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63 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 10 Rezensionen

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Wer im Dunkeln bleibt

Deborah Crombie , Andreas Jäger
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 16.03.2015
ISBN 9783442480234
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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259 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 56 Rezensionen

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Der Schlafmacher

Michael Robotham , Kristian Lutze
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 11.01.2016
ISBN 9783442314089
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Chief Superintendent Ronnie Cray bittet Professor Joe O’Loughlin um Hilfe. In einem Bauernhaus wurden zwei Frauen ermordet, die Ermittlungen stocken, die Bevölkerung ist entsprechend missgestimmt und fordert eine Verhaftung. Mehr widerwillig geht Joe den Fall durch und wird sogleich mit mehreren Verdächtigen konfrontiert, die durchaus ein Motiv hätten und deren Alibi nicht unbedingt wasserdicht ist. Als jedoch eine weitere Leiche gefunden wird, auf deren Stirn ein „A“ eingeritzt ist, ist dem Professor klar, dass er es mit einem Mörder zu tun hat, der auf Rache sinnt und vor dem auch O’Louglins Familie nicht sicher sein kann.

 

Eigentlich wollte Joe nichts mehr mit Polizeiarbeit zu tun haben und mit Mordermittlungen noch weniger, doch notgedrungen unterstützt er Ronnie Cray bei ihrer Arbeit, die sich regelrecht festgefahren hat. Es gibt in dem Fall der ermordeten Mutter und deren Tochter in dem einsamen Bauernhaus mehrere Verdächtige, aber auch der große Unbekannte ist durchaus eine Alternative. Grund hierfür ist das ausschweifende Privatleben von einer der Frauen. Unterstützung holt sich der Professor bei seinem alten Freund Vincent Ruiz, der auch sofort tatkräftig in die Ermittlungen einsteigt. Aber auch privat tut sich einiges bei Joe und so erlebt man auch einen sehr privaten Professor.

 

Michael Robotham hat einen sehr eingängigen, eher ruhigen und absolut fesselnden Schreibstil, mit dem er seine Leser binnen Minuten an seinen Psychothriller bindet und ihm keine Chance mehr lässt, das Buch noch groß aus der Hand zu legen. Der Plot gestaltet sich äußerst komplex und rätselhaft. Geschuldet ist dies unter anderem auch einem weiteren Handlungsstrang, bei dem der Schlafmacher zu Wort kommt. Doch wer hofft, dass Michael Robotham auch noch einen Hauch von Hinweis ob der Identität des Mörders liefert, der hofft vergebens. Bis zum Schluss ist absolut unklar, um wen es sich bei dem perfiden, psychisch kranken Mann handeln könnte.

 

Dabei durchleuchtet der Autor die Vergangenheit des Mörders äußerst akribisch. Nach und nach erfährt man so den Grund für sein Handeln, wie er allerdings seine Opfer ausfindig macht, lässt Michael Robotham ebenfalls bis fast zum Schluss offen.

 

Wie gesagt, das Privatleben von Joe nimmt einen großen Raum in dem Thriller ein, was jedoch in keiner Weise die Spannung schmälert. Denn hier ereignet sich auch einiges, auch wird Charlie, Joes erwachsene Tochter, mit in den Fall integriert und auch seine Frau Julienne spielt eine gewichtige Rolle im vorliegenden Roman.

 

Fazit: Hochspannend und äußerst komplex gestaltet sich auch dieser Fall von Joe O’Loughlin wieder. Einfach nur absolut lesenswert.

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86 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 22 Rezensionen

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Schattenschläfer

Paul Finch , ,
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Piper, 05.01.2016
ISBN 9783492306874
Genre: Krimi und Thriller

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59 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

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Mörderischer Freitag

Nicci French ,
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei C. Bertelsmann, 21.09.2015
ISBN 9783570102312
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Ausflug nach London endet für die 5-jährige Kitty dramatisch. Was das kleine Mädchen anfänglich für einen Wal in der Themse gehalten hat, entpuppt sich als Leiche. Beim dem Toten handelt es sich um Sandy Holland, dem Ex-Lebensgefährten von Dr. Frieda Klein, der ein Patientenarmband von Frieda am Handgelenk trägt. DCI Sarah Hussein und DC Glen Bryant werden mit dem Fall betraut und gerade Hussein wird vom Polizeichef Crawford entsprechend gebrieft was Frieda angeht. Crawford ist der festen Überzeugung, dass Frieda ihren Ex-Partner ermordet hat. Als Frieda eine Anklageerhebung wegen Mordes droht, taucht sie ab und ermittelt auf eigene Faust nach dem Mörder von Sandy.

 

Anfangs verfolgt man die Ermittlungen von DCI Hussein, die von Polizeipräsident Crawford wie auch von Prof. Hal Bradshaw dahingehend beeinflusst wird, dass beide Männer sich nur sehr negativ über Frieda äußern. Besonders Crawford ist absolut von der Schuld Friedas überzeugt und auch Hussein ermittelt nach der Flucht von Frieda nur noch in eine Richtung.

 

Aber auch Frieda, aus deren Perspektive der Krimi erst nach einer Zeit erzählt, konzentriert ihre Nachforschungen auf Dean Reeve. Fest davon überzeugt, dass der Mörder auch den Tod von Sandy verschuldet hat, versucht sie, ihn auf die Spur zu kommen. Doch ist Frieda wirklich auf der richtigen Spur?

 

Ruhig, nachdenklich, detailreich … so präsentiert sich der mittlerweile 5. Band der Reihe, aber keineswegs langatmig. Das Autorenduo Nicci French versteht es wieder hervorragend, die Neugier ihrer Leser anzuregen, sie in das Leben von Frieda miteinzubeziehen, auch wenn lange Zeit kaum Spannung aufkommt. Diese hält sich mehr im Hintergrund, ist aber in gewisser Weise doch immer vorhanden.

 

Denn die Story entwickelt sich äußerst wendungsreich und undurchsichtig. Hinzu kommt, dass man bis zum Schluss nicht erfährt, wer denn nun für den Mord an Sandy verantwortlich ist, geschweige denn, warum Sandy auf so grausame Art sterben musste, noch warum er in den letzten Tagen seines Lebens unter regelrechten Angstattacken gelitten zu haben scheint.

 

Fazit: Gewohnt wendungsreich und dabei eher ruhig und nachdenklich gehalten, dabei aber keineswegs langatmig.

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64 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

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Böse Lügen

Sharon Bolton ,
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Manhattan, 19.10.2015
ISBN 9783442547654
Genre: Romane

Rezension:

Die Falkland-Inseln im Oktober 1994: Es ist drei Jahre her, dass Catrin Quinn bei einem Unfall ihre beiden kleinen Söhne verloren hat. Seitdem ist für die Meeresbiologin nichts mehr wie vorher, sie lebt vollkommen zurückgezogen und ihr Blick richtet sich nur noch auf ein Ziel. So bekommt sie anfangs auch kaum mit, dass wieder ein kleiner Junge auf den Inseln verschwunden ist, mittlerweile der Dritte. In so einer kleinen Gemeinschaft wie auf den Falklands kaum noch erklärbar und fast niemand mehr glaubt an einen Unfall. Ungewollt wird Catrin in die Suche nach dem kleinen Archie mit hineingezogen und je länger die Suche dauert, umso mehr steigt das Misstrauen unter den Einwohnen, eine regelrechte Hexenjagd bricht los und Catrin rückt immer mehr in den Fokus der Einwohner.

 

Catrin Quinn kehrt gerade mit ihrem Boot zurück, als sie am Hafen ein hohes Polizeiaufkommen sieht. Wieder ist ein kleiner Junge verschwunden, dieses Mal das Kind einer Touristenfamilie. Um den Schein zu wahren, nimmt auch Catrin an der Suche teil, doch eigentlich interessiert sie dies überhaupt nicht. Innerlich wie tot fühlt sich Catrin nach dem Tod ihrer Jungen, einzig das Gefühl nach Rache lässt sie jeden Tag noch aufstehen.

 

Bedrückend,  düster und teilweise auch ein Hauch von Grusel, so vermittelt Sharon Bolton ihren neuesten Thriller, den ich allerdings nicht unbedingt als solchen bezeichnen würde. Zwar ist ständig eine unterschwellige Spannung zu spüren, aber in dem wendungsreichen wie vielschichtigen Roman stehen die Gefühle der drei Protagonisten Cathrin, Rachel und Callum klar im Mittelpunkt. Und diese beschreibt die Autorin so eindringlich, nahegehend und überzeugend, dass man das Buch kaum aus der Hand legen mag. Denn auf jeder Seite spürt man deutlich: Alle Drei haben etwas zu verbergen, ein Geheimnis, welches sie bis in ihre Träume verfolgt und sie kaum eine Nacht schlafen lässt. Doch steht dieses in Verbindung mit den drei verschwundenen Kindern, dem bald noch ein viertes Kind folgen soll?

 

Das Buch ist in drei Erzählstränge aufgeteilt, in dem zuerst Cathrin, danach Callum und zum Schluss Rachel ihre Eindrücke zu den Erlebnisse zwischen dem 31. Oktober und 04. November 1994 schildern. Natürlich erlebt jeder der Drei diese unterschiedlich, ihre Wahrnehmungen sind verschieden und der eine ist bei einem Ereignis dabei, welches der andere nicht miterlebt. So erhält man zwar ein sehr rundes Bild in Bezug auf die Vorkommnisse auf den Inseln, um jedoch hinter die Geheimnisse von Cathrin, Rachel und Callum zu kommen, helfen diese nicht wirklich weiter.

