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43 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

liebe, feier, maya prudent, romantische geschichte, silvesterparty

Alles, was ich mir wünsche

Ina Taus , Maya Prudent
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 02.11.2017
ISBN 9783646603712
Genre: Liebesromane

Rezension:

Cover

Das Cover macht sofort Lust auf einen winterlichen Ski-Urlaub. Die Grundfarbe ist hier das dunkle Blau des Nachthimmels, das jedoch von vielen bunten Lichtern und Feuerwerksraketen erhellt wird. Man kann schneebedeckte Blockhütten sehen und im Vordergrund befinden sich die beiden Protagonisten in dicker Winterkleidung und küssend. Ich finde, das Cover fängt die Stimmung des Buches einfach sehr gut ein.

Meinung

Da ich bereits alle anderen Bücher von Ina Taus gelesen habe, darf natürlich ihr neustes Buch, das sie zusammen mit Maya Prudent geschrieben hat, nicht fehlen. Dieses Mal entführen die beiden uns Leser in ein Ski-Gebiet, denn fast das komplette Buch spielt im Winterurlaub. Was gäbe es für eine bessere Einstimmung auf die Feiertage, die im nächsten Monat bereits anstehen?

Das Buch ist aus zwei Perspektiven geschrieben, wobei jede Autorin die Sicht von einem Protagonisten übernommen hat. Am Schreibstil ist dabei locker zu erkennen, wer der beiden Even und wer Amy Leben eingehaucht hat. Obwohl sich die Stile beider Autorinnen etwas unterscheiden, fällt das beim Lesen gar nicht so sehr ins Gewicht, weil es auch zu den Persönlichkeiten von dem coolen Badboy Even und der braven Amy passt. Im Großen und Ganzen haben die beiden eine Lösung gefunden, durch die die Individualität ihres eigenen Schreibstils nicht geschädigt wird und die trotzdem zum Buch passt. Allgemein lässt es sich die Geschichte sehr flüssig lesen, so dass man innerhalb kurzer Zeit durch die Seiten fliegt.

Es geht darum, dass sich eine Gruppe von Freunden als Kinder etwas geschworen hat. Wenn alle von ihnen (auch das Küken, Amy) achtzehn sind, wollen sie in das Ski-Gebiet zurückkommen, in dem sie einst ihre Winterurlaube verbracht haben, und sie wollen noch einmal als Gruppe Silvester feiern – ohne ihre Eltern. Nun ist es soweit und dieser Winter steht bevor. Die Gruppe trifft sich in einer Blockhütte und die Funken sprühen. Und zwar nicht nur die der Silvesterraketen, sondern auch zwischen den einzelnen Charakteren. Allen voran zwischen Even, dem coolen Badboy, der keine Beziehungen eingehen kann, und Amy, die von der wahren Liebe träumt.

Obwohl die Geschichte in diesem Sinne nicht wirklich neuartig oder spektakulär ist, ist es doch sehr leicht und vor allem unterhaltsam zu lesen. Man kann sich einfach fallen lassen und in der Geschichte versinken. Klar gibt es hier auch Klischees (Der beziehungsunfähige Badboy und das brave Goodgirl, um mal ein Beispiel zu nennen), aber die Umsetzung macht das wieder wett und lässt einem so richtig das Herz aufgehen. Dazu das winterliche Ski-Urlaubssetting, dass richtig Lust darauf macht, selbst in den Winterurlaub abzuhauen und die Chance auf eine außergewöhliche Winterromanze wahrzunehmen.

Even ist, wie schon erwähnt, der Protagonist und Badboy der Geschichte. Er hat One-Night-Stands – viele davon! – und kann sich mit Frauen eigentlich auch nicht mehr vorstellen. Trotzdem hat er mein Herz im Sturm erobert, denn man merkt direkt, dass auch in ihm ein guter Kern schlummert. Amy ist das komplette Gegenteil von Even. Sie ist brav, lieb und träumt von der wahren Liebe. Trotzdem hat auch sie ihre Momente, in denen sie nicht ganz so brav ist, was ihrer Persönlichkeit nochmal etwas Abwechslung verleiht. Die Liebesgeschichte zwischen den beiden ist einfach nur superniedlich, auch wenn diese Gefühle für meinen Geschmack etwas zu schnell gekommen sind. Aber die beiden kennen sich ja auch schon seit Jahren, weshalb das nicht ganz so sehr ins Gewicht fällt.

Fazit

„Alles, was ich mir wünsche“ erfindet vielleicht nicht das Rad neu, ist aber sehr unterhaltsam zu lesen und man spürt förmlich, wie es zwischen den Protagonisten knistert. Ein Winterroman, den man sich nicht entgehen lassen sollte. Dafür vergebe ich 4,5 – aufgerundet 5 – Sterne.

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30 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Wie ich in High Heels durch die Zeit stolperte

Mandy Hubbard , Franziska Jaekel
Flexibler Einband
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 14.02.2017
ISBN 9783473585038
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Cover

Das Cover ist sehr verspielt gehalten mit dem altrosé-farbenen Hintergrund mit den weißen Pünktchen. davor ist eine Frau zu sehen, die ein altertümliches Outfit und einen Hut trägt, der ihre Augen verdeckt. In der Hand hält sie eine leere Tasse Tee. Der Titel findet sich in einem verschnörkelten Rahmen, der sich vor dieser Frau befindet. Außerdem find ein rotes Paar High Heels zu sehen und ein Doppeldeckerbus.

Meinung

Es ist Jahre her, seitdem ich das letzte Mal ein Buch von Mandy Hubbard gelesen habe, aber ich erinnere mich noch gut an den Suchtfaktor. Allerdings hatte ich das Buch damals auch im englischen Original gelesen und war nun sehr gespannt, ob der Schreibstil der deutschen Übersetzung immer noch so packend ist, wie das Original. Bin ich entäuscht worden? Nein. Obwohl der Einstieg nicht ganz so leicht gewesen ist, habe ich mich nach gut fünfzig Seiten in der Geschichte eingefunden und ab da war auch wieder der Suchtfaktor vorhanden, den ich mir gewünscht habe. Der Stil ist sehr flüssig und wird durch humorvolle Gedankengänge der Ich-Erzählerin immer wieder aufgelockert, was dem Leser leicht ein Schmunzeln auf die Lippen lockt.

Die Geschichte dreht sich um Callie, die aus den USA stammt, aber gerade mit ihrer Klasse auf Sprachreise in London ist. Aus Gründen, die mir bis jetzt noch nicht ganz klar sind, möchte sie unbedingt mit den beliebten Schülerinnen in einen Club, doch um aufzufallen und ihnen zu zeigen, dass sie kein graues Mäuschen ist, muss natürlich das Statusobjekt schlechtin her: Unfassbar teure High Heels von Prada. Kein Problem für Callie! Der Prada-Shop ist ja nicht weit weg, doch kaum dass sie den Laden in ihren neuen Schuhen verlässst, kann sie sich den Clubabend abschminken, denn sie stolpert und landet im Jahre 1815. Aber sie hat Glück und wird mit Rebecca verwechselt und als Gast im Herzogtum Harkbury willkommen geheißen. Dort muss sie nun lernen, sich mit den Gepflogenheiten des 19. Jahrhunderts klarzukommen, findet neue Freunde und dann wäre da ja auch noch der junge Herzog …

Klingt schon mal sehr niedlich, oder? Eine süße Idee für ein Jugendbuch und an der Umsetzung habe ich auch wirklich sehr wenig zu meckern. Wie gesagt, ich verstehe nicht ganz, wieso Callie überhaupt den beliebten Schülerinnen gefallen will, aber ich schätze, wenn es anders wäre, hätte sie sich nie die Schuhe gekauft und wer weiß, ob sie dann in der Vergangenheit gelandet wäre. Dort spielt der Großteil des Buches, weshalb man als Leser, wenn man sich nicht so gut mit dem 19. Jahrhundert auskennt, wohl erstmal schlucken muss. Ich für meinen Teil bin ebenso eine Niete in Geschichte, von daher kann ich die Korrektheit nicht beurteilen, aber ich konnte mir bildhaft vorstellen, was für ein Grauen Korsetts für Callie darstellen und dass das Leben ohne Elektrizität und fließend Wassser gar nicht mal so einfach ist.

Als Protagonistin kann Cassie mit ihrer Schlagfertigkeit auftrumpfen, denn sie ist keineswegs ein graues Mäuschen, wie am Anfang suggeriert wird. Sie hat eine große Klappe und ist nicht bereit, sich vorschreiben zu lassen, wie eine Frau im 19. Jahr sich zu verhalten hat. Alex dahingegen ist ein Lord aus dieser Zeit wie er im Buche steht. Arrogant, selbstbewusst und natürlich sind Frauen für ihn weniger wichtig als Männer. Trotzdem habe ich ihn irgendwie liebgewonnen. Wieso kann ich gar nicht so genau sagen, aber man spürt beim Lesen einfach die Funken zwischen Callie und Alex und auch wenn er arrogant ist, hat er doch etwas an sich, was einem die Knie weichwerden lässt.

Mit dem Ende, das muss ich allerdings zugeben, bin ich nicht so zufrieden. Nicht, dass es kein schönes, logisches Ende ist, aber es ist in meinen Augen einfach viel zu offensichtlich. Ich habe bereits ein ähnliches Ende wie dieses in einem anderen Zeitreiseroman gelesen (auch wenn dieser später erschienen ist. Ich habe ihn trotzdem zuerst gelesen) und hätte mir hier etwas vollkommen anderes gewünscht. Das hat nichts damit zu tun, dass es abgekupfert wirkt (schließlich hätte das andere Buch dann von diesem hier abgekupfert), aber ich fand das Ende von besagtem anderen Buch schon nicht zufriedenstellend. (Ich lasse den Titel mal weg, falls jemand bereits das andere Buch gelesen hat und sich nicht spoilern möchte).

Fazit

„Wie ich in High Heels durch die Zeit stolperte“ ist ein Zeitreise-Roman, der nicht unbedingt das Rad neu erfindet, dafür aber mit einem leichten Schreibstil und einer interessanten Protagonistin glänzt. Ein sehr schöner Roman für Zwischendurch und richtig was fürs Herz.

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18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

liebe, schottland, unfall, vampire, bestimmung

Immortal Love. Ein Hauch von Menschlichkeit

Claudia Romes
E-Buch Text
Erschienen bei Dark Diamonds, 26.10.2017
ISBN 9783646300536
Genre: Fantasy

Rezension:

Cover

Das Cover zeigt das dunkle Gemäuer von Schloss Glamis im Hintergrund, während im Vordergrund die Protagonisten abgebildet sind. Ich persönlich habe mir Sarah zwar ganz anders vorgestellt, aber Zach passt vom Aussehen her ziemlich gut zu dem Bild in meinem Kopf. Allerdings gefällt mir die Anordnung auf dem Cover nicht so gut. Es wirkt so, als hätte man einfach die Bilder der Charaktere mit etwas Nebel auf das Cover gephotoshopped und gut. Die Titelschrift oberhalb der Köpfe der beiden ist dahingegen sehr schön geworden, auch wenn ich das Fledermaus-Symbol nicht ganz verstehe. Klar, es geht um Vampire, aber muss deshalb eine symbolische Fledermaus aufs Cover?

Im Großen und Ganzen ist es wirklich nicht das schönste Cover von Dark Diamonds und beim Stöbern hätte ich wohl nicht danach gegriffen.

Meinung

Und doch bin ich froh, dass ich mich habe überzeugen lassen, dieses Buch zu lesen. Vampire sind normalerweise nicht so sehr mein Thema, seitdem „Twilight“ die Thematik so verschandelt hat, und können mich nur noch im Ausnahmefall überzeugen. Ob „Immortal Love“ das schaffen könnte, da war ich am Anfang wirklich skeptisch, aber ich bin doch froh, dass ich mich dazu entschieden habe, dem neuen Buch von Claudia Romes eine Chance zu geben.

Der Schreibstil der Autorin fängt die Stimmung und die Atmosphäre der schottischen Highlands sehr schön ein, wie ich finde, und vermischt das Ganze mit dem schaurigen Feeling, das während des Buches vorherrscht. In machen Passagen, vor allem gegen Ende hatte ich wirklich Gänsehaut und konnte mich kaum noch von den Seiten losreißen. Das Buch ist sehr flüssig geschrieben und dabei sehr bildhaft. Wenn man beim Lesen kurz die Augen schließt, hat man tatsächlich das alte Schloss vor Augen und kann förmlich in die Geschichte eintauchen.

Die Geschichte beginnt … mit einer Party. Was ziemlich banal erscheint, endet in einem tragischen Unglück, bei dem Sarah, die Protagonistin beinahe bei einem Autounfall stirbt. Wäre da nicht der gutaussehende Fremde, der aus den Schatten kommt und ihr das Leben rettet. Von diesem Moment an ist nichts mehr, wie es wahr.

Während die Grafschaft in Dunkelheit versinkt, weil die Sonne nicht mehr aufgeht, trifft Sarah auf Zachary, den Neffen der Gräfin, und erkennt in ihm ihren Retter, was er jedoch abstreitet. Sarah ist sich allerdings sicher und entschließt sich, dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Dabei besucht sie selbst das Schloss Glamis und erfährt von einem Fluch, der seit Generationen über Zachs Familie liegt. Und diesen Fluch gilt es zu brechen …

Zugegeben, der Anfang des Buches hat mich nicht unbedingt mitgerissen, da mir die Informationen gefehlt haben, um zu verstehen, worum es genau in der Geschichte geht. Im Grunde habe ich darauf gewartet, dass etwas passiert, das meine Fragen beantwortet und mir offenbart, was der eigentliche Kern des Buches ist. Daher bin ich drangeblieben und je mehr Seiten ich gelesen habe, desto schwerer konnte ich mich losreißen, daher: Bleibt dran!

Auch wenn der Beginn nicht das spannendste an der Geschichte ist, sobald die Handlung nach gut 30% so richtig Fahrt aufnimmt, wird Weglegen beinahe unmöglich. Nicht nur, dass Claudia Romes uns Vampire gegeben hat, die anders und mit einer außergewöhnlichen Geschichte verwoben sind, auch der Fluch hat mich in Atem gehalten. Klar, Vampire und Flüche scheint jetzt nichts Neues in der Buchwelt, aber das Zusammenspiel beider Faktoren mit einer gehörigen Brise Einfallsreichtum macht das alles wieder wett. Vor allem das große Finale hat mich mitgerissen, aber so richtig! Ebenso bin ich mit dem Ende des Einzelbandes sehr zufrieden.

Aber das ist noch nicht alles, denn wenn man ganz genau liest, dann merkt man, dass das Buch keine gewöhnliche Vampirgeschichte ist, sondern eine tiefere Moral mit sich zieht, die sch jedoch erst am Ende erschließt. Die Geschichte zwischen den Zeilen sozusagen. Ich bin mal so frei, diese hier nicht auszuplaudern. Ihr werdet es beim Lesen schon selbst merken.

Sarah hat die Rolle der Protagonistin gut ausgefüllt, wie ich finde, denn sie gibt sich zu keiner Zeit wie ein naives Dummchen, das auf der Stelle dem verboten gutaussehenden Vampir verfällt. Nein, sie hinterfragt Dinge, beweist Mut und ist bereit, für sich und ihre Liebe zu kämpfen. Zach im Gegenzug ist … hach, ich habe noch nie einen Vampir erlebt, der so lieb und zahm ist wie er. Das ist mal was Neues und ich finde es außerordentlich gelungen.

Fazit

„Immortal Love – Ein Hauch von Menschlichkeit“ verdient unter den Vampir-Romanen einen Ehrenplatz. Was nach einer typischen Vampir-Geschichte aussieht, ist alles andere als das. Trotz einiger Längen am Anfang kann mich das Buch mit der Grundidee und der Umsetzung überzeugen.

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22 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

fairies, elemente, fünf schicksalhafte tage, magie, engel

Fairies 4: Opalschwarz

Stefanie Diem
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 02.11.2017
ISBN 9783646603576
Genre: Sonstiges

Rezension:

Cover

Obwohl ich die Fairies liebe, kann ich nicht behaupten, ein großer Fan des Covers zu sein. Die von den Vorgängern waren ja noch ansatzweise schön, aber dieses hier? Ich mag die Farbkombination einfach nicht. Außerdem ist die Haut des Covermodels ziemlich gräulich, was einfach nicht schön aussieht. Echt schade. :/ Aber ich schätze mal, den Fans der Reihe wird das Cover dezent egal sein, schließlich ist es das große Finale!

