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30 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 25 Rezensionen

abc, abenteuer, buchstaben, alphabet, kinderbuch

Die fabelhafte Reise zu den ABC-Inseln

Andrea Schütze , Judith Ganter , Judith Ganter
Fester Einband: 72 Seiten
Erschienen bei Langenscheidt, 06.08.2012
ISBN 9783468210020
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Inhalt:

Gemeinsam mit ihrem Opa Heinrich starten Lea, Tim und Emily vom Dachboden aus auf eine gefährliche und spannende Seereise zu den ABC-Inseln. Schon an der ersten Insel angekommen, entdecken die drei, welches Geheimnis alle Inseln umgibt und sie können es gar nicht erwarten, die nächsten Inseln und ihre oft sehr "speziellen" Bewohner näher kennenzulernen. Eine aufregende Reise beginnt...

Unser Eindruck:

Es beginnt wie jede andere Phantasiereise auch. Die Kinder stechen mit ihrem Opa auf einem selbst gebauten und improvisierten Schiff in See, das sie auf dem Dachboden errichtet haben. Doch dann holt der Opa sein "Alphabetarium" hervor und schlägt eine Reise zu den ABC Inseln vor. Von da an gewinnt die Geschichte mehr und mehr an Fahrt und für denjenigen der sie vorliest eine wahre Herausforderung an die eigenen Lesekünste.

Sobald die Mannschaft nämlich auf einer Insel eintrifft, muss sich der Vorleser mit Tautogrammen auseinander setzen, was nicht immer ganz einfach ist. Bei einem Tautogramm beginnen alle Wörter mit dem gleichen Anfangsbuchstaben, also auf der A-Insel mit A, auf der B-Insel mit B usw. An dieser Stelle meinen allergrößten Respekt für die Autorin, denn sie hat es tatsächlich geschafft, die jeweiligen Insel-Geschichten auf diese Weise zu erzählen. Nur in ganz wenigen Ausnahmen hat sich mal ein anderer Anfangsbuchstabe eingeschlichen.

Dieses Buch würde ich mehr als Vorlesebuch empfehlen, als zum Selbstlesen, weil die Tautogramme schon schwierig zu lesen sind und auch der Inhalt beim Selbstlesen nur schwer aufgenommen werden kann. Zumindest, wenn die Kinder gerade erst anfangen zu lesen. Finja und Torben hatten auf alle Fälle mehr Spaß daran, sich die Geschichte vorlesen zu lassen. Sie waren total begeistert von dem Buch und trotz des vielen Textes haben wir das Buch an einem gemütlichen Sonntag-Vormittag in einem Rutsch gelesen. Nicht mal eine kleine Pause war erlaubt, weil sie immer gespannt auf die nächste Insel waren.

Einen großen Beitrag dazu leisten auch die wunderschönen Illustrationen von Judith Ganter, die jeder Geschichte noch anschaulicher und interessanter machen.

Rundum, ein tolles Vorlesebuch, das wir gerne weiterempfehlen, nicht nur für Kinder im Vorschulalter, sondern die ganze Grundschule hindurch!

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13 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

wales, englisch, papagei, patsy, nachbar

The Parrot Knew Everything - Der Papagei wusste alles

Dagmar Puchalla , Anette Kannenberg
Flexibler Einband: 132 Seiten
Erschienen bei Langenscheidt, 07.03.2012
ISBN 9783468208294
Genre: Kinderbuch

Rezension:  
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(237)

432 Bibliotheken, 5 Leser, 5 Gruppen, 116 Rezensionen

thriller, mord, geld, unfall, tod

Weil ich euch liebte

Linwood Barclay , Silvia Visintini
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 26.01.2012
ISBN 9783426510520
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt:

Immer wenn man denkt, schlimmer kann es nicht mehr kommen, schlägt das Schicksal meist erst Recht zu. Glens Baufirma steht ist durch die amerikanische Finanzkrise schwer angeschlagen, Aufträge bleiben immer häufiger aus und gemeinsam mit seiner Frau Sheila sucht er nach einer Lösung.

Doch dann hat Sheila plötzlich einen Autounfall, bei dem nicht nur sie, sondern auch zwei weitere Menschen getötet werden. Die Polizei ist sich sehr schnell sicher, dass Sheila selbst den Unfall verursacht hat, weil sie volltrunken gefahren ist. 2,0 Promille werden in ihrem Blut festgestellt.

Glen jedoch hat Zweifel, denn abgesehen von einem gelegentlichen Glas Wein mit ihren Freundinnen, hat Sheila kaum Alkohol getrunken und schon gar nicht hätte sie sich in diesem Zustand hinters Steuer gesetzt. Allerdings findet Glen auch keine andere Erklärung für das, wie es dazu kommen konnte,dass sie betrunken einen Unfall verursachte.

Als dann aber auch noch die beste Freundin seiner Frau unter ähnlich mysteriösen Umständen stirbt, fängt er an, genauer nachzufragen und gerät immer mehr in eine Strudel aus Intrigen, Macht und Geld, in den auch seine kleine Tochter Kelly hineingezogen wird. Schnell erfährt er, dass auch seine Freunde und Kollegen in der Sache drin stecken und er weiß nicht mehr, wem er überhaupt noch trauen kann. Noch wichtiger für ihn ist jedoch eine Antwort auf die Frage, was wirklich mit Sheila passiert ist. War sie wirklich so verantwortungslos, wie ihm die Polizei glauben machen will oder steckt doch mehr dahinter?

Mein Eindruck:

Das Buch hat mich schon auf den ersten Seiten in seinen Bann gezogen. "Weil ich euch liebte" ist ein Thriller, den man nicht mehr aus der Hand legen mag.

Glen ist ein sympatischer Protagnoist, der sich selbst immer treu bleibt und seine Wert- und Moralvorstellungen hat, die er auch gegenüber Freunden vertritt. Teilweise fand ich es wirklich bewundernswert, wie sehr er seine Ansichten vertreten konnte auch wenn er damit völlig allein stand. Er ist sehr liebevoll im Umgang mit seiner Tochter und sein fürsorglicher Vater.

Glen tritt in diesem Roman als Ich-Erzähler auf und erzählt seine Erlebnisse parallel zu einem neutralen Erzähler, der die Handlungen der übrigen Protagonisten verfolgt. Der Wechsel der Erzählperspektiven bringt zusätzliche Spannung in die Handlung, da Perspektivwechsel und damit verbunden auch Personen- und Schauplatzwechsel ein und dieselbe Situation plötzlich aus völlig anderen Blickwinkeln erscheinen lassen.

Die Story als solches ist zwar etwas abstrus und übertrieben, es hat mich beim Lesen aber nicht gestört, was wohl vor allem daran lag, dass die Personen dafür um so greifbarer und authentischer waren. Ihre typischen Charaktereigenschaften und Eigenheiten wurden deutlich herausgearbeitet und haben so die Handlung mit getragen.

Obwohl es den Anschein macht, dass man das Ende bereits zu Beginn des Buches kennt, nimmt das Buch kontinuierlich an Spannung zu und gewinnt zum Ende hin immer mehr an Fahrt. Irgendwann kam ich an den Punkt, wo ich unbedingt wissen musste, wie es ausgeht und in einem Durchlauf das Buch beendet habe.

Das Ende hat mich dann doch noch überraschen können, bis zuletzt hatte ich nicht einmal eine Ahnung, in welche Richtung das gehen wird.

Ich empfehle das Buch daher sehr gerne mit 5/5 Sternen weiter!

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Tags: alkohol, handtaschen, intrigen, mord, new york, tabletten, urheberrechte   (7)
 

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215 Bibliotheken, 3 Leser, 4 Gruppen, 72 Rezensionen

krimi, oxford, homosexualität, mord, liebe

Alle Rache will Ewigkeit

Val McDermid , Doris Styron
Flexibler Einband: 567 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 20.12.2011
ISBN 9783426509937
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Zum Inhalt des Buches:

Der Zeitpunkt hätte nicht besser sein können: Die Psychologin Charlie Flint wurde gerade vom Dienst als Profilerin suspendiert, als sie plötzlich Post mit Zeitungsausschnitten von einem Mord an ihrem alten College enthält. Ein Bräutigam wurde am Tag seiner Hochzeit ermordet aufgefunden. Ihre ehemalige Mentorin hat eine sehr genaue Vorstellung davon, wer der Täter ist und bittet Charlie Nachforschungen anzustellen, damit sie ihre These beweisen kann. Bis zur Anhörung wegen ihrer Suspendierung ist noch etwas Zeit, die sie für Nachforschungen nutzen kann. Die Ablenkung scheint ihr gerade recht zu sein. Allerdings ist ihr zu diesem Zeitpunkt nicht klar, auf was sie sich da eingelassen hat.

Mein Eindruck:

Val McDermid ist eine Meisterin des Psychothrillers und so war auch dieses Buch wieder eine Achterbahnfahrt von Wendungen und spannenden Höhepunkten.

