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29 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

karin kratt, dark diamonds, seday academ, spannend, ebook

Verborgen in der Nacht

Karin Kratt
E-Buch Text
Erschienen bei Dark Diamonds, 25.11.2016
ISBN 9783646300147
Genre: Sonstiges

Rezension:

 Zweiter Teil der Reihe – Inhaltliche Spoiler zum Vorgänger vorhanden

Die Handlung schließt direkt an die Ereignisse des Vorgängerbandes an. Zwar gibt es einige Rückblicke, Vorwissen ist für das Verständnis aber auf jeden Fall notwendig.

Die Erzählweise bleibt beibehalten. Abwechselnd wird die Handlung aus der personalen Sicht von Cey und ihrem Lehrer Xyen geschildert, sodass der Leser teilweise auch Situationen aus zwei Perspektiven erleben und die Gedanken der jeweiligen Figuren dazu nachvollziehen kann.

Die J’ajal faszinieren mich immer noch total, sodass ich auch diesen zweiten Band regelrecht verschlungen habe.
Karin Kratt schafft sehr unterschiedliche sowie facettenreiche Figuren, die für allerlei Spaß und Drama sorgen.

Beim ersten Band habe ich die vielen Andeutungen kritisiert. Nun gibt es einige Antworten, was Cey betrifft, auch wenn noch vieles offen bleibt.
Allerdings ist mir die junge Frau in vielen Bereichen weiterhin ein Rätsel. Und teilweise kann ich nicht verstehen, warum Cey sich das alles antut. Warum sie sich zur Schülerin machen lässt, die Hausaufgaben machen und Prüfungen bestehen muss, wo sie doch den Seday in vielen Bereichen so unglaublich überlegen ist. Einerseits ist das eine total spannende Konstellation – dieser Wiederspruch zwischen der kleinen Schülerin und der kalten Kämpferin –, andererseits wirkt es manchmal aber auch so unpassend, wie sie an einem Tag von den Seday herumkommandiert wird und am nächsten Tag „in ihrer Welt“ selbst Befehle erteilt.

Ich bin daher total gespannt, wie sich Ceys Geschichte weiter entwickelt. Denn natürlich wird auch deutlich, warum sich Cey bei den Seday wohlfühlt. Doch kann ich mir kaum vorstellen, dass sie geplante Ausbildung für sie so funktionieren kann, sodass ich neugierig bin, mehr aus Ceys Leben und ihrer Vergangenheit zu erfahren und ihren weiteren Weg zu verfolgen.

Achja – die Handlung des Buches ist wieder von Beginn an spannend. Ceys Leben wird einfach nicht langweilig. Kaum kehrt ein wenig Seday-Alltag ein, muss sie wieder für einige Tage verschwinden und ihren geheimen, gefährlichen Aufträgen nachgehen. Doch langsam geraten auch die Seday ins Visier von Ceys Feinden, sodass sie einige Antworten liefern und manch brenzlige Situation überstehen muss. Dank zusätzlicher überraschender Ereignisse ist es schwer, das Buch beiseite zu legen.
Daneben gibt es noch ganz viele gefühlvolle Momente, die für Abwechslung sorgen und Cey nochmal von einer anderen Seite zeigen.

Toll ausgearbeitete Charaktere und eine spannende, konfliktgeladene Story mit Raum für viele Gefühle. Ich würde gern so schnell wie möglich mehr von den faszinierenden J’ajal lesen (auf Facebook habe ich aufgeschnappt, dass noch einige Teile folgen werden, was mich natürlich freut. Nur bitte schnell). Besonders von Cey, die so unterschiedliche Facetten von sich zeigt, hart und zugleich verletzlich ist und immer eine passende Antwort parat hat.

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(30)

65 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

liebe, elfen, verrat, klassiker, jugendbücher

Elfenblüte - Wiesengrün

Julia Kathrin Knoll
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 02.07.2015
ISBN 9783646601152
Genre: Sonstiges

Rezension:

 5. Teil der Reihe – inhaltliche Spoiler zum Vorgänger möglich.

Die Handlung setzt direkt an die Ereignisse des Vorgängerbandes an. Viele Rückblicke gibt es nicht. Da es nur Sinn macht, Wiesengrün zu lesen, wenn man auch die restlichen Teile kennt, verzichte ich an dieser Stelle auf eine Inhaltsangabe ;)

Nachdem ich die Reihe im Sommer begonnen hatte, wollte ich nun auch endlich noch wissen, wie es ausgeht. Leider lag Band 4 schon wieder 2 Monate zurück und da es nahezu keine Rückblicke gibt, hatte ich auf den ersten Seiten ein wenig Schwierigkeiten, wieder hereinzukommen, da ich mich nicht sofort an die letzten Ereignisse erinnern konnte.
Doch nach ein paar Kapiteln war ich wieder in der Geschichte drin.

Ich weiß nicht, was ich von dem Finale erwartet hatte, aber dies ganz sicher nicht. Die Geschichte konnte mich immer wieder überraschen. Es war spannend, düster und dramatisch und ich habe durchweg mitgefiebert, da ich zwischenzeitlich absolut nicht mehr sicher war, ob alle Figuren wohl ihr – eigentlich erwartetes – Happy End bekommen werden. Und so kam auch das Ende für mich noch mit einigen unerwarteten Wendungen daher.

Viel mehr möchte ich an dieser Stelle eigentlich gar nicht verraten. Die Reihe ist für Fans romantischer Fantasyliteratur absolut lesenswert.
Die Entwicklung der Figuren über die Bücher hinweg ist nachvollziehbar dargestellt und nicht nur Alahrian und Lilly sind mir ans Herz gewachsen, auch Morgan mochte ich von Band zu Band mehr – und nun bekommt auch er nochmal eine etwas größere Rolle und zeigt neue Facetten von sich.

Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und bildhaft, die Erzählperspektive der wechselnden personalen Sicht zwischen Morgan, Lilly und Alahrian wird beibehalten.

Und zum Glück ist es noch nicht ganz vorbei, denn das Spin-off wartet nun noch auf mich.

Toller Reihenabschluss, der mich mit einer unerwartet düsteren und dramatischen Handlung überraschen und fesseln konnte.

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96 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

liebe, göttertochter, sommer, jahreszeiten, das kind der jahreszeiten

Göttertochter - Das Kind der Jahreszeiten

Jennifer Wolf
E-Buch Text: 246 Seiten
Erschienen bei Impress, 06.10.2016
ISBN 9783646602692
Genre: Jugendbuch

Rezension:

 Ich habe mich total gefreut, noch ein (letztes) Mal in die Welt der vier Jahreszeiten abtauchen zu können. Die Reihe war so schön und hier gibt es nochmal ein Wiedersehen mit vielen bekannten und liebgewonnene Figuren.
Um Göttertochter zu verstehen, sollte man die Jahreszeiten-Reihe auf jeden Fall gelesen haben.
Aber auch mit Vorwissen ist es gar nicht so einfach, am Anfang alle Namen zu sortieren. Ich hätte mir wirklich einen Stammbaum gewünscht, um alle Geschwister und Onkels vor Augen zu haben. Wer ist mit wem verwandt oder gerade nicht verwandt, wer lebt bei wem...? Puh, gar nicht so einfach, bei den vielen Familienangehörigen den Überblick zu behalten.

Ist diese Hürde aber geschafft, entwickelt sich eine – wie von der Reihe im Grunde schon gewohnt – emotionale und überraschende Geschichte.
Natürlich ist auch Götterkind Liora, wie sollte es auch anders sein, keine einfache, glückliche Beziehung vergönnt. Den Leser erwartet eine Handlung voller Hoffnung und Rückschläge, Tränen, Dramatik, aber auch viel Witz und Charme. Besonders Sol und Yannis sorgen für manch spaßige Szene. Die zwei sind aber auch einfach süß...

Und Liora? Tja, die hat es wirklich nicht leicht. Ich habe die komplette Geschichte mit der jungen Frau mitgelitten, obwohl der Ausgang des Buches aus Tagwind ja eigentlich bereits bekannt war, auch wenn dort keine Namen genannt wurden.

Leider, leider ist die Geschichte nicht so wahnsinnig lang und nach einem Tag Lesefreude war mein Ausflug ins Reich der Jahreszeiten schon wieder beendet.

Der Schreibstil ist wieder sehr anschaulich und detailliert, sodass es leicht fällt, ins farbenfrohe, lebhafte Hemera abzutauchen.
Erzählt wird, wie schon zuvor, aus wechselnden Ich-Perspektiven der Hauptfiguren, sodass man sowohl wechselnde Eindrücke von Gedanken und Gefühlen erhält, als auch einen guten Gesamtüberblick über die Handlung.
Ein wenig wehmütig bin ich am Ende aber nun schon und wünsche mir, dass dies vielleicht doch noch nicht der letzte Band war. Ich würde mich zumindest freuen, weitere Geschichten der unglaublich sympathischen Figuren zu lesen.

Emotionale Reise nach Hemera zu vielen liebgewonnenen Figuren, die mir sofort alle wieder sympathisch waren. Lioras Geschichte berührt und überrascht. Absolutes Muss für alle Fans der Jahreszeiten-Reihe!

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65 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 47 Rezensionen

vampire, liebe, sabine schulter, melody of eden, vampir

Melody of Eden - Blutgefährten

Sabine Schulter
E-Buch Text
Erschienen bei Dark Diamonds, 25.11.2016
ISBN 9783646300079
Genre: Fantasy

Rezension:

Gerüchten zufolge gibt es in Melodys Heimatstadt Vampire, deren Existenz von der Regierung verheimlicht wird. Da die 23-jährige Melody unbedingt die Wahrheit wissen möchte, begibt sie sich nachts auf die Suche nach den Wesen.
Melody findet ihre Antwort – und noch viel mehr neue Fragen. Und plötzlich schwebt sie selbst in großer Gefahr...

Vampirgeschichten lese ich in letzter Zeit eher selten. Daher war ich sehr gespannt, wie die Blutsauger von Sabine Schulter dargestellt sind. Und ich wurde positiv überrascht. Die typischen Klischeevampire sucht man vergebens, stattdessen eröffnet sich eine vielfältige Welt rund um die sehr unterschiedlich dargestellten Blutsauger.

Melody ist ein spannender Charakter. Die junge Frau ist unglaublich neugierig und bringt sich dadurch unabsichtlich in Gefahr. Doch auch als ihr die Bedrohung bekannt ist, findet sie nicht in ihr ruhiges Leben zurück, sondern sucht die Nähe zur Nachtpolizei, von der sie so fasziniert ist. Ihre Einstellung, die hilfsbereiten Vampire nicht mit den menschenmordenden Wilden in einen Topf zu stecken ist löblich – wird mir dabei aber etwas zu oft betont und als zuuu besonders herausgestellt.

Zwar gibt es einige vorhersehbare Momente in der Handlung, insgesamt ist die Geschichte aber sehr abwechslungsreich und überraschend. Melodys Leben nimmt, nachdem sie Edens Truppe kennengelernt hat, keinen völlig unerwarteten Lauf. Allerdings muss die junge Frau sich plötzlich ganz neuen Gefahren und Herausforderungen stellen. Und dann sind da ja auch noch ihre aufgewühlten Gefühle, wenn sie Eden begegnet, die sie noch mehr durcheinander bringen... Und da die zwei die Ich-Erzähler der Geschichte sind, bekommt der Leser tiefe Einblicke in eben diese Gefühle.

