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171 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 42 Rezensionen

fantasy, jugendbuch, auf immer gejagt, erin summerill, königreich der wälder

Auf immer gejagt (Königreich der Wälder 1)

Erin Summerill , Nadine Püschel
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 28.04.2017
ISBN 9783551583536
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung

 

*** Ein überraschendes, fesselndes Abenteuer und eine wunderschöne Liebesgeschichte! ***
Im Wald kennt Tessa sich aus, er ist ihr Zuhause. Im Dorf jedoch wird sie nur geduldet, obwohl ihr Vater Saul der Kopfgeldjäger des Königs ist. Denn ihre Mutter beherrschte Magie, und die ist in Malam verboten. Als Saul getötet wird, hat die junge Fährtenleserin nur eine Chance auf ein sicheres Leben: Sie muss im Auftrag des Königs den angeblichen Mörder jagen – Cohen, der Gehilfe ihres Vaters. Der Junge, den sie heimlich liebt! Tessas besondere Gabe sagt ihr, dass Cohen schuldig ist. Aber ihr Herz spricht eine andere Sprache.

(Quelle und Bildcopyright liegen beim Carlsen Verlag)

 

Äußere Erscheinung

 

Der Reihentitel »Königreich der Wälder«, der sich zwar nicht auf dem Cover finden lässt, wurde auf diesem sehr schön umgesetzt. Es ist in dunklen Grüntönen gehalten, so dass man im Hintergrund sogar einen Wald erkennt. Stilistische Äste mit Blättern ziehen sich von den äußeren Rändern ins Cover hinein und lassen nur eine Aussparung für den verschnörkelten Titel. In der linken unteren Ecke findet sich außerdem ein Mädchen mit langem brünetten Haar, das mit dem Rücken zum Leser steht. Ich glaube, dass soll Tessa sein, aber ich hab mir ihre Haare heller vorgestellt.

 

Meine Meinung

 

Asche über mein Haupt! Ich habe das Buch nun schon eine ganze Weile, doch ich konnte mich nach den ersten 100 Seiten nur schwer zum Weiterlesen motivieren. Der Schreibstil ist zwar sehr angenehm zu lesen und auch flüssig, so dass man schnell in die Geschichte hineinfindet, auch wenn man zunächst ins kalte Wasser geworfen wird, aber die Handlung ist doch um einiges ruhiger als ich es von dieser Highfantasy-Geschichte erwartet habe.

 

Es beginnt mit Tessa, die nach dem Tod ihres Vaters alles verloren hat und auf der Flucht lebt. Man merkt direkt, dass sie keine naive junge Frau ist, sondern mutig und selbstständig handelt, wenn auch von Verzweiflung geplagt. Zu Anfang hatte ich dennoch das Gefühl, dass die Autorin uns um jeden Preis schnell in die Welt einführen will. Mit einem Mal prasseln viele ungewöhnliche Namen von Personen und Orten auf den Leser ein und obwohl es Leser gibt, die problemlos dabei mitkommen … gehöre ich nicht dazu, weshalb mich das ein wenig verwirrt hat. Gehört ihr also auch zu den Namensstolperern, solltet ihr euch auf anstrengende erste Seiten gefasst machen.

 

Dazu kommt die bereits erwähnte Ruhe. Uns wird ein fesselndes Abenteuer versprochen, aber in den ersten 100 Seiten ist davon noch recht wenig zu spüren und auch bis in etwa der Hälfte gibt es immer wieder Längen, die die Leselust hemmen und obwohl sie zur Handlung beitragen auch locker kürzer hätten gefasst werden können. Aber keine Sorge. Sobald man die Motivation zum Weiterlesen gefunden hat, lohnt es sich wirklich, denn dann beginnt die Geschichte, an Fahrt aufzunehmen. Spannung kommt auf, neue Erkenntnisse erschüttern die Protagonistin und Pläne werden geschmiedet und in die Tat umgesetzt. Auch die angepriesene Liebesgeschichte ist eine Sache, die Zeit braucht, um sich zu entfalten, aber das Ergebnis ist wunderschön. Neben der Spannung geht einem in Sachen Romantik so richtig das Herz auf. Aber Achtung: Es wird mitunter ziemlich kitschig! Gut, dass ich das toll finde.

 

Ich gebe zu, ich habe vor dem Lesen geglaubt, es hier mit einem Einzelband zu tun zu haben, aber nun weiß ich es besser. »Das Königreich der Wälder« ist der Auftakt einer Dilogie und wenn man das Ende des ersten Bandes gelesen hat, weiß man auch, wieso. Ich bin zwar der Meinung, man hätte hier auch super einen Einzelband beenden können, aber Erin Summerill hat es geschafft, ihr Debüt mit einem solchen letzten Kapitel zu beenden, dass ich gar nicht anders kann, als mich auf die Fortsetzung zu freuen.

 

Tessa stand ich am Anfang noch skeptisch gegenüber. Dadurch, dass sie schon monatelang allein war, hat sie schon diese wilde Attitüde und ich hatte im Gefühl, dass die Entwicklung nicht mehr besonders groß werden könnte. Außerdem hat mich ihre Gabe verwirrt. Aus dem Klappentext zeigt sich zwar gut, was sie kann, aber im Buch ging es am Anfang nicht so klar heraus. Trotzdem hat Tessa es geschafft und mich in der zweiten Runde in ihren Bann gezogen. Mutig und stark, wie eine Protagonistin eben zu sein hat, während sie für das kämpft, was ihr wichtig ist.

 

Cohen, der Protagonist, hatte es bei mir sehr viel leichter. Obwohl er am Anfang etwas ruppig erschien, hat er sich schnell in mein Herz gestohlen. Auch er ist mutig, aber er hat diese liebenswürdige Art, die dafür sorgt, dass man ihn einfach gernhaben muss. Hach, Cohen darf sich in die Bookboyfriend-Hall of Fame einreihen.

 

Fazit

 

»Auf immer gejagt« hatte zwar einen schwierigen Einstieg und einige Längen bis zur Hälfte hin, konnte mich dann aber trotzdem noch packen und ich bin gespannt, wie es weitergeht.

 

Bewertung

 

4/5

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24 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

4 blumen

Fairies 3: Diamantweiß

Stefanie Diem
E-Buch Text: 382 Seiten
Erschienen bei Impress, 06.07.2017
ISBN 9783646603231
Genre: Fantasy

Rezension:

Kurzbeschreibung

 

Seit Sophie sich vollständig ihrer Fairy-Seele geöffnet hat, ist nichts mehr wie es war. Neue, widersprüchliche Gefühle, übermächtige Kräfte, die außer Kontrolle geraten und eine schreckliche Offenbarung der Schicksalsfairy lassen sie alles in vollkommen neuem Licht sehen und mit sich selbst, ihrem Wesen und sogar ihren Freunden hadern. Doch eisern hält sie an dem Entschluss fest, den Fluch der Fairies zu brechen und den verlorenen Prinzen zu finden. Als sie ihm dann schließlich begegnet, entzieht es ihr den Boden unter den Füßen. Wird der Kuss die rettende Erlösung bringen oder alles ins Chaos stürzen?

(Quelle und Bildcopyright liegen bei Carlsen Impress)

 

Äußere Erscheinung

 

Wieder findet sich ein Frauengesicht auf dem Cover, doch dieses Mal ist es nicht Sophie. Die blonden Wellen sind weicher als auf dem Cover vom zweiten Band und auch der Hintergrund ist passend zum Titel »Diamantweiß« heller. Allerdings erscheint die Haut des Mädchens ein wenig gräulich, was mir jetzt nicht ganz so gut gefällt. Es ist sicherlich nicht das schönste Cover der Reihe, aber man beurteilt ein Buch auch nicht nach dem Einband.

 

Meine Meinung

(Spoiler zu Band 1 und 2)

 

Auf den neusten Band der »Fairies« habe ich jetzt gefühlte Ewigkeiten gewartet und doch so lange zum Lesen gebraucht. Schande über mein Haupt, wenn das Leben einem dazwischenkommt, dann kann man eben nichts machen, aber heute habe ich den dritten Band in einem Rutsch durchgesuchtet und das sagt ja schon alles.

 

Wie schon zuvor knüpft Stefanie Diem auch hier fast direkt an das Ende des Vorgängerbandes an und entführt den Leser binnen weniger Seiten wieder in die Welt der Fairies. In dieser hat Sophie alle Hände voll zu tun. Nicht nur, dass Lila und Ralph weiterhin in der Gewalt der Shuk sind, auch die Prinzessin, die Sophie nach langer Suche endlich ausfindig macht, will sich nicht zeichnen lassen. Und dann ist da natürlich auch noch Tanian, die es sich nicht hat nehmen lassen, auch ihre Schwester Cayuga mit einem Fluch zu belegen. Und Sophie, die muss jetzt natürlich ihre Freunde befreien, die Prinzessin überzeugen, sich zeichnen zu lassen und gleichzeitig den Fluch überwinden. Das wäre ja schon genug, wenn nicht auch noch das Gefühlschaos zwischen ihr, Taylor und Azarael noch dazu kommen würde.

 

Ihr merkt also, dieser Band hat verdammt viel Handlung und es wird noch dazu actionreicher und aufregender als in den Vorgängern. Vor allem die Sache mit der Prinzessin, die ich aufgrund schwerwiegender Spoiler nicht weiter ausführe, hat mich in seinen Bann gezogen und konnte schlussendlich mit einem Plottwist, den ich habe habe kommen sehen, aufwarten. Sophie wächst dabei über sich selbst hinaus und wird stärker und auch mutiger. Sie war es zwar vorher auch schon, aber man bekommt beim Lesen so schön mit, dass sie auch gegenüber Cayuga immer stärker wird. Sie ist eben immer noch Sophie und dabei verdammt stark! Ihr teils strategischer teils emotionales Handeln macht es dem Leser leicht, sie nachzuvollziehen und gerade das ist es, was ich schon in den ersten Bänden sehr mochte. Hat sich bisher auch nicht geändert.

 

Wo ich Azarael im zweiten Band aber gar nicht mochte, konnte er mich im dritten Band nun auch überzeugen. Er ist ein Verbündeter, sehr einflussreich und irgendwie auch sympathischer als vorher. Ich kann mir uch sehr gut vorstellen, dass er im Finale eine noch viel größere Rolle einnehmen wird, vor allem nach dem Ende, das Stefanie uns hier beschert hat. Taylor selbst mochte ich ja von Anfang an. Er hat es einfach drauf, ist quasi DER Bookboyfriend der Reihe. Mutig, aufopferungsvoll und romantisch, was will man eigentlich mehr? Außer ihn selbst in Lebensgröße bei sich zu Hause. 😉

 

Ich bin nun sehr gespannt auf den nächsten Band, der zugleich den Abschluss der Reihe um die Welt der Fairies, denn nach diesem Ende ist alles möglich und während ich mich einerseits sehr darauf freue, habe ich andererseits auch richtig Angst. So oder so, es wird sicher großartig!

 

Fazit

 

»Fairies – Diamantweiß« steht seinen Vorgängern in nichts – wirklich überhaupt nichts – nach. Der dritte Band der Reihe wartet mit Spannung, Romantik und unvorhersahbaren Plottwists auf und ist bisher mein Highlight der Reihe!

 

Bewertung

 

5/5

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30 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

familie, fesselnd, interessant, mysteriös, packend

In Between. Das Geheimnis der Königreiche

Kathrin Wandres
E-Buch Text: 260 Seiten
Erschienen bei Impress, 06.07.2017
ISBN 9783646603217
Genre: Fantasy

Rezension:

Kurzbeschreibung

 

**Prinzessin der Wälder**

Die 17-jährige Keylah lebt inmitten der dunklen Wälder des Landes Benoth, das zwischen zwei mächtigen Königreichen liegt. Nur die hohen Mauern der Siedlungen trennen dort die Menschen von dem, was draußen ist – den Ausgestoßenen, den Wolfsgestalten. Doch im Gegensatz zu den anderen liebt Keylah die freie Natur und kann ganze Tage in ihren selbstgebauten Baumhäusern verbringen. Ihre Gabe, drohende Gefahr körperlich zu spüren, scheint sie vor allem zu beschützen. Bis etwas geschieht, das sie nach Einbruch der Dunkelheit in den Wald zwingt und auf den unnahbaren Einzelgänger Deven stoßen lässt. Einen Mann, vor dem sie sich fürchten sollte, auch wenn ihre Gabe ihr etwas anderes sagt…

(Quelle und Bildcopyright liegen bei Carlsen Impress)

 

Äußere Erscheinung

 

Das Cover ist sehr mystisch gehalten. Im Hintergrund ist ein dunkler Wald zu erkennen, während im Vordergrund eine junge Frau an einem Baum lehnt. Man kann ihr blasses Gesicht und die dunklen Haare sehr gut erkennen, allerdings ist der Gesichtsausdruck etwas gewöhnungsbedürftig. Außerdem sind die Farben im vorderen Bereich des Covers etwas heller, was es irgendwie noch magischer erscheinen lässt und das Cover zu einem echten Hingucker macht.

 

Meine Meinung

 

Dass High Fantasy es bei mir schwer hat, ist für die Follower meines Blogs schon lange kein Geheimnis mehr, aber ich scheine so langsam ein Händchen dafür zu bekommen, zu erkennen, was mir gefällt. So auch bei »In Between. Das Geheimnis der Königreiche«. Da will man im Fernbus – obwohl einem beim Lesen in Autos und Bussen immer schlecht wird – nur einmal kurz reinlesen und zack! Kann man das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Ich schätze, das allein reicht schon, um ein gutes Buch zu kennzeichnen, aber »In Between« ist es aus noch viel mehr Gründen.

 

Beginnen wir mit dem Schreibstil. Am Anfang wird man als Leser in die Welt, die die Autorin geschaffen hat, förmlich hineingeworfen, mit vielen Namen von Orten und Reichen quasi beworfen und ich – die größte Namensstolperin, die es gibt – habe nicht ein Problem damit gehabt. Kathrin beschreibt diese Welt und die Orte so, dass man sich dort sehr schnell gut zurechtfindet. Die Spannung, die sie binnen weniger Seiten aufbaut, bleibt fast über das ganze Buch bestehen und macht es unmöglich, mit dem Lesen aufzuhören. Außerdem ist da auch eine andere Art von Spannung, ein Knistern zwischen den Protagonisten. Es ist nicht wirklich romantisch, das nicht, aber das hätte auch gar nicht in die Atmosphäre des Buches gepasst. 😉 Trotzdem bekommt man als Leser Herzklopfen vom allerfeinsten.

 

In dem Buch geht es um Keylah, die in der sogenannten Lebensinsel Benoth lebt, zwischen zwei Königreichen. An dieser Stelle ist direkt zu sagen, dass dieser Name nicht von ungefähr kommt, sondern aus dem Lateinischen und »Zwischen« bedeutet. So kommt man dann auch auf den Buchtitel. Clever, wie ich finde. Woher ich das weiß? Es steht hinter dem Buch im Glossar, der die Bedeutungen der verschiedenen Namen klärt. Hier hat Kathrin sich wirklich Gedanken gemacht.

 

Nun denn, Keylahs Leben verändert sich von einem Tag auf den anderen. Obwohl ihr Leben nie wirklich sicher war, wird sie auf einmal von Spähern, Wölfen des bösen Herrschers Schalith, verfolgt und muss fliehen. Nach einigen spoilerischen Ereignissen trifft sie auf Deven, den sie fortan nicht mehr los wird. Die beiden verstehen sich nicht sonderlich gut, arbeiten dennoch zusammen, um herauszufinden, was Schalith von Keylah will und was das ist, das müsst ihr selbst nachlesen.

 

Ich schätze, es kann sich jeder denken, dass Keylah und Devin sich näher kommen, aber die Art, wie sie es tun … hach, lange hat mich keine Romanze in einem High Fantasy-Roman mehr so mitgenommen, hoffen und bangen lassen. Man kann die Spannung zwischen den Beiden förmlich zwischen den Seiten spüren. So muss das sein!

 

Keylah selbst ist eine starke Heldin. Sie ist mutig und ja, vielleicht auch ein wenig leichtsinnig, aber sie kämpft dabei für das, das ihr wichtig ist. Mir ist sie schnell sehr sympathisch gewesen und das, obwohl sie auch einige Male passiv ist und sich retten lässt (eben weil sie zu leichtsinnig war). Und hier kommt Deven ins Spiel. Er gibt sich zunächst cool und unnahbar, geheimnisvoll, aber man spürt schnell, dass er sich sorgt und Keylah nur beschützen will (was die nicht so toll findet). Sein Herz sitzt am rechten Fleck und macht ihn zu meinem neuen Bookboyfriend (auch wenn Manja von Manjas Buchregal da was anderes behauptet. Zu ihrer Rezi kommt ihr hier).

