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146 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

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H2O - Das Sterben beginnt

Ivo Pala
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 17.06.2014
ISBN 9783442382934
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Eine unbekannte Terrorgruppe verseucht mit hoch radioaktiven Sondermüll ein Trinkwasserreservoir im Bayerischen Wald. Wenige Stunden später sterben die ersten Opfer qualvoll. Major Julian Berg von der Terrorabwehr und Dr. Alexander Kehlhausen vom Bundesamt für Strahlenschutz arbeiten mit ihrem Team unter Hochdruck, um den Ursprung des atomaren Sondermülls aufzuspüren und die Hintermänner der Terrorgruppe zu ermitteln. Doch kaum ist das Team zusammengestellt, findet schon der nächste Anschlag statt. Die Bevölkerung gerät in Panik, die Bundesregierung ist schier machtlos.

 

Was für eine grausame Vorstellung: Die Verseuchung unserer Trinkwasserreservoirs durch radioaktiven Sondermüll. Eine Terrorgruppe, die bestens organisiert ist, scheinbar Unsummen an Geldmitteln zur Verfügung hat und billigend in Kauf nimmt, dass ganze Landstriche auf Jahrzehnte hinaus unbewohnbar bleiben, die Bevölkerung tödlich vergiftet wird durch die Strahlung von radioaktiven Sondermülls.

 

Ivo Pala steigt sofort mit dem Anschlag auf das Trinkwasserreservoir im Bayerischen Wald in seinen sehr packenden, temporeichen und zum Nachdenken anregenden Thriller ein. Zwar steht die Arbeit der Terrorabwehr im Vordergrund, doch der Autor zeigt auch auf, dass selbst in einer solch bedrohlichen Lage es immer noch Menschen, in diesem Fall Politiker, gibt, die aus dieser Katastrophe ihre ganz persönlichen Vorteile zu ziehen versuchen.

 

Der Thriller wird äußerst realistisch dargestellt, die Panik der Bevölkerung überzeugend vermittelt. Manche Nachbarländer machen ihre Grenzen sofort dicht, andere sind dem Ansturm der Flüchtenden kaum gewachsen, die Autobahnen sind hoffnungslos verstopft und durch den Mangel an Wasser brechen Krankheiten aus.

 

Durch den Thriller wird einem erst einmal wieder bewusst, wie überlebenswichtig Wasser für die Menschheit ist, eine Ressource, die wir immer noch wie selbstverständlich betrachten. Aber Ivo Pala stellt auch die Frage, wie weit die Terrorabwehr gehen darf, um an Informationen, an die Hintermänner der Terrorgruppe zu kommen. Ist Folter hier wirklich erlaubt, zählt ein Menschenleben weniger als das Wohl von zigtausenden von Menschen?

 

Fazit: Ein sehr spannender und nicht weniger nachdenklich machender Thriller, den Ivo Pala realistisch und temporeich erzählt.

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60 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

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Die 13 Heiligtümer

Michael Scott , Colette Freedman , Hans Link
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 22.04.2013
ISBN 9783764531102
Genre: Fantasy

Rezension:

Judith Walker ahnt, dass ihr Leben in Gefahr ist, denn die ältere Dame ist Hüterin eines der 13 Heiligtümer. Im 2. Weltkrieg wurde Judith zusammen mit 12 weiteren Kindern infolge der Kinderlandverschickung nach Wales evakuiert. Dort trafen sie auf einen rätselhaften Mann, der ihnen magische Geschichten erzählte und jedem von ihnen einen geheimnisvollen Gegenstand aushändigte. Diese Heiligtümer wurden geschaffen, um die Menschheit vor den Dämonen zu schützen und dürfen auf keinen Fall zusammengeführt werden. Nun, rund 70 Jahre später, werden systematisch die Hüter der Heiligtümer getötet und Judith ahnt, dass sie eine der nächsten Opfer sein wird.

Sarah Miller arbeitet in einer Londoner Bank, ist ziemlich unzufrieden mit ihrem Job und mit ihrem Leben insgesamt. Den ständigen Streitereien ihrer Mutter ausgesetzt, hat die intelligente junge Frau den Job nur angenommen, um ihre Mutter und ihre Brüder finanziell zu unterstützen. Auch sonst lebt Sarah eher zurückgezogen und hält sich am liebsten aus allem heraus. Umso verwunderlicher ist es für sie, dass sie ohne zu überlegen, einer älteren Dame hilft, als diese von zwei brutalen Schlägern auf offener Straße angegriffen wird. Mit dem Kennenlernen von Judith Walker ändert sich für Sarah ihr Leben fortan von Grund auf. Mächtige wie äußerst brutale Menschen sind hinter ihr und Judiths Neffen Owen her, den die junge Bankangestellte kurz darauf kennenlernt.

Michael Scott hat in seinem Thriller geschickt mythische Legenden Britanniens in seine Geschichte eingebaut und da die Story wenige Tage vor Samhain spielt, ahnt man bereits früh, dass der Showdown am 31. Oktober stattfinden wird. Doch welchen perfiden Plan sich die Auftraggeber der Morde ausgedacht haben, erfährt man auch erst am Ende des rasant erzählten Thrillers.

Zumeist verfolgt man die verzweifelte und äußerst gefahrvolle Flucht von Sarah und Owen vor den sadistischen Mördern. Zudem bleiben die vielen Opfer nicht unbeachtet und Sarah gerät bald schon in das Visier der Londoner Polizei. Judith hat Sarah und Owen in ihren Aufzeichnungen schon einiges an die Hand gegeben, die letzten Überlebenden der Heiligtümer sorgen für weitere Informationen. Doch wie kann man die Täter aufhalten und vor allem, wer sind sie? Diese Fragen bleiben für Sarah und Owen lange Zeit unbeantwortet.

Der Leser ist da schon etwas weiter in seinem Wissen, denn Michael Scott wechselt öfter auch zu den Auftraggebern der grausamen Morde und deren Beweggründe. Auch hier geht es zumeist sehr mystisch zu und uralte Rituale finden Erwähnung. Ab und an wechselt der Autor jedoch auch weit in die Vergangenheit zurück, der einem nach und nach die genaueren Hintergründe für die Erschaffung der 13 Heiligtümer präsentiert und wer sich die Namen der beiden Protagonisten etwas genauer ansieht, wird überrascht sein, wer der Erschaffer und wer der erste Hüter der Heiligtümer sind.

Sehr fantasievoll, rasant und durchweg fesselnd präsentiert Michal Scott seinen Mystery-Thriller, der jederzeit mit einer hohen Spannungslevel überzeugt, sich recht unvorhersehbar und interessant gestaltet und ab und an aber auch sehr grausame Szenen beinhaltet. Alle Mitwirkenden agieren zudem überzeugend und sind facettenreich beschrieben.

Fazit: Spannend und temporeich erzählter Mystery-Thriller über die verzweifelten Bemühungen, das Tor zur Dämonenwelt weiterhin verschlossen zu halten.

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88 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 31 Rezensionen

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Die Lazarus-Formel

Ivo Pala
Flexibler Einband: 445 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 19.12.2011
ISBN 9783442376483
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Per Zufall entdeckt die Wissenschaftlerin Eve Sinclair das Geheimnis der Unsterblichkeit. Da dies aber so offensichtlich ist, verwundert es Eve sehr, dass bisher noch kein anderer Wissenschaftler hierzu etwas veröffentlicht haben soll. Bei ihrer Recherche erfährt sie jedoch, dass schon einige Kollegen von ihr das Geheimnis entschlüsselt haben, allerdings nach der Entdeckung auch nicht mehr lange zu leben hatten.  Und ziemlich schnell muss Eve feststellen, dass mächtige wie mysteriöse Personen ihr nach dem Leben trachten, um das Geheimnis der Unsterblichkeit auch weiterhin geheim zu halten. Doch Eve erhält Unterstützung von ungeahnter Seite.

 

Eve Sinclair ist begeistert. Während sie nach einem Heilmittel gegen Krebs forscht, stößt sie durch Zufall darauf, dass die Frucht der Eibe einen Wirkstoff beinhaltet, der den Menschen nicht altern lässt. Soll es wirklich so einfach sein? Im Internet findet sie Fachberichte, doch viele Wissenschaftler, die daran forschten, starben bei einem Laborbrand. Doch Eve kann den Sohn eines Wissenschaftlers aufspüren und hofft durch ihn etwas über die Forschungsergebnisse seines Vaters Melchior Feldmann zu erfahren, der bereits vor 60 Jahren hinter das Geheimnis der Unsterblichkeit kam.  

 

Ohne Vorwarnung muss Eve plötzlich um ihr Leben fürchten, denn nicht nur ein Geheimbund von Unsterblichen will um jeden Preis ihren Tod, auch ein geheimer Orden der Katholischen Kirche ist ihr auf den Fersen. Und dann gibt es noch den rätselhaften Ben, ganz offensichtlich auch ein Unsterblicher, doch Ben trachtet nicht nach ihrem Leben, ganz im Gegenteil, er wird ihr Beschützer gegen die so mächtigen, skrupellosen Feinde. Doch welche Ziele verfolgt er und vor allem, wer ist Ben?

 

Fragen, welche sich nicht nur der Leser ständig stellt, sondern auch Eve. Und für die junge Wissenschaftlerin grenzt es schon an körperliche Qualen, dass Ben sich vehement weigert, ihr etwas über sich zu erzählen, geschweige denn, was sich genau hinter den Unsterblichen und dem Kirchenorden verbirgt. Nur bruchstückhaft rückt der attraktive, kampferprobte Ben mit der Wahrheit heraus. Für die von Natur aus äußerst neugierige Eve, die alles und jedes hinterfragen muss, alles aus wissenschaftlicher Sicht sieht und ein ziemlicher Sturkopf ist, gestaltet sich die Zusammenarbeit mit Ben äußerst schwierig. Ben fordert ihr Vertrauen ein, doch damit tut sich Eve mehr als schwer und dann trifft sie eine weitreichende Entscheidung.

 

Der Traum vom ewigen Leben, diese Thematik greift Ivo Pala in seinem Mystery- wie Wissenschaftsthriller auf. Der Autor nimmt die Legenden und Mythen um Osiris und verknüpft sie geschickt in eine temporeiche und sehr spannende Story. Und auch das Alte Testament mit dem Sündenfall und dem Baum der Erkenntnis spielt eine entscheidende Rolle in der Geschichte.

 

Ivo Pala sind die Charakterzeichnungen prima gelungen. Seine Protagonistin Eve Sinclair ist eine äußerst eigenwillige junge Frau, die alles vom wissenschaftlichen Standpunkt aus betrachtet, für sie zählen ausschließlich Fakten und Beweise. Und dann kommt da der sehr attraktive wie verschlossene Ben daher, wirft ihr immer nur unbefriedigende Teilantworten hin, fordert ihr Vertrauen ein und erzählt etwas von Unsterblichen, die schon seit Jahrtausenden gegeneinander kämpfen. Für die Wissenschaftlerin in ihr ist dies für Eve nicht glaubhaft, allerdings hat sie aber auch den Wirkstoff für das ewige Leben gefunden. Und dann verliebt sich Eve auch noch in Ben, trifft in einem Verlies auf eine kleine Königin und muss sich bald fragen, wem sie überhaupt noch vertrauen kann.

 

Fantasievoll, packend und temporeich ist der Thriller angelegt, der in seinem Verlauf einige unvorhersehbare Wendungen nimmt und dadurch oft überraschen kann. Aber auch die Mischung aus Wissenschaftsthriller gepaart mit vielen mystischen Elementen und Verschwörungstheorien sowie einer durchweg fesselnden und spannenden Story sorgen für sehr kurzweilige Lesestunden. 

 

Fazit: Die Unsterblichkeit – Fluch oder Segen? Ivo Pala verarbeitet das Thema spannend, fantasievoll und packend in seinem Thriller.

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144 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

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Shining

Stephen King
E-Buch Text: 624 Seiten
Erschienen bei Bastei Entertainment, 25.10.2013
ISBN 9783838752037
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Hochschullehrer Jack Torrance ergreift nach seiner Entlassung die einzige Chance, die sich ihm noch bietet und nimmt die Stelle als Hausmeister im Hotel „Overlook“ in den Bergen Colorados an. Von Herbst bis zum Frühjahr ist das Hotel geschlossen, Jack, seine Frau Wendy und ihr fünfjähriger Sohn Danny sind in dieser Zeit von der Außenwelt abgeschnitten. Doch nicht nur die anhaltenden Schneestürme stellt die Familie bald vor größere Probleme, das Hotel selbst scheint ihr Leben zu bedrohen.

 

Stephen King beginnt seinen Horrorthriller mit dem Vorstellungsgespräch zwischen Jack und dem Hotelmanager Ullmann. Dieser stellt Jack nur auf Wunsch von Al Shockley ein, der ein alter Freund von Jack ist und dem Anteile an dem Hotel gehören. Zwar kann sich Jack durchaus einen besseren Job vorstellen, doch ist er seinem alten Kumpel Al dankbar, dass er ihm diese Hausmeisterstelle vermittelt hat. Auch wenn dies bedeutet, dass er, Wendy und Danny von Oktober bis Mai in den Bergen vollkommen auf sich alleine gestellt sind. Doch die Familie Torrance hat für diese Zeit einige Pläne, u.a. möchte Jack sein Stück, an dem er schon lange Zeit arbeitet, fertig schreiben und Danny soll lesen und schreiben lernen.

