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(89)

352 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 62 Rezensionen

physik, jugendbuch, verlust, trauer, liebe

Ein bisschen wie Unendlichkeit

Harriet Reuter Hapgood , Susanne Hornfeck
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER KJB, 23.02.2017
ISBN 9783737340335
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Gottie ist ein Physikgenie. Doch manche Dinge lassen sich nur schwer wissenschaftlich erklären. So beginnt Gottie zu rätseln und zu forschen, warum sie plötzlich Ereignisse der Vergangenheit nochmal erlebt. Als dann auch noch ihr bester Freund aus Kindertagen auftaucht, steht ihre Welt völlig Kopf...

Zeitreisen, Wurmlöcher, parallele Realitäten – spannende Themen, über die ich gern lese. Ein bisschen wie Unendlichkeit konnte mich allerdings nicht richtig fesseln. Trotz vieler physikalischer Grundlagen, die im Buch erläutert werden – um nicht zu sagen, einen beinahe erschlagen, auch wenn immer wieder versucht wird, alltagsnahe Vergleiche zu finden – wird die Geschichte für mich nicht wirklich logisch.

Gottie wird scheinbar wahllos in die Vergangenheit geworfen, wo sie Situationen miterlebt, meist ohne zu agieren. In der Realität fehlen ihr dann plötzlich mehrere Stunden oder auch Tage, deren Verbleib nicht geklärt wird oder wie ihre Umwelt sie in diesen Zeitfenstern wahrnimmt. Dadurch wird die Handlung konfus und die eigentliche Geschichte kommt durch die vielen Unterbrechungen nicht richtig in Fahrt. Richtig wirr wird es dann, als Gottie in der Realität ein Ereignis auslöst, dass in der Vergangenheit stattgefunden hat, damit die aktuelle Geschichte überhaupt geschehen konnte... Zwar laufen so einige Fäden zusammen, doch manches erschließt sich mir bis zum Schluss nicht.

Sieht man von all den komplexen wissenschaftlichen Überlegungen der jungen Protagonistin und ihren Reisen samt anschließenden Blackouts ab, ergibt sich eine ganz süße Liebesgeschichte sowie die Geschichte über ein Mädchen, dass seinen ganz eigenen Weg sucht, mit der Trauer über den Tod eines geliebten Menschen umzugehen. Einsamkeit, Schmerz, Freundschaft und Liebe sind zentrale Themen des Buches, das einige emotionale Momente zu bieten hat.

Erzählt wird die Geschichte aus der Ich-Perspektive des Teenagers, was dem Leser Einblicke in ihre Gedanken und Gefühle beim Durchleben der aufwühlenden Ereignisse ermöglicht.

  Trotz vieler wissenschaftlicher Erklärungen mit bildhaften Vergleichen empfand ich die Geschichte bis zum Schluss als recht konfus. Die Handlung, die durch die Sprünge immer wieder unterbrochen wird, konnte mich nicht packen. Dabei ist die Liebesgeschichte eigentlich ganz niedlich und die Einblicke, die Gottie in ihre Trauer ermöglicht, sehr berührend.

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(201)

457 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 93 Rezensionen

liebe, vermont, familie, marie force, alles was du suchst

Alles, was du suchst

Marie Force , Tatjana Kruse
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 22.09.2016
ISBN 9783596036288
Genre: Liebesromane

Rezension:

Um einen Auftrag für ihre Webdesignfirma zu ergattern, reist Cameron von New York in einen kleinen Ort in Vermont. Schon auf dem Weg dorthin hat sie ziemliches Pech. Als sie dann auch noch erfährt, dass die Ladenbesitzer gar keine Homepage wollen, ist sie ziemlich niedergeschlagen. Vor allem Miteigentümer Will bringt sie immer wieder auf die Palme. Doch er zeigt ihr auch die schönen Seiten der kleinen Ortschaft...

Nachdem ich zuletzt viele Fantasyromane gelesen habe, die mich in die verschiedensten Welten entführt haben, hatte ich mal wieder Lust, auf eine einfache Liebesgeschichte. Auf der Suche nach dem passenden Buch ist mir „Alles, was du suchst“ in die Hände gefallen – das passt auch direkt zur Fischer-Challenge.
Tja, was soll ich sagen, etwa 25 Stunden nachdem ich mich für das Buch entschieden hatte, musste ich mich schon wieder auf die Suche nach neuer Lektüre begeben. Ich habe genau das gefunden, was ich gesucht habe: Kitschig-romantische Entspannung. Obwohl bei dieser Art von Romanen der Ausgang ja doch meist vorhersehbar ist – ich freue mich immer, wenn es dann doch mal eine größere Überraschung gibt und alles anders kommt –, hat es großen Spaß gemacht, den Roman zu lesen.
Der Schreibstil ist sehr anschaulich und detailliert. Ich war noch nie in den USA, geschweige den in Vermont, aber die malierische Kulisse hatte ich dank der vielen Beschreibungen bildhaft vor Augen.
Die zwei Hauptfiguren sind ziemlich verschiedene Charaktere. Will liebt das ruhige Leben und die Einsamkeit seiner Hütte. Cam hingegen liebt New York und alles, was dazu gehört. Hier prallen Gegensätze aufeinander – und jede Menge Vorurteile, die für einige lustige Szenen sorgen.
Ansonsten bietet die Geschichte vor allem jede Menge Gefühl ud eine (nicht zu dominate) Prise Erotik. Was man nun davon hält, dass die beiden bereits nach ihrer ersten Begegnung nicht die Augen voneinander lassen können, sei dahingestellt, doch die Geschichte, die sich entwickelt, liest sich leicht, flüssig und obwohl der Ausgang zu erwarten ist, ist die Handlung interessant. Einmal angefangen wollte ich auch wissen, wie es letztlich nun wirklich ausgehen wird und wie viele kleine Dramen die zwei auf dem Weg dorthin erleben. Dank der wechselnden personalen Sicht – hauptsächlich von Will und Cam – kann der Leser an ihren zwiegespaltenen Gefühlen und inneren Konflikten teilhaben.
Will hat eine tolle Familie – seine neun Geschwister schwanken zwischen Harmonie und liebevollen Streitereien. Da ich mich nicht gern durch Klappentexte spoilere, weiß ich noch nicht, worum es im zweiten Band geht, hoffe aber, dass nun ein neues Familienmitglied und dessen persönliche Geschichte im Fokus steht und dabei noch mehr von der sympathischen Familienbande mit ihren  ungewöhnlichen Berufen erzählt wird.
Schönes Setting, das durch den bildhaften Schreibstil lebendig wird. Es hat Spaß gemacht, die Figuren auf ihrer emotionalen Reise zu begleiten, mit ihnen zu leiden und zu lachen. Die Geschichte bietet viel Gefühl und ein wenig Drama. Was mir fehlt, sind ein paar Überraschungen oder Wendungen.

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(173)

380 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 152 Rezensionen

fantasy, liebe, cora carmack, sturm, stormheart

Stormheart - Die Rebellin

Cora Carmack , Birgit Salzmann , Alexandra Rak , Carolin Liepins
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 22.05.2017
ISBN 9783789104053
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Aurora ist die Prinzessin von Pavan. Als diese ist es ihre Aufgabe, ihr Volk mit ihren magischen Fähigkeiten vor den Stürmen und Gewittern zu schützen. Doch Rora besitzt diese Magie  nicht. Um dies zu verbergen, wird eine Hochzeitig mit einem mächtigen Prinzen arrangiert. Als Aurora sich gerade mit dem Gedanken der Zwangsehe abfindet, macht sie eine unerwartete Entdeckung. Und plötzlich ist nichts mehr, wie es war...

Die Geschichte konnte mich mit ihrer ungewöhnlichen Idee schnell fesseln. Die Länder werden von Stürmen bedroht. Doch Sturmjäger und Sturmlinge stellen sich den Gefahren entgegen und versuchen, die Naturgewalten zu bezwingen, indem sie den Stürmen ihre Herzen rauben. Allein dadurch kommt es immer wieder zu sehr dramatischen, aufregenden und bedrohlichen Szenen.

Und mittendrin ist Prinzessin Aurora, die eigentlich die Gewalt über die Unwetter haben sollte. Doch in ihr zeigt sich keine Magie, sodass ihr eine Zwangshochzeit bevorsteht, um das Königreich zu beschützen.
Rora ist eine spannende, starke Figur. Einerseits will sie ihre Pflicht erfüllen und sich zum Schutz der Bevölkerung ihrem Schicksal ergeben, aber auf der anderen Seite sehnt sie sich nach mehr und will nicht nur zum Spielball werden. Sie trifft eine mutige Entscheidung. Um ihre Position zu wahren, ist sie bereit, ihr Leben aufs Spiel zu setzen und große Unannehmlichkeiten auf sich zu nehmen. Von prinzessinnenhaftem Gehabe keine Spur.

Die Handlung entwickelt sich völlig anders, als ich erwartet habe (dass ich den Klappentext gelesen habe, lag schon wieder Wochen zurück...). Die Geschichte baut sich zunächst langsam auf. Mit dem Eintreffen von Auroras zukünftigem Gatten wird ihr innerer Konflikt deutlich. Doch schnell muss sie erkennen, dass auch der fremde Prinz seine Geheimnisse hat. Erste Fragen werden aufgeworfen, auf deren Beantwortung der Leser lange warten muss.

Und dann wendet sich das Geschehen und Rora erwartet plötzlich ein Abenteuer, mit dem ich nicht gerechnet habe. Die Geschichte gewinnt an Spannung und Tempo. Die dramatischen Ereignisse häufen sich und auch um die Prinzessin werden plötzlich viele Fragen aufgeworfen.
Zwar deutet sich die Lösung schon in der Mitte des Buches an, bis zur tatsächlichen Aufklärung stehen Rora aber noch etliche Hindernisse bevor. Und ihre Reisegefährten gehen nicht gerade vorsichtig mit ihr um. Rora muss an ihre Grenzen gehen, was die sympathische Prinzessin ohne Klagen tut. Die Entwicklung, die sie dabei durchmacht, hat mir gut gefallen. Sie wächst an den Herausforderungen, beschwert sich nicht über Arbeit, fügt sich aber auch nicht kampflos jedem Befehl. Zu keiner Zeit verliert sie ihre trotzige Art.

