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Glamour Girl - Wer liebt, verliert

Evelyn Uebach , Alexander Kopainski
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Oetinger Taschenbuch, 01.09.2018
ISBN 9783841505361
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Nachdem ihre Freundin Blanche einen Drohbrief erhalten hat, macht sich Vicky auf den Weg in die Galmourgesellschaft Saya Nord um den Verfasser des Briefes zur Rede zu Stellen. Doch an den Regenten Robin Dorville kommt man nicht so einfach heran. Vickys einzige Chance, heraufzufinden, was Robin gegen ihre Freundin in der Hand hat, ist die Teilnahme an der Wahl zur Erstharmonie, die Robins Frau und künftige Regentin an seiner Seite wird. Damit betritt Vicky eine fremde Welt, deren Regeln ihr nicht bekannt sind. Plötzlich steckt sie mitten in einem Netz aus Lügen, Intrigen und unerwiderter Gefühle…

Die Idee von Glamour Girl hat mir gut gefallen. Im Kontrast zur Leitungsgesellschaft mit ihrem Druck und ihren Belastungen haben sich die Glamourgesellschaften gebildet. In diesen Gemeinschaften gibt es strenge Regeln wie lange und wie oft die Mitglieder zu feiern haben. So faszinierend diese Idee auch ist, fand ich die Partygesellschaft dennoch oft recht schräg. Protagonistin Vicky beschreibt sie mehrfach als Sekte – der Gedanke drängt sich im Verlauf auch immer wieder auf.

Dennoch macht es großen Spaß das Buch zu lesen und diese fremde Welt, die Autorin Evelyn Uebach hier entworfen hat, zu entdecken.
Vicky schließt sich der Saya Nord nur an, um an Robin heranzukommen. Um die Verbindung zu Blanche zu verbergen, legt sie sich einen neuen Namen und eine neue Identität zu. Schneller als ihr lieb ist, befindet sie sich mitten in dem intrigen- und lügenreichen Kampf um den Regenten der Gesellschaft.
Dabei hatte ich am Anfang mit Protagonistin Vicky ein paar Schwierigkeiten. Sie muss bezüglich ihrer wahren Absichten lügen und ständig aufpassen, nicht entlarvt zu werden. Doch viel zu oft fällt sie aus ihrer Rolle und ist besonders Robin gegenüber frech und genervt – keine gute Ausgangslage, um nicht aufzufallen. Es fällt ihr wirklich schwer, vorzugeben, wie toll sie die Saya Nord findet – was sie gleichzeitig wieder sehr sympathisch macht. Da sie große Teile der Handlung aus der Ich-Perspektive schildert, lässt sie die Leser an ihren Gedanken zu der Gesellschaft und ihren Erkenntnissen bezüglich der Spurensuche teilhaben.
Als zweite Ich-Erzählerin fungiert Clea, ein Mitglied der Saya Nord und langjährige Freundin von Robin. Durch ihre kurzen Abschnitte bekommt man nochmal einen anderen Blick auf die Gesellschaft und die versteckten Intrigen, die dort gesponnen werden. Doch vor allem werfen Cleas Passagen Fragen auf, weil sehr viele Andeutungen zu geheimen Plänen gemacht werden, ohne dass diese klar formuliert werden. Und so stellt sich durchgehend die Frage, wer eigentlich welches Ziel verfolgt?! Besonders Robin ist sehr schwer einzuschätzen, da er mal als arroganter Mistkerl auftritt und dann wieder selbst von seiner Regentenrolle und der ganzen Partyszene genervt zu sein scheint.

Dadurch ergibt sich eine durchweg spannende Geschichte, in der man mit Vicky nach dem Geheimnis um den Drohbrief ermittelt und die Absichten der Figuren zu durchschauen versucht. Dabei findet Vicky einige Dinge heraus, die sie ihre bisherigen Absichten überdenken lassen. Gleichzeitig muss sie sich auch immer wieder gegen ihre Konkurrentinnen behaupten und ihr eigenes Geheimnis verbergen, wodurch eine konstante Anspannung spürbar wird. So bietet die Handlung ebenso aufregende wie auch emotionale Momente, aber vor allem ganz viele Rätsel bezüglich der Pläne einzelner Charaktere.

Glamor Girl gehört zu den Büchern, die mich am Ende so überraschen konnten, dass ich am liebsten direkt wieder von vorn begonnen hätte, um nochmal aufmerksam zu lesen, ob die unerwartete Wendung sich schon angedeutet hatte oder aus welchen Details man vielleicht entsprechende Vermutungen hätte anstellen können.
Auf jeden Fall ist es ein Buch, dass mir mit dem Wow-Effekt am Ende in Erinnerung bleiben wird. Das einzige Problem: am Schluss bleibt so viel offen und bis zur Fortsetzung dauert es nun wieder einige Monate…

Fazit

Nachdem ich mich in die fremden Welt der Saya Nord eingelesen hatte, konnte mich Glamour Girl durchweg fesseln. Die Geschichte wirft immer neue Fragen auf, da kaum jemand sich in die Karten schauen lässt. Dabei erhält Vicky immer wieder neue Erkenntnisse, die alles zu verändern scheinen – bis Cleas Perspektive nochmal eine ganz neue Sicht offenbart und man wieder von vorn zu rätseln beginnt. Machtkämpfe und kleine Kabbeleien zwischen einzelnen Charakteren sorgen für interessante, nachdenkliche aber auch witzige Szenen. Das Ende konnte mich mit einer unerwarteten Wendung komplett überraschen.

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208 Bibliotheken, 11 Leser, 0 Gruppen, 63 Rezensionen

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VIP-Reihe / Idol – Gib mir die Welt

Kristen Callihan , Anika Klüver
Flexibler Einband: 450 Seiten
Erschienen bei LYX, 27.07.2018
ISBN 9783736306967
Genre: Liebesromane

Rezension:

Als ein betrunkener auf Libbys Grundstück strandet, ist sie ziemlich genervt und versucht, diesen schnellstmöglich wieder los zu werden. Noch ahnt sie nicht, dass ihr neuer Nachbar vor ihr hockt. Und noch weniger vermutet sie in ihm einen berühmten Rockstar…

Bei Liebesromanen erwartet man ja in der Regel, dass die Figuren am Ende irgendwie zusammenfinden. Daher fand ich den Prolog sehr angenehm, der diese ohnehin nicht vorhandene Überraschung direkt mal vorwegnimmt: Denn direkt ist klar, dass die zwei in der Zukunft irgendwie ein Paar sind oder waren. Und nun gilt es herauszufinden, was bis dahin passiert ist.

Schon die erste Begegnung von Killian und Libby ist sehr witzig. Und auch in der Folge gibt es einige spaßige Dialoge zwischen gefühlvollen Szenen.
Killian und Libby müssen beide viel lernen und machen im Verlauf eine spürbare Entwicklung durch. Dabei gelingt nicht jeder Versuch, dem anderen zu seinem Glück zu verhelfen. Enttäuschung, Missverständnisse, verletzter Stolz, leicht machen die zwei es sich nicht.
Da beide abwechselnd aus der Ich-Perspektive das Geschehen schildern, bekommt man einen schönen Einblick in ihre Gedanken und kann so mit ihnen mitfühlen und mitleiden.
Ernste Themen über die Schattenseiten des Ruhms und die Tücken der Künstlerverträge geben der Geschichte zusätzliche Tiefe.

Überraschungen bietet die Handlung relativ wenig. Es ist ein stetiges Auf und Ab der Gefühle, aber dank facettenreicher Figuren – auch unter den Nebencharakteren – und einiger Stolpersteine ist die Handlung durchweg interessant zu verfolgen.
Höhepunkte gibt es dann auch einige – zumindest für die beiden Protagonisten. Wenn dabei nicht jedes Mal erwähnt worden wäre, wie unglaublich groß Killians bestes Stück ist, wären diese Szenen sogar noch ein wenig prickelnder gewesen.

Ansonsten ist der Schreibstil aber sehr angenehm bildhaft und flüssig, sodass sich die Geschichte zügig lesen lässt. Das Ende ist relativ abgeschlossen und lässt nur wenig Fragen offen.

Fazit

Dank Witz und Charme eine sehr angenehme Lektüre. Auch wenn die großen Überraschungen ausbleiben, konnte mich die gefühlvolle Geschichte voller Höhen und Tiefen durchweg fesseln. Der bildhafte Erzählstil der wechselnden Ich-Perspektiven macht es leicht, sich in die Figuren hineinzudenken.

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251 Bibliotheken, 13 Leser, 1 Gruppe, 90 Rezensionen

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Ein Augenblick für immer - Das erste Buch der Lügenwahrheit

Rose Snow
Fester Einband
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 21.08.2018
ISBN 9783473401697
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Als June beschließt, ihr letztes Schuljahr in Cornwall bei ihrem Onkel zu verbringen, ahnt sie nicht, was sie in England alles erwartet: uralte Legenden, mysteriöse Ereignisse und zwei Cousins, die sehr unterschiedliche Gefühle in ihr wecken. Aber irgendwas ist komisch an ihnen und bald stellt auch June an sich eine Veränderung fest…

Obwohl die Geschichte recht lange braucht, bis die ersten mysteriösen Ereignisse die Spannung steigern, hat mir das Buch durchweg gut gefallen. Auch der eher ruhige Beginn, in dem June in England ankommt, die ersten Schultage verbringt und ihre Familie, die sie lange nicht gesehen hat, wieder kennenlernt, hat mir total gut gefallen. Dies lag zum einen an dem flüssigen und bildhaften Schreibstil, der dafür sorgt, dass sich das Buch super schnell lesen lässt, und zum anderen an den sympathischen Figuren.
Die 18-jährige Ich-Erzählerin June ist ein bodenständiges Mädchen, das neugierig auf ihre neue Umgebung und die Verwandtschaft ist. Sie hat klare Vorstellungen davon, was sie in ihrem Leben erreichen will und vor allem ist sie sehr schlagfertig. Eine Eigenschaft, die ihr besonders im Umgang mit Blake zugute kommt. Der düstere der beiden Cousins verhält sich oft ungehobelt und abweisend, ganz anders als sein Zwillingsbruder Preston.
Doch wie so oft ist nicht alles so, wie es auf den ersten Blick scheint.
Je näher Juni die Familie kennenlernt, desto mehr findet sie über die Brüder heraus und desto mehr Seiten zeigen beide von sich.
Besonders das Zusammenspiel mit Blake, dass durch die kleinen Kabbeleien der beiden interessant zu verfolgen ist, hat mir gut gefallen.

Und auch die Geschichte nimmt mit der Zeit immer mehr Fahrt auf. Mysteriöse Ereignisse häufen sich und June findet Dinge heraus, an deren Existenz sie bisher nicht geglaubt hat. Hat sie die Legenden bisher noch für Märchengeschichten gehalten, steckt sie plötzlich selbst mittendrin.
Die Handlung macht einige unerwartete Wendungen. Besonders die Zwillinge sind nicht immer ganz leicht einzuschätzen, sodass es auch hier zu Überraschungen kommt.
Spannende, rätselhafte und gefühlvolle Szenen wechseln sich ab und sorgen für unterhaltsame Lesestunden.
Leider bleibt am Ende noch vieles offen, sodass ich nun gespannt auf den zweiten Band warte.

Fazit

Dank angenehmem Schreibstil, bei dem Ich-Erzählerin June Einblicke in ihre Gefühle gewährt, liest sich das Buch sehr schnell. Obwohl die Handlung einige Zeit braucht, bis die erste Spannung aufkommt, konnte mich auch der ruhige Beginn um Junes Eingewöhnung und das Zusammentreffen mit den so unterschiedlichen Zwillingen gut unterhalten. Je weiter die Handlung voranschreitet, desto mysteriöser und dramatischer werden die Ereignisse. Zwar gibt es am Ende ein paar Antworten, doch vieles bleibt noch offen.

