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34 Bibliotheken, 11 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

london, cyberworld, jugendbuch, freundschaft, zukunft

CyberWorld 5.0: Burning London

Nadine Erdmann
E-Buch Text
Erschienen bei Greenlight Press, 29.11.2017
ISBN 9783958342835
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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210 Bibliotheken, 12 Leser, 1 Gruppe, 27 Rezensionen

schweden, mörder, humor, roman, kirche

Mörder Anders und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind

Jonas Jonasson , Wibke Kuhn
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei carl's books, 07.04.2016
ISBN 9783570585627
Genre: Romane

Rezension:

Mein erster Jonas Jonasson wart gelesen. Eigentlich ich wollte ich die Bücher der Reihe nach lesen, da sie aber immer abgeschlossene Geschichten beinhalten, dachte ich mir doch einfach beim Neusten anzufangen. 
Ich ging mit wenigen Erwartungen an das Buch und kam mit vielen wieder heraus, da ich selten solch eine Geschichte gelesen habe.
Hier möchte ich mich ganz herzlich beim Bloggerportal von Randomhouse bedanken, die mir dieses Buch zukommen ließen. 
So, dann wollen wir das Buch mal auseinander nehmen. 
Viel Spaß.
Eine interessante Geschichte? Anwesend. Humorvolle Szenen? Zu genüge vorhanden. Charaktere mit bleibenden Eindruck? An Bord. Tja, dann kann ja nix schief gehen. 
Für mich leider doch. Denn auch wenn die Geschichte sehr ausgeklügelt war, so hatte sie an einigen Stellen einfach den Grad von humorvoll zu unglaubwürdig überschritten. Dies waren meist Stellen in denen einfach zu sehr übertrieben wurde. Auch konnte ich den Handlungen von Rezeptionist und Pfarrerin nicht immer folgen. Gerade die Situationen in denen sie Mörder Anders los werden wollten es aber nicht taten, konnte ich nicht immer nachvollziehen.
Der Einstieg in das Buch und in die Geschichte gelang mühelos und sorgte dafür das ich bereits nach ein paar Seiten, das Buch nicht mehr aus der Hand legen wollte. Dies lag meist auch daran das man nie wusste wie sich die Geschichte weiter verändern würde, da die Charaktere im Buch immer neue Ideen an den Tag legten.
Die Schreibweise des Autors sprach mich sehr an, da sie leicht zu lesen war und nur selten mit Fremdworten hantierte. Zudem sorgte der bereits genannte Witz für unterhaltsame Lesestunden. 
Gerade die Darstellung von Schweden hatte für mich etwas anziehendes, da ich in diesem Land noch nie war. Auch die Beschreibungen ihrer Gesetze waren verblüffend und sorgten mit ihrer Auslegung für unterhaltsame Momente. Ob die Gesetze tatsächlich so bestehen, kann ich leider nicht sagen. 
Allgemein ließ es sich der Autor nicht nehmen wichtige Orte, Gegenstände oder Personen sehr genau zu beschreiben. Damit schaffte er es spielend Bilder vor dem geistigen Auge zu ermöglichen. 
Die 3 Hauptcharaktere im Buch waren eines der wohl ulkigsten Trio´s über die ich je etwas lesen durfte.
Da wäre zum einen Per Persson, welcher zuerst in einem Freundenhaus an der Rezeption stand und später bei einem Hotel, wobei beide das selbe Gebäude waren. Per tat mir von Anfang an leid, da man ihn anscheinend ausnutzte. Besonders schön war bei ihm, das er im Laufe der Geschichte immer mehr aufblühte. Gerade zu Ende spürte man seine Lebenslust, die teilweise ansteckend war.
Johanna Kjellander ist wohl mit die stärkste weibliche Charakterin, die ich je erlesen durfte. Gehasst von ihrem Vater, in einen Berufsstand gezwungen, aber eine Person mit Lebenswille. Wo findet man das schon? Tatsächlich ist ihre Geschichte sehr traurig und ich war fast froh sie nur stückchenweise im Buch wieder zu finden. Ihre Klugheit, ihre Ideen und ihre Ansichten sorgen dafür das die Geschichte seinem Lauf nehmen konnte.
Johan Andersson, kurz gesagt Mörder Anders, würde ich nicht unbedingt als cleveren Mann bezeichnen. Tatsächlich hat er bereits Probleme damit rechts und links von einander zu unterscheiden oder gar zu zählen. Das dieser Mann zu Gott findet und nun statt Bier lieber Rotwein trinkt, da es mehr an Jesu Blut erinnert, war eine Geschichte voller Überraschungen. Zwischendurch wurde es mir aber hin und wieder zuviel mit ihm, da seine dauerhaft fehlende Schlauheit nicht nur für Unterhaltung sorgte.
Eine wichtige Gruppe wäre noch zu nennen und zwar die Gangster, welche später hinter Mörder Anders her sind. Erst einmal sie selbst und dann ihre Diskussionen sorgten bei mir für einige Grinser. Sie sind nicht unbedingt die Hellsten, aber haben genug kriminelle Energie für drei in sich. Dies machte sie gefährlich, aber auch sehr unterhaltsam.
Den Titel des Buches drei mal hintereinander, ohne Fehler, aufzusagen dürfte nur den wenigsten gelingen. Trotzdem war er sehr passend und wurde dementsprechend auffällig in Szene gesetzt. 
Das Buch an sich fällt schon allein durch seine Hintergrundfarbe auf, erinnert dabei aber stark an seine Vorgänger, welche ebenfalls so ähnlich dargestellt wurden. Einzig die verschiedenen Farben und Tiere machen hier einen Unterschied.
Eine Geschichte über Geld, Geld verdienen und Geld spenden. Wobei letzteres nicht immer so leicht von der Hand ging. Aber einen Mörder Anders widerspricht man nicht.

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53 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

stephen king, der dunkle turm, schwarz, revolvermann, stephen king; der dunkle turm

Der Dunkle Turm – Schwarz

Stephen King , Joachim Körber
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Heyne, 10.07.2017
ISBN 9783453504028
Genre: Fantasy

Rezension:

Der Film wart gesehen und die Lust auf die Reihe stieg mehr und mehr. Daher freute ich mich sehr als mir das Bloggerportal von Random House das Buch als Rezensionsexemplar überließ.
Ich habe bereits Werke von Stephen King gelesen aber biss mir schließlich an diesem die Zähne aus. Warum? Das erfahrt ihr jetzt.
Die Geschichte rund um den Revolvermann Roland faszinierte mich, leider aber erst nach sehen des Filmes. Das Buchverfilmungen am Ende meist nur noch einen Hauch mit dem Buch selbst zutun haben, durfte ich diesmal heftig erfahren. Denn wer glaubt auch nur ansatzweise die Geschichte wie im Film zu erlesen, den muss ich leider enttäuschen.
Im ersten Buch der 7 teiligen Reihe erfahren wir sehr viel, aber doch irgendwie zu wenig. Dinge werden erwähnt, die aber keinerlei Erklärung bekommen. Sie sind einfach da und wir müssen damit klar kommen. Wir ziehen z.B. mit Roland durch die Lande,besuchen Dörfer und durchstreifen die Wüste auf der Suche nach dem Mann in schwarz. Was wir jedoch dabei erleben, war zumindest für mich, mit sehr vielen Fragen behangen. 
Von früheren Büchern King´s war ich es bereits gewohnt, das es hin und wieder Anmerkungen zu sexuellen Erlebnissen der Charaktere gab, welche diesmal auch nicht ausblieben. Tatsächlich durfte man erlesen wie der Revolvermann seinen Trieben freien Lauf lassen konnte. Diese Szenen hätte man aber auch getrost weg lassen können, da sie keinen weiteren Sinn für die Handlung hatten.
Wer noch nie einen King gelesen hat, dem würde ich abraten mit diesem Buch zu beginnen. Zum einen da es eine Reihe ist und zum anderen da sie sehr komplex und stellenweise sogar sehr verwirrend war. Gerade die Schreibweise irritierte stark und ließ es nicht zu der Geschichte auf geradem Wege zu folgen. Dies war auch der Grund warum ich solange für das Buch brauchte. Ich las viele Seiten doppelt um wenigstens ansatzweise Zusammenhänge zu erkennen.
Das Ende überraschte mich dann noch einmal und stellte ein für alle mal klar das wir es hier mit einem King zutun haben. 

Die Geschichte rund um Roland und seinem Wesen als Relvolermann, wurde zumindest teilweise erklärt. Stellenweise tauchten wir in Rolands Kind hinab und erlasen eine Kindheit die streng, freizügig aber auch voller Regeln war. Trotzdem verstand ich nicht wieso man einen Mann verfolgen muss um ihn etwas zu fragen. 
Jack, spielte im Buch nur eine kleine Rolle, die dazu auch noch viele Fragen aufwarf. Denn er taucht plötzlich auf und ist dann einfach da. Dies hinterließ bei mir einen faden Beigeschmack, da ich gerne erfahren hätte wie er in diese Welt kam. Richtig beschrieben wurde Jack auch nicht, was ihn fast unwichtig machte.
Sowohl in der Vergangenheit des Revolvermannes als auch in seiner Gegenwart dürfen wir von normalen Menschen bis hin zu Mutanten alles erleben. Gerade die Menschen im Buch hatten ein hartes Leben welches sie mit dem Rauchen von Gras zu verbessern versuchten. Die Mutanten waren zum Teil unterhaltsam, da ihre Fähigkeiten nicht verbessert sondern ehr verschlechtert wurden. 
In seiner Vergangenheit lernen wir Roland´s Eltern, seinen Lehrmeister und andere Kinder kennen. Ihre Bräuche und Sitten zu erlesen war dabei sehr spannend aber auch erschreckend, da sie manchmal an Wilde erinnerten. Gerade der Übergang vom Kind zum Relvolvermann wurde sehr deutlich erzählt und überraschte was das Scheitern der Aufnahme daher brachte.


Das Buchcover zum Film fand ich sehr unpassend gewählt, da die Handlung vom Buch und die vom Film sehr unterschiedlich waren. Von Wolkenkratzern, geschweige den Straßen kann man im Buch nämlich nix erlesen. Zumindest nicht im ersten Teil.

Die kuriose und schwere Schreibweise gab dem Buch mehr Verwirrung als Spannung. Viele offene Fragen locken in den 2. Teil, hätten aber zumindest ansatzweise einmal erklärt werden können.

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Tags: der dunkle turm-zyklus, schwarz, stephen king   (3)
 

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23 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

psychiater, habe ich noch vage in erinnerung, ich glaub es war gut, vergewaltigung, anwälte

Der Psychiater

Mark Fisher
Flexibler Einband: 524 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe
ISBN 9783404258291
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Als ich vor geraumer Zeit eine Menge Bücher geschenkt bekam, zog auch dieser Thriller in mein Bücherregal ein. Ich kannte weder den Autor noch das Buch, wusste aber, anhand Kurzbeschreibung, das ich dieses Buch unbedingt lesen muss. Und so kam es schließlich auch. Wie ich das Buch fand und welchen Eindruck es hinterließ erfahrt ihr dann jetzt.
Die Vergewaltigung einer Frau ist sowohl bei uns als auch in anderen Ländern ein schwieriges Thema, zumal es die verschiedensten Meinungen dazu gibt.Ich möchte hier auch nicht ausufern, sondern in die Geschichte einleiten, welche in New York spielt und die Geschichte eines Psychiaters erzählt, welcher seine eigene Patientin vergewaltigt haben soll, da sie in seinem Wagen gefunden wurde. 
Auch wenn das Buch schon 17 Jahre alt ist, so kommt einem die Geschichte vor, wie etwas, das man gerade im Fernsehen erlebt hat. Sie wirkt sehr aktuell und hätte genauso in der heutigen Zeit spielen können.
Der Mix aus Thriller und Ärtzekrimi gelang sehr gut und brachte beide Genre sehr gut im Buch unter.
Besonders die Verhandlung vor Gericht nahm einen großen Teil der Geschichte ein und überraschte mich stets. Es war ein Abenteuer zu erleben wie die Anwälte gegeneinander kämpften und stets zwischen Sieg und Niederlage wechselten. 
Die Schreibweise des Buches mit einem Fluss zu vergleichen, wäre wohl das einfachste Möglichkeit um die leichte, aber reißende Geschichte, die einem oftmals einen kalten Schauer verpasste, zu beschreiben.
Schon nach den ersten Seiten fühlte ich mich im Buch wohl und freute mich auf jede weitere Seite, da man nie wirklich wusste, was diese für einen bereit hielten. 
Auch wenn wir viel über die Arbeit eines Psychiaters erfahren, wurde man als Leser nicht mit schweren, unaussprechlichen Fachbegriffen überrannt. Dies machte viel aus, da man so viel leichter verstand, was die Ärzte eigentlich taten.
Ich selbst, fand die Geschichte sehr spannend und emotional. Man fühlte mit Dr. Gibson, der seine Frau verlor und noch immer um sie traute, weil er sich Schuld an ihrem Ableben gab oder mit Cathrine, welche innerhalb kürzester Zeit mehrere Schicksalsschläge erlitt und noch immer an ihre große Liebe glaubte. Es war bewegend zu sehen, wie sie sich halfen, nur um die Wahrheit zu präsentieren. Wut und sogar Hass spielen auch eine große Rolle, genau wie Verachtung und natürlich Freude.
Wir erleben die Geschichte zudem nicht als ganzes sondern erfahren erst so nach und nach was eigentlich wie und wo geschah. Gerade dies hielt die Spannung oben, da man nie wusste was noch kommt. 
Ich habe bestimmt schon ein wenig gespoilert und entschuldige mich dafür.
De Auswahl der Protagonisten und deren Charaktere fand ich sehr gut gewählt, da man sie sich sehr gut vorstellen konnte. Dr. Gibson der hübsche Psychiater, in den sich hin und wieder Patienten verlieben. Cathrine, die Schauspielerin werden will und die Liebe ihres Lebens gefunden hat oder Kommissar Templeton, welcher alles dafür gäbe um Dr. Gibson hinter Gittern zu bringen. 
Jede Person hatte ihre Daseinsberechtigung und erfüllte diese auch. Selbst die verhaßten Eltern von Cathrine, passten in die Geschichte und hatten gerade zum Ende einen denkwürdigen Auftritt, der mich sehr bewegte.
Wie schon oben beschrieben war der im Buch erzählte Prozess sehr ausgiebig, da man hier sämtliche Charaktere des Buches antraf. 
Gerade die beiden Verteidiger konnten unterschiedlich nicht sein, auch wenn sie verblüffende Stellungsnahmen abgaben.Kalt und nur auf Geld aus oder klug und mit reinem Herzen, ein ungleiches Battle. 
Allgemein hatte alle Personen im Buch einen Überraschungsmoment, mit dem man einfach nicht gerechnet hatte. Wann welche kamen, wird natürlich nicht verraten.
Die rote Farbe des Buches schreit förmlich Gefahr und beherbergt diese auch.Leider fehlte dem Buch der gewisse Kick, um zu sagen, das es auffällig wäre. Rote Farbe allein, macht eben noch keinen Eyecatcher.
Die Schriftgröße von Autorenname und Buchtitel empfand ich als sehr angenehm, da beides sehr gut zu lesen war. Auch die Schriftart war gut gewählt, da sie auch weithin lesbar war.
Ein brisanter Thriller mit interessanten Einsichten in die Arbeit von Psychiatern und von Verhandlungen vor Gericht. Trotz heiklen Themas, wurde dieses umfassend und sehr gekonnt in die Geschichte eingebaut.

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Tags: der psychiater, mark fisher, thriller   (3)
 

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49 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 3 Rezensionen

irland, cyborg, verschwörung, forschung, cia

Der Letzte seiner Art

Andreas Eschbach
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 10.06.2016
ISBN 9783404271504
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Dieses Buch kam durch eine Schenkung in meine kleine, aber feine Bibliothek. Ich hatte noch kein Buch des Autors und wurde mit der Zeit immer neugieriger. So kam es dazu das ich endlich zu meinem ersten "Eschbach" griff und ihn las . Was dabei heraus kam erfahrt ihr jetzt.
Der Einstieg gelang mühelos und überraschte mit einem spektakulären, aber auch gewaltvollen Start in die Geschichte. Wir lernen Duane, unseren Hauptprotagonisten, in einer heiklen Situation kennen, aus der er nur sehr schwerlich entkommt. Nachdem diese überstanden war, erfuhren wir im Laufe der Erzählung wie er zu dieser Situation kam. Leider zog sich dies an einigen Stellen, da man nie komplett erfuhr wie er zu seinem Körper kam. Ich hätte es schöner gefunden die Geschichte von vorne bis hinten zu erfahren, anstatt an willkürlich gewählten Punkten seines Lebens, ein Stück davon zu erzählen. 
Dieses Buch war trotzdem etwas besonderes, da es mal eine ganze andere Sicht präsentierte. Aus anderen Büchern kannte man das fehlgeschlagene Projekte sofort zerstört wurden, um die Geheimhaltung zu gewährleisten. Aber hier durften wir ein solches Projekt erleben, welchem die Freiheit geschenkt wurde. 
An was es mir fehlte, war zeitweise die Spannung. Auch wenn die Story an sich sehr interessant war, hätte ich mir hier und da doch einen kleinen Kick gewünscht. Die Beschreibungen zu Duane´s Körper waren zwar interessant, hatten aber nur einen geringen Unterhaltungswert. Mich langweilten sie sogar, da sie sehr unspektakulär beschrieben wurden. Dabei waren sie so besonders und unheimlich wertvoll. 
Das Ende war für mich eigentlich der wahre Höhepunkt des Buches, da man hier endlich Duane in Aktion erleben konnte. Leider endete das Buch zu früh und hätte mit ein paar Seiten mehr, etwas endgültiges gehabt. 
Emotional hatte ich auch etwas zu kämpfen, da sich Gefühlsregungen zu Ereignissen nicht einstellen wollten. Selbst wenn Duane in den höchsten Tönen von seiner heimlichen Liebe schwärmte, kam es mir nicht echt genug vor.

In der Geschichte geschah noch einiges mehr, welches jedoch einen zu großen Überraschungseffekt besaß, so das ich es nicht preis geben möchte. 

