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47 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

freibeuter, pirat, francis drake, england, historischer roman

Der Pirat

Mac P. Lorne
Flexibler Einband
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.07.2016
ISBN 9783426517482
Genre: Historische Romane

Rezension:

Francis Drake – eine schillernde Persönlichkeit, damals wie heute. In diesem Buch geht es um die erfolgreichsten Jahre des englischen Piraten und wie er es geschafft hat, England zur Blüte seiner Zeit zu verhelfen. Spannend und unterhaltsam!

Die Person des Francis Drake wurde mir mit jeder Seite sympathischer. Er zeichnet sich durch viele gute Seiten aus, aber auch seine herrlich schlechten Fähigkeiten, zum Beispiel in Diplomatie machen ihn noch sympathischer. Doch zeigen sich auch später durch sein sehr bestimmtes, teilweise an Arroganz grenzendes Verhalten, weniger positive Seiten, das vor allem nachhaltige schreckliche Konsequenzen nach sich zieht. Aber gerade diese Sachen lassen Drake menschlich erscheinen, was mir an dem Buch sehr gut gefällt.

Es könnte natürlich schnell geschehen, dass neben Drake alle anderen Personen blass erscheinen, aber der Autor verkennt nicht, dass es noch andere Personen gab, die Drake geholfen haben, das zu vollbringen, was er vollbracht hat. So gab es noch den Schiffsbauer Matthew Baker und den etwas eigenbrödlerischen Joachim Gans. Doch auch seine Crew, allen voran Diego halten ihm immer wieder den Rücken frei. Und ohne Queen Elizabeth und ihrem Berater Walsingham wäre Drake nicht zu der Figur geworden, die er war. Die Figuren werden ebenso schön beschrieben und trotz der vielen verschiedenen Namen, die auftauchen, schafft der Autor es durch seine Beschreibungen jede Person eigenständig werden zu lassen.

Die Handlung mutet teilweise schon märchenhaft an, aber wie später im umfangreichen Nachwort nachzulesen ist, hält der Autor sich hier an historischen Fakten, die trotzdem spannend und unterhaltend erzählt werden. Es gibt einige Überraschungen und Drake bei seinen Reisen und Abenteuern zu begleiten, macht sehr viel Spaß, weswegen ich das Buch wärmstens empfehlen kann.

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Tags: elizabethanisches zeitalter, elizabeth i, francisdrake, freibeuter, historischerroman, pirat, walsingham   (7)
 

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328 Bibliotheken, 12 Leser, 2 Gruppen, 100 Rezensionen

cornwall, kate morton, vergangenheit, familie, geheimnis

Das Seehaus

Kate Morton , Charlotte Breuer , Norbert Möllemann
Fester Einband
Erschienen bei Diana, 29.02.2016
ISBN 9783453291379
Genre: Romane

Rezension:

An einem großen Mittsommerfest verschwindet der einjährige Theo. Theos Familie ist vom reichen Landadel und der Fall wird nie aufgeklärt. Nach 70 Jahren ist dieser immer noch präsent. Das Herrenhaus - mittlerweile verlassen - wird von einer jungen Polizistin, Sadie, gefunden, die sofort auf den ungelösten stößt und da sie gerade von ihrem Dienst suspendiert wurde, hängt sie sich an die kalt gewordenen Spuren, um sich von ihren eigenen Problemen abzulenken.

Kate Morton entwirft in diesem Buch ein märchenhaftes Szenario, dass sich rund um das Haus am See strickt. Sowohl die Protagonisten, die sich über vier Generationen hin strecken, als auch das Setting hat einen märchenhaften Glanz, dass den Leser sofort in seinen Bann zieht. Der Schreibstil mit seinen großen bildhaften Beschreibungen passt perfekt dazu.

Die Handlung ist sehr vielschichtig und nach und nach bekommt der Leser Stückchen von der Autorin zugeworfen. Dabei wird darauf geachtet, dass die beiden Zeitebenen, in die der Roman spielt, harmonisch zueinander abgestimmt sind, so dass es weder zu Lücken oder Sprüngen in der Handlung kommt, aber auch nicht zu langweiligen Wiederholungen. Ein Hauptaugenmerk liegt aber in jedem Fall auf die frühere Handlung als auf die aktuelle. Der Leser wird öfter auf falsche Fährten gelockt und doch erkennt man am Ende, dass nicht alle Fährten so falsch waren, wie man es dann später gedacht hat. Das gefiel mri sehr gut.

Auch die Charaktere gefielen mir überaus gut. Jede Person hatte seine eigene starke Persönlichkeit, hat Wandlungen erlebt und ist auf seine eigene etwas verwirrende Art in die Handlung eingeflochten. Jeder hat seine Last zu tragen, so dass auch jeder irgendwie "Schuld" an Theos Verschwinden hat. Eigentlich wäscht keiner seine Hände in purer Unschuld und durch jahrelanges Schweigen, eingefleischte Meinungen kann der Fall kaum gelöst werden. Keine der Personen ist durchaus böse oder gut, es gibt viele verschiedene Ebenen der Personen. Lediglich eine Person war mir bis zum Schluss kaum greifbar, was ich sehr schade, aber eventuell auch so von der Autorin gewollt war.

Am Ende werden alle losen Fäden aufgelöst. Es ist ein klassisches Friede-Freude-Eierkuchen-Ende mit dazu passendem Epilog. Mir persönlich war das viel zu viel und viel zu kitschig, passte aber dann wieder zu diesem schrecklich-kitschigem Buchcover. ;)
Das Buch bot viel Potenzial, aber es ließ am Ende dann zu wenig Raum für einige Gedanken, so dass ich leider auch ein halbes Sternchen abziehen muss.

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28 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

weltwirtschaftskrise, new deal, eleanor roosevelt, zweiter weltkrieg, us-präsident roosevelt

An einem Tag im Mai

Jenny Bond ,
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 16.11.2015
ISBN 9783832163358
Genre: Romane

Rezension:

Iris McIntosh, Lehrerin, ist ein Opfer der Weltwirtschaftskrise in den 1930er Jahren in Amerika. Arbeitslos, ohne Verwandte gibt sie sich auf den Weg durch Amerika in eine ungewisse Zukunft. Bis sie Eleanor Roosevelt zufällig trifft und von ihr einen Job angeboten bekommt.
Eleanor Roosevelt, First Lady, nutzt die ihr gegebenen Chancen und schafft es zusammen mit ihrem Mann Amerika aus der Krise herauszubugsieren. Dabei vertritt das Ehepaar häufig verschiedene Standpunkte, doch in Partnerschaft verbunden, wollen sie das beste für ihr Land.

Die Buchbeschreibung und auch der Anfang des Buches machen Hoffnung und lassen einen auf einen interessanten historischen Roman mit politischen Ansätzen freuen. Doch sind die Kapitel kurz, wechseln häufig die Perspektive und es gibt oft große Zeitsprünge, so dass man sich immer wieder neu in die Handlung hineinfinden muss. Bei manchen Büchern kein Problem, bei diesem führte es dazu, dass ich oft den Faden verlor und manche Verknüpfungen nicht herstellen konnte. Da konnte die Leserunde, in der ich das Buch las, immerhin hin und wieder Abhilfe schaffen. Woran liegt das?

