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22 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

historischer roman, nürnberg, nürnber

Das Perlenmedaillon

Sabine Weigand
E-Buch Text: 592 Seiten
Erschienen bei Fischer E-Books, 05.10.2009
ISBN 9783104000817
Genre: Historische Romane

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440 Bibliotheken, 5 Leser, 9 Gruppen, 56 Rezensionen

jane austen, mr. darcy, england, liebe, stolz und vorurteil

Ein Mann wie Mr. Darcy

Alexandra Potter ,
Flexibler Einband: 413 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 11.02.2008
ISBN 9783442465033
Genre: Liebesromane

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67 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

england, fossilien, 19. jahrhundert, frauen, lyme regis

Zwei bemerkenswerte Frauen

Tracy Chevalier , Anne Rademacher
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei btb, 13.02.2012
ISBN 9783442743056
Genre: Romane

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233 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 32 Rezensionen

lost girl, indien, echo, dystopie, liebe

Lost Girl. Im Schatten der Anderen

Sangu Mandanna , Wolfram Ströle
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 01.07.2012
ISBN 9783473400805
Genre: Jugendbuch

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Mad About You (A Laurel Heights Novel)

Kate Perry
E-Buch Text: 325 Seiten
Erschienen bei Phoenix Rising Enterprises, Inc, 30.12.2013
ISBN 9781939102119
Genre: Sonstiges

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22 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

glück, scheidung, trennung, sozialer abstieg, zweifel

Weil wir glücklich waren

Laura Moriarty , Britta Evert
Flexibler Einband: 398 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 21.06.2011
ISBN 9783404160495
Genre: Romane

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555 Bibliotheken, 7 Leser, 4 Gruppen, 93 Rezensionen

bücher, google, buchhandlung, geheimnis, rätsel

Die sonderbare Buchhandlung des Mr. Penumbra

Robin Sloan , Ruth Keen
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Blessing, 03.03.2014
ISBN 9783896674807
Genre: Romane

Rezension:

Clay sucht Arbeit und findet diese überraschend in Mr. Penumbras Buchhandlung, die rund um die Uhr geöffnet ist. Während seiner Nachtschichten kommen jedoch kaum Kunden in den Laden, die die Romane im vorderen Bereich des Ladens kaufen. Meistens leihen sie nur die sogenannten „Ladenhütern“ aus. - Was in ihnen steht ist ein Geheimnis, denn Clay ist es verboten die Bücher aufzuschlagen. Schon bald will Clay mithilfe seiner Freunde das Geheimnis um Mr. Penumbras Buchladen erforschen. Was wird er finden?


Die Handlung des Romans erscheint aufgrund des Klappentextes aufregend, es gilt ein Geheimnis zu lösen, Clay wird vermutlich auf einen Mythos stoßen und vor allem erweckte der Klappentext bei mir den Eindruck, dass ich ein spannendes Buch lesen würde.


Leider konnte Robin Sloan diese Erwartungen nicht erfüllen, da es nur unwesentlich um das Thema Bücher geht. Vielmehr wird die moderne Technik in den Vordergrund gestellt. Dies wäre kein Problem, würde Sloan die Firma Google nicht so sehr zum Thema machen, dass man das Gefühl bekommt, Google sei drauf und dran die Welt zu erobern. Dies lässt sich sicherlich als Satire auffassen, mit der ich aber meine Probleme hatte. Zu naiv wirkt Clay als er die Macht Googles darstellt, als das dies wirklich eine Kritik sein kann. Kritik vielleicht daran, dass man den Verbraucher oft im Unklaren lässt was mit seinen Daten geschieht. Aber so wirklich habe ich den Gedanken des Autors nicht verstanden: Ist Google nun sinnvoll und innovativ oder beraubt es seine Nutzer? Oder beides? So richtig hat diese Message für mich nicht in das Buch gehört, weil sie einfach nicht zur Handlung passen wollte.


Der Anfang des Buches war aber gut gemacht: Eine altertümliche Buchhandlung mit einem durch und durch rätselhaften, aber gutmütigen Mr. Penumbra, der sofort Sympathieträger ist. Seine Figur hat mich wirklich überzeugen können. Da auch die Nebencharaktere meist blass bleiben und im Fall von Kat, die Clay unbedingt erobern will, im weiteren Verlauf sogar unsympathisch werden, ist mit der Entwicklung der Charaktere keine Spannung zu erzeugen.


Erst in den letzten Kapiteln zeigt der Autor, dass er eine Geschichte wirklich spannend konstruieren kann und es dabei sogar schafft den Leser miträtseln zu lassen. Endlich steht das im Mittelpunkt, was das Buch für mich lesenswert gemacht hätte. Es geht nicht um technische Fachbegriffe, nicht um abstruse Theorien (die das Geheimnis leider beinhaltet hat) oder die nervige Geschichte einer nervigen Google-Mitarbeiterin. Stattdessen geht es um Clay, der selbst die Initiative ergreift um das Rätsel zu lösen, ein aufregendes Museum und die Figur des Mr. Penumbra.


Vielleicht habe ich auch einfach das Buch nicht verstanden. Jan Wiele von der FAZ schreibt nämlich: "Eine gewiefte Parodie auf Fantasy-Abenteuer, eine amüsante Reportage aus der Welt der kalifornischen Tekkies, eine spitze Satire der Allmachtsphantasien von Google." So kann man die Geschichte natürlich auch sehen.

FAZIT

Das letzte Drittel wäre 4 oder 5-Punkte würdig gewesen, jedoch konnte ich zuvor nichts mit dem Buch anfangen. Diese Mischung aus Technik und Büchern fand ich gewöhnungsbedürftig, die Charaktere waren für mich nicht interessant und sogar das aufregende Geheimnis war dann doch gar nicht so aufregend, sondern eher langweilig. Wie viel Potenzial hier verschenkt wurde finde ich traurig, aber so kann ich dem Buch nur 3 Punkte, mit leichter Tendenz zu 2 Punkten, geben.

3/5 Punkten

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413 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 74 Rezensionen

liebe, zeitreise, zukunft, vergangenheit, zeitreisen

Zeitrausch - Spiel der Vergangenheit

Kim Kestner
E-Buch Text: 287 Seiten
Erschienen bei Impress, 06.03.2014
ISBN 9783646600506
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Alison führte bisher ein ganz normales Leben – ein nerviger Bruder, Eltern, ein Häuschen im Wald. Doch als die 17-Jährige an diesem Morgen aufwacht ist ihr kleiner Bruder verschwunden und niemand kann sich an ihn erinnern. Um ihn zu retten muss sie an einer Show teilnehmen. Erst allmählich beginnt sie zu begreifen worauf sie sich eingelassen hat. – Ihre Realität, ihr Leben, ihre Eltern, ihre beste Freundin sind plötzlich mehr als 400 Jahre entfernt. Denn Alison befindet sich im Jahr 2417. Um in ihre Wirklichkeit zurückzugelangen muss sie an gefährlichen Challenges teilnehmen die sie durch die Jahrhunderte katapultieren und ihr Leben kosten können. Ihr Begleiter ist Kay, der ihr helfen soll sich durch Raum und Zeit zu bewegen. Aber Alison ahnt das er nicht nur ihr Scout ist: Welches Geheimnis verbirgt Kay?
Die Mischung aus Dystopie und Zeitreise hat mir von Anfang an sehr gut gefallen, selbst als einige Elemente etwas an die „Panem“ – Trilogie erinnerten. Durch die ungewöhnliche Kombination mit Zeitreisen schafft Kim Kestner es aber eine Nische zu füllen, denn zumindest ich habe so ein Jugendbuch noch nie zuvor gelesen.
Gespannt machte ich mich also an das Buch und wurde mitten in die Geschichte geworfen. Dadurch wird man als Leser (wie auch Alison) leicht überrumpelt, da das Buch in der Ich-Perspektive geschrieben ist. Durch den flüssigen Schreibstil habe ich aber sehr schnell in die Geschichte gefunden.
Das Konzept der Show in der Alison antritt ist ethisch äußerst fragwürdig, doch für stimmige Quoten greifen die Macher der Sendung zu allen Mitteln. Alison, die das Konzept der Sendung noch gar nicht versteht muss eine Entscheidung treffen: Will sie ihren Bruder zurück oder nicht? Alison kann eine Realität ohne ihren Bruder nicht akzeptieren und willigt daher ein bei der Show mitzumachen. Etwas mehr Informationen über „Top the Realities“ hätte ich schön gefunden, auch wenn die Geschichte auch ohne diese nachvollziehbar ist.
Die Challenges in denen Alison nun mit ihrem Scout Kay in die Vergangenheit geschickt wird sind stets temporeich beschrieben und lassen das Buch daher zu einem kompletten Page-Turner werden.
Der anfangs mysteriöse Kay ist ebenfalls Sympathieträger, selbst wenn er oft sehr bestimmt reagiert und daher ruppig erscheint. Und zumindest in meiner Vorstellung ist Kay zum heißen Zeitreisenden avanciert!
Einzig mit der Zeitreisetheorie hatte ich leichte Probleme, allerdings konnte ich mir ab der Hälfte des Buches schon mehr darunter vorstellen. Schließlich steckt Alison in derselben Situation wie der Leser und muss erst alles über Zeitreisen und die zahllosen parallel existierenden Realitäten lernen.
Das Ende hat mich sehr überrascht und gezeigt wie gut Kim Kestner die Geschichte konstruiert hat, da hier einige offene Fragen beantwortet wurden. Zum Glück ist es daher nicht unbedingt ein offenes Ende – den im Juni erscheinenden 2. Band kann ich aber trotzdem kaum erwarten, da der Abschluss meine Fantasie sehr angeregt hat!

