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18 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

inkubi, london, gefahr, zeit, abenteuer

Banshee Livie (Band 2): Weltrettung für Fortgeschrittene

Miriam Rademacher
Flexibler Einband: 370 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 12.01.2018
ISBN 9783906829692
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Inhalt

Es könnte alles so schön sein. Livie hat sich mit ihrem Tod und ihrer neuen Aufgabe arrangiert. Wenn sie gerade nicht einen Bewohner von Schloss Harrowmore vor dem Tod des kleinen Jonathan warnt, verbringt Livie ihre Zeit mit ihrem Todesboten Walt und Mummel Sniff.
Blöd, dass sich Livies beste Freundin Millie ausgerechnet jetzt in tödliche Gefahr begibt und nebenbei die ganze Welt dadurch bedroht.
Zusammen mit alten Bekannten und neuen Freunden muss sich Livie dem Grauen stellen, das nicht nur leere Kinosessel und ganze Spielplätze verschlingt, sondern auch immer mehr Menschen einfach verschwinden lässt. Diesmal haben sich die Banshee und ihre Freunde allerdings mit der Zeit selbst angelegt und die lässt bekanntlich nicht mit sich handeln….

Fazit

Miriam Rademacher knüpft mit »Banshee Livie – Weltrettung für Fortgeschrittene« nahtlos an ihrem Erfolg von »Banshee Livie – Dämonenjagd für Anfänger« an. Humorvoll und witzig erzählt die Autorin das neue Abenteuer von newbie Banshee Livie.

Fast täglich oder mehrmals täglich, warnt Livie die Bewohner von Harrowmore vor einem qualvollen Tod des jüngsten Harrowmore. Zwischen ihren Warnungen verbringt Livie viel Zeit mit Walt, dem Todesboten ihres Herzen.
Die neue Zweisamkeit wird jäh gestört, als der Alchemist Zach auftaucht und berichtet, dass Neu-Druidin Millie das Grauen auf die Welt losgelassen hat. Während Walt und Zach zur Schadensbegrenzung aufbrechen, soll Livie auf Harrowmore die Stellung halten. Damit ist die junge Banshee alles andere als glücklich. Kein Wunder, dass sie ihre Chance nutzt, die sich in dem Todesboten Chris im Keller von Schloss Harrowmore manifestiert.

Gwohnt locker-leicht und flüssig lässt sich das neue Buch von Miriam Rademacher lesen. Die lebendige Dynamik zwischen Livie und Walt hat die Autorin beibehalten und so machen vor allem die Szenen zwischen den beiden beim Lesen sehr viel Spaß. Schade, dass ihre gemeinsame Zeit in diesem Band von »Banshee Livie« so begrenzt war, da hätte ich gerne noch den einen oder anderen Schlagabtausch gelesen.
Auch Livies Interaktion mit anderen Charakteren ist zumeist mindestens ein Schmunzeln wert. Die Banshee hat einfach ein Händchen für -tote und lebendige- Menschen, Todesboten, Hexen, Dämonen – und Leser. Mit ihrer offenen, durchaus tollpatschigen und lustigen Art sowie ihrem großen Herzen kommt Livie einfach gut an.
Ein Charakter, der mit in »Banshee Livie – Weltrettung für Fortgeschrittene« neben Livie, Walt und dem Mummel -ja, den mag ich wirklich sehr- gut gefallen hat, war Todesbote Chris. Typischer Fall von böser Junge, der das Herz doch am rechten Fleck hat und das nur selbst herausfinden muss. Gepaart mit kernigen Sprüchen und Humor, hat Miriam Rademacher mit Chris genau meinen Geschmack getroffen.
Ich wäre ja schon neugierig, wie Chris mit seiner Banshee zusammenarbeitet. Wer weiß, vielleicht lernen wir seine Banshee ja im nächsten Abenteuer kennen?

Nachdem sich der Auftakt »Banshee Livie – Dämonenjagd für Anfänger« vor allem auf Banshees, Todesboten und Druiden beschränkte, lernt der Leser in der Fortsetzung zusammen mit Livie Miriam Rademachers Welt des Übersinnlichen besser kennen. Es gibt mehr Informationen über Livies Job, ihre Fähigkeiten und Begegnungen mit weiteren Bewohner der übersinnlichen Welt. Es war schön, mehr Wesen und neue Charaktere kennenzulernen.

Kurz: »Banshee Livie – Weltrettung für Fortgeschrittene« von Miriam Rademacher ist die kurzweilige Fortsetzung der Reihe um Livie, die viel Spaß beim Lesen macht. Vermisst habe ich die charakterliche Weiterentwicklung von Walt und Livie, beide sind nach wie vor liebenswert und unterhaltsam, haben sich aber im Vergleich zum Auftakt der Reihe nicht entwickelt.
Dennoch ist das neue Abenteuer von Livie und Walt eine klare Leseempfehlung für Leser, die humorvolle, kurzweilige, leichte Literatur mögen sowie witzige Dialoge und Situationskomik zu schätzen wissen.

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25 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

glück, leon, cybermobbing, liebe, sarkasmus

Leon: Glück trägt einen roten Pony

C. M. Spoerri
Flexibler Einband: 252 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 31.01.2018
ISBN 9783906829791
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt

Leon hat nur wenige Hobbies, die verfolgt dafür umso intensiver: Frauen zum Beispiel. Oder beleidigende Unterhaltungen im Internet, bei denen er so richtig kreativ werden kann.
Alles in allem gibt sein Leben nicht so viel her und ist ein Strudel aus ausgesuchter Einsamkeit und Gemeinheiten. Bis eines Tages das Mädchen mit den roten Haaren und den nussbraunen Augen erst an seine Tür klopft und dann als Geist sein Leben ändern will. Leon ist aber alles andere als begeistert, dass Feli ihm jetzt helfen will sein Leben zu ändern und sein Glück zu finden…

Fazit

»Leon – Glück trägt einen roten Pony« ist das neueste Werk von C.M. Spoerri und mal etwas ganz anderes von ihr. Es ist kein Liebesroman und auch kein High Fantasy. Obwohl mit phantastischen Elementen gespickt, geht es in der Geschichte von Leon vor allem um das Erkennen von sich selbst und finden seines Glücks. Damit ist es das erste Buch der Autorin, das mich nicht in euphorisch-verträumter, sondern zufrieden-nachdenklicher Stimmung zurückgelassen hat.

Authentisch, lebendig und Witz hat C.M. Spoerri hier ein Thema aufgegriffen, das wohl viele beschäftigt: Was ist Glück und wie kann man es finden? Was nach billigen Pseudo-Ratgeber aus klingt ist in Wahrheit die Geschichte über einen Protagonisten, der eigentlich bemitleidenswert, sozial unfähig und nur dann zufrieden ist, wenn er zu anderen gemein sein kann. Allerdings besitzt Leon einen Charm, dem sich der geneigte Leser kaum entziehen kann.
Welche Folgen dieser negative Weg für ihn haben kann, ist Leon lange Zeit nicht klar. Bis erst Feli und dann auch Stella sich in sein Leben drängen und ihm zeigen, was Glück wirklich ist und wie es sich anfühlt glücklich zu sein, ohne andere unglücklich zu machen.

Neben ihrem bildhaften Schreibstil hat die Autorin auch in diesem Buch wieder überzeugt. Mit Tiefe, Ironie und Sarkasmus versehen stürzen sich Leon, Feli und Stella in die Geschichte. Leon durchläuft dabei eine beeindruckende Charakterentwicklung, die zeigt, wie wichtig das persönliche Glück ist und das Fertigmachen anderer Menschen nicht der Weg sein sollte, das eigene Glück aufzupolieren.

 Kurz: C.M. Spoerri hat mit »Leon – Glück trägt einen roten Pony« einen sehr ruhigen, nachdenklichen Roman über die Wichtigkeit des Glücklichseins geschrieben. Anders als ihre bisherigen Romane findet der Leser hier keine über die maßen aufregende Liebesgeschichte enthält, dafür aber der das zarte Aufblühen eines jungen Glücks, emotionale Tiefe und eine Botschaft, die jeden von uns jeden Tag begleiten kann.

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53 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

dystopie, liebe, noah, sternensand verlag, countdown to noah

Countdown to Noah - Unter Bestien

Fanny Bechert
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 03.11.2017
ISBN 9783906829531
Genre: Fantasy

Rezension:

Hui, da hat Fanny Bechert nach ihren grandiosen Auftakt »Countdown to Noah 01 – Gegen Bestien« würdig nachgelegt. Zum Auftakt der Dilogie habe ich gesagt “ [..] eine spannende Dystopie, die ihre Leser gefangen nimmt, verschluckt, durch ein Mühlwerk von Gefühlen, Spannung und Action dreht und am Ende desorientiert und etwas verstört mit einer Frage zurücklässt: „Wie geht es weiter?!?“ und auch in der Fortsetzung hat Fanny Bechert ihre Leser nicht geschont.
Mitreißend und voller Gefühl, aber niht ohne Action und Spannung lässt Fanny Bechert ihre Leser Cassys letzte Tage vor der Wandlung miterleben. Dabei liegt diesmal ein größerer Fokus auf Cassys innerer Kampf und ihre sozialen Beziehungen sowie deren Entwicklung.
Wie in ihren anderen Büchern hat die Autorin wieder ihr Können in Sachen lebendige und authentische Charaktere bewiesen.
Den inneren Kampf zwischen Cassy und der Noah hat Fanny Bechert so großartig, fesselnd und lebendig beschrieben, dass ich stellenweise Gänsehaut beim Lesen hatte und mich vor allem eine Frage beschäftigt: Wie wird die Autorin die Geschichte von Cassy enden lassen? Dicht gefolgt dem Gedanken: Will ich das wirklich wissen? Was ist, wenn ich das Ende doof finde?

Ich wusste schon beim Auftakt der Dilogie nicht, ob und wie Autorin Fanny Bechert die Geschichte zu meiner Zufriedenheit lösen kann. Und ich bin mir immer noch nicht sicher, was ich vom Ende halten soll. Das Ende kam einerseits recht schnell, ist aber schlüssig und passt zur Geschichte. Aber andererseits … ich weiß auch nicht. Ich befinde mich im Zwiespalt, einerseits bin ich Fanny Bechert sehr dankbar für das stimmige Ende ihrer Dilogie, andererseits höre ich die leise Stimme im Hinterkopf, die flüstert: „Aber hätte es mir vielleicht noch besser gefallen, wenn…“. Lest am besten selbst, wie Fanny Bechert die Geschichte um Cassy, Daniel, Jeff und Rita enden lässt.

