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102 Bücher, 33 Rezensionen

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54 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

irland, liebe, familie, schwester madeleine, selbstmord

Der grüne See

Maeve Binchy
Fester Einband: 800 Seiten
Erschienen bei Droemer/Knaur, 01.10.1999
ISBN 9783426193877
Genre: Liebesromane

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10 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

ddr, berlin, heike, familie, vater - tochter - beziehung

Rot ist schön

Rita König
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Der Kleine Buch Verlag, 01.10.2015
ISBN 9783765091087
Genre: Romane

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10 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

tabubruch, pinkeln, humor, ungewöhnlich

Harn aber herzlich

Jule Gölsdorf , Tim Boltz
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Piper, 14.09.2015
ISBN 9783492307598
Genre: Sachbücher

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116 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 52 Rezensionen

familie, krebs, tod, liebe, verlust

Auf Zehenspitzen berühre ich den Himmel

Amanda Prowse ,
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Piper, 19.10.2015
ISBN 9783492307833
Genre: Romane

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 14 Rezensionen

vegan, superfoods, theorie, essen, nahrung

Local Superfoods

Franziska Schmid , Meike Bergmann
Flexibler Einband: 128 Seiten
Erschienen bei TRIAS, 21.10.2015
ISBN 9783830483045
Genre: Sachbücher

Rezension:

Schlägt man das Buch auf, erhält man direkt einen Einblick über Lieblingsgerichte, in Form einer Top 10 Tabelle, der Autorin. Es steht der Name mit Seitenangabe und eine kurze Erläuterung des jeweiligen Gerichts. Auf der nächsten Doppelseite befindet sich in kurzen und knappen Worten eine Erklärung zur Autorin und das Titelbild des Buches wird noch einmal wiederholt. Schließlich folgt auf der nächsten Doppelseite eine bunte Abbildung einiger Früchte und das Inhaltsverzeichnis.

'''Seite 7 - Liebe Leserinnen, liebe Leser!'''

Die Autorin Franziska Schmidt erklärt kurz warum sich seit einiger Zeit ein regelrechter Hype um diese kleinen Kraftpakete entwickelt hat und dass es keine exotischen Superfoods sein müssen, die nicht aus den entferntesten Winkeln unserer Erde zu uns gebracht werden müssen, denn direkt vor der Haustür oder im Garten, sofern man einen hat, lassen sich ebenfalls zahlreiche Superfoods finden. Beispielsweise Grünkohl den man nicht nur traditionell zubereiten kann, sondern auch als Salat oder Chips. Aber neben Grünkohl der ein echtes Wintergemüse ist, kommen noch andere sehr bekannte Gemüse, Kräuter und Obstsorten in diesem Buch vor.

'''Seite 10 – Was sind eigentlich Superfoods?'''

Der Titel erklärt sich schon beinahe von selbst. In diesem Kapitel geht es um die Erläuterung von Superfoods. Franziska Schmidt gibt in Unterpunkten Einkaufstipps beim Besuch eines Wochenmarkt oder Bioladen Erklärt außerdem warum man in diesem Buch und somit ebenfalls bei den Rezepten keine Tierischen Produkte finden wird. Ein Aspekt, neben dem unnötigen Morden oder Ausbeuten eines Tieres - die pflanzliche, also vegane Ernährung wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus, das ist einfach mal nicht von der Hand zu weisen.
Bei Menschen mit Allergien oder Unverträglichkeiten sind die Rezepte ebenfalls geeignet, da sie zum Großteil glutenfrei sind. Ein weitere Unterpunkt ist Reif und regional. Hier wird knapp erklärt warum es besser ist zu regionalen und saisonalen Produkten zu greifen. Als nächstes wird in mehreren Abschnitten erklärt warum Superfoods unser Wohlbefinden stärken, warum die im Buch enthaltenen Rezepte einfach und schnell zum Nachkochen sind und welche Hilfsmittel man benötigt. Wie schonenden Entsaften funktioniert wird erwähnt und explizit bei der Zubereitung von Smoothies wird wieder einmal darauf hingewiesen sich einen leistungsstarken (verdammt teuren) Mixer zu zu legen.

'''Seite 14 – Die Stars von zu Hause'''

Hätten sie gewusst, dass Blaubeeren gut gegen Falten sind? Auf den nachfolgenden Seiten werden die Superkräfte der Superfoods sehr ausführlich vorgestellt. Himbeeren und Blaubeeren, Sanddorn, Kräuter und Wildkräuter, Grünkohl, Gersten- und Weizengras, Sprossen, Rote Beete, Süßkartoffeln, Avocado, Süßlupine, Kresse und Brunnenkresse, Nüsse wie Mandeln, Walnüsse und Cashewkerne, Hanfsamen, Amaranth und Quinoa. Zu jedem Superfood gibt es eine detaillierte Erklärung zur Saison, der Herkunft, dem Superpower (also welche Vitamine und Spurenelemente sie enthalten), warum sie ein Superfood sind, die Zubereitung, die Aufbewahrung und der Selbstanbau.

'''Seite 53 – Rezepte'''

Jetzt ist es Zeit, zur Tat zu schreiten und die Superfoods auf den Teller zu bringen. Herzlich Willkommen in meiner Superfoodküche, sind die einladenden Worte der Autorin wenn man auf Seite 53 angelangt ist. Die Rezepte selbst werden noch einmal wie nachfolgend unterteilt.

'''Seite 54 – Zum Trinken'''

Hier finden sich Rezepte zu beispielsweise Smoothies, Nussmilch, Hanf-Blaubeermilch, Rote-Bete-Orangensaft, Grüner Grünkohlsaft, Himbeer-Champagner etc.

'''Seite 62 – Klein und schnell'''

Brotaufstriche, Cremes, Cracker, Suppen, Salate, Fingerfood, etc. werden hier vorgestellt und dazu zählen z.B. Süßlupinen-Hummus, Cashewcreme mit Kräutern, Sprossenaufstrich, Kräuter>>butter<<, Hanfsamencracker, Süßkartoffelpommes mit Kräutermayo, Rote-Bete-Chips, Orangensalat mit Brunnenkresse, Avocado-Mangosalat, Spinatsalat, Süßkartoffelpüree, Grünkohlpesto usw.

'''Seite 82 – Für Freunde'''

Rezepte für Salate, Suppen, Burger und Co. Kommen auf den nachfolgenden Seiten. Darunter zählen z.B. Quinoasalat mit Cranberrys, Süßlupinen Falafel, Zitronensuppe mit Quinoa, Amaranth-Burger, würzige Grünkohlchips etc.

'''Seite 96 – Für etwas mehr Zeit'''

Etwas aufwendiger in der Zubereitung wird es auf den nächsten Seiten. Unter anderem findet man hier Rezepte für Karamellisiertes Ofengemüse, Spaghetti mit Süßlupinen-Bolognese, Grünes Risotto, Walnussbrot, Sanddornchutney, Chilli mit Süßlupinen, Pizza mit Süßkartoffeln und Sanddornchutney etc.

'''Seite 110 - Süßes'''

Süßes darf natürlich nicht fehlen und darum gibt es auch in diesem kleinen Buch einige Rezepte für z.B. Schokoeis mit Cashewkernen, Himbeer-Basilikum-Eis, Schokomousse mit Avocado, Grünkohl-Eis am Stiel, Süße Nudeln mit Blaubeerkompott oder eine Himbeer-Tarte und noch einige Rezepte mehr.

'''Seite 122 - Stichwortverzeichnis und Seite 124 - Zutatenregister'''

Wie gewohnt findet man von A wie Allergien bis Z wie Zöliakie sämtliche Stichworte die im Buch vertreten sind. Beim Zutatenregister werden ebenfalls von A-Z nochmals alle Rezepte aufgelistet.


'''Seite 126 - Register nach Jahreszeiten'''

Auf dieser Doppelseite werden die Rezepte im Register noch einmal aufgeführt. Allerdings werden sie unterteilt in Frühling, Sommer, Herbst und Winter.

==Meinung==

Mit Local Superfoods erweitert sich meine Buchsammlung aus dem Hause Trias. Ich mag diesen Verlag irgendwie, denn bisher wurde ich noch von keinem Buch enttäuscht. Und ich kann mit Recht sagen, das ich einige Schätzchen von diesem Verlag in meinem Regal stehen habe. Local Superfoods hat mir ebenfalls sehr gefallen. Die Erklärungen wie z.B. zu den einzelnen Superfoods, sowie die Rezepte sind verständlich aber auf keinen Fall niveaulos beschrieben. Vieles was aufgelistet wurde  kennt man irgendwie, doch einiges war selbst mir neu. Man lernt eben nie aus. So war ich positiv überrascht so viel neues über Hanfsamen oder Weizengras zu lesen. Auch Süßlupine sind mir zwar bekannt, doch konnte ich einiges sehr wertvolles mehr erfahren was ich bis dato noch gar nicht wusste. Zu den vielen Erläuterungen und Rezepten gibt es auch zahlreiche farbige Abbildungen. Meiner Meinung nach wurde das Buch sehr stylisch in Szene gesetzt so dass einem zum Beispiel der schnöde Grünkohl gleich um einiges aufgewertet vorkommt. Was nicht zu Letzt auch an seinen zahlreichen Verwendungsmöglichkeiten liegt, die die Autorin in ihrem Buch preis gibt. Denn denkt man an Grünkohl, kommt einem doch zu meist nur das typische Gericht in den Sinn mit denen uns Großmutter und Co. schon den Mittagstisch versüßt haben.
Die Rezepte sind wirklich nicht sonderlich aufwendig und schnell und einfach hergestellt. Die meisten Zutaten bekommt man tatsächlich an fast jeder Ecke, ohne dabei zu überregionalen Produkten greifen zu müssen. Was nicht zuletzt tatsächlich besser für Umwelt und Gesundheit ist.