FAZIT

Trotz des etwas schnellen Starts konnte mich die Geschichte völlig begeistern. Spannung, Romantik, Geheimnisse und die Mischung aus Dystopie und Zeitreise haben mir wahnsinnig gut gefallen. Um für den 2. Band noch Luft nach oben zu lassen vergebe ich „nur“ 4 Punkte und freue mich nach dem aufregenden Ende sehr auf die Fortsetzung!

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159 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 54 Rezensionen

familie, kanada, suche, verlust, liebe

Der Duft des Regens

Frances Greenslade , Claudia Feldmann
Flexibler Einband: 366 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 21.10.2013
ISBN 9783458359555
Genre: Romane

Rezension:

Es ist 1969, die kleine Maggie und ihre Schwester Jenny verleben eine glückliche Kindheit in Duchess Creek. Wanderungen in der Natur mit ihrem Vater, das Tuscheln ihrer Mutter über vom Unglück Verfolgte. In dem einfachen Haus ohne Elektrizität, das vom Zauber der früher dort so zahlreichen Indianer umgeben ist, scheint nichts der Familie etwas anhaben zu können. Als ihr Vater stirbt zieht es Irene und ihre Töchter erst in die Natur und dann zu Fremden. Das nächste Unglück ist unabwendbar…
Schon auf den ersten Seiten merkt man, mit was für einer Sprachgewalt Fances Greenslade die Geschichte dieser zwei kleinen Mädchen erzählt, die schon bald zu selbständigen Frauen heranwachsen. Während die Unbeschwertheit von Maggie zuerst noch aus jeder Silbe zu spüren ist, wird das Buch immer düsterer und verstrickter und Maggie älter und ernster. Die Entwicklungen in diesen Jahren verändern das Leben der Familie grundlegend. Die Natur bildet den Ruhepol für Maggie und obwohl ich noch nie in Kanada gewesen bin, konnte ich mir die Umgebung genau vorstellen. Das Wissen um die Entwicklung der Geschichte liegt von Anfang an offen, trotzdem bleibt die Spannung bestehen. Sie liegt zum einen in den Gefühlen die man mit den Charakteren teilt und zum anderen in bangem Erwarten. Ich hatte das Gefühl, dass mir die Ironie des Schicksals auf diesen Seiten gnadenlos serviert wird: Bemitleidete Irene zu Anfang noch andere Familien die schwere Schicksalsschläge hinnehmen mussten, so unterscheidet ihr Leben sich bald nicht mehr von diesen. So kommt es auch, dass trotz dieses leichten und bildhaften Schreibstils Angst vor dem Weiterlesen entsteht. Kaum geht es bergauf, stürzt Maggie bereits in die nächste, noch schlimmere Katastrophe. Und die ganze Zeit lauert das so gefürchtete zweite und dritte Unglück auf sie.
Die Familie, und damit meine ich nicht Maggie, Jenny, Irene und Patrick, sondern wirklich ganz allgemein „die Familie“, steht im Mittelpunkt dieses Romans. Genauer: die Mutter-Tochter-Beziehung. Ich habe lange darüber gerätselt inwiefern das Buch, an dem die Autorin seit 1992 gewerkelt hat, eine solche Wirkung beabsichtigt hat. Alle Mutter-Tochter-Beziehungen sind schwach ausgebildet: Sie überlassen ihre Töchter, wobei dies auch für Söhne gilt, früher als üblich dem selbständigen Leben und ziehen sich zurück. Sie sind verunsichert, haben Geheimnisse und können so nicht nach der Definition der Gesellschaft Mütter sein. Sie sind deswegen keine schlechten Mütter, sie lieben ihre Kinder, doch der Egoismus hat sie oft an „Ausweichpositionen“ gedrängt.

FAZIT

Bei Maggie vergisst man oft das sie noch ein Kind ist: Sie hat es gelernt sich gemeinsam mit ihrer Schwester durchzuschlagen und den kommenden Unglücken zu trotzen. Das bedeutet aber nicht, dass ihr all die furchtbaren Geschehnisse nichts anhaben. Im Gegenteil war ich emotional sehr beteiligt, auch wenn das Buch teilweise zu konzipiert erscheint.
Ein Roman in den man sehr viel mehr interpretieren kann, als ich es hier versucht habe zu tun, da die Geschichte komplex ist, aber doch jedem Menschen in irgendeiner Art und Weise geläufig ist.

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112 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

russland, geschichte, schottland, feuervogel, liebe

Im Land des Feuervogels

Susanna Kearsley , Anja Rüdiger ,
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Piper, 13.08.2013
ISBN 9783492302852
Genre: Romane

Rezension:

Nicola Marter ist Galeristin und besitzt eine Gabe die sie bisher nur wenigen Menschen offenbart hat. Sobald sie Gegenstände berührt sieht sie Personen und Geschichten die diesen Gegenstand begleitet haben. Als sie mit dem Feuervogel, einer Holzskulptur in Berührung kommt, sieht sie Zarin Katharina und ein unbekanntes junges Mädchen. Auf einer Reise durch Schottland und St. Petersburg versucht sie diese junge Frau ausfindig zu machen und ihr außergewöhnliches Leben wieder auferstehen zu lassen.
Obwohl ich auf den ersten Kapiteln noch nicht vollständig von dem Buch überzeugt war, hat es mich im Gesamtergebnis berührt und mich für Russland weiter begeistern können.
Ihre Gabe ermöglicht es Nicola in die Vergangenheit abzutauchen sobald sie einen alten Gegenstand berührt. Susanna Kearsley macht neben der Schönheit dieser Gabe aber auch deutlich, dass sich Nick mit dieser Fähigkeit nicht wohlfühlt und Angst hat als Freak abgestempelt zu werden. Sie unterdrückt diese Begabung und entschließt sich nur sie einzusetzen um einer Frau zu helfen, die durch den Feuervogel die Chance auf einen großen Traum hat.
Die Dialoge mit dem Exfreund von Nick, der dieselbe Begabung hat, empfand ich stets a ls spritzig und charmant. Dass sich eine kleine Liebesgeschichte anbahnt, ist also nicht zu viel verraten. Obwohl der Anteil der historischen Handlung überwiegt fieberte ich auch bei Nicolas Geschichte mit.
Nach wenigen Kapiteln steigt man als Leser in die Vergangenheit ein, begleitet Anna, das junge Mädchen, in ihren ersten Lebensjahren und auf der Reise von Schottland nach St. Petersburg. In den wenigen Jahren die man Gelegenheit hat sie kennenzulernen führt sie ein sehr bewegtes Leben, in dem politische Wirren und Missverständnisse zu Rastlosigkeit geführt haben. Gerade, weil auf die Hintergründe für ein unstetes, aber nicht unglückliches Leben eingegangen wurde hat mir das Buch sehr gut gefallen. Die Kapitel aus dem 18. Jahrhundert wechseln sich mit denen von Nicola Marter ab und sorgen für einen Lesefluss der nur kurzzeitig ins Stocken gerät.
Die Passagen in St. Petersburg haben mir besonders gut gefallen und mich in das 18. Jahrhundert mit seinen Bauwerken und Persönlichkeiten versetzt. Dieses Buch hat mein Interesse für Zarin Katharina und allgemein Literatur die in Russland spielt weiter geweckt und ist daher auch eines meiner Highlights 2013 (auch ohne 5 Punkte)!

