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Diner des Grauens

A. Lee Martinez , Karen Gerwig
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.02.2017
ISBN 9783492281096
Genre: Fantasy

Rezension:  
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Der kleine Prinz – Das Buch zum Film

Nadja Fendrich , Antoine de Saint-Exupéry
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Loewe, 12.10.2015
ISBN 9783785583548
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Die Geschichte

In diesem Buch bekommt das kleine Mädchen die Geschichte des kleinen Prinzen erzählt und zwar vom alten Nachbarn, der behauptet ihn gekannt zu haben. Doch bevor sie diese Geschichte zu hören bekommt, muss sie sich gegen die Anweisungen der Mutter stellen, die ihr ganzes Leben, jede freie Minute verplant hat, denn diese will nur das Beste für die Tochter und das geht nur dann, wenn das kleine Mädchen jede Minute ausnutzt um zu lernen, damit sie eine gute Schule besuchen kann, da auch wieder lernt und so zu einer wertvollen Erwachsenen heran wächst. 

Doch das Mädchen mag den alten Mann und seine Geschichte und so schleicht sie sich rüber zu ihm und verbringt lieber die Zeit mit ihm und seiner Geschichte, anstatt den ganzen Tag in den Ferien zu lernen. Und dank dieser Geschichte lernt sie nicht nur den kleinen Prinzen kennen und was er so erlebt hat, sondern auch das was im Leben wirklich wichtig ist! 

Neu ist die Idee natürlich nicht, denn Nadja Fendrich erzählt die Geschichte nur nach. Und zwar nach dem Klassiker von Antoine de Saint-Exupery. Die Geschichte wurde verfilmt und der Löwe Verlag brachte dann  für Leser ab 8 Jahren, dieses Buch zum Film heraus.

Ich muss sagen, ich kenne das Original nicht. Dennoch hat mir diese Geschichte gut gefallen. Und die 16 Seiten mit Bildern aus dem Film, machen dieses Buch zu was besonderem. Kinder werden an diesem Buch sicher ihre Freude haben. 

Der Schreibstil ist dem alter angepasst und leicht verständlich. Auch Spannung gibt es in der Geschichte genug, denn das kleine Mädchen macht Dinge die ihr die Mutter verboten hat und lernt dafür ganz andere Dinge, als das trockne Zeug das ihre Mutter für sie bereit gestellt hat. Welches Kind könnte sich da mit dem Mädchen nicht identifizieren 

Und der Schluss der Geschichte, oder wie man hier auch sagen könnte, die „Moral der Geschichte“ fand ich toll. Es gibt wichtigeres im leben als Karriere, Erfolg, lernen, Geld verdienen und so weiter, denn all das was im leben wirklich zählt, Freundschaft, Liebe… all das kann man sich nicht kaufen. 

 

Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das wesentliche ist für das Auge unsichtbar.

 

Prota- und Antagonisten & Co

Hach, die Charaktere waren einfach toll. Der alte Mann, das kleine Mädchen, eine wirklich tolle Freundschaft. Aber auch die Mutter die erst nur den Erfolg des kleinen Mädchens im Kopf hat, die aber am Schluss einsieht das es eben mehr gibt im Leben als nur arbeiten und lernen. Am wichtigsten sind eben die „Kleinen“ Dinge im Leben, die, die gut fürs Herz sind, sie halten uns gesund. Auch der alte Mann, der Weise Alte, der dem Mädchen vermitteln will um was es im Leben wirklich geht wächst einem sofort ans Herz. Auch das Mädchen lernt natürlich einiges fürs Leben. 

Nadja Fendrich schafft es, all die Emotionen die das Mädchen durch die Geschichte begleiteten, toll rüber zu bringen, aber auch die Sorge der Mutter kann man gut nachvollziehen, genau so wie die Leichtigkeit des alten Mannes 

 

Die Sache mit dem Text

Da das Buch für Kinder ab 8 geschrieben wurde, ist der Text auch sehr einfach gehalten. Kurze Sätze wie auch kurze Kapitel. Alles passend zum Alter. Da kann man nichts dran rum meckern, denn es gibt auch keine komplizierten Wörter oder ineinander verschachtelte Sätze.

 

Meine ganz persönliche Meinung zum Buch

Das Cover ist fröhlich, mit der gelben Farbe. Und man sieht den alten Mann und das Mädchen die ausschau halten. Einfach toll. 

Das Buch fand ich wirklich toll, und ich kann es den Eltern, Grosseltern oder anderen nur wärmstens empfehlen, es ist ein tolles Geschenk! 

Mit dem lesen des Buches kann euer Kind, Enkel oder Neffe auch gleich Antolin – Punkte sammeln.  Was natürlich sicher auch eine motivation ist das Buch zu lesen, sollte ein Kind mal nicht so der Typ sein der gerne liest.

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22 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

spaß, freundschaft, roadtrip

Umweg nach Hause

Jonathan Evison , Isabel Bogdan
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 18.07.2016
ISBN 9783734102660
Genre: Romane

Rezension:

Die Geschichte

Nun, es geht um Ben, er ist Ende 30 und kriegt sein Leben irgendwie nicht auf die Reihe. Psychisch und finanzielle am Ende, durch den Umfall, der sein ganzes Leben zunichte gemacht hat. Doch ist es an der zeit, das weiss er und so nimmt er einen Crashkurz in „häuslicher Pflege“ und nimmt einen Job an in dem er Trevor, einen 19 jährigen Jugendlichen mit Muskeldystrophie pflegen soll. Was sich alles andere als leicht heraus stellt. Denn Trev ist zynisch, aber wer kann ihm verdenken. Die Mutter ist alles andere als überzeugt von Ben und doch sieht sie das er es gut kann mit ihrem Sohn, also lässt sie ihn seinen Job machen. Bis zu dem Tag an dem sie erfährt das Treff seinen Vater besuchen will und dazu quer durchs Land reisen muss. In der Vermutung das Ben ihm diese Floh ins Ohr gesetzt hat entlässt sie ihn, doch sie sollte ihre Meinung noch ändern. Und so beginnt ein Abenteuer mit vielen unvorhergesehenen Ereignissen.

 

Leider konnte das Buch nicht mit neuen Ideen aufwarten, mir schwirrte immer der Vergleich von „Ziemlich beste Freunde“ durch den Kopf. Ich hatte immer etwas das Gefühl das der Autor da ein wenig Ideen geholt hat. was ich aber nicht schlimm finde. Doch die Geschichte wurde soweit gut umgesetzt, insofern das sie nachvollziehbar und sinnvoll ist.  Und doch konnte mich das Buch jetzt nicht vom Hocker reissen. Es war sicher nicht langweilig aber es war auch nicht so spannend. Es hat mich einfach gut unterhalten. Das wars aber auch schon.

Der Schreibstil machte mir, vor allem am Anfang, ziemlich zu schaffen. Warum? Nun, der Autor wollte sicher die Verzweiflung und der Frust von Trevor rüber bringen. Vor allem in Sachen Sex,denn den wird er wohl nie haben. Und so sprachen sie ziemlich abfällig über Frauen. Und das fand ich total unnötig. Das hat mich echt mega gestört und wär es nicht besser geworden, hätte ich das Buch echt Reitweg geschmissen, aber er hat grade mal noch die Kurve gekriegt, man muss einfach etwas Geduld haben und über die 150 Seiten hinaus kommen. Die Geschichte kann ja nicht mit rasanten Wendungen ausarten, aber das muss sie auch nicht, denn das hätte wirklich nicht zur Geschichte gepasst. Die Kapitel sind kurz, und zwischen drin erzählt uns Ben auch noch was in seinem Leben passiert ist, und man versteht war er so aus der bahn geworfen wurde und man wünscht ihm nur das Beste, das er es endlich hinter sich lassen kann und sein leben neuen Auftrieb bekommt.

Tja, und der Schluss… Fand ich irgendwie komisch. Nicht grade ein klassischer Cliffhanger sondern einfach so wischt wasche. So Zack, fertig.  Da hätte ich mir doch einen anderen Schluss gewünscht. Es müsste ja auch kein Happy End sein aber einen den man erkennen kann.

Als ich beschloss, mich um Menschen zu kümmern, die weniger Glück im Leben haben als ich, war ich pleite, also bin ich vielleicht nicht grade Florence Nightingale. Und wenn man bedenkt, was mit Piper und Jodi passiert ist, bin ich vielleicht nicht mal besonders gut dafür geeignet, mich um Menschen zu kümmern.

Seite 7 (Ben)

 

Prota- und Antagonisten & Co

Egal um welche Personen es geht, sie haben mich alle auf ihre Art berührt. Sei das Trevor, der mit seinem Schicksal hadert, Ben, der ebenso sein Packet mit sich rum schleppt. Die Mutter die sich ständig und immer sorgen macht und übervorsichtig ist. Aber auch Tresors Vater, der vor Jahren schon abgehauen ist aber seit Jahren versucht ein besserer Vater zuwenden. Oder Dot, die sie auf ihrer Reise aufgabeln und ein Stück ihres Weges mit nehmen. Aber auch Peaches und Elton. Sie sind alle liebenswert auf ihre Art. Müsste man jede einzelne Person mit einem Schlagwort auszeichnen würde das so aussehen…

Ben – verloren / Travor – wütend / Die Mutter – überfürsorglich / Dot – rebellisch / Peaches – naive / Elton – unterbelichtet und Tresors Vater – verpeilt. Wie ihr seht, eine alles anders als einfache Mischung, doch alle verhalten sich dem Alter gerecht und können so die Geschichte unterstützen und immer mal wieder mit einer überraschende Wendung aufwarten.

In einer guten Geschichte hofft ma ja das sich die Figuren entwickeln, und in dieser machen wohl Ben und Trev die grösste Veränderungen durch. Jeder schliesst auf seine Weise frieden mit der Vergangenheit, auch wenn das für beide alles andere als leicht war. Evison ist es gelungen die Emotionen und Gefühle gut rüber zu bringen. Und das macht die Geschichte dennoch lesenswert, wie ich finde.

Da die Geschichte eigentlich Ben’s Geschichte ist, bekommen wir vor allem von ihm Hintergrundwissen zugesteckt. Immer mal wieder zwischen den Kapitel gibt es eins das uns über die Vergangenheit aufklärt, warum Ben so ist wie er eben ist. Was sein Leben so dermassen aus der Bahn gehauen hat.

 

Die Sache mit dem Text

Das Buch ist angenehm zu lesen. Flüssig aber ohne all zu viel Spannung. Was ich für diese Geschichte auch nicht angemessen fände. Schliesslich ist es kein Triller  Auch die Längen der Kapitel find ich total passend, nicht zu lang, grade richtig.

Ih als Legasthenikerin achte natürlich auch auf andere Merkmale, wenn es sie dann gibt. Doch in diesem Buch hatte ich weder mit zu langen Sätzen noch mit eigenwilligen Wortkreationen zu kämpfen, was für mich der Lesefluss natürlich angenehm gestaltet hat. Der Text ist verständlich also für Erwachsene sicher kein Problem. Auch für jüngere Leser wäre es kein Problem nur das Thema ist wohl eher für Leute in meinem Alter interessant und nicht für 15 Jährige.

Was das Schriftbild angeht, der text ist im Blocksatz gehalten und für mich daher aufgerauter und angenehmer zu lesen. Die Schrift hat eine angenehme gösse, doch ich hätte gern eine etwas anderen Font. Wenn ich etwas müde bin, stehen mir die Buchstaben meist ein bist zu dich beieinander.

Vielleicht wirkt das traurig, irgendwie erbärmlich – ein arbeitsloser Hausmann und Vater, der von seiner Frau Taschengeld bekommt, steht da breitbeinig mit zwei kaputten Knien auf dem zweiten Base wie auf dem Mount Everest. Aber das ist es nicht. Traurig ist, dass ich es nicht zurückholen kann. Erbärmlich ist, das ich es nach all der Zeit immer noch versuche.

Seite 366 (Ben)

 

Weitere persönliche Gedanken zum Buch

Das Cover find ich toll. Es ist leicht, luftig und versprüht ne Sorglosigkeit die die Geschichte zwar auch in sich trägt aber nicht ganz verscheuchen kann.

Wie schon oben geschrieben ist es ein Buch für zwischendurch, trotz der nicht ganz einfachen Thematik war es mir zu wenig tief, manchmal. Aber nach den anfänglichen Schwierigkeiten bin ich froh es nicht abgebrochen zu haben. Ob ich jetzt noch mal ein Buch es Autors lesen werde  Das kann ich leider nicht sagen, bin eher etwas kritisch eingestellt aber wer weiss, vielleicht kann er mich doch noch mal neugierig machen und schafft es mich mehr zu begeistern. Doch kann ich jene gut verstehen die das Buch abgebrochen haben. Man kann das Buch lesen, muss es aber nicht. Denke verpasst hat man nicht wirklich etwas.

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47 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

vertraue, trauer, abeteuer, verlust, tod

Noch so eine Tatsache über die Welt

Brooke Davis , Ulrike Becker
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 18.11.2016
ISBN 9783548287003
Genre: Romane

Rezension:

Zur Geschichte

In der Geschichte von Brook Davis geht es um die 7 jährige Millie, die von ihrer Mutter eines Tages im Warenhaus einfach zurück gelassen wurde, mit den Worten; „Ich bin gleich wieder da“. Tja, es vergingen ein, zwei und sogar 3 Tage des Wartens, aber ihre Mutter kam nicht zurück. In den Tagen und Nächten im Warenhaus lernte sie Karl (87), den Tastentipper, kennen. Die beiden freundeten sich an und als Millie entdeckt wurde, half er ihr weg zu laufen. Und da beginnt eigentlich das Abenteuer erst für Mille. Aber auch für Karl und die widerspenstigen Nachbarin Agatha Pantha (82).

Neue Ideen fand ich im Buch nicht wirklich, obwohl ich schon dachte das es etwas mehr hergeben würde, nach all den überschwänglichen Meinungen. Das einzige was speziell war, ist die Kombination der Protagonisten. Auch wenn ich mir mehr erhofft habe, fand ich die Umsetzung wirklich gelungen. Auch wenn die Geschichte etwas unglaubhaft ist, finde ich die ganze Storyline doch nachvollziehbar  Das eine hat mit dem anderen ja nichts zu tun, find ich. Ich fand das Buch also nicht langweilig, auch wenn ich lange daran zu lesen hatte. Da war meine Leseflaute dran schuld, aber wirklich spannend fand ich es jetzt auch nicht grad. Es war eine nette Geschichte für zwischendurch.

Der Schreibstil fand ich wirklich angenehm, er war witzig und flüssig zu lesen und doch konnte man die leisen Töne zwischen den Zeilen gut erkennen. Was eben die Spannung angeht, ich denke, da hätte man etwas mehr machen können, aber, das musste nicht umbedingt sein, alles passt ganz gut zur Geschichte.

Der Schluss… was soll ich sagen…  Ich hätte mir einen etwas konkreteren gewünscht. Irgendwie ist es ein Schluss und irgendwie ist alles offen.