Hier kann ich in erster Linie natürlich Duane nennen, um welchen es sich auch im Buch dreht. Duane selbst ist Soldat der Marine gewesen, bevor sich dem Projekt anschloss und nach jenen, eine Leben in Irland wählte.
Er entwickelte eine Liebe zu Seneca, dessen Lyrik man auch vor jeden neuen Kapital findet. Ich selbst konnte damit nicht viel anfangen, da mir dieses Gebiet absolut nicht liegt. 
Stellenweise wirkte Duane auf mich etwas dümmlich und kreativlos, da er seinem freien Leben keinen wirklichen Sinn gab. Er unternahm zwar stets Spaziergänge, aber diese ohne großen Sinn oder Ziel.Nur zum Ende erlebte ich schließlich den Duane, den ich von vornherein haben wollte. 
Neben seinem Leben erfahren wir hin und wieder etwas über die Personen in dem kleinen Dorf. Unnatürlich fand ich hier, das er schon längere Zeit dort wohnte, die Leute ihn aber kaum kannten. Eine Anspielung darauf, das man sich in Dörfern eigentlich gegenseitig kennt.
Natürlich erlebten wir auch Momente mit seinem vorherigen Arbeitsplatz und seinem ehemaligen Chef, welcher sich immer noch für ihn einsetzt. Kein Wunder, er sieht seine Schöpfung wie einen Sohn und behandelt ihn auch dementsprechend. Auch spätere Handlungen zeugten von Liebe und einer gewissen Opfergabe.
Ich habe eine ältere Variante des Buches ergattert, welche aus der Outbreak Edition von Weltbild stammte. Zu diesem Buch gibt es wahrscheinlich noch mehrere in diesem Design. 
Ich fand das Cover derer nicht schlecht, finde aber das aktuelle Cover des Buches um Längen besser. 
Die interessante Geschichte eines Mannes, der seinen Körper aufgab, aber immer noch mit seinem Herz handelte.

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48 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 36 Rezensionen

krimi, drogen, witzig, humor, undercover

Mieze Undercover

Mina Teichert , Daniela Katzenberger
Geheftet: 320 Seiten
Erschienen bei Eden Books - Ein Verlag der Edel Germany GmbH, 03.11.2017
ISBN 9783959101394
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Wenn die Buchfee zuschlägt und einem unerwartet neue Lektüre nach Hause bringt, kann ich nix anderes außer in die Gegend grinsen und mich darüber freuen. Was sollte man schließlich auch sonst tun? 
Wie bereits angedeutet kam dieses Buch ganz unerwartet zu mir und überraschte mich nicht nur mit dem Buch selbst, sondern auch mit den bei gelegten Goodies. 
Ein großes "Danke schön" hierfür an Eden Books.
Die Neugier packte mich und ich las meinen ersten Krimi, in dem "Mieze" die Hauptrolle spielt.
Ob mich Mieze überzeugen konnte, erfahrt ihr jetzt.
Ach herrje, waren wohl meine ersten Gedanken nachdem ich das Buch durchgelesen hatte. Der Drang es abzubrechen war stets präsent, da mir weder das Setting noch die Charaktere wirklich zusagten. 
Im Buch haben wir es mit Mieze zutun, die verheiratet und Mutter einer 3-jährigen Tochter ist, die Lou heißt. Sie ist Hausfrau und bekommt nach 3-jähriger Arbeitspause, das Bedürfnis wieder arbeiten zu gehen. Wir erleben ihre Bewerbungsphase und dürfen schließlich erlesen, wie sie einen Job im Polizeirevier bekam. Der folgte dann eine prompte Beförderung zur verdeckten Ermittlerin, bei der sie in einem Table-Dance-Club tanzen musste.
Zusammengefasst hatte ich nach dem Lesen des Buches Kopfschmerzen vom dauernden Kopfschütteln.Am schlimmsten fand ich den Einstieg in ihren neuen Beruf im Polizeirevier. Denn wie sie zu dem Job kam war unverschämt und unfair. Viele kennen die Situation auf dem Arbeitsmarkt und würden alles geben um endlich als Fachkraft angesehen zu werden und einen Job mit angemessener Bezahlung zu bekommen. Bei Mieze half ihr Vater, der einst Polizeirevierleiter war und seinen Kollegen einfach mal nach einen Job für seine Tochter fragte. Natürlich wurde durch Zufall gerade eine Bürokraft gesucht. Das Einstellungsgespräch hierbei machte mich besonders wütend, da man es ehr für nötig sah einen alten Kollegen zu helfen, als eine geeignetere Fachkraft zu finden. 
Mich dann noch von "Mieze" zu überzeugen, wurde dadurch nicht gerade leichter, ehr schwerer. Im Verlauf des Buches ist es dann immer wieder Vater Glück der dafür sorgte, das gerade Mieze Hinweise und Spuren findet und mit ihren kindlichen Verhalten, damit vor den Polizeikollegen angibt.
Des öfteren dürfen wir dann auch den Alltag von Familie Moll erleben, welcher, naja, sehr herzig war. Fabian und Mieze scheinen auch nach langer Zeit sehr viel verliebt zu sein und erinnern dabei ehr an hormongebeutelte Teenager, als an ein Ehepaar. Hier hätte es ruhig weniger sein dürfen.
Wo fang ich da bloss an? Am besten bei Familie Moll. 
Wie man vielleicht schon mitbekam war ich auf die Hauptcharakterin Michaela "Mieze" Moll nicht besonders gut zu sprechen. Dies lag aber nicht nur an der unfairen Art und Weise wie sie einen Job bekam sondern auch an ihrem Verhalten selbst.
Wie alt Michaela ist wird nicht verraten, das sie allerdings über 30 sein dürfte, war anzunehmen. Charakterlich war sie jedoch noch nicht so weit und siedelte sich ehr bei Kleinkind bis Teenager an. Immer wieder imitiert sie das Verhalten ihrer Tochter und macht hier und da einen Schmollmund um ihren Willen zu bekommen.Besonders wichtig war ihr, ihr Aussehen, weshalb man in regelmäßigen Abständen über ihre Augenringe, Nestfrisuren usw. auf dem Laufenden gehalten wurde. Besonders ihre Schminkaktionen störten mit der Zeit, weil sie absolut nix zur Geschichte beitrugen.
Fabian, der Mann aller Männer, der Gott schlechthin,zumindest für Michaela, die am laufenden Band von ihrem Mann schwärmt. Nachdem Beschreibungen im Buch könnte man ihn wahrscheinlich mit Barbie´s Ken vergleichen. Und auch wenn er sich mit Technik auskennen soll, wirkt er im Buch nicht gerade wie jemand der dies wirklich beherrscht. Auch er benahm sich nicht wie ein Erwachsener sondern handelte meist töricht und total unverständlich.
Das Team rund um die Einsatzgruppe, war mehr damit beschäftigt Mohnschnecken zu essen, als etwas in die Wege zu leiten. Eine Observierung da, eine Festnahme hier, mehr passierte nicht wirklich. 
Die Charaktere rund um die Table-Dance-Bar waren teilweise ok. Die Einzige mit der ich immer wieder Probleme hatte war Chantal, da diese von der Autorin aus dazu verdonnert wurde immer und überall "Denglisch" zu sprechen. Einmal ok, aber  das ganze Buch durchweg sprapazierte die Nerven empfindlich. 
Natürlich gab es noch weitere Charaktere wie Michaela´s Vater, die anderen Mütter, Gäste der Bar und natürlich auch die Hintermänner, welche Michaela und ihr Team aufdecken sollen.
Sagen wir es so wie es ist, das Buch konnte mich bei weiten nicht überzeugen. Denn anstatt einem guten Krimi, erhielt ich einen Frauenroman der versuchte lustig zu sein. 
Meine Art von Humor wurde dabei leider nicht getroffen und das obwohl man mich sehr einfach zu einem Grinsen bringen kann. Dies lag wahrscheinlich auch daran das man versuchte, möglichst viele peinliche Momente von Michaela in das Buch einzubauen. Alle paar Seiten passierte ihr ein Malheur, welches den Leser unterhalten sollte. Der Verwendung von Spitznamen für Körperteile oder Gegenstände bediene ich mich selbst, aber in einem angenehmen Maß. Das Wort "Möppis" (Brust, Brüste) fand ich bei einmaliger Benutzung noch sehr witzig, aber beim 3. Mal nervte es nur noch. Genau wegen sowas konnte ich das Buch nicht richtig ernst nehmen.
Auch die kriminalistische Seite wirkte nur wenig realistisch und hätte besser recherchiert werden können. Besonders da es sich um die Kölner Polizei handelte sollte, erschreckte mich dies etwas. 
Die Charaktere wirkten überzogen und wenig glaubhaft. Ich selbst habe nur wenige Auftritte von Frau Katzenberger gesehen und hoffe für sie, das die Hauptfigur nicht wirklich auf ihrem Wesen basieren soll. Allgemein war die Darstellung von Frauen sehr daneben, da ich mir kaum vorstellen kann, das Mütter einen solchen Groll untereinander hegen. Verschiedene Meinungen zur Erziehung sind ja ok, aber das Mütter andere förmlich zu dieser drängen kann ich mir nur sehr wenig vorstellen. In Einzelfällen vielleicht, aber nicht die Mütter eines ganzen Kindergartens.
Spannung fehlte schier und stellte sich auch zum Ende auch nur gering ein, weshalb Gänsehaut-Momente in denen man mitfieberte komplett aus blieben. 
Ansonsten war die Schreibweise angenehm und ermöglichte ein problemloses durchlesen. Fremdworte fielen kaum an und wurden bei Verwendung auch erklärt. 
Keine Spannung, herabsetzende Unterhaltung und abschreckende Charaktere. Der erste Fall von Frau Moll, wird bei mir auch der Letzte sein.

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Tags: chicklit, daniela katzenberger, eden books, köln, krimi, mina teichert   (6)
 

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10 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

tariq nazar, science fiction, scinece fiction, bod, raumkrank

Raumkrank

Tariq Nazar
Flexibler Einband: 292 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 22.07.2008
ISBN 9783837024647
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Ich bin und bleibe eine Querbeetleserin die in fast jedem Genre etwas findet, das sie fasziniert.
So auch im Sci-Fi-Genre, in welchem ich mich gerne in fremde Galaxien schleifen lasse oder gar unbekannte Lebensformen kennen lerne. Besonders begeistern können mich jedoch Roboter und ihre interessanten Bauweisen, dabei verstehe ich schon bei einem Computer kaum wie die Elemente miteinander funktionieren.
Sei es drum. Dieses Buch wanderte durch eine Leserunde bei Lovelybooks auf mein Tablet, weshalb ich mich hier auch beim Autor dafür bedanken möchte. 
Ob mich die Geschichte um ein außerirdisches Krankenhaus begeistern konnte, erfahrt ihr jetzt.
Die Kurzbeschreibung des Buches klang verlockend und weckte meine Neugier. Als es dann endlich soweit war und die ersten Seiten hinter mir lagen, ließ die Euphorie jedoch  so langsam nach. 
Wir begleiten in der Geschichte den Doktor Nero Antimon, zu seiner neuen Arbeitsstelle in einer intergalaktischen Weltraumklinik und erfahren dabei wie es in jener aussieht und wie die Abläufe sind. Diese wäre auch total spannend gewesen, hätte man die Abläufe nicht wie in einem Lehrbuch nach und nach aufgegriffen und erklärt. Gerade die Erklärung von Nero´s Zimmer wurde bis in kleinste Detail erläutert und das obwohl mich dies überhaupt nicht wirklich interessierte. 
Allgemein hätte ich die Geschichte anders aufgegriffen, da wir und Nero total unwissend auf diese Station kommen. Ich selbst hätte es spannender gefunden, wenn er bereits über alles im Bilde gewesen wäre und seinen ärtzlichen Alltag einfach begonnen hätte. Im Buch war die Erde jedoch erstseit kurzen in einem Verband, in dem es auch andere Lebensformen gibt. Dies ist ja alles gut und schön, wäre es da aber nicht sinnvoller gewesen, Ärtze bereits auf der Erde mit medizinischen Fachwissen über ihre baldigen nicht menschlichen Formen zu unterrichten? Einen Arzt ins Ungewissene zu schicken, war da für mich eine fragwürdiges Unterfangen.
Auch wenn mir der Schreibstil sehr gefiel, hätte man den unbekannten Lebensformen andere bzw. leichter auszusprechende Namen geben können. Ich verstand, das man exotische Bezeichnungen für alle Wesen finden wollte, aber einen Hauch weniger zungenbrechend wäre schon sehr gut gewesen. Denn immerhin hielten mich genau diese Worte vom Lesen ab bzw. lösten Unterbrechungen aus.
Die Idee zum Buch ist brillant, da zumindest ich, noch nie etwas von einem Krankenhaus im Weltall gelesen habe. Genauso spannend war die Darstellung der Abteilungen und die Art der Krankheiten jeder Spezies. Denn wer einmal lesen möchte wie ein schwangeres Zuchtmännchen mit seiner Schwangerschaft klar kommt, welche Probleme es dabei hat und wie die Geburt aussieht, der ist herzlich dazu eingeladen sich dies einmal zu erlesen. Für mich, eine meiner Lieblingsstellen.
Für Technikbegeisterte gibt es natürlich auch genug zu erlesen und natürlich zu bestaunen. Ich entdeckte hier Gerätschaften, die einfach nur neugierig machten.
Besonders schade war es um das Ende, das sicher noch ein paar Seiten mehr gebraucht hätte, da man mit mehr Fragen als Antworten aus der Geschichte entlassen wurde.
Während des Lesens merkte ich schnell, das ich genauso unvorbereitet in dieses Krankenhaus kam wie unser Hauptprotagonist Nero. Zwar ist Nero ein Arzt, welcher Art wird aber leider nicht erklärt.
Nero selbst wirkt überhaupt nicht wie ein Doktor, geschweige den Arzt, sondern ehr wie ein Praktikant, der sich mal eine medizinische Station ansehen wollte. Und auch wenn er beschrieben wurde, ein klares Bild von ihm wollte sich einfach nicht bilden. Ich verfolgte zwar seine Handlungen, aber dies mehr unbewusst als bewusst. Schade war auch, nix über seinen Familienstand zu erfahren oder wie sein bisheriges Leben verlief. Gerade zu Anfang wäre dies sehr interessant gewesen.
Elea war die einzigste menschliche Frau an Bord des Krankenhauses und war mit für die Technik zuständig. Da aber die menschliche Rasse noch nicht alle vertraglichen Dinge geregelt hatte, konnte sie sich nie frei entfalten. Auch wenn sie sehr hübsch erscheint, so hat sie doch ein recht bissiges Wesen, welches man besonders zu spüren bekommt wenn es nicht nach ihrer Nase geht.Zum Ende taut sie zwar etwas auf, aber dies wirkte fast fehl am Platz. 
Natürlich waren die anderen Lebensformen das Highlight im Buch und konnten mich trotz ihrer seltsamen Namen für sich begeistern. Egal ob kleine Kinder, die giftiges Gas einatmeten oder Lebensformen denen die Gliedmaßen bei Abriss wieder nach wuchsen, irgendwas ist für jeden dabei.
Im gesamten haben wir eine sehr hohe Anzahl an Charakteren welche aber mal und mal weniger wichtig erscheinen. Von einigen hätte ich jedoch gerne mehr erfahren. Ach was sage, ich hätte allgemein gerne mehr Wesen kennen gelernt.

Die Darstellung eines intergalaktischen Krankenhauses ist auf jeden Fall gelungen. 
Man reist durch das All und plötzlich erscheint ein riesiger gelber Pfeil, der in den unterschiedlichsten Sprachen verkündet das man sich in der Nähe eines Krankenhauses befindet. Ich finde das logisch. 
Vielleicht hätte man noch den ein oder anderen Planeten mit ins Bild nehmen können, aber dies wäre Erbsenzählerei.
Auch der Schrifttyp von Autorenname und Buchtitel schließen auf einen Sci-Fi-Roman. Allerdings hätte ich beide etwas größer gemacht.
Unaussprechliche Namen und zu viele Erklärungen, nahmen den Buch seinen Reiz und das obwohl eine Menge Potenzial in ihm steckt.

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Tags: bod, raumkrank, scinece fiction, tariq nazar   (4)
 

