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Sturmtochter - Für immer verboten

Bianca Iosivoni
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 12.06.2018
ISBN 9783473585311
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Meinung

Stellt euch vor, was für einen Fangirling-Anfall ich erlitten habe, als ich erfahren habe, dass Bianca Iosivoni nach “Soul Mates” eine weitere Reihe beim Ravensburger Buchverlag herausbringt. Schließlich habe ich auch “Soul Mates” schon sehr geliebt (Rezensionen: Band 1 | Band 2) und bin einfach ein großer Fan der Autorin. Natürlich war ich sehr gespannt darauf, zu erfahren, ob mich ihre neue Trilogie “Sturmtochter” ebenso begeistern kann wie die Geschichte um Rayne und Colt.

Eins ist mal klar: Der Schreibstil ist wieder genauso genial wie in den anderen Büchern der Autorin. Sie beschreibt alles schön bildhaft, aber nicht zu sehr, um einen aus dem Lesefluss zu reißen. Schließt man die Augen hat man direkt ein Bild vor Augen, kann sich alles vorstellen und direkt das Feeling genießen, das bei dem Setting (Isle of Skye, Schottland) aufkommt. Dazu gibt es wieder spritzige Dialoge zwischen den Charakteren, wie ich sie auch schon in Bianca Iosivonis anderen Jugendromanen genossen habe. Schon allein wegen des Schreibstil konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen, aber die Handlung dahinter hat alles noch so viel besser gemacht.

“Sturmtochter” dreht sich um Ava, die zwar nichts von ihren Kräften weiß, aber definitiv keine Graues-Mauerblümchen-hat-keine-Ahnung-von-nichts-Protagonistin ist. Auch ohne dieses Wissen ist sie eine Kämpferin, was man bereits zu Beginn bemerkt, denn das Buch startet direkt einem spektakulären Kampf – und Leute, es ist nicht der einzige. Es wird viel gekämpft, aber nicht nur. Die Idee mit den Clans, den Elementen und den verschiedenen Herrschaftsgebieten hat mich direkt fasziniert. Auch die Fehden, die unter diesen ausgetragen werden, hat mich neugierig gemacht und ich muss hier echt sagen: Das hat Bianca Iosivoni wirklich gut umgesetzt. Es gibt zwar durchaus noch einige offene Fragen und viele Dinge, über die ich gerne mehr wüsste, aber wo bliebe denn die Spannung, wenn sich das direkt in Band 1 aufklären würde.

Auch wenn ich allgemein das Gefühl hatte, dass die Handlung von Band 1 selbst erst der Anfang ist und die ganze Trilogie noch viel epischer wird, so konnte mich das Pacing an dieser Stelle lückenlos überzeugen. Es geht nicht zu schnell und nicht zu langsam. Nichts wirkt erzwungen, sondern alles gerade richtig. Da sehe ich auch mal darüber hinweg, dass mein kleines Romantiker-Herz gerne mehr Romantik gehabt hätte, aber was nicht ist, kann ja noch werden.

Dafür lernen wir in “Sturmtochter” wieder einige sehr geniale Charaktere kennen. Wie Ava. Wie schon erwähnt, ist die Protagonistin niemand, den man einfach unterschätzen sollte. Sie ist eine Kämpferin, egal ob mit oder ohne Kräfte. Sie scheut sich nicht davor, anderen ihre Meinung zu sagen, spricht fließend sarkastisch und lässt sich von ihren Gefühlen leiten. Wie sich das allerdings auf sie auswirken wird, muss sich noch zeigen. Rund um Ava sammeln sich im Verlauf des Buches immer mehr Charaktere, seien es Verbündete oder Gegner, aber eines haben sie alle gemeinsam: Jede Figur ist greifbar und authentisch gestaltet, aber das die Autorin Charakterentwicklung einfach drauf hat, ist ja ohnehin kein Geheimnis. Mein Liebling ist übrigens Lance. Nur so am Rande.

Auch wenn ich gerne behaupten würde, dass ich Bianca Iosivoni für diesen Cliffhanger und das Ende einfach nur hasse, so muss ich allerdings zugeben, dass das nicht der Fall ist, denn meine Vorfreude auf den zweiten Band “Sturmtochter – Für immer verloren”, der im folgenden Februar erscheint, ist einfach größer.

Fazit

“Sturmtochter – Für immer verboten” von Bianca Iosivoni ist ein solider Trilogie-Auftakt, der mit vielschichtigen Charakteren – insbesondere einer coolen Protagonistin -, einer interessanten und gut umgesetzten Thematik und einem ungewöhnlichen, aber dafür umso schöneren Setting punktet. Obwohl Band 1 gerade einmal der Anfang war, konnte er mich überzeugen. Ich bin gespannt, wie die Trilogie weitergeht!

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441 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 119 Rezensionen

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Schicksalsbringer - Ich bin deine Bestimmung

Stefanie Hasse
Fester Einband
Erschienen bei Loewe, 24.07.2017
ISBN 9783785585696
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Seit fast einem Jahr liegt dieses Buch auf meinem Sub. Und noch länger will ich es schon lesen. Trotzdem bin ich bis zum heutigen Tag nicht dazu kommen und dafür … Schande über mein Haupt. Nun habe ich das Buch innerhalb weniger Tage durchgesuchtet und frage mich, wieso ich es nicht schon viel, viel eher gelesen habe. Hätte mir aber eigentlich klar sein müssen, schließlich bin ich ein wirklich großer Fan von Stefanie Hasse und ihren Büchern. Daher war es auch keine Überraschung, dass mir “Schicksalsbringer – Ich bin deine Bestimmung” gefallen würde.

Die Geschichte dreht sich um Kiera, die eine Münze, die sie als Kind geschenkt bekommen hat, ganz plötzlich im Umzugschaos wiederfindet. Dabei ist Kiera eigentlich vollkommen normal. Sie ist nicht übermäßig beliebt, aber auch kein Mauerblümchen. Sie hat ihren besten Freund Cody, singt mit ihm in einer Band und betreibt einen privaten Blog als Tagebuch-Ersatz. Normal eben.

Aber es wäre ja kein Fantasy, wenn es nicht auch übernatürlich zugehen würde. Und hier kommt die Münze ins Spiel, die Kiera erlaubt, das Schicksal zu beeinflussen, sowie die beiden Jungs Hayden und Phoenix, die das Schicksal entweder zum Positiven oder zum Negativen beeinflussen können. Die Idee der Autorin, ihre Protagonistin Schicksal spielen zu lassen, fand ich auf der Stelle interessant und die Umsetzung kann sich hier definitiv sehen lassen. Mehr als nur einmal hat die Autorin die Handlung sich in eine Richtung entwickelt, die ich nicht habe kommen sehen. Die Geschichte nimmt zwar am Anfang recht langsam Fahrt auf, aber ich finde das Tempo gerade richtig, damit wir Leser auch die Zeit haben, alles zu verstehen, bevor sich die Handlung so richtig zuspitzt. Außerdem … wo bliebe denn sonst Zeit für die prickelnde Liebesgeschichte, wie ich sie aus Stefanie Hasses Büchern schon kenne und liebe und auf die ich mich in “Schicksalsbringer” schon riesig gefreut habe?

Falls ihr euch nun denkt, es gibt zwei Jungs, also zwangsläufig ein Liebesdreieck, kann ich euch an dieser Stelle schon mal Entwarnung geben. Ihr wisst ja, ich kann mit Dreiecksgeschichten auch recht wenig anfangen und bin froh, dass es sich nicht zu einem Dreieck zwischen Kiera, Hayden und Phoenix entwickelt hat. Aber was genau passiert, müsst ihr schon allein herausfinden. Ich kann euch allerdings sagen, dass die Liebesgeschichte, wie in allen von Stefanie Hasses Büchern, wieder richtig was fürs Herz und zum Dahinschmelzen ist. Obwohl das Buch nur innerhalb von einer Woche spielt und die Liebesgeschichte sich dafür recht schnell entwickelt hat.

Kiera als Protagonistin ist einfach nur verdammt cool. Sie lässt sich von nichts und niemanden etwas vorschreiben und setzt immer ihren Kopf durch. Das hat mir direkt an ihr gefallen. Da “Schicksalsbringer” aber nur der Anfang der Geschichte ist, bin ich sehr gespannt darauf, wie ihre Geschichte in “Schicksalsjäger” weitergeht. Und natürlich auch auf Hayden und Phoenix.

Fazit

“Schicksalsbringer – Ich bin deine Bestimmung” ist ein richtig cooler Dilogie-Auftakt von Romantasy-Queen Stefanie Hasse. Eine interessante Idee, gekonnt umgesetzt und liebenswerte Charaktere (und solche zum Anschmachten) machen das Buch zu einem echten Highlight. Ich kann es gar nicht erwarten, Band 2 “Schicksalsjäger” zu verschlingen.

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arsedition, cas lester, freundschaft, kinderbuch, kultur, schokolade, sprache

Sprichst du Schokolade?

Cas Lester , Christine Spindler , Kate Forrester
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Ars Edition, 18.06.2018
ISBN 9783845827353
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Als ich den Titel “Sprichst du Schokolade?” zum ersten Mal gelesen habe, war meine Neugier geweckt. Ein Buch, in dem es um Schokolade geht … einfach perfekt. Aber natürlich ist das nicht der Fall. Trotzdem konnte mich auch der Klappentext mit einer (leider) sehr aktuellen Thematik überzeugen, so dass ich das Buch direkt lesen musste.

Cas Lester erzählt die Geschichte aus der Sicht von Josie, einer aufmüpfigen, rebellischen Siebtklässlerin. Dementsprechend jung und kindlich ist auch der Schreibstil gehalten, dennoch hat er mich einige Male zum Schmunzeln gebracht oder sogar zu Tränchen gerührt. Das heißt wohl, dass “Sprichst du Schokolade?” auch für Menschen außerhalb der Zielgruppe – die im Übrigen ab zehn Jahre angesetzt ist – durchaus lesenswert ist.

Die Geschichte ist es in jedem Fall. So geht es hier um die ganz besondere Freundschaft zwischen Josie und Nadima, einem gleichaltrigen Flüchtlingsmädchen, das gerade nach Großbritannien gekommen ist und nur wenig Englisch spricht. Im Verlauf des Buches werden die beiden immer dicker miteinander, müssen aber auch die ein oder andere Hürde nehmen, die ihre Freundschaft bedroht.

Das Besondere an diesem Kinderbuch ist wohl, dass nicht nur die typischen Probleme von jungen Mädchen im Fokus stehen. Klar, diese Probleme und der obligatorische Zickenkrieg in der Schule spielen eine Rolle und sind wichtig, aber es wird auch großen Wert darauf gelegt, der Flüchtlingsthematik einen hohen Stellenwert zuzuordnen. Und den bekommt sie.

Für ein Kinderbuch für Zehnjährige ist es wirklich erschreckend ehrlich und authentisch. Die Autorin nimmt kein Blatt vor den Mund, als sie Nadimas Geschichte Stück für Stück im Buch erzählt. Da musste selbst ich schlucken. Aber gleichzeitig hat mich das auch beeindruckt, denn Cas Lester geht gleichzeitig sehr sensibel mit dem Syrien-Konflikt um, so dass auch Kinder die Auswirkungen verstehen können.

Da “Sprichst du Schokolade?” aber nicht nur die Laune der Leser mit ernsten Themen herunterziehen soll, gibt es auch allerlei Schulalltag und Zickenkrieg, der den meisten noch aus der Schulzeit bekannt sein dürfte. Konflikte in Richtung “Meine beste Freundin hängt nur noch mit der blöden Ziege rum” oder “Meine Lehrer sind alle doof” stehen hier an der Tagesordnung und vor allem die impulsive Josie kann da natürlich nicht die Klappe halten.

Josie ist – und da bin ich ehrlich – eine schwierige Protagonistin mit hochgesteckten Zielen. Wie schon erwähnt: Sie ist rebellisch, aufmüpfig und impulsiv. Nicht selten schnauzt sie Autoritätspersonen an und wundert sich, wieso sie am Ende Ärger bekommt. Tja, Josie, so ist das eben, wenn man erst dreizehn ist (anhand ihrer Klasse schließe ich, dass sie um die dreizehn Jahre alt sein muss). Aber Josie hat richtigen Unternehmergeist. Am liebsten will sie ein Unternehmen gründen und mit einundzwanzig reich sein.

Was ich sehr niedlich fand, ist, dass auch Josie es in Sachen Sprache nicht einfach hat. Als Legasthenikerin fällt ihr die Rechtschreibung und Lesen unfassbar schwer, weshalb sie und Nadima sich manchmal noch schlechter verstehen, als ohnehin. Aber Freundinnen verstehen sich auch ohne Worte. Nadima selbst ist sehr viel schüchterner als Josie und ihre Geschichte hat sie sehr geprägt, aber sie macht mutig weiter. Trotzdem oder gerade deswegen habe ich sie direkt liebgewonnen.

Fazit

“Sprichst du Schokolade?” ist ein Buch, das eine niedliche Geschichte über zwei Freundinnen erzählt und dabei eine ernste Thematik kindgerecht verpackt. Ich würde das Buch definitiv nicht nur Kindern empfehlen.

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64 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

2018, debüt, eros, götter, liebe, lieben verboten, liebesgeschichte, love curse, lovestory, pfeile, rebecca sky, romantasy, schule, undercover, vertrauen

Love Curse - Lieben verboten

Rebecca Sky , Cornelia Röser , Diana Mantel
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Heyne, 11.06.2018
ISBN 9783453271647
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Meinung
Kennt ihr das? Ihr freut euch wahnsinnig auf ein Buch und sobald es da ist, müsst ihr euch einfach hinsetzen und es in einem Rutsch durchsuchten? So ist es mir mit “Love Curse – Lieben verboten” ergangen. Tja, da liest man auch mal fast 400 Seiten in ein paar wenigen Stunden. Und ja, ich fand es gut! Tatsächlich feiere ich dieses Buch total, aber ich muss zugeben, ich habe auch einige Kritikpunkte, über die ich nicht hinwegsehen kann.

Aber beginnen wir doch mit dem Positiven.

Ich liebe Rebeccas Schreibstil! Er ist fesselnd von der ersten Seite an und macht es im Grunde unmöglich, das Buch nach dem Anfang zur Seite zu legen. Erzählt wird aus der Sicht von Rachel, der Protagonistin, die uns Lesern einen schönen Einblick in ihre Gedanken und Gefühle gewährt, uns dabei aber nicht ins kalte Wasser schubst. Erklärungen, die bei dem Thema sein müssen, um die Zusammenhänge zu verstehen, sind geschickt in die Handlung eingeflochten, so dass ich nicht das Gefühle hatte, von Informationen erschlagen zu werden.

Die Handlung hat mich überhaupt erst auf das Buch aufmerksam gemacht. Wie bekannt sein dürfte, habe ich einen Faible für griechische Mythologie und erst recht für Eros und ich wollte unbedingt wissen, wie Rebecca Sky ihre Liebesgöttinnen in “Love Curse” umgesetzt hat.

Fazit: Ich habe etwas komplett anders erwartet. Ist das schlimm? Nö, nicht im Geringsten. Irgendwie habe ich mit einer seichten, gefühlvollen Liebesgeschichte gerechnet, die dadurch an Spannung gewinnt, dass die beiden sich nicht nah sein dürfen. Und eigentlich ist es auch so. Aber es ist auch so viel mehr. Die ganze Geschichte drum herum, die Verfolgungsjagd und alles, was dazu gehört, tragen maßgeblich zur Entwicklung der Handlung und der Charaktere bei. Schön ist außerdem, dass nicht nur die romantische Liebe im Vordergrund steht, sondern auch jene für Freunde und Familie.

