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384 Bibliotheken, 29 Leser, 1 Gruppe, 53 Rezensionen

david hunter, thriller, simon beckett, england, totenfang

Totenfang

Simon Beckett , Sabine Längsfeld , Karen Witthuhn
Fester Einband: 560 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Wunderlich, 14.10.2016
ISBN 9783805250016
Genre: Krimi und Thriller

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13 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

jagd, wildgulasch, dorf, tierschutzaktivisten, wildschwei

Provenzalische Geheimnisse

Sophie Bonnet
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 18.04.2016
ISBN 9783734102974
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Leider konnte mich Band zwei der Serie in der Provence nicht wirklich packen. 
Ob es an dem Umstand lag, dass ich Band eins als gekürztes Hörbuch hörte, diesen gelesenen Band fand ich in langen Strecken langatmig und wirr.
Die angesprochenen Themen: Jagdunfall, Tierschutz, und einigen anderen, die ich jetzt nicht erwähnen möchte, um die Spannung nicht gänzlich zu töten, haben mich durchaus sehr angesprochen.
Aber ob es jetzt an der Umsetzung lag, daran, dass sehr viel Privatleben mit persönlichen Problemen und Beziehungsstress die Spannung killte, oder daran, dass die Figuren recht plump gezeichnet wurden, ich fand den Band um mindestens hundert Seiten zu lang.
Im Dorf Sainte- Valérie sol leine große Hochzeit stattfinden. Doch sie platzt, da der Bruder der Braut am Vortag im Wald erschossen wird. Ist es ein Jagdunfall? Oder stecken andere Motive dahinter, denn der erschossene hatte viele Feinde.
Kommissar Pierre Durand beginnt zu ermitteln, mehr halbherzig und auch nicht so intensiv, mehr aus Neugier, denn er hat Liebesstress mit Charlotte und Ärger mit dem gekauften Bauernhaus.
Mir war dieser Band sehr zerrissen, fand ich den ersten Band sehr gelungen und humorvoll abwechslungsreich, hatte ich hier den Eindruck, ich lese weder Fleisch noch Fisch.
Kindischer Beziehungsstress, vorhersehrbarer Bauärger und halbherzige Ermittlung .... ich war gelangweilt und enttäuscht.
Vielleicht sollte ich diese Serie doch lieber als gekürzte Hörbuchfassung weiterverfolgen.

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37 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

thriller, festa verlag, joe kurtz, privat detektiv, dan simmon

Eiskalt erwischt

Dan Simmons
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Festa Verlag, 06.11.2012
ISBN 9783865521866
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

"Eiskalt erwischt" von Dan Simmons ist genau das, was mich so unsagbar begeistert. 
Diese "lonely riders", diese eiskalten und harten, durchaus brutalen Helden, die für das Gute kämpfen und dabei selbst zum Täter werden. Die, die so sympathisch sind, dass man sie ins Herz schließt, obwohl es eigentlich Täter sind, die man im realen Leben ablehnen würde ....
Also, wer solche Helden gerne liest, der wird sich auch mit Joe Kurtz recht schnell anfreunden. Kaum aus dem Gefängnis entlassen, bricht er wo er geht und steht gegen die Auflagen. 
Spannend und durchaus sehr humorvoll nimmt uns der Autor mit bei der Aufklärung eines Falles für eine große Mafia-Familie.
Joe Kurzt, der nicht nur eine recht pfiffige Bewährungshelferin an der Nase rumführen muss, der vor dem Nichts stehend eine neue Existenz aufbaut, wird von Altlasten fast überrannt. Von allen Seiten lauern Bösewichte, die ihn auslöschen wollen, er scheint vor dem Weg ins Gefängnis nicht wirklich viele Freunde gehabt zu haben.
Ich fand den Thriller sehr lesenswert, ich hatte viel Spaß und Spannung, die mich weiterlesen ließ, obwohl andere Tätigkeiten wichtiger gewesen wären.
Eiskalt erwischt ist ein erster Band und für mich ein gelungener Einstieg in sehr gute, wirklich spannende Unterhaltung. Auch Klassiker-Liebhaber werden nicht zu kurz kommen! Und manchmal, so ganz selten, dachte ich, ich lese eine Art Parodie auf Thriller.
Selbst wenn es so sein sollte, egal, ich habe mich vorzüglich unterhalten und möchte den hartgesottenen, amerikanischen Thriller-Lesern dieses Buch wärmstens empfehlen!

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26 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

london, soho, 10, chief inspector thomas nightingale, zauberei

Schwarzer Mond über Soho

Ben Aaronovitch , Dietmar Wunder
Audio CD
Erschienen bei Jumbo, 09.10.2012
ISBN 9783833730153
Genre: Fantasy

Rezension:

Nach dem ersten Buch der Serie um Peter Grant, diesem "Polizisten in Ausbildung", der zum Zauberlehrling wird, war ich mir nicht sicher, ob ich wirklich die nächsten Bände lesen werde.
Ich wusste, um was es ging, fand es phasenweise absurd, chaotisch, ausbaufähig und lahm.
Vor wenigen Wochen hatte ich dann die Gelegenheit ein aktuelles Hörbuch zu hören und es hat mich begeistert.
Vorgelesen von Dietmar Wunder, der die richtigen Stellen durch seinen eigenen Humor stimmlich entsprechen herausarbeitet und fördert, hat mich die Serie gepackt.
Und es ist wie immer in Serien: Man kennt die Figuren, deren Macken und Kanten und je mehr man hört, desto intensiver wachsen sie ans Herz.
Zurück zu Band zwei: Auch hier viel bekanntes Chaos, Durcheinander und viel viel viel Humor, dieses Mal in Milieu der Jazzclubs Sohos.
Wer wie ich den Kopf voller Sorgen durch die Welt trägt und oft "nicht frei ist", sondern beim Lesen abdriftet, der sollte sich die Serie dringend vorlesen lassen!
Dietmar Wunder ist immer ein Hit! Man sitzt dauergrinsend vor dem Abspielgerät und ist bestens unterhalten!
Irgendwann hat er mich sicher so weit, dass ich auch seinetwegen die Bond Filme kucke - obwohl ich Schwierigkeiten habe, diesen witzigen Mann in der Rolle von Bond sprechen zu hören.
Hier ist er genau richtig und ich bilde mir ein, dass man hören kann, wie viel Spaß er beim Lesen hat.
Peter Grant ist seit den Hörbüchern ein lebhafter, pfiffiger, warmherziger, gerechter, verletzlicher und unendlich komischer Kauz geworden, den ich aus meinem Leben nicht mehr wegdenken möchte.
Gott sei Dank liegt hier schon das nächste Buch! Natürlich als Hörbuch!