FAZIT

Ein bewegender Roman, der abwechseln in der Gegenwart und in der Vergangenheit spielt und an traumhafte Orte in Schottland und Russland führt. Eine lebendige Geschichte die zudem noch beeindruckende Charaktere und einige Informationen zu den historischen Hintergründen bereit hält, runden das Buch für mich ab. Bis auf wenige langsame Stellen hätte ich das Buch gerne in einem Rutsch durchgelesen.

4/5 Punkten

 

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202 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 39 Rezensionen

england, liebe, adel, historischer roman, indien

Rückkehr nach Somerton Court

Leila Rasheed , Maria Andreas-Hoole
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 22.08.2013
ISBN 9783596196890
Genre: Historische Romane

Rezension:

Ada und ihre Schwester Georgina sind gerade aus Indien in ihre alte Heimat England zurückgekehrt. Angekommen auf dem Anwesen Somerton Court, gibt es bereits einige Überraschungen. Fiona, die zukünftige Ehefrau ihres Vaters Lord Westlake, sorgt mit ihren Kindern für jede Menge Intrigen und Skandale. Und auch Ada hat auf dem Schiff ein Geheimnis zurückgelassen von dem niemand erfahren darf. Ihr Wunsch in Oxford zu studieren rückt währenddessen in weite Ferne, doch sie kann nicht aufhören zu träumen…

Die Geschichte umfasst weit mehr als diesen einen Handlungsstrang und wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Um den Überblick zu behalten gibt es im Buch einen toll aufgemachten Stammbaum, der mir sehr geholfen hat. – Derjenige auf der Rückseite des Buches spoilert allerdings!

Neben Ada nimmt vor allem das Dienstmädchen Rose, dass seit ihren ersten Lebensjahren auf dem Gut lebt, eine wichtige Stellung ein. Durch ihre Herkunft am musizieren gehindert, gibt es für sie keine Chance auf ihren lang gehegten Traum eine Komponistin zu sein.

Dieser Perspektivwechsel ermöglicht sowohl Einblicke in den Dienstbotentrack als auch in die Sichtweise der Herrschaften. Die Kluft zwischen den sozialen Schichten wird sehr deutlich aufgezeigt. Manche Menschen sind weniger wert als andere und haben sich auch dementsprechend zu verhalten.

Natürlich ist dies kein großer historischer Roman der lange nachhallt, aber doch mit einer Liebesgeschichte und jeder Menge Geheimnissen und Intrigen gekonnt unterhält. Perfekt für einen Urlaub am Strand oder vor dem Kamin! Außerdem werden Themen wie der erste Weltkrieg angedeutet, das Frauenwahlrecht und allgemein die Rolle der Frau näher beleuchtet und auch Homosexualität wird angesprochen. Dadurch wird der Roman sehr abwechslungsreich und alles andere als seicht gestaltet und bietet auch genug Zündstoff für den 2. Band der Trilogie (vorerst als Trilogie ausgelegt). Die Spannung lässt nicht nach und auch für Emotionen ist gesorgt:

Ada und Rose sind Frauen die ihrer Zeit weit voraus sind und sich dadurch sehr eingeengt in ihren Möglichkeiten fühlen.

 

„ Manchmal ist mir, als würde jeder Gedanke, jedes Gefühl am Abend vorher von anderen Menschen für mich bereitgelegt, genau wie meine Kleider.“ – Ada (S. 155)

 

Die Behandlung sobald man als Frau gerne studieren möchte und wie abhängig das eigene Schicksal vom Wohlgefallen der Männer ist, haben mich teilweise sehr wütend gemacht. Unsere heutigen Vorstellungen kollidieren einfach so stark mit den damaligen Ansichten, dass es praktisch unmöglich ist nicht über einige Bemerkungen den Kopf zu schütteln. Zum Glück bietet Ada ihren Kritikern die Stirn und konnte mich so das ein oder andere Mal zum Lachen bringen.

FAZIT

Ein unterhaltsamer historischer Frauenroman mit jeder Menge Intrigen, Geheimnissen und Skandalen, bei denen man kaum den Überblick behalten kann. Der Roman war durchgängig leicht zu lesen und sehr unterhaltsam, spannend und emotionsgeladen. Ich hoffe darauf, dass im nächsten Band der Trilogie auf einige Probleme noch näher eingegangen wird.

 

4/5 Punkten

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Tags: 1912, bildung, frauenrechte, intrigen   (4)
 

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1.103 Bibliotheken, 20 Leser, 1 Gruppe, 39 Rezensionen

klassiker, liebe, england, jane austen, stolz

Stolz und Vorurteil

Jane Austen , Helga Schulz
Flexibler Einband: 456 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.10.2012
ISBN 9783423141604
Genre: Klassiker

Rezension:

Schon der erste Satz hat mich vollkommen von der Geschichte und Jane Austen eingenommen. Ihr Schreibstil ist ironisch angehaucht, relativ leicht zu verstehen und vermittelt trotzdem ein Gefühl, als wäre man in einer traumhaften Zeitreise in das 19. Jahrhundert gefangen. Wobei das Gefängnis für Literatur-Liebhaber wirklich einem Hotel ähnelt…

Trotzdem ist das Leben von Elizabeth und ihrer Familie nervenaufreibend. Vor allem für Mrs. Bennett, deren arme Nerven eigentlich geschont werden müssten. Diese werden wohl erst auf den letzten Seiten zur Ruhe kommen und müssen sonst vieles ertragen. Denn Mrs. Bennets fünf Töchter lassen kein Ereignis aus. Doch zum Inhalt muss ich wahrscheinlich keine weiteren Worte verlieren, da das Buch und der Film auch heute noch sehr beliebt sind. Wer trotzdem eine Beschreibung des Buches nachlesen möchte, kann dies in meiner Rezension unter dem Punkt "Inhalt" tun. Der Klappentext ist sehr gut geschrieben und vermittelt nicht zu viele Informationen.

Das mag auch daran liegen, dass Jane Austen mit den Höflichkeiten ihrer Zeit nicht gerade zimperlich umgeht und es schafft, die Lebensweise auch für uns, heute lebende Menschen, verständlich zu machen. Die Charaktere könnte man zum Beispiel auch in die Gegenwart transportieren und mit ihnen eine ebenso unterhaltsame Geschichte schreiben. Elizabeth und ihr Vater, Mr. Bennett, haben mich durch ihre ironischen Gedanken oft zum Schmunzeln bringen können. Ob ich mich nun über die Schwestern Lydia, Mary und Kitty amüsiert habe oder mit ihrer älteren Schwester Jane gefiebert habe – alle Personen haben sich weiterentwickelt. Dabei spielt es wohl auch eine Rolle, dass der Roman eine Zeitspanne von mehr als einem Jahr umfasst. Allen voran konnte mich aber der verschlossene und geheimnisvolle Mr. Darcy begeistern.

Da wohl alle den Ausgang dieser klassischen Liebesgeschichte kennen werden, fragt man sich auch unweigerlich, wie es zu dem Ende kommen wird. Und je mehr Seiten man umblättert, desto dringlicher wird die Frage. Nur leider wird sie auch immer schwieriger zu beantworten, in den gesponnenen Liebeswirren. Darcy und Elizabeth sind tolle Charaktere, die wohl nie mehr aus meinem Gedächtnis verschwinden werden. Doch nicht nur der Unterhaltungsaspekt oder die Liebesgeschichte des Klassikers (die meist nur im Untergrund brodelt), haben mich beeindruckt. Auch die Lebensweise, unausgesprochenen Regeln und das Benehmen im 19. Jahrhundert, machen diesen Roman zu einem Lesevergnügen, das nebenbei auch noch einige schöne Informationen liefert.

Und gerade weil das Buch so viele Kriterien erfüllt, die es bei mir zu einem Lieblingsbuch werden lassen, bin ich mir sicher, noch viele weitere Male darin zu schmökern.