Neben viel Dramatik hat die Geschichte auch vielfältige Emotionen zu bieten. Denn Rora lernt eine Welt kennen, die ihr völlig fremd war und begegnet Menschen, die es eigentlich gar nicht geben dürfte.

Am Ende sind zwar einige Fragen beantwortet, aber vieles bleibt noch offen. Ich bin unglaublich neugierig auf die Fortsetzung, da die Geschichte an einer sehr spannenden Stelle endet, die Rora vor eine große Entscheidung stellt.

Fazit: Eine unglaublich spannende Geschichte, die mit einer tollen, neuartigen Idee daherkommt. Die Spannung steigert sich immer weiter und nur nach und nach finden sich Antworten auf all die aufgeworfenen Fragen. Ich habe die Entwicklung der sympathischen Prinzessin gern verfolgt und freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung.

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(19)

25 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

dark diamonds, magie

Magicae 1: Die eiserne Ordnung

Karin Kratt
E-Buch Text
Erschienen bei Dark Diamonds, 26.05.2017
ISBN 9783646300376
Genre: Sonstiges

Rezension:

Die 19-jährige Saycia lebt in Kaledron, einer hochtechnisierten Stadt, in der die Bürger überwacht und jeder Regelverstoß hart bestraft wird. Obwohl sie die Konsequenzen kennt, widersetzt sie sich immer wieder den Vorschriften. Doch langsam kann sie den Bestrafungen nicht mehr standhalten. Saycia beschließt, zu fliehen. Sie rechnet damit, dabei zu sterben,, stattdessen lernt sie eine ganz neue Welt kennen...

Der Einstieg ins Buch fiel mir nicht ganz leicht. Kaledron ist anders, hart und grausam. Saycias Leben ist alles andere als leicht. Dass die junge Frau sich den Regeln widersetzt und damit die Bestrafungen in Kauf nimmt, die sie absolut nicht kalt lassen, macht sie direkt sehr sympathisch. Trotzdem habe ich etwas Zeit gebraucht, mich in den Gegebenheiten und Begrifflichkeiten zurechtzufinden. Dank des bildhaften Schreibstils kann man sich die ungewöhnliche Welt aber leicht vorstellen. Den Glossar habe ich wieder erst nach dem Lesen entdeckt (obwohl er im Inhaltsverzeichnis erwähnt war).

Außerhalb der Stadt erwartete Saycia ein völlig gegensätzliches Bild. Statt Technik trifft sie hier auf Magie, und auf ein eher einfaches Leben mit nur leichten technischen Hilfsmitteln.
Der Kontrast ist sehr faszinierend.
Da Saycia bisher nur die technische Welt kannte, ist verständlich, dass sie sich zunächst nur schwer mit der Existenz von Magie anfreunden kann. Dabei kommt auch die magische Welt mit ungewöhnlichen Ideen daher, die mir sehr gut gefallen haben.

Die Geschichte beginnt eher ruhig, nach und nach steigern sich dann Tempo und Spannung. Saycia lebt sich in dieser neuen Welt ein, um sie dann direkt wieder verlassen zu müssen. Von nun an bestimmen Flucht und Gefahren ihr Leben. Spannung, Dramatik und ein wenig Action erwarten den Leser.
Dabei begleiten sie sehr unterschiedliche, facettenreiche Figuren, die ihr das Leben nicht immer leicht machen. Besonders Ajun triebt sie mit seiner bevormundenden Art regelmäßig in den Wahnsinn, wobei sowohl witzige als auch emotionale Szenen entstehen.

Das Entdecken der Magie ist nicht die einzige unerwartete Aufdeckung, die Saycia macht. So hält die Handlung noch einige unerwartete Wendungen bereit.
Das Ende ist dann ziemlich offen und macht neugierig auf den nächsten Band.

Fazit: Hier prallen zwei völlig unterschiedliche, ebenso faszinierende wie grausame, Lebensräume aufeinander. Saycia muss, nachdem sich ihr Weltbild auf den Kopf stellt, ihren Platz in der richtigen der beiden Welten erst noch finden. Spannung und Dramatik bestimmen die Handlung, und auch die Emotionen kommen nicht zu kurz.

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(41)

48 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 38 Rezensionen

vampire, melody of eden, sabine schulter, dark diamonds, liebe

Melody of Eden - Blutrache

Sabine Schulter
E-Buch Text
Erschienen bei Dark Diamonds, 28.04.2017
ISBN 9783646300093
Genre: Fantasy

Rezension:

 Achtung: Dritter Band – inhaltliche Spoiler zu den Vorgängern vorhanden.

Die Geschichte von Melody und Eden geht nahtlos weiter. Vorwissen ist auf jeden Fall notwendig, da es nur sehr wenige Rückblicke auf die bisherigen Ereignisse gibt. Mit langen Erklärungen von bereits Bekanntem hält sich Autorin Sabine Schulter nicht auf, stattdessen startet die Geschichte direkt an einer dramatischen Stelle.

Auch dieser Band wird abwechselnd aus den zwei Ich-Perspektiven der Hauptfiguren erzählt. So erhält der Leser nicht nur Einblicke in die jeweiligen Gedanken und Gefühle, sondern gerade zu Beginn auch einen Überblick über die Handlung an den verschiedenen Orten, denn nach dem Einsturz des Museums sind Melody und Eden erst mal getrennt.

Nach Melodys Verschwinden hat Eden die Hoffnung beinahe aufgegeben. Dabei zeigt der anfangs so verschlossene Eden nochmal eine ganz neue Seite von sich. Überhaupt hat er im Verlauf der Reihe einen großen Wandel durchgemacht, der ihn mir immer sympathischer werden ließ.

Melody muss derweil einen Ausweg aus ihrer Situation finden. Da Melody zu unüberlegtem und tollpatschigem Verhalten neigt, sorgt sie für so manch dramatische Szene. Gefahr zieht sie magisch an und stürzt damit die ganze Vampirwelt in ziemliches Chaos.
Trotzdem – oder gerade deswegen – habe ich auch sie über die Reihe immer lieber gewonnen. Ihre fröhliche, herzliche Art sorgt für viele ausgelassene Situationen. Besonders schön waren auch all die gemeinsamen Szenen mit Ivy, die sich durch Melody ebenfalls stark verändert hat und zu meinen Lieblingsfiguren gehört.

Doch auch die anderen Vampire ihres Rudels und auch der anderen Gemeinschaften sind sehr vielfältige, spannende Charaktere, von denen man in diesem Band nochmal einige etwas besser kennenlernt. Dabei entstehen einige neue Konflikte, die zusätzliche Spannung und die ohnehin schon aufgeheizte Stimmung bringen.

Die Handlung ist von Beginn an absolut fesselnd. Der entscheidende Kampf gegen Rufus steht bevor, doch wie viele Menschen und Vampire müssen auf dem Weg noch sterben? Neben vielen ruhigen, gefühlvollen Passagen gibt es einige actionreiche Szenen, überraschende Wendungen und dramatische Momente.
Zwar hätte ich gern noch mehr von der sympathischen Vampirgemeinschaft gelesen, am Ende sind aber im Grunde alle Fragen beantwortet und sämtliche Handlungsstränge logisch abgeschlossen.

Fazit: Die Reihe konnte mich bereits in den ersten zwei Bänden mit der ungewöhnlichen Vampirwelt und den facettenreichen Figuren begeistern. Auch das Finale konnte mich komplett überzeugen. Die Geschichte bietet Spannung, Dramatik und ganz viel Gefühl. Dank der vielen sympathischen Figuren, deren Interaktionen für ebenso viele witzige wie gefühlvolle Momente sorgen, wird es beim Lesen nie langweilig.

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13 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

In der Liebe ein Mensch (Heart against Soul 6)

Anika Lorenz
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 04.05.2017
ISBN 9783646602876
Genre: Sonstiges

Rezension:

 Achtung: Teil 6 der Reihe, inhaltliche Spoiler zu den Vorgängern vorhanden

Dies ist der letzte Band der Heart Against Soul-Reihe. Die anderen Teil sollte man unbedingt kennen, da hier nun all die begonnenen Handlungsstränge aufgegriffen und – mehr oder weniger – zu Ende geführt werden.

In meiner Rezension zu Band 5 habe ich kritisiert, dass es ein Fantasyelement gab, das mir zu viel, einfach zu unrealistisch war. Dieser Handlungsstrang wird nun im letzten Band aufgegriffen und spielt eine zentrale Rolle. Zwar fügt er sich insgesamt gut in die Handlung, trotzdem hätte ich diese Elemente in der ohnehin schon spannenden Welt der Jäger und Gestaltwandler nicht gebraucht.

Überhaupt hat es mir der sechste Band etwas schwer gemacht. Am Anfang kommt die Handlung nicht so recht voran. Emma und Nate fallen ununterbrochen übereinander her. Sämtliche Aufgaben und Verpflichtungen werden dafür mehrfach ignoriert und vergessen.
Und dabei ist doch so offensichtlich, dass irgendwas nicht stimmt. Aber Emma ist blind dafür – quasi blind vor Liebe – und so treffen sie die Konsequenzen nahezu unvorbereitet, obwohl es schon so viele Andeutungen gab, dass es wirklich nicht mehr unerwartet kam.

Die Handlung wird dann zwar noch richtig spannend und dramatisch, doch leider lässt mich auch das Ende etwas unzufrieden zurück. Einerseits passt es und es gibt sehr stimmige Ereignisse, die sich konsequent in die Geschehnisse der Reihe fügen, aber andererseits... hätte ich es mir einfach anders gewünscht.
Es ist eine bunte Mischung aus Erwartetem und Unerwartetem. Viele Gefühle. Aber für mich am Ende auch noch einige offene Fragen, wodurch das Finale bei mir den Eindruck hinterlässt, dass die Geschichte eigentlich noch nicht fertig erzählt ist.

Fazit: Sechs Bände voller Spannung, innerer Kämpfe, unerwarteter Verwandlungen und mächtiger Gegner. Leider bleiben im Finale für mich noch ein paar Fragen offen. Doch da sich nach einem eher schleppenden Beginn eine dramatische, actionreiche Handlung entwickelt, ist auch dieser Band wieder lesenswert. Insgesamt eine schöne Reihe mit spannenden Wesen und facettenreichen Figuren.

