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326 Bücher, 88 Rezensionen

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1.142 Bibliotheken, 31 Leser, 1 Gruppe, 98 Rezensionen

kreuzfahrt, thriller, sebastian fitzek, selbstmord, schiff

Passagier 23

Sebastian Fitzek
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 29.10.2015
ISBN 9783426510179
Genre: Krimi und Thriller

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52 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

pilgerreise, rachel joyce, harold fry, abenteuer, roman

Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry

Rachel Joyce , Maria Andreas
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 22.10.2015
ISBN 9783596033744
Genre: Romane

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233 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 38 Rezensionen

schweden, trauer, selbstmord, freundschaft, alter

Ein Mann namens Ove

Fredrik Backman , Stefanie Werner
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 22.03.2016
ISBN 9783596521111
Genre: Romane

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104 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

tod, episoden, lilly lindner, besonderes buch, worte

Da vorne wartet die Zeit

Lilly Lindner
Flexibler Einband: 269 Seiten
Erschienen bei Droemer, 02.09.2013
ISBN 9783426226407
Genre: Romane

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(379)

750 Bibliotheken, 7 Leser, 2 Gruppen, 32 Rezensionen

dystopie, liebe, lauren oliver, pandemonium, krankheit

Pandemonium

Lauren Oliver , Katharina Diestelmeier
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 26.09.2014
ISBN 9783551313683
Genre: Jugendbuch

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(3.520)

5.455 Bibliotheken, 31 Leser, 16 Gruppen, 50 Rezensionen

harry potter, fantasy, magie, zauberei, hogwarts

Harry Potter und der Halbblutprinz

Joanne K. Rowling ,
Flexibler Einband: 656 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 19.03.2010
ISBN 9783551354068
Genre: Jugendbuch

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(2.185)

3.134 Bibliotheken, 45 Leser, 6 Gruppen, 202 Rezensionen

selbstmord, mobbing, jugendbuch, jay asher, kassetten

Tote Mädchen lügen nicht

Jay Asher , Knut Krüger
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei cbt, 08.10.2012
ISBN 9783570308431
Genre: Jugendbuch

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(65)

111 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

leukämie, tod, krebs, freundschaft, jugendbuch

Wie man unsterblich wird

Sally Nicholls , Birgitt Kollmann
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.05.2010
ISBN 9783423624558
Genre: Jugendbuch

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(697)

1.513 Bibliotheken, 19 Leser, 9 Gruppen, 200 Rezensionen

dystopie, liebe, dark canopy, joy, rebellen

Dark Canopy

Jennifer Benkau
Fester Einband: 524 Seiten
Erschienen bei script5, 01.03.2012
ISBN 9783839001448
Genre: Science-Fiction

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(3.786)

5.617 Bibliotheken, 36 Leser, 14 Gruppen, 65 Rezensionen

harry potter, fantasy, magie, zauberei, hogwarts

Harry Potter und die Heiligtümer des Todes

Joanne K. Rowling , Klaus Fritz
Flexibler Einband: 768 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 22.04.2011
ISBN 9783551354075
Genre: Jugendbuch

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(3.797)

5.893 Bibliotheken, 57 Leser, 17 Gruppen, 71 Rezensionen

fantasy, harry potter, magie, zauberei, zauberer

Harry Potter und der Orden des Phönix

Joanne K. Rowling ,
Flexibler Einband: 1.024 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 11.02.2009
ISBN 9783551354051
Genre: Jugendbuch

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(253)

529 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 76 Rezensionen

krebs, liebe, krankheit, freundschaft, jugendbuch

Die Unwahrscheinlichkeit von Liebe

A. J. Betts , Katharina Diestelmeier , Anja Malich
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei FISCHER KJB, 25.09.2014
ISBN 9783596856619
Genre: Jugendbuch

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74 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

erste liebe, eltern, familie, verra, back to blu

back to blue

Rusalka Reh
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Magellan, 20.01.2015
ISBN 9783734856068
Genre: Jugendbuch

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(39)

