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338 Bibliotheken, 6 Leser, 2 Gruppen, 63 Rezensionen

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Racheherbst

Andreas Gruber
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 14.09.2015
ISBN 9783442482412
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In Leipzig wird die Leiche einer jungen Frau angespült. Kommissar Walter Pulaski vom Kriminaldauerdienst ist als Erster am Tatort und nimmt den Fall auf. Schnell ist die Identität der Toten geklärt und Pulaski weiß, dass der Mord an der Prostituierten von seinen Kollegen nicht als Priorität Nummer 1 gehandhabt wird. Deswegen ermittelt Pulaski auf eigene Faust, bald an seiner Seite die Mutter von Nathalie, die den Tod ihrer Tochter rächen und gleichzeitig ihre jüngere Tochter Dana finden will. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Zur selben Zeit nimmt die Rechtsanwältin Evelyn Meyers in Wien einen brisanten Fall an. Es geht dabei um einen brutalen Frauenmord und alle Indizien deuten auf ihren Mandant als Täter hin.

 

Nach einem anfangs etwas rätselhaften Prolog steigt Andreas Gruber sehr zügig in seinen zweiten Band um das Ermittlerduo Walter Pulaski und Evelyn Meyers ein und beginnt den Thriller gleich mit der Auffindung von Nathalies Leiche in der Elbe. Da Pulaski der Mord keine Ruhe lässt, ermittelt der zynische Kommissar mal wieder auf eigene Faust und lernt dabei auch die sehr eigenwillige, starrköpfige Mikaela kennen, die Mutter von Nathalie. Ihre beiden Töchter sind vor einiger Zeit zusammen von Berlin nach Leipzig gezogen und Mikaela befürchtet nun, dass auch Dana in Lebensgefahr schwebt. Ohne Skrupel oder gar Angst um sich selbst verfolgt die resolute Berlinerin noch die kleinste Spur und bringt Pulaski damit fast an den Rand der Verzweiflung. Nicht nur einmal muss der Kommissar Mikaela aus einer Gefahrensituation retten, in den sich die besorgte Mutter kopflos gestürzt hat.

 

Währenddessen nimmt Evelyn Meyers in Wien einen Fall an, vor dem ihr jeder abrät und auch ihre Intuition sagt ihr eher, die Finger von dem Fall zu lassen. Allerdings überwiegt bei Evelyn die Neugier, zumal ihr Lebensgefährte Patrick als Privatdetektiv im Umfeld ihres Mandanten ermittelt.

 

Anfangs gestaltet sich die Geschichte recht verwirrend, zumal man nicht ahnt, wie die beiden Fälle in Wien und Leipzig in Zusammenhang stehen sollen, doch dies verrät Andreas Gruber dann recht zügig. Was einem jedoch auch nicht in der Frage Motiv und Täter weiterhilft, der in einigen Sequenzen im Verlauf der Story auch selbst in Erscheinung tritt. Geschickt lässt der Autor einige Hinweise einfließen, führt seine Leser aber auch immer wieder auf falsche Fährten und präsentiert im Verlauf den einen oder anderen Verdächtigen.

 

Durch die wendungsreiche Geschichte, die ziemlich unvorhersehbar bleibt und durchweg spannend und temporeich erzählt wird, ist bis zum Schluss beste Thrillerunterhaltung garantiert. Ein Plus sind bei dem Roman auch wieder die ausgefeilten Charaktere, die Ecken und Kanten haben, oftmals sehr undurchsichtig bleiben und durchweg authentisch agieren.

 

Fazit: Auch im zweiten Band um die Ermittler Pulaski und Meyer ist wieder eine wendungsreiche, spannende Story garantiert.

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57 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

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Gift - Der Tod kommt lautlos

Ivo Pala
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 20.04.2015
ISBN 9783734101465
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Bei der GTAZ (Gemeinsames Terrorrissmusabwehrzentrum der BRD) herrscht Alarmstufe Rot. Der Leiter der GTAZ ist spurlos verschwunden, Patrizia Hardt übernimmt die kommissarische Leitung und versucht mit ihrem Team alles in ihrer Macht stehende zu tun, um ihren Chef aufzuspüren. Die Entführer melden sich auch bald zu Wort und drohen mit eine erneuten Gefahr für die BRD. Auf ostdeutschen Boden schlummern noch aus Zeiten des Kalten Krieges versteckte Depots mit Giftstoffen und biologischen Waffen und die Terroristen sind im Begriff, die Schläfer zu wecken. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

 

Doch bevor Ivo Pala mit der eigentlichen Geschichte beginnt, erzählt der erste Prolog ein Geschehen aus dem Jahr 1979, ohne hierbei jedoch zu viel zu verraten. Weiter geht es gleich mit dem zweiten Prolog, der einen ins heutige Macao führt, wo ein hochrangiger FSB-Agent hochbrisante Informationen verkaufen möchte. Um wen es sich bei dem Käufer handeln soll, erfährt man recht schnell, doch zu der Weitergabe der Informationen wird es nicht kommen. Die Terroristen sind schneller.

 

Das Verschwinden von Böllling ruft Patrizia Hardt und Gernot Löw von der nationalen Terrorabwehr auf den Plan und als kurz darauf eine Videosequenz die GTAZ erreicht, herrscht Alarmstufe Rot. Bundeskanzler Wagner wird eingeschaltet. Die Bundesregierung muss ihr gesamtes politisches Geschick einsetzen, um einen Dritten Weltkrieg zu verhindern. Die Russen wie auch die Amerikaner spielen in dem Thriller eine tragende Rolle.

 

Um ihrem Anliegen Nachdruck zu verleihen, warten die Terroristen nicht lange und aktivieren den ersten Schläfer. Milzbrandsporen werden auf einem NATO-Stützpunkt nahe der polnischen Grenze freigesetzt, doch es schlummern noch weitere biologische Waffen in den Depots: Ebola, Lassa-Fieber wie auch die Beulenpest. Und keiner weiß, wo die Depots und die Schläfer sich befinden. Doch was sind die wahren Ziele der Terroristen? Dies erfährt man erst ganz zum Schluss des mitreißenden und äußerst kurzweilig erzählten Thrillers.

 

Entsprechend wie schon bei „H2O – Das Sterben beginnt“ wechselt Ivo Pala relativ häufig die Handlungsstränge, die Ereignisse überschlagen sich stellenweise, entsprechend rasant wird die Story erzählt wie auch durchaus realitätsnah.

 

Die Story entwickelt sich sehr abwechslungsreich, gut durchdacht und komplex. Bei der Füllmenge an handelnden Personen gelingt es Ivo Pala zumeist sehr gut, diese detailreich zu beschreiben und deren Gefühlswelt überzeugend zu schildern.

 

Fazit: Hochspannender Politthriller, packend und unvorhersehbar erzählt.

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

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Il Bastardo

Claudio M. Mancini
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.04.2015
ISBN 9783426516324
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In einem kleinen sizilianischen Bergdorf werden auf dem Marktplatz die Söhne des italienischen Umweltministers Messoni, sowie die Söhne zweier ortsansässiger Mafiabosse und ein kleines Mädchen erschossen. Der Mafiajäger Alessandro Valverde von der italienischen Spezialeinheit DIA übernimmt den Fall und ist schnell davon überzeugt, dass hier ein Auftragsmord vollstreckt wurde. Erste Spuren deuten darauf hin, dass das Motiv im Drogengeschäft zu finden ist, doch bald schon muss Valverde feststellen, dass es hier um etwas viel brisanteres geht: Die illegale Verklappung von hoch toxischem Müll.

 

Ein Auftragsmörder bereitet sich auf seinen nächsten Einsatz vor. Mit dieser eher ruhigen, aber sehr interessanten, eindringlichen Sequenz beginnt der in Deutschland lebende Sizilianer und Sohn eines Mafia-Paten Claudio M. Mancini seinen neuesten Thriller. Doch schon bald ist man bei dem Anschlag auf dem Marktplatz eines kleinen Bergdorfes dabei und verfolgt eine wüste Schießerei. Bei diesem Auftragsmord kommt auch die kleine Carla ums Leben, die Tochter der Journalistin Gianna Corodino. Fortan entwickelt sich die Story zumeist temporeich und fesselnd. Zudem ist auch lange Zeit nicht ersichtlich, wer von den vier jungen Italienern die eigentliche Zielperson des Auftragsmörders war.

 

Comandante Valverde von der DIA übernimmt die Ermittlungen und stößt schon bald auf massive Schwierigkeiten. Seine Vorgesetzten wollen den Tod der beiden Ministersöhne aus den Ermittlungen heraushalten, was für Valverde ein Unding ist. Ihn interessiert nur die Wahrheit, persönliche Interessen oder die Angst vor beruflichen Repressalien kümmern ihn nicht, ganz im Gegensatz zu seinen Vorgesetzen. Diese versuchen alles, die Morde an den Ministersöhnen auf kleiner Flamme halten. Aber auch als die Spur immer mehr in Richtung illegaler Giftmüllentsorgung geht, trifft Valverde ständig auf eine Wand des Schweigens. Doch hiervon lässt sich der geradlinigen Comandante nicht abschrecken.

 

Claudio M. Mancini bringt in seinem aktuellen Mafia-Thriller wieder sein Wissen über die Machenschaften der Mafia mit ein und schildert diese äußerst interessant und mitreißend. Deren Einflüsse reichen bis in die höchsten Regierungskreise, ihre Geschäfte sind vielfältig und Zeugen werden kontinuierlich mundtot gemacht.

 

Es handelt sich hierbei zwar um eine fiktive Geschichte, doch der Autor hat diese  nah an der Wirklichkeit angelegt und schildert die wahren Machenschaften der Mafia, wodurch der Thriller atmosphärisch dicht erzählt wirkt. Die Story entwickelt sich von Anfang an komplex und wendungsreich. Erst so nach und nach deckt Claudio M. Mancini die Machenschaften und Ziele der Täter auf und schönt hierbei auch nichts.

 

Fazit: Brisant, spannend, wendungsreich – ein Mafia-Thriller der wohldurchdacht und packend erzählt wird.

 

 

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28 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 7 Rezensionen

carnivia-trilogie, entführung, folter, geheimdienste, italien, katerina tapo, kirche, mord, politische gräueltaten, politthriller, thriller, trilogie, usa-cia, us army, venedig

Folter

Jonathan Holt , Bettina Spangler
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 16.02.2015
ISBN 9783442382859
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Beim Bau einer neuen Militärbasis wird eine Leiche gefunden. Colonnello Aldo Piola wird mit den Ermittlungen betraut. Zur gleichen Zeit verschwindet die 16-jährige Mia Elston, Tochter eines hochdekorierten Majors der US-Militärbasis nahe Venedig. Kurze Zeit später melden sich die Entführer per Video zu Wort. Dieses zeigt Mia nackt und gefesselt auf einem Stuhl und die Entführer informieren darüber, dass laut USA Waterboarding, der Entzug sensorischer Reize oder sexuelle Erniedrigung keine Folter seien. Zudem teilen sie mit, dass sie Mia NICHT foltern werden. Das erste Mal noch am gleichen Abend um 21:00 Uhr. Capitano Kat Tapo und Holly Bolland vom US-Militär ermitteln unter Hochdruck.

 

Der zweite Band der Carnivia-Trilogie beginnt gleich mit der Entführung von Mia Elston, um dann erst einmal zum Fund der Leiche auf der Baustelle der neuen US-Militärbasis zu wechseln. Diese steht bei den Venezianern in der Kritik, Demonstranten versuchen immer wieder das Bauvorhaben zu stören. Währenddessen hat Kat Tapo nach der Beschwerde gegen Aldo Piola kein leichtes Leben bei den Carabinieri und der Streit mit Holly Bolland ist ebenfalls noch nicht beigelegt. Doch die Entführung von Mia lässt Kat und Holly jeglichen Ärger vergessen und bald schon ist auch Aldo in dem Fall involviert und arbeitet eng mit Kat zusammen.

 

Jonathan Holts Thriller in eine Schublade zu stecken ist schwierig, da die Story vielseitig ist. Es geht um politische Intrigen, die Katholische Kirche ist wieder involviert und actionreich ist die Story ebenfalls angelegt. Detailliert geht es um die letzten Tage des 2. Weltkriegs, Internet-Kriminalität, den Einsätzen der USA in Afghanistan und besonders um die Foltermethoden der CIA, aber auch die Mafia und deren Methoden sind ein Thema. Nachdenklich wird man nach Beendigung des Thrillers, als man im Nachwort erfährt, dass die meisten Schilderungen, welche man für schriftstellerische Freiheiten gehalten hat, durchaus der Realität entsprechen.