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260 Bibliotheken, 3 Leser, 4 Gruppen, 9 Rezensionen

thriller, will trent, lena adams, selbstmord, sara linton

Letzte Worte

Karin Slaughter , Klaus Berr
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 18.08.2014
ISBN 9783442378166
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich bin ein großer Karin Slaughter - Fan. "Belladonna", war mein allererster Thriller überhaupt und der Beginn einer wundervollen Bücherfreundschaft. Noch heute lese ich ihre Bücher gerne und kann es meist kaum erwarten wieder ein Neues von Ihr in den Händen zu halten.
Trotzdem stehen in meinem Bücherregal noch 4 ungelesene Bücher von Karin Slaughter, welche ich aber in nächster Zeit endlich in Angriff nehmen möchte. 
Nachdem ich nun über 2 Jahre nix von ihr gelesen hatte, wollte ich endlich wieder zu Sara Linton und Will Trent. 
Ich entschied mich für "Letzte Worte", da ich der Meinung war es noch nie gelesen zu haben und wurde eines besseren belehrt. Nach ein paar Seiten im Buch merkte ich das mir die Worte bekannt vorkamen und ich das doch irgendwo schon einmal gehört bzw gelesen hatte.
Das Buch war für mich somit ein Re-Read, aber da ich eh noch nie eine Rezension zu einem Buch von Karin Slaughter geschrieben hatte, wollte ich die Chance nutzen. Tja und da sind wir nun. 
Ein regnerischer Tag, eine einsame Stelle an einem See und ein Mädchen, das diesen Orte wählte um einfach in Ruhe nachzudenken. Doch was ist wenn die Gedanken sich drehen, man immer an das selbe denken muss. Und plötzlich erscheint dieser einsame, kalte See als Hoffnungsträger, als Ort in dem man, wenn man sich traute, diese Sorgen verlieren würde. Nur ein Schritt, ein paar Minuten im eiskalten Wasser und es gebe keine Sorgen, keine Probleme mehr.
Schon der Prolog, sorgte dafür, das ich mir die Decke noch fester um den Körper wickelte und schnellstens nach meinem heißen Tee griff. Die Kälte die dieser See aussandt überwältigte mich völlig und das obwohl die Geschichte noch nicht einmal richtig begonnen hatte.
Auch diesmal handelte es sich um einen Thriller, bei welchem man die Arbeit von Detectives begleitete. Wer bereits vorherige Bücher über Grant Country gelesen hatte, war hier übrigens klar im Vorteil. Detectives wie Frank Wallace und Lena Adams spielten diesmal eine große Rolle, aber auch der ehemalige Chief der Beiden, Jeffrey Tolliver, wurde des Öfteren benannt. 
Dieses Mal lag das Hauptaugenmerk nicht nur auf der Jagd nach einem Mörder, sondern auch darauf zu zeigen, wie ein Polizeirevier "nicht" geführt werden sollte. Es war gerade zu erschreckend, nur erlesen zu können wie Korruption und Unterschlagung zum Tagesgeschäft gehörten und man absolut nicht tun konnte. Besonders die Leichtigkeit mit der diese durchgeführt wurden überraschte mich sehr und machte mich zugleich auch wütend. Die Frage, ob es wirklich so einfach wäre, brannte sich förmlich in meine Gedanken. 
Mit jedem Buch der Autorin, lernte ich ihre Arbeiten immer mehr zu schätzen. Der spannende Einstieg in die Geschichte, die immer spektakulären Fälle und die überraschenden und nervenzerreißenden Auflösungen und Enden. Auch diesmal wurde ich ab der ersten Seite gepackt und das obwohl ich dieses Buch bereits schon einmal gelesen hatte.
Dieses Buch würde ich als ein ehr harmloseres Werk einstufen, da ich von der Autorin bereits brutalere Geschichten gewohnt war. Blut, Gewalt und Opfer gab es natürlich, aber in doch viel geringeren Maßen.
Wie schon oben beschrieben, fesselte mich bereits der Prolog an das Buch und sorgte dafür das meine Sinne auf Hochdruck liefen. Auch emotional spielte mir das Buch so einige Streiche und ließ mich mit den Protagonisten trauern oder so richtig wütend werden. Auch wenn ich mich dafür jedes Mal selbst belächle, so schätze ich diese Verliebtheit in Details, welche es mir wieder ermöglichte, mich in die Geschichte hineinzufühlen.
Fehlende Spannung suchte man auch diesmal wieder vergeblich. Zumindest bis zum Ende, welches etwas schnell und unverständlich daher kam. Auch wenn der Fall aufgeklärt wurde, so fühlte ich mich mit dessen Lösung nicht wohl. Die Aufklärung der Missstände im Revier, war da schon etwas befriedigender. 
Da ich nicht gerade ein Freund von neuen Worten bin, war es für mich wieder sehr vorteilhaft, das es im Buch so gut wie keine davon gab. Natürlich ließ es sich nicht immer ausschließen Fachworte zu benutzen, jedoch wurden diese immer sehr gut umschrieben und verständlich gemacht.
Wenn ich den Namen "Karin Slaughter" höre, so erfolgt ein direkter Gedankensprung zu Sara Linton und Will Trent. Auch wenn beide erst in getrennten Staaten ermittelten, so führten ihre Wege sie schon einmal zusammen. 
Beide Charaktere habe ich schätzen gelernt, da sie neben den vielen positiven Merkmalen auch ihre Fehler hatten. Ok Fehler, wäre das falsche Wort, aber Problem würde schon sehr gut passen. 
Sara Linton war für mich immer ein starker Charakter, der sehr viel einstecken konnte, aber auch um so mehr gab. Sie in diesem Buch als gebrochene Frau zu erleben, tat da schon fast etwas weh. Trotz aller Umstände schaffte sie es in diesem Fall wieder ihr bestes zu geben und beeindruckte mit ihren Kenntnissen.
Bei Will Trent überkam mich stets eine Mischung aus Wut und Mitleid. Ich verstand einfach nicht, warum ein erwachsener Mann, welcher auch noch Polizist ist, ein Leben mit einer Schreib- und Lesebehinderung verbrachte und sich nicht einmal dafür einsetzte diese zu beheben. Wenn er jedoch eines konnte, dann einen komplizierten Fall lösen. Dies gelang ihm mit einer Geschicklichkeit, die mich einfach nur beeindruckte. Im Buch wurde viel über den Verlauf seines bisherigen Lebens berichtet, welcher mich dazu brachte, auch schon einmal eine Träne zu vergießen. 
Die Polizisten und Angestellten des Polizeireviers, erlebte ich bereits in anderen Teilen. Hier fielen sie stets positiv auf. In diesem Teil schwenkte dies komplett und die vorher geliebte Truppe, wurde zu einem Hassobjekt, die sich dafür schämen müsste das Wort "Detective" in den Mund zu nehmen. Weshalb es einen solchen Wechsel innerhalb des Reviers gab, möchte ich jedoch jeden einzeln erlesen lassen. 
Auch viele weitere Charaktere wie Sara´s Schwester, ihre Eltern oder auch Einwohner der Stadt hatte ihre Auftritte. Jedoch prägte ich mir anstatt der Namen ihre Charaktere ein, da diese jeder Figur wie auf den Leib geschneidert waren. Allgemein wirkten die Personen und die Orte  so realistisch auf mich, das ich meinte, das dies vielleicht irgendwo genauso passiert war.
Leider hatte das Cover, mit seiner im Buch beschriebenen Story, überhaupt nix zutun. Die Farben schwarz, weiß und rot, assoziiere ich mittlerweile eh mit Thrillern und Krimi´s und konnte mich daher nicht wirklich überraschen.
Eine rote Lotusblüte auf dem Wasser. Was sollte mir das sagen? So richtig etwas anfangen, konnte ich mit diesem Bild nichts. 
 Karin Slaughter bewies mir, das sie auch harmlosere Thriller schreiben und trotzdem ein Höchstmaß an Spannung in jene bauen konnte.Auch wenn mich das Ende nicht vollends überzeugen konnte, so schaffte es der Rest der Geschichte problemlos.

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mitteldeutscher verlag, kurzgeschichten, andere häfen, christopher ecker

Andere Häfen

Christopher Ecker
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Mitteldeutscher Verlag, 01.09.2017
ISBN 9783954629152
Genre: Historische Romane

Rezension:

Kurzgeschichten, ach wie habe ich sie früher gehasst. Nicht wegen ihres Inhaltes, nein, sondern weil man sie in der Schule komplett auseinander nehmen musste, um eine Interpretation über sie zu schreiben. Dies fiel mir stets schwer, da ich die Kurzgeschichte, einfach Kurzgeschichte sein lassen wollte. 
Die Schule habe ich nun schon lange hinter mir, konnten mich vor ca. 2 Jahren Kurzgeschichten wieder begeistern und das schönste an ihnen war, das ich sie ganz Geschichte sein lassen konnte und darüber denken durfte was ich wollte.
Dieses kleine, feine Buch, fand schließlich seinen Weg in meine Hände. Hierfür möchte ich mich noch einmal ganz herzlich bei dem "Mitteldeutschen Verlag" bedanken. 
Aber nun auf zur eigentlichen Rezension.
 Bei diesem Buch tat ich etwas, was ich sonst nie bei Büchern mache. Ich las es nicht mit einmal, sondern über einen längeren Zeitraum, an jedem Abend meist nur 3 Geschichten. Nebenbei las ich sogar noch eine weitere Lektüre. Warum ich dies tat? Weil das Buch 87 kleine Geschichten enthielt, welche ich mir gönnen und nicht hinter einander abstottern wollte.
Jetzt, nach dem Lesen, überkommen mich stets noch Gedanken an vereinzelte Geschichten, die in mir etwas auslösten. Sei es Traurigkeit, Freude oder Verwirrung, es war ein Spiel der Emotionen, in welchem ich sehr gerne mitwirkte. Zum Teil wurden ernste Themen angesprochen, welche dann aber so in das Humorvolle gezogen wurden, das ich nur grinsen konnte. Im nachhinein erschrak ich darüber, aber in dem Moment als ich es las, war es unterhaltsam.
Das wohl größte Problem, war für mich die Schreibweise, da für meinen Geschmack zuviel mit Sätzen in Klammern gearbeitet wurde oder der Autor einfach zwischendurch einen Kommentar loslassen wollte, welcher dann in kursiver Schreibform wieder zu finden war. Diese Einmischungen in die Geschichte verwirrten und sorgten dafür das man aus dem Konzept geworfen wurde. Hier hätte ich es besser gefunden wenn Anmerkungen nachträglich unter diese geschrieben worden wären.
Je nach Schreibstil ließ sich die Geschichten dann mal mehr und mal weniger gut lesen, was aber auch mit der Thematik jener zutun hatte. Auch die Anzahl an Fremdworten variierte je ne nach Thema. Allerdings gab es keine Erzählung die durchgehend kompliziert erschien. Wie schon oben beschrieben, wurden verschiedenste Emotionen angesprochen. Auch die Benutzung von aktuellen und brisanten Themen fand statt. Diese wurden aber entweder entschärft oder sehr humorvoll umgesetzt.
Besonders beeindruckte mich der Ideenreichtum des Autors. Denn egal ob es sich um 87 normale Bücher oder um 87 kleine Erzählung handelt, die Ideen dazu müssen erst einmal da sein. Und sie waren da. Natürlich war es manchmal schade, das Personen nur mit "er" oder "sie" benannt wurden, aber ich erkannte bald, das ich so jede beliebige Person für eines der Personalpronomen einsetzen konnte. Man wurde also mit in die Geschichte integriert und hatte so gleich doppelt Spaß daran.
Ich erzähle bewusst nix über die Inhalte vereinzelter Geschichten, da ich niemanden die Überraschungen nehmen möchte, welcher er mit diesem Buch erfährt.
 Auch wenn ich aufwendige Cover sehr mag und gegen erhabene Muster oder Schriften keinerlei Groll hege, empfand ich das dezente Design des Buches als sehr angenehm. 
Einzig der Name des Autors und der des Buchtitels hätte ich stärker hervorgehoben, da die zarten Linien auf dem hellen Untergrund schon fast verschwinden.
Die Entscheidung dieses Buch als Hardcover heraus zu bringen, empfand ich als sehr gute Wahl, da es ein Buch ist, das man häufiger in die Hand nimmt. Ich lese Kurzgeschichten grundsätzlich mehrmals und ärgerte mich hier bereits mehrmals das diese nur als Taschenbuch heraus kamen und dann schnell Abnutzungsspuren aufwiesen.
Ein Buch für Kurzgeschichtenliebhaber und die, die es noch werden wollen. "Andere Häfen" mag anspruchsvoll sein,sorgte aber mit seiner Vielfalt für ein unterhaltsame Lesezeit.

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Tags: andere häfen, christopher ecker, kurzgeschichten, mitteldeutscher verlag   (4)
 

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cyberpunk, erfinder, zeitenkollision, zukunft, armand baltazar

Timeless - Retter der verlorenen Zeit

Armand Baltazar , Tanja Ohlsen , Armand Baltazar
Fester Einband: 624 Seiten
Erschienen bei cbj, 23.10.2017
ISBN 9783570174470
Genre: Comics

Rezension:

Ihr mögt Steampunk? Dinosaurier lassen euer Herz höher schlagen? Und Zeitreisen faszinieren euch von je her? Dann könnte dieses Buch vielleicht genau das Richtige für euch sein. Falls nicht wie wäre es mit Hoverboards, Piraten und Robotern? Man hält es kaum für möglich, aber ja, all diese Dinge stecken in nur einem Buch.
Als es bei mir einzog, zog es mich erstmal herab. Ich wusste vorab das es ein Hardcover war, aber die Schwere überraschte mich dann doch. 
Nachdem es dann ausgepackt vor mir lag, hatte ich nur einen Begriff im Kopf, "Was für eine Schönheit". Das Durchblättern wurde dann zu einem Konzert aus "ahhhh´s" und "uiiiihhhhh´s", den die Illustrationen im Buch waren einfach nur atemberaubend schön. 
Ob mich die Geschichte auch überzeugen konnte, erfahrt ihr jetzt.
Der Einstieg in das Buch erfolgte durch einen Prolog, der es in sich hatte. Mit nur 3 Seiten und einigen Illustrationen wurde die Geschichte dieser Welt und ihr jetzigen Dasein erklärt, welches mich einfach nur verblüffte.
Zusammengefasst fand die Welt ein Ende, jedoch nicht durch die Natur, Kriege oder einen Atomsprengkopf, nein, das Raum-Zeit-Kontinuum verschob sich und brachte Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zusammen. Die wenigen Menschen die überlebten, stammten nun aus den verschiedensten Zeitepochen und teilten ihr Leben ab sofort mit Dinosauriern, Dampfschiffen und Robotern. Klingt spannend oder?
Und genau das war es auch. Allein die Vorstellung entzündete, in meinem Kopf, ein wahres Feuerwerk der Gedanken. Wie sollte dann erst das Buch sein?
Das Buch selbst, erlebte man aus der Sicht des 13-jährigen Diego Ribera, welcher aus der 1. Generation von Kindern aus der neuen Welt stammte. Neben ihm lernten wir natürlich noch andere Kinder kennen und man erfuhr das es große Probleme zwischen den einzelnen Zeitepochen gab, da jede sich für die Wichtigste hielt.
Grundsätzlich handelte das Buch von Freundschaft, Willenskraft und Vertrauen. Aber auch Themen wie Rassismus oder verbotene Liebe fanden ihren Weg in die Geschichte. Dies natürlich nicht in aller Strenge wie man es in einem Erwachsenenroman finden würde, aber auf jeden Fall so, das ein Kind oder ein Teenager sie verstehen würde.
War man einmal in der Geschichte war, wollte man so schnell nicht wieder aus ihr heraus. Gerade abends hatte ich sehr große Probleme damit, das Buch überhaupt aus den Händen zu legen. Dies lag nicht allein an der Story sondern auch an ihrer spannenden Schreibweise. Denn je mehr ich las, desto mehr, wollte ich über diese Welt und ihre neuen Regeln erfahren. 
Auch wenn viele das Buch um ein paar Seiten kürzen würden, so würde ich es nicht verändern. Mir gefielen die Passagen an denen es auch einmal etwas ruhiger zuging. Ich hatte zwar ab und an das Gefühl das die Figuren im Buch ihr Ziel etwas vergaßen. Aber genau einen Moment später waren sie wieder auf Kurs.
Was mir jedoch auffiel, waren die vielen Fremdworte und Begriffe für Maschinenteile, die teilweise unaussprechliche Namen besaßen. Selbst ich, als Erwachsener, hatte große Probleme überhaupt zu verstehen wofür diese Teile gut waren und dies trotz Erklärungen. Hier hätte ich mir doch ein wenig mehr Einfachheit gewünscht, da Kinder mit 12 Jahren nicht unbedingt eine ausgelernte Mechanikerlehre vorweisen können.
Einem Buch Gefühl und Emotionen zu geben, stellte ich mir sehr schwierig vor. Mit den Charakteren zu fühlen, sei es auch nur eine Nebenfigur, hob dieses Buch von vielen anderen ab. Denn ab der ersten Seite, verstand ich wieso die Figuren so handelten wie sie handelten. Genau dieser Aspekt, machte das Buch für mich so realistisch. Egal ob Stolz, Wut, Trauer oder Freude, man fühlte sie. Ob dies vielleicht zuviel für Kinder wäre? Ich denke nicht. Da sie aus den Handlungen jedes Einzelnen lernen könnten. 
Charaktere gab es im Buch zu Hauf, manche schafften es in die Geschichte, andere nur auf Illustrationen. Trotzdem waren sie da und zeigten welcher Epoche sie angehörten. Denn genau dies war das große Streitthema und dies sowohl bei den Erwachsenen als auch bei den Kindern.
Diego, der Hauptprotagonist, war ein Kind dessen Eltern aus unterschiedlichen Epochen stammten. Auch wenn dies in der neuen Welt geschah, so war es kein Alltag, da die meisten lieber untereinander Partner suchten.
Neben Diego lernten wir natürlich noch weitere Kinder kennen, welche auch im Verlauf der Geschichte wichtige Rollen einnahmen. Bis sie jedoch Freunde wurden dauerte es, da nicht nur der Epochenstolz stetig im Weg war, sondern auch Vorbehalte gegenüber Andersfarbigen an der Tagesordnung standen. Gerade dunkelhäutige Personen hatte ein hartes Leben und wurden teils sogar in eigene Stadtviertel verbannt.
Jede Familie der 4 Hauptfiguren hatte eine andere Geschichte, welche gekonnt im Buch erzählt wurde. Es war spannend zu erlesen, wie unterschiedlich sie aufwuchsen. Noch spannender war es allerdings von ihren Träumen zu lesen, welche nach Ansicht der Eltern, wohl nie wahr werden würden.
Wer die Charaktere im Buch waren, möchte diesmal jeden Einzelnen selbst herausfinden lassen. Einen hatte ich zwar bereits benannt, aber auch ihn werde ich nicht weiter beschreiben. Warum denn das nicht? Ich habe bei diesem Buch das Gefühl, zuviel preis geben zu können. Da dieses voller Überraschungen steckte, wäre es nicht gerade vorteilhaft zuviel zu erzählen.
Man sollte sich jedoch nicht nur auf gut durchdachte Charaktere freuen sondern auch auf die Kleinigkeiten, die dieses Buch zu einem wahren Schatz machten.
Neben den viele Illustrationen, die das Buch schmückten, durfte natürlich auch die Darstellung des Covers nicht irgendein Bild zieren. Auch hier durfte man wieder das künstlerische Geschick des Autors bewundern, welcher alle Bilder selbst entworfen und gezeichnet hatte. 
Wer wissen wollte um was es im Buch ging, musste bloss einen Blick auf das Cover werfen. Neben den ein oder anderen Charakteren, zierten neben einem Dinosaurier, auch Schiffe und Roboter die Szenerie. Auch die im Buch oft benannten Hoverboards durfte man hier das erste Mal erblicken.
Allgemein empfand ich die Gestaltung des Covers als ein Meisterwerk, da man so viele Themen miteinander verband und sie trotzdem nicht fehlplatziert wirkten. 
Titel, Untertitel und der Name des Autors, stachen trotz allem heraus und gingen in der schieren Menge nicht unter. Die Umrandung durch Elemente des Steampunks, halfen dabei beträchtlich.
Wenn mich dieses Buch schon als Erwachsener so begeistern konnte, wie sähe dann erst die Reaktion bei einem Kind aus? Ein tolles Werk, auf dessen Nachfolger ich gebannt warten werde.

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

katze, oliver peetz, tiere, verbrechen, wahnsinn

Katzentango

Oliver Peetz
Flexibler Einband: 216 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 29.11.2016
ISBN 9783741241697
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Dieses Buch erhielt ich im Rahmen einer Buchverlosung bei Lovelybooks. Da ich eine eingefleischte Thriller-Liebhaberin bin, sprach mich dieses Buch natürlich sofort an. 

Gerade Psychothriller sind für mich etwas besonderes, da sie einen meist noch emotionaler ergreifen als andere Bücher. Ich hatte schon Bücher die mich nervlich völlig fertig machten, da die Handlungen und Charaktere einen schon fast Angst einjagten.

Wie es mir mit diesem Psychothriller ging? Ich verstand die Hauptperson ein wenig. Zum Glück nur ein wenig. Aber dazu jetzt mehr.