Dr. Charlie Flint, eine Psychologin am Tiefpunkt ihrer Karriere, die ihre Energie aber nicht dafür einsetzt, ihren Ruf zu rehabilitieren, sondern stattdessen lieber auf eigene Faust Nachforschungen für ihre College-Professorin anstellt, ist eine sympathische und energiegeladene Protagonisten, die nicht nur einen ungeheuren Charme hat, sondern auch Intelligenz und Gefühl.

Neben Charlie Flint bekommt auch Jay Stewart einen eigenen Part in der Handlung. Sie ist die Person, die von Dr. Corinna Newsam - Charlies Mentorin - verdächtigt verschiedene Morde begangen zu haben.

Die Handlungsstränge der Personen laufen parallel, wobei auch immer wieder Rückblenden und Zeitsprünge enthalten sind.

Zu Beginn des Buches hatte ich zugegebenermaßen etwas Schwierigkeiten, da den Überblick zu behalten und alle Personen und Handlungen richtig zuzuordnen, aber schon ab Seite 50 etwa war das kein Problem mehr. Ab dem Zeitpunkt fand ich die zahlreichen Sprünge von Personen, Zeit und Schauplätzen auch sehr spannend und für die Geschichte empfand ich es als Bereicherung, die Handlung so zu beschreiben.

Der Tatsache, dass sie - wie auch weitere Figuren in der Geschichte - lesbisch ist, nimmt in dem Roman einen großen Raum ein und wird sehr oft thematisiert. Dabei geht Val McDermid sehr authentisch mit dem Thema um, fast hatte ich den Eindruck, der Roman hätte nicht nur den Zweck zu unterhalten, sondern wäre zugleich eine Aufforderung zu mehr Toleranz und Miteinander. Genau diese Aussage wurde immer wieder in die Handlung eingewoben.

Hauptschauplatz des Romanes ist Oxford, wo Charlie Flint an einem College studiert hat. Alle Handlungsstränge laufen immer wieder in St. Scholastika zusammen. Ich war bereits mehrmals in Oxford und konnte mich daher sehr gut in dem Roman wieder finden. Allerdings, und das war auch schon mein Eindruck aus der Leseprobe, sind die Schauplatzschilderungen ausführlicher als vielleicht nötig. Für jemanden, der mit dem Ort an sich nichts verbindet könnten sie ggf.zu lang und zu ausschmückend sein. Für mich waren sie jedoch eine Rückkehr an einen ganz besonderen Ort, Oxford ist einfach eine Stadt mit einem ganz eigenen und besonderen Charme, den ich unheimlich gerne mag!

Der Schreibstil von ValMcDermid ist sehr flüssig, der Roman ist von einer durchgehenden Spannung, die in immer neuen Höhepunkten verläuft. Zu keinem Zeitpunkt kam mir das Buch langatmig oder langgezogen vor, so dass es eine besondere Freude war, das Buch zu lesen.

Am Ende jedoch fand ich einige Punkte unschlüssig und auch wurden nicht alle offenen Fragen des Buches hinreichend aufgeklärt, so dass ich das erste mal nur 4/5 Punkten für einen Val McDermid-Roman vergebe.

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Tags: college, eifersucht, homosexualität, oxford, psychologie, rache, studium   (7)
 

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

brüder grimm, märchen, das tapfere schneiderlein, dornröschen, rotkäppchen

Von Aschenputtel bis Rotkäppchen

Christian Feldmann
Flexibler Einband: 239 Seiten
Erschienen bei Gütersloher Verlagshaus, 19.03.2009
ISBN 9783579065274
Genre: Sachbücher

Rezension:

Zum Inhalt:

Welche Bedeutung steckt hinter den einzelnen Märchen, wofür stehen die einzelnen Akteure dieser Märchen wirklich und was symbolisieren sie aus psychologischer Sicht? Christian Feldmann hat die zehn bekanntesten Märchen genauer untersucht und interessante Entdeckungen gemacht.

Folgende Märchen werden thematisiert:

Schneewittchen: Wie bekommt man einen Prinzen?
Frau Holle: Der achtsame Umgang mit Dingen
Der Froschkönig: Warum Partner Klartext reden sollten
Dornröschen: Warum Liebe und Schmerzen zusammen gehören
Hänsel und Gretel: Der gefahrvolle Weg, erwachsen zu werden
Aschenputtel: Der Glaube an die eigene Würde
Rumpelstilzchen: Der Kampf gegen das "Zergen-Ich"
Rotkäppchen: Welchen Preis hat die Freiheit?
Das tapfere Schneiderlein: Warum Tricks erlaubt sind
Rapunzel: Das Ende einer Abhängigkeit

Mein Eindruck:

Je intensiver man sich mit einem Märchen befasst, desto facettenreicher wird es auch. Das Märchen-Entwirrbuch geht auf jedes Märchen sehr ausführlich ein, beginnend mit einer kleinen Einleitung über Herkunft des Märchens, seine verschiedenen Urfassungen und Einflüsse, die deutlich machen: So "typisch deutsch" wie oft angenommen wird, sind viele Märchen gar nicht. Viele haben französische, persische oder gar chinesische Vorbilder.

Bei genauerer Betrachtung wird jedoch ein gemeinsamer Kontext deutlich: Fast alle Märchen handeln vom Erwachsenwerden, von der persönlichen Reifung der Figuren. Jede Figur geht gestärkt, aus ihrem Abenteuer hinaus, hat entweder negative Charaktereigenschaften ablegen können oder ist erwachsen geworden.

Wer geht schon davon aus, dass Aschenputtel an ihrem Schicksal selbst Schuld ist? Geht man der Sache jedoch genauer auf den Grund, so spricht jedoch einiges dafür. Auch in den anderen Märchen finden sich überraschende Wahrheiten: Beispielsweise wird die Hexe in Rapunzel nicht als böse Hexe, sondern als eine Art Patin dargestellt.

Das Buch geht über die bisherigen allgemein bekannten Annahmen zu Märchen hinaus (Rotkäppchens Wolf = Mann), und liefert gut recherchierte und fundierte neue Erkenntnisse.

Bevor in die Analyse des Märchens eingestiegen wird, ist der komplette Märchentext abgedruckt (Fassung von 1857), so dass man seine Kenntnisse über die einzelnen Märchen noch einmal auffrischen kann, bevor man sich eingehender damit beschäftigt. Das ist sicher auch sinnvoll schon in Hinblick darauf, dass es gerade die Details sind, die oft von großer Bedeutung sind.

Das Buch ist verständlich geschrieben und die Argumentationen sehr gut nachzuvollziehen. Es ist also kein Buch, dass sich (ausschließlich) an Experten richtet, sondern eignet sich für jeden, der sich näher mit dem Thema Märchen befassen möchte.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, ich habe sehr viele neue Einsichern gewonnen, die mir das ein oder andere Märchen unter einem ganz anderen Licht erscheinen lassen.

Daher gibt es von mir für das Märchen-Entwirrbuch eine 5/5 Sterne Leseempfehlung!

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Tags: aschenputtel, brüder grimm, das tapfere schneiderlein, dornröschen, frau holle, froschkönig, hänsel und gretel, märchen, rapunzel, rotkäppchen, schneewittchen   (11)
 

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272 Bibliotheken, 4 Leser, 4 Gruppen, 36 Rezensionen

märchen, fantasy, hamburg, grimm, mythen

Grimm

Christoph Marzi
Fester Einband: 559 Seiten
Erschienen bei Heyne HC, 15.11.2010
ISBN 9783453266612
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt des Buches:

Vesper Gold ist eine ganz normale Schülerin, die nach der Trennung ihrer Eltern und dem Umzug von Berlin nach Hamburg versucht, ihren Platz im Leben zu finden.

An einem regnerischen Herbsttag überschlagen sich dann die Ereignisse, ihr Vater wird tot in seiner Berliner Wohnung aufgefunden, Wölfe streifen durch die Stadt. Als sie einen Tag später ihre Mutter, eine umjubelte Konzertpianisten, tot in ihrem Haus findet und der böse Wolf in Gestalt ihrer Mutter sie bedroht, erkennt sie, dass sie in Gefahr ist. Zudem hat sie das Gefühl, von einem dunklen Mann verfolgt zu werden.

Aber warum fallen alle Kinder plötzlichen zur gleichen Zeit in einen mysteriösen Schlaf? Was hat es mit den gruseligen Träumen deren Eltern auf sich und warum hatte das Gemälde "Das Eismeer" für Vespers Vater so eine wichtige Bedeutung?

Vesper ist durcheinander, aber sie spürt, dass sie eine wichtige Rolle in dieser Angelegenheit spielen wird. Spätestens, als sie einen Brief vom Anwalt ihres verstorbenen Vater bekommt, mit einem Schlüssel, einem Ring und der Aufforderung einen alten Kollegen ihres Vaters aufzusuchen, ist ihr klar, dass sie der Spur "aus Rosenstaub" folgen muss.

