Leserpreis 2018

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11 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Fit & stark mit Sophia

Sophia Thiel
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei ZS Verlag GmbH, 08.11.2018
ISBN 9783898839105
Genre: Sachbücher

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6 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

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Morgan`s Hall

Emilia Flynn
Flexibler Einband: 500 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 19.11.2018
ISBN 9783748112440
Genre: Romane

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

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24 Adventsgeschichten

Wiebke Worm
E-Buch Text: 146 Seiten
Erschienen bei EMMERICH Books & Media, Konstanz, 04.11.2014
ISBN B00P947NDO
Genre: Sonstiges

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113 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 57 Rezensionen

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Dein Bild für immer

Julia Hanel
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 09.11.2018
ISBN 9783548291185
Genre: Liebesromane

Rezension:

Bereits durch die ersten beiden Bücher der Autorin Julia Hanel wurde ich mitgerissen und habe beim Lesen ihres neuen Romanes "Dein Bild für immer" wieder viel Freude gehabt. Es ist eine weitere sentimentale Geschichte mit großen Emotionen.

Kurz vor ihrer Hochzeit verstirbt Sophies große Liebe und Verlobter Maximilian. Nach einem halben Jahr Trauer ist nur noch die Reise nach Bali übrig, die Maximilian ihr zur Hochzeit schenken wollte. Sophie tritt die Flitterwochen alleine an und möchte dabei ihre Gedanken in den Griff bekommen. Im Flugzeug überrumpelt sie direkt der erste Schock, Maximilians Platz wurde an einen anderen Passagier vergeben. Wie ein Zufall trifft Sophie immer wieder auf Niklas, ihrem zufälligen Sitznachbar, und entscheidet sich spontan für eine gemeinsame Tour. Niklas ist beruflich als Fotograf unterwegs und auch Sophie möchte eine Mission erfüllen. Langsam fängt sie Interesse an Niklas zu finden. Aber möchte sie Maximilian so schnell loslassen?

Julia Hanel schreibt auch mit diesem Roman wieder eine gefühlvolle, unterhaltsame und interessante Liebesgeschichte, die bis zum Schluss spannend bleibt. Mit der guten Mischung aus Liebe, Trauer und humorvollen Szenen macht das Lesen Spaß. Der Schreibstil lässt sich dabei angenehm lesen und sorgt für entspannte Lesestunden.

Die Charaktere sind einem durch die abwechselnden Perspektiven schnell vertraut und sympathisch. Außerdem konnte ich mich dadurch prima in die Gefühlslage der beiden Hauptcharaktere hineinversetzen. Interessant finde ich auch mal die Gedanken von Niklas zu erfahren. Sophie und Niklas sind von Grund auf unterschiedliche Persönlichkeiten. Die Beschreibung ist dabei authentisch und amüsant. Kleine Neckereien, intime Momente und gefühlvolle Szenen sorgen für Nervenkitzel und animiert zum Mitfiebern.

Die Handlung ähnelt keiner kitschigen Liebesromanze, sondern sorgt für gute Unterhaltung und zeigt realistisch ein Auf und Ab der Gefühle. Die Beziehung zwischen Sophie und Niklas finde ich toll geschildert und beinhaltet viele Emotionen. Manche Szenen sind so schön und mitreißend, dass man glatt die Tränen zurückhalten muss.


Julia Hanel hat mich auch mit diesem Roman wieder einmal bis zum Schluss fesseln können. Die Charaktere haben die Liebe fürs Detail und auch die abwechslungsreiche Handlung hat mir absolut gefallen. Ein gelungener Liebesroman!

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Der Insasse

Sebastian Fitzek
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Droemer, 24.10.2018
ISBN 9783426281536
Genre: Krimi und Thriller

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

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Onkel Hassans wundersame Wiederauferstehung in einem alten Mercedes

Hajar Taddigs
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 29.10.2018
ISBN 9783764506292
Genre: Romane

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83 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 54 Rezensionen

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Die Gesichter

Tom Rachman , Bernhard Robben
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 31.08.2018
ISBN 9783423289696
Genre: Romane

Rezension:

Die Geschichte in dem Roman "Die Gesichter" von dem Autor Tom Rachman spielt von einer Beziehung zwischen Vater und dessen Sohn. Die Leidenschaft zur Kunst ist dabei der zentrale Mittelpunkt, was bereits durch das außergewöhnliche Cover deutlich wird.

Bear Bavinsky ist Vater von 17 Kindern und hatte in seiner Vergangenheit zahlreiche Frauen. Jedoch erlangt nur sein Sohn Pinch die erwünschte Aufmerksamkeit und wird durch das Talent seines Vaters immer wieder in den Schatten gestellt. Pinchs eigene Begabung bleibt ihm seitdem unbekannt. Die kritische Meinung seines Vaters schränkt ihn ein, dabei möchte er doch nur seine Anerkennung. Erst durch seinen Ausbruch in die weite Welt, schafft es Pinch sich einen eigenen Namen zu machen und seine Wünsche wahr werden zu lassen.

Der Hauptcharakter der Handlung ist Pinch, der von Kindheitstagen an begleitet wird. So erfährt man viel über seine Persönlichkeit, Erziehung und Entwicklung. Sein Leben kreist seit seiner Kindheit nur um seinen Vater. Seine Vorstellungen und Erwartungen gerecht zu werden, ist Pinchs einzige Sorge. Die Emotionen werden dabei hervorragend beschrieben.

Obwohl Bear als Künstlervater eher wirkt, als könne er nicht erziehen, ist es trotzdem interessant dem Geschehen zu folgen. Seine egoistische und manchmal auch sehr selbstsüchtige Art ist gegenüber Pinch erschreckend. Die Beziehung zwischen Vater und Sohn wird hier intensiv beschrieben, zeigt aber, dass das Verhältnis der beiden sich nicht wirklich ergänzt und auf mich merkwürdig wirkt. Bear zieht Pinch in seinem Handeln herunter und gibt ihm nicht die Chance sich selbst zu erfüllen.

Teil des Geschehen ist währenddessen die Kunst. Auch hier hat Pinch immer wieder das Gefühl etwas beweisen zu müssen. Die vielen Hoch und Tiefs werden irgendwann leider schleppend und langatmig. Hier hätten es ruhig paar Seiten weniger sein können, dann hätte die Geschichte möglicherweise mehr Spannung.

Eine Geschichte, die zum Nachdenken anregt und sich grundsätzlich durch seinen gelungenen Schreibstil von klassischen Romanen abhebt. Eine leichte und lockere Lektüre ist es nicht, falls gute Unterhaltung gewünscht ist!

