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pest, jugendbuch, roman, mittelalter, tod

Keiner kommt davon - eine Geschichte vom Überleben

Sally Nicholls , Beate Schäfer
Fester Einband
Erschienen bei Hanser, Carl, 17.03.2014
ISBN 9783446245112
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Diese Rezension betrifft das Buch „Keiner kommt davon“, die Autorin ist die Britin Sally Nicholls, die deutsche Ausgabe erschien 2014 beim Hanser-Verlag. Ich stieß auf das Buch eher zufällig durch eine Rezension in der FAZ und wurde durch den Hinweis auf die realistische Darstellung des Lebens im England des Jahres 1348 angesprochen.

In dem Historischen Roman geht es um das Jahr 1348, in dem die erste Pestwelle durch Europa rast und auch die Insel nicht verschont. Dort sitzen die Abkömmlinge der normannischen Invasoren von 1066 fest im Sattel, die Sprache der Oberschicht ist Französisch. Die Hauptfigur des Romans ist jedoch die 14 Jahre alte Isabel, die Handlung wird aus der Ich-Perspektive erzählt. Isabel lebt in Ingleforn, nördlich von York, Grafschaft Yorkshire. Mit vielen Geschwistern, Vater und Stiefmutter wohnt sie in einem primitiven Bauernhaus, der Stall grenzt direkt an den Wohnbereich, so dass die Wärme der Tiere im Winter zur Heizung des Hauses beiträgt. Der Boden ist aus festgestampftem Lehm, die Wände aus Flechtwerk, bestrichen mit Lehm als Fassade und Dämmung.

Das Jahr 1348 ist das Jahr, welches einerseits einem Jahr mit viel Regen und einer schlechten Ernte mit Hungersnöten folgt, andererseits leider auch das Jahr, in dem die Pest England erreicht. Isabels Eltern sind Leibeigene, denen vom Grundherrn sogar die Heirat vorgeschrieben wird. Sie sind an den Boden gebunden und müssen in der Erntezeit neben ihren eigenen Feldern noch die des Adels bearbeiten. Dafür wird die gesamte Familie eingesetzt, die Kleinkinder sammeln die heruntergefallenen Getreidekörner von den geernteten Feldern auf.

Von der Pest erfährt das Dorf durch Gerüchte von Kaufleuten und Wanderpredigern. Zuerst heißt es, sie sei auf dem Kontinent und dort stürben die Sünder. Also sei die Pest die gerechte Strafe für ein sündiges Leben. Dann erfährt man von der Ankunft der Pest in London, doch die Toten dort hätten bestimmt ebenfalls viel Schuld auf sich geladen. Dann erreicht die Pest York und die Dorfbewohner sehen Karawanen von Flüchtlingen auf dem Weg nach Norden. Jeder versucht der Krankheit zu entkommen. Isabels Eltern haben als Leibeigene keine Möglichkeit dazu und bleiben wie die meisten Bewohner vor Ort.

Natürlich erreicht die Pest auch Ingleforn und noch fragt man sich, ob die ersten Kranken nicht auch irgendwie sündige Menschen waren. Schließlich ist die Pest die Strafe für Verfehlungen gegen die kirchlichen Gebote. Die Meinung bekommt langsam Risse, als die Pest im nahen Kloster wütet, wo fromme Mönche selbstlos Kranke behandeln. Der Dorfpfarrer flieht heimlich in der Nacht, als er den Auftrag erhält, erkrankte Dorfbewohner zu segnen bzw. die Sterbesakramente zu erteilen.

Die Hilflosigkeit der damaligen Menschen wird aus der Perspektive von Isabel sehr gut geschildert. Man hat allerlei Ideen bezüglich der Übertragung, z.B. durch einen tiefen Blick in die Augen von Kranken oder durch den Pestgeruch, den man einatmet. Hilfsmittel dagegen sind mit Urin gefüllte Eimer vor der Haustür, die den Pestgestank überdecken sollen oder allerlei religiöse Symbole an Wänden und Türen. Letztendlich hilft nichts davon, die Pest greift im Dorf um sich und erreicht auch die Familie von Isabel.

Ich finde, dass man als Leser sehr gut in das Alltagsleben der damaligen Zeit eintauchen kann, die Autorin schafft es gekonnt, alles aus dem engen Blickwinkel einer 14 Jahre alten Analphabetin zu schildern. Nur ab und zu gab es Momente, in denen ich mir nicht vorstellen konnte, dass eine 14 jährige so denkt. Beispielsweise beschreibt sie einmal den Pesthauch als Miasma (S. 76). Diesen Fachbegriff sollte ein Kind von Leibeigenen, ohne jede Schulbildung, nicht kennen. Auch hätte ich mir gewünscht, dass der Grad der Verlausung irgendwie vorkommt, z.B. durch Kratzen an Kleidung und Kopf oder dem regelmäßigen Durchsuchen der Kleider nach Flöhen. Schließlich sind diese die Hauptüberträger der Pest. Das sind aber Kleinigkeiten, die den Lesegenuss nicht schmälern.

Die Dorfkinder reagieren auf ihre Art auf die Katastrophe um sie herum, sie bilden eine Clique, trinken Dünnbier in einer Scheune und üben sich in ersten Küssen. Um Isabel entwickelt sich eine schöne Liebesgeschichte, der ein Happy-End leider verwehrt wird.