Ich bin mit Local Superfoods, abgesehen davon dass man hier auch einen deutschen Titel hätte finden können wenn man schon auf regionale Produkte seine Daumen legt, rundum zufrieden. Der Informative Inhalt ist hoch und die Rezeptauswahl mehr als gelungen. Von mir gibt es daher die höchste Punktzahl.

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14 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

geocaching, humor

Neues aus Geocaching

Bernhard Hoecker , Tobias Zimmermann
Flexibler Einband: 216 Seiten
Erschienen bei traveldiary Verlag, 22.02.2014
ISBN 9783944365299
Genre: Comics

Rezension:

Was soll ich sagen... Ich habe Tränen gelacht zwischendurch. Man merkt den Zeilen den Charme und Wortwitz von Bernhard Hoecker sofort an. Auch sein Freund Tobias steht ihm in keinster Weise etwas nach. Ich durfte die Beiden schon während der Buchlesung erleben und auch da blieb kein Auge trocken. Die Geschichten in dem kleinen aber sehr feinen Buch, sind teilweise unfassbar. Aber nicht nur von den beiden Autoren, sondern auch die Geocacher die als Gastautoren fungierten haben so einiges erlebt was mich nur anerkennend und doch lachend den Kopf nicken lässt. Der Schreibstil ist nicht ganz flüssig. Es werden viele Fachbegriffe aus dem Geocaching verwendet, aber das sollte keine Überraschung darstellen. Ebenso wird wirklich oft das ein oder andere Fremdwort dem Text zugefügt. Ich will mich nicht dümmer hinstellen als ich bin, ich würde sogar behaupten ich habe eine gute Allgemeinbildung aber manche Worte habe ich in meinem Leben noch nie gehört, geschweige denn kann ich sie aussprechen, noch kenne ich ihre Bedeutung. Ich meine lest euch die Überschrift des letzten Kapitels durch, dann wisst ihr welchen Anspruch ihr dem Buch beimessen dürft. "Phonetische und etymologische Reflexion des Wortes „Geocaching“ und seiner Synonyme." Die Herren Autoren haben scheinbar vergessen das nicht jeder der sein Buch liest, vorher studiert hat. Nichts desto trotz kann ich persönlich über diese, mir fremd klingenden Wörter, drüber weg sehen, den Inhalt haben ich natürlich trotzdem verstanden. Es ist ja auch nicht so das sich hier ein hochtrabendes Wort an das nächste reiht. Ja, Bernhard und Tobias sind wahre Wortjongleure und wissen auch geschickt damit umzugehen. Deshalb würde ich das Buch gar nicht in die Comedysparte abstempeln wie, allein durch Bernhard als Autor vielleicht, den ein oder anderen vermuten lässt, obwohl es sehr amüsant und witzig geschrieben wurde. Spannend ist es zudem auch noch, wenn man die Suche nach einem Cache als Leser mitverfolgt. Besonders gut haben mir die zwischenzeitlichen Gesprächsverläufe zwischen Bernhard und Tobias gefallen. So als ob sie sich via Chat unterhalten haben. Oder die Randbemerkungen am Ende so mancher Seite, wo einer der Beiden unbedingt nochmal was klar stellen muss, weil der Andere in seinem Bericht da vielleicht was vergessen hat. Neben den Geschichten in Textform, gibt es auch zahlreiche Bilder von den Geocachetouren sowieo hin und wieder eine Comiczeichnung.

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25 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

judith schalansky, biologielehrerin, schule, ddr, der hals der giraffe

Der Hals der Giraffe: Bildungsroman (suhrkamp taschenbuch)

Judith Schalansky
E-Buch Text: 225 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp Verlag, 12.09.2011
ISBN B006H3OBYK
Genre: Sonstiges

Rezension:  
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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

ärmelkanal, unsichtbar, calais, liebe, schwimmen

Die Liebe ist ein guter Grund, den Ärmelkanal zu durchschwimmen

Patrice Leconte , Karin Meddekis
Fester Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Ehrenwirth, 16.07.2015
ISBN 9783431039177
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt


Gérald ist um die 30 Jahre alt und arbeitet als Bankangestellter in einer Bank in Frankreich. Zeit seines Lebens wird er von den Leuten um ihn herum kaum wahr genommen. Das war schon immer so. Er scheint regelrecht unsichtbar zu sein. Denn selbst seine Familie zeigt kaum bis gar kein Interesse an ihm. Er ist das fünfte Kind seiner Eltern und wurde viel später als seine Geschwister geboren. Weil er kein Wunschkind war lässt man ihn das auch tagtäglich in Form von Ignoranz spüren. Niemand kümmert sich um ihn und es ist egal wo er sich aufhält, ob oder wann er nach Hause kommt oder welche Wünsche er hat. So passiert es auch eines Tages dass seine Familie nach Argentinien umzieht und Gérald lässt man in ein Internat bringen. Seine Familie sollte er auch nie wieder sehen. So zieht sich das sein bisheriges Leben hin. Überall lässt man ihn stehen oder warten, weil man ihn einfach übersieht. Dabei scheint er vom Typ her gar nicht so unscheinbar. Eher durchschnittlich vom Aussehen mit einer normalen Größe und Figur. An diesen Zustand der Unsichtbarkeit hat er sich geduldig gewöhnt. Er ist ein stiller unscheinbarer und bescheidener Mann der sich nie beschwert oder derart mit unpassendem Benehmen auffällt. Das ihn die Leute kaum bis gar nicht wahr nehmen nutzt er ab und an sogar zu seinem Vorteil. Sachen die er in einem Laden erstehen will, nimmt er einfach so mit ohne das es einem Verkäufer oder einem Wachpersonal wahrnimmt. Selbst als Detektiv hat er kurze Zeit gearbeitet und war sehr erfolgreich mit seinen Aufträgen. Diese Tätigkeit übte er sogar aus als er schon lange in der Bank arbeitete. Es fiel sowieso keinem auf das er Wochenlang nicht in der Bank erschien. Gérald hat sich mehr oder weniger mit diesem Umstand abgefunden, bis zu dem Tag als eine neue Kollegin in der Bank arbeitete. Victoire eroberte sein Herz im Sturm, wusste davon aber natürlich nichts. Nun war guter Rat teuer. Wie sollte er die junge Frau für sich gewinnen? So beschließt er eines Tages durch den Ärmelkanal zu schwimmen um die Aufmerksamkeit von Victoire auf sich zu ziehen. Er besorgt sich Schwimmausrüstung und fährt hinüber nach England. Vorher drapierte er einen Zettel auf dem Schreibtisch der Angebeteten mit der Bitte zum Strand von Calais zu kommen. Dann beginnt sein Abenteuer und die erhoffte Eroberung von Victoire.


Meinung


Allein vom Titel könnte man denken es handelt sich hierbei um eine schnulzige Liebesgeschichte. Das war auch mein erster Gedanke als ich auf das Buch aufmerksam wurde. Ich hatte aber das Glück eine tolle Rezension zu lesen und habe mir aufgrund dessen dieses Buch gekauft. Bereut habe ich den Kauf nicht. Es ist wirklich eine außergewöhnliche Geschichte. Ein unscheinbarer Mann der aus seiner Unsichtbarkeit ausbrechen möchte wegen der Liebe zu einer Frau. Gut, anfangs war ich recht skeptisch und fand es stellenweise überspitzt wie man im Laufe seines Lebens so dermaßen übersehen werden kann und das sogar von der eigenen Familie. Aber das liegt wohl zum Teil daran dass er einfach unerwünscht war und man ihn das auch jeden Tag spüren ließ. Es ist dann vielleicht auch nicht verwunderlich das er so gelernt hat auch für sein Umfeld kaum existent zu sein.

Die Geschichte wird in der Ich-Form erzählt, bzw. Gérald erzählt seine Geschichte. Den klug gewählten Worten haftet ab und an ein trockener Humor an, so dass man hin und wieder schmunzeln muss. Lang ist die Geschichte ebenfalls nicht. Grade einmal 160 Seiten, lesen sich fast in einem durch, denn ich persönlich konnte das Buch kaum aus den Händen legen und habe es meist überall im gehen und stehen gelesen. Es regt zum Nachdenken an und ist auf seine Art und Weise sogar ein gutes Stück fantasievoll und poetisch. Eine leichte Geschichte des jungen Mannes der seine Erfüllung sucht.

