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28 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

freundschaft, überleben, dystopie, bestien, mission

Countdown to Noah (Band 1): Gegen Bestien

Fanny Bechert
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 17.09.2017
ISBN 9783906829517
Genre: Fantasy

Rezension:

INHALT

Sie dachten, sie hätten den Tod überlistet. Sie dachten, sie hätten die Unsterblichkeit gefunden. 
In Wahrheit haben sie den Untergang der Menschheit besiegelt. 

Vor über 17 Jahren entwickelten Forscher ein Serum, dass den Alterungsprozess stoppte, die Regenerationsfähigkeit des menschlichen Körpers um ein vielfaches steigerte und der Menschheit scheinbar das ewige Leben brachte.
Voller Gier verzichtete man auf Langzeitstudien und so war es zu spät, zu viele infiziert, als sich zeigte, dass das Serum das Hirn schädigt und Menschen zu aggressiven, triebgesteuerten und höchst infektiöse Bestien – sogenannte Noahs – mutieren.
Cassidy ist 17 und mit ihrer kranken Schwester alleine auf dem Weg durch eine Welt voller Monster, um einen sicheren Platz und Medikamente zu finden. Eine Aufgabe, die so schon schwer genug wäre, aber seit wenigen Stunden unmöglich ist. Cassidy wurde gebissen und ihr bleiben im besten Fall noch  30 Tage, bis für sie aus ihrer schutzbedürftigen jüngeren Schwester eine Mahlzeit wird.
Alleine kann Cassidy ihre Schwester keine Medikamente besorgen, aber wer hilft einer tickenden Zeitbombe, deren unbedachte Berührung zur Ansteckung führen kann?

FAZIT

Holy Shit, was für ein Auftakt! Erst dachte ich, hier kommt die nächste Dystopie, der nächste Zombie-Roman. Zwar von Fanny Bechert, also sehr wahrscheinlich gut geschrieben, aber eben nichts außergewöhnliches.
Ich war eine Ungläubige.

Dann bin ich in »Countdown to Noah – Gegen Bestien« eingestiegen und BÄÄÄÄÄM, Fanny Bechert hat mich eines Besseren belehrt.
»Countdown to Noah – Gegen Bestien« von Fanny Bechert ist eine spannende Dystopie, die ihre Leser gefangen nimmt, verschluckt, durch ein Mühlwerk von Gefühlen, Spannung und Action dreht und am Ende desorientiert und etwas verstört mit einer Frage zurücklässt: „Wie geht es weiter?!?“ Jedenfalls ging es mir so. Ich weiß nicht, was ich mir für die Fortsetzung wünschen soll und habe so gar kein Gefühl dafür, in welche Richtung Fanny Bechert hier gehen wird. Das macht mich leicht wahnsinnig 

Erzählt wird die Geschichte von Cassidy, die zuweilen fast vergisst und dann wieder an dem Gedanken zu ersticken droht, dass ihr nur noch 30 Tage bleiben bis sie zu einer triebgesteuerten Bestie und Gefahr für alle anderen wird. Fanny Bechert ist die Darstellung dieses Zwiespalts zwischen jungen Mädchen, dass eigentlich noch Leben will und abgeklärter Person, die weiß, dass das nicht mehr möglich ist, ausgesprochen gut gelungen. Auch den inneren Kampf zwischen Cassidy und der Noah in ihrem Kopf hat Fanny Bechert gut dargestellt. Dabei gibt es Momente im Buch, in denen Gedanken von Cassidy nicht nur die Leser sondern auch die Protagonistin selbst zutiefst erschrecken.
Neben Cassidy, die mir sehr ans Herz gewachsen ist und für die ich als alte Happy-End-Liebhaberin, auf eine Wunderheilung hoffe, haben mir auch ihre Begleiter gut gefallen. Ja, Cassidy stellt sich der Suche nach Medikamenten für ihre Schwester nicht alleine. Sie wird von Daniel, ganzer Kerl der Marke „harte Schale, weicher Kern“, Jeff, Typ „Es gibt nur schwarz und weiß“ und seiner Schwester Rita, typisch „ist nicht so zickig wie befürchtet“ begleitet.
Daniel weiß als einziger aus der Gruppe um Cassidys bevorstehende Wandlung, er achtet stets auf eine Verringerung des Ansteckungsrisikos und kommt Cassidy dabei näher, als er eigentlich sollte.
Jeff und Daniel sind sich gleichzeitig sehr ähnlich und doch sehr verschieden. Wo Daniel kalkuliert und abwägt, handelt Jeff gerne mal, bevor er überlegt. Obwohl er auf den ersten Blick sehr offen scheint, halte ich ihn für engstirniger und vorurteilsbelasteter als Daniel. Trotzdem hat er das Herz auf dem rechten Fleck und ist in »Countdown to Noah – Gegen Bestien« ein sympathischer Charakter, der mir beim Lesen viel Freude bereitet hat. Ich bin gespannt, wie Fanny Bechert seine Reaktion auf Cassidys Infektion ausfallen lässt. Ich hoffe anders, als ich vermute.
Rita ist Zucker, anfangs die eifersüchtige Zicke entpuppt sie sich schnell als durchsetzungsfähiges, junges Mädchen, das für seine Freunde da ist. Ich mochte das aufgeweckte, etwas vorlaute junge Mädchen von Anfang sehr gerne.

Fanny Bechert konnte mich aber nicht nur mit ihren lebendigen, authentischen Charakteren, dem Geplänkel zwischen den vier Freunden und dem gelungenen inneren Kampf zwischen Cassidy und der Noah überzeugen, auch der Schreibtsil der Autorin ist grandios.
Lebendig, bildhaft und in einer Symphonie aus Atmosphäre, Spannung, Nervenkitzel und ja auch Romantik erzählt Fanny Bechert die Geschichte einer jungen Frau, die eigentlich noch so viel erleben will, im Zwiespalt des Kampfes zweier Wesen in ihrem Inneren steht und doch mehr an andere als sich selbst denkt.

»Countdown to Noah – Gegen Bestien« zu lesen war ein Sog in einen Strudel aus verschiedensten Gefühlen und Emotionen. Es war von Anfang bis zum Ende spannend, lebendig, nervenaufreibend aber Dank Cassy auch immer mit einem Schuss Sarkasmus und Witz versehen.
Wer eine hochexplosive Mischung aus den verschiedensten Gefühlen beim Lesen zu schätzen weiß, es spannend  bis nervenaufreibend mag und sich einen Schuss Romantik in einer postapokalyptischen Atmosphäre vorstellen kann, dem kann ich guten Gewissens »Countdown to Noah – Gegen Bestien« von Fanny Bechert empfehlen.

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49 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 40 Rezensionen

liebe, meredith winter, pastor, ladythriller, erotik

Blutpsalm

Meredith Winter
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Sommerburg Verlag, 01.09.2017
ISBN 9783981872217
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt

Sommerburg, irgendwo im Norden Deutschlands, Dezember 2011
Pastor Jonathan Littke hat ein Problem: Der Computer in der Kirche geht nicht mehr an – dabei geht in weniger als einer Stunde der Gottesdienst los und er kann seine Predigt nicht auswendig.  Zum Glück liegt von seinem Vorgänger die Visitenkarte eines Computer-Notdienstes in der Schreibtischschublade. Umso überraschender, dass statt eines Mannes in Blaumann eine Prostituierte auf die Rufnummer reagiert und bei Jonathan im Büro steht.
Marlene, die so unverhofft in sein Leben getreten ist, scheint dort auch bleiben zu wollen – Pastor und Prostituierte kommen sich schnell näher. Alles könnte so romantisch im deutschen Winter seinen Anfang nehmen, würden nicht plötzlich Leichen im beschaulichen Sommerburg auftauchen, denen Marlenes Visitenkarte mit einem Fleischermesser an die tote Brust geheftet ist…

Fazit

Love and Crime – eine ungewöhnliche Mischung für meinen Bücherschrank. Aber ein Leseausflug, der sich gelohnt hat und nicht der letzte seiner Art bleibt.

In »Blutpsalm« erzählt Meredith Winter von Pastor Jonathan Littke, der zufällig die Edel-Prostituierte Marlene kennenlernt und wider Willen von der Frau hinter den hohen Absätzen und kurzem Rock fasziniert ist. Was zu einer schönen, aber einfachen Liebesgeschichte in romantischer Winterstimmung hätte werden können, entwickelt sich schnell zu einem spannungsgeladenen Showdown, der von einer Frage überlagert wird: Wer stirbt als nächster?
Das kleine Sommerburg ist in Aufruhr, in ihrer Mitte gibt es einen Mörder und wahrscheinlich kennt ihn jeder.

Meredith Winter kommt schnell zur Sache, bei 208 Seiten ist der Platz begrenzt. Entsprechend schnell steigt die Spannungskurve. Zusammen mit dem stilvollen und fliessenden Schreibstil liest sich »Blutpsalm« kurzweilig.
An einigen Stellen hätte der Geschichte von Jonathan und Marlene mehr Zeit gut getan, es passiert schnell sehr viel und mir fehlte das kunstvolle hinauszögern und verweilen der Geschichte. Diese atemlose Momente eines Krimis, in denen der Erzähler im fast spannendsten Moment den Leser auf die Folter spannt, falsche Fährten legt und zum rätseln einlädt.
Neben dem ab und zu forschen Tempo muss ich die klischeebehaftete Vorstellung des Dorflebens erwähnen. Von engstirnig bis vorurteilsbehaftet, jedes Klischee eines Großstädters wurde bedient. Jedes meiner Klischees wurde bedient, daran sollte man sich als Leser nicht stören, sonst könnte der Lesegenuss in Gefahr sein.

Jonathan und Marlene sind der Autorin gut gelungen – alle anderen Charaktere haben nicht genügend Platz, um wirklich ausgearbeitet zu sein. Bei der Länge des Buches lag der Fokus aber klar auf den Protagonisten und die beiden waren vielschichtig, authentisch und sympathisch, wenn auch manchmal recht zickig, stur und naiv.

»Blutpsalm« von Meredith Winter ist eine Geschichte aus Liebe und  Krimi, die mit schnellem Tempo und viel Spannung überzeugt. Der Roman ist eine Leseempfehlung an Leser, die sich an Klischees nicht stören und gerne kurzweilige Krimis lesen.