FAZIT

Ein unglaublich toller Klassiker, den erst der Schreibstil zu etwas wirklich besonderem werden lässt. Ironisch, zu der Lebensweise und damit auch den Charakteren, wird es zu einer unterhaltsamen Lektüre. „Stolz und Vorurteil“ trifft aber auch melancholischere Töne, und schafft es, sich nicht nur auf eine Liebesgeschichte zu versteifen. Gerade das macht aber das vorsichtige Abtasten nach Liebe zwischen Elizabeth und Mr. Darcy zu etwas besonderem – und für mich damit, zu einem Klassiker, dessen Seiten ich noch oft umblättern werde. Bezauberte…

5/5 Punkten

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214 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 34 Rezensionen

schneewittchen, märchen, liebe, hamburg, gabriella engelmann

Weiß wie Schnee, Rot wie Blut, Grün vor Neid

Gabriella Engelmann
Flexibler Einband: 264 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.08.2011
ISBN 9783401067704
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Sarah muss mit ihrer verhassten Stiefmutter Bella in dem ödesten Stadtviertel Hamburgs hausen – ganz ohne ihren Vater, den Bella bereits erfolgreich vergrault hat, so dass dieser sein Leben auf Expeditionen in der ganzen Welt verbringt. Wie es sich für eine Frau namens Bella (= Schönheit) gehört, achtet sie stets auf ihr Äußeres und besitzt sogar ein Spiegelzimmer…
Als Sarah spontan für ein Fotoshooting ausgewählt wird, sieht Bella rot und setzt von nun an alles daran, ihre junge Konkurrentin auszuschalten. Doch zum Glück stehen Sarah acht Zwerge bei, die sie schon bald in ihr Herz geschlossen hat…

Gabriella Engelmanns moderne Version von „Schneewittchen“, konnte mich wirklich überzeugen, so dass ich auch die nächsten Märchen verfolgen werde.

Wie für ein Jugendbuch typisch, sind die Kapitel recht kurz gestaltet – das ohnehin schon dünne Buch, lässt sich schnell durchlesen. Auch die Idee, die aus Sarahs Sicht erzählten Kapitel, durch kurze Kapitel aus Sicht der ihr nach dem Leben trachtenden Frau zu unterbrechen, fand ich eine gelungene Idee. Das erhöht das Lesetempo und steigert die Spannung. Obwohl man dieses moderne Märchen mit dem einfallsreichen Titel sicherlich nicht als „spannungsgeladen“ bezeichnen kann, weiß es den Leser doch gut zu unterhalten.

Das geschieht hauptsächlich durch die erfrischenden Charaktere. Hier ist mir natürlich Sarah selbst ans Herz gewachsen, da sie von der ersten Zeile an sympathisch wirkt und ihre Situation und Handlungen komplett nachvollziehbar sind. Trotzdem muss man einfach die sieben – Entschuldigung, acht – Zwerge, einfach gern haben. Jeder von ihnen kümmert sich in der WG rührend um Sarah und hat seine ganz eigene Persönlichkeit, die meist auch mit originellen Spitznamen einhergeht.
Sie bringen gute Laune in die Geschichte und sind meiner Meinung nach, der größte Pluspunkt an dem Buch.
Allerdings habe auch ich einen Liebling auserkoren: JamieTim (ein begeisterter Koch, daher der Spitzname) wächst wahrscheinlich jedem ans Herz, da er von den Zwergen zusammen mit Johnny D. (er ist DJ) am meisten im Mittelpunkt steht.

Weiterhin erwähnenswert ist natürlich die wunderschöne Aufmachung des Buches, die Klein und Groß beeindruckt. Übrigens muss ich hier auch das Personenregister am Anfang erwähnen, das in aller Kürze auf das folgende Märchen vorbereitet.

Als ebenfalls positiv konnte ich feststellen, dass das Märchen modern umgestaltet wurde, aber trotzdem so viele wesentliche Merkmale beibehalten wurden, dass man es auch ohne Titel als eine Modernisierung von „Schneewittchen“ erkennen würde. Dies ist mir bei solchen „Aufbereitungen“ immer sehr wichtig, da sich der Autor sonst auch eine komplett neue Geschichte hätte überlegen können.

Nur das Ende war mir etwas zu gehetzt und „unfertig“. Ich hätte gerne noch mehr gelesen, obwohl das ja schon wieder keine Kritik mehr ist!

FAZIT

Eine gelungene frische Version von „Schneewittchen“ mit witzigen Zwergen und einer sympathischen schwarzhaarigen Schönheit. Wesentliche Erkennungsmerkmale der grimmschen Version bleiben erhalten, wie man an Zwergen und schwarzen Haaren bereits merkt. Die neu hinzugekommene Geschichte ist etwas spannender als das Original – schweißfeuchte Hände, bekommt trotzdem niemand (und muss man ja auch gar nicht). Insgesamt 4 Punkte, weil die Geschichte natürlich nicht in die Tiefe geht und das Ende etwas überhastet wirkte!

4/5 Punkten

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54 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 7 Rezensionen

roman, zirkus, tochter, mutter, 30er jahre

Zitronen im Mondschein

Gina Mayer
Flexibler Einband: 534 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 13.09.2010
ISBN 9783746626642
Genre: Romane

Rezension:

Maria arbeitete als Hellseherin in einem Wanderzirkus. Anders als die meisten anderen Wahrsagerinnen hat sie von Zeit zu Zeit Visionen von der Mutter Gottes, die ihr Botschaften übermitteln. Jahre später, 1926 in Düsseldorf, ist Maria seit langem nicht mehr beim Zirkus. Ihre Tochter Mira verabscheut sie, hält sie für eine Spinnerin und Betrügerin, seit sich ihre Beziehung in den schweren Zeiten des 1. Weltkrieges grundlegend verändert hat. Mira verliebt sich in den Kinopianisten Anselm Guben, als ein anderer Mann in ihr Leben tritt.

Die Lebensgeschichte Miras und ihrer Mutter Maria erstreckt sich von ca. 1900 – 1930, auch wenn man 1926 in Düsseldorf in die Geschichte einsteigt.

Marias Zeit im Zirkus sind wohl meine Lieblingspassagen im Buch, denn die nahezu magische Stimmung die einem Zirkus für mich immer anhaftet, wurde hier von Gina Mayer grandios vermittelt. Ich begann sofort wie besessen in diesen Lebensabschnitt einzutauchen, all die wunderbaren Orte an denen der Zirkus Halt macht, die außergewöhnlichen Menschen, oft nur kurze Begegnungen, im nächsten Augenblick bereits wieder vergangen, zu verinnerlichen. Maria ist genau wie Mira eine besondere Protagonistin, die nachhaltig im Kopf herumschwebt und deren Schicksal einfach nicht loslässt. Zum Teil mag das am tollen Schreibstil liegen, oder daran, dass man die Charaktere von ihrer Kindheit an kennen lernt, oder einfach an den Orten und ihren Atmosphären.

Die Geschichte ist schwierig wiederzugeben, mir wollte anfangs keine Kurzbeschreibung gelingen, weshalb ich auch für den Rest der Rezension ziemlich lange brauchte. „Zitronen im Mondschein“ wird abwechselnd aus Miras und Marias Sicht erzählt. Das allerdings stört gar nicht, da es immer Abschnittsweise aufgeteilt ist (jeder Abschnitt besteht aus ca. 3 Kapiteln) und man daher ziemlich lange in einer Sicht bleibt. Wie oben bereits angedeutet, wird hier die Lebensgeschichte der beiden Frauen bis in das Jahr 1930 verfolgt. Bis dahin lernt man aber alle bis dahin durchlaufenen Lebensphasen (Kindheit usw.) kennen.

Maria ist in ihrem Leben bereits mehrfach die Mutter Gottes, ebenso wie eine tote Freundin erschienen. Allerdings ist es nicht so, dass man um dieses Buch zu lesen, religiös sein muss. Schließlich ist Mira ja auch gegen solchen „Unsinn“ und verurteilt ihre Mutter dafür. Doch auch wenn man diesen Erscheinungen skeptisch gegenüber steht, wird man am Ende des Buches zumindest Maria verstehen können. Damit dieses Buch euch in seinen Bann zieht, müsst ihr also nicht religiös sein und ihr müsst auch am Ende des Buches nicht so wie Maria denken.

Einen Kritikpunkt gibt es jedoch auch bei diesem Buch: Während die ersten 350 Seiten noch relativ chronologisch aufgebaut waren (Lebensabschnitte), verwirren die letzten Seiten dagegen ein bisschen. Trotzdem ist die Geschichte dank des tollen Schreibstils auch weiterhin absolut lesenswert und büßt inhaltlich nichts von der Magie ein.

Eingebettet in diesen Mutter-Tochter-Roman sind auch die „politischen Wirren“ und die „Kunstszene der Zwanziger Jahre“. Ganz besonders hervorzuheben ist hier meiner Meinung nach die Schilderung des 1. Weltkrieges.

