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111 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 6 Rezensionen

magisches reich, liebe, gefahr, verlust, familie

Der Geheime Zirkel III Kartiks Schicksal

Libba Bray , Ingrid Weixelbaumer
Flexibler Einband: 864 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 23.09.2016
ISBN 9783423716857
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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535 Bibliotheken, 9 Leser, 2 Gruppen, 81 Rezensionen

harry potter, newt scamander, phantastische tierwesen und wo sie zu finden sind, drehbuch, fantasy

Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind

J.K. Rowling , Anja Hansen-Schmidt
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 14.01.2017
ISBN 9783551556943
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der erste Band von J.K. Rowlings Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind macht definitv Lust auf mehr.
Das Buch ist im Gegensatz zur Harry-Potter-Reihe als Drehbuch geschrieben. Das fand ich aber keineswegs störend. Denn Rowling schafft es trotzdem die Figuren lebendig werden zu lassen und ihre Eigenheiten herauszustellen. Da ist etwa Newt Scamander, tierlieb und chaotisch. Oder Tina, die im Ministerium nicht wirklich ernstgenommen wird, obwohl sie es eigentlich mit allen gut meint. Oder auch Jacob, ein Muggel, der in die magische Welt stolpert und völlig damit überfordert ist.
Auch die Handlung konnte mich überzeugen. Newt ist eigentlich nur zu Besuch in New York als ihm dummerweise sein Koffer mit allen Tierwesen abhanden kommt. Noch dümmer ist, dass die Tiere sich aus dem Koffer befreien und nun durch die Muggelwelt rennen. Dabei richtet dort ein magisches Wesen schon genug Unheil an und hinterlässt eine Spur der Verwüstung. Der Verdacht fällt schnell auf Newts Tiere. So ist er nicht nur damit beschäftigt, seine Tiere zu fangen, sondern auch damit, sich von den Vorwürfen zu befreien. Wegen der Drehbuchform spielt sich alles über die Dialoge ab, es gibt lediglich vereinzelte Beschreibungen der Umgebung.
Die Handlung hat keine Längen, alles geschieht rasch aufeinanderfolgend, wie es ja auch in einem Kinofilm oft ist. Am Ende laufen die Fäden zusammen und es gibt noch eine actionreiche Auflösung.
Besonders schön fand ich auch die Illustrationen am Rand des Buches.

Das Buch konnte mich voll überzeugen. Denn obwohl es nicht in Hogwarts spielt und obwohl Harry und die anderen nicht vorkommen, kann man doch in die magische Welt Harry Potters abtauchen.
Einziges Manko: durch die Drehbuchform lässt es sich extrem schnell lesen, sodass man sich schon bald wieder von Newts Welt verabschieden muss.

  (44)
Tags: 1920er-jahre, chaos, harry potter, new york, phantastische tierwesen   (5)
 

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762 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 48 Rezensionen

liebe, fantasy, seelenspiegel, joss stirling, jugendbuch

Die Macht der Seelen - Finding Sky

Joss Stirling , Michaela Kolodziejcok
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.10.2014
ISBN 9783423715881
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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36 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

sylt, krimi, einbrüche, geheime ermittlung, sylt;

Böse Leute

Dora Heldt
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 07.04.2017
ISBN 9783423216777
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Böse Leute war mein erstes Buch von Dora Heldt. Ich habe es auf Empfehlung meiner Mutter gelesen, die sehr begeistert von Heldt Büchern ist.
Mich konnte das Buch allerdings nicht komplett überzeugen.
Die Grundidee - ein Rentertrupp, der ermittlen will - klingt durchaus gut. Und auch der Beginn ist vielversprechend. Sylt wird von einer Einbruchserie geplagt. Statt reicher Touristen trifft es aber die Oma von nebenan. Die Polizei tappt im Dunkeln. Ex-Kommissar Karl Sönnigsen will ermitteln. Schließlich ist die Sylter Polizei wahnsinnig unfähig geworden, seit er in Ruhestand ist. Und der Chef erst. Kommt einfach nicht voran. Die Insel muss doch geschützt werden vor dem Bösen.
Was das Böse - sprich der Täter ist - war mir leider ziemlich schnell klar. Auch weil ein Hinweis immer und immer wieder erwähnt wurde. Nur die Rentner haben es lange nicht kapiert. Dadurch hat sich das Buch stark gezogen und die Spannung war irgendwann raus. Die Figuren dagegen mochte ich sehr gerne. Dora Heldt hat ein Händchen dafür, die einzelnen Charaktere ganz unterschiedlich darzustellen, auch wenn sie sich manchmal doch recht ähnlich verhalten (ich schiebe das mal auf das Alter :D). Etwa der sture Karl, der überhaupt nicht mit seinem Ruhestand zurechtkommt. Oder sein bester Freund Onno, Witwer, der ein wenig mit seinem Leben überfordert ist. Glaubt jedenfalls seine Tochter Maren. Frisch getrennt kehrt sie auf die Insel zurück, um dort als Polizistin zu arbeiten. Klar, dass es da Spannungen zwischen den Figuren gibt Obwohl ich Marens Missmut über die Rentner durchaus nachvollziehen konnte, musste ich doch oft schmunzeln.
Dazu trägt sicher auch Dora Heldts Schreibstil bei, der sich sehr leicht lesen lässt. Sie erschafft eine gut vorstellbare Atmosphäre, in die man als Leser gerne eintaucht. Einzig die vielen Perspektivwechsel haben mich am Anfang etwas überfordert, was sich aber schnell gelegt hat.


Handlung: 3/5 Sterne
Figuren: 4/5 Sterne
Schreibstil 4,5/5 Sterne
Insgesamt gebe ich dem Buch 4/5 Sterne.

  (53)
Tags: einbrüche, ermittler, krimi, rentnerteam, sylt   (5)
 

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437 Bibliotheken, 18 Leser, 1 Gruppe, 133 Rezensionen

zukunft, geheimnisse, liebe, lügen, freundschaft

Beautiful Liars - Verbotene Gefühle

Katharine McGee , Franziska Jaekel
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 23.08.2017
ISBN 9783473401536
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Katharine McGee schafft in Beautiful Liars - Verbotene Gefühle eine Welt, die vor allem von dem Unterschied zwischen Arm und Reich geprägt ist. Während wenige Reiche große Appartements in den oberen Etagen des tausendstöckigen Turmes bewohnen, teilen sich viele arme Bewohner die Etagen ganz unten, die von Gestank, vielen Leuten und winzigen Wohnungen dominiert werden.
In Beautiful Liars begleitet der Leser fünf Teenager aus allen Schichten. Jeder von ihnen trägt ein Geheimnis mit sich herum und hat seine eigenen Probleme. Die Geheimnisse sind aufgrund der nach jedem Kapitel wechselnden Protagonisten schon früh bekannt. So ergibt sich die Spannung des Buches weniger aus den einzelnen Geheimnissen als vielmehr aus deren Zusammenspiel. Die Leben der Teenager sind miteinander verflochten. Sie versuchen die eigenen Geheimnisse zu bewahren und zugleich hinter die Fassade der anderen zu blicken. So ergibt sich eine Situation, die sich immer weiter hochschaukelt, bis es am Ende des Buches zur Eskalation kommt. Ebendiese ist schon von vornherein durch den Prolog angekündigt. Als Leser fragt man sich daher nicht: was sind die Geheimnisse? sondern wie konnte es soweit kommen, dass jemand stirbt? Und wer? Und warum?
Einen Großteil der Faszination, die ich bei diesem Buch spürte, macht auch Katherine McGees Schreibstil aus. Für jedes Kapitel wählt sie die Er-Perspektive von einem der fünf Protagonisten. Nach jedem Kapitel wechselt diese. Zu Beginn gibt es dadurch einige Längen, weil  der Leser erst alle kennelernt, das legt sich aber bald. McGee schreibt packend und lebendig und schafft es, die Gefühle ihrer Protagonisten zum Leser zu transportieren. Aber auch in mir hat sie Gefühle geweckt. So habe ich mit den Teenagern gelacht, gezittert, mich gefreut und gehasst.
Die Charaktere ihrer Geschichte sind dabei alle völlig unterschiedlich und auch dadurch ergeben sich die Probleme.
Da ist die reiche, wunderschöne Avery. Auf den ersten Blick mag sie sehr unscheinbar wirken, aber tatsächlich ist sie ein tiefgründiger Charakter. Ihre Faszination für das Alte machten sie genauso aus wie die Ablehnung ihres Perfektseins. Avery war trotz ihrer Glätte von allen Figuren mein Lieblingscharakter.
Ganz im Gegensatz dazu steht Leda, Averys beste Freundin. Sie tut alles, um ihr Ziel zu erreichen und geht dabei mit einer erschreckenden Beharrlichkeit vor.
Die dritte im Bunde ist Eris. Eigentlich ein Partygirl macht sie im Buch eine sehr gute Entwicklung durch und wird immer bodenständiger.
Aber auch aus den unteren Etagen verfolgt der Leser zwei Teenager:
Riley, Schulabbrecherin und Waise wird durch Zufall in die oberen Etagen verschlagen. Sie ist auch wegen ihrer Vergangenheit sehr stark und ich mochte sie gerne. Man kann richig verfolgen, wie sich ihre Gefühle im Laufe des Buches wandeln.
Zuletzt gibt es Watt, ein genialer Hacker mit einem gefährlichen Geheimnis. Auch er verändert sich im Verlauf des Buches und macht eine nachvollziehbare Entwicklung durch.

Insgesamt hat mir das Buch vor allem wegen der facettenreichen Figuren und des fantastischen Schreibstils sehr gut gefallen. Auch die Story gewinnt nach einigen Längen am Anfang an Spannung und konnte mich zum Schluss richtig fesseln.

