Arethelya

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209 Bücher, 38 Rezensionen

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298 Bibliotheken, 6 Leser, 2 Gruppen, 70 Rezensionen

freundschaft, der kleine prinz, familie, reise, frankreich

Bäume reisen nachts

Aude Le Corff , Claudia Steinitz
Flexibler Einband: 201 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 10.03.2014
ISBN 9783458360193
Genre: Romane

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(4.480)

6.608 Bibliotheken, 116 Leser, 18 Gruppen, 360 Rezensionen

fantasy, schattenjäger, dämonen, liebe, vampire

City of Bones

Cassandra Clare , Franca Fritz , Heinrich Koop
Flexibler Einband: 504 Seiten
Erschienen bei Arena, 05.01.2011
ISBN 9783401502601
Genre: Jugendbuch

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 0 Rezensionen

thriller, geschlechtsumwandlung

Die Haut, in der ich wohne

Thierry Jonquet , Holger Fock , Sabine Müller
Flexibler Einband: 140 Seiten
Erschienen bei Heyne, W, 07.09.2011
ISBN 9783453503915
Genre: Krimi und Thriller

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Der Zyklop

Mark Chadbourn , Joannis Stefanidis
Flexibler Einband: 665 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Taschenbuch Verlag, 01.07.2003
ISBN 9783442241927
Genre: Fantasy

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(601)

1.431 Bibliotheken, 17 Leser, 15 Gruppen, 199 Rezensionen

dystopie, liebe, zombies, ashes, endzeit

Ashes - Brennendes Herz

Ilsa J. Bick , Gerlinde Schermer-Rauwolf , Sonja Schuhmacher , Robert A. Weiß
Fester Einband: 502 Seiten
Erschienen bei INK, 04.08.2011
ISBN 9783863960056
Genre: Jugendbuch

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(26)

46 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

dystopie, gefährliche, rebellen, jugendfantasy, wolfer

Raya und Kill - Gefährliche Grenze

Sue Twin
E-Buch Text: 395 Seiten
Erschienen bei null, 31.12.2013
ISBN B00HM7WDF4
Genre: Sonstiges

Rezension:

Selten fiel es mir so schwer, eine Rezension zu einem Buch zu schreiben, das ich gelesen habe. Denn selten habe ich dergleichen gelesen, was Sue Twin mir da vorgesetzt hat.
Ich habe mir das Buch für den Kindle gekauft, aufgrund der interessanten Inhaltsangabe und des guten Einstiegs (hatte mir zuvor erstmal nur eine Leseprobe zusenden lassen). Zwar waren sehr viele Elemente aus anderen bekannten Jugendbüchern vorhanden (Dystopie, Mutationen, "Verpaarungen", eine kämpferische Hauptfigur, die sich nichts gefallen lassen will), aber als Abendlektüre erschien es mir immer noch willkommen...
Aber schon nach den ersten zwei Kapiteln erlebte ich eine Enttäuschung nach der anderen. Die Hauptfigur Soraya ist eine unglaublich farblose Person, in die ich mich nicht einmal ansatzweise hineinversetzen kann. Die Autorin versucht aus ihr einen Sympathieträger zu machen, leider ohne Erfolg. Soraya soll eine Kämpfernatur sein, eine kritische Rebellin tief im Herzen, intellignet aber manchmal unbedacht und mit einem guten Herzen. Intelligent finde ich sie überhaupt nicht, denn viele Aktionen, die sie begeht, hätten vermieden werden können, wenn sie einmal mehr gründlich darüber nachgedacht hätte. Kämpferisch ist sie nur, wenn sie unter Adrenalin steht, sie ist eine Art Adrenalinjunkie. Das dies übrigens als eine besondere Art des Kämpfers dargestellt wurde, um Raya in den Himmel hoch zu preisen, fand ich mehr als lächerlich. Obwohl alles aus ihrer Perspektive geschildert wird, konnte ich dennoch keinen Bezug zwischen ihr und mir herstellen. Vielleicht sind ihre und meine Vorgehensweise zu unterschiedlich? Ich weiß es nicht. Tatsache ist, dass ich oftmals das Bedürfnis hatte, Soraya einmal richtig den Kopf zu waschen.
Diese Dreieckskonstellation zwischen Raya, ihrem Verlobten Pa:ris und Kill fand ich sehr lasch dargestellt. Raya beteuert immer wieder, dass sie ihren Verlobten doch irgendwie liebe, aber abkaufen konnte ich ihr das nicht. Und wann immer sie etwas zu Pa:ris' Gunsten getan hat, habe ich gedacht: Das machst du doch jetzt nur, um dein Gewissen zu beruhigen. Dadurch wurde sie mir nur noch unsympathischer und sie kam falsch auf mich rüber.
Einzig und allein die Beziehung zwischen dem Wolfer (eine Mutation aus Mensch und Wolf) Kill und Raya hat mich bewegt, dem Buch eine Chance zu geben und weiterzulesen. Der Kuss eines Wolfers ist tödlich und es war für mich immer spannend zu lesen, wie sie sich beide zurückhalten müssen, ihre Leidenschaft unterdrücken, um Rayas Überleben zu sichern. Das ist auch der Grund, warum hier zwei Sterne stehen, anstatt einem. Der Rest hätte in meinen Augen auch nicht mehr verdient.
Rayas Aufenthalt in der Erziehungsanstalt "Gute Ernte", ihr Unterricht und ihr Training, der ominöse Sucher Conner - der wirklich widersprüchlichste Charakter im Buch (was durchaus hätte toll sein können, aber die Autorin hatte dafür kein Gefühl, diesen Zwiespalt herauszukitzeln) - und die Falkgreifer... ich weiß nicht, es wirkte auf mich überhaupt nicht stimmig, nicht passig und wie aneinander gereihte Szenen, die nicht zusammenpassen, sondern geschrieben wurde, weil gerade jemand die Idee hatte, darüber könnte man schreiben und das könnte passieren... Es hatte für mich kein Konzept, keine Struktur und ergab für mich irgendwie keinen Sinn.
Wirklich schade, der Anfang hatte unglaubliches Potential.

