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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

wortspielereien, freundschaft, witz, zirkusgeschichte, spannung

Der Zirkus der Diebe und die lausige Lotterie

William Sutcliffe , Iacopo Bruno , Sibylle Schmidt
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 25.09.2014
ISBN 9783737351027
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Als Anna – die sich zwischen zwei Hs versteckt und darum Hannah heißt – spürt, dass ein Wüstenschiff, ein Trampeltier, ein Dromedar, ein Höckertier – also ein spuckendes und furzendes Kamel als Teil einer Zirkuskarawane ins Städtchen einmarschiert, unterbricht sie flugs ihr laufendes Experiment mit fliegenden Fischen, flutscht in ihre Gummistiefel und landet mit Willenskraft, Geschicklichkeit und Glück zwischen den Höckern desselben und mitten in einer aufregenden Geschichte. Vor ihr und dem ersten Höcker sitzt nämlich Billy, Zirkuskind und Hannahs nigelnagelneuer Freund. Auf ihrem schwankenden, trudelnden, wogenden, baumelnden, wippenden, schwingenden, dödelnden, zitternden und wackelnden Kamelritt, beschließen die beiden, Billy aus seiner erzwungenen Verbrecherlaufbahn zu befreien, dem Zirkus der Diebe das Handwerk zu legen und das Geheimnis der lausigen Lotterie zu lüften.

Okay, die ersten drei Seiten fand ich doof und hätte beinahe gedacht: „Boah, wie gewollt, langweilig, öde, und blöd.“ Doch halt! Einfach überblättern und auf Seite 8 beginnen (Wer jetzt denkt: „Hä? Wieso Seite 8, wenn nur 3 Seiten doof sind?“, der muss ganz unbedingt öfter ein Buch aufschlagen). Es sei denn, einer mag Katzen die Puschelfuß McFluff oder Phantastikatz heißen und überhaupt gar nichts, niente, nüscht und nix mit der Geschichte zu tun haben, der kann auch ganz vorne anfangen.

Doch dann geht es los, dieses wunderbar wortwitzige, sprachjonglierende und trotzdem spannende Zirkusabenteuer.

Wiliam Sutcliffe, der eigentlich Bücher für Große schreibt, soll es aufgeschrieben haben, nachdem er die Geschichte Abend für Abend seinen Kindern erzählte. Das glaube ich sofort, denn genaus so liest es sich.

Papa: „Also Kinder, so geht es weiter mit den irrwitzigen –“

Kind 1: „halbseidenen –“

Kind 2: „verbrecherischen –“

Kind 1: „unmöglichen –“

Kind 2: „gemeinen –“

Papa: „und gefährlichen Machenschaften von Scharks Vergnügungsimperium.“

Na, Ihr kennt das ja.

Und darum ist dieses zauberhafte Buch unbedingt auch eine Vorlesegeschichte, an der alle, also auch Papa, Mama, Oma, Opa, Onkel, Tante und die anderen großen Spaß haben werden.

Wer es selbst und ganz alleine lesen möchte, sollte mindestens 8 Jahre alt sein und müsste bestimmt nach einigen Worten fragen.

Natürlich bleiben am Ende Fragen offen, zum Beispiel: Weiß Oma wirklich, wer Arturo ist? Und: Wer ist eigentlich Arturo?

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Tags: freundschaft, spannung, witz, wortspielereien, zirkusgeschichte   (5)
 

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

wahrhaftig, herrlich unkorrekt, humor satire, mitte-30-roman, kinder kriegen

Fortpflanzung nach Tagesform

Katinka Buddenkotte
Flexibler Einband: 250 Seiten
Erschienen bei Knaus, 16.03.2015
ISBN 9783813505214
Genre: Romane

Rezension:

Alles wäre bereit: Maike und Hummel sind Mitte Dreißig, haben ihre akademische Ausbildung nahezu beendet, sie wären gar so weit, das Rauchen einzustellen und alle anderen des überschaubaren Freundeskreises haben ebenfalls schon eines oder welche – Zeit ein Kind zu kriegen. Auch die Liste des listenliebenden Paares mit mindestens 48 Stichpunkten zum Thema Kind weist stark in diese Richtung. Allein es klappt nicht. Und nun?

