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13 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

baltikum, eduard von keyserling, frank wedekind, hörbuch, jahrhundertwende, keyserling, künstler, künstlerbiografie, landadel, literaten, literatur, lovis corinth, max halbe, roman, schriftsteller

Keyserlings Geheimnis

Klaus Modick , Detlef Bierstedt
Audio CD: 6 Seiten
Erschienen bei Audiobuch, 20.03.2018
ISBN 9783958620537
Genre: Biografien

Rezension:

Der bekannte Autor Klaus Modick erzählt, teilweise in Rückblenden, die Lebensgeschichte des Schriftstellers Eduard von Keyserling (1855-1918). Ausgehend von einem Portrait Keyserlings von Lovis Corinth werden Szenen aus seinem Leben geschildert. Keyserlings Herkunft und Lebensumfeld werden ausführlich beleuchtet und eine Liebesgeschichte spielt ebenfalls eine wichtige Rolle.

Das Buch ist sprachlich und erzählerisch sehr gelungen. Es gibt einige literarische Anspielungen, die mir gefallen haben (auch wenn mir vermutlich manche entgangen sind). Besonders viel Handlung findet eigentlich nicht statt, sodass man das Buch nicht als spannend im klassischen Sinne bezeichnen kann, dennoch fand ich es sehr interessant, da man sehr schnell in die damalige Zeit eintauchen kann. Die Atmosphäre des Künstlerkreises, in dem sich Keyserling bewegt, wird durch die gekonnten Beschreibungen direkt greifbar. Auch seine weitere Lebensgeschichte wird sehr anschaulich geschildert und man fühlt sich fast in die Zeit der Handlung hineinversetzt.

Eduard von Keyserling begegnet seiner Umwelt mit einer gewissen ironischen Distanz, was zusammen mit den geistreichen Dialogen für gute Unterhaltung sorgt. Etwas schade fand ich nur, dass ich mit keiner der Figuren so richtig warm werden konnte, weil sie alle etwas weit weg vom Leser erschienen. Auch die Hauptfigur wurde mir nie so richtig sympathisch.

Dennoch: Wer sich für Künstlerbiografien oder für die Zeit der Jahrhundertwende interessiert, sollte auf jeden Fall einen Blick in dieses Buch werfen. Wer einfach nur gute Beschreibungen lesen und eine kleine Zeitreise erleben will, wird ebenfalls bestens bedient. Wer „Konzert ohne Dichter“ bereits kennt und mag, wird sicherlich auch hieran Vergnügen finden.

Das Hörbuch wird in einem für mich angenehmen Tempo sehr gut gelesen, die Stimme passt auch zum Buch. Man kann der Geschichte gut folgen und hört gerne zu.

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Tags: biografischer roman, jahrhundertwende, roman, schriftsteller   (4)
 

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

arbeitswelt, endzeit, isolation, klaustrophobie, paranoia, roman, satire, sinnfrage, tiefgarage, unzuverlässiger erzähler

Der Wachmann

Peter Terrin , Rainer Kersten
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Liebeskind, 19.02.2018
ISBN 9783954380855
Genre: Romane

Rezension:  
Tags: arbeitswelt, endzeit, isolation, klaustrophobie, paranoia, roman, satire, sinnfrage, tiefgarage, unzuverlässiger erzähler   (10)
 

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865 Bibliotheken, 29 Leser, 1 Gruppe, 40 Rezensionen

2.weltkrieg, 2. weltkrieg, bücher, bücherverbrennung, die bücherdiebin, freundschaft, juden, jugendbuch, krieg, liebe, liesel, markus zusak, nationalsozialismus, tod, zweiter weltkrieg

Die Bücherdiebin

Markus Zusak , Alexandra Ernst
Flexibler Einband: 592 Seiten
Erschienen bei cbt, 28.01.2015
ISBN 9783570403235
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
Tags: bücher, nationalsozialismus, roman, weibliche hauptfigur   (4)
 

