AshleyVioletta

AshleyViolettas Bibliothek

28 Bücher, 28 Rezensionen

Zu AshleyViolettas Profil
Filtern nach
28 Ergebnisse
Wähle einen Buchstaben, um nur die Titel anzuzeigen, die mit diesem beginnen.



LOVELYBOOKS-Statistik

(544)

953 Bibliotheken, 11 Leser, 5 Gruppen, 140 Rezensionen

schule, freundschaft, wunder, familie, august

Wunder

R.J. Palacio , André Mumot
Fester Einband: 381 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 28.01.2013
ISBN 9783446241756
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Als ich mich für eine Leserunde auf lovelybooks.de für dieses Buch bewarb, wusste ich noch nicht, was auf mich zukommt. Ein berührendes, trauriges, lustiges, mitreißendes Buch, das bis unter die Haut geht, durchs Blut und mitten ins Herz. Wenn man Wunder in nur einem Satz zusammenfassen sollte, dann so. Beim Lesen musste ich immer wieder lachen, und dennoch oft die Tränen zurückhalten, um weiterlesen zu können.

Es geht um den Jungen August, der an einer seltenen Kombination an Gendefekten leidet. Andere Kinder halten ihn für entstellt, haben Angst vor ihm, da er nicht unbedingt aussieht, wie sich die meisten "normal" vorstellen. Jetzt soll er zum ersten Mal in die Schule gehen und muss sich vielen Dingen stellen, allen voran der Realität und den anderen, normalen Menschen.

Als Leser erfährt man erst nach und nach, was an Auggie, wie ihn seine Freunde nennen, eigentlich anders ist. Zwar lässt er am Anfang schon durchblicken, dass er nicht gerade toll aussieht, weil sein Gesicht schon von Geburt an etwas "zermatscht" wirkt, um Auggies Worte zu benutzen. Aber da man sich davon noch nicht wirklich ein Bild machen kann, lernt man erst einmal August selbst kennen, ohne die Vorurteile, die sich Menschen anhand des Aussehens immer bilden. Vielleicht liegt es ja daran, dass Auggie so eine schwierige Kindheit hatte und sich immer mit angeekelten Blicken oder Mitleid abgeben musste. Jedenfalls hat er eine wirklich bewundernswerte klare Sicht der Welt. Er denkt mit einer Mischung aus Neugier und kühlem Kopf über die unterschiedlichsten Dinge nach, was zumindest ich einem Jungen in seinem Alter nicht zutrauen würde. Dass das Ganze dennoch nicht unecht wirkt, liegt daran, dass R. Palacio ihm jungenhafte und menschliche Eigenschaften angehängt hat, wie zum Beispiel seine Liebe zu Star Wars.
Während man also zuerst seine guten Eigenschaften kennenlernt, wie den Mut, sich der Schule zu stellen, was für einen Jungen wie Auggie wirklich nicht leicht sein kann, oder seine Liebe zu seiner Familie oder eben seinen bewundernswerten Blick auf die Welt, fragt man sich unwillkürlich immer, ob man eigentlich genauso reagieren würde, wie die meisten anderen Kinder an Augusts neuer Schule. Natürlich denkt man sich sofort, dass man vielleicht erstmal verdutzt wäre, sich aber dann entschließen würde, August zu helfen, ihm zur Seite zu stehen, da es doch so offensichtlich schwer für ihn ist, mit diesem Gesicht zu leben. Aber stimmt das auch wirklich? Ist es nicht in Wirklichkeit viel schwieriger, als man denkt, einem Jungen beizustehen, der von allen schräg angeguckt wird, der überhaupt immer und immer wieder angeguckt wird, weil die Menschen kaum glauben können, was man da sieht?

Die Geschichte mit diesen Gedanken zu lesen, das nachzuvollziehen, das macht das Buch so schwer zu verdauen. Auggie tut jeder komische Blick weh, den ihm die Leute zuwerfen, auch wenn er sich jegliche Regung verkneift, die auch nur verraten könnte, wie es ihm wirklich geht. Er trägt sogar volle zwei Jahre lang ununterbrochen einen Astronautenhelm, um sein Gesicht zu verstecken.
Neben August gibt es noch viele andere wirklich bewundernswerte Personen in diesem Buch, aus deren Sicht auch geschrieben wird, was die ganze Geschichte noch einmal viel besser erklärte. Die einzelnen Sichtweisen fügten sich zusammen, erklärten beispielsweise, wie viele Dinge die große Schwester Via jeden Tag hinter Auggies Bedürfnisse stellen muss, wie sie es schon ihr ganzes Leben getan hat. Oder sie erklärte, warum Summer sich am ersten Tag neben August setzte und ihm eine echte Freundin wurde.
In diesem Buch geht es nicht nur darum, wie ein Junge mit einem etwas anderen Gesicht mit der Welt fertig wird und lernen muss, damit umzugehen. Es geht darum, was andere Menschen tun können und sollten, um ihn bestmöglich zu untersützen. Dass es auch für sie nicht unbedingt leicht ist, Auggie zum Freund zu haben, oder in der Familie. Und vor allem zeigt diese Geschichte, dass Liebe und Freundschaft nicht ums Aussehen geht. Dass Loyalität und Freundlchkeit das Wichtigste sind, dass man auch mal Mut zeigen muss, um eine Freundschaft zu beginnen.

Fazit:
Wunder ist eine so aufwühlende, berührende Geschichte, wie man sie kaum bekommen kann. Ich habe jede Seite genossen und jeden Menschen, der Auggie unterstützt hat, bewundert, weil ich mir nicht einmal sicher bin, wieviel Mut ich selbst an ihrer Stelle hätte aufbringen können. Die Liebe, die August von so wenigen Menschen am Anfang bekommt, ist vielleicht mehr wert als die, die einige Menschen in ihrem ganzen Leben zu spüren bekommen werden. Wem hier nicht wenigstens an einer Stelle die Tränen kommen, der sollte vielleicht ein wenig über Menschlichkeit nachdenken.

  (5)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(225)

488 Bibliotheken, 5 Leser, 5 Gruppen, 111 Rezensionen

dystopie, liebe, mutter, elysium, gavin

Renegade - Tiefenrausch

J. A. Souders , Charlotte Lungstraß
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Piper, 20.08.2012
ISBN 9783492702812
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Durch den etwas holprigen Schreibstil, gelang es mir zu Anfang nicht so recht, mich in die Geschichte einzufinden, doch entweder wurde der Schreibstil flüssiger, oder ich gewöhnte mich an ihn, denn am Ende konnte ich immer länger an einem Stück lesen.

Positiv überrascht hat mich Evie. Anfangs war sie dieses durchscheinende Mädchen ohne viel Verstand, was ja dadurch kam, dass ihre eigene Mutter sie konditioniert hatte, um ihr ihren Willen aufzuzwingen. Mir fiel es aber etwas schwer, mich am Anfang ihn sie hineinzuversetzen, da sie so wahnsinnig naiv war. Sie merkte nicht, dass etwas merkwürdig war, auch wenn es noch so offensichtlich war, zum Beispiel wenn sie Blut und Tod mit einem Windspiel in Verbindung setzt. Oder wenn sie stolz ist, dass sie sich an die Dinge erinnern kann, die sich am vorherigen Tag zugetragen hatten. Ich schüttelte so einige Male den Kopf, wenn sie die offensichtlichsten Dinge nicht verstand.

Leider waren Mutter und Evie, aber auch Gavin die einzigen Charaktere, die etwas Farbe hatten. Ich stelle mir grundsätzlich die Charaktere nicht bildlich vor, aber ich habe wenigstens eine grobe Ahnung, wie sie ticken. Doch das ging mir bei Renegade nur bei Mutter, Evelyn und Gavin so. Alle anderen Charaktere wirkten farblos und blass. Zum Beispiel Evies "beste Freundin" Macie, die sie hasste, ihr dennoch half und vollkommen unverständlich handelte. Oder ihr Adoptivvater, der in ihren Gedanken häufig vorkam, aber nur einmal in echt und da bei Weitem nicht so ausdrucksstark, wie in Evies Erinnerungen ständig der Fall war. Ich konnte mir keine dreizehnjährigen Auftragskiller oder eben Gesetzeshüter vorstellen. Und das ließ das Buch etwas durchscheinend und unrealistisch wirken.

Die Geschichte ist mittelmäßig. Ich weiß nicht genau, Souders hat mit der Konditionierung und dem Handlungsort - mitten im Meer - einige neue Aspekte geschaffen, doch ansonsten hebt sich Renegade nicht unbedingt von den anderen Dystopien ab. Die Konditionierung kenne ich schon durch Panem, Unterwasserwelten sind nur im Bereich Dystopie noch nicht so vertreten, was aber sowieso nur eine Frage der Zeit war. Ich persönlich sehe diese neuen Elemente eher als Versuch der Autorin, dem Ganzen etwas Originelles zu geben, was sie teilweise auch geschafft hat. Aber nicht vollständig. Es gibt immer noch diese endlos nervtötende Schleife von dem unschuldigen, braven Mädchen, das an seine Regierung glaubt, durch einen Jungen aber aus der Bahn geworfen wird und dann selbst dazu beiträgt zu fliehen oder die Regierung zu stürzen. Man kann einfach zu leicht vorhersehen, was passieren wird, wie das ganze ausgeht - weil man es schon hundert mal hatte.

Ich fand eigentlich das Ende ganz angenehm, da ich mir nicht mehr sicher war, ob Renegade aus mehreren Teilen - oder eben mal wieder einer Trilogie - besteht, oder ein Einzelband. Und das Ende sprach definitiv für Einzelband. Erst habe ich aufgeatmet, weil das Renegade aus den Dystopien zu etwas Anderem gemacht, doch voller Enttäuschung musste ich dann am Ende feststellen, dass es sich bei Renegade doch nur um eine weitere Trilogie handelt. Was ich wirklich überhaupt nicht nachvollziehen kann. Denn das Ende war in sich schlüssig. Und die Fortsetzung werde ich mir höchstwahrscheinlich nicht anschaffen, da ich mir jetzt schon vorstellen kann, wie es weitergeht. Und zwar wird die ganze Story einfach noch mal aufgerissen. Aber warum denn? Das Ende war doch komplett! Vollkommen unnötig! Ach Mann.

Um noch etwas zu dem Cover zu sagen. Ehrlich gesagt war es einer der Gründe, mir das Buch mal näher anzuschauen, wie es ja oft der Fall ist. Und es ist wirklich wunderschön. Doch es passt nur so halb zum Buch. Sicherlich soll mit dem Mädchen Evie dargestellt werden, da sie in einer Blase unter Wasser gefangen ist und nicht hinauskann. Doch zum einen frage ich mich, warum auch in dieser Blase Wasser ist, oder es zumindest so aussieht, da Evie ja atmen muss. Und zum anderen hat Evie in Renegade mehrfach geäußert, dass alle Menschen in der Stadt Elysium blond und blauäugig sind. Was definitiv nicht auf das Mädchen in der Blase zutrifft. Natürlich sieht das Cover schön aus, aber ich finde, ein Cover sollte wenigstens zum Inhalt passen - und den ahnungslosen Lesern keine falschen Bilder in den Kopf setzen...

Fazit:
Renegade ist eine eher mittelmäßige Dystopie und genauso bewerte ich sie auch. Ein paar schöne und auch noch recht ungenutzte Elemente sind eingebaut, wie zum Beispiel eine Unterwasserwelt, dennoch vermag es Renegade nicht, sich sonderlich von den schon erschienen Rezensionen abzuheben, was sehr schade ist, da Renegade mit der Unterwasserwelt sicher viel Potenzial gehabt hätte.

