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51 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 34 Rezensionen

magier, fantasy, magie, meister, drachen

Ormog

Thomas Engel
Fester Einband: 365 Seiten
Erschienen bei fabulus Verlag, 13.07.2016
ISBN 9783944788302
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Auf dem Planeten Magnus ist ein Kampf zwischen den Weißen Magiern und den Gorgul entbrannt. Ormog ist der letzte weiße Magier und wird von den Feinden erbarmungslos gejagt. Trotz seiner aussichtslosen Lage versucht Ormog mit seinen Gefährten, den Meister der Gorgulzauberer zu vernichten. Kein einfaches Vorhaben... denn die Feinde sind ihm schon auf der Spur. Das Schicksal des ganzen Planeten liegt nun in seinen Händen.

Der Einstieg in die Geschichte fiel mit nicht ganz leicht. Ormog lebt auf dem fremden Planeten Magnus. Dem Leser eröffnet sich eine komplett unbekannte, magische Welt voller ungewöhnlicher Bewohner mit teilweise recht komplizierten Namen. Schade ist, dass es weder eine Karte zur Orientierung gibt, die es erleichtert hätte, Ländergrenzen und Reisewege zu verfolgen, noch einen Glossar mit kurzen Erklärungen, um welche Art von Wesen es sich beispielsweise bei der Tierwelt handelt. So bleibt die Geschichte trotz vielfältiger Ideen für mich etwas blass. Denn leider fehlt es auch an bildhaften Beschreibungen, die Land und Leute lebendig werden lassen. Von Ormog kenne ich eigentlich nur die Augenfarbe. Im letzten Drittel wird er als junger Magier beschrieben, zuvor handelte es sich in meiner Vorstellung eher um einen älteren Mann. Und so gab es dann auch ein paar Geschehnisse, die aufgrund zu knapper Beschreibungen für mich nicht nachvollziehbar wurden (Beispiel: Wie passt ein drei Handspannen großer Drache in eine Manteltasche...? Handelt es sich bei den Bewohnern von Magnus um Riesen mit entsprechend großen Taschen? Kann sich der Drache schrumpfen...?)

Die Handlung an sich konnte mich aber schnell fesseln. Die Geschichte bietet jede Menge Verrat und Intrigen, vorhersehbar ist die Handlung an keiner Stelle. Ormog und seine Gefährten müssen zahlreiche Gefahren überstehen, wobei sich ihnen immer neue Probleme in den Weg stellen. So jagt ein Ereignis das nächste, das Tempo ist insgesamt hoch, es gibt aber auch ein paar wenige ruhigere Szenen. Das Ende konnte mich nicht ganz überzeugen, da mir der entscheidende Kampf etwas zu einfach gelöst ist. Es werden aber alle begonnenen Handlungsstränge zuende geführt, sodass sich dennoch ein stimmiger Abschluss ergibt.

Erzählt wird die Geschichte von einem Er-Erzähler, wobei Ansätze der personalen Erzählweise, die zwischen verschiedenen Figuren wechselt, vorhanden sind, aber nicht ganz konsequent durchgeführt werden. Aufgrund der vielen ungewöhnlichen Eigennamen liest sich der Text, der ansonsten mit einer flüssigen Sprache punkten kann, nicht immer ganz einfach.

Sehr beeindruckend finde ich übrigens, dass Autor Thomas Engel erst 16 Jahre alt ist.

  Packende, immer wieder überraschende Story voller List und Intrigen, die die sympathischen Protagonisten auf eine ereignisreiche Reise schickt. Leider fehlt es an vielen Stellen an bildhaften Beschreibungen, die Figuren und Handlung im Kopf richtig lebendig werden lassen.

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254 Bibliotheken, 6 Leser, 2 Gruppen, 122 Rezensionen

liebe, gift, fantasy, jugendbuch, melinda salisbury

Goddess of Poison - Tödliche Berührung

Melinda Salisbury , A. M. Grünewald
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei bloomoon, 19.09.2016
ISBN 9783845815138
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die 17-jährige Twylla ist die wiedergeborene Tochter zweier Götter. Dies verleiht ihr die Ehre, als Tochter der Königin aufgezogen zu werden und mit dem Prinzen verlobt zu sein. Doch auch die Bürde, die Todesurteile der Königin mit ihrer giftigen Haut zu vollstrecken, geht damit einher. Niemand außer der Königsfamilie darf Twylla berühren, da jeder Hautkontakt tödlich ist. Und so fristet Twylla einsam ihr Dasein, bis ihr Verlobter wieder auftaucht und ihr ein Wächter an die Seite gestellt wird, der von den ganzen Regeln am Hof wenig hält...

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir nicht ganz leicht: Es ist ein sehr eigenwilliges Königreich, in dem Twylla da lebt, mit ziemlich schrägen Sitten und Gesetzmäßigkeiten. Doch mit der Zeit findet man sich in dieser fremden Welt zurecht und versteht die Regeln, die die Königin ihrem Volk und Twylla auferlegt. Es eröffnet sich eine ebenso faszinierende wie erschreckende Welt, die noch einige Überraschungen bereithalten wird.

Ich-Erzählerin Twylla ist eine interessante Figur, doch ich brauchte einige Seiten, um mit ihr warm zu werden. Was sie tun muss, ist grausam, und die Königin droht mit dem Leben ihrer Familie, sollte sie sich wiedersetzen. Und doch ist Twylla irgendwie freiwillig in diese ganze Geschichte hineingeraten und ihr Widerstand zunächst eher gering. Nicht nur Twylla muss erkennen, dass längst nicht alles so ist, wie es scheint. So entwickelt sich aus einer zunächst mystisch-unheimlichen Geschichte eine unglaublich spannende und dramatisch Handlung, die einige unerwartete Wendungen bereithält. Durch Twyllas gedanklichen Rückblicke in ihre Vergangenheit ist die Handlung abwechslungsreich und gibt Einblick, wie das Leben der jungen Frau vorher war. Dank der Perspektive kann der Leser dabei an all ihren Gedanken und Gefühlen teilhaben.
Ihr neuer Wächter Lief, der mit seiner frechen, charmanten Art sofort Sympathie weckt, sorgt für manch lustigen Moment. Und auch einige Gefühle hat die Geschichte zu bieten.

Je mehr ich las, desto schwerer war es, sich der Handlung wieder zu entziehen. Zwar gab es kürzere, leicht langatmige Passagen, insgesamt bietet die Handlung aber viele Ereignisse und ein hohes Tempo. Ein Netz aus Lügen und Intrigen wird aufgedeckt. Dabei gab es für mich absolut unerwartete Überraschungen, richtige Schockmomente zum mitfiebern und mitleiden. Besonders das letzte Drittel hat es in sich, bevor die Geschichte dann mit einem zwar offenen, aber doch versöhnlichen (=kein Cliffhanger, einige Handlungsstränge abgeschlossen) Ende daherkommt.

Eine Geschichte voller Überraschungen. Nachdem ich mich in die fremde Welt hineingefunden hatte, konnte ich mich ihrer Faszination kaum noch entziehen. Die Handlung bietet Dramatik, Gefühl und viele unerwartete Ereignisse. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung!

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10 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

waldgeister, magie, band der magie

Fairy - Das Band der Magie 3

Liane Mars
Flexibler Einband
Erschienen bei bookshouse, 16.11.2016
ISBN 9789963534951
Genre: Romane

Rezension:


Fairy ist der dritte Band von Liane Mars’ „Band der Magie“-Reihe. Obwohl die Geschichten um die einzelnen Hauptfiguren in sich abgeschlossen sind, ist Vorwissen auf jeden Fall notwendig. Denn letztlich werden doch Handlungsstränge aus Liah aufgegriffen und hier weitergeführt. Außerdem gibt es nicht mehr allzu viele Erklärungen zu der fremden Welt mit ihren ungewöhnlichen Bewohnern.

Und so treffen bereits bekannte und liebgewonnene Figuren auf neue, facettenreiche Charaktere.

Fairy hatte bereits ein sehr einschneidendes Aufeinandertreffen mit dem Krieger Brahn. Dementsprechend skeptisch steht der Shadun ihr zunächst auch gegenüber. Doch letztlich freunden die zwei, die aus so verschiedenen Welten stammen, sich an. Alles könnte so schön sein, wenn nicht die Herrscherin der Pari Fairy einen grausamen Auftrag erteilt, der das aufgebaute Vertrauen zwischen Brahn und ihr auf eine harte Probe stellt.

Die Figur Fairy fand ich bereits im letzten Band sehr spannend. Allerdings muss ich zugeben, dass es mir nicht so richtig gelang, mir die junge Frau als Pari wirklich bildlich vorzustellen – sie ist einfach ein sehr außergewöhnliches Wesen. Sympathisch war sie mir dafür sofort. Und auch Brahn, denn ich bereits zuvor in mein Herz geschlossen hatte, kann hier mit seiner geduldigen, verständnisvollen Art sofort wieder punkten.

Die Geschichte entwickelt sich zunächst relativ ruhig. Fairys Lebensweise entspricht gar nicht den üblichen Verhaltensweisen von Brahn und seiner Gemeinschaft. Berührungen gibt es bei den Pari nicht, private Gedanken werden kaum ausgesprochen. So sind die ersten Treffen zwischen den beiden zunächst etwas schwierig. Doch Fairy beginnt sich zu öffnen. Die Entwicklung, die sie dabei durchmacht, ist dank der Ich-Perspektive, die den Leser an ihren Gedanken und Gefühlen teilhaben lässt, schön nachzuvollziehen.

Nach dem ersten Drittel gab es einen Moment, wo ich dachte: „schön, nun mögen sie sich, lass sie zusammen sein und es gibt für alle ein Happy End“. Aber so einfach macht Autorin Liane Mars ihren Figuren natürlich nicht. Es folgt eine temporeiche, dramatische Handlung voller gegensätzlicher Gefühle. Wut, Hass, Verzweiflung, Liebe –  Fairy ist hin und her gerissen zwischen der Loyalität zu ihrem Volk und den Gefühlen für Brahn und steht plötzlich im Zentrum eines Krieges. Was nun folgt, ist überraschend und kommt absolut unerwartet. Die actionreichen Kampfszenen hätten teilweise etwas kürzer sein können, aber die Geschichte sprüht vor Spannung und Emotionen, sodass man letztlich immer weiter lesen muss.

Der Epilog bildet den perfekten Rahmen dieser vielseitigen und aufregenden Geschichte.
 
Ein neues Abenteuer in der einzigartigen Fantasywelt mit ihren liebevoll ausgearbeiteten, facettenreichen Bewohnern. Alte Bekannte und neue Figuren treffen aufeinander und sorgen in einer spannenden, temporeichen, dramatischen sowie emotionalen Geschichte für aufregende Lesestunden.