Mein Eindruck:

Die Entscheidung diesen Roman zu lesen, traf ich schon bevor er überhaupt erschienen ist, denn die Geschichte hat mich sofort fasziniert. Märchen in einem Roman ein völlig neues Gesicht zu geben, fand ich äußerst interessant und ich war gespannt, wie es umgesetzt werden würde.

Außerdem spielt der Roman in Hamburg und ich liebe es, Bücher zu lesen, dessen Schauplätze ich kenne. Wenn Vesper durch die Speicherstadt läuft, dann fühle ich mich, da ich selbst schon so oft dort war, noch mehr in das Buch hineingezogen, als es die Geschichte an sich ohnehin schon zu tun vermag.

Christoph Marzi hat mit diesem Roman Märchenfiguren geschaffen, die mit den Märchenfiguren meiner Kindheit nur noch sehr wenig gemeinsam haben, der Wolf ist zwar immer noch böse, die Hexe wird zur rettenden Hilfe (oder doch nicht) - aber Dornröschen hat mit der schlafenden Prinzessin im Turm wahrhaftig nicht mehr viel Ähnlichkeit... Es entsteht ein Netz aus Intrigen, falschen Fährten und Täuschungen, das den Roman bis zum Ende spannend bleiben lassen.

Gut und Böse vermischen sich, (fast) jede Figur in diesem Roman trägt sowohl das eine, wie auch das andere in sich. Die klare Trennung, wie man sie bisher in Märchen kannte, gibt es nicht mehr.

Besonders raffiniert fand ich die Verflechtung von Realität und Phantasie, von reellen Persönlichkeiten wie den Brüdern Grimm, Goethe oder Alexander von Humboldt, die in diesem Roman eine wichtige, wenn auch völlig unerwartete und vor allem ungewohnte Rolle spielen. Ihre Rollen in dieser Erzählung sind ein völliger Kontrast zu dem, wie mein Eindruck zu diesen Personen bisher war.

Vesper Gold ist ein gewöhnlicher Teenager, der sich nicht mit seinen Eltern versteht, die Schule schwänzt (und Atteste fälscht) und seine Zeit am liebsten in einem Theater verbringt, in dem sie Kostüme näht. Dort findet sie in Ida, ihrer Kollegin eine Freundin und Mutterersatz. Vesper fühlt sich von ihren Eltern im Stich gelassen, deren Karriere immer an erster Stelle steht. Es fällt mir als Leserin in keinster Weise schwer, mich mit Vesper zu identifizieren. Christoph Marzi hat einen sehr authentischen Charakter gezeichnet, der trotz seiner jugendlichen Ecken und Kanten doch emotional und feinfühlig und besonders mutig ist. Und genau das ist es auch, was Vesper als Protagonistin so sympathisch macht.

Aus diesem Grund wird Vesper zu Beginn des Romans auch viel Raum gegeben, um genau dieses Bild eines gewöhnlichen Teenagers zu zeigen, der dann aber von einer Minute zur anderen zu einer Heldin werden muss, die die Welt vor den Mythen schützen muss, die die Welt für sich einnehmen wollen. Die Ereignisse beginnen sich zu überschlagen und zwei Tage werden in dem Buch zu einer rasanten Fahrt durch die Abgründe der Märchenwelt.

"Grimm"- ein Buch, das ich als absolut lesenswert empfehle, für alle, die es ertragen können, dass Märchen nicht mehr das sind, was sie einmal waren.

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Tags: alexander von humboldt, brüder grimm, hamburg, hexe, märchen, schneekönigin, wölfe   (7)
 

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20 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 13 Rezensionen

krimi, zeitschleife, michael schröder, mord, elmar kreuzer

Jeder Tag endet mit dem Tod

Michael Schröder
Buch: 376 Seiten
Erschienen bei EPIDU, 01.03.2011
ISBN 9783942584081
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Da ich aber auch besonders gerne Romane lese, die Zeitreisen zum Thema haben, war es natürlich auch vor allem das, was mich an diesem Buch gereizt hat - die Vorstellung einen Tag wieder und wieder zu erleben. instinktiv habe ich mich schon dabei ertappt, dass ich überlegt habe wie mein 06.10.2006 ausgesehen hat...

Meiner Meinung nach ist "Jeder Tag endet mit dem Tod" ein sehr gelungener Roman, der mich - nicht nur aufgrund der Schauplätze - beigeistert hat. Michael Schröder hat es geschafft, mich in den Roman hinein zu ziehen, die Stimmungen der Protagonisten nachzuempfinden und Kreuzers teils düstere und melancholische Art nach außen zu transportieren. Insgesamt fand ich die Stimmung des Romans sehr getrübt, was aber unheimlich gut auf die Geschichte abgestimmt war. Es passte einfach und hat so die Handlung sehr gut untermalt. Als kleinen Lichtblick, als Farbklecks in dieser doch grauen Geschichte, habe ich Lisa empfunden. Sie war, trotz ihres Schicksalsschlages und ihrer eigenen Trauer um den Vater dennoch das Gegenteil von Kreuzer: fröhlich, optimistisch und einfach erfrischend. Lisa ist so ein intelligentes und einfühlsames Mädchen und dabei so stark, dass sie auch für Kreuzer selbst zu einer wichtigen Stütze und Hilfe wird. Sie ist seine Motivation, weiter zu machen, trotz der wiederkehrenden und immer stärker werdenden Kopfschmerzen. Lisa als Teenager ist für mich der stärkste Charakter des Buches.

Mit jedem Puzzleteil, das der Kommissar zusammensetzt, klärt sich aber auch die Melancholie in der Geschichte auf. Die Schmerzen spielen eine zentrale Rolle, vielleicht empfinde ich das aber auch nur individuell so (als Mitgränepatient), aber ich kann sie spüren die Schmerzen und die Last, den Tag unter diesen Schmerzen ertragen zu müssen. Die Spritzen helfen ihm damit umzugehen, klarer zu sehen, auch in seinem Fall. Und je näher er dem Mörder kommt, desto gelöster auch die Atmosphäre des Buches.

Der Spannungsbogen wurde gleich zu Beginn der Geschichte aufgebaut und konstant hoch gehalten. Ich hatte bis zum Schluss keine Idee, wer der Mörder ist und hatte auch die ganze Zeit jemand völlig anderen in Verdacht.

Dieses Buch ist für mich ein Überraschungs-Highlight geworden, denn zu Anfang, da war ich zugegebener Maßen skeptisch, o dieses Buch von einem noch unbekannten Autor und von einer Community gewählt tatsächlich auch qualitativ überzeugen kann. Es kann! Und in Zukunft werde ich auf epidu.de öfter mal mitlesen und mitbestimmen, welcher Roman als Buch veröffenlicht werden soll, denn ich bin sehr gespannt, welche Schätze noch dort schlummern.

Ich möchte Euch dieses Buch unbedingt ans Herz legen und zwar mit einer 5-Sterne-Bewertung :-)

  (7)
Tags: mörder, pfalz, thriller, zeitreise, zeitschleife   (5)
 

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50 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 10 Rezensionen

sklaverei, jamaika, jamaica, zuckerrohr, sklaven

Das lange Lied eines Lebens

Andrea Levy , Hans-Christian Oeser
Fester Einband: 363 Seiten
Erschienen bei DVA, 02.03.2011
ISBN 9783421044839
Genre: Romane

Rezension:

Es gibt Bücher, die einen in eine andere Welt entführen, in die man während des Lebens fast vollständig eintaucht und die einen auch noch lange, nachdem man das buch zugeklappt hat, nicht loslässt. "Das lange Lied eines Lebens" ist so ein Buch.

Von einer alten Dame werden wir mitgenommen in das Jamaika zu Beginn des 19. Jahrhunderts, in die Zeit der Sklaverei. Sie erzählt uns die Geschichte von July, der Tochter einer Sklavin und eines Aufsehers - IHRE Geschichte. Sie wächst in einem Sklavendorf auf und wird eines Tages von der Schwester des Plantagenbesitzers mit in das Herrenhaus genommen, wo sie als Haussklavin arbeitet.

July, die von ihrer Missus nur "Marguerite" genannt wird, erlebt den Alltag in Sklaverei, aber auch die Sklavenbefreiung und die daraus resultierenden Probleme für die Plantagenbesitzer aber auch für die Sklaven selbst. (Zum Inhalt selbst möchte in an dieser Stelle gar nicht viel mehr sagen, um der Geschichte selbst nicht all zu viel vorwegzunehmen.)

July ist ein liebenswertes Mädchen, wenn auch zuweilen etwas naiv. Ganz im Gegensatz zu der älteren July, der Erzählerin - obwohl es die gleiche Person ist - denn sie reflektiert die Geschehnisse sehr weitsichtig, einfühlsam und klug. Genau das macht auch den Lebenswandel der Person deutlich. Der Kontrast, der dadurch entsteht, wie sich die Art zu Leben auf Sprache, Intelligenz und Selbstvertrauen auswirkt, zeichnet dieser Roman sehr gut ab.