  (6)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(127)

270 Bibliotheken, 5 Leser, 9 Gruppen, 71 Rezensionen

seuche, dystopie, endzeit, white horse, liebe

White Horse

Alex Adams , Birgit Reß-Bohusch
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Piper, 10.09.2012
ISBN 9783492702522
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Wow. Das war das erste, was ich dachte, als ich das Buch heute Nacht zuklappte. Diese Dystopie ist so anders als alle anderen ihrer Art, zumindest als jene, die ich bis jetzt schon gelesen habe. Endlich konnte mir eine Dystopie beweisen, dass das Genre nicht auf ewig von ein und demselben Schema abhängig ist!

Die 31-Jährige Zoe ist auf der Suche nach ihrem Freund Nick - und zwar schwanger, in einer Welt, die so, wie sie einmal war, nicht mehr existiert. 90% der Menschheiit sind ausgestorben, 5% sind gegen die dafür verantwortliche Seuche White Horse aus unerklärlichen Worten immun, und die restlichen 5% wurden durch White Horse schrecklich verändert, teilweise zu nicht mehr menschlichen Geschöpfen mutiert. Mitten in dieser Welt bewegt sich die Geschichte, und Zoe hat immer wieder mit den unterschielichsten Problemen zu kämpfen.

Dieses Buch ist wahrlich düster. Düster und auch abscheulich, teilweise geradezu ekelhaft. Ich zum Beispiel lese ja gerne mal beim Essen, aber das musste ich bei dieser Geschichte sein lassen. Denn wenn sich die schwangere Zoe, die kranke Lisa übergab, oder mal wieder eine Mutation auftauchte, dann kam mir das Essen gleich wieder hoch. Aber das war in meinen Augen nicht unbedingt negativ, sondern bewies eher, wie gut man sich diese düstere Welt vorstellen konnte. Es war, als hätte ich die Mutationen vor Augen, sähe den andauernden Regen, die grauen Wolken und nass-dunklen Straßen vor mir.

Und ich hatte noch kaum so ein klares Bild der Charaktere. Ich sah den abscheulichen Schweizer, der Zoe nicht in Ruhe ließ, praktisch vor mir, konnte zwar nicht genau in sein Gesicht sehen, wusste aber, was dahinter war. Zoe, mit ihren kleinen Fehlern, die so gern vertraute und beschützte, Irini, die hilfsbereite Frau, sogar Nick und Morris. Alle Charaktere konnte ich in Kategorien unterteilen, die nicht nur gut oder böse hießen, sondern auch stark oder schwach, misstrauisch oder naiv, ich hatte einfach das Gefühl, die Charaktere kennenzulernen, auch mit ihren Fehlern, die das Buch auch so düster machten.

Unheimlich gefallen hat mir eben auch die Geschichte, die endlich mal anders ist als die üblichen Dystopien. Und auch die Erzählweise. Denn es wechselte immer zwischen "Damals" und "Jetzt". Im unglücklichsten Fall hätte es verwirrend wirken können, aber die Abschnitte gingen immer gut ineinander über, man las praktisch zwei Geschichten parallel, aber es hat mich überhaupt nicht abgelenkt.

Fazit:
Adams hat ein wahres Meisterwerk unter den Dystopien geschaffen und meine Sicht dieses Genres grundlegend verändert und positiv beeinflusst. Jemand, der den Dystopien schon überdrüssig ist, sollte es unbedingt mit diesem Buch nochmals versuchen, Dystopien-Einsteiger werden begeistert sein. Wer es aber nicht so mit düsteren Romanen und leichtem Gruselfaktor hat, der sollte es bleiben lassen. Ich für meinen Teil bin aber beeindruckt!

  (6)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(25)

60 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

fantasy, mehrteiliges werk, pehov, alsgara, high fantasy

Blitz

Alexey Pehov , Christiane Pöhlmann
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Piper, 09.10.2012
ISBN 9783492702744
Genre: Fantasy

Rezension:

Ich habe mich in der Hoffnung an dieses Buch herangetraut, es würde besser sein als das erste, welches ja einfach nicht in die Gänge zu kommen schien. Und ich wurde glücklicherweise kaum enttäuscht. Denn "Blitz" erreicht in meinen Augen ein ganz anderes Niveau als "Wind"!

Es hat nicht lange gedauert, bis ich mich wieder voll und ganz in dieser anderen Welt eingefunden hatte. Die Handlung beginnt nicht sofort, es wird eher ein wenig geredet und wiederholt, was sich schon ereignet hatte. So blieb mir genug Zeit, auch die Charaktere wieder kennenzulernen.
Den Protagonisten Ness, Luk und Ganor, Thia, Giss, Shen. Und genau diese Charaktere haben an so viel Tiefe gewonnen - ich konnte mich vor allem in Thia richtig gut hineinversetzen, obwohl sie eigentlich die "Böse" ist, aber durch ihre Vergangenheit schienen ihre Handeln und auch ihre Fehler vollkommen nachvollziehbar. Ness ist zwar ziemlich gleichmütig, doch es geht ihm nur um Lahen und vor allem steht er zu sich selbst, was ich wahnsinnig bewundernswert finde.
Man konnte einiges mehr über die Vergangenheit und Gedanken der Menschen erfahren, die im ersten Teil noch sehr verschwommen und unklar wirkten, wie Ness und Thia, es kam mir so vor, als würde alles hier im zweiten Band viel klarere Züge annehmen.

Auch wenn es hier mal wieder um eine Reise quer durch ein uns nicht bekanntes Land geht, wird es keineswegs langweilig - da diese Geschichte immer wieder unvorhergesehene Wendungen vornimmt. Das liegt vielleicht teilweise daran, dass auch einige Personen etwas verschwommen wirken, doch größtenteils hat man schon jedem Charakter in die Karten und blickt und man könnte meinen, der nächste Schritt eines jeden wäre auch vorraussichtlich. Aber dem ist ganz gewiss nicht so und für mich hat auch genau das den Reiz dieses Buches ausgemacht.

Ich muss aber wirklich sagen, dass der Schreibstil ziemlich häufig ist. Vielleicht liegt das einfach daran, dass das Buch ursprünglich aus dem russischen stammt, oder weil jedes zweite Wort ein unbekannter Begriff, wie Blasge oder Shaf ist, oder einfach, weil der Übersetzer scheinbar ein unheimlich kompliziertes Deutsch verwendet. Aber ich finde, wenn es sich sowieso um High Fantasy handelt und man bei vielen Wörtern erstmal stutzt, wäre etwas "einfacheres" Deutsch angebracht.

Und meine letzten Worte gelten dem Glossar: welches ich für vollkommen unnötig halte. Ich habe nur ein oder zweimal hineingeguckt, um mir die verwirrend vielen Namen der Verdammten durchzugucken, um dann zu wissen, wer wer ist. Doch eigentlich ist es wirklich nicht der Rede wert. Ich will nicht wissen, wo ein Blasge wohnt, sondern wie er aussieht, ist es etwa ein Mensch oder Tier oder was ganz anderes? Warum kann der Autor die Elfen nicht gleich Elfen anstatt "Hochwohlgeborene" nennen? Das Glossar ist vollkommen unnütz, der Autor wirft mit "Fremdwörtern" geradezu um sich und erklärt im Glossar nicht einmal wirklich, worum es sich dabei handelt.

Fazit:
Blitz hat mir eindeutig besser gefallen als Wind und konnte mich wirklich überzeugen. Einige Merkmale, wie ein holpriger Schreibstil und zu viele unerklärte Fremdbegriffe haben meinen Eindruck etwas zerstreut, aber ich werde diese Reihe definitv fortsetzen!

  (3)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(18)

42 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

fantasy

Der Falke von Aryn

Richard Schwartz
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Piper, 09.10.2012
ISBN 9783492702799
Genre: Fantasy

Rezension:

Also - so langsam versteh ich wirklich nicht mehr, warum viele meinen, Literatur aus deutscher Feder sei nicht wirklich lesenswert. Denn ich finde: deutsche Literatur gehört mit zur lesenswertesten auf der Welt! Sabrina Qunaj, Kai Meyer, Cornelia Funken, Ralf Isau - und jetzt auch Richard Schwartz gehören zu meinen absoluten Favoriten!

Auch wenn ich wahnsinnig lange für dieses Buch gebraucht habe - es lag an allem, nur nicht am Buch selbst. Zeitmangel war einer der Hauptgründe dafür. Am liebsten aber hätte ich das Buch gar nicht aus der Hand gelegt.

Das lag vor allem daran, dass mir die Protagonistin Lorentha so sympathisch war und mir mit der Zeit total ans Herz gewachsen ist. Mit ihrer etwas barschen und herrischen Art ist sie so ganz anders als die anderen farblosen Damen in ihrem Zeitalter, womit Schwartz sie wunderbar herausarbeitet und ihr ganz andere Charakterzüge geben kann. Zum Beispiel die innere Verschlossenheit, die doch so anders ist als die anderer Frauen, nämlich ehrlich gemeint, nicht aus Wohlerzogenheit und gespielter Scham.
Außerdem mochte ich ihre direkte Art sehr gern und die ganzen weiteren Sympathiepunkte, die sie im Laufe der Zeit sammelte - und das richtete der Autor so ein, dass sie zwar dem Leser sympathischer wurde, sie aber nicht, wie Protagonisten es so häufig tun, nichtsahnend und von allen geliebt durch die Welt lief und sich gar keine Feinde machte, sondern sie sich tatsächlich nur mit denen anfreunden konnte, die ihr sehr nahe standen - machten es mir sehr leicht, sie im Lauf der Wochen fest ins Herz zu schließen. Es tut mir beinahe weh, dass ich nichts mehr von ihr und Raphanael lesen werde, der bei mir einen ähnlich guten Eindruck hinterließ. Ich weiß nicht mal, woran es lag. Vielleicht an der aufgeschlossenen Art, woebi er dennoch nicht allzu zugänglich war, oder die Mühe, mit der er sich um Lorentha kümmern wollte. Oder einfach der Umstand, dass Lorentha und Raphanael so gut zusammenpassten, dass ich mich einfach nur fragte, wann es endlich so weit sein würde.

Tolle Charaktere hin oder her, ein bisschen was zur Geschichte an sich möchte ich natürlich auch noch sagen. Wie ich schon sagte, gehört für mich deutsche Literatur mittlerweile auch ganz nach oben. Zumindest was (High-)Fantasy angeht. Denn dort sprühen unsere Autoren nur so vor Fantasie, die zu Teilen auch überhaupt nicht von den Amerikanern kopiert wird, da deutsche Literatur öfter mal hier in Deutschland bleibt oder nicht so ganz den Durchbruch schafft und eben eher zum Geheimtipp wird. Das ist auch hier ganz stark der Fall, denn Schwartz warf mit unerwarteten Wendungen und Fantasieauswüchsen nur so um sich - und das praktisch auf diskrete und ordentliche Art un Weise, wenn ihr versteht, was ich meine. Es wirkte nicht überfüllt und zu viel ausgedacht, sodass es jetzt unwahrscheinlich wurde, sondern es passte einfach, selbst mit einer andern Religion.

Was ich etwas schade fand, war, dass die verschiedenen Arten der Magie und die ganzen Orten die ganze Zeit über verschwommen und undurchsichtig blieben. Sie wurden zwar immer wieder angesprochen, aber nie richtig auf sie eingegangen, überhaupt nicht so sehr auf die Magie, die für mich mit zu den interessantesten Sachen zählte, da ich von so einer Art von Magie noch nicht gelesen hatte. Die Ausführung der Magie war vollkommen neu und originell, weshalb ich gern mehr darüber erfahren hätte, aber leider gibt es ja auch keine Fortsetzung...

