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69 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 26 Rezensionen

japan, krimi, osaka, mord, femme fatale

Unter der Mitternachtssonne

Keigo Higashino , Ursula Gräfe
Fester Einband: 720 Seiten
Erschienen bei Tropen, 10.03.2018
ISBN 9783608503487
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Anfang mit den vielen japanischen Protagonisten, die oft noch die Endung „a“ hatten, war eher schwierig. Auch die plötzlichen und unangekündigten Zeitsprünge können verwirren. Hier empfehle ich ganz klar wieder, nicht einzelne Kapitel, sondern große Stücke auf einmal zu lesen, damit man in der Geschichte bleiben kann, ohne groß zu überlegen, wer jetzt wieder wer ist.

 

Überhaupt war die Geschichte in den Anfängen gewöhnungsbedürftig, was auch an dem absolut authentischen Setting in Osaka und überhaupt in Japan lag. Aber genau das will ich ja lesen!

Und von daher fand ich es einfach nur toll, weil es so komplett anders war. Auch am normalen Verhalten der Personen die im Buch vorkommen, merkte ich dieses „andere“ an. Manches mal kamen mir Sätze oder Aussagen plump vor, und da war ich mir dann schon am überlegen, ob das einfach die „japanischen Verhaltensweisen“ waren, oder ob es an der Erzählsprache lag.

 

So gar nicht typisch empfand ich den Aufbau dieses Krimis oder Thrillers. Denn von der Inhaltsangabe her hätte ich vermutet, dass sich die Ermittlungen durch die ganze Geschichte ziehen. Aber der Ermittler Sasagaki kam nur am Anfang und am Schluss vor, bestritten wurde die Handlung von sehr vielen Personen die sich um Yukiho und Ryo drehten. Spannend war diese subtile Gefahr die von den beiden ausging, die ich eigentlich nicht benennen konnte, die eher ein „Bauchgefühl“ war. Rasant wurde es ab der zweiten Hälfte, als ich das ganze Ausmaß der Täuschungen und Verbrechen erfasste. Das war schon heftig. Ich als Leser wartete praktisch darauf, dass die beiden auffliegen würden. Aber der Grund, warum beide so wurden, erweckt am Schluss nochmal eine andere Perspektive auf die Geschichte.

 

Alles in allem: Ein sehr japanisches Setting mit authentischen Charakteren, aber kein typischer Krimi/Thriller in dem der Ermittler die Hauptperson und durchgehend präsent ist. Wer mal etwas komplett anderes lesen will, ist hier richtig, sollte aber dennoch gerade am Anfang Muse zum Lesen und ein kleines Faible für Japan mitbringen.

 

Sterne: Mein spontaner Gedanke war vier Sterne. Ich überlegte warum ich nicht fünf Sterne bevorzugte, da mich die Geschichte vom „japanischen“ Setting und Lebensgefühl sehr überzeugt hat. Man kann es nicht so genau beschreiben, aber die Geschichte ist mit ihren Protagonisten so anders, was auch an der anderen Kultur liegt. Und genau darüber liebe ich es, zu lesen. Warum dann also spontan keine fünf Sterne? Denn diese Geschichte hat mich durchaus überzeugt und ich möchte nun noch mehr von diesem Autor lesen. Vielleicht liegt es daran, dass die Hauptpersonen Yukiho und Ryo keine Sympathieträger sind? Letztendlich vergebe ich fünf von fünf Sternen, weil es ein Lesevergnügen abseits des Mainstreams ist und ganz nebenbei alltägliche und authentische Einblicke in eine andere Kultur gibt.  

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Tags: japan, krimi, mord, osaka, verbrechen   (5)
 

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226 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 120 Rezensionen

thriller, dänemark, mord, geheimbund, geheimdienst

Oxen - Das erste Opfer

Jens Henrik Jensen , Friederike Buchinger
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 08.09.2017
ISBN 9783423261586
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Zunächst einmal, die Geschichte lässt sich flüssig und auch unterhaltsam lesen. Allerdings wurde mein Lesegenuss von den oftmals sehr holzigen Dialogen gestört. Viele Sätze erschienen mir abgehackt, genauso wie manchmal die Protagonisten handelten. Einmal murren sich Oxen und Margrethe an, dann im nächsten Moment tun sie sehr freundschaftlich, das passt nicht. Da fehlt der emotionale Übergang.

 

Leider konnte mich Niels Oxen von Anfang an nicht überzeugen. Er soll ein gebrochener Elitesoldat sein, der sich langsam wieder seiner Fähigkeiten erinnert. Er erschien mir wirklich sehr schwächlich, verhältnismäßig naiv und schien alle seine Instinkte verloren zu haben. Das erschien mir weit übertrieben, bzw. wie absichtlich so „klein und dümmlich“ dargestellt. Ich habe es gelesen, aber es kam nichts davon bei mir an. Ich konnte diese Wandlung vom Wrack zurück zum Elitesoldat nicht mitfühlen.

 

Am Anfang kann es zudem unübersichtlich werden, wenn Polizeipräsident, Polizeidirektor, Geheimdienstchef, Operativer Leiter des PET und der Leiter des Morddezernates erschienen. Und wie sich im Laufe der Handlung herausstellt, haben einige von ihnen Verbindung zu Oxen, wovon aber niemand wissen soll.

 

Prägnanter ist da Margrethe Franck, aber so richtig viel erfährt man von ihr auch nicht. Sie muss gezwungenermaßen mit Oxen zusammen arbeiten. Zudem wird auch sie sehr unterschiedlich dargestellt, so dass ich mir kein richtiges „Bild“ machen konnte.

 

Das Setting in Dänemark im Nationalpark Rold Skov und im Norlund Slot fand ich sehr ansprechend. Eigentlich gefielen mir die Umgebungsbeschreibungen besser als die darstellenden Charaktere.

 

Die Idee für diese Geschichte mit den Verschwörungs-Theorien und Geheimbünden gefällt mir echt gut. Auch die Idee für die vielseitigen Charaktere ist gelungen. Niels Oxen ist durchaus ein interessanter Charakter, zwiespältig und innerlich zerrissen, und immer für eine Überraschung gut. Genauso wie viele andere Protagonisten, die im Verlauf der Geschichte anscheinend alle zwei oder mehrere Gesichter offenbaren. Aber die Umsetzung im Buch gefällt mir fast gar nicht, weil die Charaktere oftmals so hölzern agieren.  

 

Alles in allem: Die Idee der Geschichte finde ich sehr aufregend. Ein Elitesoldat der sich zurück ins Leben und dabei gegen eine Geheim-Organisation kämpft. Dennoch haben die hölzern agierenden Charaktere mir fast die Leselust für die weiteren Bände genommen. Ich könnte mir hier tatsächlich vorstellen, dass diese Geschichte verfilmt besser daher kommt.

 

Sterne: Also, das ist echt schwierig. Wie so oft finde ich die Idee und das Setting wirklich gut, aber die Umsetzung war einfach nicht „meins“. Das lag an hölzernen Dialogen und Handlungen, und manchmal auch am recht einfältig wirkenden Oxen selber. Den ehemaligen Elitesoldat nahm ich ihm nicht ab, und gerade das wäre ja der Spannungsbogen schlecht hin gewesen. Auch in der Zusammenarbeit mit Margrethe fehlt der Esprit. So ist sie in einem Moment abwesend, im anderen Moment fürsorglich. Zu oft fehlten einfach die emotionalen Übergänge, um eine Handlung plausibel zu machen. Im Prinzip habe ich die Geschichte schon gerne gelesen, aber die Folgebände haben momentan keine Priorität. Für die Idee und das Setting könnte ich locker fünf Sterne geben, aber für die sprachliche und emotionale Umsetzung leider nur zwei von insgesamt fünf Sternen.


Reihenfolge Oxen

Band 1

Das erste Opfer

Band 2

Der dunkle Mann

Band 3

Gefrorene Flammen

 

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Tags: dänemark, ex-elite-soldat, geheimbund, mord   (4)
 

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236 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 147 Rezensionen

liebe, geheimnisse, familie, das glück an regentagen, regentage

Das Glück an Regentagen

Marissa Stapley , Katharina Naumann
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 07.11.2017
ISBN 9783499291708
Genre: Liebesromane

Rezension:

Oberflächlich gesehen lässt sich die Geschichte flüssig und unterhaltsam lesen, sie ist emotional und eignet sich gut zum abschalten für ein paar rührselig-traurige Stunden. Dennoch hat mir einiges gefehlt, was vielleicht auch an den für dieses Buch nur knappen dreihundert Seiten gelegen hat.

Diese Geschichte hat etliche Hauptprotagonisten die alle miteinander verwoben sind. Es gibt drei Zeitsprünge und drei Protagonisten-Paare. Jeder von ihnen hat Geheimnisse und da kann es schon leicht unübersichtlich werden. Es sind nicht nur die Geheimnisse und die emotionalen Verstrickungen in der Gegenwart, nein, es gibt dazu auch viele Rückblicke in die Vergangenheit, die verwirren können. Zumal die Rückblicke von Maes Eltern, die ja tot sind, mir am Anfang eher unklar erschienen.

Das lag auch daran, dass die Geschehnisse natürlich im spannendsten Moment abbrachen und es dann im nächsten Kapitel mit einem anderen Protagonisten weiterging. Bis ich dann wieder an der entsprechenden Stelle weiterlesen konnte, war so vieles passiert, dass ich mich erst wieder rückbesinnen musste, wer jetzt eigentlich warum was und wo erzählte.

Das Love-Interest von Mae und Gabe wird zwischendurch erzählt. Es birgt eine gewisse Melancholie, die sich allerdings auch durch die ganze Geschichte zieht. Es ist keine Geschichte wie in typischen Liebesromanen, diese hier ist zurückhaltener und ich hatte den Eindruck, dass Gabe mehr liebt als Mae. So richtig plausibel wurde mir das Love-Interest nicht, das lag vielleicht daran, dass mir Mae nicht so ganz sympathisch wurde. Eine weitere dezente Liebesgeschichte ist die von Lily und George, voller Missverständnisse, voller Geheimnisse, aber auch nur schwach skizziert.

Mein Lieblingscharakter in diesem Buch war George, der Mann, der an Lilys Seite blieb, obwohl er von ihren Geheimnissen wusste, der seine Tochter und seine Enkelin über alles liebte, der ein liebevoller Ausgleich zu der manchmal herrischen und verstörten Lily war. Die Prise Magie, die George am Schluss widerfuhr, versöhnte mich dann aber wieder Lily, und ich war einfach nur froh, dass er nicht so einsam und verloren war.

Die Charaktere aller Hauptprotagonisten waren zwar schon gut ausgearbeitet, hätten aber definitiv intensiver sein können. Vor allem Mae blieb mir bis am Schluss ein wenig fremd und unsympathisch.

Das Setting im Hotel und der Ort Alexandria Bay im St. Lawrence Island National Park gerieten für meinen Geschmack zu sehr in den Hintergrund. Dabei hätte dieser Ort alles für eine wunderschöne Regengeschichte gehabt. Ich liebe Geschichten, die im Regen spielen, aber hier konnte ich den Regen nicht fühlen. Das war sehr schade. Denn gerade ein charmant-morbides Hotel wie das von Lily und George bietet sich doch schon fast von alleine für eine Fülle an Geschichten an. Stattdessen wird es hier nur kurz als Wohnstätte erwähnt. Keine Gäste, keine Angestellten, es blieb ziemlich leer, was vielleicht auch an der Winter-Saison lag. Aber auch die Landschaft blieb sehr blass. Schade.  

Alles in allem:
Ausnahmsweise denke ich, der Geschichte hätten mehr als die dreihundert Seiten gut getan. Denn was bei dieser Fülle an Geheimnissen, Vergangenheit und Protagonisten alles miteinander verwoben ist, kann so nur oberflächlich erwähnt werden. Auch fehlte mir das Flair vom Leben in einem Hotel, von der Landschaft und der kleinen Stadt im St. Lawrence Strom. Der Regen blieb so leider „draußen“, ich konnte ihn nicht fühlen.