Meinung

Ich bin ja bekennender Fan der „Fairies“ seit der ersten Stunde und vor allem nach dem Ende des letzten Bandes musste ich ja einfach wissen, wie die ganze Geschichte nun endet! Daher muss ich an dieser Stelle auch eine Spoiler-Warnung aussprechen, damit die, die das Ende von Band 3 noch nicht kennen gewarnt sind.

Es hat sich nämlich so einiges geändert, seitdem Taylor und Rose sich geküsst haben. Und einige Zeit ist ins Land gezogen: Über hundert Jahre, um genau zu sein. Hundert Jahre, in denen die Welt sich wahnsinnig verändert hat. Die Apokalypse ist passiert und die Menschen haben sich unter die Erde zurückgezogen. In sogenannten U-Cities leben sie jetzt, während die Fairies alle in einen tiefen Schlaf gefallen sind.

Als Sophie erwacht, versteht sie zunächst nicht, was passiert ist, aber eines wird ihr schnell klar: Cayuga ist kein Teil mehr von ihr und sie ist wieder ein Mensch. Trotzdem will sich Sophie nicht mit ihrem Schicksal abfinden, sondern herausfinden, was geschehen ist – und vor allem: wie sie es wieder rückgängig machen kann. Zur Seite stehen ihr dabei einige alte Bekannte, während sich auch neue Feinde herauskristallieren, aber Sophie gibt nicht auf und wieder einmal ist es ein Kuss, der sie alle retten kann – oder alle ins Verderben stürzen wird.

Drei Buchstaben: WOW! Ich habe mit vielem gerechnet, wie schon in den vorherigen Bänden, aber nicht mit dem, was Stefanie Diem aus dem letzten Band herausgeholt hat. Nicht nur, dass sich das gesammte Setting verändert hat und richtig schön dystopisch und post-apokalyptisch geworden ist, auch die Handlung, der Sophie und ihre Freunde folgen, hat mich wieder einmal mitreißen können. Es ist schlichtweg unglaublich, wie sich einerseits alles um einen einzigen Kuss drehen und doch gleichzeitig so viel mehr dahinter stecken kann.

Sophie ist in diesem Buch mal wieder einsame Spitzenklasse. Sie ist eine Protagonistin, die sich in den letzten Bänden so sehr gewandelt hat, dass sie nun im großen Finale richtig stark und mutig ist. In ihrer Rolle als Hauptfigur glänzt sie förmlich, ohne dabei perfekt zu sein. Sie hat nach wie vor ihre Ecken und Kanten, was sie direkt wieder menschlicher und damit sympathisch macht. Es ist beinahe schade, sich von ihr verabschieden zu müssen, weil die Reihe vorbei ist, aber wirklich: Stefanie hat es bis zum Ende spannend gemacht, Sophie vor eine Herausforderung nach der anderen gestellt und dafür gesorgt, dass man sie und ihre Geschichte sicherlich nicht so schnell vergisst.

Fazit

Stefanie hat bewiesen, dass es geht. Nicht nur, dass sie dem bekannten Kindermärchen von Dornröschen ein neues Gesicht verpasst hat, sie hat es auch auf so eine Art und Weise getan, dass sich diese Reihe definitiv das Carlsen-Taschenbuch verdient hat. Einzigartig, spannend und süchtig machend!

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77 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

feuer, jennifer estep, romanze, superhelde, superhelden

Hot Mama

Jennifer Estep , Michaela Link
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.10.2017
ISBN 9783492280389
Genre: Fantasy

Rezension:

Cover

Das Cover passt wieder sehr gut zum ersten Teil der Bigtime-Reihe und zeigt vor einem dunklen Hintergrund mit angedeuteten Hochhäusern das bekannte Superhelden-Symbol in Form eines Herzens, in dem der Titel geschrieben steht. Darüber befinden sich die Umrisse von unserer neuen Protagonistin Fiera, deren Kräfte mit Feuer zu tun haben, weshalb die Pose mit dem Feuer auf der Handfläche sehr gut passt. Mir gefällt das Cover wirklich sehr gut! Meinung

Nach dem Ende von „Karma Girl“, was mir damals schon gut gefallen hat, war ich sehr gespannt auf „Hot Mama“, schließlich geht es nun um Fiona, die man bereits im ersten Band kennenlernen kann. Da ich sie als Charakter direkt sehr interessant fand, musste ich natürlich nun auch ihre Geschichte lesen.

Es ist immer wieder interessant, wie Jennifer Esteps Schreibstil sich von Reihe zu Reihe unterscheidet. Klar, es sind verschiedene Genres, aber während die „Mythos Academy“ einen wirklich sehr jugendlichen Schreibstil hat, wirkt der der „Bigtime“-Reihe dazu sehr viel reifer, was ja auch nichts Schlechtes ist, mich aber am Anfang ein wenig verblüfft hat. Erzählt wird aus Fionas Sicht, was mir wirklich sehr gut gefallen hat, da man so die Protagonistin am besten kennenlernen kann. Anders wäre ihr Humor auch gar nicht richtig zur Geltung gekommen.

Dieser Band knüpft vom Geschehen her nicht direkt an den Vorgänger an, sondern mit einer zeitlichen Verzögerung von gut einem halben Jahr, würde ich schätzen. Die Trinity ist nicht wieder aufgetaucht, alles ist soweit gut. Bis zu dem Tag, an dem zwei neue Superschurkinnen die Feier, die die Fearless Five besucht, crashen. (Aus Spoiler-Gründen verrate ich mal nicht, was für eine Feier es ist. ) Am gleichen Tag trifft Fiona, ihres Zeichens Mode-Designerin und beste Superheldin von ganz Bigtime, auf den gutaussehenden Bruder ihrer Konkurrentin Bella Bulluci, Johnny und es kommt natürlich, wie es kommen muss, und die beiden beginnen eine Liaison miteinander. Alles könnte so schön sein, wenn nicht die beiden eben schon erwähnten Superschurkinnen wären, die natürlich nichts Geringeres im Sinn haben, als die Weltherrschaft. Aber hey, welcher Superschurke will die denn nicht?

Wie man aus meiner kurzen Inhaltsbeschreibung schon herauslesen kann, ist das Buch einen Hauch vorhersehbar. So habe ich einige wichtige Plotpunkte schon 50-100 Seiten vor den Charakteren erkannt und mich gefragt, wieso die so lange für diese Erkenntnis benötigen. Bei der „Mythos Academy“ ist Jennifer immer klasse, was Plottwists betrifft und ich finde es ein wenig schade, dass „Hot Mama“ in dieser Hinsicht nicht punkten kann, was dem Rest der Handlung aber keinen Abbruch tut.

Schlussendlich handelt es sich um einen Unterhaltungsroman und man kann sagen, was man will, aber unterhalten bin ich geworden. Und zwar sehr gut! Vor allem von Fiona selbst, die im ersten Band ja nicht unbedingt als super sympathisch im Gedächtnis bleibt. Nun, da man ihren Background kennt und ihre Persönlichkeit kennenlernen darf, wird sie aber sehr viel sympathischer. Als Modedesignerin spielt sie auch in ihren Gedanken immer wieder mit Begriffen aus ihrer Branche, beurteilt die Kleider von anderen Personen und ja, sie ist auch sehr von sich überzeugt. Manch einer möge nun sagen, sie ist arrogant und vielleicht hat er damit sogar recht, aber sei’s drum! Ich finde diesen arroganten Charakterzug von ihr extrem genial. Als milliardenschwere Modeikone darf sie arrogant sein. Außerdem ist sie eine Superheldin!

Auf der anderen Seite haben wir Johnny, der mit im Unternehmen seiner Familie arbeitet und im Grunde von dem ganzen Superhelden-Zeugs nichts wissen will. Er ist sehr charmant und gleichzeitig schlagfertig, um Fiona jederzeit Paroli bieten zu können, aber auch er hat seine Ecken und Kanten – die ich wegen Spoilern eher nicht verrate.

Faszinierend finde ich außerdem das Setting: Bigtime. Eine Stadt voller Superhelden und Schurken, die einander bis aufs Letzte bekriegen, während ihre zweiten Identitäten noch so gut miteinander befreundet sein können. Schließlich kennt niemand das Alter Ego eines Superhelden. Darüber hinaus gibt es in der Stadt sogenannte neutrale Gebiete, wie das Einkaufszentrum oder ein Diner, in dem alle friedlich zusammen essen können. Irgendwie ziemlich unwirklich in so einer Stadt, aber ich finde es ziemlich cool!

Außerdem noch cool: Die Reihe geht bekanntlich weiter und auf Englisch gibt es schon alle Bände. Ich musste, neugierig, wie ich bin, auch schon nachschauen, wer die Protagonisten der nächsten Bände werden und finde genial, dass jetzt, nach Band 2, alle zukünftigen Protagonisten zumindest eingeführt worden sind. Die Fortsetzungen können also kommen. Band 3 „Jinx“ erscheint nächstes Frühjahr.

Fazit

„Hot Mama“ ist definitiv ein gelungener zweiter Band der „Bigtime“-Reihe, allerdings einen Hauch vorhersehbar. Trotzdem besticht er durch interessante Charaktere und eine schöne Liebesgeschichte. Ich freue mich auf Band 3.

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mythos academy, fantasy, bitterfrost, jennifer estep, loki

Bitterfrost

Jennifer Estep , Michaela Link
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.10.2017
ISBN 9783492703833
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Cover

Was bin ich glücklich darüber, dass die Cover wieder mehr den „ersten“ Covern der originalen Mythos Academy-Reihe ähneln! (Und natürlich der Black Blade-Reihe). Weiße Cover sind ja immer Risiko-Faktoren in der Covergestaltung, aber ich finde klasse, wie der Piper Verlag das mal wieder umgesetzt hat. Zu sehen ist wieder ein Gesicht, das jedoch kaum über richtige Konturen verfügt. Man erkennt einen rot-braunen Haaransatz und die Augen, die mit dunkelrotem Make-up richtig aus dem weißen Hintergrund hervorstechen. In dem gleichen Rot ist dann auch der Titel gehalten, dessen extream schöne Serifenschrift ein wahrer Hingucker ist.

Meinung

Was habe ich die Mythos Academy geliebt? Es ist schon Jahre her, seitdem ich die Reihe als eine der ersten Bücher auf Englisch gelesen habe, und doch habe ich mich seit der Ankündigung wie verrückt auf die neue Spin-Off-Reihe zu der Mythos Academy gefreut. Vor allem, seitdem ich weiß, dass es dieses Mal um Rory, Gwens Cousine, geht, die auch schon in den letzten Bänden der anderen Reihe eine wichtige Rolle gespielt hat.

Obwohl es jetzt schon so lange her ist, hatte ich absolut keine Probleme, mich wieder in die Welt hineinzuversetzen. Jennifer Estep hat die Ereignisse der vorherigen Reihe einfach clever in die Handlung verwoben, so dass die, die diese nicht mehr ganz so präsent im Gedächtnis haben, auch direkt wieder wissen, worum es geht. Außerdem können Leser so auch direkt mit der Mythos Academy Colorado in das Universum einsteigen. Empfehlen würde ich das allerdings nicht, denn im Grunde kann man sich die originale Mythos Academy dann schenken, weil man sowieso schon das Ende kennt. 😉

Aus diesem Grund fühle ich mich auch verpflichtet, an dieser Stelle eine Spoilerwarnung auszusprechen, denn die Handlung der neuen Reihe basiert auf der der alten und wer diese noch nicht beendet hat, wird hier unweigerlich gespoilert. Nun denn, die Geschichte beginnt am ersten Schultag des neuen Schuljahrs an der Mythos Academy Colorado und Rory ist eher nicht begeistert von dem, was sie erwartet. Seitdem alle dort wissen, dass ihre Eltern Schnitter waren, wird sie von allen verpöhnt, beschimpft und runtergemacht. Und das, obwohl sie nicht einmal davon gewusst hat. Dazu kommt, dass noch am gleichen Tag Schnitter in die Bibliothek der Altertümer einbrechen, ein Mädchen getötet und ein wertvolles Artefakt entwendet wird. Und mit einem Mal ist Rory, bewaffnet mit einem neuen – und natürlich sprechenden – Schwert, mittendrin und soll den Täter stellen …

Wer die Mythos Academy Reihe kennt, dem wird dieses Szenario bekannt vorkommen, denn wir erinnern uns: Ging Gwens Geschichte nicht genauso los? Ein totes Mädchen in der Bibliothek und ein sprechendes Schwert, was die Klappe nicht halten kann? Diese Parallele springt einem beim Lesen förmlich an und es ist leider nicht die einzige, was ich sehr schade finde, denn eigentlich hat Rory mehr verdient als eine Geschichte, die genau gleich beginnt wie die ihrer Cousine, sie überall als Heldin gefeiert wird. (Das wird übrigens gefühlt 45678987654345678x erwähnt, was mir nach einer Zeit doch ein wenig aufs Gemüt geschlagen hat.)

Sehr froh bin ich darüber, dass die Geschichte aber nicht vollkommen gleich abläuft und Jennifer Estep es doch noch schafft, bei mir aufzutrumpfen. Vor allem die Vorgeschichte von Babs, dem sprechenden Schwert, hat mich in Atem gehalten und dass endlich aufgeklärt wird, was Sigyn, die nordische Göttin der Hingabe, am Ende der Mythos Academy angedeutet hat. Außerdem hat Jennifer Estep nebenbei noch Anspielungen auf ihre anderen Reihen beim Piper Verlag reingeschmuggelt, so dass die Fans von der Bigtime-Reihe und der Black-Blade-Trilogie was zu schmunzeln haben werden.

Gerade das Ende finde ich einmal wieder sehr gelungen. Es ist kein Ende, bei dem man jetzt glücklich ist und zufrieden das Buch zuklappen kann, aber auch nicht unbedingt ein Cliffhanger-Ende, bei dem man den nächsten Band kaum erwarten kann. Wie schon in der Mythos-Academy-Reihe findet die Autorin hier diesen schmalen Grad, der es ihr ermöglich, die Leser mit dem Ende glücklich zu machen, sie aber trotzdem die Fortsetzung herbeisehnen lässt. Mir für meinen Teil geht es so.

Rory, die Protagonistin, habe ich bereits in der vorherigen Reihe sehr liebgewonnen und freue mich, sie nun besser kennenlernen zu können. Sie ist eine wahnsinnig starke und mutige Person, die viel einstecken musste und ich denke, dass sie mit Fortschreiten der Reihe noch stärker werden wird. Ian, dem ich jetzt die Protagonisten-Rolle zuschanze, konnte mich vor allem durch seinen Background, der wirklich sehr detailliert geschildert wird, überzeugen und obwohl ich Logan doch noch etwas lieber mag, habe ich Ian doch auch schon in mein Herz geschlossen.

Fazit

„Bitterfrost“ ist ein Auftakt, wie ich ihn mir vorgestellt habe. Das vertraute Mythos-Academy-Feeling ist wieder da und die Autorin trumpft mit neuen, total liebenswerten Charakteren auf, die natürlich auch ganz schön was drauf haben. Etwas schade finde ich die Parallelen zwischen den beiden Reihen, die in meinen Augen nicht hätten sein müssen. Trotzdem konnte das Buch mich überzeugen. Ich freue mich auf den nächsten Band.

4/5

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77 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

liebe, prinz, dystopie, partnerwahl, könig

Königlich verliebt

Dana Müller-Braun
E-Buch Text: 392 Seiten
Erschienen bei Impress, 05.10.2017
ISBN 9783646603453
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Cover

Endlich mal ein Prinzessinnen-Buch, auf dem kein Mädchen in einem wallenden Kleid zu sehen ist! Danke, Impress! Stattdessen ist auf diesem Cover nur der Kopf von dem Covermodell sehen. Sie trägt einen Schleier vor dem Gesicht und ihre brünetten Haare sind kunstvoll frisiert. Um sie herum ist das Cover pink und schwarz, was einen total coolen verwitterten, marmorierten Effekt entstehen lässt. Definitiv ein sehr stilvolles Cover, was von Anfang an zeigt, dass dieses Buch außergewöhnlich ist. Und das ist es wirklich.