 

Mit seinen 232 Seiten ist »In Between« nicht gerade das dickste Buch und ich gebe zu, ich hatte Angst. Richtig tiefgehende Angst, dass am Ende nicht alles aufgeklärt wird. Schließlich waren es nur noch gut 20% bis zum Ende und es war noch so viel offen! Diese Angst kann ich euch nun aber nehmen, es wird (fast) alles gelöst, mir ist förmlich ein Stein vom Herzen gefallen. Trotzdem, und ich glaube, da stimmt mir jeder Buch-Nerd zu, können gute Bücher nie dick genug sein und ein so herausragendes Buch wie »In Between« hätte mich sicher auch noch 200 oder 300 Seiten länger begeistern können.

 

Fazit

 

Wieso »In Between« nur den zweiten Platz im Tolino/Impress Schreibwettbewerb belegt hat, kann ich mir beim besten Willen nicht erklären. Jetzt, nachdem ich alle drei Siegertitel gelesen habe, kann ich sagen: Auf meinem persönlichen Siegertreppchen würde dieses Buch ganz oben stehen. Es ist eins meiner absoluten Highlights aus 2017!

 

Bewertung

 

5/5

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23 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

We could be heroes

Laura Kuhn
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 24.03.2017
ISBN 9783551316912
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung

 

**Platz 1 des Schreibwettbewerbs von tolino media und Carlsen Impress!**

 

Der Umzug aufs Land kommt für Lou gerade recht. Denn seit sie ihre beste Freundin geküsst hat und von ihr zurückgewiesen wurde, weiß Lou gar nicht mehr, was los ist. Doch dann trifft sie in ihrer neuen Schule die schöne und geheimnisvolle Elia und es ist, als hätte ein Blitz in ihrem Leben eingeschlagen. Lou fällt es nicht leicht, mit ihren Gefühlen umzugehen, doch sie will zu ihnen stehen – egal, was passiert.

(Quelle und Bildcopyright liegen bei Carlsen Impress)

 

Äußere Erscheinung

 

Das Cover vermittelt auf der Stelle einen sommerlich-frischen Eindruck. Zu sehen ist ein Mädchen, das mit dem Rücken zur Kamera steht, ein Arm in die Höhe und einer nach unten gereckt steht sie in einem Getreidefeld. In der oberen Hälfte hat das Cover einen hübschen Gelbton und geht dann unten in ein sattes Orange über. Der Titel »We could be Heroes« steht in einer Art Kreideschreibschrift quer über die untere Coverhälfte. Da das Buch den ersten Platz des Tolino/Impress-Wettbewerbs gewonnen hat, befindet sich ebenfalls eine goldene Siegerplakette auf dem Cover. Schöne Auszeichnung, aber auf dem Cover finde ich sie eher als störend. Sie passt eben nicht ganz ins Bild.

 

Meine Meinung

 

Schreibstil:

 

Die Autorin schreibt in der Präsens, was dem ganzen Buch eine wahnsinnige Realitätsnähe gibt. Die Sätze sind eher kurz gehalten, aber sie berühren den Leser auf einer ebene, die ich kaum zu beschreiben weiß. Ich gebe zu, am Anfang hatte ich noch meine Probleme, mich mit dem Stil der Autorin anzufreunden, aber nach den ersten fünfzig Seiten hat da wirklich alles gepasst, so dass ich mich gar nicht mehr davon losreißen konnte. Das Buch ist aus der Ich-Perspektive von Lou geschrieben, aber ab und an gibt es Einwürfe aus der dritten Person, bei der nicht von Anfang an klar ist, um wessen Sicht es sich handelt.

 

Handlung:

 

Kurz nachdem Lou den Fehler gemacht und ihre beste Freundin geküsst hat, zieht sie mit ihrem alleinerziehenden Vater und ihrem Bruder aufs Land. Sie glaubt, dass der Abstand ihr guttut, aber da trifft sie auf der neuen Schule prompt auf Elia und ist auf der Stelle fasziniert von ihr. Sie will sie unbedingt näher kennenlernen. Allerdings stellt sich das als gar nicht so leicht heraus.

 

Emotion wird hier großgeschrieben. Während die Handlung im Prinzip vor sich hinplätschert, entwickelt die Autorin diese großen Gefühle, die alles extrem spannend machen. Man lacht, man weint und man fiebert mit den Chrakteren mit.

 

Obwohl es zugegebenermaßen etwas vorhersehbar ist, ist die Geschichte von Lou und Elia sehr mitreißend und innerhalb kürzester Zeit ausgelesen. Man kann nämlich einfach nicht auf auffhören.

 

Charaktere:

 

Lou ist unsere Protagonistin Nummer eins. Eigentlich heißt sie Luna (Ja, ich weiß. Bei Lou denkt man zuerst an Louisa oder so und ich verstehe auch nicht wirklich, wieso sie dann Lou abgekürzt wird und nicht Lu), aber so nennt sie niemand außer ihrer Großmutter. Am Anfang wirkt sie in sich gekehrt, findet aber schnell Freundinnen an der neuen Schule. Sie ist dennoch schüchtern und neigt davor, vor ihren Problemen und Gefühlen davonzulaufen. Aber das ändert sich mit der Zeit und sie wird offener und aufgeschlossener.

 

Bei Elia wiederum war mein Problem, dass sie verdammt perfekt dargestellt wird. Lou ist die ganze Zeit nur am Schwärmen von ihr, dass sie schlussendlich kaum schlechte Seiten hat, die man als Leser kennenlernen könnte. Das fand ich etwas schade.

 

Bei Tom bin ich noch immer zwiegespalten. Einerseits tut er mir in seiner Rolle leid, andererseits fand ich ihn das halbe Buch über echt arschig gegenüber seiner Schwester. Ich bin bis jetzt immer noch nicht sicher, wie ich zu ihm stehe. Das muss wohl jeder selbst für sich entscheiden.

 

Fazit

 

»We could be Heroes« hat zurecht den ersten Platz des Wettbewerbs gewonnen. Eine berührende Liebesgeschichte, die einfach mitreißt.

 

Bewertung

 

4/5

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33 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

familie, lovestory, anna savas, entwicklung, freundschaft

Forbidden Love Story. Weil ich dir begegnet bin

Anna Savas
E-Buch Text: 291 Seiten
Erschienen bei Impress, 06.07.2017
ISBN 9783646603293
Genre: Liebesromane

Rezension:

Kurzbeschreibung

 

**Kann Liebe wirklich falsch sein?**

Schon als Vesper dem gut aussehenden Alex zum ersten Mal über den Weg läuft, fühlt sie sich unwiderstehlich zu ihm hingezogen. Seine leuchtend grünen Augen scheinen direkt in ihr Herz zu blicken und sein umwerfendes Lächeln bringt sie dazu, den ganzen Mist um sie herum zu vergessen. Zumindest für einen kurzen Moment – bis Vesper Alex bei einem Abendessen wiedersieht, das ihre Mutter mit ihrem neuen Verlobten und dessen Tochter ausrichtet. Als sich dort herausstellt, wer Alex wirklich ist, wird ihnen klar, dass ihre Liebe niemals sein darf… aber Gefühle lassen sich nichts vorschreiben.

(Quelle und Bildcopyright liegen bei Carlsen Impress)

 

Äußere Erscheinung

 

Das Cover ist durch drei weiße Steifen eingeteilt. In diesen befindet sich der Titel »Forbidden Love Story«. Wo allerdings der Untertitel »Weil ich dir begegnet bin« abgeblieben ist, das kann ich nicht sagen. Zwischen den Streifen in den zwei Zwischenräumen finden sich die beiden Protagonisten Vesper und Alex. Halb in Vespers Haaren findet sich die Bronze-Medaille des Schreibwettbewerbes, die ein wenig das Bild kaputtmacht, wie ich finde, aber im Großen und Ganzen handelt es sich um ein hübsches Cover zu einem Romance-Titel.

 

Meine Meinung

 

Auf diesen Gewinnertitel vom Schreibwettbewerb von Tolino und Impress war ich sehr gespannt, vor allem darauf, inwiefern diese Liebesgeschichte verboten ist. Daher ist es auch kein Wunder, dass ich mich direkt auf mein Vorabexemplar gestürzt habe.

 

Zunächst einmal ist der Schreibstil der Autorin sehr angenehm und flüssig. Sie erzählt die Geschichte aus Vespers Sicht, so dass man einen schönen Einblick in ihre Gefühls- und Gedankenwelt bekommt, die Anna wirklich sehr authentisch für ein achtzehnjähriges Mädchen beschreibt. Vor allem, wenn dieses gerade mit so viel zu kämpfen hat, wie Vesper. Dadurch merkt man beim Lesen kaum, wie die Zeit verfließt bis man am Ende angelangt ist.

 

Die Handlung an sich besteht daraus, dass sich Vespers Leben auf einen Schlag in einen Alptraum verwandelt. Ihre Mum heiratet wieder, ihr Dad hat seine Freundin geschwängert und ihr Freund hat sie betrogen. Alles nicht sonderlich toll. Schön, dass es zumindest einen Lichtblick für Vesper gibt, denn am gleichen Tag begegnet sie Alex und ihr ahnt es schon: Sie verlieben sich, aber ihre Liebe ist verboten. Das ist auch kein Spoiler, steht schließlich schon so im Titel. 😉

 

Das hört sich jetzt ein wenig nach Insta-Love an und ja, das ist es auch. Es ist einfach so, dass beide unheimlich schnell Gefühle füreinander entwickeln, was mich persönlich ein klein wenig gestört hat. Schließlich lernen sie sich doch gerade erst kennen. Relativ schnell erfahren wir Leser dann auch, wieso die beiden nicht zusammen sein können und offen und ehrlich und ohne jemandem auf den Schlips zu treten: Ich kann das nicht ganz nachvollziehen.

 

Wirklich! Hätten sich alle Beteiligten zusammen an einen Tisch gesetzt und darüber gesprochen, wie normale Menschen es eigentlich tun sollten, dann wäre diese Love Story nicht forbidden und das ganze Drama hätte man sich schenken können. – Allerdings wäre das Buch dann sehr viel kürzer und man hätte weniger davon. Auch nicht schön, denn trotz diesem Kritikpunkt habe ich es doch genossen, die Handlung zu verfolgen, zu hoffen und zu bangen, dass es doch am Ende zu einem Happy End kommt. Ob es dieses dann wirklich gibt, das verrate ich nicht. 😉

 

Vesper ist eine Protagonistin, deren Handlungen gut nachvollziehbar gestaltet sind. Sie ist ein Scheidungskind und hat einfach nur die Nase voll davon, dass ihre Eltern trotz der Scheidung keine Zeit für sie haben, dass sie neue Partner gefunden haben und sich in deren Leben so viel ändert, dass für Vesper selbst einfach kein Platz mehr zu sein scheint. Daher verstehe ich auch, dass sie ab und an ruppig reagiert, denn mal ehrlich: Jeder in ihrer Lage hätte genauso reagiert. Irgendwo muss auh mal gut sein. Im Laufe des Buches verändert sie sich allerdings, beginnt zu verstehen, wieso diese Scheidung sein musste und nähert sich vor allem ihrer Mutter wieder an. Eine sehr schöne Entwicklung, wie ich finde.

 

Über Alex erfährt man nicht ganz so viel, aber das, was man von ihm mitbekommt, lässt ihn sehr sympathisch wirken. Er ist witzig, charmant und ein echter Romantiker. Allerdings sollte er sich vielleicht angewöhnen, Situationen nicht vorschnell zu beurteilen.

 

Fazit

 

»Forbidden Love Story« erzählt die Geschichte einer Liebe, die nicht unbedingt verboten ist, aber beim Lesen viel Spaß macht. Authentische Charaktere und ein toller Schreibstil katapulieren dieses Buch verdient aufs Wettbewerbstreppchen.

 

Bewertung

 

4/5

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18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

sarah nisse, amour fantastique, dark diamonds, carlsen, bibliophil

Amour Fantastique. Hüterin der Zeilen

Sarah Nisse
E-Buch Text: 338 Seiten
Erschienen bei Dark Diamonds, 30.06.2017
ISBN 9783646300383
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Kurzbeschreibung

 

**Liebe, wie sie im Buche steht**

Ghostwriterin Lily Olivier hat die Gabe geerbt, schlechte Romane in wunderschöne Geschichten zu verwandeln. Grund dafür ist ihre magische Schreibfeder, mit der sie nun auch den miserablen Liebesroman von Millionärssohn und YouTuber Frédéric Leblanc überarbeiten und zu einem Kunstwerk machen soll. Doch als Frédéric sie schließlich auf frischer Tat bei der Arbeit erwischt, stellt er Lily eine Bedingung. Im Gegenzug für sein Schweigen verlangt der attraktive Junggeselle, die Hintergründe der Feder und die Mysterien von Lilys Familie aufzudecken. Und während die beiden dem Schlüssel zur Auflösung der verborgenen Rituale und Intrigen immer näher kommen, scheinen sie auch einander nicht mehr allzu fern zu sein…

(Quelle und Bildcopyright liegen bei Carlsen Dark Diamonds)

 

Äußere Erscheinung

 

Das Cover trägt die Grundfarbe blau und einige schwarze Ranken kommen vom Rand aus ins das Bild rein. Das Gesicht einer blonden Frau hebt sich in der oberen Hälfte des Covers vom blauen Hintergrund ab und darunter befindet sich in einer schwarzen Kalligrafie, die aussieht, als sei sie wirklich von einer Feder geschrieben wurde, der Titel. Außerdem befindet sich eine kleine schwarze Schreibfeder auf dem Cover. Ich finde, das Cover ist durch die für Dark Diamonds eher untypische helle Farbe ein richtiger Hingucker und eins der schönsten Cover des Verlags.

 

Meine Meinung

 

Schon als ich zum ersten Mal den Klappentext gelesen habe, war mir klar: Ich brauche dieses Buch, denn diese magische Schreibfeder, die hätte ich selbst ganz gerne und ich war gespannt, wie Sarah Nisse die Geschichte um »Amour Fantastique« umgesetzt hat. Dazu ist noch gekommen, dass ich seit einier Zeit immer wieder mitbekomme, was für einen umwerfend schönen Schreibstil Sarah Nisse haben soll – Da dies mein erster Roman von ihr ist, konnte ich das vorher nicht beurteilen, aber jetzt kann ich es.

 

Und es ist wahr: Sarah Nisse hat einen wunderbaren Schreibstil, bildgewaltig, originell und sehr anschaulich, ohne zu sehr ins Detail zu gehen. Außerdem schreibt sie teils so poetisch, dass einem förmlich das Herz aufgeht und die Szenen sich im Kopf des Lesers wie ein kleiner Film abspielen. Die Kunst, so poetisch, romantisch und einfach nur schön zu schreiben, hat sie auf jeden Fall perfektioniert. (Muss mir jetzt auf der Stelle ihre anderen Bücher besorgen. 😉 )

 

In dem Buch geht es um Lily Olivier, die Hüterin der magischen Schreibfeder. Sie lebt mit ihrer Familie in einer Wohnung in Paris und aufgrund einiger »Differenzen« nicht bei ihrer Tante in der großen Villa der Familie. Da sie aber trotzdem für die Instandhaltung der Villa aufkommen müssen, muss Lily notgedrungen einen Lektoratsjob bei einem Verlag annehmen. Dieser möchte nämlich DEN Liebesroman von Frédéric Leblanc herausbringen, aber das Problem an der Sache ist: Der Roman ist grottenhaft schlecht. Das ist das der Moment, in dem die Feder zum Einsatz kommt.

 

Natürlich gefällt Frédéric gar nicht, was Lily aus seinem Buch gemacht hat und zack, damit hätten wir einen Konflikt. Dazu kommt noch, dass Lilys Tante gerade jetzt der Meinung ist, ihr zu schreiben, um sie aufzuklären, dass diese Feder eigentlich noch viel mehr kann als nur miserable Manuskripte zu verbessern und damit ist das Chaos dann perfekt.

 

Mehr möchte ich auch gar nicht verraten, aber eines ist klar: Dieses Buch ist so viel mehr, als es auf den ersten Blick erscheint. Es ist unglaublich romantisch und gleichzeitig gibt es Spannung, Drama und Intriden – und natürlich massenweise Geschichten. Die Liebe zu eben diesen ist das, was die Charaktere des Buches maßgeblich ausmacht und sicherlich für jeden Büchernerd sympathisch macht. Lily selbst glänzt durch Witz und Charme und sehr viel Mut, während Frédéric in meinen Augen der ruhigere, tiefgründigere von beiden ist. Die Mischung macht es einfach.

 

Die Geschichte ist an sich abgeschlossen, das heißt, es wird keinen zweiten Band geben, aber das muss es auch gar nicht, denn das Buch ist wirklich rund und so schön abgeschlossen, dass man als Leser am Ende nur noch ein seliges Lächeln auf den Lippen hat, bevor man den E-Reader ausmacht.

 

Fazit

 

»Amour Fantastique«, die Geschichte einer fantastischen Liebe zu Geschichten und zwischen den Protagonisten. Herzzerreißend schön und absolut wundervoll.