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38 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 20 Rezensionen

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Die Frauen der Kamelien-Insel

Tabea Bach
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 28.09.2018
ISBN 9783404177240
Genre: Liebesromane

Rezension:

Der Roman "Die Frauen der Kamelien-Insel" ist der zweite Band der Kamelien-Reihe und wurde von der Autorin Tabea geschrieben. Der erste Band ist eine Empfehlung, da dieser Roman direkt an die Geschichte anknüpft und Details zum Verständnis enthält.


Sylvia hat in Mael ihre große Liebe gefunden, die sie mit einem grandiosen Hochzeitsfest besiegeln möchte. Nach einer gelungenen Feier steht Sylvias und Maels Kinderwunsch an erster Stelle. Doch unerwartet trifft Maels verflossene Liebe Chloé auf der Insel ein und konfrontiert ihm mit seinem bisher unbekannten Sohn. Chloé blüht die Vergangenheit auf und möchte zu allem dessen Mael zurückgewinnen. Sylvia kann ihren Augen kaum trauen. Wie kann sie Mael von sich überzeugen, ohne zwischen ihm und seinen Sohn zu stehen? Zugleich überschattet die Kameliengärtnerei eine Gefahr, die Sylvia und Mael nur gemeinsam bewältigen können.

Die Geschichte beginnt rührend und romantisch mitten im Geschehen. Sylvia, Mael und die weiteren Hauptcharaktere kehren schnell wieder in meine Erinnerung. Sie sind aufgeweckte, liebenswürdige Personen, die das Leben in vollen Zügen genießen. Dadurch strahlt das Buch auf Anhieb gute Laune aus und sorgt für tolle Unterhaltung.

Gelungen schafft es die Autorin neue Charaktere in die Handlung zu integrieren, ohne dass es aufgesetzt und gewollt wirkt. Der Schreibstil ist leicht, emotional und fängt die Persönlichkeiten und dessen Eigenschaften perfekt ein. Die Leichtigkeit ist mir besonders aufgefallen, da sich die Seiten im Flug lesen lassen und man kein erschwertes Gefühl dabei hat.

Die romantische Fortsetzung zeigt nicht nur "schnulzige" Momente, sondern zeigt ebenfalls die ersten Hürden von Sylvias und Maels Ehe. Auch durch die verschiedenen Rückgriffe wird immer wieder eine Verknüpfung zum ersten Band aufrechterhalten. Der Bezug zu den neuen Charakteren und die Erlebnissen aus der Vergangenheit werden interessant mit eingebunden und lassen die fesselnde Spannung bis zum Schluss.

Die Atmosphäre in der Bretagne zwischen den schönen Kamelien ist auch in diesem Liebesroman gelungen und ist eine tolle Fortsetzung zu dem ersten Band. Ich warte gespannt auf den 3. Teil!

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86 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

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Kein Himmel ohne Sterne

Michelle Schrenk
E-Buch Text
Erschienen bei Canim Verlag, 25.03.2017
ISBN B06XVGLC17
Genre: Liebesromane

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134 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 75 Rezensionen

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Das Leuchten unserer Träume

Dani Atkins , Sonja Rebernik-Heidegger
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.10.2018
ISBN 9783426522059
Genre: Liebesromane

Rezension:

Die Autorin Dani Atkins ist durch ihre gefühlvollen und dramatischen Liebesgeschichten bekannt. Mit dem Roman "Das Leuchten unserer Träume" bringt sie die Geschichte von Sophie und Ben näher, die absolut mitreißend ist.


Seit dem Tod ihres großen Bruder ist Sophie gegenüber anderen Menschen verschlossen und in sich gekehrt. Ihr Leben verläuft einsam. Nur ihre Freundin Julia bestärkt sie und versucht ihr einen Schwung zu geben. Als plötzlich in einer Nacht ein Feuer in Sophies Wohnung ausbricht, wird sie von dem unbekannten Passagier Ben gerettet. Ben ist somit ihr Lebensretter und bringt Sophie wieder zum Strahlen. Doch eine erschütternde Wahrheit bleibt Sophie verborgen.

Bereits den Roman "Die Achse meiner Welt" der Autorin habe ich gelesen, welcher mich ehrlich gesagt nicht allzu sehr fesselnd konnte. Umso mehr war ich auf diesen Roman gespannt, der mich durch den interessanten Klappentext angesprochen hat. Die Handlung ist diesmal nach wenigen Seiten spannend und mitfiebernd. Da die Geschichte in Sophies Ich-Perspektive geschildert wird, konnte ich mich auf Anhieb in ihre Rolle hineinversetzen und ihren Gefühlen gut folgen.

Die Geschichte bietet Tiefgründigkeit und ist nicht immer etwas für schwache Nerven. Dani Atkins spricht Schicksale und Krankheiten an, mit denen einige Charaktere innerhalb der Handlung konfrontiert werden. Diese Szenen haben mich emotional mitgerissen und sind nicht nur oberflächlich behandelt worden. Somit hebt sich der Roman von klassischen Liebesromanen ab.

Die Beziehung zwischen Sophie und Ben bleibt dabei ständig im Fokus und wird mit Höhen und Tiefen beschrieben. Neben vielen traurigen Momenten hat das Paar auch schöne und lustige Erlebnisse, die der Geschichte eine gewisse Unterhaltung geben. Gelungen fand ich die überraschenden Wendungen, die das Lesen interessant und mitreißend gestaltet haben. Dadurch konnte ich als Leser kaum das Ende erahnen, was für mich zu einem guten Roman dazu gehört.

Zitat:
"Was wäre, wenn dir das Leben eine zweite Chance geben würde?"

Gefühlvolle Beschreibungen, emotionale Schicksale und die Tiefgründigkeit des Lebens haben aus dieser Liebesgeschichte ein gelungenes Leseerlebnis erschaffen!

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98 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 75 Rezensionen

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Das Geheimnis der Grays

Anne Meredith , Barbara Heller
Fester Einband: 297 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 22.09.2018
ISBN 9783608962994
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Kriminalroman "Das Geheimnis der Grays" wurde unter dem Pseudonym "Anne Meredith" der britischen Autorin "Lucy Beatrice Malleson" geschrieben. Erschienen ist das Buch in der englischen Ausgabe 1933, wodurch der Schreibstil und die Situation der damaligen Zeit entspricht.


Adrian Gray lädt jedes Jahr zum Weihnachtsfest die ganze Familie ein, bei der sie in einem abgelegenen Landhaus ausgiebig feiern. An Heiligabend versammeln sich die Familienmitglieder wie gewohnt. Die Hoffnung auf ein großes Geldgeschenk ist groß, nur am nächsten Tag wird Gray ermordet aufgefunden. Eine zerstrittene Familie, in der jeder zum Mörder werden könnte. Wer von den sechs Kindern hat seinen Hass kundgetan?

Der Krimi unterscheidet sich erheblich von modernen Krimis. Laut Beschreibung bin ich von einem nervenkitzelnden Krimi mit großer Spannung und Ermittlungen ausgegangen. Der Vergleich zu Agatha Christie hat mich neugierig gemacht. Überzeugen konnte mich das jedoch zum Ende nicht.