 

Alle wissen alles darüber, wie man geboren wird, aber niemand weiss irgendetwas darüber, wie ist es so, tot zu sein.

Seite 31 (Mille)

Prota- und Antagonisten & Co

Zu den Protagonisten muss ich sagen das ich sie alle 3 sehr mag. Sie sind zwar grundverschieden aber alle auf ihre eigene Art total herzlich, witzig und einfühlsam. Brooke Davis hat es wirklich geschafft die Charaktere so zu beschreiben das ich sie mir ohne grosse Mühe vorstellen konnte. Ich brauch nur die Augen zu schliessen und ich sehe alle drei vor mir stehen   Es gab an jeder Person was spezielles das sie ganz besonders auszeichnet. Millie, sie ist eins ehr sensibles Kind. Der Tod begleitet sie schon früh und sie macht sich immer sehr viele Gedanken über die Dinge. Dann wär da Karl, der eigentlich abgeschoben werden sollte in ein Altenheim. Das passte ihm natürlich nicht und so machte er sich aus dem Staub. Und in dieser Zeit traf er mit Millie zusammen. Er ist Witwer und trauert immer noch seiner Frau nach. Und durch die Freundschaft mit Millie wird sein Leben wieder spannend. Und Agatha, sie ist einfach der Hammer. Eigentlich kennen die Nachbarin sie nur als die verbitterte, zornige Frau, die seit dem Tod ihres Mannes nicht mehr aus dem Haus geht. Sie ist verbittert und will von der Welt eigentlich nichts mehr wissen. Bis eines Tages Millie vor ihrer Haustür steht. Tja, und so wird auch sie in ein unfassbares Abenteuer verstrickt das ihr wieder einen Sinn im Leben gibt.

Was ich schön fand war, das man bei allen 3 Protagonisten eine Entwicklung miterleben konnte, beim einen etwas mehr, beim anderen weniger aber es wäre, finde ich, auch total unglaubhaft wären am Schluss alle viel weiter als am Anfang. Auch hat es die Autorin geschafft die Emotionen glaubhaft zu transportieren.

Kurz gesagt, alles hat einfach gestimmt. Man erfuhr etwas von der Vorgeschichte jedes einzelnen, so konnte man auch verstehen warum jeder einzelne so ist, wie er eben ist. Und alle verhielten sich dem dem Alter und Erfahrung entsprechend.

 

Die Sache mit dem Text

Hier muss ich schnell was dazwischen schieben und zwar, das diese aussagen natürlich sehr von meiner Legasthenie abhängt. Also sollte man dies hier beachten und vielleicht hilft es sogar anderen Legastheniker um ein Buch zu finden das nicht zu schwierig ist.

Als erstes möchte ich auf das Schriftbild eingehen. Das Buch ist im Blocksatz geschrieben, was mir als Legasthenikerin sehr entgegen kommt. Denn der Flattersatz mag ich gar nicht, denn er wirkt für mich total unruhig und es ist auch schwerer die Zeile nichts verlieren. Der Font ist okay. Auch wenn ich es liebt mag wenn die Schrift nicht so eng zusammen stehen würde. Es wär für Legastheniker einfach zu lesen wenn der Zeilenabstand etwas geringer wäre und die Buchstaben klarer voneinander getrennt daher kommen würden. Aber wie gesagt, es war okay. Aber jetzt zum Wesentlichen…

Den Text find ich jetzt einfach zu lesen. Und finde, es sollte wirklich keine Probleme geben und ist dem Genre angemessen. Das Buch ist natürlich für Erwachsene und nicht für Kinder oder gar Jugendliche gedacht. Wobei letztere sicher nicht am Schwierigkeitsgrad schielten würden sondern eher an den Themen der Geschichte. Aber es kommt da halt sehr aufs Alter und die Reife an.

Die Geschichte ist so unterteilt das die Kapitel mit den einzelnen Protagonisten gekennzeichnet sind. So wird man abwechslungsweise einmal mit Millie, dann wieder mit Karl oder Agatha durch die Geschichte mit genommen. Und ich finde auch die Länge dieser total passend.

 

War sie zu still? Kann schon sein. Wir sind vermutlich alle zu irgendwas, denkt Karl.

Seite 177 (Karl)

 

Und nun zu meinen ganz persönlichen Gedanken zum Buch

Ja, natürlich gebe ich meine Meinung auch in den neuen Rezensionen zum besten was das Cover und den Titel angeht. Also, erst mal zum Cover… Es ist schlicht und das gefällt mir und hat mich auch genau deswegen auf such aufmerksam gemacht. Dunkelblauer Himmel, mit vielen Sternen und Millie die leicht nach Oben schaut. Ja, ich weiss, das ist natürlich meine ganz eigene Interpretation  Der Titel passt in dem Sinne gut, denn immer am Schluss eines Kapitels gibt es einen Absatz der Heisst; „Eine Tatsache über die Welt, die …. genau weiss“. oder im dem Stil. Also so gesehen, passts scho 

Hm, konnte mich das Buch fesseln? Nun, es war sicher unterhaltsam aber fesseln würd ich jetzt dazu nicht sagen. Da müsste dann doch sehr viel mehr Spannung dabei sein. Mehr Überraschungen, denn dieses Buch lebt von der Philosophie der Geschichte, den Themen des Lebens wie Verlust, Trauer, den Sinn des Lebens, die Suche, Vertrauen und Liebe. Also von dem her konnte mich die Geschichte überzeugen, auch wenn es für keine neuen Erkenntnisse im Buch zubinden waren, fand ich die Geschichte um die drei einfach sehr unterhaltsam.

Bin also sehr gespannt was es neues geben wird von dieser Autorin. Der Debüt-Roman hier hat mich auf alle Fälle neugierig auf mehr gemacht.

 

Gedankliches Schlussfazit

Leider kann ich mich den vielen überschwänglichen Meinungen nicht ganz anschliessen.  Auch wenn ich das Buch unterhaltsam fand, der grosse Steinwurf war’s für mich jetzt nicht, trotz den philosophischen Themen die uns alle beschäftigen und hier ihren Platz finden. Wo komm ich her, wo geh ich hin, zum Beispiel oder auch Themen wie Verlust, Trauer, Vertrauen und Liebe, und vielleicht auch das neu finden nach einem Schicksalsschlag.  Mit Witz und leisen Tönen zwischendurch wurde ich dennoch gut unterhalten.

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307 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 84 Rezensionen

essstörung, bulimie, magersucht, therapie, tod

Alles so leicht

Meg Haston , ,
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Thienemann ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 13.07.2015
ISBN 9783522202152
Genre: Jugendbuch

Rezension:



Ich wurde auf das Buch aufmerksam weil es bei uns auf der Arbeit als Leseex. bei den Jugendbüchern stand. Einfach weil mir das Cover gleich ins Gesicht sprang. Ich mag solche Buchumschläge die so minimalistisch sind. Die Deutsche Ausgabe des Cover gefällt mir ein kleinen ticken besser, auch wenn es nur minimal vom Original abweicht. Der Titel ist dafür ganz anders. "Alles so leicht" Gefällt mir dieses mal bei weitem besser, irgendwie. Den "Paperweight"kann ich so gar nicht mit der Geschichte in Zusammenhang bringen. Wirklich. Als ich den gelesen habe sah ich so aus 😦 Also, ich bin mal mit der deutschen Ausgabe mehr als rund um zufrieden 👍
Was den Schreibstil von Meg Haston angeht, er ist direkt, ehrlich und authentisch. Obwohl es ein Jugendroman ab 13 ist, verzichtet sie auf das geschnörkelt und bringt die harte Realität aufs Papier, aber ohne Effekthascherei und ohne die Klischees zu bedienen. Klar, Liebe fehlt nicht, denn bei diesem komplexen Thematik - Bulimie - hat dieses Wort und dieses grosse Gefühl, eine wichtigen Stellenwert, natürlich nicht nur. ich mag ihren Schreibstil sehr denn sie schreibt auch sehr poetisch. 
In dieser Geschichte geht es um Stevie, sie ist ein ganz normales Mädchen mit einem normalen Leben. Sie lebt mit ihren Eltern und ihrem älteren Bruder zusammen und ist soweit glücklich. Bis zu dem Tag, als die Mutter verschwindet. Die Mutter alles zurück lässt um nach Paris zu gehen und das ohne Vorankündigung. Von diesem Zeitpunkt gerät das Leben von Stephanie aus der Bahn und nimmt einen selbstzerstörerische Abzweigung. Am Anfang merkte es niemand, nicht mal sie selber, doch irgendwann wird es offensichtlich. Aber das ist noch nicht der tiefste Punk in ihr Leben. Der kommt als ihr Bruder bei dem Autounfall stirbt und sie überlebte. Da drehte sich die Spirale schneller und schneller, und zieht sie immer weiter nach unten, und genau da beginnt sie ihren Plan zu schmieden, in genau einem Jahr nicht mehr hier zu sein. Denn sie hat es nicht verdient zu leben, sie hat ihren Bruder getötet und das Wissen frisst sie innerlich auf und darum beschliesst sie sich zu hungern, bis ihr Körper es nicht mehr mit macht... 
Meg Heston hat mit dieser Geschichte eine wirklich schwierige Thematik gewählt, doch lag sie nahe, denn auch sie ist eine Überlebende. Den Kampf um die Essstörung hat sie selber bestritten und konnte daher so ein ehrlichen und authentischen Roman schreiben. Denn Essstörungen treten sehr häufig auf und das schon sehr früh. 
Stevie ist ein wirklich sehr starkes Mädchen, auch wenn dieser Wille in negative Bahnen gelenkt wird und sie sich selber alles andere als stark empfindet. Auch wenn der Wille stark ist und sie den Körper voll unter Kontrolle hat, so ist sie doch seelisch so schwach, das sie keinen Ausweg mehr sieht als zu sterben. Ihr Vater greift ein als zu Hause zusammen bricht und bringt sie in ein Therapiezentrum wo sie 60 Tage bleiben soll um gesund zu werden. Doch Stevie sieht das gar nicht ein und überlegt sich wie sie den Plan, in 27 Tagen, am ersten Todestag des Bruders, ihrem eigenen Leben ein Ende bereiten kann. Sie merkt schnell das es alles andere als einfach werden wird... aber nicht nur aus dem Grund weil sie ständig überwacht werden sondern noch aus ganz anderen Gründen... 
Diese Geschichte zeigt uns was es bedeutet an einer Essstörung zu leiden, welche Gründe es für den Auslöser geben kann und was es bedeutet in einer Intensiven Therapie zu sein um sich dieser Störung zu stellen. Der Einblick ist klein und sehr vereinfacht aber es reicht sicher aus um zu merken das es eben nicht einfach nur eine Spielerei, ein Spleen ist oder Hipp! Es ist eine wirklich gefährliche Sache, manchmal leider auch mit tödlichem Ausgang! 
Mein SchlussfazitNoch mal ein Buch-Highlight für dieses Jahr. Das Buch ist spannend aber mit Tiefgang. Ich kann es wirklich jedem empfehlen. Es zeigt uns eben das manche Ereignisse sehr unterschiedliche Auswirkungen haben und wahrgenommen werden. Während bei den einen ein Todesfall einfach ein sehr trauriges Ereignis ist, erschüttert es bei anderen die ganze Seele und die Welt, so das sie total aus dem Gleichgewicht und in eine sehr gefährliche Spirale geraten, aus der sie sich nicht mehr selber befreien können. Natürlich gibt es alles dazwischen ebenso... Kein Mensch ist gleich, und keiner weiss wirklich wie er auf solch erschütternde Ereignisse reagieren wird, auch wenn sie schon mal passiert sind und man wieder heil daraus hervor gegangen ist...

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

sterbehilfe, alzheimer, sterben, rezension, gesellschaft

Dem Tod die Hand reichen

Terry Pratchett , Gerald Jung
Fester Einband: 67 Seiten
Erschienen bei Manhattan, 03.10.2016
ISBN 9783442547814
Genre: Sachbücher

Rezension:

Dieses Büchlein ist nicht nur optisch ein wirklich tolles Buch. Aber das Cover gefällt mir wirklich gut! So schlicht, und doch mit hohem Erkennungwert. Denn der Hut war das Erkennungszeichen von Terry Pratchett. Auch der Titel find ich schön gewählt auch wenn es im Originalen etwas lockerer daher kommt. Was etwas besser zu ihm gepasst hätte, meiner Meinung nach.

Da dieses ein Rede, ein Vortrag ist, ist der schreibst natürlich ganz anders als den wir sonst in den Büchern vorfinden. Schliesslich kann man das ja nicht vergleichen. Aber es lässt sich gewohnt leicht lesen. Terry wurde in diesem Vortrag sehr persönlich. Er erzählt uns ehrlich wie es ihm geht. Nicht nur grade während der Vortrags, sondern im Alltag. Was die Diagnose mit ihm, seiner Familien und Bekannten angestellt hat.  Das er sich alleine gelassen fühlt mit der Krankheit, das er aber gleichzeitig Zuspruch bekommen hat von Menschen die er nicht kannte. Durch Briefe, die eingetroffen sind nachdem er bekannt machte das er Alzheimer hat. Er verrät und aber auch etwas über seine Wünsche, und ein Wunsch ist ihm sehr ans Herz gewachsen. Das selbstbestimmte sterben. Er machte sich die letzten Jahre für "Sterbehilfe" stark. Wie wichtig diese Selbstbestimmung doch ist und das man dafür kämpfen muss um das Tabu aufzuheben.

Rob Wilkins, welcher das Vorwort im Buch geschrieben hat, verrät uns das Terry erst bedenken hatte so offen und ehrlich über das Thema zu schreiben, aber wie sich am Schluss herausstellte, war diese Angst völlig unbegründet, denn der Vortrag kam mehr als nur gut bei den Zuschauern an. Wilkins erzählt uns auch das Terry angst hatte den Vortrag nicht selber abhalten zu können, denn er hatte schon ziemlich Mühe mit der Wortfindung und so haben sie sich entschieden den Vortrag vortragen zu lassen, schliesslich sind die Gedanken und Worte zum Thema zu wichtig. Und der Zufall wollte es so das Tony Robinson, ein befreundeter Schauspieler, an diesem Tag in London eintraf und man ihn bat den Vortrag zu sprechen.

Wir sollten uns um ein gutes und erfülltes Leben bemühen, und am Ende dieses Lebens, in unserer vertrauten Umgebung und im Kreis unserer Lieben, um ein Tod, für den es sich zu sterben lohnt.
Terry Pratchett
Terry Pratchett hat die letzten Jahre viele Interviews gegeben, in Zeitschriften, am TV, aber ich denke, dieses war ihm besonders wichtig. Es ist authentisch und lässt tief in seine Seele blicken. Ich kann dieses Büchlein wirklich jedem ans Herz legen, nicht nur den Fan's von ihm. Denn das Thema und das Tabu rum diese Krankheit und vor allem um die "Sterbehilfe" sollten in der Gesellschaft viel intensiver ausgetragen werden. Die Worte regen zum nachdenken an. Vielleicht schafft es Terry mit seinem Vortrag das manch einer sogar umdenkt.