Rachel selbst ist eine verdammt coole Protagonistin, die sich nichts sagen lässt. Sie muss zwar die Schule für Liebesgöttinnen besuchen, weigert sich aber ihre Gabe einzusetzen. Sie stellt sich den Lehrern entgegen und könnte deshalb vermutlich im Büro der Schulleiterin einziehen. Aber sie vertritt ihre Meinung und will in ihrem Leben etwas Gutes tun anstatt sich mit ihrer “Bestimmung” zufrieden zu geben. Und das macht sie verdammt stark. Hut ab!

Ben – ihr Gegenpart und männlicher Protagonist – ist einfach mal so süß, dass ich beinahe davon Karies bekommen hätte. Genau wie Rachel war ich auf der Stelle fasziniert und wollte mehr über ihn wissen. Mein Bauchgefühl hat mich in dieser Hinsicht übrigens nicht getäuscht.

Da aber nicht alles Gold ist, was glänzt, kommen wir nun zu meiner Kritik.

Ich mag keine Liebesdreiecke. Früher mag ich es gemocht haben, jetzt kann ich es einfach nicht mehr lesen. Und ja, auch hier gibt es eins. Denn unsere liebe Rachel hat eine beste Freundin, die auch mit von der Partie ist: Marissa. Die natürlich auch ein Auge auf Ben geworfen hat und sich im Gegensatz zu Rachel nicht scheut, ihre Gabe einzusetzen, um zu bekommen, was sie will.

Schon, als sich die Dreiecksgeschichte angebahnt hat, musste ich laut stöhnen und habe dann einfach aufs Beste gehofft. Tatsächlich wurde es nicht so schlimm, wie befürchtet, aber wirklich notwendig war es jetzt auch nicht für die Geschichte.

Marissa ist mein zweiter Kritikpunkt. Ich mag sie nicht. Schon am Anfang wird sie als oberflächlich, selbstverliebt und selbstsüchtig eingeführt. Und es passt zu ihrer Rolle. Sie soll so herüberkommen, aber trotz allem auch Rachels Freundin sein. Das merkt man auch. Zumindest am Anfang. Schließlich haben die beiden nur sich. Sie sind schließlich auch in ihrer Ausbildung Partner. (Liebesgöttinnen ist nicht gestattet, Freundschaften außerhalb ihrer Ausbildungs-Partner zu pflegen.)

Aber dann gibt es einen Punkt in der Geschichte, bei dem bin ich echt vom Glauben abgefallen, weil er gezeigt hat, wie egal Marissa Rachel eigentlich ist.  Damit ist sie dann bei mir unten durch gewesen. Tja, so schnell kann es gehen.

Und mein größter Kritikpunkt: Das Ende! Versteht mich nicht falsch? Eigentlich ist das Ende super und rund und einfach nur perfekt, um die Geschichte abzuschließen. Ich hätte das Buch mit einem verträumten Seufzer schließen und es dabei belassen können.

ABER dann kam der Epilog. Der die schöne Stimmung kaputtmacht. Der unnötig viele Erklärungen hervorruft, Fragen aufwirft und keine Antworten liefert, bevor er den Leser so dermaßen in der Luft hängen lässt, dass ein zweiter Band unausweichlich ist. Und das macht mich sauer. Klar, ich werde Band 2, falls einer kommt, auf jeden Fall lesen, weil ich die Thematik und die Umsetzung wirklich gut finde, aber als Einzelband mit dem runden Ende vor dem Epilog hätte ich es doch besser gefunden.

Fazit
“Love Curse – Lieben verboten” ist ein süßer Romantasy-Roman für alle, die an die wahre Liebe glauben und sich mutig im Kampf gegen einen Fluch stellen wollen. Aber Achtung: Es wird kitschig! Mich konnte der Roman trotz Schwächen überzeugen, obwohl ich den Epilog nicht unbedingt gebraucht hätte.

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

bücher, deutschland, frontman, gewinnspiel, hotel, impress, jugend, jugenroman, liebe, liebesgeschichte, lied, musik, rockstar, song, sophie fawn

Rhythm and Love 1: Luna und David

Sophie Fawn
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 07.06.2018
ISBN 9783646604429
Genre: Sonstiges

Rezension:

Meinung

Also für Rockstar-Jugendromane bin ich ja quasi immer zu haben, seitdem ich die Rockstar-Reihe von Teresa Sporrer verschlungen habe. Daher war für mich von Anfang an klar, dass ich auch “Rhythm and Love” lesen muss. So ein Rockstar undercover – das wird bestimmt interessant.

Zunächst ein paar Worte zum Schreibstil der Autorin. An sich ist der Stil angenehm zu lesen. Wenn man länger dabei bleibt. Gerade in den ersten Prozenten hat er mir aber einen schweren Einstieg in das Buch beschert. Sophie Fawn bedient sich gerne kurzer, aneinandergereihter Sätze, die mich oft aus dem Lesefluss gebracht haben. Das war zum Glück nur am Anfang der Fall, was wohl auch daran liegt, dass die Geschichte seine Zeit braucht, um in Fahrt zu kommen. In etwa bei 15% bin ich reingekommen und ab da zieht dann auch die versprochene Sogwirkung.

Das Buch wird aus der Sicht von Luna und David im Wechsel erzählt und ich persönlich hatte keine Probleme zwischen den beiden Sichten hin und her zu wechseln. Der Effekt, der von den wechselnden Ich-Erzählern ausgelöst wird, ist ebenfalls sehr gut gelungen, da man von beiden Seiten die Handlung mitbekommt und daher die Beweggründe für die Handlungen der Charaktere besser nachvollziehen kann.

Die Handlung erfindet nicht unbedingt das Rad neu, was aber nicht heißt, dass sie mich nicht trotzdem gut unterhalten hat. Als Luna und David sich kennen lernen, wissen wir Leser bereits, dass David mit der Band “Bad Weeds Grow Tall” erfolgreich ist, nur Luna weiß das nicht. Erkennt auch niemanden aus der Band. Hakt nicht einmal weiter nach, als sie auf die Band zu sprechen kommen.

So kommt es, dass die beiden sich fernab von irgendwelchem Medienrummeln kennen lernen und einander näherkommen können, aber natürlich ist nicht alles so einfach und selbstverständlich werden sie von der Realität eingeholt. Missverständnisse stehen an der Tagesordnung und sorgen für Irrungen und Wirrungen ohne Ende. Aber der Weg ist bekanntlich das Ziel und dieser Weg hat es echt in sich.

Genauso wie die Charaktere von “Rhythm and Love”. Luna ist im Großen und Ganzen eine sympathische Protagonistin. Ein ganz normales Mädchen eben, mit Freunden, Schule und Aushilfsjob. Allerdings ist sie auch dezent naiv. Ich habe es weiter oben schon angeschnitten. Sie stutzt nicht einmal, als sie auf Davids Band zu sprechen kommen. Hakt nicht weiter nach. Egal, was passiert. Und sie sind innerhalb der Geschichte in einigen Situationen, in denen sie locker hätte dahinterkommen können. Das waren so die Momente, in denen ich gerne gewusst hätte, wie sie das nicht erkennen kann, aber nun gut. Hätte ja auch ein wenig die Spannung aus der Story genommen.

David fand ich ebenso sympatisch, obwohl ich in einigen Situationen seine Handlungen zwar irgendwie nachvollziehen, aber nicht wirklich gutheißen konnte. Im Grunde sorgt er ja erst für die ganzen Missverständnisse, indem er beschließt undercover zu bleiben. Das habe ich zwar am Anfang verstanden und auch später werden seine Beweggründe klar, aber ich an seiner Stelle hätte wohl anders gehandelt. Ansonsten ist er ein echt süßer, netter Kerl, bei dem Luna zurecht ins Schwärmen gerät.

Mein absoluter Lieblingscharakter ist allerdings seine kleine Schwester Sammy, weshalb ich mich schon auf ihren großen Auftritt in “Rhythm and Love 2: Sammy & Jayden” freue.

Fazit

“Rhythm and Love. Luna & David” konnte mich gut unterhalten und das ein oder andere Schmunzeln entlocken. Es macht Spaß zu verfolgen, wie die beiden Protagonisten sich von ihrem ersten Kennenlernen bis zum Ende hin schlagen. Ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung, die im August 2018 erscheint.

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23 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

geschichten der jahreszeiten, götter, göttersohn, impress, jennifer wolf

Göttersohn. Der Nachfahre der Jahreszeiten (Buch 6) (Geschichten der Jahreszeiten)

Jennifer Wolf
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 07.06.2018
ISBN 9783646604184
Genre: Sonstiges

Rezension:

Meinung

Was habe ich mich auf den sechsten Band bzw. den zweiten Spin-Off der Jahreszeiten-Reihe von Jennifer Wolf gefreut. Schließlich bin ich ein großer Fan der Original-Reihe und "Göttertochter" konnte mich ebenso überzeugen. Selbstverständlich habe ich mir sofort die Taschentüchter bereitgelegt und angefangen wieder in die Welt von Hemera einzutauchen.

Es ist wieder einmal erstaunlich zu sehen, was die Autorin in "Göttersohn" wieder mit ihrem Buchuniversum gemacht hat. Wie bereits bekannt, liegen auch hier wieder Jahrhunderte und viele Generationen zwischen diesem und dem letzten Band der Reihe und Hemera hat sich verändert. Im Vergleich zu den letzten Bänden ist es dieses Mal allerdings mit die größte Änderung, denn Hemera ist größer geworden und besitzt jetzt zwei Stadtteile. Die Wintermagie herrscht immer noch fast auf der ganzen Welt, aber die bewohnbaren Flächen sind größer.

Die Geschichten der anderen Jahreszeiten sind, obwohl sie inzwischen nur noch in uralten Geschichtsbüchern existieren, nach wie vor präsent in den Erinnerungen der Menschen und Anspielungen auf die anderen Bände sowie kurze Auftritte liebgewonnener Charaktere stehen an der Tagesordnung.

Hach, Hemera ... es fühlt sich einfach immer wieder an, als würde man nach Hause kommen. Selbst wenn man neue Charaktere hat, an die man sich erst einmal gewöhnen muss, oder wenn die Zeit eine ganz andere ist, eines bleibt immer gleich: Es gibt in jedem Jahreszeiten-Band eine berührende und sehr emotionale Liebesgeschichte, wie nur Jennifer Wolf sie schreiben könnte. So auch in "Göttersohn".

Ich denke, ich spoilere hier niemanden, wenn ich sage, dass in "Göttersohn" die Liebesgeschichte von Sol und Yannis - meine liebste Geschichte der Reihe übrigens - in die zweite Runde geht. Und zwar mit Evan und Mikael, in denen zwar die Seelen der beiden wohnen, die aber vollkommen anders sind. Ihre Persönlichkeiten, ihre Erinnerungen und ihr bisheriger Lebensweg unterscheiden sich so sehr von Sol und Yannis, dass ich echt staunen musste. Denn das hat einen gewaltigen Effekt auf die Stimmung des Buches und vor allem auch auf die Liebesgeschichte zwischen ihnen.

Und das ist auch gut so. Selbst wenn die Geschichte sich wiederholen mag, so ist sie doch anders und hat ihr Alleinstellungsmerkmal. An manchen Punkten ging mir das Ganze zwar etwas zu schnell, aber wenn es Seelenliebe ist, muss ja auch nicht lang gefackelt werden.

Ebenfalls zu erwähnen ist, dass die Liebesgeschichte nicht der einzige Handlungsstrang ist, sondern noch eine andere Bedrohung in Hemera ihr Unwesen treibt. Dazu will ich aber gar nicht zu viel verraten: Nur, dass wir damit schon in den ersten Bänden der Jahreszeiten Bekanntschaft gemacht haben und das damals schon nicht so gut ausgegangen ist.

Und zum Schluss noch eine Sache, die sicherlich viele schockieren wird: Ich habe nicht geweint. Okay, doch. Im Prolog, nach dem ich mich auf das Schlimmste gefasst gemacht habe, aber danach ... es ist immer noch sehr gefühlvoll und ohne Zweifel habe ich das Lesen sehr genossen, aber "Göttersohn" hat mein Herz nicht so sehr zerstört wie seine Vorgänger. Irgendwie schade. Bei Jennifer Wolfs Büchern verlasse ich mich sonst schon darauf, dass ich heule wie ein Schlosshund.

Fazit

"Göttersohn. Der Nachfahre der Jahreszeiten" hat mir definitiv gefallen, wenngleich er wohl nicht mein liebster Band der Reihe werden wird. Der Schreibstil ist gewohnt emotional und die Charaktere wie immer sehr liebevoll gestaltet. Allerdings hat dieser Band mein Herz nicht in Tausende Stücke zerbrechen lassen.

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16 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

coming-of-age, dark diamonds, die erwachte, fantasy, sabine schulter

Die Erwachte - Die Geschichte von Sin und Miriam

Sabine Schulter
E-Buch Text: 648 Seiten
Erschienen bei Dark Diamonds, 31.05.2018
ISBN 9783646300758
Genre: Fantasy

Rezension:

Meinung

„Die Erwachte“ ist der Auftakt zu Sabine Schulters Debüt-Trilogie rund um „Sin und Miriam“, die nun in Neuauflage bei Dark Diamonds erscheint. Ich kenne von der Autorin bereits ihre „Melody of Eden“-Reihe und habe mich dabei in ihren flüssigen Stil verwandelt. Obwohl ich zunächst etwas von der Seitenanzahl von fast 700 Seiten eingeschüchtert war, bin ich doch echt froh, dass ich mich in das Abenteuer gestürzt habe.

Man merkt direkt, dass die Reihe älter ist und sich der Schreibstil der Autorin ein wenig verändert hat. Der Stil von „Die Erwachte“ ist sehr angenehm, keine Frage, wirkt auf mich aber von der Stimmung her sehr viel freundlicher und lässt den Leser voll und ganz in die Geschichte eintauchen. Ich möchte keine Vergleiche anstellen und sagen, dass anhand des Stils das Debüt oder eine neue Reihe der Autorin besser ist, aber die Stile unterscheiden sich doch um einiges voneinander. Da beide aber wunderbar zu ihren Geschichten passen, ist das kein Kritikpunkt.

Die Handlung dreht sich um Miriam alias die Erwachte, deren Leben auf einmal Kopf steht. Im ersten Moment ist sie noch eine normale Medizin-Studentin, im nächsten wird sie „krank“ und erwacht. Auf einmal sieht sie die Magie in unserer Welt und wird damit aber auch zur Zielscheibe der sogenannten Suchenden: Tierähnlichen Monstern, die sie verschleppen wollen, um an ihr magisches Blut zu gelangen. Für ihren Schutz ist eine ganze Einheit Wächter verantwortlich. Alleine aus dem Haus gehen, ist also nicht mehr. Und normal weiterleben auch nicht.

Viel zu schnell spitzen die Erlebnisse sich zu, die Gefahr wird greifbar und Miriam ist natürlich mittendrin. Und zu allem Überfluss ist da auch noch Sin, ihr erster Wächter, der ihr nicht mehr aus dem Kopf geht.