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63 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

paris, liebe, malerei, liebesgeschicht, künstlerszene

Rendezvous im Café de Flore

Caroline Bernard
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 14.11.2016
ISBN 9783746632711
Genre: Liebesromane

Rezension:

"Rendezvous im Café de Flore" von Caroline Bernard ist durchaus ein lesenswertes Frauenbuch.
Das sage ich jetzt so ein kleines bisschen deutlich, weil ich den Beziehungsdramen, die im Buch geschildert werden und das verhalten der fiktiven Männer sehr einseitig und "typisch weiblich" dargestellt werden.
Mir hat dieser Teil nicht gefallen, ich fand es überzogen, oft lächerlich und kitschig und nahm mir leider oft auch den Spaß am Lesen.
Daher einen dicken Stern Abzug, wobei ich eher tendiere einen weiteren Stern abzuziehen.
Ich habe mich dennoch entschlossen es bei 4 Sternen zu belassen, weil mich das Buch in das frühere Paris der Künstler und Botaniker entführt hat.
Der Roman ist in zwei verschiedenen Zeiten geschrieben: Heute (diesen Teil hätte ich gerne entfernt) und damals, 1939, kurz vor Ausbruch des zweiten Weltkrieges. 
Und dieser Teil faszinierte mich mehr und mehr. Ich habe selten ein Buch so intensiv und vertieft gelesen wie diese Kapitel. 
Die Autorin versteht es wunderbar, die Begeisterung und die Leidenschaft, die man für ein Thema entwickeln kann, zu  vermitteln. Fast hätte ich selbst zu Farbe und Pinsel gegriffen!
Und es wurde immer spannender: Der Ausbruch des Weltkriegs, die Verdrängung des Geschehens seitens der Pariser, die Übernahme der Stadt, die Begründung der Widerstandsorganisationen, es packte mich der Mut der Pariser, dieses Engagement und Temperament der Bürger, erst hinsichtlich ihrer persönlichen Interessen und dann vereint im Widerstand.
Doch, das ist lesenswert!

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

cotterill, vientiane, drsiri, thailand, volksrepublik laos

Dr. Siri und die Geisterfrau

Colin Cotterill , Thomas Mohr
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Manhattan, 20.06.2016
ISBN 9783442547685
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

"Dr. Siri und die Geisterfrau" von Colin Cotterill ist jetzt vielleicht das vierte Buch der Serie, das ich gelesen habe. Ich habe die Bände weder chronologisch gelesen, noch kenne ich den ersten Band. Hatte ich mit den Bänden zuvor noch manches Mal Probleme mit der absonderlichen Art des Pathologen Dr. Siri Paiboun und dessen "zweites Gesicht", so ist mir in diesem Band seine politische Einstellung, Reaktionen und Meinungen vertraut. 
Ich habe das Buch begrüßt, wie einen alten, lange vermissten Bekannten und war nach wenigen Zeilen "nach Hause gekommen".
Alleine schon wegen dieses Gefühls lese ich sehr gerne Serien. Man muss nicht erst warm werden, sich umschauen, sondern man kennt die Protagonisten, die Räumlichkeiten und die Macken der Figuren.
In diesem Band (inzwischen Band 9!) wird mehr Augenmerk auf Dr. Siris Geisterkontakte, aber auch auf die Lebensgeschichte seiner Frau gerichtet. Sehr interessant!
Jetzt ist mir klar, warum diese Frau so selbstbewusst ist und die ideale Partnerin für den exzentrischen Dr. Siri darstellt!
Und der Autor schafft es tatsächlich mich zum Grübeln zu bringen! 
Es gibt in Laos tatsächlich wiederauferstandene Geister, die als Medien arbeiten? Ich kam aus dem Staunen nicht raus!
Und wie habe ich mich für Dr. Siri gefreut, dass da noch andere "Menschen" sind, die "seine" Geister ebenfalls sehen können und ihm helfen können, mit seiner "Gabe" (falls es denn eine ist. Es könnt auch ein Fluch sein.) umzugehen.
Und es war tatsächlich der erste Band, in dem mir der britische Humor des Autors so richtig bewusst wurde. Ich kam aus dem Schmunzeln und Lachen nicht raus!
Ob ich tatsächlich ebenso begeistert gewesen wäre, wenn ich diesen Band ohne Vorkenntnis gelesen hätte, das wage ich zu bezweifeln.
Ich denke, man muss als Leser schon bereit sein, sich auf diese Geschichte mit allen Facetten einzulassen. Wer mit dem kauzigen Alten nicht warm wird, dem wird generell die gesamte Serie keinen Spaß machen. Und wer Dr. Siri wirklich kennen lernen möchte, der braucht den Ehrgeiz, mehrere Bände durchzuhalten, auch wenn die Krimis an sich oft nicht oberste Liga sind.

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20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

regenwald, urvolk, holzmafia, palmöl, dschungel

Das Verschwinden der Luft

Christian Kahl
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Divan, 17.10.2016
ISBN 9783863270407
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

"Das Verschwinden der Luft" von Christian Kahl ist ein spannender Roman, der die Hintergründe der Regenwald-Abholzung beleuchtet. 
Zum Inhalt: Ein neureicher Multimillionär mit recht wenig politischen Ambitionen stolpert mehr oder weniger zufällig über die Machenschaften der sog. Holzmafia. Er verliebt sich in eine junge Frau, die im Tauchresort arbeitet, um Geld für eine Expedition in den Urwald zu sparen. Sie sucht nach ihrem Bruder, der verschollen ist. Kurzentschlossen finanziert der Millionär einen Großteil der Expedition und begleitet die junge Frau.
Der Roman war wirklich gut und glaubhaft geschrieben. Für mich war es eine Mischung zwischen klassischem und sehr spannenden Abenteuerroman und einem politischen Thriller, angelehnt an die Geschichte rund um Bruno Manser.
Ich persönlich habe das Verschwinden dieses sehr engagierten Umweltaktionisten entweder gar nicht mitbekommen, oder aber längst vergessen. Umso wichtiger sind Autoren wie Christian Kahl, die wieder erinnern, die solche engagierten Menschen nicht vergessen lassen.
Abgesehen von diesen beiden Hauptthemen schwingen aber viele weitere Themen im Roman mit: Dieser Überdruss der Millionäre und deren oft sehr naive Weltanschauung, die sich gerade auch mit Mr. Trump deutlich bestätigt. Die Hintertüren, die relativ simpel zu finden sind, wenn globaler Arten- oder Naturschutz von großen Organisationen in der Politik durchgesetzt werden. Naturvölker, die einerseits traditionsverbunden leben wollen und sich doch dem Fortschritt nicht entziehen können.
Die Geschichte mit dem Anwalt und dessen Probleme und Verhalten wäre sicher noch ausbaufähig gewesen, aber insgesamt hat der Autor bewiesen, dass er nicht nur realitätsnahe Themen mutig und spannend vermitteln kann, er schreibt vielschichtig und nachhaltig zum Denken anregend. Und solche Autoren brauchen wir dringend, werden wir in den üblichen Medien viel zu wenig umfassend und hintergründig informiert.
Ich wünsche mir für Naturvölker dringend mehr Millionäre, die investieren, und mehr Tauchurlaube von Politikern in gefährdeten Zonen, es wird dringend Zeit, dass sich etwas tut.
Vielen Dank für dieses Buch!

