Archer

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

krimi, angehörige, mysteriöser tod, verstorbene, glamourös

Possessions

Sara Flannery Murphy , Cornelia Röser
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Arctis Verlag, 10.02.2017
ISBN 9783038800033
Genre: Krimi und Thriller

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115 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

Almost a Fairy Tale

Mara Lang , Alexander Kopainski
Fester Einband
Erschienen bei Ueberreuter Verlag , 15.09.2017
ISBN 9783764170684
Genre: Jugendbuch

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

Die Spur der Bücher

Kai Meyer , Simon Jäger
Audio CD
Erschienen bei Argon Sauerländer Audio ein Imprint von Argon Verlag, 24.08.2017
ISBN 9783839841600
Genre: Fantasy

Rezension:

Als Adoptivtochter eines Buchhändlers kennt sich Mercy Amberdale nicht nur in der Welt der Bücher, sondern auch der Bibliomanten aus. Doch eines Tages geht bei einem Einbruch im Haus einer chinesischen Gangsterchefin alles schief, und Grover, einer ihrer Freunde, stirbt dabei. Mercy konnte ihn selbst durch ihre Bibliomantik nicht retten, also beschließt sie, sie nie wieder zu nutzen, zieht zu Hause aus, bricht den Kontakt zu allen Leuten ab und nimmt nur noch Bücherbeschaffungsaufträge für reiche Sammler am. Doch dann holt sie die Vergangenheit wieder ein: ein Buchhändler am Cecil Court ist ermordet worden - mit Feuer, ohne dass auch nur eines der vielen tausend Bücher um ihn herum Schaden genommen hat. Mercy muss den Spuren der Bücher nachgehen und erfährt dabei auch einiges über sich.

So viel Potenzial. So viele coole Ideen. So ein guter Sprecher (Simon Jäger). Kann doch eigentlich nicht schiefgehen? Direkt schief gegangen ist es nicht. Aber ein Reißer auch nicht. Dafür ist es einfach viel zu langatmig, viel zu dialoglastig, wenn es doch einer Actionszene bedurft hätte. Logiklücken gab's auch hier und da. Philanders Schwester zum Beispiel. Wie konnte ihr aufgelauert werden? Oder wie logisch klingt es, dass jemand nicht die Gabe nutzt, die einem das Leben retten kann als einziger Ausweg, wenn er gefesselt und geknebelt ist? Das war eines der Probleme, die ich mit Mercy hatte. Bis zum Schluss fand ich zu ihrer Denkweise keinen Zugang und meistens war sie mir äußerst unsympathisch. Dazu kam, dass anscheinend alle Antagonisten das Handbuch der Superschurken gelesen hatten und vor dem großen Showdown große Reden schwangen, damit die in Bedrängnis geratenenen Helden in der Zeit Möglichkeiten überlegen oder finden konnten, um einen Ausweg zu ersinnen. Gefallen hat mir der Besserwisser und ein paar der bibliomantischen Ideen und der Bezug zu den Penny Dreadfuls und Simon Jäger, der das Buch immer wieder aufwerten konnte. Ansonsten führt mich die Spur der Bücher hier zum Ende, zumal einige der Ereignisse auch recht vorhersehbar waren und mich die Fortsetzungen nicht reizen. 2,5/5 Punkten.

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59 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

valeria, turm, eliana, träume, das haus des reinen schlafes

Die Stadt der verbotenen Träume

Emmi Itäranta , Gabriele Schrey-Vasara
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Arctis Verlag, 08.09.2017
ISBN 9783038800071
Genre: Fantasy

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80 Bibliotheken, 15 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

fantasy, jugendbuch, magie, versteckte homosexualität, liebe

Die Magie der Lüge

Nicole Gozdek
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.09.2017
ISBN 9783492704380
Genre: Fantasy

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

5, 19. jahrhundert, rezension, krimi, indie

Stadt der Tiefe (Der Hüter)

Jasmin Jülicher
E-Buch Text: 247 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 23.06.2017
ISBN 9783744840941
Genre: Sonstiges

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75 Bibliotheken, 15 Leser, 1 Gruppe, 21 Rezensionen

drachen, fantasy, anthony ryan, das erwachen des feuers, drachenblut

Das Erwachen des Feuers

Anthony Ryan , Birgit Maria Pfaffinger , Sara Riffel
Fester Einband: 832 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 09.09.2017
ISBN 9783608949742
Genre: Fantasy

Rezension:

Drachenblut gilt in dieser Welt als das wertvollste Gut, das jemand besitzen kann, gerade wenn er ein Blutgesegneter ist - wenn er also durch das Blut Magie wirken kann. Dabei sind die verschiedenen Drachenarten für verschiedene Kräfte zuständig - Schwarz für die Kraft, Grün für den Körper, Rot fürs Feuer und Blau für den Geist. Doch die gezüchteten Drachen werden immer schwächer und anscheinend sterben die wilden Drachen aus. Es gibt ein Gerücht über einen großen weißen Drachen, mit dessen Blut man Außergewöhnliches vollbringen könnte ... doch noch nie hat jemand einen Weißen gesehen. Clay, ein Dieb und Kleinkrimineller wird von seinem Onkel gezwungen, sich auf eine gefährliche Reise in die unerforschten Gebiete Mandinoriens mit zu begeben, um das Drachenblutsyndikat wieder zu alter Größe zu bringen. Auch Lizanne, eine Agentin, wird in diese Mission verwickelt, und Hilemore, ein Schiffsoffizier - diese drei sind die Hauptpersonen der Geschichte, die sie auch mühelos zu tragen vermögen.

Eigentlich gibt's nur ein Wort für dieses Buch: geil. Aber echt jetzt. Das ist Fantasy, bei der Tolkien in Tränen ausgebrochen wäre, könnte er sie lesen, denn so, glaube ich, hätte er eigentlich schreiben können wollen. Eine intelligente Story, in drei Handlungsstränge eingearbeitet, von denen einer interessanter als der nächste war. Ob sich die Agentin gerade mit ihrem Tarnen und Täuschen durch diverse Intrigen arbeiten musste, man den Offizier auf seinem Boot und den Seeschlachten begleitete oder mit Claydon durch den Dschungel stapfte - immer war man mittendrin statt nur dabei. Ganz ohne Fernsehgebüren. Das Teil ist ein 700+ Seiten Wälzer, und keine einzige Seite war verschwendet oder langweilig. Kann es eigentlich nicht erwarten, den zweiten Band in die Hände zu kriegen und wenn die mit der Übersetzung zu lange warten, kaufe ich mir den auf Englisch.