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Tags: dystopie, falkgreifer, wolfer   (3)
 

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(227)

409 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 91 Rezensionen

liebe, herz, märchen, kuckucksuhr, jack

Die Mechanik des Herzens

Mathias Malzieu , Sonja Finck
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Carl's Books, 08.06.2012
ISBN 9783570585085
Genre: Fantasy

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(128)

295 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 23 Rezensionen

märchen, fantasy, abenteuer, eifersucht, ritter

Das Buch der verlorenen Dinge

John Connolly , Claudia Feldmann
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 03.12.2009
ISBN 9783548609225
Genre: Fantasy

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712 Bibliotheken, 29 Leser, 0 Gruppen, 66 Rezensionen

magie, zirkus, fantasy, liebe, erin morgenstern

Der Nachtzirkus

Erin Morgenstern , Brigitte Jakobeit
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 11.10.2013
ISBN 9783548285498
Genre: Fantasy

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(5.076)

7.115 Bibliotheken, 84 Leser, 13 Gruppen, 552 Rezensionen

träume, kerstin gier, silber, liebe, fantasy

Silber - Das erste Buch der Träume

Kerstin Gier
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 20.06.2013
ISBN 9783841421050
Genre: Jugendbuch

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(1.888)

3.054 Bibliotheken, 33 Leser, 16 Gruppen, 153 Rezensionen

vampire, fantasy, house of night, internat, jugendbuch

House of Night - Gezeichnet

P.C. Cast , Kristin Cast , Christine Blum
Flexibler Einband: 462 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 29.12.2010
ISBN 9783404165193
Genre: Jugendbuch

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(885)

1.382 Bibliotheken, 6 Leser, 15 Gruppen, 101 Rezensionen

gestaltwandler, liebe, mediale, fantasy, erotik

Leopardenblut

Nalini Singh , Nora Lachmann
Flexibler Einband: 378 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 14.05.2008
ISBN 9783802581526
Genre: Fantasy

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30 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

britannien, rom, kelten, boudica, historisch

Boudica - Das Schwert der Keltin

Manda Scott , Elke Bartels
Flexibler Einband: 601 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Taschenbuch Verlag, 19.05.2008
ISBN 9783442365647
Genre: Historische Romane

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20 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

breaca, britannien, kelten, rom, römer

Boudica - Die Seherin der Kelten

Manda Scott , Elke Bartels , Elke Pane-Bartels
Flexibler Einband: 701 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Taschenbuch Verlag, 13.11.2008
ISBN 9783442371341
Genre: Historische Romane

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47 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

kelten, breaca, römer, britannien, historischer roman

Boudica - Die Herrin der Kelten

Manda Scott , Elke Bartels , Elke Pane-Bartels
Flexibler Einband: 759 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Taschenbuch Verlag, 14.08.2006
ISBN 9783442364862
Genre: Historische Romane

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17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

fantasie, insel, jugendbuch

Die Insel des vollkommenen Glücks

Christian Waluszek
Flexibler Einband: 498 Seiten
Erschienen bei Arena
ISBN 9783401022000
Genre: Jugendbuch