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257 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 94 Rezensionen

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Hazel Wood

Melissa Albert , Fabienne Pfeiffer , Frauke Schneider
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Dressler, 20.08.2018
ISBN 9783791500850
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ihr Leben hat Alice schon an vielen Orten verbracht, doch immer wieder müssen sie und ihre Mutter vor dem Unglück flüchten, das sie zu verfolgen scheint. Als Alice’ Großmutter, eine bekannte Märchenautorin, stirbt, scheint Ruhe in ihr Leben einzukehren. Allerdings möchte Alice mehr über die ihr unbekannte Verwandte herausfinden und als sich dann doch wieder die ungewöhnlichen Vorfälle häufen und letztlich sogar ihre Mutter verschwindet, scheint die Großmutter mit ihren Geschichten der Schlüssel zu sein…

Hazel Wood hat mir spannende Lesestunden beschert, dennoch konnte mich die Geschichte nicht komplett überzeugen.

Der Beginn der Geschichte wirft viele Fragen auf. Mysteriöse Ereignisse und rätselhafte Figuren kreuzen Alice’ Weg. In ihrem Leben passieren immer wieder Unglücke. Und als sie denkt, endlich zur Ruhe kommen zu können, häufen sich die komischen Geschehnisse erneut. Wie hängt alles zusammen? Bis zur Beantwortung dieser Frage dauert es etliche Kapitel.

Alice ist eine interessante Protagonistin. Als Ich-Erzählerin gibt sie intensive Einblicke in ihre Gedanken und Gefühle zu ihrem bisherigen Leben und den neusten Entwicklungen. Dabei bekommt man immer wieder das Gefühl vermittelt, dass irgendwas mit Alice nicht stimmt. Sie verbirgt oder unterdrückt etwas, sodass man auch dieses Rätsel lösen möchte.
Auch die entworfene Märchenwelt ist sehr faszinierend, aber auch unglaublich düster.

Zwar ist der Anfang durch die vielen aufgeworfenen Fragen interessant, allerdings habe ich gerade das erste Drittel teilweise auch als etwas langatmig empfunden. Alice schwelgt in Erinnerungen und schildert Teile ihres bisherigen Lebens, während aktuell gerade nicht so viel passiert. Es dauert, bis sich das Tempo steigert. Je weiter Alice sich den Antworten nähert, desto spannender wird die Geschichte dann aber.
Allerdings fand ich die Handlung an einigen Stellen auch sehr verworren. Hinzu kommt – und das ist bei einem Fantasybuch natürlich ungünstig – dass mir manche Ereignisse zu fantastisch waren. Alice erlebt unglaubliche Dinge. Manche davon fand ich sehr stimmig, vor allem weil sich die ganze Märchenwelt erst mit der Zeit entfaltet und die Hintergründe deutlicher werden, aber andere Ereignisse waren mir einfach zu viel und wirkten auf mich zu konstruiert.
Während der Mittelteil sich mit spannenden, teils verwirrenden Ereignissen geradezu überschlägt, kommt das Ende dann leider etwas enttäuschend daher. Zwar sind viele der Aufdeckungen und gefundenen Antworten überraschend – was ohnehin auf das ganze Buch zutrifft, es gibt immer wieder unerwartete Wendungen und ich wusste nie, wo die Geschichte als nächstes mit mir hin will –, insgesamt ist mir die Lösung am Schluss, besonders für all die Irrwege, die Alice zuvor bestreiten mussten, aber zu einfach. Es wirkt, als müsste das Buch schnell zuende gebracht werden, wodurch die Geschichte leider wieder an Reiz einbüßt.

Letztlich laufen am Ende alle Fäden zusammen. Es gibt viele Wendungen und unerwartete Zusammenhänge. Dabei werden alle offenen Fragen geklärt. Obwohl es sich bei Hazel Wood um einen Auftaktband handelt, ist die Geschichte am Ende ziemlich abgeschlossen.

Fazit

In Hazel Wood erschafft die Autorin ein spannendes Szenario mit einer überraschenden, sehr düsteren Märchenwelt. Leider fand ich die Handlung zu Beginn etwas zäh und im Verlauf auch teilweise verwirrend. Dennoch gibt es viele sehr spannende Passagen, vor allem da die Handlung nicht vorhersehbar ist und sich zu einem komplexen, unerwarteten Gesamtbild verbindet, dass am Ende alle Fragen beantwortet. Der Schluss kommt allerdings – betrachtet man auch all die Hindernisse, die Alice insgesamt überwinden muss – viel zu einfach daher.

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311 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 110 Rezensionen

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Dark Palace – Zehn Jahre musst du opfern

Vic James , Franca Fritz , Heinrich Koop
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 22.08.2018
ISBN 9783841440105
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Eigentlich sollte Luke seine Sklavenzeit gemeinsam mit seinen Eltern und seinen zwei Schwestern, Abi und Daisy, in der Stadt der Ebenbürtigen verbringen. Doch stattdessen landet er allein in der düsteren Fabrikstadt Millmoor, wo die Menschen unter schwersten Bedingungen leben und arbeiten. Doch auch in Kyneston hat es Lukes Familie nicht leicht. Besonders der mysteriöse Silyen Jardine sorgt mit gruseligen Aktionen bei Abi für Gänsehaut…

Die Thematik des Buches konnte mich direkt fesseln. Das Setting der Sklavenzeit, die jeder Mensch für 10 Jahre verrichten muss, ist ebenso erschreckend wie faszinierend. Im Kontrast dazu stehen die Ebenbürtigen, die magische Elite, die über das Volk herrscht. Doch nicht jeder ist mit diesem System einverstanden und nicht jeder ist bereit, sich noch länger zu fügen.
Mit Kyneston und Millmoor werden auch zwei sehr unterschiedliche Orte zum Verrichten dieser Zeit dargestellt, die aufzeigen, unter welchen Bedingungen die Menschen die 10 Jahre verbringen.
Dass die Ebenbürtigen über sogenanntes Geschick verfügen, bringt noch einen weiteren spannenden Aspekt in die Geschichte ein, da alle über sehr unterschiedliche Fähigkeiten verfügen.

Die Handlung wird aus der personalen Sicht zahlreicher Figuren geschildert. Zunächst war ich aufgrund dieser großen Anzahl an handelnden Charakteren und wechselnden Perspektiven skeptisch. Da es letztlich aber nur zwei bis drei Handlungsorte gibt, an denen in der Regel mehrere dieser Figuren zusammentreffen, ist es doch leicht, den Überblick zu behalten.
Die verschiedenen Perspektiven geben – je nachdem, ob es sich um einen Sklaven oder einen Ebenbürtigen handelt – sehr unterschiedliche Einblicke in das Leben, die Sklavenstädte oder das Regierungssystem. Auch das breite Netz an Lügen und Intrigen, dass sich um die Charaktere spinnt, wird dabei ersichtlich.

Im Zentrum der Erzählung stehen Luke und seine Familie, die eigentlich ihre Sklavenzeit gemeinsam in Kyneston bei der ebenbürtigen Familie Jardine verbringen „wollten“. Doch Luke wird stattdessen allein nach Millmoor gebracht. Den Familienmitgliedern stehen ganz unterschiedliche Schwierigkeiten bevor und besonders Lukes Handlungsstrang nimmt schnell an Spannung zu.
Doch auch die Jardines sind interessante Charaktere, da sie ihre Absichten teilweise verbergen. Sie wirken zwar auf das aktuelle (politische) Geschehen ein, doch mit welchem Ziel? So konnte man mit einigen Figuren mitfiebern und über andere rätseln.
Dabei gibt es einige unerwartete Wendungen. Besonders das Ende wird spektakulär und dramatisch. Die Ereignisse überschlagen sich nahezu. Allerdings hat es mir nach der unglaublich spannenden Geschichte auch einen kleinen Dämpfer verpasst, da es sich so anfühlt, als wäre viel von dem, was bis hierhin geschehen ist, nun völlig umsonst gewesen und der Kampf muss von vorn beginnen. Dennoch bin ich unglaublich gespannt auf den nächsten Band.

Fazit

Das faszinierende, aber auch grausame Setting konnte mich sofort in seinen Bann ziehen. Die Handlung um die zahlreichen – teils sympathischen, teils noch schwer einzuschätzenden – Charaktere ist voller Überraschungen und Wendungen. Viele Charaktere verfolgen ihr eigenes Ziel, sodass man nur darüber spekulieren kann, worauf am Ende alles hinauslaufen soll. Nach dem dramatischen Enden, das das Schicksal aller Figuren völlig offen lässt, bin ich gespannt auf den zweiten Band.

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63 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 43 Rezensionen

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My Image of You - Weil ich dich liebe

Melanie Moreland
E-Buch Text
Erschienen bei LYX.digital, 02.08.2018
ISBN 9783736309005
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Für ein gutes Foto tut Fotograf Adam nahezu alles. Nach einem kleinen Unfall landet er im Krankenhaus und wird dort von Krankenschwester Alexandra umsorgt. Er ist sofort von ihr fasziniert und will sie unbedingt wiedersehen. Doch Alex schleppt einige Probleme mit sich herum, die es ihr schwer machen, sich anderen Menschen zu öffnen…

Nach vielen begeisterten Rezensionen war ich neugierig auf das Buch. Vor allem nachdem ich zuletzt einige wirklich spannende LYX-Titel gelesen hatte. My Image of You konnte mich allerdings nicht wirklich packen…

Der Beginn der Geschichte war für mich nicht ganz nachvollziehbar. Beide Figuren haben sich kaum gesehen, geschweige denn gesprochen, da sind sie auch schon völlig von einander angetan. So weit, so gut, aber dieser Sog, von dem sie immer wieder – viel zu oft – sprechen, kam bei mir nicht an, sodass ich auch das weitere Geschehen sehr überstürzt fand.

Erzählt wird die Geschichte überwiegend aus der Ich-Perspektive von Adam, der insgesamt einen angenehmen, flüssigen Stil hat und dabei ausreichend Einblicke in seine Gedanken gewährt.
Allerdings gibt es immer wieder zeitliche Sprünge. Mehrere Wochen werden ausgelassen und dann möglicherweise im Rückblick kurz zusammengefasst, aber insgesamt gab es mir zu viele Zeitabschnitte, aus denen man viel zu wenig erfährt.

Der zweite Teil des Buches wurde dann allerdings recht spannend. Eine Wendung, die ich nicht erwartet habe, wirft viele Fragen auf und man kann ein wenig mit den Figuren mitfiebern. Doch insgesamt fehlte es mir beim Lesen einfach an dem oft beschriebenen Sog. Das Geschehen plätschert häufig nur vor sich hin, die Dialoge gleichen einander. Wirklich spannende Ereignisse – wie die beruflichen Erlebnisse Adams – kommen an vielen Stellen sehr kurz.
Das Ende empfand ich dann schon fast wieder zu lang gezogen.

Fazit

Ich hatte Schwierigkeiten, in die Geschichte hineinzufinden, da ich den Beziehungsbeginn zu abrupt und wenig nachfühlbar fand. Zwar haben beide Figuren eine emotionale Vergangenheit, die immer wieder Thema wird und ihr Handeln bestimmt, doch ansonsten kamen die Gefühle für mich an vielen Stellen zu kurz. Die Handlung ist streckenweise zu langgezogen, an anderen Passagen störten mich die durch Zeitsprünge bedingten Auslassungen. Die Wendung innerhalb der Handlung konnte mich überraschen und führte dann dazu, dass ich doch weiterlesen wollte, um zu schauen, wie sich die Geschichte für die Figuren entwickelt.
Letztlich hatte ich aber ein irgendwie ein Déjà-vu… denn hinterher habe ich festgestellt, dass ich bereits ein Buch der Autorin gelesen hatte, bei dem ich ähnliche Schwierigkeiten hatte.