Gleich zu Beginn der Handlung wird der Mörder bekannt gegeben, sodass ein Mitfiebern nicht unbedingt funktioniert hat. Der Schreibstil ist beschaubar und ruhig gehalten. Fesselnd konnte mich die Handlung daher nicht. Stattdessen wird es bei den vielen Charakteren tiefgründig. Die Beschreibung wird ausgeholt, sodass jeder Charaktere eine besondere Art hat und bis ins Detail eindeutig erwähnt wird. Vielleicht hätte diese Erzählung etwas minimiert werden können.

Der Schreibstil und die englische Atmosphäre hat mir hingegen gut gefallen. Auch Weihnachten als Festtage kam in dem Roman gelungen in den Vordergrund. Für die gewisse Spannung hat es leider nicht gereicht, wodurch ich nach dem Roman eher gemischte Gefühle habe!

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97 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 84 Rezensionen

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Der Schmetterling

Gabriella Ullberg Westin , Stefanie Werner
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 03.09.2018
ISBN 9783959672054
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Kriminalroman "Der Schmetterling" wurde von der Autorin "Gabriella Ullberg Westin" geschrieben und ist im Harper Collins Verlag erschienen. Es handelt sich um einen Start einer Krimi-Reihe.


Heiligabend soll dieses Jahr etwas ganz Besonderes werden, da ist sich Mans sicher. Henna und ihre beiden Kinder warten bereits auf den Weihnachtsmann, doch Mans verspätet sich. Als es dann überraschend klingelt, erwartet Henna ihren Ehemann. Stattdessen trifft sie ihr Mörder an und wird vor den Augen ihrer Kinder ermordet. 
Johann Rokka ist Kriminalpolizist und kehrt nach zwanzig Jahren zurück in seine Heimatstadt Hudiksvall in Nordschweden. Da Henna die Frau seines alten Freundes Mans war, übernimmt er den Mordfall. Die Verdächtigen sind verstreut und die Suche bleibt ungenau, bis es zu einem zweiten Mord kommt. Ob es wohl eine Verbindung gibt? 

Der Schreibstil der Autorin ist bereits nach wenigen Seiten fesselnd, da der Mord schnell Fokus des Geschehens wird. Die Autorin wählt in dem Krimi ihren eigenen Wohnort, wodurch die Umgebung, aber auch die kalte Jahreszeit authentisch dargestellt wird. Durch die düstere Beschreibung und die Details der Gegend entsteht schnell die Atmosphäre mitten in Schweden zu sein.

Der Mord gibt Nervenkitzel, trotzdem sinkt die Spannung im Laufe der Handlung. Uninteressant ist die Geschichte dennoch nicht, weil der Fall in sich verschlüsselt ist und sich der Kriminalinspektor Johann Rokka mit der Ermittlung schwer tut. Johann besitzt Kontakt zum Ehemann und trifft somit bei den Verdächtigen auf einige bekannte Gesichter. Die Vermischung aus Beruf und Privat ist hier gelungen und zeigt, wie schwer sich so objektiv ermitteln lässt.

Außerdem hat die Autorin den Leser geschickt miteinbezogen. Die Frage nach dem Mörder bleibt bis zum Schluss erhalten und hält die Unterhaltung aufrecht. Zudem bleibt es spannend, was die Bedeutung des Titels "Der Schmetterling" hat. Diese Frage belassen die Neugier und bringen ein tolles Ende.

Ein spannender Mordfall mit fesselndem Schreibstil, einer gelungen Kulisse und interessanten Charakteren! Ich bin gespannt, ob es zu einer Fortsetzung kommt.

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38 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 36 Rezensionen

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Blau Türkis Grün

Mareike Guhr
Flexibler Einband: 168 Seiten
Erschienen bei Delius Klasing, 17.12.2018
ISBN 9783667114242
Genre: Sachbücher

Rezension:

Das Buch "Blau Türkis Grün" ist ein gelungenes Segelbuch über die Reise von Mareike Guhr. Als Leser wird man ein Teil der Segelfahrt und kann die Momente nachempfinden. Die Eindrücke sind dabei atemberaubend.


Mareike Guhr ist Journalistin und möchte seit ihrer Kindheit den Traum vom Segeln um die Welt ermöglichen. Mit ihrem 50-Fuß-Katamaran macht sich Mareike mit ihrer wechselnden Besatzung auf die Fahrt. Das tiefblaue Meer strahlt Freiheit aus und die Küsten sind wunderschöne Anlaufstellen. Als Ziel: die drei Ozeane zu queren und die schönsten Orte der Welt zu besichtigen. In diesem Buch hält die leidenschaftliche Seglerin diese Momente fest.

Nach dem türkisfarbenen Cover bin ich bereits angetan und möchte mehr erfahren. Im Umschlag nimmt uns Mareike mit einer überschaubaren und schlichten Landkarte mit und zeigt ihre bereisten Routen auf. So habe ich als Leser den Überblick der Orte nie verloren. Neben bekannten Inseln, wie Bali und Haiti, stehen auch unbekannte Stopps an, die besonders interessant sind.

Die Segelsportjournalistin und Skipperin beginnt und beendet ihre Segeltour in ihrer Heimatstadt Hamburg. 2012 bis 2016 ist eine lange Zeit, bei denen man an viele Orte und Sehenswürdigkeiten gelangt. Die Hoch und Abs einer Segelfahrt auf dem weiten Ozean werden authentisch und fesselnd geschildert. Neben sonnigen Momenten sind auch einige stürmische Tage dabei, bei denen Mareike trotzdem nicht den Mut verliert. Die Motivation ist beeindruckend und interessant zu verfolgen.

Die einzelnen Kapitel widmen sich den unterschiedlichen Stopps  und geben Einblick in die Kultur der Bevölkerung. Außerdem enthält das Buch Farbfotos, die die Faszination des Meeres zeigen. Manche Bilder sind nicht immer scharf erkennbar, aber sind dennoch schön anzusehen. Die Sehnsucht nach einer solchen Reise ist bei mir teilweise tatsächlich entstanden. In einem sogenannten Gedankensplitter erfährt man die Gedanken und Gefühle von Mareike, die immer wieder zwischen den einzelnen Kapitel zu finden sind.

Für Segelliebhaber sicherlich kein Kriterium, jedoch muss ich manche Fachwörter bemängeln. Da ich in dem Gebiet ahnungslos bin, habe ich manche Wörter nachschlagen müssen. Hier hätte ich mir eher ein kleines Verzeichnis mit wichtigen Wörtern zum Segeln gewünscht, was den Lesefluss verbessert hätte. Wer aber kleine Eckdaten zur Reise möchte, findet zum Ende ein kleines Interview. 