Zum einen sind die Figuren sehr blass dargestellt. Vor allem Iris McIntosh springt so oft hin und her, kann keine Entscheidungen treffen und der Grund ihres Handelns war mir oftmals nicht klar. Anfangs wird ihre innere Gefühlswelt sehr deutlich beschrieben, aber später bleibt davon nicht mehr viel übrig, vor allem da sie mehr oder weniger versucht, ihre Herkunft und die harte Zeit zu vertuschen. Prägend für ihre weitere Handlung war da nichts. Und leider wird die Protagonistin dadurch auch immer unsympathischer. An sich kein Grund für ein schlechtes Buch, aber bei den eh schon schwierigen Voraussetzungen, hilft das dem Leser nicht gerade weiter. Die Nebenfiguren sind teilweise etwas deutlicher gezeichnet, nehmen aber zu wenig Raum ein, um das auszugleichen. Zumal ich keine Entwicklung bei denen sehe und durch die Zeitsprünge sind die Figuren auch immer nur hin und wieder auf der Bildfläche.
Bei den historischen Figuren, wie Eleanor, Franklin, Hicks etc. hat die Autorin sich ein wenig mehr Mühe gegeben. Die Kapitel mit diesen Figuren und die dazugehörige Politik waren immer sehr interessant und spannend. Doch leider wurden die komplexen Themen meist nur einmal angesprochen, so dass eine Entwicklung nicht verfolgt werden konnte - mit Ausnahme von ein oder zwei Sachen. Die Autorin schaffte es zwar, die komplexen Themen in einfachen Sätzen gut darzustellen, doch da sie meist eher beiläufig erwähnt worden, habe ich die fast alle wieder vergessen.

Zum anderen liegt ein großer Fokus auf einer Dreiecksbeziehung zwischen der Protagonistin und zwei anderen Männern. An sich könnte das vielleicht eine interessante Bereicherung sein, aber da die Probleme nur aufgrund der Entscheidungslosigkeit von Iris' auftauchten, war mehr sehr schnell, sehr genervt davon und wollte entweder eine Entscheidung haben und keinen Entscheidungsprozess über 50 Seiten oder einfach gar nichts mehr davon lesen und dafür mehr zB über die Politik erfahren. Denn in dem Buch arbeitet Iris durchaus an interessanten Projekten, über die ich mich gefreut hätte, mehr zu erfahren, als ihr immer wieder beim Entscheiden zu zu gucken.

Leider habe ich von diesem Buch nicht viel mitgenommen. Normalerweise prägen historische Romane ein wenig mein Empfinden dieser Zeit oder diesen Personen gegenüber. Außer der Umgang mit den Japanern ist mir nicht viel im Gedächtnis und noch weniger im Gefühl geblieben. Schade.

In ihrem Nachwort erwähnt die Autorin, dass sie durch Zufall von der Köchin im Weißen Haus, Henriette Newbitt, inspiriert wurde, dieser Figur werden auch Rückblendekapitel gewidmet, die ich am Anfang noch amüsant, aber später überflüssig und langweilig fand, weil sie nichts zur Handlung beitrugen. Die Idee von ihr gefällt mir und man hätte da tolle Sachen draus machen können, aber leider ist ihr das hier überhaupt nicht gelungen.

Auch ich hätte das Buch abgebrochen, wenn ich nicht in einer Leserunde gebunden gewesen wäre...

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112 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 25 Rezensionen

new york, liebe, historischer roman, jennifer donnelly, familie

Straße der Schatten

Jennifer Donnelly ,
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Pendo Verlag, 09.11.2015
ISBN 9783866123984
Genre: Romane

Rezension:

Ich wollte das Buch unbedingt lesen, weil ich von der Teerose-Reihe so begeistert war. Schnell wird klar, dass es in diesem Buch um ein ganz anderes Thema geht und so auch der Tenor des Buches ein ganz anderer ist. Trotzdem konnte ich mich schnell einlesen und fühlte den Puls des Settings.

Jo ist dabei eine mutige junge Frau, die sich gut als Protagonistin eignet. Durch ihre Naivität stolpert sie in Situationen, die ein vernüftiger Mensch gemieden hätte. Aber sie erlebt viel und langsam kommt sie der Kriminalgeschichte rund um ihren toten Vater auf die Spur. In der Leserunde sind eingefleischte Krimileser schnell auf die richtige Fährte gekommen. Ich hingegen, die nur hin und wieder mal zu einem Krimi greift, fand die Indizien weniger eindeutig und konnte mich ganz und gar packen lassen und in den Sog lesen. Ich fand die Geschichte eigentlich bis zum Schluss spannend. Nicht nur der Plot war gut gedacht, auch die damaligen Lebensumstände fand ich gut gezeichnet. Auf der einen Seite die sorgenlose Welt der Reichen, in der man sich aber auch schnell eingesperrt vorkommen kann. Auf der anderen Seite das harte Leben der Armen, die ihre Freiheit genießen, aber oftmals sich Menschen unterordnen müssen, um überleben zu können oder auch nicht wissen, wie sie überhaupt die nächste Woche überleben sollen. Die Welten, die eigentlich strikt getrennt sind, werden in diesem Roman geschickt aufgebrochen und durch die Sicht von Jo werden die Unterschiede wahrgenommen. Das war eine spannende Perspektive, die nicht nur schwarz-weiß gemalt war, sondern mit vielen Grautönen beschrieben wurde.

Die Entwicklung der Personen war klug gemacht. Es gab viele verschiedene Charaktere, die nicht schlichtweg gut oder böse waren, sondern oftmals eine Mischung aus beiden Seiten oder sogar aus beiden Welten. So fand ich nicht nur die Protagonisten spannend, sondern auch die Nebenfiguren haben einen tollen Charakter bekommen und interessante Entwicklungen hingelegt. Das hat mir außerordentlich gut gefallen, vor allem so Personen wie Bram, von denen ich das nicht erwartet habe, haben mich gegen Ende des Buches nochmal positiv überrascht. Lediglich der Bösewicht wird zum Ende hin sehr negativ dargestellt, was ich ein wenig schade finde.

Insgesamt war das Buch für mich packend und ein Lesevergnügen. Der Stil der Autorin ist gewohnt detailreich und schön und übt einen Sog aus. Also alles in allem ein schönes Buch, auch wenn es nicht an die Teerose-Reihe heranreicht.

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61 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

historischer roman, limes, römer, germanen, barbaren

Die steinerne Schlange

Iny Lorentz
Fester Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Knaur, 01.10.2015
ISBN 9783426653517
Genre: Historische Romane

Rezension:

Das römische Reich breitet sich immer weiter aus. Bisher lebten sie im friedlichen Handel mit den germanischen Stämmen. Doch der römische Imperator giert nach Macht und lässt über seinen General Quintus sein Land Richtung Germanien erweitern. So geht er Bündnisse mit den angrenzenden germanischen Stämmen ein, aber nicht jeder Stamm strebt nach einem solchen Bündnis, so dass sich bald rebellische Gruppen gründen, in denen die Germanin Gerhild eine Schlüsselrolle spielt.