Fazit:
Der Falke von Aryn ist wirklich ein inspirierendes Buch mit vielen neuen Ideen und Einfällen. Etwas schade, dass vor allem die Aspekte der Magie und eingflochten wurden, ohne das es schien, als hätte sich der Autor wirklich viele Gedanken darüber gemacht.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(257)

671 Bibliotheken, 7 Leser, 7 Gruppen, 119 Rezensionen

hexen, magie, liebe, cate, bruderschaft

Töchter des Mondes - Cate

Jessica Spotswood , Stefanie Lemke
Fester Einband: 363 Seiten
Erschienen bei INK, 09.08.2012
ISBN 9783863960247
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Eigentlich haben mich Hexen bisher noch nicht sonderlich interessiert. Rote Haare, intelligente Frauen und Hexenverbrennung. Da hört das Wissen über die damaligen "Hexen" auch schon auf und auch das Interesse. Aber der Klappentext hat mir ein bisschen Würze in die Suppe gestreut und ich wurde neugierig.
Ich muss sagen, ich wollte nicht allzu viel erwarten, um nicht am Ende enttäuscht zu werden, aber meine Erwartungen wurden eindeutig übertroffen.

Im Großen und Ganzen ist die Handlung nicht so überladen, wie in manch anderen Romanen, was einige vielleicht langweilig finden könnten, ich aber als genau richtig portioniert ansah. Spotswoods Schreibstil war sehr angenehm zu lesen und passte auch sehr gut zu Cate, aus deren Sicht ja geschrieben war.

Vor allem Cate war der springende Punkt, warum mir das Buch letztendlich so gut gefallen hat. Sie war nett, klug, von außen zurückhaltend aber eigentlich eine Kämpfernatur, die alles für ihre Schwestern tat. Und das alles, ohne unecht oder gestellt zu wirken. Cate war einfach Cate, und das konnte Spotswood wahnsinnig gut herüber bringen und den Leser so in ihre Haut schlüpfen zu lassen. Wenn die nächsten Bücher aus Tess' und Mauras Sicht geschrieben wären, wäre das meiner Meinung nach ein Verlust für die Trilogie, weil Cate einfach so sympathisch war und angenehm, ihre Gedanken zu lesen und auch nachzuvollziehen.

Außerdem ist der ganze Plot zu 100% originell und nicht geklaut, kopiert oder abgeschrieben. Zumindest kenne ich kein solches Buch. Und das hat mir wirklich wahnsinnig gut gefallen, da man das Buch auch keinem wirklichen Schema, wie das bei den ganzen Dystopien der Fall ist, zuweisen kann.
Auch wenn ich nicht so viel zum Lesen kam in letzter Zeit, ergab die Handlung immer Sinn, auch wenn sich die Geschichte für mich über mehrere Tage hinzog und ich nicht an einem Stück lesen konnte.

Fazit:
Dieser Auftakt zu einer neuen Trilogie hat mich vor allem mit Charakterstärke und Originellität überzeugt. Das Buch ist einzigartig und kein einziges Detail von einem anderem Buch kopiert und variiert, oder gar komplett übernommen, was mir in letzter Zeit immer wichtiger geworden ist. Meine Erwartungen, die ja praktisch überhaupt nicht vorhanden waren, wurden maßnehmend übertroffen und ich bin wirklich froh, dieses Buch gelesen zu haben.

  (5)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(30)

57 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

dystopie, london, artefakt, geheimnis, räumer

Nur 6 Tage

Philip Webb , Frank Böhmert
Fester Einband: 344 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 14.03.2012
ISBN 9783551520319
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Da das Genre Dystopie langsam schon ziemlich ausgeschöpft ist, habe ich mich eher von ihnen abgewandt. Doch Nur 6 Tage versprach, eine Dystopie von anderer Art zu sein. Ich habe nicht viel erwartet, nur eben wirklich mal etwas anderes, was mich wieder auf den Geschmack bringen würde, Zukunftsromane zu lesen. Umso überraschter war ich, als ich zusätzlich noch eine gut dosierte und in der Situation nicht unpassend wirkende Romanze bekam und mich ein spannender Roman in den Urlaub begleitet hat.

Vor allem von der Idee war ich von Anfang an überzeugt. Vor mehreren Millionen Jahren wurden 49 Menschen von einem anderen Planeten losgeschickt, um einen neuen Planeten zu finden. Das Schiff, mit dem sie reisen, ist lebendig. Jeder der 49 besitzt einen Falter, der so voller Wissen und Weisheit ist, dass es für einen Menschen kaum zu begreifen ist. Und zwei dieser "Außerirdischen" kommen auf die Erde, weil sie etwas suchen, das sie verloren haben. Aber auch die Menschen auf der Erde sind auf der Suche nach diesem Artefakt. Es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit, denn sie haben nur 6 Tage, bis die Welt untergeht.

Diese Geschichte zog mich von Anfang an in den Bann. Der vorerst schwierige Schreibstil, der sehr umgangssprachlich war, da Cass kaum "normales" Englisch sprechen konnte, war sehr schwierig zu lesen und besserte sich erst mit der Zeit. Das war für mich der große Schwachpunkt des Buches. Wahrscheinlich wollte Webb Cass dadurch nochmal stärker hervortreten lassen, aber ich mag es lieber, wenn ich flüssiges Englisch/Deutsch lesen kann, anstatt sich zusätzlich auch noch Gedanken zu machen, was zum Beispiel "ratzen" bedeutet.

Sehr schön waren wiederum die Charakterisierungen der Hauptpersonen. Besonders Cass war sehr greifbar, es war, als stünde sie neben mir, während ich las, was vermutlich auch an dem angepassten Schreibstil lag. Ein temperamentvolles, mutiges Mädchen mit viel Kampfgeist. Aber auch Peyto hat es mir angetan. Vielleicht, weil er nicht so viel von der Welt verstand, auf der er gelandet war.

Vor allem aber wird es niemals langweilig. Es gibt immer etwas zutun, was vor allem durch diesen Countdown ausgelöst wird. Sie dürfen sich einfach keine Pause gönnen.

Fazit:
Nur 6 Tage ist eine sehr aufregende Dystopie voller Handlung. Gut herrausragende Charaktere und eine absolut originelle Idee haben mich überzeugt. Leider war der Schreibstil vor allem zu Anfang sehr anstrengend und umgangssprachlich.

  (9)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(226)

493 Bibliotheken, 5 Leser, 6 Gruppen, 41 Rezensionen

tod, zukunft, liebe, zahlen, jugendbuch

Numbers - Den Tod im Griff

Rachel Ward , Uwe-Michael Gutzschhahn
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 24.04.2012
ISBN 9783551520371
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der zweite Teil der Numbers-Reihe konnte mich nur mittelmäßig überzeugen. Dennoch war ich sehr neugierig auf den dritten und letzten Teil der Trilogie.
Der Roman basiert auf dem zweiten Teil der Trilogie. Meiner Meinung nach brauchte man für den zweiten Teil nicht das Vorwissen des ersten Teils, zumindest ging mir das so, ich könnte mir aber durchaus vorstellen, dass Menschen, die den zweiten Teil noch nicht gelesen haben, dafür mit dem dritten Teil minimale Probleme haben dürften. Das nur mal vorneweg.

Ich hatte das Gefühl, dass Ward die Sache diesmal etwas anders angegangen ist. Sie hat nicht so sehr auf Action oder ihre Ideen gesetzt, sondern vielmehr auf Charakterstärke und Gefühle der Protagonisten. Vollkommen überraschen konnte mich Sarah, die mir immer so hysterisch erschien. Doch wenn es um ihre Kinder geht, dann geht es um alles, und das hat sie mir so sympathisch gemacht.
Was Adam angeht, bin ich ein wenig im Zwiespalt. Er ist eine sehr jähzornige Person und ich hatte vor allem zu Beginn ständig das Gefühl, dass er in der ersten Sekunde an sich denkt und dann an die anderen. Das hat sich zwar gebessert, vor allem wenn es um Sarahs Gesundheit ging, aber ein kleiner Störfaktor war es für mich dennoch.
Und Mia. Mia hat mich einfach nur beeindruckt. Ein so junges Kind versteht schon so viel von der Welt, dass es willentlich die Zahlen der Menschen tauscht und sogar Menschenleben auf das eigene Gewissen lädt, um seine Mutter zu schützen. Sie kam mir vor ein kleines Wunder, vor allem in Anbetracht der schlimmen Verhältnisse, in denen alle zu leben gezwungen waren.

Wards Schreibstil ist relativ einfach gehalten, keine Umgangssprache, aber auch kein Fachchinesisch, etwas in der Mitte, würde ich sagen, und somit leicht zu lesen. Das hat es mir einfach gemacht, am Ball zu bleiben. Denn meine Minuspunkte gelten der ungleichen Actionverteilung. Was am Anfang nur schwer ins Rollen kam, riss später alles mit, was nicht niet- und nagelfest war. Zwischendurch gab es auch mal absolut nichts, was spannend war und dann passierte wieder so viel, dass es sich anfühlte, als hätte man eine Backpfeife bekommen. Das brachte mich immer mal wieder etwas aus dem Konzept, was ziemlich anstrengend war, da ich auch im Urlaub war und deshalb nicht jeden Tag gelesen habe, und wenn, dann nicht viel.

Fazit:
Für wahre Numbers Fans wird es ein anderes Erlebnis sein als zuvor, wenn man vom Schreibstil mal absieht. Die Charaktere sind ausgereifter als beim letzten Mal und deutlich ausdrucksstärker. Wer die Numbersreihe noch nicht kennt, kann auch ruhig mit diesem Teil anfangen, auch wenn man somit nicht genau weiß, was immer mit der großen Katastrophe vor zwei Jahren gemeint ist. Alle weiteren Zusamenhänge, die wichtig sind, werden aber gut erklärt. Als Lektüre, die man immer mal zwischendurch liest, kann ich Numbers nicht empfehlen, weil man sonst vielleicht durcheinander kommen könnte. Eher das ganze Buch an 1-2 Tagen durchlesen, wenn man etwas davon haben möchte.

  (7)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(50)

83 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 20 Rezensionen

bären, tiere, suche, eisbär, toklo

Seekers - Die Suche beginnt

Erin Hunter , Karsten Singelmann , Johannes Wiebel
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Beltz, J, 21.01.2014
ISBN 9783407811042
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Da dies mein erstes Buch von Erin Hunter - bzw. dem Autoren-Quartett, das sich Erin Hunter nennt - war, weil ich auf Waarior Cats auf Abraten von Belle verzichtet habe, konnte ich noch nicht einschätzen, was ich erwarten sollte. Umso überraschter war ich von der putzigen und lebhaften Geschichte, die mich schon nach wenigen Seiten in den Bann zog.

Da die Autorinnen aus der Sicht sehr junger Eisbären schreiben, war der Schreibstil sehr einfach und unkompliziert gehalten, was es mir aber möglich gemacht hat, das Buch an einem Tag durchzulesen. Vor allem war ich überrascht, wie professionell sich alles zusammenfügte, denn ich konnte nur daran ein wenig erkennen, dass es sich um mehrere Autoren handelt, dass die Gedankengänge der drei Bären durchaus unterschiedlich waren - was nur Pluspunkte geben kann. Da die Jungtiere ja Bären waren, konnten die Autorinnen sich außerdem einen Spaß daraus machen, zum Beispiel die Autos der Menschen zu beschreiben - auch Feuerbiester genannt -, da Bären ja wohl kaum wissen können, wie die Menschen, bzw. Flachgesichter, die Dinge in ihrer Welt nennen. Das hat mir so einiges Schmunzeln entlockt und das Lesen zu einem Spaß gemacht, auch wenn immer wieder - vor allem in Kalliks Teilen - sehr traurige Szenen dabei waren, die mich teilweise sogar regelrecht entsetzt haben.

