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391 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 38 Rezensionen

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Das Buch der Nacht

Deborah Harkness , Christoph Göhler
Fester Einband: 800 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 02.03.2015
ISBN 9783764505271
Genre: Fantasy

Rezension:

Diana und Matthew sind aus dem Jahr 1591 zurück in der Gegenwart und ihr erster Weg führt sie nach Sept-Teurs, dem Familiensitz von Matthew. Diana ist mit Zwillingen schwanger, eigentlich unmöglich zwischen einer Hexe und einem Vampir. Matthew setzt alles daran, das genealogische Rätsel zu lösen, währenddessen versucht Diana, die fehlenden Seiten von Ashmole 782 zu finden und so hinter das Geheimnis des Buch des Lebens zu gelangen. Doch in der Gegenwart erwartet das Ehepaar auch eine große Gefahr. Matthews Sohn Benjamin will unbedingt die Gründe von Dianas Schwangerschaft erfahren und dafür ist dem Vampir jedes Mittel recht.

 

Der erste Weg in der Gegenwart führt Diana und Matthew nach Sept-Teurs, wo sie freudig von Matthews Familie und Freunden empfangen werden. Dadurch, dass eine Vielzahl von alten Bekannten auf Sept-Teurs versammelt sind, ist man auch schnell wieder mit allen Akteuren vertraut.

 

Mit gewohnt einfühlsamer, packender und bildhafter Erzählweise verfolgt man fortan die Bemühungen von Diana, Matthew und den Rest ihrer Familie und Freunde. Und es gibt viel zu tun. Matthew, Miriam und Chris setzen ihr wissenschaftliches Wissen ein und versuchen hinter das Rätsel von Dianas Schwangerschaft zu gelangen, während sich Diana auf Suche nach den fehlenden Seiten von Ashmole 782 begibt. Doch es gilt auch die Kongregation von der Ehe und der Schwangerschaft von Diana und Matthew zu überzeugen. Und hätten die beiden Liebenden nicht schon genug um die Ohren, meldet sich Matthews jahrhundertelang verschollener Sohn Benjamin zurück.

 

Deborah Harkness lässt sich Zeit ihren letzten Band der Trilogie zu erzählen und stellenweise gestaltet sich dies auch ein wenig ausschweifend. So richtig viel passiert irgendwie nicht recht, oft verfolgt man ganz normale Alltagsgeschehnisse. Da die Autorin in ihrer Trilogie jedoch fantastische, facettenreiche und recht eigensinnige Charaktere geschaffen hat und diese hervorragend beschreibt, tritt Langeweile während des Lesens nicht auf.

 

Obwohl die Geschichte zeitweise recht gemächlich und ruhig erzählt wird, gestaltet sich die Story dennoch ziemlich wendungsreich und überraschend. Und bald schon zieht Deborah Harkness auch das Erzähltempo an, die Ereignisse überschlagen sich bald regelrecht und die Geschichte entwickelt sich spannend und stellenweise hochdramatisch.

 

Fazit: Wunderbarer Abschluss einer fantastischen Trilogie.

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19 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 10 Rezensionen

die erben der alten zeit, fantasy, jugendbuch, jugendroman, marita sydow hamann, nordische mythologi, nordische mythologie, reihe, verlag grassroots

Ragnarök

Marita Sydow Hamann
E-Buch Text: 573 Seiten
Erschienen bei Grassroots Edition, Santicum Medien, 27.09.2014
ISBN B00O09RQQS
Genre: Sonstiges

Rezension:

Die Erde ist gnadenlos dem magischen Fimbulwinter ausgesetzt, Eis, Schnee und starke Winde machen einen Aufenthalt im Freien schier unmöglich. Währenddessen befinden sich Charlie und ihre Freunde auf Euripides im Jahre 15077. Eine Flucht nach Godheim ist nicht möglich, da die Euripiden Sora das Amulett entwendet haben. Doch Hilfe naht überraschend durch die Schwarzelfe Nyva und dem Drachen Favne. Zurück in Godheim versuchen die Freunde endlich Oden zu besiegen, doch zuerst einmal müssen sie herausfinden, wodurch der grausame Despot seine Macht bezieht. Eine abenteuerliche, gefährliche Reise durch das magische Godheim beginnt.

 

Nahtlos führt Marita Sydow Hamann ihren dritten Teil fort und die Geschichte beginnt auf Euripides. Charlie, Kunar, Tora, Sora, Ragnar und Brian leben mehr unfreiwillig dort, doch an eine Flucht ist nicht zu denken, da Sora ihr Amulett abgeben musste. Allerdings haben die Freunde nicht mit der aufmüpfigen wie hochnäsigen, aber äußerst liebenswerten Schwarzelfe Nyva und dem Drachen Favne gerechnet. Dank deren magischen Kräften gelingt den Freunden die Flucht und sie machen sich auf die Suche nach dem Geheimnis der Macht des Magiers Oden. Denn irgendwoher muss dieser seit bereits rund 15.000 Jahren seine Kraft und Macht beziehen. Unterstützung erhalten die Freunde durch die Fenriswölfe und den Lichtelfen.

 

Der Hauptteil der Geschichte spielt im magischen Godheim, in dem Elfen, Magier, Einhörner, Bergtrolle, Wichtel und Kentauren leben. Von Asgard aus regiert der grausame Magier Oden, der erbarmungslos über sein Volk herrscht. Doch Charlie und ihre Freunde haben mittlerweile eine Spionin in Asgard. Tora ist es gelungen mit Hannah Kontakt aufzunehmen und diese versorgt die Freunde regelmäßig mit wichtigen Informationen, immer mit dem Wissen, dass sie dabei ihr Leben aufs Spiel setzt.

 

Die Story entwickelt sich sehr wendungsreich, überraschend und hochspannend. Geschickt bindet Marita Sydow Hamann die nordische Mythologie in ihre Fantasy-Geschichte ein und erzählt diese so bildhaft, dass das magische Godheim oder auch das Wolkenasgard problemlos vor dem inneren Auge Gestalt annehmen.

 

Der mutigen, ehrlichen, wissbegierigen Charlie stehen wieder die aufbrausende, liebenswerte Tora und deren älterer Bruder Kunar zur Seite. Aber auch der Raidho Brian und der Geschichtenerzähler Ragnar gehören mittlerweile der eingeschworenen Gruppe an wie auch Prinzessin Sora. Tatkräftig unterstützt werden die Freunde von der sehr eigenwilligen und herrlich hochnäsigen Schwarzelfe Nyva, welche den Freunden mit ihrem magischen Können hilfreich zur Seite steht und Charlie hilft, hinter das Geheimnis ihrer magischen Fähigkeiten zu gelangen.

 

Fazit: Opulent, fantasievoll und hochspannend. Gelungener Abschluss einer wunderbaren, bildhaften, mystischen Trilogie.

 

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46 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 5 Rezensionen

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Jägermond - Im Auftrag der Katzenkönigin

Andrea Schacht
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 20.10.2014
ISBN 9783442264094
Genre: Fantasy

Rezension:

Im Katzenreich Trefélin geht ein rätselhaftes Katzensterben um. Der stolze Kater Nefer wird von Majestät mit der Klärung beauftragt. Gleichzeitig schickt Bastet Merit eine Gesandtschaft in die Menschenwelt, um neue Kopftücher für die höhergestellten Katzen zu besorgen. Auch Che-Nupet gehört dieser an und die gemütliche Katze freut sich auf ein Wiedersehen mit Felina. Die Wiedersehensfreude währt allerdings nur kurz, da der hinterhältige Kater Shepsi die Abgesandten auf dem magischen Katzenreich bereits erwartet.

 

Felina „Feli“ macht mittlerweile ein Praktikum bei einer Tierärztin und lebt weiterhin bei ihrer Tante Iris. Ihre Freude ist riesengroß als eines Tages plötzlich Che-Nupet als ganz normale Hauskatze vor ihr steht, zusammen mit weiteren Besuchern aus dem magischen Katzenreich. Doch plötzlich geschehen rätselhafte Dinge in der Menschenwelt, was letztendlich dazu führt, dass Feli wieder nach Trefélin reisen muss. Allerdings ist auch in der Katzenwelt nicht alles friedlich. Der zukünftige Weise Nefer verfolgt ein rätselhaftes Katzensterben. Hat hier der Namenlose seine Finger im Spiel?

 

Andrea Schacht wechselt regelmäßig zwischen den Welten. Dabei trifft man auf viele alte Bekannte aus dem ersten Teil und lernt aber auch einige neue Personen kennen. So beispielsweise Nathans Neffen Tanguy, der aus Kanada zu Besuch ist und sich bei seinem Onkel von einem merkwürdigen Vorfall zu erholen versucht. Aber die Hauptbeteiligten des fantastischen zweiten Teils sind wieder die Abiturientin Feli und die tapsige Schmusebacke Che-Nupet.

 

Der Schreibstil von Andrea Schacht ist sehr locker, immer unterhaltsam, oft herrlich witzig und immer fesselnd. Die Riesenkatzen aus Trefélin stellt die Autorin als stolz, anmutig, verschmust und sehr eigenwillig dar, welche die Menschen erziehen und nicht umgekehrt. Die Geschichte entwickelt sich recht vielschichtig und zumeist nicht vorhersehbar und auch die Charaktere agieren nicht immer so, wie man anfangs vermutet hätte.

 

Überhaupt die Charaktere! Diese – sei es jetzt Mensch oder Katze - sind einfach wunderbar warmherzig und liebenswert gezeichnet. Allen voran natürlich die eigenwillige Felina, aber ganz besonders sticht wieder die auf den ersten Blick träge, dickliche, dümmliche, besonders durch ihren eigenwilligen Sprachstil auffällige Che-Nupet heraus. Aber wie man aus dem ersten Band weiß, verfügt Che-Nupet über ungeahnte Kräfte und kennt viele mystische Geheimnisse der Katzenwelt, die sie durch ihre Tollpatschigkeit zu verbergen versucht.

 

Fazit: Eine gelungene Fortsetzung – witzig, unterhaltsam und fesselnd erzählt. Nicht nur für Katzenfans ist dieser Fantasyroman ein Muss.

 

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96 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 29 Rezensionen

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Aquarius

Thomas Finn
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Piper, 13.10.2014
ISBN 9783492703376
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„… This is dawnin of the age of Aquarius

The Age of Aquarius,

Aquarius, Aquarius …“

 

Bei Bergungsarbeiten an einem alten Schiffswrack in der Nordsee geschieht ein Unglück … eine Seemine explodiert. Berufstaucher Jens Ahrens überlebt nur knapp das Unglück und findet sich nach dem Erwachen festgeschnallt und unter Drogen gesetzt in einem Kellergewölbe wieder. Mithilfe eines Mitgefangenen kann er mit knapper Not entkommen und flieht in das kleine Küstenstädtchen Egirsholm. Hier geschehen seit einiger Zeit merkwürdige Todesfälle. Menschen ertrinken an den unwahrscheinlichsten Orten: In einer Telefonzelle oder zuhause. Zusammen mit der Polizistin Meike Ehlers geht Jens den unerklärlichen Phänomenen nach und stößt dabei immer wieder auf die Legenden um die sagenumwobenen Nixen, die Männer mit ihrem Gesang in den Tod locken.

 

Ein unerklärlicher, bedrohlicher, kalter Nebel zieht übers Land und das mitten im Sommer. Die Landstraße ist nass, obwohl es nicht geregnet hat, eine Polizistin ertrinkt, mitten auf der Landstraße. Und ihr Handy spielt die kurze Sequenz eines Hair-Songs als Endlosschleife. Mit diesem rätselhaften Prolog steigt Thomas Finn in seinen rasant erzählten Fantasy-Thriller ein.

 

Und was der Prolog an Spannung und Mystik verspricht, das hält die Geschichte auch bis zum Schluss. Es geht hierbei zum einem um die Rungholt-Saga, das untergangene Dorf in der Nordsee, dass auch das Atlantis des Nordens genannt wird und dessen Existenz der Historiker Volker Rhode auf der Spur ist. Allerdings ist dieser seit mehreren Tagen spurlos verschwunden. Zum anderen spielen Mythen und Legenden um die geheimnisvollen Nixen eine entscheidende Rolle.