 

Von Anfang an legt Jonathan Holt ein rasantes Erzähltempo vor, wobei der Autor seine fundierten Recherchen geschickt und sehr informativ in die sehr komplexe Geschichte einfließen lässt. Unter anderen schildert Jonathan Holt sehr detailreich die einzelnen Foltermethoden, welche laut USA nicht als Folter gelten. Hierzu gehört auch das Waterboarding und gerade diese Szenen gehen einem regelrecht unter die Haut.

 

Die Story entwickelt sich äußerst vielschichtig und undurchsichtig. Die Entführung und die Videos erfordern viel fachliches Wissen, immerhin nutzen die Entführer die Carnavia-Plattform als Sprachrohr und selbst Daniele Barbo, der Erfinder der Website stößt hier an sein IT-Wissen. Und dann gibt es noch den Fund der unbekannten Leiche auf der Baustelle, die ebenfalls in irgendeiner Verbindung zu dem Entführungs-Fall zu stehen scheint.

 

In Bezug des wahren Motivs wie auch auf die Hintermänner der Entführung lässt Jonathan Holt seine Leser sehr lange im Dunkeln. Die Geschichte entwickelt sich äußerst packend, wirkt jederzeit wohldurchdacht und Jonathan Holt versteht es gekonnt, sein fundiertes Fachwissen kurzweilig mit einzubinden. Und trotz der vielschichtigen Thrillerhandlung kommt auch das Privatleben von Kat, Holly und Aldo nicht zu kurz.

 

Fazit: Auch der 2. Band der Trilogie ist wieder hochspannend, hervorragend recherchiert und äußerst komplex.

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265 Bibliotheken, 0 Leser, 5 Gruppen, 21 Rezensionen

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Tokio

Mo Hayder , Ute Thiemann
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 11.12.2006
ISBN 9783442463206
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die englische Studentin Grey ist seit Jahren besessen von den Gräueltaten der Japaner im chinesischen Nanking im Jahre 1937. Von dem chinesischen Professor Shi Chongming, der in Tokio lebt, erhofft die Studentin sich Einblick in geheimes Filmmaterial. Doch ihre Reise in die Metropole scheint sinnlos, der Professor leugnet jegliche Kenntnis des Filmes. Durch Zufall lernt Grey den Amerikaner Jason kennen, der ihr einen Job in einem Nachtclub besorgt. Hier lernt sie den Mafiaboss Fuyuki kennen. Als der Professor hiervon erfährt, schlägt er Grey einen Deal vor.

 

Grey ist wie besessen von den grauenhaften Geschehnissen, die sich im Winter 1937 in Nanking ereigneten. Am 13. Dezember 1937 besetzten japanische Divisionen die damalige chinesische Hauptstadt und richteten ein Massaker unter der Zivilbevölkerung an. Innerhalb weniger Wochen sollen über 200.000 Menschen aufs Grausamste gefoltert und umgebracht worden sein. Von dem chinesischen Professor erhofft sich Grey Einsicht in geheimes Filmmaterial, von dem sie überzeugt ist, dass es existiert. Doch Chongming will hiervon nichts wissen.

 

Abwechselnd verfolgt man die Erlebnisse von Grey in der Metropole Tokio wie auch die Geschehnisse, welche sich im Winter 1937 in Nanking ereigneten. Während Grey sich auch über Wochen hinweg nicht von ihren Ziel abbringen lässt, verfolgt man andererseits das Leben des jungen Chongming in Nanking. Je näher die japanischen Truppen rücken, umso mehr Menschen flüchten aus der Stadt. Nur Chongming und einige andere sind felsenfest davon überzeugt, dass ihr Präsident seine Hauptstadt verteidigen und somit die Bürger der Stadt beschützen wird. Doch bald schon merkt er, dass er sich schrecklich getäuscht hat.

 

Der Schreibstil von Mo Hayder ist stellenweise sehr direkt und brutal, aber das ist bei dieser Geschichte absolut in Ordnung. Es wird nichts geschönt, umso eindringlicher wirkt hierdurch die Erzählweise und umso bewusster werden die grausamen Geschehnisse in Nanking vermittelt. Nicht minder eindringlich und überzeugend ist auch die Geschichte der Gegenwart rund um die Studentin Grey angelegt, die schon bald die Nähe des Yakuza Fuyuki sucht. Eine verhängnisvolle Entwicklung nimmt ihren Lauf.

 

Fazit: Ein sehr eindringlicher und packend erzählter Roman über die schmerzhafte Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit.

 

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570 Bibliotheken, 8 Leser, 2 Gruppen, 121 Rezensionen

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ZERO - Sie wissen, was du tust

Marc Elsberg
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 26.05.2014
ISBN 9783764504922
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Londoner Journalistin Cynthia Bonsant kann mit den neuen Medien recht wenig anfangen und recherchiert noch auf die herkömmliche Art. Als ein Freund ihrer Tochter auf offener Straße erschossen wird, weil er mithilfe einer Datenbrille einen gesuchten Verbrecher enttarnt und verfolgt hat, muss sich Cynthia nun doch mit den neuesten Technologien auseinandersetzen. Ihre Spur führt sie zu der äußerst erfolgreichen Internetplattform Freemee. Diese sammelt und analysiert Daten ihrer Kunden und verspricht ihren Millionen Nutzern ein erfolgreiches Leben, wenn diese ihre ActApps nutzen. Nur die Online-Aktivisten ZERO warnen vor der massiven Datensammlung. Als Cynthia intensiv in das Thema einsteigt, wird sie plötzlich selbst zur Gejagten. In einer Welt voller Smartphones, Kameras und Datenbrillen scheint es kein Entkommen zu geben.

 

Völlig unbehelligt verfolgen Drohnen die amerikanische Präsidentenfamilie beim Golfen und die ganze Welt schaut per Internet zu. Bis der Secret Service dies entdeckt, vergehen Minuten. Und auch die anschließende Flucht ins Feriendomizil wird weiter gefilmt. Sogar im Gebäude selbst geht die Übertragung weiter. Amerikanische Geheimdienste sind alarmiert und bloß gestellt. Und ZERO hat bewiesen, welche Macht sie besitzen.

 

Marc Elsberg steigt mit dieser Szene sehr rasant in seinen Thriller ein und nimmt nur stellenweise die Spannung etwas aus seiner Geschichte. Die Story entwickelt sich erschreckend realitätsnah, verwendet der Autor in dem Thriller doch Technologien, welche heute schon eingesetzt werden. Erschreckend deswegen, weil eine Rundum-Überwachung und Beeinflussung im Verhalten der User perfekt funktioniert, Manipulation in allen Bereichen Standard ist und es ohne Hinterfragen akzeptiert wird.

 

Im Vordergrund steht der Einfluss des Internets, das Sammeln von Daten und deren Auswertung. Das ganze verpackt Marc Elsberg in eine packende, fesselnde, actionreiche und unterhaltsam erzählte Story. Dabei bleiben allerdings die Charakterzeichnungen etwas auf der Strecke. Die Protagonisten bleiben stellenweise etwas blass und farblos, dies nimmt man bei der sehr gut recherchierten und vermittelten Story jedoch gerne in Kauf.

 

Fazit: Grenzenlose Überwachung und wir fühlen uns wohl dabei. Ein spannender Thriller, der zum Nachdenken mit dem Umgang im Internet anregt.

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25 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

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Fieber

Louise Voss , Mark Edwards , Beate Brammertz
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei btb, 13.10.2014
ISBN 9783442745708
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Nach Jahren kehrt die Wissenschaftlerin Kate Maddox nach England zurück, mit dabei ihr kleiner Sohn Jack. Auf den Straßen Londons trifft sie auf einen Mann, der Erinnerungen an ein schreckliches Ereignis in ihr weckt. Paul Wilson ist der Zwillingsbruder ihres damaligen Freundes Stephen. Kennengelernt hatten sich Kate und Stephen in einem Forschungszentrum, in dem Kate vor 16 Jahren an einer Studie über Erkältungskrankheiten teilnahm. Doch der Aufenthalt endete dramatisch, das Forschungszentrum brannte ab und Kate konnte der Flammenhölle nur knapp entkommen, im Gegensatz zu Stephen. Ein letzter rätselhafter Brief von Stephen an seinen Bruder hat diesen nie zur Ruhe kommen lassen und er hofft nun von Kate, mehr über den Tod von Stephen zu erfahren. Doch Kate kann sich an die Zeit im Forschungszentrum nicht mehr erinnern. Beide gehen auf Spurensuche und sehen sich plötzlich einer tödlichen Gefahr ausgesetzt.

 

Was geschah vor 16 Jahren wirklich in dem Forschungszentrum nahe Salisbury? Lange hat Kate nicht mehr daran gedacht, doch mit der Rückkehr nach England und dem unerwarteten Aufeinandertreffen mit Paul kommen Bruchstücke ihrer Erinnerungen wieder hoch. Aber was damals wirklich geschah, daran fehlt Kate jegliche Erinnerung. Doch es scheint jemanden zu geben, der um jeden Preis verhindern will, dass Kates Amnesie verschwinden könnte.

 

Mit dem Brand des Forschungszentrums beginnt das Autorenteam Voss/Edwards ihren sehr rasant und spannend erzählten Thrillers, allerdings ohne dem Leser einen Hinweis an die Hand zu geben, warum der Brand ausbrach. Dann lernt man erst einmal eine Wissenschaftlerin kennen, die ihr altes Leben hinter sich lassen möchte. Verwundert ist man anfangs über die Angst von Kate um ihren Sohn Jack, was sie stellenweise regelrecht in Panik verfallen lässt. Doch bald schon sind die Gründe hierfür absolut verständlich.

 

Lange Zeit wirft der Thriller mehr Fragen auf als Antworten zu liefern. Ständig rätselt man darüber, was in dem Forschungszentrum geschah, warum sich Kate an diese Zeit so gut wie überhaupt nicht mehr erinnern kann und wer Sampson ist, der sich auf die Fährte von Kate und Paul begibt. Dieser ist ein Paradebeispiel für einen eiskalten, perfiden Killers, der im Auftrag eines geheimnisvollen Mannes arbeitet.

 

Immer wieder kehrt der fesselnde Thriller zu den Geschehnissen vor 16 Jahren zurück, ohne dabei aber zu viel zu verraten. Das Autorenteam erzählt ihren Thriller durchweg sehr packend und temporeich, nimmt sich aber auch Zeit einem die Lebensgeschichten von Kate und Stephen näher zu bringen und auch eine Liebesgeschichte darf nicht fehlen. Hauptbestandteil ist aber die gefährliche Suche nach der Wahrheit über Stephens Tod und somit den Geschehnissen rund um das Forschungszentrum.

 

Zum Ende hin überstürzen sich regelrecht die Ereignisse, wobei zwar die meisten Fragen geklärt werden, aber eben nicht alle, welche für das Verständnis der Lösung zwar nicht notwendig sind, mich aber dennoch interessiert hätten.

 

Fazit: Rätselhafter, temporeicher Thriller mit einer interessanten Story und facettenreich beschriebenen Charakteren.

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22 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

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Die Saat des Bösen

Roberto Costantini , Anja Nattefort
Fester Einband: 576 Seiten
Erschienen bei C. Bertelsmann, 01.09.2014
ISBN 9783570101810
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Libyen in den Sechzigerjahren. Der junge Michele wächst als jüngster Sohn des mächtigen Salvatore Balistreri heran. Mit seinen drei Blutsbrüdern verbringt Mike die meiste Zeit und genießt das Privileg als Sohn eines Mannes aufzuwachsen, der über großen politischen Einfluss verfügt und als wichtigster Italiener Tripolis gilt. Doch die unbeschwerte Jugend ist vorbei als die Nachbarstochter ermordet wird und nach Mikes Meinung der falsche Mann dafür verurteilt wird. Nur wenige Jahre später, am Tag des Gaddafi-Militärputschs, stirbt seine geliebte Mutter. An einen Unfall mag der mittlerweile 18-jährige Mike nicht glauben. Viele Jahre später lebt Michele als Polizist in Rom, die Aufklärung seiner Fälle interessiert ihn nicht, viel lieber verbringt er seine Zeit mit schönen Frauen und dem Pokern. Doch dann wird in seinem Bezirk eine junge Austauschstudentin ermordet und die Spuren führen nach Libyen, tief zurück in Micheles Vergangenheit.

 

Mit dem Einstieg in den zweiten Thriller um seinen Commissario Michele Balistreri macht es Roberto Constantini seinen Lesern etwas schwer, wenn man bereits von Anfang an eine spannungsgeladene, temporeiche Story erwartet. Denn die Geschichte beginnt Anfang der 60er Jahre in Libyen und man lernt einen selbstbewussten Schuljungen kennen, der am liebsten die Zeit mit seinen Freunden Achmed, Nico und Karim verbringt, wobei Mike durch seine privilegierte Herkunft der Kopf der Blutsbrüderbande ist. Die Zeit in Libyen und somit die Kinder- und Jugendzeit von Mike in Tripolis und Umgebung nimmt bald die Hälfte des Romans ein.

