenswerten Science-Fiction-Roman hat, dem sei Ann Leckie’s Debutroman hiermit wärmstens empfohlen. Übrigens hat dieser Roman nicht nur den Hugo Award, sondern auch den Arthur C. Clarke und einen Nebula gewonnen, das aber nur am Rande.

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Tags: künstliche intelligenz, science-fiction   (2)
 

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70 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 45 Rezensionen

dark diamonds, fantasy, freunde, freundschaft, held, hero, hidden, hidden hero, hidden hero: verborgene liebe, jugendbuch, kampf, kraft, kräfte, superheld, superhelden

Hidden Hero. Verborgene Liebe

Veronika Rothe
E-Buch Text
Erschienen bei Dark Diamonds, 31.03.2017
ISBN 9783646300291
Genre: Fantasy

Rezension:

In aller Kürze: 


Das Buch hält, was es verspricht: eine locker-leichte Liebesgeschichte mit Superhelden - und einer Protagonistin, die gerne einer wäre.

Zum Inhalt:

In einer Welt, in der manche Menschen ein Superhelden-Gen und damit Superkräfte haben, hadert die Lily mit ihrem Schicksal. Denn obwohl das Gen bei ihr festgestellt wurde, äußern sich ihre Kräfte nur dadurch, dass sie Blumen wachsen lassen kann. Damit, das ist ihr klar, wird sie nie mit den ganz Großen mithalten können. Schon gar nicht mit Hero, ihrem großen Schwarm, der mehr Kräfte zu haben scheint, als jeder andere. Das ist total unfair, findet Lily.
Dann aber werden wird eine Notfallkonferenz in New York einberufen, und Lily wittert ihre Chance. Mit einer List schleicht sie sich dort ein, und löst damit eine Kette von Ereignissen aus, die sie schon bald dazu zwingen zu zeigen, aus welchem Holz sie wirklich geschnitzt ist.

Über das Buch:

Eine ungewöhnliche Protagonistin erzählt auf ihre ganz eigene (sarkastisch-motzige) Art und Weise die Geschichte, wie sie sich in die Rige der ganz großen Superhelden einschmuggelt und zusammen mit ihrem großen Schwarm genau jene vor dem sicheren Untergang rettet.

Ihre Beziehung zu Chris - oder Hero, wie er als Superheld genannt wird - durchläuft dabei immer wieder neue Phasen, in denen sie sich mal annähern, mal voneinander entfernen. Nett gemacht!

Die Autorin spielt in "Hidden Hero" immer wieder mit dem Gedanken, was denn nun wirklich einen Helden ausmacht. Lilys Kräfte sind ihr bei ihren Abenteuern (zumindest anfangs) keine große Hilfe. Allein ihr alles durchdringender Wunsch danach ein "richtiger" Superheld zu sein ist es, der sie heldenhaft handeln lässt.

Einen Stern Abzug gibt es von mir für eine Falle, in die viele AutorInnen tappen: nämlich der, die eigene Protagonistin positiv hervorstechen zu lassen, in dem andere weibliche Charaktere als dumm/oberflächlich oder inkompetent dargestellt werden. Muss nicht sein, und ist in Hidden Hero echt schade. Außer Lilys bester Freundin (die leider nur in Telefonaten auftaucht) gibt es im Buch keine einzige andere kompetente Frau, die eine größere Rolle spielt. 
Aber vielleicht ändert sich das ja im nächsten Teil? Denn ja, Hidden Hero wird einen zweiten Teil bekommen - und das ist auch gut so, denn der Cliffhanger am Schluss ist echt gemein... :)

Fazit:
Wer auf Superhelden-Romanzen steht, wird hier bestens bedient. Und ich zumindest werde Veronika Rothe definitiv im Auge behalten! 

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Tags: superhelden   (1)
 

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74 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

fantasy, fliegen, irrlicht, irrlichtfeuer, irrlichtkinder, julia lange, knaur, lange, magie, monarchie, rebellion, revolution, schatten, steampunk, traum vom fliegen

Irrlichtfeuer

Julia Lange
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.09.2016
ISBN 9783426519431
Genre: Fantasy

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722 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 113 Rezensionen

die königin der schatten, dystopie, erika johansen, fantas, fantasy, heyne, high fantasy, intrigen, königin, königreich, krieg, magie, spannung, tearling, verrat

Die Königin der Schatten

Erika Johansen , Kathrin Wolf
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Heyne, 15.06.2015
ISBN 9783453315860
Genre: Fantasy

Rezension:


Mit „Die Königin der Schatten“ hat Erika Johansen etwas geschafft, dass  nur wenigen Fantasy-Autoren gelingt: ein packendes und originelles Debüt vorzulegen welches viele verschiedene Elemente zu einem kohärenten Mix vereint.