Der Roman ist sehr einfühlsam geschrieben, man erfährt nebenbei viel über die damalige Zeit, der Schreibstil ist angenehm. Ich kann es rundherum empfehlen, einige Schilderungen der Auswirkungen der Pest sind möglicherweise schwer ertragbar für einige Leser. Manchmal muss man erst einmal tief durchatmen, bevor man weiter liest. Der Autorin gelang die Darstellung des Grauens oft zu gut.

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Tags: england, historischer roman, mittelalter   (3)
 

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schreibratgeber

By K. M. Weiland Structuring Your Novel: Essential Keys for Writing an Outstanding Story

K. M. Weiland
Flexibler Einband
Erschienen bei PenForASword, 01.09.2013
ISBN 8601401509912
Genre: Sonstiges

Rezension:

Es gibt eine kleine Anzahl außerordentlich nützlicher Schreibratgeber. Die größten Wahlmöglichkeiten findet man im englischen Sprachraum, wo beispielsweise writers digest eine Fülle von guten Autoren unter Vertrag hat, die einen brillanten Ratgeber nach dem anderen veröffentlichen. Es gibt aber auch Indie-Autoren, die das gleiche vollbringen. Eine derartige Autorin möchte ich heute vorstellen.

Es handelt sich um KM Weiland. Ihr Ratgeber „Structuring your Novel“ gibt es für kindle und als Taschenbuch. Letzteres hat in der Version von 2013, welche in meinem Schrank steht, einen Umfang von 324 Seiten. Auf Amazon.com gibt es Stand November 2014 zu diesem Buch 195 Rezensionen mit einer Durchschnittsnote von 4,5 Sternen. Das zeigt nicht nur die Qualität, sondern auch die weite Verbreitung des Buches, denn nicht jeder Leser schreibt eine Rezi.
Die Autorin hat sehr viel Fleiß und Mühe in ihren Ratgeber gesteckt, was man bei jeder Seite merkt. Es ist genau dieser Anspruch an sich selbst, gute Qualität abzuliefern, die ich bei einem anderen kürzlich von mir rezensierten Schreibratgeber stark vermisste.


Werfen wir einen Blick in das Inhaltsverzeichnis:


Part 1 Story Structure
Chapter 1: The Hook
Chapter 2: Where should you begin?
Chapter 3: Opening Chapter Pitfalls
Chapter 4: The First Act, Pt. 1: Introducing Characters
Chapter 5: The First Act, Pt. 2: Introducing Stakes and Settings
Chapter 6: The First Plot Point
Chapter 7: The First Half of the Second Act
Chapter 8: The Second Half of the Second Act
Chapter 9: The Third Act
Chapter 10: The Climax
Chapter 11: The Resolution
Chapter 12: Further Considerations for Your Ending
Chapter 13: FAQ about Story Structure
Part 2: Scene Structure
Chapter 14: The Scene
Chapter 15: Options for Goals in a Scene
Chapter 16: Options for Conflict in a Scene
Chapter 17: Options for Disaster in a Scene
Chapter 18: The Sequel
Chapter 19: Options for Reactions in a Sequel
Chapter 20: Options for Dilemmas in a Sequel
Chapter 21: Options for Decisions in a Sequel
Chapter 22: Variations on Scene Structure
Chapter 23: FAQ about Scene Structure
Part 3 Sentence structure
Chapter 24: Sentence Structure

Das Werk ist vollständig für deutsche Leser geeignet. Kapitel 24 befasst sich nicht mit den Eigenheiten englischer Sätze, sondern den korrekten Aufbau von: Externer Impuls, Reaktion der Romanfigur darauf (psychisch und physisch) und den anschließenden Handlungen. Das Konzept heißt bei Dwight V. Swain „Motivation-Reaction-Unit“. Frau Weiland hat den Begriff übernommen.

Die Autorin kennt das Buch von Swain und verweist in ihrem eigenen Schreibratgeber oft darauf. Wer also Swain gelesen hat, findet viel Bekanntes (Bsp: Den Szenenablauf Ziel, Konflikt, Desaster und den Wechsel zwischen Szene und Sequel). Es wurde anders und etwas zeitgemäßer aufbereitet, in keinem Fall abgeschrieben. Frau Weiland verwendet eine klare Sprache, keine verschachtelten Sätze oder komplizierte Vokabeln. Durchschnittliche Kenntnisse des Englischen reichen meiner Ansicht nach vollständig für das Verstehen des Buches aus.


Zur Verdeutlichung ihrer Thesen verwendet die Autorin Beispiele aus bekannten Filmen, z.B. „Master and Commander“ mit Russel Crowe. Ein guter Film ist nichts anderes als eine erzählte Geschichte. Frau Weiland hat den Film in Abschnitte unterteilt, welche die klare Struktur des Drehbuchs analog der Kapitel 4 bis 10 aufzeigen. Man merkt also, dass eine gute Story einer guten Struktur folgt.


Wer also Hilfe für das Rahmengerüst eines Romans sucht, wird bei diesem Schreibratgeber auf jeden Fall fündig. Jede der 324 Seiten ist gespickt mit Substanz, mit Qualität und nützlichen Tipps. Regelmäßige Aktualisierungen – neulich sah ich schon eine Auflage 2014 – zeigen, dass das Werk weiter gepflegt wird. Es ist sicherlich genau dieser Servicegedanke für den Leser, dieser starke Wille, Qualität abzuliefern, der dem Schreibratgeber seinen verdienten Erfolg gebracht hat. Gerne verbeugt man sich vor dieser Klasse.

