AusZeit-Mag

AusZeit-Mags Bibliothek

506 Bücher, 489 Rezensionen

Zu AusZeit-Mags Profil
Filtern nach
506 Ergebnisse
Wähle einen Buchstaben, um nur die Titel anzuzeigen, die mit diesem beginnen.



LOVELYBOOKS-Statistik

(27)

53 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

thriller, mord, tod, liebe, suche

Böses Herz

Sandra Brown , Christoph Göhler
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Verlag, 09.12.2013
ISBN 9783764504540
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

~Inhalt~

Die junge Witwe Honor Gillette führt seit dem viel zu frühen Tod ihres Mannes mit ihrer vierjährigen Tochter Emily ein eher zurückgezogenes Leben. Das ändert sich allerdings schlagartig, als ein schwer verletzter Mann vor ihrer Tür auftaucht und sie und Emily als Geiseln nimmt: Lee Coburn, der angeblich sieben Menschen kaltblütig ermordet haben soll, und nun sie und ihr Kind mit dem Leben bedroht. Die Lage spitzt sich dann auch noch dramatisch zu, als Coburn quasi vor ihren Augen einen Hilfs-Sheriff erschießt und dann behauptet, einer von den Guten zu sein und die Bösen eigentlich die städtische Polizei ist, zu der auch Honors Mann in der Vergangenheit gehört hat. Doch kann Honor diesem rücksichtslosen Kerl wirklich trauen und dient die verzweifelte Such nach Beweisen nicht einfach der Ablenkung von seinem eigenen kaltblütigen Verbrechen?

~Einschätzung~

„Böses Herz“ – mal wieder ein typischer Schmöker in guter alt-bewährter Brown Manier oder eher ein Thriller mit neuen Impulsen? Ich würde sagen, ein bisschen von Beidem, denn es gibt hier – wie gewohnt – aufregende Spannung mit unerwarteten Wendungen, andererseits setzt sie hier auch mal wieder verstärkt auf eine ihrer Uralt-Stärken mit etwas knisternder Erotik, was in den vorangegangen Thrillern ja eher etwas spärlich zum Zuge kam.

Mit unserem männlichen Hauptprotagonisten schickt Sandra Brown einen echten Knaller an den Start und der liefert mit seinen unangepassten Auftritten eine richtige Glanzleistung ab. Ich bin hier ja während des Lesens zu einem echten Lee Coburn-Fan mutiert und war richtiggehend fasziniert von seiner doch häufig schnodderigen Art und Weise. Der Kerl gibt sich ziemlich sperrig und flucht gerne und verhält sich nicht unbedingt gentlemenlike, ganz im Gegenteil terrorisiert er sein weibliches Pendant doch ganz gerne bei passender Gelegenheit und das Sprichwort: Raue Schale, weicher Kern findet hier durchaus auch Anwendung. Aber sein Umgang mit Vierjährigen ist jedenfalls noch dringend verbesserungswürdig. :-) Apropos Vierjährige: Die kleine Emily entpuppt sich hier auch als ein absolutes Highlight, ein echter Sonnenschein, der dem manchmal erbarmungslosen und teuflischen Geschehen eine gewisse Leichtigkeit gibt und vor allem in den Dialogen mit Coburn eine kleine witzige Note reinbringt.

Bei unseren weiblichen Hauptdarstellerin könnte man vielleicht zunächst vermuten oder eher befürchten, dass sie durch diese klare und fast übermächtige Präsenz Coburns’ an die Wand gespielt werden könnte – ist aber mitnichten der Fall – denn die Autorin gibt Honor eine robuste Zähigkeit an die Hand, die es durchaus mit Coburns’ vitaler Gegenwart aufnehmen kann.

Sandra Brown schickt hier unsere beiden Hauptprotagonisten samt kleinem Kind während des Geschehens fast permanent auf eine abenteuerliche Flucht, gehetzt von Feind und FBI, was für eine unglaubliche Spannung beim Lesen sorgt und das auch noch so plastisch und ausdrucksvoll zu Papier bringt, dass man das Gefühl hat, mitten im Geschehen zu sein. Dazu setzt die Autorin unglaublich geschickt fast an jedes Ende eines Kapitels einen Cliffhanger, der dermaßen aufregend und oft auch dramatisch in Szene gesetzt ist, dass es uns Lesern fast unmöglich gemacht wird, mal eine wohlverdiente Lesepause einzulegen. Also durchschnaufen ist hier nicht und wenigstens das nächste und übernächste Kapitel muss noch dringend gelesen werden schmunzel

Für mich persönlich ist Sandra Brown übrigens auch die ungekrönte Königin der kurzen und prägnanten Dialoge, die sie wie keine Zweite in Szene setzen kann und trotz so weniger Worte so viel aussagen. :-) Zudem greift sie hier auch auf ihre frühere sehr erfolgreiche „Karriere“ als reine Liebesromanautorin zurück und schneidert unserem Heldenpaar eine kleine, aber feine Love Story auf den Leib, die diesem Thriller meiner Meinung nach noch das gewisse Etwas verleiht.

Die Spannung bleibt bis zum Schluss enorm hoch, hat mich da doch insbesondere die Enthüllung des „Bookkeepers“ ziemlich überrascht. Ein bisschen enttäuscht hat mich eigentlich nur das Ende des Buches, sprich Happy End unseres Heldenpaares, das auch in meiner Bewertung des Schmökers zu einem Punkt Abzug geführt hat. Das Finale gestaltet sich für mich einfach einen Tick zu unausgereift und unfertig. Da hätte ich mir nach so einer speziell zelebrierten Love Story ein perfekteres Happy End gewünscht.

~Fazit~

Ein fesselnder und packender Thriller, bei dem Hochspannung garantiert ist und zudem mit zwei hervorragend aufgelegten Hauptprotagonisten zu überzeugen weiß. Der unzugängliche Kerl und seine propere Lady verbinden hier Love & Crime auf tolle Art und Weise, hätten dafür aber ein würdigeres Happy End verdient. Dafür gibt’s aber allemal gute 4 von 5 Punkten mit deutlicher Tendenz nach oben. (AK)

  (44)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(10)

26 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Riskante Versuchung

Suzanne Brockmann , Christian Trautmann
Flexibler Einband
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 01.12.2013
ISBN 9783862788415
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

~Inhalt~

Jess Baxter weiß nicht so recht, was sie von ihrem neuen Mieter und Nachbarn Rob Carpenter halten soll. Einerseits fühlt sie sich sehr zu ihm hingezogen und im Umgang mit ihrer kleinen Tochter zeigt er sich liebevoll und aufgeschlossen. Andererseits spürt sie ganz genau, dass sein auf den ersten Blick unscheinbaren Äußeres ein dunkles Geheimnis birgt und als alleinerziehende Mutter muss sie einfach immer das Wohlergehen ihres Kindes im Auge haben. Als nämlich eines Tages das FBI vor ihrer Tür steht und Rob beschuldigt, ein Serienkiller zu sein, der auf brutale Weise Frauen tötet, die ihr ähnlich sehen, weiß Jess nicht mehr, ob sie rationale Vernunft über ihr verliebtes Herz stellen soll …

~Einschätzung~

Suzanne Brockmann? Die Schmöker dieser Frau sind bei mir ja seit den „Troubleshooters“ absolutes Pflichtprogramm. Eben besagte Seals oder die Kollegen der „Heartbreakers“, diese beiden Serien sind in meinem Leseherz felsenfest eingemeißelt. :-) Da ist es ja überhaupt keine Frage, dass all ihre anderen Schmöker ebenfalls ein Must-Have sind, ich aber – zugegebenermaßen – in dieser Hinsicht auch schon negative Erfahrungen gemacht habe. Aber als echten Brockmann-Fan schreckt mich das nicht wirklich. :-) Man sollte aber definitiv im Hinterkopf haben, dass wir es hier wieder mal mit einem Uralt-Schmöker der Autorin zu tun haben und man dieses hohe Alter durchaus auch ziemlich deutlich heraus lesen kann.

Mit „Riskante Versuchung“ hat der Verlag nämlich ein Original aus den Neunzigern veröffentlicht und dieses hier hat mich auch so herrlich an die Vorgänger „Nicht ohne Risiko“ oder „Mit jedem Herzschlag“ erinnert, die ebenfalls aus dieser „Ära“ stammen und man das definitiv vergleichen kann.

Irgendwie haben wir hier ein Mittelding aus „weichgespültem“ Crime Plot und properer Love Story, was aber keinesfalls negativ klingen soll, sondern eben auch so einen spröden Charme versprüht, den vor allem diese älteren Schmöker so häufig mit sich bringen. Meist haben wir es dann aber auch mit etwas bieder und zahm agierenden Charakteren zu tun, die man auf diese Weise in der heutigen Zeit in hippen und modernen Lady Thrillern wohl nicht mehr findet. Nichtsdestotrotz gefallen mir die beiden Hauptprotagonisten Jess und Rob irgendwie ganz gut, ob ihre sicherlich nicht ganz runde Love Story, oder eben auch ihre Solo-Auftritte, ihren Job erledigen die beiden hier ganz routiniert. Natürlich fehlt auch in diesen Aktionen schon so ein bisschen diese moderne Realität und man spürt einfach, dass das Geschehen nicht wirklich am Puls der Zeit ist, aber wenn man sich als Leserin auf das Altmodische und Überholte einlässt, wird man durchaus gut unterhalten.

Zugegebenermaßen habe ich letztendlich ein kleines bisschen überlegen müssen, ob der Schmöker mir nun drei oder gar vier Punkte wert ist, aber die Vier sind es dann doch allemal, denn alle Faktoren berücksichtigt, passt das hier schon mit dem Lesevergnügen. ;-)

~Fazit~

Ein passabler und eingängiger Schmöker, der durchaus nett unterhält, dem man aber sein betagtes Alter durchaus anmerkt und dem die ganz große Spannung fehlt. Leserinnen, die sich auf diese Gegebenheiten einlassen, und auch den eingefleischten Brockmann-Fans könnte „Riskante Versuchung“ sehr wohl einen Versuch wert sein. Von mir gibt’s wohlverdiente 4 von 5 Punkten für diesen „Oldie“. (AK)

  (41)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(9)

24 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

der gute stern von friday harbou, lisa kleypas, liebe, stammlk, brüder

Der gute Stern von Friday Harbor

Lisa Kleypas , Anita Sprungk
Flexibler Einband
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 01.12.2013
ISBN 9783862788422
Genre: Romane

Rezension:

~Inhalt~

Zoe Hoffman hat es geschafft: Nach einer gescheiterten Ehe hat sie sich privat und beruflich neu aufgestellt. Mit ihrer Cousine Justine betreibt sie äußerst erfolgreich eine kleine Pension, bei der sie als Küchenchefin die Gäste mit kulinarischen Köstlichkeiten versorgt. All diese private Zufriedenheit gerät gefährlich ins Wanken, als sie die Hilfe des Bauunternehmers Alex Nolan benötigt, der nicht nur die Renovierungsarbeiten in ihrem Haus übernimmt, sondern auch gleich mal ihre Nerven strapaziert und auch sonst so einiges bei ihr zum Klingen bringt …

~Einschätzung~

Das dritte Gastspiel in Friday Harbor und damit auch der dritte Nolan-Bruder am Zuge. Nach Mark und Sam darf nun das „Enfant terrible“ der Familie ran und der gute Alex macht hier seinem schlechten Ruf mal alle Ehre. :-) Der Kerl polterte ja schon in den beiden Vorgängern munter durch das Geschehen und auch hier dreht er mächtig auf. Schnodderig, rüpelhaft und gerne mal einen über den Durst drinkend, läuft er in dieser Beziehung wirklich zur Hochform auf. Da hat Lisa Kleypas wirklich einen „Romanhelden“ geschaffen, der auf den ersten Blick wenig bis gar nichts mit einem Helden im wahrsten Sinne des Wortes zu tun. Und trotz so vieler negativer Eigenschaften und seiner manchmal unsäglichen Art finde ich persönlich die Auftritte dieses Kerls einfach nur klasse :-)

An seiner Seite haben wir mit Zoe ebenfalls eine ganz tolle und patente Person, die man auch einfach nur mögen muss. Ob als fürsorgliche Enkeltochter, als verlässliche Cousine oder eben als Herzensdame des widerspenstigen Alex, in all ihren Rollen agiert die gute Zoe einfach fantastisch. Und gerade an Alex’ Seite gibt sie noch mal extra Gas und legt da oftmals die Geduld einer Heiligen an den Tag. Gemeinsam geben die beiden ein echtes Traumpaar ab, bei dem zwar während des Geschehens selten eitel Sonnenschein herrscht, die beiden aber trotzdem wunderbar miteinander harmonieren. Lisa Kleypas lädt vor allem unserem männlichen Hauptprotagonisten einiges an emotionalem Ballast auf die Schultern und auch vor Alkoholabhängigkeit macht sie nicht halt, was unserem männlichen Hauptdarsteller einiges an Problemen bereitet.

Übrigens bleibt Lisa Kleypas auch hier wieder ihrer Linie treu und versorgt uns Leserinnen mit einem Hauch von Übersinnlichem. Da hat sie ja ebenfalls in den Vorgängerbänden ein bisschen was einfließen lassen. Dabei wird es auch noch richtig amüsant, denn für die Rubrik „Übersinnliches“ zeigt sich hier Geist Tom zuständig, der unerschrocken als Alex „Schatten“ durchs Geschehen marschiert, sich die beiden dabei verbale Duelle liefern, die herrlich köstlich und humorig daherkommen, denn der gute Tom hält mit seiner Meinung grundsätzlich nicht hinter dem Berg. :-)

Die Protagonisten aus den Vorgängerbänden kommen hier übrigens eher spärlich zu Wort, was dem Lesevergnügen aber überhaupt keinen Abbruch tut und man diesen Teil durchaus auch solo lesen kann, ohne die beiden Vorgängerromane zu kennen. Aber einen kleinen Ausblick auf potenzielle Hauptprotagonisten gewährt uns die Autorin da schon, denn mit Zoes’ Cousine Justine hat hier die nächste im Bunde schon einige kurze Auftritte.