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20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

bauer, bauernhof, deutschland, emporkömmling, faszination, frankreich, freundschaft, gastonomie, geschäftemacherei, gesellschaftskritisch, grenze, grenzkontrolle, heiratsschwindler, roman, schweiz

Polarrot

Patrick Tschan
Fester Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Braumüller Verlag, 01.09.2012
ISBN 9783992000692
Genre: Romane

Rezension:  
Tags: abenteuer, hochstapler, nationalsozialismus, roman, schelmenroman, schweiz, widerstand   (7)
 

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65 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

2. weltkrieg, exzentrische alte dame, familie, fliegen, freundschaft, kriegsverbrechen, leben, lebensgeschichte, legasthenie, papierflieger, pilotin, roman, stiftung, träume, vergangenheit

Fräulein Hedy träumt vom Fliegen

Andreas Izquierdo
Flexibler Einband: 524 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 15.01.2018
ISBN 9783458363095
Genre: Romane

Rezension:  
Tags: ältere frau, behinderung, familie, legasthenie, nationalsozialismus, roman, schicksal, weibliche hauptfigur   (8)
 

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80 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

ferdinand von schirach, kurzgeschichten, schuld, schuldig, stories

Schuld

Ferdinand von Schirach
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei btb, 13.02.2017
ISBN 9783442714971
Genre: Romane

Rezension:  
Tags:  
 

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32 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

anwältin, debüt, der zopf, haare, indien, italien, kanada, krankheit, leben und schicksal, leserunde, mut, perücke, religion, sizilien, unberührbare

Der Zopf

Laetitia Colombani , Claudia Marquardt , Andrea Sawatzki , Valery Tscheplanowa
Audio CD
Erschienen bei Argon, 21.03.2018
ISBN 9783839816196
Genre: Romane

Rezension:

Eine rechtlose Inderin, eine italienische Firmenerbin, eine erfolgreiche kanadische Rechtsanwältin. Die Schicksale der drei sehr unterschiedlichen Frauen werden in diesem Roman miteinander verflochten.

Die drei Frauen werden als Archetypen dargestellt. Es geht der Autorin offenbar nicht wirklich darum, sie als einzelne Individuen greifbar zu machen, sondern zu zeigen, wie universell ihre Lebensgeschichten sind und eine tiefere Wirklichkeit hinter dem Einzelfall sichtbar zu machen. Insofern hat mich die leicht überzogene Charakterzeichnung nicht gestört. Man wird angeregt, darüber nachzudenken, wo im eigenen Leben Elemente der einen oder der anderen Frau auftreten.

Interessant ist, wie jede der drei Frauen auf ihre ganz eigene Art gefangen in ihren Lebensumständen ist. Alle drei erfahren einen Einschnitt in ihrem Leben und müssen für sich entscheiden, ob sie passiv bleiben oder kämpfen wollen und was kämpfen jeweils für sie bedeutet.

Obwohl ich die eigentliche Handlung letztlich nicht ganz überzeugend finde, mag ich das Buch dennoch, da es viele interessante Fragen aufwirft. Über das Frausein, über Werte im Leben, Entscheidungs- und Handlungsfreiheit und ihre Grenzen, Globalisierung und ihre Folgen (positiv wie negativ), darüber, ob und wie es möglich ist, den vielen, oft widersprüchlichen Anforderungen im Leben gerecht zu werden und auch, inwiefern sich privilegiertere Frauen ihre Freiheiten auf Kosten der weniger privilegierten erkaufen. Diese Themen werden mich sicherlich noch länger beschäftigen.

Ich denke allerdings, das Buch wäre erheblich besser gewesen wenn es deutlich gestrafft/gekürzt worden wäre. Der Schreibstil ist leider ziemlich langatmig, weil doch einiges zu ausführlich ausformuliert wird. Zu viele Informationen werden wiederholt, zu viele Formulierungen sind redundant. Die Autorin könnte da ruhig auf ihr Erzähltalent und die Intelligenz der Lesenden vertrauen, dass man es auch schon beim ersten Mal verstanden hat.