Magie? Check. 


Mehrdimensionale, interessante Charaktere? Check. 


Spannung bis zur letzten Seite? Doppelcheck.


Es ist eine faszinierende Welt, die Johansen erschaffen hat, voller Intrigen und Missgunst, aber auch mit einer Heldin, die durch gewitztes Handeln, einen Hauch Magie, aber vor allem durch Mitgefühl ein gesamtes Königreich für sich gewinnt… 


Kelsea ist neunzehn, als sie endlich ihr Erbe antreten soll – sie ist die nächste Königin von Tearling. Aber nicht nur ihr Onkel, der Regent, trachtet deswegen nach ihrem Leben, auch ihr eigenes Volk begegnet ihr mit Misstrauen. 


Behütet aufgewachsen bei Pflegeltern fühlt sich Kelsea nicht wirklich bereit für die große Aufgabe, aber eine Wahl hat sie nicht. Zusammen mit der persönlichen Leibgarde ihrer verstorbenen Mutter macht sie sich auf den Weg nach New London um dort gekrönt zu werden. 


Schon unterwegs muss sie sich allerlei Gefahren stellen, und mehr als einmal wird alles was sie zu wissen glaubt in Frage gestellt. Welchen Pakt hat ihre Mutter kurz nach ihrer Geburt mit der Roten Königin aus dem Nachbarland Mortmesne geschlossen? Und was hat es mit dem blauen Saphir Amulett auf sich, das sie niemals ablegen soll und das manchmal zu leuchten scheint…?


All diese Fragen werden Kelsea – wie auch dem Leser – erst nach und nach beantwortet, und hinter dem was wie ein 08/15 Fantasy-Rezept klingt, verbirgt sich eine faszinierende Geschichte, die mir als Leserin mehr als einmal den Atem stocken ließ. Zwanzig Seiten habe ich gelesen, bevor ich Band 2 haben musste. Leider müssen wir auf den letzten Band der Trilogie noch warten, er wird voraussichtlich erst im November 2016 erscheinen – im englischen Original vorgemerkt. 


An dieser Stelle sei dann auch erwähnt, dass ich „Die Königin der Schatten“ auf Englisch gelesen habe. Hier heißt der erste Band „Queen of the Tearling“ und ist bei Bantam Press erschienen. Für diese Rezension habe ich mich ein wenig in die deutsche Übersetzung eingelesen, und obwohl meiner Meinung nach der übersetzte  Titel eine Marketing-technische Katastrophe ist (er klingt wie ein fantastischer Drei-Groschen-Roman), so waren doch auch in der deutschen Version deutlich die einzigartigen Stimmen der Charaktere herauszuhören.


Und ja, „Die Königin der Schatten“ ist – streng genommen – eine Dystopie (hier darf nun verächtlich mit den Augen gerollt werden). Durch das gesamte Buch aber werden nur vereinzelt Hinweise darauf gegeben, und das Mysterium des  so genannten „Crossing“ – die Übersiedlung der Menschen auf den neuen Kontinent, auf dem Tearling und Mortmesne liegen – wird bis zum Ende des ersten Buches nicht wirklich aufgeklärt. Glücklicherweise gibt es hierzu ja in den weiteren Bänden dazu noch ausreichend Gelegenheit. 


Bei allem Überschwang aber kann auch Johansens wunderbare Schreibe nicht über die ein oder andere Ungereimtheit hinwegtäuschen. Die Geheimniskrämerei über die Politik ihrer Mutter beispielweise ist auch mit Loyalität nur bedingt zu erklären, vor allem, da dieses Wissen für Kelsea unbedingt vonnöten gewesen wäre... Mehr soll an dieser Stelle aber nicht gesagt sein – no spoilers! ☺


Trotz kleiner Wermutstropfen also ist „Die Königin der Schatten“ ein absolutes Muss für alle Fans von starken Heldinnen und spannender, actiongeladener Fantasy. 


Um es mit den Worten von Emma Watson zu sagen: „Ich habe eine Woche lang nicht geschlafen, weil ich dieses verdammte Buch einfach nicht aus der Hand legen konnte. Ich bin geradezu besessen davon.“

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20 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

brandon sanderson, fantasy, ideenreich, magi, magie, spannend, spannung

Elantris

Brandon Sanderson
Flexibler Einband: 638 Seiten
Erschienen bei Tor Books, 30.05.2006
ISBN 0765350378
Genre: Fantasy

Rezension:


Brandon Sanderson, einer der aufsteigenden Sterne am Fantasy-Himmel. Schon lange stehen seine Werke auf meiner muss-ich-lesen Liste. Nicht nur, weil er als redegewandter Moderator einer der Meilensteine des bekannten Podcasts „Writing Excuses“ ist, sondern auch, weil alleine die Beschreibung seiner Bücher unheimlich neugierig macht.  