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197 Bibliotheken, 13 Leser, 0 Gruppen, 97 Rezensionen

fantasy, palast, horror, französische revolution, jugendbuch

Palast der Finsternis

Stefan Bachmann , Stefanie Schäfer
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 23.08.2017
ISBN 9783257300550
Genre: Romane

Rezension:

Als in Frankreich unter dem Palast eines Adligen ein weiterer, unterirdischer Palast gefunden wird, schlägt Anouks große Stunde, denn die Verantwortlichen der Ausgrabung suchen Jugendliche mit besonderen Fähigkeiten, um ihn zu erforschen. Anouk, die in ihrer eigenen Familie nicht wertgeschätzt wird, reist mit vier anderen Jugendlichen nach Frankreich. Schon ihre Abreise geschieht in einem eigenen Jet, und der obere Teil des Palastes bietet allen erdenktlichen Luxus. Doch dann geschieht etwas Unerwartetes, und Anouk und drei ihrer Gefährten fliehen in den unterirdischen Teil - den Schmetterlingspalast -, und geraten in ein Labyrinth von Fallen und Bösartigkeit. Was sie herausfinden, wird Leben kosten ... im schlimmsten Falle ihr eigenes.

Es spricht für die Spannung und Unterhaltsamkeit des Buches, dass ich so viele Punkte gebe, denn wenn man sich einige Sachen genauer durch den Kopf gehen lässt, hakt es an allen Ecken und Enden an der Logik. Es ist zweigeteilt - einerseits erfährt man alles über die Zeit, in welcher der unterirdische Palast gebaut wurde  (Zeit der französischen Revolution, 1789) und die Adlige Aurelie, die mit ihren Schwestern dort hinunter flüchtet und die heutige Zeit mit Anouk und ihren Leidensgenossen, wobei natürlich das eine mit dem anderen zusammenhängt. Der Autor hat gut recherchiert, man taucht in das Leben der Adligen zum Ende des 18. Jahrhunderts ein, und man bekommt all die Pracht ihrer Häuser zu spüren. Gleichzeitig erlebt man das manchmal direkt schon horrorlastige Abenteuer der Jugendlichen heute. Schreiben kann er also, der Herr Bachmann, und wenn es dann irgendwann auch noch bis zum Ende schlüssig erklärbar wird, klappt's auch mal mit der Höchstpunktzahl. In dem Fall dann Abzug, 3,5/5.

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59 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 16 Rezensionen

jugendbuch, fantasy, riders, spannung

Riders - Schatten und Licht

Veronica Rossi , Franca Fritz , Heinrich Koop
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 24.08.2017
ISBN 9783841402233
Genre: Fantasy

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

hörspiel, mystery hörspiel, mystery serie, mystery, 19. jahrhundert

Oscar Wilde & Mycroft Holmes - Folge 10

Jonas Maas , Maritim Verlag , Diverse
Audio CD
Erschienen bei Bastei Lübbe, 21.07.2017
ISBN 9783785754658
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

1895: In einem Gasthaus im deutschen Reich, mitten im tiefsten Harz, begegnen sich drei englische Gentlemen. Sie erfahren, dass sich unweit von ihnen der Brocken befindet, der Berg, der im Volksmund auch Blocksberg genannt wird, und auf dem angeblich die Hexen tanzen. Sie verlachen diesen Aberglauben, obwohl der Wirt sie eindringlich davor warnt, diese Erzählungen auf die leichte Schulter zu nehmen, und als sich dann noch eine junge, hübsche Frau als Führerin auf den Berg anbietet, können sie nicht widerstehen. Trotz aller händeringenden Warnungen des Wirts begeben sie sich mit der jungen Frau auf eine Wanderung - eine, die nicht nur ihr Leben, sondern auch das in ganz England zerstören kann. Wenige Wochen später in London: Ein junger Mann aus dem Adel, der in einer Bank arbeitet, unternimmt einen Angriff auf die Geldreserven des Königreichs ... und das ist erst der Anfang. Wilde hat wieder alle Hände voll zu tun, die Schergen des Zirkels davon abzuhalten, ihr Schlimmstes zu tun.

Dieses Hörbuch war wieder geringfügig besser als die letzten beiden, wenn es auch noch weit zu der Genialität der ersten Folgen fehlt. Was niemals zu schwanken scheint, ist die Qualität der Sprecher, die sind durchweg motiviert und scheinen trotz der oft verkorksten Plots Spaß an der Sache zu haben. In letzter Zeit ist mir die Vorgeschichte oftmals zu lang, so auch hier, denn dann bleibt weniger Zeit für die Aufklärung und wirkt manchmal gehetzt, aber da es dieses Mal nicht so völlig unlogisch war wie in vergangenen Folgen, werde ich ausnahmsweise hoffnungsvoll-milde bewerten in dem Glauben, dass es wieder bergauf geht - langsam, als würde man den Brocken besteigen, aber doch mit einem Ziel im Blick. 2,5/5 Punkten.

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24 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 16 Rezensionen

schurken, helden, freundschaft, held, kinderbuch

Evil Hero

Sandra Grauer , Jann Kerntke
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Planet! ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 21.08.2017
ISBN 9783522505482
Genre: Kinderbuch

Rezension:

John Taylor ist der Sohn des Superhelden Eagleman. Des toten Superheldens, denn dieser wurde vor kurzem von seinem Erzfeind The Rockstar ermordet. Dieser hat sich keinesfalls an die Superhelden- und Superschurkenetikette gehalten, sondern ihn hinterrücks ermordet - geht gar nicht! Da John bei der Superheldenakademie abgelehnt wird, bewirbt er sich kurzerhand an der Evil Äcädemy, der Schule für Superschurken, denn dort will er die Identität des Superschurkens Rockstar herausfinden. Womit John nicht gerechnet hat: dass er dort echte Freunde findet, die ihm jederzeit zur Seite stehen.