Unterbrochen werden die Erzählungen immer wieder von der alten July, die in dem Roman als Erzählerin auftritt, und ihrem Sohn, einem Verleger, der die Geschichte publizieren möchte. Sie greifen in die Geschichte erklärend ein, stellen Dinge "richtig", die der jeweils andere "falsch" dargestellt hat - beide, so scheint es, verbünden sich mit dem Leser. Diese direkte Ansprache vermittelt dem Leser den Eindruck, als säße man bei der alten Dame und ihrem Sohn am Küchentisch und lausche ihren Ausführungen.

Das Buch bekommt dadurch eine sehr persönliche und intime Note, zudem wirkt die Geschichte dadurch unheimlich lebendig und authentisch.

"Das lange Lied eines Lebens" ist kein Frauenroman, auch keine Liebesgeschichte, es ist ein gesellschaftskritischer Roman, der anhand einer Lebensgeschichte die Umstände aufzeigt, zu denen die Sklaven in der Zeit vor und nach der Sklavenbefreiung auf Jamaika gelebt haben. Der Roman gibt aber auch Einblick in das Leben der Plantagenbesitzer, der europäischen Einwanderer und ihrer Lebensart. Er zeichnet ein sehr umfassendes und realistisches Gesellschaftsbild jener Zeit. Die Autorin selbst sagt in einem Video auf Amazon, dieser Roman sei ein Tribute an all die Menschen, die in Sklaverei gelebt haben. Und ich finde, mit diesem Roman hat Frau Levy diesen Menschen wirklich ein sehr schönes und einfühlsames Andenken hinterlassen.

Die Geschichte hat mir sehr berührt und auch nicht losgelassen, nachdem ich das Buch schon beendet hatte.

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Tags: familie, jamaika, sklaverei   (3)
 

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

eltern, monster, erziehung, knigge, monnster

Monstermäßig erzogen!

Michael Fuchs , Marie Hübner
Fester Einband: 32 Seiten
Erschienen bei Kinderbuchverlag Wolff, 11.08.2010
ISBN 9783938766293
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Nicht nur Menschen haben zuweilen das Problem, dass ihr Nachwuchs aus der Art schlägt und eine bessere Erziehung braucht - auch Monster fragen sich immer wieder: "Was machen wir nur falsch?"

So geht es auch King-Rülps und Die-die-alles-Umschmeißt, den Eltern vom kleinen Knirps. Knirps ist ein ungezogenes Kind, das sich einfach nicht benehmen kann. Sein Zimmer ist ständig aufgeräumt, obwohl seine Eltern ihn ständig ermahnen es endlich mal wieder abzuräumen (so nennen die Monster es, wenn ein Zimmer so richtig schön unordentlich gemacht werden soll). Aber Knirps schafft es einfach nicht und ist so immer wieder eine Enttäuschung für seine Eltern.

Aber nicht nur das Zimmer ist ordentlich, auch Knirps' Benehmen beim Familienessen finden die Verwandten einfach nur peinlich. Statt sein Essen auszuspucken, die Tischdecke zu beschmieren und mit den Finger im Essen zu spielen benutzt Knirps Messer und Gabel. Seine Eltern können sich nur noch für ihn schämen.

"So kann es nicht weiter gehen", beschließen die Monster und unternehmen allerhand, um Knirps endlich Manieren beizubringen. Aber sowohl die Lektion im Lärmen als auch das richtige Verhalten im Strassenverkehrt(Fußgänger erschrecken, Autofahrer beschimpfen...) sind erfolglos.

Erst der Besuch beim Monsterpsychologen kann die Wogen etwas glätten, denn die Maltherapie verfehlt ihre Wirkung nicht:

Endlich darf Knirps all das zum Ausdruck bringen, was ER denkt.

Liebe Autoren, wenn hier eine Botschaft für vorlesende Eltern versteckt ist, dann habe ich sie gefunden ;-) Und damit bin ich auch schon in meinem persönlichen Fazit angelangt: Monstermäßig erzogen ist ein traumhaft ironisches Buch, mit einem wunderbaren Humor, wie ich ihn selten in einem Bilderbuch gefunden habe. Dadurch spricht das Buch Kinder UND Eltern gleichermaßen an und richtet sich auch von der Thematik her sowohl an Kinder, als auch an Eltern.

Denn nicht nur Kinder lernen viel über "richtiges Benehmen", sondern auch so manche Eltern stellen sich beim Vorlesen vielleicht die Frage: "Stelle ich zu hohe Ansprüche an mein Kind?" "Warum ist mein Kind so wie es ist und inwiefern MUSS ich es "anders" erziehen und wo DARF ich mein Kind seinen eigenen Freiraum für eigene Wünsche und eigenes Verhalten haben zugestehen?"

Kinder können sich sofort mit Knirps identifizieren, denn Knirps ist auf der einen Seite wie sie selbst - lieb und artig, denn so sehen sich Kinder ja selbst - auf der anderen Seite hat auch Knirps einen Konflikt mit seinen Eltern, die ihn gerne anders, eben so richtig monstermäßig hätten. Ich glaube, dieses Bild von einem "perfekten" Kind und dabei aber so unperfekten Monster ist so absurd, dass Kinder da einfach sehr gut rein finden und natürlich so sein wollen wie Knirps. Benehmen leicht gemacht so ganz ohne Zeigefinger.

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Tags: bilderbuch, monnster   (2)
 

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

weihnachtsmann, weihnachten, finnland

12 Geschenke für den Weihnachtsmann

Mauri Kunnas , Tarja Kunnas , Anu Pyykönen-Stohner , Friedbert Stohner
Fester Einband
Erschienen bei Oetinger, 01.08.1988
ISBN 9783789160912
Genre: Kinderbuch

Rezension:  
Tags:  
 

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(4.583)

7.177 Bibliotheken, 77 Leser, 27 Gruppen, 441 Rezensionen

liebe, zeitreise, zeitreisen, london, fantasy

Smaragdgrün

Kerstin Gier
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Arena, 08.12.2010
ISBN 9783401063485
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Heute habe ich den dritten Band der Edelstein-Trilogie beendet und bin der Geschichte total verfallen.

Zum Inhalt schreibe ich jetzt mal nichts, denn wer den ersten Band noch nicht gelesen hat, dem soll hier nicht die Spannung genommen werden.

Es ist noch nicht lange her, dass ich die ersten beiden Bände gelesen habe und so kam ich sehr gut in die Geschichte rein. Es war, als hätte ich den zweiten Band eben erst aus der Hand gelegt, denn schon mit den ersten Seiten war ich wieder bei Gewn und Gideon in London.

Kerstin Gier schafft es, wichtige Dinge so nebenbei zu wiederholen, dass alles Wichtige aus den anderen Bänden sofort wieder da ist.

Das Schönste bei den Bücher ist jedoch, dass ich selbst wieder zu einem 16 jährigen Mädchen werde, und die Gefühle von Gwendolin teile als wären es meine eigenen (es WAREN vor einigen Jahren meine eigenen!).

Die Geschichte selbst ist unheimlich schön, sehr verzweigt und man erkennt eine ungemeine Recherchearbeit und Liebe zum Detail in dem Buch.

Ich empfehle gleich die ganze Reihe zu lesen :-)

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Tags: liebe, london, zeitreise   (3)
 

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15 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

schnee, winter, eichhorn, eichhörnchen, winterschlaf

Herr Eichhorn und der erste Schnee

Sebastian Meschenmoser , Sebastian Meschenmoser
Fester Einband
Erschienen bei Thienemann-Esslinger, 10.09.2007
ISBN 9783480223596
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Vom Bock erfährt Herr Eichhorn, wie toll der Winter ist, weil Schneeflocken vom Himmel fallen und alles weiß sei.

Herr Eichhorn hat noch nie einen Winter erlebt, jedes Mal hat er ihn verschlafen. Aber dieses Mal soll alles anders werden: Er beschließt, auf den Winder zu warten und erst dann schlafen zu gehen, wenn er die erste Schneeflocke gesehen hat.

Und so wartet er, und wartet, und wartet. Aber es fällt einfach keine Schneeflocke vom Himmel. Von der Warterei wird er immer müder und versucht sich durch Bewegung wach zu halten. Das merkt auch der Igel und als Herr Eichhorn ihm von seinen Plänen erzählt schließt er sich kurzentschlossen an denn "vier Augen können die erste Schneeflocke nicht verpassen". Schließlich hat auch der Igel noch nie eine Schneeflocke gesehen.

Und so nehmen sie gemeinsam den Kampf gegen die Müdigkeit auf. Mit lautem Singen wollen sie sich wachhalten und die Wartezeit vertreiben. Damit wecken sie den alten Bären, der sich gerade schlafen legen wollte. Aber dem bei Krach ist an Schlaf eher nicht zu denken, darum wartet er gespannt mit dem Igel und Herrn Eichhorn auf die erste Schneeflocke.

Da auch der Bär keine Ahnung hat, wie genau eigentlich eine Schneeflocke aussieht, machen sie sich auf die Suche und finden so allerlei Dinge, die sie für Schneeflocken halten....