117 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

liebe, jana frey, jugendliche, verlieben, roman

Liebeskinder

Jana Frey
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Arena, 05.01.2015
ISBN 9783401067872
Genre: Jugendbuch

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(761)

1.498 Bibliotheken, 30 Leser, 5 Gruppen, 97 Rezensionen

liebe, dystopie, krankheit, jugendbuch, zukunft

Delirium

Lauren Oliver , Katharina Diestelmeier
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 22.11.2013
ISBN 9783551313010
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Eine scharfe Klinge aus Traurigkeit durchbohrt mich. Wahrscheinlich wäre es irgendwann sowieso passiert. Ich wusste immer, dass es so kommen würde. Alle, denen du vertraust, alle, von denen du glaubst, du könntest auf sie zählen, enttäuschen dich irgendwann. Wenn man sie sich selbst überlässt, lügen die Menschen, haben Geheimnisse, verändern sich und verschwinden, manche hinter einem anderen Gesicht oder einem anderen Charakter, manche in dichtem Morgennebel hinter einer Klippe. Deshalb ist das Heilmittel so wichtig. Deshalb brauchen wir es. – S.104

Erster Satz:
Es ist jetzt vierundsechzig Jahre her, dass der Präsident und das Konsortium die Liebe als Krankheit identifiziert haben, und vor dreiundvierzig Jahren haben die Wissenschaftler ein Heilmittel dagegen entwickelt.

Inhalt:
Früher, in den dunklen Zeiten, wussten die Leute nicht, dass die Liebe tödlich ist. Sie strebten sogar danach, sich zu verlieben. Heute und in Lenas Welt ist Amor Deliria Nervosa als schlimme Krankheit identifiziert worden. Doch die Wissenschaftler haben ein Mittel dagegen gefunden. Auch Lena steht dieser kleine Eingriff bevor, kurz vor ihrem 18. Geburtstag. Danach wird sie geheilt sein. Sie wird sich nicht verlieben. Niemals. Aber dann lernt sie Alex kennen. Und kann einfach nicht mehr glauben, dass das, was sie in seiner Anwesenheit spürt, schlecht sein soll.

Meine Meinung:
„Delirium“ stand nun schon eine gefühlte halbe Ewigkeit auf meinem SuB. Damals hatte mich die Grundidee des Buches so fasziniert – die Liebe als eine Krankheit, die den Verstand gefährlich angreift und in jedem Fall tödlich endet. Ich muss ehrlich zugeben: Wenn man so darüber nachdenkt, was die Liebe mit den Menschen anstellt, wie sie wirklich den Verstand und das rationale Denken beeinflusst und beschränkt – auf den ersten Seiten von Lenas Schilderungen über die Gefahren der Liebe konnte ich durchaus verstehen und nachvollziehen, warum Menschen in Erwägung ziehen, die Liebe als eine gefährliche Krankheit zu klassifizieren und ein Heilmittel dagegen zu entwickeln, denn seien wir mal ehrlich: die klügsten und weitsichtigsten Entscheidungen trifft man nicht gerade, wenn man verliebt ist.

„Es war nicht immer alles so gut wie jetzt. In der Schule haben wir gelernt, dass die Leute früher, in den dunklen Zeiten, nicht wussten, was für eine tödliche Krankheit die Liebe ist. Sie hielten sie lange sogar für etwas Gutes, etwas, worüber man sich freuen und wonach man streben sollte. Aber genau deshalb ist sie ja so gefährlich: „Sie beeinträchtigt den Verstand, bis man nicht mehr in der Lage ist, klar zu denken oder rationale Entscheidungen über das eigene Wohlergehen zu treffen.“ (Das ist Symptom Nummer zwölf…).“ – S.8

Wie auch oben im Anfangszitat beschrieben, klingt die Idee durchaus sehr verlockend: Wir klassifiziere die Liebe als Krankheit und schon würde auch der Schmerz von uns gehen. Wenn wir einen geliebten Menschen verlieren, wenn uns ein geliebter Mensch verlässt oder enttäuscht – es wäre einem gleichgültig. Man müsste diesen Schmerz, diese Trauer nicht spüren und könnte einfach unbehelligt weiter leben, ohne diese dunklen Stunden des Verlustes und des Schmerzes überstehen zu müssen.