Mein letzter Lorentz-Roman ist schon eine Weile her. Anfangs habe ich die Bücher verschlungen. Eine wilde spannende Handlung mit starken weiblichen Charakteren - dafür steht das Autoren-Duo. Genauso wie in diesem Buch ebenfalls. Doch leider hat sich mein Lesegeschmack etwas gewandelt. Lieber habe ich es weniger packend, dafür realistischer und mehr mit historischen Einzelheiten versehen. Darauf verzichtet die Autoren weitgehend. Bis auf den ein oder anderen Schnitzer bemühen sie sich zwar um eine historisch angemessene Sprache, aber auf historische Details, wie z.B. das religiöse Leben und Denken der germanischen Stämme, darauf wird eher wenig bis gar nicht eingegangen.

Mit Gerhild haben wir zudem eine starke Heldin, der mehr oder minder alles gelingt. Sie gerät zwar immer wieder in scheinbar auswegslose Situationen, aus denen sie sich immer wieder herauswinden kann. Mir war das irgendwann ein wenig zu viel. Weniger ist manchmal mehr... Dennoch war es auch amüsant, ihre Heldentaten zu verfolgen, denn sie sorgten immer für genügend Spannung. Es geschieht viel und es wird sich nicht mit langatmigen Beschreibungen von Landschaften, Schlachten o.ä. aufgehalten.

Ein letzter Kritikpunkt ist noch die Schwarzweißmalerei, die in diesem Buch doch recht deutlich betrieben wird. Die Römer sind die Bösen, die Germanen die Guten. Es gibt zwar auch ein Germane, der aus diesem Schema herausfällt, aber ansonsten ist das doch recht deutlich. Mir kam ein wenig zu kurz, dass es im römischen Reich doch auch sehr wertvolle Erungenschaften gab, die unser Leben bis heute noch prägen und nicht alles so schlecht dort war, wie in desem Buch dargestellt. Das fand ich ein wenig schade, aber gut. Aus Sicht der Germanen, aus der dieses Buch größtenteils dargestellt ist, mag das vielleicht anders gewesen sein.

Alles in allem ein Roman mit rasanter Handlung, die einige Überraschungen bereit hält und die Leser, die keine Ansprüche an historischer Detailtreue habe, durchaus in den Bann schlagen kann.

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83 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

london, mode, jugendbuch, studium, freundschaft

Heute trägt der Himmel Seide

Ellen Alpsten
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Coppenrath, 01.06.2015
ISBN 9783649617044
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Alice wagt den großen Sprung. Aufgewachsen in einem kleinen Dorf in Franken, fängt sie an an der großen Modeschule in London zu studieren. Nervös und doch voller kreativer Ideen begibt sie sich in die fremde Stadt und versucht ihr Glück in der hartumkämpften Modewelt. Klar, dass das kein einfacher Wechsel wird und sie an ihrer neuen Schule gleich Freunde und Feinde findet.

In diesem Buch wird man nicht nur ins spannende London geführt, sondern auch in die facettenreiche Modewelt. Dabei gelingt es der Autorin mit ihren alltäglichen detailgetreuen Beschreibungen, den Leser in beides hervoragend zu versetzen. Die Phantasie wird automatisch angeregt und man fiebert von der ersten bis zur letzten Seite mit der Protagonistin mit, auch wenn man selber kein eingefleischter Modefan ist. Doch auch die Beschreibung der Umgebung ist so schön gestaltet, dass ich mich direkt an meinen London-Urlaub zurück erinnert und wiedergefunden habe.

Der Plot ist mit Spannung aufgebaut. Es werden geschickt verschiedene Hinweise eingestreut, die aufmerksame Leser bemerken, so dass ein Miträtseln möglich ist. Schön dabei war, dass trotzdem am Ende bei der Auflösung noch einige Überraschungen blieben, so dass die Handlung mit all ihren Wendungen nicht vorhersehbar. Besonders gefallen hat mir die sehr sanft und schön erzählte Liebesgeschichte, die unter die Haut ging und auch ein Herzklopfen bei mir verursacht hat.

Die Hauptpersonen fand ich lebhaft beschrieben. Sie waren nicht nach dem schwarz/weiß-Prinzip gezeichnet, sondern hatten unterschiedliche Seiten, die glaubhaft miteinander verknüpft wurden. So erfrischten sie das Buch in einer tollen Art und Weise. Die Nebencharaktere blieben dafür ein wenig auf Strecke, doch da diese für die Handlung einen sehr unerheblichen Part hatten, hat mich das nicht weiter gestört.

Alles in allem hatte ich ein wunderbares Lesevergnügen und habe wieder einmal mehr gemerkt, dass ich doch wieder öfter zu Jugendbüchern greifen sollte. :)

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59 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 32 Rezensionen

preußen, friederike, historischer roman, bettina hennig, preussen

Friederike. Prinzessin der Herzen

Bettina Hennig
Flexibler Einband: 704 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 19.01.2015
ISBN 9783442480227
Genre: Historische Romane

Rezension:

Die preußische Prinzessin Friederike stammt aus dem ärmeren Adel, doch durch die geschickte Heiratspolitik ihrer Großmutter schafft sie mit dem preußischen Prinzes Ludwig verheiratet zu werden, während ihre Schwester Luise den Thronfolger heiratet. Im Gegensatz zu Luises Ehe ist Friederikes weniger von Liebe und Hochachtung geprägt. Dabei war Liebe und eine Familie doch immer das einzige, was Friederike sich wirklich vom Leben gewünscht hat...

Während über die Königin Luise sehr viel bekannt ist, stand Friederike immer eher im Schatten ihrer Schwester. Zu Unrecht, wie ich nach der Lektüre des Buches empfinde: Friederike hatte ein ereignisreiches Leben mit vielen Tiefen und einigen Höhen, so dass die historischen Ereignisse einen spannenden Plot bieten. Diese Spannung weiß Bettina Hennig gut zu nutzen und schreibt ein Roman, der fesselt und unheimlich interessant ist. Man merkt beim Lesen, dass Hennig gut recherchiert hat und eher wenig selbst hinzudichtet. Vor allem die hin und wieder eingestreuten Zitate, die sie aus Briefen, Tagebucheinträgen und sonstigem hat, haben mir hierbei sehr gut gefallen.

Die Personen sind schön gezeichnet. Schön fand ich die Ambivalenzen, die sich teilweise aufgetan haben und die auf die historische Quellenlage zurückzuführen sind. So zB das Verhalten von Louis Ferdinand in einigen Situationen. Man bekommt verschiedene Erklärungen für sein Verhalten geliefert und kann sich quasi selbst aussuchen, welche man glauben will. Dabei ist das durch die verschiedenen Ansichten der handelnden Personen geschickt ausgearbeitet, so dass der Roman an sich sich nicht widerspricht. Auch hier merkt man wieder die tiefen Recherchen die in dem Buch stecken.

Der Schreibstil ist davon ebenfalls gezeichnet. Er passt sich dem Sprachstil der damaligen Zeit an, so dass viele französische Lehnwörter zu finden sind, die teilweise heute in den normalen hochdeutschen Sprachgebrauch, teilweise aber auch nur im Dialekt wiederzufinden ist. Gewünscht hätte ich mir deswegen teilweise auch ein kleines Glossar.