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22 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 18 Rezensionen

casting, kampf, dystopie, familie, spiele

Casting: Spiel ums Leben

Yvonne Richter
E-Buch Text: 202 Seiten
Erschienen bei Fabulus-Verlag, 25.08.2016
ISBN 9783944788043
Genre: Sonstiges

Rezension:

Lovis sieht sich täglich vor der Aufgabe, neue Castings zu durchlaufen, um überleben zu können. Egal ob Essen oder Kleidung, alles muss erspielt werden, damit die Juroren ihre spektakulären Shows und gute Einschaltquoten erhalten.
Als Lovis Jo kennenlernt, beginnen die zwei, am Castingsystem zu zweifeln. Sie werfen einen schockierenden Blick hinter die Kulissen. Doch niemand kann so einfach aus dem System ausbrechen...

Die Idee des Buches finde ich total spannend. In der dystopischen Welt müssen sich die Bewohner alles erspielen und erkämpfen – Essen ebenso wie Bildung und Wohnraum. Dabei gibt es etliche ungewöhnliche technische Gerätschaften sowie neue Begrifflichkeiten, darunter sehr viele Wortspiele rund ums Casting. Leider fehlt es hier insgesamt etwas an Erklärungen. Zwar kann man sich viele Dinge zusammenreimen, die Figuren werfen aber mit so vielen ungewöhnlichen Worten um sich, dass hin und wieder eine kleine Erläuterung hilfreich gewesen wäre, um sich ein genaueres Bild zu machen. Überhaupt ist die ganze Sprache recht ungewöhnlich: einerseits sehr jugendlich, salopp – auch bei den Erwachsenen – , andererseits voll fremder, vom Castingleben geprägter Redwendungen. Dabei bleibt der Satzbau allerdings sehr einfach, Wiederholungen einzelner Wörter oder Satzteile eingeschlossen. Auch die Entwicklung, die letztlich zur Entstehung der Casting-Welt geführt hat, wird nur vage angedeutet.

Der Zukunftsroman ist, laut Verlag, für Leser ab zehn Jahren geeignet. Für diese Zielgruppe ist die Sprache ebenso angemessen wie die Handlung. Es ist ein Abenteuerroman in einer Zukunftsvision. Lovis, Jo und ihre Gefährten müssen sich in der Castingwelt behaupten, wenden sich vom System ab und definieren ihre Werte für sich neu. Dabei müssen sie einige Gefahren überwinden, dies gelingt aber in der Regel ohne größere Schwierigkeiten. Dadurch blieb die große Spannung aus (langweilig wird es aber auch nicht), da die Handlung relativ glatt konstant vorangeht. Dabei vergeht im Verlauf des Buches viel Zeit über die man wenig erfährt. Auch die Figuren bleiben etwas blass. Es wird viel beschrieben, was die Jugendlichen tun. Gedanken und Gefühle kommen aber recht kurz, was sicher auch der Erzählperspektive (Er-Erzähler) geschuldet ist.

In dem Buch sind wichtige Themen wie Konkurrenzkampf, Manipulation und Freundschaft für die Zielgruppe ansprechend in die Abenteuergeschichte eingebunden. Und auch als Erwachsener gerät man ins Grübeln über unsere verrückte Welt und was mal aus ihr werden könnten. Zeit, sich auf die wichtigen Werte und unsere Mitmenschen zu besinnen.


 Fazit: Faszinierende, erschreckende Welt, die etwas mehr Erklärungen vertragen hätte. Zwar konnte mich die Geschichte nicht so richtig fesseln, da sämtliche Hindernisse sehr schnell und einfach überwunden werden, für die Zielgruppe finde ich dies aber durchaus passend und so entwickelt sich eine aufregende Abenteuergeschichte, die wichtige Themen altersentsprechend aufbereitet.

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312 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 159 Rezensionen

organspende, transplantation, liebe, depression, münchen

Die Tage, die ich dir verspreche

Lily Oliver
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.09.2016
ISBN 9783426516768
Genre: Liebesromane

Rezension:

Gwen ist 19 Jahre alt und hat gerade eine Herztransplantation hinter sich. Als sie nach der Rhea nach Hause kommt, ist sie überfordert und fühlt sich von den Erwartungen ihrer Familie erdrückt. Zudem quälen sie Schuldgefühle über den Tod des Spenders. Gwen will es nicht mehr, dieses verdammte Herz voll Leben.
Sie sucht im Internet nach jemanden, dem sie ihr Herz schenken kann. Dabei stößt sie auf Noah, der Gwen zunächst nicht ernst nimmt. Bis diese plötzlich vor seiner Tür steht: mit der festen Absicht, ihm ihr Herz zu spenden, damit er leben und sie sterben kann...

Nach dem Lesen, muss man das Buch erst mal sacken lassen.
Es ist ein Buch, das man nicht einfach inhalieren kann. Viel zu sehr regt es zum Denken an. Und doch ist es genauso schwer, lange Pausen zu machen, weil man wissen möchte, was noch kommt. Ob alles gut ausgeht.
Es ist ebenso ein Buch, dass man auch nach dem Lesen nicht so schnell vergessen wird. Und es ist auch ein Buch, dass uns am Ende eine Entscheidung abverlangt – zumindest eine Auseinandersetzung mit dem Thema Organspende.

Ich würde gern behaupten, dass ich verstehen kann, wie Gwen sich fühlt. Aber das kann ich nicht. Ich kann mir nicht vorstellen, wie es ist, diese Krankheitsdiagnose zu bekommen. Wie es ist, auf die rettende Nachricht zu warten, zwischen ständiger Hoffnung und Enttäuschung. Den Tod schon im Nacken. Und noch weniger kann ich mir vorstellen, wie es sich anfühlt, ein „fremdes“ Organ in mir zu tragen. Mit dem Wissen, dass ein Mensch sterben musste, damit man selbst leben kann.
Und doch sorgt das Buch dafür, dass man sich all dies eben doch vorstellen kann.
Die Beschreibungen sind sehr eindringlich und wirken absolut authentisch. Gwen teilt all ihre Gedanken und Gefühle mit dem Leser. Es ist leicht, mitzufühlen, was Gwen durchmacht, da sie ihre Emotionen in so passende Worte und Bilder packt. Wobei leicht vielleicht das falsche Wort ist, denn leichte Kost ist das Buch sicher nicht.
Und das zeigt sich auch an Noah, der in so vielen Situationen kaum mit Gwen und ihren zerrütteten Gefühlen umzugehen weiß.

Der Leser erlebt eine ähnliche Achterbahnfahrt wie die beiden Protagonisten.
Sie kann doch nicht....? Er wird doch nicht...?
Dank der wechselnden Ich-Perspektive von Gwen und Noah bekommt man einen intensiven Eindruck, was beide Figuren – nicht zuletzt miteinander – erleben.
Das Buch ist aufregend und dramatisch. Mitreißend und berührend. Es ist eine bewegende Geschichte, auf die man sich einlassen muss, um Gwen auf dieser emotionalen Reise zu begleiten.
Es ist schwer zu beschreiben – ihr müsst es einfach selbst lesen.

Sympathische Figuren und ein realistisches Setting mit vielen (verständlich formulierten) medizinischen Details nehmen den Leser mit auf eine emotionale Reise.
Ein bewegendes Buch mit ernstem Thema, dass zum Nachdenken anregt und Spuren hinterlässt.

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79 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

ebook, liebesgeschichten, belletristik, familie, musik

Elfenblüte - Sonnengelb

Julia Kathrin Knoll
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 02.04.2015
ISBN 9783646601121
Genre: Fantasy

Rezension:

2. Band der Reihe – inhaltliche Spoiler zum Vorgänger vorhanden

Sonnengelb knüpft an die Ereignisse des ersten Bandes, Himmelblau, an. Einige Wochen sind seitdem vergangen. Vorkenntnisse sind auf jeden Fall hilfreich, da die Rückblicke sehr spärlich ausfallen.

Die Geschichte um den mysteriösen Alahrian und Schülerin Lilly geht weiter... ;)

Nachdem Lilly und Alahrian im ersten Band umeinander herumgeschlichen sind, setzt sich das Spiel nun fort. Keiner wagt den ersten Schritt. Lilly ist verständlicherweise verunsichert, weil Alahrian so unterschiedliche Signale sendet. Alahrian selbst hat Angst, Lilly die Wahrheit zu sagen. Und so dauert es eine ganze Weile, bis sie einander wirklich näherkommen.

Doch dann gibt es endlich ein paar erlösende Antworten zu Alahrian, seinem Wesen und seiner Vergangenheit.
Auch um Lilly gibt es neue Ereignisse, Antworten bleiben hier aber noch aus, sodass die Neugier weiter steigt, welches ihr selbst unbekannte Geheimnis sie in sich birgt.

Die Geschichte ist wieder schön zu verfolgen. Alahrian und Lilly sind beide sympathische Charaktere, die sich sehr süß verhalten, wenn sie einander begegnen. Von Schüchternheit über Wutausbrüche ist diesmal alles dabei und sorgt so für eine abwechslungsreiche Handlung.
Zudem gibt es neben den sehr emotionalen Szenen auch dramatische, spannende Augenblicke.

Der Schreibstil wechselt, wie im ersten Band, in der personalen Erzählweise zwischen den Hauptfiguren, sodass der Leser miterleben kann, was beide denken und wie sie ihre Begegnungen erleben.

Süße Fortsetzung, die nun einige Antworten bringt. Es macht Spaß, den weiteren Weg der sympathischen Figuren zu verfolgen. Auch Alahrians Bruder Morgen ist immer für eine spaßige Szene gut.
Viele Fragen bleiben aber noch offen. Auf zu Band 3!

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120 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

elfen, liebesgeschichten, belletristik, ebook, familie

Elfenblüte - Himmelblau

Julia Kathrin Knoll
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 05.03.2015
ISBN 9783646601114
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der Umzug von Hamburg in ein kleines bayrisches Dorf ist für Lilly ein ziemlicher Kulturschock. Schneller als geahnt freundet sie sich aber mit ihren Mitschülern an. Dabei hat es ihr einer besonders angetan. Der geheimnisvolle Alahrian, doch dieser ist nett und unnahbar zugleich. Was hat es nur mit dem Jungen, die einige so cool und andere so seltsam finden, auf sich?

Die 17-jährige Lilly ist eine sympathische Protagonistin. Sie trägt den nicht ganz freiwilligen Umzug mit Fassung und macht das beste daraus, ohne ihrem Vater die Entscheidung bockig nachzutragen.
Auch Alahrian hat mir gut gefallen. Er ist ein netter, höfflicher „Junge“, manchmal etwas unsicher im Umgang mit Lilly. Dabei wirkt seine Sprache, ebenso wie sein Verhalten teilweise etwas veraltet und überkorrekt und halt gar nicht wie bei den „modernen Jugendlichen“, was ihm diese geheimnisvolle Aura verleiht.

