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251 Bibliotheken, 14 Leser, 1 Gruppe, 35 Rezensionen

1001 nacht, liebe, wüste, magie, märchen

Rache und Rosenblüte

Renée Ahdieh , Martina M. Oepping
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.03.2017
ISBN 9783846600405
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Achtung: 2. Band – Spoiler zum Vorgänger vorhanden
 
Die Handlung setzt wenige Tage nach den Geschehnissen des Vorgängerbandes ein. Zorn & Morgenröte sollte auf jeden Fall bekannt sein, da die begonnenen Handlungsstränge nahtlos fortgeführt werden. Es gibt zwar kleine Rückblicke, meist in Form von Erinnerungen einzelner Figuren, diese waren aber so spärlich gesetzt, dass ich – nachdem ich das Buch bereits begonnen hatte – nochmal Band 1 gehört habe. An die Grundhandlung von Shahrzad und Chalid konnte ich mich (auch dank der eShorts) zwar noch erinnern, aber darüber hinaus gibt es so viele weitere Figuren, die Bündnisse schließen und Pläne austüfteln, sodass mir das Auffrischen geholfen hat, die wichtigsten Verbindungen wieder nachvollziehen zu können.

Trotzdem habe ich einige Seiten zum Einlesen gebraucht, um mich zwischen all den Charakteren wieder zurechtzufinden. Dadurch, dass Shazi die meiste Zeit in der Wüste verbringt, ist auch die Atmosphäre zunächst eine ganz andere – das stimmungsvolle, bunte Palasttreiben aus Band 1 fehlt hier. Und doch konnte mich die Geschichte recht schnell wieder fesseln, denn Shazi und Chalid sind zwei unglaublich sympathische Figuren und ich habe mitgelitten und mitgefiebert, ob sie den Fluch brechen und den drohenden Krieg abwenden können.

Die Handlung ist zu beginn relativ ruhig. Shahrzad sucht verzweifelt nach einem Ausweg, während Chalid versucht, das zerstörte Ray zu retten. Es geht nur langsam voran, was mich allerdings nicht gestört hat, da ich diese mühsame Suche nach Antworten angenehmer fand als eine einfache, überstürzte Lösung. Nach und nach steigert sich die Spannung und die Dramatik nimmt zu. Die Geschichte hat einige unerwartete Wendungen zu bieten. Besonders in der zweiten Hälfte fiel es mir immer schwerer, das Buch wieder aus der Hand zu legen. Schock, Erleichterung und Verzweiflung wechselten sich auch beim Lesen ab.

Nicht bewusst war mir allerdings bis kurz vor Ende des Buches, dass es sich hierbei auch um den Abschluss der Reihe handelt. Ich war fest von einer Trilogie ausgegangen. Und so hatte ich auf den letzten 100 Seiten etwas Angst, ob denn wirklich alle Handlungsstränge zuende geführt werden würden. Dies war leider nur teilweise der Fall. Die wichtigsten Dinge werden aufgelöst und zuende geführt. Doch insgesamt war mir das Ende zu kurz. Themen, die über beide Bände hinweg eine wichtige Rolle gespielt haben, werden nicht nochmal aufgegriffen, sodass am Ende doch noch einige Fragen offen bleiben. So lernen Shazi und Chalid im Verlauf der Handlung beispielsweise auch neue, faszinierende Charaktere kennen – die dann aber leider trotz der langen Einführung nur eine sehr geringe Rolle spielen und am Ende gar nicht mehr auftauchen. Nach dem kurzen Epilog, der prinzipiell ein schöner Abschluss hätte sein können, fühlte ich mich etwas aus der Geschichte geworfen – was schade ist, da ich besonders die letzten 200 Seiten eigentlich unglaublich toll fand. Ich hätte mir wirklich noch einen dritten Band gewünscht, oder wenigstens noch 100 Seiten mehr, um alles etwas ausführlicher zuende zu bringen und auch die letzten Fragen noch aufzulösen.

Fazit: Nach einem ruhigen Beginn wird die Geschichte spannend und dramatisch. Während die ersten Seiten sehr ausführlich den Weg der Figuren schildern, überschlagen sich die Ereignisse zum Schluss und vieles wird sehr kurz – zu kurz – abgehandelt, sodass am Ende leider auch noch einige Fragen offen bleiben. Trotzdem eine absolut lesenswerte Dilogie mit einem ganz eigenen Zauber.

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51 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 45 Rezensionen

pasta, nudeln, kochen, vegetarisch, tortellini

Mia liebt Pasta

Mirja Hoechst
E-Buch Text: 136 Seiten
Erschienen bei Thorbecke, 13.02.2017
ISBN 9783799510776
Genre: Sachbücher

Rezension:

Da ich Nudeln liebe, ist mir vor allem erst mal der Titel ins Auge gefallen. Die Rezepte musste ich mir unbedingt anschauen.

Auch das Cover hebt sich von der breiten Masse ab und fällt in der Kochabteilung sofort ins Auge.

 

Das Buch ist sehr übersichtlich gestaltet: Am Anfang gibt es ein paar einleitende Worte und nützliche Küchenhelfer.

Es folgen Grundrezepte für Nudelteig, Saucen und Pesto.

Die Nudelrezepte sind in verschiedene Kategorien wie Gefüllt, Gebacken oder Gesüßt unterteilt.

Die Rezepte sind leicht verständlich in einzelnen Arbeitsschritten beschrieben.

 

Mir ist beim Kochen wichtig, dass ich nicht erst eine Weltreise machen muss, um zig ungewöhnliche Zutaten zu kaufen – dies ist hier nicht der Fall. Die meisten Sachen sollten sich in jedem größeren Supermarkt finden lassen. Zu viele außergewöhnliche Zutaten sind nicht enthalten.

 

Die süßen Kombinationen sind eher nichts für mich – Nudeln mit Schokolade und Obst kann ich mir eher weniger vorstellen.

Aber ich habe etliche Rezepte gefunden, die ich gern ausprobieren möchte.

Ein paar habe ich auch schon nachgekocht und war mit dem Ergebnis zufrieden. Vor allem die One Pot Pasta wird’s bei uns wieder geben.

Dabei sind die Rezepte, die ich probiert habe und probieren möchte, nicht sonderlich ungewöhnlich oder originell. Einfach klassisch lecker – und trotzdem abwechslungsreich. So mag ich Pasta am liebsten.

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37 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

dark diamond, carlsen, das erwachen, johanna lark, traumhaft 1

Traumhaft - Erwachen

Johanna Lark
E-Buch Text
Erschienen bei Dark Diamonds, 28.10.2016
ISBN 9783646300024
Genre: Fantasy

Rezension:

Seit Monaten liegt Klaras Bruder im Koma. Als sie plötzlich in einem Traum mit ihm sprechen kann, bemerkt sie ihre besonderen Fähigkeiten. Die 21-jährige Psychologiestudentin kann ihre Träume aktiv beeinflussen und sich sogar andere Menschen in ihre Träume holen. Dadurch ergeben sich unbeahnte Möglichkeiten, aber auch große Gefahren...

Die Bewertung dieses Buches fällt mir relativ schwer, weil ich auch beim Lesen hin und her gerissen war.

Einerseits hat die Geschichte viele spannende Momente. Klaras Traumfähigkeiten sind faszinierend und es ist interessant, ihre Entwicklung und die Veränderung der Träume zu verfolgen. Sie wird in ein Spiel aus Lügen und Intrigen verstrickt, bei dem man oft nicht weiß, wer welche Rolle spielt und wer auf wessen Seite steht.

Andererseits hat die Handlung einige langwierige Passagen. Streckenweise geht es nicht wirklich voran, es ist ein ziemliches hin und her – auch emotional. Dabei lenkt Klara sich immer wieder mit Unmengen Zigaretten und Alkohol ab, was jedes Mal beschrieben wird und mich mit der Zeit doch etwas störte.

Hinzu kommt, dass die Kapitel insgesamt alle eher kurz sind und ich die Übergänge an einigen Stellen als etwas holprig empfand. Manche beschreiben eine kleine – wenig bedeutende – Sequenz aus Klaras aktuellen Leben, bevor dann das nächste Kapitel Tage später wieder einsetzt. Dies verstärkte für mich das Gefühl, dass die Handlung nicht vom Fleck kommt.
Und trotzdem wollte ich das Buch immer weiter lesen, um herauszufinden, ob Klaras Bruder aus dem Koma erwacht und wie sich Klaras Fähigkeit entwickelt.

Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Klara ist die Ich-Erzählerin der Geschichte und beschreibt in einer flüssigen, bildhaften Art ihre Erlebnisse. Dabei lässt sie den Leser an ihren wechselnden Gefühlen teilhaben.

Fazit: Zwischen Faszination und Langeweile. Klaras Fähigkeit und deren Auswirkungen sind sehr spannend. Es ist schwer einzuschätzen, was die verschiedenen Akteure von ihr wollen, was die Neugier steigert. Leider gab es aber auch einige zähe Passage, in denen die Handlung nicht wirklich voran kam und die mir das Lesen schwer gemacht haben.

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21 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

dark diamonds

Traumhaft 2: Das Vergessen

Johanna Lark
E-Buch Text: 396 Seiten
Erschienen bei Dark Diamonds, 30.12.2016
ISBN 9783646300116
Genre: Sonstiges

Rezension:



Achtung: 2. Band der Traumhaft-Reihe. Inhaltliche Spoiler zu Band 1 vorhanden.

Zwar hat Klara es geschafft, dass ihr Bruder aus dem Koma aufgewacht ist, doch nun warten neue Herausforderungen auf sie. Der Job für Silva führt sie in eine neue Welt voller Luxus und glamouröser Gesellschaft. Doch ist sie bereit, alles zu tun, was von ihr verlangt wird?

In einem ersten Traum erinnert Klara sich an die wichtigsten Ereignisse aus Band 1 zurück. Die Handlung knüpft nahtlos an den Vorgängerband an. Durch den kleinen Einstieg dürften die wichtigsten Erinnerungen aufgefrischt sein, Vorwissen ist aber auf jeden Fall notwendig, da die begonnenen Handlungsstränge weitergeführt und Personen nicht neu vorgestellt werden. Ein paar weitere Rückblenden erfolgen dann während der Handlung noch.

Nachdem Band 1 mich zwar neugierig gemacht hat, ich Klara aber hin und wieder schon anstrengend fand, musste ich mich durch Band 2 leider arg quälen.
Die Handlung ist extrem zäh, einseitig und voller Wiederholungen.
Alkohol, Drogen, Sex und das unberechenbare Traummedikament bestimmen Klaras Leben. Nacheinander, durcheinander, hintereinander weg. Tagtäglich – über Wochen. So trifft man in diesem Buch leider selten eine nüchterne Figur... Und der Leser darf ausführlich daran teilhaben, denn neben Klars Schilderungen, womit sie sich diesmal bekifft oder welche Alkoholsorte als nächstes dran ist, passiert nicht so richtig viel.

