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5 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

roman

Extrem

Hakan Günday , Sabine Adatepe
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei btb, 27.07.2016
ISBN 9783442714018
Genre: Romane

Rezension:

Meine Meinung: Der Titel des Buches passt sehr gut zu den Charakteren, zur Handlung und auch zu meiner Leseerfahrung. Extrem, anders kann ich es gar nicht sagen.
Fangen wir mit Derdâ an, die eine sehr interessante Protagonistin ist, bis sie es nicht mehr ist, da der Autor ihrem Charakter eine 180° Drehung verpasst und sie nur noch eins ist: extrem. Es ist verständlich, dass sie sich ziemlich abgefahren verhält, da ihr Leben eine Art Hölle ist, allerdings handelt sie manchmal so unpassend, dass ich das Gefühl hatte, dass es ein anderer Charakter sein muss. Leider konnte ich ihr Verhalten selten verstehen oder nachvollziehen, mit der Zeit wurde sie für mich auch immer unsympathischer, was sehr schade ist, da sie sehr vielversprechend war.
Zu Derda kann ich leider nicht viel sagen, da sein Charakter nur halb so schillernd und interessant war, wie der von Derdâ. Erst als sich die Lebenswege der beiden gekreuzt haben und die Handlung eine Form bekam, die ich nachvollziehen konnte, habe ich einen Zugang zu ihm finden können. Allerdings war er mir viel sympathischer als Derdâ, die ihrerseits auch eine Wandlung durchmacht, die ich ihr nicht absprechen mag.
Zur Handlung kann ich nicht viel sagen, außer, dass sie sehr unvorhersehbar ist und dass dies ihre Stärke und ihr Manko zugleich ist. Einige Wendungen sind nicht nachvollziehbar, wodurch das Buch an Glaubwürdigkeit verliert. Leider sehr schade.
Bewertung: Das Buch hat vielversprechende Aspekte, die leider manchmal anders beim Leser ankommen, als sie intendiert sind. Jedenfalls nehme ich das an. Mein Tipp ist es, ohne irgendwelche Erwartungen an das Buch heranzugehen, dann kann man auch nicht enttäuscht werden.

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Mitte der Welt

Ursula Priess
Fester Einband: 222 Seiten
Erschienen bei btb Verlag (HC), 03.03.2011
ISBN 9783442752997
Genre: Romane

Rezension:

Meine Meinung: Das Buch ist eine Sammlung von Eindrücken, welche von der Autorin während ihres Aufenthalts in Istanbul gesammelt wurden. Sie teilt ihre Erlebnisse, die sie zum Wundern, Lachen oder Nachdenken bringen mit dem Leser. Manchmal haben diese Erlebnisse nichts mit Istanbul und den Menschen, die dort leben zu tun und manchmal ist es so, dass der Zauber Istanbuls die Erlebnisse überscheint und sie dadurch zu etwas Besonderem macht. Wer eine Handlung sucht, wird nicht fündig werden, daher sollte dies bei der Lektüre des Buches klar sein.
Da ich in Istanbul viele Jahre gelebt habe und immer noch oft dort bin, um Familie und Freunde zu besuchen, bin ich etwas streng mit dem Buch gewesen. Die Autorin versucht die Stadt zu ehren und das Unfassbare von Istanbul einzufangen, die sie mit ihrer Leserschaft teilen möchte. Leider funktioniert das nicht immer. An einigen Stellen dichtet sie in die türkische Sprache und Kultur etwas hinein, was nicht zutrifft. Das ist zum Teil sicherlich nicht vermeidbar, da sie persönliche Empfindungen mitteilt, die natürlich immer subjektiv sind und die von jedem Menschen anders gefühlt und bewertet werden. Dennoch fehlt mir die Reflexion ihrer Gedanken und es stört mich, dass sie einige Dinge als in Stein gemeißelte Fakten darstellt.
Um das Gefühl von Istanbul zu vermitteln benutzt Ursula Priess oft eine blumige Sprache, die wohl poetisch wirken soll und angelehnt an die melonchonischen türkischen Autoren ist. An einigen Stellen schafft sie das, aber meistens ist es mir zu viel des Guten gewesen, da sie sich oft in Beschreibungen verzettelt, was widerum den Lesefluss stört.
Meine Bewertung: Von diesem Buch habe ich ganz klar mehr erwartet und war wohl auch strenger, als eine Person, die keine persönliche Bindung zu der Stadt und Kultur Istanbuls hat. Leider wurde ich enttäuscht, aber wer keine allzu hohen Erwartungen hat, könnte das Buch mehr genießen als ich.

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20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

fantasy, fairy, faerie, liebe, usa

The Darkest Part of the Forest

Holly Black
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei LITTLE BROWN, 13.01.2015
ISBN 9780316213073
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Meine Meinung in drei Punkten:

Das Buch liest sich wie ein dunkles Märchen / Folklore, jedoch wird dem Leser das Märchenhafte nicht ins Gesicht gedrückt, was auch den Reiz des Ganzen ausmacht. Der Leser wird in eine magische Welt hineingezogen, die faszinierend und grausam zu gleich ist. Wie die Charaktere auch, muss er aufpassen, sich in dieser Welt nicht zu verlieren. Holly Black schreibt sehr atmosphärisch. Nie hatte ich das Gefühl, dass sie zu dick aufträgt oder sich auf altbewährte Formeln beruft, die im Jugendbuch-Genre nur zu oft vorkommen. Ihr Schreibstil passt sich dem Setting und dem Thema des Buches an, ohne dabei kitschig zu werden oder zu viel zu beschreiben. Die Charaktere sind sehr interessant, wobei sie manchmal zu kurz kommen. Alle Charaktere, auch die Nebencharaktere, haben eine eigene Geschichte, eine eigene Persönlichkeit. Allerdings haben sie nicht genug Zeit, um den Leser einnehmen zu können,was sehr schade ist. Die Protagonistin ist ziemlich badass. Sie ist nicht nur intelligent und mutig, sie ist auch ein Mädchen, das gerne ein Mädchen ist und sich nicht dafür entschuldigt. All zu oft kommt es leider vor, dass Protagonistinnen entweder zu tussig oder zu androgyn dargestellt werden und dadurch zu sehr polarisieren. Dies ist hier nicht der Fall, also Daumen hoch hierfür! Bewertung: Wenn ihr Lust auf ein schnelles Lesevergnügen habt und es euch nicht ganz so viel ausmacht, dass der Fokus nicht auf allen wichtigen Charakteren liegt, solltet ihr nach diesem Buch greifen.

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31 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

kurzgeschichten, romanti, young adult, mond, prequel

Stars Above: A Lunar Chronicles Collection (The Lunar Chronicles)

Marissa Meyer
E-Buch Text: 400 Seiten
Erschienen bei Feiwel & Friends, 02.02.2016
ISBN 9781250091857
Genre: Sonstiges

Rezension:

Meine Meinung zu allen enthaltenen Kurzgeschichten:

The Keeper (♥♥♥): In dieser Geschichte geht es um Michelle Benoit, die Großmutter von Scarlet. Obwohl der Leser einige Dinge erfährt, handelt es sich hierbei nicht um Neuigkeiten. Leider eher mittelmäßig. Glitches (♥♥♥♥♥): Das ist die erste Geschichte, die ich von Marissa Meyer gelesen habe. Es handelt sich um die Vorgeschichte von Cinder. Bereits hier habe ich mich in die Protagonistin verliebt, die meine Lieblingsprotagonistin der Reihe ist. The Queen's Army (♥♥♥): Eher mittelmäßig, da wie in der ersten Geschichte, wir nichts Neues erfahren. Carswell's Guide to Beeing Lucky (♥♥♥♥♥): Mit Abstand einer meiner Lieblingskurzgeschichten. Das liegt daran, dass wir eine neue Sicht auf Thornes Innenleben erhalten. Er ist mein männlicher Lieblingscharakter dieser Reihe. Besonders in Kombination mit Cinder, was in dieser Geschichte nicht der Fall ist, dennoch ist sie sehr lesenswert. After Sunshine Passes By (♥♥♥): Hier geht es um Cress und wie sie dort abendet, wo sie in der Hauptgeschichte startet. Wie bei den anderen mittelmäßigen Kurzgeschichten auch, erfahren wir nichts Neues. The Princess and the Guard (♥♥♥♥): Es überraschte mich, dass ich gerade diese Geschichte so gern mochte. Winter und Jason sind nicht meine Favoriten in dieser Reihe, dennoch fand ich es toll, mehr über Winter zu erfahren. Diese Geschichte trägt viel zu ihrer Dreidimensionalität bei. Ich wünschte, dass das letzte Buch einen Aspekt hiervon enthalten würde. The little Android (♥♥♥♥♥): Diese Geschichte spielt in der Welt der Hauptgeschichte, enthält jedoch keine unserer Protagonisten. Es handelt sich hierbei um eine Neuerzählung des Märchens Die kleine Meerjungfrau. Sehr lesenswert, am Ende war ich zu Tränen gerührt. The Mechanic (♥♥♥): Das erste Treffen von Kai und Cinder aus der Sicht von Kai. Interessant, jedoch zu kurzweilig und zu nichtssagend. Schade, da es eigentlich eine gute Idee ist. Something Old, Something New (♥♥♥♥♥): Eigentlich ist dies der Epilog, der im letzten Band der Reihe fehlt. Der Epilog, wie er nicht hätte besser sein können. Wenn ihr eine einzige Kurzgeschichte lesen müsstet, sollte es diese sein. Sie hilft uns, den Fans der Reihe, mit einem lachenden und einem weinenden Auge, mit der Reihe abzuschließen. Bewertung: Für die Leser der Hauptreihe ist diese Kurzgeschichtensammlung ein kleines Extra. Noch ein Mal mit unseren geliebten Charakteren abhängen, etwas Neues erfahren und in die Welt von ihnen eintauchen. Dafür verdient das Buch ♥♥♥♥,♥ Herzchen, da ein wenig Extra bei einigen Geschichten nicht geschadet hätte.

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488 Bibliotheken, 6 Leser, 8 Gruppen, 54 Rezensionen

unsterblichkeit, kai meyer, fantasy, alchimie, alchemie

Die Alchimistin

Kai Meyer
Flexibler Einband: 510 Seiten
Erschienen bei Heyne, W, 11.10.2011
ISBN 9783453471115
Genre: Historische Romane

Rezension:

Meine Meinung: Kai Meyer ist ein Autor, der mich bereits oft verzaubert hat. Er schafft es immer Geschichten zu erzählen, die den Leser berühren, ihm unter die Haut gehen. Dabei bedient er sich an traditionellen Mythen und Sagen, die er so verdreht oder denen er ein anderes Element zuführt, sodass der Leser seiner Geschichte verfällt. Hinzu kommt, dass er eine tolle Art zu schreiben hat. Daher ist es mir schwer gefallen, zu verstehen, dass es eben nicht so bei Die Alchimistin ist.
Die eigentliche Handlung fängt erst nach gut der zweiten Hälfte des Buches an, nachdem sieben Jahre von der Vorhandlung verstrichen sind. Diese sieben Buchjahre fühlen sich auch wie sieben Menschenjahre an. Die Charaktere sind distanziert und merkwürdig. Sie stechen lediglich durch einige Angewohnheiten hervor, die ich nicht als besonders sympathisch empfunden habe. So bleiben auch die Protagonisten eher nebulös und uninteressant. Irgendwann hätte ich am liebsten das Buch abgebrochen, allerdings habe ich mich zusammengerissen, mir einen Ruck gegeben und das Buch wurde tatsächlich besser.
Bis die Handlung und die Charaktere besser werden, dauert es eine ganze Weile. Das liegt daran, dass sehr viele Informationen auf den Leser prasseln. Sehr gut recherchierte Informationen, aber dennoch ist der Infodump zu viel, da einige Dinge im Nachhinein und eher passiv erzählt werden. Durch die distanzierte Erzählweise kommt der Leser nicht in den Kopf der Charaktere hinein und auch das erschwert das Leseerlebnis.
Das Setting ist wirklich interessant. Kai Meyer nimmt und an Orte mit, an denen ich noch nie war und wo ich gerne noch etwas verweilen würde. Diese Orte sind nicht immer mit der Handlung eng genug verknüpft, weshalb diese (zugegeben sehr schönen) Beschreibungen gerne gekürzt hätten werden können.
Bewertung: Das Buch lässt mich etwas unschlüssig zurück. Ich bin mir nicht sicher, ob ich dieses Buch, das eines der ersten Werke Kai Meyers war, wirklich mag. Die Alchimistin hat einige gute Aspekte, jedoch würde ich es nicht noch ein Mal lesen, wenn ich wüsste, dass um die zweihundert Seiten verstreichen müssen, damit die Geschichte endlich erträglich wird.

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34 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

tinder, liebe, roman, dating, humorvoll

Viele Frösche musst du küssen, Tinderella!

Nina Ponath
Geheftet: 256 Seiten
Erschienen bei Eden Books, 14.03.2016
ISBN 9783959100472
Genre: Biografien

Rezension:

Meine Meinung:  Obwohl ich selten zu romantischen Büchern greife, hat mich bereits der Titel des Buches aufmerksam gemacht. Hinzu kommt die zuckersüße Aufmachung des Buches und die Beschreibung, die viel Spaß verspricht.
Viele Frösche musst du küssen, Tinderella wird aus zwei verschiedenen Perspektiven erzählt, von Nina und von Jannick. Beide lassen sich durch eine Laune auf das Abenteuer von Tinder ein, treffen Männer und Frauen, erzählen welche skurrilen Erlebnisse sie auf und durch diese Plattform hatten und wie sie schließlich zueinander fanden. Das tun sie immer mit einem leichten, manchmal auch bissigen, ironischen Ton. Manchmal tendiert der Ton dazu eine Spur zu fies zu sein, was ich nicht gut fand. Schließlich kann man sich auch einfach von Tinder wieder abmelden, daher habe ich nicht verstanden, wieso man auf so einem Portal angemeldet bleibt und gleichzeitig sich so sehr über andere Nutzer aufregt.
Einige Klischees habe ich von diesem Buch erwartet und diese Erwartungen wurden auch erfüllt. Dessen sollte der Leser sich also bewusst sein. Von schwuler bester Freund bis hin zu anderen Chick-Lit-Klischees kommt hier vieles vor.
Mir ist der Schreibstil sehr positiv aufgefallen. Nina Ponath schreibt sehr flüssig, klar und gewitzt. Oft hatte ich das Gefühl einen langen Artikel in einer Frauenzeitschrift zu lesen, wobei ich das nicht negativ aufgefasst habe. Es macht Spaß der Autorin zuzuhören, sodass es auch nicht ganz so sehr auffällt, wenn die Handlung des schmalen Buches mal etwas stockt.
Bewertung: Für Fans von Tinder ☺ und von Frauenliteratur kann ich dieses lustige Buch uneingeschränkt empfehlen. Wer jedoch tiefgehender Themen erwartet, sollte lieber die Finger davon lassen.

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767 Bibliotheken, 11 Leser, 4 Gruppen, 93 Rezensionen

entführung, raum, gefangenschaft, kind, vergewaltigung

Raum

Emma Donoghue , Armin Gontermann
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Piper, 12.11.2012
ISBN 9783492301299
Genre: Romane

Rezension:

Meine Meinung: Kinder in Büchern und Filmen sind immer schwierig. Das liegt daran, dass ihre Gedankenwelt anders ist, als die von Erwachsenen und dass man als Leser oder Zuschauer, schnell genervt von ihnen sein kann. Da Raum von der Ich-Perspektive eines fünfjährigen Jungen geschrieben ist, der zudem noch nie in seinem Leben in der wirklichen Welt war und der keine andere Bezugspersonen kennt als seine Mutter, ist diese Erzählperspektive noch schwieriger.
Hinzu kommt das schwierige Thema, welches sehr dramatisch ist. Beide Hauptcharaktere stecken in einer Horrorsituation. Sie sind seit sieben Jahren eingesperrt, die Mutter wird regelmäßig misshandelt, keine richtige Hygiene, und sehr viel mehr. Das Schockierende ist, dass es tatsächlich ähnliche Fälle in der Realität gibt. Wir kennen alle die Geschichten von Menschen, die sich in einer derartigen schrecklichen Situation befunden haben. Ich denke, es ist sehr schwierig als außenstehender Mensch, der (zum Glück) keine vergleichbaren Erfahrungen gemacht hat, sich in eine derartige Welt hineinzudenken und hineinzufühlen. 
Durch diese besondere Art des Erzählens aus der Sicht eines Kindes schafft die Autorin, dass der Leser einen Eindruck von jenen beschriebenen Schwierigkeiten gewinnt. Es wäre anmaßend zu sagen, dass sie die Gefühlswelt von solchen Personen sehr gut darstellt, da die tatsächliche Situation nicht simmuliert werden kann. Manche Passagen aus der Sicht von Jack sind wirklich sehr anstrengen zu lesen, sie frustrieren und berühren den Leser zugleich. Anstrengend ist es falsche Gramatikformen zu lesen, die sich manchmal anhäufen. Verständlich ist es natürlich auch, da ein fünfjähriges Kind sicherlich nicht perfekt sprechen oder sich ausdrücken kann. 
Zudem ist Jack ein sehr aufgewecktes und eigensinniges Kind. Sein Charakter ist ein Segen und gleichzeitig manchmal auch ein Fluch. Er ist süß, charmant, erweckit Mitleid im Leser und dennoch will man ihn ab und zu anbrüllen, dass er sich nicht so anstellen soll. Das wäre natürlich Quatsch, weil das Kind es ja nicht besser weiß, wie gesagt, sehr schwierig.
Sehr gut hat mir die Mutter-Sohn-Beziehung gefallen, die sehr eng bis zu eng ist. Dennoch ist dies unter den gegebenen Umständen nur verständlich. Die Kraft der Mutter, das alles auf ihre Art und Weise zu bewältigen, der Mut, den sie hat, um sich und ihrem Kind ein so normales Leben wie möglich zu bewältigen ist erstaunlich und berührend.
Bewertung: Der Schreibstil ist angenehm, jedoch ist die gewählte Perspektive für mich nicht ideal gewesen. Obwohl das Buch sehr emotional geladen und spannend geschrieben ist, gibt es einige kleinere Unstimmigkeiten in der Handlung. Aufgrund dessen gebe ich dem Buch ♥♥♥♥ Herzchen. Den Kinofilm, der auf der Buchvorlage beruht, muss ich mir unbedingt noch ansehen!

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374 Bibliotheken, 17 Leser, 0 Gruppen, 122 Rezensionen

wer war alice, thriller, alice, t.r. richmond, roman

Wer war Alice

T. R. Richmond , Charlotte Breuer , Norbert Möllemann
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 29.02.2016
ISBN 9783442205080
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Meine Meinung: Das ist nicht der erste Krimi, der die Handlung aus verschiedenen Medien zusammenstellt. Diese Idee hat sich oft bewährt, allerdings kann sie auch fatal enden, wenn der Autor sich in Details verzettelt und den Leser damit nur verwirrt. 
Die meisten Zeitungsartikel und was-auch-immer in diesem Buch sind zu lang. Sie tragen nicht wirklich zur Handlung bei, beantworten keine Fragen und werfen nur neue auf. Oft dienen sie zur Selbstdarstellung der Charaktere, wobei diese typische Charaktere eines Krimis sind. Es taucht zwar kein harter Polizist auf, der im Kern butterweich ist, aber ansonsten hat man eine Ansammlung von Charakteren, die dem Leser bekannt vorkommen. Die Charakterkonstellation hätte gut sein können, wenn der Autor es nicht darauf angelegt hätte, dass JEDER (auch unwichtige Charaktere) mal zum Zug kommen musste. Ein Problem war es für mich all die Namen und Nebenhandlungsstränge im Kopf zu behalten, da einige von ihnen kaum relevant für die Handlung waren. Oder die widerholte Erwähnung von Dingen, die bereits oft genannt wurden.
Die Spuren die der Autor legt, um den Leser auf falsche Fährten zu locken, konnte ich bis zum Schluss fast immer durchschauen, da diese nicht originell waren. Außerdem mochte ich die plumpe Umsetzung dieser Fährten nicht. Viel zu viele Dinge wurden immer nur angedeutet oder es wurde um den heißen Brei herumgeredet. Unnötige Brief- und Emailwechsel, irgendwelche Blogeinträge inklusive Kommentare, dann noch Zeitungsartikel, SMS, Twitterposts, Voicemails und Tagebucheinträge. Wie schafft man es da noch den Überblick zu behalten? Oder nicht genervt zu sein, da die Handlung immer wieder stockt. 445 Seiten sind eine stolze Zahl. 100 Seiten weniger hätten sicherlich nicht geschadet. 
Wie so oft, wenn man aus verschiedenen Perspektiven schreibt, wurde eine Perspektive ziemlich schnell zu meiner bevorzugten. Am liebsten hatte ich die Tagebucheinträge von Alice. Hier konnte ihr einzigartiger Charakter durchscheinen und den Leser einnehmen. Ebenso fand ich den Schreibstil wundervoll. Immer leicht poetisch und oftmals mitten ins Herz.
Bewertung: Die Idee des Buches ist keine neue, dennoch macht sie neugierig und lockt den Leser an. Was dem Buch fehlt ist die Entscheidung, was es sein möchte. Beim Lesen hatte ich das Gefühl, dass es zu viel sein will. Das führt dazu, dass es zu etwas Halbherzigem wird und der rote Faden immer mehr verloren geht. Etwas ärgerlich sind die vielen Referenzen in dem Buch. Von literarischen Größen wie Sylvia Plath, Oscar Wilde bis hin zu musikalischen Künstlern wie Daft Punk. Besser wäre es, wenn man sich auf ein paar Kernkünstler besonnen hätte, um dem Infodump entgegen zu wirken.

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Eine Studie in Scharlachrot

Sir Arthur Conan Doyle , Sebastian Frenzel , Margarete Jacobi
Fester Einband: 180 Seiten
Erschienen bei homunculus, 11.03.2016
ISBN 9783946120247
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Meine Meinung: Wer hat noch nie etwas von Sherlock Holmes gehört? Ich wette, dass jeder ganz spontan mindestens eine Adaption des legendären Detektives, beziehungsweise Analytikers kennt. Ob die Filme mit Robert Downey Jr., die Serie mit Benedict Cumberbatch oder der Anime Detektiv Conan. Wir alle kennen ihn, die (scheinbar) hagere Gestalt, mit dem Hut, der Pfeife und der Hakennase.
Seit Ewigkeiten wollte ich eine der Originalgeschichten von Sherlock Holmes lesen und habe es endlich getan. Eigentlich habe ich zum Hörbuch gegriffen und kann es jedem empfehlen, da es nur viereinhalb Stunden lang ist. Wenn ihr also gerade die Zeit nicht für ein physisches Buch finden könnt, dann solltet ihr es mit dem Hörbuch versuchen.
Bewertung: Ich kann verstehen, wie sich das Mythos um Sherlock herum aufgebaut hat. Was in diesem ersten Buch hier den Leser überzeugt, ist nicht die komplexe Kriminalgeschichte die auf ein klassisches Whodunit hinläuft. Es sind die Charaktere, Sherlock und Watson, die beide gegensätzlicher kaum sein könnten und dennoch so ein unterhaltsames Duo abgeben, wie ich es kaum in anderen Büchern je gelesen habe.

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36 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 26 Rezensionen

dystopie, schweden, zukunft, jugendbuch, familie

Sturmland - Die Kämpferin

Mats Wahl , Gesa Kunter
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 01.02.2016
ISBN 9783446250918
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Bei diesem Buch handelt es sich um den zweiten Band der Sturmland-Reihe. Wie auch im ersten Band schreibt Mats Wahl gekonnt und weiß, wie er seine Leser an der Stange halten muss. Allerdings ist zu sagen, dass sein Schreibstil auch in diesem Buch etwas schwierig. Ich denke, dass einige der Leser aus dem ersten Band die Reihe wegen des Schreibstils nicht unbedingt weiterverfolgt haben. Diejenigen, die der Reihe treu geblieben sind, wissen wie er schreibt. Zusammengefasst: Etwas karg, manchmal gefühllos und sehr schlicht. 