SCHREIBSTIL: 5/5 Sterne
HANDLUNG: 4,5/5 Sterne
FIGUREN: 5/5 Sterne

GESAMT:5/5 Stern

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Tags: armut, freundschaft, geheimniss, hochhaus, liebesgeschichte, lügen, reichtum, verbotene liebe, zukunft   (9)
 

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1.285 Bibliotheken, 22 Leser, 11 Gruppen, 132 Rezensionen

krimi, mord, england, chemie, flavia de luce

Flavia de Luce - Mord im Gurkenbeet

Alan Bradley , Gerald Jung , Katharina Orgaß
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 20.09.2010
ISBN 9783442376247
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

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728 Bibliotheken, 17 Leser, 2 Gruppen, 135 Rezensionen

veronica roth, rat der neun, science fiction, fantasy, jugendbuch

Rat der Neun - Gezeichnet

Veronica Roth , Petra Koob-Pawis , Michaela Link
Fester Einband: 600 Seiten
Erschienen bei cbt, 17.01.2017
ISBN 9783570164983
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Auf Rat der Neun von Veronica Roth habe ich mich schon sehr gefreut, weil ich ihre Reihe Die Bestimmung sehr gerne mochte (auch wengen des oft kritisierten Endes). Mit ihrem neuen Buch konnte sie mich aber leider nicht überzeugen, auch wenn ich nicht genau sagen kann, warum. Daher fällt mir die Bewertung umso schwerer.

Ihr Schreibstil ist wirklich gut. Die Kapitel sind wechselweise aus der Sicht von Cyra (in der Ich-Perspektive) und Akos (in der Er-Perspektive) erzählt. Roth gelingt es durch ihren Schreibstil das düstere Gefühl zu vermitteln.
Ebenso machen die Figuren - allen voran Cyra - eine wahnsinnige Entwicklung durch. Cyra ist von ihrem Bruder unterdrückt und wächst im Laufe des Buches über sich hinaus. Sie wird zu einer starken Frau und ich fand ihre Entwicklung durchaus plausibel. Akos dagegen entwickelt sich nicht ganz so stark weiter, er verfolgt das Ganze Buch über dieselben Ziele. Zwischen ihm und Cyra entwickelt sich eine Liebesgeschichte. Und bis die sich mal entwickelt hat, dauert es.
Es dauert.
Und dauert.
Irgendwann erkennen sie ihre Gefühle füreinander.
Aber nichts passiert.
Es dauert weiter.
Und dauert.
Und genau wie mit der Liebesgeschichte verläuft der Rest des Buches. Es passiert einfach extrem wenig, hatte ich das Gefühl.
Ich konnte nach der Hälfte nicht mehr sagen, was wesentliches passiert war. Erst gegen Ende geht alles Schlag auf Schlag und Roth überrascht mit einem gelungenen Cliffhanger.

Trotzdem konnte mich der nicht mehr von der Geschichte überzeugen. Ich habe einfach nicht in diese Welt hineingefunden. Es blieb immer eine gewisse Distanz, die mir das Lesevergnügen genommen hat. Man merkt dem Buch an, dass sie sich wirklich Gedanken gemacht hat - der Strom, die Schicksale, die Planetenreise, die Gaben - und vielleicht war das auch ein Problem. Sie versucht alles unterzubringen, aber teils war es zu viel. Dabei ist die Grundidee durchaus gut.

Ich gebe dem Buch 2/5 Sterne. Mich persönlich hat es nicht überzeugt, weil es trotz der guten Vorraussetzungen nicht packen konnte. Anderen mag das anders ergehen. Deshalb empfehle ich jedem zunächst einmal eine Leseprobe zu lesen, denn ich kann die Begeisterung durchaus verstehen. Nur irgendwie hat sie mich nicht erfasst.

  (57)
Tags: fremde planeten, krie, planetenreise, stromgabe, weltraum   (5)
 

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377 Bibliotheken, 23 Leser, 0 Gruppen, 105 Rezensionen

zeitreise, eva völler, liebe, auf ewig dein, jugendbuch

Auf ewig dein

Eva Völler
Fester Einband
Erschienen bei ONE ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 21.07.2017
ISBN 9783846600481
Genre: Jugendbuch

Rezension:

KURZMEINUNG:
Time Scholl - Auf ewig Dein ist die neue Reihe von Eva Völler und dreht sich wieder um Annas und Sebastianos Zeitreiseabenteuer. Die neuen Schüler ergänzen das Duo perfekt. Trotzdem fehlte mir das gewisse Etwas, was mir an der Zeitenzauberreihe so gefallen hat, auch wenn ich es nicht benennen kann.
Der Schreibstil lässt sich locker lesen.
Die Handlung ist spannend, konnte mich aber nicht immer fesseln.
Die Figuren sind gut ausgearbeitet und passen zu der Zeit aus der sie stammen.

SCHREIBSTIL:
Der Schreibstil ist sehr locker, ich habe aber das Gefühl, dass die anderen Bücher mehr Witz enthielten. Das resultiert sicher auch daraus, weil Anna erwachsener und vernünftiger geworden ist.
Das Buch ist aus ihrer Ich-Perspektive geschríeben. Leider kann man so die anderen Figuren nicht ganz so gut kennenlernen.
Für den Schreibstil gebe ich 4/5 Sterne.

HANDLUNG:

Anna und Sebastiano haben auf Joses Bitte eine Zeitreiseakademie gegründet und müssen neue Schüler rekrutieren. Gleichzeitig haben sie aber die üblichen Aufträge zu erfüllen. Als Sebastianos Zukunfts-Ich auftaucht, gerät alles durcheinander. Denn nun steht Annas und Sebastianos Liebe auf dem Spiel.
Mit den anderen Figuren erhielt das Buch eine neue Spannung, die ihm durchaus gut getan hat. Denn dadurch ergeben sich durchaus komische Situationen.
Die Liebe zwischen Anna und Sebastiono existiert natürlich auch hier wieder, wird aber auf eine harte Probe gestellt.
Für die Handlung gebe ich 4/5 Sterne.

FiGUREN:

Anna und Sebastiano waren mir schon aus der Zeitenzauberreihe bekannt und schließen charakterlich daran an. Anna ist aber längst nicht mehr so planlos, sondern kennt sich mit den Zeitreisen mittlerweile gut aus.
Die Schüler haben frischen Wind in die Geschichte gebracht.
Ole ist Wikinger und sehr rabiat. Vor allem sein Umgang Frauen gegenüber bringt Anna zur Verzweiflung.
Fatima hingegen ist ein hübsches Haremsmädchen, das aber auch klug und eine gute Kämpferin ist.
Walter ist ein kluger, aber ängstlicher Junge und der neueste Schüler.
Durch die Ich-Perspektive blieben die Figuren in dem Rahmen stecken, da hätte ich mir mehr Einblick in ihr Innenleben gewünscht. Durch die Tagebucheinträge gegen Ende ändert sich das etwas. Eine schöne Idee, von der ich hoffe, dass sie in den Folgebänden fortgesetzt wird.
Für die Figuren gebe ich 4/5 Sterne.

  (59)
Tags: schule, venedig, zeitreise   (3)
 

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229 Bibliotheken, 23 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

fantasy, schattenjäger, loyalität, dämonen, beziehung

Lord of Shadows

Cassandra Clare , Franca Fritz , Heinrich Koop
Fester Einband: 831 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 09.10.2017
ISBN 9783442314256
Genre: Fantasy

Rezension:

Cassandra Clare hat sich meiner Meinung nach mit Lord of Shadows wieder einmal selbst übertroffen. Auf mehr als 800 Seiten entführt sie ihre Leser erneut in die Welt der Schattenjäger. Und jede einzelne dieser Seiten habe ich genossen. Bis das Ende kam. Da war ich nur noch schockiert. Wieso? Wieso tut sie so etwas? Wie kann sie ihre Leser ein Jahr lang auf die Fortsetzung warten lassen, nach solch einem Ende?
Dass sie eine Meisterin der Cliffhanger ist, habe ich in ihren letzten Büchern gesehen, aber diesmal übertrifft sie sich selbst.
Doch trotz dieses Endes würde ich das Buch jederzeit wieder lesen, denn es enthält so viele wunderbare Szenen, von denen ich keine missen möchte.
Nach Malcolms Tod könnte für die Blackthorns und Emma wieder alles gut laufen. Tut es aber nicht - wäre ja zu einfach und würde einen weiteren Band überflüssig machen.
Stattdessen sehen sie sich mit neuen und alten Problemen konfrontiert, die sie auf eine Reise quer durch die Clarsche Welt schicken. In der Feenwelt brodelt es, sie steht kurz vor Ausbruch eines Krieges. Und auch die Gemeinschaft der Nephilim ist alles andere als zufrieden. Denn der Kalte Frieden hat den Hass zwischen Nephilim und Schattenwesen nur noch mehr geschürt.
Clare hat ihr Buch als eher politisch bezeichnet und das ist es tatsächlich. Denn auf erschreckende Weise ähneln die Vorgänge in der Schattenjägerwelt den tatsächlichen politischen Strömungen in der Vergangenheit und Gegenwart.
Dadurch wird das Buch um einiges düsterer als die anderen ihrer Bücher. Es ist nicht mehr ein fanatischer Böser wie es etwa Malcolm oder Mortmain waren. Diesmal läuft der Kampf an vielen Fronten und ironischerweise ist jede Gruppe zumindest im Grunde vom gleichen Motiv getrieben -  Hass. Bei vielen Personen zeigen sich dann noch ganz andere Gründe.
Als Leser kann nicht nur lesen, wie der Hass sich immer weiter nach oben schraubt und schließlich alles zu eskalieren droht, sondern man kann es förmlich spüren.
Mit ihrem lebendigen Schreibstil ist es Clare gelungen, mich in diese Welt hineinzuziehen. Erneut gibt es viele Perspektivwechsel, die aber keineswegs stören. Neben Emma nimmt auch Kit eine große Erzählperspektive ein. Auch deshalb können die vielen Handlungsstränge parallel laufen.
Kit ist die wichtige neue Person in ihrem Buch. Er legt die typische Herondaleart an den Tag gepaart mit einer extrem Abneigung gegen Schattenjäger. Kit ist sehr gut dargestellt und es lässt sich richtig verfolgen, wie er im Laufe des Buches eine Wandlung durchmacht und neue Freunde findet.
Auch die anderen Personen hat Clare wieder sehr gut beschrieben. Gefallen hat mir auch, dass wir die Zwillinge und vor allem Dru in diesem Band näher kennenlernen. Vor allem letztere stand im ersten Buch stark im Schatten ihrer älteren Geschwister. Als ich nun aber mehr von ihr gelesen habe, habe ich sie sofort ins Herz geschlossen, denn sie ist ein wirklich liebenswürdiges Mädchen.
Natürlich kommen auch Julian, Emma, Mark und Cristina nicht zu kurz und sind gut dargestellt.
Die vier sind nicht nur damit beschäftigt, die Blackthornkinder zu retten, sondern auch damit, ihr jeweiliges kompliziertes Liebesleben in den Griff zu kriegen.