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5 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Das sechste Sterben

Elizabeth Kolbert , Ulrike Bischoff
Flexibler Einband: 312 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 11.07.2016
ISBN 9783518466872
Genre: Sachbücher

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61 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

berlin, gefühlschaos, traurigkeit, planlos, erwachsenwerden

Realitätsgewitter

Julia Zange
Fester Einband: 157 Seiten
Erschienen bei Aufbau Verlag, 14.11.2016
ISBN 9783351036584
Genre: Romane

Rezension:

Bevor ich mich eingehender zum Roman "Realitätsgewitter" von Julia Zange äußere, möchte ich kurz erklären, was mein persönlicher Hintergrund ist: Ich stamme aus einer Kleinstadt in Baden-Württemberg, streng katholisch, konservativ, staubtrocken und materiell eingestellt. Nicht Ziel oder Charakter zählt, sondern die Größe des Hauses und der Wert des Autos. Ich kam 1984 nach Berlin um zu studieren ... und bin geblieben. Meine Eltern haben mich gehasst, dafür, dass ich ging, sie waren nicht bereit meine Ausbildung zu finanzieren und unterstellten mir Drogenkonsum und Prostitution, nur weil ich den strengen Sitten entwich.
Ich finde diese laute, hektische, unfreundliche und dreckige Stadt oft zum Kotzen, doch sobald ich Berlin den Rücken kehre, fehlt mir die Luft zum Atmen. Es fehlt mir das Multikulturelle, die Offenheit, die Unkompliziertheit, das lebendige Pulsieren, denn ich habe den Eindruck, der Rest von Deutschland schläft, immer noch beschäftigt damit, nur bis zum eigenen Gartenzaun zu sehen.


Marla ist eine junge Frau. Sie kommt aus einer Kleinstadt, um in Berlin zu studieren. Nach nur 14 Tagen bricht sie gelangweilt das Studium ab und versackt wie viele junge Leute in den Parties von Berlin. Haufenweise Kontakte, aber keine Bindung, viel buntes Treiben, aber keinen festen Boden.
Völlig unvorbereitet auf das Leben, kein wirkliches Ziel vor Augen, beginnt sie zu trudeln.

Mir persönlich, die sich über 30 Jahre ständig anhören musste, dass Berlin "nicht normal" sei, wurde erstmals -Dank dieses Buches- klar, dass tatsächlich die Leute außerhalb Berlins das eigentliche Problem sind.
Unfähig, sich auf die eigenen Kinder einzustellen, nicht mal ein nettes Gespräch ist möglich, wirft man diese lieber aus dem Haus.
Amüsiert lese ich die bisherigen Rezensionen zu diesem Buch und sehe: Wer das Leben in Berlin nicht gelebt hat, der kennt den Sog nicht. Es gibt hier keine sicheren und gut bezahlten Arbeitsplätze, sondern Jobs, es gibt keine Häuschen mit park-ähnlichen Gärten, sondern Mietbuchten, alte. verwohnte, schmuddelige Wohnungen, die man sich alleine, trotz drei Jobs, nicht mehr leisten kann. "Freundschaft" existiert nicht, selbst Partnerschaften und Ehen sind hier oft nur Schein und haben nichts gemein mit den herkömmlichen festen Bindungen.
Und ich möchte jetzt verdammt nochmal nicht hören, wer schon mal für 6 Monate in Berlin zu Besuch war und in topmoderner Wohnung wohnte, oder wer als Tourist davon nichts mitbekam. Ich rede hier vom Leben als mittelloser Student, der von Restdeutschland nach Berlin kommt und hier Fuß fassen muss. Man passt nicht mehr dahin, wo man herkam.... vermutlich wäre man sonst auch nie aufgebrochen. Aber wenn man hier nicht ein klares Ziel hat, dann wird man gefressen, schneller als man gucken kann.
Ich wünsche mir für dieses Buch empathische Leser, die die Zwischentöne vernehmen.

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89 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 59 Rezensionen

kanada, sport, laufen, olympische spiele, familie

Die Frau, die allen davonrannte

Carrie Snyder , Cornelia Holfelder-von der Tann
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei btb, 13.06.2016
ISBN 9783442754649
Genre: Romane

Rezension:

"Die Frau, die allen davonrannte" von Carrie Snyder.
Die Autorin hat sich intensiv mit den Rechten der Gleichberechtigung im Sport auseinandergesetzt. Ich finde es toll, mit welcher Inbrunst und welcher Energie sie sich da aufregt. Der 800 Meter Lauf der Frauen, der 1928 in Amsterdam für einen Skandal sorgte, war dann der Auslöser für diesen Roman.
Allerdings stellt sie sämtliche Tatsachen um, so dass es eine völlig fiktive Geschichte ist, die man da liest. Allerdings, und dies fand ich sehr gefühlvoll und eindringlich, schildert sie das Abgleiten in eine hilflose Depression, die so manch einen Sportler früher unvorbereitet nach großen Siegen traf.
Kurz zum Inhalt: Carrie Snyder erzählt die Lebensgeschichte einer Langstreckenläuferin, die Kanada 1928 in Amsterdam bei der Olympiade vertritt. Sie erzählt von der Kindheit, der Armut, dem Drang zu Laufen in einer Art, dass man kaum aufhören kann zu lesen. Ich habe lange kein so toll geschriebenes Buch mehr gelesen, es hat mich völlig eingelullt.
Was muss das für eine Zeit gewesen sein, mit unpassender Kleidung, schweren Schuhen, blutenden Blasen und schlechter Ernährung solche Zeiten zu laufen! Schwimmtraining in eiskaltem, dreckigem Wasser!
Carrie Snyder erschafft mit Aganetha eine Protagonistin, die wohl jeden Leser in den Bann zieht. 
Aber, und davor sei gewarnt: Es ist eigentlich eine sehr düstere und traurige Geschichte. Nicht nur, dass Aga bereits 104 Jahre alt ist, als wir sie kennenlernen, sondern es ist auch ein Lebensbericht einer Frau, die trotz Gewinn immer verloren hat! Die nie wirklich DIE Chance hatte, aus ihrem Leben etwas passendes zu machen. Teils weil die Zeit eben war, wie sie war, teils weil sie die Chancen nicht nutzte, weil sie eher introvertiert und nachgebend den anderen den Vortritt ließ. 
Sie war nicht nur die Frau, die allen davonrannte, sondern die, die auch selbst vor allem davonrannte.
Mich hat das Buch berührt, melancholisch gestimmt und hilflos zurückgelassen.
Ich war froh, dass ich parallel fröhlichere Bücher lesen konnte, das Buch hat mich unglaublich verbittert und nach unten gezogen.