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Der Wasserspeier Fledermeier

Christian von Aster
Fester Einband: 40 Seiten
Erschienen bei Uni-Edition, 30.05.2012
ISBN 9783942171823
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Auf den ersten Blick erscheint das Buch düster, unheimlich und so gar nicht geeignet für Kinder. Denn wie viele Kinderbücher kennt man, die schwarz sind? Ich glaube, ich kannte bisher keines. Erst recht keins was für Kleinkinder sein soll. Ich stand dem ganzen also erstmal kritisch gegenüber. Ich muss dazu sagen, ich habe das Buch nicht selbst gekauft, sondern zusammen mit einem anderen Buch, von Herrn von Aster, gewonnen. Ich wollte das Buch erst einmal selbst lesen bevor ich meinen fast vier jährigen Sohn damit konfrontiere. Falls überhaupt! Das wollte ich noch entscheiden.

Ich mag die Zeichnungen nicht, bzw. die abstrakte Darstellung der Wasserspeier. Der Junge Boris, um den es sich auch in dem Buch handelt, unterscheidet sich zeichnerisch fast gar nicht von den schwarzen Steinfiguren. Mein Sohn hat das später auch festgestellt als ich ihm das Buch vor las. "Ist denn der Boris auch ein Wasserspeier?" Kam die prompte Frage. Nein, das soll ein Fünf Jahre alter Junge sein. Der allein vom Kindergarten nach Hause kommt. Allein!? Nun ja.. lassen wir das mal so stehen.

Boris hat, wenn er so allein vom Kindergarten nach Hause kommt, Angst vor den Fünf Wasserspeiern die oben auf dem Dach seines Elternhauses stehen und böse drein schauen. Warum die das tun, erklärt der Autor auf den ersten Seiten. Boris hat also Angst. Seine Ängste und Sorgen werden auf den folgenden Seiten noch einmal vertieft. Doch im Verlauf der Geschichte verfliegen sie. Ebenso die anfängliche Düsterheit der Bilder.

Die Geschichte ist, hingegen der Zeichnungen, toll. Es geht um eine beginnende Freundschaft, um Hilfe und Unterstützung. Dabei ist es völlig egal welcher Herkunft oder welchem Alter der neue Freund entspringt. Das hat mich letztendlich überzeugt das Buch meinem Kind vorzulesen. Ihm hat die Geschichte gefallen. Auch wenn er mich anfangs gefragt hat, ob das Buch gruselig sei. Nein, ist es ganz und gar nicht. Auch wenn die Aufmachung etwas anderes aussagt. Doch seien wir mal ehrlich und werfen einen Blick auf die Märchen von den Grimm Brüdern. Da werden Hexen ermordet, Wölfen der Bauch aufgeschnitten, Babys entführt, Fersen und Zehen abgeschnitten...etc. Der Wasserspeier Fledermeier ist wirklich ein harmloses Buch dagegen, mit einer wertvollen lehrreichen Geschichte. Ich empfehle es gern jeder Altersgruppe weiter. Den Punktabzug gebe ich den Zeichnungen. Es ist halt nicht meins, auch wenn ich ein Fan der düsteren Kunst bin. ;)

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

beziehungen, alice im wunderland, teenager, wunderland, liebe

Alice vs. Wunderland

Christian von Aster
Fester Einband: 106 Seiten
Erschienen bei Uni-Edition, 08.03.2013
ISBN 9783942171953
Genre: Fantasy

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107 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 44 Rezensionen

amoklauf, nele löwenberg, nebraska, straße nach nirgendwo, nele neuhaus

Straße nach Nirgendwo

Nele Löwenberg
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 11.09.2015
ISBN 9783548287386
Genre: Romane

Rezension:

Im vergangenen Jahr (fast genau vor einem Jahr) habe ich bereits den ersten Roman „Sommer der Wahrheit“ von Nele Löwenberg gelesen und war hin und weg. Ich hatte mir im Anschluss eine Fortsetzung gewünscht oder sagen wir eher erhofft. Meine Gebete wurden erhört und als der Folgeroman im September diesen Jahres „Straße nach Nirgendwo“ erschien, habe ich ihn an drei Abenden regelrecht verschlungen. Gleich zu Beginn und ohne Vorwarnung passiert eine schreckliche Tragödie und der Bogen ist damit schon vollkommen gespannt. Auch wenn man den ersten Roman nicht gelesen hat, kommt man sofort in die Geschichte hinein bzw. es fällt einem nicht schwer. Es wird immer mal wieder etwas aus der Vergangenheit erklärt, wer sich hinter welchem Namen verbirgt, wer zu wem gehört oder was bei der Familie Grant insbesondere Sheridan damals passierte, grad so als ob es nie ein erstes Buch gab. Für diejenigen die bereits Sommer der Wahrheit gelesen haben, sind es aber keine zu langen Details die einen langweilen könnten. Viel mehr ist eher so eine Art Auffrischung falls man etwas vergessen hat in der Zwischenzeit. Ging mir nämlich so und ich war ab und an sogar dankbar dafür, denn ich hatte tatsächlich die ein oder andere Person oder Situation vergessen.
Natürlich wäre es von Vorteil, allein schon aus dem Aspekt des Hintergrundwissens und der Bindung zu den Charakteren, wenn man den ersten Roman gelesen hat. Ich empfehle es sogar ausdrücklich, aber wie gesagt es ist eine abgeschlossene Geschichte die problemlos ohne den ersten Band verständlich ist.

Die gesamte Handlung im Verlauf, Spannungsbogen und Umsetzung, ist wirklich sehr gelungen. Auch wenn ich zugeben muss, das ich einige Szenen etwas überspitzt und Realitätsfremd fand. Aber ich meine das ist ein Roman mit einer fiktiven Figur und keine Biographie. Von daher ist es okay und so manches sorgte sogar für eine Überraschung. Der Schreibstil ist flüssig und doch anspruchsvoll. Das spreche ich den detailreichen und bildhaften Beschreibungen der Personen, Orte, Landschaften und Handlungen zu. Geschrieben wurde der Roman abwechselnd in der „ich-Form“ von Sheridan und der Gegenwarts und Erzählform wo Sheridan nicht zugegen ist. Zum Beispiel die Ermittlungen von Detective Jordan Blystone. Das finde ich zudem besonders gut gelungen da man wieder die besondere Bindung zu Sheridan bekommt und sich ihr somit näher fühlt.

Was mir aber am allermeisten gefallen hat, war dass der Roman zwei Handlungen um zwei Personen enthielt. So war es auf der einen Seite natürlich die Hauptprotagonistin Sheridan um die es sich ja dreht, zum anderen lernten wir aber einen ganz neuen Protagonisten mit all seiner Vergangenheit und den Facetten seines Lebens kennen. Auch um ihn dreht es sich in diesem Buch, unabhängig zu Sheridan und doch zusammengehörend, wenn auch an unterschiedlichen Orten und ohne dem Wissen des Anderen. Das ist richtig gut gemacht worden von Nele Neuhaus. Ich bin regelrecht begeistert und Jordan ist eh ein großer Sympathisant.

Tja was bleibt mir da noch zu sagen, außer... „Ich möchte bitte unbedingt einen dritten Teil“
Denn abgeschlossen, sehe ich die Geschichte noch nicht, obwohl es ein akzeptiertes Ende des Romans gibt.

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43 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

jakobsweg, fahrrad, trauer, santiago de compostela, umgang mit dem tod

Trauer ist eine lange Reise

Georg Koeniger
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei MALIK, 14.09.2015
ISBN 9783890294674
Genre: Biografien

Rezension:

Inhalt

Georg Koeniger geht in seinem Beruf als Kabarettist auf. Er ist trotz Fernbeziehung, glücklich verheiratet und dass schon seit über 20 Jahren. Seine Frau Andrea, eine Neurobiologin hängte ihre Karriere als Wissenschaftlerin an den Nagel und ist ihrer Bestimmung der einer Heilpraktikerin gefolgt. In ihrer gemeinsamen Freizeit sind beide regelrechte Outdoorfreaks. Viele Touren unternehmen sie in ihrem bisherigen gemeinsamen Leben. Vom einfachen Wandern bis hin zu regelrechten Trekkingtouren, besteigen sie so manchen Berg und auf ausgefeilten Radtouren über den ein oder anderen Pass finden sie ihre Erfüllung. Das Leben könnte einfach nicht besser laufen. Doch das sollte sich eines Tages schlagartig ändern. Andrea kämpft seit Monaten mit einem hartnäckigen Husten und mit ihren heilpraktischen Anwendungen kommt sie zu keinem Erfolg, denn der Husten lässt sie immer kurzatmiger werden. Sie beschloss sich in einer Klinik von einem Pneumologen untersuchen zu lassen, der daraufhin Wasser in der Lunge festgestellt, punktiert und die abgesaugte Flüssigkeit ins Labor geschickt. Nach ein paar Tagen stand die Diagnose schließlich fest - „Adenokarzinom“. Ein sehr aggressiver Krebs in der Lunge mit Stadium IV. Er hat schon gestreut und es gibt keine Heilungschance mehr.