Eine klasse Idee und ziemlich witzig, sich vorzustellen, dass Schurken und Helden sich an diverse Etikette halten müssten. Mir gefiel auch die Schule und ihr Unterricht selbst, zumal sich die meisten als weniger evil herausstellten, als man meinen möchte. (Wobei die Sache mit den Krokodilen schon grenzwertig war, aber das sollte wohl das "evil" betonen. Was mir nicht so gefiel, war, dass es zwischendurch öfter abrupte Brüche gab, als ob es unnötig wäre, geschmeidige Übergänge zu schreiben. Das hat mich teilweise irritiert. In einem Moment noch ärgert sich John über einen Lehrer oder einen Schüler, und anstatt diese Momente ein wenig auszuloten, in die Tiefe zu gehen, wird das halt mal nebenbei vermerkt und weiter geht's. Das verbreitete den Eindruck, dass es zwischendurch zu zackig ging, was ein bisschen die Luft aus der Geschichte nahm. Ansonsten bin ich gespannt, ob die Reihe fortgeführt wird und werde mir dann Johns nächstes Schuljahr ansehen. 3,5/5.

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181 Bibliotheken, 26 Leser, 0 Gruppen, 35 Rezensionen

dystopie, gene, jugendbuch, perfektion, zukunft

Die Perfekten

Caroline Brinkmann , Caroline Brinkmann
Fester Einband: 587 Seiten
Erschienen bei ONE ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 25.08.2017
ISBN 9783846600498
Genre: Jugendbuch

Rezension:

In einer Welt, in der die Menschen nach Kasten eingeteilt werden, ist nur erlaubt, wer eine Tätowierung mit einem Zahlencode trägt, der jederzeit gescannt werden kann. Rain trägt so einen Code nicht, deshalb ist sie ein Ghost und kann weder zur Schule gehen noch irgendwo arbeiten. Mit ihrer Mutter Storm ist sie immerwährend auf der Flucht. Nie kann sie Freundschaften schließen, ihr einziger Begleiter ist eine Manguste, die auch ihren eigenen Kopf hat. Doch eines Tages trifft sie auf Lark und dessen kleine Schwester Rose und sie bricht alle ihre Regeln - ein fataler Fehler, denn Lark verrät sie. Da ihre Mutter eine Rebellin ist, wird Rain nach Aventin verschleppt, die Welt der Perfekten. Und dort stellt sich heraus, dass sie kein Ghost ist, sondern eine von ihnen - die unmögliche Prinzessin. In Grey, ihrer alten Heimat, überschlagen sich die Ereignisse, Aufstände sind an der Tagesordnung und es liegt jetzt an ihr zu versuchen, Frieden und Gesundheit zu ihnen zu bringen.

Es haben schon andere erwähnt, dass es zum Teil an die Hunger Games erinnert, gerade mit den verschiedenen "Distrikten" wie dem "Capitol" Aventin, Coal, Grey, Green, Silver ... Man macht sich auch so seine Gedanken, wie ein Mädchen, das maximal von ihrer sich mit ihr auf der Flucht befindlichen Mutter heimunterrichtet wurde, zu einem so intelligenten und Zusammenhänge erfassenden Menschen werden konnte oder wovon sie überhaupt leben - ab und zu für Brot und Kaffee ein paar Tauschdinge herzugeben, ist mir zu wenig. Woher hatten sie die Sachen, die sie eintauschten, die mussten ja auch erst mal von irgendwas hergestellt werden. Wovon können sie sich die Miete leisten? Aber gut, das Buch sollte unterhalten, nicht die grundsätzlichen Fragen des normalen täglichen Überlebens aufwerfen, auch wenn das schon dystopisch genug ist in einer Welt wie Grey. Gut gefallen hat mir die Einteilung nach Genen, das ist mal etwas, das ich mir durchaus für unsere eigene Zukunft vorstellen könnte, wenn Trump und Co weiterhin regieren. Auch die moralisch aufgeworfenen Fragen, die zum Nachdenken anregen: Ab wann ist man ein Revolutionär, wo beginnt Terrorismus? Oder ist das lediglich eine Interpretation derjenigen, die an der Macht sind? Das Tempo, das anfangs eher schleppend zu spüren war, zog zum Schluss rasant an und es endete auch mit einem Knall - nur um dann wieder ratlos zurückzulassen. Ist es der Auftakt zu einer Reihe oder reicht es, wenn ich mir im Kopf selbst den Rest zusammenreime?

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 1 Rezension

Armada

Ernest Cline , Sara Riffel , Gerrit Schmidt-Foß
Audio CD
Erschienen bei Argon, 23.03.2017
ISBN 9783839815427
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Zachary Lightman ist der Luke Skywalker dieser Story. Sein Vater ist auch nicht Darth Vader, sondern tot. Glaubt er zumindest. Statt mit einem Laserschwert spielt er mit Konsolen, und richtig gut ist er im Spiel Armada, in dem man als Drohnenpilot feindliche Raumschiffe abschießt. Eines Tages stellt sich heraus, dass dieses Game gar keines ist, sondern benutzt wurde, um Millionen Drohnenpiloten auf der Welt auszubilden. Die Außerirdischen gibt es wirklich, und sie klopfen bereits an die sonnensytemische Tür der Erde - in der vollen Absicht, alle Menschen zu vernichten. Plötzlich ist Zack ein Leutnant der Earth Defence Alliance und Darth Vader sagt: Ich bin dein Vater. Oder so.

Ähm ... Ja. Nach Beendigung des Hörbuchs saß ich so da und dachte ... nichts. Keine Ahnung, was sich der Autor dabei gedacht hat. Yeah, ich werfe mal alle Ami-Klischees auf einen Haufen, benutze Gameranspielungen, die außer Gamern niemand versteht, mixe das mit Uralt-Musik aus den 80igern, die keiner kennt und sehe mal zu, wie's ankommt? Dazu unerträgliche Worthülsen wie: "Wir suchen nach Zack Lightman - es geht um die nationale Sicherheit!" oder so ähnlich? Heldenhafter Opfermut von heldenhaften Amis, der gefeiert wird, während ein sich opfernder Chinese keiner Erwähnung mehr bedarf? Die Chinesen haben ja zwei Milliarden Leute, auf einen mehr oder weniger kommt's wohl nicht an, oder was? Dazu die Behauptung, Viper sei ein guter Mann, obwohl er auf seinen Freund geschossen hat? Was zum Geier war das hier? Warum habe ich bis zum Schluss diesen Krampf angehört? Ich dachte die ganze Zeit, es gäbe eine coole politische Auflösung, etwas, das mich zum Schluss mit allem versöhnt. Warum gebe ich anderthalb Punkte? Zwei Gründe: Es wird erwähnt, dass Amis vielleicht nicht nur heldenhaft, sondern auch mal richtig fett schuld an der Misere sein könnten und der großartige Sprecher. Selbst er konnte das Buch nicht besser machen, aber wenigstens erträglich zu hören. Feine Leistung! 1,5/5 Punkten.