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4 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

hörbuch

Am Gletscher

Halldór Laxness , Bruno Kress , Peter Jordan , Peter Jordan
Audio CD
Erschienen bei HörbucHHamburg, 15.07.2011
ISBN 9783899031522
Genre: Romane

Rezension:

Als ich zum Hörbuch "m Gletscher" von Halldór Laxness griff, war ich mir überhaupt nicht im Klaren, was ich da grade einpackte.
Dass diese Geschichte schon ein halbes Jahrhundert alt ist, neu aufgelegt, gar kein typischer Krimi, und aus der Feder eines Nobelpreisträgers für Literatur 1955 stammt, das hatte ich so gar nicht im Auge.
Mich hatte das Cover angezogen, der titel klang nach Krimi und Kurzweil und überhaupt hatte ich grade Zeit. Ich war mir auch sicher, das buch schon auf diversen Verkaufstischen im Handel gesehen zu haben und dacht mir, perfekt, dann kann ich hören und muss nicht einmal lesen.
Kaum mit der ersten CD begonnen, wurde mir klar, dass ich da eine ganz besondere, etwas schräge Praline in den Einkaufskorb gelegt hatte, und ich begann zu recherchieren.

"Am Gletscher" ist für mich ein Potpourri aus ganz unterschiedlichen Zutaten: Religion, Mystik, Ethik, Humor, Schabernack, Psychologie, Sekten, Philosophie, Astronomie, Politik und sogar Quantenmechanik um nur einige zu nennen!
Es handelt von einem Nachwuchs Theologen, der vom Bischof nach Island entsendet wird, um dort in einer abgelegenen Gemeinde nach dem Pfarrer zu sehen. Dieser scheint seiner Aufgabe nicht nachzukommen: Kinder werden nicht getauft, Tote nicht bestattet, die Kirche nicht gepflegt, keine Messen gehalten.
Sehr jung, naiv und wenig lebenserfahren, aber unerschrocken macht sich der junge Theologe auf die Reise. Er sucht den Pfarrer und spricht mit den Bewohnern. Gewissenhaft führt er Tagebuch und zeichnet alles auf, ohne selbst Urteil zu fällen.

Ich gestehe, ich war sehr verwundert, in Gefahr das Hörbuch abzubrechen, aber dann packte es mich, und ich lauschte mit wachsendem Vergnügen diesem skurrilen und humorvollen Ideenreichtum des 1998 verstorbenen Autors. Ich staunte, wie weitsichtig, reif und altklug er Dinge beschrieb, die zu seiner Lebenszeit nicht im Fokus standen, lachte über diese trockenen, oft schwarz-humorigen Passagen, die durch den naiven Theologen erst so richtig zur Geltung kommen und fand diese pausenlosen Crashs von festgefahrenem Christentum und dem Leben im Extrem mit völlig anderen Lebensumständen einfach köstlich und genial!

In diesen wenigen Seiten stecken so viele Anregungen, so viele philosophischen und psychologischen Aussagen, ich wäre als Aufzeichnender längst geflohen, oder hätte den Glauben an den Nagel gehängt.
Ich habe mich ganz wunderbar amüsiert und unterhalten und freue mich, dass ältere Literatur auch heute so viel Freude schaffen kann. Vielen Dank für die Neuauflage und die Gelegenheit!

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36 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

terror, thriller, vorsätzlicher mord, sprengstoff, vergeltun

Corporate Anarchy

Nils Honne
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Divan, 15.10.2016
ISBN 9783863270384
Genre: Romane

Rezension:

"Corporate Anarchy" von Nils Honne hat mich gleich mehrfach überrascht. Da ich vom divan Verlag mehrere Bücher zu liegen hatte, hatte ich dieses Buch erst mal liegen lassen, die Inhaltsangabe fand ich nicht annähernd interessant wie die der anderen Bücher .... weit gefehlt. Es ist mit Abstand das Beste der drei Gelesenen, auch wenn der Inhalt oft trocken und langatmig scheint.
Es beginnt sehr humorvoll: Der Leser lernt Marvin kennen, einen jungen Mann, der an unserer Konsumgesellschaft mit den Lügen, Korruptionen und Umweltgiften verzweifelt. Beeindruckend, in wie vielen Themen der junge Mann Hintergrundwissen besitzt, wo er Inhalttsstoffe nach Gefahrenklasse und Nebenwirkungen kennt, und mit was er sich neben seinem Beruf als Werbetexter alles beschäftigt.
Es grenzt schon an wahnhaftem Verhalten und schon auf den ersten Seiten hätte ich mir psychologische Begleitung oder wenigstens Gleichgesinnte mit festerer Bodenhaftung für Marvin gewünscht.
Auf einer Demo eskaliert ein Streit zwischen Demonstrierenden und der Polizei und Marvin erhält vermeintliche Hilfe.
Er wird gerettet und kommt in eine Art Kommune der Aussteiger, die sich die Rettung der Menschheit als Ziel gesetzt hat. Die Umsetzung und die Methoden lassen zweifeln und haben mich auf ganz andere Art beschäftigt:
Ob Schwerverbrecher oder Firmenchef, wessen Ansichten sind "richtig"? Wer ist fähig falsches Tun zu erkennen und sein Verhalten zu ändern? Und wer redet sich seine Taten einfach nur schön? Und wie kann man Leute bekehren, ab wann und wie setzt eine Erkenntnis des Falsch-Verhaltens ein?!?
Mich hat das sehr beschäftigt, da ja oft Schwerverbrecher offenbar geläutert in die Freiheit entlassen werden, aber woran erkennt man, dass diese Erkenntnis wirklich echt ist?!?
Mit dem Anfang des Romans nimmt der Autor das Ende scheinbar vorneweg, aber der Weg dahin ist manchmal wirklich spannend, auch wenn langatmig, so doch nötig und in sich logisch und schlüssig ... und am Ende ist dann doch vieles nicht so, wie es anfänglich schien.
Ich finde diese Thematik mit der Art der Umsetzung einfach genial! Ich wusste nicht, dass wir auch in Deutschland Autoren haben, die ernsthafte Missstände amüsant und spannend ohne erhobenen Zeigefinger vermitteln können und nach drei Romanen steht der divan Verlag für mich an wichtiger, vorderer Stelle, wenn es um interessante, aktuelle Themen in spannenden und lesenswerten Romanen geht.
Weiter so!