 

Doch diese ausführliche, bildhafte, lebendige Darstellung des damaligen Lebens der Italiener in Libyen mit ihrer späteren Zwangsausreise kurz nach der Machtübernahme durch Gaddafi ist maßgeblich entscheidend für den weiteren Verlauf der Geschichte. Dieser Teil des Buches ist zwar selten spannend, aber Roberto Constantini versteht es hervorragend, einem das Leben in Libyen, das Machtgefüge der Regierung, die Einflüsse der Italiener im Land und die schleichenden Veränderungen durch die Machtübernahme von Gaddafi zu vermitteln. Und hilft somit schlussendlich auch, den Zynismus und die Frustration von Mike zu verstehen, welche er selbst Jahrzehnte später in Rom nicht ablegen kann und seinen Zynismus eher sogar kultiviert hat.

 

Der eigentliche Thriller beginnt im Jahr 1982, dem Jahr der Fußball-Weltmeisterschaft. Und auch schon der erste Band spielte anfangs in diesem Zeitraum, worauf ab und an auch Bezug genommen wird. So trifft man auf viele Altbekannte und kann nun das Verhalten von Michele besser nachvollziehen wie auch sein Zerwürfnis mit seinem Vater. Im zweiten Teil der Geschichte zieht der Autor die Spannung dann merklich an, der Fall um die die tote Austauschstudentin entwickelt sich mehr als komplex und Roberto Constantini vermittelt seinen Lesern sehr gut die politischen Machtverhältnisse in Italien und  die Einflüsse der Mafia auf die Regierung wie auch das Leben in Rom an sich, Korruption ist gang und gäbe und ohne gute Kontakte tritt man auf der Stelle.

 

Politisch wird es im zweiten Band der Trilogie, Michele tritt mit seiner Verbissenheit bald schon einigen hochrangigen Herren auf die Füße, die über beste politische Beziehungen bis in die höchsten Kreise verfügen. Und bald muss Commissario Michele Balistreri feststellen, dass die Saat des Bösen tief in der Vergangenheit gelegt wurde – in seiner eigenen Vergangenheit.

 

Fazit: Ein Roman über das Leben in Libyen in den 60er Jahren sowie ein hochspannender Politthriller aus der italienischen Hauptstadt – ein fesselnder Mix.

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32 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

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Jetzt

Leon Reiter
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Piper, 11.08.2014
ISBN 9783492269988
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Professor Sivamani experimentiert am Zeitgefüge, doch das Experiment misslingt und überall im Umkreis des Forscherlabors in einer kleinen Stadt in Spanien entwickeln sich Zeitblasen, sogenannte Pockets. Tritt man durch diese, kommt man in einer anderen Zeit wieder heraus. Und die Zeit drängt, denn immer mehr Pockets öffnen sich, die fundamentale Konstante im Universum droht aus den Fugen zu geraten. Ein vierköpfiges Team soll das entsprechende Pocket finden, um das misslungene Experiment vorzeitig zu verhindern. Doch welches ist das richtige Pocket und vor allem, was erwartet die Forscher in den falschen Pockets?

 

Keiner der Vier ist genau darüber informiert, um was es sich wirklich bei dem neuen Forschungsauftrag handelt, dennoch reisen die Soziologin Veronique Saccard, der Geologe Ferdinand Grewe, die Historikerin Stefania Ambrosini und der Brite Lyle Usher in das von Madrid rund 50 Kilometer entfernte Aranjuez, um Professor Sivamani bei seinem misslungen Experiment zu unterstützen. Die Stadt ist zwischenzeitlich evakuiert, viel zu groß ist das Risiko, dass Menschen ungewollt durch eines der Pockets gehen und in einer völlig anderen Zeit ankommen.

 

Das Team um den Professor arbeitet bereits fieberhaft an einer Lösung, doch Zeitreisen ist noch viel zu wenig erforscht, als das man hier auf fundierte Erkenntnisse zurückgreifen könnte. Der Professor fischt mehr oder weniger im Trüben und schickt seine vier Zeitreisenden somit auf eine Mission mit unbekannten Ausgang.

 

Der Fantasy-Thriller, den ich eher als Wissenschaftsthriller bezeichnen würde, da er kaum fantastische Aspekte beinhaltet, entwickelt sich anfangs äußerst spannend und fesselnd. Allein schon durch die temporeiche, wenn auch ein wenig sachliche Erzählweise von Leon Reiter. Schnell sind die vier Zeitreisenden ausgerüstet, allerdings mit so wenig Hightech wie möglich, da die Gefahr, diese irgendwo in der Vergangenheit zu verlieren und somit das Zeitgeschehen ungewollt zu verändern, viel zu groß ist. Erschwerend bei ihren Zeitreisen kommt hinzu, dass der Eintrittspunkt in eines der Pockets niemals auch der Rückkehrpunkt ist und dieser sich bis zu einem Kilometer im Umkreis befinden kann.

 

Nun beginnt die Suche nach dem richtigen Pocket, dass zeitlich kurz vor dem Beginn des folgenschweren Experiments liegt, doch wie soll man diesen Zeitpunkt bestimmen, wenn ein Pocket einen mitten ins Nirgendwo führt – in einen tropischen Dschungel oder in die Einöde einer Wüste? Und hier fängt auch der Thriller mit der Zeit an, etwas zu schwächeln.

 

Denn die Zeitreisenden betreten stellenweise bis zu zehn Pockets am Tag, die sie in die Vergangenheit wie auch in die Zukunft führen, manche Aufenthalte dauern wenige Minuten, andere mehrere Stunden, wenn sich beispielsweise der Austrittspunkt mitten im Meer oder hinter einer Bergschlucht befindet. Irgendwann fühlt man sich – wie auch die Zeitreisenden – zwar regelrecht durch die Pockets sprich durch das Buch gehetzt, aber irgendwie entwickelt sich der Thriller nicht weiter. Die Forscher erlangen durch die Zeitreisen kaum neue Erkenntnisse, die eine Lösung des Problems herbeiführen würde und die unterschiedlichen Zeitreisen können bald nicht mehr überraschen. Man wartet regelrecht darauf, dass endlich einmal etwas Handfestes geschieht, das die Geschichte voranbringt.

 

Dies dauert jedoch bis ganz zum Schluss des Buches. Bis dahin begleitet man die Zeitreisenden bei ihren mehr oder weniger abenteuerlichen Reisen in die Vergangenheit und Zukunft und verfolgt die oft absolut hilflos wirkenden Maßnahmen von Professor Sivamani und seinem Forschungsteam, um dem Problem endlich Herr zu werden.

 

Fazit: Anfangs sehr spannender Thriller, der jedoch in der Mitte ziemlich schwächelt und erst am Ende wieder an Fahrt aufnimmt.

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26 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

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Was sie nicht weiß

Simone van der Vlugt , Eva Schweikart , Simone van der Vlugt
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Diana HC, 28.10.2013
ISBN 9783453291515
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In Alkmaar wird die Leiche eines jungen Mannes gefunden. Lois Elzinga ermittelt zusammen mit ihrem Partner Fred in dem Fall. Erste Zeugenbefragungen vermitteln den Beamten, dass der ermordete David ein völlig harmloser, netter Mann war, der keine Feinde hatte. Doch die Todesumstände deuten auf einen Racheakt hin, verübt offensichtlich von einer Frau. Ihre Nachforschungen führen Lois und Fred schnell zu der jungen Malerin Maaike, die ganz offensichtlich etwas zu verbergen hat und dann gibt es auch noch die rätselhafte Tamara, die unauffindbar scheint. Während die Kommissare nach Tamara suchen, ereignet sich ein weiterer Mord.

 

Wer sollte den völlig unbescholtenen, sympathischen Grundschullehrer David Hoogland ermordet haben? Diese Frage müssen Lois und Fred klären. Irgendwie führen alle Nachforschungen immer wieder zu der rätselhaften Tamara, die zwar von einigen gesehen wurde, aber unauffindbar bleibt. Und welche Rolle spielt die junge, introvertierte Malerin Maaike in der ganzen Geschichte, die behauptet, David nicht gekannt zu haben?

 

Ein rätselhafter Fall für die Ermittler und erst als ein weiterer Mord geschieht, erahnen sie einen Zusammenhang. Und diesen hat man als Leser schon vorher schnell durchschaut. Nicht nur allein durch die Inhaltsangabe, die einfach viel zu viel verrät und jegliche Unvorhersehbarkeit aus dem Thriller nimmt. Simone van der Vlugt legt früh sehr offensichtliche Spuren aus, sodass rasch klar ist, in welche Richtung sich die Story entwickeln wird und wer die Mörderin nur sein kann. Selbst deren Motiv ist bald schon ersichtlich. Somit ist die Spannung rasch aus dem Thriller genommen, der durchaus vielversprechend und rasant beginnt.

 

Die Idee hinter dem Thriller ist dagegen sehr interessant, wenn auch nicht neu und wird von der Autorin glaubhaft vermittelt, wobei der Schreibstil allerdings durchweg sehr schlicht bleibt. Dennoch versteht es Simone van der Vlugt gut, ihre Mitwirkenden facettenreich zu beschreiben. Gerade den vielschichtigen Charakter von Maaike gibt Simone van der Vlugt nachvollziehbar wieder. Aber auch ihre Protagonistin Lois ist durchaus glaubhaft gezeichnet und vermittelt einem so gut die Gefühlswelt der engagierten Kommissarin, die zielstrebig und auch emotional in dem Fall agiert.

 

Fazit: Temporeicher Start, allerdings wird die Story bald vorhersehbar und nimmt hierdurch die Spannung aus dem Thriller.

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Der letzte Tag der Unschuld

Edney Silvestre , Kirsten Brandt
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Limes Verlag, 26.08.2013
ISBN 9783809026181
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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11 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

8. teil, arkadi renko, band 8, c. bertelsmann, ermittlungen, kaliningrad, mord, moskau, reihe, russland, thriller

Tatjana

Martin Cruz Smith , Susanne Aeckerle
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Bertelsmann, C, 11.11.2013
ISBN 9783570101919
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ein milliardenschwerer russischer Gangsterboss wird ermordet, eine Moskauer Journalistin begeht offensichtlich Selbstmord. Beide Fälle scheinen nichts miteinander zu tun zu haben, doch Ermittler Arkadi Renko zweifelt bald an der Selbstmordtheorie der Moskauer Polizei zum Tod der Journalistin Tatiana Petrowna. Seine hartnäckigen wie eigenwilligen Ermittlungen führen den Ermittler bis nach Kaliningrad, dem Heimathafen der Baltischen Flotte.

 

Zusammen mit seinem Kollegen Victor Orlow ist Arkadi Renko auf der Beerdigung des Mafiabosses Grischa Grigorenko als er auf eine Demonstration am Rande des Friedhofs aufmerksam wird. Die Reporterin Anja Walidowa, mit der Renko eine lockere Beziehung pflegt, demonstriert mit anderen Journalisten. Die Kollegen von Tatiana Petrowna glauben nicht an den Selbstmord der furchtlosen Journalistin. Von Anja erfährt Renko, dass die Leiche der jungen Journalistin auf rätselhafte Weise verschwunden ist. Renko wird misstrauisch und beginnt zu ermitteln. Hierbei fallen dem Ermittler die Tonbandaufzeichnungen von Tatiana in die Hände, die ihn nach Kaliningrad auf die Spur der Russischen Mafia führen.

 

Im mittlerweile achten Band der Arkadi-Renko-Reihe hält sich Martin Cruz Smith nicht groß mit Nebensächlichkeiten auf und steigt mit der Beerdigung des Mafiabosses gleich in die Geschichte ein und erzählt diese fortan sehr zügig, tiefgründig und packend. Detailreich und eindringlich schildert der Autor seinen Lesern das Leben im heutigen Russland. Korruption an jeder Ecke, freie Meinungsäußerungen – gerade von Journalisten -  sind unerwünscht und ein Mord wird durchaus auch mal vertuscht, wenn man über entsprechenden Einfluss verfügt.

 

In seiner ganz eigenwilligen Art geht Arkadi Renko fortan den Fall um den Tod der Journalistin Tatiana an. Politische und wirtschaftliche Interessen oder Verwicklungen lassen den Ermittler kalt, Renko ist nur an der Wahrheit interessiert, was ihm auch in diesem Fall nicht nur Freunde gewinnen lässt. Doch dies stört den wehmütigen, ja fast schon depressiven Renko nicht, unbeirrt verfolgt er die noch so kleinste Spur und legt sich dabei auch noch mit der russischen Mafia an.