Ich bin immer noch ein wenig baff, wie ich zugeben muss. 670 Seiten und dabei nicht eine Länge. Ständig passiert etwas, nichts davon wirkt erzwungen, um das Buch zu strecken, und nichts davon ist langweilig. Sowohl den Haupthandlungsstrang um die Suchenden, die nach Miriam suchen, als auch die Liebegeschichte. Beides hat seinen Teil zu dem Buch beigetragen, ohne dass ein Teil davon vernachlässigt wurde.

Begleiten wir Miriam und ihre Wächter bei einem Suchenden-Angriff ist es spannend, dramatisch und man muss den Atem anhalten und mitfiebern – was anderes geht da echt nicht. Es ist auf einmal, als wäre man mittendrin, das Herz schlägt wie wild und man will einen positiven Ausgang, obwohl dieser nicht sicher ist.

Bei der Liebesgeschichte ist die Selbstverständlichkeit, mit der die Autorin sie beschreibt, wirklich erfrischend. Mal kein „Ihr könnt nicht zusammen sein aus Grund XY“, genauso wenig wie unnötiges Drama. Man könnte fast sagen, die Liebesgeschichte ist das Tüpfelchen auf dem i, um die Geschichte rund zu machen. Aber es liegt nicht der Fokus darauf. Trotzdem kommt sie nicht zu kurz und bietet so einiges für Romance-Fans.

Über Miriam bleibt mir gar nicht viel zu sagen. Im Grunde geht es in dem Buch ja darum, dass sie von ihren Wächtern beschützt wird, aber Miriam ist keinesfalls eine schwache Protagonistin. Tatsächlich beweist sie ziemlich großen Mut, ist selbstlos, lustig und eine richtig gute Freundin. Sie hat eine unbeschwerte Art und Weise, was aber auch nicht heißt, dass sie alles auf die leichte Schulter nimmt. Sie ist einfach … normal. Und das ist auch gut so.

Sin auf der anderen Seite ist als ihr erster Wächter ständig am Arbeiten. Wenn er nicht gerade irgendwelche Suchende bekämpft, sieht man ihn kaum ohne seinen Laptop. Er ist diszipliniert, ehrlich und – Gott sei Dank! – kein Möchtegern-Bad Boy. Zusammengefasst: Der perfekte Bookboyfriend.

Die Geschichte der beiden ist etwas ganz Besonderes und es ist sicher auch für jeden etwas dabei. Ich für meinen Teil kann den zweiten Band gar nicht mehr erwarten.

Fazit

„Die Erwachte“ ist ein Reihenauftakt, wie er im Buche steht. Sowohl Action, als auch Dramatik und Romantik sind darin vertreten und machen das Lesen zu einem wahren Highlight, das durch die sympathischen Charaktere nur noch unterstrichen wird.

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

königsblau

Königsfluch (Prequel von »Königsblau«)

Julia Zieschang
E-Buch Text
Erschienen bei Dark Diamonds, 31.05.2018
ISBN 9783646301045
Genre: Sonstiges

Rezension:

Im letzten Sommer habe ich “Königsblau” von Julia Zieschang gelesen. Da mich der Roman einfach nur umgehauen hat, bin ich umso gespannter auf das Prequel rund um Claires Mutter gewesen. Auch wenn das Ende der Geschichte ansatzweise schon bekannt ist – hat ein Prequel nun mal so an sich -, kann ich auch hier wieder sagen, dass mich “Königsfluch” voll und ganz in seinen Bann gezogen hat.

Wie schon bei “Königsblau” ist der Schreibstil wieder herrlich märchenhaft, aber auf eine düstere Art und Weise, die einem stellenweise Gänsehaut auf den Armen auslöst. Auch wenn es sich streng genommen um eine Adaption von “Die Prinzessin auf der Erbse” handelt, so schwingt die düstere Stimmung von Blaubarts Märchen doch in den Worten mit.

Und wer ist die Prinzessin auf der Erbse? Dabei handelt es sich um Cecelia, deren Schiff auf der Reise zu ihrem Verlobten in einem Sturm kentert. Celia hat Glück im Unglück und wird an Land angespült. Natürlich sieht sie so nur überhaupt nicht mehr aus wie eine Prinzessin, doch sie findet den Weg in den Palast – mit Hilfe der Blumenelfen, die wir schon aus “Königsblau” kennen.

Die Geschichte nimmt ihren Lauf und während George immer mehr zu dem grausamen Mann wird, der er schlussendlich geworden ist, tut Celia ihr Bestes, um ihre Rolle als Königin zu erfüllen.

Wer “Königsblau” bereits kennt, der wird viele Anspielungen auf den Hauptroman in “Königsfluch” finden, aber auch viel Neues erfahren, auf das ich hier wegen Spoilern nicht weiter eingehen möchte. Nur so viel: Ihr dachtet, ihr wüsstet, was geschehen ist. Vielleicht habt ihr Vermutungen über die Vergangenheit von George oder auch Claires Mutter angestellt. Ich versichere euch: Es steckt so viel mehr dahinter.

Ich frage mich, ob die Autorin die Geschichte von Cecelia bereits im Kopf hatte, als sie “Königsblau” geschrieben hat, denn jedes noch so kleine Detail passt perfekt in den späteren Handlungsverlauf. Wie ein Puzzle, von dem wir bisher nur eine Hälfte kannten und das nun vollständig ist.

Cecelia selbst ist eine starke Protagonistin. Vielleicht nicht am Anfang, als sie jung ist und als verwöhntes Prinzesschen davon träumt, durch die Heirat später Königin zu werden. Aber das Buch spielt über einen großen Zeitraum und zeigt schließlich, wie Celia immer stärker wird. Wie sie neue Prioritäten setzt und zu einer mutigen Königin wird, die lernt, was es heißt Opfer zu bringen. Besonders schön fand ich es zu erfahren, was sie zu der Entscheidung geleitet hat, die in “Königsblau” eine wichtige Rolle spielt.

Zum Ende muss ich wohl nicht viele Worte verlieren. Jeder, der “Königsblau” kennt, wird wissen, wie die Geschichte von Celia ausgegangen ist. Aber es hat mich hier gar nicht gestört. Der Weg zu diesem Ende, darum geht es. Außerdem gibt es ja auch noch einen Epilog.

Fazit

“Königsfluch” ist wieder eine großartige, bildgewaltige Märchenadaption aus der Feder von Julia Zieschang. Auch ohne “Königsblau” als Vorwissen lässt sich ganz wunderbar in die Geschichte eintauchen. Mit Vorwissen bekommt man endlich langersehnte Antworten und einen Einblick in die Vergangenheit.

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zeitreise

Die Zeitwächterin

Lillith Korn
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Zeilengold Verlag, 20.06.2018
ISBN 9783946955108
Genre: Fantasy

Rezension:

Meinung

Das neue Buch von Lillith Korn stand schon lange auf meiner Wunschliste und ich bin wahnsinnig froh, dass es nun erschienen ist und ich es schon lesen durfte. Die Thematik rund um die Zeit, das Zeitreisen und das Anhalten der Zeit hat mich von Anfang an fasziniert – und da die Autorin dieser altbekannten Idee ein vollkommen neues Gesicht verpasst hat, war ich nur noch gespannter auf “Die Zeitwächterin”.

Das Buch beginnt ruhig. Im wahrsten Sinne des Wortes. Thekla ist mit ihrer kleinen Schwester Nele und ihrem Freund Ivo im Museum. Da geschieht es das erste Mal. Etwas flackert und nur für einen kurzen Moment steht die Zeit still. Seltsam, aber sicher nichts Beunruhigendes. Stattdessen konzentriert sich Thekla darauf, dass sie sich für ein Praktikum in einem Antiquariat bewerben will und sie bekommt die Stelle. Alles super also? Nope, denn die Sache mit dem Zeitanhalten ist noch nicht vorbei.

Bücher übers Zeitreisen gibt es ja eine ganze Menge. Das Prinzip dabei immer ähnlich. Klar, man kann das Rad ja auch nicht neu erfinden. Aber man kann es zumindest versuchen und das Rad in ein neues Gewand packen. Lillith Korn hat es versucht und es ist ihr gelungen.

Obwohl das Buch eher ruhig beginnt und sich langsam immer weiter zuspitzt, konnte ich “Die Zeitwächterin” nicht aus der Hand legen. Lillith Korns Schreibstil ist packend, flüssig, an den richtigen Stellen humorvoll und zieht einen direkt in die Geschichte hinein. Als wäre man ein Teil davon. Zusammen mit Thekla erfährt man mehr über die Hintergründe ihrer Gabe, die die Autorin meisterhaft in kleinen Happen in die Story einwebt. Und man will mehr wissen.

Auch wenn der Fokus klar auf Theklas Gabe ruht, so dreht sich nicht alles in “Die Zeitwächterin” darum, sondern auch viel um Theklas Familie und die Menschen in ihrem Umfeld, allen voran ihr Freund Ivo und ihre beste Freundin Holly. Alle von ihnen sind als Charaktere sehr liebenswürdig, ich habe sie auf der Stelle ins Herz geschlossen.

So wie auch Thekla, die zwar nicht unbedingt die coolste Kick-Ass-Heldin ist, aber trotzdem auf ihre Art besonders ist. Sie ist definitiv kein Mauerblümchen, sondern einfach eine ganz normale Teenagerin mit einem ganz normalen Leben, bis das eben ein wenig aus den Fugen gerät. Sie hat eine innige Verbindung zu Nele, liebt ihren Freund und gehört auch definitiv nicht zu den Protagonistinnen, die ihrer besten Freundin, mit der sie sonst alles teilen, solche Sachen verschweigen. Gerade die Tatsache, dass sie ihr Herz auf der Zunge trägt und zumindest versucht, zu erklären, was los ist, hat sie für mich wahnsinnig sympathisch und authentisch gemacht.

Nur findet Thekla sich schnell im Spagat zwischen ihrem normalen Leben, wie es vor dem Erwachen ihrer Gabe war, und dem Training ihrer Gabe, während der Arbeitszeit im Antiquariat. Sie verstrickt sich in Lügen, weil man ihr die Wahrheit nicht glaubt, weiß nicht, was sie tun soll, weil auf einmal ihr ganzes Leben Kopf steht. Es geht in gewisser Weise um ihren inneren Kampf, bei dem man nicht anders kann als mitzufühlen und mitzuhoffen, dass alles gut wird.

Und wird alles gut? Das ist wohl die Frage. Ich für meinen Teil bin der festen Überzeugung, dass “Die Zeitwächterin” enden musste, wie sie geendet hat und dass es kein anderes besseres Ende hätte geben können.

Fazit

“Die Zeitwächterin” ist ein Zeitreise-Roman der etwas anderen Art, der durch Originalität, einen großartigen Schreibstil und sympathische Charaktere punktet. Definitiv eins meiner Monatshighlights!

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Meine teuflisch gute Freundin

Hortense Ullrich
Flexibler Einband: 160 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 15.05.2018
ISBN 9783499218033
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Meinung

Obwohl Hortense Ullrich bereits siebzig Kinder- und Jugendbücher geschrieben hat, muss ich an dieser Stelle direkt zugeben, dass "Meine teuflisch gute Freundin" mein erstes Buch der Autorin ist. Aber bei einer spritzigen Teenie-Geschichte mit viel Humor war ich doch ziemlich schnell davon überzeugt, dass es eigentlich genau meins ist. (Zumal ich zur Presse-Preview des gleichnamigen Films eingeladen war und schon ziemlich genau wusste, was auf mich zukommt.)

Durch den angenehmen und sehr jugendlich-frechen Schreibstil bekommt man direkt zu Beginn einen Eindruck vom Rest des Buches. Immer mal wieder gibt es kurze, fettgedruckte Passagen, in denen wir Leser verstärkt in Liliths Gefühls- und Gedankenwelt eintauchen. Es ist quasi wie ein innerer Monolog, in dem sie uns an dem teilhaben lässt, was ihr gerade durch den Kopf schwirrt. Auch im Rest des Buches folgen wir meistens ihr, allerdings aus der personellen Erzählperspektive. Manchmal switcht die Handlung aber auch auf Greta.

Die Beschreibungen halten sich bei "Meine teuflisch gute Freundin" wahrlich in Grenzen. Ab und an hätte ich mir daher gewünscht, wenn die Autorin noch etwas mehr über die Umgebung der verschlafenen Kleinstadt geschrieben hätte, aber ein großer Makel ist das jetzt nicht. Dafür liegt der Fokus auf den spritzigen Dialogen, die zum Teil eins zu eins in den Film übernommen worden sind.

Die Handlung selbst besitzt in meinen Augen genau das richtige Maß an Humor, Romantik und dem ganz normalen Wahnsinn des Teenager-seins. Schon allein durch die beiden Protagonistinnen, die krasse Gegenteile voneinander darstellen, ist quasi vorprogrammiert, was für ein Chaos das wird. Ebenso gibt es zwei Liebesgeschichten, die beide auf ihre Art hervorstechen. Ich mag die von Lilith irgendwie mehr, weil sie mehr zur Entwicklung der Story und der Figuren beiträgt.

Die Figuren selbst sind tatsächlich absolute Klischees. Aber das ist überhaupt nicht schlimm, weil es in der Umsetzung so übertrieben ist, dass es schon wieder gut ist und beim Lesen wirklich Spaß macht. Wir haben die gemeine Teufelstochter und das herzensgute Engelchen, die sich miteinander anfreunden und auch wenn Greta Lilith regelmäßig mit ihrer Gutmütigkeit in den Wahnsinn treibt, bemerkt man doch, wie sehr die Freundschaft - und die Liebe, die beide innerhalb der Geschichte finden - sie verändert.

Fazit

"Meine teuflisch gute Freundin" ist eine niedliche und humorvolle Teenie-Romanze mit sehr viel Herz, bei der man einfach man für ein bis zwei Stunden die Seele baumeln lassen kann. Ein Buch, das einem ein gutes Gefühl gibt.

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The Edge of Everything

Jeff Giles
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Bloomsbury Childrens Books, 01.02.2017
ISBN 9781619637535
Genre: Sonstiges

Rezension:

Meinung

"The Edge of Everything" von Jeff Giles ist mir dank des wundervollen Covers ins Auge gefallen, auch wenn ich mir unter dem Inhalt nicht sonderlich etwas vorstellen konnte. (Der englische Klappentext hat mich erst sogar vermuten lassen, es handele sich um eine Dystopie. Mann, ich hätte gar nicht falscher liegen können.) Ich musste es einfach haben und habe es auch innerhalb weniger Tage verschlungen.

Keine Überraschung, denn das Buch besitzt einen sehr angenehmen, flüssigen Schreibstil, der aber doch auch sehr außergewöhnlich ist. Ich kann mir nicht wirklich vorstellen, wie man das Buch mit diesem Stil übersetzen sollte (Von einer möglichen Übersetzung weiß ich übrigens nichts), denn obwohl es auf English gepasst und dem Buch etwas Besonderes verliehen hat, ist der Stil sehr erklärend, was mich im Deutschen meist stört.

Darüber hinaus sprechen die Figuren allesamt in einem etwas gewöhnungsbedürftigen Dialekt mit Slang-Begriffen, die auch ich als erfahrene Englischsprecherin nur aus dem Kontext aufgeschnappt habe. Am Anfang kann der Stil daher etwas befremdlich wirken, aber sobald man sich daran gewöhnt hat, erkennt man das Besondere.

Und besonders geht es auch mit der Handlung von "The Edge of Everything" weiter. So dreht sich das Buch nämlich um Zoe, ein ganz normales Mädchen aus Montana, das es gerade nicht sonderlich einfach hat. Und um X. X hat eigentlich keinen Namen, denn er stammt aus den sogenannten Lowlands, die in dieser Reihe mit der Hölle gleichzusetzen ist. Seine Aufgabe ist es, die Seelen all jener einzufangen, die Schlimmes getan und es verdient haben, in die Hölle zu kommen. Er ist also eine Art Kopfgeldjäger. Dabei hat er selbst niemals ein solches Schicksal verdient.