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Tags: alzheimer, krankheit, richard dimbleby lecture, sterbehilfe, sterben, terry pratchett, vortrag   (7)
 

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62 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

bipolare störung, gavin extence, libellen im kopf, limes, psychiatrie

Libellen im Kopf

Gavin Extence , Alexandra Ernst
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Limes, 14.11.2016
ISBN 9783809026341
Genre: Romane

Rezension:

Ich find es toll das der Verlag das Design der Cover's beibehalten hat. Sie sind etwas spezielles und gefallen mir wirklich gut. Dieses mal ist das Cover in orange und blau gehalten. Und anstelle der Vöglein auf der Telefonleitung, sind es dieses mal Libellen, welche sich nicht nur auf dem Cover befinden, sondern wie beim letzten Mal,  jedes Kapitel begleiten. Was den Titel angeht, da werd ich weder mit dem deutschen noch mit dem englischen Original nicht wirklich war. Was bedeutet nur "Libellen im Kopf"? Passt das wirklich zu einer Bipolaren-Störung? Also mir wären da Libyen sich nicht als erstes in den Sinn gekommen. 
Gavin Extent's Schreibstil gefällt mir auch dieses mal auf Anhieb. Er ist klar, direkt und flüssig zu 
lesen. Er hat die Fähigkeit Tabuthemen spannend aber ohne Sensationslust zu erzählen. Und die üblichen Klischees werden auch nicht bedient. Wie schon in seinem Debüt "Das unerhörte Leben des Alex Woods oder warum das Universum keinen Plan hat" nimmt er sich eine Thematik vor, die auch heute noch für Scham bei den betroffenen sorgt. Wer eine psychische Störung hat oder sonst erkrankt ist, hat in der Gesellschaft meist kein Verständnis zu erwarten. Auch wenn man es nicht offen sagt, aber man hört es raus und spürt es auch. 
Für die Geschichte entscheidet sich der Autor dieses mal für eine Protagonistin. Jung, attraktiv, sympathisch. So la la erfolgreich in ihrem Job und liiert mit Black, und das schon sagenhafte 3 Jahre. So lange hat noch nie eine Beziehung gedauert, einfach weil ihre Störung da nicht nur sie beeinträchtigt sondern es für die anderen um sie herum auch nicht einfach ist. Die Geschichte um Abby beginnt an dem Tag als sie ihren Nachbarn tot in der Wohnung vorfindet. Dies reichte aus um einen erneuten Schub auszulösen. Gavin Extence nimmt uns ein paar Monate mit, durch das Leben einer Bipolaren Persönlichkeit. Durch Abby's Geschichte zeigt er uns was passiert wenn ein Schub das Leben übernimmt. 
Abby ist mir gleich ans Herz gewachsen und auch Black mag man sehr schnell, denn er möchte immer für Abby da sein. Auch wenn er meist nicht weiss wie. Er versucht schon fast verzweifelt alles im Griff zu behalten, während Abby Leben aus den Fugen gerät. Doch genau in solchen Momenten ist sie nicht mehr zu erreichen und muss erst tief fallen bis sie Hilfe zulässt. 
Die Bipolare Störung ist wirklich kein Zuckerschlecken. Das Leben wird meist ziemlich beeinträchtigt auch wenn man mit Medikamente einiges ausrichten kann. Aber heilen kann man diese Störung nicht. Entweder hat man sie, oder eben nicht. Man kann allenfalls lernen damit um zu gehen, genau wie die Menschen um einen rum. 
Mein SchlussfazitGavin Extence hat mich nicht enttäuscht und hat mit dieser Geschichte, die auch ein wenig seine eigene ist, einfühlsam einen Einblick in die Thematik gewährt, auch wenn es nur ein ganz kleiner ist. Er musste nicht gross recherchieren denn er ist selbst betroffen und hat seine Erfahrung in diesem wichtige Buch nieder geschrieben. 
Ich kann das Buch also wieder jedem ans Herz legen. Nicht nur weil es eine wirklich einfühlsame Geschichte ist sondern weil es vielleicht ein wenig sensibilisiert für das Thema.  

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Tags: bipolare störung, depression, drama, hypomanie, psychische störung   (5)
 

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136 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 19 Rezensionen

alzheimer, familie, liebe, krankheit, demenz

Still Alice

Lisa Genova , Veronika Dünninger
Flexibler Einband: 317 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 12.02.2015
ISBN 9783404271153
Genre: Romane

Rezension:

Ich habe das Buch schon lange auf dem Bildschirm gehabt. Und zwar als es das erste mal erschienen ist. Da sah das Cover natürlich viel anderes aus. Es hat mir sehr viel besser gefallen als jetzt das Film-Cover. Denn es war weiss und in blau waren Schmetterlinge angedeutet. Wer das Buch kennt weiss was es damit auf sich hat. Aber eben, wichtig ist was drinnen steht. Der Titel passt auch und wurde aus dem englischen Übernommen.

Was den Schreibstil von Lisa Genova angeht, der ist leicht und flüssig zu lesen. Angenehm und passend zum Thema. Die Kapitel sind zwar etwas länger als manch andere aber diese und immer wieder mit Absätzen unterteilt, so wurde es nicht langatmig. Die Autorin hat wirklich sehr viel recherchiert und konnte so eine wirklich authentische Geschichte schreiben die nicht zu rührselig ist und doch tief bewegt.

Die Geschichte um Alice ist eine, welche für viele Menschen ein Tabuthema ist. Oder zumindest Angst auslöst weil man selber nie weiss, ob es einen irgendwann trifft. Was aber wahrscheinlich ist, da wir Menschen ja viel älter werden als früher und die Wahrscheinlichkeit stark gestiegen ist an der Altersbedingten Form der Alzheimererkrankung zu erkranken. Aber hier im Buch geht es um eine noch Frau im alter von 50 die diese schreckliche Diagnose gestellt bekommt. Und zwar die früh einsetzende Form, die genetisch bedingt ist, was man auch testen kann. Also Alice ist eine sehr erfolgreiche Professorin an der Uni und ist sehr begehrt an Kongressen. Sie reist viel, hat viele Artikel und ein Buch geschrieben, ist glücklich verheiratet, hat 3 erwachse Kinder und keiner, zu letzt Alice hätte an so einen Schlag gedacht als ihr selber auffiel das sie gewisse Dinge vergisst die noch vor kurzer Zeit kein Problem war. Schliesslich befand sie sich sicher in der Abänderung, was ja all die Symptome auch erklären könnten. Darum dachte sich niemand dabei, vor allem weil ihr Stresspegel auch nicht grade niedrig war. Aber als sie eines Tages nicht mehr wusste wo sie sich befand und nicht mal mehr wusste wo sie zu Hause war, überhand sie sich und ging zum Arzt. Und der Ball geriet ins rollen...

Lisa Genova hat es wirklich geschafft eine sehr authentische Geschichte über diese Krankheit zu  schreiben. In meinem nahen Bekanntenkreis ist auch jemand daran erkrankt, nicht an der frühen Form sondern der Altersdemenz und ich weiss was für einen Verlauf das nimmt und wie ein Mensch abbaut und wie er sich selber das "gestern" vergisst, irgendwann sich selber und alles andere. Wie man körperlich abbaut und wie man auf das vermeintliche zusteuert. Aber auch was es bedeutet als Partner betroffen zu sein, oder als Kind. Was die Ängste angeht, die die Kranken haben, da unterscheiden sie sich kaum von denen anderen sterbenskranken Menschen. Nur dahingehend was die betreffende Krankheit an sich. Aber egal welche Krankheit es ist, wenn man weiss das man stirbt drehen sich wohl bei allen die Gedanken im gleichen Kreis.

Alice ist eine wirklich starke Frau die nicht aufgeben will. Die aber weiss, was sie nicht will. Dahin siechen, den anderen zur Last fallen, nur noch eine Hülle zu sein ohne ihr Bewusstsein. Man durchlebt mit ihrige Ängste, die sehr real sind, man versteht ihre Wut darüber eine "Aussätzige" zu sein. Sich unverstanden zu fühlen, zu merken wie andere beginnen für sie zu entscheiden und so weiter. John, ihr Ehemann auch selber sehr intelligent und Wissenschaftler an der Uni, hat mit dieser Diagnose genau zu zu Kämpfen. Er durchlebt seine Ängste genau so wie Alice, er macht sich natürlich ein wenig andere Gedanken. Er wirkt oft sehr egoistisch, distanziert, manchmal sogar gemein, und doch... Auch wenn uns das zuwider ist, also mir war es, sollte man sich in ihn hinein versetzen zu versuchen. Vielleicht hätte man manches anders gemacht, aber wie wollen wir heute Sagen wie wir reagieren würden, wenn wir dann mal an der selben Stelle stehen würden, was unwahrscheinlich ist.

Alice hingegen kann ich voll und ganz verstehen. Man kann ihre Wünsche sehr gut nachvollziehen, die hätte ich auch. Sie kämpft um sich, um ihre Zeit, die ihr noch bleibt. Um ihr Ich, um das Heute und die Tage die noch kommen sollen.

Ihre 3 Kinder, so unterschiedlich sie sind, wollen schlussendlich alle das selbe, sie die Zeit die ihnen noch bleibt so gut es geht auskosten. Erlebnisse, Erinnerungen und Liebe noch teilen, solange Alice es noch weiss. Wollen es ihr so einfach wie möglich machen und würden wohl viele Aufgeben wenn es sein müsste.

Lisa Genova hat mir mit diesem Buch noch ein Highlight in diesem Jahr beschert welches ich wirklich jedem nur ans Herz legen kann. Eine Geschichte über ein schwieriges Thema, dessen Verlauf und voller Emotionen aber ohne rürselig zu werden.

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Tags: alzheimer frühform, drama, forschung, krankheit, leben   (5)
 

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bluescreen, science fiction, dan wells, jugendbuch, zukunft

Bluescreen

Dan Wells , Jürgen Langowski
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Piper, 04.10.2016
ISBN 9783492280211
Genre: Fantasy

Rezension:

Dieses Buch hab ich bei Piper im Novitätenkatalog im Frühling entdeckt, den sie mir Zugesendet haben. Und als ich die Zusammenfassung las, war ich neugierig, den das Thema geht uns alle an und soweit weg ist es auch nicht mehr mit der VR und KI. Also nahm ich das Angebot mir das Rezensionen. an zu fordern danken an und freut mich auf das Buch. 
Dan Wells wird vielen ein Begriff sein, mir auch auch wenn ich von ihm erst 1 Buch gelesen habe, nämlich den ersten Teil der Serienkiller-Trilogie. Und da ich den schreibst kannte, und mich das Thema interessierte freue ich mich wirklich auf das Buch. Tja, leider muss ich sagen das ich viel zu hohe Erwartungen hatte. Aber erst mal von Anfang an. 
Cover und Titel passen hervorragend zum Buch. Da hab ich nichts aus zu setzen. Man wird auch hier gleich dem Thema zugeführt. Auf dem Cover sieht man eine Computerplatine und man weiss so, um was es geht. 
Was den Schreibstil angeht von Dan Wells, ja, der ist eigentlich leicht und flüssig zu lesen, bis auf die immer mal wieder eingeworfenen spanischen Ausrufe. Die mich manchmal echt nervten denn, ich kann kein spanisch und nicht allseits immer selbsterklärend. Man hätte das echt weg lassen oder dann wenigstens am Schluss des Buches eine Übersetzung dazu geben können. Auch die neu kreierten Wörter sind nicht so schlimm, sie sind einfach und man ist schnell im Bilde für was die Dinger gut sind. Nur manch ein Kapitel war für mein Empfinden zu lange, man hätte sie gut etwas kürzen können, dann hätte das ganze vielleicht etwas mehr Tempo bekommen. Mir kam es oft vor das der Autor mit angezogener Handbremse geschrieben hat. Ich denke, eben, das dieses Thema nicht so einfach ist für ein Jugendroman. Ich mein VR und KI sind Themen wo sich manch Erwachsener noch nicht mal informiert hat, oder es für noch Zukunftsgedöns hält. 
Und nun sicher zum wichtigsten Teil, die Geschichte. Hat man die ersten 136 Seiten geschafft, die gefüllt sind mit oberflächlichem Teenie Geblabel, zocken und Party machen, dann kann man sich auf ein interessantes Thema freuen. Ich war wirklich kurz vor dem abbrechen, aber der Autor hat grade mal so noch die Kurve gekriegt. Es erwartet und dann aber eine Geschichte die gar nicht mehr so sehr Sci-Fi ist wie vielleicht manche denken, denn wir nähern uns mit grossen Schritten dieser Realität. VR ist zwar noch nicht in diesem Ausmass möglich wie in diesem Buch, aber es wird auch schon länger an KI gewerkelt. Genauso sind wir in der Medizin schon ein ganzes Stück weit gekommen mit bionischen Protesten. Was alles in 35 Jahren möglich sein wird, das wird sich zeigen. Die Geschichte nimmt aber vor allem das Thema der Sicherheit auf, oder eben eher der Verletzlichkeit des ganzen. Viren wird es auch in Zukunft geben. Alles ist vernetzt, inzwischen auch unter zu Hause. Die Autos, und keiner denkt wirklich daran was alles passieren kann wen jemand dieses System hackt! Online zu sein hat seinen Preis, zwar hat es wie alles seine positiven Seiten aber man sollte nicht blind für die Gefahren werden. Denn je mehr man sich vernetzt je abhängiger und angreifbarer wird man. Und nicht auszudenken was das für Schäden anrichten kann! 
Marisa ist die Protagonistin neben ihren Freunden Sahara, Anja, Omar, Bao, Fang. Jugendliche die mit dieser Art zulegen aufgewachsen sind. Nichts neues ist ständig online zu sein. Sie sind mir alle mehr oder minder sympathisch, am Anfang des Buches zu kindisch, was sich dann aber schlagartig ändert sobald es um die "Wurst" geht. Was ich dann doch etwa unglaubhaft fand. Und die Naivität von Marisa ist mir manchmal echt zu viel. Am glaubhaftesten kam mir Sahara und Bao rüber. Intelligent, aber nicht zu altklug, unvorsichtig und naiv. Ich denke, ob wohl manch Jugendroman in jedem alter gelesen werden kann, und ich lese viele Jugendbücher und gerne, kann ich das hier nicht behaupten. Ich denke ich bin einfach zu alt für diesen Roman. Einem 14 jährigen oder 16 Jährigen mag das Buch fantastisch finden aber ein erwachsener wird sich hier wohl zu wenig identifizieren können, nicht wegen des Themas, das geht uns schliesslich alle an, aber wegen der Umsetzung der Charaktere und der Geschichte. 