Das Ende gefiel mir immer mehr, je länger ich darüber nachgedacht habe und fand es mit der Zeit immer passender. Auch wenn es relativ offen gehalten ist, trägt es zu der Gesamtwirkung des Buches bei.

FAZIT

„Zitronen im Mondschein“ ist ein sehr bewegendes Buch das mich zum Nachdenken und auch fast zum Weinen gebracht hat. Die sehr gut gezeichneten Charaktere hallen ebenso wie Atmosphäre und Grundidee noch lange nach. Trotz eines kleinen Schwachpunktes ist diese Erzählung der Lebensgeschichten zweier Frauen über ein Vierteljahrhundert sehr empfehlenswert!

4,5/5 Punkten

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(18)

39 Bibliotheken, 0 Leser, 3 Gruppen, 7 Rezensionen

vampire, lord byron, jane austen, literatur, liebe

Jane beißt zurück

Michael Thomas Ford
Flexibler Einband: 500 Seiten
Erschienen bei Heyne, 01.03.2010
ISBN 9783453525894
Genre: Fantasy

Rezension:

Jane Fairfax lebt in einem beschaulichen kleinen Städtchen nahe New York, hat einen Buchladen und keinen Mann. Eigentlich alles ganz normal, wären da nicht die zweihundert Jahre Lebenserfahrung. Denn Jane Austen ist nicht in ein dunkles Grab entschwunden, sondern lebt als verschmähte Schriftstellerin Miss Fairfax unter den Menschen. Ihr Roman „Constance“ wird leider von allen Verlagen abgelehnt. Als sie gerade die Datei löschen möchte, mischt sich jedoch ein alter Bekannter ein, dessen Ankunft sie seit langem fürchtet. Und wie soll sie ihr Vampirdasein bloß Walter, dem attraktiven Nachbarn, erklären?

Meine Erwartungen an dieses Buch waren nicht besonders hoch – umso überraschter war ich als ich feststellte, dass mir das Buch von der ersten Seite an Spaß macht. Michael Thomas Ford schafft es spielend den Leser gefangen zu nehmen. Von Jane, ob nun Fairfax oder Austin, und den liebevoll gestalteten Nebencharakteren. Sein Humor sorgt einfach für ein paar tolle Momente, die der Handlung gut tun. Denn neben vielen schrägen Alltagssituationen die es zu meistern gilt, wird es auch dramatisch. Man fiebert mit Jane mit – Was wird mit ihr und Walter? Kann sie ihm gestehen, dass sie ein Vampir ist? Und welches Geheimnis verbindet sie und Lord Byron, der plötzlich in dem kleinen Städtchen auftaucht?

Natürlich liefert das Buch keine genauen Details über Jane Austens Leben, auch wenn einige Male darauf eingegangen wird. Aber diesen Zweck soll das Buch ja auch gar nicht erfüllen. Es soll unterhalten und das schafft Ford ganz ohne die Geschichte von Jane Austen lieblos zum Leben zu erwecken.
Vielmehr ist es eine kleine Liebeserklärung an Austen, deren Romane in dem Buch gehypt werden. Natürlich ist Jane Fairfax davon ganz und gar nicht begeistert, denn wer würde nicht gerne auch die Lorbeeren für seine Arbeit ernten? Und sowieso ist dieser ganze Hype mit Handpuppen, Kochbüchern und anderweitigen Ratgeber nach dem „Austin-Prinzip“ doch völlig übertrieben! Diese kleinen fast satirischen Bemerkungen, machen das Buch zu etwas Besonderem.

Die Kapitelanfänge haben besonders Spaß gemacht. Zu lesen ist je ein kurzer Abschnitt aus dem unveröffentlichten Roman „Constance“, den Jane Austen in Wirklichkeit natürlich nie geschrieben hat. Ford hat sich dem Stil von Jane Austen angepasst, so dass man gerne das ganze Buch lesen würde!

Das Buch ist übrigens Teil einer Reihe oder Trilogie, deren (vorerst?) letzter Teil 2012 erschien. Die beiden weiteren Bände sind jedoch nur auf Englisch erhältlich. Ob sie auf Deutsch erscheinen werden, halte ich eher für fraglich.

Der Roman ist trotzdem in sich abgeschlossen, sodass man diese Vampirgeschichte auch ohne Englisch-Kenntnisse genießen kann!

FAZIT

Ein witzig geschriebener, gleichzeitig spannender Roman mit einprägsamen Charakteren. Wer vor den englischen Fortsetzungen zurückschreckt, kann auch nur den in sich abgeschlossenen 1. Band lesen. Jane Austen Fans müssen ganz und gar keine lieblos dahin geschriebene Vampirgeschichte erwarten, sondern vielmehr eine kleine Satire auf den „Jane Austen Hype“ (der Hype wird im Buch beschrieben).

5/5 Punkte

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211 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 25 Rezensionen

liebe, koma, musik, tod, unfall

Wenn ich bleibe

Gayle Forman , Alexandra Ernst
Flexibler Einband: 270 Seiten
Erschienen bei cbj, 07.03.2012
ISBN 9783570401293
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mia liebt ihr Cello – aber sie liebt auch Adam. Die Zukunft scheint ungewiss, denn können sie und Adam, ein ebenfalls erfolgreicher Musiker, Meilen voneinander entfernt und doch zusammen sein? Oder wird ihre Leidenschaft für Musik, die sie beide zusammen brachte, sie auch wieder trennen? Als Mia jedoch mit ihren Eltern und dem kleinen Bruder bei einem Autounfall verunglückt, tut sich eine Frage auf, die alles entscheiden wird. Was, wenn ich bleibe?

Dieses Buch wurde bereits in zahlreichen Kritiken gelobt, weshalb ich auch relativ große Erwartungen an das Buch hatte.

Der an den Anfang gestellte Gedanke „ Alle glauben, dass es am Schnee lag. Und irgendwie stimmt das wohl auch.“ von Mia, verursachte bei mir sofort Gänsehaut. Bei diesem emotionalen Thema schwebte ich schließlich auch zwischen weinen und lachen, da Forman Vergangenheit und Gegenwart von Mia einfühlsam schildert. Die Rückblenden lösten bei mir stets ein beklemmendes Gefühl aus, da ich wusste, dass es all dies im Hier und Jetzt nicht mehr gibt. Trotzdem lacht man mit der Familie, freut sich bei Mias und Adams ersten Date – aber irgendwie wollten „große“ Gefühle nicht aus mir heraus. Auch an Stellen, die die meisten wohl zum schluchzen gebracht haben, war bei mir Ebbe.

Vielleicht liegt es daran, dass das Buch doch sehr musikalisch orientiert ist (Mia ist eine begnadete Cellistin und Adam Rockstar, auch Mias Vater war einer). Denn obwohl ich natürlich gerne Musik höre, beeinflusst sie doch nicht mein Handeln oder Denken, hilft mir nicht, wie es bei Mia der Fall ist, durch Krisenzeiten. Doch natürlich eignet sich das Buch auch für alle, die kein Instrument spielen oder ähnliches tun. Trotz das ich mich aus diesem Grund nicht so recht mit ihr identifizieren konnte, war sie doch eine sehr sympathische Protagonistin, die stets nachfühlbaren Entscheidungen getroffen hat.

Das Ende entlockte mir doch noch ein paar Tränen, wenn auch für das Thema und laut anderen Rezensionen viel zu spät. Die wahre Geschichte, der Funken Wahrheit in dem Roman (zu lesen im Nachwort) rührte mich viel mehr, als die eigentliche Geschichte. Deswegen auf keinen Fall überlesen!

FAZIT

Gayle Formans Roman berührt sehr und regt zum Nachdenken an. Wahrscheinlich können sich Leute die ein Instrument spielen und daher eine besondere Beziehung zu Musik haben, noch besser mit Mia identifizieren. Aber auch ohne dieses „Verständnis“ bleibt die Geschichte gut nachvollziehbar. Ein Buch, für das man schon eine besondere Stimmung abwarten muss, da das Thema natürlich emotional ist.