 

Der Roman beginnt sehr ruhig und bedacht. Stephen King stellt seinen Lesern erst einmal Jack und seine Familie vor, dies beansprucht seine Zeit und so lernt man einen intellektuellen Hochschullehrer kennen, der mit einigen psychischen Problemen belastet ist, die auch Auswirkungen auf das Eheleben haben. Sohn Danny dagegen verfügt über das zweite Gesicht, viele Dinge kann Danny voraussehen wie auch die Gedanken anderer Menschen lesen. Und dies ist ausschlaggebend für die weiteren Geschehnisse im „Overlook“.

 

Präsentiert sich das Hotel anfangs noch friedlich  und stimmungsvoll in den Bergen gelegen, vereinnahmt es mit der Zeit immer mehr seine drei Bewohner. Je mehr Schnee fällt, umso mehr steigt auch die Spannung, das Hotel zeigt sein wahres Gesicht. Schreckliche Geschehnisse aus der Vergangenheit dringen an die Oberfläche und nehmen immer mehr Einfluss auf das Verhalten von Jack, der sich bald nur noch mit der langen wie bewegenden Geschichte des Hotels befasst und dabei immer mehr in alte Gewohnheiten zurückfällt. Gewohnheiten, die Wendy und Danny in Angst und Schrecken versetzen.

 

Man benötigt bei dem Roman etwas Geduld, nervenaufreibende Spannung entwickelt sich erst gut zur Mitte des Buches, welche der Autor aber auch immer wieder einmal geschickt herausnimmt. Viel Wert legt Stephen King auf seine Charakterzeichnungen und diese sind dem Autor hervorragend gelungen. So spürt man regelrecht, wie das „Overlook“ zwar schleichend, aber immer massiver seinen Einfluss auf Jack erhöht, wie sich dieser anfangs noch dagegen zu wehren versucht und dann doch erkennen muss, dass er keine Chance hat.

 

Fazit: Wer etwas Geduld aufbringt wird mit einem packenden wie hochspannenden Horrorthriller belohnt.

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123 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

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Shining Girls

Lauren Beukes , Karolina Fell
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.02.2014
ISBN 9783499267000
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Chicago zur Zeit der Großen Depression. Lee Harper  findet einen Schlüssel, der ihn zu einem rätselhaften Haus führt. Jedes Mal, wenn er nun das Haus verlässt, findet er sich in der einer anderen Zeit wieder. Aber nicht nur das, das Haus „sagt“ ihm auch, welche junge Frauen Curtis ermorden soll. Nach jedem Mord verschwindet der Serienmörder wieder in einer anderen Zeit, ist somit für die Polizei nicht zu fassen. Doch dann passiert ihm ein Fehler. Die junge Kirby überlebt seinen Mordanschlag schwer verletzt. Als angehende Journalistin heftet sie sich nach ihrer Genesung an die Fersten des Zeitreise-Mörders und jagt ihn durch die Zeit.


Was für eine geniale wie originelle Idee! Ein Serienmörder, der via eines Portals durch die Zeit reist und nach jedem Mord einfach wieder in eine andere Zeit entschwindet. So genial die Idee, so mäßig die Umsetzung des Thrillers. Wobei ich diesen Roman nun wirklich nicht als Thriller bezeichnen würde. Die Geschichte spielt in der Zeit von 1929 bis 1993, immer wieder wechseln die Handlungsstränge und somit auch die Jahrzehnte. Die beiden Haupt-Erzählstränge haben zum einem Harper, zum anderen Kirby inne. Doch man lernt auch alle Opfer des eiskalten, besessenen Serienkillers recht ausführlich kennen. Dies ist zwar anfangs interessant, doch da man genau weiß, dass Harper am Ende jedes Erzählstrangs wieder sein Messer schwingen und somit ein weiteres Opfer in der Zeit zurücklassen wird, auch irgendwann nicht mehr so fesselnd.
Überhaupt dauert es bis zum letzten Drittel des Buches bis man den Thriller auch wirklich als Thriller bezeichnen kann. Vorher dümpelt die Story mehr oder weniger dahin. Sollte man meinen, Kirby beschäftigt sich hauptsächlich mit der Suche nach dem Serienkiller, die Autorin belehrt ihre Leser eines Besseren. Kirby erhält 1992 eine Praktikantenstelle bei einer Chicagoer Zeitung, allerdings im Sportressort. Und somit verfolgt man fortan immer wieder, wie sie zusammen mit ihrem Kollegen Dan an Baseballspielen teilnimmt und sie zudem einiges und somit auch der Leser über Baseball erfährt. Die Recherchen  in Bezug auf den Serienmörder finden lange Zeit eher nur am Rande statt. Erst auf den letzten 100 Seiten zieht die Story plötzlich sehr an, wird fesselnd und rasant erzählt, die Ereignisse überschlagen sich regelrecht. Und irgendwie wird man beim Lesen das Gefühl nicht los, dass der Autorin plötzlich aufgefallen ist, dass sie ihre Geschichte nun endlich zum Ende bringen muss. Wobei sich dann hier auch der Kreis schließt und offene Fragen beantwortet werden.
Und auch die Charaktere  bleiben eindimensional, nehmen kaum Konturen an. Gerade von Harper konnte ich mir überhaupt kein Bild machen. Die Autorin gibt ihren Lesern kaum Informationen über sein Leben vor Auffinden des Schlüssels an die Hand. Nur, dass er bereits als Junge schon äußerst sadistisch verlangt war und vor den Zeitreisen gerne das Messer geschwungen hat. Außer, dass er völlig gefühllos, kaltblütig und wie unter Wahn tötet, konnte ich ihm absolut keine Charaktereigenschaften zuordnen, einfach zu einseitig. Kirby ist da schon ein wenig facettenreicher beschrieben. Burschikos und immer einen frechen Spruch auf den Lippen tritt sie recht taff auf, doch so einen rechten Einblick in ihr Gefühlsleben verwehrt Lauren Beuken ihren Lesern auch hier. Wie sie beispielsweise mit dem brutalen Mordanschlag und den schweren Verletzungen zurechtkommt, darüber kann man sich kaum ein Bild machen.

Fazit: Eine geniale Idee, nur leider mäßig umgesetzt. Sehr gut durchdachte wie originelle Story – keine Frage, doch die Charaktere bleiben blass und bis endlich einmal Spannung aufkommt, ist der Thriller auch schon fast wieder fertig.

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

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Die Orpheus-Prophezeiung

Oliver Buslau
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 18.11.2013
ISBN 9783442465125
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kurz vor ihrem Konzert in Berlin erhält die erfolgreiche Geigerin Mara Thorn einen seltsamen Anruf. Am Ende der Leitung ist definitiv ihr Manager und väterlicher Freund John Gritti. Doch außer ein paar Geräuschen und zwei Stimmen kann Mara nichts verstehen. Während der kurzen Pause ihres Konzerts erfährt Mara, dass Gritti bei einem Autounfall kurz vor Potsdam tödlich verunglückt ist. Doch Mara glaubt nach dem seltsamen Anruf nicht mehr an einen Unfall. Als Alleinerbe von John Grittis Vermögen kündigt dessen Bruder Al der jungen Geigerin schon am nächsten Tag kurzerhand alle Verträge auf. Plötzlich völlig auf sich allein gestellt, geht Mara der Frage nach Johns Tod nach. Hat dieser etwas mit ihrer schwarzen Violine zu tun, die sie an ihrem 18. Geburtstag von einem Unbekannten geschenkt bekam? Bald schon weiß Mara nicht mehr, wem sie noch trauen kann, denn ganz offensichtlich haben mehrere Personen sehr großes Interesse an ihr und ihrer Geige und plötzlich steht sie im Kreuzfeuer zweier konkurrierender Gegner.

 

Orpheus, der Sänger und Dichter der griechischen Mythologie und somit auch die Orphiker sind Grundlage der spannenden wie auch ein wenig mystisch angehauchten Story und natürlich spielt die Musik auch eine entscheidende Rolle. Allerdings hält sich dies alles im Rahmen. Oliver Buslau hat einen packenden Thriller geschrieben, den auch Leser mögen werden, die sich nicht sonderlich mit Musik beschäftigen. Gut dosiert, verständlich und jederzeit unterhaltsam bringt der Autor sein Fachwissen wie auch die notwendigen Informationen in die Geschichte ein. Dreh- und Angelpunkt des Thrillers sind zum einen die Parallelen von Orpheus Handlungen in Bezug auf Jesus wie auch den Einfluss, welcher die Sagengestalt für die Opernwelt hat.

 

Somit spielt auch die katholische Kirche eine entscheidende Rolle in der Geschichte wie auch eine mysteriöse orphische Gesellschaft. Doch der Schwerpunkt des Thrillers liegt eindeutig bei der Stargeigerin Mara Thorn und ihren abenteuerlichen Erlebnissen. Neben dem Rätsel um ihre schwarze Violine ist Mara zudem auch noch auf der Suche nach ihrer eigenen Vergangenheit. Mara ist ein Waisenkind, wer ihre Eltern sind, weiß sie nicht. Doch ganz offensichtlich standen ihre Eltern in enger Verbindungen zu einer orphischen Gesellschaft. Berlin bleibt nicht die einzige Stadt, in die Oliver Buslau seine Protagonistin führt, sondern auch Wien und Italien werden zu Handlungsschauplätzen. Und diese Reise quer durch Europa, immer auf der Suche nach einem geheimnisvollen, verborgenen Ort, der all ihre Fragen beantworten könnte, gestaltet sich für die junge Geigerin ziemlich gefährlich und rätselhaft. Ihr zur Seite stehen bald der rätselhafte Orpheus, der per Chat mit ihr in Verbindung tritt und ein junger Buchhändler, der offensichtlich auch einiges über die Orpheus-Sage und um das Geheimnis ihrer Geige weiß.

 

So entwickelt sich die Story von Anfang an sehr mysteriös, undurchsichtig, temporeich und spannend. Ist Mara anfangs noch eine ziemlich unbedarfte junge Frau Mitte Zwanzig, deren Fokus voll und ganz auf ihrem Mentor John Gritti und ihrem eher rockigen, eigenwilligen Geigenspiel gerichtet ist, muss sie sich nach dem Tod des Managers komplett umstellen. Ihre Erfahrungen, welche sie auf den Straßen Berlins gemacht hat, helfen ihr dabei. Mara ist mit 15 aus dem Haus ihrer Adoptiveltern abgehauen, lebte bis zu ihrer Volljährigkeit auf der Straße und wurde durch ein Internet-Musikvideo von Gritti entdeckt und entsprechend gefördert. Somit ist Mara es gewohnt, mit kleinem Gepäck zu reisen, mit wenig Geld auszukommen und sich alleine durchzuschlagen; was ihr während ihres abenteuerlichen wie gefährlichen Trips sehr zugute kommt.

 

Fazit: Spannende wie mysteriöse Story über eine rätselhafte Geige und deren geheimnisvollen Macht.

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53 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

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Die Bibel-Verschwörung

Julia Navarro , K. Schatzhauser
Flexibler Einband: 636 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Taschenbuch Verlag, 01.01.2008
ISBN 9783442368358
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Dr. Clara Tannenberg ist nach Rom zu einem Archäologiekongress gereist, um hier Unterstützer für ein ambitioniertes Projekt zu erhalten. Die Archäologin vermutet im Irak Tontafeln zu finden, auf denen Abraham die Schöpfungsgeschichte hat aufschreiben lassen. Allerdings kann sie keine Beweise anführen und der Irakkrieg steht kurz bevor. Doch die ehrgeizige Clara kann mithilfe ihres mächtigen Großvaters doch noch einige Wagemutige überzeugen. Die Grabung  im Zweistromland kann beginnen. Gleichzeitig sind vier ältere Herrschaften alarmiert und sehen sich nach 60 Jahren endlich an ihrem Ziel angekommen. Die Vier haben mit Alfred Tannenberg noch eine Rechnung offen und hoffen mithilfe von Clara endlich den Aufenthaltsort des seit Jahrzehnten untergetauchten Mannes zu finden. Gleichzeitig gibt es noch einige Organisationen, die den möglichen Fund der Tontafeln für sich beanspruchen und alles daran setzen, diese in ihren Besitz zu bekommen.

 

Der Roman beginnt vielversprechend. Ein junger Priester nimmt einem älteren Herrn die Beichte ab. Dieser kündigt einen Mord an und durch eine zurückgelassene Zeitung kommt der Priester auf die Spur von Carla Tannenberg. Fortan versucht er alles, den Mord an der jungen Archäologin zu verhindern. Gleichzeitig treffen sich vier alte Freunde wieder, mittlerweile gehören sie zur oberen Gesellschaft, Geld spielt für sie keine Rolle. Somit ist es für sie auch kein Problem, einen Profikiller zu engagieren. Denn die vier älteren Herrschaften treibt ein 60 Jahre alter Hass auf Alfred Tannenberg an und seitdem sinnen sie auf tödliche Rache. Zwar verrät die Autorin erst zum Ende hin, welche Gründe die Vier antreibt, doch wenn man eins und eins zusammenzählt kann man es sich sofort denken. Doch Clara und ihr Großvater werden nicht nur von diesen Vier bedroht, es gibt noch weitere Organisationen, die ihren Tod wünschen bzw. die Tonbibel an sich bringen wollen.

 

Und die Zeit drängt. George W. Bush plant den Einmarsch in den Irak, die Archäologen befürchten, dass der Krieg auch das Ausgrabungsfeld zerstören könnte und setzen alles daran die Tontafeln rechtzeitig zu finden. Eigentlich ein unmögliches Unterfangen. Maßgeblicher Treiber dieser Aktion ist der über 80-jährige Alfred Tannenberg. Ein Despot, der über Leichen geht, um seinen Willen durchzusetzen, aber heißgeliebt wird von seiner Enkelin Clara, für die er die Ausgrabung in die Wege leitet. Clara ist blind gegenüber den bestialischen Machenschaften ihres Großvaters, verschließt geschickt die Augen vor untrüglichen Tatsachen und hat denselben starken Willen wir ihr Großvater. Und obwohl sie eigentlich die Protagonistin des Romans ist, bleibt ihre Rolle absolut blass und äußerst unsympathisch.