 

Durch die zeitliche Nähe zum Falkland-Krieg, der gerade einmal 12 Jahre zurückliegt, ist dieser natürlich immer wieder ein Thema im Buch, da die Erinnerungen bei der Bevölkerungen nach wie vor präsent sind. Aber auch der Tourismus wie auch die Artenvielfalt und die fantastische Natur der Inseln sind Themen des Thrillers. Informationen hierüber lässt Sharon Bolton immer wieder wie nebenbei mit einfließen, sodass man einiges über die Falkland-Inseln erfährt und sich somit ein sehr gutes Bild von den Inseln machen kann. Gleichzeitig sorgt der bildhafte und eindringliche Schreibstil der Autorin dafür, dass sich mühelos eine atmosphärische Dichte aufbaut und ein beklemmendes Gefühl einen während des Lesens kaum loslässt.

 

Fazit: Düster, beklemmend, das ganze versehen mit einer unterschwelligen Spannung. Nicht unbedingt ein Thriller, aber ein hervorragend erzählter Roman voller Emotionen und Geheimnissen.

 

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16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

maeve kerrigan

Der Lilienmörder

Jane Casey , Franka Reinhart
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 20.07.2015
ISBN 9783734100437
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Er erwürgt seine Opfer, schneidet ihnen die Haare ab, entfernt ihre Augen und bettet sie auf weiße Blumen. Bereits zwei Frauen sind auf diese Weise in London ermordet worden. DC Maeve Kerrigan ermittelt dieses Mal ohne ihren Kollegen Josh Derwent und als ein dritter Mord geschieht und die Spuren auf einen Fall aus der Vergangenheit hinweisen, wird Maeve klar, warum Derwent von ihrem Chef bei dem Fall außen vor gelassen wird.

 

Maeve Kerrigan und Josh Derwent ermitteln gerade in einem Fall von häuslicher Gewalt als Maeve zu ihrem Chef gerufen wird. Fortan unterstützt sie das Team, dass die sadistischen Mordfälle an jungen Frauen bearbeitet. Warum Superintendent Godley und DI Burns jedoch so großen Wert darauf legen, dass Maeve zu dem Fall gegenüber DI Derwent Stillschweigen wahrt, ist der engagierten wie starrköpfigen Polizistin erst klar, als sie ziemlich schnell die Zusammenhänge zu einem früheren Mordfall herstellt.

 

Jane Casey lässt sich auch im 4. Band der Maeve-Kerrigan-Reihe viel Zeit, um ihre Geschichte aufzubauen. Das Zwischenmenschliche steht für die Autorin genauso stark im Fokus wie der Fall selbst. Und dieser entwickelt sich gewohnt komplex. Zudem ich auch das aktuelle Buch von Jane Casey wieder auf keinen Fall als Thriller bezeichnen würde, sondern als soliden englischen Krimi. Und wenn man unter dieser Voraussetzung den Roman liest, wird man auch bestens unterhalten.

 

Das Buch überzeugt neben der vielschichtigen Story durch seine eigenwilligen, facettenreichen und lebendig beschriebenen Charaktere. Maeve geht auch in diesem Fall wieder eigene Wege, hält sich nicht unbedingt an Vorgaben ihres Chefs Godley, vertraut auf ihre Menschenkenntnis und weniger auf das, was ihr von ihren Vorgesetzten vorgegeben wird. Und setzt dabei mehr als einmal ihre Karriere aufs Spiel.

 

Die aktuelle Mordserie weist Parallelen zu einem ungelösten Mordfall von vor rund 20 Jahren auf, in den DI Josh Derwent verwickelt war. Somit gilt er als Verdächtiger in den aktuellen Ermittlungen und wird außen vor gelassen. Was Derwent natürlich absolut nicht passt. Jane Casey präsentiert neben Derwent als Verdächtigen aber noch einige weitere mehr, die durchaus Grund hätten, für die aktuellen Mordfälle verantwortlich zu sein. Somit ist Rätselraten fast bis zum Ende des packenden und spannenden Krimis garantiert.

 

Fazit: Ein ruhiger wie komplexer Krimi, der durch eine wohldurchdachte Story und eigenwilligen Charakteren überzeugt.

 

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286 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 52 Rezensionen

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Erlöse mich

Michael Robotham , Kristian Lutze
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 23.06.2014
ISBN 9783442313174
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die zweifache Mutter Marnie Logan ist verzweifelt. Ihr Ehemann Daniel ist seit gut einem Jahr spurlos verschwunden, langsam stellt sich massiver Geldmangel ein, zudem hat ihr Mann sich Geld geliehen, das jetzt zurückgefordert wird. An Aufgeben denkt Marnie jedoch nicht, auch nicht, als das Gefühl immer stärker wird, verfolgt zu werden. Hilfe sucht sie bei Joe O’Loughlin. Der Psychologe hegt schnell den Verdacht, dass Marnie ihm etwas verschweigt und als bei ihm eingebrochen wird und Marnies Krankenakte gestohlen wird, versucht Joe zusammen mit Vincent Ruiz Antworten auf seine Fragen zu finden. Zumal in Marnies Umfeld verdächtig viele Menschen sterben, was mittlerweile die Londoner Polizei auf den Plan ruft.

 

Ihre finanziellen Mittel sind erschöpft, die Miete kann sie nicht mehr bezahlen und ihr kleiner Sohn Elijah ist schwer krank. Als Marnie das zwielichtige Angebot eines Geldverleihers erhält, nimmt sie dies widerwillig an. Die einzige Hoffnung sieht Marnie darin, endlich die Lebensversicherung ihres Mannes Daniel ausgezahlt zu bekommen. Doch die Versicherung stellt sich stur, erst muss Daniel für tot erklärt werden. Währenddessen beginnen Joe und Vincent sich verstärkt für das Leben von Marnie zu interessieren, die Toten in ihrem Umfeld nehmen zu, die scheinbar so uneigennützige Frau und liebevolle Mutter wird immer rätselhafter für Joe und Vincent.

 

Doch während Joe nicht daran glauben mag, dass Marnie irgendetwas mit den Todesfällen zu tun haben soll, ist Vincent nicht von der Unschuld der jungen Mutter überzeugt. Zumal einige Zeugenaussagen auch ein ganz anderes Bild von Marnie zeichnen.

 

Wer ist diese Frau und vor allem, wer ist ihr Beschützer, der immer wieder zu Wort kommt? Geschickt und intelligent durchdacht baut Michael Robotham seinen Psychothriller auf, der immer wieder neue Perspektiven bietet. Je mehr man von Marnie erfährt, umso rätselhafter wird die so sympathisch wirkende Frau. Und Michael Robotham spielt geschickt mit dieser Unsicherheit.

 

Die Charakterzeichnungen sind Michael Robotham wieder absolut gelungen, die Story bleibt bis zum Ende wendungsreich und sehr fesselnd. Das Hauptaugenmerk liegt auf Marnie und die Geschehnisse um sie herum, Joe und Vincent rücken etwas in den Hintergrund, sind jedoch jederzeit präsent. Hierdurch konzentriert sich die Geschichte auch weniger auf das Privatleben der Beiden, sondern der Fall Marnie steht klar im Mittelpunkt. Das Einzige, was die vielschichtige Story etwas vermissen lässt, ist Spannung. Aber die ist bei der mitreißenden, ausgeklügelten und überraschenden Story eher zweitrangig.

 

Fazit: Vielschichtige und äußerst packende Story mit einer sehr undurchsichtigen, dafür aber sehr sympathischen Protagonistin.

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220 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 27 Rezensionen

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Um Leben und Tod

Michael Robotham , Kristian Lutze
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 20.07.2015
ISBN 9783442482818
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Einen Tag bevor Audie Palmer seine zehnjährige Haftstraße wegen eines bewaffneten Raubüberfalls abgesessen hat, flieht Audie aus dem Gefängnis und taucht unter. Bei dem damaligen Überfall wurden 7 Millionen Dollar gestohlen, bis heute ist das Geld unauffindbar und jeder glaubt, dass Audie genau weiß, wo sich die Beute befindet. Doch der Entflohene, der nicht nur vom FBI gejagt wird, ist nicht auf das Geld aus. Audie will ein Leben retten.

 

Warum bricht jemand einen Tag vor seiner Entlassung aus und was ist mit dem Geld geschehen, das bei dem damaligen Raubüberfall gestohlen wurde? Diese Fragen stellt man sich im Verlauf des äußerst komplexen und packend erzählten Thrillers ununterbrochen.

 

Durch regelmäßige Rückblenden lernt man mit der Zeit Audie und seine Vergangenheit und somit auch die Umstände kennen, welche zu seiner Inhaftierung geführt haben. Doch bis man die kompletten Hintergründe versteht, dauert es fast bis zum Ende des Romans. Was allerdings schnell klar ist, dass Audie der tragische Held der Story ist.

 

Äußerst wendungsreich, wobei die fesselnde Spannung eher ständig im Hintergrund schlummert, erzählt Michael Robotham die Geschichte seines sympathischen Antihelden. Verfolgt von diversen Polizeiapparaten und noch ganz anderen Leuten, die nicht unbedingt etwas Gutes von Audie wollen, verfolgt der Flüchtige fast schon stoisch sein Ziel. Währenddessen wechselt Michael Robotham aber auch immer wieder die Erzählperspektive und man erfährt hierdurch auch mit der Zeit die Beweggründe der anderen Verfolger kennen. Dabei merkt man recht schnell, dass bei dem oder der einen oder anderen durchaus der äußere Schein zu trügen scheint.

 

Fazit: Ein hochspannender Thriller voller überraschende Wendungen und Charakteren, die bis in die kleinste Nebenrolle absolut überzeugen.