~Fazit~

Ein absolut gelungener dritter Teil der „Friday Harbor“ Serie, der mit zwei gut aufgelegten Hauptprotagonisten zu überzeugen weiß und sich als wahres Lesevergnügen entpuppt! Von mir gibt’s die volle Punktzahl für das „Schwarze Schaf“ der Familie Nolan samt seiner besseren Hälfte. (AK)

  (41)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(1)

6 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

D.C. Affairs - Fatales Geheimnis

Marie Force
E-Buch Text
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 10.12.2013
ISBN 9783862788538
Genre: Romane

Rezension:

~Inhalt~

Detective Sergeant Samantha Holland hat einen höchst brisanten Fall aufzuklären: Der brutale Mord an Senator John O’Connor: Eine äußerst heikle Aufgabe, denn nicht nur der prominente Mordfall könnte sich zum Stolperstein ihrer beruflichen Karriere erweisen, sondern auch O’Connors Stabschef und bester Freund Nick Cappuano soll bei der Aufklärung des Mordes helfen. Schwierig nur, dass Sam und Nick eine gemeinsame und nicht besonders erfreuliche Vergangenheit in Form eines One-Night-Stands vor sechs Jahren hatten und seitdem eisige Funkstille zwischen beiden herrschte …

~Einschätzung~

Marie Force? Diesen Namen sollten sich Liebhaberinnen des Romantic Suspense wirklich unbedingt merken. Die Frau ist für meinen Geschmack eine echte Bereicherung für dieses Genre und stellt sich mit „Fatales Geheimnis“ der deutschen Leserschaft mit einem echten Knaller vor. Und das Beste daran: Es ist auch noch der Beginn einer Serie. :-) Und die tönt ja mal wirklich ziemlich vielversprechend.

Mit Sam und Nick präsentiert uns die Autorin ein echt tolles Paar, was wahnsinnig viel Potenzial aufweist und wir Leserinnen hier schon mal einen echten Vorgeschmack von dem bekommen, was uns in den weiteren Bänden noch so alles erwartet. Bei dieser Konstellation gibt’s bei bestimmt nicht wenigen Leserinnen sicherlich ein Déjà-vu und werden schnell merken: Diese beiden brauchen sich wahrlich nicht hinter einer gewissen Eve und ihrem Rourke zu verstecken. ;-) Die Interaktionen der beiden – ob beim romantischen tête-à-tête oder beruflicher Natur – bei unserem Duo stimmt einfach die Chemie und zieht uns Leserinnen so richtig in ihren Bann. Zugegebenermaßen hab ich mich aber doch in einigen Szenen um den guten Nick ein bisschen gesorgt, denn sein weibliches Pendant zeigt da doch ein paar herrische und dominante Züge, die unserem männlichen Hauptprotagonist wirklich alle Mühen abverlangen, um dagegen zu halten. Der Kerl kriegt aber immer gerade so die Kurve, und diese „Machtkämpfe“ der beiden sind auch das gewisse Salz in der Suppe und bieten aufregende Unterhaltung.

Auch bei den Nebenprotagonisten hat Marie Force richtig gute Leute an den Start geschickt, wobei sich Sams’ Partner Freddie als mein absoluter Favorit entpuppt hat. Der Kerl hat ja wirklich einige interessante Überraschungen parat und da bin ich mal echt gespannt, wie die Autorin seinen Charakter in künftigen Bänden weiterspinnt.

Zudem gibt’s neben dieser tollen Love Story auch noch einen wirklich spannenden Crime-Plot, den die Autorin absolut auf Augenhöhe abhandelt und dabei die Mördersuche durchaus anregend und spannend in Szene setzt. Da hält sie uns einige offensichtliche Verdächtige vor die Nase, um uns dann mal so richtig schön zu überraschen, aber anders wollen wir es ja eigentlich auch gar nicht haben. ;-)

Auch das Setting mit dem politischen „Haifischbecken“ Washington ist für meinen Geschmack ein echter Volltreffer, denn wenn nicht in der Politik, wo sonst tummeln sich machthungrige und einflussreiche Typen rum, die gerne mal Sex & Crime zu ihrem Vorteil nutzen?

Vielleicht ist es mir einfach bisher nur nicht früher aufgefallen oder Mira hat jetzt zu Jahresbeginn mit Romantic Crime ein krachneues Genre aufgemacht und es für meinen Geschmack mit dieser Deklaration absolut perfekt auf den Punkt gebracht. Beide Daumen hoch dafür :-)

~Fazit~

Ein wirklich tolles Debut von Marie Force und ihrer „Fatal“-Serie, die mit zwei sehr präsenten und echten Hauptprotagonisten zu überzeugen weiß und absolut Lust auf mehr macht. Von mir gibt’s die volle Punktzahl für diesen gelungen Mix aus Love & Crime und eine Menge Vorfreude auf Juli 2014 wenn es dann endlich in die zweite Runde mit Sam und Nick geht. (AK)

  (14)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(1)

7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Ein unwiderstehliches Angebot

Emma Wildes , Juliane Korelski
Flexibler Einband: 340 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 18.11.2013
ISBN 9783442379743
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

~Inhalt~

Miss Vivian Lacrosse, Blaustrumpf und Botanikerin mit Leib und Seele, hat so ihre Probleme, wenn es darum geht, einen passenden Ehemann zu finden. Ihr Verlobter Charles mit einer anderen auf und davon, steht sie auch nach ihrer vierten Saison ohne Aussicht auf den gebotenen Göttergatten da. Das ändert sich dann schlagartig als ausgerechnet Charles’ älterer Bruder Lucien, seines Zeichens der Marquess of Stockton, bereit ist für Charles in die Presche zu springen, um Vivian zum Traualtar zu führen. Dabei handelt der gute Marquess aber nicht nur aus reinem Pflichtgefühl, sondern hat da so seine ganz eigenen Motive …

~Einschätzung~

Mit „Ein unwiderstehliches Angebot“ gibt’s nun den dritten Teil der „wartenden Damen“ an die Hand und nach Cecily Francis und Lillian Bourne darf nun Lillians’ Freundin Vivian Lacrosse ran. Besagte Dame hatte ja schon im Vorgänger „Eine skandalöse Lady“ einige kurze Auftritte und von ihr habe ich mir doch einiges versprochen mit ihrem ausgiebigen Faible für Flora und Fauna. Aber nicht nur von der guten Vivian habe ich mir so manches erhofft, sondern auch von Emma Wildes selbst. Insgesamt war ich jetzt wirklich gespannt auf diesen Teil der Serie und habe mir hier nochmal ein echtes Highlight von der Autorin gewünscht. Die beiden Vorgänger hat Emma Wildes zwar nicht schlecht in Szene gesetzt, aber der allerletzte Burner war für meinen Geschmack nun nicht dabei. Waren mir persönlich einen Tick zu routiniert und fast schon zu brav von ihr erzählt. Und dass die gute Frau ja auch ganz anders kann, hat sie ja schon mit ihren älteren Schmökern bewiesen, wobei mein persönlicher Favorit nach wie vor „Eine unzüchtige Lady“ ist und ich damit auch zum überzeugten Emma Wildes-Fan geworden bin. Mir gefällt einfach ihre Schreibe, die in der Regel mit viel Wortwitz für echten Lesespaß sorgt.

Das Ganze beginnt hier auch ganz verheißungsvoll. Mit Vivian stellt uns die Autorin einen ziemlich reizvollen Charakter mit exzentrischen Interessen vor, der richtig Lust auf mehr macht. Irgendwie ist dieses Potenzial während des Geschehens aber ein bisschen auf der Strecke geblieben und die strahlende Lebhaftigkeit unserer Botanikerin vom Beginn hat sich etwa Mitte des Buches etwas verloren. Sympathisch und nett agiert sie hier ja schon, aber eben auch nicht mehr. Bei unserem männlichen Hauptprotagonisten verhält es sich ähnlich und die beiden oben genannten Charaktereigenschaften treffen ebenfalls voll und ganz zu. Nimmt man das zusammen, haben wir summa summarum eben auch eine Love Story, die genau so sympathisch und nett daher kommt. Schön, aber ohne die ganz großen Highlights. Erschwerend kommt dann auch noch hinzu, dass unser männlicher Hauptprotagonist auch noch mal kurz verschwindet, sodass das knisternde Miteinander doch etwas zu kurz kommt.

Und wie üblich bei Emma Wildes, gibt’s auch eine zweite Love Story, die aber eher eine untergeordnete Rolle spielt – oder da wohl sagen soll – spielen sollte, denn oftmals gefällt mir dieses Pärchen samt ihrem Techtelmechtel nochmals einen Tick besser. Hier aber ist es eher umgekehrt: Diese zweite Liebesgeschichte um den jüngeren Bruder Charles samt seiner Braut Louisa konnte mich nicht so sehr fesseln, da kam sie mir einfach zu dominant daher, vor allem in Bezug auf die Liebesszenen. Da verbringen mir die beiden Turteltauben einfach zu viel Zeit zwischen den Bettlaken, und bitteschön wo bleibt da die Gerechtigkeit? Da langt die Autorin doch einen Hauch zu gründlich und umfassend zu und in dieser Beziehung kommen unsere beiden Hauptprotagonisten fast schon ein bisschen zu kurz :)

Es kommen auch einige Protagonisten aus den Vorgängern zu Wort, nicht zuletzt Vivans’ Freundin Lillian samt ihrem Göttergatten Damien, der übrigens an dem Verschwinden von Vivians Verlobten nicht ganz unschuldig ist.

~Fazit~

Aller guten Dinge sind ja bekanntlich drei, doch so ganz hat dieses Sprichwort beim dritten Teil der „Ladies in Waiting“ nicht hingehauen. Vivian und Lucien machen einen soliden, aber nicht überragenden Job. Dafür gibt’s von mir zwar eher wacklige, aber redlich verdiente 4 Punkte! (AK)

  (13)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(14)

33 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

fantasy, hexen, magie, rezension, mittelalter

Tore der Zeit

Lea Nicolai
Flexibler Einband: 500 Seiten
Erschienen bei Heyne, W, 11.11.2013
ISBN 9783453314320
Genre: Fantasy

Rezension:

~Inhalt~

Ravenna, 24 Jahre alt und eine Hexe, nimmt an einer Quiz-Show teil, weil sie gerade pleite ist und dringend Geld braucht, um ihre Schwester zu suchen, die im Mittelalter verschwunden ist. Ravenna ist eine Tormeisterin, das bedeutet, dass sie die Magie der Tore, die in eine andere Zeit führen, beherrscht. Aus dem Mittelalter kommt auch ihr Freund Lucian, der in ihrer Welt, dem jetzigen Jahrhundert, auf viel Unbekanntes stößt. Lucian steht ihr jedoch bei dem Quiz zur Seite und muss miterleben, wie der Schwarzmagier Beliar sich als Showmaster entpuppt und Ravenna zusammen mit Lucian auf eine Hetzjagd ins Mittelalter schickt…

~Einschätzung~

Die im Schwarzwald lebende Autorin Lea Nicolai ist schon seit langem von dem Thema Hexen fasziniert. Sie hat bereits den Roman „Die Hexen“ veröffentlicht und widmet sich mit „Tore der Zeit“ erneut dem magischen Thema, wobei sie weiße wie schwarze Zauberei in eine spannende Story packt, die actionreich und voller interessanter Charaktere daherkommt.

Die Geschichte dreht sich um die junge Hexe Ravenna, die in einer Welt lebt, wo die Menschen daran gewohnt sind, dass einige unter ihnen magische Kräfte besitzen und andere nicht. Ravenna kann Tore öffnen, durch die man in eine andere, längst vergangene Zeit gelangen kann. Doch mit den Toren stimmt etwas nicht. Sie scheinen verflucht und jeder, der sich ihnen nähert, gerät in Gefahr. Zu allem Überfluss steckt Ravenna mit ihrem Ritter Lucian in der Jetzt-Zeit fest, während sich ihre Schwester irgendwo im Mittelalter befindet. Ravenna weiß, dass sie handeln muss und ahnt noch nicht, dass sie bald in eine abenteuerliche Reise in vergangene Jahre gerät, die ihren Stolz, aber auch ihre Liebe zu Lucian auf eine harte Probe stellen wird…

Mir war nicht bewusst, dass das Buch einen Vorgänger hat („Die Hexen“) und ich habe „Tore der Zeit“ gelesen, als wäre es ein Einzelband, was auch sehr gut funktioniert hat, da die Autorin sehr viel erklärt und beschreibt und ich nie das Gefühl hatte, etwas wichtiges verpasst zu haben. Nach dem Lesen von „Tore der Zeit“ bin ich aber auf jeden Fall neugierig auf „Die Hexen“ geworden und möchte die Autorin mal im Auge behalten, denn „Tore der Zeit“ hat mir sehr gut gefallen, weil es temporeich, sehr spannend und faszinierend war.

Die Hauptfiguren Ravenna und Lucian haben mir unglaublich gut gefallen. Ravenna ist eine sehr starke, mutige Persönlichkeit und Lucian ein interessanter, attraktiver Typ, genau der richtige Ritter für die Hexe an seiner Seite. Dann gab es noch die wunderbare böse Seite, darunter der „Teufel“ Beliar, der gnadenlose Vater von Lucian und die Gegenspieler von Ravenna im Quiz, die nichts unversucht lassen, um die Gewinne für sich einzustreichen.

„Tore der Zeit“ ist ganz viel. Ein Wettbewerb zwischen den Zeiten. Eine Liebesgeschichte. Eine Fantasy-Story voller Magie. Dicht gepackte Spannung, bei der das Leserherz höher schlägt. Also meines hat das auf jeden Fall. Begeistern konnte mich zudem die glasklare Erzählweise der Autorin, die sehr schön eingefangen hat, wie alles in der Jetzt-Zeit, aber auch im Mittelalter, so aussieht, sodass ich mich von dem fantasievollen Kopfkino-Buch mitreißen lassen konnte. Großartig und absolut magisch!

~Fazit~

Der Fantasy-Roman „Tore der Zeit“ von Lea Nicolai bringt die Magie zum Schwingen: abenteuerlich, fesselnd, voller Liebe und bösen Seelen kommt die Geschichte daher – ich bin begeistert! Von mir gibt es 5 von 5 Punkten und ein Amazing. (DL)

  (15)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(59)

91 Bibliotheken, 1 Leser, 4 Gruppen, 20 Rezensionen

flucht, kaukasus, frankreich, krieg, flüchtlinge

Die Zeit der Wunder

Anne-Laure Bondoux , Maja von Vogel , Maja von Vogel
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 22.02.2011
ISBN 9783551582416
Genre: Jugendbuch

Rezension:

~Inhalt~

Koumaïl, sieben Jahre alt, ist eigentlich ein Franzose, behauptet seine Ziehmutter. Sie hat ihn damals als Baby aus einem brennenden Zug gerettet und sie leben nun als Flüchtlinge im Kaukasus. Es ist eine schwierige Zeit. Koumaïl wird älter, reifer und setzt sich mit den Themen Krieg, dem Tod und den Fantasien einer schönen Welt auseinander. Aber was auch passiert, er gibt nicht auf. Gibt es für ihn nicht vielleicht auch das ein oder andere kleine Wunder?

~Einschätzung~

Die französische Autorin Anne-Laure Bondoux hat bereits mehrere Romane geschrieben, die vielfach ausgezeichnet und in zwanzig Sprachen übersetzt wurden. „Die Zeit der Wunder“ ist ein ruhiger, nachdenklich stimmender Roman aus der Feder dieser Autorin, die sich einiger schwieriger Themen annimmt und diese aus der Sicht eines jungen Protagonisten schildert.

