Leserpreis 2018

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258 Bibliotheken, 11 Leser, 0 Gruppen, 78 Rezensionen

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Still Broken

April Dawson
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei LYX, 26.10.2018
ISBN 9783736309111
Genre: Liebesromane

Rezension:

Die Grundidee ist nicht neu: Braves Mädchen verliebt sich in den absoluten Bad Boy, der natürlich auch eine weiche Seite hat und bei ihr nahezu handzahm wird… Aber natürlich leben sie nun nicht einfach glücklich bis zum Happy End.

Norah ist überwiegend die Ich-Erzählerin der Geschichte und lässt die Leser dabei an ihren Gedanken und Gefühlen teilhaben. Im späteren Verlauf kommt auch besagter Bad Boy hin und wieder zu Wort und schildert seine Eindrücke des Geschehens.

Die Handlung beginnt relativ ruhig. Langsames Kennenlernen, erstes Date, erste Gefühle. Norah und Max haben mir zusammen gut gefallen.
Schnell deutet sich an, dass Max ein Geheimnis verbirgt. Dass mehrfach wiederholt wurde, dass ihm und seiner Schwester in der Vergangenheit etwas Schlimmes wiederfahren ist, ohne dies mit Inhalt zu füllen, fand ich etwas unnötig. Nachdem es im weiteren Verlauf einige Andeutungen gibt, was Max belastet, kommt die Auflösung nur noch für Norah völlig überraschend.
Weitere Schicksalsschläge sorgen für dramatische und emotionale Momente. Dabei fand ich ein eigentlich sehr bewegendes Ereignis zu kurz abgehandelt, sodass die Gefühle der Figuren bei mir nicht ankamen.

Zwar habe ich das Buch insgesamt auch dank des flüssigen Schreibstils zügig gelesen, empfand im zweiten Teil aber einige Ereignisse als unlogisch und übertrieben. Nicht immer konnte ich das Handeln der Figuren nachvollziehen. Und vor allem der Schluss konnte mich nicht überzeugen.
Kennt ihr das, wenn Bösewichte am Ende der Geschichte erst lang und breit ihre Taten erklären, statt ihrem Gegner den Todesstoß zu verpassen, und den Helden dadurch die benötigte Zeit verschaffen, doch noch zu gewinnen…? Wie unnötig… na jedenfalls gibt es so was in der Art hier auch, wodurch die überraschende Wendung und die sich aufbauende Spannung für mich wieder kaputt gemacht wurde. Das Problem kann dann auch nur dank einer großen Portion Glück und Zufall gelöst werden. Dabei empfand ich die Art der Darstellung als unnötig dramatisch, und dadurch eher unrealistisch und das Handeln verschiedener Charaktere ziemlich fragwürdig… Und eine Figur wird am Ende auch noch komplett vergessen.

Fazit

Still Broken gehört zu den Büchern, die ich dank einer bildhaften, flüssigen Erzählweise zwar schnell gelesen habe, am Ende aber etwas ernüchtert beiseite gelegt habe. Der Anfang hat mir gut gefallen, die langsame Annährung der Figuren mochte ich, auch wenn mit den typischen Klischees gearbeitet wird, die man aus dem Genre kennt. Es gibt verborgene Geheimnisse, die sich früh andeuten, und einige emotionale Wendungen. Je weiter die Handlung voranschreitet, desto dramatischer wird das Geschehen – teilweise übertrieben dramatisch. Das Ende konnte mich nicht überzeugen.

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

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SchneeSturmKüsse: Verliebt in Silver Creek

Ellen McCoy
E-Buch Text: 164 Seiten
Erschienen bei null, 17.11.2018
ISBN B07JLFYBFV
Genre: Liebesromane

Rezension:

Nachdem Beth ihren Job verloren hat, will sie sich eine Auszeit bei ihren Eltern gönnen. Doch dort kommt Beth gar nicht an. Ein Schneesturm zwingt sie, in dem kleinen Dörfchen Silver Creek halt zu machen. Zuflucht findet sie dort in einem alten Hotel bei dem grimmigen Richard.
Dieser will Beth mit aller Macht auf Abstand halten. Doch Beth lässt sich nicht so leicht abwimmeln…


Beth, Anfang 30, hat klare Vorstellungen von ihrem Leben, doch nichts davon will so richtig klappen. Auch von ihrem Traummann hat sie ein recht genaues Bild, doch dieser ist bisher nicht am Horizont aufgetaucht. Ihre schlagfertigen, biestigen Kommentare haben mir gut gefallen. Diese Seite an Beth war mir sympathisch, wohingegen ich ihren Zwang, in jeder Lebenslage perfekt gestylt zu sein, recht anstrengend fand. Manchmal schießet sie mit ihrem Zynismus etwas übers Ziel hinaus und sie kann sich nur schwer von ihren Vorurteilen lösen. Sie wirkt auf den ersten Blick sehr oberflächlich, allerdings beginnt sie immer mehr, über sich nachzudenken.
Richard ist von seiner Vergangenheit gezeichnet. Er lebt absichtlich zurückgezogen und abgeschottet, sodass ihn die Zwangsunterbringung von Beth tierisch nervt. Beth stellt für ihn die Verkörperung vieler Dinge dar, die er hinter sich gelassen hat. Auch er kann sich nur langsam von seinen festgefahrenen Absichten trennen.
Meine Sympathie bröckelte in einer Szene, in der er offensichtlich gar nicht von seiner Vergangenheit gelernt hat…

Beth und Richard können sich anfangs nicht ausstehen. Immer wieder kommt es zu hitzigen Wortgefechten, die insgesamt recht amüsant sind, vor allem da ja bereits absehbar ist, das sich die Stimmung zwischen beiden irgendwann drehen wird.
Den Weg dahin fand ich spannend zu verfolgen. Während Beths Leben von Anfang an recht offen für den Leser einsehbar ist, ist Richard ein einziges Rätsel. Nach und nach findet Beth mehr über ihn, seine Vergangenheit und seine Motive heraus. Diese Auflösung kam absolut unerwartet.
Gleichzeitig kommt Beth bei den Begegnungen mit Richard auch ins Grübeln, ob ihre ursprüngliche Vorstellung von ihrem Leben wirklich das ist, was sie am Ende glücklich machen wird…

Der Handlungsverlauf ist insgesamt eher vorhersehbar. Kleine Irrungen und Wirrungen sorgen aber immer mal wieder für hochkochende Emotionen.
Dabei wird die Handlung überwiegend aus der personalen Sicht von Beth erzählt, sodass es vor allem Einblicke in ihre Gedanken und Gefühle gibt. Dazwischen gibt es immer wieder kürzere Abschnitte aus Richards Sicht.

Allerdings ist SchneeStürmKüsse nicht nur eine Liebesgeschichte. Das Buch greift auch tiefgründigere Themen auf. Wie schnell man sich über Fremde ein Urteil bildet. Dass Vorurteile sich selten bestätigen, wenn man bereit ist, hinter die Fassade zu schauen. Und, dass Vorstellungen vom eigenen Leben nicht in Stein gemeißelt sein müssen, wenn einem auf einem scheinbar völlig falschen Weg etwas begegnet, was einen glücklich machen kann.

Fazit

SchneeStürmKüsse ist eine schöne Liebesgeschichte, die mit viel Gefühl daherkommt. Beide Figuren haben Ecken und Kanten und waren mir nicht durchweg sympathisch, sie entwickeln sich aber im Verlauf der Handlung aufgrund der Ereignisse, nehmen Kritik auf und arbeiten an sich. Der Handlungsverlauf ist insgesamt recht vorhersehbar, Richards Vergangenheit konnte mich allerdings überraschen. Zudem regt das Buch zum Nachdenken über eigene Vorurteile und unrealistische/ festgefahrene Vorstellungen vom Leben an.

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40 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

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Über uns der Sternenhimmel

Janne Schmidt
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.08.2018
ISBN 9783492501637
Genre: Liebesromane

Rezension:

Als Leah die Urlaubskatzen- und Pflanzenpflege für ihre Schwester übernimmt, lernt sie zufällig Henry kennen. Leah ist keine Abenteurerin, die auf Fremde zugeht, aber Henry muss ihr bei einem wichtigen Problem helfen. Die beiden freunden sich an und für Leah eröffnet sich die Chance, aus ihrem geschützten Leben auszubrechen. Henry hingegen will Leah eigentlich gar nicht so nah an sich heranlassen, denn er hütet ein dunkles Geheimnis…

Leah und Henry sind sehr unterschiedlich. Leah wächst behütet auf, hat klare Ziele und Vorstellungen vom Leben. Sie schlägt nie über die Stränge, geschweige denn tut sie etwas verbotenes. Dabei sehnt sie sich danach, etwas zu Neues zu probieren, fühlt sich aber nicht mutig genug dafür.
Henry hat schon viele gefährliche Dinge probiert und etliche nächtliche Partys hinter sich. Doch ein Ereignis in seiner Vergangenheit hat ihn ruhiger und vorsichtiger gemacht. Er ringt mit sich, wie sein Leben nun weiter verlaufen soll. Während Leah so klare Ziele hat, ist sich Henry über seine Zukunft nicht sicher.

Der Beginn des Buches ist unglaublich witzig. Leah und Henry lernen sich auf recht ungewöhnliche Weise kennen, was noch einige Szenen zum Schmunzeln nach sich zieht.
Dazu trägt auch Leahs Tollpatschigkeit und ihre spaßig-ironische Art, davon zu berichten, bei.

Danach wird es emotional.
Schnell wird klar, dass beide Charaktere Dinge erlebt haben, die sie schwer belasten. Aber beide reden nicht darüber, es gibt nur jede Menge Andeutungen.
Obwohl Henry und Leah nicht immer ehrlich zueinander sind, tun sie einander gut. Sie zeigen sich gegenseitig eine andere Art zu leben, trauen sich neue Dinge oder springen über ihren Schatten, indem sie emotionale Erinnerungen teilen. Sie bringen einander bei mutig zu sein – auf ganz unterschiedliche Weise.
Es ist eine Geschichte über das Erwachsenwerden, über das Finden von sich selbst und den eigenen Zielen fürs Leben. Über das Zulassen von Fehlern und das Aufarbeiten von Schicksalsschlägen. Viele ruhige, nachdenkliche Szenen bestimmen die Handlung. Dazwischen gibt es immer wieder witzige Momente, aber auch ein paar aufregende Szenen und viele aufgewühlte Emotionen.

Abwechselnd schildern Leah und Henry in der Ich-Perspektive die Geschehnisse und geben dabei tiefe Einblicke in ihre Gefühle. Der Erzählstil beider Charaktere ist angenehm locker und flüssig.

Die tatsächliche Auflösung der Ereignisse, die beide so sehr belasten, ist emotional und hält noch kleine Wendungen bereit.

Da gerade im Freundeskreis nach einigen Andeutungen noch Fragen offen bleiben, würde ich mich überein weiteres Buch um die bekannten Figuren freuen.

Fazit

Über uns der Sternenhimmel überzeugt mit einem angenehm flüssigen Schreibstil und zwei sehr unterschiedlichen, sympathischen Protagonisten, die ihren Platz im Leben suchen. Viele nachdenkliche und gefühlvolle Szenen bestimmen das Geschehen. Dabei sind die Ereignisse aber keineswegs langweilig – ganz im Gegenteil, Leah und Henry richten einiges Chaos an, nicht nur bei den Gefühlen des anderen.