Mit Lord of Shadows ist Cassandra Clare eine fantastische Fortsetzung gelungen, mit der sie die Leser lachen und leiden lässt, die aber in jedem Fall lesenswert ist.

  (40)
Tags: hass, kampf, liebesgeschichte, politisch, schattenjäger, schockierendes end, überzeugende charaktere   (7)
 

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340 Bibliotheken, 12 Leser, 0 Gruppen, 78 Rezensionen

jugendbuch, siena, ursula poznanski, thriller, jugendthriller

Aquila

Ursula Poznanski
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Loewe, 14.08.2017
ISBN 9783785586136
Genre: Jugendbuch

Rezension:

KURZMEINUNG:
Nachdem ich Elanus und Layers im Vergleich zu den anderen Büchern schwächer fand, konnte Ursula Poznanski mich mit Aquila wieder voll überzeugen.
Der Schreibstil ist wie gewohnt sehr fesselnd und mitreißend.
Die Handlung war spannend mit einem überraschenden Ende.
Die Figuren waren gut ausgearbeitet, vor allem Nika, die im Mittelpunkt stand.
Insgesamt gebe ich 5/5 Sterne.

SCHREIBSTIL:

Der Schreibsil ist, wie von Ursula Poznanski gewohnt, sehr spannend. Oft genug habe ich mit Nika mitgefiebert und konnte das Buch kaum aus der Hand legen.
Das Buch ist aus der Er-Perspektive von Nika geschrieben.
Für den Schreibstil gebe ich 5/5 Sterne.

HANDLUNG:
Nika wacht nach drei Tagen auf und kann sich an nichts erinnern. Ihre Mitbewohnerin ist spurlos verschwunden, genauso wie Nikas Ausweis, Schlüssel und Handy. Sie hat nur einen Zettel mit kryptischen Nachrichten. Die versucht sie nun zu entschlüsseln. Nur blöd, dass ihr das ganze in Siena passiert ist und sie kaum italienisch spricht.
Nikas Suche nach ihrer Erinnerung hat durchaus ein paar Längen, nimmt aber gegen Ende an Fahrt auf. Vor allem das fand ich sehr überraschend, wenngleich es eine gewisse Absurdität hatte.
Für die Handlung gebe ich 4,5/5 Sterne.

FIGUREN:

Im Mittelpunkt steht Nika. Demnach ist sie auch diejenige, die am besten ausgearbeitet ist. Ich konnte ihre Gefühle und auch Handlungen gut nachvollziehen.
Die anderen Figuren waren im Vergleich zu ihr schwächer, kamen aber oft nur am Rande vor. Dafür waren sie gut ausgearbeitet.
Für die Figuren gebe ich 4,5/5 Sterne.

  (49)
Tags: gedächtnisverlust, mord, siena   (3)
 

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421 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 84 Rezensionen

vorlesen, paris, bücher, liebe, frankreich

Die Sehnsucht des Vorlesers

Jean-Paul Didierlaurent ,
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 22.09.2015
ISBN 9783423260787
Genre: Romane

Rezension:

Jean Paul Didierlaurent hat mit Die Sehnsucht des Vorlesers einen Roman über die Liebe zu Büchern geschaffen. Aber er zeigt uns auch die Schattenseiten auf, denn nicht jedes Buch verkauft sich gleich gut und so werden Tonnen an Büchern Jahr für Jahr in Fabriken vernichtet.
In einer dieser Fabriken arbeitet Guylain. Guylain passt eigentlich nicht in diese Welt, denn statt Bücher zu hassen, liebt er sie. Als kleinen Akt des Protestes liest er daher jeden Tag auf dem Weg zur Arbeit seinen Mitfahrern in der Bahn vor.
Das ist Teil eins der Handlung. Neben dem Vorlesen steht da vor allem Guylains Leben im Mittelpunkt. Der Autor beschreibt in der Er-Perspektive Guylains Tagesablauf und seine Gedanken und Gefühle. Dieser Teil der Geschichte zieht sich etwas und lange passiert nicht wirklich viel. Beziehungsweise es passiert nicht das, was ich erwartet hatte.

Denn auf dem Klappentext wird ja eine Liebesgeschichte angekündigt, die beginnt, weil Guylain einen geheimnissvollen USB-Stick findet.
Er findet ihn auch tatsächlich, aber erst nach ungefähr der Hälfte des Buches. Die Liebesgeschichte, die sich dann entwickelt, dauert dann auch etwas und führt in ein eher offenes Ende.

Schlimm fand ich das nicht, weil der Rest der Geschichte wirklich schön beschrieben ist und sich dank des Schreibstils flüssig lesen lässt. Auch wenn der Schreibstil eher nüchtern ist, konnte man sich trotzdem gut in die Geschichte hineinversetzen und sich alles bildlich vorstellen.
Schön waren auch die Abschnitte aus den Teilen, die Guylain vorliest. Der Schreibstil unterscheidet sich von Abschnitt zu Abschnitt, sodass etwas Leben in die Geschichte hineinkommt.

Das braucht es auch, denn ansonsten ist Guylains Leben nicht sonderlich spektakulär. Guylain war ein sehr gut ausgearbeiteter und eigenwilliger Charakter, den ich grundsätzlich gerne mochte. Gestört hat mich aber, dass es sich oft relativ passiv verhält. Als er den USB-Stick findet, macht er sich zunächst nicht selbst auf die Suche nach der Besitzerin, sondern lässt das seinen Freund Guiseppe erledigen.
Der war, wie die anderen Figuren, eher oberflächlich ausgearbeitet und auf nur eine Charaktereigenschaft beschränkt.
Eine Ausnahme dabei bildet die Besitzerin des geheimnissvollen USB-Sticks, die darauf aus ihrem Leben erzählt. Dadurch wurde die Liebesgeschichte noch einmal nachvollziehbarer für mich.

FAZIT:
Das Buch konnte mich vor allem wegen des untypischen Charakters von Guylain und des guten Schreibstils überzeugen.
Die Handlung dagegen hat sich streckenweise etwas gezogen und es war nicht ganz die Liebesgeschichte war nicht ganz das, was ich erwartet hatte.

SCHREIBSTIL: 4,5/5 Sterne
HANDLUNG: 3/5 Sterne
FIGUREN: 4/5 Sterne

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Tags: buchliebhaberei, liebesgeschichte, tagesablauf, vorlesen   (4)
 

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15 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

liebe, detektiv, lockerleicht, fröhlich, reise durch europa

Liebe, Glück und Schokolade

Nelly Berlin
E-Buch Text: 309 Seiten
Erschienen bei null, 17.06.2017
ISBN B071G1GYHH
Genre: Sonstiges

Rezension:

KURZMEINUNG:
Liebe, Glück und Schokolade von Nelly Berlin ist eine Kombination aus einem spannenden Kriminalfall und einer süßen Liebesgeschichte.
Der Schreibstil ist sehr flüssig und einfach gehalten.
Die Handlung ist vor allem ein spannender Kriminalfall, der von einer romantischen Liebesgeschichte garniert wird.
Die Figuren hätten manchmal noch etwas noch etwas besser ausgearbeit sein können.
Insgesamt gebe ich dem Buch 4/5 Sterne.

SCHREIBSTIL:

Der Schreibstil ist einfach gehalten. Es gibt viele verschiedene Er-Perspektiven aus denen erzählt wird, wobei die von Jack und Mina dominieren. Dadurch war es nicht immer einfach die Personen alle kennenzulernen.
Man kann sich alles bildlich vorstellen, aber wegen der schon erwähnten Perspektivwechsel hat manchmal die Tiefe gefehlt. So hätten die Gefühle von Jack und Mina ruhig noch ausführlicher dargestellt werden können.
Für den Schreibstil gebe ich 3,5/5 Sterne.

HANDLUNG:
Das Cover und der Klappentext lassen vermuten, dass der Fokus auf der Liebesgeschichte liegt. Tatsächlich ist es aber anders. Im Buch verbirgt sich ein spannender Kriminalfall und eine Reise quer durch Europa.
Den Fall fand ich recht spannend. Am Ende jedoch geht alles Schlag auf Schlag.
Die Liebesgeschichte dagegen ist eine der typischen "Liebe auf den ersten Blick"-Geschichten. Zwar war es durchaus romantisch, ich konnte aber die Gefühle der Protagonisten nicht immer ganz nachvollziehen.
Das Buch ist hat durchaus humorvolle Stellen, besonders Jacks Neffen sorgen für Lacher.
Für die Handlung gebe ich 4/5 Sterne.