 

Bewertung

 

5/5

  (2)
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229 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 50 Rezensionen

new adult, elle kennedy, off-campus, campus, liebe

The Score – Mitten ins Herz

Elle Kennedy , Christina Kagerer
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.06.2017
ISBN 9783492309400
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Kurzbeschreibung

 

Er weiß, wie man gewinnt. Aber weiß er auch, wie man das Herz einer Frau gewinnt?

Allie Hayes steckt in einer Krise. Sie hat keinen Plan für die Zukunft und außerdem ein gebrochenes Herz. Zügelloser Sex ist sicher nicht die Lösung ihrer Probleme, aber dem unglaublichen Hockeystar Dean Di Laurentis kann sie – zumindest in dieser Nacht – nicht widerstehen. Dean dagegen bekommt immer, was er will. Deshalb kann er es auch nicht fassen, dass Allie nach ihrer gemeinsamen Nacht nichts mehr von ihm wissen will. Dean findet, Allie muss um jeden Preis erobert werden. Aber weiß er wirklich, worauf er sich da einlässt?

(Quelle und Bildcopyright liegen beim Piper Verlag)

 

Äußere Erscheinung

 

Wo Band 1 und 2 noch sehr sommerlich in der Aufmachung waren, sieht man dem dritten Band an, dass es kühler und herbstlicher wird. Im bewehrten Muster sieht man die beiden Protagonisten, die sich in den Armen liegen und fast küssen, allerdings kann man ihre Köpfe nur halb erkennen, dafür die Kleidung umso mehr. Passend zum Setting tragen die beiden Protagonisten einen warmen Pulli bzw. eine Jacke. Auch der Kreis um den Titel ist dieses mal in violett, einer typisch herbstlichen Farbe. Im Großen und Ganzen finde ich das Cover wirklich schön. Es ist weiterhin der typische Stil der Off-Campus-Reihe und doch machen die gedeckten Farben es zu einem wahren Blickfang.

 

Meine Meinung

 

Ich bin ja ein Fan der Off-Campus-Reihe seit der ersten Stunde, habe mit Hannah zusammen die Eishockey-Spieler der Briar University kennengelernt und mich gemeinsam mit ihr in Garrett und den Rest aus seiner WG verliebt. Da war es natürlich auch keine wirkliche Frage, ob ich mit auch Logans Geschichte zu Gemüte ziehe, aber bei Dean bin ich von Anfang an etwas zwiegespalten gewesen.

 

In den anderen Bänden lernt man Dean Di Laurentis als den Frauenheld schlechthin kennen. Er vergnügt sich wahllos mit Frauen, hat einen Dreier nach dem anderen und schert sich nicht darum, dass andere ihn für eine männliche Hure halten könnte – was sie im Übrigen tun. Ob man jetzt zu so jemandem unbedingt ein ganzes Buch braucht, in dem er auch noch einen Ich-Erzähler hat, bleibt eine andere Frage: Nach dem Lesen kann ich diese aber beantworten: Ja, unbedingt!

 

Deans Charakter zu Beginn des Buches spiegelt so ziemlich genau das wider, was ich gerade schon geschrieben habe – eben das, was man in den anderen Bänden schon von ihm erfährt. Und auch die Protagonistin Allie ist bereits bekannt. Sie ist, wie sollte es auch anders sein, kein neues Gesicht, sondern die beste Freundin und Mitbewohnerin von Hannah aus dem ersten Teil. Seit Jahren befindet sie sich in einer Beziehung mit Sean, aber während Allies Traum ist, als Schauspielerin durchzustarten, verfolgt Sean ganz andere Ziele für ihre Beziehung. Allie tut das einzige, was ihr in den Sinn kommt: Sie macht Schluss und damit beginnt die Geschichte.

 

Denn Sean beginnt, Allie zu stalken und sie sieht keinen anderen Ausweg als das Wohnheim zu verlassen und Zuflucht in der WG des Freundes ihres besten Freundin zu suchen. Was passiert? Dean ist zu Hause und es kommt, wie es kommen muss. Die beiden landen gemeinsam im Bett.

 

Von da an entwickelt sich die Handlung dahingehend, dass die beiden einfach immer wider aufeinander treffen und schließlich eine Affäre beginnen – dass das nicht gut gehen kann, sollte eigentlich jedem klar sein. Ein wenig vorhersehbar ist das Buch in dieser Hinsicht schon, aber vor allem im New Adult Genre finde ich gar nicht schlimm. Es geht schließlich weniger um die Handlung an sich als viel mehr um die Charakterentwicklung. Und die kann sich hier wirklich sehen lassen.

 

Man kann sagen, was man will, aber dass es zwischen Dean und Allie funkt, merkt man durch die Seiten. Wie sehr vor allem Dean sich verändert, ebenso. Aus dem Frauenheld wird … ein Frauenheld, der verliebt ist. Bei Allie merkt man nicht so viel Entwicklung, aber das macht sie nicht oberflächlich. Bei beiden Charakteren wird in die Tiefe gegangen, es fällt leicht, mit beiden zu sympathisieren. Sie haben eben einfach beide ihre hellen und dunklen Seiten.

 

Was diesen Teil ebenfalls noch interessanter macht, ist die Referenz auf den vierten und letzten Teil der Reihe, der natürlich den vierten der Eishockey-Jungs aus der WG in den Fokus rückt. Ich kann nur für mich sprechen, aber gerade jetzt bin ich sehr gespannt, was das Finale »The Goal« mit sich bringt.

 

Fazit

 

»The Score« kann mich genauso überzeugen wie seine Vorgänger. Dean und Allie sind definitiv bisher mein Traumpaar der Reihe. Elle Kennedy hat mich wieder einmal in ihren Bann gezogen.

 

Bewertung

 

5/5

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23 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

hass, prophezeihung, high fantasy, thalél malis, nancy pfei

Thalél Malis

Nancy Pfeil
Flexibler Einband: 465 Seiten
Erschienen bei Tagträumer Verlag, 19.06.2017
ISBN 9783946843092
Genre: Fantasy

Rezension:

Kurzbeschreibung

 

Eine Liebe, gesät im Hass.

Ein Thron, der seine Könige besitzt.

Eine Bestimmung.

Befeuert durch einen Krieg zwischen zwei Reichen,

ist ein jeder dazu verdammt Opfer zu bringen,

damit das eigene Licht nicht erlischt.

 

„Richte eine Waffe nur auf einen anartischen Krieger, wenn du sicher bist, dass du ihn auch töten kannst.

Laufe nur weg, wenn du weißt, dass er langsamer rennt als du. Schweige lieber, bevor er deine Lügen enttarnen kann.

Und, Neyla, bleibe niemals vor ihm auf dem Boden liegen.

Ich habe dich eine Menge gelehrt, aber den Stolz einer Kriegerin hast du schon mitgebracht.“

(Quelle und Bildcopyright liegen beim Tagträumer Verlag)

 

Äußere Erscheinung

 

Die Cover-Prinzessin Anna war hier am Werk, anders kann ich es nicht sagen, denn sie hat auf dem Cover diese ganze Geschichte so perfekt eingefangen, dass man nicht anders kann, als zu staunen. Das rothaarige Mädchen passt perfekt in meine Vorstellung von Neyla und die Umgebung ist ebenfalls sehr schön gewählt. Dass das Coverbild oben und unten abgerissen wirkt, ist nochmal ein netter Hingucker neben dem Flammen, die an dem Cover hochzüngeln. Ein absolutes Highlight in jedem Bücherregal.

 

Meine Meinung

 

Ich war mir nicht von Anfang an sicher, ob dieses Buch etwas für mich ist. Schließlich wissen die, die meinen Blog schon länger verfolgen, dass ich nur sehr wenig High-Fantasy lese und bereits an Weltbestsellern wie Game of Thrones gescheitert bin. Noch dazu hat »Thalél Malis – Das Flüstern der Flammen« über 600 Seiten, ist also ein richtiger Wälzer.

 

Aber ich habe mich schlussendlich dazu entschieden, dass die Idee dahinter, die mich von Anfang an fasziniert hat, es wert ist, gelesen zu werden und nun, da ich fertig bin, weiß ich nicht, wie ich diese Rezension am besten beginnen soll.

 

»Thalél Malis« ist vieles, aber sicherlich nicht leicht zu beschreiben. Wir haben es hier mit einer hochkomplexen, mittelalterlichen Welt zu tun, die mit so vielen liebevoll ausgearbeiteten Details gestaltet wurde, dass man sich schon innerhalb der ersten Kapitel super gut dort zurechtfindet. Die Gepflogenheiten, die Umgebung, die Menschen und ihre Bräuche, über all das hat Nancy sich tiefgehende Gedanken gemacht und sie so in ihrer Geschichte verwebt, dass man sie sich sehr leicht vorstellen kann. Worldbuilding ist also top, da kann ich gar nichts kritisieren.

 

Die Protagonistin, Neyla, ist auf den ersten Blick ein sehr starker, unabhäniger Charakter. Sie braucht keinen Mann an ihrer Seite, sondern schafft das alles auch allein. Sie ist ein richtiger Wildfang, eine Kämpfernatur und sie weiß genau, was sie will. So hat sie sich rasend schnell in mein Herz gemogelt. Richtige Kick-Ass-Heldinnen mag ich eben immer noch am liebsten.

 

Aber auch die anderen Charaktere sind mit so vielen liebevollen Zügen ausgestattet, dass keiner von ihnen einfach nur oberflächlig bleibt. Sie alle haben ihre Eigenarten, Macken und vor allem einen Hintergrund. Es fällt leicht, sie alle zu verstehen, aber in Sachen Sympathie ist es dann doch ein wenig schwieriger. Die Charaktere haben nämlich Geheimnisse, die nicht von Beginn an klar sind und ab und an wird man als Leser richtig böse überrascht.

 

Was mich zum nächsten Punkt bringt. Nancy Pfeil ist vermutlich das neue Pseudonym von G.R.R. Martin, denn so grausam, wie sie ihre Charaktere der Reihe nach abschlachtet, muss sie es einfach sein. Also, ihr Lieben, wenn ihr dieses genial-geile Buch lest, habt am besten keine Lieblinge, denn sie sterben sowieso. Taschentücher sind auch eine gute Idee, nur so als Tipp.

 

Denn lesen müsst ihr dieses Buch in jedem Fall. Der Schreibstil der Autorin ist einfach nur episch und packend, aber nicht so langatmig, wie man ihn vielleicht von Tolkien kennt. Es dauert nur wenige Seiten, da hat »Thalél Malis« einen in seinen Bann gezogen und tja, dann hat man keine Wahl mehr, als es weiter zu lesen.

 

 

Fazit

 

»Thalél Malis – Das Flüstern der Flammen« ist ein Auftakt, der einen in eine fremde Welt entführt und uns mit auf eine ganz wundervolle, epische Reise nimmt. Ich bin schon sehr gespannt auf die Fortsetzungen, die sicherlich noch so viel epischer werden – daher gibt es von meiner Seite aus 4 Schmetterlinge.

 

Bewertung

 

4/5

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59 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 32 Rezensionen

fabelwesen, drachen, packend, spaß, einhörner

Die wundersame Welt der Fabelwesen. Abigail & Darien

Vanessa Riese
E-Buch Text: 267 Seiten
Erschienen bei Impress, 01.06.2017
ISBN 9783646602753
Genre: Fantasy

Rezension:

Kurzbeschreibung

 

**Entdecke eine Welt voller magischer Tiere!**

Drachen, Feen, Einhörner: Diesen und vielen anderen magischen Wesen begegnet die 17-jährige Abigail Tag für Tag. Gemeinsam mit ihrer Tante versorgt sie, tief verborgen in einer Hütte im Wald und abseits der Menschenwelt, kranke und verletzte Fabelwesen. Zu gerne würde Abigail bei der Tierpflege ihre besondere Gabe einsetzen – wenn ihre Tante ihr das nicht ausdrücklich verboten hätte. Doch dann trifft sie auf den äußerst charmanten Darien mit den saphirblauen Augen und ihre wahre Bestimmung scheint sie schließlich einzuholen…

(Quelle und Bildcopyright liegen bei Carlsen Impress)

 

Äußere Erscheinung

 

Ich liebe, liebe, LIEBE dieses Cover. Nicht nur, dass ich die Grundfarbe Blau toll finde, auch der dunkle Wald im Hintergrund wirkt so richtig schön mystisch. Und dieser glitzernd-schöne Rahmen, in denen die Sillouetten der beiden Protagonisten zu sehen sind und die Fabelwesen, die es aufs Cover geschafft haben – ich kann mich gar nicht daran sattsehen. Ein wirklich sehr gelungenes Cover.

 

Meine Meinung

 

Schreibstil:

 

Der Schreibstil des Buches wirkt im ersten Moment sehr jugendlich, während die Autorin aus der Sicht der Protagonistin Abigail schreibt. Man stockt auf den ersten Seiten einige Male, danach aber ist das allerdings kein Problem mehr. So ab dem dritten Kapitel ist alles schön flüssig und leicht geschrieben, dass die Seiten förmlich fliegen (aber das kommt vielleicht auch von der geringen Seitenzahl). Das heißt natürlich nicht, dass die Autorin keine Spannung drauf hat. Sobald die Handlung es hergibt, nimmt auch der Schreibstil rasant zu – eine richtige Achterbahnfahrt der Gefühle eben.

 

Handlung:

 

Am Anfang dachte ich, dass wir es hier mit einer jugendlicheren Version von »Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind« zu tun bekommen. Schließlich kommt Abigail doch ein wenig wie Newt Scamander rüber, aber weit gefehlt.

 

Zu Beginn lebt Abigail bei ihrer Tante Aria im Wald und hilft dieser verletzte Fabeltiere zu behandeln, aber dabei bleibt es natürlich nicht. Bei einer Befreiungsaktion wird sie auf einmal angegriffen – und gerettet. Die Lage spitzt sich relativ schnell zu und auf einmal befindet sich Abigail in der sogenannten Creagrata, einer Schule, in der begabte Kinder alles über die Fabelwesen lernen. Denn natürlich auch ist Abigail begabt. Inwiefern, das verrate ich nicht.

 

In dieser Schule lernt Abigail eine ganze Menge, trifft auf Familie, von der sie gar nicht wusste, dass sie sie hat und kommt dem jungen Hüter Darien kennen. Viel mehr kann ich zur Handlung gar nicht sagen, ohne zu spoilern, deshalb belasse ich es dabei und sage nur noch eins: Mit dem, was Vanessa uns hier präsentiert, habe ich absolut nicht gerechnet.

 

Ich dachte, das hier wäre eine gemächliche Geschichte über magische Wesen und dann kommt Vanessa mit … mit sowas halt. Ich kann es kaum beschreiben, was für eine wundervolle, actionreiche, humorvolle und flauschige Geschichte sie uns hier gegeben hat.

 

Die Fabelwesen sind alle so verdammt knuffig und ich möchte jetzt unbedingt ein Jackalope haben, obwohl Lobster, den ich mir katzenähnlich vorstelle, sicherlich auch ein tolles Haustür abgeben würde. Natürlich sind nicht alle Fabelwesen flauschig, sondern manche sogar sehr gefährlich und die Art, wie Vanessa sie und ihre besonderen Fähigkeiten in ihre Welt einflicht und sie als ausschlaggebenden Punkt für ihre Handlung, finde ich wirklich gelungen.

 

Über das Ende lässt sich sicherlich streiten, aber ich bin sehr zufrieden damit und würde mir weitere Geschichten aus diesem Universum wünschen.

 

Charktere:

 

Abigail ist unsere Protagonistin. Sie ist hilfsbereit und verantworungsbewusst, kann aber auch ganz schön vorlaut, zickig und frech sein, wenn etwas mal nicht so läuft, wie sie es möchte. Das hat für mich nicht so ganz zu meiner Vorstellung von ihr gepasst.

 

Darien ist ebenfalls ein interessanter Charakter, mutig, hilfsbereit und er und Abigail ergänzen sich in fast allen Belangen. Tatsächlich mag ich Darien ein wenig lieber als Abigail, hätte aber trotzdem gerne mehr über ihn erfahren, wenn ich ehrlich bin.

 

Die anderen Charaktere sind sogar noch etwas tiefer beleuchtet, als unser männlicher Protagonist. Vor allem Conlan hat sich trotz seiner etwas abweisenden Art in mein Herz geschlichen und ich würde gerne mehr über ihn erfahren.

 

 

Fazit

 

»Die wundersame Welt der Fabelwesen« ist ein Debütroman, der definitiv gelesen werden sollte. Es gab zwar kleinere Kritikpunkte, aber im Großen und Ganzen kann ich die Geschichte klar empfehlen.