„Als Gloria von der Arbeit kommt, das Gesicht voller Staub, so dass sie wie eine Verwandte von Abdelmalik aussieht, frage ich sie, ob man während des Krieges glücklich sein darf. Sie schaut mich ernst an und wischt sich den Schmutz von den Wangen, bevor sie antwortet: „Glücklich sein wird zu jeder Zeit empfohlen, Monsieur Blaise.“ (Seite 60)

Koumaïl ist eigentlich ein Franzose. Das erzählt ihm zumindest Gloria, die Frau, die ihn rettete, als er ein Baby war und ihn an sich nahm, um ihn großzuziehen. Dabei kann er noch nicht mal Französisch. Er erlebt Tag für Tag, was es bedeutet, Opfer eines Kriegs zu sein, immer am Rande der Armut zu stehen und Menschen kennenzulernen, denen es manchmal sogar noch schlechter geht als ihm. Doch Koumaïl ist stark und lebensfroh. So glaubt er, die große Welt irgendwann auch aus einem guten Winkel sehen zu können. Allerdings kommen mit den Jahren Probleme auf ihn zu, die nicht zuletzt sein wahres Ich in Frage stellen…

Die kleine Geschichte um den jungen Koumaïl ist eine schöne, ruhige, langsame Erzählung, die den Leser mit den Augen eines Flüchtlings, der das arme Leben trotzt, unterhält. Es geht um den Krieg, um die Liebe, um ein großes Geheimnis. Und immer darum, dass man Wunder erleben kann, wenn man sie nur zulässt.

„Die Zeit der Wunder“ ist wirklich gelungen erzählt und bringt mit dem Ich-Erzähler, der in kurzen, eindringlichen Sätzen von seinen Erlebnissen berichtet und ein wundervoll sympathischer Charakter ist, die Geschichte zum schwingen. Man nimmt Anteil an seinem Leben, seinen Sehnsüchten – seinen Wundern. Ein kurzweiliges, ehrliches und faszinierendes Buch, das ich weiterempfehlen kann.

~Fazit~

Ein kleiner, eindrucksvoller Jugendroman, der zu Herzen geht und von den kleinen Wundern des Lebens erzählt. Von mir gibt es 5 von 5 Punkten. (DL)

  (14)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(6)

10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

liebe

Zwei sündige Herzen

Tessa Dare , Beate Darius
Flexibler Einband: 460 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 16.12.2013
ISBN 9783442380930
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

~Inhalt~

Nach etlichen Jahren Krieg und dabei ständig dem Tod ins Auge blickend, sehnt sich Rhys St. Maur nach Ruhe und Frieden. Deshalb kehrt er nach Kriegsende zurück in seine Heimat nach Devonshire, um dort sein Erbe als neuer Lord Ashworth anzutreten und um sein altes Zuhause wieder neu aufzubauen. Dort angekommen, wird er aber alles andere als freundlich von den Dorfbewohnern empfangen. Auch die Besitzerin des ortsansässigen Gasthofes, die schöne junge Witwe Meredith Maddox, sieht seine Ankunft mit eher gemischten Gefühlen. Als junges Mädchen unsterblich in ihn verliebt, hegt sie zwar nun immer noch starke Gefühle für Rhys, fürchtet aber den Aufenthalt des neuen Lords ebenso wie die anderen Dorfbewohner …

~Einschätzung~

Mit „Zwei sündige Herzen“ präsentiert uns Tessa Dare hier den zweiten Teil ihrer „The Stud Club“ Serie. Eingeführt in diese Trilogie wurden wir ja bereits mit „Ein verführerischer Tanz“, wo ein gewisser Spencer Dumarque an der Seite von Amelia d’Orsay ganz solide vorgelegt hat und ich persönlich mir von Teil zwei durchaus eine kleine Steigerung erhofft habe. Potenzial hat das zweite Mitglied dieses exklusiven Klubs in Gestalt von Rhys St. Maur ja eigentlich schon bewiesen, denn seine kurzen Auftritte im Vorgänger fand ich doch ziemlich vielversprechend.

Mit dem guten Rhys und seiner Merry schickt die Autorin ein Pärchen an den Start, das gerade zu Beginn der Story sehr gestanden und echt daherkommt und richtig Möglichkeiten aufwiesen, denn beide entsprechen auf den ersten Blick nicht unbedingt dem typischen Klischee eines historischen Liebesromans. Er, der nun wahrlich nicht als der typische Vorzeige-Aristokrat daherkommt, zwar mit einem Adelstitel versehen, aber dem dabei die passenden Attribute doch ein bisschen fehlen – aber gerade das macht unseren männlichen Hauptprotagonisten auch so interessant, denn die Autorin zeichnet einen leidgeprüften und gequälten Charakter, der in seinem bisherigen Leben nie Liebe und Zuneigung erfahren hat. Zugegebenermaßen hat Tessa Dare da wirklich hingelangt mit der Kindheit unseres Romanhelden, die von physischer Grausamkeit geprägt war und sich diese Gewalttätigkeit bis dato fest in seinem Leben verankert war. Da kommt man als Leserin gar nicht dran vorbei, dem armen Rhys nun an der Seite seiner Merry endlich sein Glück zu wünschen.

Und auch die die „lustige“ Witwe entspricht jetzt nicht unbedingt einer klassischen Romanfigur eines Historicals, denn als arbeitende Witwe, nicht von vornehmer Herkunft und einigen anderen „unlauteren“ Eigenschaften und Taten läuft sie da auch nicht unbedingt in der Spur. :-) Sie gibt sich hier doch recht schnörkellos und nüchtern in ihren Aktionen und legt eine Menge Selbstbewusstsein an den Tag.

Ich persönlich habe mich mit Merry manchmal doch etwas schwer getan, denn in einigen Situationen hat sie für meinen Geschmack einfach zu unentschlossen gehandelt. Oftmals hieß es bei ihr: Ein Schritt vor und wieder zwei zurück. Hab ich persönlich als ein bisschen störend empfunden. Zugegebenermaßen ist bei mir während des Lesens der Funke nicht so wirklich übergesprungen, kann dabei aber noch nicht mal genau festmachen, woran es eigentlich gelegen hat, aber „Klick“ hat es bei diesem Schmöker eben nicht gemacht. Um es mal so auszudrücken: Über der ganzen Story hat mir vielleicht ein Tick zu viel Melancholie und Trübsinn gelegen und mir ein Hauch Behaglichkeit gefehlt. Da ich aber ein waschechter Dare-Fan bin, setze ich da mal alles auf das Finale des „Stud Clubs“, wo dann vielleicht Julian Bellamy die Kohlen für mich aus dem Feuer holen kann ;)

~Fazit~

Ein solider und eingängiger Historical, der von der Autorin routiniert in Szene gesetzt wird und durchaus gute Leseunterhaltung bietet. Rhys und Merry versuchen hier ihr Bestes, können mich persönlich aber mit ihrer Love Story nicht so richtig überzeugen. Von mir gibt’s redliche 3 von 5 Punkten für Teil zwei der „The Stud Club“ Reihe und jede Menge Optimismus für den August 2014 wenn dann mit „Drei sinnliche Nächte“ das Finale Furioso der Trilogie ansteht. (AK)

  (12)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(102)

196 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 45 Rezensionen

liebe, zeitreise, jugendbuch, tamara ireland stone, zeitreisen

Zwischen uns die Zeit

Tamara Ireland Stone , Katarina Ganslandt
Fester Einband: 350 Seiten
Erschienen bei cbj, 25.11.2013
ISBN 9783570154700
Genre: Jugendbuch

Rezension:

~Inhalt~

Die sechzehnjährige Anna führt bislang ein ganz normales Leben, mit all den Höhen und Tiefen, die ein Teenager normalerweise so mitmachen. Das alles ändert sich schlagartig, als Bennett Cooper in ihr Leben tritt. Neu an ihrer Schule und ziemlich geheimnisvoll, fühlt sie sich seltsamerweise vom ersten Moment an wohl und sicher in seiner Nähe. Ganz zu schweigen von Schmetterlingen im Bauch. Doch Bennett sendet ihr recht unterschiedliche Signale und Anna hat alle Hände voll zu tun, dieses so rätselhafte Verhalten Bennetts’ zu entschlüsseln. Als dann endlich die Wahrheit ans Licht kommt und es eine Erklärung für sein seltsames Benehmen gibt, ändert sich Annas Leben schlagartig und nichts ist mehr so, wie es einmal war …

~Einschätzung~

Mit „Zwischen uns die Zeit“ präsentiert uns Tamara Ireland Stone einen Schmöker, der schon reichlich neugierig macht, bevor man überhaupt die erste Seite aufschlägt, da der Klappentext zunächst inhaltlich gar nicht allzu viel verrät. Da kann man aber immer so schön spekulieren und rum raten, was dem Heldenpaar alles widerfährt und an Steinen in den Weg gelegt wird, bis dann endlich das Happy End eingeläutet werden kann. :-)

Mit Anna gibt uns die Autorin eine Hauptprotagonistin an die Hand, die unkomplizierter und pflegeleichter gar nicht sein könnte. Sie gibt sich von Beginn an ziemlich ungekünstelt und bodenständig – viele gleichaltrigen Leserinnen werden sich sehr gut in ihr wiederfinden und vor allem sich mit ihr identifizieren können. Na ja…, vielleicht nicht zu einhundertprozent, denn – Hand aufs Herz – welcher Teenie hat schon ein solch blitzsauberes Verhältnis zu seinen Eltern wie die gute Anna? Kaum Meinungsverschiedenheiten und schon gar keine Streitereien oder Zerwürfnisse; die drei agieren sehr harmonisch und liegen meist ganz gut auf einer Wellenlänge.

Haben wir hier mit Anna die eher normale und pflegeleichte Hauptdarstellerin, sieht’s mit dem guten Bennett ganz anders aus, denn er steht mit seinen ungewöhnlichen Fähigkeiten einen Tick präsenter im Fokus als Anna und weckt gleich das Interesse bei uns Leserinnen, wie weit seine Fertigkeiten denn reichen und was er genau auf der Pfanne hat. Richtig interessant macht es die Autorin auch noch, indem sie uns erst in dieser Beziehung etwa Mitte des Geschehens umfassend aufklärt. Vorher gibt’s eher mal kleine Häppchen von der Autorin serviert.

Die Autorin erzählt die Love Story zwischen Anna und Bennett ziemlich niedlich und puppig, doch irgendwie hat mir in der ein oder anderen Szene das Knistern und Prickeln zwischen den beiden gefehlt. Da hätte ich persönlich gerne noch einen Hauch Romantik mehr gehabt, oder auch ein kleines bisschen „Fummeln“, doch da verzichtet die Autorin gänzlich darauf. Aber nun gut, wir haben hier ein waschechtes Jugendbuch und eben nicht Young Adult. Müssen wir Leserinnen halt mal unsere Fantasie spielen lassen. ;-)

Besonders gut gefallen hat mir aber, wie die Autorin diese Zeitreise-Story erzählt: fantasievoll und ideenreich und das Ganze auch noch mit einem wunderbaren Spannungsbogen versehen. In dieser Beziehung hat die Autorin wirklich voll und ganz meinen Geschmack getroffen.

Noch ein Wort zu den Nebenprotagonisten, bei denen vor allem die gute Emma heraussticht. Das Mädel tut sich hier durch ihre vorlaute und kecke Art in einigen Szenen hervor, die doch hin und wieder recht anstrengend wirkt und nicht immer gut kommt. Da legt Anna oftmals die Geduld einer Heiligen an den Tag, um ihre Freundin einigermaßen in Schach zu halten. :-) Macht sie aber wirklich ziemlich gut.

Zum Schluss noch was zu Stones’ Schreibstil: Den hat sie nämlich perfekt zugeschnitten auf ihre junge Leserschaft. Kurze, prägnante Sätze und Formulierungen, die für ein Jugendbuch richtig gut kommen und das Gesamtbild harmonisch abrunden.

Interessant wird es übrigens im direkten Nachfolgeband „Time after Time“, in dem wir die gleiche Geschichte dann aus Bennetts Perspektive erleben und bin wirklich ziemlich gespannt, wie unser Zeitreisender das Geschehen empfindet und seine Gefühle und Emotionen gegenüber Anna uns dann näher bringt.

~Fazit~

Eine süße Love Story mit zwei Teenies, bei dem besonders die Fähigkeiten Bennetts’ für ein echtes Lese-Highlight sorgen! Von mir gibt’s gute 4 von 5 Punkten für unseren Zeitreisenden samt seiner bodenständigen Anna. (AK)

  (14)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(292)

663 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 95 Rezensionen

dystopie, liebe, jugendbuch, katherine applegate, gentechnik

Eve & Adam

Katherine Applegate , Michael Grant , Wolfram Ströle
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 01.12.2013
ISBN 9783473401048
Genre: Jugendbuch

Rezension:

~Inhalt~

Evening, siebzehn Jahre alt, ist die Tochter einer erfolgreichen und reichen Wissenschaftlerin. Eines Tages verliert Eve bei einem Unfall ihr Bein, allerdings ist sie erstaunlich schnell wieder gesund und ihr Bein wie neu. Noch ahnt sie nicht, dass alles mit ihrer Mutter und einer spektakulären wissenschaftlichen, aber illegalen Entdeckung zutun hat. Als Eve dann auch noch am Computer ihren Traummann kreieren darf, der plötzlich leibhaftig vor ihr steht, gerät alles außer Kontrolle. Denn „Adam“ dürfte es eigentlich gar nicht geben…

~Einschätzung~

„Eve & Adam“ ist das erste gemeinsame Buch von dem Autoren-Paar Michael Grant und Katherine Applegate. Während Katherine Applegate einige eher weniger bekannte Schmöker veröffentlich hat, ist Michael Grant Jugendbuch-Lesern bestimmt durch seine „Gone“-Reihe und der Trilogie „BZRK“ ein Begriff. Auch mit dem Buch „Eve & Adam“ beweist Grant wieder einmal mehr, dass er ein opulentes Gefühl für Spannung hat und keine Scheu vor skurrilen Geschichten, die alles andere als langweilig sind. Und weil er seine Frau mit ins Boot geholt hat, gibt’s dieses Mal die Extra-Portion „Eva“ dazu, die sehr erfrischend wirkt.

