Antonella

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(59)

124 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 32 Rezensionen

thriller, england, helen grace, mord, familie

D.I. Helen Grace - Schwarzes Herz

M. J. Arlidge , Karen Witthuhn , Hauptmann & Kompanie, Werbeagentur
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 11.03.2016
ISBN 9783499238390
Genre: Krimi und Thriller

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(24)

60 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

buchhandlung, belletristik, britischer humor, penelope fitzgerald, dorf

Die Buchhandlung

Penelope Fitzgerald , Christa Krüger , David Nicholls
Flexibler Einband: 164 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 08.12.2014
ISBN 9783458360469
Genre: Romane

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(39)

89 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 32 Rezensionen

thriller, amnesie, mord, berlin, psychothriller

Das Gesicht meines Mörders

Sophie Kendrick
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 16.12.2016
ISBN 9783499272738
Genre: Krimi und Thriller

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86 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

thriller, norwegen, mord, oslo, samuel bjørk

Federgrab

Samuel Bjørk , Gabriele Haefs
Flexibler Einband: 540 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 17.10.2016
ISBN 9783442205257
Genre: Krimi und Thriller

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20 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

armut, aussenseiter, roman, alkohlkranke, leben

Was ich sonst noch verpasst habe

Lucia Berlin , Antje Strubel
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Arche, 19.02.2016
ISBN 9783716027424
Genre: Romane

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(17)

33 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

humor, genial, ruhrgebiet, buecherseele, geschichten

Als ich in meinem Alter war

Torsten Sträter
Fester Einband: 228 Seiten
Erschienen bei Lappan, 12.01.2016
ISBN 9783830334064
Genre: Humor

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(74)

138 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

stephen king, mädchen, verirrt, horror, wald

Das Mädchen

Stephen King , Wulf Bergner
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.11.2012
ISBN 9783426508541
Genre: Krimi und Thriller

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(33)

57 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

kindheit, 70er jahre, freiheit, ruhm, liebe

Raumpatrouille

Matthias Brandt
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 08.09.2016
ISBN 9783462045673
Genre: Romane

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(249)

501 Bibliotheken, 34 Leser, 1 Gruppe, 184 Rezensionen

krimi, nele neuhaus, mord, taunus, wald

Im Wald

Nele Neuhaus
Fester Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 14.10.2016
ISBN 9783550080555
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der achte Fall von Pia Sander und Oliver von Bodenstein beginnt mit einem nächtlichen Wohnwagenbrand auf einem Waldcampingplatz, bei dem ein Mann ums Leben kommt. Schnell steht fest, dass es sich um Mord handelt und es mindestens zwei Zeugen gab. Bei dem Toten handelt es sich um einen Mann, den von Bodenstein aus seiner Kindheit kennt. Auch die weiteren Ermittlungen führen das Ermittlerteam in das Dorf, in dem von Bodenstein aufwuchs und in dem er jetzt wieder lebt. Innerhalb kürzester Zeit geschehen weitere Morde und vieles deutet darauf hin, dass es einen Zusammenhang zu dem unaufgeklärten Verschwinden eines Jungen vor vierzig Jahren gibt.

Für von Bodenstein wird der letzte Fall vor seinem bevorstehenden Sabbatjahr zu einer sehr persönlichen Angelegenheit, die ihn zunehmend unprofessionell handeln lässt. Pia Sander muss erstmalig die Ermittlungen leiten und den bevorstehenden Weggang ihres langjährigen Chefs akzeptieren.

Der Anfang dieses ca. 550 Seiten umfassenden Romans liest sich wie gewohnt leicht und flüssig, aber dann fällt es zunehmend schwer, die Vielzahl an Personen richtig einzuordnen und das Beziehungsgeflecht  der Dorfgemeinschaft zu entwirren. Auch wenn dem Buch ein immerhin zwei komplette Seiten umfassendes Personenregister vorangestellt ist, Lesefluss und Spannungsaufbau leiden erheblich darunter. Erst in der zweiten Hälfte des Buches nimmt die Handlung an Fahrt auf, die vielen Handlungsstränge werden gegen Ende zusammengeführt. Die Auflösung ist dann ausgesprochen überraschend. Darüber hinaus gibt es für viele Personen ein für mich leider unglaubwürdiges Happy End.  