Bei einer Mission trifft er auf Zoe, die ihn bittet sein Opfer zu verschonen und obwohl er das nie in Erwägung gezogen hätte, tut er es. Für sie. Und damit tritt er eine Welle los. Denn so schön die Zeit sein mag, die er mit Zoe verbringen und ihr näherkommen kann, so rufen die Lowlands doch weiterhin nach ihm.

Das Schicksal trennt die beiden, aus einem Handlungsstrang werden zwei. Zwei Geschichten, die zusammengehören und doch getrennt erzählt werden müssen, um Sinn zu ergeben. Zoes bleibt nicht etwa zurück und wartet auf X, nein, sie stellt Nachforschungen an. Will mehr über den Tod ihres Vaters wissen. Und X, der sucht verzweifelt nach einem Weg zurück. Nur entkommt niemand den Lowlands.

An dieser Stelle sei zugegeben: Die Liebesgeschichte zwischen den beiden kommt in meinen Augen ein wenig zu plötzlich, die Gefühle mögen am Anfang langsam gekommen sein, doch mit einem Mal - puff, ist es die echte, wahre Liebe, die allem trotzt. Das hat mich ein wenig gestört, doch gegen Ende hin hatte sich dieser Kritikpunkt wieder in Luft aufgelöst, einfach weil diese Liebesgeschichte gleichzeitig so herzerwärmend wie auch herzzerstörend ist. Da lassen wir solche Kleinigkeiten gerne mal durchgehen.

"The Edge of Everything" erzählt aber nicht einfach nur eine Liebesgeschichte, sondern beschäftigt sich auch mehr wichtigen Themen. So ist einige zentrale Fragen, die immer wieder auftaucht: Was muss ein Mensch tun, um ein Schicksal in der Hölle verdient zu haben? Ist es Gerechtigkeit, diese Menschen für ihre Taten zu bestrafen oder sind wir dann auch nicht besser? Sollten wir nicht lieber vergeben, weil es das Menschlichere ist, was man tun könnte?

Diese Fragen müssen sich Zoe und X stellen und man merkt direkt, dass eine eindeutige Antwort darauf nicht möglich ist. Dass sich ihre Ansichten über das Buch hinweg verschieben. Und das ist auch gut so.

Die beiden scheinen zunächst krasse Gegenteile. Während Zoe ein größtenteils glückliches Leben hatte und von ihrer Familie geliebt wurde, hat X den Großteils seines Lebens in den Lowlands verbracht. Er weiß nicht, was es heißt zu vertrauen oder gar zu lieben. Als die beiden aufeinandertreffen, ist es, als würden zwei Puzzleteile auf einmal zusammenpassen. Sie vervollständigen sich auf eine sehr subtile Art und Weise, die dem Leser erst gegen Ende des Buches so richtig bewusst wird. Weil beide sich dadurch auch verändern. Ich für meinen Teil habe Zoe und X beide in mein Herz geschlossen und freue mich nun darauf, wie ihre Geschichte weitergeht.

Mein kleiner Liebling, das muss ich hier noch erwähnen, bleibt allerdings Jonah. Zoes achtjähriger Bruder ist einfach so liebenswert, dass man gar nicht anders kann, als sich in den kleinen Racker zu verlieben.

Fazit

"The Edge of Everything" ist nicht nur einfach ein Jugendbuch. Es ist eine wundervolle Liebesgeschichte, die gleichzeitig spannend und außergewöhnlich erzählt wird und sich darüber hinaus mit sehr vielen tiefgründigen und wichtigen Themen beschäftigt.

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Herzflüstern

Katharina B. Gross
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Forever , 08.06.2018
ISBN 9783958189713
Genre: Liebesromane

Rezension:

Meinung

“Herzflüstern – Julian & Markus” von Katharina B. Gross ist mir schon vor der Veröffentlichung öfters über die sozialen Netzwerke begegnet und da es sich echt super angehört hat, konnte ich nicht anders als es zu lesen. Für Gay Romance habe ich sowieso eine Schwäche und das klang direkt wie eine süße Coming-Out-Story.

Es ist mein erstes Buch der Autorin, weshalb ich vollkommen unvoreingenommen herangegangen bin. Der leicht verständliche, flüssige Schreibstil hat mich direkt positiv überrascht. Er macht es leicht, einen Zugang zur Geschichte zu finden und sich treiben zu lassen. Es ist leicht, sich mit Julian, aus dessen Sicht das Buch erzählt ist, zu identifizieren und seine Handlungen nachzuvollziehen, weil wir seine Gedankengänge alle über den Schreibstil der Autorin mitbekommen.

Die Handlung von “Herzflüstern” ist nicht sonderlich komplex, wie ich sagen muss. Es geht halt um Julian, der sich in den neuen Praktikanten seiner Schule Markus verliebt und dadurch zu der Erkenntnis gelangt, dass er schwul ist. Natürlich ist das Umfeld dagegen und wirft den beiden so manch einen Stolperstein in den Weg. Vom Konzept her also nicht neu, trotzdem hat Katharina B. Gross aus der typischen Coming-Out-Story-Handlung viel mehr gemacht, als es zunächst den Anschein erweckt.

So gibt es neben der Haupthandlung um Julian und Markus noch den Nebenstrang um Tim, den ich hier nicht vorwegnehmen möchte, der mir beim Lesen aber viel Spaß gemacht hat. Außerdem habe ich Franzi, Julians beste Freundin, direkt liebgewonnen.

Allerdings hatte ich ab und an das Gefühl, die Handlung plätschert ziemlich langsam vor sich hin. Alles ist gut, nichts passiert, außer dass Julian in der Schule gemobbt wird, aber auch damit mit der Zeit gut klar kommt. Zum Ende hin kommt in dieser Hinsicht noch etwas Spannung auf, aber irgendwie hat mir durch diese Pseudo-Alles-ist-gut-Stimmung das gewisse Etwas gefehlt, um die Handlung zu einem echten Highlight zu machen.

Dafür kann die Autorin wieder mit den Charakteren punkten. Julian wirkt am Anfang wie ein verängstigter kleiner Hundewelpe, den man einfach nur in den Arm nehmen und an sich drücken wollte. Ich weiß nicht, ob das so geplant war, aber ich fand ihn auf der Stelle unfassbar niedlich. 

Markus ist einfach der typische Good Guy. Will Lehrer werden, bietet bereitwillig seine Nachhilfe an und ist allgemein der Traum einer jeden Schwiegermutter. Dazu hat er ein tolles Motorrad und eine dunkle Vergangenheit. Et voila – Bookboyfriend. Die dunkle Vergangenheit fand ich einen Ticken zu übertrieben, wenn ich ehrlich bin, aber ansonsten hätte ich gerne auch so einen Markus.

Mein Liebling in “Herzflüstern” ist allerdings Tim. Wenn ich es mir genau überlege, hätte ich ganz gerne noch ein Buch über ihn, denn seine Geschichte, die hier schon als Nebenhandlung vorkommt, klingt verdammt interessant – vielleicht sogar etwas mehr als die von Julian und Markus – und ich würde sie sehr gerne lesen. So als Band 2 wäre das sicher echt super!

Fazit

“Herzflüstern – Julian & Markus” ist eine unterhaltsame, süße Coming-Out-Geschichte für Zwischendurch. Obwohl mir der gewisse Wow-Effekt gefehlt hat, um dieses Buch zum Highlight zu erklären, konnte es mich doch überzeugen.

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100 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 60 Rezensionen

elben, elfen, fantasy, fantasy, romantasy, liebe, magie, all age, gefühle, impress, jugendbuch, kampf, kobold, kobolde, liebe, nicole alfa, prinzessin, prinzessin der elfen, romantik

Prinzessin der Elfen 1: Bedrohliche Liebe

Nicole Alfa
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 03.05.2018
ISBN 9783646604221
Genre: Sonstiges

Rezension:

Meinung

Ich muss ja zugeben, “Prinzessin der Elfen. Bedrohliche Liebe” stand nicht auf meiner “Muss ich unbedingt sofort lesen”-Liste, sondern eher auf der “Wenn ich mal Zeit dafür habe”-Liste. Dazu hat sich der Klappentext vor allem am Anfang sehr an “Plötzlich Fee” erinnert und da ich gerade diese Reihe sehr mochte, war ich am Anfang etwas unsicher. Aber hey, ich hatte Zeit, also habe ich dann mal langsam angefangen. Zum Glück, wie ich nun sagen kann, denn diese 419 Seiten habe ich jetzt innerhalb weniger Stunden weggesuchtet und ärgere mich jetzt darüber, dass Band 2 “Prinzessin der Elfen. Riskante Hoffnung” erst Anfang Juli erscheint.

Zunächst einmal die Entwarnung: Es ist NICHT wie “Plötzlich Fee”, sondern ganz anders. Die Elfenwelt wird ganz anders dargestellt, als ich erwartet hätte. Statt alles mit Magie zu erklären, gibt es hier einen Exkurs in Planetenkunde, denn ja, die Elfenwelt – hier Phönix genannt – ist ein eigener Planet, den man durch ein Portal erreichen kann. Richtig cool ist hier auch die Darstellung des Lebens dort. Der Großteil des Buches spielt an der Akademie der vereinten Völker, die zwar einerseits sehr altmodisch in einer Art Schloss untergebracht ist, aber zum anderen gibt es auch moderne Gegenstände wie Telefone, Tablets und so weiter. Die Mischung aus der “klassischen” Elfenwelt und dem modernen Touch ist echt etwas Neues und beim Lesen hat es durchaus Spaß gemacht, Phönix mehr und mehr zu ergründen.

Auch was die Hierarchie angeht, hat sich die Autorin richtig tiefgehende Gedanken gemacht. Viel wissen wir nach Band 1 noch nicht darüber, aber es gibt einige Andeutungen darüber, dass da einiges mehr dahinter steht, als wir bisher annehmen. Und ich bin sehr gespannt, herauszufinden, in welche Richtung sich die politischen Machtverhältnisse noch entwickeln werden.

Eins der Hauptthemen in dem Zusammenhang ist Rassismus. Ein sehr wichtiges Thema, dass die Autorin auf eine Art und Weise eingebracht hat, die (leider) sehr authentisch ist, aber auch zeigt, dass das so nicht in Ordnung ist. Es gibt eben die fünf Völker, die sich untereinander hassen. An der Akademie lernen jedoch alle zusammen. Friedlich. Eigentlich. Aber auch hier gibt es Mobbing und Rassismus. Eigentlich nicht erlaubt, aber es kümmert niemanden. Und Lucy, die nichts damit zu tun haben möchte, ist als Prinzessin der Elfen auf einmal mittendrin. Sie versteht nicht, wieso sich alle gegenseitig bekriegen und wieso sie nicht mit Kobolden befreundet sein darf. Sie ist in dieser Hinsicht sehr friedfertig, was aber nicht heißt, dass sie nicht auch anders kann.

Lucy ist allgemein eine Granate. Obwohl sie mit ihren sechzehn Jahren und ihrer Unwissenheit bzgl. Phönix, der Völker und so ziemlich allem anderen, nicht unbedingt eine superstarke Heldin ist, hat sie doch einiges auf dem Kerbholz. Dass man sie nicht unterschätzen sollte, merkt man recht früh. Lucy ist gut in Sachen Kampfsport und Selbstverteidigung ausgebildet – und wenn ich das so erwähnen darf: Jeder, der innerhalb der ersten paar Kapitel einem Angreifer ein Messer in die Schulter rammen kann, hat bei mir ein Stein im Brett. Positiv hervorzuheben ist an dieser Stelle noch, dass Lucy sich nicht furchtlos dem Kampf stellt. Sie hat Ängste – und das nicht zu knapp -, aber sie kämpft dennoch und beweist immer wieder Mut.

Ihr Gegenstück Daan, der Prinz der Kobolde, hat sich innerhalb seiner ersten Auftritte in mein Herz gestohlen. Es gibt zwar ein paar Momente, in denen er ein wenig Bad-Boy-mäßig herüberkommt, aber im Großen und Ganzen ist er einfach sehr süß und freundlich. Man kann nicht anders als ihm zu verfallen. Denn genau das habe ich getan.

Zu guter Letzt noch ein paar Worte zum Schreibstil: Nicole Alfa schreibt sehr bildhaft und flüssig, so dass man selbst die Bilder der Akademie, der Landschaft und der Wesen dort im Kopf hat. Allerdings merkt man an manchen Stellen – vor allem am Anfang -, dass es doch ein Debüt ist. Ein langer gedanklicher Monolog am Anfang und einige Erklärungen, die sich wiederholt haben, haben mich aus dem Lesefluss gerissen, doch das betrifft tatsächlich nur die ersten Kapitel. Alles in allem kann ich nicht über den Schreibstil meckern.

Fazit

“Prinzessin der Elfen” ist ein Debüt, das mich positiv durch eine neuartige Darstellung der Elfenwelt und gut ausgearbeitete Charaktere überrascht hat. Neben der Romanze, die sich langsam anbahnt, spielen auch ernstere Themen eine Rolle und ich bin gespannt, mehr über die politische Situation zu erfahren. 

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36 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

2018

Games of Flames (Phönixschwestern 1)

Nina MacKay
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 05.04.2018
ISBN 9783646603699
Genre: Sonstiges

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bücher, buchwelt, die suche, dunkelheit, fantasy, liebe, magie, märchen, welten

Als die Seiten träumen durften

Felicitas Brandt
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 03.05.2018
ISBN 9783646604207
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Cover

Nachdem ich bei Band 2 "Als die Worte tanzen wollten" mit dem türkis als Hintergrund nicht ganz glücklich war, bin ich verdammt froh, dass das Cover zum Abschluss der Trilogie nun gelb ist. Es ist wieder ganz im Stil der Reihe gehalten und zeigt die beiden Protagonisten, wie sie in das Buch in der rechten unteren Ecke springen. Um sie herum sieht man einen Wald. Der Titel befindet sich wieder im oberen Drittel, wobei das "Seiten" in einer schönen verschnörkelten Schrift ein wahrer Blickfang ist.

Meinung
(Vorsicht! Spoiler zu Band 1 und 2)

Da ist es, das große Finale der Geschichtenspringer ist endlich da. Nachdem wir nach Band 1 ja richtig lange auf die Fortsetzung warten mussten, freue ich mich umso mehr, dass das Finale nach Band 2 nicht lange auf sich warten lässt. Die Handlung setzt ebenfalls kurz nach Ende von Band 2 an. Hope ist abgehauen und hat Sam mit gebrochenem Herzen zurückgelassen, doch lange bleiben die beiden natürlich nicht getrennt. Wie auch? Sie sind schließlich Maoam-Seelenverwandte.

Hope kommt zurück, aber dadurch ist noch lange nicht alles gut. Zwischen Sam und ihr vielleicht, aber im Feenreich herrscht immer noch kein Frieden. Noch dazu wird Hope von Albträumen wachgehalten, soll auf einmal maskierte Männer ausfindig machen und eine neuen Spur auf der Suche nach ihren Eltern zeigt sich ebenfalls, bevor es zu dem großen Showdown kommt, auf den wir schon seit drei Büchern warten.

