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602 Bibliotheken, 5 Leser, 2 Gruppen, 87 Rezensionen

internat, liebe, zukunft, dystopie, jugendbuch

Eden Academy - Du kannst dich nicht verstecken

Lauren Miller , Sylke Hachmeister
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 21.01.2015
ISBN 9783473401208
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Als Rory an der berühmten Eden Academy angenommen wird, geht für sie ein Traum in Erfüllung! Doch kaum hat sie ihr Zimmer in dem Elite-Internat bezogen, kommen ihr Zweifel an der schönen Fassade. Wer schickt ihr mysteriöse Nachrichten und woher weiß der Absender so viel über sie? Ist an den Gerüchten über einen Geheimbund an der Schule etwas dran? Und was hat das mit der App zu tun, die alle benutzen? Als Rory den geheimnisvollen North kennenlernt, fühlt sie sich sofort zu ihm hingezogen. Doch er scheint ihr etwas zu verschweigen...


Fazit

Wenn ich ehrlich bin, hatte ich Eden Academy zwar auf der Wunschliste, aber es war bei Weitem nicht eines der Bücher, das ich sofort lesen musste. Um so glücklicher bin ich nun, dass es das gewählte Buch der kleinen Leserunde der ich beiwohne geworden ist, denn sonst würde es wohl irgendwo auf der hintersten Seite meiner Wunschliste in Vergessenheit geraten. Und das sollte es nicht - und zwar auf gar keinen Fall!

Das Buch ist aus der Sicht der Protagonistin - Rory - geschrieben. Rory ist 16 Jahre alt und lebt bei ihrem Dad. Sie
ist ein unscheinbares, fleißiges Mädchen, das sich so wie alle anderen auch auf die App namen Lux verlässt und so ihr Leben im Griff hat. Mehr noch als das, sie wird sogar an der Eden Academy, einem Elite-Internat aufgenommen. Dort angekommen merkt Rory allerdings schnell, dass dort nichts so läuft wie sie oder Lux es geplant haben. Sie bekommt seltsame Nachrichten und Menschen, die sie vorher nie beachtet haben wollen nun mit ihr befreundet sein. Zu allem Übel scheint es dann auch noch ihre Lehrerin auf sie abgesehen zu haben und der geheimnisvolle North, den sie gerade erst kennengelernt hat, bringt ihr ganzes Weltbild ins Wanken. All das führt dazu, dass Rory eine Entwicklung macht, weg von der Musterschülerin hin zu einer sympathischen und mutigen Protagonistin.

Auch die Nebenprotagonisten wie North oder Rorys bester Freund Beck fasst man schnell ins Herz. Die Autorin weiß, wie man dem Leser eine Person übermitteln muss um sie lieben zu lernen, obwohl man das Gefühl hat, kaum etwas über sie zu wissen. Im Gegenzug dazu, gibt es auch Personen, die einem weniger sympathisch sind und vor denen man eine gewisse Furcht hegt. 
Der Einstieg ins Buch fiel mir sehr leicht, denn der Schreibstil von Lauren Miller ermöglicht ein sehr flüssiges und entspanntes Lesen. 

Kaum ist man mal drin, geht es dann aber auch schon los: Es scheint, als hätte jede Person in diesem Buch so ihr Geheimnis und Rorys Aufgabe ist es, diese Geheimnisse zu lösen. Ab etwa kurz vor der Hälfte des Buches ist die Spannung sogar an einem solchen Punkt angelagt, dass ich Eden Academy nicht mehr weglegen wollte. Mit diesem Gefühl war ich nicht alleine, auch die anderen Mitglieder der Leserunde hatten das selbe "Problem". Eden Academy ist also ein absoluter Pageturner, so wie sich das für einen guten Thriller gehört. Dazu kommen noch die futuristischen Elemente, nämlich die der App, die für einen Entscheidungen trifft und einen scheinbar besser kennt, als man selbst. Auch an eine kleine Liebesgeschichte hat die Autorin gedacht. Diese Liebelei allerdings unterstützt die Grundgeschichte, statt mit ihr zu konkurrieren. 