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317 Bibliotheken, 20 Leser, 0 Gruppen, 110 Rezensionen

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All In - Tausend Augenblicke

Emma Scott , Inka Marter
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei LYX, 26.10.2018
ISBN 9783736308190
Genre: Liebesromane

Rezension:

Ich weiß gar nicht, wie ich diese Rezension starten soll.
Nachdem ich die Hälfte des Buches überschritten hatte, konnte ich nicht mehr aufhören. Es war Mitten in der Nacht und eigentlich hätte ich schlafen müssen, aber ich konnte wirklich absolut nicht aufhören. Die letzte Stunde beim Lesen habe ich durchgeweint. Das Buch ist unglaublich. Berührend. Emotional. Traurig. Bewegend.

Der Klappentext weckt etwas falsche Erwartungen, da Kaceys Rockstar-Leben gar keine so große Rolle spielt. Es ist vor allem Jonahs Schicksal, das dieses Buch bestimmt.
Wie zwei Hauptfiguren, die abwechselnd das Geschehen aus der Ich-Perspektive schildern, könnten unterschiedlicher nicht sein.
Kacey kommt aus schwierigen Familienverhältnissen. Sie hat wenig Halt im Leben. Als sich mit der Band der Erfolg einstellt, schwimmt sie auf der Rockstar-Welle mit. Sie betrinkt sich immer wieder bis zur Besinnungslosigkeit. Selbst auf die Bühne geht sie teilweise nicht nüchtern.
Jonah hat eine Familie und Freunde, die ihn lieben und unterstützen. Nach einer Herztransplantation hat er genaue Vorstellungen davon, was er im Leben erreichen möchte. Er ist zu einem gesunden, verzichtreichen Lebensstil gezwungen und hat sich konstante Abläufe geschaffen.
Die Begegnung mit Kacey bringt seine Routine durcheinander – und eine wirklich tolle Story beginnt. Jonah ermutigt Kacey, zu hinterfragen, was sie sich selbst wünscht, was sie erreichen möchte. Sie hingegen bringt ihn immer wieder dazu, sowohl die auferlegten als auch die selbstgesetzten Grenzen und Regeln ein wenig zu dehnen. Die zwei haben Spaß zusammen, aber vor allem führen sie intensive Gespräche und bringen einander zum Nach- und Umdenken. Langsam und nachvollziehbar geschildert entwickeln sie Gefühle füreinander.

Und viel mehr kann man kaum schreiben, ohne zu viel zu verraten.
Es gibt im Verlauf immer wieder kleine überraschende Wendungen, andere Dinge entwickeln sich, wie ich sie vermutet oder gehofft habe. Von Anfang an konnte mich die Geschichte total fesseln. Kacey und Jonah durchleben verschiedenste Gefühle und lassen die Leser dank der gefühlsbetonten Erzählweise hautnah daran teilhaben.

Von den medizinischen Begebenheiten rund um Herztransplantationen habe ich keine Ahnung. Aber die Handlung hat mich ohnehin so mitgerissen, dass ich die Darstellung zu keinem Zeitpunkt ernsthaft infrage gestellt hätte.

Ein klein wenig hadere ich mit dem Ende – bzw. damit, dass es eine Fortsetzung geben wird. Für mich hätte das Buch einfach noch 5 Seiten mehr haben dürfen und dann wäre das total ok gewesen. Aber noch ein ganzes Buch? Aufgrund einiger Andeutungen, die offen gelassen werden, ist die Richtung der Fortsetzung schon ersichtlich, aber ich zweifle noch daran, ob diese auch nur ansatzweise mithalten kann oder ob sie nicht den tollen ersten Band eher zerstört. Ich hätte zumindest keinen weiteren Band gebraucht. Denn eigentlich ist die Geschichte ziemlich perfekt, so wie sie ist.

Fazit

Ich habe geheult wie ein Schlosshund, so sehr konnte mich dieses Buch berühren. Die Geschichte ist unglaublich intensiv. Witzige Momente, tiefsinnige Gespräche und große Emotionen machen diese besondere Liebesgeschichte zu einem meiner Jahreshighlights 2018 – überhaupt zu einem der bewegendsten Bücher der letzten Jahre.

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23 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

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SnowRose. Tochter der Feen (Königselfen-Reihe 3)

Amy Erin Thyndal
E-Buch Text: 409 Seiten
Erschienen bei Dark Diamonds, 27.09.2018
ISBN 9783646301083
Genre: Fantasy

Rezension:

3. Teil der Königselfen-Reihe. Inhaltliche Spoiler zu den Vorgängern möglich.

Da Band 2 nun schon fast ein Jahr zurücklag, hatte ich bereits einige Erinnerungslücken und war unsicher, ob mir der Wiedereinstieg problemlos gelingen wird.
Die Handlung setzt einige Wochen nach den letzten Ereignissen des Vorgängerbandes wieder an. Es gibt kaum Rückblicke, stattdessen wird sehr selbstverständlich ohne große Erklärungen auf die vorherigen Geschehnisse Bezug genommen. Erst im späteren Verlauf folgen ab und zu knappe Hinweise darauf, welche Figuren in der Vergangenheit mit welchen Handlungen involviert waren, sodass nach und nach auch meine Erinnerungen an die Ereignisse zurückgekehrt sind. Insgesamt fand ich die Rückblicke aber etwas zu spärlich.

Die Elfenwelt mit ihren Jahreszeitenbereichen und den jeweiligen Besonderheiten ist sehr bildhaft beschrieben und detailliert ausgearbeitet. Das ganze Setting mochte ich schon in den ersten beiden Bänden sehr.

Wie schon in den vorherigen Teilen werden die wechselnden Ich-Perspektiven beibehalten. Diesmal schildern überwiegend Fee Luna, Sommerelfenkönig Soleil und Katze – sorry, Kyriaki – Skye ihre Erlebnisse, die alle bereits aus den vorherigen Bänden bekannt sind.
Der Schreibstil ist sehr angenehm, locker und flüssig und die Figuren haben jeweils ihre Eigenheiten bei der Erzählweise.

Insgesamt hat mir auch dieser Band gut gefallen.
Die Liebesgeschichte ist total süß, es gibt einiges Hin und Her, viele Zweifel und Unsicherheiten.
Was mich aber ein wenig gestört hat, ist, wie viel Zeit die Figuren damit verbracht haben, über ihre Gefühle nachzudenken, zu diskutieren, zu flirten oder sich hübsch zu machen, obwohl es eigentlich eine dringende Aufgabe zu erledigen gibt.
Schließlich gibt es da aus dem zweiten Band noch ein Problem, welches gelöst werden muss. Hinzu kommt eine neue Schwierigkeit, vor die vor allem Luna gestellt wird. Die Fee muss den Umgang mit ihrer Magie lernen – was sie auch tut, aber halt erst nachdem sie lange aufwendig frisiert wurde…
Das Verhältnis von Turtelei plus schmachtenden Gedanken und tatsächlicher Handlung hätte für mich etwas ausgeglichener sein dürfen. Zumal die Ereignisse zwischendurch wirklich dramatisch werden. Die spannenden Passagen kommen zwischen all dem Liebeschaos der verschiedensten Charaktere allerdings recht kurz. Der Konflikt wird am Ende dann auch relativ zügig aufgelöst.

Die Geschichte um Luna und Soleil ist insgesamt abgeschlossen. Da um ein paar Nebenfiguren aber schon noch kleinere Fragen offen bleiben, würde ich mich freuen, irgendwann noch mehr aus der Elfenwelt mit ihren sympathischen Bewohnern zu lesen…

Fazit

Ich habe mich auf einen weiteren Band aus der facettenreichen Elfenwelt gefreut, auch wenn der Einstieg aufgrund sehr spärlich ausfallender Rückblicke für mich etwas holprig war. Die Geschichte ist sehr romantisch und emotionsgeladen, allerdings kommt die spannende Handlung – die grundsätzlich vorhanden ist, da die Figuren ein wenig unter Zeitdruck stehen – insgesamt recht kurz, da die zwei Hauptfiguren die meiste Zeit damit beschäftigt sind, voneinander zu schwärmen oder miteinander zu turteln. Zwar fand ich das Buch zu keinem Zeitpunkt langweilig, aber die Geschichte kommt nur sehr schleppend voran – wobei ich schon zugeben muss, dass die zwei auch einfach unglaublich süß miteinander sind…

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112 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 93 Rezensionen

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The One Best Man

Piper Rayne , Cherokee Moon Agnew
Flexibler Einband
Erschienen bei Forever, 25.01.2019
ISBN 9783958183421
Genre: Liebesromane

Rezension:

Nach ihrer Scheidung zieht Victoria mit ihrer siebenjährigen Tochter Jade zurück in ihrer Heimatstadt, um ihre kranke Mutter zu unterstützen. Dort trifft sie auf einen alten Bekannten – den Trauzeugen ihres Ex-Mannes. Eigentlich hat Victoria fürs erste von Männern genug, aber Reed lässt nicht locker…

Ich habe das Buch relativ zügig durchgelesen. Der Schreibstil ist flüssig und abgesehen von ein paar schrägen Dialogen oder nicht ganz nachvollziehbaren Gedankensprüngen der Ich-Erzählerin Victoria liest sich der Text aufgrund der einfachen, bildhaften Sprache sehr leicht.
Dennoch hat mich das Buch nicht richtig begeistern können.
Die Geschichte ist nett, aber mir fehlte etwas. Es gibt kleinere Konflikte und Problemchen, kleinere Rückschläge und Streits. Aber insgesamt läuft alles von Anfang bis Ende sehr glatt und harmonisch. Richtige Konflikte fehlen – obwohl sie sich anzudeuten scheinen, bleiben sie dann aus. Das ist zwar auch eine Form der überraschenden Wendung, aber dadurch kommt keinerlei Spannung auf. Die Geschichte plätschert einfach fröhlich vor sich hin.

Was mir sehr gut gefallen hat, ist das innige Verhältnis von Victoria und ihrer Tochter Jade. Und auch Reed hat einen tollen Umgang mit seinen Schützling Henry. Die Kinder und die Beziehung zu ihnen spielen eine zentrale Rolle in der Geschichte und sorgen dadurch für berührende Momente. Auch darüber bietet die Handlung viel Gefühl und ein wenig Erotik. Aber auch viel sich ständig wiederholender Alltag und Grübelei von Protagonistin Victoria.

Vielleicht können die zwei weiteren Bände über Victorias Arbeitskolleginnen ja mit mehr Drama und Überraschungen punkten.

Fazit

Das Buch ist nicht direkt langweilig, konnte mich aber auch nicht so recht mitreißen. Die Konflikte, die sich anzudeuten scheinen, verlaufen im Sande. Alles ist insgesamt sehr harmonisch und läuft ohne große Schwierigkeiten oder Überraschungen. Das innige Verhältnis zu den Kindern ist allerdings sehr berührend beschrieben.

