Leserpreis 2018

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152 Bibliotheken, 19 Leser, 1 Gruppe, 63 Rezensionen

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Muttertag

Nele Neuhaus
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 19.11.2018
ISBN 9783550081033
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Als ein alter Mann tot aufgefunden wird, sieht es auf den ersten Blick nach häuslichen Unfall aus. Unangenehm nur, als im Hundezwinger plötzlich die Überreste von drei Leichen gefunden werden und die Frau des Alten ist unter ungeklärten Umständen vor vielen Jahren verschwunden. Haben es Pia Sander und Oliver von Bodenstein mit einem soeben gestorbenen Serienkiller zu tun? Doch dann graben sie tiefer in der Vergangenheit des Toten und stellen fest, dass er und seine Frau früher Kinder aus Waisenhäusern aufgenommen haben und dass damals nicht alles mit rechten Dingen zuging. Ist es Zufall, dass es immer um den Muttertag herum tote Frauen gab? Und dann verschwindet Pias Schwester und der nächste Muttertag nähert sich mit großen Schritten.

Der Anfang war direkt noch spannend mit der Auffindesituation des Alten und der Beschreibung, was dann gefunden wird. Aber als die eigentliche Ermittlung anfängt, geht die Spannung völlig flöten. Ich weiß es ja zu schätzen, wenn auch die Polizisten sich weiterentwickeln sollen, aber zu viel Persönliches nimmt halt einfach die Fahrt aus einer Geschichte. Und der Nebenstrang mit Fiona und den Ärztinnen hätte man bedeutend kürzer halten müssen; es wäre völlig ausreichend gewesen, das im Laufe der Ermittlungen herauszubekommen. Reine Seitenschinderei für nichts. Was mir schon beim letzten Buch unangenehm aufgefallen ist: Die Autorin ist sehr in ihren Protagonisten von Bodenstein verliebt. Der kann nichts falsch machen, ist immer edel und gut und wenn er seinen Grafenblick aufsetzt, schmelzen alle Frauen dahin. Im Gegensatz dazu sind Ossis einfach schmuddlig und Assis und leben in Sozialbrennpunkten. Wozu der Profiler eingeführt wurde, blieb bis zuletzt ein Rätsel. Seine Analysen hatte er glatt aus einer Frauenzeitschrift beim Zahnarzt und die Erkenntnisse, die er zog, hatten sich vorher schon mehrmals ergeben. Auf die arroganten Sprüche von Bodenstein und Sander in Bezug auf die Notlage (oder nicht) der ermordeten Frauen hätte ich dann auch sehr gut verzichten können, es sorgte nicht gerade für einen Sympathieaufschwung. Völlig sinnlos erschien der letzte Teil. Ein Megahacker legt alles lahm, der nächste Megahacker, der übrigens mal eben so an der Hand wartet, lässt diesen Handlungsstrang als völligen Quatsch dastehen. Vielleicht wäre für den "Showdown" weniger mehr gewesen - obwohl das für das gesamte Buch gilt. Einfach mal weniger Handlung, dafür stringenter durchdacht.

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Oscar Wilde & Mycroft Holmes - Folge 18

Jonas Maas , Maritim Verlag , Sascha Rotermund , Reent Reins
Audio CD
Erschienen bei Lübbe Audio, 30.11.2018
ISBN 9783785757017
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

1896. Wilde, Holmes, Wheeler und Payton befinden sich im Zug nach Edinburgh, auf dem Weg zu einer internationalen Konferenz von Polizeibehörden. Dabei treffen sie auch auf einen alten Bekannten von Holmes, den Polizeichef von Brüssel. Die beiden können sich nicht ausstehen und lassen das jeden wissen. In Edinburgh angekommen, versucht Holmes, mit dem Mann ins Gespräch zu kommen. Dabei werden die beiden im dicksten Nebel angegriffen. Der Polizeichef stirbt, Holmes wird verletzt. Wilde und Wheeler müssen sich jetzt nicht nur Sorgen um seine Gesundheit machen, sondern auch beweisen, dass ihr Chef kein Mörder ist.

O logic, where art thou?
In den letzten beiden Folgen hatte die Serie zwar nicht zu alter Stärke zurückgefunden, war aber immerhin spannend gewesen und gab Anlass zu Hoffnung. Aber das hier war grausam, in jeder Hinsicht. Jemand, der Holmes seit gefühlt der Steinzeit hätte umbringen können, heckt einen megakomplizierten Plan aus, der nicht anders als schiefgehen kann, holt sich sogar amerikanische Gangster ins Boot. Derjenige war übrigens nicht eng mit Holmes, auch wenn er öfter mal auftaucht, aber plötzlich weiß er Sachen über diesen, ist auch an Infos rangekommen, die er nie kriegen kann. Mit einem Schlag ist er auch völlig irre, das war zum Fremdschämen. Und dann ist Holmes (Mycroft) auch schwer verletzt, vergiftet und steht unter Mordverdacht - und wen lässt er ermitteln? Nicht etwa den berühmtesten Detektiv seiner Zeit, der zufälligerweise auch sein eigener Bruder ist, nein, er verlässt sich dabei auf einen Dichter und dessen Ausbilder. Es tut nur noch weh, den Niedergang dieser einst so vielversprechenden Serie mitzuverfolgen. Bitte, bringt sie zu einem würdigen Ende, so ist es nur noch Kundenverarschung. 1,5/5 Punkten.

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40 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 10 Rezensionen

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Taurus - Die Erben der Macht

Michael Templar , Nadine Mannchen , Alexander Kopainski
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 24.09.2018
ISBN 9783789109492
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Im Gegensatz zu den meisten Dreizehnjährigen hat Natalie Hardaker schon einiges von der Welt gesehen. Mit ihrem Großvater, dem berühmten Forscher, ist sie ständig unterwegs. Kontakt hat sie meistens mit anderen Wissenschaftlern, die sie regelmäßig auf Konferenzen trifft. Auf einer solchen Konferenz geschieht das Undenkbare: Ihr Großvater, der soeben neueste Erkenntnisse bezüglich einer antiken Maschine enthüllen wollte, wird entführt. Die Kidnapper tragen seltsame Tiermasken, die, so findet Natalie heraus, einem uralten, okkulten Zirkel zugeordnet werden können. Wie soll sie ihren Großvater befreien oder auch nur helfen? Zum Glück gibt es den ebenso arroganten wie superreichen, gleichaltrigen Giles und dessen Leibwächter, und die drei machen sich auf den Weg, ein uraltes Rätsel zu lösen, um Natalies Großvater zu retten.

Das Buch ist schnell gelesen (und möglicherweise auch schnell vergessen). Kurze Kapitel, rasante Ereignisse, und interessante Wendungen wechseln sich ab. Für eine Dreizehnjährige ist Natalie ganz schön clever und zum Glück für sie hat ihr Großvater schon immer Rätsel knacken mit ihr geübt. Von daher kommt sie logischen Mysterien auf die Spur, die selbst für Erwachsene kaum lösbar wären. Man muss natürlich auch sehen, dass ohne das ganze Geld und die Fähigkeiten von Giles' Leibwächter nichts der Ereignisse möglich wären; das war mir zwischendurch manchmal ein wenig too much. Jedenfalls habe ich mich nicht gelangweilt und würde wahrscheinlich auch die Nachfolger lesen. 3,5/5 Punkten.