Auch »Countdown to Noah – Unter Bestien« zu lesen war wieder ein Sog in einen Strudel aus verschiedensten Gefühlen und Emotionen. Ich hatte Gänsehaut, ich hatte Momente, wo ich nicht wusste, ob ich wirklich wissen will, wie es ausgeht und doch weiterlesen musste. Wer mich beim Lesen beobachtet hat, hält mich jetzt vermutlich für schizophren, so oft, wie ich das Buch aufgewühlt weggelegt und direkt danach doch wieder in die Hand genommen habe.
Es war von Anfang bis zum Ende spannend, lebendig und nervenaufreibend, aber Dank Cassy und Daniel auch immer mit einem Schuss Sarkasmus und Witz versehen.
Wer eine hochexplosive Mischung aus den verschiedensten Gefühlen beim Lesen zu schätzen weiß, es spannend bis nervenaufreibend mag und sich einen Schuss Romantik in einer postapokalyptischen Atmosphäre vorstellen kann, dem kann ich guten Gewissens »Countdown to Noah – Unter Bestien« von Fanny Bechert empfehlen.

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39 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 18 Rezensionen

Banshee Livie (Band 1): Dämonenjagd für Anfänger

Miriam Rademacher
Flexibler Einband: 370 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 13.10.2017
ISBN 9783906829555
Genre: Fantasy

Rezension:

Was für eine unterhaltsame Geschichte! Miriam Rademacher erzählt mit »Banshee Livie – Dämonenjagd für Anfänger« humorvoll und mit Witz die Geschichte einer jungen Frau mit üppigen Kurven und kleinem Bauchansatz, die einen dunklen Long-Bob hat, ein herzförmiges Gesicht besitzt und Vergleiche mit Comic-Lady Betty Boop hasst.

Livie, beschwert sich in dem einem Moment noch über recht eintöniges Leben und im nächsten Moment ist sie tot. Aber irgendwie auch nicht. Walt offenbart Livie ihr neues Schicksal, als Todesbote teilt er ihr drohende Todesfälle in der Familie Harrowmore mit, Livie muss dann als Banshee Familienangehörige warnen und die Unglücke verhindern. Ganz glücklich ist Livie mit der neuen Situation nicht, bis sie entdeckt, dass der mysteriöse Walt mehr als nur altklug daher reden kann – Kleider herzaubern zum Beispiel. Als dann ein alter Feind die Familie Harrowmore bedroht, ist Livie Feuer und Flamme, zusammen mit Walt macht sie sich auf, um „ihre“ Familie zu schützen.

Miriam Rademacher hat einen ganz wunderbaren Schreibstil, leicht, locker, flüssig und mit viel Witz erweckt sie vor allem Livie und auch Walt zum Leben. Die beiden Charaktere entwickeln eine unterhaltsame Dynamik, die beim Lesen viel Freude bereitet und die Geschichte vorantreibt.
Livie war mir mit ihrer gleich sympathisch, zwar sieht sie die Dinge gerne erstmal leicht negativ, schafft es aber dabei keine schlechte Stimmung zu verbreiten. Miriam Rademacher hat es hier geschafft ihre Protagonistin glaubwürdig, lebendig und nachvollziehbar zu gestalten. Auch Walt und der heimliche Start des Buches – ein Mummel – bereichern die Geschichte mir ihren Charakteren.

»Banshee Livie – Dämonenjagd für Anfänger« von Miriam Rademacher ist der kurzweilige Auftakt der Reihe um Livie, die viel Spaß beim Lesen verspricht. Mit viel Liebe hat die Autorin ihre Charaktere Gestalt annehmen lassen und sie in die Interaktion geschickt.
Das Abenteuer von Livie und Walt eine Leseempfehlung für alle Leser, die humorvolle Literatur mögen, witzige Dialoge schätzen und gerne auf Dämonenjagd gehen.



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131 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 42 Rezensionen

sternensand verlag, märchen, regina meißner, schwanenfeuer, schwanensee

Der Fluch der sechs Prinzessinnen - Schwanenfeuer

Regina Meißner
Flexibler Einband: 354 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 01.10.2017
ISBN 9783906829456
Genre: Fantasy

Rezension:

INHALT

Prinzessin Estelle ist verflucht, an einem einsamen See mitten im Wald lebt sie tagsüber als Schwan und Nachts als Mensch. Ein Entkommen scheint der jungen Prinzessin nicht möglich.
Erst als der junge Jäger Ayden in der Dämmerung zum Schwanensee kommt, einen Schwan schießt und eine verletzte junge Frau entdeckt, keimt in der Prinzessin neue Hoffnung auf ein Ende des Fluches. Kann Ayden Estelle helfen das Rätsel um den Fluch zu lösen? Und wird Estelle mit Aydens Hilfe nicht nur sich, sondern auch ihren Schwestern helfen können?

FAZIT

»Der Fluch der sechs Prinzessinnen 01 – Schwanenfeuer« von Regina Meißner ist der Auftakt einer Märchenadaption, die zum Träumen einlädt. Das Buch, das auf dem Ballett »Schwanensee« von Pjotr Iljitsch Tschaikoswki beruht, hat mich mit seinen vielen Stärken überzeugt.

Regina Meißner hat einen tollen Schreibstil, flüssig, verspielt und märchenhaft zaubert sie eine fast magische Atmosphäre um Estelle und Ayden.
Das Tempo der Geschichte treibt die Autorin durch einen Perspektivwechsel an, sowohl Ayden als auch Estelle erzählen ihre Erlebnisse. Eine Gute Wahl der Autorin, die eher ruhige Geschichte ohne große Action, bekommt so das Gewisse etwas und schüttelt die drohende Gefahr der  aufkommenden Langweile ab. Zudem lernt der Leser beide Protagonisten besser kennen, ich konnte so gerade Estelle gut nachvollziehen und verstehen.
Allerdings hat sich die Autorin hier auch einen Fallstrick gelegt, der zu Wiederholungen führte. Oft wurden nach einem Perspektivwechsel Geschehnisse zusammengefasst, die der Leser im Abschnitt zuvor mit dem anderen Protagonisten erlebt hat. Diese repetitiven Szenen waren für mich nicht nötig.

Kurz: »Der Fluch der sechs Prinzessinnen 01 – Schwanenfeuer« von  Regina Meissner ist ein toller Auftakt einer gelungenen Märchenadaption. Die Autorin zaubert eine magische Atmosphäre, in der sie zwei sympathische Protagonisten auf ein märchenhaftes Abenteuer mit recht offenem Ende schickt.
Wer gerne Märchendaptionen liest, sich an ruhigen Geschichten ohne stetig steigende Spannung nicht stört und empfänglich für einen malerischen Schreibstil ist,  sollte hier einen Blick riskieren.

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105 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

dystopie, countdown to noah, cassidy, 2017, endzeit

Countdown to Noah - Gegen Bestien

Fanny Bechert
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 17.09.2017
ISBN 9783906829517
Genre: Fantasy

Rezension:

INHALT

Sie dachten, sie hätten den Tod überlistet. Sie dachten, sie hätten die Unsterblichkeit gefunden. 
In Wahrheit haben sie den Untergang der Menschheit besiegelt. 

Vor über 17 Jahren entwickelten Forscher ein Serum, dass den Alterungsprozess stoppte, die Regenerationsfähigkeit des menschlichen Körpers um ein vielfaches steigerte und der Menschheit scheinbar das ewige Leben brachte.
Voller Gier verzichtete man auf Langzeitstudien und so war es zu spät, zu viele infiziert, als sich zeigte, dass das Serum das Hirn schädigt und Menschen zu aggressiven, triebgesteuerten und höchst infektiöse Bestien – sogenannte Noahs – mutieren.
Cassidy ist 17 und mit ihrer kranken Schwester alleine auf dem Weg durch eine Welt voller Monster, um einen sicheren Platz und Medikamente zu finden. Eine Aufgabe, die so schon schwer genug wäre, aber seit wenigen Stunden unmöglich ist. Cassidy wurde gebissen und ihr bleiben im besten Fall noch  30 Tage, bis für sie aus ihrer schutzbedürftigen jüngeren Schwester eine Mahlzeit wird.
Alleine kann Cassidy ihre Schwester keine Medikamente besorgen, aber wer hilft einer tickenden Zeitbombe, deren unbedachte Berührung zur Ansteckung führen kann?

FAZIT

Holy Shit, was für ein Auftakt! Erst dachte ich, hier kommt die nächste Dystopie, der nächste Zombie-Roman. Zwar von Fanny Bechert, also sehr wahrscheinlich gut geschrieben, aber eben nichts außergewöhnliches.
Ich war eine Ungläubige.

Dann bin ich in »Countdown to Noah – Gegen Bestien« eingestiegen und BÄÄÄÄÄM, Fanny Bechert hat mich eines Besseren belehrt.
»Countdown to Noah – Gegen Bestien« von Fanny Bechert ist eine spannende Dystopie, die ihre Leser gefangen nimmt, verschluckt, durch ein Mühlwerk von Gefühlen, Spannung und Action dreht und am Ende desorientiert und etwas verstört mit einer Frage zurücklässt: „Wie geht es weiter?!?“ Jedenfalls ging es mir so. Ich weiß nicht, was ich mir für die Fortsetzung wünschen soll und habe so gar kein Gefühl dafür, in welche Richtung Fanny Bechert hier gehen wird. Das macht mich leicht wahnsinnig 

Erzählt wird die Geschichte von Cassidy, die zuweilen fast vergisst und dann wieder an dem Gedanken zu ersticken droht, dass ihr nur noch 30 Tage bleiben bis sie zu einer triebgesteuerten Bestie und Gefahr für alle anderen wird. Fanny Bechert ist die Darstellung dieses Zwiespalts zwischen jungen Mädchen, dass eigentlich noch Leben will und abgeklärter Person, die weiß, dass das nicht mehr möglich ist, ausgesprochen gut gelungen. Auch den inneren Kampf zwischen Cassidy und der Noah in ihrem Kopf hat Fanny Bechert gut dargestellt. Dabei gibt es Momente im Buch, in denen Gedanken von Cassidy nicht nur die Leser sondern auch die Protagonistin selbst zutiefst erschrecken.
Neben Cassidy, die mir sehr ans Herz gewachsen ist und für die ich als alte Happy-End-Liebhaberin, auf eine Wunderheilung hoffe, haben mir auch ihre Begleiter gut gefallen. Ja, Cassidy stellt sich der Suche nach Medikamenten für ihre Schwester nicht alleine. Sie wird von Daniel, ganzer Kerl der Marke „harte Schale, weicher Kern“, Jeff, Typ „Es gibt nur schwarz und weiß“ und seiner Schwester Rita, typisch „ist nicht so zickig wie befürchtet“ begleitet.
Daniel weiß als einziger aus der Gruppe um Cassidys bevorstehende Wandlung, er achtet stets auf eine Verringerung des Ansteckungsrisikos und kommt Cassidy dabei näher, als er eigentlich sollte.
Jeff und Daniel sind sich gleichzeitig sehr ähnlich und doch sehr verschieden. Wo Daniel kalkuliert und abwägt, handelt Jeff gerne mal, bevor er überlegt. Obwohl er auf den ersten Blick sehr offen scheint, halte ich ihn für engstirniger und vorurteilsbelasteter als Daniel. Trotzdem hat er das Herz auf dem rechten Fleck und ist in »Countdown to Noah – Gegen Bestien« ein sympathischer Charakter, der mir beim Lesen viel Freude bereitet hat. Ich bin gespannt, wie Fanny Bechert seine Reaktion auf Cassidys Infektion ausfallen lässt. Ich hoffe anders, als ich vermute.
Rita ist Zucker, anfangs die eifersüchtige Zicke entpuppt sie sich schnell als durchsetzungsfähiges, junges Mädchen, das für seine Freunde da ist. Ich mochte das aufgeweckte, etwas vorlaute junge Mädchen von Anfang sehr gerne.