Sterne:
Am liebsten hätte ich zwei Sterne vergeben. Weil die Geschichte nur an den Oberflächen der Protagonisten kratzt, weil mir das Flair dieser Regengeschichte komplett fehlt. So bietet sich diese Landschaft im St. Lawrence Strom doch gerade zu für eine tolles „Location-Setting“ an. Darauf hatte ich auch gehofft, es machte einen Anreiz für mich zum Lesen aus. Im Buch gibt es auf der letzten Seite eine illustrierte Karte, und leider hat diese mehr Stadt- und Landschaftsflair als in der Geschichte vorkommt. Das finde ich sehr schade. Vielleicht hätte man die Geschichte ausdehnen können. Normalerweise tendiert man eher dazu, zu kürzen, aber hier denke ich, wären mehr Seiten für das Setting und für die Protagonisten mit ihren vielen verschlossenen Gefühlen und Geheimnissen besser gewesen. Alle Protagonisten waren wie Scherenschnitte, sie blieben im Schatten. Dennoch konnte man das Potenzial ahnen. Auch das Love-Interest blieb blass, war wie nur angedeutet. Tja, wie nun werten? Vergebe ich zwei oder drei Sterne? Alle Protagonisten, Geheimnisse und Verbindungen sind dennoch gefühlvoll und halbwegs rund erzählt sind. Zwar oberflächlich, aber ich konnte dennoch die große Geschichte, die dahinter gesteckt hätte, erkennen. Nach ein paar Tagen habe ich nochmal überlegt und mich für zwei von fünf Sternen entschieden, weil es doch stellenweise verwirrend und unübersichtlich zu lesen war und weil das Setting in der Landschaft, der kleine Ort Alexandria Bay und auch das Hotel stark im Hintergrund blieben. Zudem konnte mich nach ein paar Tagen auch die Liebesgeschichte nicht mehr wirklich berühren.

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Tags: familie, kanada, liebe, schuld, tragödie   (5)
 

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56 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

liebe, meer, anziehen, hexen fantasy, geistelement

Hüterin der Seele

Christine Feehan , Ursula Gnade
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Heyne, 10.09.2012
ISBN 9783453534032
Genre: Romane

Rezension:

Entgegen meiner sonstigen Angewohnheit habe ich die Bände der Sea-Haven-Saga nicht in der richtigen Reihenfolge gelesen. Das war manchmal etwas schwierig, weil die Prakenskij-Brüder Decknamen nutzen und ich zum Beispiel im dritten Band nicht mehr so ganz durchblickte. Aber hier und in den anderen Bänden war die Reihenfolge kein Problem. Bis jetzt ist mir schon klar, dass die Sea-Haven-Reihe niemals an die Drake-Schwestern-Reihe von Christine Feehan heranreichen wird. Und das ist echt sehr schade.

Nach einem wunderschönen ersten Band mit der autistischen Rikki spielen in „Hüterin der Seele“, welches der zweite Band der Sea-Haven-Sage ist, Judith und Stefan Prakenskij die Hauptrollen. Wie immer lässt sich die Geschichte vom Erzähltstil sehr schön lesen, aber mir erging es dennoch ähnlich wie in den anderen Bänden: alles spielt sich in relativ kurzer Zeit ab und die Erotik nimmt einen großen Anteil in der Geschichte. Dazu kommt, dass sich wie in den anderen Bänden auch, viele Dialoge wiederholen, zwar nicht wortwörtlich, aber sinngemäß. Das kann dann schon Längen erzeugen, ähnlich wie die Erotikanteile.

Die ersten einhundert Seiten sind dann auch sehr merkwürdig. Okay, die ersten Seiten, als Stefan im Gefängnis ist, sind noch spannend, aber ab dem Zeitpunkt, an dem Stefan Judith in Sea Haven trifft, wird es seltsam. Das Love-Interest beginnt schon vorher, im Gefängnis, als Stefan sich in ein Foto von Judith verliebt. Und dann, in Sea Haven, als beide aufeinander treffen, berühren sich ihre Seelen und es besteht eine starke, energiegeladene und leidenschaftliche Anziehungskraft. Mir war schon klar, dass diese besondere mentale Verbindung zwischen den beiden dargestellt werden sollten, aber war leider mehrmals ratlos, was das gerade sollte, was ich las und wenn es in diesem Stil weitergegangen wäre, hätte ich das Buch abgebrochen. Obwohl das Love-Interest für mich dennoch nicht so berührend war wie andere.

Überhaupt blieb Judith mir lange suspekt. Ich konnte sie nicht richtig fassen, mir nicht richtig vorstellen, obwohl sie sicherlich prägnant ausgesehen hat: eine wunderschöne exotische Schönheit mit japanischem Elternteil, dunklen Haaren und Augen. Sie kann Auren von Menschen erkennen, aber anscheinend konnte Stefan seine dunkle Aura gut verbergen, denn sie kommt eigentlich nicht zur Sprache. Außerdem kann sie sich mit den Elementen verbinden und diese auch verstärken. Zudem ist sie Künstlerin, sie restauriert Gemälde, malt selber und erstellte Kaleidoskope. Dies alles zusammen hätte einen außergewöhnlichen Charakter ergeben können, sie blieb aber seltsam blass und immer irgendwie „gedämpft“. Dies lag vielleicht auch daran, dass sie ihre Gefühle unter Kontrolle halten muss, weil sie sich mit Elementen und Energien verbinden kann und diese dann nicht mehr unter Kontrolle hat. Es war wirklich sehr schade, dass Judith mich nicht erreichen konnte.

Stefan ist ein typischer Prakenskij, kalt, herrsüchtig, muskulös und mit extrem schnellen Reflexen, auch paranormal begabt und sehr loyal gegenüber seinen Brüdern und der Frau die er liebt. Er arbeitet als Agent für die russische Regierung und will „aussteigen“. Bei Judith in Sea Haven. Das ist ihm gleich von Anfang an klar.     

Alles in allem:
Leider konnten mich die Charaktere nicht so ganz überzeugen. Alles geht wie immer zu schnell und bleibt oberflächlich. Dennoch gefällt mir der Erzählstil und die „Basis“, das Setting in Sea-Haven mit der Farm, den „Schwestern des Herzens“ und den Prakenskij-Brüdern. Deswegen hat es sich für mich doch irgendwie gelohnt, die alle Bände zu lesen und jetzt fehlt mir nur noch der sechste und letzte Teil.

Sterne:
Ich kann nur zwei von fünf Sternen vergeben, weil die Charaktere recht oberflächlich waren. Vor allem mit Judith kam ich nicht zurecht, obwohl sie wirklich einen tollen Hintergrund hatte. Die Wiederholungen, die zwar nicht wortwörtlich, aber sinngemäß waren, langweilten mich und waren oft sehr pathetisch.  

Reihenfolge Sea Heaven Saga
Band 1    Gebieterin des Wassers    Rikki + Lev
Band 2    Hüterin der Seele    Judith + Stefan
Band 3    Herrin des Windes    Airiana + Maxim
Band 4    Wächterin der Erde    Lexi + Gavril
Band 5    Geliebte des Feuers    Lissa + Casmir
Band 6    Tänzerin des Lichts    Blythe + Viktor



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Tags: liebe, paranormal, sea haven   (3)
 

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269 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 58 Rezensionen

weihnachten, liebe, familie, vermont, winter

Weihnachtszauber wider Willen

Sarah Morgan , Judith Heisig
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 09.10.2015
ISBN 9783956492440
Genre: Liebesromane

Rezension:

Hatte ich doch befürchtet, das Thema „Aus Freundschaft wird Liebe“ würde langweilig werden. Hach. Das war so gar nicht der Fall, im vollen Gegenteil. Dieser letzte Band der Snow-Crystal Reihe war wunderschön zu lesen, wie ich das von Sarah Morgan erwartet habe.

 

Und das obwohl es hauptsächlich um Brenna und Taylor geht. Die beiden sind tiefsinnig charakterisiert, ich konnte sie mir bestens vorstellen.

 

Dann natürlich das ganze heimelige drum herum mit der Familie O’Neil in Vermont in Snow Crystal. Alle arbeiten für das Ski-Resort und halten zusammen. Und jetzt ist gerade Vor-Weihnachtszeit, es schneit bergeweise Schnee, so wunderschön, seufz. Loipen werden gespurt, Skianzüge angezogen, die Skilift fährt, alle sind überwiegend draußen, oder, um auf unsere Hauptprotagonisten zurück zu kommen, in Taylors besonderen Haus mit viel Blick in die verschneite Landschaft.

 

Das Love-Interest, das ich mir anfangs nicht vorstellen konnte, wurde ganz sachte umgesetzt. Zunächst erfährt man nur von Brenna, dass sie Taylor schon seit ihrer Kindheit liebt und irgendwann später bemerkt man erste Anzeichen auch bei Taylor. Berührungen, die eigentlich platonisch sind, fühlen sich für beide anders an, aufregend, elektrisierend. Brenna wird oft rot im Gesicht, beide werden nervös und schließlich steigert sich alles zu einem wunderschön-herz-schmerz-mäßigen überwältigenden Verlangen. Die unerfüllte sexuelle Anspannung frustriert auf Dauer beide, aber diese zu unterdrücken wird ihnen nicht gelingen. Und das macht den Reiz und die Spannung dieser Geschichte aus.

 

Aber es gibt noch andere Spannungshandlungsstränge. Zum Beispiel, wie kommt es, dass Brenna manchmal gar nicht so selbstbewusst ist, wie sie tut? Wer hat sie in der Schule damals gemobbt? Wird das für die Geschichte noch wichtig sein? Wie wird es mit Taylors Tochter Jess ausgehen, als am Schluss Janet plötzlich auftaucht. Was will sie in Snow Crystal?

 

Alles in allem: Eine wunderschöne Wohlfühlgeschichte für die Weihnachts- oder Winterzeit. Wie aus Liebe Freundschaft wird, wird stilvoll als prickelnde Lovestory mit berührenden Momenten in Szene gesetzt. Ich hatte nicht erwartet, dass man dieses Thema so schön umsetzen kann.

 

Snow Crystal ist eine meiner Lieblings-Kurz-Reihen!


Reihenfolge Snow Crystal


Band 1

Winterzauber wider Willen

Jackson O'Neil + Kayla

Band 2

Sommerzauber wider Willen

Sean O'Neil + Elise

Band 3

Weihnachtszauber wider Willen

Taylor O'Neil + Brenna

 

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Tags: familie, freundschaft, liebe, schnee, vermont, weihnachten   (6)
 

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223 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 33 Rezensionen

liebe, vermont, familie, hotel, sarah morgan

Sommerzauber wider Willen

Sarah Morgan , Judith Heisig
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 10.06.2015
ISBN 9783956491771
Genre: Liebesromane

Rezension:

Auf diesen Band hatte ich mich besonders gefreut, weil ich gespannt war, welche kulinarischen Genüsse von der Köchin Elise kredenzt werden. Diese Kombination von Liebesgeschichte und gutem Essen passt hervorragend zusammen.

 

Das Setting spielt wie in den andern zwei Bänden auch in Snow Crystal, nur dieses Mal im Sommer. Der Titel und die Reihe hören sich ziemlich kitschig an, und ich hätte deswegen fast die Geschichten nicht gelesen. So ähnlich ging es mir mit der Puffin-Island-Reihe. Aber ich kann hier sagen, es sind zwei wunderschöne Reihen, die alle, die gerne moderne Liebesgeschichten lesen, lesen müssen!

 

Denn Snow Crystal ist das Land der O’Neils, auf dem ein Hotel-, Sport- und Spa-Resort steht. Wunderschöne Natur im Sommer und im Winter, moderne und dennoch gemütliche Unterkünfte und hier in Band zwei wird Elises See-Restaurant mit großer verglaster Aussicht eröffnet. Man kann sich dieses ganze Resort sehr schön vorstellen und ich hätte mich am liebsten selber dort eingebucht.

 

Alle Charaktere sind herausragend beschrieben, man liebt diese Familie O’Neil einfach. Dieser Zusammenhalt und die lauten, geselligen, liebevollen und manchmal aber auch ärgerlichen Familienabende machen fast ein wenig neidisch. Diese Abende findet man in allen drei Bänden.

 

Das Love-Interest zwischen Sean und Elise ist wunderschön und glaubhaft beschrieben. Jeder der beiden hat ein Päckchen zu tragen, und die gegenseitige Anziehungskraft und Leidenschaft hilft, sich ein wenig davon zu lösen. Beide sind aus verschiedenen Gründen eingeschworene Singles, aber gegen ihre Gefühle füreinander, dieses Begehren, Verlangen und diese Energie zwischen ihnen, kommen sie nicht an. Aber beide müssen sich ein Stück weit bewegen, sich dieses einzugestehen. Besonders für Elise, die schlimme Erfahrungen gemacht hat, wird dies nicht einfach.