Mit vereinten Kräften und der Unterstützung von Freunden und Bekannten, stellen sie sich dem Kampf gegen den Krebs. Die Verzweiflung ist groß, doch der Glaube an einen Sieg ist ebenfalls noch vorhanden. Fachbücher, Ratgeber und Erfahrungsprotokolle werden studiert und sogar die Ernährung umgestellt. Proteinreiche Kost, Proteinarme Kost, kein Zucker oder Fett, viel Zucker und viel Fett, Smoothies, Fasten etc. Alles wurde ausprobiert und Andrea fertigte sogar eine Collage an mit Dingen die sie in ihrem Leben noch machen möchte. Ihr Gesundheitszustand verschlechterte sich immer mehr und Georg machte bald einen Spagat zwischen Arbeit und Krankenbett, denn er wollte Andrea nicht so lang allein lassen. Abgesehen davon glaubte er noch immer nicht daran dass seine geliebte Frau sterben würde. Nach neun Monaten, wachte er Nachts um vier Uhr am Krankenbett seiner Andrea auf. Es war still. Zu still. Andrea hat den Kampf verloren und war in dieser Nacht, an der Seite ihre Mannes eingeschlafen.

Nach einem Jahr beschließt er den Wunsch seiner Frau zu erfüllen. Allein begibt er sich mit dem Rad auf die Reise um den Jakobsweg zu befahren. Von Würzburg nach Santiago de Compostela lautet die Route und mit an Bord ist ein Foto seiner Frau und eine kleine Urne mit ein wenig Asche von Andrea. Doch die Reise entpuppt sich so manches mal als Kraftakt und es gibt neben einigen Höhepunkten auch sehr viele Tiefschläge. Nicht zu Letzt sieht er seine Tour, die er stellvertretend für Andrea fährt, als eine Art Abschied und Trauerbewältigung. Auch wenn er an die ein oder andere Grenze seiner eigenen körperlichen oder seelischen Kräfte kommt, so gibt es doch auch immer wieder kleine Lichtblicke die ihn weiter fahren lassen.

Meinung

Das Buch ist in 23 Kapitel unterteilt welches je eine eigene kleine Überschrift bekommen hat, die stets passend zum Inhalt gewählt wurde. Während der Autor, der gleichzeitig auch der Protagonist ist, in der Gegenwart erzählt, schwankt er in seiner Erzählung immer mal wieder zu der Zeit mit seiner Frau. Man erfährt hin und wieder im Verlauf des Buches einige Details über ihr gemeinsames Leben vor der Krankheit, wie z.B. ihr Kennen lernen, ihre gemeinsamen Unternehmungen etc. Der gesamte Krankheitsverlauf von Andrea wird beschrieben. Die Pflege und Fürsorge die er seiner Frau zukommen lässt. Ebenso all die Kraft und Nerven die es kostete das alles zu bewältigen um auch noch gleichzeitig auf der Bühne zu stehen, die Leute zu unterhalten und sich überhaupt nichts anmerken zu lassen. Weder vor seinem Publikum noch vor seiner Frau. Schließlich nimmt er nicht nur seine Frau im Geiste mit auf die Reise nach Santiago de Compostela, sondern auch uns Leser. Sein Schreibstil ist nicht nur authentisch und ehrlich, sondern auch voller intimer Emotionen die man so nicht erwartet hat. Ab und an kommt auch Koenigers Seite als Kabarettist zum Vorschein und ich muss gestehen ich habe an manchen Stellen im Verlauf seiner Reise schmunzeln müssen. Einmal hat es mich sogar fast umgeworfen vor lachen. Dummerweise saß ich aber grade im Wartezimmer einer Arztpraxis und musste mich zusammen reißen. Dabei war es nicht mal eine überaus komische Situation die der Autor da grade erlebte, sondern es war einfach nur ein Satz zu eben jener Situation, den er von sich gab und das hatte schon gereicht. Es gibt aber auch viele Passagen die mich zum Nachdenken gebracht haben und da ich ebenfalls ein emotionaler Mensch bin, habe ich an so manch einer Stelle mit dem Autor gefühlt oder gelitten. Es hat einfach gepasst, sein Schreibstil und die ehrliche Art wie er das Buch geschrieben hat, haben mich sofort eine Sympathie für ihn entwickeln lassen.
Einen Spannungsbogen gibt es in diesem Buch nicht, das muss es auch nicht, denn es kommt ganz wunderbar ohne ihn aus. Der flüssige und doch anspruchsvolle Schreibstil in der Ich Form, gefällt mir sehr gut. Es ist ein sehr persönliches, ehrliches Buch und hoch emotionales Buch. Ich bin froh es gelesen zu haben und dadurch auch Georg Koeniger, den Kabarettisten erstmals kennen lernen durfte.

Für dieses ehrliche und doch intime Buch vergebe ich die Höchstwertung und eine Lese- sowie Kaufempfehlung.

Abschließen möchte ich meinen Bericht mit den letzten Worten aus dem Gedicht Memento von Mascha Kaléko -

„Bedenkt: Den eignen Tod, den stirbt man nur;
doch mit dem Tod der anderen muss man leben.“

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71 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 46 Rezensionen

therapie, zürich, high society, psychotherapie, schweiz

Schöne Seelen

Philipp Tingler
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Kein & Aber, 01.09.2015
ISBN 9783036957234
Genre: Romane

Rezension:

Die Handlung beginnt in einer Suite der Privatklinik »Le Retrait« vor den Toren der lieblichen Stadt Genf. Denn dort liegt Millivina von Runkle, eine große Dame der Zürcher Gesellschaft, im sterben. Grund ihres Ablebens, bei dem letztem Facelift hatten sich Komplikationen eingestellt - eine Thrombose (Antithrombosestrümpfe hat die Patientin aufgrund des Aussehens strikt verweigert), verbunden mit einer Infektion der Lunge und einer Verletzung der Gesichtsnerven. Vermutlich wären jene Komplikationen bei jeder anderen Operation ebenfalls aufgetreten, denn Millivina ist nicht mehr die jüngste und leidet seit Jahren an Rheumatismus und Arthritis. Abgesehen davon hat sie sich im laufe ihres Lebens immer wieder zahlreichen Prozeduren hingegeben um der Schönheit und dem jugendlichen Aussehen auf die Sprünge zu helfen. Das perfekte Aussehen – nichts anderes zählt, denn es gibt einen Leitspruch - Man kann niemals zu reich sein und niemals zu dünn. Niemals. Deshalb macht sich Millivina auch über eine Glukose-Infusion Sorgen anstatt ihres baldigen Ablebens. Davon wird man doch wohl nicht fett? So liegt sie also prunkvoll gekleidet und nahezu perfekt geschminkt in ihrer Suite der Privatklinik und wird wohl bald den letzten Atemzug von sich geben. Vorher jedoch, verrät sie dem Schriftsteller Oskar, dass ihre Tochter Mildred adoptiert sei. Doch das dürfte aber unter keinen Umständen jemand erfahren. Zufällig ist Oskar der beste Freund von Viktor, welcher der Ehemann von Mildred ist. Die Ehe von Viktor und Mildred ist nicht die Beste, denn Mildred ist eine sehr komlipzierte und auf sich bezogene Frau. Auf die Bedürfnisse ihres Mann geht sie so gar nicht ein. Trotzdem möchte Viktor seine Ehe retten, hat dafür aber leider auch keine Zeit und darum bittet er seinen besten Freund Oskar für ihn eine Therapie zu machen. Oskar lässt sich darauf ein und macht einen Termin bei einem Psychiater. Doch was Anfang recht gut funktioniert, wird in einer Katastrophe enden.