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17 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 14 Rezensionen

schleuser, beirut, berlin, familie, libanon

Berlin – Beirut

Gitta Mikati
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Divan, 15.09.2016
ISBN 9783863270360
Genre: Romane

Rezension:

"Berlin Beirut" ist ein sehr spröder Roman aus den 70igern des vergangenen Jahrhunderts zu Zeiten des Bürgerkrieges im Libanon. Die Autorin Gitta Mikate greift dieses Thema in ihrem Debüt auf, schildert die damalige politische Situation in der DDR und in West Berlin. Sie beschreibt diesen Menschenhandel, der von der DDR initiiert tausenden von Arabern ein sicheres Leben in der DDR versprach, letztendlich aber eine illegalen geheime Abschiebung nach West-Berlin beinhaltete, wo sich wiederum gewitzte Deutsche an der Hilflosigkeit der Männer bereicherten. 
Die Autorin lüftet den Vorhang und lässt den Leser einen Blick hinter die alten, schweren Brokatvorhänge der Berliner Diskotheken und bekannten Etablissements werfen, wo wir Dreck, Lügen, illegale Geldwaschanlagen und asoziale, nicht humane Vorgänge erblicken.

Wie ist es heute? In Berlin gibt es Riesenhallen vollgestellt mit Billigpritschen, ohne Sanitäranlagen oder Küchen, in denen Flüchtlinge schlimmer als Schweine zusammengepfercht über Monate und Jahre wohnen müssen, jeden Tag bedroht von Ausweisung, ohne jegliche Chance auf Arbeit und Wohnung, aber in Gefahr vor wütenden Deutschen, die vor den Toren Naziparolen brüllen. Die Frauen werden vergewaltigt, oft von den deutschen Sicherheitsbeamten, die sich einen Spaß daraus machen, diese Frauen mit Handys zu filmen, wenn diese duschen oder ihre Kinder stillen ... und niemand tut etwas dagegen!

Hinter dieser politischen Situation, und der leider recht eindeutigen Aussage des Romans, dass Araber hier nicht herpassen, alle lügen, illegalen Geschäften nachgehen (weil man ihnen im Grunde keine Chance für legale Geschäfte gibt, aber das ist nicht Inhalt des Romans!), kriminell sind und immer in undurchsichtigen, verlogenen Geschäften verstrickt sind, habe ich mehr als Bauchschmerzen!

Ich kann gar nicht beschreiben, wie unangenehm mir das Lesen wurde, wie entsetzt ich bin, dass die deutschen Menschenhändler noch bedauert werden und volles Verständnis finden, während wieder und wieder die Araber als Übel darstellt werden.
Wobei ich nicht der Autorin eine Absicht unterstelle, aber leider lesen Leser das, was sie lesen wollen.

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42 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 31 Rezensionen

motorrad, reisebericht, christopher many, weltreise, overlander

Hinter dem Horizont rechts

Christopher Many
Flexibler Einband: 520 Seiten
Erschienen bei Delius Klasing, 12.09.2016
ISBN 9783667105639
Genre: Sonstiges

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(20)

25 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

australien, zirkus, reisebericht, clown, artisten

Clown Under

Andreas Schaible
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 14.10.2016
ISBN 9783404609130
Genre: Sachbücher

Rezension:

"Clown Under" ist eine Art Bericht von Andreas Schaible über seine Erfahrung als Mitarbeiter eines renommierten australischen Zirkus. Ein halbes Jahr begleitete er den Zirkus, arbeitete erst als Reinigungskraft und stieg dann auf ins aktive Feld der Darsteller.

Das Buch liest sich leicht, ist nicht schlecht geschrieben,. Aufgelockert durch einige Bilder bekommt der Leser auch eine Ahnung von der heutigen Zirkuswelt jenseits der Tage der Kuriositäten Darstellung und Tierqualen.
Ich habe mir nach dem Lesen etwas Zeit zur Beurteilung genommen. Ich war im Zwiespalt: Als ältere Leserin konnte ich über die manchmal doch sehr unreifen und naiven Ansichten nur schmunzeln, andererseits hat Andreas Schaible meinen vollen Respekt für seinen Mut, entgegen seiner Ängste das Leben zu erkunden und immer positiv und freundlich auf Menschen und Situationen zuzugehen.
Mir selbst ist diese positive Einstellung aufgrund mancher Schicksalsschläge verloren gegangen, aber ich kann mich erinnern, dass auch ich in jungen Jahren neugierig und erkundungslustig war und meine Träume entgegen den pessimistischen Prophezeiungen meiner Mitmenschen und Familie einfach umsetzte. Und dabei war ich sicher in vielen Bereichen noch blauäugiger und  naiver als Andreas Schaible.
Aber ich bin eben heute einige Jahrzehnte älter, mich berührte nur weniges von dem, was ich gelesen habe.
Dazu kommt, dass der junge Autor hervorhebt, wie angenehm und erfüllend ein Leben ohne Technik, ohne Internet, Computer und Handy doch sein kann, vom Leser aber im Grunde verlangt, die zahlreichen Codes im Buch abrufen zu können. Ich konnte es nicht und fühlte mich dadurch regelrecht verschaukelt und ausgeschlossen.
Im Grunde erinnerte mich das Buch an frühere Zusammenkünfte, wenn Freunde vom Urlaub erzählten, man endlos im Dunkeln sitzen musste, um sich monotone Dias anzusehen, die für Nicht-Mitreisende so gar keinen Unterhaltungs- oder Erinnerungswert hatten.
Was mir allerdings wiederum sehr imponierte ist das soziale Engagement des Autors. Das Buch hat durchaus Vorbildfunktion für jüngere Menschen, die an der Schwelle zum eigenen Leben stehen.
Aber dafür ein Buch höher bewerten? 
Ich bin wirklich lange in mich gegangen.
Da ich aber leider nur wenige wirkliche Informationen rund um Zirkus oder besonders Australien erhalten habe -ich kann selbst nicht reisen und hungere nach Input über das Leben in Ländern, die ich selbst niemals sehen werde!- bin ich doch zu drei guten Sterne zurückgekommen.
Alles Gute für die Zukunft!