Die Faszination des Meeres und der Segelreise ist atemberaubend gelungen. Die tollen Bilder laden zum Träumen ein und bringen den Leser näher an das Geschehen. Für Segelliebhaber sicherlich toll!

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158 Bibliotheken, 2 Leser, 3 Gruppen, 92 Rezensionen

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Frau Einstein

Marie Benedict , Marieke Heimburger
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 15.02.2018
ISBN 9783462049817
Genre: Romane

Rezension:

Der Roman "Frau Einstein" wurde von der Autorin Marie Benedict geschrieben und ist im Kiepenheuer & Witsch Verlag erschienen. Hierbei handelt es sich um eine gefühlvolle und beeindruckende Geschichte, die Einblicke in das Leben von Frau Einstein bringen.


Mileva Maric ist in einer ärmlichen Familien in Serbien aufgewachsen. Sich unter Männer zu behaupten ist im 19. Jahrhundert nicht einfach, doch Mileva kämpft für die Emanzipation und beginnt als einer der ersten Frau Polytechnikum zu studieren. Gegen alle Vorturteile schafft es Mileva ehrgeizig an ihr Ziel, zu den besten ihres Faches zu werden. Dabei lernt sie den Physikstudenten Albert Einstein kennen. Nach vielen Gemeinsamkeiten hinsichtlich der Arbeit werden sie schnell zu einem Paar und beschäftigen sich gemeinsam mit der Relativitätstheorie. Obwohl Mileva ihr ganzes Wissen in ihre Arbeit steckt, rückt sie trotzdem immer weiter in den Schatten von Albert Einstein und bleibt bis heute eine Unbekannte.

Marie Benedict hat einen lebendigen und unterhaltsamen Schreibstil. Das Leben um Mileva Maric habe ich auf Anhieb vor Augen und kann mich gut in ihre Lage hineinversetzen. Die Emanzipation ist zu dieser Zeit noch lange nicht etabliert und schreckte viele Frauen vor der Arbeitswelt zurück. Mileva jedoch ergreift die Chance und hat von Klein auf Interesse an der Mathematik und Physik. 

Die Mischung aus Roman und Biografie ist in der Geschichte gelungen. Gespannt habe ich das Leben der eigentlich eher unbekannten Frau verfolgt. Auch Albert Einstein wird in dieser Handlung mal von einer anderen Perspektive aufgegriffen, was ich sehr interessant fand. Dadurch habe ich besonders von ihm nach diesem Roman ein anderes Bild. Frau Einstein hatte es tatsächlich nicht einfach mit Albert, was man als Leser hautnah miterlebt.

Die Anfänge der Wissenschaft werden ebenfalls geschickt verpackt, ohne dass es allzu langatmig wurde. Die Theorien sind vereinfacht dargestellt und zeigen den Beginn ihrer Karriere. Aber auch das Familienleben rückt häufiger in den Vordergrund. Auch wenn die Unterhaltung zum Schluss eher abgeflacht ist, habe ich Spaß beim Lesen gehabt.

Aufregende Zeiten, die Emanzipation und das Leben im Schatten von Albert Einstein sind nachvollziehbar und interessant in diesem Roman zusammengefügt worden. Tolle Empfehlung!

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30 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

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Ein besoffener Bär im Bergwerkswald

Petteri Nuottimäki , Wibke Kuhn , Sibylle Klöcker
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 03.09.2018
ISBN 9783959672030
Genre: Humor

Rezension:

Der Roman "Ein besoffener Bär im Bergswald" wurde von dem Autor "Petteri Nuottimäki" geschrieben und ist im "Harper Collins Verlag" erschienen. 


Der kleine Ort bei Bergslagen wird durch die hohe Arbeitslosigkeit geplagt und besteht nur durch eine zusammengefallene Stadt. Erst durch das verschwommene Handy-Video von dem Sohn des Bürgermeisters Per beginnt die Gemeinde wieder an zu strahlen. Doch was steckt hinter dem verwackelten Video? Ist es ein Elch, ein Bär oder etwas ein Elefantenbaby? Die Bewohner der Stadt können sich vor den zahlreichen Touristen kaum retten. Bürgermeister Per ist voller Aufruh und muss das Herausfinden der Wahrheit verdrängen.

Ein humorvoller und unterhaltsamer Einstieg bestätigt das ausgefallene Cover und die interessante Inhaltsangabe. Der Autor erschafft eine Geschichte, die nicht besser zum heutigen Zeitgeist passen könnte. Die Charaktere und dessen Lebenseinstellungen werden auf überspitzte Art dargestellt und bringen auch mich zum Schmunzeln. Besonders zu Anfang wird durch die großen Gerüchte für Neugier und Spannung gesorgt.

Der Schreibstil ist schlicht, hat aber trotzdem Potenzial. Mit skandinavischen Humor und einer Leichtigkeit fühlt man sich mit den Bewohnern des Ortes vertraut. Der Hauptcharakter und Bürgermeister Per ist sympathisch. Bei den Komplikationen kann man sich in seine Situation authentisch hineinversetzen und seinen Gedankengängen folgen.

Trotzdem muss ich sagen, dass die Unterhaltung nicht bis zum Schluss garantiert werden kann. Bereits nach den ersten Kapiteln ist unklar, welche Ereignisse noch folgen sollen. Das Thema rund um das Video steht im Vordergrund, wird aber viel zu umfangreich erzählt. Stattdessen habe ich mir spannende Wendungen gewünscht, die leider nicht vorkamen. Dadurch blieb zum Schluss die Spannung aus.

Obwohl der Leser auf amüsante Weise in die Geschichte integriert wird und die Charaktere mir ans Herz gewachsen sind, konnte ich mich das Buch nicht überzeugen. Der schwarze Humor ist nach meinem Geschmack gewesen. Jedoch konnte das Ende nicht mit dem Einstieg mithalten. Eindeutig ausbaufähig gewesen!

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(149)

251 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 145 Rezensionen

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Vier.Zwei.Eins.

Erin Kelly , Susanne Goga-Klinkenberg
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei FISCHER Scherz, 22.08.2018
ISBN 9783651025714
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Thriller "Vier. Zwei. Eins." wurde von der Autorin und Journalistin Erin Kelly geschrieben und ist im "S. Fischer Verlag" erschienen. 


Kit und Laura erleben 1999 in Cornwall gemeinsam eine totale Sonnenfinsternis. Bei der Dämmerung bemerkt Laura einen Schatten und wird daraufhin Zeugin einer brutalen Vergewaltigung. Ihr Mann ist anderer Meinung. Auch der Beschuldigte streitet die Tat ab. Doch wer sagt nun die Wahrheit? Das Opfer Beth schweigt und schleicht sich unbemerkt in den Alltag von Laura und Kit. Die Bedrohung nimmt seinen Lauf, nachdem Beth 15 Jahre später wieder vor dessen Tür steht.