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402 Bibliotheken, 11 Leser, 0 Gruppen, 115 Rezensionen

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Cinder & Ella

Kelly Oram , Fabienne Pfeiffer
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei ONE, 28.09.2018
ISBN 9783846600702
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ella führt ein ruhiges Leben mit ihrer Mutter – sie hat Freude, bloggt und pflegt mit Cinder eine diskussionsreiche Internetfreundschaft. Bis zu dem Tag, der alles verändert: Ella und ihre Mutter haben einen Unfall. Ella überlebt, trägt aber schwere Verletzungen davon. Ihr steht eine harte Zeit bevor. Internetfreund Cinder bleibt aus ihrem ‚alten Leben’ erhalten. Doch Ella hat keine Ahnung, wer Cinder eigentlich ist…

Ich lese und schaue sehr gern Märchenadaptionen. Als ich gelesen hatte, dass Cinder und Ella sich im Internet kennenlernen, musste ich direkt an Cinderella Story (wunderschöner Film!) denken und wollte das Buch auf jeden Fall lesen. Und es hat sich absolut gelohnt.

Die Geschichte ist emotional. Sie ist berührend. Sie ist witzig. Und sie ist tieftraurig. Das Buch hat mich mitgerissen, letztlich habe ich die 400 Seiten an einem Tag lesen müssen, weil ich einfach nicht wieder aufhören konnte.
Hin und wieder gab es zwar Situationen, in denen ich dachte, warum hat er/ sie das jetzt gemacht bzw. gesagt, aber insgesamt habe ich durchweg mit den beiden mitgelacht, mitgelitten und mitgefiebert.

Cinder & Ella ist so viel mehr als eine Liebesgeschichte.

Während Cinder als berühmter Schauspieler auch die Schattenseiten Hollywoods schildert, ist Ellas Leben nach dem Unfall ein Trümmerhaufen. Cinders Erlebnisse sind fies, aber Ellas Schicksal hat mich absolut berührt. Sie ist eine toughe junge Frau, die sich ins Leben zurückkämpfen muss. Dabei schießt sie in ihrem Schmerz und ihrer Wut manchmal über das Ziel hinaus – aber all ihre Gefühle und Ausbrüche sind absolut nachvollziehbar geschildert und zeigt jemand Ella die Gegenseite auf, denkt sie darüber nach und nimmt einige Geschehnisse hinterher anders war.
Besonders ins der Schule muss Ella einiges wegstecken. Mobbing wird als großes Thema in diesem Buch behandelt. Ella geht mit fiesen Kommentaren ihrer Mitschüler selbstbewusst um, aber je länger sie die gemeinen Sprüche zu ignorieren versucht, desto schlimmer wird es. Vor allem, wenn alle wegsehen… Das Thema ist – mit all seinen Auswirkungen auf unterschiedliche ‚Beteiligte’ – bedrückend realistisch in die Handlung eingebunden und gibt damt auf jeden Fall einige Denkanstöße.

Cinder und Ella, die abwechselnd aus der Ich-Perspektive erzählen und dabei Einblicke in ihre Gedanken und Gefühle geben, welche sie teilweise auch voreinander verbergen, machen sich das Leben streckenweise selbst und gegenseitig schwer. So gibt es einige Missverständnisse und unerwartete Wendungen in dieser unglaublich süßen und berührenden Geschichte.

Fazit

Ein unglaublich tolles Buch. Ella und Cinder haben mich zum Lachen gebracht und zu Tränen gerührt. Die Handlung ist nur bedingt vorhersehbar, da die zwei einige Umwege nehmen und vor allem ihr Umfeld ihnen das Leben nicht immer leicht macht. Dabei ist Cinder & Ella so viel mehr als eine reine Liebesgeschichte. Besonders Ellas schweres Schicksal verbunden mit dem Mobbing, das sie im Anschluss erleiden muss, und ihren Kampf zurück in ein normales Leben geben der Handlung Tiefe und viele bewegende Momente.

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157 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 52 Rezensionen

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Bin hexen

Liane Mars
Flexibler Einband: 280 Seiten
Erschienen bei Drachenmond Verlag GmbH , 20.09.2017
ISBN 9783959918145
Genre: Fantasy

Rezension:

Bei Büchern von Liane Mars erwarte ich inzwischen schon fast, dass es chaotisch und bunt wird – das ist bei Bin Hexen definitiv der Fall.

Ein Hexenroman … man hat ja zwangsläufig irgendwelche Vorstellungen zu Hexen und Zauberern in Kopf. Doch in diesem Buch ist alles irgendwie anders:
Die Magie tut, was sie will. Nicht die Hexen bestimmen über die Magie, sondern die Magie leitet die Hexen. Ein magischer Talisman zeigt ihnen an, wann sie Magie wirken müssen. Unter diverse Schutzmaßnahmen wird dann gehext, weil selten ein Zauber so gelingt, wie er gedacht war. Regelmäßig endet die Magiewirkung in Chaos und Zerstörung, weswegen es Hexen auch untersagt ist, allein zu zaubern.

Ich muss zugeben, dass ich am Anfang nicht so ganz wusste, was ich von der Geschichte halten soll. Die ganze Hexenwelt ist schon arg schräg. Und Prim ist eine sehr chaotische Figur. Sie wendet nicht gern Magie an und verflucht ihre Gabe, anhand von Namen und Gesichtern sofort Charaktereigenschaften und manchmal auch Geheimnisse von Mitmenschen sehen zu können, immer wieder. Und ausgerechnet zu einem Hexenjäger fühlt sie sich hingezogen, weil sie ihn für ihren vermissten Hexenzwilling hält.

Je mehr ich gelesen habe, desto besser kam ich in die Geschichte hinein und habe mich mit der ungewöhnlichen Magiewirkung angefreundet. Nach und nach hat mich die Handlung immer mehr gefangen genommen.
Es gibt viele witzige Momente, vor allem auch da Ich-Erzählerin Prim nicht nur ständig Chaos produziert, sondern dabei auch viel Selbstironie an den Tag legt. Aber es folgen auch viele spannende Momente und emotionale Passagen.

Was am Anfang wild und chaotisch wirkt, entwickelt sich zu einer ereignisreichen, abwechslungsreichen Geschichte voller unerwarteter Zusammenhänge und überraschender Wendungen. Alles fügt sich irgendwie an seinen Platz und wird zu einem runden Ganzen mit einem stimmigen Ende.

Fazit

Ich habe ein paar Seiten gebraucht, um mich mit der ungewöhnlichen, chaotischen Hexenwelt anzufreunden, dann konnte mich das Buch mit einigen überraschenden Wendungen und dramatischen Ereignissen aber packen. Ein paar der Probleme fand ich etwas einfach gelöst, insgesamt entwickelt sich aber eine abwechslungsreiche Geschichte voller Spannung und Witz, die mich gut unterhalten konnte.

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(69)

89 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

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Liliane Susewind - Mit Elefanten spricht man nicht!

Tanya Stewner , Eva Schöffmann-Davidov
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei FISCHER KJB, 09.10.2012
ISBN 9783596512522
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Der erste Band der Reihe hat mir grundsätzlich ganz gut gefallen. Lilli ist ein aufgewecktes, sympathisches Mädchen, dass sich mit ihrer Gabe aber etwas schwer tut. Je mehr sie versucht, nicht aufzufallen, desto mehr tut sie es nämlich unabsichtlich. Was ihr einige Probleme bereitet.

Die Geschichte setzt sich auf kindliche Art mit den Themen Toleranz, Akzeptanz und Zivilcourage – und dass davon jeder etwas mehr haben sollte – auseinander.
Allerdings fand ich es schon recht heftig, wie das Thema Mobbing ausgeführt wird, wenn man bedenkt, dass die Bücher ab acht Jahren empfohlen werden.
(Achtung Spoiler:) Die 10-jährige wird von einer Mitschülerin geschlagen, an den Haaren gezogen und schließlich – wenn auch nicht ganz absichtlich – ins Eisbärengehege gestoßen, während die meiste Zeit alle wegschauen…

Hierbei finde ich die Charaktere auch noch etwas einseitig dargestellt. Es gibt gute und böse Figuren. Mal schauen, wie sich das im weiteren Verlauf der Reihe entwickelt.
Was ich von der Darstellung der Familiensituation halten soll, weiß ich auch noch nicht so genau. Während der Vater und die Großmutter sich um Lili kümmern, wird die Mutter nur zwei, drei mal kurz erwähnt, wenn sie arbeitet oder Zeitung liest. Allerdings wird die ganze Rollenverteilung bisher nur angerissen, sodass sich noch kein vollständiges Bild ergibt.

Fazit

Das Grundthema, dass Lili mit Tieren reden kann und dadurch zur Hilfe im Zoo wird, wenn Tiere kränkeln oder sich ungewöhnlich benehmen, finde ich sehr süß.
Themen wie Freundschaft, Mut, Gruppenzwang und Anderssein werden in kindlicher Weise und einfacher Sprache behandelt. Allerdings finde ich die vorhandenen Handgreiflichkeiten für die Zielgruppe schon recht extrem beschrieben.

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357 Bibliotheken, 21 Leser, 1 Gruppe, 104 Rezensionen

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Vox

Christina Dalcher , Marion Balkenhol , Susanne Aeckerle
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei S. FISCHER, 15.08.2018
ISBN 9783103974072
Genre: Romane

Rezension:


Achtung: Rezension enthält ein paar kleine Spoiler zur Handlung.

Je länger das Buch nachwirkt, desto enttäuschter bin ich. Dabei fing es so vielversprechend an.
Das beschriebene Szenario ist grausam und erschreckend. Amerika wird von Männern regiert. Schlimmer noch, Frauen wurden zu stummen Hausmütterchen degradiert. Wortzähler in Armbandform erlauben ihnen 100 Worte am Tag. Wer mehr spricht, bekommt Stromschläge von dem Gerät – die zu schweren Verletzungen führen können. Arbeiten ist den Frauen nicht mehr erlaubt. Sie sollen Kinder gebären und sich um den Haushalt kümmern.
Mädchen und Jungen werden in getrennten Schulen unterrichtet, die Gehirnwäsche fängt früh an. Während den Mädchen bereits kurz nach der Geburt die vermeintlichen Armbänder umgelegt werden und sie in der Schule nur das notwendigste lernen, wird den Jungen das System förmlich eingeimpft. Kurse zur neuen Anschauung als Grundlage für eine Collagezulassung machen auch dem letzten die Rollenteilung schmackhaft. Manipulation und Gehirnwäsche ohne Ende…

Soweit, so schaurig. Auch wenn bei dem beschrieben Setting bereits einige Fragen offen bleiben – wie konnte es in einem so riesigen Land ernsthaft so weit kommen? Schaut der Rest der Welt einfach so zu? –, war Protagonistin und Ich-Erzäherin Jean für mich das größte Problem. Dr. Jean McClellan, Mitte 40, einst eine angesehene Wissenschaftlerin. Da Jean ja nur wenig sprechen kann, teilt sie den Lesern anfangs vor allem ihre Gedanken mit. Dabei gibt es immer wieder kleine Einblicke in verschiedene Stationen ihrer Vergangenheit. Diese Rückblenden sind übergangslos in den Fließtext eingebunden, sodass die Erzählweise anfangs etwas gewöhnungsbedürftig ist.
Da der Präsident Jeans Fähigkeiten als Medizinerin benötigt, wird sie das Armband für eine begrenzte Zeit los.