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17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

christin burger, verschiedene welten, fantasy, beste freunde, kreis der sieben

Im Kreis der Sieben

Burger Christin
Flexibler Einband: 346 Seiten
Erschienen bei Burger, Christin, 18.11.2016
ISBN 9783000551062
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt

Seit Lara und Timo wieder aufgetaucht sind, kann niemand mehr sterben. Lara, die genau wie Timo ihre Erinnerung verloren hat, glaubt, dass das mit ihrer Rückkehr zu tun hat.
Viel schlimmer ist aber, dass jetzt Ayse und Cem verschwunden sind und Lara nicht weiß, was sie ohne ihre beste Freundin tun soll.
Bei dem Versuch ihre Freunde zu finden und den Kreislauf zwischen Leben und Tod wieder ins Lot zu bringen, beginnen Timo und Lara eine Reise durch phantastische Welten, die Laras Gefühle auf eine harte Probe stellt…

Fazit

Christin Burger hat eine magische Geschichte um ein junges Mädchen weiter gesponnen und wieder beeindruckend gezeigt, wozu die Fantasie eines Menschen fähig ist.
Reisten Timo und Lara zuvor noch durch sieben Länder, bringt die Autorin ihr Konzept um das Totenreich, das Leben danach und die Reise der Seele auf ein kosmisches Level.
Timo und Lara reisen durch sieben Welten, jede so real und wirklich wie unsere und doch so unglaublich anders und unterschiedlich.

Den tieferen, fast schon philosophischen Charakter von Laras Reise hat Autorin Christin Burger beibehalten und wieder in eine bildgewaltige Geschichte mit den unterschiedlichsten Charakteren verpackt.
Neben Lara haben wir Ayse, Laras beste Freundin, die die Symbiose aus islamischen Werten und deutscher Kultur veranschaulicht. Auch wenn Ayse in diesem Band leider etwas in den Hintergrund tritt. Ich hoffe in finale der Trologie hat Ayse wieder mehr Raum.
Auch Mila und Timo tun viel für die Entwicklung der Geschichte und gerade Mila hat sich stark entwickelt und mir zusammen mit Styx und Zwitscher große Freude beim Lesen bereitet.
Und auch das schwebende Auge hat wieder einen Auftritt bekommen und wieder für Unterhaltung gesorgt.
Und ja, sogar Marc hat, bei aller Antipathie meinerseits, seinen Teil zur Geschichte beigetragen und sich innerhalb der Geschichte kontinuierlich entwickelt. Ich bin gespannt, welche Richtung Christin Burger ihre Charaktere im Finale ihrer Trilogie einschlagen lässt.
So viel vorweg: Mit dem Ende von »Im Kreis der Sieben: Welten« bin ich ja mal so gar nicht einverstanden und hoffe, dass sich hier im Finale wieder alles nach meiner Vorstellung zusammen findet.

Der Schreibstil von Christin Burger ist gewöhnt flüssig und malerisch. Die Autorin kann mit ihrer Sprache eindrucksvolle Bilder zeichnen. Unterstützt durch das gemäßigte Erzähltempo der Geschichte wird nie langweilig, die Ereignisse überschlagen sich aber auch nicht und nehmen sich gegenseitig die Wirkung. Vielmehr kann der Leser hier viel entdecken und bei bester Unterhaltung auf sich wirken lassen. Ohne den Lesefluss zu unterbrechen kann man das gelesene rekapitulieren und in einen Gesamtzusammenhang bringen.

Kurz: »Im Kreis der Sieben: Welten« von Christin Burger ist eine gelungene Fortsetzung der Geschichte, die sich mit Urthemen der Menschen beschäftigt und dabei eine fantastische junge Protagonistin in den Fokus setzt, die sich entwickelt und viel Stärke zeigt.  »Im Kreis der Sieben: Welten«  ist eine Leseempfehlung für Leser von Geschichten, die sich gerne auch mal länger mit tiefgründigen Themen eines Buches beschäftigen und dabei authentische Charaktere abseits der gängigen Fantasyszene schätzen.

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14 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

amazonen, natur, elfen, menschen, prinzessinnen

Die Legenden von Karinth (Band 2)

C.M. Spoerri
Flexibler Einband: 440 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 13.08.2017
ISBN 9783906829623
Genre: Fantasy

Rezension:

Sehnsüchtig habe ich die Fortsetzung von Maryos Abenteuer erwartet und wurde nicht enttäuscht. Vielmehr bin ich wieder fasziniert, dass C.M. Spoerri ihre Welt noch weiter ausbauen konnte. Da denke ich, so langsam kenne ich die Hauptfiguren der Geschichte und hätte eine Idee, in welche Richtung sich der Plot entwickeln könnte und dann kommt die Fortsetzung und C.M. Spoerri überrascht mich völlig.

Maryo Valdoris bekommt als Protagonist noch mehr Tiefe und immer noch passt das Bild des jüngeren Maryos zu dem Elfen, den ich in früher erschienen Büchern der Autorin, deren Handlung aber später platziert ist, kennengelernt habe. Neben dem Elfen haben mir aber noch zwei andere Charaktere sehr gut gefallen: die Amazone Thesalis und der Rote Tarkar.
Erstere ist unglaublich sympathisch, stur, stark und voreingenommen, aber auch lernfähig und offen, wenn sie ihr berechtigtes Misstrauen und ihre Vorsicht überwunden hat. Sie ist sehr eigensinnig und scheint Maryo in einigen Charakterzügen so ähnlich, dass ihr Aufeinandertreffen und ihr Umgang sehr unterhaltsam ist.
Letzterer, der Rote Tarkar, ist ein sehr mysteriöser und interessanter Charakter, bei dem schnell klar wird, dass er eine eigene Geschichte hat, die sich lohnt erzählt zu werden. Und was soll ich sagen? C.M. Spoerri verkündete vor wenigen Tagen, dass sie an der Geschichte von dem Roten Tarkar arbeitet (Videobeweis).
Ich bin jetzt schon gespannt auf diesen Exkurs zum Roten Tarkar und am Fangirlen.

Der zweite Band von »Die Legenden von Karinth« gehört zu meinen Lesehighlights 2017. C.M. Spoerri hat sich das für ihr neuestes Werk aber nicht nur mit ihren gelungenen Charakteren verdient, die authentisch und lebendig sind und mich von Seite eins bis zum Ende verzaubert haben.
Auch ihr bildhafter, anschaulicher, fliessender und klarer Schreibstil haben mich überzeugt. Wie aus ihren anderen Büchern gewohnt hat mich die Autorin mit nach Karinth genommen und mich das Land mit eigenen Augen entdecken lassen. Dabei beschreibt sie genug Details, um die Atmosphäre zu schaffen und lässt der Fantasie gleichzeitig genug Freiraum, um Karinth selbst zu erleben.

Mit der Fortsetzung von »Die Legenden von Karinth« hat C.M. Spoerri viele Fragen aus dem Auftakt  Autorin der Legenden von Karinth beantwortet, mich aber gleichzeitig mit neuen Fragen zurückgelassen. Mit neuen Charakteren, Organisationen und Entwicklungen heizt C.M. Spoerri Maryos Abenteuer in diesem Band so richtig an.
Wer gerne spannende, unterhaltsame Fantasy liest, die mit Spannung, Gefühl und Vielfältigkeit überzeugt, sollte einen Blick auf»Die Legenden von Karinth« von C.M. Spoerri werfen.

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25 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

sarkasmus, loyalität, irland, freundschaft, liebe

Küss mich (Sammelband)

Jasmin Romana Welsch
Flexibler Einband: 530 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 16.07.2017
ISBN 9783906829609
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Gekleidet in einem neuen Gewand, mit einem 3D-Effekt Cover, erscheint der Sammelband der Trilogie im Sternensand Verlag.

Emotional, unterhaltsam und fesselnd – drei Adjektive, die die »Küss mich«-Trilogie von Jasmin Romana Welsch vortrefflich beschreiben.
Wer bereits Bücher von Jasmin Romana Welsch kennt, weiß um ihren sympathischen Humor, der ihre Bücher ausmacht. In Kombination mit ihrem lebhaften Schreibstil, der dafür sorgt, dass das Lesen zum Erleben wird, werden aus ihren Geschichten schnell lieb gewonnene Momente abseits des Alltags.

In »Küss mich«, eines der Bücher der Autorin, die ich bisher aus Sorge um Kitsch gemieden habe, erzählt Jasmin Romana Welsch -völlig unkitschig, dafür aber mit einer ordentlichen Prise Sarkasmus- die Geschichte von Sam und Chris. Damit hat sie zwei Protagonisten, die auf den ersten Blick nicht unterschiedlicher sein können: Sam ist das Mädchen mit der sarkastischen Ader, Chris scheint einfach nur gut auszusehen. Beide Charaktere entfalten aber schnell ihr ganzes Wesen und zeigen, dass sie nicht nur so sind, wie der erste Eindruck glauben macht.

Die Geschichte schreitet in einem flotten Tempo voran, Langweile kommt bei Sam und Chris nicht auf. Passend zum Alter der Protagonisten gibt es größere Probleme und kleine Probleme die von den Teenagern als größer empfunden werden, als sie sind. Dabei verliert die Geschichte aber nie ihren Witz und macht von der ersten bis zur letzten Seite Spaß beim Lesen.

Kurz: »Küss mich« von Jasmin Romana Welsch ist eine Leseempfehlung für Fans von kurzweiligen, romantischen Geschichten voller Witz, Sarkasmus und Suchtfaktor.

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elfen, liebe, magie, elfenwächter, freundschaft

Elfenwächter (Band 2): Weg des Krieges

Carolin Emrich
Flexibler Einband: 402 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 30.07.2017
ISBN 9783906829494
Genre: Fantasy

Rezension:

Carolin Emrich knüpft nahtlos an, wo sie in »Elfenwächter – Weg des Ordens« aufgehört hat.
Bemängelt habe ich im Auftakt der Fantasy-Trilogie den ausbaufähigen Spannungsbogen, hier hat Carolin Emrich nachgelegt und kontinuierlich Spannung aufgebaut. Es gab nur wenige Szenen, die ein klitzekleines bisschen zäh wirkten. Oft konnten diese Szenen dafür mit tollen Momenten zwischen Tris, Avathandal, Tian, Lilly und den anderen punkten.