 

Thomas Finn bindet die Sagenwelt der Meerjungfrauen geschickt in seine Story ein, wie auch sonst viel Wissen rund um die Nordfriesischen Inseln mit einfließt und verknüpft dies zu einem sehr rasant und fesselnd erzählten Thriller. Und auch der fantastische Teil kommt allein durch das Thema des Buches nicht zu kurz.

 

Im Verlauf der Geschichte wirft diese eine Menge von Fragen auf und entwickelt sich entsprechend rätselhaft. Wie anfangs erwähnt, kommt die Spannung bis zum Schluss absolut nicht zu kurz und auch die Charakterzeichnungen der Protagonisten sind jederzeit überzeugend.

 

Fazit: Ein hochspannender Thriller mit einem guten Schuss Fantasy und einer fesselnden Story.

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94 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

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Du bist noch nicht tot

Dan Wells , Jürgen Langowski
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Piper, 13.10.2014
ISBN 9783492269957
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Niemand“ ist tot und John Wayne Cleaver arbeitet mittlerweile in einer Sondereinheit des FBIs, die sich zum Ziel gesetzt haben, alle Dämonen zu vernichten. Mit seinen Kollegen reist John von Stadt zu Stadt, um den Dämonen das Handwerk zu legen, immer mit dabei seine Schulkameradin Brooke. Diese verfügt über die Erinnerungen von „Niemand“ und unterstützt John und seine Kollegen, allerdings ist Brookes Psyche gestört und sie schwankt immer wieder zwischen Mensch und Dämon. In einer kleinen Stadt stößt das FBI-Team auf einen Serienkiller, der bald schon Kontakt zu John aufnimmt.  Die Jagd beginnt, doch je tiefer sich John in die Psyche des Serienkillers hineindenkt, umso schwieriger wird es für ihn zu sehen, auf welcher Seite er eigentlich steht. Und bald werden aus den Jägern die Gejagten.

 

Scheinbar hat John im vierten Band seinen Platz im Leben gefunden, doch der erste Eindruck täuscht. John fällt es extrem schwer, in einem Team zu arbeiten, durch seine Jugend wird er oft von seinen Kollegen nicht ernst genommen und immer wieder wird er gezwungen, seine selbst gesetzten Regeln zu brechen. Und John weiß nur zu gut, was dies für ihn bedeuten kann.

 

In bewährter Manier lässt Dan Wells auch im vorliegenden Teil seinen Protagonisten die Geschichte selbst erzählen und entsprechend intensiv und eindringlich werden die Geschehnisse widergegeben. Seine Mordfantasien verfolgen John immer noch, bei jedem einzelnen Teammitglied hat er sich schon genauestens vorgestellt, wie er diese umzubringen gedenkt. Aber John ist dank Marci nun fähig, einen gewissen Grad von Gefühlen zu verspüren, was man gerade in der Beziehung zu Brooke immer wieder feststellt.

 

Die Story baut sich wieder gewohnt ruhig auf. Man verfolgt Johns Überlegungen, wie er die Dämonen aufspürt, sich in sie hineinversetzt und somit die Möglichkeit findet, diese zu töten. Für die Umsetzung sind die restlichen Teammitglieder zuständig. Doch trotz des ruhigen Aufbaus gelingt es Dan Wells praktisch von der ersten Seite an, hierbei absolut keine Langeweile aufkommen zu lassen, da die Erzählungen von John fesselnd und beklemmend umgesetzt sind. Man spürt förmlich, unter welcher Anspannung John ständig steht, seine eigenen Mordgedanken zu verdrängen und gleichzeitig sich in die Verwelkten hineinzuversetzen, um diese schlussendlich vernichten zu können.

 

Doch schon bald  nimmt die Story wieder extrem Fahrt auf und die Spannung wird regelrecht greifbar. Zumal die Geschichte von Dan Wells abwechslungsreich und zumeist unvorhersehbar angelegt ist. Und die Identität des perfiden, eiskalten, arroganten, selbstsicheren Serienkillers, der sich mit John in Verbindung setzt, bleibt sehr lange im Dunkeln. Doch bald ist klar, dass John hier seinen Meister gefunden zu haben scheint, einem Dämon, welcher der Sondereinheit des FBIs immer mindestens einen Schritt voraus zu sein scheint.

 

Die Charaktere sind gewohnt detailreich und tiefsinnig beschrieben, wobei der Fokus allein schon durch die Ich-Erzählung auf John liegt. John ist reifer geworden, aus dem introvertierten, gefühllosen, sich an seine Regeln klammernder Junge ist ein reifer, verantwortungsbewusster junger Erwachsener geworden, der seinen Mordphantasien immer noch nicht gänzlich entfliehen kann, es aber immer besser versteht, diese zu bändigen.

 

Fazit: Der coolste Serienkiller der Welt ist zurück. Spannend, beklemmend, fantasievoll und eindringlich erzählter Fantasy-Thriller.

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100 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

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Die Landkarte des Himmels

Félix J. Palma , Willi Zurbrüggen
Flexibler Einband: 896 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.03.2014
ISBN 9783499258152
Genre: Historische Romane

Rezension:

Von einem glühenden Verehrer seiner Zukunftsromane wird der Autor H.G. Wells Ende des 19. Jahrhunderts in eine geheime Kammer geführt, in der angeblich ein rätselhaftes Flugobjekt aufbewahrt sein soll. Rund 70 Jahre zuvor, im Jahr 1829, begibt sich ein Forschungsschiff auf geheime Mission an den Südpol. Die Besatzung des Schiffs ist auf der Suche nach dem Eingang zum Inneren der Erde. Doch statt den Eingang werden sie auf ein außerirdisches Flugobjekt aufmerksam, dass ins Eis stürzt. Jahre später entdecken andere Forscher das verbrannte Wrack des Schiffes.

 

Auch im zweiten Band seiner Trilogie ist Dreh- und Angelpunkt der Geschichte der Schriftsteller H.G. Wells. Während jedoch im ersten Band sein Roman „Die Zeitmaschine“ im Mittelpunkt stand, ist es nun sein Buch „Der Krieg der Welten“. Und natürlich hat der große Science-Fiction Schriftsteller (geb. 21.09.1866, gest. 13.08.1946) wieder eine der Hauptrollen der Geschichte inne. Aber auch Hauptmann Shackleton und Gilliam Murray, der „Herr der Zeit“, sind wieder mit von der Partie.

 

Anfangs springt Felix J. Palma etwas zwischen den einzelnen Geschehnissen und eine Zeitlang fragt man sich, ob der Autor jetzt irgendwie zu weit abgeschweift ist und dadurch den Faden verloren hat. Das ist aber keineswegs der Fall, wie man dann doch recht schnell erfahren muss. Und warum der Autor zu einer Episode gleich zwei unterschiedliche Ausgänge erzählt, erfährt man erst am Schluss des wendungsreichen, packenden Schmökers. Und die Auflösung dazu ist absolut schlüssig.

 

Überhaupt entwickelt sich die Geschichte wieder sehr verzweigt, verzwickt und extrem ausschweifend. Aber das macht überhaupt nichts, da Felix J. Palma ein begnadeter Geschichtenerzähler ist, seine Leser oft auch direkt anspricht, sie so mit einbindet in seine Geschichte und diese mit so viel Fantasie und Kreativität erzählt, dass kaum Langeweile während der rund 900 Seiten aufkommt. Aber leider ab und an dann doch ein wenig, wenn der Autor dann einfach zu ausschweifend wird.

 

Gekonnt und mit einer solch blumigen, farbenprächtigen Sprache fängt Felix J. Palma das Zeitgeschehen im viktorianischen London ein als Spiritismus seinen Höhepunkt fand, man an Leben auf dem Mars glaubte, Edgar Alan Poe’s Romane mit Hingabe gelesen wurden und die Industrialisierung so langsam auf dem Vormarsch war. Der zweite Band der Trilogie ist wieder vieles in einem: Ein Science-Fiction-Roman der alten Schule, ein Liebesroman ohne Schmalzigkeit und ein Abenteuerroman voller Helden.

 

Fazit: Auch der 2. Band der Trilogie ist – bis auf einige kleine Längen – absolut gelungen und verspricht fantasievolle, abenteuerliche und spannende Lesestunden.

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27 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 15 Rezensionen

2. band, abenteuer, die erben der alten zeit, fantasy, grassroots edition, high fantasy, jugendroman, marita sydow hamann, mystisc, mythologie, reihe, trilogi, trilogie, verlag grassroots, zeitreise

Der Thul

Marita Sydow Hamann
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei SANTICUM MEDIEN, 24.02.2014
ISBN 9783950365894
Genre: Fantasy

Rezension:

Oden hält Charlie für tot, doch die 14-jährige hat Dank Brian und den Schwarzelfen den Giftanschlag überlebt und erholt sich jetzt bei dem alten Volk. Doch die Zeit drängt. Nachdem Oden nun auch im Besitz des zweiten Teils des Amuletts ist, muss Charlie die Frau aus ihren Träumen finden. Zusammen mit Tora und Kunar begibt sich Charlie auf die gefahrvolle Reise zu den Kentauren, bei denen sie Sora, die Frau aus ihren Träumen, vermutet. Doch auch Oden ist alarmiert, weiß er doch, dass der dritte und somit letzte Teil des Amuletts nach Godheim zurückgekommen ist.
 

Nahtlos knüpft Marita Sydow Hamann im vorliegenden Band an den 1. Teil ihrer Trilogie an und man findet sich in Godheim wieder, wo sich Charlie bei den Schwarzelfen von ihrem Giftanschlag erholt. Die Autorin lässt es anfangs etwas ruhiger angehen, wodurch man sich schnell wieder in der Geschichte zurechtfindet, auch wenn das Lesen des ersten Bandes schon einige Zeit zurückliegt. Doch viel Zeit zum Eingewöhnen lässt die Autorin einen dann auch wieder nicht und beginnt zügig die Story weiterzuerzählen. Und somit ist auch die erholsame, unbeschwerte Zeit für Charlie bald vorbei und sie macht sich zusammen mit Kunar und Tora auf den Weg zu den Hochebenen Godheims. Und dieser Weg gestaltet sich für die drei Jugendlichen gefahrvoll und sehr abenteuerlich.
Gekonnt vermischt die Autorin wieder die nordische Mythologie mit ihrer fantastischen Geschichte. Von Asgard aus regiert der grausame Magier Oden, der erbarmungslos über sein Volk herrscht. Hierbei wird er tatkräftig unterstützt von seinen zwei Raben Hugin und Munin, aber auch andere dunkle Kräfte schart Oden im Lauf des Romans um sich, denn die Herrschaft über Godheim reicht ihm nicht mehr aus. Mithilfe des zweiten Amuletts kann er nun auch durch den Nebel reisen und setzt alles daran, auch Vanaheim – die Erde – unter seine Knechtschaft zu zwingen. Die Erdenbürger müssen dies bald schmerzhaft feststellen und stehen den Taten Odens machtlos gegenüber. Allerdings konzentriert sich die Handlung auch dieses Mal wieder hauptsächlich auf Charlie und ihren Kampf gegen das Böse. Bei diesem Kampf und auf ihrem Weg durch Godheim kann Charlie ihre magischen Fähigkeiten festigen und trifft auf den ein oder anderen Verbündeten.
Die Story entwickelt sich weiterhin sehr wendungsreich, überraschend und hochspannend. Gebannt verfolgt man bis zur letzten Seite Charlies gefahrvollen Kampf gegen Odens Herrschaft. Der mutigen, ehrlichen, wissbegierigen Charlie stehen wieder die aufbrausende, liebenswerte Tora und deren älterer Bruder Kunar zur Seite. Anfangs noch von Biarn, Lodurs Sohn, unterstützt, sind die drei Jugendlichen aber bald auf sich allein gestellt. Doch sie erhalten bald schon unerwartete Hilfe in Person des mysteriösen Ragnar, einem Geschichtenerzähler, der ebenfalls auf dem Weg zu den Kentauren ist.
Die spannende und komplexe Geschichte Godheims voller Magie und Fabelwesen wie Elfen, Einhörner, Pegasus oder Kentauren erzählt Marita Sydow Hamann auch im 2. Band äußerst fesselnd, bildhaft, farbenfroh, witzig, lebendig und voller Fantasie. Auch ihre Charaktere sind detailreich und liebevoll gezeichnet, wodurch man schnell eine Vorstellung von Tora, die selten ihren Mund halten kann, dem eher etwas nachdenklichen und dennoch sehr impulsiven Kunar, der neugierigen, mutigen Charlie und den vielen weiteren sagenhaften Mitwirkenden erhält.


