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62 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 12 Rezensionen

fantasy, drachenjäger, flugschiffe, abenteuer, drachenjagd

Der Drachenjäger - Die erste Reise ins Wolkenmeer

Bernd Perplies
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 27.07.2017
ISBN 9783596296712
Genre: Fantasy

Rezension:

Als junger Drachenjäger macht Adaron Bekanntschaft mit einem der legendären Urdrachen. Allerdings endet diese Begegnung tragisch und Adaron verbringt sein Leben auf der Suche nach dem Ungetüm, das sein Leben zerstört hat. Lian gerät eher zufällig auf sein Schiff. Er ist erstmal froh, nach einer brenzligen Situation Zuflucht gefunden zu haben. Noch ahnt er nicht, welche Abenteuer ihm dank des fanatischen Kapitäns bevorstehen...
Eine endlos lange Schlucht unbekannter Tiefe über der ein Wolkenteppich aufzieht. Schwebende Felsen. Riesige Drachen. Und mittendrin diverse fliegende Segelschiffe, deren Besatzung Jagd auf die Giganten macht. Autor Bernd Perplies entwirft eine faszinierende Fantasywelt. Dabei bedient er sich auch einiger Landschaften und Völker aus seiner Imperium der Drachen-Reihe - das Buch spielt quasi in der gleichen Welt. Es ist allerdings nicht notwendig, die Reihe zu kennen, da die Geschichten unabhängig voneinander sind.
Am Anfang hatte ich einige Probleme, mir die Welt vorzustellen. Trotz bildhafter Beschreibungen erschloss sich mir das Setting nicht sofort. Es gibt weder eine Karte noch einen Glossar. Dank autorenbegleiteter Leserunde löste sich dieses Problem aber schnell: Die Figuren bewegen sich nicht im Himmel über unserer Erde sondern in einem Ozean aus Wolken inmitten ihrer mittelalterlichen Fantasywelt.
Die Handlung konnte mich dann schnell fesseln. Adarons Schicksalsschlag ist erschreckend. Dass er die Ereignisse nicht vergessen kann, verständlich. Doch sein Durst nach Rache kennt keine Grenzen. Auf der Suche nach dem Einen muss seine Crew etliche Gefahren überstehen.
Lian ist ein Teil dieser Schiffsbesatzung. Er ist ein sympathischer junger Mann, der sich für seine Freunde und Familie einsetzt, ohne lange über mögliche Konsequenzen nachzudenken. Auf seiner ersten Reise ins Wolkenmeer muss er über sich hinauswachsen, um den Drachen zu trotzen.
Die Handlung ist durchweg spannend. Bernd Perplies gelingt es, mich immer wieder zu überraschen. So hält die Handlung mehrere absolut unerwartete Wendungen und Entdeckungen bereit. Es gibt zahlreiche blutige Kampfszenen gegen die großen Echsen, aber auch berührende und traurige Szenen. Viel Zeit für ruhige Momente bleibt allerdings nicht. Die Schiffsbesatzung und vor allem Lian geraten von einer gefährlichen Situation in die nächste. Die Spannung nimmt zum Ende hin immer weiter zu, es wird aufregender und dramatischer, sodass es unmöglich ist, das Buch auf den letzten Seiten nochmal wegzulegen.
Das Ende ist stimmig und berührend. Obwohl die wichtigsten Handlungsstränge abgeschlossen sind, bleiben noch kleine Fragen offen. Auf zur zweiten Reise ins Wolkenmeer – hoffentlich sehr bald!
 Eine faszinierende Welt mit facettenreichen Figuren und detailliert beschriebenen Drachen. Die Handlung ist actionreich, dramatisch und berührend. Die Geschichte ist durchgehend spannend und lässt weder dem Leser noch den Figuren viel Zeit zum Luftholen - bitte schnell mehr davon!

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 6 Rezensionen

kinderbuch, fantasy

Scarlet und der Zauberschirm

Cerrie Burnell , Anne Braun , Laura Ellen Anderson
Fester Einband: 128 Seiten
Erschienen bei FISCHER KJB, 25.08.2016
ISBN 9783737340656
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Bei dem Buch handelt es sich um den ersten Band einer Reihe. Die Geschichte ist aber inhaltliche abgeschlossen.
Es ist eine fantastische Geschichte, bei der die Altersempfehlung von 6 Jahren auf jeden Fall passt. Das kindliche Abenteuer bietet unterschiedliche, bildhaft beschriebene Figuren und eine phantasievolle Handlung, in der nicht alles völlig logisch abläuft. Scarlett muss auf der Suche nach ihrem Kater einige Aufgaben bestehen. Allzu große Schwierigkeiten stellen sich ihr dabei, auch dank ihres fliegenden Zauberschirms, nicht in den Weg. Dennoch bieten ihre Taten Denkanstöße, welche Opfer man für andere bringen kann und wie wichtig Freundschaft und Familie ist.
Die Sprache ist größtenteils einfach, aber es gibt immer wieder sehr poetische Beschreibungen, bei denen ich mich teilweise gefragt habe, ob Kinder sich darunter etwas vorstellen können. Manchmal konnte ich es nicht mal – oder wisst ihr, was es bedeutet, wenn Augen umwölkt wie Morgennebel (Kapitel 5) sind?
 
Süßes, phantasievolles Kinderabenteuer, dass neben der fantastischen Handlung auch Themen wie Freundschaft und Liebe (zum Haustier) anschneidet. Die Geschichte liest sich dank der überwiegend bildhaften, überwiegend einfachen Schreibweise zügig. Die Illustrationen sind sehr niedlich und passen perfekt zum Text.

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18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

liebe, schottland, unfall, vampire, bestimmung

Immortal Love. Ein Hauch von Menschlichkeit

Claudia Romes
E-Buch Text
Erschienen bei Dark Diamonds, 26.10.2017
ISBN 9783646300536
Genre: Fantasy

Rezension:

Auf dem Heimweg von einer Party hat die 20-jährige Sarah einen schweren Unfall. Sie wird von einem Unbekannten gerettet, der direkt darauf verschwindet. Keiner hat ihn gesehen und niemand glaubt ihr, dass er da war. Als Sarah einige Zeit später Zachary kennenlernt, ist sie sich ganz sicher, ihren Retter gefunden zu haben. Ihre Freunde warnen sie vor ihm, denn Zach wohnt auf Schloss Glamis, um welches sich eine grausame Legende rankt. Aber Sarah hat bereits gemerkt, dass sich seit dem Unfall etwas verändert hat...

Das Buch startet mit einem mysteriösen Prolog, der gleich zu Beginn eine düstere Stimmung erzeugt, die die ganze Geschichte durchzieht. Dabei ist es fast ein wenig schade, dass der Prolog bereits verrät, um welche Art von übernatürlichen Wesen es sich in der Legende um Schloss Glamis handelt. Der Leser erhält damit einen Wissensvorsprung gegenüber Ich-Erzählerin Sarah, die viele ungewöhnliche Erlebnisse hat und sich lange fragt, womit sie es zu tun hat.

Dennoch entwickelt sich eine spannende Geschichte. Nach und nach wird die Vergangenheit offenbart und die Legende mit zusätzlichen Details unterlegt. Dabei kommen einige unerwartete Zusammenhänge zutage.
Alte Feinde treffen aufeinander und neue Freundschaften werden geschlossen, die nach der Aufdeckung der Geheimnisse auf eine harte Probe gestellt werden.

Claudia Romes entwirft eine facettenreiche Vampirrasse, die nicht den gängigen Klischees entspricht. Dennoch spielt sie mit den Vorurteilen über die Blutsauger und bringt damit nicht nur Sarah sondern auch den Leser immer wieder zum Zweifeln, ob der scheinbar nette Vampir nicht doch das Monster sein könnte, für welches ihn alle halten.

Die Handlung enthält viele spannende, aufregende Momente und ebenso ruhige und gefühlvolle Passagen. Das Ende ist dramatisch und sehr berührend. Der Schluss lässt keine Fragen offen.

Fazit: Spannende Vampirromanze, die die Blutsauger auf eine sehr interessante Weise darstellt. Die Handlung um die sympathischen Hauptfiguren bietet ein wenig Action, viel Dramatik und jede Menge Emotionen, die mich beim bewegenden Finale sogar zu Tränen gerührt haben. Eigentlich schade, dass es sich um einen Einzelband handelt...

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23 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

ebook, dark diamond, science fiction, dignity rising, weltall

Dignity Rising - Gefesselte Seelen

Hedy Loewe
Flexibler Einband: 436 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 09.09.2016
ISBN 9783741265228
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Als die Telepathin Shay mit ihren Begleiterinnen auf der Raumstation von Commander Jon Matthews eintrifft, ist Chaos vorprogrammiert. Dass die Frauen sich zu verstecken versuchen, kommt Jon komisch vor und er beginnt nachzuforschen. Dabei stellt sich heraus, dass Shay Erinnerungen fehlen. Sind ihre Verfolger schon unterwegs?

Mit seinem 300 Jahre in der Zukunft spielenden Weltraumsetting konnte mich das Buch schnell packen. Die entworfene Welt ist vielseitig, es gibt einiges zu entdecken. Das Leben findet auf verschiedenen Planeten und diversen Raumstationen statt. Die Wege sind innerhalb vergleichsweise kurzer Zeit mit Raumschiffen zu überbrücken. Die technischen Möglichkeiten sind enorm, doch daraus ergeben sich auch Gefahren.
Mit den telepatischen Fähigkeiten wird die Geschichte auch ein wenig magisch.

Ich vermeide es ja, Klappentexte zu lesen – in diesem Fall war das sehr gut, da er bereits einiges verrät. So war die Handlung für mich von Beginn an total spannend. Was hat es mit den einzelnen Figuren auf sich und wie sind die scheinbar Fremden miteinander verbunden?
Nach und nach gibt es Antworten auf die aufkommenden Fragen und die einzelnen Fäden fügen sich zusammen. Dabei gibt es einige unerwartete Wendungen, die zur Steigerung der Dramatik und Spannung führen.
Die Handlung ist sehr abwechslungsreich. Es gibt viele gefühlvolle Momente, aber auch etliche turbulente Szenen. Intrigen müssen aufgedeckt, Geheimnisse gehütet und Bündnisse geschlossen werden. Besonders Shays fehlenden Erinnerungen enthalten brisante Fakten, die es schwer machen, einzuschätzen, wer ein Freund ist und wer zum Feind werden kann. Jeder Mitwisser kann zur Gefahr werden und wenn auch nur eine Person fünf Minuten vom Plan abweicht, kann dies verheerende Folgen haben. Dadurch konnte mich die Geschichte total fesseln, es gibt so viele unsichere Faktoren und wenn nur eine Kleinigkeit schief geht, droht die Katastrophe. Ich habe besonders am Ende richtig mitgefiebert und es hat mich nahezu wahnsinnig gemacht, dass eine einzige kleine Entscheidung grausame Konsequenzen haben könnte – die tatsächliche Antwort darauf wird es wohl erst im zweiten Band geben, der nach der abschießenden Konstellation viel Dramatik verspricht.