 

Alles in allem: Eine wunderschöne Liebesgeschichte im Sommer Vermonts, mit leckeren kulinarischen Ideen. Perfekt zum abschalten!

 

Snow Crystal ist eine meiner Lieblings-Kurz-Reihen!

 

Reihenfolge Snow Crystal

Band 1

Winterzauber wider Willen

Jackson O'Neil + Kayla

Band 2

Sommerzauber wider Willen

Sean O'Neil + Elise

Band 3

Weihnachtszauber wider Willen

Taylor O'Neil + Brenna

 

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Tags: hotel, liebe, reihenfolge snow crystal, vermont   (4)
 

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145 Bibliotheken, 7 Leser, 3 Gruppen, 69 Rezensionen

preußen, koblenz, festung ehrenbreitstein, liebe, verrat

Die Festung am Rhein

Maria W. Peter
Flexibler Einband: 607 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.03.2017
ISBN 9783404175192
Genre: Historische Romane

Rezension:

Am Anfang, bevor ich mit dem Lesen anfing, hatte ich Bedenken, ob mir das geschichtliche Thema „Preußen/Rheinland/Frankreich“ gefallen würde. Aber diese Sorge war völlig unbegründet. Denn die Autorin Maria W. Peter verpackt die geschichtlichen Ereignisse leicht und unterhaltsam als Hintergrundthema. Dies lässt sich sehr flüssig lesen, und wie nebenbei lernt man den historischen Hintergrund kennen, der als „Aufhänger“ die Schlacht bei Waterloo/Belle-Alliance hat.

 

Die Geschichte spielt in zwei Zeitebenen und zwei Orten. Zum einen in der Schlacht von Waterloo/Belle-Alliance 1815, die zwar sehr kurz gehalten sind (je ein Kapitel zwischendurch), aber einen Spannungsbogen erzeugen, weil man schon vermutet, dass beide Erzählstränge miteinander zu tun haben. Und dann ein paar Jahre später beim Festungsbau 1822 in Koblenz, hier lernen sich zwei „Feinde“ kennen, Rudolph der Preuße und Franziska die Halbfranzösin. Einen kurzen Abstecher gibt es nach Köln.

 

Die Geschichte bietet sehr viele Unterhaltungspunkte. Zunächst einmal das geschichtliche Thema wie oben erwähnt, dann den Spionagefall der Ermittlungen wie in einem Krimi nach sich zieht und ganz vage und zart ein kleines Love-Interest, dass aber sehr züchtig und passend für die damalige Zeit daherkommt. Zudem bringt die Autorin eine Gesellschaftskritik der damaligen Zeit an, die Klassenunterschiede zwischen Adligen und Bauern, bestimmte Positionen und Schulen waren nur dem Adel vorbehalten, die hinterwäldlerischen aber liberalen Rheinländer gegen die strengen Preußen, die Haltung gegenüber den Franzosen, die jetzt Feinde sind etc. Dennoch müssen sie, trotz verschiedener Religionen und verschiedener Mentalitäten miteinander auskommen. Es sind verschiedene „Völker“, die Preußen, die Rheinländer und die Franzosen, es kommt immer wieder zu Reibereien.

 

Ein Spannungsbogen der durch die ganze Geschichte reicht, war für mich die Frage, was Franziskas Bruder Christian zu verbergen hat, was verschweigt er beharrlich? Wer ist der Spion in Capitain von Rülows Haus? Warum ist Feldwebel Bäske so überheblich gegenüber Leutnant Rudolph Harten?

 

Die Charaktere sind übersichtlich gestaltet, schnell hat man alle im Kopf parat. Die Hauptprotagonisten sind Leutnant Rudolph Harten und die Halbfranzösin Franzsika, beide ermitteln aus unterschiedlichen Gründen, weil Franziskas Bruder der Spionage verdächtigt wird. Zudem verheimlicht er etwas, was einen weiteren Spannungsbogen ausmacht. Dann gibt es noch den Künstler Alasdair, die Freundin Therese und der Haushalt der Rülows. Ich konnte mir alle Charaktere sehr gut vorstellen. Zudem war für mich ein besonderer Anreiz, dass die Geschichte in Koblenz spielte.

 

Alles in allem: Eine Schmöker-Mischung aus Krimi, Spionagefall, historischer Ereignisse und einem kleinen Love-Interest. Unterhaltsam und perfekt für den Sommer-Urlaub. Ich möchte auf alle Fälle noch mehr von der Autorin lesen.

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Tags: diebstahl, festung ehrenbreitstein, franzosen, koblenz, liebe, preußen, rheinländer, spionage   (8)
 

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22 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

liebe, fantasy, das herz der panther, eisermannv verlag, eisermann-verlag

Black

Lana Rotaru
Flexibler Einband: 450 Seiten
Erschienen bei Eisermann Verlag, 01.09.2017
ISBN 9783961730278
Genre: Fantasy

Rezension:

Mir war nicht bewusst, dass dies der erste Band einer Trilogie war. Aber ich konnte es mir beim Lesen zwischendurch schon fast denken, weil sich alles so in die Länge gezogen hat, und sich die Hauptprotagonistin nicht zwischen zwei „Jungs“ entscheiden konnte. Diese Konstellation hat man ja oft in Trilogien.

Lia ist in die gutaussehenden Zwillinge Alexander und Graham verliebt, und versucht sich für einen der beiden zu entscheiden. Dies macht den größten Teil der Geschichte aus, und obwohl die unschuldigen Liebesszenen ganz okay waren, wirkten sie durch Lias gejammere nur nervig auf mich. Nicht ersichtlich war für mich, was diese Anziehungskraft zwischen den dreien ausmachte. Irgendwann mochte ich nicht mehr weiterlesen und überflog die Seiten nur noch. Ich las nur noch, wenn es um die Geschichte selber ging, aber selbst das konnte mich auf Dauer nicht fesseln. Das letzte Drittel habe ich nur noch „überflogen“.

Dabei war die Idee für diese Geschichte mit fantastischen Elementen ziemlich gut. Zwei Gestaltwander, die Model-mäßig gut aussehen, diverse andere magische Kräfte haben und sich in Panther verwandeln können, sollen eine Schülerin beschützen, die der Teil einer Prophezeiung ist und ebenfalls Kräfte in sich trägt, von denen sie nichts ahnt.

Die Charaktere waren eigentlich halbwegs gut dargestellt, konnten mich aber letztendlich nicht berühren. Alles wurde ziemlich einfach, oberflächlich und stellenweise naiv gehalten. Der Erzählton war zwar flüssig zu lesen, konnte aber nicht fesseln.

Manches war einfach auch irritierend. Zum Beispiel, dass Lias Eltern wochenlang arbeiten und sie praktisch alleine zu Hause wohnt. Ihr 18. Geburtstag. Das abrupte und unversöhnliche Beenden ihrer Freundschaft mit Sky.

Ich war froh, als das Buch zuende war und werde die anderen Bände nicht lesen.  

Alles in allem: Die Idee der Geschichte war wie oft gut, aber die Umsetzung ist für meinen Geschmack so gar nicht gelungen. Vielleicht liegt es daran, dass ich zu viele Vergleiche zu erwachsenen paranormalen Liebesromanen von Autoren wie Christine Feehan , G.A. Aiken, Alexandra Ivy etc. habe und dies hier als Zielgruppe Jugendliche hat. Aber wenn ich an Jennifer Armentrout  (Dark Elements Trilogie), Julie Kagawa (Talon-Reihe) oder Jennifer Estep (Black Blade Trilogie) denke, dann hätte mir dieses Buch hier eigentlich gut gefallen müssen.

Sterne: Spontan würde ich einen von fünf Sternen geben, was bei mir sehr selten vorkommt. Aber hier hat für mich vieles nicht gepasst. Die Idee mit den Gestaltwandlern und der Prophezeiung war gut, konnte aber für mich nicht glaubwürdig umgesetzt werden. Es haperte an einer authentischen Umsetzung der Charaktere und deren Lebensumstände. So werden Alexander und Graham Black als Jungs betitelt, wirken aber wie abgehärtete Männer. Lias Eltern sind wochenlang auf der Arbeit und lassen ihren Teenager allein zu Hause. Sie sind noch nicht mal telefonisch erreichbar! Das ist doch nicht realistisch. Das Love-Interest war mir nicht plausibel: Warum verliebten sich beide Blacks in Lia? Sie war stinknormal und es gab sicherlich interessantere Mädchen an der Highschool. Wo war das besondere an Lia? Ich konnte es nicht sehen, nicht fühlen. Dann dieses seitenlange gejammere über ihre Unentschlossenheit, wen sie mehr liebt: Graham oder Alexander? Dieser Wechsel der Gefühle war nur noch nervig. Eigentlich wollte ich für die Idee und den flüssigen Erzählton noch zwei Sterne geben, aber im Endeffekt konnte mich das Buch nicht überzeugen und das allerwichtigste: noch nicht mal neugierig auf den zweiten Band der Trilogie machen! Deswegen vergebe ich einen von fünf Sternen. 

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Tags: gestaltwandler, highschool, liebe   (3)
 

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80 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

liebe, freundinnen, gebieterin des wassers von christine feehan, gefunden, autismus

Gebieterin des Wassers

Christine Feehan , Ursula Gnade
Flexibler Einband: 15 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.09.2011
ISBN 9783453528345
Genre: Romane

Rezension:

Die ersten zweihundert Seiten waren einfach wundervoll. So viel Spannung und geballte Anziehungskraft ging zwischen Rikki und Lev hin und her. Ich musst des öfteren schmunzeln, dies hing damit zusammen, dass Rikki autistisch ist und Lev in ihr Leben drängt. Überhaupt ist es ein Wunder, dass Rikki Lev „erträgt“, denn sie braucht Routinen und mag eigentlich niemand um sich haben und sich schon gar nicht berühren lassen.

 

Rikki ist mit dem Element Wasser verbunden, ohne dass sie sich dessen großartig bewusst ist. Sie liebt das Meer, das tauchen und faszinierend war die Szene, als sie den Regen in eine Melodie umwandelt. Magisch schön.

 

Lev ist einer der sieben Prakenskij-Brüder, er hat viele paranormale Fähigkeiten, unter anderen kann er auf bestimmte Weise mit Tieren kommunizieren.

 

Von daher ist es ein ganz besonderes Love-Interest, das ich in dieser Form noch nicht gelesen habe. Ich war vorher schon sehr gespannt, wie das funktionieren könnte. Und ich kann sagen, dass es hier sehr gut funktioniert. Die langsam aufbauende Anziehungskraft, das atemraubende Verlangen und die Intensität der Berührungen zwischen den beiden sind so wunderschön geschildert, dass man nur seufzen kann. Das lag auch an den Charakteren, in die man sich richtig gut hineinversetzen konnte. Dazu die Komponente, dass Rikki Schutz braucht, und Lev der einsame und eiskalte Killer sich ausgerechnet in sie verliebt. Das Love-Interest ging überwiegend von Lev aus, dem ziemlich schnell klar wird, er will bei Rikki bleiben und sein altes Leben aufgeben. Aber kann Rikki ihn akzeptieren, mit all dem Bösen das er getan hat? Oder wie Rikki denkt: Kann Lev sie als Autistin mit all ihren merkwürdigen Verhaltensweisen wirklich lieben? Auch wenn es unlogisch klingt, sind diese Gedanken und Emotionen hier sehr ausführlich und oft ein wenig nervend pathetisch dargestellt.

 

Also, die ersten zweihundert Seiten waren einfach nur TOP und haben die vollen fünf Sterne verdient.

 

Allerdings wird es in der zweiten Hälfte etwas langweilig, weil Lev ständig seine Vergangenheit und Zukunft analysiert. Die Spannung mit dem Feuerteufel und dem Auftragskiller gegen Schluss der Geschichte wird relativ schnell und fast nebensächlich gelöst. Das ist fast schon ein wenig schade.

 

Alles in Allem: Die ersten zweihundert Seiten sind einfach nur top, und trösten darüber hinweg, dass die zweite Hälfte dann etwas langatmiger ist. Als Charakter ist Rikki besonders interessant, da sie Autistin ist und ich das bisher in Liebesromanen noch nicht gelesen habe. Das Love-Interest zwischen ihr und Lev ist einfach einmalig! Bis jetzt der beste Band der Sea Haven Saga.