4/5 Punkten

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(4.343)

6.740 Bibliotheken, 83 Leser, 39 Gruppen, 467 Rezensionen

panem, liebe, dystopie, katniss, krieg

Die Tribute von Panem - Flammender Zorn

Suzanne Collins , Sylke Hachmeister , Peter Klöss , Hanna Hörl
Fester Einband: 431 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 20.01.2011
ISBN 9783789132209
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Charaktere
Gegenüber Band 2 haben die Charaktere hier eine wirkliche Entwicklung durchlebt, mit der ich diese Trilogie auch guten Gewissens beenden kann. Alles zwar überraschend, aber durchaus logisch. Ab und zu hat mir zwischen Katniss, Peeta und Gale die Kommunikation gefehlt bzw. hat mich enttäuscht. Aber spätestens am Ende des Buches war auch klar, warum das so erzählt wurde.
à Logische und Überraschende Entwicklungen!

Spannung

… gab es, welche Seite ich auch umblätterte. Schauplatz ist nicht mehr die Arena, sondern hauptsächlich Distrikt 13. Trotzdem habe ich mich auch dort sehr wohl gefühlt, nachdem ich mich eingelesen hatte. Dadurch kommt auch neuer Schwung in die Geschichte. Für mich der spannendste Teil der Reihe! Schließlich passiert so viel, dass ich während des Lesens überlegt habe, ob nicht doch noch jemand wichtiges stirbt.
à Spannendster aller Teile! Wird jemand sterben?

Romantik

Auf dem Gebiet sei natürlich nicht zu viel verraten. Allerdings bin ich froh, dass Suzanne Collins uns ein Liebes-Dreieck erspart, ganz nach dem Motto „Heute Gale, Morgen Peeta.“ Für wen sich Katniss auch entscheidet: Die Wahl ist ganz bestimmt nicht überstürzt und passt voll und ganz nach Panem und zu den Charakteren.
à Bleibt gewohnt leise und gerade deshalb so wunderbar wärmend!

Fazit & Ende

Das Ende hat mich in Tränen ausbrechen lassen, weil die Geschichte für mich plötzlich viel Bedeutung erhalten hat. Ich habe es bestimmt 5 Mal gelesen und davon geträumt, bevor es von meinem Nachttisch in mein Regal gewandert ist.
Für mich eine der besten Dystopien. Dieser Eindruck wurde sicherlich auch dadurch gestärkt, dass der dritte Teil für mich der Beste war.
à Mit Tränen und Zittern ging die Dystopie für mich zu Ende! Unbedingt lesen!

5/5 beeindruckte Punkte

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(3.189)

4.966 Bibliotheken, 51 Leser, 36 Gruppen, 426 Rezensionen

liebe, panem, katniss, peeta, hungerspiele

Die Tribute von Panem - Gefährliche Liebe

Suzanne Collins , Sylke Hachmeister , Peter Klöss , Hanna Hörl
Fester Einband: 430 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 01.01.2010
ISBN 9783789132193
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Diese Rezension enthält möglicherweise SPOILER!

Spannung
Suzanne Collins hat es wieder geschafft mich komplett zu überraschen, obwohl durch den Klappentext schon relativ viel von der Handlung verraten wird. Ab und zu hatte ich das Gefühl das der 1. Band etwas spannender war. Doch das Ende hat mich wieder völlig geschockt. Wahnsinn wie viel in einem Buch passieren kann!
à Entfaltung der Geschichte erst ab der Hälfte

Romantik
Für Romantiker Herzen ist das Buch auf jeden Fall etwas. Denn noch immer weiß Katniss nicht in wen und ob sie überhaupt verliebt ist. Auf richtig romantische Szenen muss man aber bei so viel Spannung verzichten. Doch so ein leises Kribbeln, finde ich persönlich ja immer besser als wenn die Liebe allzu stürmisch wird.
à Streichholz statt Lagerfeuer

Ende / Fazit & Bewertung
Wie oben schon erwähnt war das Ende für mich ein Schock. Ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen, war wie hypnotisiert, obwohl die Buchstaben bereits vor meinen Augen verschwammen. Selbst einige Tage danach musste ich immer noch an das Ende denken. Ich bin definitiv auf den Abschluss dieser Trilogie gespannt!
à Mich konnte auch dieser Teil komplett überzeugen!

5/5 Punkten

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(12.254)

14.517 Bibliotheken, 108 Leser, 30 Gruppen, 409 Rezensionen

dystopie, liebe, panem, hungerspiele, jugendbuch

Die Tribute von Panem - Tödliche Spiele

Suzanne Collins , Sylke Hachmeister , Peter Klöss , Werbeagentur Hauptmann & Kompanie
Buch: 416 Seiten
Erschienen bei Oetinger Taschenbuch, 01.10.2012
ISBN 9783841501349
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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(77)

138 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 28 Rezensionen

liebe, flaschenpost, brieffreundschaft, hamburg, münchen

Herz an Herz

Sofie Cramer , Sven Ulrich ,
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.02.2012
ISBN 9783499256653
Genre: Liebesromane

Rezension:

Saras Jahr war nicht gerade von Erfolg gekrönt. Als sie auf einer Hochzeit eine Flaschenpost ins Meer schmeißen soll, stehen darauf keine Glückwünsche für das Brautpaar.
Einige Wochen später bekommt sie einen handgeschriebenen Brief – voller Witz und doch zurückhaltend. Sara lässt sich mit Berti aus Bayern auf zahlreiche E-Mails, Briefe und SMS ein. Doch zu einem Treffen kommt es nicht. Denn beide haben ihre Geheimnisse. – Werden diese sie an einem Glück zu zweit hindern?

Sicherlich ist die Idee für diese leichte Liebesgeschichte nicht neu. Trotzdem hat das Autorenduo daraus einen spannenden Roman gemacht, was bei Frauenbüchern ja sonst oft zu kurz kommt. Die Geheimnisse sind zumindest auf Bertis Seite nicht so leicht zu durchschauen, bei Sara wird es dagegen transparenter. Leider sind dadurch aber auch nicht alle Handlungen komplett verständlich, sondern geben ihre Logik erst später preis.

Durch die Geheimnisse sind Sara und Berti auch immer sehr interessante Charaktere. Das ist natürlich auch durch die Art des Romans gegeben. In Briefen, gerade an Personen die man erst seit kurzem kennt, gibt man nicht so viel von sich preis. Manchmal hätte ich mir aber mehr Informationen gewünscht, um mich mehr mit Sara oder Berti anfreunden zu können. Daher auch meine anfängliche Verwirrung über bestimmte Handlungen.

Die Briefe sind gekennzeichnet von den Gefühlen der beiden füreinander oder über ihr teilweise verhasstes Leben. Da müssen sich die Beiden schon fragen ob ihre Liebe (?) eine Chance haben kann oder sie nur dem Alltag entkommen wollen. Der Briefkontakt ist so ehrlich, auch mal lustig, ernst und gibt alle Schwierigkeiten einer solchen Beziehung perfekt wider. Kann ein Treffen jegliche Vorstellungen von dem Andern zerstören? Oder erreicht die Beziehung so ein neues Level?

Das Ende ist nicht so überraschend (sobald die Geheimnisse geklärt sind), aber dennoch angemessen für das Buch.

FAZIT

Leichte Liebeskost für Zwischendurch, da die Briefe und E-Mails meist knapp verfasst sind. Ein schöner Frauenroman mit viel Gefühl und vielen Geheimnissen. Die Charaktere waren mir teilweise zu unnahbar, obwohl sie eigentlich aus dem Leben gegriffen sind. Ich schiebe das Mal auf die Form des Romans (Briefroman!).

3/5 Punkten

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(410)

753 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 27 Rezensionen

liebe, irland, cecelia ahern, blutspende, schicksal

Ich hab dich im Gefühl

Cecelia Ahern , Christine Strüh
Fester Einband: 592 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 15.05.2012
ISBN 9783596512102
Genre: Liebesromane

Rezension:

Joyce hat sich nach ihrer Fehlgeburt gerade von ihrem Mann getrennt und ist wieder bei ihrem Vater eingezogen. Doch seit ihrem Aufenthalt im Krankenhaus fühlt sie sich seltsam. Es ist nicht, weil sie plötzlich alle bemitleiden, sondern weil sie Sprachen spricht, die sie nie gelernt hat und von Parks träumt, in denen sie nie gewesen ist. Außerdem ist da dieser attraktive junge Mann, der ihr zufällig begegnet. Warum ist er ihr so vertraut?

„Ich hab dich im Gefühl“ ist bereits mein 7. Buch von Cecelia Ahern. Dieses Buch besitzt mehr Situationskomik als ihre anderen mir bekannten Werke. Man muss schon sehr mit Joyce und ihrem oft unfreiwillig komischen Vater mitlachen, da er natürlich ein älterer Herr ist, der sich mit neumodischen Dingen nicht so recht auskennt. Allerdings konnte Cecelia Ahern hier eine gute Mischung zwischen Komik und dem Ernst der Geschichte finden.