Sandersons Genre ist die so genannte Epische Fantasy. Sprich, seine Romane spielen auf Welten, die mit unserer wenig gemein haben. Er hat eine besondere Ader zu politischen Intrigen und vielen Charakteren, ähnelt in diesen Aspekten also George R.R. Martin. Anders als in Martins „Das Lied von Eis und Feuer“ aber spielt in Sandersons Welten die Magie meist eine große Rolle. Eine seiner Stärken liegt nämlich darin, sich interessante magische Systeme auszudenken die sich sehr von den im Genre typischen Zauberspruch-lastigen Mystizismen  unterscheiden.  


So auch in „Elantris“. Prinz Raoden, Thronfolger des Landes Arelon, muss zu seinem Schrecken feststellen, dass er über Nacht vom Shaod verflucht wurde. Der Shaod, das bedeutete vor zehn Jahren noch eine Art Segnung, und verwandelte Bauern und Edelleute zugleich in gottgleiche, magisch begabte Übermenschen die in ihrer Stadt Elantris über die Welt wachten. 
Dann aber versagte die Magie des AonDor und stürzte die Elantrier ins Verderben. Seitdem werden die erbärmlichen, halb-lebendigen „Auserwählten“ nach Elantris verbannt um dort ihr Leben im Verfall zu fristen. 
Auch Raoden ereilt dieses Schicksal. Er aber lässt sich davon nicht entmutigen, und zusammen mit seinem neuen Freund Galladon schmiedet er einen waghalsigen Plan um Elantris und seine Bewohner aus dem Elend zu ziehen. 
Zeitgleich kommt seine Verlobte Sarene in Arelon an. Trotz dem vermeintlichen Tod ihres neuen Ehemannes nimmt sie sich des zerrütteten Landes an und versucht mit politischer List gegen die Intrigen des religiösen Fanatikers Hrathen anzugehen, der gekommen ist um Arelon zu bekehren – und zu unterwerfen.


Brandon Sanderson kann man vieles vorwerfen – Ideenarmut allerdings nicht. „Elantris“ strotzt geradezu vor Einfällen.


Besonders interessant ist das bereits erwähnte Magie-System. Ohne zu viel verraten zu wollen – Raoden bei seiner Rekonstruktion der nahezu verloren gegangenen Elantrischen Magie zu verfolgen ist ein bisschen so wie einem Archäologen über die Schulter zu schauen. Erst scheint nicht viel zu passieren, und dann werden die letzten Knochen freigelegt und man sieht das große Ganze. Und auch Sarene dabei zu begleiten wie sie nach und nach die Politik ihrer neuen Heimat auf den Kopf stellt um den Kampf ihres verlorenen Ehemannes weiterzuführen, macht Spaß.


Aber es gibt durchaus auch Negativpunkte zu bemerken. Brandon Sandersons Erstlingswerk liest sich anfangs ein wenig wie ein Wörterbuch. Ob Religion, Land, magisches Symbol oder Charaktername, viele der verwendeten Namen ähneln sich so sehr, dass es anfangs schwer fällt alles auseinander zu halten. 


Zusammen mit interessanten Figuren und einem verzwirbelten Plot voller Intrigen bietet „Elantris“ auf jeden Fall netten Lesestoff für alle Fans von kreativer Fantasy.






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53 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 26 Rezensionen

anthologie, fantasy, hoffnung, jamie l. farley, janine prediger, jasmin aurel, juliane maibach, liebe, madeleine puljic, magie, maya sheperd, miriam rademacher, nele sickel, sternensand verlag, winterstern

Winterstern (Anthologie)

Maya Shepherd , Juliane Maibach , Jasmin Aurel , Tara Florents
Flexibler Einband: 362 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 12.02.2017
ISBN 9783906829326
Genre: Fantasy

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491 Bibliotheken, 21 Leser, 3 Gruppen, 163 Rezensionen

die krone der sterne, fantasy, gottkaiserin, hexen, kai meyer, maschinen, piraten, raumschiff, raumschiffe, science fiction, scifi, sci-fi, sterne, weltall, weltraum

Die Krone der Sterne

Kai Meyer , Jens Maria Weber
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 26.01.2017
ISBN 9783596035854
Genre: Fantasy

Rezension:

Zuallererst sei gesagt: „Die Krone der Sterne“ ist das erste Buch von Kai Meyer, das ich persönlich gelesen habe. Es hat mich vor allem deswegen angesprochen, weil ich die Vermischung von klassischen Fantasy und Science-Fiction Elementen sehr interessant fand.