Der Einstieg in die Handlung ist fesselnd und nervenaufreibend, wodurch mich die Leseprobe direkt überzeugt hat. Gleich zu Beginn befindet man sich mitten im Geschehen, erlebt die brutale Erkenntnis von Laura. Erhofft habe ich mir dadurch einen packenden Thriller, der es leider nicht geworden ist.

Die Zeitsprünge sind zwischen dem Jahr 1999, in dem die Tat geschehen ist und 2015, wo Laura und Kit unter falschem Namen untertauchen und ihr Leben ohne die Vergangenheit weiterleben wollen. Außerdem wechseln die Perspektiven der Personen innerhalb der Kapitel, sodass man Einblicke in die Gedanken der Charaktere erhält. Auch die Sonnenfinsternis bleibt bis zum Ende Teil des Geschehen, was eigentlich ein interessantes Detail ist.

Als Leser findet man die Frage nach der Wahrheit spannend und aufregend. Da zwei Wahrheiten aufeinander treffen und die Personen nicht immer durchschaubar sind, ist es nicht leicht die Lüge zu entlarven. Trotzdem fehlt die Spannung nach dem guten Start. Die Szenen sind langatmig und schleppend. Schnell war mir das Ende klar. Auch die Inhaltsangabe greift viel vor, wodurch die Hälfte des Buches bereits bekannt ist. Bei einem so dicken Buch echt schade.

Die Geschichte hat eine interessante Idee, gut beschriebene Charaktere und eine spannende Thematik. Fesseln oder herausstechend ist der Thriller durch seine geringe Spannung leider nicht!

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82 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 58 Rezensionen

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Walter muss weg

Thomas Raab
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 07.09.2018
ISBN 9783462050950
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das Buch "Walter muss weg" ist der Start der neuen Krimi-Reihe von dem Autor Thomas Raab und ist im festen Einband erhältlich.


Der ländliche Ort Glaubenthal strahlt Harmonie und Erholung aus. Neben seiner wunderschönen Landschaft und einem Wald, hat es das Dorf jedoch in sich. Hannelore Huber bekommt es auf der Beerdigung ihres Mannes Walter am eigenen Leib zu spüren. Ihre Vorfreude auf das Witwenleben wird bereits nach kurzer Zeit gestört, denn im Sarg befindet sich nicht Walter, sondern eine falsche Leiche. Das gibt es doch nicht. Wer ist der Tote im Sarg und wo steckt Walter?

Thomas Raab erschafft auf humorvolle Weise einen idyllischen Ort, der perfekt für einen neuen Krimi ist. Mit seinem witzigen Schreibstil und außergewöhnlichen Charakteren beweist er Unterhaltung. Die verknotete Handlung und die dazugehörige Spannung haben mich hingegen nicht fesseln können.

Passend zum sarkastischen Humor ist die Hauptperson Hannelore Huber, auch Hanni genannt, gelungen. Ihre schräge und teilweise bissige Art ist dabei gewöhnungsbedürftig. Zu Beginn fand ich ihr Verhalten ehrlich und authentisch. Im Laufe der Handlung erfährt man mehr über ihre privaten Gründe und kann ihr Auftreten besser nachvollziehen. Trotzdem wirkte es häufig zu gewollt, was die Leichtigkeit der Geschichte nimmt.

Neben der Huber wird auch das Dorf in überspitzter Form dargestellt. Somit kommen auch skurrile Personen in den Vordergrund und spielen eine entscheidende Rolle, wodurch die Stimmung aufgehellt wird. Die regionale Atmosphäre mit Dialekt und Kultur kommen dabei realistisch zur Geltung. Durch die teilweise abgedrehten Charaktere ist für mich der Krimi eher in den Hintergrund getreten. Spannend und zum Miträtseln habe ich den Roman nicht empfunden.

Eigentlich eine interessante Idee und mit Hannelore eine amüsante Protagonistin, aber insgesamt nicht überzeugend. Die Geschichte war einfach zu durcheinander und die Beschreibung zu gewollt!

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85 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 69 Rezensionen

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Die Tote im Wannsee

Lutz Wilhelm Kellerhoff
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 10.08.2018
ISBN 9783550050640
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Kriminalroman "Die Tote im Wannsee" wurde von den drei Autoren "Martin Lutz", "Sven Felix Kellerhoff" und "Uwe Wilhelm" geschrieben und ist im "Ullstein Verlag" erschienen. 


Berlin 1968: Am Wannsee wird eine junge Mutter tot aufgefunden. Der Kommissar Wolf Heller widmet sich zügig dem Fall und versucht mit wenigen Beweisen den Täter zu überführen. Nach einer Zeitungsanzeige meldet sich ihre Kollegin. Doch es steckt mehr dahinter und obwohl Heller nicht viel mit der Politik am Hut hat, befindet er sich mitten im Politikgeschehen. Es sind revolutionäre Zeiten mit Seilschaften und radikalen Demonstrationen.

Ein aufregender Einstieg bringt direkt Spannung und fesselt gleich zu Beginn. Der Leser wird mit dem Tod der Frau konfrontiert. Die Ermittlungen des Kommissars Heller verfolge ich als Leser mit. Neben dem Fall ist auch die Politik ein entscheidender Fokus, die für große Aufregung sorgt.

Die Ermittlungen sind tiefgründig und schnell kommen viele Täter in Frage. Auch wenn es spannend blieb, habe ich hin und wieder den Überblick verloren. Die Anzahl der Charaktere ist beträchtlich und häufen sich mit der Zeit. Innerhalb der Aufklärung des Falls wird immer wieder in den Alltag des Kommissars geblickt, was den Charakter authentisch wirken lässt. Insgesamt habe ich mir hier eher als stiller Beobachter gefühlt, da ich nicht das Gefühl vom "fieberhaften Miträtseln" hatte.

Besonders gelungen war die Darstellung der damaligen Zeit. Die Hauptstadt Berlin ist aufgewühlt und voller Unruhen. Die Gesellschaft in sich gespalten. Dabei wird die Historie und die zeitlichen Fakten in die Geschichte eingebaut, sodass man den Eindruck hatte, man wäre mittendrin. Zur Hilfestellung werden innerhalb eines Glossars wichtige Eckdaten und Begriffe der damaligen Zeit zusammengefasst. 

Ein gelungener Kriminalroman mit großer Recherche und interessanten Begebenheiten. Die politischen Ereignisse reißen mit und fesseln. Der Fall konnte mich hingegen nicht komplett überzeugen!

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97 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 39 Rezensionen

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Die Liebesbriefe von Montmartre

Nicolas Barreau , Sophie Scherrer
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Thiele & Brandstätter Verlag, 04.09.2018
ISBN 9783851794106
Genre: Romane

Rezension:

Nach zahlreichen Bestsellern hat der Autor "Nicolas Barreau" seinen neuen Liebesroman "Die Liebesbriefe von Montmatre" veröffentlicht und hat eine emotionale, aber auch lebensfrohe Geschichte erschaffen. Erschienen ist das Buch im "Thiele Verlag".