Fazit: Eine wunderschöne fantasievolle, wendungsreiche Geschichte für Jung und Alt, welche die Autorin im 2. Band weiter äußerst fesselnd, mystisch und unterhaltsam erzählt.

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21 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

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Phoenix

Jan Aalbach
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Piper, 17.02.2014
ISBN 9783492269643
Genre: Fantasy

Rezension:

Elias Meerbaum ist ein Meisterkoch, berühmt für seinen unvergleichlichen Geschmacks- und Geruchssinn. Während Elias sich gerade zu Dreharbeiten in Hamburg befindet, erhält der Meisterkoch eine Einladung von dem Milliardär von Bromberg. Dieser unterbreitet ihm ein Angebot, welches Elias zuerst ablehnt. Doch schon am nächsten Tag ändert er seine Meinung und erklärt sich bereit, das Rätsel um die Asche des Phoenix zu entschlüsseln. Hierbei handelt es sich um eine uralte Rezeptur, welches Unsterblichkeit verspricht und Elias scheint geradezu prädestiniert, diese Substanz zu entschlüsseln. Zusammen mit der Ärztin Huang Xi begibt sich Elias auf die Suche, die sich bald schon äußerst gefährlich gestaltet und Elias immer mehr über seine eigene Vergangenheit verrät.

 

Anfangs wirkt die Story noch wie ein ganz normaler Thriller, doch je tiefer man in die Geschichte eintaucht, umso mehr entwickelt sich diese zu einem Abenteuerthriller á la Tomb Raider oder Indianer Jones mit einer ordentlichen Portion Fantasy. Jan Aalbach verbindet seinen rasant und actionreich erzählten Roman mit seinem fundierten Wissen über palästinensische, arabische und hinduistische Mythen und Legenden zum Thema Unsterblichkeit. Dies ist zumeist sehr interessant, informativ und unterhaltsam beschrieben, manchmal aber auch ein wenig zu viel des Guten.

 

Ihre Suche, die man durchaus als Schnitzeljagd bezeichnen kann, führt Xi und Elias von Hamburg aus nach Israel, in den Iran, nach Indien sowie nach Kambodscha und ins Reiche der Mitte. Immer vor Augen das Gedicht, welches die Lösung für die Rezeptur der Unsterblichkeit beinhaltet. Doch wie es mit Mythen und Legenden nun einmal ist, beschreibt das Gedicht des Phoenix nicht geradlinig den Weg, sondern äußerst verworren und rätselhaft. Mithilfe seines schier unerschöpflichen Wissens, welches selbst Elias manchmal unheimlich vorkommt, kommen Xi und Elias dem Geheimnis der Unsterblichkeit immer näher.  

 

Doch nicht nur das Gedicht des Phoenix ist rätselhaft, auch der Hypochonder Elias Meerbaum gibt schon nach wenigen Seiten Rätsel auf. Der Meisterkoch hat einen sensationell guten Geruchs- und Geschmackssinn, sein geschichtliches Wissen ist schier grenzenlos und selbst uralte Sprachen bereiten ihm keinerlei Probleme. Doch wer ist der Mittdreißiger, dessen Erinnerung erst ab seinem 18. Lebensjahr einsetzt? Und auch die Ärztin Huang Xi, Medizinerin im Hamburger Tropeninstitut, scheint ein Geheimnis zu haben, welches sie vor Elias zu verbergen versucht. Hinzu kommt eine seltsame Kreatur, die im Auftrag seines geheimnisvollen Meisters jeden Schritt von Elias verfolgt und dabei auch vor Mord nicht zurückschreckt.

 

Rätselhaft, temporeich, locker, unterhaltsam und einehmend erzählt Jan Aalbach seinen Fantasy-Thriller, der bis zur letzten Seite äußerst fesselnd und spannend bleibt. Geschickt vermischt der Autor dabei bekannte Mythologien und historische Fakten mit künstlerischer Fiktion und liefert mit seinem Fantasy-Thriller damit kurzweilige, packende Leseunterhaltung.

 

Fazit: Die abenteuerliche Suche nach dem Elixier des ewigen Lebens – temporeich, spannend, unterhaltsam und interessant umgesetzt.   

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(26)

53 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

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Jake Djones und die Hüter der Zeit

Damian Dibben , Michael Pfingstl
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei cbj, 14.10.2013
ISBN 9783570224229
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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700 Bibliotheken, 6 Leser, 2 Gruppen, 134 Rezensionen

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Die Auslese - Nur die Besten überleben

Joelle Charbonneau , Marianne Schmidt
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 26.08.2013
ISBN 9783764531171
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Nachdem die sieben Stadien des Krieges überwunden sind, muss Nordamerika neu aufgebaut werden. Atomar verseucht stellt sich dies mehr als schwierig dar. Die neue Regierung des Commonwealth hat hierfür ein spezielles Ausleseverfahren installiert. Aus jeder Kolonie werden die besten Schüler ihres Abschlussjahrganges zur Auslese geschickt. Wer diese besteht, darf die Universität besuchen und die Zukunft des Landes wird dann in ihren Händen legen.

Die sechzehnjährige Cia möchte unbedingt an der Auslese teilnehmen und als sie tatsächlich ausgewählt wird, unheimlich stolz darauf. Doch erste Zweifel kommen Cia, als ihr Vater von seinen Träumen erzählt, welche ihn seit der Teilnahme an der Auslese verfolgen. Und als der erste Kandidat bei einer Phase des Tests stirbt, muss Cia schmerzhaft feststellen, dass nur die Besten überleben werden.

Eine schreckliche, utopische Welt zeichnet die Autorin in ihrem Roman. Fast alle Städte sind durch Bomben atomar zerstört, ganze Landstriche liegen brach, Tiere und auch Menschen sind teilweise mutiert, das Wasser ist verseucht. Doch es gibt auch Hoffnung. Das Commonwealth wurde in verschiedene Kolonien aufgeteilt, Wissenschaftler arbeiten daran, Gemüse und Pflanzen so genetisch zu verändern, dass sie mit dem verseuchten Boden zurechtkommen, wieder essbar werden und Landstriche sich begrünen. Cias Vater ist solch ein Wissenschaftler, der mit für den Aufbau verantwortlich ist. Um die einzelnen Kolonien werden die grünen und bewaldeten Flächen größer, das Leben kehrt endlich immer mehr in das Commonwealth zurück.

Joelle Charbonneau steigt in ihren fantastischen Roman mit der Abschlussfeier von Cia und ihren Schulfreunden ein. Anfangs ist die 16-jährige sehr enttäuscht, dass wieder einmal kein Kandidat aus der Five Lakes Kolonie ausgewählt wurde, doch am nächsten Tag ist es endlich soweit und zusammen mit drei weiteren Freunden reist sie nach Tosu-Stadt, um sich der Auslese zu stellen.

Cia selbst erzählt ihre Geschichte und so bekommt man sofort ein Gefühl für die ehrgeizige junge Frau, die selbstlos für Andere einsteht, gewissenhaft, clever und intelligent, aber auch etwas gutgläubig ist, was für die Auslese tödlich sein kann. Die Story entwickelt sich von Anfang an fesselnd dank dem lebendigen, bildhaften, fantasiereichen,  aber auch gefühlvollen Schreibstil von Joelle Charbonneau und sobald die Auslese beginnt ist die Story zudem noch äußerst spannungsgeladen und wendungsreich. Hierdurch bleibt die Geschichte bis zum Schluss absolut unvorhersehbar und überraschend.  

Stellenweise erinnerte mich „Die Auslese – Nur die Besten überleben“ aber auch ein wenig an die Panem-Trilogie. Es gibt hier einige Parallelen, besonders als die Auslese in Phase Vier geht und nach den theoretischen Tests auch ein Praxistest  ansteht. Auch sind vom Charakter her einige Ähnlichkeiten zwischen Katniss und Cia feststellbar. Aber nichtsdestotrotz ist „Die Auslese“ eine völlig andere Geschichte und ich war bis zum Schluss restlos begeistert von der abenteuerlichen, gefahrvollen, interessanten, komplexen Story. Ergo: Wem die Panem-Trilogie gefallen hat, wird von „Der Auslese“ genauso begeistert sein.

Fazit:  Eine fesselnde, vielschichtige Story, welche Joelle Charbonneau äußerst spannend und unterhaltsam umgesetzt hat.

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Die Erben der alten Zeit

Marita Sydow Hamann
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Pro Business, 02.07.2010
ISBN 9783868056600
Genre: Fantasy

Rezension:

Die 14-jährige Charlotta, genannt Charlie, beschließt eines Nachts, aus dem Waisenhaus in Lilby zu fliehen, wo sie mit einigen Unterbrechungen bei Pflegeeltern, seit dem Tod ihrer Adoptiveltern lebt. Charlies Herkunft ist rätselhaft, als Baby wurde sie in einem Park gefunden, niemand weiß, woher sie kam. Nun will die Jugendliche ihre wahren Eltern finden, dafür hat sie im Vorfeld bereits ihre Akte aus dem Jugendamt gestohlen. Bei dieser Akte war auch ein rätselhafter weißer Stein mit seltsamen roten Zeichen darauf. Bei ihrer Flucht durch Smaland gerät Charlie im Wald in einen dichten Nebel und plötzlich befindet sie sich in einer fremden Welt. Alles mutet sehr mittelalterlich an, seltsame Wesen leben hier, Kinder leben in Vanaheim gefährlich, der Magier Oden herrscht mit grausamer Hand über sein Reich. Schnell schließt Charlie Freundschaft mit den Geschwistern Tora und Kunar, doch sie muss vorsichtig sein, denn ganz offensichtlich weiß Oden von ihrer Anwesenheit und schickt seine Späher und Bärsärker aus, um das junge Mädchen zu finden.

Ganz anders ergeht es der jungen Sora. Sie wacht nach einem 14.000 Jahre langen Schlaf auf dem Planeten Euripides auf. Kriege gibt es keine mehr, die Menschen konzentrieren sich auf Wissenschaft und Technik und leben friedlich zusammen. Doch Sora lässt ihre Vergangenheit nicht los, seltsame Träume plagen sie und immer wieder zieht es sie zum Grab der Magierin Rhea.

Im ersten Band ihrer Fantasy-Trilogie verknüpft Marita Sydow Hamann geschickt die griechische wie auch die nordische Mythologie zu einer faszinierenden Geschichte. Auf Vanaheim leben Magier, Nornen, Einhörner, Bergtrolle, Wichtel und Schwarzelfen. Von Asgard aus regiert der grausame Magier Oden, der erbarmungslos über sein Volk herrscht. Seine Spione sind die zwei Raben Hugin und Munin, die er immer wieder über Vanaheim kreisen lässt auf der Suche nach Charlie. Das genaue Gegenteil ist der moderne Planet Euripides, auf dem sich die Menschen weiterentwickelt haben, mittlerweile 4 Hände haben und einen bedeutend größeren Kopf. Die Magie spielt hier keine Rolle mehr.