Fanny Bechert konnte mich aber nicht nur mit ihren lebendigen, authentischen Charakteren, dem Geplänkel zwischen den vier Freunden und dem gelungenen inneren Kampf zwischen Cassidy und der Noah überzeugen, auch der Schreibtsil der Autorin ist grandios.
Lebendig, bildhaft und in einer Symphonie aus Atmosphäre, Spannung, Nervenkitzel und ja auch Romantik erzählt Fanny Bechert die Geschichte einer jungen Frau, die eigentlich noch so viel erleben will, im Zwiespalt des Kampfes zweier Wesen in ihrem Inneren steht und doch mehr an andere als sich selbst denkt.

»Countdown to Noah – Gegen Bestien« zu lesen war ein Sog in einen Strudel aus verschiedensten Gefühlen und Emotionen. Es war von Anfang bis zum Ende spannend, lebendig, nervenaufreibend aber Dank Cassy auch immer mit einem Schuss Sarkasmus und Witz versehen.
Wer eine hochexplosive Mischung aus den verschiedensten Gefühlen beim Lesen zu schätzen weiß, es spannend  bis nervenaufreibend mag und sich einen Schuss Romantik in einer postapokalyptischen Atmosphäre vorstellen kann, dem kann ich guten Gewissens »Countdown to Noah – Gegen Bestien« von Fanny Bechert empfehlen.

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68 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 60 Rezensionen

pastor, meredith winter, ladythriller, blutpsalm, liebe

Blutpsalm

Meredith Winter
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Sommerburg Verlag, 01.09.2017
ISBN 9783981872217
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt

Sommerburg, irgendwo im Norden Deutschlands, Dezember 2011
Pastor Jonathan Littke hat ein Problem: Der Computer in der Kirche geht nicht mehr an – dabei geht in weniger als einer Stunde der Gottesdienst los und er kann seine Predigt nicht auswendig.  Zum Glück liegt von seinem Vorgänger die Visitenkarte eines Computer-Notdienstes in der Schreibtischschublade. Umso überraschender, dass statt eines Mannes in Blaumann eine Prostituierte auf die Rufnummer reagiert und bei Jonathan im Büro steht.
Marlene, die so unverhofft in sein Leben getreten ist, scheint dort auch bleiben zu wollen – Pastor und Prostituierte kommen sich schnell näher. Alles könnte so romantisch im deutschen Winter seinen Anfang nehmen, würden nicht plötzlich Leichen im beschaulichen Sommerburg auftauchen, denen Marlenes Visitenkarte mit einem Fleischermesser an die tote Brust geheftet ist…

Fazit

Love and Crime – eine ungewöhnliche Mischung für meinen Bücherschrank. Aber ein Leseausflug, der sich gelohnt hat und nicht der letzte seiner Art bleibt.

In »Blutpsalm« erzählt Meredith Winter von Pastor Jonathan Littke, der zufällig die Edel-Prostituierte Marlene kennenlernt und wider Willen von der Frau hinter den hohen Absätzen und kurzem Rock fasziniert ist. Was zu einer schönen, aber einfachen Liebesgeschichte in romantischer Winterstimmung hätte werden können, entwickelt sich schnell zu einem spannungsgeladenen Showdown, der von einer Frage überlagert wird: Wer stirbt als nächster?
Das kleine Sommerburg ist in Aufruhr, in ihrer Mitte gibt es einen Mörder und wahrscheinlich kennt ihn jeder.

Meredith Winter kommt schnell zur Sache, bei 208 Seiten ist der Platz begrenzt. Entsprechend schnell steigt die Spannungskurve. Zusammen mit dem stilvollen und fliessenden Schreibstil liest sich »Blutpsalm« kurzweilig.
An einigen Stellen hätte der Geschichte von Jonathan und Marlene mehr Zeit gut getan, es passiert schnell sehr viel und mir fehlte das kunstvolle hinauszögern und verweilen der Geschichte. Diese atemlose Momente eines Krimis, in denen der Erzähler im fast spannendsten Moment den Leser auf die Folter spannt, falsche Fährten legt und zum rätseln einlädt.
Neben dem ab und zu forschen Tempo muss ich die klischeebehaftete Vorstellung des Dorflebens erwähnen. Von engstirnig bis vorurteilsbehaftet, jedes Klischee eines Großstädters wurde bedient. Jedes meiner Klischees wurde bedient, daran sollte man sich als Leser nicht stören, sonst könnte der Lesegenuss in Gefahr sein.

Jonathan und Marlene sind der Autorin gut gelungen – alle anderen Charaktere haben nicht genügend Platz, um wirklich ausgearbeitet zu sein. Bei der Länge des Buches lag der Fokus aber klar auf den Protagonisten und die beiden waren vielschichtig, authentisch und sympathisch, wenn auch manchmal recht zickig, stur und naiv.

»Blutpsalm« von Meredith Winter ist eine Geschichte aus Liebe und  Krimi, die mit schnellem Tempo und viel Spannung überzeugt. Der Roman ist eine Leseempfehlung an Leser, die sich an Klischees nicht stören und gerne kurzweilige Krimis lesen.

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20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

christin burger, verschiedene welten, fantasy, beste freunde, kreis der sieben

Im Kreis der Sieben

Burger Christin
Flexibler Einband: 346 Seiten
Erschienen bei Burger, Christin, 18.11.2016
ISBN 9783000551062
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt

Seit Lara und Timo wieder aufgetaucht sind, kann niemand mehr sterben. Lara, die genau wie Timo ihre Erinnerung verloren hat, glaubt, dass das mit ihrer Rückkehr zu tun hat.
Viel schlimmer ist aber, dass jetzt Ayse und Cem verschwunden sind und Lara nicht weiß, was sie ohne ihre beste Freundin tun soll.
Bei dem Versuch ihre Freunde zu finden und den Kreislauf zwischen Leben und Tod wieder ins Lot zu bringen, beginnen Timo und Lara eine Reise durch phantastische Welten, die Laras Gefühle auf eine harte Probe stellt…

Fazit

Christin Burger hat eine magische Geschichte um ein junges Mädchen weiter gesponnen und wieder beeindruckend gezeigt, wozu die Fantasie eines Menschen fähig ist.
Reisten Timo und Lara zuvor noch durch sieben Länder, bringt die Autorin ihr Konzept um das Totenreich, das Leben danach und die Reise der Seele auf ein kosmisches Level.
Timo und Lara reisen durch sieben Welten, jede so real und wirklich wie unsere und doch so unglaublich anders und unterschiedlich.

Den tieferen, fast schon philosophischen Charakter von Laras Reise hat Autorin Christin Burger beibehalten und wieder in eine bildgewaltige Geschichte mit den unterschiedlichsten Charakteren verpackt.
Neben Lara haben wir Ayse, Laras beste Freundin, die die Symbiose aus islamischen Werten und deutscher Kultur veranschaulicht. Auch wenn Ayse in diesem Band leider etwas in den Hintergrund tritt. Ich hoffe in finale der Trologie hat Ayse wieder mehr Raum.
Auch Mila und Timo tun viel für die Entwicklung der Geschichte und gerade Mila hat sich stark entwickelt und mir zusammen mit Styx und Zwitscher große Freude beim Lesen bereitet.
Und auch das schwebende Auge hat wieder einen Auftritt bekommen und wieder für Unterhaltung gesorgt.
Und ja, sogar Marc hat, bei aller Antipathie meinerseits, seinen Teil zur Geschichte beigetragen und sich innerhalb der Geschichte kontinuierlich entwickelt. Ich bin gespannt, welche Richtung Christin Burger ihre Charaktere im Finale ihrer Trilogie einschlagen lässt.
So viel vorweg: Mit dem Ende von »Im Kreis der Sieben: Welten« bin ich ja mal so gar nicht einverstanden und hoffe, dass sich hier im Finale wieder alles nach meiner Vorstellung zusammen findet.

Der Schreibstil von Christin Burger ist gewöhnt flüssig und malerisch. Die Autorin kann mit ihrer Sprache eindrucksvolle Bilder zeichnen. Unterstützt durch das gemäßigte Erzähltempo der Geschichte wird nie langweilig, die Ereignisse überschlagen sich aber auch nicht und nehmen sich gegenseitig die Wirkung. Vielmehr kann der Leser hier viel entdecken und bei bester Unterhaltung auf sich wirken lassen. Ohne den Lesefluss zu unterbrechen kann man das gelesene rekapitulieren und in einen Gesamtzusammenhang bringen.

Kurz: »Im Kreis der Sieben: Welten« von Christin Burger ist eine gelungene Fortsetzung der Geschichte, die sich mit Urthemen der Menschen beschäftigt und dabei eine fantastische junge Protagonistin in den Fokus setzt, die sich entwickelt und viel Stärke zeigt.  »Im Kreis der Sieben: Welten«  ist eine Leseempfehlung für Leser von Geschichten, die sich gerne auch mal länger mit tiefgründigen Themen eines Buches beschäftigen und dabei authentische Charaktere abseits der gängigen Fantasyszene schätzen.

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22 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

amazonen, 2017, natur, elfen, prinzessinnen

Die Legenden von Karinth (Band 2)

C.M. Spoerri
Flexibler Einband: 440 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 13.08.2017
ISBN 9783906829623
Genre: Fantasy

Rezension:

Sehnsüchtig habe ich die Fortsetzung von Maryos Abenteuer erwartet und wurde nicht enttäuscht. Vielmehr bin ich wieder fasziniert, dass C.M. Spoerri ihre Welt noch weiter ausbauen konnte. Da denke ich, so langsam kenne ich die Hauptfiguren der Geschichte und hätte eine Idee, in welche Richtung sich der Plot entwickeln könnte und dann kommt die Fortsetzung und C.M. Spoerri überrascht mich völlig.