MeinungMit „Königlich verliebt“ beginnt eine Reihe, auf die ich mich schon seit der Ankündigung freue und ich bin wirklich überhaupt nicht enttäuscht worden. Im Gegenteil, aber beginnen wir am Anfang. Die Autorin erzählt die Geschichte aus der Sicht der Protagonistin, was mir am Anfang etwas befremdlich vorgekommen ist – Schließlich ist diese eine Agentin, die nur darauf trainiert ist, zu funktionieren. Man kann sich nicht von Anfang an in sie hineinversetzen, aber es dauert gar nicht lange, da kann man nicht mehr aufhören, mit ihr mitzufühlen, mitzuleiden und ihr Gefühlschoas mitzuerleben! Dana hat einen sehr bildhaften, gefühlvollen Schreibstil, der es schwer macht, das Buch nach den ersten zwanzig Prozent auch nur für ein paar Sekunden beiseite zu legen.

Die Geschichte folgt der achtzehnjährigen Insidia (die nach dem Land benannt ist, in dem sie lebt – das hat mich tatsächlich ein wenig an America aus „Selection“ erinnert, aber das fällt nicht ins Gewicht). Insidia hat ihr Leben lang beim PG – verzeiht, dass ich nicht mehr genau weiß, wofür die Abkürzung steht – verbracht und wurde für ihre Aufgabe ausgebildet. Wenn sie alt genug ist, soll sie den Prinzen von Insidia bei der jährlichen Partnerschaftswahl von sich überzeugen und heiraten.

Hört sich ein wenig nach Selection an, oder? Mit dieser Wahl, oder? Aber keine Sorge, es gibt bis auf die Tatsache, dass es diese Wahl gibt – bei der aber auch „normale“ Männer und Frauen teilnehmen – keine weiteren Parallelen und nun ja, es wäre ja zu einfach, wenn Insidia sich die ganze Zeit auf ihren Auftrag konzentrieren könnte. Aber naja, so leicht ist es nicht, denn da ist auch noch Kyle …

Und da haben wir den Haken: Es gibt eine Dreiecksgeschichte, das ist nicht zu leugnen. Ich bin ja, bekanntermaßen, kein Fan von Dreiecksgeschichten und hatte an dieser Stelle echt meine Bedenken, aber … aber … Kyle! Natürlich ist Leo – der Prinz – auch echt zum Anbeißen, was es für Insidia echt schwer macht, sich zwischen Herz und Verstand zu entscheiden, aber ich für meinen Teil hätte ganz klar Kyle gewählt.

Kyle – Achtung Klischee! – ist ein richtiger Badboy, vergnügt sich mit einer Frau nach der anderen und schafft es dennoch, Leserherzen – und auch das von Insidia – im Sturm zu erobern.  Hätte ich nicht gedacht, aber durch seine direkte Art kann man gar nicht anders, als ihm zu verfallen. Leo setzt dahingegen eher auf liebevoll und höflich, wie es sich für einen Prinzen gebührt. Das ist süß, keine Frage, aber irgendwie hat mir bei ihm etwas gefehlt. Nein, ich bleibe bei Kyle.

Mit Insidia hat Dana eine Protagonistin geschaffen, die eigentlich so überhaupt nicht in diese königliche Welt passt und es dennoch schafft, sich ihren Platz dort zu verdienen. Sie ist stark, mutig und loyal – und ich mag sie. Ehrlich. Aber ich bin nicht mit allen von ihren Entscheidungen einverstanden. Ab und an musste ich über sie den Kopf schütteln und habe gehofft, dass sie sich noch ändert, aber bisher ist diese Charakterentwicklung noch nicht eingetroffen, auf die ich so sehnsüchtig warte. Gut, dass sie noch zwei Bände hat, um mich zu überzeugen.

Weiterlesen werde ich nämlich auf jeden Fall. Dana Müller-Braun hat mit ihrem Debüt bewiesen, dass sie eine Sache wirklich gut kann: Plottwists. Und damit dann auch Cliffhanger der besonders fiesen Sorte. Band 2 „Königlich verraten“ erscheint übrigens im Januar 2018.

Fazit

„Königlich verliebt“ ist ein Debüt der besonderen Art. Trotz bekannter Muster schafft die Autoren es, sich von den Bestsellern wie „Selection“ und „Royal“ abzuheben und etwas vollkommen Neues zu erschaffen. Trotz kleiner Schwächen und einigen Klischees ein wirklich gelungener Auftakt. Ich freue mich auf die nächsten Bände der Trilogie und vergebe 4,5 – aufgerundet 5 – Sterne.

4,5

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406 Bibliotheken, 22 Leser, 0 Gruppen, 109 Rezensionen

zeitreise, eva völler, jugendbuch, liebe, auf ewig dein

Time School - Auf ewig dein

Eva Völler
Fester Einband
Erschienen bei ONE ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 21.07.2017
ISBN 9783846600481
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Cover

Auch wenn ich mich mit meiner Meinung zu dem Cover sicherlich unbeliebt mache, aber ich finde es nicht so geil wie die meisten Leser. Mir gefällt zwar, dass es im Stil der Zeitenzauber-Trilogie gehalten ist und der Hintergrund macht mit seinem grau-grün-blauen Ton auch einiges her, aber ich mag die Zeichnung des Mädchens auf dem Cover überhaupt nicht. Es ist wie ein Gemälde aufgebaut und klar, es ist mal was anderes, aber mein Fall ist es nicht wirklich.Meinung

Es ist nun schon einige Jahre her, seitdem ich die Zeitenzauber-Trilogie beendet habe und als ich von dem Spin-Off hörte, war mir gleich klar: Das muss ich lesen! Obwohl das Ende der vorherigen Reihe eigentlich rund war, war ich gespannt darauf, was Eva Völler uns hier zaubert und welche neuen Abenteuer unsere Helden überstehen müssen. Überrascht hat mich gleich zu Beginn, dass das Buch ebenso wie die Zeitenzauber-Trilogie aus der Sicht von Anna erzählt wird. Da ich dachte, Sebastiano und sie wären in den Hintergrund gerutscht, war das aber eine sehr schöne Überraschung. Ich habe die beiden schließlich immer noch lieb. Auch der Schreibstil von der Autorin unterscheidet sich kaum von der vorherigen Reihe. Er ist flüssig, bildhaft, leicht zu lesen und hin und wieder – vor allem durch die neuen Charaktere – sehr humorvoll.

Die Geschichte beginnt einige Jahre nach dem Ende der Zeitenzauber-Trilogie. Wer diese noch nicht kennt, sollte sich vor Spoilern in Acht nehmen, obwohl man das Buch auch ohne Vorkenntnisse lesen kann (Ist aber nicht zu empfehlen). Nun denn, Anna und Sebastiano sind nicht nur immer noch ein Paar, sie leben nun zusammen in Venedig in einem Palazzo und haben eine Zeitreisen-Akademie gegründet. Zusammen reisen sie durch die Epochen und erledigen ihren Job wie zuvor auch, nur dass sie nun auch ab und an neue Rekruten mit dem Zeitreise-Gen mit in ihre Zeit nehmen.

Da diese aus den verschiedensten Ländern und Epochen stammen, haben Anna und Sebastiano allerhand zu tun, diese auszubilden, und dann begleiten die sie natürlich auch auf ihre Mission, wie z. B. einen Einsatz am Hofe von Heinrich VIII, der sich zu etwas viel Größerem entwickelt, als sie es alle für möglich gehalten haben.

Alles weitere würde spoilern, also höre ich hier einmal auf, über den Inhalt zu sprechen. Ich kann dazu nur sagen: Hut ab für die großartigen Ideen, mit der die Autorin hier aufwartet. Obwohl es am Anfang eine Weile gedauert hat, bis ich richtig dahinter gestiegen bin, worauf die Handlung zusteuert, konnte mich das Buch in der zweiten Hälfte so richtig fesseln, so dass das Ende beinahe etwas plötzlich gekommen ist. Das hätte ich nach der ersten Hälfte, die zwar schön, aber nichts wirklich Besonderes ist, echt nicht erwartet, aber mit dem Ende hat dieses Buch mich wirklich kalt erwischt.

Dazu kommen die neuen – und sehr amüsanten – Charaktere, die sich Anna und Sebastiano aus den verschiedenen Epochen zusammengesammelt haben. Fatina, die als Haremsdame im Orient gelebt hat,und sich immer wieder gerne mit Ole, einem groben und ruppigen Wikinger, zofft und neu im Team, Walter, ein junger Mann aus der Tudorzeit. Sie alle haben ihre Eigenarten, hängen noch ein wenig ihrem alten Leben hinterher und benutzen daher auch mal weniger passende Ausdrücke. Sie streiten sich um irrelevante Dinge, interessieren sich für die ungewöhnlichsten Sachen und Spannungen (egal, welcher Natur 😉 ) sind deutlich zu spüren. Ich freue mich auf jeden Fall auf mehr von den dreien.

Fazit

„Time School – Auf ewig dein“ ist ein Reihenauftakt, der zwar ruhig beginnt, sich in Folge der Handlung allerdings immer weiterentwickelt und einen zum Ende hin den Atem anhalten lässt. Es ist so schön, mit Anna und Sebastiano neue Abenteuer zu erleben und auch ihre Schüler habe ich direkt liebgewonnen. Ich freue mich schon richtig auf „Auf ewig mein“, den zweiten Band, der im Frühjahr 2018 erscheint.

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fantasy, magie, trauer, 5 sterne, leid

Nebelring - Das Lied vom Oxean

I. Reen Bow
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 05.10.2017
ISBN 9783646603842
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Cover

Ich mag den Kontrast zwischen dem roten Fell des Fuchses und dem Silbernebel, der rund um den Fuchs und das Cover-Mädchen zu sehen ist. Das Cover ist wird sehr schlicht, aber stilvoll gehalten. Der Titel im oberen Teil des Covers liegt auf einem silbernen Ring, der wohl das Symbol des Nebelrings ist und auch wenn ich vor dem Lesen noch nicht genau wusste, was der Fuchs auf dem Cover zu suchen hat (obwohl die Nebelring-Reihe immer schon mit einem Fuchs assoziiert wird), verstehe ich es jetzt ganz genau. Es hätte nicht besser dargestellt werden können! Ein großes Lob an die Autorin für dieses wunderschöne Cover, denn das hat sie selbst designt.

Meinung

Nachdem dieses Buch gefühlte Ewigkeiten auf meiner Wunschliste lag, habe ich den Re-Release bei Impress nun genutzt, um endlich mit der Nebelring-Reihe zu beginnen und was soll ich sagen? Ich habe mir nicht zu viel davon erhofft!

Obwohl zu Beginn handlungstechnisch nicht sonderlich viel passiert, ist es I. Reens Schreibstil, der einen sofort in seinen Bann zieht. Sehr flüssig zu lesen und an bestimmten Stellen richtig poetisch. Die Seiten – es sind ja nicht wenige – fliegen beim Lesen nur so dahin, auch wenn ich, die typische Kapitelleserin, ab und an schon erstaunt war, wie lang manche Kapitel im Vergleich zu anderen, sehr viel kürzeren sind, aber das ist kein Kritikpunkt. 

In dem Buch geht es um Zoe, die seit zehn Jahren im Sanatorium lebt, in dem ihr Vater mit seiner Silbervergiftung behandelt wird. Sie tut quasi nichts anderes, als für ihn zu sorgen. Da dem Sanatorium die Mittel für eine gute Schulbildung fehlen, hat sie ohnehin viel Zeit dafür. Doch alles ändert sich an ihrem sechzehnten Geburtstag, als sie aus dem Blau heraus Besuch von den Freunden ihres Vaters bekommt, und mit deren Hilfe bald mitten im Aufstand gegen den Nebelring steckt, wie der Klappentext schon treffend sagt.

Alles danach spoilert das Buch, daher werde ich auch an dieser Stelle aufhören. Falls euch das noch nicht neugierig gemacht hat – und ihr noch nicht wissen wollt, was das Lied vom Oxean ist und was ein Fuchs damit zu tun hat – sei euch gesagt: Dieses Buch ist in jeder Hinsicht außergewöhnlich.

I. Reen bedient sich einem Setting, was zu einer Zeit in der Zukunft spielt, in der die giftige Substanz Malwee für viel Tod und Verwüstung gesorgt hat. Die Organisation Nebelring hat in dieser so viel Einfluss und Macht, dass die Menschen sie verehren, obwohl sie das Malwee nicht bekämpfen, obwohl sie es könnten, sondern sogar damit zaubern! Bei einigen Menschen sorgt das natürlich für Unmut, so dass es auch eine Gruppe Aufstandskämpfer gibt.

Ich kann verstehen, dass sich das ein wenig nach … so ziemlich jeder Jugendbuch-Dystopie anhört, die es auf dem Markt gibt, aber glaubt mir, dass ist es nicht. Parallelen gibt es, das will ich gar nicht bestreiten, aber im Großen und Ganzen hat I. Reen etwas ganz Neues geschaffen. Einen Fantasy-Roman mit einem besonderen, außergewöhnlichen Setting und einer ganz wundervollen Magie, die auf jeder Seite wohnt und zwischen den Zeilen herauszulesen ist.

Zuerst war ich überrascht, wie jung die Protagonistin, Zoe, ist, doch zu Beginn des Buches ist sie gerade einmal 15 Jahre alt und feiert ihren 16. Geburtstag. Da sie jedoch sehr erwachsen handelt – was wohl von den vielen Jahren kommt, in denen sie im Sanatorium gelebt hat – fällt ihr junges Alter kaum ins Gewicht. Sie ist eine kluge Protagonistin, die genau weiß, was sie will, auch wenn sie mit dem Aufstand im Grunde nichts zu tun haben wollte.

Neben ihr gibt es noch weitere wichtige Charaktere: Eyssi, die Ärztin ihres Vaters, Baldaresh, der Sanatoriumsleiter, Bess, von dem ich glaube, dass er der Love Interest werden könnte und Taik, ein Geschichtenerzähler, der zunächst in eine Art Mentorrolle für Zoe schlüpft. Ich bin immer noch erstaunt über die vielen Facetten der Charaktere und freue mich darauf, in den nächsten Bänden noch mehr über sie zu erfahren. Und dann wäre auch so etwas wie eine Liebesgeschichte ganz nett. Ich vermute ja, dass es auf Bess hinauslaufen wird, aber in diesem ersten Band ist echt noch alles möglich. Ich, als hoffnungslose Romantikerin, war schon ein wenig traurig, dass es noch nicht sonderlich romantisch wird, aber wenn ich ehrlich bin, hätte es auch nicht noch in die Story reingepasst. Dafür gibts ja jetzt die näcshten Bände.

Fazit

„Nebelring – Das Lied vom Oxean“ ist ein Auftakt der definitiv Lust auf mehr macht. Mit sympathischen Charakteren, einem wirklich besonderen Setting und ganz viel Magie konnte dieses Buch mit voll und ganz überzeugen! Ich freue mich auf die Fortsetzung!

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Trügerische Gegenwart

Sylvia Steele
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 05.10.2017
ISBN 9783646603828
Genre: Fantasy

Rezension:

Cover

Das Cover erinnert vom Stil her sehr an den ersten Band. Statt Alisha ist nun dieses Mal ein junger Mann auf dem Cover, der mit einem durchdringenden Blick in Richtung Kamera schaut. Ich ignoriere mal galant, dass dieser Kerl auf gefühlt jedem fünften Cover abgebildet ist, und bewundere den schönen Hintergrund mit dem schönen Wald und den blauen Lichtern, die ja auch schon auf dem ersten Band zu sehen sind.

Ich finde das Cover vom ersten Band zwar einen Ticken schöner, aber es passt zur Reihe und ist auch ganz hübsch geworden. 🙂

Meinung

Wuhuuuu ❤ Er ist endlich da, der heißersehnte, zweite Band der „Immergrün“-Saga, auf den ich schon so lange warte. Keine Überraschung, dass ich mich direkt darauf gestürzt habe, um zu erfahren, wie die Geschichte weitergeht. Obwohl Band 1 bei mir schon eine ganze Weile her ist, kam ich ohne Probleme in die Handlung rein. Ich muss zwar zugeben, dass mir am Anfang kurz von den ganzen Charakteren der Kopf geschwirrt hat, aber nach kurzer Zeit hatte ich auch dort wieder den Überblick und wenn man die Reihe an einem Stück liest, wird man dieses Problem auch nicht haben.