Spannung pur und ganz viel Herz

Ich glaub, "Als die Seiten träumen durften" ist mit Abstand der spannendste Teil der Trilogie - so soll das auch ein, schließlich hat Band 3 schon mit einer sehr hohen Messlatte angefangen und sich immer weiter gesteigert. Als wäre alles vorher nur die Ruhe vor dem Sturm gewesen und nun geht es richtig los! Und gleichzeitig besticht das Buch durch jede Menge Herz und richtig coolem nerdigen Humor, der jedoch kaum die Spannung aus bestimmten Szenen herausnimmt, sondern sie eher noch unterstützt. Felicitas Brandt vermischt alles drei zu einer wahrhaft unverwechselbaren Geschichte, bei dem man nicht weiß, ob man gerade schmunzeln, verträumt seufzen oder den Atem anhalten soll.

Beim Lesen, je näher man dem Showdown und damit dem Ende kommt, desto mehr macht sich ein Gefühl in einem breit. Eine Art bitterer Nachgeschmack, als würde gleich etwas ganz Schlimmes geschehen und man ahnt es schon. Aber auch ein ungutes Gefühl im Magen, weil man nicht abschätzen kann, was wird passieren. Wer lebt? Wer stirbt? Und wie sieht es am Ende aus? Man weiß es nicht. Es ist einfach nicht vorhersehbar. Vor allem mit der Enthüllung am Ende, die ich nicht habe kommen sehen, obwohl es sehr einfach war - eigentlich - hat die Autorin mich richtig gekriegt.

Neue und alte Gesichter

Einer der Gründe, wieso ich die Reihe um "Als die Seiten träumen durften" so liebe, ist, dass man so viele der Charaktere bereits kennt. Nicht aus den anderen Bänden, sondern aus anderen Büchern. Aus Märchen. Von Disney! Robin Hood, Mulan, Merida ... und viele weitere haben ihre Auftritte und werden zu richtig wichtigen Figuren in der Geschichte. Zu Verbündeten. Zu Freunden.

Außerdem warten wir ja schon gefühlte Ewigkeiten auf zwei weitere bereits lange bekannte Gesichter. Woher kennen wir die? Aus "Hinter den Buchstaben", dem E-Short von Felicitas Brandt über Faith und Sky. Na? Klingelt es? Faith und Sky werden auch bei den Geschichtenspringern oft erwähnt, denn es handelt sich um die Eltern von Hope. Ihre Geschichte ist nämlich nach "Hinter den Buchstaben" nicht immer sehr idyllisch geblieben und was ihnen danach wiederfahren ist, das erfahrt ihr wohl nur, wenn ihr das Buch lest. Ich für meinen Teil fand es wahrlich erschreckend und werde "Hinter den Buchstaben" jetzt wohl mit einem ganz anderen Gefühl noch einmal lesen.

Hope und Sam selbst haben eine wahnsinnige Entwicklung durchgemacht, seitdem sie sich am Anfang von "Als die Bücher flüstern lernten" begegnet sind. Hope, vor allem, ist stärker geworden. In vielerlei Hinsicht. Sie ist eine Kämpferin und auf einmal hat sie diese ganze Verantwortung, die auf ihr lastet, und sie schafft das irgendwie. Aber sie ist nicht perfekt. Sie hat Zweifel und die zeigt sie auch. Aber sie hat auch Sam, dessen Leben sich auch um hundertachtzig Grad gedreht hat, seitdem er Hopr kennt. Sie stützen und stärken sich gegenseitig und bügeln die Fehler des jeweils anderen aus. Und diesen Zusammenhalt der beiden, diese Verbundenheit und ihre Gefühle ... das merkt man. Man spürt es beim Lesen. Auf jeder Seite. Und das ist nur das Tüpfelchen auf dem i dieser wundervollen Reihe.

Fazit

Bücher über Bücher mag es so einige geben, aber die Geschichtenspringer sind eindeutig etwas Besonderes. Man kann nicht nur mit Hope und Sam in unzählige Romanwelten eintauchen, sondern auch das Feenreich erkunden und mit den beiden ein großartiges Abenteuer erleben, bei dem man nicht anders kann, als mit jeder Seite mehr der Geschichte zu verfallen.

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36 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

fake-beziehung, impress, jugendroman, schulsprecherin, sonnyboy, tanzen, tanzproben, verena bachmann, young adult

Step by Step. Herzschlag im Dreivierteltakt

Verena Bachmann
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 03.05.2018
ISBN 9783646603248
Genre: Sonstiges

Rezension:

Cover

Das Cover von “Step by Step” ist für einen leichten Young Adult-Roman sehr dunkel, wie ich finde. Aber ich mag dunkel, von daher passt es für mich. Die Hauptfarbe ist Lila und zu sehen ist ein Pärchen, das sich in den Armen liegt. Wie beim Tanzen. Da es sich um einen Tanz-Roman handelt, passt das sehr gut ins Setting. Die Gesichter der beiden liegen im Schatten, was irgendwie Atmosphäre in das Cover bringt, auch wenn ich nicht ganz bennen kann, wieso das so ist. Sehr niedlich finde ich die kleine Zeichnung neben dem Titel, die die Schrittfolge eines Tanzes darstellen soll – und die sich im Übrigen auch als Vignette unterhalb der Kapitelüberschriften wiederfindet.

Meinung

Was habe ich auf diesen Roman gewartet? Lange! Zu lange! Ich habe zwar selbst nicht viel mit Tanzen am Hut, aber für eine niedliche Young Adult-Geschichte bin ich immer zu haben. Außerdem bin ich ein großer Fan von Amelie Murmanns “Feinde mit gewissen Vorzügen”, das sich ebenfalls um das Tanzen dreht. Gute Voraussetzungen eigentlich für “Step by Step”, oder? Es handelt sich übrigens um das Debüt der Autorin Verena Bachmann, so dass es logischerweise auch das erste Buch ist, was ich von ihr lese. Aber hoffentlich nicht das letzte.

Verena Bachmanns Schreibstil ist sehr fluffig und leicht, einfach großartig für ein Jugendbuch, das den gleichen Effekt beim Leser erzielen soll. Sie erzählt die Geschichte aus der Sicht von Protagonistin Hayne – ich spreche sie im Übrigen Häiiiin aus, hoffe das stimmt so – und lässt uns an ihren Gedankengängen teilhaben. Auch wenn mich die zum Teil unnötigen Erklärungen vor allem am Anfang etwas aus dem Lesefluss gerissen haben, ist das nichts Dramatisches. Es taucht, wie gesagt, nur am Anfang vermehrt auf und im späteren Verlauf kaum noch. Daher kann ich gut darüber hinwegsehen.

Wenn man einfach mal was Leichtes braucht …

Wie schon zuvor erwähnt, geht es ums Tanzen. Das muss Hayne nämlich lernen. Als Schülersprecherin hat sie nämlich die “große Ehre” eine Tänzerin auf dem Schulfest zu vertreten. Leider kann sie nicht tanzen. So überhaupt gar nicht. Da kommt ihr das Angebot von Arthur, dem beliebtesten Kerl der Schule, gerade recht. Er bringt ihr bei zu tanzen und tritt mit ihr auf – und dafür spielt sie seine Freundin. Klingt jetzt ein wenig nach Klischee und ist es, ehrlich gesagt, auch. Aber sei’s drum! Ab und an dürfen Klischees auch mal sein, vor allem wenn man sie in niedliche Jugendbücher baut, die einen für ein paar Stündchen die Realität vergessen lassen.

Und so ist es auch. Die wenigen Seiten (209 um genau zu sein), machen es einfach, das Buch direkt in einem Rutsch durchzulesen. Die Handlung ist leicht, nicht unbedingt neu, aber wer einfach mal eine süße Lektüre für Zwischendurch sucht, ist mit “Step by Step” sicherlich gut beraten. Ich für meinen Teil liebe solche Bücher ja, die einen zum Träumen und Schwärmen einladen, weshalb ich mehr als froh bin, dass ich es gelesen habe.

Einen kleinen Kritikpunkt zur Handlung habe ich aber doch, aber er ist wirklich winzig und hat meine Lesefreude nur minimal geschmälert. Und das ist das Drama. Da ich nicht spoilern möchte, schreibe ich einfach: Es gibt eine Szene in dem Buch, die zwar alles so irgendwie erklärt, aber in meinen Augen etwas zu plötzlich kommt. Schöner hätte ich es gefunden, wenn zumindest winzige Anspielungen im Voraus auftaucht wären, durch die es in dieser Szene dann “Klick” macht und man versteht. Schade, aber, wie gesagt, nicht so schlimm.

Charaktere zum Verlieben

Dafür haben wir super liebenswerte Charaktere. Die Protagonistin Hayne mag zwar am Anfang etwas zickig erscheinen, aber das ist sie auch und wenn man sich nach wenigen Seiten an sie gewöhnt hat, kann man auch ihren Standpunkt gut nachvollziehen. Ihre Entwicklung kommt recht schleichend, macht sich aber gut bemerkbar, so dass man unweigerlich schmunzeln muss, wenn man den Vergleich zwischen Anfang und Ende zieht.

Als ihr Gegenstück gibt es Arthur. Arthur kann alles! Er tanzt, treibt Sport in verschiedenen Schulteams, sieht toll aus und alle lieben ihn. Man sollte meinen, er wäre ein wenig zu perfekt – ist er eigentlich auch – aber das hat mich beim Lesen kaum gestört, weil er ebenso charmant und zuvorkommend ist, dass man ihn einfach lieben muss! Es geht nicht anders, als sich in ihn zu verlieben.

Die Familien der beiden sind übrigens ziemlich absurd und wahnsinnig lustig. Allzu viel möchte ich zu ihnen gar nicht verraten, weil ihr sie alle unvoreingenommen selbst kennenlernen müsst, um zu verstehen, was ich meine, aber vor allem Haynes Mutter ist in meinen Augen eine der coolsten Young Adult-Mütter, die es gibt.

Fazit

“Step by Step. Herzschlag im Dreivierteltakt” ist ein locker-fluffiger Coming-of-Age-Roman übers Tanzen, die erste Liebe und einen ziemlich turbulenten Alltag. Die Autorin macht es dem Leser leicht, sich in die Charaktere zu verlieben und für ein paar Stunden die Realität einfach zu vergessen. Ich hoffe doch sehr, dass wir bald noch mehr von Verena Bachmann lesen dürfen. Von mir verdient das Buch gute vier Sterne.

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188 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 57 Rezensionen

dystopie, elemente, elite, erster teil, fantasy, fururistische utopie, genmanipulation, high-society, impressverlag, intensive gefühle, jugendroman, liebe, light my sky, spark, vivien summer

Spark

Vivien Summer
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 02.02.2017
ISBN 9783646603378
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Cover

Das Cover ist eins der dunkelsten von Impress, aber für eine Dystopie passt es sehr gut. Der Hintergrund ist schwarz und sehr schlicht gehalten. Die Protagonistin ist mittig platziert, um sie herum sprühen die Funken, was natürlich auf den Buchtitel “Spark” und das Element von Malia, der Protagonistin, anspielt. Auf jeden Fall ein sehr außergewöhnliches Cover!

Meinung

“Spark” hatte ich jetzt ziemlich lange auf der Leseliste. Es hat mich zwar schon angesprochen, als es erschienen ist, aber irgendwie war da immer eine leichte Unsicherheit. Soll ich? Soll ich nicht? Nun habe ich mir die E-Box besorgt, um endlich damit anfangen zu können. Und es war eine gute Entscheidungen. Dystopien lese ich eigentlich sehr gerne, bin aber auch extrem wählerisch. Trotzdem habe ich mich nun an “Spark” gewagt und siehe da, nach wenigen Seiten war ich in der Story angekommen und wollte gar nicht mehr fort.

Der Schreibstil der Autorin hat mich positiv überrascht. Er ist sehr angenehm zu lesen, bildhaft und führt den Leser mit einer erschreckenden Normalität in die Gesellschaft, in der “Die Elite” spielt. Geschildert wird die Geschichte aus der Sicht der Protagonistin Malia, die die Ich-Erzählerin darstellt und der wir bis auf Prolog und Epilog folgen. Vivien Summer hat mit diesem packenden Schreibstil geschafft, was schon lange keine Dystopie mehr geschafft hat: Sie hat mich abgeholt und mitgerissen.

Aber daran ist nicht nur der Stil Schuld. Die Handlung hat ihr Übriges getan. Die Gesellschaft, in der “Spark” spielt, liegt in der Zukunft. So weit in der Zukunft, dass Gentherapien an der Tagesordnung sind, um übernatürliche Soldaten zu schaffen, die das Land verteidigen sollen. Malia ist eine der “Glücklichen”, bei denen die Therapie anschlägt. Dadurch gehört sie nun zur High Society und die Story begleitet sie von dem Tag an, an dem sich für sie alles verändert.

Von da an heißt es für Malia: Training. Training. Und noch mehr Training. Aber sie macht das gut, verbessert sich, ist dabei aber nicht so übertrieben gut, dass es unrealistisch wirkt. Obwohl tatsächlich nicht so viel mehr passiert, ist es nicht langweilig, weil man unterschwellig immer wieder vor Augen geführt bekommt, dass nicht alles gut ist. Dass Angriffe sich verdichten. Dass das hier nur die Ruhe vor dem Sturm ist. Und das macht es spannend. Man weiß nie, wann der große Knall kommt, der alles verändert!

Gemeinhin ist es nichts Neues, eine Dystopie mit dem Tag der Entscheidung zu beginnen und von da an erstmal die neue Situation der Protagonistin zu beleuchten. Was “Spark” in dieser Hinsicht besonders macht, ist, dass sich alle genau das wünschen, was Malia bekommt, denn auch wenn sie sich nun zur Soldatin ausbilden lassen muss, kann sie ab sofort ein Leben in Saus und Braus führen, mit mehr Privilegien, als sie überhaupt zählen kann. Und Malia will es nicht. Sie ist in dem Sinne keine Rebellin, aber sie ist auch nicht vollends mit allem einverstanden, was um sie herum passiert.

Aber auf einmal ist sie mittendrin und nicht nur eine Rekrutin, sondern auch noch Christopher Collins unterstellt. Chris ist so etwas wie ein Star in der High Society, wie diejenigen genannt werden, bei denen die Therapie anschlägt. Alle stehen auf ihn, himmeln ihn an und auch Malias Herz schlägt bei ihm höher. Das kann ich leider nur bedingt nachvollziehen. Chris mag gut aussehen, aber zumindest die meiste Zeit verhält er sich ziemlich grob – was ihn als potentiellen Bookboyfriend schon mal ausschließt. Trotzdem ist er ein interessanter Charakter, auf dessen Entwicklung ich sehr gespannt bin. Irgendwie habe ich im Gefühl, dass da noch einiges auf uns zu kommt.

Für Malia hätte ich mir mehr Rückrat gewünscht. Sie lässt viel von dem, was mit ihr passiert, einfach über sich ergehen. Auch außerhalb des Trainings lässt sie sich die meiste Zeit von Chris herumschubsen, obwohl sie eigentlich so viel stärker ist, was man in “Spark” schon deutlich zu lesen bekommt. Malia hat es drauf, aber sobald sie sich mit Chris anlegt, hat es sich das schon wieder. Ich hoffe, sie lernt in den nächsten Bänden sich ein wenig zu behaupten, dann hätte ich echt nichts mehr an ihr zu meckern. Denn obwohl Malia sich aktuell noch ein wenig zwischen folgsame kleine Rekrutin und Rebellin gegen das Regime aufhält, hat sie schon gezeigt, dass Großes in ihr steckt. Und darauf freue ich mich.