Mein Eindruck:

Als ich das Buch das erste Mal in der Hand hielt, sind mir als erstes die wunderschönen Bleistift-Zeichnungen aufgefallen. Sie sind nur minimal coloriert, werden erst zum Ende des Buches farbenfroher, aber immer noch sehr dezent. Und ich muss gestehen, ich hatte erst Zweifel, dass das Buch in dieser Form bei Kindern ankommt, fand ich die Zeichnungen doch etwas zu "erwachsen" für ein Kinderbuch.

Meine Tochter belehrte mich jedoch schnell eines besseren. Kaum hat sie das Buch erblickt, wollte sie es auch schon vorgelesen haben. Der Geschichte hat sie gleich mit Spannung gelauscht, und die Pausen, damit meine ich die Seiten, die keinen Text haben, bei denen die Bilder für sich sprechen, lassen viel Raum sowohl für die eigene Phantasie als auch für das Gespräch mit dem Kind. "Was meinst du, wie geht es jetzt weiter?", "Was haben sie denn jetzt vor?", "Was macht Herr Eichhorn denn jetzt?", "Was würdest du machen?". Der Spielraum ist in dieser Hinsicht bei dem Buch sehr groß, daher eignet es sich auch besonders gut für eine größere Vorlesegruppe (zum Beispiel im Kindergarten), weil man die Kinder ideal in die Geschichte einbeziehen kann.
Auf den letzten 6 Doppelseiten, nachdem die ersten Schneeflocken gefallen sind, findet man dann überhaupt kein Text mehr in dem Buch. Die Kinder gestalten sich ihr eigenes Ende und erzählen es selbst weiter und/oder lassen die Bilder einfach auf sich wirken.

Mein Fazit:

Ein wunderschönes Buch mit einer tollen Geschichte, dass Kinder und Erwachsene gleichermaßen verzaubert! Von mir gibt es daher 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung!

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Tags: eichhörnchen, schnee, winter, winterschlaf   (4)
 

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17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

keinbuch, spaß, malen, kreativität, erlebnisbuch

KeinBuch ICH & DU


Flexibler Einband: 176 Seiten
Erschienen bei mixtvision, 08.10.2010
ISBN 9783939435297
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Heute will ich euch ein ganz besonders Buch vorstellen. Keines zum Lesen, sondern ein Buch zum Eintragen, Spielen, Zerstören. Ein Buch zum "Machen" - kein gewöhnliches Buch also, sondern KeinBuch.

Und eigentlich ist es nicht nur ein Buch, sondern gleich zwei: ICH und DU - zusammengehalten von einem Klettband.

Die Seiten in den Buch wollen nun ausgefüllt oder "benutzt" werden. Ich habe mich für das rosa Buch (ich) entscheiden, und das andere (du) meinem Mann in die Hand gedrückt. Er sah mich etwas ungläubig an und meinte dann: "Sind wir dazu nicht etwas zu alt?" Er hat sich dann aber doch breit schlagen lassen und ist das Projekt mit mir angegangen.

Als wir an auf der Seite Wunschliste angekommen waren "Wink mit dem Zaun" fragte er: "Wie ehrlich willst du es denn haben?" - "Schonungslos!"

Wir verstehen uns recht gut und ich muss sagen, unsere Beziehung hat auch die anderen Seiten mit Themen wie "Was mich an dir stört" oder die "Dampfablassseite" heil überstanden. Bei einigen Dingen war es interessant zu erfahren, wie der Partner denkt, weil wir da so noch nicht drüber gesprochen haben. Aber das Buch ist keine Paartherapie, sondern soll in erster Linie Spaß machen und das hat es dann auch.

Denn in dem Buch sind immer wieder Spiele, bei denen das Buch einfach nur benutzt werden soll. Tischtennis beispielsweise oder Armdrücken mit dem Buch in der Mitte. Eine Seite sollte angezündet werden, da war ich überrascht, wie viele Anläufe es gebraucht hat, bis die Seite einigermaßen angezündet war, denn das Feuer ging immer wieder aus.

Am interessantesten fand ich das Spiel, bei dem die Bücher Seite für Seite ineinander gelegt werden, um damit Tauziehen zu spielen. Ich hätte nie gedacht, dass sie sich tatsächlich nicht trennen lassen. Die Seiten des Buches ergeben teilweise aufgeschlagen eine Einheit bzw. ergänzen sich gegenseitig. Besonders schön fand ich das Ergebnis beim Zahlenverbinden (das habe ich seit meiner Kindheit nicht mehr gemacht).

Oder die Seite "Höher, schneller, weiter", die ein bißchen an Elten vs. Simon erinnert. Hier gibt es verschiedene Punkte, in denen sich die KBP messen können: Weitspucken, Nasenlänge, Seilhüpfen, Luftanhalten und Anzahl der Sommersprossen.

Es gibt übrigens auch eine Internetseite zu dem Buch, auf der man sich mit anderen KeinBuch Ich &Du-Nutzern austauschen kann und Bilder des eigenen Buches hochladen kann. Die Adresse ist: www.keinbuch-duundich.com.

Außerdem gibt es eine Facebook Seite zum Buch: www.facebook.com/keinbuch. Dort bin ich auch schon Fan, zusammen mit momentan 512 anderen. Reinschauen lohnt sich.

Fazit:

Mit dem KeinBuch Ich&Du kann man viel Spaß zusammen haben, egal ob nun als Partner, Freunde, Kollegen, Klassenkameraden, Nachbarn...

Mein einziger Kritikpunkt: Manche Sachen wiederholen sich: "Am meisten stört mich" und "Was mich nervt". Das ist in sofern schade, weil man ja schon auf der einen Seite alles eingetragen hat, was einem eingefallen ist, und man sich nun entweder wiederholt oder sich neue Sachen überlegen muss (beides finde ich irgendwie ungünstig).

Ansonsten ist es auf jeden Fall eine tolle Erfahrung, zumal man nebenbei auch sehr viel über sich erfährt. Und eine Beziehung, die so viel schonungslose Wahrheit, so viel "unsinnige" Spiele und so viel Zerstörungswut ausgehalten hat, die hält dann auch alles andere aus.

In diesem Sinne kann ich Euch das Buch nur ans Herz legen. Ist bestimmt auch ein tolles Weihnachtsgeschenk (man kann ja auch ein Buch davon behalten und verschenkt nur das andere - damit das Projekt gleich starten kann).

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Tags: kreativ sein, kritzeln, malen   (3)
 

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

schimpfwörter, geschenkbuch, geschenk, spaß, schimpfen

Schimpfologie

Christoph Mett , Wüterich
Fester Einband: 80 Seiten
Erschienen bei mixtvision, 24.06.2010
ISBN 9783939435259
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Das Buch ist aufgebaut wie ein Lexikon: Auf jeder Doppelseite wird ein Begriff (hierbei handelt es sich ausschließlich um Schimpfwörter) erklärt. Neben dem Begriff selbst findet man auf der Seite auch noch die passende Lautschrift, eine einzeilige Kurzbeschreibung für den ersten Überblick, sowie eine ausführliche Beschreibung.

Die Texte sind aufgebaut wie Sachtexte in einem Bestimmungsbuch. Es werden Eigenarten, Vorkommen und Vorlieben ausführlich beschrieben.

Jede Beschreibung endet mit einem Merksatz von Prof. Dr. Wüterich zum richtigen Umgang mit den entsprechenden „Personen“ sowie ein großes Bild, welches die betroffene Spezies zeigt.

Ergänzt wird das Ganze durch den jeweiligen Lieblingsspruch des Betroffenen, an der er eindeutig zu identifizieren und zu bestimmen ist.

Insgesamt werden 30 Schimpfwörter erklärt, vom Angsthasen bis zum Elefantenfurz.

Meine Meinung:

Die Schimpfologie ist ein satirisches Bestimmungsbuch für alle Nervensägen und Konsorten, die uns den Alltag schwer machen wollen.

Das Buch ist eine wertvolle Hilfe, wenn es darum geht unangenehme Zeitgenossen richtig zu betiteln. Ob Lackaffe, Faulpelz, Blindfisch oder Arschgesicht, hier bekommt jeder sein Fett weg und zu jedem fällt einem bestimmt auch die passende Person ein, die dem Titel gerecht wird.

Auch die Hinweise für einen artgerechtem Umgang sollte man unbedingt beachten, um sich das Leben nicht unnötig schwer zu machen: Traumtänzern drückt man am besten schwere Koffer in die Hand, damit sie nicht abheben und Schnarchnasen stellt man die Uhren lieber eine Stunde vor, damit sie pünktlich erscheinen.

Ein satirisches Buch, das sowohl Kindern als auch Erwachsenen viel Spaß macht. Besonders schön und gelungen finde ich die Illustrationen von Christoph Mett, die bei jedem einzelnen Gattungsvertreter genau ins Schwarze treffen.