 

Jederzeit spannend, fesselnd und absolut unvorhersehbar erzählt Martin Cruz Smith seinen neuesten Thriller und zeichnet dabei ein authentisches Bild des heutigen Russlands. Hierbei finden auch einige geschichtliche Ereignisse der letzten Jahre Erwähnung, wie zum Beispiel der erschütternde Unfall des Atom-U-Bootes Kursk oder die Geiselnahme von Beslan, welche der Autor äußerst eindringlich beschreibt.

 

Fazit: Ein spannender, packender wie aktueller Thriller mit einer komplexen Story und einem Ermittler in Bestform.

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45 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

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Gorki Park

Martin Cruz Smith
Flexibler Einband: 410 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 13.08.2007
ISBN 9783442555338
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Moskau im Jahr 1980: Im verschneiten Gorki Park werden drei Leichen gefunden. Chefinspektor Arkadi Renko ist mit der Aufklärung beauftragt, welche sich von Beginn als äußerst schwierig erweist. Allen drei Leichen wurden die Gesichter zerstört und die Fingerkuppen entfernt, sodass sich eine Identifizierung ziemlich aufwendig gestaltet. Zwar ist der KGB auch zeitgleich am Tatort, scheint jedoch kein großes Interesse an der Aufklärung zu haben. Im Verlauf der Ermittlungen stellt sich heraus, dass einer der Toten amerikanischer Staatsbürger war und ein amerikanischer Millionär im Hintergrund seine Fäden zieht. Und je länger Arkadi Renko in dem Fall ermittelt, je tiefer wird er in ein Netz aus Intrigen und Korruption verstrickt.

 

Martin Cruz Smith steigt sofort mit den Fund der drei Leichen in seinen Politthriller ein und schon fühlt man sich in der Zeit um 30 Jahre zurückversetzt. Problemlos gelingt es dem Autor seinen Lesern die Sowjetunion in den frühen 1980er Jahren vor Augen zu führen. Korruption, Bespitzelung und linientreue Genossen wohin man schaut, ohne Parteibuch geht gar nichts. Der KGB scheint überall seine Fäden zu ziehen, niemanden kann man trauen, jeder scheint käuflich, alles nur eine Frage des Preises. In diesem Sumpf wirkt der melancholische Arkadi Renko fast wie ein Fremdkörper. Unbeirrt und vor allem unbestechlich leitet er seine Ermittlungen, während die Intrigen und Verbrechen um ihn herum immer mehr zunehmen. Und je näher Renko der Wahrheit kommt, die ihn auch nach Leningrad und in die USA führen, umso mehr setzt er dabei sein eigenes Leben aufs Spiel.

 

Zwar ebbt die Spannung nach dem Fund im Gorki Park  zeitweise etwas ab, aber Martin Cruz Smith gelingt es mühelos, seinen Politthriller absolut packend und äußerst wendungsreich zu erzählen. Geschickt und hervorragend recherchiert lässt der Autor die politische Lage der Sowjetunion, wie auch das Alltagsleben und die russische Kultur in seine Geschichte mit einfließen. Und auch das Motiv für die Morde, in die zu einem späteren Zeitpunkt auch noch das FBI mit involviert sein wird, befasst sich ebenfalls mit einem typisch russischen Thema. In einem mitreißenden Schreibstil voller Tiefgang, der oft auch sehr nachdenklich daherkommt und atmosphärisch dicht die Geschichte vermittelt, erzählt Martin Cruz Smith einen Politthriller, bei dem man keinem der handelnden Personen trauen kann.

 

Anders sieht es da nur bei Arkadi Renko aus. Dieser ist tief mit seinem Land verwurzelt, nicht aber unbedingt mit dem Kommunismus. So hat er natürlich auch ein Parteibuch, doch an Parteitreffen nimmt er nicht teil, was nicht gerade seiner Karriere dienlich ist. Als Sohn eines ranghohen Generals hat er es nur zu einem einfachen Ermittler bei der Polizei geschafft, der Weg zum KGB ist ihm verwehrt und somit ist Renko eine Schande für seinen Vater. Seine Ehe zur ehrgeizigen Sonja ist nicht nur an seinem politischen Desinteresse gescheitert, diese war von Anfang an eher eine Zweckgemeinschaft. Doch auch Irina, welche Arkadi im Verlauf der Ermittlungen kennenlernt und in die sich der Polizist verliebt, scheint ihn nur für ihre Ziele zu benutzen.

 

Fazit: Ein Klassiker unter den Politthrillern, absolut empfehlenswert

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678 Bibliotheken, 14 Leser, 4 Gruppen, 109 Rezensionen

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BLACKOUT - Morgen ist es zu spät

Marc Elsberg
Fester Einband: 800 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 19.03.2012
ISBN 9783764504458
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Europaweiter Stromausfall
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Binnen kürzester Zeit fällt der Strom in Italien und Schweden aus, kurz darauf bekommen europaweit die AKWs Störungen gemeldet und werden heruntergefahren. Nach wenigen Stunden sind Europa und Skandinavien komplett ohne Strom. Dem italienischen IT-Experten Piero Manzano fällt an seinem modernen, digitalen Stromzähler ein seltsamer Code auf. Diese Stromzähler werden zurzeit nur in Italien und Schweden verwendet und genau hier begann der Stromausfall. Steckt dahinter ein terroristischer Anschlag? Manzano versucht in Kontakt mit den Behörden zu treten, doch wer glaubt schon einer Verschwörungstheorie? Zusammen mit der Journalistin Lauren Shannon beginnt für Manzano eine Odyssee quer durch Deutschland und Belgien.
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Ein Stromausfall kann schon einmal passieren, war ja vor kurzem erst in München so. Allerdings dauern diese höchstens wenige Stunden und dann fließt der Strom wieder. Wie ist es aber, wenn der Strom über mehrere Tage ausfällt? Nach dem Lesen des Buches ist mir erst einmal richtig bewusst geworden, wie sehr wir vom Strom abhängig sind.
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Anfangs empfinden die Menschen das Leben ohne Strom noch als Abenteuer, Nachbarschaftshilfe ist absolut selbstverständlich, Nächstenliebe wird großgeschrieben. Doch als die Lebensmittel- und Wasservorräte sich dem Ende neigen, die Häuser und Wohnungen in diesen kalten Februartagen restlos ausgekühlt sind, ändern sich die Verhältnisse dramatisch. Kleine Strominseln und autarke Häuser werden regelrecht überrannt von den Menschen, jetzt zählt nur noch der eigene Überlebenswille.
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Anhand rasant wechselnder Handlungsstränge, die stellenweise nur eine halbe Seite, dann wieder mehrere Seiten lang sind, erzählt Marc Elsberg seinen Wirtschaftsthriller zumeist aus Sicht der Einsatzleitstelle des Bundeskanzleramts, welche die Notversorgung der Bundesbürger organisieren und der Zentrale der Europol, wo man versucht, die Täter zu finden. Aber man erhält auch einen Einblick in die verzweifelten Bemühungen von Mitarbeitern, ein AKW in Frankreich wieder hochzufahren. Gerade die Atomkraftwerke benötigen dringend Strom, denn die Dieselvorräte halten nur für einige Tage und die Brennstäbe benötigen dringend Kühlung. Aber auch die Aktivitäten eines Düsseldorfer Technologiekonzerns verfolgt man, die Sicherheitssysteme in AKWs herstellen. Vorrangig ist man jedoch bei den Geschehnissen und Erlebnissen rund um Manzano und Lauren dabei, welche die Fährte der Täter folgen.
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Aber nicht nur die stellenweise kurzen Erzählstränge sorgen für eine temporeiche Geschichte, oft überschlagen sich zudem die Ereignisse und man erhält nicht nur einen hervorragenden Blick in die Schaltzentralen der Macht, wie sie versuchen, die immer gravierender werdenden Zustände in den Griff zu bekommen, wie AKW-Mitarbeiter alles daran setzen, einen Gau zu vermeiden, sondern man ist auch immer wieder bei Privatpersonen dabei. Und hier erlebt man die chaotischen Zustände und die Probleme sehr bewusst, denen die Menschen durch den Stromausfall ausgesetzt sind.
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Es beginnt mit Kleinigkeiten, wie z. Bsp. dass die Toilettenspülung nicht mehr geht und kein Wasser mehr aus den Leitungen läuft, was bald zu hygienischen Notzuständen führt. Lebensmittel verderben, Kühe können nicht mehr gemolken werden und ihr Schreien ist kilometerweit zu hören. Menschen erfrieren auf den Straßen, Diebstähle nehmen zu, Krankenhäuser müssen evakuiert werden, lebenserhaltene Maßnahmen können nicht fortgeführt werden. Die Liste kann unendlich weitergeführt werden.
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Die komplette Story wirkt von Anfang an sehr gut durchdacht, der Autor schönt hier wirklich nichts und man merkt jederzeit, dass Marc Elsberg das Thema äußerst genau recherchiert hat und so wirkt die ganze Geschichte von Anfang bis Ende absolut authentisch. Und je länger die Story dauert, umso mehr finden auch die vielen losen Fäden, die verschiedenen Handlungsstränge zueinander.
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Fazit: Ein sehr realistisch, äußerst temporeich und spannend erzählter Wirtschaftsthriller, der erschreckend direkt einem die möglichen Folgen eines europaweiten Stromausfalls vor Augen führt.

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Tags: angriff, behörden, black out, bollard, computer, countdown, dubios, dunkel, durchdringen, e-mails, erfolglos, erschreckend, europa, europol, europol- kommissar, februar, februartag, finden, fortschritt, fund, gegnder, gnadenlos, hacker, hackerangriff, herausforderung, informatiker, italien, kalt, kommissar, kommissar bollard, manzano, menschen, mitreißend, pc, piero manzano, raffinesse, raffiniert, realistisch, recherchieren, rückschritt, strom, stromnetze, überleben, verdacht, vermuten, vermutung, versuchen, zuhören   (48)
 

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166 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 57 Rezensionen