Der Anfang des Buches hat mir sehr gut gefallen. Der schwarze Humor hat genau meinen Nerv getroffen und ich musste, trotz des makaberen Ableben einer Person, ziemlich oft schmunzeln. Auch der Schreibstil hat mir bis dahin recht gut gefallen. Was sehr oft nicht leicht erschien, denn der Autor hat einen relativ überzogenen und hochgestochenen Schreibstil. Der Mittelteil, also die Therapie die Oskar beginnt, ist mühsam zu lesen und relativ langweilig. Denn es passiert rein gar nichts. Auch von der anfänglichen Satire ist hier kaum noch etwas zu lesen. Irgendwann wird dem Leser sogar noch ein Vortrag über die Kreativität in der Psychologie vorgesetzt. Es las sich alles gleich, selbst die Dialoge der im Buch vorkommenden Personen konnte man gar nicht mehr auseinander halten. So quält man sich also von Seite zu Seite und hofft auf ein baldiges Ende des Buches, oder auf eine Handlung die endlich mal wieder zum anfänglichen Schreibstil zurückkehrt. Man hofft vergebens. Was man allerdings serviert bekommt sind hochgestochene und schwer zu verstehende Worte, da sie einfach gar nicht im alltäglichen Sprachgebrauch eines Ottonormalverbrauchers vorkommen oder Fachbegriffe aus der Psychologie, deren Bedeutung selbst ein Psychologe vermutlich erst mal nachschlagen muss. Die englischen Phrasen die manche Personen um Buch von sich geben, setzen dem ganzen noch die Krone auf. Irgendwann war ich einfach nur noch müde und genervt. Ja, genervt war ich wirklich. Ich habe das Buch dann auch abgebrochen. Ein Buch sollte seinen Leser in seinen Bann ziehen, fesseln und festhalten. Es sollte seinen Leser mitnehmen in eine andere Welt und dort mit ihm Achterbahn fahren. Schnell, langsam, rauf und runter und am Ende katapultiert eben jenes Buch seinen Leser im hohen Bogen, völlig befriedigt zurück in die reale Welt. „Schöne Seelen“ lässt seine Leserschaft lieber nebenher laufen und verwirrt mit hochgestochenem Gefasel und langweiligen Vorträgen. Irgendwann ist man bei jenem Spaziergang an der Stelle angelangt wo der Ententeich links neben einem interessanter erscheint und man einfach abbiegt.

Vielleicht nehme ich mir das Buch irgendwann noch einmal zur Hand und lese es zu Ende. Irgendwann – denn momentan habe ich darauf keine Lust bzw. keinen Nerv.

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90 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

fantasy, markus heitz, leipzig, seelensterben, thriller

Exkarnation - Seelensterben

Markus Heitz
Flexibler Einband: 656 Seiten
Erschienen bei Knaur, 03.08.2015
ISBN 9783426505939
Genre: Fantasy

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109 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 50 Rezensionen

krieg, fantasy, frieden, schwert, christian von aster

Das eherne Buch - Eine Geschichte vom Ende allen Krieges

Christian von Aster
Flexibler Einband: 347 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 22.08.2015
ISBN 9783608939347
Genre: Fantasy

Rezension:

Der 15 Jährige Jaarn hat sein bisheriges Leben als Bücherbruder in der Bibliothek des Reiches gelebt. Er kennt nur die riesige Bibliothek mit seinen abertausend Büchern und hatte sie auch noch nie verlassen dürfen. Natürlich träumt er fast jede Nacht davon wie es wäre einfach frei zu sein und den Bücherturm zu verlassen. Sein Traum sollte eines Tages wahr werden als ein Ordensbruder ihn mitten in der Nacht weckt und die Treppen des Turms tief hinab führt zu einer geheimen Kammer. Jaarn war nicht bewusst was man von ihm wollte und als er mitten im Raum den Herrscher über die Dritte Stadt, Eonh von Stahl, entdeckt war seine Verunsicherung groß. Eonh von Stahl verrät Jaarn das er sein Sohn und letzter Erbe sei. Seine zwei älteren Söhne hat der Herrscher schon verloren als der Krieg sie ihm nahmen. Jaarn soll nun den Krieg beenden und dazu muss er einer alte Legende nachgehen und das eherne Buch, ein aus Sagen und Mythen des Landes geschmiedetes Schwert, dem Kriegbringer zu Füßen zu legen. Nur so kann der ewige Krieg für immer beendet werden. Jaarn ist die letzte Hoffnung. Natürlich kommt alles anders. Jaarn wird samt Schwert entführt. Doch wie sich herausstellt konnte ihn nichts besseres Wiederfahren, denn sein Entführer hilft ihm auf seinem Weg. Der Narbige, wie er genannt wird, erzählt Jaarn das dem ehernen Buch drei Geschichten fehlen. Die müssen sie vorher finden und dem Buch wieder zufügen, anders wird der Gott des Krieges den Krieg nicht beenden. Es beginnt also eine Jagd quer durch das Reich. Denn nach dem Geschichtenschwert trachten noch mehr.


Die Geschichte fängt mitten im Krieg an, als der eiserne Rabe grade dabei ist die Stadt Khabrach einzunehmen. Der Krieg währt schon ewig und bereits am Anfang des Buches wird einem das auch deutlich vermittelt. Man bekommt erste Eindrücke über die verheerenden Zustände im Reich, die Feinde, Verbündeten, Fehden, Intrigen zwischen den einzelnen Häusern und Städten. Von Anfang an ist der Spannungsbogen also sehr hoch. Das geht im gesamten Verlauf schließlich so weiter. Es gibt mehrere Handlungsstränge und Protagonisten die nebenher laufen, irgendwann mal zusammenführen und sich dann auch wieder trennen. Das hat von Aster wirklich genial gemacht. Zu dem jungen Jaarn konnte ich irgendwie keine richtige Bindung aufbauen. Er ist nicht unsympathisch und schließlich ist er der potenzielle Held der Geschichte, doch wie so oft kann ein Held allein sein Ziel nicht erreichen. So lag mein Augenmerk dann doch eher auf Rugk dem Narbigen und auf der Eisenmutter Deswyn . Zwei wunderbare, starke und sehr geheimnisvolle Charakter die unterschiedlicher nicht sein können. Die Charakterbeschreibungen oder auch die einzelnen Kulissen wurden ohne überladen zu wirken so detailreich und atemberaubend beschrieben dass es zum einen mit wenigen Worten des Autor auskommt und zum anderen man schnell eine bildhafte Vorstellung bekommt. Christian von Aster jongliert nur so mit Wörtern und neuen Ideen in seinem Buch das man wirklich Mühe hat es weg zu legen. Dennoch ist der Schreibstil flüssig und der Verlauf der Geschichte zieht einfach in den Leser hinein. Das einzige womit ich so meine Mühen hatte, aber das habe ich bei so manchen Fantasyromanen, sind die zig Namen der Leute oder Städte, Länder, Fürstenhäuser etc. Oft passierte es mir beim lesen das ich nicht mehr genau wusste wer nun zu wem und warum. Grad wenn es sich um sehr kompliziert klingende Namen handelt. Da lob ich mir doch so einfache Namen wie Jaarn oder eben Rugk der Narbige, Deswyn die Eisenmutter. Alle anderen Namen wirkten erst im Nachhinein. Aber meine eigene Unfähigkeit Namen zu behalten und sie richtig zuzuordnen schreibe ich nicht Christian von Aster zu, denn so erging es mir auch oft bei Game of Thrones oder Herr der Ringe, um diese bekannten Serien/Filme mal als Beispiel zu nennen.


Das eherne Buch ist ein grandioser temporeicher Fantasyroman in dem überhaupt nichts vorhersehbar ist und man vielerlei Überraschungen und Wendungen erlebt. Die Spannung ist stets auf dem höchsten Level und will einfach nicht abreißen. Zum Glück, denn so muss das sein. Es gibt einfach keine langweiligen Passagen, alle Handlungen ergeben ein perfektes Gesamtbild und die vielen Sprüngen von der Verfolgungsjagd zu den Nebenhandlungen harmonieren ausgezeichnet so dass es unmöglich ist einer Durststrecke zu erliegen. Hinzu kommt von Asters Art Worte richtig in Szene zu setzen und seine bildhafte Beschreibungen lassen den Leser einfach nur mit der Geschichte treiben. Bitte mehr von solchen Büchern!

Das eherne Buch bekommt von mir die Höchstwertung, nichts anderes kann diesem Buch gerecht werden.




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59 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 29 Rezensionen