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Tags: bluescreen, sci-fi, zukunft   (3)
 

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thriller, psychothriller, sebastian fitzek, fitzek, das paket

Das Paket

Sebastian Fitzek
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Droemer, 26.10.2016
ISBN 9783426199206
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Zehn Jahre Sebastian Fitzek!!  Zehn Jahre Spannung, wirklich abgedrehte Geschichten, die aber nie , wirklich nie, den Faden verloren haben, die mit den Jahren immer etwas grausamer, blutiger geworden aber einfach immer noch die Besten sind. Und doch ist dieser Roman nicht so grausam wie die letzten von ihm, er ähnelt eher wieder den Büchern in seiner Anfangszeit. Klar, waren nicht alle im gleich gut, aber ein wirklich schlechtes hab ich noch nie gelesen von ihm. Das Schwächste von allen war für mich "Amokspiel". Es war ganz nett und sicher spannend, aber mir hat da das gewisse etwas gefehlt. Aber danach fand ich eigentlich alle Bücher äusserst spannend, die Ideen immer sehr interessant keins war für mich weniger als ne 4 wert. Ich hoffe wirklich, das es noch viele weiter solch tolle ,  spannende und  nervenaufreibende Bücher von ihm zu lesen geben wird. Also erstmal....
Herzliche Gratulation her Fitzek zum zehnjährigen Autorenjubiläum, auf viele neue tolle und grausame Ideen! 
So, aber nun zum Buch, darum geht es hier ja aber das musste ich jetzt mal schnell loswerden. 
Das Buch kommt einfach toll daher. Eingepackt in ein Paket!! Diese Jubiläumsausgabe ist Limitiert. Ab der zweiten Auflage gibt's das tolle Paket dann ohne Paket *gg* Und es ist auch sonst etwas anders als andere Hardcover, denn es besteht eigentlich nur aus einem Einband. Also ohne Schutzumschlag dafür bedruckt, wie man sieht und gestylt wie ein richtiges Paket, eingewickelt in das bekannte Packpapier. Also, danke an den Verlag, super Idee!! Der Titel ist natürlich passend, passender könnte es nicht sein, kurz und auf den Punktgebracht, denn an diesem ominösen Paket die ganze Geschichte. Auch wenn es zu Emma noch eine Vorgeschichte gibt, die alles was mit diesem Fall zu tun hat, zusammenhängt. 
Natürlich muss ich auch hier wieder was über den Schreibstil schreiben, denn er ist wie immer bei den Büchern von ihm, spannend, von Anfang bis Ende, rasant, verzwickt, und sehr komplex. Mal nicht aufgepasst und man muss zurück blättern. Die Kapitel switschen in der Zeit vor uns zurück, aber das wird gut gekennzeichnet. Denn es steht immer in welchem Moment wie uns grade befinden. 
Zur Geschichte kann ich nur wieder sagen... Nervenaufreibend. Oh man, er nimmt uns wieder mit in eine totale kranke Welt. Emma, die Protagonistin hat als Kind schon schlimmes erfahren. Sie hatte ein totales Arschloch von einem Vater. Gut, er war sicher auch nicht grade geistig gesund, Choleriker sind das ja nie. Dennoch ist so ein verhalten für Kinder schlimm und hinterlassen Spuren, was natürlich auch Emma nicht erspart geblieben ist. Dennoch reifte sie zu einer intelligenten Frau, die ihre eigene Psychiatrische Praxis hat, sie ist glücklich verheiratet und hat auch tolle Freunde. Bis zu diesem Moment der alles kaputt macht, nicht nur ihre Zukunft sondern auch ihre Seele! Stellt euch vor, ihr werdet überfallen, vergewaltigt, seelisch missbraucht und keiner, auch wirklich keiner glaubt euch so richtig, nicht mal der eigen Mann, die beste Freundin. Denn sie kommen immer mit der Vergangenheit daher und sagen das sie halt ne blühende Phantasie hätte. Wie würdet ihr euch fühlen? Dach diesem Vorfall geht es ihr natürlich schlecht, sie wird paranoied und kann nicht mehr auf die Strasse, Monate verbringt sie im Haus. Als wär das nicht schlimm genug, nimmt sie, trotz komischem Gefühl ein Paket für einen nicht anzutreffenden, ihr total unbekannten, Nachbarn an. Aus einer normalerweise harmlosen und Gutgemeinten Tat, beginnt für Emma der Albtraum ihres Lebens.... 
Emma ist mir schon nach den ersten 2 Seiten total ans Herz gewachsen. Man fühlt mit ihr, hat Verständnis und ehrlich, während des ganzen Romans, egal wo man grade steht mit seinen Gedanken wer nun schuld ist, wer welche Spielchen spielt und so weiter, fragt man sich nur, Himmel Herrgott, wer ist so krank und tut jemandem so was an?! Ihren Ehemann, Phillips, konnte ich teilweise verstehen aber je länger je mehr fand ich ihn einfach nur noch herzlos und arrogant. 
Ja, Fitzek hat es wieder hervorragend geschafft, eine sehr spannende Geschichte zu erzählen, uns aber nie sicher sein zu lassen wer nun auf welcher Seite steht. Er nimmt uns mit in die Welt zwischen Realität und Wahn, die so leicht verschwimmen können das man selber nicht mehr weiss wo einem der Kopf steht. Man wird von einer Seite zur anderen gerissen, nur um nach wenigen Minuten total ratlos wieder am Anfang zu stehen. Immer wieder überrascht er uns mit Wendungen die sich so vorher gar nicht angezeigt haben, vielleicht mal kurz, aber die haben wir ja eh schon wieder verworfen. Ja ja, wie blöd. Ich staunen immer wieder das er selber nicht durcheinander kommt und plötzlich dasteht mit einem Schluss der nicht aufgeht. Respekt. 
In diesem Buch hält er sich viel mit Psychologie und dessen Analyse auf. Was ich wirklich sehr spannend fand. So in dem Ausmass kam das, glaube ich, noch nie bei ihm vor.

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Tags: paranoia, psychothrille, realität, vergewaltigun, wahn   (5)
 

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40 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 6 Rezensionen

buchclub, erotik, frauen, lesen, liebe

Unanständige Frauen lesen und trinken Kaffee

Sophie Hart , Andrea Brandl
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Piper, 08.12.2014
ISBN 9783492305211
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Mir ist natürlich als erstes das witzige Cover aufgefallen, Die stechend blauen Augen die hinter einem Buch hervor lugen. Und der Titel tat sein übriges um mich neugierig zu machen es mal genauer unter die Lupe zu nehmen. Ich muss ja sagen, ich bin wohl nicht so unanständig, denn ich trinke kein Kaffee *gg* aber ich muss sagen, der Titel und das Cover passen wirklich hervorragend.

Was den Schreibstil von Sophie Hart angeht, er ist leicht, locker und flüssig zu lesen. Und die kurzen Kapitel unterstützen dies noch. Mit viel Witz, Gefühl und doch mit einer gewissen Tiefe schafft sie es, eine amüsante Geschichte zu kreieren.

Ja, die Geschichte, wie schon erwähnt geht um den Buchclub den Estelle aus der Not gegründet hat. Die anfängliche Angst das niemand zum ersten Treffen kommt erweist sich als unbegründet, gut, so viele wie sich angemeldet haben kommen dann doch nicht aber ich denke die 4 Personen die wirklich auftauchen ergeben eine gute Grösse. Nach dem anfänglichen kennenlernen und der ersten Buchbesprechung, nimmt alles eine total andere Wendig als das sich das Estelle gedacht hat, denn anstatt Klassiker zu lesen, wie sie es eigentlich geplant hatte, landen sie dann bei erotischer Literatur. Und einstimmig nehmen sie sich vor, alle 2 Wochen ein neues Buch aus diesem Genre zu lesen und es auch zu besprechen. Dennoch hat die Geschichte auch seine Tiefen. Denn die Autorin nimmt uns mit in die Leben der 5 Personen und zeigt uns auch was so ein Buchclub mit einem anstellen kann ;)

Da wäre eben Estelle, eine fleissig, attraktive und stolze Besitzerin des Café Cramp. Mit ihrem Sohn lebt sie und er kleinen Wohnung darüber und ist soweit glücklich. Seit sie geschieden ist hatte sie keine Beziehung mehr, geschweige den eine Sexleben, also kommt ihr die erotische Literatur grade recht. Doch es zeigt ihr auch was ihr eigentlich fehlt.

Dann wäre da Rebecca, Lehrerin, attraktiv und seit 5 Jahren verheiratet. Zufrieden, mehr oder weniger, bis auch sie durch die Romane die sie lesen merkt das es mehr gibt als das normale Eheleben mit Arbeiten, 1 mal die Woche Sex und sonst ja... das übliche halt.

Dann die junge Gracie, sie ist sehr feministisch angehaucht und kann eigentlich solch eine Geschichte nichts abgewiesen. Und das tut sie auch kund. Sie lebt noch bei ihrer Mutter mit ihren 27 Jahren, eine feste Beziehung hatte sie auch noch nicht wirklich, denn sie hatte kein gutes Händchen für die Männer.

Sue, die 64 jährige, die verheiratet ist, kurze zuvor in Rente ging und noch tüchtig was erleben will. Und nicht nur was Unternehmungen und Hobbys angeht, denn seit sie die Bücher liest die sie um Buchclub lesen merk sie, was ihr all die Jahre entgangen ist und sie möchte wenigstens annähernd mal so was erleben, denn sie sei zwar schon älter aber noch nicht tot *gg*

Und Reggie, der einzige Mann in dieser Runde. Student und sehr schüchtern und zugeknöpft.

Es ist Sophie Hart hart gelungen ein wirklich amüsanter und unterhaltsamer Roman zu schreiben der aber dennoch etwas Tiefgang hat. Denn wir erleben mit was sich im Leben der einzelnen Protagonisten ereignet, den der Einfluss der erotischen Literatur ist nämlich nicht zu unterschätzen.

Mir ist vor allem Sue sehr ans Herz gewachsen. Aber auch alle anderen sind einfach nur sympathisch und man lebt mit ihnen mit. Die ganzen Veränderungen sind gar unrealistisch, und selbst ich hab mich bei dem ein oder anderen mal ertappt gefühlt oder wurde nachdenklich.

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Tags: buchclub, erotische literatur, freundschaft, liebe, sex   (5)
 

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44 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

reise, vogel, frühling, sinn des lebens, lebensweisheiten

Vom Mann, der auszog, um den Frühling zu suchen

Clara Maria Bagus
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Allegria, 12.08.2016
ISBN 9783793423072
Genre: Romane

Rezension:

Was einem natürlich als erstes ins Auge springt ist das wunderschön gestaltet Cover. Das Vögelten ist in den Umschlag gestanzt und lässt den in blau, rosa und violett schimmernden Buchdeckel durchscheinen. Auch die Schrift des Covers find ich einfach sehr ansprechend. Und das Büchlein wird sich im Regal richtig gut machen. Der Titel ist etwas lang, ungewohnt, aber es passt einfach hervorragend zur Geschichte.

Was den Schreibstil von Clara Maria Baus angeht, da kann man nur sagen, er ist wunderschön, poetisch, einfach schön zu lesen. Die Kapitel sind kurz und es wird so nie langweilig.

Der Mann, der auszog, um den Frühling zu suchen ist mehr als nur eine einfache Geschichte. Es ist eine Reise zu sich selbst. Schon bald wurde mir klar das der Vogel nicht einfach nur ein Vogel ist, denn mir kam beim lesen Ba in den Sinn. Er verkörperte im alten Ägypten die Seele des Menschen. Und genau das ist dieser Vogel auch. Das Buch ist voller Weisheit und Erkenntnis. Den der Mann macht sich nämlich auf die Reise sich selber zu finden. Macht sich auf den Weg zur Lebensschulung.

Die Worte des Winzers klangen noch einige Zeit in seinen Ohren nach. Es gibt kein Ende. Alles geht weiter. Alles ist nur Umwandlung des Zustandes. 
In Verschiedenen Begebenheiten lernt was eigentlich wichtig ist im Leben. Was macht das Leben Lebenswert? Was ist der Sinn des Lebens? Und wie entkomme ich dem Winter? Seinem seelischen Zustand.

Ich hab einige Rezensionen gelesen, eine ist mir besonders aufgefallen, eine 1-Sterne Bewertung. Natürlich musste ich diese lesen, einfach weil ich wissen wollte was der oder dem Leser nicht gefallen hat. Banal seinen die Weisheiten, Erkenntnisse. Hm... Ja, all diese Dinge wie das man achtsam durchs leben gehen sollte, oder das man nicht warten soll bis etwas vielleicht mal passiert, sondern das Leben selber in die Hand zu nehmen und so weiter. Ja, es ist banal... Banal heisst nichts anderes als einfach, nichts aussergewöhnliches... Doch, wäre das wirklich so einfach umzusetzen, wäre die Menschheit nicht so, wie sie ist. Denn sind wir doch ehrlich, wir befinden uns mehr als nur einmal im Leben in einer Situation wo in uns Winter herrscht und wir nicht mehr wissen wie es weiter gehen soll. Oder was wir tun sollen. Und in solchen Momenten ist es alles andere als einfach all die Weisheiten und Erkenntnisse die wir bis dahin schon erlangt haben anzuwenden. Nur zu wissen was richtig ist, reicht nicht, man muss es verinnerlichen. Darauf vertrauen. Und dass ist nicht einfach.

Was ist also der Sinn? Hm... gute Frage, ich denke es gibt da mehr als nur einen. Und er ist von Situation zu Situation unterschiedlich. Liebe ist der Sinn des Lebens. Ich denke dies ist das wichtigste. Bedingungslose Liebe, für alles und jeden, auch für einen Selbst. Ob man das wirklich  erreichen kann, weiss ich nicht, ich denke auf alle Fälle nicht in voller Vollendung. Aber wie sagt man so schön? "Der Weg ist das Ziel", nicht wahr ;)

Der Mann also, nimmt uns mit auf seinen Weg zu sich selber und zeigt uns so, was auch für uns wichtig ist. Ja, auch für mich sind all die Weisheiten nichts neues, manche Erkenntnis hab ich auch selber schon erfahren. Aber das schmälert nicht die Qualität dieses Buches. Nicht die des Schreibstils, nicht der Geschichte.