Ich bin mit Jean gar nicht warm geworden. Sie ist eine selbstbewusste Frau, aber vor allem ist sie unglaublich egoistisch und oftmals konnte ich über ihr Handeln nur den Kopf schütteln. Jean ist nicht gerade die geborene Hausfrau, was ja auch ok ist, aber irgendwer sollte den Haushalt bei vier Kindern (die alle vor der Gesetzesänderung zur Welt gekommen sind, also kein Produkt der neuen Rolle als Gebärmaschine sind…) dann doch am Laufen halten, damit die Kids vernünftig versorgt sind – was Jean aber relativ egal ist. Sie flippt ihrem Sohn, der vom System völlig verblendet ist, gegenüber aus und wird handgreiflich. Sie denkt ernsthaft darüber nach, ohne ihre Kinder abzuhauen, um der Wiederanlegung ihres Armbandes zu entfliehen. Das ungeborene Kind, das sie in sich trägt, reicht ihr dafür als Ausrede – verantwortungsbewusst genug mit ihrem heimlichen Liebhaber zu verhüten, war sie nämlich nicht…
Dabei legt sie bei der Betrachtung ihrer Welt eine ziemliche Doppelmoral an den Tag… Zudem trieft die ganze Geschichte nur so vor billigen Klischees.

Die Handlung konnte es dann auch nicht so wirklich retten. Zwar muss ich zugeben, dass ich das Buch an nur einem Wochenende gelesen habe – ist man erst mal drin, liest es sich recht flüssig –, einfach weil das Setting so erschreckend ist, dass ich wissen wollte, wie das Buch ausgeht. Dabei gibt es leider einige langatmige Passagen und insgesamt zu wenig Spannung. Zwar bietet die Handlung auch fesselnde Augenblicke, überraschende Wendungen und erschreckende Aufdeckungen, insgesamt zieht es sich aber. Besonders unerwartet kamen einige politische Verstrickungen, sowie die Aufdeckung von versteckt arbeitenden Rebellen.
Geschockt hat mich das Ende – weil es total vage ist. Mir zumindest ist nicht klar geworden, was da nun genau passiert ist, wer dabei was getan hat und welche Folgen daraus resultieren. Es fehlen ganz viele Erklärungen, die den Abschluss irgendwie hätten rund machen können…

Fazit

Die Idee des Buches hat mir super gefallen und anfangs empfand ich das Setting auch als spannend ausgearbeitet. Jean führt die Leser mit kleinen Rückblicken aus ihrem vorherigen Leben langsam an die neue Welt heran und lässt sie dabei an all ihren wütenden und aufgebrachten Gedanken teilhaben. Leider entwickelt sich Jean aber zu einer unglaublich unsympathischen Figur. Je weiter die Handlung voranschreitet, desto mehr Probleme hatte ich mit ihrem oft egoistischen, kratzbürstigen Verhalten.
Die Handlung bietet einige spannende Szenen sowie unerwartete politische Intrigen und Verstrickungen, hat aber auch immer wieder Längen. Am Ende geht alles viel zu schnell – wobei völlig offen bleibt, was eigentlich tatsächlich passiert ist.

Was bleibt, ist dass das Setting – die Gehirnwäsche eines ganzen Staates – natürlich dennoch zum Nachdenken darüber anregt, wie jeder Einzelne Einfluss auf politische Entwicklungen nehmen kann…

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

Broken Wide - Gefährliche Freiheit (Mindjack #6) (Mindjack in German)

Susan Kaye Quinn
E-Buch Text: 276 Seiten
Erschienen bei Susan Kaye Quinn, 08.10.2018
ISBN B07J5WL8SJ
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Actung: 6. Band der Mindjack-Reihe. Inhaltliche Spoiler zu den Vorgängern möglich

Dies ist bereits der sechste Band – und damit der Abschluss – der Mindjack-Reihe. Wie auch bei den Vorgängern fiel mir der Einstieg nicht ganz leicht. Die Welt ist unglaublich komplex, in den letzten fünf Bände ist viel passiert und es gibt zahlreiche beteiligte Figuren, die teilweise zusammen, teilweise gegeneinander arbeiten und eigene Ziele verfolgen. Ein kleiner Figurenindex wäre auf jeden Fall hilfreich gewesen.

Da Ich-Erzähler Zeph auf den ersten Seiten der aktuelle Handlung aber einige Rückblicke auf die letzten Ereignisse und die noch offenen Konflikte gibt, konnte ich dem Geschehen zu Beginn halbwegs folgen. Es dauerte aber, bis ich wieder richtig in der Geschichte drin war.

Dann konnte mich das Buch aber wieder völlig gefangen nehmen. Die Situation spitzt sich für die Jacker immer weiter zu. Es gibt zahlreiche gewalttätige Auseinandersetzungen und der Druck durch die Regierung steigt, je näher diese der Optimierung ihrer grausamen Anti-Jacker-Waffen kommt.
Zeph, Kira und ihren Verbündeten stehen zahlreiche Kämpfe bevor. Besonders Zeph gerät dabei in einen gefährlichen Machtkampf aus Lügen und Intrigen. Wie schon zuvor nimmt er mit seinen besonderen Fähigkeiten eine Schlüsselrolle ein, die ihm zwar viele Chancen bietet, aber ebenso ein Risiko darstellt. Vorhersehbar fand ich die Geschehnisse dabei zu keinem Zeitpunkt. Immer wieder kommen neue Schwierigkeiten auf die Jacker zu. Auch gibt es immer wieder Charaktere, die durch die Offenlegung ihrer wahren Absichten für Überraschungen und Wendungen sorgen. Nicht zuletzt werden einige lang gehütete Geheimnisse aufgedeckt, die die gespaltene Gesellschaft erschüttern.
Die Handlung ist actionreich und dramatisch. Da die Gefahr für die Jacker allgegenwärtig ist, ist die Anspannung durchweg greifbar. Nur selten gibt es ruhigere Momente und einige wenige gefühlvolle Szenen.

Gefallen hat mir bei der Reihe und besonders in diesem Finale, dass hier viele Figuren zusammenarbeiten, um für ihre Freiheit zu kämpfen. Das Schicksal der Welt hängt nicht allein an einem Teenanger – wie in vielen Jugenddystopien üblich – , sondern es gibt eine Gruppe von Charakteren, die gemeinsam Pläne ausarbeiten, die auch nur durch ihre Zusammenarbeit gelingen können. Und weicht auch nur einer vom Plan ab, gerät alles durcheinander…

Der Abschluss ist stimmig und lässt nur wenige Fragen offen.

Fazit

Nach kleinen Einstiegsschwierigkeiten in die komplexe Welt mit ihren zahlreichen Figuren, von denen jede seine eigenen Ziele verfolgt, konnte mich die Handlung wieder fesseln. Die Geschichte ist ereignisreich, spannend und dramatisch. Die Lage spitzt sich immer weiter zu. Es gibt gewalttätige, verlustreiche Kämpfe und jede Menge Intrigen, sodass die Gefahr für die Jacker nicht abreißt. Zeit zum Durchatmen bleibt nur wenig – sowohl für die Charaktere als auch für den Leser.
Insgesamt ein stimmiges Finale, das mit einigen Überraschungen und Wendungen daherkommt und nur wenige Fragen offen lässt.

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111 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 36 Rezensionen

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Pure Desire - Nur du

Mia Williams
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 24.10.2018
ISBN 9783596702916
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Als älteste von fünf Schwestern muss Liz nach dem Tod ihrer Eltern die Familie zusammenhalten. Schulden, Reparaturen am Haus und ein pubertierender Teenager bestimmen ihren Alltag. Für eine Beziehung hat sie keine Zeit.
Als Cole in ihrem verschlafenen Städtchen auftaucht, bringt er nicht nur Liz ordentlich durcheinander…

Liz, die die Handlung aus der Ich-Perspektive schildert, ist eine sympathische Protagonistin. Der Tod der Eltern war ein schwerer Schicksalsschlag. Liz schraubt ihr Privatleben zurück, um sich um Haus, Diner und ihre Geschwister zu kümmern. Besonders die 16-jährige Amber fordert viel Aufmerksamkeit und bringt Liz regelmäßig auf die Palme.
Als Cole, von dem Liz direkt verzaubert ist, in ihr Leben tritt, wirft sie einige ihrer Vorsätze über Bord.

Die erste Hälfte des Buches hat mir gut gefallen. Die sympathischen Schwestern, der idyllische Wohnort, das verschlafene Örtchen mit seinen kauzigen Bewohnern – es wird ein schönes Setting aufgebaut. Das Haus am See wird so anschaulich beschrieben, dass die Ruhe, die Liz dort erlebt, leicht vorstellbar ist.
Leider ist die Handlung absolut vorhersehbar. Es deutet sich früh an, worauf alles hinauslaufen wird und welche Rolle Cole dabei spielt. Auch im Verlauf sind die nächsten Ereignisse jeweils absehbar. Die Auflösung wird künstlich hinausgeschoben, sodass ich das Buch mit der Zeit als langatmig empfunden habe.

Ein Problem dabei ist die Beziehung von Cole und Liz. Ihre erste Begegnung ist süß, allerdings fand ich die Gefühlsentwicklung nicht immer nachvollziehbar. Zudem reden die beiden relativ wenig miteinander, sodass sie kaum etwas voneinander wissen – was den späteren Konflikt erst möglich macht. Stattdessen haben sie Sex. Jede Menge. Die Handlung ist von lauter kleinen erotischen Szenen zerstückelt und wird dadurch unnötig in die Länge gezogen. Diese Szenen sind aber jeweils so kurz, dass sich kaum erotische Spannung aufbaut.

Die Entwicklung einer Figur am Ende kam für mich auch sehr abrupt und war nicht wirklich nachvollziehbar. Ansonsten entwickelt sich alles im Großen und Ganzen so, wie man es erwartet.

Fazit

Das Buch liest sich dank des flüssigen, bildhaften Schreibstils sehr zügig, es wird eine entspannte, ländliche Atmosphäre aufgebaut. Die beginnende Beziehung war zwar für mich nicht immer ganz nachvollziehbar, ist aber dennoch sehr süß. Leider ist die Handlung und auch Coles Hintergrund total vorhersehbar. Hätten die beiden einander voneinander erzählt, statt ununterbrochen miteinander zu schlafen, hätten sich viele Probleme schnell klären lassen. So wird die große Katastrophe künstlich herausgezögert, sodass ich Cole und Liz mit der Zeit als anstrengend empfunden habe.

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

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Wasteland 3: Moment der Entscheidung

Emily Bähr
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 04.10.2018
ISBN 9783646604269
Genre: Liebesromane

Rezension:

Achtung: 3. Band der Reihe. Inhaltliche Spoiler zu den Vorgängern möglich.