Tris hat mich in der Fortsetzung nicht so überzeugt wie im Auftakt. Zwar ist sie immer noch eine sympathische junge Frau, aber sie ist wahnsinnig prüde und verklemmt. Natürlich ist sie im Kloster groß geworden, aber es gibt viele Momente, Blicke und Begegnungen der Liebe und sie wird jede mal, also wirklich jedes einzelne mal, rot und erwähnt, wie unwohl sie sich damit fühlt. Das hat man als Leser doch recht schnell verstanden und die häufige Wiederholung davon war mir dann etwas zu viel.
Dafür wurde aber mein Wunsch erhört und Avathandal hat einen größeren Auftritt bekommen, endlich gab es etwas über ihn und seine Ziehschwester zu erfahren. Auch Tian und Lilly bekamen mehr Gestalt und es gab zu meiner Freude ein Wiedersehen, mit dem ich wirklich nicht gerechnet habe.

Wie aus »Elfenwächter – Weg des Ordens« gewöhnt zeichnet Carolin Emrich mit ihrem angenehmen und lebendigen Schreibstil ein faszinierendes Bild ihrer Welt, die mich willkommen geheißen und gefesselt hat.

Kurz: »Elfenwächter – Weg des Krieges« von Carolin Emrich ist eine Leseempfehlung für Leser phantastischer Geschichten mit einem Schuss Romantik, Krieg, lebhafter Dialoge und Spannungsmomenten.

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21 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

tanzen, tolle charaktere, romantik, märchen, janna rut

Im Bann der zertanzten Schuhe (Märchenspinnerei 5)

Janna Ruth
E-Buch Text: 313 Seiten
Erschienen bei null, 13.06.2017
ISBN B072FSB3WF
Genre: Sonstiges

Rezension:

»Im Bann der zertanzten Schuhe« von Janna Ruth ist das fünfte Buch aus dem Projekt „Märchenspinnerei“.

Leise und einfühlsam, aber bildgewaltig hat Autorin Janna Ruth ihre Märchenadaption geschrieben. Ein toller Schreibstil, der zum Träumen einlädt und die Geschichte von Sophie und Jonas wunderbar stützt.

Ebenso wie die beiden Protagonisten mit ihren Charakteren die Geschichte stützen. Jonas und Sophie haben beide die schwere Last der Vergangenheit zu tragen und harmonieren durch ihre Art durchs Leben zu gehen. Den beiden sympathischen und lebendigen Charakteren durch ihre Geschichte zu folgen macht einfach viel Spaß.
Dazu trägt aber auch der vielschichtige Handlungsstrang bei. In das leichten Lesegefühl eines schönen Märchens mischt sich der bittere Beigeschmack eines Themas, das so wichtig ist wie es leider oft auch bagatellisiert wird: Posttraumatische Belastungsstörung.
Janna Ruth hat mit Jonas einen Ex-Soldaten geschaffen, der in der Märchenadaption »Im Bann der zertanzten Schuhe« seinen Weg findet.

Kurz: »Im Bann der zertanzten Schuhe« von Janna Ruth ist die Adaption eines bekannten Märchens mit einem frischen Fokus auf ein Problem unserer Gesellschaft. Wer gerne schöne Märchenadaptionen voller Magie und Freude aber auch tiefen Schatten liest, könnte in diesem Band der Märchenspinnerei ein kurzweiliges Buch für sich finden.

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Tags: janna rut   (1)
 

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34 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

hass, prophezeihung, high fantasy, thalél malis, nancy pfei

Thalél Malis

Nancy Pfeil
Flexibler Einband: 465 Seiten
Erschienen bei Tagträumer Verlag, 19.06.2017
ISBN 9783946843092
Genre: Fantasy

Rezension:

»Thalél Malis – Das Flüstern der Flammen« von Nancy Pfeil eines meiner Jahreshighlights – neben viel Spannung, Abenteuer und Witz konnte mich die Autorin in ihrem Debüt auch mit der komplexen Welt und dem emotionalen Ende überzeugt.
Und wenn ich „emotional“ sage, meine ich damit herzzerreißend, dramatisch und unbefriedigend für mein kleines Happy-End-Herz. Auch wenn ich zugeben muss, dass das Ende sich sehr gut in die Entwicklung der Geschichte einfügt und – so hoffe ich – in der Fortsetzung einen höheren Sinn bekommt.

Nancy Pfeil hat hier einen Fantasy-Roman der extraklasse geschaffen. Neben der komplexen, mittelalterlich anmutenden Welt überzeugt die Autorin mit starken Protagonisten und gekonnter Spannungsführung.
Von der ersten Seite an hat die Geschichte um die junge Neyla Biss und zieht mit voranschreitender Seitenzahl stetig an. Ich habe während der Lektüre viele verschiedene Gemütszustände durchlaufen – Entzücken, Spannung, Wut, Trauer – aber man kann sagen, was man will, Langeweile war nie dabei.

Neyla und Danis sind zwei wunderbare Protagonisten, die mich überzeugt haben. Ihre Beziehung zueinander fußt auf Misstrauen und Hass, entwickelt sich aber langsam und stetig.
Hier gefällt mit der Kontrast zu »Stormheart – Die Rebellin« von Cora Carmack. Was mir bei Cora Carmack zu schnell, plump und unglaubwürdig war, lässt Nancy Pfeil über die Zeit erblühen, ohne dabei die Liebe der beiden zu glorifizieren. Es ist, was es ist: Die eigentlich unmögliche Bindung zwischen einer jordanischen Prinzessin und einem anartischen Kriegsgefangenen, die über die Zeit entsteht, reift und dadurch authentisch wirkt.
Aber nicht nur die toughe Neyla, Danis und ihre Liebe haben mir sehr gut gefallen. Neben ihren Protagonisten hat Nancy Pfeil unterhaltsame, spannende und teils auch merkwürdige Nebencharaktere erschaffen, die die Geschichte abrunden und beim Lesen viel Spaß gemacht haben.

Bemerkenswert finde ich, dass dem Debüt von Nancy Pfeil nicht anzumerken ist, dass es sich dabei um ein Debüt handelt. Weder Schreibstil noch Spannungsbogen zeigen, dass es sich hier um das erste Buch von Nancy Pfeil handelt. Es ist, als hätte sie schon mehrere Bücher geschrieben und wüsste genau, wie es geht.

»Thalél Malis – Das Flüstern der Flammen« von Nancy Pfeil ist der absolut gelungene Auftakt einer High-Fantasy-Trilogie. Wer gerne G.R.R. Martin, T.S. Orgel oder Brandon Sanderson liest, sollte einen Blick auf den neuen Stern am Fantasy-Himmel werfen.
Aber seid gewarnt, Nancy Pfeil ist für ihre Charaktere ebenso schöpferisch wie tödlich. Gebt acht, an wen ihr euer Herz hängt.

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Tags: high fantasy, nancy pfei, thalél malis   (3)
 

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450 Bibliotheken, 11 Leser, 0 Gruppen, 177 Rezensionen

fantasy, cora carmack, stormheart, sturm, liebe

Stormheart - Die Rebellin

Cora Carmack , Birgit Salzmann , Alexandra Rak , Carolin Liepins
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 22.05.2017
ISBN 9783789104053
Genre: Jugendbuch

Rezension:

FAZIT

Davongelaufene Prinzessin ohne die Macht, die sie eigentlich haben sollte. Dazu ein Prinz, den sie heiraten soll, ein Sturmjäger, an den sie ihr Herz zu verlieren droht und ein Blick in die Politik hinter die Kulissen der Gesellschaft.
Klingt nach einer ganz klassischen Geschichte. Ist es irgendwie auch, Cora Carmack hat ihr Stammgenre, die Liebesromane, hier einfach mit Fantasyelementen versehen. Und zwar denen, die in quasi jeder Geschichte zu finden sind.

Grundsätzlich finde ich den klassischen Aufbau einer -vermutlichen- Dreiecksgeschichte nicht tragisch, solange die Geschichte gut geschrieben ist. Und das ist »Stormheart – Die Rebellin«. Der Auftakt der Fantasy-Trilogie ist ganz wunderbar geschrieben und für das ein Debüt in Genre Fantasy auch gut gelungen.
Die Spannung stimmt, das Tempo ist zwar manchmal etwas flott, aber die Charaktere haben Ecken und Kanten und vor allem die Geschichte im Hintergrund, die geschaffene Welt, haben mich überzeugt.
Aurora kann allerdings, das muss gesagt sein, als Protagonistin durchaus anstrengend bis manchmal nervtötend sein.

Cora Carmack hat mit ihrer Welt hier viel Potential für die Folgebände geschaffen, die hoffentlich genutzt werden. Aus der aktuellen Liebesgeschichte mit Fantasyelementen wird hoffentlich ein Fantasyroman mit Liebesgeschichte. Denn die Liebesgeschichte, die hier fokussiert, ja fast schon forciert wird, konnte mich nicht berühren. Oberflächlich und fast schon Platt finden Aurora und der Sturmjäger binnen kürzester Zeit zueinander und bereits jetzt zeichnet sich eine Dreiecksgeschichte am Horizont der Fortsetzung ab.

Ich wünsche mir für die Fortsetzung einen Fokus auf die Welt, die Fähigkeiten und die Politik der Geschichte und bin gespannt, ob Cora Carmack mich mit ihrer Fortsetzung überzeugen kann.
Gerade nach dem Ende, das Cora Carmack sehr gut gewählt hat, bin wirklich neugierig auf die Fortsetzung.

»Stormheart – Die Rebellin« ist das Fantasydebüt einer Liebesroman-Autorin, die gezeigt hat, dass sie Fantasy verstanden hat und nun an der Umsetzung bzw. dem Schwerpunkt gerne noch feilen darf.
Wer gerne kurzweilige Romane mit Liebe, Dramatik und Abenteuer ließt, sollte einen Blick auf die Leseprobe von »Stormheart – Die Rebellin« werfen.