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tipps, neue wege, schreibblockaden, von der kunst die ideen fließen zu lassen, erfinden

Von der Kunst, die Ideen fließen zu lassen: 44 Strategien zur Erlangung von Meisterschaft beim Schreiben und Erfinden

Steffen Weinert
E-Buch Text: 83 Seiten
Erschienen bei null, 27.04.2014
ISBN B00K00SME6
Genre: Sachbücher

Rezension:

Ich erhielt vom Autor Steffen Weinert ein kostenloses Rezensionsexemplar mit der Bitte, sich mit dem Buch eingehend zu beschäftigen.
Das Werk „Von der Kunst die Ideen fließen zu lassen“ trägt den Untertitel „44 Ideen zur Erlangung von Meisterschaft beim Schreiben und Erfinden“. Für mich ist er zweifach problematisch. Einerseits halte ich die Formulierung „44 Ideen zur Erlangung der Meisterschaft im Schreiben und Erfinden“ für stilistisch besser, andererseits gefallen mir Superlative nicht. Es wimmelt von Büchern der Art „X Wege um Y zu erreichen“, seien es Diäten, ein athletischer Körper, Verabredungen mit hübschen Frauen oder die erste Million Euro. Marktschreierische Schlagzeilen findet man häufig, doch meiner Erfahrung nach sind es eher die stillen Titel, welche den größten Nutzen bringen.


Natürlich führt ein Schreibratgeber, der seinen Lesern vollmundig die „Meisterschaft“!! im Schreiben verspricht auch dazu, dass der Rezensent das Buch besonders kritisch betrachtet.


Der Untertitel „Schreiben und Erfinden“ verspricht eine Verknüpfung von Schreiben und Erfinden. Auf Nachfrage gab Herr Weinert an, dass sich sein Ratgeber an Autoren richtet, die "Fiktion" schreiben und deshalb Geschichten "erfinden" müssen. Der Begriff "Kreativität" passt meiner Ansicht nach besser.


Betrachten wir das Inhaltsverzeichnis:


I. Besser-Leben-Strategien
1. Lernen Sie Ihre Gefühle positiv zu beeinflussen!
2. Vermeiden Sie Stress!
3. Entspannen Sie sich!
4. Bewegen Sie sich!
5. Trinken Sie!
6. Halten Sie sich von Energiedieben fern!
7. Erhöhen Sie Ihre Frustrationstoleranz!
8. Vergrößern Sie Ihre Komfortzone!
9. Treffen Sie Entscheidungen schnell!
10. Suchen Sie sich Vorbilder!
11. Suchen Sie sich Gleichgesinnte!

II. Besser-Schreiben-Strategien
12. Schreiben Sie Ihren Kopf frei!
13. Üben Sie täglich!
14. Überlegen Sie auf dem Papier!
15. Lernen Sie andere Kreativtechniken kennen!
16. Seien Sie beharrlich!
17. Definieren Sie Ihr Problem!
18. Schreiben Sie eine erste Fassung so schnell wie möglich!
19. Beginnen Sie mittendrin!
20. Finden Sie Ihre besten Schreiborte!
21. Finden Sie Ihre eigenen Rituale!
22. Finden Sie Ihren eigenen Rhythmus!
23. Überlisten Sie sich!

III. Besser-Handeln-Strategien
24. Identifizieren Sie Ihre Vermeidungshandlungen!
25. Vermeiden Sie Unterbrechungen!
26. Vermeiden Sie Multitasking!
27. Reden Sie über das, was Sie schreiben!
28. Wechseln Sie die Perspektive!
29. Schützen Sie Ihr Baby!
30. Recherchieren Sie nicht, bevor Sie nicht angefangen haben zu schreiben!
31. Identifizieren Sie Ihre negativen Glaubenssätze!
32. Nutzen Sie die Kraft von Affirmationen!
IV. Besser-Organisieren-Strategien
33. Setzen Sie sich klare Ziele!
34. Setzen Sie sich ehrgeizige Fristen!
35. Notieren Sie Ideen sofort!
36. Bauen Sie sich Ihre eigene Ideendatenbank!
37. Strukturieren Sie Ihren Text!
38. Strukturieren Sie Ihren Tag!

V. Besser-Denken-Strategien
39. Lernen Sie den kreativen Prozess verstehen!
40. Lassen Sie Ihr Unterbewusstsein für Sie arbeiten!
41. Trennen Sie die Ideenphase von der Bewertungsphase!
42. Verschaffen Sie sich Kontrolle über Ihre Gedanken!
43. Messen Sie Ihren Erfolg an Ihrer Entwicklung und nicht durch den Vergleich mit anderen!
44. Seien Sie ehrlich zu sich selbst!


Die Strategien 1 bis 11 beschäftigen sich mit der Schaffung einer allgemeinen Wohlfühlzone. Man soll Stress vermeiden, jeden Tag beim Aufstehen Mineralwasser trinken und daran denken, dass Sport auch Kopfarbeitern wie Autoren hilft. Okay, alles schön und gut. Preisfrage: Wer hat es vorher nicht gewusst? Für wen sind Sätze wie diese eine neue Information:


Strategie Nr. 2: "Vermeiden Sie Stress": "Es gilt also die für Sie richtige Balance zwischen Anforderung und dem, was Sie leisten können zu finden. Wenn Sie negativen Stress empfinden und die oben beschriebenen negativen Anzeichen bei sich wahrnehmen, identifizieren Sie den Auslöser und tun Sie das, was nötig ist, um ihn zu beseitigen."