Der Einstieg in die Geschichte, erinnerte mich sehr an den Ort, an dem ich aufwuchs. Einen sozialen Brennpunkt, wie man es so schön sagen würde. Überall Plattenbauten, Gewalt und eine hohe Arbeitslosenquote spielten in diesen Bereichen eine große Rolle, welche der Autor gekonnt in Szene gesetzt hatte. 

Im Ganzen geht es um Iho, welcher an so einem Ort aufwuchs und dabei dessen Grauen erfuhr. Ein Einzelgänger ohne Anschluss an Gleichaltrige und ohne geregelten Elternhaus. Eine Geschichte die wahrscheinlich viele Kinder in ganz Deutschland täglich erfahren. 

Da es sich hier um einen Psychothriller handelte, erfuhr man natürlich nicht, wie Iho´s Leben geworden wäre, wenn er sich aus dieser Welt herausgekämpft hätte. Nein, wir erleben, wie seine Psyche diesen Druck nicht mehr standhielt, zerbrach und schließlich das aus ihm machte, was wir schließlich zu lesen bekamen.

Das Wichtigste für einen guten Psychothriller ist, meiner Meinung nach, die Schreibweise. Man soll vom Text gefesselt werden und dabei gebannt die Geschichte weiter verfolgen, die einem hin und wieder dazu veranlasst den Atem anzuhalten. 

Gerade am Anfang wollte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Zu sehr wollte ich erfahren, wie sich Iho in dieser, mir bekannten, Welt zurecht fand und wie er sie erlebte. Ich brannte förmlich darauf mehr über ihn und sein Umfeld zu erfahren, wurde aber meist mit kurzen Beschreibungen abgespeist.

Was zu Anfang noch für eine Menge Spannung sorgte, lies im Laufe des Buches immer mehr nach. Die stupiden Morde sprachen mich kaum an und erweckten in mir auch keine Furcht. Teilweise verstand ich sie nicht einmal. Oder war das vielleicht der Sinn?

Gerade im Momenten in den Iho einen Rausch erlebte, wechselte der Schreibstil von ganzen Sätzen zu teilweise vereinzelten Worten, welche beschreiben sollten was gerade in seinem Kopf vorging. Auch hier eckte ich ab und an, da man diese Momente viel feiner hätte ausdrücken müssen. Den Rausch stetig mit Tango zu zertieren, nahm ihm einfach seine Wirkung. Natürlich verstand ich, das man den Titel des Buches mit der Geschichte verbinden wollte, aber dies hätte man vielleicht auch anders bewältigen können.

Die 216 Seiten lasen sich im Übrigen sehr flott, da man trotz allem eine sehr leichte Schreibweise benutzte. Fremdworte kamen kaum vor und sorgten dafür das kein Begriff einzeln erklärt werden musste. 


Wie schon weiter oben beschrieben, handelte das Buch ausschließlich von Iho, welcher eigentlich Ignaz-Horst-Otto hieß. Schon die Wahl seines Namens sorgte für die ersten Spannungen in seiner Familie, weshalb er sich diese Abkürzung ausdachte.

Iho ist ein Einzelgänger. Dies aber ungewollt. Doch der Einstieg in die im Bezirk lebenden Gangs ist nicht gerade leicht. Sein Umfeld ist geprägt von Gewalt, Alkohol und sozialen Konflikten, welche aber anfangs stark an ihm abprallen. Erst im Laufe der Geschichte brach seine Wand und erschuf einen jungen Mann der sein Verhalten nicht mehr wirklich unter Kontrolle hatte. 

Schon bei der Beschreibung seiner Eltern lief es mir kalt den Rücken herab, da ich mir ein solches Umfeld für kein Kind wünschen würde. Gewalt und Alkohol, spielten eine große Rolle, aber auch der Hass auf fremde Kulturen. Etwas klischeehaft war hier nur die Beschreibung der Mutter welche das Leben ihres Mannes einfach akzeptierte.

Außer ein paar älteren Jungen, einem blinden Mann und den Opfern seiner Taten lernte man keine weiteren Personen kennen. Gerade die Wahl von Iho´s Opfern, hätte ich mir hierbei besser erklärt gewünscht.

Natürlich wollte man das Cover möglichst düster gestalten, aber ich hätte es doch schöner gefunden, wenn eine weiße Katze, wie im Buch beschrieben, das Cover geziert hätte.

Die Schrift des Buchtitels sagte mir sehr zu, da sie auffällig war, aber es dabei nicht übertrieb. Trotzdem hätte ich eine andere Verteilung der einzelnen Elemente gewählt, da gerade der untere Bereich zu leer erschien.

Die Rückseite des Buches zierte allein die Katze, was ich vielleicht auch für das vordere Cover gewählt hätte. Die Kurzbeschreibung un die Zusammenfassung auf der Rückseite verrieten mir leider schon viel zu viel, weshalb man sich stellenweise schon denken konnte was alles passieren würde. Man verlor somit den Überraschungseffekt.

Ein Psychothriller mit sozialen und aktuellen Themen und dem Weg eines Jungen, der aus seiner Welt ausbricht. Spannend aber mit Ecken und Kanten.

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atomkraft, schweiz, lindberg, thriller, erik lindberg

Reaktor - Der unsichtbare Mörder

Thomas Kowa
E-Buch Text: 337 Seiten
Erschienen bei dp DIGITAL PUBLISHERS, 01.10.2017
ISBN 9783960871361
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Nachdem ich schon Remexan und Redux lesen durfte, freute ich mich um so mehr als ich erfuhr das "Reaktor" bald erschienen würde. Die beiden Vorgänger konnten mich mit ihren Geschichten überzeugen, da sie Themen ansprachen, über die ein Normalbürger wohl nie nachdanken würde. Gerade die Geschichte rundum das Medikament "Remexan", durch welches Menschen nur noch eine Stunde Schlaf bräuchten, haftete sich an mein Gedächnis und bringt mich noch immer zum Nachdenken.
Der neuste Fall für Erik Lindberg behandelte nebenbei natürlich wieder ein prekäre Thematik, welches diesmal die "Atomkraft" war. 
Gerade nach Fukushima waren Atomkraftwerke wieder in aller Munde und sogar vom Ende der Atomkraft war die Rede. 
Als ich jedoch das Buch begann, bemerkte ich erst einmal wie normal Atomkraftwerke wieder für mich geworden waren. Sie waren eben da und über die Auswirkungen ihres Daseins machte ich mir nicht die geringste Sorge. 
Wo "Remexan" und "Redux" Themen behandelten die mich förmlich schockten und überraschten, schaffte dies "Reaktor" nicht. Wieso das erfahrt jetzt.
Die Schweiz, für viele das Land schlecht hin, mit seinem relativ hohen Lebensstandard und dem gepflegten Auftreten. Doch auch in diesem Land gibt es Atomkraftwerke und diese sind stellenweise an undenkbar dummen Stellen errichtet worden. 
Im Buch wurde ein solches Werk behandelt, welches nur wenige Meter neben einem Staudamm stand. Dieses Kraftwerk gibt es im übrigen tatsächlich und ist auch noch in Betrieb. Eine Abschaltung ist bereits für 2019 geplant.
Mein erster Gedanke nach lesen des Buches, war ein leichter Schock. Verständlich, hielt ich doch Atomkraftwerke für Gebäude, die den höchsten Sicherheitsschutz erhalten müssten. Das deren Wartung und Erhalt jedoch so umfassend erschien, brachte mich sehr schnell zum Grübeln. Sind wir vielleicht alle in Gefahr?
Neben den sehr ausführlichen Beschreibungen über Atomkraftwerke, behandelte das Buch auch eine andere Gefahrensituation, einen Staudamm. 
Ein Staudamm klingt wahrscheinlich weniger dramatisch, kann aber bei falscher Lage den ultimativen GAU auslösen.Im Buch handelte es sich um einen Staudamm, welcher mit minderwertigen Materialien aufgebaut wurde und somit selbst kleinsten Erdbeben nicht standhalten könnte. 
Man sieht es braucht nicht immer Horror um uns Angst einzujagen. Die Vorstellung von einem Super-GAU, reicht in den meisten Fällen förmlich aus, um eine Massenpanik zu erreichen. 
Natürlich drehte sich die Geschichte nicht nur um die beiden benannten Bauwerke, sondern auch um Gewalt, Macht und viel Geld. Genauso erfuhr man sehr viel über Umweltschützer und deren Aufgaben, die nicht immer ganz legal waren, aber doch irgendwie verständlich waren.
Endlich wieder etwas über Erik Lindberg und sein Team, rund um Mia Adams und Katharina Zach erlesen zu dürfen, hob meine Stimmung wie von selbst. 
Was mich auch diesmal wieder faszinierte, war, das ich trotz mehrteiliger Reihe immer noch das Gefühl bekam nicht alles über die 3 zu wissen. 
Wer Erik Lindberg noch nicht kennt, dem empfehle ich, ihn Buch für Buch kennen zu lernen. Für mich ist er einer der wohl komplexesten Ermittler über den ich je gelesen hatte, da er, zumindest mich, emotional sehr ergreift und mich stets spüren ließ wie es in ihm zuging. Kurz gesagt, man fühlte mit ihm, man dachte mit ihm nach und ab und an wurde man mit ihm sauer, wenn etwas schief lief. Dies war auch in "Reaktor" wieder spürbar und hinterließ gerade wenn es um seine Frau ging, eine Gänsehaut auf dem Arm.
Mia, blieb für mich, bisher das kleine Küken des Trios. Sie nicht zu mögen ist fast unmöglich und das obwohl ihre Ansichten zu Natur und Umwelt meist etwas sehr streng waren. Als Mitglied von Greenpeace, aber auch als angestellte Polizistin, dürfen wir ihren inneren Kampf mitverfolgen, welcher sich meist darum drehte wie sie ihre Überzeugungen preis geben könnte ohne ihren Job zu gefährden. Ein schweres Unterfangen.
Wer in diesem Teil, leider eine kleine Rolle einnahm war Katharina Zach, die 3. des Teams. Sie war mehr für die Laborarbeiten zuständig, welche diesmal aber kaum Beachtung fanden. Nur zum Ende erhielt sie wieder etwas mehr Aufmerksamkeit. Wer übrigens einmal erfahren möchte wie der Autor Thomas Kowa, sich seine Charaktere vorstellt, dem kann ich nur die "Editors Edition" von Remexan empfehlen. Man bekam hier nicht nur eine erweiterte Beschreibung der Personen sondern auch die bildliche Vorstellung derer.
"Was wenn der eigene Chef dich erpresst? " Dies war für mich eine Vorstellung, die mir einfach nicht in den Kopf wollte und die ich sehr unpassend in diesem Buch fand. Zwar sorgte dieser Umstand für ordentlich Emotionen, gerade in Sachen Wut und Hass, war für mich jedoch zu unrealistisch. Oder ist dies mittlerweile gang und gäbe?
Der "Feind" im Buch war mir diesmal einfach nicht spannend genug. Könnte man dies so sagen? Ich weiß es gerade selbst nicht, da mir einfach nicht die passenden Worte einfallen wollen.  Ich probiere es trotzdem einmal.
Da ich selbst kein Umweltaktivist bin, war es für mich nur stellenweise möglich ihren Handlungen zu folgen. Auch ob diese legal oder illegal waren, interessierte mich nur gering. Sie als wichtig zu erachten gelang dabei überhaupt nicht.
Doch wie sah es bei den Gegnern aus? Die, die in Natur nur Kapital sahen und für die ein Super-GAU ein gewinnbringendes Geschäft wäre. Auch sie waren nicht gerade leicht zu verstehen, da diese sich gerne als Wohltäter ausgaben, die zwar leicht zu durchschauen waren, aber deren Aussagen mich oftmals verwirrten.
Kaum hatte ich das Buch in der Hand, war es ein Ding des Unmöglichen es wieder weg zu legen. Der Einstieg in die Geschichte gelang für Kenner der Vorgänger mühelos, da man einfach von "Redux" zu "Reaktor" überging.
Was mich jedes Mal dazu trieb die Bücher zu lesen, war der klare und unglaublich leichte Schreibstil. Thriller haben für mich eine besondere Bedeutung, da sie mein Hauptgenre sind und ich mittlerweile einfach einen gewissen Standard bei Ihnen habe. 
Ohne Thrill kein Thriller? Für mich auf jeden Fall. Tatsächlich erwarte ich einfach, das mich ein Buch mit diesem Vermerk schockt und mit seiner Thematik noch eine gewisse Zeit in meinem Kopf herum geistert. Dies schaffte "Reaktor" mühelos. Denn auch wenn "Atomkraftwerke" nicht mehr das aktuellste Thema sind, so verbindet man mit ihnen einfach ein gewisses Grauen.
Natürlich spielt auch der emotionale Faktor eine große Rolle, da man wie in diesem Fall Polizisten bei ihrem Einsatz über die Schulter und manchmal sogar in den Kopf sehen darf. Besonders der Zwiespalt Erik Lindberg´s zwischen seinen Ermittlungen un der Pflege seiner Frau, hinterließen bei mir stets ein Gefühl der Trauer, da man einfach eine gewisse Überlastung Lindberg´s spürte. 
Wenn ich eines mag dann ausführliche Beschreibungen, die ein klares Bild in meinem Kopf erstellen, kurz gesagt, mein Kopfkino in Gang setzen. Dies gelang mir mir auf Grund der detaillierten Anmerkungen schon nach ein paar Seiten und begleitete mich durch das gesamte Buch. Einzig das Ende hinterließ bei mir einen faden Beigeschmack, da mir hier die Geschichte zu konfus wurde. Tatsächlich konnte ich das Ende und die Erläuterungen dazu nicht ganz verstehen. 
Wenn es ein Wort für die Buchcover von Thomas Kowa gäbe, dann wäre dieses "stimmig".
Auch wenn die Bücher ehr dezent designt wurden, so finde ich sie als sehr angenehm für einen Thriller. Gerade die Einbringung von Farbe in ein sonst sehr tristes Bild, kann dieses zu einem Meisterwerk machen. 
Trotz grauen Hintergrund, habe ich gefallen an den Covern gefunden, welche immer einen Farbtupfer erhalten.
In diesem Fall springt der Beititel des Buches und das Zeichen für "Atomkraft" einen förmlich entgegen, wodurch man sich auf jene konzentriert.
Schriftart und -größe waren wieder sehr angenehm und hinterließen einen bleibenden Eindruck. Als Bücherreihe im Regal sähe diese einfach nur umwerfend aus.
Ein wieder spannender Thriller von Thomas Kowa, welcher mich aber mit seiner Thematik nicht ganz überzeugen konnte. Ein Buch das auch nach dem Lesen zum Nachdenken anregt.

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thriller, nordsee, derek meister, valandsiel, rache

Die Sandwitwe

Derek Meister
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 16.05.2016
ISBN 9783734100611
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Nachdem ich Teil 1 und 3 bereits gelesen hatte musste nun auch der Mittelteil der Triologie her. Freundlicherweise stelle mir das Bloggerportal von Random House dieses zur Verfügung, so das dem Lesespaß nix mehr im Weg stand.
Dabei hätte ich nicht gedacht das mir die Reihe einmal so gefallen würde. Da ich leider mit dem letzten Teil der Reihe begonnen hatte, kam ich sehr schwer in die Geschichte, da in ihr sehr viel über die Fälle in den beiden Vorgängern besprochen wurde. 
Gerade jetzt, wo ich diese Vorgänger gelesen habe, kann ich die gesamte Geschichte Revue passieren lassen. Und ganz ehrlich? Es war eine spannende Reihe mit tollen Charakteren und ausgefallenen Fällen und Tätern.  Es tut fast weh zu wissen, das es keinen weiteren Teil mit Knut Jansen und Helen Henning geben soll.
Aber nun kümmern wir uns erst einmal um den aktuellen Titel. 
Wer den ersten Teil der Reihe bereits gelesen hat, der dürfte die wichtigsten Charaktere bereits kennen gelernt haben. 
Zum einen hätten wir da Knut Jansen, welcher mit gerade einmal 28 Jahren Revierleiter in Valandsiel wurde und nun bereits seinen 2. großen Fall lösen durfte. Durch seine Liebe zur Rockmusik, durfte man oftmals miterleben wie er Gitarre spielte oder seine Gedanken auf ein Poster über seinen Bett richtete, auf dem eines seiner Idole zu sehen war. Jeden beruhigt eben etwas anderes. Seine Gefühle für Helen Henning konnte er diesmal ausgesprochen schlecht verstecken, wodurch man manchmal das Gefühl bekam das er noch ein Teenager wäre, der gerade versuchte, sich seine erste Freundin zu angeln. Sympatisch war er trotzdem, da man einfach spürte wie wichtig ihm sein Umfeld war.
Über Helen erfahren wir diesmal wohl das Meiste. Denn wie sie ihren Fuß verlor, wurde im Vorgänger nur sehr wenig erwähnt. Selbst nach ihrer Vergangenheit und ihrem Rückzug nach Valandsiel blieb Helen eine starke Frau, welche nur ungerne auf das Geschehene angesprochen werden wollte. Dann zu erlesen wie sie Angst bekam und man spürte das sie mit ihrer Vergangenheit noch nicht abgeschlossen hatte, ergriff mich sehr. Es war schön zu wissen das Helen auch zu ihren Schwächen stehen konnte. 
Die Personen rund um den aktuellen Fall waren wieder sehr ausgeklügelt, da man ihre Charakter bei Weiten nicht beurteilen konnte. Ihre Handlungen waren einfach nicht vorausschaubar, wodurch sie mich immer wieder überraschten. Ihre Beschreibungen waren wieder tadellos weshalb es mir nur sehr wenig Mühe bereitete sie mir vorzustelllen.
Auch polizeilich konnte das Buch bei mir punkten, da alle Mitarbeiter von Knut Jansen interessante Figuren waren. Birthe, Knut´s derzeitige Freundin, war mir auch diesmal wieder ein wenig ein Dorn im Auge, da sie nicht so recht in das Gespann passen wollte. Im Zusammenhang mit ihr konnte ich Worte wie "sexy" oder "verführerisch" nicht in Verbindung bringen. Das Gleiche galt übrigens auch für Helen, der ich ehr eine dezente Schönheit zugeschrieben hätte.
Man spürte förmlich noch den alten Fall an sich haften und schon ging es mit Knut und seinen Kollegen in den Nächsten. 
Der Einstieg gelang mir mühelos und so las ich innerhalb  kürzester Zeit die ersten 100 Seiten. Dies fiel mir nicht gerade schwer, da es genug Spannungsbögen gab und der Wechsel zwischen den Protagonisten und deren Geschehnissen stetig stattfand.
Die Beschreibungen für die See oder die Ortschaften fühlten sich wieder sehr lebendig an, waren aber zu keinem Zeitpunkt verwirrend. Natürlich wäre es schön gewesen eine fiktive Karte von Valandsiel zu haben, aber auch ohne konnte man es sich hervorragend vorstellen. Da es im Buch viel um "Sand" ging, wurde dieser natürlich viel detaillierter beschrieben. Gerade nachdem ich das Buch gelesen hatte, musste ich noch oft daran denken wie sich weißer, feinkörniger Sand anfühlt, der durch meine Finger rinnt. 
Die unterschiedlichen Charaktere und deren Entwicklung, innerhalb des Buches, waren bis zum Ende spannend. Die Angst um die Opfer, die Jagd des Täters oder die Erklärung des Täters selbst, wieso er so handelte, packten mich einfach und ließen mich nicht mehr los. Die Geschichte welche dazu erzählt wurde, war plausibel aber auch erschreckend und sehr traurig.
Das wohl schwierigste an solchen Büchern bleibt wohl die Recherchearbeit, welche der Autor durchführen muss, um ihnen Leben einzuhauchen. Genau diese spürte man sehr deutlich, da zum Teil mit Fachbegriffen gearbeitet wurde. Gerade die Stellen in welchen es um die Psyche des Menschen ging, waren sehr genau, was bei dieser Thematik nicht gerade einfach ist.
 Die Cover der gesamten Reihe sind einfach nur traumhaft. Auch wenn sie auf den ersten Blick sehr düster wirken, so hat doch jedes Buch einen hellen Fleck im Bild. Diesen sah ich immer als die Hoffnung, welche die Lösung des Falles mit sich brachte.
Die Schriften des Autorennamen und des Buchtitels haben sich nur gering verändert. Einzig die Farbe des Buchtitels wechselte von Buch zu Buch. 
Qualitativ sind es hochwertig erstellte Bücher, welche sich innen sogar aufklappen lassen. Dort zeigen sie erneut das Cover nur ohne Land und den Namen.
 Der 2. spannende Fall mit Knut Jansen konnte mich mit seinem spektakulären Fall und dem außergewöhnlichen Setting komplett überzeugen. Ein Thriller wie er sein sollte, spannend, emotional und voller Geheimnisse.