Wer mag kann am Ende des Buches seine ganz eigene Schimpfologie beginnen oder eine der 4 beigefügten Postkarten an einen „lieben“ Menschen verschicken. Zwei davon sind blanco, können also eigenhändigt illustriert und betitelt werden , auf den beiden anderen findet man einen Lackaffen und ein Arschgesicht. Die Empfänger werden sicher begeistert sein…

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Tags: schimpfwörter   (1)
 

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35 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 8 Rezensionen

freundschaft, tod, jugend, musik, 1974

Cowboysommer

Hansjörg Schertenleib
Fester Einband: 244 Seiten
Erschienen bei Aufbau Verlag, 26.08.2010
ISBN 9783351033217
Genre: Romane

Rezension:

Zum Inhalt des Buches:

Das Buch handelt von Freundschaft, Abschied von der Kindheit und der Jugend, Loyalität und Selbstaufgabe.

Als der Ich-Erzähler Hanspeter den charismatischen und unangepassten Boyroth in einem Fußballclub kennenlernt, Freunden sich die beiden Jugendlichen gleich an. Hanspeter verehrt Boyroth und gibt viel dafür, von ihm akzeptiert zu werden. Wie andere Jungs in dem Alter, interessieren sie sich für Mofas, Rock-Musik, Fußball und Mädchen.

Eine weitere Rolle spielen Fabio, ein weiterer Freund Boyroths, der wie Hanspeter um seine Anerkennung buhlt und Yolanda, Boyroths Schwester, in die Hanspeter unsterblich verliebt ist.

Durch ein furchtbares Unglück verändert sich das Leben der Freunde schlagartig und führt beide in ganz unterschiedliche Richtungen, zeigt auf, wie unterschiedlich beide darauf reagieren und damit letztendlich fertig werden und umgehen.

Mein Leseeindruck:

Obwohl sich die jugendlichen mit typischen Problemen dieses Alters herumschlagen müssen, ist es doch kein Jugendroman, weil er aus Sicht des Erwachsenen Hanspeter geschrieben ist, der im Winter 2010 als 50jähriger Rückblickend auf diesen Sommer im Jahr 1974 schaut. Er bewertet die Situationen und das, was anschließend geschehen ist nicht mit jugendlicher Naivität, sondern mit all seiner Lebenserfahrung. Die Rollen von Boyroth und Hanspeter wechseln im Laufe der Jahre. Als Leser nimmt man Teil an Hanspeters Suche nach der eigenen Identität, heraus aus Boyroths Schatten, auf dem Weg zum erwachsenen Mann.

Mich hat das Buch vor allem wegen seiner schönen Sprache beeindruckt.

Besonders gefallen hat mir unter anderem dieser Ausschnitt:

„Nachts denken die Toten alles, was sie je gedacht haben, noch einmal, was das Letzte, was mir durch den Kopf ging, dann schlief ich ein.“

(Cowboysommer, Hansjörg Schertenleib, aufbau Verlag, S. 59)

… und bei diesem Zitat erahnt man schon, die Wertung, mit der diese Geschichte aus Sicht eines Erwachsenen geschrieben wurde:

Die Zeit stand still, das gehörte zur Jugend wie das Warten, vermute ich. Dass ich mich Jahre später danach sehnen würde, dass die Zeit nicht vergeht und sich stattdessen vor mir ausbreitet wie ein endloser Raum, ahnte ich damals leider nicht, sonst hätte ich wahrscheinlich jede Stunde, jede Minute genossen und ausgekostet. So aber konnte ich es kaum erwarten, dass sie verging, die Zeit, und damit meine Jugend, wartete darauf, endlich erwachsen zu werden, ich Idiot.“

(Cowboysommer, Hansjörg Schertenleib, aufbau Verlag, S. 71)

Obwohl die Handlung als solches nicht sehr verzweigt und vielschichtig ist, so ist es doch ein Roman, der einen zum Nachdenken bringt, was wichtig im Leben ist, welche Werte wir für unser Leben haben, und wohin wir gehen wollen.

Ein Roman, für den man sich die Zeit nehmen muss, nicht nur die Buchstaben und Wörter zu lesen, sondern auch seinen Gedanken die Möglichkeit lassen, abschweifen zu dürfen und erst dann – einen Moment später, wieder in die Geschichte einzutauchen.

Von mir gibt es für dieses schöne Buch eine 4-von-5-Sternen-Leseempfehlung.

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Tags: erwachsenewerden, freundschaft, jugend, lebensweg   (4)
 

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13 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

ideen, leben, bilder, gedanken, malen

Mein Buch für das Leben

Yvonne Niewerth
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Sanssouci, 08.02.2010
ISBN 9783836302289
Genre: Sonstiges

Rezension:  
Tags:  
 

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798 Bibliotheken, 6 Leser, 5 Gruppen, 88 Rezensionen

kinder, scheidung, mütter, humor, liebe

Die Mütter-Mafia

Kerstin Gier
Flexibler Einband: 317 Seiten
Erschienen bei Lübbe, 22.03.2005
ISBN 9783404152964
Genre: Liebesromane

Rezension:

Constanze wird von einem Tag auf den anderen von ihrem Mann, einem erfolgreichen Staatsanwalt, mit ihren beiden Kindern vor die Tür gesetzt. Sie wird von ihm in das Haus seiner verstorbenen Mutter ausquartiert, wo sich Conny zwischen dunklen Mahagoni-Möbeln, alten Teppichen und Kleidungsstücken aus den 70er Jahren wiederfindet. Kein Ort zum Wohlfühlen. So sieht das auch ihre 14jährige Tochter Nelly und ihr Sohn Max.
Die Nachbarn von Nebenan machen ihr zusätzlich das Leben schwer und auch im neuen Kindergarten von Max legt sie mit einer Schramme am Ferrari eines anderen Vaters und abgebrochenen Absatz einen eher schlechten Start hin.
Hilfe kommt in Form von ihrer Nachbarin Mimi, mit der sich Conny auf Anhieb gut versteht. Mimi hilft ihr, Omas Geist aus dem alten Haus zu werfen, die Möbel werden gewinnbringend auf Ebay verkauft oder verschrottet, ebenso der andere Plunder der Schwiegermutter. Die Wohnung hellt auf und ebenso auch Connys Stimmung.
Doch die Mütter-Mafia steht schon in ihren Startlöchern. Eine Gruppe von Supermamis, die sich eigentlich untereinander helfen und unterstützen wollen. Aber wie es so ist, wenn Supermamis unter sich sind, ist Hilfe sicher das letzte, was man dort finden kann.
Conny holt zum Gegenschlag aus und gründet die Mütter-Mafia. Hier findet man zwar keine perfekten Mamis, dafür aber Freundschaft und Unterstützung.
Meine Meinung:
Als ich den Klappentext gelesen habe, sah ich sie schon vor mir, denn ich kannte diese Mütter bereits vom Elternabend und aus dem Kindergarten. Jene perfekte Mütter, die immer alles genau richtig machen zu scheinen, deren Kinder mit 4 Jahren aus Faust zitieren und für die die ersten beiden Klassen ohnehin reine Zeitverschwendung sind, weil die Sprösslinge das schon alles seit dem Kindergarten können. Mütter, die alles besser wissen, und keinen Hehl draus machen, was sie von den anderen Müttern halten, die ihre Kinder vernachlässigen und nicht mit „Yoga für Hochbegabte“ fördern oder mit spätestens 3 Jahren in der Musikschule zum Geigen- oder Klavierunterricht angemeldet haben. Ja, ich kannte sie. Und genau deshalb hat mich das Buch von Kerstin Gier auf Anhieb angesprochen.
Das Buch ist in Connys Perspektive geschrieben, daher kann man sich unheimlich gut in die Geschichte einfühlen. Vor allem, weil es sehr authentisch ist. Jede Mutter kann sich stellenweise in Conny oder ihren Freundinnen wieder finden und jeder kennt bestimmt eine Mami aus der Mütter-Society vom letzten Elternabend.
Auch die übrigen Protagonisten sind sehr gut herausgearbeitet, stellenweise habe ich mich gefragt, woher Kerstin Gier unsere Nachbarn kennt…
Die einzelnen Kapitel werden durch Forumsbeiträge der Mütter-Society eingeleitet bzw. beendet, in denen der Kontakt zwischen den Supermamis dokumentiert ist. Auf diese Weise kann der Leser während der Geschichte immer mal wieder „auf die andere Seite“ schauen und erleben, was die Mütter untereinander austauschen und mehr über ihre Beweggründe (die nicht immer ehrenhaft sind), aber auch über die Arroganz, mit der sie Dinge angehen, und gar nicht merken, wie falsch sie damit manchmal liegen. Manchmal ist es eben leichter, die Dinge so zu sehen, wie man sie gerne hätte, und nicht so, wie sie eigentlich sind. Diese Zwischenpassagen aus dem Mami-Forum machen das sehr deutlich und ich finde, sie ergänzen die Geschichte ideal.
Das Buch ist amüsant geschrieben und lässt sich an einem verregneten Nachmittag durch schmökern. Einmal angefangen konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen. Die beiden Folgebände habe ich mir schon bestellt.
Die Mütter-Mafia bekommt von mir 5 Sterne.