FIGUREN:
Mina ist Detektivin und arbeitet an einem Kunstfälscherfall. Ich konnte sie mir grundsätzlich gut vorstellen und auch nachvollziehen, nur - ich weiß ich habe es schon oft erwähnt - ihr Gefühle gingen mir zu schnell. Von ihrer Verzweiflung über die Sache mit Jack habe ich nicht wirklich was gemerkt.
Bei Jack dagegen ist das anders. Seine Gefühle Trauer und Verzweiflung sind gut dargestellt. Dadurch konnte man ihn gut nachvollziehen. Abgesehen davon bleibt er aber relativ blass. Er zeichnet sich vor allem durch seine Gefühle für Mina aus und sonst durch nicht sonderlich viel. Hier hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht.
Die anderen Figuren sind oft recht überspitzt dargestellt oder da, um die Handlung voranzubringen. Einzig die Zwillinge, Jacks Neffen, stechen positiv heraus.
Für die Figuren gebe ich 3/5 Sterne.

  (83)
Tags: detektivgeschichte, kunst, kunstfälschung, liebesgeschichte, reise durch europa   (5)
 

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(40)

51 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 37 Rezensionen

krimi, mecklenburg, regionalkrimi, humor, mord

Mordsacker

Cathrin Moeller
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 10.07.2017
ISBN 9783956496813
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

KURZMEINUNG:
Mordsacker ist ein witziger Regionalkrimi, der aber nicht auf ganzer Linie überzeugen kann.
Der Schreibstil war mir persönlich teils zu gewollt lustig.
Die Handlung war oft überzogen und wirkte dadurch nicht immer völlig realistisch.
Die Figuren lassen mich zwiegespalten zurück. Es gibt durchaus Sympathieträger, aber gerade die Protagonístin Klara Himmel ist das genaue Gegenteil.
Insgesamt gebe ich dem Buch 3/5 Sterne.

SCHREISBTIL:
Cathrin Moellers Schreibstil in Mordsacker lässt sich leicht lesen. Teils war es mir aber zu gewollt witzig geschrieben, da wäre weniger mehr gewesen.
Für den Schreibstil gebe ich 3/5 Sterne.

HANDLUNG:
Klara Himmel muss mit Mann und Tochter aufs Dorf ziehen. Aber eigentlich hat sie so gar keine Lust auf die Dorfgemeinschaft. Als es einen Toten gibt und ihr Mann krank im Bett liegt übernimmt Klara kurzerhand die Ermittlungen.
Die Auflösung der Geschichte fand ich sehr überraschend, das Motiv hätte etwas schlüssiger sein können.
Vieles in der Geschichte ist sehr überzogen und unrealistisch dargestellt.
Für die Handlung gebe ich 3/5 Sterne.

FIGUREN:
Klara Himmel fand ich am Anfang noch ganz witizig, mit der Zeit kam ich aber immer weniger mit ihr zurecht. Sie ist sehr arrogant den Dorfbewohnern gegenüber - schließlich kommt sie ja aus Berlin. Auch ihre Versuche, den Mord aufzuklären, konnte ich nicht immer verstehen. Sie hat die ganze Familie schon einmal durch ihre Einmischung in ein riesen Schlamassel manövriert und eigentlich sollte eine Frau in ihrem Alter ja daraus lernen. Tut sie nicht. Sie beklagt sich auch sehr oft über ihre Situation, ohne etwas daran zu ändern. Klara hat Eheprobleme? Da ist das beste Mittel, den Ehemann zu ignorieren und nicht darüber zu sprechen. Sie kann sich nicht in die Dorfgemeinschaft integrieren? Die Frauen von oben herab zu behandeln hilft bestimmt.
Sophie, Klaras Tochter, fand ich die sympathischste der Figuren. Sie meint es mit jedem gut, ich konnte sie meist verstehen.
Klaras Mann Paul hingegen tut nichts anderes als krank im Bett zu liegen und vor sich hin zu lamentieren.
Die Dorfbewohner sind allesamt in Klischees gestaltet, was ich recht schade fand.
Für die Figuren gebe ich 2/5 Sterne.

  (84)
Tags: ermittlungen, humor, mord, regionalkrimi   (4)
 

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26 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

hölle, hexen, dämonen, london, kurzweili

Tierisch verflucht

Jaqueline Mercedes
Flexibler Einband: 324 Seiten
Erschienen bei epubli, 04.03.2017
ISBN 9783741897634
Genre: Science-Fiction

Rezension:

KURZMEINUNG:
Ein sehr kurzweiliges Buch, aus dem man mehr hätte machen können, weil die Grundidee gut ist.
Der Schreibstil war sehr einfach gehalten und ließ eine Distanz zu den Figuren.
Die Handlung hätte an einigen Stellen ausführlicher erläutert werden müssen, so wusste ich oft nicht, worum es gerade geht.
Die Figuren waren kaum ausgearbeitet und nicht immer nachvollziehbar.
Insgesamt gebe ich dem Buch 2,5/5 Sterne.

SCHREIBSTIL:
Jacqueline Mercedes hat einen sehr einfachen Schreibstil, der mir persönlich teilweise etwas zu einfach war. Es gab immer wieder Wortwiederholungen, über die ich gestolpert bin (auch wenn ich da zugegebenermaßen etwas empfindlich bin). Grundsätzlich ließ es sich jedoch leicht lesen.
Tierisch verflucht ist sowohl aus der Er-Persepktive von Ash als auch aus der von Simon geschrieben. Trotzdem konnte man keiner der Personen wirklich kennenlernen, weil das Buch größtenteils aus Dialogen besteht.
Für den Schreibstil gebe ich 2,5/5 Sterne.

HANDLUNG:
Ashs Bruder Simon bricht in die Hölle ein, stiehlt ein Diadem und wird vom Höllenfürst verflucht. Der Fürst setzt ihm eine Frist von drei Tagen, um das Diadem zurückzubringen. Weil Simon erst 24 und deshalb noch sehr unselbstständig ist (er ist gerade mal seit 6 Jahren erwachsen, da kann man noch keine Selbstständigkeit erwarten!), rennt er zu seiner großen Schwester, die ihm zum wiederholten Male aus der Patsche helfen muss.
Die Handlung war teils recht vorhersehbar, dann wiederum gab es einzelne überraschende Wendungen. Teils hatte ich das Gefühl, dass einfach zu viel in das Buch hineingepresst werden sollte, was da keinen Platz hatte. Ein paar mehr Erklärungen hätten definitiv nicht geschadet, zum Beispiel darüber, wie genau die Hölle aufgebaut ist.
Positiv hervorheben möchte ich aber, dass es zu Beginn noch einige Logikfehler gab, die sich aber im Laufe des Romans alle aufgelöst haben und nicht im Nirgendwo verschwanden.
Die Liebesgeschichte war ab einer bestimmten Stelle für mich überhaupt nicht nachvollziehbar.
Für die Handlung gebe ich 3/5 Sterne.

FIGUREN:
Mit den Figuren wurde ich einfach nicht warm, was sicher auch an den fehlenden Beschreibungen liegt. Auch ihre Handlungen konnte ich nicht immer ganz nachvollziehen.
Von Ash und Luce weiß ich nur, dass sie gut aussehen, weitere Informationen über ihren Charakter gibt es kaum, oder jedenfalls nicht so, dass sie sich auch in den Handlungen der Figuren niedergeschlagen haben.
Simon war ein besonders nerviger Charakter, der sich aufgeführt hat wie ein trotziges Kleinkind.
Für die Figuren gebe ich 2/5 Sterne.


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Tags: dämone, diebstahl, hexen, hölle, kurzweili, liebesgeschichte, verflucht   (7)
 

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705 Bibliotheken, 11 Leser, 3 Gruppen, 69 Rezensionen

bücher, london, liebe, bookless, fantasy

BookLess - Wörter durchfluten die Zeit

Marah Woolf
Flexibler Einband: 310 Seiten
Erschienen bei Körner, Ina, 15.08.2013
ISBN 9783000426148
Genre: Fantasy

Rezension:

SCHREIBSTIL:
Marah Woolfs Schreibstil ist sehr einfach gehalten, man merkt, dass es ein Jugendbuch ist. Manchmal war mir der Schreibstil fast ein wenig zu einfach, störend war es aber nicht. Stattdessen ließ sich das Buch leicht lesen.
Die Geschichte ist aus der Er-Perspektive von Lucy und Nathan geschrieben, ab und zu gibt es Kapitel/Absätze aus der Er-Perspektive einer anderen Person.
Für den Schreibstil gebe ich 4/5 Sterne.

HANDLUNG:
Lucy liebt Bücher. Sie hat sogar ein Buch auf dem Handgelenk tätowiert. Nicht ihre Idee, sondern seit ihrer Geburt da. Warum, weiß sie nicht. Sie würde alles tun, um die Bücher zu schützen.
Nathan liebt Bücher ebenfalls. Auch er würde alles tun, um die Bücher zu schützen.
Nur darüber, was schützen eigentlich heißt, sind sich die beiden nicht einig.
Lucys Teil zog sich zunächst etwas, weil sie relativ lange im Dunkeln tappte. Hier brachten die Episoden über Nathan und andere die nötige Spannung in das Buch. Dann aber nahm das Buch an Fahrt auf und ich konnte es fast nicht mehr aus der Hand legen. Das Ende weckte in mir den Wunsch, sofort die nächste Buchhandlug zu stürmen und mir den zweiten Teil zu holen.
Die Ideen, die die beiden vertreten, fand ich einen interssanten Ansatz, genau wie die Perspektive, die beide auf das Lesen haben.
Die Liebesgeschichte hatte etwas von "Liebe auf den ersten Blick", was hier aber genau passend war. Zwar war sie ein dominantes Merkmal, war aber nicht überrepräsentiert.
Für die Handlung gebe ich 4/5 Sterne.

