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16 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

weihnachten, selbstfindung

Santa schmeißt hin

Jana Voosen
E-Buch Text: 235 Seiten
Erschienen bei beHEARTBEAT by Bastei Entertainment, 04.10.2016
ISBN 9783732526741
Genre: Sonstiges

Rezension:

Kurzbeschreibung

 

Santa hat die Nase voll. Kinder auf der ganzen Welt glauben schon lange nicht mehr an ihn, und das Fest der Liebe ist zur Konsumschlacht verkommen. Er entschließt sich zu einem radikalen Schritt: Er kündigt – und das zwei Wochen vor Weihnachten!
Doch schnell scheint ein Ersatz gefunden, und Santa wird depressiv – bis er auf die kleine Lotta trifft und durch sie die Möglichkeit für ein großes Comeback erhält ...

(Quelle und Bildcopyright liegt bei be heartbeat)

 

Äußere Erscheinung

 

Das Cover ist sehr weihnachtlich verspielt gehalten. Süße Zeichnungen vor einem tannenbaumgrünen Hintergrund machen es zu einem hübschen Hingucker. Sehr niedlich finde ich auch den Weihnachtsmann, der halb aus dem Bild verschwunden ist und dabei eine Bierflasche in der Hand hält. Die Weihnachtskugel für den Titel zu benutzen, ist ebenfalls ein kluger Schachzug.

 

Meine Meinung

 

Für Weihnachten bin ich schon etwas spät dran. Trotzdem möchte ich nun meine Meinung zu »Santa schmeißt hin« kundtun.

 

Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und leicht zu lesen. Daher, dass sie aus der Sicht von Santa schreibt, fließen des Öfteren aber auch Kraftausdrücke, die man sich vom Weihnachtsmann eigentlich nicht vorstellen kann, in den Lesefluss ein. Sie schreibt humorvoll und doch gibt es gewisse Augenblicke, in denen die Spannung Oberhand behält. Jana Voosen versteht sich darauf, mit Emotionen zu spielen und die Welt der Sagengestalten in ein vollkommen anderes Licht zu rücken.

 

Es geht nämlich um den Weihnachtsmann, eine der bekanntesten magischen Wesen. Aber was, wenn der Weihnachtsmann einfach keine Lust mehr hat. Es glauben sowieso immer weniger Kinder und Erwachsene überhaupt an ihn und nach einem Eklat in einem Einkaufscenter beschließt er, endgültig das Handtuch zu werfen. Aber dann trifft er auf Lotta, deren Weihnachtswunsch ziemlich ungewöhnlich ist und muss sich noch mit seinem definitiv nicht weihnachtsmanntauglichen Nachfolger herumschlagen.

 

Hört sich das nicht schon verdammt niedlich an? Ja, oder? Ist es auch! Lotta, das kleine Mädchen, ist süßer als eine Zuckerstange und Santa … nun, der nicht. Denn nicht alles an diesem Buch ist so süß. Santa zum Beispiel wurde von der Autorin völlig anders darstellt.

 

Statt des Weihnachtsmanns, wie wir ihn uns vorstellen, bekommen wir es mit einem 48-jährigen Mann zu tun, der sich selbst einen Bart ankleben muss, weil er keinen hat. Obwohl er nicht gerade in bester Form ist, fehlt trotzdem noch eine Menge zum typischen dicken Bauch – ein Kissen schafft Abhilfe – und ganz so tugendhaft ist er auch nicht. Er hat auf jeden Fall eine riesige Sammlung an Weihnachtspornos. Das sagt ja wohl schon alles, oder? Ich finde dieses Detail an seiner Persönlichkeit an sich sehr witzig, aber irgendwie will nicht in meinen Kopf, was der Weihnachtsmann tut, wenn er deprimiert ist. Meine Kindheit …

 

Aber Santa ist nicht allein. Weitere Sagengestalten haben ihre Auftritte, wie zum Beispiel die Zahnfee, Thanatos, der Osterhase, der übrigens eine Frau ist, oder die Sandfrau. Bis auf letztere kennt Santa die nämlich aus der Schule. Sie haben dort zusammen gelernt und zum Abschluss ihren Beruf zugewiesen bekommen.

 

Santa, der tatsächlich mit vollem Namen Santa Claus heißt, wollte natürlich Weihnachtsmann werden – was auch sonst? – aber nach über dreißig Jahren ist sein Job auch nicht mehr das Wahre. Ob er Weihnachten retten wird, zumindest für die kleine Lotta, tja, das sag ich nicht. ;-)

 

Fazit

 

Eine Weihnachtsmann-Geschite mal ganz anders. Humorvoll und doch mitreißend. Eine seichte Lektüre für zwischendurch. Auch, wenn Weihnachten gerade nicht vor die Tür steht.

 

Bewertung

 

4/5

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96 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

fantasy, felicitas brandt, bücher, impress, hoffnung

Als die Bücher flüstern lernten

Felicitas Brandt
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 05.01.2017
ISBN 9783646602593
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung

 

*Wenn Feenstaub Geschichten lebendig macht…*

Als Waisenkind hat die 17-jährige Hope schon früh gelernt, niemandem außer sich selbst zu vertrauen. Mit Ausnahme von ihren Büchern natürlich und den Geschichten, die diese ihr zuflüstern. Bis sie eines Nachts in das Haus einer reichen Familie einbricht, um sich in deren riesigen Bibliothek zu bedienen, und bei ihrem Buch-Streifzug auf frischer Tat ertappt wird. Während Hope schon aus reiner Gewohnheit eine Abwehrhaltung gegenüber dem absolut nerdigen, aber zugegebenermaßen ziemlich süßen Jungen einnimmt, scheint dieser alles andere im Sinn zu haben, als sie zu verraten. Doch noch bevor Hope herausfinden kann, was genau es mit diesem Sam auf sich hat, werden sie unverhofft in eines der Bücher hineingezogen und landen… ja, wo eigentlich?

(Quelle und Bildcopyright liegen bei Carlsen Impress)

 

Äußere Erscheinung

 

Das Cover ist in Brauntönen gehalten. Man sieht einen Wald, wobei die äußersten Stämme und Baumkronen wie ein Rahmen für das Cover fungieren. Die Sillouetten von zwei Menschen, die in ein geöffnetes Buch springen, sind ebenfalls zu sehen. Das Cover trifft für meinen Geschmack genau das, was es ausdrücken soll und sieht darüber hinaus noch richtig cool aus. Mir gefällt es richtig gut.

 

Meine Meinung

 

Bevor ich »Als die Bücher flüstern lernten« gelesen habe, kannte ich bereits »Hinter den Buchstaben«, die Kurznovelle, die in gewisser Weise die Vorgeschichte dieses Titels darstellt und mir war gleich klar, dass ich dieses Buch lesen muss.

 

Wie ich bereits erwartet habe, ist Felicitas‘ Schreibstil locker und doch spannend. Sie bedient sich unzähliger Referenzen aus Büchern, Serien und Filmen, was den Dialog zwischen den Charakteren humorvoll und lustig gestaltet. Auch, wenn die Protagonistin, aus deren Sicht erzählt wird, die Referenzen nicht versteht.

 

In dem Buch geht es um Hope, ein verlassenes Waisenkind. Hope traut niemandem außer ihren Büchern und um davon immer eine ganze Menge zu haben, steigt sie regelmäßig in eine Villa ein, doch einmal wird sie erwischt. Von Sam, dem nerdigsten Nerd von allen. Bei diesem Aufeinandertreffen öffnet sich ein Buch und die beiden fallen hinein. In ihrem Abenteuer verschlägt es Hope und Sam in einige Buchwelten, dabei treffen sie Ritter, Feen und auch Mahre … und denen sollte man nicht zu nah kommen. Außerdem spielt eine gewisse Faith eine wichtige Rolle, aber welche das ist, tja, das müsst ihr wohl selbst lesen.

 

Erster Gedanke: Wuhu, einer meiner Lieblings-Bittersweets bekommt eine Fortsetzung! Nach den ersten Seiten wird aber schnell klar, dass »Als die Bücher flüstern lernten« als eigenständiges Buch steht und die Geschichte ebenso wenig einen Zusammenhang zur Vorgeschichte hat. Daher: Kennt ihr »Hinter den Buchstaben« nicht, keine Sorge, ihr werdet es auch so verstehen. Kennt ihr das Buch: Super, ihr werdet von Anfang an mehr wissen, aber diese Infos sind nicht so extrem wichtig, dass sie Überraschungen und Plottwists vorwegnehmen.

 

Die Welt, die Felicitas hier erschaffen hat, wird jedem Bücherleser sicher gefallen, da die Reise in einige Bücherwelten geht. Die berühmten Klassiker sind vertreten, ebenso Bücher, die noch nicht so alt, aber trotzdem bekannt sind. Dazu kommen noch die unzähligen Referenzen, die jedes Fangirl und jeder Fanboy verstehen sollte, und dieses Buch zu einem Genuss für einen jeden Bücherliebhaber machen.

 

Hope ist eine taffe Protagonistin, die sich selbst durchschlägt. Sie ist als Waise aufgewachsen und nachdem die Frau, bei der sie gelebt hat, gestorben ist, muss sie mehrere Jahre alleine zurechtkommen. Dabei hat sie das ein oder andere gelernt. Sie ist mutig und agiert oft halsbrecherisch, aber man merkt schnell, dass sie ein gutes Herz hat. Auch wenn sie sich ab und an (okay, oft) ruppig verhält. Trotzdem (oder gerade genau deswegen) war sie mir extrem sympathisch.

 

Sam, dessen eigentlicher Name zu lang ist, um ihn sich zu merken, ist ein totaler Nerd. Ob Animes, Star Wars oder Game of Thrones. Sam kennt alles, was in irgendeiner Art und Weise nerdig ist. Obwohl sein Leben vor Hope normal und wenig aufregend ist, akzeptiert er die Situation ziemlich schnell und ist danach (auch gegen Hopes Wille) mit von der Partie. Er glänzt zwar weniger durch draufgängerisches Verhalten, sondern agiert eher clever und besonnener. Die beiden sind also vollkommene Gegenteile und doch ergänzen sie sich fast perfekt. Sie sind eben Maoam. ;-)

 

Fazit

 

Bücher über Bücher gibt es mittlerweile viele, aber dieses hier ist so vollkommen anders als erwartet, spannend, nerdig und voller Humor. Es macht einfach Spaß, die neuste Geschichte aus der Feder von Felicitas Brandt zu lesen.

 

Bewertung

 

5/5

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7 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

nicole obermeier, mika & liz: verlier dein her

Mika & Liz: Verlier dein Herz

Nicole Obermeier
E-Buch Text: 393 Seiten
Erschienen bei Forever, 13.01.2017
ISBN 9783958181595
Genre: Sonstiges

Rezension:

Kurzbeschreibung

 

Liz Thienemann ist jung, hübsch und ihr Freund ist ein gefragtes Model. Außerdem ist sie klug und nach jahrelanger Arbeit will sie nun endlich den Lohn einfahren: Die Beförderung durch ihren Vater zur Juniorgeschäftsführerin. Doch ein anderer bekommt die Stelle und von da an scheint Liz‘ Leben auseinanderzufallen. Ihr Freund betrügt sie mit ihrer besten Freundin und ihr Vater rät ihr lediglich, einen Modeblog zu gründen. Auf einmal ohne Perspektive und Ziel in ihrem bisher so durchgeplanten Lebenslauf, trifft sie aus heiterem Himmel Mika, steigt in seinen VW-Bus und begibt sich auf die Reise ihres Lebens. Und am Ende begreift sie, dass man manchmal sein Herz verlieren muss, damit ein anderer es findet und sicher verwahrt…

(Quelle und Bildcopyright liegen bei Forever by Ullstein)

 

Äußere Erscheinung

 

Das Cover ähnelt dem Stil von Nicoles Debüt sehr stark. Der Hintergrund ist dieses Mal in einem blassen Rot gehalten und in zwei Streifen sieht man die beiden Protagonisten, die vor einer ländlichen Kulisse fast küssen. Außerdem ist auch der rot-weiße Bully abgebildet, der im Buch eine wichtige Rolle einnimmt. Obwohl das Cover schlicht gehalten ist, finde ich es doch außergewöhnlich und passend – zum Inhalt und zum anderen Buch der Reihe.

 

Meine Meinung

 

Kennt ihr Bücher, in denen es einen Charakter gibt, den man absolut nicht leiden kann? Bei »Ben und Judy – Riskier dein Herz« gab es so einen für mich: Liz. »Mika un Liz – Verlier dein Herz« erzählt jetzt ihre Geschichte und ich kann euch gar nicht sagen, wie sehr ich mich darauf gefreut habe.

 

Nicoles Schreibstil lässt auch in diesem Band kaum zu wünschen übrig. Sie schmeißt den Leser direkt in das Leben der Protagonistin, die vor dem wichtigsten Tag ihrer Karriere steht, und schafft einen gekonnten Einblick in Liz‘ Gefühls- und Gedankenwelt. Man merkt, dass sie wirklich Ahnung von Business hat und trotzdem schafft sie es, alles interessant und verständlich zu verpacken und es dabei gleichzeitig keinen allzu hohen Stellenwert einnehmen zu lassen. Den Roadtrip an sich beschreibt Nicole so, dass er sofort das Fernweh weckt und ansonsten sind es die großen Gefühle, die sie so überzeugend und rührend darstellt, dass man das ein oder andere Tränchen nicht verstecken kann.

 

Wie schon erwähnt geht es um Liz, die schon aus »Ben und Judy« bekannt ist. Inzwischen sind zwei Jahre vergangen und Liz ist eigentlich zufrieden mit ihrem Leben. Sie hat einen tollen Freund, der sie gerade gefragt hat, ob sie bei ihm einziehen will und der Posten, den sie immer haben wollte, scheint zum Greifen nah. Aber alles kommt anders: Sie kriegt den Posten als Juniorgeschäftsführerin nicht und ihr Freund betrügt sie mit ihrer besten Freundin. Auf einen Schlag verliert sie alles und dann tritt Mika in ihr Leben. Er muss zurück nach Schweden und bietet ihr an, sie mit an die Küste zu nehmen.

 

Zunächst dachte ich mir: Das ist ein Roadtrip-Buch wie jedes andere auch, aber Nicole hat mich bereits einmal überrascht und ich war sicher, dass sie das auch dieses Mal schaffen würde. Dabei wurde ich nicht enttäuscht. Das Buch ist so vollkommen anders, als ich erwartet habe. Es deckt Hintergründe beider Protagonisten häppchenweise auf, zeigt verborgene Abgründe und macht alte Handlungen nachvollziehbar.

 

Man kann es vollkommen unabhängig von »Ben und Judy« lesen, aber es wird auch Bezug auf diese beiden gezogen, was mir als Fan der beiden sehr gefallen hat. Vor allem auch, dass Liz mittlerweile bereut, was sie getan hat und dass bei Ben und Judy alles gut geblieben ist. Aber natürlich nehmen diese beiden nur einen kleinen Teil ein, denn eigentlich geht es ja um Mika und Liz und die Chemie zwischen den beiden hat mich direkt in seinen Bann gezogen.

 

Mika, der seit zwei Jahren in seinem Bully wohnt und durch Europa reist, und Liz, die knallharte Geschäftsfrau, passen eigentlich so überhaupt nicht zusammen, aber je weiter man voranschreitet, desto mehr verändert Liz sich, passt sich den Gegebenheiten an und verliebt sich dabei in Mika. Ebenso wie er sein Herz immer mehr an Liz verliert. Diese Verbindung zwischen beiden ist förmlich beim Lesen spürbar, aber Nicole wäre nicht Nicole, wenn sie es den beiden so einfach machen würde. Schicksalsschläge, Plottwists und die nervtötende Klatschpresse, nichts bleibt den beiden erspart, aber lest selbst.

 

Oh und wenn ihr Liz nach »Ben und Judy« unsympathisch findet, lest es trotzdem. Danach werdet ihr eure Meinung zu ihr ändern. Versprochen. ;)

 

Fazit

 

Ein Roadtrip der etwas anderen Art. Berührend, einfühlsam und absolut hinreißend erzählt Nicole Obermeier die Geschichte von zwei Menschen, die so unterschiedlich sind, wie es nur geht, und doch zueinander finden. Ich kann gar nicht anders, als dem Buch meine vollen fünf Schmetterlinge und eine klare Leseempfehlung auszusprechen.