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(182)

368 Bibliotheken, 6 Leser, 3 Gruppen, 21 Rezensionen

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Sag, es tut dir leid

Michael Robotham , Kristian Lutze
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 17.11.2014
ISBN 9783442481934
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kurz vor Weihnachten wird ein Ehepaar brutal ermordet. Die Polizei von Oxford hat auch schnell einen Verdächtigen ausgemacht und bittet Professor Joe O’Loughlin bei dessen Befragung um Mithilfe. Bei der Vernehmung berichtet Augie von einem Unfall und plötzlich steht das rätselhafte Verschwinden der beiden damals 15-jährigen Teenager Piper und Tash von vor drei Jahren im Mittelpunkt des Mordfalls. Was die Polizei noch nicht weiß, Tash ist die Flucht gelungen und Piper wartet verzweifelt auf Rettung. Für sie läuft die Zeit davon, denn keiner weiß, wie der Entführer reagiert, wenn er Tashs Verschwinden bemerkt.

 

Joe O’Loughlin soll in Oxford einen Vortrag halten, begleitet wird der Professor von seiner ältesten Tochter Charlie. Doch kaum ist der Vortrag beendet und die beiden sitzen beim Essen wird Joe um Mithilfe bei einem Doppelmord gebeten. DI Drury und sein Team haben den psychisch kranken Augie festgenommen. Dieser hätte ein Motiv, doch er bestreitet vehement, der Mörder des Ehepaares zu sein. Während der Vernehmung berichtet er von einer jungen Frau, die er meint angefahren zu haben. Und plötzlich rückt der Entführungsfall der Bingham-Girls Piper und Tash in den Mittelpunkt der Ermittlungen.

 

Seinen achten Band der Reihe erzählt Michael Robotham mithilfe zweier Handlungsstränge. Zum einen verfolgt man aus der Ich-Perspektive erzählt die Ermittlungen, welche Joe im Auftrag der Polizei von Oxford unternimmt. Dabei wird er bald auch schon tatkräftig von Vincent Ruiz unterstützt. Zum anderen liest man die Tagebucheintragungen von Piper. Der Teenager wird zusammen mit ihrer besten Freundin Tash in einem Kellerloch festgehalten und dies schon seit rund 3 Jahren.

 

Gerade der Erzählstrang um Piper und Tash wird von Michael Robotham sehr eindringlich geschildert. Piper ist eine begnadete Geschichtenerzählerin, lebhaft, zynisch, traurig und äußerst nahegehend sind ihre Aufzeichnungen. Verzweiflung und Hoffnung, Wut und unsagbare Angst wechseln sich immer wieder ab. Je länger die Entführung andauert und je schrecklicher die Erlebnisse werden, umso deprimierender und hoffnungsloser werden ihre Schilderungen. Doch dann keimt Hoffnung auf als Tash die Flucht gelingt.

 

Nicht weniger intensiv und zudem von Anfang an hochspannend erzählt sind die Geschehnisse rund um Joe O’Loughlin. Der Doppelmord rückt bald immer mehr in den Hintergrund, die Entführung der beiden Mädchen nimmt immer mehr Raum ein. Alte Ermittlungsakten werden wieder durchgesehen, möglichen neuen Spuren wird nachgegangen, doch es lässt sich einfach kein Tatverdächtiger finden. Allerdings ist der Professor der festen Überzeugung, dass der Entführer einen hohen IQ haben müsste, um diese so präzise geplante Entführung über drei Jahre hinweg durchzuführen, doch wer soll der Entführer sein, dem die Mädchen den Spitznamen George gegeben haben?

 

Michael Robotham lässt seine Leser bis zum Ende zappeln. Der Autor liefert nicht den kleinsten Hinweis, eigentlich kann der Entführer jeder sein und dessen unberechenbares Verhalten steigert zudem die Ungewissheit, wie es mit Piper nach Tashs Verschwinden weitergehen wird. Hierdurch und durch die zusätzlich wieder einmal äußerst vielschichtig angelegte Story und den hervorragenden Charakterzeichnungen gelingt es Michael Robotham hervorragend, die Spannung seines Psychothrillers bis zur allerletzten Seite auf einem sehr hohem Spannungsniveau zu halten.

 

Fazit: Für mich der bisher beste Psychothriller der Reihe … komplex, unvorhersehbar und hochspannend.

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43 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

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Schwarze Strömung

Sharon Bolton , Marie-Luise Bezzenberger
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Manhattan, 25.05.2015
ISBN 9783442547555
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Lacey Flint findet beim illegalen Schwimmen in der Themse eine Leiche. Diese ist in ein Laken gewickelt und scheint schon lange im Fluss gelegen zu haben. DI Dana Tulloch und ihr Team übernehmen die Ermittlungen, doch ohne die Identität der Toten ist eine Lösung des Falls kaum möglich. Dann taucht die nächste Wasserleiche auf, wieder in ein Laken gewickelt und alles deutet daraufhin, dass der Mörder die Leichen so ablegt, dass Lacey sie finden muss.

 

Mittlerweile wieder arbeitstauglich geschrieben, arbeitet Lacey Flint nun bei der Londoner Flusspolizei und wohnt auch auf der Themse. Ein kleines Boot nennt sie nun ihr Eigen und das illegale Schwimmen in der Themse gehört zu ihrem täglichen Trainingsprogramm. Lacey fühlt sich recht wohl, findet langsam wieder ins Leben zurück, doch dann entdeckt sie die erste Leiche und ganz offensichtlich wird sie noch von einem Unbekannten gestalkt. Immer wieder entdeckt Lacey auf ihrem Boot unbekannte Gegenstände.

 

Sharon Bolton steigt im vierten Band um Lacey Flint mit einer Szene ein, bei der man den Mörder dabei erlebt, wie er eine Leiche für die Themse vorbereitet. Doch dann geht etwas schief. Seine Identität oder das Motiv für die Morde verrät Sharon Bolton allerdings nicht. Immer wieder sind auch kurze Kapitel über junge Frauen eingefügt, die irgendwo an der Themse gefangen gehalten werden. Zu welchem Zweck und wie sie in diese Lage geraten sind, belässt die Autorin ebenfalls lange im Dunkeln.

 

Die Story entwickelt sich äußerst rätselhaft und wohldurchdacht, zudem bestens recherchiert. Neben dem Thema des Thrillers, welches einem erst so nach und nach präsentiert wird, liefert Sharon Bolton auch viel Wissenswertes über die Themse, die Dreh- und Angelpunkt der Story ist.

 

Von Anfang an sehr spannend und unvorhersehbar erzählt Sharon Bolton die Geschehnisse, welcher Lacey wieder einmal ausgesetzt ist. Natürlich ermittelt Lacey auch wieder auf eigene Faust und um sie wenigstens einigermaßen unter Kontrolle zu halten, nimmt Dana Tulloch die junge Frau schnell in ihr Team mit auf. Aber auch Mark Joesebury bleibt nicht unerwähnt, wie auch das Privatleben von Dana. Klar im Fokus steht aber natürlich die eigenwillige Lacey Flint.

 

Fazit: Hochspannender, packender und undurchsichtiger Thriller, der mit einer wohldurchdachten Story und einem fulminanten Schluss überzeugt.

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116 Bibliotheken, 4 Leser, 5 Gruppen, 8 Rezensionen

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Verderbnis

Mo Hayder , Rainer Schmidt
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 17.09.2012
ISBN 9783442477807
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Auf dem Parkplatz eines Supermarktes wird das Auto von Rose Bradley gestohlen, als diese gerade die Einkäufe einladen will. Das Fatale daran: ihre 11-jährige Tochter Martha saß im Wagen und von dem Auto fehlt jede Spur. DI Jack Caffery wird mit dem Fall betraut und anfangs geht der Detective davon aus, dass der Täter es ausschließlich auf das Auto abgesehen hat und Martha schnell wieder auftaucht. Doch weit gefehlt, das Mädchen bleibt unauffindbar. Gleichzeitig lässt der Täter Caffery wissen, dass dies nicht seine letzte Tat gewesen ist. Dem Detective ist schnell klar, dass er es hier mit einem äußerst gerissenen wie skrupellosen Täter zu tun hat, der ihm immer einen Schritt voraus zu sein scheint. Dann schlägt der Täter wieder zu.

Während Jack Caffery unter Zeitdruck an dem Entführungsfall arbeitet, lässt sich DS Flea Marley mehr oder weniger treiben. Durch das Verhalten ihres Bruders maßlos enttäuscht, hat sie die Folgen immer noch nicht verarbeitet, die Führung ihrer Einheit lässt sie schleifen, dementsprechend häufen sich die Beschwerden. Doch als Flea von dem Entführungsfall erfährt, erinnert sie sich an zwei Fälle, welche sich vor rund ½ Jahr abgespielt haben. Auch hier entführte ein Täter unter den Augen der Eltern deren Auto während das Kind im Auto saß. Allerdings konnte in beiden Fällen das Auto mitsamt Kind binnen kürzester Zeit wieder gefunden werden. Damals ging man davon aus, dass der Täter es nur auf das Auto abgesehen hatte und als er die Anwesenheit des Kindes bemerkte, schnell geflüchtet ist. Doch soll es damals wirklich so gewesen sein oder handelt es sich hierbei um den gleichen Täter und dieser hatte damals nur geübt? Flea äußert ihren Verdacht Jack Caffery, was den aktuellen Fall in eine ganz neue Richtung führt. Aber selbst mit diesem Wissen stagnieren die Ermittlungen, es lässt sich einfach keine heiße Spur, geschweige denn ein Verdächtiger finden. Und Jack läuft die Zeit davon.

Auch im 5. Band verliert sich Mo Hayder nicht in großem Vorgeplänkel, sondern steigt sofort mit der Entführung von Martha Bradley in ihren Thriller ein. Und so rasant der Einstieg in den Fall ist, so temporeich entwickelt sich die Geschichte bis zum äußerst überraschenden wie schlüssigen Ende weiter. Allerdings sollte man in jedem Fall die Vorgängerbände gelesen haben, da die Reihe aufeinander aufbaut und Ereignisse aus vorigen Büchern auch in diesem Band eine entscheidende Rolle spielen.