Ein wenig schwer getan habe ich mich anfangs mit dem Erzählstil. In den Schreibstil musste ich mich erst hereinfinden. Teilweise empfand ich die Schilderungen als etwas zu knapp und nüchtern, wenn beispielsweise eine Figur aus der Vergangenheit berichtet und dabei ein Gespräch wiedergibt.
Zudem gibt es ziemlich viele Figuren, aus deren Perspektive die Geschehnisse abwechselnd in der personalen Erzählweise geschildert werden. Hier hätte ich mir ein paar weniger Figuren gewünscht, zumal manche nur in ganz kurzen Abschnitten und sehr selten vorkamen. Andererseits tragen all diese Charaktere zum späteren Handlungsverlauf bei. Der Leser erhält teilweise einen Wissensvorsprung über ihre Absichten, was wiederum die Spannung steigert. Dank der entsprechenden Kennzeichnung mit den Namen sind die Passagen aber schnell voneinander zu unterschieden.

Fazit: Das Setting konnte mich direkt fesseln und die spannende, oft gefühlvolle Geschichte hat mich in ihren Bann gezogen. Shay und Jon sind sympathische Figuren, mit denen man einfach mitfiebern muss, ob sie den aufziehenden Schwierigkeiten trotzen können. Zwar hätte ich mir eine geringere Anzahl an Perspektiven gewünscht, dennoch tragen alle Passagen zum Fortgang der Handlung bei. Am Ende sind bereits einige Fragen beantwortet, doch die Gefahr ist noch lange nicht gebannt.

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33 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

dystopie, böse magierin, jugendroman, reihenauftakt, verrückte magierin

The Chosen One - Die Ausersehene

Isabell May
Flexibler Einband: 244 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe Ag, 04.09.2017
ISBN 9783741300721
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Skai ist eine Ausersehene. Dies bedeutet, dass sie eine der wenigen fruchtbaren Frauen ist, die in einer Burg im Luxus leben und deren Aufgabe es ist, der Gesellschaft Kinder zu schenken. Doch die 17-jährige beginnt, dieses ihr aufgezwungene Leben zu hinterfragen...

Die Ausersehene ist ein spannender Auftaktband. Von Beginn an wirft die Handlung Fragen auf, sie ist ereignisreich und wird mit der Zeit immer spannender.

Skadi ist eine sympathische Protagonistin. Aufgrund einer schaurigen Beobachtung legt sie einen Teil ihrer kindlichen Naivität ab. Der Teenager muss auf der Flucht erwachsen werden und lernen, zu überleben.
Da die Geschichte aus ihrer personalen Sicht geschildert wird, erhält der Leser tiefe Einblicke in ihre Gedanken und wechselnden Gefühle auf ihrer Reise.
Sie trifft sehr unterschiedliche Reisegefährten, die sich ihr nicht alle sofort öffnen. So wächst nicht nur in Skadi der Wunsch, deren Geheimnisse zu lüften.

In den Schriebstil musste ich mich erst hineinfinden, dann liest sich der Text sehr flüssig. Bildhafte Beschreibungen helfen, sich das Geschehen besser vorzustellen.

Der dystopische Weltentwurf hat mir gut gefallen. Nach einer Seuche sind die meisten Frauen unfruchtbar. Diejenigen, die Kinder bekommen können, führen ein Leben in Luxus, doch sobald sie alt genug sind, haben sie viele Jahre lang ihre Aufgabe zu erfüllen. Nach anfänglicher Vorfreude beschließt Skadi, aus dem System zu flüchten.
Allein dieses Setting hatte für mich schon ganz viel Potential und ich war gespannt darauf, mehr über die Welt, die Vergangenheit und das Leben der Frauen nach der Gebärtätigkeit zu erfahren.
Allerdings entwickelt sich die Geschichte dann in eine völlig andere Richtung und plötzlich wird aus der Dystopie ein Fantasyroman. Neben der Magie mit ihrer ganze eigenen Vergangenheit gibt es auch ungewöhnliche Wesen. Nun war ich etwas zwiegespalten, denn beide Aspekte wollten sich zunächst nicht so recht zusammenfügen. Auch diese neue, magische Welt ist total faszinierend und auch hier gibt es noch viel zu erforschen, sodass es mir schon fast zu viele Anätze für diese eine Geschichte waren.
Am Ende bleibt noch vieles offen und ich bin neugierig darauf, hoffentlich mehr über beide Seiten – Magie und das Müttergeschäft – zu erfahren.

Fazit: Abwechslungsreiche Handlung mit spannenden und emotionalen Passagen. Anfangs liest es sich wie eine Dystopie, doch dann wird es fantastisch – für mein Empfinden nach dem faszinierenden dystopischen Start schon fast zu fantastisch. Die facettenreichen Figuren haben mir gut gefallen und ich freue mich bereits auf den zweiten Teil, da noch viele Fragen offen bleiben.

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(128)

363 Bibliotheken, 20 Leser, 2 Gruppen, 84 Rezensionen

dystopie, fantasy, tod, utopie, neal shusterman

Scythe – Die Hüter des Todes

Neal Shusterman , Pauline Kurbasik , Kristian Lutze
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 21.09.2017
ISBN 9783737355063
Genre: Jugendbuch

Rezension:

In etwa 25 Jahren werden die Menschen den entscheidenden Entwicklungsschritt machen, um dem Tod zu entfliehen. Von nun an sind die Menschen unsterblich. Haben sie ein bestimmtes Alter erreicht, können sie sich wieder verjüngen lassen.
Um die Bevölkerung dennoch auf einem gewissen Grad zu halten gibt es die Scythe. Sie führen die Nachlese durch – manche töten wahllos, andere suchen sich bestimmte Kriterien. Doch kein Mensch ist vor ihnen sicher. Citra und Rowan ist es bestimmt, zum Scythe ausgebildet zu werden, ob sie wollen oder nicht...

Die entworfene Welt ist ziemlich erschreckend. Teenager springen absichtlich von Häusern, um einen Kick zu erleben – schließlich werden sie hinterher einfach wieder hergestellt. Sobald Menschen einen Scythe sehen, verfallen alle in Angst, dass die Nachlese sie treffen könnte. Die Todesbringer werden verehrt und umworben, da sie vorübergehende Immunität verleihen könnten.
Insgesamt habe ich die Welt als sehr schaurig empfunden. Die ganze Atmosphäre ist eher düster und vom Tod geprägt. Dabei erfährt man relativ wenig darüber, wie ältere Menschen ihr fortwährendes Leben empfinden.

Die Handlung dreht sich vor allem um die Scythe und immer neue, teils blutig brutale Nachlesen.
Citra und Rowan werden als Lehrlinge in die Kunst des Tötens eingeführt. Beiden wiederstrebt es, selbst Menschen nachlesen zu müssen. Auf unterschiedliche Art setzen sie sich mit dem Gelernten auseinander und nehmen die Nachlesen unterschiedlich wahr.

Zwischen Passagen über Rowan und Citra gibt es verschiedene Tagebucheinträge unterschiedlicher Scythe, die sich mit der Geschichte der Unsterblichkeit und der Ausführung der Nachlese befassen.

Die Handlung ist eine Geschichte des Tötens. Die Scythe, von denen Citra und Rowan ausgebildet werden, nehmen ihre Lehrlinge zur Nachlese mit. Es sterben etliche Menschen im Verlauf der Geschichte. Obwohl sich das Buch dennoch flüssig liest, hätte ich mir im ersten Teil etwas mehr Handlung gewünscht. Doch dann entwickelt sich das Geschehen nochmal ganz neu. Es entsteht ein Geflecht aus Lügen und Intrigen, in welchem Citra und Rowan gefangen sind und ihren Weg suchen müssen. Dabei gibt es einige Überraschungen und viele weitere blutige, aber auch dramatische Szenen.
Zum Ende steigt die Spannung enorm an und die Beantwortung der Frage, ob Citra und Rowan ihrem Schicksal entfliehen können, welche sich durch das ganze Buch zieht, findet in einem spektakulären Höhepunkt eine Antwort.
Doch viele weitere Fragen bleiben noch offen, sodass ich sehr gespannt auf die Fortsetzung bin.

Fazit: Schaurig, dramatisch, blutig. Die Geschichte ist düster und vom Morden bestimmt. Citras und Rowans Widerwille gegen das Nachlesen machen sie zu spannenden, sympathischen Charakteren, denn sie müssen das Handwerk dennoch erlernen. Es gibt einige unerwartete Wendungen und intrigante Machtkämpfe, die das Geschehen durcheinanderbringen.

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104 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 73 Rezensionen

irland, liebe, herzmuscheln, neuanfang, elaine winter

Herzmuscheln

Elaine Winter
E-Buch Text: 268 Seiten
Erschienen bei beHEARTBEAT by Bastei Entertainment, 01.09.2017
ISBN 9783732542208
Genre: Liebesromane

Rezension:

Kyla will nach einer Trennung von vorn anfangen. Sie verlässt Dublin und kauft ein Guesthouse an der Atlantikküste. Kaum angekommen, erwartet sie die erste Überraschung. Und bevor die Renovierungen starten können, steht schon der erste Gast vor der Tür, der sich einfach nicht abwimmeln lassen will und mit dem sie ständig aneinandergerät. Nichts läuft, wie geplant. Wird Kylas Traum platzen...?

Gerade als ich mal wieder Lust auf eine sanfte Romanze hatte, ist mir Herzmuscheln ins Auge gefallen. Das Buch konnte mich gut unterhalten und ließ sich dank des anschaulichen, flüssigen Schreibstils schnell lesen.
Das Cover sticht ins Auge, verströmt für mich aber eher Karibik-Flair als zarte Irlandromantik. Die Bedeutung des Titels, die sich im Verlauf der Geschichte erklärt, ist aber toll.

Kyla ist eine sympathische Protagonisten. Nach einer Enttäuschung wagt die junge Frau einen mutigen Neuanfang. Dabei hat sie klare Pläne vor Augen, die durch unerwartete Ereignisse und ungewöhnliche Gäste immer wieder über den Haufen geworden werden.
Auch den anfangs so ruppigen Hausmeister habe ich schnell ins Herz geschlossen.
Ryan wirkt zunächst recht unnahbar. Seine eigenwilligen Experimente lassen ihn etwas gruselig erscheinen, doch schnell deutet sich an, was dahintersteckt. Eine total faszinierende Arbeitsweise, über die ich gern noch etwas mehr gelesen hätte.