Dabei hat die Geschichte durchaus spannende Momente. Klara wird in Machenschaften verwickelt, die sie gar nicht überblicken kann. Es ist ein Spiel, in dem jeder gegen jeden kämpft und Klara nur die Marionette ist, deren Fäden ein anderer zieht. Leider nehmen diese Passagen aber viel zu wenig Raum ein. Denn vieles passiert außerhalb der Sichtweite von Ich-Erzählerin Klara und so richtig Elan hat sie eigentlich nicht, den Dingen auf den Grund zu gehen.

Erst auf den letzten 50 Seiten konnte mich die Geschichte dann noch ein wenig berühren. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich die Absicht gefasst, den Abschlussband gar nicht mehr zu lesen. Doch dann kommen doch noch einige Antworten und Wendungen in Klaras Leben – verbunden mit echten Emotionen. Und irgendwie bin ich nun (leider?) doch neugierig, wie Klaras Geschichte enden wird. Dabei hoffe ich aber, dass dieser Lebenswandel nur eine Phase war, die sie nun überwunden hat... ansonsten könnten das 600 Seiten seeeehr lange Seiten werden. Ich bin noch unentschlossen.

Es hätte so schön sein können... wenn Klara wenigstens versucht hätte zu handeln, statt sich von einem Rauschzustand in den nächsten zu befördern. Teilnahmslos lässt sie ihr Leben an sich vorbeiziehen und berichtet dem Leser ausführlich über ihren ausgiebigen und vielfältigen Drogen- und Alkoholkonsum. Die mit Intrigen und Lügen gespickte Handlung bleibt auf der Strecke. Bis kurz vor Schluss ist das Buch leider langweilig und zäh.

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

Im Blut ein Schwarzbär

Anika Lorenz
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 02.02.2017
ISBN 9783646602845
Genre: Fantasy

Rezension:

 Achtung, vierter Band – Spoiler in Bezug auf die Vorgänger möglich.

Zum Inhalt möchte ich gar nichts sagen – wer die ersten drei Teile gelesen hat, weiß, in welcher Situation sich Emma befindet und welche Gefahren und Entscheidungen ihr bevorstehen. Und wer die Vorgänger nicht gelesen hat, sollte dies dringend nachholen, da die Handlung nahtlos fortgesetzt wird und auf viele vergangene Ereignisse Bezug genommen wird.

Emma ist weiterhin die Ich-Erzählerin der Geschichte und nimmt den Leser erneut mit auf eine emotionale Achterbahnfahrt.

Im Blut ein Schwarzbär ist allerdings anders als seine Vorgänger. Zwar ist das Buch genauso düster, brutal und melancholisch. Trotzdem entsteht durch die Gemeinschaft der Jäger, über die man in diesem Band viele neue Details erfährt, noch mal eine ganz neue, bedrohlichere Atmosphäre und die Brutalität nimmt noch mal etwas zu.

Die große „Enthüllung“ dieses Bandes kam leider nicht überraschend – für mich das größte Manko an der Reihe, dass so vieles vorhersehbar ist. Trotzdem war der daraus resultierende Verlauf der Handlung sehr spannend und abwechslungsreich. Emma wird vor ganz neue Herausforderungen gestellt, an denen sie zu zerbrechen droht. Mühsam kämpft sie sich durch das Geschehen und lässt den Leser dabei an ihren wechselnden Gefühlen teilhaben. Ihre Entwicklung ist nachvollziehbar geschildert – als Leser kann man gar nicht anders, als mit ihr mitzufiebern und mitzuleiden.

Zum Ende hin wird die ohnehin fesselnde Handlung dann noch richtig dramatisch. Hier wechseln sich nun erwartete Ereignisse mit unerwarteten Geschehnissen ab, bevor das Buch mit einen fiesen Cliffhanger endet.

Obwohl mir insgesamt die Überraschungen fehlen, konnte mich auch dieser Band der Reihe absolut fesseln. Die Handlung ist spannend, dramatisch und emotional. Und zum Schluss gibt es zumindest noch eine kleine Überraschung, die mich sehr neugierig auf den nächsten Band macht.

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46 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 33 Rezensionen

vampire, melody, dark diamonds, vampir, eden

Melody of Eden - Blutwächter

Sabine Schulter
E-Buch Text
Erschienen bei Dark Diamonds, 24.02.2017
ISBN 9783646300086
Genre: Fantasy

Rezension:

 Achtung: Band 2 der Reihe. Inhaltliche Spoiler zum Vorgänger vorhanden.

Ich verzichte auf eine Inhaltsangabe, da Band 1 auf jeden Fall bekannt sein sollte.  Zwar sind kleine Rückblicke dezent ins Geschehen eingebunden, der Inhalt und vor allem die ungewöhnliche Vampirwelt aus Blutgefährten erschließt sich dadurch aber nicht.

Der Erzählstil bleibt beibehalten. Abwechselnd schildern Eden und Mel ihre Erlebnisse jeweils aus der Ich-Perspektive. Dabei wird nicht nur die aktuelle Handlung in flüssiger, bildhafter Sprache wiedergegeben, sondern beide gewähren auch intensive Einblicke in ihre Gedanken und ihre Gefühlswelt. Das ist vor allem bei Eden interessant, da er sich mit Gefühlsäußerungen insgesamt eher zurückhält.
Und so ist es wieder sehr spannend, die Entwicklung der beiden zueinander zu verfolgen, da Eden sich durch Melody immer mehr zu öffnen beginnt.

Doch nicht nur die zwei Hauptfiguren sind sehr facettenreich dargestellt. Neben Edens Team, das man nun noch etwas näher kennenlernt, lernt Mel auch die vielen weiteren Vampire der Nachtpolizei kennen – sehr verschiedene Charaktere mit unterschiedlichen, teils noch nicht sichtbaren, Absichten treffen aufeinander und sorgen für witzige Dialoge und viel Konfliktpotential.
Und auch die ungewöhnliche Vampirwelt wird aufgrund neuer Begebenheiten noch komplexer und faszinierender.

Die Handlung ist wieder von Beginn an fesselnd. Der vorherige Konflikt wird weitergeführt: Rufus und die verschwundenen Tiere. Immer noch versuchen die Vampire der Nachtpolizei den ungewöhnlich klugen Wilden zu finden. Doch so leicht lässt sich Rufus nicht aufspüren. Unerwartete Gefahren und Hinterhalte erwartet das sympathische Protagonistenpaar und ihr Team.
Dabei kommt es zu vielen dramatischen und actionreichen Szenen. Besonders das Ende hat es in sich. Hier überschlagen sich die Ereignisse – und dann ist es an einer sehr dramatischen Stelle einfach vorbei. Ich will weiterlesen – sofort!

Tolle Fortsetzung, die mit einer schönen Mischung aus emotionalen Passagen und actionreicher, dramatischer Handlung überzeugt. Die Geschichte ist spannend und selten vorhersehbar. Die vielen unterschiedlichen Charaktere und die ungewöhnliche Vampirwelt machen auch Band 2 wieder zu einem Highlight.

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32 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

florenc, young adult fantasy, familie, colours, kristengreco

Colours & Dreams

Kirsten Greco
E-Buch Text: 311 Seiten
Erschienen bei Dark Diamonds, 27.01.2017
ISBN 9783646300185
Genre: Fantasy

Rezension:

In ihrem Träumen hat Emily Visionen. Doch sie weiß nach dem Aufwachen nichts mehr davon, bis die Erinnerungen irgendwann unerwartet über sie hereinbrechen. Nach dem Tod ihrer Großmutter, die ebenfalls in die Zukunft träumen konnte, wird Emily auf eine Reise geschickt, auf der sie nicht nur lernen soll, ihre Fähigkeiten zu verstehen...

Emily ist eine sympathische Protagoinstin. Sie ist noch etwas unschlüssig, wie ihr Leben verlaufen soll, doch die Aufgabe, die sie nach dem Tod ihrer Großmutter erhält, nimmt sie zwar verwirrt, aber ohne zögern an. Da ihr eine etwas ungewöhnliche Reise bevorsteht, ist ihre Ungeduld sehr nachvollziehbar. Jeder weiß etwas, aber keiner sagt es ihr.
Die Liebesgeschichte ist etwas überstürzt, fügt sich aber gut in die Handlung.

Erzählt wird die Geschichte aus drei wechselnden personalen Perspektiven. Neben Hauptfigur Emily und ihrer neuen Bekanntschaft Declan, die über die gemeinsame Reise berichten, gibt es noch einen unbekannten Beobachter. Diese Figur sorgt von Beginn an für eine bedrohliche Atmosphäre, zudem bekommt der Leser regelmäßig einen Wissensvorsprung über die weiteren Pläne des Verfolgers, sodass auch die Spannung steigt.

Und so kommt es letztlich zu einer unglaublich spannenden, dramatischen Szene, in der sich das bisherige Geschehen zuspitzt. Leider wird diese Situation aber sehr schnell wieder aufgelöst. Danach fällt die Spannung rapide ab. Zwar hat Emily noch letzte Geheimnisse aufzudecken, die in dieser Form unerwartet waren, insgesamt plätscherte es mir aber noch zu lange vor sich hin. Nach diesem Spannungshöhepunkt hätte ich mir ein zügigeres Ende gewünscht.

Trotzdem konnte mich die Geschichte insgesamt gut unterhalten. Es ist interessant, Emily auf ihrem Weg zu begleiten und hinter die Geheimnisse, die so lange nur angedeutet werden, zu blicken. Am Ende sind dann alle Rätsel gelöst – endlich mal wieder ein Einzelband ;)

Auf der Suche nach Antworten träumt Emily immer wieder von ihrer eigenen Zukunft: Liebe, Gefahr, Geheimnisse – die Geschichte hat manch Unerwartetes zu bieten. Die Handlung ist spannend und mysteriös und dank des flüssigen, bildhaften Schreibstils leicht zu lesen. Nach dem großen Knall hätte es aber etwas schneller zuende sein dürfen.

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74 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 42 Rezensionen

elite, liebe, spark, fantasy, elemente

Spark

Vivien Summer
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 02.02.2017
ISBN 9783646603378
Genre: Jugendbuch

Rezension:

In regelmäßgen Abständen muss Malia einen Bluttest absolvieren. Und jedes Mal hofft sie, dass keine Genveränderung festgestellt wird, die sie in den Kreis der High Society aufsteigen lassen würde. Doch alle Hoffnung ist vergeblich und plötzlich wandelt sich Malias Leben komplett. Sie muss nicht nur hart trainieren, sondern steht plötzlich im Mittelpunkt des Interesses von Leuten, von denen sie sich bisher ferngehalten hat...

Schon der Prolog konnte mich sofort in seinen Bann ziehen. Er vermittelt den Eindruck, der Präsident züchtet sich Menschen für eine Armee. Doch was es wirklich damit auf sich hat, bleibt erst mal verborgen, denn mehrere Jahre später ist es die 17-jährige Malia, die ihre Geschichte erzählt – wie sie Teil der Elite wird, obwohl sie dies nie wollte.

Die Geschichte spielt mehr als 600 Jahre in der Zukunft. Papier gibt es nicht mehr, nahezu alles findet elektronisch statt. Und doch ist das Leben anders – weniger technisiert –, als ich es mir in dieser fernen Zukunft vorgestellt hätte, was das Szenario sehr faszinierend macht.