Nach wie vor sind die Charaktere nicht sehr zugänglich, nach wie vor besteht eine gewisse Distanz zu ihnen, die sie unnahbar erscheinen lässt. Obwohl die Handlung rasant weitergetrieben wird, obwohl die Charaktere sich weiterentwickeln, ist es die erwähnte Distanz das, was den Leser von der Geschichte fernhält. Das Gelesene bleibt das, was es ist, manchmal nur Worte auf Papier. Am tollsten ist es, wenn Geschichten und Charaktere zu Leben erwachen und das gelingt hier leider nur bedingt.
Auch die Dialoge laufen ähnlich wie im ersten Band ab. Sehr abgehakt und kurz, fast ohne irgendwelche Beschreibungen, die mir die Szene vorstellbar machen. Bis zu einem gewissen Punkt mag ich es, wenn einige Dinge der Fantasie des Lesers überlassen werden, jedoch ist es mir hier ein wenig zu viel des Guten.


Bewertung: Wem der erste Band gefallen hat, der sollte weiterlesen. Ansonsten würde ich eher von dieser Reihe abraten oder sie nur Dystopie-Fans vorschlagen, die auf der Suche nach etwas Neuem sind.

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152 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

magie, fantasy, high fantasy, ileni, höhlen

Death Marked - Die Magierin der Assassinen

Leah Cypess , Katja Theiß
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei cbj, 10.08.2015
ISBN 9783570402849
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Meine Meinung: Diese Geschichte hat mich überrascht. Ich habe zwar Magie, Spannung und interessante Charaktere erwartet, die ich auch bekommen habe, allerdings auf eine andere Art, als ich mir gedacht habe.

Das Besondere an dem Buch ist, dass es nicht nur eine High Fantasy Geschichte ist. Es weist ebenfalls Crime und Thriller Elemente auf und das auf eine gute Weise! Die Autorin verheddert sich nicht in den einen oder anderen Aspekt, sie findet die perfekte Balance zwischen allem, wodurch das Buch eine ganz besondere Perle unter den Jugenfantasybüchern ist.
Die Liebesgeschichte in diesem Buch ist eher eine Nebenhandlung, die dazu beiträgt, dass sich die Charaktere verändern. Allerdings ist sie keine der Hauptantriebsgründe, weshalb die Charaktere so handeln, wie sie es tun. Zudem entwickelt sie sich langsam und nachvollziehbar.
Endlich eine Protagonistin, die ihren eigenen Kopf durchsetzt. Die so handelt, wie sie es für moralisch richtig hält und sich dennoch verändert und als Person weiterwächst. Ileni ist nicht perfekt und die mächtige Auserwählte, die sie geglaubt hatte zu sein und daran hat sie zu knabbern. Ihre Selbstzweifel und ihre Verbitterung machen sie zu einem vielschichtigen Charakter. Es macht Spaß, sie zu begleiten, mit ihr mitzufiebern und für sie zu bangen.

Interessant ist es, dass das Setting sehr eingeschränkt ist und dennoch einen Anreiz hat. Es ist sehr mysteriös und allein durch ihre fadenscheinige Beschreibung gelingt es der Autorin ein mysteriöses Bild zu zeichnen. Die Höhlenwelt, in der das Buch spielt, ist gefährlich und undurchschaubar, wie die Assassinen um die Protagonistin. Für mich war das ein aufregendes Erlebnis, da ich noch nie einem derartigen Setting mich befinden durfte.
Bewertung: Eine gut erdachte, komplizierte Geschichte, die durch ihre Undurchsichtigkeit hervorsticht. Das Buch endet nicht mit einem etwas überhasteten Cliffhanger, allerdings bekommt der Leser einen winzigen Ausblick, wie es im zweiten Band weitergehen werde. Ich freue mich beereits sehr auf die Fortsetzung, die eine umfangreiche Welt und weitere Charakterentwicklung verspricht.

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54 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

thriller, veronica mars, krimi, privatdetektivin, kalifornien

Veronica Mars - Zwei Vermisste sind zwei zu viel

Rob Thomas , Jennifer Graham , Silvia Kinkel
Flexibler Einband
Erschienen bei script5, 11.08.2014
ISBN 9783839001752
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Meine Meinung: 

Ein riesengroßes MUSS für jeden Veronica Mars Fan und für Fans von guten Crime-Geschichten. Veronica Mars ist die Heldin des Romans, sie ist eine kick-ass Heldin, wie es im Buche steht. Einfach feurig, knallhart, aber ein Marshmallow im inneren und gleichzeitig mitfühlend, liebevoll, ehrlich, … ihr seht, ich gerate ins Schwärmen. Sie ist ungelogen eine meiner Lieblingsheldinnen und das mit Recht.  Die Beziehungen, die in diesem Buch angeschnitten und gezeigt werden, sind alle tiefschichtig. Manche von ihnen sind erschrecken und andere wundervoll. Ich liebe die Beziehung zwischen Veronica und ihrem Vater, ihr und ihren besten Freunden. Toll ist es, dass auch die Nebencharaktere eine Persönlichkeit haben. Manche von ihnen kennen wir bereits aus der Serie, aber auch die Leser, die nicht die Serie angeschaut haben (allerdings empfehle ich, dass das nachgeholt werden sollte, falls nicht!), werden sie sicherlich interessant und unterhaltsam finden. Das Buch, beziehungsweise die gesamte Geschichte (auch die der Serie) sprüht nur so vor dunklem Witz und Charme! Wenn ihr gute sarkastische Sprüche und Charaktere wollt, seid ihr hier richtig.  Viele haben das Problem, das die Handlung oftmals zu vorhersehbar ist. Hier ist dies nicht der Fall. Der gesamte Plot überzeugt dadurch, dass er gut durchdacht und logisch ist. Außerdem gibt es einige Wendungen, die wirklich sehr überraschend sind. Bewertung: Ein absolutes Veronica Mars-Feeling kommt beim Lesen des Buches auf. Zwischen guten alten Film Noir-Ambiente und der brennend heißen kalifornischen Sonne, wird eine Geschichte mit Intrigen und Mystery gesponnen. Wenn ihr auf gute Thriller, Crime und vielschichtige Charaktere steht, dann solltet ihr unbedingt zugreifen.
Übrigens wird das Hörbuch von Kristen Bell gelesen. Noch mehr Veronica Mars geht kaum!

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51 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

Diamond Sisters - Las Vegas kennt keine Sünde

Michelle Madow , Eva Riekert
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei cbt, 11.01.2016
ISBN 9783570310403
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Das Buch wird aus der personalen Erzählperspektive der drei Diamon Schwestern und Madison geschrieben. Savannah ist die jüngste und naivste der Schwestern. Sie sieht die Welt durch eine rosarote Brille und lässt sich sehr schnell vom Schein der glänzenden Stadt blenden. Die mittlere Schwester ist Courtney, die es allen immer nur recht machen möchte. Courtney ist einer perfekte Mary-Sue (ein perfekter Charakter ohne irgendwelche Ecken und Kanten). Sie ist fleißig, bodenständig, wunderschön und will immer nur das Beste für alle. Am interessantesten fand ich die dritte und älteste Schwester, Peyton. Allerdings hat diese mich im Laufe der Geschichte ziemlich aufgeregt, da sie einen Hang zu Irrationalität besitzt.

Die Diamond Schwestern sind die Protagonisten des Buches, siehe Titel, weshalb ich auch überhaupt nicht verstanden habe, weshalb Madison ebenfalls eine Perspektive bekommt. Sie ist das hübsche reiche Mädchen, welches als super-heiß und perfekt und mega dünn beschrieben wird. Mehr als einmal wird gesagt, dass sie sehr dünn ist (und nur einmal wird darauf eingegangen, dass sie krankhaft dünn ist) und diese "Figur" wird als ein Schönheitsideal formuliert. Gut, das ist nichts Neues (leider), allerdings ist es ziemlich klar, dass sie unter einer Essstörung leidet. Sie macht krankhaft viel Sport, ihre Kalorienzufuhr besteht aus ca. 500 Kalorien und ihre Figur ist dennoch in den Augen aller Personen "perfekt". Muss ich erwähnen, dass dies ein ziemlich gestörtes Bild ist, welches jungen Mädchen vorgezeigt wird, ohne auch nur im Mindesten auf die Gefahren eines solchen Verhaltens einzugehen?