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(44)

142 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 29 Rezensionen

fantasy, monden, carlsen, unter den drei monden, freundschaft

Unter den drei Monden

Ewa A.
E-Buch Text: 515 Seiten
Erschienen bei Dark Diamonds, 28.10.2016
ISBN 9783646300031
Genre: Fantasy

Rezension:

Die 19-jährige Kadlin ist die Tochter des Stammeshäuptlings der Smar und wurde zu Bündniszwecken dem Sohn der grausamen Ikol versprochen.
Kadlin versucht dieses Schicksal abzuwenden, indem sie ein anderes Bündnis zu schließen versucht. Dabei macht sie eine grausame Entdeckung und findet sich plötzlich auf der Flucht wieder: verkleidet als Junge, der auf seine Mannesprüfung vorbereitet werden soll...

Diese High Fantasy-Geschichte konnte mich schnell in ihren Bann ziehen. Zwar muss man sich aufgrund der vielen ungewöhnlichen Begriffe erst mal zurechtfinden (der Glossar am Ende, den ich erst nach dem Lesen entdeckt habe, hätte geholfen, es ging aber auch ohne), dann eröffnet sich eine sehr faszinierende Welt.
Es gibt unterschiedliche Völker mit optischen Merkmalen und verschiedenen Lebensweisen und -orten. Nicht alle Völker spielen im Roman eine größere Rolle, hier hätte ich mir, da ich die unterschiedlichen Lebenarten total spannend fand, noch ein paar mehr Einblicke gewünscht.
Auch die Landschaft ist ungewöhnlich und kommt mit neuartigen Bewohnern daher. Dank vieler detailliert-bildhafter Beschreibungen fällt es aber leicht, Bilder für diese fantastische Welt zu entwickeln.

Die Geschichte ist von Beginn an spannend. Zwar sind manche Ereignisse vorhersehbar, insgesamt gibt es aber etliche unerwartete Wendungen und immer neue, actionreiche und dramatische Ereignisse.
Die Hauptfiguren kabbeln sich ununterbrochen, wodurch manch witzige Szene entsteht – aber auch die Gefühle kommen nicht zur kurz.

Schön ist die Entwicklung, die viele Charaktere im Verlauf durchmachen. Während sie zu Beginn in ihren Ansichten über die verfeindeten Völker festgefahren sind und eine Person nur nach seiner Stammeszugehörigkeit beurteilen, haben die aufregenden Ereignisse zur Folge, dass die Figuren am Ende nach ihren Taten und inneren Werten, nicht mehr nach ihrer Herkunft oder ihrem Geschlecht beurteilt werden. So können etliche Vorurteile überwunden werden. Unerwartete Aufdeckungen zu Intrigen und Lügen über die Geschichte der Völker tragen zum Umdenken bei und sorgen für aufregende Wendungen.

Die packende, teils gefühlvolle, teils dramatische Handlung hat auch einige grausame, erschreckende Szenen zu bieten. Auch hier werden die bildhaften Beschreibungen nicht zurückgehalten, diese Szenen halten sich aber in Grenzen.

Das einzige, was mich zwischenzeitlich ein wenig irritiert hat, war der Erzählstil. Es gibt einen Er-Erzähler, der allerdings keinen Gesamtüberblick hat sondern in der personalen Erzählweise zwischen den einzelnen Figuren schwankt. Diese Wechsel kommen ohne sichtbare Abgrenzung so schnell aufeinander, dass es gerade bei dem Versteckspiel teilweise etwas komisch zu lesen war, wenn ständig zwischen er und sie gewechselt wird, obwohl die gleiche Person gemeint ist.

Fazit: Besonders die faszinierende, liebevoll ausgearbeitete Welt mit ihren ungewöhnlichen Bewohnern konnte mich schnell in ihren Bann ziehen. Die Geschichte der sympathischen Hauptfiguren ist spannend, dramatisch sowie gefühlvoll und trotz vorhersehbarer Ereignisse gibt es etliche unerwartete Wendungen, die mich das Buch an etwas mehr als einem Tag haben verschlingen lassen.

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(13)

18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

karin kratt, carlsen, gefangene der finsternis, darkdiamonds, seday academy

Gefangene der Finsternis

Karin Kratt
E-Buch Text
Erschienen bei Dark Diamonds, 28.04.2017
ISBN 9783646300260
Genre: Sonstiges

Rezension:

 Achtung, Band 4 der Reihe. Inhaltliche Spoiler zu den Vorgängern möglich.

Ich liebe die J’ajal einfach. Auch dieser Band konnte mich wieder komplett fesseln, sodass ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte – und nach einem Tag leider schon fertig war.

Die Handlung setzt nicht lange nach den Ereignissen von Band 3 an. Schön ist, dass zu Beginn nochmal die wichtigsten Figuren kurz vorgestellt werden – dies aber so eingebunden in die Handlung, dass es nicht langwierig wird. Am Ende gibt es auch wieder einen Glossar mit den wichtigsten Figuren und Begriffen rund um die J’ajal. Die Wesen, die Karin Kratt hier geschaffen hat, faszinieren mich jedes Mal aufs Neue. Die Welt der Seday, Wächter und Dämonen ist komplex und folgt ihren eigenen Gesetzen.

Die Handlung ist unglaublich spannend. Cey ist absolut nicht einzuschätzen und so gibt es wieder etliche Überraschungen. Doch die junge Frau öffnet sich erneut ein Stückchen weiter, sodass es neue Einblicke in ihre Vergangenheit und damit verbunden sehr emotionale Szenen gibt.

Mit der Wächterin an ihrer Seite nimmt auch das Leben der Seday an Brisanz zu. Erneut gerät Xyens Truppe in eine gefährliche Situation – Spannung, Action und Dramatik folgen. Es fiel mir schwer, Lesepausen einzulegen, weil ich immer unbedingt wissen musste, wie es weitergeht.
Ein Ereignis jagt das nächste – Wächterpflichten, Verbrechersuche, Seday-Unterricht. Ceys sehr unterschiedlichen Lebensbereiche sind alle gleich interessant, besonders da die junge Frau selten tut, was man von ihr erwartet und so auch der eigentlich harmlose Unterricht zur großen Show werden kann.

Doch neben Ceys widerspenstigen Wesen, mit dem sie die Academy ordentlich aufmischt, mag ich auch ihre ruhige Seite und die Gespräche mit Xyen und Nathan, bei denen sie andere Einblicke in ihre Gedanken und Gefühle gewährt.

Kurz vor Schluss hat Autorin Karin Kratt mir dann noch einen richtigen Schockmoment beschert und damit auch die für mich mit Abstand emotionalste Szene des Romans geschaffen.

Allerdings bin ich nach dem Ende – ebenfalls eine sehr überraschende Situation mit Cliffhanger – nun auch ein wenig traurig. Denn am liebsten würde ich sofort weiterlesen. Stattdessen heißt es nun erst mal Warten.

Fazit: Neue Einblicke in Ceys Vergangenheit, neue aufregende Fälle, neue emotionale Gespräche. Auch der vierte Band wird zu keinem Zeitpunkt langweilig. Die packende, abwechslungsreiche Handlung konnte mich ab der ersten Seite fesseln. Doch nicht nur die Geschichte hat mir gefallen, auch die vielen unterschiedlichen, sehr facettenreichen Figuren konnte mich wieder begeistern. Ich hoffe noch auf viele weitere Bände um die sympathischen, ein wenig verrückten Charaktere...

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(122)

166 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 105 Rezensionen

jugendbuch, convention, liebe, nerd, ana und zak

Ana und Zak

Brian Katcher , Ute Mihr
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 07.04.2017
ISBN 9783423650250
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ana und ihr Bruder nehmen an einer Quiz-Meisterschaft teil. Auch Zak wird zur Teilnahme verdonnert, obwohl er an dem Wochenende eigentlich ganz andere Pläne hatte. Als dann Anas Bruder abhaut, um sich die Comic-Convention anzuschauen, von der Zak geschwärmt hat, geraten die drei Jugendlichen in ein unerwartetes Abenteuer...

Das Buch wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive der zwei Teenager erzählt. Ana und Zak sind zwei völlig unterschiedliche Charaktere.
Anas Leben ist komplett durchgeplant, Freizeit kennt der Teenager nicht. Ana ist überbehütet und wird beinahe eingesperrt.
Natürlich hält sie Zaks Leben, der Freunde und Hobbies hat, mit denen er sich stundenlang beschäftigen kann, für viel einfacher. Doch auch Zak trägt sein Päckchen mit sich herum. Seinen Stiefvater kann er nicht leiden und ist daher froh, wenn er mal von zuhause verschwinden kann.
Mit dem Zusammentreffen der zwei Teenager prallen Welten aufeinander. Umso interessanter ist es, zu beobachten, wie beide versuchen, das Leben des anderen zu verstehen, wie sie sich einander öffnen und die Seiten aufzeigen, die nicht sofort ersichtlich sind.

Im Großen und Ganzen erleben Ana und Zak nur einen Tag miteinander. Einen sehr aufregenden und ereignisreichen Tag auf der Comic-Con mit vielen ungewöhnlichen, schrägen und bunten Charakteren.
Auf der Suche nach Anas Bruder geht alles schief, Zak gerät von Schlamassel zu Schlamassel und auch Ana erlebt viele für sie untypische Situationen.
Obwohl es lustig ist, das ganze Chaos zu verfolgen, ist es mir insgesamt etwas zu viel von allem: zu viel Action, zu viel Drama, zu viele Verletzungen für die paar Stunden. Trotzdem hat es insgesamt Spaß gemacht, das Buch zu lesen und das Ende hat mich wieder etwas versöhnlich gestimmt, auch wenn Raum zum Weiterspinnen bleibt.

Fazit: Die zwei völlig verschiedenen Protagonisten und der schräger Handlungsort haben mir gefallen. Leider ist die Geschichte einfach zu ereignisreich, dass die Summe an Action und Dramatik für den kurzen Zeitraum arg übertrieben wirkt. Insgesamt trotzdem eine süße, lesenswerte Geschichte.

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(175)

322 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 137 Rezensionen

liebe, abschiebung, new york, schicksal, familie

The Sun is also a Star.

Nicola Yoon , Susanne Klein , Dominique Falla
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Dressler, 20.03.2017
ISBN 9783791500324
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Natashas Familie soll abgeschoben werden. Verzweifelt versucht sie bei den Behörden, dies noch zu verhindern. Dabei trifft sie Daniel, der sich auf dem Weg zu einem Vorstellungsgespräch befindet. Die beiden verbringen diesen einen unvergesslichen Tag miteinander... Zufall oder Schicksal?