Insgesamt habe ich mich über weite Strecken durch das Buch eher durchgequält und hätte es außerhalb einer Leserunde vermutlich nicht zu Ende gelesen. Schade, denn die Idee ist gut und der Schreibstil eigentlich gut lesbar. Nur für mich zu viele Personen und deutlich zu lang.

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(27)

30 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

zwangsprostitution, mord, silke nowak, menschenhandel, karpaten

Die Tigerin

Silke Nowak
E-Buch Text: 223 Seiten
Erschienen bei Viktoria Publishing, 07.09.2016
ISBN B01LWCQZCW
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Zuhälter Bela Titus wird ermordet in seinem Hotelzimmer aufgefunden, „die Tigerin“ wird als Täterin ermittelt.  Da der Fall damit als gelöst gilt, kann die Kommissarin Anna Gaspar an einer Tagung in den Karpaten teilnehmen, wo sie erstmals ihren vor Jahren gedrehten Dokumentarfilm über Zwangsprostitution zeigen soll. Um sie zu unterstützen, begleitet sie ihr Chef Richard Parker, mit dem sie vor Jahren eine Beziehung hatte.

In dem abgelegenen, nur mit einem Berglift zu erreichenden Hotel, trifft sie auf die anderen geladenen Teilnehmer. Schnell stellt sich heraus, dass es sich um keine normale Tagung handelt, und der erste Todesfall lässt nicht lange auf sich warten.

Sehr flüssig geschrieben, überzeugt der Roman besonders, wenn es um die Hintergründe der Zwangsprostitution geht. Die Szenerie in dem Berghotel erinnert sehr an Agatha Christie und Hercule Poirot, allerdings in einer ernsthaften Variante. Auch hier ist niemand, was er auf den ersten Blick zu sein scheint, alle Teilnehmer haben ihre Geheimnisse. Schließlich weiß auch Anna Gaspar nicht mehr, wem sie trauen kann und beginnt sogar, an sich selbst zu zweifeln.

Trotz des angenehm lesbaren  Schreibstils konnte mich der Roman leider nicht ganz überzeugen. Zu verwickelt und konstruiert wirkte der Plot auf mich, zu brutal und blutig die Morde. Das Ende war allerdings ungewöhnlich und überraschend.

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(106)

224 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 83 Rezensionen

familie, liebe, anna mcpartlin, homosexualität, roman

Irgendwo im Glück

Anna McPartlin , Sabine Längsfeld
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 26.08.2016
ISBN 9783499272233
Genre: Romane

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(118)

164 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 94 Rezensionen

fußball, schweden, freundschaft, neuanfang, humor

Britt-Marie war hier

Fredrik Backman , Stefanie Werner
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER Krüger, 23.06.2016
ISBN 9783810524119
Genre: Romane

Rezension:

Britt-Marie ist 63 Jahre alt, als sie ihren Mann Kent verlässt und sich beim Arbeitsamt um einen Job bemüht.  Abgesehen von ihrer fehlenden Ausbildung und Berufserfahrung hat sie noch ein weitaus größeres Manko: ihre fehlende soziale Kompetenz. So treibt sie mit ihrer Sturheit und Pedanterie die freundliche Arbeitsvermittlerin fast in den Wahnsinn, erreicht aber was sie wollte: sie bekommt eine kurzzeitige Hausmeisterstelle in einem stillgelegten Jugendzentrum in Borg.  Dort gibt es nichts mehr, die Erwachsenen sind arbeits- und perspektivlos, die Jugendlichen  haben noch nicht einmal einen vernünftigen Platz für ihr  geliebtes Fußballspiel. Das einzige Geschäft ist eine Kombination aus Post, Pizzeria, Werkstatt, Lebensmittelgeschäft – eben allem, was schließen musste. Geführt wird der skurrile Laden von einer trinkfesten Rollstuhlfahrerin, die es mit Sauberkeit und Gesetzen nicht allzu genau nimmt. Und ausgerechnet dort landet Britt-Marie, die ohne ihre lebensnotwendigen Putzmittel und stundenlangen Putzorgien nicht klarkommt…