Die Handlung beginnt kurz nach dem Ende des ersten Bandes und Alisha ist emotional vollkommen fertig. Am liebsten will sie alle Emotionen einfach nur wegsperren und das tut sie dann auch. Einfach so. Alisha wird zu einer gefühlskalten Königin, die sich vor allem und jedem verschließt – ganze drei Monate lang. Bis Finn es schafft, zu ihr durchzudringen und das ist auch gut so, denn Alishas Kampf hat gerade erst richtig begonnen und Azad wird nicht so leicht zu besiegen sein.

Es ist unglaublich, wie Sylvia es wieder einmal geschafft hat, mich in ihren Bann zu ziehen. Schon im ersten Band fand ich den Aufbau ihrer Welt und der Handlung, die sich darin erstreckt, sehr faszinierend und auch dieses Mal hat sie mich wieder voll und ganz in ihren Bann ziehen können.

Und das, obwohl es tatsächlich in der ersten Hälfte weniger spannend ist, als ich erwartet habe. Es sind die Vorbereitungen auf diesen Kampf, der im Klappentext erwähnt wird. Es ist das Gefühlschaos, in dem Alisha sich befindet, und ebenso wird der Fokus auch ein wenig auf die Love Interests gerichtet. Da gibt es schließlich auch einige. In der zweiten Hälfte passiert dann aber alles ziemlich schnell hintereinander – was ich aber wegen Spoilern nicht genauer ausführen werde – und vor allem das Ende hat mich sprachlos gemacht. :O

Alisha mochte ich tatsächlich sehr gern, auch wenn ich die Entscheidung, ihre Gefühle auszuschließen, nicht ganz verstehe. Man merkt ihr an, dass sie alles versucht, um eine gute Königin zu sein, obwohl sie in die Rolle auf jeden Fall noch hineinwachsen muss und Hilfe braucht. Das Character-Developement ist auf jeden Fall aber schon vorhanden und ich bin sicher, dass in den nächsten Bänden dazu noch einiges auf uns zukommen wird.

Dann wären da noch David, der Alisha verraten hat, Richard, ihren besten Freund, und  Finn, der ihr immer zur Seite steht. Alle drei sind in meinen Augen potentielle Love Interests, alle drei mit ihren Stärken und Schwächen und jeder mit seinen eigenen Beweggründen, zu Alisha zu stehen. Ich kann gar nicht genau sagen, wen von ihnen ich am liebsten habe. Sie haben halt alle ihre Fehler, aber irgendwie muss man sie auch alle drei liebhaben. Man sollte meinen, David hätte sich nach Band 1 ins Aus katapuliert, aber dem ist tatsächlich nicht so. Also ich für meinen Teil habe meine Meinung schnell revidieren dürfen. Und auh die anderen beiden haben sich noh nichts wirklich zu Schulden kommen lassen, um gänzlich ausgeschlossen zu werden.

Da das Buch aus mehreren Sichten erzählt ist, kann man wirklich gut in die Gedanken- und Gefühlswelt aller vier Figur hineinschnuppern, aber aktuell ist noch nicht ganz ersichtlich, mit wem Alisha am Ende zusammenkommt. Ich schätze auch, dass sich in dieser Hinsicht bis zum Ende des letzten Bandes noch einiges ändern wird. Gespannt darauf bin ich auf jeden Fall.

Fazit

„Immergrün – Trügerische Gegenwart“ steht seinem Vorgänger in nichts nach. Sylvia Steele hat mit ihrer Reihe einfach eine wunderschöne, facettenreiche Welt geschaffen mit einer Handlung, so gut ausgearbeitet, wie ich sie selten gelesen habe. Ich kann den dritten Band, der im April 2018 erscheint, nicht mehr erwarten.

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götter, liebe, marah woolf, fantasy, freundschaft

GötterFunke - Hasse mich nicht!

Marah Woolf
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Dressler, 25.09.2017
ISBN 9783791500416
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Cover

Das Cover zeigt wieder das gleiche Model wie auch schon auf dem ersten Band, aber ich muss zugeben, dass mir die Pose bzw. der Gesichtsausdruck dieses Mal überhaupt nicht gefällt. Auch diese Farbgebung mochte ich im Vorgäger sehr viel mehr. Trotzdem finde ich, dass es ein gelungenes Cover ist und sehr gut zur Reihe passt.

Meinung

Wie lange warte ich jetzt auf den zweiten Band der "Götterfunke"-Trilogie? Seit Januar ungefähr und ich kann nicht behaupten, dass das Warten leicht war. Wie oft habe ich spekuliert, wie es weitergeht und ob Jess es wirklich schaffen wird, Cayden zu hassen? Wie oft habe ich mir Gedanken über Agrios und seine Pläne gemacht? Wie oft habe ich die Tage gezählt? Ich weiß es niht, aber als ich den heiß ersehnten zweiten Band der Reihe endlich in den Händen hielt, musste ich natürlich direkt loslegen.

Marah Woolfs Schreibstil ist genauso angenehm wie schon im Vorgänger. Wieder ist Jess die Ich-Erzählerin, weshalb man so einiges aus ihrer Gefühls- und Gedankenwelt mitbekommt. Wieso das allerdings nicht immer so gut ist, dazu später mehr. Marah weiß es, einen gewöhnlichen Tag, an dem vielleicht einmal nichts Spannendes passiert, so zu verpacken, dass trotzdem keine Langeweile aufkommt. Dabei schafft sie ein  Knistern zwischen den Figuren, das man durch das Buch hinweg spüren kann.

Und das ist auch gut so, denn die Handlung beginnt nicht lange nach dem Ende des ersten Bandes. Jess ist wieder zurück in Monterey und will mit dem neuen Schuljahr eigentlich nur alles vergessen, was sie im Sommer erlebt hat. Blöd nur, dass eben nicht alles so ist wie vor diesem Sommer. Robyn hat ihr die Freundschaft gekündigt und verkündet darüber hinaus noch ganz miese Lügen über sie, aber als wäre das noch nicht genug, ratet mal, wer ab sofort mit ihr die Schulbank drücken darf! Ja, genau! Cayden.

Ich muss zugeben, ich hätte mir zu Beginn etwas mehr Spannung gewünscht, aber tatsächlich hatte ich einige Zeit das Gefühl, dass die Handlung auf der Stelle tritt. Nun gut, Cayden und auch die Götter sind in Monterey und irgendwo treibt sich auch noch Agrios rum, der Zeus stürzen will. So weit, so gut. Und dazu braucht er Jess, weil sie eine Diafani ist. Die Götter wollen sie davor schützen. Aber es kann auch sein, dass die Götter sie nur ausnutzen. So sicher kann man sich bei keiner der beiden Seiten sein und dieses ständige Wem-kann-Jess-vertrauen? ist nach einiger Zeit schon etwas nervig.

Dazu kommt natürlich auch die Wette, mit der wir auch schon in Teil 1 Bekanntschaft gemacht haben. Einanderseits will Jess Cayden so unbedingt hassen, andererseits kann ihm ja niemand widerstehen. Auch sie nicht. Also schmeißt sie sich ihm voll an den Hals. Obwohl er vor ihren Augen auch mit anderen herumflirtet und dann wieder nur sie anhimmelt. In Band 1 fand ich es ja noch verständlich, schließlich ist er ein Titan. Aber nach dem ersten Mal sollte sie doch diesen Fehler nicht noch einmal machen! Diese Naivität hat mich so manches Mal den Kopf schütteln lassen und ist der Grund, wieso ich manchmal eben nicht wissen wollte, was gerade in Jess vorgeht. Man könnte jetzt zwar damit argumentieren, dass Cayden sie wirklich liebt und wie es in Romantasy-Büchern nun mal so ist, ist es vermutlich auch so, aber er zeigt es halt nicht wirklich. Ich habe eine Weile überlegt, ob das gut oder schlecht ist: Einerseits macht es die Geschichte weniger vorhersehbar, andererseits weiß ich dadurch nicht, was ich von Cayden halten soll.

Das bleibt aber mein einziger Kritikpunkt, denn in der zweiten Hälfte geht es auf einmal richtig rasant los! Man muss etwas warten, bevor die Spannung einsetzt und dann geht auf einmal alles ganz schnell. Neue Erkenntnisse werden gewonnen, neue Verbündete ebenfalls, aber genauso auch neue Feinde. Momente, in denen mein Herz ausgesetzt hat, folgen Schlag auf Schlag, man kann das Buch nicht länger aus der Hand legen und dann auf einmal ergibt alles, aber wirklich alles einen Sinn.

Es ist kaum zu glauben, aber wo ich am Anfang noch dachte, dass "Hasse mich nicht" es nicht im Geringsten mit "Liebe mich nicht" aufnehmen kann, hat sich doch noch bewiesen, dass Band 2 nicht nur nicht schlecht, sondern sogar noch richtig gut geworden ist.

Fazit

"Hasse mich nicht" hat mir leider nicht so gut gefallen wie der erste Band der Trilogie. Zu viel Hin und Her und auch einige Jugendbuchklischees, über die ich weder hinwegsehen kann noch will, aber eines ist mal klar: Mit diesem zweiten Band ist der Weg ins große Finale geebnet und ich für meinen Teil kann kaum erwarten, was Marah Woolf sich da für uns ausgedacht hat.

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20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

blutsauger, romantik, fantasy

Gestohlene Vergangenheit

Sylvia Steele
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 05.10.2017
ISBN 9783646603811
Genre: Fantasy

Rezension:

Kurzbeschreibung

 

»Weißt du, wie lang ich schon nach dir suche? Wie viele Jahrhunderte? Du bist meine Frau.«

Alisha ahnt während der Party zu ihrem 18. Geburtstag nicht, dass die Worte des mysteriösen Unbekannten mehr Wahrheit beinhalten als sie glauben will.

Als Alisha am nächsten Tag mithilfe ihres geheimnissvollen Exfreundes David nur knapp einem Überfall entkommt, spürt sie, dass nichts mehr so sein wird, wie es war. Welche Rolle spielt David, der sie verletzt in das Haus ihres Großvaters bringt, und was versucht er vor ihr zu verbergen?

Noch weiß Alisha nicht, welch übermächtiger Feind ihr nach dem Leben trachtet, welch düstere Geheimnisse in den Schatten der Vergangenheit verborgen liegen.

(Quelle und Bild-Copyright liegen beim Talawah Verlag)

 

 

Äußere Erscheinung

 

Hach, ich könnte es stundenlang ansehen. Grün ist zwar nicht wirklich meine Farbe, aber zu der Immergrün-Saga gehört natürlich auch ein grünes Cover. Darauf zu sehen ist die Protagonistin Alisha, wie sie umrundet von Immergrün auf dem Boden liegt. Ihre Augen strahlen ebenfalls magisch-grün. Um ihren Kopf schweben bläulich-weiße Lichtkugeln, die einen festen Bezug zur Geschichte haben. Im oberen Teil des Covers ist der Titel stilvoll plaziert und von Immergrün umgeben worden, so dass das Cover im Großen und Ganzen ein richtiger Blick fang ist.

 

Meine Meinung

 

Ich durfte das Buch schon vor Monaten lesen, als es noch nicht mal einen Buchsatz hatte und bin damals wie heute immer noch extrem geflasht. Sylvia hat mich direkt im ersten Kapitel in die Geschichte hineingezogen und nicht mehr gehen gelassen. Sie erzählt das Buch aus Alishas Sicht und aus der von David, wobei Alisha aber die meiste Zeit Ich-Erzählerin ist. Die Wechsel der Perspektiven sind entweder zwischen den Kapiteln oder speziell gekennzeichnet durch eine kleine Raute. So lässt sich leicht erkennen, wessen Sicht man gerade liest.

 

Zu Beginn dachte ich noch, es würde sich bei dem Buch um eine Urban-Fantasy-Geschichte handeln, wie ich sie schon zu Hauf gelesen habe, aber … nein. Schlichtweg, nein. Dieses Buch ist anders, es ist mehr als ein gewöhnlicher Mainstream-Jugend-Fantasy-Roman. Es geht um Geheimnisse, vergangene Zeiten und eine ganz neue Welt.

 

Wo das Buch noch recht ruhig angefangen hat, kam recht schnell der ausschlaggebende Augenblick, der alles verändert. Alisha, ein gewöhnliches Mädchen, was doch nicht so gewöhnlich ist, wird mit so vielen Familiengeheimnissen konfrontiert ist, dass jeder Leser sich vermutlich erstmal die Frage stellt: Wie ist das zu bewältigen?

Ich weiß bis heute nicht, wie, aber Alisha hat es geschafft. Sie hat ihr Schicksal angenommen und ist zu einer waschechten Kämpfernatur mutiert. Sie bekommt mehr Verantwortung übertragen, als ein normaler Mensch tragen sollte, aber sie meistert das alles. Nicht perfekt, denn wer ist das schon, aber eben mit genau dem richtigen Maß an Unbedarftheit, um sie stark und sympathisch wirken zu lassen.

 

Aber das natürlich nicht allein. Begleitet wird sie von einigen sehr interessanten Charakteren. Am besten fand ich ja immer noch David, der von allen Jungs in dem Buch Alisha am nächsten steht und noch dazu der Love Interest ist. Er ist nicht nur unglaublich attraktiv (Welcher Protagonist ist das bitte nicht?), sondern kann auch noch gut kämpfen und hat eine vernünftige Ader. Besonders interessant machen ihn aber seine Geheimnisse, die bis zum Ende des Buches immer wieder eine große, wenn nicht sogar tragende Rolle spielen.

 

Und jetzt ist es vorbei. Band 1 hätte nicht mit einem schlimmeren Cliffhanger enden können. Alles, was ich tun kann, ist die Tage zu zählen, bis ich endlich Band 2 lesen kann.

 

Fazit

 

Ganz klare Kaufempfehlung für dieses meisterhafte Debüt.

 

Bewertung

 

5/5

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290 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 110 Rezensionen

liebe, janet clark, deathline, ewig dein, rezension

Deathline - Ewig dein

Janet Clark
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei cbj, 20.03.2017
ISBN 9783570173664
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung

 

Bis dass der Tod uns scheidet ...

Als sich die 16-jährige Josie in die langen Ferien stürzt, ahnt sie nicht, dass ein Sommer vor ihr liegt, der ALLES verändern wird.

 

Die Gegend aus der sie stammt, mag zwar in den Mythen der Ureinwohner immer wieder Schauplatz mysteriöser Ereignisse gewesen sein, aber daran erinnert in der idyllischen Kleinstadt, aus der sie kommt, heute wenig. Wie eng diese beiden Welten aber immer noch miteinander verwoben sind, wird Josie nach und nach klar, als sie den faszinierenden Ray kennen und schließlich auch lieben lernt. Doch diese Liebe darf nicht sein, denn Ray hat nur EIN Ziel: sein schützendes Amulett wiederzufinden und dann die Grenze zum Reich der Toten zu überschreiten. Denn dort gehört er hin …

 

Lebendig und mitreißend interpretiert von Friederike Walke.

(Quelle und Bildcopyright liegen bei cbj audio)

 

 

Äußere Erscheinung

 

Das Cover des Hörbuchs ist dem Print- bzw. E-Book-Cover sehr ähnlich. Vor einem dunklen grün-blauen Hintergrund blühen Blumen, Schmetterlinge sind zu sehen und ein Mond am Himmel. Der Reihentitel »Ewig dein« besteht aus kleinen Sternchen und das ganze Cover strahlt etwas Mystisches, aber doch Naturverbundenes aus.

 

Meine Meinung

 

Da ich zugegebenerweise kein Hörbuch-Junkie, sondern nur ein Gelegenheitshörer bin, ist dieses hier das erste Hörbuch, das ich rezensiere und obwohl ich um gekürzte Fassungen normalerweise noch einen viel größeren Bogen mache, hat es mich vom Klappentext her so sehr angesprochen, dass ich darüber hinwegsehe, dass im Buch noch einige Passagen mehr enthalten sein sollen (Ich habe das Buch nicht gelesen. Das ist einfach nur meine Annahme, da das Hörbuch gekürzt ist).