Julien Azoulay verkraftet den Tod seiner Frau Hèléne nur schwer. Der Tod mit dreiunddreißig kommt unerwartet und stellt das Leben des Autors, der eigentlich für seine Liebeskomödien bekannt ist, auf eine harte Probe. Sein Versprechen gegenüber seiner Frau möchte Julien dennoch einhalten - dreiunddreißig Briefe für jedes gelebte Lebensjahr. Auf dem Friedhof am Montmatre versteckt er seine persönlichen Briefe in einem Geheimfach des Grabsteins von Hèléne. Doch eines Tages sind alle Briefe verschwunden. Stattdessen liegt ein kleines Herz am Platz und es folgen noch weitere Antworten. Wer sich wohl dahinter verbirgt?

Nicolas Barreau schreibt mit einem zauberhaften Schreibstil und begeistert mich bereits nach ersten Seiten. Schnell ist man im Geschehen, fühlt sich wie vor Ort und taucht in die Welt von dem Hauptprotagonisten Julien ein. Mit einer Leichtigkeit ohne großem Drumherum lernt man Julien und seinen Sohn kennen und hat den Eindruck man würde sie schon ewig kennen. 

Die Thematik wirkt zu Beginn dramatisch und traurig. Der Verlust von Hèléne ist alles andere als einfach. Julien verkriecht sich und auch sein kleiner Sohn ist voller Sorgen. Trotzdem muss ich sagen, dass das Buch keine schwere Kost ist. Im Gegenteil, neben den gefühlvollen und emotionalen Szenen zeigt die Geschichte die Schönheit des Lebens und beweist, dass es immer wieder einen Weg nach oben gibt. Mit tollen Nebencharakteren wird die Handlung aufgelockert und lädt auch mal zum Schmunzeln ein.

Auch wenn die Romantik im Vordergrund ist, ist das Buch keineswegs kitschig. Die Emotionen werden authentisch geschildert und durch die persönlichen Briefe unterstützt. So bleibt man als Leser im Geschehen und erfährt viel über Juliens tiefste Gefühle. Zusätzlich muss ich einfach die bildliche Veranschaulichung von Paris hinweisen, die nicht hätte besser sein können. Wer einmal da war, spürt nach wenigen Seiten schon die tolle Atmosphäre.

Eine wunderschöne Geschichte, bei der das Ende zwar vorausschauend ist, aber durch den angenehmen Schreibstil, interessanten Charakteren und zauberhafter Kulisse einfach traumhaft und herzerwärmend ist!

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103 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 77 Rezensionen

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Wie ich fälschte, log und Gutes tat

Thomas Klupp
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Berlin Verlag, 04.09.2018
ISBN 9783827013668
Genre: Romane

Rezension:

Das Cover ist schlicht und hinterlässt bei mir eher einen unscheinbares Gefühl. Doch das Cover trügt, denn der Autor "Thomas Klupp" hat mit dem Roman "Wie ich fälschte, log und Gutes tat" eine amüsante Geschichte geschrieben, die das Leben des Hauptcharakters Benedikt in einem interessantem Stil aufzeigt.

Der 15-jährige Benedikt und seine Kumpels Prechtl und Vince verbringen gemeinsam viel Zeit und sind begeisterte Tennisspieler. Beim Landesfinale schaffen sie es zum Sieg und prompt landen die drei Freunde auf einem Antidrogenplakat. Doch die Realität sieht anders aus, denn die Jugendlichen sind nicht so unschuldig, wie sie zu scheinen mögen. Krasse Partys und abgedrehte Hobbys bringen die Schullaufbahn ins Schwanken. Benedikt muss sich einen Plan überlegen.

Die Jugend ändert sich nie. Das beweist auch dieses Buch. Mit humorvoller und direkter Art erlebt man die Jugend ein zweites Mal und kann vom Schmunzeln kaum wegkommen. In der Ich-Perspektive ist man hautnah beim Geschehen dabei und erfährt Benedikts intimsten Gedanken. Bei einem Jugendlichen in der Pubertät ist das manchmal erschreckend, aber wird mit schwarzem Humor gut auf die Schippe genommen.

Allein die Namen Benedikt, Vince und Prechtl sind für mich amüsant und bringen den heutigen Zeitgeist des Individualismus näher. Die drei Freunde gehören keineswegs zu den 08/15 Schülern. Sie sind für jeden Spaß zu haben, Grenzen ziehen ist ein Fremdwort und auf den Mund sind sie auch nicht gefallen. Authentisch und amüsant habe ich das Schulleben von Benedikt verfolgt. Um sein Schuljahr zu bestehen kommt er auf fantasievolle Ideen, ist er bereit Sünden zu begehen und animiert sich zum Lügen. Von dieser Sorte gehörte ich nicht, trotzdem fand ich es aufregend und lustig seinen Taten zu folgen.

Der Schreibstil ist abgedreht und fällt allein durch die unterschiedliche Groß- und Kleinschreibung auf. Aussagen werden verstärkt, in Frage gestellt und geben teilweise das Gefühl, als würde man ein Tagebuch in der Hand halten. Mit Kraftausdrücken wird nicht gespart und Gedanken von Benedikt werden offen mitgeteilt, was nicht immer mein Geschmack war, aber trotzdem zu seinem Charakter gepasst hat. Natürlich ist vieles überspitzt dargestellt und trifft nicht in allen Situationen zur heutigen Jugend zu. Die Leichtigkeit und den Zeitgeist hat der Autor dagegen absolut getroffen. Das Zitat zeigt es gut auf:

"Zugegeben, ich bin kein Crack auf dem Gebiet. Mädchen und ihre Gefühle ... die sind so ähnlich wie Mathe für mich. Schon beeindruckend irgendwie, aber vor allem halt schwer verständlich."

Ein Roman mit fantasievollen Jugendsünden, schwarzem Humor und einem verrückten Schreibstil! 

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161 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 96 Rezensionen

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Königskinder

Alex Capus
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 20.08.2018
ISBN 9783446260092
Genre: Romane

Rezension:

Der Autor "Alex Capus" hat mit seinem Roman "Königskinder" eine lebhafte und märchenhafte Geschichte geschrieben, die zum Träumen einlädt und mit dem Schreibstil fesselt. Erschienen ist der Roman im "Hanser Verlag".


Max und Tina befinden sich auf einer Autofahrt durch die Alpen. Ein starker Schneefall bringt das Auto zum Stehen und das Paar stellt sich auf eine Nacht mitten in den Bergen ein. Um die Zeit auszuharren beschließt Max eine Geschichte zu der Zeit der französischen Revolution zu erzählen, die genau am selben Ort geschehen ist. Der Kuhhirte Jakob und die Bauerntochter Marie verlieben sich ineinander, jedoch wird dies mit Skepsis betrachtet und verwickelt die Verliebten in ein aufregendes Abenteuer...