 

Auch die anderen, äußerst vielzähligen Charaktere nehmen kaum Konturen an, alle sind sofort in Gut und Böse aufzuteilen und agieren absolut vorhersehbar. Aber nicht nur die eindimensionale Darstellung aller Mitwirkenden wirkt sich negativ auf das Buch aus, auch die Story selbst. Denn diese wirkt einfach nur hoffnungslos überladen. Selbst nach der Hälfte des Buches sind die unterschiedlichen Organisationen, die mit aller Macht die Tonbibeln an sich reißen wollen oder aber den Tod der Tannenbergs planen, kaum auseinanderzuhalten, da sie alle in irgendeiner Weise das gleiche Ziel verfolgen. Bei der Macht- und Geldgier, die diese Männer antreibt, wundert es einen beim Lesen bald, dass die Geschichte solange braucht, bis sie endlich zu ihrem Ende findet.

 

Diesen Weg dahin füllt Julia Navarro mit ausufernden, oft nichtssagenden Diskussionen aus. Da wird immer und immer wieder darüber beraten, diskutiert und befohlen, wie die weitere Vorgehensweise bei dem Beschaffen der Tonbibel bzw. dem Mord an den Tannenbergs auszusehen hat. Alle sind getrieben von Macht, Geld und Rache. Da werden Detekteien bemüht und Killerkommandos in den Irak geschickt, welche sofort vom Leser auszumachen sind und somit hier auch wieder die Spannung herausnehmen. Überhaupt fehlt dem Roman durch diese ständigen Diskussionen bald jegliche Spannung, alles wird regelrecht totgeredet bis auch das letzte Fünkchen Spannung und Interesse an der Geschichte aufgebraucht ist.

 

Die Grundidee ist wirklich nicht schlecht und man merkt auch, dass die Autorin sich mit dem beginnenden Irakkrieg wie auch mit der Schöpfungsgeschichte auseinandergesetzt hat, aber dieses Wissen rettet den Unterhaltungswert des Romans dann auch nicht mehr. Selbst der Zeitdruck durch den immer näher rückenden Irakkrieg wirkt bald nur noch ermüdend durch die ständigen Wiederholungen.

 

Fazit: Zu viele Handlungsstränge und endlose Diskussionen ermüden und nehmen jegliche Spannung aus dem Roman, zudem bleiben alle Charaktere äußerst farblos und agieren absolut vorhersehbar.

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55 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 17 Rezensionen

alex thomas, geheimnis, geistiges oberhaupt der katholischen kirche, geistliche welt, glaube, judas, kirche, lux domini, papst, rom, selbstmord, spannung, thriller, vatikan, verrat

Lux Domini

Alex Thomas
Fester Einband: 447 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Verlag, 20.04.2011
ISBN 9783764503697
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die junge Nonne Catherine Bell befindet sich gerade in Rom, um vor der Glaubenskongregation zu ihrem neuen Buch Stellung zu nehmen. Von dem einflussreichen Kardinal Benelli erhält die rebellische Ordensfrau eine Einladung zu einer kleinen Abendgesellschaft, an der sie zusammen mit Pater Ben, einen guten Freund, teilnimmt. Doch dieser Empfang verläuft völlig anders als gedacht. Nicht nur, dass der Kardinal ihr gegenüber äußerst kryptische Äußerungen tätigt, am selben Abend tötet sich Kardinal Benelli selbst und seitdem hat Catherine rätselhafte Visionen. Sie vertraut sich Ben an, der ausgerechnet Catherines Erzfeind Kardinal Ciban hierüber informiert. Doch dieser nimmt ihre Visionen ernst. Zusammen mit Kardinal Ciban und Ben beginnt Catherine nachzuforschen. Eine erste Spur führt zu einem rätselhaften Buch, dass bei Grabungen in der geheimen Bibliothek von Papst Pius XII. gefunden wurde.

Bevor das Autorenduo Alex Thomas mit der eigentlichen Geschichte um die Nonne Catherine Bell beginnt, entführen sie ihre Leser erst einmal in die Vergangenheit nach Golgatha kurz vor Jesus Kreuzigung, um anschließend zu einer Ausgrabung in Rom des Jahres 1978 zu wechseln. Papst Pius XII. hatte während des 2. Weltkriegs einen Teil seiner geheimen Bücher vor den Nazis versteckt und auf diese sind nun die Archäologen gestoßen. Allerdings konnte bei dem Fund nur ein Buch gerettet werden, welches ein unglaubliches Geheimnis birgt.

Zumeist erzählen die Autoren ihren Thriller, der ganz eindeutig auch spirituelle Züge hat, aus der Perspektive von Catherine, Ben und Kardinal Ciban, doch ab und an wechseln die Autoren den Handlungsstrang und man lernt den mächtigen Gegner von Papst Leo sowie dessen mordenden Handlanger kennen. Und nach und nach erhält man auch eine Vorstellung davon, um wen es sich bei dem Meister handeln könnte.   

Spannungsreich beginnt der Thriller nicht unbedingt, doch er wirft von Anfang an sehr viele Fragen auf und gestaltet sich äußerst mysteriös, was die Neugier entsprechend reizt. Zudem gestaltet sich die Story sehr interessant, da Alex Thomas geschickt historische Fakten mit einer fiktiven Story verknüpfen. Und das Thema, welches die Autoren aufgreifen, ist durchaus schlüssig umgesetzt und lässt schlussendlich keine Fragen mehr offen. Natürlich handelt es sich um ein kirchliches Thema, dem viel Mystik anhaftet und durch Catherines Visionen, welche sie immer wieder zu den letzten Tagen vor Jesus Kreuzigung führt, hat man auch bald eine Vorstellung davon, um was es sich handeln könnte.

Mit der Zeit gestaltet sich der Kirchenthriller auch zunehmend spannender und der informative wie auch der fesselnde und einnehmende Schreibstil von Alex Thomas sorgt dafür, dass man sich bestens unterhalten fühlt. Man erhält außerdem einen kleinen Einblick in das vatikanische Alltagsleben und ihre Protagonisten, allen voran die eigensinnige, rebellische, junge Nonne Catherine, überzeugen dabei durchweg. Und einige Charaktere bleiben dabei auch wunderbar undurchsichtig, sodass sich eine Einteilung der Mitwirkenden in Gut und Böse etwas schwierig gestaltet. Wobei einem aber schnell klar ist, dass der angebliche Erzfeind von Catherine, nämlich Kardinal Ciban, gar nicht so ein erzkonservativer Kirchenvertreter ist, wie die Ordensfrau denkt. Aber dies merkt Catherine erst mit der Zeit und tritt dem Kardinal anfangs noch äußerst misstrauisch gegenüber. Auch die mediale Hochbegabung von Catherine, ihre rätselhafte Gabe, vermitteln die Autoren durchaus verständlich.

Fazit: Ein gelungener Auftakt der Kirchenthriller-Reihe, welche mit einer sympathischen wie eigensinnigen Protagonistin und einer interessanten und  bald auch spannenden Story aufwarten kann.

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40 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 10 Rezensionen

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Engelspakt

Alex Thomas
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 16.07.2012
ISBN 9783442379897
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Schwerverletzt kämpft sich Kardinal Ciban mitten in der Nacht zur Wohnung der Nonne Catherine Bell und bricht blutüberströmt in ihrem Flur zusammen. Am nächsten Morgen wird in einer kleinen römischen Kirche die Leiche des Wissenschaftlers Alan Scrimgeour entdeckt. Beide hatten sich in dieser Kirche getroffen, da Scrimgeour neue Hinweise zum rätselhaften Todesfall seiner Frau entdeckt hatte, welche die Schwester von Ciban war. Für die Polizei deutet vieles auf den Kardinal als Tatverdächtigen hin, doch daran mag Catherine nicht glauben und beginnt nun selbst zu ermitteln. Noch ahnt sie nicht, dass sie es mit einem mächtigen wie gefährlichen Gegner aufnehmen muss.

Ein Kardinal, der im Koma liegt und sich zu den Vorfällen nicht äußern kann. Ein Cambridge-Professor, der heimlich mit der Schwester des Kardinals verheiratet war. Ein kleiner Junge, der als Versuchsobjekt in einem Labor gefangen gehalten wird. Viele Rätsel und Fragen, die der 2. Fall von Schwester Catherine Bell aufwirft, der mystische,  parapsychologische Züge enthält.

Die Story entwickelt sich von Anfang sehr komplex und lebt durch ihre Mystik und den mysteriösen Geschehnissen. Hierdurch ist auch praktisch die Spannung von Anfang an vorhanden, die sich im Verlauf des Kirchenthrillers immer mehr steigert. Hinzu kommt der sehr einnehmende, fesselnde und unterhaltsame Schreibstil von Alex Thomas, welcher zusätzlich dafür sorgt, dass der Thriller durchweg atmosphärisch dicht und fesselnd erzählt wirkt.

Da der Thriller rund um den Vatikan spielt und die Protagonistin selbst Nonne ist, ist natürlich auch das Thema des Buches ein kirchliches, eine Verschwörungstheorie, welche Catherine versucht aufzudecken. Hierbei geht es um einen geheimen Orden, bei dem sich selbst Experten kaum sicher sind, ob dieser überhaupt je existiert hat. Und obwohl es ja reichlich Kirchenthriller mit den tollsten Verschwörungstheorien gibt, wirkt „Engelspakt“ erfrischend anders, was hauptsächlich an der etwas eigenwilligen Protagonistin liegt. Zudem vermittelt das Autorenpaar Alex Thomas die kirchlichen Hintergründe fundiert recherchiert, gut verständlich und äußerst interessant. Und auch einen kleinen Einblick in das Leben des Vatikans erhält man hierbei.

Catherine Bell ist eine Nonne, wie man sie sich eigentlich überhaupt nicht vorstellt: Jung, rebellisch, eigenwillig, äußerst neugierig und mutig. Schwester Catherine lebt nicht in einem Orden, sondern arbeitet für die Glaubenskongregation und schreibt nebenbei kritische, religiöse Sachbücher. Zudem ist sie hochintelligent und verfügt über eine ganz besondere Gabe, an der das Lux Domini sehr interessiert sind und welche Catherine nach Möglichkeit geheim hält. Wie auch ihre Gefühle zu Kardinal Ciban.

Fazit: „Engelspakt“ ist ein Kirchenthriller mit einer komplexen, interessanten sowie spannenden Story mit einer äußerst eigenwilligen Protagonistin.

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84 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

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Apocalypsis II

Mario Giordano
Flexibler Einband: 592 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 15.02.2013
ISBN 9783404167173
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ohne Erinnerung wacht der Journalist Peter Adam im Kölner Dom auf. Er weiß nicht, was in den letzten Tagen passiert ist und ehe Peter richtig zu sich kommen kann, bebt schon der Boden des Doms und Besucher stehen in Flammen. Doch nicht nur seine Erinnerung hat der Journalist verloren, sein Körper ist übersät mit einer Tätowierung, wobei es sich hierbei um uralte Zeichen zu handeln scheint. Währenddessen ist in Rom der Petersdom durch eine Explosion zerstört worden, auch die Sixtinische Kapelle gibt es nicht mehr. Die Apokalypse scheint unabwendbar.

Während mir der erste Band sehr gut gefallen hat, war ich von diesem zweiten Band mehr als enttäuscht. Mario Giordano erzählt die drohende Apokalypse dermaßen konfus, überladen und verwirrend, dass man zeitweise regelrecht den Durchblick verliert.

Der Autor wechselt nach fast jedem Kapitel und der eigentlichen Geschichte um Peter Adam zwischen den Jahrhunderten. Und so findet man sich mal in der Steinzeit wieder, dann während der Maya-Kultur, der 1. Kreuzzug und somit Jerusalem spielen ebenfalls eine Rolle. Natürlich darf dabei auch der Templerorden und seine Zerschlagung im Jahr 1307 nicht fehlen, wie auch die Gründung zweier Geheimorden. Dem nicht genug spielt die Story in der Gegenwart mal in Rom, dann wieder in Köln, Tibet, Nova Scotia und Asien sind ebenfalls vertreten. Hinzu kommen noch Ereignisse rund um Nicolas Flamel, John Dee, Echnaton, Nofretete und natürlich dürfen auch Jesus und Pontius Pilatus nicht fehlen. Und dies waren bei weitem noch nicht alle Erzählstränge.

Dem immer noch nicht genug, erzählt der Autor auch die eigentliche Geschichte von Peter Adam nicht in chronologischer Reihenfolge, sondern wechselt hier auch ständig zwischen den Zeitabläufen. So erfährt man häppchenweise, was Peter bis zur Katastrophe im Kölner Dom passiert ist, dann ist man wieder beim aktuellen Zeitgeschehen dabei. Und irgendwann hat man das Gefühl, dass Mario Giordano versucht hat, wirklich alle bekannten Geschichten über die Apokalypse und den Kirchenrätseln, die mit Jesus und dem Schatz der Templer in Verbindung stehen, sowie die Geheimnisse der Alchimie und noch ein bisschen mehr in die knapp 600 Seiten seines Mystery-Thrillers zu packen.