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22 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

matthias teut, scheltar, elben, elemente, urda

Erellgorh - Geheime Wege

Matthias Teut
E-Buch Text: 406 Seiten
Erschienen bei DichtFest, 15.02.2017
ISBN B01MY4XTM9
Genre: Sonstiges

Rezension:

INHALT

Das Abenteuer von Selana, Atharu und Pitu geht weiter…

Der Kreh zieht seine Truppen zusammen: Immer mehr Gellwicks ziehen durch Jukahbajahn und bedrohen die Bevölkerung. Finstere Schatten befinden sich auf der Suche nach den Bruchstücken des Amuletts, das den Kreh vernichten kann.
Selana, Atharu und Pitu treffen vor der Elfenstadt Erellgorh nach ihren abenteuerlichen Reisen auf einander. Kaum gefunden, trennt das Schicksal aber auch schon wieder ihre Wege.
Während die einen sich in Erellgorh für ihren Kampf gegen den Kreh rüsten, muss der andere seine Rolle in der Prophezeiung erst akzeptieren, um Jukahbajahn vor der Kälte und dem Kreh retten zu können.

Werden die Helden ihre Aufgaben annehmen? Und hat der Kreh vielleicht Recht, wenn er sagt, dass die Elfen nicht das sind, was sie zu sein scheinen?

FAZIT

»Erellgorh – Geheime Mächte« von Matthias Teut bezeichnete ich  als „magischer Auftakt einer vielversprechenden High-Fantasy Trilogie“. Und was soll ich sagen? Ich hatte recht. »Erellgorh – Geheime Wege« ist eine ebenso vielversprechende und gelungene Fortsetzung, wie »Erellgorh – Geheime Mächte« ein Auftakt war.

Bildhaft und sehr lebendig entführt Matthias Teut seine Leser nach Jukahbajahn und spinnt mit seinem angenehmen Schreibstil gekonnt Fäden in seine Geschichte, von denen ich annehme, dass sie im Finale der High-Fantasy Trilogie für die eine oder andere überraschende Wendung sorgen werden.
Auf jeden Fall hoffe ich doch, dass alle losen Enden und gemeinen Cliffhänger im nächsten Band gelöst werden.

Matthias Teut nutzt wie in seinem Debüt zuvor die abwechselnde Erzählperspektive seiner Helden Atharu, Selana und  Pitu, um den Leser durch seine Geschichte zu tragen. Dadurch baut er nicht kontinuierlich einen Spannungsbogen auf, sondern gibt seinen Charakteren damit viel Raum für eine Weiterentwicklung und Authentizität. Gerade Pitu hat in »Erellgorh – Geheime Wege« große Schritte in seiner Entwicklung gemacht und wurde zu einem der tragenden Charaktere der Geschichte –  neben Semje, meinem absoluten Liebling, hat sich Pitu durch seine Weiterentwicklung zum interessantesten Charakter der Geschichte gemausert.

Kurz: »Erellgorh – Geheime Wege« ist die gelungene Fortsetzung einer spannenden High-Fantasy Trilogie. Wer gerne in eigens konstruierten Welten unterwegs ist und sich an fremden Ländern, Mächten und Wesen sowie einem Kampf zwischen Gut und Böse nicht satt lesen kann, ist mit der Erellgorh-Trilogie von Matthias Teut gut beraten.

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Tags: matthias teut   (1)
 

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55 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

elesztrah, fanny bechert, elfen, pöni, asche und schnee

Elesztrah - Asche und Schnee

Fanny Bechert
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 02.04.2017
ISBN 9783906829364
Genre: Fantasy

Rezension:


Über »Elesztrah – Feuer und Eis« sagte ich:


"Mein erster Gedanke nach der letzten Seiten von »Elesztrah« war: „…. …. … Wie, Ende? JETZT?!?“
Jaha, da Fanny Bechert mich ganz schön gemein hängen lassen."


Ähm ja,  das ist noch harmlos. Wirklich. Auch in dieser Rezension also erst wieder kurz zum Ende: Fanny Bechert setzt ihre Leser wieder mit einem Mal ganz hart in der Realität ab und lässt uns jetzt wieder viel zu lange auf die Fortsetzung warten.


Fanny Bechert setzt mit »Elesztrah – Asche und Schnee« auf dem Leistungsniveau an, an dem sie den Auftakt ihres High Fantasy Abenteuers abgeschlossen hat.
Der Spannungslevel ist gleich zu Beginn im doppelte Sinne hoch: Zum einen gibt der Prolog gleich Futter zum Nachdenken und zum anderen habe ich die ganze Zeit auf die erste Szene mit Aerthas und Lysanna gewartet. Nach DEM Ende von »Elesztrah – Feuer und Eis« hatte ich hier dringenden Klärungsbedarf.


Mir hat das Lesen von Fanny Becherts Fortsetzung wirklich viel Freude bereitet. Im Gegensatz zum Auftakt des High Fantasy Abenteuers brauchte ich diesmal keine Gewöhnungszeit für den Schreibstil von Fanny Bechert. Die Entwicklung der Autorin ist hier bemerkenswert und »Elesztrah – Asche und Schnee« lässt sich sehr flüssig und angenehm lesen.


Ein „Chapeau!“ gibt es auch dieses mal wieder für die Charaktere. Lysanna und Aerthas sind nach wie vor tolle Charaktere, die stark, eigensinnig und bezaubernd sind. Versteht mich nicht falsch, es gab Stellen, da hätte ich Lysanna gerne mal die Meinung gegeigt oder Aerthas geschüttelt, aber gerade das machte die beiden noch lebendiger und greifbarer. Es ist wie im realen Leben, auch mit den besten Freunden kann man einfach nicht immer einer Meinung sein.
Neben Lysanna und Aerthas gab es auch viel über Fayori und Sedan zu lesen. Gut möglich, dass wir im nächsten Band noch viel mehr von den beiden hören und wir im Falle von Fayori eventuell der Titel der Protagonistin von Mutter an Tochter weitergegeben wird.
Sehr froh war ich übrigens darüber, dass zuvor lediglich angerissene  Hintergründe in dieser Fortsetzung erklärt wurden und es noch mehr Einblicke in das Wesen einiger Charaktere gab. 😀


»Elesztrah – Asche und Schnee« von Fanny Bechert ist die  kurzweilige, gelungene Fortsetzung,  einer spannenden High Fantasy Geschichte voller Herz, Abenteuer und tiefer Gefühle. Wer gerne Fantasyromane liest sollte unbedingt einen Blick auf die »Elesztrah«-Reihe von Fanny Bechert werfen.

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123 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

bloody mary, hass, nadine roth, rache, liebe

Bloody Mary

Nadine Roth
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 12.03.2017
ISBN 9783906829340
Genre: Fantasy

Rezension:

INHALT

»Bloody Mary, Bloody Mary, Bloody Mary . . .«

Avian glaub nicht an den Mythos um das mordlüsterne Geistermädchen, das erscheint, wenn man ihren Namen um Mitternacht drei mal vor einem Spiegel ruft. Das ändert sich schlagartig, als der Geist der ermordeten Mary Jane Wyler aus seinem Spiegel tritt und ihre Hände sich um seinen Hals legen.
Im Kampf um sein Leben kann Avian den letzten Funken Menschlichkeit in Mary erreichen und schließt einen Pakt mit ihr: Bloody Mary lässt ihn am Leben und er hilft ihr ihren Mörder zu finden.
Auf ihrem Weg quer durch die USA verlieren sich die Grenzen zwischen Bloody Mary und Mary Jane Wyler, Avian lernt immer mehr das Mädchen kennen, das 1990 grausam ermordet und verstümmelt wurde. Damit betritt er einen Pfad, der äußerst gefährlich und ungewöhnlich ist.

FAZIT

»Bloody Mary – Du darfst dich nicht verlieben« von Nadine Roth ist ein Roman aus dem Paranormal Romance. Ein Genre, das für mich bisher von Beziehungen zwischen Vampiren, Werwölfen, etc. und Menschen geprägt war. Also alles, was einen physischen Körper hat.
Einen Ausflug in die Liebe zwischen Mensch und Geist habe ich bisher nur einmal gemacht und »Geisterkammer« von Claudia Romes kam dabei nicht gut weg.
Ich war also gelinde gesagt skeptisch, als ich das Roman-Debüt von Nadine Roth in die Hand nahm.

»Bloody Mary – Du darfst dich nicht verlieben“ von Nadine Roth hat mich letztlich überzeugt und ich bin ihrem Ende sehr zufrieden, ich denke ich werde in Zukunft wieder offener für Geister-Liebesgeschichten sein.
Dem Roman-Debüt der Autorin merkt man an, dass es sich um einen solchen handelt. Der Schreibstil der Autorin wirkt gerade am Anfang nicht ganz ausgereift. Dennoch lässt sich »Bloody Mary« angenehm lesen und mit Fortschreiten der Geschichte bemerkt der Leser auch die Weiterentwicklung des Schreibstils von Nadine Roth – eine Entwicklung, die ich immer ganz spannend finde.
Gut gelungen ist Nadine Roth der Perspektivenwechsel zwischen Avian und Mary, um die Geschichte voranzutreiben und interessant zu gestalten. Die Spannungskurve wird dadurch auf einem guten Niveau gehalten und die Geschichte vorangetrieben.
Leider konnte ich zu den Protagonisten keine Bindung aufbauen – mir hat da irgendwie noch ein bisschen gefehlt. Mary und Avian wirkten auf mich eher flach, Leser von Paranormal Romance wissen aber, dass das in dem Genre nicht unüblich ist, immerhin stehen hier anderen Dinge im Vordergrund. Dennoch hätte ich gerade über Mary gerne noch mehr erfahren.

»Bloody Mary – Du darfst dich nicht verlieben« von Nadine Roth ist ein kurzweiliger Paranormal Romance Roman, der mich gut unterhalten und mich wieder für Geister-Liebesgeschichten geöffnet hat.
Wer gerne miterlebt, wie sich zwei Teenager, die sich eigentlich nie hätten begegnen können, einander nähern sowie eine unterhaltsame Geschichte um Rache und Liebe mag, sollte einen Blick auf »Bloody Mary – Du darfst dich nicht verlieben« von Nadine Roth werfen.