Edens Truppe ist eine bunte Mischung sehr verschiedener, aber auch vielseitiger Charaktere. Dabei bin ich besonders gespannt, wie sich die einzelnen Figuren noch weiter entwickeln werden und wie sich ihre Beziehung zu Melody in der Zukunft gestaltet.
Denn ein Ende ist hier noch nicht in Sicht. Bis zum Ende des Buches werden zwar einige Fragen beantwortet und mysteriöse Geschehnisse aufgeklärt, viele Handlungsstränge bleiben aber noch offen und machen neugierig auf den zweiten Band.

Vampirgeschichte, die mit ungewöhnlichen Ideen und vielseitigen Charakteren punktet. Ein angenehmer, bildhafter Schreibstil und eine oft überraschende sowie dramatische Handlung sorgen für eine unterhaltsame Lektüre.

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(32)

50 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

magie, gaston, zauberer, freundschaft, valentina fast

Belle et la magie - Hexenzorn

Valentina Fast
E-Buch Text: 428 Seiten
Erschienen bei Impress, 01.12.2016
ISBN 9783646602661
Genre: Sonstiges

Rezension:

Obwohl Teil 1, Hexenherz, noch gar nicht sooo lange her ist, fiel mir der Einstieg doch nicht so ganz leicht. Rückblicke gibt es kaum. Zwar erinnern sich die Figuren an viele zurückliegende Ereignisse, aber diese werden dabei nur kurz benannt und nicht weiter ausgeführt, sodass ich oft dachte: ja, da war was, aber was genau....? Daher dauerte es etwas, bis ich in die Geschichte zurückgefunden habe. Vorwissen ist aber auf jeden Fall notwendig. Auf eine Inhaltsangabe verzichte ich daher.
Leider hatte ich aber auch insgesamt einige Schwierigkeiten mit dem Buch. Die Geschichte zog sich für mich ziemlich. ¾ des Buches dreht es sich um wirre Gefühle. Hoffnung, Zurückweisung, neue Hoffnung. Gespräche über Gefühle, sich im Kreis drehende Gedanken über Gefühle. Nicht nur Belle und Gaston können sich einfach nicht entscheiden, was sie wollen, sondern noch zwei weitere Konstellationen sorgen für allerlei Gefühlsduselei, sodass die Handlung nicht wirklich vorankommt. Zwar gibt es ein paar mysteriöse Vorfälle, insgesamt passierte mir aber einfach zu wenig.
Der Erzählstil wird beibehalten: Überwiegend schildert Belle die Handlung aus ihrer Sicht, dazwischen gibt es erneut einige Passagen mit Sandrine als Ich-Erzählerin, sodass der Leser einen guten Überblick über die Handlung an verschiedene Orten bekommt, gleichzeitig aber mit den Figuren über die Ereignisse im dunklen Tappen und miträtseln kann, was es mit den Vorkommnissen auf sich hat - die ein oder andere falsche Spur inbegriffen. Ein Teil der Auflösung deutet sich dann relativ früh an, während andere Erkenntnisse komplett unerwartet kamen.
Erst auf den letzten Metern wird die Handlung unglaublich spannend und dramatisch. Plötzlich überschlagen sich die Ereignisse, es gibt einige Überraschungen und Schockmomente. Am Ende werden die wichtigsten Fragen geklärt und die meisten Handlungsstränge abgeschlossen. Allerdings endet das Buch zu einem Zeitpunkt, wo noch vieles in der Schwebe steht, sodass es wohl dem Leser überlassen bleibt, sich die Zukunft weiter auszumalen.
Die erste Hälfte des Buches war mir einfach zu langwierig. Es passiert nicht so richtig viel, außer dass drei vermeintliche Pärchen ausführliche ihre Gefühle analysieren. Kleine mysteriöse Vorfälle sorgen zwar für Neugier, wirklich spannend wird es aber leider nur im letzten Viertel des Buches. Hier überschlagen sich die Ereignisse und es geht alles schon fast ein wenig zu schnell.

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473 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 97 Rezensionen

fantasy, sabaa tahir, jugendbuch, liebe, laia

Elias & Laia - Eine Fackel im Dunkel der Nacht

Sabaa Tahir , Barbara Imgrund
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 11.11.2016
ISBN 9783846600382
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Achtung – Teil 2 der Reihe. Inhaltliche Spoiler zum Vorgänger sind vorhanden!
Da die Kenntnis des ersten Teils zwingend notwendig ist, verzichte ich auf eine Inhaltsangabe. Die spannende Geschichte von Elias & Laia geht nahtlos weiter.
Da ich Teil 1 zuvor nochmal gehört/ gelesen hatte, fiel mir der Einstieg leicht. Dabei muss ich aber sagen, dass ich das Buch zunächst so angelesen hatte und feststellte, dass meine Erinnerungslücken so groß sind, dass ich die Auffrischung brauche, um der Handlung ohne Ablenkung (wie war das? was war da passiert...?) folgen zu können. Es war auf jeden Fall die richtige Entscheidung: Obwohl ich alle Details parat hatte, hatte ich nicht das Gefühl, durch langwierige Rückblenden gelangweilt zu werden. Insgesamt fand ich die Rückblicke eher spärlich gesetzt und so gut in die Handlung eingebunden, dass es an verschiedenen Stellen immer mal hierzu, mal dazu kleine Erinnerungen gab (die mir nach 1,5 Jahren auf keinen Fall mehr gereicht hätten). Dabei werden die vorangegangenen Ereignisse an vielen Stellen nur angerissen und selten detailliert ausgeführt, wenn Laia beispielsweise zum wiederholten Male jemandem ihre Geschichte und Vergangenheit berichten muss.
Der Erzählstil wird prinzipiell beibehalten. Während in Band 1 Elias und Laia die Erzähler waren, kommt nun mit Helena eine dritte Ich-Perspektive hinzu. Abwechselnd erfährt der Leser, was die drei Hauptfiguren gerade erleben und welche Gedanken und Gefühle sie dabei beschäftigen. Zudem halten sich die drei teilweise an verschiedenen Orten auf, sodass man einen guten Überblick über die Ereignisse innerhalb des Imperiums erhält.
Elias und Laia sind mir sympathisch wie eh und je. Laia hält tapfer an ihrem Ziel fest, ihren Bruder zu befreien. Dabei weckt sie auf der langen Reise ungeahnte Kräfte in sich – aufgeben kommt nicht infrage –, und auch zum Kämpfen ist sie gezwungen, auch wenn es ihr schwer fällt, andere, Gegner oder nicht, zu verletzten. Elias ist... einfach Elias. Auf der einen Seite der überlegte, strategische Kämpfe und auf der anderen Seite so fürsorglich, aufmerksam und absolut loyal. Und dann ist da nun noch Helena. Mit ihrer Innenperspektive kommen ganz neue Aspekte hinzu. Zum einen erfährt man durch ihre Perspektive viel über die Pläne der Verfolger sowie über die Kommandantin, Marcus und die Entwicklung des Imperiums. Bei Helena war ich hin und hergerissen: Mal mochte ich sie, mal störte mich ihre blauäugige Treue zum Imperator. Allerdings wird ihre innere Zerrissenheit sehr nachvollziehbar dargestellt und es war interessant ihre Entwicklung, und auch ihre Aufdeckungen, zu verfolgen.
Die Geschichte ist von Beginn an sehr spannend: Elias und Laia befinden sich auf der Flucht, die Jäger dicht auf den Fersen. Doch nicht nur ihre Verfolger sorgen für Gefahr, auch andere Hindernisse stellen sich den beiden in den Weg. Es gib viele actionreiche Szenen und noch mehr Dramatik und Gefühl. Allerdings ist die Geschichte auch recht brutal und blutig. Vor allem mit Marcus als Imperator kommt es zu vielen grausamen Szenen, die Sabaa Tahir – wie auch den Rest der Handlung – anschaulich, detailliert beschreibt.
Da nicht jede Figur mit offenen Karten spielt, hat das Buch einige Überraschungen und unerwartete Wendungen zu bieten. Ein Ereignis jagt das nächste, das Tempo ist insgesamt sehr hoch. Vorhersehbar ist die Geschichte wirklich an keiner Stelle und so fällt es schwer, das Buch wieder aus der Hand zu legen. Doch so gefesselt ich war und so spannend ich es fand, an einigen Stellen bin ich beim Lesen doch unruhig geworden, weil es mir nicht schnell genug ging: Es kommt auf dem Weg immer und immer wieder neues Unheil auf die zwei liebgewonnenen Protagonisten zu und ich fieberte darauf hin, zu erfahren, wie es ihnen ergeht, ob ihr Plan aufgeht. Aber durch immer neue unerwartete Ereignisse und Perspektivwechsel wurde das Erreichen des Ziels wieder verzögert und die Anspannung weiter gesteigert. Selten habe ich mir gewünscht, ein Buch möge endlich enden und mich erlösen, hier war es an einigen Stellen dann doch so. Und gleichzeitig war ich aber enttäuscht, als das Ende kam, denn ich möchte am liebsten sofort weiterlesen. Zwar hat die Geschichte keinen so schlimmen Cliffhanger wie Band 1, dennoch sind erst wenige Fragen beantwortet, nur wenige Intrigen aufgelöst und vieles ist noch ungewiss.
Unglaublich spannende Fortsetzung mit immer neuen Überraschungen. Die sympathischen Hauptfiguren sehen sich vielen Gefahren gegenüber und nicht jeder kann überleben. Dramatik, Action und verschiedene Gefühle sorgen für abwechslungsreiche fesselnde Lesestunden. Dabei war die Anspannung beim Lesen so groß, dass ich mir das Ende herbeigesehnt habe und dennoch enttäuscht war, als es dann kam – wann geht es weiter?

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16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

In Gedanken ein Steinadler

Anika Lorenz
E-Buch Text: 233 Seiten
Erschienen bei Impress, 05.01.2017
ISBN 9783646602838
Genre: Fantasy

Rezension:

 Achtung: Spoiler in Bezug auf die Vorgänger vorhanden!

Da Vorwissen auf jeden Fall notwendig ist, da die vorangegangene Handlung mit den bekannten Figuren ohne viele Rückblicke weitergeführt ist, verzichte ich auf eine extra Inhaltsbeschreibung.

In Gedanken ein Steinadler knüpft an die Ereignisse des Vorgängerbandes an. Einige Wochen sind seitdem vergangen, wobei Ich-Erzählerin Emma kurz zurückblickt, wie es ihr in dieser Zeit ergangen ist.
Die Ereignisse, die zur Flucht aus ihrer Heimat geführt haben, haben sie stark aus der Bahn geworfen. Die streift viel als Tier durch die Gegend und hängt ihren Gedanken nach, an denen sie den Leser ausgiebig teilhaben lässt.
Es dauert einige Zeit, bis Emma wieder ein Ziel im Leben findet, für das sie nun kämpfen möchte, doch dann kehrt die junge Frau mit neuer Stärke zurück.

Was ich in Büchern nicht so mag, sind junge Figuren, die sich zu übermächtigen Helden entwickeln. Im Moment scheint Emma genau auf dem Weg dorthin. Sie war durch ihre drei Tiere ja ohnehin schon außergewöhnlich, nun kommen noch neue Fähigkeiten hinzu. Ich bin noch etwas skeptisch, was ihre Sonderrolle betrifft und hoffe auf eine gute Erklärung – eine kleine Vermutung dazu habe ich auch und bin gespannt, ob sich diese bestätigt.