 

Bewertung

 

5/5

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646 Bibliotheken, 10 Leser, 5 Gruppen, 39 Rezensionen

fantasy, kristin cashore, die beschenkte, gabe, jugendbuch

Die Beschenkte

Kristin Cashore
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.09.2011
ISBN 9783492267830
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung

 

Als Katsa dem geheimnisvollen Prinzen Bo begegnet, weiß sie sofort, dass auch er eine Gabe hat – sie ist sich nur nicht sicher, welche. Sie selbst hat die Gabe des Tötens und ist in allen sieben Königreichen gefürchtet. Dennoch hat Bo keine Angst vor ihr und ringt beharrlich um ihr Vertrauen. Im Kampf gegen einen König mit einer teuflischen Gabe werden sie auf ihrem gemeinsamen Weg durch Schnee und Eis, über Meere und Gebirgsketten zu Verbündeten – und zu einem leidenschaftlichen Paar.

(Quelle und Bildcopyright liegen bei Carlsen)

 

Äußere Erscheinung

 

Auf dem Cover ist der Kopf einer Frau von hinten zu sehen. Sie hat lange dunkle Haare, die sie zu einem unordentlichen Dutt gebunden trägt. Auf der linken Seite zieren einige Ranken das Cover. Da es sich um die Sonderedition handelt prangt ein halbtransparenter Kreis in der Mitte, in dem Titel und Autor geschrieben stehen. Diesen Mal außen vor gelassen, sieht das Cover eigentlich ganz hübsch aus, wenn auch ein wenig nichtssagend.

 

Meine Meinung

 

Es gibt Bücher, die offenbar alle kennen und lieben, nur mal selbst nicht. »Die Beschenkte« ist für mich eines dieser Bücher. Immer wieder wurde es mir empfohlen und doch bin ich nie dazu gekommen. Bis heute. Und dann musste ich die fast 500 Seiten in einem Rutsch durchlesen. Ich bin verliebt!

 

Kristin Cashore hat einen wunderbaren, zauberhaften Schreibstil, dem man einfach verfallen muss. Obwohl sie sich in einer High-Fantasy-Welt bewegt, hat man sofort ein Bild vor Augen, die Umgebung, die Menschen, alles wirkt so unglaublich realistisch. Man wird einfach an die Seiten gefesselt. Am Anfang ist es die Art, wie man in das Buch hineingeworfen wird, die neugierig macht und je weiter man voranschreitet, desto mehr versteht sich die Autorin darauf, die Leser mit Plottwists und Schockmomenten zum Weiterlesen zu bewegen.

 

Im ersten Band der Trilogie geht es um Katsa. Sie ist eine Beschenkte mit der Gabe des Tötens. Wenn sie also jemanden umbringen will, wird es ihr gelingen. Natürlich wird diese Gabe von ihrem König missbraucht, aber irgendwann wehrt Katsa sich dagegen. Als junge Frau trifft sie gleichzeitig auf Bo, einen Prinzen eines anderen Landes, und zusammen ziehen sie aus, den Kampf gegen den König von pieeeep Spoiler aufzunehmen. Alles weitere würde an dieser Stelle zu viel verraten.

 

Ich bin immer noch geschockt. Die Handlung entwickelt sich von ruhig zu spannungsgeladen schon auf den ersten Seiten und der Spannungsgehalt nimmt nur noch zu. Obwohl diese Reihe schon »älter« ist, kann ich mich nicht daran erinnern, in Sachen High-Fantasy schon mal etwas Vergleichbares gelesen zu haben. Die Idee hinter der Trilogie ist also noch immer etwas vollkommen Neues und Anderes und da darf sogar jemand, wie ich, der mit High-Fantasy sonst nur wenig anfangen kann, zum Fangirl mutieren.

 

Das Setting ist ebenfalls besonders. Das merkt man schon auf Seite 1. Dort befindet sich nämlich eine Karte, auf dem sich während des Lesens (oder auch im Nachhinein) die Route, die Katsa und Bo nehmen nachverfolgen lässt. Aber auch ohne Karte ist es nicht verwirrend beschrieben, sondern schön nachvollziehbar.

 

Während ihrer Reise kommen (steht ja schon im Klappentext) Gefühle bei Katsa und Bo auf. Auch wenn die beiden durch ihre gemeinsamen Kämpfe am Hof und die dadurch entstanden Freundschaft die besten Vorraussetzungen für eine Romanze hätten, so ist es doch in keinster Weise so einfach. Die Liebesgeschichte zwischen den Beiden ist weder klischeehaft noch kitschig, sondern etwas, was sich ohne Spoiler kaum in Worte fassen lässt. Es ist wie eine Liebe auf einer freundschaftlichen, respektvollen Ebene.

 

Katsa ist außerdem keinesfalls ein Lady, wie man sie sich vorstellen mag. Sie ist eine Kämpfernatur. Durch ihre Gabe wird sie eher gefürchtet als bewundert und sie selbst macht auch keine Anstalten, jemanden vom Gegenteil zu überzeugen. Sie ist stark, mutig und aufopferungsvoll. Ihr Selbstbewusstsein ist enorm und passt unglaublich gut zu ihr. Auch ihre Einstellung zu der Rolle einer Frau in dieser Welt macht sie für mich sympathisch.

 

Aber auch Bo hat mich als männlicher Protagonist überzeugt. Er ist ebenfalls mutig und kämpferisch begabt, aber bei ihm kommt ab und zu auch eine romantische, liebevolle Seite zum Vorschein, die Herzen reihenweise zum Schmelzen bringt.

 

Ob die beiden auch in Band 2 wieder ihre Aufwartung machen, wird noch nicht angedeutet. Da dieser allerdings in einer anderen Ecke der Welt angesiedelt ist, wohl eher nicht. Allerdings gibt es einen Ausblick auf die Protagonistin für den dritten Band, auf die ich schon echt neugierig bin.

 

Fazit

 

High-Fantasy vom Feinsten. Kristin Cashore hat mich in ihren Bann gezogen und nicht mehr losgelassen. Diesen Page-Turner muss man gelesen haben!

 

Bewertung

 

5/5

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114 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

gabe, liebe, katsa, bo, fantasy

Die Beschenkte

Kristin Cashore , Ulrike Grote , Irmela Brender [Übers.]
Audio CD: 6 Seiten
Erschienen bei Silberfisch, 24.08.2009
ISBN 9783867420525
Genre: Jugendbuch

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32 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

liebe, väterchen frost, winter, jack frost, märchen

Heiße Liebe - Kalter Tod

Pia Hepke
E-Buch Text: 148 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 01.12.2016
ISBN 9783959623261
Genre: Sonstiges

Rezension:

Kurzbeschreibung

 

Elsa liebt den Winter. Schon als kleines Mädchen konnte sie es kaum erwarten, bis es den ersten Schnee gab.

Als Jack Frost, der Sohn des Winters, Elsa begegnet, ist es Liebe auf den ersten Blick. Doch ihr Glück wehrt nicht lange, denn ihre Gefühle für einander bergen eine schreckliche Gefahr.

Die Schneekönigin hat es auf Jacks Herz abgesehen und lässt es durch ihren magischen Kuss gefrieren. Einzig und allein Elsa ist in der Lage, ihn zu retten.

Nur kann ihre flammende Liebe sie beide vor dem eisigen Tod bewahren?

(Quelle und Bildcopyright liegen beim Papierverzierer Verlag)

 

Äußere Erscheinung

 

Ist das Cover nicht ein echter Hingucker? Es ist sehr schlicht in weiß und cremefarbenen Tönen gehalten und neben einer blassen Winterlandschaft ist der Oberkörper einer Frau zu sehen. Sie hält etws vor der Brust. Könnte ein geforener Apfel sein, aber sicher bin ich mir nicht. Von ihrem Gesicht ist die Hälfte abgeschnitten, aber die blassblauen Lippen und die riesigen Ohrringe kommen gut zur Geltung. Genau so wird die Schneekönigin beschrieben.

 

Meine Meinung

 

Lange habe ich auf das Erscheinen gewartet. Der Spitzentitel aus dem Herbstprogramm des Verlags stand schon lange auf meiner Wunschliste und nun habe ich es endlich geschafft, ihn zu lesen. Schließen gehen Märchenadaptionen doch immer, oder?

 

Der Schreibstil von Pia Hepke ist bildgewaltig und packend von der ersten Seite an. Daher und wegen den ohnehin wenigen Seiten fliegt die Handlung einfach nur so, aber nicht im negativen Sinne. Man muss es nur einfach in einem Rutsch lesen. Das Tempo, mit dem sich die Geschichte bewegt, ist nicht zu schnell, nicht zu langsam und ich hatte nicht einen Moment das Gefühl, dass irgendetwas gehetzt gewirkt hat. Erzählt wird aus der dritten Person, so dass die Handlung leicht zwischen beiden Protagonistin hin und her wechseln konnte, aber die meiste Zeit folgt man Elsa, der Protagonistin. Eigentlich fast die ganze Zeit. Trotzdem ist es schön, auch einen Einblick in Jack zu erhalten.

 

Das Märchen um die Schneekönigin dürfte bekannt sein, oder? Denn das hat die Autorin hier mal vollkommen anders adaptiert und zwar, in dem sie nicht Kai und Elsa eingebracht hat, sondern auch Jack Frost. Diesem begegnet Elsa nämlich und die beiden verstehen sich auf der Stelle. Immer öfter treffen sie sich und verlieben sich ineinander, aber dann taucht die Schneekönigin auf und Elsa zieht los, um ihn zu retten.

 

Im Grunde wird die Thematik des Originalmärchens beibehalten, aber durch den Faktor »Jack Frost« ändert sich doch so einiges, denn dieser ist kein gewöhnlicher Junge. Nein, Jack ist der Sohn von Väterchen Frost und – was ich an dem Buch besonders toll finde – tatsächlich diente der Jack Frost aus dem bekannten Disney-Film als Vorlage.

 

Er hat also den gleichen Humor von seinem Namensvätter geerbt und mich damit schon auf den ersten Seiten so richtig zum Lachen gebracht. Pia schafft es einfach, ihn trotz seiner Kältemagie unglaublich sympathisch rüberkommen zu lassen, so dass man ihn einfach nur knuddeln möchte.

 

Das hat auch einen guten Grund. Die Geschichte hinter dem Märchen, die die Autorin sich ausgedacht hat – und zu der ich aufgrund Spoiler nichts sagen werde – hat es in sich. Sie kommt zwar erst am Ende, so dass man leicht ins Grübeln gerät, wie die wenigen Seiten noch ausreichen, um alles zu klären, aber sie ist dabei so logisch, dass alles einen Sinn ergibt. Tja, so gab es die Geschichte um die Schneekönigin noch nie.

 

Außerdem hat mir gefallen, dass die Protagonistin Elsa – die mich notgedrungen immer ein wenig an Elsa aus Frozen erinnert – so eine mutige junge Frau ist. Es wird zwar nicht einmal ihr Alter verraten, aber ich stelle sie mir als Teenagermädchen mit blonden Haaren vor. Sie hat einen kleinen Hund und geht noch zur Schule. Trotzdem lässt sie alles stehen und liegen, um Jack, den sie noch nicht lange kennt, aus den Fängen der Schneekönigin zu befreien. Da gehört schon einiges dazu.

 

Und das Ende erst. Ich bin ein großer Fan von dem Ende, weil es nicht zu offen ist, aber auch kein Und-sie-lebten-glücklich-bis-ans-Ende-ihrer-Tage-Ende. Ein schöner Abschluss zu einer gelungenen Märchenadaption.

 

 

Fazit

 

Wer die Schneekönigin mag und auf Märchenadaptionen der etwas anderen Art steht, wird »Heiße Liebe, kalter Tod« lieben. Pia Hepke hat uns hier eine richtig schöne Geschichte geliefert, die Herzen zum Schmelzen bringt.

 

Bewertung

 

5/5

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125 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

liebe, mina, malen, herzseilakt, freundschaft

HerzSeilAkt

Mirjam H. Hüberli
Flexibler Einband: 220 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 01.08.2016
ISBN 9783959917131
Genre: Liebesromane

Rezension:

Kurzbeschreibung

 

Der großen Liebe hat Mina längst abgeschworen, auch wenn ihr Horoskop etwas anderes prophezeit, alleine ist sie besser dran, dessen ist sie sich sicher. Ihr Leben ist eh schon chaotisch genug, da braucht sie nicht auch noch einen Mann, der mit ihrem Herzen spielt.

Doch gerade, als sie sowieso schon genug mit ihrer kranken Mutter, den Freundinnen und ihrem Buchclub zu tun hat, kommt ihr das Schicksal in Form von Frederic in die Quere, der ihr unverhofft vor die Füße fällt. Nicht nur ihre Gefühle, sondern auch ihr Leben werden ordentlich durcheinander gewirbelt und obwohl er genauso schnell verschwindet, wie er in ihr Leben tritt, hinterlässt er ein merkwürdiges Kribbeln in ihrem Herzen.

(Quelle und Bildcopyright liegen beim Drachenmond Verlag)

 

Äußere Erscheinung

 

Das Cover ist ein wahrer Blickfang, obwohl es eigentlich sehr schlicht gehalten ist. Es zeigt ein rotes Kleid aus Buchseiten an einer Kleiderpuppe mit einem herzförmigen Farbklecks im Hintergrund. Die obere Hälfte des Covers ist dahinter in weiß gehalten mit undeutlichen Namen in einer hübschen Kalligrafie. Darunter geht der Hintergrund zu schwarz-weiß-gepunktet über mit einem weißen Kreis in der Mitte, in dem sich der Titel befindet. Besonders hervorzuheben ist, dass das Cover nicht von einem Coverdesigner so entworfen, sondern von der Autorin selbst gemalt wurde. Von ihr stammen auch die zauberhaften Illustrationen und Zeichnungen im Buch.

 

Meine Meinung

 

Von Mirjam kannte ich bisher nur ihre beiden Jugendthriller und war natürlich auch mega gespannt auf ihren Abstecher in die Liebesromane. Außerdem – Drachenmond! Wer kann denn da schon nein sagen?

 

Man merkt schon auf den ersten Seiten, dass Mirjam hier etwas vollkommen Neues ausprobiert hat. Ihr Schreibstil ist lockerer, fluffiger als ich es von ihr gewohnt war, aber das ist natürlich nicht negativ aufzufassen. Durch den Humor und die Leichtigkeit beim Lesen fliegt man durch die Seiten und kann gar nicht mehr aufhören. Was mir sehr gefallen hat, waren außerdem die teils seitenlangen Whatsapp-Verläufe – diese sind nämlich nicht nur herzerwärmend, sondern einfach nur traumhaft schön und tragen so viel Gefühl. Immer am Kapitelanfang findet eine kleine Weissagung von Miss Starlet – dem Horoskop, das Mina, die Protagonistin, täglich liest – ansonsten ist das Buch komplett aus ihrer Sicht erzählt. So bekommt man direkt einen Eindruck von Minas Chaosleben.

 

Denn darum geht es auch: Minas Leben ist wirklich Chaos. Als Mädchen für alles in einem Haute Couture-Geschäft hat sie es nicht leicht und dann ist sie auch noch so ein kleiner Tollpatsch, dass sie bei einem Zusammenstoß auf der Straße ihren Schlüsselbund verliert – und so vermutlich auf den süßesten Typen aller Zeiten trifft. Aber Mina ist eigentlich gar nicht auf der Suche. Mit ihren verrückten Freundinnen und ihrer kranken Mutter hat sie schon genug zu tun, aber manchmal können einen nicht einmal die Sterne auf das vorbereiten, was unvermeidlich ist …

 

Kurz zusammengefasst wird das turbolente Leben einer jungen Frau beschrieben, die ganz unverhofft auf ihren Traummann trifft – was natürlich in absolutem Chaos ausartet.

 

Sonderlich tiefgründig ist der Roman nicht, aber das muss er auch gar nicht sein, denn durch den lockeren Schreibstil und die sympathischen, realitätsnahen Charaktere ist er einfach unterhaltsam und das ist es doch, was zählt.

 

Mina, zum Beispiel, ist unsere Chaosqueen. Der größte Tollpatsch vor dem Herrn, aber ein Genie mit Pinsel und Farbe. Sie malt für ihr Leben gern, aber meist kommt ihr das Leben selbst dazwischen. Sie arbeitet als Mädchen für alles in einem Job, den sie nicht leiden kann, und die regelmäßigen Besuche bei ihrer kranken Mutter rauben ihr den letzten Nerv – aber wofür gäbe es denn sonst beste Freundinnen, wenn nicht, um die Laune wieder zu heben?