Der Erzählstil des Buches ist etwas ungewöhnlich. Daniel und Natasha sind die Ich-Erzähler der Geschichte. Abwechselnd berichten sie von den Ereignissen des Tages, wobei es kaum Kapitel gibt, die länger als 3 Seiten sind – manche umfassen sogar nur eine halbe Seite oder weniger. Die schnellen Wechsel erzeugen eine interessante Dynamik, man muss nie lange auf die zweite Sicht zu den aktuellen Geschehnissen warten. Zumindest fast – denn zwischen den Passagen von Natasha und Daniel gibt es immer wieder kleine Exkurse. Mal dreht sich ein Kapitel um Themen, über die die beiden gerade reden – fast wie ein kleiner Lexikoneintrag, wissenschaftlich, philosophisch oder kulturell. Dann wieder gibt es Kapitel über Familienangehörige oder Personen, die die Protagonisten an diesem Tag treffen. Diese sind meist in der personalen Form gehalten.
Was diese Einschübe angeht, bin ich noch zwiegespalten. Manche fand ich ganz spannend, andere waren weniger interessant. Und manche zeigen einfach nur, wie viele kleine Zufälle über den Tag zusammenkommen und schließlich das Leben der Figuren verändern werden.
Letztlich passen die Exkurse schon irgendwie zu dieser ungewöhnlichen Geschichte, auch wenn ich sie teilweise gern überblättert hätte, um die Geschichte von Daniel und Natasha schnell weiterlesen zu können.

Denn die Geschichte ist süß. Und sie ist tragisch – tragisch traurig und tragisch schön.
Daniel und Natasha haben nicht viel Zeit, sich kennenzulernen. Aber sie erleben einen sehr intensiven Tag miteinander. Irgendwas ist da zwischen ihnen, das in beiden verschiedenste Gefühle hervorruft, an denen der Leser dank der Erzählperspektive teilhaben kann.

Auch der kulturelle Aspekt spielt zwischen beiden immer wieder eine Rolle. Der 17-jährige Daniel hat koreanische Eltern, die gleichaltrige Natasha wurde in Jamaika geboren. Zwei völlig verschiedene Welten prallen hier aufeinander – zumindest was die Vorstellungen der Eltern betrifft. Denn eigentlich wollen beide einfach nur ganz normale amerikanische Teenager sein.

Und dann haben beide das Haus ja aus einem bestimmten Zweck verlassen: Wie wird Daniels Gespräch verlaufen, das über seine Zukunft entscheiden könnte? Und wird Natasha einen Weg finden, in den USA bleiben zu können?

Ich habe das Buch an zwei Abenden gelesen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es ausgeht. Die Geschichte konnte mich fesseln. Sie hat mich zum Nachdenken gebracht. Doch obwohl sie so viele Emotionen enthält, konnte sie mich nur wenig berühren – ich kann leider gar nicht sagen, woran genau dies gelegen hat. Vielleicht geht doch alles ein wenig zu schnell, schließlich umschließt die Geschichte nur diesen kurzen Zeitraum, in dem die zwei so unglaublich viel erleben und miteinander teilen.

Und leider konnte mich auch das Ende nicht überzeugen. Ich finde es nicht wirklich logisch. Es fehlt eine wichtige Info, die ihm hätte Sinn geben können. So lege ich das Buch etwas ratlos zur Seite und frage mich, was ich mit diesem Ende nun anfangen soll...

Interessanter Aufbau. Die schnellen Wechsel sorgen für ein lebendiges Lesegefühl, auch wenn ich auf manche der Einschübe hätte verzichten können. Die Geschichte der zwei Teenager ist interessant - tragisch und dramatisch. Man kommt ein wenig ins Grübeln, welche großen Auswirkungen eine kleine Entscheidung haben kann und wie zufällige Ereignisse das Leben nachhaltig verändern können. Leider kamen die vielen Emotionen, die in der Geschichte vorhanden sind, nicht komplett bei mir an. Und auch das Ende lässt mich ein wenig unglücklich zurück.
Da ich das Buch trotzdem gern gelesen habe, reicht es für knappe 4 Möhren.

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(161)

385 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 93 Rezensionen

1001 nacht, liebe, magie, orient, fluch

Rache und Rosenblüte

Renée Ahdieh , Martina M. Oepping
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.03.2017
ISBN 9783846600405
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Achtung: 2. Band – Spoiler zum Vorgänger vorhanden
 
Die Handlung setzt wenige Tage nach den Geschehnissen des Vorgängerbandes ein. Zorn & Morgenröte sollte auf jeden Fall bekannt sein, da die begonnenen Handlungsstränge nahtlos fortgeführt werden. Es gibt zwar kleine Rückblicke, meist in Form von Erinnerungen einzelner Figuren, diese waren aber so spärlich gesetzt, dass ich – nachdem ich das Buch bereits begonnen hatte – nochmal Band 1 gehört habe. An die Grundhandlung von Shahrzad und Chalid konnte ich mich (auch dank der eShorts) zwar noch erinnern, aber darüber hinaus gibt es so viele weitere Figuren, die Bündnisse schließen und Pläne austüfteln, sodass mir das Auffrischen geholfen hat, die wichtigsten Verbindungen wieder nachvollziehen zu können.

Trotzdem habe ich einige Seiten zum Einlesen gebraucht, um mich zwischen all den Charakteren wieder zurechtzufinden. Dadurch, dass Shazi die meiste Zeit in der Wüste verbringt, ist auch die Atmosphäre zunächst eine ganz andere – das stimmungsvolle, bunte Palasttreiben aus Band 1 fehlt hier. Und doch konnte mich die Geschichte recht schnell wieder fesseln, denn Shazi und Chalid sind zwei unglaublich sympathische Figuren und ich habe mitgelitten und mitgefiebert, ob sie den Fluch brechen und den drohenden Krieg abwenden können.

Die Handlung ist zu beginn relativ ruhig. Shahrzad sucht verzweifelt nach einem Ausweg, während Chalid versucht, das zerstörte Ray zu retten. Es geht nur langsam voran, was mich allerdings nicht gestört hat, da ich diese mühsame Suche nach Antworten angenehmer fand als eine einfache, überstürzte Lösung. Nach und nach steigert sich die Spannung und die Dramatik nimmt zu. Die Geschichte hat einige unerwartete Wendungen zu bieten. Besonders in der zweiten Hälfte fiel es mir immer schwerer, das Buch wieder aus der Hand zu legen. Schock, Erleichterung und Verzweiflung wechselten sich auch beim Lesen ab.

Nicht bewusst war mir allerdings bis kurz vor Ende des Buches, dass es sich hierbei auch um den Abschluss der Reihe handelt. Ich war fest von einer Trilogie ausgegangen. Und so hatte ich auf den letzten 100 Seiten etwas Angst, ob denn wirklich alle Handlungsstränge zuende geführt werden würden. Dies war leider nur teilweise der Fall. Die wichtigsten Dinge werden aufgelöst und zuende geführt. Doch insgesamt war mir das Ende zu kurz. Themen, die über beide Bände hinweg eine wichtige Rolle gespielt haben, werden nicht nochmal aufgegriffen, sodass am Ende doch noch einige Fragen offen bleiben. So lernen Shazi und Chalid im Verlauf der Handlung beispielsweise auch neue, faszinierende Charaktere kennen – die dann aber leider trotz der langen Einführung nur eine sehr geringe Rolle spielen und am Ende gar nicht mehr auftauchen. Nach dem kurzen Epilog, der prinzipiell ein schöner Abschluss hätte sein können, fühlte ich mich etwas aus der Geschichte geworfen – was schade ist, da ich besonders die letzten 200 Seiten eigentlich unglaublich toll fand. Ich hätte mir wirklich noch einen dritten Band gewünscht, oder wenigstens noch 100 Seiten mehr, um alles etwas ausführlicher zuende zu bringen und auch die letzten Fragen noch aufzulösen.

Fazit: Nach einem ruhigen Beginn wird die Geschichte spannend und dramatisch. Während die ersten Seiten sehr ausführlich den Weg der Figuren schildern, überschlagen sich die Ereignisse zum Schluss und vieles wird sehr kurz – zu kurz – abgehandelt, sodass am Ende leider auch noch einige Fragen offen bleiben. Trotzdem eine absolut lesenswerte Dilogie mit einem ganz eigenen Zauber.

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53 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 49 Rezensionen

pasta, nudeln, vegetarisch, kochen, kochbuch

Mia liebt Pasta

Mirja Hoechst
E-Buch Text: 136 Seiten
Erschienen bei Thorbecke, 13.02.2017
ISBN 9783799510776
Genre: Sachbücher

Rezension:

Da ich Nudeln liebe, ist mir vor allem erst mal der Titel ins Auge gefallen. Die Rezepte musste ich mir unbedingt anschauen.

Auch das Cover hebt sich von der breiten Masse ab und fällt in der Kochabteilung sofort ins Auge.

 

Das Buch ist sehr übersichtlich gestaltet: Am Anfang gibt es ein paar einleitende Worte und nützliche Küchenhelfer.

Es folgen Grundrezepte für Nudelteig, Saucen und Pesto.

Die Nudelrezepte sind in verschiedene Kategorien wie Gefüllt, Gebacken oder Gesüßt unterteilt.

Die Rezepte sind leicht verständlich in einzelnen Arbeitsschritten beschrieben.

 

Mir ist beim Kochen wichtig, dass ich nicht erst eine Weltreise machen muss, um zig ungewöhnliche Zutaten zu kaufen – dies ist hier nicht der Fall. Die meisten Sachen sollten sich in jedem größeren Supermarkt finden lassen. Zu viele außergewöhnliche Zutaten sind nicht enthalten.

 

Die süßen Kombinationen sind eher nichts für mich – Nudeln mit Schokolade und Obst kann ich mir eher weniger vorstellen.

Aber ich habe etliche Rezepte gefunden, die ich gern ausprobieren möchte.

Ein paar habe ich auch schon nachgekocht und war mit dem Ergebnis zufrieden. Vor allem die One Pot Pasta wird’s bei uns wieder geben.

Dabei sind die Rezepte, die ich probiert habe und probieren möchte, nicht sonderlich ungewöhnlich oder originell. Einfach klassisch lecker – und trotzdem abwechslungsreich. So mag ich Pasta am liebsten.