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17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

Schlank durch Intervallfasten

Bettina Snowdon
Flexibler Einband: 104 Seiten
Erschienen bei TRIAS, 10.01.2018
ISBN 9783432100951
Genre: Sachbücher

Rezension:

Intervallfasten ist in verschiedenen Methoden möglich, die in diesem Buch kurz und knapp mit einigen Vor- und Nachteilen erläutert werden. Manche der Methoden sind relativ leicht in den normalen Tagesablauf zu integrieren, andere benötigen einige Umstellungen.

Hintergrundinfos zu Insulin und Stoffwechsel werden ebenfalls knapp, aber verständlich dargestellt.

Sicher hätte man alles deutlich ausführlicher ausarbeiten können, allerdings finde ich diese verkürzte Darstellung, die sich aufs wesentliche beschränkt und wenig medizinisches oder chemisches Hintergrundwissen voraussetzt, sehr angenehm. Letztlich muss man erst mal nicht viel mehr wissen.

 

Mit den Rezepten kann ich persönlich wenig anfangen. Smoothies kann ich nichts abgewinnen und finde die Mischungen höchst abenteuerlich. Aber auch die restlichen Rezepte entsprechen nicht unbedingt meinem Geschmack, wobei ein Großteil der Zutaten nicht zu außergewöhnlich ist.

 

Was mir das Buch aber schon vor dem Lesen madig gemacht hat, ist die Vorstellung der Autorin. Darin steht sinngemäß: sollte sie es mal nötig haben, abzunehmen, würde sie das Intervallfasten wählen...

Berichte von Leuten, die die beschriebenen Methoden selbst durchgeführt haben, finde ich deutlich hilfreicher, zumal die Autorin ihre Leser an vielen Stellen anspricht. Die oft angeführten Studien und Versuche mit Mäuschen steigern für mich die Glaubwürdigkeit der Theorien ebenfalls nicht.

 

Obs funktioniert, wird sich noch zeigen...

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189 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 77 Rezensionen

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Game of Destiny

Geneva Lee , Charlotte Seydel
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 16.04.2018
ISBN 9783734104817
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Achtung: Teil 3. Inhaltliche Spoiler zu den Vorgängern vorhanden

Die Geschichte geht nahtlos weiter. Als Einstiegshilfe erinnert Emma sich ausgiebig an verschiedene Ereignisse zurück – da ich den zweiten Band gerade erst gelesen hatte, hätte ich diese Rückblicke nicht gebraucht und habe sie als etwas zu lang empfunden. So waren aber auf jeden Fall alle begonnenen Handlungsstränge, welche noch wichtig werden, wieder präsent. Dass der Beginn, wie schon bei beiden Vorgängern, bereits die Schlussszene aufgreift und damit kommende Ereignisse andeutet, ohne dass man weiß, wer gemeint ist und was passieren wird, hat mich schon auf den ersten Seiten wieder an das Buch gefesselt.

Von dieser Reihe, die ich überhaupt nur durch Zufall angefangen habe, bin ich nun am Ende immer noch völlig begeistert. Nach dem offenen Schluss des zweiten Teils war ich froh, dass Band 3 schon bereitlag. Beide Bücher waren zusammen innerhalb von drei Tagen verschlungen, weil ich einfach nicht aufhören konnte, zu lesen. Der Erzählstil von Ich-Erzählerin Emma ist sehr flüssig und bildhaft. Sie gibt intensive Einblicke in ihre Gefühlswelt und ihre Gedanken bezüglich der möglichen Tatverdächtigen.
Die Spannung, wer der Mörder oder die Mörderin ist, steigt immer weiter an. Irgendwann muss es doch einen entscheidenden Hinweis geben?! Zwar hatte ich bereits seit dem ersten Band eine Vermutung, die sich auch im zweiten Band wieder aufdrängte, sicher war ich mir aber eigentlich bei niemandem. Immer wieder gibt es kleine Verwirrungen. Denn viele Figuren hüten mindestens ein Geheimnis und bis dieses aufgedeckt wird, bleibt erst mal jeder verdächtig. Dabei kommt es noch zu einigen unerwarteten Enthüllungen und Wendungen.

Völlig überraschend kam der Täter am Ende nicht. Die ganzen Zusammenhänge habe ich aber absolut nicht vorhergesehen und so konnte mich das Buch an verschiedenen Stellen überraschen.

Die Entwicklung der Beziehung von Emma und Jameson hat mir bis zum Schluss sehr gut gefallen, die Gefühle haben sich immer weiter aufgebaut, es gab kleine Rückschläge und Meinungsverschiedenheiten, aber beide Figuren haben sich spürbar weiterentwickelt. Nur die erotischen Momente zwischen den beiden passierten teilweise zu etwas unpassenden Zeitpunkten.

Fazit

Gelungener Abschlussband, der erneut eine schöne Mischung aus Spannung/ Thriller und Gefühl bietet. Bis zum Schluss konnte mich die Handlung immer wieder überraschen und die endgültigen Zusammenhänge habe ich absolut nicht vorhergesehen. Aber auch abseits des Mordes gibt es einige unerwartete Enthüllungen, Wendungen und Geheimnisse, die die Dramatik steigern und Emma und Jameson zusätzlich in Schach halten.

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234 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 102 Rezensionen

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Game of Passion

Geneva Lee , Charlotte Seydel
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 19.02.2018
ISBN 9783734104824
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Achtung: Teil 2. Inhaltliche Spoiler zum Vorgänger vorhanden.

Der erste Band endet mit einem ziemlich fiesen Cliffhanger, sodass ich sehr neugierig darauf war, wie diese Geschichte weitergeht.

Seit den Ereignissen ist ungefähr ein Monat vergangen. Tatsächlich hatte ich kleine Startschwierigkeiten, da ich einige Dialoge schräg fand und das Gefühl hatte, dass mit den zeitlichen Zusammenhängen etwas nicht stimmt. Das klärt sich aber mit der Zeit. Nicht zuletzt kleine Rückblicke lösen meine Verwirrung und ich war wieder völlig von der Geschichte gefangen.

Die Suche nach dem Täter/ der Täterin (der Einfachheit halber bleibe ich bei der männlichen Form) geht weiter. Nach wie vor hat die Polizei sowohl Jameson als auch Emma im Blick und konfrontiert sie mit Vermutungen und Vorwürfen, aber auch neuen Hinweisen, die eine Kette neuer Ereignisse auslösen.
Zudem gibt es einen Unbekannten, der unvorteilhafte Fotos des Freundeskreises ins Internet stellt – aber gibt er hiermit Hinweise auf den Täter oder verfolgt er eigene Ziele? Auf jeden Fall gibt es wieder allerlei Vorfälle zum Spekulieren, ohne dass sich klare Antworten finden würden.
Darüber hinaus macht Emma einige unerwartete und schockierende Entdeckungen, die die 17-jährige Ich-Erzählerin aus der Bahn werfen. Dabei lässt sie den Leser an ihren aufgewühlten Gefühlen intensiv teilhaben.

Besonders gefallen hat mir das Beziehungsgefüge von Emma und Jameson. Die beiden entwickeln immer tiefere Gefühle füreinander. Auch die ersten kleinen erotischen Szenen gibt es. Im Gegensatz zu vielen anderen Geschichten stehen dabei nicht irgendwelche Beziehungsprobleme im Vordergrund – wie oft gibt es in Romanen irgendwelche On-Off-Beziehungen mit ständigem Streit, Trennungen und Versöhnungen?! Aber bei Emma und Jameson ist nichts zu rütteln. Die zwei sorgen für romantische Szenen in dem turbulenten Chaos, welches sich um sie herum ereignet. Der Mordfall, die Ermittlungen, Verdächtigungen und neuen Erkenntnisse sorgen für spannende Momente.

Am Ende gibt es erneut einen Cliffhanger, der wieder neue Fragen aufwirft.

Fazit

Ein toller zweiter Teil. Der Mordfall ist weiterhin völlig offen. Zwar kann man ein wenig spekulieren, aber aufgrund der neuen Ereignisse stehen erst mal andere überraschende Nachrichten im Vordergrund, die das Leben von Emma und Jameson ordentlich durcheinander bringen. Dabei wird auf künstliches Drama in Form von Beziehungsproblemen komplett verzichtet. Gefühlvolle Momente und die unerwarteten Ermittlungen sorgen für Abwechslung und anhaltende Spannung.

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413 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 126 Rezensionen

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Game of Hearts

Geneva Lee , Charlotte Seydel
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 18.12.2017
ISBN 9783734104831
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Uneingeladen schummelt sich Emma auf die Party ihrer Schulfeindin Monroe West. Nach diesem Abend ist nichts mehr, wie es war, denn am Rande der Feier geschieht ein Mord. Der Verdächtige ist ausgerechnet der Typ, den Emma in dieser Nacht kennengelernt hat.

Das Buch war ein Zufallskauf. Ich hatte für eine Zugfahrt zu wenig Lektüre mitgenommen und brauchte spontan Nachschub. Nachdem mir die Reihe schon auf ein paar Blogs begegnet war und durchweg gut bewertet wurde, habe ich zugegriffen und den Spontankauf nicht bereut.

Die Grundidee ist nicht neu – Mädchen aus einfachen Verhältnissen trifft reichen Typen. Aber die Geschichte konnte mich total fesseln. Eine verbotene Liebe, ein vertuschter Mord, eine Menge Geheimnisse
Das Buch liest sich sehr flüssig. Die 17-jährige Ich-Erzählerin Emma schildert in bildhafter, flüssiger Sprache die Geschehnisse und gibt dabei durchweg Einblicke in ihre verwirrten, aufgewühlten Gedanken und Gefühle nach der ereignisreichen Party.

Die langsame Annährung der beiden Hauptfiguren, die sich auf der Party der Wests erstmals treffen, hat mir gut gefallen. Es ist eine dauerhafte Mischung aus Näherkommen und Skepsis, Zweifeln und Anziehung. Doch Jameson lässt nicht locker und drängt Emma seine Nähe geradezu auf, damit die zwei sich näher kennenlernen können.
Dabei könnten die zwei Protagonisten kaum unterschiedlicher sein: Jameson wirkt auf den ersten Blick wie der typische, steinreiche Bad Boy, dem alles zufliegt. Emma hingegen arbeitet im Laden ihres Vaters und spielt dabei noch dessen Babysitter. Sie hat einen schweren Schicksalsschlag erlitten, welcher durch das zerrüttete Elternhaus noch verstärkt wird.
Beide Figuren waren mir direkt sympathisch. Emma ist bodenständig und schlagfertig. Doch auch bei Jameson deutet sich schnell an, dass der erste Schein trügt.

Die Seiten fliegen nur so dahin. Aber es geht nicht nur um die sich anbahnenden Liebesgeschichte. Eine tiefverankerte Familienfehde sorgt für zusätzlichen Zündstoff. Und dann gibt es ja auch noch den Toten. Über allen Ereignissen schwebt die Frage, wer der Mörder ist. Antworten gibt es darauf bisher keine, nur einige Hinweise, dass nicht alles so offensichtlich ist, wie es scheint. Viele Figuren in Emmas Umkreis hüten Geheimnisse, die es zu lüften gilt.

Nach dem absolut überraschenden Cliffhanger möchte man sofort weiterlesen.

Fazit

Das Buch konnte mich schon nach wenigen Seiten in seinen Bann ziehen. Sympathische Charaktere, ein ungelöster Mord und jede Menge Geheimnisse sorgen für gefühlvolle und spannende Lesestunden. Der Cliffhanger ist ebenso fies wie genial.

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200 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 77 Rezensionen

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Fire Queen

Vanessa Sangue
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei LYX, 27.07.2018
ISBN 9783736306172
Genre: Liebesromane

Rezension:

Achtung: 2. Teil der Dilogie. Inhaltliche Spoiler zum Vorgänger vorhanden!

Cold Princess hatte mir unglaublich gut gefallen, aber das Ende war ein richtig, richtig fieser Cliffhanger. Daher habe ich mich darauf gefreut, nun weiterlesen zu können.
Das Buch startet mit einem „Was bisher geschah“-Kapitel – so was finde ich total klasse. Zwar waren meine Erinnerungen noch recht frisch, aber so hat man alle wichtigen Infos sofort wieder parat. Sollte es bei Mehrteilern immer geben!