FIGUREN:

Lucy ist ein sehr eigenwilliges, aber auch starkes Mädchen, das sich auch nicht von anderen einlullen lässt. Sie war gut ausgearbeitet und ich konnte sie nachvollziehen.
Ganz anders ging es mir mit Nathan. Zwar war auch er mir sehr sympathisch, manchmal kam er mir aber recht naiv für einen 19-Jähirgen vor. Er nimmt die Taten seines Großvaters einfach so hin, ohne wirklich darüber nachzudenken und wundert sich dann plötzlich über bestimmte Dinge. Ein bisschen mehr Reflexion und Eigeninitiative hätten ihm nicht geschadet.
Die anderen Figuren waren für Nebenfiguren gut und ausreichend ausgearbeitet, ähnelten sich teils aber doch sehr (vor allem Lucys Mitbewohnerinnen).
Für die Figuren gebe ich 4/5 Sterne.

FAZIT:
Bookless - Wörter durchfluten die Zeit ist der erste Teil einer Trilogie für Jugendliche, der aber definitiv Lust auf mehr macht.
Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten und hätte manchmal etwas anspruchsvoller sein dürfen.
Die Handlung beinhaltete interessante Ansätze, vor allem das Ende ließ mich fassungslos und mit dem Wunsch sofort den zweiten Teil zu lesen zurück.
Die Figuren waren sympathisch, aber manchmal etwas zu naiv.
Insgesamt gebe ich dem Buch 4/5 Sterne und eine klare Leseempfehlung, denn trotz meiner Kritikpunkte konnte es mich auf ganzer Linie überzeugen.

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Tags: bücher, buch über bücher, diebstahl, gefahr, geheimnisse, liebesgeschichte, romantik, schutz der bücher, verrat, verschiedene ansichten   (10)
 

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730 Bibliotheken, 7 Leser, 6 Gruppen, 64 Rezensionen

krimi, taunus, mord, windpark, nele neuhaus

Wer Wind sät

Nele Neuhaus
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 08.06.2012
ISBN 9783548284675
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich bin bei Nele Neuhaus "Wer win sät" hin- und hergerissen, wie ich es am besten bewerten soll. Wahrscheinlich sollte ich deshalb lieber ein, zwei Tage warten,um nicht mehr ganz so subjektiv zu sein, aber das Buch hat mich extrem wütend, frustiert und enttäuscht zurückgelassen. Vielleicht bin ich mit meiner Einstellung zur Thematik einfach nicht das richtige Zielpublikum, vielleicht habe ich das ganze zu sehr aus der Perspektive von 2017 betrachtet, vielleicht nehme ich das viel zu ernst - ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass mich schon lange kein Buch mehr so frustiert zurückgelassen hat. Deshalb wird das wahrscheinlich jetzt auch eher eine "ich schreib mir den Frust von der Seele"-Rezension und keine "Ich versuche möglichst objektiv zu sein"-Rezension.

Aber zuerst zum Grundsätzlichen:

SCHREIBSTIL:

Nele Neuhaus Schreibstil ist durchaus in Ordnung, konnte mich aber nicht fesseln. Zudem gab es einfach zu viele Perspektiven, aus denen parallel erzählt wurde, sodass ich zunächst völlig planlos war.
Ganz vereinzelt sprechen die Personen den hessischen Dialekt, was zwar einerseits etwas Lokalkolorit hineingebracht hat (denn trotz des globalen Themas ist es im Endeffekt ein Regionalkrimi), anderseits aber nicht wirklich erwähnenswert, weil relativ wenig davon im Buch, vorkam.

HANLDUNG:

Es geht um Windparks. Und Windparkerbauer, die total skrupellos sind. Und Windparkgegner, die eine Bürgerbewegung gründen. Und es gibt zwei Tote. Einen aus der Windparkerbauerfirma und einen aus der Bürgerbewegung.
Bodenstein und Kirchhof ermitteln. Wenn nicht gerade aus der Perspektive ganz anderer Personen erzählt wird. Wenn Bodenstein nicht gerade über seine Gewichts- und Liebesprobleme lamentiert.
Insgesamt gab es einfach zu viele Themen, die angeschnitten wurden. Am Ende war alles halb, aber nichts ganz ausgearbeitet und Themen, die eigentlich eine wichtige Rolle für die Geschichte spielen, wurden nur gestriffen. Es gab Beziehungsprobleme, Familienprobleme, Klimaprobleme, sexuellen Missbrauch, Vertrauensprobleme, noch mehr Familienprobleme, allgemeines Gejammer, Probleme im Team etc.

FIGUREN:

Die Figuren blieben sehr blass. Bodenstein verschwindet irgendwann von der Bildfläche, aber Pia wird dadurch kein stärkerer Charakter und macht keine Entwicklung durch. Auch der Rest blieb relativ blass und klischeehaft.
Da gibt es zum Beispiel einen neuen Kollegen. Er heißt Cem. Und er ist neu. Aber er integriert sich gut ins Team. So gut, dass ich irgendwann vergessen habe, dass Cem überhaupt existiert.

FAZIT:

Ein mittelmäßiger Krimi, dem ich mit einer anderen Thematik auch 2 - 3 Sterne gegeben hätte. Jetzt kommt aber das große ABER. Ja, ich könnte das weglassen. Aber es geht auch immer um das Gefühl, dass ein Buch nach dem Lesen hinterlässt und da habe ich überhaupt nichts positives gefühlt, sondern nur Wut und Frust und Enttäuschung und stand ein paar Mal kurz davor, das Buch abzubrechen. Ich habe es nicht getan, weil ich sowas wahnsinnig hasse.

Im Folgenden werde ich das näher erklären, was aber kleine SPOILER enthält:

Gestört hat mich die ganze Einstellung zum Klimawandel. Die Figuren sprechen relativ oft von der Klimalüge und das wird im Buch überhaupt nicht reflektiert, auch nicht in einem Nachwort. Dabei ist diese ganze Geschichte rund um Annika Sommerfeld, die die ganze Zeit von nichts anderem spricht, als davon, dass sich alle Mächtigen der Welt verschworen haben, um den Klimawandel zu erfinden (na, kommt uns das bekannt vor? ;)), komplett überflüssig. Sie hat einfach keinen Sinn. Sie leistet keinen Beitrag zu den Ermittlungen. Alles, was sie tut, ist Bodenstein von den Ermittlungen abzuhalten. Und dann kam der Epilog, bei dem ich das Buch einfach nur noch gegen die Wand klatschen wollte. Natürlich, das ist ein Buch und in einem Buch ist längst nicht alles real (sagt Nele Neuhaus ja auch im Nachwort und sie sagt auch, dass sie den Hackerangriff vor der Weltklimakonferenz 2009 verändert hat). Aber ich hätte mir einfach ein bisschen mehr Reflexion über das Thema gewünscht und nicht nur dieses völlig sinnlose - weil es zum Buch nichts beiträgt - hinausposaunen von Verschwörungstheorien. Meiner Meinung nach hat ein erfolgreicher Autor auch immer eine gewissen soziale Verantwortung und die sehe ich hier einfach nicht erfüllt. Vor allem, weil dann hinterher auch noch einige Kritiken und Diskussionen zu dem Buch gelesen habe, in denen die Leute diesen Verschwörungstheorien recht gaben. Und ja, mir ist bewusst, dass es haufenweise Bücher gibt, die erfolgreich irgendwelche Verschwörungstheorien in die Welt hinausposaunen - aber sowas in einem Regionalkrimi? Das war mir persönlich einfach zu viel. Wie gesagt, vielleicht bin ich einfach nicht die richtige Zielgruppe und vielleicht lese ich das zu sehr aus der Perspektive von 2017, aber mir hat das einfach jeglichen Lesegenuss genommen.

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54 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

liebesroman, couch surfing, sommer, urlaub, südfrankreich

Sand in Sicht

Katrin Einhorn
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 05.05.2017
ISBN 9783423216692
Genre: Liebesromane

Rezension:

 Katrin Einhorns Sand in Sicht ist eine leichte Liebesgeschichte, mit einem verrückt-liebenswertem Protagonisten.

SCHREISBTIL:

Katrin Einhorn schreibt teils recht humorvoll und locker. Meist ist der Stil nüchtern gehalten, aber dadurch umso passender zur Geschichte. Denn der Protagonist Lenny ist alles andere als gefühlvoll. Das Buch ist aus der Er-Perspektive von Lenny erzählt. Durch den nüchternen Schreibstil werden seine Gefühle jedoch nicht immer ganz so gut transportiert, sondern bleiben nur ein "stechendes Schwert in seinem Bauch".
Für den Schreibstil gebe ich 4/5 Sterne.

HANDLUNG:

Lennys Freundin Zoe trennt sich ausgerechnet im Urlaub von ihm. Statt im Hotel schläft Lenny nun bei der durchgeknallten Hanna und ihrem Sohn. Dabei kann Lenny gar nicht mit Kindern. Oder Chaos. Aber um Zoe zurückzugewinnen würde er alles tun.
So ergibt sich eine durchaus amüsante Verfolgungsjagd. Ab und an waren die Szenen etwas zu übertrieben.
Die ganze Geschichte war zwar an sich vorhersehbar, aber bis sie zu ihrem Ende kam gab es durchaus einige Überraschungen.
Für die Handlung gebe ich 4/5 Sterne.

FIGUREN:

Grundsätzlich sind sowohl Lenny als auch Hanna irgendwie Klischees. Trotzdem sind sie gut dargestellt und machen eine nachvollziehbare Entwicklung durch.
Lenny ist ein nüchterner Mathematiker und lebt voll in der Welt der Zahlen. Dadurch ist er aber auch vollkommen weltfremd. Er war mir recht sympathisch, weil er sich durch seine Art von anderen Protagonisten in Liebesromanen abhebt.
Hanna ist sein komplettes Gegenteil. Kontaktfreudig, chaotisch, datingverrückt lebt sie samt fünfjährigem Sohn in Montpellier. Sie fand ich recht gut ausgearbeitet und auch sie hebt sich teils von der Masse ab.
Für die Figuren gebe ich 4/5 Sterne.