 

Sterne: Ich vergebe fünf von fünf Sternen, auch wenn der zweite Teil etwas langatmig und erotisch überfrachtet war. Dafür waren die ersten zweihundert Seiten einfach nur spannend, wunderschön und an manchen Stellen zum schmunzeln. Dies lag an der Kombination der Charakter des Liebespaares, Rikki die Autistin und Taucherin, und Lev der eiskalte und einsame Killer. Wenn die Geschichte das Level der ersten zweihundert Seiten gehalten hätte, wäre es mit eine der schönsten Liebesgeschichten geworden, die ich aus diesem paranormalen Genre bisher gelesen habe. Aber auch so, ist sie auf alle Fälle extrem lesenswert.

 

Lieblingsbuch!

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Tags: agenten, autismus, liebe, meer, tauchen   (5)
 

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62 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

irland, aberglaube, frauen, feenvolk, behinderung

Wo drei Flüsse sich kreuzen

Hannah Kent , Leonie Reppert-Bismarck
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Droemer, 01.09.2017
ISBN 9783426199794
Genre: Historische Romane

Rezension:

Das Setting 1825 in Irland in dem kleinen Tal ist richtig beengend und authentisch beschrieben. Dieser Herbst und dieser Winter, die Nässe, Kälte, der Nebel, der aufgeweichte Boden, die reißenden Flüsse … also, es war so richtig ungemütlich. Die verrauchten Katen der Bewohner, die abgrundtiefe Armut und dann dieser subtil bedrohliche Aberglaube.

 

Die drei Frauen waren alle charakterlich tief erfasst. Nora, die mir immer unsympathischer wurde, konnte ich dennoch verstehen, in ihrer absoluten Trauer um den Verlust ihres Ehemanns, in ihrer Wut auf den kräfteraubenden Enkel Micheal, die Erschöpfung, die Melancholie und schließlich die Verzweiflung, weil keiner hilft, im Gegenteil, man wird noch selber als Aussätzige behandelt.

Nance, die wie alle Heilkundigen den Spagat der damaligen Zeit zwischen Religion, Spiritismus und Heilkunde schaffen muss. Mary, die einzige, die mehr hinter Micheals Verhalten vermutet, auf die aber nicht gehört wird.

 

Ein Spannungsbogen wird psychologisch subtil-raffiniert aufgebaut. Die drei Frauen lernen einander kennen, jede ist alleinstehend und muss zusehen, wie sie in dem armen und kurz vor der Hungersnot stehendem Irland zurecht kommen. Aus drei Perspektiven verfolgt man langsam, wie sich etwas „ungutes“ aufbaut und auf ein Drama zusteuert. Der Erzählstil ist so aufwühlend, dass ich beim

Lesen unbewusst den Atem angehalten habe. Nicht, weil es rasant gewesen wäre, sondern weil ein bestimmtes und undefinierbares Gefühl heraufbeschworen wurde, und man ahnt, das geht nicht gut aus.

 

Die Geschichte hat mich emotional mitgenommen. Diese „Verblendungen“, diesen Aberglauben können „wir“ heute in dieser Geschichte erkennen. Aber hätten wir damals, wenn wir in diesem engen Tal abseits jeglicher Kultur, Gesellschaft und Bildung so aufgewachsen wären, nicht genauso daran geglaubt? Dieses Tal war ein Mikrokosmos, wer dort geboren wurde und nicht weg kam, wuchs damit auf und nichts wurde mit gesundem Menschenverstand erklärt.Wir lesen es und wissen, dass Micheal kein Wechselbalg war, und dass er nichts mit dem Unglücken im Tal zu tun hatte. Aber die Menschen damals hatten dieses Wissen nicht. Sie hatten so gut wie gar nichts.

 

Der Erzählton war richtig gut getroffen. Eindrucksvoll wurden die drei Frauen mit tiefem Blick charakterisiert. Auch wenn sie einem nicht sympathisch waren (bis auf Mary), konnte man sich in sie hineinversetzen und wusste, warum sie so handelten und glaubten. Dadurch konnte ich Verständnis für die Figuren fühlen, auch wenn man das vielleicht gar nicht wollte. Diese Geschichte erinnerte mich übrigens an „Die Moortochter“ von Karen Dionne, hier wuchs ein Mädchen abseits der Zivilisation mit ihrer Mutter und einem psychotischen Vater im Moor auf. Es gibt Parallelen zu diesem Mikrokosmos in dem sie groß wurden und was sie glaubten. Ich wollte am liebsten alles schwarz oder weiß sehen, aber gerade wenn man das Urteil der Verhandlung für Nance und Nora Revue passieren lässt, sieht man auch die Graustufen.

 

Das Buch ging mir noch ein paar Tage lang nach. Es hat eine depressive Grundstimmung, die dem einfachen und beschränkten Leben der Einwohner dieses Tales gezollt ist. Die Gerichtsverhandlung, nein eigentlich sind Nance und Nora eine Farce, weil sie an ihren Überzeugungen festhalten. Das Urteil ist diskussionsbedürftig, auch wenn ich es auf seine Art gerecht fand. Denn kann man jemanden bestrafen, der Zeit seines Lebens mit Feen, Sitten, Gebräuchen und abergläubischen Ritualen aufgewachsen ist? Der nur dieses Leben kennt?

 

Am Schluss gibt die Autorin noch Tipps für Folge-Literatur.

 

Alles in allem: Ein starkes Buch, das mich noch tagelang beschäftigte. Es herrscht eine depressive Grundstimmung und hinterher war ich eigentlich fix und fertig. Manchmal gehen mir bestimmte Geschichten, gerade wenn auf einem echten Fall basieren, sehr zu Herzen. Wie konnte es soweit kommen? Das ist hier sehr nachvollziehbar beschrieben.

 

Sterne: Ich vergebe fünf von fünf Sternen, denn authentisch und nachvollziehbar wird der falsche Weg, den die drei Hauptprotagonistinnen beschreiten, heraus gearbeitet. Man kann nachvollziehen, wie es soweit kommen konnte. Man kann den Kopf schütteln und sich denken, ich hätte es anders gemacht. Aber hätten wir das tatsächlich, wenn wir genau so aufgewachsen wären? Wären wir nicht auch eher angepasst gewesen und hätten auch an Feen und Wechselbälger geglaubt? Die Frauen können einem nur leid tun. Es war keine Hilfe zu erwarten, und so kam es zum äußersten. Eigentlich sind nicht die Frauen schuld, sondern alle Einwohner in diesem Tal. Es hat alles gepasst in dieser Geschichte, auch wenn sie eher düster daher kommt.

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Tags: aberglauben, frauen, irland, mikrokosmos, wechselbalg   (5)
 

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143 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 38 Rezensionen

moor, thriller, psychopath, michigan, gefangenschaft

Die Moortochter

Karen Dionne , Andreas Jäger
Flexibler Einband
Erschienen bei Goldmann, 24.07.2017
ISBN 9783442205356
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Geschichte wurde überall groß gelobt: „Action Thriller, Meisterwerk, Vergnügen, brillant“, um mal ein paar Wörter zu nennen. Auch die Inhaltsangabe weckte bestimmte Vorstellungen. Für mich traf leider nichts davon zu. Es war kein Vergnügen, dieses Buch zu lesen, es war – normal bis langweilig. Es war nicht brillant – es gab ganz normale Vorgänge die nicht viel Intelligenz beim Lesen erfordern und es gab keinen Aha-Effekt. Es war für mich auch kein Thriller, bei dem ich eine Gänsehaut bekam. Es war auch kein Action-Thriller, weil es nur ganz wenige Szenen im Buch gibt, die ich unter „Action“ verstehen würde.

Ich hatte mich auf einen spannenden Roman mit einem großartigen Überlebenskampf in der Wildnis Upper Peninsulas (USA, Michigan) eingestellt. Ich dachte, es geht querfeldein durch Dreck, Gestein, Moor, Wildwasser und die Protagnisten müssten etliche Überlebensqualen auf der Jagd nacheinander ausstehen. Sich mit schlimmen Verletzungen abseilen, in reißenden eiskalten Strömungen untertauchen, weglaufen, leise sein, sich verstecken immer mit dem Gedanken der Gejagte steht gleich hinter mir im dunklen Nebel oder in der Nacht oder so. Also, ich dachte es geht richtig hart zur Sache. Es kam aber anders, ganz anders. Die Jagd, die Fährtensuche und der sogenannte Überlebenskampf in der Gegenwart spielten sich in ein oder zwei Tagen ab, bzw. in ein paar kurzen Kapiteln und waren bei weitem nicht so spannend wie erwartet. Auch die Thriller-Elemente mit  Gänsehaut, Angst und Grusel waren bei vielleicht auf 1-2 klitzekleine Szenen beschränkt (zum Beispiel als sie einer Hütte eine nackte Leiche findet). Zudem hatte ich mir alles viel ausführlicher und ganz nah dran an den Charakteren und Emotionen vorgestellt. Sie erschienen mir leider nur ziemlich kurz und knapp präsentiert.

Die Geschichte wird rückblickend erzählt. Zum einen in der nahen Gegenwart, wie sich Helena auf die Suche nach ihrem aus dem Gefängnis entflohenen Vater in der Wildnis macht und wie nach und nach die Angst um ihre Familie wächst, denn ihr Vater hinterlässt ihr Botschaften und Spuren, die eindeutig sind. Und zum anderen in der Vergangenheit, als sie noch ein Kind war und ihren Vater liebte. Beide Erzählstränge bauen ruhig und mit Längen die Geschichte auf und spitzen sich erst am  Schluss zu.

Parallel wird dazu das Märchen „Die Tochter des Moorkönigs“ von Hans Christian Andersen erzählt.

Die Autorin baut „schlau“, und wie ich meine mit Hintergedanken, die Geschichte auf. Denn in der ersten Hälfte entwirft sie ein Charaktergebilde von Jacob Holbrook, dass wir nur aus der Perspektive der kleinen Helena kennen, die ihren Vater abgöttisch liebt und ehrfürchtig zu ihm aufschaut. Die Autorin hat hier geschickt agiert: Sie weckt vielleicht nicht direkt Sympathie für den Entführer mit den indianischen Vorfahren (Ojibwe), aber impliziert ein klein wenig Nachsicht mit ihm zu haben. Wie seine kleine Tochter, die vollstes Verständnis für ihn hat. Und der Leser ist geneigt dieser Regung zu folgen, eigentlich wohl wissend, dass die Tochter psychologisch raffiniert manipuliert wurde. Man schwankt zwischen Verständnis und Abneigung, weil man sich noch nicht genau im Klaren ist, wer dieser Mensch und zu was er fähig ist. Aber dennoch erahnt man als Leser subtil unter der Oberfläche von Jacob Holbrook seinen kranken Geist. Erst in der zweiten Hälfte des Buches ändert sich das entscheidend.

Denn als Erwachsene versucht die Hauptprotagonisten Helena auf der Jagd nach ihrem Vater, sein Verhalten zu analysieren und auch immer noch zu entschuldigen. Auch wenn sie erkennt, was ihr Vater ihr und ihrer Mutter angetan hat, ist sie zwiegespalten und innerlich zerrissen, glaubt immer noch irgendwo im tiefsten Innern, dass ihr Vater sie geliebt hat.

Gerne hätte ich mehr über das Leben in der Natur erfahren, dass zwar schon in diversen Ansätzen erwähnt wird, aber für meinen Geschmack hätten diese Ansätze ausführlicher sein können. Zu kurz werden die Herstellung der Nahrung, der Heilmittel oder die täglichen Abläufe in der Wildnis erwähnt, wie zum Beispiel der Zichorienwurzel-Kaffee, der entzündungshemmende Tee aus Weidenextrakt, Feuer machen, Wasser holen oder die Jagd erwähnt.

Zudem hat Helenas Mutter fast keinen Platz in der Geschichte. Ihre Sicht der Dinge erfährt man nicht. Im Gegenteil. Sie muss mit ansehen, wie sich ihr eigenes Kind gegen sie stellt und zu dem gestörten Vater hält. Auch Helenas Ehemann Stephen bleibt praktisch unsichtbar.