„Britt-Marie war hier“ ist der dritte Roman von Fredrik Backman und das Cover erinnert bereits auf den ersten Blick an die Vorgängerromane „Ein Mann namens Ove“ und  „Oma lässt grüßen und sagt, es tut ihr leid“. In  letzterem ist Britt-Marie auch schon in Erscheinung getreten, wenn auch aus anderer Perspektive. Die beiden Romane sind trotzdem eigenständig, müssen also nicht nacheinander gelesen werden.

Fredrick Backman schreibt in einfacher, leicht lesbarer Sprache. Allerdings stellt er den Leser insbesondere zu Beginn durch ständige Wiederholungen und Beschreibungen der engstirnigen Gedanken von Britt-Marie auf eine schwere Geduldsprobe. Erst später ändert sich dieser Stil, entsprechend der langsamen Entwicklung, die Britt-Marie erstaunlicherweise in Borg nimmt.

Wer diese Art von Humor mag, wird zumindest am Anfang bestens unterhalten. Im Laufe des Romans ändert sich der Erzählstil dann und die Handlung wird zunehmend ernsthafter, ohne dabei auf die humorvollen Anteile zu verzichten.

Besonders gelungen sind die Charakterzeichnungen, auch wenn diese zuweilen etwas überspitzt sind. Britt-Marie ist sicher besonders speziell, aber auch die „Alles-in-einem-Laden“ – Besitzerin ist einfach hinreißend. Sehr liebevoll hat Backman die fußballverrückten Jugendlichen beschrieben, allen voran die beiden Geschwister (Mädchen und Junge) die von ihrem älteren, gerade erst erwachsenen Bruder Sami versorgt werden. Alle drei wirken zunächst nicht unbedingt vertrauenerweckend, aber schon nach kurzer Zeit entdeckt Britt-Marie bei ihnen und insbesondere bei Sami Seiten, die sie nie für möglich gehalten hätte. Und dann ist da noch Sven, der Polizist, der Britt-Marie unbeholfen, aber liebenswert umwirbt.

Meine Erwartungen an dieses Buch waren hoch, nachdem mich „Ein Mann namens Ove“ wirklich begeistert hatte. Britt-Marie konnte diese Erwartungen nicht ganz erfüllen, besonders der Anfang war mir zu gewollt komisch. Gut gefallen haben mir aber viele der skurrilen und auch anrührenden Szenen in diesem Roman. Etliche Personen sind ausgesprochen liebenswert, auch wenn sich das erst später zeigt. Selbst der unsympathische Ehemann Kent hat seine guten Seiten.

Gelungen finde ich das Ende, denn es hat alles, was eine gute Erzählung braucht: Humor, Traurigkeit, Hoffnung und Aufbruch. Und Fredrik Backman hat glücklicherweise auf die richtig große Portion Kitsch verzichtet und stattdessen der Fantasie des Lesers noch ein bisschen Spielraum gegeben.

Trotz meiner Kritikpunkte kann ich Britt-Marie empfehlen, denn es verdient auf jeden Fall immer noch vier Sterne in der Gesamtbewertung. Vielleicht wären es ohne meine hohen Erwartungen auch mehr geworden.