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247 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 3 Rezensionen

science fiction, humor, weltraum, science-fiction, heyne

Das Restaurant am Ende des Universums

Douglas Adams ,
Flexibler Einband: 237 Seiten
Erschienen bei Heyne, W, 12.10.2009
ISBN 9783453407817
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Wenn ich eines durch "Per Anhalter durch die Galaxis" gelernt habe, dann das es wichtig ist ein Handtuch in seiner Nähe zu haben, da es dein Leben retten kann. Was tat ich also, bevor es wieder zu Arthur Dent und Ford Perfect ging? Ihr könnt es euch denken. 
Nachdem mich sein Vorgänger einfach nur aus den Socken haute und das Wort "abgefahren" ein neues Sprachlevel erklomm, musste ich einfach wissen wie es weiter ging.
Wer wie ich, die Bücher erst sehr spät für sich entdeckte, kann Probleme damit die richtigen Ausgaben zu erwischen. Für mich war es etwas schade, nicht die richtigen zu haben, da aber der Inhalt der Selbe war, genoss ich jenen und vergaß schnell die Sache mit dem Cover.
Für mich ist und bleibt die Arthurt Dent-Reihe das "Harry Potter" des Universums. Hier lasse ich auch nicht mit mir streiten. Versucht es ruhig, aber ihr werdet scheitern. Denkt einmal darüber nach, vielleicht erkennt ihr auch die Zusammenhänge.
Auch diesmal machte es sehr viel Spaß das Universum mit Arthur Dent weiter zu entdecken. Und obwohl er wohl einer der normalsten Charaktere im ganzen Buch ist, handelt die Geschichte hauptsächlich von ihm. 
Arthur und Trillian sind die letzten beiden Überlebenden der Erde, welche für eine Umgehungsstraße gesprengt werden musste. Wo Trillian die ganzen Verrückheiten des Universums noch sehr gut verarbeiten kann, braucht es bei Arthur etwas länger bis er diese auch wirklich begreifen kann bzw. muss. Wie er denkt? Ich würde sagen, wie jemand der auf der Erde lebte. Trillian spielte in diesem Teil leider eine ehr kleine Rolle, obwohl gerade sie mein Interesse geweckt hatte.
Ausreichende Beschreibungen für Ford Perfect, Zaphod Beeblebrox oder die verschiedenen Lebensarten zu finden wäre einfach zu aufwendig, da ein einfaches "verrückt" nicht ausreichen würde. Aber gerade dies macht das Buch so lesenswert. Aliens hier und Aliens da, ist einmal ganz ok, sich aber für die verschiedenen Rassen Namen und Geschichten auszudenken war einfach nur umwerfend, da man beim Lesen das Gefühl hatte das all dies wirklich stimmen würde. 
Die Beschreibungen aller waren wieder sehr detailreich, was nicht immer zum Vorteil der Beschreibenden war, da so manche Wesen weder innerlich noch äußerlich sehr attraktiv waren. Tatsächlich waren die meisten Gestalten im Buch unterschiedlicher als die Sorten in einer Fruchtgummitüte und meist wusste man auch nicht was man zieht bzw. wen man im Buch antraf.
Sobald ich angefangen hatte zu lesen, fixierte ich mich sofort auf Arthur, da ich mich mit ihm am ehesten identifizieren konnte. Man sah ihn einfach als Erdenbürger und genau das sind wir auch. Clever durchdacht würde ich sagen.
Wenn man sich etwas nach dem Lesen des Buches wünschte, dann war es ins Weltall zu dürfen um es zu erforschen und vielleicht die ein oder andere Rasse zu entdecken. 
Arthurs Reise durchs Universum ging weiter und das nach dem selben Stil wie es sein Vorgänger zeigte. Man schloss direkt an das Ende an und stieg sofort wieder in die Geschichte ein. Da das Setting und die Charaktere so einprägend waren, hatte ich auch keine Probleme damit, nach Monaten, wieder in die Story zu finden. 
Erklärungen gab es im Buch viele, sie zu lesen war eine Sache, sie aber auch zu verstehen eine andere. Dies bereitete zum einen Spaß, war manchmal aber doch etwas mühselig, da man gerne verstanden hätte warum ein Planet, ein Raumschiff oder eine Lebensart dies und jenes tat. Tatsächlich könnte ich kaum etwas aus dem Buch wiedergeben ohne es nicht wenigstens noch einmal nachgelesen zu haben. 
Das Buch besaß gerade einmal 240 Seiten, welche aber bis zum bersten mit humorvollen, verrückten oder einfach nur atemberaubenden Ideen gefühlt waren. Depressive Roboter, Fahrstühle mit Hang zu Kellern, zerstrittene Körper und Seelen usw., es war ein Fest über sie alle zu lesen, zu lachen oder sie zu bemitleiden. 
Nachdem ich das Buch beendete hatte ich auch gleichzeitig das Gefühl, das Weltall zu verlassen, da mich die Geschichte einfach zu weit in den Raum gezogen hatte. Dies trotz einer so geringen Seitenzahl zu schaffen verblüffte mich zusehends, weshalb ich auch die weiteren Teile der Reihe mit Freuden lesen werde.
Das Ausgabe mit dem oben gezeigten Cover konnte ich leider nicht ergattern, was mich doch etwas ärgerte, da mir einheitliche Reihen sehr wichtig sind.
"Modern" würde diese Cover wohl kaum noch einer nennen, aber charakteristisch für diese Reise auf jeden Fall.
Bunt, voller Roboter,Wesen und Muster, besser könnte ich das Cover nicht zusammenfassen. Das man es trotzdem schaffte den Buchtitel und den Autorennamen hervor zu heben, war schon eine tolle Leistung.
Die neueren Cover zum Buch konnten mich bislang nicht überzeugen, da ihnen einfach der Charme fiel und sie für die Reihe meist viel zu bieder ausfielen.

Diese Buchreihe verändert dein Leben, deine Sichtweise und lehrt dich Handtücher mehr zu schätzen. Schräger Humor trifft Sci-Fi und macht mit ihm eine Party die sich gewaschen hat. Bitte lesen und "Keine Panik".

  (10)
Tags: arthur dent, douglas adams, ford perfect, heyne, marvin, zaphod beeblebrox   (6)
 

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luzifer verlag, österreichische autoren, andreas gruber, horror, horror. spannung

Der fünfte Erzengel

Andreas Gruber
Flexibler Einband: 388 Seiten
Erschienen bei Luzifer-Verlag, 31.08.2017
ISBN 9783958352360
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ach wie hatte ich mich gefreut, als ich erfuhr das ich dieses Buch im Rahmen einer Leserunde bei Lovelybooks lesen durfte. Zum einen warb das Buch mit Kurzgeschichten und zum anderen mit schaurigen Geschichten, die an den verschiedensten Orten spielten und verschiedene Thematiken beinhalten sollten. 
Ich begann zu lesen und musste bereits nach der 2. Geschichte feststellen, das diese mich zwar unterhielten aber keinesfalls schauerlich oder angsteinflößend waren. Natürlich las ich auch die anderen 13 Geschichten und wie sie mir gefielen erfahrt ihr jetzt.

Was braucht es, damit man beim Lesen eine Gänsehaut bekommt und man jede Zeile fürchtet, aus Angst vor dem was sie noch alles verraten könnten? Spannung wäre schon einmal ein Anfang, aber auch die Beschreibungen müssen ein gewisses Gefühl vermitteln. Beides vermisste ich im Buch leider durchgehend, da ich mich ehr unterhalten fühlte und mich die Geschichten ehr zum Grinsen als zum Gruseln brachten.
Vor jeder Geschichte konnte man ein paar Worte des Autors lesen, welcher meist erklärte wie er auf die Idee kam und in welchen Büchern diese Texte bereits zu finden waren.Dies war zwar teilweise sehr interessant, nahm mir aber meist schon den Wind aus den Segeln. Ich hätte es sinnvoller gefunden die Beschreibungen hinter die Geschichte zu setzen oder sie sogar am Ende zusammen zu fassen, da ich mich auf die Geschichten konzentrieren wollte.
Die Vielfalt der Geschichten möchte ich hier natürlich loben, da sie sehr unterschiedlich waren und man doch immer eine gewisse Neugier auf die Nächste bekam.Wie ich aber bereits erwähnte, fehlten mir in den Erzählungen die unheimlichen Aspekte. Auch wenn vielleicht von kannibalistischen Mördern, fremden Dimensionen oder tödlichen Spielen um das Leben die Rede war, so hatten diese immer einen humoristischen Hintergrund. Ich hatte stellenweise das Gefühl das man Ekel oder Furcht hervorrufen wollte, bei mir aber keinen Anklang fand.
Für mich war die Schreibweise sehr angenehm und ich kam sehr schnell in die Erzählungen hinein. E wurde ein einfacher Wortlaut verwendet, in dem kaum Fremdworte vorkamen. Wenn es welche gab, so wurden sie stets erklärt. 
Um noch einmal auf die fehlende Spannung und den Horror im Buch anzusprechen, so befürchte ich, das es die Schreibweise war, die mir die Geschichten im falschen Licht präsentierte. Vieles wurde beschrieben, leider  jedoch meist das Falsche oder in der falschen Art. Orte wirkten nie düster, Personen machten einen keine Angst und selbst fremdartige Wesen ließen ehr mein Sci-Fi/Fantasy-Herz schneller schlagen.

Da es im Buch 15 verschiedenen Geschichten gab, in denen immer wieder neue Protagonisten die Hauptrolle spielten, gab es natürlich nicht den Einen, sondern man stellte sich stets auf jemand neues ein.
Dies klappte auch sehr gut und doch hätte ich mir gewünscht das man hier noch mehr Details hätte preisgeben können. Jede Person wurde beschrieben, jedoch meist so schwach das man sich kaum ein Bild zu demjenigen machen konnte. So hatte man es meist mit oberflächlichen Charakteren zutun, von denen man am Ende der Geschichte nur das Alter und das Geschlecht wusste.
Es sind ja auch Kurzgeschichten, würden manche sagen. Dies stimmte auch, allerdings gab es im Buch nicht nur Geschichten die ein oder 2 Seiten lang waren, sondern auch welche die sogar im Buch mehrfach aufgeteilt waren. Gerade in diesen hätte man die Protagonisten viel detailreicher präsentieren können.

Wie ich es vom Luzifer Verlag gewöhnt bin, konnte mich auch dieses Buchcover schnell überzeugen. Es wurde sich sehr viel Mühe gegeben um den Leser ein unheimliches Setting zu bieten. Die rot und schwarz-Töne taten hierbei ihr übriges. 
Die Schriften wurden entsprechend ausgesucht, wobei der Titel des Buches etwas kräftiger hätte sein können. Den Namen des Autors konnte man sehr gut entziffern, da man einen grauen Farbton und eine passende Größe gewählt hatte.
Das Gruseln lehrte mir das Buch nicht, aber es enthielt 15 unterhaltsame Geschichten mit den verschiedensten Thematiken. Die Vorwörter zu den Geschichten fand ich jedoch unpassend und meist zu weit ausgeholt.

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

mitteldeutscher verlag, bangkok, heidelberg, thriller, thomas einsingbach

Asian Princess

Thomas Einsingbach
Flexibler Einband
Erschienen bei Mitteldeutscher Verlag, 01.09.2017
ISBN 9783954628056
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Im Juni diesen Jahres durfte ich bereits den Vorgänger "Bangkok Rhapsody" lesen, welcher interessant war, für einen Thriller aber einfach zu wenige Spannungsmomente besaß. Trotzdem wollte ich mehr über William LaRouche erlesen und war gespannt was mich in "Asian Princess" erwartete.
Ich möchte mich hier auch gleich beim "Mitteldeutschen Verlag" bedanken, welcher mir das Rezensionsexemplar zu kommen ließ. Ich wusste das Buch um so mehr zu schätzen, da es aus einem Verlag stammt, welcher seinen Sitz in meiner Stadt hat. 
Ob mich "Asian Princess" überzeugen konnte? Das erfahrt ihr gleich.
 Die Geschichte begann da wo "Bangkok Rhapsody" aufhörte, so das es einen nahtlosen Übergang zwischen den Büchern gab. Dies ermöglichte einen problemlosen Einstieg und war äußerst angenehm verfasst.
Nachdem ich das Buch gelesen hatte, musste ich feststellen, das wieder sehr viel Spannung durch zu kurzweilige Beschreibungen verloren gegangen waren. Natürlich wurde wieder vieles sehr genau beschrieben, aber in dem Fall leider meist das Falsche. Zum Beispiel hätte ich Suwannee´s Ort, an dem sie festgehalten wurde, viel mehr aufmerksam geschenkt und ihn viel genauer beschrieben.
Dabei hatte das Buch so gute Ansätze. Die Entführung einer asiatischen Großerbin, war eine gute Idee um den Vater Geld zu entlocken. Allerdings gab es sowohl von Seiten der Tochter als auch der des Vaters Tätigkeiten, die mich nur dazu brachten den Kopf zu schütteln. Es war zwar schön zu sehen dass das junge Mädchen Hoffnung hatte ihrem Gefängnis zu entkommen, aber keinerlei Bemühungen dafür an den Tag legte. Für mich hörte es sich stets so an als wäre die Fesselung ertragbar und das ausharren in einem Raum etwas ganz normales. Auch der Umgang mit anderen schwierigen Themen wie Homosexualität oder Nymphomanie, wurde nur sehr einsilbig in die Geschichte integriert.
Als Thriller-Fan egal ob Psycho oder nicht, habe ich gewisse Erwartungen an ein solches Werk. Ich möchte bei solchen gebannt die Seiten erlesen, vor Spannung die Luft anhalten und in die Seele des Peinigers oder Opfers sehen können, um wenigstens einigermaßen zu verstehen warum dies alles geschah.Warum der Täter in diesem Buch so handelte, wurde natürlich erklärt, aber wirklich verstanden hatte ich es nicht. Dies sorgte natürlich für Unmut, da ich eine plausible Erklärung erwartet hätte. Denn selbst wie man auf den Täter kam, hatte etwas naives an sich.
Wie schon oben beschrieben, würde ich die Geschichte ehr als Kriminalroman abtun, da der vorrangige Verlauf davon handelte den Täter auszumachen und die entführte Studentin zu finden. 
Den Schreibstil von Herrn Einsingbach würde ich als klar bezeichnen, da man der Geschichte folgen konnte und ein einfaches Schriftbild ohne große Fremdworte hatte. Ich hätte dem Buch nur mehr Seiten zu gesprochen, um die Geschehnisse ausführlicher hervor zu bringen.
Auch wenn das Buch komplett auf deutsch zu lesen war, hatte man immer wieder Absätze in denen eigentlich eine andere Sprache gesprochen wurde. Hier wurde stets darauf hingewiesen das eigentlich eine andere Sprache gesprochen wurde, was in keinster Weise störte. Ich selbst empfand es sogar als sehr hilfreich.
 Im Vordergrund stand natürlich wieder Ex-FBI-Agent William LaRouche, welcher mit seiner eigenen Privatdetektei große Erfolge erzielte. 
Auch diesmal lernten wir den 44-jährigen näher kennen, wobei man bestimmt noch mehr hätte preis geben können.Trotzdem fand ich es besonders spannend, das er verschiedene  Sprachen sprechen konnte und diese im Buch auch des öfteren anwendete. Gefühlsmäßig ließ es das Buch leider nicht weiter zu in seine Seele zu schauen und seine Denkweisen zu erörtern. Dies empfand ich als sehr schade, da er so etwas flach wirkte.
Da es diesmal nach Heidelberg in Deutschland ging durfte wir ein neues Ermittler-Team kennen lernen. Da dieses nur für ein Buch gedacht war, hätte es eigentlich mehr Beschreibungen geben müssen. Einzig über die Einsatzleiterin Claudia Bächle-Malvert war die einzige der Gruppe, der man mehr Aufmerksamkeit schenkte, da diese eine Prothese trug. Die Geschichte zu jener wird im Buch erörtert, hinter ließ bei mir jedoch nur ein Kopf schütteln.
In regelmäßigen Abständen erfuhren wir was bei Suwanee, der Entführten und ihrem Peiniger vor ging. Wie ich schon erwähnte, war mir das Spiel zwischen den Beiden einfach zu aufgesetzt und unrealistisch, da man zu keinem Zeitpunkt das Gefühl hatte das Suwanee ernsthaft in Gefahr wäre. Zwar wurde immer wieder angedeutet wie die Beiden dachten, jedoch konnte ich nur die Gedanken des Täters etwas nachvollziehen. 
Da in Heidelberg und Umgebung ein Teil von William´s Familie lebte, durften wir diese ebenfalls kennen lernen. Für mich war dies eindeutig zuviel, da das Maß an Personen die wichtig für das Buch waren für mich bereits voll besetzt war. Genau deswegen hatte ich auch das Gefühl, das die Familienmitglieder nur halbherzig wiedergegeben wurden. Eine richtige Verbindung mit ihnen auf zu bauen, war schlicht nicht möglich. Auch hier hätte ich mir gewünscht, das man das Buch lieber um ein paar Seiten erweitert hätte, um so detailreichere Beschreibungen hervor zu bringen.
Richtig wohl fühlte ich mich leider mit keiner der Charaktere, da sie für mich einfach zu oberflächlich waren. Bei einem Thriller erwarte ich eine gewisse Tiefe, welche einfach nicht gegeben war. 
 Auch wenn ich inhaltlich meine Probleme hatte, so war die Aufmachung des Buches wieder ein voller Erfolg. 
Man blieb dem Stil des Vorgängers treu und setzte auf eine dezente Aufmachung. Nicht immer müssen Buchcover voll gefüllt sein. Manchmal reicht es auch aus, wenn ein Zeichen auf dem Buch ist, welches man mit dem Buchtitel verbindet. In dem Fall fand ich die Lotusblüte sehr passend zum asiatischen Buchtitel "Asian Princess"
Einzig der Aufwand für das Cover hatte sich geändert, da diesmal die Buchstaben des Buchtitels nicht ausgestanzt waren, so das der Hintergrund dem Titel seine Farbe gab.
 Ein Thriller mit wenig Spannung und viel zu oberflächlichen Charakteren, denen einfach die Tiefe fehlte. Gerade dies sollte in einem Thriller zu finden sein. Sehr schade, da ich einfach mehr erwartet hatte.