Eden Academy hat mich zum lachen, weinen, staunen und nachdenken animiert. Ich bin froh, dieses Buch gelesen zu haben und möchte jedem raten, es mir gleich zu tun.

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830 Bibliotheken, 20 Leser, 0 Gruppen, 123 Rezensionen

dystopie, pandora, dschungel, wüste, heilmittel

Feuer & Flut

Victoria Scott , Michaela Link
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei cbt, 25.05.2015
ISBN 9783570162934
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext


Die 17-jährige Tella zögert keine Sekunde, als sie eine Einladung zum mysteriösen Brimstone Bleed erhält, einem tödlichen Wettrennen, das sie und andere Teilnehmer durch einen tückischen Dschungel und eine sengend heiße Wüste führt. Als Preis winkt das Heilmittel für ihren todkranken Bruder. Zur Seite steht ihr ein Pandora, ein genetisch verändertes Tier, das sie bei ihrer Aufgabe unterstützen soll. In ihrem Fall ist es ein Fuchs namens Madox, und gemeinsam kämpfen sie sich durch die erste Etappe des mörderischen Rennens. Doch es kann nur einen Sieger geben, und jeder Teilnehmer ist bereit, sein Leben für das eines geliebten Menschen aufs Spiel zu setzen. Tella muss mehr über das Brimstone Bleed erfahren, bevor ihre Zeit abläuft. Doch dann verliebt sie sich in den mysteriösen Guy – und alle freundschaftlichen Gefühle scheinen dahin, als es auf die Zielgerade zugeht …

Zitat


"Ich fahre mit der Zunge über die Zähne und zucke zusammen. Was würde ich nicht für eine Zahnbürste und eine Dusche geben ... und eine Toilette aus der Zeit der Jahrhundertwende. Bisher habe ich Toilettenpapier wirklich nie genug zu schätzen gewusst. Wenn meine Mom mich das nächste Mal bittet, im Laden eine Jumbopackung zu holen, werde ich es erhobenen Hauptes tun."

Fazit

Auch dieses Buch habe ich wieder mit meiner Facebook-Leserunde gelesen. Ich muss gestehen, ich hatte dieses Buch schon vor Erscheinung entdeckt und war vom Klappentext einerseits angetan, andererseits auch abgeschreckt. Und damit stehe, beziehungsweise stand, ich nicht alleine da. Die Geschichte klingt wahnsinnig spannend, aber gleichzeitig nach nichts Neuem. Ich habe sofort an die Tribute von Panem gedacht - Mädchen zieht in ein gefährliches Abenteuer los um seine Schwester (oder wie im Falle von Feuer & Flut den großen Bruder) zu retten. Das Ganze geht auch hier mehr oder weniger um Leben und Tod, denn ihr Bruder ist krank und er kann nur überleben, wenn sie dieses gefährliche Rennen gewinnt. 

Was also unterscheidet dieses Buch von den Tributen von Panem?

So einiges. Der wohl größte Unterschied liegt im Charakter der Protagonistin. Tella ist weiß Gott keine Katniss, sie ist weniger streng und keinesfalls so reif wie Katniss. Vielmehr ist sie ein wohlbehütetes Modepüppchen, dass sich selbst nicht viel zutraut und wirklich verrückte Gedankengänge hat. Sie ist witzig und absolut sorglos. Mir persönlich hat Tella super gefallen, ich hab viel mit ihr gelacht und dachte mir oft "Mensch Mädchen, du bist doch total durchgeknallt." - aber auf eine liebevolle Art. Allerdings kann ich mir auch gut vorstellen, dass es Leser gibt, die allein aufgrund von Tella dieses Buch wieder weglegen, eben weil es dem ein oder anderen auch zu viel sein könnte. 