 

Sprecher / Stil

 

Friederike Walke ist die Sprecherin des Hörbuchs. Wem der Name nichts sagt, Friederike Walke ist eigentlich Synchonsprecherin für Filme und Serien (u. A. bekannt als die deutsche Stimme von Cinderella aus der Neuverfilmung aus 2015). Sie hat erst an wenigen Hörbuchproduktionen mitgewirkt, sollte meiner Meinung nach aber an noch viel mehr mitwirken! Sie schafft es, selbst die Passagen spannend zu erzählen, die es eigentlich nicht sind. Sie erzählt sehr lebhaft, verstellt die Stimmen passend zur Stimmung und der Person, die gerade spricht (auch wenn sich das bei den männlichen Personen ein wenig witzig anhört). Da ist definitiv jede Menge Gefühl da! Und ihre Stimme passt auch sehr gut zu der Ich-Erzählerin des Buches.

 

Handlung

 

Da Josie ihr Leben zu langweilig geworden ist, begeht sie einen folgeschweren Fehler. Sie wünscht sich, dass in ihrem Leben etwas Außergewöhnliches passiert. Dass sie sich unsterblich verliebt und die Welt retten muss. Ihren Taufanhänger bringt sie als Opfergabe und alles ist perfekt. Als die Sommerferien anfangen, ahnt sie noch nicht, dass sich zumindest ein Teil ihres Wunsches erfüllen wird. Kurz darauf lernt sie Ray kennt, der über den Sommer auf der Pferderanch ihrer Familie arbeitet, aber dabei eigentlich andere Ziele verfolgt.

 

Ray gehört nämlich zu einer Gruppe amerikanischer Ureinwohner, die in der verschlafenen Kleinstadt, aus der Josie stammt, einfach nur Greenies genannt werden. Dieses Volk glaubt an das Übernatürliche, an schützende Amulette und auch an böse Dämonen. Und schon bald ist Josie mittendrin.

 

Also ich für meinen Teil kann nicht behaupten, eine ähnliche Geschichte schon einmal gelesen zu haben. Daher 10 Punkte für Originalität. Das hat die Autorin wirklich großartig gemacht. Sie hat die Mythen der Ureinwohner in einer wirklich schönen Geschichte verwoben. Neben diesen Mythen gibt es auch jede Menge Spannung und eine Handlung, die zwar nur langsam in Fahrt kommt, aber den Hörer dafür gegen Ende kaum noch zu Atmen kommen lässt, aber es ist nicht alles gold, was glänzt.

 

Charaktere

 

Die Protagonistin, Josie, ist zwar erst sechzehn und während ich das schreibe, fühle ich mich schrecklich alt, aber ich finde sie einfach schrecklich kindlich. Klar kann ich irgendwo nachvollziehen, dass sie mal will, dass etwas in der Kleinstadt passiert, aber deshalb bringt man doch kein Opfer, um auf einmal die Welt retten zu müssen. Erst recht nicht in einer Gegend, in der so etwas wie Magie nicht vollkommen abwegig ist. Darüber hinaus sind ihre Handlungen meistens von jugendlichem Leichtsinn getrieben und das merkt man auch an ihrem Denken.

 

Ray hat mir in dieser Hinsicht besser gefallen. Man erfährt zwar nicht, wie alt er eigentlich ist, aber ich schätze ihn auf 17 oder 18 Jahre. Für sein Alter handelt er um einiges reifer und besonnener – wäre nur cool gewesen, wenn Josie sich auch an seine Anweisungen gehalten hätte. Seinen Background finde ich wahnsinnig interessant und hätte gerne mehr über die Greenies erfahren.

 

Was die Liebesgeschichte zwischen den beiden angeht, so bin ich noch zwiegespalten: Einerseits ist sie ja schon süß und bewegend, andererseits sind die Gefühle bei beiden so unfassbar schnell aufgetreten, dass man fast schon von Insta-Love sprechen könnte. Wieso das so ist, wird zwar erklärt, aber ich bin trotzdem nicht ganz damit einverstanden.

 

Fazit

 

»Deathline – Ewig dein« ist ein spannend erzähltes Hörbuch, das mit Verknüpfungen zu den amerikanischen Ureinwohnern glänzt. Leider konnten mich die kindlichen Handlungen der Protagonistin nicht packen. Trotzdem werde ich mir den zweiten Band – ich hoffe doch sehr, dass einer kommt – auch zu Gemüte führen.

 

Bewertung

 

4/5

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snow, danielle paige, fantasy, schnee, magie

Snow

Danielle Paige , Anne Brauner , Eva Schöffmann-Davidov
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Thienemann ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 19.09.2017
ISBN 9783522202374
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung

 

„Die drei mächtigsten Hexen des Landes erhielten zu deiner Geburt eine Prophezeiung, Snow. Vergiss nicht, dass beide Elternteile dir Magie vererbt haben. Diese Magie lebt in dir, eine starke Magie, wahrscheinlich sogar die stärkste, die es in Algid jemals gegeben hat.“

 

Algid, ein Reich aus Eis und Schnee, ist Snows wahres Zuhause. Hier soll sie ihre eigentliche Bestimmung annehmen und das Land aus den frostigen Ketten König Lazars befreien. Snow, jahrelang in der Menschenwelt festgehalten, fällt es schwer, ihren Auftrag und ihre magischen Fähigkeiten zu akzeptieren. Durch Jagger und Kai, die sich beide um sie bemühen, erfährt sie die Geheimnisse von Algid und seinen Bewohnern. Doch Snows Herz gehört eigentlich schon Bale – dem sie ihre Flucht verdankt und den sie jetzt verzweifelt sucht …

Für alle, die von Romantasy mehr erwarten.

(Quelle und Bildcopyright liegen beim Thienemann Esslinger Verlag)

 

Äußere Erscheinung

 

Auf dem Cover ist die Nahaufnahme von einem Gesicht, das wohl zur Protagonistin Snow gehört, abgebildet. Die Grundfarbe ist ein eisiges Blau, so dass es aussieht, als wäre die Oberfläche des Covers vereist. In der unteren Hälfte sieht es ein wenig so aus, als würden sich eisblaue Federn oder Schneeblumen oder was auch immer das eigentlich sein soll über das Cover ziehen. »Snow« als Titel steht in deutlichen Lettern ebenfalls in der unteren Hälfte des Covers, wobei das O hübsche Verschnörkelungen aufweist, wie sie auch im Buch vor den einzelnen Kapiteln zu finden sind.

 

Es ist definitiv ein sehr passendes Cover für dieses Buch, aber ich muss doch zugeben, dass es in meinen Augen zu wenig aus der Masse heraussticht. Das helle Blau ist nicht so unbedingt ein Hingucker …

 

Meine Meinung

 

Die »Dorothy must die«-Reihe habe ich schon wirklich lange auf meiner Wunschliste, nachdem diese in den USA so gehypet wurde. Deshalb war ich umso gespannt auf ihren neuen Romantasy-Reihenauftakt um Snow. Schließlich habe ich hier mit einer abenteuerlichen, spannenden Fantasy-Geschichte gerechnet und mit einer Helden, die allen Widerständen trotzen kann.

 

Und was habe ich bekommen? Eine Protagonistin, die seit zehn Jahren in der Geschlossenen sitzt. Die Ernüchterung kam also schnell. Die ersten Kapitel drehen sich alle um das Leben der Protagonistin in der Anstalt. Zwar passieren auch Dinge, die für die spätere Handlung wichtig sind und die Beziehung zwischen ihr und Bale wird thematisiert, aber wirklich gehookt hat mich der Anfang nicht wirklich.

 

Erst als Jagger auftaucht, nimmt die Handlung zumindest etwas Fahrt auf, denn kurz darauf wird Bale – ihre große Liebe – durch einen Spiegel in eine andere Welt gebracht und Snow muss natürlich hinterher. Ihr gelingt die Flucht aus der Anstalt und prompt findet sie den Weg nach Algid, eine Welt aus Eis, die von einem skrupellosen, bösartigen König tyrannisiert wird.

 

Jagger, der ihr eigentlich helfen will, Bale zu suchen, ist auf einmal verschwunden und stattdessen findet Snow sich bei der Flusshexe, einer der drei Hexen wieder. Dort trifft sie auf Kai und Gerde (erinnert euch das auch ein wenig an Kai und Gerda aus »Die Schneekönigin«?) und natürlich entwickelt sie während ihres Trainings – schließlich muss sie ihre offenbar magischen Fähigkeiten beherrschen lernen – Gefühle für Kai. Das Liebesdreieck ist perfekt!

 

Aber dann wäre da ja noch Jagger und wie im Klappentext schon angekündigt, der will auch was von ihr. Das ist dann also ein Liebesviereck. Okay, immer mal was Neues. Ich für meinen Teil habe schon lange von Liebesdreiecken die Nase voll und Liebesvierecke können ebenso wenig bei mir punkten.

 

Allgemein ist mir auch die ganze Handlung ein zu großes Hin und Her. Snow ist mal hier, mal da und so wirklich kann man gar nicht sagen, auf wessen Seite sie jetzt genau steht und wem sie vertraut. Ob sie die Prophezeiung erfüllen oder doch nur Bale retten und dann wieder verschwinden will. Der rote Faden zieht sich in dieser Hinsicht nicht ganz nachvollziehbar durch.

 

Snow als Protagonistin ist mir ebenso fragwürdig. Klar, sie muss schon ein echter Problemfall sein, um zehn Jahre ihres Lebens in einer Anstalt zu verbringen, aber auch ohne Medikamenteneinfluss konnte ich nicht richtig warm mit ihr werden. Wie zuvor erwähnt, es ist mir ein zu großes Hin und Her. Es steht nicht fest, wem sie jetzt wie sehr vertraut und manchmal sind ihre Handlungen einfach … nicht ganz nachvollziehbar. (bestes Beispiel ohne zu spoilern: Das Ende)

 

Von den drei Typen ist mein Favorit immer noch Kai. Er verlässt sich nicht auf Magie, sondern nur auf das, was er selbst schafft, ist loyal und ich denke auch, dass es am Ende der Reihe auf ihn hinausläuft. Oder auf Bale, schließlich scheint er als Feuer das Pendant zu ihrem Eis zu bilden. Leider erfährt man über ihn nicht sonderlich viel: Außer halt, dass er toll findet, wenn um ihn herum alles abfackelt. Jagger ist wiederum ein Fall für sich. Er ist ein Räuber und man sollte ihm nicht trauen, daher tue ich das auch nicht. Ich habe ehrlich keine Ahnung, wie seine Absichten sind.

 

Das einzige, was mich an dem Buch wirklich fasziniert hat, war die Welt. Algid. Diese Fantasy-Welt ist wirklich voller Facetten und lebhaft gestaltet, dass man sie sich sehr gut vorstellen kann. Alles andere ist dagegen eher Mittelmaß.

 

Fazit

 

»Snow – Die Prophezeiung von Feuer und Eis« hat zwar viel versprochen, aber nur nicht alles davon gehalten. Es ist ein eher mittelmäßiger Auftakt mit nicht ganz nachvollziehbaren Charakteren, aber dafür mit einem wunderschönen Setting.

 

Bewertung

 

3/5

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44 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

samelove, schmerz, lesbians, mobbing, musik

SAMe Love (Band 1): Nur mit dir

Nadine Roth
Flexibler Einband: 470 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 01.09.2017
ISBN 9783906829418
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung

 

»LOVE IS LOVE«

Die siebzehnjährige Sam will nur eins in ihrem Leben: glücklich sein. Doch wenn sie in den Armen ihres Freundes Robin liegt, ist sie ganz und gar nicht glücklich. Es fühlt sich falsch an. Unvollständig. Erst als die neue Schülerin Romy wie ein Wirbelwind nicht nur ins Klassenzimmer, sondern auch in Sams Leben platzt, sind da mit einem Mal die Gefühle, die sie sich bei Robin so sehnlich gewünscht hat. Die sich richtig anfühlen und vor denen Sam sich dennoch fürchtet. Es kann doch nicht sein, dass sie sich ausgerechnet in eine Frau verliebt! Oder doch? Und selbst wenn – hat diese Liebe überhaupt eine Chance in einer Welt voller Intoleranz, Vorurteilen und Tabus?

Eine Geschichte über ein Coming-out und die ganz große Liebe.

(Quelle und Bildcopyright liegen beim Sternensand Verlag)

 

Äußere Erscheinung

 

Das Cover ist sehr schlicht gehalten. Der Hintergrund ist eine helle Wand, die auf der linken Seite einen sehr leichten Blaustich aufweist und nach rechts hin mehr ins rosafarbene geht. Darauf befinden sich bunte Pünktchen. Das Hauptaugenmerk liegt auf dem SAME LOVE-Schriftzug, der so angeordnet ist, dass es eine Art Treppe ergifft. Hinter diesem Schriftzug verbirgt sich ein Bild von Sam, der Protagonistin aus »SAMe Love«. Der Untertitel ist in einer sehr einfachen Schrift darunter platziert.

 

Ich fände ja schön, wenn auf Band 2 der Dilogie dann Romy abgebildet wäre. Hach, ich freue mich schon, wenn ich dann beide Bände nebeneinander ins Regal stellen kann. Das sieht mit Sciherheit richtig schön aus.

 

Meine Meinung

 

Ich bin ja ein kleines Fangirl, wenn es um LGBT-Bücher, allen voran Lesbian Romance, geht. Liegt vielleicht ein wenig daran, dass der Hype aktuell nur Gay Romance umfasst und die andere Seite daher ein wenig untergeht, aber ich finde klasse, dass langsam aber sicher mehr Bücher mit Frauen in der Hauptrolle in die Buchwelt entlassen werden. Dazu gehört auch »SAMe Love – Nur mit dir« von Nadine Roth, ein warer Stern, am Buchhimmel.

 

Es ist mein erstes Buch vond er Autorin und direkt war ich von ihrem Schreibstil beeindruckt. Sie schafft es einfach, so viele Emotionen in jedes Wort zu legen, dass es sehr leicht wird, sich in Sam, die Ich-Erzählerin und ihre Gefühlswelt hineinzuversetzen. Gerade bei einer ebenso emotionalen Thematik ist die Umsetzung wirklich gut gelungen.

 

Die Geschichte handelt von Sam, die seit Jahren mit ihrem Freund Robin zusammen ist, aber in der Beziehung nicht so glücklich ist wie ihr Freund. Schnell zeigt sich, dass eigentlich nur ihre Mutter diese Beziehung will, schließlich ist Robin ja der perfekte Schwiegersohn. Sam fügt sich dem, aber dann kommt Romy neu an die Schule. Selbstbewusst, einschüchternd und extrem anziehend auf Sam.

 

Sam weiß erst nicht, was genau es ist, was sie in Romys Gegenwart fühlt, aber je mehr Zeit ins Land zieht – das Buch spielt in etwa über einen Zeitraum von einem halben Jahr – desto mehr empfindet sie für Romy und die beiden werden ein Paar. Dass das nicht so einfach ist, muss Sam kurz darauf am eigenen Leib erfahren. Sie wird für das, was sie fühlt, verurteilt und sogar bedroht. Da sie ihr Leben damit verbracht hat, es allen recht zu machen, fällt es ihr nicht leicht, zu ihren Gefühlen zu stehen und ob das mit ihr und Romy doch eine Zukunft hat, tja, das verrate ich nicht …

 

… kann ich auch gar nicht, denn die Dilogie ist noch gar nicht abgeschlossen. Der zweite und damit finale Band soll voraussichtlich Mitte 2018.

 

Und wenn ihr mich ehrlich fragt: Nein, ich weiß nicht, wie ich es bis dahin aushalten soll. Dieses Buch ist wie eine Droge, ein Sog, der einen nicht mehr loslässt. Ich habe mich kaum davon losreißen können, habe alles andere um mich herum vergessen und bin einfach in Sams und Romys Geschichte versunken. Wie schon der Klappentext verspricht, es ist eine Geschichte über die ganz große Liebe und dass es wirklich diese große Liebe ist, das merkt man auf jeder Seite. Die Emotionen, die Gefühle, sie sind einfach da. Sowohl bei Sam als Ich-Erzählerin als auch bei Romy merkt man einfach, wie sehr sie einander lieben und das macht es auch so schön. Hach …

 

Sam mochte ich als Protagonistin sehr sehr gerne. Auch wenn sie am Anfang noch an ihrer heilen Welt festhält, so merkt man doch, wie sie sich gegenüber ihren Gefühlen zu Romy immer mehr öffnet. Trotzdem ist bei ihr von Anfang an klar, dass sie nicht dieses Selbstbewusstsein hat, um wirklich zu sich zu stehen. Ihre Ängste sind nachvollziehbar, aber ich wünsche mir trotzdem, dass sie in Band 2 etwas mehr Selbstbewusstsein entwickelt. Romy hat dieses Selbstbewusstsein bereits. Sie hat sich schon vor Jahren geoutet und steht zu sich. Man bemerkt ihre innere Stärke sehr schnell und vielleicht habe ich sie deshalb auch so schnell ins Herz geschlossen.