  (49)
Tags: couch surfing, frankreich, gegensätzliche charaktere, humor, liebesroman, sommerurlaub   (6)
 

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547 Bibliotheken, 2 Leser, 5 Gruppen, 61 Rezensionen

thriller, arno strobel, psychothriller, regensburg, münchen

Der Trakt

Arno Strobel
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 15.05.2012
ISBN 9783596512454
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

SCHREIBSTIL:
Arno Strobel hat einen mitreißenden Schreibstil, der zum Weiterlesen animiert und über Längen in dere Geschichte hinweghilft. Ich kannte ihn schon aus den gemeinsamen Büchern mit Ursula Poznanski, das war auch mit einer der Gründe, warum ich mir das Buch gekauft habe. Das Buch ist aus der Er-Persepktive von Sybille Aurich geschrieben, einige auch aus der von Hans.
Für den Schreibstil gebe ich 5/5 Sterne.

HANDLUNG:
Sybille Aurich wacht in einem Kellerraum in Regensburg auf. Ihr gelingt es zu fliehen, aber bei ihrem Mann angekommen muss sie feststellen, dass er sie nicht mehr kennt. Und auch ihr Sohn ist verschwunden.
Die Handlung war grundsätzlich spannend, allerdings habe ich schon früh geahnt, was mit Sybille passiert ist, sodass die Spannung streckenweise fehlte und ich mich oft gefragt habe, wie Sybille so blind sein kann.
Überraschend kamen dann die Wendungen über die restlichen Personen. Man wusste nie, wer gut und wer böse ist. Das hat auch einen Großteil der Spannung des Buches ausgemacht, nur mit Sybilles Suche nach sich selbst wäre es wohl nicht so gewesen.
Besonders toll - und das war auch der Grund, warum ich das Buch wollte - fand ich, dass die Handlung in Regensburg spielt. Arno Strobel hat die einzelnen Stationen von Sybilles Odyssee gut recherchiert und beschrieben, sodass ich die Route nachvollziehen konnte.
Für die Handlung gebe ich 4/5 Sterne.

FIGUREN:

Sybille Aurich hat ihren Sohn verloren und wird von niemandem mehr erkannt. Deshalb macht sie sich auf die Suche nach der Wahrheit. Sybille hat auf mich streckenweise sehr naiv gewirkt und ich habe sie nicht immer nachvollziehen können. Klar - sie wacht in einem Keller auf, weiß nicht, was mit ihr passiert ist - aber trotzdem. Einerseits vertraut sie manchen Leuten praktisch blind, dann wieder ist sie total skeptisch. Hier hätte ich eine klare Linie in ihrem Verhalten besser gefunden.
Bei den anderen Figuren gab es immer wieder Wendungen, lange Zeit wusste man nicht, wer jetzt auf Sybilles Seite steht und wer nicht. Deshalb will ich hier jetzt auch nicht auf sie eingehen. Ihre Ausarbeitung war meistens in Ordnung, ab und zu hätte es tiefer gehen können.
Für die Figuren gebe ich 4/5 Sterne.

FAZIT:
Ein Thriller für zwischendurch, von dem man aber nicht zu viel Spannung erwarten sollte.
Der Schreibstil ist extrem mitreißend und hat viel gerettet.
Die Handlung war streckenweise etwas unspektakulär und lebte von der Frage, wer auf welcher Seite steht.
Die Figuren haben sich vor allem durch überraschende Wendungen ausgezeichnet, Sybille konnte ich nicht immer nachvollziehen.
Insgesamt gebe ich 4/4 Sterne.

  (66)
Tags: gedächtnisverlust, identitätsverlust, regensburg, verschwundenes kind   (4)
 

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64 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

palästina, israel, nahostkonflikt, konflikt, mathematik

Der Junge, der vom Frieden träumte

Michelle Cohen Corasanti , Adelheid Zöfel
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 25.05.2016
ISBN 9783596032839
Genre: Romane

Rezension:

Israel und Palästina - da war doch was. Mit all den Krisen der letzten Jahre, ging es aber zumindest mir so, dass ich den Konflikt fast aus dem Blickfeld verlor. Umso interessierter war ich dann, als ich Der Junge, der vom Frieden träumte entdeckte.

SCHREIBSTIL:

Michelle Cohen Corasanti schreibt recht nüchtern. Das ganze Buch ist aus der Perspektive von Ahmed Hamid erzählt, aber seine Gefühle werden nicht immer allzu deutlich.
Vielmehr liegt der Fokus auf dem Leiden seiner Familie und gerade am Anfang war ich schockiert angesichts der Grausamkeiten, die darin geschildert werden. Ab der zweiten Häflte begann das dann aber etwas zu schwächeln und ich hätte mir gewünscht, dass gerade Ahmeds Gefühle deutlicher hervortreten.
Für den Schreibstil gebe ich 4/5 Sterne.

HANDLUNG:
Das Buch erzählt Ahmeds Geschichte. Ahmed wächst mit seinen Geschwistern in Palästina auf, seine Familie wird von den Israelis vertrieben. Als er 12 ist kommt Ahmeds Vater ins Gefängnis und Ahmed muss die Familie allein versorgen. Schließlich bekommt er aufgrund seiner mathematischen Begabung die Möglichkeit zu studieren. Bis dahin war das Buch wirklich spannend, dann aber verlor es irgendwie den roten Faden. Ab da stand mehr Ahmeds Leben im Vordergrund. An sich nicht schlecht, aber fesseln konnte mich das teils nicht mehr wirklich.
Die Geschichte drifftet meiner Meinung nach im zweiten Teil auch recht ins Kitschige ab, gerade am Ende. Probleme werden einfach weggeschrieben.
Außerdem war mir die Darstellung teils etwas zu einseitig, wenngleich sich die Autorin um Objektivität bemüht hat. Natürlich ist das Buch aus der palästinensischen Perspektive geschrieben, teils war es jedoch eine sehr starke Schwarz-Weiß-Malerei.
Immer wieder gibt es große Zeitsprünge, was ich teils recht schade fand. Manche Dinge konnte ich da dann nicht nachvollziehen. Im einen Moment denken die Figuren so darüber und zwei Seiten später ist plötzlich alles ganz anders, weil das Buch mehrere Jahre in der Zeit gesprungen ist.
Für die Handlung gebe ich 4/5 Sterne.

FIGUREN:
Die Figuren hätten ruhig noch etwas besser ausgearbeitet sein können, vor allem die Nebenfiguren. Ahmed war mir persönlich teilsweise etwas zu naiv/gutgläubig. Da versucht er beispielsweise im Jahr 2009 ein Visum für die USA für jemanden zu beantragen, dessen Vater bei der Hamas ist (und deswegen gesucht wird) und Ahmed wundert sich, dass es nicht klappt.
Die restlichen Figuren, die eine wichtige Rolle spielten, sind vor allem dazu da, Ahmed in seinen Entscheidungen zu leiten, spielen aber selbst (bis auf den Vater) keine eigene Rolle.
Für die Figuren gebe ich 3,5/4 Sterne.

FAZIT:
Auf jeden Fall ein lesenswertes Buch das uns (wieder) aufmerksam machen kann auf einen Konflikt, der seit Jahren schwillt und keine Lösungsmöglichkeit hat.
Der Schreibstil war sehr flüssig, manchmal aber etwas zu nüchtern.
Die Handlung konnte mich zu Beginn noch fesseln, ab circa der Hälfte zog es sich dann jedoch.
Die Figuren waren mir teils etwas zu naiv/gutgläubig und hätten besser ausgearbeitet sein können.
Insgesamt gebe ich 4/5 Sterne für das Buch. 

  (64)
Tags: auswege, israel-palästina-konflik, talente, versöhnung   (4)
 

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153 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 53 Rezensionen

liebesgeschichte, tamara mataya, liebe, manche tage muss man einfach zuckern, verlieben

Manche Tage muss man einfach zuckern

Tamara Mataya , Evelin Sudakowa-Blasberg
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Heyne, 10.04.2017
ISBN 9783453421691
Genre: Liebesromane

Rezension:

SCHREIBSTIL: 
Tamara Mataya Schreibstil in Manche Tage muss man einfach zuckern ist recht einfach und humorvoll gehalten. Das Buch lässt sich dadurch relativ schnell lesen.
Es ist aus der Ich-Perspektive von Sarah geschrieben. 
Für den Schreibstil gebe ich 4,5/5 Sterne.

HANDLUNG: 
Sarah braucht einen neuen Job und findet ihn als Empfangsdame in einem New Age Massagetempel. Die ganze Geschichte rund um Sarahs Arbeit war sehr überspitzt dargestellt - durchgeknallte Chefs, eine verrückte Kollegin und schräge Kunden. Der Teil des Buches ist durch seine überspitzte Darstellung wirklich witzig. 
Aber dann gibt es noch die andere Seite: Sarahs Liebesleben. Sarah glaubt, ihre große Liebe über das Internet zu finden. Tatsächlich schreibt ihr irgendwann der scheinbar perfekte Mann. Aber dann gibt es ja noch Jack, Reallifemann, Frauenschwarm, Star-DJ. Und eigentlich findet Sarah in ganz schön heiß. Aber eine Beziehung geht auf keinen Fall meint Sarah. Und so entspinnt sich eine der typischen Dreiecksgeschichten, die sehr vorhersehbar endet. Nichtsdestotrotz konnte mich auch die Liebesgeschichte gut unterhalten, wenngleich ich Sarah oft genug für extrem naiv gehalten habe.
Für die Handlung gebe ich 3,5/5 Sterne.