 

Bewertung

 

4/5

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Mein buntes Such- und Malbuch: Feen und Fabelwesen

Cara Berg
Flexibler Einband
Erschienen bei Loewe, 19.06.2017
ISBN 9783785587546
Genre: Kinderbuch

Rezension:  
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59 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 32 Rezensionen

magie, fantasy, fantasie, organisation, bücher

Empire of Ink 1: Die Kraft der Fantasie

Jennifer Alice Jager
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 01.06.2017
ISBN 9783646603439
Genre: Fantasy

Rezension:

Kurzbeschreibung

 

**Wenn Tinte Magie birgt, wird Fantasie zur Wirklichkeit…**

Die 17-jährige Scarlett hält nicht viel von Schule oder Verpflichtungen. Am liebsten verfolgt sie ihre eigenen Ziele und die bestehen zum größten Teil aus Träumereien. Schon immer hatte sie eine ungewöhnlich lebhafte Fantasie, für die sie oft belächelt wurde und die sie zu verstecken versucht. Bis Scarlett dem draufgängerischen Soldaten Chris Cooper begegnet, der ihr erklärt, dass ihre Fantasien Einblicke in die Wirklichkeit sind. Er erzählt von einem Reich, das durch die Kraft des geschriebenen Wortes erschaffen wurde und dessen Grundpfeiler die Magie der Tinte ist. Eine Macht, die mehr und mehr aus der Welt verschwindet…

(Quelle und Bildcopyright liegen bei Carlsen Impress)

 

Äußere Erscheinung

 

Das Cover ist schwarz-orange, was eine sehr gewagte Kombination in meinen Augen darstellt. Ich bin kein Fan von orange, aber das ist nur meine Meinung, trotzdem bin ich von der Aufmachung des Covers immer noch begeistert. Das Reich der Tinte, das von der Decke hängt, ist sehr gut getroffen und die beiden Sillouetten auf dem Boden, Scarlett und … tja, das sag ich nicht. Diesen Regenschirm verstehe ich allerdings nicht ganz. Der hätte sicher toll ausgesehen, wenn die Tinte von der Decke getropft hätte, aber so ist da nichts zu sehen. Naja, sieht dennoch schön aus.

 

Meine Meinung

 

Dass Jennifer sich in einigen Genres tummelt, ist nichts Neues, aber das hier ist ihr erstes Nicht-Märchen bei Impress und damit ja quasi doch eine Premiere. Dieses Mal entführt sie nicht in märchenhafte Buchwelten, sondern in ein dystopisches Setting hinter die Mauern einer skrupellosen Organisation.

 

Passend dazu hat Jennifer einen etwas wissenschaftlicheren, spannenderen Schreibstil gewählt und erzählt die Geschichte aus der Sicht der Protagonistin, Scarlett, die etwas taffer ist als Sina, Valeria und Nala ist. Dazu später mehr, aber ja, es spiegelt sich auch im Schreibstil wieder. Allgemein ist das außergewöhnliche Setting so detailreich beschrieben, als wäre man dort – keine schöne Vorstellung – und Jennifer schafft es auf ein Neues, direkt mit einigen Personen zu sympathisieren – und mit anderen gar nicht.

 

Und bevor ich euch nun kurz die Handlung erläutere, kurz vorweg: Ein Buch über Fantasie – sicher schon oft vorgekommen, immer im Zusammenhang mit Büchern und und und, aber Jennifer hat einen Weg gefunden, eine Dystopie daraus zu formen, die ich so nicht erwartet hätte und die mich mehr als einmal hat staunen (und sie verfluchen) lassen.

 

Es geht nämlich um Scarlett. Scarlett, die Dinge sieht, die außer ihr niemand sehen kann. Daher hatte sie es nie leicht, aber dann trifft sie auf Cooper. Der arbeitet für die Gutenberg Organisation, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die sogenannten Inks durch Risse in der Membram zwischen den Welten zurück ins Reich der Tinte – ins Empire of Ink – zurückzuschicken. Sie erfährt, dass sie eine Madhead ist, sie kann die Inks sehen und deshalb braucht die Organisation sie. Wie könnte Scarlett da nein sagen?

 

Für alle, denen das jetzt zu schnell ging, keine Sorge, Jennifer erklärt alles ganz genau und leicht verständlich. Es wirkt weder erzwungen noch wie ein Info-Dump, weil die Informationen immer ganz suptil in die Handlung eingeflochten werden und irgendwann kommt es einem so vor, als wäre man Teil der Geschichte, würde durch Scars Augen blicken und mit ihr und all den anderen Madheads zusammen all das erleben.

 

Besagte Madheads sind übrigens allesamt die größten Nerds, was ich sehr erfrischend finde. Es macht Spaß, Szenen mit ihnen zu lesen und hachja, man muss sie einfach ins Herz schließen. Genauso wie Finn – aber den hab ich angeleckt, also vergesst ihn sofort! – aber zu dem will ich nicht allzu viel verraten.

 

Kommen wir also zu einem Aspekt, über den ich immer noch staune. Das typische Normales-Mädchen-wird-zur-großen-Heldin-Schema hat Jennifer zwar aufgebaut, aber durch einen Plotwist – den ich euch nicht verraten werde – komplett auf den Kopf gestellt. Hut ab, Jennifer. So geschockt war ich schon lange nicht mehr.

 

Aber Scar ist und bleibt trotzdem eine tolle Protagonistin, mutig, taff, wagemutig, aber natürlich hat auch sie Schwächen. Sie hat Ecken und Kanten, ist manchmal ruppig und vertraut den falschen Leuten. Es ist schön, mal keine Protagonistin zu haben, die perfekt ist und der alles zufliegt. In dieser Hinsicht hat Scar echt mehr zu kämpfen, als man es glauben könnte. Und mehr zu verlieren.

 

Fazit

 

»Empire of Ink – Die Kraft der Fantasie« hat mich in seinen Bann gezogen und nicht mehr losgelassen. Lebensechte Charaktere und Protagonisten, die man einfach gernhaben muss, und eine Handlung, die so außergewöhnlich ist und mitreißt, machen das Lesen zu einem echten Erlebnis. Ich kann Band 2 nicht erwarten.

 

Bewertung

 

5/5

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dark diamonds, magie

Magicae 1: Die eiserne Ordnung

Karin Kratt
E-Buch Text
Erschienen bei Dark Diamonds, 26.05.2017
ISBN 9783646300376
Genre: Sonstiges

Rezension:

Kurzbeschreibung

 

**Magisch, düster und gefährlich – ein Muss für Fantasy-Fans!**

Die 19-jährige Saycia kämpft im Geheimen gegen die eiserne Ordnung einer vermeintlich perfekten Welt. In der Megastadt Kaledron gibt es keine Ungerechtigkeiten und kein grundloses Leid – so sagt man. Doch nicht nur Fehler werden hier grausam bestraft. Immer wieder gerät Saycia ins Visier der städtischen Sicherheitsgarde, bis ihr nur noch ein Ausweg bleibt: Sie muss fliehen – in ein Land, vor dem Technik und Fortschritt haltgemacht haben. Und in dem sie Ajun begegnet. Der charakterstarke Mann zieht sie vom ersten Moment an in seinen Bann. Viel Zeit bleibt Saycia allerdings nicht, um sich an ihr neues Leben zu gewöhnen, denn die Kaledronier haben sie und ihren Widerstand noch lange nicht vergessen…

(Quelle und Bildcopyright liegen bei Dark Diamonds)

 

Äußere Erscheinung

 

Auf dem Cover ist das etwas durchschneinende Gesicht einer jungen Frau zu sehen. Als würde man selbst vom Boden aus nach oben schauen, erheben sich an den Coverrändern moderne Hochhöcher in die Höhe. So strahlt das Cover direkt diese dypstopische High-Tech-Society-Stimmung aus. Die Magie, die ebenfalls eine wichtige Rolle spielt, geht auf dem Cover ein wenig verloren, aber ich finde es dennoch sehr schön.

 

Meine Meinung

 

Schreibstil:

 

Die Autorin erzählt das Buch aus der dritten Person, folgt dabei aber immer der Protagonistin Saycia. Während der actionreichen Szenen ist der Schreibstil sehr spannend und rasant geschrieben, während die ruhigeren Szenen sich auch in einem gemächligerem Stil zeigen. So oder so, der Schreibstil der Autorin liest sich flüssig und leicht. Man stolpert nicht über Satzkonstruktionen, sondern fliegt mit den Blicken über die Seiten, was ein angenehmes Leseerlebnis hervorruft.

 

Handlung:

 

Saycia lebt in der hochtechnologischen Stadt Kaledron, die niemand verlassen kann. Ihr ganzer Körper ist mit Neurotransmittern und allerhand Technologie verkabelt, so dass man sie immer und überall identifizieren kann. Sie ist eine einfache Technikerin, gehört zur Unterschicht und hat es damit nicht leicht.

 

Die Kenai – die Sicherheitsleute – scheinen sie förmlich auf dem Kieker zu haben. Dazu kommt, dass Saycia anders ist, denn sie kann die Stadt verlassen. Sie kann heraus, ohne dass Alarm geschlagen wird. So wird Ajun auf sie aufmerksam und verhilft ihr schließlich zur Flucht. Sie verlässt die Stadt und sieht sich auf einmal mit dem krassen Gegenteil konfrontiert. Keine High-Tech, dafür Magie und sie ist eine Lijeh (oder auch Magicae, um auf den Titel zu referieren).

 

Nun muss Saycia lernen, mit ihren neuen Kräften umzugehen, lernt neue Freunde kennen, aber natürlich soll es das nicht gewesen sein. Bald schon sind die Kenai ihnen dich auf den Fersen …

 

 

Dieses Buch vermischt die bekannten Klischees einer High-Tech-Gesellschaft, in der alles und jeder kontrolliert wird, mit der Gemeinschaft der Lijeh, die im Gegensatz zur Technologie die Magie beherrschen. Obwohl beide Seiten sicherlich gern gesehene Thematiken in Büchern sind, auf diese Art und Weise habe ich noch nie gesehen, dass sie vereint wurden.

 

Der Großteil des ersten Bandes spielt sich in El-Sosach ab, also dort, wo die Lijeh leben. Dort geht es eher ruhig zu. Zusammen mit Saycia lernt auch der Leser die Wirkungsweise der Magie kennen, es dient fast vollständig der Einführung in die Thematik - macht dabei aber definitiv Lust auf mehr - und des Aufbaus von Beziehungen.

 

Apropos, auch Romantik gibt es hier: Zwar nicht sonderlich viel, aber dass es zwischen Ajun und Saycia funkt, ist nun wirklich nicht schwer zu erraten. Ich würde mir trotzdem wünschen, dass die Romantik noch ein wenig mehr rauskommt, denn für das, was schon im ersten Band  alles passiert, ist es in meinen Augen zu wenig Gefühl zwischen den beiden.

 

Charaktere:

 

Saycia ist in meinen Augen eine sehr starke Protagonistin. Sie ist eine Rebellin, die sich schon in Kaledron den Gesetzen widersetzt. Außerdem ist sie intelligent – schließlich schreibt sie beruflich Computerprogramme - und sehr mutig. Dabei merkt man, dass sie immer wieder ihren eigenen Kopf durchsetzen will und das ändert sich auch nicht, wenn sie als Lijeh ausgebildet wird. Mir hat bei ihr besonders gefallen, dass sie nicht einfach nur eine Mitläuferin ist, sondern ihre eigene Meinung vertritt.

 

Ajun war … okay. Ich mag seine ruhige Ader, aber allgemein war er mir zu flach. Er hat zwar einige Charaktereigenschaften, die viel Potential haben – Er lässt zum Beispiel keinen Widerspruch zu -, aber bei ihm fehlen mir einfach noch die Hintergründe. Eine Sache – die ich hier besser nicht verrate – hat es zwar ein wenig wieder rausgerissen, aber naja, da geht sicher noch mehr.

 

Fazit

 

»Magicae – Die eiserne Ordnung« ist ein interessanter Reihenauftakt, der mit einer neuartigen Thematik und einer starken Protagonistin Lust auf mehr macht. Trotzdem sehe ich noch Luft nach oben und freue mich auf den zweiten Band.

 

Bewertung

 

4/5

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40 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

familie, outen, gay-romance, romance, vorurteil

No Return 1: Geheime Gefühle

Jennifer Wolf
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 01.06.2017
ISBN 9783646603262
Genre: Liebesromane

Rezension:

Kurzbeschreibung

 

**Bandboys in Love**

Sie sind die angesagtesten Jungs der gesamten Vereinigten Staaten. Wo auch immer sich die Boyband WrongTurn hinbewegt, folgen ihnen Mädchenkreischen, Liebesbotschaften und nicht selten sogar Heiratsanträge. Teil einer solchen Band zu sein, ist nicht immer leicht, aber das ist es nicht, was den 19-jährigen Songwriter Tony in letzter Zeit aus der Bahn wirft. Denn Tony ist verliebt. In einen Jungen. Und niemand auf der Welt darf es erfahren. Nicht seine Fans, nicht die strenge Bandmanagerin oder die ihnen auf Schritt und Tritt folgenden Reporter und schon gar nicht seine erzkatholischen Eltern. Aber vor allem nicht sein bester Freund und Bandleader Andrew…

(Quelle und Bildcopyright liegen bei Carlsen Impress)

 

Äußere Erscheinung

 

Die Grundfarbe des Covers ist ein komischer Mischton aus Orange und Braun. Im Hintergrund sieht man eine Menge Arme gen Himmel gestreckt, die wohl die Fangemeinde darstellen sollen. Im Vordergrund hingegen befinden sich Tony und Andrew, die beiden Protagonisten. Obwohl ich die Photoshop-Leistung bei den beiden Jungs nicht überragend finde, gibt es sicherlich schlechtere Cover und es geht immerhin um die Geschichte dahinter.

 

Meine Meinung

 

Dass ich Jennifer Wolfs Bücher liebe, ist nun wirklich kein Geheimnis. Nachdem ich die Jahreszeiten verschlungen habe und bereits weiß, wie unglaublich gefühlvoll Jennifer schreibt, musste ich »No Return – Geheime Gefühle« einfach lesen, um zu sehen, wie sie sich im Bereich der Contemporary Gay Romance schlägt.

 

Und wie erwartet, meistert sie es haargenauso wie sie es immer getan hat. Die Emotionen, die das Lesen ihrer Bücher auslöst, sind mal wieder einmalig, der Schreibstil ist flüssig und voller Leidenschaft. Man versinkt in den Seiten und urplötzlich fehlen nur noch ein paar Prozent, obwohl man eben noch vollkommen am Anfang war. Erzählt wird die Geschichte aus Sicht von Tony, dem Ton in Anton, der nicht nur gegen seine eigenen Gefühle kämpft, sondern auch noch den Alltag einer weltberühmten Band erlebt.

 

Es geht um WrongTurn, eine weltbekannten Band, die gerade durch Europa tourt. Im Fokus stehen Tony und Andrew, die schon ewig beste Freunde sind. Tony ist darüberhinaus auch noch total verschossen in Drew, weigert sich aber, sich zu outen. Nicht zu letzt, weil in seinem Vertrag steht, dass er nicht schwul sein darf und seine Eltern streng gläubig sind. Außerdem steht Drew nicht auf ihn. Das zwischen den beiden kann also gar nichts werden – so sehr Tony sich das auch wünscht. Tony … und die Fans. In Deutschland erfährt Tony von Anton, dem Shipnamen, den die Fans An(drew) und Ton(y) gegeben haben, denn offenbar wünschen diese sich die beiden als Paar. Wenn nicht allerhand Missverständnisse und Diskrimminierungen dazwischen kommen würden, wäre die ganze Sache auch noch sehr viel einfacher …

 

Jennifer thematisiert in ihrem neusten Meisterwerk den Alltag einer Boy Band, der nicht nur überaus stressig und schweißtreibend ist, sondern geht auch noch darauf ein, wie es ist, wenn das ganze Leben in der Öffentlichkeit stattfindet. So etwas wie Privatsphäre gibt es dank Twitter nicht und die Twitter-Verläufe im Buch sind ebenfalls sehr erfrischend.

 

Ein weiterer Punkt, der in dem Buch angesprochen wird, ist die offene Diskrimminierung von Homosexuellen, der der Protagonist ausgesetzt wird. Es ist wirklich schrecklich, wie Tony im Verlauf des Buches für seine Gefühle behandelt wird, aber es ist leider noch bittere Realität. Einige Charaktere wird man beim Lesen für ihre Ansichten einfach nur schlagen wollen, andere für ihre Unterstützung lieben. Sympathien hat Jennifer hier also schon im Voraus verteilt.

 

Tony ist ein Protagonist zum Knuddeln. Einerseits ist sein Image in der Band das des perfekten Schwiegersohns, andererseits will man in einfach nur in den Arm nehmen und trösten. Er macht sich (leider) viel zu viel aus der Meinung anderer Menschen und traut sich nicht, sich zu outen, was mehr als nur einmal zu Missverständnissen führt.