In der zweiten Hälfte zeigt sich dann der wahre Charakter von Helenas Vater, den ich als Leser schon vermutet hatte. Die Frage war nur, wann und ob es auch Helena merken würde, die mit zwölf Jahren endlich flieht. Der Clou dieser Geschichte ist eigentlich, wie ein Kind manipuliert werden kann. Ich denke nicht, dass es Jacob Holbrook, Helenas Vater so geplant hatte. Er war psychisch krank und vieles geschah für ihn unbewusst, weil auch er gefangen in seinen Ängsten und Handlungen war. Und dies war schon sehr scharfsichtig dargestellt, so dass man letzten Endes doch irgendwie verstehen konnte, warum Helena ihren Vater dennoch mit einem letzten Funken Hoffnung liebt. Unter diesen Aspekt lohnt es sich schon, die Geschichte zu lesen.

Das alles liest sich auf distanzierte und ruhige Art schon irgendwie unterhaltsam, aber der Erzählton ist eher sachlich-lakonisch und dadurch waren die Emotionen so weit weg. Ich konnte deswegen nicht mit den Protagonisten wirklich mitfühlen. Die Charaktere waren alle nicht tiefergehend angelegt. Überhaupt, schien jedes und alles relativ kurz gehalten zu sein in dieser Geschichte, und es fehlten viele Details und noch ausführlichere emotionale Gedanken von und über die Charaktere. So war ich nicht mittendrin, sondern blieb außen vor.

Alles in allem: Ich war schlichtweg enttäuscht, weil es weder einen großartigen Überlebenskampf in der Wildnis gab, noch trug der sachliche Erzählstil dazu bei, dass ich mitfühlen konnte. Die Charaktere blieben blass und sehr oberflächlich, und die Geschichte las sich wie irgendein Bericht in der Zeitung. Dennoch war die Idee selber überzeugend, es haperte nur mit der Umsetzung.

Sterne: Ich vergebe zwei von fünf Sternen, weil eine hohe Erwartungshaltung geschürt und nicht gehalten wurde. Die Idee dieser Geschichte hätte sicherlich fünf Sterne verdient, wurde mir hier aber nicht emotional genug umgesetzt. Dies lag vor allem an dem sachlich-kalten Erzählton. Dennoch lässt sich das Buch unterhaltsam lesen, auf sehr ruhige Art auch irgendwie spannend, aber mit vielen Längen.

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Tags: entführung, moor, thriller   (3)
 

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20 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

jugendbuch, coppenrath verlag, ab 12 jahren, mädchen, kyra dittman

Dark Horse Mountain

Kyra Dittmann
E-Buch Text: 304 Seiten
Erschienen bei Coppenrath Verlag, 01.03.2017
ISBN 9783649625261
Genre: Sonstiges

Rezension:

Die Geschichte lässt sich für Erwachsene einfach lesen. Insgesamt gesehen empfand ich sie jedoch zu flach auf allen Ebenen.

Angefangen mit den Charakteren. So konnte ich mir nicht eine Person von allen vorkommenden, außer den Verbrecher Mayson, bildlich vorstellen. Hauptpersonen waren Roxy und Cale, aber Roxy erschien mir zu einfach „gestrickt“. Cale hat da schon mehr Probleme am Hals, erschien  mir deswegen aber auch nicht „erwachsener“. Der Vater von Roxy ein Pferdezüchter war auch sehr flach dargestellt, und oft nicht sehr „zugänglich“.

Das Setting auf einer Ranch in Wyoming war soweit in Ordnung. Es gab nur Landschaft und die Ranch mittendrin, kein W-LAN, unebene Wege und praktische Kleidung. Das Roxy auf ihre Hotpants und Chucks besteht, fand ich beim Pferde ausmisten albern.

Die Begegnung mit dem Pferd „Hot Coffee“ ändert für Roxy alles. Es ist ein gefährliches Pferd, traumatisiert, und die Annäherung zwischen Roxy und Hot Coffee wurde für meinen Geschmack mit ein paar Pferdeflüsterer-Elementen stark vereinfacht dargestellt. Das ging zu schnell, und war deswegen für mich nicht glaubhaft.  

Das Lesealter vom Verlag wird ab 12 Jahren empfohlen, dem kann ich zustimmen. Es ist eine einfache Geschichte. Mich als Erwachsene konnte die Geschichte nicht packen, dafür war sie zu einfach gestrickt, und ich war enttäuscht. Aber ich denke 12-jährige oder auch jüngere Mädchen haben bestimmt Freude daran.

Sterne:
Für mich als Erwachsene würde ich zwei Sterne vergeben, denn die Geschichte war einfach zu einfach gestrickt und alle Charaktere waren zu flach angelegt.  Auch die Freundschaft mit einem traumatisiertem Pferd wird zu einfach geschildert. Aus der Perspektive von 12-Jährigen oder auch jüngeren Mädchen mag das vielleicht anders aussehen, und für diese Zielgruppe der 10-14 Jährigen kann man das Buch dann auch als einfache Lektüre empfehlen. Wenn ich auch das Gefühl habe, dass es noch andere interessante Bücher für diese Zielgruppe zum Thema Pferde gibt. Dennoch, ich vergebe drei von fünf Sternen.

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Tags: mädchen, pferd   (2)
 

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265 Bibliotheken, 4 Leser, 3 Gruppen, 43 Rezensionen

salzburg, thriller, krimi, mord, entführung

Schatten

Ursula Poznanski
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Wunderlich, 10.03.2017
ISBN 9783805250634
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich lese die Krimi-Reihe um Kommissarin Beatrice Kaspary recht gerne. Das besondere ist, das Beatrice getrennt von ihrem Mann ist, und zeigt, was sich eine getrennte, berufstätige Frau von ihrem Ex-Mann gefallen lassen muss. Denn Beatrice hält still, was ungewöhnlich für sie ist. Aber sie kennt ihren Ex-Mann, will nicht, dass die Sache eskaliert, damit er die Kinder nicht gegen sie aufbringt. Denn das kann man Beatrices Ex-Mann zutrauen. Er macht sie weiterhin schlecht, und das alles, wo sie froh ist, ihren normalen Alltag geregelt zu kriegen. Denn die Arbeitszeiten bei der Kripo sind alles andere als regelmäßig, und gerade jetzt, wo zwei Morde passiert sind, muss sie die Kinder wieder zu ihrer Mutter geben. Ein gefundenes Fressen für ihren Ex-Mann Achim. Diese Probleme, die wie ich finde, sehr authentisch erzählt sind, machen Beatrice zu einer glaubwürdig agierenden Protagonistin.

 

Dazu kommt das kleine Love-Interest zwischen Beatrice und ihrem Team-Partner Florin Wenninger. Dieses steht dezent im Hintergrund, aber Florin will die Beziehung jetzt öffentlich machen, will sich  nicht mehr verstecken. Für Beatrice gerade in einer unguten Phase wegen ihres Ex-Mannes und ihrer Tochter. Auch Beatrices zögern konnte ich voll verstehen.

 

Also, Beatrice hat mal wieder an allen Fronten zu kämpfen. Privat mit ihren Ex-Mann, privat mit Florin der sich nicht mehr verstecken will, privat mit den Kindern die von ihrem Ex-Mann aufgehetzt werden, privat mit ihrer Vergangenheit aus der Studienzeit, und dazu noch beruflich zwei seltsame Morde.

 

Mit hat die Geschichte wegen vor allem wegen Beatrice gut gefallen, aber auch die polizeiliche Ermittlungsarbeit und der Fall an sich lässt sich flüssig lesen. Am Schluss dachte ich nicht, dass es tatsächlich so weit kommen würde, wie der Entführer angekündigt hat, und deswegen bin ich auf den nächsten Band sehr gespannt. Vielleicht, so hoffe ich, gibt es für Beatrice im privaten eine Entspannungsphase.

 

Alles in allem: Auch wenn einiges vielleicht konstruiert wirkte, habe ich den Krimi gerne gelesen und bin schon sehr gespannt auf den nächsten Band.

 








 

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Tags: familie, getrennt lebend, krimi, kripo, mord, salzburg   (6)
 

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456 Bibliotheken, 7 Leser, 3 Gruppen, 135 Rezensionen

schottland, pfau, banker, teambuilding, humor

Der Pfau

Isabel Bogdan
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 18.02.2016
ISBN 9783462048001
Genre: Romane

Rezension:

Die Geschichte ist wirklich unterhaltsam, wie eine Komödie im Theater. Der Leser ist den Protagonisten immer einen oder zwei Schritte voraus und kann sich so köstlich amüsieren. Ich stelle mir das ganze gerade verfilmt vor, und könnte vor Lachen auf dem Boden liegen, wenn ich mir die Szene vorstelle, wie die Banker um das blaue Auto ihrer Chefin herumstehen und einen unerklärlichen Schaden am Auto begutachten. Lachen deswegen, weil es zwei Personen gibt, die ganz sicher wissen, was passiert ist und eine weiterer Person, die eine Vermutung anstellt, aber alle lassen die Banker im Unklaren.

 

Okay, laut lachen musste ich beim Lesen des Textes nicht. Aber innerlich für mich selber schmunzeln. Die Irrungen und Verwirrungen nehmen eine ungeahnte rasante Fahrt auf, auch oder gerade deswegen, weil einige Personen einfach nichts sagen. Ich wage mal die Vermutung, dass die Banker den kompletten Fall hätten aufklären können, wenn sie denn endlich als Team gearbeitet hätten. Es geht ja schließlich an diesem Wochenende ums Teambuilding. Am Schluss geschieht das immerhin, aber nur aus beruflicher Sicht. Die Wahrheit, was mit dem Pfau geschah, dass wissen nur wenige.

 

Das Setting in den schottischen Highlands und einem maroden Herrenhaus ist einfach wunderbar beschrieben. Die Städter, die sich erst mal wieder an Heizdecken (!) gewöhnen müssen, tun dies heimlich. Der Boiler im Bad, der immer nur eine bestimmte Menge an Wasser heiß macht, die Zimmer, die im Winter trotz Heizung und Kamin nicht warm werden, eine Sicherung die rausfliegt … Und schließlich werden sie noch eingeschneit. Die Besitzer nehmen alles gelassen, kennen es nicht anders.

 

Es ist spannend zu lesen, wie jeder seine Informationen zurück hält, und als Leser fiebert man unweigerlich darauf, wann endlich eine der Wahrheiten ans Licht kommt. Nun, das geschieht praktisch mit dem letzten Satz im Buch. Klein ist die Welt, das sollte man nicht vergessen.

 

Alles in allem: Eine nette und unterhaltsame Geschichte mit einer Prise subtilen Humors, die ich sehr gern gelesen habe. Es muss ja nicht immer schwere Kost sein! Zudem ein amüsantes Verwirrspiel in einem alten kalten Herrenhaus im Winter in den schottischen Highlands mit einer begnadeten Köchin. Ein Buch, das ich auch meinen Freundinnen, die nicht viel lesen, empfehlen werde, weil es köstlich amüsant und schnell zu lesen ist.

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Tags: banker, irrungen und wirrungen, pfau, schnee, schottland, teambuilding   (6)
 

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482 Bibliotheken, 5 Leser, 2 Gruppen, 97 Rezensionen

weihnachten, liebe, familie, schnee, winter

Winterzauber wider Willen

Sarah Morgan , Ivonne Senn
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 10.10.2014
ISBN 9783956490767
Genre: Liebesromane

Rezension:

Ein Wohlfühl-Roman für die Weihnachts- oder Winterzeit. Das Setting in Snow-Crystal in Vermont ist wunderschön. Verschneit, eiskalt, dennoch mit wärmenden Kaminfeuern und mondbeschienenen Nächten in stiller Natur.

Die Hauptprotagonisten Jackson und Kayla sind gut dargestellt. Ich konnte mir beide vorstellen, auch wenn ich zeitweilen mit Kayla und ihrer Weihnachts-Deko-Phobie ein großes Problem hatte. Denn ich konnte nicht glauben, dass sie beim bloßen Anblick eines Weihnachtsbaumes blass wird, das erschien mir doch bei weitem übertrieben. Und so geht es dann aber wirklich ständig weiter, Christbaumkugeln in die Hand nehmen treibt ihr den Schweiß auf die Stirn – also, irgendwann war das nur noch nervig für mich. Ein Wunder, dass Jackson das mitmachte.

Womit wir beim Love-Interest wären, das wirklich sehr schön und supersüss dargestellt wurde. Denn Kayla ist mega-starr, und wehrt sich gegen jede Gefühlswallung, obwohl sie sich der Anziehungskraft zwischen ihr und Jackson sehr bewusst ist, kann sie fast standhaft bleiben. Jackson setzt sich darüber hinweg und macht einfach weiter. So gibt es viele prickelige Momente mit roten Kopf, Schmetterlingen im Bauch und des still vor sich hin Träumens. Aber bis zum Schluss schafft es Kayla nicht, über ihren Schatten zu springen.