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(124)

190 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 74 Rezensionen

usa, freundschaft, familie, familiengeschichte, baltimore

Die Geschichte der Baltimores

Joël Dicker , Andrea Alvermann , Brigitte Große
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.05.2016
ISBN 9783492057646
Genre: Romane

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(1)

1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Der Dschihad und der Nihilismus des Westens: Warum ziehen junge Europäer in den Krieg? (X-Texte zu Kultur und Gesellschaft)

Jürgen Manemann
Geheftet: 136 Seiten
Erschienen bei transcript, 16.10.2015
ISBN 9783837633245
Genre: Sonstiges

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(122)

196 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 98 Rezensionen

thriller, blind, blindheit, berlin, spannung

Endgültig

Andreas Pflüger
Fester Einband: 459 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 07.03.2016
ISBN 9783518425213
Genre: Krimi und Thriller

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(126)

235 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 94 Rezensionen

familie, selbstmord, tod, roman, tragödie

Was ich euch nicht erzählte

Celeste Ng , Brigitte Jakobeit
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 27.05.2016
ISBN 9783423280754
Genre: Romane

Rezension:

„Lydia ist tot.“ Mit diesem Satz beginnt der Roman um eine nicht so typische amerikanische Familie, deren Unfähigkeit, miteinander zu sprechen,  in die Katastrophe führt.

Als Lydia 1977 in Ohio stirbt, ist sie 16 Jahre alt und der erklärte Liebling ihrer Eltern. Der ältere Sohn Nath, immerhin brillant genug für Harvard, ist für seinen Vater eine Enttäuschung, seine Mutter nimmt ihn kaum wahr. Und für die zehnjährige Hannah interessiert sich in der Familie absolut niemand. Die ganze Familie, besonders aber die Mutter, kreist um Lydia und deren schulische Leistungen.

In Rückblenden und wechselnden Erzählperspektiven beschreibt Celeste Ng das Leben einer Familie, das geprägt wird durch unausgesprochene und enttäuschte Erwartungen und Hoffnungen und daraus resultierende Missverständnisse. Sehr ausführlich wird dabei auf die Kindheit und Kennenlernphase der Eltern eingegangen. Der Vater, ein Amerikaner chinesischer Herkunft, leidet unter seiner Abstammung und dem alltäglich erlebten Rassismus. Die Mutter entspricht äußerlich dagegen  seinem Idealbild der typischen weißen Amerikanerin, strebte aber für damalige Zeiten eine für Frauen unpassende Karriere als Ärztin an. Auch wenn diese Beschreibungen gelegentlich etwas zu ausufernd sind, kündigen sie doch durchaus eindrucksvoll die kommende Tragödie an:

Weil sie mit ihren für die damalige Zeit abweichenden Ambitionen glaubt, er als Außenseiter würde sie verstehen: "Er weiß, wie es ist, anders zu sein" (S.41). Und er, weil sie seiner Meinung nach "...so ganz und gar dazugehörte, weil sie so absolut und überaus normal war" (S. 42).

Dieses erste Missverständnis begründet die Beziehung zwischen den Eltern und wiederholt sich in Abwandlungen in ihrem gesamten Familienleben. Beide Eltern projizieren ihre letztlich unerfüllten  Hoffnungen auf Lydia: sie soll die Karriere machen, die ihrer Mutter versagt blieb. Und sie soll, weil weniger asiatisch aussehend als ihre Geschwister, nicht so auffallen wie der Vater.

Lydia selbst kommt dabei nicht zu Wort, ebenso wenig wie ihre Geschwister gegen diese Rollenverteilung wirklich aufbegehren. Denn obwohl die Geschwister sehr viel mehr voneinander wissen, geben auch sie nichts preis. Hätten sie gesprochen und wäre die Bereitschaft größer gewesen, dem anderen zuzuhören, wäre Lydia am Ende wohl nicht gestorben.

Lydias Tod – ob Mord, Selbstmord oder Unfall –bleibt bis ganz zum Schluss tatsächlich rätselhaft und zumindest für mich dann auch eine Überraschung.

In einfacher Sprache verfasst mit  gelegentlich sehr prägnanten Formulierungen, lässt sich dieser Familienroman eigentlich schnell lesen. Wären da nicht immer wieder Absätze, deren Inhalt so verstörend ist und schwer auszuhalten, dass man das Buch unterbrechen muss. Wegen der unglaublichen Verletzungen, die Eltern ihren Kindern zufügen können, nur weil sie sie nicht als eigenständige Wesen wahrnehmen.