Die Story entwickelt sich sehr komplex. Neben den ständig im Fokus liegenden Ermittlungen kommt aber auch das Privatleben von Jack und Flea nicht zu kurz. Während Jack nach wie vor den Kontakt zum „Walking Man“ sucht und dieser ihm die Augen über Flea öffnet, verfolgt man auch das Gefühlschaos, in welchem Flea sich nach den Vorgängen aus dem 4. Band noch befindet. Und natürlich kann es die Polizeitaucherin auch nicht lassen, sich wieder in den Fall von Jack einzumischen und hier ihrer Intuition zu folgen. Diese führt sie allerdings in eine lebensbedrohliche Situation.

Sehr fesselnd und zumeist hochspannend schildert Mo Hayder die Geschehnisse rund um die Entführungsfälle. Bis zum Schluss ist einem nicht bekannt, ob die Mädchen überleben werden, welche Ziele der Täter verfolgt, noch um wen es sich dabei handeln soll. Den einen oder anderen Verdächtigen präsentiert Mo Hayder ihren Lesern zwar, doch kann man sich selbst der recht schlüssigen Indizien nicht sicher sein, ob es sich hierbei wirklich um den Täter handeln könnte oder ob die Autorin noch eine ganz andere Lösung in petto hat.

Fazit: Nach „Der Vogelmann“ der bisher beste Thriller der Reihe: hochspannend, packend und vielschichtig angelegt.

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142 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 10 Rezensionen

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Bis du stirbst

Michael Robotham ,
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 20.05.2013
ISBN 9783442473397
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Erst ein paar Stunden aus dem Gefängnis auf Bewährung entlassen und sich geschworen, nie wieder dorthin zurückzukehren, steckt Sami Macbeth schon wieder in massiven Schwierigkeiten. Und dabei kann er gar nichts dafür, wollte Sami doch nur seine Schwester finden, die spurlos verschwunden ist. Doch die Suche nach Nadia wird für Sami zum wahren Alptraum.

 

Sami ist gerade unverletzt einer Explosion in der U-Bahn entkommen, die Straßen in der Londoner City sind großflächig abgesperrt und Sami hat einen Rucksack dabei, dessen Inhalt die Polizei auf keinen Fall sehen darf. Nach diesem Einstieg, der mehr Fragen als Antworten aufwirft, kehrt Michael Robotham erst einmal drei Tage in der Geschichte zurück und man erfährt so nach und nach, wie Sami in diese prekäre Lage geraten ist.

 

Ex-Detective Vincent Ruiz ist auf Bitten seiner Ex-Frau Miranda, die als Bewährungshelferin arbeitet, auf der Suche nach Sami. Doch während Vincent dem jungen Mann helfen möchte seine Schwester zu finden, sind ziemlich zwiespältige Personen ebenfalls auf der Suche nach Sami. Und diese haben wahrlich nichts Gutes im Sinne mit dem jungen Mann. Und wäre dies nicht genug, wird Sami auch noch als potentieller Terrorist eingestuft und die komplette Londoner Polizei ist ihm auf den Fersen. Ein temporeiches, spannendes Katz-und-Maus-Spiel beginnt.

 

Die Geschichte nimmt einige unvorhersehbare Wendungen, entwickelt sich gut durchdacht und komplex. Gewohnt detailreich beschreibt Michael Robotham seine Charaktere und einige Mitwirkenden überraschen im Verlauf des Thrillers auch in ihren Handlungen.

 

Fazit: Rasanter, packender Thriller über einen Pechvogel par excellence, der eigentlich nur seine Schwester finden möchte.

 

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85 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 16 Rezensionen

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Die Lektion des Todes

Luca Veste , Leena Flegler
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 19.01.2015
ISBN 9783442383207
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ein Spaziergänger findet die Leiche einer jungen Frau in einem Liverpooler Park. DI David Murphy wird mit dem Fall betraut. Bei der toten Studentin wird ein Brief gefunden, indem der Mörder andeutet, dass dies nicht sein letzter Mord gewesen ist. Anfangs hält Murphy dies für ein Ablenkungsmanöver, doch dann wird die nächste Leiche gefunden und wieder befindet sich ein Brief des Mörders bei der Toten. Währenddessen versucht Rob Barker immer noch über das rätselhafte Verschwinden seiner Freundin vor einem knappen Jahr hinwegzukommen.

 

Ein Mörder, der seine Opfer als Experiment ansieht und jedem weiteren Opfer mit einer Nummer versieht. Per Brief, der an den Leichen befestigt ist, klärt er die Ermittler teilweise über seine Experimente auf und immer scheint der Täter der Polizei mindestens einen Schritt voraus zu sein. DI Murphy und seine Kollegin DS Laura Rossi ermitteln in ihrem ersten Fall auf Hochtouren und gehen jeder noch so kleinsten Spur nach. Doch alle Ermittlungsansätze verlaufen ins Leere, die einzige Verbindung zwischen den Ermordeten ist die Universität von Liverpool.

 

Luca Veste beginnt nach einem kurzen Artikelauszug mit Experiment Nummer zwei. Eine junge Frau verlässt frühzeitig ein Pub, hält ein Taxi an und schläft ein. Mit dem Aufwachen beginnt für sie ein Alptraum. Nach diesem mitreißenden wie beklemmenden Einstieg wechselt der Autor zum Fundort der ersten Leiche und steigt somit ziemlich rasant in seinen Psychothriller ein.

 

Diesen temporeichen wie beklemmenden Schreibstil behält Luca Veste bis zum Schluss seines packenden, wohldurchdachten und wendungsreichen Psychothrillers bei. Immer wieder wechselt der Autor die Handlungsstränge. So ist man zum überwiegenden Teil bei den akribischen Ermittlungen von Murphy und Rossi dabei, bei der jede neue Spur doch nur wieder ins Leere zu laufen scheint und die Ermittler schier verzweifeln lassen. Hierbei ist Rätselraten bis zum Schluss gegeben, zumal Luca Veste schon den einen oder anderen Verdächtigen präsentiert.

 

Immer wieder kehrt Luca Veste aber auch zu Rob Barker zurück. Dessen Freundin ist eines Nachts nicht nach Hause gekommen und seitdem spurlos verschwunden. Inwieweit Rob oder seine verschwundene Freundin mit den Morden in Verbindung stehen, ahnt man früh. Allerdings hilft einem dies bei der Lösung des Thrillers in keiner Weise weiter.

 

Neben der durchweg sehr spannenden und schlüssigen Ermittlungsarbeit der Liverpooler Polizei geht Luca Veste auch recht ausführlich auf das Privatleben von David Murphy und Laura Rossi ein, wobei gerade Murphys Vergangenheit ebenfalls anfangs einige Frage aufwirft, die der Autor jedoch bis zum Ende seines Thrillers  lückenlos beantwortet. Durch Einbindung des Privatlebens der Ermittler, nehmen Murphy und Rossi schnell Konturen an, haben einige Ecken und Kanten und überzeugen durchweg bei ihren Handlungen.

 

Fazit: Gelungenes Debüt … komplexe, undurchsichtige Story mit interessanten Wendungen, temporeich und zumeist hochspannend erzählt.

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Der Insider

Michael Robotham , Kristian Lutze
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 21.10.2013
ISBN 9783442479788
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Eines Abends beobachtet Ex-Polizist Vincent Ruiz in einem Pub, wie eine junge Frau von ihrem Freund geschlagen wird und greift kurzerhand ein. Ruiz bietet der scheinbar hilflosen Holly Knight Unterschlupf für die Nacht. Das Aufwachen am nächsten Morgen ist jedoch ernüchternd. Holly ist mit für Ruiz‘ wertvollen Gegenständen verschwunden. Als der ehemalige Detective sich auf die Spur von Holly begibt, entdeckt er deren Freund ermordet in dessen Wohnung. Zur gleichen Zeit recherchiert der Journalist und Pulitzerpreisträger Luca Terracini in mehreren Banküberfällen, bei denen jedes Mal sehr hohe Beträge gestohlen wurden. Seine Recherchen führen Luca bald schon nach London, direkt zu Vincent Ruiz.

 

Nach einem kurzen Prolog beginnt der Thriller erst einmal im Irak und mit dem Journalisten Luca Terracini kennen. Der Kriegsberichterstatter lernt bei seinen Recherchen die UN-Beauftragte Daniela Garner kennen, die seine Vermutung, dass die Banküberfälle in enger Verbindung mit verschwundenen Geldern für den Wiederaufbau stehen, bestätigt. Doch bevor beide detaillierte Beweise finden können, wird Luca aus dem Irak ausgewiesen. Seine letzte Spur führt ihn nach London und zu Vincent Ruiz.

 

Dieser ist auf der Suche nach der jungen Holly, die einige Gegenstände gestohlen hat, die Ruiz eigentlich seiner Tochter Claire zur bevorstehenden Hochzeit schenken wollte. Bald schon muss Ruiz feststellen, dass nicht nur er auf der Suche nach der verstörten jungen Frau ist. Offensichtlich befindet sich ein Notizbuch mit brisanten Inhalt in Hollys Besitz, an dem einige hochrangige Personen sehr großes Interesse haben und um dies wiederzuerlangen auch vor Mord nicht zurückschrecken.