Alles in allem war es aber ein schöner Schmöker, der einen tollen Drahtseilakt zwischen Roman und Sachbuch hinbekommen hat, da keine Fiktion, sondern nur persönliche Deutung zu finden ist, aber alles in der Romanform präsentiert wird.

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64 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 33 Rezensionen

berlin, kommunisten, nsdap, wohngemeinschaft, fotografin

Winterfeldtstraße, 2. Stock

Johanna Friedrich
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Schroeder, Marion von, in Ullstein Buchverlage GmbH, 30.09.2014
ISBN 9783547712001
Genre: Historische Romane

Rezension:

In den 1920er Jahren findet sich im wildem Berlin eine verrückte Truppe zusammen, um in Zeiten der Inflation in einer WG zu überleben. Jeder bringt sein eigenes Schicksal mit und hat teils sehr konträre Ansichten über das Leben.

Der Roman wartet mit fünf sehr unterschiedlichen Charakteren auf: die lesbische in die Jahre gekommene "Sängerin", die verwitwete Fotografin, der glücklose Bruder, der reiche Eigenbrödler und der zuverlässige Orientierungslose. Die Personen erleben dabei Entwicklungen, die so gut in die Zeit passen, dass man während des Lesens deren Zwiespalt begreift. So konträr wie die Personen sind, war auch die Zeit und das alles miteinander gepaart, ergibt in diesem Buch eine explosive Mischung und wartet immer gespannter auf den großen Knall, wie dieser aussehen und es somit auch enden wird. Der Spannungsbogen wird dabei geschickt gehalten und durch die doch auch liebenswerten Charakteren gibt es immer wieder schöne Wohlfühl-Szenen, die das Buch zu einem tollen Kuschelroman machen.
Besonders gefällt mir wirklich die Zeit, die in diesem Buch thematisch gut aufgegriffen wird. Die 1920er Jahre sind eher wenig präsent und meist nur als "Zwischenkriegsjahre" ziemlich blass in den Köpfen. Wie spannend und turbulent diese eigentlich waren, merkt man erst, wenn man sich von den Kriegen vorher und nachher nicht so sehr einengen lässt: erst die rasende Inflation und dann die goldenen Zwanziger. Das birgt natürlich viel Stoff für ein Buch und die Autorin hat es prima geschafft, diesen auszunutzen.

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67 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 33 Rezensionen

paris, gina mayer, familiengeheimnis, 19. jahrhundert, fluch

Leonore und ihre Töchter

Gina Mayer
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Rütten & Loening Berlin, 12.09.2014
ISBN 9783352008474
Genre: Historische Romane

Rezension:

Drei Generationen sind durch Geheimnisse, Flüche und Liebe miteinander verstrickt. In einer wellenförmigen Bewegung erfährt taucht der Lesende tiefer in die Geschichte ein und lernt mehr und mehr die Geheimnisse der Familie kennen.

Ein fantastisches Buch, mit einem genialen Aufbau. Gerade der Aufbau macht die Geschichte so spannend und interessant. Gerahmt wird das mit einem geheimnisvollen und anfangs verwirrenden, aber später aufklärenden Pro- und Epilog. Dann startet die Geschichte bei der 3. Generation und geht langsam zurück bis zur ersten, um dann wieder bei der dritten zu enden. Wir lernen so unterschiedlichste Charaktere kennen, bei jedem Mal war ich ein wenig traurig, dass ich eine andere Protagonistin kennenlernen musste, allerdings verflog das schnell, da ich mich sehr schnell mit der neuen Frau anfreunden konnte. So baut alles irgendwie aufeinander auf, man entdeckt Parallelen zwischen Tochter, Mutter und Großmutter. Trifft auf Juniors und Seniors von anderen Familien und erkennt einen Querverweis nach dem anderen - das ist echter Lesegenuß!
Dabei sind die Charaktere schön gezeichnet und die jeweilige Entwicklung macht Spaß zu erfahren. Das Tolle an dem Buch ist, dass wir bei den meisten Figuren sowohl die Kindheit als auch die Erwachsene kennen lernen dürfen. Die Entwicklungen davon zu beobachten, ist sehr spannend und realistisch beschrieben.

Der Plot ist dabei genauso spannend und anfangs muss ich zugeben, dass ich ein wenig Angst hätte, es würde sehr in den Phantasiebereich abrutschen wegen des Fluchs des Erlkönigs. Die Angst war allerdings völlig unbegründet, denn Gina Mayer hat es geschafft, einen logischen, nachvollziehbaren Grund zu liefern, der nicht zu platt und nicht zu phantastisch war. :)

Besonders hervorzuheben ist mal wieder der Schreibstil. Ich hab Ginas Schreibstil ja schon in vielen Büchern kennen und lieben gelernt, aber hier übertrifft sie sich fast selbst. Die Beschreibungen der Weltausstellung lassen einen das Gefühl geben, dass man gerade selbst im Paris um 1900 wandelt und alles mit eigenen Augen sieht. Ihr Schreibstil wirkt wie ein Sog, der einen in den Bann schlägt und nicht mehr los lässt.

Ich bin mal wieder begeistert von Gina Mayers neustem Roman und kann ihn uneingeschränkt empfehlen.

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Ratio Glimm. Das Superhirn

Markolf Hoffmann , Sabine Wilharm
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Ueberreuter Verlag , 06.03.2014
ISBN 9783764150143
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Ratio Glimm ist kein normaler Junge. Er ist der Sohn von den berühmtesten Wissenschaftlern der Welt und lebte die ersten zehn Jahren in einem einsamen Elfenbeinturm weit im Norden. Doch dann kommt er nach Schattingen, wo auf seine Cousine Mirm und ihre Freunde trifft. Es trifft sich daher gut, dass in Schattingen gerade seltsame Sachen geschehen, die alle mit Dr. Armentin, dem Schulpsychologen zusammenhängen. Die Erwachsenen fangen an durchzudrehen, klar, dass die Kids da nicht einfach nur zusehen können. Mit verrückten Erfindungen, die Ratio mitgebracht hat, wollen sie dem Geheimnis auf die Spur kommen....


Ich mochte Ratio, den etwas seltsamen Jungen, der eine menschliche Zivilisation bisher gar nicht kannte, sich dafür aber umso besser in den Naturwissenschaften auskennt. Auch Miriam und ihre Freunde sind klasse, alle ein wenig anders, aber sehr liebenswert. Insgesamt fand ich Schattingen gut gezeichnet. Auch die Erwachsenen die dort leben, passen sehr gut in die etwas verschrobene Kleinstadt.

Wie Ratio mit seinen Erfindungen immer zu passender Stelle aufwartet, war spannend zu lesen. Besonders war dabei, dass alle Erfindungen eigentlich auch immer einen Haken hatten und auch negativ hätten verwendet werden können. So kommt man als Leser auch ins Nachdenken, ob die Erfindungen wirklich gut und notwendig sind oder ob sie nicht doch zu gefährlich sein können und deswegen eher überflüssig?

Ratio Glimm ist ein Kinderbuch mit Anspruch, auch wenn vielleicht einige logische Schnitzer drin sind. Mir persönlich sind die eher weniger aufgefallen, aber vielleicht denkt man später auch nciht mehr so sehr darüber nach.