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Tags: bangkok, heidelberg, mitteldeutscher verlag, thomas einsingbach, thriller   (5)
 

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35 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

ebook, das magische land, fantasy, bis jetzt voll interesant

Der Orden der Rose

Kathleen Bryan , Inge Wehrmann
Flexibler Einband: 349 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 19.05.2008
ISBN 9783442465873
Genre: Fantasy

Rezension:

Da ich nun endlich einmal wieder ein Buch aus dem Genre Fantasy lesen wollte, durchstöberte ich meine Regale nach einer solchen Lektüre.

Schließlich entschied ich mich für "Der Orden der Rose" von Kathleen Bryan, da ich noch kein Buch der Autorin gelesen hatte. Zudem hatte ich Lust mal wieder etwas zu lesen, das schon ein paar Jährchen auf den Buckel hatte. 

Wie ich zu der Reihe kam? Ich hatte vor Weilen das Glück das mir sehr viele Bücher von Privatpersonen geschenkt wurden und dabei waren auch 2 Bände der Reihe. Den letzten Band ergatterte ich dann günstig bei ReBuy. 

Wie in so vielen Büchern des Fantasy-Genres gab es auch in diesem sehr viele Charaktere. Die Hauptcharaktere ließen sich noch gut merken, wenn man dann aber den Namen eines Ritters las, überlegte man schon sehr stark wo man ihn einordnen könnte.

Das Hauptaugenmerk lag auf Averil und Gereint, welche zwar aus verschieden Gesellschaftsschichten stammten, aber mit jeder gelesenen Seite mehr zu einander fanden. 

Averil war die Tochter eines mächtigen Herzogs und erlernte auf einer Insel ihre Magie zu benutzen um später einmal ein Reich zu leiten. Ab der ersten Seite war sie mir eine angenehme Person, die ich gerne auf ihren Weg verfolgte. Ihre Beschreibungen ließen ein klares Bild erscheinen, das eine hübsche Frau zeigte. Ich hatte stellenweise das Gefühl, das ihr Alter und ihre Denkweise nicht zueinander passten, da sie meist sehr erfahren handelte.

Gereint wäre das beste Beispiel für klischeehafte Beschreibungen. Er war einfacher Bauer, dem es nicht erlaubt war, seine wilde Magie zähmen zu dürfen, die immer mächtiger wurde. Gerade weil wir erlesen durften, wie er das Unbekannte in sich selbst entdeckte und wie "Der Orden der Rose" ihn ausbildete, konnte man sich sehr schnell in seine Lage bringen. Mich imponierte besonders sein Fleiß und seine Liebe zu Tieren. Stets zu lesen wie gewissenhaft er die Pferde hegte ohne zu murren oder sich zu beschweren, hinterließ einen bleibenden Eindruck.

Je weiter man im Buch vorrückte, desto mehr Ritter, Priester usw. wurden einen vorgestellt. Hier den Überblick nicht zu verlieren war schwer und gelang mir leider nicht. 

Im Gesamten waren alle Charaktere, egal wie klein oder groß, stets hervorragend umschrieben. Ich hatte sie beim Lesen stets vor meinem Auge. Auch ihre Handlungen reichten von jenen die man erahnen konnten bis hin zu jenen, die einen überraschten. Natürlich gab es den Feind, aber dieser wurde mir im Buch zu wenig behandelt. Ich weiß wer es ist und weshalb er handelt, aber dies reichte bei weiten nicht. Hier werden die Nachfolger hoffentlich noch mehr Licht ins Dunkel bringen.

Kaum waren ein paar Seiten gelesen schon befand ich mich mitten in der Geschichte und wollte aus jener auch so schnell nicht wieder heraus. Tatsächlich fiel mir das aus der Hand legen des Buches sichtlich schwer.

Auf den 350 Seiten wurde alles liebevoll umschrieben. Sei es die Welt selbst mit ihren Gebirgen, Wäldern oder Sümpfen oder die Menschen die in ihr lebten. Besonders faszinierend war die Darstellung der Magie, welche ich so in noch keinem Buch fand. 

Dieses Buch würde ich Personen empfehlen die noch sehr wenig aus dem Genre Fantasy gelesen haben und einen zarten Einstieg in dieses Segment möchten. Die Geschichte ist einfach, aber fesselnd und beherbergt ausschließlich Menschen und Magier. Natürlich kommen in späteren Bereichen auch noch andere Wesen vor, aber die möchte ich lieber nicht verraten. Ich kann jedoch verraten das es keine Drachen oder ähnliches gibt.

Was mir besonders positiv auffiel war, wie man Verletzungen und Wunden beschrieb. Trotz einiger Kämpfe wurde jene nur sehr harmlos angedeutet und nicht bis in das kleinste Detail ausgeschildert. 

Tatsächlich hätte ich mir stellenweise doch etwas mehr Spannung gewünscht, da im Buch nur sehr wenig passierte. Natürlich gab es hin und wieder einen spektakulären Moment aber größtenteils reisen wir durch die Lande um der königlichen Armee zu entkommen. Ich hoffe die Nachfolger können, da ein wenig mehr bieten.

Man merkt allgemein sehr, dass das Buch darauf zählt das man die Nachfolger liest, da viele Fragen offen blieben. Gerade die Vergangenheit der Magie mit ihren Schöpfern, wurde nur sehr spärlich erzählt, machte dafür aber ungemein neugierig. 

Die Gestaltung des Covers empfinde ich mehr als gelungen. Es macht Spaß das Buch von allen Seiten einmal anzusehen, da es rundum, wunderschön gestaltet wurde. Seien es die Ecken, welche Beschläge zieren oder die Farben des Himmels, ich konnte mich an alldem nicht satt sehen. Gerade das Amulett auf der Vorderseite zog alle Blicke auf sich.

Wo der Autorenname und der Haupttitel des Buches noch sehr kantig gestaltet wurden, hat man sich beim eigentlichen Titel für eine geschwungene Schrift entschieden. Ich finde dies sehr gewagt, aber geglückt, da beide Schriftbilder sehr gut zueinander passen.

Für mich ist dies ein gelungenes Cover, da es farblich sehr harmoniert, aber sich nix wirklich im Wege steht. Man könnte fast meinen das Bild wirke überladen, aber für mich ist es sehr gut durchdacht. 

Eine einfache Geschichte, mit sympathischen Charakteren und viel Magie aber etwas zu wenig Spannung. Für Neueinsteiger in dieses Genre bestens geeignet.

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140 Bibliotheken, 2 Leser, 3 Gruppen, 37 Rezensionen

nordsee, thriller, serienmörder, serienkiller, meer

Der Jungfrauenmacher

Derek Meister
Flexibler Einband: 413 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 15.06.2015
ISBN 9783734100604
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Willkommen in Valandsiel, einem kleinen Örtchen an der Nordsee. 

Mittlerweile ärgere ich mich sehr darüber, das ich mit dem 3. Teil der Reihe begonnen habe. Ich lese gewöhnlich immer einen Band nach dem anderen, begonnen beim Ersten und erfreue mich daran, wie sich die Charaktere weiter entwickeln oder wie die Welten sich verändern.

Warum ich dann mit dem letzten Teil begann? Ich wusste nicht das es eine Reihe ist. Dies soll keine Entschuldigung sein, aber ich hatte mich leider zu spät über das Buch informiert.

Freundlicherweise überließ mir das Bloggerportal von Random House die ersten beiden Bücher der Jansen/Henning- Reihe, wofür ich mich ganz herzlich bedanken möchte.

Also auf gehts ....

Der Einstieg in eine neue Geschichte war wie immer spannend, auch wenn man die Charaktere schon etwas kannte. Da ich aber erst jetzt den ersten Teil der Reihe erlas, durfte ich diese Charaktere noch einmal komplett neu kennen lernen, was mir sehr viel Spaß machte.

Die führenden Hauptprotagonisten im Buch waren Knut Jansen und Helene "Helen" Henning, welche unterschiedlicher nicht sein konnten, aber zusammen trotzdem ein tolles Team abgaben.

Knut, war für mich ein Charakter der schwierig zu fassen war. Als neuer Chef des Polizeireviers, muss er sich erst einmal beweisen. Schwierig dabei war, das sein Vorgänger, sein Vater war, der das Revier mit aller höchster Achtung verließ und seinem Sohn damit ein Amt übergab, für das ihn viele nicht bereit hielten. Trotz allem bemühte er sich und bewies bei seinem ersten großen Fall das mehr in ihm steckte, als nur ein "Dorfpolizist".

Kommissare, Revierleiter oder auch Detektives gibt es mittlerweile zu Hauf. Hier noch einen Charakter zu entwickeln der auffällt, birgt so manches Hindernis. Doch genau wie Helen, blieb mir auch Knut, nach dem Lesen im Gedächnis. Sei es seine Liebe zu Rock, seine Stiefel aus Schlangenleder oder sein aufopfernder Charakter. Natürlich konnte ich nicht alles an ihm gut heißen, aber der Großteil seiner Art und Weise war verständlich und äußerst angenehm.

Helen, ist für mich wohl beste Beispiel für eine starke Frau. Sie arbeitete für das FBI in Amerika und fand den Weg zurück nach Valandsiel nur durch den Tod ihres Vaters.
Neben den ganzen Streitigkeiten um das Erbe ihres Vaters, wird sie durch Zufall mit in den aktuellen Fall gezogen und kann hier ihr angelerntes Wissen einsetzen. Trotz der Angst, die sie hin und wieder hatte, war sie ein sehr positiver Charakter, der mit Witz und Humor, aber auch mit Disziplin und Eifer, bei mir großes Gefallen auslöste.

Magnussen, Diehl und Birthe, waren nicht immer leichte Protagonisten und machten es einem sehr schwer sie zu mögen. Sie alle hatten ihre eigenen Anforderungen an Knut und die Leitung des Reviers, weshalb sie auch manchmal negativ auffielen. Als Polizisten waren sie sehr stark, aber und das war das spannendste, sie wussten nicht wie sie im Ernstfall handeln sollten. Man merkte einfach das sie noch einen Mord hatten und genau das machte sie nur noch interessanter.

Bis zum Ende konnte ich nicht erahnen wer der Täter sein könnte und ob ich ihn beim lesen vielleicht schon kennen gelernt hatte. Auch die Erklärung für seine Taten war angsteinflößend, aber teilweise doch verständlich, so das man doch etwas Mitgefühl entbehren konnte.

Es machte soviel Spaß ein Buch zu beginnen bei dem man schon nach ein paar Seiten, jedes Wort förmlich aufsaugte. 

Das Kennenlernen der Charaktere, egal ob Haupt- oder Nebenperson, erfolgte leserfreundlich, verriet aber nicht sofort alles. Da das Buch der Auftakt zu einer Reihe war, wurde man natürlich mit einigen gut versteckten Cliffhangern überrascht. Tatsächlich fragte man sich nach dem lesen so einige Dinge, weshalb man am liebsten gleich mit dem nächsten Buch beginnen wollte. 

Was zu einem Thriller natürlich gehörte, war Spannung und die baute sich einmal auf und fiel wieder zusammen, so das man stetig etwas erwartete. Tatsächlich geschah auch immer etwas, sei es die Ermittlungsarbeit von Knut Jansen, Helen´s Heimkehr und der damit verbundene Erbschaftsstreit oder Auszüge aus dem verhalten des Täters. Langweile fand man im Buch auf keiner Seite.

Wenn ich ein Buch wie dieses lese, dann möchte ich die Umgebung spüren, das Gefühl haben neben den Personen zu stehen und mich einfach in diese Welt ziehen lassen. Genau das schaffte es. Ich spürte förmlich die Gischt auf mir und genoss die raue Seeluft, auch wenn ich noch immer in meinem Lesesessel saß.

Was mich störte? Eigentlich nix. Ich empfand das Buch als sehr ausgewogen und gut recherchiert. Ich hatte Spaß und genoss den Nervenkitzel beim Fangen des Täters.



Wunderschön trifft es wahrscheinlich nicht ansatzweise, aber ich belasse es einmal dabei. 

Das Meer und die Wolken wirken sehr dunkel, lassen aber helle Flecken erkennen. Gerade die Häuser und der Leuchtturm erstrahlen förmlich und ziehen die Blicke auf sich. 

Allerdings fehlte mir im Bild etwas, das auf den aktuellen Fall schließen ließ. Denn da hätte es genug Möglichkeiten gegeben. 

Sowohl der Name des Autors als auch der des Buchtitels fallen sehr auf, da sie helle Farben besitzen und einen dunklen Untergrund haben. 

Ich finde richtige Motive auf Büchern immer schöner, was leider sehr selten geworden ist. Gerade deswegen wäre mir das Buch in einer Buchhandlung sehr schnell aufgefallen.

Ein Thriller der nicht nur fesselte sondern auch gut unterhielt und dabei nie an Spannung verlor. Ich bin begeistert.

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373 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 26 Rezensionen

flavia de luce, england, krimi, buckshaw, mord

Flavia de Luce - Vorhang auf für eine Leiche

Alan Bradley , Gerald Jung , Katharina Orgaß
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 21.10.2013
ISBN 9783442379019
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ach Flavia, wieso komme ich einfach nicht in deine Reihe hinein? Du scheinst interessant zu sein, aber ich halte dich  für all das zu jung. So oder so ähnlich wäre wohl mein Erklärungsversuch an Flavia selbst.
Wie schon bereits erwähnt, ist dies mein letztes Buch der Reihe das ich lesen und rezensieren werde, da ich einfach nicht genug gefallen an den Büchern finden konnte. Zwar waren die Fälle und das Umfeld sehr interessant, konnten mich im Gesamten einfach nicht überzeugen.
Schade dabei ist nur, das ich die Motive der bisherigen Täter nachvollziehen konnte, diesmal war das leider nicht der Fall. Tatsächlich fühlte ich mich diesmal wie eine Ausgeschlossene, da ich einfach keinen richtigen Zugang zur Geschichte und zur Tat selbst fand.
Auf geht es in meine letzte Rezension, welche sich um Flavia de Luce dreht.
Wer Flavia noch nicht kennt, den empfehle ich meine Rezension zum 1. Teil der Reihe zu lesen, welche ihr unten bei der Bewertung findet.
Neben Flavia, erfuhren wir auch diesmal wieder mehr über das Haus de Luce und deren aktuelle, als auch ehemalige Bewohner. Dies fand ich eigentlich immer sehr interessant, da die Vorfahren von Flavia außergewöhnliche Personen waren.
Besonders taten es mir diesmal Flavia´s Schwestern Ophelia und Daphne an, welche einen immer wieder das Gefühl gaben, das sie Flavia über alles hassen würden. Sei es wegen des Todes von Harriet oder weil Flavia gerne einmal Dinge von ihnen stahl, man bekam genug Gründe um die Schwestern wenigstens etwas zu verstehen. Aber ob sie Flavia wirklich hassten? Ich werde es wohl nie herausfinden.
Auch diesmal durften wir neue Bekanntschaften schließen, welche sich dann zum Teil als alte Bekannte heraus stellten. Denn diesmal wurde Buckshaw als Filmkulisse genutzt, wodurch natürlich Schauspieler in das Anwesen der de Luce´kamen. Das es sich hierbei um namenhafte Personen handelte, erfuhr man im Laufe der Geschichte.
Was ich in den Teilen davor sehr mochte, war, das man die Nebenfiguren ausreichend mit in das Geschehen bezog. Das war diesmal leider nicht Fall, wodurch ich diesmal keinen richtigen Bezug zu den Personen fand. Zwar wurde das Filmteam vorgestellt, allerdings verlor ich bei ihnen schnell den Überblick.
Geheimnisse hat wohl jeder, so auch Charaktere im Buch. Tante Felicity überraschte mich diesmal besonders, da sie für den Leser von Buch zu Buch immer offener wurde und dabei interessante Geschehnisse aus ihrem Leben verriet. Auch wenn sie sehr mürrisch dargestellt wurde, so hatte ich doch meinen Gefallen an ihr.
Natürlich kam ich auch diesmal wieder sehr gut in die Geschichte. Da sich diese diesmal nur in Buckshaw abspielte, konnte man sich sein Wissen über das Zuhause von Flavia und ihrer Familie, im Gedächnis abrufen.
Leider erschien mir Buckshaw auch diesmal wieder als einziges Labyrinth, wodurch Angaben über den Aufenhalt einer Person oder eines Zimmers nur noch mehr Verwirrung bei mir auslösten.
Hier vermisste ich wieder einmal eine Karte von Buckshaw, da mir diese bestimmt sehr geholfen hätte.
Wenn es eines gab, was ich an der Reihe faszinierend fand, dann waren es die Taten und die Lösung dazu. Die Vorgänger des Buches lieferten außergewöhnliche Fälle und überraschten mit deren Tiefgang. Diesmal wurde ich leider enttäuscht, denn der Fall verwirrte mich zusehends. Das wieso, weshalb und warum, wurde zwar erklärt, aber konnte mich nicht wirklich überzeugen. Der OHA-Effekt blieb leider aus.
Allegmein ließ dieser Teil sehr zu wünschen übrig. Lag es vielleicht daran, das man kein unbekanntes Gebiet, außerhalb von Buckshaw, genutzt hatte? Und warum brachte man den Schnee und die Kälte nicht mehr mit in das Buch ein? Denn nur weil Flavia fror, wurde die Kälte für den Leser auch nicht lebendiger. Man hatte ehr das Gefühl, das der Autor ihr vergessen hatte, richtige Winterkleidung zu geben.
Das Cover konnte mich voll und ganz begeistern, da es passend zur Thematik im Buch gestaltet war. Zum einen die Filmlandschaft und zum anderen die Farbe "Rot", welche wohl für Weihnachten und den Weihnachtsmann stand.
Der Film, die Kameras, die Lichter und mitten drin Flavia, die sich sogar ein kleines Lächeln abgewinnen konnte. Dazu noch ein paar Schneeflocken und alles passte hervorragend zusammen.
Warum auf dem Film eine Katze zu sehen war irritierte zwar etwas, aber dies ließ sich verschmerzen.
Ich finde einfach keinen Weg ins Flavia´s Welt, der mich dazu führen könnte, die Reihe weiter zu lesen. Sie ist nicht schlecht, aber leider nicht nach meinem Geschmack.