Das Buch nur wegen der Protagonistin wegzulegen wäre allerdings Schade. Denn da gibt es noch einen kleinen "Star" in diesem Buch: Tellas Gefährte Madox, ein sogenannter Pandora. Jeder Teilnehmer muss sich zu Beginn des Rennens einen dieser Pandoras aussuchen, allerdings stecken die zu der Zeit alle noch in Eiern. Was man also am Ende genau bekommt, das weiß keiner. Tella bekommt Madox, der sehr niedlich ist, aber im Vergleich zu anderen mächtigen Pandoras auf den ersten Blick nicht mithalten kann. Jeder dieser Pandoras hat eigene Fähigkeiten, wie zum Beispiel Feuer spucken oder Wunden heilen. Was Madox kann, das bleibt lange ungeklärt und sorgt schlussendlich für eine echte Überraschung. Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten. :)

Das Rennen selbst wechselt zwischen temporeichen und ruhigen Parts, die dem Leser auch mal eine kleine Verschnaufpause gönnen. Das finde ich sehr schön gemacht, denn auch die ruhigeren Szenen, in denen scheinbar weniger passiert tragen viel zum Gesamtbild bei. Neben der Protagonistin gibt es natürlich auch Nebenpersonen, die allesamt recht unterschiedlich sind. Vom kleinen Jungen, über zur starken, erwachsenen Frau bis hin zum Einzelgänger ist in diesem Rennen alles vertreten. Alle Altersklassen sind dabei und treten, genauso wie Tella auch, für einen geliebten, kranken Menschen an. Natürlich gibt es auch in dieser Geschichte einen Fiesling, sowie jemanden, der Tellas Herz erwärmt. Ebenso gibt es Personen, die nicht das sind, was sie vorgeben zu sein.

Allgemein ist dieses Buch von einigen Plot-Twists geprägt, die man so sicher nicht erwartet hätte. Besonders gegen Ende gewinnt das Buch dann nochmal an Fahrt, bis es ein schönes Ende findet, das Lust auf den zweiten Band macht, den Leser aber nicht mit einem fiesen Cliffhanger zurück lässt. Der zweite Band kommt laut Verlags-Mail noch dieses Jahr im November und soll heißen: Salz & Stein

Um nochmal auf die Frage nach dem Unterschied zu den Tributen von Panem zurück zu kommen: Feuer & Flut hat zwar Gemeinsamkeiten mit den Tributen, allerdings unterscheidet sich das Buch auch in vielerlei Hinsicht. Es ist keinesfall ein Abklatsch, sondern eine komplett andere Geschichte, die wenige Parallelen zu einer anderen wundervollen Geschichte aufweist. Wer die Tribute mochte, wird auch Feuer & Flut mögen und sollte es nicht verpassen.

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new york, diebe, kinderbuch, maggie, 1870

Maggie und die Stadt der Diebe

Patrick Hertweck ,
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Thienemann ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 13.07.2015
ISBN 9783522184038
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Klappentext 


New York, 1870. 

Kalt und düster ist es in den Slums von Manhattan. Ziellos irrt Maggie durch schmutzige Gassen voller Bettler. Sie ist heilfroh, als sie bei einer Bande junger Diebe Unterschlupf findet. Schon bald fühlt sie sich dort wie zu Hause. Bis eine gemeinsame Diebestour sie zu einem Kirchturm führt, der schlimmste Erinnerungen in ihr wachruft. Maggie muss sich endlich ihrer Vergangenheit stellen. Doch Licht ins Dunkel kann nur einer bringen: der sagenumwobene Herrscher über die New Yorker Unterwelt. Atmosphärisch und fesselnd - ein brillant geschriebenes Erstlingswerk in der Tradition von Rowling und Funke.