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

weihrauch, arabische welt, historischer roman, liebesgeschichte

Das ferne Land

Charlotte Thomas
E-Buch Text: 608 Seiten
Erschienen bei Bastei Entertainment, 15.04.2014
ISBN 9783838753133
Genre: Historische Romane

Rezension:

Katharina, eine mutige Frau macht sich auf die gefährliche Reise in den Orient, um das Erbe, welches ihr ihr verstorbener Ehemann hinterlassen hat, zu suchen. Um die Reise zu finanzieren, nimmt sie einen Spionageauftrag an, der sich gegen ihren Führer auf der Reise richtet. Doch schnell muss sie feststellen, dass sie ihr Spionageziel eigentlich ziemlich interessant findet....


Mit malerischer Sprache, die faszinierende Bilder entstehen lässt, entführt Charlotte Thomas in die wunderschöne Welt des alten Arabiens. Schnell findet man sich in der Zeit zurückversetzt und entdeckt zusammen mit der Protagonistin die ferne Welt und ist genauso begeistert. Katharina, die Protagonistin, ist dabei eine willensstarke Frau, die gerne auch mal ein Risiko eingeht, aber nicht zu emanzipiert für die damalige Zeit ist. Ihre ständigen Begleiter sind ihr Leibwächter Pjotr und Jokasta, die schon als Kind auf sie aufgepasst hat. Zusammen ergeben sie ein vielseitiges Dreigespann, wie es unterschiedlicher gar nicht sein kann. Katharina, die zielstrebig versucht, alles zu erreichen, was sie sich in den Kopf gesetzt hat. Pjotr, der schweigsam durch das Leben trottet, aber ebenso loyal wie tödlich ist. Und Jokasta, die ständig und ununterbrochen reden kann, aber ein liebes Herz hat.
Katharinas Dragomann, Massimo und sein Begleiter Harun ergänzen das Trio sehr gut. Nach anfänglichen Schwierigkeiten verwachsen sie mtieinander und es ist schön zu sehen, wie die unterschiedlichen Charkatere sich langsam näher kommen und Freundschaften entstehen. Hinzu kommen immer wieder Charaktere von außerhalb, die sich geschickt in das Geschehen einordnen.

Der Plot ist eigentlich konstant spannend, am Ende flacht die Spannung zwar ein bisschen ab, aber durch die malerischen Beschreibungen wird das gut ausgeglichen, so dass Langeweile auf keiner einzigen Seite vorkommt. Die Liebesgeschichte hat auch alles, was man sich wünschen kann. Im Gegenteil man lernt viel über das alte Arabien. Wie die Leute gelebt haben, welche Sitten es gab, wie sie gekleidet wurde, was gegessen oder getrunken wurde, lernt man nebenbei, ohne belehrt zu werden. Ein bisschen vermisst (oder habe ich es nur nicht gefunden?) ist ein historisches Nachwort. Ein kleines Glossar ist vorhanden und kann praktisch beim Lesen sein.

Ansonsten ist das Hardcover schön gestaltet. Es gibt einige tolle Zeichnungen innendrin und auch das Cover gefällt mir sehr gut.

Alles in allem wieder mal ein einfach toller Roman von Charlotte Thomas, der sich im Regal neben ihren anderen Roman sehr gut macht.

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Tags: arabische welt, historischer roman, liebesgeschichte, weihrauch   (4)
 

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

beziehung, frauen, männer, psychologie

Treffen sich zwei Neurosen...

Andrea Jolander
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Heyne, 17.02.2014
ISBN 9783453200036
Genre: Sachbücher

Rezension:

ndrea Jolander schafft es, ein viel diskutiertes Thema in einem lockeren Ton anzusprechen und zum Nachdenken anzuregen. Auch wenn man sich schon ein wenig mit dem Thema der Geschlechterrollen auseinander gesetzt hat, wird das Buch dennoch nicht langweilig, weil es - im Gegensatz zu den Gender Studies - vor allem auf die Psychologie eingeht und das Leben, bzw. die Kindheit hinterfragt.
Die Perspektive war also neu für mich und deswegen sehr interessant. Wenn ich im Rückblick darüber nachdenke, verschiebt sich ein wenig meine Wahrnehmung. In dem Buch wird eine Pauschalerklärung abgeliefert, warum es einige Männer und Frauen gibt, die in den alten Geschlechterrollen stecken bleiben und ein Umdenken schwierig ist. Die Erklärung gefällt mir nach wie vor gut, auch wenn man sich natürlich darüber im Klaren sein sollte, dass diese Pauschalisierung nicht auf jeden zutrifft. Im Grunde finde ich es aber nicht schlimm, dass sie in diesem Buch gemacht wurde, da es ansonsten zu schwierig wäre, ein unterhaltsames und informatives Buch über dieses Thema zu schreiben. Ich muss auch zugeben, dass ich es selber immer schwierig finde, über das Thema zu debattieren, weil man sich so schnell in der Wortwahl vergreifen kann und Leuten auf den Schlips tritt und Sachen falsch verstanden werden, die man gar nicht so meinte. Aber hier hat die Autorin diese Gratwanderung geschafft, was wohl viel fachliches Wissen und Kompetenz voraussetzt.

Für Argumente, um verstockte Konservative einen Spiegel vor die Nase zu halten, liefert das Buch auf jeden Fall genügend Stoff. Allerdings denke ich, dass ich das Buch wohl nochmal lesen muss, mit Stift und Post-Its in der Hand, damit ich alles gut verinnerlichen kann und ich nicht auf Halbwissen ausrutsche. Allerdings ist das auch eher ein Kompliment, denn welche wissenschaftlichen Fakten kann man nach einem unterhaltsamen Mal lesen, auch schon korrekt wiedergeben

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68 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 40 Rezensionen

liebe, habsburger, historischer roman, verrat, augsburg

Die schöne Philippine Welserin

Brigitte Riebe
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 04.03.2013
ISBN 9783839213513
Genre: Historische Romane

Rezension:

Philippine Welserin, eine Kaufmannstochter, verliebt sich in den Erzherzog Ferdinand. Gegen alle Konventionen entschließen sich die beiden diese Liebe zu lieben. Für Philippine heißt das nicht nur ein Leben voller Heimlichkeiten, sondern auch voller Gefahren und Gift.

Das Buch ist sehr schön gestaltet. Das Cover wirkt zwar ein wenig altmodisch, aber innen ist die Gestaltung und der Aufbau des Plots mit viel Liebe gemacht wurden. Jedes Kapitel widmet sich einer bestimmten Pflanze. Die verschiedenen Namen und deren Wirkungen (positiv, wie negativ) und deren Aberglaube sind zusammen mit einer Abbildung der Pflanze jedem Kapitel voran gestellt. Die Pflanze bekommt in dem jeweiligen Kapitel besondere Aufmerksamkeit. Es schürt gleichzeitig Neugierg und baut Spannung auf.
Durch Tagebucheinträge bekommt der Leser zusätzlich einen intensiven und intimen Einblick in die Gedanken und Gefühle der Protagonistin. Teilweise hätte dies für mich persönlich aber noch tiefgehender sein können. Zudem wird lediglich die Sicht der Philippine geschildert. Ferdinands Gedankengänge bleiben für den Leser verschlossen, was ich teilweise ebenfalls schade fand. Aber der Fokus wurde hier ganz bewusst, auf diese besondere Frau gelegt.