Einerseits passiert in der Handlung recht viel: viele neue Figuren werden eingeführt, Kämpfe ausgefochten, Fähigkeiten erlangt. Und andererseits hatte ich oft das Gefühl, dass die Geschichte nicht so recht vorankommt: Die Hälfte der Zeit ist Emma mit sich und ihren Gedanken beschäftigt – ihrer Trauer und ihren gespaltenen Gefühlen Liam und Nate gegenüber.
Letztlich ergibt sich dadurch eine gute Mischung aus actionreichen Szenen und ruhigeren Passagen. Dabei werden neue Fragen aufgeworfen und neue Handlungsstränge begonnen, sodass ich nun hoffe, Band 4 von 6 gibt vielleicht neue Antworten.

Auch wenn das Buch nicht durchweg spannend ist, habe ich es gern gelesen. Besonders zu Beginn empfand ich Emmas aufgewühlten Gefühle sehr berührend. Mit der Zeit dreht sie sich etwas im Kreis, ergreift letztlich die Flucht und findet auch im Alkohol Erlösung – dies war mir zwar teilweise etwas zu viel, andererseits bleibt nachvollziehbar, dass die 19-jährige nach den schrecklichen Erlebnissen verzweifelt nach einem Weg sucht, mit ihrem neuen Leben umzugehen. Hoffentlich kriegt sie die Kurve wieder... Teil 4 erscheint zum Glück schon nächsten Monat.

Eine zerrissene Protagonistin mit übermächtigen Fähigkeiten – was Emmas Verhalten und ihre Kräfte angeht, bin ich zwar noch skeptisch, aufgrund der Mischung aus spannender, actionreicher Handlung und gefühlvollen Passagen macht es aber Spaß, Emmas Weg zu verfolgen. Ich freue mich auf Band 4 und bin gespannt, wie sich der Titel der kommenden Werke erklärt (ich rechne mit dem schlimmsten... ;) ).

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18 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

drachen, hass, freundschaft, mord, jane eyre

Das Spiel des Grafen

Tanja Penninger
E-Buch Text
Erschienen bei Dark Diamonds, 30.12.2016
ISBN 9783646300222
Genre: Fantasy

Rezension:

Lisbettas 16-jährige Herrin Marjan soll verheiratet werden. Der Teenager träumt von einem Prinzen und ist geschockt, als sie ihren zukünftigen Mann kennenlernt. Der wortkarge Graf entspricht gar nicht ihren Vorstellungen. Die 19-jährige Lisbetta und Marjan erwartet ein Leben, das nun völlig anders verläuft als erhofft. Doch der düstere Graf, vor dem sich im Nachbarort alle fürchten, löst eine eigenartige Faszination auf Lisbetta aus...

Der Prolog kündigt bereits an, dass die Geschichte ruhiger beginnt. Nach dem Lesen frage ich mich nun leider, ob Ich-Erzählerin Lisbetta damit dieses komplette Buch meinte, welches ja der Beginn einer Reihe und damit der Anfang ihrer Geschichte ist. Den leider kommt bis kurz vor Schluss nicht richtig Spannung in die Handlung.
Es plätschert einfach konstant vor sich hin. Hier und da werden Dinge angedeutet, dann aber wieder fallengelassen. Es passieren Morde und es werden Leute beschuldigt. Letztlich wird aber auch dies nicht verfolgt. Lisbetta sieht ungewöhnliche Dinge, geht diesen aber nicht nach. Es ist zum Haare raufen, denn das Buch ist keineswegs langweilig, im Gegenteil, ich bin total gespannt, worauf alles hinauslaufen soll, aber es dauert mir einfach zu lange, bis es voran geht – hinzu kommt, dass manches von dem, was dann endlich passiert, auch nicht wirklich unerwartet kommt.

Für mich die spannendste Figur bleibt bis zum Ende der Graf. Er ist sehr verschlossen, wortkarg und reagiert oft gewalttätig. Doch hin und wieder blitzt auch eine andere, sehr sympathische Seite durch und es wird ein großes Geheimnis angedeutet, das es noch zu Lüften gilt.
Lisbetta rief immer wieder unterschiedliche Gefühle in mir hervor. Auf der einen Seite ist sie herzlich und hilfsbereit, aber auf der andern Seite auch so pflichtbewusst, dass sie manchmal vergisst, auf die Gefühle ihres Umfelds Rücksicht zu nehmen. Da die Geschichte aus ihrer Perspektive geschildert wird, erlebt der Leser all ihre Gedanken und Gefühle mit – die Entwicklung, die sie hier durchmacht, ist sehr interessant zu verfolgen. Sie kämpft nicht nur mit den Umständen, sondern oft auch mit sich selbst.

Zunächst scheint es, als würde die Geschichte in einer mittelalterlichen Welt spielen. Allerdings wird immer wieder auf die ausgestorbenen Drachen hingewiesen, sodass das Setting eine magische Note bekommt, die aber bisher noch nicht weiter zum Tragen gekommen ist. Während in der Burg des Grafen alles per Handarbeit erledigt wird und Kerzen als Lichtquelle dienen, gibt es Grafschaften mit Elektrizität und fließendem Wasser. Die Welt gilt es daher also auch noch weiter zu erkunden.

Der Schreibstil sowie die Sprache der Figuren ist – dem Setting angepasst – ebenfalls etwas altertümlich, manchmal umständlich und irgendwie staksig, trotzdem liest sich das Buch insgesamt flüssig. Dank Lisbettas bildhafter Erzählweise kann man sich viele Begebenheiten leicht vorstellen.

Obwohl ich das Buch total gern gelesen habe, trieb es mich gleichzeitig manchmal in den Wahnsinn. Es werden so viele Geheimnisse angedeutet, aber dann geht es einfach nicht voran. Viel zu oft wird sich in langatmigen Details des täglichen Lebens verloren, während direkt daneben doch eigentlich die aufregenden Themen lauern. Erst zum Ende hin steigt das Tempo etwas und die Spannung nimmt zu. Antworten auf die vielen offenen Fragen bleiben aber erst mal aus.

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(41)

171 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

fantasy, alana falk, arena verlag, sterne, gesellschaft

Das Herz der Quelle - Sternensturm

Alana Falk
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Arena, 03.01.2017
ISBN 9783401602905
Genre: Jugendbuch

Rezension:

 Die Geschichte wird in zwei Handlungssträngen, die sich immer wieder abwechseln, erzählt:

- Zum einen geht es um die 19-jährige Liliana, die auf eine Quelle wartet, damit sie als Magierin ausgebildet werden kann. Doch mit der Quelle, die sie dann zugewiesen bekommt, erwarten sie plötzlich völlig unerwartete Schwierigkeiten. Denn Chris hasst das System und verschließt seine Energie vor Liliana.
Dieser Handlungsstrang hat mir von Beginn an unglaublich gut gefallen. Lilliana ist eine sympathische Figur, die versucht, noch ihren Freiraum zu genießen, bevor sie die Pflichten als Magierin antreten muss. Da Chris als Quelle alles andere als einfach ist, ist sie oft hilflos und überfordert – so kommt es zu manch konfliktreichem, emotionalen Dialog. Doch die beiden machen eine tolle Entwicklung durch und je näher sie sich kennenlernen, desto nachvollziehbarer wird ihr Handeln und vor allem Chris’ Wesen.

- Der zweite Handlungsstrand dreht sich um die Magierin Adara, die ihre Quelle verloren hat und sich gegen eine neue Verbindung wehrt.
Prinzipiell fand ich auch diesen Handlungsstrang sehr spannend. Adara ist irgendetwas auf der Spur, doch wo die Gefahr lauert, wird nur angedeutet, sodass die Neugier wächst, was mit ihr und ihrer Quelle geschehen ist und was es mit der Gemeinschaft der Magier insgesamt auf sich hat. Es ist schwer, einzuschätzen, wem Adara vertrauen kann und wer welche Absichten verfolgt.
Allerdings bin ich bei diesem Handlungsstrang zum Ende hin etwas ungeduldig geworden, da Adara in ihrem Vorhaben nicht so recht vorankommt und es lange, lange bei bloßen Andeutungen bleibt. Dabei habe ich die ganze Zeit über den Zusammenhang zwischen den beiden Geschichten nachgegrübelt und die unterschiedlichsten Vermutungen angestellt.

Die tatsächliche Auflösung kam für mich allerdings völlig unerwartet. Diese Wendung hatte ich zu keiner Zeit in Betracht gezogen, sodass die Überraschung mich für die leicht zähen Passagen in Adaras Geschichte absolut entschädigt hat.

Insgesamt enthält die Geschichte viele dramatische Momente. Die Aufgabe der Magier ist es, zahlreiche Naturkatastrophen, die Neuseeland bedrohen, zu verhindern oder abzumildern. Doch gerade für die jungen Magier, die sich eigentlich noch in ihrer Ausbildung befinden, erweist sich dies manchmal als nahezu unmögliche Herausforderung. Besonders Liliana und Chris sind gezwungen, über sich hinauszuwachsen und vor allem zusammenzuwachsen, doch auch ihre Kräfte sind begrenzt.

Überhaupt ist die entworfene Magier-Welt mit ihren Regeln, ihrem Agieren im Verborgenen und den wiederkehrenden Bedrohungen sehr spannend beschrieben. Hinzu kommt, dass offensichtlich nicht alle Magier tatsächlich das Beste für die Menschheit wollen – Lügen und Intrigen, die für zusätzliche Spannung sorgen, eingeschlossen. Da besonders hier am Ende des Buches noch einige Fragen offen bleiben, freue ich mich auf die Fortsetzung. Die wichtigsten Handlungsstränge sind allerdings abgeschlossen, sodass die Geschichte auch für sich stehen könnte.

Der Erzählstil ist, wie von Alana Falk gewohnt, sehr bildhaft und detailliert, sodass man sich die Figuren und die fremde Welt der Magie leicht vorstellen kann. Trotz der Erzählweise in der dritten Person ist man als Leser nah an den Figuren und bekommt intensive Einblicke, besonders in die Gefühlswelt von Liliana und Adara.

Sternensturm. Das Herz der Quelle ist eine Geschichte voller Emotionen und Dramatik, voller Magie und unerwarteter Wendungen. Es macht Spaß, die Entwicklung der Figuren zu verfolgen. Während der Erzählstrang um Chris und Liliana mich durchgehend fesseln konnte, wurde ich bei Adara irgendwann ungeduldig aufgrund ihres langsameren Fortschrittes. Doch die Auflösung hat mich komplett überrascht. Ihr müsst es einfach selbst lesen - ich konnte nur noch sprachlos auf die Seiten starren...

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171 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 58 Rezensionen

fantasy, liebe, sophie jordan, märche, jugendbuch

Königreich der Schatten: Die wahre Königin

Sophie Jordan , Barbara Imgrund
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 06.03.2017
ISBN 9783959670708
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Luna wächst in einem im Wald versteckten Turm im Reich Relhok auf. Ewige Dunkelheit hat das Land heimgesucht und bringt grausige, tödliche Kreaturen mit sich. Als die 17-jährige gezwungen ist, mit dem Waldläufer Fowler zu fliehen, müssen die zwei sich durch die gefährliche Welt kämpfen. Doch nicht nur die Ungeheuer bergen Gefahren. Luna darf auf keinen Fall gefunden, ihre Identität nicht aufgedeckt werden...