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24 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 8 Rezensionen

Twyns - Die magischen Zwillinge

Michael Peinkofer
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 24.10.2018
ISBN 9783473408252
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Das doppelte Lottchen ist ein Klassiker und wurde und wird gern in Kinder- oder Jugendbüchern aufgegriffen, was ich normalerweise immer sehr spannend finde. Auch hier hat mich die Idee begeistert, weil es sogar um magische Zwillinge geht, die sich fast dreizehn Jahre lang nicht gesehen haben und dann auf einmal treffen: Die rebellische Wynn ist Prinzessin in der Anderwelt und bei ihrer Mutter aufgewachsen, die schüchterne, gemobbte Anny wächst in unserer Welt bei ihrem Vater auf. Ihre Eltern hatten Gründe, sich und sie zu trennen, doch nun ist es eben passiert, und die beiden tauschen die Rollen. Doch weder für Wynn, die plötzlich in der realen Welt noch für Anny, die in der Anderwelt klarkommen muss, ist es einfach. Und dann sind da noch die Schergen des bösen Königs, die ihren Vater entführen ...

Man hätte so viel draus machen können, aber meiner Meinung nach wurde hier alles verschenkt, was an Potenzial da war. Es fängt schon mal damit an, dass alles dermaßen kindlich und Walt-Disney-unblutig passiert, dass die Mädchen statt knappe dreizehn auch sechs oder acht Jahre alt sein könnten. Darüber könnte man noch hinwegschauen, wenn es nicht ab der Hälfte der Geschichte nur noch absurd werden würde. Egal, welche Situation eintrifft, alle Beteiligten tun genau das, was ein vernunftbegabter Mensch eben nicht tun würde, keiner entwickelt auch nur ansatzweise einen Plan und wenn nicht pures Glück und noch mehr Glück dabei gewesen wäre, hätten von Rechts wegen alle tot sein müssen. Wobei das natürlich nicht in das Walt-Disney-Setting gepasst hätte, muss man verstehen. Ich lese wirklich gern Kinder- und Jugendbücher, aber gerade da sollten Autoren darauf achten, dass die Logik nicht in den Wind geschossen wird, weil ... eben weil. Was lernen sie sonst aus dieser Geschichte? Wenn jeder tut, was er will, völlig ohne Sinn und Verstand, geht trotzdem alles gut aus, weil das Glück eben mit denen ist, die sich ganz doll liebhaben. Mega Message.
Nicht.

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(380)

619 Bibliotheken, 18 Leser, 0 Gruppen, 260 Rezensionen

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Redwood Love – Es beginnt mit einem Blick

Kelly Moran , Vanessa Lamatsch
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 19.09.2018
ISBN 9783499275388
Genre: Liebesromane

Rezension:

Willkommen in der Weihnachtsbäckerei von Kelly Moran. Hier ist das Rezept:
- 1 Mann (der schönste, der witzigste, der einfühlsamste, der tollste, der Hunde-/Katzen-/Menschenbabys liebende, der Womanizer, der - sorry, mir gehen gerade die bewundernden Worte aus)
- 1 Frau (die heißeste, die begehrenswerteste, die von ihrem Ex psychisch missbrauchte und runtergeduckte, die Supermom, die schlagfertigste, ruhigste, sorry, selbes Problem wie oben)
- 1 Kind (autistisch, quietschend, lachend, quietschend, High-Five-gebend, quietschend, Tic-Tac-Toe-Meisterin, quietschend - sorry, erwähnte ich schon quietschend?)
- 1 - 3 Hunde, (aber eines muss ein Hundebaby sein)
- 1 - 3 Katzen, (aber eine muss ein Katzenbaby sein)
- 1 Gegend (die schönste, romantischste, scheebedeckte, bergige)
- 1 Kleinstadt (mit den verständnisvollsten, höflichsten, freundschaftlichsten, unkompliziertesten Menschen ever)
- Handlung (in der aber auf gar keinen Fall irgendwelche Konflikte vorkommen dürfen, sonst fällt der Zucker von dem Weihnachtsgebäck herunter)


So, das mixe man jetzt in den einfachsten Worten - die Leser sollen bitte nicht überfordert werden. Verwende regelmäßig Einwortsätze wie "Heiß." "Wow." "Rrrrrr."
Und sei lustig! Lustig heißt, wenn man Begriffe wie "Ohrgasmus" oder "Augengasmus" verwendet, weil der Mann allein durch sein Aussehen und einen Blick aus seinen tiefblauen Augen die Frau zum Stöhnen bringt.

Die Frau ist fett. Sie trägt nämlich Größe 40. Ist wohlbekannt, dass Ottfried Fischer Größe 40 trägt. Und sie hat nach der Geburt ihres Kindes ewig gebraucht, bis sie wieder Größe 38 (oder 40) tragen konnte. Ihr Ex hat sich nicht mehr mit ihr abgegeben, weil sie so fett war. Bestimmt lag sie in Kalifornien mit ihrem fetten Körper immer am Strand und wurde von Tierschützern gerettet. Aber wenn sie den Rest der Woche hungert, passt sie in das heiße rote Kleid, das sie tragen muss, wenn sie beim Valentinstag wenigstens ein bisschen mit dem heißen Tierarzt mithalten will. Der übrigens überhaupt nichts dagegen hat, dass sie so fett ist mit ihrer Größe 40 (oder 38, falls sie den Rest der Woche hungert). Er erwähnt auch öfter, dass er es gut findet, dass er sich bei ihr festhalten kann und sie Kurven hat, nicht so wie seine anderen Betthäschen. Und was ein Glück, dass ihr Ex ihr damals das Haarelasern bezahlt hat. Geht ja gar nicht, dass eine Frau natürliche Behaarung hat, das findet der heiße Mann vielleicht uncool, aber auf jeden Fall wird darüber nicht mit den neuesten, besten Freundinnen in der neuen Stadt gesprochen.

Nicht zu vergessen: die Stadt. Redwood irgendwas. 1500 Einwohner. Also, wenn ich mal nach München, Köln, Hamburg oder meinetwegen auch nur Buxtehude sehe, passen 1500 Einwohner in ein Viertel, das nicht mal aus Hochhäusern bestehen muss. Die haben dafür nichts, müssen immer in die Innenstadt fahren. In Redwood jedoch gibt's für die 1500 Einwohner nicht nur Einkaufszentren, Diner, Drive-In-Restaurants, Metzger, Bäcker, eine TierarztKLINIK (!) mit gefühlten dutzend Angestellten, sondern auch ein Sozialzentrum, in dem sich die Leute mit autistischen oder Down-Syndrom-Kindern auskennen. Eigentlich wissen sofort alle Leute, wie sie mit solchen Kindern mit besonderen Bedürfnissen klarkommen.

In der gesamten Stadt gibt's übrigens nicht einen einzigen Arsch oder Unsympathen. Am nächsten kommt diesem Ausdruck vielleicht noch ein sechszehnjähriger Teenager, der im Eisladen arbeitet und mürrisch guckt. Dafür kreiert sein Vater aber gleich mal ein laktosefreies Eis für ein fremdes Kind, das vielleicht nie wieder vorbeikommt. Die Leute sind Heilige dort.

Das Buch ist so langweilig, dass mir schon nach dreißig Seiten zum ersten Mal die Augen zugeklappt sind. Es passiert einfach überhaupt nichts, jedenfalls nichts mit Konfliktpotenzial. Frau und Mann finden sich nach bekloppten Anfang megaheiß (das muss auch ein paarmal in Einwortsätzen erwähnt werden). Es muss auch im Stile pubertierender Fünfzehnjähriger gedacht werden: "Seufz". Wenn es richtig verbal zur Sache geht, vielleicht auch mal "Doppelseufz."
Es gibt genau eine "gefährliche" Situation, die mit der Tochter zu tun hat. Dafür wird diese Situation gleich zweimal mit genau derselben Szene ausgeschmückt.