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Tags: neuanfang, romanze, trennung   (3)
 

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(4.880)

7.545 Bibliotheken, 63 Leser, 34 Gruppen, 471 Rezensionen

liebe, zeitreise, zeitreisen, london, fantasy

Saphirblau

Kerstin Gier
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.01.2010
ISBN 9783401063478
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
Tags:  
 

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214 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 30 Rezensionen

liebe, ehe, berlin, untreue, schwangerschaft

Endlich!

Ildikó von Kürthy , , ,
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Wunderlich, 03.09.2010
ISBN 9783805208987
Genre: Liebesromane

Rezension:

Vera ist 40 und mit ihrem Leben alles andere als zufrieden. Obwohl sie allen Grund dazu hätte: Sie hat einen Mann, ein Haus, eine Arbeit, aber trotzdem scheint ihrem Leben etwas zu fehlen.

Als sie versehentlich raus findet, dass ihr Mann eine Geliebte hat, flüchtet sie sich für eine Auszeit zu ihrer Freundin nach Berlin. Dort verfolgt sie die Affäre ihres Mannes auf Facebook, wo sich die beiden Nachrichten schicken. Und Vera beginnt, ihr Leben mit Hilfe ihrer Freunde, wieder selbst in die Hand zu nehmen: sie nimmt einen Job an, sie macht einen Kurs „Nackt besser aussehen“ und findet langsam wieder zu einem gesunden Selbstbewusstsein und Lebensfreude zurück. Und stürzt sich selbst in Affären mit anderen Männern.

Jetzt stellt sie sich die Frage, was aus ihrer Ehe werden soll, daran festhalten, auch wenn es vielleicht nicht die große Liebe ist? Den Seitensprung verzeihen? Oder in Berlin ein neues Leben beginnen?

Meine Meinung:

Endlich!, ein Roman über Liebe, Freundschaft und Selbstvertrauen, unerfüllten Kinderwunsch, Sehnsüchte und verlogene Ehemänner.

Zwar bin ich noch weit (!) von der 40 entfernt, dennoch kann ich mir sehr gut vorstellen, dass jede Frau irgendwann an den Punkt kommt, an dem sie sich die Frage stellt: Kommt da noch was? Oder war das schon alles? An diesem Punkt befindet sich die Protagonistin Vera zu Beginn der Geschichte. Als sie dann noch herausfindet, dass ihr Mann sie betrügt, stehen alle Fahnen auf Veränderung. Diesen Gefühlszustand hat Ildikó von Kürthy sehr gut dargestellt, so dass man sich als Frau in der Rolle der Vera sehr gut wieder finden kann.

Vera ist eine sehr sympathische und aufgeschlossene Frau, die in ein Leben hinein gerutscht ist, das nicht zu ihr passt. Und sie entwickelt sich im Verlauf der Geschichte zu einer starken Frau, die einen Neuanfang wagt, obwohl dies zu Beginn des Buches noch nahezu unmöglich schien. Ildikó von Kürthy gelingt es sehr gut, Veras Wandlung authentisch zu beschreiben.

Die Geschichte ist eher leichte Lektüre, dennoch fehlt es nicht an Spannungsbogen und einer gewissen Komik. Die Geschichte wird aus Veras Perspektive erzählt. Der Kontakt zwischen dem Ehemann und der Geliebten, den Vera am Laptop auf Facebook mit verfolgt, öffnet dem Leser die Gefühlswelt der Beiden, wodurch die Geschichte eine größere Betrachtungsfläche bekommt, so dass ich am Ende des Buches das Gefühl hatte, mit allen Beteiligten ausgesöhnt zu sein.

An ein/zwei Stellen muss ich gestehen, dass ich den Eindruck hatte, mir fehlt etwas in der Geschichte, so als hätte ich etwas überlesen oder mein CD-Player hat einen Sprung gemacht (was ich an dieser Stellte nicht ausschließen möchte). Beispielsweise habe ich eine Lücke an der Stelle, als Vera von der Affäre ihres Mannes erfährt. Eine andere Leserin des Buches hat mich schon angeschrieben, sie hatte das gleiche Problem.

Mir hat das Hörbuch sehr gut gefallen, die Geschichte hat mich gut unterhalten. Mit 236 Minuten kann man das Hörbuch fast in einem Rutsch hören. Ehrlich gesagt, war ich etwas traurig, als es dann doch zu Ende war, ich hätte Vera noch stundenlang auf ihrem Weg zu einem neuen Ich begleiten können.

Den Roman habe ich als Hörbuch gehört. Gesprochen wurde der Roman von Anneke Kim Sarnau. Die Stimme war auch sehr angenehm zu hören, vor allem passte sie zu Vera. Nur fand ich es an manchen Stellen etwas übertrieben gesprochen.

Ich gebe dem Buch 4 Sterne und finde es sehr lesens- bzw. hörenswert.

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Tags: berlin, neuanfang, trennung, untreue   (4)
 

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(3.764)

5.968 Bibliotheken, 63 Leser, 38 Gruppen, 627 Rezensionen

liebe, zeitreise, london, zeitreisen, fantasy

Rubinrot

Kerstin Gier
Fester Einband: 345 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.01.2009
ISBN 9783401063348
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die erste Liebe ist schon aufregend genug, aber wenn man dann auch noch erfährt, dass man von seinen Vorfahren ein Zeitreise-Gen geerbt hat, dann ist die Verwirrung und das Chaos perfekt. So jedenfalls geht es Gwendolin, 16 Jahre alt, und frisch gebackene zeitreisende Protagonisten in Kerstin Giers Roman „Rubinrot“.

Die Handlung spielt in der heutigen Zeit in London, wo Gwendolin eigentlich ein ganz normaler Teenager ist. Sie geht in die Schule, feiert Parties und steckt den ganzen Tag den Kopf mit ihrer besten Freundin Leslie zusammen. Und eigentlich sollte auch ihre Cousine Charlotte Träger des Gens sein, davon waren alle überzeugt: ihre Tante, ihre Großmutter, sogar Wissenschaftler wie Isaac Newton haben ausgerechnet, dass nur Charlotte Träger des Gens sein kann und damit der Rubin, der den Kreis der zwölf Zeitreisenden komplett macht. Auf diese Aufgabe wurde Charlotte ihr Leben lang vorbereitet.

Doch dann reißt es Gwendolin plötzlich weg und sie findet sich in der Vergangenheit wieder. Als sie es ihrer Mutter erzählt, bringt sie sie gleich zum geheimen Orden und Gwendolin muss sich mit der Tatsache auseinander setzten, dass sie der Rubin ist, und nicht Charlotte. Keine einfache Aufgabe, zumal alle ein großes Geheimnis zu haben scheinen, in das Gwendolin niemand einweihen möchte. Sie ist verunsichert und fühlt sich ausgeschlossen. Und dann ist da noch Gideon, der Zeitreisende der männlichen Linie, der ihr total den Kopf verdreht. Aber seine Absichten sind genauso undurchschaubar wie die der anderen. Und welche Rolle spielen ihre Vorgänger Lucy und Paul bei der Sache? Haben Sie sich in der Vergangenheit versteckt, weil sie die Mission sabotieren wollen? Leslie und Gwendolin versuchen der Sache selbst auf den Grund zu gehen.

Rubinrot ist ein Roman, der einen von der ersten bis zur letzen Seite wirklich gut unterhält. Die Figuren sind sehr gut herausgearbeitet, so dass man sich sehr gut mit ihnen identifizieren kann. Allerdings lassen sie in diesem ersten Band sehr viel Spielraum für die weitere Entwicklung. Da der Roman aus der Sicht von Gwendolin geschrieben ist, bleiben die Intentionen der übrigen Personen zu allen Seiten offen und man weiß nicht, wer gut, wer böse ist und wer aus welchen Beweggründen handelt.

Die Schauplätze sind sehr gut herausgearbeitet, so dass ich Temple, den Ort von dem aus Gwendolin in die Vergangenheit reist, bildlich vor mir sehen kann. Und London als meine Lieblingsstadt sowieso. Die Geschichte in London spielen zu lassen passt perfekt zu der Geschichte des Romans.

Eigentlich ist Rubinrot ein Jugendroman, aber eben nur eigentlich. Ich habe es jedenfalls sehr genossen das Buch zu lesen, da ich das Thema Zeitreisen sehr spannend finde. Die Thematik Zeitreisen ist hier sehr gut ausgearbeitet worden, die Erklärungen zur Zeitreise sind plausibel und nachvollziehbar.

Mich jedenfalls hat das Buch vollends überzeugt, so dass ich direkt den zweiten Teil angehängt habe.

Von mir also eine 5-Sterne-Leseempfehlung!!