Doch so verlockend es auch klingt, so gefährlich ist dieser Gedanke auch. Denn nach und nach wird Lena und dem Leser klar, dass einem nicht nur der Schmerz genommen wird – mit der Liebe gehen noch so viele andere Gefühle einher, die durch das Heilmittel ebenso verschwinden würden. Liebe, Hoffnung, Glück, Freude – all diese Gefühle hängen eng beieinander. Und wenn das Heilmittel bedeutet, dass man dem Schmerz gleichgültig gegenüber treten kann, so heißt dies leider auch, dass man statt Glück, Freude und Hoffnung eben auch Gleichgültigkeit fühlt. Man würde sich nicht auf das Farbenspiel des Sonnenuntergangs freuen, man würde nach einem heißen Sommertag nicht mehr ausgelassen im Regen tanzen oder das unbeschreibliche Glück empfinden, einen geliebten Menschen nach langer Zeit endlich wieder in den Armen halten zu können.

„Delirium“ braucht seine 150 Seiten, bis man mit der Geschichte und der Protagonistin warm wird. Am Anfang wirkt dieses Jugendbuch wie tausend andere Dystopien, die man einfach schon viel zu oft gelesen hat. Doch nach und nach und wenn man beginnt, über diese Geschichte und die Auswirkungen nachzudenken, wird einem bewusst, wie wichtig das Thema eigentlich ist, über das die Autorin hier schreibt.

Lenas Gedankengänge waren mir am Anfang etwas fremd, auch wenn ich durchaus verstehen konnte, warum sie so denkt. Doch nach und nach verstand ich sie immer besser und konnte ihre Zerrissenheit sehr gut nachempfinden. Denn jeder von uns hat es mit Sicherheit schon oft genug erlebt, wenn Verstand und Herz miteinander streiten und man selbst zerrissen dort sitzt und man einfach nicht weiter weiß.

Lauren Olivers Schreibstil ist sehr jugendlich und nüchtern. Und doch schaffte sie es, dass in meinem Kopf der Himmel, die Sterne, die Farben und Gerüche zum Leben erwachten und ich mit Lena den Sonnenuntergang betrachtete und dabei die salzige Luft des Meeres roch. Gerade das ihr Schreibstil so nüchtern und schnörkellos ist, finde ich, passt perfekt zu diesem bedeutungsschweren Thema der Liebe.  Die Liebe an sich ist schon ein solch poetisches Thema, sodass durch Olivers nüchterner Schreibstil das Thema an sich nicht noch künstlich aufgebauscht worden ist.

An sich kann ich eigentlich nur noch sagen, dass dieses Buch absolut nicht perfekt ist. Lena ging mir hin und wieder tierisch auf die Nerven und ich war froh, dass durch Alex ein Gegenpart geschaffen worden ist, der das ganze irgendwie ein wenig zusammen gehalten hat. Die Autorin hat mit dieser Geschichte die Welt der Dystopien nicht neu erfunden und das Buch ist auch nicht übermäßig spannend, aber wenn man sich auf Lenas Welt einlassen kann, wenn man beginnt, die Dinge, die dort beschrieben werden, in seinen Alltag zu übertragen und darüber nachzudenken, dann hat man durch das Lesen dieses Buches schon etwas dazu gewonnen. Dieses Buch lässt einen über das eigene Leben und die eigenen Entscheidungen nachdenken und wie wichtig es eigentlich ist, Liebe, Glück und Hoffnung zu empfinden. Deshalb kann ich, trotz kleinerer Schwächen, dieses Buch durchaus weiterempfehlen.