Kayla flüchtet in ihre Arbeit als PR-Beraterin um die Buchungszahlen nach oben zu bringen, und Jackson bringt ihr jedes Event in Snow Crystal nah, damit sie die Alleinstellungsmerkmale hervorheben kann. Sei es an Outdoor-Aktivitäten wie Ski-Fahren, Schlittschuhlaufen, Snowmobil fahren etc. oder an den leckerem Essen, das es überall gibt. Also, ich bekam schon Hunger beim Lesen.

Das weitere Setting war natürlich die Familie O’Neil. Klar, Jackson als neuer Leiter und Retter des Familienbetriebes, aber da gibt es noch seinen Zwillingsbruder Sean, einen begnadeten Chirurg und seinen Bruder Taylor, Goldmedaillengewinner im Skispringen. Das Haus hat die Familie in vierter Generation, und alle hängen an ihrem Land. Natürlich. Es ist gemütlich, hier kommt man gerne nach Hause, auch wenn es bisweilen schon mal laut wird in der Wohnküche des Elternhauses, wo sich alle immer treffen.

Lediglich, dass alles so offensichtlich war, hat mich gestört. Kayla beginnt die Familienmitglieder zu befragen und natürlich mögen sie alle. Sogar Walter wird handzahm, als Kayla ein paar Stücke Holz hackt. Also bitte. Völlig überzogen. Aber hier geht es irgendwie so immer weiter und das hat nicht „echt“ gewirkt.

Insgesamt gesehen hat mich Sarah Morgan hier ein wenig enttäuscht. Kayla wird viel zu schnell von der Familie aufgenommen, ohne dass sie was dafür tut. Die Geschichte erinnert mich an „Alles was du suchst“ aus der Green Mountain Reihe von Marie Force. Hier kommt ebenfalls eine Stadtpflanze ins ländliche Vermont und soll den Green Mountain Store auf Vordermann bringen. Dies ist aber weitaus besser und auch witziger geschildert.

Dennoch werde ich noch die beiden andere Teile von Snow Crystal lesen, weil ich neugierig bin, wie Sean und Elise zusammen kommen und wann Taylor endlich begreift, dass er in Brennan verliebt ist. Wie ich gesehen habe, hat meine Bücherei den zweiten Teil vorrätig. Empfehlen möchte ich die Puffin-Island-Reihe der Autorin! Wunderschön.

Alles in allem:
Ein Wohlführoman zum abschalten. Zwar mit einer nervigen Weihnachtsphobie und einer wie erstarrten Hauptprotagonistin, aber bestens für die Winter- und Weihnachtszeit geeignet.

Sterne:
Ich überlegte, ob ich wegen der mir nicht überzeugenden und plausibel erklärten Weihnachtsphobie der Hauptprotagonistin Kayla nur zwei Sterne geben sollte. Denn, so extrem kann man doch nicht noch 16 Jahre nach der Trennung der Eltern reagieren? Es sei denn, man hat sich Jahre hineingesteigert in dieses Gefühl. Aber dann dürfte man vor und an Weihnachten nicht mehr aus dem Haus gehen und auch kein Fernsehen mehr schauen … Also, Kayla war in meinen Augen so übertrieben mit dieser Weihnachtsphobie beschrieben, dass es nur noch unglaubwürdig schien. Und diese Phobie nervte mich auch nach einiger Zeit nur noch. Das Jackson dass so ausgehalten hat!? Ansonsten aber lässt sich die Geschichte unterhaltsam lesen, zum wohlfühlen, zum abschalten gerade in der Weihnachts- und Winterzeit bestens geeignet. Auch wenn ich ein wenig enttäuscht war. Ich gebe drei von fünf Sternen.

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Tags: karriere, landleben, liebe, schnee, vermont, weihnachten, winter   (7)
 

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148 Bibliotheken, 12 Leser, 1 Gruppe, 33 Rezensionen

brüssel, eu, europa, bürokratie, europäische kommission

Die Hauptstadt

Robert Menasse
Fester Einband: 459 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 11.09.2017
ISBN 9783518427583
Genre: Romane

Rezension:

Wenn ich jetzt, zwei Tage später darüber nachdenke, was von der Geschichte „hängen geblieben“ ist, kann ich eigentlich nur das Setting Brüssel mit der Europäischen Kommission benennen. Dieser ganze Beamtenapparat und die Bürokratie erscheinen mir hier aufgebläht bis zum geht nicht mehr. Und das weitaus schlimmere Empfinden ist, dass keine Neuerungen durchgesetzt werden können. Im Gegenteil. Im Buch wird das Beispiel der Kultur-Direktion beschrieben, ein unbeliebter Posten der kein Budget hat. So müssen Beamte die alten Projekte in ein neues Gewand hüllen. Dazu kann man sagen, außen hui und innen pfui. Kein Wunder, dass es überwiegend schlechte Kompromisse und keine wirklichen Verbesserungen gibt. Eine Weiterentwicklung der Union ist unter diesen Umständen unmöglich, wenn alle nur nationale Interessen verfolgen. 

 

Dazu kommt, dass hier im Buch jede Nation für sich selber kämpft, jeder nur das Beste für sein Land gewinnen will. Der Grundgedanke der EU geht komplett unter. Ich weiß nicht, ob man dieses Buch gelesen haben soll oder eher denken sollte, besser hätte ich nichts davon gewusst. Oder überhaupt, wie viel davon tatsächlich den Tatsachen entspricht oder einfach nur Klischee ist. Ich meine, vorstellen dass es genauso zugeht, kann ich es mir schon.

 

Dieses „Drumherum“ in Brüssel und der EU-Kommission wird in eine weitere Geschichte mit vielen Protagonisten verpackt. Ich fand diese stellenweise sehr unübersichtlich und auch äußerlich wie charakterlich „flach skizziert“. So richtig vorstellen konnte ich mir keine Person, aber wahrscheinlich sind die Protagonisten auch auf jegliche Beamte dort anwendbar und es braucht keine großen Unterscheidungsmerkmale oder moralische Ausstattungen für Mitläufer und Lobbyisten.

 

Der Leser wird schon von Anfang vorgewarnt, dass die Idee zu den Feierlichkeiten des „Big Jubilee Project“ in einer Katastrophe enden werden. Ich finde, es war jetzt keine extreme Katastrophe, sondern einfach eine bürokratische Hürde, die nicht geschafft wurde. Natürlich schade um den Gedanken einer neuen Hauptstadt, den ich gar nicht sooo abwegig fand, aber dennoch kontrovers.

 

Eine kleine Affäre und familiäre Probleme, die kurz erwähnt werden, sollten wohl die in der Inhaltsangabe „großen Gefühlen“ darstellen.

 

Alles in allem: Was bleibt ist für mich eine einfache Innenansicht in die EU-Kommission in Brüssel, mit all ihrer Bürokratie, ihren Beamten, ihrer oft vergeblichen Wirtschaftspolitik, ihrer Nationalisten und die der faulen Kompromisse. Man mag es glauben oder auch nicht. Die Geschichte selber hat zu viele Ansätze und Verbindungen, und zu viele offene Enden.

 

Sterne: Diesen Einblick in die EU Kommission Brüssel kann man auch verstehen, wenn man politisch null Interesse hat. Die Charaktere sind zwar alle schwach gezeichnet, austauschbar, vielleicht aber auch ganz im Sinne dieser Geschichte, wenn man an die Mitläufer-Beamten in Brüssel denkt. Dennoch vergebe ich für diesen immerhin interessanten Einblick in die Fallstricke der EU-Kommission vier von fünf Sternen. Ab es nun Fakt oder Klischee ist, muss jeder selber entscheiden

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Tags: brüssel, bürokratie, eu, europäische kommission, shoa-überlebende   (5)
 

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

rezepte, kochbuch, kochen, wochenpläne, vorbereiten

Meal Prep – Gesunde Mahlzeiten vorbereiten, mitnehmen und Zeit sparen

Veronika Pichl
Flexibler Einband: 160 Seiten
Erschienen bei riva, 14.08.2017
ISBN 9783742303530
Genre: Sachbücher

Rezension:

Ich finde das Buch relativ unübersichtlich, obwohl es doch übersichtlich zu wirken versucht. Das ist mein erster Eindruck. Ich musste mich eine zeitlang richtiggehend einlesen, bis ich das Prinzip hier im Buch verstanden habe. Ich meine, eigentlich ist es ja einfach: ich überlege mir einen Tag, hier im Buch ist es der Sonntag, an dem ich alle Gerichte für die kommende Woche vorbereite, so dass ich nicht mehr unter der Woche kochen muss. Tolle Idee! Das Prinzip ist, an einem Tag möglichst alle Rezepte fertig zu stellen.

 

Im Buch sind die verschiedenen Wochenpläne durch dezent farbliche Seiten gekennzeichnet. Der Aufbau ist folgendermaßen: Wochenplan, Bedarfsliste, Rezepte, Meal-Prep-Tag. Für manche Pläne sind zwei Meal-Prep Tage erforderlich, je nachdem wie groß der Aufwand bzw. die Haltbarkeit für die Rezepte ist.

 

Mit der Haltbarkeit ist es so eine Sache. Vieles lässt sich aber 2-3 Tage im Kühlschrank aufheben, oder auch tiefgefrieren. Da ich berufstätig bin und Familie habe, wende ich dieses Prinzip schon länger bei den Hauptmahlzeiten an. Dazu muss man aber bereit sein, verarbeitete Gerichte 2-3 Tage im Kühlschrank aufzuheben. Ich weiß zum Beispiel, dass meine Schwester so was niemals machen würde, weil sie denkt, es würde sich Schimmel bilden. Ich weiß auch von Personen, die niemals ein Gericht zweimal aufwärmen. Ich bin jedoch der Meinung, dass, wenn es nach dem aufwärmen gleich runter gekühlt wird, kein Problem sein sollte und bei uns bisher auch kein Problem war.

 

Die Rezepte im Buch sind alle total lecker und appetitlich präsentiert. Einige davon werde ich sicherlich ausprobieren, aber ohne Meal-Prep. Um für mich als Familie Meal-Prep in diesem Umfang zu  praktizieren, bräuchten wir einen größeren Kühlschrank. Zudem praktiziere ich Meal-Prep im kleinen Umfang für unsere normalen Hausgerichte; ich würde es vielleicht auch „Reste-Verwertung“ nennen. Für eine Woche allerdings habe ich noch nicht vorgekocht, bin aber immer mal wieder dabei, einen Wochenplan an Rezepten zu erstellen.

 

Alles in allem: Insgesamt gesehen war mir das Buch trotz aller versuchten Tools zur Übersichtlichkeit wie verschieden farbige Seiten oder Zeitplänen, zu unübersichtlich. Die Rezepte allerdings sind alle lecker präsentiert, wie auch das ganze Buch überhaupt sehr schön „aufgemacht“ ist, mit diesen frischen Farben und appetitlichen Abbildungen.

 

Sterne: Wie so oft hätte ich für die Idee gerne fünf Sterne gegeben, ebenso wie für die einzelnen Rezepte, die wirklich sehr einladend dargestellt werden. Insgesamt aber ist mir dieses Buch einfach zu unübersichtlich. Meal Prep erfordert eine strukturierte Vorgehensweise, jedenfalls wenn man für eine Woche vorkochen möchte.

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Tags: kochen, rezepte, vorbereiten, vorrat, wochenpläne   (5)
 

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82 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

krimi, graupapagei, papagei, mord, england

Gray

Leonie Swann
Fester Einband
Erschienen bei Goldmann, 15.05.2017
ISBN 9783442314430
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Geschichte lässt sich flüssig lesen, aber weniger unterhaltsam. Ich würde meinen, sie ist mit englischem Charme geschrieben, also öfter mal mit Längen. Die Geschichte an sich ist etwas holprig, mit vielen Ermittlungsrichtungen und Wendungen, die nicht immer nachvollziehbar waren. Auch der Schluss erschien mir sehr konstruiert.

 

Dr. Augustus Huff erinnerte mit seinem Spleen ein wenig an „Monk“. Mit seinem Aberglauben ist er ein interessanter Charakter, allerdings hat sich mir bis zum Schluss leider kein „Bild im Kopf“ zu ihm eingestellt. Leider spielte die Magie keine Rolle in dem Buch.