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163 Bibliotheken, 3 Leser, 3 Gruppen, 6 Rezensionen

steinzeit, ayla, clan, jean m. auel, erdlinge

Ayla und der Clan des Bären

Jean M. Auel , Mechtild Sandberg-Ciletti
Flexibler Einband: 606 Seiten
Erschienen bei cbj, 26.09.2005
ISBN 9783570302835
Genre: Historische Romane

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86 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

kirche, mittelalter, historischer roman, gesang, kastrat

Die Kastratin

Iny Lorentz
Fester Einband: 510 Seiten
Erschienen bei Droemer/Knaur
ISBN 9783426628690
Genre: Historische Romane

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(4.583)

7.177 Bibliotheken, 77 Leser, 27 Gruppen, 441 Rezensionen

liebe, zeitreise, zeitreisen, london, fantasy

Smaragdgrün

Kerstin Gier
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Arena, 08.12.2010
ISBN 9783401063485
Genre: Jugendbuch

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56 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 7 Rezensionen

fantasy, geister, magie, zeitreise, geisterhaus

Meister der 13 Stühle

Henry Porter
Fester Einband: 334 Seiten
Erschienen bei Loewe, 01.06.2008
ISBN 9783785563625
Genre: Fantasy

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(107)

257 Bibliotheken, 7 Leser, 6 Gruppen, 69 Rezensionen

botanik, tahiti, historischer roman, weltreise, liebe

Vom anderen Ende der Welt

Liv Winterberg
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.06.2011
ISBN 9783423248471
Genre: Historische Romane

Rezension:

"Ja, dachte sie, wenn du dich darauf einlässt, ist es viel, was hier auf dich einstürzt. Wissen, jahrelang gesammelt und dokumentiert. Es ist die Mischung aus Vergänglichkeit und Aufbewahrung, Tod und Schönheit, von Akribie und Abenteuer. Wenn du ehrlich bist, fasziniert es dich, und gleichermaßen stößt es dich ab. Aber irgendwann spürst du nur noch die Faszination, dann treibt dich die Neugier an, mehr zu erfahren."
Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG, Originalausgabe 2011, S.29
Als Marys Vater stirbt, beschließt sie, sein Erbe und ihre Arbeit als Botanikerin fortzuführen. Als Mann verkleidet, heuert sie an Bord eines Schiffes an, um an einer Exkursion auf Tahiti teilzunehmen. Unterwegs hat sie mit allerlei Schwierigkeiten zu kämpfen...
Mir hat das Buch gut gefallen. Winterberg hat einen guten, flüssigen Schreibstil, der sich leicht und schnell lesen lässt. Sie beschreibt sehr anschaulich die Szenerie und beweist ein umfangreiches Wissen von Schiffen und der Seefahrt. dadurch wirkt das Geschriebene sehr real und authentisch. Die Geschichte wird dem Leser noch näher gelegt. Einzig und allein die Gedanken fand ich immer seltsam formuliert. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass jemand auf so poetische Weise denkt - das war mir zu literarisch und unauthentisch. Ich glaube, dass selbst in der damaligen Zeit die Menschen nicht so ihre Gedanken formulierten.
Die Figuren sind gut dargestellt und charakterisiert. Die Autorin bemüht sich, jede Hauptfigur zu beleuchten und seine Gefühlswelt darzulegen. Leider wurde mir erst gen Schluss ersichtlich, weshalb sie so viel Wer auf Seth legte. An sich hat er in meinen Augen keine zentrale Rolle und selbst am Ende übermittelt er nur eine Info, die Mary Erleichterung schafft. Ich fand, dass sie sich manchmal weniger um Seth hätte bemühen sollen, als viel mehr etwas mehr über die Handlung zu erfahren.
Die Handlung hat mir auch gut gefallen - es wechselt immer zwischen Marys Unsicherheit, ob sie enttarnt wird, und ihrer Arbeit, in der sie eine Spezialistin ist (sie besitzt sowohl Wissen über die Medizin als auch über die Botanik). Aber entgegen der Vermutung, dass die Handlung sich Großteils auf die Expedition bezieht, dreht es sich viel mehr um die Fahrt auf sie. Mehr als zwei Drittel der Geschichte spielt sich dort ab, was ich ein wenig schade fand. Der Anfang ließ anderes vermuten, weshalb ich den Verlauf der Handlung ein wenig enttäuschend fand. Hinzu kommt, dass ich es doch leicht übertrieben fand, dass sehr viele nahestehende Personen von Mary sterben und sie dann letzten Endes allein bleibt. Auch ihre merkwürdige Beziehung mit Landon Reed bleibt komplett offen. Das Ende ist allgemein sehr offen gehalten, was Vermutungen über einen eventuellen nächsten Teil entstehen lässt. Aber da es eigentlich ein abgeschlossenes Buch sein soll, fand ich das auch leicht schade. Während die Schifffahrt sehr detailliert ist, sind Expedition und der Schluss ganz schön kurz und knapp gehalten, man hätte das viel mehr ausbauen können.
Das Buch ist gut, aber immer noch ein wenig ausbaufähig. Es ist ein schöner Schmöker mit dem Sommer. Drei verdiente Sterne!