Die „Magie“ hat mir vom Thema her gut gefallen, aber leider hat es der Geschichte an Glaubwürdigkeit gemangelt. Das bedeutet, dass Joyce nicht einmal ernstliche Nachforschungen angestellt hat, ob Erinnerungen durch Blut übertragen werden können. Wäre ich Joyce, würde ich Ärzte befragen oder stundenlang im Internet suchen. So kommt es dazu, dass ich für meinen Geschmack etwas zu sehr an etwas glauben musste, was überhaupt nicht grundiert war.

Mir wollte ein schnelles Lesen einfach nicht gelingen. Dazu ist die Handlung an manchen Stellen zu vorhersehbar. Zufälle halten Joyce und Ben auf Abstand zueinander, obwohl sie eigentlich die ganze Zeit versuchen zu einem Treffen zu kommen. Die ersten zwei, drei Male wirkte das noch interessant, doch irgendwann wurde es mir einfach zu durchschaubar. Da war nichts mehr mit Spannung und mit Romantik auch nicht, weil sich Joyce und Ben nie getroffen haben. Und eine Liebe kann eben nicht von Fünfminütigen Erinnerungen und vielen wagen „Vielleicht“ leben.

Joyce als Charakter ist erst einmal sehr verständlich und man entwickelt sofort Mitgefühl für sie. Außerdem wirkt sie als eine starke Protagonistin, die sich aber oft auch einfach vor ihrem Leben verstecken will. (Haben das nicht alle weiblichen Protagonisten von Cecelia Ahern gemeinsam?) Leider konnte ich gerade am Ende eine für das Buch sehr wichtige Entscheidung überhaupt nicht nachvollziehen. Mich hat diese Handlung schon sehr wütend gemacht. Das gleiche gilt dementsprechend auch für das männliche Gegenstück, also Ben. Joyce Vater ist hingegen ein sehr origineller Charakter über den ich gerne noch mehr gelesen hätte.

Das Ende war wieder sehr schön beschrieben, allerdings hat es mir hier an den „Weisen Worten“ von Cecelia Ahern gemangelt. Normalerweise ist es bei ihren Büchern so, als würde ich eine magische Erkenntnis aus ihnen ziehen, die durch den letzten Absatz im Buch so auf den Punkt gebracht ist, dass mir Tränen in die Augen schießen oder ich lange nur dasitze und nachdenken muss. Bei diesem Buch war das leider gar nicht so.

FAZIT

Die Grundidee ist eigentlich toll. Darum ist es auch sehr schade, was ich dazu sagen muss. Trotz der tollen Situationskomik die Cecelia Ahern wirklich gut steht, war Joyce jemand, der mich wütend gemacht hat und dessen Entscheidungen ich nicht begreifen konnte. Auch hatte das Buch (anders als Romane wie „Zwischen Himmel und Liebe“) keine eigentliche Botschaft und alles wirkte etwas zu sehr an den Haaren herbei gezogen.

3/5 Punkte

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(18)

45 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 9 Rezensionen

autismus, danielle, mutterliebe, thriller, mord

Mutterliebst

Antoinette van Heugten , Alexa Christ
Flexibler Einband: 348 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 01.10.2011
ISBN 9783899419399
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Danielle Parkmans Sohn Max ist stark autistisch und depressiv – da findet Danielle sein Tagebuch. Die darin enthüllten Selbstmordgedanken veranlassen seinen Psychiater zu einer sofortigen Überweisung zu der renommierten psychiatrischen Klinik Maitland. Doch bereits kurze Zeit nachdem Max dort eingeliefert wird, scheint sich sein Verhalten negativ zu verändern. Als schließlich Jonas, ebenfalls stark autistisch, bestialisch ermordet aufgefunden wird, liegt Max (mit der Tatwaffe in der Hand) blutüberströmt neben ihm. Einzig Danielle glaubt an seine Unschuld. Doch auch ihr Verhalten, gilt als ungewöhnlich…

Dieser Thriller konnte mich wirklich begeistern und hat mich zeitweise, durch das Thema bedingt, sehr aufgeregt. Doch von vorne:
Die ersten 70 Seiten erinnerten mich eher an einen Roman als an einen Thriller, da einfach keine Spannung vorhanden war. Trotzdem interessierte mich das Leben von Danielle mit Max und natürlich auch seine Krankheit, die recht genau dargestellt wird. Manchmal waren mir die medizinischen Fachbegriffe sogar etwas zu detailliert. Dabei wird auch öfter der Konflikt einer berufstätigen Mutter, Danielle ist Anwältin, mit einem psychisch kranken Kind aufgezeigt.

Nach dieser kleinen Schwierigkeit mit dem Buch, begann die Autorin mich aber zu überzeugen. Sogar ich, die gar kein Kind hat, wurde wütend und konnte Danielle absolut verstehen. Ab hier entwickelt sich das Buch in Richtung Psycho-Thriller. Denn Danielle kann sich nicht gegen die Klinik und deren Anschuldigungen gegenüber Max und ihr wehren - ist sie vielleicht selbst psychisch krank?

Als dann der Mord geschieht, scheint die Situation ausweglos. Die Beweislast gegen Max ist erdrückend. Und wem sollte man eher glauben – Der mehrfach ausgezeichneten Spezialklinik oder einer verwirrten Anwältin, deren Sohn psychisch krank ist?

Der Täter ist bereits lange vor dem Ende des Buches bekannt. Dafür einen kleinen Minuspunkt, obwohl es danach trotzdem spannend bleibt. Die Auflösung fand ich sehr erschreckend, allerdings auch etwas zufällig. Um nicht zu viel zu verraten lässt sich hier nur schreiben, dass Danielle sich stets auf ihr Gefühl verlässt und dabei einige riskante Aktionen wagt. Bei diesen dann tatsächlich über etwas zu stolpern, erscheint mir fast ein bisschen unglaubwürdig.

Dass die Autorin selbst einmal Anwältin war und daher Erfahrung mit Gerichtsprozessen hat, ist dem Buch positiv anzumerken.

FAZIT

Der Autorin ist ein gut durchdachter und aufwühlender Psychothriller mit viel Spannung gelungen, der zudem noch gewagte und schwierige Themen aufgreift. Trotz einiger kleiner Schwächen, wie Danielles Verhalten und dem schleppendem Anfang, kann ich den Thriller weiterempfehlen.

4/5 Punkte

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41 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 7 Rezensionen

mutter, liebe, ausland, tochter, urwald

Immer ist gerade jetzt

Amelie Fried
Flexibler Einband: 399 Seiten
Erschienen bei Heyne, 06.04.2010
ISBN 9783453407190
Genre: Romane

Rezension:

Amelie Fried hat keinen Mutter-Tochter-Roman geschaffen, sondern in den Mittelpunkt die Neuorientierung nach einem Verlust gerückt.

Freda hat ihre Tochter nach dem ungeklärten Verschwinden ihres Mannes eingeengt, verfällt in Panik, sobald sich Josy nicht meldet. Aber auch bei Josy hat der Verlust des Vaters Spuren hinterlassen. Sie ist Leistungsdruck nicht mehr gewachsen, zweifelt an sich selber und hat deshalb die Schule abgebrochen. Was soll sie in der Zukunft machen?
Damit Mutter und Tochter den Weg in ein neues Leben nach Alex, dem Ehemann und Vater, finden, müssen sie sich trennen. Da bekommt Josy das Angebot für ein Kinderhilfsprojekt für ein Jahr nach Mexiko zu gehen…

An den Anfang hat Amelie Fried zunächst das gemeinsame Leben von Mutter und Tochter gestellt, die abwechselnd davon berichten. Leider wurde es hier ein paar Mal langatmiger, dennoch hat man sehr viele interessante Dinge über die beiden Frauen erfahren. Das ist auch notwendig, um das weitere Geschehen zu verstehen.

Die Schilderung des „getrennten“ Lebens mit Josy in Mexiko und Freda in Deutschland mit ihrer Buchhandlung in der einem buchstäblich die Decke auf den Kopf fällt, hat mir besser gefallen. An dieser Stelle ist auch der schöne Schreibstil von Amelie Fried zu erwähnen.