Ich hab mich schnell mit dem Mann verbunden gefühlt, denn wie gesagt, jeder, oder fast jeder, kommt mal den Punkt wo er da steht und es nur noch Winter herrscht und hofft das ein Paradiesvögelchen kommt und einem zeigt wo der Frühling oder gar der Sommer ist ;)

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liebe, gabrielle zevin, bücher, familie, glück

Die Widerspenstigkeit des Glücks

Gabrielle Zevin , Renate Orth-Guttmann
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Diana, 11.10.2016
ISBN 9783453359185
Genre: Romane

Rezension:



Wie gesagt, ich hab das Buch schon ne Weile hier legen gehabt, und als ich es auf der Arbeit sah, wusste ich, ich muss es haben, denn ich liebe Geschichten in denen Bücher, Buchhandlungen, Bibliotheken oder dergleichen die Hauptrolle spielen. Und jetzt hatte ich richtig Lust darauf es zu lesen und da die Meinungen doch meist zwischen "sehr gut" bis "mega" liegen, hatte ich dann doch eine gewisse Erwartunghaltung. Tja, was soll ich sagen... leider kann ich mich den Mehrheit nicht anschliessen. Warum genau, das erklär ich euch jetzt gerne im Detail ;)
Wie immer beginne ich mit dem Cover und dem Titel, schliesslich sind es diese beiden Dinge die einem als erstes entgegen springt. Mir hat damals das Cover gefallen, und das tut es auch heute noch, denn es ist mal was anderes. Es hebt sich ab. Auch der Titel lässt auf eine nicht ganz einfache Geschichte schliessen, was ebenfalls gut zur Geschichte passt, auch wenn mir der Originale genau so gut gefallen hätte, der da lautet: "The Storied Life of A.J. Fikry"
Aber nun zum Schreibstil von Gabrielle Zevin. Erst möchte ich das positive erläutern. Das ganze Buch ist flüssig und leicht zu lesen, auch die Aufteilung der Kapitel find ich eine wirklich schöne Idee. Denn jedes Beginnt mit einem Buchtitel, und den dazugeschriebenen Gedanken von A.J. Die Buchtitel sind passend zum Thema gewählt, irgendwie. Doch leider gibt's auch was negatives, und zwar das mich der Schreibstil einfach nicht packen konnte. Ich fand der schreibst zuweilen, echt seicht. Langweilig. Aber das lang auch irgendwie an der Geschichte selbst. 
Eben zu dieser, ich finde, man hätte doch etwas mehr daraus machen können. Ein unglücklicher Mann, der keinen grossen Sinn mehr in seinem Leben sieht. Er gilt als schrulliger, manchmal auch unfreundlicher Mann, was sich aber ändert als er im Laden das kleine, süsse Mädchen vorfindet. Denn dieses wird sein ganzes Leben auf den Kopf stellen! Ja, gell, da erwartet man doch einiges... doch... na ja... es kommt zwar was aber er hat mich einfach nicht mit reissen können. Bis Seite 70 hab ich mich durchgekämpft und gesagt, das ich dem Buch jetzt noch mal eine Chance gebe. Nach 100 Seiten wurde es dann endlich besser, wenigstens so viel das ich es nicht doch abgebrochen habe. 
Ja, das Glück kann echt nie zickige Schlampe sein, aber genau diese Glücksmomente kamen für mich einfach viel zu Flach rüber. Ich bin ja sonst sehr emphatisch, und ich kann auch mal wegen einer Geschichte heulen wir ein Schlosshund, aber diese Geschichte, gut, sie liess mich nicht grade kalt, aber wirklich emotional wurde ich beim lesen nun wirklich nicht. Ja, es sollte warmherzig sein, doch das kam einfach nicht ganz rüber. Was ich natürlich sehr schade finde. Denn eigentlich sind die Beziehungen zwischen den einzelnen Charaktere doch sehr tief. Doch Zevin schafft es für mich einfach nicht, diese Tiefe aufs Papier zu bringen. 
Was mir aber wirklich sehr gefallen hat sind die einzelnen Buchtitel die immer wieder in die Geschichte eingestreut werden. Viele, oder gar die meisten kannte ich, manchmal schon gelesen, oder dann  wenigstens vom Titel und Geschichte her. 
Nun zu den Charakteren. Allen voran natürlich A.J. den ich auf einiges älter geschätzt habe, alleine wegen seines schrulligen Verhaltens, aber man mehrt bald das er nicht so alt sein kann wie man denkt. Er ist mir zwar von Anfang an sehr sympathisch. Und ich kann seine Gefühle und warum er so ist wie er ist gut nachvollziehen. Aber das liegt nicht daran das die Autorin das gut rüber bringt sondern einfach weil ich weiss wie man sich eben fühlt wenn man einen Menschen verloren hat der die ganze Welt für einen bedeutet hat. 
Dann wäre da noch Maya, das kleine Mädchen welches im Laden von der Mutter zurückgelassen wurde. Ein sehr niedliches aber auch intelligentes Kind. Manchmal für meinen Geschmack schon zu intelligent. Ehrlich, manchmal hat mich schon etwas genervt, das hätte es echt nicht gebraucht. Aber sie ist es, die das Herz des Buchhändlers erweicht und es öffnet auch die schönen Dinge die es gibt zu sehen und zu erkennen. 
Und da wäre natürlich noch Amy, die Verlagsvertreterin. Auch sie ist mir nie wirklich nahe gegangen. Sie ist zwar wirklich nett, und sympathisch. Aber für mich eben so zu wenig Tief wie alle anderen auch. Noch eine wichtige Person, wie ich finde, ist der Lambiase, der Polizist. Er wird zu einem wirklich guten Freund von A.J. Denn beide haben eigentlich für den anderen sehr viel übrig, sind wichtig im leben des anderen, wie ich finde, aber diese Freundschaft wird nicht wirklich besprochen im Buch, sie bleibt, für mich etwas unverständlich, Nebenschauplatz und nur immer eine kurze Episode wert. 
Wir sind nicht die Dinge die wir sammeln, erwerben, lesen. Wir sind in der Zeit, in der wir hier verbringen, nur Liebe. Sind die Dinge, die wir geliebt haben. Die Menschen, die wir geliebt haben. Das macht uns froh. Und ich glaube, es ist das, was weiterlebt. Seite | 279

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Tags: adoption, drama, freundschaft, liebe, sterben, trauer, verlust   (7)
 

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nina mackay, plötzlich banshee, banshee, fantasy, feen

Plötzlich Banshee

Nina MacKay
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.09.2016
ISBN 9783492703932
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Alls erstes muss ich mich über das wirklich tolle Cover auslassen. Als ich es in der Vorschau sah, wurde ich natürlich gleich aufmerksam und schaute es mir genauer an. Es hebt sich überraschenderweise völlig von den üblichen Cover dieses Genres ab und das fand ich wirklich sehr angenehm. Danke also dann die Gestalter dieser Cover, es ist euch wirklich super gut gelungen. Der Titel passt mehr oder weniger, wobei das von plötzlich kann man da nicht reden, den Alana war schon immer eine Banshee. Nur wollte sie es lange nicht wahrhaben. Aber okay, mit dem Titel kann ich leben ( •⌄• ू )✧
Den Streitstil von Nina MacKay find ich sehr erfrischend und flüssig zu lesen. Frech, witzig und ohne Schnickschnack. Was mir sehr gefällt denn ich mag es nicht wenn es zu kitischg ist. Leider gab  es manchmal etwas zu viel Wiederholungen. Das hat mich dann irgendwann etwas genervt, aber machte mir die Geschichte nicht kaputt, so schlimm wars dann doch nicht. Mehr will ich hier gar nicht sagen, weil ich hier nicht Spoilern will. Werd liest wird es eh selber bemerken, oder auch nicht  ( ˃̵ᴗ˂̵) Auch die Illustration bei Beginn jedes Kapitels find ich schön, und auch die kleinen Herzchen die die Seitenzahlen begleiten, eine süsse Aufmerksamkeit. Also das Buch ist mit Liebe gemacht, wie ich finde. Dennoch, es gibt potential nach Oben was den Schreibstil betrifft.
Was die Geschichte angeht, es war wirklich mal was anderes. Ich hab schon den ein oder anderen Roman mit Banshees gelesen. Während die anderen Bücher meist bei der historischen Variante blieben und Banshee's als Geist- oder Fernwesen der Angerwelt bezeichneten. Stammen hier die Fehen und Elfen von den Engeln ab. Interessanter Gedanken wenn auch sehr speziell, denn hier werden irische Mythologie mit dem christlichen Glauben vermischt. Und dennoch ergab das ganze eine spannende Mischung, das ein uraltes Thema behandelt und zwar, den Kampf zwischen Gut und Böse. Natürlich kommt die Liebe und Freundschaft in der Geschichte nicht zu kurz. auch vertrauen und die Selbstfindung spielen eine grosse Rolle in der Geschichte. Der Autorin ist es gelungen eine spannende Geschichte zu schreiben, obwohl ich manchmal etwas stutzte, manches in meinen Augen nicht wirklich passte, und zu viel hin und her war. 
Was die Personen in der Geschichte angeht, hält sich die Menge total überschaubar. Alana, die Protagonistin, ist nicht nur jung und attraktiv, sie ist witzig und taff, was sie mir durchaus sympathisch machte. Doch manchmal, oder soll ich sagen, je länger je mehr, ging sie mir auf die Nerven. Nicht nur das ständige Tamtam zwischen ihr und Detektiv Shane und das Platzhirschgehabe von Clay und diesem, nervten mich doch zunehmend. Sondern auch das sie manchmal echt nicht nett war, gar abweisend und gemein. Und das auch zu ihrem ach so "besten" Freund, ihrem Seelenverwanten. Das hätte es wirklich nicht gebraucht. 
Detektiv Shane, und Clay sind mir schnell ans Herz gewachsen und das war auch bis zum Schluss so. Nicht wie bei Alana, sie musste zwischenzeitlich echt um meine Sympathie kämpfen. Dylan Shane und Clay waren Charakter die einiges mehr zu bieten gehabt hätten, wie ich finde. Eigentlich alle sind mit etwas zu 2 Dimensional gehalten, da hätte man mehr herausarbeiten können. 
Ihr seht also, ich konnte mich nicht ganz so für das Buch begeistern wie die meisten anderen. Ich hab mich viel mit Mythologie, irisch, keltisch, ägyptisch..., befasst und mag es Ansicht wenn ich Romane in die Finger bekomme die sich diesem Thema widmen, zumal diese so viel Möglichkeiten für tolle Geschichten bereit halten. Und doch fehlte mir hier einfach viel. Aber trotz allem hat es Nina MacKay geschafft  mich bei der Stange halten, was ja wirklich was Gutes ist. Ich bin sicher, von ihr dürfen wir noch einiges interessantes lesen. 
Eine uneingeschränkte Leseempfehlung kann ich hier leider nicht abgeben, aber wie immer ist das natürlich nur mein empfinden. Schliesslich habe ich zu viele 5 Sterne-Bewertungen gesehen. Unterhaltsam war's sicher, und ich bin sicher das es dem ein oder anderen noch viel besser gefallen wird als mir. 

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Tags: banshee, elfen, feen, kampf gegen gut und böse   (4)
 

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123 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 33 Rezensionen

freundschaft, selbstmord, zoe hagen, bulimie, essstörung

Tage mit Leuchtkäfern

Zoe Hagen
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 14.03.2016
ISBN 9783548286945
Genre: Romane

Rezension:

Wie immer beginne ich mit dem Cover, das sprang mir schon als es erschienen ist ins Auge. Ganz meine Farben. Das Bild und der Titel sagt eigentlich erst mal nichts darüber aus was uns in der Geschichte erwartet. Doch wenn man zu lesen beginnt passt es einfach hervorragend. Die 15 jährige Gandhi sitzt auf einem Wegweiser der in alle Richtungen Zeit. Sie weiss nicht in welche Richtung sie gehen soll, sie ist Orientierungslos, verloren... Allein. Und der Titel... lest es selber und ihr werdet es herausfinden.

Zoe Hagen schreibt wirklich wunderschön. Die Worte die sie wählt sind bedacht, einfach und dennoch voller Tiefe. Der Schreibstil ist flüssig zu lesen, und die Geschichte wird in Form eines Tagebuches erzählt, welches etwas über ein halbes Jahr abdeckt.

Die Geschichte um die 15 jährige Gandhi ist eine tragisch traurige. Sie ist Bullemikerin und sie verletzt sich auch schon mal selber. Die Depressionen sind auch kein Fremdwort für sie. Darum beginnt sie ihre Gedanken in einem Tagebuch nieder zu schreiben, Gedanken die auf den ersten Blick so banal sind, wenn man nicht lange in ihnen verweilt, und doch, wenn man sich die Zeit nimmt sie sie sehr philosophisch.

Gandhi weiss selber nicht was mit ihr los ist, sie ist traurig, wütend, alleine, einsam, leer, taub... Und sie weiss einfach nicht warum. Keiner scheint sie zu verstehen, wendet die Lehrer, noch die Mitschüler, nicht mal die Mutter selber. Was alles noch viel schlimmer macht, denn sie scheint jedem ein klotz am Bein zu sein. Und doch gibt es Momente wo Hoffnung, Erkenntnis, Verstehen, gar ein wenig Freunde und Glück durch schimmern. In diesem Momenten weiss sie...

"Das Leben ist ein Privileg!"
Also warum verhalten wie uns nicht so? Warum nehmen wir diese Verantwortung nicht an und Leben dem entsprechend? Nur was ist Leben... Was macht es aus? Nur atmen? Das ist es wohl nicht? Essen? Ja, sicher aber war das schon alles? Was ist mit Hoffnung, Freunde, Liebe und Glück?? All die Fragen gehen ihr durch den Kopf.

Diese Geschichte ist eine wirklich tolle Geschichte, trotz des Themas nicht ein zu emotionales Buch, denn es ist mit Distanz geschrieben. Es ist eine Reflektion, die uns selber zum nachdenken bringt. Ich finde diese Geschichte sollte man nicht einfach konsumieren, man sollte ab und an mal innehalten und sich wieder selber die Fragen stellen die in dem Buch auftauchen. Was bedeutet für uns Glück? Liebe? Trauer... und all das andere was eben das Leben ausmacht. Man sollte wieder etwas Demut und Dankbarkeit empfinden.

Das Meer rauschte vor sich hin, gemurmelte Liebkosungen, nur für den Sand bestimmt. Dieser bedankte sich aus seine Art. Sanft liess er sich von den Wellen ins Wasser ziehen, nur um dann wieder zurück gespült zu werden. 
In dem Buch sieht man wie wichtig Freundschaften sind, wie viel das Vertrauen ausmacht und sich auch mal auf was einlassen. Egal ob man vielleicht Angst davor hat oder denkt das die anderen schlecht von einem denken würden. Jeder hat sein Päckchen zu tragen und das lernt Gandhi eben auch schnell. Noah, Amira, Lynn, Fabien und Fred, alle Anfang 20 nehmen sie ihn ihrem Freundeskreis auf. Ohne lange nachzubohren und sie lässt sich drauf ein auch wenn es was ganz neues für sie ist. Der Club der verhinderten Selbstmörder haben jeder für sich seine Geschichte. Sie nehmen sich wie sie sind ohne zu urteilen und im Wissen das kein Mensch perfekt ist.

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Tags: bullemie, freundschaft, klinische depressionen   (3)
 

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1.298 Bibliotheken, 33 Leser, 1 Gruppe, 113 Rezensionen

kreuzfahrt, thriller, sebastian fitzek, selbstmord, schiff

Passagier 23

Sebastian Fitzek
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 29.10.2015
ISBN 9783426510179
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ja, das Buch stand jetzt lange genug auf meinem SuB und jedes mal wundere ich mich warum ich solange brauche bis ich ein Fitzen lese. Denn meist lese ich dann ja eh gleich noch einen hinterher. Und so bin ich auch dieses mal begeistert vom Roman aber alles der Reihe nach...