cybermobbing, selbstmord, mobbing, usa, jugendbuch

Ich hätte es wissen müssen

Tom Leveen ,
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 27.07.2015
ISBN 9783446249318
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Das Buch habe ich an einem Nachmittag durchgelesen. Was nicht sonderlich schwer war bei knappen 200 Seiten mit etwas größerer Schrift. Nicht zu letzt lag es aber an dem sehr interessanten und spannenden Thema. Die 16 Jährige Tori soll zusammen mit sechs weiteren Mitschülern einen Jugendlichen namens Kevin Cooper gemobbt habt. Kevin ist sogar ein guter Freund von Tori gewesen. Das Mobbing fand in der Schule statt, sowohl und das ist Bestandteil des Buches, als auch Cybermobbing im Internet. Genauer gesagt bei Facebook. Der Mobbinggrund ist die angebliche Homosexualität des Jungen. In unserer heutigen Zeit hätte es kein passenderes Beispiel geben können. In der Nacht vor ihrer Gerichtsverhandlung bekommt Tori einen Anruf eines Unbekannten. Später stellt sich herraus der der Anrufer Andrew heißt und zufällig ihre Nummer gewählt hat. Er ist im Begriff Selbstmord zu begehen und hat das Schicksal heraus gefordert, indem er wahllos eine Nummer anruft und hofft Jemand geht ran und hört ihm zu. Tori allerdings ist misstrauisch und hält das Ganze für einen üblen Scherz. Jede Sekunde erwartet sie üble Beschimpfungen, denn die hat sie die vergangenen Monate beinahe täglich gehört. Schließlich lässt sie sich auf den Anrufer ein und das Gespräch ist Hauptbestandteil des Buches. Es macht quasi dreiviertel des Buches aus. Es gibt also genau zwei Handlungsorte in diesem Buch. Diese werden nicht so detailreich beschrieben wie man es aus manch anderen Romane kennt. Auch die Charaktere bekommen kein wirkliches Gesicht. Das ist auch nicht Sinn des Buches. Hier wird sich wirklich auf die tiefsinnige Handlung konzentriert und das ist der wichtige Knackpunkt. So wird der Leser kaum abgelenkt auf irgendwelche, in dieser Geschichte, unwichtigen Details. Das Buch regt zum Nachdenken an. Erschreckend ist zugleich das Wissen dass Cybermobbing tagtäglich, stündlich auf dieser Welt passiert. Sicher mag Tori ihren Freund Kevin nicht in den Suizid getrieben haben, aber sie ist der Tropfen der das Fass zum überlaufen brachte. Im Buch tauchen ab und an Facebookeinträge auf und dort erkennt man schnell das ihre neuen 6 Freunde weitaus übleres Mobbing betrieben haben und Tori aufgrund des falschen Umgangs, ihrem doch guten Freund plötzlich das Messer in den Rücken rammte, als sie sich nur wegen dieser beliebten Jugendlichen von ihm abwandt und sich eben zu diesen Hasstiraden hinreissen liess. So werden also genau zwei Themen in diesem Buch abgetan. Meiner Meinung nach sollte dieses Buch Pflichtlektüre an den Schulen werden und das auch schon weit vor dem 16. Lebensjahr. Vielleicht denken dann Einige über ihr Verhalten nach, oder es wirkt schon Vorbeugend für die Zukunft. Leider werden ja nicht nur Jugendliche und Kinder gemobbt, sondern solch abscheuliches passiert auch an so manchen Arbeitsplätzen oder dergleichen. Der Schreibstil ist flüssig und passend eines Jugendbuches. Die Handlung wird in der Ich-Form von Tori erzählt. Die Leser werden sogar ab und an direkt angesprochen, was die schwere Kost ein wenig auflockert und meiner Meinung nach sogar dem jugendlichen Leser vermittelt, hey ich bin eine von euch und nicht nur eine fiktive Figur dieses Buches. Das finde ich besonders gelungen.

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10 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

gesellschaft, leder, veganer, vegan, vegetarismus

Ich bin dann mal vegan

Bettina Hennig
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 07.10.2014
ISBN 9783596031047
Genre: Biografien

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12 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Mascha Kaléko

Jutta Rosenkranz
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.03.2012
ISBN 9783423346719
Genre: Biografien

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62 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 35 Rezensionen

japan, liebe, vergangenheitsbewältigung, demenz, england

Wer ist Mr Satoshi?

Jonathan Lee , Cornelia Holfelder-von der Tann
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei btb, 22.06.2015
ISBN 9783442753864
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt

Robert Fossik ist ein freiberuflicher Fotograf Anfang 40 und lebt in England. Aufgrund eines tragisches Unfalls in Griechenland vor ein paar wenigen Jahren, kämpft er seit dem mit Angst und Panikattacken und Depressionen. Seine Psyche hält ihn so dermaßen im Griff, dass er kaum noch seine Wohnung verlässt und auch nicht mehr als Fotograf tätig ist. Tabletten über Tabletten sind seine ständigen Begleiter. Seine Mutter, die unter Demenz leidet, lebt in einem Seniorenstift. Eines Tages als er sie besucht, kramt sie ein kleines Päckchen hervor und sagt ihrem Sohn das der Inhalt für Mr Satoshi sei, aber die Adresse in Japan nicht mehr stimmt. Kurze Zeit später stirbt sie. Als Robert die Wohnung seiner Mutter ausräumt, stößt er auf einige Briefe des ominösen Mr Satoshi. Das Päckchen und dessen Inhalt versucht er so gut es geht zu ignorieren. Doch lässt es ihm natürlich keine Ruhe. Auch nicht als eine Freundin seiner Mutter auftaucht und ihm mehr oder weniger ins Gewissen redet. Nur ein paar Bruchstücke erfährt er über den Mann der heute auch schon mindestens 80 sein muss. Er beschließt sein Gewissen zu beruhigen und das Päckchen einfach einem Kurier zu übergeben, der es zu der Adresse bringen soll die angeblich nicht mehr stimmt. Robert bringt es kurz vor dem Erscheinen des Kuriers doch nicht über das Herz und behält den Nachlass seiner Mutter. Doch nun ist guter Rat teuer. Selbst nach Japan kann er unmöglich fliegen. Oder vielleicht doch? In dieser Zeit wird er von seinem langjährigen Freund besucht der ihm ein Top Job Angebot unterbreitet. Eine Fotoreihe für ein Buch. Das ganze in Japan. Und ehe Robert sich versieht, sitzt er im Flieger. Der Flug ist die wahre Hölle und auch in Japan sind die ersten Tage eine reine Qual für den Fotografen. Um Bilder zu machen oder Mr Satoshi zu finden hat er keine freien Gedanken. Nur mit seinen Tabletten hält er sich ein wenig über Wasser.

In einem Café lernt er die quirlige Chiyoko kennen. Sie ist eine Studentin und kann sehr gut englisch. Mit ihr zusammen kommt er seinem Vorhaben nun Schritt für Schritt näher. Nun beginnt die Recherche und Suche nach Mr Satoshi. In der ganzen Zeit hat er den Inhalt des Päckchens nicht geöffnet und ist im unklaren was er Mr Satoshi, sofern er ihn findet, überhaupt von seiner Demenzerkrankten Mutter überreichen wird.

Meinung

Ich konnte das Buch kaum aus den Händen legen. Der anspruchsvolle Schreibstil des Autors ist ausschmückend und fesselnd. Er beschreibt Handlungen, Umgebungen oder Emotionen so phantasievoll und realistisch das man manchmal denken könnte selbst an Ort und Stelle zu sein oder die Protagonisten selbst zu kennen. Das hat mir sehr gefallen. Robert seine Panikattacken konnte ich mehr als gut nachvollziehen, erst Recht als die Aufklärung im Buch erscheint und man als Leser erfährt was in Griechenland passierte. Sofort baut man eine emotionale Bindung zu ihm auf. Auch zu der später dazu kommenden Chiyoko. Zuerst erscheint sie quirlig, voller Leben und sorglos in den Tag lebend. Aber auch sie hat eine mehr oder weniger schwere Last zu tragen. Wobei Last, vielleicht das falsche Wort dafür ist, doch es ist ein Lebensumstand der sie nicht so frei sein lassen kann, wie sie es vielleicht gern wäre.
Die Handlung des Buches hat mir ebenfalls gut gefallen. Die geschichtlichen Hintergründe um Mr Satoshi klären unter anderem die Verbindung zu der Mutter und das Buch bekommt einen leichten und zarten biographischen Charakter. Das ist aber Handlungsbezogen wirklich wichtig.

Das Ende hingegen hat mir weniger gefallen. Ich mag kein Ende wo man sich den weiteren Verlauf selbst zusammen phantasieren kann. Natürlich hat das Buch einen Abschluss, jede Figur auf seine eigene Art und Weise, aber dennoch ist mir das ganze zu offen gelassen. Nicht für eine zweiten Teil, den vermute ich wirklich nicht, aber für mich bleiben einige Fragen zurück.

Der Stil soll einem gewissen Haruki Murakami ähneln. Der Autor sagt mir bisher so rein gar nichts, aber wenn das wirklich so stimmen sollte, werde ich mir wohl bald ein paar neue Bücher anschaffen. Ich habe nach Mr Satoshi wirklich große Lust bekommen Bücher mit Handlung in und um Japan zu lesen.

Trotz dem Ende, hat mir das Buch sehr gut gefallen und ich empfehle es gern weiter. Und keine Sorge, es trotz Robert und Chiyoko, keine kitschige Liebesgeschichte. Oder vielleicht doch? ;)

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

japan

Am Meer ist es wärmer

Hiromi Kawakami , Kikimo Nakayama-Ziegler , Nina Petri , Nina Petri
Audio CD
Erschienen bei HörbucHHamburg, 13.08.2010
ISBN 9783899032673
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt

Kei lebt zusammen mit ihrer Tochter Momo und ihrer Mutter in einem schlichten Häuschen. Vor rund 13 Jahren verließ Kei´s Mann Rei die Familie und verschwand spurlos. Momo, die Tochter der Beiden, war zu dem Zeitpunkt 3 Jahre alt. Seit dem Tag des Verschwindens lebt Kei im Ungewissen was mit ihm Geschehen ist, wohin er ging, warum er ging und ob er noch lebt. Sie kann damit nie wirklich abschließen. Auch nicht als sie eine unkomplizierte Beziehung mit einem verheirateten Mann eingeht. Das Verschwinden ihres Mannes nagt Tag für Tag an ihr, mal mehr mal weniger. Auch seine Tagebücher, in denen meist nur belangloses drin steht, liest sie über die Jahre hinweg wieder und wieder um nach einem Anhaltspunkt zu suchen. Der Name eines Ortes am Meer drängt sich ihr förmlich auf. Ebenfalls eine Uhrzeit die notiert wurde. Kei macht sich auf den Weg nach Manazuru. Begleitet wird sie von einer ihr unbekannten Frau. Doch diese Frau scheint nicht Real und gleicht mehr einer Erscheinung. Doch desto öfter Kei nach Manazuru fährt, nimmt die Gestalt der Frau mehr und mehr Kontur an. Mit ihr zusammen begibt sie sich auf die Suche nach der Wahrheit und verlässt ab und an die Wirklichkeit im Taumel von Raum und Zeit.