Ich hatte keine Erwartungen an die Geschichte und habe mir auch den Klappentext vor dem Lesen nicht durchgelesen. Daher war ich sehr überrascht über die ungewöhnlichen Wesen, mit denen mich die Geschichte konfrontiert hat. Gern hätte ich noch mehr über den mysteriösen Alahrian und seinen Bruder erfahren, allerdings bleibt alles noch sehr vage. Vieles wird angedeutet, aber Wenig konkret ausgesprochen oder näher erklärt.
Ebenso verhält es sich bei Lilly. Es gibt einige Andeutungen und auch der Reihentitel lässt ein paar Spekulationen zu, Antworten gibt es aber bisher noch nicht.

Trotzdem macht es Spaß, die Geschichte zu lesen. Dank der wechselnden personalen Sicht kann man die Handlung aus verschiedenen Perspektiven erleben und dabei Einblicke in die Gedanken einzelner Figuren erhalten. Schnell ist klar, dass Lilly und Alahrian einander interessant finden und man darf mitfiebern, wer sich als erstes öffnet und wie die nächste Begegnung verläuft. Dabei sorgen die angedeuteten Konflikte dafür, dass die Neugier über die Zusammenhänge wächst. Die Handlung verläuft ohne große Spannungsmomente. Auch wenn es kleine dramatische Szenen gibt, lebt die Geschichte für mich vor allem von meiner Unwissenheit, die so gern beseitigt werden möchte. Worauf wird dies alles hinauslaufen?

Das Ende ist sehr offen – ohne fiesen Cliffhanger, aber auch ohne wirkliche Antworten. Da muss wohl Band 2 schnell her.

Süße Geschichte um die Annährung zweier „Jugendlicher“, die einige Geheimnisse umgeben. Der Leser wird mit Andeutungen angefüttert, erhält aber noch wenig Antworten. Der angenehme, bildhafte Schreibstil sorgt für ein flüssiges Lesevergnügen.

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64 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

märchen, drachen, magie, feen, einhorn

Sinabell - Zeit der Magie

Jennifer Alice Jager
Flexibler Einband: 185 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 28.07.2016
ISBN 9783551300645
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Sinabell und ihre vier Schwestern sollen heiraten. Dazu veranstaltet der König Tanzbälle. Während ihre Schwestern versuchen, sich mit tollen Kleidern zu übertrumpfen, möchte Sinabell die Bälle am liebsten meiden. Bis dort plötzlich Prinz Farin auftaucht, der kurz darauf hingerichtet werden soll, da er der Sohn einer verfeindeten Herrscherin ist. Sinabell tut alles, um ihn zu retten und wird dabei in eine Welt voller Magie und fantastischer Wesen gezogen...

Eigentlich lese ich sehr gern Fantasy und Märchen. Doch mit dieser Geschichte bin ich einfach nicht warm geworden.

Zum einen konnte ich mich nicht wirklich in Sinabell hineinfühlen, die sich zunächst mit Händen und Füßen gegen eine Zwangsheirat wehrt, um dann plötzlich alles für den Prinzen zu riskieren, mit dem sie einmal getanzt und drei Worte gewechselt hat. Dieser Wandel war für mich nicht nachvollziehbar. Und so kamen letztlich auch die Gefühle, die sie und Farin übermannen, nicht bei mir an.

Aber auch sonst konnte ich mich nicht wirklich in der Geschichte verlieren. Die Handlung bot nur wenig Spannung. Viele Szenen empfand ich als zäh und langatmig. Die verschnörkelte, blumige Sprache mit den vielen bildhaften Vergleichen – die normalerweise gut zu Märchen passt – trug sicher auch dazu bei, dass für mich kein flüssiges Lesevergnügen entstand.
Zum Ende hin wird die Geschichte zwar dramatisch, den Handlungsverlauf empfand ich aber als wirr. Warum da gerade passiert, was passiert, erklärte sich für mich nicht immer. Und so bleiben auch am Ende noch einige Fragen offen.


Sprunghafte Protagonistin, zähe, wirre Story... ich habe gar nicht wirklich ins Buch reingefunden und mich mehr durchgequält. Spannung und Gefühl fehlten mir komplett. Das unsympathische Einhorn (so was sollte es echt nicht geben!) gab mir den Rest.

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517 Bibliotheken, 18 Leser, 1 Gruppe, 89 Rezensionen

dämonen, dark elements, liebe, layla, jennifer l. armentrout

Dark Elements - Sehnsuchtsvolle Berührung

Jennifer L. Armentrout , Ralph Sander , Isa-Corinna Scholz
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 15.08.2016
ISBN 9783959670203
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Achtung – dritter Band einer Reihe – Spoiler zu den Vorgängern vorhanden.


Ihr kennt die ersten Bände der Reihe? Gut, dann wirst ihr, welche offenen Handlungsstränge euch erwarten.
Ihr kennt die ersten Bände noch nicht? Dann solltet ihr lieber vorn anfangen zu lesen, bevor ihr etwas aufschnappt, dass ihr noch gar nicht wissen wolltet - daher gibt's an dieser Stelle keine richtige Inhaltsangabe ;)


Die Handlung setzt exakt am Ende des zweiten Bandes wieder ein. Vorkenntnisse sind auf jeden Fall erforderlich, um die Handlung und alle Zusammenhänge zu verstehen. Es dauert ein paar Seiten, bis Layla (sie ist weiterhin die Ich-Erzählerin) an einige wichtige Begebenheiten zurückdenkt, die zur Auffrischung der Erinnerung sehr hilfreich sind. Insgesamt fiel es mir aber recht leicht, wieder in die Geschichte hineinzukommen, auch wenn ich nicht immer alle Details parat hatte.


Band 2, Eiskalte Sehnsucht, war aufgrund des Beziehungsdreiecks ja streckenweise etwas schwierig. Dieses Problem ergibt sich hier nicht lange. Allerdings gibt es im Verlauf trotzdem recht viel Gefühlsduselei, die mir an einigen Stellen zu übertrieben war und immer wieder das Tempo aus der Handlung genommen hat.
Eigentlich war die Geschichte nämlich unglaublich spannend. Bei dem Vorhaben, den Lillin auszulöschen, werden Layla etliche Steine in den Weg gelegt. Es treten immer wieder unerwartete Ereignisse ein und es gibt viele Überraschungen, die für immer wieder neue Spannung und Dramatik sorgen. Besonders zum Ende hin wird die Handlung sehr, sehr aufregend. Allerdings ist mir der Schluss dann schon wieder etwas zu lang gezogen. Nach  sehr dramatischen Ereignissen plätschert die Handlung noch einige Seiten dahin. Zwar gibt es auch hier noch Antworten auf bisher offene Fragen und einige unerwartete Enthüllungen, aber das hätte für mich etwas kürzer gehalten sein können.


Rückblickend kann ich sagen, dass mir die Trilogie (samt eShort) unglaublich gut gefallen hat – sehr viel Spannung, sehr viel Gefühl. Die Figuren entwickeln sich sichtbar weiter, vor allen Layla, die viel über sich selbst herausfindet und lernen muss, sich selbst zu akzeptieren. Aber auch Roth macht einen großen Wandel durch und ist am Ende – neben Bambi – meine Lieblingsfigur geworden.


Klasse Abschlussband voller Spannung und Überraschungen. Auch an Emotionen mangelt es nicht – hiervon gibt es manchmal vielleicht sogar zu viele, wodurch das Tempo immer wieder etwas gedrosselt wird – langweilig wird die Geschichte allerdings zu keinem Zeitpunkt. Am Ende bleiben fast keine Fragen offen.

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89 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

liebe, musik, enttäuschung, freundschaft, wahrsagen

Ausgerechnet du

Lena Marten
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 12.08.2016
ISBN 9783736300828
Genre: Liebesromane

Rezension:

Jenny hat nur Pech mit Männern – und mit der Arbeitssuche. Auf drängen ihres Vaters beginnt sie einen Job, bei dem ihr Kollege ausgerechnet ihr Ex-Freund Tobi ist, den sie seit Jahren nicht mehr gesehen hatte. Völlig frustriert von der Liebe ruft Jenny eine Wahrsagerin an, die ihr prophezeit, ihren Traummann am 14. Februar zu treffen. Nun setzt Jenny alles daran, dass aus einer Bekanntschaft des Valentinstages die perfekte Beziehung wird. Aber ist dieser Mann wirklich der richtige...?

Nach „Nicht auch noch der!“ war ich neugierig auf das neue Buch von Autorin Lena Marten und habe mich darauf gefreut, bekannte Charaktere wiederzutreffen. Die Geschichten sind unabhängig voneinander und in sich abgeschlossen. Man benötigt also nicht dringend Vorwissen, um der aktuellen Handlung zu folgen. Es ist aber sehr schön zu sehen, wie sich die Geschichte von Ben und Luca weiter entwickelt hat. Neben diesen zwei liebgewonnenen Charakteren gibt es noch zahlreiche andere, facettenreiche Nebenfiguren, die das ohnehin schon recht turbulente Leben von Tobi und Jenny bereichern.

Jenny ist keine ganz einfache Protagonistin. Auf der einen Seite hat sie eine frische, schlagfertige Art, auf der anderen Seite wird sie aber relativ schnell zickig und lässt sich in Liebesfragen stark von einer Zeitschrift beeinflussen, die sie etwas arg häufig zitiert. Witzige und peinliche Situationen sind bei Jenny vorprogrammiert, so dass es so manche Szene zum Schmunzeln gibt. Und letztlich hat sie mit ihrer bissigen Art doch meine Sympathien gewonnen.

Tobi mochte ich allerdings dank seines ruhigen, freundlichen Wesens noch etwas lieber. Er ist ein loyaler Freud, der aber Jennys giftige Attacken gekonnt erwidert, sodass die zwei sich einige Wortduelle liefern.

Es macht Spaß, die Kabbeleien der zwei zu verfolgen und ein wenig mitzufiebern, wie lange sie sich weiterhin vor der Wahrheit verschließen wollen. Allerdings war ich irgendwann an dem Punkt, wo ich beide gern hin und wieder geschüttelt hätte, weil sie sich so angestellt haben...

Die wechselnde Ich-Perspektive zwischen Jenny und Tobi bringt Abwechslung und ermöglicht Einblicke in die Gedanken und Gefühle beider Charaktere. Dabei wird immer wieder deutlich, dass sie einige Geheimnisse voreinander haben und es in ihrer Vergangenheit noch ein wenig aufzuarbeiten gibt. Hier kommt es zu einigen wirklich emotionalen Szenen.

Insgesamt hat mich das Buch sehr gut unterhalten, auch wenn ich mir zum Ende hin gewünscht hätte, dass das Hin und Her zwischen den Protagonisten zu einem schnelleren Ende kommt. Der Schluss war relativ vorhersehbar. So fehlte es mir insgesamt auch ein wenig an großen Überraschungen (ein völlig unerwartete gab es aber!) in der Handlung.