Komischerweise zieht Kylas Guesthouse anfangs vor allem Gäste an, die selbst vom Schicksal gezeichnet sind. Mit ihrer ruhigen Art gelingt Kyla der Zugang zu den meist verschlossenen Figuren. So erlebt der Leser mit, wie sich einzelne Charaktere öffnen, ihre Geheimnisse preisgeben und neue Pläne für ihr Leben schmieden.

Und auch Kylas Leben ändert sich grundlegend. So gibt es für die toughe Protagonistin einige Überraschungen – größtenteils empfand ich den Verlauf allerdings als recht vorhersehbar. Dies ändert aber nichts daran, dass ich das Buch trotzdem gern gelesen habe. Der Weg ist das Ziel... Obwohl der Ausgang früh klar war, fand ich Kylas Entwicklung und den Aufbau ihres Guesthouses sehr spannend. Die vielen kleinen Nebengeschichten durch ihre Gäste sorgten immer wieder für Abwechslung.
Und dann gibt es da ja auch noch Ryan. Anfangs kabbeln die zwei sich ununterbrochen. Doch auch Ryan entpuppt sich als nützlich für das Cottage und er selbst bittet Kyla später um einen ungewöhnlichen Gefallen, der einige witzige Momente zur Folge hat. Es macht einfach Spaß das Buch zu lesen.

Das Ende empfand ich als sehr gelungen.

Mal witzig, oft emotional. Kylas Weg in ihr neues Leben ist interessant zu verfolgen, besonders da ihr dabei immer wieder Figuren begegnen, die selbst vor ihrer Vergangenheit flüchten, die aufgedeckt werden möchte. Eine locker-leichte, romantische Lektüre!

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510 Bibliotheken, 17 Leser, 1 Gruppe, 153 Rezensionen

zukunft, liebe, geheimnisse, lügen, freundschaft

Beautiful Liars - Verbotene Gefühle

Katharine McGee , Franziska Jaekel
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 18.10.2017
ISBN 9783473401536
Genre: Jugendbuch

Rezension:

gelungenes Jugendbuch voller Gefühle, Lügen und Intrigen

Avery lebt mit ihrer Familie an der Spitze des höchsten Gebäudes der Welt. Doch ihr eigentlich perfektes Leben macht sie nicht glücklich, denn Avery hütet ein Geheimnis. Damit ist sie nicht die einzige im Wolkenkratzer. Das Drama nimmt seinen Lauf...

Dank des Prologs war ich direkt von der Geschichte gefesselt. Ein Mädchen stürzt von einem Wolkenkratzer. Ist sie gefallen? Gesprungen? Gestoßen? Wer ist sie und wann wird es passieren?

Doch nicht nur der dramatische Einstieg konnte mich fesseln. Auch das ganze Setting hat mich in seinen Bann gezogen. Die Geschichte spielt 100 Jahre in der Zukunft. Mitten in New York steht ein riesiger Wolkenkratzer, 1000 Stockwerke hoch, in dem sich eine ganz eigene Welt befindet. Neben zahlreichen Wohnungen gibt es Schulen, Bars, Straßen und Einkaufsmöglichkeiten – eine ganze Stadt in nur einem Haus. Je reicher eine Familie ist, desto weiter oben lebt sie.
Das ganze Leben ist stark technisiert. Alles ist schneller, moderner und besser – zumindest wenn man das Geld hat, sich all den Luxus – wie den Schnellzug unter dem Altantik von New York nach Paris in drei Stunden – zu leisten.

Die 17-jährige Avery gehört zu dieser Elite. Sie genießt all die Annehmlichkeiten des 1000. Stockwerks, doch richtig glücklich ist sie mit in ihrem Leben nicht. Neben Freunden von ihr spielen auch Charaktere der niedrigeren Stockwerke eine wichtige Rolle in der Geschichte, wodurch zwei völlig verschiedene Welten aufeinandertreffen. Es gibt wechselnde personale Perspektiven zwischen verschiedenen Figuren. Nach und nach werden die Beziehungen zwischen den einzelnen Charakteren enger verknüpft, wodurch diverse Konflikte entstehen. Dadurch steigt auch die Spannung weiter an, denn immer noch stellt sich die Frage: Wer war das Mädchen aus dem Prolog. Es kommen einige Figuren infrage und es könnte jederzeit passieren...
Die Auflösung erfolgt erst ganz am Ende des Buches auf dramatische und spektakuläre Weise. Zwar ist diese Frage damit beantwortet, dennoch bleibt die Geschichte weitestgehend offen. Leider ist die Fortsetzung erst für den Sommer/Herbst 2018 angekündigt.

Das Buch war durchweg interessant zu lesen, da es diverse Schicksale zu verfolgen gibt, die jeweils auf ihre Art dramtisch, spannend oder eomional sind. Die Figuren sind sehr verschieden, nicht nur aufgrund ihres sozialen Status, und zeigen unterschiedliche Seiten ihrer Persönlichkeit. Während es Charaktere gibt, die im Verlauf zeigen, dass sie nicht nur die arroganten Schnösel sind, als die sie sich ausgeben, gibt es auch Figuren, die erst später ihre fiesen Eigenschaften offenbaren. Es gibt zahlreiche Wendungen und kleine Überraschungen. So entwickelt sich gelungenes Jugendbuch voller Gefühle, Lügen und Intrigen.

Spannende, teils dramatische, teils gefühlvolle Geschichte in einer unglaublich faszinierenden Welt. Die Stadt in der Stadt birgt durch ihr soziales Gefälle viele Konflikte. Im Aufeinandertreffen der verschiedenen Figuren offenbart sich nicht immer nur das Gute im Menschen. Die Handlung ist abwechslungsreich und beinhaltet immer wieder unerwartete Wendungen.

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245 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 137 Rezensionen

fantasy, jugendbuch, aditi khorana, märchen, amrita am ende beginnt der anfang

Amrita. Am Ende beginnt der Anfang

Aditi Khorana , Peter Klöss
Fester Einband
Erschienen bei Dressler, 21.08.2017
ISBN 9783791500560
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die 16-jährige Prinzessin von Shalingar ist Kaiser Sikander von Makedon versprochen. Als Sikander seine wahren Absichten offenbart, ist Amrita gezwungen zu fliehen. Zusammen mit der Seherin Thala sucht sie nach einem Weg, ihr Reich zu retten. Doch wie soll sie Sikander aufhalten?

 

Amrita entführt die Leser in eine vergangene, orientalisch anmutende Welt. Dabei mischt Autorin Aditi Khorana Fiktion mit historischen Fakten. So findet neben Ländern wie Persien und Makedonien (im Original Macedon, wurde nur als Makedon übersetzt) auch die Seidenstraße Erwähnung. Und auch Kaiser Sikander (= persische Namensvariante von Alexander...), der sein Reich nach dem Mord an seinem Vater durch brutale Streifzüge enorm vergrößert, hat wohl sein geschichtliches Vorbild. Detaillierte, anschauliche Beschreibungen von Figuren und ihrer Kleidung lassen direkt Bilder aus 1001 Nacht im Kopf entstehen.

 

Die Geschichte konnte mich schnell in ihren Bann ziehen, obwohl die Handlung zunächst ruhig beginnt. Amrita und ihr Vater blicken der Ankunft des Kaisers entgegen. Die Tochter mit einem ehemaligen Freund des Vaters zu verheiraten, erzeugte bei mir direkt Widerwillen, doch Prinzessin Amrita ist bereit, diese Bindung einzugehen, scheint es doch der einzige Weg zu sein, ihr eigenes Königreich zu schützen. Sie macht für ihre 16 Jahre dabei einen sehr erwachsenen Eindruck. Ihr Mut, aus Liebe zu ihrem Vater und ihrem Volk ihr bisheriges Leben aufzugeben, machen die Ich-Erzählerin sehr sympathisch.

 

Schnell wird klar, dass Sikander klare Vorstellungen von den Bündnis hat und nicht bereit ist, Kompromisse einzugehen. Es entwickelt sich eine Handlung, die immer mehr an Spannung und Tempo gewinnt.

Amrita hat den Palast bisher nicht oft verlassen dürfen. So erhält sie auf ihrer Flucht ganz neue Einblicke ihres Landes und findet auch mehr über sich selbst heraus. Zusammen mit Thala muss sie sich einigen Gefahren stellen und dabei über sich hinauswachsen. Dabei kann ihr die Seherin zwar Hinweise geben, was sie in der Zukunft erwartet, doch nicht immer sind die Dinge so, wie sie zunächst scheinen. Jede Entscheidung kann eine ganz neue Zukunft zur Folge haben.

 

Die Handlung konnte mich mehrfach überraschen. Besonders das Ende habe ich in dieser Form nicht erwartet, es hat mir aber sehr gut gefallen und bildet einen tollen Abschluss dieses Einzelbandes, dessen Geschichte keine Fragen offen lässt.

 

Nicht nur mit der Parabel vom Land der Bäume zu Beginn der Geschichte schafft Autorin Aditi Khorana Denkanreize für die Leser.

 

Fazit: Märchenhafte Geschichte über Liebe, Freundschaft, Enttäuschung und die Findung von sich selbst. Amrita macht eine tolle Entwicklung durch. Sie muss viele Hindernisse überwinden, wodurch eine packende, emotionale Handlung entsteht. Mit seinen 320 Seiten ist die Geschichte zügig gelesen und wird zu keinem Zeitpunkt langweilig.

 

Hinweis: Wenn ihr den Klappentext des Buches nicht schon gelesen habt, lasst es lieber. Ich finde, dieser greift sehr weit vor.

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73 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

sabine schulter, diebin, azur, fantasy, behüter

Azur - Wenn eine Diebin liebt

Sabine Schulter
Flexibler Einband: 348 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 07.04.2016
ISBN 9783839128671
Genre: Fantasy

Rezension:


Azur ist eine begabte Traumdiebin. Ganz freiwillig erledigt sie ihre allerdings Aufgabe nicht, doch auch ein Ausweg bietet sich ihr nicht. Als sie in ihrem Lieblingscafé vier Behüter kennenlernt – die verhassten Feinde der Traumdiebe -, vergrößert sich ihr Wunsch nach einem normalen Leben. Immer wieder sucht sie die Nähe der Männer, besonders Cedrics, doch niemand darf wissen, wer sie ist…

Die Geschichte konnte mich schnell in ihren Bann ziehen. Die Welt der Traumdiebe und Behüter, die Sabine Schulter entwirft, ist unglaublich faszinierend, aber auch ein wenig schockierend.