Hierdurch verliert man stellenweise die eigentliche Geschichte aus den Augen und fragt sich manchmal, um was es bei dem Thriller eigentlich geht. Klar, Peter Adam soll die Apokalypse abwenden und die eigentliche Story ist stellenweise auch sehr interessant. Aber die ständig wechselnden Handlungsstränge stören oft massiv den Lesefluss und nehmen einem zwangsläufig den Lesespaß an dem Buch. Hierdurch gelingt es auch der Story kaum zu fesseln, da diese auch nicht unbedingt durch Hochspannung überzeugen kann. Was wirklich beeindruckend ist, ist das enorme Hintergrundwissen des Autors.

Fazit: Hier wäre weniger eindeutig mehr gewesen. Die Geschichte wirkt hoffnungslos überladen und die viel zu vielen unterschiedlichen Handlungsstränge verwirren viel zu sehr, um die Story als fesselnd zu bezeichnen.

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57 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

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Unheilig

James Becker , Ralph Sander
Flexibler Einband: 414 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Taschenbuch Verlag, 16.01.2009
ISBN 9783442371754
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Auf den Spuren eines uralten Kirchengeheimnisses
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Die Engländerin Jackie Hampton kommt in ihrem Haus in Rom zu Tode. Für die Polizei steht schnell fest, dass es sich um einen tragischen Unfall handeln muss. Doch als ihr Ehemann Marc mit seinem besten Freund Chris Bronson, einem Polizeibeamten, in der Ewigen Stadt ankommt, stellen sie Einbruchsspuren am Haus fest. Schnell ist klar, dass Jackie bei Renovierungsarbeiten an dem 600 Jahre alten Bauernhaus auf eine alte lateinische Inschrift gestoßen war und diese im Internet überprüft hatte. Kaum befassen sich Chris und Marc mit diesen Hinweisen, kommen sie auch schon der Cosa Nostra in die Quere, die im Auftrag des Vatikans jedwede Spuren zu dieser lateinische Inschrift eliminieren soll. Als Marc anhand des Obduktionsberichts feststellt, dass Jackie durch Fremdverschulden gestorben ist, macht er sich auf die Suche nach Informationen über diese geheimnisvolle Inschrift. Die Spuren führen ihn zu den Anfängen des Christentums wie auch zu den Katharern. Während Chris in England und Italien versucht, hinter das Geheimnis zu gelangen, sitzt ihm die Cosa Nostra im Nacken, mit nur einem Ziel, ihn zu töten.
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Wer sich ein wenig in Kirchengeschichte auskennt und das umgedrehte Kreuz auf dem Buchcover entsprechend deuten kann, dem ist klar, dass sich der Kirchenthriller von James Becker mit den Anfängen des Christentums befasst. Im Prolog entführt der Autor seine Leser erst einmal in das Jahr 65 bzw. 67 nach Christus, bei dem man die Kreuzigung eines Juden verfolgt, die James Becker sehr ausführlich, fast plastisch, beschreibt, um dann über den Verbleib einiger geheimnisvoller Schriftrollen zu berichten, die ihren Weg nach Rom finden, wo sich jedoch ihre Spur verliert.
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Nach diesem kurzen Abdriften in die Vergangenheit wechselt James Becker aber rasch in das heutige Rom und man erlebt gleich den Tod von Jackie Hampton. Schnell ist klar, dass eine alte Steinplatte mit einer lateinischen Inschrift Grund für den Tod der Engländerin ist und auch, dass der Vatikan alles daran setzt, dieses Geheimnis zu wahren, auch wenn hierfür die Cosa Nostra beauftragt werden muss. Chris Bronson und zu einem späteren Zeitpunkt auch seine Ex-Frau Angela begeben sich nun auf Spurensuche mit Hilfe des Internets, aber auch durch Erkundigungen vor Ort, immer darauf bedacht, anschließend ihre Spuren so gut wie möglich zu verwischen, doch die Cosa Nostra verfolgt sie unbarmherzig.
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Als Archäologin besitzt Angela das entsprechende geschichtliche Hintergrundwissen und kann schnell einige Zusammenhänge feststellen, die zu den Ursprüngen des Christentums verweisen, aber auch zu den Katharer, welche bis zum 14. Jahrhundert in Südfrankreich lebten und sich selbst die wahren Christen nannten. Ihnen wird nachgesagt, dass sie ein großes Geheimnis schützten und dieses über den Albigenserkreuzzug hinaus, bei dem die Katharer fast vollständig vernichtet wurden, gerettet hätten. Auf der Spur dieses Geheimnisses sind nun Chris und Angela. Die geschichtlichen Hintergründe hierzu lässt James Becker unterhaltsam und überaus interessant mit einfließen und man merkt, dass er dieses Thema gut recherchiert hat. Und er bietet auch eine Auflösung an, die zwar unglaublich, aber durchaus im Bereich des Möglichen liegt. Allerdings habe ich mich manchmal schon gewundert, dass gerade die Archäologin Angela sehr offensichtliche Spuren oder auch Schlussfolgerungen übersieht, ihre Verfolger, die über kein archäologisches Wissen verfügen, diese aber doch recht zügig entschlüsseln.
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Der Kirchenthriller gestaltet sich zumeist recht spannend und fesselnd, es ist ein typische Schnitzeljagd, die jetzt nicht unbedingt – wie oben erwähnt - immer logisch umgesetzt ist, aber dennoch in weiten Teilen überzeugt. Der Schreibstil des Autors ist als recht einfach, flüssig und durchweg unterhaltsam zu beschreiben. Seine Charakterzeichnungen sind allerdings nicht unbedingt überzeugend.
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Chris wie auch Angela bleiben etwas blass und nehmen nicht so recht Konturen an, allerdings sind für diese Form von Thriller auch nicht unbedingt ausgefeilte und facettenreiche Charaktere notwendig, hier überwiegt eindeutig die Story an sich. Dennoch gelingt es dem Autor gut, Angela wie auch Chris sympathisch darzustellen und zumeist auch nachvollziehbar agieren zu lassen. Beide sind keine Übermenschen, dürfen Schwächen zeigen und bei der ein oder anderen Szene kommt es Chris durchaus zugute, dass er lange Jahre in der Armee gedient hat. So nutzen Chris wie auch Angela ihre Fähigkeiten entsprechend den Situationen angepasst.
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Fazit: Ein unterhaltsamer und meist auch spannender Kirchenthriller, der in Form einer typischen Schnitzeljagd angelegt ist und mehr durch seine interessante Story als durch komplex angelegte Charakterzeichnungen überzeugt.

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Tags: arbeiten, aufdecken, aufdeckung, auftrag, bewahren, chris, chris bronson, deuten, deutung, einsturz, entdecken, entdeckung, fersen, freundin, geheimnis, geheimnisse, haus, inschrift, killer, kirche, kryptisch, latein, lateinisch, leichen, mafia, menschen, mord, morden, schutz, schützen, ursprünge, vatikan, vorstellung   (33)
 

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21 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

dämon, feststellen, halluzinationen, mordanklage, mystery, sebastian, stefan m. fischer, streich, teenager, thriller, tödlich, unglück, visionen, zeitung, zukunft

Den Teufel am Hals

Stefan M. Fischer
Flexibler Einband: 126 Seiten
Erschienen bei Staubkorn-Verlag
ISBN 9783943516067
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Spannende, mystische Story
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Sebastian wird von rätselhaften Halluzinationen geplagt und muss zudem bald schon feststellen, dass er Ereignisse voraussehen kann. Eines Morgen liest Sebastian in der Zeitung von seiner Verhaftung, er soll einen Mord begangen haben. Doch beim nochmaligen Durchblättern der Zeitung ist der Bericht plötzlich verschwunden. Was geht hier vor? Stehen diese rätselhaften Begebenheiten in Verbindung mit einer Dämonenbeschwörung, welche Sebastian als Jugendlicher durchgeführt hat?
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Stefan M. Fischer steigt mit einem ziemlich verwirrenden Sex-Alptraum seines Protagonisten in die Geschichte ein. Diese erklärt sich aber schnell, denn Schuld daran ist seine Beziehung zu Linda, die beim Sex Rollenspiele bevorzugt und im Gegensatz zu Sebastian beziehungsunfähig ist. Sebastian betrachtet sie dennoch als seine Freundin, auch wenn Linda dies ein wenig anders sieht und hierdurch immer wieder seine Gefühle verletzt.
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Seine Halluzinationen sind für Sebastian fast schon Alltag, sein bester Freund reagiert hierauf auch ziemlich emotionslos und fragt eigentlich nur, ob er auch seine Pillen genommen hätte. Daraus lässt sich schließen, dass Sebastian diese schon länger hat und so nimmt man sie beim Lesen mit der Zeit einfach als gegeben hin. Anders sieht es da mit den plötzlichen Zukunftsvisionen aus. Diese ereilen Sebastian plötzlich und manchmal weiß man beim Lesen gar nicht, ob dies jetzt eine Vision ist, die man da liest oder ob das gerade eben wirklich passiert. Ein wenig verwirrend zwar, aber daran gewöhnt man sich schnell, da auch Sebastian zwar zumeist darüber erstaunt ist, diese dennoch bald einfach akzeptiert, ja fast schon als normal ansieht und hierbei öfter auch mal ein wenig die Zukunft beeinflusst.
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Der Autor erzählt seinen Mystery-Thriller rund um seinen Protagonisten Sebastian sehr straff, ohne sich groß mit Nebenschauplätzen aufzuhalten. Dies sorgt dafür, dass man sich jederzeit bestens unterhalten fühlt und trotz der Kürze der Geschichte gelingt es Stefan M. Fischer wunderbar, dass man als Leser sofort einen Bezug zur Geschichte und seinem Protagonisten erhält. Sein Sprachstil ist jederzeit äußerst flüssig, einnehmend, oftmals sehr direkt, locker und zudem durchgehend sehr fesselnd. Denn es dauert schon einige Zeit, bevor man etwas über die Hintergründe der Dämonenbeschwörung erfährt, was es mit Sebastians Visionen auf sich hat und was seine Halluzinationen zu bedeuten haben. Somit ist nicht nur die Spannung immer vorhanden, sondern auch die Neugier ob dem Ausgang der Geschichte. Und die Auflösung ist wirklich gelungen und hat ganz eindeutig sehr mystische Züge.
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Auch seine Charaktere sind durchweg gelungen und keinesfalls schwarz-weiß gezeichnet, sondern wirken sehr lebendig und haben Ecken und Kanten. Zumeist ist man bei den Erlebnissen von Sebastian dabei und lernt hier einen äußerst sympathischen jungen Mann kennen, der hilfsbereit und aufgeschlossen ist, über den Tod seiner Mutter noch nicht hinweg ist, unter seiner Beziehung zu Linda leidet und ansonsten viel mit seinem besten Freund unternimmt.
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Ab und an wechseln die Handlungsstränge und dann verfolgt man auch ein wenig das Leben von Linda. Die junge Frau genießt scheinbar ihr Leben in vollen Zügen und lässt sich schon mal nachts auf ein Blind-Date unter einer Brücke ein, was sie auch offen Sebastian erzählt. Doch man merkt bald, dass Linda einfach nur Angst davor hat, Gefühle an sich heranzulassen und dies durch ein exzessives Sex-Leben kompensiert. Weitere Mitwirkende sind der etwas schrullige Nachbar Felix, der auf Schlagermusik steht, die liebenswerte, verständnisvolle Melissa und Sebastians bester Freund, der von einer großen Schauspielkarriere träumt.
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Fazit: Eine wirklich gelungene, von Anfang bis Ende äußerst unterhaltsame, straff und fesselnd erzählte Mystery-Geschichte, die zudem mit wunderbar beschriebenen Charakteren aufwarten kann.

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Tags: anklage, auffindbar, auslösen, bericht, beschworen, dämon, durchblättern, feststellen, halluzination, halluzinationen, lesen, mord, mordanklage, mystery, mystery-thriller, plagen, schauen, sebastian, sinne, stefan m. fischer, streich, teenager, thriller, tödlich, unglück, zeitung, zukunft   (27)
 

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47 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 5 Rezensionen