 

Dafür wird der Leser Gray umso mehr lieben, der mit Wörtern zielgenau umzugehen weiß. Es ist jetzt nicht übermäßig witzig, aber ich habe ein paar Mal geschmunzelt. Er kann zwar nicht in dem Sinne denken, dass die Leserschaft seinen Gedankengängen folgen kann, aber die Satzfragmente die er sagt, passen immer gerade gut zur Handlung. Dennoch, hier hätte mehr Seelenleben auch nicht geschadet.

 

Alles in allem: Holprig und mit Längen, dennoch hat die Geschichte Potenzial. Wegen Graupapagei Gray würde ich auch einen zweiten Krimi lesen.

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Tags: cambridge, england, graupapagei, krimi, mord, universität   (6)
 

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kreuzfahrt, liebe, entführung, leidenschaft, linda howard

Nachtkuss

Linda Howard , Christoph Göhler
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 15.11.2010
ISBN 9783442376032
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Geschichte lässt sich flüssig lesen, wenn es auch leider erhebliche Längen gibt. Ich kann diese nicht so genau beschreiben, weil der Leser dadurch natürlich auch einen sehr tiefen charakterlichen Einblick in die beiden Hauptprotagonisten bekommt. Also, ich muss wieder abwägen, will ich „ordentliche“ Charaktere und dafür Längen in Kauf nehmen, oder will ich schnell drüber lesen und nehme dafür auch eher flach gehaltene Charakter in Kauf. Also, ich mag es eher, wenn die Protagonisten Charakter haben, auch wenn ich dafür Längen akzeptieren muss.

 

So war es hier zum Beispiel auch ganz toll beschrieben, wie die alten Freundschaften zerbrechen, als Jenner im Lotto gewinnt. Ich habe richtig mit ihr gelitten, und dachte nur, warum hat sie es nur öffentlich gemacht? Ich weiß jetzt nicht genau, ob man das in den USA machen muss, oder ob das da einfach die Regel ist? Egal, es war manchmal sehr emotional zu lesen, vor allem, als auch ihre beste Freundin Michelle sie enttäuscht. Diese Zeit, bis zu dem Lottogewinn und dem Verlust der Freundschaften war praktisch die Vorgeschichte.

 

Und dann folgt das zweite Leben, Jenner ist reich und findet eine sympathische, ebenso reiche Freundin, Syd. Ich dachte, wahrscheinlich ist es wirklich so, gleich und gleich gesellt sich gern, die Unterschiede sind sonst einfach zu groß.

 

Weil ihre Kabine, die sie für eine Wohltätigkeits-Kreuzfahrt gebucht haben, für Regierungs-Mitarbeiter zum beschatten einer bestimmten Person gebraucht wird, werden Jenner und Syd kurzerhand entführt und gegenseitig unter Druck gesetzt, damit sie „mitspielen“. Und das ist dann der zweite Teil der Geschichte. Denn der Entführer und Jenner verlieben sich ineinander, wobei es keiner zugeben will. Bei Jenner ist das Misstrauen zu groß, und immerhin, sie wurde entführt! Und Cael, der Chef des Überwachungs-Team will die Situation nicht ausnutzen. Sie entstehen viele pricklige Situationen, vor allem, weil Jenner Cael ständig provoziert.

 

Im Vordergrund steht aber überwiegend der Überwachungs-Auftrag. Man lernt also Cael und sein komplettes Team kennen, das inkognito auf dem Kreuzfahrtschiff ist. Es ist sehr spannend geschrieben, wie sie sich alle hinter die Zielperson hängen. Was aber am Schluss passiert, damit hat keiner gerechnet.

 

Alles in allem: Eine prickelige Lovestory eingebettet in einen mäßig spannenden Beschattungsauftrag von der Regierung. Das Setting spielt auf einem Kreuzfahrtschiff. Mit vielen Längen. Ich hätte gerne auch die Geschichte zu den anderen Teammitgliedern gelesen, leider konnte ich nichts darüber finden.

 

Sterne: Eigentlich wollte ich zwei Sterne geben. Aber dann überlegte ich und dachte nein. Die Geschichte lässt sich flüssig lesen, es ist halt ein ruhiges Buch. Thriller würde ich es auch nicht nennen. Die Spannung ist mäßig, das Love-Interest ein klein wenig im Hintergrund. Aber zwei Sterne sind definitiv zu wenig, vor allem weil ich noch gerne über die Protagonisten Folgebände gelesen hätte. Deswegen gebe ich drei von fünf Sternen.

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Tags: beschattungs-auftrag, entführung, kreuzfahrt, liebe, lottogewinn, regierung   (6)
 

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heilige nacht , stille nacht, singen, weihnachten, lied

Das kleine Buch: Stille Nacht! Heilige Nacht!

Franziska Lipp
Fester Einband: 64 Seiten
Erschienen bei Servus, 23.11.2017
ISBN 9783710401640
Genre: Sonstiges

Rezension:

Dieses Büchlein eignet sich gut als kleines Geschenk in der Vorweihnachtszeit. Denn es ist nicht zu überladen, sondern widmet sich einem Thema: Dem wohl bekanntesten Lied auf der ganzen Welt „Stille Nacht – Heilige Nacht“.

 

Ein kleines (Postkartengröße), leichtes und einfaches Büchlein, das gut in der Hand liegt und schnell durchgeblättert ist. Also nichts, in das man in der sowieso oft knappen Vorweihnachtszeit Stunden investieren muss, aber man sich dennoch in das Thema über die Herkunft dieses Liedes einlesen kann.

 

Denn der Herkunft des Liedes „Stille Nacht- Heilige Nacht“ wird schon ausführlich nachgegangen. Sei es durch die Vorstellung der Komponisten/Erfinder Joseph Mohr und Franz Xaver Gruber mit deren Lebensgeschichte oder auch im Allgemeinen historischen Geschehen, wie z.B. das Lied in Kriegszeiten.

 

Zudem gibt es einen Tipp für einen Museums- und Kirchenbesuch und am Schluss drei weihnachtliche Rezepte.

 

Alles in allem: Als kleine Aufmerksamkeit in der Vorweihnachtszeit eine schöne Idee. Einfach und leicht zu lesen, und ist vor allem nicht so „überladen“.

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Tags: heilige nacht , stille nacht, lied, singen, weihnachten   (4)
 

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detox, innere reinigung, frühjahrskur, kuren, kräuter

Das kleine Buch: Hausmittel zur inneren Reinigung

Nina Kienreich
Fester Einband: 64 Seiten
Erschienen bei Servus, 11.01.2018
ISBN 9783710401565
Genre: Sachbücher

Rezension:

Dieses Buch passt gerade herrlich in die Fastenzeit. Aber auch außerhalb dieser Zeiten ist es zwischendurch immer wieder anwendbar. Es enthält wenige, aber eine gute Basis an Rezepten für eine Frühjahrskur, fürs Heilfasten oder für eine Teekur.

 

Frisch und ansprechend werden die nur 18 Detox-Rezepte präsentiert. Diese sind eine sehr gute Basis zum entschlacken, entgiften oder zur inneren Reinigung.

 

Das einzige „Problem“ könnten die Zutaten werden, die sicherlich nicht jeder zu Hause hat, wie Bohnenschalen (Phaseoli fructus pericarpium conc.), Birkenblätter, Ackerschachtelhalmkraut etc. Und vor allem natürlich auch frische Kräuter wie Brennnessel, Giersch, Löwenzahn, Spitzwegerisch etc.  

 

Durch die postkartenkleine Größe des Buches und die eher wenigen Rezepte sind sie zudem handlich, greifbar und immer schnell auffindbar. Neu für mich war ein Rezept für Sauerhonig, auch Oxymel genannt. Oder das und Kräuter-und Basenpulver, das selber hergestellt und vielseitig eingenommen werden kann.

 

Für Personen, die sich schon länger mit Heilfasten, Kuren und Detox beschäftigen, dürfte dieses Büchlein allerdings zu wenige Informationen bieten. Denn die verschiedenen Verfahren (Heilfasten, Teekur, Kur) werden nur kurz umrissen und die Rezepte sind bestenfalls eine kleine Basis. Also, eher etwas für Anfänger und Einsteiger.

 

Alles in allem: Diese insgesamt nur 18 Detox-Rezepte könnten zu Standard-Rezepten in der gesunden und natürlichen Küche werden. Durch die postkartenkleine Größe des Buches sind sie immer schnell greifbar. Ein Buch für alle Anfänger die detoxen und eine kleine aber feine Basis an Rezepten für eine Teekur, fürs Heilfasten oder für eine Teekur haben wollen.

 

Sterne:

Mit Detox habe ich mich bisher noch nicht so ausführlich befasst. Deswegen fand ich diese eher kleine Anzahl an Rezepten für verschiedene Verfahren optimal für Einsteiger. Zudem ist es schön anzuschauen. Ich gebe fünf von fünf Sternen.

 

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Tags: detox, entgiften, frühjahrskur, heilfasten, heilkräuter, innere reinigung, kräuter, kuren, teekur   (9)
 

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allein, deutschland, frau, hallig, halligen

Barfuß auf dem Sommerdeich

Katja Just
Geheftet: 224 Seiten
Erschienen bei Eden Books - Ein Verlag der Edel Germany GmbH, 05.05.2017
ISBN 9783959101172
Genre: Biografien

Rezension:

Katja Just beschreibt, wie und warum sie vor 16 Jahren auf die Hallig Hooge gekommen ist. Mit ihr erlebt man einen ungefähren Jahresablauf auf der Insel, vom Frühling bis zum Winter, vom Biikebrennen bis zum Rummelpottlaufen. Man erfährt, wer ihr Gesellschaft geleistet hat (der Deichgraf und Herr Hinkelmeier), und wie das Miteinander mit den nur einhundert Einwohnern auf Dauer funktioniert.

Ihr gelingt es, den Sehnsuchtsort Hallig Hooge mit seiner unendlichen Weite, der Ruhe, dem Wind und dem Horizont ohne Ende einfühlsam zu beschreiben.

Mir haben allerdings ein paar alltägliche Dinge gefehlt. Katja Just beschreibt die Insel, beschreibt ihre Aktivitäten rund um das Thema Hallig, aber das Thema ihrer Pension/Ferienwohnungen, Nachbarn und Gäste bleibt sehr im Hintergrund, hier gibt sie nur spärliche Informationen heraus. Mir ist klar, dass sie damit auch vorsichtig agieren muss, zum einen lebt sie auf Dauer mit ihren Nachbarn in Sichtweite und man kann sich auf einer Hallig nicht unbedingt aus dem Weg gehen. Auch im Hinblick auf die Gäste ist eine gewisse Diskretion zu wahren, denn schließlich sichern diese ja ihr Einkommen. Dennoch, zu einem richtigen Einblick in das Leben auf einer Hallig hat mir noch etwas gefehlt.

Das Buch lässt sich leicht und sehr ruhig lesen. Manchmal vielleicht zu ruhig, mit Längen. Andererseits erwartet man ja auch einen authentischen Einblick, und keinen Abenteuerurlaub der ausgeschmückt wurde. Und auf einer Hallig ist es nun mal eher ruhig.

Alles in allem: Auf Hallig Hooge hört man die Stille. Das Buch gibt einen Eindruck, was einen ungefähr erwarten wird. Allerdings sind diese sehr reflektierenden Eindrücke persönlich auf die Autorin abgestimmt, und können so nicht verallgemeinert werden. Ich war etwas enttäuscht, weil ich mir mehr Informationen zum profanen Alltagsleben gewünscht hätte.

Sterne: Ich tendierte zwischen zwei und vier Sternen. Abzug gab es für die fehlenden Alltagsbeschreibungen und die Längen, die oft von den hehren Gedanken der Autorin selber handelten. Es gelingt schon, die Stimmung auf der Insel zu vermitteln, aber nicht durchgehend. Daher vergebe ich drei gute von insgesamt fünf Sternen.

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abnehmen, dicke frau, dick sein, frauen, selbstbewusstsein

Nicht direkt perfekt

Nicole Jäger
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 15.12.2017
ISBN 9783499632839
Genre: Biografien

Rezension:

Nicole Jäger schreibt brutal ehrlich über das Leben als dicke Frau. Was es heißt, eine dicke Frau zu sein bei Themen wie Sex, Tampons, jeglichen Art von Körperlichkeiten, Perücken, Kenianischen Fleischpeitschen, Datingportalen, Liebeskummer, Kleiderschränken, Spiegeln, Selbstbewusstsein und und und. Sie berichtet von ihrer „Schwester“, auch genannt „die Essstörung“. Wie lebt es sich jeden Tag mit ihr?