 

Die Geschichte wechselt regelmäßig zwischen dem Irak und den Erlebnissen von Vincent Ruiz in London. In einem eher ruhigen, aber sehr eindringlichen Schreibstil erzählt Michael Robotham hervorragend recherchiert und äußerst bildhaft das gefährliche Leben im Irak, bei man zu jeder Zeit um sein Leben fürchten muss und sich selbst Luca ohne Begleitschutz kaum auf die Straßen trauen kann. Eine Regierung ist bisher nicht gebildet, Bombenanschläge und Attentate gehören fast zur Tagesordnung und Kriegsgewinnler füllen sich die Taschen.

 

Aber auch der Londoner-Erzählstrang ist nicht weniger packend erzählt, zumal lange Zeit nicht klar ist, wie ein Notizbuch, ein verschwundener Banker und der Mord an einem Ex-Soldaten in Verbindungen mit den Geschehnissen im Irak stehen sollen. So nach und nach führt Michael Robotham die vielen losen Fäden schlüssig zusammen und die äußerst komplexe Geschichte entwickelt sich wieder einmal spannend und bestens durchdacht.

 

Fazit: Spannender Politthriller, vielschichtig aufgebaut und überzeugend umgesetzt.

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Ihr Blut so rein

Sharon Bolton , Marie-Luise Bezzenberger
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Manhattan, 12.05.2014
ISBN 9783442547166
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In London sind binnen kürzester Zeit fünf Jungen verschwunden, vier wurden bereits tot aufgefunden. Den Kindern wurde die Kehle durchgeschnitten und anschließend ihre Leichen am Themseufer abgelegt. Der 11-jährige Barney interessiert sich ebenfalls für die Morde und entdeckt etwas, was ihn nach weiteren Spuren suchen lässt. DC Lacey Flint dagegen hat nach dem Cambridge-Fall ihren Dienst noch nicht wieder angetreten und müsste sich demnach nicht mit den Mordfällen beschäftigen, doch Barney Roberts wohnt direkt neben ihr und zieht sie nach und nach in den Fall hinein.

 

Sharon Bolton beginnt ihren 3. Lacey-Flint-Roman mit dem jungen Barney und der eigensinnige Elfjährige bleibt auch der Dreh- und Angelpunkt des Thrillers. Barney lebt mit seinem Vater allein in unmittelbarer Nachbarschaft von Lacey, setzt immer wieder Suchanzeigen nach seiner Mutter in regionale Zeitungen und verbringt seine Freizeit mit seinen Freunden. Der leidenschaftliche Skater ist aber dennoch eher ein Einzelgänger, sehr in sich gekehrt und beobachtet genau seine Umgebung.  

 

Immer mal wieder lässt Sharon Bolton kurze Szenen mit einfließen, bei denen man Therapiestunden verfolgt. Hier erzählt jemand einem Psychiater über seine unbändige Sucht nach Blut. Um wen es sich bei dem Patienten handelt und in welcher Beziehung er oder sie zu den Morden steht, erfährt man allerdings erst ganz zum Schluss.

 

Lacey Flint und Mark Joesebury spielen lange Zeit eher eine Nebenrolle. Die Ermittlungen leitet DI Dana Tulloch. Doch Tulloch und ihr Team tappen regelrecht im Dunkeln, es lassen sich keine tatrelevanten Spuren finden. Allerdings erregt schon bald  die Seite eines sozialen Netzwerkes das Interesse der Ermittler, da hier jemand postet, der definitiv über Hintergrundwissen zu den Morden verfügen muss.

 

Die Story beginnt eher ruhig und diese Erzählweise setzt sich eigentlich über das ganze Buch hin fort. Erst zum Ende nimmt die Story ordentlich Fahrt auf und wird hochspanend. Allerdings muss man bis zu dem schlüssigen, rasanten Ende nicht auf Spannung verzichten, diese lauert praktisch durchweg im Hintergrund. Der Thriller entwickelt sich wendungsreich, vielschichtig und durchweg sehr fesselnd. An überzeugenden Tatverdächtigen mangelt es in dem Thriller ebenfalls nicht, wodurch bis zum Schluss des Thrillers Rätselraten groß geschrieben wird.

 

Fazit: Auch der 3. Band überzeugt mit einer wohldurchdachten, fesselnden Story und überzeugend agierenden Charaktere mit Tiefgang.

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Ritualmord

Mo Hayder , Rainer Schmidt
Flexibler Einband: 413 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 20.09.2010
ISBN 9783442472857
Genre: Romane

Rezension:

Im Hafen von Bristol hat ein Spaziergänger eine Hand im Wasser treiben sehen. Dies ruft Polizeitaucherin Flea Marley und ihr Team auf den Plan. Doch statt der erwartenden Leiche kann Flea nur eine männliche Hand bergen, die Suche nach einer Leiche verläuft erfolglos. DI Jack Caffery wird mit dem Fall betraut und kurz darauf wird im nahegelegenen Lokal eine weitere Hand gefunden. Ohne Leiche und somit ohne Identität des Opfers verlaufen die Ermittlungen äußerst schwierig. Einiges weist daraufhin, dass die Hände für ein afrikanisches Ritual benutzt werden sollten und der Lokalbesitzer ist afrikanischer Herkunft. Ist hier eine heiße Spur zu finden?

 

Nach einem rätselhaften wie auch recht gruseligen Prolog wechselt Mo Hayder zum Floating Harbour in Bristol. Flea ist leidenschaftliche Taucherin und hat ihr Hobby zum Beruf gemacht. Es wäre für die junge Frau nicht die erste Leiche, die sie ans Land holen würde, doch dieses Mal ist es nur eine Hand. Und diese lag noch nicht lange im Wasser und scheint recht professionell abgetrennt worden zu sein. Da der Verdacht auf ein Tötungsdelikt nahe liegt, wird DI Jack Caffery mit dem Fall betraut.

 

Jack ist seit kurzem von London nach Bristol gezogen, hat alle Brücken hinter sich abgebrochen und lebt sehr zurückgezogen. Mit vollem Elan stürzt er sich in die Auflösung des Falls, welcher ihn bald ins Stricher-Millieu führt und er sich zudem mit afrikanischen Ritualen auseinandersetzen muss. Aber auch Flea hat persönliche Gründe, sich mehr mit dem Fall zu befassen als es sonst für sie üblich ist.

 

Der Story haftet von Anfang an eine ziemlich gruselige Stimmung an. Bestens recherchiert bringt Mo Hayder ihren Lesern die so unterschiedlichen afrikanischen Rituale näher, die nicht selten mit Menschenopfern in Verbindung stehen. Und auch ein weiterer Erzählstrang zeigt auf, dass diese afrikanische Spur in die richtige Richtung führen wird.

 

Doch zumeist verfolgt man Jack wie auch Fleas Ermittlungen, die erst mit der Zeit zusammenlaufen. Der Psychothriller entwickelt sich ruhig und eher wenig spannend, doch jederzeit packend und interessant. Zwar ahnt man schnell, wie der Fund der Hände und der weitere Erzählstrang, der ins Drogen-Milieu führt, in Verbindung stehen und somit das Motiv liefern, zumal auch der Buchtitel deutlich darauf hinweist. Allerdings wirft Mo Hayder einige Verdächtige in den Raum, sodass sich die Suche nach dem Täter bis zum Schluss ziemlich verzwickt gestaltet.

 

Das Privatleben von Jack steht dieses Mal eher im Hintergrund. Flea Marley und deren nicht gerade einfaches Privatleben liegt dieses Mal, neben der reinen Ermittlungsarbeit, klar im Fokus. Flea hat ihre Eltern bei einem Unfall verloren. Was zu dem Unfall geführt hat und warum Flea deswegen unter Schuldgefühlen leidet, klärt Mo Hayder im Verlauf der Story auf. Die junge Frau lebt wieder in ihrem Elternhaus, hat einen jüngeren Bruder und steht im ständigen Clinch mit ihren reichen Nachbarn. Eine selbstbewusste, zielstrebige junge Frau, die einem schnell sympathisch wird.

 

Fazit: Komplexe, gruselige wie rätselhafte Story, die einiges an Zeit braucht, bis sie Spannung aufbaut.

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134 Bibliotheken, 0 Leser, 5 Gruppen, 13 Rezensionen

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Die Behandlung

Mo Hayder , Christian Quatmann
Flexibler Einband: 497 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 27.02.2007
ISBN 9783442464760
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Grauenhaftes muss sich im Hause Peach abgespielt haben, bis nach drei Tagen durch einen Hinweis endlich die Polizei dort erscheint. Der Ehemann ist schwer am Kopf verletzt und gefesselt, die Ehefrau liegt im Schrank eingesperrt im ersten Stock und von dem 8-jährigen Rory fehlt jede Spur. DI Jack Caffery übernimmt die Ermittlungen, die so viele Parallelen zu einem schrecklichen Ereignis aus seiner eigenen Vergangenheit aufweisen. Von dem kleinen Jungen fehlt jede Spur, die Eltern können keine brauchbaren Hinweise liefern und Jack befürchtet, dass der Täter schon bald wieder zuschlagen wird.

 

Im 2. Fall um ihren Protagonisten Jack Caffery steigt Mo Hayder gleich mit dem Entführungsfall der Familie Peach in ihren Thriller ein. Im Hause der Familie bietet sich ein grauenvolles Bild, der Täter muss die drei Tage über hier regelrecht gewütet haben. In London herrschen gerade sommerliche Rekordtemperaturen und die Familie war mehrere Tage ohne Wasser und Nahrung, entsprechend ist der Zustand der Eltern, abgesehen von ihren zusätzlichen Verletzungen, die ihnen der Täter zugefügt hat. Und von Rory fehlt jede Spur. Alles deutet darauf hin, dass der Täter mit dem Jungen in den nahen Park geflohen ist, Hundertschaften und Such-Hubschrauber durchkämmen den gesamten Park.