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Das Stonehenge - Ritual

Sam Christer , Birgit Moosmüller
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 08.03.2012
ISBN 9783596191888
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Tag des Blutes
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Es ist kurz vor der Sommersonnenwende. In Stonehenge wird ein junger Mann Opfer eines uralten Rituals. Noch am selben Abend erschießt sich der berühmte Wissenschaftler und Stonehenge-Experte Nathaniel Chase auf seinem Anwesen „Tollard Royal“ in Wiltshire und hinterlässt seinem Sohn Gideon einen rätselhaften Brief. Der junge Archäologe, der seit Jahren keinen Kontakt mehr zu seinem Vater hatte, zieht nach Tollard Royal und findet dort in einem Geheimzimmer dessen Tagebücher. Diese bringen ihn auf die Spur eines uralten Geheimbundes, der seit Urzeiten das Wissen um die Mysterien von Stonehenge bewahrt. Doch diese Mysterien müssen immer wieder neu belebt werden, und zwar mit Menschenopfern. Kurz nach der Sommersonnenwende findet wieder der „Tag des Blutes“ statt und Gideon versucht alles, um das Stonehenge-Ritual zu verhindern.
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Sam Christer steigt mit dem Opferritual an einem jungen Mann in seinen Mystery-Thriller ein, was schon einmal sehr beklemmend wirkt. Hier ist die Spannung gleich auf recht hohem Niveau und diese zieht sich in etwa auf dem gleichen Level durch den gesamten Roman. Durch den Selbstmord von Nathaniel Chase tritt auch schon bald DI Megan Baker von der Polizei in Wiltshire auf den Plan, die den Tod des Wissenschaftlers untersucht und so auch Gideon kennenlernt.
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In wechselnden Handlungssträngen, bei denen man bei den Ermittlungen von Megan Baker und Jimmy Dockery dabei ist, zusammen mit Gideon die Tagebücher seines Vaters enträtselt, das amerikanische It-Girl Caitlyn kennenlernt, erfährt man auch nach und nach etwas über die geheimnisvollen Machenschaften des Geheimbundes und des Henge-Meisters. Diese, somit aus vielen Perspektiven erzählte Geschichte, vermittelt Sam Christer durchweg recht fesselnd und temporeich. Der Autor versteht es gut, die Erzählstränge oftmals mit einem Cliffhanger abzuschließen. So gestaltet sich die Story von Anfang an sehr mysteriös und der Autor lässt einiges an Informationen über Stonehenge mit einfließen, was immer sehr unterhaltsam und interessant ist. Der Sprachstil von Sam Christer ist recht einfach gehalten und es gelingt ihm durchweg gut, die Story spannend und unterhaltsam zu erzählen, stellenweise sind einige Szenen auch recht brutal beschrieben, was bei einem Thriller ja durchaus gerechtfertigt ist.
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In seinen Roman hat Sam Christer viele rätselhafte Charaktere gepackt, so präsentiert er seinen Lesern bis zum Schluss nicht die Identität der Mitglieder des inneren Kreises des Geheimbundes und auch der Henge-Meister selbst bleibt bis zum Schluss eine geheimnisumwitterte Person. Allerdings ist einem beim Lesen schnell klar, dass es sich hierbei um viele hochrangiger Mitglieder der Wiltshire-Gemeinde handeln muss. So ist Rätselraten hier vorprogrammiert.
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Die Ausarbeitung der Charaktere ist dem Autor zumeist gut gelungen, allerdings blieb mir sein Protagonist Gideon immer etwas unnahbar. Gideon leidet sehr unter dem Tod seines Vaters, bereut, dass er vor vielen Jahren den Kontakt zu ihm abgebrochen hat. Obwohl der Autor viel auf dessen Gefühlswelt eingeht, wird er nicht so recht greifbar und bleibt etwas blass. Anders sieht es da bei Megan aus. Die Polizeibeamtin ist Mutter einer kleinen Tochter und lebt von ihrem untreuen Ehemann Adam getrennt. Oft gelingt es ihr nur schwer, den Spagat zwischen Beruf und Privatleben hinzubekommen und plagt sich oft mit einem schlechten Gewissen ihrer Tochter Sammy gegenüber.
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Fazit: Ein durchweg spannend und temporeich erzählter Mystery-Thriller, der einem einen guten Einblick in die Mysterien von Stonehenge gibt und sich durch den recht einfach gehaltenen Schreibstil bestens für zwischendurch zum Lesen eignet.

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Tags: acht tage, archäologe, berühmt, blut, dramatisch, england, erwachen, geheimnis, gideon, grausam, großbritannien, kräfte, kult, kultstätte, mann, mythen, opfer, opferritual ritual, rituale, ritual steine, sommersonnenwende, steinkreis, stonehenge, tag des blutes, thriller, uralt, uraltes geheimnis, verhindern   (28)
 

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187 Bibliotheken, 2 Leser, 4 Gruppen, 17 Rezensionen

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Apocalypsis

Mario Giordano
Flexibler Einband: 624 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.03.2012
ISBN 9783404166534
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Prophezeiung des Malachias
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Völlig überraschend ist Papst Johannes Paul III. zurückgetreten. Der deutsche Journalist Peter Adam reist nach Rom, um hierüber zu berichten und auch, um Nachforschungen zu dem Rücktritt des Papstes anzustellen. Hierbei kommt er schnell einem Orden auf die Spur, die sich „Träger des Lichts“ nennen und sich auf die Prophezeiung des Malachias berufen. In dieser heißt es, dass es nach Johannes Paul III. nur noch einen Papst geben wird: Petrus II. und mit ihm soll die Apocalypse kommen. Schneller als ihm lieb ist, steckt Peter plötzlich mitten in einer geheimnisvollen wie auch gefährlichen Verschwörung, die eng mit seiner eigenen Vergangenheit verknüpft ist und nur ein Ziel hat: Die katholische Kirche zu zerstören.
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Mario Giordano beginnt seinen Kirchenthriller mit einigen seltsamen Todesfällen, die scheinbar erst einmal nichts mit der eigentlichen Geschichte zu tun zu haben scheinen, um dann zu seinem Protagonisten zu wechseln. Sehr rätselhaft und teilweise auch ziemlich verwirrend verläuft die Story, da einem die Gründe des Papst-Rücktritts lange nicht klar sind, zumal dies ja auch erst zweimal in der Geschichte der katholischen Kirche vorgekommen ist. Doch schon bald erfährt man, dass der Ex-Papst zurückgetreten ist, um das Böse abzuwenden, dass seiner Meinung nach freigelassen wurde, um die katholische Kirche zu bekämpfen. Was jedoch genau dahinter steckt bzw. darunter zu verstehen ist, verrät einem der Autor erst ziemlich spät. Was zudem auch ziemlich rätselhaft ist, sind die Migräneanfälle von Peter Adam, die ihn immer wieder plötzlich überfallen, mehr wie Visionen sind und man hieraus schließen kann, dass er derjenige sein soll, der letztendlich den Vatikan in die Luft sprengen wird. Doch dies steht absolut nicht in der Absicht von Peter, ganz im Gegenteil. Zusammen mit der Nonne Maria setzt er alles daran, gerade dies mit allen Mitteln zu verhindern.
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Die Story ist von der ersten Seite an äußerst fesselnd, rasant und extrem spannend erzählt und Mario Giordano hält dieses hohe Spannungsniveau problemlos bis zur allerletzten Seite bei und hetzt seine Leser regelrecht durch seinen 1. Band des Kirchenthrillers. Die Schauplätze wechseln häufig, die Spuren führen Maria und Peter von Rom über Avignon nach Köln, um letztendlich dann wieder zum großen Finale in Rom anzukommen. So entwickelt sich die Geschichte auch durchweg sehr komplex, immer wieder nimmt der Thriller neue Wendungen an, neue Spuren tun sich auf, die stellenweise noch mehr verwirren, als Klarheit zu schaffen, um letztendlich dann zwar zu einer Lösung zu kommen, das Ende dennoch offen lassen. Auf die Fortsetzung muss man sich dann leider noch bis zum 13. Februar 2013 gedulden.
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Sehr deutlich merkt man auch, dass Mario Giordano sich bestens in der Kirchengeschichte auskennt und seinem Thriller eine fundierte Recherche zugrunde liegt. Diese Informationen sind entsprechend den Spuren, denen nachgegangen wird, in die Story eingebaut und jederzeit sehr informativ. Klar, kommt hier automatisch der Vergleich zu Dan Brown auf, aber Mario Giordano versteht es sehr gut, hier seinen eigenen Stil einzubringen, Themen aufzugreifen, die noch nicht so bekannt sind bzw. behandelt wurden, sodass sich „Apocalypsis“ problemlos mit „Illuminati“ oder auch „Sakrileg“ messen lassen kann.
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Auch seine Charaktere, allen voran Peter und Maria, sind sehr gut herausgearbeitet und überzeugen in ihrer Darstellung durchweg. Es gibt genug rätselhafte Charaktere, bei denen man sich nicht so recht sicher sein kann, wie man sie einordnen soll. Intrigen innerhalb des Vatikans kommen ebenfalls nicht zu kurz, allein schon deswegen, da das Konklave durch den Rücktritt von Johannes Paul III. ansteht und natürlich im Hintergrund ordentlich Wahlpropaganda getätigt wird, obwohl dies natürlich offiziell verboten ist.
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Fazit: Ein sehr spannender und temporeich erzählter Kirchenthriller, der durch eine komplexe Story und dem fundierten Hintergrundwissen des Autors absolut überzeugt.

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Tags: 12, 6, apokalypse, been, blut, eltern, erde, geheimnis, geheimnisse, gewaltig, herbeiführen, himmel, jahrhunderte, johannes paul iii., journalist, kirche, lamm, leiblich, letzte papst, mächte, malachias, mond, nachforschungen, offenbarung, orden, papst, papst johannes paul iii., peter, peter adam, petrus ii, prophezeiung, schwarz, sechste siegel, siegel, sonne, spurlos, sterne, träger des lichts, trauergewand, unfall, verbunden, verbundenheit, vergangenheit, verschwörer, verschwunden, weltuntergang, zurücktreten   (47)
 

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15 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

999, beschuldigen, beschuldigung, de medici, drei zeitebenen, florenz, gefahr, geheim, geheime thesen, giftmord, glaube, glauben, gott, italien, jahrhunderte

999 - Der letzte Wächter

Carlo Adolfo Martigli , Beate Kühn
Flexibler Einband: 471 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 16.09.2011
ISBN 9783442476305
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Macht des geschriebenen Wortes oder das göttliche Urprinzip
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Ende des 15. Jahrhunderts in Rom verfasst der Philosoph Graf Pico della Mirandola 999 Thesen über den Glauben an Gott. Obwohl er sich durchaus bewusst ist, dass diese die katholische Kirche in ihren Grundfesten erschüttern würde, lässt er 900 der Thesen drucken und veröffentlichen. Von den restlichen 99 Thesen lässt er jedoch nur drei Bücher anfertigen. Diese hält er vorerst unter Verschluss, da er der Überzeugung ist, dass für diese Thesen die Welt noch nicht bereit ist. Allerdings bleibt Papst Innozenz VIII. dieses Vorgehen nicht verborgen und er setzt alles daran, in den Besitz des ketzerischen Manifests zu gelangen. Fortan ist das Leben von Pico della Mirandola nicht mehr sicher und er flieht aus Rom. Nichtsdestotrotz setzt er weiterhin alles daran, auch seine restlichen 99 Thesen den Menschen zukommen zu lassen.
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Im Jahr 1938 in Florenz. Die Nationalsozialisten haben von den 99 Thesen des Mirandola Kenntnis erhalten und setzen nun alles daran, in deren Besitz zu gelangen. Doch ein geheimer Orden bewacht schon seit Jahrhunderten das geheime Buch. Allerdings gibt es einen Schwachpunkt in dem Orden, der von den Nazi-Schergen gnadenlos ausgenutzt wird.
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Geschickt verknüpft Carlo A. Martigli historische Gegebenheiten und Personen mit fiktiven Ereignissen und erzählt so einen schlüssigen und zumeist auch sehr spannenden historischen Kirchenthriller, den ich allerdings eher als Kirchenkrimi bezeichnen würde. Man merkt schon nach wenigen Seiten, dass dem Roman eine fundierte Recherche zugrunde liegt und hierdurch gelingt es dem Autor mühelos, einem die politischen Intrigen und Machenschaften im Umfeld der römisch-katholischen Kirche und hier besonders durch Papst Innozenz VIII. näher zu bringen.
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Die Wechsel der Erzählstränge zwischen dem 15. Jahrhundert und der Zeit kurz vor dem 2. Weltkrieg sind gut gelegt, wobei der Schwerpunkt jedoch auf der Geschichte rund um Giovanni Pico della Mirandola liegt. Da bereits im Prolog erwähnt wird, dass der letzte Wächter des Buches der 99 Thesen diese Geschichte erzählt, ist natürlich der Ausgang des Romans vorhersehbar. Allerdings gestaltet sich der Weg dahin zumeist spannend, unterhaltsam und auch informativ.
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Dazu trägt natürlich hauptsächlich der flüssige, bildhafte und lebendige Sprachstil von Carlo A. Martigli bei, wobei es ihm sehr gut gelingt, historische Informationen gut dosiert und verständlich in seine Geschichte mit einfließen zu lassen. So wirkt der Roman von Anfang an rund und schlüssig umgesetzt.
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Mit den Charakteren hatte ich anfangs etwas meine Schwierigkeiten, doch mit der Zeit nehmen sie dann problemlos Konturen an und auch an die italienischen Namen, die wirklich zuhauf auftreten, gewöhnt man sich mit der Zeit.
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Fazit: Die Idee der Geschichte ist nicht neu und hat man so ähnlich auch schon bei Dan Brown gelesen. Allerdings hat Carlo A. Martigli eine ganz andere Herangehensweise gewählt, die durchweg spannend und unterhaltsam umgesetzt ist.