Das Hörbuch ist gut gelesen, mich hat dabei anfangs aber die Stimme von Valery Tscheplanowa gestört, da sie ohnehin eine recht dünne, leise Stimme hat und beim Lesen fast flüstert. Das hat mich beim Zuhören angestrengt.

Trotz der genannten Schwächen habe ich das Hörbuch gerne gehört und kann es weiterempfehlen.

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Tags: anwältin, autorin, frauen, haare, indien, italien, kanada, kastensystem, krankheit, leserunde, perücke, unberührbare, wechselnde perspektiven, weibliche hauptfigur   (14)
 

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64 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 53 Rezensionen

berg, bergbau, debüt, eigenwillige bewohner, ein dorf am berg, hoffnungsvoll, landflucht, marie gamillscheg, melancholisch, nostalgisch, österreich, roman, schöne sprache, strukturwandel, touristen

Alles was glänzt

Marie Gamillscheg
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Luchterhand, 19.03.2018
ISBN 9783630875613
Genre: Romane

Rezension:

Es fällt mir schwer, dieses Buch zu beschreiben, obwohl es mir sehr gefallen hat. Es ist relativ kurz und eine Handlung im klassischen Sinn gibt es wenig, es handelt sich eher um eine Momentaufnahme, die uns einen Ort und seine Einwohner vor Augen führt.

Ein kleiner Ort, der von Alters her vom Bergbau, später auch vom Tourismus lebte, ist im Niedergang begriffen. Ein Journalist aus der Hauptstadt macht alles schlimmer, ein Regionalmanager kommt, dessen Aufgabe niemand versteht, der Bürgermeister unternimmt hilflose Versuche, die Stimmung zu heben. „Die einen ziehen in die Stadt, die anderen setzen sich ins Auto und fahren sich tot“, fasst ein Einwohner die Situation zusammen.

Der Leser folgt einzelnen Einwohner*innen des Ortes durch ihren Alltag und ihre Gedanken im Angesicht des baldigen Untergangs. Ausgangspunkt ist der Unfalltod eines jungen Mannes. Der fortschreitende Verfall wird anhand einzelner kleiner Szenen beschrieben. Dabei wird vieles nur angedeutet, manche Ereignisse werden nie wirklich klar.

Durch die Erzählweise wird insgesamt eine düstere, hoffnungslose Atmosphäre erzeugt. Der Schreibstil ist reduziert und trocken, was gut zur Geschichte passt. Die Erzählung hat einen sehr durchdachten Aufbau und scheint komplett durchkomponiert. Dennoch wirkt sie nicht künstlich oder steif. Sie ist literarisch anspruchsvoll, aber meines Erachtens gut lesbar und nicht zu „verschwurbelt“.

Beim Lesen sind bei mir sofort Bilder vor dem inneren Auge entstanden und ich hatte das Gefühl, den Ort und seine Einwohner zu kennen. Das Buch lässt mich auch nach dem Lesen nicht mehr los. Ich bin beeindruckt von diesem Debüt!

[Diese Rezension beruht auf einem kostenlosen Leseexemplar]

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Tags: autorin, bergbau, debüt, dorf, österreich, roman, schöne sprache, strukturwandel, verfall   (9)
 

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

alkoholismus, autorin, fortsetzung, hund, kindesmisshandlung, obdachlosigkeit, roman, weibliche hauptfigur

Krokodile und edle Ziele

Liza Cody , Else Laudan
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Argument Verlag mit Ariadne, 25.09.2017
ISBN 9783867542272
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags: alkoholismus, autorin, fortsetzung, hund, kindesmisshandlung, obdachlosigkeit, roman, weibliche hauptfigur   (8)
 