Und es gibt einen Ex, der durch einen höflichen Anruf, bei dem er seine Ex darüber informiert, dass er wieder heiratet (warum macht er das überhaupt, wenn nicht einfach aus Höflichkeit, er müsste ja nicht, geht sie doch gar nichts an?) so durcheinander bringt, dass sie mit schneeweißem Gesicht nach dem Anruf dasteht. Was? Das ist ein Riesenkonflikt? Sorry, muss ich verpasst haben. Verstehe das Problem nicht.

Es gibt auch keine Probleme, die über die Schwierigkeit eines Plätzchenbackens hinausgehen. Er kann nicht mit ihr, weil ... wartet, genau, die LOGIK: Weil die große Liebe seines Bruders gestorben ist und deshalb Liebe ja in Schmerz endet.
Und sie kann nicht mit ihm, weil ... ihr Ex ein Arsch ist. Und sie fett ist mit Größe 40 (oder 38).

Wisst ihr was? Wenn ihr unbedingt so was lesen wollt, dann kauft euch doch auf dem Flohmarkt für 50 cent einen ollen Nora-Roberts-Schinken. Die kriegt wenigstens Sätze mit mehr als einem Wort auf die Reihe und man muss bei der Lektüre nicht gar so viel Angst haben, entweder an Langeweile oder Diabetes zu sterben. 

Das Buch kriegt anderthalb Punkte, weil wenigstens nicht Vergewaltigung als romantischer Sex dargestellt wurde und ich an irgendeiner Stelle mal schmunzeln musste. 1,5/5 Punkten.

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54 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Grindelwalds Verbrechen: Das Originaldrehbuch

J.K. Rowling , Anja Hansen-Schmidt
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 05.12.2018
ISBN 9783551557094
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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(108)

193 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 79 Rezensionen

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NSA - Nationales Sicherheits-Amt

Andreas Eschbach
Fester Einband: 800 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 28.09.2018
ISBN 9783785726259
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Der zweite Weltkrieg: Helene ist eine sogenannte Programmstrickerin, also jemand, der Komputer programmieren kann. Offensichtlich ist das ein Job, den nur Frauen beherrschen, weil sie auch kochen können, während Männer eher analytisch denken und daher für die Auswertung der Programme zuständig sind. Die Zeiten sind hart. Deutschland steht seit ein paar Jahren im Krieg. Im NSA, also dem Nationalen Sicherheitsamt, das in Weimar verankert ist, müssen die Mitarbeiter beweisen, dass sie für Himmler und das Deutsche Reich von Nutzen sind. Das schaffen sie auch, indem sie ihm vorführen, wie man mit Hilfe von Programmen untergeschlüpfte Juden findet. Helene merkt plötzlich, dass es ihre geschriebenen (gestrickten) Programme sind, die es ermöglichen, Menschen zu fangen. Und sie weiß, dass auch ihr Liebhaber, ein Deserteur, in großer Gefahr ist.

Was für eine unfassbar gute Idee! Das Nazideutschland, in dem schon Computer und Netzwerke existieren, bargeldlos bezahlt wird, die Menschen über ihre Smartphone ausspioniert werden. Der Anfang: ein Kracher! Und dann? Geht es bergab. In den ersten 400 Seiten wird lang und breit die Lebensgeschichte der beiden wichtigsten Personen ausgewälzt: Eugen, der die Schurkenrolle übernehmen darf, Helene, die sympathisch sein soll, es aber nicht ist. Eschbach verliert sich in seiner eigenen Idee, findet nicht Anfang, nicht Ende und dann, so stelle ich es mir vor, tippte sein Lektor/Verleger/Agent auf die Uhr und  meinte beiläufig: Du weißt aber schon, dass übermorgen Abgabetermin ist und du übrigens auch noch mindestens zwei Sexszenen reinschreiben muss, die so überflüssig und schlecht sind, dass die Leser sich fremdschämen? Da drückte er dann auf die Tube, bewies, dass die Deutschen eben doch die überlegene Herrenrasse ist, die innerhalb weniger Monate vollbringt, woran die Amis schon seit Jahren arbeiteten und voilá: fertig. Aua. Und schade. Und überhaupt bedauerlich, dass sich bei all diesen vielen Seiten und Worten nur wenig Tiefe findet und die Warnung vor dem, was möglich ist, sollte es denn tatsächlich die Intention der Warnung gegeben haben, ebenso sang- und klanglos verschwindet wie die Vorstellung, was mit Silo 163 passiert ist.

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

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Gangsterblues

Joe Bausch , Joe Bausch
Audio CD
Erschienen bei Hörbuch Hamburg, 12.10.2018
ISBN 9783957131072
Genre: Sachbücher

Rezension:

Joe Bausch ist Gefängnisarzt in Werl, einem Knast, in dem nur die notorischsten oder gefährlichsten Kriminellen, meistens aus dem Pott, einsitzen. Ich kannte den Mann nicht, hatte dank selbstgewählter TV-Abstinenz auch noch nie von ihm gehört (Punch intented) und wunderte mich, dass er anfangs erwähnte, er sei ein "bekannter Schauspieler". Das ist vielleicht ein bisschen optimistisch ausgedrückt, und ich gebe zu, dass ich anfangs daher auch ein bisschen Schwierigkeiten mit ihm hatte, zumal er eine gewöhnungsbedürftige Art zu sprechen und betonen hat. Aber sobald ich die Eingewöhnungsphase hinter mir hatte, gefiel mir seine langsame, tiefe, bedächtige Art vorzulesen.

Und ja, auch die Fälle gefielen mir, vor allem, wie sie vorgestellt wurden. Als jemand, der viel True Crime liest oder hört, hat man irgendwann das Gefühl, schon alles zu kennen. Das ging mir hier nicht so. Noch von keinem der vorgestellten Täter oder Fälle hatte ich je etwas aus den Medien erfahren und da hier nicht aus der Perspektive eines Polizisten, Rechtsmediziners oder Anwalt erzählt wird, sondern von einem, der im Knast ist und die Kriminellen behandelt, bekommt man auch einmal völlig neue Ansichten.

Dabei kamen einem die verschiedensten Fälle unter. Manchmal hegt man sogar Sympathie für einige der vorgestellten Männer, einmal ist man maßlos empört über die deutsche Justiz, die scheinbar so starr in ihren Regeln ist, dass Fehler "nicht existieren" oder falls sie existieren auf keinen Fall zugegeben werden können. Man leidet sogar ein einem oder zwei Fälle mit todkranken Patienten von Bausch mit, amüsiert sich ein bisschen über die drei Alten vom Affenfelsen und bei dem Adoptivsohn, der seine Familie auf dem Gewissen hat, aber nach 23 Jahren entlassen werden soll, kochen noch mal die Gefühle hoch. Warum darf so einer jemals wieder auf freien Fuß?
Weil das Gesetz sagt, jeder, der resozialisiert ist, bekommt eine zweite Chance, wenn er bereut und seine Zeit abgesessen hat. So ist das wohl und in vielen Fällen vielleicht auch gut so. Vielleicht aber auch nicht. Die Zeit wird es zeigen.