Fazit

Maggie und die Stadt der Diebe ist ein Kinderbuch, mit atemberaubend schönem Cover. Ein echter Blickfang und der Grund, warum ich überhaupt erst auf das Buch an sich und vor allem den Autor aufmerksam wurde. Einige Freunde auf Facebook haben dem Autor nämlich ein "Gefällt mir" auf seiner Autorenseite gelassen, was mir Facebook auch prompt erzählte. So kam es, dass auch ich ihrem Beispiel folgte und auf diesen Wege mit dem Autor in Kontakt kam. Patrick Hertweck ist ein äußerst sympathischer Autor und deshalb bin ich besonders froh, sein Erstlingswerk gelesen zu haben. 

Ich liebe es, Bücher deutscher Autoren zu lesen. Es fühlt sich einfach ganz anders an, die Sprache zu erleben. Worte vor Augen zu haben, die man nur noch in Büchern findet. In Erzählungen, in Geschichten. Auch das hat Patrick Hertweck in seinem Buch gemacht: Worte verwendet, die wir im alltäglichen Sprachgebrauch nicht nutzen. Allerdings waren diese besagten Worte doch für mich in ihrer Bedeutung nicht fremd und auch für Kinder sollten sie kein Problem darstellen. Die Wortwahl gab der Geschichte um Maggie, die 1870 in New York spielt zudem Glaubwürdigkeit mit. 

Noch mehr Glaubwürdigkeit vermittelt aber die bildhafte Beschreibung Patrick Hertwecks und die Art, wie er im Kopf des Lesers Kulissen malt. Meiner groben Vorstellung, die ich im Vorfeld vom New York 1870 hatte, gab er feste Konturen, Ecken und Kanten. Während der 304 Seiten, in denen die Geschichte von Maggie erzählt wird, fühlte ich mich, wie in einer anderen Welt. Oder besser gesagt: In einer anderen Zeit. Es war ein Abenteuer, das ich in der Vergangenheit mit einer aufgeweckten, frechen Protagonistin erleben durfte. 

Maggie an sich, ist ein Waisenkind, das entführt wurde und vom Dorf in die Stadt New York verschleppt wurde. Warum, das weiß sie nicht. Mit Müh und Glück allerdings, konnte sie sich aus den Fängen ihrer Widersacher befreien und traf daraufhin unverhofft auf die Diebesbande 40 Little Thieves. Die nahmen sie prompt in ihre Reihen auf, auch wenn ihr Oberhaupt, der kleinwüchsige, alte Herr "Goblin" scheinbar so seine Problemchen damit hatte.

Besonders gut, gefielen mir aber anfangs die kleinen Diebe, die sich um Goblin versammelten. Das wären an der Zahl vier, fünf wenn man den Hund auch mitzählen möchte. Vor allem Silence hat es mir angetan, denn sie ist stumm und trotz der Tatsache, dass Maggie und die Stadt der Diebe wunderschöne Dialoge beinhaltet, kommt Silence ganz ohne aus. Nur durch simples Kopfnicken, ihre Taten und ihre liebevolle Art mit Shylock, dem Hund umzugehen, vermittelt der Autor dem Leser Silence' liebenswürdigen Charakter. Auch Bismarck, einem vorlauten, kleinen Rabauken wurden so seine Eigenheit mitgegeben. Das gelang Patrick Hertweck ganz einfach, indem er Bismarck seine eigene Note in den Dialogen verlieh. Eine etwas saloppe, lockere Art - die Worte umgangssprachlich darzustellen. Einfach "halt so wie mans spricht". Allgemein, finde ich die Dialoge sehr passend. Denn auch sie ziehen den Leser in die Zeit der Straßengangs und in die Welt des New Yorks um 1870.