Ich denke, die Autorinnen, die hinter Erin Hunter stecken, haben sich mit Warrior Cats und Seekers einen enormen Vorteil verschafft, und zwar in vielerlei Hinsicht. Der Grund: sie schreiben aus Sicht der Tiere. Der größte und wohl am meisten genutzte davon ist die Charakterschaffung. Ich denke, über die Tierwelt gibt es nicht allzu viele Bücher, und vor allem keine stereotypischen Charaktere - außer man schafft menschengleiche Tiere, was nur im schlimmsten Teil vorkommen kann, würd ich mal sagen. Kallik, Lusa und Toklo sind in jeder Hinsicht einzigartig. Toklo, der liebenswerte und verstoßene Grizzly, Lusa, die aufgeweckte Schwarzbärin und Kallik, die verlorene und herzerwärmende Eisbärin. Ich bin schon gespannt, wie dieses Trio auf der Reise klarkommen möchte, denn es sind wirklich einige gewaltige Unterschieden darunter. Aber jede Autorin hat mit Herz über ihren eigenen Bären geschrieben und man konnte sich wirklich sehr gut in die drei hineinversetzen und mitfiebern.
Die Altersempfehlung ist ab 10 und der Buchstaben sind auch größer gedruckt, damit die Kleineren es besser lesen können - obwohl es doch eigentlich so ist, dass die Jüngeren meist bessere Augen haben... -, was ich aber eher für unberechtig halte. Es kommen einige Szenen vor, die meiner Meinung acnh ein wenig brutal für 10-Jährige (Mädchen?) sind, da ja zum Beispiel Kallik ihre Mutter auf sehr tragische Weise verliert. Ich für meinen Teil habe bei Dokus immer geweint, wenn Tiere gestorben sind, ich weiß ja nicht, ob das normal ist, ich bin auch Vegetarierin, aber trotzdem...

Es gab aber einen Punkt, den ich wirklich überflüssig fand. Und zwar, dass Toklos Weggefährte Ujurak auf einmal ein Gestaltwandler sein musste. Ich fand es eine schöne Fantasy-Geschichte, die nur insofern Fantasy war, dass sie eben aus Sciht der Bären geschrieben war. Wozu noch Gestaltwandler einbauen? Das hat mich wirklich dermaßen geärgert, dass es fast einen ganzen Punkt Abzug gibt.

Fazit:
Seekers ist einer sehr, sehr putzige Geschichte, die zwar eher für Jüngere gedacht ist, aber für Zwischendurch vermutlich für jede Altersstufe geeignet sein dürfte. Ein kleines unnötiges Extra in Sachen Fantasy macht einiges kaputt, aber ich war dennoch stark beeindruckt und mitgenommen von diesem Buch.

  (4)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(346)

760 Bibliotheken, 9 Leser, 7 Gruppen, 152 Rezensionen

dystopie, liebe, kyria, reb, flucht

Kyria & Reb - Bis ans Ende der Welt

Andrea Schacht
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei INK, 09.02.2012
ISBN 9783863960162
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Nach einigen eher negativ ausgefallenen Rezensionen war ich äußerst skeptisch gegenüber Kyria und Reb. Aber ich muss sagen, dass ich positiv überrascht wurde, wenn auch nicht gerade umgehauen.
Mit einem recht einfachen, aber dadurch unkomplizierten Schreibstil konnte Schacht mich sehr schnell in die Geschichte einführen. Mit schönen Beschreibungen findet man sich schnell hundert Jahre in der Zukunft wieder. Eine kleine Besonderheit an dieser Dystopie ist, dass der Wendepunkt, der in der Vergangenheit alles geändert hat, weshalb die Zukunft in dem Buch so ist, wie sie ist, in unserer jetzigen Zeit schon vorüber ist und die Handlung somit ein wenig unrealistischer und so natürlich teilweise beruhigender ist.

Was mir an diesem Buch so gut gefallen hat, ist die Ausarbeitung der Charaktere. Denn die sind wirklich einzigartig. Es ist wirklich keine Stereotype dabei und das ist total angenehm, weil viele Autoren sich ja darauf ausruhen, in den Annahme, das sei dem Leser recht so. Vielleicht gilt das ja für einige, aber für mich auf jeden Fall nicht. Umso schöner ist es dann, Charaktere wie die anfängliche Elitezicke Kyria hat, die sich im Laufe der Zeit vom überwacten Angsthase in eine selbsbewusste Rebellin verwandelt, oder Reb, der mir von Anfang an sympathisch war, der zwar insofern stereotypisch war, dass er seine Gefühle gegenüber Kyria nicht zeigen konnte und versucht hat, sie mit Ember eifersüchtig zu machen, aber ich denke, irgendwo macht es ja gerade das so realistisch.

Was mich jedoch irritiert und auch ein wenig negativer gestimmt hat, waren zum einen die für ein doch eigentlich schon überarbeitetes Buch vielen Rechtschreib- und Grammatikfehler, die teilweise echt gestört haben, und dass Kyria Reb schon von Anfang an so hemmungslos vertraute. Sie kannte ihn überhaupt nicht - da reicht mir nicht die Erklärung "ich wusste auch gar nicht so, warum ich ihm vertraute", denn das ist einfach kein Grund. Natürlich - irgendwie muss ja alles in die Gänge kommen, aber so überraschend und plötzlich, dass es eher unlogisch wirkt?

Was aber die gesamte Geschichte angeht - ich muss sagen, dass sie mich fast restlos überzeugt hat. Es machte einfach Spaß, mit Kyria mitzufiebern und sich mit ihr zu freuen, während sie langsam eine Beziehung zu Reb aufbaute. Und wie aus Freundschaft dann Liebe wurde. Außerdem war es aus meiner Sicht ziemlich rührend, dass ihre Mutter doch nichts mit der großen Lüge um ihren Gendefekt zutun hatte. Aber es war schon immer wieder lustig und zum Schmunzeln, als Kyria dachte, sterben zu müssen. Vor allem das erste mal - nur weil sie Muskelkater hatte.

Fazit:
Ich kann Kyria und Reb jedem Dystopien-Liebhaber und denen empfehlen, die erst wenige Dystopien hinter sich haben. Das Buch verspricht angenehme Lesestunden, die wie im Flug vergehen. Ich würde es nicht eben jenen ans Herz legen, die sowieso schon genug vom Genre Dystopie haben, aber auch ihnen kann ich nicht davon abraten, dem Genre mit diesem Buch noch eine Chance zu geben.

  (6)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(199)

372 Bibliotheken, 9 Leser, 7 Gruppen, 106 Rezensionen

hamburg, thriller, angst, mord, traumfänger

Ich bin der Herr deiner Angst

Stephan M. Rother ,
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 02.04.2012
ISBN 9783499258695
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Dieses Buch habe ich für die Lesechallenge im April auf lovelybooks.de gewonnen. Da Thriller und Krimis für mich eher zur steten Enttäuschung geworden sind, hatte ich nicht allzu hohe Erwartungen in das Buch. Also war es für mich eine ziemliche Überraschung, dass es mich derart beeindrucken konnte.

Und das, obwohl der Startschuss so daneben ging, dass ich nach den ersten 50 Seiten am liebsten lieber aufgehört hätte. Der Hauptkommissar war wieder ganz nach Klischee. Ein brillantes Genie, das sich aber schon sein ganzes Lebens mit seiner Arbeit kaputt gemacht hatte. Scheidung schon hinter sich, sieht seine Kinder nie, und das alles, weil er sich immer mehr auf seine Arbeit konzentriert hat. Bei dem ersten Mord waren so einige Parrallelen zu Eine unbeliebte Frau sehen, und so einiges war unverständlich. Dass die Ich-Perspektive aus Hannahs Sicht sein sollte, habe ich erst nach einiger Zeit gerafft, und die kurzen Einschnitte, in denen eigentlich immer nur dasselbe passiert - Vorspiel, Zwischenspiel und Nachspiel genannt - waren vollkommen unübersichtlich und unnötig.

Dafür konnte aber der flüssige Schreibstil überzeugen und für angenehme Lesestunden sorgen, die wie im Flug vergingen. Dazu trägt natürlich wie immer der Spannungsaufbau bei. Am Anfang wurde zwar erst ein Mord nach dem anderen beschrieben und es passierte nicht sonderlich viel, doch ab einem gewissen Punkt ging es endlich weiter mit den Ermittlungen, wenn auch ein bisschen unrealistisch schnell.

Doch ab dem Zeitpunkt, an dem der alte Traumfängerfall ins Spiel kommt, und alles auf den alten Täter Maximilian Freiligrath deutet, war ich absolut gefesselt. Das Buch hat unglaubliche Tiefen und regt viel zum Nachdenken an, da sich alles auf psychologischer Ebene abspielt, was mit Freiligrath zutun hat - die letzten 10 handlungstragenden Seiten einmal ausgenommen. Rother hat es vollbracht, pure Spannung auf Papier zu bringen, auch - oder vor allem in - den Momenten, in denen Freiligrath und Albrecht über die Psyche des Menschen im Allgemeinen und Speziellen diskutierten. Darüber war ich wirklich positiv überrascht.
Die kompakte Verstrickung der Tatsachen und Gründe war geradezu genial, und immer noch verständlich geschrieben, was für mich den Wert des Buches immer weiter nach oben jagte.

Die Handlung spitzt sich gegen Ende zu und auch wenn es mir so ging, dass ich durch die Gespräche zwischen Freiligrath und Albrecht, aus denen sich erstaunlich ergab, öfter vergaß, selbst auf Tätersuche zu gehen und somit nur dazu kam, einige Dinge und Personen anzuzweifeln, machte es das nicht weniger spannend und ich musste mich mehr zusammenreißen denn je, nicht bis auf die letzte Seite vorzublättern, um die Auflösung zu erfahren.

Darüber bin ich ehrlich gesagt auch froh, denn es bleibt spannend bis zum Schluss. Es nimmt auf der letzten Seite, in den letzten Seiten sogar wieder Fahrt auch, bis es dann zu Ende ist.
Eigentlich ist es sogar ein sehr offenes Ende. Viele fragen bleiben ungeklärt - für meinen Geschmack zu viele, der Grund für die Taten zum Beispiel wird nicht geklärt, was ja ein ziemlich wichtiger Bestandteil eines Krimis, bzw. Thrillers ist. Das Warum. Da ein zweiter Teil kaum Sinn machen würde, werden dieses fragen wohl auch nie geklärt werden, was ich an sich Schade finde. Natürlich kann ich den Autoren fragen, was er sich dabei gedacht hat, aber das ist nicht wirklich das selbe.

Fazit:
Ein sehr gelungener Thriller, in jeder Hinsicht. Ich würde denjenigen davon abraten, die mit Grausamkeiten ohne Grenzen nichts anfangen können, oder sogar ein wenig Angst davor haben, aber auf psychologischer Ebene auch ein echt toller Roman, der zum Nachdenken anregt. Viele Fragen bleiben offen, aber wen das nicht stört, der sollte ein paar schöne Stunden mit diesem Buch verbringen.

  (3)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(186)

371 Bibliotheken, 4 Leser, 4 Gruppen, 10 Rezensionen

zeitreise, schottland, liebe, historisch, amerika

Ein Hauch von Schnee und Asche

Diana Gabaldon ,
Fester Einband: 1.312 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 05.09.2005
ISBN 9783764500573
Genre: Historische Romane

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(57)

112 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 36 Rezensionen

nano, bzrk, technologie, mikro, krieg

BZRK

Michael Grant , Jakob Schmidt
Fester Einband: 408 Seiten
Erschienen bei INK, 08.03.2012
ISBN 9783863960391
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Da das Genre Dystopie langsam schon ziemlich durchgekaut ist, bin ich mit nicht allzu hohen Erwartungen an das Buch herangegangen. Ich muss aber sagen, dass ich positiv überrascht war, wie gut mir die Idee gefallen hat. Man wird mitten hineingeworfen in die Welt von Makro und Nano, und zu Anfang habe ich gar nichts verstanden, wusste nicht, was gut und böse ist, noch wer auf welcher Seite und für was kämpft. Wer für solche Art von Geschichten nichts übrig hat und sofort Klarheit haben möchte, dem kann ich gleich von diesem Buch abraten, da sich erst nach etwa hundert Seiten einiges aufzuklären beginnt. Praktisch für den Autoren ist natürlich, dass die Protagonisten Noah und Sadie - alias Keats und Platz - selbst noch nichts über BZRK wissen und ihnen somit auch viel erklärt werden muss. Bis kurz vor Schluss bleibt aber noch so einiges unklar, aber genau das ist es wahrscheinlich, was Lust auf mehr macht, weshalb ich schon sehr gespannt auf den zweiten Teil bin.