Spannende Geschichten aus einem spannenden Millieu, gut vorgetragen. Schürt das Interesse auf mehr - und nach über 30 Jahren als Knastarzt dürfen wir von Joe Bausch wohl auch noch den einen oder anderen Schwank von Erlebnissen hinter Gittern erwarten. 4,5/5 Punkten.

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59 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 47 Rezensionen

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Mörderische Renovierung

Edgar Cantero , Thomas Görden
Fester Einband: 420 Seiten
Erschienen bei Golkonda Verlag, 26.10.2018
ISBN 9783946503491
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

A. ist dreiundzwanzig und der Erbe eines großen Anwesens in den Staaten. Zu dem Anwesen gehören praktischerweise auch ein paar Millionen Dollar, sodass er es sich leisten kann, Müßiggang zu betreiben. Zu ihm gehört ein stummes, irisches, etwa 15jähriges Mädchen und einige Zeit später ein Hund namens Help. Das Erbe ist riesig, nicht nur finanziell gesehen. Im Haus befinden sich so viele Türen und Zimmer, ein Garten zum Verlaufen samt einem Labyrinth und Grund, soweit das Auge reicht. Doch schon nach kurzer Zeit bemerken sie, dass irgendwas in ihrem neuen Zuhause nicht stimmt. A. träumt immer scheußlichere Träume und vielleicht, so die düstere Ahnung, hat es einen Grund, warum der Mann, der ihm das alles vererbt hat, Selbstmord begangen hat ...

Das ist mal eine originelle Geschichte, wie ich sie in der Art noch nie gelesen habe. Nicht nur, dass der Plot sehr interessant entwickelt wird und auch das ein oder andere Mal Humor nicht fehlt, ist die Art des Buches sehr cool gestaltet. In Tagebucheinträgen, Briefen an eine ominöse Tante Liza, Kameraaufzeichnungen und anderen Dokumenten wird vor dem Leser das Bild einer komplexen Story entworfen, die nur auf den ersten Blick einfach zu durchschauen ist. Ganz, ganz kurz gab es zum Ende des ersten Abschnitts einen kurzen Hänger, doch der endet mit einem solchen: einen Cliffhanger, der dazu zwingt, sofort weiterzulesen und Geheimnis um Geheimnis aufzudecken. Dabei bekommt man en passant Einblicke in Dechiffrierung und Decodierung - nicht immer leicht zu verstehen, aber wenn man sich reinfuchst, richtig faszinierend.

Zum Abschluss eine Warnung: Das Buch spielt Mitte der 90iger, vielleicht schreckt das den einen oder anderen ab, denn die Technik mutet teilweise antik an. Außerdem werden viele überhaupt nicht mit den verschiedenen Arten der Erzählung, die ich oben erwähnt habe, klarkommen, das ist nicht jedermanns Sache und ziemlich oft ist Mitdenken erforderlich. Wen das alles nicht stört, bekommt von mir eine dicke Leseempfehlung. 

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

Die magischen Sechs

Neil Patrick Harris , Katrin Segerer , Simon Jäger , Simon Jäger
Audio CD
Erschienen bei Argon Sauerländer Audio ein Imprint von Argon Verlag, 26.09.2018
ISBN 9783839841785
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Carter Locke ist zwölf Jahre alt und lebt seit dem Verschwinden seiner Eltern bei seinem Onkels Sly. Dessen Name ist Programm, er ist ein windiger Typ, der sich mit Tricks und Gaunereien über Wasser hält und mit seinem Neffen von Stadt zu Stadt tingelt. Er hat ihm Zaubertricks beigebracht, weil Carter flinke Hände hat. Doch irgendwann hat der Junge genug von seinem Onkel und flieht auf einen fahrenden Zug, lässt die Stadt und Sly hinter sich. Er landet in der Kleinstadt Minerall Falls und bei einem Jahrmarkt, der von B. B. Bosso geleitet wird. Schnell wird Carter klar, dass es sich bei ihm und seinen Leuten um eine betrügerische Bande handelt. Zum Glück lernt er fünf andere Kinder kennen und gemeinsam sagen sie Bossos Clowns den Kampf an.

Eigentlich ist das schon eine coole Geschichte, locker und kindgerecht erzählt, wobei es der Autor da manchmal zu weit getrieben hat, finde ich. Zwischendurch ging mir sein arg belehrender Tonfall doch auf die Nerven. Aber im Großen und Ganzen ist es eine Geschichte, die von Zusammenhalt und Freundschaft und den Glauben an Magie handelt. Natürlich endet sie auch ein wenig zu happy, aber da die Altersfreigabe bei 9 liegt, ist das wohl nicht anders möglich. Der Sprecher hatte hörbar Spaß an der Sache und wertete die Geschichte für mich noch mal um einen halben Punkt auf.

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34 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

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Bloody Marry Me 1: Blut ist dicker als Whiskey

M. D. Hirt
E-Buch Text
Erschienen bei Dark Diamonds, 26.07.2018
ISBN 9783646301328
Genre: Fantasy

Rezension:

Holly hat dank ihrer Freundin einen Auftritt in einem Live-Studio gewonnen, doch statt des erwarteten Autos, welches ihr der zweite Platz einbringen sollte, rutscht sie auf Platz 1 und soll mit der angesagtesten Boy-Band Bloody Mary zusammen ein Lied aufnehmen. Es gibt da nur zwei Probleme: Holly kann nicht singen und die Jungs sind Vampire, vor denen sich Holly fürchtet. In einer plötzlichen Anwandlung beschließt der Chef der Band, Ray, Holly auf gemeinsame Tour mitzunehmen, und sie stimmt zu, weil am Ende der Atlantis Award steht, von dem sie schon ihr ganzes Leben lang geträumt hat. Dafür muss sie im Tourbus mitfahren, Autogrammkarten und gute Miene zum bösen Spiel machen.

Ich mochte den Anfang. Dass Vampire plötzlich existieren und sich geoutet haben, ist nicht neu, aber man muss ja nicht versuchen, das Rad neu zu erfinden. Zu diesem Zeitpunkt weiß sich Holly auch noch trotz ihrer Schüchternheit und des hässlichen-Entchens-Gehabe zu beweisen und Rückgrat zu zeigen. Zu meinem Bedauern bleibt das nicht so, je mehr die Geschichte fortschreitet, desto mehr verfällt sie der Bella-Swan-Anwandlung, sich alles von den Vampiren gefallen zu lassen und das auch noch gut zu finden. Wenn mir Ray oder Taylor so gekommen wären, wie sie es ab und zu taten, hätte ich ihnen tagsüber ohne mit der Wimper zu zucken einen Pflock in die Herzen gerammt oder hätte einfach mal die Rollos runtergefahren und dabei "Hello, sunshine" gesummt. Stattdessen lässt sie sich auf die typische verwirrte Dreiecksgeschichte ein. Das Ende kam dann auch zu abrupt und lässt unbefriedigt zurück.

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20 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 0 Rezensionen

Cat & Cole 2: Ein grausames Spiel

Emily Suvada , Vanessa Lamatsch
Flexibler Einband
Erschienen bei Planet! in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 09.04.2019
ISBN 9783522506359
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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79 Bibliotheken, 11 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

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Von Fuchsgeistern und Wunderlampen

Christian Handel , Ava Reed , Julianna Grohe , Britta Strauss
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Drachenmond Verlag GmbH , 31.10.2018
ISBN 9783959918008
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Eine Anthologie mit neu erzählten oder gar neu interpretierten Märchen, sowohl aus dem Abend-, dem Morgenland und dem fernen Osten. Ob das wirklich punkten kann?