 

Der Buchclub, wie die Mädels sich bezeichnen, wenn sie sich einmal in der Woche treffen, ist einfach köstlich. Meist wird – wie man sich denken kann – natürlich nicht gelesen. Es handelt sich schlichtweg um den wöchentlichen Mädelsabend mit Alkohol und dem neusten Klatsch, aber das muss natürlich auch mal sein.

 

Dann gibt es auch noch Frederic, den heldenhaften Schlüsselwächter. Über ihn möchte ich nicht ganz so viel verraten, einfach, weil es spoilern würde, aber ihr werdet euch in ihn verlieben – ganz sicher.

 

Fazit

 

»HerzSeilAkt« ist kein Liebesroman im herrkömmlichen Sinne. Es ist viel mehr eine romantische Komödie in Buchform, die zum Lachen bringen und eventuell auch ein wenig nachdenklich machen soll.

 

Bewertung

 

5/5

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(14)

24 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

#newadult, helena, verspieltes herz, lets play, aiden

Let's Play. Verspieltes Herz

Jennifer Wolf
E-Buch Text: 291 Seiten
Erschienen bei Impress, 05.01.2017
ISBN 9783646603101
Genre: Sonstiges

Rezension:

Kurzbeschreibung

 

*Die wahre Liebe kennt kein Game over…*

Seit der 22-jährigen Helena Sorrento das Herz gebrochen wurde, weiß sie, dass die Liebe kein Spiel ist und dass das Herz ein Organ darstellt, das es ganz besonders zu schützen gilt. Alles, was sie ihren Gefühlen jetzt noch erlaubt, ist das Eintauchen in dramatische Liebesromane und der Nervenkitzel beim Zuschauen von Let’s Playern – Online-Gamern, die einen direkt in ihre Spieler-Welten mitnehmen. Wie Tausende anderer Frauen schwärmt sie dabei vor allem für den charmanten Let’s-Player Aiden, dessen Stimme alles in ihr zum Stillstehen bringt. Zu gerne würde sie wissen, welcher Mann sich hinter den humorvollen und doch stets so tiefsinnigen Kommentaren verbirgt – und warum er sich seinen Fans nie zeigt…

(Quelle und Bildcopyright liegen bei Carlsen Impress)

 

Äußere Erscheinung

 

Das Cover ist … hübsch. Die Covermodels passen zu den Beschreibungen der Charaktere und doch hätte ich mir gewünscht, dass hier ein bisschen mehr mit der Thematik um die Let’s Plays und das Zocken gespielt worden wäre. Covermodel vor einen schönen Hintergrund setzen, das ist nun wirklich keine Kunst – etwas mehr Kreativität hätte hier sicher nicht geschadet. Nur gut, dass das Cover nicht in die Bewertung einfließt.

 

Meine Meinung

 

Kurz vorweg: Ich habe keine Ahnung von Let’s Plays, schaue sie nicht und kenne Gronkh (Ich hoffe, ich habe das richtig geschrieben) nur über meine Mitbewohnerin, aber da es das neuste Buch von Jennifer Wolf ist, musste ich es natürlich haben.

 

Selbst nach sechs Büchern der Autorin habe ich noch nicht herausfinden können, was dieses gewisse Etwas ist, was ihre Bücher so packend und mitreißend gestaltet. Es ist einfach da und zieht einen in seinen Bann, kaum, dass man die ersten Seiten aufgeschlagen hat. Wie auch in ihren vorherigen Romanen ist Jennifers Schreibstil ausgesprochen einfach und daher flüssig zu lesen, was es leicht macht, sich in der Geschichte zu verlieren. Die Erzählperspektive aus der Gegenwart lässt das Geschehen noch viel realer wirken und durch Helenas Ich-Erzähler bekommt man gleich noch einen schönen Einblick in ihre Gefühle und Gedanken.

 

Grob gesagt geht es um Helena und Aiden. Helena hat eine schwierige Vergangenheit samt gewaltätigem Ex hinter sich und durch Aiden, einen sehr bekannten Let’s Player, Freunde und schließlich Rettung gefunden. Sie schaut quasi jedes Video von ihm und wie das Schicksal es so will, trifft sie ihn – Live und in Farbe – obwohl er sich noch nie der Öffentlichkeit gezeigt hat. Helena lernt ihn kennen und die beiden kommen sich unweigerlich näher. Bis die Helenas Vergangenheit sie einholt …

 

Ihr seht also, obwohl die Themantik sich einfach und leicht verdaulich anhört – so ist sie gar nicht. Jennifer hat in diesen Roman so viel mehr gepackt als nur ihre eigene Liebe zu Let’s Plays, die sie übrigens super umgesetzt hat, sondern auch ernstere Themen wie häusliche Gewalt und Stalking. Daher ist es nicht ausgeschlossen, dass etwas brutalere Szenen ihren Weg in das Buch gefunden haben und Stellen, bei denen ich selbst zutiefst erschüttert war – verstörend, sich vorzustellen, dass es wirklich solche Leute gibt, die so etwas abziehen.

 

Natürlich nimmt aber auch Let’s Play und Gaming viel Platz im Plot ein, aber selbst, wenn man davon so viel Ahnung hat wie ich (nämlich keine) ist das kein Problem. Man merkt zwar, dass Jennifer selbst begeisterte Let’s Play-Zuschauerin ist, aber man wird als Neuling auf dem Gebiet nicht mit technischen Dingen konfrontiert. Es ist tatsächlich ziemlich lustig umgesetzt worden – auch mit Facebook-Posts und Kommentaren.

 

Helenas Charakter habe ich beim Lesen als sehr interessant empfunden, einfach, weil neben ihren derzeitigen Gefühlen auch noch die Ängste aus ihrer Vergangenheit thematisiert werden. Sie hat einen tollen Humor, wenn sie nur will, und ist ein aufgeschlossener Mensch, der ungern Geheimnisse hütet. Es gab einige Momente, wo ich sie trotz allem gerne einmal schütteln wollte, damit sie zur Vernunft kommt, aber auch die konnte ich nachvollziehen. Wer weiß, wie ich in solchen Situationen gehandelt hätte …

 

Kommen wir nun zu Aiden. Ich will auch einen. Wirklich. Wenn es wirklich so einen Let’s Player gibt, ich bin ab sofort sein allergrößter Fan. #Unity4ever Aiden nimmt nicht nur die Rolle des unnahbaren Youtube-Stars ein, den niemand je zu Gesicht bekommen hat, sondern auch die des liebevollen Freundes, der für alles Verständnis aufbringt und einfach der Gute ist. Nicht nur, dass zwischen ihm und Helena die Chemie stimmt, auch alleine hat er eine umwerfende Persönlichkeit – man muss ihn einfach gern haben. Und sein Akzent ist auch echt süß. ;-)

 

Fazit

 

Jennifers neustes Meisterwerk! Nach Hemera entführt sie uns in die wahnwitzige Online-Welt der Let’s Plays und lässt mal wieder Herzen schmelzen. Die Zeit spielt beim Lesen dieses Buches keine Rolle mehr, man kann einfach nicht mehr aufhören!

 

Bewertung

 

5/5

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59 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

fairie

Fairies - Kristallblau

Stefanie Diem
E-Buch Text: 340 Seiten
Erschienen bei Impress, 05.01.2017
ISBN 9783646603118
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung

 

*Es ist ein langer Weg zur anmutigen Schönheit einer Fairy…*

Abgöttisch schön, betörend elegant und absolut stilsicher – das sind Eigenschaften, von denen die 18-jährige Sophie nur träumen kann. Bis sie zur Feier ihres Schulabschlusses ins exotische Lloret de Mar reist und dort dem atemberaubend gutaussehenden Taylor über den Weg läuft. Dieser entdeckt das in ihr, was sie niemals in sich sehen konnte: Sophie ist eine Fairy und gehört damit zu den schönsten Wesen des Universums. Zumindest fast, denn vor ihrer endgültigen Verwandlung muss die unsichere Abiturientin erst die Akademie der Fairies besuchen und all das lernen, was die Wesensart einer Fairy ausmacht. Und das ist nicht gerade wenig…

(Quelle und Bildcopyright liegen bei Carlsen Impress)

 

Äußere Erscheinung

 

Das Cover ist in schlichten Türkis- und Blautönen gehalten. In dessen Mitte ist das Gesicht einer Frau zu sehen. Sie hat die Haare zugebunden und im Fokus stehen die Edelsteine über den Augenbrauen und mitten auf der Stirn, die auch im Buch eine wichtige Bedeutung haben. Der Reihentitel »Fairies« hat so einen richtig schönen Metalic-Effekt, der auf der Stelle ins Auge fällt – hübsch anzusehen und doch passt er, genau wie das ganze Cover für mich nicht ganz ins Muster der Impress-Cover. Trotzdem finde ich es wunderschön. Es ist nur ein etwas anderer Stil, den Impress hier verwendet hat und das hat mich beim letzten Coverreveal doch sehr überrascht.

 

Meine Meinung

 

Ich gehöre ja zu den Stefanie Diem-Fans der ersten Stunde. Deshalb war es für mich auch keine Frage, ob ich Fairies lesen würde oder nicht. Seit der Ankündigung des Titels warte ich geduldig und heute habe ich mich endlich an die 400 Seiten rangewagt.

 

Stefanie besitzt einen sehr bildhaften Schreibstil, der einem die Umgebung, die Gegebenheiten und alles, was sonst noch wichtig ist, so schön beschreibt, als wäre man selbst dort. Egal, ob ausgelassene Partystimmung oder Kampfszene – das Feeling ist einfach immer das richtige. Die einzigen Ausnahmen stellen da wohl Prolog und Epilog da, die bisher noch keine wirklichen Verbindungen zu der Haupthandlung haben. Zumindest der Prolog. Beim Epilog kann ich mir den Zusammenhang zur Handlung noch erklären, der Prolog dahingegen steht aber völlig alleine. Ich erhoffe mir die Aufklärung im zweiten Band – es ist schließlich kein großer Kritikpunkt und immerhin kann man nach dem Lesen bis April an etwas knabbern.

 

Los geht es mit Sophie und ihren Freundinnen in Lloret de Mar, aber für unsere Protagonistin endet der Partyurlaub in dem Moment, in dem sie erfährt, dass sie – ausgerechnet sie – eine Fairy sein soll. Von ihren Seekern, den Fairies, die sie gefunden haben, wird sie zur nächstgelegenen Fairy-Akademie gebracht, um dort ihre Fähigkeiten zu entdecken und unterrichtet zu werden …

 

Mehr möchte ich auch gar nicht verraten. Ich weiß, dass jetzt viele denken werden, dass die Thematik über normale Mädchen, die auf einmal erfahren, dass sie Feen, Elfen oder sonst was sind und dann auf einer besonderen Schule alles lernen, so was von ausgelutscht ist, aber das ist nicht wahr! Nicht im geringsten. Stefanie hat mich vom Gegenteil überzeugt. Die Sagenwelt, die sie um die Fairies geschaffen hat und in die auch in ein bekanntes deutsches Märchen integriert wurde, ist schier unglaublich und lässt einen nicht mehr los. Ich werde immer an dieses Buch denken, wenn ich Dornröschen sehe …

 

Ein weiterer Punkt, den ich gerne ansprechen möchte, ist die tatsächlich nicht wirklich vorhandene Liebesgeschichte. Klar, der Klappentext deutet eine an, aber so sehr steht sie nicht im Fokus. Das hat mich durchaus überrascht, etwas mehr hätte schon sein können, aber es war auch kein großer Verlust, dass die Romanze zwischen Sophie und Taylor nicht allzu sehr thematisiert wurde. So gab es auch viel mehr Gelegenheiten, um die Fairies und ihre Welt besser kennenzulernen. Sehr interessant und clever finde ich, dass die Akademien sich auf riesigen Kreuzfahrtdampfern befinden, so dass sie sich nicht dauerhaft an einem Ort aufhalten.

 

Sophie ist die Protagonistin. Das steht in diesen Feen-Büchern (die es ja schon zur Genüge gibt ;-) ) doch immer dafür, dass sie etwas ganz Besonderes sein muss und alles super kann, aber … nein. Einfach nur nein. Auch das kam überraschend, aber Sophie ist keine besondere Fairy. Zumindest nicht auf den ersten Blick. Immer wieder befallen sie Träume – egal, ob Tag oder Nacht – die sie nicht recht deuten kann. Selbst ich als Leserin bin noch am Grübeln, was das für Sophie zu bedeuten hat.

 

Über Taylor, der laut Klappentext die Rolle des männlichen Protagonisten einnimmt, erfährt man nicht ganz so viel. Er ist ein Seeker, der beste, der je die Ausbildung abgeschlossen hat und auch seine beiden Kollegin sind so gut, dass sie zu einem der besten Seeker-Teams der Welt zählen. Natürlich ist er daher auch sehr gefragt als Bodyguard – für wen, das verrate ich aber nicht. Sein Beschützerinstink ist ziemlich ausgeprägt, was sich auch im Laufe des Buches zeigt.

 

Zugegebenermaßen, die beiden würden doch gut zusammenpassen – mal sehen, wie es in Band 2 weitergeht. Der erscheint schon am 6. April 2017, also gar nicht mehr lange hin.

 

Fazit

 

Der Auftakt der »Fairies«-Reihe verpackt eine altbekannte Thematik vollkommen neu und besticht durch sympathische, echte Charaktere. Band 2 kann gar nicht früh genug kommen. Weiterlesen ist nach diesem Ende quasi Pflicht.

 

Bewertung

 

4,5 / 5

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51 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

weihnachten, #weihnachten, weihnachtsbaum, schnee, julia k. stein

Winterzauber in New York

Julia K. Stein
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 01.12.2016
ISBN 9783646603026
Genre: Sonstiges

Rezension:

Kurzbeschreibung

 

*Die Eisprinzessin und der Sonnyboy*

Das ganze Semester über hat sich Hannah auf diesen Moment gefreut: Endlich kann sie das amerikanische College verlassen und mit ihrer Familie in Deutschland Weihnachten feiern. Doch ausgerechnet am 23. Dezember werden in New York wegen eines Schneesturms alle Flüge gestrichen und Hannah sitzt fest – in der angeblich aufregendsten Stadt der Welt, aber leider ohne Geld und ohne Bleibe. Zu allem Übel trifft sie dort auf Kyle, den schlimmsten Womanizer des ganzen Colleges, der das gleiche Problem hat wie sie. Während der Schnee die Stadt allmählich in einen Eispalast verwandelt, wird ihnen klar, dass sie die nächsten Stunden gemeinsam verbringen müssen. Doch so wenig die beiden miteinander anfangen können, so sehr sind sie sich in einer Sache einig: Weihnachten muss gefeiert werden, egal wo man ist…

(Quelle und Bildcopyright liegen bei Carlsen Impress)

 

Äußere Erscheinung

 

Auf dem Cover befinden sich dick eingemummelte Menschen, die sich vor einer verschneiten Großstadtkulisse küssen. Die Hauptfarbe ist daher ein schönes Schneeweiß. Obwohl das Cover prinzipiell nicht viel aussagt, trifft es mit dem Motiv den Titel echt gut. Vielleicht hätte ich mir etwas Zauberhafteres vorgestellt, aber grundsätzlich gefällt mir das Cover.

 

Meine Meinung

 

Nachdem ich bereits »Regenbogenzeit« von der Autorin war ich beim Schreibstil ziemlich überrascht, denn neben geheimnisvoll kann sie offenbar auch humorvoll und mitreißend. (Nicht, dass Regenbogenzeit nicht mitreißend wäre…). Vor allem die Dialoge zwischen den beiden Protagonisten machen schon nach wenigen Seiten so viel Lust auf mehr, dass man nicht mehr aufhören kann. Erzählt wird in der dritten Person, wobei die Handlung immer mal wieder zwischen beiden hin und her wechselt, aber meistens halten sie sich ja an einem Ort auf.