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Tags: 900 thesen, 99, 999, beschuldigen, beschuldigung, drei zeitebenen, florenz, gefahr, geheim, geheime thesen, giftmord, glaube, glauben, gott, italien, jahrhunderte, ketzerei, ketzerisch, leichen, manifest, menschheit, mirandola, mörderisch, natur gottes, philosoph, pico della mirandola, regime, renaissance, sicher, theologe, thesen, versteck   (32)
 

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(26)

59 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 20 Rezensionen

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Die Rückkehr der Templer

Martina André
Flexibler Einband: 764 Seiten
Erschienen bei Rütten & Loening Berlin, 12.10.2011
ISBN 9783352008139
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das Abenteuer geht weiter
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Nach ihrer Rückkehr aus dem Jahr 1307 in die Gegenwart leben Hannah, Gero und die restlichen Templer mit ihren Frauen unter dem Schutz der NSA in Spangdahlem. Nach wie vor führen die Amerikaner Tests an den Templern durch, die Langeweile nimmt langsam überhand und nicht nur Hannah sehnt sich danach, zusammen mit ihrem Ehemann Gero ein normales Leben zu führen. Währendessen finden die Wissenschaftler heraus, dass sich zwei Frauen aus der Zukunft in Jerusalem des Jahres 1153 aufhalten. Gleichzeitig gibt es Hinweise darauf, dass in naher Zukunft ein weltweiter Krieg ausbrechen wird, der für Europa und die USA den Untergang bedeuten würde. Um die drohende Apokalypse abzuwenden, schicken die Wissenschaftler Gero und seine Templer ins 12. Jahrhundert mit dem Auftrag, die beiden Frauen zu finden und nach Spangdahlem zu bringen.
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Die Fortsetzung zu „Das Rätsel der Templer“ beginnt etwa ein halbes Jahr nach Beendigung des 1. Bandes mit dem Fund eines rätselhaften Kelches. Gero ahnt um was es sich hierbei handeln könnte, behält dieses Wissen vorerst jedoch für sich. Nach dem kurzen Prolog wechselt die Story in das Jahr 2151. Die Welt, die wir kennen, existiert nicht mehr. Menschen werden gentechnisch manipuliert, Gefühle mithilfe von eingepflanzten Chips unterdrückt. In dieser menschenunwürdigen Welt leben die Schwestern Rona und Lyn, die sich dem Rebellenführer Lion angeschlossen haben. Dieser erteilt ihnen den Auftrag, mithilfe eines Timeservers in das Jahr 1119 zu reisen, um die geschichtlichen Abläufe zu verändern. Nach diesen Geschehnissen beginnt die eigentliche Story und fortan wechseln die Handlungsstränge zwischen den Jahren 2005 und 1153.
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Dieses Mal legt Martina André den Focus nicht ausschließlich auf Hannah und Gero, sondern sie räumt den anderen Templern Arnaud, Stephano, Johan, Struan und deren Frauen Freya und Amelie wie auch den Schwestern Rona und Lyn gleichermaßen viel Raum ein. So gestaltet sich die Geschichte von Anfang bis Ende sehr abwechslungsreich, spannend und unterhaltsam, zumal die Verknüpfung der gefahrvollen Abenteuer der Templer mit den Handlungen mitwirkender historischer Personen absolut schlüssig und überzeugend gelungen ist.
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Die Autorin hat die Story anfangs schon recht temporeich angelegt, lässt einem aber genügend Zeit, sich erst einmal wieder mit allen Charakteren und deren Lebensumständen vertraut zu machen. Doch die Verschnaufpause währt nicht lange und schon bald findet man sich in einem sehr rasanten und auch actionreichen Roman wieder, der Lesern von Zeitreise-, Mystery- und Historienbüchern viel Freude bereitet.
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Die Story ist von Anfang an sehr komplex angelegt, viele lose Enden verknüpfen sich mit der Zeit absolut schlüssig und wieder einmal zeigt sich, dass Martina André ihre Geschichten gut recherchiert. Gerade durch dieses Hintergrundwissen gelingt es ihr mühelos, einem ein realistisches Bild des damaligen Jerusalems und den politischen Verwicklungen zu vermitteln. Und durch den flüssigen, bildhaften und oft auch humoristischen Schreibstil schafft es die Autorin problemlos, einen gebannt die Seiten umblättern zu lassen.
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Alle Hauptakteure sind durchweg detailreich und lebendig beschrieben, sodass sie schnell Konturen annehmen und man diese bereits nach wenigen Seiten mühelos zuordnen kann. Besonders die Beschreibungen von Lyn und Rona fand ich gelungen, denn beiden Frauen sind Gefühle die meiste Zeit ihres Lebens absolut fremd gewesen und wie sie nun – stellenweise herrlich naiv und unkompliziert – hiermit umgehen, beschreibt Martina André sehr unterhaltsam und nachvollziehbar.
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Fazit: Eine absolut gelungene Fortsetzung, die alle offenen Fragen aus dem ersten Band überraschend, aber absolut logisch beantwortet und die durch eine komplexe Story und sauber herausgearbeiteten Charakteren überzeugt.

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Tags: 1153, 12. jahrhundert, 1307, ablauf, apokalypse, besitz, das rätsel der templer, diktatur, enthalten, fatimide, feinde, feindlich, fortsetzung, gegenwart, geheimnisvoll, gero, gero von breydenbach, geschichte, hannah, hannah schreyber, heirat, heiraten, herausfinden, himmelfahrtskommando, hinweise, historie, hochspannend, informationen, jahr 1153, jahr 2150, jerusalem, junge frauen, kamerad, kameraden, kämpfe, katastrophe, martina andré, mystery, prophezeien, prophezeiung, rasant, retten, rettung, roman, rückkehr, ruhe, server, templer, timeserver, umsturz, untergang, verbindung, verhindern, vernichten, vernichtend, verwicklungen, westliche welt, wissenschaftler, zeit, zeitreise, zeitreisegeschichte   (61)
 

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engel, erben, erben der etrusker, erfüllung, etrusker, gabe, italien, kirche, mysteriethriller, papst, priestermorde, rom, thriller, vatikan, verschwörung

Engelsfluch

Jörg Kastner
Flexibler Einband: 490 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 01.01.2005
ISBN 9783426627853
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags: beschwören, brual, drohung, engel, engelsfluch, engelsfürst, engelspapst, erbe, erben, erfüllung, etrusker, gabe, katholische kirche, kirche, kirchenpolitisch, macht, machtkämpfe, priester, prophezeiung, rom, schlaf, spalten, stören, thriller, töten, triebfeder, übersinnlich, umgebung, verborgen, verbrechen, verderben, weissagung, weissagungen, wesen   (34)
 

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Der Visionist

M. J. Rose , Lisa Kuppler
Buch: 444 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 01.03.2012
ISBN 9783899419788
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Hypnos – Der Gott des Schlafes
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Falsch katalogisiert schlummerte die 2.600 Jahre alte Statue des Hypnos in den Katakomben des New Yorker Metropolitan Museum of Art. Durch Zufall wird die mannshohe Statue entdeckt und für eine Ausstellung vorbereitet. Und kaum ist die Entdeckung von Hypnos bekannt geworden, machen der Iran wie auch Griechenland Besitzansprüche geltend. Doch es gibt noch eine Privatperson, die mit der Zerstörung wertvoller Gemälde droht, wenn ihm die Statue nicht ausgehändigt wird. Hat das Interesse an der antiken Skulptur damit zu tun, dass ihr nachgesagt wird, dass sie einen Schlüssel zum Rätsel der Wiedegeburt in sich bergen soll? FBI-Agent Lucian Glass nimmt die Ermittlungen auf, obwohl ihn nach dem Vorfall in Wien starke Kopfschmerzen quälen und er fast wie unter Zwang immer wieder Frauengesichter zeichnen muss. Hilfe erhofft er sich von der Psychologin Iris Bellmer.
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M.J. Rose lässt sich anfangs etwas Zeit und gibt ihren Lesern erst einmal einen Crashkurs in Sachen Kunst mit seinen schönen, aber auch unschönen Seiten, zu denen auch der illegale Handel mit gestohlener Kunst gehört, um das es hier in der Hauptsache auch geht. Aber auch das Paranormale kommt hierbei nicht zu kurz, wobei sie dies recht neutral angeht, da ihr Protagonist dem Thema äußert kritisch gegenüber steht und sie einem so unbeeinflusst selbst seine Meinung hierzu bilden lässt.
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Doch wenn man den etwas holprigen, langatmigen Start hinter sich gebracht hat, die ganzen Zusammenhänge langsam anfängt zu verstehen und sich mit allen Mitwirkenden vertraut gemacht hat, dann entwickelt sich die Story packend, fesselnd, äußerst mysteriös und komplex. Dafür sorgen nicht nur die ziemlich verzwickte Geschichte und der flüssige, temporeiche, einnehmende Schreibstil der Autorin. Man merkt auch recht schnell, dass M.J. Rose sich sehr für Kunst interessiert, hier fundierte Recherche betrieben hat und sich auch bestens im Metropolitan Museum auskennt. Diese vielen Informationen lässt die Autorin zumeist wie nebenbei mit einfließen und verknüpft hier geschickt geschichtliche Fakten mit Fiktion, wobei sie sich auch einige schriftstellerischen Freiheiten herausnimmt, damit die Geschichte rund wirkt.
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Da auch die Phoenix Foundation und somit ihr Vorsitzender Malachai Samuel auch im 3. Band der Wiedergeburts-Reihe mitspielt, ist natürlich das Paranormale wieder vertreten. Da Lucian Glass unter extremen Kopfschmerzen sowie einem regelrechten Malzwang leidet, sowie nach wie vor Malachai Samuel für einige ungelöste Verbrechen verantwortlich macht, nimmt er Kontakt zur einer für die Foundation arbeitende Psychologin auf, die bei ihm mithilfe Hypnose Rückführungen durchführt. Und so muss Lucian bald feststellen, dass Spuren zu dem aktuellen Fall bis weit in die Vergangenheit zurückreichen. Und auch im 3. Band der Reihe gelingt es der Autorin wieder, ihren Protagonisten Lucian wie auch die weiteren Mitwirkenden facettenreich und teilweise auch etwas undurchsichtig zu beschreiben.
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Fazit: Wenn man über den etwas zähen Einstieg hinwegsieht und sich ein wenig für Kunstgeschichte interessiert, wird man mit einem temporeichen, spannenden Mystery-Thriller belohnt.

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Der Beethoven-Fluch

M. J. Rose , Martin Hillebrand
Flexibler Einband
Erschienen bei Cora, 01.01.2011
ISBN 9783899418026
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das Rätsel um die geheime Melodie
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Seit Meer Logan als kleines Kind eine schweren Unfall hatte, hat sie Visionen, hört immer wieder eine seltsame Melodie und wie besessen musste sie damals ständig ein kleines, verziertes Kästchen malen. Ihr Vater, ein jüdischer Wissenschaftler und Leiter eines Auktionshauses in Wien, ist davon überzeugt, dass dies Erinnerungen an ein früheres Leben sind und hatte damals deswegen auch Kontakt zur Phoenix Foundation aufgenommen, die das Thema Reinkarnation erforscht. Doch die mittlerweile erwachsene Meer weigert sich bis heute hieran zu glauben. Umso verwirrender ist es für die Psychologin, als ihr der Leiter der Phoenix Foundation, Malachai Samuel, einen Brief ihres Vaters mit einem Foto von genau diesem Kästchen gibt. Neugierig geworden macht sich Meer auf den Weg nach Wien, um dort das Auktionsstück zu begutachten. Zwischenzeitlich hat ihr Vater in diesem besagten Kästchen einen Brief von Ludwig van Beethoven gefunden, in dem dieser vor einer uralten Knochenflöte warnt. Eine bestimmte Melodie hierauf gespielt würde dafür sorgen, dass man Erinnerungen an sein früheres Leben erhalten würde. Und ganz offensichtlich wissen noch mehr Personen von diesem Geheimnis, denn kaum ist Meer in Wien angekommen, findet sie im Haus ihres Vaters ein erstes Mordopfer.
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Meer Logan bezeichnete bisher ihre Visionen, die sie immer wieder bruchstückhaft das Leben einer Margaux Niedermeier aus dem 19. Jahrhundert erleben lässt, als Pseudoerinnerungen. Doch je länger sie sich in Wien aufhält, je mehr sie über das rätselhafte Kästchen und die Flöte der vergangenen Erinnerungen erfährt und über das Leben Beethovens, umso mehr beginnt Meer ihre Visionen ernst zu nehmen. Ganz offensichtlich scheint das Schicksal von Margaux, eine Bekannte von Beethoven und ihres eng miteinander verknüpft zu sein. Und so lässt sie sich auch auf die rätselhafte Suche nach der Knochenflöte und der Entschlüsselung der Melodie ein. Mit von der Partie ist dabei ein Bekannter ihres Vaters, der Oboist Sebastian Otto und natürlich Malachai Samuel, der ein ganz besonderes Interesse an der rätselhaften Melodie und somit an der Knochenflöte hat.
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Zur selben Zeit plant der Journalist David Yalom aus Rache ein Attentat in Wien. Genau in dem Konzerthaus, in dem vor politischen und kulturellen Größen des Weltgeschehens eine Inszenierung von Beethovens Werken durch das Wiener Symphonieorchester stattfinden soll. So sind die Sicherheitsvorkehrungen entsprechend hoch und hiermit betraut ist der Texaner Tom Paxton mit seiner Security-Firma.
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M. J. Rose stellt einen zuerst einmal die vielen Mitwirkenden vor, was zum einem teilweise etwas langatmig ist, zum anderen aber auch hilft, ihre Beweggründe und sie selbst besser kennen zu lernen. Und dies ist meiner Meinung nach auch ziemlich wichtig, da man ansonsten leicht den Faden verloren hätte. Zwar konzentriert sich die Story meist auf Meer und ihren Vater, doch die ständig wechselnden Handlungsstränge und die teilweise unterschiedlichen Motive der Mitwirkenden sorgen dafür, dass die Story zwar recht komplex, aber auch stellenweise ziemlich verwirrend wirkt.
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So nach und nach nimmt der Thriller dann auch richtig an Fahrt auf und man taucht problemlos in die rasante Jagd nach der Knochenflöte und der geheimnisvollen Melodie ein. Und durch die bereits erwähnten, ständig wechselnden Erzählstränge hält sich die Spannung dann auch problemlos bis zum Schluss. Wobei zum zweiten Teil hin der Fokus eindeutig bei Meer, ihren Visionen und ihrer Suche nach der Melodie liegt. Dies alles gestaltet sich recht abwechslungsreich und wenn man sich ein wenig auf das Thema Wiedergeburt und Kabbala einlässt, stören auch die stellenweise etwas esoterisch angehauchten Passagen wenig.
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Die Story entwickelt sich mysteriös, temporeich und durchaus fesselnd und einen Beitrag hieran trägt natürlich auch der Schreibstil von M. J. Rose, der sehr flüssig und bildhaft ist. Allerdings wurde ich das Gefühl beim Lesen nicht los, dass M. J. Rose hier etwas zu viel des Guten wollte. Neben der eigentlichen Suche nach der Flöte und einem kleinen Schwenker in das Leben von Ludwig van Beethoven, hat die Autorin auch das Thema Vergeltung mit hineingebracht, was schlussendlich zwar einigermaßen schlüssig mit in die Geschichte integriert wird, für mich aber eigentlich überflüssig war. Anders sah es da bei der Story rund um Meer aus und den daraus resultierenden Einschüben in die Vergangenheit. Diese überzeugen und sorgen schlussendlich für eine logische Auflösung des Rätsels.
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Gut gelingt es der Autorin ihre Charaktere zu beschreiben. So sind diese durchweg facettenreich und bleiben teilweise auch etwas undurchsichtig, sodass man lange Zeit nicht erahnen kann, wer nun hinter den Morden bzw. Mordanschlägen steht und partout in den Besitz der Knochenflöte wie auch der Melodie gelangen will.
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Ich war bei meiner Bewertung etwas hin- und hergerissen zwischen 3 – 4 Sterne. Schlussendlich hat mich die Story aber dann doch überzeugt, auch wenn das Ende ein wenig aus dem Ruder lief und der Anfang teilweise langatmig war. Doch der Thriller wird zumeist temporeich vermittelt, die Charaktere sind gut herausgearbeitet, die Story wirkt durchweg gut recherchiert und die Beschreibungen von Wien wie auch der Part rund um Ludwig van Beethoven tragen ebenfalls ihren Teil dazu bei, dass ich mich durchweg gut unterhalten fühlte.