Der lockere, flüssige Erzählstil sowie das Zusammenspiel der abwechslungsreichen Charaktere sorgen für spaßige, abwechslungsreiche Lesestunden voller Neckereien und Zankereien. Große Überraschungen bleiben leider aus, dafür gibt es umso größere Emotionen. Da das Ende aber vorsehbar war, empfand ich den Schluss etwas zu lang gezogen und hätte den Figuren gern hin und wieder persönlich auf die Sprünge geholfen. Über das Wiedersehen mit den liebgewonnenen Charakteren aus dem ersten Band habe ich mich aber sehr gefreut.

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

liebe, erotik, verlust, lehel, waldhochseilgarten

Dark Illusion – Verführerische Nähe

Emilia Lucas
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.12.2016
ISBN 9783426518014
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Liebes- und vor allem Erotikromane gehören eigentlich gar nicht zu meinen bevorzugten Genres – außer Alana Falk/ Emilia Lucas hat sie geschrieben. Daher war auch Dark Illusion für mich Pflichtlektüre. Ich mag die Art, wie Alana ihre Figuren entwickelt, wie man an ihren inneren Konflikten teilhaben kann und einfach mitfiebern muss, ob sie sich aus ihrem Schicksal befreien können.
Aber besser von vorn…

Der Tod ihres Verlobten hat Lauras Leben nachhaltig verändert. Während sie sich seiner Familie gegenüber immer noch als trauernd und leidend ausgibt, hat sie längst beschlossen, ihr Herz für immer zu verschließen. Aus Angst vor einem neuen Verlust, lässt sie keinen neuen Mann an sich heran. One-Night-Stands mit möglichst wenig Berührung, ohne Küsse und vor allem ohne Gefühle sind zu ihrem wöchentlichen Programm geworden. Denn empfindet man für keinen Mann etwas, kann man ihn auch nicht verlieren… Dass dies auf Dauer nicht funktioniert, ist absehbar. Nun beginnt für Laura ein Kampf mit sich selbst und ihren Ängsten. Sie beugt ihre eigenen Regeln, höchstens drei Mal mit einem Mann zu schlafen, immer mehr und wird von den Schatten ihrer Vergangenheit überrollt. 

Die Entwicklung, die Laura im Verlauf des Romans durchmacht, ist sehr spannend zu verfolgen. Wie sie beginnt sich zu öffnen, welche Qualen sie deswegen erleidet, wie sie sich wieder verschließen will. Ich habe das Buch an nur einem Tag gelesen – weglegen war nahezu unmöglich, weil ich unbedingt wissen wollte, ob Laura aus ihren eigenen Verstrickungen herausfindet, ob sie glücklich werden kann und ob es ihr möglich sein wird, ihre Ängste zu überwinden… Diese inneren Kämpfe sind es, die mich an Emilia Lucas Büchern so faszinieren.

Marcus ist ein bodenständiger, sympathischer Kerl. Er hat ebenfalls seine Beziehungserfahrungen, die er mit sich herumträgt. Laura fasziniert ihn, sodass er mit einer Engelsgeduld auf ihre widersprüchlichen Gefühle reagiert. Hartnäckig versucht er, die junge Frau zu erobern, doch auch seine Gefühlsausbrüche sind nachvollziehbar geschildert.

Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus der personalen Sicht beider Figuren. Damit ist es nicht nur möglich, an Lauras Gefühlen teilzuhaben, sondern auch Marcus gewährt Einblicke in seine Gedanken zu den Begegnungen mit der verwirrenden Frau.
Der lockere Erzählstil mit anschaulichen Beschreibungen sorgt für eine flüssige Lektüre.

Erotikszenen gibt es übrigens auch. Wie schon in Emilia Lucas anderen Romanen sind diese ansprechend geschrieben. Bildlich aber nicht überladen, nicht zu ausschweifend, nicht vulgär und überzeugend in die Handlung eingebunden.

Erotikroman mit ansprechenden Liebesszenen, der mich aber vor allem aufgrund der Figurenentwicklung faszinieren konnte. Besonders Laura ist nach ihrem schweren Schicksal gezeichnet und muss nach ihrer Begegnung mit Marcus ihre eigenen Regeln überdenken. Dabei trägt sie einen emotionalen Kampf mit sich selbst aus, von dem auch Marcus nicht unberührt bleibt. Prickelnde, aber vor allem emotionale Lektüre zum Mitfiebern, welchen Weg die Figuren wählen werden…

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103 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 54 Rezensionen

krimi, london, litersum, malou, anti-muse

Malou - Diebin von Geschichten

Lisa Rosenbecker
E-Buch Text: 247 Seiten
Erschienen bei Impress, 04.08.2016
ISBN 9783646602630
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Maolu ist die Tochter einer männlichen Buchfigur und einer menschlichen Frau, was sie zur Anti-Muse macht. Sie wird auf Missionen geschickt, um Schriftsteller zu küssen und damit schlechte Ideen auszulöschen. Doch plötzlich wird Malou davon abgehalten, ihre Aufträge auszuführen. Als sie dann noch der Polizei gegenübersteht, gerät ihr Leben völlig durcheinander...

Was für eine tolle Geschichte! Die Idee hat mir super gefallen. Buchfiguren können zwischen den Welten reisen, sodass es Kinder von Menschen und Buchcharakteren gibt, die mit ganz unterschiedlichen Fähigkeiten ausgestattet sind. Die entworfene Welt folgt ihren eigenen Regeln, die der Leser zusammen mit Malou entdecken kann.

Die 19-jährige Ich-Erzählerin Malou ist eine sympathische Protagonisten. Sie ist frech und schlagfertig und hält sich trotz der Ereignisse, die auf sie einstürmen, sehr tapfer. Mutig versucht sie sich an einer Lösung der Probleme.
Polizist Lansbury ist ein ebenso interessanter Charakter. Zunächst ist er Malou gegenüber sehr grob und unfreundlich – und landete damit direkt auf meiner Liste der Verdächtigen. Doch nach und nach lernt Malou eine andere Seite von ihm kennen.
Mein heimlicher Liebling ist aber Malous Kater Sheldon. Er ist klasse beschrieben und hat mich so manches Mal zum Schmunzeln gebraucht – dank Sheldon und Lansbury habe ich bei einer Szene sogar Tränen gelacht.

Die Geschichte bietet Spannung, Action und Dramatik. Bei der Erfüllung ihrer Aufträge geht für Malou einiges schief. Und plötzlich befindet sie sich nicht nur im Visier der Polizei, sondern irgendwer oder irgendetwas scheint hinter ihr her zu sein. Der Leser kann miträtseln und spekulieren, wer hinter den Vorfällen steckt. Dabei hatte ich einige Vermutungen – aber keine davon hat sich bestätigt, sodass mich die Auflösung komplett überraschen konnte. Das Tempo ist insgesamt recht hoch, viele Ereignisse folgen aufeinander. Doch es gibt auch immer wieder ruhigere, gefühlvollere Szenen.

Dank flüssigem, sehr bildhaften Schreibstil und Malous frischer Erzählweise fliegen die Seiten nur so dahin und es fällt schwer, das Buch aus der Hand zu legen.
Das Ende schließt die Geschichte dann perfekt ab.

Eine tolle Geschichte mit sehr sympathischen Figuren, einer großartigen Katze (die übrigens nicht spricht, um hier keinen falschen Eindruck zu wecken) und einer spannenden Handlung, die mich immer wieder auf falsche Fährten gelockt hat. Auch witzige und emotionale Szenen gibt es nicht zu knapp.

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29 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

shadow twins, veronika mauel, carlsen impress

Shadow Twins. Zwischen Himmel und Hölle

Veronika Mauel
E-Buch Text: 265 Seiten
Erschienen bei Impress, 04.08.2016
ISBN 9783646602678
Genre: Sonstiges

Rezension:

Die 17-jährige Mia ist ein Berliner Punk – und muss nun in ein bayrisches Dorf umziehen. Dort fällt sie nicht nur wegen ihrer Kleidung und ihrer ungewöhnlichen Haarfarbe, sondern auch wegen ihres forschen Mundwerks immer wieder auf. Und so gerät sie auch in das Blickfeld der beliebten Zwillinge Nathan und Aleksander. Sämtlichen Mädchen fällt es schwer, sich deren Anziehung zu entziehen. Dabei sollte man sich besser von ihnen fernhalten. Doch das erkennt auch Mia zu spät...

Zunächst hat mir die Geschichte gut gefallen. Mia freut sich nicht über den Umzug, aber was soll sie tun. Typisch Teenager rebelliert sie und plötzlich sind die Haare pink. Ein bisschen Witz, ein bisschen Drama gepaart mir vielen frechen Sprüchen der zunächst sympathischen Protagonistin. So geht es auch noch weiter, als sie die Schule betritt. Die unnahbaren Brüder haben eine mysteriöse, geheimnisvolle Ausstrahlung. Was hat es mit ihnen auf sich? Und als Mia dann noch sieht, wie ein Mädchen völlig verwirrt eingewiesen werden muss, stieg die Spannung weiter an.
Und stagnierte dann leider. Denn irgendwie verliert die Geschichte danach an Tempo. Mia steht im ständigen Konflikt – entweder mit den Zwillingen oder mit ihren Eltern. Sie ist unglaublich respektlos ihrer Familie gegenüber, aber auch ihre Eltern verhalten sich absolut unnormal. Dies ging mir mit der Zeit ziemlich auf die Nerven und ich habe mich bei beiden Seiten gefragt: wie kann man nur so sein...? Zwar gibt es später eine Erklärung für das Verhalten, die auch durchaus plausibel ist, ändert aber nichts daran, dass mich diese ständigen Wutausbrüche beim Lesen arg angestrengt haben.

Die Zusammenstöße mit Nathan und Aleksander sind hingegen immer ganz interessant. Beide lösen sehr unterschiedliche Gefühle bei Mia aus und sie schafft es, sich ständig in ungünstige Situationen zu bringen. Leider kam die Auflösung des Geheimnisses um die zwei nicht völlig überraschend, da es im Vorfeld genug Andeutungen gab. Auch Mia ist eigentlich auf dem besten Weg, die Zusammenhänge der Vorfälle zu sehen, schafft es dann aber irgendwie nicht, die entscheidende Frage zu stellen. So tritt die Handlung etwa auf der Stelle, obwohl doch schon längst alles klar sein könnte.