Maryo Valdoris bekommt als Protagonist noch mehr Tiefe und immer noch passt das Bild des jüngeren Maryos zu dem Elfen, den ich in früher erschienen Büchern der Autorin, deren Handlung aber später platziert ist, kennengelernt habe. Neben dem Elfen haben mir aber noch zwei andere Charaktere sehr gut gefallen: die Amazone Thesalis und der Rote Tarkar.
Erstere ist unglaublich sympathisch, stur, stark und voreingenommen, aber auch lernfähig und offen, wenn sie ihr berechtigtes Misstrauen und ihre Vorsicht überwunden hat. Sie ist sehr eigensinnig und scheint Maryo in einigen Charakterzügen so ähnlich, dass ihr Aufeinandertreffen und ihr Umgang sehr unterhaltsam ist.
Letzterer, der Rote Tarkar, ist ein sehr mysteriöser und interessanter Charakter, bei dem schnell klar wird, dass er eine eigene Geschichte hat, die sich lohnt erzählt zu werden. Und was soll ich sagen? C.M. Spoerri verkündete vor wenigen Tagen, dass sie an der Geschichte von dem Roten Tarkar arbeitet (Videobeweis).
Ich bin jetzt schon gespannt auf diesen Exkurs zum Roten Tarkar und am Fangirlen.

Der zweite Band von »Die Legenden von Karinth« gehört zu meinen Lesehighlights 2017. C.M. Spoerri hat sich das für ihr neuestes Werk aber nicht nur mit ihren gelungenen Charakteren verdient, die authentisch und lebendig sind und mich von Seite eins bis zum Ende verzaubert haben.
Auch ihr bildhafter, anschaulicher, fliessender und klarer Schreibstil haben mich überzeugt. Wie aus ihren anderen Büchern gewohnt hat mich die Autorin mit nach Karinth genommen und mich das Land mit eigenen Augen entdecken lassen. Dabei beschreibt sie genug Details, um die Atmosphäre zu schaffen und lässt der Fantasie gleichzeitig genug Freiraum, um Karinth selbst zu erleben.

Mit der Fortsetzung von »Die Legenden von Karinth« hat C.M. Spoerri viele Fragen aus dem Auftakt  Autorin der Legenden von Karinth beantwortet, mich aber gleichzeitig mit neuen Fragen zurückgelassen. Mit neuen Charakteren, Organisationen und Entwicklungen heizt C.M. Spoerri Maryos Abenteuer in diesem Band so richtig an.
Wer gerne spannende, unterhaltsame Fantasy liest, die mit Spannung, Gefühl und Vielfältigkeit überzeugt, sollte einen Blick auf»Die Legenden von Karinth« von C.M. Spoerri werfen.

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33 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

sarkasmus, loyalität, irland, freundschaft, liebe

Küss mich (Sammelband)

Jasmin Romana Welsch
Flexibler Einband: 530 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 16.07.2017
ISBN 9783906829609
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Gekleidet in einem neuen Gewand, mit einem 3D-Effekt Cover, erscheint der Sammelband der Trilogie im Sternensand Verlag.

Emotional, unterhaltsam und fesselnd – drei Adjektive, die die »Küss mich«-Trilogie von Jasmin Romana Welsch vortrefflich beschreiben.
Wer bereits Bücher von Jasmin Romana Welsch kennt, weiß um ihren sympathischen Humor, der ihre Bücher ausmacht. In Kombination mit ihrem lebhaften Schreibstil, der dafür sorgt, dass das Lesen zum Erleben wird, werden aus ihren Geschichten schnell lieb gewonnene Momente abseits des Alltags.

In »Küss mich«, eines der Bücher der Autorin, die ich bisher aus Sorge um Kitsch gemieden habe, erzählt Jasmin Romana Welsch -völlig unkitschig, dafür aber mit einer ordentlichen Prise Sarkasmus- die Geschichte von Sam und Chris. Damit hat sie zwei Protagonisten, die auf den ersten Blick nicht unterschiedlicher sein können: Sam ist das Mädchen mit der sarkastischen Ader, Chris scheint einfach nur gut auszusehen. Beide Charaktere entfalten aber schnell ihr ganzes Wesen und zeigen, dass sie nicht nur so sind, wie der erste Eindruck glauben macht.

Die Geschichte schreitet in einem flotten Tempo voran, Langweile kommt bei Sam und Chris nicht auf. Passend zum Alter der Protagonisten gibt es größere Probleme und kleine Probleme die von den Teenagern als größer empfunden werden, als sie sind. Dabei verliert die Geschichte aber nie ihren Witz und macht von der ersten bis zur letzten Seite Spaß beim Lesen.

Kurz: »Küss mich« von Jasmin Romana Welsch ist eine Leseempfehlung für Fans von kurzweiligen, romantischen Geschichten voller Witz, Sarkasmus und Suchtfaktor.

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elfen, liebe, magie, elfenwächter, freundschaft

Elfenwächter (Band 2): Weg des Krieges

Carolin Emrich
Flexibler Einband: 402 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 30.07.2017
ISBN 9783906829494
Genre: Fantasy

Rezension:

Carolin Emrich knüpft nahtlos an, wo sie in »Elfenwächter – Weg des Ordens« aufgehört hat.
Bemängelt habe ich im Auftakt der Fantasy-Trilogie den ausbaufähigen Spannungsbogen, hier hat Carolin Emrich nachgelegt und kontinuierlich Spannung aufgebaut. Es gab nur wenige Szenen, die ein klitzekleines bisschen zäh wirkten. Oft konnten diese Szenen dafür mit tollen Momenten zwischen Tris, Avathandal, Tian, Lilly und den anderen punkten.

Tris hat mich in der Fortsetzung nicht so überzeugt wie im Auftakt. Zwar ist sie immer noch eine sympathische junge Frau, aber sie ist wahnsinnig prüde und verklemmt. Natürlich ist sie im Kloster groß geworden, aber es gibt viele Momente, Blicke und Begegnungen der Liebe und sie wird jede mal, also wirklich jedes einzelne mal, rot und erwähnt, wie unwohl sie sich damit fühlt. Das hat man als Leser doch recht schnell verstanden und die häufige Wiederholung davon war mir dann etwas zu viel.
Dafür wurde aber mein Wunsch erhört und Avathandal hat einen größeren Auftritt bekommen, endlich gab es etwas über ihn und seine Ziehschwester zu erfahren. Auch Tian und Lilly bekamen mehr Gestalt und es gab zu meiner Freude ein Wiedersehen, mit dem ich wirklich nicht gerechnet habe.

Wie aus »Elfenwächter – Weg des Ordens« gewöhnt zeichnet Carolin Emrich mit ihrem angenehmen und lebendigen Schreibstil ein faszinierendes Bild ihrer Welt, die mich willkommen geheißen und gefesselt hat.

Kurz: »Elfenwächter – Weg des Krieges« von Carolin Emrich ist eine Leseempfehlung für Leser phantastischer Geschichten mit einem Schuss Romantik, Krieg, lebhafter Dialoge und Spannungsmomenten.

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märchenadaption, janna ruth, ballett, märchen, fluch

Im Bann der zertanzten Schuhe

Janna Ruth
E-Buch Text: 313 Seiten
Erschienen bei Nova MD, 13.06.2017
ISBN B072FSB3WF
Genre: Sonstiges

Rezension:

»Im Bann der zertanzten Schuhe« von Janna Ruth ist das fünfte Buch aus dem Projekt „Märchenspinnerei“.

Leise und einfühlsam, aber bildgewaltig hat Autorin Janna Ruth ihre Märchenadaption geschrieben. Ein toller Schreibstil, der zum Träumen einlädt und die Geschichte von Sophie und Jonas wunderbar stützt.

Ebenso wie die beiden Protagonisten mit ihren Charakteren die Geschichte stützen. Jonas und Sophie haben beide die schwere Last der Vergangenheit zu tragen und harmonieren durch ihre Art durchs Leben zu gehen. Den beiden sympathischen und lebendigen Charakteren durch ihre Geschichte zu folgen macht einfach viel Spaß.
Dazu trägt aber auch der vielschichtige Handlungsstrang bei. In das leichten Lesegefühl eines schönen Märchens mischt sich der bittere Beigeschmack eines Themas, das so wichtig ist wie es leider oft auch bagatellisiert wird: Posttraumatische Belastungsstörung.
Janna Ruth hat mit Jonas einen Ex-Soldaten geschaffen, der in der Märchenadaption »Im Bann der zertanzten Schuhe« seinen Weg findet.

Kurz: »Im Bann der zertanzten Schuhe« von Janna Ruth ist die Adaption eines bekannten Märchens mit einem frischen Fokus auf ein Problem unserer Gesellschaft. Wer gerne schöne Märchenadaptionen voller Magie und Freude aber auch tiefen Schatten liest, könnte in diesem Band der Märchenspinnerei ein kurzweiliges Buch für sich finden.

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Tags: janna rut   (1)
 

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hass, prophezeihung, high fantasy, thalél malis, nancy pfei

Thalél Malis

Nancy Pfeil
Flexibler Einband: 465 Seiten
Erschienen bei Tagträumer Verlag, 19.06.2017
ISBN 9783946843092
Genre: Fantasy

Rezension:

»Thalél Malis – Das Flüstern der Flammen« von Nancy Pfeil eines meiner Jahreshighlights – neben viel Spannung, Abenteuer und Witz konnte mich die Autorin in ihrem Debüt auch mit der komplexen Welt und dem emotionalen Ende überzeugt.
Und wenn ich „emotional“ sage, meine ich damit herzzerreißend, dramatisch und unbefriedigend für mein kleines Happy-End-Herz. Auch wenn ich zugeben muss, dass das Ende sich sehr gut in die Entwicklung der Geschichte einfügt und – so hoffe ich – in der Fortsetzung einen höheren Sinn bekommt.

Nancy Pfeil hat hier einen Fantasy-Roman der extraklasse geschaffen. Neben der komplexen, mittelalterlich anmutenden Welt überzeugt die Autorin mit starken Protagonisten und gekonnter Spannungsführung.
Von der ersten Seite an hat die Geschichte um die junge Neyla Biss und zieht mit voranschreitender Seitenzahl stetig an. Ich habe während der Lektüre viele verschiedene Gemütszustände durchlaufen – Entzücken, Spannung, Wut, Trauer – aber man kann sagen, was man will, Langeweile war nie dabei.