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47 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

dark diamond, carlsen, das erwachen, johanna lark, traumhaft 1

Traumhaft - Erwachen

Johanna Lark
E-Buch Text
Erschienen bei Dark Diamonds, 28.10.2016
ISBN 9783646300024
Genre: Fantasy

Rezension:

Seit Monaten liegt Klaras Bruder im Koma. Als sie plötzlich in einem Traum mit ihm sprechen kann, bemerkt sie ihre besonderen Fähigkeiten. Die 21-jährige Psychologiestudentin kann ihre Träume aktiv beeinflussen und sich sogar andere Menschen in ihre Träume holen. Dadurch ergeben sich unbeahnte Möglichkeiten, aber auch große Gefahren...

Die Bewertung dieses Buches fällt mir relativ schwer, weil ich auch beim Lesen hin und her gerissen war.

Einerseits hat die Geschichte viele spannende Momente. Klaras Traumfähigkeiten sind faszinierend und es ist interessant, ihre Entwicklung und die Veränderung der Träume zu verfolgen. Sie wird in ein Spiel aus Lügen und Intrigen verstrickt, bei dem man oft nicht weiß, wer welche Rolle spielt und wer auf wessen Seite steht.

Andererseits hat die Handlung einige langwierige Passagen. Streckenweise geht es nicht wirklich voran, es ist ein ziemliches hin und her – auch emotional. Dabei lenkt Klara sich immer wieder mit Unmengen Zigaretten und Alkohol ab, was jedes Mal beschrieben wird und mich mit der Zeit doch etwas störte.

Hinzu kommt, dass die Kapitel insgesamt alle eher kurz sind und ich die Übergänge an einigen Stellen als etwas holprig empfand. Manche beschreiben eine kleine – wenig bedeutende – Sequenz aus Klaras aktuellen Leben, bevor dann das nächste Kapitel Tage später wieder einsetzt. Dies verstärkte für mich das Gefühl, dass die Handlung nicht vom Fleck kommt.
Und trotzdem wollte ich das Buch immer weiter lesen, um herauszufinden, ob Klaras Bruder aus dem Koma erwacht und wie sich Klaras Fähigkeit entwickelt.

Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Klara ist die Ich-Erzählerin der Geschichte und beschreibt in einer flüssigen, bildhaften Art ihre Erlebnisse. Dabei lässt sie den Leser an ihren wechselnden Gefühlen teilhaben.

Fazit: Zwischen Faszination und Langeweile. Klaras Fähigkeit und deren Auswirkungen sind sehr spannend. Es ist schwer einzuschätzen, was die verschiedenen Akteure von ihr wollen, was die Neugier steigert. Leider gab es aber auch einige zähe Passage, in denen die Handlung nicht wirklich voran kam und die mir das Lesen schwer gemacht haben.

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25 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

dark diamonds

Traumhaft 2: Das Vergessen

Johanna Lark
E-Buch Text: 396 Seiten
Erschienen bei Dark Diamonds, 30.12.2016
ISBN 9783646300116
Genre: Sonstiges

Rezension:



Achtung: 2. Band der Traumhaft-Reihe. Inhaltliche Spoiler zu Band 1 vorhanden.

Zwar hat Klara es geschafft, dass ihr Bruder aus dem Koma aufgewacht ist, doch nun warten neue Herausforderungen auf sie. Der Job für Silva führt sie in eine neue Welt voller Luxus und glamouröser Gesellschaft. Doch ist sie bereit, alles zu tun, was von ihr verlangt wird?

In einem ersten Traum erinnert Klara sich an die wichtigsten Ereignisse aus Band 1 zurück. Die Handlung knüpft nahtlos an den Vorgängerband an. Durch den kleinen Einstieg dürften die wichtigsten Erinnerungen aufgefrischt sein, Vorwissen ist aber auf jeden Fall notwendig, da die begonnenen Handlungsstränge weitergeführt und Personen nicht neu vorgestellt werden. Ein paar weitere Rückblenden erfolgen dann während der Handlung noch.

Nachdem Band 1 mich zwar neugierig gemacht hat, ich Klara aber hin und wieder schon anstrengend fand, musste ich mich durch Band 2 leider arg quälen.
Die Handlung ist extrem zäh, einseitig und voller Wiederholungen.
Alkohol, Drogen, Sex und das unberechenbare Traummedikament bestimmen Klaras Leben. Nacheinander, durcheinander, hintereinander weg. Tagtäglich – über Wochen. So trifft man in diesem Buch leider selten eine nüchterne Figur... Und der Leser darf ausführlich daran teilhaben, denn neben Klars Schilderungen, womit sie sich diesmal bekifft oder welche Alkoholsorte als nächstes dran ist, passiert nicht so richtig viel.

Dabei hat die Geschichte durchaus spannende Momente. Klara wird in Machenschaften verwickelt, die sie gar nicht überblicken kann. Es ist ein Spiel, in dem jeder gegen jeden kämpft und Klara nur die Marionette ist, deren Fäden ein anderer zieht. Leider nehmen diese Passagen aber viel zu wenig Raum ein. Denn vieles passiert außerhalb der Sichtweite von Ich-Erzählerin Klara und so richtig Elan hat sie eigentlich nicht, den Dingen auf den Grund zu gehen.

Erst auf den letzten 50 Seiten konnte mich die Geschichte dann noch ein wenig berühren. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich die Absicht gefasst, den Abschlussband gar nicht mehr zu lesen. Doch dann kommen doch noch einige Antworten und Wendungen in Klaras Leben – verbunden mit echten Emotionen. Und irgendwie bin ich nun (leider?) doch neugierig, wie Klaras Geschichte enden wird. Dabei hoffe ich aber, dass dieser Lebenswandel nur eine Phase war, die sie nun überwunden hat... ansonsten könnten das 600 Seiten seeeehr lange Seiten werden. Ich bin noch unentschlossen.

Es hätte so schön sein können... wenn Klara wenigstens versucht hätte zu handeln, statt sich von einem Rauschzustand in den nächsten zu befördern. Teilnahmslos lässt sie ihr Leben an sich vorbeiziehen und berichtet dem Leser ausführlich über ihren ausgiebigen und vielfältigen Drogen- und Alkoholkonsum. Die mit Intrigen und Lügen gespickte Handlung bleibt auf der Strecke. Bis kurz vor Schluss ist das Buch leider langweilig und zäh.

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20 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

Im Blut ein Schwarzbär

Anika Lorenz
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 02.02.2017
ISBN 9783646602845
Genre: Fantasy

Rezension:

 Achtung, vierter Band – Spoiler in Bezug auf die Vorgänger möglich.

Zum Inhalt möchte ich gar nichts sagen – wer die ersten drei Teile gelesen hat, weiß, in welcher Situation sich Emma befindet und welche Gefahren und Entscheidungen ihr bevorstehen. Und wer die Vorgänger nicht gelesen hat, sollte dies dringend nachholen, da die Handlung nahtlos fortgesetzt wird und auf viele vergangene Ereignisse Bezug genommen wird.

Emma ist weiterhin die Ich-Erzählerin der Geschichte und nimmt den Leser erneut mit auf eine emotionale Achterbahnfahrt.

Im Blut ein Schwarzbär ist allerdings anders als seine Vorgänger. Zwar ist das Buch genauso düster, brutal und melancholisch. Trotzdem entsteht durch die Gemeinschaft der Jäger, über die man in diesem Band viele neue Details erfährt, noch mal eine ganz neue, bedrohlichere Atmosphäre und die Brutalität nimmt noch mal etwas zu.

Die große „Enthüllung“ dieses Bandes kam leider nicht überraschend – für mich das größte Manko an der Reihe, dass so vieles vorhersehbar ist. Trotzdem war der daraus resultierende Verlauf der Handlung sehr spannend und abwechslungsreich. Emma wird vor ganz neue Herausforderungen gestellt, an denen sie zu zerbrechen droht. Mühsam kämpft sie sich durch das Geschehen und lässt den Leser dabei an ihren wechselnden Gefühlen teilhaben. Ihre Entwicklung ist nachvollziehbar geschildert – als Leser kann man gar nicht anders, als mit ihr mitzufiebern und mitzuleiden.

Zum Ende hin wird die ohnehin fesselnde Handlung dann noch richtig dramatisch. Hier wechseln sich nun erwartete Ereignisse mit unerwarteten Geschehnissen ab, bevor das Buch mit einen fiesen Cliffhanger endet.

Obwohl mir insgesamt die Überraschungen fehlen, konnte mich auch dieser Band der Reihe absolut fesseln. Die Handlung ist spannend, dramatisch und emotional. Und zum Schluss gibt es zumindest noch eine kleine Überraschung, die mich sehr neugierig auf den nächsten Band macht.

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63 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 47 Rezensionen

vampire, melody, eden, sabine schulter, blutwächter

Melody of Eden - Blutwächter

Sabine Schulter
E-Buch Text
Erschienen bei Dark Diamonds, 24.02.2017
ISBN 9783646300086
Genre: Fantasy

Rezension:

 Achtung: Band 2 der Reihe. Inhaltliche Spoiler zum Vorgänger vorhanden.

Ich verzichte auf eine Inhaltsangabe, da Band 1 auf jeden Fall bekannt sein sollte.  Zwar sind kleine Rückblicke dezent ins Geschehen eingebunden, der Inhalt und vor allem die ungewöhnliche Vampirwelt aus Blutgefährten erschließt sich dadurch aber nicht.

Der Erzählstil bleibt beibehalten. Abwechselnd schildern Eden und Mel ihre Erlebnisse jeweils aus der Ich-Perspektive. Dabei wird nicht nur die aktuelle Handlung in flüssiger, bildhafter Sprache wiedergegeben, sondern beide gewähren auch intensive Einblicke in ihre Gedanken und ihre Gefühlswelt. Das ist vor allem bei Eden interessant, da er sich mit Gefühlsäußerungen insgesamt eher zurückhält.
Und so ist es wieder sehr spannend, die Entwicklung der beiden zueinander zu verfolgen, da Eden sich durch Melody immer mehr zu öffnen beginnt.

Doch nicht nur die zwei Hauptfiguren sind sehr facettenreich dargestellt. Neben Edens Team, das man nun noch etwas näher kennenlernt, lernt Mel auch die vielen weiteren Vampire der Nachtpolizei kennen – sehr verschiedene Charaktere mit unterschiedlichen, teils noch nicht sichtbaren, Absichten treffen aufeinander und sorgen für witzige Dialoge und viel Konfliktpotential.
Und auch die ungewöhnliche Vampirwelt wird aufgrund neuer Begebenheiten noch komplexer und faszinierender.