Die Handlung setzt in der letzten Szenen des ersten Bandes wieder ein – es werden sogar nochmal ein paar Zeilen davon wiederholt, bevor die dramatische Geschichte ihren Lauf nimmt.
Was danach kommt, habe ich nicht erwartet. Dass Saphira und Madox nach seinem Verrat vor einigen Problemen stehen werden, war abzusehen. Doch der Showdown zwischen Saphira, Madox und Guiseppe wirbelt die Cosa Nostra komplett durcheinander. Plötzlich tauchen weitere Figuren auf, die Macht und Geld an sich reißen wollen und dadurch zu einer unerwarteten Gefahr werden. Dadurch gibt es in der Handlung mehrere Wendungen, die viele Opfern fordern.

Neben Passagen aus der personalen Sicht von Saphira und Madox gibt es erneut Wechsel zu weiteren Figuren, wodurch deren Ziele den Lesern bereits offenbart werden, während andere Charaktere sich noch in Sicherheit wiegen. Dadurch werden leider immer wieder Überraschungen vorweggenommen.
Eine Figur hat mich dabei leider etwas genervt – auch wenn diese Person für ereignisreiche Szenen verantwortlich war.

Die sexuellen Vorlieben der Charaktere sind nach wie vor sehr gewöhnungsbedürftig, die Szenen sind aber erneut sehr leidenschaftlich beschrieben.
Darüber hinaus schreckt Autorin Vanessa Sangue auch nicht vor der detaillierten (ekligen!) Beschreibung von Folterszenen zurück.

Letztlich kommt die Geschichte für mich nicht ganz an den ersten Band heran, weil mich der Handlungsverlauf aufgrund der Rolle einer bestimmten Figur anfangs etwas angestrengt hat. Dennoch konnte mich das Buch nach einigen Kapitel wieder in seinen Bann ziehen. Es wird spannend, actionreich, blutig und gefühlvoll.
Besonders interessant fand ich dabei die Entwicklung von Saphira, die sich nach dem Verrat erst wieder finden muss.

Fazit

Auch der Abschlussband ist voll von Lügen und Intrigen, von Rache und Verrat, wodurch es zu unerwarteten Wendungen kommt. Saphira und Madox stehen einige Veränderungen bevor, die sie mehrfach in gefährliche Situationen bringen. Ausgang ungewiss, denn es müssen viele Opfer gebracht werden. Trotz vieler spannender und dramatischer Szenen konnte mich die Geschichte nicht ganz so begeistern wie der erste Teil. Die Entwicklung zwischen Spahira und Madox konnte hat mir aber erneut sehr gut gefallen.

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(64)

82 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 57 Rezensionen

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Scarlett

Laurel Remington , Britt Somann-Jung
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 25.07.2018
ISBN 9783551520968
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Die 12-jährige Scarlett leidet unter der Tätigkeit ihrer Mutter. Diese bloggt nämlich und immer öfter ist Scarlett und deren Verhalten Inhalt ihrer Beiträge. Dabei gelangen teilweise peinliche Themen ins Internet – zumindest empfindet Scarlett dies so und zieht sich daher von allem zurück, sowohl von ihren Freunden als auch aus schulischen Aktivitäten.
Da ihre Mutter ständig arbeitet, übernimmt Scarlett viele Aufgaben im Haushalt und kümmert sich fürsorglich um ihre kleine Schwester.
So wie Scarlett die Lage darstellt, ist nachvollziehbar, dass sie die Aufmerksamkeit ihrer Mitschüler als unangenehm empfindet. Ein großes Problem ist allerdings, dass Mutter und Tochter eigentlich gar nicht mehr vernünftig miteinander reden und ihnen daher nicht bewusst ist, was die andere denkt. Dass Scarlett in Streitsituationen eher dickköpfig und undiplomatisch reagiert, hilft dabei natürlich auch gar nicht weiter.
Kein Wunder also, dass Scarlett sich ein Hobby wünscht, was sie vor allen Leuten – damit niemand ihrer Mutter darüber berichten und diese es verwenden kann – geheim halten will.
Und ausgerechnet im Haus ihrer Nachbarin findet sie genau diese Sache, die ihr unglaublichen Spaß macht und ihr sogar neue Freundschaften bringt.

Wie Scarlett ins Haus der Nachbarin gelangt und dort letztlich mehrfach ohne Erlaubnis die Küche benutzt, ist natürlich fragwürdig. Dennoch entwickelt sich eine sehr niedliche Geschichte über Freundschaft und Nachbarschaftshilfe, über Liebe, Mitgefühl und Zusammenhalt. Es gibt sogar ein paar kleine übernatürlich scheinende Ereignisse, die sich aber mit der Zeit erklären.
Durch das Koch-Abenteuer lernt Scarlett viel dazu – nicht nur in der Küche. Sie erhält neues Selbstvertrauen, öffnet sich einigen Menschen, die sie bisher von sich gestoßen hatte, und setzt sich für andere ein.

Die 12-Jährige ist die Ich-Erzählerin der Geschichte. In einem jugendlich, leichten Stil führt sie durch die Handlung und gibt dabei immer wieder Einblicke in ihre Gefühlswelt.
Witzige Szenen gemischt mit ernsten Momenten sorgen für eine gelungene Abwechslung, die mir für die Zielgruppe passend erscheint. Für die Charaktere hätte ich mir allerdings dennoch ein wenig mehr Tiefe gewünscht.

Zwar wird im Buch deutlich, wie schnell Informationen sich im Internet verbreiten und welche Probleme den Betroffenen daraus auch entstehen können, die ermahnende Wirkung dahinter bleibt aber aus. Denn auch die 12-Jährige eröffnet munter einen Blog in dem sie freizügig Informationen teilt – wenn auch nicht über sich persönlich – und ist im jeden neuen Leser bemüht.

Und ganz am Ende findet Scarlett auch noch die geheime Zutat…

Fazit

Eine niedliche Geschichte über Freundschaft und Hilfsbereitschaft – und natürlich übers Backen. Dank des jugendlich-leichten Schreibstils liest sich die Geschichte sehr zügig. Die Handlung hat spaßige, aber auch berührende Momente.
Allerdings finde ich den Internetgebrauch sowohl von Mutter und Tochter recht unglücklich geschildert, da den Lesern nahegelegt wird, wie kinderlicht das Eröffnen eines Blogs ist…

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170 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 40 Rezensionen

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Heliopolis - Magie aus ewigem Sand

Stefanie Hasse
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Loewe, 24.07.2018
ISBN 9783743200920
Genre: Jugendbuch

Rezension:

An ihrem 16. Geburtstag soll Akasha bei der Initiation ihre Gabe und ihre Zugehörigkeit zu einem der Häuser Heliopolis’ erhalten. Doch in der Zeremonie erfolgt der Schock: Akasha erhält keine magischen Fähigkeiten. Die Zukunft, die sie sich erträumt hat, rückt damit in weite Ferne. Als Akasha erfährt, warum die Magie in Heliopolis schwindet, ergibt sich eine Möglichkeit, ihre Zukunftswünsche doch noch zu erfüllen: Dafür muss sie aber eine gefährliche Reise auf die Erde unternehmen.

Das Cover ist ein echter Blickfang. Und auch die Handlung konnte mich überzeugen.

Die entworfene Welt ist sehr spannend. Einst mussten die Menschen von der Erde fliehen. Nun steht auch die Gesellschaft in Heliopolis auf der Kippe, da die Magie, die jahrelang das Leben der Menschen bereicherte, zu versiegen beginnen. In Heliopolis erhalten die Jugendlichen zum 16. Geburtstag ihre Gaben. Verschiedene Häuser repräsentieren die verschiedenen Fähigkeiten, doch immer mehr Jugendliche erhalten das leere Zeichen und entwickeln daher nie magische Fähigkeiten. Die Rettung könnte auf der Erde zu finden sein, doch die Lebensumstände dort gelten immernoch als kritisch.
Heliopolis ist geprägt von ägyptischen Bauwerken und der ägyptschen Mythologie.

Akasha ist die Prinzessin von Heliopolis. Kurz vor ihrer Initiation erinnert sie sich an Schlüsselereignisse ihres Lebens zurück. Schnell wird deutlich, dass dem Teenager die Häuser, welche einen gewissen Stand repräsentieren, nicht so wichtig sind. Sie schätzt ihre Freunde, egal zu welchem Haus sie gehören und behandelt auch die Dienerschaft freundlich. Dennoch hat sie Angst vor der Initiation, da eine Verbindung zu ihrem Freund Riaz nur genehmigt werden wird, wenn sie einen gewissen Stand erreicht.

Die Handlung unterteilt sich in zwei Handlungsstränge, die zunächst abwechselnd geschildert werden: einen auf der Erde und einen auf Heliopolis.

Die ebenfalls 16-jährige Hailey muss mit der Schulklasse eine Ausstellung organisieren und dafür alte Artefakte untersuchen und präsentieren. Dabei hat Hailey immer wieder Blackouts, die sie sich nicht erklären kann. Allerdings traut sie sich auch nicht so recht, mit jemanden darüber zu reden, aus Angst, für verrückt erklärt zu werden.

Während Akashas Handlungsstrang schnell mit spannenden und dramatischen Ereignissen daherkommt, stehen bei Hailey die mysteriösen Geschehnisse im Vordergrund, die schnell zu neuen Fragen führen.
Beide Mädchen schildern die Ereignisse aus der Ich-Perspektive und geben dabei Einblicke in ihre sehr unterschiedlichen Gefühlswelten. Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und anschaulich, sodass die Geschichte sehr angenehm zu lesen ist.

Mit der Zeit steigt das Tempo der Handlung immer weiter an, die Situation spitzt sich dramatisch zu. Auf die Figuren warten unerwartete Gefahren, wobei sich erst mit der Zeit herausstellt, wer die eigentlichen Gegner sind. Bei manchen Charakteren täuscht der erste Eindruck, andere wandeln ihre Ansichten infolge der Ereignisse.
Die Handlung beinhaltet eine große Wendung, die ich allerdings in Teilen bereits vermutet habe. Dennoch gab es im Buch noch einige Rätsel, die sich erst im Verlauf gelöst haben.

In manchen Punkten hatte ich aber auch Schwierigkeiten, allen Erklärungen zu folgen. Die Geschichte von Heliopolis, der Magie und der Erde ist eng verknüpft. Durch die unterschiedlichen Absichten verschiedener Figuren in der Vergangenheit und Gegenwart, entsteht ein sehr komplexes Bild über geschichtlichen Zusammenhänge. Und wenn dann auch noch Figuren ihre wahren Absichten verbergen, wird es noch komplizierter. Einige überraschende Aufdeckungen sind die Folge.

Am Ende ist zwar ein Handlungstrang teilweise abgeschlossen, das Problem aber noch lange nicht gelöst. Es bleiben noch viele Fragen für den zweiten Band offen.

Fazit

Stefanie Hasse entwirkft eine komplexe Welt mit magisch-mystischer Wüstenatmosphäre und unerwarteten Hintergründen, die allerdings teilweise so umfangreich sind, dass man durchweg aufmerksam lesen muss, um allen vergangenen Entwicklungen zu folgen. Hailey und Akasha sind zwei sympathische, mutige Protagonistinnen, die sich verschiedenen Gefahren stellen müssen. Gefühlvolle Momente, spannende Ereignisse und dramatische Szenen sorgen für ein abwechslungsreiches Lesevergnügen.

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31 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

Feral Moon 2: Der schwarze Prinz

Asuka Lionera
E-Buch Text: 356 Seiten
Erschienen bei Dark Diamonds, 26.07.2018
ISBN 9783646301250
Genre: Sonstiges

Rezension:

Achtung: 2. Band, inhaltliche Spoiler zum Vorgänger vorhanden. Nur weiterlesen, wenn ihr Band 1 schon kennt!