FIGUREN:
Sarah ist die Protagonistin und war mir sehr sympathisch, weil sie für ihre Prinzipien einsteht. Gleichzeitig ist dir aber auch extrem blind der wahren Identität ihres Internetliebhabers gegenüber. 
Pete ist Sarahs schwuler bester Freund. Sarah bezeichnet ihn als Karikatur und genau wie die anderen Figuren ist er ein wandelndes Klischee. Trotzdem war et mir sehr sympathisch. Leider kommt er nach einer guten Einführung seiner Figur in der zweiten Hälfte fast gar nicht mehr vor.
Jack ist Petes Bruder und ebenfalls ein Klischee. Trotzdem hatte er durch sein Verhalten Sarah gegenüber und seine Erfolge den nötigen Tiefgang und kam sympathisch rüber. 
Die New Age Mitarbeiter sind allesamt unsympathisch und überspitzt, aber genau daraus ergibt sich der Witz auf Sarahs Arbeit. 
Für die Figuren gebe ich 4/5 Sterne.

FAZIT:
Ein kurzweiliges Buch, das mich trotz seiner Vorhersehbarkeit gut unterhalten konnte und schnell lesen ließ.
Der Schreibstil war einfach und humorvoll, sodass sich das Buch leicht lesen ließ.
Die Handlung war teils recht vorhersehbar, aber durch die überspitzten Darstellungen ebenfalls recht witizig.
Die Figuren waren gut ausgearbeitet, jeder von ihnen vertrat ein anderes Klischee. Trotzdem mochte ich sie gern und war nicht genervt.
Insgesamt gebe ich 4/5 Sterne.

  (56)
Tags: dreiecksbeziehung, jobwechsel, liebesgeschichte, new age, verrückte kollegen   (5)
 

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(150)

326 Bibliotheken, 12 Leser, 1 Gruppe, 104 Rezensionen

elfen, holly black, fantasy, der prinz der elfen, prinz

Der Prinz der Elfen

Holly Black , Anne Brauner
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei cbt, 03.04.2017
ISBN 9783570164099
Genre: Jugendbuch

Rezension:

KURZMEINUNG:
Der Prinz der Elfen ist ein tolles Jugendbuch für alle, die eine Geschichte fernab der üblichen Klischees suchen. Für mich war es ein überraschendes Lesehighlight, das mich die ganze Nacht durchlesen ließ (was nur bei wirklich guten Büchern geschieht).
Mit ihrem bildlichen Schreibstil enführt Holly Black den Leser in die Welt der Elfen. 
Die Handlung hielt vor allem eine überaschende Wendung bereit.
Die Figuren waren so ausgearbeitet, dass die Hauptfiguren ihren eigenen Charakter besaßen.

SCHREIBSTIL:
Holly Black schreibt sehr bildlich, sodass sich der Leser alles vorstellen kann.
Die Geschichte ist immer aus der Er-Perspektive erzählt. In der ersten Hälfte ist es ausschließlich Hazel, in der zweiten Hälfte wechseln die Protagonisten teils. 
Für den Schreibstil gebe ich 5/5 Sterne.

HANDLUNG:

Die Handlung klingt irgendwie nach einem typischen Jugendbuch: Mädchen wird in böse Machenschaften verwickelt, Mädchen wird Retterin der Welt, Mädchen hat keine Ahnung von irgendwas, Mädchen verliebt sich in den heißen Typen.
Und ja - irgendwie trifft es zu. Aber irgendwie auch nicht.
Hazel wird tatsächlich in böse Machenschaften verwickelt und muss die Welt retten (logisch - sonst wäre sie wohl kaum die Progonistin), aber sie kennt sich aus in dieser Welt der Elfen. Aber ja - auch sie ist manchmal sehr naiv. Doch in den entscheidenden Momenten versteht sie alles, Auch Hazel verliebt sich. Aber es keine "plötzlich steht er vor ihr und sie kann nicht mehr denken"-Liebe, sondern eine "aus Freundschaft wird Liebe"-Liebe. Aus dem Grund habe ich diese Liebesgeschichte auch geglaubt.
Die ganze Elfenwelt ist von Holly Black sehr gut recherchiert, man merkt, dass sie sich wirklich mit dem Thema auseinandergesetzt hat, weil sie sehr viele Details einbringt. Auch das hat das Buch meiner Meinung nach ausgezeichnet.
Wirklich positiv überrascht war ich aber von der Wendung gegen Ende des Buches. Damit hatte ich nicht gerechnet und finde es noch immer eine gute Idee, die das Buch von den restlichen Jugendbüchern unterscheidet.
Einzig die Kämpfe liefen vielleicht etwas zu glatt (auch wenn es dafür eine plausible Erklärung gibt) und der Anfang zog sich etwas. Auch die Liebesgeschichte rund um Ben fand ich nicht hunderprozent glaubwürdig. Sie hat teils etwas konstruiert gewirkt.
Für die Handlung gebe ich daher 4,5/5 Sterne.

FIGUREN:
Hazel ist eine sehr starke Protagonistin mit eigenem Willen. Sie entwickelt sich im Buch auch weiter, was mir sehr gut gefallen hat.
Sie hat einen Bruder, Ben, der neben ihr zwar verblasst, aber trotzdem gut ausgearbeitet war. Dasselbe gilt für Jack.
Die restlichen Figuren verblassten hinter den Protagonisten und drifteten teils in Klischees ab (verrückte Eltern, schräge Mitschüler etc.).
Für die Figuren gebe ich 4,5/5 Sterne.

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Tags: elfen, kämpfe, prinz, schla, wald   (5)
 

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(1.874)

2.597 Bibliotheken, 19 Leser, 4 Gruppen, 346 Rezensionen

liebe, tod, layken, familie, krebs

Weil ich Layken liebe

Colleen Hoover , Katarina Ganslandt
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.11.2013
ISBN 9783423715621
Genre: Jugendbuch

Rezension:

SCHREIBSTIL:
Colleeen Hoover hat auch in Weil ich Layken liebe einen sehr mitreißenden Schreibstil und schafft es, beim Leser die Gefühle zu wecken.
Das Buch ist aus der Ich-Persepektive von Layken geschrieben.
Für den Schreibstil gebe ich 5/5 Sterne.

HANDLUNG:

Die 18-jährige Layken muss nach dem Tod ihres Vaters mit Mutter und Bruder nach Detroit ziehen und hat so gar keine Lust darauf. Kaum angekommen trifft sie jedoch auf ihren Nachbarn Will, der sie sofort in den Bann zieht. Die beiden erleben eine Liebe auf den ersten Blick, aber die Beziehung darf trotz allem nicht sein.
In dem Buch geht es sehr viel um die Liebe. Die zentrale Rolle spielt dabei nicht einmal unbedingt die "klassische" Liebe zwischen Layken und Will, sondern es geht um viel mehr. Es geht um Geschwisterliebe und Elternliebe, die über allem besteht. Gerade das hebt das Buch von anderen Liebesromanen ab.
Gegen Mitte des Buches kommt es zu einer tragischen Wendung, ab da konnte es mich richtig in den Bann ziehen. Zuvor hat sich die Geschichte etwas gezogen und konnte mich nicht so wirklich überzeugen.
Für die Handlung gebe ich 4,5/5 Sterne.

FIGUREN:

Layken ist die Hauptfigur, eine 18-jährige Schülerin. Sehr oft verhält sie sich trotzig. Zwar ist ihr Verhalten meist durchaus nachvollziehbar, sie wirkt aber teils jünger als sie ist dadurch, auch wenn sie es immer wieder reflektiert.
Die anderen Figuren haben fast alle irgendeine Macke - aber auf sympathische Art und Weise. Sie sind mehr oder weniger gut ausgearbeitet, es könnte aber manchmal etwas mehr in die Tiefe gehen.
Für die Figuren gebe ich 4,5/5 Sterne.

FAZIT:

Weil ich Layken liebe ist mein zweites Buch von Colleen Hoover. Ich persönlich fand es etwas schwächer als Love and Confess, aber das ist sicher auch Geschmackssache. Trotzdem ist es ein tolles Buch über die Liebe und ihre Schattenseiten. 
Der Schreibstil ist sehr überzeugend. Colleen Hoover schafft es, die Gefühle aus dem Buch zum Leser zu transportieren.
Die Handlung ist ebenfalls gut, vor allem ab der Hälfte konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen.
Die Figuren sind gut ausgearbeitet, auch wenn es noch kleine Schwächen gibt.
Insgesamt gebe ich dem Buch 5/5 Sterne.