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Falsch

Gerd Schilddorfer
Fester Einband: 672 Seiten
Erschienen bei Hoffmann und Campe, 16.08.2012
ISBN 9783455403855
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das Geheimnis der alten Männer
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Mitten im kolumbianischen Dschungel lässt ein alter Mann drei Brieftauben aufsteigen, bevor er sich selbst richtet. Die Brieftauben kennen ihr Ziel genau und transportieren geheime Botschaften. Der Pilot John Finch erhält in Südamerika einen seltsamen Auftrag. Für seinen Auftraggeber Klausner soll er zwei Personen ausfindig machen und diese zu ihm bringen, hierfür würde Finch 5 Millionen Dollar erhalten. Zusammen mit Fiona, der Enkeltochter von Klausner, macht sich der erfahrene Pilot auf die Suche nach den zwei betagten Männern. Der Beginn eines Abenteuers, denn hierbei geht es um ein wohlgehütetes Geheimnis aus der Nazi-Zeit und es gibt einige Personen, denen sehr viel daran liegt, dass dieses Geheimnis auch weiterhin geheim bleibt und hierfür schrecken sie auch vor Mord nicht zurück. Die Spur des Rätsels führt Fiona und Finch bis nach Europa, wo ein gnadenloser Wettlauf gegen ihre Gegner beginnt.
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Gerd Schilddorfer baut die Story in seinem neuesten Roman sehr vielschichtig auf. Durch ständig wechselnde Handlungsstränge, die zurzeit der russischen Revolution wie auch in der Gegenwart spielen, stellt der Autor einem nach und nach alle Beteiligten vor. Und diese sind reichlich. Zum einen ist da der jüdische Juwelier Kronstein, der vor der Revolution flüchtet, dann natürlich der alte Haudegen John Finch, aber auch den Studenten Chris Weber aus München lernt man früh kennen, wie auch die in der Schweiz arbeitende Bernadette, einen japanischen Geschäftsmann oder Major Llewellyn. Anfangs scheint es zwischen den verschiedenen Erzählsträngen wie auch den unterschiedlichen Personen absolut keine Verbindungen zu geben, die Geschichten wirken wie lose Fäden, die so gar nicht im Zusammenhang zueinander zu stehen scheinen. Doch im Verlauf der Story gelingt es Gerd Schilddorfer problemlos, diese losen Fäden geschickt miteinander zu verbinden und alle zum Schluss logisch zusammenzuführen, sodass keine Fragen mehr offen bleiben. Zudem erfährt man im Anhang auch noch, wie das Leben einzelner Mitwirkender sich nach der Geschichte weiter gestaltet.
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Auch wenn man anfangs mit vielen verschiedenen Namen geradezu überschüttet wird, ständig die Kontinente gewechselt werden und die Story häufig Zeitsprünge macht, hat man dennoch kaum Probleme, der komplexen Geschichte zu folgen. Denn dem Autor gelingt es wirklich hervorragend, seinen so unterschiedlichen Protagonisten schnell Konturen zu geben, sodass eine Verwechslung kaum möglich ist. Zudem sind jedem neuen Kapitel Ort- und Zeitangaben vorangestellt, sodass man immer weiß, in welchem Teil der Geschichte man sich gerade befindet. Durch die ständig wechselnden, teilweise sehr kurz gehaltenen Kapitel ist die Story temporeich erzählt und Gerd Schilddorfer lässt natürlich die Handlungsstränge immer an einer interessanten oder spannenden Stelle enden.
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Um was es sich bei dem Geheimnis handelt, erfährt der Leser erst recht spät. Man ist somit auf demselben Wissensstand wie Finch & Co., weiß nicht, warum und vor allem von wem sie so gnadenlos verfolgt werden, noch um was es sich bei dem Geheimnis der vier alten Männer handeln könnte und ist sich eigentlich nur darüber im Klaren, dass das Rätsel etwas mit den letzten Tagen des 2. Weltkriegs zu tun haben muss. Gerd Schilddorfer schickt seine Protagonisten zur Lösung des Rätsels auf eine regelrechte Schnitzeljagd. Den Hinweisen folgend führt sie die abenteuerliche Reise aus dem Amazonasgebiet heraus in die Schweiz und nach Italien. Hierbei gelingt es dem Autor zudem sehr gut, einem die unterschiedlichen Orte und Gegenden sehr anschaulich zu beschreiben und sein durchweg fesselnder Schreibstil sorgt zudem dafür, dass „Falsch“ durchweg sehr spannende Unterhaltung bietet.
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Nicht nur die Story ist komplex, auch die Charaktere sind vielschichtig angelegt und wirken in ihren Handlungen überzeugend. Da gibt es den jungen, stummen Vincente, der für sein Leben gern kocht, den hilfsbereiten Auftragsmörder Alfredo und den Unternehmer und Familienvater Gruber. Ihnen zur Seite stellt Gerd Schilddorfer ihnen die junge, resolute Fiona Klausner und den sympathischen alten Haudegen John Finch. Und dieser ist wirklich ein Original. Ein Abenteurer wie er im Buche steht und ein begnadeter Pilot, der bereits im Algerienkrieg die waghalsigsten Aufträge annahm und nicht nur in Fliegerkreisen mittlerweile eine Legende ist.
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Aber nicht nur die Truppe um John Finch ist facettenreich beschrieben, auch Chris und Bernadette, denen ebenfalls ein Großteil der Story eingeräumt wird, sind komplex angelegt. Chris finanziert als Loader am Münchner Flughafen sein Fernstudium, lebt aus Kostengründen in einem VW-Bus in der Flughafen-Tiefgarage und gerät eher per Zufall in die ganze Geschichte. Wie auch die aus einer reichen Münchner Familie stammende Bernadette, die als Sonderschullehrerin in einem Schweizer Internat arbeitet und trotz des Vermögens ihrer Eltern absolut bodenständig geblieben ist.
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Fazit: Eine atemberaubende und spannend angelegte Schnitzeljagd. Gerd Schilddorfer ist ein fesselnder, sehr vielschichtig angelegter und hervorragend durchdachter Abenteuerroman/Thriller gelungen, der einen von der ersten Seite an begeistert.

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Tags: 2. weltkrieg, abenteurer, attraktiv, begleiten, begleitung, blutig, botschaften, brieftauben, code, dschungel, entschlüsselung, ergründen, europa, fiona, fiona klausner, gegner, geheimnis, gnadenlos, jagd, jahrzehnte, john, john finch, kodiert, kodierte botschaften, kolumbianisch, kolumbien, kontinente, lohn, nachrichten, nazi, nazis, nazizeit, pilot, spektakulär, team, truppe, überfall, übermächtig, vermögen, wettlauf, zusammengewürfelt   (41)
 

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109 Bibliotheken, 2 Leser, 5 Gruppen, 23 Rezensionen

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Mission Munroe - Die Touristin

Taylor Stevens , Leo Strohm
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 18.06.2012
ISBN 9783442478231
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Hervorragender Auftakt der Thriller-Reihe
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Es gibt keine Informationen, die Vanessa Munroe nicht beschaffen kann. In Afrika ist die Adoptivtochter eines texanischen Öl-Milliardärs spurlos verschwunden und Munroe erhält den Auftrag, die junge Emily wieder zu finden. Für Munroe eigentlich kein Problem, wären da nicht die Dämonen ihrer Vergangenheit, mit denen sie sich bei der Suche nach Emily schon bald auseinandersetzen muss.
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Die Kindheit der Autorin Taylor Stevens war ziemlich rastlos, da sie als Kind von Mitgliedern des „Children of God“-Kultes aufwuchs und mit ihren Eltern von Kontinent zu Kontinent reiste. Somit war auch Afrika eine der vielen Stationen ihres nomadenhaften Lebens in der Sektengemeinschaft und man merkt sofort, dass Taylor Stevens sehr genau weiß, wovon sie schreibt. Durch dieses Wissen gelingt es ihr hervorragend, einem die dunkle, gefährliche und äußerst brutale Seite von Afrika aufzuzeigen und dies sehr interessant und atmosphärisch dicht umzusetzen. Die Story wird mit der Zeit immer komplexer, immer wieder tauchen überraschende Wendungen auf und hierdurch ist die Spannung fast zu jeder Zeit regelrecht greifbar.
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Schnörkellos, direkt und absolut fesselnd von der ersten Seite an erzählt Taylor Stevens die abenteuerliche und gefährliche Suche von Munroe nach der Adoptivtochter des Öl-Milliardärs. Obwohl Munroe generell immer alleine agiert, akzeptiert sie dieses Mal dennoch widerwillig, dass der Geschäftsmann ihr Miles Bradford zur Seite stellt, der sie nach Afrika begleiten soll. Doch zuerst führt ihre Suche Munroe nach Frankfurt, um dort einen Bekannten von Emily aufzusuchen, der die junge Frau bei ihrer Reise durch Schwarzafrika begleitet hatte. Durch ihn erhält Munroe entscheidende Hinweise, welche sie letztendlich dann auf den Schwarzen Kontinent führt, nach Äquatorialguinea, in ein Land, welches von einem machthungrigen Diktatur regiert wird und wo ein Menschenleben nichts zählt.
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Die Autorin hält sich während des gesamten Thrillers nicht mit Nebenschauplätzen auf, die Story erzählt sie ausschließlich aus Sicht von Munroe und nach und nach erfährt man – trotz der straffen Handlung – auch einiges aus deren Vergangenheit. Als Tochter von Missionaren ist Munroe in Afrika aufgewachsen, spricht 22 verschiedene Sprachen, kennt sich bestens mit den Gepflogenheiten der dort lebenden Menschen aus, ist perfekt im Nahkampf ausgebildet und besitzt eine hervorragende Kombinationsgabe. Aber Munroe hat auch viel Schreckliches erleben müssen, was sie letztendlich zu der verschlossenen Einzelgängerin gemacht hat, die sie heute ist.
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Ihre Protagonistin Munroe ist wirklich speziell und außergewöhnlich und Taylor Stevens gelingt es mühelos, sie facettenreich zu beschreiben, sodass Munroes Handlungen jederzeit authentisch und überzeugend wirken. Munroe ist eine Frau Mitte Zwanzig, eher der androgyne Typ, sodass sie problemlos auch als Junge durchgehen kann, was sie einige Male auch nutzt, wirkt auf den ersten Blick berechnend und gefühllos, sie tötet präzise und schnell. Doch man merkt rasch, dass sie ihre Gefühle nur verbirgt, bei weitem nicht so kaltblütig ist, wie sie auf den ersten Blick erscheint und somit dauert es auch nicht lange, bis die junge Frau einem äußerst sympathisch wird. Problemlos gelingt es Munroe, sich auf andere Menschen einzustellen, ist einmal der verführerische Vamp, dann wieder die mitfühlende Fremde und durch diese Wandlungsfähigkeit erhält Munroe Informationen, an die Andere nie gelangen würden.
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Fazit: Ein extrem spannender Auftakt der Serie mit einer interessanten, komplexen, überaus fesselnden Story und einer Protagonistin, die einem durch ihre vielschichtige, außergewöhnliche Art sofort sympathisch ist.

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Tags: afrika, amerika, angst, aufspüren, auftrag, aufträge, chamäleon, chance, gefährlich, gejagte, geschichte, informationen, jäger, lüge, lügen, menschen, mission, missionare, missionieren, nutzen, regionen, schwäche, schwächen, sensationell, sprachen, spüren, thriller, thrillerserie, tochter, töten, überleben, ungewöhnlich, vanessa, vanessa munroe, vermissen, vermisst, vermögen, welt, zahlen, zahlung, zentralafrika   (41)
 

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112 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 13 Rezensionen

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Der Seelensammler

Donato Carrisi , Christiane Burkhardt
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Piper, 16.04.2012
ISBN 9783492273862
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das Seelentribunal
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Ein Notarztteam wird zu einer einsam gelegenen römischen Villa gerufen und findet dort einen Mann vor, auf dessen Brust die Worte „Töte mich“ eintätowiert sind. Offensichtlich handelt es sich bei ihm um einen lang gesuchten Serientäter, der jedoch durch einen Herzinfarkt nun im Koma liegt. Nicht nur die Polizei hofft, dass er schnell hieraus erwacht, auch Marcus und Clemente hoffen dies, denn sie wissen, dass sich noch eine junge Frau in seiner Gewalt befindet und das Versteck kennt nur der Komapatient.
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Zu selben Zeit setzt sich die junge Polizistin Sandra Vega in Mailand endlich mit dem Tod ihres Mannes David auseinander und versucht mehr über die Umstände seines Unfalls in Erfahrung zu bringen, Spuren führen sie nach Rom. Ein Jäger ist auf der Suche nach einem Psychopathen, der immer wieder Menschen tötet, um deren Identität anzunehmen. Seine Suche führt ihn rund um die Welt.
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Drei offensichtlich grundverschiedene Geschichten, die so keinerlei Zusammenhänge aufweisen. In regelmäßigen Abständen wechselt Donato Carrisi zwischen diesen einzelnen Erzählsträngen und nach einem recht spannenden Beginn nimmt der Autor diese dann erst einmal etwas aus der Story heraus und lässt die drei Geschichten sich entwickeln. Allerdings ohne hier etwas Klarheit in den Ablauf zu bringen, ganz im Gegenteil, je länger die Story dauert, umso rätselhafter wird sie eigentlich. Man muss hier schon ziemlich aufmerksam lesen, um wichtige Details nicht zu übersehen. Ganz langsam verbindet Donato Carrisi diese unterschiedlichen Handlungsstränge dann zu einer sehr komplexen und bald auch sehr fesselnden Story, die immer wieder durch unerwartete Handlungsabläufe überrascht.
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Der Schreibstil des Autors ist eher zurückhaltend und ruhig, dennoch jederzeit fesselnd und flüssig. Allein schon sein Protagonist Marcus weckt schnell die Neugier beim Lesen, denn lange weiß man nicht, wer denn nun der Mann ohne Vergangenheit ist, warum er dem Verschwinden von Lara nachgeht, welcher Organisation er überhaupt angehört, die offensichtlich über sehr viel Hintergrundwissen und hervorragende Kontakte verfügt und warum in einem Hotelzimmer in der Ukraine auf ihn geschossen wurde, der er seiner Amnesie zu verdanken hat.
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Marcus ist ein verschlossener, zurückhaltender, sehr nachdenklicher Mann, der über eine seltene Gabe verfügt, die ihm bei seinen Ermittlungen sehr hilfreich ist. Auch die weiteren Charaktere angefangen von der jungen Polizistin Sandra Vega, die dem Unfall ihres Mannes David nachgeht, bis hin zum Jäger oder Marcus Kollegen Clemente sind detailreich und stellenweise sehr rätselhaft beschrieben.
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Fazit: Ein sehr vielschichtiger, ruhig und kurzweilig erzählter Thriller, der anfangs etwas Zeit benötigt bis er Spannung aufbaut, aber dann verbleibt diese durchweg auf einem hohen Niveau und überzeugt mit einem sehr interessanten Thema.