Evening hat ein sehr distanziertes Verhältnis zu ihrer Mutter, die ihr einfach mal so verheimlicht hat, das sie für Solo, einen Rebell in Eves Alter, die Verantwortung übernommen hat, nachdem seine Eltern starben. Eve ahnt ja nicht, dass ihre Mutter auf wissenschaftlich verbotenen Gebieten agiert. Solo, der Eves Mutter nicht ausstehen kann, will die Wahrheit ans Licht bringen. Eve selbst weiß noch nicht ganz, wen oder was sie will. Und Adam, der Mann ihrer Träume, den sie selbst erschaffen hat, will Eve. Das Chaos ist perfekt. Perfekt wie Adam. Und mindestens genauso aufregend…

Stell dir vor, du könntest den perfekten Menschen erschaffen. Eine Eva oder einen Adam –vollkommen und ganz nach deinen Vorstellungen. Nicht nur im Aussehen, sondern auch im Charakter und allem, was dazu gehört. Was würdest du tun? Und was, wenn diese Person dann wahrhaftig vor dir stehen würde?

Protagonistin Eve, die mit ihrem quirligen Wesen und leicht naivem Gefühlsgedudel, das aber irgendwie sympathisch ist, die Geschichte beherrscht, sieht sich mit solchen Problemen konfrontiert. Wie perfekt ist eigentlich perfekt?

Auch aus Solos und Adams Sicht wird erzählt, was das Buch zu einem abwechslungs- wie temporeichen Abenteuer macht. Neben Mr. Perfect Adam, der durch seine unnatürliches Perfekt-Sein für witziges Chaos sorgt, fand ich auch Solo sehr gelungen, der wohl keine Konkurrenz für Adam ist – oder doch?

Die Story hat das gewisse Grant-Extra: man kann ihre Verrücktheit lieben oder es lassen. Ich jedenfalls fand „Eve & Adam“ sehr kurzweilig, unterhaltsam und perfekt „unperfekt“. Mit dem flotten Schreibstil und den lebendigen Dialogen hat das Autoren-Duo mein Leser-Herz zudem erfolgreich vom Anfang bis zum Ende mitgerissen. Empfehlenswert!

~Fazit~

Wie perfekt sollte der Traumpartner sein? Das Autoren-Paar Michael Grant und Katherine Applegate hat sich in ihrem ersten gemeinsamen Buch „Eve & Adam“ auf skurrile Art darüber Gedanken gemacht – unterhaltsam, spannend und chaotisch. Ein Lesespaß, für den ich gerne 5 von 5 Punkten vergebe. (DL)

  (14)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(816)

1.599 Bibliotheken, 22 Leser, 4 Gruppen, 198 Rezensionen

märchen, cyborg, cinderella, cinder, dystopie

Die Luna-Chroniken - Wie Monde so silbern

Marissa Meyer , Astrid Becker
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 20.12.2013
ISBN 9783551582867
Genre: Jugendbuch

Rezension:

~Inhalt~

Cinder ist ein Cyborg, das heißt sie besteht zum Teil aus künstlichen Körperteilen. Außerdem arbeitet sie als Mechanikerin auf dem Markt, um das nötige Geld für ihre garstige Stiefmutter und deren Töchter zu verdienen. In dieser Welt, in der man als Cyborg ein Außenstehender ist und wo Technik und eine hartnäckige Pest das Leben beherrschen, ereignet es sich, dass Cinder dem Prinzen Kai begegnet. Doch sie darf nicht auf den Ball gehen, auf den er sie einlädt, will es auch eigentlich gar nicht. Aber dann kommt es doch ganz anders…

~Einschätzung~

Die Autorin Marissa Meyer liebt Märchen und Fantasy. Mit ihrem Debüt „Wie Monde so silbern“ startet sie eine einzigartige fantasiereiche Reihe, die Alt und Modern vermischt. Märchen trifft eine technische Zukunft – kann das gut gehen?

Cinder hat es nicht leicht. Ihre Stiefmutter kann sie nicht leiden und verdonnert sie zu so vielen Reparaturarbeiten, dass der Ball unerreichbar bleibt. Ein Kleid hat Cinder aber eh nicht. Zudem ist sie ja auch noch ein Cyborg und besitzt einen künstlichen Fuß und eine künstliche Hand, die sie zu verbergen versucht, wie auch ein außerordentlich technisches Geschick, das auch Prinz Kai bewundert, der plötzlich an ihrem Stand steht und sie bittet, seine Androidin zu reparieren. Der Prinz ist ein toller Typ, aber Cinder ahnt, dass sie niemals an ihn herankommen wird, vor allem nicht als Cyborg. Sie hat allerdings nicht damit gerechnet, dass sie bald eine ganz besondere Rolle spielen wird, die nicht nur sie selbst entsetzt…

Das besondere an „Wie Monde so silbern“ ist, dass es ein wenig wie das berühmte Märchen „Cinderella“ (Aschenputtel) ist und gleichzeitig absolut davon abweicht. In der Geschichte gibt es schöne Kleider, einen schicken Prinzen und einen Ball, ja, aber auch jede Menge Technikkram, Roboter, Schmieröl und so mache Wendung, die man in noch keinem Märchen gelesen hat, garantiert.

Die Story ist schräg, verrückt und bezaubernd, auf gute Art wirklich nicht normal und gerade deshalb wohl auch so gelungen. Ich selbst liebe Märchen und habe ja mit vielem gerechnet – aber „Wie Monde so silbern“ ist so unmärchenhaft, dass es Spaß macht, trotzdem die gewissen kleinen Parallelen, die die Autorin zum Cinderella-Vorbild versteckt hat, herauszufinden, auch wenn man mal hier und da ein bisschen Fantasie einbringen muss.

Protagonistin Cinder hat mir sehr gut gefallen. Nicht nur, weil sie ein taffes Mädel ist, das außergewöhnlich und selbstsicher ist. Nein, auch, weil sie wirklich mit ihrem Wesen eine große Lebendigkeit in ihr eigenes kleines Märchen gebracht hat, Fehler machen durfte und super sympathisch war. Den Prinzen mochte ich auch. Schön unnahbar und trotzdem irgendwie durchschaubar (er mag Cinder, der Leser weiß das natürlich – aber selbstverständlich wird es den beiden nicht so einfach gemacht). Die „böse“ Seite, die hier zum Zuge kommt, war gelungen und treffend, unerwartet und aufregend. Insgesamt bietet die Geschichte einen tollen Mix aus unterschiedlichen Charakteren – von Mensch bis Roboter.

Die Geschichte ist kein Märchen und versucht auch keins zu sein – es ist eher eine spannende Version einer Cinder(ella), die ihrem Schicksal trotzt. Nicht aus der Asche erwacht, sondern eher aus Motoröl. Tauben, die vom „Blut im Schuh“ zwitschern, gibt’s auch keine – dafür aber eine schöne Science Fiction-angehauchte Story der Extra-Klasse für jeden, der sich auf derart Spezielles einzulassen wagt. Wunderbar leicht lesbar ist das ganze auch noch. Ein schönes Lese-Erlebnis!

~Fazit~

Das Märchen von gestern als Kein-Märchen aus der Zukunft. Mit dem Auftakt „Wie Monde so silbern“ ihrer vierteiligen Luna-Chroniken-Reihe unterhält Marissa Meyer mit einer temporeichen Story voller schräger Momente, Technikallerlei und der extra Portion Märchen. Einzigartig! Dafür 5 von 5 Punkten. (DL)

Die Luna-Chroniken:

Teil 1: „Wie Monde so silbern“
Teil 2: „Wie Blut so rot“ (erscheint im Januar.2014)
Teil 3: engl. „Cress“ (erscheint im Februar.2014)
Teil 4: noch keine Angaben

  (9)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(52)

92 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 39 Rezensionen

vampire, fantasy, hexen, wicca, hexe

Forever - Das ewige Mädchen

Rebecca Hamilton , Ralph Sander
Flexibler Einband
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 01.11.2013
ISBN 9783862788392
Genre: Jugendbuch

Rezension:

~Inhalt~

Sophia hat kein leichtes Leben, seit ihre Mutter den Wicca Altar in ihrem Haus entdeckt hat. Schnell verbreitet sich die Kunde und Sophia wird als Hexe abgestempelt und von allen Einwohnern des kleinen Ortes gemieden. Seit einiger Zeit hat sie ein Summen im Kopf, das sie mit einem Zauber zum Verstummen bringen möchte. Der Versuch misslingt und Sophia hört fortan flüsternde Stimmen. In einem Underground-Club lernt sie den mysteriösen Charles kennen und sie spürt sofort seine magische Anziehungskraft. Als dunkle Gestalten in ihr Leben treten, eilt er ihr zu Hilfe und sie kommen sich näher. Doch auch Charles ist ein Mann voller Geheimnisse …

~Einschätzung~

Die amerikanische Autorin Rebecca Hamilton präsentiert uns mit „Forever – Das ewige Mädchen“ ihren Debütroman der „Forever Girl Series“ und entführt uns in eine Welt voller fantastischer Abenteuer.

Wir lernen neue magische Kreaturen kennen, die unerkannt unter den Menschen leben. Sie wurden einst geschaffen um die Menschwelt zu beschützen, doch die Machtgier der „Cruor“ gefährdet dieses Unterfangen. Cruor sind vampirähnliche Wesen, die dem Element Erde angehören und die Gestaltwandler, genannt „Strigoi“, zählen zum Element Wasser. Außerdem gibt es noch die „Chipold“ (Element Feuer), die Hexen (Element Geist), „Blendlinge“ (eine Mischung aus Strigoi u. Cruor) und die Gruppe der „Ewigen“, die Mischlinge aus den Elementen Feuer und Geist sind.

Rebecca Hamilton hat mit den Elementen (Wasser, Feuer, Geist, Erde) Teile der heidnischen Religion in ihre Geschichte einfließen lassen, in der auch die Bezeichnung der Hexen als „Wicca“ ein Begriff ist. Allerdings weist die Autorin in ihren Anmerkungen darauf hin, dass es im Falle von Sophia keinen Bezug auf echte Wicca-Anhängerinnen gibt. Zusätzlich bringt sie noch die grausamen Aspekte der Hexenverfolgungen vergangener Zeiten mit in die Story ein.

Den Schreibstil würde ich als flüssig und leicht zu lesen bezeichnen, einfach passend für einen Jugendroman. Die Kapitel sind relativ kurz und die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive der weiblichen Hauptprotagonistin Sophia geschildert.

Die Charaktere wurden gut gewählt und dementsprechend in Szene gesetzt. Man musste Sophia einfach mögen und genauso ging es mir mit dem männlichen Darsteller Charles. Sophia wird von ihrer Umwelt ausgegrenzt und hat nur wenige Freunde. Sie führt ein Leben in Einsamkeit und möchte endlich das Summen in ihrem Kopf zum Verstummen bringen. So beginnt sie in ihrer Vergangenheit zu forschen und stößt auf gar wunderliche Dinge.

Charles muss ständig auf der Hut sein, dass niemand erfährt, dass er ein „Blendling“ ist. Sollte dies bekannt werden, müsste er mit seiner Hinrichtung rechnen. Er ist umwerfend attraktiv und hat durch das „Strigoi-Blut“ die Fähigkeit des Gestaltwandelns.
Beide einsamen Seelen finden zueinander und verlieben sich unsterblich.

Den Nebencharakter „Adrian“ fand ich sehr interessant und ich hätte gerne mehr über seinen Werdegang erfahren, besonders im Hinblick auf die Visionen die Sophia hatte, als sie sein Blut trank.

Ich lese gerne Geschichten mit paranormalem Hintergrund, wo Vampire, Hexen und dergleichen unerkannt unter den Menschen leben. Der Klappentext von „Forever – Das ewige Mädchen“ hat mich sofort angesprochen und voller Vorfreude habe ich auf das Einlangen des Buches gewartet. Die Grundidee der Geschichte fand ich äußerst faszinierend und die Autorin konnte auch die richtige Atmosphäre schaffen. Zwischenzeitlich fehlte mir allerdings ein bisschen die Spannung und die Beziehung zwischen Sophia und Charles hätte, meiner Meinung nach, ein wenig leidenschaftlicher sein können.

~Fazit~

Rebecca Hamilton präsentiert uns mit „Forever – Das ewige Mädchen“ einen tollen Auftakt zu einer aufregenden Fantasy-Serie. Es handelt sich hier um einen paranormalen Roman mit neuen Ideen und vielen fremdartigen Wesen. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt, daher vergebe ich gute 4 von 5 möglichen Punkten (Tendenz steigend!). Auf den 2. Teil mit dem Originaltitel „Come, the Dark“ darf man gespannt sein. (PH)

  (8)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(5)

12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Als könnt ich fliegen

Olaf Büttner
Flexibler Einband: 156 Seiten
Erschienen bei Sauerländer Düsseldorf, 01.01.2005
ISBN 9783794170333
Genre: Jugendbuch

Rezension:

~Inhalt~

Der sechzehnjährige Tobias verliebt sich eines Tages Hals über Kopf in Milena. Doch obwohl sie seine Gefühle zu erwidern scheint, kommen mit ihr einige Probleme auf ihn zu. Zum einen hat Milena eine Behinderung und dann wird Tobias auch noch unter Druck gesetzt und gerät in eine bitterböse Intrige, bei der er bei einer Wette mitmacht, die mit Milena zutun hat. Tobias ist im Zwiespalt mit seinen Gefühlen und dem, was richtig oder falsch ist…

~Einschätzung~

Autor Olaf Büttner hat bereits mehrere Bücher veröffentlicht und wurde für diese auch ausgezeichnet. Er arbeitet seit vielen Jahren mit verhaltensauffälligen und behinderten Kindern und Jugendlichen. Ein Thema, das sich auch in seinem kurzweiligen Roman „Als könnt’ ich fliegen“ wiederspiegelt und eindringlich umgesetzt wurde.

„Was ist eigentlich mit deinem Bein?“ Kaum war die Frage draußen, durchlief eine Hitzewelle meinen Körper. War je ein Mensch so bescheuert wie ich? Ich hätte ihr sagen sollen, wie schön ihre Augen sind, welche Magie ihr Lächeln ausübt. Ich sah sie schon aufstehen und wortlos in der Menge verschwinden. Dann geschah das Wunder. […] „Willst du das wirklich wissen?“, fragte sie. Ich nickte.“ (Seite 61f)

Das Buch handelt von Tobias, der sich in Milena verguckt, die aufgrund einer Behinderung, an der sie seit ihrer Geburt leidet, humpelt und es deshalb nicht immer leicht im Leben hat. Tobias aber sieht nicht als erstes ihr andersartige Auftreten, sondern ihre schönen Augen und ist sogleich fasziniert. Und kann sich ihr kaum mehr entziehen. Milena denkt zunächst, dass er nur Mitleid hat, aber dann merkt sie, dass es ihm ernst mit ihr ist. Wenn da nur nicht diese Wette wäre, in die Tobias gerät und die seine gerade auskeimende Liebe zu Milena zu zerstören droht…

„Als könnt’ ich fliegen“ konfrontiert den Leser mit dem Thema Behinderung und den Umgang damit. Vor allem die Sicht von der betroffenen Person- Milena- die hier in Tagebuchform zu lesen ist, fand ich dabei besonders interessant. Milena, eine starke Persönlichkeit mit sanftem, sympathischem Auftreten, hat es nicht leicht, aber sie will deshalb kein Mitleid haben, sondern natürlich so sein dürfen wie alle anderen. So fühlen und lieben dürfen wie normale Menschen auch. Und in Tobias, der hier in der Ich-Form erzählt und ein wankelmütiger, aber guter Typ ist, findet Milena jemanden, der nicht nur Mitleid hat, sondern auch mehr fühlt.