 

Andrew ist Tonys bester Freund und ihm geht es in Hinsicht auf seine Gefühle nicht anders, aber er schafft es, seine Zuneigung zumindest etwas besser zu vertuschen, so dass sie nicht ganz so offensichtlich ist. Er kümmert sich trotzdem rührend um seinen besten Kumpel und es wird schnell klar, dass die beiden einfach füreinander geschaffen sind.

 

Fazit

 

»No Return – Geheime Gefühle« ist ein genialer Dilogie-Auftakt, der berührend und humorvoll zeigt, wie viel die Menschen in der heutigen Zeit noch lernen müssen. Man lacht, man weint, man fiebert mit und vor allem, man wartet auf Band 2.

 

Bewertung

 

5/5

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28 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

fantasy, lichtalb, magie, magier, reihe

Die Staubgeborene

Jo Schneider
E-Buch Text
Erschienen bei Dark Diamonds, 26.05.2017
ISBN 9783646300338
Genre: Fantasy

Rezension:

Kurzbeschreibung

 

Die 19-jährige Zianth kann ihren Augen kaum trauen, als sie einen der wertvollsten Edelsteine in den Händen hält, die es gibt! Endlich scheint ein Leben außerhalb der staubigen Minen für sie in greifbarer Nähe – ein Leben in absoluter Freiheit. Doch mit dem Fund erwachen ungeahnte Fähigkeiten in ihr, die sie an einen neuen Ort binden, eine Stadt der Magie. Hier wird sie zur Schülerin des vermutlich dunkelsten Magiers des Landes. Der Winteralb gilt als hart und unbarmherzig und um seine Vergangenheit ranken sich viele düstere Geheimnisse. Immer wieder stellt er Zianth vor Aufgaben, an denen sie zu zerbrechen droht. Bis ihre wahre Gabe ans Licht kommt…

(Quelle und Bildcopyright liegen bei Dark Diamonds)

 

Äußere Erscheinung

 

Auch wenn ich da jetzt vermutlich vielen mit auf den Schlips trete, aber ich mag das Cover echt überhaupt nicht. Also wirklich, wirklich gar nicht. Auf allen fünf Bänden der Reihe findet sich jedes Mal der gleiche Baum an einer Steinwand, der meines Wissens nach nichts mit der Handlung zu tun hat, darüber liegt dann jedes Mal ein anderer Farbfilter. Band 1 ist blau, der Titel steht über dem Baum und ansonsten ist das Cover auch nicht sonderlich spektakulär – was sehr schade ist, weil die Geschichte dahinter so toll ist.

 

Meine Meinung

 

Schreibstil:

 

Jos Schreibstil lässt sich in drei Worten beschreiben: Packend, mitreißend und bildgewaltig. Schon direkt am Anfang schafft sie es, den Leser mit ihrem wunderbar-bildhaften Schreibstil zu packen, neugierig zu machen und eine Grundlage zu schaffen, dass man gar nicht mehr aufhören will. Je weiter man in der Geschichte vorankommt, je mehr sich alles zuspitzt, desto actionreicher und fesselender wird die Art, wie sie die Szenen niederschreibt, bis man gar nicht mehr anders kann, als dem buch zu verfallen.

 

Handlung:

 

Nachdem Zianth in den Mienen einen unfassbar wertvollen Drachenstein findet und über diesen Fund schwer verletzt wird, zeigt sich zum ersten Mal die Magie in ihr. Sie kommt zu Vetsa, einer Heilerin und findet sich kurz darauf in einer Ausbildung als Magierin wieder. Unterrichtet werden sie und ihre Mitschüler von Aster, einem kaltherzigen Winteralben. Während des Trainings wird schnell klar, dass Zianth nicht ohne Grund besser ist als die anderen, dass in ihr so viel mehr steckt, als es den Anschein hatte, als sie dort angekommen ist.

 

Schließlich haben die vielen Jahre in der Miene Zianths Entwicklung maßgeblich beeinflusst, so dass sie mit ihren neunzehn Jahren eher einer Vierzehnjährigen glich. Aber das ändert sich. Zianth erholt sich und auch ihrer Lunge, die von dieser Zeit mit jeder Menge Staub verunreinigt ist (Damit wäre auch der Titel des Buches geklärt), geht es immer besser.

 

Wenn sie nicht gerade beim Training ist, verfolgt Zianth andere Ziele: Sie lernt lesen und schreiben und verbringt Zeit mit ihrer Zimmerkameradin Ilie. Natürlich kommt auch der ein oder andere Mann ins Spiel, aber macht euch mal nicht allzu große Hoffnungen: Bei Band 1 von 5 spielt die Romantik noch keine allzu große Rolle, dafür wird viel Wert darauf gelegt, eine Basis für die folgenden Bände zu legen.

 

Wir lernen viel über die Welt an sich, die Charaktere und den Glauben dieser. Die Magie nimmt ebenfalls viel Raum ein, Gepflogenheiten. Was den Antagonisten angeht, so habe ich eine Vermutung, doch inwieweit die zutreffend ist, erfährt man wohl erst im zweiten Band. Genauso schafft die Autorin ist, am Ende, wenn man denkt, der Höhepunkt ist vorbei und nun klingt nur noch alles ab, noch einen großen Plottwist unterzubringen, so dass man direkt weiterlesen muss, um zu erfahren, ob man richtig liegt.

 

Charaktere

 

Die Protagonistin ist Zianth, ein ehemaliger sogennanter Staubling. Das heißt, sie war in den Mienen zu Hause, trägt überall an ihrem Körper den Mienenstaub und sogar in sich drin (weil sie ihn im Essen aufgenommen hat). Zu Beginn scheint Zianth tatsächlich wie eine sehr schwache Protagonistin, was aber nicht verwunderlich ist, bei der Art, wie sie aufgewachsen ist. Im Laufe des ersten Bandes legt sie bereits eine wahnsinnige Entwicklung hin, lernt eine Menge und wird auch stärker. Gerade das hat mir an ihrer Figur sehr gefallen und ich bin gespannt, ob diese Entwicklung auch in den Folgebänden wieder so gut sichtbar wird wie in diesem.

 

Aster ist der wohl geheimnisvollste der Charaktere. Man weiß nur wenig über ihn, außer dass er ein Winteralb ist und das ihm vermutlich schreckliche Dinge widerfahren ist, die ihn so haben werden lassen: Kaltherzig und unnachgiebig. Er trainiert seine Schüler mit eiserner Hand, aber hin und wieder habe ich beim Lesen das Gefühl gehabt, dass er auch eine andere Seite hat. Aber das war nur selten. Wie er sich in den nächsten Bänden entwickeln wird, kann ich zu dem Zeitpunkt nicht vorhersagen, aber ich werde es gespannt verfolgen.

 

Vesta, die Heilerin, spielt ebenfalls eine wichtige Rolle, da sie eine Art Bezugsperson für Zianth wird. Sie ist sehr weise und vernünftig und gerade deshalb habe ich sie schnell liebgewonnen. Außerdem beschleicht mich das Gefühl, dass ihre Rolle in den Fortsetzungen noch sehr wichtig werden wird und wir mehr über sie erfahren.

 

Auch die anderen Charaktere, und wenn sie nur Nebencharaktere sind, haben alle diese gewisse Tiefe, die einem zeigt, dass die Autorin nicht einfach noch sinnfrei Leute in die Geschichte geworfen hat. Sei es Ilie, Fyrmar oder einer der anderen, sie alle haben ihre Existenzberichtigung, ihren Hintergrund und ihre Rolle in der Geschichte.

 

Fazit

 

»Die Staubgeborene« hat meine Erwartungen nicht nur getroffen, sondern fast zehnfach überboten. Eine fesselende Highfantasy-Geschichte mit so viel Tiefe, wie ich sie selten gelesen habe. Unbedingt lesen!

 

Bewertung

 

5/5

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Magica: Quelle der Macht

Saskia Stanner
E-Buch Text: 209 Seiten
Erschienen bei Eisermann - Verlag, 29.11.2016
ISBN 9783946172369
Genre: Sonstiges

Rezension:

Kurzbeschreibung

 

März 1645: Den neuen Lord in einer Vision zu sehen, wäre für eine Hexe wie Kristy ganz normal. Wenn diese ihn jedoch vierhundert Jahre in der Zukunft zeigt, stellt sich die Frage nach ihrem Sinn.
Auf der Suche nach Antworten kommt Kristy dem Lord Jonathan of Devon immer näher. Schnell wird ihr bewusst, dass sie sich eigentlich von ihm fernhalten sollte, statt Gefühle für ihn zu entwickeln.
Dann aber wird ein Hexenjäger auf sie aufmerksam und Kristy muss sich entscheiden: Wird sie dem Jäger selbst gegenübertreten oder sich von Jonathan schützen lassen – denn schließlich ist er das gefährlichste Wesen ihrer Zeit?

(Quelle und Bildcopyright liegen beim Eisermann Verlag)

 

Äußere Erscheinung

 

Das Cover ist sehr dunkel gehalten. Überall sieht man die Funken vor einem sehr düsteren Hintergrund, der klasse zu dem historischen Setting passt. Über dem Titel, der sich in der Mitte befindet, sieht man einen Teil des Gesichtes der Protagonistin und ihre rote Haare. Ich finde, das Cover trifft die Stimmung des Buches einfach perfekt und bin auch ein riesiger Fan des Covers allgemein.

 

Meine Meinung

 

Schreibstil:

 

Ich gebe zu: Das hier ist mein erster Roman von Saskia Stanner, die bereits als Wattpad-Autorin bekannt ist, aber es wird mit Sicherheit nicht der letzte Roman von ihr sein, den ich lese. Interessant ist bei »Magica«, dass das Buch drei verschiedene Sichten bedient. Wir haben die Hauptsicht von Kristy, immer wieder Szenen aus der Vergangenheit, die aus Jonathans Sicht erzählt sind und ab und zu Tagebucheinträge einer dritten, unbekannten Person. Mal ganz davon abgesehen, dass jede Sicht durch eine andere Schriftart abgegrenzt ist, bemerkt man es auch am Schreibstil. Saskia hat absolut keine Probleme damit, sich in eine Figur hineinzuversetzen und den Leser mitzureißen. Ihr Schreibstil ist darüber hinaus sehr angenehm und leicht zu lesen, so dass der Einstieg in die Geschichte nicht schwerfällt. Auch für nicht-historische Leser wie mich.

 

Handlung:

 

Wie schon gesagt: Eigentlich lese ich keine historischen Romane, aber nachdem Saskia sogar schon drei von mir gelesen hat, musste ich dringend aufholen – und ich bereue, es nicht schon eher getan zu haben. Die Handlung spielt zwar im Jahre 1645 und man merkt es auch anhand der Verhaltsweisen, der Kleidung usw. aber die Geschichte, die sie erzählt, ist einfach wunderbar.

 

Es geht um Kristy, eine junge Hexe mit unglaublich starken Kräften, die in einer Vision Jonathan sieht, einen Vampir, dem sie unweigerlich näherkommt. Während die beiden sich ineinander verlieben, ist aber gleichzeitig auch ein Hexenjäger auf dem Weg zu ihnen und damit kann das Abenteuer auch schon losgehen.

 

Ich weiß, das hört sich jetzt simpel an, ist es aber nicht! Wir verfolgen hiermit drei Handlungsstränge. Einmal den aus der Vergangenheit, der immer weiter in die damalige Gegenwart geführt wird, dann das Zeitgeschehen der Haupthandlung und durch einen dritten Strang auch noch das Geschehen von einer unbekannten Person, deren Identität erst später enthüllt wird.

 

Vor allem das Thema der Hexenverfolgung, die damals an der Tagesordnung stand, hat Saskia wirklich gut umgesetzt, auch wenn es mir stellenweise zu detailliert war und ich wirklich Angst um meine Lieblinge hatte. Die Verknüpfung zu den Vampiren ist ebenfalls gut gelungen, weil so beide Familien noch mal verschiedene Backgrounds haben und die Tragik dazwischen noch einmal erhöht wird.

 

Und das Ende erst! Saskia, nein! Einfach nur nein! Ich habe tatsächlich geweint, obwohl ich wusste, was passieren muss und unweigerlich auch passieren wird. Legt euch also Taschentücher beiseite. Und hofft, dass Band 2 schnell erscheint. Vor allem nach diesem Ende werdet ihr ihn brauchen.

 

 

Charaktere:

 

Kristy habe ich als Protagonistin als sehr angenehm empfunden. Sie ist klug und mutig, aber auch höflich und bescheiden. Es macht Spaß, ihre Geschichte zu verfolgen, weil sie so ist, wie sie ist. Darüber hinaus hat mir an ihr gefallen, dass sie nicht so perfekt ist. Auch sie hat Angst und weiß manchmal nicht weiter. Sie macht Fehler und steht dazu. Bewundernswert, wie ich finde.

 

Jonathan ist ein etwas komplexerer Charakter. Um seine Familie zu retten, lässt er sie und sich selbst in Vampire verwandeln, ist aber immer darauf bedacht, niemanden zu verletzen. Auch er ist höflich und extrem romantisch. Er kümmert sich um seine Familie und ja, ich glaube, ich habe einen neuen Bookboyfriend – auch wenn Saskia sagt, dass ich ihn nicht anlecken darf. ☹

 

Fazit

 

»Magica – Quelle der Macht« sollte man auf jeden Fall auf dem Schirm haben. Sympathische Charaktere und eine Handlung, die mal nicht dem Mainstream entspricht macht das Lesen zu einem echten Erlebnis.

 

Bewertung

 

5/5

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27 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

märchen, orient, dschinn, freundschaft, scha

1001 zauberhafter Wunsch

Ewa A.
Flexibler Einband: 504 Seiten
Erschienen bei Feelings , 04.04.2017
ISBN 9783426216156
Genre: Fantasy

Rezension:

Kurzbeschreibung

 

Eine humorvolle Romantasy mit Orientflair voller Abenteuer, Grusel, Spannung und Gefühl!
Was würdest du alles tun, um die Liebe zu erringen, nach der du dich schon immer gesehnt hast? Wärst du dazu bereit, ein anderer Mensch zu werden? Würdest du dein Leben riskieren? Shanli ist eine junge Bäckerstochter, die ein Problem hat. Nein, eigentlich hat sie einen ganzen Stall voll Probleme. Nach dem Tod ihres Vaters will sie dessen Bäckerei weiterführen, was ihr jedoch nicht leicht gemacht wird. Auch dass sie in den ortsansässigen Schah verliebt ist, der nicht mal weiß, dass sie existiert, macht ihr das Leben nicht leichter. Und abgesehen davon ist sie nicht gerade schlank, sondern hat einen Hintern, der es mit dem eines Kamels aufnehmen könnte. Und ach ja, dann wäre da noch ein Dschinn, den sie geerbt hat und der ihr mit seiner abnormen Arroganz noch den letzten Nerv raubt ...

(Quelle und Bildcopyright liegen bei Feelings)

 

Äußere Erscheinung

 

Durch die sandfarbe hat man bei dem Cover direkt das orientalische 1001-Nacht-Feeling, was sicher auch gewollt ist. Die Schrift passt an sich auch dazu, aber durch die Schnörkel wirkt das Ganze etwas unruhig. Außerdem wirkt das Mädchen an der rechten Seite etwas willkürlich aufs Cover gesetzt. Die Lampe kann ich ja noch verstehen wegen dem Dschinn, aber dieser kommt ja nicht aus der Flasche, sondern aus einem Smaragd, von daher … sagen wir einfach, ich bin kein großer Fan von dem Cover, aber um das geht es ja auch nicht.

 

Meine Meinung

 

Schreibstil:

 

Da das hier mein erster Roman von Ewa A. ist, kann ich nicht beurteilen, ob der Stil sich gewandelt hat. Ich finde den Schreibstil in »1001 zauberhafter Wunsch« sehr angenehm zu lesen. Die ganzen orientalischen Namen und Orte machen es darüber hinaus sehr leicht, sich in das Setting einzufinden. Die passende Sprache trägt seinen Teil zu dem Feeling bei und macht das Leseerlebnis zu etwas ganz Besonderem.

 

Handlung:

 

Im Grunde geht es um Shanli, die als Bäckerstochter keine großen Chancen darin sieht, dem Schah, in den sie über alles verliebt ist, zu imponieren. Aber alles wandelt sich, als eben dieser eine Brautschau veranstaltet und Shanli einen Smaragd findet, in dem ein Dschinn lebt. Mit dessen Hilfe verwandelt sie sich in eine blonde Schönheit und schafft es, zu den Prüfungen zugelassen zu werden. Wer alle Prüfungen besteht, wird die Braut des Schahs und auf einmal hat Shanli Hoffnung. Sie stellt sich mutig den Prüfungen, den Dschinn an ihrer Seite, und gibt nicht auf …

 

Ich denke, es wäre gelogen, wenn jemand behauptet, er wüsste jetzt nicht, wie die Geschichte seinen Lauf nimmt. Ein wenig vorhersehbar ist die Handlung schon, aber vorhersehbar auf eine unterhaltsame Art und Weise, bei dem man gerne weiterliest. Immer wieder baut die Autorin Spannung auf, die einen an die Seiten fesselt, und im nächsten Moment ist es wieder total romantisch.