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Tags: abenteuer, botanik, botanikerin, emanzipation, historischer roman, schifffahrt, tahiti   (7)
 

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(4.880)

7.545 Bibliotheken, 63 Leser, 34 Gruppen, 471 Rezensionen

liebe, zeitreise, zeitreisen, london, fantasy

Saphirblau

Kerstin Gier
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.01.2010
ISBN 9783401063478
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mir hätte auch zu denken geben können, dass eine Wand mit einem Beichtstuhlfenster zwischen uns war, durch das Gideon seinen Kopf und seine Arme gezwängt hatte, und dass das keine idealen Bedingungen für einen Kuss waren, mal ganz abgesehen von dem Fakt, dass ich nicht noch mehr Chaos in meinem Leben brauchen konnte, nachdem ich gerade erst vor drei Tagen erfahren hatte, dass ich das Zeitreise-Gen von meiner Familie geerbt hatte.
Tatsache allerdings war, dass ich überhaupt nichts dachte, außer vielleicht Oh und Hmmmm und Mehr!
Arena Verlag GmbH, 4. Auflage 2010, S. 20

Gwendolyn, die erst vor kurzem erfahren musste, dass sie und nicht ihre Cousine Charlotte das Zeitreise-Gen ihrer Familie vererbt bekommen hat, sieht sich immer größeren Herausforderungen gegenüber. Sie soll an einer Soiree und einem Ball teilnehmen, um den Grafen Saint Germain näher kennen zu lernen. Leider hat sie keinerlei geschichtliches Grundwissen oder musikalisch und tänzerische Talente, zudem zeichnet sie sich durch einen Mangel an Manieren aus, wodurch es sich als äußerst schwierig erweist, sie entsprechend vorzubereiten. Hinzu kommt, dass die anderen Wächter der Loge keinen Hehl aus ihrem Misstrauen Gwendolyn gegenüber machen und sie sich ausgestoßen fühlt. Auch ihr kompliziertes Verhältnis zu Gideon erschwert es, einen klaren Kopf zu bewahren. Sie sieht sich gezwungen, in der Vergangenheit Kontakt mit ihrem Großvater aufzunehmen, um endlich Licht in das Dunkel zu bringen.