Strategie Nr. 4: "Wie bereits beschrieben trägt Sport zu Ihrer allgemeinen Entspannung bei. Bewegung hat nicht nur positive Auswirkungen auf Ihre Gesundheit, sondern auch auf Ihre Kreativität. Das hat einerseits damit zu tun, dass durch Sport Stresshormone abgebaut werden, die für die Blockierung der kreativen Teile unseres Gehirns verantwortlich sind, und andererseits erhöht sich durch Bewegung der Puls und die Atemfrequenz und somit die Sauerstoffaufnahme des Körpers und damit auch die des Gehirns. [...]Probieren Sie es einfach nur mal aus. Eine halbe Stunde Joggen, Fahrrad fahren oder auch nur ein Spaziergang ist dafür völlig ausreichend. Sie werden sehen, dass Sie die Energie, die Sie morgens zur Überwindung aufbringen müssen, um eine Vielfaches zurück bekommen werden."


Strategie Nr. 5: "Trinken Sie jeden Morgen sofort nach dem Aufstehen mindestens einen halben Liter Wasser, am besten mehr. Nach acht Stunden Schlaf ist Ihr Körper dehydriert. Und dazu zählt auch das Gehirn. Dieser Flüssigkeitsmangel wirkt sich negativ auf die Denkleistung aus."

Also? Für wen ist das Neuland?


Kommen wir zu den Strategien für besseres Schreiben. Nr. 12 fordert, täglich drei Seiten auf dem Papier zu schreiben, nicht am PC. Nr. 13 verlangt tägliches Üben. Nr. 14 dreht sich um Probleme des Outlining, z.B. den Entwicklungsschritten der Hauptfigur. Lapidar wird gefordert, sich Ziele dafür zu setzen. „In spätestens einer halben Stunde habe ich mindestens zwei Entwicklungsschritte definiert und die dazugehörigen Szenen grob umrissen.“  Für das Lösen von Problemen gibt Nr. 14 folgenden Vorschlag: „Definieren Sie zuerst Ihr Problem und stellen Sie sich dann die Frage, die zu dessen Lösung führen kann, z.B.: Was sind die Entwicklungsschritte der inneren Wandlung meiner Hauptfigur? Und dann schreiben Sie einfach los. Am besten wieder ohne eine Pause zu machen und ohne den Stift abzusetzen. Wenn Sie das Gefühl haben, dass sich ein Geistesblitz einstellt, freuen Sie sich, unterstreichen Sie die Stelle und machen Sie weiter. Sie werden erstaunt sein, wie schnell Sie durch diese Technik zumindest zu Teillösungen kommen werden.“
Vorausgesetzt wird also das Wissen, was eine innere Wandlung einer Hauptfigur ist und wie man diese Wandlung als Autor exakt beschreibt. Wer das nicht weiß, steht vor einem Problem, denn die gezeigte Lösung besteht ja nur aus „Losschreiben“. Man gewinnt den Eindruck, dass das Buch als Zielgruppe Profiautoren hat, die evtl. manchmal unter Schreibblockaden leiden.
Nr. 15 fordert, andere Kreativtechniken kennenzulernen, wobei viele davon dem industriellen Sektor zuzuordnen sind.  Auf Nachfrage gab Herr Weinert an, dass diese Techniken verwendet werden, wenn mehrere Autoren an einem Projekt, z.B. einem Drehbuch schreiben. Nr. 16 beschäftigt sich mit dem Problem der Beharrlichkeit, Nr. 17 damit, ein Problem zu definieren, die Nr. 18 bis 24 ordne ich unter der Überschrift „Vermeidung von Schreibblockaden“ ein. 25 bis 29 beschäftigen sich überwiegend mit Fragen der Selbstorganisation.
Mit der Nr. 30 stehe ich persönlich auf Kriegsfuß. Herr Weinert fordert: Recherchieren Sie nicht, bevor Sie nicht angefangen haben zu schreiben! Herr Weinert sieht das so und betrachtet eine Recherche erst nach Fertigstellung der Erstfassung als notwendig.

Ich sehe dies äußerst kritisch, denn eine Recherche beginnt für mich spätestens bei der Outline. Das erspart zeitaufwendiges Umschreiben. Man muss wissen, worüber man schreibt bevor man schreibt. Wer seine Helden im Wilden Westen des Jahres 1830 ansiedelt, ihnen aber Waffentypen in die Hand gibt, die nicht vor 1865 erfunden wurden, verliert als Autor an Glaubwürdigkeit. Ebenso falsch ist es, Kaiser Nero im Kolosseum sitzen zu lassen, denn es wurde erst von Nachfolgern erbaut. Ob man den Fehler als Autor dann in der Erstfassung überhaupt erkennt, ist für mich fraglich. Im Zweifel wird vorher veröffentlicht. Es gibt immer mindestens einen Leser, der sich gut auskennt und genau der schreibt dann eine vernichtende Rezension. Bei Amazon findet man z.B. einen berühmt-berüchtigten „Roman“: „HAARP- Der Aurora Effekt“. Liest man die Rezis dann begreift man, was mangelnde Recherche anrichtet. Ein warnendes Beispiel!


Etwas tiefer gehe ich ein auf die Nr. 37, der Story-Strukturierung. Ich zitiere folgenden Satz: „Bevor Sie mit einem größeren Werk beginnen, ist es sehr ratsam sich einige Zeit damit zu beschäftigen, wie die grobe Struktur auszusehen hat.“ 
Stimmt, doch wer das nicht weiß, bevor er den ersten Satz zu Papier bringt, sollte vom Bücher schreiben die Finger lassen! Für den, der das schon weiß und Hilfe bei der Strukturierung sucht, gibt es keinerlei Tipps. Der Ratschlag klingt so wie: „Bevor Sie mit dem Auto eine längere Strecke fahren, ist es sehr ratsam zu prüfen, ob genügend Benzin im Tank ist.“ Man gewinnt den Eindruck, dass das Buch doch eher für Anfänger geschrieben ist. Doch wie sollen die wissen, wie (siehe Nr. 14) eine Hauptfigur sich innerlich wandelt und wie man das als Autor beschreibt?