 

Allerdings ist nicht alles vorhersehbar. Das Ende zum Beispiel ist es nicht. Hier schafft die Autorin es, den Leser vollkommen vor den Kopf zu stoßen und noch einmal zu überraschen. Ich weiß noch immer nicht, ob ich lachen oder weinen soll, denn einerseits ist dieses Ende genial und vollkommen unerwartet, aber andererseits ist es das Ende – etwas, das ich einfach nicht wahrhaben möchte. Liebe Ewa, das ist kein Ende! Zumindest nicht, wenn du nicht vorhast, eine Fortsetzung zu schreiben.

 

Wenn ihr also keine offenen Enden mögt, ist dieses Buch wohl nichts für euch, aber wenn ihr bereit seid, euch darauf einzulassen, kann ich es wärmstens empfehlen.

 

Charaktere:

 

Einmal Applaus für Shanli! Sie ist nicht die typische Protagonistin, nicht überaus schön oder schlank, im Gegenteil. Als Bäckerstochter liebt sie Süßigkeiten und das sieht man ihr auch an. Aber sie hat ein großes Herz, ist klug und mutig. Wenn ich sie auch am Anfang etwas naiv und zu sehr auf das Äußere bedacht war, so konnte sie mich durch ihre positiven Eigenschaft ziemlich schnell von sich überzeugen und mit der Zeit wurde sie mir dann immer sympathischer.

 

Navid ist der männliche Protagonist und Shanlis Dschinn. Am Anfang benimmt er sich wie ein arroganter Mistkerl, aber trotzdem konnte ich ihm nicht böse sein. Er hat dieses verwegene, was ihn direkt sympathisch macht. Sein Hintergrund macht verständlich, wieso er seine Ziele verfolgt und trotzdem wandelt auch er sich über den Verlauf des Buches. Ich jedenfalls habe ihn definitiv angeleckt. Er ist meins. 😉

 

Fazit

 

Das Orient-Feeling ist definitiv ein wirklich toller Effekt des Buches. Während mir die ganze Zeit noch eine kleine Sache gefehlt hat, hat mich das Ende wahrhaftig sprachlos gemacht. Hier vergebe ich gerne 4,5 – aufgerundet 5 - Sterne.

 

Bewertung

 

4,5/5

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31 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

musik, zukunft, liebe, bands

#bandstorys: Lonely Lyrics (Band 3)

Ina Taus
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 04.05.2017
ISBN 9783646602951
Genre: Sonstiges

Rezension:

Kurzbeschreibung

 

**Rockstar-Romantik: Vertraue auf die Lyrik der Liebe**

Sex, Drugs und Rock’n’Roll – ein Motto, dem sich der Gitarrist und Womanizer Luke etwas zu sehr verschrieben hat. Um der Realität zu entgehen und den Problemen, die dort auf ihn warten, flüchtet sich der Musiker von einem Partymarathon zum nächsten. Bis seine Bandkollegen von »Anna Falls« und »Must be Crazy« nur noch einen Weg sehen, um ihren Freund endlich aufzurütteln: Gemeinsam schicken sie den sich sträubenden Luke in ein Suchtbetreuungszentrum. Noch ahnt er nicht, dass dort ein Wiedersehen auf ihn wartet, das sein Leben vollkommen verändern wird…

(Quelle und Bildcopyright liegen bei Carlsen Impress)

 

Äußere Erscheinung

 

Band drei ist wieder im gleichen Design gehalten wie die anderen Teile der Bandstorys. Wieder ist der Hintergrund orange-rötlich und es scheint zu regnen. Luke, der Protagonist, und seine Gitarre stehen dieses Mal im Fokus – allein, weshalb die untere Hälfte des Covers etwas leer wirkt, während die obere Hälfte zum Glück wieder voll ausgefüllt ist. Sieht schöner als als das Trapez, was sich bei »Sad Songs« gebildet hat, aber im Großen und Ganzen finde ich das Cover einfach nicht schön. Ich mag die Farben nicht und die ganze Aufmachung. Gut, dass ich kein Buch an seinem Cover beurteile.

 

Meine Meinung

 

Schreibstil

 

Nach zwei Bänden kannte ich Ina Taus‘ Schreibstil bereits und wurde auch hierbei nicht enttäuscht. Wieder erzählt sie die Geschichte aus zwei Perspektiven und geht dabei genau auf die Besonderheiten ihrer beiden Protagonisten ein. Auch wenn man gerade nicht ganz im Kopf hat, in wessen Sicht man sich befindet, so kann man es jederzeit an der Art, wie derjenige denkt, spricht und handelt, erkennen. Darüber hinaus ist der Schreibstil von Ina unverblühmt, direkt und sie ist ebenfalls nicht um einige Kraftausdrücke verlegen, aber das ist vollkommen in Ordnung, denn er ist auch gefühlvoll und absolut süchtigmachend.

 

Handlung

 

In diesem Band dreht sich alles um Luke, dem größten Womanizer der beiden Bands. Luke baggert echt alles an, egal, ob männlich oder weiblich, und eines Tages begeht er einen folgeschweren Fehler. Von da an steht Lukes Leben Kopf und als dann auch noch Vic in sein Leben stößt, geht das Chaos erst richtig los.

 

Gerne würde ich euch mehr verraten, um euch zu zeigen, was für eine wundervolle, fesselnde und Tränen-in-die-Augen-treibende Geschichte Ina hier wieder für uns hat, aber augrund der Spoilergefahr lasse ich das. Ihr werdet es mir einfach so glauben müssen.

 

Was ich euch aber noch sagen kann, ist das dieser Band die wohl verdrehteste Love Story der ganzen Trilogie besitzt, also versteift euch nicht auf eine Sache. Wenn ihr es tut – und Leute, ihr werdet wissen, was ich meine – werdet ihr diesen Plottwist absolut nicht kommen sehen. Damit nimmt die Romanze ganz neue Formen an, versprochen!

 

Außerdem ist zu erwähnen, dass nach dieser Liebesgeschichte die Reihe zu einem würdigen Schluss kommt. Viele werden jetzt protestieren und sagen, dass ja noch nicht alle von Anna Falls und Must be crazy eine PartnerIn gefunden haben, aber auch hier kann ich Entwarnung geben: Es bleiben in dieser Richtung keine Fragen offen.

 

Sogar das am besten gehütetste Geheimnis der Reihe wird gelüftet. Das heißt: Wenn ihr es wissen wollt. Ina hat uns nämlich ein Bonuskapitel geschrieben. Wer also wissen will, wer Miss Mysterious ist, der wird es erfahren. Wer sich dieses Geheimnis aber nicht nehmen lassen will, der muss dieses nicht unbedingt lesen. Die Geschichte wird vorher aufgeklärt. 😉

 

Charaktere

 

Luke kennen wir schon aus den vorhergegangenen Teilen und mal ehrlich, vor allem in Bitter Beats kam er nicht gut weg, daher war ich extrem froh, dass er nun seine eigene Geschichte bekommen hat. In dieser war er nicht der Arsch, sondern eher wie ein armes, getretenes Hundebaby, was ganz viel Liebe braucht. Luke hat es nun wirklich nicht leicht und vielleicht findet er nicht immer die vernünftigste Lösung, aber als Protagonist hat er definitiv überzeugt. Es sind einfach seine Ecken und Kanten, die ihn so sympathisch machen.

 

Vic ist Luke’s Love Interest und hat zudem in der Vergangenheit mit einem Drogenproblem zu kämpfen hat. Das ist auch der Grund, aus dem Vic selbst die Reha besucht hat. Vic ist ein sehr komplexer Charakter mit einer schwierigen Vergangenheit und doch schafft Vic ist, Schritt für Schritt wieder Vertrauen zu Luke zu fassen, aber auch Vic hat – unabsichtlich – etwas zu verbergen. Und wenn ihr wissen wollt, wieso sich diese Passage so holprig anhört, dann müsst ihr das Buch lesen. 😉

 

Fazit

 

»Lonely Lyrics« ist der Band der Reihe, der mich am meisten gepackt, am meisten überrascht und am meisten fertiggemacht hat. Nicht nur, dass wir es hier mit zwei sehr sympathischen Charakteren zu tun haben, auch die Story, die sich dahinter verbirgt, ist unfassbar gut durchdacht und mit so viel Gefühl beschrieben, dass man einfach nur Schwärmen kann.

 

Bewertung

 

Lieblingsbuch

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49 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 39 Rezensionen

vampire, melody of eden, sabine schulter, dark diamonds, liebe

Melody of Eden - Blutrache

Sabine Schulter
E-Buch Text
Erschienen bei Dark Diamonds, 28.04.2017
ISBN 9783646300093
Genre: Fantasy

Rezension:

Kurzbeschreibung

 

**Eine Liebe, so unsterblich wie die Hoffnung**

Rufus' Rachedurst ist nicht zu stillen. Das bekommt vor allem Eden zu spüren, der nach Melodys Verschwinden alle Hoffnung aufgegeben hat. Daher zieht er gemeinsam mit seinem Rudel los, um in den unsäglichen Gängen der Kanalisation endlich das Nest der Wilden zu finden. Doch durch die Trauer um seine geliebte Blutgefährtin beginnt Eden mehr und mehr die Kontrolle über seinen Berserker zu verlieren. Sogar sein Rudel kann ihn kaum noch vor sich selbst schützen. Völlig blind vor Hass hat er nur noch eines im Sinn: Rufus endlich zur Strecke zu bringen – koste es, was es wolle. Denn ein Leben ohne Melody ist für Eden einfach unvorstellbar…

(Quelle und Bildcopyright liegen bei Dark Diamonds)

 

Äußere Erscheinung

 

Getreu dem Konzept »Sonnenuntergang – Nacht – Sonnenaufgang« ist Band 3 der »Melody of Eden«-Trilogie gelb oder gold – je nach dem, wie man das sehen möchte. Ansonsten gibt es wieder die altbekannten schwarzen Sillouetten von Melody und Eden, dieses Mal küssend neben einem Gebäude. Obwohl ich sonst kein Fan von gelben Cover bin, passt es gut ins Reihenkonzept. Band 2 ist und bleibt aber mein Favorit.

 

Meine Meinung

 

Schreibstil:

 

Auch hier kann Sabine Schulter wieder mit ihrem wunderschönen, flüssigen Schreibstil punkten. Sie hat einfach ein Händchen für die Beschreibungen, die einem das Herz höher schlagen lassen. Durch die unregelmäßigen Sichtwechsel zwischen den Protagonisten bekommt man von beiden Seiten die volle Ladung der Gefühle und Gedanken und kann sich so richtig schön in die Charaktere eintauschen, um sich mit ihnen zu sympathisieren (was sie einem wirklich leicht macht, aber dazu später mehr).

 

Handlung:

(Achtung Spoiler!)

 

Die Handlung schließt sehr kurz nach dem Ende von Band zwei an. Wir erinnern uns daran, dass Melody verschüttet wurde und noch immer unter den Trümmern liegt. Aber sie ist nicht allein. Zusammen mit John, einem Reporter, beginnt sie die Suche nach dem Ausgang und nachdem das gelungen ist, geht es nur noch um eins: Rufus dingfest zu machen. Aber das ist nicht alles. Neben der Haupthandlung mit Rufus und den Wilden gibt es auch einige Nebenhandlungsstränge, die nun langsam aber sicher aufgeklärt werden. Ich will mal nicht zu viel vorwegnehmen, wir reden hier schließlich von dem großen Finale, aber so viel ist klar:

 

Sabine Schulter lässt bei dem Abschluss ihrer Trilogie so gut wie nichts offen. Keine Frage bleibt unbeantwortet. Wo auch immer noch Fragezeichen über den Köpfen der Leser schweben, findet Sabine eine plausible Antwort. Bei jedem Handlungsstrang, der noch Konfliktpotential bietet, gibt es eine zufriedenstellende Lösung und wenn ihr glaubt, es wird nicht emotional: falsch gedacht. Hier bleibt wirklich kein Auge trocken. Mehr bleibt nicht zu sagen.

 

Charaktere:

 

Melody und Eden haben sich sehr über die drei Bände verändert. Während Melody zwar ihre Liebenswürdigkeit behalten hat, ist gleichzeitig ihr Mut gewachsen. Bei Eden hat man derweil deutlich wahrnehmen können, dass er sich mehr und mehr öffnet, Melody in sein Herz lässt und zusammen, das merkt man richtig, ergänzen die beiden sich so wie man es nur selten in Jugendbüchern lesen kann.

 

Auch die anderen Charaktere, die eine wesentliche Rolle in »Melody of Eden« spielen, hat Sabine Schulter liebevoll ausgearbeitet, so dass man sich stellenweise so fühlt, als stünden sie direkt vor einem. Vor allem Ivy habe ich richtig liebgewonnen, aber auch den Rest des Rudels und die familienartige Beziehung, die alle miteinander führen, werde ich nach dem Ende der Reihe nun richtig vermissen.

 

Fazit

 

»Melody of Eden – Blutrache« ist definitiv ein würdiger Abschlussband, der noch einmal das beste aus der Geschichte herausholt. Hier kann ich nicht anders, als eine absolute Leseempfehlung auszusprechen.

 

Bewertung

 

5/5

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206 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 56 Rezensionen

superhelden, jennifer estep, karma girl, piper verlag, bigtime

Karma Girl

Jennifer Estep , Vanessa Lamatsch
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Piper, 03.04.2017
ISBN 9783492280372
Genre: Fantasy

Rezension:

Kurzbeschreibung

 

Magische Anziehungskraft und super Powerfrauen

In der Welt von »Bigtime« hat jede Stadt mindestens einen Superhelden. Doch selbst der coolste Held kann nichts gegen die Irrungen und Wirrungen der Liebe ausrichten. Daher sollten sich die Heroen in Jennifer Esteps neuer Reihe besser zweimal überlegen, für wen sie aus dem Spandex schlüpfen: Reporterin Carmen Cole erlebt ihren absoluten Alptraum. Kurz vor ihrer Hochzeit erwischt sie ihren Verlobten mit ihrer besten Freundin im Bett. Und es kommt schlimmer – er ist auch noch der ortsansässige Superheld und ihre beste Freundin dessen Erzfeindin! Nach dieser Demütigung beschließt Carmen, sich zu rächen und befördert die beiden geradewegs in die Schlagzeilen. Von da an ist es ihre Lebensaufgabe, Superhelden zu enttarnen. Als sie jedoch in der Metropole Bigtime die Identität der mysteriösen Fearless Five aufdecken soll, geschieht eine Tragödie. Carmen möchte daraufhin nichts lieber, als mit dem Job aufzuhören, nur leider haben die Superschurken Gefallen an Carmens Arbeit gefunden. Sie zwingen sie, sich an die Fersen des Anführers der Five zu heften. Und der sieht zu allem Überfluss extrem gut aus ...

(Quelle und Bildcopyright liegen beim Piper Verlag)

 

Äußere Erscheinung

 

Die Covergestaltung ist dieses Mal komplett anders als die von Jennifer Esteps anderen Werken, aber sie ist so definitiv eine gute Wahl für das Buch gewesen. Vor dem schwarzen Hintergrund mit den bunten Rechtecken, die eine Großstadt erahnen lassen, prangt ein Superhelden-Logo, das entfernt an das Zeichen von Superman erinnert. Statt des großen »S« in der Mitte ist es hier aber ein Herz, in dessen Mitte der Buchtitel »Karma Girl« zu finden ist. Darüber sieht man die Sillouette einer jungen Frau mit wehendem Haar und Cape.

 

Meine Meinung

 

Schreibstil:

 

Jennifer Estep bedient sich einem Schreibstil, der an und für sich sehr leicht und schnell zu lesen ist. Man stolpert kaum über Satzkonstruktionen, kommt leicht mit und kann sich super in die Geschichte hineinversetzen. Jennifer Estep hat es darüber hinaus geschafft, das Buch so zu schreiben, dass man als Leser sich durchaus Gedanken um die Identitäten der Superhelden und Schurken machen und Vermutungen anstellen kann, ohne mit Sicherheit zu wissen, ob man richtig liegt, bis es aufgedeckt wird.

 

Handlung:

 

Die Geschichte beginnt mit dem Event, das Carmens Rachefeldzug auslöst: Ihrer Hochzeit. Nachdem sie ihren jetzt Ex-Verlobten mit ihrer jetzt Ex besten Freundin im Bett erwischt und sich beide auch noch als Superheld bzw. Superschurkin herausstellen, brennt bei ihr eine Sicherung durch und sie beschließt, alle Superhelden und Schurken zu demaskieren.

 

Die Anfangssequenz samt Erfolgsgeschichte von Reporterin Carmen Cole ist recht schnell und oberflächlich abgehandelt und haben mich skeptisch gemacht. Ganz nach dem Motto: »Hoffentlich kommt da noch etwas mehr Tiefe«.