Die Handlung ist wieder von Beginn an fesselnd. Der vorherige Konflikt wird weitergeführt: Rufus und die verschwundenen Tiere. Immer noch versuchen die Vampire der Nachtpolizei den ungewöhnlich klugen Wilden zu finden. Doch so leicht lässt sich Rufus nicht aufspüren. Unerwartete Gefahren und Hinterhalte erwartet das sympathische Protagonistenpaar und ihr Team.
Dabei kommt es zu vielen dramatischen und actionreichen Szenen. Besonders das Ende hat es in sich. Hier überschlagen sich die Ereignisse – und dann ist es an einer sehr dramatischen Stelle einfach vorbei. Ich will weiterlesen – sofort!

Tolle Fortsetzung, die mit einer schönen Mischung aus emotionalen Passagen und actionreicher, dramatischer Handlung überzeugt. Die Geschichte ist spannend und selten vorhersehbar. Die vielen unterschiedlichen Charaktere und die ungewöhnliche Vampirwelt machen auch Band 2 wieder zu einem Highlight.

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(26)

38 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

florenc, young adult fantasy, familie, colours, kristengreco

Colours & Dreams

Kirsten Greco
E-Buch Text: 311 Seiten
Erschienen bei Dark Diamonds, 27.01.2017
ISBN 9783646300185
Genre: Fantasy

Rezension:

In ihrem Träumen hat Emily Visionen. Doch sie weiß nach dem Aufwachen nichts mehr davon, bis die Erinnerungen irgendwann unerwartet über sie hereinbrechen. Nach dem Tod ihrer Großmutter, die ebenfalls in die Zukunft träumen konnte, wird Emily auf eine Reise geschickt, auf der sie nicht nur lernen soll, ihre Fähigkeiten zu verstehen...

Emily ist eine sympathische Protagoinstin. Sie ist noch etwas unschlüssig, wie ihr Leben verlaufen soll, doch die Aufgabe, die sie nach dem Tod ihrer Großmutter erhält, nimmt sie zwar verwirrt, aber ohne zögern an. Da ihr eine etwas ungewöhnliche Reise bevorsteht, ist ihre Ungeduld sehr nachvollziehbar. Jeder weiß etwas, aber keiner sagt es ihr.
Die Liebesgeschichte ist etwas überstürzt, fügt sich aber gut in die Handlung.

Erzählt wird die Geschichte aus drei wechselnden personalen Perspektiven. Neben Hauptfigur Emily und ihrer neuen Bekanntschaft Declan, die über die gemeinsame Reise berichten, gibt es noch einen unbekannten Beobachter. Diese Figur sorgt von Beginn an für eine bedrohliche Atmosphäre, zudem bekommt der Leser regelmäßig einen Wissensvorsprung über die weiteren Pläne des Verfolgers, sodass auch die Spannung steigt.

Und so kommt es letztlich zu einer unglaublich spannenden, dramatischen Szene, in der sich das bisherige Geschehen zuspitzt. Leider wird diese Situation aber sehr schnell wieder aufgelöst. Danach fällt die Spannung rapide ab. Zwar hat Emily noch letzte Geheimnisse aufzudecken, die in dieser Form unerwartet waren, insgesamt plätscherte es mir aber noch zu lange vor sich hin. Nach diesem Spannungshöhepunkt hätte ich mir ein zügigeres Ende gewünscht.

Trotzdem konnte mich die Geschichte insgesamt gut unterhalten. Es ist interessant, Emily auf ihrem Weg zu begleiten und hinter die Geheimnisse, die so lange nur angedeutet werden, zu blicken. Am Ende sind dann alle Rätsel gelöst – endlich mal wieder ein Einzelband ;)

Auf der Suche nach Antworten träumt Emily immer wieder von ihrer eigenen Zukunft: Liebe, Gefahr, Geheimnisse – die Geschichte hat manch Unerwartetes zu bieten. Die Handlung ist spannend und mysteriös und dank des flüssigen, bildhaften Schreibstils leicht zu lesen. Nach dem großen Knall hätte es aber etwas schneller zuende sein dürfen.

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111 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 50 Rezensionen

elemente, spark, elite, fantasy, liebe

Spark

Vivien Summer
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 02.02.2017
ISBN 9783646603378
Genre: Jugendbuch

Rezension:

In regelmäßgen Abständen muss Malia einen Bluttest absolvieren. Und jedes Mal hofft sie, dass keine Genveränderung festgestellt wird, die sie in den Kreis der High Society aufsteigen lassen würde. Doch alle Hoffnung ist vergeblich und plötzlich wandelt sich Malias Leben komplett. Sie muss nicht nur hart trainieren, sondern steht plötzlich im Mittelpunkt des Interesses von Leuten, von denen sie sich bisher ferngehalten hat...

Schon der Prolog konnte mich sofort in seinen Bann ziehen. Er vermittelt den Eindruck, der Präsident züchtet sich Menschen für eine Armee. Doch was es wirklich damit auf sich hat, bleibt erst mal verborgen, denn mehrere Jahre später ist es die 17-jährige Malia, die ihre Geschichte erzählt – wie sie Teil der Elite wird, obwohl sie dies nie wollte.

Die Geschichte spielt mehr als 600 Jahre in der Zukunft. Papier gibt es nicht mehr, nahezu alles findet elektronisch statt. Und doch ist das Leben anders – weniger technisiert –, als ich es mir in dieser fernen Zukunft vorgestellt hätte, was das Szenario sehr faszinierend macht.

Malia und ihre Freundin Sara zeigen die zwei gegensätzlichen Seiten der Gesellschaft: Auf der einen Seite die Menschen, die sich so sehr wünschen, zur High Society zu gehören und all ihre Privilegien genießen zu können, und auf der anderen Seite diejenigen, die sich ein ruhiges Leben wünschen und Angst davor haben, Teil des Militärs werden zu müssen. Und natürlich trifft es ausgerechnet Malia, die gar nicht zur Elite gehören möchte.

Da sie die Ich-Erzählerin der Geschichte ist, kann der Leser an ihren aufgewühlten Gedanken und Gefühlen zu ihrem neuen Leben teilhaben. Prinzipiell ist die Geschichte sehr spannend – was sie erlebt, welche Aufgaben sie plötzlich alle erfüllen muss, wie hart sie trainiert, um ihre Fähigkeiten zu entwickeln. Doch leider rückt all dies aufgrund der „Liebesgeschichte“, die zumindest in Malias Gedanken sehr viel Raum einnimmt, immer wieder in den Hintergrund. Ich hätte mir etwas weniger Teenagerdrama und etwas mehr vom Leben der Gesellschaft und der Ausbildung gewünscht. Trotzdem macht es Spaß, Malias neuen Weg zu verfolgen und sich mit ihr in dieser ungewöhnlichen Welt zurechtzufinden. Es gibt immer wieder kleine Rätsel, über die Malia stolpert, vermeintliche Verschwörungen und Geheimnisse, die sie beschäftigen und die Spannung steigern.

Und am Ende war ich dann richtig geschockt. Ich kann es nicht näher beschreiben, ohne zu spoilern, aber das Ende hat mich komplett überrascht. Es wird sehr dramatisch und wirft unglaublich viele Fragen auf. Besonders: Wie geht es weiter...? Zum Glück erscheint Teil 2 schon im April.

Die dystopische Welt mit ihren Geheimnissen und ihrem ungewöhnlichen Gesellschaftssystem konnte mich schnell in ihren Bann ziehen. Es macht Spaß, Malia auf ihrem neuen, steinigen Weg zu begleiten. Dabei hätte ich mir etwas weniger von dem Gefühlswirrwarr und etwas mehr zu ihrer harten Ausbildung und ihrem neuen Leben gewünscht. Doch das unerwartete - leider sehr offene - Ende entschädigt dann für die Momente, in denen Malia sich gedanklich im Kreis drehte. Ich würde am liebsten sofort weiterlesen!

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24 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

freundschaft, vergangenheit, magie, hochzeit, geheimnis

1001 Kuss - Djinnrache

Rebecca Wild
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 02.02.2017
ISBN 9783646602944
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Band 2 von 1001Kuss. Inhaltliche Spoiler zu Band 1 vorhanden!

Seit ihrem letzten gemeinsamen Abenteuer sind Rani und Jaal unzertrennlich. Doch die Verbindung von Djinn und Mensch wird nicht geduldet. Und so stehen die zwei bald einer Horde wütender Djinn gegenüber...

Djinnrache ist die Fortsetzung von Djinnkuss. Da Band 1 für mich schon ein Jahr zurücklag, war ich dankbar, dass Dana meiner Empfehlung gefolgt ist und beschlossen hat, die Buchreihe ebenfalls zu lesen – und mir so den Inhalt von Band 1 zusammenfassen konnte.
Dadurch bin ich gut wieder in die Geschichte hineingekommen. Ansonsten wäre mir der Einstieg aufgrund der fehlenden Erinnerungen vermutlich deutlich schwerer gefallen, obwohl nur an wenige Handlungsstränge angeknüpft wird.
Trotzdem halte ich Vorwissen für wichtig, schon allein um die Beziehung zwischen Rani und Jaal nachvollziehen zu können.
Ansonsten entwickelt sich eine nahezu eigenständige Handlung, in der neben der quirligen Piratin und ihrem Djinn noch eine neue sowie eine bereits bekannte Figuren in den Fokus rücken.

Djinnrache ist anders als Djinnfeuer – düsterer, bedrohlicher. Nicht ganz so atmosphärisch wie Band 1, wo das bunte Treiben am Hof eine wichtige Rolle spielt. Nun sind die Figuren viel im Wald und auf ihrem Schiff unterwegs, was eine andere Grundstimmung erzeugt.

Trotzdem konnte mich die Handlung schnell wieder packen. Rani und Jaal sind ein faszinierendes Gespann und waren mir sofort wieder so sympathisch wie zuvor. Die junge Piratentochter und ihr uralter Djinn sind einfach ein süßes Paar – leider sieht das nicht jeder so und so schwebt auch bei den beiden dauerhaft eine angespannte Stimmung mit. Jaal steht daher eine große Überraschung und den Lesern eine spannende Geschichte mit ein wenig Dramatik und einer guten Portion Gefühl bevor.