Nr. 37 liefert zusätzlich den Hinweis: „Die innere Entwicklung einer Figur ist das Rückgrat einer jeden Geschichte. Der Zuschauer identifiziert sich mit der Hauptfigur, durchlebt die gleichen Gefühlszustände und fiebert im Idealfall mit ihr mit.“  Ja, das stimmt natürlich, doch eine äußerst wichtige Frage bleibt offen: Wie erzeuge ich als Autor diesen Idealfall? Davon steht bei Nr. 37 nichts außer dem Hinweis, dass es Bücher über Dramaturgie gibt, z.B. die vielzitierte „Poetik“ von Aristoteles. Etwas mager, die Sache! Richtet sich das Buch also doch an Profiautoren, die alles wissen über die innere Entwicklung der Hauptfigur? Doch brauchen solche Profis einen Tipp wie Nr. 37?


 „Ist das (die Dramaturgie) nicht sauber geplant, wird keine Spannung entstehen, sondern andere Gefühle, wie Langeweile und Enttäuschung.“  Erneut eine banale Feststellung. Wie genau plant man als Autor die Dramaturgie? Welche – konkreten, in die Tiefe gehenden - Tipps bietet das Buch an zur Lösung des Problems? Leider keine. Der Leser wird im Regen stehen gelassen. Man erfährt, dass man die Dramaturgie sauber planen soll – eine Binsenweisheit! In Analogie zum Straßenverkehr nützt einem Fahrschüler der Hinweis: „Wer sich nicht an die StVO hält, bekommt Ärger“ nichts ohne Details über die StVO. Ein routinierter Fahrer hat hingegen für den Tipp nur ein müdes Lächeln übrig. Für wen ist das Buch also geschrieben? Anfänger? Fortgeschrittene?


Vergleichen wir die Einleitung mit dem Schlusswort:


„Kommen wir gleich zur Sache: Dieses Buch ist eine Sammlung von Strategien, die mir über die Jahre hinweg geholfen haben, als Autor besser zu werden.“


Also geht es in dem Buch darum, als Autor besser zu werden, d.h. eine höhere Qualität abzuliefern? Ist es demzufolge ein Ratgeber mit praktischen Tipps zum Schreiben, der Verbesserung der Dramaturgie, der Romanstrukturierung, der inneren Entwicklung einer Romanfigur? Wird gezeigt, wie man die Leser zum Mitfiebern bringt, wie sie sich besser mit dem Protagonisten identifizieren?


Das Schlusswort sagt wieder etwas anderes:


„Falls Sie die Strategien über einen längeren Zeitraum in Ihren Tagesablauf implementiert haben, aber dennoch keinerlei Verbesserung feststellen können, liegt die Ursache Ihrer Schreibblockade vielleicht etwas tiefer, als dass man sie mit einem Buch dieser Art angehen könnte.“


Doch kein Ratgeber zur Verbesserung des Schreibens, sondern nur zum Lösen von Schreibblockaden? Ein Widerspruch zur Einleitung! Was genau ist das Ziel des Buches? Herr Weinert möchte als Ziel seiner Strategien die Gestaltung des Umfeldes verstanden wissen. Jedenfalls größtenteils.  Er schrieb mir: "Die erweiterte Zielgruppe sind alle, die Texte schreiben, denn Sie werden bei der Lektüre meines Buches feststellen, dass die von mir beschriebenen Strategien hauptsächlich darauf abzielen, wie man das Umfeld gestaltet. Nur einige wenige Strategien beschäftigen sich mit dem eigentlichen Schreibvorgang." Das mag das Ziel gewesen sein, doch dann ist für mich der Begriff "Schreibratgeber" für das Werk falsch. Diese Art von Büchern beschäftigt sich mit dem Vorgang "Schreiben" und den damit verbundenen Detailproblemen an sich.


Ratgeber für positive Lebensenergie, der Gestaltung eines behaglichen Umfeldes gibt es viele am Markt. Doch steigen die qualitativ hochwertigen davon auch tiefer ein. Die Vermischung von Strategien der Gestaltung des persönlichen Umfeldes mit denen zum eigentlichen Schreibvorgang macht aus dem Buch des Herrn Weinert leider einen ziemlichen Gemischtwarenhandel, der von beiden Warengruppen etwas, aber zu wenig in die Tiefe gehende Auswahl anbietet. Für den Anfänger wird zu viel Wissen vorausgesetzt, ein Profi schmunzelt nur über die Tipps.


Provokant ist meiner Ansicht nach die Aussage bei Strategie 44:


„Falls Sie die Strategien über einen längeren Zeitraum in Ihren Tagesablauf implementiert haben, aber dennoch keinerlei Verbesserung feststellen können, liegt die Ursache Ihrer Schreibblockade vielleicht etwas tiefer, als dass man sie mit einem Buch dieser Art angehen könnte. Vielleicht haben Sie psychische Probleme, die Sie alleine nicht lösen können. Depressionen oder verdrängte persönliche Probleme können auch eine mögliche Ursache sein. Holen Sie sich in diesen Fällen Hilfe von einem Arzt oder Psychologen.“ (Markierungen nicht im Original enthalten, sondern von mir eingefügt)


Eine andere Lösung wäre: Das Buch hilft nicht, weil es selbst nicht weiß, was es will. Liebe Leser, streichen Sie den Termin beim Arzt, gehen Sie lieber spazieren. Nebenbei bemerkt: Finde nur ich es komisch, dem Leser durch die Blume zu sagen: „Wenn dir mein Buch nicht hilft bist du reif für den Arzt"?