Uneingeschränkt kann ich dieses Buch trotzdem nicht empfehlen, denn es gab einige Stellen, die ich als unlogisch oder unglaubwürdig empfunden habe. Insbesondere bei Hannah habe ich mich im Verlaufe des Buches immer häufiger gefragt, ob ein Kind anscheinend unbeschadet in einer so lieblosen Familienkonstellation heranwachsen kann. Das Ende für die noch lebenden Familienmitglieder schien mir auch nicht glaubwürdig.

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(41)

84 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

london, schuld, neuanfang, owen sheers, familie

I Saw a Man

Owen Sheers , Thomas Mohr
Fester Einband
Erschienen bei DVA, 22.02.2016
ISBN 9783421046697
Genre: Romane

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83 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 58 Rezensionen

provence, krimi, roger blanc, frankreich, capitaine roger blanc

Brennender Midi

Cay Rademacher
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 07.06.2016
ISBN 9783832198190
Genre: Krimi und Thriller

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(64)

105 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 55 Rezensionen

entführung, la réunion, familie, urlaub, mord

Beim Leben meiner Tochter

Michel Bussi , Eliane Hagedorn , Barbara Reitz
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 16.05.2016
ISBN 9783746631936
Genre: Romane

Rezension:

Martial und Liane Bellion machen gemeinsam mit ihrer sechsjährigen Tochter Josapha Urlaub auf der Insel La Reunion.  Die Familie liegt am Hotelpool, Liane will nur kurz in ihr Hotelzimmer. Doch sie kehrt nicht zurück und das leere Zimmer zeigt Spuren eines Kampfes.  

Als eine Hotelangestellte eine Aussage zuungunsten Martials macht, gerät er in den Fokus der ermittelnden Polizisten. Aber bevor er verhaftet werden kann, flieht er mit seiner Tochter.

Michel Bussi entwickelt die Geschichte in sehr kurzen Kapiteln und ständig wechselnden Erzählperspektiven. Erleichtert wird die Orientierung dabei durch präzise Zeitangaben und sehr detaillierte  Ortsbeschreibungen.

Bereits zu Beginn werden viele der im Laufe des Romans auftretenden Akteure vorgestellt, ohne dass der Autor dabei allzu sehr in die Tiefe geht. Das macht es anfangs etwas schwierig, sich die Charaktere vorzustellen und einen wirklichen Sympathieträger zu finden. Von Liane erfährt man wenig, auch Martial wirkt nicht unbedingt sympathisch. Lediglich die kleine Sapha lässt den Leser mitfühlen, allerdings wirken  ihre Gedanken nicht immer altersgerecht.

Bei der Beschreibung der Polizisten verzichtet Michel Bussi durchaus nicht auf Klischees: die von der Insel stammende Polizeichefin ist extrem ehrgeizig und gesetzestreu, während der kurz vor der Pensionierung stehende ursprünglich vom französischen Festland stammende Polizist das Inselleben in jeder Hinsicht genießt und das komplette Gegenteil verkörpert. Er ist bei weitem der spannendere der beiden Charaktere, der letzten Endes auch noch überrascht.

Der Hauptakteur Martial bleibt für mich leider über weite Strecken eher unsympathisch und schwer verstehbar.  Außerdem gab es einige Ungereimtheiten und im Nachhinein auch unlogische Stellen in der Handlung.

Richtig überzeugend ist die Beschreibung der Insel! Obwohl ich Landschaftsbeschreibungen meist nicht sonderlich mag und eher langweilig finde, habe ich selten einen Handlungsort in einem Roman so bildhaft vor mir gesehen.

Trotz der vorhergegangen negativen Kritikpunkte:

Der Schreibstil ist so flüssig, dass man geradezu durch die Seiten fliegt. Belohnt wird der Leser durch eine wendungsreiche Geschichte, die erst kurz vor Schluss aufgelöst wird.Deshalb würde ich eigentlich 3,5 Punkte vergeben. Weil das nicht möglich ist und ich das Buch wirklich unterhaltsam fand werden es wohlwollende 4 Punkte.