Der Haupthandlungsstrang spielt jedoch in Vanaheim und so verfolgt man Charlie bei ihrem Einleben in der ihr so unbekannten Welt und wie sie immer mehr ihre magischen Fähigkeiten entdeckt. Abwechslungsreich, jederzeit fesselnd und wendungsreich erzählt Marita S. Hamann das aufregende und gefährliche Leben der wissbegierigen, mutigen Charlie, die unbedingt hinter das Geheimnis ihrer Herkunft kommen möchte. Tatkräftig unterstützt wird sie von der etwas aufbrausenden, liebenswerten Tora und ihrem älteren Bruder Kunar. Aber auch von Biarn, der immer wieder die Jugendlichen besucht und sie über die aktuelle Lage in Vanaheim informiert, scheint Charlie helfen zu wollen. Doch kann man sich bei dem geheimnisvollen Biarn bis zum Schluss nicht sicher sein, ob der Junge auf der Seite von Charlie steht und auch Charlie kann Biarn nicht restlos vertrauen, denn ganz offensichtlich verbirgt dieser etwas vor ihr.

Im vorliegenden ersten Band erhält man bereits eine etwaige Ahnung davon, wie die so unterschiedlichen Geschichten von Sora und Charlie zusammengehören könnten. Zudem liefert die Autorin eine äußerst interessante Möglichkeit über die Entstehung der nordischen wie auch griechischen Mythologie. Die spannende und komplexe Story erzählt Marita Sydow Hamann äußerst fesselnd, bildhaft, farbenfroh, witzig,  lebendig und voller Fantasie in einem Schreibstil, dem mühelos auch Jugendliche folgen können. Auch ihre Charaktere sind detailreich beschrieben und schnell erhält man eine Vorstellung von Tora, die selten ihren Mund halten kann, dem eher etwas nachdenklichen Kunar, dem rätselhaften Biarn und der neugierigen Charlie.

Fazit: Eine wunderschöne fantasievolle, wendungsreiche Geschichte für Jung und Alt, welche die Autorin äußerst fesselnd und unterhaltsam erzählt.

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382 Bibliotheken, 15 Leser, 1 Gruppe, 40 Rezensionen

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Wo die Nacht beginnt

Deborah Harkness , Christoph Göhler
Fester Einband: 800 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 18.03.2013
ISBN 9783764504670
Genre: Fantasy

Rezension:

Diana und Matthew landen erfolgreich in London im Jahr 1590. Doch so einfach gestaltet sich die Suche nach einer Hexe, welche Diana unterrichten soll und dem Aufspüren des Buches Ashmole 782 nicht wie gedacht. Während Diana noch versucht, sich im elisabethanischen England zurechtzufinden, werden sie nach Frankreichs zu Matthews Vater Philipp bestellt. Und auch die Hexen, Vampire und Dämonen im 16. Jahrhundert sind bereits auf Dianas Anwesenheit aufmerksam geworden.

Deborah Harkness steigt nahtlos in den 2. Band ein und so katapultiert sie ihre Protagonisten wie auch ihre Leser direkt in das Jahr 1590. Kaum dort angekommen, lernt Diana auch schon die Mitglieder der „Schule der Nacht“ kennen, zu denen unter anderem Walter Raleigh und Christopher Marlowe gehören. Aber dies sollen nicht die einzigen historischen Personen bleiben, welche die Historikerin während ihrer Reise durch die Vergangenheit kennenlernt, die sie zusammen mit Matthew auch nach Frankreich und Prag führen wird. Auch Elisabeth I., den ungarischen König oder auch William Shakespeare lernt die Historikerin in dieser Zeit kennen.

Die  Reise in die Vergangenheit gestaltet sich für Diana und Matthew ziemlich problematisch und abenteuerlich und dies erzählt Deborah Harkness zumeist äußerst fesselnd, bildhaft und unterhaltsam. Auch die schon im ersten Band wortgewandten Streitgespräche zwischen ihren Protagonisten fehlen nicht und lassen einen ein ums andere Mal schmunzeln. Zumal der charismatische, dominante Vampir Matthew hier zumeist gegen die nicht minder selbstbewusste Hexe Diana den Kürzeren zieht.

Aber man merkt während des Lesens auch immer deutlicher, dass die Autorin sich beruflich mit europäischer Geschichte befasst. Sehr detailliert und stellenweise auch manchmal etwas zu ausschweifend erzählt sie das gesellschaftliche Leben Ende des 16. Jahrhunderts. Über weite Strecken hinweg hat man zumeist den Eindruck, einen historischen Roman zu lesen. Es kreuzen zwar immer wieder Dämonen, Vampire und Hexen den Weg von Diana und Matthew, aber diese spielen gerade im Mittelteil des Buches eher nur eine Nebenrolle. Und gerade in diesem Teil des Buches lässt auch die Spannung merklich nach, Deborah Harkness verliert sich hier zu sehr im Alltagsleben und den Wortgefechten von Diana und Matthew  und es passiert irgendwie nicht richtig etwas. Erst zum Ende hin zieht die Spannung dann wieder merklich an und die Ereignisse überschlagen sich stellenweise, sodass man wieder gebannt die Seiten umblättert.

Fazit: Nicht ganz so fesselnd und spannend wie der erste Band, aber in jedem Fall lesenswert.

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164 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 35 Rezensionen

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Sarg niemals nie

Dan Wells , Jürgen Langowski
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Piper, 16.04.2012
ISBN 9783492268837
Genre: Fantasy

Rezension:

Barth im Jahr 1817: Der junge Frederick sitzt wegen kleinerer Betrügereien im Gefängnis. Als Bankangestellter hat er es so gedreht, dass er als Alleinerbe eines älteren Herrn eingesetzt wird. Als Harry Beard nun endlich stirbt, muss Frederick dringend raus aus dem Gefängnis. Die Gelegenheit ist günstig, als sein Zellenkumpel an der Schwindsucht stirbt. Also, nichts wie rein in den Sarg und sich aus dem Gefängnis tragen lassen. Blöd nur, dass er erst wieder auf dem Friedhof aufwacht und schon halb eingebuddelt ist. Als er aus dem ungewollten Grab heraussteigt, sind dummerweise eine Schar Vampire anwesend, die Frederick für ihren Anführer halten. Noch dummer, dass der wahre Erhabene bereits auf den Weg nach Barth ist. Frederick flüchtet erst einmal per Kutsche Richtung London, um seine Erbansprüche geltend zu machen. Doch irgendwie läuft alles vollkommen anders als geplant.

 

Wer von Dan Wells neuesten Roman eine ähnliche Geschichte wie bei der Serienkiller-Trilogie um John Cleaver erwartet, wird überrascht sein. Denn der Autor lässt in dieser schrägen Geschichte seinem schwarzen Humor absolut freien Lauf. Die Story entwickelt sich ziemlich skurril, morbid und ist versehen mit einigen wunderbar humoristischen Szenen. Ab und an driftet die Geschichte auch ein wenig ins Groteske ab, aber irgendwie passt dies auch.

 

Vampire spielen zwar eine zentrale Rolle, werden aber von Dan Wells ganz anders als erwartet dargestellt. Es wimmelt von Leichen, die verschwinden und wieder auftauchen, Mary Shelley geht im Verlauf der Story einigen ziemlich bizarren Neigungen nach und reichlich Untote pflastern zudem den mühsamen Weg von Frederick alias Oliver Beard in Richtung Erbe. Tatkräftige Unterstützung erhält der Kleinkriminelle von einem dichtenden Apotheker, der entsprechend der Geschichte ebenfalls ziemlich schräg drauf ist. Und dann ist da noch Fredericks Verlobte oder eher Ex-Verlobte, die ihn am liebsten tot sehen würde, um so die ganze Summe der Erbschaft einstreichen zu können. Dafür lässt die junge Dame sich auch so einige kuriose Sachen einfallen.

 

Die Story entwickelt sich jetzt nicht unbedingt sehr unvorhersehbar, früh kann man schon einschätzen, wie die Geschichte schlussendlich für Frederick und alle Beteiligten ausgehen wird, aber bekanntlich ist ja der Weg das Ziel und den Weg dahin erzählt Dan Wells fesselnd und äußerst unterhaltsam. Auch seine Charaktere, allen voran Frederick, der die Geschichte um die Erbschaft selbst erzählt, sind facettenreich beschrieben. Und London beziehungsweise Barth für den Schauplatz dieser Gruselgeschichte der etwas anderen Art zu nehmen, ist zudem perfekt gewählt.

 

Fazit: Skurrile, morbide und durchweg unterhaltsame Story.

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6.944 Bibliotheken, 81 Leser, 39 Gruppen, 467 Rezensionen

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Die Tribute von Panem - Flammender Zorn

Suzanne Collins , Sylke Hachmeister , Peter Klöss , Hanna Hörl
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 20.01.2011
ISBN 9783789132209
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Brot und Spiele
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Katniss lebt nach der Rettung durch die Rebellen nun im Distrikt 13. Doch sie ist nicht glücklich. Das Kapitol hat ihre Heimat zerstört und Peeta befindet sich in den Fängen des Kapitols. Die Rebellen wollen sie als den Spotttölpel, das Gesicht der Rebellion, aufbauen, doch Katniss stellt daran Bedingungen. Widerwillig geht Präsidentin Coin darauf ein. Währenddessen entwickelt Gale zusammen mit Beetee Waffen zur Bekämpfung des Kapitols. Der Krieg steht kurz bevor.
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Katniss ist verzweifelt. Ihr Distrikt wurde vollständig zerstört, nur wenige Hundert konnten gerettet werden und das Kapitol manipuliert Peeta immer mehr, um ihren Willen zu brechen. Doch nachdem die Rebellenführer ihre Bedingungen akzeptiert haben, wird Katniss mehr widerwillig zum Spotttölpel und bei Besuchen einzelner Distrikte sie ist entsetzt, was das Kapitol mit Panem und seinen Bewohnern macht. Gemeinsam mit den Rebellen beginnt sie den Kampf, der schon bald viele Opfer fordern wird.
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Auch den Abschluss der Trilogie erzählt Suzanne Collins aus der Sicht der 17-jährigen Katniss. Und diese ist verzweifelt und völlig mutlos. So entwickelt sich die Geschichte anfangs sehr düster und bedrückend. Besonders die Szene, als Katniss Distrikt 12 besucht, spiegelt ihre ganze Verzweiflung, Wut und Hilflosigkeit wieder.
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Die Story entwickelt sich wieder sehr spannend und fesselnd, auch wenn anfangs das Tempo noch etwas aus der Geschichte genommen ist und Suzanne Collins ihren Lesern erst einmal die seelische Verfassung von Katniss schildert wie auch das Leben in Distrikt 13. Doch das Tempo zieht langsam aber kontinuierlich an und schon bald befindet man sich mitten in den Kämpfen um den Sieg der Rebellen, erlebt wieder einmal die Grausamkeiten des Kapitols und die Überlebenskämpfe der Rebellen.
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Mit vielen, durchaus auch überraschenden, Wendungen entwickelt sich Geschichte rund um Panem weiter, man trifft auf viele bekannte Gesichter, lernt neue Figuren kennen und leider muss man sich auch von einigen liebgewonnenen Charakteren verabschieden.
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Fazit: Ein wirklich gelungener Abschluss der Trilogie, der wieder einmal mit einer gut durchdachten, nicht unbedingt vorhersehbaren und rasanten Story und wunderbar beschriebenen Charakteren überzeugt.

