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Unehelich

Anneliese Reiners
Flexibler Einband
Erschienen bei Pro Business, 22.05.2008
ISBN 9783868051162
Genre: Biografien

Rezension:

Seitdem ich dieses Buch gelesen habe, bin ich immer noch oft in Gedanken bei einzelnen Abschnitten des Lebens der Autorin. Was mir besonders gut gefällt, ist ihre Fähigkeit, für ihr Recht und ihre Würde zu kämpfen. Was sie zu sagen hatte, durfte nicht ungesagt bleiben. So paradox es klingen mag, aber ich glaube, dass gerade ihr „ Makel“ sie zu dem gemacht hat, was sie geworden ist, eine starke Frau.
(J. Rulands)

Eine Journalistin schreibt:
„ Mit mir kam Schande über die Familie“ – so akzentuiert gleich zu Beginn die Autorin das Thema ihrer autobiographischen Erzählung. Schon der lakonische Titel „ Unehelich“ enthält das Verdikt, unter dem das Leben des im rheinischen Selfkant der 3oer Jahre geborenen kleinen Mädchens von Anfang an stand.
Ein Menschenkind von minderem Wert und geringeren Lebensansprüchen. Balg, Bankert, Bastard. ‚Die hat´s im Blut’.“ Was ist ein Bastard?“ fragt die jüngere Schwester. „Ja“, erklärt Omelie, die aus ‚besseren Kreisen’ stammende Mutter des Stiefvaters, „ein Bastard ist ein Kind der Schande, so wie unsere Anneliese. Anneliese ist unser Bastard.“ Und immer wieder der Satz: „Wer glaubst Du, wer Du bist?!“ Das Buch liest sich in Teilen als schonungsloses Kalendarium der unsäglichen Gewaltexzesse seitens des Stiefvaters: alkoholabhängig, brutal.
Dennoch: Die Autorin gefällt sich nicht in Mitleid heischender Märtyrer-Pose. Keine Anklage, kein Hadern, keine zornige Abrechnung. Auch die Erfahrung von Verständnis, Zuwendung, Hilfe und Schutz innerhalb des dörflichen Umfelds und seitens einige Lehrer und Ärzte und besonders durch die Großeltern mütterlicherseits findet viel Raum.

S. Hahnen schreibt:
In ihrem Roman „Unehelich“ wendet sich die Autorin im vorgerückten Alter und schwer erkrankt ihrem eigenen Leben zu. Sie erzählt von Ihrer Kindheit, ihrem Heranwachsen und ihrer Zeit als Erwachsene im Selfkant, der westlichsten Gemeinde Deutschlands. Da sie unehelich geboren wurde, hatte sie zeitlebens mit Vorurteilen zu kämpfen. Sie hatte wenig Liebe, Geborgenheit und Zutrauen erfahren. Fast zerbricht sie an der Härte und Verständnislosigkeit ihrer Mitmenschen, besonders ihres Stiefvaters, dessen Misshandlungen sie jahrelang erdulden musste.
Im Alter gehen die Gedanken oft zurück in die Vergangenheit, und vielleicht ist es so erklärlich, dass sie erst spät damit begann , ihre Erlebnisse anschaulich und spannend niederzuschreiben und so versuchte ihre Vergangenheit zu bewältigen .
Es empfiehlt sich dieses, dieses Buch zu lesen. Viele, die ein ähnliches Schicksal erleiden mussten, werden sich darin wieder finden.

Detlef Marx schreibt:

Nachdem mich das erste Kapitel in seinen Bann gezogen hatte las ich das Buch an zwei weiteren Abenden zu Ende. Ich wollte aber nicht mitteilen wie ich ein Buch lese,
sondern meinen allergrößten Respekt vor dem Mut der Autorin aussprechen. Besonders dieser Mut dies alles zu veröffentlichen, da sie ja auch sicher weiß, das kann wieder einmal Ärger geben. Aber wie ich sie in ihrem Buch kennen gelernt habe, ist das ihre leichteste Übung damit umzugehen. Was sie alles in Ihrem Leben an Nackenschlägen einstecken musste, am Boden liegend und wieder aufgestanden ist, alle Achtung, davor ziehe ich meinen Hut.
Ich wollte damit sagen: Sie ist eine großartige Frau.

Ruth Hoehn aus Heinsberg schreibt :

Nein, war das eine Freude als ich Dein Buch erworben hatte. Ich bin sehr stolz auf Dich
und gratuliere Dir von ganzem Herzen. Nun hast Du mit Bravour dieses „ Kind“ ins Leben gebracht- möge es Dir Freude und Anerkennung bringen. Diese Offenheit treibt mir beim Lesen die Tränen in die Augen. Dieses Gefühl geht mir ans Herz, weil es mit Herzblut geschrieben wurde. Dieses Buch müsste unbedingt verfilmt werden. Ich sage Dir noch einmal Dank für dieses Buch.