 

Es geht in dem Buch nämlich um Hannah und Kyle, die beide Weihnachten wegen einem Schneesturm nicht bei ihren Familien verbringen können. Hannah kommt nicht nach Deutschland, Kyle nicht nach Barbados. Dumm gelaufen! Aber wohingegen Kyle weiß, wo er die Nächte, bis wieder Flieger starten, verbringen kann, hat Hannah keine Unterkunft. Und Kyle wäre nicht Kyle, wenn er Hannah nicht in seine Obhut nehmen würde. Tja, dann müssen die beiden wohl zusammen Weihnachten feiern …

 

Obwohl das Buch nur über zwei bis zweieinhalb Tage spielt, hat Julia es nicht nur geschafft, einen packenden Jugendroman mit Witz und Charm zu verfassen, sondern auch ihren Charakteren ungeahnte Tiefen verliehen. Die Protagonisten nehmen bei diesem Titel wirklich den Großteil ein, einfach, da es so gut wie keine Nebenfiguren gibt und die sie über die ganze Handlung verteilt, nur sehr wenige Menschen treffen.

 

Man sollte meinen, das täte der Story einen Abbruch, aber eher das Gegenteil ist der Fall. Dadurch, dass der Fokus wirklich auf Hannah und Kyle liegt, lernt man die beiden besser kennen, als es zunächst den Anschein hat. Hintergründe werden geklärt, alte Geschichten wieder hervorgeholt und wenn man versucht, mit einem Amerikaner Weihnachten zu feiern, steht am Ende auch mal der Weihnachtsbaum in Flammen.

 

Vielleicht wirkt die Geschichte auf den ersten Blick vorhersehbar und klischeeträchtig, aber auch das ist niht der Fall. Zugegebenermaßen muss ich sagen, dass ich einen großen Plottwist vorhergesehen habe und ich vermute, dass das nicht schwer ist, wenn man sich ein wenig mit Psychologie auskennt, aber alles in allem geht es ja auch gar nicht darum, wie unvorhergesehen die Geschichte ist, solange sie gut unterhält, denn das tut sie.

 

Fazit

 

Eins der besten Weihnachtsbücher, die 2016 erschienen sind. Humorvoll geschrieben mit lebhaften, echten Charakteren und mit einem Hauch von German Weinakkten, wie Kyle sagen würde. Man kann es übrigens auch hervorragend im Januar lesen.

 

Bewertung

 

5/5

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17 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

Demonhearts & Angelwings

Jana Goldbach
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 05.01.2017
ISBN 9783646602609
Genre: Sonstiges

Rezension:

Kurzbeschreibung

 

*Wenn die Gejagte sich in den Jäger verliebt…*

Als Amber auf den ebenso arroganten wie gutaussehenden Gwin trifft und ihm nach seiner plumpen Anmache eine Ohrfeige verpasst, ahnt sie noch nicht, mit wem sie es zu tun hat. Gwin ist nämlich ein Dämon und zudem der Sohn des obersten Clananführers. Um dessen Amt weiterführen zu können, muss Gwin seinem Clan eine Opfergabe in Form eines Menschenmädchens darbringen. Nur leider hat er die Rechnung ohne die aufmüpfige Amber gemacht. Die ist nämlich gar nicht so naiv wie gedacht und bindet den stolzen Dämon prompt mit einem Zauber an sich. Als die beiden sich langsam näherkommen, muss Gwin schließlich feststellen, dass die Liebe nicht immer Flügel verleiht…

(Quelle und Bildcopyright liegen bei Carlsen Impress)

 

Äußere Erscheinung

 

Nachdem ich die Cover des Impress-Januars gesehen habe, habe ich ein wenig den Glauben an die Coverdesigner des Verlags verloren. Deshalb bin ich wahnsinnig froh, dass auf das Cover zu »Demonhearts and Angelwings« nicht einfach nur ein Covermodel geklatscht wurde. Im Hintergrund dominiert eindeutig die Farbe Blau in den verschiedesten Tönen, aber das Hauptaugenmerk liegt auf dem Mädchen, dessen Kopf man in der rechten Ecke sieht. Sie ist sehr farblos gehalten, was gut zu ihren ohnehin blonden Haaren passt. Hinter ihr ragt ein schwarzer Flügel hervor, der von etwas weiß umrahmt wird, bevor alles in den blauen Hintergrund überläuft. Das Buch hat wirklich das schönste Cover diesen Monat und es passt auch großartig zur Handlung.

 

Meine Meinung

 

Von Jana Goldbach habe ich ja schon »Diebin deiner Träume« gelesen und konnte mir daher bereits ein grobes Bild von ihrem Schreibstil machen – dachte ich zumindest vorher. Im Nachhinein betrachtet, kann man »Diebin deiner Träume« nicht als Vergleich wählen, weil, wenngleich ich damals ein paar Probleme hatte, in den Kurzroman reinzukommen, mich »Demonhearts and Angelwings« auf der Stelle in seinen Bann gezogen hat. Jana erzählt ihre Geschichte aus zwei verschiedenen Sichten – die Perspektive von Amber verfolgen wir dabei als Ich-Erzähler, die von Gwin als Er-Erzähler. Das macht es einfach, wenn zwischen den Kapiteln die Sicht gewechselt wird. Man weiß immer, bei wem man sich gerade befindet, was es leicht macht, den Überblick zu behalten. Während dem Lesen wird man Stück für Stück immer weiter in die Geschichte hineingezogen, so lebhaft und real beschreibt die Autorin das Setting, die Charaktere und einfach alles drum herum.

 

Was die Handlung an sich angeht, so geht es um Gwin, der eine Prüfung bestehen muss, um zum neuen Clananführer, dem sogenannten Sojobo, ernannt zu werden. Woraus diese Prüfung besteht, wäre leider ein Spoiler, deshalb nur so viel: Dafür braucht er eine Frau und die Wahl fällt auf Amber, die ihm direkt bei der ersten Begegnung eine Ohrfeige verpasst. Die beiden begegnen sich aber kurz darauf schon wieder. Und dabei erfährt Amber, was Gwin eigentlich ist: Ein Yokai, ein Dämon aus der japanischen Sagenwelt. Natürlich will Amber sich von ihm distanzieren, aber der Schutzzauber, den sie mit ihrer ABF wirkt, geht dezent in die Hose … und bindet die beiden aneinander …

 

Als großer Fan der japanischen Kultur bin ich positiv überrascht, wie gut die Thematik mit den Yokai hier eingeflochten wurde. Über Dämonen liest man ja bekanntlich viel, aber die speziellen Dämen der japanischen Sagenwelt sind dann doch eine andere Hausnummer. Obwohl man nicht sonderlich viel über den Clan an und für sich erfahren hat, habe ich nicht das Bedürfnis, dass mir etwas beim Lesen gefehlt hat. Der Fokus liegt eben einfach auf der Beziehung zwischen Gwin und Amber – und die ist wirklich alles: Die Spannung zwischen den Beiden ist auf jeder Seite herauszulesen, die Dialoge bringen mehr als nur einmal zum Lachen und Romantik gibt es natürlich auch zu genüge.

 

Diese Love-Hate-Beziehung zwischen den Beiden ist wirklich amüsant und lockert die Handlung dadurch maßgeblich auf. Außerdem lernt man durch die Reaktionen die Charakterzüge der Protagonistin richtig gut kennen und die Chemie zwischen ihnen stimmt einfach.

 

Amber ist eine sehr starke Persönlichkeit, die sich nicht davor scheut, einem Jungen, der sie anbaggert, eine zu verpassen, aber gleichzeitig ist sie auch bodenständig und korrekt. Trotzdem ist sie keine Streberin, was man vor allen an ihren Chemie-Noten merkt. Auch das hat sie auf mich maßgeblich sympathisch wirken lassen. Schließlich müssen die menschlichen Protagonistinnen solcher Bücher nicht immer die Star-Schüler sein.

 

Über Gwin erfährt man immer mehr je weiter man in der Handlung voran kommt, aber einige Geheimnisse, zum Beispiel sein Leben, bevor er auf Amber getroffen ist, behält er dennoch für sich. Zunächst wirkt er arrogant und herablassend, aber das kann ich nachvollziehen. Immerhin handelt es sich um einen Dämon, der den Wind kontrollieren kann. Wenn das mal nichts ist. Sein Beschützerinstinkt wird erst im Laufe der Handlung stärker hervorgehoben und gibt ihm eine etwas niedlichere Note – mit all seinen Ecken und Kanten (und ja, da hat er eine Menge!) ist er wirklich perfktes Bookboyfriend-Material, aber Achtung! Meins!

 

Fazit

 

»Demonhearts and Angelwings« konnte mich mit einer originellen Thematik, spritzigen Dialogen und Charakteren, die man einfach liebhaben muss, voll und ganz überzeugen. Beinahe schade, dass es nur ein Einzelband ist.

 

Bewertung

 

5/5

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41 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

magie, gaston, zauberer, freundschaft, valentina fast

Belle et la magie - Hexenzorn

Valentina Fast
E-Buch Text: 428 Seiten
Erschienen bei Impress, 01.12.2016
ISBN 9783646602661
Genre: Sonstiges

Rezension:

Kurzbeschreibung

 

*Das große Finale der Geschichte über die Hexenprinzessin Isabelle*

Seit die 17-jährige Isabelle Monvision aus ihrer Heimat verbannt wurde, ist nichts mehr, wie es mal war. Nicht nur hat sie ihre Hexenfähigkeiten vollständig eingebüßt, auch das Vertrauen zu Gaston ist mit den vergangenen Geschehnissen zu Bruch gegangen. Dennoch kämpft sie sich mit ihm und seinen Freunden durch die zahlreichen Gefahren des Magischen Waldes – wissend, dass sie nur im Reich auf der anderen Seite der Berge in Sicherheit sein kann. Mit allen Mitteln versucht Gaston sie auf dem unsicheren Weg dorthin zu beschützen. Dabei ahnt keiner von ihnen, dass dies nur der Anfang ist und Isabelle die Schlüsselfigur eines jahrhundertealten Krieges werden wird...

(Quelle und Bildcopyright liegen bei Carlsen Impress)

 

Äußere Erscheinung

 

Das Cover vom zweiten Band der Reihe ähnelt sehr dem ersten. Die Grundfarbe ist dieses Mal rot und auch schwarz befindet sich in einem großen Teil des Hintergrunds. Das einzige, was mich am Cover stört, ist das Covermodell. Diese Belle passt mit Umhang und Kapuze zwar gut in die Geschichte, aber es ist das exakt gleiche Bild wie in Band 1. Dort hat es besser aufs Cover gepasst, für den zweiten hätte ich was anderes gewählt.

 

Meine Meinung

 

Man merkt an Valentinas Schreibstil, dass sie die Dilogie direkt hintereinander weggeschrieben hat. Er verändert sich nämlich kaum, ist weiterhin flüssig und leicht zu lesen. Auch dieses Mal lernt man durch ihn auch ein wenig Französisch, aber ich hatte das Gefühl, dass es einfacher zu verstehen ist, als im ersten Band. Die Erzählperspektive übernimmt wieder einmal Belle selbst, aber neben ihr übernimmt auch Sandrine eine Sicht. Die Sicht von Gaston aus dem ersten Band gibt es dieses Mal nicht, aber das ist kein großer Verlust.

 

Die Handlung selbst setzt kurz nach Ende von Band 1 ein. Belle wurde verbannt und zieht nun zu Vincent ins Dorf der Wicca mitten im Magischen Wald. Sie hat keine Hexenkräfte mehr, das Vertrauen zu Gaston ist dahin und dennoch stellt sich allen Gefahren des Waldes. Je weiter die Handlung voranschreitet, umso mehr Geheimnisse werden enthüllt und Erkenntnisse gewonnen, die hier die Spannung vorwegnehmen würden, deshalb müsst ihr es wohl selbst lesen.

 

Obwohl ich einige Problemchen hatte, wieder reinzukommen und die Nebencharaktere wieder kennenzulernen, konnte die Geschichte mich nach gut zehn Prozent wieder packen und ab dann hat sie mich nicht mehr losgelassen. Spannung ist da, genauso wie Romantik und drei supersüße Pärchen. Bleibt einem im ersten Augenblick das Herz stehen und man denkt sich »WTF?!«, so seufzt man im nächsten Moment bereits wieder wohlig auf, weil es einfach nur niedlich ist, was gerade passiert.

 

Sehr gefallen hat mir außerdem, dass die geheimnisvollen Textschnipsel am Anfang der Kapitel aufgeklärt wurden – zumindest erscheinen sie mir jetzt klarer – und dass keine Fragen unbeantwortet bleiben. Der zweite Teil der Dilogie konnte mich auf jeden Fall mehr überzeugen, als Band 1.

 

Während Belle mir zu Beginn noch vorkam wie ein Mädchen, das mit ihrer Pflicht nicht direkt klarkam, so hat sie sich im Verlauf der Dilogie gewandelt. Es ist nicht so, dass sie zu einer wahren Kämpfernatur wird, aber das wäre auch unrealistisch. Stattdessen ist es eine schrittweise Entwicklung, die sie durchläuft. Sie wird mutiger und ja, auch ernster, aber sie verliert ihre ursprüngliche Persönlichkeit nicht.

 

Gaston selbst hätte ich gerne noch mehr kennengelernt, aber dadurch, dass er dieses Mal keine Sicht bekommen hat, kam er etwas zu kurz, was der Handlung zwar keinen Abbruch getan hat, aber doch schade ist. Gaston ist einfach ein richtiger Beschützer. Er möchte gerne Mitglied der Garde der Wicca werden und in meinen Augen passt er da auch super hin. Trotzdem hat er auch eine liebevolle, süße Seite, die in diesem Band auch das ein oder andere Mal auftaucht. ;-)

 

Fazit

 

Der zweite Band der Dilogie ist eine Mischung aus Spannung, Romantik und Geheimnissen, die mich bis auf einige ganz kleine Schwächen überzeugen konnte, so dass ich guten Gewissens 4,5 Schmetterlinge vergebe.

 

Bewertung

 

4,5/5

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41 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

witches of norway, magie

Witches of Norway - Polarschattenmagie

Jennifer Alice Jager
E-Buch Text
Erschienen bei Dark Diamonds, 30.12.2016
ISBN 9783646300055
Genre: Fantasy

Rezension:

Kurzbeschreibung

 

*Gefährliche Sehnsucht im Schatten des Polarlichts*

Elis hat den Weg zurück in ihre Gegenwart gefunden, doch ihre Gedanken und ihr Herz hängen noch immer an den Geschehnissen im Norwegen des Jahres 1905. Sie setzt alles daran, wieder in die Vergangenheit zu gelangen, um Kjell, den jungen Mann mit der Seele eines Löwen, zu retten. Aber niemand aus ihrem Hexenzirkel will ihr glauben, dass sie durch die Zeit gereist ist. Nur der charismatische Hexenmeister Stian vertraut auf ihre Fähigkeiten. Gemeinsam suchen sie nach einem verschollen geglaubten, magischen Grimoire, von dem Elis sich Antworten erhofft. Dabei spürt sie erneut die starke Anziehungskraft, die von Stian ausgeht, und sie kommen sich immer näher… gefährlich nahe.

(Quelle und Bildcopyright liegen bei Dark Diamonds)

 

Äußere Erscheinung

 

Das Cover von Band 2 ähnelt sehr dem des ersten Bandes. Wieder ist die obere Gesichtshälfte von Elis zu sehen, während die untere hinter einem Schleier verborgen bleibt. Eine norwegische Landschaft ist in diesem zu sehen und die Grundfarbe des Covers ist dieses Mal ein dunkles Grün.

 

Meine Meinung

 

Zwei Monate sind eine viel zu lange Zeit, um nach einem Cliffhanger in der Luft hängen gelassen zu werden, aber jetzt ist die Wartezeit ja zum Glück vorbei.

 

Band 2 knüpft in Handlung und natürlich Schreibstil direkt an den Vorgänger an. Man merkt förmlich, dass Jennifer Band 2 direkt nach dem ersten geschrieben hat, denn der zweite Teil der Reihe hat wieder den gleichen einmalig bildhaften wie auch etwas düster angehauchten Schreibstil, der einen an die Seiten fesselt und das ganze Buch in einem Rutsch durchlesen lässt. So habe ich es zumindest getan. Bis auf den Prolog, der wieder einmal ziemlich rätselhaft ausgefallen ist, ist das Buch wieder aus der Sicht von Elis geschrieben, die uns in ihre Gefühle und Gedanken eintauchen und an ihrer Geschichte teilhaben lässt.