Ich finde es außerordentlich schade, dass ein Drehbuchautor wie Steffen Weinert, der bereits Preise gewann, nicht mehr aus dem Buch gemacht hat. Wie wäre es mit Plauderei aus dem Nähkästchen? Auf welche dramaturgischen Probleme traf er bei seiner Arbeit? Wie hat er sie gelöst? Wie haben andere Autoren Probleme gelöst? Könnte man nicht Beispiele aus bekannten Filmen besprechen, aufzeigen wie die großen Autoren in Hollywood einen Blockbuster erzeugten, welche dramaturgischen Mittel sie verwendeten? Warum die Leser nicht teilhaben lassen an einem großen Erfahrungsschatz?


Es gibt am Markt bekannte und absatzstarke Bücher von Autoren, die so verfuhren: Mara Laue „Von der Idee zum fertigen Text“; Roy Peter Clarke „50 Werkzeuge für gutes Schreiben“; Sol Stein „How to grow a novel“; Elisabeth George „Wort für Wort – oder die Kunst ein gutes Buch zu schreiben“; Patricia Highsmith "Suspense: oder Wie man einen Thriller schreibt."


Von einem Preisträger wie Steffen Weinert hätte ich mehr erwartet als die Zusammenstellung von 44 banalen Thesen wie „Schreiben Sie Ihren Kopf frei“ oder „Üben Sie täglich“. Wenn man das befolgt, fließen also die Ideen und man erlangt Meisterschaft !! beim Schreiben? Wird man Fußballmeister mit „Der Ball ist rund“ oder „Ein Spiel dauert 90 Minuten"?


Was soll man von einem Fußballtrainer halten, der einem sagt: „Wenn unser Spiel nicht sauber geplant ist, dann entsteht keine Spannung beim Zuschauer, sondern Langeweile und Enttäuschung.“ Okay Trainer, ich stimme zu. Und wie sollen wir nun vorgehen? Wie planen wir das Spiel, damit das nicht passiert? Antwort: Schweigen!


So ist das Buch von Herrn Weiner leider. Es ist eine Ansammlung mehr oder weniger allgemein gültiger Weisheiten ohne praktischen Nutzen. Es geht nie ins Detail, gibt nie Tipps zur Story-Strukturierung, zum inneren Konflikt des Protagonisten, zum Aufbau von Spannung. Es ist, besonders wenn man es mit den oben genannten Schreibratgebern vergleicht, einfach nur eine Ansammlung von Thesen. Erwartet man von einem Ratgeber denn nicht Hinweise der Art „ Wie gehe ich vor bei der Planung von Anfang, Mittelteil und Schluss?“ „Wie schaffe ich es, dass der Leser sich mit meiner Hauptfigur identifiziert?“ Dazu sagt das Buch eines: NICHTS!


Mit diesem NICHTS wird man also Meister im Schreiben? Echt jetzt?


Mit der vollmundigen Ankündigung, dass sein Ratgeber dem Leser zur MEISTERSCHAFT im Schreiben und Erfinden verhilft, lehnte sich der Autor sehr weit aus dem Fenster. Wie erwartet, verlor er das Gleichgewicht und fiel. Angesichts seiner Vita hätte man von Herrn Weinert mehr erwarten können als dieses dünne Buch von 83 Seiten. Ich sehe es deshalb als eine verpasste Chance an. Schade.

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schottland, zeitreisen, mittelalter, moral, pflicht

Die unbekannte Gefahr (Tränen der Zeit)

Bernard Mondae
E-Buch Text: 551 Seiten
Erschienen bei Bernard Mondae, 21.10.2013
ISBN 9783847657712
Genre: Sonstiges

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sprache, deutsch, schreiben, wortschatz, grammatik

Deutsch für Kenner

Wolf Schneider
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.08.2005
ISBN 9783492244619
Genre: Sachbücher

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deutsch, stil, schreiben, sprache, journalismus

Deutsch für Profis

Wolf Schneider , Luis Murschetz
Flexibler Einband: 287 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 01.02.1999
ISBN 9783442161751
Genre: Sachbücher

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schottland, liebe, zeitreise, claire, jamie

Ferne Ufer

Diana Gabaldon , Petra Hrabak , Sonja Schuhmacher , Barbara Steckhan
Flexibler Einband: 1.088 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 01.05.2004
ISBN 9783442361076
Genre: Historische Romane

Rezension:

Nun, eigentlich ist mit dem Titel meiner Rezi schon alles gesagt. Ich bemühte mich redlich mit dem Roman, da er vor dem Hintergrund der Behandlung einer Zeitreise für mich interessant erschien. Nach den ersten Kapiteln erkannte ich schnell, dass ich mit Frau Galbadon und ihren Protagonisten nicht viel anfangen kann. Nachfolgend bemühe ich mich trotzdem um Objektivität.