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14 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

dresden, 2. weltkrieg, mord, frank goldammer, kommissar

Der Angstmann

Frank Goldammer , Heikko Deutschmann
Audio CD
Erschienen bei Der Audio Verlag, 23.09.2016
ISBN 9783862318308
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

"Der Angstmann" von Frank Goldhammer habe ich in der ungekürzten Hörbuch Ausgabe als MP3 vorliegen.
Das Hörbuch ist sehr gut gelesen von Heikko Deutschmann. Es war überhaupt kein Problem stundenlang zuzuhören und dem Plot zu folgen. 
Was mich allerdings wirklich begeisterte ist weniger der Krimi, der um den Kriminalinspektor Max Heller gesponnen ist, sondern die Eindrücklich geschilderten Szenen der Bombardierung und Zerstörung Dresdens und der Besetzung durch die russischen Soldaten.
Mir standen die Haare zu Berge, wenn ich mit den Protagonisten im Luftschutzbunker saß, mir wurde schlecht, wenn ich diese Schockszenen der herumirrenden Kinder und traumatisierten Leute mitanhörte.
Also näher an der Geschichte kann ein Krimi während der damaligen Zeit nicht sein. Man hat so oft Filmmaterial über die Verschleppung der Juden gesehen, diese Bilder aus dem KZ, aber hier traf mich die damalige Situation von einer ganz anderen, völlig unerwarteten Seite.
Max Heller ist Kriminalinspektor mit Leib und Seele. Er beschäftigt sich, immer wieder unterbrochen vom Fliegeralarm, mit Mordfällen, die einen Serientäter vermuten lassen. Schnell ist nach der ersten Frauenleiche ein Verdächtiger gefasst und vorab verurteilt. 
Aber es tauchen immer neue Leichen auf, die auf den gleichen Täter schließen lassen, aber nicht zum verurteilten Mann passen.
Max Heller ermittelt in einem unsicheren Dresden, behindert durch Einsparungen, in Gefahr als Hitler-Verachter aufzufliegen und kommt dem Täter sehr nahe. Und just an diesem Abend treffen erstmals Bomben und Dresden liegt in Schutt und Asche. Heller ist sich sicher, dass der Mörder diesen Abend nicht überlebt haben kann ----- aber das Morden geht weiter.
Mich hat das Buch sehr beeindruckt. Gewöhnlich höre ich Hörbücher nebenbei, aber bei diesem Buch habe ich irgendwann alle anderen Tätigkeiten eingestellt und saß nur noch lauschend vor dem Player.
Auch wenn in der heutigen, aggressiven Jugend die damalige Stimmung nicht mehr ankommt, in meiner Generation löst ein solches Buch dicke Gänsehaut aus und die Gewissheit, dass solche und ähnliche Zeiten auf alle Fälle vermieden werden müssen.

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213 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 109 Rezensionen

thriller, wald, junggesellinnenabschied, ruth ware, mord

Im dunklen, dunklen Wald

Ruth Ware , Stefanie Ochel
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 23.09.2016
ISBN 9783423261234
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

"Im dunklen, dunklen Wald"  ist das Debüt von Ruth Ware. 
Die Autorin schreibt recht gut. 
Was mich von Anfang an erstaunte, ist die Tatsache, dass ich der Autorin glaubhaft folgte. Wenn man den Plot mit Abstand betrachtet, dann kommt Unglaube und Zweifel, aber während man liest, ist alles nicht nur glaubhaft, sondern schlüssig.
Wie macht die Autorin das? 
Leonora ist eine sehr seltsame Protagonistin. Erst 26 Jahre alt erschien sie mir von der ersten Zeile an wie eine alte, verbrauchte und von der Welt abgewandte Person. Sie erhält eine Einladung zum Junggesellinnenabschied einer früheren Freundin per e mail von einer unbekannten Frau. 
Ich selbst hätte sofort abgesagt, aber die Autorin schafft es hier zum ersten Mal, nicht nur eine Zusage plausibel zu machen, sondern den Leser glauben zu lassen, dass eine Absage völlig abstrus gewesen wäre.
Und diese Technik wiederholt sich unzählige Male.
Legt man das Buch aus der Hand und pausiert, versteht man oft die Welt nicht mehr, zieht vieles in Zweifel, sobald man liest, wird man von dieser ruhigen Art des Erzählens eingelullt. 
Und so ganz langsam baut sich das Grauen auf.

Ich meine, jetzt mal ehrlich. Ich selbst habe nie geheiratet, wozu auch? Ich war auch nie auf einer Hochzeit, da in meiner Umgebung kaum jemand heiratete, und wenn, dann hochschwanger mal eben schnell vor der Geburt.
Feiert man einen Junggesellinnenabschied mit nur wenigen Leuten, die sich noch nicht einmal kennen und teils über Jahre keinen Kontakt zur Braut hatten, in einer dunkeln, abgeschiedenen und kalten Hütte im tiefen Wald ohne telefonische Verbindung,  indem man unheimliche und verletzende Spiele spielt?
Ich dachte immer, es wäre ein fröhliches Besäufnis mit Männerstrip. 
Aber, ich kann das nur wiederholen: Während man das Buch liest, scheint es plausibel und man geht als Leser mit der Geschichte mit. 

Die Autorin arbeitet mit vielen bekannten Effekten, steht auch dazu, da sie die Quelle oft selbst benennt. Aber sie schafft es auch, diese Elemente neu zu richten und anders zu nutzen, so dass man nach Beenden des Buches erst mal atemlos und verwirrt zurück bleibt.
Ob die Autorin schon am nächsten Buch schreibt? Und ob das dann ein klassischer Horror wird? Das Zeug dazu hätte sie.

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südstaaten, mystery, banküberfall, trilogie, horror

Niceville

Carsten Stroud , Dirk Gunsteren
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 07.03.2013
ISBN 9783832162122
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Steife Prise

Terry Pratchett , Gerald Jung , Jens Wawrczeck
Sonstiges Audio-Format
Erschienen bei Der Hörverlag, 24.09.2012
ISBN 9783867178846
Genre: Romane

Rezension:

"Steife Prise" von Terry Pratchett habe ich mir von Jens Wawrczeck vorlesen lassen, ungekürzt mit immerhin 940 Minuten Laufzeit. Ich kannte natürlich die Scheibenwelt, habe aber nie den vollständigen Zugang gefunden und war oft angesichts der zahlreichen Bücher erschlagen und überfordert. Bisher beschränkte ich mich um die Geschichten von Oma Weh und deren Enkelin, will sagen: Steife Prise war mein erster Kontakt mit Kommandeur Samuel Mumm.
War es erst etwas zäh, sich auf diese andere Welt einzulassen, fand ich bald Gefallen an diesem aufrichtigen und bodenständigen Mann, Vater eines kleinen Jungen und Ehemann einer recht intelligenten und pfiffigen Frau.
Samuel Mumm wird zum Urlaub gezwungen, auf dem Land, genauer, dem Familiensitz der Ehefrau, die in gut betuchter Gesellschaft aufwuchs.
Sah Mumm anfangs hinter jedem Grasbüschel ein Verbrechen, wurde er bald selbst festgenommen und schaffte es mühelos in alle erdenklichen Fettnäpfe und auf alle noch so abstrusen Schlipse zu treten.
Ich habe mich wunderbar amüsiert, nicht nur wegen des bekannten Wortwitzes des leider inzwischen verstorbenen Autors, sondern auch über Mumm, dem aufrichtigsten Menschen der Scheibenwelt.
Und immer wieder staunte ich, wie Pratchett es schaffte, ein ernsthaftes Problem unserer Gesellschaft, sei es anderen Kulturen oder Tieren gegenüber so amüsant zu verpacken und doch deutlich beim Namen zu nennen.
Wie schön wäre es, wenn mehr Mumms auf dieser Welt wären, und wie toll, wenn sich unsere heutigen Probleme auch auf diese Art lösen ließen.
Was ich aber auch bemerkte: Gelesen wirklich spannender als zu lesen, werde ich mir jetzt doch nach und nach die Reihe zu Gemüte führen. Es gab so viele Momente, in denen ich dachte, hätte ich jetzt mehr Kenntnis über Mumm und dessen Welt, dann wäre es vermutlich noch lustiger gewesen.
Nichtsdestotrotz: Auf alle Fälle empfehlenswert, auch in nicht chronologischer und vollständiger Abfolge!

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buck schatz, memphis/tennessee

Der Alte, dem Kugeln nichts anhaben konnten

Daniel Friedman , Teja Schwaner
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 12.10.2015
ISBN 9783746631530
Genre: Romane

Rezension:

Schon lange wollte ich dieses Buch lesen und hatte endlich die Gelegenheit. 
So lustig, wie man nach dem Titel "Der Alte, dem Kugeln nichts anhaben konnten" denken könnte, ist das Buch nicht.
Daniel Friedman, überraschend jung als Autor dieses Buches, hat mich gleich mehrfach irritiert.
Das Thema im Hintergrund ist das sog. Nazigold. Bestechung von Nazis mit Geld, mit denen sich manche Juden offenbar freikauften, unrechtmäßige Aneignungen, Gelder und Wertsachen, die in unsauberen, privaten Quellen verschwanden und Nazis, die im Ausland unter Decknamen sich ein schönes Leben machen.
Interessant? -Auf alle Fälle!
Hatte ich das erwartet? - Ganz bestimmt nicht.
Vermutlich hielt ich gedanklich an Cotrill`s Dr. Siri fest, Buck Schatz ist jedenfalls etwas völlig anderes. Ein ganz anderes Kaliber an Frust, Sturheit und Lebensweisheit.
Und das ist auch gut so.
Blieb mir in den ersten Kapiteln das Lachen wirklich im Hals stecken -mein Güte, wie kann man so unfreundlich sein!- erschloss sich mir der verschrobene Charakter mit jeder Seite und jedem Kapitel von neuer Seite.
Es ist schon ein ernsthafterer Krimi mit politischem Hintergrund, ein Roman, der nachdenklich macht, ein Thema, dass ich bei einem so jungen Autor in dieser Form niemals erwartet hätte und der mich doch packte.
Der Humor kam dann auch nicht zu kurz, ist aber eher hintergründig und damit wieder genial.
Ich freue mich auf den nächsten Band und hoffe auf viele weitere Bücher, immer in der Angst, dass diese alten Herren doch wegsterben, bevor ich genug gelesen habe.

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27 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

boxen, familie, hass, rocker, hoffnungslosigkeit

Großer Bruder Zorn

Johannes Ehrmann
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 11.03.2016
ISBN 9783847906018
Genre: Romane

Rezension:


"Großer Bruder Zorn" von Johannes Ehrmann ist ein weiterer, gelungener Berlin Roman.
Schauplatz des Romanes ist der Bellermann Platz im Wedding. Einer der Multikult Plätze, an denen nicht nur viele verschiedene Nationalitäten, sondern auch verschiedene Schichten Tür an Tür wohnen. Ein Stadtbezirk, auch ab und zu in den Schlagzeilen wegen der Motorrad-Gangs und blutiger Gewalt.
Der Roman ist recht vielschichtig, denn er fängt  dieses multikulturelle Dasein, dieses Sich-durchs-Leben schlagen und doch nicht vorwärts kommen, sehr gut ein.
Da leben Säufer, die in ihrer früheren Kriegsgeschichte verhaftet blieben, neben frühen Müttern, neben jungen Kerlen, die nicht wirklich wissen, was sie im Leben anfangen sollen und froh sind, die Zeit hinter Ladentheken von schmuddeligen Abkömmlingen früherer "Tante Emma"-Läden abzuhängen, alle träumen in ihrem schmalen Horizont vom Glück, vom Sinn und vom Leben. 
Mich persönlich packte schon der Prolog. Nicht nur durch den schroffen Schreibstil, der so typisch den Berliner Flair wiedergibt, sondern auch die Atmosphäre, die zwar phasenweise sehr düster ist, aber eben auch so realitätsnah.
Ich habe fast 15 Jahre im Wedding gelebt, für mich eines der schönsten Stadtbezirke Berlins, aber auch einer der Bezirke mit der höchsten Kriminalität, deren Opfer ich ebenfalls wurde.
Ich hatte tatsächlich einen flash back nach dem nächsten, habe wieder von meiner früheren Wohnung geträumt und trotz der Gewalt, die ich dort erlebt hatte, überrollte mich Heimweh und  Sehnsucht.
Der Roman ist so lebensnah, so wirklich, gleichzeitig spannend und trotz des harschen Schreibstils, wachsen die Figuren zunehmend ans Herz.
Wenn ich las, dann verschwand ich für Stunden in den Seiten, alles um mich vergessend und hatte immer große Probleme, nach dem Zuklappen in meine eigene Realität zurück zu finden.
So wünsche ich mir Romane, so wird Lesen zur Bereicherung, 

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hörspiel

Der Polarforscher

T. C. Boyle , Dirk van Gunsteren
Audio CD: 1 Seiten
Erschienen bei DHV Der HörVerlag, 01.10.2009
ISBN 9783867174800
Genre: Historische Romane

Rezension:

"Der Polarforscher" ist ein recht kurzes Hörspiel: Nur 55 Minuten lang entführt T.C.Boyle in frühe Zeiten, als Männer noch Entdecker waren und Forscher Sinn in Unternehmungen fanden. 
Mit lautem Feiern und übervoll von Glück verabschiedet man sich von den Lieben, absolut überzeugt ein erfolgreiches Abenteuer vor sich zu haben. Eine Arroganz und Selbstüberschätzung, die ihresgleichen sucht. Unterwegs geschlemmt, gefeiert und siegessicher. Warnungen oder Probleme gescheiterter Forscher schlägt man in den Wind, hört gar nicht ernsthaft hin ... und läuft ins Unglück.
Diese 55 Minuten haben mich zeitlich in die Vergangenheit zurückversetzt, in eine Zeit, in der man Naturgewalten völlig unterschätzte. Statt von einheimischen Eskimos zu lernen, distanziert man sich von diesen wilden, ungebildeten Leuten.
Und man kann in keinster Weise abschätzen, wie kalt es wird, was Kälte ausrichtet, wie grausam und unerbittlich man in der Nähe des Nordpols an und über die Grenzen des zivilisierten Lebens geführt wird. Wie armselig doch die Überheblichkeit der früheren Forscher und Entdecker war. 
Für nur 55 Minuten sehr eindrücklich und nachhaltig beeindruckend.