Der Schreibstil hat es mir auch nicht ganz leicht gemacht. Zunächst wirkt es, als würde aus der personalen Sicht von Mia erzählt, da der Leser viele Einblicke in ihre Gedanken und Gefühle erhält. Dann gibt hin und wieder kleine Perspektivwechsel, die auch einen Eindruck einer anderen Figur vermitteln. Aber am Ende verschwimmt es zu einem allwissenden Erzähler, der sich mit den Gedanken verschiedener Figuren gleichzeitig auskennt aber immer etwas auf Distanz bleibt. Dabei fehlte mir im Text ein wenig die Flüssigkeit, irgendwie ist die Sprache teilweise etwas umständlich. Besser lässt es sich nicht beschreiben.

Am Ende wird die Geschichte doch noch mal ein wenig spannend, dramatisch und emotional, auch wenn der Ausgang relativ vorhersehbar ist. Trotzdem stimmt mich der Abschluss versöhnlich mit der Geschichte.

Fazit: Interessante Idee und spannender Einstieg. Dann zieht sich die Handlung aber leider etwas, die Spannung geht verloren, da Mia das Offensichtliche zwar wahrnimmt, aber nicht richtig kombiniert. Stattdessen liegt sie im Dauerstreit mit ihre Eltern, der mich ziemlich angestrengt hat. Der Schluss bietet dann noch mal Dramatik und viele Emotionen.

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85 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 51 Rezensionen

liebe, götter, griechische mythologie, unterwelt, mythologie

Küsse keine Capulet

Stefanie Hasse
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 04.08.2016
ISBN 9783646602265
Genre: Liebesromane

Rezension:

Achtung, zweiter Band – inhaltliche Spoiler zum ersten Band vorhanden

Eine Inhaltsbeschreibung gibt es hier diesmal nicht, da ich gar nicht weiß, wie ich diesen spoilerfrei in Worte fassen könnte. Außerdem lese ich selbst bei Fortsetzungen nie den Klappentext, damit die Überraschung größer bleibt. Wer dennoch neugierig ist, wird beim Verlag ↑ fündig.

Nach dem Ausgang des ersten Bandes hatte ich gar keine Vorstellung, wie die Geschichte von Luca & Allegra weitergehen könnte. Es ist auf jeden Fall notwendig, →Liebe keinen Montague zu kennen, um alle Zusammenhänge zu verstehen. Rückblicke gibt es nämlich zunächst nicht, da Allegra keinerlei Erinnerungen an die Zeit in Italien besitzt.

Der Beginn des Buches ist super. Allegra ist sympathisch wie eh und je. Auch die neue Aushilfe Fabio macht einen sehr freundlichen Eindruck. Im Zusammenspiel sind die beiden sehr süß miteinander.
Es beginnt ein Verwirrspiel, dass bei mir immer wieder Vermutungen aufkommen ließ. Allerdings war ich mir zu keinem Zeitpunkt sicher, was die Identität einzelner Figuren betrifft. Anhand der Reaktion mancher Charaktere wird allerdings immer wieder deutlich, dass irgendwas nicht stimmt – die Neugier steigt und so bietet die Handlung bereits in dem eher ruhigen Einstieg spannende Momente.

Erneut wird aus der personalen Sicht von Allegra erzählt. So kann der Leser miterleben, was die denkt und fühlt, als sie Fabio das erste Mal trifft, was die Träume von den eisblauen Augen bei ihr auslösen und wie sie sich langsam zu erinnern beginnt.

Allegra und Luca stehen wieder allerlei schwierige, dramatische und emotionale Situationen bevor. Leider konnte mich die Geschichte diesmal aber insgesamt nicht ganz so packen. Woran genau dies lag, kann ich selbst nicht sagen, aber in der zweiten Hälfte des Buches gab es mir irgendwie zu wenig Luca & Allegra und viel zu viele Göttergeschichten, die – zumindest gefühlt – sehr viel Raum einnehmen. Viele Götterfiguren, viele Namen, viele Verstrickungen, denen man nicht so ganz leicht folgen konnte und zu denen ich viel zu wenig Hintergrundwissen habe. Diese haben mich von der eigentlichen Geschichte um das Liebespaar abgelenkt, auch wenn die Verbindung zu den Hauptfiguren natürlich dargestellt wurde.

Insgesamt ist es aber eine Geschichte voller Überraschungen und Wendungen, die auch einige Ereignisse aus Band 1 noch mal in neuem Licht erscheinen lassen. Das Ende war mir aufgrund des Verlaufes der Handlung etwas zu abrupt. Gern hätte ich hier noch zwei, drei Seiten mehr gelesen...

Fazit: Fortsetzung voller Emotionen und Überraschungen. Die Idee hat mir super gefallen, allerdings haben mich die vielen Götter etwas verwirrt und letztlich auch emotional von dem Liebespaar weggeführt, sodass ich nicht mehr richtig mitgefiebert habe...

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176 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 37 Rezensionen

liebe, zukunft, zeitreise, trilogie, zeitanker

Die Zeitrausch-Trilogie - Spiel der Gegenwart

Kim Kestner
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 04.12.2014
ISBN 9783646600612
Genre: Jugendbuch

Rezension:

3. Band - Spoiler zu den Vorgängern vorhanden.

Normalerweise steht an dieser Stelle eine kurze Inhaltsangabe des Buchbeginns. Bei diesem Buch fällt es mir aber sehr schwer. Lesen sollte das Buch ohnehin nur, wer die ersten Bände bereits kennt und der weiß auch, welche Hindernisse Alison nun bevorstehen, wenn sie ihre Familie retten und ein Leben mit Kay möglich machen will. In Spiel der Zukunft bekommt sie einen kleinen Ausblick, wie ihre Zukunft aussehen könnte. Aber war es wirklich ihre Realität, die sie da gesehen hat? Und wie soll sie sich gegen die mächtige TV-Show stellen, ohne einen der Menschen zu verlieren, der ihr wichtig ist? Eine scheinbar unlösbare Aufgabe steht ihr bevor...

Die Handlung setzt nahtlos an die Ereignisse des zweiten Bandes an – puh, es ist schon eine Ewigkeit her, seit ich die ersten zwei Zeitrausch-Bücher gelesen habe und ich hatte echt Bedenken, ob ich bei all den Realitäten und Zeitsprüngen wieder in die Geschichte reinfinden würde. Ich habe zur Auffrischung noch mal den Beginn sowie das Ende des zweiten Bandes gelesen, was mir auf jeden Fall sehr geholfen hat, da auf wahnsinnig viele Ereignisse Bezug genommen wird. Hin und wieder gab es angesprochene Szenen, an die ich mich nicht mehr detailgenau erinnern konnte, letztlich hatte ich aber nicht das Gefühl, dass mir Wissen fehlt. Der Einstieg ging also erstaunlich leicht, ich habe nicht allzu viele Seiten gebraucht, um wieder komplett in die Welt von Alison und Kay einzutauchen.

Zeitsprünge, diverse Realitäten, wiedererlebte Ereignisse – all das war aus den vorherigen Bänden schon bekannt, nun hatte ich aber den Eindruck – vielleicht trügt aber auch meine Erinnerung –, dass es hier nochmal auf die Spitze getrieben wird. Zwischendurch rauchte mir schon ein wenig der Kopf, denn wenn die Alison aus der Gegenwart in ihre Vergangenheit reist, dann ändert sie damit unter Umständen nicht nur ihre eigene die Zukunft. Soweit klar? Und nun trifft sie aber in der Zukunft auf eine Alison der Vergangenheit aus einer anderen Realität, die andere Erfahrungen gemacht hat, als sie selbst... und irgendwann wurde es ganz schön unübersichtlich... Was ich damit sagen will: Auch Spiel der Gegenwart spielt wieder mit den Ereignissen. Man muss sich streckenweise ein wenig konzentrieren, um die Paradoxien mitzudenken. Aber auch wenn man Alisons Überlegungen, wie ihr Eingreifen in der Zukunft sich auf ihre Gegenwart auswirken könnte, nicht immer 100%ig folgen kann, entwickelt sich eine temporeiche, komplexe Geschichte voller Spannung und dramatischer Ereignisse.

Alison und Kay stehen nahezu unlösbare Aufgaben bevor. Sie springen in verschiedenste Zeiten, treffen viele unterschiedliche Leute, müssen immer neu planen und jederzeit auf eine Gefahr vorbereitet sein. Vorhersehbar ist die Geschichte dabei zu keiner Zeit – weder für den Leser noch für die sympathischen Protagonisten. Und trotz all der Action und temporeichen Szenen, gibt es immer wieder ruhige, gefühlvolle Momente zwischen den beiden. Es ist schön zu sehen, wie sie nicht nur an ihren Aufgaben wachsen, sondern wie auch ihre Gefühle füreinander ihnen Sicherheit in ihrem Handeln geben.

Das Ende schließt die Reihe perfekt ab. Allerdings kann ich nicht wirklich empfehlen, sie so auseinandergezerrt zu lesen. Lieber schnell aufeinander, denn manche Szenen erlebt Alison in allen drei Bänden mit, sodass es super spannend ist, die Verknüpfungen zu erkennen und zu verfolgen, wie sich das Eingreifen einer weiteren Alison auswirken kann.

Obwohl die Lektüre des Trilogiebeginns schon lang zurückliegt, fiel mir der Einstieg relativ leicht: Zeitrausch ist so eine ungewöhnliche und zugleich komplexe Geschichte, die man nur schwer vergessen kann. Das letzte Abenteuer der liebgewonnen Charaktere sprüht vor Spannung und Emotionen. Und auch wenn ich hier und da kleine Lücken hatte, und an so manchem Paradoxon knabbern musste, hat es großen Spaß gemacht, den vor Überraschungen sprühenden Abschlussband zu lesen, der kaum Fragen offen lässt.

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44 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 13 Rezensionen

liebe, familie, bombastisch, romantasy, zum glück gibt`s die erinnerung

Zum Glück gibt's die Erinnerung

Felicitas Brandt
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 02.04.2015
ISBN 9783646601190
Genre: Liebesromane

Rezension:

3. Band - Spoiler zu den Vorgängern vorhanden

Lillian führt weiter das Leben, das sie wollte – zumindest mehr oder weniger. Denn ein einfaches Teenagerdaseins ist der Werwolfprinzessin nicht vergönnt. Nur zu wenigen Menschen kann sie ehrlich sein und in vielen Situationen kämpft sie gegen sich selbst und den Wolf in ihr. Nun ist nicht mehr nur sie selbst in Gefahr, sondern sie droht selbst zur Gefahr zu werden...

Die Handlung setzt eine Woche nach den Ereignissen des zweiten Bandes an. Vorkenntnisse sind auf jeden Fall notwendig, da begonnene Handlungsstränge weitergeführt werden, die Rückblicke fallen eher kurz aus.

Während mir der zweite Band etwas zu wenig Tempo und Spannung bot, konnte mich die Geschichte diesmal direkt wieder packen. Lillians Doppelleben wird immer problematischer –  das Lügengeflecht zieht sich immer enger Zusammen und die Verfolger rücken näher.