 

Alle, denen es auch so geht, kann ich beruhigen. Tiefe kommt und eine spannende Handlung gleich mit dazu. Mann kann mitfiebern, mitleiden, aber vor allem muss man über bestimmte Passagen einfach grinsen. Wenn man also den Anfang überwunden und sich in etwa beim ersten Drittel befindet, kann man sich auf eine rasante Achterbahnfahrt vorbereiten, bei der Jennifer Estep mal wieder zur Höchstform aufläuft.

 

Schritt für Schritt sickern neue Erkenntnisse durch, die die Handlung, die in drei Teile gegliedert ist, beeinflussen und das Ende – da war ich wirklich positiv überrascht. Es ist natürlich kein perfektes Happy End, aber wie soll es das in einer Welt voller Superhelden und Schurken schon geben. Dafür empfinde ich das Ende als sehr zufriedenstellend und gelungenen als Abschluss des ersten Bandes der Reihe.

 

Charaktere:

 

Carmen, die Protagonistin, ist zwar keine Superheldin, aber auch sie nimmt eine wichtige Rolle ein: Sie ist eine Reporterin, knallhart und schomungslos lässt sie Superhelden und Schurken auffliegen. Sie weiß, was sie tut, ist sehr intelligent und ja, auch mutig. Zumindest gegen Ende hin. Ihre Entwicklung von der normalen Reporterin zur furchtlosen Heldin (wenn auch ohne Kräfte) ist wirklich beeindruckend und wirkt überhaupt nicht wie an den Haaren herbeigezogen. Als Persönlichkeit ist sie nachvollziehbar und sehr sympathisch.

 

Striker alias – wird natürlich nicht verraten – ist der Anführer der Fearless Five, der Superhelden in Bigtime. Er ist stark, besitzt übernatürlich starke Sinne und ist ein Profi mit seinen zwei Schwertern. Mal ganz zu schweigen von seinem guten Aussehen und seinem Charme. Viel kann ich hier natürlich nicht verraten, ohne zu spoilern, aber wenn ihr aufmerksam lest, werdet ihr schnell erfahren, wer sich hinter der Maske verbirgt.

 

Apropos Namen: Alliterationen scheinen in Sachen Superhelden ja schon immer gefragt gewesen sein, aber Jennifer Estep zeigt: Sie sind noch lange kein Schnee von gestern. Auch wenn die Alliterationen ziemlich viel sehr offensichtlich machen – in meinen Augen zumindest – tut das der Story aber keinen Abbruch.

 

Fazit

 

»Karma Girl« ist ein unterhaltsamer Reihenauftakt zu Jennifer Esteps neuer Superhelden-Serie, der den Zeitgeist genau trifft. Wenn auch am Anfang die Tiefe etwas fehlt, konnte mich das Buch am Ende doch überzeugen.

 

Bewertung

 

4/5

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

märchen

Märchenmagie (Alle Märchen-Romane von Jennifer Alice Jager in einer E-Box!)

Jennifer Alice Jager
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 02.03.2017
ISBN 9783646603286
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung

 

**Vier moderne Märchenadaptionen voller Romantik und Magie**

»Wer Märchen liebt, wer gern in eine magische Welt mit all ihrer Schönheit und verborgenen Geheimnissen eintaucht, der ist hier genau an der richtigen Stelle.« (Leserstimme auf Amazon)

Märchen lassen uns von verzauberten Wäldern, fantastischen Wesen, der Unendlichkeit der Liebe und der Kraft des Guten träumen. Diese E-Box enthält den Zauber von gleich vier märchenhaften Romanen. »Sinabell. Zeit der Magie« erzählt von einer starken Königstochter, die drei Aufgaben lösen muss, um den Prinzen und ihre Liebe zu retten. In »Being Beastly. Der Fluch der Schönheit« muss die wunderschöne Valeria erkennen, dass ihre bevorstehende Hochzeit mit Graf Westwood sich von einem Traum zum Albtraum entwickelt, denn er verhält sich ihr gegenüber wie ein eiskaltes Biest. In der Dilogie »Secret Woods« versucht Nala, die Tochter eines Barons, das wahre Gesicht ihrer bösen Stiefmutter ans Licht zu bringen. Doch schon bald steht nicht nur das Leben ihres Bruders auf dem Spiel, sondern auch ihr eigenes Herz ist in Gefahr – und das des fremden Jägers mit dem verschmitzten Lächeln und den blaugrauen Augen…

(Quelle und Bildcopyright liegen bei Carlsen Impress)

 

Äußere Erscheinung

 

Das Cover ist etwas dunkler und düsterer als die einzelnen Bücher, aus denen diese E-Box besteht. In Grün- und Brauntönen wird trotzdem eine passende Märchenatmosphäre geschaffen und die Prinzessin in dem pinken Kleid komplettiert das Bild.

 

Meine Meinung

 

Schreibstil:

 

Wie wir alle wissen, schreibt Jennifer Alice Jager in verschiedenen Genres, aber ihre Märchen haben immer einen ganz besonderen, zauberhaften Touch, der einen direkt in den Märchenwald, in ein schauriges Anwesen oder einen königlichen Palast transportiert. Sie erschafft Welten im Kopf des Lesers und lässt die Charaktere förmlich real werden.

 

Handlung:

 

Bei »Sinabell« geht es um eine Prinzessin, die einen Prinzen heiraten soll und sich auf einem Ball in einen Jungen verliebt. Dieser wird an diesem Abend jedoch gefangen genommen und um ihn zu befreien, um sie einige Aufgaben erfüllen.

 

»Being Beastly« ist die Adaption von »Die Schöne und das Biest«. Es dreht sich hierbei um Valeria, die vom König einem geheimnisvollen Grafen versprochen wird. Sie zieht daraufhin in sein Anwesen und versucht, sein Herz zu erobern. Dabei erfährt sie immer mehr von der Vergangenheit des Grafen und wie er so werden konnte.

 

Und last but noch least ist ihre »Secret Woods«-Dilogie die Adaption von »Brüderchen und Schwesterchen«, einem eher unbekannteren Märchen. Es geht um die Gewister Nala und Dale. Die beiden haben es nicht leicht mit der neuen Frau ihres Vaters, die sich schnell als böse Hexe herausstellt und Dale mit einem Bann belegt. Nala setzt natürlich alles daran, diesen zu brechen …

 

Alle vier Bücher sind eindeutig Märchen, davon eins ein originelles, drei davon Adaptionen, aber dieser Umstand tut den Geschichten, die sie erzählt, keinen Abbruch. Die Handlung sind stets gut durchdacht, zum Mitfiebern, Mitweinen und Mitlachen und man kann einfach für ein paar Stunden der Realität entkommen. Im Märchenwald lässt es sich super entspannen.

 

Charaktere:

 

Man merkt schon, Jennifer hat einen Faible für starke Protagonistinnen aus dem Adel. Sina ist beispielsweise eine Prinzessin, Valeria verlobt mit einem Grafen und Nala eine Baronesse. Man sollte meinen, diese Mädchen wären total verwöhnt, aber das sind sie nicht. Sie sind starke, selbstbewusste Frauen, die wissen, was sie tun und genau das ist ein Umstand, den ich an Jennifers Märchen sehr gerne habe.

 

Vor allem auch, dass der Fokus auf ihnen liegt, während dem Prinzen aus »Sinabell« dahingegen relativ wenig zu tun bleibt. Diese Prinzessinnen müssen nicht gerettet werden, sie retten sich lieber selbst. Und den Prinzen gleich mit dazu.

 

Das heißt natürlich nicht, dass die Männer nicht auch was drauf haben. Das haben sie nämlich! Sie nehmen zwar mehr den Love Interest-Part ein (außer vielleicht Graf Westwood, dessen Background eine wichtige Rolle spielt), aber das ist doch auch ganz nett. Ein bisschen was zum Schwärmen. Charme haben die Männer schließlich. Alle. Farin, Graf Westwood, Dale und auch Prinz Sedrik.

 

Fazit

 

Die »Märchenmagie«-E-Box vereint Jennifer Alice Jagers gesammeltes Märchen-Repertoire, was im Impress-Verlag erschienen ist und da man sowieso nicht nur eins, sondern alle vier Bücher gelesen haben sollte, kann man auch direkt die Box holen, oder nicht? Ich verspreche euch, ihr werdet es nicht bereuen.

 

Bewertung

5/5

 

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43 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

götter, griechische mythologie, #mythologie, verrat, isle of gods die kinder von atlantis

Isle of Gods. Die Kinder von Atlantis

Alia Cruz
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 06.04.2017
ISBN 9783646603095
Genre: Fantasy

Rezension:

Kurzbeschreibung

 

**Nur die Stärksten des Landes dürfen um deine Hand anhalten…**

Um sich selbst vor dem Aussterben zu bewahren, entsandten die griechischen Götter einst fünf direkte Nachkommen auf die versunkene Insel Atlantis. Dort sollten sie bis zu ihrem Erwachsenenalter ein behütetes Leben führen, um sich nach dem Eintreten ihrer göttlichen Fähigkeiten mit den Stärksten der Insel zu paaren und Kinder zu gebären. So lautet die Legende, die Isabel ein Leben lang begleitet hat. Sie ist eine der fünf Auserwählten, nun fast volljährig und immer noch ohne göttliche Eigenschaften. Sie lebt in Luxus und Überfluss, während die anderen Jugendlichen der Insel in Arenakämpfen ums Überleben und um die Hand eines der Götterkinder ringen. Darunter auch der momentane Champion Quinn, der nichts von der Legende hält…

(Quelle und Bildcopyright liegen bei Carlsen Impress)

 

Äußere Erscheinung

 

Das Cover zeigt ein Inselparadies, in dessen Mitte sich ein Mädchen mit langen, braunen und einem weißen Kleid befindet. Ihr Kleid sieht auf den ersten Blick sehr weit aus und geht am Saum in Wasser über, außerdem steht sie selbst in den Wellen.

 

Ich finde vor allem die hellen Farben des Covers sehr ansprechend und es passt wirklich gut zum Inhalt.

 

Meine Meinung

 

Schreibstil:

 

Wundervoll, einfach nur wundervoll. Alia Cruz erzählt zwar aus der dritten Person und wechselt immer zwischen den Handlungssträngen beider Protagonisten hin und her, trotzdem fällt es nicht schwer, sich in die Charas hineinzuversetzen. Die Umgebung beschreibt die Autorin so voller Details, als wäre man selbst auf Atlantis. Geniales Kopfkino, sag ich euch.

 

Handlung:

 

Isabel und ihre »Geschwister« sind die sogenannten göttlichen Geschwister, die vor vielen Jahren auf Atlantis gebracht wurden. Nun, da sie alle fast achtzehn Jahre alt sind, kann es gar nicht mehr lange dauern, bis sich zeigt, welche Kräfte sie innehaben und von wem sie abstammen: Von den Göttern nämlich. Von den griechischen, römischen, nordischen, keltischen usw. Göttern.

 

Aber das Erbe der Fünf kommt mit einem Preis. Wenn auf der Insel jemand von den Jugendlichen fünf Kämpfe gewinnt, soll er oder sie eins der Mädchen oder einen der Jungs heiraten, aber natürlich ist das nicht alles, was dahintersteckt.

 

Alia Cruz beginnt das Buch mit der Ausgangslage, dass die Götter immer schwächer werden, weil die Menschen nicht mehr an sie glauben, und Zeus den Plan hat, durch diese fünf Kinder den Glauben zurückzuholen, aber je weiter die Geschichte voranschreitet, umso mehr wird klar, dass eigentlich ganz andere Pläne verfolgt werden und man als Leser auch erst nach und nach daran geführt wird.

 

Neben der Haupthandlung steht der Fokus auf der Liebesgeschichte von Isabel und Quinn, die zwar eigentlich richtig niedlich ist, aber in meinen Augen etwas zu schnell kam. Eine richtige Insta-Love. Wenn man diesen Umstand aber überwunden hat, sind die beiden schon ein echt süßes Paar.

 

Charaktere:

 

Isabel ist die Protagonistin des Buches und zu Beginn siebzehn Jahre alt. Sie gehört zu den göttlichen Geschwistern und aufgrund ihrer nicht vorhandenen Fähigkeiten glaubt sie schon gar nicht mehr daran, dass sie und ihre Geschwister irgendwie göttlich sind. Das ändert sich erst, als sie ihre Kräfte erlangt und ihr beschütztes Leben auf einmal in Gefahr ist. Da zeigt sich ihr Mut und ihr Kampfgeist und das gepaart mit den Eigenschaften ihrer Eltern macht sie zu einer klasse Protagonistin.

 

Quinn gehört zu den Menschen, die in Kämpfen um die Hand einer der göttlichen Mädchen anhalten, obwohl er das eigentlich nicht möchte, aber sein Vater ist ein hohes Tier, deshalb hat er keine Wahl. Quinn ist ein guter Kämpfer, gilt als Favorit, würde aber lieber nicht mehr kämpfen. Man merkt, dass er eigentlich ein sanfteres Wesen besitzt, dieses aber verstecken muss, um im Lager zu bestehen.

 

Fazit

 

»Isle of Gods – Die Kinder von Atlantis« ist ein Buch, was definitiv hält, wa es verspricht. Als großer Fan von Mythologie ist es genau die richtige Geschichte für mich, der einzige Makel ist und bleibt die Insta-Love-Story.

 

Bewertung

 

4/5

  (3)
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(40)

57 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 40 Rezensionen

superhelden, hero, dark diamonds, schurke, hidden hero: verborgene liebe

Hidden Hero. Verborgene Liebe

Veronika Rothe
E-Buch Text
Erschienen bei Dark Diamonds, 31.03.2017
ISBN 9783646300291
Genre: Sonstiges

Rezension:

Kurzbeschreibung

 

**Verliebt in den größten Superhelden, den die Welt zu bieten hat**

Lily  Evans’ großer Traum, zu den Superhelden dieser Welt dazuzugehören, verwandelt sich in einen Albtraum, als sich herausstellt, dass ihre einzige übernatürliche Fähigkeit darin besteht, Blumen wachsen zu lassen. Anstatt in ihrer Traumstadt New York an der Seite von Hero, dem stärksten und heißesten Superhelden, den die Welt je gesehen hat, Verbrecher zu jagen, versauert sie in einer Kleinstadt und holt Kätzchen von den Bäumen. Aber das soll sich schon bald ändern, denn Lily will dem Senat der Superhelden – und Hero, versteht sich – beweisen, dass eine wahre Heldin in ihr schlummert. Dabei ahnt sie nicht, in welche Gefahr sie sich damit wirklich begibt…

(Quelle und Bildcopyright liegen bei Dark Diamonds)

 

Äußere Erscheinung

 

Das Cover ist durch den schwarzen Hintergrund sehr düster, aber die hellen Ranken an den Rändern, die Titelschrift und das angestrahlte Gesicht der Protagonistin geben dem Ganzen einen schönen Kontrast. Obwohl ich (vom Titel mal abgesehen) nicht direkt auf eine Superhelden-Story schließen würde, finde ich das Cover gelungen – definitiv ein Juwel.

 

Meine Meinung

 

Schreibstil:

 

Die Geschichte wird aus der Sicht von Lily, der Protagonistin erzählt und man sollte meinen, ein Blumenmädchen wie sie hätte keine so lose Zunge, aber weit gefehlt! In diesem Roman wird mit Flüchen, Kraftausdrücken und nicht ganz jugendfreien Worten um sich geworfen bis zum Geht-nicht-mehr, aber es ist trotzdem so humorvoll, lustig und sarkastisch geschrieben, dass man einfach weiterlesen muss. Es kommt einem fast so vor, als würde Lily dem Leser ihre Geschichte auf ihre ganz eigene Art und Weise erzählen und das ist es, was dieses Buch zu einem ganz besonderen Leseerlebnis macht.

 

Handlung:

 

Superhelden finden sich nicht oft in den deutschen Jugendroman, dabei bieten sie so viel Potenzial. Potenzial, das Veronika bis zum letzten Bisschen genutzt hat.

 

Um dem Terror in der Welt entgegenzuwirken, hat die Natur Menschen mit besonderen Genen ausgestattet, auf die jedes Kind im Alter von sechzehn Jahren getestet wird. Lily ist eine von den Glücklichen, die über dieses Gen verfügen, und darf auf die Superhelden-Akademie gehen. Die Begeisterung legt sich allerdings, als sie das Ausmaß ihrer Kräfte erfährt. Erde, Stufe 1 oder auch: Sie kann Blumen erschaffen, genau sechs Stück in der Minute. Kein Wunder, dass sie mit diesen Kräften in ihre Heimat, wo nie etwas passiert, zurückgeschickt wird und vergeblich auf ihre Einladung nach New York wartet, als dort viele Superheldin einberufen werden, um das Phantom zu stellen.