 

Die Handlung knüpft direkt am Cliffhanger des ersten Bandes an (wenn man vom Prolog absieht) und folgt Elis, die immer mehr hinter die Geheimnisse und Intrigen innerhalb ihrer Familie kommt. Das Ziel, das sie verfolgt, ist, zurück in die Vergangenheit und damit auch zurück zu Kjell zu kommen, aber niemand will ihr dabei zur Seite stehen. Niemand außer Stian, der wieder auf der Bildfläche erscheint und damit das Liebesdreieck wieder aufleben lässt – aber nichts ist, wie es scheint und Elis hat keine Ahnung, wem sie noch trauen kann …

 

Widererwartend erwartet uns hier kein Cliffhanger, sondern ein normales, eigentlich zufriedenstellendes Ende, nach dem man den Reader ausschalten und wohlig aufseufzen sollte – es aber nicht tut, einfach, weil es das Ende ist. Band 2 wartet wieder mit einer ganzen Reihe an Plottwists und Schockmomenten auf, so dass man kaum zu Atem kommt, bevor Jennifer sich die nächste Gemeinheit einfallen lässt.

 

Eines der größten Geheimnisse dieses Bandes ist wohl Luc, der in diesem Band zwar eine größere Rolle bekommt, über den wir aber trotzdem nicht einen Deut mehr erfahren. Und das bleibt auch erstmal so. Schade, aber naja, man kann eben nicht alles haben. Außerdem ist es so viel spannender. Ein paar Geheimnisse bleiben so noch für den dritten Band.

 

Elis‘ Entwicklung ist dieses Mal enorm. Von der etwas tollpatschigen Hexe, die ihr Fach nicht beherrscht, wird langsam, aber sicher einer junge, selbstbewusste und mutige Frau, die sich furchtlos ihren Feinden stellt. Sie zeigt, dass sie kämpfen will und das sie entschlossen ist, alles zu tun, was in ihrer Macht steht. Ob es genug ist, tja, das bleibt abzuwarten.

 

Fazit

 

Band 2 der »Witches of Norway« steht seinem Vorgänger in nichts nach. Spannung, Mystik und Geheimnisse vereinen sich mit dem nach wie vor wundervollen Setting zu einem wahren Highlight im Bücherhimmel.

 

Bewertung

 

5/5

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112 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 20 Rezensionen

weihnachten, liebe, new york, familie, winter

Winterzauber in Manhattan

Mandy Baggot , Ulrike Laszlo
Flexibler Einband: 550 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 17.10.2016
ISBN 9783442485161
Genre: Liebesromane

Rezension:

Kurzbeschreibung

 

Die Engländerin Hayley und ihre Tochter Angel sitzen im Flieger Richtung New York, um im Big Apple Weihnachten zu feiern. Begeistert stürzen sie sich ins Abenteuer: Kutschfahrten im Central Park, Schlittschuhrunden am Rockefeller Centre und Bummel auf der 5th Avenue. Doch die Stadt, die niemals schläft, hat mehr zu bieten – und Angel hat einen Herzenswunsch: ihren Vater kennenzulernen. Während Hayley sich auf die Suche nach dem Mann macht, mit dem sie die eine folgenreiche Nacht verbrachte, läuft sie Oliver über den Weg: Milliardär und Weihnachtsmuffel – bis jetzt. Denn dieses Fest könnte auch für ihn zu einem Fest der Liebe werden ...

(Quelle und Bildcopyright liegen bei Goldmann)

 

Äußere Erscheinung

 

Dieses Cover – und ja, das muss man erwähnen – glitzert! Der Titel, sowie der Name der Autorin und einige Schneeflockern drumherum glitzern und machen das Cover so zu einem richtigen Hingucker. Allgemein ist es sehr weihnachtlich gehalten. Es scheint und man sieht den Umriss einer Frau mit rotem Regenschirm, die im Winterwunderland des Central Parks unter einem Baum steht und eine Hand auf Schulterhöhe hält, als wolle sie Schneeflocken fangen. Nach unten hin, wo dann der Titel steht, wird der Schnee von weiß immer blauer, so dass sich die Titelschrift in silber davon abhebt. Im Hintergrund befindet sich außerdem die Skyline von New York. Das Zusammspiel all der kleinen Details lässt sofort Winter- und vor allem Weihnachtsstimmung aufkommen.

 

Meine Meinung

 

Vielleicht ist es am 31. Dezember schon zu spät für ein Weihnachtsbuch, aber da es »Winterzauber in Manhattan« und nicht »Weihnachtszauber in Manhattan« heißt, habe ich diese Tatsache galant ignoriert und bereue es nicht. Der Schreibstil der Autorin schmeißt einen direkt in die Geschichte hinein. Keine langen, einführenden Worten. Man befindet sich direkt in der Handlung, aber dennoch fällt es nicht schwer, sich zurechtzufinden. Durch die Ortsangaben, die sich regelmäßig zwischen den Absätzen befinden, weiß man immer direkt, wo man sich gerade in Manhattan befindet und findet schnell heraus, wessen Handlung man gerade folgt, denn das Buch wird aus zwei Sichten erzählt. Es wird zwar jeweils in der dritten Person geschrieben, allerdings folgen wir einmal Hayley und einmal Oliver, wenn sich beide getrennt voneinander aufhalten. Sind sie zusammen, hält sich die Waage, was die Sicht angeht. An sich ist der Schreibstil flüssig und leicht geschrieben, so dass man beim Lesen nicht viel nachdenken muss und einfach entspannen kann, wenn die Feiertage sonst schon so stressig sind.

 

In dem Buch geht es um Hayley, die gerade ihren Job hingeschmissen hat und kurz darauf mit ihrer kleinen Tochter nach New York zu ihrem Bruder reist, um dort Weihnachten zu feiern. Da sie Geldsorgen plagen, nimmt sie sich dort illegalerweise einen Putzjob und landet so im Haus von Mrs Drummont. Oliver Drummont ist ihr Sohn und da auch noch Hayleys Bruder für ihn arbeitet, lernen sich die beiden recht bald kennen … und kommen sich näher. In einer Nebenhandlung folgen wir Hayleys Vorhaben, den Vater ihrer Tochter, Angel, ausfindig zu machen und dann gilt es auch noch, Oliver, der selbst ein wenig als Scrooge durchgehen kann, in Weihnachtsstimmung zu bringen.

 

Ihr seht also, dieses Buch verfolgt mehrere Handlungsstränge, die jedoch alle spielend leicht, so dass man es überhaupt nicht merkt, ineinander übergehen und dazu einladen, mitzulachen, mitzuweinen und die Festtage mit den Charakteren zu genießen. Es handelt sich hierbei nicht um eine tiefgründige Lektüre über den Sinn des Lebens und und und. »Winterzauber in Manhattan« soll einfach nur unterhalten und das tut dieses Buch auch. An manchen Stellen hätte ich mir zwar mehr Tiefe gewünscht, aber das tut meiner Bewertung jetzt auch keinen großen Abbruch.

 

Hayley habe ich beim Lesen als eine sympathische Person empfunden und konnte sie auch gut nachvollziehen. Gerne hätte ich aber mehr über ihre Tätigkeiten als Event-Mangerin erfahren. Das wurde leider nur am Rande erwähnt. Der Fokus liegt definitiv mehr auf ihrem Humor, ihrer Verantwortung und ihrer Fürsorge gegenüber Angel, aber nicht auf ihrem beruflichen Geschick, was mich aber doch interessiert hätte.

 

Bei Oliver kam dieses zwar deutlich besser rüber, aber seine familiären Hintergründe hätte ich gerne schon eher erfahren. Diese kommen erst in der zweiten Hälfte überhaupt verständlich heraus. Im Großen und Ganzen mochte ich aber auch ihn. Man merkt, dass er am Anfang ein wenig den Scrooge heraushängen lässt, aber seine Entwicklung bishin zum Ende ist enorm.

 

Angel, die neunjährige Tochter von Hayley, hat die Handlung in jeder Hinsicht aufgelockert. Sie ist ein kleines Genie, ihr Lieblingsbuch ist ein Lexikon und allgemein weiß sie einfach alles. Trotz ihres Alters ist sie die Stimme der Vernunft und dabei dennoch einfach zum Knuddeln.

 

Fazit

 

»Winterzauber in Manhattan« ist eine unterhaltsame Feiertagslektüre, die perfekt dazu geeignet ist, wenn man eingemummelt vor dem lodernden Kaminfeuer entspannen möchte. Trotz einiger kleinen Schwächen, habe ich die Charaktere liebgewonnen und kann dieses Buch daher wärmstens allen empfehlen, die eine Brise Weihnachtsstimmung nötig haben.

 

Bewertung

 

4/5

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(83)

211 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 43 Rezensionen

the mistake, elle kennedy, piper, new adult, liebe

The Mistake – Niemand ist perfekt

Elle Kennedy , Christina Kagerer
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.12.2016
ISBN 9783492308670
Genre: Liebesromane

Rezension:

Kurzbeschreibung

 

Wenn aus einem kleinen Fehler die große Liebe wird ...

College-Eishockey-Star Logan ahnt nicht, dass er die richtige Frau am falschen Ort trifft, als er sich eines Nachts im Zimmer irrt und aus Versehen bei Grace im Bett landet. Das erste Kennenlernen verläuft dementsprechend verheerend. Trotzdem geht ihm dieses hübsche, scharfzüngige Mauerblümchen fortan nicht mehr aus dem Kopf. Irgendwie muss er es schaffen, dass sie ihm eine zweite Chance gibt. Schade nur, dass Grace nicht vorhat, auf seine Annäherungsversuche einzugehen – wobei es ihr durchaus Spaß macht, diesem selbstverliebten Frauenheld dabei zuzusehen, wie er es immer wieder bei ihr versucht.

(Quelle und Bildcopyright liegen beim Piper Verlag)

 

Äußere Erscheinung

 

Band 2 der Reihe zeigt auf dem Cover wieder das Pärchen, um das es geht, wobei wieder die obere Hälfte des Kopfes abgeschnitten ist, so dass man nur sieht, wie das Mädchen den Jungen anlächelt. Die Grundfarbe des Covers ist dieses Mal nicht Orange, sondern ein gedecktes Türkis. In dieser Farbe befindet sich wieder ein kleiner Kreis auf der Vorderseite, in der der Titel geschrieben steht.

 

Meine Meinung

 

** Heiß ersehnt – Band 2 der Off-Campus-Reihe! **

 

Nachdem ich Band 1 »The Deal« bereits verschlungen habe, konnte ich gar nicht anders, als auf »The Mistake« hinzufiebern und ich wurde absolut nicht enttäuscht. Wie schon zuvor, bedient die Autorin sich einem flüssigen und sehr detaillierten Schreibstil, der binnen weniger Seiten fesselt. Wieder schreibt sie in der Gegenwart, was alles gleich wie realitätsnäher erscheinen lässt und dem Roman zusätzlich etwas an Tiefe verleiht. Erzählt wird im Wechsel aus der Sicht der Protagonisten, Grace und Logan, so dass man beide Perspektiven mitbekommt.

 

Logan ist ja bereits aus Band 1 bekannt und dieses Buch ist seine Geschichte. Wie Garrett ist auch er zunächst ein Frauenheld, selbstverliebt und nicht wirklich wählerisch, wenn es um seine Bettgeschichten geht, aber dann trifft Logan auf Grace. Eigentlich wollte er nur kurz bei ihr telefonieren, weil er sein Handy vergessen hat, aber daraus wird ziemlich schnell ziemlich viel mehr – bis er großen Mist baut und beinahe das Mädchen verliert, in dass er sich verlieben könnte. Als ihm genau das klar wird, versucht er natürlich alles, um sie zurückzugewinnen und ob ihm das gelingt, tja, das verrate ich nicht. ;-)

 

Man sollte meinen, diese Geschichten über College-Studenten wären alle gleich, aber nein, Elle Kennedy hat diese typischen Klischees genommen und ja, obwohl man schon Parallelen zu anderen Büchern dieses Genres findet, sind sie hier so gut umgesetzt, dass man gar nicht anders kann, als das Buch in einem Rutsch zu lesen. Einfach, weil es so unterhaltsam, humorvoll und packend geschrieben ist, die Charaktere einfach liebeswert sind und man natürlich auch andere Seiten an schon bekannten Figuren kennenlernt.

 

Logan, zum Beispiel, sah für mich in Band 1 wie der typische Frauenheld aus, aber das bleibt er in diesem Buch nicht lange. Nein, tatsächlich verwandelt er sich in kürzester Zeit in einen supersüßen Kerl, den man einfach liebhaben muss. Wirklich, wenn er nicht schon Grace hätte, würde ich ihn nicht unbedingt von der Bettkante stoßen. Wer also einen neuen Bookboyfriend sucht, ist bei John Logan genau richtig. (Logan ist übrigens der Nachname – nur um Verwirrungen aufzulösen.)

 

Grace habe ich auch schnell lieb gewonnen. Sie ist jünger als Logan, gerade mal in ihrem ersten Semester und gerät eigentlich eher zufällig an ihn – was nicht heißt, dass sie sich beschwert. Sie ist eine starke, konsequente Persönlichkeit, die durchaus Gefallen daran findet, Logan erstmal zappeln zu lassen, bevor sie schließlich mit ihm ausgeht. Gerade die Tatsache, dass man auf den ersten Blick gemerkt hat, dass sie nicht so leicht zu haben ist, hat mir an ihr sehr gefallen und ich hoffe doch, dass sie und Logan auch Auftritte in Band 3 »The Score«, auf den ich jetzt hinfiebere, haben werden.

 

Fazit

 

»The Mistake – Niemand ist perfekt« ist nicht nur ein würdiger Nachfolger der Off-Campus-Reihe, sondern überragt seinen Vorgänger sogar um Haaresbreite. Für diese leichte Gute-Laune-Lektüre gibt es von mir eine klare Leseempfehlung!

 

Bewertung

 

5/5

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(26)

50 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

erinnerungen, fantasy, schlüssel, lieblingsautorin, book

17 - Das erste Buch der Erinnerung

Rose Snow
E-Buch Text
Erschienen bei null, 18.11.2016
ISBN B01N2IVK67
Genre: Sonstiges

Rezension:

Kurzbeschreibung

 

Seit Jo denken kann, zieht sie mit ihrem Vater von Ort zu Ort, fast, als wären sie auf der Flucht. Als er ihr eröffnet, dass sie nun ausgerechnet im nasskalten Hamburg sesshaft werden sollen, hält sich ihre Begeisterung in Grenzen.
Bis sie in ihrer neuen Schule zwei gutaussehenden Jungs begegnet, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Adrian, der Jo bewusst auf Distanz hält, und Louis, der sich offensichtlich für sie interessiert. Die zwei Jungs verbindet eine geheimnisvolle Rivalität, die Jo nicht zu deuten weiß - aber noch weniger versteht sie, was gerade mit ihr selbst los ist. Was für Bilder tauchen plötzlich in ihrem Kopf auf? Hat sie Halluzinationen? Oder sind das tatsächlich fremde Erinnerungen, in die sie kurz vor ihrem 17. Geburtstag auf einmal blicken kann?

(Quelle und Bildcopyright liegen bei Rose Snow)

 

Äußere Erscheinung

 

Das erste Cover dieser Reihe ist in blau gehalten. Der Hintergrund ist in der Mitte fast schon türkis und wird nach außen hinter immer dunkler, so dass das schwarze »17« in schwarz in der Mitte richtig heraussticht. Die 1 aus dem Titel ist dabei noch mal ein richtiger Eyecatcher, denn es ist keine gewöhnliche 1, sondern ein Schlüssel. Umrandet wird der Reihentitel von silbrig-glänzenden Gräsern, die auch im Buch eine wichtige Rolle spielen.

 

Mal ganz davon abgesehen, dass blau meine Lieblingsfarbe ist und ich es ewig ansehen könnte, finde ich es sehr gelungen und auch die Cover der Fortsetzungsbände passen sich an das erste Cover an.

 

Meine Meinung

 

Schande über mein Haupt, aber das war erst das zweite Buch, was ich von dem Autorenduo gelesen habe – Das wird sich aber bald ändern, denn wie bereits bei den tausend Toden konnten sie mich in ihren Bann ziehen.

 

Der Schreibstil aus der Sicht der Protagonistin ist flüssig, humorvoll und verrät darüber hinaus nicht alles sofort. Man kann als Leser miträtseln, während Jo immer mehr herausfindet, ohne selbst vorgreifen zu können. Dabei fällt überhaupt nicht auf, welche der beiden Autorinnen welche Passage geschrieben hat, weil der Schreibstil sich nicht um einen Deut verändert, sondern perfekt ineinander übergeht.