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Tags: abgelegen, andenken, bewustlos, brust, entdeckung, geheimnis, gerechte strafe, gerechtigkeit, grausam, hüten, junge frau, killer, koma, mörder, notarzt, notarztteam, ohnmächtig, opfer, patient, rollschuh, römisch, roter rollschuh, schock, schockieren, schockierend, serientäter, strafe, stumm, tätowieren, tätowierung, töte mich, verschwinden, villa   (33)
 

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67 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 34 Rezensionen

boxen, boxer, drogen, frauen, frauenmorde, geheimnis, juarez, krimi, mexiko, texas, tod, tot, verschwinden, verschwunden, wahrheit

Die toten Frauen von Juárez

Sam Hawken , Joachim Körber
Fester Einband: 317 Seiten
Erschienen bei Tropen-Verlag Label von Klett-Cotta, 15.03.2012
ISBN 9783608502121
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Boxer
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Der abgehalfterte Boxer Kelly Courter lebt in der mexikanischen Stadt Ciudad Juárez, direkt an der Grenze zu Texas. Dort fristet er ein trostloses Leben und hält sich mit drittklassigen Boxkämpfen und Drogendeals mehr oder weniger über Wasser. Seine einzige Stütze ist seine Freundin Paloma, mit deren Bruder er die verschiedensten Drogendeals durchzieht. Paloma arbeitet in einer gemeinnützigen Organisation, die sich mit den toten Frauen von Juárez beschäftigt. Denn in Juárez verschwinden regelmäßig Mädchen und Frauen spurlos, nur selten werden ihre Leichen gefunden. Die Einwohner reden von mindestens 4.000. Als Kelly mal wieder im Drogenrausch liegt, verschwindet Paloma spurlos, kurze Zeit später wird ihre Leiche gefunden. Die Polizei sieht in Kelly und Palomas Bruder Estéban die Täter. Die beiden geraten in die Mühlen des korrupten, gewaltbereiten Polizeiapparats, nur der Bundespolizeibeamte Rafael Sevilla vom Drogendezernat nimmt sich des Falls ernsthaft an und ermittelt auf eigene Faust.
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Schonungslos offen, direkt und düster präsentiert Sam Hawken seinen Lesern den Roman, der auf einen wahren Hintergrund basiert. Sein Augenmerk liegt im 1. Teil des Buches bei Kelly Courter. Desorientiert, hoffnungslos, ohne jegliche Perspektive vegetiert Kelly mehr oder weniger in Juárez vor sich hin. Zwischendurch entwickelt er etwas Ehrgeiz und trainiert für einen nächsten Boxkampf, aber zumeist lebt er einfach nur in den Tag hinein, am besten vollgepumpt mit Drogen. So bekommt er auch nicht mit, dass seine Freundin Paloma schon einen Monat spurlos verschwunden ist.
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Sam Hawken zeigt überdeutlich auf, mit welcher Willkür und Brutalität die mexikanische Polizei vorgeht und vor den grausamsten Folterungen nicht zurückschreckt, um ein Geständnis zu erzwingen. In diesem Teil geht der Autor aber auch sehr ausführlich auf das Leben in Juárez ein, dass einfach nur als hoffnungs- und trostlos zu bezeichnen ist, voller Angst geprägt und von den Drogenkartellen dominiert wird. Dies alles ist eindringlich beschrieben und geht einem auch wirklich unter die Haut, nur stellenweise ist es einfach auch zu langatmig. So weiß ich jetzt ziemlich genau, welche verschiedenen Speisen von den Mexikanern am liebsten gegessen werden, was mir bei den ständigen Erwähnungen dieser einfach irgendwann zu viel wurde. Auch wird sehr wenig während eines Großteils des Buches auf die verschwunden Frauen eingegangen.
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Klar, sie sind der rote Faden, finden immer mal wieder Erwähnung, aber irgendwie wird alles nicht richtig greifbar. Und auch Paloma ist hier kein wirklich typisches Beispiel für die getöteten Frauen, da ihre Ermordung eher anderen Motiven zugrunde liegt. Ein zusätzlicher Erzählstrang, der - in welcher Form auch immer – das Schicksal dieser Frauen beleuchtet hätte, hätte nach meinem Empfinden für etwas mehr Klarheit und Verständnis gesorgt. Zudem gibt es in der Geschichte einige Perspektiv- und teilweise auch Zeitwechsel, die anfangs verwirren und den Lesefluss stören. Diese spiegeln allerdings auf der anderen Seite gut das Leben von Kelly wieder, auch wenn es zum Lesen teilweise gewöhnungsbedürftig war.
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Was Sam Hawken jedoch sehr gut gelingt, ist eine atmosphärische Dichte zu erzeugen. So fühlt man regelrecht die heiße Sonne Mexicos, die Verzweiflung der Mütter, wenn sie wieder einen Zettel einer vermissten Tochter an den rosafarbenen Laternenmast anbringen müssen, kann ihre Weigerung nachvollziehen, immer von verschwundenen und nie von toten Frauen zu sprechen. Und auch die schwüle, energiegeladene, brutale Atmosphäre bei den Boxkämpfen ist gut nachvollziehbar. Allerdings hat mir etwas der Zugang zu den einzelnen Charakteren gefehlt und trotz ausführlicher Beschreibung ihres Aussehens und Charakters wurden manche für mich nicht recht greifbar.
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Im zweiten Handlungsstrang verfolgt man die zumeist illegalen Ermittlungen von Rafael Sevilla, der im Drogendezernat arbeitet und schon länger mit Kelly bekannt ist. Sevilla hat ganz private Ambitionen, um hinter das Verschwinden der Frauen von Juárez zu kommen und geht für die Aufklärung sehr unkonventionelle Wege. Erst fast zum Schluss hin geht Sam Hawke wieder auf das Schicksal und dem dunklen Geheimnis der toten Frauen von Juárez ein. Das Hauptaugenmerk der beiden Erzählstränge liegt aber eindeutig bei dem von Gewalt geprägten Leben der Einwohner, dem brutalen Vorgehen der Drogenkartelle wie auch dem willkürlichen Machtgebaren der Polizei.
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Irgendwie ist Hoffnungslosigkeit der Tenor des gesamten Romans und die sehr direkte, schonungslose Art wie Sam Hawke dies in seinem Roman vermittelt, lässt einen schon etwas hilflos zurück. Dies ist definitiv kein Buch, dass man nach Beendigung einfach zur Seite legt, sondern das Schicksal der toten Frauen von Juárez beschäftigt einen noch eine Zeitlang. Und genau dies ist auch das Ziel des Autors, der mit seinem Roman auf das Schicksal dieser Frauen aufmerksam machen möchte.
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Fazit: Definitiv kein einfach zu lesendes Buch, dessen Geschichte auf einem wahren Hintergrund beruht, welches der Autor schonungslos und brutal offen beschreibt, sich jedoch oftmals auch in Details verliert.

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Tags: 5000, abdriften, annehmen, befreundet, bemerken, boxen, boxer, boxkämpfe, bruder, ciudad juárez, demütigen, demütigung, drogen, einheimisch, einheimische, estéban, fall, finden, flüchten, fragwürdig, frauen, frauenmorde, freundin, geheimnis, geld, gescheitert, geschichte, geständnis, gestehen, getötet, grenze, herausfinden, kelly courter, kerbholz, leiche, mexikanisch, mexiko, misshandeln, misshandlung, nadel, new blood dagger, nominiert, paloma, polizist, rafael, rafael sevilla, rausch, realität, regelmäßig, sam hawken, schlag, spannend, spurlos, story, texas, tod, tot, tote frauen, töten, totprügeln, verdienen, vereinigte staaten, vergewaltigen, vergewaltigt, vergewaltigung, verhaften, verhaftung, verkauf, verschwinden, verschwunden, versorgen, wahr, wahrheit, zahlreich   (74)
 

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986 Bibliotheken, 11 Leser, 21 Gruppen, 224 Rezensionen

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Erebos

Ursula Poznanski
Flexibler Einband: 485 Seiten
Erschienen bei Loewe, 19.01.2010
ISBN 9783785569573
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Computerspiel mit Folgen
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Als Raubkopie wird an einer Londoner Schule ein Computerspiel heimlich herumgegeben. Diejenigen, welche dieses Spiel spielen, verändern ihr Verhalten binnen kürzester Zeit. Sie sind unaufmerksam im Unterricht, übermüdet und ganz offensichtlich süchtig nach dem Spiel. Außenstehende erfahren hierüber nichts, denn die Regeln sind streng: Man darf darüber nicht reden, darf es nur alleine spielen und wer einmal verloren hat, ist unwiderruflich raus aus Erebos. Auch Nick bekommt so eine DVD zugesteckt und fängt sofort an, Erebos zu spielen. Auch er ist bald süchtig danach, erledigt ohne Nachdenken Aufgaben, die er in der realen Welt ausführen muss. Immer mehr nimmt Erebos sein Denken ein, er lebt regelrecht in einer fiktiven Welt. Als jedoch sein bester Freund schwer verunglückt und Nick kurz darauf aus dem Spiel geworfen wird, beginnt er über das merkwürdige Verhalten von Erebos nachzudenken und muss bald erkennen, dass das Computerspiel bei weitem nicht so harmlos ist, wie es auf den ersten Blick scheint.
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Ursula Poznanski hat hier wirklich eine geniale Idee zu einem Roman verarbeitet und diese durchdacht und glaubhaft umgesetzt. Allerdings stellenweise auch etwas langatmig und sich wiederholend. Anfangs spielt die Geschichte in der realen Welt und man verfolgt die Versuche von Nick, hinter das Geheimnis der rätselhaften DVD zu kommen und warum sich jeder Schüler weigert, der ganz offensichtlich über Erebos Bescheid weiß, hierüber zu reden. Ist doch eigentlich total untypisch. Als Nick dann endlich Erebos in Händen hält und auf seinen PC geladen hat, packt auch ihn der Erebos-Virus und er verbringt Stunden vor dem Bildschirm.
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Von da ab spielt die Story zumeist in der fiktiven Welt und man begleitet Nick alias Sarius bei seinen ersten Schritten sich in Erebos zurecht zu finden. Verwunderlich ist, nicht nur für Nick, dass das Spiel sehr direkt auf den Spieler eingeht. Fast so, als wenn er einen mit seinen Vorlieben und Ängsten bestens kennen würde. Zuerst ist man noch ganz gespannt darauf, wie sich das Spiel entwickeln wird, warum viele so verhext von dem Spiel sind. Hauptsächlich geht es eigentlich darum, an Stärke zu gewinnen und seinen Spiellevel immer weiter zu erhöhen. Und dies erreicht man hauptsächlich durch Kämpfe. Verliert man hierbei Lebenspunkte kann man vom Boten eine Aufgabe erteilt bekommen, die in der realen Welt erfüllt werden muss. Hierbei handelt es sich zumeist um ganz simple Aufgaben, wie ein Päckchen von A nach B bringen oder ein Gebäude oder eine Person zu fotografieren. Erfüllt man diese Aufgaben, erhält man seine volle Lebenskraft zurück und weiter geht es mit den Kämpfen.
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Und genau hier liegt der Schwachpunkt der Geschichte. Die Autorin verliert sich im Hauptteil des Buches zu sehr in diesen Kämpfen, die sich in ihrer Art oft ähneln. Anfangs sind sie ja wirklich noch interessant, aber irgendwann ging es mir einfach auf die Nerven, schon wieder über einen Kampf zu lesen wie auch das ständige Bemühen von Nick, wie er seinen Level erhöhen kann, wiederholte sich häufig. Erst als Nick aus dem Spiel herausgeworfen wird, kommt endlich Spannung auf und dann kann man auch wirklich von einem Thriller reden. Vor allem entwickelt sich die Geschichte dann auch sehr interessant und die Lösung hat mich doch schon ziemlich überrascht. Sie ist überzeugend und absolut schlüssig.
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Der Schreibstil von Ursula Poznanski ist durchweg flüssig und auch ihre Beschreibungen der Computerwelt bildhaft, sodass man recht schnell eine Vorstellung von Erebos erhält. Ihre Charaktere, allen voran natürlich ihren Protagonisten Nick, beschreibt die Autorin gut, sodass sie schnell Konturen annehmen, jetzt aber nicht so facettenreich, als dass sie einen während des Buches überraschen könnten. So ist das Verhalten von Nick wie auch von Emily oder den meisten anderen Schülern eigentlich fast jederzeit vorhersehbar.
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Fazit: Eine tolle und sehr gut durchdachte Story, die zwischendurch etwas langatmig ist und zu Wiederholungen neigt. Spannung kommt leider erst im letzten Drittel auf, aber dann kann der Roman auch bedenkenlos als Thriller bezeichnet werden.