Jess war mir direkt sympathisch. Sie ist frech, schlagfertig und unglaublich besorgt um ihre Freunde. Obwohl sie so gut ist, in dem was sie tut, verabscheut sie die Aufgaben, die sie ausführen muss.
Cedric und seine Freunde sind ein sympathischer, bunter Haufen. Die vier Männer sind sehr unterschiedlich, harmonieren aber gut zusammen. Cedrics überlegte, aber ebenso aufbrausende Art machen ihn zu einem guten Gegenpart zur hibbeligen, verschlossenen Jess. Zusammen sind die zwei unglaublich süß, auch wenn das Schicksal ihnen übel mitspielt.
Abwechselnd berichten die zwei Protagonisten in der Ich-Perspektive von ihren Erlebnissen, was jeweils einen Einblick in ihre Gedanken und wechselnden Gefühle ermöglicht.
 
Die Handlung ist von Beginn an spannend. Jess wird von ihrem Chef für seine Pläne eingespannt. Die junge Frau weiß nicht, wie sie das drohende Unheil aufhalten soll. Jeder gestohlene Traum bringt neue Unruhe unter der Bevölkerung. Es ist ein Pulverfass, das jederzeit explodieren kann.
Und zusätzlich schlägt sich Jess noch mit ihren ganz privaten Problemen herum. Denn nicht nur die beginnende Freundschaft zu den Jungs, sondern auch ihre aufkommenden Gefühle für Cedric verstärken ihren Hass auf ihr eigenes Leben. Jess geht bei dem Versuch, beide Leben unter einen Hut zu bekommen, große Risiken ein. Doch die Gefahr, entdeckt zu werden, sitzt ihr dabei immer im Nacken und lässt die Spannung stetig ansteigen. Dass eine Beziehung zwischen Jess und Cedric eigentlich unmöglich ist, führt zu gefühlsgeladenen, hitzigen Szenen.

Zwar haben sich für Jess am Ende des Buches ein paar Sorgen sortiert, vieles hat aber gerade erst begonnen und verspricht einen dramatischen zweiten Band, auf den ich mich sehr freue.

Ein Löffel Gefühl, eine Prise Action und ganz viel Spannung gepaart mit einer tollen Grundidee haben es mir schwer gemacht, das Buch wieder aus der Hand zu legen. Ich habe mich mit den sympathischen Figuren gefreut und gelitten und bin gespannt, wie sich das Unheil, das sich bereits über ihnen zusammenbraut, entladen wird.

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52 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

sabine schulter, azur, behüter, azur eine diebin bricht aus, azu

Azur - Eine Diebin bricht aus

Sabine Schulter
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 09.02.2016
ISBN 9783739220840
Genre: Fantasy

Rezension:

Achtung: 2. Band der Reihe. Spoiler zum Vorgänger vorhanden
 
Die Ereignissen knüpfen nahtlos an den Vorgängerband, Wenn eine Diebin liebt, an. Vorwissen ist auf jeden Fall notwendig, um die Hintergründe der Diebe und Behüter zu verstehen.
Jess und Cedric sind weiterhin die Ich-Erzähler. Abwechselnd erlebt der Leser die Handlung aus ihrer Sicht und erhält Einblicke in ihre Gedanken. Beide sind facettenreiche, sympathische Figuren, die einander einiges abverlangen. Zwar hat Cedric seinen Hass gegenüber den Dieben dank Jess schon etwas zügeln können, dennoch muss er weitere seiner Vorurteile überdenken. Doch besonders im direkten Umgang mit Jess muss er viel Geduld und Einfühlungsvermögen beweisen. Die Junge Frau hingegen überwindet nach und nach ihre Ängste und lässt ein wenig Vertrauen zu. Die beiden sind toll zusammen und sorgen für ebenso spaßige wie auch gefühlvolle Momente.

Der erste Band hat bereits angedeutet, dass die folgende Handlung spannend und dramatisch werden wird – und so kam es auch. Der Plan von Jess und den Behütern ist gewagt, sodass unterschwellig die ganze Zeit die Aufregung mitschwingt, dass jederzeit etwas schief gehen könnte. Da auch Saphirs Reaktionen nie vorhersehbar sind, erwarten die Gruppe einige unerwartete Hindernisse, die zu Planänderungen führen und die Dramatik weiter steigern.
Das Buch beinhaltet einige Szenen, in denen ich über die liebgewonnen Figuren nur den Kopf schütteln konnte. Unbedachte, übereifrige Reaktionen führen zur Gefährdung ihres Vorhabens. Letztlich steigert sich die Spannung dadurch immer weiter. Besonders zum Ende hin wird die Handlung unglaublich fesselnd und emotional. Allerdings hätte einige Dramatik vermieden werden können, wenn sie ihre Emotionen besser im Griff gehabt hätten... Ein fieser Zwiespalt, da ich auf die turbulente Handlung natürlich auch nicht hätte verzichten wollen.

Am Ende des Buches sind viele Handlungsstränge abgeschlossen. Zwar bleiben gerade in Bezug auf die Zukunft noch Fragen offen, insgesamt hätte dies aber auch der Abschluss der Azur-Reihe sein können. Trotzdem freue ich mich sehr auf den im Herbst erscheinenden dritten Band und neue Abenteuer mit den tollen Charakteren.

 Die Handlung ist von Beginn an fesselnd und aufregend. Die Angst, dass die sorgfältig geschmiedeten Pläne schief gehen könnten, schwingt dauerhaft mit und sorgt für zusätzliche Anspannung – nicht nur bei den Figuren. Besonders das Ende kommt mit einer unerwarteten Wendung daher und sorgt für besonders berührende Szenen.

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210 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

liebe, familie, vermont, new york, marie force

Mein Herz gehört dir

Marie Force , Tanja Hamer
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 26.01.2017
ISBN 9783596296217
Genre: Liebesromane

Rezension:

Achtung: Band 3 der Reihe, inhaltliche Spoiler zu den Vorgängern vorhanden.

Nach dem ersten Band, Alles, was du suchst, haben es mir die sympathischen Abbott-Geschwister irgendwie angetan, sodass ich nun auch den dritten Teil um den Einsiedlerbruder Colton lesen musste.

Während der Ausgang der ersten beiden Bände vorhersehbar war, hatte ich hier zwischendurch Zweifel, ob es auch für Colton und Lucy ein Happy End geben kann. Beide sind so fest in ihrer eigenen Welt verankert, dass es keine gemeinsame Zukunft für sie zu geben scheint. Genau diese Zweifel und Hoffnung, dass es doch irgendwie möglich werden kann, bestimmen viele der Gedanken und Gespräche der sympathischen Protagonisten.

Schade fand ich, dass dieses Buch im Vergleich zum zweiten Band, nochmal weniger Handlung besitzt. Dafür nehmen die Sexszenen überhand, gerade in der ersten Hälfte des Buches kommen die zwei kaum aus dem Bett. Colton hat der unerfahrenen Lucy allerhand beizubringen, was ausführlich beschrieben wird.

Schön ist, dass auch die bisherigen Pärchen wieder zum Zug kommen. Neben zahlreichen Kapiteln aus der Sicht von Colton und Lucy gibt es auch Abschnitte über Will, Cam, Hannah und Nolan, sodass auch ihre Geschichte weitererzählt wird.
Obwohl die Geschichte von Colton und Lucy eigenständig ist, ist es sinnvoll, auch die vorherigen Bände zu kennen, da sich bereits ein Beziehungsgeflecht aufgebaut hat, in dem vieles zusammenhängt, was über die kleinen Rückblicke nicht vermittelt werden kann. Zudem geht die Geschichte der vorherigen Protagonisten, wie gesagt, weiter. Und auch die Geschichte von Lucy und Colton ist noch nicht zuende erzählt.

Spannend fand ich auch die Einblicke in die Sirupproduktion.

Fazit: Leider wird die Geschichte von Lucy und Colton von ihren Bettabenteuern bestimmt, die extrem im Vordergrund stehen. Dabei enthält die Geschichte darüber hinaus noch so viele vielfältige Gefühle, im ständigen Wechsel zwischen Hoffnung und Verzweiflung, die insgesamt etwas kurz kommen. Sehr ergreifend war dafür die Fortführung von Hannahs Geschichte.

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238 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 41 Rezensionen

liebe, vermont, familie, tod, verlust

Kein Tag ohne dich

Marie Force , Andrea Fischer
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 24.11.2016
ISBN 9783596296200
Genre: Liebesromane

Rezension:

Hannahs Mann Caleb starb bei einem Auslandseinsatz. Seit sieben Jahren trauert sie nun bereits um ihn. Endlich glaubt sie, sie könnte bereit sein, sich wieder mehr zu öffnen und beschleißt mit Nolan, der schon lange um sie wirbt, auszugehen. Doch dann holen die Erinnerungen Hannah ein...

Nachdem mir →Alles, was du suchst so gut gefallen hat, war ich neugierig auf den nächsten Band der Reihe. Wie vermutet, steht diesmal eine andere Figur der große Abbott-Familie im Vordergrund. Obwohl die Geschichte zwar in sich geschlossen ist, ist Vorwissen trotzdem hilfreich, da der Weg von Hannah und Nolan bereits im ersten Band eingeleitet wird. Zudem werden Handlungsstränge aus dem Vorgänger aufgegriffen und weitergeführt.

Kein Tag ohne dich ist anders als der erste Band – und das ist natürlich prinzipiell gut. Während Alles, was du suchst vor allem kitschig-romantisch war, kommt Kein Tag ohne dich mit vielen traurigen und berührenden Szenen daher.
Wovon dieser Band allerdings auch deutlich mehr hat als sein Vorgänger, sind erotische Szenen. Zwar sind sie ansprechend geschrieben, es hätten aber gern etwas weniger zugunsten etwas mehr Handlung sein dürfen.

Der Ausgang der Geschichte ist zwar erneut vorhersehbar, der Weg dorthin aber wieder steinig. Es macht Spaß, Hannahs Veränderung und Nolans stetigen Bemühungen zu verfolgen.
Hannah trauert auch nach sieben Jahren noch um ihren verstorbenen Ehemann. Es fällt ihr schwer, sich für etwas neues zu öffnen. Und dann schlägt das Schicksal nochmal zu und die ganze Trauer und all ihre Erinnerungen werden wieder geweckt und sorgen für so manchen Taschentuchmoment. Hannahs Geschichte hat mich wirklich sehr berührt. Dank der personalen Erzählweise, die zwischen verschiedenen Figuren wechselt, bekommt man tiefe Einblicke in ihre aufgewühlten Gefühle. Auch die Entwicklung, die sie letztlich durchmacht, ist nachvollziehbar geschildert.

Das Ende lässt offen, welches Geschwisterteil als nächstes im Vordergrund steht, es werden aber bereits mehrere mögliche neue Pärchen angedeutet.