 

Die Zeit drängt und die Hoffnung schwindet, Rory noch lebend zu finden. Doch sei hierdurch nicht schon Anspannung genug vorhanden, erhält Jack neue Hinweise zum Verschwinden seines Bruders Ewan und Rebecca, Jacks Freundin, ist immer noch nicht über die Entführung und Misshandlung durch Malcolm Bliss hinweg. So steht Jack nicht nur unter enormen zeitlichen, sondern auch unter extrem emotionalen Druck.

 

Das grausame Verbrechen an der Familie Peach, worüber im Verlauf des Thrillers immer mehr schreckliche Details ans Tageslicht kommen, ist wirklich nichts für schwache Nerven. Aber auch der rätselhafte Täter und seine noch mysteriöseren Spuren, welche er hinterlässt, geben dem Leser ständig Rätsel auf. In Bezug auf Motiv oder Identität des Täters liefert Mo Hayder so gut wie keine Hinweise, was zusätzlich für Nervenkitzel sorgt.

 

Die Autorin erzählt ihren Thriller zügig und durchweg sehr spannend. Nicht nur der Fall Peach ist komplex aufgebaut, auch das rätselhafte Verschwinden von Ewan, auf das Mo Hayder ja bereits im ersten Band detailreich einging, nimmt wieder viel Raum in der Geschichte ein und wird sehr wendungsreich und schlüssig von der Autorin erzählt. Neben den beiden Verbrechen kommt aber auch Jacks Privatleben nicht zu kurz und man erlebt einen äußerst angespannten Ermittler, der unter chronischen Schlafmangel leidet und durch seine Besessenheit bald jegliche Objektivität verliert, zudem wird das Zusammenleben mit Rebecca für Jack immer problematischer.

 

Fazit: Gelungener 2. Band mit einer vielschichtigen, zumeist hochspannenden Story und einem Ermittler, der physisch und psychisch an seine Grenzen stößt.

 

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487 Bibliotheken, 2 Leser, 11 Gruppen, 36 Rezensionen

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Der Vogelmann

Mo Hayder , Angelika Felenda (Übers.)
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 01.03.2002
ISBN 9783442451739
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Mit Ausschlafen nach einer durchzechten Nacht wird es nichts für DI Jack Caffery. In der Nähe der Themse werden fünf Frauenleichen gefunden. Allen Anschein nach handelt es sich hier um einen perfiden Serienmörder, denn in der Brust der Toten wird jeweils ein kleiner Vogel gefunden. Mit vollem Einsatz macht sich Caffery und sein Team auf die Suche nach dem Vogelmann, wie der Täter intern schnell genannt wird. Und die akribischen Ermittlungen scheinen auch bald von Erfolg geprägt. Die Polizei verhaftet einen Verdächtigen, doch Caffery glaubt nicht an diesen als Täter und ermittelt zusammen mit seinem Kollegen Essex intensiv weiter. Seine Spur führt ihn in das Dog & Bell, in dem alle der Opfer verkehrten. Und schnell merkt der Detective, dass er auf der richtigen Spur ist.

 

Jack Caffery ist Mitte Dreißig und lebt in seinem Elternhaus in London. Neben den nervenaufreibenden Ermittlungen belastet Caffery auch sein Privatleben. Nicht nur, dass er bis heute nicht über das spurlose Verschwinden seines Bruders, der beim Spielen vor Jahren einfach verschwand, hinweg ist,  auch mit seiner Freundin Victoria hat Caffery massive Probleme. Dann lernt er während seiner Ermittlungen die junge Becky kennen und ist fasziniert von der Malerin. Gegen den Widerstand seiner Vorgesetzten, die schnell an einer Lösung des heiklen Falls interessiert sind, verstärkt Caffery währenddessen zusammen mit Essex seine Ermittlungen in Richtung des Pubs Dog & Bell.

 

Mo Hayder beginnt den ersten Fall ihres Protagonisten Jack Caffery gleich mit dem Auffinden der Frauenleichen. Während sein Kollege Diamond sich schnell auf einen Verdächtigen einschießt, geht Caffery andere Wege. Zumeist verfolgt man die packende Geschichte aus der Perspektive von Caffery und ist somit hautnah an dessen Ermittlungen dabei. Ab und an wechselt Mo Hayder jedoch auch den Erzählstrang und man lernt einen Mann kennen, dessen Identität die Autorin unerwartet früh preisgibt. Und genauso schnell ist klar, dass der gutsituierte Londoner eng mit dem Fall verbunden ist. Doch wider Erwarten nimmt das Wissen um dessen Identität und dessen Lebensumstände keineswegs die Spannung aus dem vielschichtigen Thriller.

 

Die Story entwickelt sich wendungsreich, die Spannung baut sich kontinuierlich auf und im Verlauf des Thrillers versteht es Mo Hayder gekonnt, ihre Leser immer wieder zu überraschen. Neben den Ermittlungen erfährt man im Verlauf der fesselnden, gut durchdachten Geschichte auch immer mehr über das Privatleben von Jack Caffery, welches sich für den Detective nicht gerade einfach gestaltet. Und obwohl Caffery einiges an Problemen mit sich herumschleppt, wirkt dies alles nicht überladen und ist von der Autorin glaubwürdig wiedergegeben.

 

Fazit: Gelungener Start einer Thriller-Reihe mit einer komplexen, wendungsreichen und zumeist hochspannenden Story.

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225 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 9 Rezensionen

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Todeskampf

Michael Robotham , Kristian Lutze
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 19.03.2012
ISBN 9783442477906
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


 

Sie haben sich im Streit getrennt und seit Jahren nicht mehr gesehen. Nun trifft Detective Constable Alisha Barba bei einem Jahrgangstreffen auf ihre ehemals beste Freundin Cate. Diese ist hochschwanger und fleht Ali um Hilfe an, da sie davon überzeugt ist, dass jemand ihr ungeborenes Baby stehlen will. Ali mag dies kaum glauben, doch bevor sie Cate näher befragen kann, wird die Hochschwangere von einem Auto angefahren und fällt ins Koma. Alisha lassen die wenigen Äußerungen von Cate keine Ruhe und zusammen mit dem pensionierten DI Vincent Ruiz begibt sie sich auf Spurensuche. Dabei gerät sie immer tiefer in einen Sumpf aus Gewalt und Lügen.

 

Es sind keine einfachen Themen, welche Michael Robotham in seinem dritten Band aufgreift. Es geht um Menschenschmuggel, illegale Adoptionen und Prostitution. Immer tiefer dringt Alisha zusammen mit Vincent Ruiz in das Leben von Cate Beaumont ein, entwirrt deren ausgetüfteltes, bis ins kleinste Detail geplantes Lügengeflecht und setzt durch ihr eigenwilliges Verhalten ihre Karriere bei der Polizei aufs Spiel. Doch dies ist Alisha egal, sie will um jeden Preis die Schuldigen finden und deren illegalen Machenschaften aufdecken, auch wenn sie hierfür ihr Leben aufs Spiel setzen muss.

 

Wie man es bereits von den beiden vorherigen Bänden gewohnt ist, lässt Michael Robotham seine Protagonisten selbst ihre Geschichte erzählen und nachdem der Leser nun den Psychologen Joe O’Loughlin und DI Vincent Ruiz näher kennenlerne konnte, ermittelt nun die couragierte, eigensinnige DC Alisha Barba im aktuellen Fall. Dieser führt sie zusammen mit Ruiz und ihrem Kollegen und Freund „New Boy“ Dave King von Großbritannien in die Niederlande.  

 

Die Geschichte entwickelt sich von Anfang an hochspannend und rätselhaft. Dabei geht Michael Robotham auch wieder detailliert und einfühlsam auf die Beweggründe der einzelnen Mitwirkenden ein und schafft damit ein absolutes rundes Bild. So findet man sich nicht nur in einer dramatischen, rasant erzählten Geschichte wieder, sondern kann die Handlungen von Ali, Cate und später auch Samira wunderbar nachvollziehen.

 

Die Story entwickelt sich sehr komplex, wirkt durchweg bedrückend und ist eher düster angelegt und wird vom Autor mit einer Intensität wiedergegeben, die einen durchweg sehr nachdenklich stimmt. Geschuldet ist dies nicht nur durch die eindringliche Schreibweise des Autors, sondern auch schlichtweg durch die Themen, welche Michael Robotham behandelt. Der Autor schönt dabei nichts und gerade hierdurch wird der Psychothriller sehr realistisch vermittelt.

 

Fazit: Ein intensiver, nachdenklicher, hervorragend recherchierter und hochspannender Psychothriller.

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36 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

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Der Tod ist ein bleibender Schaden

Eoin Colfer , Conny Lösch
Flexibler Einband: 279 Seiten
Erschienen bei List, Paul, 28.02.2012
ISBN 9783471350737
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ex-Soldat Daniel McEvoy ist Türsteher mit frisch transplantierten Haaren auf dem Kopf. Mit der Hostess Connie verbindet ihn eine lockere Freundschaft, allerdings erhofft sich Dan schon etwas mehr. Doch damit wird es nichts, denn Connie liegt eines Tages mausetot mit einem Loch im Kopf im Hinterhof des Clubs. Dan macht sich auf die Suche nach dem Mörder und muss dabei feststellen, dass sein Freund und Arzt Zeb spurlos verschwunden ist. Nach Dans Vermutung wohl auch nicht mehr am Leben. Bevor der Ex-Soldat auch nur den Hauch einer Spur hat, ist plötzlich die Mafia hinter ihm her. Aber auch davon lässt sich Dan nicht beirren und sucht hartnäckig den Mörder von Connie.