Der Er-Erzähler ermöglicht einen guten Überblick über die Gesamthandlung. Abwechselnd ist er näher an den verschiedenen agierenden Personen, wodurch jeweils ein Einblick in deren Gedanken gewährt wird und ich mich gut in die Charaktere hineinversetzen konnte. Aber nicht jeder lässt sich in die Karten schauen... So ergibt sich eine Mischung aus vorhersehbaren Ereignissen und unerwarteten Wendungen. Leider ist die Geschichte insgesamt recht kurz, viel zu schnell musste ich die anschauliche beschriebene Welt der Piraten und Räuber wieder verlassen.
Am Ende sind die wichtigsten Handlungsstränge zwar beendet, der Epilog lässt aber auf einen weiteren Band hoffen.

Ein tolles Wiedersehen mit vielen bekannten Figuren. Zwar ist dieser Band weniger farbenfroh und fröhlich, doch auch die düstere Atmosphäre konnte mich schnell fesseln. Die abwechslungsreiche Handlung bietet Spannung, Action und Gefühl – und tolle Charakter, die man sofort ins Herz schließen muss.

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111 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

laufen, jugendbuch, blindheit, blind, weibliche protagonistin

Wie ich dich sehe

Eric Lindstrom , Katarina Ganslandt
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 25.11.2016
ISBN 9783551583475
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Infolge eines Unfalls ist Parker erblindet. Die inzwischen 16-jährige findet sich gut in ihrem Leben zurecht – bis zu dem Tag, an dem ihr Vater stirbt. Dass dann auch noch ihr Ex-Freund auf ihre Schule kommt, bringt Parker völlig aus dem Konzept. Zeit, die eigenen Regeln neu zu überdenken...

Dies war für mich das zweite (Carlsen) Buch mit einer blinden Protagonistin. Im Gegensatz zu →Alles was ich sehe gibt es hier allerdings keinerlei Fantasyanteil, was die Geschichte noch ein wenig bewegender macht.

Zwar kann ich nicht einschätzen, wie realistisch das Leben der blinden Parker dargestellt ist, die Beschreibungen lesen sich aber sehr authentisch.
Parker musste sich ihre Welt auszählen, um sich zurechtzufinden. Die kleinste bauliche Veränderung kann für sie zum Problem werden. Sie hat einen völlig anderen Blick auf die Welt und die Menschen entwickelt.
Daher regt die Handlung stark zum Nachdenken an: In wie vielen Situationen verlassen wir uns nur auf unsere Augen. Wie aufgeschmissen wären wir, wenn wir Ereignisse allein anhand von Geräuschen und Tonlagen erfassen müssten.
So ist es verständlich, dass auch Parker oft ins Grübeln gerät und zu zweifeln beginnt, was ihr Umfeld vielleicht vor ihr verbirgt oder was sie einfach nicht mitbekommen kann.
Aufgrund der Ich-Perspektive ist der Leser sehr nah an ihren Gedanken und Gefühlen. Parker lässt den Leser an ihrem Leben teilhaben – mit all seinen Tücken, aber auch mit all den Glücksgefühlen, die sie erlebt, bei Ereignissen, die für Sehende oft selbstverständlich sind. Nicht zuletzt dadurch wird die Geschichte so berührend.
Ich habe viel unterwegs im Bus gelesen und hatte dabei Probleme, den Reader wegzulegen und auszusteigen, weil ich so in Parkers Welt gefangen war und weiterlesen wollte.

Die 16-jährige ist eine sehr starke Protagonistin. Sie geht offen, ein wenig selbstironisch mit ihrer Behinderung um und hat ihren Weg gefunden, wie sie trotzdem auf möglichst wenig im Leben verzichten muss. Sie ist mutig und risikobereit, was von ihrem Umfeld teilweise als lebensmüde aufgefasst wird, beim Lesen aber für besonders bewegende Momente sorgt. Und gleichzeitig ist sie verletzt von Ereignissen aus der Vergangenheit und leicht verletzlich, da sie sich unter der harten Schale, die sie nach außen präsentieren möchte, viele Sorgen und Gedanken macht.

Dank Parkers angenehmen, flüssigen und bildhaften Erzählstils fliegen sie Seiten nur so dahin. Das Ende ist toll, doch auch recht abrupt – ich hätte an dieser Stelle gern noch (ewig) weitergelesen...

Eine bewegende Geschichte über einen blinden Teenager, der sein Leben neu organisieren muss und dabei auch über sich selbst noch einiges lernen kann. Parkers charmante, ironische Art sorgt für viele witzige Momente in der ansonsten sehr gefühlvollen, berührenden Handlung.

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18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

könig, verlust, magie, zauber, drachen

Das Herz des Grafen

Tanja Penninger
E-Buch Text: 310 Seiten
Erschienen bei Dark Diamonds, 27.01.2017
ISBN 9783646300239
Genre: Fantasy

Rezension:

 Die bedrückende, mysteriöse Story aus Band 1 konnte mich bereits faszinieren. Der zweite Teil setzt nun nahtlos an die Ereignisse an und die düstere Atmosphäre konnte mich direkt wieder in ihren Bann ziehen. Lisbetta ist in einer schwierigen Situation, ihr Unglück scheint kein Ende zu finden. Die Stimmung wird immer bedrohlicher, dramatischer und auch brutaler.

Dann schlug die Atmosphäre allerdings komplett um. Plötzlich wurde die Story fröhlich und bunt. Zunächst fand ich diese neue Art der Handlung immer noch sehr spannend, denn es gibt noch einige Rätsel zu lösen und viel Aufregendes mit den Charakteren zu erleben. Dabei waren einige Aufdeckungen zwar absehbar, doch insgesamt konnte mich die Geschichte immer wieder mit unerwarteten Wendungen überraschen.
Doch mit der Zeit fühlte ich mich leider durch die Geschehnisse gehetzt. In diesem einen Buch passiert unglaublich viel, wobei viele Ereignisse nur angerissen werden. Am Ende umfasst die Geschichte ein Zeitfenster von mehr als fünf Jahren, aus dem Ich-Erzählerin Lisbetta immer wieder Ausschnitte schildert. Doch alles wirkt, wie im Zeitraffer erzählt, die vorherige Tiefe ging für mich dabei verloren. Und auch Lisbetta wirkte für mich dadurch plötzlich etwas distanzierter. Je mehr Zeit verging, desto schwieriger fand ich es, ihre Handlungen und Gedanken nachzuvollziehen, da sie zulasten einer turbulenten Handlung nun weniger davon preisgibt.

Der Fantasyanteil, der im ersten Band nur angedeutet wurde, nimmt nun einen deutlich größeren Raum ein. Dabei entwickelt sich eine faszinierende Welt mit tollen Wesen und unerwarteten Hintergründen. Im Kontrast dazu steht das mittelalterliche Setting, in das nach und nach neuer technischer Fortschritt einkehrt.

Trotz der vielen zeitlichen Lücken gefiel mir das Ende der Dilogie gut, da nahezu alle Fragen beantwortet sind. Die Zukunft bleibt wie immer ungewiss...

Insgesamt hat mir die Geschichte gut gefallen. Die düstere, bedrohliche Stimmung fand ich faszinierender, aber danach entwickelt sich eine völlig andere, ebenfalls ansprechende Welt. Es gibt viele überraschende Ereignisse, leider wird aber so ein großer Zeitraum eingeschlossen, dass vieles nur angerissen wird. Ich hätte mir etwas mehr Details und Tiefe gewünscht.

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282 Bibliotheken, 12 Leser, 1 Gruppe, 104 Rezensionen

fantasy, alexander der große, magie, antike, jugendbuch

Schattenkrone - Royal Blood

Eleanor Herman , Christine Strüh , Anna Julia Strüh
Fester Einband: 592 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 23.02.2017
ISBN 9783841422309
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Nach dem Klappentext und aufgrund des Genres war ich über den Beginn der Geschichte überrascht. Zum einen hätte ich nicht mit jugendlichen Protagonisten gerechnet, und habe darüber hinaus eine High Fantasy-Welt erwartet. Stattdessen spielt die Geschichte in der Antike, in der Zeit Alexander des Großen, wobei die Autorin Wert auf historische Genauigkeit des damaligen Lebens und der Begrifflichkeiten für Feuerstellen oder Waffen gelegt hat. So gibt es auch nur wenige rein fiktive Figuren: Viele Charaktere haben ihre historischen Vorbilder – allen voran Alexander und seine Familie.  Zudem enthält das Buch auch eine Karte der Region Griechenland/ Türkei zu dieser Zeit, sodass man die erwähnten Reiche und Reisewege darauf nachvollziehen kann.

 

Den Leser erwartet nun also dieses antike Setting – Alexander des Großen erste Bewährungsprobe gegen mächtige Gegner – durchmischt mit fantastischen Elementen, die sich, insgesamt noch relativ dezent, durch die ganze Geschichte ziehen.

Für das Verständnis der Geschichte ist es allerdings nicht notwendig, tiefgründige Geschichtskenntnisse zu besitzen. Und auch ohne detailliertes Vorwissen über griechische Götter lassen sich die vielen Bezüge zu den damaligen Verehrungen aufgrund entsprechender Erklärungen leicht verstehen.

 

Der Einstieg ins Buch fiel mir erst mal leicht – bis dann Kapitel für Kapitel neue Figuren hinzukamen, sodass es langsam unübersichtlich wurde, wer wo mit wem und gegen weg agiert. Mit der Zeit findet man sich aber wieder zurecht.

Erzählt wird die Geschichte von einem Er-Erzähler, aber abwechselnd steht in jedem Kapitel eine andere Figur im Fokus. Dabei hat jede Figur ihren eigenen Handlungsstrang, die dann teilweise zusammenlaufen, teilweise aber auch bis zum Schluss zeitgleich nebeneinander her an verschiedenen Orten spielen.

 

Mit waren es fast zu viele Handlungsstränge. Von einer Figur liest man nur alle 100 Seiten mal etwas, auf den letzten 100 Seiten tauchte sie gar nicht mehr auf. Überhaupt ist das Buch, welches einen Reihenauftakt darstellt, sehr offen. Am Ende fängt die Geschichte gerade erst an. Zwar lösen sich in diesem Band bereits einige Fragen und Intrigen, vieles wird aber bisher nur aufgebaut und angedeutet.

 

Das Buch hat spannende, aber auch ebenso viele langatmige Passagen. Auch zahlreiche brutale, blutige Szenen sind vorhanden.