Fazit

“Spark” ist ein vielversprechener Auftakt einer dystopischen Trilogie. Schon nach wenigen Seiten verwandelt sich das Buch in einen wahren Page-Turner. Man kann kaum noch aufhören zu lesen, sondern muss einfach wissen, wie es weitergeht. Bis auf einige kleine Kritikpunkte hatte ich nichts zu meckern, daher gibt es von mir gute vier Sterne.

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17 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

SCHATTENORDEN 1.1: Entscheidungen

Dana Müller-Braun , Vivien Summer
E-Buch Text
Erschienen bei bittersweet, 18.04.2018
ISBN 9783646604467
Genre: Sonstiges

Rezension:

Cover

Ich mag das Cover. Es zeigt wunderbar den Kontrast zwischen den beiden Mädchen. Laya auf der linken Seite mit den blauen Augen ist eher auf der hellen Seite, während Kija, rechts, mit den grünen Augen, dem dunklen Make-up und dem gräulichen Hintergrund schon eher einen düsteren Eindruck hinterlässt. In der Mitte der beiden als Hintergrund des Titels ist ein Auge zu sehen, was wohl auf den ägyptischen Hintergrund der Geschichte hindeuten soll. Alles in allem finde ich, es handelt sich um ein gelungenes Cover für den “Schattenorden”. Außerdem muss ich anbringen, dass ich klasse finde, dass die Cover des Serials ein “normales” Format aufweißen und nicht – wie die Talente-Reihe als erstes Bittersweet-Serial – quadratische Cover.

Meinung

Oh Mann, wo fange ich nur an? Ich habe mich wirklich sehr auf diesen Auftakt zum “Schattenorden”-Serial gefreut und daher auch schon mitten in der Nacht mit dem Lesen begonnen. Jetzt, nachdem ich eine Nacht drüber geschlafen habe, bin ich aber noch immer ziemlich zwiegespalten, wie ich die erste Folge denn nun finden soll.

Die Grundidee vom “Schattenorden” …

… hatte definitiv Potential. Die ägyptischen Götter Nephtys und Osiris alias Asarys ins Spiel zu bringen, ist eine Idee, die sich definitiv sehen lassen kann, aber wenn ich ehrlich bin, steige ich noch nicht ganz durch. Die Historie wird nur kurz angeschnitten und das war es dann. Beide Seiten – Nephtys und Asarys – müssten zusammenarbeiten, um so Seth, also das Böse, zu besiegen und um zu lernen, wie das geht, besuchen alle angehenden Nephtys und Asarys ein Internat bzw. zwei Internate auf einem Gelände.

Eigentlich ist die Seite den Nephtys und Asarys vorherbestimmt, aber die Zwillinge Laya und Kija stammen von beiden Seiten ab und haben daher die Wahl, die sie vor dem Antritt ihrer Ausbildung treffen müssen. Und damit beginnen dann die Probleme, denn während beide von vorne herein beschlossen haben, sich den Guten, also den Nephtys, anzuschließen, ist es noch lange nicht so einfach.

Internatsleben unplugged oder auch “Man gebe mir Atmosphäre.”

Nach ihrer Wahl geht es für die Zwillinge in ihre neuen Leben im Internat. Von da an erfahren wir wirklich haargenau, was die beiden so treiben. Und zwar gleich doppelt. Die Handlungsabläufe sind zu Beginn fast identisch: Anmeldung – Herumführen – Besichtigung des Zimmers inklusive Treffen der neuen Mitbewohnerin – Abendessen. Das Typische halt und ja, irgendwie ist es auch wichtig, um das Setting zu zeigen, aber Spannung sucht man da leider vergeblich.

Es passiert einfach nichts, was für die Handlung insofern interessant ist, das ist wirklich zu einhundert Prozent so ausführlich beschrieben werden müsste. Das finde ich etwas schade, weil man den Fokus stattdessen auch aufs Training hätte legen können – dieses Training ist in meinem Kopf übrigens ein großes Fragezeichen, weil man so gut wie nichts darüber erfährt – oder auf Charaktere, die noch wichtig werden könnten.

Aber reden wir doch mal über die Atmosphäre des Buches. Die gibt es nicht. Das geht los bei dem Ritual, bei dem beide sich für eine Seite entscheiden müssen. Bis auf einen Schwur in Beisein vom Kuratorium ist das recht schnell abgehakt und von da aus geht es ja schon ins Internat, was offenbar ziemlich prunkvoll sein soll und auch so beschrieben wird, aber die Szenerie kommt nicht ganz bei mir an.

Die mystische Ägyptische-Mythologie-Geheimnivolles-Internat-Atmosphäre, die ich mir gewünscht habe, fehlt mir beim Lesen fast vollständig.

Warum die Charaktere es auch nicht besser machen

Wir haben Laya und Kija – die “gute” und die “böse” Schwester, die aber trotzdem ein Herz und eine Seele sind. Bei Laya bin ich von Anfang an sicher gewesen, dass sie die Vernünftigere der Beiden ist, und joa, das kommt auch hin. Auch wenn sie im Verlauf des Buches öfters mal aus ihrer Rolle als braves Mädchen fällt. Ich bin gespannt, in welche Richtung sich das noch entwickeln wird.

Trotzdem mochte ich Kija am Anfang lieber. Ihre ruppige Art ist mir direkt sympathisch gewesen. Zwei Kapitel lang. Dann kommt es zu ihrer Entscheidung und damit hat sich ihr Charakter dann gefühlt um 180 Grad gedreht. Das Mädchen, das ich schon als richtige Bad-Ass-Heldin im Kopf hatte, ist danach ziemlich weinerlich – wegen etwas, was sie selbst zu verantworten hat. Wenn ich mich also für ein Team entscheiden müsste, wäre ich aktuell #TeamHanna (Hanna ist Layas Mitbewohnerin).

Und da dieses Serial natürlich auch romantisch werden soll, gibt es hier auch eine Liebesgeschichte oder besser gesagt: zwei. Die beiden Love Interests Coen und Lawren sind … interessant. Also interessanter als die Protagonistinnen selbst, aber ich bin auch bei den beiden etwas zwiegespalten. Coen wird in meinen Augen düster dargestellt, als er eigentlich ist. Ganz so als hätte die Autorin es erzwingen wollen und das merkt man. Sehr schade. Bei Lawren habe ich noch Hoffnung. Der Kerl hat zwar auch ein großes Mundwerk, aber zumindest bedeutet ihm Ehre etwas. Ich hoffe, dass wir beide noch besser kennenlernen werden.

Das Gesamtpaket …

… lässt definitiv zu wünschen übrig. Die Grundidee mag gut sein und auch der Schreibstil ist angenehm flüssig und leicht zu lesen, aber die Kritikpunkte überwiegen an dieser Stelle einfach. Selbst dafür, dass es sich um ein Serial mit gerade einmal 125 Seiten handelt, hätte so viel mehr drinstecken können, so dass der Auftakt des “Schattenorden” für mich eher eine Enttäuschung darstellt und nicht das Highlight, auf das ich mich zuvor gefreut habe. Vielleicht habe ich auch einfach zu viel erwartet, weil das erste Bittersweet-Serial – Die Talente von Mira Valentin – mich damals direkt abgeholt, mitgenommen und bis heute – zwei Jahre später! – nicht losgelassen hat.

Ich werde die zweite Folge auf jeden Fall lesen und hoffen, dass etwas Spannung und Atmosphäre aufkommt. Eine zweite Chance verdient schließlich jeder, oder?

Fazit

“Schattenorden 1.1: Entscheidungen” hat es letzten Endes durch fehlende Spannung und Atmosphäre eher geschafft, mich zu langweilen anstatt zu begeistern, unsympathische, anstrengende Charaktere zerren an den Nerven. In der Hoffnung, das mich die zweite Folge mehr mitnimmt, werde ich ihr trotzdem noch eine Chance geben.

Nun zur Wertung: Schwierig. Vor dieser Rezension war ich der festen Überzeugung, dass ich drei Sterne vergeben werde. Nach der Rezension geht die Tendenz in Richtung zwei Sterne und pendelt sich in der Mitte ein. Daher vergebe ich an dieser Stelle 2,5 Sterne, mit Tendenz zu den zwei Sternen.

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Soul Mates - Ruf der Dunkelheit

Bianca Iosivoni
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 18.04.2018
ISBN 9783473585205
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Cover

Das Cover von "Soul Mates - Ruf der Dunkelheit" ist etws dunkler gehalten als das zum ersten Band der Dilogie. Es ist in einem dunklen Grauton gestaltet, wobei auch Schwarz einen großen Anteil nimmt. Einige helle Lichtpunkte im Hintergrund bringen etwas Helligkeit in das Cover. Wieder sind die beiden Covermodels der Protagonisten darauf zu sehen, dieses Mal allerdings Stirn an Stirn und in einer seitlichen Position, was ich persönlich schöner finde, als die Pose von Band 1.

Meinung

Über ein halbes Jahr habe ich nun auf die Fortsetzung von "Soul Mates" gewartet und nachdem ich sie gestern aus dem Briefkasten gefischt habe, habe ich das Buch heute auch direkt in einem Rutsch beendet. Wie schon beim ersten Band hat dieses Buch eine Art Sogwirkung auf den Leser. Fängt man einmal an, ist aufhören ziemlich schwierig, für mich war es sogar unmöglich. Bianca hat einen sehr schönen, bildhaften Schreibstil, der einen quasi durch die Seiten fliegen lässt. Man merkt nicht, wie viel Zeit vergeht, weil man voll und ganz in der Geschichte versunken ist, mitlacht, mitfiebert und mitweint. Alles andere verliert an Bedeutung - und das liebe ich so an Bianca Iosivonis Büchern.

Wie geht es weiter mit "Soul Mates - Ruf der Dunkelheit"?

Phänomenal. Spannend. Romantisch. Das sind die ersten Worte, die mir dazu einfallen. Ich möchte nämlich nicht spoilern. Schließlich ist das der abschließende Band einer Dilogie. Alle, die den ersten Band noch nicht gelesen haben: Fühlt euch gewarnt. Angeknüpft wird einige Wochen nach dem Ende des erstes Bandes. Diese Wochen hat Rayne bei Lauren verbracht und das hat sie verändert. Sie weiß ihre Fähigkeiten nun besser einzusetzen, aber für eine Seite hat sie sich noch immer nicht entschieden.

Natürlich führt ihr Weg sie schließlich zurück zu Colt, ihrem Seelenpartner, doch so leicht, dass sie dann einfach wieder zusammen sind und zusammen gegen Lauren kämpfen, ist es leider nicht. Wäre auch langweilig, oder? Die Autorin jedenfalls hat so einige Plottwists in der Geschichte untergebracht, so dass es schwer ist, überhaupt irgendetwas vorauszuahnen. Man klebt beim Lesen an den Seiten, als wäre man ein Teil der Geschichte und man will einfach nur noch wissen, wie es weitergeht. Wer lebt, wer stirbt und wie der Weg schließlich (hoffentlich) zum Happy End führt. Die Spannungskurve beginnt schon recht weit oben, steigert sich aber von Kapitel zu Kapitel mehr, was ein Lesegefühl ist, wie ich es schon wirklich lange nicht mehr bei einem Fantasy-Roman hatte. Großartig!

Und auch Rayne und Colt haben ihren Beitrag dazu geleistet!

Rayne hat bereits im ersten Band von "Soul Mates" bewiesen, was für eine großartige Protagonistin ist. Sie war schon die ganze Zeit eine Kämpferin, wenn auch nicht so sehr wie jetzt im zweiten Band. Sie hatte Ängste und die hat sie auch jetzt noch, aber die Ereignisse haben sie gezeichnet, sie verändert und das hat sie stärker gemacht. Ihre Entwicklung von der ersten Seite von Band 1 bis zum Ende von Band 2 - so wünsche ich mir das bitte für alle Protagonistinnen, denn so muss das sein!

Colt ist einfach ... hach, Colt. Meiner. Angeleckt. Ende der Geschichte. Wie? Ich muss ihn mit Rayne teilen, weil sie Seelepartner sind? Meh. Okay, zurück zum Thema. Colt ist ebenso wie Rayne ein Kämpfer, mutig, stark und entschlossen, aber dabei nicht perfekt. Er besitzt kleine, aber feine Ecken und Kanten, die ihn ausmachen, und ich kann durchaus verstehen, wieso Rayne in seiner Gegenwart das Herz bis zum Hals schlägt.

Bianca Iosivoni hat es einfach raus, tiefgründige Charaktere zu erschaffen. Das betrifft nicht nur Rayne und Colt, sondern auch alle anderen Figuren, die wir in der Dilogie kennenlernen. Selbst Nebenfiguren wachsen dem Leser so schnell ans Herz, dass man sich eigentlich gar nicht mehr von ihnen verabschieden möchte.

Irgendwie fällt es mir schwer zu glauben, dass die Geschichte nun zu Ende und die letzte Seite gelesen ist. Aber "Soul Mates - Ruf der Dunkelheit" ist ein Buch, an das ich mich noch lange erinnern werde. Danke für dieses aufregende Abeteuer, Rayne und Colt!

Fazit

"Soul Mates - Ruf der Dunkelheit" hat mich zerstört und dabei gleichzeitig so viele Emotionen ausgelöst, die ich sicher nicht so bald wieder vergessen werde. Das Finale der Dilogie übertrifft selbst den ersten Band und gehört schon jetzt zu meinen Highlights aus 2018!

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Jinx - Bigtime 3

Jennifer Estep , Vanessa Lamatsch
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Piper, 03.04.2018
ISBN 9783492281553
Genre: Fantasy

Rezension:

Cover

Wieder im Stil der “Bigtime”-Reihe ist der Hintergrund dunkel mit Umrissen einer Großstadt – Bigtime. Der Titel ist dieses Mal in Grün gehalten und befindet sich in dem herzförmigen Superhelden-Logo. Auch hier sieht man wieder eine Superheldin in silber-grau mit einem passenden grünen Cape. Auch wenn die Cover nicht zu meinen Lieblingscovern von Jennifer Estep zählen, ist es gut gelungen für den nächsten Superhelden-Roman der Autorin

Meinung

Nachdem ich schon die Geschichten von Carmen Cole (alias Karma Girl) und Fiona Fine (alias Fiera) gelesen hatte, bin ich sehr gespannt darauf gewesen, Bella Bulluci als Superheldin zu erleben. Da die Bücher alle handlungstechnisch chronologisch nacheinander spielen, aber trotzdem immer eigenständige Handlung aufweisen, ist es eine vollkommen neue Geschichte mit alten Bekannten, aber auch neuen Helden und Schurken. Bigtime beherbergt nämlich extrem viele von denen.

Bella und die Superhelden

Nun ist es leider so, dass Bella, unsere Protagonistin, Superhelden und Superschurken nicht leiden kann und am liebsten ihre Distanz zu ihnen bewahrt. Nicht so einfach in einer Stadt wie Bigtime, in der sie als Modedesignerin arbeitet, und noch weniger einfach, wenn man bedenkt, dass sie selbst auch eine Art Superkraft besitzt. Anders als ihr Bruder, der sich ohne Kräfte in ein Superheldenoutfit schmeißt und auf einem Motorrad durch die Straßen fährt, besitzt Bella angeborene Kräfte: Glück. Und demnach auch Unglück. Ihr Jinx, wie sie es nennt. Denn sie kann es nicht kontrollieren. Ständig passieren ihr Missgeschicke, aber ab und an geschieht doch mal etwas Gutes in ihrem Leben.