 

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(36)

62 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

terror, theaterstück, von schirach, buecherseele, gesetze

Terror

Ferdinand von Schirach
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Piper, 07.12.2015
ISBN 9783492056960
Genre: Romane

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(32)

78 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

elfen, fantasy, märchen, natur, poesie

Das Leben der Elfen

Muriel Barbery , Gabriela Zehnder
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 18.03.2016
ISBN 9783423280747
Genre: Romane

Rezension:

Maria ist ein Findelkind und wächst trotzdem geliebt in einem Dorf im Burgund auf. Die meiste Zeit verbringt sie alleine in der Natur. Die gleichaltrige Clara ist Waise und lebt in einem emotional eher unterkühlten Umfeld bei einem Pfarrer und dessen Haushälterin in den Abruzzen. Als Clara sich zum ersten Mal an ein Klavier setzt, zeigt sich ihr ungewöhnliches Talent. Ohne jemals Unterricht gehabt zu haben, kann sie komplizierte Melodien nachspielen. Da sie in dem Dorf nicht gefördert werden kann, zieht sie nach Rom und bekommt dort Klavierunterricht.

Obwohl die beiden Mädchen und ihre Lebensumstände nicht unterschiedlicher sein könnten, besteht doch eine enge Verbindung zwischen ihnen, die im Laufe der Geschichte offenbart wird und eng an Claras immer besser werdendes Klavierspiel gekoppelt ist.

„Das Leben der Elfen“  ist der dritte Roman von Muriel Barbery  nach „Die letzte Delikatesse“ und „Die Eleganz des Igels“. Im Gegensatz zu den Vorgängern, in denen ein Pariser Wohnhaus, deren Bewohner und die Concierge im Mittelpunkt stehen, ist die Handlung dieses Buches viel schwerer zu fassen. Es geht natürlich auch um die beiden Mädchen, um das Dorf und seine Bewohner, vordergründig um den Klavierunterricht und die Szenerie in Rom, in der Clara lebt und lernt. Aber es geht auch um Übersinnliches, Elfen, die Natur  und vor allem ganz viel Poesie.

Denn die Sprache, in der dieser Roman erzählt wird, ist unglaublich poetisch. Das ist wunderschön zu lesen, aber auch sehr anstrengend. Es erfordert wirklich höchste Konzentration, die Sätze und Inhalte bis zum Ende zu verfolgen und zu verstehen. In entspannter Atmosphäre und der Bereitschaft, sich auf dieses ganz besondere Buch einzulassen, kann  „Das Leben der Elfen“ ein Hochgenuss sein. Es ist geradezu gespickt mit klugen Sätzen, die sich zu merken lohnen:

"Man vergibt zwar leichter, wenn man versteht, aber wenn man nicht versteht, vergibt man, um nicht zu leiden. Du wirst jeden Morgen vergeben, ohne zu verstehen, und du wirst am nächsten Morgen von vorne beginnen müssen, aber du wirst endlich ohne Hass leben können." S. 166 f.

Und obwohl ich dieses Zitat wirklich mag, hätte ich es ohne die Teilnahme an der Leserunde, in der ich das Buch gelesen habe, vermutlich nie gelesen. Denn ich habe mich über weite Strecken durch das Buch quälen müssen, hätte es zugegebenermaßen auch spätestens nach der Hälfte abgebrochen.

Wenn ich das Gefühl hatte, in dem Buch angekommen zu sein, habe ich den Kontakt wieder verloren. Unglaublich schöne Passagen, in denen ich jeden zweiten Satz zweimal gelesen habe, weil ich ihn so schön fand, wechselten mit Abschnitten, die ich mehrmals lesen musste, weil ich nichts mit ihnen anfangen konnte.