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22 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

ermittler, kriminalroman, norwegen, bernhard stäbe, callmeabookaholic

Kein guter Ort

Bernhard Stäber
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe Ag, 15.08.2017
ISBN 9783741300431
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Arne Eriksen ist Halbnorweger und Psychologe. Seit einem Vorfall lebt er in Kviteseid, irgendwo auf dem Land und arbeitet als Therapeut. Als sich eine alte Freundin von ihm - Kari Bergland, Kommissarin aus Bergen -, bei ihm meldet, rutscht er in einen neuen Fall mit ihr. Die Tochter von Karis Chef, Janne, hat ein massives Drogen- und Aggressionsproblem. Deshalb soll sie bei Arne eine Therapie machen, doch zuerst dreht sie einmal voll am Rad. Dabei stolpert sie über ein altes Gebäude, ein geschlossenes Hotel, in dem vor zehn Jahren ein Doppelmord passierte, der bis heute ungeklärt ist. Janne ist fest entschlossen, das Rätsel zu lösen, doch da ist jemand genauso fest entschlossen, dieses Rätsel für immer ungelöst zu lassen. Arne, Kari und Janne geraten in Lebensgefahr.

Im Großen und Ganzen fand ich das Buch interessant und spannend. Die Schreibweise ist flüssig, es werden auch all die richtigen Themen bedient (Flüchtlinge, norwegische Nazis, Drogen). Ich habe diese Janne, die therapeut werden musste oder sollte, übelst verabscheut - gut, dass ich kein Therapeut bin, ich hätte mich zu allem hinreißen lassen, nur nicht, ihr zu helfen. Aber gut, diese Frau konnte starke Emotionen hervorrufen bei mir, also war es ein gut entwickelter Charakter. Womit ich jedoch gar nicht klar kam, war dieses "überirdische" Element, diese Bewusstseinserweiterung von Arne, mit der der schließlich auf den entscheidenden Lösungsansatz des Falles kam. Ich glaube nicht an Schamanismus oder das berühmte Bauchgefühl, ich glaube eh nur an wenige Dinge, die man nicht sehen/hören/messen/beweisen kann. Wer ähnlich tickt, mag auch ähnliche Probleme mit dem Buch haben, ansonsten gibt es gerade am Schluss sehr viel Action, der bei der Stange hält und zwei Fragen aufwirft: Wie hart sind die Norweger, dass sie solche Sachen überleben können und Wie kommen sie mit all diesen Mordfällen in schon so kleinen Orten klar? ^^ 3,5/5 Punkten.

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14 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

populärwissenschaftlich

Mumien in Palermo

Mark Benecke
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 14.10.2016
ISBN 9783785725726
Genre: Sachbücher

Rezension:

Mark Benecke ist so ziemlich der bekannteste Kriminalbiologe der Welt und als solcher hat er eine ziemliche Fangemeinde. In diesem (Hör-)Buch, das zwar durchaus nicht uninteressant oder gar unspannend war, lässt er sich allerdings ganz schön selbst feiern, das ist mir bei anderen (Hör)Büchern von ihm nicht so aufgefallen. Vielleicht steigt's ihm langsam zu Kopf, aber wer kann's ihm verdenken? ^^

Das Buch heißt zwar Mumien in Palermo, aber diese Mumien sind nur ein Teil des Buches. Benecke befasst sich hier mit Alienuntersuchungen, Stigmatahysterien, Selbstenzündungen, heiligen Leichenöl, den erwähnten Mumien und einem absolut überflüssigen Kapitel, das sich mehr mit Reisetipps für Globetrotter beschäftigt als dem, was man von einem Mann wie Benecke erwarten kann. Wie erwähnt sind bis auf die Reisetipps die Kapitel nicht unspannend, aber trotzdem nicht immer das Wahre. Er fällt vom Hundertsten ins Tausendste, wiederholt viele Dinge doppelt, dreifach, sonstmal wie oft (ja, wir haben es irgendwann verstanden, dass es "nicht glauben oder vermuten, sondern messen" heißt!). Das wirkt ab und zu ernsthaft anstrengend, obwohl ich persönlich sogar gut mit der leicht hektischen Erzählweise von Benecke zurechtkomme (teilweise hatte ich Mitfahrer im Auto, die seine Sprechweise unerträglich fanden). Und so sehr ich Benecke dafür schätze, dass er sich anscheinend für die Gleichberechtigung aller einsetzt, so nervig wirkt es, wenn es jedes Mal heißt: Die Forscherinnen und Forscher, die Kriminalbeamtinnen und Kriminalbeamten, die Insektinnen und Insekten (Letzteres habe ich mir ausgedacht, ok, aber die Richtung ist klar).

Alles in allem ist es von meiner Seite aus eher nicht das Erwartete gewesen, obwohl ich auch hier wieder einiges lernen konnte. Vielleicht muss man sich immer von Beneckes doch irreführenden Titeln trennen, um unbelastet in seine (Hör)Bücher einsteigen zu können.

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315 Bibliotheken, 21 Leser, 1 Gruppe, 91 Rezensionen

liebe, geheimnisse, zukunft, katharine mcgee, freundschaft

Beautiful Liars - Verbotene Gefühle

Katharine McGee , Franziska Jaekel
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 23.08.2017
ISBN 9783473401536
Genre: Jugendbuch

Rezension:

100 Jahre in der Zukunft: Die Reichsten und Schönsten von Manhattan wohnen im höchsten Penthouse der Welt - 1000 Stockwerke über dem Boden. Als bei der überirdisch schönen Avery eine Party stattfindet, passiert ein Unglück: ein Mädchen stürzt vom Dach. Ein Unfall? Mord? Danach wird nichts mehr sein, wie es war - doch wie kam es überhaupt dazu? Alle haben ein Geheimnis, alle nehmen Drogen, alle versuchen, immer mehr und mehr zu erleben und kaum einer interessiert sich dafür, wie es den Leuten da unten, in den unteren Stockwerken geht und die sich durchschlagen.