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Der Memory Code

M. J. Rose , Martin Hillebrand
Flexibler Einband: 492 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 11.05.2009
ISBN 9783899416152
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Schatz der verlorenen Erinnerung
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Seit Josh Ryder 16 Monate zuvor bei einem Bombenattentat in Rom nur knapp überlebte, hat er immer wieder Flashbacks. Seltsame Visionen quälen den amerikanischen Fotografen, die letztendlich seine Ehe zerstörte. Als er nun im Auftrag der Phoenix Foundation, die sich mit Reinkarnation beschäftigt, wieder nach Rom reist, um dort eine Ausgrabung fotografisch zu dokumentieren, nehmen die Visionen massiv zu. Diese führen Josh immer wieder in die Zeit 400 nach Christus zurück. Dort erlebt er das Schicksal des Hohepriesters Julius mit, der sich in die Vestalin Sabina verliebte – eine tödliche Liebe. Immer mehr hat Josh das Gefühl, selbst Julius zu sein und Sabina helfen zu müssen. Und so treiben seine Visionen ihn auch wie von selbst zu der Ausgrabungsstätte, in der Professor Rudolfo und Professorin Gabriella Chase einen erstaunlichen Fund gemacht haben: Die Memory Steine, mit deren Hilfe das Rätsel der Wiedergeburt gelöst werden könnte. Doch bevor die Steine geborgen werden können, werden sie gestohlen und Gabriella und Josh sehen sich plötzlich einem Gegner gegenüber, der auch vor Mord nicht zurückschreckt, um hinter die Entschlüsselung des Geheimnisses dieser Steine zu gelangen.
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Eines vorweg: Zwar geht es in dem Mystery-Thriller um Götterverehrung im alten Rom, damit verbunden die Verfolgung von Hohepriestern und Vestalinnen und somit um die Verbreitung des christlichen Glaubens, jedoch spielt die Kirche oder gar der Vatikan hier nur eine mehr als indirekte Rolle. Dadurch wirkt der Hinweis auf einen Vatikanthriller für mich etwas irreführend. Aber jetzt zum Buch:
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M. J. Rose thematisiert in dem vorliegenden Buch das Thema Reinkarnation bzw. Wiedergeburt und dies verbindet sie in zwei Geschichten, die zum Schluss logisch zusammen laufen. Zum einen die Story der Gegenwart, die in Rom und USA angesiedelt ist. Hier versuchen Josh und Gabriella hinter das Geheimnis der Memory Steine zu gelangen. Um diese rankt sich eine Legende mit deren Hilfe man angeblich alles über seine bisherigen Wiedergeburten erfahren könnte. Zum anderen erzählt sie die Geschichte der letzten Tage der Vestalinnen und Hohepriester in Rom, deren heidnischer Glaube vom Kaiser mit Gewalt bekämpft wurde, um den christlichen Glauben zu verbreiten. Diese beiden Erzählstränge wechseln sich anfangs ständig ab, wobei der Fokus zur Mitte hin mehr in der Gegenwart liegt und durch diese anfänglich ständigen Wechsel erkennt man bald die Zusammenhänge zwischen denen doch scheinbar so unterschiedlichen Geschichten.
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Der Thriller entwickelt sich von Anfang ziemlich spannend und diese nimmt im Verlauf immer mehr zu. Besonders deswegen, da sich zwar das Motiv der Morde ziemlich schnell heraus kristallisiert, man jedoch absolut keine Ahnung davon bekommt, wer der Täter sein kann. Denn M. J. Rose präsentiert ihren Lesern hier einige Kandidaten, die durchaus ein Motiv hätten. Und so lag ich mit meiner Ahnung hoffnungslos verkehrt und wusste eigentlich erst ein paar Seiten vor dem Ende, wer nun hinter diesen ganzen Machenschaften steht. Diese Auflösung erzählt die Autorin ziemlich schlüssig, auch wenn bei mir dann doch noch ein paar Fragen offenblieben. Das empfand ich jetzt jedoch nicht unbedingt so störend, da man auch problemlos hier noch seine Fantasie ein wenig spielen lassen kann.
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Der Schreibstil von M.J. Rose ist durchweg flüssig und fesselnd. Das Thema Reinkarnation geht sie teilweise sachlich, oft aber auch romantisch-esoterisch angehaucht an. So versucht sie mit ihrem Protagonisten Josh ein gutes Gleichgewicht zwischen Befürwortern und Gegnern zum Thema Wiedergeburt zu erreichen. Und dies ist ihr meiner Meinung auch gut gelungen. Denn Josh glaubt nicht an Reinkarnation, kann sich aber auch seine Visionen, die so realistisch für ihn sind, absolut nicht erklären. Und diese Zweifel sind auch der Grund, warum er sich der Phoenix Foundation anschließt, die seit Jahrzehnten das Thema Reinkarnation erforscht, um hier endlich Antworten auf seine vielen Fragen zu finden.
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Die Charaktere haben mich anfangs nicht so überzeugen können, blieben sie doch lange Zeit ziemlich blass, obwohl die Autorin gerade bei Josh eingehend auf seine Zweifel und Ängste in Bezug auf seine Visionen eingeht. Erst so zur Mitte hin wurden Gabriella, Josh, Malachai oder auch Rachel für mich greifbarer. Aber irgendwie empfand ich dies jetzt nicht unbedingt als so störend, da mich einfach die reine Story gefesselt hat.
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Diese vermittelt M. J. Rose durchweg fesselnd und temporeich und vor allem die Ungewissheit, wie die Geschichte sich in der Gegenwart wie auch der Vergangenheit nun weiter entwickeln wird, welche Gründe hinter den Visionen von Josh und auch von Rachel stehen, werfen im Verlauf der Story eigentlich ständig neue Fragen auf, die lange Zeit nicht beantwortet werden. Und so habe ich das Buch bis zum Schluss kaum aus der Hand legen können.

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Erntemord

Heather Graham , Judith Heisig
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 01.08.2011
ISBN 9783899418323
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Fürchte den Schnitter im Herbst
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Salem an Halloween. Brad und Mary genießen den Wahnsinn der Stadt, der dort während Halloween herrscht. Bis sie sich von einem Wahrsager die Zukunft vorhersagen lassen. Beide verlassen verwirrt das Zelt, um sich anschließend auf dem nahen Friedhof umzusehen. Von einer Minute auf die andere verschwindet Mary spurlos, selbst die herbeigerufene Polizei findet keine Spur von ihr. Der ehemalige Polizeitaucher und heutige Privatdetektiv Jeremy Flynn, reist zusammen mit Rowenna Cavanaugh nach Salem, um seinen ehemaligen Partner und Freund bei der Suche zu unterstützen. Rowenna, eine Expertin für Okkultismus, ist in Salem zu Hause und durch Zufall findet sie im nahegelegenen Maisfeld ihres Hauses schon kurze Zeit später die Leiche einer Frau, hergerichtet wie eine Vogelscheuche. Während Jeremy die Polizei und seinen Freund bei der Suche nach Mary hilft, fängt Rowenna an, sich mit der Geschichte von Salem zu beschäftigen. Sie ist davon überzeugt, dass die Lösung ob des Verschwindens von Mary wie auch der Mord an der jungen Frau in der Vergangenheit zu finden ist.
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Im zweiten Teil der Brothers-Flynn-Trilogie liegt das Augenmerk des Mystery-Thrillers dieses Mal auf dem mittleren Bruder Jeremy. Während sein ältester Bruder Aidan wie auch seine Frau Kendall an Übersinnliches glauben, ist Jeremy zu sehr Realist, um dies alles ernst nehmen zu können. So steht er auch anfangs sehr skeptisch den Argumentationen der Okkultexpertin Rowenna gegenüber, kann sich aber auch nicht deren Anziehungskraft erwehren. Was natürlich mit der Zeit auf Gegenseitigkeit beruht und sich so zusätzlich auch wieder eine Liebesgeschichte entwickelt. Allerdings legt Heather Graham auch dieses Mal mehr den Focus auf die eigentliche Geschichte und die Beziehung von Rowenna und Jeremy ist eine gelungene Ergänzung zu diesem spannenden Thriller.
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Wie schon bei „Ahnentanz“ gelingt es der Autorin recht schnell, eine unheimliche, rätselhafte Stimmung aufzubauen, die sich durch den kompletten Thriller zieht. Bedingt ist dies auch durch die Vergangenheit von Salem, welche die Autorin einem so nach und nach näher bringt mit seiner Hexenverfolgung und der Sage um den Schnitter.
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Die Autorin steigt dieses Mal sofort in die Story ein und beginnt mit dem rätselhaften Verschwinden von Mary. So ist die Spannung von Anfang an sehr hoch, die zwar kurz etwas abfällt, als Heather Graham einem erst einmal Rowenna wie auch Jeremy ein wenig vorstellt, aber dann zieht sie wieder extrem an und hält sich dann mühelos bis zum Schluss. Hinzu kommt auch, dass die Erzählstränge ständig wechseln und natürlich genau an einer markanten oder spannenden Stelle enden, was der Spannung auch zugutekommt.
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Ihre Charaktere, allen voran Rowenna und Jeremy, sind wunderbar detailreich und lebendig beschrieben, sodass sie fast sofort Konturen annehmen und man problemlos eine Vorstellung von ihnen bekommt. Allerdings legt Heather Graham auch immer mal wieder kleine Hinweise oder Spuren aus, die einem seine Meinung bei den verschiedenen Personen revidieren lässt, sodass man sich bis zum Schluss einfach nicht sicher sein kann, wer denn nun der Mörder ist.
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Fazit: Auch der 2. Teil der Trilogie ist wieder ein spannender Thriller mit einem ordentlichen Touch ins Übersinnlichen, einer spannenden und fesselnd erzählten Story und liebenswert gezeichneten Protagonisten.

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Dogma

Raymond Khoury , Anja Schünemann
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 02.05.2011
ISBN 9783499256387
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Den Willen des Herrn
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Konstantinopel im Juli 1203: Der Templer Everard von Tyros und drei seiner Getreuen entwenden in der Kaiserlichen Bibliothek von Konstantinopel drei schwere Truhen und fliehen. Nach einigen Tagen finden sie Zuflucht in einem abgelegenen Bergkloster und hoffen auf Unterstützung durch die dort lebenden Mönche. Doch ihnen wird von den Ordensbrüdern ein tödlicher Trank verabreicht. Rom im Jahr 2010: Der FBI-Agent Sean Reilly stiehlt aus der Vatikan-Bibliothek geheime Akten, um das Leben der Archäologin Tess Chaykin zu retten. Doch kaum sind die Unterlagen übergeben, heftet sich Reilly zusammen mit der befreiten Tess an die Fersen des Erpressers und eine gnadenlose Jagd quer durch Europa beginnt.
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Im Haupthandlungsstrang erzählt Raymond Khoury die wilde, gefahrvolle und rasante Verfolgungsjagd von Reilly und Tess nach dem Erpresser, welche sie von Italien in die Türkei führt. Dieser scheint den Beiden immer einen Schritt voraus zu sein und verfolgt absolut skrupellos sein Ziel, wobei er im wahrsten Sinne des Wortes über Leichen geht. Entsprechend ist hier auch der Schreibstil von Raymond Khoury stellenweise recht direkt und brutal und nichts für schwache Nerven.
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Dank ihren Kenntnissen als Archäologin und ihren Nachforschungen im Internet kommt Tess im Lauf der Story langsam hinter das Geheimnis, welches der Erpresser so gnadenlos verfolgt. Und so erfährt auch der Leser nach und nach etwas über den Inhalt dieser geheimnisvollen Kisten und somit den Grund für diese mörderische Verfolgungsjagd. Dies wird einem durch einen zweiten Erzählstrang näher gebracht, der im Jahr 1310 spielt. Man lernt den Tempelritter Conrad kennen, der wegen der Verfolgung der Templer durch den französischen König in Konstantinopel untergetaucht ist und dort mit Reliquien handelt. Durch Zufall erfährt er hierdurch etwas über den Verbleib der geheimnisvollen Kisten und über das Schicksal des Templers Everard von Tyros.
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Der Handlungsstrang der Vergangenheit überzeugt von Anfang an. Ohne Probleme gelingt es Raymond Khoury einem das gefahrvolle Leben von Conrad vor Augen zu führen und seine Erlebnisse schildert er sehr farbenfroh und fesselnd. Die Geschichte der Gegenwart konnte mich nicht restlos überzeugen. Eigentlich ist dieser Teil eine einzige Verfolgungsjagd nach dem Erpresser, wobei dieser Tess und Reilly generell immer einen Schritt voraus ist, über scheinbar übermenschliche Fähigkeiten verfügt und ganz offensichtlich von unbekannter Seite mächtige Unterstützung erhält.
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Sein Charakter wird vom Autor als von Grund auf böse dargestellt und wirkt hierdurch sehr vorhersehbar und für mich unrealistisch. Tess und Reilly dagegen sind sympathisch beschrieben, nehmen beim Lesen schnell Konturen an, wirken aber in ihrer Vorgehensweise auch oft vorhersehbar, da sie meist einfach nur auf die Handlungen des Erpressers reagieren können, anstelle selbst die Initiative ergreifen zu können.
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Dies ist aber eigentlich nicht ganz so relevant, da die Story eindeutig im Vordergrund steht. Wie gesagt, wirkt die Erzählung der Gegenwart wie eine Aneinanderreihung der unterschiedlichsten Szenarien von Verfolgungsjagden. Diese sind jedoch sehr rasant und überaus spannend dargestellt, überraschen gelegentlich und wirken zumeist auch ziemlich schlüssig. Und was die Spannung natürlich ständig auf einem hohen Niveau hält ist die Frage, was sich Geheimnisvolles in diesen drei Kisten befindet, die der Erpresser um jeden Preis finden will.