Ich mag die Covers eigentlich immer von den Fitzen-Büchern, das ein e mehr, das andere manchmal etwas weniger aber sie passen immer wieder wirklich gut. So auch dieses das ein Bullauge zeigt und dahinter die tosende See! Auch der Titel passt zur Geschichte, denn er nimmt auf den Fakt Bezug das im Schnitt, jedes Jahr 23 Passagiere spurlos von Kreuzfahrtschiffen verschwinden. Schon das alleine find ich doch sehr beklemmend, gut bin ich kein Fan von solchen Unternehmungen denn ich bin erstens alles andere als Schilftauglich noch mag ich viele Menschen und schon gar nicht, auf so engem Raum.

Zum Schreibstil muss man eigentlich nicht viel sagen, gut, für diejenigen die ihn nicht kennen, er schreibt flüssig, mit viel Spannung und auch mal mit Humor, Sarkasmus und Ironie. Ich mag es einfach denn man wird gleich in die Geschichte geschmissen, man bekommt keine Zeit sich langsam in die Geschichte einzulesen, nein, auch hier beginnt das ganze wieder wie ein Aushieb.

Die eigentliche Geschichte dreht sich um Martin Schwartz, dem Polizeipsychologe der vor 7 Jahren seine Frau und ihren gemeinsamen Sohn verloren hat. Auf dieser reise war er nicht mit dabei weil er einen wichtigen Einsatz hatte, den letzten der er Schwor, und genau da passierte das unfassbare, seine Frau habe einen erweiterten Selbstmord begangen, denn zusammen mit ihrem Sohn sprang sie ins Meer. Seit damals ist er nicht mehr der selbe. Er geht unnötige Risiken ein, übernimmt Fälle, die eigentlich aussichtslos sind und tut alles um den Fall zu lösen, den Täter dingfest zu machen. Doch so hartnäckig er ist Erfolg zu haben, so wenig schaut er auf sich, sein Leben, denn das ist ihm nichts mehr wert.

Alles verändert sich aber als er ein Anruf einer Frau bekommt die ihn bitte auf die Sultan zu kommen, ausgerechnet das Kreuzfahrtschiff auf dem seine Frau in den Tod gesungen sein soll. Doch wass er da erfährt macht ihn so neugierig das er beschließt nicht nur die Sultan wieder zu betreten sondern auch da zubleiben und der Erpressung nachzugeben und den Fall um den aktuellen Passagier 23 auf den Grund zu gehen.

Womit er nicht gerechnet hat ist, das er mehr mit der Vergangenheit konfrontiert wird als er sich das je hätte träumen lassen...

Auch in diesem Roman hat es Fitzen geschafft den Charaktere so viele Schichten zu verpassen. Martin Schwartz mochte ich von Anfang an, auch wenn er doch eine sehr selbstzerstörende Art an den tag legt, aber man kann nachempfinden denn sein Leben ist ihm nichts mehr Wert. Mir erging es so das ich ihn manchmal gerne getreten hätte um ihm die Augen zu öffnen andere male hätte ich ihn am liebsten in den Arm genommen und wieder an anderer Stell hätte ich ihm am liebsten beim Prügeln gleich mit geholfen. Er begleitet uns durch ein wirklich guten Psychothriller dessen Thema nicht jedem wirklich geläufig ist, denn man liest oder hört ja nicht etwas von verschwundenen Passagieren auf Kreuzfahrtschiffen. Aber das alleine ist nicht das Thema, denn er verknüpft es natürlich mit einem sehr viel emotionaleren Thema, Kindesmissbrauch. Wieder ein Tabuthema, das man zwar immer wieder im TV oder Zeitung vorgesetzt bekommt.

Dann wäre da noch Anuk, der vermeintliche Passagier 23 auf dieser Kreuzfahrt. Ein Mädchen das vor über 8 Wochen verschwunden ist aber plötzlich auf dem Schiff wieder auftaucht nach dem man es, stammt der Mutter, für tot erklärt hat. Und genau dieser fall soll Martin Schwarz untersuchen und rausfinden was da los ist. Anuk, ein thraumatisiertes Mädchen von 14 Jahren. Hochintelligent, spricht nicht. Und doch hat sie viel zu sagen aber keiner versteht es...

Martin denkt eine fürchterliche Wahrheit auf, die selbst ihn noch mal total aus der Bahn wirft. Aber bis er diese herausfindet muss er erst herausfinden was mit Anuk und ihrer Mutter passiert ist. Und das ist nun wirklich kein leichtes Ding...

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Tags: kindesmissbrauch, kreuzfahr, kreuzfahrtschif, psychothriller, serienkiller   (5)
 

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(200)

430 Bibliotheken, 14 Leser, 0 Gruppen, 37 Rezensionen

thriller, sebastian fitzek, fitzek, spannung, psychothriller

Das Joshua-Profil

Sebastian Fitzek
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 14.10.2016
ISBN 9783404175017
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Ja, die Fitzekcovers sind so eine Sache, manchmal gefallen sie mir und passen meiner Meinung auch sehr gut zum Buch, manchmal frag ich mich, was das Cover mit der Geschichte zu tun hat. Auch dieses mal find ich es zwar okay, aber für mein Empfinden hätte man's vielleicht anders machen können. Wobei die Vernetzungen  die hier mit dem Fadenspiel schon symbolisch widergegeben sind. Also ja, es ist okay. Der Titel passt natürlich, denn es geht nicht nur um Max sondern vor allem um das Joshua Projekt, eine Maschine die Verbrechen vorhersagen soll.

Dann komm ich wie immer an dieser Stelle zum Schreibstil. Ich denke der hat sich in den letzten Jahren nicht verändert, er ist noch immer rassant, packend, spannend und manchmal gespickt mit Sarkassmus und Ironie. Schon seit dem ersten Buch bin ich Fitzek verfallen, mit seinen anschaulichen Sichtweisen der Geschichte, der gut recherchierten Psyche der Protagonisten...

Aber nun zum wichtigsten Teil, der Geschichte. Wieder hat Fitzek ein heiss disskutiertes Thema aufgegriffen. In diesem Roman geht es um Joshua, einer Maschine die Verbrechen vorhersagen soll. Dank all den Big-Datas, die wir alle Tag täglich ins weiter World Wide Web raus hauen, die einen mehr die anderen weniger, werden so nicht nur Verbrechen sondern auch Täter vorherberechnet um all das schreckliche nicht passieren zu lassen. So weit so gut mag man denken, doch so einfach ist es wahrscheinlich nicht. Wass wenn sich die Maschine irrt, oder der Faktor Mensch? Genau dieser Frage geht Fitzek nach, denn Max passiert genaus das. Die Maschine spuckt sein Name aus, er soll derjenige sein der seine Tochter was furchtbares antun will. Völlig entsetzt von diesen Fakten versucht Max, der bis jetzt auf keinster Weise kriminell aufgefallen ist, seine Tochter auf eigene Fraust wieder zu finden und gerät zwischen die Fronten. Zwischen jenen die umbedingt wollen das Joshuas Vorhersage stimmt und alles dafür tun um das auch so passieren zu lassen und jenen, die für die Freiheit sind und versuchen Max, trotz allem zu beschützen.

Fitzek hat in diesem Roman ein wirklich heikles Thema aufgegriffen das uns alle angeht. Wollen wier die totale Überwachung zu Gunsten unserer Freiheit und Privatsfähre, nur um die vermeintliche "Sicherheit" zu erlangen? Verbrechen und das Böse allgemein auzumerzen? Wenn ja, wo sind die moralischen Grenzen, die ethischen? Was passiert mit ungefilterten Daten, mit falsch interpretierten? Gibt es die 100% Sicherheit überhaupt? Ich denke nicht.

Auch das Thema Pädophilie kam hier vor. Und wie ich finde hat er auch dieses Thema sehr gut integriert. Und alles zusammen hat er gut zu einer Geschichte verpackt, wie immer ohne erhobenen Zeigefinger. Ein Spannendes Thema welches wir uns mal genauer anschauen sollten, denn in manchen deutschen Städten, in der Schweiz und sonst auch in den USA, ist so ein Programm schon im Einsatz wenn auch bei den meisten erst als Testgang. Auch wenn du selber immer denkst; "Ich hab ja nichts zu verbergen.", stell dir die Frage was passieren könnte... Ich fühle mich wirklich nicht sicherer, nur weil wir alle von einer Maschine überwacht werden. Und ehrlich, ich würde das auch gar nicht wollen, denn man kann auch damit Geld machen! Und wo geld im Spiel ist, wird es unsicher. Fragen über Fragen die sich während des lesens auftun.

Was die Protagonisten angeht, hat es Sebastian Fitzek geschafft wieder sehr interessante Menschen zu erschafen die seine Geschichte erzählen. Da wäre natürlich Max, der Pflegevater. Er wird da in eine Sache reingedrängt um die Erfolgsrate dieser Maschine zu beweisen. Er wird zur Marionette, auch wenn in den Augen der Akteure etwas früher als erwartet, aber die Zeit drängt. Es geht um viel Geld! Er ist eins ehr emotionaler Mensch, der für seine Familie sterben würde. Und somit ein hervorragender Protagonist!

Jola, die 13 jährige Pflegetochter. Ein cleveres, starkes Mädchen mit viel Grips. Sie ist mir sehr schnell ans Herz gewachsen.

Dann noch Cosmo, der pädophiele Bruder von Max. Ein wirklich sympatischer Mensch. Ja, das ist er wirklich. Trotz allem was er getan hat schaffte es der Autor ihn menschlich darzustellen. Nicht durch den meist verzerrte Blick des Hasses auf diese Menschen. Und das fand ich wirklich sehr gut. Denn sie sind Menschen. Und ja, ich weiss das ich da wahrscheinlich bei manchen in ein Wespennest steche, wäre nicht das erste mal.

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Tags: psychothriller, verbrechenvorhersehung   (2)
 

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76 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

fantasy, insel, maresi, kloster, überfall

Maresi

Maria Turtschaninoff , Hedwig Binder
Flexibler Einband: 310 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.05.2016
ISBN 9783453316997
Genre: Fantasy

Rezension:

Ich hab mir wirklich viel vom Buch versprochen, vor allem nach dem ich den Klappentext gelesen habe. Doch leider kann ich mich all den guten Rezensionen nicht anschliessen die ich so gelesen habe. Warum das so ist, erklär ich euch natürlich jetzt gerne.

Erst mal zum Cover, das find ich wirklich toll und ehrlich, es erinnert mich etwas an "Die Nebel von Avalon".  Doch hab ich mich wohl etwas zu sehr vom Buch "Die Nebel von Avalon" beeinflussen lassen. Den Titel find ich aber völlig okay.

Der Schreibstil der Autorin ist ruhig, und flüssig zu lesen. Leider aber auch viel zu Flach nach meinem Geschmack. Man kommt man zwar gut voran, aber mir ist es etwas zu ruhig. Gar langweilig. Auch bei den spannenden Stellen kam bei mir einfach zu wenig spannung auf und so musste ich mich echt immer wieder anstrengen das Buch wieder zur Hand zu nehmen.

Was die Geschichte angeht... Nun ja, es spielt in einer Zeit wo die Urmutter, oder auch die Grosse Göttin verehrt wird. Da hab ich mir doch einiges versprochen doch leider schaffte es die Autorin nicht authentisch zu schreiben. Sie spricht immer vom Kloster, was mich ehrlich gesagt völlig irritiert hat. Denn es sind Tempel, keine Kloster. Kloster ist eine christliche Definition. Denn in Klöster üben Mönche und Nonnen ihre Religion aus. Auch spricht Maria Turtschaninoff von Schwester, was eher in der christlichen Tradition zu finden ist. Ansonsten sind es eben Priesterinnen.

Was der Plot angeht, ist er sicher nicht ohne Potential aber er wurde einfach zu flach ausgearbeitet. Was natürlich bei einem Buch von etwas mehr als 200 Seiten schon fast zu erwarten war. Ehrlich, ich weiss nicht so recht was sich die Autorin dachte, wollte sie ein rein fiktives Werk schaffen? Wollte sich ein Hauch Einsicht in den alten Glauben geben? So oder so, es ist ihr nicht gelungen eine spannende Geschichte daraus zu machen. Für ein Jugendbuch würde es vielleicht reichen aber als erwachsener erwarte ich mehr.

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

musik, verlust, angs, hoffnung, leben

Der Sound meines Lebens

Jonathan Tropper ,
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Droemer Taschenbuch, 02.11.2015
ISBN 9783426304754
Genre: Romane

Rezension:

Wie immer geh ich natürlich als erstes auf das Cover ein. Dieses gefällt mir wirklich gut, es ist schlicht, und doch recht passend. Auch wenn ich mit dem Titel vielleicht nicht ganz sooooo zufrieden bin. Der Originaltitel passt viel besser und weckt auch gleich ne ganz andere Assoziation. "One Last Thing before I Go" lässt dass das Ende auch nicht so unpassend zurück wie beim deutschen Titel. Hingegen beim Cover gefällt mir die deutsche Ausgabe besser.

Der Schreibstil von Jonathan Tropper ist wie immer direkt, frisch von der Leber, dennoch voller Witz und Sarkasmus. Und doch mit vielen leisen und einfühlsame Töne. Man kommt gleich in die Geschichte rein und kann flüssig durch die Seiten lesen.

Aber wichtiger ist ja die Geschichte, Weilche mir wieder sehr gut gefallen hat. Auch dieses mal hat der Protagonist ein riesen Päckchen zu tragen. Denn Silvers Leben verlief ganz anders als er sich das gewünscht hat. Zwar hatte er ein kurzes Hoch mit seiner Band vor 9 Jahren. Sie wurden praktisch über Nacht zu Rockstars aber nach dem ersten und gleich letzten Album passierte nichts mehr. Dazu ging seine Ehe mit seiner grossen Liebe in die Brüche und seit da wandelt er fast schon zombimässig durch sein Leben, ohne grosse Ereignisse. Seine Tochter sieht er auch nicht mehr, einfach weil er sie verschonen will. So ein mieser Vater wie ihn braucht kein Kind. Zusammen mit seinen beiden Kumpels Oliver und Jack wohnt er in einem "Dauerhotel", trauert seiner Vergangenheit nach und spendet jeden Dienstag seinen Samen, um etwas Geld zu verdienen. Dazu ab und an total unbedeutenden Sex, denn Frauen zieht er auch nicht mehr an so wie früher. Es ist ihm bewusst das er ein Versager ist und eigentlich auch keinen grund mehr darin sieht weiter zu Leben. Da kommt ihm sein neu erworbenes Aneurysma grade gegen, denn das wird seinem erbärmlichen Leben ein Ende bereiten.

Tja, Silver hat aber diese Geschichte ohne seine Tochter geplant, denn diese steht plötzlich vor ihm und beichtet das sie schwanger ist. Grade 18, und ungewollt schwanger und da kommt sie all die Jahre auf die Idee zum ihm zu kommen. Er nimmt sich vor für sie da zu sein. Doch so einfach ist des nicht denn dies bringt eine ganz menge mehr in Bewegung, so das er plötzlich wieder Hoffnung hat und ein Licht am Ende des Tunnels sieht. Er will ein besserer Mensch werden, ein besserer Vater sein und ... er will Leben...