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85 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 37 Rezensionen

exordium, dämon, engel, spiel, teufel

Exordium

Lana Rotaru
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 16.01.2017
ISBN 9783743163133
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Avery steht kurz vor ihrem 18. Geburtstag und geht zur Schule . Sie ist eine tolle, unkomplizierte Protagonistin, die mir beim Lesen viel Spaß gemacht und mich gut durch die Geschichte gebracht hat.
Stets an Averys Seite ist Adam, gut aussehender, fürsorglicher Charmeur und ihr bester Freund. So einfach, wie er Avery manchmal in Schwierigkeiten bringt, so einfach holt er sie mit Charme, Witz und seinen Tricks wieder heraus.
Und dann ist da noch Nox.... Arrogant und einfach zu cool für alles und jeden. Genau mein Ding :D Die drei sind eine Konstellation für sich und sind die Lektüre wert :)

Der Schreibstil von Lana Rotaru ist, wie von der "Black"-Reihe gewohnt, angenehm und flüssig. Durch Cliffhänger, Andeutungen und spannende Wendungen hat die Autorin mich durch die Geschichte gezogen und die Spannungskurve gekonnt konstant hoch gehalten.

»Deadly Sin Saga 01 - Exordium« von Lana Rotaru ist eine Leseempfehlung für Fans spannender, kurzweiliger Urban-Fantasy.
Sagen wir es so, ich durfte das eBook vorab lesen und war so überzeugt, dass ich mir das Taschenbuch bei der Autorin mit Widmung für mein Regal bestellt habe. <3

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75 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

avathandal, romance, herzblut, debüt, schön

Elfenwächter - Weg des Ordens

Carolin Emrich
Flexibler Einband: 308 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 15.01.2017
ISBN 9783906829302
Genre: Fantasy

Rezension:

INHALT

Tris ist 17, als sie das Kloster verlässt, in dem sie als Magierin im Königreich Alvid aufwächst. Um aus ihrem eintönigen Leben innerhalb der Klostermauern zu entkommen, schließt sich Tris dem Orden der Wächter an.
Nach ihrer Ausbildung im Orden soll Tris die Elfen, gegen die die Menschen Krieg führen, ausspionieren – dabei lernt sie den Elfen Avathandal kennen, der so gar nicht in das brandschatzende und mordende Feindbild des Ordens passen will.
Schnell kommen sich die beiden näher und eine Liebe mit Hindernissen entbrennt zwischen Tris und Avanthandal. Und plötzlich hegt Tris ernste Zweifel an den Motiven und Wahrheiten des Ordens…

FAZIT

»Elfenwächter – Weg des Ordens« ist die gelungene Einladung in eine neue Fantasy Welt des Sternensand Verlags. Autorin Carolin Emrich zeichnet mit einem sehr angenehmen Schreibstil und der Liebe zum Detail ein faszinierendes Bild ihrer Welt.

Carolin Emrich hat mich gleich auf den ersten Seiten mit ihrer lebhaften Beschreibung von Tris und ihrem Leben im Kloster gepackt und erst am Ende wieder losgelassen, die 308 Seiten vergingen wie im Flug.
Protagonistin Tris habe ich direkt ins Herz geschlossen und mit ihr den Weg zur Wächertin eingeschlagen, mich mit einem Elfen, dem Feind, angefreundet (okay, etwas verliebt) und Zweifel am Orden und seinen Machenschaften bekommen. Es bleibt abzuwarten, ob diese Zweifel berechtigt sind oder nicht.
Tris war eine gute Wahl als Protagonistin und bietet für die Fortsetzung noch einiges an Potential, um mit Herausforderungen zu wachsen. Ich bin gespannt, was Carolin Emrich noch mit Tris vor hat. Außerdem hoffe ich, dass wir noch viel mehr von Avanthandal erfahren, der kam im Debüt von Carolin Emrich nämlich zu kurz und entzieht sich mir noch etwas – ein Effekt, der aber durchaus von der Autorin für die Fortsetzung der Geschichte beabsichtigt sein kann.

Arbeiten darf Carolin Emrich gerne noch etwas am Spannungsbogen, zwar gab es in ihrem Debüt immer wieder spannende Stellen, als ganzes betrachtet bleibt die Geschichte von Tris aber eher ruhig, ist von Erkenntnissen und weniger von Vorfällen oder Aktionen geprägt. Möglich, dass ich auf Grund des Klappentextes mehr Fokus auf den Krieg zwischen Elfen und Menschen erwartet habe und weniger auf der Geschichte zwischen Tris und Avanthandal.
Dennoch hat mich die Lektüre von »Elfenwächter – Weg des Ordens« gut unterhalten und Carolin Emrich mit ihrem Debüt überzeugt.

»Elfenwächter – Weg des Ordens« von Carolin Emrich ist eine Leseempfehlung für Leser phantastischer Geschichten mit einem Schuß Romantik, Krieg und wiederkehrender Spannungsmomente.

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51 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

unlike, new york, humorvoll, evan, sara

Unlike

C.M. Spoerri
Flexibler Einband: 348 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 12.12.2016
ISBN 9783906829289
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt

Die Weihnachtszeit in New York gehört nicht zu Evans Lieblingszeit. Meist verbringt er sie zugedröhnt mit Goldfisch Toni III. in seinem kleinen Apartment.
Dieses Jahr ist aber alles anders. Nachbar Hans surft schon länger als Evan durch das Internet und hat seinem Nachbarn dieses Jahr die lebenslustige Studentin Sara eingeladen.
Voller Vorfreude auf Weihnachten in New York fliegt die junge Frau von London los – nichts ahnend, dass sie erst jetzt den realen Mann mitsamt seiner dunklen Vergangenheit hinter dem heißen Bild ihres Chatpartners kennenlernt.

Fazit

»Unlike – Von Goldfischen und anderen Weihnachtskeksen« von C.M. Spoerri läutet mit heißen Tönen meine Weihnachtszeit 2016 ein.
Mit Evans ausgeprägter Anti-Weihnachtshaltung war der Einstieg in die Geschichte mit dem weihnachtlichen Cover eine Herausforderung für mich. Nach den ersten Seiten war ich überzeugt, dass ich Evan auf gar keinen Fall mögen kann.
C.M. Spoerri hat es aber durch die Komplexität ihres Protagonisten im Laufe der Geschichte geschafft, meine Einstellung zu ändern. Aus dem unsympathischen, drogenkonsumierenden Grinch wurde ein Mann mit Gefühlen und einer Vergangenheit, die seine Einstellung und seinen Selbsthass erklären.
Auch Sara ist ein gelungener Charakter. Die junge Frau, die gerne alles unter Kontrolle hat, stürzt sich zum ersten Mal kopfüber in ein Abenteuer und lernt dabei loszulassen. Dabei lockt sie Evan genauso aus seinem selbst gewähltem Gefängnis, wie er sie aus ihren Schneckenhäuschen.
Und zum Glück lässt C.M. Spoerri ihre Charaktere nicht nur Händchen halten, sondern hat vielmehr wieder ein Händchen für ansprechende explizite Szenen bewiesen.
(Ich hoffe ja darauf, dass wir vielleicht mal eine  New Adult – Anthologie der Autorin zu lesen bekommen ;) )

Der Schreibstil von C.M. Spoerri ist gewohnt flüssig,lebendig und bildhaltig. Es war fast, als wäre ich in New York gewesen. :D Die Autorin hat mich völlig in ihre Geschichte mitgenommen und ein bisschen sehnsüchtig zurückgelassen. Ganz so, wie ein gutes Buch es eben tut.

»Unlike – Von Goldfischen und anderen Weihnachtskeksen« von C.M. Spoerri ist eine Empfehlung für Leser, die sich gerne vom weihnachtlichen New York sowie einer Liebesgeschichte verzaubern lassen. Ganz ohne Kitsch versteht sich, den mag ich nämlich selbst gar nicht. :)

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

liebe, intrigen, verrat, macht, fassade

365 - Wenn die Masken fallen

Isabel Kritzer
Flexibler Einband: 382 Seiten
Erschienen bei Papierfresserchens MTM-Verlag, 25.10.2016
ISBN 9783861966333
Genre: Romane

Rezension:

INHALT

Charlotte Clark ist erfolgreiche Studentin, gute beste Freundin und Erbin eines milliardenschweren Firmenimperiums.
Als sie sich im letzten Jahr ihres Bachelor-Studiums vornimmt in den nächsten 365 Tagen etwas außergewöhnliches zu erleben, ahnt sie noch nicht, welchen Preis alles im Leben hat.
365 Tage sind eine lange Zeit, in der sich Menschen verändern, sich lieben lernen, Abstand voneinander nehmen, Unglück erfahren, Opfer eines Verbrechens werden und erwachsen werden können.
365 Tage sind eine lange Zeit, um die eigene Familie kennen zu lernen, Abgründe zu entdecken und Fassaden einzureißen.
365 Tage sind eine lange Zeit, um sich selbst besser zu verstehen und eigene moralische, wirtschaftliche und familiäre Grenzen zu setzen.
365 Tage sind eine lange Zeit für Charlotte, um jede Menge zu erleben und kennen zu lernen.

FAZIT

»365 – Wenn die Masken fallen« ist einer der für mich ungewöhnlichsten und auch inspirierendsten Bücher, die ich dieses Jahr gelesen habe. Ungewöhnlich, weil ein Blick in mein Bücherregal offenbart, dass ich literarisch entweder sehr phantastisch, actionreich, erotisch, mysteriös oder doch historisch unterwegs bin. »365 – Wenn die Masken fallen« von Isabel Kritzer ist aber nichts davon. Ein Grund mehr, mich auf dieses Buch einzulassen und die junge Charlotte Clark ein turbulentes, abwechslungsreiches Jahr zu begleiten.

Ein weiteres Jahr voller Möglichkeiten liegt vor mir und ich verspreche mir selbst, es zu nutzen. 
Schließlich bin ich mir nun bewusst, wie viel in dreihundertfünfundsechzig Tagen passieren kann.
»365 – Wenn die Masken fallen«, Isabel Kritzer, S. 375, Erstauflage 2016, 978-3-86196-633-3

Zurückgelassen hat mich Autorin Isabel Kritzer nach Seite 382 nicht nur mit den Erkenntnissen und Erfahrungen von Charlotte. Geblieben sind vor allem Fragen an mich selbst: Wann habe ich das letzte Mal etwas für mich getan? Wann habe ich das letzte Mal etwas getan, weil ich es wirklich wollte und nicht, weil irgendwer es von mir erwartet oder es eben dazugehört und getan werden muss? Und wie oft habe ich wirkliche wichtige Inhalte meines Lebens wie Familie und Freunde vernachlässigt, weil der Job so anstrengend war oder irgendetwas anderes dazwischen kam?
»365 – Wenn die Masken fallen« hat bei mir nach dem Lesen ein „book hangover“ hervorgerufen, beschäftigt mit den Gedanken, die Isabel Kritzer bei mir angestoßen hat, brauchte ich etwas Zeit für eine Rekapitulation von Charlottes Jahr und meinen eigenen Gedanken.