Geschrieben ist der Roman in einer Mischung aus Ich-Erzähler und auktorialem Erzähler. Der Wechsel erfolgt pro Kapitel. Das kann man so machen, der schriftstellerische Grund speziell hier ist mir jedoch nicht ersichtlich. Warum muß Claire alles aus der Ich-Perspektive schildern? Auch bei ihr hätte die Autorin auf den auktorialen Stil eingehen können. Ich vermute mal, dass es mit den früheren Bänden zusammenhängt. Die Probleme des Ich-Erzählers sind hoch, man kann nichts erzählen, dass man nicht selbst erlebt hat. Darum musste Frau Galbadon für die Abenteuer von Jamie den auktorialen Erzähler wählen.

Die Handlung beginnt nach der Schlacht von Culloden, welche die Schotten verloren haben. Jamie überlebt seine Verwundung, während Claire im 20. Jahrhundert die gemeinsame Tochter aufzieht und in Bibliotheken nachforscht, ob Jamie die Schlacht überlebte. Ja, er hat es, er versteckt sich erst, dann ist er im Gefängnis und kommt als Stallknecht zu einem englischen Adligen. Die Tochter des Hauses ist so von ihm angetan, dass sie sich gleich von ihm entjungfern und schwängern lässt, bevor sie die Ehefrau eines impotenten Tattergreises wird. Claire reist wieder durch die Zeit und kommt mit ihrem Jamie zusammen. Danach schaltete ich mehrheitlich ab, da die Gespräche der beiden sich meistens darum drehen, Ort und Zeit für Sex zu finden.

Ich weiß ja nicht, wie andere es sehen. Aber wenn ich eine Frau aus der Zukunft hätte, würde ich ihr viele Fragen stellen über die dortigen Gesellschaftsstrukturen und die historischen Entwicklungen. Aber da bin ich wohl etwas zu intellektuell veranlagt. Jamie ist da eher der Praktiker: Egal, wo die Alte herkommt, ins Bett mit ihr! Männer reden nicht, sie handeln. (Jedenfalls wenn sie muskulöse Highlander sind)

Vermutlich ist es auch nur bei mir so, dass ich über manche Beschreibungen der Vergangenheit in dem Roman nachdenke. Jamie hat praktischerweise ein Familiengen, das ihm stets weiße (und vollständige) Zähne beschert, was Claire natürlich toll findet. Logisch, wer will schon so einen Zahnlückenjunkie! Da die Zahnpasta damals noch nicht erfunden war, dürfte trotzdem bei Jamie ein strenger Mundgeruch auftreten. Aber vielleicht gibt es dagegen auch ein Familiengen. Interessanterweise packt Claire für ihre Zeitreise viele Medikamente ein (Antibiotika! Sehr wichtig, liebe Ärztin, mitgedacht!), macht sich aber wenig Gedanken über ihre eigenen Zähne. Vielleicht sind die aber ebenfalls immun gegen Zahnstein, Karies und Parodontose. Leider verliert die Protagonistin darüber kein Wort. Vielleicht denke ich auch einfach zu viel nach beim Lesen. Sorry!

Ich hoffe, dass der Medikamentenvorrat von Claire für ihre weitere Zeit dort ausreicht, denn es lauern Tuberkulose, Typhus, und virale Erkrankungen. Selbst wenn sie geimpft ist, trifft das für ihren geliebten Jamie nicht zu. Also sollte sie einiges für ihn an Medizin aufheben.

Ich persönlich habe den Roman verlassen, als beide auf einem Schiff auf Reise gingen und die Unterhaltung dort sich darauf beschränkte, dass man auf so einem kleinen Kutter wenig Möglichkeiten für Sex hat. Jamie steht wie üblich unter Strom, braucht dringend eine Abkühlung und Claire geht es auch nicht besser. Nun, ja. Für solche Dinge macht man ja auch Zeitreisen.

In den anzulaufenden Häfen erwartet die Ärztin Claire übrigens so eine kleine Auswahl wie Cholera, Gelbfieber, Hepatitis, Malaria und Aussatz. Sicher ist der Medikamentenvorrat aus dem 20. Jahrhundert dafür groß genug und man braucht sich keine Sorgen zu machen. (Auch nicht über ein Verfalldatum, die richtige Lagerung usw.)

Ich weiß, das ist viel zu intellektuell gedacht und bei einer romantischen Geschichte soll man vielleicht auch nicht zu viel grübeln über die damalige -harte- Realität, die fauligen Zähne, den entsprechenden Mundgeruch, den schnellen Tod durch Epidemien. Aber, ich bin ja auch nicht die Zielgruppe. Sorry, dass ich die Romantik zerstört habe.

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46 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 1 Rezension

schreiben, frey, schreibratgeber, sachbuch, ratgeber

Wie man einen verdammt guten Roman schreibt

James N Frey , Jochen Stremmel , Hejo Emons
Fester Einband: 197 Seiten
Erschienen bei Emons, H J, 01.09.1998
ISBN 9783897051287
Genre: Sachbücher

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schreiben, ratgeber, sachbuch, schreibratgeber, autoren

Wie man einem verdammt guten Roman schreibt

James N Frey , Jochen Stremmel , Hejo Emons
Fester Einband: 200 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 05.05.2016
ISBN 9783924491321
Genre: Sachbücher

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fantasy, winterfell, das lied von eis und feuer, game of thrones, westeros

Die Herren von Winterfell

George R. R. Martin , Jörn Ingwersen , Sigrun Zühlke
Flexibler Einband: 571 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 14.12.2010
ISBN 9783442267743
Genre: Fantasy

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fantasy, cassandra clare, dämonen, kampf, jace