Was aber noch viel wichtiger ist als die Idee, ist die brillante Umsetzung. Grant konnte dem Leser das Gefühl vermitteln, wirklich in die Nano-Ebende einzutauchen, so bild- und glaubhaft war alles beschrieben. Mit seinem eleganten und leicht jugendhaften Schreibstil hat Grant mich vollends überzeugt. Man konnte richtig merken, wie tief er im Schreiben drin steckte, als er die diversen Kampfszenen zwischen Nanobots und Bioten schrieb und ausfeilte. Denn diese Szenen sind genial. Halb in der Welt, wie wir sie sehen, und halb auf der Nano-Ebene erlebt man hautnah, wie Bioten und Nanobots sich aufschlitzen und zerreißen. Ich weiß, das mag nicht sonderlich verlockend klingen, aber es ist wirklich faszinierend geschrieben. Vor allem hat es diese Idee ja noch nie gegeben, auch wenn BZRK eine Dystopie ist.

Die fein herausgearbeiteten Unterschiede zwischen Bioten, die von BZRK benutzt werden, und Nanobots, die von der feindlichen Seite - also AFGC - genutzt werden, konnten mich ebenfalls beeindrucken. Während die Nanobots nämlich per Konsole wie bei einem Computerspiel gesteuert werden, werde Bioten aus dem Fleisch des zuständigen Twitchers "hergestellt". Dadurch ist der Twitcher mit seinen Bioten untrennbar verbunden und kann ihn besser steuern, als einen Nanobot per Konsole. Der Nachteil bei einem Bioten jedoch ist, dass der Twitcher durch die geistige Verbundenheit auch den Schmerz des Bioten fühlt und beim Tod eines seiner Bioten halb wahnsinnig wird, weil mit ihm ja auch ein Teil des Twitchers stirbt. Das Problem haben die Twitcher der Nanobots nicht. Tendenziell finde ich aber die Bioten besser, weil man ein besseres Gespür für sie entwickelt, "tief im Fleisch", wie BZRK und AFGC dieses "Spiel" nennen.

Da die Twitcher alle sehr schräge Vögel waren, wäre es für Grant nicht schwer gewesen, einzelne und vor allem besondere Charaktere zu schaffen. In dieser Hinsicht hat er mich aber ein wenig enttäuscht. Sadie, die am Anfang des Buches ihre ganze Familie verliert und somit nichts mehr hat, außer dem milliardenschweren Vermögen ihres Vaters und der Verantwortung einer ganzen Firma, die eigentlich ihr Bruder übernehmen sollte, wurde in das Schema der unnahbaren Hauptprotagonistin geklopft, als hätte Grant keine Lust, sich eine Persönlichkeit für sie auszusuchen. Nach und nach geht dann ihr Herz auf und sie verliebt sich natürlich in Keats. Keats oder Noah, je nachdem, Sadie und Noah müssen nämlich beim Beitritt zu BZRK auch ihre Namen ändern, ist der "normale Durchschnittsjunge" der einen dunklen Punkt in der Vergangenheit hat und sich auf Anhieb in die hübsche und unnahbare Hauptprotagonistin verliebt. Das finde ich ziemlich schade, da es ja hauptsächlich um Sadie und Noah, bzw. Plath und Keats geht. Aber dafür war die Mühe bei den anderen wichtigen Protagonisten umso größer und beständiger. Vincent, der Junge, der kein Vergnügen empfinden kann und der beste Twitcher von allen ist, Wilkes, das kaputte Mädchen, Ophelia, die für jede Situation ein Lächeln hat...

Dennoch muss ich sagen, dass mich noch etwas gestört hat. Und zwar der für mich ziemlich holprige Spannungsaufbau. Diese Woche hatte ich ja wahnsinnig zutun, und ein gutes spannendes Buch hätte mich ein wenig aus dem Lesetief holen können. Grant ist anscheinend davon ausgegangen, dass ein unmittelbarer Beginn und viel Handlung auf einmal zu purer Spannung verhilft, aber dem war leider nicht so. Ich hatte teilweise das Gefühl, dass Grant im Moment des Schreibens an einer Schreibblockade litt und die Handlung einfach nur irgendwie vorantreiben wollte, weshalb es auch nur schleppend voranging. Das war sehr schade, weil man durch so etwas das Buch natürlich eher mal aus der Hand legt.

Fazit:
BZRK ist für eine Dystopie eine einzigartige Idee und Geschichte. Leider hapert es teilweise an der Umsetzung, was man an der Ausarbeitung der Hauptprotagonisten sehr gut erkennen kann. Auch die Spannung ließ ein wenig zu wünschen übrig, aber für Dystopienliebhaber und solche unter euch, die immer etwas für neue und einzigeartige Ideen übrig haben, dürfte BZRK ein schönes Buch sein, dass euch angenehme Lesestunden beschert :)

  (3)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(803)

1.367 Bibliotheken, 4 Leser, 13 Gruppen, 102 Rezensionen

liebe, mord, geister, jugendbuch, dorf

Whisper

Isabel Abedi
Fester Einband: 275 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.06.2005
ISBN 9783401053691
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich habe ja schon einige Bücher von Isabel Abedi gelesen und ich muss sagen, dass Whisper mich auf dieselbe Art und Weise überzeugen konnte.

Schon der Start hat mir gut gefallen. Es begann mit diesem schlechten Omen, wie Kats schwuler bester Freund Gilbert es so schön gesagt hatte. Das Reh, das Kat gleich am Anfang überfahren hat. Ich denke, das war einfach insgesamt ein guter Einstieg, man wusste, da passiert nichts Gutes.

Was mich auch von Anfang an dabei halten konnte, waren zum einen die kurzen Ausschnitte aus Elizas Tagebuch am Beginn eines Kapitels. (Nur zur Info: Eliza ist das Mordopfer von dem schon im Klappentext die Rede war)
Und dann noch die kleinen Sätzchen, die beschrieben, wie Noa und ihre Freunde in der Zukunft auf die Ereignisse dort zurückblicken würden. Das hat mir den Einstieg gewissermaßen schon erleichtert.

Gut gefallen hat mir außerdem mal wieder Isabel Abedis Schreibstil. Nach zahlreichen Büchern, die ich schon von ihr gelesen habe - einige davon lese ich demnächst nochmal und stelle sie dann hier auch vor ;) - konnte mich ihr Scheribstil immer noch bgeistern. Ich weiß, die Schriftsteller bewerkstelligen das mir recht oft, aber trotzdem ... dagegen kann ich mich irgendwie nicht wehren, und um ehrlich zu sein ist das ja auch gut so :)
Da ich aber in letzter Zeit oft Bücher gelesen hatte, die aus der Ich-Perspektive geschrieben waren, hatte ich manchmal einige Schwierigkeiten, damit klar zu kommen.

Für mich fängt die Handlung in einem Buch irgendwie erst richtig dann an, wenn der Junge ins Spiel kommt. Und in Noas und Davids Fall war das ja irgendwie Liebe auf den ersten Blick, zumindest von Noa aus gesehen. SIe himmelte ihn ja schon nach einigen Sekunden an. Aber das, finde ich, hat sie mir richtig sympathisch gemacht. Nach dem vielen Fantasy, wo die Mädchen sich immer mehr, ich sage mal "fantasiert" haben, endlich wieder von einem etwas nroamleren Mädchen zu lesen, ist irgendwie sehr angenehm.

Und überhaupt waren bis auf Gilbert, Kat und Robert die ganzen Dorfbewohner schön unheimlich und eklig, wie sich das gehört. Und es gab einige Verdächtige, ohne die die ganze Geschichte nicht so spannend gewesen wäre. Ich hatte ja die ganze Zeit über eine Vermutung, letztendlich war sie nicht richtig, aber ich finde es immer schöner, bei Thrillern Vermutungen zu haben und spekulieren zu können.

Aber es gab genau zwei Sachen, die mich ganz konkret gestört haben. Zum einen war es die Tatsache, dass Eliza ein richtiges Miststück ohne Herz ist, dass es zwar nicht verdient hatte zu sterben, aber auf keinen Fall die ganze Aufmerksamkeit und vor allem Liebe der Dorfbewohner. Eine richtige kleine S*** war sie, tut mir leid für den Ausdruck, ich konnte nicht anders. Und somit war es mir dann auch ein wneig egal, ob Noa und David jetzt die Wahrheit herausfanden, oder nicht.
Und dann muss ich leider sagen ... irgendetwas hat mir gefehlt. Kennt ihr das, wenn einfach das gewisse Etwas fehlt? Und das finde ich immer sehr, sehr schade.

Fazit

Whisper garantiert einige spannende Stunden Lesespaß, die gut für eine Zugfahrt oder dergleichen passen könnten. Richtig überzeugen oder gar mitreißen, konnte mich das Buch jedoch nicht, was ich sehr schade finde.

  (8)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(138)

301 Bibliotheken, 3 Leser, 6 Gruppen, 40 Rezensionen

krimi, mord, england, flavia de luce, chemie

Flavia de Luce - Mord ist kein Kinderspiel

Alan Bradley , Gerald Jung , Katharina Orgaß
Fester Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 27.09.2010
ISBN 9783764530297
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich war ja schon vom ersten Flavia-Band total begeistert, denn Flavia haut mich einfach um. Sie ist erst elf Jahre alt und hat ein eigenes Chemie-Labor und bessere Kenntnisse als Schüler aus der Oberstufe. Außerdem hat sie einen so scharfen verstand und ist gleichzeitig frech und liebenswürdig. Man muss dieses kleine Mädchen einfach ins Herz schließen! Deshalb hat es mir partou nichts ausgemacht, erst mal ein wneig Zeit "mit Flavia zu verbringen", denn wirklich begonnen hat die Geschichte erst nach über 100 Seiten. Aber wie gesagt, fand ich das eher schön, denn Flavia ist ja so ein süßes Mädchen und ihre ganze Umgebung ist ja so schön Englisch, da war die lange Einleitung sehr entspannend.

Ich musste immer wieder grinsen, auch wenn das Buch ein Krimi ist, vorwiegend dienst es schon zur Unterhaltung, als zum Gruseln. Dennoch hat Bradley es geschafft, genügend Spannung in das Buch zu bringen (als ob irgendjemand das Buch selbst ohne Spannung aus der Hand gelegt hätte), das wirklich niemand auf die Idee käme, vorzeitig aufzuhören (ich rede natürlich von denen, die meinen Geschmack teilen, nicht, dass ihr denkt, ich würde hier für die ganze Welt sprechen).

Auch wenn es ein paar Parrallelen zu dem anderen Fall gab (was ja bei denselben Charakteren kaum zu vermeiden ist), kann ich nicht behaupten, dass sich in der Handlung irgendetwas wiederholt hätte. Vorwissen vom ersten Teil war auch nicht nötig, Flavia erwähnte nur an einigen Stellen, dass und auch warum sie schon mal mit Inspektor Hewitt und Detectiv Seargent Woolmer und Graves zutun gehabt hatte. Das war auch sehr angenehm, schließlich ist es schon ein halbes Jahr oder länger her, dass ich den ersten Band gelesen habe ;)

Schön fand ich bei Flavia, dass sie die Verdächtigen alle auf eine Liste gesetzt hat, sodass man einen kleinen Überblick hatte und dann selbst spekulieren konnte.