Leider sind nicht nur die Charaktere nicht überzeugend, auch die Handlung plätschert munter vor sich hin. Das, was passieren wird, ist bereits in den ersten 100 Seiten ziemlich deutlich. Eines der Probleme hierbei ist, dass viele Dinge dem Leser bekannt vorkommen. Die Handlung ist eine Mischung aus Gossip Girl und Pretty Little Liars. Allerdings ohne den bissigen Humor, ohne die vielschichtigen Charaktere, ohne den erfrischenden Schreibstil und ohne die unterhaltsame Handlung. Sehr enttäuschend, wobei Las Vegas als Setting sehr viel Spannung verspricht.

Bewertung: Eine große Enttäuschung, wenn man bereits vergleichbare Bücher gelesen hat. Dass die Autorin sich von den bereits genannten Werken beeinflussen lassen hat, ist an vielen Stellen bemerkbar (siehe die Onlinetratschseite, auf der über Charaktere abgelästert wird). Dennoch ist der Schreibstil schön flüssig, sodass das Buch schnell ausgelesen ist. Gegen Ende nimmt das Buch dann doch noch etwas mehr Fahrt auf und verspricht einen besseren zweiten Band.

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(39)

71 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 30 Rezensionen

dystopie, schweden, zukunft, jugendbuch, familie

Sturmland - Die Reiter

Mats Wahl , Gesa Kunter
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 01.02.2016
ISBN 9783446249363
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mats Wahl ist ein gefeierter
schwedischer Schriftsteller, er kennt sein Handwerk und weiß, was er tun
muss, um den Leser einzunehmen. Dennoch hatte ich anfangs
Schwierigkeiten in die Geschichte einzutauchen. Denn obwohl der Autor
sehr gut, klar und flüssig schreibt, ist sein Stil auch ziemlich
"gefühllos". Die Gedanken und Gefühle der Charaktere bleiben dem Leser
bis zum Ende verschlossen. Er setzt vielmehr darauf, zu zeigen, wie sich
die Charaktere benehmen. Das Problematische ist hierbei, dass die
Charaktere nicht zugänglich sind, obwohl sie interessant wirken und
obwohl der Leser sie vielleicht sogar mag. Ich verstehe zwar, dass dies
ein Schreibstil ist, dennoch finde ich diese Distanz eher
kontraproduktiv. Wenn irgendwelche dramatischen Dinge passieren, habe
ich mich dabei erwischt, wie einfach nur "Huch" gedacht habe und nicht,
wie ich mich vor Spannung gewunden habe. Sehr schade.


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(23)

36 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

meer, vater, hass, brüder, sturm

Was das Meer ihnen vorschlug

Tomás González , Rainer und Peter Schultze-Kraft
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Mare Verlag, 08.03.2016
ISBN 9783866482319
Genre: Romane

Rezension:

Als ich dieses Buch angefangen habe, fiel mir zuerst der Schreibstil auf. Er ist sehr flüssig, allerdings auch etwas trocken und zum Teil auch hölzern. Der Autor verzichtet komplett darauf zu "schwafeln" oder auszuufern, wodurch gleichzeitig das Tempo der Handlung angezogen wird und dies der Spannung zu Gute kommt.

Durch die Kulisse, die mir irgendwie farblos und eintönig erscheint, den undurchschaubaren Charakteren und der unterschwelligen Spannung, hat das Buch doch etwas sehr Düsteres. Die Spannung steht zwar nicht an erster Stelle, jedoch ist sie stets vorhanden und steigert sich gegen Ende des Buches. Leider fällt sie auch sehr rasant ab, ohne die Erwartungen des Lesers zu erfüllen. Ich fand, dass die Auflösung des Ganzen sehr unspektakulär vonstatten gegangen ist.
Ziemlich schade finde ich, dass eine gewisse Distanz zu den Charakteren besteht, jedoch trägt dies auch gleichzeitig zur Spannung bei. Die Charaktere bleiben in einem Halbdunklen und zeigen nicht alles von sich, was auch ein dramatisches Element ist. Besonders gut haben mir die verschiedenen Perspektiven gefallen und wenn der Leser dadurch auch in die Köpfe von unscheinbaren Charakteren schlüpfen konnte. Obwohl ich gehofft habe, dass diese verschiedenen Erzählstränge am Ende zusammenlaufen würden, war ich am Ende nicht ganz überzeugt. Sehr schade. 
Bewertung: Durch die etwas karge Schreibweise habe ich nicht wirklich das Setting vor meinem inneren Auge aufleben sehen können. Auch vom allgegenwärtigen Meer habe ich kein besonderes Gefühl vermittelt bekommen. Gerade das liegt höchstwahrscheinlich an der Schreibweise, die zu karg ist und sich von vielen Metaphern oder Ausschmückungen distanziert. Viele Leser mögen das, ich allerdings nicht. Dazu kommt noch, dass die Handlung aufgebauscht wird und zu schnell und zu einfach gelöst wird.

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131 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 20 Rezensionen

dystopie, liebe, krankheit, lauren destefano, tod

Land ohne Lilien - Geraubt

Lauren DeStefano , Catrin Frischer
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei cbt, 14.07.2014
ISBN 9783570309186
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von Rhyne erzählt, die sechzehnjährige Protagonistin, die entführt und in eine polygame Ehe gezwungen wird. Rhyne ist eine vernünftige Heldin mit Grips, sie ist mitfühlend und charmant. Anstatt sich Hals über Kopf in irgendwelche Situationen zu verrennen, plant sie ihr Vorgehen sorgsam. Sie baut Freundschaften auf, immer schön langsam und nachvollziehbar, sodass auch Nebencharaktere mehr an Tiefe bekommen. Fast alle Nebencharaktere, besonders die beiden anderen Ehefrauen, den Ehemann und den Schwiegervater, fand ich sehr interessant.
Normalerweise sieht man sich als Leser einer Konfrontation zwischen Gut und Böse gegenüber. Hier fiebert man zwar mit der Protagonistin mit und hofft, dass ihr die Flucht gelingt, aber gleichzeitig ist man sich unschlüssig, so wie die Protagonistin selbst. Die Antagonisten haben nämlich ihre eigenen Ziele und Bedürfnisse, wodurch sie menschlicher erscheinen. Eine zusätzliche Perspektive hier wäre bestimmt interessant.
Etwas, das ganz besonders beim Lesen auffällt, ist der wunderschöne Schreibstil der Autorin. Einige Sätze möchte man sich auf der Zunge zergehen lassen, da diese so hübsch sind. Sie wendet sich ab von gängigen Metaphern und vermittelt dem Leser eher das Gefühl, das Geschehen selber mit zu erleben.
Obwohl ich das Buch sehr gut finde und es zu meinen Highlights gehört, muss ich auf einige Kritikpunkte bemerkbar machen, weshalb es auch nicht für die volle Punktzahl reicht. Zum einen ist das Setting nicht weiter ausgeführt. Viele Fragen, die essenziell für das Verständnis dieser Welt sind, werden nicht gestellt, geschweige denn beantwortet. Wie die Frage, weshalb Männer mit 25 und Frauen mit 20 sterben.
Bewertung: In vielen Rezensionen heißt es, dass die Geschichte keinen Sinn hätte. Ich sehe das nicht so, für mich ist der Sinn der Geschichte, die Frage beantwortet zu wissen, ob Rhyne die Flucht gelingt und ob sie überlebt. Problematisch ist es wohl, dass die Handlung in einer dystopischen Welt angesiedelt ist und viele Leser dadurch eine tiefgehende Bedeutung erwarten (siehe Panem, Divergent und viele andere Dystopien, wo ist denn in den Systemen dieser Welten ein Sinn??). Das war nach langer Zeit endlich wieder eine Dystopie, die mich für dieses Genre gewinnen konnte. Aufgrund der Kritik sind es dennoch ♥♥♥♥ Herzchen von meiner Seite.