Neyla und Danis sind zwei wunderbare Protagonisten, die mich überzeugt haben. Ihre Beziehung zueinander fußt auf Misstrauen und Hass, entwickelt sich aber langsam und stetig.
Hier gefällt mit der Kontrast zu »Stormheart – Die Rebellin« von Cora Carmack. Was mir bei Cora Carmack zu schnell, plump und unglaubwürdig war, lässt Nancy Pfeil über die Zeit erblühen, ohne dabei die Liebe der beiden zu glorifizieren. Es ist, was es ist: Die eigentlich unmögliche Bindung zwischen einer jordanischen Prinzessin und einem anartischen Kriegsgefangenen, die über die Zeit entsteht, reift und dadurch authentisch wirkt.
Aber nicht nur die toughe Neyla, Danis und ihre Liebe haben mir sehr gut gefallen. Neben ihren Protagonisten hat Nancy Pfeil unterhaltsame, spannende und teils auch merkwürdige Nebencharaktere erschaffen, die die Geschichte abrunden und beim Lesen viel Spaß gemacht haben.

Bemerkenswert finde ich, dass dem Debüt von Nancy Pfeil nicht anzumerken ist, dass es sich dabei um ein Debüt handelt. Weder Schreibstil noch Spannungsbogen zeigen, dass es sich hier um das erste Buch von Nancy Pfeil handelt. Es ist, als hätte sie schon mehrere Bücher geschrieben und wüsste genau, wie es geht.

»Thalél Malis – Das Flüstern der Flammen« von Nancy Pfeil ist der absolut gelungene Auftakt einer High-Fantasy-Trilogie. Wer gerne G.R.R. Martin, T.S. Orgel oder Brandon Sanderson liest, sollte einen Blick auf den neuen Stern am Fantasy-Himmel werfen.
Aber seid gewarnt, Nancy Pfeil ist für ihre Charaktere ebenso schöpferisch wie tödlich. Gebt acht, an wen ihr euer Herz hängt.

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fantasy, cora carmack, magie, sturm, liebe

Stormheart - Die Rebellin

Cora Carmack , Birgit Salzmann , Alexandra Rak , Carolin Liepins
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 22.05.2017
ISBN 9783789104053
Genre: Jugendbuch

Rezension:

FAZIT

Davongelaufene Prinzessin ohne die Macht, die sie eigentlich haben sollte. Dazu ein Prinz, den sie heiraten soll, ein Sturmjäger, an den sie ihr Herz zu verlieren droht und ein Blick in die Politik hinter die Kulissen der Gesellschaft.
Klingt nach einer ganz klassischen Geschichte. Ist es irgendwie auch, Cora Carmack hat ihr Stammgenre, die Liebesromane, hier einfach mit Fantasyelementen versehen. Und zwar denen, die in quasi jeder Geschichte zu finden sind.

Grundsätzlich finde ich den klassischen Aufbau einer -vermutlichen- Dreiecksgeschichte nicht tragisch, solange die Geschichte gut geschrieben ist. Und das ist »Stormheart – Die Rebellin«. Der Auftakt der Fantasy-Trilogie ist ganz wunderbar geschrieben und für das ein Debüt in Genre Fantasy auch gut gelungen.
Die Spannung stimmt, das Tempo ist zwar manchmal etwas flott, aber die Charaktere haben Ecken und Kanten und vor allem die Geschichte im Hintergrund, die geschaffene Welt, haben mich überzeugt.
Aurora kann allerdings, das muss gesagt sein, als Protagonistin durchaus anstrengend bis manchmal nervtötend sein.

Cora Carmack hat mit ihrer Welt hier viel Potential für die Folgebände geschaffen, die hoffentlich genutzt werden. Aus der aktuellen Liebesgeschichte mit Fantasyelementen wird hoffentlich ein Fantasyroman mit Liebesgeschichte. Denn die Liebesgeschichte, die hier fokussiert, ja fast schon forciert wird, konnte mich nicht berühren. Oberflächlich und fast schon Platt finden Aurora und der Sturmjäger binnen kürzester Zeit zueinander und bereits jetzt zeichnet sich eine Dreiecksgeschichte am Horizont der Fortsetzung ab.

Ich wünsche mir für die Fortsetzung einen Fokus auf die Welt, die Fähigkeiten und die Politik der Geschichte und bin gespannt, ob Cora Carmack mich mit ihrer Fortsetzung überzeugen kann.
Gerade nach dem Ende, das Cora Carmack sehr gut gewählt hat, bin wirklich neugierig auf die Fortsetzung.

»Stormheart – Die Rebellin« ist das Fantasydebüt einer Liebesroman-Autorin, die gezeigt hat, dass sie Fantasy verstanden hat und nun an der Umsetzung bzw. dem Schwerpunkt gerne noch feilen darf.
Wer gerne kurzweilige Romane mit Liebe, Dramatik und Abenteuer ließt, sollte einen Blick auf die Leseprobe von »Stormheart – Die Rebellin« werfen.



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matthias teut, scheltar, elben, elemente, urda

Erellgorh - Geheime Wege

Matthias Teut
E-Buch Text: 406 Seiten
Erschienen bei DichtFest, 15.02.2017
ISBN B01MY4XTM9
Genre: Fantasy

Rezension:

INHALT

Das Abenteuer von Selana, Atharu und Pitu geht weiter…

Der Kreh zieht seine Truppen zusammen: Immer mehr Gellwicks ziehen durch Jukahbajahn und bedrohen die Bevölkerung. Finstere Schatten befinden sich auf der Suche nach den Bruchstücken des Amuletts, das den Kreh vernichten kann.
Selana, Atharu und Pitu treffen vor der Elfenstadt Erellgorh nach ihren abenteuerlichen Reisen auf einander. Kaum gefunden, trennt das Schicksal aber auch schon wieder ihre Wege.
Während die einen sich in Erellgorh für ihren Kampf gegen den Kreh rüsten, muss der andere seine Rolle in der Prophezeiung erst akzeptieren, um Jukahbajahn vor der Kälte und dem Kreh retten zu können.

Werden die Helden ihre Aufgaben annehmen? Und hat der Kreh vielleicht Recht, wenn er sagt, dass die Elfen nicht das sind, was sie zu sein scheinen?

FAZIT

»Erellgorh – Geheime Mächte« von Matthias Teut bezeichnete ich  als „magischer Auftakt einer vielversprechenden High-Fantasy Trilogie“. Und was soll ich sagen? Ich hatte recht. »Erellgorh – Geheime Wege« ist eine ebenso vielversprechende und gelungene Fortsetzung, wie »Erellgorh – Geheime Mächte« ein Auftakt war.

Bildhaft und sehr lebendig entführt Matthias Teut seine Leser nach Jukahbajahn und spinnt mit seinem angenehmen Schreibstil gekonnt Fäden in seine Geschichte, von denen ich annehme, dass sie im Finale der High-Fantasy Trilogie für die eine oder andere überraschende Wendung sorgen werden.
Auf jeden Fall hoffe ich doch, dass alle losen Enden und gemeinen Cliffhänger im nächsten Band gelöst werden.

Matthias Teut nutzt wie in seinem Debüt zuvor die abwechselnde Erzählperspektive seiner Helden Atharu, Selana und  Pitu, um den Leser durch seine Geschichte zu tragen. Dadurch baut er nicht kontinuierlich einen Spannungsbogen auf, sondern gibt seinen Charakteren damit viel Raum für eine Weiterentwicklung und Authentizität. Gerade Pitu hat in »Erellgorh – Geheime Wege« große Schritte in seiner Entwicklung gemacht und wurde zu einem der tragenden Charaktere der Geschichte –  neben Semje, meinem absoluten Liebling, hat sich Pitu durch seine Weiterentwicklung zum interessantesten Charakter der Geschichte gemausert.

Kurz: »Erellgorh – Geheime Wege« ist die gelungene Fortsetzung einer spannenden High-Fantasy Trilogie. Wer gerne in eigens konstruierten Welten unterwegs ist und sich an fremden Ländern, Mächten und Wesen sowie einem Kampf zwischen Gut und Böse nicht satt lesen kann, ist mit der Erellgorh-Trilogie von Matthias Teut gut beraten.

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elesztrah, fanny bechert, elfen, pöni, asche und schnee

Elesztrah - Asche und Schnee

Fanny Bechert
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 02.04.2017
ISBN 9783906829364
Genre: Fantasy

Rezension:


Über »Elesztrah – Feuer und Eis« sagte ich:


"Mein erster Gedanke nach der letzten Seiten von »Elesztrah« war: „…. …. … Wie, Ende? JETZT?!?“
Jaha, da Fanny Bechert mich ganz schön gemein hängen lassen."


Ähm ja,  das ist noch harmlos. Wirklich. Auch in dieser Rezension also erst wieder kurz zum Ende: Fanny Bechert setzt ihre Leser wieder mit einem Mal ganz hart in der Realität ab und lässt uns jetzt wieder viel zu lange auf die Fortsetzung warten.


Fanny Bechert setzt mit »Elesztrah – Asche und Schnee« auf dem Leistungsniveau an, an dem sie den Auftakt ihres High Fantasy Abenteuers abgeschlossen hat.
Der Spannungslevel ist gleich zu Beginn im doppelte Sinne hoch: Zum einen gibt der Prolog gleich Futter zum Nachdenken und zum anderen habe ich die ganze Zeit auf die erste Szene mit Aerthas und Lysanna gewartet. Nach DEM Ende von »Elesztrah – Feuer und Eis« hatte ich hier dringenden Klärungsbedarf.


Mir hat das Lesen von Fanny Becherts Fortsetzung wirklich viel Freude bereitet. Im Gegensatz zum Auftakt des High Fantasy Abenteuers brauchte ich diesmal keine Gewöhnungszeit für den Schreibstil von Fanny Bechert. Die Entwicklung der Autorin ist hier bemerkenswert und »Elesztrah – Asche und Schnee« lässt sich sehr flüssig und angenehm lesen.


Ein „Chapeau!“ gibt es auch dieses mal wieder für die Charaktere. Lysanna und Aerthas sind nach wie vor tolle Charaktere, die stark, eigensinnig und bezaubernd sind. Versteht mich nicht falsch, es gab Stellen, da hätte ich Lysanna gerne mal die Meinung gegeigt oder Aerthas geschüttelt, aber gerade das machte die beiden noch lebendiger und greifbarer. Es ist wie im realen Leben, auch mit den besten Freunden kann man einfach nicht immer einer Meinung sein.
Neben Lysanna und Aerthas gab es auch viel über Fayori und Sedan zu lesen. Gut möglich, dass wir im nächsten Band noch viel mehr von den beiden hören und wir im Falle von Fayori eventuell der Titel der Protagonistin von Mutter an Tochter weitergegeben wird.
Sehr froh war ich übrigens darüber, dass zuvor lediglich angerissene  Hintergründe in dieser Fortsetzung erklärt wurden und es noch mehr Einblicke in das Wesen einiger Charaktere gab. 😀


»Elesztrah – Asche und Schnee« von Fanny Bechert ist die  kurzweilige, gelungene Fortsetzung,  einer spannenden High Fantasy Geschichte voller Herz, Abenteuer und tiefer Gefühle. Wer gerne Fantasyromane liest sollte unbedingt einen Blick auf die »Elesztrah«-Reihe von Fanny Bechert werfen.