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abenteuer, salomon, archäologie, daphne niko, thriller

Das Rätsel Salomons

Daphne Niko , Madeleine Seither
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Luzifer-Verlag, 31.08.2016
ISBN 9783958351561
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Was auch immer ich erwartet habe, die Geschichte konnte mich nicht packen.
"Das Rätsel Salomons" von Daphne Niko las sich für mich wie ein verkappter Liebesroman im Kleid eines Indiana Jones Verschnitt. Ständig sind die Protagonisten in Lebensgefahr, eigentlich schon tot ... und doch gibt es Fortsetzungen, weil sie auferstanden sind. Wie öde.
Ich habe wirklich zunehmend Probleme, Menschen, auch Protagonisten eines Romans, ernst zu nehmen, wenn sich diese fortdauernd unreif und kindisch benehmen.
Hier beginnt die Geschichte mit einer Grabung, Funden, Überfällen, gefolgt von Bedrohung und Übergriffen mit Raub. 
Wirklich verstanden und rein gefunden habe ich erst nach über hundert gelesenen Seiten, als eine biblische Geschichte in Vordergrund rutschte. Dazwischen wieder unverständliches Hin und Her, bis es dann wieder um Erdölfunde im Mittelmeer und der politisch brisanten Lage der Bohrung ging.
Gelesen als e book, in diesem Falle nicht unbedingt ein Nachteil, da tatsächlich weder Kartenmaterial, noch begleitende Fakten die fiktive Geschichte vertieften, aber in der Danksagung wird dann klar: Die Autorin hat zu einzelnen Themen bei erfahrenen Wissenschaftlern recherchiert, was die unterschiedliche Qualität der einzelnen Kapitel logisch erklärt: Wann immer Fakten, politisch oder Bibel- wissenschaftlich im Fokus standen, zurückgegriffen wurde zu Wissen und Kenntnis, bekam die Geschichte einen interessanten Pepp, nahm Geschwindigkeit auf, wurde logisch und interessant. So beispielsweise auch eine Kletterszene. 
Aber sobald die Autorin in ihre eigene erfundene Welt driftet, Herzschmerz, emotionaler Wirrwarr, Eifersüchteleien und zwischenmenschlicher Kram, zuzüglich einer wahnhaften Störung, die leider nicht mit Hilfe von Psychologen oder Psychiatern entwickelt wurde, wurde es unglaubwürdig, affig und uninteressant. 
Und irgendwie bin ich dem Alter der erfundenen Abenteuergeschichten mit Herzschmerz entwachsen. Mich interessieren heute Fakten, Wahrscheinlichkeiten und ermittelte Daten, schade, dass sich die Autorin nicht darauf konzentrierte, es hätte für einen ausgezeichneten Thriller vollkommen gereicht.

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jack reacher-roman, verschwörung, washington, krim, thriller

Die Gejagten

Lee Child , Wulf Bergner
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 27.06.2016
ISBN 9783764505424
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Mit "Die Gejagten" habe ich es jetzt geschafft, doch eine beachtliche Menge Romane von Lee Child chronologisch zu lesen! 
Früher habe ich grundsätzlich Bände und Serien von vorne begonnen und bin dann meist irgendwann gelangweilt stecken geblieben. Mit zunehmendem Alter habe ich die Zeit nicht mehr und steige oft quer ein, meist bleibt es dann bei wenigen Büchern, die ich sporadisch lese.
Nicht so mit den Büchern über Reacher. Nicht nur, dass ich es genial finde, dass ein englischer Jurist in die USA auswandert, um dann dort NUR eine Serie zu schreiben, die nicht nur weltweit bekannt wird, sondern auch das gesamte System Amerikas kritisiert, ich wundere mich seit Jahren, dass Lee Child nicht des Landes verwiesen wird.
Jack Reacher ist ein Mann im besten Alter, ehemaliger Militärpolizist, desertiert und vagabundiert in den Staaten als Landstreicher. Wo immer er hinkommt, stolpert er in und über fassungslose Misstände der USA. Ob Drogendeal in der Army, Verseuchung mit radioaktivem Material, Fehden fernab jeglichem Recht, Tragödien im FBI ... , Lee Child zerrt mit unermüdlichem Eifer mittels Jack Reacher alles ans Tageslicht, dabei lässt er nicht nur eine hohe Intelligenz, umfangreiches Wissen, sondern auch einen tollen Humor durchblitzen.
Je mehr Bände erscheinen, desto mehr erfährt der Leser über diesen einzigartigen Charakter, amüsiert man sich über die Katz- und Maus-Spiele und gewinnt einen Einblick in die Verlogenheit der Army und der Machenschaften der Oberbosse.
Und so passiert, was mich wirklich fasziniert: Ich lese inzwischen jeden Band, so bald er erschienen ist, warte sehnsüchtig auf die nächste Ausgabe und bin absoluter Fan.
In diesem Band erfährt man viel über Reachers frühere Tätigkeit. Er kehrt zurück in sein früheres Büro, weil er sich in seine Nachfolgerin verliebte. Aber sie ist nicht da. Stattdessen erwarten ihn zwei Anklagen, er wird wieder reaktiviert und aktives Armymitglied und muss sich um eine unbekannte Tochter kümmern.
"Die Gejagten" las sich mit neuer Rekordgeschwindigkeit, nicht nur, weil es spannend, lustig und facettenreich ist, sondern weil ich das Lesen nicht als Lesen empfinde.
Zurück aus dem Buch, habe ich nur einen Wunsch: Vergesst doch Clinton und Trump. Reacher for president!

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40 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 18 Rezensionen

konfuzius, antike, philosophie, aristoteles, heilmittel

Denken heilt!

Albert Kitzler
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Droemer, 01.09.2016
ISBN 9783426277058
Genre: Sachbücher

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