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94 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 65 Rezensionen

1970er jahre, apartheid, apartheit, beauty, bianca marais, johannesburg, liebe, rassenpolitik, rassentrennung, rassismus, robin, roman, schicksal, soweto, südafrika

Summ, wenn du das Lied nicht kennst

Bianca Marais , Heike Reissig , Stefanie Schäfer
Fester Einband: 509 Seiten
Erschienen bei Wunderraum, 12.03.2018
ISBN 9783336547944
Genre: Romane

Rezension:

In „Summ, wenn du das Lied nicht kennst“ folgen wir abwechselnd einem weißen Mädchen, Robin, und einer schwarzen Frau, Beauty, die in den 1970er Jahren in Südafrika leben. Während der Aufstände von schwarzen Jugendlichen 1976 werden Robins Eltern getötet und Beautys Tochter verschwindet. Während Robin versucht, mit ihrem Verlust umzugehen, und Beautys Suche andauert, kreuzen sich die Wege der beiden.

Zunächst gibt es häufiger recht witzige Episoden, besonders zwischen den Kindern, mit der Zeit werden die Ereignisse aber ernster: Robin wird aus ihrer heilen Welt herausgerissen und muss sich mit dem tatsächlichen Alltag in ihrem Land auseinandersetzen. Dazu gehören vor Allem ein tief verwurzelter Rassismus und Vorurteile und Hass gegenüber verschiedenen Minderheiten. Die Unterdrückung von Schwarzen sowie die Feindseligkeit zwischen Schwarzen und Weißen wird in verschiedenen Situationen sehr eindringlich geschildert. Auch Robin selbst bleibt nicht unschuldig und muss versuchen, Wiedergutmachung und Versöhnung zu erreichen.

Das Buch ist zwar mit 500 Seiten ziemlich dick, es kam mir aber an keiner Stelle langatmig vor, sondern ich hatte das Gefühl, dass es fast zu schnell vorbei war. Durch die kurzen Kapitel liest man immer weiter. Dabei ist die Handlung so dicht und so gut erzählt, dass man gar nicht merkt, wie die Zeit vergeht. Es ist interessant, wie sich die vielschichtigen Beziehungen zwischen den Personen entwickeln, und auch teilweise sehr anrührend.

Etwas negativ fiel mir auf, dass die moralischen Überlegungen der Autorin teils zu explizit ausformuliert wurden. Ich denke, diese Schlussfolgerungen hätte man auch den Lesenden überlassen können, da sie sich zwingend aus der Handlung ergeben. Es wäre nicht nötig gewesen, jede moralische Botschaft nochmal extra auszubuchstabieren.

Zu guter Letzt möchte ich noch die wunderbare Gestaltung des Buches loben. Entscheidend ist zwar der Inhalt, aber hier ist auch die „Verpackung“ sehr gelungen und passt genau zu dem Roman. Ein Buch, das man gerne in die Hand nimmt – und dann bis zum Schluss nicht mehr weglegen mag.

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Tags: autorin, gesellschaft, kind, rassismus, roman, schuld, schwarze hauptfigur, südafrika, wechselnde perspektive, weibliche hauptfigur   (10)
 

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37 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 25 Rezensionen

beziehung, einsamkeit, freundschaft, friedhof, gefühle, großstadt, guadalupe nettel, krankheit, kuba, liebe, mexiko, new york, paris, roman, tod

Nach dem Winter

Guadalupe Nettel , Carola Fischer
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Blessing, 05.03.2018
ISBN 9783896676139
Genre: Romane

Rezension:

Im Roman „Nach dem Winter“ der mexikanischen Autorin Guadalupe Nettel wird abwechselnd das Leben der beiden Protagonisten, Claudio und Cecilia erzählt. Claudio stammt aus Kuba und lebt in New York, Cecilia ist Mexikanerin und lebt in Paris. Wir erfahren viel über die Befindlichkeiten der Protagonisten, über Claudios Jugend und seine ungesunde Beziehung mit einer Frau, die er insgeheim zu verachten scheint, über Cecilias Hobby, Menschen auf dem Friedhof zu beobachten und ihre Freunschaft zu dem todkranken Nachbarn. Erst relativ spät im Buch lernen sich die beiden Protagonisten kennen und es sieht zunächst nach der Großen Liebe aus …

Die melancholische Stimmung des Buches wird schon beim Betrachten der Deckelabbildung vermittelt und bleibt auch die ganze Zeit über bestehen. Es geht viel um missglückte Beziehungen, um das Scheitern am Leben und an sich selbst, um die Einsamkeit in der Großstadt und in der globalisierten Gesellschaft. Beide Hauptfiguren sehnen sich nach Nähe, sind aber gleichzeitig unfähig, sich darauf einzulassen. Beide wollen, dass etwas passiert, haben aber nicht die Kraft, selbst ihr Leben zu ändern. Im letzten Teil des Buches geht es auch viel ums Sterben und Loslassen und letztendlich auch um einen Neuanfang.

Ich würde den Roman nicht als Liebesroman bezeichnen, auch wenn sich der Klappentext zunächst danach anhört. Es ist eher eine Meditation über Leben, Liebe und Tod in der modernen Gesellschaft. Das liest sich aber nicht so schwermütig, wie es jetzt vielleicht klingt, sondern durchaus tröstlich. Es bleibt immer die Hoffnung auf das, was nach dem Winter kommt. Obwohl ie Handlung nicht spannungsbetont ist, möchte man das Buch ungern aus der Hand legen, weil es so stimmig geschrieben ist und eine ganz eigene Atmosphäre erzeugt. Einzig die sehr chauvinistische Haltung von Claudio hat mich mit der Zeit etwas genervt, zumal er in dieser Hinsicht keine echte Weiterentwicklung erfährt.

Fazit: Ich freue mich, dass ich dieses Buch gelesen habe und kann es nur empfehlen. Am besten am Ende eines langen Winters zu lesen.

[Diese Rezension beruht auf einem kostenlosen Leseexemplar.]

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Tags: autorin, beziehung, einsamkeit, mexiko, new york, paris, roman, sterben, wechselnde perspektive   (9)
 

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127 Bibliotheken, 5 Leser, 2 Gruppen, 64 Rezensionen

agatha christie, cozy, detektiv, ehebruch, england, erbschaft, familiengeschichte, geheimnisse, geistiger diebstahl, krimi, landhauskrimi, mord, schriftsteller, verlagswesen, whodunnit

Die Morde von Pye Hall

Anthony Horowitz , Lutz-W. Wolff
Fester Einband: 600 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 11.03.2018
ISBN 9783458177388
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Verlagslektorin Susan Ryeland bekommt den neuen Roman der erfolgreichen „Atticus Pünd“-Reihe von Alan Conway zu lesen. Doch kurz vor Ende bricht das Manuskript ab und dann ist auch noch der Autor verschwunden...

Nach einer kurzen Einführung, in der Susan Ryeland das Romanmanuskript erhält, liest man zunächst tatsächlich den „Atticus Pünd“-Roman, der in Schreibmaschinenschrift vom restlichen Buchtext abgesetzt ist. Dies macht etwas mehr als die Hälfte des Buches aus. Es folgt der zweite Teil, in dem die Lektorin versucht, den Schluss der Geschichte zu finden und gleichzeitig herauszufinden, was mit dem Autor passiert ist.