Vom ersten Band war ich total begeistert. Besonders das Zusammenspiel von Scarlet und Ash hat mir unglaublich gut gefallen. Und es geht genauso toll weiter.
Die Handlung setzt nahtlos in der letzte Szene des ersten Bandes ein. Es gibt ein paar kleine Rückblicke in Form von Erinnerungen, die ich allerdings nicht gebraucht hätte, da ich den ersten Band gerade erst gelesen habe. Sie waren aber so knapp gehalten, dass sie auch nicht allzu störend waren.

Die Handlung ist wieder genauso fesseld. Tristans Auftauchen bringt Scarlett völlig durcheinander – und macht Ash richtig wütend.
Der schwarze Prinz ist eine tolle Figur, ich mag ihn wirklich sehr. Schon zuvor hat er seinen Besitzanspruch auf Scarlet deutlich gemacht. Nun kann er sich kaum noch zurückhalten. Dennoch gelingt es ihm dabei, Scarlets Wünsche zu berücksichtigen und ihr Freiraum zu geben – auch wenn es ihm teilweise schwer fällt. Er zwingt ihr nichts auf, hat aber einen unwiederstehlichen Charme, den er stets einzusetzen versucht.

Die toughe Scarlett schwankt in diesem Band etwas. Zu viele Erinnerungen stürzen auf sie ein und lassen sie in ihren Gefühlen unsicher werden. Doch sie fasst sich schnell wieder und agiert mit der gewohnten Stärke, zumindest bis das nächste Ereignis sie umhaut.
Erneut ist Scarlett die Ich-Erzählerin, die ihre Gedanken und Gefühle mit dem Leser teilt und nur von ganz kurzen Passagen aus Ashs Sicht unterbrochen wird.

Ashs Geheimnis wird aufgedeckt – wobei diese Entwicklung schon im Vorgängerband vorhersehbar war. Doch Scarlet wird davon völlig überrascht und erneut werden ihre Gefühle gründlich durcheinandergewirbelt.
Die Enthüllung hat aber nicht nur spannende, gefühlsgeladene Szenen, sondern vor allem viele, viele wirklich witzige Momente zur Folge.

Wieder hat mir das Zusammenspiel der Figuren unheimlich gut gefallen. Man weiß nie, was sich Ash als nächstes einfallen lässt und auch Scarlets Reaktionen sind nur schwer vorherzusehen. Dass die Charaktere dann noch in dramatische Situationen geraten, erzeugt zusätzliche Spannung.

Es gbit weitere Erklärungen zur Entwicklung der Welt und zur Entstehung und Lebensweise der Ferals, die das ganze Setting noch erweitern.

Das Ende hat mich wieder ziemlich geschockt zurückgelassen, diesmal aber auf eine andere Art. Nun fiebere ich dem dritten Band entgegen, fürchte ihn aber auch.

Fazit

Ash und Scarlet sind unglaublich sympathische, facettenreiche Figuren, die vor allem im Zusammenspiel für emotionale und fesselnde Momente sorgen. Ashs Geheimnis kommt nicht überraschend, dennoch bringt die Enthüllung neues Gefühlschaos und einige witzige Szenen mit sich. Dass ich das Buch in einem Zug gelesen habe, ist ebenso der fesselnden Handlung mit den tollen Figuren wie auch dem flüssigen, bildhaften Schreibstil zu verdanken.

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(36)

45 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 31 Rezensionen

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Feral Moon 1: Die rote Kriegerin

Asuka Lionera
E-Buch Text: 455 Seiten
Erschienen bei Dark Diamonds, 28.06.2018
ISBN 9783646301243
Genre: Sonstiges

Rezension:

Als Tochter des verstorbenen Clanführers hat Scarlet keine leichte Rolle im Dorf der Roten. Sie wird nur aufgrund ihrer Großmutter geduldet, die als Unberührbare als Heilerin im Dorf agiert. Auch die Clanmitglieder in der Stadt versorgt sie und nimmt Scarlet als Hilfe mit an diesen Ort, der für Scarlet eine ganz neue Welt offenbahrt und in dem sie unerwartete Bakanntschaften macht. Doch Scarlet will nicht die Nachfolge ihrer Großmutter antreten, auch wenn die schützenden Mauern des Dorfes oder der Stadt sie vor den gefährlichen, wilden Monstern schützen würden, die im Wald leben. Denn sie empfindet etwas für den Sohn des neuen Clanführers, mit dem sie nicht zusammen sein darf. Daher beschließen die zwei, zu fliehen. Doch von da an wird alles anders…

Zunächst wirkt es, als spiele die Handlung in einer mittelalterlichen High Fantasy Welt. Doch nach und nach gibt es Hinweise darauf, dass es sich um ein dystopisches Setting handelt. Die Gesellschaft hat sich verändert, nachdem große Teile der Bevölkerung gestorben sind, viele technische Hilfsmittel sind in Vergessenheit geraten. Über die Geschichte der Erde und die Entwicklung der Ferals – blutrünstige, wilde Monster – gibt es im Verlauf einige Hinweise. Wie weit genau sich das Geschen in der Zukunft befinden könnte, bleibt aber offen.

Scarlet ist eine unglaublich tolle Protagonistin. Nach dem Tod ihrer Familie führt sie ein recht einsames, eintöniges Leben im Dorf. Dennoch ergreift sie nicht den sichern Weg und tritt die Nachfolge ihrer Großmutter an. Sie muss im Verlauf hart an sich arbeiten und tut dies mit viel Ergeiz. Auch wenn vieles nicht so klappt, wie sie es sich wünscht, setzt sie sich für ihre Ziele ein. Kompromisse sieht sie nur als Übergangslösung, bis sie ihre eigentlichen Pläne erreichen kann. Allerdings gibt es einiges, was ihre Ziele durcheinander bringt. Allen voran ein Mann.
Scarlet hat wenig Erfahrung, wodurch sie teils unsicher ist. Allerdings ist sie auch in aufgewühlten Sitautionen noch schlagfertig und frech, was sie sehr sympathisch macht. Ihre ganze Entwicklung, die inneren Kämpfe und wechselnden Gefühlslagen, sind interessant zu verfolgen.

Ash ist ein Prinz mit Geheimnissen. Er hat sehr unterschiedliche Seiten, die er im Verlauf der Handlung zeigt. Er kann kühl und unnahbar sein und seiner Rolle des stolzen, hochnäsigen Thronfolgers gerecht werden, zeigtaber auch immer wieder unerwartete Gefühlsregungen.

Überwiegend wird das Geschehen aus der Ich-Perspektive von Scarlet geschildert, sodass man als Leser an ihrer Ausbildung und ihren Gedanken teilhaben kann. Dazwischen gibt es einige wenige Abschnitte aus der Sicht von Ash, die ebenfalls seine Gefühle offenbahren, aber auch einige Überraschungen andeuten.
Der Schreibstil ist sehr angenhem, flüssig und bildhaft, sodass man sich die Ereignisse und Figuren leicht vorstellen kann.

Die Handlung konnte mich schon nach wenigen Seiten fesseln. Nicht nur Scarlets Entwicklung fand ich sehr spannend, sondern vor allem das Zusammenspiel der verschiedenen Figuren konnte mich gut unterhalten. Neben Scarlet und Ash, die einfach immer aneinandergeraten, gibt es noch Ashs Freund, der für viele unterhaltsame Szenen sorgt, da er es liebt, Ash so richtig auf die Palme zu bringen.
Im Verlauf deuten sich einige Geheimnisse an, doch insgesamt konnte mich die Handlung mehrmals überraschen. Das Ende ist in mehrfacher Hinsicht schockierend und lässt viele Fragen für den zweiten Band offen.

Fazit

Die Geschichte hat mich überrascht, da mich das Buch unerwartet schnell fesseln konnte und ich es gar nicht erwarten konnte, weiterzulesen. Scarlets Weg ist sehr spannend. Besonders ihre Aufeinandertreffen mit Ash sind immer wieder für Überraschungen gut. Ich habe mit Scarlet mitgefiebert und mitgelitten. Es gibt eine Menge Gefühl, aber auch einige aufregende und dramatische Momente und vor allem viele kleine witzige Szenen. Dank des bildhaften Schreibstils und der intensiven Eindlicke in die Gefühle der Figuren löste das Buch regelrecht eine Sogwirkung auf mich aus. Schnell her mit Band 2.

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(67)

85 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 58 Rezensionen

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Tell me three things

Julie Buxbaum , Anja Malich
Flexibler Einband
Erschienen bei ONE, 29.06.2018
ISBN 9783846600726
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Nach dem Tod ihrer Mutter heiratet Jessies Vater neu. Plötzlich wohnt die 16-Jährige weit weg von zuhause in einem neuen Haus und geht auf eine neue Schule. Per E-Mail bietet ihr ein Mitschüler anonym Hilfe an, sich im Highschool-Dschungel zurechtzufinden. Ernst oder ein schlechter Scherz? Jessie beginnt, ihren unbekannten Helfer zu mögen, aber nach wie vor weiß sie nicht, um wen es sich handelt.

Gie Geschichte ist unglaublich süß.
Jessie ist die Ich-Erzählerin der Handlung und schildert ihre Erlebnisse an der neuen Schule sowie ihre Gedanken zu dem anonymen Schreiber. Dazwischen gibt es E-Mails und Nachrichtenverläufe sowohl mit dem Unbekannten als auch mit Freunden, was den jugendlichen Schreibstil noch unterstreicht.

Herausgerissen aus ihrem Umfeld muss sich Jessie mit zahlreichen Problemen herumschlagen. Neben der Nobel-Schule, in der sie sich nicht zugehörig fühlt und sogar gemobbt wird, ist auch ihr neues familiäres Umfeld eine Schlangengrube. Ihr Stiefbruder ignoriert sie, zu ihrer reichen Stiefmutter findet sie keinen Zugang, sie wohnt in einem unpersönlichen Gästezimmer und auch ihr Vater ist zu sehr mit sich seblst beschäftigt, um zu merken, wie schwer Jessie der Neuanfang fällt. Diese ernsten, nachdenklichen Themen ergänzen den Zickenkreig in der Schule sowie das beginnende Gefühlschaos und sorgen für emotionale Momente.

Jessie ist ein eher ruhiges Mädchen. Sie meidet Streit mit ihren Mitschülern, obwohl sie genug Gründe hätte, sich zu wehren. Stattdessen ignoriert sie die fiesen Zicken und bleibt sich selbst treu. Sie ist sehr selbstbewusst, auch wenn sie selbst das nicht immer so einschätzt.
Und der sympathsiche Teenager findet seinen Weg – nicht zuletzt dank des unbekannten Helfers, der ihr zum einen einen Tipp zum Finden einer neuen Freundin gibt, aber vor allem selbst auch zum Freund wird. Während die „Gespräche“ anfangs noch recht oberflächlich bleiben, beginnen die beiden mit der Zeit, Geheimnisse und Ängste miteinander zu teilen. Nur seine Identität will der Unbekannte nicht preisgeben. Je mehr Jessie zu rätseln beginnt, desto komplizierter wird es.

Dabei hatte ich früh einen Verdacht, wer ihr unbekannter Helfer sein könnte, der sich letztlich auch bestätigt hat. Allerdings gibt es immer wieder Ereignisse, die mich fast auf eine falsche Fährte geführt haben. Auch Jessie rätselt lange, zieht verscheidene Personen in Betracht und löst damit ein wenig Chaos aus.