 

Um die Handlung kurz zu beschreiben: Es geht um Johanna alias Jo, die mit ihrem Vater jahrelang ein Vagabunden-Leben geführt hat. Lange sind sie nie an einem Ort geblieben und Jo durfte nie mehr besitzen, als das, was in zwei große Koffer passt. Das ändert sich aber, als sie schließlich im verregneten Hamburg ankommen, sie auf einmal eine neue Frau im Leben ihres Vaters begrüßen muss. Und mit ihr auch deren Sohn. Und wäre das noch nicht genug, beginnt Jo, bei Berührungen mit anderen Menschen in deren Erinnerungen einzutauchen. Ob sie will oder nicht. Und dann ist da auch noch Adrian, der sich geheimnivoll gibt und dabei doch so viel mehr darüber weiß, als Jo.

 

Mehr werde ich an dieser Stelle nicht verraten, das müsst ihr schon selbst lesen, aber ich kann sagen, obwohl es sich ein wenig vorhersehbar anhört, ist es das nicht. Zumindest nicht gänzlich. Die Thematik mit den Erinnerungen und Erinnerungsfeldern haben die Autorinnen sehr bildhaft umsetzen können, so dass ich immer wieder gerne mit Jo in fremde Erinnerungen abgetaucht bin. Und was es mit Adrian auf sich hatte, damit hätte ich echt nicht gerechnet. ;-)

 

Jo ist dabei eine interessante Protagonistin. Man kann ihre Beweggründe stets nachvollziehen und ja, mein leidet auch ein wenig mit ihr, wenn das Chaos über ihr Leben hereinbricht. Man fühlt einfach mit, will sie stellenweise in den Arm nehmen oder mit ihr lachen. Dass sie in ihrer Art einfach realistisch wirkt und nicht alles auf der Stelle versteht oder akzeptiert, macht sie nur umso sympathischer.

 

Außerdem finde ich es durchaus amüsant, wie sie mit Finn, ihrem neuen »Stiefbruder« harmoniert und wie aus dem Chaos und den Streitereien langsam so etwas ähnliches wie Freundschaft wird. Wie sich das weiter entwickeln wird, darauf bin ich schon ganz gespannt.

 

Bei Adrian weiß ich allerdings noch nicht, was ich von ihm halten soll. In Band 1 hat er eher mit Schweigen und Geheimniskrämerei geglänzt und so gut wie nichts über sich preisgegeben, aber ich denke, dass auch seine Geschichte noch ganz interessant werden wird und dass man ihn in den Folgebänden besser kennenlernen wird. Dafür werde ich auf jeden Fall dran bleiben.

 

Fazit

 

»17 – Das erste Buch der Erinnerung« wartet mit einer interessanten Thematik auf, eine Liebesgeschichte zeichnet sich ab und natürlich darf auch das ganz normale Patchwork-Familienchaos nicht fehlen. Es wird also geheimnisvoll, romantisch und humorvoll – von mir gibt’s daher eine klare Leseempfehlung!

 

Bewertung

 

5/5

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(417)

1.004 Bibliotheken, 41 Leser, 1 Gruppe, 196 Rezensionen

mona kasten, liebe, begin again, vergangenheit, new adult

Begin Again

Mona Kasten
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 14.10.2016
ISBN 9783736302471
Genre: Liebesromane

Rezension:

Kurzbeschreibung

 

Er stellt die Regeln auf –

sie bricht jede einzelne davon.

 

Noch einmal ganz von vorne beginnen – das ist Allie Harpers sehnlichster Wunsch, als sie für ihr Studium nach Woodshill zieht. Dass sie ausgerechnet in einer WG mit einem überheblichen
Bad Boy landet, passt ihr daher gar nicht in den Plan. Kaden White ist zwar unfassbar attraktiv – mit seinen Tattoos und seiner unverschämten Art aber so ziemlich der Letzte, mit dem Allie
sich eine Wohnung teilen möchte. Zumal er als allererstes eine Liste von Regeln aufstellt. Die wichtigste: Wir fangen niemals etwas miteinander an! Doch Allie merkt schnell, dass sich hinter
Kadens Fassade viel mehr verbirgt als zunächst angenommen. Und je besser sie ihn kennenlernt, desto unmöglicher wird es ihr, das heftige Prickeln zwischen ihnen zu ignorieren …

 

Der Auftaktband der Again-Reihe!

(Quelle und Bildcopyright liegen bei LYX)

 

Äußere Erscheinung

 

Das Cover ist sehr schlicht gehalten. Der Hintergrund ist weiß und in drei Farbstrichen ist das unterbrochene Bild von zwei Teenagern zu sehen, die kurz davor stehen, sich zu küssen. Der Titel befindet sich zwischen zweier dieser Pinselstriche.

 

Obwohl das Cover auf dem ersten Blick unscheinbar wirkt, passt es in meinen Augen wirklich gut zu einem New Adult-Roman wie »Begin Again«

 

Meine Meinung

 

Ich habe mich ziemlich lange an diesem Buch gehangen, gebe ich zu. Dabei ist dieses Buch echt keines, was man nicht weiterlesen möchte. Der Schreibstil aus der Sicht von Allie ist spritzig, locker und humorvoll und dabei trotzdem noch packend, tiefergehend und gefühlvoll. Es ist ein Mix aus allem, was ein Buch lesenswert macht und macht süchtig nach mehr. Die Seiten fliegen – wenn man denn Zeit findet, zu lesen (Deshalb habe ich leider gehangen) – nur so dahin. 484 Seiten wirken auf einmal wie 242 und nicht eine Seite mehr.

 

Um die Handlung kurz zusammenzufassen, geht es um Allie, die einen Neustart braucht. Da sie ihren Abschluss in der Tasche hat und das College kurz bevorsteht, packt sie ihre Sachen und zieht von der Großstadt in einen kleinen Ort. Woran sie allerdings nicht gedacht hat: Daran, sich eine Wohnung zu suchen.

 

Notgedrungen nimmt sie das freie Zimmer in der Wohnung von Kaden, der das Zusammenleben mit ihr eigentlich ablehnen wollte. Aber er gibt nach, jedoch nicht ohne Regeln. Diese enthalten auch, dass sie sich nicht ineinander verlieben werden. Kein Problem, schließlich ist sie ein braves Mädchen und er der coole Bad Boy. Beide sind also ziemlich unterschiedlich, aber trotzdem kommen sie einander näher. Bis die Vergangenheit ans Licht kommt – von beiden Seiten.

 

Auf den ersten Blick scheint dieses Buch dem gängigen New Adult-Klischee »Good Girl meets Bad Boy« zu entsprechen und ja, es gibt durchaus Passagen, die vorhersehbar sind, aber selbst diese sind so gut geschrieben und so humorvoll umgesetzt, dass dieser Fakt nicht länger von Bedeutung ist.

 

Besonders interessant finde ich, dass hier auch das »Good Girl« Allie keine makellose Vergangenheit vorweisen kann, sondern genauso sehr Geheimnisse hat wie Kaden. Selbst ihre ehrgeizige, girlyhafte Art kann nicht vertuschen, wo sie herkommt und in welche Richtungen sie bereits abgedriftet ist.

 

Bei Kaden ist eine schlimme Vergangenheit schon eher vorstellbar, denn er ist sowieso der coole, unnahbare böse Junge, der eigentlich keine weibliche Mitbewohnerin in seiner Wohnung haben wollte, aber auch Kaden kann ganz anders. Genau kann er liebevoll agieren, es kommt nur darauf an, mit wem er sich unterhält.

 

Beide Charaktere zeigen auf den fast 500 Seiten ihre unzähligen Facetten und auch die Nebencharaktere sind dadurch, dass sie so rund und tiefergehend behandelt werden, extrem liebenswert, so dass ich mich schon sehr darauf freue, in den nächsten Bänden mehr über sie zu erfahren. Natürlich hoffe ich auch, dass Allie und Kaden wieder mit dabei sind, denn ihre Geschichte auf jeden Fall schon mal TOP!

 

Fazit

 

Mit »Begin Again« hat Mona Kasten ein neues Meisterwerk des New Adult-Genre geschaffen. Liebenswerte Charaktere und der humorvolle, lockere Schreibstil machen süchtig. Hier gibt es von mir eine klare Leseempfehlung!

 

Bewertung

 

5/5

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(11)

16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

Until Love: Trevor

Aurora Rose Reynolds
Buch: 240 Seiten
Erschienen bei Romance Edition, 02.12.2016
ISBN 9783903130142
Genre: Romane

Rezension:

Kurzbeschreibung

 

Trevor Mayson hat sein Leben komplett durchgeplant: das Familienunternehmen zum Erfolg führen und noch ein paar Jahre seinem Ruf als Playboy gerecht werden, ehe er sich auf etwas Festes einlässt. Doch dann ist da plötzlich Liz – wunderschön, liebeswürdig und zurückhaltend verkörpert sie alles, was er immer in einer Frau gesucht hat. Leider macht Trevor den Fehler, ihr das Herz zu brechen, anstatt ihr seines zu schenken. Je intensiver er sich von ihr fernzuhalten versucht, desto stärker fühlt er die Anziehung zu dieser Frau. Bald hat Trevor alle Hände voll damit zu tun, seinen Lebensplan auf den Kopf zu stellen, um Liz wieder für sich zu gewinnen …

(Quelle und Bildcopyright liegen bei der Romance Edition)

 

Äußere Erscheinung

 

Das Cover passt ganz hervorragend zu dem Vorgänger. Wieder posiert auf der rechten Seite des Covers ein tätowierter, halbnackter Mann vor einer Steinwand, während neben ihm vertikal der halbzerstörte Schriftzug »Trevor« zu sehen ist. Der Reihentitel »Until Love« findet sich wieder in weiß in der unteren Coverhälfte.

 

Meine Meinung

 

In Band 2 der Reihe um die Mayson-Brüder geht es um Trevor, den wir schon im ersten Band kennenlernen konnten. Dieser Band ist ganz ihm und Liz gewidmet, daher teilen sich eben diese auch die Perspektiven, aber natürlich tauchen altbekannte Charaktere wieder auf.

 

Um den Schreibstil von Aurora richtig beurteilen zu können, sollte man das Buch natürlich auf Englisch im Original gelesen haben, denn die Übersetzung ist leider nicht perfekt gelungen, wie ich finde. Oftmals sind es nur kleinere Sachen, die den Lesefluss stören, die man aber mit der Zeit zu ignorieren lernt. Einige Fehlerchen, die das Korrektorat hätte sehen müssen, sind mir ebenfalls aufgefallen, aber an denen möchte ich mich nicht aufhalten. Ansonsten ist der Schreibstil sehr detailliert und an manchen Stelle beinahe schon zu explizit dafür, dass es »Contemporary Romance« sein soll.

 

Im Buch geht es um Liz, die mit einem Schlag alles verloren hat, als ihr Bruder die gesammelten Ersparnisse aus dem Laden stiehlt, den sie mit ihrer Mutter betreibt. Liz muss ihre Wohnung aufgeben und einen zweiten Job annehmen, um ihren Traum nicht aufgeben zu müssen. Und dann ist da auch noch Trevor, mit dem sie sich angefreundet hatte, aber nachdem die beiden einmal fast im Bett gelandet wären, herrscht Funkstille zwischen ihnen. So lange, bis sich das Misverständnis aufklärt und Trevor alles daran setzt, sie zurückzugewinnen.

 

Geht es nur mir so oder haben die Mayson-Brüder nur das Ziel, dem Mädchen, in das sie sich verlieben, einen Ring anzustecken und sie zu schwängern? Dieser Gedanke hat mich beim Lesen permanent begleitet, denn genau so hat auch Asher in Band 1 gedacht. Trevor nun auch und bei Cash und Nico ist auch davon auszugehen.

 

Ich meine, mich stört jetzt nicht, dass Trevor unbedingt ein Kind mit Liz will – in gewisser Weise ist das sogar süß – aber die Tatsache, dass es nichts Neues ist, die schon.

 

Allgemein war die Geschichte im Haupthandlungsstrang ziemlich vorhersehbar, wie ich finde, aber auch das empfinde ich jetzt nicht als schlecht. Schließlich handelt es sich hierbei nicht um einen tiefgründigen Roman über den Sinn des Lebens, sondern um einen Erotik-Roman (auch wenn »Contemprorary Romance« draufsteht). Erfrischend war es, dass die Nebenhandlung um Liz‘ Bruder etwas Spannung mit reingebracht hat, auch wenn die am Ende etwas zu schnell abgeharkt wurde.

 

Sehr nett ist übrigens der Ausblick in das dritte Buch, das ich nun unbedingt lesen muss. Dort geht es dann übrigens um Cash, den ich von den Brüdern bisher am interessantesten finde.

 

Liz als Protagonistin hat mich definitiv durch ihre Konsequenz und ihre Du-bist-nicht-mein-Boss-Einstellung überzeugt. Ich finde sie um einiges stärker als November in ihrer Rolle und freue mich darauf, wenn sie auch in den folgenden Bänden wieder auftaucht.

 

Trevor hat etwas mehr Anstand als Asher, das muss man ihm lassen. Während es bei Asher schnell zur Sache ging, versucht Trevor wirklich, Liz zu erobern. Manchmal – okay, ziemlich oft – ist er zwar genauso kontrollsüchtig, aber das auf eine irgendwie niedlichere Art und Weise, so dass der Kontrollzwang sogar recht liebenswert wirkt. … Trotzdem verhält er sich ab und an wie ein Höhlenmensch!

 

Fazit

 

Im Großen und Ganzen erfüllt »Until Love – Trevor« bis auf kleine Kritikpunkte die Erwartungen und hat mir sogar einen Ticken besser gefallen als sein Vorgänger.

 

Bewertung

 

5/5

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37 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

aurora rose reynolds, erotic romance, love, until love - asher, liebe

Until Love: Asher

Aurora Rose Reynolds
Buch: 240 Seiten
Erschienen bei Romance Edition, 12.08.2016
ISBN 9783903130128
Genre: Romane

Rezension:

Kurzbeschreibung

 

November freut sich auf die Zeit mit ihrem Vater, den sie endlich besser kennenlernen will. Sie lässt New York und damit all die schrecklichen Erinnerungen hinter sich und zieht nach Tennessee, um für ihren Dad als Buchhalterin in dessen Strip Club zu arbeiten. Dort trifft sie auf Asher Mayson, den stadtbekannten Playboy und unverschämt attraktiven Frauenheld. Am liebsten hätte November mit dem dreisten Kerl nichts zu tun. Doch da hat sie die Rechnung ohne Asher gemacht, der November für sich gewinnen will – und wenn er dafür sämtliche Regeln des guten Anstandes außer Kraft setzen muss …

(Quelle und Bildcopyright liegen bei der Romance Edition)

 

Äußere Erscheinung

 

Erster Gedanke beim Blick auf das Cover: Erotik! Das ist ein Hardcore-Erotik-Buch … und siehe da, das ist es auch. Der Hintergrund ist dunkel und gleicht einer Steinmauer. Davor posiert ein muskulöser Mann (ein richtiger Hottie ;-) ) mit voll tätowierten Armen und einem weißen T-Shirt, das er sich gerade über den Kopf ziehen will. Der Titel »Until Love« findet sich in weißer Schrift im unteren Teil des Covers. Der Untertitel »Asher« steht in halb-zerstörten Lettern vertikal neben dem Covermodell und verleihen dem Cover direkt noch eine düsterere Stimmung.

 

Meine Meinung

 

Wie bereits bekannt, lese ich ganz gerne mal Erotik-Romane und die Romance Edition ist ebenfalls einer meiner bevorzugten Verlage. Trotzdem habe ich diesem Buch längere Zeit keine Aufmerksamkeit geschenkt. Rückblickend betrachtet, kann ich gar nicht mehr verstehen, wieso ich mit gemischten Gefühlen daraufgesehen habe. Wieso, erfahrt ihr in der folgenden Rezension.