Gleich zu Anfang wird im Prolog das Ende geschildert. Zu Anfang ist man ein wenig verwirrt, aber es verschafft auch ein Grundinteresse und jede Menge Fragen stellen sich von Anfang an ein. Wenn man dieses am Ende nochmal liest, wird alles klar und gibt ein recht geschlossenes Gesamtbild.
Die Spannung bleibt gleichbleibend und ist im ganzen Buch vorhanden. Der Stil und die recht einfach Sprache verhelfen ebenfalls zu einem netten Schmökern. Manchmal hätte ich mir aber auch mehr Worte gewünscht, der Leser ist hin und wieder gefordert, selbst mitzudenken, die Handlung weiter zu stricken, da einiges nur angedeutet bleibt. Ideal für Leserunden.

Alles in allem aber ein gutes Buch, welches entspannende und spannende Lesestunden verschafft und sich leicht und lcoker wegliest.

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765 Bibliotheken, 11 Leser, 6 Gruppen, 152 Rezensionen

san francisco, liebe, geister, geist, tod

In dieser ganz besonderen Nacht

Nicole C. Vosseler
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei cbj, 25.02.2013
ISBN 9783570155349
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Amber verliert durch den Tod ihrer Mutter nicht nur ihre größte Bezugsperson, sondern gleich ihr ganzes Umfeld. Vorher beschlossen ihre getrennt lebenden Eltern, dass Amber im Falle des Todes der Mutter von Deutschland in die USA zu ihrem Vater umziehen soll. Die bisherige Randfigur in Ambers Leben soll nun ihre neue Heimat werden. In San Francisco tut Amber sich anfangs sehr schwer, bis sie Nathaniel kennen lernt...

Amber als Protagonistin hat viel Charme. Auch wenn sie sich anfangs gegenüber ihrem Vater, Ted, ein wenig störrisch zeigt, sind ihre Emotionen doch immer nachfühlbar. Mit und mit lernen wir immer mehr Personen kennen, die Amber in ihrem Leben in San Francisco begleiten und später sogar ihre Freunde werden. All diesen Menschen sind so unterschiedlich, aber trotzdem unheimlich sympathisch. Unheimlich ist dabei das richtige Wort, denn jeder von denen hat "die Gabe", die sie miteinander verbindet. Die Art von Beziehung und Freundschaft finde ich sehr gut 'rüber gebracht. Besonders bei der Beziehung zwischen Amber und Nathaniel zeigt Nicole C. Vosseler ein besonderes Gespür für Emotionen.
Durch ihren wunderbaren Schreibstil schafft sie es aber nicht nur die Liebesgeschichte zwischen einem Menschen und einem Geist schön zum Leben zu erwecken, sie lässt auch eine Sehnsucht nach San Francisco entstehen, so dass man sich am liebsten in den nächsten Flieger setzen würde. Ihre Beschreibungen sind voller Bilder und ein wenig euphemistisch. Wer blumige Beschreibungen lieber meidet, sollte dieses Buch nicht in die Hand nehmen. Wer sich an so etwas aber erfreuen kann, trifft hiermit die richtige Wahl.

Die Geschichte wurde spannend, aber auch mitfühlend erzählt. Sie rast nicht an einem vorbei, sondern verläuft in einer mir sehr ansprechenden Geschwindigkeit ohne daher zu plätschern. Auch wenn die Handlung teilweise etwas ins Transzendente geht, hatte ich nie das Gefühl etwas zu lesen, das für mich völlig fernab von jeglicher Realität ist. Auch die Beziehungen, ob zu Amber und Ted, Amber und Nathaniel oder Amber und ihre neuen Freunde, haben eine Entwicklung vernommen, die ich immer gut nachvollziehen konnte. Lediglich am Schluss hätte es für mich persönlich etwas anders verlaufen können. Aber nun gut, das ist wohl dann wirklich Geschmackssache.

Aber alles in allem eine wunderschöne Liebes- und Lebensgeschichte mit einer überaus sympathischen Jugendlichen

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Tags: familie, geister, jugendbuch, liebe, san francisco   (5)
 

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76 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 22 Rezensionen

familie, thriller, jugendbuch, geschwister, krimi

Morgen wirst du sterben

Gina Mayer
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 01.01.2013
ISBN 9783473400911
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Vier Jugendliche bekommen mysteriöse Nachrichten. Ganz anders denken sie nun nochmal über ihr Leben nach und was sie bisher getan haben. Aber dann folgen auf die Nachrichten schreckliche Taten und die Situation und Angst spitzt sich immer weiter zu ...

Das Buch hat mich gefesselt, obwohl es "nur" ein Jugendthriller war. Und gerade das hat mir so gefallen, da auf Ekelszenen, die einen nachts auch nicht mehr ruhig schlafen lassen, verzichtet wurde (um es aus jugendgerechter zu gestalten), aber trotzdem war konstant Spannung da. Super! Also ein guter Plot wurde hier errichtet. Große Klasse waren dabei die "Zwischenkapitel", in denen aus einer Ich-Perspektive erzählt wird. Nach und nach entsteht ein Bild von einer Person, langsam tastet man sich an diese heran. Verwirrung folgt Erkenntnis und diese Erkenntnis macht das Ende richtig gut und mir ist beim Nachdenken danach es nochmal eiskalt über den Rücken gelaufen. Top! Dabei ist der Schreibstil so super, dass man sofort erkennt, in welcher Perspektive man sich gerade befindet. Denn es wird aus der Sicht aller vier Jugendlichen/jungen Erwachsenen abwechselnd beschrieben. Man sieht Parallelen, sieht die Zusammenhänge aber mit und mit. Durch den Stil und die konstante Spannung und Neugierde liest sich das Buch weg wie nichts.
Die Personen war dabei toll gezeichnet. Jeder hat seine Problemchen, aber trotzdem waren sie mir eigentlich - jeder auf seine Art - sympathisch. Das ist eines der größten Pluspunkte in diesem Buch, finde ich. Es wird sich immer darum bemüht, den Personen auf Fehler einzuräumen, aber hier war das sehr schön gemacht, weil manche Charakterzüge teilweise auch total unsympathisch wirkten, aber trotzdem konnte man noch mit den Personen mitfühlen.

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Tags: geschwister, jugendbuch, krimi, thriller   (4)
 

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166 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 86 Rezensionen

köln, liebe, gouvernante, 19. jahrhundert, bonn

Das Haus in der Löwengasse

Petra Schier , ,
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.09.2012
ISBN 9783499259012
Genre: Historische Romane

Rezension:

Pauline ist am Ende, am Ende ihrer Hoffnung. Ihr alter Arbeitgeber begang mit ihr Notzucht, als dessen Frau das herausbekommt, schickt sie Pauline fort, die nicht weiß, wo sie hin soll. Durch Zufall bekommt sie im Nachbarsort Köln eine Anstellung als Magd, eine Tätigkeit, die für sie fremd ist. Gerne würde sie wieder als Gouvernante arbeiten ...