Zwar spielt die Beziehung zu Luca wieder eine zentrale Rolle, diesmal geht Lillian aber anders mit den Problemen um bzw. es ist viel weniger die Eifersucht, die zu Schwierigkeiten führt als viel mehr die Angst vor der Zukunft, sodass einige Gespräche hier mehr Tiefe erhalten.

Absolute Sympathieträger sind für mich aber weiterhin Lillians „Väter“ – Bill, Steven und vor allem Dean sind einfach klasse. Ein bisschen überbesorgt, witzig und stets kampfbereit. Lillian erfährt auch mehr über deren Vergangenheit, was zu manch emotionaler Szene führt.
Auch Baco ist eine tolle Figur, über die ich gern noch etwas mehr erfahren hätte.

Obwohl die ganze Zeit über bereits eine gewisse Anspannung in der Luft liegt, überschlagen sich die Ereignisse zum Ende erst richtig. Es wird actionreich und sehr dramatisch. Wieder können einige Wendungen für Überraschungen sorgen. Hier und da hätte ich mir dabei ein wenig mehr Raum für die vielfältigen Emotionen gewünscht, die teilweise in der hastigen Handlung untergehen.
Allerdings werden nicht alle Andeutungen, die im Verlauf der Handlung gemacht werden, aufgedeckt. Und besonders der Epilog wirft noch mal viele Fragen auf, statt die Geschichte endgültig abzuschließen. War das wirklich schon der Abschlussband?

Trotz anhaltendem Teenager-Beziehungs-Stress bietet die Handlung wieder mehr Spannung, Action und Dramatik, besonders das Ende ist überraschend und ereignisreich. Aufgrund des Epilogs habe ich aber nicht das Gefühl, einen Abschlussband gelesen zu haben und habe nun viele (neue) offene Fragen, die mich etwas ratlos zurücklassen...

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45 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

liebe, freundschaft, familie, gefahr, werwölfe

Zum Glück gibt's die Hoffnung

Felicitas Brandt
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 05.02.2015
ISBN 9783646600995
Genre: Jugendbuch

Rezension:

2. Band – Spoiler zum Vorgänger vorhanden

Nach dem Angriff der Blutmönche rechnet Lillian damit, Summerville direkt wieder verlassen zu müssen. Doch ihre Familie beschließt zu bleiben und Lillian darf wie ein ganz normaler Teenager die Schule besuchen. Und dabei darf sie sich auch mit ganz normalen Problemen wie Hausaufgaben, Beziehungsstress und einer viel zu netten Nebenbuhlerin rumschlagen. Doch dabei vergisst Lillian zu keiner Zeit, wer sie ist, denn die Gefahr eines neuen Angriffs ist allgegenwärtig ...

Die Handlung setzt kurz nach dem ersten Band an. Zwar stellt Lillian, die wieder die Ich-Erzählerin ist, ihre Familie und Freunde nochmal kurz vor, ist es aber trotzdem sinnvoll, den ersten Band zu kennen, um zu wissen, wie sie und Luca zueinander gefunden haben und was es mit ihrem Wolfserbe auf sich hat.

Lillians Familie wird mir immer sympathischer. Sie sind freundlich, lustig, halten zusammen und kümmern sich sehr rührend um Lillian.

Luca fand ich in diesem Band etwas anstrengend. Er ist sehr auf Lillians Wolfsein fixiert und übertriebt es mit seiner Neugier.
Darüber hinaus waren mir die Beziehungsprobleme in diesem Band zu viel. Nicht nur die Schwierigkeiten, die durch Lillians Herkunft bestehen, belasten das junge Glück. Auch ganz einfache Teenangerkabbeleien sorgen für ständigen Streit und Zickereien. Was am Anfang noch ganz süß war, beginnt mit der Zeit zu nerven. Besonders Lillians Eifersucht ist anstrengend – wobei bei Luca auch keinerlei Lerneffekt einsetzt. Die Handlung wird von Lillians Liebes(un)glück und ihrer Zerrissenheit zwischen den verschiedenen Welten bestimmt.

Dabei fehlte mir ein Ziel in der Handlung. Die Geschichte plätschert vor sich hin. Schulalltag, Kampftraining, Nachmittagsgestaltung – alles interessant und schön zu lesen, aber es fehlt an Spannung und Tempo. Es gibt verschiedene Konflikte, aber ich hatte nicht das Gefühl, dass es irgendwo ein Ende geben könnte, ein Ereignis, auf das alles hinauslaufen soll. So ist der offene Schluss dann auch etwas unbefriedigend und ich hoffe, dass die losen Fäden und angedeuteten Themen im letzten Band entsprechend zusammenlaufen.

Trotzdem hat es Spaß gemacht, das Buch zu lesen. Ich mag Lillians teils freche, teils schüchterne Art. Ihre Schulausflüge sind regelmäßig mit lustigen oder peinlichen Szenen verbunden und ihre Freunde, allen voran Tracy, sorgen für gute Laune.

Lillian meets High School – Probleme vorprogrammiert. Dank flüssigem Schreibstil lässt sich die Geschichte gut lesen, es fehlt aber etwas an Spannung, dafür gibt es ein paar zu viele Beziehungsspannungen. Das offene Ende lässt auf einen großen Knall im Abschlussband hoffen.

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133 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

liebe, felicitas brandt, freundschaft, herkunft, lillian

Zum Glück gibt's die Liebe

Felicitas Brandt
E-Buch Text
Erschienen bei Carlsen, 13.02.2014
ISBN 9783646600469
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die 17-jährige Lillian bleibt nie lange an einem Ort. Quer durch die ganze Welt ziehen sie und ihre Begleiter, dabei wünscht sich der Teenager nichts mehr, als normal zur Schule gehen zu dürfen. In Summerville scheint sich ihr Traum zu erfüllen, als sie einen Literaturkurs besuchen darf. Sie findet Freunde – und den süßen Luca. Doch ihre Verfolger sind Lillian schon wieder auf der Spur...

Lillian ist eine sympathische Hauptfigur, die den Leser als Ich-Erzählerin durch die Geschichte führt. Sie sehnt sich nach Normalität, nach einem Zuhause, wünscht sich wie Gleichaltrige zur Schule gehen zu können. Dank der Erzählperspektiv kann der Leser an ihren Wünschen und Träumen, an ihren Gedanken teilhaben. Lillian hat diese leicht bissige Art, die sie sehr angenehm macht, und gleichzeitig ist sie in vielen Situationen recht unbeholfen.

Zunächst entwickelt sich eine sehr süße Liebesgeschichte, die aber nicht sein darf – denn Lillian hat ein Geheimnis. Und dieses verbirgt sie zunächst nicht nur vor Luca sondern auch vor dem Leser. Dadurch wird die Neugier geweckt – wer ist hinter ihr her, wer ist sie und was hat es mit ihren Beschützern auf sich? Sie schwebt in ständiger Gefahr, es gibt einige dramatische Situationen und die Spannung, worauf dies alles hinauslaufen wird, nimmt stetig zu. Das Tempo zum Ende hin steigt, die Dramatik ebenso, es wird richtig ereignisreich.
Einige Wendungen hat die Geschichte dabei zu bieten, sodass die Handlung mich mehrfach überraschen konnte.

Neben Lillian und Luca gibt es eine Vielzahl weiterer, facettenreicher Figuren. Lillians „Familie“ ist ebenso rätselhaft wie das Mädchen selbst, doch ihre Aufpasser sind sehr führsorglich, was sie sofort sympathisch macht. Und in der Schule lernt Lillian eine schräge Mischung an Teenagern kennen.

Eine mysteriöse Aura umgibt den Teenager, sodass die Neugier, zu erfahren, wer bzw. was Lillian ist, stetig steigt. Die Liebesgeschichte überzeugt mit gefühlvollen Momenten, wobei den beiden kaum Zeit bleibt, bevor die Gefahr hereinbricht und die ebenso überraschende wie spannende Handlung beginnt.

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(92)

241 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 62 Rezensionen

freundschaft, blindheit, marci lyn curtis, liebe, musik

Alles, was ich sehe

Marci Lyn Curtis , Nadine Püschel
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 18.03.2016
ISBN 9783551560223
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Seit einem halben Jahr ist Maggie blind und kann sich mit diesem neuen Leben nicht anfreunden. Nachdem sie stürzt und sich den Kopf anschlägt, sieht sie plötzlich einen kleinen Jungen – Ben. Maggie behält das Geheimnis zunächst für sich. Sie genießt die sehende Zeit mit Ben – und mit dessen gutaussehenden Bruder Mason. Dieser ist allerdings misstrauisch und glaubt, Maggie würde ihre Blindheit nur vortäuschen, um an ihn heranzukommen. Maggie gerät in einem immer tieferen Gefühlsstrudel. Wie soll sie erklären, was sie selbst nicht versteht?

Ich habe das Buch innerhalb eines halben Tages gelesen. Zwar ist die Geschichte nicht im klassischen Sinne spannend, weglegen konnte ich das Buch aber irgendwie trotzdem nicht.
Maggies Geschichte hat mich in ihren Bann gezogen, ich wollte wissen, wie es für sie weitergeht, wie sie mit ihrer Lage umgeht und natürlich auch, was es mit dem plötzlichen Sehfleck auf sich hat.

Die 17-jährige Maggie ist die Ich-Erzählerin der Geschichte. Ihre lockere Erzählweise gepaart mit bildhaften Beschreibungen dessen, was sie sieht und ausgeschmückten Beschreibungen der Dinge, die sie nicht sieht, sorgen für einen angenehmen Lesefluss. Besonders mochte ich Maggies sarkastische Art. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund, was ihr das Leben nicht immer leicht macht.

Und leicht ist Maggies Leben ohnehin nicht. Seit einem halben Jahr ist der Teenager infolge einer Erkrankung blind. All ihre Träume für die Zukunft zerplatzen auf einen Schlag. Doch in dieses neue Leben fügen möchte sie sich nicht, gleichzeitig bricht sie aber auch alle alten Kontakte ab. Maggie ist quasi allein, denn auch das Verhältnis zu ihren Eltern ist angespannt. Dank der Perspektive, die intensive Einblick in Maggies Gefühle und Gedanken ermöglichst, ist leicht nachfühlbar, wie schwer es für sie ist, dieses neue Leben zu akzeptieren. Und natürlich klammert sie sich an jeden Strohhalm, dass alles wieder gut werden könnte.

Mit der Auflösung, warum Maggie gerade Ben sehen kann, habe ich nicht gerechnet. Dieses übernatürliche Element war gleichermaßen überraschend wie schockierend. Sehr emotionale Passagen folgen, die Geschichte wird zum Ende hin unerwartet dramatisch.
Dabei mochte ich Ben auf anhieb. Auch er ist vom Schicksal gezeichnet, aber er ist lebensfroh, ein wenig altklug und einfach unglaublich lieb. Auch seinen großen Bruder, den misstrauischen Sänger, mochte ich sofort, sind seine Bedenken Maggie gegenüber doch absolut nachvollziehbar.
Die Wendung, die besonders Maggie, aber auch Mason im Verlauf der Geschichte durchmachen, ist sehr interessant zu verfolgen. Es entwickelt sich eine berührende und tiefgründige Geschichte über Freundschaft und Vertrauen.