Die Geschichte ist beeindruckend, spannend und einfühlsam, dabei auch immer sehr echt. Ein schönes kleines Lese-Vergnügen zum Mitfühlen und Nachdenken.

~Fazit~

„Als könnt’ ich fliegen“ von Olaf Büttner greift auf kurzweilige, intensive Weise die Themen Behinderung und erste Liebe auf. Schön erzählt und ehrlich – ein gelungenes Buch! 4 von 5 Punkten. (DL)

  (8)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(57)

116 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

norwegen, henning juul, mord, journalist, scharia

Sterblich

Thomas Enger , Günther Frauenlob , Maike Dörries
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Verlag, 01.08.2011
ISBN 9783764503932
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

~Inhalt~

Ausgepeitscht, verstümmelt und gesteinigt – so wurde die 23jährige Filmstudentin Henriette Hagerup von einem Spaziergänger im Wald gefunden. Dies ist die Meldung des Tages, als der Journalist Henning Juul nach knapp zwei Jahren gezwungener Abstinenz wieder seinen Dienst antritt. 2007 entfachte ein schwerer Brand Juuls Wohnung, bei dem sein kleiner Sohn Julian tragisch ums Leben kam. Seither plagen ihn Schuldgefühle und Alpträume. An die Tage vor diesem furchtbaren Ereignis hat er keine Erinnerung. So treibt ihn die Frage um: Wer ist schuld am Tod meines Sohnes? Wurde der Brand gelegt? Die Ermittlungen rund um den Tod an der jungen Frau helfen Henning, sich aus seiner Lethargie zu befreien und sein alter Spürsinn erwacht wieder zu neuem Leben. Augenscheinlich wurde die Studentin Opfer eines Ehrenmordes. Doch diese Theorie scheint allen Beteiligten doch etwas zu einfach zu sein.

~Einschätzung~

Der Debütroman „Sterblich“, des in Oslo lebenden Autors Thomas Enger, erschien bereits im Oktober 2012 in den Läden. Insgesamt soll es fünf Bücher um den Hauptprotagonist, den Online-Journalisten Henning Juul, geben, der durch einen Brand in seiner Wohnung seinen kleinen Sohn Julian verloren hat. So muss er nun mit dem Verlust seines Sohnes und den schweren Narben in Gesicht und an den Händen zu leben lernen. Doch die quälende Frage, was das Feuer ausgelöst hat, konnte ihm noch niemand beantworten. Solange er nicht weiß, ob jemand den Brand gelegt hat, wird er wohl immer weiter von Alpträumen heimgesucht werden.

Thomas Enger schafft es ganz gut, die teils resignierte und depressive Stimmung gepaart mit einem kleinen Funken Hoffnung und Lebenslust zu transportieren. Henning Juul ist auch der einzige Charakter in diesem Buch, der wirklich Tiefgang aufweisen kann. So zeichnet der Autor die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunftsperspektiven des Journalisten ganz gut auf. Wir können am täglichen Kampf um das „Weiterleben“ Hennings teilnehmen. Es wirkt alles sehr authentisch. Ich muss sagen, dass ich dem Hauptprotagonisten viel Sympathie entgegenbringe. Nicht zuletzt deswegen, weil man neben der depressiven Stimmung auch immer wieder die alten Gewohnheiten des Journalisten spürt. So musste ich das ein oder andere Mal über die Spitzfindigkeiten und Sticheleien schmunzeln.

Die anderen Charaktere zeigen sich für mich eher blass und farblos. Störend habe ich die Anspielungen des Kriminalkommissars Bjarne Brogeland seiner Kollegin Ella Sandland gegenüber empfunden. Die Gedankengänge des Kommissars fand ich hier eher platt. Vielleicht hat Thomas Enger genau das bezweckt. Irgendjemand muss ja der Unbeliebte sein. :-)

Der Mord an der Studentin Henriette scheint auf den ersten Blick ganz leicht zu lösen zu sein. Das wäre aber natürlich zu einfach gewesen. So werden wir als Leser immer wieder in neue Situationen gebracht, die uns am augenscheinlichen Mordmotiv „Ehrenmord durch den Lebensgefährten“ zweifeln lassen. Nach und nach kommen neue Theorien zum Vorschein. Dies ist dem Autor wirklich gut gelungen.

Abschließend muss ich sagen, dass ich den Spannungsfaktor bei diesem Buch eher mittelmäßig fand. So drängte mich nicht der Mord an der Studentin zum Weiterlesen, sondern vielmehr die Lebens- und Leidensgeschichte des Journalisten Henning Juul. Da ich bereits dabei bin, das Nachfolgebuch „Vergiftet“ zu lesen, muss ich sagen, dass sich die Story um Juul immer weiter entfaltet – er seine Lebens- und Überlebensgeister weiter wecken kann und dass die Geschichte definitiv an Tempo gewinnt. Und genau mit dem Wissen, was in dem zweiten Buch von Enger passieren wird, würde ich mich freuen, wenn ihr dem Autor mit „Sterblich“ eine Chance gebt. Es lohnt sich wirklich!

~Fazit~

3 von 5 Punkten. Wenn man auf starke, große Charaktere steht, dann ist das genau das richtige Buch. Hochspannung oder sogar Gemetzel darf man hier aber nicht erwarten. (SM)

  (8)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(89)

160 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 20 Rezensionen

tegernsee, krimi, bayern, kreuthner, mord

Totensonntag

Andreas Föhr
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Knaur, 01.11.2013
ISBN 9783426213612
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

~Inhalt~

1992, Bad Wiessee: Der 23jährige Kommissar Clemens Wallner steht gerade am Beginn seiner Karriere – ebenso wie sein Kollege Leonhardt Kreuthner, der schon in den 90er Jahren eine zweifelhafte Einstellung zu seiner Arbeit aufweist und dem Alkohol sehr zugetan ist. Kreuthner soll für einen angeblich erkrankten Kollegen einspringen und den Inhaftierten Thomas Nissl, der die Nacht bis zur Vorstellung vor Gericht in einer Zelle verbringen muss, bewachen. Zeitgleich findet im Hirschberghaus ein großes Saufgelage statt. Frei nach dem Motto „All you can drink“ und das muss man einem Kreuthner nicht zweimal sagen. Kurz um – Kreuthner schnappt sich seinen Gefangenen Nissl und macht sich mit ihm auf den Weg zur Berghütte. Dort treffen sie auf den „erkrankten“ und schon völlig besoffenen Kollegen von Leonhardt Kreuthner – den immer frierenden Kommissar Wallner und seine Begleitung und Kurzzeitliebschaft Staatsanwältin Claudia Lukas. Es dauert nicht lange und Kreuthner kann mit dem Alkoholpegel seines Kollegen mithalten. Die Verantwortung für den Gefangenen Thomas Nissl hat er schnell vergessen. Als Wallner und Claudia Lukas Nissl bewusst machen, welche Konsequenzen ihm aufgrund seiner vielen Straftaten drohen, dreht Nissl plötzlich durch. Er schafft es, sich zu bewaffnen und schießt dem Wirt versehentlich ins Bein. Als ihm seine Lage bewusst wird, nimmt er kurzerhand die gesamten Gäste des Hirschberghauses als Geiseln. Seine Forderung: Ungehindert mit der Seilbahn zurück ins Tal zu gelangen, wo bereits ein Fluchtauto wartet, mit dem er über die Grenze nach Österreich fliehen kann. Und begleiten soll ihn kein anderer als Clemens Wallner. So machen sich der eher wortkarge und zurückhaltende Kommissar und Thomas Nissl mit der Seilbahn auf den Weg ins Tal. Dort wird Nissl seine aussichtslose Lage erst richtig bewusst und er beschließt, den für ihn einzig richtigen Weg zu wählen: den Selbstmord! Und so stürzt er sich vor Wallners Augen in die Tiefe. Als Wallner ihn schließlich findet, verweisen Nissls letzte Worte auf eine Kirche in Dürnbach, wo ein mit Edelsteinen besetzter Sarg eine Frauenleiche bergen soll. Dies ist der Beginn der Ermittlungen rund um die junge, schöne Frieda, deren Leben an den letzten Kriegstagen 1945 auf tragische Weise endete. Doch welche Verbindung besteht bis in die 90er Jahre? Gibt es überhaupt noch lebende Personen, die man für diese Tat verantwortlich machen kann?

~Einschätzung~

Andreas Föhr bleibt seinem gewohnten und sehr guten Schreibstil auch in „Totensonntag“ treu. So gibt es zwei Erzählebenen. Zum einen befinden wir uns im Jahr 1992 – am Beginn der Karriere von Clemens Wallner und der ersten Zusammenarbeiten mit seinem Kollegen Leonhardt Kreuthner. Leider muss ich sagen, dass wir hier nicht wirklich viel Neues über die Charaktere erfahren. Meiner Meinung nach wäre dieses Buch besser am Anfang der Krimi-Reihe von Föhr aufgehoben gewesen. So liest man häufig Wiederholungen aus den Vorgängerromanen. Trotzdem ist es natürlich witzig, die Passagen über Wallners Vater Manfred und die dubiosen Verhaltensweisen von Kreuthner zu lesen. Föhr bleibt seinen Charakteren treu. So ist Wallner weiterhin schüchtern, zurückhaltend und „mahnend“, sein Großvater Manfred zeigt uns wieder einmal mehr, dass er es auch schon in früheren Jahren faustdick hinter den Ohren hatte und Kreuthner … na ja, Kreuthner ist eben Kreuthner. Sprich: So ein Polizist hätte im wahren Leben wirklich nichts im aktiven Dienst zu suchen! Auf der anderen Seite befindet sich der Leser im Jahre 1945. Hier schafft es der Autor wirklich gut, die Stimmung der grausamen und beängstigenden Kriegszeit einzufangen. Wir erfahren mehr über Dorfbewohner, die auch im Jahre 1992 noch am Leben sind. Mittelpunkt der Geschichte ist die Story um die flüchtige Frieda, die versucht, in den letzten Kriegstagen im Dorf Unterschlupf zu finden, um sich vor dem sicheren Tod zu retten. Doch alles sollte ganz anders kommen. Was genau ist in den letzten Tagen des Krieges passiert? Warum musste Frieda – die sich längst in Sicherheit wähnte – letztendlich doch noch sterben? Und weshalb wurde ihre Leiche zu Nissls Lebzeiten nie gefunden?

Der gelernte und in München lebende Jurist Andreas Föhr begann bereits Anfang der 90er Jahre mit dem Schreiben von Drehbüchern. Schon damals entdeckte er seine Leidenschaft für Krimis. 2009 veröffentlichte er seinen ersten Roman rund um die Charaktere Kommissar Wallner und seinen Polizistenkollegen Leonhardt Kreuthner. Bis heute folgten jährlich weitere Folgegeschichten.

~Fazit~

Ich muss sagen, dass ich bisher alle Bücher von Andreas Föhr sehr, sehr gern gelesen habe. Ich konnte sie kaum aus der Hand legen, war immer begeistert von den verschiedenen, witzigen Charakteren und den schlüssigen Ermittlungen in seinen Büchern. „Totensonntag“ kann da nicht ganz mithalten. So musste ich mich doch leider das ein oder andere Mal zum Weiterlesen zwingen. Die Situationskomik konnte den relativ flach gehaltenen Spannungsbogen leider nicht ausbügeln. Und somit vergebe ich – trotz einiger Abzüge – 3 von 5 Punkten, in der Hoffnung, dass Andreas Föhr mit seinem nächsten Roman wieder an seine großartigen Vorgängerbücher anknüpft. (SM)

  (8)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(62)

132 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 9 Rezensionen

mord, schweden, brutal, geisterinsel, fjällbacka

Der Leuchtturmwärter

Camilla Läckberg , Katrin Frey
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 11.11.2013
ISBN 9783548285863
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

~Inhalt~

Das Ehepaar Erika und Patrik Hedström versucht – nach Annas und Erikas schwerem Autounfall und Patriks Herzanfall – wieder in einen normalen Alltag zu finden. Anna versinkt nach dem Tod ihres Kindes in Depressionen. Das wiederrum sorgt dafür, dass Erika von großen Schuldgefühlen gegenüber ihrer Schwester geplagt wird. Denn im Gegensatz zu Anna konnte sie ihre Zwillinge nach diesem tragischen Unfall gesund zur Welt bringen. Es liegen noch viele Stunden der Kummers vor Annas und Erikas Familie. Doch es bleibt nicht viel Zeit, um zu trauern …

Patrik ermittelt in einem Mordfall um den jungen Controller Mats Severin. Dieser wurde erschossen in seiner Wohnung aufgefunden. Bei den Ermittlungen und der Rekonstruktion der letzten Wochen und Monate des Verstorbenen, stoßen Patrik und sein Team auf Mats einstige große Liebe Annie. Annie ist mit ihrem Sohn auf die Insel Graskär zurückgekehrt, die sich schon lange im Besitz ihrer Eltern befindet. Sie flieht vor ihrem Ehemann Frederik auf die sogenannte „Geisterinsel“, damit ihr 5jähriger Junge wieder ein bisschen zur Ruhe kommen kann. Auch Mats trifft sich noch vor seinem Tod mit der einstigen Freundin aus Jugendtagen. Die Ermittlungen gehen in verschiedene Richtungen, doch dann stellt sich heraus, dass Mats in der Vergangenheit einen Job in einer Organisation hatte, die sich für misshandelte Frauen einsetzt. Hat dieser Umstand etwas mit seinem Tod zu tun? Auf der anderen Seite scheinen die Methoden seines Arbeitgebers Erling und dessen Freundin Vivianne nicht immer rechtens zu sein. Konnte Mats irgendwelche Unstimmigkeiten in der Finanzierung des neuen Wellnesshotels Badis feststellen und musste deshalb sterben?