Alex Capus widmet sich in seinem eher kurzen Roman gleich mit zwei Geschichten und schafft es sie interessant zu kombinieren, obwohl sie nicht viele Gemeinsamkeiten aufweisen. Im Hier erlebt man ein Pärchen, dessen Beziehung den heutigen Zeitgeist entspricht und in der damaligen Zeit ein Pärchen, dass zwischen den gesellschaftlichen Umständen standhalten muss. 

Das Cover wirkt auf mich eher unauffällig und trifft nicht unbedingt mein Geschmack, doch nach der fesselnden Leseprobe möchte man mehr von der Geschichte erfahren. Alex Capus umschmückt seine Geschichte nicht großartig. Im Gegenteil sein Schreibstil ist zauberhaft ruhig und begeistert mit märchenhaften Zitaten. Auch das aktuelle Zeitgeschehen und die Zeit der französischen Revolution sind mir bildlich vor Augen.

Das langjährige Ehepaar verbringt ihre Zeit gerne gemeinsam, trotzdem sind sich Max und Tina in vielen Dingen uneinig. Um die Zeit zu überbrücken erzählt Max eine Geschichte, die den Roman überwiegend füllt. Hin und wieder taucht man wieder ins Jetzt und erfährt die Gedanken des Ehepaares. Tina hinterfragt Gründe und lenkt die Geschichte zum Teil mit, wodurch beide gelegentlich aneinander geraten. Als Leser kann man sich gut in Tina hineinversetzen, da man selber ebenfalls ein stiller Zuhörer ist.

Im Vordergrund ist aber die Geschichte des armen Jakob, der seine Liebe zu der reichen Marie nicht unterdrücken will. Hier fallen die gesellschaftlichen Unterschiede des 18 Jahrhunderts auf und sorgen für schwere Krisen. Zudem muss Jakob noch das Militär besuchen bis seine Reise nach Versailles führt, die sein Leben verändert. Die Liebe der beiden hört nie auf zu blühen und zeigt, dass sie auch aus Entfernung füreinander da sein können. Auch wenn die Romantik zur Geltung kommt, ist es für mich an manchen Stellen zu kitschig gewesen.

Durch die Verknüpfung zweier Geschichten ist eine interessante Darstellung und abwechslungsreiche Unterhaltung gelungen , die märchenhaft und romantisch ist!

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37 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

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Elitewahn

Biggi Rist , Liliane Skalecki
Flexibler Einband: 348 Seiten
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 04.07.2018
ISBN 9783839223093
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Kriminalroman "Elitewahn" wurde von dem Autoren-Duo "Biggi Rist" und "Liliane Skalecki" geschrieben und ist im "Gmeiner Verlag" erschienen. Hierbei handelt es sich um den zweiten Fall und ist die Verknüpfung zum ersten Band "Ausgerottet".


Malie arbeitet als Gärtnerin am Eliteinternat Schloss Waldesruh und bekommt die strengen und brutalen Erziehungen nicht mit. Nur dem jungen Lehrer Malte Jensen bleiben die Vorkommnisse nicht unbemerkt und vertraut seine Vermutungen der Gärtnerin an. Kurze Zeit später wird Malte Jensen tot aufgefunden, angeblich ein natürlicher Tod. Als dann ihre Freundin Lioba ebenfalls eine Leiche in Bezug zum Internats findet, muss mehr hinter den Geschehnissen stecken. Malie und Lioba gehen dem Geheimnis auf die Spur und bringen sich selbst in Gefahr...

Das Autoren-Duo Biggi Rist und Liliane Skalecki haben in ihrem zweiten Fall die Hauptprotagonistin Malie und ihre Freundin Lioba wieder ermitteln lassen. In die Geschichte steigt man durch das Personenverzeichnis durch, kann aber zum dem Vorgänger raten. Da einige Szenen auf dem ersten Fall aufbauen, eignet sich das Hintergrundswissen aus dem Buch "Ausgerottet".

Auch in diesem Krimi beschäftigen sich die Autoren mit einem heiklen und hochaktuellem Thema. Nachdem im Ausgerottet die Umwelt und der illegalie Tierhandel im Fokus stand, ist es diesmal die Rechtspolitik. Ein brisanter Fokus, der in diesem Roman aus Wahrheit und Fiktion spannend, aber auch erschreckend verbunden wird. Durch die Recherchen mit geschichtlichen Ereignissen aus der NS-Zeit und der detailreichen Beschreibung gelingt es dem Autoren-Duo für eine authentische und bildlich vorstellbare Darstellung.

Die Ermittlungen sind durch die sympathischen Hauptprotagonisten interessant zu verfolgen. Mit ausgiebigen Untersuchungen kommen Malie und Lioba Stück für Stück hinters Licht. Die Spannung lässt zu Beginn auf sich warten, wird aber im Laufe der Handlung immer größer. Besonders das Ende war fesselnd, jedoch auch sehr plötzlich und schnell. Hier hätte es sich ruhig mehr auf die Geschichte verteilen können.

Ein gelungener Krimi, der ein hochspannendes und aktuelles Thema anspricht. Besonders die Verschmelzung aus Wahrheit und Fiktion hat mich gepackt. Ich freue mich auf den nächsten Fall mit Malie und Lioba!

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60 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 53 Rezensionen

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In Schönheit sterben

Stefan Ulrich
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 10.08.2018
ISBN 9783548290485
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

"In Schönheit sterben" wurde von dem Autor "Stefan Ulrich" geschrieben und ist der zweite Fall von Lokalreporterin Giada Bianchi und ihrem Freund Robert Lichtenwald. Erschienen ist der Kriminalroman im "Ullstein Verlag".


Der reichte Kunstsammler Colosanti wird in seiner Wohnung getötet. Alles weist auf ein mysteriöses Verbrechen, denn den Gerüchten zufolgen hat der Mord einen Zusammenhang zu einer antiken Statue des Adonis. Die Lokalreporterin Giada Bianchi und ihr Freund Robert Lichtenwald nehmen sich der Sache an und ermitteln auf eigene Faust. Doch was hat das Schicksal der jungen Römerin Donatella Fortunata damit zu tun? Ein verzwicktes Geheimnis gibt es zu lüften...

Die Leseprobe verspricht Unterhaltung, aktionsreiche Situationen und die dazugehörige Spannung. Der Vorgänger ist eine klare Empfehlung, nachdem ich andere Meinungen gelesen habe. Da ich ohne Vorahnung an die Geschichte getreten bin, habe ich meine Zeit gebraucht um die Zusammenhänge zu verstehen.