Der Pünd-Krimi ist recht deutlich von den „Hercule Poirot“-Krimis von Agatha Christie inspiriert, allerdings ohne deren charakteristischen Humor und die feine Beobachtungsgabe. Das fehlte mir hier ein bisschen. Zunächst fand ich es schwierig, in die Handlung hineinzufinden, da man ja dadurch, dass eine Geschichte in der Geschichte erzählt wird, sozusagen als Leser einen Schritt weiter als sonst von den Personen entfernt ist. Nach einigen Seiten war das aber vergessen und wenn man sich einmal darauf eingelassen hat, bekommt man einen klassischen englischen Krimi, wie man ihn sich vorstellt: ein Dorf, ein Herrenhaus, zwei Morde, viele Verdächtige, viele Geheimnisse, und ein schrulliger Detektiv (mit seinem etwas trotteligen Assistenten), der versucht, Licht ins Dunkel zu bringen.

Den Übergang zum zweiten Teil fand ich wieder etwas schwierig, aber auch hier findet man sich nach einigen Seiten hinein. Es wird aus Sicht der Lektorin/Ermittlerin erzählt, wobei zwischendurch Romanausschnitte und Briefe eingestreut sind. Wir folgen dadurch jedem Schritt der Ermittlungen und man hat das Gefühl, direkt dabei zu sein.

Insgesamt hat mir der Krimi gefallen. Wer Whodunnit-Geschichten mag, ist mit diesem Krimi gleich doppelt sehr gut bedient. Die Ermittlungen sind bis zum Schluss spannend und nachvollziehbar und es sind einige originelle Erzählideen verarbeitet.


[Diese Rezension basiert auf einem kostenlosen Leseexemplar.]

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Tags: england, krimi, mord, roman, verlagswesen   (5)
 

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193 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 38 Rezensionen

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Der Club

Takis Würger
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Kein & Aber, 22.02.2017
ISBN 9783036957531
Genre: Romane

Rezension:

Hans wird nach dem Tod seiner Eltern in einem Internat erzogen und kommt dann zum Studium nach Cambridge. In einem elitären Kreis um die Box-Mannschaft scheint er zum ersten Mal Freunde zu finden. Doch dann erfährt er von einem angeblichen Verbrechen …

Als Krimi oder Thriller würde ich den Roman nicht bezeichnen. Es wird zwar gegen Ende spannend, aber wer richtigen Nervenkitzel sucht, wird hier nicht bedient. Ich würde das Buch eher in Richtung Milieustudie einordnen. Es geht sehr viel um die sogenannte „feine“ Gesellschaft und um die elitären Verbindungen an der Universität.

Die Sprache ist geschliffen und angenehm zu lesen.

Mir hat das Buch ganz gut gefallen, weil die Umgebung, in der es spielt, interessant geschildert wird. Trotzdem hat mir letztlich das „gewisse etwas“ gefehlt, das es zu einem richtig tollen Buch gemacht hätte. Die Erzählung fängt sehr langsam an und auch insgesamt ist das Erzähltempo eher gemächlich. Daher wirkt die Geschichte zumindest anfangs etwas langatmig und man weiß auch sehr lange nicht, worum es denn jetzt eigentlich gehen soll. Mit den verschiedenen Figuren, aus deren Perspektive abwechselnd erzählt wird, konnte ich nicht richtig warm werden. Eigentlich hat mich niemand richtig interessiert.

Ein Buch für Leute die langsam und sorgfältig erzählte Gesellschaftskritik zu schätzen wissen.

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Tags: england, gesellschaft, roman, studentenverbindung, verbrechen   (5)
 

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5 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

19. jahrhundert, biographie, friedrich nietzsche, philosophie, rezeption, sachbuch, werk

Nietzsche und die Folgen

Andreas Urs Sommer
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei J.B. Metzler, 30.06.2017
ISBN 9783476026545
Genre: Sonstiges

Rezension:  
Tags: 19. jahrhundert, biographie, friedrich nietzsche, philosophie, rezeption, sachbuch, werk   (7)
 

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29 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

debüt, einsamkeit, melancholie, metaphern, nacht, roman, sehnsucht, trauer, usa, weltschmerz, zeitgenössische literatur

Nichts als die Nacht

John Williams , Bernhard Robben
Fester Einband: 160 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 08.09.2017
ISBN 9783423281294
Genre: Romane

Rezension:

Ein junger Mann zieht durch diverse Bars und leidet herum.