Ja, es werden etliche platte Stereotype bedient. Ja, die Handlung ist ein wenig kitischig. Und ja, sie ist auch ein wenig vohersehbar. Aber dennoch hat mich die Geschichte komplett in ihren Bann gezogen und mit den tiefergehenden Themen abseits der Romaze überrascht.
Das Buch hat mich mehrfach zum Schmunzeln gebracht – zuletzt aber auch zu Tränen gerührt. Eine tolle Geschichte, die am Ende nur eine Frage nicht abschließend beantwortet: Wer hat denn nun den Song geschrieben…? 😉

Fazit

Eine süße Geschichte mit einer sympathischen Protagonistin, die in einer völlig neuen Welt ihren Weg finden muss. Tell me three things ist nicht nur eine Liebesgeschichte, das Buch ist so viel mehr. Trauerbewältigung, Selbstfindung, Freundschaft, Familie – Jessies Alltag ist von verschiedenen Themen geprägt, die nachvollziehbar bearbeitet werden und sich ausgeglichen in die Geschichte fügen und ihr damit Tiefe geben. Die ganze Mischung erzeugt ein sehr emotionales Gefüge, das mich ebenso zum Lachen wie zum Schniefen bringen konnte.

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170 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 54 Rezensionen

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Undying – Das Vermächtnis

Meagan Spooner , Amie Kaufman , Karin Will
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 25.07.2018
ISBN 9783737356008
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die Plünderin Amelia sieht in einer Reise zum Planeten Gaia ihre einzige Chance, ihre Familie finanziell zu retten. Jules hingegen ist aus wissenschaftlichen Gründen vor Ort. Zufällig begegnen sich die zwei und sind auf die Hilfe des andern angewiesen, obwohl ihre Absichten so unterschiedlich sind.

Der Anfang des Buches hat mir gut gefallen – man wird direkt in das Geschehen geworfen. Gaia ist ein rauer, gefährlicher Planet – und auf ihm sind verschiedene Banden unterwegs, die einander nichts gönnen, denn keiner weiß, wie viele Schätze der Planet wirklich beherbergt.
Die 16-jährige Amelia ist als Plünderin auf der Erde bereits erfolgreich unterwegs gewesen, doch die Ausbeute dort reicht ihr nicht. Aus Verzweiflung wagt sie die Reise nach Gaia, doch wenn etwas schief geht, wird sie dort nicht überleben können. Für ihre Familie nimmt der schlagfertige Teenager das Risiko in Kauf.
Jules hingegen wirkt auf Gaia zunächst ziemlich unbeholfen. Er schleppt einen riesigen Haufen Kram mit sich herum – der zwar nützlich ist, ihn aber wenig wendig macht. Der 17-Jährige ist Wissenschaftler, das Überleben in der Wildnis liegt ihm nicht unbedingt im Blut. Aber auch er behält sein Ziel – das Rätsel der untergegangenen Zivilisation Gaias zu lösen – fest im Blick und ist bereit, Opfer dafür zu bringen.
Beide Teenager sind intelligent, denken aber teilweise in völlig verschiedene Richtungen, wodurch sie sich beim Lösen der Rätsel auf Gaia gut ergänzen.

Leider zog sich die Handlung über weite Strecken ziemlich. Jules und Amelia sind lange gemeinsam unterwegs und müssen dabei verschiedene Schwierigkeiten überwinden und verborgene Rätsel lösen. Zwar waren ihre Abenteuer nicht direkt langweilig, dem Ziel näher gekommen sind die zwei aber auch nur schleppend. Anfangs nicht nachvollziehbar war für mich zudem, wie schnell die zwei Gefühle füreinander entwickeln, die ihre Gedanken bestimmen und sie von ihrer Umwelt ablenken.
Da beide abwechselnd aus der Ich-Perspektive berichten, lassen sie die Leser zwangsläufig nicht nur an ihren Gedanken über ihre Reise, sondern eben auch über ihren Gefährten teilhaben.
Dennoch hat mir gut gefallen, wie die zwei zusammenarbeiten, um die Rätsel des Planeten zu lösen.

Erst im letzten Viertel konnte mich die Geschichte dann wieder richtig packen. Je mehr die zwei auf Gaia entdecken, desto mehr geraten sie ins Grübeln, was es mit dem Planeten und der untergegangenen Zivilisation dort auf sich hat. Mehrere Wendungen deuten sich an, sodass mich besonders das Ende überraschen konnte. Allerdings bleibt die Geschichte mit einem fiesen Cliffhanger komplett offen.

Fazit

Die Idee, auf einem fremden, gefährlichen Planeten die Rätsel einer gestorbenen Gesellschaft zu lösen, hat mir gut gefallen. Allerdings habe ich den Mittelteil des Buches als ziemlich langatmig empfunden, obwohl oder gerade weil Jules und Amelia von einer Schwierigkeit in die nächste geraten. Obwohl ich es spannend fand, wie die zwei ihre Fähigkeiten kombinieren und die Probleme damit überwinden, haben mich gleichzeitig die aufkommenden Gefühle, die sich schon früh in den Vordergrund ihrer Gedanken drängen, bei mir hingegen aber nicht ankamen, angestrengt. Erst kurz vor Schluss konnte mich die Handlung mit der sich anbahnenden Wendung dann wieder fesseln.

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79 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 61 Rezensionen

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Sprichst du Schokolade?

Cas Lester , Christine Spindler , Kate Forrester
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei arsEdition, 18.06.2018
ISBN 9783845827353
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Die 12-jährige Josie geht in die siebte Klasse. Dort schlägt sie sich mit ganz alltäglichen Problemen herum: die Hausaufgaben nerven und es gibt Stress mit der besten Freundin. Als Nadima neu in ihre Klasse kommt, steht Josie vor einem Problem, denn Nadima spricht ihre Sprache nicht. Doch Josie findet einen Weg, sich trotzdem mit dem Mädchen anzufreunden. Denn Süßigkeiten mag einfach jede/r…

Josie ist ein toughes Mädchen mit einem klaren Ziel: Sie will später Millionärin werden. Sie hat so manche verrückte Idee und wenn ihr etwas nicht passt, kann es auch schon mal passieren, dass sie einem Lehrer eine Standpauke hält. Auch in anderen Bereichen hat sie ihr Temperament nicht immer im Griff, mehrfach handelt sie, ohne ihre Taten bis zum Ende zu durchdenken. Dabei hat sie aber immer nur gute Absichten. Sie ist die Ich-Erzählerin der Geschichte und so ist die Sprache insgesamt leicht verständlich.

Nadima ist das ganze Gegenteil. Sie ist eher ruhig und schüchtern und beobachtet viel, was natürlich auch der Sprachbarriere geschuldet ist. Doch auch sie macht deutlich, wenn ihr etwas nicht gefällt. Denn in ihrem Drang, zu helfen, schießt Josie manchmal über das Ziel hinaus.

„Sprichst du Schokolade“ beinhaltet verschiedene alltägliche Themen: vergessene Hausaufgaben und unbeliebte Lehrer, Konflikte zwischen Freundinnen oder Streit in den Scheidungs- und Patchwork-Familien. Und mittendrin wird die Flüchtlingsthematik eingewoben – denn Nadima stammt aus Syrien.

Josie lässt die Leser nicht nur an ihren Gedanken teilhaben, sie spricht die Leser auch direkt an. Dabei versucht sie mehrfach, sich in Nadima hineinzuversetzen, wie schwer es sein muss, sein Zuhause zu verlieren und in einem Land zu landen, wo einen die Leute kaum verstehen.
Der Prozess, wie Josie und Nadima, die anfangs nur wenige Worte wechseln können, sich anfreunden und Wege finden, miteinander zu kommunizieren, ist sehr nachvollziehbar beschrieben. Wenn ihnen die Worte fehlen, behelfen die zwei sich mit Emojis oder einem Übersetzungsprogramm. Und Taten sagen ja ohnehin viel mehr als Worte.
Josie bringt viel Geduld und Einfallsreichtum mit. Deutlich wird aber auch, dass gut gemeint nicht immer gut gemacht ist. So tritt Josie in einige Fettnäpfchen und löst dadurch unglückliche Situationen aus, in denen sie allerdings mehr über Nadima und ihre Familie erfährt.

Das Buch wird vom Verlag für Leser und Leserinnen ab 10 Jahren empfohlen. Aufgrund der Sprache und auch der kindgerechten Umsetzung der Thematik finde ich die Altersempfehlung passend – aber nicht unbegleitet.
Denn Nadimas Schicksal wird sehr eindringlich geschildert. Josie erfährt, was Nadima in Syrien erlebt hat und wie traumatisiert sie immer noch ist. Politische Hintergründe spielen keine Rolle und die Beschreibungen sind auch nicht unbedingt blutig – aber dennoch grausam und berührend. Ich musste auch so manches mal schlucken. Dennoch empfand ich die Schilderungen als sehr passend, die grausame Realität wird nicht beschönt, aber auch nicht übertrieben ausgeschlachtet. Dabei liegt der Schwerpunkt aber eben nicht auf der schlimmen Vergangenheit, sondern auf dem neuen Leben, auf das Nadima und auch ihre sympathische Familie sich mit viel Freude einlassen.

Fazit

Ich war neugierig, wie die Flüchtlingsthematik in einem Kinderbuch untergebracht wird und finde die Geschichte sehr gelungen. Neben alltäglichen Problemen wie Streit mit Eltern oder Freunden wird das Schicksal der zwölfjährigen Nadima in Josies Alltag eingewoben, wobei die Leser immer mehr Fakten über ihre Vergangenheit erfahren, je besser sich die zwei Mädchen anfreunden. Es ist keine Geschichte mit erhobenem Zeigefinger, aber dennoch macht Josies Verhalten deutlich, wie wichtig Geduld, Akzeptanz und Verständnis sind, Hilfsangebote aber auch komplett nach hinten losgehen können.
Im Vordergrund stehen Nadimas Erlebnisse im neuen Land, aber auch auf die Ereignisse in Syrien wird zurückgeblickt – auf sehr eindringliche, berührende Art. Dabei ist der Erzählstil ansonsten insgesamt sehr locker, fröhlich, aber auch immer wieder nachdenklich. Das Buch ist definitiv nicht nur für Kinder/ Teenanger geeignet. Mich konnte die Geschichte auf jeden Fall packen.

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222 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 34 Rezensionen

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Beautiful Liars - Gefährliche Sehnsucht

Katharine McGee , Franziska Jaekel
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 20.06.2018
ISBN 9783473401642
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Achtung: 2. Band. Inhaltliche Spoiler zum Vorgänger vorhanden

Ich habe schnell wieder in die Handlung hineingefunden. Ungefähr ein Monat ist nach der verhängnisvollen Party vergangen. Die begonnenen Handlunsstränge werden fortgesetzt. Dabei gibt es kleine Rückblicke, die die wichtigsten Details wiederholen.

Wie auch schon im ersten Band gibt der Prolog einen Ausblick auf ein Ereignis am Schluss der Geschichte. Und wieder bleibt die Frage, um welche Charaktere es sich dabei handelt. Das komplette Buch über kann man miträtseln und spekulieren. Möglichkeiten gäbe es einige, doch die Auflösung kommt erst ganz, ganz am Ende, denn immer wieder dreht sich das Geschehen.

Vorhersehbar fand ich die Handlung wirklich zu keinem Zeitpunkt. Immer wieder überraschen die Figuren mit unerwarteten Handlungen oder es ergeben sich plötzliche neue Bezüge zwischen den Charakteren, die die Karten neu mischen. Wie eng verbunden die einzelnen Schicksale wieder sind, fand ich sehr faszinierend. Die einen kannten sich früher, die anderen erpressen sich gegenseitig und irgendwo findet noch wieder jemand ein übles Geheimnis heraus, dass er zu seinem Vorteil zu nutzen versucht. Dadurch ist die Handlung durchweg spannend.

Vor allem mit Avery und Atlas habe ich mitgefiebert. Die beiden mochte ich im ersten Band sehr, doch ihnen stellen sich etliche Probleme in den Weg, die die zwei Teenger kaum überwinden können.
Auch Leda, Rylin und Watt sind wieder dabei und in sehr aufregende Handlungsstränge verstrickt. Hinzu kommen auch noch ganz neue Figuren, die neue Konflikte mitbringen.
Die Perspektivwechsel zwischen den zahlreichen Charakteren werden beibehalten.