Leider ist dann aber in Flavias kleiner Welt doch der Kriminalfall ein wneig kurz gekommen. An dieser Stellung ein kleines Achtung an die Leser, die sich das Buch nur zu kaufen gedenken, weil es ein Krimi ist. Denn wie schon gesagt: Flavia ist eine ganz andere Ermittlerin als sonst. Das Buch ist sehr raffiniert und verzweigt aufgebaut und alles schön von Flavia erklärt, aber ... wie soll man es sagen ... die Spannung ist zwar da, aber nur insofern, dass man wissen möchte, wer der Mörder ist/war, nicht dass etwas Spannendes passiert. Im ersten Teil wurde Flavia ja entführt. Aber in diesem Teil ist sie nie in Gefahr. Für mich war das super, ich hasse es immer, mir Sorgen um eine gute Figur in einem Buch zu machen, aber Flavia ist halt erst elf und da macht man sich immer noch mehr Sorgen :)

Fazit

Insgesamt ein tolles Buch, wieder mal ein Fall für das Regal, in dem meine Lieblingsbücher stehen (neeeiiiiiiiiiiiiin, das Buch ist ja von meiner Freundin geliehen schluuchz :/)
Es lohnt sich, zuzugreifen, aber nicht, wenn man auf einen Krimi aus ist, sondern auf eine gute Geschichte mit einer kriminellen Note ;)

  (11)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(41)

56 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

fantasy, familie, gabe, freundschaft, schimmer

Schimmer

Ingrid Law , Sylke Hachmeister
Fester Einband: 239 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 10.02.2009
ISBN 9783551581938
Genre: Fantasy

Rezension:

Dieses Buch hat mein Herz erobert. Und das meine ich ernst. Diese rührselige Geschichte konnte mir zeitweise sogar die Tränen in die Augen treiben.

Ich hatte nicht viele Erwartungen in dieses Buch, eher habe ich es die ganze Zeit über als kleines, handliches Buch betrachtet, das ich irgendwann einmal lesen würde, wenn ich für ein Wochenende woanders war. Doch dieses Buch ist viel mehr als das. Die Geschichte hat mir viel Mut zugesprochen, denn auch wenn Mibs erst dreizehn wird, muss sie schon einige Härten erleben. Aber sie bleibt stark und sie entdeckt, was wirklich in ihr steckt. Es ist ein schöner Gedanke, das mit dem Schimmer, diese besondere Gabe, diese Fähigkeit. Und es ist rührend, wie Mibs ihren Schimmer einzusetzen vermag, auch wenn er ihr doch zu Anfang noch so hoffnungslos erschien.

Diese Geschichte hatte so viele überraschende Wendungen, und doch waren sie allesamt schlüssig, sodass das Buch wie ein Puzzle ist, das sich nach und nach zusammensetzt.
Die Charaktere sind so liebenswert, der tollpatschige Lester, die hinreißende Mibs, die fürsorgliche Lill, der aufbrausende Fish, der stille Samson, die kaugummikauende Bobbi und all die anderen Figuren, als wären sie einem kleinen Märchen entsprungen. Sie fügten sich so perfekt in das Geschehen ein und gaben der Geschichte die richtige Würze.

Auch die Spannung konnte Ingrid Law die ganze Zeit aufrecht erhalten, man musste einfach wissen, wie es ausgeht, und dazu muss ich sagen, dass Law es zusätzlich auch noch geschafft hat, ein schönes Ende zu schreiben, was, wohlgemerkt, nicht jedem Schriftsteller unterliegt. Aber Law hat überhaupt ihre gesamte Magie in diese 240 Seiten gesteckt und ein wunderbares Werk geschaffen. Ich frage mich, wie es so lange unbeachtet in meinem Schrank schmoren konnte. Es ist so ein tolles Buch und wird zwar mit dieser geringen Breite in meinem Regal der Lieblingsbücher vollkommen untergehen, da es dort eigentlich nur gebundene Bücher oder knapp tausendseitige Taschenbücher gibt, aber Schimmer ist eben eine kleine Geschichte mit viel Magie drumherum. ♥

Fazit

Ich kann Schimmer nur wärmstens empfehlen, wie schon gesagt konnte mich diese Story und vor allem die Umsetzung von Grund auf begeistern. Hut ab, Ingrid Law. ♥

  (13)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(106)

158 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 22 Rezensionen

fantasy, geschwister, puppen, haus, geheimnis

Böses Blut

Rhiannon Lassiter , Anna Julia Strüh , Christine Strüh
Fester Einband: 392 Seiten
Erschienen bei Fischer Taschenbuch, 09.04.2008
ISBN 9783596852970
Genre: Fantasy

Rezension:

Ein atemberaubendes Buch, das steht ganz außer Frage, schließlich konnte mir allein die Erinnerung schon einen Schauer über den Rücken jagen, wenn ich allein im Zimmer war. Rhiannon Lassiter versteht sich einfach darauf, den Leser gefangen zu nehmen, ihn vollständig für die Geschichte zu begeistern. Vor allem die Puppe Delilah konnte mich gruseln, wie sie ganz von allein laufen konnte und überhaupt konnte man sie sich so bildhaft vorstellen, dass einem eiskalt wurde. Auch Fox trug zur Spannung bei und überhaupt - die ganze Idee war einfach genial. Sich so ein Spiel auszudenken und in ein Buch umzusetzen. Das hat Lassiter echt wahnsinnig gut hinbekommen. Ich mag ihre Art zu schreiben auch wahnsinnig gern und wurde schon nach wenigen Seiten komplett gefesselt. Sie konnte den Gruseleffekt so gut rüberbringen! Und auch die Charaktere musste ich sofort ins Herz schließen. Vor allem John hatte es mir angetan, erst zehn und doch schon so ein Genie. Bewundernswert. Vor allem weil Genies doch immer so merkwürdige Kautze sind und John dennoch so vollkommen ... normal war. Böses Blut ist mal wieder ein besonders gutes Beispiel, dass englische Krimis und Thriller viel spannender und mitreißender sind, als deutsche!

Fazit

Eine tolle Idee mit einer gelungen Umsetzungen, passenden Charakteren und viel Handlung. Böses Blut hat mich definitv überzeugt.

  (12)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(672)

1.187 Bibliotheken, 13 Leser, 11 Gruppen, 100 Rezensionen

krimi, taunus, mord, pferde, pia kirchhoff

Eine unbeliebte Frau

Nele Neuhaus
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 03.04.2009
ISBN 9783548608877
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Eine unbeliebte Frau und alle weiteren Bände von Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein wurden mir wärmstens von meiner Tante empfohlen, sodass ich mir den ersten und vierten Band sofort von ihr ausgeliehen habe.
Ich bereue meine Entscheidung definitiv nicht, denn Nele Neuhaus ist nicht umsonst eine der meistgelesenen Krimiautorinnen Deutschlands.
Mich hat überrascht, wie durchwachsen die Geschichte war. Was am Anfang mit dem betrogenen Ehemann der verstorbenen Frau begann, wuchs nach und nach zu einem wahrhaftigen Berg von Schandtaten und Verbrechen, die diese Frau mithilfe einiger macht- und geldhungriger Männer und ihren eigenen Reizen im Geheimen praktizierte.
Und was da alles zusammenkam, das ist schon beeindruckend. Geldwäsche, Pferde, die weit über ihrem eigenen Wert verkauft werden, Erpressung durch Sex-Videos und, und, und…
Und mit diesem Berg häuften sich natürlich auch Tatverdächtige und Motive. Manchmal hatte ich sogar selbst den Überblick verloren und hab mich nur noch gefragt: Wie bitte?
Das ist ein kleiner Minuspunkt an dem Buch, und auch die Teile, die Längen vorwiesen. Es war einfach so, dass zwar immer mehr Verbrechen und Geheimnisse zutage gefördert wurden, aber irgendwie doch nichts passierte, außer dass ich immer weniger verstand. Das hat dann ein wenig die Lesestimmung beeinträchtigt und mich teilweise auch echt am Lesen gehindert. Was man aber echt sagen muss: Eine unbeliebte Frau ist wirklich eine Meisterleistung – was deutsche Krimis angeht. Denn irgendwie haben Deutsche ja von Natur aus kein richtiges Talent für das Schreiben von Krimis, da brauch man sich bloß meine neusten Rezensionen ansehen :)
Und auch hier muss ich meine Tante zustimmen: für einen deutschen Krimi echt gut. Denn das trifft allemal zu.
Um aber wieder mehr auf die Handlung und Charaktere zurückzukommen: Nele Neuhaus hat saubere Arbeit geleistet. Ich hasse an Krimis immer am meisten, wenn die Ermittler durch ihre Arbeit schon vollkommen verkommen sind und man immer wieder lesen muss, dass der Kommissar sich durch den Job das Leben kaputt gemacht hat. Ätzend! Das sieht Neuhaus anscheinend genauso, denn das Leben von Oliver Bodenstein ist vollkommen heil, die Kinder sind erwachsen und haben die Kindheit gut überstanden, Bodenstein und seine Frau noch glücklich verheiratet. Pia lässt sich zwar bald scheiden, aber dennoch ist sie glücklich. Und sowas macht dann auch mich glücklich. ;)
Ich finde auch schön, wie sich die Handlung aufgelöst hat. Trotz aller Schwierigkeiten gab es am Ende doch noch das schönste Ende, das man aus dem Schaden noch basteln konnte. Auch das hat Neuhaus gut gelöst, sodass man schon Lust auf einen neuen Teil aus ihrer Krimi-Serie bekommt.

Fazit

Eine unbeliebte Frau ist für einen deutschen Krimi sehr gelungen, kann sich aber international noch lange nicht messen. Trotzdem eine sehr spannende, abstrakte und verflochtene Geschichte, die zwar manchmal Längen hat und schwer zu verstehen ist, jedoch immer wieder die Kurve kriegt.

  (11)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(58)

114 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 22 Rezensionen

dystopie, science fiction, jugendbuch, upgrade, update

0.4 - Eine perfekte neue Welt

Mike Lancaster , Peter Knecht
Fester Einband: 271 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 26.08.2011
ISBN 9783789141201
Genre: Jugendbuch

Rezension:

0.4 habe ich mir letzten Monat zugelegt, da mich die vielen positiven Rezensionen überzeugt hatten. Ich wollte mir eh mal wieder ein Buch von eigenem Geld kaufen und dann stand 0.4 im Regal meiner Buchhandlung und schwups hatte ich es in der Hand und bezahlt :)

Und ich bereue es auf keinen Fall. Schon Tote Mädchen lügen nicht hat mich mit Konzept der Kassettenaufnahmen vollkommen überzeugt, und Lancaster ist das fast genauso gut gelungen wie Jay Asher.
Man hat einfach von Anfang an eine innigere Beziehung zum Hauptprotagonisten, in diesem Fall Kyle, da er aus seiner Sicht erzählt, aber intensiver, als wäre das Buch einfach aus Ich-Perspektive geschrieben. Man fühlt mit Kyle, als sich seine Welt so schlagartig ändert und eigentlich nichts mehr ist, wie vorher, nur weil er hypnotisiert war, als die Menschen sozusagen upgegradet wurden. Es ist schon eine schwierige Vorstellungen, dass das menschliche Gehirn eigentlich eine Software ist, ich kann Kyles Ungläubigkeit sehr gut nachvollziehen.

Besonders lustig fand ich immer die Anmerkungen des Herausgebers, der sich selbst als einer der upgegradeten Menschen darstellte, als als ein 1.0er, da die 1.0er ja überhaupt nicht verstehen, was es für Begriffe in ihrer alten Welt gab. Ziemlich amüsant, dass sie sich zusammenreimen, die Teletubbies seien Götter und Göttinen, die fast ausschließlich von Kindern verehrt wurden. Oder dass die neue Softwareversion der Menschen nicht verstand, wie sich Tiere und Insekten im Körper einnisten, obwohl Kyle doch nur seine Gefühle veranschaulichen wollte.