 

Der Clou an diesem Buch ist, dass vieles auf alle Frauen zutrifft, auf dicke Frauen, auf Dünne, auf Kleine, auf Große, kurzum:  Für alle Frauen die sich nicht perfekt fühlen. Es gibt so viele Aspekte des Frauseins, und sie werden in diesem Buch genannt. Jede Frau wird sich in irgendeiner Weise wiedererkennen. Oft kommen diese Passagen philosophierend daher, es gibt Fragen über Fragen wie in jedem Lebensratgeber.

 

Für mich war manches entweder schon zu stark verallgemeinernd oder zu sehr auf Pointen aus. Diese Abschnitte stehen im Buch im Vordergrund. Das ist zwar unterhaltsam geschrieben,  aber auch schon etwas langweilig, birgt Längen. Ich begann relativ oft, „quer“ zu lesen und Abschnitte zu überfliegen.

 

Am eindrücklichsten waren die persönlichsten Erlebnisse, die oft in derber Sprache, aber mit viel Witz erzählt werden. Ihre Erkenntnisse daraus zogen sich dann aber eher in die Länge.

 

Dennoch ist dieses Buch absolut wichtig für alle Frauen. Besonders auch für Übergewichtige. Denn durch ihre Offenheit gibt Nicole Jäger Einblick in ihr Leben. Schockierend ehrlich. Und vor allem auch reflektierend. Denn nur wenn ich mich selber annehme, wie ich bin, kann ich lernen mit solchen Situationen umgehen. Und das zeigt Nicole Jäger, zwar mit einigen Wiederholungen in Ihren „predigt-artigen“ Aussagen, aber so prägt es sich ein, so vergisst man es nicht und so kann man einen milderen und verzeihenden Umgang mit sich selber lernen.

 

Alles in allem: Dieses Buch hat gefehlt. Für alle Frauen, die nicht perfekt sind! Sowohl mit derben Unterhaltsamen Erlebnissen, als auch mit Längen und predigt-artigen Wiederholungen ihrer Erkenntnisse. Dennoch: Danke Nicole! Für deinen Mut, mit all diesen Erlebnissen und größten Herzschmerz-Momenten an die Öffentlichkeit zu gehen.

 

Sterne: Spontan tendiere ich zu drei von fünf Sternen. Warum? Eigentlich hätte so ein ehrliches Buch glatte fünf Sterne verdient. Ich habe gerne über ihre Erfahrungen gelesen, aber die waren leider nur in einigen wenigen Kapiteln beschrieben. Das Hauptaugenmerk bezog sich auf die Erkenntnisse, die Nicole Jäger daraus gezogen hat. Und diese waren oft etwas zu ausführlich, zu langatmig. Auch wenn sie einen unterhaltsamen Erzählstil hatten, begann ich diese Seiten nur zu „überfliegen“. Hier hätte ich nur zwei Sterne vergeben, aber nur weil ich etwas anderes erwartet habe. Dennoch ist es ein Buch für Frauen, Selbstbewusster zu werden und sich auch im unperfektem Fall perfekt zu fühlen.

 

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Tags: abnehmen, dicke frau, dick sein, frauen, selbstbewusstsein, übergewicht   (6)
 

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hurrikan, florida, rassismus, rassentrennung, sturm

Summertime - Die Farbe des Sturms

Vanessa Lafaye , Andrea Brandl
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Limes, 13.03.2017
ISBN 9783809026532
Genre: Romane

Rezension:

Das Setting an Floridas Küste ist hervorragend dargestellt, tritt aber im Angesicht der „Stürme“, die losbrechen, in den Hintergrund. Zunächst schwelt auch im fiktiven Küstenstädtchen Heron Key unterschwellig der Rassenkonflikt. Weiß gegen Schwarz. Zum andern befeuern die traumatisierten und verlotterten Kriegsveteranen, die eine Straße bauen sollen und am Ortsrand unter menschenunwürdigen Bedingungen hausen, den Konflikt mit ihrem Verhalten und Gewaltausbrüchen. Und zu guter letzt kommt tatsächlich ein Hurrikan. Eine Katastrophe nimmt ihren Lauf, in welcher unmenschliches Verhalten vor Ort und seitens der Regierung seinen Höhepunkt in der Nacht des Sturmes erlebt. Da fehlen einem die Worte. 

 

Auch wenn oberflächlich alles „gut“ zu sein scheint im kleinen Ort Heron Key, sind doch die Weißen nur zu gerne bereit, alles den Schwarzen in die Schuhe zu schieben, wenn Probleme auftauchen. So dauert es nicht lange, und Hauptprotagonist Henry sieht sich mit etlichen schweren Vorwürfen belastet. Es scheint keine Zukunft für ihn zu geben.

 

Zwischen all diesen Tönen bahnt sich ein Love-Interest an. Missy, ein schwarzes Dienstmädchen hat 18 Jahre auf Henry, einen schwarzen Offizier im ersten Weltkrieg gewartet. Leider werden die Kriegshelden nicht so empfangen wie erhofft, und auch in der Rassentrennungsfrage ändert sich nicht. Henry ist traumatisiert und desillusioniert. Dieses Love-Interest war für mich schwer fassbar, weil der Altersunterschied zu groß ist und Missy Henry nur als achtjährige gekannt hat. Wie da eine so große Liebe entstehen konnte, dass sie 18 Jahre gewartet hat, wurde mit nicht plausibel genug erklärt.

 

Deputy Dwayne, ein Weißer, war für mich am markantesten dargestellt. Ein Mann mit Ecken und Kanten. Ein Mann, der genau weiß, dass sein Kind nicht von ihm ist, da die Hautfarbe eindeutig dunkelhäutig ist. Die Ehe steht auf der Kippe, er schlägt seine Frau, fühlt sich blamiert. Dennoch versucht er seine Handlungen zu reflektierten, auch in Bezug auf seinen Job und die damit verbundenen Macht. Er nutzt sie nicht aus, obwohl er es könnte. Dieser Zwiespalt und der sich aufbauende Druck durch verschiedene Probleme waren sehr anschaulich beschrieben. Und am Schluss reißt er sich zusammen, und sieht, dass er sich in etwas verrannt hat. Er trifft die richtigen Entscheidungen, manche in letzer Minute. Ein einfacher, aber starker Mann. Mein Lieblings-Protagonist in dieser Geschichte.

 

Insgesamt gesehen steht in der Geschichte der Rassenkonflikt im Vordergrund. Diese Unmenschlichkeit lässt sich erschreckend lesen. Man fängt in aller Unbefangenheit an zu lesen, denn es scheint, in Heron Key ist alles gut. Aber unaufhörlich wird man als Leser mit jeder Seite tiefer in die Verzweiflung gezogen und alles gipfelt darin, als der Hurrikan auf die Inseln und Küste trifft. Diese Unmenschlichkeit in dieser Nacht wird einem noch lange in Erinnerung bleiben. Für mich war es erleichternd, dass es wenigstens in einem Teil eine kleine Art von Gerechtigkeit gab.

 

Alles in allem: Die Geschichte lässt sich leicht, unterhaltsam und spannend lesen. Rassenkonflikte, traumatisierte und im Stich gelassene Kriegsveteranen, und ein aufziehender Hurrikan. Ein Drama, das in seiner Unmenschlichkeit den Höhepunkt in der Nacht des Sturmes erfährt, den man so schnell nicht vergisst.   

 

Sterne: Ich tendiere zu vier Sternen, weil die beiden Hauptcharaktere Missy und vor allem Henry nicht ganz ausgereift schienen. Auch das Love-Interest war mir nicht plausibel genug. Dahingegen tritt Deputy Dwayne viel stärker und markanter in den Vordergrund. Dennoch lässt sich die Geschichte gut lesen, ich würde mal sagen, sie ist auch gute „Strandlektüre“ im Urlaub. Zudem basiert sie auf einer wahren Begebenheit, jedenfalls was den Hurrikan und einige wenige andere Ereignisse betrifft.

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Tags: florida, hurrikan, rassentrennung, schwarze weiß, sturm   (5)
 

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auräumen, dan-sha-ri, das leben entrümpeln, entrümpeln, hideko yamashita

Dan-Sha-Ri: Das Leben entrümpeln, die Seele befreien

Hideko Yamashita , Monika Lubitz
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Integral, 06.03.2017
ISBN 9783778792728
Genre: Sachbücher

Rezension:

Bereits nach 25 Seiten schaute ich mich suchend in der Wohnung um, sah mir Gegenstände an, überlegte, nutze ich diese noch? Brauche ich diese JETZT? Obwohl es für mich noch nicht so einfach ist loszulassen, merke ich, wie sich etwas in mir lockert, wie etwas loslassen will. Ich denke, das ist schon mal ein guter Ansatz. Auch ahne ich, welches körperliche Wohlbefinden und welche seelische Erleichterung sich nach so einer Entrümplungs-Aktion einstellen könnte. Das sind alles sehr gute Aussichten.

 

Das Buch ist wirklich inspirierend, verschiedene Dinge in der Wohnung, im Haus oder in einem bestimmten Zimmer auf den Prüfstand zu stellen. Sobald man mit dem Lesen anfängt, schaut man sich auch automatisch um. Was kann weg? Das ist ein sehr guter Ansatz. Aber Hideko Yamashita geht auch auf viele psychologische Effekte und Nebenwirkungen ein. Mich juckte es ständig in den Fingern, diesem Text noch mehr Zitate einzufügen. Aber im Endeffekt kann ich nur sagen, lest dieses Buch, wenn ihr aufräumen wollt oder müsst. Es wird euch hilfreich unterstützen.

 

Dazu tragen auch die kurzen Kapitel bei. Die Texte lassen sich wirklich einfach verstehen und schnell lesen. Außerdem lockern interessante Fallbeispiele zu fast jedem Kapitel den Text auf.

 

Auch wenn man nicht sofort den großen „Rundumschlag“ macht, führen einen kleine Schritte ans Ziel. Dieses Buch begleitet einen dabei. Man kann es immer mal wieder zwischendurch lesen, und immer mal wieder Gegenstände auf den Prüfstand stellen. Einmal gelesen, innerlich akzeptiert und aufgenommen, kann man im Kleinen anfangen. Das macht Hideko Yamashita deutlich. Selbst wenn man nur zehn Minuten hat, dann sollte man sich eine Ecke zum Aufräumen aussuchen, die auch nur zehn Minuten dauert. Eine kleine Ecke. So musste ich heute Morgen an meine kleine 17x24cm kleine Backzutatenbox denken. Das wäre so eine zehn-Minuten-Aufgabe, man könnte sich ruhig an den Tisch setzen, das Mindesthaltbarkeitsdatum überprüfen und durchsortieren.

 

Auch die vorgestellte Zeitachse ist ein guter Parameter, wie wir verfahren können. Eine Richtlinie. Sicherlich manchmal schwer einzuhalten, aber ein guter Gedanke.

Zitat Seite 99: „Fragen Sie sich nicht: «Ist dieser Gegenstand noch zu gebrauchen?», sondern: »Benutze ich ihn oder nicht?“«

 

Ich werde sicherlich nicht radikal ausmisten, aber bei manchen Sachen war mir das Buch schon eine Hilfe. So habe ich kleine Give-Away Pakete für meine Freundinnen gepackt. Mit allem drin, wovon ich mich trennen konnte und wovon ich dachte, das könnte den Freundinnen gefallen oder nützlich sein. Ich habe auch nichts dagegen, wenn meine Freundinnen die Dinge weiterschenken werden. Oder sich eine „zehn Minuten Aufgabe“ suchen, wie oben erwähnt. Es muss nicht gleich der große „Rundumschlag“ sein.

 

Meine sonstige Empfehlung, ein bestimmtes Buch in einem Rutsch zu lesen, passt hier finde ich nicht. Deswegen lag das Buch auch länger bei mir, weil ich immer mal ein bisschen darin gelesen habe und sich die Erkenntnisse „setzen gelassen“ habe.

 

Alles in allem: Ein inspirierendes Buch seine Wohnung, sein Haus oder ein bestimmtes Zimmer auf den Prüfstand zu stellen und sofort auszumisten. Auch die psychologisch-esoterische Herangehensweise und anthroposophische Perspektive verdeutlicht, in welcher Beziehung wir zu unserem „Gerümpel“ stehen.

 

Lieblingsbuch!

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