  (50)
Tags: elternliebe, geschwisterliebe, leben, liebesgeschichte, tod, verbotene beziehung   (6)
 

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(1.112)

1.748 Bibliotheken, 14 Leser, 4 Gruppen, 177 Rezensionen

liebe, layken, will, poetry slam, colleen hoover

Weil ich Will liebe

Colleen Hoover , Katarina Ganslandt
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.05.2014
ISBN 9783423715843
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Colleen Hoovers Weil ich Layken liebe mochte ich sehr gerne und auch sonst schätze ich ihre Bücher.
Weil ich Will liebe hat mich da aber furchtbar enttäuscht. Zugegeben - meine Erwartungen waren groß. Aber der zweite Teil reicht einfach nicht an den ersten heran.
Das ganze Buch beginnt extrem kitschig. Fast die gesamte erste Hälfte tun Will und Lake nichts weiter als sich gegenseitig die Zunge in den Hals zu stecken und zu beteuern wie sehr sie sich lieben.
Dann kommt das, was der Klappentext als "fatalen Fehler" von Will bezeichnet. Ab da wurde mir Layken furchtbar unsympathisch. Statt Will zu Wort kommen zu lassen, macht sie ihm eine riesen Szene und verhält sich wie ein trotziges Kind. Von ihrer Stärke aus dem ersten Band war nichts mehr zu sehen. Das ganze, was dann passiert hat auch mich so an den Haaren herbeigezogen gewirkt - noch mehr als Wills "fataler Fehler" (und der war schon relativ herbeigezogen). Natürlich gibt es wieder haufenweise Drama, aber ich hatte mehr den Eindruck als ob Hoover nach der Hälfte des Buches eingefallen ist, dass sie ja nicht nur darüber schreiben kann, was die Figuren für ein idyllisches Leben führen. Und das darf auf keinen Fall zerstört werden, deswegen hält das Drama auch nicht so lange an.
Das gilt auch für das Problem von Eddie und Gavin. Sie haben ein Problem, aber das wird nur angeschnitten. Warum wird es also erwähnt?
Der Schreibstil konnte da einiges retten, denn Hoover schreibt wirklich so, dass es sich locker-leicht lesen lässt.
Die Figuren waren in Ordnung, mussten aber im Vergleich zum ersten Band teils Abstriche hinnehmen. Vor allem Kiersten, die neue Nachbarin, war ein großer Pluspunkt. Ebenso Kel und Caulder. Nur Layken konnte ich gar nicht nachvollziehen und sie wurde mir sehr unsympathisch. Von Eddie und Gavin bekommt man weniger mit, obwohl beide oft bei den anderen rumhängen. Wills Stärke dagegen bleibt erhalten.

Ich gebe dem Buch 3/5 Sterne. Die Fortsetzung ist ganz nett, aber nicht wirklich nötig.

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Tags: dramatische ereignisse, kitsch, liebesgeschichte, will und layken   (4)
 

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(777)

1.305 Bibliotheken, 19 Leser, 1 Gruppe, 225 Rezensionen

liebe, colleen hoover, love and confess, kunst, tod

Love and Confess

Colleen Hoover ,
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 20.11.2015
ISBN 9783423740128
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Love and Confess war mein erstes Buch von Colleen Hoover und wird definitiv nicht mein letztes sein. Nachdem ihre Bücher schon so oft in der Hand hatte, habe ich mich schließlich doch dazu entschlossen, mal eines davon zu lesen, um zu sehen, ob sie den Hype wert ist. Und das ist sie tatsächlich.

SCHREIBSTIL:
Colleen Hoovers Schreibstil finde ich sehr gelungen. Man kann sich die ganze Situation gut vorstellen und - was ich besonders wichtig finde - mit den Protagonisten mitfiebern und mitfühlen.
Dabei ist ihr Schreibstil keineswegs besonders anspruchsvoll, trotzdem setzt sie die Worte so ein, dass sie mich damit in ihren Bann ziehen kann. Das ganze Buch lässt sich dadurch unglaublich schnell lesen und ich wollte es gar nicht mehr aus der Hand legen.
Die Kapitel sind abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Auburn und Owen geschrieben.
Für den Schreibstil gibt es von mir 5/5 Sterne.

HANDLUNG:
Auburn zieht fünf Jahre nachdem sie ihre große Liebe verloren hat nach Texas. In Geldnot beschließt sie sich einen Job zu suchen und trifft dabei auf Owen. Owen ist so ganz anders als die anderen Männer in Auburns Leben und zwischen den beiden entwickelt sich eine Liebesgeschichte. Einfach haben sie es nicht, vor allem weil beide ein Geheimnis aus der Vergangenheit mit sich herumtragen.
Besonders im zweiten Teil kam Spannung auf und ich habe richtig mit den beiden mitgefiebert, ob es nicht doch noch eine Möglichkeit für sie gibt. Was Auburn Geheimnis betrifft, war ich zunächst skeptisch und nicht sonderlich begeistert. Jetzt im Nachhinein muss ich sagen, dass es die Geschichte perfekt gemacht hat.
Natürlich ist es furchtbarer Zufall, dass die beiden sich (wieder) treffen - aber was wäre das Leben ohne Zufälle ;)
Die Liebesgeschichte hat ausreichend Zeit, sich zu entwickeln und war auch überzeugend dargestellt, hatte aber trotzdem etwas von "Liebe auf den ersten Blick".
Für die Handlung gebe ich 5/5 Sterne.

FIGUREN:
Auburn trägt ein Geheimnis aus ihrer Vergangenheit mit sich herum und ist deshalb sehr verschlossen. Das merkt man ihr auch an. Sie versucht stark zu sein, es gelingt ihr aber nicht immer und man merkt, wie sie mit sich hadert. Auburn war eine sehr sympathische Figur und ich konnte ihr Verhalten nachvollziehen.
Auch Owen fand ich gut ausgearbeitet. Er ist Künstler und malt seine Bilder anhand der Geständnisse, die Menschen bei ihm abgeben. Die Idee fand ich sehr gelungen. Owen ist im Grunde ein netter Kerl, der aber auch durch die Vergangenheit geprägt wurde. Ihn mochte ich ebenfalls sehr gern und konnte ihn verstehen.
Die anderen Figuren sind mehr oder weniger gut ausgearbeitet, aber lange nicht so vielschichtig wie die beiden Protagonisten.
Auch für die Figuren gebe ich 5/5 Sterne.

FAZIT:

Eine wunderschöne Liebesgeschichte und definitiv nicht mein letztes Buch von Colleen Hoover - jetzt bereue ich glatt, dass ich nicht schon eher zu ihren Büchern gegriffen habe ;)
Ihr Schreibstil ist perfekt zum Mitfiebern und Mitfühlen (am Ende hätte ich tatsächlich fast eine Träne verdrückt und das gelingt wirklich nur seeehr wenigen Autoren, will also etwas heißen).
Die Handlung finde ich ebenfalls gut, sie war vor allem im zweiten Teil spannend. Auch die Geheimnisse der beiden haben dort hinein gepasst und das ganze nachvollziehbar gemacht.
Die Figuren sind gut ausgearbeitet und sympathisch, wo sie sympathisch sein sollen.
Insgesamt vergebe ich 5/5 Sterne.

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Tags: eifersucht, geheimnis aus der vergangenheit, große liebe, künstler, liebesgeschichte   (5)
 

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liebe, colleen hoover, pilot, tate, vergangenheit

Zurück ins Leben geliebt

Colleen Hoover , Katarina Ganslandt
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 22.07.2016
ISBN 9783423740210
Genre: Liebesromane

Rezension:

SCHREIBSTIL:
Colleen Hoovers Schreibstil ist auch in Zurück ins Leben geliebt wieder sehr mitreißend/emotional, sodass man sich gut in die Figuren hineinversetzen kann.
Die Kapitel sind abwechselnd aus der Ich-Persepektive von Miles und Tate erzählt. Miles Persepektive spielt 6 Jahre in der Vergangenheit, die von Tate in der Gegenwart.
Für den Schreibstil gebe ich (mal wieder) 5/5 Sterne.

HANDLUNG:
Die Handlung dagegen hat mich in diesem Buch eher enttäuscht.
Tate zieht nach San Francisco zu ihrem Bruder und verliebt in seinen Nachbarn Miles. Miles hat so gar keine Lust auf eine Beziehung mit Gefühlen, sondern will nur Sex. Tate stimmt zu, woh wissend, dass sie dieses "keine Gefühle"-Ding nicht wirklich einhalten kann.
Und dann folgen  Kussszenen, Sexszenen und zwischendrin Gejammer von Tate, dass Miles ja so ein Arschloch ist. So geht es fast das komplette Buch über und teilweise hat mich das wirklich genervt.
Anfang und Ende dagegen heben sich davon ab und haben mir wesentlich besser gefallen, weil eben nicht dauernd alles wiederholt wurde.
Viel interessanter war da das Geheimnis aus Miles Vergangenheit. Das hat war der Teil der Geschichte, der mich streckenweise zum Weiterlesen animiert hat.
Für die Handlung gebe ich deshalb 3,5/5 Sterne.

FIGUREN:

Die Figuren sind dagegen wieder sehr gut ausgearbeitet.
Auch wenn ich mich über Tate manchmal gewundert habe, dass sie das alles mit sich machen lässt, Sie ist Krankenschwester, studiert nebenbei und lebt bei ihrem Bruder, der einen ausgeprägten Beschützerinstinkt hat. Sie ist selbstbewusst, hat aber gleichzeitig auch eine gewisse Naivität an sich. Mir war sie sehr sympathisch.
Miles ist eine totale Kontrastfigur. In der Gegenwart ist er der typische BadBoy, der Frauen ausnutzt, um seine eigenen Bedürfnisse zu befriedigen. Ganz anders ist da der Miles aus der Vergangenheit. Er ist einfühlsam, verzweifelt liebend. Vor allem war der Grund für seine Veränderung war es, der mich weiterlesen hat lassen.
Die anderen Figuren sind ebenfalls gut ausgearbeitet, Corbin habe ich den großen Bruder total abgenommen. Vor allem aber Cap ist noch eine Erwähnung wert. Der alte Mann war mit eine der sympathischsten Figuren in dem Buch. Das wort eigenwilig trifft ihn wohl am ehesten.
Für die Figuren gebe ich 5/5 Sterne.

FAZIT:
Nicht Colleen Hoovers stärkstes Buch, aber definitiv lesenswert. Wer noch keines der Bücher von ihr kennt, sollte aber vielleicht zuerst zu einem anderen Buch von ihr greifen.
Der Schreibstil ist wie immer mitreißend.
Die Handlung konnte mich diesmal nur teilweise überzeugen, im Hauptteil hat sich viel wiederholt.
Die Figuren sind wieder sehr gut ausgearbeitet.
Insgesamt gebe ich dem Buch 4,5/5 Sterne.

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Tags: liebesgeschichte, neuanfang, traumatisches erlebnis, umzug   (4)
 
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