Die Handlung wird nahtlos fortgesetzt. Erneut sind es überwiegend Lys und Z, welche die Ereignisse aus der Ich-Perspektive schildern. Beide geben dabei Einblicke in ihre Gedanken und Gefühle. Grundsätzlich mag ich die zwei und ihren Umgang miteinander wirklich gern. Einerseits fühlen sie sich deutlich zueinander hingezogen, aber beide haben diese bissige Art, die immer wieder zu hitzigen Wortgefechten führt. Diesmal kommen noch jede Menge aufgewühlte Gefühle hinzu.

Schon mit den ersten zwei Bänden der Reihe hatte ich so meine Probleme. Das ganze Setting finde ich super interessant und in der dystopischen Welt gibt es immer neue Überraschungen und geheime Intrigen.
Die Figuren sind allerdings ein Problem. Mit den ständigen Streits und Besäufnissen haben sie mich in den Vorgängern arg angestrengt. Nur das super spannende Ende vom zweiten Band hat mich dazu gebracht, das Finale auch noch zu lesen.

Leider konnte mich auch der Abschluss nicht komplett überzeugen.
Allerdings waren diesmal die Figuren gar nicht so schlimm. Zwar gibt es auch wieder zu viele unsinnige Dialoge, Streitgespräche und Alkoholgelage, ich habe es aber nicht ganz so extrem empfunden, was sicher auch daran lag, dass Lys’ und Z’ Innenleben viel Raum gegeben wurde. Was wiederum eins meiner Probleme war… Die Handlung kommt leider nicht so richtig in Fahrt. Die Rebellen sind zum Warten verdammt und tun dadurch nicht so richtig viel. Beziehungsstress bestimmt das Geschehen. Auch wenn das Problem, vor dem Lys und Seth stehen, für spannende und dramatische Momente sorgt, war mir die erste Hälfte des Buches zu langatmig.

Die letzten Kapitel waren dann zwar deutlich ereignisreicher und dadurch auch spannender, allerdings habe ich die Handlung hier teilweise als überstürzt und unvollständig empfunden. Mehrere unerwartete Ereignisse bringen die Figuren in Bedrängnis, bieten aber auch neue Möglichkeiten. Dabei rückt vor allem eine überraschende Wendung die bisherigen Ereignisse in ein völlig neues Licht. Die Idee an sich finde ich zwar interessant, allerdings kam mir irgendwie alles zu plötzlich und wurde dann auch nicht ausreichend erklärt – und dann war das Problem ruckzuck auch schon wieder gelöst. Dank einer großen Portion Glück und Zufall.
Für mich bleiben am Ende noch Fragen offen.

Fazit

Die Figuren der Reihe sind wirklich sehr speziell. Zwar sind sie sehr facettenreich und offenbaren immer wieder Eigenschaften, die man nicht sofort vermuten würde, aber sie sind auch super anstrengend, weil sie sich keine drei Minuten vertragen oder normal verhalten können…
Die Handlung tritt zu Beginn des Buches auf der Stelle. Am Ende überschlagen sich die Ereignisse. Es wird zwar spannend und dramatisch, die ganzen Wendungen kommt aber sehr überstürzt und wirken teilweise unrund. Durch Glück und puren Zufall lösen sich Schwierigkeiten viel zu schnell wieder in Luft auf.

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241 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 46 Rezensionen

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Queen and Blood

Amy Harmon , Corinna Wieja
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei LYX, 27.07.2018
ISBN 9783736307056
Genre: Fantasy

Rezension:


Achtung: 2. Band einer Reihe. Inhaltliche Spoiler zu Band 1 möglich. Allerdings sind die Geschichten jeweils in sich abgeschlossen.
Da sie aber in der selben Welt spielen und die Handlung von Queen & Blood zeitlich vor Bird & Sword spielt, ist Vorwissen auf jeden Fall sinnvoll. Zudem wird immer wieder auf die vorherigen Ereignisse bezug genommen, da Kjell als Halbbruder des Königs direkt involviert war.
Da Band 1 schon eine ganze Weile zurück lag, ist mir der Einstieg nicht ganz leicht gefallen. Im Groben konnte ich mich zwar an die zurückliegenden Geschehnisse erinnern, allerdings fehlten mir viele Details, sodass ich mich erst wieder in der fremden Welt zurechtfinden musste.

Kyell war mir schon im ersten Band sympathisch. Er hat genaue Vorstellungen, was er tun möchte. Regieren gehört definitiv nicht dazu, daher ist er froh, dass sein Halbbruder Trais auf dem Thron sitzt, während Kyell als Soldat durch die Lande zieht und für Recht und Ordnung sorgt. Seine Fähigkeiten als Heiler würde er lieber verschweigen, als damit immer wieder im Mittelpunkt zu stehen.
Als er eine schwer verletzte Frau rettet, gerät sein Leben gehörig durcheinander. Denn Sasha, die kaum etwas über sich und ihre Vergangenheit weiß, beschließt, Kyell zu dienen und folgt ihm auf Schritt und Tritt, was Kyell gar nicht lustig findet – ich allerdings umso mehr. Es gibt wirklich einige witzige Szenen, weil Sasha nie das macht, was Kyell sich gerade vorstellt, aber umgekehrt Sasha auch oft nicht mit Kyells Verhalten einverstanden ist. Es ist ein ständiges Ringen um Nähe und Abstand mit vielen kleinen Streitereien und Neckereien. Je länger die zwei miteinander unterwegs sind und Gefahren bezwingen müssen, desto mehr verändert sich ihre Beziehung zueinander.

Die Geschichte ist von Beginn an spannend, denn Kyell und seine Krieger sind den Vogelmenschen auf der Spur. Jederzeit könnte ein Angriff erfolgen. Allerdings hat die Handlung auch immer wieder kleinere Längen, in denen das Geschehen nicht so wirklich vorankommt und die Figuren auf der Stelle treten.
In der Mitte des Buches gibt es eine unerwartete Wendung, die alles durcheinanderbringt – vor allem die ohnehin bereits aufgewühlten Gefühle. Es folgen ebenso gefühlvolle, wie auch dramatische Szenen. Doch obwohl die Handlung insgesamt wirklich ereignisreich ist, hätte ich mir teilweise ein etwas höheres Tempo gewünscht. Zudem ist der Ausgang recht früh absehbar.

Dank des flüssigen, bildhaften Schreibstils lässt sich die Geschichte zügig lesen. Der ganze Weltenentwurf ist sehr detailliert. Nachdem im ersten Band das Reich Jeru im Vordergrund stand, werden nun auch die Nachbarreiche mit ihren Bewohnern und Legenden näher betrachtet. Auch die einst verbotene Magie steht noch stärker im Vordergrund und zeigt sich in den vielfältigen Gaben der Menschen, die gemeinsam im Kampf gegen die kommende Bedrohung eingesetzt werden.

Das Ende lässt eigentlich keine Fragen offen.

Fazit

Ich musste mich erst wieder in die fremde, detailliert ausgearbeitete Welt einlesen, da immer wieder Bezug auf vergangene Ereignisse genommen wurde, an die ich mich nur noch bedingt erinnern konnte. Grundsätzlich ist die Geschichte von Kyell und Sasha aber eigenständig und in sich geschlossen. Beide Figuren waren mir schnell sympathisch. Besonders in der Interaktion miteinander sorgen die zwei für witzige und emotionale Momente. Die Handlung bietet Spannung, Gefühl und dramatische Szenen, hat allerdings auch ein paar Längen.

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86 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 69 Rezensionen

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Ich muss mit auf Klassenfahrt - meine Tochter kann sonst nicht schlafen!

Lena Greiner , Carola Padtberg
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 07.09.2018
ISBN 9783548377940
Genre: Humor

Rezension:

Ich wusste vorher, dass ich mit Büchern, die lustig sein sollen, meist wenig anfangen kann. Aus beruflichen Gründen war ich dennoch neugierig auf das Buch. Hätte ich es doch mal besser gelassen.

 

Nach wie vor Frage ich mich, warum das Buch dem Genre „Humor“ zugeordnet wird. Es gab zwei, drei Stellen, die so absurd waren, dass ich tatsächlich darüber lachen musste. Ansonsten habe ich mich kopfschüttelnd durch das Buch gequält und mich dabei gefragt, was die Autorinnen mir nun damit sagen wollen.

Die ganze Darstellung ist unglaublich einseitig. Ich will nicht abstreiten, dass es solche Eltern gibt und ihr Verhalten teilweise wirklich unangemessen und unangenehm für das Kind ist. Dennoch wäre vielleicht auch ein Blick auf die Gegenseite nett gewesen...

Letztlich geht es nur darum, sich über die sogenannten Helikoptereltern lustig zu machen. Diese werden bloßgestellt – natürlich alles anonym. Genutzt werden dazu kleine Zitate von Lehrkräften, anderen Eltern, Erzieherinnen usw. die ihre skurrilen Erlebnisse mit Helikoptereltern schildern und sich dabei über diese auslassen...

Durchbrochen werden diese Erfahrungsberichte durch kurze Passagen der Autorinnen. Die Zitate werden quasi moderiert. Die Überleitungen fand ich teilweise arg holprig. Es gibt etliche inhaltliche Wiederholungen – sowohl in den Passagen der Autorinnen als auch in den Erfahrungsberichten.

 

Ich fand das Buch einfach nur anstrengend zu lesen. Lesefluss kommt nicht auf, vor allem da der Text durch die ganzen unzusammenhängenden Zitate komplett zerstückelt ist.

Spaßig fand ich es auch nicht wirklich. Und am Ende hatte ich ähnliche Erlebnissen mehrfach gelesen, ohne dass sie dadurch lustiger oder lehrreicher wurden.

 

Was ich daraus mitnehme? Nichts.

 

Das Thema als Ratgeber mit entsprechenden Erfahrungsberichten hätte für mich vielleicht funktioniert. Aber diese unzusammenhängende Aneinanderreihung von fiesen Sticheleien war nix für mich.

 

 

 

 

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67 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 32 Rezensionen

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Glamour Girl - Wer liebt, verliert

Evelyn Uebach , Alexander Kopainski
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Oetinger Taschenbuch, 01.09.2018
ISBN 9783841505361
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Nachdem ihre Freundin Blanche einen Drohbrief erhalten hat, macht sich Vicky auf den Weg in die Galmourgesellschaft Saya Nord um den Verfasser des Briefes zur Rede zu Stellen. Doch an den Regenten Robin Dorville kommt man nicht so einfach heran. Vickys einzige Chance, heraufzufinden, was Robin gegen ihre Freundin in der Hand hat, ist die Teilnahme an der Wahl zur Erstharmonie, die Robins Frau und künftige Regentin an seiner Seite wird. Damit betritt Vicky eine fremde Welt, deren Regeln ihr nicht bekannt sind. Plötzlich steckt sie mitten in einem Netz aus Lügen, Intrigen und unerwiderter Gefühle…

Die Idee von Glamour Girl hat mir gut gefallen. Im Kontrast zur Leitungsgesellschaft mit ihrem Druck und ihren Belastungen haben sich die Glamourgesellschaften gebildet. In diesen Gemeinschaften gibt es strenge Regeln wie lange und wie oft die Mitglieder zu feiern haben. So faszinierend diese Idee auch ist, fand ich die Partygesellschaft dennoch oft recht schräg. Protagonistin Vicky beschreibt sie mehrfach als Sekte – der Gedanke drängt sich im Verlauf auch immer wieder auf.