Malia und ihre Freundin Sara zeigen die zwei gegensätzlichen Seiten der Gesellschaft: Auf der einen Seite die Menschen, die sich so sehr wünschen, zur High Society zu gehören und all ihre Privilegien genießen zu können, und auf der anderen Seite diejenigen, die sich ein ruhiges Leben wünschen und Angst davor haben, Teil des Militärs werden zu müssen. Und natürlich trifft es ausgerechnet Malia, die gar nicht zur Elite gehören möchte.

Da sie die Ich-Erzählerin der Geschichte ist, kann der Leser an ihren aufgewühlten Gedanken und Gefühlen zu ihrem neuen Leben teilhaben. Prinzipiell ist die Geschichte sehr spannend – was sie erlebt, welche Aufgaben sie plötzlich alle erfüllen muss, wie hart sie trainiert, um ihre Fähigkeiten zu entwickeln. Doch leider rückt all dies aufgrund der „Liebesgeschichte“, die zumindest in Malias Gedanken sehr viel Raum einnimmt, immer wieder in den Hintergrund. Ich hätte mir etwas weniger Teenagerdrama und etwas mehr vom Leben der Gesellschaft und der Ausbildung gewünscht. Trotzdem macht es Spaß, Malias neuen Weg zu verfolgen und sich mit ihr in dieser ungewöhnlichen Welt zurechtzufinden. Es gibt immer wieder kleine Rätsel, über die Malia stolpert, vermeintliche Verschwörungen und Geheimnisse, die sie beschäftigen und die Spannung steigern.

Und am Ende war ich dann richtig geschockt. Ich kann es nicht näher beschreiben, ohne zu spoilern, aber das Ende hat mich komplett überrascht. Es wird sehr dramatisch und wirft unglaublich viele Fragen auf. Besonders: Wie geht es weiter...? Zum Glück erscheint Teil 2 schon im April.

Die dystopische Welt mit ihren Geheimnissen und ihrem ungewöhnlichen Gesellschaftssystem konnte mich schnell in ihren Bann ziehen. Es macht Spaß, Malia auf ihrem neuen, steinigen Weg zu begleiten. Dabei hätte ich mir etwas weniger von dem Gefühlswirrwarr und etwas mehr zu ihrer harten Ausbildung und ihrem neuen Leben gewünscht. Doch das unerwartete - leider sehr offene - Ende entschädigt dann für die Momente, in denen Malia sich gedanklich im Kreis drehte. Ich würde am liebsten sofort weiterlesen!

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17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

1001 Kuss - Djinnrache

Rebecca Wild
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 02.02.2017
ISBN 9783646602944
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Band 2 von 1001Kuss. Inhaltliche Spoiler zu Band 1 vorhanden!

Seit ihrem letzten gemeinsamen Abenteuer sind Rani und Jaal unzertrennlich. Doch die Verbindung von Djinn und Mensch wird nicht geduldet. Und so stehen die zwei bald einer Horde wütender Djinn gegenüber...

Djinnrache ist die Fortsetzung von Djinnkuss. Da Band 1 für mich schon ein Jahr zurücklag, war ich dankbar, dass Dana meiner Empfehlung gefolgt ist und beschlossen hat, die Buchreihe ebenfalls zu lesen – und mir so den Inhalt von Band 1 zusammenfassen konnte.
Dadurch bin ich gut wieder in die Geschichte hineingekommen. Ansonsten wäre mir der Einstieg aufgrund der fehlenden Erinnerungen vermutlich deutlich schwerer gefallen, obwohl nur an wenige Handlungsstränge angeknüpft wird.
Trotzdem halte ich Vorwissen für wichtig, schon allein um die Beziehung zwischen Rani und Jaal nachvollziehen zu können.
Ansonsten entwickelt sich eine nahezu eigenständige Handlung, in der neben der quirligen Piratin und ihrem Djinn noch eine neue sowie eine bereits bekannte Figuren in den Fokus rücken.

Djinnrache ist anders als Djinnfeuer – düsterer, bedrohlicher. Nicht ganz so atmosphärisch wie Band 1, wo das bunte Treiben am Hof eine wichtige Rolle spielt. Nun sind die Figuren viel im Wald und auf ihrem Schiff unterwegs, was eine andere Grundstimmung erzeugt.

Trotzdem konnte mich die Handlung schnell wieder packen. Rani und Jaal sind ein faszinierendes Gespann und waren mir sofort wieder so sympathisch wie zuvor. Die junge Piratentochter und ihr uralter Djinn sind einfach ein süßes Paar – leider sieht das nicht jeder so und so schwebt auch bei den beiden dauerhaft eine angespannte Stimmung mit. Jaal steht daher eine große Überraschung und den Lesern eine spannende Geschichte mit ein wenig Dramatik und einer guten Portion Gefühl bevor.

Der Er-Erzähler ermöglicht einen guten Überblick über die Gesamthandlung. Abwechselnd ist er näher an den verschiedenen agierenden Personen, wodurch jeweils ein Einblick in deren Gedanken gewährt wird und ich mich gut in die Charaktere hineinversetzen konnte. Aber nicht jeder lässt sich in die Karten schauen... So ergibt sich eine Mischung aus vorhersehbaren Ereignissen und unerwarteten Wendungen. Leider ist die Geschichte insgesamt recht kurz, viel zu schnell musste ich die anschauliche beschriebene Welt der Piraten und Räuber wieder verlassen.
Am Ende sind die wichtigsten Handlungsstränge zwar beendet, der Epilog lässt aber auf einen weiteren Band hoffen.

Ein tolles Wiedersehen mit vielen bekannten Figuren. Zwar ist dieser Band weniger farbenfroh und fröhlich, doch auch die düstere Atmosphäre konnte mich schnell fesseln. Die abwechslungsreiche Handlung bietet Spannung, Action und Gefühl – und tolle Charakter, die man sofort ins Herz schließen muss.

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86 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

freundschaft, blind, blinde menschen, liebe, jugendbuch

Wie ich dich sehe

Eric Lindstrom , Katarina Ganslandt
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 25.11.2016
ISBN 9783551583475
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Infolge eines Unfalls ist Parker erblindet. Die inzwischen 16-jährige findet sich gut in ihrem Leben zurecht – bis zu dem Tag, an dem ihr Vater stirbt. Dass dann auch noch ihr Ex-Freund auf ihre Schule kommt, bringt Parker völlig aus dem Konzept. Zeit, die eigenen Regeln neu zu überdenken...

Dies war für mich das zweite (Carlsen) Buch mit einer blinden Protagonistin. Im Gegensatz zu →Alles was ich sehe gibt es hier allerdings keinerlei Fantasyanteil, was die Geschichte noch ein wenig bewegender macht.

Zwar kann ich nicht einschätzen, wie realistisch das Leben der blinden Parker dargestellt ist, die Beschreibungen lesen sich aber sehr authentisch.
Parker musste sich ihre Welt auszählen, um sich zurechtzufinden. Die kleinste bauliche Veränderung kann für sie zum Problem werden. Sie hat einen völlig anderen Blick auf die Welt und die Menschen entwickelt.
Daher regt die Handlung stark zum Nachdenken an: In wie vielen Situationen verlassen wir uns nur auf unsere Augen. Wie aufgeschmissen wären wir, wenn wir Ereignisse allein anhand von Geräuschen und Tonlagen erfassen müssten.
So ist es verständlich, dass auch Parker oft ins Grübeln gerät und zu zweifeln beginnt, was ihr Umfeld vielleicht vor ihr verbirgt oder was sie einfach nicht mitbekommen kann.
Aufgrund der Ich-Perspektive ist der Leser sehr nah an ihren Gedanken und Gefühlen. Parker lässt den Leser an ihrem Leben teilhaben – mit all seinen Tücken, aber auch mit all den Glücksgefühlen, die sie erlebt, bei Ereignissen, die für Sehende oft selbstverständlich sind. Nicht zuletzt dadurch wird die Geschichte so berührend.
Ich habe viel unterwegs im Bus gelesen und hatte dabei Probleme, den Reader wegzulegen und auszusteigen, weil ich so in Parkers Welt gefangen war und weiterlesen wollte.

Die 16-jährige ist eine sehr starke Protagonistin. Sie geht offen, ein wenig selbstironisch mit ihrer Behinderung um und hat ihren Weg gefunden, wie sie trotzdem auf möglichst wenig im Leben verzichten muss. Sie ist mutig und risikobereit, was von ihrem Umfeld teilweise als lebensmüde aufgefasst wird, beim Lesen aber für besonders bewegende Momente sorgt. Und gleichzeitig ist sie verletzt von Ereignissen aus der Vergangenheit und leicht verletzlich, da sie sich unter der harten Schale, die sie nach außen präsentieren möchte, viele Sorgen und Gedanken macht.

Dank Parkers angenehmen, flüssigen und bildhaften Erzählstils fliegen sie Seiten nur so dahin. Das Ende ist toll, doch auch recht abrupt – ich hätte an dieser Stelle gern noch (ewig) weitergelesen...

Eine bewegende Geschichte über einen blinden Teenager, der sein Leben neu organisieren muss und dabei auch über sich selbst noch einiges lernen kann. Parkers charmante, ironische Art sorgt für viele witzige Momente in der ansonsten sehr gefühlvollen, berührenden Handlung.

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16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

könig, verlust, magie, zauber, drachen

Das Herz des Grafen

Tanja Penninger
E-Buch Text: 310 Seiten
Erschienen bei Dark Diamonds, 27.01.2017
ISBN 9783646300239
Genre: Fantasy

Rezension:

 Die bedrückende, mysteriöse Story aus Band 1 konnte mich bereits faszinieren. Der zweite Teil setzt nun nahtlos an die Ereignisse an und die düstere Atmosphäre konnte mich direkt wieder in ihren Bann ziehen. Lisbetta ist in einer schwierigen Situation, ihr Unglück scheint kein Ende zu finden. Die Stimmung wird immer bedrohlicher, dramatischer und auch brutaler.

Dann schlug die Atmosphäre allerdings komplett um. Plötzlich wurde die Story fröhlich und bunt. Zunächst fand ich diese neue Art der Handlung immer noch sehr spannend, denn es gibt noch einige Rätsel zu lösen und viel Aufregendes mit den Charakteren zu erleben. Dabei waren einige Aufdeckungen zwar absehbar, doch insgesamt konnte mich die Geschichte immer wieder mit unerwarteten Wendungen überraschen.
Doch mit der Zeit fühlte ich mich leider durch die Geschehnisse gehetzt. In diesem einen Buch passiert unglaublich viel, wobei viele Ereignisse nur angerissen werden. Am Ende umfasst die Geschichte ein Zeitfenster von mehr als fünf Jahren, aus dem Ich-Erzählerin Lisbetta immer wieder Ausschnitte schildert. Doch alles wirkt, wie im Zeitraffer erzählt, die vorherige Tiefe ging für mich dabei verloren. Und auch Lisbetta wirkte für mich dadurch plötzlich etwas distanzierter. Je mehr Zeit verging, desto schwieriger fand ich es, ihre Handlungen und Gedanken nachzuvollziehen, da sie zulasten einer turbulenten Handlung nun weniger davon preisgibt.