Angelika Albersmann aus Graz schreibt:

Liebe Frau Reiners! Nachdem ich Ihr Buch gelesen habe überlege ich, was ich Ihnen zu diesem Buch „ Unehelich“ schreiben könnte. Es ist nicht so einfach zu erklären was beim Lesen Ihres Buches in einem vorgeht. Das ist zum einen unbeschreibbare Wut, Zorn und Traurigkeit unfassbar, dass Menschen so gemein und bösartig sein können. Zum anderen bewundere ich Sie für den Mut , den Sie so oft bewiesen haben. Gleichzeitig stellt sich mir die Frage : Warum ließen Sie das alles über sich ergehen ? Als Kind ist man machtlos den Erwachsenen unterlegen und muss das Tun was sie von einem erwarten, oder sie ertragen mit ihrer Boshaftigkeit. Aber als Erwachsenen, gab es da für Sie keine andere Möglichkeit? Sie werden es wissen , denn niemand lässt sich freiwillig quälen .Ich wünsche Ihnen von ganzem Herzen alles Liebe und ein glückliches Leben. Übrigens, Frau Reiners, Ihr Buch würde sich sehr gut für einen Film eignen, denn was das Auge sieht prägt sich besser ein.

Herzliche Grüße aus Graz ! Angelika Albersmann .

Frau Wählen aus Laffeld schreibt :
Mein Name ist Beatrix Wählen bin 47 Jahre alt und habe drei Töchter und ein Enkelchen von
zweieinhalb Jahren. Wir alle wohnen zusammen mit meiner Mutter unter einem Dach .
Sie erzählt immer, dass auch Ihre Oma unehelich war und hinzu kam, dass deren Mutter taubstumm geboren wurde und sich ihren Lebensunterhalt mit nähen verdienen musste. Meine Mutter wiederum war ein so genanntes Musskind . Was es zu der damaligen Zeit, für Uneheliche, Schandflecke oder Bastarde bedeutete in einem kleinen Ort wie diesen ,aber auch in der Familie, kenne ich allzu gut. Meine Mutter wurde von meiner Oma nicht geliebt aber gepiesackt, weil sie wegen Mutter heiraten musste. So sagte sie einmal zu meinem Opa : Ich bin doch nicht schuld, dass das Biest da ist. Mit großer Begeisterung haben meine Mutter und ich Ihr Buch verschlungen und wir möchten Ihnen „ danke“ sagen, dass Sie einmal den Mut hatten eine solche Biographie zu Veröffentlichen. Mittlerweile haben es auch meine Kinder gelesen. Auch hat uns sehr gut gefallen, dass Sie vom Beten in den schweren Zeiten und den Nöten berichten, denn das ist heute für viele nicht mehr nötig .Ihr Buch kann für Menschen, die mutlos und verzweifelt sind eine Aufforderung sein, wieder aufzustehen und weiter zu kämpfen. Ich werde Ihr Buch sicher noch oft verschenken, denn ich kenne viele Menschen, die am Leben zu zerbrechen drohen, mit Ihrem Buch können sie lernen wieder aufzustehen.
Jedem möchte ich Ihr Buch empfehlen, da der Erlös an die Krebshilfe geht.

Wir alle bedanken uns bei Ihnen.

Frau Niedtner aus Berlin schreibt:

Ich bin im Internet auf das Buch aufmerksam geworden, habe es mir gewünscht und es geschenkt bekommen. Diesen Wunsch habe ich nicht bereut und möchte das Buch nun weiterempfehlen.
Ich bewundere vor allen Dingen, dass sich die Autorin so gut erinnern und die schlimmen Erlebnisse und Empfindungen lebhaft schilderte. Bewundernswert sind auch die Ehrlichkeit, der Glaube an Gott, rheinischer Humor, Optimismus, Mut und Zielstrebigkeit, die geholfen haben, ihr Leben zu meistern. Eigenschaften, die sie ein Leben lang begleiteten und im Buch vortrefflich herüber kommen.
Ich kann mir gut vorstellen, dass daraus auch ein Film entstehen könnte:
Eine Frau, die als Kind und junge Frau Schikanen wehrlos ausgeliefert war, sich nach Liebe sehnte, aber auch rebellisch war, nie aufgegeben hat, immer wusste was sie wollte, erfolgreich und immer für ihre Familie da war. Es nun aber an der Zeit ist, an sich zu denken und wenigstens Bruchteile von dem zurück zu erhalten, was sie gegeben hat: „Denn das Leben ist eines der Schönsten“, wie sie im Buch sagt.

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