Gewünscht hätte ich mir, dass das Potential der vorhandenen Emotionen etwas mehr ausgenutzt worden wäre, denn obwohl die Geschichte sehr emotionsgeladen war, hatte ich das Gefühl, dass man mehr daraus hätte machen können – das letzte Tröpfchen, um das Fass zum überlaufen bzw. die Tränen zum Fließen zu bringen, fehlte irgendwie.

Eine berührende Geschichte über Freundschaft und Liebe, Vertrauen und Verlust, über das Akzeptieren und sich selbst finden. Eine Geschichte zum Mitfühlen und Grübeln. Ein bewegendes Buch, dass zeigt, wie ein Teenager nach einem schweren Schicksalsschlag zurück in ein völlig neues Leben finden muss.

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(103)

150 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 75 Rezensionen

liebe, fluch, impress, märchen, märchenadaption

Being Beastly - Der Fluch der Schönheit

Jennifer Alice Jager
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 02.06.2016
ISBN 9783646602562
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die 16-jährige Valeria tritt vor den König, um sich einen Ehemann auswählen zu lassen. Doch mit diesem Gatten hat sie nicht gerechnet: um den Graf Westwood ranken sich verschiedene mysteriöse Gerüchte.
Das einst stattliche Haus macht einen düsteren Eindruck, ebenso wie der Hausherr, der wortkarge, abweisende Jayden Westwood. Einzig der freundliche Doktor Liam bietet Valeria einige Lichtblicke. Doch dann erhält sie durch Zufall einen Einblick in Jaydens Vergangenheit, die ihr einen ganz anderen Menschen zeigen..

Ich war sehr gespannt auf das Buch. Dass es eine Adaption von „Die Schöne und das Biest“ ist, hat mich neugierig gemacht und das Cover hat sofort einen positiven Eindruck hinterlassen. Leider konnte die Geschichte meine Erwartungen aber nicht erfüllen.

Die Sprache erinnert auf jeden Fall an Märchen. Die Beschreibungen sind anschaulich und ausschweifend, die Wortwahl etwas altmodisch. Die Anreden und Rollenverteilungen passen zur entworfenen mittelalterlichen Welt.

Im ersten Drittel habe ich mehrfach überlegt, das Buch beiseite zu legen. Ich bin weder in die Handlung reingekommen, noch konnte ich mit der Protagonistin etwas anfangen. Valeria war mir die meiste Zeit komplett unsympathisch. Sie strebt eine Zwangsheirat zur Erlangung eines Adelstitels an, Gefühle sind ihr egal. Dann ist sie auch noch enttäuscht, dass der vom König Auserwählte nicht adelig genug ist. Sie ist zickig, arrogant und hochnäsig.
Einen kurzen Lichtblick gibt es, als sie sich tatsächlich freiwillig dreckig macht, um die festgefahrene Kutsche anzuschieben. Das war es dann aber auch wieder mit freundlichem Verhalten. Danach ist sie wieder seitenlang einfach nur unausstehlich. Dabei hatte ich zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, eine 16-jährige würde hier agieren.
Zwar macht Valeria im Verlauf der Handlung einen sehr starken Wandel durch, dieser ging mir aber viel zu abrupt.

Auch den ach so perfekte Liam mochte ich leider gar nicht. Den wortkargen, abweisenden Grafen fand ich zwar sofort sehr interessant, allerdings sind seine Auftritte zunächst eher spärlich. Trotzdem hat er mich sofort fasziniert und ich bin neugierig geworden, was es mit seinem abweisenden Verhalten auf sich hat

So habe ich mich also zunächst durch die Geschichte quälen müssen. Die Handlung kommt nicht so recht in Fahrt, es fehlt sowohl an Tempo als auch an Spannung. Einzig die Kindheitserinnerungen von Westwood bringen emotionale Szenen – zu diesen kommt es allerdings nur, weil Valeria wissentlich und bockig mehrfach die Regeln bricht...
Die Liebesgeschichte, die sich dann andeutet, entsteht für mich viel zu schnell, es gab kaum Gelegenheit, Gefühle zu entwickeln und so erreichten mich diese auch nicht.

Erst das letzte Drittel des Buches konnte mich dann packen und ans Buch fesseln. Die Geschichte wird plötzlich sehr ereignisreich, es gibt einige Wendungen und nun kommen die Emotionen auch an. Dabei fiel es mir allerdings schwer, die Valeria des Beginns mit dieser neuen, tapferen, selbstlosen Variante in Einklang zu bringen.

Der Zauber, den „Die Schöne und das Biest“ normalerweise mitbringt, fehlte mir hier komplett. Valeria ist die meiste Zeit über sehr anstrengend, bis sie sich aus heiterem Himmel um 180 Grad wendet. Der düstere Jayden überzeugt allerdings von Anfang an, kommt aber sehr kurz. Im letzten Drittel wird die Geschichte dann spannend und emotional.
Dank des Endes werden es noch knappe 3 Möhren.

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(75)

142 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 40 Rezensionen

jahreszeiten, liebe, sommer, tagwind, yannis

Tagwind - Der Bewahrer der Jahreszeiten

Jennifer Wolf
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 02.06.2016
ISBN 9783646602272
Genre: Jugendbuch

Rezension:

4. Band der Reihe, Spoiler in Bezug auf die Vorgänger vorhanden und damit auch ein wenig zu diesem Band

Sol ist auf der Erde geblieben und mit Ileas Kind hat er die Liebe kennengelernt. Doch er ist sehr unsicher mit dem kleinen Säugling. Da Yannis viele jüngere Geschwister hat, steht er ihm hilfsbereit zur Seite.
Und seine Unsicherheit mit dem Baby ist nicht der einzige Grund, der Sols Herz höher schlagen lässt...

Während zwischen den anderen Bänden mehrere hundert Jahre lagen, setzt Tagwind nun nahtlos an die Ereignisse des Vorgängerbandes Nachtblüte an.
Auch diesmal ist die Geschichte völlig anders als die bisherigen Bände.

Yannis und Sol sind diesmal die Ich-Erzähler ihrer Geschichte, wobei Sols Passagen, vor allem zu Beginn, sehr kurz ausfallen.
Diesmal sind nicht Gaias Regeln das Problem für die Protagonisten, sondern sie selbst und die gesellschaftlichen Normen. Denn in Hemera wird aus einer Beziehung mindestens ein Kind erwartet. Kinderlose Ehen werden verachtet, eine gleichgeschlechtliche Beziehung bedeutet Schande für die Familie...
Und so kämpfen beide mit sich und ihrem Gefühlschaos, wobei unglaublich viele sehr süße und witzige Szenen entstehen, denn fast jedes Aufeinandertreffen hat mindestens einen peinlichen Moment für Yannis oder Sol zu bieten. Und wenn dann noch kleine Geschwister Geheimnisse ausplappern, kann es richtig unangenehm werden ... und unglaublich lustig.

Aber die Geschichte hat nicht nur witzige Momente zu bieten, sondern vor allem ganz viele berührende Szenen. Schon in der Mitte des Buches haben mich die emotionalen Ereignisse zu Tränen gerührt. Gut, dass ich die Taschentücher dann bereits zur Hand hatte – ich brauchte sie auch später noch.
Auch hier gelingt es Jennifer Wolf wieder, mich mit unerwarteten Wendungen zu überraschen.

Sol war mir in den ersten zwei Bänden nur bedingt sympathisch. Erst in Nachtblüte konnte man eine ganz neue Seite an ihm erahnen, die hier nun durchbricht und den unnahbaren, arroganten Schönling in ganz neuem Licht zeigt.
Doch es ist vor allem Yannis, an den ich mein Herz verloren habe. Er ist so unglaublich sympathisch, immer freundlich, hilfsbereit und selbstlos. Sein Umgang mit seinen kleinen Geschwistern und auch sämtlichen anderen Kindern des Ortes ist bezaubernd. Daher hoffe ich ganz besonders auf ein Wiedersehen mit ihm in dem Oktober erscheinenden Spin-Off.

Dies ist mein Lieblingsband der Reihe, weil beide Figuren sich so süß und ungeschickt anstellen und die Handlung, die wieder allerlei unerwartete Wendungen zu bieten hat, mich insgesamt am meisten berühren – zu Tränen rühren – konnte ;)

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209 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 42 Rezensionen

jahreszeiten, jennifer wolf, nachtblüte, gaia, liebe

Nachtblüte - Die Erbin der Jahreszeiten

Jennifer Wolf
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 04.02.2016
ISBN 9783646601992
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Band 3 der Jahreszeiten-Reihe – kleiner Spoiler zum Vorgänger vorhanden.

Seit Gaia ihren Söhnen erlaubt hat, auf die Erde zu Reisen, um sich eine Frau zu suchen, ist Sol regelmäßiger Gast in Hemera. Bei seinem jetzigen Besuch möchte er seine Enkeltochter kennenlernen – Ilea Sola Sommerkind. Doch bei seinem Eintreffen geschieht ein Unglück, sodass auch Aviv gezwungen ist, auf die Erde zu reisen – zum aller ersten Mal. Nun nimmt das Schicksal seinen Lauf...

500 Jahre sind vergangen, seit Gaia die Auswahl aufgehoben hat. 500 Jahre, in denen sich Hemera wieder nicht wirklich weiterentwickelt zu haben scheint. Das ist schon ein komisches Stückchen Erde... allerdings ist nicht wirklich Zeit, sich an diesem Gedanken lange aufzuhalten, denn erneut zaubert Jennifer Wolf eine Geschichte, die völlig anders ist als ihre Vorgänger – aber nicht weniger emotional.

Einfaches Glück ist den Figuren nicht vergönnt. Wieder erwarten sie viele Hindernisse und Regeln, die nicht einfach überwunden werden können.

Mit Gaias Eltern kommen neue Figuren hinzu, die einen neuen Blick auf die Welt ermöglichen und neue Gesetzmäßigkeiten ins Spiel bringen.

Wieder bietet die Handlung etliche Überraschungen und Wendungen – man erwartet ja eigentlich schon fast nichts anderes mehr. Die ganze Zeit habe ich spekuliert, wie es weitergehen könnte und wer die Partner für die letzten zwei Götter werden – dabei habe ich meine eigenen Überlegungen während des Lesens mehrfach verwerfen müssen.