Ich liebe wie Jonathan Tropper seine Figuren beschreiben kann. Es sind Menschen mitten aus dem Leben. Genau so jemand könnte man auf der Strasse treffen, zum Freund haben. Mit all seinen Problemen. Silver ist an sich selber gescheitert, und doch mochte ich ihn gleich vom ersten Augenblick. Seine Gedanken sind völlig menschlich, seine Ängste und Sorgen, aber auch seine Hoffnungen... Auch seine Tochter Casey ist gut ausgearbeitet mit all ihren widersprüchlichen Gefühlen und Gedanken gegenüber ihrem Vater und auch seine Ex kann man gut verstehen. Und natürlich auch ihr neues Freund Rich.

Dies ist eine Geschichte über den Makrokosmos Familie. Es geht um Verlust, Trauer und Ängste, aber auch Hoffnung und über die Erkenntnis was das Leben, lebenswert macht. Und es geht über um den Sinn des Lebens.

Mein Fazit
Sicher nicht nur ein Buch für Männer, wobei es sicher bei denen gut ankommen wird, denk ich mal. Ich kann das Buch jedem empfehlen, vielleicht eher etwas älteren Lesern, so ab 30, da es doch Themen sind die meist vorher nicht wirklich relevant sind. Ich kann nur sagen, mir hat das Buch wirklich super gefallen.

Danke Herr Thropper, immer wieder gerne ;)

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Tags: angs, der sinn des lebens, hoffnung, leben, verlust   (5)
 

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82 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

sommerlich, langatmi, rezensio, dekorativ, findelkind

Sommergeister

Mary Rickert , Birgit Reß-Bohusch
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.05.2016
ISBN 9783492704144
Genre: Fantasy

Rezension:

Als erstes möchte ich sagen, das mich das Buch positiv überrascht hat, aber es war ganz anders als das ich es erwartet habe. Und ich denke das ist den meisten Lesern eben auch so ergangen nur sie kamen dann zu einem leider anderen Schluss als ich, was ich sehr schade finde.

Aber erst mal zum Cover, es ist wirklich zauberhaft! So frisch, sommerlich und verträumt. Danke für dieses tolle Verpackung dieser tollen Geschichte. Der Titel... Tja, sicher nicht unpassend aber der originale Titel "The Memory Garden" klingt nicht nur viel schöner sondern find ich auch um einiges passender. Aber das ist nur ein kleines Detail.

Was den Schreibstil von Mary Rickert angeht, er ist sehr detailiert. Und ich glaube dies ist eins der Kriterien welche ausschlaggebend war, das man das Buch nicht gut fand. Aber dazu möchte ich etwas sagen, ich mag es auch nicht überall wenn der oder die Autor/In zu sehr ins Detail geht, aber bei dieser Geschichte ist es genau das, was die Geschichte eben ausmacht. Es gibt dem ganzen eine gewisse Ruhe, denn das Buch ist kein Aktion-Fantasy-Roman. Nichts mit rasanten Kampfszenen, gruseligen Geistermomenten. Hier spielt die Autorin mit den Worten, mit den Details, sie sind wichtig für die Geschichte, denn vieles muss man zwischen den Zeilen lesen. Aber was ich gar nicht verstehen kann ist der Vorwurf das der Schreibstil hochtraben sei. Das ist er wirklich nicht. Ich finde ihn schön zu lesen und man kann sich dank dieser Detail Liebe genau vorstellen wie alles ausschaut! Ja, er mag poetisch sein, aber genau dies ist es eben, was die Geschichte ausmacht.

Der nächste Punk der vielleicht wichtig ist zu wissen, auch wenn die Geschichte sich um Bay handelt, dem 15 jährigen Mädchen, die alleine bei ihrer "Mutter" lebt, abgeschieden vom Dorfleben, ist es kein Jugendroman. Denn, Bay ist hier eigentlich "nur" Beiwerk. Sie wird gebraucht um die Geschichte um Nana und deren Freundin zu erzählen. Es ist vielleicht sogar ein Buch für Frauen mit einem gewissen Alter, die genau nachfühlen können was die 3 alten Damen denken, fühlen und versuchen zu vergessen. Leider ist der Klappentext völlig falsch gewählt. Denn er ist es, welcher die Leser in die Irreführt. Das tat er nämlich auch bei mir, doch ich mag eben Bücher die besonders sind, nicht dem Mainstream folgen.Und ich bin wirklich glücklich das ich das Buch lesen konnte.

Um was es in der Geschichte wirklich geht? Nicht um Bay, na ja, nicht hauptsächlich sondern um ihre Nana und ihre Freundinnen. Diese 3 treffen sich nämlich nach über Jahrzehnte das erste mal wieder, denn Nana hat sie zu sich eingeladen. Aber dies nicht ohne Grunde, denn Nana muss jemanden finden dem sie Bay anvertrauen kann. Sie rechnet nämlich fest damit das sie bald schon nicht mehr für sie sorgen kann. Ein dunkles Geheimnis scheint nach all den Jahren ans Tageslicht gezerrt worden zu sein, so das es sich ihr unmöglichmacht weiter für Bay da zu sein. Nana hat ihre ganz genauen Vorstellung wie dieser Besuch ablaufen soll, doch wie das Leben so spielt, alles kommt ganz anders. Alte Wunden werden aufgerissen, Geheimnisse erst Todgeschwiegen dann doch auf den Tisch gebracht, gestritten, ausgewichen und dann doch genauer hin gesehen. Bay spielt dabei eigentlich nur eine Nebenrolle. Denn in der Geschichte geht es um Vergangenheit und deren Bewältigung, es geht um akzeptieren, anerkennen und Vergeben. Um loslassen, den Mut der  Vergangenheit und vor allem dem Alter ins Gesicht zu sehen, dem eigenen vergehen.

Und all das wird mit wirklich leisen Tönen aber mit viel Detail erzählt. Eine Geschichte die nicht nur Eve, die 4. im Bunde damals als Mädchen zerstört hat, sondern eigentlich auch ihre Freundihnen,Nana, Ruthie und Mavis. So lange Zeit haben sie mit der Schuld Leben müssen, die sie alle fast bis mit ins grab genommen hätten.

Was die einzelnen Charaktere angeht, mir haben sie alle wirklich gut gefallen. Nana ist mir natürlich ganz besonders ans Herz gewachsen. Aber auch die zickige, verschrobene Mavies und die kein Wässerchen trübende Ruthie mit ihren magischen Kochküsten.

Mary Rickert packt diese Geschichte in ein Fantasykleid. Magie spielt eine wichtige rolle, auch wenn die für das Thema an sich eigentlich gar nicht wichtig ist. Es ist nur eine Verpackung. Aber wie ich finde eine sehr gelungene. Denn die Kraft der Kräuter, Blumen und Pflanzen wird hier auf ganz tolle Weise beschrieben.

Mein Schlussfazit
Es ist eine wirklich tolle Geschichte um Liebe, Freundschaft, Schuld und den Mut sich dieser zu stellen. Eine Geschichte die zeigt das es wichtig ist auch vergeben zu können, am meisten sich selbst.

Ich kann jedem das Buch empfehlen der gerne leise Geschichten mag, Geschichten die man ab und an auch zwischen den Zeilen suchen muss, der nicht immer rasente Story brauch und vor allem, der es liebt, auch Geschichten jenseits des Mainstream zu lesen.

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20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

jungferzeugung, schwangerschaft, parthenogenese, drama

Bitteres Geheimnis

Barbara Wood
E-Buch Text: 240 Seiten
Erschienen bei Fischer E-Books, 21.12.2009
ISBN 9783104001746
Genre: Romane

Rezension:

Mir gefällt dieses Cover sehr gut. Leider gibt es diese Variante aber nicht mehr. Ich finde das schlichte, in Grautönen gehaltene Bild passt viel besser als die neuere Ausgabe. Zu knallig find ich. Ich mag so neutrale Covers viel lieber, denn wäre es eine neuere Geschichte, hätte es bestimmt auch wieder ein Gesicht auf dem Cover. So werde ich verschont und geniesse die ruhige Stimmung auf dem Bild. Leider passt das Cover aber dennoch nicht wirklich zur Geschichte. Da hätte ich vielleicht doch eher ein Bild mit ner Kirche im Hintergrund genommen, denn die spielt in der Geschichte doch eine wichtige Rolle.

Was den Titel betrifft, find ich den auch etwas unglücklich gewählt, denn er vermittelt eigentlich was ganz falsches. Der englische Originaltitel lautet Childsong, was vielleicht etwas besser passt. Aber auch mit diesem wäre ich nicht glücklich geworden. Denn beide Titel vermögen nicht auf die wahre Geschichte dahinter zu verweisen. (´・_・`)

Der Schreibstil von Barbara Wood ist wie gewohnt schlicht und flüssig zu lesen. Ohne gross auszuholen beschreibt sie die Gefühle und Gedanken der Personen doch recht gut. Und doch wars jetzt nicht grade ein Buch das mich vom Hocker gerissen hat.

Zu Anfang hatte ich Schwierigkeiten in die Geschichte rein zu kommen, ich weiss gar nicht recht worans gelegen hat. Doch nach etwa 50 Seiten wurde es besser aber die Geschichte wollte mich  immer noch nicht wirklich packen. Es gab sogar Momente wo ich überlegt habe abzubrechen. Ich hab durchgebissen und ja... wirklich sehr interessantes Thema aber leider nicht grade spannend umgesetzt.

Jo, dann wären wir schon beim Thema. Die Geschichte, muss man wissen, spielt in Amerika, und zwar 1963. Märe Mary lebt nicht nur in einer Kleinstadt in einem sehr streng christlichen Umfeld, nein, ihre Eltern sind streng gläubig genau so wie sie selber auch. Sex vor der Ehe gibts also nicht, umsomehr ist sie überrascht als 2 Ärzte ihr versicherten das sie schwanger sei. Egal wie lange die Ärzte, die Eltern und Pater Crispin auf sie einredeten doch die Wahrheit zu sagen, sie blieb dabei und schwor das sie nie mit jemandem Sex hatte. Doch wie erwartet glaubt ihr natürlich keiner. Weder der Pater, noch ihre Eltern, nur der Arzt Dr. Wade, macht sich ab der sturheit des Mädchen seine Gedanken und beginnt zu forschen. Er erinntert sich an einen alten Artiken bei dem es um Junfernzeugung geht, denn nach einer Untersuchung merkt er das Mary zwar schwanger ist, aber eben auch noch unberührt. Sein Ergeiz ist geweckt und er macht sich dran sich über das Thema Parthenogenese schlau zu machen.

Barbara Wood hat versucht ein wirklich sehr spannendes und brisantes Thema zu einer spannenden Geschichte zu weben, doch leider gelang es ihr nicht so ganz. Klar wurden verschiedene Blickwinkel betracht, die menschliche, die medizinische wie auch die religiöse. aber alles irgendwie zu wenig tief, für meinen Geschmack. Wir können uns alle vorstellen wie das sein muss für die junge Mary. Sie weiss das sie keinen Sex hatte, und denoch wächst da irgendetwas in ihr heran. Ihr glaube wird erschüttert, sie ist wütend und fühlt sich von ihren Eltern hintergangen und alleine gelassen. Verzweiflung macht sich breit. Neben Mary werden natürlich auch die Gedanken der Eltern, des Arztes aber vor allem auch die des Paters beschrieben. Er, der in eine totale Glaubenskriese und in Angst verfällt, das vertaruen verliert. Dafür aber wird der Freund kaum beachtet. Er spielt eigentlich nur noch eine Nebenrolle, was ich absolut schade finde, denn angeblich ist er wirklich in Mary verliebt! Will sie trotz allem heiraten. Für das spielt er aber leider eine zu mickrige Rolle in diesem Geschehen.

Ich habe wahrscheinlich zu viel erwartet, denn ihr anderen Bücher, die ich bis jetzt gelesen habe, haben mir um einiges besser gefallen. Hier hätte man sehr viel mehr draus machen können.

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Tags: drama, jungferzeugung, parthenogenese, schwangerschaft   (4)
 

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

humor, gesellschaftskritsch, comedian

Ich bin so hübsch

Hazel Brugger
Flexibler Einband
Erschienen bei Kein & Aber, 28.04.2016
ISBN 9783036959368
Genre: Humor

Rezension:

Mir gefällt das Cover so gut. Der Titel ist selbstsicher doch das Foto natürlich gar nicht (•‿•) Denn wer versteckt sich schon unter einer Papiertüte und stellt sich so trotzig hin wenn er sich eigendlich als "so hübsch" empfindet? Genau, keiner... Aber es wäre ja nicht Hazel. Sie trotzt, sie geht auf Konfrontation.

Was ihren Schreibstil angeht, den fand ich einfach fantastisch. Sie kleidet all die gesellschaftskritischen Gedanken in so hübsche, witzig Worte, bildet Sätze die einem ein Schmunzeln ins Gesicht zaubern, und doch, wer tiefer in den Spiegel schaut, dem kommt es manchmal vor als würde sie mit Honigbrot und Peitsche vor uns stehen. Macht einen auf Verständnis, um Vertrauen zu gewinnen und dann, zack... Erwischt!  

Was ist denn so anders an ihr, werdet ihr euch fragen. Es ist ihr denken. Es ist das aussprechen von Dingen die manche nie laut sagen würden, geschweige es wagen würden nur mal drüber nachzudenken. Mit viel Humor legt sie den Finger auf die Wunden unserer Gesellschaft, und drückt auch mal etwas mehr drin rum, grübelt manchmal auch schon mit vollem Enthusiasmus in dieser. Egal welches Thema sie da anspricht, sie hält einem gnadenlos den Spiegel vor, in dem einen können wir uns sicher entdecken, auch wenn's weh tut oder anstrengend ist, in anderen vielleicht nicht, aber das macht nichts, denn die Gedanken zu den Themen sind wirklich hoch aktuell. Man muss sich nur Zeit nehmen auch mal über das geschriebene Wort nach zu denken. Offen sein für das weiter spinnen, oder zumindest bereit sein, verschiedene Möglichkeiten in betracht zu ziehen. Sonst könnte das Buch wirklich eine langweilige Sache werden.

Ich selber bin ein Mensch der sehr gerne viel und ausgiebig über alles philosophieren kann. Vor allem über Themen die der Gesellschaft unangenehm sind, oder solche wo ich eine ganz andere Ansicht habe, nur um zu sehen was passiert wenn ich diese Gedanken weiter spinne. Und darum mag ich Hazels Humor so. Sie zeigt uns den Spiegel vor, reizt uns zu Gedankengänge ohne sich selber überhaben darzustellen. Wir sind alle nur Menschen, mit Ecken und Kanten, mit Masken, mal zarte, mal harte. Sie versucht diese zu entfernen das wir in den Spiegel schauen, zu erkennen wo es hapert, wir uns vielleicht selber belügen, was wir schön reden...

Ich kann mir gut vorstellen das nicht alle begeistert von ihr sind. Gesellschaftskritischer Humor ist halt anstrengend und man muss doch wenigstens wissen was um einen herum so passiert. Dann kann man dem ganzen auch folgen. Und es muss ja auch nicht immer zum lachen komisch sein. Den Spiegel vorgehalten zu bekommen ist auch nicht immer witzig, schön und angenehm, im Gegenteil... Es ist schmerzhaft, traurig und beschämend, und manchmal peinlich.