Natürlich ist sie nicht begeistert, als sie auf einmal Debonair über den Weg läuft. Dieser ist nicht wirklich ein Held, aber auch nicht wirklich ein Schurke. Mit seiner Teleportationsfähigkeit ist er der gefürchtetste Kunstdieb von Bigtime und leider scheint er einen Narren an ihr gefressen zu haben.

Wenn man schon am Anfang weiß, wie es ausgeht …

… dann ist das wahrlich keine Überraschung. Jennifer Esteps “Bigtime”-Reihe ist in Sachen Vorhersehbarkeit echt nicht zu toppen. So ist auch hier schon bei der ersten Begegnung zwischen Bella und Debonair klar, wie die Geschichte enden wird. Ebenso sind Geheimidentitäten schneller aufgedeckt, als die Figuren auf diese Gedanken kommen, aber wisst ihr was? Es ist gar nicht schlimm. Obwohl mir direkt klar war, wie es ausgeht und wer sich hinter Debonairs Maske verbirgt, ist doch der Weg, den die Handlung nimmt, jedes Mal wieder anders und dort warten tatsächlich noch einige Überraschungen auf uns Leser.

So hat sich die Spannung kontinuierlich zu einem großen Showdown gesteigert, der mich dann wirklich in seinen Bann gezogen hat. Und für den Bruchteil einer Sekunde habe ich sogar Angst gehabt. Angst davor, dass Jennifer Estep uns alle an der Nase herumgeführt hat und uns doch nicht das Ende schenkt, was ich vorher vermutet habe. Puh, Leute, das Ende hier war definitiv anders als ich erwartet habe und anders als die vorherigen Bände von “Bigtime”.

Neue Protagonistin – neues Glück

Wie zuvor erwähnt, schlüpft dieses Mal Bella Bulluci in die Hauptrolle. Sie ist keine Unbekannte mehr. Wer “Karma Girl” und “Hot Mama” bereits gelesen hat, der kennt auch Bella und der weiß, Bella hat sich bisher nicht mit Ruhm bekleckert. Zuletzt ist “Hot Mama” aus der Sicht von Bellas größter Konkurrentin Fiona Fine erschienen und dort ist Bella nicht sonderlich gut weggekommen. Ständig wurde sie als arrogante Ziege dargestellt und wenn ich ehrlich bin, mochte ich sie auch nicht.

Daher war ich auch auf ihre Geschichte gespannt. Darauf, zu erfahren, was in ihrem Kopf so vorgeht und wie sie im Gegenzug Fiona sieht. Schon am Ende von “Hot Mama” wurden Anstalten gemacht, Bella besser in Szene zu setzen und sie sympathischer zu machen, aber jetzt, nach “Jinx” hat Jennifer Estep es endgültig geschafft, dass ich Bella verstehen und ihre Handlungen nachvollziehen kann. Man bekommt einen Einblick in ihren Hintergrund, woher ihr Hass auf Superhelden und Schurken kommt und man lernt die Frau kennen, die sich hinter der Maske der Modedesignerin verbirgt. Das hat mir sehr gut gefallen.

Aber trotzdem muss ich etwas meckern

Jennifer Estep neigt dazu, lang und ausführlich zu rekapitulieren, was in der vorhergegangenen Handlung geschehen ist und wenn man – wie ich – alle anderen Bände von “Bigtime” kennt, dann langweilen diese Erklärungen einen nur. Tatsächlich hätte ich mir das Lesen der anderen Bände schenken können, wenn ich sie nicht schon kennen würde, denn so ausführlich, wie die hier noch einmal aufgegriffen werden, ist alle Spannung dahin. Das finde ich sehr schade, weil es mich oft aus dem Lesefluss gerissen und mich teilweise schon richtig genervt hat, wenn Bella so ausschweifend über die Geschichte von Fiona nachdenkt.

Fazit

“Bigtime – Jinx” hat als dritter Band der Superhelden-Reihe von Jennifer Estep eine neue, etwas andere Protagonistin in den Fokus gerückt und dadurch auch das bereits bekannte Schema der Bücher etwas durcheinander gerüttelt. Immer noch vorhersehbar, aber sehr unterhaltsam und die Charaktere sind ebenfalls sehr sympathisch und authentisch gezeichnet. Ich bin auf die nächsten Bände gespannt.

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Silberschwingen - Erbin des Lichts

Emily Bold , Carolin Liepins
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Planet! in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 13.02.2018
ISBN 9783522505772
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Cover

Ich mag das Cover. Es ist in sehr schlichtem blassen Rosa  und Grau gehalten und zeigt die Protagonistin Thorn - obwohl diese auf dem Cover älter aussieht, als sie eigentlich ist. Innerhalb ihres Körpers sieht man die Stadt London mit einigen ihrer Sehenswürdigkeiten und einigen Vögeln, die durch den Himmel fliegen. Der Hintergrund hinter dem Mädchen ist einfarbig. Obwohl das Cover sehr schlicht ist, hat es dennoch etwas Besonderes. Außerdem besitzt die Hardcover-Variante eine Art Perlmutt-Veredelung, durch die dieses Cover einfach noch schöner wird!

Meinung

Um das Buch gab es ja so einen kleinen Hype. Um den Erscheinungstermin herum habe ich dieses Buch echt überall auf allen Social Media Kanälen gesehen und immer wieder gelesen, wie sehr andere Blogger und Leser dieses Buch gefeiert haben. Daher hatte ich ziemlich hohe Erwartungen an "Silberschwingen" von Emily Bold - mein erstes Buch der Autorin - aber schon nach wenigen Seiten wurde ich auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.

In "Silberschwingen" geht es um Thorn - 15 Jahre und ein ganz normales Mädchen -, die erfährt, dass sie eigentlich gar kein Mensch ist, sondern zur Hälfte eine Silberschwinge. Das stellt ihr Leben vollkommen auf den Kopf, denn sie steht kurz vor ihrer Verwandlung, wird auf einmal sie gejagt und dann sind da auch noch zwei gutaussehende Silberschwingen, die es beide auf sie abgesehen haben.

An alle, die an dieser Stelle aufstöhnen - habe ich auch getan. Und ja, es handelt sich tatsächlich um ein Liebesdreieck. Ihr wisst, Liebesdreiecke sind für mich immer ein Grund zum Augenrollen. In nur ganz wenigen Büchern ist es gut umgesetzt und "Silberschwingen" gehört da definitiv nicht dazu. Zum einen ist da Riley, der zwar verdammt attraktiv ist - natürlich! -, sich zum anderen aber wie ein riesiger Idiot aufführt. Aber Thorn empfindet trotzdem etwas für ihn. Und Lucien ist auch nicht besser, eher noch schlimmer. Selbstverständlich sieht auch er super gut aus, aber er ist nicht nur ein Idiot, sondern richtig sexistisch, so wie er Thorn behandelt. Ständig kommt er ihr zu nahe und berührt sie, obwohl sie das nicht will, tur ihr weh und verhält sich, als würde sie ihm gehören. Und das beste daran ist dann auch noch Thorn höchstpersönlich. Denn während ich bei solchen Aktionen von Lucien echt nur den Kopf schütteln kann, nimmt sie das einfach alles hin und verzeiht ihm sogar noch, denn ... er sieht ja gut aus. Ähm ... nein? Nicht akzeptabel. Zumindest nicht für mich.

Allgemein scheint es so etwas wie Emanzipation in diesem Buch und bei den Silberschwingen nicht zu geben. So werden Frauen als Erklärung, wieso es wenige weibliche Silberschwingen gibt, als "das schwache Geschlecht" bezeichnet und wenn dann doch eine weibliche Silberschwinge auf die Welt kommt, wird sie direkt bei der Geburt schon einer männlichen Silberschwinge versprochen - das Überleben des Clans muss schließlich gesichert werden. Was die Mädels wollen, ist dabei nebensächlich.

Aber wenn wir das mal außer Acht lassen, ist die Thematik der Silberschwingen doch interessant. Silberschwingen leben quasi unerkannt unter den Menschen in einem Clan mit eigenen Regeln und Machtverhältnissen zusammen. Es gibt die Oberen - über die man so gut wie nichts erfährt - und selbstverständlich auch Rebellen, die die Gesetze der Silberschwingen nicht gut finden. Man hätte eine ganze Menge aus dieser Grundthematik herausholen können, aber an der Umsetzung scheitert es an dieser Stelle. Neben den oben genannten Punkten gibt es noch weitere Erklärungen, die in meinen Augen an den Haaren herbeigezogen sind. So haben alle Silberschwingen Schwingen (sie mögen übrigens nicht, wenn man sie als Flügel bezeichnet), die aber nur Silberschwingen selbst auch sehen können. Für Menschen nehmen sie ähnlich eines Chamäleons die Farben und Muster an, die die Menschen dort zu sehen erwarten (aber nur die äußere Seite, die Innere kann das nicht). Was im Grunde heißt, dass Menschen die Schwingen nicht sehen können, weil sie sie nicht sehen wollen, aber was ist das bitte für eine Erklärung? Und das würde voraussetzen, dass Thorn sie die ganze Zeit sehen kann, nachdem sie sie das erste Mal gesehen hat. Kann sie aber nicht. Und was ist mit den Menschen, die z. B. superreligiös sind? Wenn die Engel sehen wollen, können sie dann die Schwingen sehen oder eher nicht? Fragen über Frage

Thorn selbst konnte mich als Protagonistin übrhaupt nicht überzeugen. Auch wenn sie mit ihren fünfzehn Jahren noch recht jung ist, sollte sie doch etwas reifer sein, als sie sich verhalten hat. Und es scheint, als ändere sie ihre Meinung öfter als ihre Unterwäsche. Erst liebt sie Riley, dann auf einmal Lucien, obwohl er sie wie ihr Eigentum behandelt, sie quasi schon misshandelt und darüber hinaus noch Jagd auf ihre Freunde macht. Egal, denn er hat ja Bauchmuskeln. Das überwiegt alles! Oh bitte, Mädchen, also als Vorbild für die Zielgruppe (laut Verlag Mädchen ab dreizehn Jahre) hast du versagt. Auf ganzer Linie.

Wenn ich nun Bilanz ziehe, frage ich mich, was mich dazu gebracht hat, dieses Buch überhaupt bis zum Ende zu lesen. Fest steht für mich, ich hätte das Buch direkt nach dem Anfang abbrechen sollen, aber der Schreibstil war flüssig, angenehm und ich kam schnell durch die Seiten. Da war noch eine Hoffnung, dass es vielleicht doch noch besser wird, schließlich finden es so viele toll. Am Ende gab es bis auf den Schreibstil nichts, was mir an dem Buch wirklich gefallen hat. Und selbst der hat in der zweiten Hälfte wirklich nachgelassen.

Fazit

"Silberschwingen - Erbin des Lichts" hatte mich durch eine gute Idee angesprochen, aber Potential ist eine Sache, Umsetzung eine andere. Statt einer spannenden und romantischen Geschichte bekam ich ein fragwürdiges Frauenbild, Protagonisten, bei denen ich nur den Kopf schütteln konnte, und ein nicht sonderlich ausgereiftes Worldbuilding. Letzen Endes kann mich das Buch also nicht überzeugen.

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dublin, einhorn, erbe, fabelwesen, fantasy, irland, phönix und einhorn, prinzessin, reihe, tara, totem, unicorn, zwerge

Unicorn Rise (1). Kristallflamme

Claudia Romes
E-Buch Text
Erschienen bei digi:tales, 15.03.2018
ISBN 9783401840505
Genre: Sonstiges

Rezension:

Cover

Das Cover von "Unicorn Rise - Kristallflamme" ist ein wahrer Blickfang. Blau ist bekanntlich meine Lieblingsfarbe, also kann ich quasi nicht anders, als das Cover zu lieben. Der Hintergrund mit dem Rauch und den Lichteffekten sind einfach magisch aus und das Kleid des Covermodels fügt sich farblich perfekt ein. Das einzige, was mir ein wenig missfällt, ist die Frisur des Models, aber das ist wohl Geschmackssache.

Meinung

Mit dem Buch habe ich jetzt einige Zeit geliebäugelt. Schon "Immortal Love - Ein Hauch von Menschlichkeit" von der Autorin fand ich wirklich gut (Rezi) und da es in ihrem neuen Buch nun um Einhörner geht und um Magie - und ich das ja sogar noch lieber mag als Vampire - war mir klar, dass ich "Unicorn Rise - Kristallflamme" auf jeden Fall lesen muss.

"The Last Unicorn" - mal anders!

Das letzte Einhorn sagt sicher jedem etwas, aber wenn ihr etwas in dieser Richtung in "Unicorn Rise" erwartet, dann schlagt euch das besser ganz schnell aus dem Kopf. Schon im Prolog wir beim Lesen klar, dass die Geschichte eine andere Richtung nimmt als zuerst gedacht. So spielt dieser in einer anderen Welt, genannt Ambarr, und erzählt eine kurze Vorgeschichte, bevor die eigentliche Handlung Jahre später beginnt: Mit Tara. Der letzten Unicorn. Denn es geht hier nicht um Einhörner, sondern um Unicorns - in dem Fall ein Nachname. Aber keine Sorge. Es gibt auch ein Einhorn. Zumindest in der Theorie.

Die Idee mit der anderen Welt hat mich auf der Stelle fasziniert, auch wenn ich es schade finde, dass ich jetzt im ersten Band nicht allzu viel über die Welt an sich erfahren habe. Es gibt zwar Erzählungen von ihr, aber das ist trotzdem nicht das gleiche, als diese Welt aus den Augen der Protagonistin zu erleben. Naja, ich habe Hoffnung für den zweiten Band. Und ich verstehe, wieso wir darauf noch warten müssen.

Spannungsbogen will gelernt sein!

Nun ist es so, dass Tara überhaupt nichts von ihrer Herkunft weiß und ganz gemütlich ihr Leben lebt. Dabei nimmt der "gemütliche" Part einen großen Stellenwert in der Geschichte ein, den man in meinen Augen auch ein wenig kürzer hätte fassen können. Einige unnötige Erklärungen hätte ich nicht unbedingt gebraucht, um die Geschichte zu verstehen. (Aber hey, ich weiß jetzt, wie die familiäre Situation bei der besten Freundin der Protagonistin aussieht...).

Erst als sich nach dem ersten Drittel die Ereignisse überschlagen und sie fliehen muss, kommt dann richtig Spannung auf. Vorher bin ich beim Lesen doch ein wenig gelangweilt gewesen. Einzig der Gedanke daran, dass ich mehr über Ambarr und den angeteaserten in Flammen stehenden Mann wissen wollte, hat mich dranbleiben lassen. Aber das war auch wirklich gut so, denn die Spannung bleibt! Und ich war auf einmal so richtig an die Seiten gefesselt. (Während ich für das erste Drittel gut zwei Wochen gebraucht habe, habe ich den Rest des Buches in wenigen Stunden verschlungen.)

Tara, der Phönix und die Unicorn-Treuen

Während wir zu Anfang von "Unicorn Rise" noch eine überschaubare Menge an Figuren haben, ändert sich das mit einem Mal, als Tara die Menschen kennenlernt, die auf ihrer Seite kämpfen. Auf einmal ist da diese riesige Gruppe, dazu noch die Totems und viele weitere Informationen zu verdauen. Da schwirrt einem schon mal der Kopf. Und ich, die immer Probleme hat, sich viele neue Namen auf einmal zu merken, bin doch erstaunt, dass ich mich wie Tara schnell in die Gruppe eingefunden habe. Die Autorin hat sowohl Tara als auch uns Leser direkt ins kalte Wasser geschubst, als sie die neuen Figuren eingeführt hat, aber sie hat es gut umgesetzt, so dass die Vorstellung nicht zu einem Info-Dumb ausartet.