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Tags: allein, aufgaben, ausführen, ausschließen, ausschluss, befehl, befehlen, begreifen, bester freund, chance, computer, computerspiel, erebos, erfüllen, fiktion, fiktiv, hand zu hand, harmlos, herumreichen, irritierend, jamie, london, menschen, merkwürdig, morden, nick, niemand, raubkopie, realität, reden, regeln, schule, spiel, spielen, spielregeln, starten, streng, sucht, süchtig, umbringen, unfall, unglück, verschwimmen, verstoß, verstoßen, verunglücken, welt, wirklichkleit   (48)
 

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bandenkriminalität, beweis, beweisen, böse, chance, clare, clare hart, dr. clare hart, elite, eliteeinheit, elite-polizist, entführung, exfrau, kapstadt, südafrika

Todestanz

Margie Orford , Christoph Göhler
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Verlag, 25.08.2010
ISBN 9783764503758
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Daddy's Mädchen
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Eine Ballettaufführung wird der kleinen Yasmin Faizal zum Verhängnis. Nämlich deswegen ist ihre Ballettstunde früher zu Ende und die 6-jährige hatte vergessen, ihre Eltern darüber zu informieren. Als ihre Mutter sie abholen will, ist Yasmin spurlos verschwunden. Sofort verdächtigt Shaiza ihren Mann Riedwaan Faizal, die Kleine entführt zu haben, es wäre schließlich nicht das erste Mal. Doch der Elite-Polizist ist unschuldig, allerdings glauben das auch seine Vorgesetzten nicht und so muss er nicht nur seine Unschuld beweisen, sondern auch noch seine Tochter alleine in Kapstadt suchen. Ihm bleiben nur 72 Stunden, um Yasmin zu retten. Hierbei erhält er tatkräftige Unterstützung von der Profilerin Dr. Clare Hart.
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Wie auch im 1. Teil schon legt die Autorin auch im vorliegenden Thriller rund um die Profilerin Dr. Clare Hart das gefährliche Leben von Mädchen und jungen Frauen am Tafelberg in den Focus. So steigt sie auch sofort in die Geschichte ein und man verfolgt die rätselhafte Entführung der kleinen Yasmin, wie auch den Kampf von Riedwaan Faizal gegen den Justizapparat, um seine Tochter zu suchen. Dr. Clare Hart unterstützt ihn tatkräftig und selbstlos durch ihre Kontakte und so ermitteln beide getrennt voneinander, immer in der Hoffnung, Yasmin noch lebend zu finden.
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Die Story ist auch dieses Mal wieder komplex angelegt und zumeist fesselnd erzählt. Anfangs wirkt sie jedoch ein wenig hölzern und man benötigt etwas, um in die Geschichte zu hineinzufinden, doch bald wirkt der Schreibstil von Margie Orford flüssig, sehr eindringlich, direkt und stellenweise auch ziemlich brutal, was aber einfach der brutalen Gewalt in Kapstadt geschuldet ist. Und hier verschönt die Autorin wirklich nichts und man wird oft das Gefühl nicht los, dass die Arbeit der Polizisten, wenn sie denn nicht korrupt sind, wie ein Kampf gegen Windmühlen anmutet. Kaum ist ein Gangster gefasst, tauchen im nächsten Augenblick drei Neue auf, um dessen Platz einzunehmen. Und so zeichnet die Autorin wieder ein sehr realistisches Bild von Kapstadt weitab von tollen Urlaubsprospekten.
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Im Verlauf wird die Geschichte immer vielschichtiger, neben den Handlungssträngen von Clare und Riedwaan, erhält man auch einen Einblick in das kaltblütige, brutale Leben der Gangster und Clans, für die ein Menschenleben wahrlich nichts zählen und Probleme generell mit der Waffe gelöst werden. Ab und an tauchen auch kleine Sequenzen von Yasmin auf und so weiß man sehr früh, dass die 6-jährige noch lebt, allerdings nicht, wie lange noch.
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Die Charaktere sind wieder sauber herausgearbeitet und agieren zumeist authentisch. Da Margie Orford kaum auf das Privatleben ihrer beiden Protagonisten eingeht, kann man den Thriller auch problemlos lesen, wenn man die ersten beiden Bände nicht kennen sollte.
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Fazit: Ein spannend angelegter Thriller, der recht schonungslos und offen die Kehrseite von Kapstadt zeigt.

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Tags: 72 stunden, banden, bandenkriminalität, beweis, beweisen, böse, chance, clare, dr. clare hart, dr. hart, elite, eliteeinheit, elite-polizist, exfrau, faizal, finden, intelligent, kapstadt, kleines mädchen, kriminalität, lebend, mädchen, mutter, person, polizist, profilerin, retten, riedwaan, spurlos, straße, südafrika, südafrikanisch, tafelberg, tochter, tough, unschuld, verdächtigen, verlassen, vermissen, vermisst, verschwunden, yasmin   (42)
 

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Blutsbräute

Margie Orford , Dietlind Kaiser
Flexibler Einband: 398 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Taschenbuch Verlag, 15.02.2008
ISBN 9783442368310
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

1. Fall für Profilerin Clare Hart
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Die Profilerin und Journalistin Dr. Clare Hart steckt eigentlich mitten in den Recherchen für ihren Dokumentarfilm über Frauen- und Mädchenhandel in Kapstadt. Da wird in der Nähe ihres Apartments an der Seapoint-Promenade eine Mädchenleiche gefunden und Clare ist eine der Ersten vor Ort. Zusammen mit Captain Riedwaan Faizal beginnt Clare mit den Ermittlungen, auch wenn dieser Fall bei ihr alte Wunden aufreißt, denn vor vielen Jahren wurde ihre Zwillingsschwester Constance Opfer eine Massenvergewaltigung. Während die Profilerin und der Polizeikommissar noch am Anfang ihrer Ermittlungen stehen und ersten Spuren nachgehen, ereignet sich ein weiterer Mord und Clare ist schnell klar, dass sie es hier mit einem Serienmörder zu tun haben, der es auf junge, hübsche, braunhaarige Mädchen abgesehen hat.
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Clare und Riedwaan ermitteln vorrangig in den betuchten Kreisen von Kapstadt, die scheinbar auch Geschäfte mit Mädchenhandel und Pornofilmen machen. Dass diese sich natürlich nicht in die Karten schauen lassen und alles versuchen, die Ermittlungen zu boykottieren, steht außer Frage. Clare hat durch ihre Recherchen zu einem neuen Dokumentarfilm über Mädchenhandel ein entsprechendes Hintergrundwissen und setzt dies, neben ihrer Profiler-Erfahrung, auch gezielt ein, um so hinter die Machenschaften dieser „angesehenen“ Persönlichkeiten zu kommen. So ist durchweg ein hohes Spannungspotential vorhanden und die Story abwechslungsreich und zumeist fesselnd erzählt.
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Margie Orford steigt fast sofort mit dem ersten Mord in ihren Thriller ein und die Story konzentriert sich auch vornehmlich auf die reine Ermittlungsarbeit, wobei jedoch ab und an auch ein wenig das Privatleben von Clare beleuchtet wird. Ihren Schreibstil kann man als eindringlich, direkt und stellenweise sehr brutal beschreiben, was aber auch einfach der Stadt am Tafelberg geschuldet ist. Kapstadt ist bekannt für seine extrem hohe Kriminalrate und Margie Orford zeichnet hier ein ziemlich realistisches Bild, weitab von den tollen Urlaubsprospekten.
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Die Charaktere sind gut herausgearbeitet, überraschen jetzt aber nicht unbedingt in ihrem Verhalten und sind dadurch stellenweise in ihren Handlungen vorhersehbar. Clare und Riedwaan verbindet ein recht seltsames Verhältnis. Man merkt zwar ständig, dass es zwischen den Beiden knistert, aber da Clare wie auch der Polizeikommissar einige Päckchen aus der Vergangenheit mit sich herumtragen, die sie bis heute nicht verwunden haben, gestaltet sich eine Beziehung zwischen den Beiden als recht schwierig. Jedoch sind sie Profis genug, um dies nicht ihre Arbeit beeinflussen zu lassen.
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Fazit: Ein spannend angelegter Thriller, der recht schonungslos und offen mit dem Thema Mädchenhandel in Südafrika umgeht.

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Tags: attraktiv, brutal, clare, clare hart, constance, dr. clare, ermitteln, ermittlungen, ermordung, fund, gewalttat, journalistin, jung, kapstadt, kriminalpsychologin, laufstrecke, leiche, leid, leidenschaftlich, mädchen, massenvergewaltigung, meerblick, menschenhändlerring, mord, opfer, parallelen, perfide, perserkatze, persönlichkeitsprofil, polizei-captain, polizeikommissar, profil, profilerin, psychopathisch, puzzlestein, recherche, riedwaan, riedwaan faizal, rotlichtdschungel, schön, seapoint-promenade, serienkiller, serienvergewaltiger, spezialisiert, spur, strandpromenade, südafrika, tafelberg, täter, todesliste, traumatisiert, unterstützung, verbindung, versuch, wettlauf, zwillingsschwester   (56)
 

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Verschärftes Verhör

Jenny Siler , Susanne Goga-Klinkenberg
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 01.09.2010
ISBN 9783596183111
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Seit lange Zeit ist es mal wieder passiert, dass ich ein Buch abgebrochen habe. Aber die ständigen Wechsel der Erzählstränge wie auch die hierdurch folgenden Zeitenwechsel sind einfach nur nervtötend und nehmen der Story jegliche Spannung wie auch das Verstehen bzw. den Sinn hinter der Story zu erkennen.
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Die Kapitel sind stellenweise noch nicht einmal 1 Seite lang, kaum hat man sich in einem Handlungsstrang zurechtgefunden, wechselt der Thriller in den Nächsten. Hierbei wechseln die Erzählstränge auch gnadenlos zwischen den Zeiten und hat man sich eben noch im Jahr 1991 befunden, ist man auf der nächsten Seite im Jahr 2002, um sich dann einige Seiten später im Jahr 1973 wiederzufinden. So wird praktisch jede Geschichte der einzelnen Mitwirkenden in verschiedenen Zeitebenen erzählt und dies noch nicht einmal chronologisch. Einfach nur verwirrend und spannungstötend.
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Und nach rund 100 Seiten war mir immer noch nicht ersichtlich, warum die CIA wie auch das Militär hinter dem marokkanischen Jungen Jamal her sind, welches Geheimnis er verbirgt und welche Rolle die Protagonistin Kat spielt. Da war dann einfach meine Geduld erschöpft und ich habe das Buch entnervt zur Seite gelegt.
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Positiv erwähnt sei, dass sich die Autorin offensichtlich gut auf das Buch vorbereitet hat und möglicherweise auch Insiderwissen besitzt, denn es wirkt recht fundiert recherchiert, auch was die Abläufe in den Gefangenlager in Afghanistan betreffen. Und ihr Erzählstil ist durchaus auch einnehmend, nicht zu sachlich und flüssig.
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Wen extrem kurze Kapitel nicht stören wie auch die ständigen Zeitenwechsel und sich zudem für die amerikanischen Geschehnisse in Afghanistan kurz nach dem 11. September interessiert, die scheinbar auch etwas kritisch hinterfragt werden, wird sich mit Sicherheit hervorragend unterhalten fühlen. Mein Ding war es leider nicht.