~Einschätzung~

„Der Leuchtturmwärter“ ist bereits der 7. Fall der Falck-Hedström-Krimireihe. Ich habe bisher nur den 6. Band „Meerjungfrei“ gelesen, der mich aber so beeindruckt hat, dass ich „Der Leuchtturmwärter“ natürlich unbedingt haben musste. Im Vorgängerbuch hatte ich noch große Mühe, sämtliche Personen unter einen Hut zu bringen. In ihrem aktuellen Kriminalroman ist es mir dann schon viel besser gelungen. Camilla Läckberg schafft es, all ihren Charakteren Besonderheiten zukommen zu lassen, die einen hohen Wiedererkennungswert aufweisen. So merkt man schnell, dass Erika – Patriks Frau – ein Familienmensch und Menschenliebhaber ist. Sie ist hilfsbereit, warmherzig – und natürlich auch neugierig. Der Autounfall von Erika und ihrer Schwester Anna ist großes Thema in dieser Story. So verlor Anna durch diesen Unfall ihr Baby und verbringt seither ihr Leben in tiefen Depressionen. Weder ihr Mann Dan, noch ihre Kinder können sie aus dieser tiefen Trauer befreien. Erika versucht Schritt für Schritt mit viel Liebe und Verständnis zu ihr durchzudringen. Überdies plagt sie ihr schlechtes Gewissen, weil ihre Zwillinge nach diesem schrecklichen Unfall unversehrt und gesund zur Welt kamen. Doch Anna ist nicht die einzige Person, um die Erika sich sorgen muss. Patrik, ihr Ehemann, hatte zeitgleich mit ihrem Unfall eine Herzattacke und ist seitdem noch immer nicht so belastbar, wie vor seiner Erkrankung.

Trotzdem ermittelt er in dem Mordfall an dem jungen Mats Severin, der erst vor kurzem in seine Heimatstadt Fjällbacka zurückgekehrt ist. Warum Mats in seiner eigenen Wohnung erschossen wurde, können sich auch seine Eltern Gunnar und Signe nicht erklären. Noch vor dem Tod von Mats Severin kehrte seine Jugendliebe Annie zurück auf die Insel Graskär, die der Bevölkerung als „Die Geisterinsel“ bekannt ist. Man sagt sich, dass alle Menschen, die auf dieser Insel gestorben sind, immer noch dort „leben“. Auch Annie hat etwas zu verbergen. Mit Blut an den Händen kommt sie mit ihrem 5jährigen Sohn Sam auf die einsame Insel zurück. Hat sie ihren gewalttätigen Ehemann Frederik getötet und musste deshalb flüchten? Ihr einziger Außenkontakt sind Mats Eltern, die sie netterweise mit Lebensmitteln versorgen und Mats, der sie kurz vor seinem Tod auf der Insel besucht. Jetzt heißt es für Patrik und sein Team den rätselhaften Tod um Mats Severin aufzuklären. Was haben Erlings Freundin Vivianne und ihr Bruder mit der ganzen Sache zu tun? Mats arbeitete bis zu seinem Tod als Controller für deren Projekt „Wellnesshotel Badis“. Gab es in den Finanzaufzeichnungen etwa Unstimmigkeiten und musste er deswegen sterben? Oder liegt das wahre Motiv noch weiter in der Vergangenheit des jungen Mannes zurück?

Zwischen den Erzählungen in der Gegenwart, gibt es auch immer wieder Erzählstränge in der Vergangenheit – beginnend mit dem Jahr 1870 in Fjällbacka. Wir erfahren mehr über die Geschichte der „Geisterinsel“ und deren Bewohner Karl, Julian und Emmelie. Diese teils auch düsteren Rückblicke fand ich einfach phänomenal! Gerne hätte ich noch mehr darüber gelesen.

~Fazit~

Ein Krimi, der für mich einfach perfekt ist! Camilla Läckberg schafft es auf wunderbare Art und Weise einen Kriminalfall in der Gegenwart, die Geschichten der verschiedenen Charaktere mit ihren alltäglichen Problemen, aber auch mit den tragischen Tiefschlägen des Lebens, und die mysteriöse Story rund um die „Geisterinsel“ geschickt miteinander zu verknüpfen. Hier findet man Spannung, Tiefgang und Emotionen! 5 von 5 Punkten und für mich ein ganz klares AMAZING! (SM)

  (8)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(10)

33 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

gena showalter, after moonrise, zwischenreich, die botschaft, gena

After Moonrise

P.C. Cast , Gena Showalter , Justine Kapeller
Flexibler Einband
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 01.12.2013
ISBN 9783862788477
Genre: Fantasy

Rezension:

~Inhalt~

Geteilte Seele: Kent Raef ist ein Medium und arbeitet für die After-Moonrise-Agency. Seine Aufgabe ist es, schier unlösbare Mordfälle mit paranormalem Hintergrund zu lösen. Die Mutter der ermordeten Aubrey Wilcox sucht seine Hilfe, um den Mörder zu finden und um gleichzeitig ihre zweite Tochter Lauren zu beschützen. Lauren ist die Zwillingsschwester der Ermordeten und war immer sehr eng mit ihrer Schwester verbunden. Die ermordete Aubrey hat die Fähigkeit, durch den Geist und Körper von Lauren zu kommunizieren. Es ist Eile geboten, da der Bösewicht, aufgrund der Seelenverbundenheit der beiden Mädchen, auch Lauren ins Land der Toten ziehen möchte. Kent versucht, den beiden zu helfen und verliebt sich unsterblich …

Die Botschaft: Detective Levi Reid ist Experte für Verbrechen im Zwischenreich beim Oklahoma Police Department. Seit einiger Zeit leidet er unter unerklärlichen Blackouts, wobei ihm oft Wochen seiner Zeit fehlen. Als die hübsche Malerin Aurora Harper ihn um seine Hilfe bittet, beschließt er, ihr zu beizustehen. Aurora hat ebenfalls Blackouts und wird von etwas gezwungen, immer wieder die gleiche erschreckende Folter – u. Mordszene zu malen. Sie ist total verstört und zweifelt an ihrem Verstand. Levi stürzt sich in die Ermittlungen und bald kommen sich die beiden auch privat näher. Langsam lichten sich die Nebel und bringen die unglaubliche Wahrheit ans Licht …

~Einschätzung~

After Moonrise ist das ultimative paranormal Joint-Venture der zwei grandiosen Schriftstellerinnen P. C. Cast und Gena Showalter. Beide haben als Aufhänger die “After Moonrise Agency“ und berichten über voneinander unabhängige Fälle verschiedener Mitarbeiter dieser Agentur, die sich um die Auflösung von Verbrechen mit übersinnlichem Hintergrund kümmern.

Die Grundidee für „Geteilte Seele“ fand ich persönlich sehr interessant. Die Verbundenheit der Zwillingsschwestern, auch hinsichtlich ihrer Seele, kam glaubhaft rüber und die verschiedenen Charaktere der Mädchen wurden gut in Szene gesetzt. Man musste die beiden einfach mögen und genauso ging es mir mit dem männlichen Hauptdarsteller Kent. Schon in seiner Kindheit wurde er, aufgrund seiner Fähigkeit brutale Emotionen zu spüren, als „Freak“ abgestempelt, und auch jetzt noch führt er ein Leben als Außenseiter. Seine Gabe ermöglicht ihm mysteriöse Todesfälle aufzuklären, in dem er die negativen Emotionen der Ermordeten am Todesort fühlt. Kent möchte die gequälte Seele von Aubrey befreien, kommt aber mit seinen herkömmlichen Methoden nicht ans Ziel. Dieser Fall stellt eine große Herausforderung für ihn dar, da er erst wieder lernen muss, positive Gefühle zuzulassen.

Der Schreibstil der Autorin ist gewohnt eingängig und unterhaltsam und passt sehr gut zu der erzählten Geschichte, die leider ein bisschen kurz ausgefallen ist. Besonders gut hat mir der Schluss gefallen, da damit auch die Romantikerin in mir befriedigt wurde.

Mit „Die Botschaft“ präsentiert uns Gena Showalter eine Mischung aus Thriller und einer mitreißenden Love-Story mit paranormalem Hintergrund. Die Story beginnt rasant mit einer brutalen Folterszene im Prolog, in dem der Leser/die Leserin auch sofort in den Bann der Geschichte gezogen wird. Der Plot ist äußerst spannend und gut durchdacht. Die vielen Wendungen lassen nie Langeweile aufkommen und locken die Leserschaft immer wieder auf die falsche Fährte. Man überlegt zwar ständig, wie der Prolog mit der Handlung in Verbindung steht, wird dann aber wieder durch neue Vorkommnisse in die Irre geführt.

Die Charaktere hätte Gena Showalter gar nicht besser wählen können: Die zarte Aurora kann verbal, aber auch körperlich ordentlich austeilen und als Gegenpart der attraktive Levi, der ultimative Beschützertyp. Ich liebe den Schreibstil der Autorin, denn sie schreibt keine langwierigen zähen Szenen, sondern führt die Leser rasant durchs Geschehen. Die atemberaubende Spannung zieht sich durch die ganze Story und sorgt für einigen Nervenkitzel. Den Schluss fand ich ebenfalls sehr gelungen, da alle Geheimnisse gelöst wurden und das Gute wieder einmal über das Böse siegte.

~Fazit~

„After Moonrise“ ist das paranormale Joint-Venture zweier grandioser Schriftstellerinnen und somit eine gelungene Mischung aus Crime und Love-Story. Ich vergebe für das Gesamtwerk 4 von 5 möglichen Punkten, da mir „Die Botschaft“ von Gena Showalter um einen Tick besser gefallen hat, als die „Geteilte Seele“ von P.C. Cast. (PH)

  (8)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(7)

9 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 3 Rezensionen

geschichten aus dem leben, kurzgeschichten, geschichten aus dem alltag, biographie, humor

Zu Hause ist Kevin ganz anders

Wilma Pause
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Heyne, 11.11.2013
ISBN 9783453602854
Genre: Sachbücher

Rezension:

~Inhalt~

Wilma Pause ist Lehrerin für Geschichte und Deutsch und unterrichtet in einer Gesamtschule in einer deutschen Provinz. In diesem Buch bringt sie ihre Alltags-Erlebnisse mit Schülern und nervigen Eltern auf das Papier. In kurzen, lustigen Episoden erzählt sie von Elternsprechtagen und dergleichen …

~Einschätzung~

Ich nehme an, dass Wilma Pause nicht der richtige Name der Autorin ist, da sie nach Erscheinen dieses Buches wahrscheinlich ein noch schwereres Los mit den Eltern hätte, als ohnehin schon. Nachdem bei uns zu Hause das Thema Schule eine sehr große Rolle spielt, war ich gespannt, einmal die andere Seite (nämlich die der Lehrer) kennenzulernen.

Als Mutter zweier Söhne (11 u. 12 Jahre), die zu der etwas lebhafteren Sorte gehören, habe ich inzwischen auch einige Erfahrungen mit Eltern und Lehrern gemacht. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich mich in dem einen oder anderen, im Buch beschriebenen Elternteil, selbst wiedergefunden habe und ich es den Lehrern „vielleicht“ auch nicht immer leicht gemacht habe.

Wilma Pause schaffte es von Beginn an mich an das Buch zu fesseln. Wer Schulkinder hat, kann, glaube ich, ein Lied über „übervorsorgliche“ Elternteile singen, die meiner Meinung nach schlimmer sind, als jene, die sich nicht um ihre Kinder kümmern. Als hätte man nicht schon genug zu tun, sehen diese Eltern ständig einen Anlass, irgendetwas zu verbessern oder zu ändern. Besonders das Thema „Gewalt in der Schule“ ist oft ein beliebter Anlass wieder einmal auf die Pauke zu hauen und gegen andere Kinder mobil zu machen. Früher haben Kinder kleinere Streitereien unter sich ausgetragen, heute muss man damit rechnen, dass die Kinder Bekanntschaft mit der Polizei machen oder dass die Eltern aufeinander losgehen.

In dem Abschnitt „Schüler haben Dienstmädchen“ habe ich mich zum Teil selbst wiedererkannt, denn auch ich packe meinen beiden Kindern noch heute die Schultasche ein – das werde ich jetzt noch einmal überdenken! Bei dem Kapitel, wenn Eltern Lehrer sind, musste ich herzlich lachen, da die Beschreibung eins zu eins auf eine Mutter eines Mitschülers meines Sohnes passt.

Auch bei anderen beschriebenen Erlebnissen im Buch hat man oft schon Ähnliches erlebt, sodass diese sicher nicht aus der Luft gegriffen sind.

Das Buch war leicht zu lesen und super lustig. Besonders gut haben mir die eingeflochtenen, ironischen Gedanken zu diversen Telefonaten oder Elterngesprächen von Wilma Pause gefallen. Ich glaube, dass dieses Buch für Eltern und Lehrer gleichermaßen geeignet ist und vielleicht auch zum Nachdenken anregt.

~Fazit~

In „Zu Hause ist Kevin ganz anders“ hat eine junge Lehrerin ihre Erlebnisse mit Eltern in humorvoller Form zu Papier gebracht. Nicht die Schüler machen den Lehrern das Leben zur Hölle – nein, es sind die Eltern! Dieser Ausspruch passt sehr gut zu den erzählten Episoden, so absurd sie auch sein mögen. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und kann das Buch nur weiterempfehlen, daher vergebe ich auch 5 von möglich 5 Punkten. (PH)

  (9)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(224)

523 Bibliotheken, 6 Leser, 3 Gruppen, 55 Rezensionen

dystopie, jugendbuch, kuppel, quinn, alina

Breathe - Flucht nach Sequoia

Sarah Crossan , Nina Frey
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.11.2013
ISBN 9783423760799
Genre: Jugendbuch

Rezension:

~Inhalt~

In der Hoffnung, einen Weg zu finden, um in Freiheit leben zu können, versuchen Bea, Quinn und Jazz nach Sequoia zu gelangen. Auch Alina, Silas und einige Rebellen sind dorthin unterwegs. Leider wird Jazz auf dem Weg schwer verltzt, und Bea bleibt bei ihr, während Quinn sich auf die Suche nach Hilfe macht. Für beide Gruppen ist der Weg gefährlich und beschwerlich, zudem ist immer die Gefahr des ausgehenden Sauerstoffvorrats gegenwärtig, was allen mächtig zusetzt.

In Sequoia hoffen sie, den Plan umsetzen zu können, die Welt außerhalb der Kuppel wieder lebenswert zu machen, sodass man ohne Sauerstoffflaschen in Freiheit leben kann. Doch in Sequoia ist vieles anders als gedacht und so werden die Hoffnungen von allen erneut zerstört. Sie müssen schwere Entscheidungen treffen, denn nicht nur ihr Leben ist in Gefahr.

Oscar, ein Elitesoldat und Sohn des ehemaligen Präsidenten hat nach den Ereignissen im Hain eingesehen, dass sich etwas ändern muss, doch leider gelingt ihm dies nicht so gut wie er sich das wünscht …

~Einschätzung~

“Breathe – Flucht nach Sequoia” ist der zweite Band und zugleich das Ende der Young Adult Dystopie von Sarah Crossan, die mich bereits mit dem ersten Band vollends überzeugen konnte. Die Geschichte setzt direkt nach den Ereignissen aus dem Vorgänger an und erneut ist der Leser sofort in der Geschichte und ist gefesselt von der Handlung. Der Schreibstil ist auch hier wieder flüssig und mitreißend, die verschiedenen Erzählstränge der Protagonisten lassen das Geschehen für den Leser sehr lebendig werden.