 

Eine Sache, die ich noch erwähnen sollte: Auf der Verlagsseite steht eine Altersempfehlung ab zwölf Jahren. Nach dem Lesen kann ich darüber nur den Kopf schütteln. Das Buch ist sicherlich nicht ab zwölf, denn es enthält explizite Szenen. Nur als kleine Info am Rande. Ich bin ja nicht zwölf und finde diese Szenen sogar sehr gelungen. 😉

 

Fazit

 

»SAMe Love – Nur mit dir« ist ein wundervoller-gefühlvoller Dilogie-Auftakt voller Höhen und Tiefen, die man als Leser alle miterlebt, als wäre man ein Teil der Geschichte. Gerade nach diesem Ende kann Band 2 gar nicht schnell genug einziehen. Dieses Buch gehört definitiv zu meinen Jahreshighlights von 2017.

 

Bewertung

 

5/5

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

romance, küss die diebin wenn du kannst, diamond, tessa may, spannend

Diamantenherz: Küss die Diebin, wenn du kannst

Tessa May
Buch: 380 Seiten
Erschienen bei Romance Edition, 08.09.2017
ISBN 9783903130364
Genre: Romane

Rezension:

Kurzbeschreibung

 

Diamond – gefürchtet von der High Society, die um ihre Diamanten bangt, gejagt von Ermittlern aus der ganzen Welt, machte sich die taffe Diebin durch ihre raffinierten Coups einen Namen.

 

Nach langjährigen Ermittlungen erhält Undercover-Agent Matt die Chance, Diamond die Stirn zu bieten, indem er sich als reicher Kunde ausgibt. Sehr bald muss er erkennen, dass die Zusammenarbeit mit dieser cleveren und charmanten Frau nicht nur seine Moral auf die Probe stellt. Sie wirbelt auch seine Gefühle mächtig durcheinander. Wird sie ihm sein Herz stehlen, ehe er es schafft, sie hinter Gitter zu bringen?

(Quelle und Bildcopyright liegen bei Romance Edition)

 

Äußere Erscheinung

 

Ich gebe zu, es ist nicht das typische Romance-Edition-Cover, schließlich sind auf diesen sonst meist oberkörperfreie Männer, wahlweise mit aufreizend gekleideten Frauen drauf – trotzdem passt es großartig. Zu sehen ist eine Frau in einem schwarzen Kleid, Lederhandschuhen und einem schwarzen Hut mit breiter Krempe. Diamond sieht genauso aus, auch mit dem roten Lippenstift, wie ich sie mir vorgestellt habe. Neben ihr befindet sich Matt in einem Anzug und verbunden werden die beiden durch ein paar Handschellen, was den Kernkonflikt perfekt einfängt. An den unteren Ecken des Covers finden sich die Diamanten, hinter denen Diamond immer her ist und der Titel befindet sich in der Mitte.

 

Meine Meinung

 

Ich verfolge die Autorin schon seitdem sie die erste Idee zu diesem Roman hatte und war daher mehr als gespannt, wie der Roman letztendlich ist. Das Genre »Chick Lit Suspense« zeigt jedenfalls schon mal, dass es zu einem unterhaltsam und humorvoll und zum anderen spannend und prickelnd werden sollte … und in dieser Hinsicht wurde ich nicht enttäuscht.

 

Tessa besitzt einen Schreibstil, der nur so von Humor strotzt, sich aber dennoch an die jeweilige Situation der Handlung anpasst. So baut sie in bestimmten Szenen schnell Spannung auf, kann auch mal romantisch oder beeindruckt mit Fachwissen über Juwelen und die Rechtlagen – aber natürlich so verpackt, dass es unterhaltsam und auch spannend ist. Abwechselnd werden die Kapitel aus der Sicht von Diamond und Matt geschildert, so dass man einen tiefen Einblick in die Leben der Beiden bekommt.

 

Zum Inhalt will ich gar nicht viele Worte verlieren. Matt ist seit Jahren hinter Diamond her und erhält auf einmal die Möglichkeit, sich als Auftraggeber in ihr Leben zu schleichen, um die Diebin endlich dingfest zu machen. Dabei erfährt er eine ganze Menge über sie und tja, was zwischen den beiden noch so passiert, erfahrt ihr dann, wenn ihr das Buch lest.

 

Ich für meinen Teil war über die Erkenntnisse sehr überrascht. Hinter Diamonds Karriere als Diebin steht so viel mehr, als ich am Anfang gedacht habe, so dass ich sie schnell mit ganz anderen Augen gesehen und ihr das Geld für ihre Diebestouren sogar richtig gegönnt habe. Beim Lesen merkt man förmlich, wie auch Matts Einstellung gegenüber Diamond sich verändert, wie die Gefühle zwischen beiden entschtehen und es zu einer richtig schönen, süßen, prickelnden Romanze wird.

 

Diamond habe ich direkt ins Herz geschlossen. Einerseits ist sie die gewitzte Diebin, die dem FBI jederzeit einen Schritt voraus ist mit ihren 25 Tarnidentitäten, aber sie hat auch eine andere – eine normalere – Seite, ein normales Leben und – was ich als sehr wichtig erachte – sie hat wirklich gute Gründe für ihre Juwelendiebstähle. Natürlich will ich hier nicht sagen, dass ich Diebeszüge gut finde, aber in ihrem Fall kann ich es verstehen und nachvollziehen. Hier hat Tessa es wirklich geschafft, die Beweggründe ihrer Heldin rüberzubringen.

 

Matt habe ich angeleckt, da gibt es gar nicht viel mehr zu sagen. Als FBI-Agent ist er natürlich sehr sportlich, manchmal habe ich mich aber wirklich gefragt, wie er es je dahin gebracht hat – aber das fragt er sich manchmal auch, also darf ich das so sehen. Matts Entwicklung vom FBI-Agenten, der Diamond einfach hinter Gittern sehen will, in den FBI-Agenten, der Diamond besser versteht und … hihi, das verrat ich nicht … fand ich sehr beeindruckend.

 

Fazit

 

»Küss die Diebin, wenn du kannst« ist ein Debütroman voller Humor, Spannung und definitiv jeder Menge Herz. Man merkt, wie viel der Autorin an der Geschichte und ihren Charakteren liegt und dieses Feeling geht direkt auf den Leser über.

 

Bewertung

 

5/5

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bücher, liebe, magie, fantasie, bookisch

Empire of Ink - Die Macht der Tinte

Jennifer Alice Jager
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 07.09.2017
ISBN 9783646603446
Genre: Fantasy

Rezension:

Kurzbeschreibung

 

**Band 2 der märchenhaften Reihe über Buchwelten und die Magie der Tinte**

Endlich kennt Scarlett die wirkliche Bedrohung ihrer Welt und die liegt nicht in den Bewohnern des Empire of Ink, dem Königreich, das einst durch die Macht des geschriebenen Wortes erschaffen wurde. Die eigentliche Gefahr lauert in der Organisation, die dieses Volk jagt. Um das Tintenreich vor dem Untergang zu bewahren, bleibt Scarlett nur eine Möglichkeit: Die Flucht vor dem Mann, der sie liebt, in eine Welt voller Drachen, Könige und Magie…

(Quelle und Bildcopyright liegen bei Carlsen Impress)

 

Äußere Erscheinung

 

Das Cover des zweiten Bandes ähnelt bis auf die Farbe des Hintergrunds sehr dem ersten. Wo Band 1 auf Orange setzt, ist Band 2 in verschiedenen Blautönen gehalten. Wieder hängt das Empire of Ink in schwarz von der Decke des Covers und ebenso sind die beiden menschlichen Sillouetten wieder zu sehen. Dieses Mal ohne Regenschirm, aber dafür küssend.

 

Da ich kein Fan von Orange bin, gefällt mir das Cover des zweiten Bandes um Längen besser als Band 1. Außerdem passt es besser zur Stimmung im Buch.

 

Meine Meinung

 

Wie ihr ja alle wisst, verfolge ich gespannt, was Jennifer Alice Jager alles herausbringt. Mit »Empire of Ink – Die Macht der Tinte« erscheint jetzt der zweite Band ihrer Fantasy-Dilogie um Scarlett, die gegen die Gutenberg Organisation kämpft und dabei magische, unglaubliche Welten kennenlernt.

 

Die Handlung setzt kurz nach dem Ende des ersten Bandes ein und Scar und Finn finden sich im Reich der Tinte, also im Empire of Ink, wieder. Gerade so sind sie der Gutenberg Organisation entkommen, aber die Gefahr ist noch nicht gebannt. Während sie und Finn immer mehr über die Hintergründe vom Tintenreich und vor allem Finns Rolle in diesem erfahren, beginnt die Organisation in der Realität mit ihren Plänen. Das Ziel: Das Ende des Tintenreiches und damit das Auslöschen aller Geschichten, aller Bücher und vor allem: Aller Fantasie. Das kann Scar natürlich nicht zulassen und stellt sich dem Kampf.

 

Während der erste Band sich fast nur in der Realität abgespielt hat, lernen wir im zweiten Teil der Dilogie das Tintenreich besser kennen. Jennifer Jager beschreibt diese Welt als eine Art Zusammenspiel von Geschichten und Magie. Eine ganz besondere Geschichte nimmt einen hohen Stellenwert im Empire ein, aber die verrate ich aufgrund der Spoilergefahr besser nicht.

 

War Band 1 bereits eine Wucht, so kann der zweite Band nun ebenfalls mit Spannung und Action punkten. Es ist unglaublich, was für eine Welt Jennifer Jager erschaffen hat und zu Beginn der Dilogie hätte ich auch niemals mit einem solchen Verlauf gerechnet. Vor allem nicht nach ihren Märchen(-adaptionen). Aber so wird man eines Besseren belehrt.

 

Scar ist nach wie vor eine sehr interessante Protagonistin. Sie ist mutig, waghalsig und es macht einfach Spaß, sie auf ihrem Abenteuer zu begleiten. Des Weiteren ist sie keine naive Heldin, die mir nichts dir nichts in dieses Abenteuer geschubst wird, sondern selbstbewusst und eine richtige Kämpferin. Ich konnte mich richtig gut mit ihr identifizieren, aber mein Liebling bleibt nach wie vor Finn. Von dem lernen wir im Laufe des Buches noch ganz andere Seiten kennen, die hier hier wegen Spoilern nichts sagen darf. So oder so: Finn, mit seiner Peter Pan-Attitüde, ist hier der unangefochtene Leserliebling.

 

Ein Charakter, der mir ein paar Sorgen bereitet hat, war Cooper. Cooper, den ich am Anfang der Dilogie so richtig klasse fand – das war vor Finn -, der sich im Laufe der Story aber so richtig schön alles verdorben hat. Aber auch bei ihm gibt es hier eine deutliche Veränderung und Entwicklung, die mir direkt wieder ein Lächeln auf die Lippen gezaubert hat. Hach, ihr werdet schon sehen.

 

Fazit

 

»Empire of Ink – Die Macht der Tinte« ist ein wahrlich würdiges Dilogie-Finale voller Magie, Spannung und Charaktere, die man einfach mögen und mit denen man mitfiebern muss. Hier hat Jennifer Jager sich mal wieder selbst übertroffen.

 

Bewertung

 

5/5

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fantasy, magie, jugendbuch, die magie der lüge, nicole gozdek

Die Magie der Lüge

Nicole Gozdek
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.09.2017
ISBN 9783492704380
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung

 

Stell dir vor, ein Zauber stiehlt dir deine Vergangenheit ...

Anderta Passario führt ein Doppelleben. Tagsüber ist sie eine harmlose Wahrsagerin, nachts eine gerissene Diebin. Sie ist glücklich. Doch eines Tages verändert ein Zauber die Wirklichkeit und Anderta scheint die Einzige zu sein, die sich an ihre Vergangenheit erinnert. War ihr ganzes Leben nur eine Lüge? Anderta ist wild entschlossen, ihr altes Leben mit allen Mitteln von dem schuldigen Magier zurückzufordern: Tirasan Passario. Dieser ahnt zwar nichts von Andertas Plänen, aber auch ihn schmerzt der Verlust seiner Vergangenheit. Gerade die Beziehung zu seinem Freund Rustan ist komplizierter denn je, denn Tirasan weiß genau, was dieser heimlich für ihn empfindet – nur hat Rustan sein Liebesgeständnis von einst vergessen. Dabei war Tir ihm noch eine Antwort schuldig! Doch sowohl Anderta als auch Tirasan müssen feststellen, dass es nichts bringt, der Vergangenheit nachzutrauern, wenn man die Gefahren der Gegenwart nicht erkennt.

(Quelle und Bildcopyright liegen beim Piper Verlag)

 

Äußere Erscheinung

 

Band zwei ist wieder sehr ähnlich zum Vorgänger gehalten. Der Titel selbst wie wieder genauso auf dem Cover arrangiert wie der erste, nur das letzte Worte ist angepasst. Der Hintergrund ist heller, geht ins Hellbraune und es sind die Namen der Protagonisten lesebar, die sich durch das Cover schlängeln. Obwohl ich das dunklere, erste Cover schöner finde, kann ich dem der Fortsetzung auch viel abgewinnen. Es ist definitiv ein echter Blickfang.

 

Meine Meinung

(Spoiler zu Band 1)

 

Nach dem eigentlich runden Ende von »Die Magie der Namen« hätte ich erstmal nicht mit einer Fortsetzung gerechnet. Es gab nicht viel, was ich damals zu beanstanden hatte, nur eine spezielle Sache, die ich gerne geklärt haben wollte. Jetzt, durch die Fortsetzung, war meine Hoffnung groß, dass besagte Sache endlich aufgeklärt wird.

 

Wir folgen der Geschichte von Anderta Passario, die das Buch als Ich-Erzählerin erzählt. Der bildhafte, sehr angenehme Schreibstil fesselt binnen weniger Seiten, so wie es auch schon beim ersten Band war. Bei Personenbeschreibungen wird eine ganze Menge an Kenntnissen aus dem Vorgänger vorausgesetzt und ein besonderer Fokus liegt immer noch auf den Namen. Ich selbst bin in solchen Sachen eine richtige Namensvergesserin, aber bei diesem Buch stellte es absolut kein Problem dar. Vermutlich weil die Namen zwar oft – aber nicht zu oft – genannt werden

 

Bei dem Namen Passario wird es bei vielen Lesern geläutet haben, denn das ist bekanntermaßen auch der Nachname von Tirasan, dem Protagonisten aus Band eins. Trotzdem haben Anderta und er ansonsten nicht viel gemein. Anderta beherrscht die Wahrheitsmagie und nutzt sie als Wahrsagerin, obwohl ihr ihre Magie auch oft als Diebin hilft. Ihr Leben ist eigentlich super, aber eines Morgens wacht sie auf … und die Wirklichkeit ist eine andere. Während sie sich einerseits fragt, ob sie verrückt wird, wird ihr schnell klar: Ein anderer Passario muss dahinterstecken! Und damit geht die abenteuerliche Reise erst richtig los.

 

Es dauert eine Weile bis die Fäden zwischen Band eins und zwei zusammenlaufen, aber wenn es erst soweit ist, gibt es einige Begegnungen mit alten Bekannten und natürlich ganz viel Spannung. Romantilk wird zwar nicht ganz so groß geschrieben, aber das macht überhaupt nichts. Schon in Band eins hat mich das nicht großartig gestört, aber hier in Band zwei kann man zumindest Paare shippen. 😉

 

Anderta hat eine völlig andere Persönlichkeit alt der herzensgute Tirasan, aber gerade das macht sie sehr faszinierend. Ihren Background zu ergründen dauert seine Zeit, aber gerade die facettenreichen Charkatere bleiben im Gedächtnis und das hat Anderta bei mir auf jeden Fall geschafft. Einerseits ist sie skrupellos, was ihre Diebeszüge angeht, aber sie macht eine wahnsinnige Entwicklung durch und zeigt auch ihre liebevolle Seite. Das hat mir sehr gefallen.