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43 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

fantasy, high fantasy, young adult, sarah j. maas, magie

Heir of Fire

Sarah J. Maas
Fester Einband: 565 Seiten
Erschienen bei BLOOMSBURY, 02.09.2014
ISBN 9781619630659
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Dinge, die mich aufgeregt haben:

-Die enorme Länge des Buches. Nicht alles tat der Handlung, dem Worldbuilding oder der Charakterentwicklung gut. Einige Passagen (ziemlich viele, um genau zu sein) sind Lückenfüller
-Celeanas Depressionen. Get over it. Irgendwann reicht es auch, irgendwann erwarte ich von der Protagonistin sich von ihren derben Schicksalsschlägen zu erholen oder wenigstens nicht in Selbtmitleid zu ertrinken
-Die Einführung von neuen Charakteren, zu denen der Leser keine emotionale Bindung aufgebaut hat und sie bei ihrem (langweiligen) Leben begleiten muss. Das ist ein sehr subektiver Kritikpunkt, dessen bin ich mir bewusst.
-Die Einfachheit, die Sarah J. Maas nutzt, um ach so große Probleme zu lösen. Spoilergefahr, daher bin ich still. Allerdings erwarte ich mehr, wenn etwas so aufgebauscht wird.

Dinge, die mir gefallen haben:

-Der Stil der Autorin ist viel besser. Er war schon immer gut, aber mittlerweile um Längen besser als zuvor.
-Die Charakterentwicklung der Protagonistin (als sie dann endlich so weit war, nach gefühlten hundert Jahren). Sie ist nun reifer, hallejulia
-Eine der neuen Charaktere hat es mir angetan. Sie ist eine meiner neuen Lieblingscharaktere und meinetwegen kann sie einen umfanngreicheren Handlungsstrang haben. Manon, eine der Ironteeth Witches hat sich mit ihren Krallen und Zähnen in mein Herz gebohrt.
-Als die Spannung endlich da war, hat sie mir gefallen und mich bei Stange gehalten, um das Buch nicht abzubrechen.
-Die Rückblenden, die viele Dinge erklärt haben. Sie sind sehr gut umgesetzt, endlich gibt es mehr an Informationen.

Bewertung: Mit dieser Reihe habe ich seit dem ersten Band meine Bedenken. Ich komme nicht so gut mit ihrem Hype klar, da ich den Hype darum (teilweise) unbegründet finde. Jedenfalls werde ich weiterlesen, da ich hoffe, dass das nächste Buch besser sein wird. Ich bewerte etwas großzügiger, da ich gegen Ende doch noch zufrieden gestellt wurde, somit ♥♥♥♥ Herzchen.

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87 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 14 Rezensionen

fantasy, intrigen, könig, history, cleiona

Falling Kingdoms - Flammendes Erwachen

Morgan Rhodes , ,
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 21.12.2015
ISBN 9783442483396
Genre: Fantasy

Rezension:

Meine Meinung: Das Buch, das mich zum Durchdrehen brachte. Zum einen ist das Buch wundervoll geschrieben, sehr flüssig, sehr bildlich, ohne den Leser in Infodump ersticken zu lassen. 
Zum anderen hat es Charaktere, die den Leser definitiv dazu bringen, entweder a) vor Wut zu kochen oder b) sie zu lieben oder c) sie umbringen zu wollen. Dass ich hin und wieder mal Charaktere schütteln oder ihnen einen (liebevollen) Klaps verpassen will, ist nichts Neues. Aber diese Charaktere, sie haben mich regelmäßig zum Ausflippen gebracht. Auf gute und weniger gute Weise. 
Das Buch wird aus der Sicht von verschiedenen Charakteren erzählt, die nicht alle Protagonisten sind. Wieso, stellt sich hier die Frage, denn für mich sind diese Stellen ziemlich unnötig. Lieber hätte ich es gefunden, wenn diese "verschwendeten" Seiten für das Setting eingesetzt worden wären. Manchmal handeln die Personen in diesem Buch sehr irrational und dumm. Wieso, habe ich an jenen Szenen geschrien, wenn die Charaktere besonders dumm waren. Wieso ich jemanden heiß finden soll, der irgendwie Schuld am Tod einer Person ist, die ich liebe, ist mir nicht klar geworden. Überhaupt sind alle Charaktere f**** beautiful. Wunderschön hier, wunderschön da. Die Bösen sind hübsch, die Guten sind hübsch. Alle sind hübsch, hübsch, hübsch.
Die Welt, in der die Geschichte spielt, ist nicht ausgereift genug. Es erinnert an die Welt von Game of Thrones, die Form ist ähnlich, die Jahreszeiten sind ähnlich … das, fand ich nicht gut, aber ich komme damit klar. Ich hoffe nur, dass sich das im zweiten Band ändert, denn wenn nicht, werde ich sauer. Jetzt soll mir keiner sagen, dass man das Rad nicht neu erfinden kann. Jeder High Fantasy-Fan/Autor kennt George R. R. Martins Werk. Man hätte sich für den geografischen/geologischen Aufbau sicher etwas anderes überlegen können. Einige Ansätze einer eigenen Kultur lassen sich erahnen. Ich mochte die Religion, die in dieser Welt existiert. Allerdings fehlt mir die Tiefe, weshalb ich erneut auf den zweiten Band hoffe.   
Bewertung: Die Rezension ist ziemlich kritisch, meinen Frust hört ihr sicherlich dezent heraus. Jedoch habe ich die Geschichte wirklich sehr genossen! Daher habe ich auch bereits mit dem zweiten Band angefangen. Hoffentlich wird das Buch nicht zu meinem Guilty Pleasure, was High Fantasy angeht. Das wäre nicht so toll, dennoch verdient dieser Band ♥♥♥♥ Herzchen.

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960 Bibliotheken, 13 Leser, 1 Gruppe, 152 Rezensionen

drachen, talon, fantasy, liebe, julie kagawa

Talon - Drachenzeit

Julie Kagawa ,
Fester Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Heyne, 05.10.2015
ISBN 9783453269705
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Meine Meinung: Immer wieder versuche ich es mit Julie Kagawas Büchern. Und sie begeistert und enttäuscht mich immer wieder. Ihre Ideen sind immer gut, sie sind zwar nicht einzigartig, aber gut umgesetzt. Sie schreibt wundervoll flüssig, sodass ihre Bücher einfach verschlingen werden können. Allerdings verzettelt sie sich auch oft in gängige Klischees, so leider auch hier. 
Die Protagonistin in Talon fällt dadurch auf, dass sie zu perfekt ist. Sie hat keine Schwächen, ist total hübsch und intelligent (aber nicht wirklich). Sie ist ein Drache in Menschengestalt und ist ziemlich behütet aufgewachsen. Losgelassen auf die Menschenwelt, soll sie ihre Mission erfüllen und genießt dadurch das normale Leben eines Teenagers. Genau hier liegt das Problem. Ich erwarte nicht, dass die Protagonistin kick-ass ist, sie muss nicht jeden mit ihrem Feueratem verbrennen oder sonst irgendwelche coolen Tricks auf Lager haben. Allerdings erwarte ich etwas mehr Tiefe von einer Protagonistin.
Dann ist da noch der Protagonist, alias das Love Interest, alias Instalove. Er ist der dunkle, geheimnisvolle, super heiße Typ, der für niemanden Augen hat, bis er die Protagonistin trifft. Dann ist es plötzlich Liebe. Dazu kommt dann noch sein perfekter Charakter. Langweilig, wenn ihr mich fragt. Dann ist da noch ein Liebesdreieck. Mehr sage ich nicht dazu.
Das Buch wird aus mehreren Perspektiven geschrieben, hauptsächlich von den beiden Protagonisten. Einige dieser Perspektiven fand ich unnötig, mehr kann ich leider nicht dazu sagen, ohne zu spoilern. 
Ich habe mich sehr auf diese Welt voller Drachen gefreut. Drachen-Kultur, Drachen-Politik und so weiter. Leider findet kaum ein Worldbuilding statt. Hier und da tauchen einige erklärende Sätze zu Drachen auf, aber so richtig wird der Leser kaum in die Welt eingeführt.
Dem Buch fehlt es ganz klar an Spannung. Der Plot, so wenig er vorhanden sein mag, ist durchsichtig und vorhersehbar. Am Ende versucht die Autorin das Tempo der Handlung anzuziehen, was ihr auch teilweise gelingt, allerdings fiel es mir sehr schwer, bis dahin das Buch nicht aus der Hand zu legen. Sehr oft war ich davor, einige Kapitel zu überfliegen, nur durch die flüssige Schreibweise habe ich es doch gelassen. 