Fazit: Auch dieser Band bietet jede Menge Romantik, aber auch sehr viele erotische Szenen, die für mich einen etwas zu großen Anteil der überwiegend vorhersehbaren Handlung ausmachen. Hannahs Weg aus der Trauer hat mich allerdings mehrfach zu Tränen gerührt.

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29 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

liebe, krimi, humor, hund, liane mars

Liebe kennt kein Hitzefrei

Liane Mars
E-Buch Text: 373 Seiten
Erschienen bei books2read, 15.06.2017
ISBN 9783733785925
Genre: Sonstiges

Rezension:

Beim Joggen lernt Lexi zufällig Alex kennen. Später trifft die Radiomoderatorin ihn beruflich wieder. Denn Alex arbeitet bei der Polizei, die in einem Überfall ermittelt, in den auch Lexi plötzlich verstrickt ist. Gezwungenermaßen müssen die zwei plötzlich zusammenarbeiten und kommen sich dabei näher, als beiden lieb ist...

 

Liebe kennt kein Hitzefrei ist eine süße, verzwickte Liebesgeschichte voller verschiedener Emotionen. Die Geschichte beginnt eher ruhig. Das Kennenlernen von Lexi und Alex ist recht lustig, da Lexi eine etwas schräge Erscheinung ist. Direkt nach der ersten Begegnung dekoriert sie bereits ungefragt Alex’ Garten. Da drängt sich natürlich die Frage auf, was mit der nicht stimmt... Letztlich liegt bei Lexi tatsächlich einiges im Argen, doch sie hütet ihre Geheimnisse lange. Trotzdem war die quirlige, oft überdrehte Frau mir schnell sympathisch, ihre Macken machen sie irgendwie liebeswert, zumal sie immer nur Gutes im Sinn hat.

Auch Alex verschweigt etwas über sich, sodass die beginnende Beziehung der zwei unter der Last des Nicht-Gesagten leidet.

 

Aber auch sonst stecken beide in ziemlichem Chaos. Schließlich gilt es ja noch, die Verbrecher zu finden. Ihre Neugier bringt Lexi immer wieder in Gefahr. Schlau ist es natürlich nicht, auf eigene Faust zu ermitteln, die Spannung steigert es aber definitiv.

Die Ermittlungen sind schön in die Liebesgeschichte eingebunden. Lange kann man über die Zusammenhänge nur spekulieren, sodass es am Ende nach turbulenten und dramatischen Ereignissen einige unerwartete Wendungen und Aufdeckungen gibt.

 

Erzählt wird die Geschichte in der dritten Person. Dabei sorgt die Perspektive allerdings manchmal zu kleinen Verwirrungen. Während es anfangs noch abschnittsweise, optisch erkennbare personale Wechsel gibt, springt es später innerhalb eines Abschnitts zwischen beiden Perspektiven, sodass nicht immer sofort klar ist, aus Wessen Sicht gerade erzählt wird. Man gewöhnt sich aber schnell daran, sodass der Lesefluss nicht ernsthaft gestört wird.

 

Daher liegt der Fokus schnell wieder auf der spannenden und gefühlsgeladenen Geschichte, die mich in den letzten Kapiteln sogar noch einige Tränchen gekostet hat. Was für ein bewegender Schluss!

 

Fazit: Süße Geschichte mit sympathischen Figuren, die beide auf ihre Art etwas eigenwillig sind. Die Spannung um die Überfälle nimmt immer weiter zu, die Auflösung kommt unerwartet. Besonders berührt hat mich der emotionale Schluss.

 

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404 Bibliotheken, 7 Leser, 2 Gruppen, 66 Rezensionen

jugendbuch, physik, liebe, verlust, trauer

Ein bisschen wie Unendlichkeit

Harriet Reuter Hapgood , Susanne Hornfeck
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER KJB, 23.02.2017
ISBN 9783737340335
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Gottie ist ein Physikgenie. Doch manche Dinge lassen sich nur schwer wissenschaftlich erklären. So beginnt Gottie zu rätseln und zu forschen, warum sie plötzlich Ereignisse der Vergangenheit nochmal erlebt. Als dann auch noch ihr bester Freund aus Kindertagen auftaucht, steht ihre Welt völlig Kopf...

Zeitreisen, Wurmlöcher, parallele Realitäten – spannende Themen, über die ich gern lese. Ein bisschen wie Unendlichkeit konnte mich allerdings nicht richtig fesseln. Trotz vieler physikalischer Grundlagen, die im Buch erläutert werden – um nicht zu sagen, einen beinahe erschlagen, auch wenn immer wieder versucht wird, alltagsnahe Vergleiche zu finden – wird die Geschichte für mich nicht wirklich logisch.

Gottie wird scheinbar wahllos in die Vergangenheit geworfen, wo sie Situationen miterlebt, meist ohne zu agieren. In der Realität fehlen ihr dann plötzlich mehrere Stunden oder auch Tage, deren Verbleib nicht geklärt wird oder wie ihre Umwelt sie in diesen Zeitfenstern wahrnimmt. Dadurch wird die Handlung konfus und die eigentliche Geschichte kommt durch die vielen Unterbrechungen nicht richtig in Fahrt. Richtig wirr wird es dann, als Gottie in der Realität ein Ereignis auslöst, dass in der Vergangenheit stattgefunden hat, damit die aktuelle Geschichte überhaupt geschehen konnte... Zwar laufen so einige Fäden zusammen, doch manches erschließt sich mir bis zum Schluss nicht.

Sieht man von all den komplexen wissenschaftlichen Überlegungen der jungen Protagonistin und ihren Reisen samt anschließenden Blackouts ab, ergibt sich eine ganz süße Liebesgeschichte sowie die Geschichte über ein Mädchen, dass seinen ganz eigenen Weg sucht, mit der Trauer über den Tod eines geliebten Menschen umzugehen. Einsamkeit, Schmerz, Freundschaft und Liebe sind zentrale Themen des Buches, das einige emotionale Momente zu bieten hat.

Erzählt wird die Geschichte aus der Ich-Perspektive des Teenagers, was dem Leser Einblicke in ihre Gedanken und Gefühle beim Durchleben der aufwühlenden Ereignisse ermöglicht.

  Trotz vieler wissenschaftlicher Erklärungen mit bildhaften Vergleichen empfand ich die Geschichte bis zum Schluss als recht konfus. Die Handlung, die durch die Sprünge immer wieder unterbrochen wird, konnte mich nicht packen. Dabei ist die Liebesgeschichte eigentlich ganz niedlich und die Einblicke, die Gottie in ihre Trauer ermöglicht, sehr berührend.

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502 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 95 Rezensionen

liebe, vermont, familie, marie force, liebesroman

Alles, was du suchst

Marie Force , Tatjana Kruse
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 22.09.2016
ISBN 9783596036288
Genre: Liebesromane

Rezension:

Um einen Auftrag für ihre Webdesignfirma zu ergattern, reist Cameron von New York in einen kleinen Ort in Vermont. Schon auf dem Weg dorthin hat sie ziemliches Pech. Als sie dann auch noch erfährt, dass die Ladenbesitzer gar keine Homepage wollen, ist sie ziemlich niedergeschlagen. Vor allem Miteigentümer Will bringt sie immer wieder auf die Palme. Doch er zeigt ihr auch die schönen Seiten der kleinen Ortschaft...

Nachdem ich zuletzt viele Fantasyromane gelesen habe, die mich in die verschiedensten Welten entführt haben, hatte ich mal wieder Lust, auf eine einfache Liebesgeschichte. Auf der Suche nach dem passenden Buch ist mir „Alles, was du suchst“ in die Hände gefallen – das passt auch direkt zur Fischer-Challenge.
Tja, was soll ich sagen, etwa 25 Stunden nachdem ich mich für das Buch entschieden hatte, musste ich mich schon wieder auf die Suche nach neuer Lektüre begeben. Ich habe genau das gefunden, was ich gesucht habe: Kitschig-romantische Entspannung. Obwohl bei dieser Art von Romanen der Ausgang ja doch meist vorhersehbar ist – ich freue mich immer, wenn es dann doch mal eine größere Überraschung gibt und alles anders kommt –, hat es großen Spaß gemacht, den Roman zu lesen.
Der Schreibstil ist sehr anschaulich und detailliert. Ich war noch nie in den USA, geschweige den in Vermont, aber die malierische Kulisse hatte ich dank der vielen Beschreibungen bildhaft vor Augen.
Die zwei Hauptfiguren sind ziemlich verschiedene Charaktere. Will liebt das ruhige Leben und die Einsamkeit seiner Hütte. Cam hingegen liebt New York und alles, was dazu gehört. Hier prallen Gegensätze aufeinander – und jede Menge Vorurteile, die für einige lustige Szenen sorgen.
Ansonsten bietet die Geschichte vor allem jede Menge Gefühl ud eine (nicht zu dominate) Prise Erotik. Was man nun davon hält, dass die beiden bereits nach ihrer ersten Begegnung nicht die Augen voneinander lassen können, sei dahingestellt, doch die Geschichte, die sich entwickelt, liest sich leicht, flüssig und obwohl der Ausgang zu erwarten ist, ist die Handlung interessant. Einmal angefangen wollte ich auch wissen, wie es letztlich nun wirklich ausgehen wird und wie viele kleine Dramen die zwei auf dem Weg dorthin erleben. Dank der wechselnden personalen Sicht – hauptsächlich von Will und Cam – kann der Leser an ihren zwiegespaltenen Gefühlen und inneren Konflikten teilhaben.
Will hat eine tolle Familie – seine neun Geschwister schwanken zwischen Harmonie und liebevollen Streitereien. Da ich mich nicht gern durch Klappentexte spoilere, weiß ich noch nicht, worum es im zweiten Band geht, hoffe aber, dass nun ein neues Familienmitglied und dessen persönliche Geschichte im Fokus steht und dabei noch mehr von der sympathischen Familienbande mit ihren  ungewöhnlichen Berufen erzählt wird.
Schönes Setting, das durch den bildhaften Schreibstil lebendig wird. Es hat Spaß gemacht, die Figuren auf ihrer emotionalen Reise zu begleiten, mit ihnen zu leiden und zu lachen. Die Geschichte bietet viel Gefühl und ein wenig Drama. Was mir fehlt, sind ein paar Überraschungen oder Wendungen.

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506 Bibliotheken, 12 Leser, 1 Gruppe, 187 Rezensionen

fantasy, cora carmack, sturm, stormheart, liebe

Stormheart - Die Rebellin

Cora Carmack , Birgit Salzmann , Alexandra Rak , Carolin Liepins
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 22.05.2017
ISBN 9783789104053
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Aurora ist die Prinzessin von Pavan. Als diese ist es ihre Aufgabe, ihr Volk mit ihren magischen Fähigkeiten vor den Stürmen und Gewittern zu schützen. Doch Rora besitzt diese Magie  nicht. Um dies zu verbergen, wird eine Hochzeitig mit einem mächtigen Prinzen arrangiert. Als Aurora sich gerade mit dem Gedanken der Zwangsehe abfindet, macht sie eine unerwartete Entdeckung. Und plötzlich ist nichts mehr, wie es war...