Die Geschichte ist sehr, sehr düster. 23 Stunden am Tag herrscht Finsternis in Relhok. In der Zeit trieben die Finsterirdischen ihr Unwesen. Nur eine Stunde am Tag herrscht Mitterlicht, in dem die Ungeheuer verschwinden.
Nun haben Luna und Fowler aber einen langen, langen Weg vor sich. Geschützte Siedlungen sind selten und so erwartet die beiden eine aufregende Reise voller Gefahren.

Abwechselnd schildern beide ihre Erlebnisse in der Ich-Perspektive, sodass der Leser einen Einblick in ihre Gedanken und Gefühle bekommt. Sehr anschaulich kann man miterleben, wie beide die dunkle Welt empfinden und mit welchen Mitteln sie sich zurechtfinden.
Anfangs können die zwei Protagonisten sich nicht ausstehen. So gilt es neben der aufregenden Tour durchs Land auch mitzuerleben, wie die zwei sich zusammenraufen, um gemeinsam den Gefahren entgegenzutreten.
Dabei waren mir beide auf ihre Art schnell sympathisch. Aber besonders Lunas Fähigkeiten, sich ihren Weg durch die Dunkelheit zu suchen, haben mich fasziniert. Sie macht im Buch eine tolle Entwicklung durch: Anfangs drängelt sie, ihren Turm endlich verlassen zu dürfen, um zu zeigen, was sie kann. Und plötzlich muss sie sich unter extremsten Bedingungen beweisen, erlebt dabei Angst und Schrecken und kämpft sich jedes Mal eindrucksvoll zurück.

Die Handlung ist von Beginn an spannend. Sogar Lunas Leben im versteckten Turm ist nicht sicher. Die Stimmung ist von Beginn an sehr düster. Die schaurig-faszinierende Atmosphäre wird über die komplette Geschichte gehalten.
Auf ihrer Reise erwarten Luna und Flower sehr unterschiedliche Hindernisse, die es mal besser, mal schlechter zu Überwinden gilt. Zwar ging ich davon aus, dass in einem Reihenauftakt die Hauptfiguren erst mal überleben sollten, doch sicher kann man sich hier zu keinem Zeitpunkt sein. Und so bietet die Story sehr aufregende Lesestunden mit der ein oder anderen unerwarteten Überraschung.

Das Ende ist ein große Cliffhanger, der mich voller Ungeduld auf die Fortsetzung zurücklässt.

Königreich der Schatten: Die wahre Königin ist ein Buch voller Überraschungen. Es ist aufregend, den Weg der Figuren zu verfolgen und zu beobachten, wie sie nach anfänglicher Abneigung beginnen, gemeinsam die Hindernisse zu überwinden. Dramatik und vielfältige Emotionen wechseln sich in dem schaurig-düsteren Setting ab.

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(171)

529 Bibliotheken, 19 Leser, 1 Gruppe, 114 Rezensionen

fantasy, marie lu, young elites, jugendbuch, verrat

Young Elites - Die Gemeinschaft der Dolche

Marie Lu , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Loewe, 16.01.2017
ISBN 9783785583531
Genre: Jugendbuch

Rezension:

 Die Legend-Trilogie der Autorin habe ich von der ersten bis zur letzten Seite geliebt. Daher war ich sehr gespannt auf den neuen Reihenauftakt. Zwar konnte das Buch für mich nicht ganz mit Legend mithalten, gefallen hat es mir allerdings schon:

Marie Lu entwirft ein ebenso erschreckendes wie faszinierendes Szenario. Eine schwere Krankheit hat vor Jahren große Teile der Bevölkerung vernichtet; wer überlebt hat, ist entstellt. Während die Gezeichneten in einem Land vergöttert werden, werden sie im nächsten verachtet, gejagt und hingerichtet.
Doch das Blutfieber hat nicht nur optische Makel hinterlassen. Einige der Erkrankten haben spezielle, sehr unterschiedliche magische Fähigkeiten entwickelt. Und wenn diese Begabten nun auf die Jäger treffen, sind große Konflikte vorprogrammiert. Vor allem, wenn die Gezeichneten es auf den Thron abgesehen haben...
So gerät Protagonistin Adelina in einen Machtkampf aus Geheimnissen, Verrat und Intrigen – eine spannende Story beginnt.

Adelina ist die Ich-Erzählerin der Geschichte, die immer wieder von kleinen Passagen aus der personalen Sicht weiterer Charaktere unterbrochen wird. Diese kurzen Absätze geben Einblicke und Ausblicke, was um Adelina herum geschieht. Dadurch erhält man als Leser immer wieder einen Wissensvorsprung bezüglich neuer Intrigen oder verborgener Pläne, die die Spannung zwar steigern, insgesamt waren diese Perspektivwechsel aber so selten und knapp gehalten, dass ich sie vermutlich auch nicht vermisst hätte.

Adelina hat mir bis zum Schluss ein paar Schwierigkeiten bereitet. Es gab mehrere Situationen, in denen ich sie gern geschüttelt und angeschrieen hätte – viele ihrer Entscheidungen waren für mich nicht nachvollziehbar. Allerdings hat sie es auch wirklich nicht leicht: Kaum hat sie ihre Fähigkeiten entdeckt, ist sie auch schon gezwungen, sie so gut wie möglich im Kampf einzusetzen. Sie übt eifrig und zielstrebig. Dabei macht sie eine unglaubliche Entwicklung durch – die mir stellenweise aber etwas zu schnell ging, da manche Fähigkeiten quasi aus dem nichts kamen.
Adelina ist keineswegs die typische liebenswürdige, zarte Hauptfigur. Sie hat zwar schwache, verletzliche Momente, aber sie wächst genauso oft über sich hinaus und kämpft verbissen und mit unglaublicher Härte. Dabei offenbart sich immer wieder ihre dunkle, fiese Seite. Sie trägt so viel Wut und Zorn in sich, sodass es teilweise schwer ist, sie zu mögen – faszinierend wird sie dadurch aber absolut und ich bin unglaublich gespannt, wie sie sich weiter entwickeln wird.

Adelina ist allerdings nicht die einzige Figur, über die ich gerätselt habe. In der Gemeinschaft der Dolche trifft sie auf sehr verschiedene Charaktere, die nur schwer einzuordnen sind und sich sehr unterschiedlich, manchmal auch widersprüchlich, verhalten.

Die Geschichte ist düster und brutal, teilweise sogar eklig. Marie Lu scheut keine bildhaften Beschreibungen grausamer Kämpfe, die man sich manchmal lieber nicht so detailliert vorgestellt hätte.
Aufgrund der sehr unterschiedlichen Ziele der einzelnen Charaktere ist die Handlung von Beginn an spannend und verzwickt. Wem kann Adelina vertrauen? Wer ist auf ihrer Seite? Wer nutzt sie aus? Und vor allem: Wer wird am Ende gewinnen? Marie Lu gelingt es, mich mehrfach zu überraschen, sogar zu schocken. Besonders das Ende, das mit allerlei Action und Dramatik daherkommt, kam für mich absolut unerwartet. Der weitere Verlauf der Handlung bleibt sehr offen. Der Epilog deutet bereits neue Figuren mit eigenen Zielen an und macht auf jeden Fall schon jetzt Neugierig auf Das Bündnis der Rosen.

Spannende Geschichte voller Geheimnisse, Blut und Intrigen. Marie Lu fesselt mich mit ihrem packenden Szenario - mit Protagonistin Adelina habe ich mich aber bis zum Schluss schwer getan. Sie ist keine Figur, die man einfach so ins Herz schließt – doch auch das verleiht der Geschichte einen gewissen Reiz. Ich bin gespannt, wie es weitergeht.

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23 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

hörbuch, gegensatz arm-reich, ab 14, high-fantasy, sklaven

Elias & Laia - Die Herrschaft der Masken

Sabaa Tahir , Barbara Imgrund , Max Felder , Gabrielle Pietermann
Audio CD
Erschienen bei Bastei Lübbe, 15.05.2015
ISBN 9783785750810
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Elias & Laia – Herrschaft der Masken habe ich 2015 direkt nach der Veröffentlichung gelesen. Das Buch war in diesem Jahr eins meiner absoluten Highlights. Nun stand Band 2 zum Lesen bereit, aber da ich auf den ersten Seiten das Gefühl hatte, mich nicht genug erinnern zu können, um die Geschichte wirklich zu genießen, beschloss ich, Teil 1 noch mal aufzufrischen.

 

Dazu habe ich einige Teile des Buches gelesen, andere Teile gehört – je nachdem, wo ich gerade war und was ich gemacht habe.

Da ich das Buch bereits rezensiert habe, möchte ich an dieser Stelle nur ein paar Worte zur Hörversion loswerden, denn inhaltlich hat mich die Geschichte auch beim zweiten Mal überzeugt. Während des Hörens und Lesens kamen viele Erinnerungen zurück, sodass ich oft, kurz bevor etwas passierte, dachte – hach ja, das kam ja gleich. Insgesamt war es aber definitiv die richtige Wahl, noch mal die komplett Geschichte aufzufrischen, denn nun fühle ich mich gut vorbereitet.

 

Hörbücher zu hören, fällt mir immer etwas schwer. Ich muss dabei beschäftigt sein, damit ich nicht einschlafe. Aber ich darf auch nicht zu beschäftigt sein, weil ich sonst ja nicht mehr zuhöre. Da ich die Geschichte nun schon kannte, war es für mich nicht ganz so schlimm, wenn ich mal einen Satz nicht mitbekommen habe. Hauptsächlich habe ich bei der Hausarbeit und bei der Gestaltung neuer Blog-Posts gehört.

 

Da die Geschichte aus zwei Ich-Perspektiven geschildert wird, gibt es zwei Sprecher – einen männlichen für Elias, und eine weibliche für Laia. Ich musste mich an beide Stimmen erst gewöhnen, da sie zunächst nicht so recht zu meinen Vorstellungen beider Charaktere passen wollten.

Obwohl ich Betonung und Sprechtempo zum Zuhören angenehm fand, ist mir beim Mitlesen – damit ich die richtige Stelle finde, um wieder von Hörbuch auf Buch zu wechseln – doch aufgefallen, wie viel länger es dauert, zuzuhören, als selbst zu lesen. Zum Zuhören war es aber absolut ok.

 

Es handelt sich hierbei um ein Hörbuch. Allerdings finde ich, dass die Geschichte ganz viel Potential für ein paar Hörspielelemente hätte. Hier und da das Geräusch aufeinanderschlagender Schwertklingen hätte dem ganzen mehr Atmosphäre verliehen. So fand ich es insgesamt recht nüchtern. Hätte ich die düstere Stimmung Schwarzkliffs nicht gekannt, hätte es auf mich vermutlich nicht so sehr gewirkt, wie ich es beim Lesen empfunden habe.