Vorneweg: es kann. Diese Zusammenstellung von Märchen bekannter, nicht so bekannter und gar Newbie-Autoren zeigt sich von einer erfreulich hochwertigen Qualität. Dass es zwischen den Geschichten und Autoren Unterschiede gibt, ist klar, genauso logisch ist, dass auch eigene Vorlieben eine Rolle spielen. Ich werde mich mal an einer Kurzzusammenfassung der Geschichten versuchen:

Teil 1: Morgenland
Akram Al-Bahay, Ava Reed, Britta Strauß und Jennifer Benkau entführten uns in den Orient und drei von vier der hier vorgestellten Geschichten konnten wunderbar mitnehmen und überzeugen.

Teil 2: Ferner Osten
Janna Ruth und Carsten Steenbergen wagten sich in japanische Gefilde, wobei Janna eher eine klassische Erzählweise wählte und Carsten in eine dystopische Zukunft entführte.

Teil 3: Abendland
Die ganz großen Namen wie Trudy Canavan und Holly Black waren zwar nicht schlecht, konnten aber tatsächlich nicht annähernd mit einigen der anderen deutschsprachigen Autoren mithalten. Mit dabei waren Julianna Grohe, Boris Koch, Corinna Götte, Christian Handel, Krystyna Kuhn, Laura Labas und Brigitte Melzer, die alle gute bis sehr gute Geschichten ablieferten. Meine persönlichen und absoluten Highlights jedoch stammen in dieser Anthologie von Ju Honisch, die "Das Feuerzeug" neu interpretierte und Nina Blazon, die eine so geniale Form von Aschenbrödel erschuf, dass ich sie auf Knien anflehen würde, daraus ein "richtiges Buch" zu machen, sofern ich der Meinung wäre, ich könnte sie mit Bettelei herumkriegen.

Um einmal einen Überblick über all die Geschichten zu geben: Es gab in meiner Skala von 1 - 5 in der Bewertung, wobei 1 die schlechteste Note darstellt und 5 die beste lediglich eine 2, zweimal eine 3, eine 3,5. Alle anderen konnten mich so überzeugen, dass ich gern 4, 4,5 oder gar 5 Sterne vergab. Ein feines Händchen hat damit der Herausgeber bewiesen, wenn man mich fragt.

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127 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

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Alisik 1: Herbst

Hubertus Rufledt , Helge Vogt
Flexibler Einband: 112 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 02.07.2013
ISBN 9783551770264
Genre: Comics

Rezension:

Alisik ist der Name eines Mädchens, das unerwartet und völlig ohne Erinnerung  auf einem alten Friedhof erwacht. Sie ist, wie ihr vier skurrile Typen erklären, eine Postmortale: nicht mehr unter den Lebenden, aber auch noch nicht weitergezogen in Himmel oder Hölle. Natürlich glaubt sie es anfangs nicht und bemerkt erst die Wahrheit hinter diesen Worten, als Sterbliche sie ignorieren und gar durch sie durchfassen. Ab da wartet sie wie die anderen darauf, weiter ziehen zu können, doch eines Tages ändert sich das eintönige Leben auf dem Friedhof. Sie trifft auf Ruben, einen sterblichen Jungen, der zwar blind ist, aber die Postmortalen hören kann ...

Anfangs hatte ich ein bisschen Einstiegsprobleme, weil ich manchmal die Schrift auf dem Hintergrund schlecht gewählt fand. Aber entweder habe ich mich daran gewöhnt oder es wurde besser, jedenfalls konnte ich dann in die Geschichte abtauchen. Mir gefällt der Aufbau, und obwohl der Einstieg kurz ist, bekam man vieles Wichtige zu erfahren. Wenn man sich an die Zeichnungen gewöhnt hat, sind sie richtig gut, gleichzeitig auf den Punkt und doch verspielt. Ich mochte die anderen Postmortalen, Alisik und Ruben und bin gespannt, wie es sich mit der Baufirma, dem verschwundenen Baulöwen und zwischen Ruben und Alisik weiterentwickeln wird.

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26 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

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Durch Magie erwacht

Christina M. Fischer
E-Buch Text: 418 Seiten
Erschienen bei Dark Diamonds, 22.02.2018
ISBN 9783646300789
Genre: Fantasy

Rezension:

Die Aufgabe ist zeitintensiv, aber an und für sich nicht sonderlich schwierig: ein Drachenei auszubrüten. Dumm nur, wenn das Ei gar kein Drachenei ist, sondern ein Phönix schlüpft, der sofort beschließt, die Stadt ein wenig unsicher zu machen. Mel Roomy, die 23jährige Hexe im zweiten Ausbildungsjahr, muss ausgerechnet zu Ash Bradack, ihrem verantwortlichen Hexenmeister, und ihm beichten, dass was schiefgelaufen ist. Doch damit nicht genug. Der Hexenmeister und seine Freunde und Verwandten, Mels WG-Gefährte Percy (der zufälligerweise ein Elf ist) und Mel selbst bekommen in nächster Zeit alle Hände voll zu tun, um nicht nur die Drachenkönigin einzufangen, sondern einen wildgewordenen Elfen zu bändigen und auch sonst einige Katastrophen zu stoppen.

Ich mochte das Buch sehr. Obwohl natürlich von Anfang an klar ist, dass es Liebesgedöns beinhalten würde, war das nicht so aufdringlich und die bildhafte und spannende Schreibweise der Autorin konnte sehr gut auf die Handlung führen. Es ist witzig, originell und gerade zum Schluss hin sehr rasant. Was mir weniger gut gefallen hat, war die Strukturierung. Mel als Protagonistin wurde in der ersten Person eingeführt, andere Handlungsträger in der dritten Person, was gut ist. Aber mir wäre es lieber gewesen, wenn die anderen weniger Raum bekommen hätten und zwischendurch mehr Mel zu Wort gekommen wäre. Auch hätte es einen früheren Rückblick von Ashs Verwicklung in die andere Welt gebraucht, damit es nicht so "eben noch eingeschoben" wirkte und diese übergroße Macht, die Mel zum Schluss zeigt, ist nicht mein Ding. Trotzdem hat mich der originelle Plot bis zum Ende sehr gut unterhalten und ich werde auch den Nachfolger lesen.

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17 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 9 Rezensionen

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Die mysteriösen Fälle der Miss Murray: Cleveland Street

Amalia Zeichnerin
Flexibler Einband: 164 Seiten
Erschienen bei Independently published, 21.06.2018
ISBN 9781983234835
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

London, 1889. Für eine alleinstehende Frau ist es nicht einfach, seinen Lebensunterhalt zu verdienen, noch schwieriger ist es, wenn man jemand ist, der im falschen Körper geboren wurde. Doch Miss Murray hat sowohl in ihrem Lebensstil als auch beim Broterwerb eine Lücke gefunden. Sie schreibt Penny-Dreadful-Hefte, Schauergeschichten und Liebesromane und kommt damit ganz gut über die Runden. Eines Tages wendet sich eine junge Frau an sie, die sie kurz zuvor erst kennengelernt und der sie geholfen hat: Ihr Bruder verschwindet des Nachts immer öfter, und sie macht sich Sorgen. Ob Miss Murray vielleicht helfen könne? Miss Murray ist willens und stolpert unvermittelt über einen Fall, der ihr in allen Aspekten näher geht als ihr lieb sein kann.