Mir hat das zweite Buch genauso gut gefallen wie das erste, auch wenn man merkt, dass dies hier der Übergang zum Finale ist. Es fehlte mir ein wenig an der spannenden Wendung während des Buches - so erschien es mir ein wenig arg nach einem Lückenfüller. Nur das Ende war überraschend für mich, auch wenn zwischendurch im Buch - ein Auszug aus den Chroniken, wenn ich mich recht erinnere - eine Andeutung dazu gemacht wird.
Ich fand den jugendsprachlichen Stil wieder einmal sehr erfrischend, manchmal aber auch etwas irritierend und entnervend. Einige Stellen wirkten einfach nicht authentisch genug auf mich. Aber ich mochte diese sarkastischen und bissigen Bemerkungen, die Gwendolyn gern in Gedanken als auch laut von sich gibt. Nur leider sind mir dieses Mal sehr viele grammatikalische Fehler aufgefallen - "wegen dem" (richtig: wegen des) und "Sinn machen" (richtig: Sinn ergeben) ist einfach falsch. Ich finde es schade, dass der Lektor das nicht korrigiert hat - und dass diese Fehler in der vierten Auflage immer noch zu finden sind! Jugendliche lernen ihre Sprache auch aus Büchern. Komplett falsche Sachen sollte man ihnen daher auch nicht vorsetzen.
Ich fand die Charaktere wieder einmal wunderbar dargestellt. Man merkt schon eine gewisse Entwicklung bei Gwendolyn, ohne dass sie sich charakterlich komplett verändert. Ich fand es etwas schade, dass Gwendolyns Mutter in diesem Buch kaum auftritt, ebenso Lucy und Paul. Aber dafür hat man ja ein wenig mehr über ihren Großvater erfahren. Eine sehr interessante Gegebenheit! Ich wüsste gar nicht, wie ich reagieren würde, wenn ich meinen Opa in jung vor mir stehen hätte.
Die Geschichte schreitet nun wegweisend voran, denn Gwendolyn hat erfahren, dass der Graf Informationen vor der Loge vorenthalten und einen seiner Vorfahren umgebracht hatte. Doch bevor Gwendolyn irgendetwas in der Hinsicht unternehmen kann, dass sie Gideon und der Loge davon berichtet, wird sie immer wieder mit Aufträgen, Unterrichtsstunden und Missionen betraut, die ihr gar keine Möglichkeit lassen, darüber nachzudenken, was das alles wohl bedeuten könnte. Das ist sehr nervenaufreibend für mich als Leser gewesen, denn zusätzlich ist da Gwendolyns Art, wichtige Details zu vergessen oder nicht zu erkennen oder auch noch zu verschweigen, wodurch sie einfach nicht auf das entsprechende Ergebnis kommt, das teilweise ersichtlich ist. Zum Beispiel, dass der Graf böse ist und keine koscheren Absichten verfolgt. Außerdem sind da ihre verwirrenden Gefühle für Gideon, die sie sowieso die ganze Zeit ablenken. Es bleibt also spannend. Ich hoffe ein wenig darauf, dass Gwendolyn im nächsten Buch mehr Möglichkeiten hat, das Geheimnis zu lüften.
Die Liebesgeschichte zwischen Gideon und Gwendolyn schreitet in diesem Buch nun auch unweigerlich voran. Aber es bleibt vorerst bei Küssen und Streitereien, denn nicht nur Gwendolyn sondern auch Gideon scheint unter Stimmungsschwankungen zu leiden. Mal ist er zuvorkommend und liebevoll, dann wieder eiskalt und abweisend. Gwen ist dadurch emotional beeinträchtigt, dass sie sich kaum konzentrieren kann - besonders weil Gideon ihr erklärt, dass der Grund sei, sie könnte in der Zukunft eine Verräterin werden, und dass dies in abhalten würde, ihr komplett zu vertrauen.
Aber eine Liebesgschichte wäre keine richtige, wenn es zwischendurch keine dramatische Wendung geben würde - was in diesem Buch geschieht. Denn jetzt muss man sich fragen, ob Gideons Intentionen guter Absicht sind. Liebt er sie wirklich? Benutzt er sie nur?
Einzige Frage, die sich mir immer noch nicht erschlossen hat - was soll das mit den Tieren, der Musik und alles, um die zwölf Zeitreisenden zu beschreiben? Welchen Zusammenhang hat das? Ich hoffe, es wird zumindest in Band 3 erklärt, sonst wäre ich echt arg enttäuscht. Das wäre dann wieder ein Beweis, dass sich manche Autoren schön klingende Dinge einfallen lassen, nur damit es spannend wirkt, aber sie können es nicht einmal erläutern.
Ich freue mich zumindest auf den dritten Teil. Das Cover lässt schon einiges vermuten. Bei Band 1 standen sich die Figuren keifend gegenüber. Bei Band 2 jetzt stehen sie nah nebeneinander und sehen sich an. Daran erkennt man ja die wachsende Nähe zwischen Gideon und Gwendolyn. Sie kommen sich immer näher. Und bei Band 3 liegen sie einander tanzend in den Armen. Das wirkt schon einmal sehr positiv - zumindest für den Verlauf der Liebesgeschichte.

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Tags: chronograf, dämonen, diamant, edelstein, fantasy, geister, jugendbuch, liebe, london, magie des raben, romantik, rubin, zeitreise, zeitreisen   (14)
 

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374 Bibliotheken, 4 Leser, 11 Gruppen, 24 Rezensionen

vampire, irland, werwölfe, fantasy, lycana

Die Erben der Nacht - Lycana

Ulrike Schweikert
Flexibler Einband: 542 Seiten
Erschienen bei cbt, 06.10.2008
ISBN 9783570304792
Genre: Fantasy

Rezension:

"Leo" hatte sie ihn genannt, und die Erinnerung an den Klang dieses einen Wortes hütete er wie einen Schatz. Franz Leopold stieß das Portal auf und lief die letzten Stufen hinunter. Er sog die würzige Abendluft des späten Sommertages ein, unter die sich bereits der erste Hauch von Verfall mischte. Bald würde das saftige Grün der Blätter verblassen und sich zu herbstlichem Gelb wandeln. Doch dann würde er nicht mehr unter diesen Bäumen durch die Nacht flanieren, die im Licht der Gaslaternen gespenstische Schatten warfen. Nein, eine andere Landschaft wartete auf ihn, ein anderes Land - eine ganz andere Welt und Ivy-Máire!
cbj Verlag München, 3. Auflage 2008, S.27
Band 2 der Erben der Nacht. Die Erben reisen nun nach Irland, um dort bei den Lycana die Kunst der Verwandlung zu erlernen. Dabei haben sie mit allerhand Schwierigkeiten zu kämpfen. Zudem erschweren eine verbotene Liebe und unbekannte Vampire das Vorhaben, sodass sie gezwungen sind, ihren Standort zu verlassen. Sie müssen bald erkennen, dass es um viel mehr geht, als sie bisher ahnen konnten.
Ich habe erst gar nicht bemerkt, dass es der zweite Band einer Reihe ist. Zum Gllück habe ich den ersten Teil nicht gelesen, denn:
Große Enttäuschung, mehr kann ich kaum dazu sagen. Viel zu viele Charaktere, die allesamt viel zu wenig dargestellt werden, sodass man sich immer fragt, wer das nun ist, woher der kam, in welcher Beziehung er zu den anderen stand und wie er aussehen sollte. Sehr lieblos. Die Charaktere sind insgesamt sehr lieblos gestaltet und besitzen kaum Farbe.
Zu viele Nebenstränge, die absolut irrelevant für die Geschichte sind und ablenken. Da tauchen auch all die unbekannten Figuren auf.
Eine sehr langweilige Geschichte, die kaum Spannung, Pepp und Neuartiges besitzt. Die Vampire haben auch kaum Hintergrundcharakter. Man erfährt nur, dass es verschiedene Familien gibt, reine und unreine, sie müssen morgens in den Sarg und trinken Blut. Ansonsten gibt es nichts, was sie anscheinend sonst noch ausmacht. Da hätte Schwweikert noch ein paar mehr Details erdenken können, um es plastischer zu machen.
Das Buch wirkt auf mich einfach so, als ob sich Schweikert gedacht hat, sie müsse schnell ein Buch füllen, um ein weiteres auf den Markt zu bringen und Geld zu verdienen. Sie hat ja wirklich in kurzer Zeit viel geschrieben - nun wissen wir, wie das ging. Das Zeug ist anscheinend absolut inhaltslos.
Wirklich schade. Kommt selten vor, dass ich so wenig zu einem Buch zu sagen habe. Einfach nur enttäuschend..
Nicht empfehlenswert.

PS: Nur eine kleine Anmerkung, aber die Wölfe in dem Buch hier bellen andauernd. Wölfe tun dies äußerst selten, dass es sogar die Auffassung gibt, dass Wölfe dazu gar nicht in der Lage sind.

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Tags: die erben der nacht, druiden, irland, vampire, werwölfe   (5)
 

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(80)

250 Bibliotheken, 7 Leser, 16 Gruppen, 36 Rezensionen

engel, kloster, nephilim, leier, angelologie

Angelus

Danielle Trussoni , Rainer Schmidt
Fester Einband: 645 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 18.02.2010
ISBN 9783426198780
Genre: Fantasy

Rezension:

Sein nackter Oberkörper war glatt, ohne Nabel oder Brustwarzen, und die Haut so weiß, dass sie im grellen Licht des Badezimmers aussah wie Wachs. Er ließ die Schulterblätter kreisen und betrachtete das klare Spiegelbild seines Körpers: die Schultern, die langen, dünnen Arme und die gemeißelten Konturen seiner wächsernen Gestalt. In der Mitte des Rückens, schweißfeucht und deformiert vom Druck des Korsetts, saßen zwei zarte, knotige Knochen. Mit einer Mischung aus Staunen und Schmerz sah er, dass seine Flügel - früher so voll, stark und geschwungen wie goldene Säbel - sich beinahe völlig aufgelöst hatten. Die Überreste waren schwarz von Krankheit, die Federn verwelkt, die Knochen verkümmert.
Droemer Verlag 2010, persönliches Leseexemplar, S.64