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(3.233)

5.115 Bibliotheken, 50 Leser, 36 Gruppen, 424 Rezensionen

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Die Tribute von Panem - Gefährliche Liebe

Suzanne Collins , Sylke Hachmeister , Peter Klöss , Hanna Hörl
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 01.01.2010
ISBN 9783789132193
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der Spotttölpel und die Uhr
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Die Hungerspiele sind vorbei und seit Katniss und Peeta sich in der Arena geweigert haben, gegenseitig zu töten, gelten sie als Liebespaar. Mit ihrem Verhalten hat Katniss jedoch ungewollt den Zorn des Präsidenten auf sich gezogen, denn fortan gilt sie in den Distrikten als Leitfigur für eine mögliche Rebellion. Erste Anzeichen bemerken Katniss und Peeta bei ihrer erzwungen „Tour der Sieger“ durch die einzelnen Distrikte. Um das Leben ihrer Familien zu schützen, spielen Katniss und Peeta weiterhin das Liebespaar, genießen scheinbar die Vorzüge, welche der Gewinn der Spiele mit sich gebracht haben, währenddessen sind Katniss Gedanken allerdings nur von Flucht bestimmt. Doch nach den Spielen ist bekanntlich vor den Spielen und da nun die 75-igsten Hungerspiele anstehen und diese Jubel-Jubiläen immer ganz besonders gefeiert werden, lässt sich das Kapitol etwas Neues einfallen: Alle bisherigen Gewinner der Hungerspiele müssen bei den Jubiläums-Spielen gegeneinander antreten. Dies bedeutet für Katniss und Peeta, dass sie wieder zurück in die Arena müssen und den Kampf gegen 22 kampferprobte Tribute aufnehmen müssen.
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Der 2. Band knüpft nahtlos an den ersten 1. Teil an und so findet man sich zusammen mit Katniss, Peeta, Effi und Haymitch auf der Tour der Sieger durch die einzelnen Distrikte. Interviews werden gegeben, Abendessen finden statt und immer wieder ist neue Garderobe angesagt. Während Katniss und Peeta durch die Distrikte reisen, sind ihre Familien zu Hause in Distrikt 12 versorgt, wohnen in neuen Häusern auf der Straße der Sieger und genug zu essen ist auch immer vorhanden. Es könnte alles bestens in Ordnung sein, doch unter der Oberfläche brodelt es, erste Distrikte lehnen sich gegen die Regierung auf und die Schuld daran trägt nach Meinung des Kapitols ausschließlich Katniss. Mit ihrer Aktion in der Arena hat sie der Regierung und Präsident Snow die Stirn geboten, hat sich gegen sie aufgelehnt und fortan ist der Spotttölpel und somit Katniss das Symbol der Rebellion. Doch das Kapitol schlägt grausam zurück.
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Alle 25 Jahre finden zusätzliche Jubel-Spiele statt und dieses Mal müssen alle bisherigen Gewinner der Spiele ein zweites Mal in der Arena gegeneinander antreten. Irgendwie hört sich das alles wie schon einmal gelesen an. Im Prinzip dasselbe wie im ersten Teil, nur ein wenig anders verpackt. Aber weit gefehlt. Anfangs hat man noch ein wenig das Gefühl, alles schon zu kennen, wenn sich z. Bsp. Katniss‘ Stylist wieder ein besonders aufwendiges Kostüm einfallen lässt oder wenn sich die Tribute auf die Arena vorbereiten. Aber dieses Gefühl ändert sich abrupt, sobald Katniss, Peeta und alle die anderen Tribute die Arena betreten. Nicht nur, dass es dieses Mal eine völlig andere Welt ist, nein, die Geschichte entwickelt sich vollkommen anders weiter, als man vermutet hätte.
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Somit ist der 2. Band nicht nur wieder hochspannend angelegt, sondern man ist schier baff über die fantasiereiche, komplexe und überaus gut durchdachte Geschichte, die von Anfang bis Ende absolut stimmig ist und einen regelrecht in seinen Bann zieht. War es im ersten Band schon ein Plus, dass die Geschichte komplett aus Sicht von Katniss erzählt wurde, wirkt die Ich-Form im 2. Band noch eindringlicher und fesselnder erzählt. Und die 17-jährige Katniss muss man einfach in sein Herz schließen. Äußerst kritisch und ehrlich sich selbst gegenüber, zählt für sie nur eines: Peeta muss um jeden Preis die Spiele überleben, auch wenn dies ihr Tod bedeuten würde. Aber nicht nur der Charakter von Katniss ist ausgereift und entwickelt sich im 2. Band weiter, auch Peeta, Haymitch und die neuen Figuren überzeugen jederzeit in ihrer Darstellung und Suzanne Collins gelingt es prima, dass man seine Meinung bei dem einen oder anderen im Verlauf der Geschichte ändert.
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Fazit: Was wirklich selten vorkommt, der 2. Band der Trilogie ist noch stärker, ausgereifter, spannender und vielschichtiger angelegt als der 1. Band und dieser schon wirklich hervorragend.

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Tags: 2. band, arena, bestseller, entscheiden, entscheidung, fortsetzung, freiheit, fühlen, gale, gefahr, jugendfreund, kapitol, katniss, land, leben, liebespaar, menschen, panem, peeta, schicken, sicherheit, spüren, symbol, tod, tödliche spiele, töten, tribute, weigern, widerstand   (29)
 

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16.286 Bibliotheken, 111 Leser, 33 Gruppen, 483 Rezensionen

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Die Tribute von Panem - Tödliche Spiele

Suzanne Collins , Sylke Hachmeister , Peter Klöss , Werbeagentur Hauptmann & Kompanie
Buch: 416 Seiten
Erschienen bei Oetinger Taschenbuch, 01.10.2012
ISBN 9783841501349
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Fantastischer Beginn der Trilogie
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Nordamerika gibt es nicht mehr, zerstört durch Krieg und Naturkatastrophen. Aus diesen Trümmern ist Panem entstanden, was von einer despotischen Regierung geführt wird. Alljährlich wird an den Aufstand des 13. Distrikts erinnert, der von der Regierung brutal niedergeschlagen wurde. Bei der jährlichen Ernte werden fortan ein Junge und ein Mädchen pro Distrikt ausgelost, die sich einem grausamen Spiel zur Verfügung stellen müssen. Nur einer der 24 Teilnehmer kann überleben. Als in diesem Jahr das Los auf Katniss Everdeens jüngere Schwester Prim fällt, meldet sich die 16-jährige freiwillig. Zusammen mit Peeta reist Katniss nun in die Hauptstadt von Panem, um sich zusammen mit den anderen Teilnehmern auf die Hungerspiele vorzubereiten.
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So eine völlig andere Welt erschafft Suzanne Collins in ihrer Trilogie gar nicht. Vieles erkennt man wieder, so oder so ähnlich könnte unsere nicht ganz so ferne Zukunft durchaus aussehen. Panem ist in 12 Distrikte aufgeteilt. Distrikt 12, in dem Katniss und Peeta leben, gehört zu den ärmeren Teilen des Landes. Die Menschen leben vom Kohleabbau, viele Einwohner müssen hungern. Auch Katniss, ihre kleine Schwester Prim und ihre Mutter leiden unter der schlechten wirtschaftlichen Situation im Distrikt seit der Vater 5 Jahre zuvor in den Minen ums Leben kam. Und obwohl es verboten ist, geht Katniss zusammen mit ihrem Freund Gale regelmäßig auf die Jagd, um ihre Familien so zu versorgen.
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In der Ich-Form geschrieben, erlebt man fortan das Leben von Katniss, ein stolzes, dickköpfiges junges Mädchen, dass viel zu früh erwachsen werden musste. Regelmäßige Mahlzeiten, heißes Wasser zum Duschen oder genug Kleidung zum Wechseln, das alles kannte Katniss bisher nicht und fällt somit in eine völlige fremde, neue Welt mit der Ankunft im Kapitol. Doch sie findet sich schnell zurecht und auch wenn sie weiß, dass sie keine Chance hat, die Hungerspiele zu gewinnen, nutzt sie diese, wobei ihr ihre Jagdkenntnisse sehr zugute kommen.
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Zwar in einem einfachen, aber jederzeit äußerst fesselnden, packenden und durchaus auch mal emotionalen Sprachstil erzählt Suzanne Collins die Erlebnisse von Katniss und die Story entwickelt sich von Anfang an sehr rasant, durchaus auch actionreich, hervorragend durchdacht, spannungsgeladen und unvorhergesehen. Die nach außen hin so spröde und doch so liebenswerte Katniss wächst einen fast augenblicklich ans Herz und gebannt verfolgt man ihre Erlebnisse bei den Hungerspielen, leidet mit ihr, fiebert und hofft mit Katniss und wünscht sich eigentlich nur, dass sie die Hungerspiele überlebt.
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Fazit: Ein absolut gelungener Beginn der Trilogie, die mit einer komplexen, logischen und äußerst gut durchdachten Story wie auch mit hervorragend beschriebenen Charakteren von Anfang bis Ende absolut überzeugt.

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

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Dämonenschicksal

Greta Zicari , Weise Maria , Roselinde Dombach
Buch: 612 Seiten
Erschienen bei net-Verlag, 20.09.2012
ISBN 9783942229760
Genre: Fantasy

Rezension:

Auf der Suche
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Die ungewollte Schwangerschaft von Prinzessin Kassandra sorgt für Streit mit den benachbarten Königreichen und so dauert es auch nicht lange, bis im Königreich Saranda selbst der Krieg ausbricht. Die junge Yxes wächst zusammen mit ihrem Zwillingsbruder Altin in einem Waisenhaus auf. Als der Krieg immer näher rückt und die Erzieher die Flucht ergreifen, beschließen auch Yxes und ihre Freunde in die Hauptstadt zu fliehen. Der junge Elrako gilt als unehelicher Sohn von Prinzessin Kassandra und verbrachte sein bisheriges Leben mehr oder weniger in Gefangenschaft am königlichen Hof von Saranda. Eines Tages entschließt er sich zusammen mit seinem Freund Furgal zur Flucht. Synarek ist seit vielen Jahren Sklave von Meister Zarm’buck in Flabka und immer wieder den Hänseleien andere Jugendlicher ausgesetzt. Doch anstatt daran zu zerbrechen, machen die Demütigungen den jungen Mann immer stärker und bald stellt Synarek fest, dass er über dämonische Fähigkeiten verfügt.
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Drei verschiedene Handlungsstränge erzählen drei absolut unterschiedliche Geschichten von jungen Menschen, die ums Überleben während der Kriegszeiten in Saranda kämpfen. Der Geschichte von Greta Zicari ist eine ausführliche, alphabetische Auflistung der mitwirkenden Personen vorangestellt, was durchaus notwendig ist, denn die vielen fremden Namen und die Fülle der Mitwirkenden bereiten einem schon einen etwas schwierigen Einstieg. Allerdings versteht es die Autorin wirklich sehr gut, ihren Protagonisten schnell Konturen zu geben, was mit dazu beiträgt, dass man sich recht bald in der Geschichte zurechtfindet.
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Zumal auch der Schreibstil der Autorin nach anfänglicher Holprigkeit sehr flüssig, fesselnd und wunderbar unterhaltsam wird. Anfangs stolperte ich über die eine oder andere Formulierung, wie z. Bsp. „… die Kutsche für sie in den Ställen zu parken …“ (Seite 121) oder aber auch Wortwiederholungen innerhalb eines Satzes. Dies ließ jedoch recht schnell nach und bald schon hatte die Geschichte rund um Yxes, Synarek und Elrako eine regelrechte Sogwirkung.
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Natürlich rätselt man von Beginn an, wie denn nun diese unterschiedlichen Handlungsstränge zusammenpassen sollen. Da sind einmal Yxes und Altin, die sich zusammen mit anderen Kinder und Jugendlichen aus dem Waisenhaus auf den beschwerlichen Weg in die Hauptstadt machen und auf ihrem Weg natürlich auch einigen Gefahren ausgesetzt sind. Und ganz offensichtlich hat Altin etwas zu verbergen. Dann sind da Elrako und Furgal, der eine eher etwas vorsichtig veranlagt, der andere dagegen umso mutiger und risikobereiter. Die Beiden begegnen dem Kutscher Caleb, der sie in Windeseile aus der Hauptstadt wegbringt und ihnen gegenüber auch sonst ziemlich hilfsbereit auftritt. Doch können sie ihm wirklich trauen, zumal Caleb anscheinend auch mit Dämonen im Bunde steht? Und dann der Waisenjunge Synarek, der wahrlich kein leichtes Leben hat, ständig Schlägen und Demütigungen ausgesetzt ist und dann plötzlich merkt, dass er sich den Kräften der Dämonen habhaft machen kann.
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Natürlich verbinden sich im Verlauf der rund 600 Seiten dauernden Geschichte die Wege der Jugendlichen, die Handlungsstränge finden immer mehr Verknüpfungspunkte und Greta Zicari verbindet diese Erzählstränge wirklich sehr gut durchdacht und geschickt. Nach und nach erhält man auch eine Vorstellung davon, in welche Richtung die Story laufen wird, wie die verschiedenen Handlungen zusammengehören. Und die Story überrascht nicht nur durch eine abwechslungsreiche, nicht vorhersehbare Handlung, sondern auch durch den Ideenreichtum der Autorin. Ihr gelingt es problemlos, vor dem inneren Auge eine Fantasiewelt entstehen zu lassen, in der man sich ein wenig in das Mittelalter zurückversetzt fühlt, in der Dämonen wie selbstverständlich von Dämonenbeschwörern unter Kontrolle gehalten werden und von den meisten Menschen gar nicht erst wahrgenommen werden.
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Neben der fesselnden und fantasiereichen Story überzeugen ebenso die Charaktere. Greta Zicari hat nicht gerade wenige Figuren in ihre Geschichte integriert und anfangs fällt es einen hier wirklich schwer, den Überblick zu behalten. Doch schon bald nehmen Yxes, Elrako, Zerroko, Synarek, Caleb und all die anderen Mitwirkenden Konturen an, entwickeln sich zu eigenständigen Persönlichkeiten, die einem schnell sympathisch werden und die einen auch im Verlauf der Geschichte durchaus in ihrem Verhalten überraschen können.
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Fazit: Eine fesselnde und vielschichtige Geschichte rund um Dämonen und einer Gruppe Jugendliche, welche es bestens versteht, seine Leser zu unterhalten.