Isabel Kritzer hat mit dem Jahr von Studentin Charlotte gezeigt, dass nicht alles Gold ist, was glänzt. Dass Geld und Luxus nicht unbedingt mit dem Gefühl glücklich zu sein einher gehen, aber durchaus dazu einlädt, sich selbst und anderen zu blenden, ebenso wie sich blenden zu lassen. Und das Perfektion im Leben ein Zustand ist, den die Wenigsten je erreichen, wenn überhaupt.

 »365 – Wenn die Masken fallen« von Isabel Kritzer startet und endet mit einem Abschnitt, in dem sich Charlotte selbst zu Wort meldet. In Pro- und Epilog stellt  Charlotte sich den Fragen, wer sie ist, was sie als Mensch eigentlich ausmacht und wie viel sie in 365 Tagen erleben kann bzw. was sie erlebt hat und daraus mitnimmt. Mir haben die Kapitel aus der Ich-Perspektive geholfen, Charlotte besser greifen zu können, mich mit ihr zu identifizieren und mich auf das Buch einzulassen.
Hilfreich für das schnelle Lesen war aber nicht nur Charlottes plastische und lebendige Ausarbeitung, sondern auch der Schreibstil von Autorin Isabel Kritzer. Detailliert, mit ein paar Längen und lobenswert gewandt im Umgang mit der deutschen Sprache, treibt sie die Geschichte von Charlotte in durchaus anspruchsvollen, aber gut verständlichen Deutsch voran. 

Wer bereit ist, ein ganzes Jahr Freude und Leid in wenigen Lesestunden zu durchleben und gerne von seiner Lektüre zu Nachdenken angeregt wird, sollte unbedingt einen näheren Blick auf »365 – Wenn die Masken fallen« von Isabel Kritzer werfen.

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124 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 44 Rezensionen

elesztrah, feuer, eis, magie, elfen

Elesztrah - Feuer und Eis

Fanny Bechert
Flexibler Einband: 460 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 06.11.2016
ISBN 9783906829272
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt

Als der junge Elfenkrieger Aerthas im Wald eine junge Elfe mit grünen Augen entdeckt, verguckt er sich sofort in die Schönheit.
Jahre später trifft er Lysanna wieder. Sie und ihr Clan rüsten sich gerade für den Kampf gegen den Flammenden Lord, um Lysannas Gefährten zu befreien.
Trotz ihrer Gefühle für ihren Gefährten, fühlt sich Lysanna Aerthas verbunden.  Vielleicht, weil sie beide geheimnisvolle und mächtige Kräfte in sich tragen, die sie gemeinsam lernen müssen zu beherrschen, um den Flammenden Lord zu besiegen?
Mit der gemeinsam verbrachten Zeit wächst auch die Zuneigung zwischen Aerthas und Lysanna. Aber nicht nur ihr gefangener Gefährte, sondern auch ihr Ehemann vor dem Gesetz, der Lysanna nicht loslassen will, verkomplizieren alles.
Und dann ist da ja noch der Flammende Lord, den womöglich nur Lysanna und Aerthas mit vereinten Kräften endgültig vernichten können....

Fazit

»Elesztrah  - Feuer und Eis« von Fanny Bechert ist ein gelungener Auftakt des High Fantasy Abenteuer um Lysanna und Aerthas.

Mein erster Gedanke nach der letzten Seiten von »Elesztrah« war: ".... .... ... Wie, Ende? JETZT?!?"
Jaha, da Fanny Bechert mich ganz schön gemein hängen lassen. Womit? Das erfahrt ihr nur, wenn ihr einen Blick - oder auch 460 Blicke ;) - in »Elesztrah - Feuer und Eis« riskiert. :)

Mit ihrem Debüt hat Autorin Fanny Bechert eine beeindruckende Geschichte um Liebe, Intrigen und tiefe Gefühle geschrieben, die nicht nur mit den klassischen Elementen der High Fantasy punkten kann, sondern auch durch detaillierte, authentische und starke Charaktere überzeugt.
An den Schreibstil von Fanny Bechert musste ich mich anfangs gewöhnen, weil er doch ungewöhnlich ist. Mit Voranschreiten der Geschichte wurde der Schreibstil immer flüssiger für mich zu lesen und ehe ich mich versah, lagen plötzlich 460 Seiten hinter mir, ohne das ich das Buch viel zur Seite legen konnte oder wollte.

Gekonnt hat Fanny Bechert die Spannungskurve nach dem Vorstellen ihrer Charaktere  aufgebaut und bis zuletzt ein konstant hohes Niveau an Spannung erhalten - untermalt mit Wendungen, die ich so nicht vorher sehen konnte.
Nicht nur mit dem Aufbau ihrer Geschichte -und der Welt von Elesztrah- konnte mich Fanny Bechert von ihrem High Fantasy Auftakt überzeugen. Charaktere sind für mich stets dreh und Angelpunkt von Büchern, an die bestimmte Ansprüche stelle. Wir wissen alle, es gibt Bücher, an die brauchen einfach keine tiefen Charaktere, die sollen auf andere Art unterhalten.
»Elesztrah« gehört nicht zu diesen Büchern. Ein Fantasyroman braucht gut ausgearbeitete Protagonisten mit Charakter.
Kinderspiel für Fanny Bechert wie es scheint. Lysanna ist toll - stolz, selbstsicher, mutig, aber auf ihre eigene Art auch sehr verletzlich. Und Aerthas.... tja, den habe ich in mein Bookboyfriend-Harem aufgenommen. Mit ihrem Ehemann und ihrem Gefährten hat Lysanna aber auch wirklich genug Männer für ein langes Elfenleben. ;)
Aerthas ist ein willensstarker Charakter, der sich vom gehorsamen Soldaten zum willensstarken Krieger entwickelt. Einzeln und zusammen haben mir beide Protagonisten sehr viel Freude beim Lesen bereitet und mich gut unterhalten.

Lange Rede, kurzer Sinn:
"Elesztrah - Feuer und Eis" ist ein kurzweiliger Auftakt,  einer spannenden High Fantasy Geschichte voller Herz und Abenteuer. Wer gerne Fantasyromane liest sollte unbedingt einen Blick auf das Debüt von Fanny Bechert werfen.

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32 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

c.m. spoerri, weingut, emilia, emili, liebesroman

Emilia

C.M. Spoerri
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 01.05.2016
ISBN 9783906829180
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

INHALT

Der Tod ihrer Eltern reißt Emilia aus ihrem sorglosen Partyleben. Aus der ziellosen jungen Frau wird mit einem Mal die neue Besitzerin eines Weinguts im Napa Valley. Gewillt sich dieser Verantwortung zu stellen, übernimmt Emilia nach alter Familientradition das Weingut ihrer Eltern.
Dabei hilft ihr nicht nur der Buchhaltungskurs, den sie jetzt besuchen muss, sondern auch ihr Jugendfreund Alejandro. Oder zumindest würde er das gerne. Blöd, dass seine Gegenwart Emilia verwirrt, sie dazu bringt, ihren bisherigen Lebenswandel zu hinterfragen und sich zu entscheiden, was sie wirklich will….

FAZIT

C.M. Spoerri kann nicht nur Fantasy. Mit “Emilia – Dein Weg zu mir” hat die Autorin bewiesen, dass sie auch andere Genre bedienen und Leser damit begeistern kann.
Durch den bildhaften und lebendigen Schreibstil, den ihre Leser schon von ihren anderen Büchern kennen, fühlt sich “Emilia” wie ein heißer Kurztrip ins Napa Valley an. Und mit “heiß” meine ich nicht nur das sonnige Wetter des kalifornischen Weinanbaugebietes, das C.M. Spoerri als Handlungsort ihres neuen Romans ausgesucht hat.

C.M. Spoerri hat mich aber nicht nur durch ihren Schreibstil von ihrem New Adult “Debüt” überzeugt. Auch die Charaktere sind ihr gut gelungen. Überzeugend und lebendig bringen sie die Geschichte voran und werden die Leser durch ihre Gegensätzlichkeit bestimmt polarisieren.
Ich sehe schon eine “Team Alejandro”-oder-“Team Amando” Bewegung auf uns zukommen.
Und das zu Recht. Die beiden sind schon … heiß. Und schnuckelig. Aber sie können auch mehr. Jeder auf seine Art zeigt, dass er charmant, witzig und gleichzeitig auch sensibel und angreifbar ist. Ich glaube ich lehne mich nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich sage, dass C.M. Spoerri hier zwei Traummänner auf Papier niedergeschrieben hat.
Besonders gut gefallen hat mir aber Emilia. Die junge Frau, für die das Leben bisher eine einzige Party war, muss schlagartig erwachsen werden und Verantwortung für sich und die Angestellten des Weinguts übernehmen. Als Leser kann man Emilia bei diesem Prozess begleiten und C.M. Spoerri verwebt diese Weiterentwicklung von Emilia gemischt mit ihren Ängsten, Sorgen und Gefühlen auf eine feinfühlige und überzeugende Art zu einer mitnehmenden Geschichte.
Als New Adult und Liebesroman kommen bei “Emilia – Dein Weg zu mir ” auch die… zwischengeschlechtlichen Handlungen und Spannungen nicht zu kurz. Erotisches Knistern gab es bisher in verschiedenen Büchern von C.M. Spoerri, erstmals wurden eindeutige Szenen aber nicht übersprungen, sondern beschrieben.
Und das gelungen. Weder zu vulgär, noch zu langweilig hat die Autorin sich an die erotischen Szenen gewagt. C.M. Spoerri hat gekonnt meine Fantasie angeregt und ein Kopfkino in Gang gesetzt. Dabei war ich froh, dass die Autorin auf alberne Begriffe (wenn ich irgendwo “sein Prügel” lese, kann ich die Szene einfach nicht mehr ernst nehmen) verzichtet und sich dem Thema Erotik stilvoll gewidmet hat.