 

Es handelt sich um einen der wenigen Lizenztitel der Romance Edition und stammt ursprünglich aus den USA. Ich gehöre zwar zu denen, die sagen, bei jeder Übersetzung geht was verloren, aber der Schreibstil hier ist nach wie vor flüssig und schnell zu lesen, die Dialoge schwanken zwischen lustig, amüsant und »Awwwww« und es fällt nicht schwer, der Geschichte zu folgen. Es ist nicht sonderlich kompliziert geschrieben, sondern zielt eher auf eine unterhaltsame Feierabendlektüre ab und das ist sowohl der Autorin als auch der Übersetzerin wirklich gut gelungen. Erzählt wird die Handlung in der Gegenwart, was alles näher und realer erscheinen lässt. Außerdem wechselt sich die Perspektive zwischen November und Asher ab, wobei November den größten Teil übernimmt. Asher kommt nur ganz unregelmäßig zu Wort, was aber nicht negativ zu bewerten ist, da November die Rolle der Ich-Erzählerin doch sehr zu meiner Zufriedenheit ausgefüllt hat.

 

In diesem Buch geht es um November, die nach einem Zwischenfall in New York nach Tennessee zu ihrem Vater zieht. Sie will Abstand von ihrer Mutter und ihrem Ex-Verlobten und packt deshalb ganz schnell ihre Sachen und ihren Hund ein. In Tennessee angekommen arbeitet sie im Strip Club ihres Vaters, aber natürlich nur Büro. Dort lernt sie auch den attraktiven (heißen!) Asher kennen und ab da wird sie ihn nicht mehr los. Das Buch erzählt die Geschichte der beiden und … Puh, da hätte ich doch beinahe gespoilert! Aber nein, wenn ihr mehr wissen wollt, müsst ihr das Buch lesen.

 

Ich verspreche euch, es lohnt sich, denn neben der Handlung, die trotz Vorhersehbarkeit immer noch unglaublich schön, gefühlvoll und ja, auch leidenschaftlich erotisch ist, gibt es tiefgründige, nicht so oberflächliche Charaktere – okay, das stimmt nicht ganz, denn das Buch ist wirklich nicht dazu ausgelegt, um tiefgründig zu sein, sondern eher für ein paar entspannte Lesestunden. Daher passt der Begriff »rund« in Bezug auf die Charaktere vermutlich besser, als »tiefgründig«.

 

Asher scheint manchmal wie ein Höhlenmensch, aber tief in sich drinnen verbirgt sich doch ein weicher Kern und darüber hinaus verfügt er über einen ausgeprägten Beschützerinstink. Er behält gerne die Kontrolle über die Situation und für die, die er liebt, würde er quasi alles tun. Das geparrt mit seinem heißen Aussehen ergeben doch fast pauschal den Traumtypen einer jeden Frau.

 

November ist eine starke, junge, emanzipierte Frau, die sich von niemandem so leicht etwas sagen lässt und doch verfällt sie Asher, wie schon unzählige Frauen vor ihr, aber die beiden haben nicht nur eine flüchtige Affäre, nein, es ist mehr und was anderes würde November auch nicht wollen!

 

Die Romanze in diesem Buch ist also alles andere als erzwungen. Viel mehr ist sie super süß, was man bei dem Cover nicht erwartet, und manchmal ein klitzekleines bisschen kitschig. Wer also die Mischung aus Romanze und Erotik mag, wird hier fündig werden. So wie ich.

 

Fazit

 

Harte Schale – weicher Kerl, das ist hier die Devise. Romantik, Erotik und ein heißer Kerl füllen das Buch und machen es so zu einem richtigen Page-Turner, den man sich auf jeden Fall genauer anschauen sollte.

 

Bewertung

 

5/5

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(116)

282 Bibliotheken, 19 Leser, 0 Gruppen, 42 Rezensionen

audrey carlan, calendar girl, erotik, ullstein, escort girl

Calendar Girl - Begehrt

Audrey Carlan , Christiane Sipeer , Friederike Ails
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 30.09.2016
ISBN 9783548288864
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Kurzbeschreibung

 

Was als simpler Job begann, ist für Mia Saunders zur Reise ihres Lebens geworden. In Miami dreht sie ein Musikvideo mit Anton Santiago - Sex mit dem Gott des Hip Hop wäre perfekt, um alles zu vergessen. Doch plötzlich kann Mia manche Dinge nicht mehr zulassen ... Als sie im August in Texas die verschollene Schwester eines Ölbarons mimen soll und von dessen Familie warmherzig begrüßt wird, erkennt sie: Liebe kann schlimmer sein als jede Missachtung. Sie macht verwundbar. Im September kehrt Mia in ihre Heimat Las Vegas zurück, um für die Menschen zu kämpfen, die sie liebt.

(Quelle und Bildcopyright liegen bei Ullstein)

 

Äußere Erscheinung

 

Wieder ist das Cover im gleichen Stil gehalten wie die Vorgänger. Die Grundfarbe ist dieses Mal ein dunkleres Magenta und Blüten im Kontast Gelb-Grün. Obwohl ich offen gestanden kein Fan von dieser Einfachheit bin, passt das Cover gut zu der Reihe und schafft auf jeden Fall einen Wiedererkennungswert.

 

Meine Meinung

(Achtung Spoiler!)

 

Calendar Girl geht in die dritte Runde! Drei weitere Monate liegen vor Mia, die Audrey Carlan wieder mit so viel Liebe fürs Detail beschreibt und dieses Mal sogar noch um einiges spannender gestaltet.

 

Während sich der Juli noch im Großen und Ganzen noch nach dem gewohnten Schema abspielt und Mia ihr Können als Tänzerin in einem Musikvideo beweisen muss, kommt nun endlich etwas Spannung in das Ganze. Im September nämlich, wirbelt ihr neuer Kunde alles ein wenig auf. Maxwell Cunningham sein Name – merkt ihn euch, er wird noch wichtig! Dort soll sie die Schwester von Max darstellen, damit die Investoren seines Unternehmens nach dem Tod von seinem Vater ihm nicht die Anteile streitig machen, die laut Testament für seine Schwester bestimmt sind. Diesen Job kann übrigens nur Mia erfüllen, weil sie zufällig den gleichen Namen und das gleiche Geburtsdatum hat wie die verschwundene Schwester von Max. Alles sehr skuril … und doch ganz einfach.

 

Wenn ihr das hier lest, wette ich darauf, dass sich 75 % von euch schon denken können, worauf die ganze Geschichte im August hinausläuft. Und ja, es ist so! In diesem Moment gebe ich gerne zu, hat Mia mir nicht gefallen, einfach, weil sie sich aufgeführt hat, wie ein kleines Naivchen, was die Wahrheit nicht akzeptieren wollte.

 

Allerdings hat diese Entwicklung neuen Schwung und einen neuen sehr liebenswerten Charakter in die Handlung gebracht, so dass ab diesem Moment die Seiten nur so geflogen sind.

 

Im September passiert etwas, was sonst noch nie geschehen ist: Mia ist zu Hause! Nicht bei einem Kunden! Das Ganze ist natürlich kein Urlaub oder sonst was, sondern bitterer Ernst. Dieser Monat ist bisher der spannendste, der einen von vorne bis hinten in Atem hält und Mias Verhalten im August wieder wettmacht.

 

Noch drei Monate fehlen noch auf Mias Reise und ich bin schon ganz gespannt, wohin es sie nun verschlägt.

 

Fazit

 

»Calendar Girl – Begehrt« wartet mit einer spannenden Handlung auf, neuen Charakteren, die man auf der Stelle ins Herz schließen muss und bis auf einige Schwächen seitens der Protagonistin konnte dieser Band mich auch wieder vollkommen überzeugen.

 

Bewertung

 

4,5/5

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(23)

37 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

weihnachten, kurzgeschichten, fantastisch-romantisch, suche, erinnerung

Bittersüße Weihnachten. Fantastisch-romantische Adventsgeschichten von Impress

Julia Zieschang , Johanna Danninger , Valentina Fast , Jennifer Wolf
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 01.12.2016
ISBN 9783646602999
Genre: Sonstiges

Rezension:

Kurzbeschreibung

 

*Sechzehn bittersüße Adventsgeschichten von Impress*

Alle Jahre wieder kehrt das Christkind auch bei den Wesen der Anderswelten ein. Während die Elfen Morgan und Alahrian auf einen Engel treffen, der vom Himmel fällt, macht sich die Hexe Belle im verbotenen Wald auf die Suche nach dem perfekten Weihnachtsbaum. Die Werwölfin Lillian versucht ihren sommerlichen Heißhunger nach Zimtsternen zu stillen und die Schüler in AurA Eupa haben eine Unterrichtsstunde vor sich, die sie so schnell nicht vergessen werden. Ganz im Gegensatz zu Schneeleopard Liam, der die Festtage am liebsten überspringen würde, und Hexe May, die passend zu Weihnachten im Chaos versinkt. Doch zumindest die Jahreszeitensöhne genießen gemeinsam mit ihren Tiergeistern das besinnliche (Nicht-)Weihnachtsfest…

(Quelle und Bildcopyright liegen bei Carlsen Impress)

 

Äußere Erscheinung

 

Stilvoll-weihnachtlich wurde das Cover gehalten. In der unteren Hälfte ist ein verschneiter Wald mit einem kleinen Lila-Stich zu sehen, während es nach oben hin immer heller wird. Die Sillouetten von einem Mann und einer Frau sind ebenfalls zu erkennen. Sie liegen sich in den Armen und der Mann küsst die Frau auf die Stirn. Auf den ersten Blick wirkt das Cover schlicht und nichtssagend, weil es nicht den Inhalt der Geschichten wiederspiegelt – aber ich bezweifle, dass das überhaupt zu bewerkstelligen wäre – aber als weihnachtliches Cover ist es sehr ansprechend gestaltet.

 

Meine Meinung

 

Eine neue Weihnachtsanthologie! … Freute sie sich, während sie noch nicht einmal die letzte Impress-Weihnachtsanthologie komplett durch hat. … Ja, schuldig im Sinne der Anklage, aber das ist eben der große Nachteil der Impress-Anthologien. Kennt man die Bücher oder Reihen zu den Kurzgeschichten nicht, kann man sie nicht lesen. Auch bei dieser hier fehlen mir vier Reihen, die ich daher noch nicht lesen kann (es aber definitiv nachholen werde).

 

Beginnen wir beim Schreibstil: Jeder Autor, der an der Anthologie beteiligt war, hat natürlich seinen Schreibstil beibehalten. Das geht von süß und romantisch bishin zu dystopisch und sarkastisch. Mal wird in der Ich-Perspektive geschrieben, mal gibt es einen auktoriellen Erzähler, das hängt von der Geschichte an, aber jede von ihnen hat einen einzigartigen Schreibstil.

 

Die Handlung ist ebenfalls leicht beschrieben: Es geht um Weihnachten. Es geht um das, was die Charaktere der einzelnen Impress-Titel an Weihnachten tun. Wie sie feiern und ihre Zeit verbringen. Mit ihrer Familie oder Freunden. Oder ob sie überhaupt Weihnachten feiern. Einige der Geschichten spielen vor der eigentlichen Reihe, einige spielen im Nachhinein. Eine bunte Mischung und eines haben sie alle gemeinsam: Sie sind eine gelungene Ergänzung für die eigentlichen Bücher.

 

Ihr solltet jetzt nicht denken, dass die Kurzgeschichten keine Relevanz für die Bücher darstellen, denn doch, das tun sie. In gewisser Weise enthalten vor allem die Kurzgeschichten, die nach der Reihe angesiedelt sind, noch einmal ganz neue Information, die Fans sich keinesfalls eingehen lassen sollten.

 

Daher: Kennt ihr die Reihe nicht, solltet ihr auf jeden Fall mit Spoilern rechnen. Aus diesem Grund habe ich bisher erst diese Geschichten gelesen:

 

Die Weihnachtsblüte von Julia Kathrin Knoll

Love and Hate – Das Fest der Liebe von Carina Mueller

Hemera – Wie alles begann von Jennifer Wolf

Wünsche und Sehnsüchte von Anna-Sophie Caspar

Weihnachtsblues von Julia Zieschang

Ein Märchen aus der Anderwelt von Johanna Danninger

Sechs Minuten von Kerstin Ruhkieck

Weihnachtschaos von Teresa Sporrer

Belle et Noël von Valentina Fast

Merry Xmas Beautyhawk von Andreas Dutter

 

Fazit

 

Eine gelungene Anthologie voller Highlights aus dem Impress-Jahr 2016. So lässt es sich super auf Weihnachten einstimmen.

 

Bewertung

 

5/5

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(25)

41 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

marie menke, carlsenverlag, cindy und rella, cinderella, märchenadaption

Cindy & Rella

Marie Menke
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 01.12.2016
ISBN 9783646603156
Genre: Sonstiges

Rezension:

Kurzbeschreibung

 

*Die Prinzessin und das Aschenputtel*

Ihr siebzehnter Geburtstag ist der Tag, an dem sich alles entscheiden wird – da sind sich Cindy und Rella einig. Sei es eine glitzernde Party, die Cindy zur Prinzessin des Berliner Nachtlebens krönt, oder ein auf Pergament geschriebener Brief, der Rellas Bestimmung offenbart: An diesem Tag rechnen sie beide fest damit, dass etwas geschehen wird, das ihr Leben für immer verändert. Womit sie jedoch nicht rechnen, ist, dass sie sich ausgerechnet an diesem Tag zum ersten Mal über den Weg laufen werden. Zwei Mädchen, die sich äußerlich bis aufs Haar gleichen und deren Schicksale von Geburt an miteinander verwoben sind. Verliebt in zwei Jungen, von denen nur einer ein Prinz sein kann…

(Quelle und Bildcopyright liegen bei Carlsen Impress)

 

Äußere Erscheinung

 

Sieht man das Cover, merkt man auf der Stelle: Das hier ist eine Cinderella Adaption, aber nicht nur der Titel »Cindy und Rella« lässt darauf schließen, sondern auch der vorwiegend blaue Hintergrund, ebenso das wunderschöne Ballkleid, dessen Rock man in der oberen Coverhälfte sehen kann, und die glitzernden Schuhe. In der unteren Hälfte zeigen sich ebenfalls blasse Zahnräder, sowie kleine Blumenranken an den Rändern, die die dystopischen Aspekte unterstreichen.

 

Meine Meinung

 

Schon seit dem Titelrelease (der sogar auf meinem Blog stattfand) freue ich mich auf dieses Buch. Cindy und Rella – damals noch ohne Klappentext, Cover oder irgendwelchen anderen Infos, hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Zwei Gründe dafür waren, dass es erstens eine Adaption von einer der bekanntesten Märchen der Welt ist und zweitens von Marie Menke verfasst wurde.

 

Maries Schreibstil war mir schon vorher bekannt und ich muss wieder einmal betonen, dass er einfach genial ist. Sie beschreibt Umgebungen, wie kaum einer sonst, entführt den Leser in atemberaubende, so real wirkende Settings, dass man alles um sich herum vergisst. Schnell fühlt man sich wie ein Teil der Geschichte, kann gar nicht mehr aufhören und doch scheint das Ende viel zu schnell auf einen zuzukommen. Ihr Schreibstil ist einfach besonders, einzigartig und perfekt geeignet, für die besonderen und einzigartigen Geschichten aus ihrer Feder.

 

Nach Calliope Isle, was im Sommer erschienen ist, folgt nun Cindy und Rella, eine Dystopie, die auf den ersten Blick nicht wie eine solche wirkt. Es geht dabei um Cindy, ein reiches, verwöhntes Mädchen, das in ihrem Leben noch nie für etwas arbeiten musste. Sie hat genug Geld, um die beste Geburtstagsfeier, die es gibt, zu schmeißen und genau das tut sie.

Währenddessen kennt Rella, Cindys Gegenpart, nichts als Arbeit. Ihr Leben ist nicht halb so glamorös, wie das von Cindy. Sie hat nicht viel, lebt gerade mal auf vier Quadratmetern und arbeitet den lieben, langen Tag, aber Rella hat Träume. Sie will raus aus der Fabrik, in der sie täglich schuftet und in ein schickes, modernes Büro. Und dieser Traum ist zum greifen nah.

Das Buch verfolgt Cindy und Rella an dem Tag, der für sie alles verändert: Ihrem siebzehnten Geburtstag. Während Cindy sich auf ihre Geburtstagsparty freut, bangt es Rella vor dem Brief, der ihren zukünftigen Arbeitsplatz erhällt. Beide Mädchen unterscheidet so viel und doch sind sie sich ähnlicher als sie denken. Als sie sich dann endlich treffen, ist nichts mehr, wie es scheint.

 

Ich hoffe, ich kann mit der »kurzen« Inhaltsbeschreibung einen kleinen Einblick geben. Ich weiß, dass hinter diesem Buch so viel mehr steckt, es so viel tiefer geht, als ich es aufschreiben kann, um nicht zu spoilern, deshalb müsst ihr wohl einfach darauf vertrauen, dass ich die Wahrheit sage.