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155 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 47 Rezensionen

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Graveminder

Melissa Marr , Barbara Röhl
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Piper, 12.11.2012
ISBN 9783492268905
Genre: Fantasy

Rezension:

Die Totenwächterin
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Claysville ist eine kleine, idyllische Stadt irgendwo in den USA, doch alles andere als normal. Die Einwohner werden bis zu ihrem 80. Lebensjahr nicht krank und sterben nur durch Unfälle oder Mord. Für die Toten sorgt die Graveminder, die bei Beerdigungen magische Worte spricht und anschließend über die Toten wacht. Doch nun wurde ein junges Mädchen grausam ermordet, erhielt nicht das vorgeschriebene Bestattungsritual und ist nun wieder erwacht. Rebekkahs Großmutter war die letzte Graveminder, mit ihrem Tod fällt nun das Amt an ihre Enkelin und zusammen mit Byron, der als Undertaker für ihren Schutz zuständig ist, macht sie sich auf die Suche nach der Untoten, die mittlerweile eine tödliche Spur in dem beschaulichen Städtchen hinterlässt.
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Melissa Marrs Fantasyroman wird zwar als Erwachsenenroman bezeichnet, durch die kurzen Kapitel, dem unkomplizierten Satzaufbau und der geradlinigen Story kann „Graveminder“ aber auch problemlos als Jugendbuch durchgehen. Die Stimmung des Buches ist zumeist recht düster, beklemmend und durchweg temporeich erzählt, da sie nur wenige Tage umspannt. Zum Großteil auch recht spannend erzählt die Autorin die abenteuerliche Geschichte von Rebekkah und Byron, deren Leben sich von einem Tag auf den andern grundlegend ändert, sie sich plötzlich einer Situation gegenübersehen, die sich als äußerst gefährlich darstellt und sie in eine geheimnisvolle Welt führen wird.
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Rebekkah wie auch Byron – beide Mitte Zwanzig und attraktiv - sind ziemlich rastlose Charaktere, nie hielten sie es bisher lange an einem Ort aus. Nun kehren sie im Abstand von einigen Monaten nach Claysville zurück. Byron, um das Bestattungsunternehmen seinen Vaters zu übernehmen und Rebekkah eigentlich nur, um ihre geliebte Grandma zu beerdigen, danach plante sie die sofortige Abreise. Doch es kommt alles anders. Als Teenager war Byron mit Bek’s Schwester Ella befreundet, doch schon damals fühlten Byron und Rebekkah sich zueinander hingezogen. Rebekkah plagen bis heute Schuldgefühle deswegen und so gestaltet sich die Beziehung zwischen den Beiden auch äußerst kompliziert. Zwar fühlen sie sich nach wie vor sehr zueinander hingezogen, doch gerade Rebekkah traut ihren Gefühlen nicht, entzieht sich immer wieder Byron und kann doch nicht so recht von ihm lassen. Die Autorin vermittelt dieses Wechselbad der Gefühle von Rebekkah sehr anschaulich und auch den wahren Grund für ihre Schuldgefühle erfährt man nach und nach, doch dieses ständige Hin und Her nervte mit der Zeit auch ein wenig.
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Die Story an sich gestaltet sich durchaus interessant, ist ein wenig morbid, wirkt gut durchdacht, ist logisch umgesetzt, rätselhaft angelegt und beantwortet viele Fragen auch erst zum Schluss, dennoch ist der Ausgang der Geschichte schnell abzusehen. Wobei Melissa Marr jedoch einige sehr interessante und so noch nicht unbedingt gelesene Aspekte in ihren Fantasyroman mit einfließen lässt, die einen dann doch ein ums andere Mal überraschen, die an dem eigentlichen Ausgang der Geschichte an sich jedoch kaum Einfluss haben.
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Melissa Marr beschreibt ihre beiden Protagonisten detailreich, wodurch man schnell eine Vorstellung von der sympathischen, eigensinnigen und selbstbewussten Rebekkah wie auch von dem ebenfalls sympathischen, geradlinigen, treuen Byron erhält. Allerdings sind sie auch etwas eindimensional angelegt. Weder Byron noch Rebekkah überraschen einen in ihren Handlungen, bleiben jederzeit durchschaubar und so weiß man eigentlich immer, wie sie auf bestimmte Ereignisse reagieren werden. Dank dem flüssigen, einnehmenden und fesselnden Schreibstil gelingt es Melissa Marr jedoch problemlos, einen an ihren Fantasyroman zu binden und sorgt so dafür, dass man sich bis zum Schluss gut unterhalten fühlt.
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Fazit: Ein unterhaltsamer, zumeist spannender Fantasyroman mit einer interessante Geschichte und sympathischen Charakteren. Aufgrund des doch recht einfach gehaltenen Sprachstils, der kurzen Kapiteln und der übersichtlichen Geschichte kann man „Graveminder“ problemlos auch als Jugendroman bezeichnen.

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Tags: auferstehen, bannen, beerdigung, beginn, beginnen, beistehen, buch, byron, claysville, ermorden, frisches grab, generation, grab, grausam, grausame weise, graveminder, große liebe, hungrig, hungrige tote, idyllisch, junges mädchen, liebe, mädchen, magisch, magische worte, melissar marr, mord, rache, rebekkah, schutz, schützen, stadt, süchtig, tote, totenwächterin, wettlauf, worte, zeit   (38)
 

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Die Königin der Drachen

George R. R. Martin , Andreas Helweg
Flexibler Einband: 832 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 19.12.2011
ISBN 9783442268474
Genre: Fantasy

Rezension:

Unermüdlich führt Daenerys Targaryen jenseits des Meeres ihren Kampf um den eisernen Thron weiter. Währenddessen kämpft Robb Stark in Westeros weiter gegen die Familie Lennister. Doch diese hat momentan mit sich selbst genug Probleme. Und was lange keiner ahnt, aus dem Norden dringt eine Barbarenhorde in Richtung der Sieben Königreiche, unterstützt von kaum bezwingbaren Geschöpfen.

 

Im nunmehr sechsten Teil der Saga trifft man wieder auf alte Bekannte und George R.R. Martin hält auch an seiner gewohnten Erzählweise fest. So verfolgt man die Geschichte aus der Perspektive von Jon, Daenerys, Caitlin, Arya, Bran, Samwell, Davos, Sansa, Jamie und Tyrion. Aber man muss sich in diesem Band auch von liebgewordenen Charakteren trennen, hier schöpft der Autor stellenweise wirklich aus dem Vollen und man weiß beim Umschlagen der gelesenen Seite nicht, ob der Charakter, dessen Erlebnisse man gerade verfolgt, beim nächsten Mal noch unter den Lebenden weilt.

 

Aber auch der ein oder andere Charakter macht eine Wandlung durch, entwickelt sich den ihm gestellten Herausforderungen entsprechend weiter. Und gerade Jaime Lennister räumt George R.R. Martin nun mehr Raum ein, wodurch man den Königsmörder immer besser kennenlernt und feststellt, dass dieser so unsympathisch gar nicht ist.

 

Diesen Band erzählt der Autor bedeutend straffer als den letzten Teil. Stellenweise überschlagen sich regelrecht die Ereignisse, die Story überrascht immer wieder mit unvorhersehbaren und stellenweise halt auch traurigen Wendungen und wird von George R.R. Martin in opulenter, bildhafter Sprache äußerst spannend und lebendig erzählt. Entsprechend den jeweiligen Geschehnissen ist seine Erzählweise oftmals auch brutal und direkt, dann wieder voller Poesie und nachdenklich.

 

Gewohnt düster und zumeist beklemmend wirkt die Atmosphäre des Buches, fantastische Elemente nehmen in dem Handlungsstrang um John Schnee stetig zu, die Intrigen am Hofe Joffreys sind nicht weniger geworden und der Kind-König regiert weiterhin gnadenlos und willkürlich. Bei den reichlichen Intrigenspielen mischt Zwerg Tyrion Lennister entsprechend mit, seine Ehe mit Sansa ist glücklos und die Tochter von Eddard Stark hofft immer noch auf eine mögliche Flucht. Währenddessen bereitet Daenerys sich weiter auf die Eroberung des Eisernen Throns vor und muss schmerzlich erkennen, dass die Weissagung sich wohl erfüllen wird.

 

Fazit: Spannender, opulenter und fesselnder sechster Band der Saga.

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1.676 Bibliotheken, 37 Leser, 16 Gruppen, 57 Rezensionen

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Sturm der Schwerter

George R. R. Martin , Andreas Helweg
Flexibler Einband: 768 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 17.10.2011
ISBN 9783442268467
Genre: Fantasy

Rezension:

Der Kampf um den Eisernen Thron geht weiter
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Der Bürgerkrieg tobt weiter. Währenddessen mobilisieren sich die Wildlinge jenseits der Mauer, der König des Nordens entscheidet sich für die Liebe, was Folgen für seine Herrschaft haben könnte und Tyrion muss mit der Verachtung seiner Familie zurechtkommen.
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Aber natürlich geschieht noch viel mehr in diesem mittlerweile 5. Teil von George R. R. Martin. Es wird integriert, gekämpft, geliebt, gehasst und gestorben. Und die Spannung ebbt fast nie ab. Hinzu kommt, dass der Autor einen neuen Handlungsstrang einbaut bzw. erweitert und man lernt nun Jamie Lennister näher kennen. Und auch dieser Charaktere ist wieder einmal sehr vielschichtig angelegt und im Verlauf der Geschichte erlangt Jamie mit seinem Verhalten einige Sympathiepunkte.
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Die Geschichte über das Lied von Eis und Feuer erstreckt sich insgesamt über acht unterschiedliche Handlungsstränge, die einem jeweils einen anderen Blickwinkel für die Story geben und hierdurch ist man wieder einmal bei den Geschehnissen im Land hinter der Mauer dabei, erlebt die eisigen Tage und noch kälteren Nächte, denen die Menschen dort ausgesetzt sind, aber auch nach Königsmund führt einen George R. R. Martin wieder.
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Und so verfolgt man, wie die Macht des Gnoms Tyrion immer mehr schwindet und sich die Hoffnungen von Sansa wohl doch nicht erfüllen werden. Es geht aber auch wieder in den Norden zu König Robb und seiner Mutter Catelyn und auch das Leben des Volkes in Westeros kann man in einem weiteren Erzählstrang verfolgen. Währenddessen rüstet Daenerys zur Eroberung des Eisernen Throns.
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Fazit: Eine fantasievolle, abenteuerliche und durchweg immer spannende erzählte Fortsetzung der Saga.