Fazit:
„Delirium“
hat so seine kleinen Schwächen. Der Anfang ist etwas zäh und langatmig, doch hat man sich durch die ersten 150 Seiten durchgekämpft, fängt die Geschichte an, einen richtig mitzureißen. An sich wirkt die Geschichte durch Olivers nüchternen Schreibstil und Lenas Charakter sehr jugendlich und einfach, doch wenn man beginnt, über die Worte der Autorin länger und intensiver nachzudenken, wird einem bewusst, wie wichtig eigentlich ihre Botschaft ist. Dieses Buch lässt einen über die eigene Welt nachdenken, sodass ich trotz kleiner Schwächen dieses Buch durchaus weiterempfehlen kann. Man muss sich einfach auf die Geschichte einlassen können und muss auch dazu bereit sein, intensiver darüber nachzudenken, was es bedeuten würde, wenn die Liebe in unserer Welt plötzlich fehlen und nur noch Gleichgültigkeit herrschen würde.

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Tags: aufstand, heilmittel, liebe, schmerz, vergangenhei, zukunft   (6)
 

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62 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

leuchtturm, kindheit, ikea, meer, süderwo

Im Auge des Leuchturms

Antonia Michaelis
Flexibler Einband: 312 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 16.07.2015
ISBN 9783954516759
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags: einbilung, freundschaft, kindheit, leuchtturm, meer, nebel, realität, traum, vergangenheit, vergessen, verrat   (11)
 

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841 Bibliotheken, 18 Leser, 1 Gruppe, 207 Rezensionen

orient, liebe, 1001 nacht, märchen, jugendbuch

Zorn und Morgenröte

Renée Ahdieh , Dietmar Schmidt
Fester Einband: 390 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 12.02.2016
ISBN 9783846600207
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Einst hatte ich tausend Wünsche, doch in meinem Wunsch, dich zu kennen, schmolzen sie alle dahin. – S.6

Erster Satz:
Niemand sehnte den Sonnenaufgang herbei.

Inhalt:
Das ganze Volk von Chorasan lebt in Angst und Schrecken, seit der junge Herrscher Chalid begonnen hat, jeden Tag ein anderes Mädchen zu heiraten, nur um sie am nächsten Morgen bei Sonnenaufgang hinrichten zu lassen. Shahrzad hat auf diese Weise ihre beste Freundin Shiva an den Kalifen verloren. Nun will sie nur noch eins: ihre Freundin rächen. Sie meldet sich freiwillig als Braut und hat doch nur ein Ziel: überleben und den Mann töten, der ihr die Freundin genommen hat. Im Angesicht der Morgenröte beginnt Shahrzad, Chalid eine Geschichte zu erzählen. Und tatsächlich: Sie bekommt einen Tag Aufschub. Doch mit den Geschichten und den Nächten, die vergehen, muss Shahrzad erkennen, dass der junge Kalif nicht der Tyrann ist, für den ihn alle halten. Und das in seinem prächtigen Palast Geheimnisse verborgen liegen, die noch schrecklicher sind als seine Taten.

Meine Meinung:
An „Zorn und Morgenröte“ hatte ich unterschiedliche Erwartungen. Auf der einen Seite erwartete ich durch dieses wunderschöne Cover einfach eine wunderschön-kitschige Liebesgeschichte im orientalischen Stil von 1001 Nacht. Da ich solche Geschichten unheimlich gerne lesen und die bisherigen Bewertungen zu diesem Buch durchweg positiv ausgefallen sind, wollte ich meine Erwartungen jedoch auch nicht zu hoch schrauben und mich von der Geschichte rund um Shazi einfach verzaubern und überraschen lassen.

Der Prolog fing auch schon sehr vielversprechend an und stimmte mich sehr neugierig auf die bevorstehende Geschichte. Es wurden viele Andeutungen gemacht, wodurch in meinem Kopf zu diesem Zeitpunkt natürlich schon die wildesten Vermutungen herumwirbelten. Bewiesen war davon natürlich noch nichts, sodass ich gespannt darauf war, wie sich die Geschichte weiterentwickelt und welche Auflösungen und Wendepunkte sich die Autorin in den Kopf gesetzt hatte.