 

Die Geschichte an sich konnte mich aber auch beim zweiten Mal fesseln...
Mein Fazit nach dem Lesen kann ich daher nur nochmal wiederholen:
Wow! Ich habe zwar in letzter Zeit einige gute Bücher gelesen, aber dieses sticht doch heraus. Diese fremde, unglaublich komplexe Welt, die ungewöhnliche Gesellschaftsordnung, die ereignisreiche, abwechslungsreiche Handlung mit dem hohen Erzähltempo, die zwei sympathischen Protagonisten, die kaum miteinander agieren – und die ständige Ungewissheit, wohin mich das Buch überhaupt führen wird, haben Die Herrschaft der Masken zu einem unglaublich packenden Leseerlebnis gemacht.

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51 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

Pala - Verlorene Welt

Marcel van Driel , Carolin Liepins
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Oetinger Taschenbuch, 14.10.2016
ISBN 9783841504562
Genre: Jugendbuch

Rezension:



Achtung: Dritte Band der Reihe. Spoiler in Bezug auf die Vorgänger möglich!
Die Handlung knüpft direkt an die Vorgängerbände an. Vorwissen ist daher absolut notwendig, da man all die Andeutungen und Verknüpfungen sonst nicht verstehen würde. Für den Einstieg hätte ich mir ein paar etwas detailliertere Rückblicke gewünscht, diese fallen insgesamt eher spärlich aus, die Geschichte ist aufgrund der Vielzahl an Personen, die jeweils unterschiedliche Absichten verfolgen, aber recht komplex, sodass ich ein paar Seiten benötigt habe, alle losen Fäden wieder aufzunehmen. Hilfreich war dafür das kurze Zusammenfassungskapitel der bisherigen Geschichte, welches zumindest die grobe Handlung auffrischt.

Auch Band drei der Pala-Reihe kann mich wieder fesseln und überraschen. Die Handlung hat insgesamt ein ziemlich hohes Tempo, es passiert sehr viel kurz aufeinander. Trotzdem bleibt immer wieder Zeit, einen Blick in die Gedankenwelt der Protagonisten zu werfen. Gerade Iris sticht dabei mit ihren immer gleichen Zweifeln hervor. Und dies sind dann auch die wenigen Momente, in denen man merkt, dass Iris eben doch erst ein Teenager ist, fast noch ein Kind. Ansonsten handelt sie oft so kontrolliert und kalkuliert, dass sie eher wie eine Erwachsene wirkt. Dies gilt auch für die anderen Figuren. Aber vielleicht lässt so eine Extremsituation Jugendliche einfach sehr schnell erwachsen werden und tagtäglich über sich hinauswachsen...?!

Der Erzählstil bleibt beibehalten: In der personalen Erzählweise springt die Perspektive zwischen den bekannten Figuren. Teilweise sind die Passagen nur sehr kurz, teilweise auch mehrere Seiten lang. Die schnellen Wechsel sorgen für Spannung und Neugier, da man bei jeder Figur wissen möchte, wie es weitergeht. Manchmal habe ich die kleinen Abschnitte aber auch verflucht, weil ich mich so schnell wieder herrausgeworfen gefühlt habe und am liebsten sofort weiterlesen wollte, was genau dieser Charakter als nächstes erlebt.

Die Handlung ist nur selten vorhersehbar. Marcel van Driel gelingt ein Schockmoment nach dem anderen. Zwar denkt man immer so kann es doch nicht ausgehen, aber was dann wirklich kommt, ist jedes Mal wieder überraschend. Verstärkt wird dieser Effekt noch dadurch, dass alle Figuren eigene Ziele verfolgen und sich darüber nicht immer in Kenntnis setzen. So brechen sie also zu einer Mission mit einem eigentlich klaren Ziel auf, aber da jeder an anderen Fäden zieht, ist das Ergebnis am Ende wieder völlig anders als erwartet.

Ursprünglich wurde die Reihe als Trilogie angekündigt. Und dem Nachwort des Autors ist auch zu entnehmen, dass Verlorene Welt als Abschluss geschrieben wurde und es für ihn eigentlich gar nicht weitergehen sollte. Wäre dies tatsächlich der letzte Band, hätte ich mir zwar noch eine handvoll Seiten mehr gewünscht, insgesamt hätte das Buch aber schon als Abschlussband stehen bleiben können. Es werden viele, viele Fragen beantwortet und nahezu alle Handlungsstränge abgeschlossen - die Zukunft bleibt aber ungewiss. Da der Verlag bereits den vierten Band für die zweite Jahreshälfte angekündigt hat, bin ich sehr gespannt, wie Marcel von Driel die für ihn eigentlich beendete Geschichte dann weiterführt.

 Toller, spannungsgeladener dritter Band voller Überraschungen. Mein einziger Kritikpunkt sind die Figuren, die viel erwachsener wirken und agieren, als sie eigentlich sein sollen. Trotz ungewisser Zukunft hätte das Buch für mich aufgrund der vielen beantworteten Fragen zwar als Abschlussband stehen bleiben können, trotzdem freue ich mich auf ein weiteres, hoffentlich ebenso aufregendes Abenteuer auf Pala.

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171 Bibliotheken, 6 Leser, 2 Gruppen, 74 Rezensionen

dystopie, maze runner, jugendbuch, james dashner, prequel

Phase Null - Die Auserwählten

James Dashner , Ilse Rothfuss
Fester Einband: 440 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 25.11.2016
ISBN 9783551520777
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Am Ende dieses Buches habe ich festgestellt, dass ich offensichtlich ein vorheriges Prequel verpasst habe. Zum Glück hatte ich aber nicht das Gefühl, dass mir entscheidendes Wissen fehlt – obwohl, irgendwie auch doch. Aber das lag eher daran, dass ich die Trilogie bereits vor einer ganzen Weile gelesen und danach noch den Film zum ersten Band geschaut habe, und nun nur noch lückenhafte, vermischte Erinnerungen habe.
So kam es mir so vor, als ob einige Ereignisse nicht mit der Hauptgeschichte übereinstimmen, was vermutlich eher an der Erinnerung zur abgewandelten Filmgeschichte liegt – müsste ich nochmal nachblättern.

Auf jeden Fall sollte man, obwohl es eine Vorgeschichte ist, zuerst die Maze Runner-Trilogie lesen, da ansonsten der Reiz der Reihe verloren geht – denn im Labyrinth müssen die Jugendlichen herausfinden, wie alles zusammenhängt, wobei es etliche Überraschungen und unerwartete Aufdeckungen gibt. Diese würden durch dieses Buch bereits vorweggenommen.
Ansonsten hatte ich allerdings nicht das Gefühl, dass man für Phase Null zwingend vorwissen benötigt. Aber man liest es schon allein ganz anders, wenn man die Figuren kennt und weiß, was später mit ihnen passieren wird.

Erzählt wird die Handlung aus der personalen Sicht von Thomas. Er verbringt viele Jahre bei ANGST, die in Auszügen geschildert werden. Mal gibt es nur kurze Einblicke in ein Jahr, andere Phasen seines Lebens werden ausführlicher behandelt. Dabei wird mal mehr mal weniger ausführlich auf seinen Tagesablauf, medizinische Untersuchungen und den Schulunterricht eingegangen. Da Thomas viel Zeit allein verbringen muss, gibt es auch intensive Einblicke in seine Gedanken. Am interessantesten fand ich allerdings die Interaktionen mit den anderen Kindern, besonders Teresa.

Obwohl ich das Gefühl hatte, ich hätte besser die Reihe auffrischen sollen, um alle Zusammenhänge mitzubekommen, habe ich das Buch gern gelesen.
Es war spannend, nochmal in diese Welt zurückzukehren und einige neue Informationen und Verknüpfungen der Ereignisse aus einer anderen Perspektive mitzuerleben. Zudem gibt es vielfältige Einblicke in die Vergangenheit der Kinder und Jugendlichen, die sich später im Labyrinth mit so vielen Gefahren herumschlagen müssen.

Es entwickelt sich eine Handlung mit viel Dramatik, Gefahr und jeder Menge Action- und Kampfszenen. Und obwohl bereits bekannt ist, worauf alles hinausläuft, nimmt die Spannung – trotz einiger langwieriger Passagen und vieler Zeitsprünge – immer weiter zu. Dabei spart Dashner auch hier nicht an blutigen und brutalen Beschreibungen, obwohl die Charaktere um einiges jünger sind. Manchmal war es vielleicht sogar etwas zu viel...

Spannende Vorgeschichte, die nochmal Zusammenhänge deutlicher macht und einen bedrückenden Einblick von der Kindheit der bekannten Charaktere liefert.
Es empfiehlt sich vermutlich, die komplette Reihe zügig nacheinander zu lesen, damit man auch wirklich alle Details nachvollziehen kann.

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57 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 39 Rezensionen

fantasy, magier, magie, meister, drachen

Ormog

Thomas Engel
Fester Einband: 365 Seiten
Erschienen bei fabulus Verlag, 13.07.2016
ISBN 9783944788302
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Auf dem Planeten Magnus ist ein Kampf zwischen den Weißen Magiern und den Gorgul entbrannt. Ormog ist der letzte weiße Magier und wird von den Feinden erbarmungslos gejagt. Trotz seiner aussichtslosen Lage versucht Ormog mit seinen Gefährten, den Meister der Gorgulzauberer zu vernichten. Kein einfaches Vorhaben... denn die Feinde sind ihm schon auf der Spur. Das Schicksal des ganzen Planeten liegt nun in seinen Händen.

Der Einstieg in die Geschichte fiel mit nicht ganz leicht. Ormog lebt auf dem fremden Planeten Magnus. Dem Leser eröffnet sich eine komplett unbekannte, magische Welt voller ungewöhnlicher Bewohner mit teilweise recht komplizierten Namen. Schade ist, dass es weder eine Karte zur Orientierung gibt, die es erleichtert hätte, Ländergrenzen und Reisewege zu verfolgen, noch einen Glossar mit kurzen Erklärungen, um welche Art von Wesen es sich beispielsweise bei der Tierwelt handelt. So bleibt die Geschichte trotz vielfältiger Ideen für mich etwas blass. Denn leider fehlt es auch an bildhaften Beschreibungen, die Land und Leute lebendig werden lassen. Von Ormog kenne ich eigentlich nur die Augenfarbe. Im letzten Drittel wird er als junger Magier beschrieben, zuvor handelte es sich in meiner Vorstellung eher um einen älteren Mann. Und so gab es dann auch ein paar Geschehnisse, die aufgrund zu knapper Beschreibungen für mich nicht nachvollziehbar wurden (Beispiel: Wie passt ein drei Handspannen großer Drache in eine Manteltasche...? Handelt es sich bei den Bewohnern von Magnus um Riesen mit entsprechend großen Taschen? Kann sich der Drache schrumpfen...?)

Die Handlung an sich konnte mich aber schnell fesseln. Die Geschichte bietet jede Menge Verrat und Intrigen, vorhersehbar ist die Handlung an keiner Stelle. Ormog und seine Gefährten müssen zahlreiche Gefahren überstehen, wobei sich ihnen immer neue Probleme in den Weg stellen. So jagt ein Ereignis das nächste, das Tempo ist insgesamt hoch, es gibt aber auch ein paar wenige ruhigere Szenen. Das Ende konnte mich nicht ganz überzeugen, da mir der entscheidende Kampf etwas zu einfach gelöst ist. Es werden aber alle begonnenen Handlungsstränge zuende geführt, sodass sich dennoch ein stimmiger Abschluss ergibt.