Mir hat die Atmosphäre und der Zeitgeist gut gefallen, man merkt, dass die Autorin sich die Mühe gemacht hat, ordentlich zu recherchieren und die Ergebnisse sehr gut in die Geschichte einzubringen. Der Fall selbst war zwar auf gewisse Weise erschütternd, die Lösung jedoch kam mir zu einfach. Ich glaube einfach nicht, dass so viele Leute so schnell bereit gewesen wären, ihr zu helfen und munter drauflosplaudern, immerhin steht ja da auch viel auf dem Spiel. Auch was Miss Murrays Lebensumstände angeht, fand ich, hatte sie viel zu viel Hilfe und Zuspruch. Mal ehrlich, das ist heutzutage schon noch ein Problem, aber im vermutlich prüden und schwer akzeptierenden viktorianischen London? Auch kann ich kaum glauben, dass sich der Ripperjäger Abberline mit einem so vergleichsweise banalen Fall befassen würde, wie es zum Schluss dargestellt wurde. Alles in allem war es eine interessante Geschichte mit einer außergewöhnlichen Detektivin, wobei mir die Detektivarbeit selbst zu einfach von der Hand ging.

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Dieses wilde, wilde Lied

Victoria Schwab
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei Audible Studios, 17.09.2018
ISBN B07GPJ1TWZ
Genre: Fantasy

Rezension:

Verity ist eine geteilte Stadt mit einem brüchigen Waffenstillstand. Die Herrscher beider Teile haben unterschiedliche Arten, mit den Monstern, die bei ihnen leben, umzugehen. Die einen jagen sie, die anderen verbünden sich mit ihnen. Die Monster entstehen, wenn ungeheuerliche Straftaten begangen werden, und es gibt drei verschiedene Arten. Als schlimmstes Monster werden die Sunai angesehen, von denen es aber auch nur drei gibt. August, der Ziehsohn des einen Herrsches, ist ein solcher Sunai, und er trifft auf die durch und durch menschliche Kate, welche die Tochter des anderen Herrschers ist. Als sie beide von allen Seiten gejagt werden, müssen sie erkennen, dass die Unterscheidung von Menschen und Monstern nicht immer so einfach ist.

Die Geschichte ist viel komplexer, als ich es hier mit den wenigen Worten zusammenfassen kann, was daher dann auch nicht jedermanns Sache sein wird. Es dauert eine Weile, bis man richtig in der Geschichte drin ist und begriffen hat, wer mit wem und warum was zu tun hat. Die Erklärungen werden innerhalb der Geschichte geliefert und ein bisschen Mitdenken schadet deshalb auch nicht. Sehr gut gefallen hat mir dieser Weltenaufbau und die Idee der Monsterentstehung, auch die Teilung der Stadt und die Tatsache, dass hier nicht schwarz-weiß gemalt wird. Die tatsächlichen Monster sind nicht immer leicht zu erkennen und richtig gut finde ich auch, dass es keine typische Jugendfantasyliebesgedönsstory gibt. Was mir manchmal ein wenig auf den Keks ging, waren etliche Wiederholungen immer selber Sachen und dass sowohl Kate als auch August so dermaßen viel einstecken und dann noch weitermachen konnten, obwohl Normalsterbliche schon dreimal daran gestorben oder wenigstens ins Koma gefallen wären. Auch in Jugendbüchern darf es ein bisschen realistischer im Bereich Körper/Fähigkeiten/Gesundheit sein. Der Sprecher war super und hat die Geschichte gut rüber gebracht; alles in allem war sie sehr innovativ, regt zum Nachdenken an und ich bin gespannt, was es mit dem zweiten Teil auf sich hat. Meiner Meinung nach könnte das Buch auch gut für sich allein stehen.

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Oscar Wilde & Mycroft Holmes - Folge 17

Jonas Maas , Maritim Verlag , Sascha Rotermund , Sascha Rotermund
Audio CD
Erschienen bei Lübbe Audio, 28.09.2018
ISBN 9783785756997
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Oscar Wilde erwacht nach einer drogenumnebelten Nacht (die mal so eben drei Tage dauerte) in einer Opiumhöhle und wird gerade noch Zeuge, wie der Besitzer derselben umgebracht wird. Die Art und Weise, wie der Mörder vorgeht, erinnert Holmes an etwas aus seiner Zeit in Indien - etwas, das ihm große Angst macht. Doch wie üblich beantwortet er keine Fragen seines von ihm in den Dienst der Krone gezwungenen Agenten, sondern schickt ihn stattdessen zu Hawthorne, der ebenfalls seit einiger Zeit abgängig ist. Aus guten Gründen, wie es sich herausstellt. Hawthorne hat sich in seinem eigenen Haus verbarrikadiert, um eine Sekte aus Indien fernzuhalten - und doch nützt ihm das nichts. Wilde und er geraten in die Fänge der Thugs, deren Anführer sich mit dem Zirkel der Sieben verbünden will ...

Wie üblich mittlerweile zeichnet sich auch dieser Teil der Reihe durch grobe Logikfehler aus, aber immerhin ist er mal wieder spannend und die Sprecher haben wieder richtig Lust drauf. Hoffentlich ein Zeichen, dass es sich einem Ende nähert, das diesen Namen auch verdient hat. Der Zirkel hat keinen großen Auftritt, aber immerhin darf er mal wieder mitmischen, das lässt möglicherweise den Schluss zu, dass er endlich etwas Ernsthaftes gegen das Empire plant und es langsam auf den Showdown zugeht. Ich habe mich seit langem nicht mehr durchgehend während des Hörens geärgert, was ich sehr positiv bewerte.

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34 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

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Hidden Legacy - Tanz des Feuers (Nevada-Baylor-Serie 2)

Ilona Andrews
E-Buch Text
Erschienen bei LYX.digital, 04.10.2018
ISBN 9783736308466
Genre: Liebesromane

Rezension:

Vor zwei Monaten hat Nevada mit dem irren Milliardär die Stadt gerettet, seitdem hat sie nichts mehr von ihm gehört. Zum Glück kommt ein neuer Auftrag ins Haus. Jemand, den sie bereits flüchtig von dem vorherigen Fall kennt, beauftragt sie, den Mord an seiner Frau zu untersuchen. Zuerst möchte sie ablehnen, denn wenn Nevada das tut, wird nicht nur ihre Agentur zum Spielball vieler Mächte - auch ihre Familie gerät ins Fadenkreuz. Doch als sich auch noch der Besitzer ihrer Agentur und Mad Rogan einmischen, bleibt ihr kaum etwas anderes übrig, zumal die Funken bereits wieder zwischen ihr und dem irren Milliardär sprühen - und nicht nur im übertragenen Sinne. Jemand löscht systematisch Zeugen und mögliche Beobachter einer Transaktion aus, und Nevada und Mad sind wieder einmal mitten drin. Geht doch auch nichts über ein bisschen persönliche Gründe, um jemanden ans Bein zu pinkeln ...

Wie üblich besticht das schreibende Ehepaar durch locker-lässige Dialoge, einen geschliffenen Schreibstil und eine megatoughe Heldin. Die Gefahr ist wieder extrem groß, doch der Zusammenhalt gerade in der Familie ist ungebrochen und nur weil eine kleine Armee auf das Hauptquartier losgeht, ist das noch lange kein Grund, großartig in Panik zu verfallen. Es gibt neue Geheimnisse, neue Erkenntnisse und neue Gaben - und nicht zu vergessen: neue Feinde. Aber auch Bekannte, die sich bisher nicht gerade durch Ehrenrührigkeit auszeichnen, entpuppen sich plötzlich als Verbündete, und der Einzige, der sich in seiner Arschi...keit treu bleibt, ist Mad Rogan. Aber da ich ihn schon im ersten Teil nicht leiden konnte, tut das hier nichts zur Sache. Schade, dass Nevada ihn nicht auf den Mond schießt, aber ich warte trotzdem gespannt auf den nächsten Band der Reihe.