Nicht alle Figurenstränge sind gleich interessant und nicht jede Figur findet ihren Weg direkt. Während manches sehr ausführlich geschildert wird, hatte ich aber auch an einigen Stellen immer wieder das Gefühl, dass Dinge zu schnell abgehandelt werden und Informationen fehlen. Figuren wissen plötzlich Dinge, die sie eigentlich nicht erfahren haben, ohne dass diese Lücken geschlossen werden.

Insgesamt konnte mich die Handlung aufgrund der vielen Verstrickungen, Lügen und Intrigen aber durchaus packen. Manche Figuren habe ich schnell ins Herz geschlossen, andere mag ich gar nicht – aber bei allen bin ich gespannt, wie die Fäden am Ende zusammenlaufen werden.

 

Fazit: Antikes Setting mit historischen Figuren statt High Fantasy-Welt – damit konnte mich das Buch bereits das erste Mal überraschen. Die Handlung bietet Spannung, ein wenig Action und Dramatik. Es gibt Überraschungen, aber auch vorhersehbare Auflösungen lang gehüteter Geheimnisse. Insgesamt hat mich das Buch gut unterhalten, auch wenn es immer wieder zähe Passagen gab. Und am Ende hatte ich das Gefühl, dass es eigentlich gerade erst losgeht...

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(29)

41 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

karin kratt, dark diamonds, seday academ, spannend, ebook

Verborgen in der Nacht

Karin Kratt
E-Buch Text
Erschienen bei Dark Diamonds, 25.11.2016
ISBN 9783646300147
Genre: Fantasy

Rezension:

 Zweiter Teil der Reihe – Inhaltliche Spoiler zum Vorgänger vorhanden

Die Handlung schließt direkt an die Ereignisse des Vorgängerbandes an. Zwar gibt es einige Rückblicke, Vorwissen ist für das Verständnis aber auf jeden Fall notwendig.

Die Erzählweise bleibt beibehalten. Abwechselnd wird die Handlung aus der personalen Sicht von Cey und ihrem Lehrer Xyen geschildert, sodass der Leser teilweise auch Situationen aus zwei Perspektiven erleben und die Gedanken der jeweiligen Figuren dazu nachvollziehen kann.

Die J’ajal faszinieren mich immer noch total, sodass ich auch diesen zweiten Band regelrecht verschlungen habe.
Karin Kratt schafft sehr unterschiedliche sowie facettenreiche Figuren, die für allerlei Spaß und Drama sorgen.

Beim ersten Band habe ich die vielen Andeutungen kritisiert. Nun gibt es einige Antworten, was Cey betrifft, auch wenn noch vieles offen bleibt.
Allerdings ist mir die junge Frau in vielen Bereichen weiterhin ein Rätsel. Und teilweise kann ich nicht verstehen, warum Cey sich das alles antut. Warum sie sich zur Schülerin machen lässt, die Hausaufgaben machen und Prüfungen bestehen muss, wo sie doch den Seday in vielen Bereichen so unglaublich überlegen ist. Einerseits ist das eine total spannende Konstellation – dieser Wiederspruch zwischen der kleinen Schülerin und der kalten Kämpferin –, andererseits wirkt es manchmal aber auch so unpassend, wie sie an einem Tag von den Seday herumkommandiert wird und am nächsten Tag „in ihrer Welt“ selbst Befehle erteilt.

Ich bin daher total gespannt, wie sich Ceys Geschichte weiter entwickelt. Denn natürlich wird auch deutlich, warum sich Cey bei den Seday wohlfühlt. Doch kann ich mir kaum vorstellen, dass sie geplante Ausbildung für sie so funktionieren kann, sodass ich neugierig bin, mehr aus Ceys Leben und ihrer Vergangenheit zu erfahren und ihren weiteren Weg zu verfolgen.

Achja – die Handlung des Buches ist wieder von Beginn an spannend. Ceys Leben wird einfach nicht langweilig. Kaum kehrt ein wenig Seday-Alltag ein, muss sie wieder für einige Tage verschwinden und ihren geheimen, gefährlichen Aufträgen nachgehen. Doch langsam geraten auch die Seday ins Visier von Ceys Feinden, sodass sie einige Antworten liefern und manch brenzlige Situation überstehen muss. Dank zusätzlicher überraschender Ereignisse ist es schwer, das Buch beiseite zu legen.
Daneben gibt es noch ganz viele gefühlvolle Momente, die für Abwechslung sorgen und Cey nochmal von einer anderen Seite zeigen.

Toll ausgearbeitete Charaktere und eine spannende, konfliktgeladene Story mit Raum für viele Gefühle. Ich würde gern so schnell wie möglich mehr von den faszinierenden J’ajal lesen (auf Facebook habe ich aufgeschnappt, dass noch einige Teile folgen werden, was mich natürlich freut. Nur bitte schnell). Besonders von Cey, die so unterschiedliche Facetten von sich zeigt, hart und zugleich verletzlich ist und immer eine passende Antwort parat hat.

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70 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

liebe, elfen, freundschaft, licht, fantas

Elfenblüte - Wiesengrün

Julia Kathrin Knoll
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 02.07.2015
ISBN 9783646601152
Genre: Sonstiges

Rezension:

 5. Teil der Reihe – inhaltliche Spoiler zum Vorgänger möglich.

Die Handlung setzt direkt an die Ereignisse des Vorgängerbandes an. Viele Rückblicke gibt es nicht. Da es nur Sinn macht, Wiesengrün zu lesen, wenn man auch die restlichen Teile kennt, verzichte ich an dieser Stelle auf eine Inhaltsangabe ;)

Nachdem ich die Reihe im Sommer begonnen hatte, wollte ich nun auch endlich noch wissen, wie es ausgeht. Leider lag Band 4 schon wieder 2 Monate zurück und da es nahezu keine Rückblicke gibt, hatte ich auf den ersten Seiten ein wenig Schwierigkeiten, wieder hereinzukommen, da ich mich nicht sofort an die letzten Ereignisse erinnern konnte.
Doch nach ein paar Kapiteln war ich wieder in der Geschichte drin.

Ich weiß nicht, was ich von dem Finale erwartet hatte, aber dies ganz sicher nicht. Die Geschichte konnte mich immer wieder überraschen. Es war spannend, düster und dramatisch und ich habe durchweg mitgefiebert, da ich zwischenzeitlich absolut nicht mehr sicher war, ob alle Figuren wohl ihr – eigentlich erwartetes – Happy End bekommen werden. Und so kam auch das Ende für mich noch mit einigen unerwarteten Wendungen daher.

Viel mehr möchte ich an dieser Stelle eigentlich gar nicht verraten. Die Reihe ist für Fans romantischer Fantasyliteratur absolut lesenswert.
Die Entwicklung der Figuren über die Bücher hinweg ist nachvollziehbar dargestellt und nicht nur Alahrian und Lilly sind mir ans Herz gewachsen, auch Morgan mochte ich von Band zu Band mehr – und nun bekommt auch er nochmal eine etwas größere Rolle und zeigt neue Facetten von sich.

Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und bildhaft, die Erzählperspektive der wechselnden personalen Sicht zwischen Morgan, Lilly und Alahrian wird beibehalten.

Und zum Glück ist es noch nicht ganz vorbei, denn das Spin-off wartet nun noch auf mich.

Toller Reihenabschluss, der mich mit einer unerwartet düsteren und dramatischen Handlung überraschen und fesseln konnte.

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liebe, göttertochter, sommer, impress, jennifer wolf

Göttertochter - Das Kind der Jahreszeiten

Jennifer Wolf
E-Buch Text: 246 Seiten
Erschienen bei Impress, 06.10.2016
ISBN 9783646602692
Genre: Jugendbuch

Rezension:

 Ich habe mich total gefreut, noch ein (letztes) Mal in die Welt der vier Jahreszeiten abtauchen zu können. Die Reihe war so schön und hier gibt es nochmal ein Wiedersehen mit vielen bekannten und liebgewonnene Figuren.
Um Göttertochter zu verstehen, sollte man die Jahreszeiten-Reihe auf jeden Fall gelesen haben.
Aber auch mit Vorwissen ist es gar nicht so einfach, am Anfang alle Namen zu sortieren. Ich hätte mir wirklich einen Stammbaum gewünscht, um alle Geschwister und Onkels vor Augen zu haben. Wer ist mit wem verwandt oder gerade nicht verwandt, wer lebt bei wem...? Puh, gar nicht so einfach, bei den vielen Familienangehörigen den Überblick zu behalten.

Ist diese Hürde aber geschafft, entwickelt sich eine – wie von der Reihe im Grunde schon gewohnt – emotionale und überraschende Geschichte.
Natürlich ist auch Götterkind Liora, wie sollte es auch anders sein, keine einfache, glückliche Beziehung vergönnt. Den Leser erwartet eine Handlung voller Hoffnung und Rückschläge, Tränen, Dramatik, aber auch viel Witz und Charme. Besonders Sol und Yannis sorgen für manch spaßige Szene. Die zwei sind aber auch einfach süß...

Und Liora? Tja, die hat es wirklich nicht leicht. Ich habe die komplette Geschichte mit der jungen Frau mitgelitten, obwohl der Ausgang des Buches aus Tagwind ja eigentlich bereits bekannt war, auch wenn dort keine Namen genannt wurden.

Leider, leider ist die Geschichte nicht so wahnsinnig lang und nach einem Tag Lesefreude war mein Ausflug ins Reich der Jahreszeiten schon wieder beendet.

Der Schreibstil ist wieder sehr anschaulich und detailliert, sodass es leicht fällt, ins farbenfrohe, lebhafte Hemera abzutauchen.
Erzählt wird, wie schon zuvor, aus wechselnden Ich-Perspektiven der Hauptfiguren, sodass man sowohl wechselnde Eindrücke von Gedanken und Gefühlen erhält, als auch einen guten Gesamtüberblick über die Handlung.
Ein wenig wehmütig bin ich am Ende aber nun schon und wünsche mir, dass dies vielleicht doch noch nicht der letzte Band war. Ich würde mich zumindest freuen, weitere Geschichten der unglaublich sympathischen Figuren zu lesen.

Emotionale Reise nach Hemera zu vielen liebgewonnenen Figuren, die mir sofort alle wieder sympathisch waren. Lioras Geschichte berührt und überrascht. Absolutes Muss für alle Fans der Jahreszeiten-Reihe!

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