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übergewicht, 70er jahre, tanzen, verliebtheit, machtgehabe

Let's disco

Andreas Hüging
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Ueberreuter Verlag , 18.08.2017
ISBN 9783764170752
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich hatte dieses Buch durch eine Leserunde bei Lovelybooks bekommen und mich riesig gefreut. Das Cover war der Hammer, die Kurzbeschreibung machte Lust auf das Buch und als ich es dann in den Händen hielt, sorgte es für ordentliche Portion Glücksgefühle. Dann kam aber leider das große "Aber".

Kurz gesagt ich konnte mich einfach nicht mit dem Buch, seiner Geschichte und den Protagonisten identifizieren. 

Gerade da ich merkte wie viel Mühe man sich mit dem Buch gegeben hatte, war es für mich um so schlimmer eine weniger gute Bewertung abzugeben. Aber lest selbst.

Valentin ist 13, etwas pummelig und sieht sich selbst als Verlierer und Versager. Er schämt sich für seine Extrakilos und würde sich freuen, dann ein oder andere zu verlieren. Doch das ist leichter gesagt als getan, wenn man gerne Cola und Chips in sich hineinschiebt. Sein bester Pavlos ist Grieche und ebenfalls ein sehr bepackter Teenager, der aber deutlich weniger Probleme damit hat als Valentin.

Die zweite wichtige Figur im Buch ist Louise, welche ebenfalls ein paar Pölsterchen hat, die sie aber wie Pavlos recht gut akzeptieren kann. Sie scheint auch beliebter bei den Klassenkameraden zu sein, was ich jedoch nicht nachvollziehen konnte, da sie für mich eingebildet, trotzig und komplett unfreundlich wirkte.

Man merkt bereits, das es sich hauptsächlich um fülligere Jugendliche dreht, welche es zum Teil leid sind, mit ihrem Problem gehänselt zu werden. 

Was mich leider sehr störte, waren die Verkörperungen der Eltern. Gerade Valentins Eltern überdehnten den Faden zwischen Humor und peinlichen Gerede meist bis auf das Maximale, da sie stets versuchten cool und lässig zu wirken. 

Auch war es sehr schade, das sie Valentins Gewichtsproblem strikt verharmlosten indem sie meinten, das es doch nicht so schlimm sei. Gerade da die Thematik sehr aktuell ist, fand ich es sehr schade, das man hier ein völlig falsches Bild für Kinder und Jugendliche darstellte. Dies dann mit Humor zu sehen, war für mich leider nicht möglich.

Auch Teenager haben mittlerweile einen sehr hohen Geschmack und lesen auch gerne einmal anspruchsvollere Bücher. Von anspruchsvoll kann hier jedoch keine Rede sein, denn ich fühlte mich meist einfach nur veräppelt.

Welcher 13-jährige spricht bitte seine Eltern mit Vornamen an? Bis zum Ende verstand ich nicht warum man dies so mit ins Buch integrierte. Ich hätte es ja noch verstanden, wenn man den Eltern Spitznamen gegeben hätte, aber die Vornamen? Nein, das passt nicht.

Die Geschichte fing so gut an. Der Schnuppen-Chat war eine tolle Idee, mit der man viel mehr hätte machen können. Auch wenn die Geschichte einen mystischen Touch bekommen hätte, wäre ich bei der Sache mit den Sternschnuppen und den Wünschen geblieben. 

Die Einbindung von modernen Kommunikationsmitteln oder Medienplattformen ließ das Buch realistischer wirken. Aber gerade das sagenumwobene Youtube-Video von Valentins Tanzeinlage, wurde viel zu übertrieben dargestellt. Denn auch wenn es im Buch sehr einfach klang, so ist das Erreichen von größeren Videoaufrufen keinesfalls so leicht. 

Wie man bereits merkt, schafften es gerade die Elemente die wohl witzig sein sollten, nicht mich zu überzeugen. Meist schüttelte ich nur den Kopf, aber an der ein oder anderen Stelle ärgerte ich mich jedoch richtig, da entweder der Umgang mit übergewichtigen Teenagern verlustigt wurde oder man Dinge aufs Extreme hochpushte, die dann jeglichen Sinn für Realismus verloren. 

Ich hätte mir gewünscht das man neben den ganzen Dingen wie WhatsApp, YouTube oder SnapChat, es auch geschafft hätte den Charakteren eine ebenso moderne Sprechweise zu geben. Tatsächlich brabbelten sie meist Sätze, die ein Jugendlicher heute niemals in den Mund nehme würde.

Außen "Hola die Waldfee" und innen "naja". Tatsächlich konnte mich das Cover voll und ganz überzeugen. Die Farben waren toll gewählt, die geschwungene Schrift passte hervorragend und dann die glänzende "DISCO"-Schrift, einfach umwerfend.

Besonders schön fand ich, das man das Coverkonzept auch auf dem Buchrücken angewendet hatte. Denn auch da glänzt der "DISCO"-Schriftzug.

Das Softcover ist sehr stabil und sehr gut verarbeitet.


Selten waren mir die Geschichte und die Charaktere so unsympathisch. Den hochgelobten Humor suchte ich bis zum Ende vergebens. Es gab gute Ansätze, die aber irgendwie nie weiter geführt wurden. Sehr schade, besonders bei so einem tollen Cover.

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477 Bibliotheken, 3 Leser, 3 Gruppen, 35 Rezensionen

flavia de luce, krimi, mord, england, chemie

Flavia de Luce - Halunken, Tod und Teufel

Alan Bradley , Katharina Orgaß , Gerald Jung
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 16.10.2012
ISBN 9783442379507
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Wieso liest du die Bücher überhaupt, wenn sie dir doch nicht richtig gefallen? Das wird sich der ein oder andere fragen, da ich die letzten Werke von Flavia ehr mittelmäßig bewertet hatte. 
Tatsächlich hatte ich eine Hoffnung das es besser wird. Doch leider wurde es das nicht. Ich kann mich mit Flavia und ihrer Welt einfach nicht identifizieren. Ich fühle mich in ihr wohl, kann aber mit den Fällen und den dazugehörigen Protagonisten nicht viel anfangen. 
Ich werde noch den 4. Teil zu Ende lesen und rezensieren, aber dann gebe ich die Reihe auf, um mich vielversprechenderen Bücher zu widmen.

Jahrmarkt in Bishop´s Lacey, da muss man einfach hin. Und wen man da bei der Wahrsagerin erwischt, ist niemand anderes als unsere Flavia. 
Wer Flavia noch nicht kennt, der darf sich auf dem Cover gerne einmal das kleine Mädchen mit den Reagenzgläsern ansehen. Flavia, welche noch immer 11 Jahre alt ist, ist eine begeisterte Chemikerin und beschäftigt sich am liebsten mit Giften. Und genau dies beschäftigt mich auch seitdem ich ihr erstes Buch las. Denn warum mussten es ausgerechnet Gifte sein? Ich hätte es ehr nachvollziehen können, wenn sie neue Substanzen erfunden hätte, wie einen Geschmacksverstärker, um Mrs Mullets Essen genießbar zu machen. Natürlich spielen die Gifte hin und wieder eine Rolle in den Büchern, aber eben nur eine kleine, da sie meist nicht die Gifte direkt, sondern nur deren Inhaltsstoffe erriechen kann. 
Die bereits bekannten Personen wie ihre Schwestern, ihr Vater und Dogger, hatten sich zu den Vorgängern kaum verändert. Dies spürte man daran, das man Ophelia und Daphne gekonnt mithasste und man einfach Mitleid mit Dogger haben musste. Allein Flavia´s Vater blieb mir weiter ein Geheimnis.
Jedes Buch brachte bisher immer ein paar neue Charaktere mit in die Geschichte. Seien es die verschiedenen Bewohner von Bishop´s Lacey oder neue Figuren von außerhalb. Selbst bei der Lösung des Falles wurden noch Personen integriert, die man vorher überhaupt nicht bedacht hatte.
Auch diesmal lernten wir das kleine Dorf von einer neuen Seite kennen, indem wir mehr über das Leben der Humpler erfuhren, welche eine Art Gaukler waren und in Bishop´s Lacey wohl einige Anhänger hatten. 

Natürlich kam ich wieder sehr gut in die Geschichte, da einen diese wieder direkt in die Handlung hinein warf. Von jetzt auf gleich war man mitten drin und das machte eindeutig Spaß.
Eines der wenigen Probleme, die ich wohl in allen Büchern hatte, war es nicht die Orientierung zu verlieren. Wo im 2. Buch noch eine Karte, zur Hilfe, mit eingebracht wurde, vermisste ich diese diesmal wieder sehr. Gerade Buckshaw, mit seinen verschiedenen Gebäudeteilen und den beiden Flügeln, war für mich irgendwann einfach nur noch ein Labyrinth, in dem ich mich komplett verlief bzw verlas.
Besonders gefiel es mir, wieder etwas über Flavia´s Mutter Harriett zu erfahren. Ich finde es sehr gut gelungen wie man ihre Geschichte in das aktuelle Geschehen mit hinein brachte und man das Gefühl bekam, das sie gleich irgendwo auftauchen würde.
Ich liebe Details und achte auch gerne auf sie. Wie man schon seit dem Vorgänger erfuhr, steht Flavia´s Vater kurz vor dem Ruin. Seine finanziellen Nöte sind sowohl seiner Familie als auch in der Nachbarschaft bekannt. Gerade deswegen ärgerte ich mich stets maßlos, wenn Flavia sinnfrei Geld ausgab oder sogar Fremden erlaubte in ihrem Haus zu leben und zu speisen. Hier hätte ich mir einfach ein wenig mehr Ernsthaftigkeit gewünscht. 
Man kam auch diesmal wieder sehr zügig durch das Buch. Auch wenn ich Probleme mit der Orientierung hatte, so ließ ich diese irgendwann einfach stehen und begnügte mich damit in der Geschichte voran zu kommen. Dies gelang auch ausgesprochen gut, da die leichte Schreibweise keinerlei Hindernisse stellte. Man las und las und merkte erst als man Durst bekam, das man ohne Pause der Geschichte folgte.
Der von vielen gelobte Humor, kommt dabei leider nicht zu mir durch. Wahrscheinlich lese ich die Bücher mit zuviel Ernsthaftigkeit und überlese dabei die humoristischen Stellen. Wer weiß.

Der Stil der Cover gefällt mir immer noch sehr. Er ist düster, aber doch sehr anziehend, so das ich es mir sehr gerne ansehe.
Gerade farblich wurde diesmal eine Schippe oben auf gelegt, da man sich diesmal für ein Lila entschied, welches deutlich mehr heraus stach als das Beige der Vorgänger. 
Natürlich waren auch wieder Details zum diesmaligen Fall im Bild versteckt, welche für mich zwar nicht unbedingt passten, man aber doch wusste wieso sie mit abgebildet waren. 
Der Stil der Überschrift und der des Buchtitels, blieb zum Glück gleich, da er die Serie mittlerweile ausmacht. Zwar habe ich immer wieder das Gefühl ein Cover der Peter Grant-Reihe von Ben Aaronovitch  zu sehen, dies ist aber anscheinend nur ein Zufall, da beide Cover von unterschiedlichen Designern entworfen wurden.

Flavia, Gifte und Mord, ein Gespann das für mich nur mäßig funktioniert. Mir wäre es wahrscheinlich einfach lieber wenn eine 11-Jährige nur Bankräuber oder Betrüger stellen würde, anstatt sich stets mit Leichen zu umgeben.

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Tags: alan bradley, chemie, flavia de luce, gifte, mord   (5)
 

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

schlafmittel, pharmakonzern, schweiz

Remexan - Der Mann ohne Schlaf

Thomas Kowa
E-Buch Text: 634 Seiten
Erschienen bei dp DIGITAL PUBLISHERS, 22.03.2017
ISBN 9783960872009
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ein Medikament das den Schlaf des Menschen auf eine Stunde am Tag reduzieren könnte, ohne dabei schwerwiegende Folgen herbei zu rufen. Klingt unglaublich und ist es auch. 
Auch nachdem Lesen ging mir die Thematik des Buches nicht aus den Kopf. Denn wie würde eine solche Welt aussehen? Immerhin hätten wir dann 23-Stunden-Tage. Was könnten wir alles tun? Immerhin würden sich dann auch Geschäfte dem anpassen. Eine Vorstellung die irgendwie spannend aber auch beängstigend wirkt. 
Nachdem ich vor langer Zeit den Nachfolger "Redux" gelesen hatte, überkam mich die Lust den Vorgänger zu lesen. Dieser wurde mir freundlicherweise von "Digital Publishers" zur Verfügung gestellt, wofür ich mich ganz herzlich bedanke.
Was mich besonders reizte war, das es sich um eine Editors Edition handelte, in der neben der Hauptgeschichte noch Bonusmaterial zu finden war. Die Idee und auch die Umsetzung konnten mich voll und ganz überzeugen, da es die Geschichte irgendwie realer erschienen ließ.

Bei den Extras handelte es sich um:

die Kurzgeschichte Requiem

Steckbriefe des Ermittlerteams um Erik Lindberg
Original-Recherche-Files von Thomas Kowa zu Remexan
Lageplan des Geschehens
ein akustisches Cover von „Enjoy the Silence“ von Depeche Mode, gesungen von Erik Lindberg

Hier noch der Trailer zum Buch:

Gerade da mir das Buch sehr gefiel, war es um so spannender noch mehr über die Charaktere zu erfahren. 

Natürlich gab es ein breites Spektrum an Charakteren welcher mal mehr und mal weniger wichtig waren.
Selten waren mir Ermittler so sympatisch wie Erik Lindberg und sein Team rund um Carla Frey, Mia Adam und Katharina Zach. Der Einstieg ins Buch und das heranführen an die Personen erfolgte auf so geschickte Art und Weise, das man das Gefühl bekam bereits etliche Bücher über sie gelesenen zu haben. 

Durch das Bonusmaterial, welches sich am Ende befand, konnte man sich zu den eigenen Vorstellungen der Charaktere auch noch Bilder ansehen, die zeigten wie der Autor sich seine Figuren vorstellte. Zu vergleichen in wie weit sich die Vorstellungen deckten, machte sehr viel Spaß, besonders da sich bei mir viele Merkmale glichen.

Was für mich Charaktere ausmacht, sind ihr Verhalten und ihre emotionale Basis. Beides war im Buch mehr als gelungen. Da es hauptsächlich um Erik Lindberg ging, war seine Geschichte natürlich maßgebend, aber nicht übertrieben. Die Wechsel vom Ermittler zur privaten Person waren interessant gestaltet und gingen fließend über . Zum einen hatte man den taffen Ermittler der seinen Fall lösen möchte und zum anderen hatte man einen geknickten Mann der um seine Freundin bangte und alles dafür geben würde um sie aus ihrem Koma zu befreien. Emotionen pur, war hier die Devise.

Neben den vielen sympatischen Personen, musste es natürlich auch welche geben die man verachtete, hasste und leiden sehen wollte. Dazu gehörten wohl der neue Chef des Kommissariats Beat Graf oder der Verbrecher Udo Wohlers. Obwohl beide das Böse hervorragend darstellten, wollte man sie nicht missen. Sie gaben den Kick und waren einfach erstaunlich realistisch in die Geschichte eingebracht worden.

Die Personen die bei oder mit den Pharmakonzernen arbeiteten, waren ausgezeichnet umgesetzt. Man merkte einfach das sich hier jemand sehr viel Mühe geben hatte, um alles authentisch wirken zu lassen. Zwar wurde viel mit Schubladendenken gearbeitet, aber für uns Konsumenten gibt es leider meist keine andere Einsicht. 

Ich fühlte mich mit allen Protagonisten im Buch mehr als wohl. Sie wirkten echt und waren unglaublich detailliert beschrieben , so das man stets ein Bild von Ihnen im Kopf hatte. Zudem hatte man den Drang weiterzulesen, da man immer mehr wissen wollte. 

Natürlich erlebte man die Geschichte nicht nur aus der Sicht von Erik Lindberg. Ein Wechsel der Charaktere erfolgte stellenweise und machte das ganze nur noch interessanter. 

Für mich war das Buch ein Gedicht in Romanform. Der Einstieg in die Geschichte, die Vorstellung der Protagonisten und das Heranführen an die Hauptthematik, alles konnte mich einfach überzeugen. 

Ab der erste Seite war ich förmlich gefangen. Ein aus der Hand legen war kaum möglich, da mich die Geschichte einfach zu sehr packte. 

Man spürte einfach, das hier sehr viel Recherche seitens des Autors erfolgte. Das Hintergrundwissen über Medikamentenstudien, der Entwurf eines eigenen Medikaments oder die Darstellung einer Komapatientin, alles wirkte so erstaunlich echt, das mir bei den Versuchen von Erik Lindberg, seine Freundin aus diesem zu befreien, die Tränen kamen. 

Allgemein spielten Emotionen im Buch eine große Rolle und das war auch gut so. Der Hass auf den Mann der Erik´s Freundin Paula ins Unglück stürzte, das Staunen über die Wirkungen des Medikaments oder die unterhaltsame Zusammenarbeit von Erik, Mia und Katharina, einfach ein Fest für die Sinne.