Der Fantasyanteil, der im ersten Band nur angedeutet wurde, nimmt nun einen deutlich größeren Raum ein. Dabei entwickelt sich eine faszinierende Welt mit tollen Wesen und unerwarteten Hintergründen. Im Kontrast dazu steht das mittelalterliche Setting, in das nach und nach neuer technischer Fortschritt einkehrt.

Trotz der vielen zeitlichen Lücken gefiel mir das Ende der Dilogie gut, da nahezu alle Fragen beantwortet sind. Die Zukunft bleibt wie immer ungewiss...

Insgesamt hat mir die Geschichte gut gefallen. Die düstere, bedrohliche Stimmung fand ich faszinierender, aber danach entwickelt sich eine völlig andere, ebenfalls ansprechende Welt. Es gibt viele überraschende Ereignisse, leider wird aber so ein großer Zeitraum eingeschlossen, dass vieles nur angerissen wird. Ich hätte mir etwas mehr Details und Tiefe gewünscht.

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227 Bibliotheken, 13 Leser, 1 Gruppe, 89 Rezensionen

alexander der große, fantasy, magie, makedonien, jugendbuch

Schattenkrone - Royal Blood

Eleanor Herman , Christine Strüh , Anna Julia Strüh
Fester Einband: 592 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 23.02.2017
ISBN 9783841422309
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Nach dem Klappentext und aufgrund des Genres war ich über den Beginn der Geschichte überrascht. Zum einen hätte ich nicht mit jugendlichen Protagonisten gerechnet, und habe darüber hinaus eine High Fantasy-Welt erwartet. Stattdessen spielt die Geschichte in der Antike, in der Zeit Alexander des Großen, wobei die Autorin Wert auf historische Genauigkeit des damaligen Lebens und der Begrifflichkeiten für Feuerstellen oder Waffen gelegt hat. So gibt es auch nur wenige rein fiktive Figuren: Viele Charaktere haben ihre historischen Vorbilder – allen voran Alexander und seine Familie.  Zudem enthält das Buch auch eine Karte der Region Griechenland/ Türkei zu dieser Zeit, sodass man die erwähnten Reiche und Reisewege darauf nachvollziehen kann.

 

Den Leser erwartet nun also dieses antike Setting – Alexander des Großen erste Bewährungsprobe gegen mächtige Gegner – durchmischt mit fantastischen Elementen, die sich, insgesamt noch relativ dezent, durch die ganze Geschichte ziehen.

Für das Verständnis der Geschichte ist es allerdings nicht notwendig, tiefgründige Geschichtskenntnisse zu besitzen. Und auch ohne detailliertes Vorwissen über griechische Götter lassen sich die vielen Bezüge zu den damaligen Verehrungen aufgrund entsprechender Erklärungen leicht verstehen.

 

Der Einstieg ins Buch fiel mir erst mal leicht – bis dann Kapitel für Kapitel neue Figuren hinzukamen, sodass es langsam unübersichtlich wurde, wer wo mit wem und gegen weg agiert. Mit der Zeit findet man sich aber wieder zurecht.

Erzählt wird die Geschichte von einem Er-Erzähler, aber abwechselnd steht in jedem Kapitel eine andere Figur im Fokus. Dabei hat jede Figur ihren eigenen Handlungsstrang, die dann teilweise zusammenlaufen, teilweise aber auch bis zum Schluss zeitgleich nebeneinander her an verschiedenen Orten spielen.

 

Mit waren es fast zu viele Handlungsstränge. Von einer Figur liest man nur alle 100 Seiten mal etwas, auf den letzten 100 Seiten tauchte sie gar nicht mehr auf. Überhaupt ist das Buch, welches einen Reihenauftakt darstellt, sehr offen. Am Ende fängt die Geschichte gerade erst an. Zwar lösen sich in diesem Band bereits einige Fragen und Intrigen, vieles wird aber bisher nur aufgebaut und angedeutet.

 

Das Buch hat spannende, aber auch ebenso viele langatmige Passagen. Auch zahlreiche brutale, blutige Szenen sind vorhanden.

Nicht alle Figurenstränge sind gleich interessant und nicht jede Figur findet ihren Weg direkt. Während manches sehr ausführlich geschildert wird, hatte ich aber auch an einigen Stellen immer wieder das Gefühl, dass Dinge zu schnell abgehandelt werden und Informationen fehlen. Figuren wissen plötzlich Dinge, die sie eigentlich nicht erfahren haben, ohne dass diese Lücken geschlossen werden.

Insgesamt konnte mich die Handlung aufgrund der vielen Verstrickungen, Lügen und Intrigen aber durchaus packen. Manche Figuren habe ich schnell ins Herz geschlossen, andere mag ich gar nicht – aber bei allen bin ich gespannt, wie die Fäden am Ende zusammenlaufen werden.

 

Fazit: Antikes Setting mit historischen Figuren statt High Fantasy-Welt – damit konnte mich das Buch bereits das erste Mal überraschen. Die Handlung bietet Spannung, ein wenig Action und Dramatik. Es gibt Überraschungen, aber auch vorhersehbare Auflösungen lang gehüteter Geheimnisse. Insgesamt hat mich das Buch gut unterhalten, auch wenn es immer wieder zähe Passagen gab. Und am Ende hatte ich das Gefühl, dass es eigentlich gerade erst losgeht...

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33 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

karin kratt, dark diamonds, seday academ, spannend, ebook

Verborgen in der Nacht

Karin Kratt
E-Buch Text
Erschienen bei Dark Diamonds, 25.11.2016
ISBN 9783646300147
Genre: Sonstiges

Rezension:

 Zweiter Teil der Reihe – Inhaltliche Spoiler zum Vorgänger vorhanden

Die Handlung schließt direkt an die Ereignisse des Vorgängerbandes an. Zwar gibt es einige Rückblicke, Vorwissen ist für das Verständnis aber auf jeden Fall notwendig.

Die Erzählweise bleibt beibehalten. Abwechselnd wird die Handlung aus der personalen Sicht von Cey und ihrem Lehrer Xyen geschildert, sodass der Leser teilweise auch Situationen aus zwei Perspektiven erleben und die Gedanken der jeweiligen Figuren dazu nachvollziehen kann.

Die J’ajal faszinieren mich immer noch total, sodass ich auch diesen zweiten Band regelrecht verschlungen habe.
Karin Kratt schafft sehr unterschiedliche sowie facettenreiche Figuren, die für allerlei Spaß und Drama sorgen.

Beim ersten Band habe ich die vielen Andeutungen kritisiert. Nun gibt es einige Antworten, was Cey betrifft, auch wenn noch vieles offen bleibt.
Allerdings ist mir die junge Frau in vielen Bereichen weiterhin ein Rätsel. Und teilweise kann ich nicht verstehen, warum Cey sich das alles antut. Warum sie sich zur Schülerin machen lässt, die Hausaufgaben machen und Prüfungen bestehen muss, wo sie doch den Seday in vielen Bereichen so unglaublich überlegen ist. Einerseits ist das eine total spannende Konstellation – dieser Wiederspruch zwischen der kleinen Schülerin und der kalten Kämpferin –, andererseits wirkt es manchmal aber auch so unpassend, wie sie an einem Tag von den Seday herumkommandiert wird und am nächsten Tag „in ihrer Welt“ selbst Befehle erteilt.

Ich bin daher total gespannt, wie sich Ceys Geschichte weiter entwickelt. Denn natürlich wird auch deutlich, warum sich Cey bei den Seday wohlfühlt. Doch kann ich mir kaum vorstellen, dass sie geplante Ausbildung für sie so funktionieren kann, sodass ich neugierig bin, mehr aus Ceys Leben und ihrer Vergangenheit zu erfahren und ihren weiteren Weg zu verfolgen.

Achja – die Handlung des Buches ist wieder von Beginn an spannend. Ceys Leben wird einfach nicht langweilig. Kaum kehrt ein wenig Seday-Alltag ein, muss sie wieder für einige Tage verschwinden und ihren geheimen, gefährlichen Aufträgen nachgehen. Doch langsam geraten auch die Seday ins Visier von Ceys Feinden, sodass sie einige Antworten liefern und manch brenzlige Situation überstehen muss. Dank zusätzlicher überraschender Ereignisse ist es schwer, das Buch beiseite zu legen.
Daneben gibt es noch ganz viele gefühlvolle Momente, die für Abwechslung sorgen und Cey nochmal von einer anderen Seite zeigen.

Toll ausgearbeitete Charaktere und eine spannende, konfliktgeladene Story mit Raum für viele Gefühle. Ich würde gern so schnell wie möglich mehr von den faszinierenden J’ajal lesen (auf Facebook habe ich aufgeschnappt, dass noch einige Teile folgen werden, was mich natürlich freut. Nur bitte schnell). Besonders von Cey, die so unterschiedliche Facetten von sich zeigt, hart und zugleich verletzlich ist und immer eine passende Antwort parat hat.

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66 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

liebe, elfen, verrat, klassiker, jugendbücher

Elfenblüte - Wiesengrün

Julia Kathrin Knoll
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 02.07.2015
ISBN 9783646601152
Genre: Sonstiges

Rezension:

 5. Teil der Reihe – inhaltliche Spoiler zum Vorgänger möglich.

Die Handlung setzt direkt an die Ereignisse des Vorgängerbandes an. Viele Rückblicke gibt es nicht. Da es nur Sinn macht, Wiesengrün zu lesen, wenn man auch die restlichen Teile kennt, verzichte ich an dieser Stelle auf eine Inhaltsangabe ;)

Nachdem ich die Reihe im Sommer begonnen hatte, wollte ich nun auch endlich noch wissen, wie es ausgeht. Leider lag Band 4 schon wieder 2 Monate zurück und da es nahezu keine Rückblicke gibt, hatte ich auf den ersten Seiten ein wenig Schwierigkeiten, wieder hereinzukommen, da ich mich nicht sofort an die letzten Ereignisse erinnern konnte.
Doch nach ein paar Kapiteln war ich wieder in der Geschichte drin.

Ich weiß nicht, was ich von dem Finale erwartet hatte, aber dies ganz sicher nicht. Die Geschichte konnte mich immer wieder überraschen. Es war spannend, düster und dramatisch und ich habe durchweg mitgefiebert, da ich zwischenzeitlich absolut nicht mehr sicher war, ob alle Figuren wohl ihr – eigentlich erwartetes – Happy End bekommen werden. Und so kam auch das Ende für mich noch mit einigen unerwarteten Wendungen daher.

Viel mehr möchte ich an dieser Stelle eigentlich gar nicht verraten. Die Reihe ist für Fans romantischer Fantasyliteratur absolut lesenswert.
Die Entwicklung der Figuren über die Bücher hinweg ist nachvollziehbar dargestellt und nicht nur Alahrian und Lilly sind mir ans Herz gewachsen, auch Morgan mochte ich von Band zu Band mehr – und nun bekommt auch er nochmal eine etwas größere Rolle und zeigt neue Facetten von sich.

Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und bildhaft, die Erzählperspektive der wechselnden personalen Sicht zwischen Morgan, Lilly und Alahrian wird beibehalten.

Und zum Glück ist es noch nicht ganz vorbei, denn das Spin-off wartet nun noch auf mich.

Toller Reihenabschluss, der mich mit einer unerwartet düsteren und dramatischen Handlung überraschen und fesseln konnte.

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102 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

liebe, göttertochter, sommer, jahreszeiten, das kind der jahreszeiten

Göttertochter - Das Kind der Jahreszeiten

Jennifer Wolf
E-Buch Text: 246 Seiten
Erschienen bei Impress, 06.10.2016
ISBN 9783646602692
Genre: Jugendbuch

Rezension:

 Ich habe mich total gefreut, noch ein (letztes) Mal in die Welt der vier Jahreszeiten abtauchen zu können. Die Reihe war so schön und hier gibt es nochmal ein Wiedersehen mit vielen bekannten und liebgewonnene Figuren.
Um Göttertochter zu verstehen, sollte man die Jahreszeiten-Reihe auf jeden Fall gelesen haben.
Aber auch mit Vorwissen ist es gar nicht so einfach, am Anfang alle Namen zu sortieren. Ich hätte mir wirklich einen Stammbaum gewünscht, um alle Geschwister und Onkels vor Augen zu haben. Wer ist mit wem verwandt oder gerade nicht verwandt, wer lebt bei wem...? Puh, gar nicht so einfach, bei den vielen Familienangehörigen den Überblick zu behalten.

Ist diese Hürde aber geschafft, entwickelt sich eine – wie von der Reihe im Grunde schon gewohnt – emotionale und überraschende Geschichte.
Natürlich ist auch Götterkind Liora, wie sollte es auch anders sein, keine einfache, glückliche Beziehung vergönnt. Den Leser erwartet eine Handlung voller Hoffnung und Rückschläge, Tränen, Dramatik, aber auch viel Witz und Charme. Besonders Sol und Yannis sorgen für manch spaßige Szene. Die zwei sind aber auch einfach süß...

Und Liora? Tja, die hat es wirklich nicht leicht. Ich habe die komplette Geschichte mit der jungen Frau mitgelitten, obwohl der Ausgang des Buches aus Tagwind ja eigentlich bereits bekannt war, auch wenn dort keine Namen genannt wurden.

Leider, leider ist die Geschichte nicht so wahnsinnig lang und nach einem Tag Lesefreude war mein Ausflug ins Reich der Jahreszeiten schon wieder beendet.

Der Schreibstil ist wieder sehr anschaulich und detailliert, sodass es leicht fällt, ins farbenfrohe, lebhafte Hemera abzutauchen.
Erzählt wird, wie schon zuvor, aus wechselnden Ich-Perspektiven der Hauptfiguren, sodass man sowohl wechselnde Eindrücke von Gedanken und Gefühlen erhält, als auch einen guten Gesamtüberblick über die Handlung.
Ein wenig wehmütig bin ich am Ende aber nun schon und wünsche mir, dass dies vielleicht doch noch nicht der letzte Band war. Ich würde mich zumindest freuen, weitere Geschichten der unglaublich sympathischen Figuren zu lesen.

Emotionale Reise nach Hemera zu vielen liebgewonnenen Figuren, die mir sofort alle wieder sympathisch waren. Lioras Geschichte berührt und überrascht. Absolutes Muss für alle Fans der Jahreszeiten-Reihe!

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74 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 50 Rezensionen

vampire, liebe, sabine schulter, melody of eden, vampir

Melody of Eden - Blutgefährten

Sabine Schulter
E-Buch Text
Erschienen bei Dark Diamonds, 25.11.2016
ISBN 9783646300079
Genre: Fantasy

Rezension:

Gerüchten zufolge gibt es in Melodys Heimatstadt Vampire, deren Existenz von der Regierung verheimlicht wird. Da die 23-jährige Melody unbedingt die Wahrheit wissen möchte, begibt sie sich nachts auf die Suche nach den Wesen.
Melody findet ihre Antwort – und noch viel mehr neue Fragen. Und plötzlich schwebt sie selbst in großer Gefahr...

Vampirgeschichten lese ich in letzter Zeit eher selten. Daher war ich sehr gespannt, wie die Blutsauger von Sabine Schulter dargestellt sind. Und ich wurde positiv überrascht. Die typischen Klischeevampire sucht man vergebens, stattdessen eröffnet sich eine vielfältige Welt rund um die sehr unterschiedlich dargestellten Blutsauger.

Melody ist ein spannender Charakter. Die junge Frau ist unglaublich neugierig und bringt sich dadurch unabsichtlich in Gefahr. Doch auch als ihr die Bedrohung bekannt ist, findet sie nicht in ihr ruhiges Leben zurück, sondern sucht die Nähe zur Nachtpolizei, von der sie so fasziniert ist. Ihre Einstellung, die hilfsbereiten Vampire nicht mit den menschenmordenden Wilden in einen Topf zu stecken ist löblich – wird mir dabei aber etwas zu oft betont und als zuuu besonders herausgestellt.

Zwar gibt es einige vorhersehbare Momente in der Handlung, insgesamt ist die Geschichte aber sehr abwechslungsreich und überraschend. Melodys Leben nimmt, nachdem sie Edens Truppe kennengelernt hat, keinen völlig unerwarteten Lauf. Allerdings muss die junge Frau sich plötzlich ganz neuen Gefahren und Herausforderungen stellen. Und dann sind da ja auch noch ihre aufgewühlten Gefühle, wenn sie Eden begegnet, die sie noch mehr durcheinander bringen... Und da die zwei die Ich-Erzähler der Geschichte sind, bekommt der Leser tiefe Einblicke in eben diese Gefühle.

Edens Truppe ist eine bunte Mischung sehr verschiedener, aber auch vielseitiger Charaktere. Dabei bin ich besonders gespannt, wie sich die einzelnen Figuren noch weiter entwickeln werden und wie sich ihre Beziehung zu Melody in der Zukunft gestaltet.
Denn ein Ende ist hier noch nicht in Sicht. Bis zum Ende des Buches werden zwar einige Fragen beantwortet und mysteriöse Geschehnisse aufgeklärt, viele Handlungsstränge bleiben aber noch offen und machen neugierig auf den zweiten Band.

Vampirgeschichte, die mit ungewöhnlichen Ideen und vielseitigen Charakteren punktet. Ein angenehmer, bildhafter Schreibstil und eine oft überraschende sowie dramatische Handlung sorgen für eine unterhaltsame Lektüre.

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57 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

magie, valentina fast, gaston, zauberer, hexen fantasy

Belle et la magie - Hexenzorn

Valentina Fast
E-Buch Text: 428 Seiten
Erschienen bei Impress, 01.12.2016
ISBN 9783646602661
Genre: Sonstiges

Rezension:

Obwohl Teil 1, Hexenherz, noch gar nicht sooo lange her ist, fiel mir der Einstieg doch nicht so ganz leicht. Rückblicke gibt es kaum. Zwar erinnern sich die Figuren an viele zurückliegende Ereignisse, aber diese werden dabei nur kurz benannt und nicht weiter ausgeführt, sodass ich oft dachte: ja, da war was, aber was genau....? Daher dauerte es etwas, bis ich in die Geschichte zurückgefunden habe. Vorwissen ist aber auf jeden Fall notwendig. Auf eine Inhaltsangabe verzichte ich daher.
Leider hatte ich aber auch insgesamt einige Schwierigkeiten mit dem Buch. Die Geschichte zog sich für mich ziemlich. ¾ des Buches dreht es sich um wirre Gefühle. Hoffnung, Zurückweisung, neue Hoffnung. Gespräche über Gefühle, sich im Kreis drehende Gedanken über Gefühle. Nicht nur Belle und Gaston können sich einfach nicht entscheiden, was sie wollen, sondern noch zwei weitere Konstellationen sorgen für allerlei Gefühlsduselei, sodass die Handlung nicht wirklich vorankommt. Zwar gibt es ein paar mysteriöse Vorfälle, insgesamt passierte mir aber einfach zu wenig.
Der Erzählstil wird beibehalten: Überwiegend schildert Belle die Handlung aus ihrer Sicht, dazwischen gibt es erneut einige Passagen mit Sandrine als Ich-Erzählerin, sodass der Leser einen guten Überblick über die Handlung an verschiedene Orten bekommt, gleichzeitig aber mit den Figuren über die Ereignisse im dunklen Tappen und miträtseln kann, was es mit den Vorkommnissen auf sich hat - die ein oder andere falsche Spur inbegriffen. Ein Teil der Auflösung deutet sich dann relativ früh an, während andere Erkenntnisse komplett unerwartet kamen.
Erst auf den letzten Metern wird die Handlung unglaublich spannend und dramatisch. Plötzlich überschlagen sich die Ereignisse, es gibt einige Überraschungen und Schockmomente. Am Ende werden die wichtigsten Fragen geklärt und die meisten Handlungsstränge abgeschlossen. Allerdings endet das Buch zu einem Zeitpunkt, wo noch vieles in der Schwebe steht, sodass es wohl dem Leser überlassen bleibt, sich die Zukunft weiter auszumalen.
Die erste Hälfte des Buches war mir einfach zu langwierig. Es passiert nicht so richtig viel, außer dass drei vermeintliche Pärchen ausführliche ihre Gefühle analysieren. Kleine mysteriöse Vorfälle sorgen zwar für Neugier, wirklich spannend wird es aber leider nur im letzten Viertel des Buches. Hier überschlagen sich die Ereignisse und es geht alles schon fast ein wenig zu schnell.