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152 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

bloody mary, liebe, nadine roth, mary, hass

Bloody Mary

Nadine Roth
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 12.03.2017
ISBN 9783906829340
Genre: Fantasy

Rezension:

INHALT

»Bloody Mary, Bloody Mary, Bloody Mary . . .«

Avian glaub nicht an den Mythos um das mordlüsterne Geistermädchen, das erscheint, wenn man ihren Namen um Mitternacht drei mal vor einem Spiegel ruft. Das ändert sich schlagartig, als der Geist der ermordeten Mary Jane Wyler aus seinem Spiegel tritt und ihre Hände sich um seinen Hals legen.
Im Kampf um sein Leben kann Avian den letzten Funken Menschlichkeit in Mary erreichen und schließt einen Pakt mit ihr: Bloody Mary lässt ihn am Leben und er hilft ihr ihren Mörder zu finden.
Auf ihrem Weg quer durch die USA verlieren sich die Grenzen zwischen Bloody Mary und Mary Jane Wyler, Avian lernt immer mehr das Mädchen kennen, das 1990 grausam ermordet und verstümmelt wurde. Damit betritt er einen Pfad, der äußerst gefährlich und ungewöhnlich ist.

FAZIT

»Bloody Mary – Du darfst dich nicht verlieben« von Nadine Roth ist ein Roman aus dem Paranormal Romance. Ein Genre, das für mich bisher von Beziehungen zwischen Vampiren, Werwölfen, etc. und Menschen geprägt war. Also alles, was einen physischen Körper hat.
Einen Ausflug in die Liebe zwischen Mensch und Geist habe ich bisher nur einmal gemacht und »Geisterkammer« von Claudia Romes kam dabei nicht gut weg.
Ich war also gelinde gesagt skeptisch, als ich das Roman-Debüt von Nadine Roth in die Hand nahm.

»Bloody Mary – Du darfst dich nicht verlieben“ von Nadine Roth hat mich letztlich überzeugt und ich bin ihrem Ende sehr zufrieden, ich denke ich werde in Zukunft wieder offener für Geister-Liebesgeschichten sein.
Dem Roman-Debüt der Autorin merkt man an, dass es sich um einen solchen handelt. Der Schreibstil der Autorin wirkt gerade am Anfang nicht ganz ausgereift. Dennoch lässt sich »Bloody Mary« angenehm lesen und mit Fortschreiten der Geschichte bemerkt der Leser auch die Weiterentwicklung des Schreibstils von Nadine Roth – eine Entwicklung, die ich immer ganz spannend finde.
Gut gelungen ist Nadine Roth der Perspektivenwechsel zwischen Avian und Mary, um die Geschichte voranzutreiben und interessant zu gestalten. Die Spannungskurve wird dadurch auf einem guten Niveau gehalten und die Geschichte vorangetrieben.
Leider konnte ich zu den Protagonisten keine Bindung aufbauen – mir hat da irgendwie noch ein bisschen gefehlt. Mary und Avian wirkten auf mich eher flach, Leser von Paranormal Romance wissen aber, dass das in dem Genre nicht unüblich ist, immerhin stehen hier anderen Dinge im Vordergrund. Dennoch hätte ich gerade über Mary gerne noch mehr erfahren.

»Bloody Mary – Du darfst dich nicht verlieben« von Nadine Roth ist ein kurzweiliger Paranormal Romance Roman, der mich gut unterhalten und mich wieder für Geister-Liebesgeschichten geöffnet hat.
Wer gerne miterlebt, wie sich zwei Teenager, die sich eigentlich nie hätten begegnen können, einander nähern sowie eine unterhaltsame Geschichte um Rache und Liebe mag, sollte einen Blick auf »Bloody Mary – Du darfst dich nicht verlieben« von Nadine Roth werfen.

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89 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 40 Rezensionen

exordium, dämon, engel, spiel, teufel

Exordium

Lana Rotaru
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 16.01.2017
ISBN 9783743163133
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Avery steht kurz vor ihrem 18. Geburtstag und geht zur Schule . Sie ist eine tolle, unkomplizierte Protagonistin, die mir beim Lesen viel Spaß gemacht und mich gut durch die Geschichte gebracht hat.
Stets an Averys Seite ist Adam, gut aussehender, fürsorglicher Charmeur und ihr bester Freund. So einfach, wie er Avery manchmal in Schwierigkeiten bringt, so einfach holt er sie mit Charme, Witz und seinen Tricks wieder heraus.
Und dann ist da noch Nox.... Arrogant und einfach zu cool für alles und jeden. Genau mein Ding :D Die drei sind eine Konstellation für sich und sind die Lektüre wert :)

Der Schreibstil von Lana Rotaru ist, wie von der "Black"-Reihe gewohnt, angenehm und flüssig. Durch Cliffhänger, Andeutungen und spannende Wendungen hat die Autorin mich durch die Geschichte gezogen und die Spannungskurve gekonnt konstant hoch gehalten.

»Deadly Sin Saga 01 - Exordium« von Lana Rotaru ist eine Leseempfehlung für Fans spannender, kurzweiliger Urban-Fantasy.
Sagen wir es so, ich durfte das eBook vorab lesen und war so überzeugt, dass ich mir das Taschenbuch bei der Autorin mit Widmung für mein Regal bestellt habe. <3

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84 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

avathandal, romance, herzblut, debüt, schön

Elfenwächter - Weg des Ordens

Carolin Emrich
Flexibler Einband: 308 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 15.01.2017
ISBN 9783906829302
Genre: Fantasy

Rezension:

INHALT

Tris ist 17, als sie das Kloster verlässt, in dem sie als Magierin im Königreich Alvid aufwächst. Um aus ihrem eintönigen Leben innerhalb der Klostermauern zu entkommen, schließt sich Tris dem Orden der Wächter an.
Nach ihrer Ausbildung im Orden soll Tris die Elfen, gegen die die Menschen Krieg führen, ausspionieren – dabei lernt sie den Elfen Avathandal kennen, der so gar nicht in das brandschatzende und mordende Feindbild des Ordens passen will.
Schnell kommen sich die beiden näher und eine Liebe mit Hindernissen entbrennt zwischen Tris und Avanthandal. Und plötzlich hegt Tris ernste Zweifel an den Motiven und Wahrheiten des Ordens…

FAZIT

»Elfenwächter – Weg des Ordens« ist die gelungene Einladung in eine neue Fantasy Welt des Sternensand Verlags. Autorin Carolin Emrich zeichnet mit einem sehr angenehmen Schreibstil und der Liebe zum Detail ein faszinierendes Bild ihrer Welt.

Carolin Emrich hat mich gleich auf den ersten Seiten mit ihrer lebhaften Beschreibung von Tris und ihrem Leben im Kloster gepackt und erst am Ende wieder losgelassen, die 308 Seiten vergingen wie im Flug.
Protagonistin Tris habe ich direkt ins Herz geschlossen und mit ihr den Weg zur Wächertin eingeschlagen, mich mit einem Elfen, dem Feind, angefreundet (okay, etwas verliebt) und Zweifel am Orden und seinen Machenschaften bekommen. Es bleibt abzuwarten, ob diese Zweifel berechtigt sind oder nicht.
Tris war eine gute Wahl als Protagonistin und bietet für die Fortsetzung noch einiges an Potential, um mit Herausforderungen zu wachsen. Ich bin gespannt, was Carolin Emrich noch mit Tris vor hat. Außerdem hoffe ich, dass wir noch viel mehr von Avanthandal erfahren, der kam im Debüt von Carolin Emrich nämlich zu kurz und entzieht sich mir noch etwas – ein Effekt, der aber durchaus von der Autorin für die Fortsetzung der Geschichte beabsichtigt sein kann.

Arbeiten darf Carolin Emrich gerne noch etwas am Spannungsbogen, zwar gab es in ihrem Debüt immer wieder spannende Stellen, als ganzes betrachtet bleibt die Geschichte von Tris aber eher ruhig, ist von Erkenntnissen und weniger von Vorfällen oder Aktionen geprägt. Möglich, dass ich auf Grund des Klappentextes mehr Fokus auf den Krieg zwischen Elfen und Menschen erwartet habe und weniger auf der Geschichte zwischen Tris und Avanthandal.
Dennoch hat mich die Lektüre von »Elfenwächter – Weg des Ordens« gut unterhalten und Carolin Emrich mit ihrem Debüt überzeugt.

»Elfenwächter – Weg des Ordens« von Carolin Emrich ist eine Leseempfehlung für Leser phantastischer Geschichten mit einem Schuß Romantik, Krieg und wiederkehrender Spannungsmomente.

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56 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

liebe, new york, unlike, weihnachten, humorvoll

Unlike

C.M. Spoerri
Flexibler Einband: 348 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 12.12.2016
ISBN 9783906829289
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt

Die Weihnachtszeit in New York gehört nicht zu Evans Lieblingszeit. Meist verbringt er sie zugedröhnt mit Goldfisch Toni III. in seinem kleinen Apartment.
Dieses Jahr ist aber alles anders. Nachbar Hans surft schon länger als Evan durch das Internet und hat seinem Nachbarn dieses Jahr die lebenslustige Studentin Sara eingeladen.
Voller Vorfreude auf Weihnachten in New York fliegt die junge Frau von London los – nichts ahnend, dass sie erst jetzt den realen Mann mitsamt seiner dunklen Vergangenheit hinter dem heißen Bild ihres Chatpartners kennenlernt.