Trotz der über 600 Seiten kam niemals Langeweile auf. Ganz im Gegenteil, denn die Spannung war durchweg zu spüren. Was mich jedoch komplett umwarf, war die Raffinesse mit der Orte, Personen oder Gegenstände beschrieben wurden. Alles fühlte sich echt an, als ob man gerade einen Bericht aus der aktuellen Zeitung erlesen würde. 

Irgendwie war das Cover für mich nix besonderes. Der Mix aus schwarz,weiß und rot ist mittlerweile einfach zu weit verbreitet, als das es noch einen WOW-Effekt erzielen könnte. 

Der Hinweis das es sich um eine "Editors Edition" handelte war einfach viel zu groß und verschleierte das wahre Cover des Buches.

Das Original-Cover sieht tatsächlich ansprechender aus, da man hier das Gläschen mit den Tabletten noch sehr gut erkennen konnte. 

Spannend, unglaublich realistisch und voller Emotionen. Thomas Kowa erschuf eine Geschichte, die erschreckend gut in unsere Zeit passt und die auch nach dem Lesen noch zum Nachdenken anregt.

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687 Bibliotheken, 11 Leser, 5 Gruppen, 53 Rezensionen

krimi, england, mord, chemie, flavia de luce

Flavia de Luce - Mord ist kein Kinderspiel

Alan Bradley , Gerald Jung , Katharina Orgaß
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 17.10.2011
ISBN 9783442378258
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Flavia und Gladys radeln in ihren nächsten Kriminalfall.
Auch wenn mir sein Vorgänger nur mittelmäßig gefiel, so wollte ich Flavia, Buckshaw und Bishop´s Lacey doch weiter kennen lernen. 
Die Karte, im vorderen Teil des Buches, war sehr aufschlussreich und machte es diesmal leichter Flavia´s Weg zu verfolgen.Ich war am Ende nur etwas über die Größe des Ortes überrascht , da er doch kleiner war, als gedacht.
Die Zeit im Buch gefällt mir sehr gut, da sie gerade im Wandel scheint und Dinge wie der Fernseher noch absoluten Seltenheitswert hatten. 
Im Hause de Luce wäre ich wohl Daphne, da sie, wie ich, meist die Nase in einem Buch hat und dabei auch gerne einmal die Genre wechselt. Den Hass auf Flavia verstehe ich dabei leider nicht und finde die Aussagen von ihr und  Ophelia teils sehr verletzend. 
So richtig warm wurde ich immer noch nicht mit Flavia, aber die Neugier hat sich an ihr fest geklammert, weshalb ich auch noch weitere Bände von ihr lesen werde.
Eine einigermaßen normale Person in Bishop´s Lacey zu finden, erscheint mir immer unwahrscheinlicher. Auch wenn ich erst den 2. Teil der Reihe gelesen habe, so habe ich doch das Gefühl das es auch in den Folgebänden weiterhin ausgefallene Persönlichkeiten geben wird.
Flavia dürfte man ja mittlerweile kennen. Die Jüngste im Hause de Luce, war in diesem Teil seltsamerweise erst 10 Jahre alt obwohl sie bereits im Vorgänger als 11-jährige vorgestellt wurde. Ihre große Leidenschaft, die Chemie, wurde auch diesmal sehr ausführlich beschrieben. Auch wenn man die teils komplizierten Formeln und Zusammensätze nicht kannte, so hatte man auf jeden Fall das Gefühl, das Flavia daran sehr viel Spaß hatte.Sobald es um Chemie ging, blühte sie förmlich auf.
Der Umgang im Hause de Luce hat sich seit dem letzten Buch kaum geändert. Mir stellte sich nur die Frage,, warum man eine Haushälterin einstellt deren Essen und Gegenwart man nicht mochte? Gemeint ist hier Mrs Mullet, deren Charakter mir überhaupt nicht gefiel. Auch wenn sie sehr freundlich scheinte, so hatte sie doch den Schalk im Nacken. Durch Nettigkeiten versuchte sie nur interessante Informationen aus den Personen zu locken , um sie dann brühwarm weiter zu tratschen. 
Besonders zog es sich diesmal auf die Familie Ingleby, deren Sohn sich vor 5 Jahren erhängt hatte und um Nialla und Rupert, welche mit einem Puppentheater nach Bishop´s Lacey kamen. Die Personen konnten alle unterschiedlicher nicht sein und schafften es sämtliche Gefühle in einem zu wecken. Von Hass, über Trauer und Mitleid war alles dabei. 
Die wohl größte Überraschung war wohl Flavia´s Tante Felicity, welche anfangs wie ein Drachen erschien und schließlich doch zeigte , das sie nur das Beste für Flavia wollte.
Die Mischung macht es. Die unterschiedlichen Charaktere machen das Buch sehr interessant und erweckten es zum Leben. 
Auch diesmal ging es wieder hü und hott, da ich stellenweise der Geschichte folgen konnte, an manchen Stellen aber auch nach mehrmaligen Nachlesen nicht verstand was man mir sagen wollte. 
Die chemischen Formeln überlas ich meist, da Chemie einfach nicht mein Fach ist. Allerdings erfreute ich mich an der Sorgfalt, mit der Flavia ihre Experimente durchführte. Es machte Spaß zu lesen wie sie dieses und jenes miteinander vermischte und dann den Effekt erhielt, den sie wollte.
Ich kam diesmal überraschend leicht in die Geschichte und fühlte mich in dieser auch schneller wohl. Da man auch diesmal nicht an der Detailverliebtheit gespart hatte, konnte ich mir die Orte, Personen oder Gegenstände fast immer bildlich vorstellen. Bei der Orientierung half mir die Karte der Umgebung, am Anfang des Buches.
Den aktuellen Kriminalfall im Buch, empfand ich wieder als eine Stufe zu hoch für ein Kind, möge es noch so intelligent sein. Ich konnte mir nicht vorstellen, das sie aus bestimmten Gegebenheiten, sofort etwas ableitete oder gar den Fall komplett löste. 
Der Fall selbst war eigentlich gut durchdacht, wurde bei der Auflösung aber so sehr zerkrümmelt, das er wenig Sinn ergab. So richtig erschlossen sich mir einfach die Taten und Handlungen nicht. Das man dann nicht einmal erfuhr was mit dem Täter passierte, ärgerte mich ein wenig.
Umso faszinierender war da der Einblick in die damalige Zeit. In diesem Buch besonders der, in dem der Familie de Luce das erste Mal ein Fernsehgerät zur Verfügung stand. Man staunte fast selbst noch einmal mit, als sie die ersten Bilder auf dem Bildschirm sahen. 
 
Das Cover war auch diesmal wieder sehr düster gestaltet. Totenkopf und Skelett sind gut sichtbar und auch Flavia selbst, zeigt sich wieder von ihrer dunkleren Seite. War es wirklich notwendig sie komplett schwarz einzukleiden? 
Die Kulisse, in der Flavia steht, ist ein wichtiges Objekt im Buch. 
Die Schriftart der Überschrift und der des Autors sind verschnörkelt, aber noch gut erkennbar. Wie auch beim Vorgänger, wurde der Titel des Buches in einer Pergamentrolle dargestellt. 
 Auch der 2. Fall von Flavia de Luce war spannend, aber hatte doch wieder Probleme mich zu überzeugen. Besonders das Ende verwirrte mich arg und ließ mich fraglos zurück.

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1.296 Bibliotheken, 22 Leser, 12 Gruppen, 133 Rezensionen

krimi, mord, chemie, england, flavia de luce

Flavia de Luce - Mord im Gurkenbeet

Alan Bradley , Gerald Jung , Katharina Orgaß
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 20.09.2010
ISBN 9783442376247
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Gurkenbeete, sonst stille und friedliche Orte mit einem Hauch Gesundheit. Zumindest war dies bis zu Flavia de Luce der Fall. Denn wer hätte ahnen können das jene mal der Schauplatz eines Mordes werden?
Ich habe mich ein wenig von dem Hype um Flavia anstecken lassen und freute mich sehr darauf endlich den ersten Band beginnen zu können. 
Leider hatte ich ein wenig mit dem Buch zu kämpfen, da mir viele Dinge viel zu übertrieben dargestellt wurden und manchmal der Hang zum Realismus fehlte.
Da mich aber die Geschichte rund um Flavia und ihre Familie neugierig gemacht hat, werde ich auch noch weitere Bände der Reihe vorstellen und bin schon gespannt was diese dann zu bieten haben. 
Flavia ist wohl die außergewöhnlichste 11-jährige die ich je kennen lernen durfte. Neben ihrer Neugier und dem außergewöhnlichen Gehör, hat sie einen Hang zu Chemie, welcher sich besonders auf Gifte fixiert.  Dabei konnte ich leider nicht verstehen warum sie Gläser, Kolben usw. reinigte, sich selbst aber vor jeder Art von Sauberkeit sträubte. 
Trotzdem wurde ich mit ihr nicht richtig warm. Ihre Art und Weise Dinge zu erklären war faszinierend, aber auch irgendwie unrealistisch. Aber es soll ja Kinder geben die mehr wissen als so mancher Erwachsener oder sogar noch darüber hinaus schießen.
Ophelia und Daphne, Flavia´s Schwestern, spielten während des ganzen Buches ehr Nebenrollen, allerdings keine die man wirklich mögen konnte. Zwar empfand ich sie beide auch als sehr außergewöhnlich, aber ihre Art mit Flavia umzugehen, war schon teils sehr erschreckend.
Flavia´s Vater der Colonel war kaum als solcher zu erkennen, da er sich meist nur mit seiner Briefmarkensammlung beschäftigte. Sein Gehilfe Dogger hingegen war mir ein Rätsel, egal ob gute Seele oder loyaler Arbeitnehmer, er war mir unheimlich. Auch wenn der Mann ein Nervenleiden hatte, welches ich sehr gut nachvollziehen konnte, fand ich es unverantwortlich ihn in einem Haushalt mit Kindern zu beschäftigen. 
Jeder Charakter im Buch hatte etwas eigenes an sich und wurde sehr detailreich wiedergegeben. Egal ob die Polizisten, der Gastwirt oder die Bibliothekarin, alle fügten sich zu einem unterhaltsamen Völkchen zusammen, das irgendwie auch eigenartig erschien. 
Wären die vielen Erklärungen rund um chemische Gleichungen oder Eigenschaften nicht gewesen bzw. hätte man sie selbst für Chemieunbegabte erleichtert dargestellt, wäre ich wohl besser durch das Buch gekommen. 
Ansonsten kam ich mit der Erzählweise sehr gut zurecht, welche aus der Ich-Perspektive geschrieben war. 
Leider hatte ich oftmals das Gefühl das über das Ziel hinausgeschossen wurde, da Flavia derart viele erwachsene Eigenschaften hatte und auch teilweise Antworten gab, welche zu ihrem Alter nicht wirklich passten. Hier hätte man sie ruhig etwas normaler gestalten können. Auch bei ihren Taten wusste ich nicht immer ob das wirklich so sein müsste. Das man von den Schwestern etwas stiehlt, ok, aber in fremden Zimmern schnüffeln, in Gebäude einbrechen und dann auch noch die Gewalt gegen ein Kind. Tut mir leid aber das war mir etwas zuviel.
Die Geschichte um den Mord im Gurkenbeet war sehr gut durchdacht und ermöglichte es mehr über die nähere Umgebung von Flavia´s Zuhause kennen zu lernen. Durch ihre Detektivarbeit radelten wir meist mit ihr an verschiedenen Orte, die zu den 1950 er Jahren und der dörflichen Landschaft passten. Auch hier merkte man wieder das Gespür für die Feinheiten, da man sich Orte, Flüsse oder Bauten sehr gut vorstellen konnte.
Die Geschichte rund um die Familie "de Luce" war wiederum sehr interessant und gut erklärt.
An was es mir fehlte war ein wenig die Spannung. Ich kam zwar sehr gut voran im Buch, hatte aber nur gegen Ende einen kleinen Moment der Überraschung. Auch mit dem Humor konnte ich noch nicht sonderlich viel anfangen. 
Tatsächlich empfand und empfinde ich noch immer das Cover als sehr düster. Es wurden nur sehr dunkle Farben gewählt, welche durch die beigen Hintergrundfarbe nur noch mehr in den Vordergrund rückten.
Die dargestellte Flavia würde ich als leicht unheimlich beschreiben. Kein Lächeln, ein starrer Blick und dann noch die dunkle Kleidung, passend zu den Haaren. 
Was mir auffallend gut gefiel war die Schriftweise des Buchtitel´s. Die leicht verschnörkelte Schrift und dann der Pergamentbogen, der den Titel des aktuellen Buches wieder gab, einfach toll. 
Zusammen bildete dies ein Illustration, die ich so noch nie gesehen hatte. Etwas fröhlicher könnten die Cover allerdings schon werden. 
Ein holpriger Einstieg in die Reihe, welcher mich jedoch nicht davon abhält auch weitere Teile der Serie zu lesen.Für Kinder halte ich die Bücher er weniger geeignet.

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

humor, computer, zeitreisen, zauberer, science-fiction

Auf Zauber komm raus: Fantasy, Science Fiction (Magic 2.0)

Scott Meyer
E-Buch Text: 394 Seiten
Erschienen bei Luzifer-Verlag, 13.06.2017
ISBN 9783958352568
Genre: Sonstiges

Rezension:

Der erste Teil "Plötzlich Zauberer" war einfach nur ein Traum von einem Buch. Tolle Story, fantastische Umgebung und geniale Geschehnisse. Leider kann ich dies zu "Auf Zauber komm raus" nicht sagen. 
Ging ich mit zu vielen Erwartungen heran? War der Vorgänger auch schon so verwirrend? Wo blieb der Witz?
Diese Fragen beschäftigten mich nachdem Lesen sehr. Warum? 
Ich fand mich im Buch kaum zurecht. Dies lag wohl daran das der Ort in dem die diesmalige Geschichte spielte einfach zu konfus war. Wir erleben Atlantis als Frauenparadies das einem suspekter nicht sein konnte. Nur Frauen können zaubern und werden verehrt und die Männer, erledigen alles andere und scheinen dies auch regelrecht zu genießen.
Dazu aber jetzt mehr.

Wer den Vorgänger gelesen hatte, musste sich kaum an neue Charaktere gewöhnen, da man wieder direkt ins Mittelalter geschickt wurde, wo die Geschichte im letzten Band endete.
Wir erleben Gwen in ihrer neuen Heimat Atlantis, in der nur Frauen zaubern können und sich Schamaninnen nennen. Dieser Ort wurde auch gewählt um eine Versammlung abzuhalten in der aus jeder Gemeinschaft 2 Vertreter ihres Volkes eingeladen wurden. Wir erfahren zwar wie sich die anderen Zauberer nennen, aber erfahren sonst sehr wenig über sie. 
Um so mehr erfahren wir über die Männer von Atlantis, welche von den Frauen dorthin eingeladen wurden, um dort zu leben. Dabei galt das die Frauen zauberten und regierten und die Männer den ganzen Rest erledigten. Dies wäre auch vollkommen ok, wenn die Männer sich teilweise nicht als Hohlköpfe herausgestellt und sich als Lebensziel gesetzt hätten, ein Bettgefährte von einer Schamanin zu werden. 
Allgemein entpuppte sich Atlantis nicht als Paradies sondern ehr als Irrenanstalt, wie es z.B. die beiden Brit´s hervorragend darstellten.
Im Buch gab es 2 Frauen, welche beide Brit hießen. Diese waren jedoch nicht 2 fremde Frauen sondern ein und die selbe, nur aus verschiedenen Zeiten. Es gab Brit die Jüngere und Brit die Ältere. Besonders Brit die Ältere stellte sich als äußerst nervige Person heraus, deren Kommentare und Handlungen einen oftmals zur Weißglut brachten. 
Als letztes erfuhren wir sehr viel über Jimmy, welcher im vorherigen Band aus der Datei geworfen wurde und nun ein Leben ohne Zauberei leben musste. 


Wo der Vorgänger mit lustigen Unterhaltungen und Witzen punkten konnte, hatten wir es diesmal mit katastrophalen Verwirrspielen und einem Machtkampf der Geschlechter zutun. 
Egal ob die Auseinandersetzungen zwischen den Brit´s oder über die Zeit. Für beides hätte man wohl einen Doktor in diesem Fach gebraucht um es zu verstehen. Tatsächlich war es für mich kaum möglich den Handlungen zu folgen, was sehr schade war und dafür sorgte das ich Seiten sogar übersprang. Einzig die Kapitel, in denen es um Jimmy ging, ließen ein leichtes Lesen zu. Ohne diese hätte ich das Buch wohl abgebrochen.
Was Frauen dürfen und was Männer, ist in der heutigen Gesellschaft ein sehr schwer greifbares Thema. Das der Autor trotzdem probierte es mit in die Geschichte zu verstricken konnte nur scheitern, da sowohl männliche als weibliche Leser, wie ich, kontinuierlich an Punkten aneckten.
Manchmal ist weniger mehr. Tatsächlich konnte ich mir trotz ausreichender Beschreibungen kein Bild von Atlantis machen. Ich las Seiten doppelt und dreifach und konnte mir trotzdem nicht so recht zusammenreimen wie es entstand oder wie es aussah. 
Den Ideenreichtum des Autors muss ich dennoch loben, da er eine moderne Geschichte erschuf, die wohl viele ansprechen dürfte. Besonders das außer Kraft setzen der Physik sorgte auch diesmal für einen großen Spaß.
Die Kapitelaufteilung war gelungen und die Wechsel zwischen den Charakteren sorgten für Abwechslung. 
Das Buch ist sehr bunt und mit auffallenden Farben gestaltet. Diese wirken jedoch nicht übertrieben sondern erfüllen genau eine Aufgabe. Sie ziehen die Aufmerksamkeit auf sich. 
Das Cover ähnelt seinem Vorgänger, was aber keinesfalls schlimm wäre, da mir dieses auch sehr gefiel. Der Comic-artige Stil passt perfekt zum Autor, da dieser auch Comics veröffentlicht. 
Der Autorennname und der Buchtitel wurde dem Hintergrund sehr gut angepasst und passten farblich sehr gut mit ins Bild.
Insgesamt wieder ein sehr gelungenes Gesamtbild.
Außen Hui, Innen naja. So richtig überzeugen konnte der Nachfolger von "Plötzlich Zauberer" nicht. Zu viele Themen und eine unverständliche Erklärweise machten das Buch zu einer schweren Lektüre, die Humor und Witz vermissen ließen.

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