Kurz: ganz klare Leseempfehlung für Fans von New Adult Romanen, die eine schöne Liebesgeschichte zu würdigen wissen und stillvolle Erotik bevorzugen, die präsent aber nicht dominierend ist.

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39 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

greifen, die greifen-saga, schiff, erwachsen werden, gefährliche reise

Die Greifen-Saga - Die Stadt des Meeres

C.M. Spoerri
Flexibler Einband: 442 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 13.03.2016
ISBN 9783906829067
Genre: Fantasy

Rezension:

INHALT

Cass ist auf der Flucht vor sich und seinen Gefühlen. Er segelt mit seinem Onkel und Faím über die Meere Altras, um unzählige Schätze zu bergen. Beide fragen sich, wozu all das Gold sein soll. Auf der Reise zu den Barbaren von Seoul, offenbaren sich Sartons Pläne und die beiden ungleichen Männer aus Micas Leben werden mit der Skrupellosigkeit von Sarton konfrontiert und geraten in Gefahr.

Mica befindet sich währenddessen in der Ausbildung zur Greifen-Reiterin und genießt ihre Zeit mit Wüstenträne, als sich hoher Besuch aus Merita ankündigt. Die Stadt des Meeres befindet sich in Gefahr und benötigt die Hilfe der Greifenreiter.
Als Mica und Néthan das Schiff eines gewissen Elfenkapitäns besteigen ahnen sie nicht, dass sie sich auf eine gefährliche Reise begeben, die sie unweigerlich mit ihrer Vergangenheit konfrontiert.

Wird Néthan endlich erfahren wer er ist? Werden sich Mica und Faím wieder sehen?

FAZIT

C.M. Spoerri hat mit „Die Greifen Saga-  Die Stadt des Meeres“ einen gelungenen – und gewohnt bildgewaltigen- Abschluss ihrer Greifen-Saga geschrieben.
Leider sind die Abenteuer von Mica und Faím damit vorbei. Gut gelungen sind der Autorin die Charaktere schon in den ersten beiden Bänden der Greifen-Saga, in diesem Teil hat sie sich aber selbst übertroffen. Man merkt den Charakteren an, dass sie sich entwickelt haben, immerhin liegen zwischen Band zwei  und drei der Greifen-Sag 3 Jahre. Mica und gerade Faím wirken gereifter, in sich selbst gefestigt und erwachsener. Dabei wirken die Protagonisten noch immer lebendig und authentisch.

Da ich einen Narren an Cilian gefressen habe, hat mir das Kapitel, dass C.M. Spoerri ihm gewidmet hat, besonders gut gefallen. Ich hoffe immer noch, dass der Zirkelleiter von Cahakas wieder glücklich werden darf. So sehr ich Fan von Cilian bin, so wenig bin ich von Cass überzeugt. Er ist ein leidender Charakter, der mir das Gefühl gibt, dass er leiden will. Er macht sich und seinem Umfeld durch seine schwierige Art und sein anhaltendes Selbstmitleid und seine Selbstvorwürfe das Leben schwer. Aber so ist das, man kann nicht immer jeden (Charakter) mögen.
Dennoch bin ich großer Fan von Autorin C.M. Spoerri und ihrer Bücher. Sie hat einen flüssigen, lebendigen und bildhaften Schreibstil, der den Leser zum abtauchen einlädt und das „Mittendrin statt nur dabei“-Gefühl vermittelt.

Kurz: ganz klare Leseempfehlung für Fans spannender Fantasy Romane, mit einem Hauch Dramatik und einem Schuss Romantik.


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82 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 31 Rezensionen

fantasy, engel, dämonen, absolution, sünde

Absolution

Jasmin Romana Welsch
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 22.03.2016
ISBN 9783906829135
Genre: Fantasy

Rezension:

Sixten ist jung,  Aushilfsjobber, Atheist und ein Zyniker par excellence. Ach ja und er ist ein Junkie.

Eigentlich findet Sixten die Welt beschissen. Oder naja, nicht direkt beschissen, aber schön ist eben auch anders. Um dem zu entkommen, ist er, wann immer es geht, high. Dabei weiß er noch gar nicht, was wirklich beschissen ist. Erst als der 10-jährige Alvin an Krebs stirbt,  Sixten Nachts im städtischen Schwimmbad high und komplett bekleidet schwimmen geht und ihm am nächsten Morgen eine dominante graue Hauskatze befiehlt sie Meisterin zu nennen , da weiß Sixten “schlimmer geht immer”.

Dass hinter der grauen Hauskatze die Dämonin Layla steckt, die ihn – einen Todsünder – in vier Tagen als Sklaven an einen Seelensammler verkaufen möchte, macht die Sache auch nicht besser. Sixten muss jetzt akzeptieren, das Gott und der Teufel, Engel und Dämonen existieren. Oh ja, und dann ist da auch noch der wahnsinnige Geist Loki, der bei Sixten irgendwie ein Gefühl von Déjà-vu verursacht…

Wie überlebt man also eine Sünde?

FAZIT

“Absolution” hat mir sehr gut gefallen und war für mich eine neue Erfahrung. Hätte man mich vorher gefragt, ob es eine gute Idee ist einen Junkie als Protagonisten auszuwählen, ich hätte mit Nein geantwortet. Wie ich mich doch getäuscht habe! Sixtens zynische Art und sein schwarzer Humor haben es mir einfach gemacht, ihn zu mögen.
Mit Sixten, Layla und Loki hat Jasmin Romana Welch ein lebendiges Trio geschaffen, das absolut perfekt harmonisiert und mich gleich in ihre Runde aufgenommen hat. Wie gewohnt zaubert Jasmin Romana Welsch also die “mittendrin statt nur dabei”-Atmosphäre auch in ihre neueste Veröffentlichung.
Auch die Charaktere, mit denen Sixten sonst noch verkehrt, sind lebendig und stark. Im Gegensatz zu Layla und Loki (realitätsfremder geht es echt nicht ;) ) scheinen Nils, Alvin und dessen Mutter Personen zu sein, die jeder in seinem Umfeld hat. Eben Leute wie Du & Ich.

Ich habe aber auch etwas zu kritisieren: die Länge von “Absolution”. Die 230 Seiten sind nur so an mir vorbei geflogen :( Und ganz nach dem Motto “Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist”, endet “Absolution”, wenn man eigentlich auch gleich nochmal so viel lesen könnte. Aber das ist ja als begeisterter Leser immer so, das Buch ist nie lange genug ;)

Kurz: Lesen <3

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

tea maju, jugendbuch, zirku

Erwachsen werden ... und anderer Zirkus!

Thea Maju
Flexibler Einband: 238 Seiten
Erschienen bei novum Verlag in der Verlags- und Medienhaus WSB, 26.02.2015
ISBN 9783958400016
Genre: Romane

Rezension:

INHALT

Isa leidet unter ihrer esoterischen Mutter, die ständig in anderen Sphären zu schweben scheint, wie man als Jugendliche eben unter seiner Mutter leiden kann.
So unwillkommen ist ihr die “Entführung” durch Lollo Rosso an einem italienischen Autobahnparkplatz also Raststätte gar nicht. Schon gar nicht, weil Lollo Rosso wie sie selbst 15 zu sein scheint und zwar wortkarg, aber nicht gemein ist.
Schnell wird aus der Entführung ein Abenteuer für die beiden Jugendlichen: Lollo Rosso muss sich vor dem cholerischen und brutalen Angelo verstecken, dem er im Kinderheim Geld gestohlen hat und Isa lernt das Leben in einem Zirkus kennen.

 

FAZIT

“Erwachsen werden … und anderer Zirkus” von Thea Maju ist ein kurzweiliges Jugendbuch, das mich erst auf die Autobahn, dann in die italienische Pampa und letztlich in einen kleinen italienischen Zirkus entführt hat. Mit ihrem einfachen, aber lebendigem Schreibstil konnte die Autorin in Bilder von Isa’s Abenteuer heraufbeschwören.
Bei ihren Charakteren ist das der Autorin bei mir nicht gelungen. Isa und Lollo Rosso sind keine bis in die unterste Tiefe ausgearbeiteten, überdramatisierten Charaktere, die unendliche schwere Schicksalsschläge ertragen mussten wie in anderen Jugendbüchern. Die beiden sind “normale” Jugendliche, die ihr Päckchen zu tragen haben und dabei sympathisch und bodenständig geblieben sind. Ich hatte das Gefühl, dass sie die Welt trotz ihrer Situationen immer noch durch die Augen von Jugendlichen sehen. Und das hat mir gefallen.
Thea Maju konnte aber nicht nur mit ihren Charakteren und ihrem Schreibstil bei mir punkten, auch der Aufbau der Geschichte, die Einblicke in das Leben von Lollo Rosso, haben mir gut gefallen und haben die Charakterzüge von Lollo Rosso hervorgehoben. Jemand mit seinem familiären Hintergrund hätte auch leicht eine ganz andere Person werden können.

“Erwachsen werden .. und anderer Zirkus” ist ein kurzweiliger Jugendroman und eine Leseempfehlung für alle, die Lust auf ein knackiges, unterhaltsames Abenteuer im heißen Sommer Italiens haben

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england, kate riordan, schwangerschaft, familie, riordan

Im Spiegel ferner Tage

Kate Riordan ,
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Heyne, 14.12.2015
ISBN 9783453417991
Genre: Romane

Rezension:

INHALT

London, 1932.
Alice ist 21, als ungewollt von einem verheirateten Mann schwanger wird. Um einen gesellschaftlichen Skandal zu vermeiden, schickt ihre Mutter Alice sie zu einer alten Bekannten, die Haushälterin auf einem Gut in Gloucestershire.
Unsicher und einsam kommt Alice in Gloucestershire an. Während sie sich Anfangs fremd und störend vorkommt, erkundet sie mit der Zeit immer mutiger die Familiengeschichte.
Auf ihren Streifzügen über das Gut stößt sie auf das Tagebuch der ehemaligen Gutsherrin Elisabeth, über die Niemand der verbliebenen Bediensteten sprechen möchte. Fasziniert begibt sich Alice auf die Spuren von Elisabeth und kommt nach und nach dem dunklen Geheimnis der Familie und dem tragischen Verrat um Elisabeth auf die Schliche.