 

Fazit

 

»Die Magie der Lüge« ist eine gelungene Fortsetzung mit ganz viel Herz, die man einfach lesen muss! Tolle, lebhafte Charaktere, ein sehr bildhafter Schreibstil und jede Menge Magie hinter jedem einzelnen Wort.

 

Bewertung

 

5/5

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18 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

sieben-welten, welten, reise durch die galaxie, wille, musik

Im Kreis der Sieben

Burger Christin
Flexibler Einband: 460 Seiten
Erschienen bei Burger, Christin, 29.05.2017
ISBN 9783000566714
Genre: Fantasy

Rezension:  
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230 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 92 Rezensionen

apollo, rick riordan, percy jackson, mythologie, götter

Die Abenteuer des Apollo - Das verborgene Orakel

Rick Riordan , Gabriele Haefs
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 31.08.2017
ISBN 9783551556882
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung

 

Der Gott Apollo stürzt vom Himmel direkt in ein paar Mülltonnen – er ist bei Zeus in Ungnade gefallen und wurde zur Strafe seiner Unsterblichkeit beraubt! Prompt wird er auch noch überfallen, doch zum Glück springt ihm Meg zur Seite – frech, kampflustig, höchstens zwölf und zweifelsfrei eine Halbgöttin. Zusammen machen sie sich auf nach Camp Half-Blood, doch dort lauern weitere Gefahren. Und noch dazu funktioniert das Orakel von Delphi nicht mehr, denn es ist immer noch von Apollos altem Feind Python besetzt …

Neue Abenteuer aus der Welt der Götter, und auch mit Percy Jackson gibt es ein Wiedersehen!

(Quelle und Bildcopyright liegen beim Carlsen Verlag)

 

Äußere Erscheinung

 

Das Cover ist so ein typisches Riordan-Cover. Alle Cover des Autors haben diesen unverwechselbaren, gezeichneten Stil, der die Story auf so humorvolle Art und Weise wiederspiegelt, dass man es erst nach dem Lesen so richtig versteht. Auf dem Cover hier sieht man eine dunkle Gasse, schmutzig, wie man sie in New York findet. Und mitten drin ein Junge, der vom Himmel fällt. Flammen umgeben seinen Körper und wie der Gott Apollo sieht er auch nicht mehr wirklich aus. Das Cover verspricht direkt ein neues Rick Riordan-Meisterwerk.

 

Meine Meinung

(Spoiler zu PJ und HdO)

 

Es ist jetzt schon einige Jahre her, seit ich das letzte mal »Percy Jacskon«, »Die Helden des Olymps« und die »Kane Chroniken« aus der Feder von Rick Riordan gelesen habe. »Die Abenteuer des Apollo« ist die direkte Nachfolgerreihe zu »Die Helden des Olymps«, weshalb es viele – wirklich viele – Referenzen zu »Percy Jackson« und »Die Helden des Olymps« gibt. Allerdings sind wichtige Dinge immer kurz erklärt, so dass man auch mit dieser Reihe ins das Percy-Jackson-Universum eintauchen kann. (Empfehlen würde ich es aber nicht. Nach dem Buch ist man nämlich in jedem Fall süchtig und muss die anderen Reihen lesen, deren Handlungsausgänge man dann natürlich schon erahnen kann und das muss ja nicht sein. Also startet besser klassisch mit Percy …)

 

Der Schreibstil von Rick Riordan ist genauso humorvoll wie auch in seinen anderen Reihen. Er erzählt aus der Sicht von Apollo, dem Gott der Dichtkunst höchstpersönlich, und das wirkt sich auch ein wenig auf den Text aus. Nicht nur, dass alle Kapitelüberschriften (Rick ist ja gemeinhin für seine tollen Überschriften bekannt) dieses Mal in Haiku-Form geschrieben sind. Apollo und Haikus – das passt einfach wie die Faust aufs Auge! Darüber hinaus finden sich auch allerlei Anspielungen auf längst vergangene Zeiten im Text, die vielleicht nicht unbedingt handlungsrelevant sind, aber extrem witzig zu lesen. Was Apollo schon alles erlebt hat …

 

Nun denn, zur Handlung! Wie bereits im »Blut des Olymp« angedeutet, ist Apollo bei Zeus in Ungnade gefallen und wird deshalb seiner Göttlichkeit beraubt. Als sterblicher Teenager, der so gar nicht aussieht wie der gut gebaute Apollo, der er eigentlich ist, landet er auf der Erde und trifft dabei prompt auf Meg, eine achtjährige Halbgöttin, die sich in den Straßen von New York allein durchschlägt. Ehe er sich versieht, ist er nicht einfach nur ein Sterblicher, sondern auch noch der Diener von Meg.

 

Apollo weiß nicht, was er tun soll, aber da er in New York ist, weiß er schon ganz genau, wo er Hilfe bekommen kann. Ihr ahnt es schon: Sein Name ist Percy Jackson. Aber keine Sorge, Percys Rolle in dem Ganzen ist winzig. Nach zwei großen Prophezeiungen hat der erstmal die Nase voll und mal ehrlich: Das hier ist immer noch Apollos Reihe. Da sollte er schon im Rampenlicht stehen.

 

Jedenfalls machen die drei sich dann auf den Weg ins Camp Half-Blood und ich sage euch: Es ist ein wunderbares Gefühl, als wäre man endlich wieder zu Hause. Viele altbekannte Gesichter, wie Will, Nico di Angelo oder Chiron tauchen wieder auf, aber natürlich ist nicht alles Friede Freude Eierkuchen.

 

Seit dem Endkampf gegen Gaia sind sechs Monate vergangen und seitdem gibt es keine Prophezeiungen mehr. Außerdem kann kein Kontakt mehr zu Camp Jupiter aufgenommen werden, aber das Camp kann auch niemanden auf eine Mission schicken! Denn dazu benötigen sie ja eine Prophezeiung. Doof gelaufen! Aber dass gleichzeitig noch Halbgötter im angrenzenden Wald von Camp Half-Blood verschwinden, das ist nun wirklich das Tüpfelchen auf dem i.

 

Ah, ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Zunächst einmal: Wie cool ist das denn, dass Apollo, der Gott der Weissagung, das verborgene Orakel finden muss? Als Sterblicher? Also Rick, wirklich, darauf muss man erstmal kommen, und diese Umsetzung, einfach genial. Es fühlt sich wirklich so an, als wäre man nie weggewesen und hätte sich nie schon mental von den »Helden des Olymps« verabschiedet.

 

Apollo gehört ja bekanntermaßen zu meinen Lieblingen der Reihe und hier erleben wir ihn mal ganz anders. Klar, er ist immer noch ziemlich selbstverliebt und ein wenig verzweifelt – okay, sehr verzweifelt über seine aktuelle Situation, aber im Verlauf des Buches sieht man ganz klar, dass er sich verändert in seiner Persönlichkeit und seinem Denken. Man merkt, dass er menschlicher wird und richtig Mut beweist, als er sich der Aufgabe stellt, die auf ihn wartet.

 

Ich für meinen Teil kann den nächsten Band gar nicht mehr erwarten. Wenn es bis dahin nicht noch so lange dauern würde!

 

Fazit

 

»Die Abenteuer des Apollo – Das verborgene Orakel« ist definitiv ein neues Meisterwerk einer der größten Jugendbuchautoren unserer Zeit. Ich liebe einfach, wie er es schafft, im gleichen Universum immer wieder neue Abenteuer zu erfinden, die dann aber auch noch alle miteinander zusammenhängen. Ich kann es echt nur jedem – egal, ob erwachsen oder Kind – empfehlen!

 

Bewertung

 

5/5

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23 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

religion, fantasy, totenreich, suche, mila

Im Kreis der Sieben

Christin Burger
E-Buch Text: 360 Seiten
Erschienen bei Christin Burger, 15.11.2016
ISBN 9783000551192
Genre: Fantasy

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götter, ägypten, chaos, hexe, magie

Chaosliebe

Teresa Sporrer
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 07.09.2017
ISBN 9783646602548
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung

 

**Eine magische Liebe, die im Chaos erblüht**

Die Götterdämmerung hat begonnen und die chaotische Hexe May hat in den letzten Monaten neben neuen Verbündeten auch zahlreiche neue Feinde gefunden. Jetzt zählt nur eins: Sie muss unbedingt stärker werden, um im Kampf zwischen Ordnung und Chaos eine Chance zu haben. Dabei wünscht sie sich in ihrem Herzen nichts mehr als ein bisschen Normalität mit ihrem Freund Noah. In der Hoffnung, dass ihre magischen Kräfte endlich vollends erwachen, reist sie mit ihm nach Ägypten, das Land ihrer göttlichen Wurzeln. Doch dort erwartet sie eine Wahrheit, die ein normales Leben für sie unerreichbar macht…

(Quelle und Bildcopyright liegen bei Carlsen Impress)

 

Äußere Erscheinung

 

Auf dem dritten Band der Chaos-Trilogie sehen wir nun weder die Protagonistin May noch ihre beste Freundin Viv, sondern Ingrid, eine Walküre. Ich nehme zumindest an, dass sie es ist. Die blonden Haare lassen darauf schließen. Auch ihr wehen die Haare ins Gesicht, so wie es auch schon auf dem vorherigen Covern zu sehen ist. Dazu sind die Titelschrift sowie das Impress-Logo in einem hellen Rot gehalten. Ich finde das Cover tatsächlich schöner als das vom zweiten Band, aber an das von Band eins kommt es nicht heran.

 

Meine Meinung

 

Wer mich und diesen Blog schon länger verfolgt, der weiß bereits, dass ich eine Schwäche für die Bücher von Teresa Sporrer habe. Schon ihre Rockstars habe ich direkt liebgewonnen und auch der Chaos-Reihe bin ich von der ersten Seite an verfallen! Nun – nach einer gefühlten Ewigkeit – geht es endlich weiter mit »Chaosliebe«, dem dritten und damit auch letzten Band der Trilogie. Ihr könnt euch vorstellen, wie hoch meine Erwartungen im Voraus gewesen sind.

 

Da es schon eine ganze Weile her ist, dass ich »Chaosherz« gelesen habe, hätte ich gedacht, dass mir der Einstieg in die Fortsetzung schwerer fällt, doch bereits nach den ersten Seiten war ich schon total in der Geschichte drin. Einen kurzen Rückblick gibt es integriert in den Prolog, so dass man danach eigentlich schon ziemlich genau wieder weiß, was in den Vorgängerbänden passiert ist.

 

Denn genau dort knüpft die Handlung an: Bei der Götterdämmerung. Die Götter sind aus ihrem Schlaf erwacht und während einige sich bereitwillig mit ihr verbünden, stehen andere auf der Seite von Horus, der May unbedingt töten möchte wegen ihrem magischen Blut. Für May heißt das, dass sie unbedingt trainieren und auch ihre volle magische Kraft entfalten muss. Das ist blöderweise gar nicht so einfach, daher soll es eine Reise nach Ägypten mit ihrem Freund und ihren Eltern richten. Aber ob May am Ende wirklich stark genug ist, um gegen Horus zu bestehen, das lest ihr am besten selbst nach.

 

Von allen Bänden der Trilogie ist dieser hier sicherlich der actiongeladenste, denn es geht auf das große Finale zu und erst dann wird sich zeigen, ob alle Bemühungen etwas gebracht haben. Trotzdem hat Teresa es geschafft, ihren humorvollen Schreibstil beizubehalten und ihr geballtes Nerd- und Fangirlwissen zu integrieren. So vielen sich trotz der ernsten Lage immer wieder Anspielungen auf Funkos, Animes und Game of Thrones im Text versteckt, was dem Leser dann doch einige Lachanfälle bescheren kann.

 

Die Charaktere sind wieder so wundervoll facettenreich gestaltet. Wir hätten da May, die man einfach lieb haben muss, obwohl sie ja eigentlich eine böse Hexe ist. Sie steht nach wie vor auf Animes, Game of Thrones und liebt ihre Funkos, aber man merkt schon eine deutliche Veränderung zu »Chaoskuss«. Sie ist stärker geworden, hat ihre Prioritäten umgestellt und die Sache mit dem Blut nicht sehen können bekommt sie langsam auch in den Griff.

 

Noah hat sich im Verlauf der Reihe auch ganz schön gewandelt. In der ersten Szene, daran erinnere ich mich noch gut, war er nur ein oberflächlicher Lacrosse-Spieler an Mays Highschool und jetzt? Jetzt stellt er sich an ihrer Seite dem Kampf gegen die Götter. Obwohl May eigentlich böse ist und er das weiß, ist es ihm egal, weil er sie halt einfach liebt. Hach, ist das nicht schön?

 

Auch die Götter habe ich schnell liebgewonnen. Also, einige zumindest. Seth gehört ja ohnehin schon zu meinen Lieblingen mit seiner unvergleichlichen Art, aber mein Highlight aus »Chaosliebe« ist in dieser Hinsicht definitiv Anubis, der ägyptische Totengott. Man sollte meinen, der Gott der Toten wäre düster und gefährlich, aber weit gefehlt. Ist er in der Nähe sollte man sich bloß vor seinen Süßigkeiten in Acht nehmen. Und ja, auch die anderen Götter haben so ihre Eigenarten und von manchen wird es sogar schwierig, die Namen auszusprechen, aber auch dafür gibt es eine Lösung.

 

Nun zum Ende: Viel will ich gar nicht sagen, um nicht zu spoilern, aber wer das Buch shon gelesen hat, wird mir sicher zustimmen: Was ist denn das für ein Ende? Also gerade jetzt wünsche ich mir einen vierten Band. Oh, nicht dass ihr denkt, es wurde nichts aufgeklärt und abgeschlossen, denn das wurde es, aber trotzdem hat die Geschichte noch so viel Potential für eine Fortsetzung. Die ich gerne hätte. Jetzt. Sofort.

 

Fazit

 

»Chaosliebe« hat mich, gelinde gesagt, aus den Socken gehauen. Als großer Fan von Mythologie in jeglicher Art bin ich hier total auf meinen Geschmack gekommen, dazu die Fangirl-Anspielungen und Charaktere, die man einfach liebhaben muss – und das Ganz ergibt auf jeden Fall ein neues Lieblingsbuch.

 

Bewertung

 

Lieblingsbuch

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27 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

königinnen der würstchen, paris, damaris liest, clementine beauvais, road-trip

Die Königinnen der Würstchen

Clémentine Beauvais , Annette von der Weppen
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 31.08.2017
ISBN 9783551556776
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung

 

Mireille, Astrid und Hakima sind auf Facebook von ihren Mitschülern zur Wurst des Jahres in Gold, Silber und Bronze gewählt worden – der Preis für die hässlichsten Mädchen. Doch die drei beschließen, sich nicht unterkriegen zu lassen. Zusammen planen sie einen Road-Trip per Fahrrad nach Paris. Ziel: die große Party im Elysée-Palast am Nationalfeiertag. Finanzierung: Unterwegsverkauf von Würstchen. Ein chaotische, lustige und herzzerreißende Reise beginnt. Und auf der Party hat jede der drei ein ganz eigenes Anliegen …

(Quelle und Bildcopyright liegen beim Carlsen Verlag)

 

Äußere Erscheinung

 

Die Grundfarbe des Covers ist ein helles Gelb und darauf zu sehen sind drei Mädels auf dem Rad und ein Eifelturm im Hintergrund. Symbolisch ist also der Roadtrip der drei Würstchen darauf abgebildet und obwohl die drei Mädels – auch wenn man sie nur von hinten sieht – jetzt nicht unbedingt die hässlichsten sind, ergo auch nicht zu den Protagonisten passen – empfinde ich das Cover als sehr gelungen. Es sprüht quasi nur so von der Lebensfreude eines verrückten Roadtrips.

 

Meine Meinung

 

Ich lese ja nicht oft französische Lizenztitel – vielleicht weil es davon zu wenige gibt, die mich reizen? – aber wenn ich es tue, dann merke ich das auch, wenn ich den Namen des Autors nicht kenne oder weiß, dass es im Original französisch ist. So auch hier. Der Schreibstil der Autorin ist mit dem typischen, franzsösischen Humor gespickt, der für mich zu Beginn etwas befremdlich war, mich nach den ersten fünfzig Seiten aber tatsächlich begonnen hat, zu amüsieren. Vor allem Mireille, die Protagonistin, hat dazu beigetragen, denn als Ich-Erzählerin schildert sie die Ereignisse mit einer außergewöhnlichen Schlagfertigkeit, Witz und Charme.