Die Geschichte selbst, beginnt, wie bereits erwähnt mit der Flucht von Maggie vor ihren Entführern. Damit steht der Leser schon vor dem ersten Rätsel. Weshalb wurde Maggie überhaupt entführt? Und von wem? Das soll es aber noch lange nicht gewesen sein. Immer wieder passieren Dinge, wenn auch nur in Maggies Gedanken, die den Leser mit Fragen zurück lassen. Doch nun keine Angst: Gegen Ende bekommen Maggie und auch der Leser, die langersehnten Antworten auf diese Fragen.
Auf den letzten Seiten nimmt Maggie und die Stadt der Diebe nochmal ordentlich Fahrt auf. Immer dann, wenn ich dachte ich kann nun kurz durchatmen und mich zufrieden zurücklehnen, weil alles so gelaufen ist, wie ich es mir erhoffte, kam es ganz anders. Die Geschichte wechselte stets zwischen Glückseeligkeit und absoluter Trauer. Teilweise habe ich gegen Ende sogar feuchte Augen gehabt.

Ich genoß meine Zeit mit Maggie und finde, dass dieses Buch sehr wohl von Kindern UND Erwachsenen gelesen werden kann. Ein echtes Abenteuer für Groß und Klein sozusagen, das jede Menge Überraschungen offen hält. Ich hatte eine wundervolle Zeit im Jahre 1870, in der ich mich als Teil der 40 Little Thieves gesehen habe. Mein erster Gedanke, als ich das Buch gesehen habe galt damals Oliver Twist. Diese Geschichte steht der von Oliver in keinster Weise nach. Deshalb wird auch das nächste Werk von Patrick Hertweck hier mit Sicherheit einziehen! 

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Tags: diebe, frech, kinderbuch, new york   (4)
 

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582 Bibliotheken, 12 Leser, 1 Gruppe, 63 Rezensionen

london, jack the ripper, maureen johnson, geister, die schatten von london

Die Schatten von London

Maureen Johnson , Anja Galić , Anja Galic
Flexibler Einband: 420 Seiten
Erschienen bei cbt, 08.12.2014
ISBN 9783570309438
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext

Jack the Ripper is back

Der Tag von Rorys Ankunft im altehrwürdigen Internat Wexford ist gleichzeitig der Tag, an dem eine Mordserie beginnt, die ganz London in Atem hält. Jack the Ripper ist zurück, oder vielmehr jemand, der exakt die Taten des Serienmörders kopiert. Unter den Augen der an den Bildschirmen mitzitternden Londoner Bevölkerung tötet der Ripper trotz Überwachungskameras und observierenden Hubschraubern weiter – und lässt die Polizei alt aussehen, so ganz ohne Zeugen. Was keiner weiß: Eine einzige Zeugin gibt es – Rory. Die junge Amerikanerin ist die Einzige, die den Mörder gesehen hat. Womöglich auch die Einzige, die ihn sehen kann? Und plötzlich ist der Ripper hinter Rory her ...

Fazit

Auf dieses Buch bin ich durch Zufall bei Youtube gestoßen. Eine bekannte Booktuberin, also jemand der Videos über Büchern dreht, hat die Schatten von London in die Kamera gehalten. Ich hatte dieses Buch überhaupt nicht auf dem Schirm und war anfangs etwas skeptisch. Ist das was für mich?, hab ich mich gefragt. 

Das Cover an sich ist zwar recht hübsch, aber ich konnte mir darunter wenig vorstellen. Darum hab ich kurzerhand auf Amazon gesucht und mir den Klappentext durchgelesen. Dort hab ich dann raus gefunden, dass es sich bei dem Buch tatsächlich um ein Jugendbuch handelt. Im Klappentext war dann die Rede von Rory, die ein Internat in London besucht. Das klang doch schon mal vielversprechend, denn Geschichten in und um London finde ich an sich schon mal ansprechend. Internats-Geschichte können auch immer ganz interessant sein, aber wirklich gepackt hat mich dann die Tatsache, das niemand geringeres als Jack the Ripper in diesem Buch mitmischt! 