Und genau das war es auch, was mich das Buch zu Ende lesen ließ. Das Universum nämlich, das Kai Meyer geschaffen hat, ist unheimlich faszinierend. Hier gibt es Hexenorden die sich vor Jahrtausenden dem Maschinenherrscher entgegenstellten und die Menschen aus dessen Unterjochung befreiten – nur um dann selbst die Macht an sich zu reißen. Seltsame Religionen werden angedeutet, und mehr als nur eine Subkultur gestreift. Weltraumpiraten, Asteroidenschürfer, Elite-Soldaten… sie alle bevölkern Meyers Zukunftsvision.

Und genau darin liegt das Problem, das „Die Krone der Sterne“ für mich hatte. Denn bei all dem „worldbuilding“, das Kai Mayer hier betreibt, bleibt eines leider auf der Strecke: nämlich die Charaktere. Bis zum Ende waren sie für mich leider eher Randfiguren – und das in ihrer eigenen Geschichte.

Aber worum geht es denn nun eigentlich? Die Hauptfigur der Geschichte ist die junge Adlige Iniza, die am Rande des Hexenreiches in den Äußeren Baronien aufgewachsen ist. Obwohl sie immer von den Sternen geträumt hat, ist ihr großer Aufbruch dann so ganz anders als erwartet: als so genannte Braut soll sie in Zukunft der geheimnisvollen Gottkaiserin der Hexen dienen.  Das aber sieht sie ganz anders, und so plant sie zusammen mit ihrem Geliebten Glanis die Flucht. Da aber kommt ihr der Kopfgeldjäger Kranit in die Quere, der ganz andere Pläne mit Iniza hat. Erst als sie schließlich auf dem halbmondförmigen Schiff der Alleshändlerin Shara landet, scheint ihr Ziel in greifbare Nähe zu rücken: den geheimen Stützpunkt der Piraten zu erreichen, von dem nur sie die Koordinaten kennt, und auf dem sie sich endlich in Sicherheit wähnt…

Klingt gut, oder? Ist es auch. Nur, irgendwas fehlte mir beim Lesen, um so richtig in die Geschichte abtauchen zu können. Gerne hätte ich mehr mit Iniza auf ihrer überstürzten und actiongeladenen Flucht  mitgefiebert, und auch über Glanis hätte ich gern mehr gewusst. Bis zum Ende aber bleiben beide eher blass, und auch für ihre Liebe zueinander blieb auf über 400 Seiten Action-Spektakel wenig Zeit.

Wer gerne beim Lesen große Bilder vor Augen hat, dem sei „Die Krone der Sterne“ uneingeschränkt zu empfehlen. Vor allem auch die Illustrationen von Jens Maria Weber machen dieses Buch zu einem besonderen Erlebnis, unterstützen Sie doch ähnlich wie die Karte Mittelerdes in „Der Herr der Ringe“ das Leseerlebnis ungemein. Von grandiosen Raumkathedralen über Kampfroboter und schwarzen Löchern bietet das Buch vieles, was die Fantasie der Leser zum übersprudeln bringt.

Einen zweiten Teil gibt es auch schon, vermutlich werde ich auch weiterlesen. Denn obwohl mich die Charaktere nicht so recht gekriegt haben, will ich doch trotzdem wissen, was hinter allem steckt, was im ersten Teil nur angedeutet wurde. Von daher: Ziel erreicht, Herr Meyer. Meine Neugier zumindest ist geweckt. 