 

In dem Buch geht es um Mireille, Astrid und Hakima, die in der Schule die größtmögliche Demütigung ertragen müssen, die es gibt: Sie werden zur Wurst des Jahres gewählt, also zu den hässlichsten Mädchen der Schule. Aber die drei lassen sich nicht unterkriegen. Im Sommer wollen sie eine außergewöhnliche Reise unternehmen.

 

Von Bourg-en-Bress nach Paris soll es gehen, aber nicht etwa ganz simpel mit dem Auto. Nein, wie das Cover schon vermuten lässt, nehmen sie das Fahrrad. Sechs Tage soll die Fahrt dauern. Für drei dicke Mädchen ist das nicht unbedingt ein Kinderspiel, aber sie sind wild entschlossen. Jede von ihnen hat ein anderes Ziel, weshalb sie unbedingt am Nationalfeiertag nach Paris muss. Ob sie das schlussendlich schaffen und ihre Pläne in die Tat umsetzen, muss jeder für sich selbst herausfinden.

 

Im Vordergrund des Buches steht natürlich die Reise, dieser irrwitzige Roadtrip, der ein Gefühl von Freiheit und Grenzenlosigkeit vermittelt. Nicht nur, dass die drei Mädchen (samt Aufsichtsperson in Form von Hakimas Bruder) ihre Reise auf dem Rad antreten und auf dem Weg mit Würstchenverkäufen über die Runden kommen wollen, die ganze Reise nimmt bald viel größere Ausmaße an. Ein wahrer Medienrummel entsteht und ganz Frankreich rätselt: Was haben die Mädchen in Paris vor?

 

Dabei werden auch ernstere Themen aufgegriffen: Das Aufmerksammachen auf Mobbing und Demütigung zum Beispiel oder die Motivation sportlicher zu werden und etwas am eigenen Lebensstil zu ändern. Humorvoll verpackt lehrt dieses Buch den Lesern die Lektion, dass dass selbst die schönsten Menschen im Inneren total hässlich sein können, während die Hässlichsten von innen heraus so schön sind, wie niemand sonst.

 

Mireille, eine der Protagonistinnen und Ich-Erzählerin, ist gerade einmal fünfzehn und musste schon dreimal die Demütigung ertragen, eine Wurst des Jahres zu sein. Sie hat gelernt, damit zu leben und Beleidigungen sowie Mobbing an ihr abprallen zu lassen. In dieser Hinsicht ist sie sehr viel reifer als ihre Mit-Würstchen. Sie ist außerdem schlagfertig, nicht auf den Mund gefallen und darüber hinaus kann sie noch sehr tiefgründig sein.

 

Astrid und Hakima sind beide zum ersten Mal Würstchen des Jahres und während Astrid damit überhaupt nicht klarkommt, lenkt Hakima ihre Aufmerksamkeit auf andere Themen, die in ihren Augen mehr Beachtung verdienen. Beide sind weniger abgehärtet in Sachen Mobbing und auch nicht immer mit dem Einverstanden, was Mireille so plant, aber schlussendlich halten die drei zusammen.

 

Fazit

 

»Die Königinnen der Würstchen« ist ein Jugendbuch der etwas anderen Art. Es ist jetzt nicht super spannend oder weltbewegend, aber seichte Lektüre für einen gemütlichen Sommertag auf jeden Fall. Humorvoll und mit viel Charme beschrieben, darf der Leser Zeuge eines echt verrückten Roadtrips werden.

 

Bewertung

 

4/5

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517 Bibliotheken, 17 Leser, 1 Gruppe, 155 Rezensionen

zukunft, liebe, geheimnisse, lügen, freundschaft

Beautiful Liars - Verbotene Gefühle

Katharine McGee , Franziska Jaekel
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 18.10.2017
ISBN 9783473401536
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung

 

JE HÖHER DU STEIGST, DESTO TIEFER WIRST DU FALLEN!

 

Manhattan, 2118: Im Penthouse des höchsten Wolkenkratzers der Welt feiern die Reichen und Schönen eine rauschende Party. Für fünf von ihnen wird nach dieser Nacht nichts mehr so sein wie zuvor. Die wunderschöne Avery, die intrigante Leda, die verführerische Eris, die verzweifelte Rylin, der ehrgeizige Watt - einer von ihnen wird den Abend nicht überleben.

 

Der süchtig machende Trilogie-Auftakt zu Katharine McGees "Beautiful Liars" entführt in ein gefährliches Netz aus Liebe und Lügen. Glamouröser als "Gossip Girl", herzzerreißender als "Pretty Little Liars"! Tauche ein in die luxuriöse Welt der New Yorker Elite der Zukunft!

(Quelle und Bildcopyright liegen beim Ravensburger Verlag)

 

Äußere Erscheinung

 

Das Cover zeigt den riesigen Tower-Komplex im New York der Zukunft. Es ist gerade Nacht, daher der Hintergrund schwarz mit einzelnen weißen Lichtpunkten. Auf dem Komplex sitzend ist ein Mädchen in einem roten luftigen Kleid zu sehen, deren Haar im Wind schwingt. Ganz weit aus dem Fenster gelehnt, ist das die Szene, die zu Beginn und auch im Klappentext beschrieben wird: Die, in der ein Mädchen vom Dach stürzt und stirbt.

 

Meine Meinung

 

Auf der Programmvorstellung von Ravensburger auf der Love Letter Convention wurde uns dieses Buch als Gossip Girl in einem futuristischen Setting verkauft und es hörte sich direkt mega gut an. Von meiner Mitbewohnerin Klaudi von HerzdeinBuch, die das Buch gerade liest, habe ich mir sagen lassen, dass es wirklich eins zu eins Gossip Girl ist. Das mindert ihre Lesefreude, also wenn ihr Gossip Girl kennt, könnte das auch auf euch zutreffen. Da ich diese Serie und auch die Bücher dazu aber nicht kenne, gehe ich da ganz unvoreingenommen heran.

 

Der Schreibstil der Autorin zieht einen Direkt in die Geschichte. Sie hat etwas Ruhiges an sich, so wie die Ruhe vor dem Sturm. Obwohl die Sätze kurz und meist nicht sonderlich emotional sind, verbreiten sie das Gefühl von Gefahr – also genau das, was die Stimmung des Buches sein soll. Erzählt wird aus fünf Perspektiven, vier davon Mädchen, was dem Leser immer wieder ins Gedächtnis ruft, dass eines dieser Mädchen am Ende sterben wird.

 

Aber wieso? Das ist die Frage. Schnell wird klar, dass jeder Charakter ein Geheimnis in sich trägt (die verrate ich natürlich nicht), aber natürlich muss jede von ihnen den schönen Schein wahren. Im Fokus stehen die perfekte Avery, die in der Tower-Hierachi ganz oben steht - sie wohnt nämlich im tausendsten Stockwerk – und ihre Freundinnen Leda und Eris. Die drei leben in Saus und Braus, tragen nur Designerkleidung, sind beliebt und und und. Außerdem folgt die Geschichte Rylin, die ziemlich weit unten im Tower lebt und wirklich auf ihr Geld achten muss, und Watt, einem Hacker, der ebenfalls in den unteren Etagen lebt. Es dauert gar nicht lange, da sind die Schicksale von Watt, Rylin und den UpTower-Mädels miteinander verwoben und besagte Geheimnisse kommen immer mehr ans Licht.

 

Mehr will ich zum Inhalt gar nicht verraten. Es ist jedenfalls sehr ruhig und nach den anfänglichen Kapiteln, denen es ein wenig an Spannung gefehlt hat, zieht die Handlung schnell das Tempo an, was zum einen ein Widerspruch in sich ist, aber beim Lesen werdet ihr es merken. Während der Schreibstil eher Ruhe suggeriert, geht die Handlung so schnell, dass man als Leser zum Teil schon echt überlegen muss, was einzelne Handlungen nun bei anderen Charakteren ausgelöst haben und wie das wiederum die Handlung beeinflusst.

 

Die Charaktere sind allesamt sehr facettenreich gestaltet. Man kann ihre Handlungen und ihre Beweggründe immer nachvollziehen, auch wenn vor allem Ledas Handlungen und ihre Schlüsse nicht die sind, die ich gezogen hätte. Vor allem Nadia mochte ich sehr gerne,was vor allem an ihrer sarkastischen Art liegt. Wer genau sie ist, sag ich euch aber nicht, weil das spoilern würde.

 

Das Setting finde ich sehr außergewöhnlich. Es findet zwar nicht ausschließlich im Tower statt, aber so gut wie immer. Dieser Tower ist nämlich nicht einfach nur ein Hochhaus, sondern eine ganze Stadt mit meinem Aufzugsystem als öffentliche Verkehrsmittel, Schulen, Bars, Cafés und und und. Ein Setting wie dieses habe ich in einem Buch noch nicht gehabt und finde es wirkich erfrischend, vor allem da dazu noch die High-Tech Gerätschaften kommen.

 

Das einzige, was mich tatsächlich stört, ist das Ende. Dieser Cliffhanger! Obwohl der Tod von einem Mädchen von Anfang an klar ist, hat es mich trotzdem unerwartet getroffen, da ich vor allem dieses Mädchen liebgewonnen hatte. Und nun heißt es warten. Bis Juli 2018. Gründet jemand mit mir eine Selbsthilfegruppe?

 

Fazit

 

»Beautiful Liars – Verbotene Gefühle« ist ein Debüt, was sich wirklich sehen lassen kann. Facettenreiche Charaktere und eine gefährliche Ruhe, die nach den ersten, etwas schwächeren Kapiteln, bishin zum Ende über bestehen bleibt, machen es zu einem Buch, das man auf jeden Fall auf dem Schirm haben sollte.

 

Bewertung

 

4/5

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388 Bibliotheken, 20 Leser, 0 Gruppen, 53 Rezensionen

bianca iosivoni, romance-fantasy, romantasy, seelen, licht

Soul Mates - Flüstern des Lichts

Bianca Iosivoni
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 23.08.2017
ISBN 9783473585144
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung

 

Wer ist der attraktive Typ mit der düster-gefährlichen Ausstrahlung, der Rayne abends auf der Straße vor einem Angreifer rettet? Wider Willen fühlt sich Rayne zu dem undurchschaubaren Colt hingezogen, und auch er sucht ihre Nähe. Immer wieder. Denn die beiden sind Seelenpartner. Doch die Licht- und Schattenwelt ist im Aufruhr, und während Colt auf der Seite der Lichtseelen steht, weiß Rayne nicht, zu wem sie gehört.

(Quelle und Bildcopyright liegen bei Ravensburger)

 

Äußere Erscheinung

 

Der Hintergrund ist in hellen und dunklen Grautönen mit gelblichen Sprenkeln gehalten, aus dem sich zwei Menschen herauslösen. Deutlich zu sehen ist eine junge Frau mit brünettem Haar und einem etwas seltsamen Gesichtsausdruck. Sie sieht in die Kamera, während ein junger Mann mit kurzem schwarzen Haar und dunklem Oberteil mit dem Rücken zur Kamera steht. Es sieht aus, als hätte er sie im Arm.

 

Der Titel befindet sich im untersten Drittel in einer dünnen, aber sehr stilvollen Schrift. Bis auf den Gesichtsausdruck des Mädchens finde ich das Cover sehr gelungen, aber die Story dahinter: Die ist noch viel besser.

 

Meine Meinung

 

Das neue Schätzchen von Bianca Iosivoni ist da. Wer mich kennt, der weiß, wie sehr ich ihre Daughters of Darkness liebe und auch wenn ich ihre anderen Bücher noch nicht kenne, auf dieses hier habe ich mich ganz besonders gefreut und mich direkt darauf gestürzt.

 

Biancas Schreibstil ist wie gewohnt flüssig, angenehm zu lesen und absolut bildgewaltig. Obwohl das E-Book mit 7000 Positionen (Kindle-Version) nicht gerade dünn ist, fliegen die Seiten nur so dahin. Es dauert gefühlt 10 Minuten bis man bereits vollkommen in der Welt um Rayne und Colt gefangen ist und einach nicht mehr aufhören kann, zu lesen. Dadurch, dass Bianca aus der Sicht von Rayne, ihrer Protagonistin, erzählt, fällt es unfassbar leicht, sich in sie hineinzuversetzen und damit eine Verbindung zu ihr aufzubauen.

 

Und diese Verbindung hilft natürlich, wenn wir Rayne in ihrem Abenteuer begleiten. Ganz ruhig startet die Geschichte mit ihr und ihrer Schicht im Butterfly Books. Unsere Protagonistin ist nämlich Buchhändlerin. Ihr Tag ist normal bis zu dem Moment, in dem sie in einer dunklen Gasse angegriffen und gerettet wird. Auf einmal ist nichts mehr, wie es war. Raynes Leben steht Kopf, als sie erfährt, dass es mehr auf der Erde gibt, als das, was sie kennt: Licht- und Dunkelseelen kämpfen gegeneinander, ohne dass die Menschheit von ihnen weiß.

 

Und Rayne selbst hat Kräfte, die sie ebenfalls zu einer von ihnen machen, doch sie ist unentschlossen, ihre Seite noch nicht klar, als sie auf Colt trifft: Eine Lichtseele und ihr Seelenpartner.

 

Mir fehlen die Worte. Wirklich. Ich habe lange nach den passenden Worten gesucht, um zu beschreiben, was dieses Buch mit mir angerichtet hat, aber es gelingt mir einfach nicht. Bianca Iosivoni hat mein Herz vollkommen zerstört, mich auf eine Achterbahn der Gefühle geschickt und wie ich nun die Zeit bis zum zweiten Band im April 2018 überbrücken soll, das weiß ich nicht.

 

Die Welt, die Bianca mit ihren Licht- und Dunkelseelen erschaffen hat, ist so komplex, das ich mich ab sofort nun dreimal versichern werde, ob mir nicht eine Dunkelseele in einer dunklen Gasse über den Weg läuft. Man kann sich in dieser Geschichte einfach nur verlieren, lachen und weinen und mitfiebern. Trotz der beachtlichen Länge gibt es kaum Längen, nur Spannung und eine wahrlich packende Geschichte, die den Leser in den Bann zieht.

 

Rayne als Protagonistin ist ebenfalls wahnsinnig sympathisch. Allein die Tatsache, dass sie Buchhändlerin ist – Protagonisten, die meine Bücherliebe teilen, haben immer einen Pluspunkt – finde ich wirklich klasse, aber auch dass sie nicht das typische Mauerblümchen ist. Obwohl sie Dinge erfährt, die sie nie zu glauben gewagt hätte, will sie sich nicht verstecken oder beschützen lassen. Sie will kämpfen. Am liebsten auf eigene Faust. Dass das nicht immer funktioniert, muss sie vielleicht noch lernen, aber ich konnte ihre Handlungen immer nachvollziehen. Und Colt … oh Colt … Ich habe ihn angeleckt, er gehört jetzt mir. Obwohl er den typischen Bad Boy verkörpert, ist er einfach nur zum Liebhaben. Wie ein armes, getretenes Hundebaby. Er und Rayne, sie sind perfekt zusammen, ergänzen sich und zusammen ergeben sie ein perfektes Team – natürlich! Sie sind schließlich Seelenpartner. Nur die Erkenntnis, dass Seelenpartner auch Erzfeinde sein können und nicht zwangsläufig Liebende sein müssen, macht mir in dieser Hinsicht noch ein wenig Angst.

 

Vor allem nach diesem herzzerstörerischen Ende, das mich als Leserin sprachlos und im vollkommenen Gefühlschaos zurückgelassen hat. Ich will mehr! Ich brauche mehr! Wieso ist April noch so weit weg?!

 

Fazit

 

»Soul Mates – Das Flüstern des Lichts« ist wie eine Sucht, die den Leser auf den ersten Seiten erfasst und einen nicht wieder loslässt, bis man die letzte Seite erreicht hat. Keine Längen, dafür Spannung pur, eine genial durchdachte Handlung und Charaktere zum Verlieben.

 

Bewertung

 

Lieblingsbuch

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