Fazit

»Unlike – Von Goldfischen und anderen Weihnachtskeksen« von C.M. Spoerri läutet mit heißen Tönen meine Weihnachtszeit 2016 ein.
Mit Evans ausgeprägter Anti-Weihnachtshaltung war der Einstieg in die Geschichte mit dem weihnachtlichen Cover eine Herausforderung für mich. Nach den ersten Seiten war ich überzeugt, dass ich Evan auf gar keinen Fall mögen kann.
C.M. Spoerri hat es aber durch die Komplexität ihres Protagonisten im Laufe der Geschichte geschafft, meine Einstellung zu ändern. Aus dem unsympathischen, drogenkonsumierenden Grinch wurde ein Mann mit Gefühlen und einer Vergangenheit, die seine Einstellung und seinen Selbsthass erklären.
Auch Sara ist ein gelungener Charakter. Die junge Frau, die gerne alles unter Kontrolle hat, stürzt sich zum ersten Mal kopfüber in ein Abenteuer und lernt dabei loszulassen. Dabei lockt sie Evan genauso aus seinem selbst gewähltem Gefängnis, wie er sie aus ihren Schneckenhäuschen.
Und zum Glück lässt C.M. Spoerri ihre Charaktere nicht nur Händchen halten, sondern hat vielmehr wieder ein Händchen für ansprechende explizite Szenen bewiesen.
(Ich hoffe ja darauf, dass wir vielleicht mal eine  New Adult – Anthologie der Autorin zu lesen bekommen ;) )

Der Schreibstil von C.M. Spoerri ist gewohnt flüssig,lebendig und bildhaltig. Es war fast, als wäre ich in New York gewesen. :D Die Autorin hat mich völlig in ihre Geschichte mitgenommen und ein bisschen sehnsüchtig zurückgelassen. Ganz so, wie ein gutes Buch es eben tut.

»Unlike – Von Goldfischen und anderen Weihnachtskeksen« von C.M. Spoerri ist eine Empfehlung für Leser, die sich gerne vom weihnachtlichen New York sowie einer Liebesgeschichte verzaubern lassen. Ganz ohne Kitsch versteht sich, den mag ich nämlich selbst gar nicht. :)

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

liebe, intrigen, verrat, macht, fassade

365 - Wenn die Masken fallen

Isabel Kritzer
Flexibler Einband: 382 Seiten
Erschienen bei Papierfresserchens MTM-Verlag, 25.10.2016
ISBN 9783861966333
Genre: Romane

Rezension:

INHALT

Charlotte Clark ist erfolgreiche Studentin, gute beste Freundin und Erbin eines milliardenschweren Firmenimperiums.
Als sie sich im letzten Jahr ihres Bachelor-Studiums vornimmt in den nächsten 365 Tagen etwas außergewöhnliches zu erleben, ahnt sie noch nicht, welchen Preis alles im Leben hat.
365 Tage sind eine lange Zeit, in der sich Menschen verändern, sich lieben lernen, Abstand voneinander nehmen, Unglück erfahren, Opfer eines Verbrechens werden und erwachsen werden können.
365 Tage sind eine lange Zeit, um die eigene Familie kennen zu lernen, Abgründe zu entdecken und Fassaden einzureißen.
365 Tage sind eine lange Zeit, um sich selbst besser zu verstehen und eigene moralische, wirtschaftliche und familiäre Grenzen zu setzen.
365 Tage sind eine lange Zeit für Charlotte, um jede Menge zu erleben und kennen zu lernen.

FAZIT

»365 – Wenn die Masken fallen« ist einer der für mich ungewöhnlichsten und auch inspirierendsten Bücher, die ich dieses Jahr gelesen habe. Ungewöhnlich, weil ein Blick in mein Bücherregal offenbart, dass ich literarisch entweder sehr phantastisch, actionreich, erotisch, mysteriös oder doch historisch unterwegs bin. »365 – Wenn die Masken fallen« von Isabel Kritzer ist aber nichts davon. Ein Grund mehr, mich auf dieses Buch einzulassen und die junge Charlotte Clark ein turbulentes, abwechslungsreiches Jahr zu begleiten.

Ein weiteres Jahr voller Möglichkeiten liegt vor mir und ich verspreche mir selbst, es zu nutzen. 
Schließlich bin ich mir nun bewusst, wie viel in dreihundertfünfundsechzig Tagen passieren kann.
»365 – Wenn die Masken fallen«, Isabel Kritzer, S. 375, Erstauflage 2016, 978-3-86196-633-3

Zurückgelassen hat mich Autorin Isabel Kritzer nach Seite 382 nicht nur mit den Erkenntnissen und Erfahrungen von Charlotte. Geblieben sind vor allem Fragen an mich selbst: Wann habe ich das letzte Mal etwas für mich getan? Wann habe ich das letzte Mal etwas getan, weil ich es wirklich wollte und nicht, weil irgendwer es von mir erwartet oder es eben dazugehört und getan werden muss? Und wie oft habe ich wirkliche wichtige Inhalte meines Lebens wie Familie und Freunde vernachlässigt, weil der Job so anstrengend war oder irgendetwas anderes dazwischen kam?
»365 – Wenn die Masken fallen« hat bei mir nach dem Lesen ein „book hangover“ hervorgerufen, beschäftigt mit den Gedanken, die Isabel Kritzer bei mir angestoßen hat, brauchte ich etwas Zeit für eine Rekapitulation von Charlottes Jahr und meinen eigenen Gedanken.

Isabel Kritzer hat mit dem Jahr von Studentin Charlotte gezeigt, dass nicht alles Gold ist, was glänzt. Dass Geld und Luxus nicht unbedingt mit dem Gefühl glücklich zu sein einher gehen, aber durchaus dazu einlädt, sich selbst und anderen zu blenden, ebenso wie sich blenden zu lassen. Und das Perfektion im Leben ein Zustand ist, den die Wenigsten je erreichen, wenn überhaupt.

 »365 – Wenn die Masken fallen« von Isabel Kritzer startet und endet mit einem Abschnitt, in dem sich Charlotte selbst zu Wort meldet. In Pro- und Epilog stellt  Charlotte sich den Fragen, wer sie ist, was sie als Mensch eigentlich ausmacht und wie viel sie in 365 Tagen erleben kann bzw. was sie erlebt hat und daraus mitnimmt. Mir haben die Kapitel aus der Ich-Perspektive geholfen, Charlotte besser greifen zu können, mich mit ihr zu identifizieren und mich auf das Buch einzulassen.
Hilfreich für das schnelle Lesen war aber nicht nur Charlottes plastische und lebendige Ausarbeitung, sondern auch der Schreibstil von Autorin Isabel Kritzer. Detailliert, mit ein paar Längen und lobenswert gewandt im Umgang mit der deutschen Sprache, treibt sie die Geschichte von Charlotte in durchaus anspruchsvollen, aber gut verständlichen Deutsch voran. 

Wer bereit ist, ein ganzes Jahr Freude und Leid in wenigen Lesestunden zu durchleben und gerne von seiner Lektüre zu Nachdenken angeregt wird, sollte unbedingt einen näheren Blick auf »365 – Wenn die Masken fallen« von Isabel Kritzer werfen.

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146 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 46 Rezensionen

elesztrah, feuer, eis, magie, elfen

Elesztrah - Feuer und Eis

Fanny Bechert
Flexibler Einband: 460 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 06.11.2016
ISBN 9783906829272
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt

Als der junge Elfenkrieger Aerthas im Wald eine junge Elfe mit grünen Augen entdeckt, verguckt er sich sofort in die Schönheit.
Jahre später trifft er Lysanna wieder. Sie und ihr Clan rüsten sich gerade für den Kampf gegen den Flammenden Lord, um Lysannas Gefährten zu befreien.
Trotz ihrer Gefühle für ihren Gefährten, fühlt sich Lysanna Aerthas verbunden.  Vielleicht, weil sie beide geheimnisvolle und mächtige Kräfte in sich tragen, die sie gemeinsam lernen müssen zu beherrschen, um den Flammenden Lord zu besiegen?
Mit der gemeinsam verbrachten Zeit wächst auch die Zuneigung zwischen Aerthas und Lysanna. Aber nicht nur ihr gefangener Gefährte, sondern auch ihr Ehemann vor dem Gesetz, der Lysanna nicht loslassen will, verkomplizieren alles.
Und dann ist da ja noch der Flammende Lord, den womöglich nur Lysanna und Aerthas mit vereinten Kräften endgültig vernichten können....

Fazit

»Elesztrah  - Feuer und Eis« von Fanny Bechert ist ein gelungener Auftakt des High Fantasy Abenteuer um Lysanna und Aerthas.

Mein erster Gedanke nach der letzten Seiten von »Elesztrah« war: ".... .... ... Wie, Ende? JETZT?!?"
Jaha, da Fanny Bechert mich ganz schön gemein hängen lassen. Womit? Das erfahrt ihr nur, wenn ihr einen Blick - oder auch 460 Blicke ;) - in »Elesztrah - Feuer und Eis« riskiert. :)

Mit ihrem Debüt hat Autorin Fanny Bechert eine beeindruckende Geschichte um Liebe, Intrigen und tiefe Gefühle geschrieben, die nicht nur mit den klassischen Elementen der High Fantasy punkten kann, sondern auch durch detaillierte, authentische und starke Charaktere überzeugt.
An den Schreibstil von Fanny Bechert musste ich mich anfangs gewöhnen, weil er doch ungewöhnlich ist. Mit Voranschreiten der Geschichte wurde der Schreibstil immer flüssiger für mich zu lesen und ehe ich mich versah, lagen plötzlich 460 Seiten hinter mir, ohne das ich das Buch viel zur Seite legen konnte oder wollte.

Gekonnt hat Fanny Bechert die Spannungskurve nach dem Vorstellen ihrer Charaktere  aufgebaut und bis zuletzt ein konstant hohes Niveau an Spannung erhalten - untermalt mit Wendungen, die ich so nicht vorher sehen konnte.
Nicht nur mit dem Aufbau ihrer Geschichte -und der Welt von Elesztrah- konnte mich Fanny Bechert von ihrem High Fantasy Auftakt überzeugen. Charaktere sind für mich stets dreh und Angelpunkt von Büchern, an die bestimmte Ansprüche stelle. Wir wissen alle, es gibt Bücher, an die brauchen einfach keine tiefen Charaktere, die sollen auf andere Art unterhalten.
»Elesztrah« gehört nicht zu diesen Büchern. Ein Fantasyroman braucht gut ausgearbeitete Protagonisten mit Charakter.
Kinderspiel für Fanny Bechert wie es scheint. Lysanna ist toll - stolz, selbstsicher, mutig, aber auf ihre eigene Art auch sehr verletzlich. Und Aerthas.... tja, den habe ich in mein Bookboyfriend-Harem aufgenommen. Mit ihrem Ehemann und ihrem Gefährten hat Lysanna aber auch wirklich genug Männer für ein langes Elfenleben. ;)
Aerthas ist ein willensstarker Charakter, der sich vom gehorsamen Soldaten zum willensstarken Krieger entwickelt. Einzeln und zusammen haben mir beide Protagonisten sehr viel Freude beim Lesen bereitet und mich gut unterhalten.