Tara selbst ist eine Protagonistin, die ich zwar mag, aber deren Fähigkeiten ich aktuell noch anzweifle. Ihr Erbe mag riesig sein, aber ich bin nicht sicher, ob sie ihrer Aufgabe gerecht werden. Dafür hat sie in "Unicorn Rise - Kristallflamme" einfach zu oft kopflos gehandelt, die Gefahr ignogiert. Ich bin trotzdem sehr gespannt, wie sie sich noch entwickelt, aber hey, sie hat ja Cole.

Cole traue ich locker alles zu. Auch wenn er etwas ruppig auftritt, hat er mehr als nur einmal bewiesen, dass er es einfach drauf hat. Er erkennt Gefahren besser als Tara - bei Weitem. Zusammen sollten sie das schon irgendwie hinbekommen. Auch wenn mich die nicht sehr präsente Romanze zwischen den beiden doch etwas enttäuscht hat - ich bin und bleibe halt eine Romantikerin.

Fazit

"Unicorn Rise - Kristallflamme" ist der vielversprechende Auftakt einer Dilogie rund um eine andere Welt, einen erbitterten Krieg und die letzte Unicorn. Auch wenn mir der Einstieg schwergefallen ist, hat das Buch sich als spannend und wenig vorhersehbar erwiesen, weshalb ich mich auch schon sehr auf Band 2 "Sturmfeuer" freue, der im Juni erscheint.

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Miraculous - Das verwunschene Parfüm

Barbara Neeb , Katharina Schmidt
Fester Einband: 96 Seiten
Erschienen bei Ars Edition, 09.03.2018
ISBN 9783845823669
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Cover

Vor der Kulisse des Eifelturms sieht mich auf diesem Cover wieder Ladybug mit ihrem Yo-yo und Tikki, neben ihr befindet sich die Superschurkin, gegen die sie in diesem Buch antreten wird: Princess Fragnance.

Meinung

Zusammen mit Band 3 “Alya in Gefahr” ist auch der vierte Band “Das verwunschene Parfüm” erschienen, den ich in ebenso kurzer Zeit verschlungen habe. Statt sich einer frühen Episode der ersten Staffel zu widmen, geht es in diesem Buch um die Folge “Tikki ist krank”, die eine der letzten Folgen der ersten Staffel darstellt und auch eine der wichtigsten ist.

Im Fokus der Geschichte steht dieses Mal der Besuch von Prinz Ali, für den die liebenswerte Rose aus Marinettes Klasse schwärmt. Als ihr Brief an den Prinzen von Chloé (von wem auch sonst?) zerrissen wird, wird sie von Hawk Moth zu Princess Fragnance akumatisiert und Marinette kann sich nicht verwandeln! Denn die kranke Tikki ist verschwunden!

Wie auch schon in den vorherigen Bänden, wurde die Handlung von Barbara Neeb und Katharina Schmidt in Schriftform gebracht. Der Fokus liegt hierbei klar auf kurzweiliger Unterhaltung für die jungen Leser. Laut Altersempfehlung sind die Bücher ab acht Jahren geeignet, was ich von Handlung, dem einfachen Schreibstil und der Aufmachung her so bestätigen kann, aber selbst mit meinen 22 Jahren habe die Geschichte sehr genossen.

Ein besonderer Hingucker in “Das verwunschene Parfüm” bleiben nach wie vor die Szenenbilder aus der Episode (auch wenn ein Bild recht am Anfang handlungstechnisch eher ans Ende gehört hätte) und die Bilder der Charaktere, die den Fließtext unterbrechen, der für junge Leser vielleicht etwas abschreckend wirken könnte. (Als Kind mochte ich Bilder in Büchern immer viel lieber.)

Eine Frage, die ich mir nun stelle, ist: Wie geht es jetzt mit den nächsten Bänden weiter? Angekündigt sind bisher noch keine. Ich glaube aber, dass noch welche kommen werden. Gehen wir dann zurück zu den ersten Folgen oder bauen wir auf den Entdeckungen der Folge auf und bekommen vielleicht schon bald Bücher mit Handlungen aus der zweiten Staffel? Das wäre es doch!

Fazit

“Das verwunschene Parfüm” ist ebenso wie die vorherigen Bände aus der “Miraculous”-Reihe tolle Unterhaltung für die Kleinen – und für die Großen! -, die sich kein Miraculous-Fan entgehen lassen sollte. Und wer Ladybug und Cat Noir vorher noch nicht kannte, der wird sie spätestens jetzt kennenlernen wollen.

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Wir sehen uns beim Happy End

Charlotte Lucas
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 24.11.2017
ISBN 9783785725993
Genre: Liebesromane

Rezension:

Cover

Das Cover hat mich auf der Stelle angesprochen. Obwohl ich kein Fan von dem mintgrünen Hintergrund bin, habe ich den Cover-Stil auf der Stelle wiedererkannt. Der andere Titel von Charlotte Lucas, der in 2016 erschienen ist, “Dein perfektes Jahr” ist nämlich in einem ähnlichen verspielten Stil gehalten. Auch hier bei “Wir sehen uns beim Happy End” liegt der Fokus wieder auf der Titelschrift. Drumherum ranken sich Feen, Blumen, kleine Zeichnungen, die dem ganzen Cover einen märchenhaften Touch verleihen.

Meinung

Puh, ich will ehrlich sein. Seit einer ganzen Weile ist mir keine Rezension mehr so schwer gefallen. Nicht etwa, weil mir das Buch nicht gefallen hat, sondern eben weil es mir gefallen hat, aber in vielerlei Hinsicht sehr außergewöhnlich ist. Es ist kein Buch, was man einfach mal zwischendurch lesen kann. Nein, man muss sich bewusst auf das Buch einlassen und zulassen, dass es einen mitnimmt. Aus diesem Grund habe ich selbst über Monate daran gelesen und nicht nur ein paar Stunden, wie ich sonst für ein Buch benötige. Hat das meiner Meinung einen Abbruch getan? Nein, ganz sicher nicht.

Die Sucht nach einem Happy End

Das Buch dreht sich um Emilia Faust, ihres Zeichens Haushälterin bei ihrem Verlobten, Bloggerin auf ihrem Blog “Better Endings” und süchtig nach Happy Ends. Blöd nur, dass ihre Welt, ihr Happy End, am Zerbrechen ist, als sie erfährt, dass ihr Verlobter sie betrügt. Auf einmal steht Emilia vor dem Nichts und hier beginnt eine Reise, die sie nie für möglich gehalten hätte.

Durch einige unvorhergesehene Ereignisse findet sie sich nämlich schon am nächsten Morgen im Krankenhaus bei einem gewissen Oscar de Witt wieder, der sein Gedächtnis verloren hat – möglicherweise trägt Emilia ein wenig die Schuld daran -, und macht es sich zur Aufgabe, ihm zu helfen. Selbstverständlich verdient auch er ein Happy End.

Emilia und Oscar …

… zwei wie Hund und Katz’. Emilia ist eine Träumerin, stets will sie in allem das Gute sehen. Und ohne Happy End geht bei ihr überhaupt nichts. Ich hatte keine Probleme, mich mit ihr zu identifizieren, obwohl sie – entgegen der Protagonistinnen aus Büchern, die ich sonst lese – schon einige Jahre älter ist als ich. Ein wenig haben wir doch alle den Kopf in den Wolken. Es ist erfrischend, wie sie ihre Ziele verfolgt, obwohl ich auch hier zugeben muss, dass ich in einigen Situationen doch anders gehandelt hätte. Vor allem gegen Ende hatte ich ganz stark beim Lesen das Gefühl, dass es besser für sie gewesen wäre, alles aufzuklären, doch sie hält an ihrer Ansicht fest. Stur, wie sie ist. Das hätte einiges Drama erspart.

Oscar ist das krasse Gegenteil von ihr. er ist pragmatisch und kommt zunächst überhaupt nicht mit Emilias Art klar, aber die beiden arrangieren sich. Und ja, ich habe auch Oscar schnell ins Herz geschlossen. Zunächst wissen wir nicht viel über ihn und seinen Hintergrund, aber das ist okay. Das weiß er ja auch nicht. Und wir erfahren es mit der Zeit und dem Handlungsverlauf. Das macht es für uns Leser wiederum spannend. Einige Wendungen habe ich hier wirklich nicht kommen sehen.

Definitiv ein besonderer Lesegenuss

Habt ihr bereits “Dein perfektes Jahr” gelesen? Wenn ja, dann dürft ihr euch auf Kurzauftritte der Figuren aus dem Buch freuen! Wenn nicht, dann werdet ihr es im Nachhinein sicher lesen wollen, um Jonathan und Hannah kennenzulernen. Kleiner Einwurf am Rande.

Kennt ihr “Dein perfektes Jahr” bereits, wisst ihr auch schon, was für ein Stil euch in “Wir sehen uns beim Happy End” erwartet. Wieder bedient sich die Autorin einem Schreibstil, der im vergleich zu “gewöhnlichen” Frauenromanen außergewöhnlich sachlich und hochgestochen ist. Geradezu distanziert. Nicht nur in der Erzählweise, sondern auch im Dialog ihrer Figuren kommt der sehr stark zum Vorschein, aber nach einer Weile, wenn man erst in der Geschichte angekommen ist, ist er sehr angenehm zu lesen. Der Stil macht das Buch definitiv zu einem besonderen Lesevergnügen, auch wenn er zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig ist.

Fazit

“Wir sehen uns beim Happy End” ist ein besonderes Buch. Was zu Anfang wie eine leichte Lektüre erscheint, wird schnell zu einer tiefgründigen Geschichte über Leben, die Liebe und der Suche nach dem, was im Leben wirklich zählt. Schließlich haben wir doch alle ein Happy End verdient. Ich vergebe hier 4,5 – aufgerundet 5 – Sterne.

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Heartbroken Kiss. Seit du gegangen bist

Anna Savas
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 05.04.2018
ISBN 9783646603934
Genre: Sonstiges

Rezension:

Cover

Das Cover hat was. Ich kann allerdings gerade nicht genau benennen, was genau mich dabei anspricht. Auf den ersten Blick sieht man, dass das Cover sehr voll ist. Die beiden Menschen nehmen fast die komplette Fläche in Anspruch, wobei allerdings nur das Mädchen in die Kamera schaut und der Junge nur eine winzige Ecke einnimmt. Der Titel befindet sich im unteren Drittel. Ich muss zugeben, dass ich die Schrift nicht ganz mag, aber die Zusammenstellung der beiden Worte.

Meinung

Dies ist mein zweites Buch von Anna Savas, die vor zwei Jahren mit “Forbidden Love Story” den dritten Platz beim Schreibwettbewerb von Carlsen Impress und tolino media gewonnen hat. Ich weiß noch, dass ich “Forbidden Love Story” trotz einiger leicht aus dem Weg zu schaffender Missverständnisse sehr gerne mochte, und war daher schon sehr gespannt auf das neue Buch der Autorin.

“Heartbroken Kiss. Seit du gegangen bist” erzählt die Geschichte von Emma und Henry, die sich schon ihr Leben lang kennen. Und das kann man wirklich wörtlich nehmen, denn als hätte das Schicksal es gut mit ihnen gemeint, sind sie nur wenige Minuten nacheinander auf die Welt gekommen und ihre Mütter seit dem Krankenhausaufenthalt beste Freundinnen. Klar, dass auch die beiden Freunde wurden und zusammen durch dick und dünn gingen. Bis sich auf einmal alles ändert, denn Henry absolviert ein Auslandsjahr und bringt von diesem prompt seine neue französische Freundin Chloé mit, was Emma so überhaupt nicht schmeckt.

Von Missverständnissen und Erklärbären

Hach ja, beginnen wir am Anfang. Wie oben schon genannt, ist die Autorin ganz groß darin, Missverständnisse aufkommen zu lassen, die sich prinzipiell leicht lösen ließen, würden die Figuren miteinander reden. Dieses Schema finden wir auch in “Heartbroken Kiss” wieder, so dass ich mir am Anfang ein lautes Aufstöhnen beim Lesen echt verkneifen musste. Leider macht das die Handlung nämlich etwas vorhersehbar. Zumindest in einigen Punkten. Da Bücher im Young Adult-Genre das aber meistens sind, ist es kein großer Kritikpunkt, zudem hat die Autorin doch sehr viele Plotpunkte so verpackt, dass man die überhaupt nicht vorhersehen konnte.

Des Weiteren möchte ich Anna Savas den Titel “Erklärbär” verleihen. In der ersten Hälfte des Buches sind mir vor allem die extrem ausschweifenden Erklärungen ins Auge gefallen, die ich zum größten Teil nicht gebraucht hätte, um die Handlung zu verstehen. So weiß ich jetzt allerdings, wieso Emmas kleiner Bruder unbedingt das Sofa haben wollte, was jetzt bei ihnen im Wohnzimmer steht, oder dass Emmas Großmutter nicht wollte, dass ihr Sohn Emmas Mutter heiratet. Das sind zwar interessante Infos, aber sie haben mich doch ein wenig aus der eigentlichen Handlung rausgebracht.

Warum “Heartbroken Kiss” mein Herz dennoch zerstört hat:

Aber wir wollen ja nicht nur meckern. Können wir auch gar nicht, denn trotz der oben aufgeführten Kritik hat dieses Buch Dinge mit mir angestellt, die ich unmöglich in Worte fassen kann. Reden wir also von Emotionen, denn diese gibt es in “Heartbroken Kiss” auch im Überfluss.

Emma als Ich-Erzählerin die Geschichte wiedergeben zu lassen, ist eine wirklich sehr gute Idee der Autorin gewesen, denn Emma ist ein sehr emotionaler Mensch. Und sie teilt diese Gefühle durch Worte. Man fühlt ihre Eifersucht, ihren Schmerz, ihre Verzweiflung und ihre Liebe in jeder Zeile, in jedem Wort. Man fühlt sie so intensiv, als wäre man selbst in ihrer Situation. Man weint, wenn sie es auch tut. Man kann nicht anders, als sich ein Happy End für sie zu wünschen, obwohl eigentlich klar ist, dass die ganze Sache gut ausgeht. Eigentlich. Das ist der Knackpunkt. Man weiß es eigentlich, doch man kann sich beim Lesen nicht sicher sein, wann und wo und wie es passiert. Und das ist auch gut so.

So kommt Spannung auf, die den Leser von innen heraus zerstört und dafür sorgt, dass man nicht mehr aufhören kann, zu lesen. Dazu kommt das Notizbuch. Dieses wundervolle Notizbuch, was Emma immer wieder mit neuen Einträgen füllt. Sie schreibt eigentlich nur ihre Gedanken nieder, doch auch hier wird es furchtbar emotional. Ich habe mich in diese kleinen Gedichte verliebt. So wie ich mich in die Figuren und ihre Geschichte verliebt habe.

Fazit

“Heartbroken Kiss” ist so viel mehr als es auf den ersten Blick scheint. Trotz kleinerer Kritikpunkte ist der Autorin hier ein wunderschöner Jugendroman gelungen, voller Verwicklungen, Missverständnisse, Freundschaft und natürlich kommt die Liebe auch nicht zu kurz. Dafür vergebe ich 4,5 – aufgerundet 5 – Sterne.

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