Erzählt wird die Geschichte von einem Er-Erzähler, wobei Ansätze der personalen Erzählweise, die zwischen verschiedenen Figuren wechselt, vorhanden sind, aber nicht ganz konsequent durchgeführt werden. Aufgrund der vielen ungewöhnlichen Eigennamen liest sich der Text, der ansonsten mit einer flüssigen Sprache punkten kann, nicht immer ganz einfach.

Sehr beeindruckend finde ich übrigens, dass Autor Thomas Engel erst 16 Jahre alt ist.

  Packende, immer wieder überraschende Story voller List und Intrigen, die die sympathischen Protagonisten auf eine ereignisreiche Reise schickt. Leider fehlt es an vielen Stellen an bildhaften Beschreibungen, die Figuren und Handlung im Kopf richtig lebendig werden lassen.

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316 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 134 Rezensionen

liebe, gift, fantasy, jugendbuch, melinda salisbury

Goddess of Poison - Tödliche Berührung

Melinda Salisbury , A. M. Grünewald
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei bloomoon, 19.09.2016
ISBN 9783845815138
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die 17-jährige Twylla ist die wiedergeborene Tochter zweier Götter. Dies verleiht ihr die Ehre, als Tochter der Königin aufgezogen zu werden und mit dem Prinzen verlobt zu sein. Doch auch die Bürde, die Todesurteile der Königin mit ihrer giftigen Haut zu vollstrecken, geht damit einher. Niemand außer der Königsfamilie darf Twylla berühren, da jeder Hautkontakt tödlich ist. Und so fristet Twylla einsam ihr Dasein, bis ihr Verlobter wieder auftaucht und ihr ein Wächter an die Seite gestellt wird, der von den ganzen Regeln am Hof wenig hält...

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir nicht ganz leicht: Es ist ein sehr eigenwilliges Königreich, in dem Twylla da lebt, mit ziemlich schrägen Sitten und Gesetzmäßigkeiten. Doch mit der Zeit findet man sich in dieser fremden Welt zurecht und versteht die Regeln, die die Königin ihrem Volk und Twylla auferlegt. Es eröffnet sich eine ebenso faszinierende wie erschreckende Welt, die noch einige Überraschungen bereithalten wird.

Ich-Erzählerin Twylla ist eine interessante Figur, doch ich brauchte einige Seiten, um mit ihr warm zu werden. Was sie tun muss, ist grausam, und die Königin droht mit dem Leben ihrer Familie, sollte sie sich wiedersetzen. Und doch ist Twylla irgendwie freiwillig in diese ganze Geschichte hineingeraten und ihr Widerstand zunächst eher gering. Nicht nur Twylla muss erkennen, dass längst nicht alles so ist, wie es scheint. So entwickelt sich aus einer zunächst mystisch-unheimlichen Geschichte eine unglaublich spannende und dramatisch Handlung, die einige unerwartete Wendungen bereithält. Durch Twyllas gedanklichen Rückblicke in ihre Vergangenheit ist die Handlung abwechslungsreich und gibt Einblick, wie das Leben der jungen Frau vorher war. Dank der Perspektive kann der Leser dabei an all ihren Gedanken und Gefühlen teilhaben.
Ihr neuer Wächter Lief, der mit seiner frechen, charmanten Art sofort Sympathie weckt, sorgt für manch lustigen Moment. Und auch einige Gefühle hat die Geschichte zu bieten.

Je mehr ich las, desto schwerer war es, sich der Handlung wieder zu entziehen. Zwar gab es kürzere, leicht langatmige Passagen, insgesamt bietet die Handlung aber viele Ereignisse und ein hohes Tempo. Ein Netz aus Lügen und Intrigen wird aufgedeckt. Dabei gab es für mich absolut unerwartete Überraschungen, richtige Schockmomente zum mitfiebern und mitleiden. Besonders das letzte Drittel hat es in sich, bevor die Geschichte dann mit einem zwar offenen, aber doch versöhnlichen (=kein Cliffhanger, einige Handlungsstränge abgeschlossen) Ende daherkommt.

Eine Geschichte voller Überraschungen. Nachdem ich mich in die fremde Welt hineingefunden hatte, konnte ich mich ihrer Faszination kaum noch entziehen. Die Handlung bietet Dramatik, Gefühl und viele unerwartete Ereignisse. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung!

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

magie, band der magie, fairy, leserunde, waldgöttin

Fairy - Das Band der Magie 3

Liane Mars
Flexibler Einband
Erschienen bei bookshouse, 16.11.2016
ISBN 9789963534951
Genre: Romane

Rezension:


Fairy ist der dritte Band von Liane Mars’ „Band der Magie“-Reihe. Obwohl die Geschichten um die einzelnen Hauptfiguren in sich abgeschlossen sind, ist Vorwissen auf jeden Fall notwendig. Denn letztlich werden doch Handlungsstränge aus Liah aufgegriffen und hier weitergeführt. Außerdem gibt es nicht mehr allzu viele Erklärungen zu der fremden Welt mit ihren ungewöhnlichen Bewohnern.

Und so treffen bereits bekannte und liebgewonnene Figuren auf neue, facettenreiche Charaktere.

Fairy hatte bereits ein sehr einschneidendes Aufeinandertreffen mit dem Krieger Brahn. Dementsprechend skeptisch steht der Shadun ihr zunächst auch gegenüber. Doch letztlich freunden die zwei, die aus so verschiedenen Welten stammen, sich an. Alles könnte so schön sein, wenn nicht die Herrscherin der Pari Fairy einen grausamen Auftrag erteilt, der das aufgebaute Vertrauen zwischen Brahn und ihr auf eine harte Probe stellt.

Die Figur Fairy fand ich bereits im letzten Band sehr spannend. Allerdings muss ich zugeben, dass es mir nicht so richtig gelang, mir die junge Frau als Pari wirklich bildlich vorzustellen – sie ist einfach ein sehr außergewöhnliches Wesen. Sympathisch war sie mir dafür sofort. Und auch Brahn, denn ich bereits zuvor in mein Herz geschlossen hatte, kann hier mit seiner geduldigen, verständnisvollen Art sofort wieder punkten.

Die Geschichte entwickelt sich zunächst relativ ruhig. Fairys Lebensweise entspricht gar nicht den üblichen Verhaltensweisen von Brahn und seiner Gemeinschaft. Berührungen gibt es bei den Pari nicht, private Gedanken werden kaum ausgesprochen. So sind die ersten Treffen zwischen den beiden zunächst etwas schwierig. Doch Fairy beginnt sich zu öffnen. Die Entwicklung, die sie dabei durchmacht, ist dank der Ich-Perspektive, die den Leser an ihren Gedanken und Gefühlen teilhaben lässt, schön nachzuvollziehen.

Nach dem ersten Drittel gab es einen Moment, wo ich dachte: „schön, nun mögen sie sich, lass sie zusammen sein und es gibt für alle ein Happy End“. Aber so einfach macht Autorin Liane Mars ihren Figuren natürlich nicht. Es folgt eine temporeiche, dramatische Handlung voller gegensätzlicher Gefühle. Wut, Hass, Verzweiflung, Liebe –  Fairy ist hin und her gerissen zwischen der Loyalität zu ihrem Volk und den Gefühlen für Brahn und steht plötzlich im Zentrum eines Krieges. Was nun folgt, ist überraschend und kommt absolut unerwartet. Die actionreichen Kampfszenen hätten teilweise etwas kürzer sein können, aber die Geschichte sprüht vor Spannung und Emotionen, sodass man letztlich immer weiter lesen muss.

Der Epilog bildet den perfekten Rahmen dieser vielseitigen und aufregenden Geschichte.
 
Ein neues Abenteuer in der einzigartigen Fantasywelt mit ihren liebevoll ausgearbeiteten, facettenreichen Bewohnern. Alte Bekannte und neue Figuren treffen aufeinander und sorgen in einer spannenden, temporeichen, dramatischen sowie emotionalen Geschichte für aufregende Lesestunden.

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25 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 20 Rezensionen

casting, kampf, dystopie, familie, spiele

Casting: Spiel ums Leben

Yvonne Richter
E-Buch Text: 202 Seiten
Erschienen bei Fabulus-Verlag, 25.08.2016
ISBN 9783944788043
Genre: Sonstiges

Rezension:

Lovis sieht sich täglich vor der Aufgabe, neue Castings zu durchlaufen, um überleben zu können. Egal ob Essen oder Kleidung, alles muss erspielt werden, damit die Juroren ihre spektakulären Shows und gute Einschaltquoten erhalten.
Als Lovis Jo kennenlernt, beginnen die zwei, am Castingsystem zu zweifeln. Sie werfen einen schockierenden Blick hinter die Kulissen. Doch niemand kann so einfach aus dem System ausbrechen...

Die Idee des Buches finde ich total spannend. In der dystopischen Welt müssen sich die Bewohner alles erspielen und erkämpfen – Essen ebenso wie Bildung und Wohnraum. Dabei gibt es etliche ungewöhnliche technische Gerätschaften sowie neue Begrifflichkeiten, darunter sehr viele Wortspiele rund ums Casting. Leider fehlt es hier insgesamt etwas an Erklärungen. Zwar kann man sich viele Dinge zusammenreimen, die Figuren werfen aber mit so vielen ungewöhnlichen Worten um sich, dass hin und wieder eine kleine Erläuterung hilfreich gewesen wäre, um sich ein genaueres Bild zu machen. Überhaupt ist die ganze Sprache recht ungewöhnlich: einerseits sehr jugendlich, salopp – auch bei den Erwachsenen – , andererseits voll fremder, vom Castingleben geprägter Redwendungen. Dabei bleibt der Satzbau allerdings sehr einfach, Wiederholungen einzelner Wörter oder Satzteile eingeschlossen. Auch die Entwicklung, die letztlich zur Entstehung der Casting-Welt geführt hat, wird nur vage angedeutet.

Der Zukunftsroman ist, laut Verlag, für Leser ab zehn Jahren geeignet. Für diese Zielgruppe ist die Sprache ebenso angemessen wie die Handlung. Es ist ein Abenteuerroman in einer Zukunftsvision. Lovis, Jo und ihre Gefährten müssen sich in der Castingwelt behaupten, wenden sich vom System ab und definieren ihre Werte für sich neu. Dabei müssen sie einige Gefahren überwinden, dies gelingt aber in der Regel ohne größere Schwierigkeiten. Dadurch blieb die große Spannung aus (langweilig wird es aber auch nicht), da die Handlung relativ glatt konstant vorangeht. Dabei vergeht im Verlauf des Buches viel Zeit über die man wenig erfährt. Auch die Figuren bleiben etwas blass. Es wird viel beschrieben, was die Jugendlichen tun. Gedanken und Gefühle kommen aber recht kurz, was sicher auch der Erzählperspektive (Er-Erzähler) geschuldet ist.

In dem Buch sind wichtige Themen wie Konkurrenzkampf, Manipulation und Freundschaft für die Zielgruppe ansprechend in die Abenteuergeschichte eingebunden. Und auch als Erwachsener gerät man ins Grübeln über unsere verrückte Welt und was mal aus ihr werden könnten. Zeit, sich auf die wichtigen Werte und unsere Mitmenschen zu besinnen.