An und für sich ist die Idee wirklich gut. Und eine Zeitlang ist es auch spannend, aus den immer wieder wechselnden Perspektiven die neuen Errungenschaften des nächsten Jahrhunderts zu erleben, aber dann ... nach einer recht kurzen Weile ... wird es doch langatmig. Man hat das Gefühl, einer Soap Opera beizuwohnen, bei der alle schön sind, selbst die Armen, alle cool sind, selbst die Reichen, und dazwischen gibt's eigentlich auch nichts. Sympathie konnte ich für überhaupt niemanden aufbringen - höchstens für die Schwester von Riley, und die spielte eigentlich gar keine Rolle. Das Buch hätte um hundert Seiten oder mehr gekürzt gehört, dann hätte man nicht das Gefühl der ewigen Wiederholungen gehabt und die Spannung hätte gehalten werden können. Es war nett, aber ob ich mir wirklich den zweiten Teil antun werde, weiß ich noch nicht. Jedenfalls kein Must-Have.

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64 Bibliotheken, 7 Leser, 2 Gruppen, 49 Rezensionen

rosenheim, fußball, krimi, bayern, reporterin

Wildfutter

Alma Bayer
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei btb, 14.08.2017
ISBN 9783442715312
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Tiger ist verschwunden.
Der Tiger war der Superstar der Fußballjugendtrainer, heiß und innig geliebt (meistens von den Fußballmüttern), verhasst bei anderen (meistens den Fußballvätern).
Dann stolpert der pensionierte Kriminalbeamte Pangratz, der sich widerrechtlich nachts im Wildpark Blindham herumtreibt über eine Hand. Statt die Hand zu schütteln, schüttelt es ihn, denn es handelt sich um das einsame, eiskalte Händchen des Verschwundenen. Pangratz, der erst vor kurzem aufs Abstellgleis geschoben wurde, beschließt mit Hilfe seiner Tochter Jo Coleman, den (tiefen) Fall des Tigers vor seinem Nachfolger in der Mordkommission zu lösen.

Ich versuche mal, es irgendwie höflich auszudrücken: Die einzigen Schweine, die nicht stets und ständig an Sauereien gedacht haben, waren die im Wildpark. Ansonsten habe ich bis zum Schluss dieses sinnlos langgezogenen, fast 500 Seiten langen diskrimierenden, frauen- und menschenverachtenden Machwerks nicht begriffen, was hieran ein "Rosenheimkrimi" sein sollte. Nur weil ein (zerstückelter) Toter auftaucht, ist das noch lange kein Krimi. Und weil einer Pangratz heißt und zweimal einen bayerischen Ausdruck benutzt, ist es nicht regional. Niemand interessiert sich hier wirklich für das Schicksal des Tigers, am allerwenigsten die Polizei, die natürlich in Form eines absolut dümmlichen Bullen daherkommt. Pangratz und sein zweiter Frühling, so vermute ich, sollten bayerisch-überzeichnet witzig wirken, genauso wie die Gedanken des Nachfolgers des Tigers. Auf einen durchschnittlich intelligenten Menschen kann das nur abstoßend wirken, und auch wenn es heißt "Sex sells", gilt in mancher Hinsicht doch eher "Weniger ist mehr", zumal wenn es so widerlich verkauft wird. Das war mal nichts, höchstens noch für Hardcorefußballfans, und sollte es - was sämtliche bayerischen Götter verhindern mögen -, zu einem Nachfolger kommen, so auf jeden Fall ohne meine gepflegte Langeweile und Abscheu. 1,5/5 Punkten.

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90 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 66 Rezensionen

krimi, gesine cordes, friedhofsgärtnerin, bestatter, annette wieners

Wildeule

Annette Wieners
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 11.08.2017
ISBN 9783548612591
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Gesine Cordes war vor zehn Jahren bei der Kripo - solange, bis ihr kleiner Sohn starb und ihr Leben den Bach runterging. Mittlerweile arbeitet sie als Friedhofsgärtnerin und wird immer mal wieder mit Kriminalfällen zusammengebracht. Dieses Mal wird es wieder sehr persönlich. Als Gesine auf einer Beerdigung den klassischen falschen Toten im Sarg findet, kommt die Kripo in Form von Marina Olbers und ihrer Praktikantin schnell auf Gesines Freund, den Bestattungsunternehmer Hannes. Und dieser lügt auch noch, als er in dieser Hinsicht befragt wird, und reitet mit seinen Falschaussagen auch Gesine mit rein. Doch dabei bleibt es nicht - es gibt wieder eine Tote, und auch dieses Mal sieht es so aus, als hätte Hannes die Finger im Spiel.

Wiener hat bei mir gute Karten, denn sie hat einen hervorragenden Schreibstil und extrem coole Leute zum Leben erweckt, die Spaß machen zu lesen. Trotzdem schwächelt es dieses Mal. Die Handlung wird ein bisschen an den Haaren herbeigezogen und immer dann, wenn man denkt, dass solche Handlungen bei Jugendlichen, aber sicher nicht bei Erwachsenen zu erwarten wären, passieren sie. Das hat mich dieses Mal ein bisschen (arg) genervt. Wobei es nicht der Täter ist, dessen Handlungen absurd sind, sondern fast durchweg Gesine, Hannes und Marina. Und das tut ein bisschen weh, denn Wieners Bücher zu lesen ist normalerweise wie Heimkommen aus dem Urlaub - dieses Mal hat's nicht so einen Spaß gemacht, weil irgendein Idiot nach der Party nicht aufgeräumt hatte und überall angefangene Flaschen und Kippen hat rumliegen lassen. 3,5/5.