Chroniken der Unterwelt - City of Ashes

Cassandra Clare
E-Buch Text: 480 Seiten
Erschienen bei Arena Verlag, Würzburg, 01.06.2012
ISBN 9783401800097
Genre: Jugendbuch

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roman

World Without End

Ken Follett
Fester Einband: 1.014 Seiten
Erschienen bei Penguin Group USA, 09.10.2007
ISBN 0525950079
Genre: Romane

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bürgerkrieg, usa, südstaaten, sklaverei, nordstaaten

Für die Freiheit sterben

James M. McPherson
Fester Einband: 1.040 Seiten
Erschienen bei Anaconda Verlag, 31.10.2008
ISBN 9783866472679
Genre: Sachbücher

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pazifik, zweiter weltkrieg

Guadalcanal

Richard B. Frank
Flexibler Einband
Erschienen bei Penguin Group USA, 01.01.1992
ISBN 9780140165616
Genre: Sonstiges

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klassiker, amerika, f. scott fitzgerald, 20er jahre, west egg

Der große Gatsby

F. Scott Fitzgerald , Kai Kilian
Fester Einband: 220 Seiten
Erschienen bei Anaconda Verlag, 28.02.2011
ISBN 9783866476134
Genre: Klassiker

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schreibratgeber, schreiben, autoren, ratgeber, autor

Vier Seiten für ein Halleluja

Hans Peter Roentgen
Flexibler Einband: 148 Seiten
Erschienen bei Sieben-Verlag, 26.11.2008
ISBN 9783940235367
Genre: Sachbücher

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schottland, schuldzuweisung, krimi, unterhaltungsliteratur, spannend

Talisker Blues

Mara Laue
Flexibler Einband: 358 Seiten
Erschienen bei Dryas Verlag, 25.01.2013
ISBN 9783940258168
Genre: Krimi und Thriller

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Ich kam zu dem Krimi von Mara Laue nach dem Lesen ihres Schreibratgebers. Gleich zu Beginn kann ich sagen, dass ihr Schreibstil sehr angenehm ist. Man kann sich sowohl in die Charaktere, als auch die Landschaft sehr gut einfühlen. Da es sich bei dem Roman aber um einen Krimi handelt, muss ich entsprechende Maßstäbe anlegen hinsichtlich Spannung und inwieweit die Autorin in der Lage ist, den Leser bei Laune zu halten. Das bedeutet bei einem Krimi für mich, bis zum Schluss mitzufiebern, im Unklaren über den Mörder zu sein.

Leider gelingt das in dem Roman der Autorin nicht. Spätestens nach der Romanmitte hat man als Leser bereits eine starke Vermutung über den Täter. Frau Laue realisierte dies wohl ebenfalls und erfand eine neue Figur, die ebenfalls als Täter in Frage kommen soll. Dieser Protagonist ist jedoch sehr impulsiv, was zum Tatablauf nicht passt und ferner finde ich ihn blass dargestellt. Ab und zu darf er etwas sagen, hat aber klar die Rolle des Lückenbüßers. Im Vergleich zum Tatverdächtigen, der dem Leser ins Auge springt, taucht die neue Figur selten auf und ist deshalb auch klar eine Nebenfigur. Die Versuche der Autorin, ihn als Verdächtigen zu präsentieren, sind darum zum Scheitern verurteilt.

Ab Romanmitte kam dann bei mir die Langeweile auf und ich sehnte förmlich den Zeitpunkt herbei, an dem der echte Täter endlich geschnappt wird. Zum Schluss empfand ich es noch als negativ, dass die Autorin der Sitte mancher englischer Kriminalromane folgt und diverse Protagonisten sich nochmal darüber unterhalten lässt, warum der Mörder nicht viel früher entlarvt werden konnte. Die Spannung war nach Verhaftung des Täters schon ziemlich am Boden und man hätte den Roman hier einfach beenden sollen.

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Tags: krimi, schottland   (2)
 

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personenentwicklung, informationen, isbn, plotpoint, innere monologe

Von der Idee zum fertigen Text

Mara Laue
Flexibler Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 01.09.2010
ISBN 9783839169476
Genre: Sachbücher

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Plot

Ansen Dibell
Flexibler Einband
Erschienen bei F & W Pubns Inc, 01.08.1999
ISBN 0898799465
Genre: Sachbücher

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schreibratgeber

Dynamic Characters

Nancy Kress
Flexibler Einband: 264 Seiten
Erschienen bei F&W Publications Inc, 15.06.2004
ISBN 1582973199
Genre: Sachbücher

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Elements of Fiction Writing Beginnings, Middles and Ends

Nancy Kress
Flexibler Einband: 167 Seiten
Erschienen bei F&W Publications Inc, 21.03.2011
ISBN 9781599632193
Genre: Sonstiges

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schreibratgeber

Characters and Viewpoint

Orson Scott Card
Flexibler Einband: 182 Seiten
Erschienen bei F & W Pubns Inc, 01.04.1999
ISBN 0898799279
Genre: Sachbücher

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schreibratgeber

Description

Monica Wood
Flexibler Einband
Erschienen bei F & W Media Inc, 01.08.1999
ISBN 9780898799088
Genre: Sonstiges

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schreibratgeber

How to Grow a Novel

Sol Stein
Flexibler Einband
Erschienen bei St Martins Pr, 01.03.2002
ISBN 0312267495
Genre: Sachbücher

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sol stein, schreibratgeber

Stein on Writing

Sol Stein
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei St Martins Pr, 01.01.2000
ISBN 0312254210
Genre: Klassiker

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