Die Geschichte beginnt erst ein wenig ruhig, doch dann überschlagen sich die Ereignisse und der Spannungsbogen bleibt bis zum Ende durchgehend hoch, so dass man das Buch kaum weglegen möchte. Zudem ist die Story in kaum einem Punkt vorhersehbar; unerwartete Wendungen ließen mich wiederholt nach Luft schnappen und vor Spannung an den Fingernägel knabbern. Die Geschichte ist so voller Spannung und Emotionen, dass ich mit den Protagonisten fühlte und teilweise ganz verzweifelt war, ihnen nicht helfen zu können.

Auch hier erzählen uns Alina, Bea und Quinn aus ihren Perspektiven die Geschichte und man spürt sofort, dass sie sich weiterentwickelt haben und nicht mehr die unschuldigen und unwissenden Jugendlichen sind, denen wir im ersten Band begegnet sind. Zugleich treffen wir auf einen neuen Charakter, Oscar, den Sohn des ehemaligen Präsidenten, dem bei den Erlebnissen im ersten Band die Augen geöffnet wurden und der nun versucht, auf sich allein gestellt, etwas zu verändern.

Das Ende war völlig überraschend und leider für meinen Geschmack ein wenig zu kurz, hier hätte ich gerne noch ein paar Seiten mehr gelesen, um für den Abschluss dieses gelungenen Zweiteilers noch etwas mehr Raum zu haben. Auch der zarten Liebesgeschichte zwischen Bea und Quinn werden hier sehr wenig Szenen eingeräumt, so dass ich ehrlich gestehen muss, ein dritter Band wäre mir lieber gewesen, um alles ausführlich abzuhandeln – genug Stoff hätte die Autorin gehabt. Nichtsdestotrotz werden die 2 Bände einen festen Platz in meinem Regal finden und ich werde weiterhin ein Auge auf Neuerscheinungen der Autorin haben, denn ich fand die Geschichte wirklich fantastisch.

~Fazit~

“Breathe – Flucht nach Sequoia” ist ein würdiger Nachfolger und serviert dem gespannten Leser ein würdiges Ende der Geschichte. Wer eine gut geschriebene und fesselnde Dystopie mit einem wortwörtlich atemberaubenden Setting sucht, der ist hier richtig. Ich kann das Buch trotz meiner kleinen Kritikpunkte nur weiterempfehlen. Von mir gibt es gute 4 von 5 Sternen. (TS)

Reihe:
1. Breathe – Gefangen unter Glas
2. Breathe – Flucht nach Sequoia

  (8)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(19)

39 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 1 Rezension

kowalski, familie, liebe, kowalski familie, scheinehe

Ganz oder Kowalski

Shannon Stacey , Christiane Meyer
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 01.12.2013
ISBN 9783862788446
Genre: Liebesromane

Rezension:

~Inhalt~

Emma Shaw braucht dringend einen Mann! Na ja, zumindest mal einen Verlobten und den auch nicht unbedingt in echt, bloß irgendein Kerl, der sich als ihr zukünftiger Ehemann ausgibt und mit dem sie ihre Großmutter hinters Licht führen kann. Die gibt nämlich keine Ruhe und will diesen, in Wahrheit imaginären Typen unbedingt kennenlernen, bevor sie sich aufs Altenteil zurückzieht und das sonnige Florida unsicher machen will. Not macht ja bekanntlich erfinderisch, denn Emma muss nun dringend einen brauchbaren Kerl aus dem Hut zaubern. Da kommt ein gewisser Sean Kowalski gerade recht, der aktuell seiner Verwandtschaft einen Besuch abstattet und sonst nichts weiter auf dem Plan hat ... Was allerdings beide nicht bedachte haben, dass „Mann und Frau spielen“ auch seine erotischen Tücken mit sich bringt ...

~Einschätzung~

Die Kowalskis sind endlich wieder da und das auch noch in Topform! Nach den Brüdern Joe und Kevin darf nun Cousin Sean ran und gleich mal vorne weg: Der Kerl macht das für meinen Geschmack richtig gut. :)

Mit dem guten Sean stellt uns Shannon Stacey einen Kerl vor, der durchaus etwas von einem typischen Macho hat und das auch noch bei passender Gelegenheit gerne raushängen lässt. Aber – zugegebenermaßen und glücklicherweise – hält sich das hier noch in Grenzen; in den betreffenden Szenen versieht die Autorin das auch wunderbar mit einigem Humor. Ich sag da nur: Autofahren können Männer ja angeblich viel besser als das weibliche Geschlech0.t ;) Ansonsten entspricht Sean genau dem Typ Mann, den wir in der Regel sonst auch als männliche Hauptfigur in witzigen Romantikkomödien finden: sexy, gerne auch als Beziehungsphobiker unterwegs, der aber direkt hier schreit, wenn es darum geht, der holden Weiblichkeit ohne die ganz großen romantischen Gefühle an die Wäsche zu gehen. Er hier ist da wirklich ein Paradebeispiel, aber man muss ihn trotzdem süß finden. :)

Bei unserer Hauptprotagonistin Emma kann man eigentlich auch nicht anders, als sie zu mögen und irgendwie auch total niedlich zu finden. Ich meine: Wie süß ist das denn bitte schön, all das nervige Hin und Her auf sich zu nehmen, nur um den Seelenfrieden seiner Großmutter zu sichern? Mir haben ihre Auftritte als kluge und lustige Person, die ihrer Familie treu ergeben ist, ganz wunderbar gefallen. Auch als Paar geben Sean und Emma eine absolut gute Figur ab und ergänzen sich wirklich hervorragend. Unterstrichen wird das noch durch witzig-spritzige Dialoge, die richtig gut kommen und für mich persönlich richtige Highlights waren.

Insgesamt beschert uns Shannon Stacey hier sicherlich keine besonders komplexe Story oder gar schwierige Charaktere mit wahnsinnig viel Tiefgang, und gerade zu Beginn der Story wirkt das Ganze doch ein bisschen weit her geholt, ob Emmas skurrile Idee mit dem imaginären Verlobten, oder auch Seans Verhalten, erst die entfernte Verwandtschaft nach seiner Army-Zeit zu besuchen statt seiner Eltern, aber ehrlich? Bei einem solchen Schmöker erwarte ich gar nicht unbedingt nachvollziehbare oder absolut reale Handlungsstränge ... Ich lasse mich bei solchen Schmökern ganz gerne treiben und mag es auch mal etwas fantasievoller. :)

Übrigens haben wir hier noch eine kleine aber feine Love Story am Rande, bei der Grandma Cat auf Freiersfüßen wandelt – alte Dame hin, alte Dame her: Die Frau weiß ganz genau, was Sache ist schmunzel

Ansonsten geben die Protagonisten aus den Vorgängern auch hier wieder ihre Visitenkarte ab – ob Joe und Keri oder Kevin mit Beth samt ihrem Nachwuchs – die „bucklige“ Verwandtschaft mit ihren Frotzeleien rundet das Geschehen zu einem echt vergnüglichen Wiedersehen ab. Mit Seans' Bruder Mitch gibt’s ja hier schon einen klitzekleinen Ausblick auf den nächsten Kowalski, der sein Herzensbrecher-Potenzial schon mal kurz aufblitzen lässt.

~Fazit~

Ein amüsanter und fluffiger dritter Teil rund um die Kowalski-Sippe, bei dem die Hauptrollen mit Sean und Emma ein echter Volltreffer sind. Für Liebhaber von leichten Romantikkomödien wirklich tolle Unterhaltung. Von mir gibt’s die volle Punktzahl für unsere Turteltauben in absoluter Hochform! (AK)

  (9)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(20)

41 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 3 Rezensionen

colin, jan14

Liebeserwachen in Virgin River

Robyn Carr , Barbara Alberter
Flexibler Einband
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 01.11.2013
ISBN 9783862788354
Genre: Romane

Rezension:

~Inhalt~

Der Workaholic Jillian Matlock muss ihr Leben komplett neu sortieren: Die bis dato respektierte Leiterin einer PR-Abteilung eines sehr erfolgreichen Software-Unternehmens muss beruflich eine schwere Schlappe hinnehmen, als sie aufgrund bösartiger Verleumdungen eines Kollegen die Firma verlassen muss, die sie von Grund auf mit aufgebaut hat. Ihre Wunden leckend, flüchtet sie nach Virgin River, um dort Ruhe und Frieden zu finden. Ähnliche Gedanken hat ein gewisser Colin Riordan, der sich nach einem Horror-Unfall ebenfalls neu aufstellen muss. Und in der heimelig-friedvollen Umgebung von Virgin River finden die beiden verletzten Seelen so viel mehr als nur einen ursprünglich geplanten Sommer-Flirt für einige Monate ...

~Einschätzung~

Mal wieder ein Gastspiel in Virgin River und das auch noch mit einem der Riordan Brüder! Für mich persönlich schon im Vorfeld ein echtes Highlight, denn diese Kerle haben für meine Geschmack nicht nur das gewisse Etwas, sondern mischen dieses beschauliche Örtchen mit ihrem Überschuss an Testosteron immer so herrlich schön auf. Bisher stand der gute Luke ja auf der Liste meiner Lieblings-Riordans unangefochten auf Nummer eins, aber der gute Colin hat da durchaus auch Potenzial. :)

Mit unserem jetzigen Hauptprotagonisten Colin gab es ja schon im Vorgänger „Das Glück wartet in Virgin River“ ein Kennenlernen, wo es doch recht heftig zur Sache ging und der arme Kerl ziemlich gebeutelt am Schluss dastand. Ein furchtbarer Unfall mit dessen Folgen der gute Colin im Prinzip körperlich und seelisch immer noch in den Nachwehen liegt und hier sein Schicksal in „Liebeserwachen in Virgin River“ weiter gestrickt wird. Die Autorin zeichnete ja zuvor einen eher unsteten und fast schon getriebenen Abenteurer, der gerne hier und dort mal einen Stunt zum Besten gibt, gerne Risiken eingeht und auch sonst nichts anbrennen lässt. Kurzum: ein Hansdampf in allen Gassen. Aber in diesem Schmöker zeigt uns Robyn Carr auch eine ganz andere Seite Colins', der hier seine künstlerische Ader voll ausleben darf und so ein wunderbarer Gegensatz zu dem entsteht, was wir bisher von ihm kennenlernen durften.

An seiner Seite haben wir mit Jillian eine Person, die durchaus ein bisschen anders gestrickt ist als ihr männliches Pendant, aber einen wirklich tollen Part spielt, und das in jeglicher Beziehung. Schon zu Beginn des Schmökers hat sie mich mit ihrer unglaublichen Souveränität für sich eingenommen und daran hat sich bis zum Finale nichts geändert. Sie gibt die eher Bodenständige, die wunderbar ihrem Hobby frönen darf und vom arbeitsbesessenen Bürohengst zur leidenschaftlichen Gärtnerin mutiert. Das tut sie mit unglaublich viel Herzblut, dass man selbst beim Lesen dieses akribische und hingebungsvolle Gärtnern förmlich spüren kann. Da hat Robyn Carr wahrlich nicht mit detailgenauen und liebevollen Beschreibungen gegeizt und gerade mit diesen Szenen zeigt sie einmal mehr, wie intensiv und einfühlsam ihre Schreibe auf uns Leserinnen wirkt.

Wie ja schon Usus bei den Vorgängern, gibt’s auch hier wieder einige Gastspiele früherer Hauptakteure, wobei dieses Mal Luke Riordan munter mitmischt oder sollen wir eher sagen: einmischt? Und das sehr zum Leidwesen seines Bruders schmunzel Da präsentiert uns Robyn Carr Bruderzwist auf höchstem Niveau. ;)

~Fazit~

Jillian und Colin auf der Suche nach Neuorientierung in ihrem Leben. Und das von Robyn Carr mit so viel Sensibilität und Feingefühl in Szene gesetzt, dass diese Love Story ihre volle Punktzahl absolut verdient hat. Der nächste Lesetrip nach Virgin River ist auch schon fest gebucht, wenn es dann Jillians Schwester Kelly in dieses berühmt-berüchtigte Örtchen verschlägt. (AK)

  (8)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(15)

40 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

doppelgänger, mord, tagebuch, zwillinge, jugendthriller

Dunkler Zwilling

Doris Bezler
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei cbt, 25.11.2013
ISBN 9783570162699
Genre: Jugendbuch

Rezension:

~Inhalt~

Max ist der schräge Vogel, auf dem alle in der Schule herumhacken. Doch dann ändert er sein Styling und plötzlich bekommt er ungeahnte Aufmerksamkeit. Grund dafür ist vor allem, dass er dem verstorbenen Maurice zum Verwechseln ähnlich sieht, wie seine Mitschüler meinen. Max ist verwirrt, doch dann beginnt er, nachzuforschen und stößt auf seltsame Zusammenhänge im Fall von Maurices Tod. Als Max Drohbriefe erhält und er und seine Familie in Gefahr geraten, ahnt er, dass ihn etwas mit Maurice verbindet, das irgendjemand nicht gut heißt …

~Einschätzung~

Autorin Doris Bezler schreibt seit vielen Jahren neben Krimis für eine erwachsene Leserschaft auch Jugendbücher. „Dunkler Zwilling“ ist nach „Blinder Rausch“ der zweite Jugendroman aus ihrer Feder, der sich mit dunklen Geheimnissen befasst, die das Familienleben der Figuren erschüttern …

Max kommt neu an seine Schule und sieht sich gleich mit den Attacken der anderen Schüler konfrontiert. Das Schlimme ist, dass er bei seiner Oma, bei der er nun mit seinen Eltern wohnt, kein Internet hat und so viele Dinge nicht mitbekommt. Nur sein Tagebuch bleibt ihm, in das er all seine Gedanken hineinschreibt. So auch die Sache mit Maurice. Als er hört, dass er dem toten Jungen, von dem niemand weiß, ob er sich selbst umbracht hat oder umgebracht wurde, offenbar ähnlich sieht, ist sein Interesse geweckt. Wie kann das sein? War Maurice vielleicht sein Zwilling? Unmöglich, oder? Gemeinsam mit Chiara, der Stiefschwester von Maurice, versucht Max alles über die ungewöhnliche Ähnlichkeit aufzudecken …

Eine Geschichte um böses Blut innerhalb der Familie, um einen mysteriösen Tod und der schleichenden Gefahr durch Drohungen und schlimmen Taten, die einem unversehens angetan werden. Eine sehr jugendliche Geschichte mit einer interessanten Mischung aus Max’ und Chiaras Erlebnissen und den Tagebucheinträgen von Max.

Für den Ansatz einer Idee, die ich gefühlt sehr oft gelesen habe, fand ich diese Version, mit dem „Zwilling, von dem man nichts weiß“ wirklich sehr gelungen, weil da noch einiges mitspielt, das ich so nicht erwartet hätte.