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520 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 104 Rezensionen

fantasy, sabaa tahir, jugendbuch, liebe, laia

Elias & Laia - Eine Fackel im Dunkel der Nacht

Sabaa Tahir , Barbara Imgrund
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 11.11.2016
ISBN 9783846600382
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Achtung – Teil 2 der Reihe. Inhaltliche Spoiler zum Vorgänger sind vorhanden!
Da die Kenntnis des ersten Teils zwingend notwendig ist, verzichte ich auf eine Inhaltsangabe. Die spannende Geschichte von Elias & Laia geht nahtlos weiter.
Da ich Teil 1 zuvor nochmal gehört/ gelesen hatte, fiel mir der Einstieg leicht. Dabei muss ich aber sagen, dass ich das Buch zunächst so angelesen hatte und feststellte, dass meine Erinnerungslücken so groß sind, dass ich die Auffrischung brauche, um der Handlung ohne Ablenkung (wie war das? was war da passiert...?) folgen zu können. Es war auf jeden Fall die richtige Entscheidung: Obwohl ich alle Details parat hatte, hatte ich nicht das Gefühl, durch langwierige Rückblenden gelangweilt zu werden. Insgesamt fand ich die Rückblicke eher spärlich gesetzt und so gut in die Handlung eingebunden, dass es an verschiedenen Stellen immer mal hierzu, mal dazu kleine Erinnerungen gab (die mir nach 1,5 Jahren auf keinen Fall mehr gereicht hätten). Dabei werden die vorangegangenen Ereignisse an vielen Stellen nur angerissen und selten detailliert ausgeführt, wenn Laia beispielsweise zum wiederholten Male jemandem ihre Geschichte und Vergangenheit berichten muss.
Der Erzählstil wird prinzipiell beibehalten. Während in Band 1 Elias und Laia die Erzähler waren, kommt nun mit Helena eine dritte Ich-Perspektive hinzu. Abwechselnd erfährt der Leser, was die drei Hauptfiguren gerade erleben und welche Gedanken und Gefühle sie dabei beschäftigen. Zudem halten sich die drei teilweise an verschiedenen Orten auf, sodass man einen guten Überblick über die Ereignisse innerhalb des Imperiums erhält.
Elias und Laia sind mir sympathisch wie eh und je. Laia hält tapfer an ihrem Ziel fest, ihren Bruder zu befreien. Dabei weckt sie auf der langen Reise ungeahnte Kräfte in sich – aufgeben kommt nicht infrage –, und auch zum Kämpfen ist sie gezwungen, auch wenn es ihr schwer fällt, andere, Gegner oder nicht, zu verletzten. Elias ist... einfach Elias. Auf der einen Seite der überlegte, strategische Kämpfe und auf der anderen Seite so fürsorglich, aufmerksam und absolut loyal. Und dann ist da nun noch Helena. Mit ihrer Innenperspektive kommen ganz neue Aspekte hinzu. Zum einen erfährt man durch ihre Perspektive viel über die Pläne der Verfolger sowie über die Kommandantin, Marcus und die Entwicklung des Imperiums. Bei Helena war ich hin und hergerissen: Mal mochte ich sie, mal störte mich ihre blauäugige Treue zum Imperator. Allerdings wird ihre innere Zerrissenheit sehr nachvollziehbar dargestellt und es war interessant ihre Entwicklung, und auch ihre Aufdeckungen, zu verfolgen.
Die Geschichte ist von Beginn an sehr spannend: Elias und Laia befinden sich auf der Flucht, die Jäger dicht auf den Fersen. Doch nicht nur ihre Verfolger sorgen für Gefahr, auch andere Hindernisse stellen sich den beiden in den Weg. Es gib viele actionreiche Szenen und noch mehr Dramatik und Gefühl. Allerdings ist die Geschichte auch recht brutal und blutig. Vor allem mit Marcus als Imperator kommt es zu vielen grausamen Szenen, die Sabaa Tahir – wie auch den Rest der Handlung – anschaulich, detailliert beschreibt.
Da nicht jede Figur mit offenen Karten spielt, hat das Buch einige Überraschungen und unerwartete Wendungen zu bieten. Ein Ereignis jagt das nächste, das Tempo ist insgesamt sehr hoch. Vorhersehbar ist die Geschichte wirklich an keiner Stelle und so fällt es schwer, das Buch wieder aus der Hand zu legen. Doch so gefesselt ich war und so spannend ich es fand, an einigen Stellen bin ich beim Lesen doch unruhig geworden, weil es mir nicht schnell genug ging: Es kommt auf dem Weg immer und immer wieder neues Unheil auf die zwei liebgewonnenen Protagonisten zu und ich fieberte darauf hin, zu erfahren, wie es ihnen ergeht, ob ihr Plan aufgeht. Aber durch immer neue unerwartete Ereignisse und Perspektivwechsel wurde das Erreichen des Ziels wieder verzögert und die Anspannung weiter gesteigert. Selten habe ich mir gewünscht, ein Buch möge endlich enden und mich erlösen, hier war es an einigen Stellen dann doch so. Und gleichzeitig war ich aber enttäuscht, als das Ende kam, denn ich möchte am liebsten sofort weiterlesen. Zwar hat die Geschichte keinen so schlimmen Cliffhanger wie Band 1, dennoch sind erst wenige Fragen beantwortet, nur wenige Intrigen aufgelöst und vieles ist noch ungewiss.
Unglaublich spannende Fortsetzung mit immer neuen Überraschungen. Die sympathischen Hauptfiguren sehen sich vielen Gefahren gegenüber und nicht jeder kann überleben. Dramatik, Action und verschiedene Gefühle sorgen für abwechslungsreiche fesselnde Lesestunden. Dabei war die Anspannung beim Lesen so groß, dass ich mir das Ende herbeigesehnt habe und dennoch enttäuscht war, als es dann kam – wann geht es weiter?

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18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

In Gedanken ein Steinadler

Anika Lorenz
E-Buch Text: 233 Seiten
Erschienen bei Impress, 05.01.2017
ISBN 9783646602838
Genre: Fantasy

Rezension:

 Achtung: Spoiler in Bezug auf die Vorgänger vorhanden!

Da Vorwissen auf jeden Fall notwendig ist, da die vorangegangene Handlung mit den bekannten Figuren ohne viele Rückblicke weitergeführt ist, verzichte ich auf eine extra Inhaltsbeschreibung.

In Gedanken ein Steinadler knüpft an die Ereignisse des Vorgängerbandes an. Einige Wochen sind seitdem vergangen, wobei Ich-Erzählerin Emma kurz zurückblickt, wie es ihr in dieser Zeit ergangen ist.
Die Ereignisse, die zur Flucht aus ihrer Heimat geführt haben, haben sie stark aus der Bahn geworfen. Die streift viel als Tier durch die Gegend und hängt ihren Gedanken nach, an denen sie den Leser ausgiebig teilhaben lässt.
Es dauert einige Zeit, bis Emma wieder ein Ziel im Leben findet, für das sie nun kämpfen möchte, doch dann kehrt die junge Frau mit neuer Stärke zurück.

Was ich in Büchern nicht so mag, sind junge Figuren, die sich zu übermächtigen Helden entwickeln. Im Moment scheint Emma genau auf dem Weg dorthin. Sie war durch ihre drei Tiere ja ohnehin schon außergewöhnlich, nun kommen noch neue Fähigkeiten hinzu. Ich bin noch etwas skeptisch, was ihre Sonderrolle betrifft und hoffe auf eine gute Erklärung – eine kleine Vermutung dazu habe ich auch und bin gespannt, ob sich diese bestätigt.

Einerseits passiert in der Handlung recht viel: viele neue Figuren werden eingeführt, Kämpfe ausgefochten, Fähigkeiten erlangt. Und andererseits hatte ich oft das Gefühl, dass die Geschichte nicht so recht vorankommt: Die Hälfte der Zeit ist Emma mit sich und ihren Gedanken beschäftigt – ihrer Trauer und ihren gespaltenen Gefühlen Liam und Nate gegenüber.
Letztlich ergibt sich dadurch eine gute Mischung aus actionreichen Szenen und ruhigeren Passagen. Dabei werden neue Fragen aufgeworfen und neue Handlungsstränge begonnen, sodass ich nun hoffe, Band 4 von 6 gibt vielleicht neue Antworten.

Auch wenn das Buch nicht durchweg spannend ist, habe ich es gern gelesen. Besonders zu Beginn empfand ich Emmas aufgewühlten Gefühle sehr berührend. Mit der Zeit dreht sie sich etwas im Kreis, ergreift letztlich die Flucht und findet auch im Alkohol Erlösung – dies war mir zwar teilweise etwas zu viel, andererseits bleibt nachvollziehbar, dass die 19-jährige nach den schrecklichen Erlebnissen verzweifelt nach einem Weg sucht, mit ihrem neuen Leben umzugehen. Hoffentlich kriegt sie die Kurve wieder... Teil 4 erscheint zum Glück schon nächsten Monat.

Eine zerrissene Protagonistin mit übermächtigen Fähigkeiten – was Emmas Verhalten und ihre Kräfte angeht, bin ich zwar noch skeptisch, aufgrund der Mischung aus spannender, actionreicher Handlung und gefühlvollen Passagen macht es aber Spaß, Emmas Weg zu verfolgen. Ich freue mich auf Band 4 und bin gespannt, wie sich der Titel der kommenden Werke erklärt (ich rechne mit dem schlimmsten... ;) ).

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21 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

graf, hass, dark diamonds, freundschaft, drachen

Das Spiel des Grafen

Tanja Penninger
E-Buch Text
Erschienen bei Dark Diamonds, 30.12.2016
ISBN 9783646300222
Genre: Fantasy

Rezension:

Lisbettas 16-jährige Herrin Marjan soll verheiratet werden. Der Teenager träumt von einem Prinzen und ist geschockt, als sie ihren zukünftigen Mann kennenlernt. Der wortkarge Graf entspricht gar nicht ihren Vorstellungen. Die 19-jährige Lisbetta und Marjan erwartet ein Leben, das nun völlig anders verläuft als erhofft. Doch der düstere Graf, vor dem sich im Nachbarort alle fürchten, löst eine eigenartige Faszination auf Lisbetta aus...

Der Prolog kündigt bereits an, dass die Geschichte ruhiger beginnt. Nach dem Lesen frage ich mich nun leider, ob Ich-Erzählerin Lisbetta damit dieses komplette Buch meinte, welches ja der Beginn einer Reihe und damit der Anfang ihrer Geschichte ist. Den leider kommt bis kurz vor Schluss nicht richtig Spannung in die Handlung.
Es plätschert einfach konstant vor sich hin. Hier und da werden Dinge angedeutet, dann aber wieder fallengelassen. Es passieren Morde und es werden Leute beschuldigt. Letztlich wird aber auch dies nicht verfolgt. Lisbetta sieht ungewöhnliche Dinge, geht diesen aber nicht nach. Es ist zum Haare raufen, denn das Buch ist keineswegs langweilig, im Gegenteil, ich bin total gespannt, worauf alles hinauslaufen soll, aber es dauert mir einfach zu lange, bis es voran geht – hinzu kommt, dass manches von dem, was dann endlich passiert, auch nicht wirklich unerwartet kommt.

Für mich die spannendste Figur bleibt bis zum Ende der Graf. Er ist sehr verschlossen, wortkarg und reagiert oft gewalttätig. Doch hin und wieder blitzt auch eine andere, sehr sympathische Seite durch und es wird ein großes Geheimnis angedeutet, das es noch zu Lüften gilt.
Lisbetta rief immer wieder unterschiedliche Gefühle in mir hervor. Auf der einen Seite ist sie herzlich und hilfsbereit, aber auf der andern Seite auch so pflichtbewusst, dass sie manchmal vergisst, auf die Gefühle ihres Umfelds Rücksicht zu nehmen. Da die Geschichte aus ihrer Perspektive geschildert wird, erlebt der Leser all ihre Gedanken und Gefühle mit – die Entwicklung, die sie hier durchmacht, ist sehr interessant zu verfolgen. Sie kämpft nicht nur mit den Umständen, sondern oft auch mit sich selbst.

Zunächst scheint es, als würde die Geschichte in einer mittelalterlichen Welt spielen. Allerdings wird immer wieder auf die ausgestorbenen Drachen hingewiesen, sodass das Setting eine magische Note bekommt, die aber bisher noch nicht weiter zum Tragen gekommen ist. Während in der Burg des Grafen alles per Handarbeit erledigt wird und Kerzen als Lichtquelle dienen, gibt es Grafschaften mit Elektrizität und fließendem Wasser. Die Welt gilt es daher also auch noch weiter zu erkunden.