 

Der Ire Daniel McEvoy ist Anfang Vierzig, Ex-Soldat und Türsteher in einem verruchten Club und hat gerade eine Haartransplantation hinter sich, die ihm seine Freund Zeb aufgeschwätzt hat. Als Connie mit einem Loch im Kopf im Hinterhof des Clubs gefunden wird, gerät Dan erst einmal ins Visier der Polizei von New Jersey, doch dieses Mal hat Dan damit nichts zu tun. Doch kaum hat er mit den eigenen Ermittlungen begonnen, hat er auch schon einen Mord begangen, die Mafia auf dem Hals und mit korrupten Polizisten zu tun.

 

Die Story entwickelt sich äußerst schräg mit aberwitzigen Situationen und überraschenden, nicht immer ganz logischen Wendungen. Der Ich-Erzähler Dan vermutet, dass sein Freund Zeb tot ist, da dieser nicht auffindbar ist und unterhält sich fortan ständig mit Zebs Geist. Diese Zwiegespräche sind meist recht unterhaltsam. Die Story selbst ist ziemlich rasant erzählt, wobei aber Spannung im Verlauf kaum aufkommt.

 

Eoin  Colfer erzählt Dans Abenteuer in einer sehr lockeren, flapsigen Art. Doch obwohl Dan seine Erlebnisse selbst schildert, bleibt seine Figur etwas blass. Zumeist unterhaltsam gestaltet sich die Geschichte, doch mit der Zeit nervt die schräge Story doch ein wenig, da sie stellenweise bemüht und doch ziemlich überzogen daherkommt.

 

Fazit: Ziemlich schräg und abgedreht mit aberwitzigen Situationen, die stellenweise aber auch überzogen und bemüht wirken.

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102 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

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Dead End - Lacey Flint 2

Sharon Bolton , Marie-Luise Bezzenberger
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 21.04.2014
ISBN 9783442480609
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Von ihrem Chef DI Mark Joesbury erhält DC Lacey Flint den Auftrag, sich verdeckt in das Studentenleben der Universität von Cambridge einzuschleusen. Dort sind in den letzten Jahren vermehrt Selbstmorde unter Studenten aufgetreten, Lacey soll als depressive Studentin getarnt an dem Uni-Leben teilnehmen und dieses beobachten. Doch das genügt der eigensinnigen Polizistin natürlich nicht und binnen Stunden steckt sie schon mitten in der Ermittlungsarbeit. Unterstützt wird sie hierbei von der Psychologin Evi Oliver, der die vielen Selbstmorde der letzten Jahre auch äußerst seltsam vorkommen. Viele der Studentinnen klagten unter vermehrten Alpträumen, bevor sie zu Tode kamen und auch Lacey hat bereits kurz nach Einzug ins Studentenwohnheim rätselhafte Alpträume. Ist sie die nächste Selbstmordkandidatin?

 

Man könnte es fast vermuten, denn der verwirrende Prolog deutet dies an, doch bevor man eine Antwort hierzu erhält, wechselt Sharon Bolton zur eigentlichen Geschichte ihres Thrillers und lässt diesen einige Tage vor den Ereignissen im Prolog beginnen.

 

Lacey hat den klaren Auftrag von Joesbury erhalten, als depressive, melancholische Studentin am Uni-Leben teilzunehmen, sich aber aus jeglicher Ermittlungsarbeit herauszuhalten. Hieran hält die willensstarke wie eigensinnige junge Frau sich natürlich nicht und beginnt sofort auf eigene Faust, den vielen Selbstmorden nachzugehen. Hierbei stellt sie schnell einige Ungereimtheiten fest, nimmt Kontakt mit der Psychologin Evi Oliver auf, die einigen Lesern aus „Bluternte“ noch bekannt sein dürfte und steckt bald Hals über Kopf in den Fällen.

 

Es lassen sich keine Verbindungen zu den zwanzig Selbstmorden der letzten fünf Jahre finden. Einzig der Hinweis einiger Studentinnen, die kurz vor ihrem Tod vermehrt über beängstigende Alpträume gelitten haben, fallen Lacey und Evi auf. Allerdings waren alle Studentinnen psychisch sehr labil und ihre Schilderungen nicht unbedingt glaubhaft. Ist hier möglicherweise ein Stalker am Werk, der seine Opfer entsprechend in den Selbstmord treibt? Oder gar Betreiber / Teilnehmer einer Website, die gezielt suizid-gefährdete Studentinnen zu den bizarrsten Selbstmorden anstiften?

 

Die Story ist komplex und mysteriös angelegt, Sharon Bolton liefert ihren Lesern absolut keine Hinweise auf Motiv oder gar den oder die Täter, nicht die kleinsten Verdachtsmomente tun sich im Verlauf auf, nur viele offene Fragen für die sich lange keine Antworten finden lassen.

 

Durch die Entscheidung, ihre Protagonistin Lacey ihre Erlebnisse selbst schildern zu lassen und weitere Handlungsstränge in der dritten Person zu erzählen, ist man immer hautnah an den Geschehnissen von Lacey dabei. Dies fördert die Spannung sehr, die zunehmende Unsicherheit der sonst so selbstbewussten Polizistin wird regelrecht greifbar und Sharon Bolton gelingt es zudem sehr gut, das Spannungslevel der vielschichtigen Story bis zum Schluss hoch zu halten.

 

Fazit: Auch der 2. Fall von Lacey Flint überzeugt wieder mit einer spannenden, vielschichtigen Story und einer eigenwilligen Protagonistin.

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263 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 40 Rezensionen

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Der Seidenspinner

Robert Galbraith , Wulf Bergner , Joanne K. Rowling ,
Fester Einband: 672 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 24.11.2014
ISBN 9783764505158
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

An einem kalten Novembermorgen steht die Ehefrau des Romanautors Owen Quine in Strikes Büro und bittet den Privatdetektiv, den Aufenthaltsort ihres Mannes zu ermitteln. Da Quine bereits öfter tagelang spurlos verschwunden ist, möchte Leonora die Polizei nicht einschalten. Obwohl sich Strike seit seinem spektakulären Fall um das Model Lula Landry vor Aufträgen kaum retten kann, nimmt er den wenig lukrativen Fall an und begibt sich auf Spurensuche nach dem exaltierten Autor. Dem Privatdetektiv ist schnell klar, dass hinter dem Verschwinden von Quine mehr steckt, als seine Ehefrau annimmt, denn der Autor hat ein Buch geschrieben, dass viele Menschen in seinem Umfeld bei Veröffentlichung in Misskredit bringen würde. Kurze Zeit später wird der Autor tot aufgefunden, bizarr und auf äußerst brutale Weise ermordet.

 

Eigentlich nimmt Cormoran Strike nur noch profitable Fälle an, um seine Schulden endlich begleichen zu können und seine Assistentin Robin Ellacott auf die versprochene Fortbildung zu schicken. Doch das eigenartig selbstbewusste Auftreten von Leonora und ihre Schilderungen über ihren Ehemann reizen Strikes Neugier und so nimmt er wider besseres Wissen den Fall an. Sein Weg führt ihn die Kreise von Verlegern, Lektoren und Autoren; in eine Welt voller exzentrischer, eigenwilliger, launenhafter und überheblicher Menschen.

 

Robert Galbraith / J.K. Rowling hat auch mit dem zweiten Band um ihren charismatischen Privatdetektiv Cormoran Strike und seiner ambitionierten Assistentin Robin Ellacott wieder einen Kriminalroman ganz im klassischen Stil geschaffen. Atmosphärisch dicht, eher ruhig erzählt und versehen mit viel Lokalkolorit begleitet man ihren Privatermittler durch die Straßen Londons.

 

Manch einer der Befragten gibt Strike bereitwillig Auskunft über sein Verhältnis zu Quine, andere dagegen scheinen ganz offensichtlich etwas verbergen zu wollen. Als dann Quines grausam zugerichtete Leiche gefunden wird, deren Modus Operandi auf sein Buch hinweist, ist die Liste der Verdächtigen nicht gerade kurz. Zwar ist das Manuskript noch nicht veröffentlicht, doch unter der Hand kursiert es seit Tagen durch die Verlagswelt. Und nicht gerade wenige hätten ein Motiv, den zu Lebzeiten geltungssüchtigen Owen Quine den Tod zu wünschen.

 

Mit tatkräftiger Unterstützung durch Robin begibt sich Cormoran auf Mördersuche und auch wenn die Polizei schnell einen Verdächtigen identifiziert hat und die Indizien eindeutig auf diesen als Täter hinweisen, glaubt Strike nicht daran. Unbeirrt ermittelt er weiter, setzt seine vielen Kontakte für neue Erkenntnisse ein und geht oft unkonventionelle Wege bei der Mördersuche. Erschwerend hierbei kommt ihm jedoch seine Behinderung, das äußerst schlechte Londoner Wetter, und dass ganz offensichtlich eine unbekannte Person im schwarzen Mantel ihm nach dem Leben trachtet. Hiervon lässt sich Strike jedoch nicht abschrecken und verfolgt seine Spuren akribisch, stur und zielorientiert.

 

Unaufgeregt entwickelt sich die Story und lebt ganz von seinem eigenwilligen wie sympathischen Protagonisten Cormoran Strike. Dennoch fehlt zu keiner Zeit des Kriminalromans die Spannung. Strikes Gedankengänge verrät die Autorin ihren Lesern selten gleich, sodass hier ständiges Rätselraten in Bezug auf den Mörder angesagt ist. Erschwerend hierbei sind die äußerst ausgefeilten Charaktere des Romans, denen man irgendwie alle diesen absonderlichen Mord zutrauen würde, diese in ihren Handlungen jedoch so undurchsichtig bleiben, dass die Suche nach dem Täter bis zur letzten Seite äußerst fesselnd bleibt.

 

Fazit: Ein klassischer englischer Kriminalroman im besten Sinne: Atmosphärisch dicht erzählte, fesselnde Story mit einem eigensinnigen Ermittler.