Allerdings hatte ich zu Beginn und auch im Verlauf des Buches leichte Probleme mit den Namen der Charaktere. Schon zu Beginn werden sehr viele unterschiedliche Charaktere eingeführt, die auch alle in der Geschichte eine relativ wichtige und tragende Rolle übernehmen. Da Reneé Ahdiehs Buch in einer arabischen/ orientalischen Welt spielt, sind die Namen der Charaktere dementsprechend für uns eher westlich geprägten Menschen sehr kompliziert und schwierig zu merken. So musste ich während dem Lesen immer wieder innehalten und kurz überlegen, welcher Name nun zu welchem Charakter gehört und welche Rolle jener noch einmal in diesem Buch übernimmt. An sich soll dies kein Kritikpunkt sein, da die Namen sehr passend zu dieser Geschichte sind. Doch wer sich, wie ich, eher schlecht Namen merken kann, sollte am Anfang gut aufpassen und sich gut einprägen, welcher Name zu welchem Charakter gehört, damit es am Ende nicht zu Verständnisproblemen kommt.

War die Hürde der Namen erst einmal genommen, entwickelte das Buch für mich schnell eine gewisse Sogwirkung. Ich ertappte mich immer wieder dabei, wie ich eigentlich wirklich nur noch dieses eine Kapitel lesen wollte – und schnell wurden aus diesem einen Kapitel doch noch fünf weitere Kapitel. Nicht ganz unschuldig daran war Ahdiehs Schreibstil und die Konstellation ihrer Charaktere. Irgendwie mochte ich jeden Charakter in ihrem Buch. Zu der Protagonistin Shazi selbst verspürte ich zwar nicht diese „besondere“ Nähe wie zu manch anderen Protagonisten in anderen Büchern. Trotzdem litt und fieberte ich mit ihr mit. Und da mir alle anderen Charaktere auch irgendwie sympathisch waren und ich auch ihr Handeln nachvollziehen konnte, war diese Distanz zur Protagonistin durch die Vielzahl der Sympathieträger wieder ausgebügelt.

Was mich im Verlaufe des Buches allerdings wirklich etwas störte, war die stereotypische Beschreibung der Männer. Da die Geschichte in einem Palast mit Königen und Gardisten spielt, kann ich natürlich verstehen, dass die Männer durchtrainiert und hübsch sind. Allerdings war es mir dann doch etwas zu viel, da die Männer allesamt natürlich unglaublich charmant und hübsch sind. Natürlich trainieren sie alle mit nacktem Oberkörper und natürlich sind sie alle auf ihre Weise der einsame und allein kämpfende Wolf, der alles alleine regeln muss.

An sich kann ich die Autoren von heute natürlich verstehen. Gutaussehende Charaktere lassen sich leichter und besser beschreiben, als unscheinbare Menschen. Und natürlich stellt sich der Leser viel lieber wunderschöne Menschen vor. Trotzdem war es mir an manchen Stellen in dieser Geschichte dann doch zu viel des guten. Diesen Kritikpunkt konnte die Autorin mit ihrer dichten Atmosphäre jedoch wieder gut machen. Ihr Schreibstil ist sehr malerisch und poetisch, sodass ich manche Passagen einfach ein zweites Mal lesen musste, weil ihr Wortlaut so schön malerisch klang.

Zu meinem Leidwesen flaute die Sogwirkung der Geschichte dann nach der Hälfte des Buches nach und nach ab. Die Charaktere waren mir zwar alle sympathisch, doch ihre verschiedenen Rollen kennt man schon aus unzählig anderen Büchern, sodass mir einfach diese gewisse Tiefe fehlte. Kein Charakter war wirklich einzigartig oder mit gewissen Ecken und Kanten, sodass dieses gewisse Etwas einfach fehlte. Der „große Show-down“ am Ende erwies sich dann doch eher als lauwarmes Lüftchen. Ich fieberte wirklich der Auflösung entgegen und hoffte und bangte auf einen großen Schockmoment, den sich die Autorin vielleicht extra noch für das Ende aufheben wollte, da es ja noch zwei weitere Bände geben soll. Doch am Ende stellte sich leider heraus, dass sich die Geschichte genau so entwickelte, wie ich es mir nach dem Prolog vorgestellt hatte. Es gab keine großen Überraschungen, keinen Wow- oder Schockmoment, sodass das Ende zwar sehr nett und stimmig, aber leider viel zu vorhersehbar war.