Die Geschichte konnte mich mit ihrer ungewöhnlichen Idee schnell fesseln. Die Länder werden von Stürmen bedroht. Doch Sturmjäger und Sturmlinge stellen sich den Gefahren entgegen und versuchen, die Naturgewalten zu bezwingen, indem sie den Stürmen ihre Herzen rauben. Allein dadurch kommt es immer wieder zu sehr dramatischen, aufregenden und bedrohlichen Szenen.

Und mittendrin ist Prinzessin Aurora, die eigentlich die Gewalt über die Unwetter haben sollte. Doch in ihr zeigt sich keine Magie, sodass ihr eine Zwangshochzeit bevorsteht, um das Königreich zu beschützen.
Rora ist eine spannende, starke Figur. Einerseits will sie ihre Pflicht erfüllen und sich zum Schutz der Bevölkerung ihrem Schicksal ergeben, aber auf der anderen Seite sehnt sie sich nach mehr und will nicht nur zum Spielball werden. Sie trifft eine mutige Entscheidung. Um ihre Position zu wahren, ist sie bereit, ihr Leben aufs Spiel zu setzen und große Unannehmlichkeiten auf sich zu nehmen. Von prinzessinnenhaftem Gehabe keine Spur.

Die Handlung entwickelt sich völlig anders, als ich erwartet habe (dass ich den Klappentext gelesen habe, lag schon wieder Wochen zurück...). Die Geschichte baut sich zunächst langsam auf. Mit dem Eintreffen von Auroras zukünftigem Gatten wird ihr innerer Konflikt deutlich. Doch schnell muss sie erkennen, dass auch der fremde Prinz seine Geheimnisse hat. Erste Fragen werden aufgeworfen, auf deren Beantwortung der Leser lange warten muss.

Und dann wendet sich das Geschehen und Rora erwartet plötzlich ein Abenteuer, mit dem ich nicht gerechnet habe. Die Geschichte gewinnt an Spannung und Tempo. Die dramatischen Ereignisse häufen sich und auch um die Prinzessin werden plötzlich viele Fragen aufgeworfen.
Zwar deutet sich die Lösung schon in der Mitte des Buches an, bis zur tatsächlichen Aufklärung stehen Rora aber noch etliche Hindernisse bevor. Und ihre Reisegefährten gehen nicht gerade vorsichtig mit ihr um. Rora muss an ihre Grenzen gehen, was die sympathische Prinzessin ohne Klagen tut. Die Entwicklung, die sie dabei durchmacht, hat mir gut gefallen. Sie wächst an den Herausforderungen, beschwert sich nicht über Arbeit, fügt sich aber auch nicht kampflos jedem Befehl. Zu keiner Zeit verliert sie ihre trotzige Art.

Neben viel Dramatik hat die Geschichte auch vielfältige Emotionen zu bieten. Denn Rora lernt eine Welt kennen, die ihr völlig fremd war und begegnet Menschen, die es eigentlich gar nicht geben dürfte.

Am Ende sind zwar einige Fragen beantwortet, aber vieles bleibt noch offen. Ich bin unglaublich neugierig auf die Fortsetzung, da die Geschichte an einer sehr spannenden Stelle endet, die Rora vor eine große Entscheidung stellt.

Fazit: Eine unglaublich spannende Geschichte, die mit einer tollen, neuartigen Idee daherkommt. Die Spannung steigert sich immer weiter und nur nach und nach finden sich Antworten auf all die aufgeworfenen Fragen. Ich habe die Entwicklung der sympathischen Prinzessin gern verfolgt und freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung.

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43 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

magie, karin kratt, dark diamonds, technik, fantasy

Magicae 1: Die eiserne Ordnung

Karin Kratt
E-Buch Text
Erschienen bei Dark Diamonds, 26.05.2017
ISBN 9783646300376
Genre: Sonstiges

Rezension:

Die 19-jährige Saycia lebt in Kaledron, einer hochtechnisierten Stadt, in der die Bürger überwacht und jeder Regelverstoß hart bestraft wird. Obwohl sie die Konsequenzen kennt, widersetzt sie sich immer wieder den Vorschriften. Doch langsam kann sie den Bestrafungen nicht mehr standhalten. Saycia beschließt, zu fliehen. Sie rechnet damit, dabei zu sterben,, stattdessen lernt sie eine ganz neue Welt kennen...

Der Einstieg ins Buch fiel mir nicht ganz leicht. Kaledron ist anders, hart und grausam. Saycias Leben ist alles andere als leicht. Dass die junge Frau sich den Regeln widersetzt und damit die Bestrafungen in Kauf nimmt, die sie absolut nicht kalt lassen, macht sie direkt sehr sympathisch. Trotzdem habe ich etwas Zeit gebraucht, mich in den Gegebenheiten und Begrifflichkeiten zurechtzufinden. Dank des bildhaften Schreibstils kann man sich die ungewöhnliche Welt aber leicht vorstellen. Den Glossar habe ich wieder erst nach dem Lesen entdeckt (obwohl er im Inhaltsverzeichnis erwähnt war).

Außerhalb der Stadt erwartete Saycia ein völlig gegensätzliches Bild. Statt Technik trifft sie hier auf Magie, und auf ein eher einfaches Leben mit nur leichten technischen Hilfsmitteln.
Der Kontrast ist sehr faszinierend.
Da Saycia bisher nur die technische Welt kannte, ist verständlich, dass sie sich zunächst nur schwer mit der Existenz von Magie anfreunden kann. Dabei kommt auch die magische Welt mit ungewöhnlichen Ideen daher, die mir sehr gut gefallen haben.

Die Geschichte beginnt eher ruhig, nach und nach steigern sich dann Tempo und Spannung. Saycia lebt sich in dieser neuen Welt ein, um sie dann direkt wieder verlassen zu müssen. Von nun an bestimmen Flucht und Gefahren ihr Leben. Spannung, Dramatik und ein wenig Action erwarten den Leser.
Dabei begleiten sie sehr unterschiedliche, facettenreiche Figuren, die ihr das Leben nicht immer leicht machen. Besonders Ajun triebt sie mit seiner bevormundenden Art regelmäßig in den Wahnsinn, wobei sowohl witzige als auch emotionale Szenen entstehen.

Das Entdecken der Magie ist nicht die einzige unerwartete Aufdeckung, die Saycia macht. So hält die Handlung noch einige unerwartete Wendungen bereit.
Das Ende ist dann ziemlich offen und macht neugierig auf den nächsten Band.

Fazit: Hier prallen zwei völlig unterschiedliche, ebenso faszinierende wie grausame, Lebensräume aufeinander. Saycia muss, nachdem sich ihr Weltbild auf den Kopf stellt, ihren Platz in der richtigen der beiden Welten erst noch finden. Spannung und Dramatik bestimmen die Handlung, und auch die Emotionen kommen nicht zu kurz.

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56 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 42 Rezensionen

vampire, melody of eden, sabine schulter, dark diamonds, liebe

Melody of Eden - Blutrache

Sabine Schulter
E-Buch Text
Erschienen bei Dark Diamonds, 28.04.2017
ISBN 9783646300093
Genre: Fantasy

Rezension:

 Achtung: Dritter Band – inhaltliche Spoiler zu den Vorgängern vorhanden.

Die Geschichte von Melody und Eden geht nahtlos weiter. Vorwissen ist auf jeden Fall notwendig, da es nur sehr wenige Rückblicke auf die bisherigen Ereignisse gibt. Mit langen Erklärungen von bereits Bekanntem hält sich Autorin Sabine Schulter nicht auf, stattdessen startet die Geschichte direkt an einer dramatischen Stelle.

Auch dieser Band wird abwechselnd aus den zwei Ich-Perspektiven der Hauptfiguren erzählt. So erhält der Leser nicht nur Einblicke in die jeweiligen Gedanken und Gefühle, sondern gerade zu Beginn auch einen Überblick über die Handlung an den verschiedenen Orten, denn nach dem Einsturz des Museums sind Melody und Eden erst mal getrennt.

Nach Melodys Verschwinden hat Eden die Hoffnung beinahe aufgegeben. Dabei zeigt der anfangs so verschlossene Eden nochmal eine ganz neue Seite von sich. Überhaupt hat er im Verlauf der Reihe einen großen Wandel durchgemacht, der ihn mir immer sympathischer werden ließ.

Melody muss derweil einen Ausweg aus ihrer Situation finden. Da Melody zu unüberlegtem und tollpatschigem Verhalten neigt, sorgt sie für so manch dramatische Szene. Gefahr zieht sie magisch an und stürzt damit die ganze Vampirwelt in ziemliches Chaos.
Trotzdem – oder gerade deswegen – habe ich auch sie über die Reihe immer lieber gewonnen. Ihre fröhliche, herzliche Art sorgt für viele ausgelassene Situationen. Besonders schön waren auch all die gemeinsamen Szenen mit Ivy, die sich durch Melody ebenfalls stark verändert hat und zu meinen Lieblingsfiguren gehört.

Doch auch die anderen Vampire ihres Rudels und auch der anderen Gemeinschaften sind sehr vielfältige, spannende Charaktere, von denen man in diesem Band nochmal einige etwas besser kennenlernt. Dabei entstehen einige neue Konflikte, die zusätzliche Spannung und die ohnehin schon aufgeheizte Stimmung bringen.

Die Handlung ist von Beginn an absolut fesselnd. Der entscheidende Kampf gegen Rufus steht bevor, doch wie viele Menschen und Vampire müssen auf dem Weg noch sterben? Neben vielen ruhigen, gefühlvollen Passagen gibt es einige actionreiche Szenen, überraschende Wendungen und dramatische Momente.
Zwar hätte ich gern noch mehr von der sympathischen Vampirgemeinschaft gelesen, am Ende sind aber im Grunde alle Fragen beantwortet und sämtliche Handlungsstränge logisch abgeschlossen.

Fazit: Die Reihe konnte mich bereits in den ersten zwei Bänden mit der ungewöhnlichen Vampirwelt und den facettenreichen Figuren begeistern. Auch das Finale konnte mich komplett überzeugen. Die Geschichte bietet Spannung, Dramatik und ganz viel Gefühl. Dank der vielen sympathischen Figuren, deren Interaktionen für ebenso viele witzige wie gefühlvolle Momente sorgen, wird es beim Lesen nie langweilig.