Fazit

Am Meer ist es wärmer ist ein zum Teil sehr surrealer Roman, an welchem sich stets ein Hauch von Melancholie anhaftet. Der Leser erfährt den innersten Kern mit all seinen Gedanken, Ängsten und Emotionen der Protagonistin Kei genaustens und dennoch bleibt die Autorin bei ihrem Schreibstil sehr distanziert um die Würde ihrer Figur nicht zu verletzen. Ganz der Kultur der Japaner entsprechend. Wahnsinn, so etwas habe ich noch nicht gelesen und darum bin ich auch hin und weg von diesem Werk. Kei ist in meinen Augen eine bemerkenswerte und starke junge Frau, die aus ihrer einstigen Resignation neue Kraft schöpft und beherzt ihrem inneren Instinkt folgt. Der Roman wurde in der Ich-Perspektive geschrieben. Nicht selten passiert es das die Erzählung von Kei aus der Gegenwart in die Vergangenheit umschwenkt, da sie sich an "alte Zeiten" erinnert oder dort nach einem Hinweis sucht. Die Vermischung von Wirklichkeit und Phantasie haben mir ebenfalls sehr gut gefallen. Die Frau die Kei begleitet, anfangs noch ein Schatten und je weiter das Buch voran schreitet, oder Kei sich ihrem Ziel nähert oder sie die Fremde gewähren lässt, nimmt sie immer mehr Kontur und Gestalt an. Die Frage bleibt nur, hat Kei sich diese Frau nur eingebildet? Trotz der Erkenntnisse und Offenbarungen die die Protagonistin hat, bleibt der Erzählfluss stets ruhig. Auch dreht es sich in dem Buch nicht ausschließlich um Kei. Keis Mutter oder Tochter Momo haben in dem Buch ihre eigene Rolle, so dass man als Leser ebenfalls eine Menge über sie erfährt und Momo aufwachsen sieht. Es sind viele viele einzelne Abschnitte die erzählt werden, aus dem Leben von Rei, ihrer Mutter, Tochter, Ehemann etc. die perfekt aneinandergereiht ein Gesamtbild ergeben. Dennoch hatte ich Anfangs Mühe der Geschichte zu folgen, sie zu verstehen, oder eher den Schreibstil zu verstehen. Ich fand mich nur schwer hinein und hatte anfänglich oft das Gefühl nicht mehr zu wissen was ist jetzt Gegenwart, was Vergangenheit und was passiert überhaupt grade. Es war aber auch mein erster Roman einer japanischen Schriftstellerin, aber ganz sicher nicht mein Letzter. Von selbiger Autorin habe ich noch ein Buch - Der Himmel ist blau, die Erde ist weiß – worauf ich mich wirklich Freue es zu lesen.

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64 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 5 Rezensionen

japan, gewalt, frauen, schicksal, schuldgefühl

Schnee im April

Aly Cha , Ursula Gräfe
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Piper, 16.04.2013
ISBN 9783492301121
Genre: Romane

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100 Bibliotheken, 2 Leser, 5 Gruppen, 6 Rezensionen

liebe, japan, sensei, sake, liebesroman

Der Himmel ist blau, die Erde ist weiß

Hiromi Kawakami , Ursula Gräfe , Kimiko Nakayama-Ziegler
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.03.2010
ISBN 9783423138574
Genre: Romane

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22 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

ethik, sachbuch, tiere, tierrecht, 2014

Artgerecht ist nur die Freiheit

Hilal Sezgin
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Beck, C H, 31.07.2014
ISBN 9783406659041
Genre: Sachbücher

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105 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 45 Rezensionen

freundschaft, midlife-crisis, freundinnen, frauenroman, neuanfang

Das Jahr des Rehs

Stephanie Jana , Ursula Kollritsch
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 08.06.2015
ISBN 9783548612867
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt

Bella Becker ist Journalistin und lebt mit ihrem Sohn und Lebensgefährten in einer Altbauwohnung in Berlin. Sabine Born oder auch Bine, wie sie nur genannt wird, ist Architektin und lebt mit zwei Kindern und Mann in ihrem kleinen hessischen Heimatort in einem selbst entworfenem Haus in Bauhausstil. Die beiden besten Freundinnen waren einmal unzertrennlich und doch haben sie es geschafft sich 17 Jahre lang aus den Augen zu verlieren. Eines Tages recherchiert Bella die Mailadresse von Bine und schreibt ihr nach dieser langen Zeit, die erste Mail.

Es dauert nicht lang und die überraschte Bine schreibt ihr zurück. So geht das nun weit über ein Jahr. Bella (39) ist rundum zufrieden mit ihrem Leben. Ihr mittlerweile 15 Jahre alter Sohn Mischenka geht mehr oder weniger seine eigenen Wege. Ihr Lebensgefährte, mit dem sie schon 20 Jahre leiert ist, ist meist nur sporadisch anwesend. Andrej der aus Russland stammt, ist Künstler und daher viel auf Reisen. Natürlich kennt Bine diesen Mann und konnte ihn noch nie so richtig leiden. In ihren Augen tut er ihrer Freundin nicht gut und würde sie eh nur betrügen. Sie glaubt nicht das es Liebe ist, was beide miteinander verbindet. Bella sieht das natürlich anders. Allgemein ist Bella ein ganz anderer Typ als ihre Freundin Bine. Sie ist mehr der unkonventionelle Freigeist. Meist trägt sie ihren geringelten und mehrfarbigen Lieblingsstrickmantel und hat gern viele Leute um sich. So auch in dem besagten Jahr des Rehs an Weihnachten, dass sie mit sämtlichen Nachbarn, unterschiedlicher Nationalitäten verbringt. Es ist eher eine riesen große Party ist als ein besinnliches Fest. Ihre Wohnung, eine Altbauwohnung im Dachgeschoss ist ein Sammelsurium an Büchern, Postkarten, alten Möbeln, Werbezetteln, kleinen Andenken an diese und jene Reise und ich glaube, es wird nicht erwähnt, aber da darf auch ruhig ein wenig gemütliche Unordnung herrschen. Das Leben ist eben zu schön und aufregend als dass man ständig den Wischlappen schwingt.

Bine (40), lebt mit ihrem Kindern, Mann, Haus und Hunden eher gut bürgerlich in einem großen Haus mit Garten im hessischen Heimatort wo jeder jeden kennt. Bine wirkt auf ersten Blick ein wenig spießig und zurückhaltend. Sie ist auch mehr der häuslichere Typ und Vorzeigegattin. Alles perfekt, alles toll und nebenbei verliert sie ihre eigenen Träume und Wünsche. Zwar geht sie ihrem Beruf nach, doch steckt sie da schon lange in einem ewigen Trott fest. Meist trägt sie schwarz oder andersweitig gedeckte Farben und steckt derzeit in einer Art Midlifecrisis. Schließlich ist sie grade 40 geworden. Ein Geburtstag den sie ganz schlicht mit ihrem Mann verbrachte.

Als Bella ihrer Freundin nun das erste mal wieder schreibt, bricht in den ersten Mails die hin und her sausen das reinste Freudenchaos aus. Kurz wird das bisherige Leben angeschnitten, die Kinder, der Mann oder dergleichen erwähnt und immer wieder Erinnerungen an die Unizeiten. Während Bellas Schreibstil eher amüsant ist, ganz typisch ihrem Charakter und Leben, ist Bine mehr die melancholische Jammertante. Es ist auch Bines Leben welches just als Bella wieder präsent ist völlig aus den Fugen gerät. Ein Wandel steht an, womit Bine nun so gar nicht zurecht kommt. Gut das sie ihre Freundin Bella hat, die wie auch damals eine Stütze ist und mit Rat und Tat zur Seite steht. Wenn vorerst auch nur per Mail und mit Zitaten von verschiedenen Dichtern, Autoren oder Liedern. Im Verlaufe der Handlung wendet sich ein wenig das Blatt und man erfährt das auch Bella vor einer mehr oder weniger bedeutenden Entscheidung steht, die ihr weiteres Leben komplett umwirft. Das jedoch ist weniger dramatischer Natur als bei ihrer Freundin Bine. Zwar bekommt sie von ihrer Freundin den imaginären Tritt in den Hintern, doch bin ich der Meinung das hätte Bella auch ohne geschafft. Zwischen dem ganzen E-mail-Verkehr wird auch telefoniert, Bine besucht Bella in Berlin, oder Bella schickt ihr etwas zur Aufmunterung in den hessischen Heimatort.
Meinung