Jack the Ripper? Ja, dieser Serienkiller allein steht schon für jede Menge Spannung. Jetzt aber, ist er zurück - in unserer heutigen Zeit! Wie kann das denn sein? Und dann kommt er noch an der Polizei und den Sicherheitskameras vorbei? Wie geht das? Als wären das nicht schon genug Fragen, wird dann unsere Hauptperson (Rory) noch zur einzigen Zeugin und damit zum Ziel des Rippers ... wie das wohl ausgeht? Und wieso kann nur sie ihn sehen?

Das alles waren die Fragen, die mich letztendlich absolut heiß auf dieses Buch gemacht haben!

Die Geschichte fängt ganz harmlos an, nämlich damit, dass Rory aus den USA nach London zieht um dort ein Internat zu besuchen. Sie lernt Freunde kennen, macht sich mit der neuen Umgebung bekannt und stürzt auch schon direkt ins Abenteuer. Wie es der Zufall will, ist nämlich genau zu der Zeit, in der sie ihren Schulabschluss machen will der Ripper unterwegs. Touristen an jeder Ecke und auch die anderen Internatsschüler sind neugierig und wollen dem Ripper auf der Spur sein. 

Rory selbst ist eine angenehme Hauptperson, sie tritt nicht regelmäßig in Fettnäpfchen oder trifft am laufenden Band doofe Entscheidungen. Sie ist einfach ein ganz normales Mädchen, naja, bis auf die Tatsache, dass nur sie den Ripper sehen kann. ;)
Das Buch lebt von Gefahr und Freundschaft. Die Liebe kommt natürlich auch nicht zu kurz und am Ende sorgt der Ripper für eine große Überraschung. Rory entwickelt sich, entdeckt neue Facetten an ihr selbst und zeigt viel Mut und Stärke. 

Dank Maureen Johnsons angenehmen Schreibstil und der Tatsache, dass ich einfach wissen wollte, was es mit Rory und dem Ripper auf sich hat, hat mir dieses Buch über meine Leseflaute hinweg geholfen. Der Einstieg in  Die Schatten von London ist mir sofort gelungen und ich bin entspannt "durchmarschiert". Ohne große Hänger und mit einigen ruhigen Phasen, in denen ich das Buch auch mal weglegen konnte, habe ich es dann schlussendlich beendet. In den Momenten, in denen ich es weggelegt habe, hatte ich aber nie das Gefühl das Interesse an der Geschichte und ihrem Ausgang zu verlieren.

Auch bei der Umgebungsbeschreibungen und der Recherche zu Jack the Ripper hat die Autorin ihre Hausaufgaben gemacht. Im Buch kommen einige reale Daten und Fakten vor, sodass dem ganzen Geschehen noch eine Portion Wahrheit mitgegeben wurde. Es wirkt einfach viel realistischer, wenn man mit Zahlen, Zitaten und der Geschichte des Rippers versorgt wird.

Ich selbst war noch nie in London, aber das ist auch nicht zwingend nötig, denn zu Beginn des Buches kann man sich anhand einer Karte Orientierung verschaffen. Eingezeichnet ist dort das Internat, das Rory besucht und umliegend die Orte, an denen damals die Todesopfer des Rippers gefunden wurden. Nur um soviel zu sagen: Das Internat liegt genau in der Mitte dieser Fundorte. Spannend, oder?

Schade, dass dieses Buch an vielen vorbei gegangen ist, denn es ist wirklich gut und schneidet auch in den Bewertungen der bisherigen Leser immer gut ab. Ein zweiter Band ist auch schon draußen, der sicherlich noch bei mir einziehen wird, denn ich hab noch lange nicht genug von Rory und ihren Freunden. 

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Tags: jack the ripper, london, thriller   (3)
 

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(2.898)

4.401 Bibliotheken, 52 Leser, 13 Gruppen, 252 Rezensionen

träume, silber, kerstin gier, liebe, jugendbuch

Silber - Das zweite Buch der Träume

Kerstin Gier
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 26.06.2014
ISBN 9783841421678
Genre: Jugendbuch

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