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basken, baskenland, cagot, england, eta, eugenik, genetik, geschichte, katholische kirche, namibia, rassismus, ritualmorde, spanien, thriller, tom knox

Cagot

Tom Knox , Sepp Leeb
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Hoffmann und Campe, 28.03.2011
ISBN 9783455403176
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das Rätsel seiner Herkunft
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David Martinez erhält von seinem sterbenden Großvater eine merkwürdige Landkarte. Sein letzter Wunsch ist es, das David dieser Landkarte folgt. So begibt sich dieser auf den Weg ins Baskenland und sieht sich hier schon bald der Willkür eines hohen ETA-Aktivisten ausgesetzt und auch seine Nachforschungen gestalten sich äußerst schwierig und lebensgefährlich. Zur selben Zeit ist der Journalist Simon Quinn einer rätselhaften Mordserie auf der Spur. In England werden mehrere alte Menschen auf äußerst brutale Weise ermordet. Alle Mordopfer haben etwas gemeinsam: Sie weisen seltsame Missbildungen an Händen oder Füßen auf und alle sind vor langer Zeit vom Baskenland nach England ausgewandert. Bei seinen Recherchen wird Simon auf einen alten Volksstamm aufmerksam: Den Cagots. Und offensichtlich setzt jemand alles daran, diesen alten Volksstamm aussterben zu lassen. Verschiedene Hinweise deuten auf die Pius-Bruderschaft hin, doch auch ein ETA-Anhänger scheint ein großes Interesse daran zu haben, dass bald auch der letzte Cagot gestorben ist.
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Bei den Cagots handelt es sich um eine Personengruppe, die zwischen dem 13. bis zum 19. Jahrhundert ausschließlich in Spanien und Frankreich lebten, in dieser Zeit massiven Diskriminierungen ausgesetzt waren und denen ein sehr negativer Ruf anhaftete. Die Cagots waren vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen, mussten Kirchen durch extra eingesetzte Türen betreten und durften auch nicht auf gemeindeeigenen Friedhöfen bestattet werden. Ihr negativer Ruf begründete sich durch teilweise Deformierungen, ihnen wurde Kannibalismus nachgesagt und ihr Geisteszustand wurde in Frage gestellt. Zwar wurden ihnen durch die Französische Revolution sämtliche Bürgerrechte wieder zugesprochen, doch trotzdem wanderten viele Cagots aus dem Baskenland und der Bretagne aus. Ihre Herkunft ist ungeklärt. Manche gehen davon aus, dass sie Nachfahren der Sarazenen sind, andere glauben, dass sie den arianischen Westgoten abstammen.
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Tom Knox beginnt seinen Thriller äußerst rasant und hält dieses hohe Erzähltempo während der kompletten Story bei. So gestaltet sich diese von Anfang an äußerst spannend und die häufigen Wechsel zwischen den Erzählsträngen von David und Simon sorgen ebenfalls dafür, dass während des kompletten Buches absolut keine Langatmigkeit aufkommt. Diese beiden Erzählstränge sind anfangs völlig voneinander losgelöste Geschichten, die erst im Lauf des Thrillers zueinander finden. Denn jeder der Beiden verfolgt anfangs ein unterschiedliches Ziel, welches jedoch nach und nach nur auf ein Thema hinausläuft: Den Cagots. Diese Personengruppe ist der Dreh- und Angelpunkt der Story und somit entwickelt sich diese auch ziemlich komplex, da viele verschiedene Gruppierungen ein Interesse an den Cagots haben bzw. hatten und deren Vergangenheit in das aktuelle Geschehen mit eingreift. Teilweise fand ich es etwas überladen bzw. konstruiert, aber irgendwie gelingt es Tom Knox doch immer wieder, seine Geschichte relativ schlüssig und vor allem extrem fesselnd zu erzählen.
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Was ich wirklich als gut gelungen fand, war die Vermischung von Fiktion und Wahrheit. So lässt Tom Knox viele reale Informationen mit einfließen und baut hierum eine gelungene fiktive Geschichte. Allerdings ist sein Sprachstil auch nichts für Zartbesaitete. Stellenweise beschreibt er recht brutal einige Szenen, die einem schon wirklich unter die Haut gehen. Ansonsten ist sein Schreibstil sehr flüssig und absolut fesselnd.
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Seine Protagonisten David und Simon sind gut ausgearbeitet und in ihrem Verhalten zumeist nachvollziehbar. Vor allem die Zweifel, die David im Lauf des Thrillers kommen, sind verständlich dargestellt. Einzig die Figur des ETA-Aktivisten Miguel war in meinen Augen manchmal etwas übertrieben. So wirkt er unbezwingbar, extrem brutal, dabei äußerst intelligent und in seinem Verhalten oft unverständlich. Allerdings wird dieses Verhalten auch im Lauf des Thrillers erklärt und dadurch verständlicher.

Fazit: Ein extrem rasanter Thriller, der es in meinen Augen durchaus mit Dan Brown aufnehmen kann.

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Königreich der Schatten

Barbara Erskine , Joachim Körber
Flexibler Einband: 763 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 08.07.2008
ISBN 9783404772735
Genre: Romane

Rezension:  
Tags: 14. jahrhundert, ahnherrin, alptraum, alpträume, amerikaner, bankier, castle, clare, clare royland, duncairn castle, ehemann, entmündigen, entmündigung, feinde, furchtbar, isobel, isobel von five, jung, kampf, kämpfen, kerker, kerkerschmach, kinderlos, könig, krönen, krönung, liebe, london, ölkonzern, quälen, robert bruce, schön, schottland, streitig, verlust   (35)
 

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Die Ludwig-Verschwörung

Oliver Pötzsch
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 16.02.2011
ISBN 9783548282909
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Linie des Königs steht auf dem Spiel
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In München wird der Geschichtsprofessor Liebermann brutal von zwei Männern zusammengeschlagen. Der dritte im Bunde ist der König, der unbedingt erfahren möchte, wo sich das geheime Buch befindet, dessen Geheimnis über hundert Jahre gewahrt geblieben war. Doch Prof. Liebermann weigert sich zu reden und wird ermordet. Allerdings war er kurz vor seiner Ermordung bei dem Antiquar Steven Lucas und dieser findet durch Zufall ein seltsames Kästchen, in dem ein Tagebuch, Bilder und eine Haarlocke liegen. Schon kurz darauf erhält er Besuch von der Kunsthistorikerin Sara Lengfeldt. Bevor diese ihm jedoch den Grund ihres Besuches mitteilen kann, müssen Beide vor zwei ziemlich gewalttätigen Schergen flüchten. Schnell stellen sie fest, dass das Tagebuch von Ludwig II. von Bayern handelt und offenbar ein Geheimnis verbirgt, doch leider ist es verschlüsselt. Sara und Steven versuchen, hinter dieses Geheimnis zu kommen und geraten hierbei mehr als einmal in Lebensgefahr. Denn offensichtlich will jemand unbedingt verhindern, dass die Wahrheit über die letzten Tage im Leben des Märchenkönigs ans Licht kommt.
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Für Sara und Steven beginnt mithilfe des Tagesbuches, dessen Geheimschrift Steven nach und nach entschlüsseln kann, eine regelrechte Schnitzeljagd, die sie zu den drei Schlössern des Märchenkönigs führen. Immer verfolgt von recht seltsamen Gestalten, die unbedingt das Tagebuch haben wollen und hierbei ihren Tod billigend in Kauf nehmen. Auf ihrer Suche wenden sie sich auch an den Ludwig-Experten „Onkel Lu“, der ihnen tatkräftig mit seinem schier unerschöpflichen Wissenstand zur Seite steht. Und so tauchen die Beiden nach und nach immer mehr in die Welt des Märchenkönigs ein, erfahren von den Guglmännern (ein bayrischer Geheimbund), den vielen Legenden und Mythen, die den bis heute rätselhaften Tod von Ludwig umgeben. Und sind erstaunt, dass es immer noch Getreue gibt, die hinter „ihrem König“ stehen.
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Äußerst geschickt vermischt Oliver Pötzsch in seinem Buch Fiktion und Wahrheit zu einem äußerst temporeichen Thriller. So erhält man auf äußerst unterhaltsame Art einen Einblick in die letzten Wochen des Lebens von Ludwig II. Zusätzlich kann man im Anhang viele belegte Informationen nachlesen, die einem die politischen Ränkespiele wie auch das Leben von Ludwig II. noch verständlicher machen. Und manchmal ist man auch überrascht, wenn man im Thriller eine Szene liest, die man für Fiktion hält und sich im Anhang dann vom Gegenteil überzeugen lassen muss. Dies alles ist nie langatmig beschrieben, die Informationen nie überladen und der lockere, flüssige und rasante Schreibstil von Oliver Pötzsch sorgen dafür, dass man sich bis zum Schluss wunderbar unterhalten fühlt.
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Die Story ist in zwei Handlungsstränge aufgeteilt. Einmal ist man bei der Suche nach den Hintergründen von Ludwigs Tod und somit mit Sarah und Steven unterwegs. Ihre Suche führt sie von Schloss Linderhof über Herrenchiemsee nach Schloss Neuschwanstein. Während es Steven nach und nach gelingt, das Tagebuch zu dechiffrieren und so neuen Hinweisen zu folgen, lernt man die passende Geschichte dazu auch zwischendurch kennen. Und somit reist man mit Steven zurück ins 19. Jahrhundert, zu den letzten Wochen des Märchenkönigs. Diese Zeitreise wird einem aus Sicht von Theodor Marot in der Ich-Form erzählt, einem der wenigen engen Vertrauten, die Ludwig II. noch geblieben waren. Die Wechsel zwischen den Jahrhunderten sind gut gesetzt und Oliver Pötzsch wechselt auch nie zu oft zwischen den Zeiten, sondern lässt einem immer genug Zeit, sich wieder in die Handlung hineinzufinden.
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Seine Charaktere sind gut herausgearbeitet, wobei nur die Figur von Steven durchschaubar bleibt. Alle anderen Charaktere, angefangen von Sarah über Onkel Lu sind zwar sympathisch, aber doch ein wenig mysteriös angelegt, sodass man sich eigentlich bis zum Schluss nicht sicher sein kann, welche Absichten hinter ihrem Handeln stehen. Ganz besonders bizarr ist die Figur angelegt, die sich für den wiedergeborenen König Ludwig II. hält und somit auch stellenweise ein ziemlich irres Verhalten an den Tag legt. Und auch bei allen weiteren Mitwirkenden, denn offensichtlich scheinen mehrere Gruppierungen hinter dem Tagebuch her zu sein, sind ihre Absichten bis zum Schluss schwer durchschaubar. Auch ist einem eigentlich lange Zeit nie ganz klar, welche Personen nun zu welcher Gruppierung gehören, was das Ganze noch rätselhafter erscheinen lässt.
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Die beiden Protagonisten Sarah und Steven passen prima zusammen, nämlich überhaupt nicht und dies macht gerade den Reiz zwischen den Beiden aus. Sara ist eine freche, clevere, wirklich mit allen Wassern gewaschene junge Frau, die auch noch in den ausweglosesten Situationen einen kühlen Kopf behält. So ganz anders ist dagegen Steven. Dieser ist eindeutig im falschen Jahrhundert geboren, zieht Büchern Menschen vor, ist etwas eigenbrötlerisch und lebt eher zurückgezogen. Aber bekanntlich ziehen sich Gegensätze ja an.
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Die Auflösung des Todes von Ludwig II. finde ich vom Autor sehr gelungen, sie fügt sich logisch in die Geschichte ein und es ist durchaus möglich, dass sie sich auch genauso oder zumindest sehr ähnlich abgespielt haben könnte. Dies werden wir jedoch wohl nie erfahren. Der Schluss der Story in der Gegenwart ist zwar auch schlüssig umgesetzt, allerdings ist da dann doch meiner Meinung nach die Fantasie des Autors ein wenig mit ihm durchgegangen. Allerdings ist es aber auch die Geschichte des Märchenkönigs, die er hier erzählt, also warum auch nicht das Ende ein wenig märchenhaft gestalten.

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