Der Schreibstil sowie die Sprache der Figuren ist – dem Setting angepasst – ebenfalls etwas altertümlich, manchmal umständlich und irgendwie staksig, trotzdem liest sich das Buch insgesamt flüssig. Dank Lisbettas bildhafter Erzählweise kann man sich viele Begebenheiten leicht vorstellen.

Obwohl ich das Buch total gern gelesen habe, trieb es mich gleichzeitig manchmal in den Wahnsinn. Es werden so viele Geheimnisse angedeutet, aber dann geht es einfach nicht voran. Viel zu oft wird sich in langatmigen Details des täglichen Lebens verloren, während direkt daneben doch eigentlich die aufregenden Themen lauern. Erst zum Ende hin steigt das Tempo etwas und die Spannung nimmt zu. Antworten auf die vielen offenen Fragen bleiben aber erst mal aus.

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(54)

199 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

fantasy, alana falk, arena verlag, sterne, gesellschaft

Das Herz der Quelle - Sternensturm

Alana Falk
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Arena, 03.01.2017
ISBN 9783401602905
Genre: Jugendbuch

Rezension:

 Die Geschichte wird in zwei Handlungssträngen, die sich immer wieder abwechseln, erzählt:

- Zum einen geht es um die 19-jährige Liliana, die auf eine Quelle wartet, damit sie als Magierin ausgebildet werden kann. Doch mit der Quelle, die sie dann zugewiesen bekommt, erwarten sie plötzlich völlig unerwartete Schwierigkeiten. Denn Chris hasst das System und verschließt seine Energie vor Liliana.
Dieser Handlungsstrang hat mir von Beginn an unglaublich gut gefallen. Lilliana ist eine sympathische Figur, die versucht, noch ihren Freiraum zu genießen, bevor sie die Pflichten als Magierin antreten muss. Da Chris als Quelle alles andere als einfach ist, ist sie oft hilflos und überfordert – so kommt es zu manch konfliktreichem, emotionalen Dialog. Doch die beiden machen eine tolle Entwicklung durch und je näher sie sich kennenlernen, desto nachvollziehbarer wird ihr Handeln und vor allem Chris’ Wesen.

- Der zweite Handlungsstrand dreht sich um die Magierin Adara, die ihre Quelle verloren hat und sich gegen eine neue Verbindung wehrt.
Prinzipiell fand ich auch diesen Handlungsstrang sehr spannend. Adara ist irgendetwas auf der Spur, doch wo die Gefahr lauert, wird nur angedeutet, sodass die Neugier wächst, was mit ihr und ihrer Quelle geschehen ist und was es mit der Gemeinschaft der Magier insgesamt auf sich hat. Es ist schwer, einzuschätzen, wem Adara vertrauen kann und wer welche Absichten verfolgt.
Allerdings bin ich bei diesem Handlungsstrang zum Ende hin etwas ungeduldig geworden, da Adara in ihrem Vorhaben nicht so recht vorankommt und es lange, lange bei bloßen Andeutungen bleibt. Dabei habe ich die ganze Zeit über den Zusammenhang zwischen den beiden Geschichten nachgegrübelt und die unterschiedlichsten Vermutungen angestellt.

Die tatsächliche Auflösung kam für mich allerdings völlig unerwartet. Diese Wendung hatte ich zu keiner Zeit in Betracht gezogen, sodass die Überraschung mich für die leicht zähen Passagen in Adaras Geschichte absolut entschädigt hat.

Insgesamt enthält die Geschichte viele dramatische Momente. Die Aufgabe der Magier ist es, zahlreiche Naturkatastrophen, die Neuseeland bedrohen, zu verhindern oder abzumildern. Doch gerade für die jungen Magier, die sich eigentlich noch in ihrer Ausbildung befinden, erweist sich dies manchmal als nahezu unmögliche Herausforderung. Besonders Liliana und Chris sind gezwungen, über sich hinauszuwachsen und vor allem zusammenzuwachsen, doch auch ihre Kräfte sind begrenzt.

Überhaupt ist die entworfene Magier-Welt mit ihren Regeln, ihrem Agieren im Verborgenen und den wiederkehrenden Bedrohungen sehr spannend beschrieben. Hinzu kommt, dass offensichtlich nicht alle Magier tatsächlich das Beste für die Menschheit wollen – Lügen und Intrigen, die für zusätzliche Spannung sorgen, eingeschlossen. Da besonders hier am Ende des Buches noch einige Fragen offen bleiben, freue ich mich auf die Fortsetzung. Die wichtigsten Handlungsstränge sind allerdings abgeschlossen, sodass die Geschichte auch für sich stehen könnte.

Der Erzählstil ist, wie von Alana Falk gewohnt, sehr bildhaft und detailliert, sodass man sich die Figuren und die fremde Welt der Magie leicht vorstellen kann. Trotz der Erzählweise in der dritten Person ist man als Leser nah an den Figuren und bekommt intensive Einblicke, besonders in die Gefühlswelt von Liliana und Adara.

Sternensturm. Das Herz der Quelle ist eine Geschichte voller Emotionen und Dramatik, voller Magie und unerwarteter Wendungen. Es macht Spaß, die Entwicklung der Figuren zu verfolgen. Während der Erzählstrang um Chris und Liliana mich durchgehend fesseln konnte, wurde ich bei Adara irgendwann ungeduldig aufgrund ihres langsameren Fortschrittes. Doch die Auflösung hat mich komplett überrascht. Ihr müsst es einfach selbst lesen - ich konnte nur noch sprachlos auf die Seiten starren...

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(90)

261 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 76 Rezensionen

fantasy, liebe, jugendbuch, märche, märchen

Königreich der Schatten: Die wahre Königin

Sophie Jordan , Barbara Imgrund
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 06.03.2017
ISBN 9783959670708
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Luna wächst in einem im Wald versteckten Turm im Reich Relhok auf. Ewige Dunkelheit hat das Land heimgesucht und bringt grausige, tödliche Kreaturen mit sich. Als die 17-jährige gezwungen ist, mit dem Waldläufer Fowler zu fliehen, müssen die zwei sich durch die gefährliche Welt kämpfen. Doch nicht nur die Ungeheuer bergen Gefahren. Luna darf auf keinen Fall gefunden, ihre Identität nicht aufgedeckt werden...

Die Geschichte ist sehr, sehr düster. 23 Stunden am Tag herrscht Finsternis in Relhok. In der Zeit trieben die Finsterirdischen ihr Unwesen. Nur eine Stunde am Tag herrscht Mitterlicht, in dem die Ungeheuer verschwinden.
Nun haben Luna und Fowler aber einen langen, langen Weg vor sich. Geschützte Siedlungen sind selten und so erwartet die beiden eine aufregende Reise voller Gefahren.

Abwechselnd schildern beide ihre Erlebnisse in der Ich-Perspektive, sodass der Leser einen Einblick in ihre Gedanken und Gefühle bekommt. Sehr anschaulich kann man miterleben, wie beide die dunkle Welt empfinden und mit welchen Mitteln sie sich zurechtfinden.
Anfangs können die zwei Protagonisten sich nicht ausstehen. So gilt es neben der aufregenden Tour durchs Land auch mitzuerleben, wie die zwei sich zusammenraufen, um gemeinsam den Gefahren entgegenzutreten.
Dabei waren mir beide auf ihre Art schnell sympathisch. Aber besonders Lunas Fähigkeiten, sich ihren Weg durch die Dunkelheit zu suchen, haben mich fasziniert. Sie macht im Buch eine tolle Entwicklung durch: Anfangs drängelt sie, ihren Turm endlich verlassen zu dürfen, um zu zeigen, was sie kann. Und plötzlich muss sie sich unter extremsten Bedingungen beweisen, erlebt dabei Angst und Schrecken und kämpft sich jedes Mal eindrucksvoll zurück.

Die Handlung ist von Beginn an spannend. Sogar Lunas Leben im versteckten Turm ist nicht sicher. Die Stimmung ist von Beginn an sehr düster. Die schaurig-faszinierende Atmosphäre wird über die komplette Geschichte gehalten.
Auf ihrer Reise erwarten Luna und Flower sehr unterschiedliche Hindernisse, die es mal besser, mal schlechter zu Überwinden gilt. Zwar ging ich davon aus, dass in einem Reihenauftakt die Hauptfiguren erst mal überleben sollten, doch sicher kann man sich hier zu keinem Zeitpunkt sein. Und so bietet die Story sehr aufregende Lesestunden mit der ein oder anderen unerwarteten Überraschung.

Das Ende ist ein große Cliffhanger, der mich voller Ungeduld auf die Fortsetzung zurücklässt.

Königreich der Schatten: Die wahre Königin ist ein Buch voller Überraschungen. Es ist aufregend, den Weg der Figuren zu verfolgen und zu beobachten, wie sie nach anfänglicher Abneigung beginnen, gemeinsam die Hindernisse zu überwinden. Dramatik und vielfältige Emotionen wechseln sich in dem schaurig-düsteren Setting ab.

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619 Bibliotheken, 18 Leser, 1 Gruppe, 135 Rezensionen

fantasy, marie lu, jugendbuch, young elites, verrat

Young Elites - Die Gemeinschaft der Dolche

Marie Lu , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Loewe, 16.01.2017
ISBN 9783785583531
Genre: Jugendbuch

Rezension:

 Die Legend-Trilogie der Autorin habe ich von der ersten bis zur letzten Seite geliebt. Daher war ich sehr gespannt auf den neuen Reihenauftakt. Zwar konnte das Buch für mich nicht ganz mit Legend mithalten, gefallen hat es mir allerdings schon:

Marie Lu entwirft ein ebenso erschreckendes wie faszinierendes Szenario. Eine schwere Krankheit hat vor Jahren große Teile der Bevölkerung vernichtet; wer überlebt hat, ist entstellt. Während die Gezeichneten in einem Land vergöttert werden, werden sie im nächsten verachtet, gejagt und hingerichtet.
Doch das Blutfieber hat nicht nur optische Makel hinterlassen. Einige der Erkrankten haben spezielle, sehr unterschiedliche magische Fähigkeiten entwickelt. Und wenn diese Begabten nun auf die Jäger treffen, sind große Konflikte vorprogrammiert. Vor allem, wenn die Gezeichneten es auf den Thron abgesehen haben...
So gerät Protagonistin Adelina in einen Machtkampf aus Geheimnissen, Verrat und Intrigen – eine spannende Story beginnt.

Adelina ist die Ich-Erzählerin der Geschichte, die immer wieder von kleinen Passagen aus der personalen Sicht weiterer Charaktere unterbrochen wird. Diese kurzen Absätze geben Einblicke und Ausblicke, was um Adelina herum geschieht. Dadurch erhält man als Leser immer wieder einen Wissensvorsprung bezüglich neuer Intrigen oder verborgener Pläne, die die Spannung zwar steigern, insgesamt waren diese Perspektivwechsel aber so selten und knapp gehalten, dass ich sie vermutlich auch nicht vermisst hätte.