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Tags: afghanisch, afghanistan, arabisch, arabisch-expertin, auftrag, aussage, bagram, befehl, beseitigen beseitigung, britisch, britischer soldat, bürgerkrieg, ehemalige, ermorden, expertin, fall, folter, gefährlich, gefangene, gefängnis, haft, häftlinge, jenny, jenny silers, junge, kat, kat caldwell, kontakt, militär, militärgefängnis, mord, politthriller, soldat, terroristen, tod, todesfall, verdacht, vertuschen vertuschung, wahrheit, zeuge, zeugen   (41)
 

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Impact

Bernd Steinhardt
Fester Einband: 518 Seiten
Erschienen bei List, Paul, 11.08.2010
ISBN 9783471350355
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Unerklärliche Phänomene am Himmel
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Ein Blizzard fegt über den Queen Charlotte Sound in Neuseeland. Es herrschen -23° und das im herbstlichen April. Der Biophysiker und Wettermoderator Jon Forster ist mit seinem Onkel Hank nachts mit dessen Wassertaxi unterwegs zur Hütte von Dr. Nathan Cole. Laut eines anonymen Anrufs würde der exzentrische Wissenschaftler in Lebensgefahr schweben. Doch die Fahrt ist umsonst, Cole ist tot. Die TV-Moderatorin Kate Ryan und Kollegin von Jon vermutet hinter den Wetterphänomen mehr als nur den Klimawechsel und kommt mit ihren Nachforschungen schon bald dem mysteriösen Duncan Doyle und seinen Leuten in die Quere. Doyle ist Vorsitzender des Konzerns Spheric Systems, der ein Großteil der globalen Kommunikationstechnologien beherrscht. Offensichtlich haben sie etwas zu verbergen und noch schlimmer, sie scheinen hinter diesen Wetterphänomen zu stehen. Und auch Jon scheint mehr über Dr. Cole, den ehemaligen Leiter eines Forschungsinstituts, zu wissen, als er anfangs zugibt. Cole hatte sich mit der Erforschung des menschlichen Bewusstseins beschäftigt und es scheint, dass seine Forschungen Erfolg hatten, die auch mit den Wetterveränderungen in Verbindung zu stehen scheinen. Während Kate wie auch Jon versuchen, den Hintergründen auf die Spur zu kommen, verschlechtert sich das Wetter zusehends.
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Der Wissenschafts- und Ökothriller behandelt den Klimawandel auf recht spektakuläre Weise. Es geht hierbei um Experimente an den elektromagnetischen Eigenschaften der Atmosphäre, welche auch die Gehirnströme der Menschen beeinflussen können – im positiven wie auch negativen Sinne. Hinzu kommt noch ein kleiner Schuss Esoterik und Schamanismus der Maori. Dies vermengt Bernd Steinhardt zu einem sehr rasanten, aber stellenweise auch recht schwer verständlichen Thriller, wenn man sich nicht gerade richtig gut in Physik und Astronomie auskennt.
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Die Handlungsstränge wechseln zwischen Jon, dem mehr der esoterische Teil anhängt, geht dann über zu Kate Ryan, der in bester 007-Manier erzählt wird und auch den neuseeländischen Geheimdienst nicht außen vor lässt und wieder hin zu Albin Olsen, der hinter den Wetterphänomen einen Angriff von Außerirdischen vermutet und sich auch lange Zeit von seiner Meinung nicht abbringen lässt.
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Seine Beschreibungen des Wetterphänomens sind sehr anschaulich und nachvollziehbar beschrieben. Mit der Zeit gleicht Neuseeland immer mehr Alaska im Winter, ist mit meterhohem Eis und Schnee überzogen, ständig fegen Stürme über das Land und die Stromversorgung bricht immer mehr zusammen. Zudem kommt noch hinzu, dass durch die Veränderungen des Klimas dies auch Auswirkungen auf die Gesundheit der Bevölkerung hat und immer mehr Menschen Krankenhäuser aufsuchen, alle mit dem gleichen Symptom: Rasende Kopfschmerzen.
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Man hat es hier auch nicht unbedingt mit einfachen Charakteren zu tun. Jon ist ein wortkarger junger Mann, der nach dem frühen Tod seiner Eltern bei seinem Onkel Hank in Neuseeland aufgewachsen ist, nach seinem Studium in Alaska forschte und nach einem beinah tödlichen Unfall wieder nach Neuseeland zurückkehrte. Dieser Unfall belastet ihn bis heute noch maßgebend. Ein weiterer Mitwirkender ist der Freak und Alienfan Albin Olsen, der bisher vorwiegend in den Bergen rund um Wellington in seinem Camper lebte und diesen als seinen Raumgleiter bezeichnete. Dank seines Jobs hat er genügend Zeit, sich mit rätselhaften Signalen zu beschäftigen, die er in der Erdatmosphäre empfängt. Und diese rätselhaften Signale sind Schuld daran, dass er in den Fokus von Doyle und Spheric Systems gerät.
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Allerdings überwiegt hier eindeutig die Story, sodass die Charaktere meist blass bleiben und mehr nur wie Statisten in dem Thriller wirken. Wie schon erwähnt, ist die Story wirklich rasant und spannend erzählt, allerdings gab es für mich persönlich einen Punkt Abzug, da mir der Thriller einfach zu wissenschaftlich war. Mit vielen Begriffen oder auch Beschreibungen konnte ich nicht wirklich etwas anfangen, muss aber auch gestehen, dass ich bei den Themen Physik wie auch Astronomie wirklich ein Laie bin.
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Fazit: Rasant erzählter Wissenschaftsthriller mit etwas konturenlosen Charakteren, bei dem die Handlung im Vordergrund steht und eindeutig etwas für Physik- und Astronomie-Interessierte ist.

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Tags: albin olsen, april, arbeit, atmosphäre, blizzard, eis, emfpang, erfrierungen, experiment, gebiet, geheim, internetprovider, job, jon, jon foster, kältewelle, kate, kate ryan, klima, kopfschmerzen, krankenhäuser, leben, manipulation, manipulieren, menschen, mitarbeiter, nathan, nathan cole, neuschnee, neuseeland, ökothriller, passion, phänomen, planet, prolog, queen charlotte sound, quotenträchtig, rätselhafte signale, schnee, signale, skrupellos, sommer, story, thriller, tv-reporter, unerklärlich, vernichten, vernichtung, wellington, wetter, wetterphänomen, wissenschaftler, wissenschaftliches experiment   (53)
 

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Dreizehn Stunden

Deon Meyer , Stefanie Schäfer
Fester Einband: 470 Seiten
Erschienen bei Rütten & Loening Berlin, 02.03.2010
ISBN 9783352007798
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Als Benny Griessel an einem Januarmorgen um 05:37 Uhr zu einem Mord gerufen wird, weiß er noch nicht, dass dies einer der längsten Tage seines Lebens werden soll. In Kapstadt wurde an einer kleinen Kirche die Leiche einer jungen Weißen gefunden. Schnell ist klar, dass diese in Begleitung einer Freundin war. Doch wo befindet sich diese? Noch den Tatort nicht richtig gesichert, wird Benny bereits zu einem nächsten Mord an einem bekannten Musikproduzenten gerufen. Hier scheint der Fall klar zu sein. Neben der Leiche wurde seine stark alkoholisierte Frau samt Waffe gefunden. Während Benny Griessel die beiden Mordfälle koordiniert, erhält er die Information, dass eine junge Frau von mehreren Männern quer durch Kapstadt gejagt wird. Handelt es sich hier um die Freundin der Toten, und wenn ja, warum hetzen diese Männer die junge Frau schon seit Stunden durch die Stadt?
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Thematisiert wird von Deon Meyer u.a. das Thema Korruption innerhalb des Polizeiapparates, sowie dessen ständige Umstrukturierungen, sodass eine Zusammenarbeit der einzelnen Bereiche sich stellenweise als sehr schwierig und uneffektiv gestaltet. Zum Anderen greift der Autor ein Thema auf, dass nach wie vor äußerst brisant ist und erst ganz zum Schluss des Thrillers gelüftet wird.
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Die einzelnen Kapitel umfassen immer einen bestimmten Zeitabschnitt und so ist man durch sehr rasch wechselnde Szenen ständig auf dem aktuellen Stand rund um die Aktivitäten der Kommissare, den Verfolgern der jungen Frau und deren Hintermänner, wie auch um Rachel selbst und ihren Eltern, die von Amerika aus versuchen, die Suche nach ihrer Tochter voranzutreiben. Hierdurch ist die Spannung zu jeder Zeit extrem hoch und die hervorragend gelegten Szenenwechsel sorgen letztendlich dafür, dass man kaum fähig ist, dass Buch zur Seite zu legen.
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Eigentliche Protagonistin des Thrillers war für mich die Stadt Kapstadt selbst. Deon Meyer gelingt es hervorragend ein realistisches Bild der Stadt und ihrer Menschen zu zeichnen und er versteht es, einen binnen kürzester Zeit auf die nach wie vor noch herrschenden Schwierigkeiten der Stadt aufmerksam zu machen. Schnell ist klar, dass die Apartheid immer noch in den Köpfen der Menschen existiert, es vielen immer noch wichtig zu sein scheint, ob ein Mensch weiß, braun oder schwarz ist, ob er zu dem Stamm Zulu oder den Xhosa gehört. Erstaunt hat mich die Sprachvielfalt, die von Englisch über Afrikaans bis hin zu den unterschiedlichen Stammessprachen reicht und die Deon Meyer auch durchweg in seinen Thriller mit einbindet und im Anhang erklärt.
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Seine Sprache ist direkt, schnörkellos und stellenweise sehr brutal und man hat teilweise das Gefühl, dass ein Menschenleben nicht viel zählt und dann gelingt es ihm doch, ein wenig Herzlichkeit und Wärme zu vermitteln.
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Die verzweifelte Flucht der amerikanischen Rucksacktouristin Rachel Andersson ist sehr beklemmend und absolut nachvollziehbar erzählt, genauso die Suche der Inspekteure Vussi Ndabeni und Benny Griessel nach der jungen Frau, die im Vordergrund des Thrillers steht. Doch auch der Klärung des Mordes an dem Musikproduzenten, der von dem Ermittler Fransman Dekker geleitet wird, wird viel Raum zuteil und man ahnt zwar, dass diese beiden Fälle eine Gemeinsamkeit haben, um welche es sich hierbei jedoch handelt, wird erst ganz zum Schluss gelüftet. Und dies ist absolut schlüssig umgesetzt.
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Fazit: Eine sehr komplexe und brisante Story, die in einem überaus rasanten und spannend angelegten Thriller verarbeitet wird.

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Tags: amerikanerin, aufdecken, aufdeckung, aufklären, aufklärung, autor, bedrohen, bedrohung, benny, benny griessel, deon meyer, dreizehn stunden, erfolgreich, finden, fund, hintergründig., inspektor benny griessel, junge rucksacktouristin, land, mädchen, morde, rasant, rucksack, rucksacktouristin, südafrika, touristin, verschwinden, verschwören, verschwörung, zwei morde   (30)
 

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Entrissen

Tania Carver , Sybille Uplegger
Flexibler Einband: 489 Seiten
Erschienen bei List, Paul, 11.03.2010
ISBN 9783471350348
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Was als fröhliche Babyparty für die junge, hochschwangere Grundschullehrerin Claire gedacht war, endet in einem Alptraum. Am nächsten Tag werden sie und ihre Freundin Julie tot in Claires Wohnung aufgefunden. Und das Unvorstellbare dabei: Nicht nur dass die beiden Frauen grausam ermordet wurden, nein auch das ungeborene Baby von Claire ist spurlos verschwunden. DI Phil Brennan und sein Team vermuten hinter der Tat einen Serienmörder, denn bereits schon bei zwei anderen ermordeten Frauen wurden deren ungeborene Babys aus ihrem Bauch entfernt. Um sich ein Bild von dem Mörder zu machen, wird die forensische Psychologin Marina Esposito hinzugezogen. Doch was Phil und sein Team nicht wissen: Marina ist ebenfalls schwanger und sie steht auf der Liste des Mörders.
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In dem kleinen englischen Städtchen Colchester lässt es sich eigentlich angenehm leben, würde hier nicht ein Serienmörder seit einigen Monaten auf grausame Weise sein Unwesen treiben. Ganz offensichtlich ist er auf der Suche nach einem lebensfähigen Baby und sieht die werdenden Mütter nur als „Gebärmaschinen“ an. Da davon auszugehen ist, dass das Baby von Claire noch leben könnte, steht die Polizei von Colchester unter einem extrem zeitlichen Druck. Schnell ist auch ein Verdächtiger ausgemacht, doch die Psychologin Marina Esposito ist von seiner Unschuld überzeugt.
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Praktisch von der ersten Seite an gelingt es Tania Carver in ihrem Thrillerdebüt eine extrem hohe Spannung aufzubauen, die mühelos anhält und ihr gelingt es sogar noch, diese zum Ende hin noch einmal zu steigern. Durch das wirklich nicht ganz einfach zu verdauende Thema ist die Stimmung des Thrillers durchweg beklemmend, allerdings hält sich die Autorin bei den Detailbeschreibungen der Morde einigermaßen zurück, trotzdem braucht man für diesen Thriller schon ziemlich starke Nerven.
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Die Hintergründe der Morde wie auch die Täter selbst kommen schon recht schnell selbst zu Wort und so erhält man nach und nach eine gute Vorstellung von ihnen. Und diese Beschreibungen sind stellenweise so emotional, traurig, grausam und unvorstellbar, dass man einfach nur noch geschockt das Buch zur Seite legen möchte, dann aber einem die eigene morbide Neugier zurück zum Thriller treibt.
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So sind der Autorin ihre Charaktere wirklich hervorragend gelungen, überzeugen von Anfang an und was ganz wichtig ist: Sie überraschen einen. Sie sind alle durchweg facettenreich und vielschichtig angelegt und zudem gelingt es Tania Carver sehr gut, hier eine sehr gute Mischung zwischen dem Privatleben der Mitwirkenden und den Ermittlungen rund um die Morde herzustellen. So wird durch die gelegentlichen privaten Informationen zu den einzelnen Charakteren die Spannung etwas herausgenommen, um im nächsten Kapitel dann wieder richtig anzuziehen. So gönnt die Autorin ihrer Leserschar wenigsten ab und an mal eine kleine Verschnaufpause.
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Klar ist die Story überzogen, aber genau das erwartet man auch von einem guten Thriller. Die Geschichte ist von Anfang an extrem spannend, logisch umgesetzt und überrascht mit einem Ende, das so absolut nicht vorhersehbar war.

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