Mein absolutes Lieblingsthema war "Scham im Holozän"
So was geniales. Hier stellt die liebe Hazel Brugger uns über zweieinhalb Seiten lang aus. Und wer das nicht nur so runter rattert sondern sich Zeit nimmt sich darüber Gedanken zu machen, der kommt ganz schön ins rotieren. Also bitte nicht aufhören weiter zu spinnen!!

Oder auch "Onliy the Breast"
Hier geht es um Mutter- und Kuhmilch. Einfach herrlich zu lesen. Es gibt einen Onlinehandel für Muttermilch! Alles ist wichtig, alles rund um die Milch aber den Menschen/Kuh dahinter, darüber macht man sich dann keine Gedanken!

Und so weiter...

Einen kleinen Ausschnitt aus "Scham im Holozän"

    Haben sie sich heute schon geschämt? - Schämen sie sich mehr für sich selbst oder für andere? - Können Sie sich noch daran erinnern, als Sie sich zum allererstem Mal geschämt haben? War des bevor oder nachdem Sie sich zum ersten Mal stolz gefühlt haben? - Schämen sie sich manchmal für Dinge, die noch gar nicht passiert sind? Hilft ihnen das, in der Zukunft peinliche Situationen zu vermeiden? - Wie würden Sie Scham, Pein und Verlegenheit unterscheiden? -


Ich kann das Buch wirklich nur empfehlen. Schaut einfach mal in den Spiegel, amüsiert euch dabei, lasst euch erwischen und denkt einfach mal über den Tellerand weiter, und lasst einfach mal Gedanken zu die ihr vielleicht sonst nie denken würdet, es hört euch ja keiner ;)

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Tags: comedian, gesellschaftskritsch, humor   (3)
 

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49 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 18 Rezensionen

kinderbuch, spinne, bilderbuch, spinnen, angst

Die kleine Spinne Widerlich

Diana Amft , Martina Matos , Martina Matos
Fester Einband: 32 Seiten
Erschienen bei Baumhaus Verlag ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 16.09.2011
ISBN 9783833900594
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Kinderbücher erreichen mich eigentlich nur durch ihr Cover. Denn ich suche nicht speziell danach. Oder sagen wir nicht mehr, denn meine Kinder sind alt genug ums selber Kinder zu haben. Also springen mich die Bücher vor allem wegen den Covers an. Und wenn mich eins neugierig macht, schau ich auch rein. So auch bei diesem Buch.

Das Cover ist so süss. Und der Titel... Hach, der Name tut mir ja schon leid, aber ich weiss wie er zustande kommt. Schliesslich hab ich auch eine Phobie. Aber man muss einfach in dieses Buch gucken, denn die kleine Spinne ist so süss, wer könnte ihr da widerstehen?

Der Schreibstil von Dina Amft ist natürlich sehr einfach und Altersgerecht. Die Texte sind kurz gehalten, und auf den Punkt gebracht. Es ist also kein Buch welches man am Abend vorlesen kann. Naja, kann schon aber es hat eben nicht viel Text. Was es in dem Alter nicht braucht, wichtig ist hier mehr die Botschaft und die Bilder.

Was die Illustrationen von Martina Matos angeht, wie gesagt, sie sind einfach süss. Sie sind Liebevoll gezeichnet, Detailiert aber nicht zu sehr, sie sollen ja nicht ablenken sonder sollen die Geschichte begleiten.

Und die Geschichte ist toll. Es geht darum das Widerlich verstehen möchte warum die Menschen Angst vor ihnen haben. Doch so einfach scheint es nicht zu sein. Also macht sie sich auf den Weg zur Mama um diese um Rat zu fragen, aber diese hat keine befriedigende Antwort parat also besucht sie ihren Onkel und dann klappert sie die ganze Familie  und ihre Freunde ab. Bei jedem bekommt sie eine eigene Ansicht vorgetragen. Und so bekommt sie verschiedene Meinungen zu hören.

Es geht eigentlich ums anders sein. Das Menschen angst haben vor dem was sie nicht kennen. Egal ob das nun das Aussehen ist, woher sie kommen, was die denken oder sie leben... Es geht darum das andersein nicht schlecht ist. Es ist halt einfach nur anders und das man, wenn man, wenn man die Menschen so akzeptiert wie sie sind, eben keine Angst mehr haben muss.Kinderbücher erreichen mich eigentlich nur durch ihr Cover. Denn ich suche nicht speziell danach. Oder sagen wir nicht mehr, denn meine Kinder sind alt genug ums selber Kinder zu haben. Also springen mich die Bücher vor allem wegen den Covers an. Und wenn mich eins neugierig macht, schau ich auch rein. So auch bei diesem Buch.

Das Cover ist so süss. Und der Titel... Hach, der Name tut mir ja schon leid, aber ich weiss wie er zustande kommt. Schliesslich hab ich auch eine Phobie. Aber man muss einfach in dieses Buch gucken, denn die kleine Spinne ist so süss, wer könnte ihr da widerstehen?

Der Schreibstil von Dina Amft ist natürlich sehr einfach und Altersgerecht. Die Texte sind kurz gehalten, und auf den Punkt gebracht. Es ist also kein Buch welches man am Abend vorlesen kann. Naja, kann schon aber es hat eben nicht viel Text. Was es in dem Alter nicht braucht, wichtig ist hier mehr die Botschaft und die Bilder.

Was die Illustrationen von Martina Matos angeht, wie gesagt, sie sind einfach süss. Sie sind Liebevoll gezeichnet, Detailiert aber nicht zu sehr, sie sollen ja nicht ablenken sonder sollen die Geschichte begleiten.

Und die Geschichte ist toll. Es geht darum das Widerlich verstehen möchte warum die Menschen Angst vor ihnen haben. Doch so einfach scheint es nicht zu sein. Also macht sie sich auf den Weg zur Mama um diese um Rat zu fragen, aber diese hat keine befriedigende Antwort parat also besucht sie ihren Onkel und dann klappert sie die ganze Familie  und ihre Freunde ab. Bei jedem bekommt sie eine eigene Ansicht vorgetragen. Und so bekommt sie verschiedene Meinungen zu hören.

Es geht eigentlich ums anders sein. Das Menschen angst haben vor dem was sie nicht kennen. Egal ob das nun das Aussehen ist, woher sie kommen, was die denken oder sie leben... Es geht darum das andersein nicht schlecht ist. Es ist halt einfach nur anders und das man, wenn man, wenn man die Menschen so akzeptiert wie sie sind, eben keine Angst mehr haben muss. - See more at: http://derbuecherwahnsinn.blogspot.ch/2016/05/die-kleine-spinne-widerlich-diana-amft.html#sthash.1yE7fDim.dpuf

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donnergott, bekehrung, religion, paasilinna, finnische mythologie

Der Sohn des Donnergottes

Arto Paasilinna , Stefan Moster
Flexibler Einband: 302 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.09.2008
ISBN 9783404772902
Genre: Romane

Rezension:


Der Titel ist passend, denn schliesslich ist Der Sohn des Donnergottes einer der Protagonisten. Hätte mich erstaunt wenn der nicht im Titel Erwähnung gefunden hätte. Und was das Cover angeht, es ist schlicht und zeigt einfach eine typisch finnische Landschaft.

Mehr gibt's es zum Schreibstil von Arto Paasilinna zu sagen, denn an den musste ich mich erst etwas gewöhnen. Keine Ahnung warum, denn so speziell ist er nicht. Das einzige was halt schwierig ist, sind die Namen. *gg* Die sind uns halt nicht grade geläufig also musste ich bei dem ein oder anderen schon mal mehr als einmal ansetzen. Aber wenn man mal drin ist, ist das Buch leicht und flüssig zu lesen.

Wie ich oben schon angedeutet habe, hab ich mir damals, als ich das Buch gekauft habe, einiges mehr versprochen. Der Autor kennt sich mit der finnischen Götterwelt aus, oder er hat gut recherchiert, aber dass alleine macht eben noch keine gute Geschichte, oder gutes Buch aus. Die dee die Arto Paasilinna hatte, war wirklich gut, und er hätte wirklich viel daraus machen können. Also um was gehts...

Die finnische Götterwelt findet es nicht mehr witzig das kein Knochen auf der Erde an sie glaubt, geschweige denn auf irgend eine Art an sie denkt. Von Opfergaben und Ritualen mal abgesehen. Sie sind nicht mehr existent in ihrem Volk und das muss geändert werden finden sie. Doch wie macht man das, der christliche Glaube ist in den letzten 2000 Jahre so stark geworden, das es sicher kein leichtes ist, die Finnen zum neuenalten Glauben zu bekehren. Also entscheiden sie sich den Sohn des Hochgottes auf die Erde zu schicken um die Menschen eines besseren zu belehren.

Ich finde das eigentlich ne ganz spannende Sache. Warum das ganze noch mal so rum versuchen? Schliesslich schickte der christliche Gott auch seinen Sohne auf die Erde um die Menschen zu überzeugen das er der einzige Gott für sein Volk sei. Was wird also Rutja anstellen um seine Schäfchen zu überzeugen? Er weiss, alleine geht das nicht, die Hilfe findet er nicht nur in Sampsa, mit dem er seinen Körper tauscht, sondern auch in anderen Menschen die er überzeugen konnte. Aber ob das reicht um ein ganzes Volk zu bekehren?

Das Buch hat mir gefallen. Mehr aber auch nicht, Spannung blieb aus, es war zum teil doch sehr vorhersehebar und ich hätte mir da doch ein bisschen mehr Originalität gewünscht. irgendwie war mir alles etwas zu flach. Und das versprochene Chaos das mit auf dem Klappentext versprochen wurde blieb auch aus. Viel zum schmunzeln gab's nicht. Auch regte es nicht grade so sehr an über das spannende Thema, welches es durchaus hätte sein können, nach zu denken. Nur einmal, als es um die neuen Gebote ging.

Die Charakteren waren zwar wirklich sehr unterschiedlich und man bekam auch einen Eindruck der einzelnen Personen, aber auch das reichte für mich leider nicht aus um es spannend genug zu machen. ich war 18 oder gar 28 mal knapp davor das Buch abzubrechen. Was aber irgendwie auch nicht fair gewesen wäre, denn schlecht war's nicht. Es war halt einfach nur Mittelmassig. Man muss aber auch sagen das dies erst das 3. Buch des Autors war, vielleicht sind die neueren ja besser. Potential hat der Autor, denn nur schon die anderen Titel lassen wieder auf verrückte Überlegungen deuten. Die Frage ist nur, wie konnte er diese umsetzen? Ich bin also neugierig und wenn mir der Autor zufällig noch mal in die Hände fällt werd ich sicher noch mal eins versuchen. Aber jetzt extra eins suchen und bestellen werde ich sicher nicht.

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Tags: bekehrung, donnergott, finnische mythologie, finnland, glaube, religion   (6)
 

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hochsensibel, ratgeber, man selbst, ander, eliane reichardt

Hochsensibel - Wie Sie Ihre Stärken erkennen und Ihr wirkliches Potenzial entfalten

Eliane Reichardt
Flexibler Einband
Erschienen bei Irisiana, 29.02.2016
ISBN 9783424152937
Genre: Sachbücher

Rezension:

Ich habe das Buch auf der Arbeit entdeckt. Erst dachte ich nur das es ein spannendes Thema ist aber als ich dann etwas rein gelesen habe, merkte ich schnell das es mehr als nur interessant ist, ich hab mich auf den paar wenigen Seiten deutlich erkennen können und so wusste ich das ich das Buch demnächst sicher mal mit nach Hause nehmen werde, aber es jetzt nicht grad sehr prioritär ist. Das hat mir der Verlag dann aber abgenommen weil er mir 2 Wochen später das Buch angeboten hat. Und ich hab es dankbar angenommen und es löste ein AHA Rrlebnis nach dem anderen aus.

Obwohl ich das Cover bei Ratgebern und Sachbüchern noch weniger wichtiger finde als bei der Beletristik, werde ich auch hier schnell drauf eingehen. Es gefällt mir wirklich gut. Die kleinen Samen der Pusteblume passen so gut zum Theme wie ich finde. Robust und doch so zart.

Der Schreibstil von Eliane Reichardt ist wirklich sehr angenehm zu lesen. Nicht zu elitär, noch zu studiert, obwohl sie nicht nur Psychologie studiert hat sondern auch BWL und Architektur. Sie ist auf dem Boden geblieben und kann das Thema für uns Leihen echt gut und verstäntlich rüber bringen.

Das Buch ist in 2 Teile unterteilt... Sie beginnt mit einer kurzen Erzählung wie man sich vielleicht selber als Kind wahrgenommen hat und/oder wurde. Was man vielleicht öffters zu hören bekam oder es auch immer noch tut, um schon mal zu zeigen das man nicht alleine ist. Nach einer kurzen Einleitung, kommt schon ein sehr ausführlicher Selbsttest. Hier werden verschiedene Bereiche angeschaut. Wie Das Fremdbild, Sensorisches, Körperliches, Das Innenleben und Weiteres. So lernst nicht nur du dich besser kennen, weil du anhand der Fragen merkst das anscheinend nicht alle so ticken wie du. Es geht nur darum um zu merken oder etwas so ist oder nicht. Je mehr man ankreuzen konnte je grösser die Wahrscheonlichkeit das du zu den Hochsensiblen gehörst. Dann beginnt der 1. Teil Er beginnt mit einem kurzen Abriss der Forschungsgeschichte zu diesem Thema, denn begonnen hat diese schon mitte der 1880er Jahren. Also bei weitem kein neues Phänomen wie man sehen kann. Sie erklärt auch warum es den Anschein hat das es immer mehr solche Menschen gibt. Weiter geht es dann mit der Erklärung was es ausmacht hochsensibel zu sein. In diesem ersten Teil geht sie auch auf das Thema Hochbegabung und Synästhesie ein. Sie erklärt genau was die beiden Begriffe bedeuten und das auch daseine oder andere miteinander einhergeht.

Im 2. Teil folgt dann eben ein ausführlicher Ratgeberteil, nämlich wie Hochsensible den Alltag meistern können. Wo und wie sie Stress und Reize verringern oder gar vermeiden können. Und das sind wirklich gute Tipps, wer nicht schon seine eigenen Methoden dazu heraus gefunden hat, kann hier sicher Hilfe bekommen, und die, die ihre eigenen Methoden schon haben, finden hier vielleicht bessere ;)

Und zum Schluss finden wir ganz viele Buchtipps zu den einzelnen Theman. Aber was ich noch fast wichtiger finde sind all die interessanten und nützlichen Internetadressen wo man sich weitere Infos holen kann.


Mein Schlussfazit
Ein wirklich kompetentes Buch zum Thema Hochsensibilität. Ich kann es wirklich allen nur ans Herz legen die sich für das Thema interessieren und oder sich aus persönlichen Gründen damit auseinandersetzen wollen.

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Tags: hochsensibel, ratgeber   (2)
 
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