Die Handlung spielt hauptsächlich in dem Super-Hochhaus. Allerdings machen die Figuren auch wieder den ein oder anderen Ausflug, der verdeutlicht, wie schräg diese hochtechnisierte Welt ist, in der man in wenigen Stunden ans andere Ende der Welt gelangen kann oder Partys unter Wasser feiert.

Fazit

Spannende Fortsetzungen voller kleiner Dramen und großer Überraschungen. Immer wenn man glaubt, zu ahnen, die es ausgehen könnte, wendet sich das Blatt. Die Figuren sind so in ihr Geflecht aus Lügen und Intrigen verstrickt, dass jeder Schritt zum Verhängnis werden könnten. Dadurch ist die Spannung konstant hoch. Das dramatische Ende lässt wieder einige Fragen offen.

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

Emily Windsnap - Das Geheimnis

Liz Kessler , Liz Kessler
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei FISCHER KJB, 22.02.2018
ISBN 9783596856879
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Da ihre Mutter Angst vor Wasser hat, war die 12-jährige Emily noch nie schwimmen. Bis zu diesem schicksalhaften Tag in der 7. Klasse, an dem sie zum ersten Mal am Schwimmunterricht teilnehmen darf. Plötzlich verwandeln sich ihre Beine in Flossen, doch niemand soll es erfahren. Aber das Meer zieht sie nun an und Emily entdeckt eine ganz neue Welt.

Da ich großer Arielle-Fan bin, war ich sehr gespannt auf dieses Kinderbuch. Die Geschichte ist sehr niedlich, aber wirklich sehr kindlich erzählt mit einer Handlung, die nicht immer ganz logisch ist, dafür aber vor Abenteuern und kleinen Gefahren nur so strotzt. Auch der Erzählstil der Ich-Erzählerin Emily ist der Zielgruppe angemessen. Dabei schildert sie das Geschehen direkt für die Leser und spricht sie immer mal wieder an.

Die 12-jährige Emily reagiert sehr unterschiedlich auf die neue Situation – mal handelt sie überlegt, dann agiert sie extrem naiv, dann wieder hält sie stur an ihren Wünschen fest und entwickelt dabei ungeahnten Mut, wird dabei aber auch oft leichtsinnig und unterschätzt die Gefahr.
Aufkommende Probleme lassen sich relativ leicht aus dem Weg schaffen. Besonders am Ende war ich aber von der Auflösung etwas enttäuscht. Der große Neptun, der streng an seinen Gesetzen festhält und Leute für kleine Vergehen jahrelang im Gefängnis versauern lässt, lässt sich von einer kleinen Predigt eines Kindes erweichen und wirft alle Regeln über den Haufen. Diese Entwicklung machte nicht wirklich Sinn, der seitenlange Konflikt löst sich einfach in Luft auf.
Dennoch fand ich die Geschichte nicht schlecht und auch nicht uninteressant. Es gibt immer wieder ein paar kleine Überraschungen, während sich andere Geschehnisse zwar andeuten, aber sich dann doch nochmal anders entwickeln.
Das Ende verspricht weitere Abenteuer für Emily. Dabei hoffe ich auf weitere Einblicke in die faszinierende Unterwasserwelt.

Fazit

Süße, kindliche Geschichte mit vielen Abenteuern und großen Gefahren, die sich leicht aus dem Weg räumen lassen. Teilweise vorhersehbar, teilweise mit Wendungen gespickt, konnte mich die Handlung gut unterhalten, auch wenn sie nicht immer ganz logisch ist. Wenn mir noch jemand erklären könnte, wie eine Meermann und eine Menschenfrau ein Kind bekommen können, wäre ich sehr dankbar…

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431 Bibliotheken, 31 Leser, 2 Gruppen, 159 Rezensionen

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Children of Blood and Bone – Goldener Zorn

Tomi Adeyemi , Andrea Fischer
Fester Einband: 624 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 27.06.2018
ISBN 9783841440297
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Es ist Jahre her, dass der König die Magie in einem Blutbad ausgerottet hat. So hat die 17-jährige Zélie zwar das Aussehen einer Magierin – dunkle Haut und weiße Haare -, ihre Kräfte bilden sich aber nicht aus. Der König und seine Soldaten verachten die sogenannten Divînés und beuten sie und ihre Angehörigen aus. Das Schicksal sorgt dafür, dass ausgerechnet Zélie ein altes magisches Artefakt in die Hände fällt, mit dem sie die Magie in das Land zurückholen kann. Allerdings hat sie dafür nicht viel Zeit und mächtige Gegner wollen die Rückkehr der Magie verhindern.

Die Grundidee der Geschichte fand ich total spannend. Allerdings habe ich lange gebraucht, um mich in den Begrifflichkeiten zurechtzufinden. Zwar gibt es zu Beginn des Buches eine Übersicht der magischen Clans, insgesamt sind die Namen aber alle so exotisch, dass sie nicht so leicht von der Zunge gehen, geschweige denn direkt im Kopf bleiben. Darüber hinaus gibt es viele Begriffe, die erst im Verlauf halbwegs deutlich werden. Ein Glossar mit Erklärungen (anstelle der Clans, die in ihrer Vielfalt kaum eine Rolle spielen) hätte den Einstieg etwas erleichtert. Die Welt mit ihren verschiedenen Völkern und dem ungleichen Machtgefüge ist aber auf jeden Fall interessant. Aber auch hier wären ein paar mehr Erläuterungen zu Menschen und auch der fremdartigen Tierwelt hilfreich gewesen.

Auch mit Zélie bin ich nicht sofort warm geworden, da ich sie anfangs gar nicht einschätzen konnte. Sie wirkt zwar ehrgeizig, mutig und schlagfertig, aber auch ein wenig rachsüchtig, schadenfroh und unüberlegt, sodass ich sie von ihrem Verhalten auf den ersten Seiten auf 13 oder 14 geschätzt hätte. Ihr Alter wird erst nach knapp 100 Seiten erstmals erwähnt.

Neben Zélies Bruder Tzain spielen auch die Kinder des Königs eine zentrale Rolle bei Zélies Abenteuer. Amari und Inan sind grundverschieden und hatten beide keine leichte Kindheit unter dem Staatsoberhaupt. Während Amari sich im Verlauf von einem ängstlichen Mädchen zu einer starken Kämpferin entwickelt, ist Inan ein eher schwieriger Charakter. Er wechselt mehrfach seine Ansichten und Ziele und ist dadurch schwer einschätzbar. Sein wankelmütiges, teils dämliches Verhalten machen ihn auch nicht immer besonders sympathisch.
Auch Zélie macht im Verlauf eine große Entwicklung durch, wobei sie oft mit sich und ihrem Schicksal hadert. Diese widersprüchlichen Gefühle sind nachvollziehbar geschildert. Sie trägt eine große Verantwortung, denn die Rückkehr der Magie kann auch zum Missbrauch der Kräfte führen. Tut sie also das Richtige?
Zélie, Inan und Amari schildern abwechselnd die Handlung aus der Ich-Perspektive, wobei sich die Erzählweise der Figuren leider kaum unterschiedet.

Die Geschichte hat viele spannende Momente, aber auch einige zähe Passagen. Zwar ist die ganze Geschichte der Magie – angelehrt an die afrikanische Mythologie – interessant, die Erklärungen zogen sich aber teilweise bzw. werden an Stellen eingestreut, wo sie das Tempo aus der Handlung nehmen.
Aber auch darüber hinaus hatte ich mit einigen Passagen meine Schwierigkeiten. So verhalten sich die Figuren nicht immer logisch. Abgesehen von ihrem sprunghaften Gedankengängen und teils nicht nachvollziehbaren Gefühlsentwicklungen agieren sie im Angesicht der stetigen Gefahr durch die Verfolger mehrfach naiv und unüberlegt. Zwar drängt sie Zeit, aber hier ein Päuschen und dort eine kleine Feier muss schon noch drin sein. Natürlich hat dies unweigerlich die nächste Katastrophe zur Folge, irgendwas geht völlig schief und plötzlich gerät der ganze Zeitplan komplett ins Wanken.
Die Spannung, ob Zélie und ihre Gefährten ihr Ziel erreichen können, steigt dadurch allerdings immer wieder an. Zahlreiche Verluste auf allen Seiten führen zu dramatischen Szenen, wobei die Emotionen etwas auf der Strecke bleiben. Der offene Schluss mit Cliffhanger lässt den Leser völlig in der Luft hängen.

Fazit

Der Einsteig war aufgrund der vielfältigen fremdartigen Begriffe, die sich teils im Verlauf erklären, teils nicht näher erläutert werden, nicht ganz einfach. Zudem brauchte die Handlung für mich etwas, bis wirklich Spannung aufkam, welche durch das teils unlogische Verhalten der Figuren und langatmige Erklärungen zur Geschichte der Magie aber wieder unterbrochen wurde. Erst das letzte Drittel konnte mich dann richtig packen, da sich die Ereignisse hier überschlagen und in einem fiesen Cliffhanger enden, der mich ebenso ratlos wie neugierig zurücklässt.

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Das Herz der Quelle - Sternenfinsternis

Alana Falk
Fester Einband: 440 Seiten
Erschienen bei Arena, 02.03.2018
ISBN 9783401603827
Genre: Jugendbuch

Rezension:



Achtung: 2. Band der Dilogie, inhaltliche Spoiler zum Vorgänger vorhanden! Wenn ihr Band 1 noch nicht kennt, lest nicht hier weiter, sondern startet sofort und auf der Stelle mit Sternensturm.

Im ersten Band konnte mich Alana Falk – wie so oft in ihren Büchern – mit einer absolut unerwarteten Wendung komplett überraschen. Nun war ich sehr gespannt auf den zweiten Band, hatte aber etwas Sorge, ob mir der nahtlose Einstieg gelingt.
Allerdings hatte ich den Vorteil, dass Dana den ersten Band nochmal gelesen und mich mit insgesamt ca. 60 Minuten Sprachnachrichten zum Inhalt versorgt hat. Durch diese Zusammenfassung habe ich problemlos ins Buch gefunden – kann dadurch aber schwer einschätzen, ob die vorhandenen kleinen Rückblicke sonst meine Erinnerungslücken hätten füllen können.

Seit den Ereignissen von Sternensturm ist ca. ein Jahr vergangen. Gezwungenermaßen müssen Adara und Seth zusammenarbeiten. Freunde sind sie nicht, dennoch verfolgen sie die gleichen Ziele. Um nicht aufzufallen, müssen sie aber alle auferlegten Aufgaben des Rates erfüllen. Und die sind mitunter sehr grausam, denn für das Erreichen seiner Ziele ist der Rat auch bereit, Opfer in Kauf zu nehmen. Adara macht gute Miene zum bösen Spiel, doch innerlich leidet sie. Sie wird ungeduldig, will ihre Pläne schneller vorantreiben und einen Weg finden, den Rat ohne allzu große Verluste aufzuhalten. So bewundernswert ihr Vorhaben auch ist, handelt Adara manchmal impulsiv und unüberlegt, wodurch sie sich und ihr Umfeld in Gefahr bringt. Das Gute an ihr ist aber, dass man immer weiß, woran man ist.
Seth hingegen ist ein sehr undurchsichtiger Charaktere. Zwar gibt er vor, für die Quellen und Magier zu kämpfen, doch im Gegensatz zu Adara lässt er sich bezüglich seiner eigenen Pläne nicht in die Karten schauen. Und er ist nicht der einzige, dessen Handlungen schwer einzuschätzen sind. So kommt es im Verlauf immer wieder zu Überraschungen darüber, welche Figuren auf wessen Seite stehen. Intrigen und Geheimnisse durchziehen das Geschehen und stellen vor allem Adara vor immer neue Herausforderungen.

Geschildert wird die Handlung aus der personalen Sicht der zwei Protagonisten, die dabei Einblicke in ihre Gedanken und Gefühle offenbaren. Während Adara ihre Absichten auch schnell nach außen trägt, geben Seth’ Passagen immer wieder kleine Einblicke in seine wahren Gefühle und seine Vergangenheit, die er verbirgt. Doch obwohl er durch diese Perspektive dem Leser ein klein wenig mehr verrät, bleibt alles so vage und angerissen, dass man gegenüber Adara keinen entscheidenden Wissensvorsprung erhält.