Katinka Buddenkotte lässt Maike erzählen – mit unangepassten Worten von direkten, manchmal auch unkorrekten Gedanken und von schönen, nicht so schönen und ungeschönten Szenen, die allesamt wenig mit dem zu tun haben, wofür die sogenannte Generation Y (Why?) steht und geliebt oder gehasst wird. Und wahrscheinlich ist es genau das, was diesen Roman von all den anderen „wir sind Mitte dreißig und noch nirgendwo angekommen, obwohl das alle erwarten, sogar wir selbst“–Romanen unterscheidet und heraushebt.

Immer mit einem kecken Vergleich, einem lakonischen Witz oder einem grimmigen Späßchen auf den papiernen Lippen wirkt Maike zu Anfang etwas sperrig, doch schnell hat man sie lieb gewonnen, diese genau beobachtende, immer grübelnde und verletzliche Frau, die sich tapfer in der Welt zu behaupten versucht, dabei glaubt, ihre Tränen wegwitzeln, -rauchen oder –trinken zu müssen, und die eine Weile braucht, bis sie kapiert, dass sie da wo sie ist, vielleicht sogar richtig ist. Und das auch noch mit genau dem richtigen Menschen.

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Tags: ehrlich, herrlich unkorrekt, kinder kriegen, lakonisch, liebesgeschichte, mitte-30-roman, wahrhaftig, witzig   (8)
 

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79 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 10 Rezensionen

schauergeschichten, grusel, chris priestley, gruselig, gruselgeschichten

Schauergeschichten aus dem Schlund des Tunnels

Chris Priestley , Beatrice Howeg , David Roberts
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Berlin Verlag, 10.03.2012
ISBN 9783827055026
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mir gefiel der Titel des Buches so sehr, dass ich es ganz gespannt öffnete.Es bietet 10 schaurige Geschichten, die in Roberts eigener Geschichte eingebettet sind. Sie werden ihm nämlich von einer geheimnisvollen „weißen Frau“ im Zugabteil erzählt, als dieser vor einem Tunnel zum Stehen kommt.Die Geschichten sind sehr unterschiedlich und vielseitig. Darum wird jeder Leser auch zwei oder drei finden, die ihm tatsächlich einen Schauer über den Rücken jagen werden. Mir erging es so mit den Geschichten „Das Gewächshaus“, „Der flüsternde Junge“ und „Ein Riss in der Wand“.Die einzelnen Geschichten bauen sich sehr langsam und ausführlich beschreibend auf. Weil ich ja weiß, dass eine jede eine Gruselgeschichte ist, erlebte ich dies als schaurig-schöne Gruselvorfreude. Und diese ist – meiner Meinung nach – auch der Kern der Geschichten. Denn der eigentliche Horror, quasi der jeweilige Höhepunkt jeder Geschichte, erhält dann nur noch wenige Sätze. Das mag manchen ein wenig enttäuschen. Darum glaube ich, dass dieses Buch ein wunderbares Vorlesebuch zum gemeinsamen Gruseln ab 10 Jahren ist. Zum Selbstlesen (empfohlen ab 12 Jahren) könnte es einigen Teenies zu wenig „action“ haben, während es anderen und vor allem Erwachsenen, die sich gern an fremde Orte und zu seltsamen Begebenheiten entführen lassen, bestimmt sehr gut gefällt.Etwas irritierend ist es, dass die jeweiligen Protagonisten / Hauptdarsteller echt unsympathisch sind. Vielleicht damit man es nicht so schlimm findet, wenn und wie sie alle zu Tode kommen.

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50 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

freundschaft, hochintelligente superkids

Die geheime Benedict-Gesellschaft

Trenton Lee Stewart
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei bloomsbury taschenbuch, 05.08.2010
ISBN 9783833350580
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Zwischen 2007 und 2010 kamen drei tolle Bücher für 10-Jährige heraus: Die Abenteuer der geheimen Benedict Gesellschaft. Ich habe sie verschlungen (obwohl ich schon etwas älter bin, :-)).Trenton Lee Stuart erzählt die Abenteuer einer tollen Bande: Reynie, Kate, Kleber und Constance sind alle hochbegabt und jedes Kind hat für sich noch eine ganz besondere Fähigkeit. Bei einem wirklich kniffligen Test werden sie von Mr. Benedict aus vielen Bewerbern ausgewählt, um in einer Undercover-Mission dem skrupellosen Mr. Curtain das Handwerk zu legen. Der plant, mit fiesesten Gehirnbeeinflussungsstrahlen über das normale Fernsehen die Weltherrschaft an sich zu reißen.Die Bücher sind extrem spannend, sehr lustig und prima unkonventionell und losgelöst. Immer wieder geraten die Vier in scheinbar unlösbare Situationen und man kommt aus dem Mitfiebern gar nicht mehr heraus. Klasse ist natürlich auch, dass Eltern oder andere „Spielverderber“ keine Rolle spielen. Zudem sind die Kinder, jedes in seiner Art, sehr sympathisch. Man mag sogar die ewig nörgelnde Constance, deren besondere Begabung wirklich erst auf den letzten Seiten geklärt wird und zum Einsatz kommt.Zum Glück gibt es drei Bände und zum Glück sind die schön dick.