Dadurch, dass Lancaster die Geschichte aus Kyles Augen geschildert hat, war es ihm ermöglicht, einen lockeren, jugendhaften Stil an den Tag zu lesen, mit dessen Hilfe man das Buch schon nach kürzester Zeit durch hat und gar nicht merkt, wie die Zeit verfliegt. Dazu trägt natürlich auch die Spannung bei und die fortwährende Frage, was denn nun mit den restlichen menschen passiert ist, da man sich darauf einfach keinen Reim machen kann, da Lancaster mit 0.4 eine völlig neuwertige Idee verarbeitet hat. Der Autor spannt seine Leser wirklich lange genug auf die Folter, weshalb man das Buch einfach nicht aus der Hand legen kann.

Der einzige Minuspunkt, den ich vergeben kann, ist auch den Kassetten zuzuschreiben. Zwar mag ich diese Idee wirklich gern, aber es gibt auch Probleme mit der Umsetzung. Denn die Handlung ist einfach nacherzählt. Es ist nicht, als würde man einfach im Präteritum schreiben, sondern einfach eine Nacherzählung machen. Man fühlt sich nicht hautnah dabei, weil man einfach weiß: das ist schon passiert und Kyle erzählt das einfach aus seiner Sicht nochmal. Darin liegt bei mir das Problem.

Fazit

Aber alles in allem hat mird diese Dystopie sehr gut gefallen, ich bin froh, auf die ganzen positiven, begeisterten Rezensionen gehört zu haben und kann das Buch wirklich jedem empfehlen, der ein Herz für Neues und Dystopien besitzt.

  (10)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(56)

67 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 37 Rezensionen

finsterau, mord, krimi, nachkriegszeit, afra

Finsterau

Andrea Maria Schenkel
Fester Einband: 124 Seiten
Erschienen bei Hoffmann und Campe, 05.03.2012
ISBN 9783455403817
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In letzter Zeit lese ich sehr viele Krimis und Thriller und so langsam schließe ich mich meiner Cousine an: dieses Genre ist nur etwas für mich, wenn es ein total spannender Krimi oder Thriller ist, nicht so eine lasche Pampe wie z.B. Die Muse des Mörders. Finsteraus ist hier so ein mittelmäßiger Fall, nicht so schlecht wie manch anderer deutscher Krimi oder Thriller, aber auch nicht überragend. Die Skandinavischen sind schon noch die Besten...

Positiv überrascht hat mich, dass so viel Inhalt in nur etwas über 100 Seiten passen. Es war recht unterhaltsam, da das Buch sozusagen in diesem bayrischen Dialekt geschrieben war, weshalb es zwar teilweise sehr verwirrend war, da man sich einige Wörter erstmal erschließen musste, dadurch jedoch auch lehrreich.

Zusätzlich verwirrend das ständige Springen durch die Zeit, denn ich brauchte immer eine Weile, um zu erschließen, was nun vor und nach dem Mord war, denn das sprang immer hin und her, sodass es niemanden wirklich gab, der den Fall aufklärte, sondern sich das anhand der einzelnen Perspektiven und Zeiten erschloss. Schade war nur, dass es am Ende jemand war, den man gar nicht kannte und somit auch irgendwie nicht richtig spekulieren konnte, wer denn nun der Mörder war. Dabei gehört so etwas, finde ich zumindest, bei einem guten Krimi dazu.

Aber das Buch ist ein schöner Zeitfüller, vor allem war ich heute mal wieder krank - Surprise! - und immer, wenn ich mal nicht geschlafen hab, habe ich Finsterau gelesen und konnte auch immer wieder gut reinfinden, was wieder ein Pluspunkt ist :)

Fazit

Finsterau ist ein schöne Schmöker für Zwischendurch, hat für mich nicht die ultimative Spannung gebracht, aber das Konzept ist gut gemacht, da sich die Handlung nach und nach lichtet und man nicht mit einem Ermittler mitfiebert. Ein paar schöne Lesestunden sind gesichert, mehr aber auch nicht.

  (10)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(199)

571 Bibliotheken, 6 Leser, 5 Gruppen, 87 Rezensionen

elfen, fantasy, krieg, magie, liebe

Elfenmagie

Sabrina Qunaj
Flexibler Einband: 976 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 20.02.2012
ISBN 9783746627380
Genre: Fantasy

Rezension:

Elfenmagie ist eines der wenigen Bücher - zumindest von denen über 400 Seiten -, die mich schon von Anfang an fesseln konnten. Sabrina Qunaj versteht sich sehr gut darauf, sich nicht mit elendig langen Einleitungen aufzuhalten, sondern fängt direkt mit der Handlung an und beginnt später, zu erklären.
Das kommt vor allem dadurch, dass Vanora selbst am Anfang noch vollkommen unwissend ist und selbst erst langsam an den Hintergrund herangeführt wird.

Obwohl es zeitlich gesehen im Mittelalter spielt - was ich persönlich für sehr passend halte - konnte Sabrina mich mit einem flüssigen Schreibstil sofort überzeugen, was es mir ermöglichte, das Buch nicht mehr so leicht wegzulegen. Zudem hatte das Buch keinen einzigen Punkt, an dem die Spannung nachließ, weshalb ich mich regelrecht zwingen musste, das Buch für Essen, Trinken, Schlaf und andere lebensnotwenige Dinge wegzulegen. Und das aber nur mit schwerem Herzen.

Elfenmagie hat etwas an sich, das andere Bücher nicht haben; zum einen sind da die Charaktere. Vanora hatte ich von Anfang an ins Herz geschlossen, denn sie war so nett und aufgeweckt und musste doch so viel erleiden, man musste sie einfach mögen, denn Vanora war schon eine harte Nuss, die nicht so leicht zu knacken war.
Glendorfil. Der Elf, der immer da war, ob nun für Eamon oder Vanora. Die Auflösung am Schluss war sehr, sehr überraschen für mich, aber im Licht betrachtet auch irgendwie logisch. Obwohl man ihn nicht so gut kennenlernte wie Vanora, Eamon, Nevliin, Alkariel und Bienli, aus deren Sicht ja geschrieben wurde, war sein Verlust dennoch schmerzhaft, vor allem da Eamon, Vanora, Ardemir und auch der Rest des Schattenreiches so darunter leiden mussten.
Mit Eamon konnte ich mich erst am Schluss anfreunden. Ich konnte es nicht leiden, wie krankhaft er Vanora zu schützen versuchte und somit alles - vor allem auch gegen ihren Willen - aufs Spiel setze und seine Pflichten als König vernachlässigte. Ich denke, es war das Leid, das er am Ende empfand, dass mich in der Meinung über Eamon umstimmte, wenn auch nicht allszu sehr, auf jeden Fall sehe ich ihn nun besseren Augen als zuvor.
Nevliin hatte ich ja von vornherein ins Herz geschlossen. Schon als Alkariel am Anfang vom unnahbaren und gefühllosen Ritter Nevliin sprach, hatte ich ein kurzes Aufleuchten - von wegen dass Nevliin ja vielleicht mit Vanora ... -, was ich zwar recht schnell wieder verwarf, sich dann aber doch als richtig herausstellte. Ich war so froh (!), als die beiden endlich zueinander fanden, sie waren so ein süßes Paar.

Vor allem, da sie durch Faelnuír aneinander gebunden waren. Faelnuír ist die Kraft, die zwei Seelen unsterblich miteinander verbindet, was durch nichts und niemanden getrennt werden kann.
Auch diese Seite an dem Buch hat mir gut gefallen, diese tiefen Gedanken, wenn ich es mal so ausdrücken darf. Mir gefiel der Gedanke, an so etwas starkes wie Faelnuír. Mir fiel der Gedanke daran, dass jede Seele eine Aufgabe hat und solange wiedergeboren wird, bis die Aufgabe erfüllt ist und erst dann zu den Sternen aufsteigen darf. An diesen Einzelheiten im Buch merkt man, dass Sabrina nicht nur geschrieben hat. Nein, sie war mit Herz dabei und hat sich darüber Gedanken gemacht und das gibt dem Buch etwas, das andere Bücher nicht haben und auch niemals haben werden.

Mir hat auch sehr gut gefallen, dass aus fünf verschiedenen Sichten geschrieben wurde. Natürlich hätten mich noch einige andere Sichten interessiert, aber diese fünf waren ja auch mit die wichtigsten Personen. Der Übergang von einer Person zur nachsten war sehr gut gestaltet und überhaupt nicht verwirrend, was mich sehr erleichtert hat. Vor allem fand ich auch gut, dass es auch eine Sicht der Bösen gab, nämlich Alkariel. Das hat dem ganze nochmal eine andere Note gegeben. Wie ein zusätzliches Gewürz.

Fazit

Elfenmagie ist nicht zu vergleichen mit den zahlreichen anderen Elfenbüchern. Die Geschichte ist einmalig, die Charaktere kann man nur lieben. Mit tiefsinnigen Gedanken, großem Spannungsbogen, einer reizenden Liebesgeschichte, flüssigem Schreibstil und noch einigem mehr, konnte mich Sabrina absolut begeistern. Ich bin schon sehr gespannt auf den zweiten Teil Elfenkrieg. Zum Glück war Elfenmagie ein abgeschlossener Band, denn ansonsten säße ich nun auf noch heißeren Kohlen als ohnehin schon. ♥

  (10)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(195)

449 Bibliotheken, 6 Leser, 5 Gruppen, 104 Rezensionen

weltall, liebe, dystopie, waverly, raumschiff

Sternenfeuer - Gefährliche Lügen

Amy Kathleen Ryan , Momo Evers , Falk Behr
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei PAN , 01.03.2012
ISBN 9783426283615
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Als ich auf der PAN-Website diesen Klappentext las, war für mich klar: das muss ich haben! Denn allein die Story ist ja schon einzigartig, etwas Vergleichliches habe ich bisher noch nicht gelesen und davon gehört auch nicht.

Umso glücklicher war ich dann, als ich das Buch wirklich in der Hand hielt und natürlich sofort mit dem Lesen anfing. Denn das Buch konnte meine Erwartungen voll und ganz erfüllen.

Fangen wir mit Waverly an. Ein einfaches Mädchen, das einem solchen Druck ausgesetzt ist. Eigentlich fand ich das die ganze Zeit nicht fair, schließlich kann sie ja nichts dafür, dass das älteste Mädchen an Bord ist. Aber sie war mir dennoch von Anfang an sympathisch. Mit ihrer lockeren und ungezwungenen Art, wird sie noch einige andere Leser um den Finger wickeln, da bin ich mir sicher.
Leider war ich mit Kieran nicht so zufrieden. Denn es stimmt schon, was Waverly über ihn sagt: er verändert sich sehr. Man erkennt den alten Kieran gar nicht mehr wieder und das find ich sehr, sehr schade. Natürlich, es gehört zur Geschichte, aber ich mochte Kieran und jetzt...

Dafür fand ich Samantha und Sarah total toll, die einzigen beiden Mädchen, die Waverly an Bord der New Horizon geholfen haben. Auch trotz anfänglicher "Startschwierigkeiten" :)

A.K. Ryans Schreibstil hat mir wirklich sehr, sehr gut gefallen. Ihr wisst ja nun schon, dass ich mit sehr vielen Stilen klar komme :)
Ich hab das Buch in einem Rutsch durchgelesen, und dabei völlig die Zeit vergessen. Heute morgen um 1.00 Uhr dachte ich dann: Ach, schon vorbei?

Das lag aber natürlich nicht nur am Schreibstil, sondern vor allem an der Spannung. Es sind so viele unvorhersehbare Dinge passiert, was natürlich auch daher rührte, dass Ryan nicht die ganzen Klischees bedient hat, die mittlerweile schon in Form von Büchern überall auf der Welt im Umlauf sind, sondern eine ganz eigene Geschichte entwickelt hat.
Fazit

Ich kann Sternenfeuer nur wärmstens empfehlen. Es ist mal wieder ein Fall für meine Lieblingsbücher, ein wenig Platz in den Ehrenlogen zu machen, denn da gehört Sternenfeuer auf alle Fälle hin ♥

  (6)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(1.149)

2.136 Bibliotheken, 31 Leser, 20 Gruppen, 329 Rezensionen

liebe, wölfe, sam, fantasy, grace

Nach dem Sommer

Maggie Stiefvater , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 423 Seiten
Erschienen bei script5, 01.09.2010
ISBN 9783839001080
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich wusste von der ersten Seite an: dieses Buch wird ein gutes Buch. Die ersten Seiten waren schon reine Romantik in Worten verewigt. Wie eine Liebe zwischen Wolf und Mensch aufblüht, nur durch einen Blick in die Augen. Und von diesem Moment an konnte ich das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen.