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(19)

30 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

verlag: arctis, atmosphär, der mann zwischen den wänden, beobachtung, surreale elemente

Der Mann zwischen den Wänden

Emma Ångström , Annika Ernst
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Arctis Verlag, 04.08.2017
ISBN 9783038800057
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die neunjährige Alva ist todunglücklich. Ihre Mutter hat sich von ihrem Vater getrennt und ist mit ihr und ihren beiden Schwestern in die Stadt gezogen, und das ausgerechnet in ein altes Haus mit 32 Mietparteien. Weder hier noch in der neuen Schule noch in der neuen Stadt kennt sie irgendjemanden, und das will sie auch nicht. Alva zieht sich zurück, und das Einzige, was sie wirklich interessiert, ist ihr großes Buch des Okkulten. Eines Tages verschwindet eine Nachbarin spurlos - nur um zwei Wochen später unvermittelt tod und halb verwest in ihrer eigenen Wohnung wieder aufzutauchen. Die Polizei glaubt natürlich, der Ehemann war es, doch Alva findet etwas - und jemanden - anders. Jemanden, bei dem sie zum ersten Mal in ihrem Leben rückhaltlose Anerkennung findet. Und was macht ein Mord oder auch zwei aus unter Freunden?

Ich glaube, wer dieses Buch liest, wird sich in seiner eigenen Wohnung nie wieder perfekt sicher fühlen. Das Grauen schleicht sich immer wieder kurz und langsam ein, erst die Gänsehaut auf den Armen zeigt, wie unheimlich wieder einmal eine Stelle in diesem Buch gewirkt hat. Es ist nicht jedermanns Sache - wer Haudraufhorror aka Stephen King erwartet, wird enttäuscht werden. Wer keine Empathie für einsame Kinder und vernachlässigte Menschen aufbringen kann, wem der Mord an Tieren mehr Schmerzen bereitet als an Menschen, der ist bei diesem Buch völlig falsch. Auch andere können sich fragen, ob das wirklich alles so möglich ist (meiner Meinung nach nicht), aber diese immer mehr in den Abgrund böser Taten getriebenen Hauptpersonen fesseln wirklich, obwohl man sie ab einem bestimmten Zeitpunkt nur noch verabscheuenswürdig findet. Ein ungewöhnliches Buch, das sogar einen Nachfolger vertragen könnte.

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210 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 124 Rezensionen

fantasy, jugendbuch, aditi khorana, märchen, amrita am ende beginnt der anfang

Amrita. Am Ende beginnt der Anfang

Aditi Khorana , Peter Klöss
Fester Einband
Erschienen bei Dressler, 21.08.2017
ISBN 9783791500560
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Amrita ist der Name der Hauptperson dieses Buches, und sie ist die 16jährige Hauptperson des Buches, Prinzessin von Shalingar. Als der Tyrann Sikander, der Reich um Reich erobert, auch vor den Toren ihrer Heimat steht, beschließt ihr Vater, sie Sikander zur Frau zu geben, wenn er Shalingar, das Land, dafür verschont. Doch dann überlegt er es sich anders, und Sikander bringt ihn um. Amrita gelingt die Flucht mit dem Orakel Thala, die eine Sklavin Sikanders war und behauptet, man könne die Ereignisse verhindern, wenn man in die Zeit eingreift. Auf der Flucht geraten sie unter anderen in einem Tempel, in dem Amrita eine Entdeckung macht und zu einem geheimnisvollen Volk, das für die Drogenproduktion des Landes verantwortlich ist (auf die ist Sikander besonders scharf).

Das ist mal eine Kunst, unter solchen exotischen Vorgaben so langweilig zu schreiben. Man wartet allein einhundert Seiten, bis es mal überhaupt losgeht. Und damit es beim Losgehen auch besonders schwer ist, wird mal eben von vornherein alles getan, um es so dümmlich wie möglich laufen zu lassen. Da ist ein Tyrann, der alle Völker unterwirft? Ach, warum sollten wir, die wir sehr wahrscheinlich die nächsten sind, der Prinzessin was darüber erzählen? Warum sollten wir ihr den Fluchtweg aus dem Schloss zeigen? Ist doch nur die Prinzessin, die braucht das nicht wissen. Oder warum was über die Mutter der Prinzessin erzählen? Ist doch nur die Mutter, wen interessiert's? Danach wird das Buch aus einzelnen Versatzstücken zusammengeklaubt. Man muss eine wichtige Person treffen? Kein Problem, Prinzessin nimmt natürlich - obwohl auf der Flucht - das Tuch ab, das ihr Gesicht verbirgt. Wie sonst sollte sie erkannt werden? Oder warum sollte man der Prinzessin überhaupt was von sich erzählen? Ist doch nur ihr Leben, was geht's sie an? Vergiss die Göttin, die so aussieht wie sie. Aber all das wäre noch zu verkraften gewesen, wenn dieses dümmliche Ende nicht das ganze bröcklige Gebäude des Buches noch mehr eingerissen hätte. Ich kann jetzt nicht spoilern, aber eine ungefähre Message ist so: Wenn du, liebe Frau, dich nicht prostituierst, wird es deine Schuld sein, wenn ein Tyrann Leute umbringt und verrückt wird. So ein Tyrann ist nämlich nicht für seine eigenen Taten verantwortlich, es ist die unerwiderte Liebe, die ihn zu bösen Taten treibt. Alles klar? Nun, mir nicht. Thema verfehlt, sechs, setzen.

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36 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

wildnis, thriller, dystopie, wolf, verdrängung

Wolf Road - Die Angst ist immer einen Schritt voraus

Beth Lewis , Kerstin Fricke
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Arctis Verlag, 04.08.2017
ISBN 9783038800040
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Es war einmal ein tiefer, dunkler Wald. Dort stand eine Hütte, und in dieser Hütte lebten ein Mann, der manchmal, aber auch nur heimlich, Vater von dem Mädchen genannt wurde, das dort wohnte ... Was gerade so klingt wie ein Märchen ist gar keines. Denn eines Tages erfährt Elka, so der Name des Mädchens, etwas Entsetzliches. Trapper, der Mann, der sie im Wald gerettet und zehn Jahre lang aufgezogen hat, ist ein Mörder. Ein Serienkiller. Und eine knallharte Frau, Sheriff Lyon, ist ihm auf der Spur, und jeder, der gemeinsame Sache mit Trapper gemacht hat, wird ebenfalls gejagt. Elka lässt ihr altes Leben hinter sich und macht sich auf die Suche nach ihren leiblichen Eltern - durch ein Land, das durch eine lange zurückliegende Katastrophe grausam und tödlich geworden ist, doch längst nicht so grausam und tödlich wie die Menschen, die in ihm wohnen.