Diesmal gibt es zwei Ich-Perspektiven, was ganz neue Einblicke ermöglicht. Zwei Figuren schildern ihre Gefühle, lassen an ihren Gedanken teilhaben, sodass der Leser diesmal aus zwei Sichtweisen den steinigen Weg mitverfolgen kann, den die Figuren gehen müssen.

Schön war auch, dass in diesem Band viele der bekannten Figuren aufeinandertreffen, sodass man sehen konnte, was aus den ersten Paaren geworden ist, und dass die Geisttiere eine etwas größere Rolle bekommen haben, sodass man auch diese näher kennenlernen konnte.

Der Epilog gibt schon einen Ausblick darauf, dass auch der letzte Band seinen Vorgängern in keiner Weise gleichen wird und beendet alle Spekulationen, wer der junge Mann auf dem Cover sein könnte.

Was soll ich sagen? Die Reihe hat mich einfach komplett in ihren Band gezogen und ich bin jetzt schon traurig, dass mich nur noch ein Buch erwartet. Wieder überzeugt die Geschichte mit Überraschungen und ganz viel Gefühl.

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jahreszeiten, abendsonne, auserwählte, der, lavendel

Abendsonne. Die Wiedererwählte der Jahreszeiten (2. Buch)

Jennifer Wolf
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 20.10.2016
ISBN 9783551315960
Genre: Jugendbuch

Rezension:

2. Band einer Reihe. Inhaltliche Spoiler dürften aber nicht vorhanden sein.

Zum ersten Mal wählt Gaia keine Hütern für ihre Söhne – eine Tochter Hemeras soll es sein. So werden alle jungen Frauen zu einer Sichtung gerufen. Nur wiederwillig begibt sich Dahlia dort hin, sieht sie sich doch längst bei ihrem Onkel im Grenzland. Doch ausgerechnet sie wird von Gaia gewählt... und nun muss Dahlia sich für einen ihrer Söhne entscheiden...

Einige hundert Jahre sind seit Mayas Auswahl vergangen. Nun steht eine neue Entscheidung bevor.
Es ist auf jeden Fall sinnvoll, den ersten Band der Reihe und mit ihm die Figuren und Regeln von Gaias Welt zu kennen, auch wenn die wichtigsten Fakten noch mal aufgefrischt werden. So dient besonders Mayas Aufzeichnung als Rückblick über die vergangenen Ereignisse.

Erwartet habe ich, dass die Geschichte einen ähnlichen Verlauf nimmt – Mädchen wird ausgewählt und verbringt Zeit mit den vier Jahreszeiten. Doch Pustekuchen. Die Geschichte ist völlig anders als Morgentau. Wieder erwarteten mich etliche Überraschungen und unerwartete Wendungen.
Auch hier ist der Verlauf sehr emotional – vielleicht sogar noch ein wenig aufwühlender als im ersten Band. Denn auch diesmal machen es Gaias Regeln den Liebenden schwer.

Dahlia ist die Ich-Erzählerin der Geschichte, die in einer anschaulichen und jungen Sprache von ihren Erlebnissen berichtet. Sie ist keine Hütern, daher wiederstrebt es ihr, zu Auswahl zu gehen. Stillsitzen liegt Dahlia nicht – sie ist auf dem Lavendelfeld aufgewachsen, sehnt sich aber danach, als Grenzerin zu arbeiten. Sie ist abenteuerlustig, höflich – und ein bisschen dickköpfig, was sie sehr sympathisch macht.
Schnell ahnt sie, dass Gaia sie nicht ohne Grund ausgewählt hat. Aufgrund der Perspektive kann der Leser an ihren Gedanken und Gefühlen teilhaben, die diese Erkenntnis bei ihr auslösen. Aber nicht nur sie fechtet einen inneren Kampf aus – auch ihr Auserwählter muss die Wahrheit erst akzeptieren und macht es damit beiden schwer. Als dann noch Gaias Regeln greifen, nimmt die Geschichte einen sehr emotionalen und dramatischen Verlauf.

Der Schluss ist sehr überraschend und weckt bereits Erwartungen an den Folgeband. Zwar ist auch Dahlias Geschichte in sich abgeschlossen, aber zwei Söhne sind ja noch übrig...

Eine weitere Reise in Jennifer Wolfs zauberhafte Welt, die so völlig anders war als erwartet. Auch Abendsonne überzeugt mit Überraschungen und tiefen Emotionen. Die Liebenden müssen erneut unerwartete Hindernisse überwinden. Nicht zuletzt dank der bildhaften, flüssigen Sprache macht das Lesen einfach Spaß.

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jahreszeiten, fantasy, liebe, jennifer wolf, morgentau

Morgentau - Die Auserwählte der Jahreszeiten

Jennifer Wolf
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 28.07.2016
ISBN 9783551315953
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Alle hundert Jahre wird eine Hüterin von der Göttin Gaia auserwählt, sie in ihr Reich zu begleiten. Dort lernt sie die vier Söhne Gaias, den Frühling, den Sommer, den Herbst und den Winter, kennen, und muss sich entscheiden, mit welchem sie die nächsten 100 Jahre leben möchte.
Maya Jasmine Morgentau ist so eine Auserwählte – doch die Göttersöhne sind alle so verschieden. Da fällt die Wahl nicht leicht...


Maya war mir sofort sympathisch. Ihr Zwiespalt zwischen der Ehre, die Auserwählte zu sein, und dem Wunsch, zuhause zu bleiben, ist sehr nachvollziehbar geschildert. Da sie die Ich-Erzählerin der Geschichte ist, erhält der Leser tiefe Einblicke in ihre Gedanken und oft aufgewühlten Gefühle.
Ihre Einstellung, allen vier Männern die gleiche Chance zu gewähren, ist sehr vorbildlich, wo sich doch schon bei der ersten Begegnung eine Tendenz abzuzeichnen scheint.
Doch wer denkt, nun zu ahnen, wie die Geschichte weitergeht, liegt komplett falsch. Denn die Handlung ist absolut nicht vorhersehbar. Jedes Mal, wenn ich dachte, zu wissen, was als nächstes kommt, passierte wieder irgendwas Unerwartetes und gab der Handlung eine völlig neue Wendung.
Dabei strotzt die Geschichte nur so vor Emotionen, sodass es sinnvoll ist, eine Packung Taschentücher parat zu haben.

Ich habe mit Maya mitgefühlt und mitgelitten. Und ich wollte sie schütteln und anschreien. Aber letztlich ist sie eben doch erst ein 18-jähriges Mädchen, dass aus Trotz Entscheidungen trifft, die sich nicht einfach zurücknehmen lassen...

Die Welt der Jahreszeiten, die Jennifer Wolf entwirft, ist sehr faszinierend. Gaias Reich unterliegt ganz eigenen Regeln. Die vier Jahreszeiten-Söhne sind komplett verschieden, sowohl vom Charakter als auch von Aussehen, und zeigen im Umgang mit Maya unterschiedliche Facetten, die nicht bei allen sofort einen sympathischen Eindruck hinterlassen.

Die Geschichte ist in sich abgeschlossen. Es bleiben keine Fragen offen, außer vielleicht: Wer wird die nächste Auserwählte sein?

Eine bezaubernde Fantasygeschichte in einer liebevoll ausgearbeiteten Welt mit sehr unterschiedlichen Charakteren. Die Handlung nimmt immer wieder unerwartete Wendungen und überzeugt dabei mit vielfältigen Emotionen. Ein tolles Buch!

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liebe, italien, venedig, lana rotaru, ebook

1000 Brücken und ein Kuss

Lana Rotaru
E-Buch Text: 280 Seiten
Erschienen bei Impress, 07.07.2016
ISBN 9783646602784
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Emily fliegt für ein Auslandssemester von den USA nach Venedig. Schon an ihrem ersten Tag wird sie von einem gutaussehenden Italiener angerempelt, auf eine Stadtführung entführt und geküsst. Ihr Italienaufenthalt entwickelt sich dadurch zum reinen Chaos: Denn der junge Mann war ausgerechnet der berühmte, reiche und vor allem verlobte Luca Dandolo – den sie viel schneller wiedersieht, als sie erwartet hat und als gut für sie gewesen wäre…

Ich habe eigentlich nichts gegen schnulzige Geschichten, doch hier startet ist es mir schon mit etwas zu viel von allem – zu viele Zufälle, zu viele Klischees, zu übertriebene Gefühle. Dass die kleine Emily, die bisher ihren Bundesstaat noch nie verlassen hatte, überhaupt mit dem viel zu gutaussehenden, viel zu charmanten, typischen Italiener mitgeht, ist schon arg naiv, sich dann auch noch nach wenigen Stunden so von ihm küssen zu lassen, dass sie ihm auf ewig verfallen ist… hach, das ist mir einfach etwas zu viel des Guten.

Lucas „Geheimnis“, das an dieser Stelle natürlich nicht verraten werden kann, bringt Spannung in die Handlung. Da die Geschichte dann doch einige Überraschungen zu bieten hat, habe ich das Buch letztlich mit Interesse gelesen, auch wenn mich die Handlung nicht durchweg überzeugen konnte.

Die erste Hälfte des Buches wird aus Emilys Sicht geschildert. Der Leser erlebt ihre Gedanken und Gefühle bei ihrer Ankunft in Rom und zu ihren ersten Begegnungen mit Luca mit. Leider ist Luca so präsent, dass die venezianische Atmosphäre etwas kurz kommt.
Der zweite Teil wechselt dann in Lucas Ich-Perspektive, sodass der Leser auch hier nochmal Eindrücke seiner Gedanken während der immer dramatischer werdenden Ereignisse erhält.
Ich bin mit beiden Figuren nicht 100%ig warm geworden und habe eine Weiterentwicklung im Verlag der Geschichte vermisst. Emily ist mir streckenweise viel zu leichtgläubig und vor allem unvorsichtig. Und Luca verhält sich, angesichts der Gefahr, in die er Emily bringt, sehr egoistisch.

Überhaupt ging mir die Annährung zwischen den beiden zu schnell. Die Liebesgeschichte ist arg kitschig und enthält viel "schnulziges Gesäusel". Die Gefühle überschlagen sich, obwohl beide sich kaum kennen und die Handlung nur wenige Tage umfasst.

Das Ende war gar nicht, wie ich es erwartet hätte. Ob das nun gut war, darüber lässt sich streiten… mich hat der Schluss zumindest etwas enttäuscht, denn trotz der Überraschung über die unerwartete Wendung, konnte er mich leider nicht wirklich berühren.

Fazit: Die Handlung, die in manchen Abschnitten etwas mehr Tempo vertragen hätte, bietet einige spannende Szenen und ein paar unerwartete Wendungen, der Verlauf der Liebesgeschichte überzeugt mich allerdings nicht. Während die zwei Hauptfiguren während der Geschichte nur so vor (teils übertriebenen) Emotionen sprühen, kamen die Gefühle am Schluss, wo sie am meisten gebraucht wurden, leider nicht bei mir an.

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