Evangeline ist eine Nonne im Kloster der hl. Rosa, dem Kloster der ewigen Anbetung, das berühmt ist für seine Sammlung an Engelsdarstellungen und -schriften. Eines Tages erhält sie einen Brief von einem jungen Kunstkenner namens Verlaine, der eine Anfrage stellt, ihr Archiv besuchen zu dürfen, um im Auftrag seines Arbeitgebers eine Korrespondenz zwischen einer Nonne und einer Frau der High Society zu untersuchen. Anstatt wie gewohnt abzulehnen, hilft sie ihm bei seiner Untersuchung, ohne zu ahnen, welche Kettenreaktionen das hervorrufen wird. Denn der Auftraggeber ist ein alter Feind ihrer Familie.
Erste Bemerkung: Schade! Das Buch war am Anfang wirklich viel versprechend. Die Grundidee hat mir wirklich sehr gut gefallen - die Nephilim, Nachkommen abtrünniger Engel, leben noch unter den Menschen und versuchen, diese zu unterwerfen. Aber eine Krankheit breitet sich bei ihnen aus und um diese zu heilen, brauchen sie die Leier des Erzengels Gabriel, deren magische Klänge ungeahnte Kräfte besitzen. Ihre Gegenspieler sind die Angelologen, Menschen, die sich der Erforschung von Engeln und Nephilim verschrieben haben, um die Nephilim ein für alle mal vom Antlitz der Welt zu tilgen. Auch sie suchen nach der Leier, um sie zu zerstören. Und dann gibt es da noch Verlaine und Evangeline, zwei gewöhnliche Menschen, die in den Sog dieses alten Kampfes gezogen werden. Es klang wirklich nach einer außergewöhnlichen Story.
Leider hat die Autorin es nicht geschafft, die Spannung dauerhaft aufrecht zu erhalten. Trotz ihres wirklich guten Schreibstils, der auch sehr niveauvoll zuweilen war, verlor sie das Gefühl für die spannenden Elemente. Dazu kam der Aufbau der Geschichte. Das Buch ist quasi zweigeteilt. Es gibt die Gegenwart und eine Geschichte der Vergangenheit, die in der Mitte des Buches auftritt. Celestine Clochard, eine Nonne im Kloster der hl. Rosa, erzählt dort ihren Werdegang bei den Angelologen, bevor sie ins Kloster kam - dies geschieht in der Ich-Form. Der Wechsel war für mich zu plötzlich und ich fühlte mich in einen Erzählstrang hineingestoßen, der mich erst einmal absolut nicht interessierte. Natürlich wurden dann im Verlauf dieses Teils viele Fragen gelöst, aber ich fand diese Umsetzung alles andere als ansprechend. Mir wäre es lieber gewesen, wenn die Autorin diesen Teil der Geschichte nicht so geballt in die Mitte gesetzt hätte, sondern die Kapitel immer im Wechsel Gegenwart-Vergangenheit gesetzt hätte. Ich vermute, dass sich die Spannung besser hätte halten können.
Im übrigen ging die Spannung auch verloren, da zum Ende des Buches, nachdem Gabriella auftaucht, alles viel zu schnell geht und rasant abgearbeitet wird.
Ebenfalls ein Manko war, dass trotz allem die Angelologie für mich nicht als reale Wissenschaft beschrieben werden konnte. Es war immer viel zu unvollständig und oberflächlich, um mir das nahe bringen zu können. Außerdem fand ich einige Punkte äußerst unlogisch. Die Angelologie ist eine Geheimwissenschaft, kaum einer weiß darüber Bescheid - aber eines Tages entscheidet Celestine Clochard, aufgewachsen auf einem Dorf, dass sie Angelologin werden will. Woher hat sie das Wissen darüber? Und woher weiß sie dann, wo sich die entsprechende Akademie befindet? Das war äußerst merkwürdig. Mal kam es mir so vor, als wäre es eine allbekannte Wissenschaft, andererseits war es dann doch wieder ultrageheim. Dann fand ich komisch, dass die Angelologen verschiedene Religionen angehören - eine der größten Vertreter, dass es Engel gibt (Dr. Seraphina Valko), ist Agnostikerin? Wie passt bitte das zusammen? Wenn ich einen Beweis für die Existenz von etwas Überirdischem brauche, dann kann ich doch aber nicht behaupten, dass die überirdischen Engelswesen existieren. Und soweit ich weiß, gibt es in nur wenigen der Weltreligionen Himmelswesen, die den Engeln des Christentum entsprechend - und dennoch finden sich auch Vetreter von Glaubensrichtungen bei den Angelologen, die eigentlich gar nicht an sie glauben dürften, weil sie sonst ja die Existenz des Christengottes, dem Schöpfer der Engel, annehmen müssten.
Ich fand auch sehr unpassend, dass Evangeline immer als so klug beschrieben wird, aber wenn man aufmerksam ist, dann bemerkt man, dass sie eine ziemlich lange Leitung hat. Schon am Anfang des Buches erinnert sie sich daran, dass sie ihren Vater beobachtet hat, wie er mit eingesperrten Wesen sprach, die teilweise menschlich aussahen, aber Flügel besaßen. Sie lebt in einem Kloster, das sich mit Engeln beschäftigt. Sie hat ein Buch ihrer Mutter vererbt bekommen, das sich mit Angelologie beschäftigt und erfährt erste Hinweise von Celestine Clochard. Nach so vielen Informationen hätte eigentlich schon der Groschen fallen müssen, aber sie versteht es erst fast am Schluss.
Das Ende fand ich auch höchst unbefriedigend, da man nun nicht weiß, was aus Evangeline und Verlaine wird - ihre zarte Liebesgeschichte endet schlagartig, die beiden können sich nicht austauschen, was geschehen ist und welche neue Aufgabe Evangeline bekommen hat. Man weiß auch nicht, wie es mit den Nephilim weitergeht. Immerhin existieren zu dem Zeitpunkt immer noch Tausende. Oder soll damit angedeutet werden, dass ein zweiter Band möglich ist?
Fazit ist, dass die Idee wirklich toll und der Schreibstil grandios ist, aber das Buch in sich nicht logisch strukturiert ist, die Spannung alsbald verliert und es diverse Ungereimtheiten gibt. Finde ich nicht unbedingt empfehlenswert.