Selten habe ich mich mit einem Buch und noch nie mit einer Rezension so schwer getan. Beim Schreiben habe ich eben wahllos eine  Seite aufgeschlagen, einige Sätze gelesen und spontan beschlossen, das Buch im Urlaub nochmals zu lesen. Denn es braucht Muße, um verstanden und genossen zu werden. Aber ich glaube, es könnte sich lohnen.

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(8)

20 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Die Macht der Geographie - Wie sich Weltpolitik anhand von 10 Karten erklären lässt

Tim Marshall ,
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 20.11.2015
ISBN 9783423280686
Genre: Sachbücher

Rezension:  
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173 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 21 Rezensionen

hamburg, fritz honka, kiez, 70er jahre, reeperbahn

Der Goldene Handschuh

Heinz Strunk ,
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Rowohlt , 26.02.2016
ISBN 9783498064365
Genre: Romane

Rezension:  
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175 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 51 Rezensionen

libanon, familie, bürgerkrieg, vater, beirut

Am Ende bleiben die Zedern

Pierre Jarawan
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Berlin Verlag, 01.03.2016
ISBN 9783827013026
Genre: Romane

Rezension:

Samirs Eltern sind als Flüchtlinge aus dem Libanon nach Deutschland gekommen, die beiden Kinder werden hier geboren. Obwohl Samir nicht viele Freunde und Interessen hat, ist er glücklich. Er vergöttert seinen Vater, der nicht nur seinen Sohn mit seinen Geschichten verzaubert.

Doch dann  verändert sich Samirs Vater und eines Tages ist er verschwunden. Samir ist zutiefst erschüttert, die Familie lebt jahrelang so, als würde der Vater jeden Augenblick zurückkehren.  Unterstützung erhält die Familie von ihrem Nachbarn Hakim, den die Eltern schon in Beirut kannten, und seiner Tochter Yasmin, Samirs Freundin aus frühester Kindheit.

Zwanzig Jahre nach dem Weggang des Vaters reist Samir schließlich erstmals selbst nach Beirut, um dort nach seinem Vater zu suchen. Für ihn scheint es der einzige Weg zu sein, mit seinem Kindheitstrauma abzuschließen und endlich ein Leben zu führen, das nicht von der Suche nach dem Vater bestimmt wird.

Begleitet wird er auf seiner Reise von dem Tagebuch seines Vaters und Nabil, dem Taxifahrer, der schließlich auch sein Freund wird und ihm das Wesen des Libanons erklärt.

 In wunderschöner, bildhafter Sprache wird die Geschichte von Samir erzählt, der sich von einem geborgenen, glücklichen zu einem zutiefst verlorenen und verletzlichen Kind bzw. Mann entwickelt.

Dabei springt die Erzählung zwischen verschiedenen Zeitebenen und Orten hin und her. Das macht einen ganz besonderen Reiz aus, ist gelegentlich aber auch anstrengend. Besonders lebendig und eindrücklich sind die Begegnungen Samirs mit den ehemaligen Weggefährten seines Vaters, die Samir unwissentlich bereits in den ausgefeilten Geschichten seiner Kindheit kennengelernt hat.

Nach und nach erfährt Samir dabei mehr über seinen Vater, aber er muss sich auch von dem Idealbild verabschieden, dass er sich erschaffen hat. Und auch sein Libanonbild stellt sich als nicht zutreffend heraus. Nach etlichen Schicksalsschlägen und unerwarteten Wendungen kann Samir schließlich seine Reise beenden.

 Pierre Jarawan ist ein bewegender Roman gelungen, der neben der eigentlichen Handlung auch viele Informationen über die jüngere Geschichte des Libanons transportiert. Ohne erhobenen Zeigefinger macht er dabei auf die aktuelle Situation der Flüchtlinge und unseren Umgang mit ihnen aufmerksam. Insofern ist „Am Ende bleiben die Zedern“ eben nicht nur ein absolut lesenswerter Roman, sondern auch gesellschaftspolitisch hochaktuell.

 Auch wenn ich mir einige Wendungen und sogar die Auflösung anders vorgestellt hätte, kann ich dieses Buch uneingeschränkt empfehlen! Es erinnert mich an Khaled Hosseini oder Rafik Schami.