 Fazit: Faszinierende, erschreckende Welt, die etwas mehr Erklärungen vertragen hätte. Zwar konnte mich die Geschichte nicht so richtig fesseln, da sämtliche Hindernisse sehr schnell und einfach überwunden werden, für die Zielgruppe finde ich dies aber durchaus passend und so entwickelt sich eine aufregende Abenteuergeschichte, die wichtige Themen altersentsprechend aufbereitet.

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354 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 167 Rezensionen

organspende, liebe, transplantation, depression, herz

Die Tage, die ich dir verspreche

Lily Oliver
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.09.2016
ISBN 9783426516768
Genre: Liebesromane

Rezension:

Gwen ist 19 Jahre alt und hat gerade eine Herztransplantation hinter sich. Als sie nach der Rhea nach Hause kommt, ist sie überfordert und fühlt sich von den Erwartungen ihrer Familie erdrückt. Zudem quälen sie Schuldgefühle über den Tod des Spenders. Gwen will es nicht mehr, dieses verdammte Herz voll Leben.
Sie sucht im Internet nach jemanden, dem sie ihr Herz schenken kann. Dabei stößt sie auf Noah, der Gwen zunächst nicht ernst nimmt. Bis diese plötzlich vor seiner Tür steht: mit der festen Absicht, ihm ihr Herz zu spenden, damit er leben und sie sterben kann...

Nach dem Lesen, muss man das Buch erst mal sacken lassen.
Es ist ein Buch, das man nicht einfach inhalieren kann. Viel zu sehr regt es zum Denken an. Und doch ist es genauso schwer, lange Pausen zu machen, weil man wissen möchte, was noch kommt. Ob alles gut ausgeht.
Es ist ebenso ein Buch, dass man auch nach dem Lesen nicht so schnell vergessen wird. Und es ist auch ein Buch, dass uns am Ende eine Entscheidung abverlangt – zumindest eine Auseinandersetzung mit dem Thema Organspende.

Ich würde gern behaupten, dass ich verstehen kann, wie Gwen sich fühlt. Aber das kann ich nicht. Ich kann mir nicht vorstellen, wie es ist, diese Krankheitsdiagnose zu bekommen. Wie es ist, auf die rettende Nachricht zu warten, zwischen ständiger Hoffnung und Enttäuschung. Den Tod schon im Nacken. Und noch weniger kann ich mir vorstellen, wie es sich anfühlt, ein „fremdes“ Organ in mir zu tragen. Mit dem Wissen, dass ein Mensch sterben musste, damit man selbst leben kann.
Und doch sorgt das Buch dafür, dass man sich all dies eben doch vorstellen kann.
Die Beschreibungen sind sehr eindringlich und wirken absolut authentisch. Gwen teilt all ihre Gedanken und Gefühle mit dem Leser. Es ist leicht, mitzufühlen, was Gwen durchmacht, da sie ihre Emotionen in so passende Worte und Bilder packt. Wobei leicht vielleicht das falsche Wort ist, denn leichte Kost ist das Buch sicher nicht.
Und das zeigt sich auch an Noah, der in so vielen Situationen kaum mit Gwen und ihren zerrütteten Gefühlen umzugehen weiß.

Der Leser erlebt eine ähnliche Achterbahnfahrt wie die beiden Protagonisten.
Sie kann doch nicht....? Er wird doch nicht...?
Dank der wechselnden Ich-Perspektive von Gwen und Noah bekommt man einen intensiven Eindruck, was beide Figuren – nicht zuletzt miteinander – erleben.
Das Buch ist aufregend und dramatisch. Mitreißend und berührend. Es ist eine bewegende Geschichte, auf die man sich einlassen muss, um Gwen auf dieser emotionalen Reise zu begleiten.
Es ist schwer zu beschreiben – ihr müsst es einfach selbst lesen.

Sympathische Figuren und ein realistisches Setting mit vielen (verständlich formulierten) medizinischen Details nehmen den Leser mit auf eine emotionale Reise.
Ein bewegendes Buch mit ernstem Thema, dass zum Nachdenken anregt und Spuren hinterlässt.

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81 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

ebook, liebesgeschichten, belletristik, familie, musik

Elfenblüte - Sonnengelb

Julia Kathrin Knoll
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 02.04.2015
ISBN 9783646601121
Genre: Fantasy

Rezension:

2. Band der Reihe – inhaltliche Spoiler zum Vorgänger vorhanden

Sonnengelb knüpft an die Ereignisse des ersten Bandes, Himmelblau, an. Einige Wochen sind seitdem vergangen. Vorkenntnisse sind auf jeden Fall hilfreich, da die Rückblicke sehr spärlich ausfallen.

Die Geschichte um den mysteriösen Alahrian und Schülerin Lilly geht weiter... ;)

Nachdem Lilly und Alahrian im ersten Band umeinander herumgeschlichen sind, setzt sich das Spiel nun fort. Keiner wagt den ersten Schritt. Lilly ist verständlicherweise verunsichert, weil Alahrian so unterschiedliche Signale sendet. Alahrian selbst hat Angst, Lilly die Wahrheit zu sagen. Und so dauert es eine ganze Weile, bis sie einander wirklich näherkommen.

Doch dann gibt es endlich ein paar erlösende Antworten zu Alahrian, seinem Wesen und seiner Vergangenheit.
Auch um Lilly gibt es neue Ereignisse, Antworten bleiben hier aber noch aus, sodass die Neugier weiter steigt, welches ihr selbst unbekannte Geheimnis sie in sich birgt.

Die Geschichte ist wieder schön zu verfolgen. Alahrian und Lilly sind beide sympathische Charaktere, die sich sehr süß verhalten, wenn sie einander begegnen. Von Schüchternheit über Wutausbrüche ist diesmal alles dabei und sorgt so für eine abwechslungsreiche Handlung.
Zudem gibt es neben den sehr emotionalen Szenen auch dramatische, spannende Augenblicke.

Der Schreibstil wechselt, wie im ersten Band, in der personalen Erzählweise zwischen den Hauptfiguren, sodass der Leser miterleben kann, was beide denken und wie sie ihre Begegnungen erleben.

Süße Fortsetzung, die nun einige Antworten bringt. Es macht Spaß, den weiteren Weg der sympathischen Figuren zu verfolgen. Auch Alahrians Bruder Morgen ist immer für eine spaßige Szene gut.
Viele Fragen bleiben aber noch offen. Auf zu Band 3!

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124 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

elfen, liebesgeschichten, belletristik, ebook, familie

Elfenblüte - Himmelblau

Julia Kathrin Knoll
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 05.03.2015
ISBN 9783646601114
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der Umzug von Hamburg in ein kleines bayrisches Dorf ist für Lilly ein ziemlicher Kulturschock. Schneller als geahnt freundet sie sich aber mit ihren Mitschülern an. Dabei hat es ihr einer besonders angetan. Der geheimnisvolle Alahrian, doch dieser ist nett und unnahbar zugleich. Was hat es nur mit dem Jungen, die einige so cool und andere so seltsam finden, auf sich?

Die 17-jährige Lilly ist eine sympathische Protagonistin. Sie trägt den nicht ganz freiwilligen Umzug mit Fassung und macht das beste daraus, ohne ihrem Vater die Entscheidung bockig nachzutragen.
Auch Alahrian hat mir gut gefallen. Er ist ein netter, höfflicher „Junge“, manchmal etwas unsicher im Umgang mit Lilly. Dabei wirkt seine Sprache, ebenso wie sein Verhalten teilweise etwas veraltet und überkorrekt und halt gar nicht wie bei den „modernen Jugendlichen“, was ihm diese geheimnisvolle Aura verleiht.

Ich hatte keine Erwartungen an die Geschichte und habe mir auch den Klappentext vor dem Lesen nicht durchgelesen. Daher war ich sehr überrascht über die ungewöhnlichen Wesen, mit denen mich die Geschichte konfrontiert hat. Gern hätte ich noch mehr über den mysteriösen Alahrian und seinen Bruder erfahren, allerdings bleibt alles noch sehr vage. Vieles wird angedeutet, aber Wenig konkret ausgesprochen oder näher erklärt.
Ebenso verhält es sich bei Lilly. Es gibt einige Andeutungen und auch der Reihentitel lässt ein paar Spekulationen zu, Antworten gibt es aber bisher noch nicht.

Trotzdem macht es Spaß, die Geschichte zu lesen. Dank der wechselnden personalen Sicht kann man die Handlung aus verschiedenen Perspektiven erleben und dabei Einblicke in die Gedanken einzelner Figuren erhalten. Schnell ist klar, dass Lilly und Alahrian einander interessant finden und man darf mitfiebern, wer sich als erstes öffnet und wie die nächste Begegnung verläuft. Dabei sorgen die angedeuteten Konflikte dafür, dass die Neugier über die Zusammenhänge wächst. Die Handlung verläuft ohne große Spannungsmomente. Auch wenn es kleine dramatische Szenen gibt, lebt die Geschichte für mich vor allem von meiner Unwissenheit, die so gern beseitigt werden möchte. Worauf wird dies alles hinauslaufen?

Das Ende ist sehr offen – ohne fiesen Cliffhanger, aber auch ohne wirkliche Antworten. Da muss wohl Band 2 schnell her.

Süße Geschichte um die Annährung zweier „Jugendlicher“, die einige Geheimnisse umgeben. Der Leser wird mit Andeutungen angefüttert, erhält aber noch wenig Antworten. Der angenehme, bildhafte Schreibstil sorgt für ein flüssiges Lesevergnügen.

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89 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

märchen, drachen, einhorn, magie, sinabell

Sinabell. Zeit der Magie

Jennifer Alice Jager
Flexibler Einband: 220 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 28.07.2016
ISBN 9783551300645
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Sinabell und ihre vier Schwestern sollen heiraten. Dazu veranstaltet der König Tanzbälle. Während ihre Schwestern versuchen, sich mit tollen Kleidern zu übertrumpfen, möchte Sinabell die Bälle am liebsten meiden. Bis dort plötzlich Prinz Farin auftaucht, der kurz darauf hingerichtet werden soll, da er der Sohn einer verfeindeten Herrscherin ist. Sinabell tut alles, um ihn zu retten und wird dabei in eine Welt voller Magie und fantastischer Wesen gezogen...

Eigentlich lese ich sehr gern Fantasy und Märchen. Doch mit dieser Geschichte bin ich einfach nicht warm geworden.

Zum einen konnte ich mich nicht wirklich in Sinabell hineinfühlen, die sich zunächst mit Händen und Füßen gegen eine Zwangsheirat wehrt, um dann plötzlich alles für den Prinzen zu riskieren, mit dem sie einmal getanzt und drei Worte gewechselt hat. Dieser Wandel war für mich nicht nachvollziehbar. Und so kamen letztlich auch die Gefühle, die sie und Farin übermannen, nicht bei mir an.

Aber auch sonst konnte ich mich nicht wirklich in der Geschichte verlieren. Die Handlung bot nur wenig Spannung. Viele Szenen empfand ich als zäh und langatmig. Die verschnörkelte, blumige Sprache mit den vielen bildhaften Vergleichen – die normalerweise gut zu Märchen passt – trug sicher auch dazu bei, dass für mich kein flüssiges Lesevergnügen entstand.
Zum Ende hin wird die Geschichte zwar dramatisch, den Handlungsverlauf empfand ich aber als wirr. Warum da gerade passiert, was passiert, erklärte sich für mich nicht immer. Und so bleiben auch am Ende noch einige Fragen offen.