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330 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 90 Rezensionen

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Der Fall Moriarty

Anthony Horowitz , Lutz-W. Wolff
Fester Einband: 341 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 28.10.2014
ISBN 9783458176121
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Sherlock Holmes und sein Gegenspieler, Professor Moriarty, sollen bei den Reichenbachfällen in der Schweiz in den Tod gestürzt sein. Aus den Vereinigten Staaten reist der Pinkerton-Detektiv Frederick Chase an, um den Tod von Moriarty zu überprüfen und sich auf die Suche nach dem geheimnisvollen Amerikaner Clarence Devereux zu begeben. Chase vermutet, dass der skrupellose Kriminelle nun in die Fußstapfen von Moriarty treten wird, um sein Londoner Verbrecher-Syndikat weiter auszubauen. In den Staaten hat Devereux bereits eine blutige Spur von Gewalt und Tod hinterlassen. Kaum in dem beschaulichen schweizerischen Bergdorf angekommen, trifft Chase auf den Scotland Yard-Beamten Athelney Jones, der ebenfalls den Tod von Moriarty untersucht. Zusammen verfolgen die beiden Ermittler fortan die Spuren von Devereaux, um diesen zu Fall zu bringen.

 

Aus der Perspektive des Pinkerton-Detektivs Frederick Chase erzählt Anthony Horowitz seinen neuesten Sherlock-Holmes-Kriminalroman, in dem der berühmte Detektiv und Dr. Watson nur am Rande Erwähnung finden, dennoch immer präsent sind. Athelney Jones erinnert einen mit seiner Kombinations- und Beobachtungsgabe während des gesamten Romans sehr stark an Sherlock Holmes, zudem dreht sich die Geschichte indirekt auch um den großen Detektiv.

 

Ihre Ermittlungen führen Chase und Jones schon sehr bald wieder zurück nach London und obwohl von Chase vorgewarnt, ist Jones mehr als überrascht, mit welchen brutalen Methoden Clarence Devereaux ans Werk geht. Ihre Jagd führt sie in die düsteren Katakomben des Smithfield Meat Market, in die amerikanische Botschaft, zu den Londoner Docks und in ein geheimnisvolles Haus. Doch ihre Suche scheint sie Devereaux kaum näher zu bringen, zumal nur ganz wenige Menschen überhaupt den Verbrecher jemals zu Gesicht bekommen haben.

 

Geschickt legt Anthony Horowitz wieder einige verwirrende Spuren aus und lässt seine Leser selten sofort an den Erkenntnissen von Jones teilhaben. Für weitere Verwirrung sorgen die äußerst ausgefeilten Charaktere, bei denen einige nur auf den ersten Blick das zu sein scheinen, was sie vorgeben zu sein.

 

Intelligent und äußerst komplex hat Anthony Horowitz die Geschichte angelegt und erzählt diese auf eher ruhige, unspektakuläre Art und Weise. Das heißt aber nicht, dass wenig in dem Kriminalroman geschieht oder dieser langatmig ist. Ganz im Gegenteil, auch gemordet wird reichlich und Chase und Jones müssen mehr als einmal um ihr Leben fürchten. Der Autor schildert die Jagd auf Devereaux sehr zügig, rätselhaft, extrem fesselnd und ganz im Stile der klassischen englischen Kriminalromane. Und neben der atmosphärischen Dichte, die einen problemlos in das England des 19. Jahrhunderts entführt, gelingt es Anthony Horowitz zudem auf faszinierende Weise, seine Leser bis zum Schluss hin – wieder einmal - absolut zu überraschen.

 

Fazit: Ein wunderbar durchdachter, vielschichtiger und sehr wendungsreicher Sherlock-Holmes-Roman, der einen in das England des 19. Jahrhunderts entführt.

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Amnesie

Michael Robotham , Kristian Lutze
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 14.03.2011
ISBN 9783442476435
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Detective Inspector Vincent Ruiz wird mehr Tod als lebendig aus der Themse geborgen. Mit einer Schussverletzung liegt Ruiz tagelang im Koma. Als er aufwacht, fehlt ihm jedwede Erinnerung an die vergangenen Geschehnisse. Außer dem Foto der Jahre zuvor verschwundenen Mickey Carlyle fehlen ihm jegliche Anhaltspunkte zu den letzten Wochen. Mithilfe seines Bekannten, den Psychologen Joe O’Loughlin, versucht Ruiz, seine Erinnerungen wieder zu erlangen und schnell regt sich in ihm ein schlimmer Verdacht.  

 

Die letzten Wochen sind komplett aus seinem Gedächtnis gelöscht. DI Vincent Ruiz hat absolut keine Erinnerungen mehr an die Geschehnisse, geschweige denn daran, warum er mit einem Oberschenkeldurchschuss aus der Themse gerettet werden musste. Einzig das Bild von Mickey, welche drei Jahre zuvor spurlos verschwand, gibt ihm einen Anhaltspunkt. Doch sein Vorgesetzter will hiervon nichts hören, entbindet Ruiz von dem Fall, der für ihn als aufgeklärt gilt. Schließlich sitzt der mutmaßliche Mörder von Mickey im Gefängnis. Somit begibt sich Ruiz alleine auf Spurensuche, tatkräftig unterstützt von Joe O’Loughlin.

 

Michael Robotham lässt seinen Protagonisten Vincent Ruiz selbst den hochspannenden Psychothriller erzählen und man lernt hierdurch den grimmigen, zynischen und doch so sympathischen Detective sehr gut kennen. Ruiz ist fest davon überzeugt, dass die kleine Mickey noch lebt und zusammen mit Joe O’Loughlin, der dieses Mal nur eine Nebenrolle spielt, folgt Ruiz den Spuren zurück, in der Hoffnung, so seine Erinnerungen wieder zu erlangen.

 

Geschickt und vielschichtig baut der Autor seinen Psychothriller auf, lässt einen als Leser ständig im Unklaren über das Schicksal von Mickey. Mal ist man fest davon überzeugt, dass das kleine Mädchen noch lebt, dann meint man zu wissen, dass Mickey nicht mehr leben kann. Die Geschichte entwickelt sich äußerst fesselnd, Ruiz Ängste bezüglich den Geschehnissen der letzten Wochen zu denen ihm jegliche Erinnerungen fehlen, vermittelt Michael Robotham hervorragend. Und es gelingt dem Autor perfekt, seine Leser bis zum packenden Ende an seinen wohldurchdachten Psychothriller zu binden.

 

Fazit: Auch der zweite Band überzeugt wieder mit einer vielschichtigen, wohl durchdachten und hochspannenden Story.

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67 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 13 Rezensionen

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Dunkler Donnerstag

Nicci French , Birgit Moosmüller
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei C. Bertelsmann, 27.10.2014
ISBN 9783570101650
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Psychotherapeutin Frieda Klein wird von einer ehemaligen Schulkameradin gebeten, ihre 15-jährige Tochter zu therapieren. Becky leidet unter Magersucht und ist seit einiger Zeit äußerst verschlossen. Grund hierfür ist eine Vergewaltigung. Während ihre Mutter dies nicht glauben mag, ist Frieda aufgrund eines bestimmten Satzes überzeugt, dass Becky die Wahrheit sagt. Dieser Satz weckt bei Frieda lang verdrängte Erinnerungen. Kurzentschlossen reist sie in ihren Heimatort Braxton, um sich endlich der Vergangenheit zu stellen.

 

Der 4. Band um Frieda Klein beginnt mit dem Besuch von Friedas Schulkameradin. Mehr widerwillig erklärt Frieda sich bereit, mit deren Tochter ein Gespräch zu führen. Aber nicht nur das Gespräch mit Becky bedeutet für Frieda einen Wendepunkt in ihrem Leben, auch Sandy entschließt sich nach langer Zeit wieder nach London zurückzukehren.

 

Gewohnt ruhig, komplex und unvorhersehbar entwickelt sich der neueste Fall von Frieda Klein. Neben ihren Nachforschungen über ein Geschehen, welches sich vor 23 Jahren in ihrer Heimatstadt Braxton ereignet hat, muss Frieda sich auch noch damit auseinandersetzen, dass Dean Reeve immer noch ihr Leben verfolgt. Zudem trifft Frieda in Braxton nicht nur auf Freunde, was ihre Nachforschungen zu den damaligen Geschehnissen erschwert.

 

Auch im 4. Band legt das Autorenduo Nicci French wieder sehr viel Wert auf die Verhaltensmuster und die Psyche der Akteure, was sehr fesselnd vermittelt wird. Gerade hierdurch erhält man zwar schnell eine Vorstellung von den mitwirkenden Personen, allerdings bleiben viele in ihrem Verhalten rätselhaft und undurchschaubar. Die Schlussfolgerungen von Frieda verraten Nicci French ebenfalls selten gleich, was zu regelmäßigem Rätselraten führt.

 

Als Psychotherapeutin ist Frieda Klein natürlich darauf spezialisiert, Menschen zu beobachten und zu analysieren. Ihre hervorragende Beobachtungsgabe hilft ihr zwar bei der Suche des Vergewaltigers, der selbst vor Mord nicht zurückschreckt. Allerdings legt das Autorenduo einige falsche Spuren aus, wodurch für den Leser lange nicht ersichtlich ist, um wen es sich bei dem Täter handelt, was natürlich entsprechend spannungsfördernd ist. Aber neben dem aktuellen Fall kommt natürlich auch Friedas Privatleben nicht zu kurz und man trifft viele alte Bekannte der früheren Bände wieder.

 

Fait: Frieda Kleins persönlichster Fall überzeugt mit einer packenden, vielschichtigen Story und ausgefeilten Charakterzeichnungen.

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