Der Plot ist recht einfach gestrickt, aber deswegen nicht weniger unterhaltenswert. Eigentlich finde ich es sogar angenehm, dass es keine hochkomplizierte verstrickte Handlung gibt. Die Liebesgeschichte steht hier viel mehr im Vordergrund und die historische Zeit des 19. Jahrhunderts ist die Kulisse. Es gibt zwar einige Rätsel und Geheimnisse, die mit und mit gelöst werden, so dass das Buch konstant spannend bleibt, aber keine verzwickten Probleme.

Die Charaktere sind dabei sehr liebenswert, auch wenn der Leser aufgrund von Paulines Vorerfahrungen ein wenig skeptisch manchen Personen gegenüber ist, sind nicht alle so, wie sie am Anfnag scheinen. Vor allem Pauline ist eine sympathische Protagonistin, mit der man mitfühlen kann. Da sticht auch ihr Umgang mit den Kindern heraus, der liebevoll, aber nicht weniger streng dennoch gerecht ist. Die Kinder sind ebenfalls zwei Goldschätze, die zwar auch ihre rebellische Art haben und die Grenzen austesten, aber eigentlich kann man nicht umhin kommen, sie zu mögen.
Dann gibt es noch Julius, bei dem man sich nicht sicher ist, was man von ihm halten soll. Aber mit und mit lernt man auch ihn besser kennen und einschätzen. In dem Buch haben die meisten Charaktere ihre Schatten- und Sonnenseiten. Eigentlich keiner ist als perfekter Mensch gezeichnet, was ich als sehr angenehm empfand.

Petra Schiers Schreibstil liest sich flüssig. Besondere Gegebenheiten der Zeit fügt sie dezent in den Text ein, so dass es nicht belehrend oder konstruiert wirkt. Im Gegenteil, alles fügt sich zu einem schönen Ganzen zusammen, so dass lockere und leichte Lesestunden beschert werden.

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50 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 19 Rezensionen

england, erotik, historischer roman, 19. jahrhundert, liebe

Die dritte Sünde

Eva-Ruth Landys
Fester Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Bookspot Verlag, 28.09.2012
ISBN 9783937357706
Genre: Romane

Rezension:

Also vorab muss ich sagen, dass ich schon lange kein Buch mehr gelesen habe, welches mich so gefesselt hat.

Eva Ruth-Landys beginnt die Geschichte recht langsam, die aber sehr schnell an Fahrt gewinnt. Dadurch dass es so viele verschiedene Figuren gibt, die in ihrem Charakter sehr vielschichtig sind, fand ich einen eher langsamen Einstieg sehr angenehm. So konnte man nach und nach die Charaktere kennenlernen und man war bei der Vorgeschichte der Personen dabei, ohne diese auch noch als Informationen nebenbei verarbeiten zu müssen. Vor allem da diese ja auch essentiell für den weiteren Verlauf ist. Spannend und fesselnd wurde die Geschichte, dadurch dass viele Wendungen eingebaut wurden, mit denen ich nicht gerechnet hätte. Irgendwann hatte ich das Gefühl, dass alles passieren könnte und das machte es für mich so fesselnd.

Die Charaktere sind dabei so unterschiedlich wie facettenreich. Cathy und Isobel, die beiden Protagonistinnen, sind allein schon wie Tag und Nacht, aber dennoch vielschichtig und sehr durch ihre Vergangenheit geprägt. Jeder Charaktere hat seine Ängste und Sorgen, die er mit sich herum trägt. Auch Geheimnisse gibt es viele und ich bin gespannt, welche da noch auf uns zukommen. Dabei wurden nicht nur die Protagonistinnen ausführlich geschildert, Landys widmet mit sich mit dem gleichen Eifer auch den Nebenfiguren.

Der Lesefluss wurde durch die Sprache und den Stil natürlich noch begünstigt. Es liest sich flüssig und somit auch schnell, so dass dem einstellenden Lesesog auch da nichts im Wege steht. Was mir dabei besonders gefallen hat, dass sich Mühe gegeben wurde, nicht in unserer modernen Sprache zu schreiben, sondern diese der damaligen Zeit anzupassen. Vor allem bei den Zeitangaben ist mir das immer angenehm aufgefallen, die mit Fußnoten für den modernen Leser erklärt wurde.
Zuletzt sollte man noch das ausführliche Nachwort erwähnen. Es war informativ und der Leser konnte sich auch vorab schon in die damalige Zeit einlesen.

Ein rundum gelungener Roman!

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168 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 50 Rezensionen

pest, saarland, schatzsuche, historischer roman, dreißigjähriger krieg

Das Pestzeichen

Deana Zinßmeister
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 17.09.2012
ISBN 9783442476398
Genre: Historische Romane

Rezension:

Nach dem grausamen Tod ihrer ganzen Familie wird Susanna von ihrem Vater in ein Familiengeheimnis eingeweiht. Mittellos wie sie nun ist, will sie dem Geheimnis, einen verborgenen Schatz, finden, um sich ein neues Leben aufzubauen. Doch sie ist nicht die Einzige, die von dem Schatz weiß und ihn für sich beanspruchen möchte ...

Mit dem Thema der "Schatzsuche" greift die Autorin ein Thema in ihrem historischen Roman auf, welches ich bisher noch nicht vorgefunden habe. Ausführlich und gut recherchiert präsentiert sie in ihrem Buch die etwas geheimnisumwobene und von Magie geprägte Schatzsuche, die beim postmodernen Lesenden oftmals Kopfschütteln auslöst. Auch wird interessantes Wissen über die damalige Salzgewinnung eingeflossen, worüber ich bisher ebenfalls wenig gelesen hatte. Leider wurde dieses fundierte Wissen für meinen persönlichen Lesegeschmack zu platt und konstruiert in die Handlung eingebaut. Auch wenn ich es schön finde, wenn man solches Wissen auch in einer Unterhaltung oder ähnlichem unterbringen kann, hat das für mich in diesem Roman nicht immer so funktioniert und gepasst.

Die Charaktere des Buches waren sehr unterschiedlich und was mir gut gefiel waren die Geschichten, die hinter den Personen steckte. Auf schwarz/weiß-Malerei wurde verzichtet und die Entwicklung und Handlungsweisen der ("bösen") Personen wurde erklärt, so dass man durchaus ein wenig Verständnis entwickeln konnte. Doch auch hier wirkten manche Sachen auf mich zu konstruiert.
Mir persönlich fiel es schwer mit Susanna, der Protagonistin, warm zu werden. Sie war zwar eine starke Persönlichkeit, hat mich aber in ihrer Art oft ein wenig genervt.

Insgesamt ist es aber eine interessante Geschichte, bei der ich einiges gelernt habe. Ich hätte mir nur gewünscht, dass die Handlung und der Schreibstil manchmal etwas flüssiger dahergekommen wäre.