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15 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

In der Liebe ein Mensch (Heart against Soul 6)

Anika Lorenz
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 04.05.2017
ISBN 9783646602876
Genre: Fantasy

Rezension:

 Achtung: Teil 6 der Reihe, inhaltliche Spoiler zu den Vorgängern vorhanden

Dies ist der letzte Band der Heart Against Soul-Reihe. Die anderen Teil sollte man unbedingt kennen, da hier nun all die begonnenen Handlungsstränge aufgegriffen und – mehr oder weniger – zu Ende geführt werden.

In meiner Rezension zu Band 5 habe ich kritisiert, dass es ein Fantasyelement gab, das mir zu viel, einfach zu unrealistisch war. Dieser Handlungsstrang wird nun im letzten Band aufgegriffen und spielt eine zentrale Rolle. Zwar fügt er sich insgesamt gut in die Handlung, trotzdem hätte ich diese Elemente in der ohnehin schon spannenden Welt der Jäger und Gestaltwandler nicht gebraucht.

Überhaupt hat es mir der sechste Band etwas schwer gemacht. Am Anfang kommt die Handlung nicht so recht voran. Emma und Nate fallen ununterbrochen übereinander her. Sämtliche Aufgaben und Verpflichtungen werden dafür mehrfach ignoriert und vergessen.
Und dabei ist doch so offensichtlich, dass irgendwas nicht stimmt. Aber Emma ist blind dafür – quasi blind vor Liebe – und so treffen sie die Konsequenzen nahezu unvorbereitet, obwohl es schon so viele Andeutungen gab, dass es wirklich nicht mehr unerwartet kam.

Die Handlung wird dann zwar noch richtig spannend und dramatisch, doch leider lässt mich auch das Ende etwas unzufrieden zurück. Einerseits passt es und es gibt sehr stimmige Ereignisse, die sich konsequent in die Geschehnisse der Reihe fügen, aber andererseits... hätte ich es mir einfach anders gewünscht.
Es ist eine bunte Mischung aus Erwartetem und Unerwartetem. Viele Gefühle. Aber für mich am Ende auch noch einige offene Fragen, wodurch das Finale bei mir den Eindruck hinterlässt, dass die Geschichte eigentlich noch nicht fertig erzählt ist.

Fazit: Sechs Bände voller Spannung, innerer Kämpfe, unerwarteter Verwandlungen und mächtiger Gegner. Leider bleiben im Finale für mich noch ein paar Fragen offen. Doch da sich nach einem eher schleppenden Beginn eine dramatische, actionreiche Handlung entwickelt, ist auch dieser Band wieder lesenswert. Insgesamt eine schöne Reihe mit spannenden Wesen und facettenreichen Figuren.

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145 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 29 Rezensionen

fantasy, dark diamonds, carlsen, unter den drei monden, liebe

Unter den drei Monden

Ewa A.
E-Buch Text: 515 Seiten
Erschienen bei Dark Diamonds, 28.10.2016
ISBN 9783646300031
Genre: Fantasy

Rezension:

Die 19-jährige Kadlin ist die Tochter des Stammeshäuptlings der Smar und wurde zu Bündniszwecken dem Sohn der grausamen Ikol versprochen.
Kadlin versucht dieses Schicksal abzuwenden, indem sie ein anderes Bündnis zu schließen versucht. Dabei macht sie eine grausame Entdeckung und findet sich plötzlich auf der Flucht wieder: verkleidet als Junge, der auf seine Mannesprüfung vorbereitet werden soll...

Diese High Fantasy-Geschichte konnte mich schnell in ihren Bann ziehen. Zwar muss man sich aufgrund der vielen ungewöhnlichen Begriffe erst mal zurechtfinden (der Glossar am Ende, den ich erst nach dem Lesen entdeckt habe, hätte geholfen, es ging aber auch ohne), dann eröffnet sich eine sehr faszinierende Welt.
Es gibt unterschiedliche Völker mit optischen Merkmalen und verschiedenen Lebensweisen und -orten. Nicht alle Völker spielen im Roman eine größere Rolle, hier hätte ich mir, da ich die unterschiedlichen Lebenarten total spannend fand, noch ein paar mehr Einblicke gewünscht.
Auch die Landschaft ist ungewöhnlich und kommt mit neuartigen Bewohnern daher. Dank vieler detailliert-bildhafter Beschreibungen fällt es aber leicht, Bilder für diese fantastische Welt zu entwickeln.

Die Geschichte ist von Beginn an spannend. Zwar sind manche Ereignisse vorhersehbar, insgesamt gibt es aber etliche unerwartete Wendungen und immer neue, actionreiche und dramatische Ereignisse.
Die Hauptfiguren kabbeln sich ununterbrochen, wodurch manch witzige Szene entsteht – aber auch die Gefühle kommen nicht zur kurz.

Schön ist die Entwicklung, die viele Charaktere im Verlauf durchmachen. Während sie zu Beginn in ihren Ansichten über die verfeindeten Völker festgefahren sind und eine Person nur nach seiner Stammeszugehörigkeit beurteilen, haben die aufregenden Ereignisse zur Folge, dass die Figuren am Ende nach ihren Taten und inneren Werten, nicht mehr nach ihrer Herkunft oder ihrem Geschlecht beurteilt werden. So können etliche Vorurteile überwunden werden. Unerwartete Aufdeckungen zu Intrigen und Lügen über die Geschichte der Völker tragen zum Umdenken bei und sorgen für aufregende Wendungen.

Die packende, teils gefühlvolle, teils dramatische Handlung hat auch einige grausame, erschreckende Szenen zu bieten. Auch hier werden die bildhaften Beschreibungen nicht zurückgehalten, diese Szenen halten sich aber in Grenzen.

Das einzige, was mich zwischenzeitlich ein wenig irritiert hat, war der Erzählstil. Es gibt einen Er-Erzähler, der allerdings keinen Gesamtüberblick hat sondern in der personalen Erzählweise zwischen den einzelnen Figuren schwankt. Diese Wechsel kommen ohne sichtbare Abgrenzung so schnell aufeinander, dass es gerade bei dem Versteckspiel teilweise etwas komisch zu lesen war, wenn ständig zwischen er und sie gewechselt wird, obwohl die gleiche Person gemeint ist.

Fazit: Besonders die faszinierende, liebevoll ausgearbeitete Welt mit ihren ungewöhnlichen Bewohnern konnte mich schnell in ihren Bann ziehen. Die Geschichte der sympathischen Hauptfiguren ist spannend, dramatisch sowie gefühlvoll und trotz vorhersehbarer Ereignisse gibt es etliche unerwartete Wendungen, die mich das Buch an etwas mehr als einem Tag haben verschlingen lassen.

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24 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

karin kratt, carlsen, gefangene der finsternis, darkdiamonds, seday academy

Gefangene der Finsternis

Karin Kratt
E-Buch Text
Erschienen bei Dark Diamonds, 28.04.2017
ISBN 9783646300260
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

 Achtung, Band 4 der Reihe. Inhaltliche Spoiler zu den Vorgängern möglich.

Ich liebe die J’ajal einfach. Auch dieser Band konnte mich wieder komplett fesseln, sodass ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte – und nach einem Tag leider schon fertig war.

Die Handlung setzt nicht lange nach den Ereignissen von Band 3 an. Schön ist, dass zu Beginn nochmal die wichtigsten Figuren kurz vorgestellt werden – dies aber so eingebunden in die Handlung, dass es nicht langwierig wird. Am Ende gibt es auch wieder einen Glossar mit den wichtigsten Figuren und Begriffen rund um die J’ajal. Die Wesen, die Karin Kratt hier geschaffen hat, faszinieren mich jedes Mal aufs Neue. Die Welt der Seday, Wächter und Dämonen ist komplex und folgt ihren eigenen Gesetzen.

Die Handlung ist unglaublich spannend. Cey ist absolut nicht einzuschätzen und so gibt es wieder etliche Überraschungen. Doch die junge Frau öffnet sich erneut ein Stückchen weiter, sodass es neue Einblicke in ihre Vergangenheit und damit verbunden sehr emotionale Szenen gibt.

Mit der Wächterin an ihrer Seite nimmt auch das Leben der Seday an Brisanz zu. Erneut gerät Xyens Truppe in eine gefährliche Situation – Spannung, Action und Dramatik folgen. Es fiel mir schwer, Lesepausen einzulegen, weil ich immer unbedingt wissen musste, wie es weitergeht.
Ein Ereignis jagt das nächste – Wächterpflichten, Verbrechersuche, Seday-Unterricht. Ceys sehr unterschiedlichen Lebensbereiche sind alle gleich interessant, besonders da die junge Frau selten tut, was man von ihr erwartet und so auch der eigentlich harmlose Unterricht zur großen Show werden kann.

Doch neben Ceys widerspenstigen Wesen, mit dem sie die Academy ordentlich aufmischt, mag ich auch ihre ruhige Seite und die Gespräche mit Xyen und Nathan, bei denen sie andere Einblicke in ihre Gedanken und Gefühle gewährt.

Kurz vor Schluss hat Autorin Karin Kratt mir dann noch einen richtigen Schockmoment beschert und damit auch die für mich mit Abstand emotionalste Szene des Romans geschaffen.

Allerdings bin ich nach dem Ende – ebenfalls eine sehr überraschende Situation mit Cliffhanger – nun auch ein wenig traurig. Denn am liebsten würde ich sofort weiterlesen. Stattdessen heißt es nun erst mal Warten.

Fazit: Neue Einblicke in Ceys Vergangenheit, neue aufregende Fälle, neue emotionale Gespräche. Auch der vierte Band wird zu keinem Zeitpunkt langweilig. Die packende, abwechslungsreiche Handlung konnte mich ab der ersten Seite fesseln. Doch nicht nur die Geschichte hat mir gefallen, auch die vielen unterschiedlichen, sehr facettenreichen Figuren konnte mich wieder begeistern. Ich hoffe noch auf viele weitere Bände um die sympathischen, ein wenig verrückten Charaktere...

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(135)

185 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 112 Rezensionen

jugendbuch, convention, liebe, nerd, ana und zak

Ana und Zak

Brian Katcher , Ute Mihr
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 07.04.2017
ISBN 9783423650250
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ana und ihr Bruder nehmen an einer Quiz-Meisterschaft teil. Auch Zak wird zur Teilnahme verdonnert, obwohl er an dem Wochenende eigentlich ganz andere Pläne hatte. Als dann Anas Bruder abhaut, um sich die Comic-Convention anzuschauen, von der Zak geschwärmt hat, geraten die drei Jugendlichen in ein unerwartetes Abenteuer...