Adelina hat mir bis zum Schluss ein paar Schwierigkeiten bereitet. Es gab mehrere Situationen, in denen ich sie gern geschüttelt und angeschrieen hätte – viele ihrer Entscheidungen waren für mich nicht nachvollziehbar. Allerdings hat sie es auch wirklich nicht leicht: Kaum hat sie ihre Fähigkeiten entdeckt, ist sie auch schon gezwungen, sie so gut wie möglich im Kampf einzusetzen. Sie übt eifrig und zielstrebig. Dabei macht sie eine unglaubliche Entwicklung durch – die mir stellenweise aber etwas zu schnell ging, da manche Fähigkeiten quasi aus dem nichts kamen.
Adelina ist keineswegs die typische liebenswürdige, zarte Hauptfigur. Sie hat zwar schwache, verletzliche Momente, aber sie wächst genauso oft über sich hinaus und kämpft verbissen und mit unglaublicher Härte. Dabei offenbart sich immer wieder ihre dunkle, fiese Seite. Sie trägt so viel Wut und Zorn in sich, sodass es teilweise schwer ist, sie zu mögen – faszinierend wird sie dadurch aber absolut und ich bin unglaublich gespannt, wie sie sich weiter entwickeln wird.

Adelina ist allerdings nicht die einzige Figur, über die ich gerätselt habe. In der Gemeinschaft der Dolche trifft sie auf sehr verschiedene Charaktere, die nur schwer einzuordnen sind und sich sehr unterschiedlich, manchmal auch widersprüchlich, verhalten.

Die Geschichte ist düster und brutal, teilweise sogar eklig. Marie Lu scheut keine bildhaften Beschreibungen grausamer Kämpfe, die man sich manchmal lieber nicht so detailliert vorgestellt hätte.
Aufgrund der sehr unterschiedlichen Ziele der einzelnen Charaktere ist die Handlung von Beginn an spannend und verzwickt. Wem kann Adelina vertrauen? Wer ist auf ihrer Seite? Wer nutzt sie aus? Und vor allem: Wer wird am Ende gewinnen? Marie Lu gelingt es, mich mehrfach zu überraschen, sogar zu schocken. Besonders das Ende, das mit allerlei Action und Dramatik daherkommt, kam für mich absolut unerwartet. Der weitere Verlauf der Handlung bleibt sehr offen. Der Epilog deutet bereits neue Figuren mit eigenen Zielen an und macht auf jeden Fall schon jetzt Neugierig auf Das Bündnis der Rosen.

Spannende Geschichte voller Geheimnisse, Blut und Intrigen. Marie Lu fesselt mich mit ihrem packenden Szenario - mit Protagonistin Adelina habe ich mich aber bis zum Schluss schwer getan. Sie ist keine Figur, die man einfach so ins Herz schließt – doch auch das verleiht der Geschichte einen gewissen Reiz. Ich bin gespannt, wie es weitergeht.

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24 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

hörbuch, gegensatz arm-reich, ab 14, high-fantasy, sklaven

Elias & Laia - Die Herrschaft der Masken

Sabaa Tahir , Barbara Imgrund , Max Felder , Gabrielle Pietermann
Audio CD
Erschienen bei Bastei Lübbe, 15.05.2015
ISBN 9783785750810
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Elias & Laia – Herrschaft der Masken habe ich 2015 direkt nach der Veröffentlichung gelesen. Das Buch war in diesem Jahr eins meiner absoluten Highlights. Nun stand Band 2 zum Lesen bereit, aber da ich auf den ersten Seiten das Gefühl hatte, mich nicht genug erinnern zu können, um die Geschichte wirklich zu genießen, beschloss ich, Teil 1 noch mal aufzufrischen.

 

Dazu habe ich einige Teile des Buches gelesen, andere Teile gehört – je nachdem, wo ich gerade war und was ich gemacht habe.

Da ich das Buch bereits rezensiert habe, möchte ich an dieser Stelle nur ein paar Worte zur Hörversion loswerden, denn inhaltlich hat mich die Geschichte auch beim zweiten Mal überzeugt. Während des Hörens und Lesens kamen viele Erinnerungen zurück, sodass ich oft, kurz bevor etwas passierte, dachte – hach ja, das kam ja gleich. Insgesamt war es aber definitiv die richtige Wahl, noch mal die komplett Geschichte aufzufrischen, denn nun fühle ich mich gut vorbereitet.

 

Hörbücher zu hören, fällt mir immer etwas schwer. Ich muss dabei beschäftigt sein, damit ich nicht einschlafe. Aber ich darf auch nicht zu beschäftigt sein, weil ich sonst ja nicht mehr zuhöre. Da ich die Geschichte nun schon kannte, war es für mich nicht ganz so schlimm, wenn ich mal einen Satz nicht mitbekommen habe. Hauptsächlich habe ich bei der Hausarbeit und bei der Gestaltung neuer Blog-Posts gehört.

 

Da die Geschichte aus zwei Ich-Perspektiven geschildert wird, gibt es zwei Sprecher – einen männlichen für Elias, und eine weibliche für Laia. Ich musste mich an beide Stimmen erst gewöhnen, da sie zunächst nicht so recht zu meinen Vorstellungen beider Charaktere passen wollten.

Obwohl ich Betonung und Sprechtempo zum Zuhören angenehm fand, ist mir beim Mitlesen – damit ich die richtige Stelle finde, um wieder von Hörbuch auf Buch zu wechseln – doch aufgefallen, wie viel länger es dauert, zuzuhören, als selbst zu lesen. Zum Zuhören war es aber absolut ok.

 

Es handelt sich hierbei um ein Hörbuch. Allerdings finde ich, dass die Geschichte ganz viel Potential für ein paar Hörspielelemente hätte. Hier und da das Geräusch aufeinanderschlagender Schwertklingen hätte dem ganzen mehr Atmosphäre verliehen. So fand ich es insgesamt recht nüchtern. Hätte ich die düstere Stimmung Schwarzkliffs nicht gekannt, hätte es auf mich vermutlich nicht so sehr gewirkt, wie ich es beim Lesen empfunden habe.

 

Die Geschichte an sich konnte mich aber auch beim zweiten Mal fesseln...
Mein Fazit nach dem Lesen kann ich daher nur nochmal wiederholen:
Wow! Ich habe zwar in letzter Zeit einige gute Bücher gelesen, aber dieses sticht doch heraus. Diese fremde, unglaublich komplexe Welt, die ungewöhnliche Gesellschaftsordnung, die ereignisreiche, abwechslungsreiche Handlung mit dem hohen Erzähltempo, die zwei sympathischen Protagonisten, die kaum miteinander agieren – und die ständige Ungewissheit, wohin mich das Buch überhaupt führen wird, haben Die Herrschaft der Masken zu einem unglaublich packenden Leseerlebnis gemacht.

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54 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

Pala - Verlorene Welt

Marcel van Driel , Carolin Liepins
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Oetinger Taschenbuch, 14.10.2016
ISBN 9783841504562
Genre: Jugendbuch

Rezension:



Achtung: Dritte Band der Reihe. Spoiler in Bezug auf die Vorgänger möglich!
Die Handlung knüpft direkt an die Vorgängerbände an. Vorwissen ist daher absolut notwendig, da man all die Andeutungen und Verknüpfungen sonst nicht verstehen würde. Für den Einstieg hätte ich mir ein paar etwas detailliertere Rückblicke gewünscht, diese fallen insgesamt eher spärlich aus, die Geschichte ist aufgrund der Vielzahl an Personen, die jeweils unterschiedliche Absichten verfolgen, aber recht komplex, sodass ich ein paar Seiten benötigt habe, alle losen Fäden wieder aufzunehmen. Hilfreich war dafür das kurze Zusammenfassungskapitel der bisherigen Geschichte, welches zumindest die grobe Handlung auffrischt.

Auch Band drei der Pala-Reihe kann mich wieder fesseln und überraschen. Die Handlung hat insgesamt ein ziemlich hohes Tempo, es passiert sehr viel kurz aufeinander. Trotzdem bleibt immer wieder Zeit, einen Blick in die Gedankenwelt der Protagonisten zu werfen. Gerade Iris sticht dabei mit ihren immer gleichen Zweifeln hervor. Und dies sind dann auch die wenigen Momente, in denen man merkt, dass Iris eben doch erst ein Teenager ist, fast noch ein Kind. Ansonsten handelt sie oft so kontrolliert und kalkuliert, dass sie eher wie eine Erwachsene wirkt. Dies gilt auch für die anderen Figuren. Aber vielleicht lässt so eine Extremsituation Jugendliche einfach sehr schnell erwachsen werden und tagtäglich über sich hinauswachsen...?!

Der Erzählstil bleibt beibehalten: In der personalen Erzählweise springt die Perspektive zwischen den bekannten Figuren. Teilweise sind die Passagen nur sehr kurz, teilweise auch mehrere Seiten lang. Die schnellen Wechsel sorgen für Spannung und Neugier, da man bei jeder Figur wissen möchte, wie es weitergeht. Manchmal habe ich die kleinen Abschnitte aber auch verflucht, weil ich mich so schnell wieder herrausgeworfen gefühlt habe und am liebsten sofort weiterlesen wollte, was genau dieser Charakter als nächstes erlebt.

Die Handlung ist nur selten vorhersehbar. Marcel van Driel gelingt ein Schockmoment nach dem anderen. Zwar denkt man immer so kann es doch nicht ausgehen, aber was dann wirklich kommt, ist jedes Mal wieder überraschend. Verstärkt wird dieser Effekt noch dadurch, dass alle Figuren eigene Ziele verfolgen und sich darüber nicht immer in Kenntnis setzen. So brechen sie also zu einer Mission mit einem eigentlich klaren Ziel auf, aber da jeder an anderen Fäden zieht, ist das Ergebnis am Ende wieder völlig anders als erwartet.

Ursprünglich wurde die Reihe als Trilogie angekündigt. Und dem Nachwort des Autors ist auch zu entnehmen, dass Verlorene Welt als Abschluss geschrieben wurde und es für ihn eigentlich gar nicht weitergehen sollte. Wäre dies tatsächlich der letzte Band, hätte ich mir zwar noch eine handvoll Seiten mehr gewünscht, insgesamt hätte das Buch aber schon als Abschlussband stehen bleiben können. Es werden viele, viele Fragen beantwortet und nahezu alle Handlungsstränge abgeschlossen - die Zukunft bleibt aber ungewiss. Da der Verlag bereits den vierten Band für die zweite Jahreshälfte angekündigt hat, bin ich sehr gespannt, wie Marcel von Driel die für ihn eigentlich beendete Geschichte dann weiterführt.

 Toller, spannungsgeladener dritter Band voller Überraschungen. Mein einziger Kritikpunkt sind die Figuren, die viel erwachsener wirken und agieren, als sie eigentlich sein sollen. Trotz ungewisser Zukunft hätte das Buch für mich aufgrund der vielen beantworteten Fragen zwar als Abschlussband stehen bleiben können, trotzdem freue ich mich auf ein weiteres, hoffentlich ebenso aufregendes Abenteuer auf Pala.

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