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148 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 38 Rezensionen

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Die Sprache der Dornen

Leigh Bardugo , Michelle Gyo
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Knaur, 01.10.2018
ISBN 9783426226797
Genre: Fantasy

Rezension:

Vorneweg: Ich bin eigentlich kein Freund von Märchen. Eigentlich. Denn uneigentlich bin ich ein großer Fan der Krähendilogie und auch Grischa fand ich zum Großteil ganz gut. Deshalb ist es wohl auch nicht verwunderlich, dass ich dieses Buch besitzen wollte, und ich bereue es nicht.
Eigentlich gehe ich auch nie auf die Aufmachung oder das Cover ein. Eigentlich.
Aber uneigentlich muss ich dazu doch mal ein paar Worte dalassen: Es ist genial. Nicht nur äußerlich schön gestaltet, auch im Inneren finden sich auf jeder Seite Zeichnungen, welche die Geschichte "untermalen" - vor allem, indem sie mit dem Fortlauf der Handlung auch immer neue Details hinzufügen.

Und hier also was zu den Märchen selbst. Hätte ich es nicht besser gewusst, ich hätte Stein und Bein geschworen, dass es sich niemals um neue handeln konnte. Sie sind so perfekt in der Sprache alter Märchen verfasst, ohne dabei zu sehr ins Schwülstige zu geraten, dabei auch mit sehr coolen Messages versehen. Nicht im Sinne von Walt Disney, dass alles gut wird. Und schon gar nicht im Sinne Chestertons, der behauptete, dass Märchen den Kindern beibringt, dass Drachen nicht nur existieren, sondern dass sie auch getötet werden können. (Fand das Zitat sowieso schon immer furchtbar arrogant - warum sollte man die armen Drachen töten?)

Nein, Bardugo erzählt uns davon, dass die wahren Drachen oder Monster nicht unbedingt wie welche aussehen, sondern im Gegenteil mit Schönheit und Samtzunge, und dass es oft genug die Drachen oder Monster sind, welche uns als einzige retten können. Und das ist eine viel, viel bessere Message, welche man mitgeben kann. Richtig schön auch, dass man die verschiedenen "länderspezifischen" Unterschiede bei den Märchen mitbekommt, die aus Rawka, Kerch, Semeni und Fjerda stammen und man zwar die Einflüsse bereits existierender Geschichten spürt, aber auch ganz genau merkt, wie viel Eigenleistung in sie gesteckt wurde. Rundum eine dicke, fette Empfehlung - für Kinder, Kindgebliebene, Junge, Alte und alle dazwischen.

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72 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 54 Rezensionen

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Unverfrorene Freunde

Klemens Pütz , Dunja Batarilo
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 21.09.2018
ISBN 9783550050343
Genre: Sachbücher

Rezension:

Pinguine sind niedlich. An Land watscheln sie scheinbar tollpatschig umher, im Wasser sind sie wahre Meister der Schwimm- und Tauchkunst. Klemens Pütz (mal ehrlich, mit so einem Namen kann man eigentlich nur Pirat oder Pinguinforscher werden) beschäftigt sich schon den Großteil seines Lebens mit diesen drolligen, flugunfähigen Vögeln und er erzählt auf locker-lässige Weise davon. Auf witzige Weise erhält man in diesem Buch Einblick in die Lebensweise verschiedener Pinguinarten, die nicht nur in den eisigsten Gebieten der Antarktis leben - was übrigens der Grund ist, warum sich Pinguine und Eisbären nie in die Quere kommen, die großen weißen Raubtiere wohnen in der Arktis - sondern auch in Südafrika, Südgeorgien, Neuseeland und Südamerika.

Dabei legen die Tiere unglaubliche Strecken zurück, bis zu 25.000 km, und je nach Gebiet und Art des Pinguins haben sie völlig unterschiedliche Methoden, an die Aufzucht ihrer Jungen heranzugehen oder ihr Futter zu fangen. Pütz legt hier kein trockenes Sachbuch vor, ganz oft merkt man, wie sehr er die Frackträger mag, dass er liebevoll von ihren Macken berichtet und wie sehr im diese Vögel am Herzen liegt. Gleichzeitig ist das Buch auch ein Appell an Umwelt- und Tierschutz, worin er sich ebenfalls engagiert. Bilder der Burschen im perfekt von der Natur entwickelten Tauchanzug runden das Ganze ab und machen diese Lektüre nicht nur zu einer informativen, sondern wirklich spannenden und und interessanten.

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91 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 39 Rezensionen

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Die Vereinten

Caroline Brinkmann
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei ONE, 28.09.2018
ISBN 9783846600672
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Könnte Spoiler zu Teil 1 enthalten, bitte nicht lesen, wenn ihr diesen nicht kennt.

Plötzlich ist Rain keine Ausgestoßene, kein Ghost mehr, sondern eine Perfekte und als solche lebt sie in Hope. Mehr und mehr empfindet sie ihr Leben mit Dienern und all den politischen Verpflichtungen wegen ihres leiblichen Vaters Tiberius als goldenen Käfig, und natürlich wird sie noch immer von ihrer Trauer um Storm überwältigt. Doch die Spines mögen zwar sowohl Bolt als auch die letzte Schlacht verloren haben, den Kampf haben sie nicht aufgegeben. Immer wieder kommt es zu Scharmützeln und auch Lark wird wieder in Intrigen auf beiden Seiten reingezogen. Doch plötzlich nähert sich eine Bedrohung von außerhalb Hopes, und sowohl die Perfekten als auch die "normalen" Menschen müssen erkennen, dass es Feinde gibt, die man nicht auf die übliche Weise bekämpfen kann.

Sehr, sehr gut finde ich, dass man immer wieder Parallelen zu uns und unserer heutigen Zeit ziehen kann. Fremdenfeindlichkeit, Ausgrenzung, Hass auf andere werden stark thematisiert, ohne den Zeigefinger zu heben, ein Spiegel unserer Gesellschaft. Weniger gefiel mir, dass plötzlich die Rebellen alle als durchgeknallte Spinner dargestellt wurden und die Perfekten mehr so als "na ja, so schlimm sind sie ja gar nicht". Das nahm mir einen Teil der Sympathie für das Buch, denn meiner Meinung nach hatten die Spines mehr als gute Gründe für das, was sie taten. Stellt euch vor, ihr lest die Hunger Games und in Buch 3 heißt es plötzlich, die Distrikte sind alles Irre, während Präsident Snow ja eigentlich ein liebenswerter Fernsehonkel ist - ein wenig überspitzt, aber so ähnlich empfand ich es hier. Auch das Ende hätte meiner Meinung nach gern ein wenig mehr ausgearbeitet werden können; andererseits hat man so die Möglichkeit, sich selbst noch ein wenig damit zu beschäftigen. Alles in allem ist es ein gutes Buch mit kleinen Schwächen, die Dilogie habe ich gern gelesen.