Was dieses Buch besonders macht, ist, dass wir es hier nicht nur mit einem Thriller zu tun haben, sondern auch mit der Andeutung eines dystopischen Szenarios. Durch vage Erwähnungen Elkas kann man sich zusammenreimen, dass es irgendwann einmal einen Atomschlag oder "saubere Bomben" gegeben hat. Ein paar Überbleibsel davon sind Giftseen und ab und zu Stromversorgung, ansonsten leben die Menschen wie am Ende des 19. Jahrhunderts. Die Brutalität, die sich in so vielem äußert, hat aber nicht unbedingt was mit dieser Katastrophe zu tun, sie ist ein Teil der Menschheit, scheint es, und Elka, in ihrer ungebildeten Art, weiß sie gut rüberzubringen. Um sich auf dieses Buch einlassen zu können, muss man sich mit Psychologie beschäftigen, gerade mit der Psyche von Kindern oder Gewaltopfern. Es geht um Verdrängung und dem Verschieben von Erinnerungen, von Aufbrechen derselben, um Copemechanism der primitivsten Form. Das ist vielleicht nicht jedermanns Sache, zumal man sich viel selbst denken und zusammenstückeln muss, doch dafür bekommt man ein Buch, das einen nicht so schnell loslässt. Ich hätte mir noch einen Ticken mehr Tiefenpsychologie gewünscht, gerade bei der Dynamik zwischen Trapper und Elka, aber ansonsten war es eine faszinierende Lektüre. 4,5/5 Punkten.

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239 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 67 Rezensionen

dystopie, mord, kerry drewery, jugendbuch, manipulation

Marthas Widerstand

Kerry Drewery , Sabine Bhose
Fester Einband: 426 Seiten
Erschienen bei ONE ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 16.03.2017
ISBN 9783846600436
Genre: Jugendbuch

Rezension:

In einem England, in dem Gerichte, Richter und Beweismittelaufnahme abgeschafft wurden, werden alle Mörder per Telefonvoting verurteilt. Sieben Tage lang kommen sie jeden Tag in immer kleinere Einzelzellen, während "das Volk" entscheiden kann, ob sie schuldig oder nicht schuldig sind. Maßgeblich beeinflusst und manipuliert werden sie durch die Sendung Death Is Justice, die in einem reißerischen Format die mutmaßlichen Täter präsentiert und die Leute aufhetzt. Die Popularität der Sendung steigt noch einmal an, als Martha festgenommen wird - ein sechzehnjähriges Mädchen, das gestanden hat, Jackson Paige, den Volkshelden, umgebracht zu haben. Doch ist sie wirklich eine Mörderin? Und falls nicht - interessiert das überhaupt jemanden?

Was dieses Buch so absolut gänsehauterzeugend werden lässt, ist seine absolute Authenzität. Wie bitte, werden sich jetzt viele empören. So was kann NIE geschehen! Da frage ich: Wirklich? In einer Welt, in der ein Mann zum mächtigsten eines Staates gewählt wird, der mit alternativen Fakten (in einem anderen Universum würde man dazu Lügen sagen) aufwartet, in der die Manipulation durch die Medien höher ist denn je, in so einer Welt sollte so was nie geschehen können? Nicht authentisch sein? Doch, denke ich. Jetzt eher denn je. Das ist es, was dieses Buch so intensiv macht, der hervorragende Aufbau beim Wechsel zwischen den Perspektiven von Martha, ihrer psychologischen Betreuerin, der Sendung, wenn man die Bemerkungen der Zuschauer hört, die genauso auch von Facebookkommentaren stammen könnten, die Boshaftigkeit von Leuten, die sich rechtschaffen fühlen, es aber nicht sind. Einen Abzug in der Kür gibt es leider, weil der Schluss tatsächlich unglaubwürdig und ein bisschen unlogisch ist, aber um ehrlich zu sein, ich kann es kaum erwarten, dass der zweite Teil der Reihe herauskommt. Es hat wirklich großes Potenzial, diese Story.

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262 Bibliotheken, 17 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

jane austen, stolz und vorurteil, klassiker, england, roman

Stolz und Vorurteil

Jane Austen , Andrea Ott , Elfi Bettinger
Flexibler Einband
Erschienen bei Penguin, 09.05.2017
ISBN 9783328101666
Genre: Klassiker

Rezension:

Die Familie Bennett gehört zum (relativ) armen Landadel mit (relativ) wenig Einfluss. Leider existieren nur fünf Töchter - leider deshalb, weil zum Ende des 18. und Beginn des 19. Jahrhunderts jeder Besitz an einen männlichen Erben fällt. Da können Töchter noch so schön, gebildet und wohlerzogen sein, sie können sich nur auf einen Bruchteil des Erbes verlassen. Deshalb ist es für Mrs Bennett des Wichtigste auf der Welt, dass sie ihre Töchter so "gewinnbringend" wie möglich an reiche, wenn möglich adlige Junggesellen verheiratet. Schwierig, da das alle Mütter versuchen und vor allem, weil die Standesunterschiede jede Rolle spielen, es sei denn, man stünde bereits so hoch, dass man das ignorieren kann. Als ein junger, reicher Herr namens Bingley in der Nachbarschaft einzieht, der gleich ein Auge auf Jane, die älteste Tochter, wirft, scheint Anlass zur Hoffnung zu bestehen. Doch sein noch reicherer Freund Darcy tut scheinbar alles, um diese Verbindung zu verhindern, und sein Standesdünkel verdirbt noch einiges andere. Elizabeth, zweitälteste Tochter der Bennetts, und Darcy müssen sich oft aneinander reiben, um zu erkennen, was wirklich wichtig ist.