Wer es noch nicht gemerkt hat, beim lesen des Inhalts, ich bin ein Fan von Bella. Ich mag diese Frau und ihren Intellekt. Diese oft zitierten Gedichte oder erwähnten Zitate, die zum Nachdenken anregen und stets zur derzeitigen Gemütslage von Bine passen. Auch die hin und wieder erwähnten Lieder inkl. Interpreten, finde ich passend und stimmig. Am Ende des Buches gibt es auf drei Seiten auch den Soundtrack zum Buch. Dort werden nochmal alle Titel mit Zusatzinfo aus dem Buch aufgelistet. Bine hingegen ist mir zwar nicht ganz unsymphatisch, aber sie ist mir doch recht der typ Frau der alles auf dem goldenen Tablett serviert wird. Auch ihr Wandel erscheint mir an manchen Stellen doch recht unrealistisch. Obgleich ich nicht abstreiten will das es sowas tatsächlich geben kann. Trotzdem würde ich mit so einer Art Freundin nicht klar kommen. Wie gesagt, mit Bella kann ich mich weitaus mehr identifizieren und ich mochte auch mehr ihren Schreibstil. An einigen Stellen musste ich wirklich lachen. Allgemein ist der im gesamten Buch auffrechterhaltene Schreibstil sehr anspruchsvoll aber zugleich spritzig erfrischend. Abgesehen von Bines melancholischen Texten. Meine Güte, das gejammer das sie mit 40 schon ihr halbes Leben rum hat und was jetzt noch kommen soll, ging mir ein paar mal auf die Nerven. Sie tat ja so als ob man mit 40 bald dem Leben Adieu sagen muss. Gut das Bella ihr diesen Wind aus den Segeln nehmen konnte.

Die mehrmals erwähnten Zitate oder Erinnerungen an einstige Dichter/Autoren, gibt dem ganzen ein gewisses Flair und regt zum Nachdenken an. Was mir besonders gefallen hat, ich bin aufgrund der Geschichte um Bine und Bella auf eine Dichterin und Autorin gestossen die ich bisher gar nicht kannte. Die Protagonistin Bella hält von dieser Autorin sehr viel und hat oft ihre melancholischen Gedichte zitiert. Ich hab im Anschluss einige Recherchen getätigt und mir aufgrund völliger Begeisterung die Biografie gekauft.

Ich finde das Buch toll. Wie gesagt, es regt zum Nachdenken an. Es ist kein simples E-mail Geschreibe sondern hat durchaus tiefsinnige Bedeutungen. Der Titel "Das Jahr des Rehs" wird ebenfalls im Buch aufgeklärt und was soll ich sagen..Ich will auch ein Reh! Über Bella ihre Wendung, die eher am Ende des Buches passiert, habe ich mich gefreut.

Eine Kaufempfehlung spreche ich hier deutlich aus. Es ist die perfekte Sommerlektüre, auch wenn das Buch im Herbst beginnt. Ich vermute aber mal, das soll nur Bines Gemüt unterstreichen. Das wird auch geschafft. Ein Buch über und für Freundinnen. Über Hoffnungen, Ängste, Wünsche und die Liebe. Ich finds toll und gebe auch gerne volle Punktzahl. Ein ideales Geschenk ist es ebenfalls. Mal sehen wann ich meine Freundin damit überraschen werde. Denn in meinem Leben gibt es auch eine beste die ich sehr Liebe und leider schon lange nicht mehr gesehen habe.

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20 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 13 Rezensionen

mutter-kind-beziehung, offline leben, hands free, ratgeber, gelassenheit

Der Tag, an dem ich aufhörte, „Beeil Dich“ zu sagen

Rachel Macy Stafford , Sigrun Zühlke
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 08.05.2015
ISBN 9783548375731
Genre: Sachbücher

Rezension:

Das Buch hat sich dermaßen gezogen und war langatmig und oft langweilig, dass ich wirklich eine längere Zeit braucht es zu Ende zu lesen. Zugegeben, ab der Mitte habe ich es Stellenweise nur noch überflogen oder habe es quer gelesen. Viel zu komplex und viel zu viele Wiederholungen auf gnadenlose 300 Seiten. Im Mittelpunkt steht die Autorin und Mutter Rachel Macy Stafford. Sie, eine überforderte Pädagogin, Autorin und Bloggerin steht im Dauerstress mit To-Do Liste, Smartphone und Terminkalender. Mit den Gedanken ist sie beim nächsten Meeting, die ganzen Termine, Veranstaltungen, Aufführungen, Kuchen backen, Mails etc.. Eine typische amerikanische Vorstadt-Mutter - Kinder und Mann kommen zu kurz. mag sein das es ein Schubladendenken ist oder man durch diverse Filme und Serien schon so geprägt ist, aber das Buch bestätigt das eigene Denken allemal. Das amerikanische merkt man dem Buch auch deutlich an.
Ständig hatte die Frau das Smartphone beim wickel, oder surfte auf diversen Internetseiten. Selbstverständlich sieht man hier bei uns auch an jeder Ecke Frauen mit ihren Wischhandys rumfummeln. Selbst beim Kinderwagenschieben achten sie lieber auf ihre Whatsapp Nachrichten als auf das brabbeln ihres Babys. Hier ist nur der Unterschied, das diese Frauen keinesfalls gestresst sind, sondern viel mehr genervt von ihren Kindern, Leben, Situation oder dergleichen. Das kann man irgendwie gar nicht vergleichen. Obgleich stellenweise dieses Buch für jene Frauen auch eine Hilfestellung wäre um ihre Augen zu öffnen. Stellenweise nur, weil die Autorin nun mal keine Durchschnittsmutter ist, da sie vollkommen abhängig von den digitalen Medien ist. Irgendwann kam die Erleuchtung und als sie das schrieb, musste ich sofort an eine Esoterisch orientierte Mutter denken. Unglaublich wie sie "abging" als sie einen Sonnenuntergang bewunderte, oder einfach nur Regen wahr nahm. Achtsamkeit kam dann im Buch schnell zur Sprache. Denn es geht darum mehr Achtsamkeit in den Alltag zu legen, genau wie das Handy, den Laptop, die To-Do Liste und co. einfach weg zu legen oder links liegen zu lassen und sich um die Kinder zu kümmern oder dem eigenen Leben, dem Sinn für die Natur und seiner Umgebung. Hands Free, heißt das entwickelte Konzept von Stafford. Auf 12 Abschnitten wird dem Leser Näher gebracht wie man mehr Ruhe und mehr Gelassenheit in den Alltag einfließen lässt - Tipps für alle Lebenslagen garantiert. Lebenslagen einer amerikanischen Mutter die Medien abhängig ist.
Ich dachte wirklich bei dem Titel "Der Tag an dem ich aufhörte beeil dich zu sagen" geht es in erster Linie um liebevolle Kindererziehung. Das Thema kommt jedoch recht kurz bis gar nicht vor. Sicherlich, auch wir Durchschnittsmütter kennen diesen Satz zu gut. Wie oft habe ich diese Worte gesagt weil wir rechtzeitig in den Kindergarten mussten, einen Termin hatten, es bald anfängt mit regnen und wir schnell vom Spielplatz nach Hause kommen wollten, ich mich auf einen ruhigen Abend gefreut hatte und mein Kind sich doch bitte einfach mal schneller den Schlafanzug anziehen sollte. Da fehlt mir wirklich so manches mal die Ruhe, aber das ist überhaupt nicht Medien abhängig. So kann ich mich also mit der Autorin und dem Buch so gar nicht identifizieren. Wenngleich es mich nachdenklich gestimmt hat, einiges zu verpassen was mein Kind betrifft. So habe ich mich nach Kapitel eins, wirklich die Zeit genommen und meinen Sohn einfach nur angesehen und sein kleines zartes Gesicht bewundert oder die Mimik beim spielen. Da geht einem schon das Mutterherz auf. Aber auch die Erkenntnis das ich keine Unachtsame Mutter bin, denn auch wenn ich den Satz "Beeil dich" vielleicht zu oft sage, so kann ich doch durchaus behaupten genug Zeit und Aufmerksamkeit meinem Kind zu schenken. Denn mit der Abhängig einer digitalen Welt hat das überhaupt nichts zu tun. Und deswegen ist dieses Buch, was ja genauer Betrachtet nicht ganz verkehrt ist eher was für hochrangig gestresste und Terminplan, Laptop, Smartphone abhängige Mütter denen alles andere wichtiger ist, als das eigene leben, die Kinder oder der Mann. Denen fällt der simple Schreibstil dann vielleicht auch nicht auf, den die Autorin gewählt hat. Und vielleicht entdecken sie dann auch das Phänomen Regenbogen. Apropos Regenbogen...liebe Rachel Macy Stafford, sie haben da keine zwei Regenbögen gesehen sondern nur einen, der andere war einfach nur sein Schatten. Hätten sie doch mal gegoogelt. ;)

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