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189 Bibliotheken, 2 Leser, 4 Gruppen, 52 Rezensionen

abtreibung, düsseldorf, nachkriegszeit, hebamme, deutschland

Das Maikäfermädchen

Gina Mayer
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Rütten & Loening Berlin, 20.08.2012
ISBN 9783352008436
Genre: Romane

Rezension:

Mit dem "Maikäfermädchen" schickt Gina Mayer uns in eine Zeit, aus der ich persönlich bisher eher weniger gelesen habe, aber nichtsdestototz sehr interessant finde: Die Nachkriegszeit, die Zeit nach dem zweiten Weltkrieg. Deutschland ist zerrüttet vom Krieg, es herrscht Armut, Angst und alles ist voller Trümmer. Die damalige Atmosphäre fängt Mayer mühelos auf. Dabei unterstützen die unterschiedlichen überzeugenden Charaktere die Handlung. Die Personen sind facettenreich und lebhaft geschildert, jede Person ist eine großartige Persönlichkeit mit einer Geschichte, die von den harten Kriegsjahren gezeichnet war. Dabei wird keine Biographie als übertrieben dargestellt, aber verschönt wird auch nichts. Wie unterschiedlich die Personen mit ihren Schicksalen umgehen, ob sie hadern oder weiter gehen, ist ganz dem Charakter der Person angepasst, was die Charaktere für mich sehr realistisch gemacht hat.
Durch die schöne treffende Sprache nahm die Geschichte sehr schnell und einfach Formen an, was mir vor allem in den Rückblicken immer wieder aufgefallen ist. In einem mühelosen, nebenfälligen Ton wurden Nebengeschichten eingeflossen, die vor allem durch ihren Stil leicht daher kamen, aber nachhaltig im Gedächtnis blieben, so dass man auch noch nach dem Lesen darüber nachgedacht hat.
Mit einem überraschendem aber sehr rundem Ende wurde das Buch abgeschlossen und ließ mich doch sehr zufrieden zurück. Alles in allem ein sehr schönes Buch!

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23 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

katharer, südfrankreich, kreuzzug, 13. jahrhundert, frankreich

Die Ketzerin von Carcassonne

Tereza Vanek
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 16.07.2012
ISBN 9783442477951
Genre: Historische Romane

Rezension:

Adelind und Hildegard, zwei Nonnen, die in einem Kloster in der Nähe von Köln leben, müssen dieses plötzlich verlassen. Ihre Flucht führt sie nach Frankreich, in einem Land, in dem die Häresie der Katharer immer mehr an Bedeutung gewinnt. Vor Ort müssen sie sich neu entscheiden: für die Religion, für die Freundschaft, für die Liebe.

Das Buch bietet einen spannend interessanten Einstieg. Man lernt die beiden Zwillinge in ihrer unterschiedlichen Art und Weise direkt kennen und wird auf die Verzwickungen in ihrem Leben aufmerksam gemacht. Adelind ins Herz zu schließen fällt nicht schwer und auch Hildegard ist auf ihre eigene Weise ein liebes, wenn auch etwas weltfremdes Mädchen.
Die Entwicklung, die die beiden während des Romans durchmachen, fand ich eigentlich in allen Situationen sehr glaubwürdig und dabei trotzdem spannend zu verfolgen. Ähnlich ging es mir dabei aber auch bei den Nebendarstellern, die mit viel Farbe gezeichnet wurden und eine Unterteilung in gut und böse selten zu ließen.
Dabei lernt man in dem gut recherchierten Roman (nochmal Hut ab für die Recherche!) einiges über das Leben und die Lehre der Katharer. Während mir deren Religion vorher so gut wie fremd war, bilde ich mir zumindest jetzt ein, mir ein kleines Bild dieser religiösen Strömung machen zu können. Natürlich fehlt auch am Ende des Buches nicht der historische Kontext und eine Zeittafel.
Der Schreibstil der Autorin ist ausführlich ohne langweilig zu wirken, dabei lässt es sich leicht herunterlesen und lädt zu spannenden und entspannenden Lesestunden ein, in denen man in eine entfernte Welt geführt wird.

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Tags: tereza vanek ketzerin katharer historischer roman   (1)
 

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231 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

liebe, journalist, partnerschaft, nicholas sparks, liebesroman

Die Nähe des Himmels

Nicholas Sparks
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Heyne HC, 22.08.2005
ISBN 9783453016026
Genre: Liebesromane

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123 Bibliotheken, 2 Leser, 4 Gruppen, 48 Rezensionen

koblenz, liebe, gewürze, handel, mittelalter

Die Gewürzhändlerin

Petra Schier , ,
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.12.2011
ISBN 9783499256288
Genre: Historische Romane

Rezension:

Luzia zieht mit ihrer Herrin Elisabeth von Manten nach Koblenz. Die frühere Bauernstochter ist begeistert von der Stadt - vor allen Dingen da zur Zeit auch noch der Jahrmarkt stattfindet. Doch viel Zeit, um dort ihre Zeit zu vertreiben hat sie nicht, denn sie ist die Magd von Elisabeth. Und zusätzlich zu dieser Pflicht bittet auch Martin, der Wein- und Gewürzhändler, mit dem sie durch ihre Ahnen freundschaftlich verbunden ist, um ihre Hilfe. "Nein"-sagen kann sie nicht, aber er ist ihr unheimlich - wegen seiner Brandnarben, die er als Kind beim Brand seines Elternhauses bekommen hat?

Dies ist der zweite Teil einer Reihe. "Die Eifelgräfin", der erste Teil, hat mir bereits sehr gut gefallen, was vor allen Dingen an dem flüssigen Stil der Autorin liegt. Durch die schöne Sprache kommt man sehr schnell in die Geschichte hinein und vor allen Dingen wenn man "Die Eifelgräfin" gelesen hat, wird man auch schnell mit den Figuren vertraut. Doch bei der Leserunde hat sich gezeigt, dass man dieses Buch auch gut lesen und verstehen kann, wenn man kein Vorwissen aus vorherigem Buch hat.
Das Buch lebt vor allen Dingen durch seine Personen. Sie sind alle sehr lebhaft geschildert, obwohl sie alle so unterschiedlich sind: ein wenig vorlaut, schüchtern, beherrscht, überbesorgt ... Es gibt die verschiedensten Charaktere, die meisten davon wirken sehr sympathisch, bei manchen ist man sich nicht sicher. Intrigen sind da natürlich vorprogrammiert.
Da das Buch durch die Personen lebt, wird vor allen Dingen der Standesunterschied und inwiefern er das Leben und das Denken der damals lebenden Personen beeinflusste, geschildert und interessant herüber gebracht.

In die Rahmengeschichte eingebettet, ist ein merkwürdiges Kruzefix, welches auch schon im ersten Band auftauchte. Es hat übernatürliche Kräfte, ist aber so dezent in die Handlung eingewoben, dass man sich daran kaum gestört fühlt. Die Passagen darum, warum immer schön unterschwellig in die Geschichte eingebaut. Es war interessant ohne zu viel Platz einzunehmen. Es hat die Menschen aus dem Buch quasi nicht verdrängt. Das war super gemacht!

Auch zu diesem historischen Buch gibt es ein Nachwort, in dem nochmals auf Fiktion und Historie eingegangen wird. Es ist informativ und nicht zu ausufernd.

Also, ein toller historischer Schmöcker mit lebendigen Charakteren, vielen Intrigen und verpackt in einer bildhaften Sprache!

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

deutsche literatur, isabella nadolny, belletristik, roman, autobiographisch

Ein Baum wächst übers Dach

Isabella Nadolny
null: 282 Seiten
Erschienen bei Buchgemeinschaft Donauland, 01.01.1965
ISBN B0000BLWGN
Genre: Historische Romane

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