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

gender, künstliche intelligenz, science fiction

Ancillary Justice

Ann Leckie
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Little, Brown Book Group, 01.10.2013
ISBN 9780356502403
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Bevor ich wirklich in die Rezension dieses wirklich beeindruckenden Buches eintauche, bitte ich folgendes zu beachten. Ich habe Ancillary Justice auf Englisch gelesen. Von daher habe ich mich entschlossen, in dieser Rezension auch die englischen Begriffe zu verwenden – vor allem deswegen, weil es schwierig ist die deutschen herauszufinden wenn man das Buch nicht vorliegen hat. :)
Mit ihrem Erstlingswerk ist Ann Leckie ein bemerkenswerter Einstieg in die Science-Fiction gelungen. Ancillary Justice ist auf vielen Ebenen ein Buch, wie ich es noch nie gelesen habe. Zugegeben, ich lese eher wenig Science-Fiction. Trotzdem glaube ich, dass die spezielle Erzählkunst dieses Romans auch für versierte Sci-Fi Leser etwas ganz Neues ist.
Zwar ist die Grundidee, ihre Geschichte aus der Sicht einer Künstlichen Intelligenz erzählen zu lassen nicht ganz neu, aber mit Breq hat die Autorin einen wahrhaft einzigartigen Charakter geschaffen. Denn Breq ist nicht einfach nur eine KI. Breq ist eigentlich die KI des Kriegsraumschiffes Justice of Toren – genauer gesagt ist sie ein Teil von One Esk, einer Unterabteilung der Gesamt-KI. Und noch genauer gesagt ist Breq ein Ancillary, also ein menschlicher Körper der der KI einverleibt wurde und nun als One Esk zusammen mit 19 anderen Ancillaries ausführendes Element der Justice of Toren ist.
Klingt spannend, oder?
Damit aber nicht genug der Besonderheiten von Ancillary Justice. Die Justice of Toren ist ein Kampfschiff der Radchai, einer stetig expandierenden Weltenmacht, die sich im Universum ausbreitet. Anführerin der Radchai ist Anaander Mianaai, ein Wesen, das sich selbst in eine Art KI verwandelt hat und nun mit ihren vielen Körpern ihr Reich verwaltet.
Auch die Religionen in diesem Roman sind erwähnenswert. Die Radch annektieren die sie umgebenden Welten und ähnlich wie die alten Römer übernehmen sie deren Götter dann in ihr eigenes Pantheon. In Ancillary Justice geschieht das gerade mit den Gottheiten des Planeten Shis’urna, dessen Annektierung in Rückblicken erzählt wird und an der Breq als Ancillary beteiligt war.
Die Radchai haben keine Geschlechterunterscheidung. Das hat zur Folge, dass Breq für alle Personen denen sie begegnet die weibliche Form wählt, und dann gerne Fehler macht, wenn sie eine andere Sprache sprechen muss. Das interessante dabei ist, dass eigentlich nur aus der Begegnung mit Nicht-Radchai geschlossen werden kann, welches Geschlecht ein Charakter nun wirklich hat. Ich allerdings habe schnell gemerkt, dass es überhaupt keine Rolle spielt ob ein Charakter nun ein Mann oder eine Frau ist. Und alleine das war eine völlig neue Erfahrung.
Die eigentliche Story des Romans rückt ob dieser einzigartigen Erzählweise teilweise etwas in den Hintergrund. Aber gerade sie hat es in sich. Breq nämlich ist die einzige Überlebende ihres Schiffes, der Justice of Toren. Als einzelner Ancillary hat sie die letzten zwanzig Jahre damit verbracht, einen Racheplan zu schmieden. Denn es war die Anführerin der Radch selbst die damals die Zerstörung ihres Schiffes bewirkte, und all die Jahre über hatte Breq nur ein Ziel - Anaander Minaai zu töten. Erst als sie zufällig auf Seivander trifft, die vor tausend Jahren einer ihrer Lieutenants war und seitdem im Kryoschlaf lag, rückt Breqs Plan in greifbare Nähe.
Wem es noch nicht klar geworden ist, dem sei es hier noch einmal gesagt: Ancillary Justice ist kein Buch, das vor sich hinplätschert. Ich habe lange gebraucht um es zu lesen – nicht aber, weil es langweilig ist, oh nein. Im Gegenteil. Trotz der Zeit die sich die Autorin nimmt um Breqs Werdegang zu zeigen, habe ich nie das Interesse verloren. 
Einzig das viele Denken hat mich davon abgehalten, das Buch in wenigen Tagen zu verschlingen. Neben vielem anderen ist dieser Roman nämlich auch noch schlau. Philosophische Denkansätze sind so geschickt in die Handlung eingebaut, dass man erst danach merkt in welche neue Richtung man eben geschubst wurde. Alleine die Tatsache, dass Breq so sehr ein Teil ihrer Gesellschaft ist, wirft interessante Fragen auf. Ist es ethisch akzeptabel, Menschen zu Ancillaries zu machen, auch, wenn sie selbst keinerlei Nachteil darin sieht? Und was passiert, wenn ein menschlicher Geist, der in vielen Körpern lebt, beginnt, sich mit dieser Frage auseinander zu setzen…?
Wer also Lust auf einen beachtenswerten Science-Fiction-Roman hat, dem sei Ann Leckie’s Debutroman hiermit wärmstens empfohlen. Übrigens hat dieser Roman nicht nur den Hugo Award, sondern auch den Arthur C. Clarke und einen Nebula gewonnen, das aber nur am Rande.

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