Das Buch wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive der zwei Teenager erzählt. Ana und Zak sind zwei völlig unterschiedliche Charaktere.
Anas Leben ist komplett durchgeplant, Freizeit kennt der Teenager nicht. Ana ist überbehütet und wird beinahe eingesperrt.
Natürlich hält sie Zaks Leben, der Freunde und Hobbies hat, mit denen er sich stundenlang beschäftigen kann, für viel einfacher. Doch auch Zak trägt sein Päckchen mit sich herum. Seinen Stiefvater kann er nicht leiden und ist daher froh, wenn er mal von zuhause verschwinden kann.
Mit dem Zusammentreffen der zwei Teenager prallen Welten aufeinander. Umso interessanter ist es, zu beobachten, wie beide versuchen, das Leben des anderen zu verstehen, wie sie sich einander öffnen und die Seiten aufzeigen, die nicht sofort ersichtlich sind.

Im Großen und Ganzen erleben Ana und Zak nur einen Tag miteinander. Einen sehr aufregenden und ereignisreichen Tag auf der Comic-Con mit vielen ungewöhnlichen, schrägen und bunten Charakteren.
Auf der Suche nach Anas Bruder geht alles schief, Zak gerät von Schlamassel zu Schlamassel und auch Ana erlebt viele für sie untypische Situationen.
Obwohl es lustig ist, das ganze Chaos zu verfolgen, ist es mir insgesamt etwas zu viel von allem: zu viel Action, zu viel Drama, zu viele Verletzungen für die paar Stunden. Trotzdem hat es insgesamt Spaß gemacht, das Buch zu lesen und das Ende hat mich wieder etwas versöhnlich gestimmt, auch wenn Raum zum Weiterspinnen bleibt.

Fazit: Die zwei völlig verschiedenen Protagonisten und der schräger Handlungsort haben mir gefallen. Leider ist die Geschichte einfach zu ereignisreich, dass die Summe an Action und Dramatik für den kurzen Zeitraum arg übertrieben wirkt. Insgesamt trotzdem eine süße, lesenswerte Geschichte.

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liebe, abschiebung, new york, schicksal, the sun is also a star

The Sun is also a Star

Nicola Yoon , Susanne Klein , Dominique Falla
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Dressler, 20.03.2017
ISBN 9783791500324
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Natashas Familie soll abgeschoben werden. Verzweifelt versucht sie bei den Behörden, dies noch zu verhindern. Dabei trifft sie Daniel, der sich auf dem Weg zu einem Vorstellungsgespräch befindet. Die beiden verbringen diesen einen unvergesslichen Tag miteinander... Zufall oder Schicksal?

Der Erzählstil des Buches ist etwas ungewöhnlich. Daniel und Natasha sind die Ich-Erzähler der Geschichte. Abwechselnd berichten sie von den Ereignissen des Tages, wobei es kaum Kapitel gibt, die länger als 3 Seiten sind – manche umfassen sogar nur eine halbe Seite oder weniger. Die schnellen Wechsel erzeugen eine interessante Dynamik, man muss nie lange auf die zweite Sicht zu den aktuellen Geschehnissen warten. Zumindest fast – denn zwischen den Passagen von Natasha und Daniel gibt es immer wieder kleine Exkurse. Mal dreht sich ein Kapitel um Themen, über die die beiden gerade reden – fast wie ein kleiner Lexikoneintrag, wissenschaftlich, philosophisch oder kulturell. Dann wieder gibt es Kapitel über Familienangehörige oder Personen, die die Protagonisten an diesem Tag treffen. Diese sind meist in der personalen Form gehalten.
Was diese Einschübe angeht, bin ich noch zwiegespalten. Manche fand ich ganz spannend, andere waren weniger interessant. Und manche zeigen einfach nur, wie viele kleine Zufälle über den Tag zusammenkommen und schließlich das Leben der Figuren verändern werden.
Letztlich passen die Exkurse schon irgendwie zu dieser ungewöhnlichen Geschichte, auch wenn ich sie teilweise gern überblättert hätte, um die Geschichte von Daniel und Natasha schnell weiterlesen zu können.

Denn die Geschichte ist süß. Und sie ist tragisch – tragisch traurig und tragisch schön.
Daniel und Natasha haben nicht viel Zeit, sich kennenzulernen. Aber sie erleben einen sehr intensiven Tag miteinander. Irgendwas ist da zwischen ihnen, das in beiden verschiedenste Gefühle hervorruft, an denen der Leser dank der Erzählperspektive teilhaben kann.

Auch der kulturelle Aspekt spielt zwischen beiden immer wieder eine Rolle. Der 17-jährige Daniel hat koreanische Eltern, die gleichaltrige Natasha wurde in Jamaika geboren. Zwei völlig verschiedene Welten prallen hier aufeinander – zumindest was die Vorstellungen der Eltern betrifft. Denn eigentlich wollen beide einfach nur ganz normale amerikanische Teenager sein.

Und dann haben beide das Haus ja aus einem bestimmten Zweck verlassen: Wie wird Daniels Gespräch verlaufen, das über seine Zukunft entscheiden könnte? Und wird Natasha einen Weg finden, in den USA bleiben zu können?

Ich habe das Buch an zwei Abenden gelesen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es ausgeht. Die Geschichte konnte mich fesseln. Sie hat mich zum Nachdenken gebracht. Doch obwohl sie so viele Emotionen enthält, konnte sie mich nur wenig berühren – ich kann leider gar nicht sagen, woran genau dies gelegen hat. Vielleicht geht doch alles ein wenig zu schnell, schließlich umschließt die Geschichte nur diesen kurzen Zeitraum, in dem die zwei so unglaublich viel erleben und miteinander teilen.

Und leider konnte mich auch das Ende nicht überzeugen. Ich finde es nicht wirklich logisch. Es fehlt eine wichtige Info, die ihm hätte Sinn geben können. So lege ich das Buch etwas ratlos zur Seite und frage mich, was ich mit diesem Ende nun anfangen soll...

Interessanter Aufbau. Die schnellen Wechsel sorgen für ein lebendiges Lesegefühl, auch wenn ich auf manche der Einschübe hätte verzichten können. Die Geschichte der zwei Teenager ist interessant - tragisch und dramatisch. Man kommt ein wenig ins Grübeln, welche großen Auswirkungen eine kleine Entscheidung haben kann und wie zufällige Ereignisse das Leben nachhaltig verändern können. Leider kamen die vielen Emotionen, die in der Geschichte vorhanden sind, nicht komplett bei mir an. Und auch das Ende lässt mich ein wenig unglücklich zurück.
Da ich das Buch trotzdem gern gelesen habe, reicht es für knappe 4 Möhren.

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1001 nacht, liebe, magie, fluch, orient

Rache und Rosenblüte

Renée Ahdieh , Martina M. Oepping
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei ONE ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 16.03.2017
ISBN 9783846600405
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Achtung: 2. Band – Spoiler zum Vorgänger vorhanden
 
Die Handlung setzt wenige Tage nach den Geschehnissen des Vorgängerbandes ein. Zorn & Morgenröte sollte auf jeden Fall bekannt sein, da die begonnenen Handlungsstränge nahtlos fortgeführt werden. Es gibt zwar kleine Rückblicke, meist in Form von Erinnerungen einzelner Figuren, diese waren aber so spärlich gesetzt, dass ich – nachdem ich das Buch bereits begonnen hatte – nochmal Band 1 gehört habe. An die Grundhandlung von Shahrzad und Chalid konnte ich mich (auch dank der eShorts) zwar noch erinnern, aber darüber hinaus gibt es so viele weitere Figuren, die Bündnisse schließen und Pläne austüfteln, sodass mir das Auffrischen geholfen hat, die wichtigsten Verbindungen wieder nachvollziehen zu können.

Trotzdem habe ich einige Seiten zum Einlesen gebraucht, um mich zwischen all den Charakteren wieder zurechtzufinden. Dadurch, dass Shazi die meiste Zeit in der Wüste verbringt, ist auch die Atmosphäre zunächst eine ganz andere – das stimmungsvolle, bunte Palasttreiben aus Band 1 fehlt hier. Und doch konnte mich die Geschichte recht schnell wieder fesseln, denn Shazi und Chalid sind zwei unglaublich sympathische Figuren und ich habe mitgelitten und mitgefiebert, ob sie den Fluch brechen und den drohenden Krieg abwenden können.

Die Handlung ist zu beginn relativ ruhig. Shahrzad sucht verzweifelt nach einem Ausweg, während Chalid versucht, das zerstörte Ray zu retten. Es geht nur langsam voran, was mich allerdings nicht gestört hat, da ich diese mühsame Suche nach Antworten angenehmer fand als eine einfache, überstürzte Lösung. Nach und nach steigert sich die Spannung und die Dramatik nimmt zu. Die Geschichte hat einige unerwartete Wendungen zu bieten. Besonders in der zweiten Hälfte fiel es mir immer schwerer, das Buch wieder aus der Hand zu legen. Schock, Erleichterung und Verzweiflung wechselten sich auch beim Lesen ab.

Nicht bewusst war mir allerdings bis kurz vor Ende des Buches, dass es sich hierbei auch um den Abschluss der Reihe handelt. Ich war fest von einer Trilogie ausgegangen. Und so hatte ich auf den letzten 100 Seiten etwas Angst, ob denn wirklich alle Handlungsstränge zuende geführt werden würden. Dies war leider nur teilweise der Fall. Die wichtigsten Dinge werden aufgelöst und zuende geführt. Doch insgesamt war mir das Ende zu kurz. Themen, die über beide Bände hinweg eine wichtige Rolle gespielt haben, werden nicht nochmal aufgegriffen, sodass am Ende doch noch einige Fragen offen bleiben. So lernen Shazi und Chalid im Verlauf der Handlung beispielsweise auch neue, faszinierende Charaktere kennen – die dann aber leider trotz der langen Einführung nur eine sehr geringe Rolle spielen und am Ende gar nicht mehr auftauchen. Nach dem kurzen Epilog, der prinzipiell ein schöner Abschluss hätte sein können, fühlte ich mich etwas aus der Geschichte geworfen – was schade ist, da ich besonders die letzten 200 Seiten eigentlich unglaublich toll fand. Ich hätte mir wirklich noch einen dritten Band gewünscht, oder wenigstens noch 100 Seiten mehr, um alles etwas ausführlicher zuende zu bringen und auch die letzten Fragen noch aufzulösen.

Fazit: Nach einem ruhigen Beginn wird die Geschichte spannend und dramatisch. Während die ersten Seiten sehr ausführlich den Weg der Figuren schildern, überschlagen sich die Ereignisse zum Schluss und vieles wird sehr kurz – zu kurz – abgehandelt, sodass am Ende leider auch noch einige Fragen offen bleiben. Trotzdem eine absolut lesenswerte Dilogie mit einem ganz eigenen Zauber.

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