FAZIT

“Im Spiegel ferner Tage” von Kate Riordan lässt sich vor allem mit einem Wort beschreiben: schön. Die Geschichte um Alice und Elisabeth hat mich gleich gefangen genommen, vor allem wegen des flüssigen und sehr angenehmen Schreibstils der Autorin. Und obwohl der Geschichte objektiv die hohe Spannungskurve fehlt, habe ich mich keine Sekunde mit dem Buch gelangweilt. Ganz im Gegenteil, die Geschichte plätscherte so schön vor sich hin, dass ich mich gut aufgehoben und wohl gefühlt habe.
Auch wenn “Im Spiegel ferner Tage” kein packender Thriller ist und die Handlung von der Autorin nicht immer stärker vorangetrieben wird, ist es Kate Riordan gerade durch den Perspektivenwechsel zwischen Alice und Elisabeth gelungen, keine Langeweile aufkommen zu lassen und mich zu ermutigen auch das nächste Kapitel noch zu lesen.

Neben dem bereits erwähnten, flüssigen und bildhaften Schreibstil der Autorin, der die Geschichte entspannt aber bestimmt voranbringt, haben mich auch die beiden Protagonistinnen Alice und Elisabeth begeistert. Beide Frauen sind so detailliert und lebendig dargestellt, dass ich unweigerlich eine Verbindung zu ihnen gespürt habe und sie vor mir sehen konnte, wenn ich die Augen geschlossen habe.

“Im Spiegel ferner Tage” von Kate Riordan ist eine klare Leseempfehlung für alle Fans faszinierender Bücher, deren Story nicht von einem Höhepunkt zum nächsten hetzen muss, sondern ihre ganze Geschichte mit voranschreiten der Seitenzahl immer mehr entfalten.

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8 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

cuber, science fiction

Cuber

Robert Lukasczyk
Flexibler Einband: 310 Seiten
Erschienen bei jung & geistreich Verlag e.K., 14.12.2015
ISBN 9783000515477
Genre: Science-Fiction

Rezension:

INHALT

Eben noch ist Emil zu seinem besten Freund, dessen Freundin und seiner neuen Freundin Jana, um seinen Geburtstag zu feiern und nur wenig später liegt er in dem Keller seines eingestürzten Hauses.
Die Stadt ist verlassen und alles von einer pinken Staubschicht bedeckt, verzweifelt macht sich Emil auf, um seine Freunde zu finden. Dabei versucht er zu verstehen, was passiert ist und was die beiden Meteoriten damit zu tun haben, die er kurz vor der Katastrophe am Himmel gesehen hat.
Auf seiner Suche offenbart sich Emil das ganze Ausmaß der Katastrophe. Er trifft neue Freunde, lern menschliche Abgründe kennen, trifft zwei Wesen, die die Welt in Schutt und Asche legen und immer taucht die junge Verena auf, die einer Top-Secret-Organisation angehört und mehr weiß, als sie preisgibt.

FAZIT

Ich habe “Cuber – Alles auf Anfang” von Robert Lukasczyk auf der BuchBerlin entdeckt und wurde erst vom Cover, dann vom Klappentext (pinke Staubschicht!^^) und schlussendlich vom Konzept hinter “Cuber” überzeugt. Denn “Cuber” ist nicht einfach nur ein Buch, zu “Cuber” gehört der Adjutant, ein online Wiki, dass mit der Geschichte wächst und mit jedem Kapitel neue zusätzliche Informationen über Charaketere, Schauplätze, etc. preisgibt.  Der Adjuntant muss aber nicht genutzt werden.

In die Geschichte von Emil, die dieser selbst erzählt, bin ich anfangs schwer reingekommen. An den einmaligen Schreibstil von Robert Lukasczyk musste ich mich erst gewöhnen. Als ich dann aber drin war, war ich drin. So richtig. Ab dem Punkt konnte ich “Cuber – Alles auf Anfang” nicht mehr aus der Hand legen. Ich wollte wissen, wie es mit Emil weiter geht und habe den Debütroman von Robert Lukasczyk in einem Rutsch durchgelesen. :D

Neben dem gemächlichen, aber gelungenen Aufbau der Spannungskurve hat mich auch Protagonist Emil begeistert. Er ist ein facettenreicher Charakter, scheinbar der letzte Mensch, der sich in einer Welt im Krieg  seine Menschlichkeit bewahrt hat. Er ist aber nicht nur mitfühlend, freundlich und zuvorkommend, er reagiert auch absolut authentisch auf die für ihn plötzlich veränderte Umwelt.

Ich hoffe, dass bald die Fortsetzung kommt und viele (lieber alle!) Fragen geklärt werden, mit denen mich der Autor einfach so, ganz herzlos, zurück gelassen hat. ;)

“Cuber  – Alles auf Anfang” ist der gelungene Auftakt einer neuen Science-Fiction Reihe mit viel Potential und ist eine klare Empfehlung für alle Fans guter Science Fiction, die es mögen, wenn ein Buch (noch?) nicht zu “abgespaced” ist, sondern die Geschichte morgen auch genauso bei uns passieren könnte.  ;)


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98 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 39 Rezensionen

nachtahn, vampire, dorian, sandra florean, louisa

Nachtahn - Mächtiges Blut

Sandra Florean
Flexibler Einband: 356 Seiten
Erschienen bei bookshouse, 25.04.2014
ISBN 9789963522590
Genre: Fantasy

Rezension:

INHALT

Dorian ist einer der Ältesten seiner Art und er duldet keine anderen neben sich. Trotz seines unermesslichen Reichtums ist Dorian vor allem eines: einsam. Er sucht die Frau für sein Leben, am liebsten eine Sterbliche.
Sein routiniertes Leben ändert sich, als er die junge und faszinierende Louisa in einem Club kennenlernt. Zum ersten Mal möchte er ohne seinen Vampircharme überzeugen und Louisa als Dorian, der Mann, von sich überzeugen.
Während er hartnäckig um die junge Frau mit dem Alkoholproblem wirbt, ahnt er nicht, dass sich alte Feinde eingefunden habe, um ihn zu vernichten und dabei auch Louisa bedrohen.

Kann Dorian Louisa für sich gewinnen? Und kann er sie vor seinen Feinden bewahren?

FAZIT

Noch ein Vampirroman. Richtig, aber ein guter <3 Sandra Florean hat mich gleich auf Seite eins mit ihrem einfachen, aber lebendigen und ansprechenden Schreibstil, der mit Witz und Charme glänzt, von ihrem Debüt überzeugt.
Mit ihren spritzigen, eindringlichen Protagonisten und vor allem Louisa, die als Durchschnittsfrau so gar nicht in das Beuteschema eines Vampirs passen will, hat die Autorin eine unterhaltsame Geschichte gezaubert, die Spaß macht und nie langweilig wird.
Skeptisch war ich anfangs wegen der gewählten Erzählperspektive, das abwechselnd in Ich-Form aus der Perspektive von Dorian und Louisa erzählt wird, ohne, dass es groß angekündigt oder gekennzeichnet ist. Außerdem wird auch aus der 3. Person erzählt, wenn zum dritten Erzählstrang, den anderen Vampiren, gewechselt wird. Ich dachte erst, das würde mich verwirren, tatsächlich bin ich aber nach kurzer Eingewöhnungsphase problemlos damit klargekommen.

“Nachtahn – Mächtiges Blut” von Sandra Florean ist der kurzweilige Auftakt einer vielversprechenden Quadrologie und damit eine klare Leseempfehlung für alle, die spritzige Unterhaltung mit einem Schuss Sex , Action und viel Romantik mögen.

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panther, liebe, black, tod, gestaltwandler

Black - Das Herz der Panther

Lana Rotaru
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 13.01.2016
ISBN 9783739203416
Genre: Fantasy

Rezension:

INHALT

Lia fühlt sich sofort zu den beiden Black-Brüdern hingezogen, die  nach den Sommerferien auch ihre Highschool gewechselt haben. Auch wenn einer der beiden sie anscheinend nicht leiden kann und obwohl sie einen Freund hat.
Nur, seit das neue Schuljahr begonnen hat, fühlt sich die Cheerleaderin ständig beobachtet und immer wieder in Situationen zu geraten, aus denen sie gerettet werden muss – scheinbar zufällig sind die beiden Black-Brüder Alexander und Graham immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort.
Lia ahnt, dass die beiden Brüder ein Geheimnis umgibt, dass sie unbedingt lüften muss.
Und bevor sich Lia versieht, ist ihr Leben enger mit dem Schicksal von Alexander und Graham Black verbunden, als sie je hätte ahnen können.

Die Frage, der Lia  sich stellen muss ist klar: Kann sie den Black-Brüdern vertrauen?

FAZIT

Was versprechen zwei gut aussehende Brüder und eine Cheerleaderin? Klar, zum einen offensichtlich eine komplizierte Dreiecks-Geschichte, aber zum anderen auch einen bezaubernden Debütroman. <3
Lana Rotaru hat einen einfachen, aber bildhaften Schreibstil, mit dem sie mich an ihr Debüt gefesselt hat. Ganz fies, aber eben auch sehr gut gelungen, ist die emotionale Manipulation, die die Autoren mit meinen Gefühlen getrieben hat. Ihre Charaktere sind sehr lebendig, dadurch habe ich wahnsinnig mit Lia mitgefiebert und alle ihre Hoch und Tiefs hautnah miterlebt.
Für meinen Geschmack hätte es etwas weniger Hin- und Her in Lias Gefühlswelt geben dürfen. Ich bin da ein sehr klar strukturierter Mensch und fast das, obwohl oder vielleicht auch gerade wegen meiner Nähe zu Lia, ein bisschen zu viel.
Auch muss ich die Dioaloge erwähnen, die stellenweise doch hölzern und gewollt gewirkt haben.
Aber das hat dem überzeugenden Gesamteindruck des Romans kein Abbruch getan. Lana Rotaru sind nicht nur ihre Protagonisten außerordentlich gut gelungen und vor meinen Augen lebendig geworden, auch der Aufbau der Geschichte ist gut. Die Spannung wird konstant gehalten und nur von Spannungsspitzen unterbrochen bzw. in diesem Fall gesteigert.

Man merkt schon, ich bin ein bisschen verliebt. <3

“Black 01 – Das Herz der Panther” von Lana Rotaru ist eine klare Leseempfehlung für alle Fans spannender, emotionsgeladener Fantasy mit viel Romantik und Dramatik.

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