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17 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

bettler, landstreicher, niederlande, holland, soziale gerechtigkeit

Das Paradies der Armen

Suzanna Jansen , Andrea Prins-van Dingstee , Geert Mak
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Theiss, Konrad, 01.03.2016
ISBN 9783806232974
Genre: Sachbücher

Rezension:

Das Totenbildchen ihrer Urgroßmutter Helena hat die Journalistin Suzanna Jansen bewegt, weit in die Vergangenheit ihrer Familie einzutauchen und schließlich ein Stück Niederländische Sozialgeschichte im  Buch festzuhalten. Sie sichtet Dokumente, folgt den belegten Spuren ihrer Ahnen, und verknüpft dabei die Geschichte der Umerziehungsanstalt Veenhuizen mit  ihrer eigenen Familiengeschichte. Dabei treten Fakten zutage, die für die noch lebenden Familienmitglieder überraschend und auch schmerzhaft sind.

Es beginnt mit ihrem Urahn Tobias, einem Soldaten, der über viele Stationen  1828 schließlich als Wächter mit seiner Familie in der neugegründeten und für die damaligen Verhältnisse geradezu revolutionären Umerziehungsanstalt Veenhuizen landet. Deren Gründer Johannes van den Bosch wollte tatsächlich die Lebensbedingungen der Armen verbessern und glaubte, das geeignete Mittel gefunden zu haben. Auch im weiteren Verlauf der Geschichte belegt die Autorin sehr eindrücklich, wie Reformen und Veränderungen durchaus im Sinne der dort zwangsweise untergebrachten Menschen gedacht waren. Allerdings gab es eine deutliche Diskrepanz zwischen den Ideen der meist weit entfernt Planenden und Einweisenden und den Wächtern vor Ort, die den Inhaftierten meist mit wenig Mitgefühl und Menschlichkeit begegneten. Vereinzelte Zeugnisse von Opfern dieser katastrophalen Lebens- und Arbeitsbedingungen belegen dies.

Interessant ist es auch, über die Rolle der Kirchen in der Geschichte der Armenfürsorge und der Familie der Autorin zu lesen. Denn die Zugehörigkeit zur falschen Kirche bedeutete soziale Ächtung und Verweigerung von Unterstützung. Einen Anspruch auf staatliche Armenfürsorge gab es erst spät. Die Entwicklung des Hilfesystems und die demütigenden Hürden, die es zu nehmen galt, werden sehr eindrücklich anhand Rozas Geschichte vermittelt. Abgeschlossen wird die Familiengeschichte dann mit der Mutter der Autorin.

Besonders beeindruckt hat mich die Gegenüberstellung der Lebensläufe von Tobias und Johannes van den Bosch. Es wird sehr deutlich, dass die unterschiedliche Herkunft der beiden Männer ihr komplettes weiteres Leben bestimmen und ihr Handeln wenig Einfluss auf ihre Stellung hat. Ebenso beindruckt haben mich die Frauen in der Geschichte, die trotz aller Widrigkeiten, Benachteiligungen und Unzulänglichkeiten ihrer Ehemänner für ihre Familien gekämpft haben und schließlich mit Roza den Armutskreislauf für ihre Kinder durchbrechen konnten.

Sehr gelungen finde ich die hochwertige und ansprechende Aufmachung des Buches. Das Coverfoto mit dem Sepiabild von zwei ernst dreinblickenden Kindern passt perfekt  zum Inhalt. Zum besseren Verständnis der Familiengeschichte ist ein Stammbaum vorangestellt. Der Text wird durch viele Fotos von Familienmitgliedern, der Anstalt und von Dokumenten ergänzt.

Nach leichten Startschwierigkeiten hat mich dieses Buch dann doch sehr beeindruckt. Suzanna Jansen ist eine gelungene Verknüfung ihrer Familiengeschichte mit der Geschichte von Veenhuizen gelungen.

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