Dennoch macht es großen Spaß das Buch zu lesen und diese fremde Welt, die Autorin Evelyn Uebach hier entworfen hat, zu entdecken.
Vicky schließt sich der Saya Nord nur an, um an Robin heranzukommen. Um die Verbindung zu Blanche zu verbergen, legt sie sich einen neuen Namen und eine neue Identität zu. Schneller als ihr lieb ist, befindet sie sich mitten in dem intrigen- und lügenreichen Kampf um den Regenten der Gesellschaft.
Dabei hatte ich am Anfang mit Protagonistin Vicky ein paar Schwierigkeiten. Sie muss bezüglich ihrer wahren Absichten lügen und ständig aufpassen, nicht entlarvt zu werden. Doch viel zu oft fällt sie aus ihrer Rolle und ist besonders Robin gegenüber frech und genervt – keine gute Ausgangslage, um nicht aufzufallen. Es fällt ihr wirklich schwer, vorzugeben, wie toll sie die Saya Nord findet – was sie gleichzeitig wieder sehr sympathisch macht. Da sie große Teile der Handlung aus der Ich-Perspektive schildert, lässt sie die Leser an ihren Gedanken zu der Gesellschaft und ihren Erkenntnissen bezüglich der Spurensuche teilhaben.
Als zweite Ich-Erzählerin fungiert Clea, ein Mitglied der Saya Nord und langjährige Freundin von Robin. Durch ihre kurzen Abschnitte bekommt man nochmal einen anderen Blick auf die Gesellschaft und die versteckten Intrigen, die dort gesponnen werden. Doch vor allem werfen Cleas Passagen Fragen auf, weil sehr viele Andeutungen zu geheimen Plänen gemacht werden, ohne dass diese klar formuliert werden. Und so stellt sich durchgehend die Frage, wer eigentlich welches Ziel verfolgt?! Besonders Robin ist sehr schwer einzuschätzen, da er mal als arroganter Mistkerl auftritt und dann wieder selbst von seiner Regentenrolle und der ganzen Partyszene genervt zu sein scheint.

Dadurch ergibt sich eine durchweg spannende Geschichte, in der man mit Vicky nach dem Geheimnis um den Drohbrief ermittelt und die Absichten der Figuren zu durchschauen versucht. Dabei findet Vicky einige Dinge heraus, die sie ihre bisherigen Absichten überdenken lassen. Gleichzeitig muss sie sich auch immer wieder gegen ihre Konkurrentinnen behaupten und ihr eigenes Geheimnis verbergen, wodurch eine konstante Anspannung spürbar wird. So bietet die Handlung ebenso aufregende wie auch emotionale Momente, aber vor allem ganz viele Rätsel bezüglich der Pläne einzelner Charaktere.

Glamor Girl gehört zu den Büchern, die mich am Ende so überraschen konnten, dass ich am liebsten direkt wieder von vorn begonnen hätte, um nochmal aufmerksam zu lesen, ob die unerwartete Wendung sich schon angedeutet hatte oder aus welchen Details man vielleicht entsprechende Vermutungen hätte anstellen können.
Auf jeden Fall ist es ein Buch, dass mir mit dem Wow-Effekt am Ende in Erinnerung bleiben wird. Das einzige Problem: am Schluss bleibt so viel offen und bis zur Fortsetzung dauert es nun wieder einige Monate…

Fazit

Nachdem ich mich in die fremden Welt der Saya Nord eingelesen hatte, konnte mich Glamour Girl durchweg fesseln. Die Geschichte wirft immer neue Fragen auf, da kaum jemand sich in die Karten schauen lässt. Dabei erhält Vicky immer wieder neue Erkenntnisse, die alles zu verändern scheinen – bis Cleas Perspektive nochmal eine ganz neue Sicht offenbart und man wieder von vorn zu rätseln beginnt. Machtkämpfe und kleine Kabbeleien zwischen einzelnen Charakteren sorgen für interessante, nachdenkliche aber auch witzige Szenen. Das Ende konnte mich mit einer unerwarteten Wendung komplett überraschen.

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282 Bibliotheken, 12 Leser, 0 Gruppen, 81 Rezensionen

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VIP-Reihe / Idol – Gib mir die Welt

Kristen Callihan , Anika Klüver
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei LYX, 27.07.2018
ISBN 9783736306967
Genre: Liebesromane

Rezension:

Als ein betrunkener auf Libbys Grundstück strandet, ist sie ziemlich genervt und versucht, diesen schnellstmöglich wieder los zu werden. Noch ahnt sie nicht, dass ihr neuer Nachbar vor ihr hockt. Und noch weniger vermutet sie in ihm einen berühmten Rockstar…

Bei Liebesromanen erwartet man ja in der Regel, dass die Figuren am Ende irgendwie zusammenfinden. Daher fand ich den Prolog sehr angenehm, der diese ohnehin nicht vorhandene Überraschung direkt mal vorwegnimmt: Denn direkt ist klar, dass die zwei in der Zukunft irgendwie ein Paar sind oder waren. Und nun gilt es herauszufinden, was bis dahin passiert ist.

Schon die erste Begegnung von Killian und Libby ist sehr witzig. Und auch in der Folge gibt es einige spaßige Dialoge zwischen gefühlvollen Szenen.
Killian und Libby müssen beide viel lernen und machen im Verlauf eine spürbare Entwicklung durch. Dabei gelingt nicht jeder Versuch, dem anderen zu seinem Glück zu verhelfen. Enttäuschung, Missverständnisse, verletzter Stolz, leicht machen die zwei es sich nicht.
Da beide abwechselnd aus der Ich-Perspektive das Geschehen schildern, bekommt man einen schönen Einblick in ihre Gedanken und kann so mit ihnen mitfühlen und mitleiden.
Ernste Themen über die Schattenseiten des Ruhms und die Tücken der Künstlerverträge geben der Geschichte zusätzliche Tiefe.

Überraschungen bietet die Handlung relativ wenig. Es ist ein stetiges Auf und Ab der Gefühle, aber dank facettenreicher Figuren – auch unter den Nebencharakteren – und einiger Stolpersteine ist die Handlung durchweg interessant zu verfolgen.
Höhepunkte gibt es dann auch einige – zumindest für die beiden Protagonisten. Wenn dabei nicht jedes Mal erwähnt worden wäre, wie unglaublich groß Killians bestes Stück ist, wären diese Szenen sogar noch ein wenig prickelnder gewesen.

Ansonsten ist der Schreibstil aber sehr angenehm bildhaft und flüssig, sodass sich die Geschichte zügig lesen lässt. Das Ende ist relativ abgeschlossen und lässt nur wenig Fragen offen.

Fazit

Dank Witz und Charme eine sehr angenehme Lektüre. Auch wenn die großen Überraschungen ausbleiben, konnte mich die gefühlvolle Geschichte voller Höhen und Tiefen durchweg fesseln. Der bildhafte Erzählstil der wechselnden Ich-Perspektiven macht es leicht, sich in die Figuren hineinzudenken.

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355 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 135 Rezensionen

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Ein Augenblick für immer - Das erste Buch der Lügenwahrheit

Rose Snow
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 21.08.2018
ISBN 9783473401697
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Als June beschließt, ihr letztes Schuljahr in Cornwall bei ihrem Onkel zu verbringen, ahnt sie nicht, was sie in England alles erwartet: uralte Legenden, mysteriöse Ereignisse und zwei Cousins, die sehr unterschiedliche Gefühle in ihr wecken. Aber irgendwas ist komisch an ihnen und bald stellt auch June an sich eine Veränderung fest…

Obwohl die Geschichte recht lange braucht, bis die ersten mysteriösen Ereignisse die Spannung steigern, hat mir das Buch durchweg gut gefallen. Auch der eher ruhige Beginn, in dem June in England ankommt, die ersten Schultage verbringt und ihre Familie, die sie lange nicht gesehen hat, wieder kennenlernt, hat mir total gut gefallen. Dies lag zum einen an dem flüssigen und bildhaften Schreibstil, der dafür sorgt, dass sich das Buch super schnell lesen lässt, und zum anderen an den sympathischen Figuren.
Die 18-jährige Ich-Erzählerin June ist ein bodenständiges Mädchen, das neugierig auf ihre neue Umgebung und die Verwandtschaft ist. Sie hat klare Vorstellungen davon, was sie in ihrem Leben erreichen will und vor allem ist sie sehr schlagfertig. Eine Eigenschaft, die ihr besonders im Umgang mit Blake zugute kommt. Der düstere der beiden Cousins verhält sich oft ungehobelt und abweisend, ganz anders als sein Zwillingsbruder Preston.
Doch wie so oft ist nicht alles so, wie es auf den ersten Blick scheint.
Je näher Juni die Familie kennenlernt, desto mehr findet sie über die Brüder heraus und desto mehr Seiten zeigen beide von sich.
Besonders das Zusammenspiel mit Blake, dass durch die kleinen Kabbeleien der beiden interessant zu verfolgen ist, hat mir gut gefallen.

Und auch die Geschichte nimmt mit der Zeit immer mehr Fahrt auf. Mysteriöse Ereignisse häufen sich und June findet Dinge heraus, an deren Existenz sie bisher nicht geglaubt hat. Hat sie die Legenden bisher noch für Märchengeschichten gehalten, steckt sie plötzlich selbst mittendrin.
Die Handlung macht einige unerwartete Wendungen. Besonders die Zwillinge sind nicht immer ganz leicht einzuschätzen, sodass es auch hier zu Überraschungen kommt.
Spannende, rätselhafte und gefühlvolle Szenen wechseln sich ab und sorgen für unterhaltsame Lesestunden.
Leider bleibt am Ende noch vieles offen, sodass ich nun gespannt auf den zweiten Band warte.

Fazit

Dank angenehmem Schreibstil, bei dem Ich-Erzählerin June Einblicke in ihre Gefühle gewährt, liest sich das Buch sehr schnell. Obwohl die Handlung einige Zeit braucht, bis die erste Spannung aufkommt, konnte mich auch der ruhige Beginn um Junes Eingewöhnung und das Zusammentreffen mit den so unterschiedlichen Zwillingen gut unterhalten. Je weiter die Handlung voranschreitet, desto mysteriöser und dramatischer werden die Ereignisse. Zwar gibt es am Ende ein paar Antworten, doch vieles bleibt noch offen.

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350 Bibliotheken, 13 Leser, 0 Gruppen, 128 Rezensionen

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Hazel Wood

Melissa Albert , Fabienne Pfeiffer , Frauke Schneider
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Dressler, 20.08.2018
ISBN 9783791500850
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ihr Leben hat Alice schon an vielen Orten verbracht, doch immer wieder müssen sie und ihre Mutter vor dem Unglück flüchten, das sie zu verfolgen scheint. Als Alice’ Großmutter, eine bekannte Märchenautorin, stirbt, scheint Ruhe in ihr Leben einzukehren. Allerdings möchte Alice mehr über die ihr unbekannte Verwandte herausfinden und als sich dann doch wieder die ungewöhnlichen Vorfälle häufen und letztlich sogar ihre Mutter verschwindet, scheint die Großmutter mit ihren Geschichten der Schlüssel zu sein…

Hazel Wood hat mir spannende Lesestunden beschert, dennoch konnte mich die Geschichte nicht komplett überzeugen.