 

Aber Lily wäre nicht Lily, wenn sie sich nicht unter falschem Namen einschleichen würde. Darüber hinaus sieht sie sich kurz darauf von Hero, dem größten Held ever und Beschützer konfrontiert, und muss trotz fast nicht vorhandenen Kräften versuchen, den Bösewicht aufzuhalten.

 

Ich sage euch, Veronika liefert hier eine Geschichte, die von vorne bis hinten spannend ist, den Leser mitreißt und mit ungeahnten Plottwists aufwartet.

 

Charaktere:

 

Lily ist die Protagonistin und obwohl sie den kreativen Superheldennamen »Flower Girl« trägt, ist das das einzige an ihr, was an ein Blumenmädchen erinnert. Mal ganz davon abgesehen, dass sie überaus gut trainiert ist, ist sie auch noch sarkastisch, hat ein loses Mundwerk und man legt sich besser nicht mit ihr an. Sie ist definitiv eine starke Heldin, auch wenn man ihr das nicht auf den ersten Blick ansieht.

 

Chris, alias Hero, gehört eigentlich in die Kategorie Kerl, die ich nicht mag. Er ist ein Gentleman, perfekt in jeder Hinsicht. Stark, schnell, mutig und darüber hinaus auch noch freundlich, höflich und der Traum einer jeden Schwiegermutter. Trotzdem mag ich Chris wirklich sehr gerne. Trotz allem oder vielleicht auch deswegen. Sein Charme macht eben auch nicht bei den Lesern Halt.

 

Fazit

 

»Hidden Hero – Verborgene Liebe« von Veronika Rothe ist ein Debüt, der mich nicht nur in seinen Bann gezogen hat, sondern auch noch eine Message beinhaltet, die sich jeder einmal in Erinnerung rufen sollte. Denn so wie in Lily steckt auch in jedem von uns ein »Hidden Hero«.

 

Bewertung

 

5/5

  (2)
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499 Bibliotheken, 20 Leser, 0 Gruppen, 168 Rezensionen

magie, caraval, spiel, fantasy, liebe

Caraval

Stephanie Garber , Diana Bürgel
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Piper, 20.03.2017
ISBN 9783492704168
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung

 

Tritt ein in das gefährlichste Spiel der Welt!

Scarlett Dragna fürchtet sich vor ihrem Vater, dem grausamen Governor der Insel Trisda. Sie träumt davon, ihrem Dasein zu entfliehen und Caraval zu besuchen, wo ein verzaubertes Spiel stattfindet. Doch ihr Wunsch erscheint unerreichbar – bis Scarlett von ihrer Schwester Donatella und dem geheimnisvollen Julian entführt wird, die ihr den Eintritt zu Caraval ermöglichen. Aber ist Caraval wirklich das, was Scarlett sich erhofft hat? Sobald das Spiel beginnt, kommen Scarlett Zweifel. Räume verändern auf magische Weise ihre Größe, Brücken führen plötzlich an andere Orte und verborgene Falltüren zeigen Scarlett den Weg in finstere Tunnel, in denen Realität und Zauber nicht mehr voneinander zu unterscheiden sind. Und als ihre Schwester verschwindet, muss Scarlett feststellen, dass sich ein furchtbares Geheimnis hinter Caraval verbirgt ...

(Quelle und Bildcopyright liegen bei Piper ivi)

 

Äußere Erscheinung

 

Schon allein das Cover erinnert an eine mystische Zirkusvorstellung. Das dunkle Blau im Hintergrund mit den hellen Lichtpunkten vermittelt eine düstere Stimmung, während der fünfzehnzackige Stern aus hellem Blau einen schönen Konstrast dazu darstellt. Lila und rote Wellen schlängeln sich um den Stern und der Titel steht in weißen, verschnörkelten Lettern in der Mitte. Alles in allem ein wunderschönes Cover für eine tolle Geschichte.

 

Meine Meinung

 

Schreibstil:

 

Am Anfang ist es komisch, sich in die personelle Erzählweise einzufinden, aber schon bald wird man von dem bildgewaltigen Schreibstil mit viel Lieber zum Detail förmlich mit in die Geschichte gezogen. Jeder Satz löst ein anderes Bild im Kopf aus, so dass die Welt von Caraval ein wahres Kopfkino freisetzt. Der Schreibstil passt wirklich gut zu der Magie, die dieses ganze Buch vermittelt.

 

Handlung:

 

Es geht um Scarlett, die kurz vor ihrer Hochzeit einen Brief von Caraval-Master Legend bekommt und auf dessen Privatinsel eingeladen wird, um dem Caraval-Festival beizuwohnen. Hingebracht wird sie von Julian, einem einfachen Seemann. Als dann aber auch noch ihre Schwester verschwindet, ist Caraval auf einmal so viel mehr als nur ein Spiel und Scarlett will alles daransetzen, zu gewinnen.

 

Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll. Die Idee für dieses Buch hat mich von der ersten Sekunde an neugierig gemacht und beim Lesen hat es mich so schnell in die Geschichte gesogen, dass alles andere unwichtig geworden ist.

 

Ich habe mitgefiebert, als Julian und Scarlett sich dem Spiel stellen, Hinweise lösen und versuchen, Legends Spiel zu durchschauen. Als Leser ist man hier zunächst genauso aufgeschmissen wie die handelnden Figuren, rätselt mit und ist am Ende über die Erkenntnisse, Plottwists und Enthüllungen so erschaut, dass man das Buch zusammenklappen und einen Moment beiseite legen muss, um alles zu verarbeiten.

 

In Caraval ist nichts wie es scheint und das gleiche gilt auch für dieses Buch. Es ist nicht möglich, sich an eine Lösung zu klammern, weil die Informationen schon bald für etwas anderes sprechen. Die Autorin hat Lösungen für Konflikte gefunden, die ich niemals so erwartet hätte und Himmel, das Ende … ich habe es absolut nicht kommen sehen und doch kann ich mir kein besseres Ende für Scarlett vorstellen. Was jedoch nicht heißt, dass ich nach diesem Ende nicht wissen will, wie es mit Donatella, Scarletts Schwester, weitergeht.

 

Charaktere:

 

Scarlett ist die Protagonistin und wirkt zu Beginn beinahe zufrieden mit der Tatsache, einen vollkommen fremden Mann zu heiraten. Nach ihrer Hochzeit will sie ihre Schwester mit zur Grafschaft ihres zukünftigen Mannes nehmen, um sie vor ihrem gewalttätigen Vater zu beschützen. Man merkt also direkt, wie viel Scarlett ihre Schwester bedeutet und diese Geschwisterliebe ist es auch, die während dem ganzen Buch immer wieder zum Vorschein kommt. Dazu kommt Scarletts unfassbarer Mut und ihre Cleverness. Sie weigert sich, auf Legends Spiel hereinzufallen und will alles geben um zu gewinnen. Ihr Ehrgeiz ist ein weiterer Punkt, der sie für mich sehr sympathisch hat wirken lassen.

 

Julian ist Scarletts »Begleiter« und eigentlich nur ein einfacher Seemann. In Caraval gibt er sich als Scarletts Verlobten aus, obwohl sie nichts von ihm wissen will. Trotzdem lässt er immer wieder durchblicken, dass sie ihm schon wichtig ist. (Das Opfer, was er für sie bringt. *___* ) Julians Charakter lässt sich nur schwer in Worte fassen. Er ist einfach zu vielschichtig und viel davon würde ohnehin spoilern, aber um das ganze abzukürzen: Einen faszinierenderen Charakter mit mehr Geheimnissen gibt es in kaum einem anderen Buch.

 

Fazit

 

»Caraval« ist nicht nur ein Spiel. Einmal darin gibt es kein Zurück. Das gilt für Scarlett und Julian, wie auch für jeden einzelnen Leser, der dieses Buch aufgeschlagen hat. Suchtgarantie, Leute! Mehr bleibt nicht zu sagen.

 

Bewertung

 

5/5

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40 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

regina meißner, weihnachten, maskierte weihnachten, prinz, christmas

Maskierte Weihnachten

Regina Meißner
E-Buch Text
Erschienen bei neobooks, 20.11.2016
ISBN 9783738092752
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung

 

Am 6. Dezember wird Amber von ihrer Mitbewohnerin überredet, eine Studentenparty zu besuchen. Dort trifft die 18-Jährige auf einen maskierten Mann in Prinzenverkleidung. Die beiden verstehen sich auf Anhieb gut, doch nach einem schicksalshaften Kuss verschwindet er plötzlich. Erfolglos versucht Amber, hinter die Identität des Fremden zu kommen, bis eines Tages ein mysteriöses Päckchen auf sie wartet und zu einem Poetry Slam einlädt. Was folgt, ist eine weihnachtliche Schnitzeljagd, die Masken fallen lässt, Herzen bricht und für viele Überraschungen sorgt.

(Quelle und Bildcopyright liegen bei Regina Meißner)

 

Äußere Erscheinung

 

Das Cover sieht aus, als stamme es direkt aus einem Schneesturm. Zu sehen ist ein Mädchen mit einer dicken Winterjacke, deren Gesicht halb abgeschnitten wird. Ansonsten ist die Grundfarbe des Covers ein eisiges Blau, das perfekt mit dem Schnee harmoniert.

 

Meine Meinung

 

Schreibstil:

 

Ein paar Worte, um Regina Meißners Schreibstil zu beschreiben: Winterlich, einzigartig, besonders. Zu Beginn war ich skeptisch, denn von den beiden Büchern, die ich zuvor von ihr gelesen hatte, fand ich eins klasse, das andere eher nicht, aber mit Freude verkünde ich, dass auch der wunderbare Stil von »Maskierte Weihnachten« mich in seinen Bann ziehen konnte. Eingeteilt in 24 Kapitel wird die Geschichte aus der Sicht von Amber erzählt – ihr merkt was? Das ist ein Adventskalender-Buch! – und dabei werden besonders ihre Gefühle und Gedanken in den Vordergrund gerückt.

 

Handlung:

 

Amber ist eine Leseratte und hat so gut wie keinen Kontakt zu ihren Kommilitonen. Nur mit Rachel, ihrer Mitbewohnerin, hat sie viel Kontakt und diese überredet sie, sie auf eine Party zu begleiten. Dort trifft sie auf den Prinzen mit der Maske, der ihr ab da nicht mehr aus dem Kopf geht und ihr immer wieder Hinweise gibt, wo sie ihn finden kann. Amber kann gar nicht anders, sie muss den Prinzen kennenlernen.

 

Was für eine wunderschöne Weihnachtsgeschichte ist das denn? Es steht nicht nur Weihnachten im Vordergrund, obwohl die Besinnlichkeit dieser Zeit auf jeder Seite spürbar ist, sondern auch Liebe und Freundschaft nehmen einen großen Teil ein. Diese Schnitzeljagd, die Amber mit dem Prinzen am Laufen hat, ist keine gewöhliche Liebesgeschichte und definitiv eine, die im Gedächtnis bleibt.

 

Obwohl sich Amber und der Prinz kaum kennen, kommt die Zuneigung beider zueinander so gut herüber, dass man einfach nur aufseufzen und grinsen muss, während man von ihnen liest und ich habe mich mehr als einmal dabei ertappt, wie ich mich gefragt habe, wer der Prinz ist. Ich habe richtig mitgefiebert, als es um das Gesicht hinter der Maske ging.

 

Charaktere:

 

Mit Amber habe ich mich sehr gut anfreunden können, was vermutlich daran liegt, dass sie mich an mich erinnert. Sie ist eben eine Leseratte, lebt im Wohnheim und mag keine Partys. Könnte ich sein! Das war mein erster Eindruck von ihr. Später haben sich noch mehr Facetten bei ihr herauskristallisiert und auf einmal mochte ich sie noch mehr. Sie lässt sich nicht in eine Schublade stecken, hat eine starke Persönlichkeit und so eine Geschichte hat sie wirklich verdient.

 

Fazit

 

»Maskierte Weihnachten« ist eins der schönsten Weihnachtsbücher von 2016 (auch wenn ich es im Frühjahr 2017 gelesen habe). Es hat einfach alles. Besinnlichkeit, Freundschaft und Liebe. Und natürlich einen geheimnisvollen, maskierten Prinzen.

 

Bewertung

 

5/5

  (3)
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248 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 61 Rezensionen

fantasy, winter, stefanie lasthaus, das frostmädchen, heyne

Das Frostmädchen

Stefanie Lasthaus
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Heyne, 14.11.2016
ISBN 9783453317291
Genre: Fantasy

Rezension:

Kurzbeschreibung

 

Als ihr Freund Gideon bei einem Streit handgreiflich wird, flieht die zwanzigjährige Neve hinaus in die klirrend kalte Nacht des kanadischen Winters und verirrt sich. Glücklicherweise wird sie rechtzeitig von dem jungen Künstler Lauri gefunden, der sie in seiner abgelegenen Blockhütte gesund pflegt. Bei Lauri fühlt sich Neve vom ersten Augenblick an geborgen, und zwischen den beiden entspinnt sich eine zarte Liebesgeschichte. Doch in der Nacht im Wald ist etwas mit Neve geschehen – etwas, das die uralte Wintermagie in ihr entfesselt hat …

(Quelle und Bildcopyright liegen bei Heyne)

 

Äußere Erscheinung

 

Das Cover ist ein krasser Kontrast zwischen dem dunklen Wald im unteren Bereich und den weißen Haaren des Frostmädchens im oberen. Der Titel »Das Frostmädchen« kommt gegen den dunklen Hintergrund schön heraus und ich mag auch die diese winterlich-frostige Schriftart.

 

Meine Meinung

 

Schreibstil:

 

Wundervoll! Wirklich, der Schreibstil entführt einen auf der Stelle in eine magisch-winterliche Welt und lädt zum Träumen ein. Und das, obwohl die Autorin die personelle Erzählperspektive wählt und es nicht so leicht ist, sich in die beiden Charaktere, zwischen denen die Kapitel abwechseln, hineinzuversetzen. Trotzdem hat mich der Stil allein dazu gebracht, weiterzulesen. Ich habe stets Hoffnung gehabt, dass da noch was Großes auf mich zukommt. Leider vergebens.

 

Handlung:

 

Neve streitet sich eines Nachts mit ihrem Freund, woraufhin sie das Haus verlässt. In klirrender Kälte. Irgendwann wird sie ohnmächtig und von Laurie, einem Künstler, der gerade Urlaub macht, gefunden. Beide verlieben sich sehr schnell – wirklich, Insta-Love-schnell! – und Neve, deren Name »Schnee« bedeutet, erfährt, dass in dieser Nacht etwas mit ihr passiert ist, was beiden die Möglichkeit, zusammen zu sein, nimmt.

 

So viel zur Handlung. Die Idee, die dahinter steckt, finde ich nach wie vor wirklich großartig, aber von der Umsetzung habe ich so viel mehr erwartet, als ich schlussendlich bekommen habe.

 

Nicht nur, dass Neve sind von einem Tag auf den Nächsten in Laurie verliebt und er sich in sie, sondern auch dass Neve einfach so beschließt, dass sie ihren Freund auf einmal nicht mehr liebt, sind Dinge, über die ich nur den Kopf schütteln kann. Ich mag Liebesgeschichten sehr, bin normalerweise immer dafür, solange es gut und schön und gefühlvoll beschrieben ist, aber hier ist außer dem Schreibstil nichts, was ich sonst noch für gut befinde. Es geht schlichtweg zu schnell.

 

Dazu die Sache mit dem, was Neve passiert ist. Ich werde es nicht genau verraten wegen der Spoilergefahr, aber ich blicke da einfach nicht durch. Das Winterreich ist auf einmal puff und da und Neve akzeptiert das ebenso schnell. Das Ganze verleitet sie zu Dinge, die ich einfach nicht nachvollziehen kann und das Ende sowie die Lösung sind in meinen Augen ebenso wenig zufriedenstellend.

 

Charaktere:

 

Neve ist eine ganz normale junge Frau, vielleicht etwas schüchtern und zurückhaltend. So zumindest am Anfang, aber mit dem Vorankommen der Geschichte verändert sie sich. Während ich sie am Anfang noch halbwegs in Ordnung fand, hat sie sich in jemanden verwandelt, den ich nicht verstehen und in keinster Weise nachvollziehen kann.

 

Laurie mag ich da um einiges lieber. Er ist der sensible, vertrauensselige Typ, ein Künstler eben. Ich würde sogar so weit gehen, zu sagen, dass er ein Bookboyfriend ist, aber auch an ihm stört mich etwas: Er ist beinahe zu perfekt. Ich habe krampfhaft nach Ecken und Kanten gesucht und doch keine gefunden.

 

Fazit

 

»Das Frostmädchen« besticht mit einer außergewöhnlichen Idee und einem wunderschönen Schreibstil. Leider kann die Umsetzung nicht ganz halten, was sie verspricht und ich vergebe hierfür nur drei Schmetterlinge.

 

Bewertung

 

3/5

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