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27 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

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Die Schwestern von Mitford Manor – Unter Verdacht

Jessica Fellowes , Andrea Brandl , Juliane Köhler
Sonstiges Audio-Format
Erschienen bei Random House Audio, 10.09.2018
ISBN 9783837143195
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Louisa Cannon ist achtzehn, als die Geschichte beginnt, und lebt in ärmlichen Verhältnissen mit ihrer Mutter, die als Wäscherin arbeitet, und ihrem Onkel, der nicht nur gewalttätig ist, nichts zum Lebensunterhalt beiträgt, aber von ihr verlangt, dass sie sich zu seinen Gunsten prostituiert. Durch einen Zufall ergattert sie die Stelle als Kinder- und Anstandsmädchen bei den Mitfords und entkommt damit diesem Schicksal. Zur selben Zeit wird Florence Nightingale Shore umgebracht; der Mord sorgt für Aufruhr und kommt auch Louisa und Nancy Mitford, der ältesten Tochter der Familie, zu Ohren. Sie waren am selben Tag mit dem Zug gefahren, wo die Tat passierte, außerdem war die Ermordete eine Bekannte der älteren Nanny des Hauses. Ein Railway-Polizist namens Guy Sullivan sowie Loisa und Nancy machen sich daran, den Fall zu lösen.

Oder auch nicht. Denn wer sich hier eine interessante Mordermittlung in den aufregenden Zwanzigern erwartet, der wird schwer enttäuscht. Stunde um Stunde zieht vorbei, in welchem man mit belanglosen und auch nicht wirklich spannenden Informationen zugetextet wird. Dazu kommt, dass vieles an dem Fall äußerst unlogisch daherkommt und mit Widersprüchen aufwartet. Möglicherweise liegt einiges davon an der Kürzung des Hörbuches; das tat dem Buch von vornherein nicht gut. Vieles ist aber das Problem der Autorin, die schlechtes Handwerk betreibt. Sie wechselt gern innerhalb eines Satzes die Perspektiven und neigt zu schrecklichen Groschenromanklischees. Schlimmstes Beispiel: Am Ende "sinken sie sich in die Arme". Nicht zu vergessen die vorhersehbare Sache mit den beiden Soldaten, für die alle, einschließlich der Polizist, ewig gebraucht haben, um das herauszufinden, was jeder, der auch nur schon mal die drei ??? gelesen hat, sofort wusste. Richtig schlimm fand ich die Protagonistin Louisa. Selten habe ich eine unsympathischere Person erlebt. Sie stiehlt, sie lügt, sie stiftet Leute zu irgendwelchen Taten an, nur um sie hinterher in die Bredouille zu reiten, und sie ist so furchtbar dumm. Allein wie sie eine Sache zum Schluss verpatzt hat, löste bei mir so starkes Augenrollen aus, dass ich nahezu zu schielen anfing. Nein, abgesehen von der starken Sprecherin (+ 1 Punkt) und dem Cover (+ 0,5) gibt es an dem Buch nichts, das ich positiv bewerten kann. 1,5/5 Punkten.

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92 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 69 Rezensionen

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Redemption Point

Candice Fox , Thomas Wörtche , Andrea O'Brien
Flexibler Einband: 439 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 02.10.2018
ISBN 9783518468982
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ted Conkaffey ist vor einem Jahr fälschlicherweise der Vergewaltigung eines jungen Mädchens beschuldigt und nur wegen mangelnden Beweisen freigelassen worden. Seitdem hat er sich nach Crimson Lake zurückgezogen, auch wenn das wenig nützt. Er ist Staatsfeind Nr. 1 und muss täglich damit rechnen, erkannt und verprügelt zu werden. Als wäre das nicht genug, taucht eines Tages der Vater des Mädchens bei ihm auf, um sich zu rächen. Und zur selben Zeit werden zwei junge Leute in einer nahe gelegenen Bar erschossen und Ted und seine Partnerin Amanda sollen den Fall klären. Als noch mehr Gerüchte auftauchen, Ted sei schon als Teenager nur an kleinen Kindern interessiert gewesen und sich ein Unterweltler in die Sache einmischt, spitzt sich die ohnehin gefährliche Lage für ihn weiter zu.

Wie schon im ersten Band wird man hier nach Australien mitgenommen, ein exotisches Setting, das ohnehin fasziniert, zumal es sehr gut beschrieben wird. Auch die skurrilen Typen - allen voran die völlig durchgeknallte Amanda - tragen zum Lesegenuss bei. Allerdings hat mir das erste Buch trotzdem besser gefallen; hier wurde einfach zu viel mit reingebracht. Die Drogenhändler aus Teds Vergangenheit, die Suche nach dem wahren Vergewaltiger, der Vater des Mädchens, die neuen Beschuldigungen, Amandas Ermittlungen, die Ex-Frau, die ihn wieder zurückwill, obwohl sie wieder in einer neuen Beziehung lebt: Es brachte eine gewisse Unruhe in die Geschichte, nicht mehr Spannung, wie es wohl beabsichtigt war. Und mir war es ein wenig zu viel Heldenverehrung in Bezug auf Ted - so gern ich ihn mag, ich muss nicht ständig von seinen Qualitäten überzeugt werden. Immer noch ein sehr guter Krimi, kann aber nicht ganz an die Brillanz des ersten anschließen.

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146 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 92 Rezensionen

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Der Spielmann - Die Geschichte des Johann Georg Faustus

Oliver Pötzsch
Fester Einband: 784 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 21.09.2018
ISBN 9783471351598
Genre: Historische Romane

Rezension:

1478, Kraichgau, Knittlingen: Ein Junge wird geboren, unter einer besonderen Konstellation der Sterne. Das erzählt ihm später zumindest seine Mutter, und sie nennt ihn Faustus, der Glückliche. Johann fühlt sich meistens nicht besonders glücklich, ist er doch der dritte Sohn eines Großbauern, der für ihn nichts übrig hat. Überhaupt ist er so anders, dass ihn nur seine Mutter und Margarete, die hübsche Tochter eines der einflussreichsten Dörflers, mögen. Als eines Tages Spielleute und Gaukler in ihr Dorf kommen, ist er fasziniert von den Tricks - und von einem Mann, der sich Tonio nennt und unheimlich ist. Dass zur selben Zeit Kinder verschwinden, nimmt er nicht ernst. Bis eines Tages sein ganzes Leben in sich zusammenfällt und er vor einem Kreuzweg steht, der ihn dem Teufel selbst scheinbar in die Arme treibt.

Ich mag die Krimis und Romane von Pötzsch, und hier hat er sich eine interessante literarische Figur vorgenommen, die wohl anscheinend wirklich gelebt hat. Trotzdem hat mich dieses Buch nicht bis zuletzt fesseln können, obwohl es wie üblich mit leichter Hand geschrieben war und viele Informationen über das 15. Jahrhundert bereithielt. Zum Teil mag das an Johnann Faustus selbst gelegen haben - ich mochte ihn nicht. Obwohl ständig erwähnt wird, was für ein heller Kopf er ist, reitet er sich von einer dummen Situation in die nächste und vor allem wiederholt sich irgendwie immer alles, nur an anderen Orten. Er ist - wie es sein Freund Valentin leider zu spät bemerkte - ein Egoist. Denkt immer nur an sich und das, was er will, andere spielen in seinen Überlegungen höchstens dann eine Rolle, wenn sie ihm nützlich sein können. Nicht einmal verschwundene Kinder berühren ihn wirklich. Zumindest war er in der Hinsicht konsequent. Ich hätte eine Straffung der Handlung für besser befunden, vor allem finde ich schade, dass es sich hierbei gerade mal um den ersten Teil einer anscheinend langwierigen Reihe handelt, was bedeutet, dass ich wohl noch länger auf Teil 3 der Schwarzen Musketiere warten muss. 3,5/5 Punkten.

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