Lange Rede, kurzer Sinn:
"Elesztrah - Feuer und Eis" ist ein kurzweiliger Auftakt,  einer spannenden High Fantasy Geschichte voller Herz und Abenteuer. Wer gerne Fantasyromane liest sollte unbedingt einen Blick auf das Debüt von Fanny Bechert werfen.

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Tags: elesztrah, fanny bechert   (2)
 

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c.m. spoerri, weingut, emilia, emili, liebesroman

Emilia

C.M. Spoerri
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 01.05.2016
ISBN 9783906829180
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

INHALT

Der Tod ihrer Eltern reißt Emilia aus ihrem sorglosen Partyleben. Aus der ziellosen jungen Frau wird mit einem Mal die neue Besitzerin eines Weinguts im Napa Valley. Gewillt sich dieser Verantwortung zu stellen, übernimmt Emilia nach alter Familientradition das Weingut ihrer Eltern.
Dabei hilft ihr nicht nur der Buchhaltungskurs, den sie jetzt besuchen muss, sondern auch ihr Jugendfreund Alejandro. Oder zumindest würde er das gerne. Blöd, dass seine Gegenwart Emilia verwirrt, sie dazu bringt, ihren bisherigen Lebenswandel zu hinterfragen und sich zu entscheiden, was sie wirklich will….

FAZIT

C.M. Spoerri kann nicht nur Fantasy. Mit “Emilia – Dein Weg zu mir” hat die Autorin bewiesen, dass sie auch andere Genre bedienen und Leser damit begeistern kann.
Durch den bildhaften und lebendigen Schreibstil, den ihre Leser schon von ihren anderen Büchern kennen, fühlt sich “Emilia” wie ein heißer Kurztrip ins Napa Valley an. Und mit “heiß” meine ich nicht nur das sonnige Wetter des kalifornischen Weinanbaugebietes, das C.M. Spoerri als Handlungsort ihres neuen Romans ausgesucht hat.

C.M. Spoerri hat mich aber nicht nur durch ihren Schreibstil von ihrem New Adult “Debüt” überzeugt. Auch die Charaktere sind ihr gut gelungen. Überzeugend und lebendig bringen sie die Geschichte voran und werden die Leser durch ihre Gegensätzlichkeit bestimmt polarisieren.
Ich sehe schon eine “Team Alejandro”-oder-“Team Amando” Bewegung auf uns zukommen.
Und das zu Recht. Die beiden sind schon … heiß. Und schnuckelig. Aber sie können auch mehr. Jeder auf seine Art zeigt, dass er charmant, witzig und gleichzeitig auch sensibel und angreifbar ist. Ich glaube ich lehne mich nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich sage, dass C.M. Spoerri hier zwei Traummänner auf Papier niedergeschrieben hat.
Besonders gut gefallen hat mir aber Emilia. Die junge Frau, für die das Leben bisher eine einzige Party war, muss schlagartig erwachsen werden und Verantwortung für sich und die Angestellten des Weinguts übernehmen. Als Leser kann man Emilia bei diesem Prozess begleiten und C.M. Spoerri verwebt diese Weiterentwicklung von Emilia gemischt mit ihren Ängsten, Sorgen und Gefühlen auf eine feinfühlige und überzeugende Art zu einer mitnehmenden Geschichte.
Als New Adult und Liebesroman kommen bei “Emilia – Dein Weg zu mir ” auch die… zwischengeschlechtlichen Handlungen und Spannungen nicht zu kurz. Erotisches Knistern gab es bisher in verschiedenen Büchern von C.M. Spoerri, erstmals wurden eindeutige Szenen aber nicht übersprungen, sondern beschrieben.
Und das gelungen. Weder zu vulgär, noch zu langweilig hat die Autorin sich an die erotischen Szenen gewagt. C.M. Spoerri hat gekonnt meine Fantasie angeregt und ein Kopfkino in Gang gesetzt. Dabei war ich froh, dass die Autorin auf alberne Begriffe (wenn ich irgendwo “sein Prügel” lese, kann ich die Szene einfach nicht mehr ernst nehmen) verzichtet und sich dem Thema Erotik stilvoll gewidmet hat.

Kurz: ganz klare Leseempfehlung für Fans von New Adult Romanen, die eine schöne Liebesgeschichte zu würdigen wissen und stillvolle Erotik bevorzugen, die präsent aber nicht dominierend ist.

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Tags: c.m. spoerri, dein weg zu mir, emili   (3)
 

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greifen, die greifen-saga, schiff, erwachsen werden, gefährliche reise

Die Greifen-Saga (Band 3)

C.M. Spoerri
Flexibler Einband: 442 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 13.03.2016
ISBN 9783906829067
Genre: Fantasy

Rezension:

INHALT

Cass ist auf der Flucht vor sich und seinen Gefühlen. Er segelt mit seinem Onkel und Faím über die Meere Altras, um unzählige Schätze zu bergen. Beide fragen sich, wozu all das Gold sein soll. Auf der Reise zu den Barbaren von Seoul, offenbaren sich Sartons Pläne und die beiden ungleichen Männer aus Micas Leben werden mit der Skrupellosigkeit von Sarton konfrontiert und geraten in Gefahr.

Mica befindet sich währenddessen in der Ausbildung zur Greifen-Reiterin und genießt ihre Zeit mit Wüstenträne, als sich hoher Besuch aus Merita ankündigt. Die Stadt des Meeres befindet sich in Gefahr und benötigt die Hilfe der Greifenreiter.
Als Mica und Néthan das Schiff eines gewissen Elfenkapitäns besteigen ahnen sie nicht, dass sie sich auf eine gefährliche Reise begeben, die sie unweigerlich mit ihrer Vergangenheit konfrontiert.

Wird Néthan endlich erfahren wer er ist? Werden sich Mica und Faím wieder sehen?

FAZIT

C.M. Spoerri hat mit „Die Greifen Saga-  Die Stadt des Meeres“ einen gelungenen – und gewohnt bildgewaltigen- Abschluss ihrer Greifen-Saga geschrieben.
Leider sind die Abenteuer von Mica und Faím damit vorbei. Gut gelungen sind der Autorin die Charaktere schon in den ersten beiden Bänden der Greifen-Saga, in diesem Teil hat sie sich aber selbst übertroffen. Man merkt den Charakteren an, dass sie sich entwickelt haben, immerhin liegen zwischen Band zwei  und drei der Greifen-Sag 3 Jahre. Mica und gerade Faím wirken gereifter, in sich selbst gefestigt und erwachsener. Dabei wirken die Protagonisten noch immer lebendig und authentisch.

Da ich einen Narren an Cilian gefressen habe, hat mir das Kapitel, dass C.M. Spoerri ihm gewidmet hat, besonders gut gefallen. Ich hoffe immer noch, dass der Zirkelleiter von Cahakas wieder glücklich werden darf. So sehr ich Fan von Cilian bin, so wenig bin ich von Cass überzeugt. Er ist ein leidender Charakter, der mir das Gefühl gibt, dass er leiden will. Er macht sich und seinem Umfeld durch seine schwierige Art und sein anhaltendes Selbstmitleid und seine Selbstvorwürfe das Leben schwer. Aber so ist das, man kann nicht immer jeden (Charakter) mögen.
Dennoch bin ich großer Fan von Autorin C.M. Spoerri und ihrer Bücher. Sie hat einen flüssigen, lebendigen und bildhaften Schreibstil, der den Leser zum abtauchen einlädt und das „Mittendrin statt nur dabei“-Gefühl vermittelt.

Kurz: ganz klare Leseempfehlung für Fans spannender Fantasy Romane, mit einem Hauch Dramatik und einem Schuss Romantik.


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Tags: c.m.spoerri, die greifen-saga, greifen-sag, greifen saga   (4)
 

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fantasy, engel, absolution, dämonen, sprechende katze

Absolution

Jasmin Romana Welsch
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 22.03.2016
ISBN 9783906829135
Genre: Fantasy

Rezension:

Sixten ist jung,  Aushilfsjobber, Atheist und ein Zyniker par excellence. Ach ja und er ist ein Junkie.

Eigentlich findet Sixten die Welt beschissen. Oder naja, nicht direkt beschissen, aber schön ist eben auch anders. Um dem zu entkommen, ist er, wann immer es geht, high. Dabei weiß er noch gar nicht, was wirklich beschissen ist. Erst als der 10-jährige Alvin an Krebs stirbt,  Sixten Nachts im städtischen Schwimmbad high und komplett bekleidet schwimmen geht und ihm am nächsten Morgen eine dominante graue Hauskatze befiehlt sie Meisterin zu nennen , da weiß Sixten “schlimmer geht immer”.

Dass hinter der grauen Hauskatze die Dämonin Layla steckt, die ihn – einen Todsünder – in vier Tagen als Sklaven an einen Seelensammler verkaufen möchte, macht die Sache auch nicht besser. Sixten muss jetzt akzeptieren, das Gott und der Teufel, Engel und Dämonen existieren. Oh ja, und dann ist da auch noch der wahnsinnige Geist Loki, der bei Sixten irgendwie ein Gefühl von Déjà-vu verursacht…

Wie überlebt man also eine Sünde?

FAZIT

“Absolution” hat mir sehr gut gefallen und war für mich eine neue Erfahrung. Hätte man mich vorher gefragt, ob es eine gute Idee ist einen Junkie als Protagonisten auszuwählen, ich hätte mit Nein geantwortet. Wie ich mich doch getäuscht habe! Sixtens zynische Art und sein schwarzer Humor haben es mir einfach gemacht, ihn zu mögen.
Mit Sixten, Layla und Loki hat Jasmin Romana Welch ein lebendiges Trio geschaffen, das absolut perfekt harmonisiert und mich gleich in ihre Runde aufgenommen hat. Wie gewohnt zaubert Jasmin Romana Welsch also die “mittendrin statt nur dabei”-Atmosphäre auch in ihre neueste Veröffentlichung.
Auch die Charaktere, mit denen Sixten sonst noch verkehrt, sind lebendig und stark. Im Gegensatz zu Layla und Loki (realitätsfremder geht es echt nicht ;) ) scheinen Nils, Alvin und dessen Mutter Personen zu sein, die jeder in seinem Umfeld hat. Eben Leute wie Du & Ich.

Ich habe aber auch etwas zu kritisieren: die Länge von “Absolution”. Die 230 Seiten sind nur so an mir vorbei geflogen :( Und ganz nach dem Motto “Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist”, endet “Absolution”, wenn man eigentlich auch gleich nochmal so viel lesen könnte. Aber das ist ja als begeisterter Leser immer so, das Buch ist nie lange genug ;)

Kurz: Lesen <3

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Tags: absolution   (1)
 
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