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Tags: angelologen, angelologie, engel, erzengel gabriel, fantasy, kloster, leier, nephil, nephilim, nonne   (10)
 

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dreißigjähriger krieg, krieg, ärztin, historischer roman, feldscher

Die Wundärztin

Heidi Rehn
Flexibler Einband: 685 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.04.2010
ISBN 9783426505373
Genre: Historische Romane

Rezension:

Magdalena arbeitet als Wundärztin in einem Tross, der zu Zeiten des dreißigjährigen Krieges kämpft. Sie verliebt sich in Eric - einen Mann, den ihr Vater aus unerfindlichen Gründen hasst. Eines Tages verschwindet Eric und sie bleibt allein und schwanger zurück. Zwei Jahre nach seinem Verschwinden muss sie einen Verräter pflegen, damit er den Galgenstrick bei vollem Bewusstsein erleiden kann. Der Verräter ist Eric und sie muss sich zwischen Liebe und Pflicht entscheiden.
Am Anfang habe ich wirklich Großes von dem Buch erwartet. Die Geschichte um den Krieg, einer Ärztin, ein verschwundener Geliebter und Pflicht versprach so einiges. Leider hat das Buch nichts davon gehalten. Die Autorin hat einen schönen Schreibstil, sehr detailreich und lebendig. Aber: Die Grundstory, die eigentlich gut klingt, ist letzten Endes doch sehr langweilig. Es dreht sich alles nur um die Flucht Erics und seiner Behandlung. Es zieht sich ewig hin. Als er im Krankenzelt auftaucht und bis er dann fliehen kann, braucht die Autorin 300 Seiten und das ist erfüllt mit Nichtigkeiten. Die Autorin hätte das Buch mit 250 Seiten durchaus abgearbeitet haben können. So stauen sich Informationen, die irrelevant sind und nur dazu dienen, die Geschichte länger zu machen. Dieses Buch ist zudem auch mal wieder ein Beispiel dafür, dass viele Autoren glauben, dass Vergewaltigungen, Sex und geile Männer eine Geschichte aufwerten können. Leider ist das hier gar nicht der Fall. Ich empfand es eher als entnervend, wenn sich mal wieder Magdalenas Cousine einen Mann an den Hals warf oder Seume Magdalena nachgestellt hat.
Die Charaktere sind recht klischeehaft und farblos. Es gibt die tugendhafte und wunderbare Magdalena, ihre eifersüchtige und nymphomanische Cousine, den ehrenhaften Eric und den widerlichen Seume. An ihnen ist nichts Besonderes.
Die Geschichte ist zudem auch noch recht kitschig gehalten. Die Liebesbeteuerungen zwischen Magdalena und Eric ziehen sich lange hin und wirken zudem auch wenig glaubhaft und unrealistisch. Die letzten Seiten habe ich irgendwann nur noch grob überflogen, weil es mich kaum noch interessierte. Auch die Entführung von Eric und Magdalenas Tochter konnte es nicht spannender machen.
Kein empfehlenswertes Buch.

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Tags: dreißigjähriger krieg, entführung, historischer roman, magdeburg, tross, wundärztin   (6)
 
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