Nein, mehr lässt sich zur Handlung tatsächlich nicht sagen.

Die einzelnen Szenen sind genau beobachtet und prägnant beschrieben. Leider passiert eigentlich nichts und der Protagonist nervt einfach nur mit seiner spätpubertären weinerlichen Art.

Für mich ein ziemlich typischer amerikanischer (Männer-)Roman des 20. Jahrhunderts, ohne besondere Merkmale, die ihn herausstechen lassen würden. Den Hype um den Autor kann ich zumindest auf Grundlage dieses Buches nicht nachvollziehen. Man liest es halt so weg - das geht recht flüssig und dauert (zum Glück) auch nicht allzu lange - suhlt sich vielleicht auch selbst ein bisschen in seinem Weltschmerz und vergisst dann gleich wieder, was man gerade gelesen hat.

Man merkt, dass das Buch von einem sehr jungen Mann geschrieben wurde. Literarisches Talent ist durchaus erkennbar; mag sein, dass seine späteren Romane besser sind. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob ich noch einen lesen möchte.


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Tags: roman, usa, weltschmerz   (3)
 

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

erzählung, familie, frankreich, geschwister, häusliche gewalt, ich-erzählerin, ich-perspektive, schöne sprache, weibliche hauptfigur

Nichts als Blüten und Wörter

Nicolas Clément , Bernadette Ott , Roman Lach
Fester Einband: 100 Seiten
Erschienen bei Ripperger & Kremers Verlag, 01.10.2016
ISBN 9783943999815
Genre: Romane

Rezension:

Eine junge Frau erzählt in Rückblenden von ihrer Familie, die auf einem Bauernhof lebt, von ihrem gewalttätigen Vater, der Liebe der Mutter und der innigen Beziehung zu ihrem Bruder.

Was diese Erzählung ausmacht ist aber nicht die Handlung, sondern die Sprache, die hier deutlich im Vordergrund steht. Wenn man zu den Lesern gehört, die gerne besonders gelungene Formulierungen unterstreichen, müsste man hier an jeden einzelnen Satz Hand anlegen. Für mich ist dieses Buch eher wie ein langes Gedicht, da jeder Satz wunderbar formuliert, jedes Wort perfekt gewählt ist. (Hier ist auch die gelungene Arbeit der Übersetzerin Bernadette Ott hervorzuheben!)

Völlig zurecht hat der Autor in Frankreich die wichtigsten Literaturpreise abgeräumt und er hat es verdient, auch hierzulande von mehr Leser*innen entdeckt zu werden.

Es ist schwierig, über dieses Buch zu schreiben, da man in einer Rezension kaum vermitteln kann, wie wunderschön und gleichzeitig tieftraurig es ist. Ich kann nur sagen: lest es! - das dauert nicht lange aber lohnt sich.


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Tags: erzählung, familie, frankreich, geschwister, häusliche gewalt, ich-erzählerin, ich-perspektive, schöne sprache, weibliche hauptfigur   (9)
 

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23 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

düster, frauenmorde, frauenmörder, fräulein ösi, gardinenstang, graz, köln, krimi, mord, opfer, ösi, psychische tiefe, serienmörder, spannend, willa stark

Anton zaubert wieder

Isabella Archan
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei CONTE-VERLAG, 30.09.2016
ISBN 9783956020933
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags: autorin, köln, krimi, mord   (4)
 

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57 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

alkoholismus, bauernhof, debüt, dorf, dorfleben, kriminalität, kuh, landleben, mecklenburg-vorpommern, milchbauern, molkerei, nachwendezeit, perspektivlosigkeit, sommer, verwahrlosung