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Tags: liebe, london, zeitreise   (3)
 

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16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

alter, liebe, überfall, erinnerungen, ehe

Verlorene Stunden

Anne Tyler , Simone Jakob
Fester Einband: 302 Seiten
Erschienen bei Kein & Aber, 01.07.2010
ISBN 9783036955711
Genre: Romane

Rezension:

Die Geschichte von Liam, dem Protagonisten aus Anne Tylers Roman „Verlorene Stunden“ ist schnell erzählt: Liam verliert seine Anstellung als Lehrkraft an der örtlichen Schule und nutzt diese Gelegenheit, die letzte Phase seines Lebens zu beginnen: den Ruhestand. Er verkauft einen Großteil seiner Sachen und sucht sich eine kleine Wohnung. Sein Plan ist ein beschauliches Leben, das ihm Zeit lässt seinen Gedanken im Schaukelstuhl nachzuhängen ohne weitere Verpflichtungen zu haben. Voller Euphorie und Tatendrang macht er sich an den Umzug. Doch schon in der ersten Nacht wird er überfallen, wacht im Krankenhaus wieder auf – ohne jegliche Erinnerungen daran, was sich in der Nacht tatsächlich ereignet hat. Bei dem Versuch, sich die Ereignisse der Nacht irgendwie wieder ins Gedächtnis zu rufen, legt er seine ganze Hoffnung in Eugine, die Erinnerungshilfe eines alternden Unternehmers. Doch sie hat nicht die hellseherischen Fähigkeiten, die er ihr in seiner Verzweiflung zuschreiben wollte. Aber sie hat etwas anderes, was ihm mehr hilft, als die Erinnerung. Sie zeigt ihm, was ihm wirklich fehlt im Leben. Durch sie erkennt er, dass es nicht die Erinnerungen an wenige Stunden in jener Nacht sind, die ihm fehlen, sondern ganz andere längst vergessene Erinnerungen. Und der Ruhestand scheint plötzlich nicht mehr das, wonach Liam eigentlich strebt.

„Verlorene Stunden“ ist ein Roman mit einer recht einfachen Handlung, der es dennoch nicht an Spannungsbögen fehlt. Viel wichtiger als eine spannende Erzählung ist für mein Empfinden aber die Aussage des Buches, das was die Geschichte eigentlich mitteilen will. Im Laufe des Romans werden aus verlorenen Stunden, verlorene Tage, Monate, Jahre. Bis sich der Protagonist mit der Frage auseinandersetzen muss, ob nicht sein ganzes Leben verloren ist. Hat er die ganze Zeit nur an seinem eigenen Leben vorbei gelebt? War er nur Statist in seinem eigenen Leben? Was genau macht ihn als Menschen aus? Er muss sich diesen Fragen stellen, ebenso der Frage, ob er seiner Frau, seinen Töchtern ein guter Ehemann und Vater gewesen ist. Seine erste Frau starb, seine zweite Frau hat ihn verlassen. Das Verhältnis zu seinen Töchtern ist kühl und abgeklärt, auch sein Enkel ist nur eine Randfigur in seinem Leben. Die Entwicklung, die der Protagonist im Laufe des Romans macht, ist erstaunlich. Zumal er in der Zeit nach dem Unfall, in der er eigentlich nur die Erinnerung daran wieder gewinnen möchte, Momente seines Lebens wieder vor sich sieht und diese aus einem ganz neuen Blickwinkel betrachtet.

Das Buch zeigt, wie sehr man Herr seines eigenen Schicksales ist und dass die Beziehungen zu anderen Menschen, zu Partner und Kindern einer lebenslangen Pflege und Aufmerksamkeit bedürfen. Aber auch, dass es harte Arbeit ist, sich über seine eigenen Gefühle und Bedürfnisse im Klaren zu sein und diese vor sich selbst ehrlich zu akzeptieren.

„Verlorene Stunden“ hat mir sehr gut gefallen, weil es mich zum Nachdenken bringen konnte. Wie werde ich wohl mein Leben als 60jährige reflektieren?

Der Schreibstil ist einfach gehalten, man kann das Buch sehr gut lesen und auch die Personen und Schauplätze waren gut ausgearbeitet, so dass man leicht in dem Buch versinken kann. Besonders der ständige Wechsel zwischen Resignation und Hoffnung, Traurigkeit und Lebensfreude, Liebe und Hass machen den Roman zu einem realistischen Spiegelbild der Gefühlslage eines Menschen am Wendepunkt seines Lebens.

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Tags: alter, erinnerungen, familie, liebe   (4)
 

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(201)

270 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 19 Rezensionen

tagebuch, comic, schule, greg, jugendbuch

Gregs Tagebuch 2 - Gibt's Probleme?

Jeff Kinney ,
Fester Einband: 218 Seiten
Erschienen bei Baumhaus Verlag, 01.07.2008
ISBN 9783833936333
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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55 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

fahrstuhl, italien, bologna, thriller, panik

Panik

Gianluca Morozzi , Katharina Schmidt
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 15.05.2006
ISBN 9783442461585
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das Buch "Panik" von Gianluca Morozzi spielt mit den Urängsten der Menschen. Es gibt in diesem Buch drei Protagnoisten: Eine Kellnerin, ein Junge der mit seiner Freundin nach Amsterdam ausreißen möchte und einem Elvis-Double, der Geschäftsmann und Familienvater ist, und in seiner Freizeit begeisterter Serienmörder, der seine Opfer zu Tode quält.

An diesem heißen Sommertag in Bologna verbinden sich diese drei so unterschiedlichen Leben zu einem gemeinsamen Schicksal. Sie bleiben zwischen dem elften und zwölften Stockwerk eines Hochhauses im Fahrstuhl stecken...

Ein Großteil der Handlung des Buches spielt in dem Fahrstuhl, es werden jedoch immer wieder Rückblenden zu Erlennissen in der Vergangenheit der Protagnoisten gemacht oder parallel außerhalb des Fahrstuhles laufende Eregnisse erzählt (allerdings das erst zum Ende des Buches).

Zu Beginn des Buches wird jede Person für sich vorgestellt, bis sie sich schlussendlich begegnen und fortan gemeinsam versuchen ihrem Schicksal zu entkommen.

Meine Meinung:

Das Buch habe ich aufgrund einer Empfehlung meiner Freundin gelesen. Es war ok für mich, hat mich aber schlussendlich noch nicht 100%tig überzeugt.

Der Autor benutzt viele Wiederholungen, teilweise zur Erzeugung von Spannung und als Ausdruck der Panik, an manchen Stellen erscheint es aber auch unangebracht und man hat das Gefühl, der Autor hat nur vergessen, dass er eine Aussage schon drei Sätze zuvor gemacht hat.

Das Buch lässt sich leicht lesen, ist nicht sonderlich anspruchsvoll geschrieben.

Das Ende der Geschichte finde ich mehr als hergeholt, außerdem ist es für mich überhaupt nicht schlüssig und völlig realitätsfern.

Ehrlich gesagt hätte ich mehr erwartet. Schade.

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Tags: fahrstuhl, folter, serienmöder   (3)
 

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76 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

liebe, wünsche, frauen, london, familie

Der Wunschzettel

Alexandra Potter
Fester Einband: 445 Seiten
Erschienen bei Weltbild
ISBN 9783828993488
Genre: Liebesromane

Rezension:

Heather, die Protagonistin in Alexandra Potters Roman "Der Wunschzettel" wünscht sich ständig alltägliche Dinge, die ihr Leben angenehmer und besser machen sollen: Ein freier Platz in der U-Bahn, kein Stau auf dem Weg nach Hause und einen Parkplatz vor der Tür. Natürlich träumt sie auch von einem Lottogewinn und dem perfekten Mann.

Eines Abends bekommt sie von einer alten Zigeunerin einen Zweig, mit dem sich all diese Wünsche zu erfüllen scheinen: Sie findet einen Mitbewohner, der sie mit seiner Miete vor einer finanziellen Katastrophe rettet, aber auch Staus, Regenwetter und Parkplatzsuche gehören plötzlich der Vergangenheit an.

Heather kann es kaum glauben, alle ihre Wünsche erfüllen sich, sie findet den perfekten Mann, macht Karriere und gewinnt sogar im Lotto.

Aber vielleicht hätte sie doch besser auf ihren Bruder hören sollen, der sie gewarnt hat, vorsichtig mit dem Wünschen zu werden.

Schnell erkennt Heather, dass Glück nicht in der Erfüllung all ihrer Wünsche und Träume liegt und die Liebe sowieso ganz eigene Wege geht...

"Der Wunschzettel" ist ein schöner Roman über das Wünschen und das Erfüllen von Wünschen. Über die Liebe und das alltägliche Glück, das manchmal auch ein Regenschauer sein kann.

Das Buch liest sich leicht weg und ist daher ideal um damit auf Sofa oder an den Strand zu legen und sich darin - und in seinen eigenen Wünschen - zu verlieren.

Wo wir schon dabei sind, ich wüschte....

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28 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 5 Rezensionen

abnehmen, dünn, diät, dick, fortsetzung

Und ewig grüßt das Moppel-Ich

Susanne Fröhlich
Flexibler Einband: 255 Seiten
Erschienen bei Krüger Verlag, 05.03.2010
ISBN 9783810506795
Genre: Sachbücher

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