Der Beginn der Geschichte wirft viele Fragen auf. Mysteriöse Ereignisse und rätselhafte Figuren kreuzen Alice’ Weg. In ihrem Leben passieren immer wieder Unglücke. Und als sie denkt, endlich zur Ruhe kommen zu können, häufen sich die komischen Geschehnisse erneut. Wie hängt alles zusammen? Bis zur Beantwortung dieser Frage dauert es etliche Kapitel.

Alice ist eine interessante Protagonistin. Als Ich-Erzählerin gibt sie intensive Einblicke in ihre Gedanken und Gefühle zu ihrem bisherigen Leben und den neusten Entwicklungen. Dabei bekommt man immer wieder das Gefühl vermittelt, dass irgendwas mit Alice nicht stimmt. Sie verbirgt oder unterdrückt etwas, sodass man auch dieses Rätsel lösen möchte.
Auch die entworfene Märchenwelt ist sehr faszinierend, aber auch unglaublich düster.

Zwar ist der Anfang durch die vielen aufgeworfenen Fragen interessant, allerdings habe ich gerade das erste Drittel teilweise auch als etwas langatmig empfunden. Alice schwelgt in Erinnerungen und schildert Teile ihres bisherigen Lebens, während aktuell gerade nicht so viel passiert. Es dauert, bis sich das Tempo steigert. Je weiter Alice sich den Antworten nähert, desto spannender wird die Geschichte dann aber.
Allerdings fand ich die Handlung an einigen Stellen auch sehr verworren. Hinzu kommt – und das ist bei einem Fantasybuch natürlich ungünstig – dass mir manche Ereignisse zu fantastisch waren. Alice erlebt unglaubliche Dinge. Manche davon fand ich sehr stimmig, vor allem weil sich die ganze Märchenwelt erst mit der Zeit entfaltet und die Hintergründe deutlicher werden, aber andere Ereignisse waren mir einfach zu viel und wirkten auf mich zu konstruiert.
Während der Mittelteil sich mit spannenden, teils verwirrenden Ereignissen geradezu überschlägt, kommt das Ende dann leider etwas enttäuschend daher. Zwar sind viele der Aufdeckungen und gefundenen Antworten überraschend – was ohnehin auf das ganze Buch zutrifft, es gibt immer wieder unerwartete Wendungen und ich wusste nie, wo die Geschichte als nächstes mit mir hin will –, insgesamt ist mir die Lösung am Schluss, besonders für all die Irrwege, die Alice zuvor bestreiten mussten, aber zu einfach. Es wirkt, als müsste das Buch schnell zuende gebracht werden, wodurch die Geschichte leider wieder an Reiz einbüßt.

Letztlich laufen am Ende alle Fäden zusammen. Es gibt viele Wendungen und unerwartete Zusammenhänge. Dabei werden alle offenen Fragen geklärt. Obwohl es sich bei Hazel Wood um einen Auftaktband handelt, ist die Geschichte am Ende ziemlich abgeschlossen.

Fazit

In Hazel Wood erschafft die Autorin ein spannendes Szenario mit einer überraschenden, sehr düsteren Märchenwelt. Leider fand ich die Handlung zu Beginn etwas zäh und im Verlauf auch teilweise verwirrend. Dennoch gibt es viele sehr spannende Passagen, vor allem da die Handlung nicht vorhersehbar ist und sich zu einem komplexen, unerwarteten Gesamtbild verbindet, dass am Ende alle Fragen beantwortet. Der Schluss kommt allerdings – betrachtet man auch all die Hindernisse, die Alice insgesamt überwinden muss – viel zu einfach daher.

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Dark Palace – Zehn Jahre musst du opfern

Vic James , Franca Fritz , Heinrich Koop
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 22.08.2018
ISBN 9783841440105
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Eigentlich sollte Luke seine Sklavenzeit gemeinsam mit seinen Eltern und seinen zwei Schwestern, Abi und Daisy, in der Stadt der Ebenbürtigen verbringen. Doch stattdessen landet er allein in der düsteren Fabrikstadt Millmoor, wo die Menschen unter schwersten Bedingungen leben und arbeiten. Doch auch in Kyneston hat es Lukes Familie nicht leicht. Besonders der mysteriöse Silyen Jardine sorgt mit gruseligen Aktionen bei Abi für Gänsehaut…

Die Thematik des Buches konnte mich direkt fesseln. Das Setting der Sklavenzeit, die jeder Mensch für 10 Jahre verrichten muss, ist ebenso erschreckend wie faszinierend. Im Kontrast dazu stehen die Ebenbürtigen, die magische Elite, die über das Volk herrscht. Doch nicht jeder ist mit diesem System einverstanden und nicht jeder ist bereit, sich noch länger zu fügen.
Mit Kyneston und Millmoor werden auch zwei sehr unterschiedliche Orte zum Verrichten dieser Zeit dargestellt, die aufzeigen, unter welchen Bedingungen die Menschen die 10 Jahre verbringen.
Dass die Ebenbürtigen über sogenanntes Geschick verfügen, bringt noch einen weiteren spannenden Aspekt in die Geschichte ein, da alle über sehr unterschiedliche Fähigkeiten verfügen.

Die Handlung wird aus der personalen Sicht zahlreicher Figuren geschildert. Zunächst war ich aufgrund dieser großen Anzahl an handelnden Charakteren und wechselnden Perspektiven skeptisch. Da es letztlich aber nur zwei bis drei Handlungsorte gibt, an denen in der Regel mehrere dieser Figuren zusammentreffen, ist es doch leicht, den Überblick zu behalten.
Die verschiedenen Perspektiven geben – je nachdem, ob es sich um einen Sklaven oder einen Ebenbürtigen handelt – sehr unterschiedliche Einblicke in das Leben, die Sklavenstädte oder das Regierungssystem. Auch das breite Netz an Lügen und Intrigen, dass sich um die Charaktere spinnt, wird dabei ersichtlich.

Im Zentrum der Erzählung stehen Luke und seine Familie, die eigentlich ihre Sklavenzeit gemeinsam in Kyneston bei der ebenbürtigen Familie Jardine verbringen „wollten“. Doch Luke wird stattdessen allein nach Millmoor gebracht. Den Familienmitgliedern stehen ganz unterschiedliche Schwierigkeiten bevor und besonders Lukes Handlungsstrang nimmt schnell an Spannung zu.
Doch auch die Jardines sind interessante Charaktere, da sie ihre Absichten teilweise verbergen. Sie wirken zwar auf das aktuelle (politische) Geschehen ein, doch mit welchem Ziel? So konnte man mit einigen Figuren mitfiebern und über andere rätseln.
Dabei gibt es einige unerwartete Wendungen. Besonders das Ende wird spektakulär und dramatisch. Die Ereignisse überschlagen sich nahezu. Allerdings hat es mir nach der unglaublich spannenden Geschichte auch einen kleinen Dämpfer verpasst, da es sich so anfühlt, als wäre viel von dem, was bis hierhin geschehen ist, nun völlig umsonst gewesen und der Kampf muss von vorn beginnen. Dennoch bin ich unglaublich gespannt auf den nächsten Band.

Fazit

Das faszinierende, aber auch grausame Setting konnte mich sofort in seinen Bann ziehen. Die Handlung um die zahlreichen – teils sympathischen, teils noch schwer einzuschätzenden – Charaktere ist voller Überraschungen und Wendungen. Viele Charaktere verfolgen ihr eigenes Ziel, sodass man nur darüber spekulieren kann, worauf am Ende alles hinauslaufen soll. Nach dem dramatischen Enden, das das Schicksal aller Figuren völlig offen lässt, bin ich gespannt auf den zweiten Band.

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My Image of You - Weil ich dich liebe

Melanie Moreland
E-Buch Text
Erschienen bei LYX.digital, 02.08.2018
ISBN 9783736309005
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Für ein gutes Foto tut Fotograf Adam nahezu alles. Nach einem kleinen Unfall landet er im Krankenhaus und wird dort von Krankenschwester Alexandra umsorgt. Er ist sofort von ihr fasziniert und will sie unbedingt wiedersehen. Doch Alex schleppt einige Probleme mit sich herum, die es ihr schwer machen, sich anderen Menschen zu öffnen…

Nach vielen begeisterten Rezensionen war ich neugierig auf das Buch. Vor allem nachdem ich zuletzt einige wirklich spannende LYX-Titel gelesen hatte. My Image of You konnte mich allerdings nicht wirklich packen…

Der Beginn der Geschichte war für mich nicht ganz nachvollziehbar. Beide Figuren haben sich kaum gesehen, geschweige denn gesprochen, da sind sie auch schon völlig von einander angetan. So weit, so gut, aber dieser Sog, von dem sie immer wieder – viel zu oft – sprechen, kam bei mir nicht an, sodass ich auch das weitere Geschehen sehr überstürzt fand.

Erzählt wird die Geschichte überwiegend aus der Ich-Perspektive von Adam, der insgesamt einen angenehmen, flüssigen Stil hat und dabei ausreichend Einblicke in seine Gedanken gewährt.
Allerdings gibt es immer wieder zeitliche Sprünge. Mehrere Wochen werden ausgelassen und dann möglicherweise im Rückblick kurz zusammengefasst, aber insgesamt gab es mir zu viele Zeitabschnitte, aus denen man viel zu wenig erfährt.

Der zweite Teil des Buches wurde dann allerdings recht spannend. Eine Wendung, die ich nicht erwartet habe, wirft viele Fragen auf und man kann ein wenig mit den Figuren mitfiebern. Doch insgesamt fehlte es mir beim Lesen einfach an dem oft beschriebenen Sog. Das Geschehen plätschert häufig nur vor sich hin, die Dialoge gleichen einander. Wirklich spannende Ereignisse – wie die beruflichen Erlebnisse Adams – kommen an vielen Stellen sehr kurz.
Das Ende empfand ich dann schon fast wieder zu lang gezogen.

Fazit

Ich hatte Schwierigkeiten, in die Geschichte hineinzufinden, da ich den Beziehungsbeginn zu abrupt und wenig nachfühlbar fand. Zwar haben beide Figuren eine emotionale Vergangenheit, die immer wieder Thema wird und ihr Handeln bestimmt, doch ansonsten kamen die Gefühle für mich an vielen Stellen zu kurz. Die Handlung ist streckenweise zu langgezogen, an anderen Passagen störten mich die durch Zeitsprünge bedingten Auslassungen. Die Wendung innerhalb der Handlung konnte mich überraschen und führte dann dazu, dass ich doch weiterlesen wollte, um zu schauen, wie sich die Geschichte für die Figuren entwickelt.
Letztlich hatte ich aber ein irgendwie ein Déjà-vu… denn hinterher habe ich festgestellt, dass ich bereits ein Buch der Autorin gelesen hatte, bei dem ich ähnliche Schwierigkeiten hatte.

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Schlank durch Intervallfasten

Bettina Snowdon
Flexibler Einband: 104 Seiten
Erschienen bei TRIAS, 10.01.2018
ISBN 9783432100951
Genre: Sachbücher

Rezension:

Intervallfasten ist in verschiedenen Methoden möglich, die in diesem Buch kurz und knapp mit einigen Vor- und Nachteilen erläutert werden. Manche der Methoden sind relativ leicht in den normalen Tagesablauf zu integrieren, andere benötigen einige Umstellungen.