Fazit:
Am Ende muss ich leider sagen, dass in diesem Buch an sich zwar alles zusammen passt – die Charaktere sind sympathisch, die Handlungen sind stimmig und auch das Ende ist ohne Logikfehler – doch die Geschichte ist einfach viel zu vorhersehbar und ohne schockierende Wendepunkte. Die Autorin hat mit „Zorn und Morgenröte“ zwar ein schönes und atmosphärisch dichtes Jugendbuch geschrieben, doch es fehlt diesem Buch einfach an Tiefe und Wiedererkennungswerk.

Menschen, die nicht viel Lesen und sich einfach mal in eine Geschichte fallen lassen wollen, kann ich dieses Buch empfehlen. Es lässt sich locker und gut lesen und entwickelt auch eine gewisse Sogwirkung, sodass man immer weiter und weiter lesen möchte.
Doch Menschen, die viel Lesen und gerne außergewöhnliche Geschichten und Charaktere mögen, würde ich dieses Buch eher nicht empfehlen, da dafür einfach alles zu stereotypisch und vorhersehbar ist.

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Tags: 1001nach, aufstand, geschichte, liebe, lüge, opfe, rache, vergangenheit, vertrauen   (9)
 

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(5.162)

7.549 Bibliotheken, 62 Leser, 20 Gruppen, 90 Rezensionen

fantasy, harry potter, magie, zauberei, hogwarts

Harry Potter und der Feuerkelch

Joanne K. Rowling ,
Flexibler Einband: 768 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 19.02.2008
ISBN 9783551354044
Genre: Jugendbuch

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Tags: freundschaft, hogwarts, magi, tod, tunier, vergangenheit, voldemort   (7)
 

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(77)

164 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 25 Rezensionen

litauen, sibirien, deportation, russland, familie

Und in mir der unbesiegbare Sommer

Ruta Sepetys , Henning Ahrens
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 01.09.2011
ISBN 9783551582546
Genre: Jugendbuch

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(166)

298 Bibliotheken, 6 Leser, 5 Gruppen, 14 Rezensionen

liebe, homosexualität, jugend, jugendbuch, familie

Die Mitte der Welt

Andreas Steinhöfel
Flexibler Einband: 459 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 26.09.2011
ISBN 9783551311016
Genre: Jugendbuch

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(15)

62 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

pflegekinder, eifersucht, roman, rache, familie

Steine im Bauch

Jon Bauer , Bernhard Robben
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 06.11.2014
ISBN 9783462046526
Genre: Romane

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(96)

193 Bibliotheken, 9 Leser, 2 Gruppen, 18 Rezensionen

australien, leuchtturm, liebe, kind, roman

Das Licht zwischen den Meeren

M. L. Stedman , Karin Dufner
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 17.11.2014
ISBN 9783442384006
Genre: Romane

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(23)

60 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

familie, jessica soffer, adoption, roman, irakische küche

Morgen vielleicht

Jessica Soffer , Anna-Christin Kramer
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Kein & Aber, 01.03.2013
ISBN 9783036956251
Genre: Romane

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(124)

214 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 36 Rezensionen

liebe, kuckucksuhr, eifersucht, märchen, die mechanik des herzens

Die Mechanik des Herzens

Mathias Malzieu , Sonja Finck
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei btb, 09.06.2014
ISBN 9783442747801
Genre: Romane

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205 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

fantasy, nina blazon, jugendbuch, der dunkle kuss der sterne, cbt verlag

Der dunkle Kuss der Sterne

Nina Blazon
Flexibler Einband: 420 Seiten
Erschienen bei cbt, 09.11.2015
ISBN 9783570310366
Genre: Jugendbuch

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