Bewertung: Weiter werde ich diese Reihe nicht verfolgen. Vielleicht wird das Worldbuilding im nächsten Buch besser, jedoch sollte ein gut ausgebautes Setting im ersten Band eine Voraussetzung sein. Im Großen und Ganzen ein eher durchschnittliches Buch, das eher für Romantasy Fans geeignet ist, die auch mit wenig Spannung klarkommen. Aufgrund der Kritikpunkte aufgerundete ♥♥♥ Herzchen.

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17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

sachbuch

Dinge-Erklärer - Thing Explainer

Randall Munroe , Ralf Pannowitsch , Benjamin Schilling
Fester Einband
Erschienen bei Knaus, 24.11.2015
ISBN 9783813507157
Genre: Sachbücher

Rezension:

Meine Meinung: Randall Munroe ist längst kein Unbekannter im Internet. Sein Webcomic xkcd ist schon ein moderner Klassiker, meine ich. Das Tolle an ihm ist, dass er weder sich, noch die Wissenschaft ernst nimmt. Er versucht nicht wie ein Schlaumeier zu klingen, um dem Leser auch ja zu beweisen, dass er es so ziemlich auf allen Gebieten drauf hat. Randall Munroe erklärt schwierige Sachverhalte für Laien, die sich wenig oder überhaupt nicht auf einem Gebiet auskennen. Das macht er mit einfachen Worten, die überraschend genau sind, um diese Dinge zu erklären. 
Wie viele andere Schüler  musste ich während meiner Schulzeit (und auch während meiner Unizeit, also jetzt) komplizierte Fachbegriffe lernen, um sie auf Knopfdruck wiederzugeben. In manchen Fächern, wie Biologie, Physik oder Chemie ging das nicht sehr gut aus. Ich wusste, was die Wörter ausdrücken sollten, aber diese ellenlangen Worte konnte ich mir einfach nicht merken (weil ich auch irgendwie keinen Sinn darin sah). Natürlich verstehe ich, wieso es Fachbegriffe gibt. Aber wenn man Laie ist und auf unterhaltsame Weise etwas lernen möchte, ohne von Millionen Begriffen erschlagen zu werden, dann würde ich euch dieses Buch ans Herz legen. Um seinen Inhalt kurz in den Worten des Autors zusammenzufassen: "Aber es gibt schon viele Bücher, die erklären, wie man die Dinge nennt. Dieses Buch erklärt, was sie tun."
Die Aufmachung des Buches ist ein Kunstwerk an sich. Manche Seiten sind aufklappbar, sodass eine größere Doppelseite entsteht, die Zeichnungen sind einfach und gleichzeitig sehr detailreich. Allein mit der Betrachtung der Zeichnungen kann man längere Zeit verbringen, weshalb es ratsam ist, das Buch tatsächlich zu genießen und langsam zu konsumieren. 
Aufgrund der einfachen Schreibweise, der Autor verwendet die 1000 am häufigsten gebrauchten Wörter durch das ganze Buch hinweg, haben sich die Übersetzer an einigen Stellen wohl gezwungen gefühlt, ein bisschen zu schummeln. Das ist auf keinen Fall eine Kritik, sondern lediglich ein Punkt, den ich gerne ansprechen möchte, da hier die sprachlichen Barrieren erkennbar werden. Dies sagen sie allerdings auch in einer Nachbemerkung hinten im Buch und erklären ihr Vorgehen.
Bewertung: Ich liebe Randall Munroes Comics schon seit Langem. Er hat eine ganz eigene Art zu schreiben, die wirklich einmalig ist. Das Buch Der Dinge-Erklärer ist jedem zu empfehlen, der wie der Autor selbst, nicht alles sehr ernst nimmt. Übrigens ist das Buch mittlerweile das beliebteste Buch in meinem Bücherregal. Freunde und Familie jeden Alters lieben es darin zu schmökern, weshalb es sich super als Geburtstags- oder Weihnachtsgeschenk eignet (auch für die Personen, die nicht gerne lesen, denn jeder mag unterhaltsame Strichmännchencomics, das ist ein universelles Gesetz).

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Mitosis

Brandon Sanderson
E-Buch Text: 38 Seiten
Erschienen bei Heyne Verlag, 26.10.2015
ISBN 9783641179786
Genre: Sonstiges

Rezension:

Meine Meinung: Die Kurzgeschichte fängt ziemlich dann an, wenn der erste Band aufhört. Steelheart ist besiegt, New Cago ist aus der Tyrannei befreit. Währendessen versuchen die Rächer den Ball flach zu halten. 
Für eine Kurzgeschichte ist der Spannungsbogen von Anfang an sehr hoch. Ich würde sogar behaupten, dass die Geschichte sich innerhalb des zweiten Bandes ziemlich gut machen würde. Zum einen, weil im zweiten Band auf diese Geschichte hin refferiert wird. Der Leser muss zwar nicht diese Kurgzeschichte lesen, da sie autonom von der Hauptgeschichte ist, jedoch wäre es dennoch ziemlich vom Vorteil. Einfach, weil man dann mehr von den Charakteren und dem Setting hat. Außerdem darf man einen neuen Epic kennenlernen, das ist ziemlich cool. Davids miese Metaphern, die kurzen Dialoge zwischen den Charakteren, alles spricht für diese Kurzgeschichte. 
Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig und Brandon Sanderson schafft es sogar die Charaktere einen Tick weiter auszubauen. Allerdings flacht die Spannung zu schnell ab, das finde ich schade. Bei einer Kurzgeschichte ist das natürlich schwierig zu dosieren, aber dennoch täten ein paar Seiten mehr dem Ende ganz gut. 
Bewertung: Eine absolute Leseempfehlung von mir, für alle, die mehr von dieser Welt und ihren Charakteren erfahren mögen.

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66 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

superkräfte, superhelden, epic, waser, manhatter

Firefight: Roman

Brandon Sanderson
E-Buch Text: 500 Seiten
Erschienen bei Heyne Verlag, 26.10.2015
ISBN 9783641165826
Genre: Sonstiges

Rezension:

Meine Meinung: Superhelden üben schon seit jeher eine Faszination aus. Die Möglichkeit Superkräfte zu besitzen und die Frage, für was wir sie einsetzen könnten, beziehungsweise würden, hat viele Geschichten inspiriert. Brandon Sanderson zeigt das schlimmstmögliche Szenario, die Welt ist bevölkert von Superschurken, die sich wie rachsüchtige und willkührliche Götter benehmen. 

Im ersten Band hatte ich ein paar kleine Probleme mit dem Protagonisten, der zu kindisch und zu naiv war. Mittlerweile ist er reifer, obwohl er immer noch der liebenswerte David aus dem ersten Band ist. Das, was mich am meisten überzeugt, ist, dass er so schnell denken kann. Er befindet sich in einer aussichtslosen Situation und schon schafft er es mit einem Plan daher zu kommen, der meistens schief geht … 
Ein weiterer sehr gut ausgebauter Charakter ist der Prof, der als Mentor für David funktioniert. Anders als David ist er dunkler, grüblerischer und verkörpert das Gegenteil des draufgängerischen, risikofreudigen Protagonisten.
Während der Charakter Megan im ersten Band nur als Love-Interest fungiert, ist sie hier eine eigenständige Person. Das hat mir mitunter am besten gefallen. Es gefällt mir auch, dass die Liebesgeschichte zwischen ihr und David eher im Hintergrund abläuft.    Das Setting, in welcher die Welt kozipiert ist, wird weiter ausgebaut. Der Autor nimmt uns mit in eine andere Stadt und zeigt, wie sich die Dinge nach dem Auftreten der Superschurken in aderen Städten entwickelt haben. Wir lernen mehr über die Kräfte der Epics und alles macht auf wundervolle Art Sinn. Hier merkt der Leser, dass die Geschichte wasserdicht aufgebaut wurde und wie viele Gedanken der Autor sich gemacht hat. Ganz untypisch für einen zweiten Band ist die Handlung ziemlich rasant. Auch die ruhigeren Szenen stecken voller Informationen, ohne den Leser in einem Infodump untergehen zu lassen. 
Bewertung:Vielleicht fällt euch auf, dass ich ein paar Wassermetaphern in diese Rezension gepackt habe. Dies ist eine kleine Hommage an die Superschurkin, die in diesem Band ihr Unwesen treibt. Unterhalstame Dialoge, gut ausgebaute Charaktere und ein Schluss, das einen nur noch neugieriger auf den letzen Band macht. Es beschleicht mich das Gefühl, dass Brandon Sanderson zu einem meiner Lieblingsautoren wird.