Und so wusste ich auch lange nicht, wohin die Geschichte am Ende führen könnte. Die Handlung ist sehr ereignisreich. Es gibt Schockmomente, emotionale Szenen, ein wenig Action und jede Menge Dramatik. Immer wieder war ich überrascht über die unerwarteten Hindergründe, die sich nach und nach ergeben, sowie die wahren Motive verschiedener Figuren.
Je weiter die Geschichte voranschreitet, desto schwerer wird es, das Buch wieder aus der Hand zu legen. Die Lage spitzt sich immer weiter zu, und wer glaubt, es könnte nicht noch weitere Wendungen geben, irrt gewaltig. Nicht nur für die Figuren wird es eine Achterbahnfahrt der Gefühle – auch ich habe gewaltig mitgelitten.
Das Ende ist sehr stimmig und lässt nur wenige Fragen offen.

Fazit

Nach der großen Wendung im ersten Band habe ich nicht damit gerechnet, dass auch das Finale der Dilogie wieder mit so vielen unerwarteten Ereignissen daherkommt. Das turbulente Geschehen steckt voller Spannung und Dramatik. Aber auch die Gefühle kommen nicht zu kurz. Intrigen und Geheimnisse sorgen für immer neue Überraschungen, die in einem spektakulären Finale münden.

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

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Dignity Rising 3: Geteilter Schmerz

Hedy Loewe
E-Buch Text
Erschienen bei Dark Diamonds, 29.03.2018
ISBN 9783646300680
Genre: Science-Fiction

Rezension:



Achtung: 3. Band der Reihe. Inhaltliche Spoiler zu den Vorgängern möglich

Grundsätzlich setzt die Handlung nahtlos an die Vorgänger an. Wodurch im ersten Kapitel aber nochmal das Geschehen verschiedener Figuren vor einem Monat aufgegriffen wird, dient dies als Rückblick, ohne bereits bekannte Handlung ellenlang zu wiederholen. Vielmehr vervollständigt die Rückblende das Geschehen des zweiten Bandes und zeigt, was die unterschiedlichen Charaktere in der Zwischenzeit erlebt haben. Vorwissen ist aber auf jeden Fall notwendig.

Es ist nicht ganz leicht, dieser Geschichte immer zu folgen, da es unglaublich viele Figuren und Handlungsorte gibt und somit viele verschiedene Interessen und Bündnisse existieren. Daher habe ich einige Seiten gebraucht, bis ich wieder völlig in dem dystopischen Weltraumgeschehen angekommen war.

Die Handlung ist über weite Strecken sehr spannend, ereignisreich und dramatisch.

Dabei ist das Geschehen zwar oft von glücklichen bzw. meist unglücklichen Zufällen geprägt, die den Figuren neue Schwierigkeiten bereiten, daneben gibt es aber auch spannende Ermittlungen, die teils unerwartete Erkenntnisse zutage bringen.

Zwar hat mir die Geschichte insgesamt wirklich gut gefallen, einige Perspektiven hätte ich aber nicht gebraucht. Es wird das Geschehen um so viele verschiedene Charaktere geschildert, von denen ich nicht alle gleich interessant fand. Manchmal waren die Schilderungen etwas zu knapp, andere Passagen waren zu ausschweifend.

Hinzu kommt, dass die Handlung stellenweise recht brutal ist. Auch sexuelle Folter kommt mehrfach vor, was mir teilweise schon fast zu extrem war.

Dennoch sind die Charaktere sehr unterschiedlich und facettenreich gezeichnet. Dabei gibt es klare Sympathieträger und richtige Ekelpakete, denen man nur Schlechtes wünscht. Doch es gibt auch Figuren, die überraschen, weil sie ganz neue, unerwartete Seiten zeigen.

Toll finde ich auch den ganzen Weltenentwurf. Es gibt sehr abwechslungsreiche, anschaulich beschriebene Planeten, auf denen die Menschen ganz verschieden leben. Hinzu kommen die bewohnten Raumstationen und die Raumschiffe, in denen in vergleichsweise kurzer Zeit weite Strecken zurückgelegt werden können. In diesem Band wird auch die magische Komponente nochmal etwas wichtiger.

Am Ende werden viele Figuren ausgeblendet. Die Handlung konzentriert sich auf wenige, sehr dramatische Ereignisse. Dadurch steigt aber die Neugier, was bei den restlichen Figuren gerade passiert. Denn in Schwierigkeiten stecken die tapferen Rebellen um Jon und Shay weiterhin alle. Nun freue ich mich auf den Abschlussband.

Fazit

Zahlreiche Figuren, schnelle Perspektivwechsel und vielfältige Handlungsorte machen es nicht immer ganz leicht, allen Handlungssträngen mit ihren heimlichen Intrigen zu folgen. Doch die ereignisreiche Handlung ist meist sehr spannend und dramatisch, sodass man trotz der beachtlichen Länge des Buches durchweg mit den liebgewonnen Charakteren mitfiebert.

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94 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 73 Rezensionen

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Sternschnuppengeflüster

Sofie Cramer
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 30.04.2018
ISBN 9783551651846
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Die Sommerferien stehen bevor und die drei Mädchen Leni (14), Paula (16) und Amelie (14) schlagen sich mit ganz unterschiedlichen Sorgen herum. Unabhängig voneinander stoßen die drei Teenager auf eine Wunsch-App, mit deren Hilfe sie auf ein Wunder hoffen. Die App führt die drei zusammen … aber lässt sie auch Wünsche wahr werden?

Ich bin nach der Lektüre hin- und hergerissen. Einerseits ist die Geschichte super süß, wenn auch etwas kitschig. Der Text, der abwechselnd die Situation der drei verschiedenen Mädchen schildert, liest sich sehr flüssig. Die Sprache ist der Zielgruppe entsprechend jugendlich frisch und leicht verständlich. Die Handlung hält ein paar kleine unerwartete Wendungen bereit.

Allerdings tue ich mich mit dem Verhalten der Mädchen etwas schwer.
(Achtung, ab hier leichte Spoiler)
Leni hat sich verliebt. Um dem Jungen zu gefallen, will sie sich komplett ändern. Sie hält sich für zu dick, obwohl sie allerhöchstens leichtes Übergewicht zu haben scheint, denkt übers Hungern und diverse Diäten nach und will sich komplett umstylen. Den Schönheitswahn, der hier vermittelt wird und in dem sie von ihren Freundinnen bestärkt wird, finde ich sehr bedenklich. Zwar wird dies am Ende noch ein wenig relativiert, der negative Beigeschmack bleibt allerdings.

Auch Amelies Verhalten ist fragwürdig. Ihre Eltern haben Geld – und die 14-jährige Teenager wirft damit munter um sich. Zwar löst es ihre Probleme nicht, dennoch gibt sie Unsummen für einen irrwitzigen Plan aus, spendiert einer Freundin heimlich einen tagelangen Hotel-Aufenthalt mit Drei-Gänge-Menü und weiterem Luxus und stiftet die anderen zum Lügen und Betrügen an. Konsequenzen hat dies für sie nicht.
Dabei hätte ein klärendes Gespräch die Situation so leicht ändern können.
Zwar vermittelt das Buch, dass es sich lohnt, für seine Wünsche und Träume zu kämpfen. Die benutzten Mittel sind allerdings nicht sehr vorbildhaft und da sie von den Mädchen auch nur begrenzt hinterfragt werden, finde ich dies nur bedient gelungen.

Die Wunsch-Wunder-App führt die Schicksale der drei Mädchen zwar zusammen, ansonsten kommt sie aber sehr kurz, sodass für mich deren Sinn nicht ganz klar wird.

Fazit
Die Geschichte liest sich sehr schnell, ist grundsätzlich schon irgendwie ganz niedlich und hält sogar ein paar überraschende Wendungen bereit. Allerdings finde ich es sehr schade, dass das teils fragwürdige Verhalten der Teenager nahezu unreflektiert bleibt, wodurch trotz des kitschigen Endes ein bitterer Beigeschmack bleibt.

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568 Bibliotheken, 12 Leser, 1 Gruppe, 201 Rezensionen

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Iron Flowers – Die Rebellinnen

Tracy Banghart , Anna Julia Strüh
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 25.04.2018
ISBN 9783737355421
Genre: Jugendbuch

Rezension:

 Serina wurde dazu erzogen, eines Tages vom Thronfolger zur Grace ausgewählt zu werden – sie kann sticken, tanzen und weiß sich höfisch zu benehmen. Ihre Schwester Nomi ist das ganze Gegenteil – sie ist ein Wildfang, verachtet die Auswahl und wünscht sich auch für Frauen mehr Rechte und freie Entscheidungen. Dennoch begleitet sie ihre Schwester zur Auswahl in den Palast. Und plötzlich steht das Leben beider Mädchen Kopf.

Die entworfene Welt ist etwas trostlos. Männer regieren und entscheiden. Frauen haben nur wenig Möglichkeiten – entweder sind sie Ehefrauen, Dienerinnen oder Fabrikarbeiterinnen. Und dann gibt es noch die Graces, die sich am ehesten als Harem des Herrschers beschreiben lassen.

Die zwei Schwestern sind sehr unterschiedlich. Während Serina davon träumt, dem Thronfolger dienen zu dürfen, verachtet Nomi diese männerdominierte Welt und träumt davon, eigene Entscheidungen treffen zu dürfen. Dennoch steht sie ihrer Schwester zur Seite und versucht, ihre Ansichten zum Schutz der Familie verborgen zu halten.
Die 17-jährige Nomi wird im Verlauf der Geschichte in eine Rolle gedrängt, in der sie nicht so richtig glänzen kann. Sie trifft blauäugige Entscheidungen mit ungeahnten Konsequenzen. Nicht immer konnte ich ihr Verhalten nachvollziehen – sie verhält sich teilweise sehr wechselhaft, in einem Moment ist sie einer Person gegenüber freundlich, im nächsten Moment wirft sie demjenigen Beleidigungen an den Kopf, ohne dass er Grund für ihren Stimmungswechsel ersichtlich wäre.
Die zwei Jahre ältere Serina hingegen macht im Verlauf eine große Entwicklung durch. Sie muss ungeahnte Prüfungen bestehen und verändert dabei auch ihre Eintstellung zum Gesellschaftsbild. Sie verhält sich loyal und zeigt auch in Situationen, in denen sie große Angst hat, Stärke und Mut.
Abwechselnd wird die Handlung aus der personalen Sicht der zwei Schwestern geschildert. Der Schreibstil ist bildhaft und flüssig.

Die Handlung konnte mich schon nach wenigen Seiten total überraschen. Gleich zu beginn nimmt die Geschichte eine Wendung, mit der ich nicht gerechnet habe. So hat sich das Buch völlig unerwartet entwickelt und konnte mich damit schnell in seinen Bann ziehen. Während einige Begebenheiten zwar vorhersehbar waren, steigt die Spannung im zweiten Handlungsstrang immer weiter an. Zum Ende hin überschlagen sich die Ereignisse, beide Schwestern müssen schwierige Entscheidungen mit schwerwiegenden Konsequenzen treffen. Es wird dramatisch und auch ein wenig gefühlvoll. Leider endet das Buch mit einem fiesen Cliffhanger – es war gerade so aufregend, dass ich am liebsten sofort weitergelesen hätte.

Fazit
Schon nach wenigen Seiten nimmt die Handlung eine unerwartete Wendung und entwickelt sich dadurch völlig anders als vermutet – es wird spannend, aufregend und dramatisch. Zwar waren manche Ereignisse auch vorhersehbar, insgesamt konnte mich die Geschichte aber immer mal wieder überraschen und dadurch fesseln. Besonders Serinas Entwicklung hat mir gut gefallen. Das Ende ist sehr offen.

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