 

Die dystopischen Elemente des Buches sind, wie bereits erwähnt, nicht auf der Stelle ersichtlich, aber wenn man sich etwas tiefer in der Geschichte befindet, jagt eine Erkenntnis die nächste bis man schlussendlich mit weit geöffnetem Mund vor dem Reader sitzt und nicht glauben kann, was gerade passiert. Dieses Buch ist mir so unglaublich nahgegangen, dass ich während des Lesens die ein oder andere Pause einlegen musste, um das Gelesene zu verarbeiten, so dermaßen krass, wie es wahr.

 

Kommen wir nun zu den Protagonistinnen. Cindy lernen wir zu Beginn als das reiche, verwöhnte Mädchen kennen, das von allem stets das Beste verlangt. Sie scheucht die Menschen durch die Gegend, ist ein Organisationsgenie und wenn etwas nicht nach ihrer Pfeife tanzt, dann kann sie auch ganz anders. Aber auch sie hat eine andere Seite. Da ihr Vater oft unterwegs ist, ist sie meist allein mit ihrer Stiefmutter und den Stiefschwestern (Die in dieser Adaption zwei superniedliche, fünfjährige Zwillinge sind), um die sie sich trotz Nannys kümmern muss. Obwohl sie also hier die Prinzessin darstellt, die alles hat, zeigt auch sie einige Parallen zu Aschenputtel.

 

Rella, hingegen, ist Aschenputtel. Anders kann man es nicht beschreiben. Ihr Leben besteht aus Arbeit, Arbeit, Arbeit. Etwas anderes kennt sie nicht. Sie hat die Fabrikhalle, in der sie auch lebt, noch nie verlassen. Das ist ihre ganze Welt, aber, wie schon erwähnt will sie raus aus der Fabrik. Sie träumt von einem Leben als Schreiberin, den höherangestellten Menschen, die in den Büros sitzen. Sie will einfach einmal etwas anderes seheh, als die Fabrikhalle, aber als ihr das an diesem Abend gelingt, ist auf einmal nichts mehr, wie es wahr und Rella mit der Situation ein wenig überfordert, was sie aber sehr sympathisch und liebenswert macht.

 

Beide Mädchen, die Prinzessin und das Aschenputtel, zeigen auf ihre eigene Art und Weise Mut und erobern die Herzen der Leser im Sturm, so dass sie als Hauptcharaktere überzeugen und den Gesamteindruck des Buches gekonnt abrunden.

 

 

Fazit

 

Diese Geschichte ist anders, als ich vermutet habe und doch sind alle meine Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern auch noch weit übertroffen. Ich krame nach möglicher Kritik, aber mir fällt einfach nichts ein. Dieses Buch ist rundum perfekt! Hut ab!

 

Bewertung

 

Lieblingsbuch

  (2)
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(43)

61 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 42 Rezensionen

vampire, liebe, sabine schulter, melody of eden, vampir

Melody of Eden - Blutgefährten

Sabine Schulter
E-Buch Text
Erschienen bei Dark Diamonds, 25.11.2016
ISBN 9783646300079
Genre: Fantasy

Rezension:

Kurzbeschreibung

 

*Eine Liebe, so tief wie die Nacht*

Vampire – Mythos oder Wahrheit? Diese Frage stellt sich auch die 23-jährige Melody, als sie gemeinsam mit ihrer Freundin die unterirdischen Gänge ihrer Heimatstadt erforscht. Schon immer hat sie sich gefragt, ob es diese Wesen der Nacht tatsächlich gibt. Es wird gemunkelt, dass die Regierung ihre Existenz zu vertuschen versucht, und Melody würde nur zu gerne herausfinden, warum. Als sie plötzlich von einer unheimlichen Kreatur in die Tiefe gerissen und von einem unglaublich anziehenden Mann gerettet wird, ist ihr Wissensdurst nicht mehr zu stillen. Doch schon bald schon muss Melody herausfinden, dass es Wesen gibt, die man besser nicht auf sich aufmerksam macht…

(Quelle und Bildcopyright liegen bei Dark Diamonds)

 

Äußere Erscheinung

 

Durch das rot-schwarze Cover wirkt die Atmosphäre des Romans sehr düster und passt daher richtig gut zur Thematik »Vampire«. Der Vollmund steht am Himmel und man kann im Hintergrund die Großstadt erkennen, die als Setting herhält. Mitten auf einer regennassen Straße sieht man die Umrisse von zwei Personen, die sich eng in den Armen liegen und sich gerade für einen Kuss näherkommen. Der Titel »Melody of Eden« befindet sich bei den Sillouetten etwa auf Höhe der Oberschenkel.

 

Obwohl ich das Cover sehr stilvoll-düster finde und es mich auf der Stelle angesprochen hat, muss ich dennoch sagen, dass es mich vom Stil her sehr an »Call it magic« erinnert, welcher nur einen Monat eher ebenfalls bei Dark Diamonds erschienen ist.

 

Meine Meinung

 

Heutzutage ist es kein leichtes Unterfangen, eine Vampirgeschichte auf eine solche Art und Weise zu verfassen, dass sie neu ist und keinem Klischee entspricht. Ein paar dieser Klischees gibt es natürlich immer, aber im Großen und Ganzen ist Sabine Schulter das gelungen.

 

Angefangen bei ihrem flüssigen Schreibstil bishin zu der passend gewählten Erzählperspektive von Melody und Eden kann ich mich eigentlich nicht beschweren. Man kommt schnell in das Buch herein, die Handlung läuft in einem angenehmen Tempo und ab einem gewissen Punkt schließt man die Charaktere so sehr ins Herz, dass das Lesen zu viel Spaß macht, als das man einfach aufhören könnte. Sabine beschreibt ebenfalls die Umgebung der Stadt sehr detailliert, so dass man gleich einen schönen Überblick über das Setting gewinnen kann, in dem die Handlung spielt.

 

In dem Buch dreht es sich um Melody, die eigentlich ein gewöhnliches Mädchen ist, bis sie eines Nachts in der Kanalisation von Vampiren angegriffen und gerettet wird. Ebenfalls von einem Vampir. Er stellt sich ihr als Eden vor und von da an begegnen sich immer wieder, was unweigerlich dazu führt, dass Melody immer tiefer in die Welt der Vampire hineingezogen wird.

 

Neben der Romantik, die gar keinen allzu hohen Stellenwert in dem Buch einnimmt, geht es in erster Linie um die Nachtpolizei der Stadt. Die Einheit dort besteht nämlich komplett aus »guten« Vampiren, die die Stadt gegen die sogenannten Wilden, »böse« Vampire, verteidigen. Daher wird es beim Lesen gerne mal düster und hin und wieder stellen sich einem schon die Nackenhaare auf. Vor allem, wenn es auf den Schluss zugeht, ist dieses Buch nichts für schwache Nerven (Obwohl ich da ein ganz schlechtes Beispiel bin. Ich bin nämlich schrecklich schreckhaft.).

 

Die Charaktere kommen hier alle mit einer Geschichte. Niemand ist überflüssig, sie alle haben ihren festen Platz in der Handlung und in der Einheit. Melody, die von Anfang an durch ihre mutige, manchmal auch etwas draufgängerische Art Sympathiepunkte bei mir gesammelt hat, ist eine von ihnen. Als Protagonistin gehört ihr eine Sicht und die Handlung folgt ihr circa die Hälfte des Buches. So lernen wie sie und ihr Wesen mit am besten kennen. Neben ihrem Mut, zeichnet sie vor allem Aufgeschlossenheit und Akzeptanz aus. Ich kann mich nicht über sie beschweren. Okay, eine Kleinigkeit hätte ich da: Einige wenige Male wirkte sie zu weinerlich auf mich, aber in Anbetracht ihrer Situation sehe ich das nicht so eng.

 

Eden ist als Protagonist und Ich-Erzähler in der gleichen Lage wie Melody. Wir lernen ihn unglaublich gut kennen, tauchen in seine Gedanken und Gefühle ein und haben somit viele Gelegenheiten, um ihn zu analysieren. Eden ist als Vampir noch ziemlich jung, aber auch er hat schon einiges erlebt in seinem Leben. Er wirkt im ersten Moment verschlossen und unnahbar, aber eigentlich ist er das gar nicht. Er hat ein gutes Herz und einen gewaltigen Beschützerinstinkt. Bei ihm liegt quasi alles in einer Wagschale und ist aufeinander abgestimmt. Auch ihn habe ich schnell liebgewonnen.

 

Fazit

 

»Melody of Eden – Blutgefährten« ist ein solider Auftakt für diese Reihe. Wer sich für etwas andere Vampire und eine spannende Handlung interessiert, ist hier gut bedient.

 

Bewertung

 

5/5

  (2)
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fuchs, stern, freundschaft, poetisch, märchenhaft

Der Fuchs und der Stern

Coralie Bickford-Smith , Stefanie Jacobs
Fester Einband: 64 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 10.10.2016
ISBN 9783458176862
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung

 

Der Fuchs lebt in einem tiefen, dunklen Wald. Wenn er nachts durch das Unterholz streift, leuchtet ihm sein Freund, der Stern, den Weg. Doch eines Nachts ist der Stern nicht da. Der Fuchs verkriecht sich traurig und einsam in seinem Bau und schläft. Als er wieder bei Kräften ist, macht er sich auf die Suche nach dem Stern – denn ohne seinen Freund und dessen Licht verirrt er sich in der Dunkelheit des Waldes …

(Quelle und Bildcopyright liegen beim Insel Verlag)

 

Äußere Erscheinung

 

Dieses Buch ist eine Augenweide. Gebunden in einen dunkelblauen Leineneinband mit einer wunderschönen weißen Zeichnung von dem Fuchs, der in einem Wirrwarr aus weißen Ästen und Blättern sitzt und auf den Titel, der sich aus dem Blätterdickicht hervorhebt, schaut. Das Cover ist eine super Einstimmung auf das Buch, das auch innen von wunderschönen Zeichnungen geziert wird. Ein Must-Have in jedem Bücherregal.

 

Meine Meinung

 

Als Kind hätte ich gerne so ein schönes Buch gehabt. Der Schreibstil der Autorin, die gleichzeitig für die Illustrationen in diesem Buch verantwortlich ist, ist wunderbar poetisch und fließend, so dass es nur wenige Seiten dauert, bis man sich in dieses Kinderbuch reingefuchs hat.

 

Es geht um Fuchs. Fuchs und seinen einzigen Freund Stern. Stern hat Fuchs immer die Nacht erleuchtet und ihm den Weg gezeigt. Doch eines Tages verschwindet Stern und der arme Fuchs bleibt allein zurück.

 

Kindlich aufbereitet erzählt »Der Fuchs und der Stern« eine wunderschöne Geschichte über Freundschaft und auch über Verlust und Lebensmut. Es ist selbst für Erwachsene immer noch berührend und enthält so viele Wahrheiten über das Leben und den Mut, etwas zu wagen, da können sich viele Bücher eine Scheibe von abschneiden.

 

Auch die Gestaltung der Seiten hätte nicht besser sein können. Zauberhafte Zeichnungen von Fuchs und Stern und dem Wald machen das Lesen zu einem wahren Erlebnis für Groß und Klein. Das Gesamtpaket, was die Autorin hier geschaffen hat, lässt kaum zu wünschen übrig, so dass ich gar nicht anders kann, als dieses Buch weiterzuempfehlen.

 

Fazit

 

»Der Fuchs und der Stern« erzählt eine süße und gleichzeitig berührende Geschichte, ansprechend verpackt zwischen hübschen Zeichnungen, die Herzen höher schlagen lassen – bei Groß und Klein. Für Bibliophile ist dieses Buch ein absolutes Must-Have im Regal und sicher ist es auch ein schönes Weihnachtsgeschenk.

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carlsen, mystisch, anna sopia caspa, neue nachbarn, romanti

Verzaubert - Geheimnisvolle Nachbarn

Anna-Sophie Caspar
E-Buch Text: 328 Seiten
Erschienen bei Impress, 03.11.2016
ISBN 9783646602913
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung

 

*Wenn du als Einzige sehen kannst, was anderen verborgen bleibt…*

Stell dir vor, in deiner Nachbarschaft verschwindet eine Villa samt ihren Bewohnern und nur du kannst sie noch sehen. Was würdest du tun? Vor allem, wenn du dich zu einem der geheimnisvollen Nachbarn stärker hingezogen fühlst, als es gut für dich ist? Effie findet sich genau in dieser Situation wieder. Als sie Eden begegnet, spürt sie, dass sie sich lieber von ihm fernhalten sollte. Aber es gelingt ihr einfach nicht. Ihre Neugierde und ihre Gefühle sind stärker als ihr gesunder Menschenverstand. Sie will nur eins: das Geheimnis von Eden und seinen mysteriösen Freunden lüften... Und plötzlich ist Effie selbst Teil des Geheimnisses.

(Quelle und Bildcopyright liegen bei Carlsen Impress)

 

Äußere Erscheinung

 

Das Cover ist ziemlich schlicht gehalten. Es zeigt die Sillhouetten von einem Jungen und einem Mädchen vor einem blauen Hintergrund, der nach unten hin immer mehr ins Gelbgrünliche geht. Der untere Seitenrand ist mit allerhand Ranken und Blumen verziehrt und der Titel befindet sich in der oberen Hälfte vor dem blauen Hintergrund.

 

Meine Meinung

 

Zu Beginn hatte ich meine Zweifel, ob ich mit dem Schreibstil klar komme, denn auf den ersten Seiten ist es mir denkbar schwer gefallen, mich in die Geschichte einzufinden. Die Sätze schienen aneinandergereiht und alles andere als packend, so dass ich das Buch beinahe wieder beiseite gelegt hätte. Aber ich habe durchgehalten und es hat sich gelohnt. Sobald man den schwierigen Einstieg hinter sich gebracht hat, nimmt die Handlung rasant an Tempo zu und das spiegelt sich auch im Schreibstil wieder. Der wird schneller, spannender und einfach flüssiger.

 

Um die Handlung kurz zu beschreiben, geht es um Effie, die gerade ihre Abi-Prüfungen geschrieben hat und jetzt alleine in Jork herumsitzt, während ihr Freund sich sonst wo vergnügt. Von ihrem Zuhause aus hat sie einen super Blick auf die alte Villa der Stadt, die von einem Tag auf den anderen irgendwie nur noch sie sehen kann. Niemand sonst. Natürlich muss Effie dem auf den Grund gehen und kommt so hinter ein unglaubliches Geheimnis, zu dem bald auch sie gehören wird. Was das allerdings ist, verrate ich nicht. Dafür müsst ihr das Buch schon lesen.

 

Man rechnet mit der typischen klischeebehafteten Geschichte, die es schon so oft gegeben hat, wenn man mit diesem Buch beginnt, aber nein, dem ist nicht so. Die Thematik ist anders. Die Wesen, um die es geht, sind außergewöhnlich und auf diese Art noch nie in diesem Genre aufgetaucht und die ganze Geschichte ist einfach neu.

 

Okay, nicht ganz, denn einige Klischees ziehen sich schon durch, aber heutzutage ist es sowieso schwierig, alle Klischees zu umgehen und Anna-Sophie hat es wirklich gut umgesetzt. Effies Rolle in dieser Reihe ist nicht von Beginn an klar, man weiß nicht, wie sie in alles hineinspielt und doch ist klar, dass sie wichtig ist. Sozusagen nur ein halbes Klischee. Genauso bei Eden. Einerseits soll er den geheimnisvollen Fremden darstellen – und so kommt er auch rüber – andererseits ist am Ende des ersten Bandes mehr über ihn bekannt als über Effie selbst.

 

Das Ende macht auf jeden Fall Lust auf mehr. Es scheint ein wenig, als wäre die Geschichte erst einmal abgeschlossen, aber das täuscht. Es ist noch nicht vorbei und das Ende damit nur die Ruhe vor dem Sturm. Band 2 »Gefährliche Freunde« ist ebenfalls bereits erschienen, so dass ich bei Gelegenheit auf jeden Fall weiterlesen möchte.

 

Fazit

 

Trotz schwierigem Einstieg konnte mich »Verzauber – Geheimnisvolle Nachbarn« schließlich doch überzeugen. Wer außergewöhnliche Wesen und eine starke Handlung sucht, der sollte hier fündig werden.

 

Bewertung

 

4/5

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