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Der Schwarze Schwan

Nassim Nicholas Taleb
Fester Einband: 580 Seiten
Erschienen bei Knaus, 02.11.2015
ISBN 9783813506860
Genre: Sachbücher

Rezension:

Meine Meinung: Als Erstes muss ich sagen, dass ich ein Fanatiker von guten Sachbüchern bin. Ich liebe es, wenn ein Autor (ob auf wissenschaftlicher Basis oder nicht) mich zum Nachdenken und Hinterfragen bringen kann. Nassim Taleb gelingt es den Leser nicht nur über manche Dinge aufzuklären, ihm neue Ansätze klar zu machen und gleichzeitig diese zu kritisieren. 
Was ich besonders am Schreibstil mag, ist die Nähe zu einer gehobenen Sprache, die dennoch verständlich ist. Der Autor stellt zwar einen Anspruch an seine Leserschaft, allerdings versucht er nicht die Leserschaft mit komplizierten Ausdrücken zu beeindrucken. Seine Thesen veranschaulicht er anbei von wissenschaftlichen Erkenntnissen aus verschiedenen Feldern und eingängigen Metaphern.
Das Buch basiert auf folgender These: Extrem unwahrscheinliche Ereignisse können nicht vorhergesehen werden, allerdings versuchen wir (Experten, Akademiker, Risikomanager, Broker, Wahrsager aller Art und so weiter) sie im Nachhinein zu erklären. Taleb argumentiert, dass diese "schwarzen Schwäne" nicht erklärt werden können, denn wenn sie erklärt werden könnten, würde man sie vorhersehen und somit vorbeugen können. Seine These: Extrem unwahrscheinliche Ereignisse können und wollen wir nicht voraussehen, sondern versuchen sie mit allen möglichen Tricks zu verschleiern, zu verdrängen oder nachträglich schönzureden. Seine These: Extrem unwahrscheinliche Ereignisse können und wollen wir nicht voraussehen, sondern versuchen sie mit allen möglichen Tricks zu verschleiern, zu verdrängen oder nachträglich schönzureden.
Bewertung: Die Hauptstärke des Buches ist die Grundidee Talebs und seine wundervolle, einnehmende und unterhaltsame Schreibweise. Obwohl seine Argumente oftmals Sinn machen, haben sie auch Schwachstellen, dessen er sich bewusst ist. Hoch anzurechnen ist ihm, dass er aktuelle Disskurse um sein Schaffen ebenfalls erwähnt, mit den Kritikern auf einer selbst-ironischen und dennoch niveauvollen Art rechtfertigt oder eben zugibt, dass er diese Kritik nicht vollkommen entkräften kann. Nicht immer sehr wissenschaftlich, dennoch sehr lehrreich, daher meine uneingeschränkte Empfehlung.

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59 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 18 Rezensionen

wir können alles sein baby, poetry slam, lyrik, julia engelmann, poetry-slam

Wir können alles sein, Baby

Julia Engelmann , Julia Engelmann
Audio CD
Erschienen bei Der Hörverlag, 19.10.2015
ISBN 9783844520521
Genre: Romane

Rezension:

Meine Meinung: Stolz kann ich sagen, dass ich Poetry Slam kannte, bevor es cool wurde. Bevor irgendwelche Slammer auf YouTube gehypt wurden. Damals, als alles anders und eh viel besser war. Spaß, aber irgendwie auch nicht ☺ Ich gehöre nicht zu den Personen, die One Day von Julia Engelmann feiern. Es ist gut geschrieben, gut vorgetragen, das mag ich gar nicht abstreiten, dennoch finde ich, dass es bessere Poetry Slams da draußen gibt. Allerdings kann und sollte man etwas nicht beurteilen, wenn man nur eine Seite oder eine Version davon kennt. Also habe ich zu dem Buch Wir können alles sein Baby gegriffen.
Man muss sagen, dass wenn es um Poetry Slam geht, die Texte erst dann richtig lebendig werden, wenn sie vorgetragen werden. Es ist schon schwierig genug "normale" Gedichte zu lesen, bei Poetry Slam-Texten ist es nochmal schwieriger.
Es fällt auf, dass Julia Engelmann stilsicher schreibt. Sie fürchtet sich nicht vor ungewöhnlichen Metaphern, die den Leser aufwühlen und mitreißen. Manchmal sind sie mir ein wenig zu viel. Zu viel Denglisch und Popkulturbegriffe, die durcheinander auf den Leser geworfen werden und die er zuerst noch entschlüsseln muss. Verbunden mit dem "Carpe Diem"-Motto, welches die meisten Gedichte durchzieht, wirkt das alles leider etwas kommerziell. Das muss nicht schlecht sein, aber für mich ist es eben nicht das Richtige und hat einen Touch von Aufgesetztheit. Das bedeutet nicht, dass viele ihrer Texte sehr gut sind.
Bewertung: Vielleicht konnte das Buch bei mir nicht anschlagen, weil ich sehr kritisch gegenüber Hypes stehe. Sie mögen auf irgendeine Art gerechtfertigt sein, aber meistens kann ich sie nicht verstehen. Jedenfalls habe ich dem Buch eine Chance gegeben, es hat zwar zwischen uns nicht gepasst, aber was soll's. Andere werden das Buch sicherlich genießen können, für mich ist es eher ein durchschnittliches Buch.

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sebastian stiller, planet der algorithmen: ein reiseführer, algorithmen sind überall, mathematik, suchmaschine

Planet der Algorithmen: Ein Reiseführer

Sebastian Stiller
Flexibler Einband: 180 Seiten
Erschienen bei Knaus, 12.10.2015
ISBN 9783813506938
Genre: Gedichte und Drama

Rezension:

Meine Meinung: Mein größtes Problem mit dem Buch ist die Tatsache, dass es den Anschein erweckt, den Leser an komplizierte Themen heranzuführen und das auf eine unterhaltsame und verständliche Art und Weise. Ich bin kein IT-Spezialist, kenne mich in dem Bereicht null aus und habe mit komplizierten Algorithmen auch sonst nichts am Schaffen. Natürlich muss man damit rechnen, dass man als Leser mitdenken muss und man nur selten lachend und grinsend sich durch ein Sachbuch arbeiten kann. Dennoch musste ich mehrere Stellen öffter lesen, um sie überhaupt zu verstehen. Das lag daran, dass neben der Vereinfachung des Themas (ob das ein Muss ist, weiß ich nicht, kann ich mir aber vorstellen), auch die Wortspiele, mir das Verstehen erschwert haben. 
Das Buch ist nicht trocken geschrieben, gerade am Anfang macht es wirklich Spaß, es zu lesen. Allerdings wurde dies mir später doch zu viel des Guten. Die Themen sind auch schon abstrakt und schwierig genug (für mich), auch ohne die Decodierung in eine verständliche, klare Sprache. Dazu kam noch die Tatsache, dass ich viele Metaphern einfach nicht nachvollziehen konnte. Metaphern, die als lustig und unterhaltsam erachtet werden sollen haben bei mir nur ein "Hä?" ausgelöst.

Bewertung: Ich weiß nicht genau, wie ich das Buch bewerten soll. Es ist ein schwieriges Thema, jedenfalls für mich als Literatur-Mensch, der gar nichts mit Mathematik am Hut hat. Ob ich jetzt wirklich viel von diesem Buch mitgenommen habe, kann ich nicht sagen. Allerdings habe ich nun eine Idee von Algorithmen und kann einige Dinge verstehen. Wenn die zum Teil aufgesetzte Schreibweise nicht gewesen wäre, hätte mir das Buch noch besser gefallen.

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