Der Schreibstil des Autor ist interessant und besonders die italienische Atmosphäre wurde detailtreu geschildert. Dass der Autor einige Jahre in Italien gelebt hat, merkt man bei den ganzen Orten, Sehenswürdigkeiten und Namen an. So habe ich gleich zu Beginn ein authentisches Erlebnis. 

Die Charaktere Giada und Robert finde ich sympathisch und werden locker beschrieben. Ihre Art ist lebensfroh und dynamisch. Speziell Giada lässt sich nicht aus der Ruhe bekommen und begibt sich somit leichtsinnig in Gefahr. Die Perspektiven der beiden Protagonisten werden regelmäßig gewechselt, somit bleibt meine Neugier erhalten.

Die Spannung fehlte mir jedoch im Laufe der Handlung. Erst zum Ende erlangt der Leser spannende und packende Szenen. Fesselnd sind die Ereignisse, trotzdem habe ich schon frühzeitig ein Ende erahnen konnte. Auch die Tiefgründigkeit fehlt mir an manchen Stellen. Die kunsthistorischen Fakten zu den Statuen und antiken Daten hätten für mich ausführlicher sein können. Hier wurde es nur oberflächlich angeschnitten.

Als Urlaubslektüre sicherlich eine toller Krimi mit Leichtigkeit und guter Unterhaltung. Spannung bleibt aber eher im Hintergrund!

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23 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

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Müritz, Mord und Mückenstich

Charly von Feyerabend
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 26.07.2018
ISBN 9783740803919
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Kriminalroman "Müritz, Mord und Mückenstich" wurde von der Autorin "Charly von Feyerabend" geschrieben und ist im "Emons Verlag" erschienen. 


Die Journalistin Frieda möchten ihren Mann Georg mit einem entspannten Camping-Urlaub in der Nähe der Müritz begeistern und steckt dabei ihre Wünsche erstmal zurück. Denn Camping ist nicht ihre Leidenschaft und zudem befindet sich Frieda im 7. Monat ihrer Schwangerschaft. Als dann ausgerechnet ein Toter direkt vor ihrem Zelt aufgefunden wird, ist das Geschrei groß. Ein Herzversagen ist die Ursache, doch Frieda vermutet einen Mord. Jetzt müssen zu ihrer Vermutung nur noch die Beweise her...

Das Krimidebüt der Autorin ist amüsant und lässt sich durch den leichten Schreibstil angenehm lesen. Besonders Frieda ist mir als Person ans Herz gewachsen. Sie ist sympathisch und ihre humorvolle, direkte Art finde ich toll. Obwohl die bereits zweifache Mutter sich bereits zum Ende ihrer dritten Schwangerschaft befindet, merkt man ihr das mit ihrem taffen und mutigen Verhalten kaum an.

Schaurige und blutige Szenen sind in diesem Krimi ausgeschlossen, trotzdem erhält man eine gewisse Spannung. "Eigentlich" ist der Fall des Toten abgeschlossen. Doch die neugierige Journalistin Frieda traut dem Fazit nicht und begibt sich auf eigene Mission. Ihre Ermittlungen sind bildlich nachzuvollziehen. Mit Notizblock, erfundenen Interviews und als Tratschtante erlangt sie auf humorvolle Weise einige hilfreiche Informationen. 

Aus der Ruhe lässt Frieda sich nicht bringen und bleibt ihrer Meinung treu. Außerdem bekommt man im Laufe der Handlung neue Verdächtige dazu, was den Nervenkitzel steigen lässt. Besonders die Frage, ob es überhaupt ein Mord gewesen ist, bleibt bis zum Schluss spannend.

Die Kulisse rund um den Campingplatz "Hexenwäldchen", den es tatsächlich gibt, wird anschaulich beschrieben und gleich zu Beginn auf einer Karte aufgezeigt. Neben Frieda lernt man weitere Personen auf dem Platz kennen und hat die unterschiedlichen Charaktere auf Anhieb vor Augen. Neben den Ermittlungen zeigt der Krimi tolle Facetten, da auch Familie, Liebe und Schwangerschaft ein Teil des Geschehens sind. Besonders die lustige Schwangerschafts-App fand ich zum Lachen.

Amüsante Erzählung, liebenswürdige Hauptprotagonstin und spannende Ermittlungen haben das Krimidebüt vielfältig gestaltet und für tolle Unterhaltung gesorgt! Ich freue mich schon auf eine Fortsetzung.

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59 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 36 Rezensionen

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Das Geheimnis der Papiermacherin

Andrea Bottlinger
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 13.07.2018
ISBN 9783746634036
Genre: Historische Romane

Rezension:

Der historische Roman "Das Geheimnis der Papiermacherin" wurde von der Autorin Andrea Bottlinger geschrieben und ist im Aufbau Verlag erschienen. 


Die Papiermühle der Familie Pecht steht vor dem Ruin. Durch den Dreißigjährigen Krieg wurden die Rohstoffe zur Herstellung des Papiers immer bescheidener und kostspieliger. Anna möchte das Unternehmen ihres Vaters retten, indem sie Lumpen von außerhalb sammelt. Doch die Tat kann hohe Strafen mit sich bringen und ausgerechnet für ihren größten Konkurrenten Bartholomäus kommt dies wie gerufen. Ungeahnt trifft Anna auf seinen attraktiven und lieben Bruder Johann, der ihr helfen möchte. Aber kann sie ihm trauen?

Die Autorin entführt den Leser nach Nürnberg in das Jahr 1621 und zeigt detailreich die damaligen Lebensverhältnisse. Zu Zeiten des Dreißigjährigen Krieg geht es der Bevölkerung schlecht und die Menschen kommen nur schwer über ihre Runden. Auch Annas Familie ergeht es so, weshalb Anna alles daran setzen möchte, um die Familientradition der Papiermacher weiterzuführen.

Anna ist für ihre jungen Jahre mutig, anspruchsvoll und sympathisch. Für den Erhalt des Unternehmens ist sie bereit zu kämpfen und schlägt sich als Frau tapfer. Ihre Stärke ist beeindruckend, sodass ich gerne ihren Taten gefolgt bin. Mit dabei ihre Freunde und den charmanten Johann, die ich ebenfalls nach wenigen Kapiteln in mein Herz geschlossen habe.

Außerdem taucht man als Leser wunderbar in das Leben einer Papiermacherin ein. Damals kein einfacher Beruf. Doch Anna steckt ihr ganzes Herzblut hinein. Neben der Papiermühle kommt es zu aufregenden Auseinandersetzung, Höhen und Tiefen und natürlich einem Hauch Liebe. Denn Johann ist zwar auf der Seite der Konkurrenz, geht aber Anna dennoch nicht aus dem Kopf. Die Mischung fand ich gelungen.

Ein tollbeschriebener und lebendiger Roman mit sympathischen Charakteren, einer fesselnden Handlung und eine märchenhafte Erzählung!

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