Sprunghafte Protagonistin, zähe, wirre Story... ich habe gar nicht wirklich ins Buch reingefunden und mich mehr durchgequält. Spannung und Gefühl fehlten mir komplett. Das unsympathische Einhorn (so was sollte es echt nicht geben!) gab mir den Rest.

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dämonen, dark elements, liebe, sehnsuchtsvolle berührung, layla

Dark Elements - Sehnsuchtsvolle Berührung

Jennifer L. Armentrout , Ralph Sander , Isa-Corinna Scholz
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 15.08.2016
ISBN 9783959670203
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Achtung – dritter Band einer Reihe – Spoiler zu den Vorgängern vorhanden.


Ihr kennt die ersten Bände der Reihe? Gut, dann wirst ihr, welche offenen Handlungsstränge euch erwarten.
Ihr kennt die ersten Bände noch nicht? Dann solltet ihr lieber vorn anfangen zu lesen, bevor ihr etwas aufschnappt, dass ihr noch gar nicht wissen wolltet - daher gibt's an dieser Stelle keine richtige Inhaltsangabe ;)


Die Handlung setzt exakt am Ende des zweiten Bandes wieder ein. Vorkenntnisse sind auf jeden Fall erforderlich, um die Handlung und alle Zusammenhänge zu verstehen. Es dauert ein paar Seiten, bis Layla (sie ist weiterhin die Ich-Erzählerin) an einige wichtige Begebenheiten zurückdenkt, die zur Auffrischung der Erinnerung sehr hilfreich sind. Insgesamt fiel es mir aber recht leicht, wieder in die Geschichte hineinzukommen, auch wenn ich nicht immer alle Details parat hatte.


Band 2, Eiskalte Sehnsucht, war aufgrund des Beziehungsdreiecks ja streckenweise etwas schwierig. Dieses Problem ergibt sich hier nicht lange. Allerdings gibt es im Verlauf trotzdem recht viel Gefühlsduselei, die mir an einigen Stellen zu übertrieben war und immer wieder das Tempo aus der Handlung genommen hat.
Eigentlich war die Geschichte nämlich unglaublich spannend. Bei dem Vorhaben, den Lillin auszulöschen, werden Layla etliche Steine in den Weg gelegt. Es treten immer wieder unerwartete Ereignisse ein und es gibt viele Überraschungen, die für immer wieder neue Spannung und Dramatik sorgen. Besonders zum Ende hin wird die Handlung sehr, sehr aufregend. Allerdings ist mir der Schluss dann schon wieder etwas zu lang gezogen. Nach  sehr dramatischen Ereignissen plätschert die Handlung noch einige Seiten dahin. Zwar gibt es auch hier noch Antworten auf bisher offene Fragen und einige unerwartete Enthüllungen, aber das hätte für mich etwas kürzer gehalten sein können.


Rückblickend kann ich sagen, dass mir die Trilogie (samt eShort) unglaublich gut gefallen hat – sehr viel Spannung, sehr viel Gefühl. Die Figuren entwickeln sich sichtbar weiter, vor allen Layla, die viel über sich selbst herausfindet und lernen muss, sich selbst zu akzeptieren. Aber auch Roth macht einen großen Wandel durch und ist am Ende – neben Bambi – meine Lieblingsfigur geworden.


Klasse Abschlussband voller Spannung und Überraschungen. Auch an Emotionen mangelt es nicht – hiervon gibt es manchmal vielleicht sogar zu viele, wodurch das Tempo immer wieder etwas gedrosselt wird – langweilig wird die Geschichte allerdings zu keinem Zeitpunkt. Am Ende bleiben fast keine Fragen offen.

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liebe, musik, enttäuschung, freundschaft, wahrsagen

Ausgerechnet du

Lena Marten
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 12.08.2016
ISBN 9783736300828
Genre: Liebesromane

Rezension:

Jenny hat nur Pech mit Männern – und mit der Arbeitssuche. Auf drängen ihres Vaters beginnt sie einen Job, bei dem ihr Kollege ausgerechnet ihr Ex-Freund Tobi ist, den sie seit Jahren nicht mehr gesehen hatte. Völlig frustriert von der Liebe ruft Jenny eine Wahrsagerin an, die ihr prophezeit, ihren Traummann am 14. Februar zu treffen. Nun setzt Jenny alles daran, dass aus einer Bekanntschaft des Valentinstages die perfekte Beziehung wird. Aber ist dieser Mann wirklich der richtige...?

Nach „Nicht auch noch der!“ war ich neugierig auf das neue Buch von Autorin Lena Marten und habe mich darauf gefreut, bekannte Charaktere wiederzutreffen. Die Geschichten sind unabhängig voneinander und in sich abgeschlossen. Man benötigt also nicht dringend Vorwissen, um der aktuellen Handlung zu folgen. Es ist aber sehr schön zu sehen, wie sich die Geschichte von Ben und Luca weiter entwickelt hat. Neben diesen zwei liebgewonnenen Charakteren gibt es noch zahlreiche andere, facettenreiche Nebenfiguren, die das ohnehin schon recht turbulente Leben von Tobi und Jenny bereichern.

Jenny ist keine ganz einfache Protagonistin. Auf der einen Seite hat sie eine frische, schlagfertige Art, auf der anderen Seite wird sie aber relativ schnell zickig und lässt sich in Liebesfragen stark von einer Zeitschrift beeinflussen, die sie etwas arg häufig zitiert. Witzige und peinliche Situationen sind bei Jenny vorprogrammiert, so dass es so manche Szene zum Schmunzeln gibt. Und letztlich hat sie mit ihrer bissigen Art doch meine Sympathien gewonnen.

Tobi mochte ich allerdings dank seines ruhigen, freundlichen Wesens noch etwas lieber. Er ist ein loyaler Freud, der aber Jennys giftige Attacken gekonnt erwidert, sodass die zwei sich einige Wortduelle liefern.

Es macht Spaß, die Kabbeleien der zwei zu verfolgen und ein wenig mitzufiebern, wie lange sie sich weiterhin vor der Wahrheit verschließen wollen. Allerdings war ich irgendwann an dem Punkt, wo ich beide gern hin und wieder geschüttelt hätte, weil sie sich so angestellt haben...

Die wechselnde Ich-Perspektive zwischen Jenny und Tobi bringt Abwechslung und ermöglicht Einblicke in die Gedanken und Gefühle beider Charaktere. Dabei wird immer wieder deutlich, dass sie einige Geheimnisse voreinander haben und es in ihrer Vergangenheit noch ein wenig aufzuarbeiten gibt. Hier kommt es zu einigen wirklich emotionalen Szenen.

Insgesamt hat mich das Buch sehr gut unterhalten, auch wenn ich mir zum Ende hin gewünscht hätte, dass das Hin und Her zwischen den Protagonisten zu einem schnelleren Ende kommt. Der Schluss war relativ vorhersehbar. So fehlte es mir insgesamt auch ein wenig an großen Überraschungen (ein völlig unerwartete gab es aber!) in der Handlung.

Der lockere, flüssige Erzählstil sowie das Zusammenspiel der abwechslungsreichen Charaktere sorgen für spaßige, abwechslungsreiche Lesestunden voller Neckereien und Zankereien. Große Überraschungen bleiben leider aus, dafür gibt es umso größere Emotionen. Da das Ende aber vorsehbar war, empfand ich den Schluss etwas zu lang gezogen und hätte den Figuren gern hin und wieder persönlich auf die Sprünge geholfen. Über das Wiedersehen mit den liebgewonnenen Charakteren aus dem ersten Band habe ich mich aber sehr gefreut.

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liebe, erotik, verlust, lehel, waldhochseilgarten

Dark Illusion – Verführerische Nähe

Emilia Lucas
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.12.2016
ISBN 9783426518014
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Liebes- und vor allem Erotikromane gehören eigentlich gar nicht zu meinen bevorzugten Genres – außer Alana Falk/ Emilia Lucas hat sie geschrieben. Daher war auch Dark Illusion für mich Pflichtlektüre. Ich mag die Art, wie Alana ihre Figuren entwickelt, wie man an ihren inneren Konflikten teilhaben kann und einfach mitfiebern muss, ob sie sich aus ihrem Schicksal befreien können.
Aber besser von vorn…

Der Tod ihres Verlobten hat Lauras Leben nachhaltig verändert. Während sie sich seiner Familie gegenüber immer noch als trauernd und leidend ausgibt, hat sie längst beschlossen, ihr Herz für immer zu verschließen. Aus Angst vor einem neuen Verlust, lässt sie keinen neuen Mann an sich heran. One-Night-Stands mit möglichst wenig Berührung, ohne Küsse und vor allem ohne Gefühle sind zu ihrem wöchentlichen Programm geworden. Denn empfindet man für keinen Mann etwas, kann man ihn auch nicht verlieren… Dass dies auf Dauer nicht funktioniert, ist absehbar. Nun beginnt für Laura ein Kampf mit sich selbst und ihren Ängsten. Sie beugt ihre eigenen Regeln, höchstens drei Mal mit einem Mann zu schlafen, immer mehr und wird von den Schatten ihrer Vergangenheit überrollt. 

Die Entwicklung, die Laura im Verlauf des Romans durchmacht, ist sehr spannend zu verfolgen. Wie sie beginnt sich zu öffnen, welche Qualen sie deswegen erleidet, wie sie sich wieder verschließen will. Ich habe das Buch an nur einem Tag gelesen – weglegen war nahezu unmöglich, weil ich unbedingt wissen wollte, ob Laura aus ihren eigenen Verstrickungen herausfindet, ob sie glücklich werden kann und ob es ihr möglich sein wird, ihre Ängste zu überwinden… Diese inneren Kämpfe sind es, die mich an Emilia Lucas Büchern so faszinieren.

Marcus ist ein bodenständiger, sympathischer Kerl. Er hat ebenfalls seine Beziehungserfahrungen, die er mit sich herumträgt. Laura fasziniert ihn, sodass er mit einer Engelsgeduld auf ihre widersprüchlichen Gefühle reagiert. Hartnäckig versucht er, die junge Frau zu erobern, doch auch seine Gefühlsausbrüche sind nachvollziehbar geschildert.

Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus der personalen Sicht beider Figuren. Damit ist es nicht nur möglich, an Lauras Gefühlen teilzuhaben, sondern auch Marcus gewährt Einblicke in seine Gedanken zu den Begegnungen mit der verwirrenden Frau.
Der lockere Erzählstil mit anschaulichen Beschreibungen sorgt für eine flüssige Lektüre.

Erotikszenen gibt es übrigens auch. Wie schon in Emilia Lucas anderen Romanen sind diese ansprechend geschrieben. Bildlich aber nicht überladen, nicht zu ausschweifend, nicht vulgär und überzeugend in die Handlung eingebunden.

Erotikroman mit ansprechenden Liebesszenen, der mich aber vor allem aufgrund der Figurenentwicklung faszinieren konnte. Besonders Laura ist nach ihrem schweren Schicksal gezeichnet und muss nach ihrer Begegnung mit Marcus ihre eigenen Regeln überdenken. Dabei trägt sie einen emotionalen Kampf mit sich selbst aus, von dem auch Marcus nicht unberührt bleibt. Prickelnde, aber vor allem emotionale Lektüre zum Mitfiebern, welchen Weg die Figuren wählen werden…

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