Niemand ist bei den Kälbern

Alina Herbing
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Arche, 10.02.2017
ISBN 9783716027622
Genre: Romane

Rezension:  
Tags: alkoholismus, autorin, bauernhof, deutschland, dorf, ich-erzählerin, kühe, landwirtschaft, perspektivlosigkeit, provinz, trostlosigkeit, weibliche hauptfigur   (12)
 

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

20. jahrhundert, erzählung, frauen, rassismus, südstaaten, usa

Eine Rose für Emily und andere Erzählungen (5482 377)

William Faulkner

Erschienen bei ACADEMIA /RICHARZ, 01.09.1990
ISBN 9783883451268
Genre: Sonstiges

Rezension:  
Tags: 20. jahrhundert, erzählung, frauen, rassismus, südstaaten, usa   (6)
 

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

bpb, bürgerliche freiheitsrechte, clara immerwahr, clara zetkin, deutsches kaiserreich, deutschland, elisabeth macke, elisabeth winterhalter, else lasker-schüler, emanzipation, franziska tiburtius, frauen, frauenbewegung, geschichte, kaiserreich

Die neuen Frauen - Revolution im Kaiserreich

Barbara Beuys
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 24.02.2014
ISBN 9783446244917
Genre: Sachbücher

Rezension:  
Tags: 20. jahrhundert, autorin, bpb, deutschland, frauen, frauenrechte, geschichte, kaiserreich, sachbuch   (9)
 

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30 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

belletristik, curare, deutschland, exhumieren, gericht, gerichtsprozess, geschiedener ehemann, italien, justiz, klassiker, krimi, leiche, mentalität, mingo swieter, mord

Der Fall Deruga

Ricarda Huch
Fester Einband: 204 Seiten
Erschienen bei Süddeutsche Zeitung, 10.11.2007
ISBN 9783866155329
Genre: Romane

Rezension:  
Tags: 20. jahrhundert, autorin, deutschland, gerichtsprozess, justiz, klassiker, roman   (7)
 

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174 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 89 Rezensionen

adenauer, attentat, baden-baden, brigitte glaser, bühlerhöhe, deutschland, geheimdienst, hotel, israel, konrad adenauer, mossad, nachkriegszeit, schwarzwald, tanger, wiedergutmachungsgesetz

Bühlerhöhe

Brigitte Glaser
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 12.08.2016
ISBN 9783471351260
Genre: Romane

Rezension:  
Tags: autorin, deutschland, nachkriegszeit, roman, spionage   (5)
 

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39 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

autorin, erdlinge, fabelwesen, freunde, kinderbuch, misstrauen, tiere, waisenhaus

Der Wunderling

Mira Bartók , Sabine Schulte , Mira Bartók
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Aladin Verlag, 29.09.2017
ISBN 9783848920853
Genre: Kinderbuch

Rezension:  
Tags: autorin, kinderbuch, tiere, waisenhaus   (4)
 

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19 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

entführung, familie, gefühl, gewissen, lebensgeschichte, lebenslüge, lüge, mutter-tochter-beziehung, neuanfang, neue identität, roman, schuld, sehr berührend, sehr gefühlvoll, verbrechen

Das geheime Leben der CeeCee Wilkes

Diane Chamberlain , Tess Martin
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 12.09.2016
ISBN 9783959670470
Genre: Romane

Rezension:  
Tags: adoption, autorin, familie, lebenslüge, mutter-tochter-beziehung, roman, usa, verbrechen, weibliche hauptfigur   (9)
 

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bibliophil, kulturgeschichte, naturkunde, reihe, sachbuch, schnecken, tierportrait

Schnecken: Ein Portrait

Florian Werner
Fester Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Matthes & Seitz Berlin, 05.10.2015
ISBN 9783957571649
Genre: Sonstiges

Rezension:  
Tags: bibliophil, kulturgeschichte, naturkunde, reihe, sachbuch, schnecken, schneckenarten, tierportrait   (8)
 
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