Obwohl man in den schlichten Alltag von Grace und Sam geworfen wurde, fand man sich sofort wieder, direkt in den jungen Gefühlen der beiden Protagonisten. Ich konnte die Gefühle total gut nachempfinden und ja, teilweise hätte ich mir so eine undurchdringliche Liebe auch gewünscht. Man musste sich einfach von Anfang an für Sam und Grace freuen.

Das lag vor allem auch am Schreibstil von Maggie Stiefvater. Der gefällt mir wirklich richtig gut. Man kann das Buch hintereinanderweg lesen und irgendwann denkt man – huch, schon vorbei?
Sie schreibt die Gedankengänge von Grace und Sam so auf, wie sie vermutlich auch in Wirklichkeit gewesen wären. Das liegt wahrscheinlich auch daran, dass ich mich an einigen Stellen gut mit Grace identifizieren konnte, weshalb mir die Gedanken auch so vollkommen logisch erschienen.
Ein wenig komisch fand ich Grace‘ Aussage relativ weit am Anfang. „Wir sind introvertiert, wir machen gerne einfach mal nichts.“ Wie sie das so zu Olivias Bruder sagte. Denn eigentlich hatte ich in Grace seit langem mal wieder eine Protagonistin entdeckt, die so etwas wie Lebenswillen und Elan zeigte, schon von vornherein, und sich den Grips und Mut nicht erst erarbeiten musste. Ich meine, ich bin definitiv nicht introvertiert und kenne mich deshalb nicht so damit aus, aber was so meine Erfahrung und Einschätzung angeht, war sie eher nicht so der introvertierte Typ. Aber was solls, nach kurzer Zeit schon hatte ich Grace lieb gewonnen. Und auch Ende zeigte sie nochmal, was sie alles drauf hatte. Sie hat mich schon noch an einigen Stellen durch kühlen Kopf und Klugheit überraschen können.
Aber ich möchte den wenigen, die das Buch noch nicht gelesen haben (ich hab nämlich das Gefühl, ich bin immer die letzte, die ein Buch liest) nicht die Spannung verderben 
Ich würde mal so sagen: Sam ist das, was viele Mädchen als Traumtyp bezeichnen würden. Sieht gut aus, ist total lieb, witzig und dann auch noch geheimnisvoll – der Wolf in ihm. Da fiel es mir natürlich leicht, auch ihn sofort zu mögen. Vor allem haben mir die Stellen geholfen, ihn besser zu verstehen – denn wer will denn schon nicht wissen, was in einem Wolf vor sich geht – in denen aus Sams Sicht geschrieben wurde.

Auch noch gefallen hat mir die Freundschaft, die sich zwischen Grace und Isabel entwickelt hat. Klar, Isabel ist ziemlich ruppig und temperamentvoll, aber ich denke schon, dass sie und Grace so etwas wie Freunde geworden sind. Ich fand nur schade, dass Rachel dann am Ende so kurz gekommen ist, eigentlich hat man kaum noch was von ihr gehört, dafür, dass sie ja Grace‘ beste Freundin war…
Und Olivia, ja Olivia. Hätte meine beste Freundin werden können. Ein genauso großer Fotografiefreak wie ich. Hatte ich bis jetzt nicht so oft in Büchern. Aber das könnte ruhig öfter mal vorkommen ;)

Fazit

Nach dem Sommer ist definitiv ein Must Read. Einige romantische Stunden sind garantiert und mit Maggie Stiefvaters Schreibstil vergehen wie im Flug. Auf jeden Fall mal wieder ein Buch mehr auf meinem Lieblingsbücherstapel ;)

  (9)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(33)

55 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

fantasy, winternacht, nimmernie, shakespeare, jugendbuch

The Iron Daughter

Julie Kagawa
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Mira Books, 15.04.2011
ISBN 9780778304463
Genre: Sonstiges

Rezension:

Iron Daughter hat Iron King noch übertroffen. Eigentlich bin ich ja weder Fan von diesen sogenannten On-Off-Beziehungen, noch von diesen Trios, wo das Mädchen sich nicht für einen der beiden Jungs entscheiden kann.

Was das erste angeht: Ich musste immer wieder schmunzeln, denn ich wusste, dass Ash Meghan liebt und nur zu ihrem Besten so tut, als wäre es nicht so.
Und zum zweiten: Meghan ist nicht so dumm und gefühllos, mit beiden Jungs zu spielen. Nö, Puck muss sie einfach immer wieder doof anmachen, wenn Ash dabei ist. Aaber, Meghan weiß ja, dass Ash viel toller ist als Puck und liebt ihn ja deshalb auch viel mehr kleiner Ash Fan :D

Julies Kagawas Schreibstil war noch genauso toll wie vorher. Das Englisch ist sehr gut zu verstehen, was es mir durchaus erleichtert hat, den Roman zu lesen. Ich weiß, ich habe ziemlich lange dazu gebraucht, aber heute zum Beispiel habe ich über 100 Seiten am Stück verschlungen.

Leider brauche ich im Englischen noch immer sehr lange beim Lesen, weshalb ich heute auch länger als 4 Stunden an dem Buch las und nun habe ich es endlich gemeistert :)

Aber es hat mir einfach ungeheuer viel Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen, ich konnte so gut Meg mitfiebern - und das liegt nicht nur daran, dass meine beste Freundin auch so heißt. Teilweise konnte ich ihre Gefühle für Ash einfach sehr gut nachvollziehen. Zum anderen kenne ich das Gefühl, wenn man denkt, für nichts genug Talent zu haben und sich einfach nutzlos zu fühlen. Außerdem kommt sie einfach weiterhin so sympathisch herüber, weil sie für ihre Familie selbst ihrer großen Liebe etwas angetan hätte.

Ich bin einfach mit allem so 100&ig zufrieden und das genau ist die einzige Schwachstelle. Das Buch ist ein wenig zu perfekt. Natürlich, das ist toll, aber auch etwas unmenschlich. Ich weiß nicht, ob ich in meinem leben je jemandem begegnen werde, der so nett und hübsch und begabt und was weiß ich noch alles wie Meghan ist. Man sollte sich einfach immer auch ein wenig mit den Hauptdarstellern vergleichen können, denn manchmal wird es auch deprimierend, wenn die Hauptprotagonistin so perfekt ist, wie man selbst gern sein würde :)

  (6)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(45)

68 Bibliotheken, 0 Leser, 3 Gruppen, 14 Rezensionen

fantasy, fee, jugendbuch, liebe, nimmernie

The Iron King

Julie Kagawa
Flexibler Einband: 363 Seiten
Erschienen bei Harlequin Books, 01.02.2010
ISBN 9780373210084
Genre: Sonstiges

Rezension:

Da Plötzlich Fee bei so vielen von euch gut - nein, besser als gut - ankam, ich aber momentan durch meine ganzen "Bücherkaufrauschs" so knapp bei Kasse bin, hab ich mir die ersten drei Teile davon auf Englisch gekauft. Um ehrlich zu sein hatte ich ja ein bisschen Sorge, dass ich zu viel von der Handlung verpasse, aber das Englisch war sehr schön geschrieben, sodass man es leicht verstehen konnte. In der Hinsicht also schonmal ein Pluspunkt.

Ich bin Julie Kagawa sehr dankbar, dass kaum etwas verpasst habe, denn dieses Buch ist absolut einmalig. Wer denkt, die Iron Fey Reihe wäre einfach Harry Potter, Twilight und noch andere Bücher zusammengemischt, der täuscht sich. In unserer Zeit, sag ich mal, ist es nämlich gar nicht mehr so einfach, neue Ideen zu entwickeln, da man eh ziemlich stark von früheren Bestsellern beeinflusst wird. Ich finde, es ist Julie Kagawa dennoch gelungen, einen unabhängigen Roman zu schaffen und das hat mir gefallen.

Vor allem aber hat mir dir Idee der Geschichte und natürlich voran die Umsetzung sehr gut gefallen. Ein bisschen passt es schon in das Schema hinein, das momentan so gefragt ist: Die Hauptperson (Meghan) erfährt die Wahrheit über sich selbst, in diesem Fall, dass sie die Tochter des mächtigen Feenkönigs Oberon ist. Dann taucht auch noch ein gut aussehender (und leider auch arroganter und "böser") Typ auf, der der Protagonistin sofort den Kopf verdreht, aber nichts von ihr wissen möchte. Am Ende verliebt er sich aber doch in sie, weil sie zum Beispiel das ganze Land gerettet hat (doofes Beispiel, tschuldigung, natürlich auch nicht nur deshalb, sondern einfach weil sie so ist, wie sie ist, aber seltsamerweise muss sie dann erst das Land retten, bevor er ihr sagt, dass er sich in sie vliebt hat ... Männer -.- ;D ).
Julie Kagawa hat es aber geschafft, sich in dieser typischen Geschichte eine neue Welt zu schaffen. Sie hat die Charaktere liebevoll geschaffen, am liebsten mochte ich natürlich Ash, der gutaussehende Typ und für mich nicht ganz so böse und gemein, wie er wahrscheinlich sein sollte, kurz darauf folgt Meghan, die alles riskiert, um ihren kleinen Bruder zu retten. Und irgendwie mochte ich auch Grimalkin (heißt er auch auf deutsch so?), den Kater, der anfangs nur auf einen "kleinen Gefallen" von der Prinzessin aus ist, mir aber mit seiner Art dennoch ans Herz gewachsen ist, und ja am Ende auch noch Meghans und Ashs Leben gerettet hat.

Ich bin mir nicht so ganz sicher - sollte man Puck mögen? Ich denke schon, aber irgendwie hab ich das nicht so ganz hinbekommen. Dafür war der Einstieg zu kurz. Nicht, dass ich lange Anfänge mögen würde, aber man sollte doch schon ein wenig in die Geschichte einsteigen können, um herauszufinden, wer jetzt richtig nett ist und wer nicht so. Puck konnte ich gar nicht richtig kennenlernen, für mich war er immer nur Meghans Bodyguard, sozusagen (irgendwie könnte ich mir gut denken, dass er sich auch in Meg verliebt und sie sich dann entscheiden muss, bitte nicht, ich bin nicht so ein twilight-Fan...). Und Ethan fand ich einen Moment süß, aber als man ihn das nächste mal "traf", war er schon ein Gestaltwandler und der echte Ethan weg. Deshalb konnte ich irgendwie nicht soo richtig nachvollziehen, dass Meghan sofort alles stehen und liegen gelassen hat ...

Ich mochte Julie Kagawas Art zu schreiben sehr. Da sie aus Meghans Sicht (die übrigens sehr angenehm ist, aber ihr wisst ja jetzt schon, dass ich Meghan mag) schreibt, kann man sich schon von Anfang an in sie hinein versetzen, zumindest was ihre Verwirrung angeht, Verzweiflung, Gefühle für Ash etc.
Julie Kagawa schreibt so schön ungezwungen und ich hoffe sehr, dass sie das nicht aufgrund des Drucks verliert, das wäre sehr schade.

Fazit

Iron King rangelt zurzeit mit Delirium um den ersten Platz meiner "Lieblingsbücherliste". Ich denke nicht, dass es auf den ersten Platz kommt, aber das Buch ist echt toll und zählt auf jeden Fall zu meinen Lieblingsbüchern - unbedingt lesen! ♥

  (5)
Tags:  
 
28 Ergebnisse