Dieses Buch von Jane Austen hat mir besser gefallen als Verstand und Gefühl - vielleicht, weil Letzteres dieses Mal nicht so übertrieben war. Austen hat wohl eine Vorliebe dafür, zwei Schwestern des Landadels zu beleuchten, hier hat für mich einfach der Charakter der beiden besser gepasst. Wo Marianne einfach nur ein nerviges Gör war, war Elizabeth mutig, schlagfertig und gewitzt - dass diese Frau einen Mann erobert, kann ich mir weitaus besser vorstellen. Jane hatte mir ein wenig zu viel Ähnlichkeit zu Elinor, wobei die ja nicht unsympathisch ist. Vielleicht sollte man die Bücher nicht zu sehr vergleichen, aber es drängt sich auf, wenn man sie hintereinander ließt. Interessant sind auch die immerwährenden Verwicklungen und Intrigen, die geschmiedet werden, aber auch da lassen sich große Ähnlichkeiten und Parallelen ziehen. Für mich ist Stolz und Vorurteil daher einfach nur eine bessere Version von Verstand und Gefühl, nur mit größerem Lesegenuss und witzigeren/sympathischeren ProtagonistInnen.

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139 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

jane austen, liebe, klassiker, heirat, schwestern

Verstand und Gefühl

Jane Austen , Christian Grawe , Ursula Grawe , Christian Grawe
Flexibler Einband
Erschienen bei Reclam, Philipp, 10.02.2016
ISBN 9783150204092
Genre: Klassiker

Rezension:

Ein 200 Jahre alter Klassiker - was kann daran verkehrt sein? Na ja, eigentlich nichts. Andererseits kommt einem manches schon sehr komisch vor.

Als ihr Vater stirbt, stehen Elinor, ihre Schwestern Marianne und Margret und ihre Mutter fast mittellos da, denn das Anwesen geht natürlich (!) an den Sohn des Vaters aus erster Ehe. Und der ist nur wenig geneigt, seine Schwestern und Stiefmutter zu unterstützen. Um so glücklicher fügt es sich, dass ein entfernter Verwandter ihnen ein Cottage anbietet, noch glücklicher anscheinend, dass Elinor sich in den Bruder ihrer Schwägerin verliebt. In ihrer neuen Heimat wirft auch gleich ein Gentleman, Oberst Brandon, sein Auge auf Marianne, und alle könnten happy enden, wenn es nicht ein paar Intrigen und Verwicklungen gäbe. Den beiden älteren Schwestern Elinor und Marianne wird einmal kräftig das Herz gebrochen und überhaupt ist das Leben als verarmter Landadel nicht so einfach, wie es scheint.

Ich bin mit der festen Absicht ans Lesen gegangen, das Buch zu mögen. Man muss es mögen, erstens ist es ein Klassiker, zweitens ist doch Jane Austen der Begriff für starke Frauen in frühester Unterhaltungsliteratur. Und irgendwie mochte ich das Buch auch meistens, andererseits gingen mir viele Sachen einfach auf den Senkel; wahrscheinlich, weil sich manches auch ständig wiederholt und obwohl heute nicht undenkbar, so doch nervig sind. Elinor fand ich noch ganz annehmbar, eine ziemlich clevere Frau, die sich nicht so schnell aus der Fassung bringen ließ. Aber Marianne? Der verzogenen Göre konnte ich bis zum Schluss nichts abgewinnen. Ihre ständigen Gefühlsausbrüche und Rumheulerei haben mich abgestoßen, und was Brandon, dieser gefühlsduselige Narr, an ihr fand, außer dass er einem gewissen Hang zu Pädophilie besaß, war mir ein Rätsel. Ich glaube schon, dass manche Mädchen mit sechszehn reif genug für eine Beziehung mit einem knapp 20 Jahre älteren Mann sind, aber Marianne gehörte meiner Einschätzung nach eben nicht dazu, so kindisch, wie sie sich ständig benahm. Trotzdem ist das Buch dafür, dass es das Debüt einer zu dem Zeitpunkt Zwanzigjährigen war, ein stilistisches Meisterwerk, von dem viele ältere Autoren auch heute noch lernen können.

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59 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 39 Rezensionen

tschechien, raumfahrt, weltall, weltraum, all

Eine kurze Geschichte der böhmischen Raumfahrt

Jaroslav Kalfar , Barbara Heller
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Tropen, 05.08.2017
ISBN 9783608503777
Genre: Romane

Rezension:

Als sich eine Wolke unbekannten Staubs im heimischen Sonnensystem einnistet, ist sich keine Raumfahrernation ganz einig, wer sich darum kümmern soll. Die große Stunde des kleinen Tschechien schlägt, denn sie schicken Jakub Prochazka in den Weltraum, alles für Ruhm und Ehre und Aufmerksamkeit in der Welt. Doch das All ist langweilig, die Tage in der Raumkapsel eintönig, und die Welt für Jakub weit weg. Was macht so ein Mann also den ganzen Tag? Jakub dreht am Rad, als seine Frau die Schnauze von ihm voll hat, unterhält sich mit einem Außerirdischen, der vielleicht da ist oder auch nicht und erzählt seine Lebensgeschichte, die als Sohn eines linientreuen Parteigenossen, der nach der Wende nicht mehr als linientreu, sondern als Kollaborateur bezeichnet wurde, begann.

Ganz ehrlich, ich habe keine Ahnung, was mir das Buch sagen wollte, worauf es hinauswollte. Ab einem gewissen Punkt war es mir aber auch fast egal, weil ich sowieso niemanden leiden konnte, und ob da einer lebt oder tot umfällt, kam mir unwichtiger vor als wenn in Prag ein Fahrrad umfällt. Ganz bestimmt sollte es eine Art Satire darstellen, das kleine Tschechien, das sich mit den Großen messen wollte? Oder Aufarbeitung der tschechischen Geschichte zur Zeit, als Bespitzelung in war? Meine persönliche Meinung ist ja, dass Kalfar mit irgendwem gewettet hat, im Drogenrausch ein Buch zu schreiben, und das kam dabei raus. Hauptsache provokant, Alter!, hat er zu seinem Wettpartner gesagt. Ich werde ganz oft irgendwelchen blöden Hasen die Kehle aufschlitzen, dass das Blut spritzt, oder auch mal einem Schwein, und auf alle Fälle werde ich alle paar Seiten was übers Fressen, Saufen, Scheißen und Ficken erzählen. Das ist modern, das wird gelesen, das wird geliebt, das wird ein Bestseller, Alter! Nun denn. Es sei ihm vergönnt. Aber nicht aufgrund meiner Rezension.

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