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181 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 38 Rezensionen

mord, tübingen, nashville, thriller, liebe

Nashville oder Das Wolfsspiel

Antonia Michaelis , Kathrin Schüler
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 01.01.2013
ISBN 9783789142758
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich versuche, aus den Zwischenräumen der Zeilen wieder aufzutauchen, es fällt mir nicht leicht. Noch immer ziehe ich mit Svenja, Friedel, Thierry, Kater Karlo und den anderen durch Tübingen oder sitze in der Küche des Abrisshauses Nummer 3. Und natürlich ist da Nashville, der kleine Junge mit dem verfilzten Haar und den wilden Augen, den Svenja kopfstehend im Küchenschrank fand. Nashville mit dem Akkordeon, auf dem er die Sommertage mit der Melodie Lilli Marleens begleitet, und mit der Messersammlung, die stetig größer wird, denn er trägt ein schlimmes Geheimnis in sich – die Löwin, seine Mutter, wurde ermordet, draußen im Wald unterhalb der Rosswiesen. Und schon bald sind alle Teil dieses Spiels, das keines ist. Denn einer schleicht herum und dessen Messer ist scharf, sehr scharf.Frau Michaelis´ wunderbare Sprache nimmt einen mit in diese Welt, zieht einen hinein in ein Leben, das man für einen Moment leben möchte. Und sie erzählt von bedingungsloser Liebe und echter Freundschaft.Mehr geht nicht. Außer, es wäre spannend. Aber das ist dieses Buch auch. Hochspannend. Nur das Cover gefällt mir überhaupt nicht.Vielleicht ab 16 Jahren.

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Tags: kind, lügen, medizin, mord, obdachlose, studentin, tübingen   (7)
 

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16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

Die erstaunlichen Abenteuer der Maulina Schmitt - Mein kaputtes Königreich

Finn-Ole Heinrich , Rán Flygenring
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 29.07.2013
ISBN 9783446243040
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Die erstaunlichen Abenteuer der Maulina Schmitt von Finn-Ole Heinrich – eigentlich ein kleines Buch und dann das. 
Lustig ist es, wie Paulina mault, mosert, motzt und meckert, dabei Worte schöpft und aneinanderreiht wie ein gewiefter Slammer. Sie ärgert sich, dass Mama und sie vom Mann, dessen Name nicht mehr genannt werden darf, aus dem einstigen Königreich vertrieben wurden und nun in einem Plastikhaus voller unnützer Plastikgriffe hocken müssen.
Ich musste lachen und erfreute mich der Sprache und des Wortwitzes. Ob das Buch auch den 11Jährigen gefallen würde, für die es geschrieben ist, wusste ich da noch nicht, denn irgendwie fehlte vielleicht etwas die Ge... und dann war ich mittendrin. Plötzlich war da so viel Geschichte, dass ich gar nicht merkte, wie schwer das Schlucken fiel und dass sogar zwei Tränen über meine Wangen liefen. Paulinas Leben hat nämlich plötzlich überhaupt nichts mehr mit Königreichregieren, Hausaufgabenstress oder Katzenmörderfangen zu tun. Zum Glück gibt es Paul und Kakao und auch gleich das Rezept für den besten der Welt dazu. Trotzdem, ich kann mir schwer vorstellen, wie Kakao da noch helfen kann. Vielleicht in Verbindung mit Pfannkuchen? Die besten Pfannkuchen der Welt macht aber der Mann, dessen Name nicht mehr genannt werden darf. Wie es weitergeht, werde ich erst im nächsten Band erfahren.
Das Buch ist auf charmanteste und fröhliche Art und Weise von Rán Flygenring illustriert. Vielleicht tröstet das? Vielleicht macht es alles schlimmer? Ich weiß es noch nicht. Aber ich bin auch nicht die Zielgruppe. Ich bin Mama und brauche jetzt, wie gesagt, erst einmal einen Kakao.

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