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Tags: 5. band, arya, aufeinanderprallen, band 5, bruder, bürgerkrieg, entscheidung, erzwingen, flucht, gefahr, geisel, geiseln, george r.r. martin, grausam, heimat, joffrey, joffrey baratheon, junge mädchen, kind-könig, könig joffrey, krieg, parteien, reich, reich westeros, robb, robb stark, sansa, schwestern, sichere heimat, teil 5, treu, treue, verschieden, winterfell, zerreißen   (35)
 

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1.850 Bibliotheken, 35 Leser, 16 Gruppen, 71 Rezensionen

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Die Saat des goldenen Löwen

George R. R. Martin , Andreas Helweg
Flexibler Einband: 672 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 19.09.2011
ISBN 9783442268214
Genre: Fantasy

Rezension:

Die vier Könige
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Der Bürgerkrieg greift immer mehr um sich, mittlerweile beanspruchen vier Könige den Eisernen Thron für sich. Lord Stannis mobilisiert seine Armee und zieht gegen die Lennister in Königsmund, Robb Stark erlangt einen Erfolg nach dem anderen, doch seinem Ziel kommt er nicht recht näher und die Friedensverhandlungen zwischen Lord Renly und seinem Bruder Stannis scheitern. Zur gleichen Zeit rüstet sich Königsmund gegen mögliche Übergriffe, am Hof werden Ränke geschmiedet, Positionen gestärkt und während das Volk Hunger leidet, herrscht Kindkönig Joffrey weiterhin grausam und voller Willkür auf dem Eisernen Thron.
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Die Kämpfe und Ränkespiele nehmen zu und die Spannung zieht im 4. Band merklich an. Stellenweise überschlagen sich regelrecht die Ereignisse und gebannt verfolgt man wieder die Erlebnisse der so unterschiedlichen Protagonisten. Immer mehr legt George R. R. Martin allerdings den Schwerpunkt auf den vielschichtigen, schlauen, so voller Arglist und irgendwie richtig sympathischen Gnom Tyrion Lennister. Die Menschen in Königsmund verachten ihn, der Hof intrigiert gegen ihn, niemanden kann er vertrauen und dennoch muss er die Stadt vor den Übergriffen der Baratheons schützen, die unbeirrt Richtung Königsmund ziehen und die Krone für sich einfordern.
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Doch man erfährt auch wieder, was im Norden passiert durch Caitlyns Erzählungen, die in Schnellwasser am Bett ihres todkranken Vaters wacht und gleichzeitig im Hintergrund die Fäden für ihren Sohn Robb, dem König des Nordens, zieht. Währenddessen ist John Schnee mit den Männern der Mauer immer noch auf der Suche nach seinem Onkel Benjen Stark, doch je weiter sie sich der Mauer entfernen, umso mehr sinken ihre Hoffnungen und dann treffen sie auf die ersten Wildlinge und Schattenkatzen. Aber auch das Leben von Arya und Sansa Stark gestaltet sich nach wie vor gefährlich. Während Sansa auf Flucht hofft und von unerwarteter Seite einen Verbündeten findet, sinnt Arya heimlich in Harrenhal auf Rache, unterdessen verdingt sie sich als Laufbursche und Mundschenk. Und die Mutter der drei Drachen, die junge Daenerys, muss eine wichtige Entscheidung für sich und ihr Volk treffen.
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Die Sprache von George R. R. Martin ist nach wie vor farbenprächtig, bildgewaltig, stellenweise voller Poesie, nur um dann auf der nächsten Seite wieder äußerst brutal zu werden. Im Land herrscht Krieg, die Zustände sind barbarisch, erbarmungslos und gewalttätig, ein Menschenleben zählt kaum noch etwas und auch Kampfszenen nehmen merklich zu in diesem Band. Entsprechend direkt und stellenweise auch sehr brutal wird hier die Sprache des Autors, aber so zeichnet George R. R. Martin auch ein realistisches Bild der Geschehnisse.
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Wenn auch – gerade was den Handlungsstrang von Daenerys angeht - die Fantasyelemente langsam zunehmen, hat man nach wie vor noch das Gefühl, einen düsteren und oftmals auch sehr beklemmenden Historischen Roman aus dem Mittelalter zu lesen. Doch trotz der düsteren Stimmung des 4. Bandes und den sich häufenden Gewaltszenen, gelingt George R. R. Martin die Gratwanderung perfekt. Diese Szenen nehmen nie Oberhand, immer wieder fasziniert der Autor einem beim Lesen mit seiner Fantasie, mit seiner bildhaften Sprache, die einem jede Szene vor Augen führt, fesselt einen durch seine hervorragend herausgearbeiteten Charaktere und den überraschenden Wendungen. Denn man kann sich in diesem Teil der Geschichte nie sicher sein, dass einer seiner Protagonisten den nächsten Handlungsstrang noch erlebt und nicht einem Mordkomplott oder einen der vielen Kämpfe zum Opfer fällt.
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Fazit: Ein sehr spannender, farbenprächtig und fesselnd erzählter 4. Band, der mit überraschenden Wendungen und wieder wunderbar beschriebenen Charakteren absolut überzeugt.

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Tags: 4. band, 4. teil, arya, arya stark, band 4, bruder, bürgerkrieg, entscheidung, flucht, gefahr, geisel, geiseln, grausam, heimat, joffrey, joffrey baratheon, jung, junge mädchen, könig, könig joffrey, parteien, reich, sansa, sansa stark, schwestern, sicher, situation, treu, treue, verschieden, weg, westeros, winterfell, zerreissen, zwingen   (35)
 

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(1.088)

2.140 Bibliotheken, 66 Leser, 16 Gruppen, 89 Rezensionen

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Der Thron der Sieben Königreiche

George R. R. Martin , Andreas Helweg , Sigrun Zühlke , Thomas Gießl
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 21.06.2011
ISBN 9783442268221
Genre: Fantasy

Rezension:

Der Krieg beginnt
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Die Herrschaft des Kindkönigs Joffrey und seiner Mutter Cersei wackelt. Denn im Land erheben sich weitere Lords, die Anspruch auf den Thron stellen. Im Norden hat sich Robb Stark zum König des Nordens ausgerufen und kämpft gegen die Lennister. Von der Dracheninsel aus macht sich Lord Stannis Baratheon bereit, seinen Thronanspruch notfalls mit Waffengewalt geltend zu machen und auch dessen Bruder Renly hat sich zum König ausgerufen. In den Königslanden herrscht Bürgerkrieg. Dörfer werden niedergebrannt und die Einwohner bestialisch ermordet. Zur gleichen Zeit befindet sich Arya auf dem Weg nach Winterfell, doch dies ist ein gefährliches Unterfangen. Währenddessen macht sich der Kommandant der Mauer zusammen mit Jon Schnee und einer Gefolgschaft auf die Suche nach Benjen Stark, der seit langer Zeit als vermisst gilt. Eine gefahrvolle Reise hinter die Mauer in die verwunschenen Wälder beginnt.
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Der Bürgerkrieg lähmt das Land, Lebensmittel werden knapp und das einfache Volk kann sich seines Lebens nicht mehr sicher sein. Allerorts ragen Rauchfahnen verbrannter Dörfer in den Himmel. Zur gleichen Zeit geht auch am Hof von Königsmund das Intrigenspiel weiter, vorangetrieben von Tyrion, der nun die rechte Hand des Kindkönigs ist. George R. R. Martin fährt mit seinen verschiedenen Perspektivwechsel fort, wobei er im 3. Band den Schwerpunkt auf die Geschehnisse rund um Tyrion, Arya, Bran und Jon legt. Aber der Autor führt auch neue Protagonisten in diesen Teil der Saga ein und so verfolgt man die Erlebnisse von Davos, einem Ritter von Lord Stannis sowie von Theon Graufreud, der bereits in den vorherigen Bänden eine Nebenrolle inne hatte als Mündel von Lord Stark in Winterfell.
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Nach dem Prolog, der am Hofe von Lord Stannis spielt, wechselt der Autor in seine gewohnte Erzählweise und so befindet man sich auch nach wenigen Seiten wieder mitten im Geschehen und verfolgt gebannt den Abenteuern der einzelnen Protagonisten. Gewohnt bildhaft, prall und fesselnd ist auch dieses Mal wieder der Schreibstil von George R. R. Martin zu beschreiben. Und obwohl die gesamte Geschichte wieder sehr unterhaltsam, oft auch ein wenig rau und direkt erzählt wird, habe ich mir stellenweise doch etwas mehr Straffung der Geschehnisse gewünscht. Wobei die Story jetzt aber keineswegs als langatmig zu bezeichnen ist, bekommt man mit der Zeit dennoch das Gefühl, der Fortgang der Geschichte könnte etwas zügiger erzählt werden.
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Nach wie vor ein sehr großes Plus sind wieder die Charakterzeichnungen des Autors. Gerade was die Beteiligten am Hofe von Königsmund angeht, bleiben viele von ihnen immer noch schwer einschätzbar, andere Charaktere wachsen durch Geschehnisse über sich hinaus und entwickeln sich entsprechend weiter und einige agieren genauso, wie man sie bereits kennt und einzuschätzen gelernt hat. Durch diese vielen so unterschiedlichen Charaktere bleibt allein hierdurch die Geschichte immer spannend und stellenweise auch richtig überraschend.
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Fazit: Auch wenn ich mir langsam ein wenig mehr Fahrt in der Geschichte wünschte, ist sie dennoch jederzeit äußerst unterhaltsam, prall, abenteuerlich und sehr fesselnd erzählt und ich freu mich schon auf Band 4.

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Tags: 3. band, 3. teil, anerkennung, antreten, ausbrechen, band 3, bürgerkrieg, eisig, fantasy-saga, fünfzehn jahre, gefahr, gefahren, geisel, heimat, herrschaft, joffrey, joffrey baratheon, junge könig, kalte heimat, kampf, kämpfen, krieg, norden, reich, respekt, robb, robb stark, schwestern, tod, untertanen, vater, wachsen, westeros, winterfell, zerbrechen   (35)
 

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(1.401)

2.592 Bibliotheken, 91 Leser, 18 Gruppen, 118 Rezensionen

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Das Erbe von Winterfell

George R. R. Martin , Jörn Ingwersen , Sigrun Zühlke , Thomas Gießl
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 14.03.2011
ISBN 9783442267811
Genre: Fantasy

Rezension:

Der König des Nordens
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Mit dem Tod von König Robert ändern sich die Machtverhältnisse im Königreich radikal. Gleichzeitig kommt Lord Eddard Stark hinter ein düsteres Geheimnis, welches ihn vor eine schwerwiegende Entscheidung stellt. Das Haus der Lennister, allen voran Königin Cerseis fordert den Thron für ihren Sohn Joffrey, doch auch die Brüder des toten Königs, Renly Baratheon und Stannis fordern ihr Recht. Währenddessen ziehen Königin Cerseis Vater und ihre Brüder gegen das Haus der Winterfells. Während Robb und Caitlyn Truppen ausheben und sich auf den Krieg vorbereiten, legt Jon Schnee seinen Eid ab und wird ein Mann der Mauer. Bald schon muss er feststellen, dass in dem verwunschenen Wald jenseits der Mauer Kreaturen leben, die über übernatürliche Kräfte verfügen müssen. Während die Zeiten in den sieben Königslanden immer düsterer werden, muss auch Daenerys, die Thronerbin aus dem Hause Targaryan einen schweren Verlust ertragen. Doch dieser lässt sie über sich hinauswachsen und zeigt ihr ihre wahre Bestimmung auf.
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Nahtlos fügt sich der 2. Band an das Ende des Auftaktromans an und fast augenblicklich taucht man wieder in diese wunderbare Fantasy-Welt ein, die George R. R. Martin geschaffen hat. Anfangs hat man weiterhin das Gefühl, eher einen historischen Roman zu lesen, doch mit der Zeit ändert sich dies durch kleine Andeutungen und auch Geschehnisse, die einem deutlich aufzeigen, dass hier fantasymäßig noch ein ordentliches Potential vorhanden ist.
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Seine Perspektivwechsel hat der Autor beibehalten und so verfolgt man die Geschichte wieder aus der Sicht seiner einzelnen Protagonisten. Hierdurch ist man mitten in den Kriegsvorbereitungen von Caitlyn und ihrem Sohn Robb dabei, verfolgt die strategischen Planungen des Lennister-Clans, die sich zum Kampf gegen das Haus der Starks bereit machen, ist beim aktuellen Geschehen an der Mauer dabei und auch die Geschichte von Daenerys verfolgt man weiter. Aber auch bei den Ereignissen am Hofe in Königsmund ist man durch Sansas Erlebnisse wieder mit dabei und natürlich darf auch die rebellische Arya nicht fehlen. Und man erfährt wieder ein weniger mehr über das Königreich, über dessen Entstehungsgeschichte und über die Anderen, die unbekannte Gefahr, die in den verwunschenen Wäldern hausen soll.
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Die Stimmung des Buches ist zumeist recht düster und beklemmend, bedingt allein durch die teilweise doch recht grausamen Geschehnissen im Verlauf der Geschichte. Gerade was die Erzählstränge von Daenerys oder des Gnom Tyrion betreffen, sind diese stellenweise schon sehr rüde und brutal. Hier passt George R. R. Martin seinen Sprachstil entsprechend an. Aber auch das Leben von Daenerys entwickelt sich äußerst brutal, zumal das Leben an der Seite von Khal Drogo kein einfaches ist uns seine Sippe sehr archaische und barbarische Verhaltensmuster zeigen.
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Seine Charaktere entwickeln sich entsprechend weiter, reifen an ihren Aufgaben und ihrer Verantwortung, welche sie plötzlich durch die veränderten Machtverhältnisse im Königreich haben. Charaktereigenschaften, welche sie anfangs nur im Ansatz zeigten, werden nun offensichtlicher, manche wachsen ob ihrer Handlungen regelrecht über sich hinaus und manch andere müssen erkennen, dass sie sich in einem Menschen grundlegend getäuscht haben.
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George R. R. Martins Schreibstil ist wieder einmal nur als absolut bildgewaltig, farbenfroh und voller Fantasie zu beschreiben und da er sich im ersten Band viel Zeit gelassen hatte, seine Protagonisten einzuführen, steht nur die Handlung mehr im Vordergrund, nimmt schnell Tempo auf und wird im Verlauf der Geschichte immer spannender und mitreißender.
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Fazit: Eine hervorragende Fortsetzung voller Fantasie und Abenteuer, dazu wieder eine wunderbar bildhafte und farbenprächtige Sprache und Charaktere, die sich der Geschichte entsprechend weiterentwickeln.

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Tags: 2. teil, aufrecht, band 2, berater, dienen, eddard, entgegenstellen, fantasy-saga, folgen, freund, gefahr, geradlinig, hand des königs., heimat, hof, kalte heimat, kampf, kämpfen, könig, lord, lord von winterfell, mächtige, ned, neuausgabe, norden, ränke, robert baratheon, schwert, stellvertreter, tapfer, verlassen, winterfell   (32)
 

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

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Der Tag, an dem das UFO vom Himmel fiel

David Halperin , Jörn Ingwersen
Fester Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag (HC), 27.08.2012
ISBN 9783442312788
Genre: Romane

Rezension:

Wissenschaft ist eine Schildkröte
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Der 13-jährige Danny Shapiro beobachtet auf dem Nachhauseweg ein Ufo, es ist die Nacht des 20.12.1962. Von diesem Tag an ist für den Hobby-Ufologen nichts mehr wie vorher. Danny geht auf eine abenteuerliche wie auch gefahrvolle Reise und trifft dabei auf Außerirdische und wird von den Men in Black verfolgt. Doch was ist Fantasie, was Realität? Dannys Leben ist trist und einsam. Vom Vater nicht beachtet und von der Mutter vernachlässigt, da diese schwer krank ist, hat er kaum Freunde und ist zudem noch unglücklich verliebt. Nur seinem Ufo-Tagebuch kann er seine Gefühle anvertrauen.
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Der Einstieg in David Halperins Science-Fiction/Fantasy-Geschichte gestaltet sich anfangs etwas schwierig, da immer wieder die Grenzen zwischen Fantasie und Realität verwischen, was sich durch die ganze Geschichte zieht. Danny erzählt seine Abenteuer als 16-jähriger in Rückblenden und manchmal weiß man zudem nicht, ob man sich im Jahr 1965/66 oder wieder bei dem 13-jährigen Jungen und seinen Erlebnissen befindet.
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Doch wenn man sich hierauf einlässt und über die erste Verwirrung hinweg ist, findet man sich schnell in der Story zurecht und man wird mit einer wundervollen, emotionalen und sehr fantasievollen Geschichte belohnt. Danny wird von dem Ufo-Hype, der Anfang der 1960er Jahre in den USA kursierte, angesteckt. Zusammen mit seinem einzigen Freund gründet er einen Ufo-Club, beschäftigt sich intensiv mit Ufo-Sichtungen und flüchtet sich so immer mehr in seine eigene Welt.
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Denn die Realität bietet ihm wenig. In der Schule wird er nicht akzeptiert, sein Vater ist von ihm enttäuscht, behandelt ihn wie einen Fremden und ständig muss Danny Rücksicht auf seine schwer herzkranke Mutter nehmen. Vor seinen Augen schwindet sie immer mehr aus dem Leben, was dem Jungen schwer zu schaffen macht. Die Stimmung in Dannys Elternhaus ist immer getrübt, depressiv und voller Rücksichtnahme auf die Krankheit der Mutter.
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Wen wundert es, dass sich der Junge in seine eigene Fantasiewelt flüchtet. Diese vertraut er seinem Tagebuch an und was David Halperin seinen Protagonisten in den nächsten 3 Jahren erleben lässt, wird immer spannender und nimmt stellenweise auch sehr starke Science-Fiction-Züge an. Doch Danny ist immer bewusst, dass er sich irgendwann der Realität, dem wahren Leben, stellen muss. Hierfür muss er viele Umwege in Kauf nehmen, an denen er reifer und erwachsener wird und die ihm helfen, sich dieser Realität zu stellen.
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Beeindruckend ist die bildhafte, fesselnde und stellenweise auch poetische Sprache des Autors, der sich intensiv mit dem Thema Ufo und Außerirdische befasst hat. Vieles kommt einem bekannt vor, so haben die Außerirdischen die gleichen Gesichtszüge wie man sie von den Roswell-Bildern kennt und auch die kleine Stadt in Mexico wird ein Thema in dem Roman. Danny muss vor drei schwarzen Männern flüchten, den Men in Black, seine Reise führt ihn unter die Erde und doch dem Mond so nah wie auch nach Jordanien und Israel. Ein wundervolles Buch voller Mythologie, Fantasie und Science-Fiction, aber auch theologische bzw. jüdische Züge sind hier zu erkennen. Verständlich, da David Halperin emeritierter Professor für Jüdische Geschichte und Theologie ist.
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Fazit: Ein Roman auf den man sich einlassen muss, der anfangs etwas verwirrend ist, aber schon bald mit einer wundervollen, fantasiereichen und überaus spannenden Geschichte voller Emotionen überzeugen kann.

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Tags: 20.12.1963, abenteuer, abenteuerlich, außerirdische, begeben, begreifen, behandeln, coming-of-age-geschichte, danny, danny shapiro, debüt, einsperren, entfremdung, erobern, fallen, fantasie, fantasiewelt, fesselnd, fremder, fremde welten, gefühl, gesehen, glück, halperiss, herzerwärmend, himmel, jung, junge, krankheit, leben, mädchen, mutter, nacht, realität, reise, retten, rettung, roman, sehen, träume, ufo, umweg, vater, vermischen, vermitteln, welt, wunderschön, zuhause, zurückziehen   (49)
 

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(77)

151 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 7 Rezensionen

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Das blutige Land

Richard Schwartz
Flexibler Einband: 704 Seiten
Erschienen bei Piper, 16.07.2012
ISBN 9783492268301
Genre: Fantasy

Rezension:

Die Suche nach dem Tarn
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Die Ostmark liegt seit Jahrhunderten im Kampf gegen die Stämme der Steppe, die sich nun unter dem schwarzen Banner des Nerkomantenkaisers gesammelt haben. Der Wanderer und Lanzengeneral Havald von Thurgau sieht nur eine Lösung gegen den immerwährenden Krieg: Die Stämme müssen geeint, der Tarn gefunden werden, um endlich Frieden in das Reich zu bringen. Zusammen mit seinen Getreuen, Varosch, Serafine und Zokora versucht er alles, um das Unmögliche zu erreichen.
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Zu meiner Schande muss ich ja gestehen, dass ich weder die Reihe um das Geheimnis von Askir noch die ersten beiden Bände der Götterkriege kannte. Eigentlich sehr schlechte Voraussetzungen, wenn man mitten in eine vielschichtige Geschichte einsteigt. Anfangs fiel es mir auch schwer, die vielen unterschiedlichen Personen, die Städte und die ungewohnten Begriffe zuzuordnen. Allerdings erleichtert Richard Schwartz das Quereinsteigen, indem er der Geschichte einen kurze Inhaltsangabe der beiden vorherigen Bände voranstellt und am Ende des Buches alle wichtigen Personen mit ihren Funktionen und Beziehungen zueinander, aufführt. So war anfangs viel Hin- und Herblättern angesagt, aber nach rund 80 Seiten hatte ich einen ganz guten Überblick und die Geschichte hatte mich in ihren Bann gezogen.
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„Schuld“ daran war vor allem der pralle, bildhafte, farbenprächtige und absolut fesselnde, fantasievolle Schreibstil von Richard Schwartz. Mühelos konnte ich mir die Ostmark wie auch später die Kronstadt Illian oder die Kaiserstadt Askir vorstellen. Die Geschichte steigt verständlicherweise mittendrin ein und wird aus Sicht von Havald, dem Wanderer, erzählt, der anfangs inkognito in der Ostmark unterwegs ist und sich erst im Verlauf als Lanzengeneral und Kommandant der zweiten Legion zu erkennen gibt. Zusammen mit seinen Freunden Serafine, Varosch, Zokora und vielen weiteren Beteiligten erlebt er die unterschiedlichsten, zumeist sehr gefahrvollen Abenteuer, immer mit dem einen Ziel, endlich Frieden in das Reich zu bringen, welches von einem seit Jahrhunderten bestehenden Krieg vollkommen ausgezerrt ist.
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Der Fantasy-Roman nimmt immer wieder neue Wendungen an, viele neue aber auch alte Bekannte tauchen im Verlauf der Geschichte auf, man lernt ein wenig das Leben der Barbaren kennen, begleitet Havald und seine Getreuen im Kampf gegen Dämonen und vielen weiteren Gegnern und immer wieder geht Richard Schwartz auch auf die Vergangenheit der einzelnen Personen ein. So wurden für mich persönlich zwar nicht alle Fragen beantwortet, dafür aber ein Großteil und der Rest würde sich wahrscheinlich durch Kenntnis der Vorgängerbände ergeben. Die Mischung, immer mal wieder Persönliches seiner Protagonisten mit einfließen zu lassen, nimmt zwar zwischenzeitlich die Spannung aus der Story, dennoch sind gerade diese Szenen auch sehr unterhaltsam und für das Verständnis der Geschichte auch notwendig.
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Gelungen sind dem Autor auch die Charakterbeschreibungen der einzelnen Mitwirkenden, die wirklich jetzt nicht gerade Wenige sind und hierdurch gelang es mir gut, diese bald gut auseinanderhalten zu können. Am meisten erfährt man natürlich über Havald, dem Mann, der einfach nicht sterben kann, zwar Lanzengeneral ist, aber von Rangabzeichen und Uniformen nicht viel hält. Er steht lieber an vorderster Front, als nur Befehle zu erteilen, sehr zum Leidwesen von Serafine. Den Dunkelelfen Varosch und Zokora räumt Richard Schwartz ebenfalls viel Raum ein und gerade die trockene, direkte Art von Zokora regt immer mal wieder zum Schmunzeln an und lockert die öfter schon ziemlich düstere Stimmung des Buches etwas auf.
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Fazit: Für Fantasy-Fans ist die Götterkriege-Reihe ein absolutes Muss. Eine hervorragend durchdachte und durchweg sehr spannend erzählte Geschichte; eine Welt voller Fantasie, Abenteuer, Mystik, Dämonen und Götter.

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