Hintergrundinfos zu Insulin und Stoffwechsel werden ebenfalls knapp, aber verständlich dargestellt.

Sicher hätte man alles deutlich ausführlicher ausarbeiten können, allerdings finde ich diese verkürzte Darstellung, die sich aufs wesentliche beschränkt und wenig medizinisches oder chemisches Hintergrundwissen voraussetzt, sehr angenehm. Letztlich muss man erst mal nicht viel mehr wissen.

 

Mit den Rezepten kann ich persönlich wenig anfangen. Smoothies kann ich nichts abgewinnen und finde die Mischungen höchst abenteuerlich. Aber auch die restlichen Rezepte entsprechen nicht unbedingt meinem Geschmack, wobei ein Großteil der Zutaten nicht zu außergewöhnlich ist.

 

Was mir das Buch aber schon vor dem Lesen madig gemacht hat, ist die Vorstellung der Autorin. Darin steht sinngemäß: sollte sie es mal nötig haben, abzunehmen, würde sie das Intervallfasten wählen...

Berichte von Leuten, die die beschriebenen Methoden selbst durchgeführt haben, finde ich deutlich hilfreicher, zumal die Autorin ihre Leser an vielen Stellen anspricht. Die oft angeführten Studien und Versuche mit Mäuschen steigern für mich die Glaubwürdigkeit der Theorien ebenfalls nicht.

 

Obs funktioniert, wird sich noch zeigen...

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Game of Destiny

Geneva Lee , Charlotte Seydel
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 16.04.2018
ISBN 9783734104817
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Achtung: Teil 3. Inhaltliche Spoiler zu den Vorgängern vorhanden

Die Geschichte geht nahtlos weiter. Als Einstiegshilfe erinnert Emma sich ausgiebig an verschiedene Ereignisse zurück – da ich den zweiten Band gerade erst gelesen hatte, hätte ich diese Rückblicke nicht gebraucht und habe sie als etwas zu lang empfunden. So waren aber auf jeden Fall alle begonnenen Handlungsstränge, welche noch wichtig werden, wieder präsent. Dass der Beginn, wie schon bei beiden Vorgängern, bereits die Schlussszene aufgreift und damit kommende Ereignisse andeutet, ohne dass man weiß, wer gemeint ist und was passieren wird, hat mich schon auf den ersten Seiten wieder an das Buch gefesselt.

Von dieser Reihe, die ich überhaupt nur durch Zufall angefangen habe, bin ich nun am Ende immer noch völlig begeistert. Nach dem offenen Schluss des zweiten Teils war ich froh, dass Band 3 schon bereitlag. Beide Bücher waren zusammen innerhalb von drei Tagen verschlungen, weil ich einfach nicht aufhören konnte, zu lesen. Der Erzählstil von Ich-Erzählerin Emma ist sehr flüssig und bildhaft. Sie gibt intensive Einblicke in ihre Gefühlswelt und ihre Gedanken bezüglich der möglichen Tatverdächtigen.
Die Spannung, wer der Mörder oder die Mörderin ist, steigt immer weiter an. Irgendwann muss es doch einen entscheidenden Hinweis geben?! Zwar hatte ich bereits seit dem ersten Band eine Vermutung, die sich auch im zweiten Band wieder aufdrängte, sicher war ich mir aber eigentlich bei niemandem. Immer wieder gibt es kleine Verwirrungen. Denn viele Figuren hüten mindestens ein Geheimnis und bis dieses aufgedeckt wird, bleibt erst mal jeder verdächtig. Dabei kommt es noch zu einigen unerwarteten Enthüllungen und Wendungen.

Völlig überraschend kam der Täter am Ende nicht. Die ganzen Zusammenhänge habe ich aber absolut nicht vorhergesehen und so konnte mich das Buch an verschiedenen Stellen überraschen.

Die Entwicklung der Beziehung von Emma und Jameson hat mir bis zum Schluss sehr gut gefallen, die Gefühle haben sich immer weiter aufgebaut, es gab kleine Rückschläge und Meinungsverschiedenheiten, aber beide Figuren haben sich spürbar weiterentwickelt. Nur die erotischen Momente zwischen den beiden passierten teilweise zu etwas unpassenden Zeitpunkten.

Fazit

Gelungener Abschlussband, der erneut eine schöne Mischung aus Spannung/ Thriller und Gefühl bietet. Bis zum Schluss konnte mich die Handlung immer wieder überraschen und die endgültigen Zusammenhänge habe ich absolut nicht vorhergesehen. Aber auch abseits des Mordes gibt es einige unerwartete Enthüllungen, Wendungen und Geheimnisse, die die Dramatik steigern und Emma und Jameson zusätzlich in Schach halten.

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Game of Passion

Geneva Lee , Charlotte Seydel
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 19.02.2018
ISBN 9783734104824
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Achtung: Teil 2. Inhaltliche Spoiler zum Vorgänger vorhanden.

Der erste Band endet mit einem ziemlich fiesen Cliffhanger, sodass ich sehr neugierig darauf war, wie diese Geschichte weitergeht.

Seit den Ereignissen ist ungefähr ein Monat vergangen. Tatsächlich hatte ich kleine Startschwierigkeiten, da ich einige Dialoge schräg fand und das Gefühl hatte, dass mit den zeitlichen Zusammenhängen etwas nicht stimmt. Das klärt sich aber mit der Zeit. Nicht zuletzt kleine Rückblicke lösen meine Verwirrung und ich war wieder völlig von der Geschichte gefangen.

Die Suche nach dem Täter/ der Täterin (der Einfachheit halber bleibe ich bei der männlichen Form) geht weiter. Nach wie vor hat die Polizei sowohl Jameson als auch Emma im Blick und konfrontiert sie mit Vermutungen und Vorwürfen, aber auch neuen Hinweisen, die eine Kette neuer Ereignisse auslösen.
Zudem gibt es einen Unbekannten, der unvorteilhafte Fotos des Freundeskreises ins Internet stellt – aber gibt er hiermit Hinweise auf den Täter oder verfolgt er eigene Ziele? Auf jeden Fall gibt es wieder allerlei Vorfälle zum Spekulieren, ohne dass sich klare Antworten finden würden.
Darüber hinaus macht Emma einige unerwartete und schockierende Entdeckungen, die die 17-jährige Ich-Erzählerin aus der Bahn werfen. Dabei lässt sie den Leser an ihren aufgewühlten Gefühlen intensiv teilhaben.

Besonders gefallen hat mir das Beziehungsgefüge von Emma und Jameson. Die beiden entwickeln immer tiefere Gefühle füreinander. Auch die ersten kleinen erotischen Szenen gibt es. Im Gegensatz zu vielen anderen Geschichten stehen dabei nicht irgendwelche Beziehungsprobleme im Vordergrund – wie oft gibt es in Romanen irgendwelche On-Off-Beziehungen mit ständigem Streit, Trennungen und Versöhnungen?! Aber bei Emma und Jameson ist nichts zu rütteln. Die zwei sorgen für romantische Szenen in dem turbulenten Chaos, welches sich um sie herum ereignet. Der Mordfall, die Ermittlungen, Verdächtigungen und neuen Erkenntnisse sorgen für spannende Momente.

Am Ende gibt es erneut einen Cliffhanger, der wieder neue Fragen aufwirft.

Fazit

Ein toller zweiter Teil. Der Mordfall ist weiterhin völlig offen. Zwar kann man ein wenig spekulieren, aber aufgrund der neuen Ereignisse stehen erst mal andere überraschende Nachrichten im Vordergrund, die das Leben von Emma und Jameson ordentlich durcheinander bringen. Dabei wird auf künstliches Drama in Form von Beziehungsproblemen komplett verzichtet. Gefühlvolle Momente und die unerwarteten Ermittlungen sorgen für Abwechslung und anhaltende Spannung.

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455 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 129 Rezensionen

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Game of Hearts

Geneva Lee , Charlotte Seydel
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 18.12.2017
ISBN 9783734104831
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Uneingeladen schummelt sich Emma auf die Party ihrer Schulfeindin Monroe West. Nach diesem Abend ist nichts mehr, wie es war, denn am Rande der Feier geschieht ein Mord. Der Verdächtige ist ausgerechnet der Typ, den Emma in dieser Nacht kennengelernt hat.

Das Buch war ein Zufallskauf. Ich hatte für eine Zugfahrt zu wenig Lektüre mitgenommen und brauchte spontan Nachschub. Nachdem mir die Reihe schon auf ein paar Blogs begegnet war und durchweg gut bewertet wurde, habe ich zugegriffen und den Spontankauf nicht bereut.

Die Grundidee ist nicht neu – Mädchen aus einfachen Verhältnissen trifft reichen Typen. Aber die Geschichte konnte mich total fesseln. Eine verbotene Liebe, ein vertuschter Mord, eine Menge Geheimnisse
Das Buch liest sich sehr flüssig. Die 17-jährige Ich-Erzählerin Emma schildert in bildhafter, flüssiger Sprache die Geschehnisse und gibt dabei durchweg Einblicke in ihre verwirrten, aufgewühlten Gedanken und Gefühle nach der ereignisreichen Party.

Die langsame Annährung der beiden Hauptfiguren, die sich auf der Party der Wests erstmals treffen, hat mir gut gefallen. Es ist eine dauerhafte Mischung aus Näherkommen und Skepsis, Zweifeln und Anziehung. Doch Jameson lässt nicht locker und drängt Emma seine Nähe geradezu auf, damit die zwei sich näher kennenlernen können.
Dabei könnten die zwei Protagonisten kaum unterschiedlicher sein: Jameson wirkt auf den ersten Blick wie der typische, steinreiche Bad Boy, dem alles zufliegt. Emma hingegen arbeitet im Laden ihres Vaters und spielt dabei noch dessen Babysitter. Sie hat einen schweren Schicksalsschlag erlitten, welcher durch das zerrüttete Elternhaus noch verstärkt wird.
Beide Figuren waren mir direkt sympathisch. Emma ist bodenständig und schlagfertig. Doch auch bei Jameson deutet sich schnell an, dass der erste Schein trügt.

Die Seiten fliegen nur so dahin. Aber es geht nicht nur um die sich anbahnenden Liebesgeschichte. Eine tiefverankerte Familienfehde sorgt für zusätzlichen Zündstoff. Und dann gibt es ja auch noch den Toten. Über allen Ereignissen schwebt die Frage, wer der Mörder ist. Antworten gibt es darauf bisher keine, nur einige Hinweise, dass nicht alles so offensichtlich ist, wie es scheint. Viele Figuren in Emmas Umkreis hüten Geheimnisse, die es zu lüften gilt.

Nach dem absolut überraschenden Cliffhanger möchte man sofort weiterlesen.

Fazit

Das Buch konnte mich schon nach wenigen Seiten in seinen Bann ziehen. Sympathische Charaktere, ein ungelöster Mord und jede Menge Geheimnisse sorgen für gefühlvolle und spannende Lesestunden. Der Cliffhanger ist ebenso fies wie genial.

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