Max ist als Protagonist passend gewählt. Er ist das genaue Gegenteil von Maurice, was ein Bild von dem toten Jungen abgibt, obwohl man lediglich im Prolog etwas von ihm zu lesen bekommt, nämlich kurz bevor er stirbt. Zusammen mit der charismatischen Chiara will der eher ruhige, sympathische Max herausfinden, was wirklich mit Maurice passiert ist. Und was es mit der Zwillings-Sache auf sich hat, falls sie denn stimmt.

Schön fand ich, dass man sich als Leser nicht immer allzu sicher sein kann. Ist an Max’ Theorie mit dem Zwillings-Sein nun etwas dran oder nicht? Ja… Nein? Und wenn ja, was genau? Wieso wurden die beiden nach ihrer Geburt getrennt? Dies hat die Autorin nett verpackt und spannend in leichte, junge Worte gepackt. Ein gelungener Thriller für jüngere Leser und Junggebliebene.

~Fazit~

Der Jugend-Thriller „Dunkler Zwilling“ von Doris Bezler bietet solide Spannung mit ein paar überraschenden Wendungen und spannenden Familien-Geheimnissen. Von mir gibt es 4 von 5 Punkten. (DL)

  (8)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(45)

103 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

liebe, verstümmelung, judith, dorf, verbrechen

Ich bin die, die niemand sieht

Julie Berry , Stephanie Singh
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei cbj, 11.11.2013
ISBN 9783570402092
Genre: Jugendbuch

Rezension:

~Inhalt~

Die achtzehnjährige Judith lebt unter ärmlichen Verhältnissen in einem Dorf, wo sie als Schande gilt, nach dem ihr etwas Schreckliches zustieß. Vor zwei Jahren hat sie gesehen, wie ihre Freundin ermordet wurde. Dann wurde sie verschleppt und gefangen gehalten. In der Gefangenschaft wurde ein Stück ihrer Zunge abgeschnitten. Als sie endlich zurückkehrt, ist nichts mehr so wie vorher. Alle glauben, sie sei verflucht. Sie kann sich ja auch nicht mehr äußern. Ihre große Liebe Lucas soll zudem eine andere heiraten. Judith steht vor schweren Entscheidungen – soll sie wirklich versuchen, endlich wieder zu reden, auch wenn dieses Vorhaben zum Scheitern verurteilt ist?

~Einschätzung~

Julie Berry hat schon mehrere Bücher veröffentlicht, mit „Ich bin die, die niemand sieht“, dürfen nun auch wir deutschen Leser von ihrem Talent, besondere Geschichten zu kreieren, kosten. Ich hoffe, da kommen noch mehr Übersetzungen – ich wäre definitiv und gerne dabei!

„Am liebsten würde ich umkehren und im Gefolge der Reiter zu dir zurückkehren. Wenn du mich ließest, würde ich deine Angst mit Küssen vertreiben. Du fändest bei mir Ruhe. Ich würde an deiner Seite sterben und wäre glücklich.“ (Seite 58)

Judith ist in Lucas verliebt. Schon seit einer Ewigkeit. Aber es ziemt sich nicht für ein Mädchen wie sie, für den begehrtesten der Junggesellen in ihrem Dorf zu schwärmen. Auch, wenn sie ihn schon so lange kennt. Nachdem Judith jedoch zwei Jahre verschwunden ist und dann verstümmelt wieder auftaucht, erinnert sie sich daran, wie sehr sie Lucas braucht. Nur, dass sie jetzt eine Ausgestoßene ist und selbst von ihrer Mutter verachtet wird, weil sie nicht mehr sprechen kann und niemand weiß, was ihr wirklich zugestoßen ist. Judith wird bald klar, dass sie reden muss, um das Schicksal in eine andere Richtung zu lenken, auch, wenn es unmöglich scheint …

Eine Geschichte, die durch ihre leichte Eleganz, einem ausgefallenen Stil und einem tollen historischen Setting begeistert. Ich habe mich sogleich von Judiths Welt angesprochen gefühlt. Man weiß als Leser zwar nicht genau, in welcher Zeit das Ganze spielt, ahnt aber, dass es weit in der Vergangenheit sein muss, weil hier mit Begrifflichkeiten umgegangen wird, die weiter in der Geschichte zurückliegen, z.B. Pranger.

Die Hauptfigur Judith ist ein ruhiges Mädchen, das mit ihrer tragischen Vergangenheit ein ganz faszinierendes Netz durch die Gesamtstory webt. Ich fand Judith einfach klasse und perfekt für diese Art von Geschichte, die insgesamt auch eher ruhiger und nachdenklich daherkommt. Lucas ist ebenfalls sehr sympathisch. Dazu kommen diverse sehr individuelle Dorf-Bewohner, die Judith zum Teil abgeneigt sind, zum Teil dabei sind, ihr doch eine Chance zu geben, um zu beweisen, dass sie weder dumm ist noch verflucht.

Insgesamt finde ich das Buch bezaubernd und gleichzeitig sehr spannend. Man möchte einfach wissen, ob Judith es schafft, zu reden und auch, was ihr wirklich zugestoßen ist.

Die Geschichte überrascht mit einer ungewöhnlichen Erzählweise, denn die Protagonistin Judith benutzt immer wieder das Wort „du“, als würde sie Lucas direkt ansprechen. Der Schreibstil an sich ist eher salopp, in kurzen Sätzen gefasst, aber auch irgendwie sehr schön. Ich habe das Buch jedenfalls nur so verschlungen.

~Fazit~

Ein ungewöhnliches, intensives, fesselndes Jugendbuch von Julie Berry, das in weit vergangener Zeit spielt und sich um große Themen wie Mut, Einsamkeit, Vertrauen und nicht zuletzt die Liebe dreht. Von mir gibt es verzauberte 5 von 5 Punkten. (DL)

  (8)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(15)

73 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

gefühle, musik, salzburg, wei, venedig

Entscheide dich, sagt die Liebe

Siri Goldberg ,
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Thienemann-Esslinger, 09.10.2013
ISBN 9783522201728
Genre: Jugendbuch

Rezension:

~Inhalt~

Die 20-jährige Clara ist eine aufstrebende Pianistin. Von klein auf wurde sie von ihrem Vater, einen berühmten Dirigenten, dazu gedrängt, die Weltspitze im Klavierspielen anzustreben. Clara liebt das Klavierspielen, also erfüllt sie ihm gerne diesen Wunsch. Doch als ihr Vater verstirbt, bricht für sie eine Welt zusammen. Ein Bewunderer ihres Könnens, der sich unsterblich in sie verliebt hat, holt Clara daraufhin nach Venedig. Paolo legt ihr die Welt zu Füßen und möchte sie heiraten, aber Clara ist viel zu sehr darin gefangen, herauszufinden, wer ihr Vater wirklich war, denn sie entdeckt einige Ungereimtheiten seiner Vergangenheit. Dazu kommt, dass Clara sich bei Paolo nicht ganz sicher ist, und sein bester Freund Daniele sich ebenfalls in sie verliebt …

~Einschätzung~

Die österreichische Autorin Siri Goldberg, die bereits das Jugendbuch „Farnblütenträume“ veröffentlicht hat, erzählt mit „Entscheide dich, sagt die Liebe“ einen leisen, eindringlichen Roman, der die Liebe in den Mittelpunkt stellt und mit ihr ganz ungeahnte, dramatische, aber auch spannende Wege geht.

Clara hatte bislang keine Zeit für Freunde oder die Liebe. Sie ist auf dem Weg, eine weltberühmte Pianistin zu werden und muss täglich viele Stunden am Klavier sitzen und üben. Das tut sie auch mit Hingabe – bis ihr geliebter Vater stirbt und sie sich plötzlich völlig allein fühlt. Als sie Paolo, ein Typ, der sich selbst für den zweiten Casanova hält, zu sich holt und sie mit Reichtümern und seiner Liebe überschütten möchte, beschließt Clara, es mit ihm zu versuchen. Dennoch muss sie bald erkennen, dass nicht alles Gold ist, was glänzt. Die Vergangenheit ihres Vaters lässt ihre heile Welt zusammenstürzen. Und dann ist da noch die Liebe, die Entscheidungen verlangt …

„Entscheide dich, sagt die Liebe“ ist ein intensives Gefühls-Chaos, das durch eine schöne Sprache, tollen Charakteren und schönen Handlungsorten (z.B. Venedig) zum Träumen einlädt!

Protagonistin Clara, die Virtuosin mit der Leidenschaft für Musik, zaubert Wärme in das Herz der Leser. Ich, die ich eigentlich eher nicht die Leserin bin, die übermäßig auf rosarote Liebesgeschichten abfährt, habe mich vor allem durch diesen sehr starken Charakter, der sanfte, nachdenkliche Züge aufweist, in eine wirklich schöne Liebesstory entführen lassen, wo ich im Nachhinein denke: Hach ja, so geht’s also auch!

Andere Figuren, wie etwa Paolo, der sich für Mister Casanova Teil zwei hält und einerseits zwar witzig sein kann, aber auch etwas zu sehr überzeugt von sich ist oder Daniele, der beste Freund von Paolo, der weiß, dass er ja eigentlich keine Chance bei Carla hat, weil Paolo Carla nun mal als seinen „Engel“ auserkoren hat, der mit seiner sanften Art ein schöner Gegenpol zu dem temperamentvollen Paolo war.

Das Buch hält nicht nur Liebes-Chaos bereit, sondern auch das Eintauchen der Protagonistin in die Vergangenheit ihres Vaters, was ich wirklich sehr interessant und auch spannend fand, weil man dadurch nebenbei auch noch Abwechslung geboten bekommt. Außerdem dreht sich das Buch um Musik und bezaubert dabei mit vielen schönen Szenen rund um die Magie der Noten und Klänge. Zum Verlieben schön!

~Fazit~

Romantik, Drama, falsche Entscheidungen – alles dabei im Jugendroman von Siri Goldberg, der mit dem passenden Titel „Entscheide dich, sagt die Liebe“ daherkommt. Von mir gibt es 5 von 5 Punkten. (DL)

  (15)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(15)

48 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

jugenbuch, abenteuer, henry wilkins, fantasy

Deep - Gefahr aus der Tiefe

Jens Schumacher
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Loewe, 21.10.2013
ISBN 9783785575123
Genre: Jugendbuch

Rezension:

~Inhalt~

An den Küsten Javas wird ein altes, deutsches U-Boot gesichtet. Die Entdecker sind schreckerstarrt über ihren Fund. Ist es möglich, das sich im während des Zweiten Weltkriegs gesunkenen U-Boots noch Leben befindet? Tödliches Leben?

Der 16-jährige Henry, der sich zurzeit mit seinem Vater, dem berühmtem Wissenschaftler Donald Wilkins, für Forschungsarbeiten in Java befindet, lässt der U-Boot-Fund nicht mehr los. Er will unbedingt herausfinden, was für Wesen da unten zu finden sind. Doch diese bringen nicht nur ihn in Gefahr, sondern die gesamte Menschheit …

~Einschätzung~

Der Autor Jens Schumacher hat bereits über 50 Bücher in verschiedenen Genres veröffentlicht. „Deep – Gefahr aus der Tiefe“ ist nun nach „Frozen – Tod im Eis“ der zweite atemberaubenden Thriller, den ich von ihm lesen durfte. Das Buch vereint Science Fiction, Fantasy-Elemente und Abenteuerfeeling.

Henry, der oftmals gemeinsam mit seinem Vater, einem Forscher, reist, findet sich in Java wieder: einer aufregenden Gegend mit tollen Stränden und Urlaubsklima. Allerdings kommt Henry kaum dazu, seine Seele baumeln zu lassen. Stattdessen stößt er auf die Info eines spektakulären Fundes. Die Entdecker des U-Boots halten sich jedoch bedeckt, bis Henry erfährt, dass ein exzentrischer Milliardär darauf aus ist, die Wesen, die sich scheinbar in dem Wrack befinden, zu befreien, um den Ruhm dafür, den er sich erhofft, lediglich für sich einzustreichen. Henry aber wird bald klar, das diese Idee für die Menschheit große Gefahr bedeuten würde. Er muss so schnell wie möglich ins Meer in die Tiefe und alles verhindern, bevor es zu spät ist…

Nachdem ich „Frozen – Tod im Eis“ so großartig fand, war ich sehr gespannt, ob der Autor auch mit „Deep – Gefahr aus der Tiefe“ einen so aufregenden Roman schaffen konnte. Was man in den Büchern des Autors findet, mag ich mitunter ganz gerne mal: viel Abenteuer, schräge Typen, kaum Romanze, Action und Monster. Topp!

„Frozen“ und „Deep“ haben eine Gemeinsamkeit: In beiden Büchern geht es um Henry und seinen Vater. In „Deep“ gibt es Erinnerungsfetzen aus „Frozen“. Henry ist auch älter geworden. Aber obwohl dieselben Figuren vorkommen, ist es möglich, die beiden Bücher unabhängig von einander zu lesen, da die Stories in sich abgeschlossen sind.

Ich hab mich gefreut, den neugierigen, mutigen Henry wieder in einer abenteuerlichen Story zu lesen. Genau wie seinen sympathischen, sehr intelligenten wie auch charismatischen Vater. Die beiden sind ein gutes Team, die sich nach ihrer „Frozen“-Reise in der Antarktis in die Tiefe des Meeres begeben – wieder mal auf Monsterjagd, gekoppelt mit der Sorge um die Menschheit – ein Plot, der Spannung verspricht, was hier auch gekonnt in vielen bildhaften Szenen umgesetzt wurde!

Ich mag die rasante, packende wie dichte Erzählweise des Autors sehr. Sie hält einen wirklich im Bann, von der ersten bis zur letzten Seite. Dabei geht es mitunter sogar ein wenig gruselig zu. Konzentriert muss man bei dieser Story aber bleiben, weil immer irgendwas Wichtiges passiert, was mir sehr zusagte, da es den Barometer der Spannung stets in richtiger Höhe hielt.

Man mag vielleicht auf den ersten Blick meinen, dass die Geschichte eher was für den männlichen Leser ist, aber nö! Da kann ich was anderes behaupten! Mir hat der Ausflug ins Meer wirklich gut gefallen und ich bin gespannt auf mehr Abenteuerromane aus der Feder des Autors. Bin auf jeden Fall dabei!

~Fazit~

Abenteuerlich, spektakulär, monsterhaft – ein großartiger neuer Roman von Jens Schumacher, der Thrill und Science Fiction beinhaltet, fast ohne Romantik auskommt und mit gruseligen Wesen aufmischt. Super! Von mir gibt es 5 von 5 Punkten. (DL)

Die Abenteuer von Henry und seinem Vater:
1. „Frozen – Tod im Eis“
2. „Deep – Gefahr aus der Tiefe“

  (15)
Tags:  
 
506 Ergebnisse