Für alle die sich nicht so genau mit den politischen und sozialen Zuständen in Mexiko befassen, hält das Buch auch hinsichtlich dessen viele Informationen bereit. Diese Äußerungen haben auch mich teils beeindruckt und haben das Buch bereichert. Zu sehen wie Josy dort praktisch auf sich alleine gestellt ist, hat die Spannung im Buch gehoben. Dazu beigetragen haben auch einprägsame Charaktere (ebenso in Fredas Leben). Richtig spannend wird es allerdings erst, als Josy in Gefahr gerät – weit weg von ihrer Mutter…

Das Ende wiederum hat mir leider gar nicht gefallen, da es einfach unglaubwürdig war. Sicherlich wurde so die neu gewonnene Freiheit von Josy und Freda demonstriert, aber wer entwickelt sich schon in zwei, drei Monaten von der Übermutter zu einer Frau, die ihr Kind alleine und (höchst wahrscheinlich) traumatisiert in Mexiko lässt? Außerdem war die Geschichte dann auch aus Josys Sicht unglaubwürdig – ein Mädchen das nie zuvor mit Kriminalität konfrontiert war, kommt in zwei Tagen über eine Straftat hinweg.

Der Roman hat zweifelsohne aber seine Botschaft sehr gut rüberbringen können: „Jeder Moment kann dein Leben verändern“ (Klappentext)

FAZIT

Eine gute lebensbejahende Geschichte mit starken Protagonistinnen und gut in die Geschichte integrierten (kleinen) Informationen über die politische und soziale Situation in Mexiko. Ab und zu schwächelt die Geschichte aber und das Ende ist schlicht unglaubwürdig. Ich möchte feste 3,5 Punkte geben, denn obwohl die Botschaft des Buches gut war, gab es für 4 Punkte zu starke negative Punkte.

3,5 / 5 Punkte

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(47)

92 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

tod, mutter, familie, liebe, selbstmord

Ein Tag mit dir

Mitch Albom ,
Flexibler Einband: 234 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 10.11.2008
ISBN 9783442468430
Genre: Romane

Rezension:

Charles „Chick“ Benetto hat sein Leben in den letzten Jahren in Richtung eines Abgrundes gefahren. Seine Frau Catherine hat ihn verlassen, er hasst seinen Job und trinkt deswegen mehr als gut für ihn ist. Als er von der Hochzeit seiner Tochter Maria erfährt, die ihn nicht bei dem Ereignis haben wollte, packt ihn der blanke Zorn auf sein Leben: Er beschließt Selbstmord zu begehen. Doch als er sich von dem Wasserturm seiner Heimatstadt stürzt, erwartet ihn nicht der Tod. Er begegnet seiner längst verstorbenen Mutter Posey. Zu viel hat er versäumt und bereut – nun bekommt er die letzte Chance, einen letzten Tag mit seiner Mutter.

Diese kleine aber feine Geschichte, legt Augenmerk auf die Menschen die uns wichtig sind. Wer hat nicht schon einmal den Wunsch gehabt Unausgesprochenes zu sagen oder etwas ungeschehen zu machen?

Charles hat jede Menge solcher verpassten Momente erlebt. Man erfährt viel über sein bisheriges Leben, dabei auch Kindheit und Jugend. Mitch Alboms leichter Schreibstil macht es einfach der Geschichte voller kleiner Weisheiten zu folgen. Das dieses Buch innerhalb von wenigen Stunden gelesen ist, liegt aber auch an der kleinen Seitenzahl und den kurzen Kapiteln.

Charles Erlebnisse mit seiner Mutter werden immer wieder mit Rückblicken unterbrochen: „Als ich meine Mutter im Stich ließ“ und „Als sich meine Mutter für mich einsetzte“. Diese beiden Listen erstellte Chick nach dem Tod seiner Mutter, als er sie erneut im Stich ließ… Und auch sonst ist die Liste für ihn ziemlich niederschlagend. Doch nun hat Charles die Gelegenheit, alles zu erklären… Diese Listen haben mir geholfen um den Sinn hinter dem Wiedersehen mit seiner Mutter zu finden. Eine tolle Idee, über deren Einfluss auf die Geschichte ich froh bin.

Charles wird trotz seiner begangenen Fehler ebenso wie seine Mutter Pauline „Posey“ schnell sympathisch. Wer ein Buch über eine Mutter-Sohn-Beziehung (bzw. Mutter-Kind-Beziehung) sucht, ist genau richtig.

Allerdings scheinen alle Fehler in Chicks Leben sich um seine Mutter zu drehen oder wurden irgendwie durch ein Erlebnis mit seiner Mutter ausgelöst. Es scheint wie eine Kettenreaktion… Leider wirkt er dadurch manchmal wie ein Muttersöhnchen, obwohl er auch ganz gut ohne Miss Posey kann!

FAZIT

Eine Hoffnung spendende Geschichte, getragen von einem schönen Schreibstil. Es mangelt nicht an Tiefe und Ideenreichtum, allerdings ist mir die Darstellung von Chick zu einseitig, da er manchmal wie ein Muttersöhnchen wirkt. Für das Buch wirklich schade…

4/5 Punkten

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(898)

1.492 Bibliotheken, 26 Leser, 2 Gruppen, 88 Rezensionen

liebe, freundschaft, tod, internat, jugendbuch

Eine wie Alaska

John Green , Sophie Zeitz
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.06.2009
ISBN 9783423624039
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Das erste was mir bei meinem ersten John Green Roman aufgefallen ist, ist der wunderschöne Schreibstil. Er nimmt den Leser mit seinen Worten gefangen und lässt ihn erst ruhen, wenn die letzte Seite gelesen ist.

Das dieses Buch einen tiefen Eindruck bei mir hinterlassen hat, hat auch mit den Charakteren zu tun. Jeder von ihnen besitzt Wiedererkunngswert durch viele kleine Details die Green bei ihrer Erschaffung beachtet hat. Miles ist jemand mit dem ich mich sehr identifizieren konnte. Seine Leidenschaft für letzte Worte färbte sogar auf mich über. Aber auch die Nebencharaktere wie der „Colonel“, mit ihm teilt sich Miles ein Zimmer, und Alaska, das geheimnisvolle Mädchen, dass er nur zu gerne küssen würde, werden während des Lesens greifbar. Die Faszination des Buches und für Miles ist sowieso Alaska. Ich finde sie fantastisch, denn selbst wenn die letzte Seite gelesen ist, weiß man nicht was für ein Mensch sie ist. Sie hat ihre Geheimnisse und niemand wird sie jemals kennen lernen und wirklich verstehen können.

„Eine wie Alaska“ ist in zwei große Abschnitte aufgeteilt: „Vorher“ und „Danach“. Die Spannung baut sich durch den Countdown bis zu der Katastrophe auf. Je mehr Tage verstreichen, desto größer wurde auch das Verlangen zu erfahren, was passieren wird. „Vorher“ erzählt die Geschichte von Miles, die „Einhundertsechsunddreißig Tage“ vor dem Tag X beginnt. Bis er auf das Internat kommt hat man ihn längst in sein Herz geschlossen. Mit einer Portion Humor wird er erwachsen und lernt selbstständig zu sein. Endlich erfährt er wie schön und schmerzhaft es sein kann sich zu verlieben, wahre Freunde zu haben. „Danach“ scheint in einem vollkommen anderen Leben zu spielen, da durch diesen Tag X alles verändert wurde, woran Miles gehangen und geglaubt hat. Mit oft philosophischen Gedanken versuchen sie irgendwie mit ihrer Trauer weiterzuleben.

„Man verliebt sich auf Anhieb in diese Geschichte…Hochphilosophisch, knisternd romantisch, unglaublich witzig und – so tieftraurig. Ein Traum.“
Rhein-Zeitung

Leider fand ich den 2. Teil etwas schwächer als „Vorher“. Allerdings passt es auch in das Bild das „Danach“ vermitteln soll. Wenn ein Mensch fehlt den man gerne hatte, dann ist nichts mehr wie es war. Das Charisma dieser Person fehlt und das wurde in dem Leben von Miles und seinen Freunden ganz deutlich. Das elektrisierende Gefühl was sie davor hatten ist plötzlich verschwunden.

FAZIT

Ein wunderschönes Jugendbuch mit vielen tief gehenden Themen die alle genügend beleuchtet werden. Dabei fühlt man mit diesen außergewöhnlichen Charakteren mit die man am liebsten nicht mehr loslassen möchte. In den nächsten Jahren werden sicherlich weitere John Green Romane folgen, da der Schreibstil meines Erachtens nach Weltklasse ist.

5/5 Punkten

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